AL n Nr. 209 batten u.Sauptexpedition: tegen, Seltersweg 88. Berufprechenschink Nr. 362. Donnerstag, den 6. September 1906 Gießener 15. Jahrgang Grattobellogen: Oberbeffische Familienzeitung( und die Stekener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Rofalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Charbon Ruffifche Jugend von heute. Von einem objektiv urteilenden hervorragenden Politiker wird der Deutschen Reform- Korrespondenz" geschrieben: Die Mordtaten, mit denen die russische revolutionäre Bewegung sich fortgesetzt befleckt, werden meist von jüngeren Leuten beiderlei Geschlechts ausgeführt. Unreife Burschen und unreife Mädchen greifen zu Dolch, Pistole, Bombe und Schlachten Menschen mit einer Kaltblütigkeit ab, die Schaudern hervorrufen muß. Es kommt ihnen auch gar nicht darauf an, völlig Unbeteiligte in Massen abzuwürgen, wenn sie mur hoffen dürfen, den Gegenstand ihres Hasses mitzutreffen. So blindwütig gehen sie bei der Exekution ihrer namenlosen Todesurteile vor, daß sie sich nicht einmal die Mühe geben, die Identität des Verurteilten" festzustellen. Ministerpräund sie sprengen ein ganzes fident Stolypin soll fallen Haus voll Menschen in die Luft. General Trepom wird von ihnen zum Tode gezeichnet und der freiwillige Mörder erschießt einen General, der mit dem Verurteilten" eine flüchtige Aehnlichkeit hat. In Interlaken erschießt eine Russin einen harmlosen Vergnügungsreisenden, blos weil sie sich einbildete, er sei Durnowo, dem sie den Tod zugedacht hatte. Daß die Mörder ihr eigenes Leben für nichts achten, ist selbstverständlich. Aus dieser Selbstaufopferung kommt ihnen die Borstellung von der Berechtigung ihres Tuns. - - Die Grundlage des ganzen Ideenk.eises ist Ueberhebung und Wahnwih. Junge Menschen, die noch nicht gelernt haben, gerade zu denken, sind aus allem Gleichgewicht geraten, weil gewisse Gedanken, die sie hegen, ihnen als die notwendige Voraussetzung und Anleitung zu einer allgemeinen Beglückung erscheinen. Damit die positive Beglückung Wirklichkeit werde, müsse zunächst das Schlechte in seinen Repräjentanten weggerafft werden. Weil sie unflar genug bon einem besseren Zustand der Dinge geträumt haben, weil fie vielleicht von gewissen Lastern frei sind, unter denen sie und ihre Volfsgenossen zu leiden haben, weil sie vielleicht etwas mehr Kenntnisse besigen als ihre rückständige Umgebung, halten sie sich für intellectuell und fittlich hervorragende Menschen, denen gestattet sei, für ihre Zwecke sich von allen menschlichen und göttlichen Satzungen zu emanzipieren. Größenwahn erfüllt sie und macht ihre angebliche Menschenliebe zur frechen Fraze, zu wirklicher Unmenschlichkeit, verwandelt ihren vermeintlichen Freiheitsdurst zum Blutdurst. Sie sind noch nicht trocken hinter den Ohren; doch das hindert sie nicht, sich für Uebermenschen zu halten, für die feine anderen als die selbstgegebenen Geseze Geltung haben, die über die natürlichsten Gefühle sich hinwegseßen dürfen. Sie sind Fanatiker des Wahnsinns, die ihre Zügellosigkeit in ein System gebracht haben. Die sogenannten ,, Denfer" dieses schmählichen Anarchismus, ebenso unreif wie die Menge der Nachläufer und Nachbeter, bilden sich ein, sie könnten durch Verbreitung des Schreckens Staat und Gesellschaft zur Auflösung bringen und dadurch die Bildung einer Neuordnung nach ihrem Sinne vorbereiten. Sie rufen auch wirklich Schrecken hervor. Doch auf den Schrecken folgt die Entrüstung und auf die Entrüstung die schnelle Notwehr, die dazu treibt, die Schule des Verbrechens zu schließen. Natürlich behält es dabei nicht sein Bewenden. Die notwendige Reaktion greift weiter, viel weiter und wirft zugleich auch alles berechtigte Freiheitsstreben zu Boden. Die freiheitliche Bewegung in Rußland hat keinen schlimmeren Feind als den Jugend- Schrecken, dessen Taten darum auch von der russischen Reaktion mit einer gewissen Schadenfreude gesehen werden. Das fühlt man in weiten russischen Kreisen selbst, und darum gibt es in Rußland nicht wenig Leute, die aufrichtig überzeugt sind: zwischen der Reaktion und den Untaten des Jugend- Schreckens bestehe ein enger Zusammenhang, der zugleich erkläre, wie es den Anarchisten gelinge, aller Ueberwachung zu spotten. Ob solche Vermutung berechtigt ist, wird vielleicht nie mit Sicherheit festgestellt werden können. Sie ganz in das Reich der Fabeln zu verweisen, geht nicht an, nachdem festgestellt ist, daß beipielsweise der Pope Gapon, der am blutigen Sonntag" des borigen Jahres in Petersburg die unbewaffneten Arbeiter den Kugeln der Soldaten entgegenführte, ein Staatspensionär gewesen. Der russische Jugend- Schrecken, das ist sicher, bedroht die freiheitliche Bewegung in Rußland aufs Aeußerste. Daß er hr die Sympathien des Auslands nimmt, ist noch der geringste Schaden. Weit bedeutungsvoller ist, daß er in Rußland selbst weite Bevölkerungskreise in das entgegengesezte Bager treibt. Politische Rundschau. Deutsches Reich. * Nach dem plötzlichen Wechsel in Kolonialamt ba Häftigt fich die Deffentlichkeit natürlich mit der Möglichkeit timer anderweiten Berwendung des Erbprinzen zu HohenloheSangenburg. Man spricht, wie unser CB- Mitarbeiter erfährt, in Berlin davon, daß der Prinz als Nachfolger seines Vaters Statthalter von Elsaß- Lothringen werden soll. Ob diese Meldung sich bestätigt, muß dahingestellt bleiben. * In Hannover verlautet, daß eine Aussöhnung mit dem Hause Cumberland bevorstehe. Prinz Ernst August von Cumberland folle demnächst als Offizier in das deutsche Heer eintreten, und zwar in einem badischen Garnisonsorie. Wenn sich diese Nachricht, die vorläufig noch zweifelhaft flingt, bestätigen sollte, so wäre dan: i: ein Schritt von nicht zu unter= schätzender politischer Bedeutung getan. * Der neue Leiter der Kolonialabteilung, Exzellenz Dernburg, hat bereits seine Entlassung aus dem Vorstande der Darmstädter Bank genommen und sich vom Aufsichtsrate der Bank verabschiedet. Gleichzeitig teilte Herr Dernburg mit, daß er die sämtlichen Aufsichtsratsstellen, die er bisher innegehabt, niedergelegt habe. Kulsland. ** Die Regierung beschäftig: sich jetzt augenblicklich mit der Agrarreform, ist aber zu bestimmten Vorlagen noch nicht gekommen. Dem Gerücht, daß Ländereien der Kosaken aufgeteilt werden sollten, tritt der Ministerrat ausdrücklich ent= gegen. Im Uebrigen ist die Lage im Lande noch sehr traurig, wie folgende Meldungen beweisen: Helsingfors, 5. September. Masfierte Männer find in das Bureau der Unionbank eingedrungen, töteten den Kassierer und raubten eine große Barsumme. Ein Räuber wurde verhaftet, die übrigen entfamen jedoch mit dem Gelde. Riga, 4. September. Gegen einen stark besetzten Straßenbahnwagen wurde eine Bombe geworfen. Ein Passagier wurde tödlich verlegt, ein Schußmann verwundet, ein Polizeioffizier vom Wagen geschleudert und der Wagen zertrümmert. Wenden, 5. September. Der Kommandant ließ drei hiesige Einwohner erschießen, weil sie die Mörder eines in der vorigen Woche erschossenen Polizisten nicht angeben konnten. Er erklärte außerdem, daß beim nächsten politischen Morde neun Einwohner und im Falle eines dritten Mordes 27 Einwohner erschossen werden würden. Und so werde, die Zahl von Fall zu Fall in gleichem Verhältnis steigen. Tiflis, 5. September. In Etschmiadzin hat eine Versammlung eines Teiles der Bevölkerung beschlossen, sich als Volksvertretung zu konstituieren und sich weitgehende gesetzgeberische Rechte zuzulegen. Das bedeutet den direkten Abfall des Kaufajus von Rußland. Die Demoralisierung ist eben allgemein, noch größer aber die Furcht der höheren Beamten vor neuen Attentaten. Zahl: reiche Kutscher wurden mit Gefängnis bestraft, meil sie sich weigerten, Generale und andere hochstehende Militärs zu jahren. In Odessa stehen die dem Gouverneurpalast benachbarten beiden Hotels, sowie auch eine sonst viel besuchte Familienpension beständig leer. Und es ist nur ein Zeichen ber allgemeinen Verwirrung, daß ein Gerücht Glauben findet, wonach Graf Witte im strengsten Inkognito in Peterhof ein= getroffen sei. Man denkt sich dabei allerlei. Balkanitaaten. ** In Konstanza in Rumänien hat ein Ueberfall an ben ungarischen Konsul stattgefunden. Dieser hatte zwei un= garische Damen gegen die Insulten des Präsidenten der cumanischen Kulturliga beschützt und den Attentäter