Nr. 235 Erstes Blatt. bon Bousterbebition: Gießen, Seltersweg 80. Berufbrechenschink Mr. 382. Samstag, den 6. Oktober 1906 Gießener 15. Jahrgang Contibellagon: Oberbeffische Famistenzeitung( Right) und bie Stekener Seifenblafen( wöchentlich). 6. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Knabhängige Tageszeitung ( Gießener Beitung) für Oberhoffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Rokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen Politifche Rundfchau. Deutsches Reich. * Der Kolonialverwaltung ist es gelungen, für den Handels- Berkehr mit Deutsch- Südwest- Afrika Erleichterungen zu schaffen. Durch zweckmäßige Abfertigung der Transporte in Hamburg wurde es möglich, die Liegegebühren in Swakopmund, die ein Gegenstand vieler Beschwerden waren, zu bes seitigen. Es treten jetzt keine Anstauungen und Stockungen des Verkehrs mehr ein, so daß die von Liegegebühren freie Zeit für die Schiffe zur Löschung der Ladung ausreicht. * Die sächsische Regierung beabsichtigt, eine ToleranzBerordnung für das Königreich Sachsen zu erlassen, die bei Beerdigung Andersgläubiger auf katholischen oder protestantischen Friedhöfen gleichmäßig den Geistlichen beider Konfeffionen die Vornahme der Begräbnisfeierlichkeit ohne besondere Genehmigung gestattet. * Der in Nürnberg tagende Bund Deutscher Frauenvereine nahm eine Resolution folgenden Inhalts an: ,, Der in Nürnberg versammelte Bund deutscher Frauenvereine gibt seiner tiefen Empörung Ausdruck über die jeder Gefittung Hohn sprechenden Greueltaten, die in Rußland aus Rassenhaß und im Interesse der Aufrechterhaltung der Autotratie fortgesezt an wehrlosen Frauen und Kindern verübt werden. Er gedenkt ferner mit hoher Bewunderung derjenigen russischen Frauen, die an dem gewaltigen Ringen ihres Volkes um persönliche und bürgerliche Freiheit so heldenhaft teilnehmen." Rufsland. ** Auch die neueren Berichte laufen wieder trostlos Die Unsicherheit mehrt sich in erschreckender Weise. Aus der nachfolgenden Meldungen läßt sich nur eine Zunahme der Revolution und der Anarchie erkennen. Mostau, 5. Oktober. Der Hauptmann Dejankowsk wurde auf offener Straße von einem jungen Menschen durch drei Revolverschüsse getötet. Dajan! owsfi hatte die Kompagnie, welche vor kurzem die im hiesigen Gefängnis ausgebrochene Revolte der politischen Häftlinge unterdrüdte, wobei zwei Gefangene getötet wurden, zu befehligen. Der Mörder ist entkommen. Ufa, 5. Oktober. Gestern abend um 8 Uhr wurde von 40 bewaffneten Personen ein Ueberfall auf einen Postzug ausgeführt. In der Nähe der Brücke über den Bjelafluß hielten die Uebeltäter den Zug an, töteten einen Soldaten, verwundeten 3 Eisenbahnfassierer und raubten 250 000 Rubel. Die Räuber entfamen. Bjelostok, 4. Oftober. Zwei Unbekannte drangen heute in die Wohnung eines Arbeiters ein und verwundeten durch mehrere Revolverschüsse zwei Personen tödlich aus Rache für die Angabe der Organisatoren des Fabrilstreils. Tiflis, 4. Oktober. Bei der Explosion einer Bombe in der Nähe des Woronzow- Denkmals wurde ein Offizier getötet, ein anderer Offizier und einige Privatpersonen verlegt. Odessa, 5. Oktober. Während der Beerdigung der bei der Feuersbrunst im russischen Theater umgekommenen drei Studenten gaben gestern einige Mitglieder der ,, Schwarzen Bande" mit dem Rufe:„ Schlagt die Juden!" mehrere Schüsse ab, was eine große Banik verursachte. Einer der Ruhestörer wurde durchgeprügelt und darauf berhaftet. fürft Bülows Ablage an die Welfen. Die von verschiedenen Seiten gehegten Erwartungen, daß der Herzog von Cumberland den braunschweigischen Thron besteigen werde, werden nunmehr durch amtliche Erklärungen als vollständig nichtig bezeichnet. Der Reichskanzler hat aus Homburg v. d. Höhe auf das Schreiben des Braunschweigischer Staatsministeriums und die damit übermittelte Resolution des Landtages geantwortet. In dem Schreiben des Reichskanzlers heißt es: Dem Herzoglich Braunschweigisch- Lüneburgischen Staatsministerium beehre ich mich auf das an mich als Reichskanzler gerichtete Schreiben vom 25. vorigen Monats zu erwidern, daß ich den Bundesratsbeschluß vom 2. Juli 1885, durch welchen die Regierung des Herzogs von Cumberland in Braunschweig für nicht vereinbar erklärt worden ist mit den Grundprinzipien der Bündnisverträge und der Reichsverfassung, für mich solange als maßgebend behandeln muß, als derselbe nicht durch einen neuen Beschluß des Bundesrats aufgehoben oder abgeändert worden ist. Einen solchen aufhebenden oder abändernden Bes schluß herbeizuführen, sehe ich mich nicht in der Lage. Dem gemäß habe ich die Möglichkeit einer Uebernahme der Regierung von Braunschweig durch den Herzog von Cumberland unter der obwaltenden Sachlage außer Betracht zu lassen. In einem zweiten Schreiben, das Fürst Bülow als preußischer Minister der auswärtigen Angelegenheiten ebenfalls an das braunschweigische Staatsministerium richtet, wird der gleiche Standpult festgehalten. Die preußische Regierung würde einem etwaigen Antrag auf Aufhebung oder Abänderung des die Herrschaft des Herzogs von Cumberland ausschließenden Bundesratsbeschlusses ihre Zustimmung versagen müssen. Als Begründung wird angeführt, daß in dem Verhältnis des Herzogs zu Preußen eine entscheidende Aenderung nicht eingetreten sei. Auch beständen noch immer, und zwar unter mindestens stillschweigender Duldung des Herzogs, welfische Bestrebungen, die sich in ihrem Endziel auf die preußische Provinz Hannover erstrecken. Es fönne aber Preußen nicht zugemutet werden, daß es in dem benachbarten Bundesstaat eine welfische Regierung dulde, durch die der preußische, unter dem Schuße der Reichsverfassung stehende Besitzstand gefährdet werden würde. ** Hof und Gesellschaft. Gelegentlich seiner bevorstehenden Reise nach Schloß Meerholz zur Teilnahme an der Hochzeit des Prinzen Albert zu Schleswig- Holstein wird der Kaiser der Stadt Gelnhausen einen furzen Besuch abstatten. Aus diesem Anlasse trifft der Monarch am 14. d. M. auf dem dortigen Bahnhofe ein, fährt durch die Stadt bis zum Zingeltor, wo der Empfang durch den Magistrat stattfindet. Hierauf besichtigt der Kaiser die Kirche, das