machung. Obstbäumen der Gemar gefordert, zur Belämpim fämtliche Obstbäume g abfragen und mit de mit biel Waffer berrührt ober 1906. meisterei Gießen cum. Bauarbeiten ag der Einfriedigung,& artenanlage zum Pfarri firchen Lieferungen sollen im vergeben werden. gen liegen auf dem Bu r Nr. 18, während den Di ntereffenten offen. prechender Aufschrift beri cet bis spätestens ber lip. Js. nahm. 5 i Reiskirchen einzuri gt. eferungen find wie folgt eiten 1917,26 Mt. 233,60 126,40 52,70 240,00 erarbeiten 945,20 77,00 60,00 Cober 1906. inspektor des Kri ßen. Broßh. Baurat. ergebung. Sauses in der Liebig 7, iten, 1, ten, n. en, iten. ten, Schlofferarbeiten, beiten, arbeiten, olläden-, Träger, Licht Heizgas, Aufzug lage. eschreibungen und Liefe m Bureau des Archi 23, auf, und können di ezogen werden. Titel I, II, III, IV und ber 1906, abends 81 bis XVI bis Donner einzureichen bei dem vorstand zu Gieße ission. 1: psychische und nerböle peijelartoffeln, afeläpfeln lichen Submiffion ba ngen liegen an den Wob hr auf dem Verwaltung Fluß von Proben find ender Auffchrift verfehen ber 1906, borm. 12 1906, bo u einzureichen. bis zum 29. Oftober 190 ober 1906. tion der Klinik mervöse Krankheiten Dannemann. berger rungs- Berein Beiträge bom a ohne Soften bis d. Mts. her bezahlt werden. Oftober 1906 Heinrich Zimmer Nr. 235 Zweites Blatt. .Despierbebitten: Gießen, Geliezweg 98. fernfpredanihluk Az. 368. Samstag, den 6. Oktober 1906 Gießener 15. Jahrgang Contisbetingen: Oberbeffiche Familiengritung( und bie Gießener Seifenblaten( wöchentlich). Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umachuma. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Bolizeiamtes Gießen und anderer Behörden per Theresen ,, Bitte warten!" - Leiden und freuden am fernfprechapparat. Beschimpft wird doch! Stridende Aufsichtsdamen. Auch ein Sonntagsvergnügen. Holde Schöne, hör diese Töne. Ablösung bor! Mit meiner Mandoline. Bertauschte Rollen. Trost im Leid. - - - - Seit einigen Tagen ist in Berlin auf sämtlichen Fern prechämtern das turbellose System durchgeführt. Der ungeduldige Teilnehmer hat also keine Möglichkeit mehr, seinem Merger durch drehen" Luft zu machen, er muß sich damit begnügen, zu schimpfen und er darf nicht einmal schimpfen, wenn ihm dreimal die holde Maid am Apparat ihr ,, Besezt! bitte warten!" entgegengeflüstert hat und sich dann nicht mehr meldet. Der Berliner Fernsprechanschlußteilnehmer hübsches Wortschimpft also jetzt ohne Kurbel. Er mag fich trösten: in Paris schimpft man auch, obwohl man dort noch turbeln lann nach Herzenslust. - ein Ein Pariser Journalist erklärt nun auch, warum die Fernsprecher nicht nach Wunsch funktionieren. Er sagt: Wißt thr, warum es euch unmöglich ist, eine Verbindung zu er langen? Wißt ihr, warum man euch die Verbindung mit leidlos abschneidet, wenn ihr sie zufällig erlangt habt? Wißt ihr, warum ihr stundenlang flingelt, ohne daß man euch antwortet? Wißt ihr, warum das Läutewerk euch an ben Apparat ruft, ohne daß ihr je erfahren könnt, wer euch zu sprechen wünscht? Wißt ihr, warum? Weil die Auffichtsdamen stricken müssen. Jawohl, fie müssen stricken! Amtlich ist ihnen das Stricken während der Dienststunden streng berboten, aber da das männliche Aufsichtspersonal galant ist und die Abonnenten eine fast engelhafte Geduld befizen, brauchen fie sich um das Verbot nicht zu kümmern und können ruhig weiter stricken. Anstatt die Telephondamen zu überwachen, stricken sie mit ihren flinken Fingern Socken für ihre Männer, Strümpfe für den eigenen Bedarf, Jäckchen für