zur Rede gestellt. Der Herr Präsident schlug darauf den Konsul ins Gesicht und die Umstehenden stürzten sich auf den Angegriffenen, den erst das Dazwischentreten eines Generals von dem Pöbel befreite. Eine nette Kulturliga! Amerika. ** Noch vor wenigen Wochen wurde das Bestehen einer Verschwörung gegen die Amerikaner in Mexiko offiziell abgeleugnet. Nunmehr wird aber doch zugegeben, daß der glühende Rassenhß zwischen Merikanern und Amerikanern, der am 1. Juni d. J. zu den entseglichen Rassenfämpfen in dem merikanischen Gruhenorte La Cananea führte, bei der merikanischen Grenzbevölkerung den Plan einer großen Verschwörung zur Vertreibung der Amerikaner auf merikanischem Boden zur Reife gebracht zu haben scheint. Nachdem die amerikanischen Behörden einem weitverzweigten Komplott merikanischer Grubenarbeiter in Arizona auf die Spur ge= tommen sind, befürchtet man, daß die Verschwörer, um dem Einschreiten der Behörden zuvorzukommen, mit der Ausführung ihrer Pläne nicht mehr länger zögern werden. Die Revolution ist bereits in vierzig Städten organisiert, unter der Bevölkerung herrscht große Aufregung und die Vereinigten Staaten sammeln Truppen an der Grenze. Augenscheinlich tehen schwere Kämpfe bevor. Alien. ** Die letzten Nachrichten aus Lahore lassen erkennen, baß fich eine starke Gärung in Indien zeigt, die wohl Beachtung verdient. Die feindselige Haltung der Muhammedaner gegen die Agitation der Hindu wegen der fürzlich erfolgten Teilung Bengalands in zwei Provinzen, hat zu einer Bewegung zu gunsten eines großartigen politischen Zusammenschlusses der Muhammedaner geführt. Der Vizekönig hat fich bereit erklärt, am 1. Oktober d. J. eine muhammedanische Abordnung zu empfangen, die ihm die Beschwerden von 70 Millionen Bundesgenossen, die den Erfolg der Agitation der Hindus als eine Bedrohung ihrer Interessen ansehen, zu Gehör bringen will. Kleine politische Nachrichten. Berlin, 5. September. Oberleutnant August Gademann ist bei Uchanariß in Südwestafrifa gefallen. Weimar, 5. September. Am 30. September und 1. Oktober wird hier der zehnte christlich soziale Parteitag stattfinden. Gutin, 5. September. Jm nächsten Oldenburger Landtag wird der nationalsoziale Abgeordnete Voß einen Antrag auf Einrichtung von Simultanſchulen stellen. Budapest, 5. September. Das Ministerium des Innern fonstatiert offiziell, daß die Auswanderung aus Nord- und Süd- Ungarn nach Amerika trotz der guten Ernte in den Ichten Monaten wieder bedeutend zugenommen habe. Caracas, 4. September. Der Zustand des Präsidenten Castro hat sich; verschlimmert. Castro hütet das Bett und empfängt niemand. Es heißt, daß er gelähmt sei. Ale Vorbereitungen sind getroffen, damit im Falle einer Katastrophe die Präsidentschaft auf Gomez übergeht. Dof und Gefellschaft. Das Kaiser paar trifft heute Donnerstag nach mittags 5 Uhr in Breslau ein, wo umfangreiche Vorbereitungen zu seinem Empfange getroffen worden sind. * Im Hause des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen, des zweiten Sohnes des Kaisers, wird für Dezember ein freudiges Familienereignis erwartet. Auf eine fünfzigjährige Regierungszeit konnte gestern der Großherzog Friedrich von Baden zurückblicken. Eine Feier dieses bedeutsamen Tages ist jedoch unterblieben, mit Rücksicht darauf, daß der Großherzog am 9. seinen achtzigsten Geburtstag und am 20. d. M. seine goldene Hochzeit feiern wird. Die Feier der goldenen Hochzeit des großherzoglichen Paares wird bereits am 16. 5. M. ihren Anfang nehmen. Der Kaiser und die Kaiserin werden der Feier beiwohnen. ** * Am 7. September feiert die Freifrau Charlotte Amalie von Jud, geborene Prinzessin von Schwarzburg- Sondershausen, ihren neunzigsten Geburtstag. Sie ist das älteste Mitglied aller europäischen Fürstenhäuser. *** Zur Feier der Enthüllung des Kaiser WilhelmDentmals in Bonn am 16. Oftober werden alle Fürstlichkeiten, die in Bonn studiert haben, vom Festausschuß eingeladen werden. Zum Teil haben sie ihre Teilnahme schon zugesagt. Die Teilnahme des Kaisers, des Kronprinzen und des Prinzen Eitel Friedrich steht fest. Es ist ein großer allgemeiner Studentenkommers in der Stadthalle geplant; der Kaiser wird ihm mit seinen beiden Söhnen bei wohnen. Deer und Flotte. Großadmiral von Köfters Abschied. Wie bestimmt verlautet, scheidet nach den Herbstmanövern Großadmiral von Köster aus dem aktiven Frontdienst aus und tritt in den Ruhestand. Aus diesem Anlaß versammelt sich die aktive Schlachtflotte am 14. September, dem letzten Tage der Manöver, auf der Reede von Brunsbüttel, woselbst der Kaiser sich vor dem gesamten Offizierkorps der deutschen Marine vom Großadmiral feierlich verabschieden wird. Kollision zweier deutscher Torpedoboote. Bei einer Uebung in der Nordsee auf der Höhe von Schillighövn rannte infolge eines falsch verstandenen Kommandos das Torpedoboot ,, S 30" in das Torpedoboot S. 31 hinein; dadurch entstand ein so großes Loch unterhalb der Wasserlinie, daß„ S. 30" sofort zu sinken begann. Die unter Deck befindlichen Mannschaften konnten sich nur noch mit knapper Not in Sicherheit bringen. Den schnell herbeigeeilten anderen acht Torpedobooten der Minensuch- Division gelang es unter das wegsinkende Torpedoboot Trossen hindurchzuziehen, die an jedem Ende von einem Torpedoboot gehalten wurden. So in den Trossen hängend wurde S 30" nach Wilhelmshaven gebracht. Durch die Kollision hat auch S 31" erhebliche Schäden erlitten. Soziales Leben. X Internationaler Kongreß für Wohnungshygiene. Der Kong eß wurde in Genf unter dem Vorsitz des Bundesrates Ruchet eröffnet. Die meisten curopäischen Staaten sowie eine Anzahl von Städten haben Vertreter entsandt, so namentlich Deutschland, Desterreich- Ungarn, Italien, Belgien, Frankreich, Schweden, Rußland, Spanien, Griechenland, Bulgarien, Serbien und die Schweiz; von Städten u. a. Dresden, Prag, Budapest, Venedig, Rom, Barcelona, Madrid, Lissabon, Paris, Bundesrat Ruchet sowie Antwerpen, Stocholin, Moskau. der Präsident des Staatsrats Fazy begrüßten den Kongreß im Namen der schweizerischen und der Genser Behörden. XVom böhmischen Kohlenstreik. In dem Ellyschacht in Seestadtl wurden arbeitswilige Vergleute von Ausständigen überfallen. Gendarmerie schritt cin und verhaftete drei der Angreifer. ( 8 weiter Tag.) Handwerks- und Gewerbekammertag. Sg. Nürnberg, 5. September. Bei Eröffnung der heutigen, wiederum stark besuchten Versammlung bemerkte man am Tisch der Regierungsfommissare als Vertreter der Reichsreaierung Geh. OberDatte cy feinem gegenwärtigen Besitzer gut geschult war, flog über den mit der Geschwindigkeit des Pfeils. hohen Auszeichnung und stramm salutirend, stob er davon Frembes, gleich darauf aber durchzuckte es ihm freudig ob der nicht gerithrt, als Augenblid hatte bie Benennung, Oberft" für sein Ohr etwas Friedrich prach. Das Pferd, welches von Im ersten Es war ein impofanter Anblid, unb ber als auch Feodor scharf ins Auge, um zu sehen, wie die Ordnung gebracht hatte, befand, faßte es der König sowohl heranrückte, in welchem sich das Regiment, das Feodor in feines Heeres unzufrieden zu sein. Als der Teil der Kolonne hattet Becht" fgate her Monarch. war stolz. Er hatte keine Ursache, mit dem Aussehen unig Leistungen Bout michiorto Feuchte Wohnungen. fährdet nie den Beſtand der Bautonstruktion selbst, wird Heit der Bewohner eines Hauses in ebenso hohem Grade ge Hygienische Plauderei von Fred Hood. Die Durchfeuchtung der Wohnungen, welche die Gesund( Nachdruck verboten.) Beruht bles auf bem patche gierenben Möhren. Benn i benefebe ber tommmunt. vertikalen Rohrteilen uht bene belben Wassers in demselben Prinzip des Rohres gleich hoch; die reinen Bafferspiegel in beibe Röhre Wasser gieße, so steigt bas 23affer in beiben dann in aletcher Döhe. auch min G Meicht den von einem Reservoir Die das Emporstelgen des Sellerfohle gespeisten Wassereines Qu regierungsrat Spielhagen, als Vertreter der preußischen Staatsregierung Geh. Regierungsrat Dr. Franke vom Ministerium für Handel und Gewerbe und Regierungs- und Getoerbeschulrat v. Czihak vom Landesgewerbeamt in Berlin. Die bayerische Staatsregierung ist durch Ministerialrat Ritter von Raud, die sächsische Staatsregierung durch Geh. Regierungsrat Stadler vertreten. Ferner sind Regierungsvertreter aus Württemberg, Baden, Mecklenburg- Schwerin und Lübeck erschienen. Vor dem den gestrigen Tag abschließenden Festessen war noch eine Resolution der Handwerkskammer Breslau angenommen worden, die den vom Reichsjustizamt aufgestellten Entwurf für eine Erleichterung des Wechsel protestes sympathisch begrüßte. Heute beschäftigte man sich zunächst mit dem Befähigungsnachweis für das Baugewerbe. Reichstagsabgeordneter Maltewiß- Stettin empfah! die Resolution, welche den Gesetzentwurf betreffend die Abänderung der Gewerbeordnung zur Beseitigung der Miss stände im Baugewerbe zwar nicht für ausreichend hält und bei der Forderung des Befähigungsnachweises bleibt, aber den Versuch zur Abstellung der schlimmsten Uebeistände anerkennt. Der bon der Reichstagskommission befürwortete sog. Kleine Befähigungsnachweis sei schleunigst durchzuführen. Der Referent führte noch verschiedene KonIurrenz- und Schwindelmanöver aus dem Baugewerbe als Beispiel vor und folgert dann: Ich bedauere, daß die Reichstagskommission die Vorlage nicht abgelehnt hat, wie die Arbeitswilligen- Schußvorlage und doch, wie gut ist diese VorIage gewesen.