f. 261. Robaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanfchluk Nr. 362. Dienstag, den 6. November 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Setfenblasen( wöchentlich). Neueste Nachrichten ( Bichener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Grash. Bürgermeisterei Gießen, des zoßh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Nationalliberale Landes- Versammlung zu Darmstadt. ( Schluß.) Die sehr lebhafte Debatte wird eröffnet durch Reinhart= Worms, den 3. Präsidenten des Landtags. Er allärt, daß die Kammerfraktion der durch den Vorsitzenden berlesenen Resolution zustimme. Die Bestätigung des fozialdemokratischen Beigeordneten will er von der praktischen Nachricht durch die Preffe ging, Reichstarzler Bülow werde mit den Führern der Hauptparteien Fühlung nehmen. Es fit das eine Gepflogenheit, die schon lange bestehe und jede Unterlassung dieser Fühlungnahme sei äußerst schädlich. Auch bei uns in Hessen hatte sich diese Gepflogenheit herausgebildet. In dieser Frage der Beftätigung aber ist sie vernachlässigt worden. Wäre es geschehen, dann hätte das Ministerium alle Bedenten erfahren, dann würden wir heute nicht vor einer Tatsache stehen, deren unheilvolle Folgen wir noch gar nicht ermessen fönnen. Die Gemüter, die durch die sozialdemokratische Heßerei schon genug verwirrt find, werden nun auch noch von oben verwtrit.( Beifall.) Böhm Offenbach, mit großem Beifall begrüßt, will sagen, was alle bürgerlichen Barteien Offenbachs befeelt bei bem ebanten, daß sie sich als Versuchstarnidel( große Seiterkeit) für die Sozialdemokratie hergeben sollen. Nicht mit der Person des Beigeordneten beschäftige ich mich, fährt er fort, denn dieser ist in den 14 Tagen um so viel% in meinen Augen geftiegen, als die Regierung darin gesunken if.( Großer Beifall.) Ist es erhört, daß das Ministerium einen solchen Mann tommen läßt und ihn fragt, ob er im dem und dem Fall das tus will, was die Gefeße vorschreiben? Und dieser erklärt: Es fällt mir gar nicht ein. Ich bin Sozialdemokrat und bleibe es. Die Meinung, daß der Beige, ordnete feinen großen Schaden anrichten fann, ist hinfällig. Bohl fann er z. B. jederzeit Mobilmachungsbefehle, Anfragen über Anarchisten usw. zu Geficht bekommen, wenn er sich darum nur etwas bemüht. Gerade in Offenbach hätte ein Sozialdemokrat nie bestätigt werden dürfen. Es muß gegen einen derartigen Kurs der Regierung eine sehr deutliche Sprache geredet werden. Der Beschluß des Minifteriums bat in Offenbach eine tiefe Erregung hervorgerufen. Mit den Borrednern stimme ich aber nicht darin überein, daß die Berwirrung dadurch vergrößert worden ist. Im Gegen teil unsre Reihen werden sich wun enger schließen zum Rampf. Seite beleuchten. Er erinnert daran, daß vor Kurzem die Steinert Worms erklärt als Arbeiter, daß als die Bestätigung des sozialdemokratischen Beigeordneten zu Offenbach bekannt wurde, eine gewaltige Entrüftung durch die Reihen der nationalgesinnten Arbeiterschaft ging. Man sagte sich, wenn die Regierung einen solchen Vaterlandsfeind on eine solche Stelle stellt, möchte man fast den Mut verlieren zum Weiter fämpfen für Fürst und Vaterland. Was hot die Arbeiterschaft von der Sozialdemokratie zu erhoffen? his, alles find Berlockungen, Versprechungen, die nicht gehalten werden, Ausbeutung durch die Führer. Dr. Claß Mainz bedauert, daß er nicht als Bortführer seiner Mainzer Freunde erscheinen fann. E hält es aber für etne persönliche Pflicht, zu erklären, daß ht alle Mainzer Barteigenoffen denten wie die Mainzer Barteileitung, daß die Bestätigung des sozialdemokratischen Beigeordneten ein Skandal allerersten Ranges ift. Die Regierung ist Konflikten ausgewichen, vor denen sie nicht urückschrecken durfte. Sieht man denn nicht da oben, hrt er fort, daß der Geist unser es Volkes durch die Sozialdemokratie vergiftet wird und Generationen vaterlandsliebender Männer daran zu arbeiten haben, das wieder gut zu machen, was die Sozialdemokratie heute verdirbt? Wenn das die Regierung nicht sieht, dann muß man ihr mit aller Energie uranfex dieser Kurs führt zum Verderben. war en. Beer Offenbach schildert aus eigner Erfahrung hie Raw piweise der jegt in Offenbach maßgebenden Partei hit den letztes Reichstagswahlen, wo die Anhänger der bürgerlichen Parteien tatsächlich nicht mehr des Lebens sicher Gerade diese Erfahrungen hätten der Regierung zeigen müssen, was sie zu tun hatte. Sie hätte die Parteien interfüßen müssen, die für die staatliche Autorität gestritten haben. Und weicher Jatonsequenz macht sich das Ministerium stulbig! In Offenbach bestätigt es den Sozialdemokraten, in Mühlheim bestätigt es ihn nicht. Nachdem Ewald Worms im Auftrage des Bormser nationalliberalen Arbeitervereins auch seine Buftimmung zum Vorgehen der nationalliberalen Partet ausgesprochen hat, bringt Roth Worms als Mitglied eines Kriegervereins die Gefühle zum Ausdruck, die die einstigen Soldaten und alten Krieger erfüllt hätten, als die Kunde von der Bestätigung des sozialdemokratischen Beigeordneten zu Offenbach in das Land drang. Enttäuschung, bittere Enttäuschung hat die erfüllt, die auf ihre Fahne geſchrieben haben: Mit Gott für Kaiser und Reich. Bangel: Darmstadt erklärt im Namen der nationalliberalen Jugend Darmstadts, daß diese auch den Schritt der Regierung für bedenklich, für eine bedauerliche Entgleisung halte. Sie hoffe, daß die Regierung durch die heutige Versammlung vor weiteren Schritten in dieser Richtung bewahrt werde. Ebenso bestimmt gebe sie aber auch dem Wunsche Ausdruck, daß die Partei auch dann, wenn sich nach anderen tichtungen rückschrittliche Tendenzen geltend machten, in derselben Weise Front dagegen mache. Reichstagsabgeordneter raf Oriola stellt die Uebereinstimmung aller nationalliberaler Kreise fest und ferner, daß auch in Mainz die, welche nicht mitgehen, nicht die einzigen Nationalliberalen in Wainz sind. Nur das eine, führt er weiter aus, sei noch gesagt: Mehr leid als der Schritt der Regierung tat mir die pffiziöse Erklärung in der Darmstädter Zeitung. Denn in dieser Entschuldigung liegt der Beweis für die Schwäche unserer Regierung. Die Gefühle des Reichstagsabgeordeten, der in Berlin nur vom„ roten Großherzogtum" reden hört, will er nicht schildern. Er will nur noch festellen, daß die Regierung fein Gefühl hat für die Stimmung derjenigen Kreise, auf die sich Fürst und Staat berlassen müssen. Diese Kreise sind tief erregt. Daß dies auch in Oberhessen der Fall ist, will er fund tun. Winkler Oppenheim schildert die Stimmung des Volkes auf dem Lande des Reichstagswahlkreises Mainz- Nierstein. Wir haben, führt er aus, einen Kurs der Rückgratlosigkeit, der nur Kompromisse schließt, aber nie mannhaft aufzutreten wagt. Es ist der Kurs der Frankfurter Zeitung".