Nr. 155 Bnfertion prete Die einspattige Petitzeile für ganz Oberthefen, bie Kreise Weglar und Barburg 10 kg fonft 15 fg. Refiamen bic Betitzeile 30 rest. 40 fg. ebanon 1 Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechans& ink Mr. 362. Donnerstag, den 5. Juli 1906. Gießener 15. Jahrguag Abonnementerets: abgeholt monatlich 30 Bra., in's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Boft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Bratisbeklagen: Oberbeffiche Railieuzeitung agit) und die Gießener Seifenblaicu( wöchen fid) Das Blatt erscheint an allen Weritagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Der jüngste Hohenzoller. Mit inniger Freude ist aller Orten im deutschen Vaterlande die Kunde aufgenommen worden, daß dem deutschen Kaiserhause ein neuer Sproß geboren ist. Diesmal aber ist die herzliche Sympathie eine besonders warme. Ist es doch der deutsche Kronprinz, dem ein Sohn geboren wurde, ist es doch ein Prinz, der bestimmt erscheint, dereinst den deutschen Kaiserthron zu besteigen! Als im vorigen Sommer der Kronprinz Wilhelm seine liebliche Braut, die Prinzeffin Cäcilie, in das Schloß feiner Väter führte, hatte die Kronprinzessin bereits aller Herzen gewonnen. So kam es, daß man mit einiger Besorgnia allerorten die Kunde vernahm, dak das im fronprinz= lichen Haufe erwartete Freianis nicht, wie nach der Anordnung der firchlichen Fürbitte zu erwarten war, um die Mitte des Juni erfolate. Mancherlet Befiirchtungen wurden laut. Um so freudiger murde die Kunde aufgenommen, daß ein Prinz geboren set und die hohe Mutter sich sehr wohl fühle. - - Am Vormittage des 4. Sufi ift der Kaifer Großvater geworden. Auf der Nordlandsfahrt trifft ihn die frohe Botschaft, durch unfensbruch hat er sie übermittelt erhalten. Sie wird ihm die Erholunasfahrt in Hefter Weise ver: schönen. Um 4 Uhr frith wurde die Raiserin im Neuen Palais zu Potsdam benachrichtigt. In einer halben Stunte. war fie bei ihrer Schwiegertochter im Marmorpalais. Um 9% 11hr fonnte fie den Enfel in ihren rmen halten: Ein Prinz, ein zufünftiner Failer! Welche Gefühle mögen die hohe Großmutter in diesem Augenblick erfüllt haben! Welchen Namen wird der neugeborene HohenzollernBrinz führen?" Diese Frage fonnte man oft schon hören. Wir sind in der Lage einiges darüber mitzuteilen. Seder Hohenzoller, der als Erftaeborener aus einer Generation der renierenden Linie die Anwartschaft auf die Thronfolge hat, erhielt stets am Anfang seiner Taufnamen die beiden Vornamen Friedrich Wilhelm. Den Rufnamen bestimmt zunächst der Kaiser, das Haupt der Familie. Mie in Hoffreifen erzählt wird, dürfte der junge Brinz aleich seinem Vater und Brokvater WiIbeIm oerufen werden. Bei der Thronbe= fteinung fann er dann wählen, ob er diesen Namen behalten mie fein Urarokvater es tat den anderen, Friedrich fich beilegen win. Der fleine Prinz wird als ein gut entwickeltes näblein gefchildert. Die Rehurt nahm einen völlig normalen Verlauf, fodaß die hohe Wöchnerin fich durchaus mohl fühlt und mit Mecht zu hoffen steht, daß die aroke Freude im Kronbrinzlichen Hause in feiner Weise getrübt wird. Das über die Entbindung der Kronprinzeffin ausgegebene ärztliche Bulletin lautet wie folgt: oder - = - Marmor Palais, 4. Juli. Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit die Frau Kronprinzeffin, find heute früh 9 1hr 15 Minuten von einem fräftigen gefunden Prinzen entbunden worden. Das Befinden Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Hoheit ist den. Umständen nach hefriedigend. ( aez.) E. Bumm. Keller. Außer der Hebamme Frau Thiele, geb. von Schröder aus Potsdam, die schon seit längerer Zeit im Marmorpalais Mufent= balt genommen hatte, wellt Frau Kazner aus Steglitz als Wochenpflegerin am Lager der Kronprinzessin. Beide Damen haben die Ausbildung für ihren Beruf an der Berliner Universitäts= Frauenklinik erhalten. Auch der bekannte Gynäkologe Profeffor Bumm von der Berliner Universität war zur Stelle. Eine fräftige Amme aus der Kronvrinzessin Cäcilie Heimatland, aus Mecklenburg, ist ebenfalls im Marmorpalais anwesend und bereit, den fleinen Erdenbürger von der Mutter zu übernehmen, falls es angebracht erscheinen sollte. Die Ersten, die von dem frohen Ereionis Kunde empfingen, waren die Bewohner Potsdams. 