( Widerspruch). Sicherlich hätten wir die Krawalle in Nürnberg und Bayreuth niemals zu erleben brauchen, wenn wir das Gesetz zum Schutze der Arbeitswilligen gehabt hätten.( Wiederholter Widerspruch). Gine bom Korreferenten, Schneidermeister Spinneberg, eingebrachte Resolution erachtet die Beschlüsse der Reichstagsfommission nicht für ausreichend und ersucht den Reichstag, die Vorlage abzulehnen, dafür aber die Regierung aufzufordern, beldmöglichst einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher den Vefähigungsnachweis für das ganze Baugewerbe, mindestens aber die obligatorische Meister- und Gesellenprüfung enthält. Reichs- und Landtagsabgeordneter Euler betont, man habe von der Regierungsvorlage sowohl wie von der Reichstagsfommission mehr erwarten müssen. Er stände auf dem Boden des obligatorischen Befähigungsnachweises, mindestens der obligatorischen Meister- und Gesellenprüfung. Trotzdem halte er die Annahme des jetzigen Gesezentwurfes im Reichstage zunächst als wünschenswert als ein Schritt auf dem Wege zu weiteren Verbesserungen. Im Verlaufe der Diskussion nahm auch der Vertreter des Staatssekretärs Grafen Posadowsky Geh. Oberregierungsrat Spielhagen das Wort zu folgenden Ausführungen: Es ist nicht üblich, daß sich ein Regierungsvertreter über die fünftige Gestaltung einer Vorlage äußert, bevor nicht die maßgebenden Stellen gesprochen haben. Aber mein hoher Chef hat ja bereits erklärt, daß er für den fleinen Befähigungsnachweis einzutreten bereit sei( Hört! Hört!). Ohne Indiskretion kann ich Ihnen mitteilen, daß Sie mit der Erklärung, die der Staatssetretär Graf Posadowsty beim Zusammentritt des Reichstages abgeben wird, zufrieden sein werden.( Bewegung und Hört! Hört!) Die Befürchtung des Vorredners, daß der fleine Befähigungsnachweis lediglich für das Baugewerbe eingeführt werden wird, ist nicht zutreffend.( Bewegung und lebhafter Beifall.) Nach dem Schlußwort wird die erste vom Referenten Maltewig eingebrachte Resolution angenommen, nachdem das Wort zunächst" eingeschaltet ist. funden werde", deshalb die dringende Bitte an alle Einwohner von Taft ergeht, durch Belehrung und Beispiel hier erzieherisch zu wirken. † Ohne Urlaubskarte. Ein Soldat vom Bezirkskommando in Wismar, der gegen 11 Uhr abends in einem Tanzlofal in der Nähe des Hafens sich vergnügte, wurde, da er keine Urlaubstarte bei sich hatte, von einem Unteroffizier aufgefordert, mit zur Sache zu kommen. Unmittelbar vor der Kaserne riß sich der Arrestant von seinem Begleiter los, lief direkt dem Hafen zu und sprang ins Wasser. Bald darauf wurde seine Leiche gelandet und ins Garnisonlazarett gebracht. - † Unfälle im Eisenbahnbetriebe. In Roßbach bei Bad Elster ereignete sich ein schweres Eisenbahnunglück, wobei ein Oberingenieur getötet und der Bahnhofsinspektor schwer verlegt wurde. In Bießenhofen stieß bei Einfahrt in den Bahnhoi der von Kaufbeuren tommende Zug Nr. 2131 mit dem Bug Nr. 2106 seitlich zusammen. Es wurden drei Wagen umgeworfen, ein Wagen zertrümmert und ein Mann leicht' berlegt. † Typhusepidemie. In dem anhaltinischen Dorfe Rathmannsdorf bei Güsten brach eine Typhusepidemie aus. Bis jez. find 36 Erkrankungen zu melden. Es sind regierungsseitig umfassende Vorkehrungen getroffen worden, um einem Weitergreifen der Epidemie vorzubeugen. + Folgen der Hige. Der Personen- und Güterverkehr auf der Mosel ist wegen zu niedrigen Wasserstandes ganz eingestellt worden. † Berhafteter Revolverjournalist. Der Verfasser der s. 3. auch in Deutschland vielbesprochenen Zeysig- Broschüre, Journalist Arpad Zigany, wurde in Kronstadt wegen einer an einer Firma versuchten Erpressung von 30 000 kronen verhaftet. Nach einer Pause schreitet die Versammlung zur Beratung über den Beschluß der Reichstagskommission betreffend Aus= übung der Baukontrolle. Die westfälische Handwerkskammer beantragt dazu, der Handwer'ertag möge mit aller Entschiedenheit gegen den Antrag der Abgeordneten Dr. Hizze, Trimborn und Dr. Dahlem betreffend Ausübung der Baukontrolle durch Gewerbeinspektoren unter Hinzuziehung gewählter Bauarbeiter Stellung nehmen. Der Referent Obermeister Heine sagte, der Antrag Trimborn und Genossen decke sich mit der Eingabe der Arbeiterorganisationen. Es sei zu befürchten, daß der Reichstag diesem Antrage zustimmen könnte, deshalb müßte das Handwerk rechtzeitig seine warnende Stimme erheber. Die Durchfithrung des Antrags sei geeignet, die vorhanden: Kluft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bedeutend zu vertiefen. Denn von den Beauftragten der Arbeiter würde ungehindert sozialdemokratische Agitation betrieben werden können. Die guten Arbeiter, Poliere, Vorarbeiter, ruhige und ordentliche Gesellen würden schutzlos dieser Art Leute ausgesetzt sein. Der Sozialdemokratie würden die Arbeiter, die jetzt ihrem zersetzenden Einfluß noch nicht ausgesetzt sind, verfallen. Redner befürwortet die vorgeschlagene Eingabe an den Bundesrat in der Angelegenheit. Obermeister Herzog- Danzig spricht sich in ähnlichem Sinne aus. Er müsse den Abgeordneten Hiße und Trimborn zu rufen:„ Schuster bleib bei deinem Leisten!" Sie hätten wirklich nichts von der Baukontrolle verstanden. Nab und fern. † Schiekollision. Bei Nymivegen wurde der Raddampfer Taunus" der Frankfurter Aktiengesellschaft für Rhein- und Mainschiffahrt von einem kleinen Schraubenboot angefahren und sant sofort. Die Mannschaft fonnte sich retien, der Schiffsführer des Schraubenbootes ist angeblich ertrunken. wurden. † Sturm- und Wetterkatastrophen. In der Umgegend von Madrid gingen furchtbare Gewitter nieder, wobei infolge der Blitzschläge eine Person getötet und mehrere verlett Die Eisenbahn zwischen Madrid und Ciudad Real ist auf eine Strecke von sechs Kilometern zerstört. Enorme Regengüsse waren auch in Valencia zu verzeichnen, wo große. Ueberschwemmungen hervorgerufen wurden. Auch sie französischen Antillen werden andauernd von starken Regengüssen und Stürmen heimgesucht. Der Dampfer France" mußte Fort de France verlassen und sich in Point- à- Pitre in, Sicherheit bringen. In Martinique und Santa Lucia wurden Erdstöße verspürt, die jedoch keinen Schaden anrichteten. † Vom historischen Eckfenster abgestürzt ist der Putzer Nathan. N. hatte an dem Palais Kaiser Wilhelms I. die Fenster gereinigt, und als er das historische Eckfenster von außen säubern wollte, verlor er das Gleichgewicht und stürzte rücklings in die Tiefe. N. schlug so unglücklich mit dem Kopf auf das Pflaster, daß er bald darauf an den Folgen der erlittenen schweren Verlegungen starb. + Ehrengabe für die Retter von Conrrières. Die Berliner Ehrengabe für die Bergleute aus Herne, die an den Rettungsarbeiten in Courrières teilgenommen haben, hat eine Höhe bon 6910,50 Mark erreicht. Diese Summe ist nach den Vors schlägen des Bergwerksdirektors Meyer zu Herne an die 21 bei den Rettungsarbeiten beteiligten Bergleute unter Berückfichtigung der Dauer ihrer Tätigkeit in Beträgen von 185,63 Mart bis 433,40 Mart verteilt worden. † Mit seinem eigenen Revolver erschossen hat sich der Berliner Schumann Wolf in einem Gartenlokal in der Prenzlauer Allee. Wolf hatte mit seinem Dienstrevolver allerlei Spielereien verübt, dabei entlud sich die Waffe und berletzte einen