( Stürmischer Beifall.) Es ist aber erfreulich, daß die nationalliberale Partei gegen diese nationale Geschlechtslosigkeit Protest erhebt. Reinhart Worms teilt mit, daß die nationalliberale Landtagsfraktion in einer Sizung am Morgen beschlossen habe, eine Interpellation über diese Frage einzubringen. Reichstagsabgeordneter Beder( mit großem Beifall begrüßt) führt, nachdem er auch auf den letzten Reichstagswahlkampf im Bezirk Offenbach hingewiesen und auf die Begeisterung, welche die Reihen der national. gesinnten Wähler nach dem schwer erkämpften Sieg erfüllt habe, weiter aus: Wenn Krone und Ministerium nicht mehr den Weg zum Herzen des Volkes finden, dann ist es unsere Pflicht, ihnen diesen Weg zu zeigen. Es ist ein Akt der Pflichtvergessenheit, wenn das Ministerium diese Bestätigung vornahm. Das Ministerium hätte der Krone gegenüber fest bleiben müssen. Das Volk versteht es nicht, daß man einen Sozialdemokraten in eine obrigkeitliche Stellung bringen kann, der bereit ist, diese Obrigkeit zu stürzen. Darum ist die Erklärung der Regierung ein Armutszeugnis für die politischen Kenntnisse ihrer Vertreter. Wenn die Regierung wenigstens die sozialdemokratische Presse studieren würde, dann müßte sie zur Einsicht kommen, daß die Einsegung von Sozialdemokraten in obrigkeitliche Stellen geradezu Selbstmord ist. Hier machen wir als nationale und liberale Männer nicht mit.( Lebhafter Beifall.) Als letter Redner betritt der greise nationalliberale Führer Dr. Dsann I. das Rednerpult. Er hält es für seine Pflicht, der Versammlung mitzuteilen, daß der jüngst verstorbene nationalliberale Landtagsabgeordnete Müller in der Nacht vor seinem Tode auch mit dieser Frage und mit dieser Versammlung beschäftigt gewesen set und eine Rede ausgearbeitet habe, die er heute hier halten wollte. Die Familie habe ihm dieselbe vorhin überbringen lassen. Seit Finger nicht mehr sei, habe sich eine mehr ästhetische Behandlung der Politik in Hessen geltend gemacht. So bedeutsam aber auch die Aesthet k sei, noch wichtiger sei die Kunst der Politik. Gewisse Abgeordnete seien ganz besonders behandelt worden, seien tonangebend geworden. Nachdem die Regierung einmal diese falsche Richtung eingeschlagen habe, sei es für sie schwer gewesen, wieder zurückzulenken. Die jetzige Bestätigung setze dieser Politik die Strone | auf. Eine Partet, die alles hiftorisch Gewordene vernichten will, mit den andern Parteien zu vergleichen, ist unerfindlich. Die sozialdemokratische Partei nugt den jetzigen Staat aus, um ihre Ziele zu erreichen. Wo sie zur Macht kommt, geht sie darauf hinaus, diesen Staat zu vernichten. Und ein Mitglied dieser Partei wird von unserer Regierung bestätigt. Diese Bestätigung ist in jeder Beziehung ein unheilvoller Schritt. Damit ist die Debatte beendigt. Der Vorsitzende, Dr. Ofann II. bringt die gestern mitgeteilte Resolution zur Abstimmung. Sie wird einstimmig angenommen. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf das deutsche Vaterland wird die Versammlung, die von etwa 1000 Personen besucht war, gegen 6 Uhr geschlossen. Lebrlingsmangel im Handwerk. In dem Bezirk der Handwerkskammer Düsseldorf find nach deren soeben erschienenen Jahresbericht im vorigen Jahr wenig über 6800 junge Leute als Lehrlinge in einen Handwerksbetrieb eingetreten. Da die Lehrzeit für Handwerks= lehrlinge im Durchschnitt nicht ganz drei Jahre beträgt, so fann die Gesamtzahl der Handwerkslehrlinge im Handwerkstammerbezirk Düsseldorf 20 000 nicht wesentlich übersteigen. In demselben Handwerkskammerbezirk beträgt die Zahl der Handwerksbetriebe etwa 44 000, woraus hervorgeht, daß noch nicht einmal auf jeden zweiten Handwerksbetrieb ein Lehrling tommt. Das find überaus unerfreuliche Verhältniszahlen, die auf cinen schweren Rückgang des Handwerks schließen lassen, auf eine rapide Verminderung der Betriebe in absehbarer Zeit. Tatsächlich ist die Klage über Lehrlingsmangel auch schon recht alt. Abgesehen von der Schlosserei ist diese Klage allgemein und reicht eine Reihe von Jahren zurüd. Selbstverständlich hat die Handwerkskammer es als ihre Pflicht angesehen, dem Uebelstand durch Anwendung verfügbarer und geeigneter Mittel abzuhelfen. Sie richtete u. a. furz vor Ostern an die Eltern der zur Schulentlassung kommenden Kinder ein Rundschreiben, das auf die Bedeutung, die Würde und die Aussichten des Handwerks hinwies und die Eltern einlud, ihre Kinder zu tüchtigen Meistern in die Lehre zu geben. Die Handwerkskammer regte ferner die Innungen zur Einrichtung einer Lehrstellenvermittelung an, die bei geeigneter Ausgestaltung ganz besonders geschickt dazu wäre, zur Beseitigung des Lehrlingsmangels beizutragen. Der Anregung wurde auch Folge gegeben. Aber nicht allgemein und demgemäß nicht in zureichender Weise. Mehrere Jnnungen und Innungsausschüsse taten, was man im Interesse des Handwerks von ihnen verlangt hatte und richteten Lehrlingsnachweise ein. Doch bei weitem nicht alle hörten auf die dringende Empfehlung und beteiligten sich nicht an dem Lehrlingsnachweis, sodaß dieser die gewünschte Wirkung nicht haben konnte. Wenn sie sich entschließen wollten, Versäumtes mit Eifer nachzuholen, so würde sich bald manche Lücke in der Besetzung von Lehrlingsstellen schließen und der Nachwuchs des Handwerkerstandes nicht länger gar so dürftig sein. Nicht wenige Eltern würden Kinder zu einem braven Handwerksmeister in die Lehre geben, wenn es ihnen leichter fiele, sich an vertrauenswürdiger Stelle über die einschlägigen Verhältnisse zu unterrichten, sodaß sie instand gesetzt wären, über ihre Verpflichtungen und über die Aussichten der Kinder ein eigenes Urteil zu gewinnen. Die Handwerkskammer hat in ihrer jüngster. Vollversammlung beschlossen, außer bei ihren Abteilungen auch bei der Kammer selbst eine Lehrlingsrolle zu führen, die zunächst eine gute Statistik über das Lehrlingswesen ermöglichen soll. Solche zuverlässige Statistik hat bisher gefehlt. Die Handwerker sträuben sich in der Mehrzahl gegen die Erfüllung der Vorschrift, die schriftlichen Lehrverträge zur Eintragung in die Lehrlingsrollen der betreffenden zuständigen Abteilung einzuschicken oder vorzulegen. Jedenfalls tun sie es vielfach nicht rechtzeitig und manchmal erst nach Zwangsanwendung durch Strafverfügungen. In dem Bericht der Handwerkskammer Düsseldorf heißt es wörtlich:" Das, wozu die Handwerker durch die Vorschriften zur Regelung des Lehrlingswesens ohne weiteres verpflichtet sind, mußte vielfach mit Gewalt erzwungen werden. Schriftliche Vorhaltungen nüßten in den seltensten Fällen. Wegen Nichtanmeldung ihrer Lehrlinge zur Lehrlingsrolle der Handwerkskammer mußten 61 Handwerker mit 3 bis 20 Mark gebüßt werden, und 270 Handwerker waren durch die Polizei zu veranlassen, ihrer Pflicht zu genügen, nachdem die schriftlichen Aufforderungen der Kammer oder ihrer Abteilung fruchtlos geblieben waren." Das ist kein erfreuliches Bild. Wenn die Handwerker selbst ihre eigenen Lebensinteressen. die Lebensinteressen ihres Standes und Berufes nicht wahren wollen, wer soll es dann tun! Hier ist eine sanfte und unter Umständen auch eine derbere A: th rüttelung nötig. Denn an Tüchtigkeit fehlt es unserem Handwerkerstande durchaus nicht, weder an fachlichem Wissen, noch an Intelligenz. Nur an der Selbstbesinnung mangelt es noch in ziemlich weiten Handwerkerkreisen. Denn die Verhältnisse in Düsse sind gewiß feine efzeptionellen, he dürften für die meisten& andwerkskammerbezirke vorbildlich sein. 6. 