Nr. 234 tion.Baupte pebition: teßen, Selterweg 28. Fernipredanishluk r. 862. Freitag, den 5. Oftober 1906 Gießener 15. Jahrgang Gestiobellagen: Oberbeffifche Bamtitenzeitung( und die Stekener Geifenblasen( wöchentlich). 6. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lofalanzeiger für Gießen und Umgebung. Sathält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Schörden vom Sherb Heimatfchutz. An den ersten beiden Tagen des Monats Oktober hat der Deutsche Bund für Heimatschutz in München seine diesjährige Hauptversammlung abgehalten. Es gab dort keine stürmischen Debatten, keine erregten Forderungen, feinen Appell an die Leidenschaften. Nicht einmal ein materielles Interesse tam unmittelbar in Frage. Und doch verdienen die VerHandlungen jenes Bundes allgemeine Beachtung in noch höherem Maße, als ihnen bereits zuteil geworden ist. Daß solche Teilnahme und Beachtung durchaus verdient ist, mag schon daraus entnommen werden, daß selbst das Reich, dessen Kargheit in solchen Dingen befannt ist, dem Verband neuerdings eine namhafte Subvention gewährt hat. Der Verband für Heimatschutz verfolgt vorwiegend ideelle Ziele, was aus seinem Namen nicht ohne weiteres zu erkennen ist. Er will die Heimat vor Entstellung schützen, er will ihr Aussehen und ihre Eigenart wahren. Kunstsinn und geschichtlicher Sinn haben bei der Begründung des Verbandes die Patenschaft gehabt. Beide hatten in deutschen Landen mannigfache Verletzung erfahren und immer neue Wunden drohten ihnen in Stadt und Land. Das Nüglichkeitsprinzip hatte schrankenlos gewaltet. Vor ihm gab es feine Rücksicht auf landschaftliche Schönheit, auf geschichtliche Erinnerung, auf Stilgefühl und künstlerisches Empfinden. Mehr und mehr verschwanden die alten schönen Städtebilder, um nüchternen, phantasielosen, gleichmäßig unschönen Neubauten Platz zu machen. Nürnberg, Hildesheim, Rotenburg ob der Tauber, vielleicht noch Lübeck das sind die Ortschaften in Deutschland, die ihren baulichen Charakter gewahrt und auch in allen Neuanlagen festgehalten haben. Sie sind eine Augenweide für ihre Bewohner und Besucher, und das Nützlichkeitsprinzip ist gleichwohl bei ihnen nicht zu kurz gekommen. 1 Gewiß verlangt erneuter Zeiten Lauf andere Einrichtungen, die sich manchesmal nicht ohne Eingriff in das Ueberlieferte und Vorhandene durchführen lassen. Das Leben, die Gegenwart fordern ihr Recht gegenüber der Vergangenheit. Bessere Erkenntnis hat erhöhte Ansprüche geschaffen, und sozialer Sinn besteht auf Befriedigung dieser Ansprüche. In unseren Wohnungen wollen wir Licht und Luft, die Hygienischen Vorschriften sollen in genauester Weise und in weitestem Umfang beachtet werden. Der romantischste Anblick hochgiebliger Häuser läßt uns nicht auf die Forderung verzichten, daß die Sonne überallhin muß scheinen können, weil das Sonnenlicht die Grundlage der Gesundheit ist, weil das Sonnenlicht das wirksamste Gegenmittel gegen alle Krankheitsfeime ist. Die Beispiele von Nürnberg und Hildesheim und Lübeck beweisen, wie vortrefflich sich die Schönheiten der alten Zeit mit den gesundheitlichen Anforderungen der neuen Zeit vereinigen lassen. Hamburg bietet ein Beispiel anderer Art: Hier hat man mit den alten, nicht eben imposanten, aber in ihrer charakteristischen Eigenart immerhin beachtenswerten und anheimelnden Fachwerkbauten, die in der Hauptsache aus dicken Holzbauten nnd dünnem Glas bestanden, gründlich aufgeräumt und an deren Stelle Mietsfasernen gesetzt, die gar nichts Hamburgisches an sich haben, die ebensogut an jedem anderen, geschichtslosen Ort hätten gebaut werden dürfen, die auch tatsächlich in gleicher trostloser Nüchternheit an hundert Plätzen errichtet worden sind, überall mit derselben Wirkung, den entwideiten ästhetischen Sinn zu beleidigen und den noch nicht entwickelten zu ersticken. Man darf nicht glauben, daß solche Dinge bloß in größeren oder ganz großen Städten in Frage kämen. Für die kleinen Ortschaften, ja für das Dorf gilt genau dasselbe. Schon die Wahl des Baumaterials spielt hier eine Rolle. Wo es irgend angeht, sollte das Baumaterial verwendet werden, das die Gegend selbst bietet. Das gibt einen einheitlichen Zug, einen bestimmten Heimatsanstrich, der auch dem Fremden sagt: Hier wohnen heimatkundige und heimatliebende Menschen, hier ist gut sein! Der große Verkehr verlangt möglichst gerade und breite Straßen mit besonders widerstandsfähigem Pflaster. Doch die Nebenstraßen brauchen so breit nicht zu sein. Sie find viel traulicher, wenn sie weniger breit und dafür die Häuser weniger hoch find. Daß sie schnurgerade sein sollen, ist gewiß fein unerläßliches Erfordernis. Biegungen find eine erfreuliche Abwechselung. Sie verhüten überdies, daß in der einen Straße zu bestimmter Stunde kein Schatten zu finden ist, daß in der anderen Straße eine Seite von Sonnenschein getroffen wird, daß gegen einen scharfen Wind, der in der Straßenrichtung weht, kein Schuh fich bietet. Eine breite und lange Straße kann imposant sein, bei lebhaftem Verkehr zu Fuß, zu Pferd, zu Wagen kann sie einen prächtigen Anblick gewähren lieblich anmutig, heimlich und anheimelnd ist im Grunde doch medie gewundene Gaffe, die feineswegs ärmlich zu sein braucht. Seine Eigenart wahren, ist nicht bloß ein Recht, es ist beinahe eine Pflicht. Unsere Städte und Dörfer sollen ihre Physiognomien behalten, ihre lieben und vertrauten Gefichter, und sich nicht eine Maske vorbirden, die alle Unterschiede ausgleicht und uns dadurch mit unterschiedsloser Gleichgiltigfeit zu erfilllen droht. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. Der Bundesrat hat gestern seine erste Sigung nach den Sommerferien abgehalten. Einige auf der Tagesordnung tehende kleinere Vorlagen wurden an Ausschüsse überwiesen. * In jüngster Zeit wurden Meldungen verbreitet über Maffen- Ausweisungen russisch- litanischer Arbeiter aus dem cheinisch- westfälischen Industriegebiet. Diese Nachrichten werden bom Oberpräsidenten von Westfalen als unbegründet bezeichnet. Es handelt sich lediglich um die alljährliche Abschiebung der Saisonarbeiter im Herbst. * Eine bestimmte Kandidatur für den braunschweigischen Thron wird nach einer offiziösen Verlautbarung von Preußen aus nicht betrieben. Die Richtschnur für die preußische Politit war von Anfang an, die Braunschweiger, soweit dies nach der Natur der Sache möglich ist, ihre Angelegenheit ohne fremde Beteiligung regeln, überhaupt jede bundesfreundliche Rücksicht walten zu lassen, die mit dem Reichsinteresse vereinbar erscheint. * Angaben über die beabsichtigte Schaffung eines Fleischtrusts für Deutschland macht die Deutsche Fleischerzeitung" angeblich auf Grund ihr bekannt gewordener Geheimdokumente. In einem Schreiben des in der Sache engagierten Landesökonomierats Ring soll es wörtlich heißen: " Gleichzeitig erlauben wir uns noch zu bemerken, daß uns ganz direkte Anträge gestellt worden sind, die darauf hinausgehen, mit amerikanischem Gelde in Deutschland einen Fleischtruft in Szene zu seßen. Da diese Anträge sehr ernstlich ge= meint sind, sind wir zunächst darauf eingegangen und hoffen auf diese Weise noch manches zu lernen." An der Richtigkeit der behaupteten Tatsachen kann man füglich solange zweifeln, bis die andere Seite auch ge= sprochen hat. * Die Konferenz der International Law Association" in Berlin beschäftigte sich gestern mit der Harter- Akte und der. Gesetzgebung über Transportpapiere. Die„ Harter- Aft" ist ein Gesetz der Vereinigten Staaten von Amerifa, betreffend die Schiffahrt, Connossements und gewisse Verpflichtungen und Rechte in Verbindung mit der Uebertragung von Privat eigentum. Dr. F. Sieveking, Präsident des Hanseatischen Oberiandesgerichts