der Umsitzenden. Wolf brachte den Verwundeten nach der nächsten Unfallstation und schoß sich dann, in die Wirtschaft zurückgekehrt, eine Kugel in die rechte Schläfe, die seinen sofortigen Tod zur Folge hatte. + Lästige Zuschauer. Der Magistrat zu Liegniß weist, anläßlich des bevorstehenden Kaiserbesuches darauf hin ,,, daß, da namentlich die Unfitte, Ferngläser auf den Kaiser zu richten, von dem Monarchen peinlich emp= Jm Zentrum der Balkan- irren. - - Die deutsch- österreichische Kolonie findet sich zumeist ebenfalls vor den Kaffeehäusern nahe der See ein, oder versammelt sich im ,, Deutschen Regelklub", der über einen schmucken Saal in einem neuen Hause verfügt. Der Verein erfährt von den deutschen Konsuln, Herrn Konsul v. Verjen und Vizekonsul Dr. Hesse, zwei energischen Vertretern des Reiches, die beste Förderung. Serben, Bulgaren, Griechen, Rumänen haben ihre Vereine. Diese erfreuen sich natürlich der zartesten Aufmerksamkeit der Türkei, was nur zu sehr nottut. Hört man doch Tag um Tag von Untaten schrecklichster Art. Die Unglücklichen, die ihrem Feinde nicht dem Türken, sondern mechselsweise Serben, Bulgaren, Griechen, Rumänen, lebend in die Hände fallen, finden einen furchtbaren Tod. Man ist in Saloniki leider schon so abgeſtumpft gegen dieje häufigen Meldungen, daß man fie faum mehr beachtet. - Winchen Stets der Univerfität Röntgen in Münd früher Phyfitprof for fam er nach Würzburg den nach ihm benan Sabre 1900 folgte er Falide Bweim ig von Württemberg durzeit im Umlauf. F. Borausfichtlich we Bießener Feuer De Ginwohnerfchaft wolle arauf hinweisen. Die Engmaliften und Tambou Ein Juftizro Beleidiger. Das Sd mit einer Antlage geg Beibig in Bieken wegen 2 Dienst. Die Zuhöre Juriften, die fich we Herben Art und Weife, in ber Beweisaufnahme hat er ein Recht zu haben g Redisanwalt zu verlanger baß Sie' rausformen" Wenn wirklich der Krieg ausbricht, sind die schlimmster Zustände zu erwarten. Die hier wohnenden Nordeuropäer hoffen immer noch auf Beilegung der Schwierigkeiten unt ziehen das türkische Regiment, obwohl es seine Schattenseiten hat, jeder bulgarischen oder griechischen Befreiung" vor Dr. R. A. Koernig- Saloniki. Sommerliche Eindrücke aus der Hauptstadt Macedoniens. Kriegsfurcht. Der unbotmäßige Vali. Das Neueste".- Informationen im Café. Unvers Münchener Bier vom Fasse. Schleierte Türkinnen. Kurmusik. Ein deutscher Kegelklub. Barte Aufmerksamkeit. Alle gegen Alle. Trübe Aussichten. Die zunehmende Besorgnis vor einem Ausbruch be waffneter Auseinandersetzungen zwischen der Türkei, Bulgarien und Griechenland um die Herrschaft über die macedonischen Landschaften ist in der Haupstadt des umstrittenen Gebiets, in unserer alten Hafen- und Seehandelsstadt auf das Aeußerste gestiegen. Zwar haben alle Großmächte," an welche die Pforte sich wegen der Haltung Bulgariens gewandt hat, beruhigende Antworten gegeben. Zu gleicher Zeit aber gaben sie ihrer Unzufriedenheit mit der Türkei Ausdruck, weil der Vali von Saloniki strategische Arbeiten vornehmen will, die von der europäischen Finanzkommission nicht genehmigt sind. Es iſt ein Zeichen für die zunehmende Kriegslust bei den türkischen Würdenträgern, daß unser oberster Beamter in solcher Weise fich gegen die Vertreter der Großmächte auflehnt. Unsere Bevölkerung geht zwar noch ungestört ihrem Tagewerk nach, aber unter der scheinbaren Ruhe lauert die Furcht und brennt das Feuer der bulgarischen und griechischen Agitationen. Mit der Information durch die Presse sieht es sehr fläglich aus. Das einzige dem Fremden lesbare Blatt ist ein kleines französisches Journal", das dreimal wöchentlich das Neueste" bringt, es gibt ein paar Ziffern über eingelaufene Schiffe, ein paar Verlobungen und Todesfälle in reichen Familien, orientalische Lobsprüche etwa auf den Geburtstag oder eine Beförderung eines Generals oder einer anderen Exzellenz, über das Wetter, den Staub, den furchtbaren Geruch der Fischhalle, ein paar Diebstähle. Manchmal erlaubt die Zensur eine furze Mitteilung über Bandenkämpfe. Denselben Tert haben drei in hebräischen Lettern auf spanisch gedruckte Blättchen und die griechischen Blätter ,, Wahrheit" und der ,, Leuchtturm." Aus einer solchen Presse kann man nun freilich das Neueste nicht erfahren, besonders wenn der fürkische Zensor alles Politische unterdrückt; Fremde und angesessene Europäer man ist in der Türkei eigentlich nicht mehr in Europa! gehen daher in die Kaffee- Aus dem Gerichtsfaal. Mumm contra Mumm. Die bekannte Champagner. firma G. H. Mumm& Co. in Rheims flagt schon seit langer Zeit gegen den Weinagenten L. David aus Charlottenburg wegen unlauteren Wettbewerbs. David hatte ein Frl. Mumm aufgefunden, die er in eine von ihm neubegründete Firma Mumm& Co. steckte und nun die Welt mit billigen Offerten bon Mumm- Seft" überschwemmte. Vom Vorfißenden be fragt, warum er denn diese offenbare Täuschung des Publi. mit ,, David- Sett" sicher kein Geschäft gemacht. Der Gerichts. hof verurteilte den Angeklagten David über den Antrag des Staatsanwalts hinaus zu 3000 Mart, die Angeklagte Mumm zu 300 Mark Geldstrafe, im Nichtbeitreibungsfalle zu ent Sprechender Gefängnisstrafe. Edoffengericht verurte.lte bollatcher im Dienft fid bef Wide Anwalts befand, Ju fums in Szene gesetzt habe, entgegnete der Angeklagte, er hätte beleidigung zu brei Mart häuser, die sich in den großen Hotels Olympos" und ,, Angleterre" befinden und suchen von ankommenden Reisenden das Neueste zu hören. Beide Kaffeehäuser sind so modern und schmuck eingerichtet, daß man, wenn man sich durch den orientalischen Schmutz am Hafen durchgearbeitet hat, bei ihrem Anblicke äußerst erfreut ist. Hier ist Sommer und Winter der Treffpunkt der Gesellschaft von Saloniki. In beiden Cafés gibt es, was der ankommende Deutsche freudig hört, - Münchener Bier vom Fasse, dort Spaten", hier Pschorr". Auf der Straße stehen die Stühle und Tische, sodaß für die durchlaufende Pferdebahn ein schmaler Raum bleibt. Man kann sagen, daß an Sommerabenden, an denen meist ein frischer Hauch vom Meere kommt, das gerade vor uns in tiefblauem Schimmer liegt, dort kein Plaz leer ist, und getrunken wird ganz tüchtig. Der Stoff ist gut, frisch und billig, denn die Halbe fostet nur 40 Pfg. Da kann ein rechter Biertrinker gegenüber Konstantinopel, Kairo, Smyrna, Ersparnisse machen! - § Umfangreiche Darlehnsschwindeleien haben in Nizza der ehemalige Berliner Bankier Koschorek und ein gewisser Marschall, die an der Spitze einer Schwindlerbande standen, verübt. Die Gattin des einst viel genannten Berliner Bant birektors Romeick, die mit Marschall zusammenlebte, war unter dem Verdacht, an den Schwindeleien beteiligt gewesen zu sein, mit verhaftet worden. Jeßt, nach dreimonatiger Haft, wurde sie auf freien Fuß gesetzt. Die Auslieferung von Roschoret und Marschall an die Berliner Gerichtsbehörde ist in wenigen Tagen zu erwarten. Auf der Straße entwickelt sich das bunteste Treiben. In ihren langen, reichfarbigen Röcken gehen würdevoll alte türkische und jüdische Herren einher. Junge türkische Frauen von denen manche sogar unverhüllte reizende Gesichter sehen lassen kommen zu drei, vier rasch vorbei. Eseltreiber schreien die kleinen fleißig schleppenden Grautiere an, der Kutscher der Pferdebahn tutet in unerträglicher Weise. Vom Meere her bernimmt man das tiefe aber schrille Brummen der Schiffsfirenen. Die Leute, die vorüberkommen, unterhaiten sich sehr laut. Das alles gibt ein wirres Gemisch von Tönen; es ist die Kurmusik des Seebades Saloniki. = Vermischtes. Pech eines Deserteurs. Auf dem Marsche in den Quartierort überholte eine Kompagnie des in Saarlouis garnisonierenden Infanterie- Regiments einen betrunkenen Landstreicher. Die Soldaten erkannten in dem Bummler einen ehemaligen Kameraden wieder, der im vorigen Jahre burch einen kühnen Sprung aus dem ersten Stock des Lazaretta bie Flucht ergriffen hatte und desertiert war. Der Wanderer war schon eine Strecke von der Kompagnie entfernt, als die Unteroffiziere und durch diese die Offiziere von der Begegnung Kenntnis erhielten. Sofort machten sich der Hauptmann und Offiziere zu Pferde sowie einige Unteroffiziere mit dem Fahr rad auf und es gelang ihnen, den Mann festzunehmen. = - Die milde Strafe wurde, l e dem Verurteilten barfch auszudrüden. Der Borftand des Fereins richtet ein Gefud bittet, das Minifteriu Rin beftvergütung für ein gatorischen Fortbildungs de Seit 30 Jahren w Stunde bezahlt. Deutsche Taxameterdroschken in Mexiko. In Merike find von einer Berliner Gesellschaft Taxameterdroschken ein geführt worden. Besonders willkommen ist diese Neuerung im Fuhrwesen der Polizei von Mexiko, die ein gut Teil ihrer Tätigkeit darauf verwenden mußte, die Differenzen zu schlichten, die wie in einigen europäischen Hauptstädten auch- zwischen Kutscher und Fahrgast über die Höhe des Fahrpreises entstanden. Das einstimmige Urteil der Fachleute Meritos war ein sehr lobenswertes für den Apparat und die deutsche Industrie. = Bald Der Oberheisii Cober in Lauterbach eine planter einen Dbflmarkt. 