33. er IIZ BE en ng a m. Zwelter Cell. Bett unbekannt geblieben 1. Rapitel: Das fertige Buch. Unbedachtsamkeit seiner jugendlichen Begeisterung. schlug zurüd, so weit er fonnte, Schaukelstuhl und warf sich in genug, er geriet an und nahm seinen Insassen denselben mit der ganzen meinen Der Stuhl es zur Welt eins möchte ich wissen: hat gebracht hat. lateinischen Schmöker gestanden?" benn wirklich das alles, was da erzählt wird, in dem alten " In der Hauptsache, ja. Sehen Sie, Sie haben die Aber angenehmes im Hause vorkam, so mußte er schimpften und stießen ihn, und wenn irgend etwas un. vom Meister bis herunter zum jüngsten Gesellen, fie alle warmer Sonnenstrahl wohltut, fondern jebermann im Hauses am meisten Politifche Rundschau. Deutfches Reich. * Die Gerüchte über eine bevorstehende Erneuerung des Dreikaiserbündnisses werden nun auch von Berlin aus offiziös bestritten. Bei einigermaßen ruhiger Ueberlegung sollte man fich doch sagen, heißt es in der Verlautbarung, daß eben erst Sowohl Rußland, wie Frankreich, obgleich man ja in beiden Staaten über die Flitterwochen hinaus sei, deutlich genug zu erfennen gegeben haben, daß fie auf die Fortdauer des Bündnisses bedeutenden Wert legen. Das Dreikaiserbündnis würde also unter diesen Umständen eigentlich nur denkbar Jein mit Frankreich als Viertem im Bunde. Da das augenblidlich unwahrscheinlich ist, so fennzeichen sich die Gerüchte vom Dreikaiserbündnis als leere Redereien. * Der Vorstand des deutschen Städtetages ist in Berlin zu einer außerordentlichen Sigung zusammengetreten. Den wichtigsten Gegenstand der Tagesordnung bildet Die Fleischnot und die gegen diese Misere zu ergreifenden Maßnahmen." Es wird auch die Frage des Zusammentritts eines außerordentlichen Deutschen Städtetages, der sich mit der Fleischnot befassen soll, verhandelt werden. * Die Tagesordnung des am 8. Dezember in Berlin zusammentretenden Deutschen Sparfaffentages enthält folgende Punkte: 1) Einrichtungen zur Förderung der Spartätigkeit; 2) Wünsche der Sparkassen betr. das Verfahren bei Ausgabe der neuen Reichs- und Staatsanleihen und ihre Mitwirkung bet Renehno non Inleiben * Der Kaiser hatte anläßlich der Feler an den franzö fifchen Soldatengräbern in Mainz einen Kranz mit ehrenden Widmungsworten niederlegen lassen. In Ausführung eines Beschlusses der französischen Regierung stattete nun der französische Militärbevollmächtigte Marquis Laguiche in Berlin dem Kaiser den Dank der französischen Nation ab. * Der Seniorenkonvent des Reichstages ist zum 13. Nobember vom Präsidenten Grafen Ballestrem einberufen worden, um über die Geschäftslage des Hauses zu beraten. Da der Etat dem Reichstage erst später vorgelegt wird, sollen bis zur Vorlegung des Etats die vom Sommer liegen gebliebenen Vorlagen zunächst erledigt werden. Jeder Mittwoch wird Schwerinstag, an dem Initiativanträge zur Beratung stehen. Am ersten Schwerinstage( 14.) soll der Toleranzantrag des Zentrums weiterberaten werden. * Wie man in Berliner wohlinformierten Quellen er: fahren haben will, beabsichtigt Kolonialdirektor Dernburg, bei der Beratung des Kolonialetats den Nachweis zu führen, daß die so viel besprochenen Kolonialskandale in Wirklichkeit sich auf ein Nichts reduzieren. Von einem Kolonialpanama könne teine Rede sein; das höchste, was man feststellen konnte, waren Ungeschicklichkeiten, die zum Teil sich auf mißverstandene Drdres gründeten. Dafür spreche auch die Tatsache, daß die Firma s. Tippels firch u. Co. fortlaufend Aufträge erhalte und täglich seitens der Abrahmetommission Abnahme der fertiggestellten Waren stattfindet. * Nachdem der Ausschuß des deutschen Handelstages bereits am 30. November 1905 über die Fleischteuerung verhandelt und eine Reihe von Forderungen zur Abhilfe aufgestellt hat, wird er sich angesichts der Fortdauer des Uebels und der Untätigkeit der Regierung in seiner Sizung vom 3. und 4. Dezember 1906 von neuem mit der Angelegenheit beschäftigen. Rufsland. ** Ueber die Lage im Innern liegen heute nur spärliche Nachrichten vor. Jedenfalls dauern die fleinen Kämpfe und Attentate fort. Petersburg, 5. November. Wie Blätter aus Nowgorod melden, wurde der Kommandeur des 85. Jnfanterie- Regiments Wyborg, Oberst Boscheranow, bei einer Schießübung durch einer scharien Schuß am Bein verwundet. Sein Zustand ist nicht gefährlich. Die Untersuchung verneint, daß ein Verbrechen vorliege, sondern erklärt den Vorfall durch lässige Kontrolle der den Mannschaften für die Schießübung übergebenen Patronen. Wladimir, 4. November. In dem hiesigen Gefängnis fesselten Sträflinge, unter denen sich hauptsächlich Matrosen aus Sweaborg befinden, die Gefängniswache und versuchten, den Posten ihre Waffen fortzunehmen, um 200 Gefangene zu befreien. Einem Gefängniswärter gelang es, telephonisch Militär zu requirieren, mit dessen Hilfe die Sträflinge überwältigt wurden. Petersburg, 5. November. Der Präsident Davidoff der Gesellschaft des russischen Volkes", Abteilung Homel, wurde auf dem Warschauer Bahnhof wegen ungesetzlicher Propaganda verhaftet. Kleine politische Nachrichten. Berlin, 6. November. Die Reichsschulkommission wird unter dem Vorfiz des Wirklichen Geheimen Oberregierungsrates Präsidenten Dr. Kelch heute hier ihre Herbsttagung beginnen. Helsingfors, 5. November. Heute vormittag wurden hier aus einem Eisenbahnfassenzimmer 74 000 Mark geraubt. Man verfolgte die Räuber und nahm zwei von ihnen fest. Das gestohlene Geld wurde bei ihnen gefunden. Petersburg, 5. November. Der Rektor der hiesigen Universität ist dahin verständigt worden, daß die Hochschule unverzüglich geschlossen werden würde, wenn noch fernerhin bei Studentenversammlungen Nichtstudenten anwesend sein würden und geheime Beratungen einer politischen Fraktion von Studentenvereinigungen über die Organisation bewaffneter Ueberfälle abgehalten werden würde. frankreich. Posen, 5. November. In Moschin sollte eine polnische Protestversammlung stattfinden, die berboten wurde. Daraufhin sammelte fich eine ungeheure Menschenmenge an und es tam zu einem heftigen Krawall. Die Gendarmen und Polizeibeamten mußten mehrfach blank ziehen. Kattowitz, 6. November. Der Kardinalfürstbischof Kopp hat für die für heute einberufene Boltsversammlung, welche zum Schulstreit Stellung nehmen sollte, es dem Hauptbeteiligten Pfarrer Slobronsti zur Pflicht gemacht, das Komitee aufzulösen, und gewünscht, daß die