101 Ranonenschüsse im Lustgarten von der Garde- Artillerie abgegeben, irugen die Kunde weit ins Havelland hinein, und bald bedeckten sich die Straßen der alten preußischen Residenz mit dem Schmuck der Fahnen. Die Berliner mußten auf den Salut noch warten, da die dafür bestimmte Leibbatterie in Döberig war. Die Freude der Bewohner fam aber alshald in festlich- frohem Treiben unter den Linden zum Ausdruck. Dem Jubel schließt fich die Bevölkerung überall an. Der festliche Schmuck der Häuser offenbart die Stimme der Herzen. Die aber flingen überall zusammen in den wärmsten Glück- und Segenswünschen für den jüngsten Hohenzollern, für das Wohl des fünftigen Kaisers und seiner Eltern, für das neue Glück des beutschen Kaiserpaares! Politische Rundschau. Deutfches Reich. * Am 1. Mai reiste der Anarchist August Rosenberg von Amerika nach Hamburg ab. Der deutschen Regierung ging aus Seattle, dem Wohnsize Rosenbergs, ein Warnungsschreiben zu, da dem Rosenberg die Absicht eines Attentats auf den deutschen Kaiser zuzutrauen sei. Die Reichsregierung setzte davon den deutschen Konsul in Washington in Kenntnis, der eine Haussuchung in Seattle in dem von dem Anarchisten bewohnten Hause veranlaßte. Es wurde eine vollständige Einrichtung zur Herstellung von Bomben und Höllenmaschinen, sowie ein Vorrat von 200 Haichen mit Euren und renoftoffen vorgefunden. In der bayerischen Kammer trat Minister v. Feilitsch für Einführung der Arbeitslosenversicherung ein, verkannte aber nicht die großen Schwierigkeiten dieser Versicherung. Frankreich. ** Einen Antrag auf Abschaffung der Todesstrafe haben Jaurés und 50 andere Abgeordnete in der französischen Kammer eingebracht. Russland. ** Die Bildung eines neuen liheralen Kahiretta ist ficher. Goremyfin hat felber im Ministerrat erklärt, daß ihm der Rücktritt nahe geleat fei. Die Meubildung erfolat unter dem ehemaligen Ackerbauminister Hermolow. Unter den Eisenbahnern und den Hafenarbeitern macht sich eine wachsende volitische Gährunn bemerkbar. Der Urheber des Tonroms in Bjelostok, der Polizeioffizier Scheremetiem, ist nach Petersburg berufen worden. Die Regierung weift in einer amtlichen Erklärung die Beboubtung, daß die Judenverfolgungen unter Mitwirkung der Behörden stattfinden, scharf zurück, verspricht strengste Unterfucbuna, erklärt aber zugleich, daß die Ursache in den revolutionären Umtrieben zit fuchen sei, heren Herd Belostok wäre. Ganz anders lautet dagegen der jetzt ebenfalls erschienene Bericht der nach Bieloftof entfandten Kommiffion der Duma, demzufolge der Ausbruch genen die Juden blanmäkig vorbereitet und von Polizei und militär unterstützt worden fein foll. In der Nähe von @oftroma wurde ein der Krone aebäriger Dampfer von Rewaffneten überfallen und eine große Menge Phrozilin geraubt. Oefterreich- Ungarn. - 00 Die egung der Zollstreitigkeiten zwischen Serbien und Desterreich scheint bevorzustehen. Die serbische Regierung hat aus Belgrad dem österreichisch- ungarischen Gesandten die Antwort auf die österreichisch- ungarische Note zugestellt. In dieser erklärt die Regierung sich bereit, die vorgeschlagene Grundlage für ein Handelsprovisorium anzunehmen, drückt aber dabei den Wunsch aus, daß ein solches bis Ende 1906 bezw. bis zum Abschluß eines endgültigen Handelsvertrages in Kraft bleibe. Schweiz. ** Die Bundesversammlung beschloß im Dezember v. J. das neue Gesetz oegen die anarchistische Propaganda. Die Gegner des Gesetzes wollten eine Voltaabstimmung herbeiführen, doch kamen von den erforderlichen 30 000 Unterschriften nur 28 000 zusammen. Somit tritt das Gesetz in Kraft. Hlien. ** Jm Süden der Provinz Honan und im Westen von Echantung nehmen das Ränberunwefen und die Fremdenberfolgungen bedenklich zu. In Schangbai furfieren Gerüchte, in Hi- Tscheng bei Hangkau in der Provinz Schantung seien 5000 Aufrührer gefangen nenommen worden, den Reſt versuchten die kaiserlichen Truppen einzuschließen. Die städtischen Behörden von Hsi- Tscheng seien durch Mitglieder der Gesellschaft vom„ Großen Meffer" ermordet, die protestantische und die katholische Kirche zerstört worden. Afrika. ** In den Aufstandsgebieten von Natol spielen sich urzeit schwere Kämpfe ab. Von verschiedenen Seiten griffen Oberst Karters und drei Kolonnen unter dem Befehl von Oberst Mackenzie, Oberst Leuchars und Oberst Wools Sampion gleichzeitig die Aufständischen an. Die Kraals der Rebellen stehen in Flammen. 專 辦 Der Maghzen von Maroffo bewilligte sämtliche Sühneforderungen Fran'reichs, die für die Ermordung des Bankbeamten Charbonnier gestellt wurden. Die Vertreter des Sultans und des Maghzen begaben sich nach der französischen Gesandtschaft, um das Bedauern ihrer Regierung auszusprechen. Kaum hat dieses eine Verbrechen seine einftweilige Sühne gefunden, und schon ist wieder ein Franzose ermordet worden, und zwar am 2. Juli bei der alten Phönizier- Stätte am Wad el Kus oberhalb von Larrasch. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser hat an Bord des Dampfer? ,, Hamburg", begleitet von dem Kreuzer„ Leipzig" und dem Depeschenboot Sleipner", in der Richtung nach Norden Kalundborg im Großen Belt passiert. k Der in Hamburg weilende König von Sachsen verrichtete gestern in der kleinen Michaeliskirche eine Andacht und machte mit dem Bürgermeister Dr. Burchard eine Fahrt um das Alsterbaffin. Bei einer dem Könige zu Ehren ge= gebenen Festtafel im Rathause gab der König seiner Trauer über das Brandunglück Ausdruck, das die Stadt Hamburg betroffen hat. * Reichskanzler Fürst von Bülow bleibt, wie jetzt feststeht, bis zum 26. September in Norderney. Er geht dann voraussichtlich nach Homburg v. d. H. ** Auch die zweite Tochter des verstorbenen