in Hamburg bezeichnete es als sehr wünschenswert, daß die Handelswelt weiß, daß die Konferenzen der International Law Association Gelegenheit zu öffentlicher Erörterung von wohlbegründeten Klagen über den Inhalt der Ladescheingesetze bielen und daß die Handelswelt veranlaßt wird, ihre wohlvegründeten Klagen der Association mitzuteilen. England. ** Die Ernteberichte aus Indien lassen eine wesentliche Besserung der Lage erkennen. Die Zahl der bei den Notstandsarbeiten Beschäftigten nimmt ab, die Preise fallen, ausgenommen in Ost- Bengalen, wo die Notlage in fünf Distrikten anhält. Norwegen. ** Das in dem Trennungsvertrag zwischen Schweden und Norwegen vorgesehene Schiedsgericht in strittigen Fragen wird demnächst in Wirksamkeit treten. Zwischen schwedischen und norwegischen Fischern ist es zu einem Konflikt in Bohuslän gekommen, weil das schwedische Wachtschiff einige nor= wegischen Fischern gehörende Geräte beschlagnahmt hat. Die schwedische Regierung behauptet, daß das betreffende Fischterritorium schwedisch ist. Die Streitigkeiten werden einem Schiedsgericht überwiesen werden. Kleine politifche Nachrichten. Leipzig, 4. Oktober. Die Stadtverordneten lehnten einstimmig die vom Rat vorgeschlagene Aenderung des kommunalen Dreiklassenwahlrechts in ein berufsständiges Wahlrecht ab. Augsburg, 4. Oktober. Eine Sympathiekundgebung für die französischen Bischöfe bereitet, wie die hiesige„ Ausbg. Postztg." meldet, der deutsche Episkopat vor. Kopenhagen, 4. Oktober. Aus dem Besuch einiger höherer Beamten in Schloß Freedensborg zur Vorbereitung von AbSperrungs- und Kontrollmaßregeln wird hier darauf geschlossen, daß die Zarenfamilie demnächst eintrifft. Konstantinopel, 4. Oktober. Nedibb Methame Pascha, der das besondere Vertrauen des Sultans genießt, hatte in Sofia auf der Durchreise längere Unterredungen mit dem Fürsten Ferdinand und den Ministern, die sehr befriedigende Resultate ergeben haben sollen. Newyork, 4. Oktober. Die Versammlung der irischamerikanischen Liga beschloß, in den nächsten zwei Jahren hunderttausend Dollars für die Sachen des irischen Homerule beizusteuern; 78 000 Dollars wurden auf der Stelle gezeichnet. Deer und Flotte. Verstärkung der technischen und Verkehrstruppen. Eine Vermehrung der technischen und Verkehrstruppen wird, wie ein Blatt zuverlässig erfahren haben will, an maßgebender Stelle für notwendig gehalten, und zwar infolge der Er. fahrungen des letzten Kaisermanövers. Vermehrte Vorsicht bei der französischen Heeresverwaltung. Der französische Kriegsminister hat aus Anlaß der jüngst auf dem Fort Montfaucon durch Explosion verursachten Katastrophe eine Kommission ernannt, die sich mit dem Studium von Mitteln zur Verhütung derartiger Unglücksfälle beschäftigen soll. Soziales Leben. × Der Verband deutscher Krankenpflegeranstalten vom Roten Kreuz hält seine Jahresversammlung am 29. und 30. Oftober in Koburg ab. Eine Anzahl Vorträge ist in Aussicht genommen. × Grubenarbeiterstreik in Sicht? Der Versammlung des belgischen Grubenarbeiterverbandes ist von den deutschen Arbeitern mitgeteilt worden, daß ein Konflikt mit den deutschen Grubenbesitzern bevorstehe. Die Arbeiter würden zur Erreichung besserer Löhne wahrscheinlich gezwungen sein, in den Husstand zu treten. Sie richten infolgedessen an die belgischen Bergarbeiter das Ersuchen, in einer eventuellen Streitbewegung fie nach Kräften zu unterstützen. Ein solcher Streit könnte gerade jezt unabsehbare Folgen für beide Teile haben! X Zweijähriger Lohnvertrag. In der Edelmetallindustrie ist zwischen Fabrikanten und Arbeitern ein zweijähriger Lohnvertrag abgeschlossen worden. × Ein Schiedsgericht für Lohnstreitigkeiten der Theaterarbeiter ist in Wien durch ein gemeinsames Abkommen der Bühnendirektoren und der Bühnenarbeiter ins Leben gerufen worden. Die Wirren in Rußland. Die Revolutionäre brauchen anscheinend frisches Geld in Ihre Kassen und sie nehmen es, wo sie es bekommen. Infolgebessen häufen sich die Ueberfälle auf Kassen und Kassenbeamte. Eine wahre Blütenlese bilden die folgenden Nachrichten. Tiflis, 3. Oktober. Heute, als am Tage der Gehaltszahlungen, wurden hier durch bewaffnete Räuberbanden in Stärke von 4 bis 6 Personen die Kassierer von vier Instituten, einer von diesen auf offener Straße, überfallen und größerer Geldsummen beraubt. Es gelang nur, einen der Räuber zu verhaften. Petersburg, 3. Oktober. Ein gestern auf dem Börsenplatz versuchter Ueberfall auf den aus der Rentei mit einer großen Geldsumme zurückkehrenden Kassierer einer Regierungsbehörde mißlang. Drei der Täter, zwei russische Bauern und ein Schweizer namens Lebhardt wurden verhaftet. Poti, 3. Oftober. 25 bewaffnete Räuber, die an verschiedenen Punkten den von Sucham nach Otschimtscheri gehenden Dampfer Besarewitsch Georgi" bestiegen hatten, beraubten die Post und die Schiffstoffe uni 12000 Rubel. Die Räuber drohten zwei Schiffsoffiziere und vier Matrosen als Geiseln zu erschießen, worauf man sie unbehelligt in Begleitung der Geiseln mit der Schaluppe landen ließ. Petersburg, 3. Oktober. Am Abend wurde das Petroffsche Teelager am Koltowsky- Quai ausgeplündert; ein Wächter wurde dabei getötet. Unter dem Zeichen dieser Gewalttaten hat sich der Behörden eine gewisse Nervosität bemächtigt und man beeilt fich, die abgeurteilten Revolutionäre ins Jenseits zu befördern. In den letzten Tagen wurden in Petersburg 25 Personen gehängt oder erschossen. Eine militärische Abteilung weigerte fich auf 19 in Kronstadt verurteilte Matrosen zu schießen. Es mußten Soldaten der Petersburger Garnison nach Kronstadt beordert werden, die die Hinrichtung vornahmen. In Petersburg sind mehrere Bombenfabriken aufgefunden worden, darunter eine im Instistut der Wegebauingenieure, wobei 40 Bomben, 16 Bombenhüllen und Sprengmaterial gefunden wurde. Mehrere Studierende wurden verhaftet. Ferner wurde in Warschau der Dozent der Lemberger Universität, Wroblewski, unter dem Verdachte, Mitglied der Kampforganisation zu sein, verhaftet. Im Besize Wroblewskis wurde ein Revolver sowie eine Barsumme von 10 000 Rubeln gefunden. Von Maßnahmen zur Erfüllung der notwendigen und versprochenen Reformen verlautet noch nichts. Es werden nur schwache Versuche gemacht, im Altai Land für die Bauern zu schaffen. Dagegen tut die Regierung nichts zur Linderung der Hungersnot, die in zahlreichen Gegenden des Wolgagebietes ausgebrochen ist. In vielen Bezirken wütet bereits der Hungertyphus. Die Ereignisse in Rußland spitzen sich immer mehr zu, und wenn der Zar wirklich in der nächsten Woche wie es heißt von seiner Erholungsfahrt nac Peterhof zurückkehrt, wird er eine Menge Arbeit vorfinden " - Auf dem Oktoberfest. - Jm Theater. - freuden und Herrlichkeiten der Theresienwiefe. A Gaudi." Ein Fest der Bauern. Frau Bavaria. Hopplah! Mit dem„ Dirndl". Ungezählte Maß'I.- Affenmenschen und Wasserungeheuer. Mordshunger. Der Ochfe am Spieß.- Schuhplattler. Bis zum frühen Morgen. ck. München, im Oktober. Dös is a Gaudi!