die feinen Kinder der Armen. Wie soll aber in einem Dienst Ordnung herrschen, wenn die Damen, denen die Aufficht obliegt, Strümpfe stricken? Endlich hat nun die Oberbehörde diese Strickarbeiten wochentags verboten. Nur Sonntags nachinittags dürfen die Damen stricken. Zu dieser Zeit wird nämlich erfahrungsgemäß wenig telephoniert. Wenn man aber an einem solchen Nachmittag mit einem Abonnenten sprechen will, muß man warten, bis das Telephonfräulein die bestimmte Anzahl Maschen heruntergestrickt hat. So will es die amtliche Verordnung. Man wird sich mit dem Gedanken trösten müssen, daß dieselbe Verordnung ihnen für die übrige Zeit jede Beschäftigung untersagt, daß die Oberaufseher sich außerordentlich streng zeigen und darauf achten sollen, daß die Damen nicht untereinander schwägen oder Mandoline spielen. Ja wohl, Mandoline spielen! Kein Mensch konnte denken, daß die Verbindungen nur deshalb so schlecht sind, weil die Aufsichtsdamen stricken und die Telephonfräulein Mandoline spielen. Jeder hat sich gewiß schon einmal in Gedanken, während er auf eine Verbindung wartete, das Innere eines Telephonamtes vorgestellt. Man sah bedauernswerte junge Mädchen, die von allen Seiten auf einmal gerufen werden und nicht wissen, wem sie zuerst antworten sollen. Und während man sich so den Kopf zerbrach, war ein Teil des Bekanntmachung. Die unterm 8. September 1906 angeordnete Sperre der Plockstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 4. Oktober 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 12. September 1906 angeordnete Sperre des Riegelpfades zwischen Ebel- und Querstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 4. Oftober 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 7. September 1906 angeordnete Sperre der Bergstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 4. Oktober 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bezirkssparkasse Gießen. Wir bringen hierdurch zur Kenntnis der Bezirksangehörigen, daß vom 1. Oktober 1. Je. ab bei unserer Kaffe die tägliche Verzinsung der Einlagen zur Einführung gelangt und daß jeden Werktag von vor. mittags 8-1 hr und nachmittags von 3-4/ 2 Uhr die Kaffe geöffnet ist. Gießen, den 22. September 1906. Direktion der Bezirkssparkasse Gießen. Doering. Bureaus mit Strümpfestricken und der andere mit Wandolinespielen beschäftigt. Daher fam es auch, daß die ohnehin schon schlechten Telephonverbindungen zwischen 12 Uhr und 12 Uhr 20 mittags ganz besonders schwer zu erlangen waren. Das ist nämlich die Ablösungszeit der Telephondamen. Wenn diese Zeit fam, mußten doch die Aufsichtsdamen ihr Strickzeug wegpacken und die Telephondamen ihre Mandolinen. Die neu angekommenen Damen aber mußten erst ihr Strickzeug aus dem Handtäschchen nehmen und ihre Mandolinen stimmen. Das alles erforderte Zeit. Jezt aber gibt es strenge Befehle: die abgelösten Damen dürfen ihre Instrumente- mir meinen nicht die Mandolinen, sondern die Telephoninstrumente erst dann verlassen, wenn die Ablösung wirklich Plaz genommen hat. Das alles war übrigens längst Vorschrift, und wenn man in den Aemtern dagegen Handelte, so geschah es, weil im Dienst eine bedauerliche Laschheit eingetreten war. Die Musik mildert die Sitten, und die männlichen Aufseher haben sich durch die Klänge der von den Damen auf der Mandoline gezupften Tänze so einlullen lassen, daß sie sich selbst durch das Sturmläuten der Abonnenten nicht aus ihren süßen Träumen wecken ließen. Und da laut Verordnung das Stricken ausdrücklich nur der Aufsicht" und das Mandolinespielen