Geheimrats Krupp, Fräulein Barbara Krupp, hat sich verlobt. Der Bräutigam ist der Regierungsassessor Freiherr Tilo von Wilmowski, ein Sohn des Oberpräsidenten der Provinz Sachsen. Soziales Leben. × Aussperrung im Nürnberger Baugewerbe. Eine in Nürnber abgehaltene Vollversammlung des Arbeitgeberverbandes im Baugewerbe für Mittelfranken beschloß, nachdem sich die Arbeiter den Verhandlungen vollständig unnachgiebig gezeigt und angefangen hatten, über eine Anzahl von Betrieben die Sperre zu verhängen, sämtliche organisierten Maurer und Steinhauer, Bau- und Hilfsarbeiter in Nürnberg und Fürth auszusperren. Von der Sperre werden ungefähr 4000 Arbeiter betroffen. × Generalaus and der Schwefelarbeiter. In Caitanifetta( Sizilien) find die Schwefelarbeiter in den Generalausstand eingetreten. Die Streifenden durchzogen die Stadt, veranlakten die Schließung der Läden und setzten der bewaffneten Macht Widerstand entgegen. Einige Polizisten und Carabinierie wurden durch Messerstiche, Stockwürfe und Steinwürfe verlegt. Die Menge erstürmte die Wache des Gefängnisfes, in welches man einen bei dem Tumult ver= hafteten Anarchisten gebracht hatte. Die Gefängniswache gab neun Schüsse ab, durch welche sieben Personen verwundet wurden. Später wurde die Ruhe wiederhergestellt. Preußischer Landtag. Herrenbaus. Für ( 24. Sigung.) RK. Berlin, 4. Juli. Mit einem Hoch auf den jüngsten Hohenzollernprinzen wurde die Sigung eingeleitet. Dann nahm das Haus die Lotterieverträge und die beiden Novellen zum Kommunalabgabengesetz endgültig an; dann ging man zur Schulvor= I age über, die Beratung wurde bei den Paragraphen über die Schulfommissionen und die Lehrerberufung sehr lebhaft. Minister Studt ersuchte das Haus zum Anschluß an die Fassung des Abgeordnetenhauses zu bewegen. Gegen seinen Widerspruch wurde ein Antrag angenommen, welcher der Aufsichtsbehörde das Recht nimmt, unter Umständen einen Schulfommissionen selbst einzusetzen, auf Antrag der von Burgsdorff, die bestehenden Rechte der Schulvatrone aufrechterhalten will. diesen Antrag trat auch der Schwager des Kailers Herzog Fürst Günther zu Schleswig Holstein mit der Begründung ein, man dürfe die Bezieh ungen zwischen dem Lehrer und der Bevölkerung nicht Iodern. Dagegen ließ sich die Rechte des Hauses bewegen, in der Frage der Lehrerberufung von der Kommissionsfassuna zum Teil abzugehen und sich dem Standpunkt der Konservativen des Abgeordnetenhauses wieder zu nähern. Ein Antrag des Grafen Botho zu Eulenburg, der die Rektorenernennung nach der Fassung des andern Hauses regelt, wurde angenommen. Den Schluß der Verhandlung bildete eine Rede des Herrn v. Koscielski, in der dieser die Strazvereine ale Sanitätsfolonne zur Abwehr der herrschenden Seu che bezeichnete. Graf inten stein und Dr. v. Dziem bo mafi wiefen diese Rezichtigung zurück. Dann wurde das ganze Gesetz gegen die Stimmen eines großen Teiles der Linfen angenommen. Kardinal opp und andere fatholische Mitglieder enthielten sich der Stimme. Der Präsident setzte die nächste Sigung auf Sonnabend an. Haus der Abgeordneten. ( 79. Sigung.) RK. Berlin, 4. Suli. Auch hier zunächst die freudige Botschaft von der Geburt eines Kronprinzensohnes. Das Haus erledigte sodann zahlreiche Petitionen, bis Minister v. Podbielsti eingetroffen war, um das Gesetz über die ländliche Verschuldungs= grenze zu vertreten. Gegen den Widerspruch der Freisinnigen, denen sich auch ein großer Teil der Nationa'liberalen anschloß, wurde das Gefeß nach längerer Debatte in zweiter und dritter Lesung angenommen. m Freitag steht nun wieder hier die Schulvorlage auf der Tagesordnung. Ein Tag des Schreckens. ( Sonder- Bericht.) Hamburg, 4. Juli. Während unsere freie Reichsstadt fich rüstete, die Anfunft König Friedrich Augusts von Sachsen festlich zu be= gehen, brach die unheilvolle Katastrophe herein, die in furzer Zeit unsere altehrwürdige Michelskirche in Asche legte, Hamburgs Wahrzeichen, den großen Michael" vernichtete und außerdem eine Reihe von Wohn- und Geschäftshäusern erbarmungslos dem Untergang weihte. Ganz Hamburg trauert und die Erinnerung an das unheilvolle Jahr 1842, in dem die halbe Stadt dem gefräkigen Element zum Opfer fiel, ist recht lebendig geworden. Die fortgeschrittene Technit der Feuerbekämpfung, die widerstandsfähige moderne Bauart Verbindungen hin?" Sie nun eigentlich drüben vor? fchlau waren. Aber nun von ganzem Herzen, fagen Sie wenn Sie auch mehr gutmütig als Gehen Sie auf bestimmte einmal, was haben nicht die Absicht, fich dauernd an ihn fesseln zu lassen. Laden herausgeworfenen Neger gebildet hatte, gab ihm willEin Straßenauflauf, der sich um einen soeben aus einem bequemen Führer los werden könnte; denn er hatte durchaus Stufenleiter langsam hinabzugleiten begann. er von zu Hause feine Antwort erhalten, schon fam bor wie ein Vergessener und merkte, wie er auf der sozialen er sich So vergingen mehrere Wionate, auf seinen Brief hatte Schuß ausübe. Menschen in die Grundmauern von störung