- Kinder, seid's denn schon heuer auf der Theresienwies'n zum Oktoberfest gewes'n, das müßt's Euch anschau'n, so a Heh war no net da." Wer könnte einer solch lockenden Einladung widerstehen, wenn sie ein urbiederer kreuzfideler Münchner an uns richtet, dem be der bloßen Nennung der Namen Theresienwiese" und 1 33. FERENCE ex en a BEHAGE n. jad dem Wintergarten de Stolbiben Hauses." Weiter!" feitigen." febak ich einen lauten Schrei quaitie bestimmten Rostiim erscheinen. Falle loden, so sehen Sie sich vor ich laffe mich nicht beMastenart pantomimifch. Der Mann pacte mich hier roh am Handgelent, nicht bezeichneten, fondern nur verlangten, ich sollte in diesem Ihrer Berfleidung and troßdem Sie in Ihrem Briefe dieselbi treiben, entgegnete der anbere schoff. erbalten? redete mich der Fremde an. Wollten Sie mich Wozu das Spiel noch weiter ch fenne Sie trot Ich verneinte nach Sie haben meinen Brief in eine Eduard nieПlaicht Berzweiflung. Zdo bedrängte ein leicht zu überwindender Standpunkt set. das Geheimnis der Chiffre?" Hedwig verneinte. ftimmte Hoffnung, daß Eduard feine blutige Rache an und ihr auch ihre gegenwärtige Berlegenheit berriet. Berzeih', wenn ich lache", sagte fie, denn ich hege die be. Je nun, was das betrifft!" sagte Jda, als wenn Torweg, wo sie ihr unter Tränen alles Vorgefallene gestand, endlich, nach vielem Buceden, führte Hedwig fie in einen stillen fich fener anschloß, steigerte fich Hedwigs Unruhe zur stillen fie um eine Erklärung. i. Rennst du nicht Jda lachte. Und dies ber zurüd. Ich werde Ihrer Ankunft in M. harren, natürlich überführt halte, tritt das von Ihnen verfolgte jedoch bedeutend denn gegen das Verbrechen, dessen ich Herrn Eduard für Sie auch halten, Herr Kommissar," erwiderte Soltmann, merzienrat ein diesbezügliches Versprechen gegeben." Können " Nun muß ich leider bis morgen warten, da ich dem Komsonderen Missionen an Herrn Eduard Etwold unterrichtet. andere, und balb waren ble belden Beamten von ihren be. Hätte ich Sie nur früher getroffen!" lagte der Kommissar. gher mich erfich Er seine unwahrscheinliche weshalb er benn nur gefehlt habe. Und niemand berabredet, hatte in der herrlichen Gottesnatur B war ganz entsetzt, beim Nachhausekommen tehrenden Kameraden zu begegnen, die ihn erstaunt frugen, gehabt. Mit Freunden hatte er sich zu einem Spaziergang nicht die Freunde, nicht der Direktor, der ihm sonst so wobl auch flinge, vergessen habe, daß heute die Abitur beginne, Ausrede, daß er, so blich e heim hatte den ersten Examentaq bergeffen, rein vergeffen mollte und nicht die an Oktoberfest" die Augen in freudigem Glanz yeu au prühen. Drum also: Auf nach der Theresienwiese zum Oktoberfest! Frau Bavaria, hoch oben auf steinernem Sockel, schaut Derwundert auf das bunte Gewimmel zu ihren Füßen, ist es hr auch nichts Neues, denn alljährlich fehrt das gleiche farbenfreudige Bild wieder, so hat sie doch ihr helles Vergnügen daran. Das, was zu ihren Füßen sich entwickelt, allährlich in den ersten Tagen des Oktober, ist echtes, unberfälschtes Voltsleben, naturwahr bis ins kleinste Detail. Das Oktoberfest ist ein Fest der Bauern. Welch bunte Menge der verschiedensten Volfstrachten wogen bort unten durcheinander. Das drängt und schiebt fich durcheinander, und tritt ein derber Bauernschuh mal einen schmalen Chevreaux- Stiefel, dann klingt höchstens ein Hopplah! von frischen Lippen und die Sache ist beigelegt. Der Hinterniedertupfer- Seppl aus dem Salzkammergut ist mit einem Dirndl ,, a do", und mit heroischer Ausdauer werden alle Festesfreuden von A bis 3 durchgekostet. Erstens bis fiebentens wird durch diverse Maß'l" dem Durst minutenlang Stillschweigen geboten, dem Hunger durch einige ,, G'selchte" and Radis". Wenn aber gar der höchstbedenkliche Fall eintreten sollte, daß das Bier nimmer g'freut", dann muß ein Kas" dem Magen in Erinnerung bringen, daß er gegen die Aufnahme von Bier in ungeahnten Mengen niemals revoltieren dürfe. Seppl hat eben an einem Kraftautomaten seine Bärenkräfte bewiesen, der wuchtig geschwungene Hammer trieb den Klog erstaunlich hoch, das Männlein oben drehte ich wie narrisch" und Seppls breite Brust ziert eine Kraftmedaille". Die Mirzl" hat Sehnsucht nach einem Ringelpiel, auf Deutsch heißt's Karussel" und bald quiekt die Leier bas Lied von der Liebe, die angeblich nur einmal im Leben blühen soll, und Mirzl kreischt vor Vergnügen, so schnell geht es ,, rundummadum." mißhandelt worden ist, da er seine Haushälterin heiraten will. Die Kinder eigneten sich 53 000 Mart Wertpapiere ihres Vaters an. † Amerikanische Freiheitsfitten. Die Bewohner von Mobile haben wieder einmal versucht, einen gefangenen Neger, der ein kleines Mädchen angegriffen haben soll, zu lynchen. Die Türen des Gefängnisses wurden mit Stangen der Telephonleitung eingerannt und die Gefängnismannschaft beschossen. Inzwischen gelang es dem Neger, sich durch eine Hintertür in Sicherheit zu bringen. Dabei wurde ein Mann getötet moire Anzahl Perinnen herletzt ,, Aha, Aha! Sie werden staunen, treten Sie näher und sehen Sie sich den lebenden Affenmenschen" an, das größte Wunder dieses und der kommenden Jahrhunderte. Es fostet Ja teine Mart, es fostet ja nur eine Bagatelle nur 10 Pfennig. Seppl und Mirzl stehen in der Bude und reißen Mund und Nase so gefährlich weit auf, daß es in der Bude anfängt, schauderhaft zu ziehen. Jessas, Jessas! is dös a Viech, nö, so was!" und topfschüttelnd verlassen sie die Bude, die sich schnell wieder füllt. Tunuht, Tuuht! Tuuht! ein Nebelhorn ist die reine Sphären.nusif gegen die Töne der Riesentuba, die zum Besuch der erwunder und Seeungeheuer" einladet. Mirzl ist ganz blaß geworden bei der bloßen Ankündigung der gruslichen Dinge, die man do. sehen kann; auch Seppl ist etwas betreten, in seinem Hirn wälzen sich ganz fürchterliche Vorstellungen von Seeschlangen, von tausendarmigen Ungeheuern der Tiefe und: da geh' ma nimmermehr eini," entringt es sich der Brust des naiven Sohnes des bayerischen Hochgebirges. Mirzl ist einverstanden; ihr Näschen schnuppert schon seit einiger Zeit recht lebhaft, nun hat sie heraus, was so lieblich ihr Geruchsorgan be= schäftigte: von der nahen Ochsenbraterei" quellen süße, appetitreizende Düfte, und plötzlich kommt es unisono aus des Paares Munde: i hab an Mordshunger. Die Stärkungspause in den Zelten um den Ort herum, wo ein ganzer Ochs am Spieß gebraten wird, nimmt der Wichtigkeit des Geschehnisses entsprechend eine geraume Spanne Zeit ein. Von nebenher tönen Zitherklänge und der eichengedeckte Tanzboden erdröhnt unter dem Gestampf der schuhplattelnden Paare. Juhuh, da dürf'n wir nir fehlen! Bald dreht sich Seppl und Mirzl nach einem feschen Steyrischen" im Takte. Und eine Ausdauer entwickeln diese Tänzer, da können sich unsere Salonlöwen ein Beispiel daran nehmen. Alles hat ein Ende, auch der lustigste Ländler, und weiter gehts, immer in den Rummel hinein. Dort hat Thalia ihren bäurischen Jüngern einen Tempel errichtet, und knüppeldicke voll ist's zu jeder Vorstellung, da spür'ns" den Herrgottschniger von Oberammergau", den G'wissenswurm" 2c. naturecht ist die Kunst der Schauspieler da oben, naturecht das Empfinden der Buschauer da unten; da muß es ja„ guat ausgeh'n." " - Timt verantwortltm. Das Schtafal des vielfachen Mörders Dittrich ist nun endgiltig entschieden; er ist nach erfolgtem Schriftwechsel mit der Berliner Staatsanwaltschaft auf Grund des ärztlichen Gutachtens der Jrrenstation des Waldheimer Zuchthauses, das ihn für geistesfrant erklärt, nunmehr auch wegen der beiden Frauenmorde bei Berlin außer Verfolgung gesezt worden. Dittrich ist demzufolge aus der Jrrenstation des Zuchthauses in Waldheim entlassen und in der Dresdener städtischen Heil- und Pflegeanstalt unter Beobachtung gesteit worden. Sofern er für unheilbar geistestrant erlangt wird, wird er in der Landesirren anstalt Sonnenstein interniert werden. Allmählich ist es finster geworden, überall blizen Lichter uf, bald große, bald kleine, alle überstrahlen die elektrischen Bogenlampen. Das Gewimmel da unten wird deshalb aber aicht weniger, niemand läßt sich stören, das geht in unetrilbter Fröhlichkeit bis in den frühen Morgen. Frau Babaria ist des Schauens für heute auch müde geworden, hr Böwe ist längst eingeschlafen, auch ihr kommt der Schlummer. Doch von der Wiese tönt es noch lange herauf, das Bauchzen und Jodeln, das Tuten und Schreien, der Lärm