romanische Haus und die Burg. Im Anschluß hieran wird mittels Automobils die Weiterfahrt nach Schloß Meerholz angetreten. ** * Nach aus Homburg in Berlin eingetroffenen Nachrichten wird der Reichskanzler Fürst Bülow noch vor Ablauf des Monats Oktober nach Berlin zurückkehren und die Geschäfte der Reichsverwaltung wieder in vollem Umfange übernehmen. *** Landwirtschaftsminister von Podbielski ist in Berlin angekommen und hat seine Amtsgeschäfte wieder über** Allen Erwartungen entgegen, ist der Zar bereits nommen. wieder in Peterhof eingetroffen. Bisher hieß es, daß die Rückkehr erst nächste Woche erfolgen sollte. Kleine politische Nachrichten. Berlin, 5. Oktober. Der niederländische Gesandte in Berlin hat, wie aus dem Haag verlautet, von seiner Regierung Weisung erhalten, zu versuchen, von der preußischen Regierung die Deffnung der Grenze für die Einfuhr von * Holländischem Vieh zu erlangen. Goslar, 5. Oktober. Zu dem morgen beginnenden nationalliberalen Parteitage sind zahlreiche Fremde eingetroffen. Nach den Wohnungsbestellungen werden etwa 560 Vertreter am Parteitage teilnehmen. Der Zentralvorstand tritt heute um 5 Uhr zu einer Sizung zusammen. Wien, 5. Oktober. Der Wahlreformausschuß des öfterreichischen Abgeordnetenhauses lehnte den Antrag, betreffend das Pluralwahlsystem, ab. Paris, 5. Oktober. Das Blatt Humanité" des sozialistischen Führers Jaurès fündigt das Aufhören seines Erscheinens wegen finanzieller Schwierigkeiten an. Jaurès erklärt, daß er vor einigen Tagen 200 000 Franks zur Weiter: führung des Blattes hätte bekommen können, unter der Be dingung, den Kampf gegen die russischen Werte einzustellen. London, 5. Oktober. Das Kanonenboot ,, Landrail" ging gestern in der Nähe von Portland unter. Mit großer Mübe wurden fast alle Mannschaften gerettet. Nur ein Matrose ertrant. Die Ursache des Unfalles ist unbekannt. Constantina( Algier). Unter dem Verdacht der Spionage wurde hier ein Deutscher namens Otto Albasser verhaftet. Sein Gepäck wurde lonfisziert. Albasser hatte Freundschaft mit mehreren Offizieren der Kolonialarmee geschlossen und die Befestigungen mehrerer Forts photographiert. * ** Für die Ausschmückung der Stadt anläßlich des δας Kaiserbesuches in München bewilligte Gemeindekollegium 40 000 Mart. Soziales Leben. X Tuberkulose- Fürsorge. In einem Ministerialerlaß betr. eine weitere Ausdehnung der Fürsorge für Tuberkulose wird auf Grund der Feststellungen der wissenschaftlichen Depu tation für das Medizinalwesen in Preußen die Schaffung be sonderer Heilstätten für Schwerkranke, sowie besonderer Räume für Tuberkulose in den allgemeinen Krankenhäusern für nötig erklärt; auch wird empfohlen, Konzessionen für Krankenhaus neubauten fünftig nur zu erteilen, wenn für Tuberkulose besondere Einrichtungen nach den in den Volksheilstätten erprobten Erfahrungen getroffen werden. Die Gemeinden werden zuAeußerungen über die bevorstehenden Anforderungen ersucht. Nab und fern. † Aus Sorge um die Fran hat sich der Kapitän zur See und Kommandant des Panzers Kurfürst Friedrich Wilhelm", Karl von Levezow in Berlin erschossen. Die Gattin des Offiziers war seit längerer Zeit leidend, so daß fie schließlich ein Sanatorium aufsuchen mußte. In den letzten Tagen hatte sich ihr Befinden verschlimmert. Die Nachricht hiervon trieb ihn zum Selbstmord. Der Tote, der sich in Marinekreisen allgemeinen Ansehens erfreute, war Inhaber der Rettungsmedaille, weil er drei Menschen unter eigener Lebensgefahr dem sicheren Tode in den Wellen entrissen hatte. † Abgelehnte Stener. Die Vorlage des Berliner Magistrats über die Erhebung einer Billet- und Lustbarkeits steuer wurde von der Stadtverordneten- Versammlung fast eins stimmig abgelehnt. † Ein gefährliches Paket. In einem Eisenbahnwagen, der zwischen Mainz und Wiesbaden verkehrt, wurde ein Palet Dynamit und andere gefährliche Sprengstoffe gefunden, Glücklicherweise waren die Sprengstoffe, die in Zeitungspapier eingeschlagen waren, völlig durchnäßt und daher ungefährlich. Die betreffende Zeitung stammt aus Neunkirchen und dürfte der Sprengstoff auch von einem dortigen Bergwerk herrühren, Die Nachforschungen nach dem Eigentümer waren bisher erfolglos. † Opfer eines Geisteskranken. Der unter dem Verdacht des Mordes an Miß Late in Essen verhaftete Musiker Funke scheint geistesfrank zu sein. Funke, dessen Händeabdrücke mit denen am Halse der Leiche übereinstimmen, wie auch seine Fußspuren mit den am Tatorte, fann für die Zeit von 7 bis 82 Uhr abends des Mordtages sein Alibi nicht nachweisen. † Emilia Galotti auf dem Dorfe. Die 16jährige Babette Bickelhaupt in Gadernheim in Hessen unterhielt seit längerer Zeit mit dem Arbeiter Marquardt ein Liebesverhältnis, das jedoch die Billigung des Vaters nicht fand. Die jungen Leute hatten nun dieser Tage nachts ein Uhr eine Zusammenkunft verabredet; als sie am Plage erschienen, wurden sie von dem alten Bickelhaupt überrascht, der seiner Tochter nach kurzem Wortwechsel sein Taschenmesser in die Brust stieß. Das Mädchen wurde in Hoffnungslosem Zustande dem Krankenhause zugeführt. Der Täter, welcher wegen Körperberlegung mit tödlichem Ausgange bereits vorbestraft ist, wurde in Haft genommen; wird aber demnächst zur Beobachtung seines Geisteszustandes einer Frrenanstalt überwiesen werden, da er infolge starken Alkoholgenusses als unzurechnungsfähig gilt. + Unaufgeklärter Unglücksfall. Auf der Rombacher Hütte stürzte ein 22 jähriger Arbeiter in einen glühenden Hochofen und verbrannte sofort zu Asche. Zwei Mitarbeiter, die mit dem Verbrannten zusammen den Ofen bedienten, wurden berhaftet. † In der Notwehr. Als der Gendarm in Ars a. Mosel die Wohnung des Arbeiters Borazki betrat, um ihn zu verhaften, wurde er von B., seiner Mutter und seinen Freunden überfallen. Der Gendarm wollte von seinem Seitengewehr Gebrauch machen, es wurde ihm aber entrissen. Als die wiederholte Drohung, bei weiterem Widerstande zu schießen, keinen Erfolg hatte, gab er zwei Schüsse ab, von denen die zweite Kugel den Borazki in den Unterleib drang, so daß der Getroffene bald darauf verstarb. Nach allgemeiner Annahme war das Vorgehen des Gendarmen durchaus