und Einsturz unbedingt haauwerfen sprossen ist auch der Glaube, daß das Begraben lebender Ebenso alt und aus derselben Wurzel ent So hat man in Deren Bers rrichten neuer Tore stets die ersten Vorüber. verhinderten ein Umschgreifen des Feuers in dem Maßstabe wie damals. Dennoch ist der angerichtete Schaden groß und in vieler Beziehung unerfeßlich. Als um 3 Uhr 10 Minuten die Kuppel des brennenden Turmes fich langsam neiate und dann mit donnerndem Krach das stolze Bauwerk in sich zusammenbrach, ging ein Schrei des Entsetzens durch die angsterfüllte Menge. Nun erst fonnte die Feuerwehr eingreifen, um zu retten, was zu retten war. Mit fieberhafter Gile wurden die Schläuche ausgelegt, um die Umgebung zu schützen. Im Einverständnis mit der Straßenpolizei wurden die Häuser der vielen umliegenden Straßen von den Einwohnern geräumt. Dabei fam es zu rührenden Szenen. Schußleute halfen den Bestürzten beim Zusammenraffen der meninen Habseligkeiten. Ein glühender Aschenregen ging unablässig über die ganze Gegend nieder. Das Gestöhne, Aechzen und Knattern der Dampfspriten wirfte lähmend auf die Nerven. Weithin fprühten die unten und setzten die Tächer der Häuser in der Nachbarschaft in Brand. Bald brannten die fleinen Häuser neben der Kirche. Gleich darauf standen vie Bertaufshäuser von Braun an der Englischen Blanke in hellen Flammen. Fauftdicke und armlange glühende Holzstücke wurden über Hundert Meter weit Durch die Luft geschleudert und fielen auf die Straße oder die Hausdächer nieder. Es dauerte nicht lange, dann brannten die Häuser der Mühlenstraße am Kraien famp, hinter der Airche, die der Böhmfenstraße, des Venusberges, des Eichbolzes und des Schaarmarktes. Die Männer meinten wie fleine Kinder. dem 23. v. M. in Newyork überfällig ist, nehmen zu, da mehrere Schiffe, welche dieselbe Route ein hielten, den Dampfer nirgends gesehen haben. Vor 20 Tagen wurde ein Dampferwrad auf der Route Azoren- Newyork erblickt. Die Reederei Faber in Marseille glaubt, daß die ,, Amerika" eine schwere Havarie erlitten habe und sandte einen Dampfer zur eventuellen Hilfeleistung ab. Die Grundmauern vieler Häuser wurden gesprengt, um das Weitergreifen des Feuers zu hindern. Rwischen dumpien Detonationen hört man das Rischen und Prasseln der aufIodernden Datbalfen. Bintende Feuerwehrleute kommen vom Brandherd, in der Schmelze ist ein Noiverbandsplay eingerichtet. Fruchtlos suchen schluchzende Menschen die Dächer ihrer Wohnungen durch Begießen mit Wasser zu fichern. Vergebliches Bemüten. Pahlreiche alte und franke Personen müssen auf den Schultern aus den brennenden Gebäuden getragen werden. † Choleraepidemie. In der Stadt und in dem Distrikt Manila ist eine heftige Choleraepidemie aufgetreten, von der bisher vier Amerikaner befallen wurden. Einer von diesen ist gestorben. Von 47 an Cholera Erkrankten sind 41 gestorben. Die Ursachen der Katastrophe müssen bei einer Unvorsichtigkeit oder einem Unfall, der mit einer e- paratur an der Uhr des Michaelisturmes betrauten Uhrmacher gesucht werden. Wie es heißt, hat sich ein zur Reinigung des Uhrwerks dienender Benzinbehälter en1zündet. + Ein Schurkenstreich. In dem Orte Altona in Pennsylvanien stieß ein Mann einen Straßenbahnwagen einen steiler bhang zwischen den Bergwerks- Städten Puritian und Portage hinab. Elf Personen famen dadurch ums Leben. Nach unglaublich Harter Arbeit fonnte um 8 Uhr abends der Brand als bewältigt angesehen werden. Die Tätigkeit der zurückbleibenden Feuerwehrleute beschränfte sich darauf, das immer noch glühende Gebält und die Brandstätten abzulöschen. Tages- Chronik. In der Heinrichschen Wäscherei in Essen entstand infolge Eroloston eines Benzinbehälters ein Brand, wobei drei Personen tödliche Verletzungen erlitten. Bei Dingolfing ermordete ein Stiefvater seine 18 jährige Tochter auf der Heimkehr von emer Hochzeit durch unzählige Messerstiche. Der Bergführer Johann Lamprecht aus Salzburg hat die Glockenwirtin Cäcilia Anzinger in der Wirtsslube erstochen. Lamprecht wurde schwer verletzt aufgefunden. Er hatte sich selbst Stichwunden beigebracht. Die Seefchlange ift da! - zur Anerkennung der Möglichkeit herbeigelassen haben, es fönnte irgend eine seltene und riesenhafte Tierfrem vom Typus ausgestorbener Seeungeheuer erhalten geblieben sein. Mag dem sein, wie es wolle zur Saurengurfen- Zeit erfüllt die Seeschlange ihren Zweck brav und ehrlich und dafür müssen wir ihr dankbar sein. Daß sie existiert, ist zweifellos. Sind die Erzählungen von ihrem Auftauchen bald hier, bald da im weiten Ozean auch wirklich Erzeugnisse einer bunten Phantasie, so läßt sich doch nicht bestreiten, daß die See schlange in den Spalten der Tageszeitungen ein ebenso fie lebt, fruchtbares wie unsterbliches Dasein führt. Also C. T. sie ist Tatsache. - Altes und neuestes vom Tommerlichen Meeresungetüm. Die alliäbrliche Wiederfunft. Wissenschaftlicher Beweis. Unter dem Aequator. Zwei Meter Halslänge. Im Jabre 1848. In den Gewäñern von Tongling. Das