3um Raubmo aubmörder Adam Stei we Rotichild in Pfung it inzwischen in der Jc Geestand unterfucht Wid bon dort wieder in gefängnis zurückgebracht. fift dahin ausgefallen, da nungsfähig, aber bird sich nunmehr Edwurgericht zu berant editt Oberstaatsanwal esanwalt Hoffmann Die Einnahmen des ir entlassene Gefan oat fanwalt Breetorius Da Rechenschaftsberichte der jet nungsjahre 11 608 og ein Ueberschuß von 1905 find 274 Gefangene, 1 Brons, als Bfl- glinge rozentjag der weiblichen jabe einen bedeutenden Rüd ingen gehörten ihrer Herfur Tod durch Fliegenstich. In Wien ist dieser Tage die 47jährige Köchin Ludmilla Herzog an Blutvergiftung gestorben, nachdem sie einige Tage vorher in der Küche von einer Fliegerg 104( 38 Proz.), der S gestochen worden war. Sie hatte zuerst der Wunde, die kaum so groß war wie ein Nadelknopf, keine Beachtung geschenkt und war ihrer Beschäftigung weiter nachgegangen. jedoch stellten sich lebhafte Schmerzen ein, und die Herzog entschloß sich, einen Arzt aufzusuchen. Derselbe konstatierte eine Bustel auf dem rechten Vorderarm und stellte sofort die Diagnose auf Blutvergiftung. Trotz aller aufgewandten ärztlichen Bemühungen gelang es nicht, die Herzog zu retten Corales. 6. September 1906. Broving beinheffen 1 Bundeaftaaten 24( 9 Bro legt verurteilt worden: Biber ftand, Beleidigung un öffentliche Ordnung 1, Werbrechen wider das Diebstahl und Unterschl blerei 2, Betrug und anterott 1, Jagdbergeben Fibrliche Verbrechen 3, tung 1. Die Zahl de 80. Das Interiff für en Lande ständig größ Die Behörden ord enge tommenden hier nic eingetroffen. Auf dem Bahnhof fand großer militärische uglich aufzuweisen f Empfang statt. Der Großherzog in Dresden. Der Groß herzog ist zum Besuch des Königs von Sachsen in Dresdet Der Großherzog wurde von dem Köni und dem P inzen Johann Georg auf das herzlichste begrüß Nach dem Abschreiten der Parade und dem Vorbeimari der Ehrenkompagnie fuhren die Herrschaften nach den Schlosse. Nach der Familien- und Marschalltafel ist ei Besuch der Kunstgewerbe- Ausstellung in Aussicht genommer worauf sich die Fürstlichkeiten nach Schloß Paniz begebe werden. ** Der Großherzog hat den von dem Grafa Wilhelm zu Solms- Laubach auf die evangelische Pfarrftel zu Wohnbach, Defanat Hungen, präsentierten Pfarre Johannes Moser zu Diete.sdorf( Südharz) für dies Stelle bestätigt. ** Im Großherzoglichen Ministerium des Janern Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe ist die Es tönnen nur Stelle eines Bureauvorstehers erledigt. solche Bewerber berücksich igt werden, welche die Befähigung zur Anstellung entweder für Kreisamtsgehilfen und Streis amts Bureauvorsteher oder für die mittleren Stellen in Finanzfach erlangt haben. ** Von der Post. Bers zt sind: die Bostassistenter Bieth von Berlin nach Gießen, Rock von Cronberg( Taunus) nach Friedberg und Schliephafen von Lauterbach na Charlottenburg. * Als Nachfolger Professor Paul Drudes zu ordentlichen Professor der Physit und Direktor des Phfital. en Gendarmerieftation gt es den Sicherheitso en Gefellen einlaffer Lande zu schaffen. erdings verschärfte Be rem heutigen Leben i kg. Em 12. Deutsche Sandbevölkerung, die to, vom 8. 618 13. Ju gieber. Bur Berteilu 83 Egrenpreise, wovon d ste Breis mit 53 Holz a arjamt find während 6163 Rarten mit 209 fir 3294 Breife( er rage bon 48088., und Erz- perfonen, en Reglerbund zu bezüglichen schriftlichen in Dresden, Frei Der Igel als Die Landwirtschaft, fo Berdienst um Leib Reniden dadurch, da let mutiger Feind dem Igel ein fich Det fich Der See " ber über Sanitats der Universität Berlin wurde Geheimrat Professor Ida Röntgen in München berufen. Geheimrat Röntgen anzugreifen, wo er sie antrifft, wobei ihm s hr zustatten kommt, daß ihm das Gift der Otter merkwürdigerweise * Darmstadt, 3. September. Vor einigen Monaten hatte der hiesige" Tägliche Anzeiger" eine Notiz gebracht, igt. Der früher Physifprof for an der Universität Gießen. Von garnichts shabet, was von seiner eigentümlichen Blutbe worin in nicht mißzuverstehender Weise mitgeteilt wurde, Konjul v. Bolan er nach Würzburg, wo er im Jahre 1895 die beschaffenheit herzurühren scheint. Welche furchtbare fahr daß der erst fürzlich gewählte sozialdemokratische Reichs1 Vertretern Igaren, Gried fich natürli zu sehr not Schredlichter nicht dem Lite en nach ihm benannten Röntgen- Strahlen entdeckte. Jahre 1900 folgte er einem Rufe an die Universität False 8weimarfftüde, die das Bilbnis des Rigs von Württemberg und das Münzzeichen F tragen, chen. Ciechen, Rum zurzeit im Umlauf. F. Boraussichtlich werden im Laufe der nächsten Woche furchtbaren S hr beachtet. umpft gegen Gießener Feuerwehren alarmiert werden. d die schlimmarauf hinweisen. Die Alarmierung geschieht durch die den Nordeurognalisten und Tamboure der Feuerwehren. Einwohnerschaft wollen wir schon jetzt an dieser Stelle hwierigkeiten ine Schattenfe * Ein Justizrat und Rechtsanwalt als Befreiung" Beleidiger. Das Schöffengericht in Gießen beschäftigte oernig Salonik mit einer Anflage gegen den Justizcat und Rechtsanwalt ibig in Gieken wegen Beleidigung eines Gerichtsvollziehers im Dienst. Die Zuhörerschaft bestand zum großen Teil a Jaristen, die sich weiblich vergnügten an der bekannten letben Art und Weise, in der Weidig sich verteidigte. Nach ماء nte Champagner Beweisaufnahme hatte Beidig einen Gerichtsvollzieher, Charlottenb schon seit lang er ein Recht zu haben glaubte, ein Schriftstück von dem ein Frl. Metsanwalt zu verlangen, mit den Worten:„ Machen Sie, begründete Sie' rausformen", zur Tür hinausgeschoben. Das billigen Offer Etöffengericht verurte.lte, anerkennend, daß der Gerichtsschung des Buenwalts befand, Justizrat Weibig wegen BeamtenVorsitzenden allzieher im Dienst sich befunden hat, als er sich im Bureau getlagte, er deidigung zu brei Mart Geldstrafe oder einem Tag Haft. bener Geriche Die inlbe Strafe wurbe, laut„ RI. Preffe", damit begründet, Ingen Antrag of es dem Berurteilten zur zweiten Natur geworden sei, Ingeflagte Mu ingsfalle barsch auszudrücken. zu Der Vorstand des hessischen Landeslehrer aben in Nizza ere in richtet ein Gesuch an das Ministerium, in welchem und ein gebittet, das Ministerium möge veranlassen, daß die dlerbande ftante! Rindestvergütung für eine Stunde Unterricht an der en Berliner Bbligatorischen Fortbildungsschule auf zwei Mark festgefeßt ammenlebte, bemerbe. Seit 30 Jahren wurde nämlich nur eine Mart für beteiligt gewee Stande bezahlt. ach dreimonati Der Oberhessische Obstbauverein hält im Auslieferung toober in Lauterbach eine Obnausstellung ab. In Alsfeld Berichtsbehörde i lant er einen Obstmarkt. Zum Raubmord in Pfungstadt. Der Faubmörder Adam Steinmetz, der im Frühjahr die Marsche in bitwe Notschild in Pfungstadt ermordete und beraubte, es in Saarloni in; wischen in der Irrenanstalt Hofheim auf seinen inen betruntere Beiste zustand untersucht worden. Man hat ihn fürzdem Bummah bon dort wieder ins Darmstädter Untersuchungsm vorigen Jaefängnis zurückgebracht. Das Gutachten der Aerzte Stock des Lazandalhin ausgefallen, daß Steinmetz zwar vermindert r. Der Wander technungsfähig, aber für die Tat verantwortlich ist. entfernt, als on der Begegnu wird sich nunmehr am 24. September vor dem Ehwurgericht zu verantworten haben. Die Anklage er Hauptmann ere mit dem gap beheitt Oberstaatsanwalt v. Hessert, Verteidiger ist Festzunehmen. Medts anwalt Hoffmann II. ist dieser Tage ergiftung geftorba i crito. In Mer Die Einnahmen des Hessischen Schußvereins neterdroschten et emtlassene Gefangene, an dessen Spiße Generalist diese Neuenats amwalt Preetorius