gerechtfertigt, da er sich in der Notwehr befand. † Kämpfende Zigeuner. Zwei Zigeunerkarawanen gerieten auf dem Pferdemarkt im Dorfe Buttstädt in Differenzen, woraus ein wütender Kampf entstand, der mit Revolver, Dolch und Säbel ausgefochten wurde. Die Feuerwehr mußte mit Drei Zigeuner Schläuchen die Zigeunerschlacht beenden. wurden schwer verwundet, 13 verhaftet. † Bergmanns Los. 70 Grubenarbeiter wurden in der Westzeche der Pokohontas- Kohlen- Gesellschaft in Bluefield, West- Virginien, von schlagenden Wettern ereilt. Troz sofort eingeleiteter Rettungsarbeiten gelang es, nur 10 zu retten. Die Leichen von 19, meist Ungarn, wurden bereits geborgen. Es wird als sicher angenommen, daß die übrigen noch vermißten Bergleute nicht mehr am Leben sind. Giftige Gase und lodernde Gluten machen das weitere Vordringen der Rettungsmannschaften unmöglich. Unter schwerem Verdacht. Bei Nantes ertränkten fich bie Raffiererin einer Zeitung und deren Bruder, der Steuereinnehmer in Bouaye in der Loire. Von der Gerichtsbehörde ft eine Untersuchung der den beiden anvertrauten Kassen angeordnet worden. Bunte Tages- Chronik. Breslau, 5. Oktober. In Herrnstadt ermordete der 25jährige Barbier Göbel seine 21jährige Ehefrau, indem er hr den Leib aufschlitte. Der Mörder ist verschwunden. Michelbach, 5. Oktober. Der Dachstuhl des Köhlschen Neubaues stürzte ein. Ein Arbeiter wurde getötet, zwei indere schwer verlegt. Neudorf, 5. Oktober. Auf der Chaussee zwischen Grud chütz und hier wurde der Sattlermeister Simon und dessen reijährige Enkelin von einem Automobil überfahren. Das Kind wurde getötet, Simon erlitt lebensgefährliche Vers egungen. Magdeburg, 4. Oktober. In Altengrabom brannte das Bahnhofshotel Truppenübungsplatz" mit Nebengebäuden tieder. Löwen, 5. Oktober. In dem Dorfe Erps- Querbs find ieben Personen von einem tollen Hunde gebissen worden. Die Verwundeten, von denen mehrere stark zerfleischt sind, ourden zum Pasteurschen Institut nach Brüssel befördert. Zürich, 5. Oktober. Am alten Septimerpaßweg( Grauünden) wurden in einer engen Höhle drei menschliche Skelette refunden, die seit vierzig bis sechzig Jahren dort liegen 33. FREEEEE st er 111 en ng a n. BEIGE er diefen, ber thm fteben. bon fich. zu bekannt. Plötzlich blieb er, aber wies er den Gedanken seiner Beihilfe mit Verachtung wöhnlich zusammentrafen, wagte er sich nicht. Er war dort Einen Augenblic dachte er an Duprat. Wohnung nicht, und in das Café, in dem sie sonst für geeinem guten Rat in schweren Nöten. Aber er fannte feine von einer Eingebung erhent, viel Geld an ihn verloren, und Dryden schien der Mann zu aufgesucht, um feinen Rat und Beistand zu fordern. Er hatte awar persönlich nicht sympathisch war, Dann haben, welches behaupteten, daß es dort spuke. von dem schrecklichen Eindruck zu berichten, welchen schien und ein Diener, welcher zufällig einmal dem Kom merzienrat auf solch einer Nachtwanderung begegnete, wußte der des nachts ein unheimliches dumpfes Stöhnen vernommen voll um, und natürlich fehlten auch diejenigen nicht, welche rüchte von dem Etwoldschen großen Keller unter dem Dienerwühlen, fröhne. Genug, es gingen eine ganze Menge Gefet ein Geizhals, der dort seiner Leidenschaft, im Golde zu aus den Eingeweiden der Erde zu kommen Man wollte hin und wiedes ( Schluß.) marten frunte mas doch so natürlich sei. Gefühl, daß er nicht geleistet habe, was Sorge Sprachen aus jedem Wort, aber sie verstärkten nur das reizten und aufregten, obwohl er sich selbst sagte, daß das Zu Hause besorgte Blicke und ängstliche Fragen, die ihn Liebe und Interesse und teilnehmende ( Nachdruck verboten.) von ihm erSkizze von Hanns Gisbert. Vor dem Examen. man Daß er Shend or dem Brifú Klage feinen Platz auf dem Kontorstihl einnehmen. stand er nicht, trotz allen guten Willens, so wollte er ohne Beweis sein, daß er seiner Herzensneigung folgen bilrfe; beMit diesem Entschluß schlief er verhältnismäßig rubig am er es, trotz aller seiner Befilrchtungen, so sollte ihm das ein Das Examen foute ihm ein Beichen von oben sein. Bestand Sohnes fich in gereizter Laune und Nervositäten Luft machte 1 meinte, baß beffen Enttäuschung über die Berufswahl des oft Mißbilligung in bes Baters Auge zu lesen ver. mögen. Man hat keine Ahnung, welche Bewanonis es mu den Sfeletten haben könnte. Nancy, 4. Oktober. Das hiesige Theater ist heute abend Durch einen Brand zerstört worden. Newyork, 5. Oktober. Ein Zug mit nach Kuba bestimmter Kavallerie stieß bei Troy mit einem Personenzug zusammen. Sieben Passagiere des letzteren wurden getötet, 20 verwundet. Von den Soldaten ist keiner verlegt. Der Vorbang fällt! Fg. Berlin, 5. Oftober. Mit grausamer Hand hat das Schicksal in das Leben zweier Menschen eingegriffen. Blinde Eifersucht machte den Schwärmer Romeo zum rasenden Othello und der Revolver gab das Stichwort für das Fallen des Vorhanges. Fräulein Reta Walter, die gefeierte Opernsängerin, das aufstrebende, vielversprechende Talent fiel von der Hand des Privatiers Hesse, dem sie einst in Liebe zugetan war, jedoch in einer Liebe, nicht stark genug, um der Zeit und den Wechselfäller des Geschickes Trotz zu bieten. Ein Anderer ließ ihr Herz höher schlagen, das grausame Schicksal des aus allen Himmeln Verstoßenen vermochte der Verschmähte nicht zu ertragen ein schneller Entschluß eine blutige Tat- und zwei Menschenleben hatten aufgehört zu sein. Mit prosaischen Augen betrachtet, gibt uns die Eifersuchtstragödie in der Neuen Ansbacherstraße folgendes Bild: - Frl. Reta Walter, die Tochter eines Fabrikanten aus Augsburg, wurde 1885 geboren und sollte Konzertsängerin werden. Ihre Stimmittel berechtigten zu den schönsten Hoffnungen, eine glänzende Laufbahn stand ihr offen. Vor drei Jahren lernte sie den Privatier Hesse kennen und bald auch lieben; ein Bund fürs Leben schien geschlossen, denn auch Hesse wollte, da er Talent zum Sänger zu haben glaubte, zur Bühne gehen. Für Reta Walter erstrahlte bald ein heller Glücksstern, ihr Talent wurde anerkannt und schon nach kurzer Zeit erfolgte ihr Engagement an die Komische Oper, fie hatte es erreicht. Anders war es mit ihrem Bräutigam. Die Hoffnungen