übrig Der Zug der Cormorane. gebliebene Ungebener aus alter Reit. Die unwiderlegliche pavierene Der Umfang des angerichteten Schadens läßt sich noch nicht genau überschlagen. Von der Kirche stehen nur no die gewaltigen Umfassungsmauern in denen es loht und glüht. Die Englische Planfe ist zum großen Teil vernichte:. Die Häuser 1 bis 8 find total ausgebrannt und mußten ge= sprengt werden. Auf der andern Seite find die Häuer 12 bis 18 auch dem Feuer zum Opfer gefallen. Das Kaufbaus von J. Braun ist vollkommen vernichtet. Die Nummern 19 bis 21 find teilweise in den oberen Etagen ausgebrannt. In der Mühlenstraße wurden die Häuser 4, 5, 6 und 7 durch den umherfliegenden Funkenregen in Brand gesteckt, und es brannte bei den meisten der Dachstuhl aus. Nach amtlichen Feststellungen ist nur der Türmer Beule ums Leben gekommen, ein Feuerwehrmann mußte schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht werden, 30 Feuerwehrleute erlitten Verletzungen, meist leichterer Natur. - - Eristenz. - Hus dem Gerichtsfaal. - Die Heib der Anficht des B und fo ganz unred geben, denn in be blaufgwarzen Beer Grün ihres Landes heitlichen Wert +28. Mitt Nur noch wenige an welchem in cheinische Areistur dem 14. Juli wir Bahl Turner des Gros der Gaue u Ginzug halten, f wohnern Hanaus Turnerfreifen zu eingelaufen, daß es die Beteiligung ei wird. Der rührig bruck grarbeitet u beschafft. Die Ar reits umzäunten g rüftig borwärts u bewimpelt und be fentieren. Der 3 Dispofitionen übe route des Feftzuge ein freundliches tu § Betrugsprozeß Rander. Im weiteren Verlauf der Verbandlung gelangt eine Anzahl von Tagebuchnotizen zur Verlesung, in denen flar zum Ausdruck gelangt, daß der Angeklagte Rander in der Reit von Januar bis April 1903 feiner Zahlungsunfähigkeit bemußt war. Der Angeklagte von Zander flagt in ienen Notizen öfters darüber, daß Marie, seine Frau," wieder total betrunken" war; er spricht von ihrer Entmündigung, vom völligen Zusammenbruch der Familie und von dem Verkauf der Möbel an Lüttig. Ueber den Geistes zustand seiner Frau befragt äußert sich der An= gellante dahin, daß sie feit ihrer ersten Entbindung an Kau wahnsinn" gelitten hatte, und daß es ihr nicht möalich mar ,,, das kleine Einmaleins zu behalten." Professor Lesser stellt die Frage, in welchen Perioden die Geistesgestörtheit der Frau v. 3. auftrat. Die Verteidigung beantragt zur Erörterung dieser Fragen Ausschluß der Oeffentlichkeit, worauf die Verhandlung verlagt wird. Der Vorsitzende wies hei Wederbeginn der Verhandlung darauf hin, daß die ganze Arbeit der langen Verhandlung nußlos werden fönnte, wenn die Geschworenen nicht ausreichten. Er bittet die Verteidigung alles überflüssige Material zurückzuhalten. Der diesjährige Sommer hat es schon recht ehrlich mit uns gemeint. Schon im Mai liek er fein Nahen durch Schöne heitere Tage anfündigen und im Juni balanzierte er trotz aller entrüsteten Protefte der„ gewichtigſten" Beitgenossen elfrig mit der Queckülbersäule in unglaublich hohen Regionen berum. Sein Eifer fannte faum Grenzen. Um sich als würdiger Erbe seiner Vorgänger zu zeigen, servierte er der Mitwelt nach all den lieblichen Genüssen, als da sind monnefames Spargelgemüse, Kirschen, rot und lachend wie Mädchenlippen, duftende, umfangreiche Erdbeer= Bowlen, italienische Nähte und fröhliche Lustpartien, sein fräftigstes Gericht, die von allen Zeitungslefern sehnlichst erwartete Seeschlange. Sie ist da man hat sie gesehen, sogar wissenschaftliche Berichte bekunden der Menschheit ihr Eristen. In dem § Der Berliner Mutterords- Prozeß. Brozeß gegen den der Ermordung der eigenen Mutter angeschuldigten Schlächter Jordy nahm besonders die Reugenvernehmung des Vaters des Angeklagten, Eiswirlbesitzers Gustav Jordy, das Interesse in Anspruch. Er belastet frine Schwiegertochter, indem er aussagt, daß sie sehr schlecht gegen seine Frau gewesen sei, sie auch einmal mit einem Eisen zu Boden geschlagen habe. Das mit D. St. gezeichnete Taschentuch, in dem das Geld bei dem Sohne gefunden, kann der Zeuge nicht als das seiner Frau refognoszieren. Das Blut an seinen Händen will er durch die Berührung der in einer Blutlache von ihm aufgefundenen Leiche seiner Frau erhalten baben. Lokales überflüffigen Balla Sonntag- Mittag Reihenfolge der Ge fhierenden Zuge if Rheinheffen, 2. 6 nabegau, 4. Gau 2 Speffartgau. 2. 2 Bau 2, Maingau, teilung: 9. Gau Untertaunus, 11. 6 Geffen, 13. Gau 7, 4. Abteilung: 15 Main- Rheingau, 17 19, Blisgau, 19. 6 Dillgau. 5. Abteil Bau 13, Main- Tau gau, 24. Gau Turnerschaft. 