Versammlung unterbleibe. Infolgedessen unterbleibt die Versammlung. ** Die im Parlamente verlesene Erklärung der Regierung weist darauf hin, daß das neue Kabinett nicht aus einer parlamentarischen Krise hervorgegangen ist, sondern daß der Gesundheitszustand des bisherigen Ministerpräsidenten Sarrien, der längerer Ruhe bedürfe, die Bildung des neuen Kabinetts veranlaßt hat. Die Erklärung erwähnt dann, daß das kürzlich befragte Land seinen Willen dahin kundgegeben hat, daß das Werk der Reformationen beschleunigt werde, und fährt fort: Da unsere auswärtige Politik dem von den Wählern erteilten Auftrage entspricht, ist sie von vornherein bekannt, denn in dem Willen des Landes, den Frieden und zwar einen würdevollen Frieden aufrechtzuerhalten, ist ebenso wenig eine Aenderung eingetreten wie darin, daß es andauernd die republikanischen Rechte fordert. Alien. Stuttgart, 5. November. Die Wahlen für den württem bergischen Landtag sind auf den 5. Dezember anberaumt. Bremerhaven, 5. November. Die Polizei löfte im Laufe der Nacht eine Anarchistenversammlung auf und nahm 12 Ver haftungen vor. Sofia, 5. November. Das Kabinett Petrow hai demissioniert. Petrow ist mit der Neubildung des Ministeriums beauftragt. Paris, 5. November. Mehrere Kundgebungen zugunsten des wöchentlichen Ruhetages fanden hier statt; es tam zu Ausschreitungen; die Polizei nahm viele Verhaftungen vor. Roubaix, 5. November. Hier wurde der Architekt Limant verhaftet, weil er mit Hilfe von zwei Schreibern des Refutierungsamtes Lille zahlreichen Reservisten Enthebung bon Waffenübungen verschafft hatte. ** Meldungen aus der chinesischen Provinz Kiangsu berichten über eine furchtbare Hungersnot. Die gesamte Bevölkerung, bestehend aus zehn Millionen Personen, ist nahezu verhungert. Die Bevölkerung greift in ihrer Vers zweiflung zu Gewalttaten. Blutige Unruhen ereignen sich in vielen Teilen des Hungersnotgebietes. Hunderte von Mordtaten ereignen sich allerorten. Die Behörden find ganz ohn= mächtig. Die chinesische Regierung unternimmt gar feine Maßnahmen, um die Leiden des Volks zu vermindern, ja sie steigert sie noch durch Verhinderung der Auswanderung. Dof und Gefellschaft. Anläßlich der Beendigung der internationalen Konferenz für Funkentelegraphie fand beim Kaiserpaar eine Frühstückstafel statt, zu der sämtliche Teilnehmer an der Konferenz geladen waren. Auch Vertreter der ausländischen Gesandtschaften waren erschienen.- Gestern vormittag stattete der Kaiser der Internationalen Automobilausstellung am Zoologischen Garten einen Besuch ab. Der Monarch sab sehr wohl aus und hat die Erfältung der lezten Woche vollständig überwunden. ** In Wien ist Prinz Eitel Friedrich von Preußen angekommen. Er wurde am Bahnhof vom Kaiser und vom deutschen Botschafter Grafen von Wedel empfangen. Die Begrüßung zwischen dem Kaiser und dem Prinzen war sehr herzlich. Nachdem das Gefolge vorgestellt worden war, fuhren der Kaiser und der Prinz zur Hofburg. * Der deutsche Staatssekretär Herr v. Tschirschky= Bögendorf ist von seiner Studienreise nach Berlin zurüc gefehrt. ** Einen erneuten Gichtanfall erlitt der Bapst. Er machte in den letzten Tagen täglich Spaziergänge in den vatifanischen Gärten trotz der feuchten Witterung. Der Leib. arzt erklärt, die Erkrankung sei leicht. Beer und flotte. Rekrutenvereidigung in Kiel. Der Kaiser trifft am 22. November zur Rekrutenvereidigung in Kiel ein und nimmt Wohnung auf dem neuen Flottenflaggschiff„ Deutschland". Der Aufenthalt dauert voraussichtlich zwei Tage. Folgenschwere Torpedocxplosion. Im Hafen von Toulon explodierte ein vom Kreuzer ,, Charles Martel" lanciertes und nachher wieder aufgefischtes Torpedo, nachdem es an Bord gebracht worden war, auf Ded. Ein Mann wurde getötet, 2 Leute wurden schwer und mehrere leicht verletzt. Unruhen bei der englischen Marine. Dreihundert Mann in Portsmouth, meist Heizer, veranstalteten, aufgebracht durch den Befehl eines Offiziers zu fnien, wenn er mit ihnen spräche, in der Kantine der Marinekaserne einen Tumult, versuchten aus der Kaserne auszubrechen und wollten die Wohnung des mißliebigen Offiziers demolieren. Die Tumultanten gelang es erst zur Ruhe zu bringen, nachdem die ganze Kaserne alarmiert worden war. Nab und Fern. desertiert und wolle nun nach Amerika auswandern. De bertrauensselige Besitzer beschäftigte ihn bis zum Abend seiner Wirtschaft. In der Nacht berfiel der Russe seiner schlafenden Gatgeber, ermordete ihn und raubte ihm die vor handene Barschaft von 50 Mart, sowie eine filberne Tascher in Brand, um die Spuren des Verbrechens zu vernichter. Als L stifter. Bolangen tam und angab, er fei al Soldat aus Rußland der Reichstageab foll befanntli Reichstage wa Die Simult Boltefulen 906 Suftav Adolf B uhr nebst ette. Hierauf stedte der Mordbube das Gebenen amtligen R herbeieilten, verschwand der Mörder und Brand: 40 latholisch). † Chinesische Seeräuber. Auf dem Westriver, dem größten irag der Bereine in Fuß im südlichen China, griffen Seeräuber eine englische il ihren Lehrern ein † Meuternde Matrosen. Auf dem Fischdampfer ,, Elbe" weigerten fich plötzlich die Matrosen Bluhm und David während der Fahrt auf der Unterelbe zu dem neuen Tarif des Seemanns- Verbandes zu arbeiten. Sie drohten, wenn der Kapitän nicht nach Altona zurückfahre, ihn über Bord zu werfen. Der Dampfer mußte nach Altona zurückkehren, wo die Matrosen nach einem vergeblichen Versuch, über Bord zu springen, verhaftet wurden. † Ein Hundertjähriger. Seinen 100. Geburtstag feierte in völliger geistiger und körperlicher Frische der Schmiedemeister Jensen in Sadstedt bei Flensburg. Jensen erschien bei der Reichstagserfahwahl am 23. Oktober noch persönlich an der Wahlurne, um seine Stimme abzugeben. Dampfbartasse an, bemächtigten sich derselben und beraubten die Passagiere und die Mannschaft. Dann bemächtigten fie fich zweier chinesischer Barkassen. Auf der Flucht gerieten fi: agen nicht zufteht u ten, befinitiv ang Jm amtlichen in ein Gefecht mit Zollbeamten, doch gelang es ihnen im ung gefeß zu beza Schuße der Dunkelheit mit ihrer Beute, die auf 10 000 Dollars geschätzt wird, zu entkommen. tlicht das Großf torden war, tötete der Gemeindeschäfer im benachbarten machen die Hur Erfurt, 5. November. Aus Rache, weil ihm gekündigt ung betreffe der Solsdorf die ihm anvertrauten hundertfünfzig Schafe. Hierauf auf aufmertjam, b beging er Selbstmord durch Erhängen. trafung zur Folge tt. Stadtth Ein Hilfsheizer Soja Boppe und München- Gladbach, 5. November. In der Buchdruckerel von Riffarth explodierte ein Dampfkessel. wurde schwer verbrüht und das Kesselhaus völlig zerstört Durch das herausgeschleuderte Kesselfeuer entstand ein Brand in der Druderei. Trier, 5. November. Im Eifeldorf Kruft wurde der 50 jährige Förster Maimann von Wilddieben erschossen. Görlig, 5. November. Bei dem Brande mehrerer Wohn Stadttheater.) G Ereignis fteht unferen 1. Rovember bevor. Berliner Kgl. S in Ensemble mit den häuser in Schnauhübel bei Rumberg find drei Menschen ver Arndt( Kgl. Schaufpi brannt: ein fiebenjähriges und ein acht Monate altes Kind Theater), Abele Wer und deren Großmutter. ( Chiller Theater), Lorient, 5. November. Das Schiff Reine des Binone einmaliges Gaffspi naur" ist bei der Insel Groig gescheitert. Fünf Mann der Gillparzers herrliches Besatzung sind umgekommen. Lokales. guangt.