Hesses, es als Sänger seiner Braut gleich zu tun, erwiesen sich als gänzlich trügerisch, er mußte all seinen Träumen von fünftiger Größe Valet sagen. Von dem Zeitpunkt, da Reta Walter die Gewißheit besaß, daß ihr Verlobter fein Sänger, kein Künstler werden könne, batiert eine Abkühlung ihrer einst heißen Liebe, beginnt eine gewisse Entfremdung zwischen dem Brautpaar. Hesse konnte es anfangs immer noch nicht glauben, daß er mit dem Ruhm auch noch das Glück verloren hatte, er flammerte sich immer fester an die Geliebte. Reta Walter lernte vor nicht allzu= langer Zeit einen Sänger kennen, den Tenor Raventos, und bald fühlte sie, daß in demselben Grade als ihre Liebe zu Hesse sich verringerte, ihre Zuneigung für Raventos wuchs. Hesse blieb dieses nicht zu lange verborgen, und jetzt packte den Verschmähten ohnmächtige Wut. Eines Tages verriegelte Hesse das Wohnzimmer seiner Braut, beschwor sie, ihm ihre Liebe wieder zu schenken, und als dieser Bitte ein starres Nein entgegengesetzt wurde, stürzte er sich auf die Geliebte, würgte und mißhandelte sie. Auch gegen Raventos, den begünstigten Nebenbuhler, trug sich Hesse mit finsteren Racheplänen, doch kam es hier nie zur entscheidenden Tat. Frl. Reta Walter, welcher der verstörte Zustand ihres einstigen Bräutigams Sorge machte, ließ zu ihrem Schutz die hochbetagte Mutter kommen, und hoffte so vor den EifersuchtsSzenen sicher zu sein. Vorgestern tam Hesse wieder einmal zu seiner Braut, er wurde auch vorgelassen und durfte sie in Gegenwart ihrer Mutter sprechen. Als die Mutter auf einen Augenblick das Zimmer verlassen hatte, stürzte Hesse auf die Knie und beschwor die Geliebte, ihm doch roieder ihre Liebe zu schenken. Als auch diesmal sein Flehen keine Erhörung fand, schritt Hesse zur Ausführung der wohl schon längst geplanten Tat. Un bemerkt zog er einen Revolver, zwei Schüsse krachten, Frl. Walter and Hesse fielen entseelt zu Boden. Der Mörder hatte nur zu gut gezielt, der erste Schuß zerschmetterte der Armen den Kopf, der zweite durchbohrte das eigene Herz. Die beim Knall des Schusses herbeieilende Mutter fand:: ur noch zwei Leichen, und brach bewußtloa zusammen. Lokales. § Heute Nachmittag 34 Uhr tagte im Café Ebel zu Gießen eine Kreistonferenz der Bürgermeister des Kreises Gießen. Auf der Tagesordnung stehen: 1. die neue Landgemeindeordnung. Hier die„ Vorschläge" der Abgeordneten Köhler und Uebel, betr. die Stellung und Einkommensverhältnisse der Bürgermeister, die Diäten, das Gemeindebeomtengefeß. 2. Erhebung noch nicht einge gangener Jahresbeiträge. 3. Nuwaht ds 1. Sprechers anstelle des ausscheidenden Bürgermeisters Köhler. Langsdorf.4. Allgemein Besprechungen. - - hatte. In dem Kursus wurde der landwirtschaftliche Unterricht für Fortbildungsschulen durchgenommen. Den Unterricht erteilten Prof. Gisevius und Dr. Kleberger. Im Laufe tes Winters sollen weitere Zusammenfünpfte und Besprech ungen über den Lehrstoff stattfinden. An zehn Fort bildungsschulen des Kreises wird im kommenden Winter: balbjahr nach dem neuen Lehrplan der landwirtschaftliche Unterricht erteilt. ** Wir weisen nochmals auf die morgen in Steins Saalbau tagende Versammlung der gemeinnüßigen Bauvereine Hessens hin. * Durch auswärtige Zeitungen geht folgende Notiz: Ein höchst bedeutsames Projekt beschäftigt gegenwärtig die Kreise unserer Stadt und der Nachbarorte, es ist dies die Einrichtung einer Automobil- Omnibus. Verbindung der industriereichen großen Orte in der Umgebung der Stadt. Sie sollen unter sich selbst und mit der Stadt verbunden werden. Gegenwärtig finden Berechnungen über Rentabilität und Anlagekosten statt. Man beabsichtigt zwei Linien zu errichten und die Dörfer Klein Linden, Heuchelheim, Wieseck, Rodheim, Alten- Buseck, Großen Buseck, Großen- Linden und Krofdorf anzuschließen. Was an dieser Meldung zutreffend ist, wird die Zukunft ja lehren. - " tt. Stadttheater Gießen. In dem neuen Schwant von Radelburg Der Weg zur Hölle", der am Sonntag zur ersten Aufführung gelangt, find von neuen Mitgliedern die Damen Bonè und Schufter beschäftigt. Außerdem sind in Hauptrollen tätig die Herrn Goul, Lippert, Rober sowie Fräulein Schellenberg. -b- Durch Inserat bereits befannt gegeben, hält der Bernhardtsche Bither- und Mandolinenchor am morgigen Sonntag- Abend im Hotel„ Einhorn" eines seiner beliebten volkstümlichen Konzerte ab. Wie aus Wie aus borliegendem Programm ersichtlich, verspricht es einen genußreichen Abend. Zum Vortrag gelangen Chöre und Soli für Zither, Mandoline, Violine, 8ymbal, Verraphon. Abwechslung bringen Gesangseinlagen( Herrn und Damen) mit Bitherbegleitung. Auch Nichtmitgliedern ist die Gelegenheit geboten, durch an der Kasse zu lösende Eintrittskarten dem Ronzert beizuwohnen. * ** 268 Wagen mit 8wetschen waren heute auf dem Wochenmartt Gießen aufgefahren. Seit langen Jahren ist das die höchste Ziffer und rechnet man noch hinzu, daß auch von anderen Früchten immerhin reiche Vorräte da waren, so tann der Leser sich schon ein Bild machen, welcher das heutige Markttreiben in der Wirklichkeit nicht gesehen hat. * Die Gießener Ortsfrankenkasse, die im vergangenen Jahre gerade nicht sehr günstig abgeschlossen hat, haben die Aerzte durch den Vorstand ihrer Organisation auf den 31. Oftober ds. Js. die Verträge gekündigt zu dem Zweck, freie Aerztewahl und höheres Honorar von der Kasse zu erhalten. Seither betrug das von der Kasse gewährte Entgelt für das underheiratete Mitglied 3,50 Mt., für das verheirate 7,50 Mt., verlangt werden 4 Mt. und 10 mt, außerdem aber noch besondere Gebühren in besonders angeführten Fällen, wie Entbindungen usw. | * In unserem Großherzogtum herrscht zur Zeit ein folcher Lehrermangel, daß nach einer Verfügung der zuständigen Schulbehörde die Abiturienten der Lehrerseminare zu Friedberg, Bensheim und Alz y schon zu Ende Januar 1907, statt zu Ostern, entlassen werden, damit sie sofort als Lehrer verwendet werden können.