11 noch bon fremden Jug begleiten und Die Beteiligung u wird eine allseitige frage nach Familie * Zum Fall Korell. Der Vorstand der freien landeskirchlichen Vereinigung für das Großherzogtum Hessen hat am 28. Juni folgende von Pfarrer D. Guyot und Defan Bayer unterzeichnete Erklärung beschlossen:„ Der Vorstand der freien landeskirchlichen Vereinigung für das Großherzogtum Hessen erklärt mit Bezug auf die grundsätzlichen Auslassungen Großh. Ober- Konsistoriums in dem Erfenntnis gegen Pfarrer Korell und ihre Bedeutung für die hessische Landeskirche folgendes: Wenn Großh. Oberfonsistorium im allgemeinen ein Eintreten der Geistlichen in den politischen Parteikampf nicht wünscht, so ist, es hierbei auch von unserer Zustimmung getragen. Wenn aber Großh. Ober- Konsistorium einem Pfarrer ausdrücklich eine bestimmte Erklärung gegen irgend eine politische Partei oder ein bestimmtes Verhalten in irgend einer politischen Situation zur Amtspflicht machen will, so greift es damit nicht nur in die Staatsbürgerlichen Rechte, sondern vor allem in die Gewissensfreiheit der Geistlichen ein und schädigt das Ansehen der Kirche und ihrer Diener, indem es das Zutrauen des Volkes, zumal der in schwerem wirtschaftlichen Kampf stehenden Voltskreise, zu ihrer Zuverlässigkeit, Gerechtigkeit und Willigfeit, dem ganzen Volf zu dienen, erschüttert. Von diesem Standpunkte aus bedauern wir, die wir der überwiegenden Mehrzahl nach nicht auf dem politischen Standpunkte Kocells stehen, sowohl den gegen Korell in dem Erkenntnis Gr. Dt. angeschlagenen Ton als auch die Entscheidung selbst; dies um so mehr, als es sich hierbei nicht um die Aeußerung eines einzelnen Vertreters, sondern um die amtliche Kundgebung der obersten Kirchenbehörde der evangelischen Landesfirche handelt." Die beiden englischen Naturforscher Nicoll und Mea Waldo, die den Lord Crawford bei einem Ozcanftreifzug auf der Dampfhacht„ Valhalla" begleitet und während dieser Reise eine Seeschlange gesehen haben, find gleich vor die rechte Schmiche gegangen, indem sie ihre Beobachtungen in der lek'en Sikung der Londoner Zoologischen Gesellschaft mitgeteilt haben. Der Tag der Erscheinung geht freilich schon einige Monate zurück und fällt gerade in einen Wintermonat. Für die Temperatur, die gewöhnlich für das Autauchen der Seeschlange verantwortlich gemacht wird, wa dieser Umstand allerdings gleichgiltig, weil sich die Reisenden damals ziemlich genau unter dem Acquator befanden, nämlich unweit der Küste der brasilianischen Provinz Para. Die heiden Beobachter faben zunächst eine fen= rechte Rückenflosse eines großen Tiers, donn furze Zeit darauf den Kopf und den Hals aus einer Entfernung bon faum 100 Metern. Der Kopf batte eine Wohnlichkeit mit dem einer Schildkröte, und der Hals schien etwa 2 Mete lang zu sein, eine aa'ähnliche Gestalt und die Dicke eines Monnesbeins zu haben. Daraus schließen die beiden Natu= forscher auf eine Länge des ganzen Tiers von höchstens 6-7 Metern. Das Schiff wurde sofort auf die Stelle Hingelenkt, jedoch zeigte sich die Seeschlang während des ganzen Tages nicht noch einmal. In der darauffolgende: Nacht bemeriten indes zwei der Schiffsoffiziere ein großes Tier, das mit erheblicher Geschwindigkeit längsseits der Yacht schwamm. Eo weit die Beobachtungen. Nach der Beendigung der Aufräumungsarbeiten, an denen Pioniere teilnahmen, wird man an den Aufbau der niedergelegten Gebäude gehen. Der Menschen geist zuckt wohl zusammen unter dem Schlage des Schicksals, aber er läßt sich nicht zerbrechen; mit neuem Mute beginnt er das zerstörte Werk von neuem. Doch eines läßt sich nicht wiederherstellen. die ehrwürdige Pracht von St. Michaelis, die uns von den Vorfahren als teures Erbe und kostbares Schmuckstüd zukam, ist verloren und dahin. Und deshalb trauert das Herz der Hamburger und wird lange nachzittern in der Erinnerung an diesen Tag des Schreckens. Der Senat hat, noch unter dem Drucke des furchtbaren Ereignisses stehend, einmütig den sofortigen Wiederbau des einst 10 prächtigen Gotteshauses beschlossen. Möge es dem Phönig gleich aus Rauch und Schutt bald in strahlender Schöne sich erheben als stolzes Wahrzeichen unserer schönen Hansestadt. H. H. Nah und Fern. + Bekämpfung der Genicstarre. Die Stadtverordnetenbersammlung in Hagen kemilliate zur Errichtung eines bakteriologischen Instituta 1500 Mart. Das inflitut soll sich hauptsächlich mit der Bekämvfung der Genicitarre, die in dem dortigen Bezirk in 85 Fällen auftrat, beschäftigen. + Die Flucht einer Prinzessin. Der Floridsdorfer Wirt Joseph Waißer, der an der Befreiung der Prinzessin Luise von Koburg teilnahm, erhebt gegen die Prinzessin Ansprüche auf Rablung von 40 000 kronen. Auch der in der Affäre Koburg oft genannte Thormann ist nunmehr gegen die Prinzessin flagbar vorgegangen. Ein Dresdener Rechtsanwalt soll Thormanns Ansprüche, die er auf 40 000 Mark festgesetzt hat, verfechten. † Konkurs einer Kranken'ose. Die in Hannover domizilierende, über ganz Deutschland verbreitete Krantenfasse Thalia" ist in Ronfurs aeraten. Die Vassiva betragen eine halbe million Mark. Mehrere Mitglieder des Vorstandes find flüchtig. + 8wei blutige Ehedramen. In Kolmar tötete die Ehefrau Weizenäder ihren Mann durch einen Messerstich. Bei ihrer Verhaftung fam ihr der Eifenarbeiter Simon zu Hilfe und verletzte den Polizisten durch einen Stich in den Unterleib lebensgefährlich. In Diedenhofen verwundete * Das