- Der Berta Chipiel ift eröffnet u Caller von heute an Auf dem Ra ** Der Großh. Regierungsassessor Dr. Ernst Goerg bienftete Heller in Friedberg ist vom 15. Nov. an mit Wahrnehmung der imagen erfaßt und Beschäfte eines Feldbereinigungsfomm ffärs für den Kreis in unter dem Anie, Büdinger betraut worden. * Bu Ehren des bisherigen Regierungsrats Dr. Wagnere Intereffenten f und des Ministerialsekretärs Dr. Wörner findet am a L. Januar 1907 10. Nov. in Gießen eine Abschiedsfeier statt. Die Raje abgebissen. In einem Restaurant in der Kuglerstraße in Berlin entstand zwischen dem polnischen Arbeiter Menzel Tzerlinski aus Weißensee und seinem ArbeitsKollegen Jagusch ein Streit. Als derselbe bereits wieder geschlichtet zu sein schien, sprang J. plötzlich wütend auf C. zu und biß ihm die Nase ab, um fie sofort zu verschlucken. Während C. blutüberströmt zu einem Arzt lief, um sich verbinden zu lassen, wurde J. von dem Wirt und den übrigen Gästen einem Schußmann übergeben. † In den Tod gegangen ist in Leipzig der 29 jährige Kaufmann Hoffmann, der unverschuldeter Weise die Ursache des Todes der Waffenhäudlerin Strauß wurde. Hoffmann hat sich in seiner Wohnung erschossen. Frau Strauß war dadurch ums Leben gekommen, daß der Revolver, den sie Hoffmann verkaufen wollte, sich plötzlich entlud und der Unglücklichen die Schläfe durchbohrte. Wie die Kugel in die Waffe gelommen war, fonnte nicht festgestellt werden. † Brandstiftung und Nanbmord. Durch eine Feuers brunst wurde das Gehöft des Kätners Bertscheit in RamuttenJahn unweit Nimmersatt an der russischen Grenze vollständig eingeäschert. Bei den Aufräumungsarbeiten fand man die halbverkohlte Leiche des Befizzers, der der Kopf fehlte. Eine Gerichtskommission stellte fen, daß es sich um Brandstiftung und Raubmord handelt. Wie die weiteren Ermittelungen ergaben, hatte sich am 31. v. M. bei Bertscheit ein etwa 20-30 jähriger Russe eingefunden, der anscheinend von = Reine Sw G8 empfiehit fi deutigen Streighölzern Gaben. In Hamburge Egefundenr annsaftsrennen. rabor und legten Nachwirkun * Geschworenen Auslosung. Behufs Bildung der Spruchliste für die am 3. Dezember beginnende 4. Sigungsperiode des Schwurgerichts der Provinz Dber bessen wurden folgende Hauptgeschworene ausgeloft: Land wirt Erb 3. in Lehnheim, Landwirt Sehrt 2. in Queckborn, Maurermeister Stamm in Bad Nauheim, Apotheker Weber in Lich, Uhrmacher Mohr in Vilbel, Kaufmann Eduard Silbereisen in Sießen, Landwirt Hrch. Schmalbach 6. in Crainfeld, Landwirt Wilhelm Nos in Düdelsheim, Apotheker Manns in Großen- Bused, Beigeordneter Albach in Daubringen, Bürgermeister Neeb in Nieder- Ohmen, Landwirt G. F. Euler in Mittelgrünbau, Bürgermeister Roth in Raichen, Bäda Blanz in Alsfeld, Müller Geiß in Klein- Felda, Landwirt H. Geiß 2. in Windhausen, Landwirt K. Müler 2. in Gambach, Landwirt J. Pabst in Dorheim, Beigeordneter Binz in Allendorf a. d. Lahn, Kaufmann J. Happel in Gießen, Landwirt Wilh. Hammel 3. in Aunerod, Kaufmann Hugo Ramsped in Alsfeld, Gemeinderechner Nicolai in Beibhecken, Beigeordneter Herber in Angersbach, Müller. De kleine for Zimmer in Grünberg, Heil in Qued, Bigarrenfabrikant Roll in Gießen, Landwirt Karl Volz in Burg- Gräfenrode, Bürger meister Holl in Rodheim b. Vilbel, Kaufmann W. Homberger in Gießen. * Wie mande M Solgen einer Krankhe Rantheit felbft. in außerordentli mittel din Broffen Scott Emulfion h bei meinen beiden Erfolg bei dem j od eine Lungenent Met unb jab erb Emulfion zeigte Stelett war der Kleine, der imm Tag zu, feine Far nun berart entr Hessische Landwirtschaftstamme c. Drift; er läuft und Vorstand der Landwirtschaftskammer hielt in Darmstadt einen Sigung ab. Zunächst teilte der Vorsigende, Geh. Regierungs Der Umstand, rat Haas mit, daß der für die ersten Ausgaben notwendige me nehmen, träg Kredit zu mäßigem Binsfuße von der Landwirtschaftlicher folge bei. Der jo Genossenschaftsbant zur Verfügung geftellt werde, spate mid durch das Sc werde die Regierung den Betrag von 50 000 Rt. zinslongjähriger, toftipie und unfündbar zur Verfügung stellen. Umlagea sollen autet, daß er felbft& verschiedenen Gründen erst im Jahre 1908 erhoben werden une dwierigkeiten Hierauf fand eine Aussprache über die in die neuen Sagunger in Scotts& mu aufzunehmenden Bunfte statt. Die vom Landwirtschaftsrat ampftran zur Vert bisher herausgegebene Beitschrift soll übernommen und is tigen Bestandteile entsprechender Weise ausgebaut werden, im Falle der Land an berfiehen, wa wirtschaftsrat sine Bustimmung gibt. Bezüglich der Tag dentlich wirkjam i Ecott Emulfion wird bo jerer Gagmarte( bec Betandteile: Feinster rigiaurer Rait 43, un arab. Gummi bulb. 2,0, gelderfrage wird beschlossen, dieselben Säß: vorzuschlagen wie sie bei der Zweiten Kammer üblich sind, mit der Austri nahme, daß nur das Fahrgeld 3. Klasse bewilligt wird Zum Vorstand des notwendigen, zemlich umfangreichen Bureaus wird Landesökonomierat Müller, als St- Übertreter Dr. Hammann vorgeschlagen. Alsdann wurde zur Erledigung der Vorberatungen die Bestellung von sieben Kommissionen beschlossen. Es folgten dann Aussprachen wegen Ueber an mit Bimt, Tandel, Beinite Tafell nahme der Geschäfte des Landwirtschaftsrates, sowie der friid verf. in Boft Provinzialvereine und weiter über die Zuwahl von Sach- Ludwig Hel Auch stimmte man den An, Lentkirch: Aug verständigen in die Kammer. trägen einzelner Fachvereine wegen Aufnahme von Vertretern im Brinzip zu. 8ur defisitiven Erledigung dieser Bor schläge soll die Landwirtschaftskammer schon in nächster Beit zusammentreten. * 8ur Mühlheimer Beigeordnetenwahl Das Ministerium des Innern hat, wie die„ Darmst. 