des Oktoberfestes. Nab und fern. † Eifersucht und Schwefelsäure. Die in der Schönholzer ftraße in Berlin wohnende geschiedene Frou Elisabeth reer, geb. Büse, wurde von einer Frau Schmidt durch Begiezen mit Schwefelsäure im Gesicht, am Hals, Brust und beiden Armen lebensgefährlich verlegt. Die Täterin entfloh, wurde aber später in der Rostockerstraße verhaftet. Die Tat geschah, weil Frau Kreer mit dem Ehemann der Täterin ein Liebesverhältnis hatte. Frau Kreer dürfte kaum mit dem Leben davonkommen. † Gesunkener Dampfer. Der Auswander- Dampfer ,, Charterhouse" ist auf der Reise zwischen Hoihow und Hongkong gesunken; der Kapitän und 60 Passagiere sind verloren. Ein Dampfer des Norddeutschen Lloyd nahm ein Floß mit 26 der Schiffbrüchigen auf. Bunte Tages- Chronik. Eberswalde, 4. Oktober. In Finowkanal wurden die zusammengebundenen Leichen der Frau Rentier Rehfeldt und ihrer 28 Jahre alten franken Tochter gefunden. Essen, 4. Oktober. Unter dem Verdacht, die Engländerin Miß Lake ermordet zu haben, wurde der Musiker Funfe Rellinghausen verhaftet. Auf die Entdeckung des Täters waren 1000 Mark ausgesetzt. † Eine nicht konzessionierte Münze ist wiederum in Berlin entdeckt worden. Fünf Arbeiter" hatten sich in Kellern etabliert, um aus alten Löffeln Zweimarkstücke herzustellen. Als die Polizei die Herren festnahm und die Werkstatt au hob, fand sie dort eine Anzahl Tiegel, Schmelztellen, Feilen, und 54 falsche Zweimarkstücke. Diese tragen das Münzzeichen A und die Jahreszahl 1898. Sie fühlen sich fettig an und besitzen ein leichteres Gewicht als die echten Stücke. An dem Vertriebe des Falschgeldes scheint noch eine große Anzahl weiterer Personen beteiligt gewesen zu sein. Zwei Mitglieder der Bande werden von der Polizei noch gesucht. Wie einträglich das Geschäft" war, geht daraus hervor, daß zwei der Falschmünzer noch an demselben Abend von 23 falschen Zweimarkstücken 15 verausgabt haben. " Effen, 4. Oftober. Schon wieder ereignete sich hier ein Mord. Heute morgen wurde der italienische Arbeiter Arbezzi mit durchschnittenem Halse aufgefunden. Der mutmaßliche Täter ist bereits verhaftet. † Im Wahnsinn. Bewohner eines Hauses der Dalldorferstraße in Berlin entdeckten in der Nacht, daß die dort wohnende Arbeiterfrau Charlotte Nemack, die schon seit einiger Zeit schwer nervenkrank war, ihre 13 Jahre alte Tochter und dann sich selbst aufgehängt hatte. Mailand, 4. Oktober. Hier wurde gestern eine Bande von Juwelendieben und Hehlern entdeckt. In einem geheimen Mauerfach fand die Polizei eine Menge aus Schmuckstücken ausgebrochener Juwelen im Werte von 250 000 Lire. Salt Lake Citn, 3. Oktober. Das Ha der Mormonentirche Joseph Snaith tourde unter der anklage der Vielweiberei verhaftet. Smith hat fünf Frauen. Den Anlaß zur Verhaftung gat die Anmeldung der Geburt des 43. Kindes Smiths. † Protest gegen den Bennett- Sieger in der Luftballonwettfahrt, den Amerikaner Lahm, ist von Rolls( England) eingelegt worden. Da angesichts des schwachen Windes vom peranstaltenden Komitee beschlossen worden war, nicht eine Wettfahrt, sondern eine Dauerfahrt abzuhalten und Rolls 26 Stunden in der Luft gewesen sein will, Lahm aber nur 22, so ist es sehr wahrscheinlich, daß dem Protest stattgegeben verden muß und Herr C. S. Rolls- England mit seinem Ballon ,, Britannia" nachträglich zum Sieger proklamiert wird. Newyork, 4. Oktober. Durch eine Gasexplosion im Hochofen der Maryland Steel Co. in Sparrow Point wurden vier Arbeiter getötet und acht schwer verletzt. Cokales. * Die„ Darmst. 8tg." schreibt unter dem 4. d. Mts.: Der Großherzog ist heute Morgen furz nach 7 Uhr wohlbehalten wieder in Wolfsgarten eingetroffen. Woher der Fürst aber gekommen ist, gibt das amtliche Blatt nicht an. Zum Fall korell. Das Großh. Oberkonsistorium Newyork, 4. Oktober. In Tocahontas( Virginien) wurden 60 Berglente in einer Grube verschüttet. Rettungsarbeiten find wegen Gasentwickelung fast unmöglich. † Eine grenzenlose Rohheit. Ein unbekannter Bube hat bie im Dresdener ,, Großen Garten" stehenden Marmorgruppen Quellennymphe" und" Leda mit dem Schwan" mit Alizarinlinte übergossen, die Gesichter jedoch unbesudelt gelassen. Der Schaden ist nicht gänzlich wieder zu beseitigen, da die Tinte in den Marmor tief eingedrungen ist. Schade, daß die Prügeltrafe abgeschafft ist! † Zärtliche Verwandte. Der Großindustrielle P. in Kltona- Ottensen hat beim Staatsanwalt Strafantrag gestellt, weil er von seinen eigenen vier erwachsenen Kindern schwer Aus dem Gerichtsfaal. * M inbundezeit erin it endgültig befe Beispiel. Dr Orgelturf Brf Mendelsfohn de und brei Wo Am Unterrichte na Beatfchlands Erfolg ift glänzend. babon 171 große. e Bahl der außer Billiger Bein Lage Weinberge zur 1 hat, wie die Darmst. 8tg." hört, unterm 24. v. M. an die evangelische Landessynode folgende Mitteilung, den Fall Korell betreffend, geiangen lassen:„ Wir teilen ergebenst mit, daß wir der hohen Synode bet ihrer nächsten Tagung über obige Angelegenheit eingehende Eflärung abgeben werden. Sierbei wird auch die Interpellation der Synodalen Röhler und Schaub über Verlegung des Erlasses vom 4. Dez. 1849, betr. Bewahrung des Dienstgeheimnisses, mündlich beantwortet werden." ng Beinberg, der zu ebot von fage und Der mittelrhe Om 1. Rreisvertreter ten Jahresbericht O Mitgliedern. D 14992 geftiegen. 4 107 Vereine b Vereine find im B rigenen Turnplägen Bau Rheinheffen an und 15 504 Mitgl bat 836 Witglieder * Ruhland contra Biermer. Ein sehr interesfanter Prozeß wird am 17. und 18. Oft. vor dem Königl. Schöffengericht in Berlin, Turmstraße 93, entschieden werden. Es betrifft die Beleidigungsklage des Prof. Dr. Ruhland, icht wohnhaft zu Wittenberg, gegen den Prof. Dr. Biermer, Prof. der Staatswissenschaften an der Universität Gießen, wegen des letteren bereits im Jahre 1903 erschienenen Streitschrift Ruhland, Köhler- Langsdorf u. Co." § Ein Breslauer Kaiserdeputierter vor Gericht. Am 15. b. M. verhandelt das Breslauer Schwurgericht gegen den Vorschmied Hirsch, den ehemaligen Deputierten an den Kaiser, wegen Verrufserklärung, tätlicher Beleidigung Arbeitswilliger und der Teilnahme an der öffentlichen Zusammenrottung auf dem Striegauer Plaz als Rädelsführer. Die Verteidigung hat ungefähr 50, der Staatsanwalt 25 Zeugen geladen. § Verurteilter Muttermörder. Zu 12 Jahren Zuchthaus berurteilte das Schwurgericht in Hannover den 25jährigen Otto Bührmann. Derselbe hatte seine 55 Jahre alte Mutter ermordet, um sich in den Besitz von Geldmitteln zu fetzer. " ** Das Schwurgericht Gießen verurteilte den Monteur Heinrich Wargand aus Frankental wegen Totschlagsversuchs zu 1 Juhre Gefängnis. Die Geschworenen billigten ihm mildernde Umstände zu. * Aus Oberbeffen. hängenden wetid Früchte plagen auf u ben. Der Preis pro en teilweise nur 1,50 en die Leute die Zwet ab und verfaulen. abgefchloffen haben. D. Leibgeftern, 5. D Ihr brannte dahier die ane Heinrich Wegners die Scheune des ein gelitten. Alertshausen( R de wurde dieser Tage Banen des Baurats S Somberg a. d. Oh blen zur Land hwach, an mancher amifion. Es zeigt d it noch wenig Ve ndarm Hanselt mod und Beterin Algesheim versetzt. A Heute Vormittag fand die Eröffnung des Hauptteils unseres neuen Bahnhofsgebäudes ftatt. Die große Empfangshalle mit dem Haupteingang, der Wartesaal 1. und 2. Klasse und der daran anschließende Speisesaal wurden dem Verkehr übergeben. Die Emfangshalle ist 36 Meter lang und 47 Meter breit, sie enthält die Bahnsteigsperre, Gepädabfertigung, Fahrkartenausgabe und Räume für Portier und Bahnsteigschaffner. Besonders geschmackvoll und schön ist der neue Wartesaal 1. und 2. Klasse eingerichtet. Die hübschen Bildhauerarbeiten am Haupteingange und