neue Gesetz über Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden( Einquarcierungs- Entschädigung), ist im Reichsanzeiger" beröff nilicht worden. Darnach beträgt die Vergütung bei Einquartierung für den Mann und den Tag: a) für die volle Tagestoft 1,20 Mt. mit Brot( jeither 80 Pf.), 1,05 Mt. ohne Brot; b) für die Mittagsfost 60 Pfg. mit Brot, 55 Pfa. ohne Brat; c) für die Abendkost 50 Pfa mit Brot, 45 Pig. ohne Brot; d) für die Morgentoft 25 Pfg, 20 Pfg. ohne Brot. Bei einer außergewöhnlichen Höhe der Preise der Lebensmittel faun der Bundesrat die Vergütungssätze für das ganze Bundesgebiet oder für dessen einzelne Teile angemessen erhöhen. In dem Ausfotz eines bekannten englischen Zoologen über das Phänomen wird darauf hingewiesen, daß dieser neueste Bericht eine auffallende Uebereinstimmung mit der Beschreibung einer Seeschlange verrät, die von den Offizieren bes englischen Kriegsschiffs„ Dädalus" im Jahr 1848 im Atlantischen Ozean gefehen morden war. Die Engländer als bedeutendste seefahrende Nation, scheinen immer ein be= sonderes Interesse an der Seeschlange gehabt zu haben, denn in ihrer Sprache ist auch das gründlichste Buch erschienen, das je über die Seeschlange veröffentlicht worden ist.: wurde verfaßt von Oudemans und ftammt aus dem Jahre 1892. Darin find sämtliche bis dahin bekannt gewordenen Nachrichten über die Seeschlange zusammengestellt, auch einige Abbildungen wiedergegeben worden. Vor wenigen Jahren erschienen zwei Berichte über Seeschlangen in Pariser Zeitschriften, einmal im Bulletin der dortigen Zoologischen Gesellschaft und etwas später im Bulletin bes dortinen Naturwissenschaftlichen Museums. Beide Schilderungen bezogen sich auf Seeschlangen, die in den Gewässern von Tongfing gesehen worden waren. Danach sollte das Tier wahrscheinlich mit Schuppen bedeckt sein, einen Kopf ähnlich dem einer Schildkröte oder eines Seehundes besitzen, aus seinen Nüstern Wasser speien und sich in Wellenlinien bewegen. Die Urteile der Naturforscher sind im Großen und Ganzen der Seeschlange recht ungünstig gewesen. Ihre Beschreibungen find nämlich auf allerhand Täuschungen zurückgeführt worden, die auf verschiedene Arten entstehen können, einmal durch mehrere Wale, dann durch lange Massen von treibendem Seetang, durch spielende Delphine usw. Der Zoologe Professor Moselen teilt in einem seiner Werke mit, daß er zu den wenigen Naturforschern gehöre, die selbst eine Seeschlange gesehen hätten. Es war auf einer Reise von der Themsemündung nach Rotterdam, die Seeschlange bestand aber bei näherem Zusehen aus einem Zug von Cormoranen, die in einer Kette hinter den hohen Wogen des Meeres flogen und so mit Unterbrechungen sichtbar wurden, daß eine ganz merkwürdige Wirkung zustande fam. Der berühmte Richard Owen lehnte es gänzlich ab, die erwähnte BeDädalus", obachtung der Besazung des Kriegsschiffs überhaupt einer zoologischen Betrachtung zu unter= ziehen und erklärte fie als eine Täuschung durch Seetang. Immerhin hat es auch Forscher gegeben, die sich der Anstreicher Rhein die Frau und die Tochter des Polizeiwachtmeisters Klaine Surch Revolverschüsse schwer, weil de Mutter sein Verhältnis mit der Tochter hintertrieben hatte. Er tötete sich hierauf selbst durch einen Schuß in den Kopk. + Opfer der See. In der Nordsee ist das deutsche Segelschiff Gloria" untergegangen. Die gesamte Besatzun hat den Tod in den Wellen gefunden. " † Heuschreckenplage in Ungarn. Vei Debrezin ist die ganze Ebene in einer Ausdehnung von 60 000 Joch durch folossale Heuschrecken- Schwärme heimgesucht. Die ganze Ernte ist vernichtet. + Ein Passagierdampfer verschosen. Die B fürchtungen wegen des Damblers Amerika", welcher sci " 1 * Für 1907 find folgende Gießener Viebmärkte anberaumt: 8, 9., 22., 23. Januar, 5, 6., 19., 20. Februar, 12., 13., 26,( 27. März Frühjahrspferdemarkt), 16, 17. April, 7., 8., 28, 29. Mai, 18, 19. Juni, 2., 3., 16., 17. Juli, 6., 7., 20., 21. August, 3., 4. September ( 4. Sep ember Serbstpferdemarkt) 8., 9., 22., 23. Oftober, 12., 13 26., 27. November, 10., 11. Dezember. X Krofdorf, 4. guten Quellwasse die Gemeindevertretu Jumal auch hier viele ift. Allein, alle Be * Das Proviant Amt Hanau setzt den freihändigen Ankauf von Wiesenheu aus der lezten Ernte zn den gangbaren Tagespreisen fort. Die Einlieferung tann ohne vorherige Anmeldung und an jedem Wochentage von 8 bis 12 Uhr vormittags, sowie von 2 bis 5 Uhr nachmittag erfolgen. Gleich nach der neuen Eente wird mit dem Ankauf von Roggen und Roggenstroh begonnen. troß der großen aus Umgebung gänzlich berforgung fann dob Gegend vom Düng Rönigsberg möglich Duelle hat bereits di demnächst ihr gefund Bieber abgeben wird. Launsbach, * Falschmünzerei und fein Ende. Vor einiger Beit wurden in Mainz und der Umgegend siederholt falsche Zweimartstücke angetroff n. Die Ermi telungen ergaben, daß das Geld wahrscheinlich in Mannheim hergestellt und von zwei Italienern, Namens Savoldelli und Senari, unter die Lute gebracht