- Sm abaelaufenen Schuljahre wurden an Bolfschüler im ganzen 79068 Schulbäder verabfolgt, ausschließlich in den betreffenden Schulges bäuden selbst. * Die Einstellung Einjährig Freiwilliger am 1. April 1907 findet in Darmstadt beim Inf. Regt. Nr. 115, in Gießen beim Inf. Regt. Nr. 116, und Frankfurt a. M. beim Inf. Regt Nr. 81 statt. Am landwirtschaftlichen Institut der LandesUniversität wurde gestern ein Kursus für Volksschullehrer geschlossen, der den ganzen Sommer über gewährt -s- Infolge der ungünstigen Witterung des heurigen Sommers blieb der Absatz der Lose in der Nürnberger Landesausstellung hinter den Erwartungen zurück und die Ziehung der Ausstellunglotterie wurde deshalb auf den 12. November und folgende Tage verschoben. * Der Magiftrat zu Worms will bei der Regierung auf baldige Diffnung der Grenzen zur Hebung der Fleischnot vorstellig werden. * Das Landes- Ariegerdenkmal in Darmstadt wird in Kürze vor den Turm des Museums versezt werden, wie dies schon vor längerer Zeit angefündigt wurde. Augenblicklich ist man mit den Erdarbeiten beschäftigt. Der in Aussicht genommene Plag läßt erhoffen, daß das Dentmal dort wieder den schönen Eindruck machen wird, den es vor Erbauung des Museums hervorrief. - * Eine Belehrung. Der bisherige freireligiöse Prediger in Mainz, Askanius Freiherr v. Zucco und Cuccagna erläßt im„ Mainzer Jurnal" einen öffentlichen Widerruf. Freiherr v. Zucco und Cuccagna stammt aus einem alten istrischen Adelsgeschlecht. Bald nach seiner Herkunft tat er sich auch politisch hervor, d. h. nach. dem er sich die deutsche Staatsangehörigkeit erworben hatte, indem er offen zur sozialdemokratischen Partei übertrat. Er war ein fatholischer Prifter gewefen. In Arbeiter und Parteifreisen hielt er wissenschaftliche Vorträge, und wo diese auf dem Religionsgebiet sich bewegten, zeigte er sich als der schärfste Gegner nicht allein der katholischen, sondern auch Als Zucco der protestantischen Briesterschaft und Kirche. durch die Regierung in den Schulvorstand der Stadt Mainz berufen wurde, machten sich Einflüsse dahin geltend, daß diese Berufung nach nur zweimaliger Teilnahme Zuccos und ohne daß er auch je ein Wort dort gesprochen, zurückgezogen wurde. Diese Angelegenheit beschäftigte auch die Zweite Biedenkapp vom Flen funger Hof aufführen. In absehbarer Zeit bilden Merlau, Mücke und Flensungen ein Ganzes.. Die von hier aus über Ruppertenrod gehende Personenpost nach Ulrichstein erleidet mit dem Winterfahrplan nicht die sonst vom 1. Oft. ab eintretende Veränderung. Sie schließt, wie im Sommer, auch während des Winterhalb jahres an den um 6,45 Uhr hier von Gießen kommenden Zug an. * Lich, 5. Oft. Die Kartoffelernte ist überall in Angriff genommen. Das Malter foftet hier 5 Mart. Welt mit fchwa er Sbeale bine Piriter geworden, ine Rünftler fchaft en Berarbeitung mmenfäule bricht der ganzen Fadelfchein on f grimmes Sohngel ens hinaustlingt. wenn berwandte wie zart, wie fe neue Afforde auf mächtigen Weltat tiefen Gänge zu wir, daß der une hinrauscht. Digters nur wenig inen Namen zum trug. Man mag bie Nerven es geft * Bad Nauheim, 5. Dkt. Ueber das Vermögen des Hotelbesizers Heinrich Richard Langsdorf, des Inhabers des befannten Sprudelhotels, wurde am Dienstag- Nachmittag das Konkursverfahren eröffnet.- Frau Langsdorf ist vor einiger Zeit mit dem Betriebsleiter des Sprudelhotels flüchtig gegangen. * Lauterbach, 5. Oft. Die erzielten Resultate der am 30. September geschloffenen Weideperiode auf der Jungvieh weide zu Lauterbach sind durchwegs sehr gute. Bei einzelnen Rindern wurde eine Gewichtszunahme von 300 Pfund festgestellt. * Obstmarkt in Frankfurt. Bei dem von der Bentral- Obstverwertungsstelle Frankfurt an der Stadthalle vers anstalteten ersten Obstmarkt am Mittwoch waren ungefähr 700 Proben von Aepfeln und Birnen ausgestellt. Der Zuspruch war etwa in gleicher Höhe wie im Vorjahr, ausgefertigt wurden 392 Schlußscheine. Die Preise stellten sich im Bentner wie folgt: Aepfel: Goldparmänen 20-28 Mt., Kanada- Reinetten 18-30 Mt., Baumann- Reinetten 1825 Mt., Casseler Reinetten 20-24 Mt., Gravensteiner 2430 Mt., Boscoop 25-30 Rt., Inanas 30-40 Mt., Bosdorfer 22-30 Mt., Rodäpfel 12-15 Mt. Relterobst der Doppelzentner 12-13 Mt. Birnen: St. Germain 20 Mt., Grumtower 20 Mt., Mellebusch 12-18 M., Herzogin von Angouleme 28 M., Hardenpout 20 Mt.. Liegel 17 M., Kochbirnen 7-10 Mt. 3 wetsch en 3,50 Mt. Ein zweiter Obstmarkt wird am Mittwoch, 10. Oft., abgehalten. * Turnerisches. Die Bezirksvorturnerstunde des 5. Bezirks des Gaues Hessen findet am nächsten Sonntag nachmittags 3 Uhr in dec Turnhalle zu Buzbach statt. Am Sonntag, den 21. Dft. wird in der Turnhalle der Stadtschule zu Bad Nauheim von den beiden Gauturnwarten eine Vorturnerftunde abgehalten für Leiterinnen und Leiter von Frauenabteilungen. § Rinzenbach, 4. Ottober. Der hiesige Gefangberein Foriuna", welcher am 1. Julisonntag sein 30. Stiftungsfeft feierte und dabei auch finanziell gut abschnitt, hat jetzt seinen Ehrenmitgliedern Diplome überreicht. * Müde, 5. Qft. Nachdem das neuerbaute Hotel seiner Bestimmung übergeben ist, erhebt sich jest schon wieder ein Neubau. Das neue Gebäude läßt der Bieragent Ein Notschrei zur Fleischnot.*) Jegt fämpfen wir nun zwei Jahre schon An gegen Windmühlenflügel; Was wir erreichten, war Spott und Hohn, Stets straffer spannt man die Zügel. Mit jeder Woche wird größer die Not, Wird teurer das Vieh im Lande, Mit jeder Woche der Kampf ums Brod Bird schwerer dem Fleischeistande. Wer früher mit Fleiß sein Handwerk geführt, Dem brachte es goldenen Segen; Es brachte dem Fleischer, was ihm gebührt Für Mühen und Schaffen und Regen. Heut sind durch die Fleischnot ruiniert Viel Tausende Existenzen; Viel' Tausend am Rand des Ruins geführt, Die voller Verzweiflung noch tämpfen. Und immer härter noch wird das Los, Schlägt tiefe Wunden dem Reiche; Nicht triff's das Gewerbe der Fleischer blos, Dem Gastwirt drohet das Gleiche. Die Macht des deutschen Volkes erschlafft, Man tut seine Wehrkraft morden, Wenn das Fleisch, das dem Manne die Muskel strafft, Ein Luxus für Reiche geworden. Bei solch hohen Preisen fein Arbeiter fann Mit Fleischkost sich stärken den Magen; Bediente, Beamte, der Handwerksmann Dem Fleischgenuß müssen entsagen. Und dabei versucht man zu Unrecht dreift Noch den Fleischer und Händler zu schmähen:: Sie trügen