Darmstadt steht, betrugen nach dem die ein gut ehenschaftsberichte der jest versandt wird, im abgelaufenen die Differenzen nungsjahre 11 608 Mt., die Ausgaben 10 055 Mt., ischen Hauptstäd daß ein Ueberschuß von 1563 Mt. verblieb. Im Jahre iber die Höhe 05 find 274 Gefangene, darunter 31 weibliche, also rund rteil der Fach Bronz., als Pfl glinge neu aufgenommen worden. Der n Apparat und mozemtfaß der weiblichen Pfleglinge hat gegen das Voreinen bedeutenden Rückgang erfahren. Von den PflegTagen gehörten ihrer Herkunft nach on der Provinz Starkenbe von einer fling 104( 38 Proz.), der Provinz Oberheffen 43( 15 Proz), r Bunde, die and Provinz Rheinhessen 103( 38 Proz.), anderen deutschen Beachtung gesundesstaaten 24( 9 Proz.). Von den Pfleglingen waren chgegangen. ut verurteilt worden: wegen militärischer Vergehen 1, , und die Herder stand, Beleidigung und Bedrohung 14, Vergehen gegen Derselbe tonftatie öffentliche Ordnung 1, Meineid 5, Sittlichkeitsverbrechen nd stellte sofort erbrechen wider das Leben 6, Körperverlegung 45, ller aufgewanibstahl und Unterschlagung 102, Begünstigung und e Herzog zu halerei 2, Betrug und Untreue 25, Urkundenfälschung 18, 88ante rott 1, Jagdbergehen 1, Sachbeschädigung 5, gemeinführliche Verbrechen 3, Vergehen im Amte 3, Ueberttelung 1. Die Zahl der Vereinsmitglieder beträgt jetzt 310. Das Interess: für die Vereinsbestrebungen wird im September 190 gen Lande ständig größer. retta den. Der G Sachfen in Dr großer militar de bon dem & herzlichte bed dem Borbeima arfjalltafel Ausficht genom Top Anizer durch die Zunahme dieses giftigen Reptils für den Landbewohner, insbesondere für den Feld- und Waldarbeiter, vorhanden ist, leuchtet von selbst ein. * Der Bierkrieg hat einen Leser des Frankfurter Gen.- Anz." zu folgendem elegischen Erguß frei nach Heine begeistert: E' Schobbeglas hängt einsam Dort owe im Büffeh, Es dusselt; un Staab bedeckt es, Vor Roches möchts fast vergeh'. Es draamt von einem Stammgast, Der jezt mit müdem Griff Einsam un traurig lebbert E' säuerlich Gefiff. H. Sch.( Darmstadt.) sp. Sportliches. Motorrundfahrt um Bremen( 180 km). In Klasse I errang Steffen Beliz die große filberne Meda le. In Klasse II, in welcher 7 Fahrer starteten, hielt überhaupt nur Ebstein auf seinem Brennaborrade die Strecke durch und erhielt die große goldene Medaille. * Vom Vogelsberg. Ernte. Die Getreide Ernte ist so ziemlich beendigt und nach jeder Hinsicht zufried nst- end ausgefallen. Weniger günstigere Ecträge liefern die Kartoffel felder, da viele Knollen ſtarf augefault sind. Die übrigen Hackfrüchte versprechen eine beffere Ernte. Die Grümmet wiesen werfen gute Erträge ab. Der Landwirt kann mnt den diesjährigen Ernten zufrieden sein. § Freienseen, 5. Sept. Wieder ein Opfer. Die 10jährige Tochter des Landwirts Rühl goß in Abwesenheit der Eltern Petroleum auf das glimmende Herdfeuer. Im Nu schossen die Flammen in die Höhe und seßten die Kleidung des armen Kindes in Brand. Auf sein Hülfegeschrei eilte ein Nachbar herbei, der das Kind in eine Bütte mit Wasser tauchte. Der herbeigerufene Arzt ordnete die Ueberführung in die Klinik nach Gießen an. Wie verlautet, soll das Kind dort noch am selben Abend verstorben sein. * Storndorf, 5. September. Unfall. Der an der Dreschmaschine bei Georg Steinberger beschäftigte Arbeiter Weißel von Storndorf hatte gestern Vormittag das Unglück, mit der rechten Hand in die Strohpresse zu geraten, wobei ihm der Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger so schwer verlegt wurden, daß seine Überführung in die Klinik nach Gießen nötig wurde. Man befürchtet, daß die Hand amputtert werden muß. * Friedberg, 4. September. Die Lehrerbeteranen des Großherzogtums Hessen, die sich vor 50 Jahren in den Dienst der Schule stellten, geben sich am 15. September im Hotel Trapp hier ein Stelldichein, wahrscheinlich, wie der Sammelruf" selbst meint, zum legten Male. Die stattliche Scha vom Jahre 1856 ist bereits zu einem sehr bescheidenen Häuflein zusammengeschmolzen. " v. Gelnhausen, 5. September. Anläßlich der Hochzeit der Gräfin Ortrud v. Meerholz mit dem Prinzen Albert Schleswig- Holstein- Glücksburg ist Mitte September der Besuch des Kaiserpaares in Gelnhausen zu erwarten. Prinz Albert ist der Kommandeur der Gardetürassiere. + Udenhausen, 5. Sept. Die hiesige Pfarr stelle ist zur Wiederbs zung ausgeschrieben worden. * Alsfeld, 5 Sept. Die Werning'schen Kriegsfest. spiele hatten eine Besuchsziffer von insgesamt 8000 Personen infl. der Schüler zu verzeichnen. Die BruttoEinnahme beträgt 3200 Mt. * tagsabgeordnete Berthold in später Nachtstunde infolge von Trunkenheit aus einer Wirtschaft hinausgewiesen worden sei. Die Staatsanwaltschaft hat nunmehr auf Antrag, genau wie seiner Beit im Fall Becker, gegen den verantwort lichen Redakteur des„ Tägl. Anzeigers" und einen hiesigen Beitungs Korrespo Denten öffentliche Anklage erhoben. Der Termin zur Havp verhandlung ist auf den 20. September fefta- f Bt. PP Literarisches. Von Hans Kraemers monumentaler Publikation Weltall und Menschheit", Geschichte der Erforschung der Natur und der Verwertung der Naturfräfte im Dienste der Völker( Deutsches Verlagshaus Bong& Co., Berlin, Preis pro Band 16 Mark) verdient der unmittelbar vor Weihnachten, der gleich seinen drei Vorgängern glänzende vierte Band große Beachtung. Die erste Hälfte des Bandes füllt der Schluß der breit angelegten wirkungsvollen Darstellung der Geschichte der Erforschung der Erdoberfläche aus, für die kaum eine geeignetere Kraft gewonnen werden fonnte, wie der Leipziger Universitäts- Professor und Direktor am Museum für Völferkunde Dr. Karl Weule. Ihm folgt sein Leipziger Kollege Professor Dr. William Marshall, der meisterliche, oft erprobte Schilderer mit einer überaus fesselnden Arbeit über die Erforschung des Meeres in alter und neuer Zeit, und den Beschluß bildet endlich die Darstellung der Ecforschung der Gestalt, Größe und Dichte der Erde, deren Bearbeitung der bekannte Astronom an der Berliner Sternwarte, Dr. Adolf Marcuse übernommen und trotz der Schwierigkeit der spröden Materie in interessantester Form durchgeführt hat. Der vierte Band von„ Weltall und Menschheit" steht also vollkommen auf der Höhe. Neueste Nachrichten. * Worms, 6. September. Großfeuer. Gestern Abend 1/2 9 Uhr wurde das gesamte Etablissement der am Floßhafen gelegenen Rheinischen Hobel- und Sägewerte vollständig eing äschert. Die ganze Anlage: das Stſ l- und Maschinenhaus, die Werkstätten, das südlich vom Bureau gelegene, große reichgefüllte Holzlager standen im Augenblick in hellen Flammen. Das yeuer ist offenbar im Holzlager am südlichen Ende des Sägewertes entstanden und der anfangs vom Südwest wehende Wind verhalf dem Feuer zu einem rapiden Unsichgreifen, sodaß die im oberen Büreauraum wohnenden Leute in aller Eile das Haus räumen mußten. Der Freiwilligen Feuerwehr, sowie der der Firma Cornelius Hyl blieb in Anbetracht des unbezwingbaren Großfeuers nur ein Lokalisieren übrig. Die Hiße war in nächster Nähe so groß geworden, daß ein alter Eichbaum, der vom Feuerherd wohl immerhin 50 bis 60 Meter entfernt stand, anfing Feuer zu fangen. Nur mit großer Mühe fonnten die am Floßhafen gelegenen riesigen Holzlager anderer Firmen vor dem Fener bewahrt werden. * Darmstadt, 5. September. Das Kriegsgericht der Wiener, der am 30. August den Tod des Kanoniers 25.( Hessischen) Division verurteilte den Vizewachtmeister Wagenbach bei Groß- Umstadt verschuldet hat, zu drei Monaten Gefängnis. Marttberichte. Bieges 6. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt foẞteten Butter ber fb 120-1.30 M., Sabrereier ber Stüd 8-9 Bfg., Enteneter St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., * Alsfeld, 5 S ptbr. Die landw. Winterschule beginnt ihren 35. Winterkursus Dienstag, den 6. November. Homberg, 5. Sept. Unser Kriegerverein hat Erbsen per Pfd. 22 Pfg., Linsen per Pfd. 32 Pfg., Tauben ver die Reklamation gegen die am 12. v. M. zu Büßfeld erfolgte Wahl des Bezirksvorstandes wegen Verstoß gegen das nach seiner Meinung noch zu recht bestehende Lokalstatut von 1878 fallen gelassen und nur noch Beschwerde wegen Wahlbeeinflussungen erhoben. Sollte den Anträgen nicht entsprochen werden können, so bittet der Verein, ihm zu gestatten, daß er als Einzelverein direkt dem Präsidium, wie seinerzeit Wimpfen, unterstellt werde, mithin aus dem Bezirk austreten zu dürfen.