die Malereien in der Empfangshalle nehmen sich sehr gefällig aus. In den nächsten Tagen folgt weiter die Eröffnung der Fahrkartenausgabe und der Kellerwirtschaft, in etwa 2-3 Wochen des neuen Wartesaales 3. und 4. Kl., des Sperrhauses an der oberhessischen Bahnseite, der Verbindungshalle nach dem oberhessischen Bahnsteig und des Polizeilofals. Darnach wird sofort der alte Wartesaal 3. und 4. Al. abgebrochen und als Stationskasse und andere Räume umgebaut; bis Weihnachten soll der Rohbau fertig sein. Der öftliche Flügel des Bahnhofs wird in seiner Fassade dem Baustil des Neubaus entsprechend umgestaltet werden. Ein weiterer Neubau wird sich noch nach der Stadt ansoließen und als Lokal für die Poft eingerichtet werden. Bis alle Arbeiten und Umbauten vollendet sein werden, wird noch etwa 4 Jahr vergehen. Der Erbauer des Bahnhofs ist Architet Hofmann- Herborn. § Das Urteil im Weimarer Kunstdiebstahls- Prozeß ist, gestern nachmittag gefällt worden. Vom Landgericht Weimar wurde der Antiquar Bach zu einer Zuchthausstrafe von 2 Jahren wegen gewohnheitsmäßiger Hehlerei verurteilt, vor: der Untersuchungshaft wurden 6 Monate in Anrechnung gebracht. Wie bekannt, find im Laufe des vorigen Jahres aus dem herzoglichen Schloß in Weimar eine Anzahl wertvoller Sund gegenstände, darunter einige Goethe- Manuskripte, geftah! worden. Der Verlust wurde erst bemerkt, als von Berlin aus die gestohlenen Manuskripte der Goethegesellschaft in Weimar zum Kauf angeboten wurden. Der Antiquar Bach, der als Verkäufer festgestellt wurde, behauptet, die wertvollen Manuskripte von einem herzoglichen Beamten gekauft zu haben, ohne eine Ahnung von dem unrechtmäßigen Erwerb der Dokumente gehabt zu haben. Der Prozeß hat ungeheures Aufsehen erregt, zahlreiche Personen der höheren Gesellschaft waren als Zeugen geladen. § Ein dreifaches Todesurteil hat gestern her oberste Gerichtshof in Mexiko bestätigt. Die 3 amerikanischen Verficherungsschwindler der New York Life Insurance Company, Richardson, Harte und Mason, wurden schuldig befunden, zwei Männer Mitschel und Devers ermordet zu haben, um bas Versicherungsgeld zu erheben, und zum Tode durch Ers schießen verurteilt. Ihre Silberne Hochzeit feiern heute die Eheleute Klaus zu Gießen, Bleichstraße 34. Der Bauer'sche Gesangverein, dessen Mitglied Klaus ift, gab ihm gestern Abend unter Leitung des Dirigenten Lehrer Görlach ein Ständchen. § Revision im Prozeß Rutthofer. Die vom Innsbruder Schwurgericht wegen Totschlags, begangen an ihrem Ehemann, zu fieben Jahren schweren Kerfers verteilte Landrats witwe Rutthofer hat ihren Rechtsbeistand beauftragt, unter allen Umständen die Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil einzulegen Gleichzeitig bat sie den Verteidiger gelegentlich einer Unterredung mit ihm, ihr Bapier und Bleistift zu beschaffen da sie während ihrer Haft cine Broschüre über ihr Schicksal zu schreiben beabsichtige. *** Wie wir aus guter Quelle vernehmen, beabfichtigt der bekannte Verbandsredner der Kriegerkameradschaft Hassia, Lehrer Volk von Schadenbach, demnächst zurückzutreten. * Der Offiziersrod für die Militärtapell meister soll nun doch in aller Kürze zur Einführung gelangen, so doß die Militärkapellmeister dann den langen zweireihigen Rock, jedoch mit den gegenwärtigen Achselstücken, tragen. Im Dienst und bei Paraden behalten die Militärtapellmeister ihre jeßige Uniform, jedoch fallen die Treffen am Kragen und den Aermelaufschlägen fort. Bekanntlich haben auch die Zahlmeisteraspiranten vor kurzem eine ähnliche Uniformierung erhalten. § Zu milde bestraft. Das oberfränkische Schwurgericht in Bamberg verurteilte nach zweitägiger Verhandlung den Gendarmen Schlereth aus Forchheim wegen Ermordung seiner Geliebten, der geschiedenen Tagelöhnersfrau Hofmann, zu fünf Jahren Gefängnis und Ehrverlust. Der Staatsanwalt dürfte Revision einlegen. * Obst Ausstellung. Wie schon früher er wähnt, findet in der Zeit vom 11.- 14. Oftober im Felsenkeller zu Lauterbach die diesjährige Obstausstellung des Oberh. Obstbauvereins statt, die dazu dienen soll, die Lust am Obstbau zu weckfeu bezw. noch zu ber größern. Der Oberh. Obstbauverein wird als solcher selbst einige Sortimente, die den Verhältnissen streng angepaßt find, zusammenstellen, aus denen ersehen werden kann, welche Sorten speziell für rauhe Lagen, Feldpflanzungen, Gärten, für Einmachzwecke, Weinbereitung usw. geeignet sind und es kann nur jedem Landwirt und Gartenbefizer empfohlen werden, das Gebotene genau zu studieren, um für die Praxis Nugen daraus zu ziehen. * Nahezu 40 000 Rubikmeter Nuzholz, die im kommenden Wirtschaftsjabre in den hessischen Gemeindewaldungen zum Abtrieb tommen, sind von der Forst- und Kommunal- Verwaltung zur Submission ausgeschrieben. * Gerichte für Mietstreitigkeiten. Seitens der Hausbesizer Vereine soll dafür agitiert werden, daß aud t geachtet und beliebt Sattenrod, 4. Dft. noch in diesem Winte en Elpenrod, 4. D bom Raiser die Fahnensd redenden Feierlichkeiten Berein überreicht werd Buzbah, 4. Dkt. enifer Wießner wird Friberg Borträge über D fangen halten: Fre Balofung, Samstag,& De 7. in Griebel mit Berlo Dinding den 9. in Münz Etag, den 13. D Brige beginnen an Etagen nachmittags 31 Buzbach, 4. Oft. O fat täglich ganze Wag berladen, die die Lar Händler hat die Bwet 3-3.50. ben en in hiesiger Gegend , je nach der Sorte, 2 Bad- Nauheim, 4. Rurverwaltung zur großes Delgemälde au elt. Das Bild ist g Marttiene in S ignis". Der Wert des geben. Der Großher halten. A Friedberg, 4. D ter i. B. Wilhelm bon faft 85 Jahren 1839 bis 1841 bas 1841 in Söbel i. d Jahren in den heffi et über 60 Jahre für Streitigkeiten zmischen Hauswirt und Mieter Sonderat, fodaß faft die g gerichte nach Art der Kaufmannsgerichte eingesetzt werden, um eine schnellere und billigere Rechtsprechung zu erzielen, als es bisher bei ordentlichen Gerichten der Fall ist. Die Einrichtung würde derart sein, daß unter dem Vorsiz eines hule gegangen ift. Alsfeld, 4. Dtt. Darmstadt verfester Abfchiederffen fait. Alein Krogenburg. Dorfgemeinden des n Juristen ein Laienkollegium zur Hälfte aus Hausbesizern febr bebauert. und zur Hälfte aus Mietern konstituiert wird. * Ein deutscher Arbeitgeber. Verband für das Bäckergewerbe wurde auf einem in Berlin abgehaltenen Rongres Ler Bäckermeister Deutschlands gegründet. Der Verband umfaßt zur Zeit 30 Ortsgruppen und bezweckt die Ent schädigung und Unterstützung bei Ausständen im Bäckergewerbe. Für den Verband, dem sich viele Brotfabrikanten, die sonst nicht den Innungen angehören, anschlossen, kommen etwa 50000 Meister in Betracht. * Endlich richtig. Auf den neuen hessischen 3manzigmarkstücken mit dem Bilde des Lanoesfürsten ist dessen Titel Großherzog richtig buchstabiert; die an die un * me Gebraud, daß fid ehen von Menschenz Spezies von Bahn es Unheil anrichtet, ger werden die Gro gegenüber vielfach b gewöhnlich 60 hon für 30 f wie das täglich fü Manne mehrere B 33. unter dem 4. 