am Aufschlag die Schuld zumeist, Die selber zu Grund daran gehen. Doch leider bleibt die Regierung stumm Und will die Klagen nicht hören; Ete dreht um den heißen Brei sich herum Und läßt sich im Kurs nicht stören. Sie stüßt die unselige Bollpolitif, Verleugnet die Fleischnot im Lande, Und füllt une, o trauriges Mißgeschick, Den Unglücksbecher zum Rande. Daß dem Volkes willen es bald gelingt, Das läßt allein uns noch hoffen; Daß er die Regierung zum Einseh'n zwingt, Daß sie endlich die Gr.nzen macht offen. Es hat den Beweis nicht der Bauer erbracht, Daß er Deutschland mit Vieh kann versorgen; D'rum auf und die Grenzen iffen gemacht, Geld hat er genugsam geborgen. Ein Lichtstrahl endlich uns leuchtet ins Land, Thüringens Staaten haben Sch dringend an den Kanzler gewandt, Den starren Sinn zu begraben. Und wie's die Regierungen dort gemacht, So regen sich bald alle Hände, Daß der Fleischnot werde ein Ende gemacht Und das Unheil sich endlich wende. Daß Deutschland vcm Asp der Not befreit, Laß Kanzler des Reichs dich bewegen; Gehör uns zu schenken, set bereit, Erwirb dir des Landes Segen, Daß nicht einer Gruppe Agrarier zu Lieb' Sich der Staat allein läßt verwenden Es bleib uns die Sonne nicht ewig trüb, Auch uns laß sie Licht wieder spenden. Fidus. *) In einer der neuesten Nr. der Fleischerzeitung veröffentlicht, beren Redaktion die Meggermeister in einem Nachfaz auffordert, für Veröffentlichung des Vorstehenden überall besorgt zu sein. Stadttheater Giessen. Nora. Schauspiel in 3 Aufzügen von Henrik Ibsen. Vier Monde find ins Land gegangen, seit das leiden. schaftliche Herz den letzten Schlag tat. Zu Un recht hat man Jbsens Weltanschauung als eine wesentlich peffimifische seine Schaffensweise als eine naturalistische bezeichnet. Die berben, bitteren Büge entspring n lediglich dem tragischer Kor flikt, der zwischen seinem Ich und der Welt besteht. Mit ganzer Heftigteit seiner leidenschaftlichen großen Seele faitet, fondern n iche Eindruck ist in daß Nora" fein felbft heraus fich er lungsflabien eines bi neben einander ottor Rant in die Erf läuft. Der Anfang& bas Ende fällt weit fich durch die Darfte en Geftaltungstraft halationen und Reflexi De Aufführung lie g; trobem erzielte gang gutes Bufamme Sobald bfensche Befta mit der herkömmlichen be von Elfriede 2 ad mit Leben gespie oberflächlich. Das fel mer, der einige Szenen fibrte, in den Ueber uf dem Söhepunkte d folgenden Partien zu fo feten Strichen dur Spiepine Jageman furtiger( Dotior Ran alof in treffender Ma er durch etwas unnatü beeinträchtigt. Aus de St Gine Anzahl Kellner Bitt zu Gießen mißhan belegung unter Anflage tom Edoffengericht w rogen werden, währe du je 50 Mt. un Reraltete und Kra Frau bel Han Bei meiner einfac Keine fteifen V met In vielen Fällen ausführlic Najjau fr Gießen Beftellung DeTh Seif Ma weiss ohn Zu haben in Trische. Dau Regulierbeiz Darmstädter Ofenschirme, Ofenvors Ständer, Koblenfüller, As Baich, Wring: und Birtschaftswagen, F Bogelkäfige und Büch Beien und Türvorla Bertzenge, Beschläg Stahlwaren, Edgar B Selefon 165 fführen. In absehbarer enfungen ein Ganzes. ob gehende Bersonen Dem Winterfahrplan night er die Welt mit schwarzen Linien in den hellen Hintermb feiner Ideale hineingezeichnet. Dadurch ist er oft Satiriker geworden, o'tmals ung wollt und oftmals Geldstrafe verurteilt wurden. Lemler focht das Urteil an, seine Berufung war aber erfolglos, da das Urteil seine Bestätigung fand. ende Veränderung. Siet er feine Künstlerschaft geopfert, indem er an Stelle der Shrend des Winterhalterischen Verarbeitung die Moralisierung gefeßt. Wie Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. von Gießen tommenden me Flammensäule bricht er hervor, ein Stück Erde zerernte ist überall in An et hier 5 Mart. krstend, um der ganzen mit grellem Lichte zu leuchten, das roter Fackelschein on schwarzen Felswänden hinaufläuft, sährend grimmes Hohngelächter in die graue Wasser wüste me ber das Bermögen des Lebens hinausflingt. Und dann, wenn die Stürme Geborene. gsdorf, des Inhabers des peigen, wenn verwandte Klänge seine Seele in Vibrationen Hermine Auguste; 25. Taglöhner Johann Friedrich wurde am Dienstag- Nad n eröffnet.- Frau Lange rieben, wie zart, wie fein schwebt dann seine Poesie hin, mer neue Afforde auflösend, bis sie zuletzt in einem Betriebsleiter des Sprudel. igen mächtigen Weltattord er brauft und dann versinkend Johannes Erdmann eine Tochter, Elfriede Anna rzielten Resultate der am periode auf der Jung ihre tiefen Gänge zurückkehrt. In diesen Augenbl den hlen wir, daß der Genius mit leisem Flügelschlage In Nora tritt die Künstlerschaft ber uns hinrauscht. - durchwegs sehr gute. Bei Dichters nur wenig hervor, aber sie ist das Schauspiel, ewichtszunahme von 300 Fleischnot.*) Jahre schon pott und Hohn, e Bügel. er die Not, ande, ums Brod ſtande. seinen Namen zum ersten Male in die große Welt inoustrug. Man mag Nora so oft sehen, wie man will, der die Nerven es gestatten- wobei man noch garnicht ortbesaitet, sondern nur gesund zu sein braucht der einliche Eindruck ist immer der selbe. Die Erklärung liegt orin, daß„ Nora" fein geschlossenes Kunstwerk ist, das aus fich selbst heraus sich erklärt, sondern nur verschiedene Entidlungsstadien eines dichter schen Prozesses, die hier erstarrt imb, neben einander legt. Evident tritt dies in dem Dottor Rant in die Erscheinung, der nur als fünftes Rad mitläuft. Der Anfang zu Nora liegt weit vor dem 1. Aft and bas Ende fällt weit über den leßten hinaus. Man darf sich durch die Darstellung nicht täuschen lassen, denn Sbfens Gestaltungstraft ist so groß, daß er ruhig Relapitulationen und Reflexionen als Handlung anbieten darf. Die Aufführung iteß an manchen Stellen zu wünschen übrig; trozdem erzielte die Regie Hermann Batofs in ganz gutes Zusammenspiel. Die Sache ist eben die, daß sobald Ibsensche Gestalten verfö pert werden sollen, man eben mit der herkömmlichen Fächerteilung brechen muß. Nora wurde von Elfriede Bayrhammer in guter Anlage nnd auch mit Leben gespielt, jedoch mor sie verschiedentlich zu oberflächlich. Das selbe gilt bor Conrad Soft als Helmer, der einige