- Kamerad Luz hat die auf ihn gefallene Wahl eines Bezirksvorstehers für den Kriegervereinsbezirk Homberg angenommen. - von dem bl, wom 8. bis 13. Juli beteiligten sich 1668 Bundes- Dieser bedauerliche Vorfall bildete die Ursache eines Straßen= angelife Bar ajentierten B ** Die Behörden ordnen erneut an, daß alle über die § Frankfurt, 5. Sept. Der Mo b. In der SchnurBanze fommenden hier nicht he.matberechtigten 8igeuner rzüglich aufzuweisen sind. Ueber jede Bande ist ber aſſe fam es in letzter Nacht zu wüsten Szenen. Zu der Wahltuchschen Eierhandlung wanfte ein betrunkener Händler men Gendarmeriestation sofort zu berichten. Heffentlich herein, um Gebetbücher zum Kaufe anzubieten. Als ihm ingt es den Sicherheitsorganen unter energischer Mithülfe bedeutet wurde, daß nichts gekauft würde, entfernte er sich landbevölkerung, die sich in feiner Beziehung mit den und stieß wilde Schimpfereien aus. Dann betrat er wieder nen Gesellen einlassen sollte, das Zigeunerunwesen aus den Laden und wurde, da er einem Kunden den Weg verrfchaften na Lande zu schaffen. Auch in anderen Landesteilen find sperrte, von einem Hausburschen etwas unsanft an die Luft audings verschärfte Bestimmungen erlassen worden. In gesetzt. Dabei stürzte er ob er gefallen ist oder herunterwem heutigen Leben ist kein Platz mehr für Nomaden- gestoßen wurde, wird die Untersuchung ergeben die Treppe herunter und fiel auf das Straßenpflaster. Er biß sich ein Stück der Zunge ab und erlitt eine Schädelverlegung. tumults. Rasch sammelte sich eine große Menge Neugieriger an, zu denen sich lause Drohungen ausstoßende be hundert Personen angewachsen war, leistete der Aufforderung, auseinanderzugehen, feine Folge, sondern nahm vielmehr eine drohende Haltung gegen die Schußleute an, die sich um Bald waren vier Kommissare und 8 Wachtmeister mit 150 Schußleuten zur Stelle. Die Menge aber wantte nicht, sondern ging zu Tätlichkeiten über. Ein Steinhagel fiel auf die Straße nieber und zweifelhafte Elemente drangen mit wüstem Gejohle auf die Polizeimannschaften ein. Wilde Rufe gellten durch die Luft. Da zogen die Schußleute blant und trieben den Menschenfnäuel auseinander, wobei mehrere Personen verlegt wurden. Unter erheblichen Anstrengungen wurde die Ruhe wieder hergestellt. 30 Verhaftungen mußten vorgenommen werben. Südhary) facereis mit 53 Holz auf 10 Kugeln errungen wurden. denkliche Elemente gesellten. Die Menge, die auf mehrere erium bes Jame und Gewerbe if kg. Am 12. Deutschen Bundestegeln in Magdelie der. Zur Verteilung famen auf den Ehrenbahnen 383 Ehrenpreise, wovon der erste Preis mit 68 Holz, der Sesamt sind während des Festes auf den 30 Bahnen 45163 Karten mit 209362 Stugeln abgetegelt worden, tour 3294 Preise( Wertgegenstände und Geldpreise) im S Es tonnen drage von 48 088 Mt., den Siegern zufielen. Verbände, Hülfe an das Präsidiun wandten. elche die Befäbigbe und Eirz'lpersonen, welche die Mitgliedschaft beim ittleren Stelebbezüglichen schriftlichen Antrag dem Voisißenden Demar gehilfen und Re in : Die Boftaffiffent Cronberg( Taunu on Lauterbad nad aul Drubes Direttor bes Bil Duschen Reglerbund zu erwerben wünschen, haben einen Sans in Dresden, Freibergerstraße 61, einzureichen. Der Igel als Feind der Kreuzotter. Wie die Landwirtschaft, so erwirbt sich der Igel ein sehr es Verdienst um Leib und Leben und die Gesundheit enschen dadurch, daß er ein erbitterter, furchtloser allzeit mutiger Feind der gefährlichen Kreuzotter ift. it dem Igel ein sichtliches Bergnügen, die Streuzotter Baar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stück 1.00-1.60 Mt., Hahnen per Stück 0.80-1.80 Mt., Enten per Stüd 1.80-2.20 mt., Gänse per Pfd 00-00 Pfg.. Ochsenfleisch per Pfd. 80-86 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 80-82 Bfg., Schweinefleisch per Pfd. 80-91 Bfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfd. 94-00 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 80-84 Pfg., Hammelfleisch per Pfd 60-80 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 7.00-8.00 Mt., 3wiebeln per 3tr. 6.00-8 00 Mt., Weiskraut per Std. 15-30 Pfd., per St. 10-30 Pfg., Aepfel per Pfd 15-20 Pfg., 3wetschenper 3tr. 0.00-0 00 Mt., Kirschen per Bfd. 30-40 Pfg., Mulch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherzieher feilgeboten werden. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Es können eingestellt werden: 1 Schweizer, 1 landw. Knecht, 6 landw. Arbeiter, Ziegeleiarbeiter, 4 Schlosser, 2 Schmiede, 3 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Mühlenarbeiter, 3 Waschfrauen, i Buzfrau, 1 jüngerer Glaser, 1 Anstreicher, Erdarbeiter, Küchenmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 2 Kutscher. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Schmied gegen Vergütung, 1 Elektromonteur, i Schreiner, 1 Kellner gegen Vergütung, 1 Bäder. Es suchen Arbeit: 1 Schweizer, 1 Maschinist oder Heizer, 2 Kutscher, 4 Wasch- und Puzzfcauen, 1 Flickerin, 1 Kaufmann, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 1 Haushälterin, 1 Büglerin, 1 Näherin, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 1 Packer, 1 Kassier oder Bureaudiener, 1 Bureaugehilfe. Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Ferromanganin ist unbestritten das beste blut. bildende Präparat und gegen Schwächezustände.( Es enthält: Gisen 0,5, Mangan 0,1, Zucker 18, Sognaf 15, Alkohol 15, Wasser und aromat. Bestandteile.) Gr= hältlich in den Apotheken. x A1 Π 3- Erklärung! Daß der Ton meiner neulichen Gegenerklärung meinen Herren Zunftgenossen nicht gefallen hat, glaube ich, der meiner heutigen Erklärung soll es auch nicht. Eigentlich will ich mich mit der Maler- und Weißbinderinnung nicht mehr herumschlagen, denn böser Umgang verdirbt gute Sitten, und es könnte mir am Ende so gehen, wie meinen Gegnern, die sich in unwahrheiten schönster Art verrennen, sicher in der felsenfesten Ueberzeugung, daß ihre ganzen Angaben auf Wahrheit beruhen, denn für Leute, die wider besseres Wissen die Unwahrheit sagen, für Lügner, wie man solche Leute zu nennen pflegt, halte ich meine Zunstgenossen sämtlich nicht, nur ein etwas furzes Gedächtnis haben sie. WELTWONDER Ueberzeugen Sie sich beste und billigste Waschmaschine von den Vorzügen unserer Weltwunder- Waschmaschine Denkbar einfachste Handhabung. Kinderleichtes Arbeiten. Schnelle und gründliche Reinigung. Grösste Schonung der Wäsche. Unverwüstliches Material. Preis: 16 und 27,50 Mk. Täglich neue Anerkennungen! Vielfachen Wünschen nachkommend, veranstalten wir in unserem Geschäftslokal Freitag, den 7. September, von 3 bis 7 Uhr nachmittags DR ein öffentliches Probewaschen zu dessen Besuch die geehrten Hausfrauen ergebenst eingeladen sind. Brüder Schmidt, Giessen, Seltersweg 83, Es ist wahr, daß ich der Jenung nicht ungern angehört hätte, wenn ihre Ziele eben gerade nicht die wären, die sie sind, und die ich neulich schon genügsam beleuchtet habe. Es mag auch sein, daß trotz meines Austritts vom 4. Mai, den die Herren Innungsbrüder ja zugeben, zuweilen noch Geld für die Innung bei mir erhoben und auch bezahlt wurde; wenn es geschehen ist, so muß ich sagen, ich zahlte aus Mitleid für die Janung, weil ich vermutete, daß sie Geldmangel habe, und es wird auch so sein, sonst hätte doch die Innung so stolz sein müssen und hätte fein Geld von einem Ausgetretenen verlangen dürfen and noch besser, nehmen dürfen. Daß ich bei den Kliniksbauten mit der Innung geboten hätte, ist unwahr, Die wegen ihrer günstigen GeKarl Nikolaus hat auf eigenen Namen geboten. Daß ich einem Mitgliede der Innung gesagt hätte, ich verdiene nichts bei meinen Submissionen, mag sein; ich weiß nicht mehr, welches Mitglied der Innung mich hierüber gefragt hat, allein ich konnte doch winnchancen so beliebten Giessener nicht ahnen, daß es einen derartig törichten Mensagens gäbe, der glauben konnte, Pferde- Cose ich würde ihm auf die Nase binden, was ich verdiene. Und nun noch ein Bunft, man bält mich nicht für ein sogenanntes zünftiges haben. Wekanntmachung. Der von der Stadtverordneten- Versamml unterm 21. April 1904 aufgestellte Bebauungspla für die Schwarzlach und das Gartfeld hat b eluß der Stadtverordneten- Verſanemlung eine Abänderung erfahren. sind in allen