6. M.: turz nach 7 Uhr wohl ingetroffen. Bober ber amtliche Blatt nicht an. 3 Großh. Oberkonfiftorium , unterm 24. v. R. an de Mitteilung, den Fall Rheinbundszeit erinnernde Schreibart Großherzog te somit endgültig beseitigt sein. Hoffentlich folgt Baden diesem Beispiel. * Der Orgeltursus für Hessische Lehrer, ke von Prof. Mendelssohn in Darmstadt veranstaltet und gelitet wurde und drei Wochen dauerte, wird diese Woche beabit. Am Unterrichte nahmen dieses Jahr 17 Lehrer teil. * Deutschlands Erfolg auf der Mailänder Auslade schauerlich zugerichtet wurde, dann suchten die jammernden Patienten den Arzt auf. * Frankfurt, 4. Dft. Die Cordier Stiftung. Nachdem der Vermögensbestand des verstorbenen Privatiers J. C. A. Cordier nunmehr gerichtlich festgestellt ist, beträgt das dem evangelisch- lutherischen Almosenkasten als dem Uni versalerben zugefallene Vermächtnis an Wertpapieren 900 000 Mart und an Hypotheken intl. eines Wohnhauses in der Brönnerstraße 700 000 Mt., so daß nach Abzug der Wir teilen ergebenft mit tellung ist glänzend. Bei 475 Ausstellern errang es 485 er nächsten Tagung über cafe, davon 171 große. Bu berücksichtigen ist dabei noch festgelegten Legate im Betrage von 130000 Rt. als Grundflärung abgeben werden. ie große Zahl der außer Wettbewerb stehenden Aussteller. stock zur„ Cordierschen Stiftung" 1/2 Millionen Mt. ver: n der Synodalen Röhler * Billiger Weinberg. In Dörrscheid gelangten bleiben dürften. Da nach den Bestimmungen des Teftators claffes vom 4. Dez. 1849, fer Tage Weinberge zur Versteigerung. Dabei wurde auf die Zinsen 5 Jahre lang zum Kapital geschlagen werden ffes, mündlich beantwortet den Weinberg, der zu 1500 Mt. abgeschäßt worden war, rmer. Ein sehr intere Gebot von sage und schreibe dreißig Mi. abgegeben. * Der mittelrheinische Turnkreis zählt nach 8. Oft. vor dem Rönigl. m vom 1. Kreisvertreter, Turninspektor Schmuck- Darmstadt, Be 93, entschieden werden. tatteten Jahresbericht 13 Gaue mit 914 Vereinen und müssen, so wird sich das Kapital bis zu dem Tage, an dem die, Cordier- Stiftung" in Kraft tritt( 1901), auf 1 800 000 M. erhöhen, aus dessen Binsenerträgnis ca. 90 Stellen à 800 M. errichtet werden fönnen. ? Haingrund im Odenwald. Dahier starb vor einigen Tagen der älteste Mann des Ortes, Philipp In der Johanneskirche. Vormittags 91/2 Uhr: Pfarrassistent Steiner. Vormittage 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Pfarrassistent Steiner. Nächfifolgenden Sonntag, den 14. Oftober firchliche Feier des Ernte- Daxffestes. An diesem Tage wird nach allen Gottesdiensten eine besondere Kollefte für die Armen erhoben. An dems Iben Tage beginnen die Ab ndgott sdienste um 5 Uhr. Der Konfirmandenunterricht für die Matthäus, Markus- und Lukas- und Militärgemeinde 6 ginnt om Montag, dem 15. Oftober, und wird an jedem Montag und Donnerstag für die Knaben von 3 bis 4 Uhr für die Mädchen von 44 bis 51 Uhr gehalten. Die Anmeldungen dazu werden erbeten. 1. Für die Matthäusgemeinde: Donnerstag, den 11. und Freitag, den 12. Oftober, jedesmal in der Zeit von 12-1 Uhr und 5-6 Uhr nachmittags im Pfarrhause des Prof. Dr. Ruhland, 9310 Mitgliedern. Die Zahl der Böglinge ist von 13763 Neff, im Alter von 90 Jahren. Der biedere Mann Kirchstraße 1.1 den Prof. Dr. Biermer, f 14 992 gestiegen. 46 Kreisvereine pflegen das Frauens hat bis vor wenigen Jahren 60 Jahre lang das Amt der Universität Gießen, men, 107 Vereine das Turnen schulpflichtiger Kinder. als Polizeidiener und Feldschütz versehn; auch als Orts2. Für die Markusgemeinde: Montag, den 8. und Dienstag, den 9. Oftober, jedesmal von 12 bis 1 Uhr und Fahre 1903 erschienenen 139 Vereine sind im Besige von eigenen Turnhallen, 234 briefträger war er längere Zeit bis vor 2 Jahren tätig. 3 bis 6 Uhr nachmittags, im Pfarrhause, Kirchstraße 5. ng®iorf u. Co.“ on eigenen Turnpläßen. Im Stärkeverhältnis marschiert * Hanau, 4. Oktober. Unter dem Berdacht des GoldUntersuchungshaft genommen. Gießen verurteilte den er Sau Rheinhessen an der Spize und zwar mit 141 Ber- diebstahls wurde der Goldarbeiter Christian Weber in Frankental wegen Lotmen und 15 504 Mitgliedern. gnis. Die Geschworenen abt hat 836 Mitglieder. 34. die Eröffnung des Die Turngemeinde Darm* Aus Oberhessen. Durch das Regenwetter sind die * Mainz, 4. Oftbr. Gefährlicher Fund. Ein Wagenwärter fand gestern Morgen in einem zwischen Wiesbaden und Mainz verkehrenden Eisenbahnwagen 8 Pakete Zum Glück waren sämtliche Pakete durchnäßt, sedaß eine Explosionsgefahr nicht bestand. Das Dynamit war in eine Bahnhofsgebäudes och hängenden Zwetschen dem Verderben preisgegeben, mit Dynamit und sonstigen gefährlichen Sprengmitteln. mit dem Haupteingang, ie Früchte plaßen auf und sind zum Verkauf wertlos gend der daran anschließende porden. Der Preis pro 8entner sinkt immer mehr, es bergeben. Reter breit, ſie enthält die unten die Beute die Zwetschen garnicht unterbringen; diese Fahrkartenausgabe und fallen ab und verfaulen. Glücklich die Obstzüchter, die rechtSchaffner. Besonders geitig abgeschlossen haben. n. Leihgestern, 5. Oft. Feuer. Vergangene Nacht Wartefaal 1. und 2. Klasse Neunkirchener Beitung eingeschlagen; vermutlich ist also ein Bergwerksinteressent aus der Neunkirchener Gegend der Eigentümer der Sprengstoffe gewesen. gauerarbeiten am Haupt- Uhr brannte dahier die mit Maschinen und Frucht gefüllte eeeee er Empfangshalle nehmen Scheune Heinrich Wegners nieder. Der Besizer ist versichert. ften Tagen folgt weiter u die Scheune des einen Nachbarn hat durch Feuer erbe und der Kellerwirtschaft, heblich gelitten. Wartesaales 3. und 4. AL., Alertshausen( Rabenau), 4. Dft. Unsere neue hen Bahnseite, der Berkirche wurde dieser Tage feierlich eingeweiht. Sie ist nach schen Bahnsteig und des den Plänen des Baurats Diehm- Gießen erbaut. rt der alte Wartesaal 3. Homberg a. d. Ohm. Die Beteiligung an den Stationskasse und andere Wahlen zur Landwirtschaftskammer war n soll der Rohbau fertig fehr schwach, an manchen Orten wählte nur die WahlBahnhofs wird in seiner tommission. Es zeigt dies, daß bei den Landwirten entsprechend umgestaltet dafür noch wenig Verständnis vorhanden ist. wird sich noch nach der Gendarm Hanselt wurde als Wachtmeister nach für die Poft eingericht omrod und Veterinärarzt Fauerbach nach Umbauten vollendet sein Gau- Algesheim versetzt. Beide Herren waren dahier bergehen. Der Erbauer sehr geachtet und beliebt. n- Herborn. zeit feiern heute die chstraße 34. Der Bauer'sche aus ist, gab ihm geftern enten Lehrer Görlach ein Quelle vernehmen, beab dner der Kriegerkamerad bon Schadenbach, den r die Militärtapell Kürze zur Einführung meiſter dann den langs § Hattenrod, 4. Dft. Mit der Feldbereinigung wird noch in diesem Winter in unserer Gemarkung begonnen werden. *-* Elpenrod, 4. Dft. Unserem Kriegerverein ist vom Kaiser die Fahnenschleife verliehen worden, die unter entsprechenden Feierlichkeiten am 28. Oftober vom Kreisamt dem Verein überreicht werden wird. * Buzbach, 4. Oft. Obstbauvorträge. Dbft bautechnifer Wießner wird in folgenden Orten des Kreises Friedberg Vorträge über Obstbau verbunden mit praktischen Unterweisungen halten: Freitag, den 5. Oft. in Oppershofen it Berlosung, Samstag, den 6 in Rockenberg, Sonntag, den 7. in Griedel mit Verlosung, Montag, den 8. in Gambach, aben behalten die Militia bach, Samstag, den 13. Ott. in Wölfersheim mit Verlosung. jedoch fallen die Treje die Vorträge beginnen an Wochentagen abends 8 Uhr, an hlägen fort. Bekanntlid Sonntagen nachmittags 3 Uhr. en vor kurzem eine ähnli Bei Einkäufen wollen unsere verehrlichen Abonnenten und Leser sich der in unseren Zeitungen inserierenden Firmen erinnern und auf uns beziehen. 0203090e0e Rechtsauskünfte. Für die erteilten Auskünfte kann eine zivilrechtliche Haftung nicht übernommen werden. Nachdruck verboten. K. B. 9. Die Wiederanstellung eines pensionierten Beamten hängt von dem freien Ermessen der vorgefeßten Behörde ab. Die Pension tann nur nach den gesetzlichen Bestimmungen festgesetzt werden. Mietstreitigkeit. Da der frühere Eigentümer des Hauses Ihnen gestattet hat, möbliert zu vermieten, ist auch der jeßige Eigentümer verpflichtet, das zu dulden. Beantragen Sie beim Amtsgericht den Erlaß einer einstweiligen Verfügung, wozu Sie sich zweckmäßig an einen Anwalt wenden werden. Verurteilt. Reichen Sie, sobald Sie eine Aufforderung zum Strafantritt erhalten, bei der Staatsanwaltschaft ein Gesuch um Strafaufschub unter Begründung ein. Erbstreitigkeit. Sie müssen die Todeserklärung Ihres verschollenen Bruders herbeiführen, alsdann fann der ihm zugefallene Teil des Nachlasses unter die Geschwister verteilt * Butzbach, 4. Oft. Obst segen. Gegenwärtig werden bir faft täglich ganze Waggonladungen Zwetschen mit der Wie schon früher Bahn verladen, die die Landleute mit Wagen hierherbringen. m 11.