ausdrücklich nur den Telephondamen verboten worden ist, so erscheint es nicht ausgeschlossen, daß die Damen die Rollen tauschen und die alten Klagen bald wieder beginnen. Ganz so schlimm ist es also bei uns noch nicht. Die zappelnden Menschen, die am Telephon nervös werden, wenn fie einmal warten müssen, mögen nach Paris blicken und sich dann sagen: Unsere Telephonistinnen sind doch bessere Menschen! Der modifche Hermel. Modeplauderei von Emma Reichen. E. O. Die Machart des Aermels bestimmt heutzutage den Charakter des Kleides. Er verrät das Alter einer Toilette. Jezt können die Damen nicht so leicht sich brüsten, daß sie dieses Gewand bereits seit vier Jahren und jenes schon sieben besäßen. Der Aermel erzählt, welcher Mode es angehört, und straft die Tugendheldinnen Lügen. Freilich muß zu gegeben werden, daß die Aermel der neuen Mode angepast werden können, und ihr Modernisieren ist eine alltägliche Beschäftigung der Schiderinnen. Wie sehen nun die Aermel aus, die man gegenwärtig mit dem Attribut modisch belegt? Zuerst ist es wohl wissens= wert, daß sie allgemein furz getragen werden oder vielmehr halblang. Ihre Form ist durchschnittlich sehr ähnlich. Man unterscheidet nur drei bis vier Abarten. Da ist der Pusi= oder Ballonarmel, der am Ellbogen abgebunden ist; der Aermel des Schneiderkleides, der eng oder weit, je nach e- lieben sein kann und mit einer breiten Manschette schließt. Diese wird noch mit einem schmalen Plissee umrandet. Dann der Spigenärmel, welcher sich aus übereinander fallenden Volants zusammensetzt und endlich der Aermel, der am Elbogen nur eine schmale Prise hat, und der von zwei bis drei kleinen duftigen Spizenplissees begrenzt wird. Immer wieder finden sich diese Arten vor, und nur der Arbeitsvergebung. Nachstehende Arbeiten zum Neubau des Stadttheaters in Gießen sollen im Wege des öffentlichen Angebotes bergeben werden. 1. Steinbildhauerarbeiten. 2. Lieferung von Granitsteinen ca. 15 cbm Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen, Bedingungen und Angebotsformulare liegen im Bureau des Architekten Hans Meyer, Weftanlage 6 dahier, zur Einsicht offen und können daselbst zum Selbstkostenpreis erhoben werden. Die Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am Donnerstag, den 18. d. Mts., vorm. 11 Uhr mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns einzureichen. Gießen, den 3. Oktober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Musikfreunden ist durch ein neues Unternehmen eines bedeutenden Verlages die Möglichkeit geboten, sich nach eigner Wahl und auf angenehme Weise eine Musik- Bibliothek zu verschaffen. Nähere Auskunft, Prospekte, Kataloge 2c. nur durch die General- Vertretung C. M. Kühn( Arth. Fadum) Inh. Paul Meier Ludwigstr. 17 Darmstadt Elisabetenstr. 36 Tel. 1285 Tel. 1311 Stoff des Kleides entscheidet, welche Form zu wählen ist. Schließt man den Aermel, der zum Schneiderkleide gehört, aus, eignen sich alle andern für Kleider aus Wolle, Seide, Sammet und Spizen. Es ist wohl bekannt, daß unter dent Namen Schneiderkleid alle jene Kostüme gehen, die englischen Schnitt haben, also anliegend in der Taille sind, welche noch besonders herausgearbeitet wird. Aber auch der Straßenanzug, aus Rock und Jacke bestehend mit dazu gehöriger Bluse, heißt Schneiderkleid. Die Aermel der Jacke unterliegent also dem hier aufgestellten Geseze, während die Aermel der Bluse der Phantasie preisgegeben sind. Hat das Jacenkleid französischen Stil, ist es reich garniert und besetzt, so muß auch der Aermel halblang sein, während es