durch Nach Feststellung des Planes soll der Gelän streifen zwischen der Straße A- B und der Eisenbah von der Bebauung ausgeschlossen werden und die Grun stücke zwischen der Straße B- Z und der Eisenbahn nicht mehr als 18 m Entfernung von der Baufluchti aus bebaut werden dürfen. Generalvertrieb. Wasche mit Mitglied, weil ich erst seit meinem 16. Jahre und nicht seit meinem 14 Jahre, wie à 1 Mk. 3iehung 12. Septbr. andere Leute die Weißbinderei betreibe. Es soll das ein Mittel sein, das Publikum Plakate kenntlichen Geschäften zu weiß zu machen, ich verstünde vielleicht weniger wie meine Herren Zunftgenossen. Nun ich meine, was ich leiste, zeigt der Erfolg; wie lange ich dazu gebraucht habe, Richard Buchacker, Gießen. mir die gehörigen Fachkenntnisse zu erwerben, ist doch einerlei, wenn ich sie nur habe, Daselbst 11 Lose f. 10 wt solange es mag Andere geben, die schwerer begreifen und langsamer lernen und dann natürlich Vorrat( f.Lifte u. Porto 25Pfg. mehr) auch früher anfangen müssen, ob sie es freilich dann lernen, ist doch noch fraglich, ,, mancher lernt's früh und dann noch unvollkommen" so sagt ein Sprichwort. Und nun zum Schluß der Erfolg! Für meine Leistungsfähigkeit sprechen meine Werke und zahlreiche Anerkenntnisse von Behörden und Privaten, die ich stolz jedem zeigen werde. Für meinen wirtschaftlichen Erfolg bin ich eigentlich nur mir selbst Rechenschaft schuldig; daß er da ist, wird jeder mit den Gießener Verhältnissen Vertraute wissen. Mit Wenig anfangen und bei billigen Preisen so gute Arbeit zu leisten, daß sich die Konkurrenz darüber grün und blau ärgert, und noch etwas dabei zu erwerben, mit anderen Worten, vorwärts zu kommen, das ist die Kunst! Freilich gibt es auch Leute, die die Kunst darin erblicken, ihren Namen unauslöschlich zu machen in den Hypothefenbüchern, obgleich sie Zeiten fannten, wo sie fremde Mittel nicht nötig hatten. Wenn man bei seinen Preisen nur richtig hinter der Arbeit her ist, dann geht es vorwärts, dann braucht man keine Innung, die den Schwachen hält. Wenn man aber lieber beim Früh- und Abendschoppen sizt, dann geht es rückwärts, oder man braucht die Innung, deren strebsame und tüchtige Mitglieder eben den Pfuschern 2c. die Arbeit tun und das Geld verdienen sollen. Ich hoffe nun, daß nach diesem, meinem letzten Worte in der Angelegenheit, das Publikum wirklich aufgeklärt ist, so aufgeklärt, daß es vielleicht allgemein einmal einen Versuch macht mit der so verschmähten Arbeit des Vergebung von Maurer- und Pflasterarbeit. Die für die Erneuerung der Bürgersteig befestiguug im Seltersweg erforderlichen Maurer- und Pflasterarbeiten sollen Wontag, den 10. de. Mts., vorm. 11½ Uhr öffentlich vergeben werden. Nikolaus. Clebung am 12. u. 13. Septbr. 1906. 46. Gothaer eld- Lotterie 3338 Gewinne u. 1 Prämie Mk. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 1 zur Einsicht offen. Angebote auf vorgeschriebenem Formular, das daselbst erhältlich, sind spätestens bis Grösster Gewinn im glücklichsten Falle: zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 5. September 1906. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Ab 1. September 1906 wohne ich = Bahnhofstrasse 39, part.= ( neben der seitherigen Wohnung). H. Arndt, prakt, Arzt. 48000 -25000 15000 1Prämie: HauptGewinn 10000 Lose à 1.-M., 11 Lose 10.-, Porto u, Liste 20 Pf. extra, empfiehlt Carl Heintze, Gotha und alle Loshandlungen. Pförtner zum 1. Oktober d. Js. für die Provinzial- Siechenanstalt Der abgeänderte Bebauungsplan liegt bis 10. Oftober 1906 auf dem städtischen Tiefbauamt of Einwendungen gegen denselben sind binnen LUHNS lichen Frist bei Meidung des Ausschluſſes bei uns to wäschtam besten ÷ Dankschreiben! Seit meinen Kinderjahren litt ich schmerz, der in den lezten Jahren an furchtbarem Migräne Kopf so zugenommen hatte, daß ich fost alle 8 bis 14 Tage das Bett hüten mußte und zu jeder Arbeit unfähig war. Nebst Bott danke ich Herrn . M. Schneider in Meißen i. S., Nikolaisteg 8, meine Ge nesung, nur durch dessen einfache briefliche Behandlung ohne Berufsstörung. Frau Auna Schwert. Müh haufen i. E., Schönbergstraße 6. * g. Blutftod. Timerman Hille Samburg Fichteftr. 33 u. meine hter t. D. pat. Neuheit. Rheinisches. Technikum Bingen Maschinenbau u.Elektrotechnik, Abt.f. Ingenieure, TechRiker u.Werkmeister. Chauffeurkurse Progr. frei. zubringen. Gießen, den 4. September 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Curschmann. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wi die Sonnenstraße von heute an bis auf weiteres für de Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 6. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Am Samstag, den 8. d. Mts, nachm. 2 werden im städtischen Hospital, Seltersweg 11, Partie Kleider und Küchengeräte öffentlich meistbiete versteigert. Gießen, den 31. August 1906. Armenamt Gießen. Curschmann. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten zur Errichtung ein Einfriedigung beim Neubau der höheren und erweiter Mädchenschule sollen Samstag, den 15. September d. Js., vormittags 10 Uhr Besseres Mädchen öffentlich vergeben werden. ( Waise), welches kochen fann und alle Hausarbeiten versteht, sucht Stellung als Stüße der Hausfrau. Näheres durch die Expedition dieses Blattes. Fräulein, 1. Maurerarbeit. 2. Steinhauerarbeit: a) Lungsteinarbeiten( Basaltlava), b) Sandsteinarbeiten( rote Mainsandsteine) Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingu in allen Zweigen des Haushaltes liegen während der Dienststunden bei uns zur Girf gut erfahren, sucht per 1. Oktober offen. Angebote auf vorgeschriebenem Formular, oder später angenehme Stellung. daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpu Näheres durch die Erp. d. Bl, an uns einzureichen. Zuverlässiges, älteres Mädchen oder alleinstehende Frau, die selbständig kochen, waschen und bügeln kann, ver sofort oder später Jesucht. Offerten mit Zeugnis. ibschriften und Lohnansprüchen erbeten an Frau Amtsrichter Pusch Ortenberg( Oberhessen). Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 4. September 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Verdingung. Die zur Erbauung eines Wehres au der G mühle zu Wie ed erforderlichen Arbeiten und B ungen und zwar: Rübenmühlen Rüben- zu Gießen gesucht. Anmeldungen 2 Familien- Wohnungen Betonarbeiten Gießen, Walltorstraße 33. schneider O Wasser- und Vorlage von Zeugnissen auf dem zu vermieten. pumpen, Jauchepumpen Verwaltungsbui cau erbeten. Jauchefässer, Jaucheverteiler, Jauchewagen liefert billigst Herborner Pumpenfabrik in Herborn. Preislisten kostenfrei! Vertreter gesucht! Das Verderben der eingemachten Früchte lernt die Hausfrau nicht kennen, wenn zu 10 Pfund mit Zucker eingemachten Früchten oder 5 Liter Essig zu Gurken 1 Düte Reeses Salizyl à 10 Pfg. verwendet wird. Ueberall zu haben, wo Reeses 5Pfg.- Backpulver, Reeses Spar- Puddingpulver und Reeses Vanilinzucker mit Prämienscheinen geführt werden. " veranschlagt zu 300 DE Liefern und Einrammen einer Spundwand beranschlagt zu 154 Erd- und sonstige Arbeiten veranschlagt zu 446. sollen auf dem Wege schriftlichen Angebots verg werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Das Beste vom Besten! während der Dienſtſtunden zur Einsicht offen. Ang Bureau der unterfertigten Behörde, Frankfurterstraß Lederputzcreme Kanclier Ueberall erhältlich! Shuster, Sattler, Lederer Rahmen Kavalier" gar Laderputz- Crime Kavalier Was Beste von Bester sehr! Fabrik: Union Augsburg haben in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen, verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen postfrei bis längstens Montag, den 10. September, vorm. 11 Uh bei uns einzureichen. Die Eröffnung der Angebote fin zur angegebenen Zeit auf unserem Bureau in Gegen etwa erschienener Bieter statt. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, am 1. September 1906. Großh. Kulturinspektion Gießen. J. V.: Walle f. EINST UND JETZT Alpen erhob. Damals haben sе 15 Gletscher ber getragen, vor en bleiber Gefteinen und in der Abnutzung und dem Transpor benen het ruchts mehr übrig ist, außer den von ihnen in de hinterlassenen Spuren. ewigen S von be ſchränkter Ausdehnung während des ganzen Sommers zurück heute noch einige Felder, ( pnv Nr. 204 Donnerstag, den 6. September sische Famili 1906