- 14. Oftober in in Händler hat die Zwetschen in den Orten der Umgegend werden. 1. Die dazu dienen sich eu bezw. noch zu be berein wird als solda Kelteräpfel en in hieſiger Gegend das Malter 14-16 Mt., Tafelbft, je nach der Sorte, 20-30 Mt. * Bad- Nauheim, 4. Oft. Der Großherzog hat Den Verhältnissen trenger Kurverwaltung zur Ausschmückung unseres Kurhauses en, aus denen erjeha in großes Delgemälde aus seinem Privatbesig zur Verfügung eztell für rauhe Lagen gestellt. Das Bild ist gemalt von T. Ethofer und stellt und es kann nur jedem Ereignis". Der Wert des Gemäldes ist mit 10 000 Mart empfohlen werden, da gegeben. Der Großherzog hat das Eigentumsrecht sich m für die Praxis Nuben orbehalten. ene Marktszene in Salzburg vor, betitelt ist es" Ein Einmachzwede, Wein A Friedberg, 4. Dft. Der Nestor der Lehrer Hessens, Nugholz, die im tommenden hrer i. P. Wilhelm Look, starb hier im hohen Gemeindewaldungen Forft und Kommunale rieben. Elter von fast 85 Jahren. Er in 1822 geboren, besuchte on 1839 bis 1841 das Lehrerseminar zu Friedberg und at 1841 in Södel i. d. Wetterau als Schulverwalter mit 18 Jahren in den hessischen Schuldienst. Seine gesamte agitiert werden, daß aud Dienstzeit über 60 Jahre hat der Verstorbene in Söbel zuSchlosser A. Zur Haltung eines Pflegekindes bedürfen Sie der pouzeilichen Genehmigung. Wird diese verſagt, so müssen Sie das Kind abgeben. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 6. Oktober. Meist trüb, geringer Regen, Temperatur wenig verändert, mäßige westliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 17. Sonntag nach Trinitatis, den 7. Oftober. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 91/2 Uhr: Pfarrer D. Schloffer. Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Marcus. wirt und Mieter Sonders gebracht, sodaß faft die gesamte Einwohnerschaft bei ihm zur gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder GeShule gegangen ist. § Alsfeld, 4. Okt. Montag fand zu Ehren unseres Darmstadt verseßten Kreisrats Dr. Melior dahier Abschiedsessen statt. Der Weggang des Scheidenden wird sehr bedauert. gerichte eingefest werde Rechtsprechung zu erzielen erichten der Fall iff. Di aß unter dem Vorfig eine Hälfte aus Hausbeftem Hituiert wird. Berband für das Bad Berlin abgehaltenen Rouge gegründet. Der Berband und bezweckt die Gat i Aueständen im B fich viele Brotfobrilante hören, anfhloffen fo uf den neuen b be des Lanoeslüften adftabiert; die an die " * Klein- Kroßenburg. Immer nur sparsam. In Dorfgemeinden des nahen Spessart besteht mitunter der same Gebrauch, daß sich Wagen- und Hufschmiede mit dem lusziehen von Menschenzähnen befassen. Daß diese eigen tige Spezies von Bahntechnifern" mit ihren Rangen gar anches Unheil anrichtet, liegt auf der Hand. Nichtsdestobeniger werden die Grobschmiede den approbierten Dorf: habern gegenüber vielfach bevorzugt. Der Dorsbader berechnet inlich gewöhnlich 60 Pfg. pro Bahn, während der Schmiedifter schon für 30 Pfg. das Zahnziehen besorgt. Wenn doch, wie das täglich fürzlich im Gebirgsdorfe K. geschah, em Manne mehrere Zähne abgebrochen und die Zahnmeinde erbeten. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlossc. Abends 8 Uhr im Matthäussaal: Vereinigung der fonfirmierten männl. Jugend der Matthäusgemeinde, wozu auch die Neukonficmierten eingeladen werden. Mittwoch, den 10. Ottober, abends 6 Uhr im Markusfaal: Vereinigung der fonfirmierten weibl. Jugend der Markusgemeinde. Donnerstag, den 11. Oktober, abends 8 Uhr im Matthäussaal: Bibelstunde.( Fortseßung der Auslegung der Offenbarung Johannis) Pfarrer D. Schlosser. Der Frauenmissionsverein wird Dienstag, den 16. Oft. wieder seinen Anfang nehmen und von 4 bis 6 Uhr im Matthäussaal gehalten, wozu Mitglieder hierdurch herzlich eingeladen werden. Weitere Teilnehmerinnen werden sehr willkommen sein. Auskunft erteilt Pjarrer D. Schlosser. 3. Für die Lukas- und Militärgemeinde: Montag, den 8. und Dienstag, den 9. Oktober, von 12 bis 1 Uhr und von 2 bis 52 Uhr nachmittags, im Konfirmandensaal der Lukasgemeinde. Die Formulare zur Anmeldung sind bei den Schuldienern zu beziehen. Die Eltern werden gebeten das zweite Blatt abzutrennen und ausgefüllt mitzubringen. Die feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts findet Sonntag, den 14 Oftober statt, und zwar: In der Stadtkirche für die Markusgemeinde im Anschluß an den Hauptgottesdienst, für die Matthäusgemeinde im Anschluß an den Abendgottesdienst. In der Johanneskirche für die Lukas- und Militärgemeinde im Anschluß an den Hauptgottesdienst. Die Eltern und Angehörigen der Konfirmanden werden nebst der Gemeinde hierzu eingeladen, wegen des Konfirmandenunterrichts für die Johannesgemeinde werden seinerzeit die nötigen Mitteilungen gemacht werden. Batholische Gemeinde. Samstag, den 6. Dltober. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Ge legenheit zur heiligen Beichte. Samstag Nachmittag und Abend und Sonntag Bormittag wird ein fremder Priester Beicht hören. Sonntag, den 7. Oftober. 18. Sonntag nach Pfingsten. Rosenkranzfeft. Vorm. von 61/2 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. " um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiliges Kommunion. Vorm. um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. um 91/2 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm. um 5½½ Uhr: Christenlehre; darauf RosenkranzAndacht mit Segen. Rosenkranzandacht mit Segen. An den Werktagen ist täglich des abends um 61/2 Uhr Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Was ist Krankheit? Fast alle Krankheiten entstehen dadurch, daß die Verdauung und Assimilation eine falsche ist und das Blut, das durch Verdauung und Assimilation geschaffen wird, anstatt in vollkommen reinem und kräftigem Zustande zu sein, durch Unreinigkeiten und Krankheitsstoffe forrumpiert ist. Wenn bei den Menschen immer eine normale Verdauung und Assimilation vorhanden wäre und infolgedessen auch gesundes, reines Blut, so wären wahrscheinlich alle Krankheiten ausgeschlossen. Somit liegt der Keim aller Krankheiten in der Verdauung, Assimilation und in dem Blute. Leider treten durch unrationelle Lebensweise, speziell im Essen und Trinken, Störungen der Verdauung und Assimilation hervor, welche, wenn auch anfangs nidt sehr lästig erscheinen, doh allmählich ein Blutzustand hervorrufen, durch welchen Krankheiten aller Art ihren Einzug halten. Deshalb ist es eine hervorragende Errungenschaft, in Ferromanganin( enthält: Eisen, 0,5, Mangan 0,1, [ an Zucker gebunden], Kognak 15, aromat. Bestandteile und Wasser) ein Mittel gefunden zu haben, das bei der heutigen Lebensweise unbedingt notwendig ist, um mangelhafte Verdauung und Assimilation zu korrigieren. das Blut zu reinigen und demselben die ihm nötigen Elemente zuzuführen. Die ersten Krankheitserscheinungen obiger Störungen zeigen sich in Bleichsucht, Blutarmut, Schwächezustand Herzklopfen, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Gliederreissen, Neuralgie, Unterleibsstörungen bei Frauen und Mädchen. Bald treten aber ernstere Krankheitszustände auf, wenn nicht Abhilfe geschaffen wird. Ferromanganin hat noch nie verfehlt, wirkend und kräftigend einzugreifen. In Apotheken erhältlich, wenn nicht vorrätig in der Universitätsapotheke" Zum goldn. Engel" in Gießen- Engel- Apothefe Frankfurt a. M. Apotheke in Üürich. stein( Oberbessen) und Stern- Apotheke in Kassel. Der heutigen Auflage liegt ein Preisfourant des„ Münchener Engros: Versandthouses Gebr. J.