wohl praktischer ist, die englische Jacke mit langen Aermeln zu versehen. Die englische Taille behält aber den halben Aermel bei. Der Schneiderärmel, wie man furz sagt, steigt in flachen Falten bis zur Schulter hinauf, legt sich weich um den Arm und wird am Enbogen mit einer Manschette versehen, die aus ähnlichem Stoff wie das Kostüm gefertigt ist. Oftmals wählt man fie in einer kontrastierenden Farbe. Hält man den Aermel einheitlich zum Stoff, so wird die Stulpe mit einem Heinen Taffetplissé umsäumt, wodurch ein graziöser und jugendlicher Eindruck erweckt wird. Beim Puffärmel vermag durch die Abwechslung im Abschluß des Ballons ein ganz verschiedenes Aussehen erzielt zu werden. Besteht der Puff aus Spitzen, so bindet man ihn mit Band in der Farbe des Gürtels ab oder in der des Kleides. Gestickte Borden ersetzen gern das Band. Die Farbe des Abschlusses muß aber stets in gewissem Zusammenhang mit der Toilette stehen, darf nicht unbegründet plötzlich zu Tage treten. Die Aermel, die aus überfallenden Volants gebildet werden, bleiben zumeist für Gesellschaftskleider reserviert. Es werden zwischen den Spizenvolants fleine Plissees aus Crêpe chiffon eingeschoben. Be fuchskleider für den Nachmittag zeigen Ballonärmel, die am Elbogen mittelst einer schmalen Stoffprise sich verengen. Will man fie eleganter gestalten, gibt man ihnen kleine Rüschen aus Valenciennespizzen. Im Zimmer legen die Damen sehr bald die langen Handschuhe ab und haben Gelegenheit, wertvollen Schmuck, Armbänder und Ringe zur Schau zu stellen. Eine frische Rose im Gürtel gehört wieder einmal zur Vervollständigung der Toilette. = Vermischtes. Deutschlands erste Tageszeitung. Die erste Zeitung, die in Deutschland täglich, mit Ausnahme der Sonntage, er= schien, war der Friedens- und Kriegs- Courier", der zu Nürnberg 1781 von dem Magister S. Würsel herausgegeben wurde. Das Blatt kostete dem Leser jährlich drei Gulden. Wenn man sich vergegenwärtigt, wie viele Zeitungen jezt täglich erscheinen, sollte man es faum für möglich halten, daß erst 125 Jahre verstrichen sind seit Gründung der ersten Tageszeitung. = Rauflustige Stadtväter scheint es in Prag zu geben. Im dortigen Rathause beriet die städtische Kommission über den Kauf eines Grundstücks, das dem ehemaligen Prager Bürgermeister- Stellvertreter Seifert gehört. Das Grundstüd ift für den Bau einer Kaserne bestimmt. Seifert forderte für Bekanntmachung. Der Spengler und Installateur Wilhelm Stort dahier ist zur Ausführung von Anlagen im Anschluß an das Gas- und Wasserwerk auf Grund der Bestimmungen vom 29. Dezember 1902 zugelassen worden. Gießen, den 4. Oftober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Aus der Friedrich Bücking- Stiftung sind um Weihnachten d. J. 10 Gaben von 150 Mt. oder 100 Mr. an bedürftige und würdige Bewohner Gießens, Familienhäupter oder einzelstehende Personen, zu vergeben. Anmeldungen find bis spätestens 30. November 1906 beim städtischen Armenamt, Neuen- Bäue 25, Zimmer Nr. 2 einzureichen. Gießen, den 4. Oktober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Vom 9. Ifd. Mts. ab bis auf weiteres beginnt der Auftrieb von Vieh auf dem Viehmarktplatz um 8 Uhr bormittags. Der Schluß des Auftriebs von Großvieh ist auf 10 Uhr, von Schweinen auf 11 Uhr festgesetzt. Ende des Marktes ist am 1. Tag um 12 Uhr, am 2. Tag um 1 Uhr mittags. Gießen, den 3. Oftober 1906. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. FREE 33. ex en a STRONA 11. obratllafter 65 Kronen. er time Stadt veroronete Professor Nowotny beschuldigte nun Seifert, ei wolle sich auf Kosten der Stadt bereichern, da er das Grund stüd für nur 2 Kronen 40 Heller getauft habe. Hierüber entstand erst ein Streit, dann eine Prügelei zwischen der beiden Stadtverordneten, wobei Seifert den Nowotny be schimpfte, ihn am Halse würgte und ihn mit dem Kopf geger bie Wand schlug. ==Eine gefährliche Reise hat der italienische Dampfer Nordamerika" hinter sich. Am sechsten Tage nach der Ab: fahrt von Neapel brach auf dem Schiff, das 1333 Zwischen: deck- Passagiere und gegen 100 Kajütspassagiere an Bord hatte Feuer durch Selbstentzündung in den Kohlenbunkern aus Sowie die Zwischendeckspassagiere sahen, in welcher Gefah Sie sich befanden, bemächtigte sich ihrer eine wilde Panik. Si drängten nach den Rettungsboten und versuchten, sie in die See hinunterzulassen. Mit Revolvern in der Hand warfer fich der Kapitän und die Mannschaft den Wütenden entgegen doch erst als der erste Offizier die Schlauchleitung an di Kessel hatte anschließen lassen und einen armdiden Strah tochenden Wassers in die tobende Masse entsandte, gelang es der Meuterei Herr zu werden. Dann konnte man an di Bekämpfung des Feuers gehen, das nach 24stündiger harte Arbeit gelöscht wurde. Eine italienische Frau starb infolg der Aufregung. = Jm Dusel. In einem Libauer Zirkus wohnte eir start angetrunkener Marinekapitän der Vorstellung bei. Be reits nach wenigen Minuten neigte sich sein Oberkörper au bie Seite, die Müze rutschte ihm aufs Ohr, und ein laute Schnarchen verkündete, daß er sich im Reich der Träume be fand. Aber er wurde jäh aus seinem Schlafe erweckt. Ein Artist gab in der Arena während seiner Arbeit" ein paar Pistolenschüsse ab. Der Kapitän recte sich empor und sab mit verglasten Augen dorthin. Offenbar befürchtete er einen Anschlag auf sich oder eine Meuterei, und in dieser Ver: tennung der Lage zog er seinen Revolver und gab ebenfalls ein paar Schüsse ins Blaue ab. Im ersten Augenblick waren die Zuschauer starr; als man aber sah, daß keinerlei Unglüd angerichtet war, daß man dem Offizier die Waffe sofort abnahm und ihn dann unter den Klängen der Zirkuskapelle an die Luft setzte, gewann doch die Heiterkeit die Oberhand. ungina im Gina. unfzehn Jahre hatte eine Restau rateurfrau in M. ein Los der preußischen Klassenlotterie ge spielt nie hatte sie etwas darauf gewonnen. Als di Frau angegangen wurde, für den Garantiefonds der Dsna brüder Kochkunstausstellung etwas zu zeichnen, erklärte sie ,, wenn mein Los diesmal gewinnt, dann steht der Gewinn der Ausstellung zur Verfügung." Wie es der Zufall mur wollte, wurde das fragliche Los tatsächlich gezogen, und zwar entfiel auf den in Betracht kommenden Anteil die recht respektable Summe von 50 000 M. Wenn die Ausstellungs. leitung nun gegen die unglückliche Glückliche" rigoros sein will, dann könnte es zu einem Rechtsstreit kommen, auf dessen Ausgang man gespannt sein kann. " = Mit 82 Jahren heimatsmüde. In Ellis- Island, dem Einwanderer- Hafen von Newyork hat jüngst die älteste Einwanderin den Boden Ameritas betreten. Es war eine Frau Klara Bogel aus Warschau, die sich zu ihrem Sohne begab, der vor langen Jahren bereits nach Newyork gekommen war und sich dort eine gesicherte Position errungen hatte. Die alte Frau zählt zweiundachtzig Jahre und will ihren Lebensabend im Lande der Freiheit im Kreise ihrer Kinder, Enkel und Urenkel beschließen, nachdem alle sonstigen Freunde und Verwandten im alten Vaterlande ihr im Tod voraus gegangen find. = 2on nanoteren zerrissen. ac etner soeben ver öffentlichten amtlichen Statistik