3tg. meldet, den Rekurs gegen das Erkenntnis ds Provinzial ausschusses der Provinz Startenburg vom 29. September, betreffend die Wahl des Peter Zahn 3. in Mühlheim zum Beigeordneten daselbst, verworfen und zwar im wesentlichen, weil angesichts der Vorschriften der Landgemeindeordnung über die Bertretung des Bürgermeisters durch den Beige ordneten die Uebertragung polizeilicher und anderer staatlicher Funktionen an den Gewählten nicht angängig erscheint. Die Bestätigung des Genannten als Beigeordneter ist damit endgültig versagt. * Die Freisinnige Volkspartet wird in den nächsten Tagen in Gau- Odernheim, Sprendlingen, Bosenheim, Schornsheim und in Nieder- Ingelheim Versammlungen abhalten, in teste, grösste, ve Firma dieser Art Deutsch weltbek Nähmaschinen- u Crossfirma M Jac erlin N.24, Linienst Seferant y.Post-, P anta Reichsei Beamtenve Lehrer-, M Kriegerverei Deutschland die neueste hpcharmige Nähmas Krone Se 35, 40, 45, 48, 4 wöchentliche 5 Jahre Garan Roll- Mangel Militaria- Zo höchst. Ansprü in Militär-, Po geführt, beliebteste st Preisen, durch di arris. Katalog, Ane erlos. Maschinen in all Dachlands zu besic bahn- und Beam Soldat aus Rug auswandern. bis zum Abend der Ruffe fe raubte ihm die b ne filberne Ea en der Reichstagsabgeordnete Kopsch- Berlin sprechen wird. Ripsch soll bekanntlich der Kandidat der Partei bei der iften Reichstagswahl an Stelle von Schmidt- Elberfeld maden. Ordbube das Gefienen amtlichen Nachweise sind im Großherzogtum von hens zu verni 87 Boltsschulen 906 simultan, 81 tonfeffionell( 41 evang. * Die Simultanschulen. Nach dem soeben erMörder und Bro eftriber, dem grö d 40 tatholisch). Eine Reihe von Ronfessionsschulen, die Gustav Adolf Berein unterhalten wurden, sind auf Antrag der Vereine in Simultanshulen umgewandelt worden, uber eine engiil thren Lehrern ein Recht auf die staatlichen Dienstaltersben und berou nn bemächtigten lagen nicht zufteht und die Mittel der Vereine nicht ausFlucht gerieteniten, definitiv angestellte Lehrer nach dem hessischen Be lang es ihnen felbungsgesetz zu bezahlen. auf 10 000 Dol * Im amtlichen Teil unserer heutigen Ausgabe beröfentlicht das Großh. Polizeiamt Gießen eine Bekannt▲ Klein- Linden. Wackere Schäßen scheinen dieser Tage hier gejagdt zu haben, der eine schoß ein Kind an, der andere hielt einen Jagdgenossen in der Dämmerung für einen Rehbock. Er gab einen Schuß auf ihn ab, der zum Glück fehl ging. Großen Linden, 5. Nov. Gießener Jäger gewahrten an der Bückenbach einen Kranich, der angeschossen war und nicht fliegen fonnte. Sie fingen das fich heftig wehrende Tier. Es war ein sehr starkes Exemplar und hatte eine Flügelspannung von 2,10 Meter. * Dutenhofen, 5. Nov. Oberregierungsrat Löffel aus Coblenz traf dieser Tage in Begleitung des Landrates hier ein, um mit der Gemeindevertretung Verhandlungen wegen des geplanten Schulhaus neubaues elazuleiten. Nach einer eingehenden Besichtigung der bisherigen Schulräume fand eine längere Sigung im Rathause statt. Somit werden weitere große finanzielle Opfer von der Gemeinde gefordert, * Bad Nauheim, 5. Novbr. Für die nächste Saison werden sich wiederum 4 oder 5 neue Aerzte hier niederlassen. * Nieder- Mörlen, 5. Nov. Der Gemeinde ist freisamtlich die Erlaubnis erteilt worden, die Feldmäuse in ihrer Gemarkung durch Legen von Gift zu vertilgen. Das Gift muß so gelegt werden, daß Vögel nicht an dasselbe gelangen fönnen. * Braunfels, 4. Nov. Mit dem 1. November ist die Firma Friedrich Krupp in Essen in den Besiß der Fürstlich Solmsischen Bergwerke getreten. Die Stadt Braufels erhofft von dieser Aenderung eine wesentliche Steigerung des Bergwerkbetriebes und hierdurch der Industrie der nächsten Umgebung. Auf eine von Sanitätsrat Dr. Gerster an das Kruppesche Direktorium gerichtete Bitte, die Firma Krupp möge an diesem Tage auch der Braunfelser Armen gegenten, hat ihm diese 300 Mt. zur Verteilung überweisen lassen. Offenbach. Wie das„ Offenbacher Abendbl." meldet, Oberbürgermeister gestellt. Dr. Dullo ist Leiter des statistischen Amtes der Stadt Königsberg. Er war seiner Beit als Stadtrat von Königsberg gewählt worden, wurde * vel thm gelin machung betreffs der Beaufsigtigung von Hunden. im benachbart Bir machen die Hundebesißer in ihrem eigenen Interesse handelt es sich doch um einen großen Schulhausneubau mit Big ist hier Dr. Dullo aus Königsberg zur engeren Wahl als n der Buchdrude Ein Hilfsb aus völlig gert Kruft wurde ben erschossen. de mehrerer drei Menichen Monate altes Bestrafung zur Folge hat. tt. Stadttheater Gießen.( Gesamtgastspiel Rosa Poppe und Eusemble Berliner Bühnen- Stünftler entstand ein in Stadttheater.) Ein ganz außerordentliches theatralisches Ereignis steht unseren zahlreichen Kunstfreunden für Dienstag, 13. Rovember bevor. Rosa Poppe, die gefeierte Heroine De Berliner Kgl. Schauspielhauses, wird an diesem Abend im Ensemble mit den bekannten Berliner Künstlern Roderich Arndt( Kgl. Schauspielhaus) Margarete Hüller( Deutsches Theater), Adele Berra( Berliner Theater), Paul Pauli ( Schiller Theater), Franz Stephans( Deutsches Theater) in einmaliges Gastspiel absolvieren, bei welcher Gelegenheit Grillparzers herrliches Drama Sappho" zur Darstellung Der Verkauf für dieses einmalige hoch interessante Saftspiel ist eröffnet und Vorbestellungen werden bei Ernst Challier von heute an entgegengenommen. Reine des Fünf Mana gelangt. - Auf dem Rangier bahnhof wurde der BahnDr. Ernst Go Bebienstete Heller Lang- Göns rou einem abgestoßenen Wahrnehmung Güterwagen erfaßt und überfahren. Er verlor beide ärs für den& Beine unter dem Knie, sein Bustand ist besorgniserregend. Keine Schwefelhölzer mehr. Gastwirte und Brats Dr. Wag Fonstige Interessenten seien darauf aufmerksam gemacht, daß örner findet am 1. Januar 1907 das" chwefelhölzerverbot" in Kraft ftatt. tritt. Es empfiehit sich, den etwaigen Vorrat an sogen. g. Behufs Bilt deutschen Streighölzern noch vor diesem Termin zu verezember beginn Grauchen. der Proving D sp. Im Hamburger Wintervelodrom tam am 4. Nov. e ausgeloft:& ein Sechstundenrennen zum Austrag, es war ein rt 2. in Dude. Mannschaftsrennen. Theile und Wegner fiegten auf , Apotheker Raufmann Eu Schmalbach 6 beleheim, p Ibach in Daubring andwirt G. F. Brennabor und legten 232 km zurück. Die Nachwirkungen von Keuchhusten. Wie manche Mutter nur zu gut weiß, sind die Folgen einer Krankheit oft schwerer zu bekämpfen, als in Raichen, B Die Krankheit selbst. Hier erweist sich Scotts Emulsion in- Felba, Land als ein außerordentlich wirksames Nähr- und KräftigA. Müller 2 angsmittel. heim, Beigeord Brossen bei Meuselwitz, den 27. November 1905. ann J. Happ Scotts Emulsion hat sich ausgezeichnet nach schwerem KeuchAnnerod, Kauf Suften bei meinen beiden Jungen bewährt. Besonders auffallend var der Erfolg bei dem jüngeren, jezt 1/2 Jahre alten Alfred. bei rechner Nicola bem noch eine Lungenentzündung und Darmfatarrh hinzugetreten Ungersbach, M Der Kleine war infolge der Krankheiten so abgemagert wie igarrenfabrikant in Stelett und sah erbarmungswürdig aus. Ein Versuch mit Gräfenrode, Bi Scotts Emulfion zeigte uns bald, daß diese auch hier das Beste Dar; der Kleine, der immer von selbst danach verlangte, nahm von mann 23. omg zu Tag zu, feine Farbe wurde bald eine beffere, und der Junge tstammer. It in Darmstadt de, Geh. Regier Juegaben noto Landwirtschaft tellt werde, aren bat sich nun derart entwickelt, daß er für sein Alter groß und fiftig ist; er läuft und spricht und ist ein lebensfrobes Kind ge( sez.) Frau E. Weber. Dorden. - - Der Umstand, daß Kinder Scotts Emulsion so ane nehmen, trägt entschieden auch zu einem guten Erfolge bei. Der sonst so schwerverdauliche