Szenen in fraftvoller, geschlossener Weise durchführte, in den Uebergängen aber weniger glücklich war und auf dem Höhepunkte des letzten Aftes, sowie in mehreren der folgenden Partien zu schnell nachließ. Ein abgerundetes, mit festen Strichen durchgeführtes Spiel gaben dagegen Jofepine Jagemann( Frau Linden) und Max Günther wurde von Herm. Manne die Muskel strafft, Serrscher( Dottor Rant). Batof in treffender Maske auf die Bühne gebracht, aber leider durch etwas unnatürliche Stimme in der Wirkung erG. H. heblich beeinträchtigt. Handwerk geführt, egen; was ihm gebührt und Regen. ot ruiniert Ruins geführt, tämpfen. das Los, Reide; Der Fleisher blos, Bleiche. oltes erschlafft, orden, rden. Arbeiter fann den Magen; dwerksmann ntsagen. Unrecht dreift ndler zu schmähen: ie Schuld zumeift, gehen. erung ftumm hören; Srei sich herum St ffören. politit, Lande, Misgefchid, ande. balb gelingt, offen; Einseh'n zwingt, macht offen. Der Bauer erbracht, ich kann versorgen; niffen gemacht, rgen. leuchtet ins Land, ler gewandt, ben. bort gemacht, inde, ein Ende gemacht wende. der Not befreit, ich bewegen; bereit, egen, grarier zu Lieb verwenden nicht ewig trüb, eder spenden Fidus, er Fleischerzeitung veröffentli n einem Nachfaz auffordert, fir berall besorgt zu sein. Giessen. Don Henrif Jbsen gegangen, feit das li Tag tat. Bu Un re eine wesentlich peffim turaliftische bezeichnet. n lebiglich dem tragi und der Welt bef haftlichen großen E - - Aus dem Gerichtsfaal. Straftammer. Gießen, 5. Oftober. Eine Anzahl Kellner hatten nachts einen betrunkenen Wirt zu Gießen mißhandelt, weshalb sie wegen Körperberlegung unter Anklage gestellt wurden. Zwei mußten bom Schöffengericht wegen Mangel an Beweis freige. prochen werden, während Heinrich Lemler und Karl Busch zu je 50 Mt. und Philipp Lehrmund zu 70 Mt. Am 22. Sept. Dem Milchhändler Philipp Eisenhuth eine Tochter, Emma Elise Anna Ottilie Margarete; 23. Stnecht Konrad Schneider eine Tochter, Katharine; 24. Schreiner Hermann Deuster eine Tochter, Marie Wenzel ein Sohn, Friedrich Philipp; 26. Bierbrauer Karl Zimmer ein Sohn, Heinrich Wilhelm; Rentner Katharine; 27. Hilfs- Lademeister Karl Weber eine Tochter, Luise; Kaufmann Heinrich Joh ein Sohn, Willi Heinrich Walter; 28. Uhrmacher August Schwab ein Sohn; 29. Kutscher Ludwig Schmidt ein Sohn, Ludwig Heinrich; Taglöhner Georg Reichwein ein Sohn, Hans Andreas Georg; 30. Buchbinder Wilhelm Braunsdorf ein Sohn, Karl Friedrich Wilhelmn; Großh. Universitätsprofessor Dr. Albrecht Heinrich Körte eine Tochter, Frieda Auguste. 28. Großh. Universitätsprofessor Dr. Johannes Haller ein Sohn, Hans Jokob Pontus. Am 1. Oktober. Fuhrmann Georg Sauer eine Tochter, Christine Elisabeth; 2. Schuhmacher Karl Daubertshäußer ein Sohn, Arthur. Aufgebote. Am 29. Sept. Christian Pfaff, Oberpostschaffner dahier mit Marie Elisabeth Wagner, geb. Diezel in Frankfurt a. M. Am 1. Oktober. Hermann Kcause, Schußmann dahier mit Minna Fai hierselbst. Albert Haibach, Schneider dahier mit Gertrude Wurm hierselbst. 3. Anton Bender, Hüttenarbeiter dahier mit Marie Gleiß hierselbst. 4. Alexander Paul Wiederhold, Kaufmann in Budapest mit Mathilde Müller dahter. 5. Georg Todt, Kaufmann dahier mit Margarete klein hierselbst. Eheschließungen. Am 29. Sept. Wilhelm Lepper, Technifer dahier Bernhard Schulze, mit Marie Stühler hierselbst. wissenschl. Hilfslehrer am neuen Gymnasium in Bremen mit Mathilde Ott dahier. Karl Schäfer, Installateur dahier mit Marie Dickel hierselbst. Am 4. Oftober. Friedrich Hofmann, Streckenarbeiter dahier mit Else Frieda Zech hierselbst. Gestorbene. Am 30. Septbr. Hans Rosenbecker, 4 Mte. alt, Sohn des Dienstknechts Joyann Peter Rosenbecker. Am 1. Oktbr. Amalie Rödel, geb. Stöcker, 68 Jahre alt, Ehefrau des Pcivatmanns Theodor Nödel. 2. Marte Johanna Linsenmann, 1 Jahr alt, Tochter des Lagerarbeiters Johann Evangelist Linsenmann. 4. Lina Klein geb. Siegbert, 37 Jahre alt, Ehefrau des Lehrers und Kantors Bernhard Klein. Marktberigte teher, 6. Oftober. Auf dem heutigen Wochenmartt topeten Butter per fb 090-1.00 mt., Sibnereler ber Stüd 8-9 Pfg., Enteneter St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Vid. 18-24 Bfg., Linsen der Pfd. 25-40 Bfg., Tauben ver per Stüd 0.80-1.80 mt., Enten per Stüd 0.00-0.00 mt., Gänse Baar 0.80-1.00 Mr., Sühner per Stück 1.00-1.60 mt., Sahnen her Pfd 00-00 Pfg.. Ochsenfleiss per Pfd. 82-88 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 80-82 Pfg., Schweinefleisch per Pfd. 90-100 Bfg. Schweinefleisch gefalzen per Pfd. 10+ Pfa., Kalbfleisch per fb. 84-90 Pfg., Hammelfleisch per Pfd 60-80 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-7.00 Mt., Zwiebeln per 3tr. 5.00-6.00 m., Weiskraut per Std. 10-15 fg., per St. 00-00 Pfg., Aepfel per Ctr. 10-18 Mt., Zwetschen per 3tr. 200-2.50 Mr., Birnen per Ctr. 9-15 Mt., Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 7. Oftober. Zunehmende Trübung und Regenfälle, Temperatur nicht verändert, starke südliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betde in Gießen. Ich habe Scotts Emulsion schäßen gelernt." Erfahrung macht flug! Hat Scotts Emulsion dem einen Kinde gute Dienste getan, so wird sie auch den anderen von Nutzen sein. Meiderich Schmidtstraße 15, den 19. Dezember 1905. „ Ich habe den Wert Ihrer Scotts Emulsion schäßen gelernt, während ich sie bei zweten meiner Kinder anwandte. Das jüngere, Johann, litt an Stimmrigenkrämpfen, die manchmal 6-7 mal täglich auftraten, und war dadurch so heruntergekommen, daß wir ihn verloren gaben. Mit 2 Jahren dachte er noch nicht ans Gehen, aber schon die erste Flasche Scotts Emulsion ließ eine sichtliche Besserung in seinem Befinden seben. Der Junge befam guten Appetit, stellte sich bald auf seine Füße, und jetzt ist er so munter und flint, wie er nur sein kann. Auch dem älteren Knaben Heinrich, der strofulos war, hat das Präparat sehr gut getan. Jetzt will ich Scotts Emulsion nun auch bei meinem Jüngsten brauchen." ( gez) Johann Gräfen. Daß Scotts Emulsion so vorzüglich wirkt in allen Fällen, wo Entkräftung oder schwächliche Körperkonstitution die Wurzel des Uebels ist, erklärt sich dadurch, daß das Präparat ein spezifisches Kräftigungsmittel von ausnahmsweise hohem Nährwert ist. Dank seiner anerkannt vorzüglichen Zusammensetzung aus nur erstflassigen Rohmaterialen und dem eigenartigen, mit großer Sorgfalt geleiteten Scottschen Verfahren, nach dem letztere verarbeitet werden, haben wir nach 30 Jahre langen, unermüdlichen Versuchen erreicht, daß Scotts Emulsion mit Recht als die beste LebertranEmulsion bezeichnet werden kann. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Rarton mit unserer Schuhmarke( der Fischer mit dem Dorsch). Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. 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Tagesordnung: Die Kanalgebühren in Gießen. Referent: Herr Rechtsanwalt Leun. Zu dieser Versammlung laden wir die gesamte Bürgerschaft, insbesondere unsere werten Mitglieder freundlichst ein. Der Vorstand. Stadt u. Land, Erwachsene u. Kinder gehen am liebsten wohin?- zu Gustav Trinkaus Gieken, Selteroweg und warum?- Weil dort Alles tanzt großartige musikalische Unterhaltung und das größte Amusement Achtung! am hiesigen lage ist. Achtung! Von Freitag d. 5. bis Donnerstag d. 11. Oktbr. verkaufe ich zu Gießen im Saale des Gasthauses zum„ Bfau" in der Neustadt einen Waggon guter, im Gebrauch bestens bewährter emaillierter Haus- u. Küchen- Geräte zu ganz enorm billigen Preisen. 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Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während den Dien stunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift verschen find verschlossen und portofrei bis spätestens Montag, den 15. Oktober Ifd. Js. nahm. 5 Uhr auf Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen einzureiden, woselbt die Eröffnung erfolgt. fir O Enthalt al Leiden un Die Arbeiten und Lieferungen find wie folgt te Belchimpft wird doc anschlagt: Erd- und Maurerarbeiten Zimmerarbeiten Schlosserarbeiten Weißbinderarbeiten Planierarbeiten Pflaster- und Chaussierarbeiten 1917,26 Mr. 233,60" 126,40 Sonntagsbergnügen. bor- Mit meiner Seit einigen T predhämtern das t geduldige Teilnehme Merger durch drehe " 52,70 240,00 " " 945,20 Basaltgruslieferung " begnügen, zu fchim 77,00 wenn ihm dreimal& Eisenlieferung 60,00 Gießen, den 6. Oktober 1906. bitte warten!" entge meldet. Der Berlin hübsches Wort- fe Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreißen: in a Gießen. Diehm, Großh. Baurat. Arbeitsvergebung. Zum Neubau eines Hauses in der Liebigstraße sollen bergeben werden: Erdarbeiten, hurbeln lann no Ein Pariser J Semiprecher nicht no warum es euc Langen? Wißt ihr, Leidos abschneidet, Bit ihr, warum u antwortet? 23 ben Apparat ruft, o zu sprechen wünscht tadamen stricken Amtlich ist ihnen freng berboten, ab Titel I II Maurerarbeiten, " " III Steinhauerarbeiten, " IV Zementarbeiten, " V Zimmerarbeiten, galant ist und die " VI Dachdeckerarbeiten, befizen, brauchen fie " VII Spenglerarbeiten. and tonnen ruhig m " VIII Schreinerarbeiten, ju überwachen, ftric " IX Glaserarbeiten, ir ihre Männer, S " X fir die Heinen Kinde " XI Tapeziererarbeiten, Dien Ordnung her " XII Schmiede- und Schlosserarbeiten, " XIII Kanalisationsarbeiten, " XIV Wasserleitungsarbeiten, " XV Zentralheizung, Weißbinderarbeiten. XVI Jnsgemein: Rolläden, Träger-, Licht un Klingel- Anlage, Heizgas, Aufzug- un Ventilationsanlage. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Lieferung bedingungen liegen in dem Bureau des Architekte H. Rockerbeck, Wilhelmstraße 3, auf, und können die A gebotsformulare von dort bezogen werden. Die Angebote find für Titel I, II, III, IV und V b Mittwoch, den 10. Oktober 1906, abends 8 Uhr und diejenigen für Titel VI bis XVI bis Donnerstag den 15. November 1906 einzureichen bei dem Kath. Kirchenvorstand zu Gießen. Submission. Für die Klinik für psychische und nervöse Kran heiten soll die Lieferung von: 400 Zentner Speisekartoffeln, Tafeläpfelu 6 auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeba Die Weißbinderarbeiten für die Unterhaltung werden. der Maschinistenwohnung beim städtischen Pumpwerf in Queckborn sollen Mittwoch, den 10. 1. Mts., vorm. 10 Uhr öffentlich bergeben werden. Eine glückliche Konzentration von Salzen. unter denen Chlornatrium an erster Stelle, verleihen ihm den Charakter einer vorzüglichen Heilquelle bei allen Katarchen der Luftwege und während der Dienſtſtunden bei uns zur Einsicht offen. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen des Verdauungs- Traktus, bei Nieren- und Blasenleiden, Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind Rheumatismus, Gicht und Harubeschwerden. Ein furgemäßes bis zum genannten Zeitpunkt bei uns einzureichen. Trinken des Wassers ist hierbei nach Angabe ärztl. Autoritäten von durchgreifender Wirkung. Niederlage: Joh. Georg Bender in Ettingshausen; Jeau Böhm, Hotel Solmser Hof in Laubach; Ferdinand Heinz in Sellnrod; H. Weinel in Hungen. Halte Sprechstunde von jetzt ab nur bis 5 Uhr. Schwalm, Zahnarzt Giessen, Plockstrasse 7( Nähe Seltersweg). Gießen, den 6. Oftober 1906. Städtisches Hochbauamt. J. V.: Altbater. 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Oktober 1906, vorm. 12 Uh schlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bi zum Gröffnungstermin: auf dem Verwaltungsbureau einzureichen. Der Zuschlag erfolgt bis zum 29. Oftober 1906. Gießen, den 4. Oftober 1906. Großh. Direktion der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten. J. V.: Dr. Dannemann. Grünberger Pferdeversicherungs- Verein. finden energische und strebsame Herren jeden Standes unter gün stigen Bedingungen im Außendienste eine angesehenen Lebensversicherungsgesellschaft bei fachge- dieses Jahres können noch ohne Kosten bis mäßer praktischer Einführung und energischer Unterstüßung. Die noch rückständigen Beiträge vom II. Halbjahr zum 20. d. Mts. Offerten mit Lebenslauf und an den unterzeichneten Rechner bezahlt werden. möglichst Photographie erbeten an Saasenstein& Vogler A.-G. Grünberg, den 4. Oktober 1906. Frankfurt a. M. sub. G11254. Heinrich Zimmer II Hiermit aufgehober Bießen, der Gro Bel Die unterm 7. 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