fielen in Indien im Jahre 1904 nicht weniger als 24 034 Personen Raubtieren und giftigen Schlangen zum Opfer. Die Hauptzahl 21 880 starb infolge bon Schlangenbissen. Auf die Rechnung der Tiger tommen 796, Leoparden 399, Wölfe 244 und andere Raubtiere 728 Personen. Die unter dem Viehbestande angerichteten Ver Heerungen find außerordentlich hoch. Leoparden fielen 42 812, Tigern 24 037 und Schlangen gerade 10 000 Rinder zum Opfer. Die Gesamtzahl der Schlangen und Raubtieren zum Opfer gefallenen Rinder bezifferte fich auf 98 582. Getötet wurden im Laufe des Berichtsjahres 64 146 Schlangen und 16 121 Raubtiere und betrugen die hierfür von der Regierung gezahlten Prämien 146 260 Mart Gefangener und Gefangenenwärter in einer Person ft ber im Gefängnis Nashville in Indiania einquartierte Häfts ling Turpin. T. war wegen einer in der Trunkenheit ver Abten Sachbeschädigung zu einer hohen Geldstrafe verurteilt, büßt sie aber, da er nicht bezahlen kann, mit 250 Tagen Gefängnis ab. Nun aber war niemand da, um ihn zu be wachen. denn die Stadtverwaltung hatte aus SparsamkeitsNeubau der Frren- Anstalt zu Gießen. Auf Grund des Ministerialerlaſſes vom 16. Juni 1893 sollen nachstehende Jede Hausfrau Bauarbeiten für 11 Gebäude, und zwar: Los I und II je ein Gebäude für Wachbedürftige, Los III, IV " Н " Los V VI " " Н " Los VII bis X Los XI " " Pflegebedürftige, Unruhige, Landhaus III. Klasse, ein Verwaltungsgebäude, getrennt nach Handwerkstiteln bergeben werden. Titel Bezeichnung der Arbeiten nebst Angabe der hauptsächlichsten Massen. 1 Gebäude L08 XI mit mit je 4[ Gebäude Los VII bis X mit je 2 Gebäude Los V u. VI mit je 2 Gebäude Los III u. VI mit je 2 Gebäude Los I u. II 2700 qm 1050 qm 980 qm 670 qm 1060 qm VIII Dachdeckerarbeiten Schieferdach mit Schalung VIII SpenglerHängekandel 330 m arbeiten Abfallrohre 130 m IX BlizableiterLeitungen von 450 m 70 m 40 m 240 m 70 m 40 m 60 m 40 m 100 m 50 m 240 m 100 m 240 m anlagen Kupferdraht X Erd- Transport ca. 2500 cbm - - - - Es kann auf ein oder mehrere Lose angeboten werden. Nähere Bestimmungen hierüber enthalten die Unterlagen. Zeichnungen und Verdingungsunterlagen fönnen auf unserem Neubaubureau auf der Baustelle an der Licherstraße eingesehen und legtere( ohne Zeichnungen) dort her gegen Erstattung der Selbstkosten, soweit der Vorrat reicht, bezogen werden. Die Angebote sind nach Losen und Titeln getrennt, in besonderen Umschlägen verschlossen und mit genau entsprechender Aufschrift( Los und Titel) versehen, porto- und bestellgeldfrei bis zum Eröffnungstermin am 15. Oktober 1906, vormittags 10 Uhr auf unserem Amte( Stephanstraße Nr. 18) einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Beginn der Arbeiten alsbald nach Zuschlagserteilung. Anfragen wegen nicht ausgeschriebenen Arbeiten und Gesuche um Ueberlassung des Inserates zur Veröffentlichung können nicht beantwortet werden. Gießen, den 27. September 1906. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Becker. Heinr. Prescher Maasschuhmacherei u. BesohlAnstalt weiß es daß Feueranmachen mittels Petroleum lebensgefährlich ist. Flammbriketts berhüten jedes Petroleum- Unglüc und sind ausgezeichnete Feuerungsmittel. 1 Paket enthaltend 10 Stüc toftet nur 25 Pfg. August Kröll, Gießen städtisch Seltersweg 12. sbvt. Akademie Friedberg bei Frankfurt a. M. Polytechnisches Institut für Ingenieure und Architekten. Makulatur hat abzugeben Expedition d. Bíattes. Bettnässen ( auch Hosennässen) beseitigt unt. Garantie sofort! Alter, Geschlechtsangabe. Retourmarke erbeten! Auskunft erteilt umsonst: Institut Sanitas, Stadtamhof 112 in Bayern. Hygienische+ Bucher Ehe Damen. Hochinteress. Lektüre für die v. 