Lebertran wird durch das Scottsche Verfahren das Ergebnis 50 000 tiangjähriger, fostspieliger Versuche derartig verarUmlaugen sollen beitet, daß er selbst den schwächsten Verdauungsorganen 08 erhoben eine Schwierigkeiten mehr bietet. Bedenkt man noch, die neuen Sa in Scotts Emulsion nur der feinste Norwegische Landwirts Dampftran zur Verwendung kommt, und daß auch die bernommen und übrigen Bestandteile nur bester Qualität sind, so wird hat in einem Zeitraum von faum 10 Jahren mit einem ungeheuren Rostenaufwand eine Lahnbrücke erbaut, eine Güterverlabestelle angelegt, dazu jüngst den Erweiterungsbau der Kirche vorgenommen und nun steht für die nächsten Jahre als weitere Aufgabe die neue Schule bevor. * Mücke, 5. Nov. Eisenbahn Mücke- Ulrichstein- Rirfeld. Die Gemeinden Bobenhausen, GroßEichen, Höckersdorf, Ober- und Unter- Seibertenrod, OberOhmen, Ruppertenrod, Ulrichstein, Helpershain, Rebgeshain, Engelrod, Eichelrod, Eichelhain, Hapimannsfeld, und Hörgenau werden eine erneute Eingabe an die Ständerammer richten, die den Bau der oben erwähnten Bahnstrecke auf Staatsfoften erstrebt, und zwar vorläufig bis Ulrichstein. Die Kosten hierfür werden von sachverständiger Seite auf eine Million Mart geschäßt. Die Notwendigkeit des Bahnbaues zur Erschließung des westlichen Vogelsberges wird mit längeren Ausführungen begründet, die hoffentlich von Erfolg begleitet sind. * Müde. An einem der letzten Abende kam ein Wagen mit Hochzeitsleuten von Bobenhausen gefahren, bespannt mit 2 Pferden. Ein einspänniges Fuhrwerk von Groß- Eichen fuhr dem ohne Laterne kommenden entgegen. In der Dunkelheit rannten die beiden Wagen zusammen. Dem einen Pferd des Doppelgespannes stieß die Wagenschere des Einspänners mit solcher Bucht vor die Brust, daß sie tief eindrang und ein mächtiger Blutstrom daraus hervorquoll. Das Pferd blieb tot auf dem Blaze. Kolonie verzeichnet Monat Oktober einen Bestand von * Neu- Ulrichstein, 5. Novbr. Die hiesige Arbeiter48 Personen. * Deckenbach, 5. Nov. Nächsten Sonntag, den 11. Nov. gedenkt unsere Gemeinde die Einweihung des neuen Schulhauses zu begehen. * Stumpertenrod, 5. Nov. Die Arbeiten an unserer Kirche, welche nach den Angaben des Großh. Denkmal. pflegers Prof. Walbe zu Darmstadt von Grund auf wiederhergestellt wird, gehen nunmehr ihrer Vollendung entgegen. Die Kirche, nach Ansicht Sachverständiger eine der schönsten Fachwerkskirchen Oberhessens, wird wieder in alter Schönheit erstehen. Die Einweihung der Kirche, mit der die Jubelfeier ihres 200jährigen Bestehens verbunden wird, ist auf Mittwoch, den 14. November festgesetzt. A Nieder- Ohmen. Die Bahnbehörde hat den Umbau unseres Bahnhofes beſchloſſen, der im nächsten Jahre in Angriff genommen werden soll und zwar wird er wahr. scheinlich am vorböstlichen Ende des Dorfes entstehen. Wager dem gesteigerten Personenverkehr tragen die großen Eisenfteinwerte, die ihre großen Frachten infolge der Unzuläng. Mücke gehen lassen, viel zu dieser Maßnahme bei. In Anlichkeit der hiesigen Bahnhofsverhältnisse größtenteils über betracht des zu erwartenden starken Güterverkehrs ist bei dem Erweiterungsbau eine größere Güterverladeftelle geplant. Die Gesamtkosten sind auf 200 000 Mt. veranschlagt. aber vos der Regierung nicht bestätigt. * Mainz, 5. Novbr. Die französische Regierung hat dem Bürgermeister von Mainz, Dr. Göttelmann, den Orden der Ehrenlegion verliehen. Geschäftliches. z Köstritz( Thüringen). Die im hiesigen Orte bestehende Fürstliche Brauerei, welche mit zu den ältesten Deutschlands gehört und deren Produkte schon im 16. Jahrhundert weit über die Grenze der engeren Heimat hinaus bekannt waren, hat im Laufe der Jahre einen bedeutenden Ausschwung genommen. Das echte Köstrizer Schwarzbier" behauptet unter allen den modernen Bierarten die erste Stelle als ein Getränk, das so recht dazu bestimmt ist, ernährend und stärkend auf den menschlichen Organismus einzuwirken. -Wegen des Bezuges verweisen wir die geehrten Leser auf den Inseratenteil unserer Zeitung. Man wolle das Köftrißer Schwarzbier nicht verwechseln mit den von anderer Seite versuchten Nachahmungen der Neuzeit, sondern verlange ftets das echten Köftrißer Schwarzbier. Marttberichte. iehen, 6. Novbr. Auf dem heutigen Bochenmarti tofteten Butter per fb. 1.10-1 20., Sühnereter ber Stüd 8-10 Bfg., Enteneter St. 0-0 Pfg., Käfe per St. 6-8 Pfg., Kasematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Pfd. 18-24 Pfg., Linsen per Pfd. 25-40 Bfg., Tauben per Baar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stück 1.00-1.60 Mt., Hahnen per Stüd 0.80-1.80 mt., Enten per Stüd 0.00-0.00 Mt., Gänse ber Pfd. 70-75 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 82-88 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 80-82 Pfg., Schweinefleisch per Pfd. 90-100 Bfg. Schweinefleisch gefalzen per Pfd. 104 Pfa., Kalbfleisch per Pfb. 84-90 Bfg., Hammelfleisch per Pfd 60-80 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-7.00 mt., 3wiebeln per 3tr. 4.00-5.00 m., Wetskraut 3tr. 2.20-2.50 Mt., per St. 08-12 Pfg., Aepfel per Ctr. 15-24 Mt., Zwetschen per 3tr. 0.00-0.00 Mt., Birnen per Ctr. 10-15 Mr., Nüsse 100 St. 30 Pfg. Milch per Liter 20 Pfg. Dauerder Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegen stände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 7. November. Veränderliche Bewölkung, leichte Regenfälle, Temperatur nicht verändert, mäßige südliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe in Gießen. Ferromanganin, im Falle der man verstehen, warum Scotts Emulsion so außer verhindern. Als nach etwa einer Stunde der Gendarm den enthält: Eisen 0,5, Mangan 0,1, Zucker 18, Alkohol Bezüglich der ordentlich wirksam ist. Säße vorzufl find, mit der affe bewilligt mlich umfangre r, als Stro wurde zur Erledig fieben Kommiffion Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie it nach Gewicht ober Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton Lunserer Schußmarke( der Fischer mit dem Dorsch). Scott& Bowne, S. m. b. S., furt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 150,0, prima Glyerin 50,0 unter horigjaurer alt 4,3, unterphosphoriasaures Natron 2,0, pulv. Tragant 8,0, ter arab. Gummi pulv. 2,0, best. Wasser 129,0 Alkohol 11,0. Hierzu aromatische lion mit Bimts, Mandel-, und Gaultheriaöl je 2 Tropfen. Feinste Tafelbutter Bar Geld berleibt fojort aner ftsrafes, sowie frisch vers. in Postkolli gegen schnell. hen wegen Buwahl von mte man ben ahme von Bet Digung diefer yon in nächter cordnetenwa Die„ Darmft. 3% is 6-8 Probis Jom 29. Septemb in Mühlheim Dar im wefentliga andgemeindeordnu burch ben Brig 2 b anderer flaalli ängig erfcheint. neter if bamit en b in ben na Bofenheim, Shor ungen abhalten, fannt reell, diskret u. Koulante Bedingungen, cbn. Ludwig Held, Groß- Ratenradzabluna. Viele Dank: häft, Leutkirch: Augän. fchreiben. C. Gründler, Berlin W 8. Friebrichstr. 