& V. Saulboff bei, welches besonders für Wiederverkäufer empfohlen werden kann. ANTONA a n. en er 6. Achtung! Achtung! Von Freitag d. 5. bis Donnerstag d. 10. Oftbr. verkaufe ich zu Gießen im Saale des Gasthauses zum„ fau" in der der Neustadt einen Waggon guter, im Gebrauch beftens bewährter emaillierter Haus- u. Küchen- Geräte zu ganz enorm billigen Preisen. Zum Verkaufe fommen: Kochtöpfe, Schmortöpfe, Ringtöpfe, Bekanntmachung. Die unterm 8. September 1906 angeordnete Sperre Plocktraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 4. Oftober 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. teßen, den 4. Oftober 1906. Die unterm 12. September 1906 angeordnete Sperre Waschtöpfe, Milchtöpfe, Kasserollen, Nudelpfannen, Fischkocher, des Miegelpfades zwischen Ebel- und Querstraße wird Milchkocher, Bratpfannen, Wasserkessel, Seihen, Durchschläge, Kaffee- biermit aufgehoben. kannen, Teekannen, Rahmgiesser, Präsentierteller, Tassen, Trinkbecher, Teller, Suppenterrinen, Salz- und Mehlbehälter, Essenträger, Gemüseschüsseln, Waschbecken, Fusswannen, Teigschüsseln, Waschgarnituren, Toiletteneimer, Nachttöpfe, Wassereimer, Milchkannen, Wasserschöpfer, Trichter, Schöpf- und Schaumlöffel, Kehrschaufeln, Reibeisen etc. etc. Der Verkauf dauert nur kurze Zeit und versäume daher niemand diese Gelegenheit. Frau Hermann Butroni aus Wehlar. Gernhardt'scher Großh. Polizeiamt Sießen. Herberg. Bezirkssparkasse Gießen. Wir bringen hierdurch zur Kenntnis der Bezirksangehörigen, daß vom 1. Oktober 1. Js. ab bei unserer Kasse die tägliche Verzinsung der Einlagen zur Einführung gelangt und daß jeden Werktag von vormittags 8-1 hr und nachmittags von 3-4/ 2 Uhr geöffnet Zither- und Mandolinen- Chor Die Staffe fact if Gießen( E. V) Sonntag, den 7. Oftober, abends 8 Uhr, im Saale des„ Hotel Einhorn": Musikalischer Gießen, den 22. September 1906. Bekanntmachung. Der Spengler und Installateur Wilhelm Stort dahier ist zur Ansführung von Anlagen im Anschin an das Gas- und Wasserwerk auf Grund der Be stimmungen vom 29. Dezember 1902 zugelassen worden Gießen, den 4. Oftober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Aus der Friedrich Bücking- Stiftung sind um Weihnachten d. J. 10 Gaben von 150 Mt. oder 100 an bedürftige und würdige Bewohner Gießens, Familien häupter oder einzelstehende Personen, zu vergeben. Anmeldungen find bis spätestens 30. Novembe 1906 beim städtischen Armenamt, Neuen- Bäue 25 Zimmer Nr. 2 einzureichen. Gießen, den 4. Oftober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Samstag, den 6. Oftober 1906, vormittags 10 Uhr sollen im Bürgermeistereigebäude die in den Direktion der Bezirkssparkasse Gießen. Forstwarteien I und III( Brück und Geisel), sowie in de Doering. Forstwartei Hangelstein( Lot) sich ergebenden Unterhaltungs- Abend Deutsche Rundschau bestehend aus Zither- und Mandolinen chören, Violin, Zymbals, Gesangs- usw. Vorträgen. Karten für Nicht Mitglieder an der Kasse 40 Pfg. Treibende Kraft bringt Reeses 5Pfg.- Backpulver jedem Kuchen, es kostet bei weitester Verbreitung nur die Hälfte anderer Fabrikate und ist, wie Reeses Spar- Puddingpulver, bei dem der Zucker erspart wird, unübertroffen. Alles mit Prämienscheinen. Reese G. m. b. H., Hameln. Römerbrunnen Mineralquellen bei Echzell, Oberhessen, von altersher rühmlichst bekannte Mineralquelle der Wetterau, seit 1823 gefaßt und zu ausgedehntem Versandt benußt. ist infolge hohen, natürlichen Kohlenfäuregehalts ein unübertroffenes Tafelgetränk. Eine glückliche Konzentration von Salzen. unter denen Chlornatrium an erster Stelle, verleihen ihm den Charakter einer borzüglichen Heilquelle bei allen Katarchen der Luftwege und des Verdauungs- Traktus, bei Nieren- und Blasenleiden, Rheumatismus, Gicht und Harubeschwerden. Ein furgemäßes Trinken des Wassers ist hierbei nach Angabe ärztl. Autoritäten von durchgreifender Wirkung. für Geographie und Statistik. 交 Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herausgegeben von Professor Dr. Friedrich Umlauft in Wien. Neunundzwanziger Jahrgang 1906/1907 In einzelnen Heften à 1.15 Mk., nur durch den Buchhandel zu beziehen. Ganzjährige Pränummeration 13.50 Mt. für 12 Hefte inkl. Franko Zusendung. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten und aus A. Hartleben's Ver= lag in Wien I., Seilerstätte Nr. 19. Industriefohlen* Gas-, Gasflamm, Fett- und Ziegel- Kohlen Niederlage: Joh. 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Karten Eintrittskarten, Mitteilungen, Mitgliedskarten Postkarten, Programme, Quittungen, Statuten Rechnungen, Gratulationskarten, Weinkarten Verlobungskarten, Trauungskarten Visitkarten Weinkarten, Speisekarten, Tischlieder etc. etc. Buchdruckerei Albin Klein O, Cramer, Köln, Giessen Seltersweg 83 Giessen Seltersweg 83 Genterstraße 6. W W W W W W W W W W Stadt- Cheater Giessen. Birken Besenreiser, geschätzt im ganzen auf 70 bis 80 Wellen, in verschiedenen Losen meistbietend versteigert werden. Gießen, den 3. Oftober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Curschmann. Bekanntmachung. Vom 9. Ifd. Mts. ab bis auf weiteres beginnt de Auftrieb von Vieh auf dem Viehmarktplatz um 8 bormittags. Der Schluß des Auftriebs von Großvieh ist auf 10 Uhr, von Schweinen auf 11 Uhr festgesetzt. Ende des Marktes ist am 1. Tag um 12 Uhr, an 2. Tag um 1 Uhr mittags. Gießen, den 3. Oftober 1906. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Nachdem die unter dem Schweinebestand des Pete Minte dahier aufgetretene Rotlauffeuche erloschen it wird die unterm 1. September I. Js. angeordnete G höftsperre aufgehoben. Gießen, den 3. Oktober 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 7. September 1906 angeordnete Sperre der Bergstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 4. Oktober 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Nachstehende Arbeiten zum Neubau des Stadt theaters in Gießen sollen im Wege des Angebotes vergeben werden. 1. Steinbildhauerarbeiten. öffentlichen 2. Lieferung von Granitsteinen ca. 15 cbm Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen, Bedingung und Angebotsformulare liegen im Bureau des Architelt 06: ans Meyer, Weftanlage 6 dahier, zur Einsicht offen und können daselbst zum Selbstkostenpreis erhoben werden Die Angebote sind bis zum Eröffnungstermin a Donnerstag, den 18. d. Mis., vorm. 11 Uhr Direktion: Herm. Steingoetter. Freitag, den 5. Oftober 1. Freitags: Abonnements= Vorstellung. Nora. Schauspiel in 3 Aufzügen von Henrik Ibsen. SRSRSRSRSRSRSRSR SA SR 茶茶 茶茶 茶茶 茶茶 茶茶 Flechtenkranke auch solche, die nirgends Heilung fanden, verlangen Prospekt und beglaubigte Atteste gratis.( Kein Medizinhandel.) Rolle, AltonaBabrenfeld. Beethovenstraße 12. Bettnässen ( auch Hosennässen) beseitigt unt. Garantie sofort! Alter, Geschlechtsangabe. Retourmarke erbeten! Auskunft erteilt umsonst: Institut Sanitas, Stadtamhof 112 in Bayern. Hilfe* * g. Blutstod. Timerman Hamburg Fichteftr. 33 u. meine bier i. D. bat. Neuheit Bims die Händ mit Abrador mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an in einzureichen. Gießen, den 3. Oftober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Arbeiterinnen und Lehrmädchen auf sofort gesucht. Anna Kramer, Damen- Confektion Gießen, Löberstraße 11, part. Heirat! Intel. Arzt- Witwe, Anfang 40er, sehr häusl. gesinnt, gut. Charakter, herzl. Gemüt ,, wünscht baldigst Heirat mit höherem Lehrer oder evang. 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Oftober Bessische Familienze