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Assisstent beim königl. Hof- Zahnarzt sowie am zahnärztlichen Ambulatorium der Schweiz. Schmerzloses Zahnziehen mittelst Amreinin ( eigene Erfindung) Zahnärztlich begutachtet, Gold, Silber-, Emaillefüllung, Kronenund Brückenarbeiten. Giessen, Seltersweg Nr. 62, I Sprechstunden: Vormittags 9-12, nachmittags 2-6 Sonntags von 9-1 Uhr. granden cen Gesangmisorener abgeschafft. Man gab also Turpin den Schlüssel zum Gefängnis, und er sperrte sich selber ein. Da man nun aber auch für seine Verpflegung sorgen mußte, so händigte man ihm täglich eine fleine Summe ein, für die er sich selbst beköstigen muß. Er schließt also sein Gefängnis auf, macht seine kleinen Einfäufe und schließt sich dann wieder ein. Turpin aber verlangt jezt von der Stadt verwaltung Gehalt, denn er ist ja nicht nur Gefangener, Sondern auch Gefangenenwärter; auch als solcher muß er bezahlt werden. Aus dem Gerichtsfaal. 8 Landesverratsprozeß. Am 17. Oktober wird ein neuer Landesverratsprozeß beim Reichsgericht in Leipzig zur Verhandlung kommen. Die Anflage richtet sich gegen den Artilleriedepotarbeiter Manteuffel in St. Avold, der beschuldigt wird, Geſchüßverschlüſſe und Zeichnungen an den Agenten einer fremden Macht verkauft zu haben. Pfarrer § Divisionspfarrer Bachstein freigesprochen. Bachstein aus Münster war am 19. April d. J. auf Grund des§ 166 R. St. G. wegen Beschimpfung einer Einrichtung der katholischen Kirche vom Oberkriegsgericht in Münster nach vorhergegangenem dreimaligen Freispruch, gegen den das Reichmilitärgericht auf Zurückverweisung erkannt hatte, zu einem Tage Gefängnis verurteilt worden. In der daraus hin angestrengsten Berufung wurde Pfarrer Bachstein vom Oberkriegsgericht freigesprochen. § Düsteres Familienbild. Das Schwurgericht des Bers liner Landgerichts II verurteilte den Oberfellner Möbius aus Magdeburg wegen Körperverlegung mit tödlichem Ausgang zu 1 Jahr Gefängnis. Der Angeflagte hatte in der Blüchers Straße seine Ehefrau, die sich mit einem Liebhaber in Berlin aufhielt, niedergestochen. § Eine 16 jährige Wechselfälscherin. Recht vielver. sprechende Anlage zur Hochstaplerin zeigt die 16jährige Sargarete Antoniewicz, die erst vor menigen Tagen vom finer Landgerich! I wegen Urfundenfälja ang zu 3 Monaten inqnis verurteilt wurde. Nun stand nie, des gleichen rechens angeflagt, wieder vor der Straffammer. Das et lautete auf 9 Monate Gefängnis. Lebensgrosses Porträt Brustbild nach jeder Photographie vergrössert. Echte Kreidezeichnung. Grösse 45 x 55 cm. Aehnlichkeit garantiert. Für 95 nur 1th Mark 19 liefere ich reklamehalber für diesen Monat an jedermann gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages. Jeder 50te Besteller erhält gratis hocheleganten Goldrahmen Nur nachweislicher Abschluss von 50.000 Porträts ermöglicht dieses Angebot. 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AUS DEM REICHE WISSENS DES Husnutzung hydraulischer Kräfte. melftens aber Opfergaben fas feinen Fetisch tommen. felbst zugute to Bilderbaß unter blefen Aerzten bas bie natürlich ihm er ift. bon Doktoren Intereffant Bet den Raffern foll es achtziarentum aug ledene Artei Daß es auch weiblich Häufig blenen Mufiler den Aerzten ali ist gewiß eine zeitgemäß anmutende En Affiftenten, wahrscheinlich wegen ber beruhigenden Wirkung bie die Mufit auszuüben vermag.. Negerärzte Rr. 230 Samstag, den 6. Oktober sische Familienz 1908