195, Ede Leizigerstr. Rüdporto erbeten. Este älteste, grösste, verbreitetste Firma dieser Art Deutschlands. Deweltbek Nähmaschinen- u. Fahrrad4-5MK Crossfirma M Jacobsohn, Geld bis 1000 f. auch gegen Berlin N. 24, Linienstrasse 126, Lieferant v. Post-, Preussisch. Staats- u. 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Während des Frankfurter Aufenthalts wurde der Sträfling in die Arrestzelle des Hauptbahnhofs gesteckt, um ein Entweichen zu Maun abholen wollte, präsentierte sich dieser seinem Begleiter im schönsten Adamskostüm. Seinen Anzug hatte er in lauter fleine Stücke zerrissen. Dem Gendarm blieb nur übrig, für den Sträfling einen alten Anzug bei dem Tröbler zu faufen. Mit diesem angetan, die Hände geschlossen, ging die Fahrt nach Bußbach meiter. Geehrter Herr Apotheker! Nächst Gott danke ich Ihnen für ble gute Salbe, die sich ait meinen Händen, seit 4 Jahren nasse, fressende Flechte, gut bewährt hat. Indem ich Ihnen nochmals meinen herzlichsten Dant entgegenbringe, be grüße ich Ste Hochachtungsvoll Wwe. Höh. Bismarkt. Weftf., 1./11. 1905. Diese Nino- Salbe ist in den meisten Apotheken in Dosen à Mr. 1.- und Mt. 2. zu haben, aber nur echt in weiß grün roter Driginalpadung u. mit Firma Schubert& Co, Weinböhla. Fälschungen weise man zurüc Damen jeden Standes finden freund!. 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Die Beaufsichtigung der Hunde in der Provinzial Hauptstadt Gießen. Bekanntmachung. Bekanntmachung. Zur Regelung des Verkehrs wird bis auf weiteres Die unterm 13. Oftober 1906 angeordnete Spen biermit angeordnet, daß alle bom oberen Teil der Frank der Bahnhofstraße zwischen Weftanlage und Wiese furterstraße nach der Stadt zu kommenden Fahrwerke brücke wird hiermit aufgehoben. durch die Wilhelmstraße abzubiegen haben, während die Gießen, den 3. November 1906. aus der Stadt fommenden Fuhrwerke die FrankfurterGroßh. Polizeiamt Gießen. straße hinauf fahren fönnen. Herberg. Gießen, den 5. November 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wir machen alle Hausbefizer darauf aufmerksam, daß wir unser Tiefbauamt angewiesen haben, während § 1. Es ist untersagt, Hunde in dem Botanischen der Zeit vom 1. Dezember 06 bis 15. Februar 07 feine Garten, in den städischen Anlagen, sowie in den Hausentwässerungsanschlüsse in den Straßen, bezw. VerAnlagen vor den Bahnhöfen anbeaufsichtigt um- bindungen der Grundstücke mit den Straßentanälen herherlanken, oder die Gebüsche, Graspläne und Beete zustellen. in denselben betreten zu lassen. § 2. Das Mitnehmen von Hunden auf die Friedhöfe, in öffentliche Diengebände, in Wirtschaftslotale innerhalb der bewohnten Teile der Stadt, auf den Wochenmarkt, den Jahrmarkt und zu öffentlichen Feßlichkeiten ist verboten. § 3. Es ist verboten, Hunde zur Nachtzeit auf der Straße fret umherlaufen zu lassen. § 4. Für jeden Hand, welcher in das nach Vorschrift der Verordnung vom 16. November 1874, die Hundeftener betreffend, von der Bürgermeisteret zu führende Deklarationsregifter eingetragen ist, erhält der Besitzer des Hundes eine Blechmarke mit fortlaufender Nummer, welche der Hund auf der Straße 2c. Bets am Halsbande oder am Maulforbe zu tragen hat. Gießen, den 3. November 1906. Großh. Bürgermetßerei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. In der Zeit vom 27. Oftober bis 3. November 1906 wurde in hiefiger Stadt gefunden: 1 Trauring, 1 Herrenmantel, 1 Dolch, 1 Portemonnaie mit Inhalt und eine verloren: 1 filberne Damenuhr, 1 filb. Kettenarmband mit 2 Anhängsel, 2 Meter Chineſenband, 1 goldn. Trauring gez. A. F. 7. 8. 04, 1 Lorgnette und 1 hellgrauer Glacehandschuh. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen. stände belieben ihren Anspruch alsbald bei uns geltend machen. Gießen, den 3. November 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. § 5. Alle biffigen Hunde, ferner alle größeren zu Hunde, ausgenommen Jagdhunde, namentlich Bullenbeißer, Bulldoggen, Megger- und Schäferhunde, Neufundländer, Bernhardiner, Leonberger und Ulmer Hunde, dann alle an eine Fahrwerke angespannte oder zur Bewachung irgendwie angebundene Hunde, endlich solche Hunde bezüglich welcher die Polizeibehörde desfallsige Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird. besondere Anordnung getroffen hat, müffen innerhalb die Walltorstraße zwischen Braugasse und Nordanlage der bewohnten Teile der Stadt anf der Straße mit von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr einem das Beißen wirksam verhindernden Maul gesperrt. torb versehen sein, oder an einer kurzen Leine oder dergleichen geführt werden. § 6. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen dieses Reglements werden, insofern nicht die oben angeführten Bestimmungen des Polizeistrafgesetzes oder des Strafgesetzbuches Anwendung zu finden haben, mit Geldstrafe bis zu 30 Mt. bestraft. § 7. Hunde, welche in dem Botanischen Garten, in den städtischen Anlagen, sowie in den Anlagen vor den Bahnhöfen(§ 1) oder zur Nachtzeit auf der Straße(§ 3) ohne Beauffichtigung umberlaufen, oder welche auf der Straße 2c. nicht die im§ 4 vorgeschriebene Blechmarke tragen, oder der Vorschrift zuwider nicht mit einem das Beißen wirksam verhindernden Maulforb versehen sind, bezw. nicht an der Leine geführt werden, sollen einge fangen und dem Waßenmeister überliefert werden, sofern der Eigentümer nicht zur Stelle ist und den Hund in Gewahrsam nehmen kann. Die Rückgabe des Hundes erfolgt an ihre gehörig legitimierte Eigentümer oder Befizer nur innerhalb der nächsten fünf Tage nach dem Einfangen der Hunde und nur gegen Erstattung der von der Polizeibehörde zu bestimmenden Futterkosten. Die binnen der genannten Frist nicht ausgelösten Hunde werden zu Gunsten der Gemeindekasse veräußert oder getötet. Gießen, den 6. November 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Anschlußarbeiten wird die Marktstraße am 8. November 1. Is. für den Fuhrberkehr gesperrt. Gießen, den 5. November 1906. Großh. Belizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten werden folgende Straßen von heute an bis auf Weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt: Riegelpfad zwischen Ludwig- und Ebelstraße, Alicestraße zwischen Bahnhof- und Frankfurterstr. Kaplansgasse Gießen, den 3. November 1906. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 13. Oftober 1906 angeordnete Sperre Durch vorstehende Bestimmung wird das gegen die des Riegelpfads zwischen Ebel und Querstraße wird Eigentümer oder Besizer der Hunde wegen llebertretung hiermit aufgehoben. der Vorschriften dieses Reglements, bezw. der Verordnung Gießen, den 3. November 1906. bom 16. November 1874, die Hundesteuer betreffend, einzuleitende Strafverfahren nicht berührt. Ohne Preisaufschlag geben wir bei unseren anerkannt verzüglichen Qualitäten Großh. 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