worden ist. Die gefälschten Geldstücke tragen das Bildnis des Königs Otto von Bayern und die Jahreszahl 1904. Lahn Dünsber Sonntag hier fein er Bia jest gehören die Fellingshausen und 1. Kinzenbach. Gefangverein S Biele Brudervereine eim, Arofdorf, Dorl gekommen, jodaß ber wegende Feftzug, in Ringenbach fab, ein hielt Lehrer Schlie Herzen gebende ahmedjelnd und dana Rechte. Der Festplat des schönen Wetters * Garbenteid. Areis Sammelm follen die Rohbauarbei 21 100 Mt., bas nb bie Nebengebäud * Friedberg, 4. Bier, ift wegen Berd nommen worden. * Marburg, 3. Hinder in den Streife Herio Nar Bargewin. Jed. Los g Vermögen Gewinn durch Beitritt zu am gem. Verein! Kein R Gesetzl.staatl. angeo Eine Mark Viele Mill. Hauptge Streng reell Kleinster Treffer hö der Ankauf! Beitri Prospekt durch a AnnahmestelleChr. München, Römerstr en haben, es Cierfom bom geblieben sein. urfen- Beit er ich und dafür ist zweifellos, ald hier, bald einer bunten daß die See ein ebenso 10- fie lebt C. T. Berlauf der uchnotizen zur angt, daß der is April 1903 er Angellagte darüber, daß ar; er spricht mmenbruch der Büttig. Ueber t fich der An: Entbindung an nicht möglich Brofeffor Leffer eifte gestörtheit beantragt zur Fentlichkeit, wo orfigende wies daß die ganze fönnte, wenn e Verteidigung B. In dem en Mutter an= Ts die ReugenSisworlbesizers belaftet fine schlecht gegen inem Eisen zu ichnete Taschennden, kann der en. Das Blut g der in einer Frau erhalten and der freien rzogtum Seffen D. Guyot und loffen:„ Der gung für das uf die grundriums in dem Bedeutung für Großh. Ober Geistlichen in ift, es hierbei in aber Großh. eine bestimmte i oder ein bes Situation zur icht nur in die die Gewissenss Ansehen der ten des Voltes, mpf stehenden eit und Willig - Von diesem überwiegenden dpunkte korells nntnis Gr. Dt. g selbst; dies die Aeußerung amtliche Kund lischen Landes ftungen für rierungs- Ent tlicht worden. rung für den foft 1,20 Mt. Brot; b) für Ohne Brot; c) - ohne Brot; e Brot. Bei Lebensmittel r das ganze le angemeffen ner Bieb. r, 5, 6., 19., rapferbemarft), 19. Juni, 2., 4. Septeinber 23. Dftober, aber. gt den frei zten Gente zn alieferung fann Wochentage bon is 5 Uhr nach Fente wird mit begonnen. nde. Vor einiger siederholt falfche agen ergaben, daß geftellt und von Senari, unter die Geloftücke tragen und die Jahres * Die Heidelbeerzeit bricht an. Sie Sildet nach der Ansicht des Voltes die schlechteste Beit für die erzte und so ganz unrecht fann man dieser Behauptung nicht geben, denn in der Tat ist der Genuß der glänzenden, blauschwarzen Beeren, die so verlockend unter dem buschigen Grün ihres Landes hervorblinken, von bedeutendem gefund heitlichen Wert. +28. Mittelrheinisches Kreisturnfest. Nur noch wenige Tage trennen uns von dem Termin, an welchem in Hanaus Mauern das 28. Mittelrheinische Streisturnfest abgehalten wird. Am Samstag, dem 14. Juli wird an der Vorfeier schon eine große Zahl Turner des Mittelrheinkreises teilnehmen und das Gros der Gaue und Vereine wird am Sonntag seinen Ginzug halten, freundliche Aufnahme bei den Einwohnern Hanaus findend. Die Anmeldungen aus Turnerkreisen zu dem Feste sind in solch großer Zahl eingelaufen, daß es das erste Kreisturnfest ist, an welchem die Beteiligung eine so außergewöhnlich starke werden wird. Der rührige Wohnungsausschuß hat mit Hochbruck grarbeitet und eine stattliche Zahl Bürgerquartiere beschafft. Die Arbeiten an der Festhalle auf dem be reits umzäunten großen Teil des Grerzierplatzes schreiten rüftig vorwärts und in einigen Tagen wird sich diese bewimpelt und beflaggt dem Auge des Passanten präsentieren. Der Zug- und Ordnungs- Ausschuß hat seine Dispositionen über Einteilung. Aufstellung und Marsch route des Festzuges getroffen und der Zug selbst wird ein freundliches turnerisches Bild bieten, frei von jedem überflüssigen Ballast. Die Aufstellung desselben erfolgt Sonntag Mittag 12 Uhr, der Abmarsch 21 Uhr. Die Reihenfolge der Gaue, in dem in 5 Abteilungen marschierenden Zuge ist folgende: 1. Abteilung: 1: Gau 5, Rheinhessen, 2. Gau 23, Saargau, 3 Gau 12 Unternahegau, 4. Gau 22. Odenwaldgau, 5. Gau 24, MainSpessartgau. 2. Abteilung: 6. Bau 21, Kinziggau, 7. Gau 2, Maingau, 8. Gau 10, Rheinmoselgau. 3. Abteilung: 9. Gau 9, Offenbach- Hanau, 10. Gau 20, Untertaunus, 11. Gau 4. Saar- Blisgau, 12. Gau 1, Hessen, 13. Gau 7, Nahe- Jdargau, 14. Gau 18, Aargau. 4. Abteilung: 15 Gau 6. Süd- Nassau, 16. Gau 3, Main- Rheingau, 17. Gau 17, Untermoselgau, 18. Gau 19, Blisgau, 19. Gau 8, Frankfurt, 20. Gau 11, LahnDillgau. 5. Abteilung: 21. Gau 16, Wiesbaden, 22. Gau 13, Main- Taunusgau, 23. Gau 15, Mitteltaunusgau, 24. Gau 4, Mittelmosel- Saargau. Hanauer Turnerschaft. 11 Musikkapellen werden außer den etwa noch von fremden Vereinen mitgebrachten Kapellen den Zug begleiten und für ein gutes Marschtempo sorgen. Die Beteiligung unserer Bürgerschaft an dem Feste wird eine allseitige werden, wie dies die starke Nachfrage nach Familien- und Dauerkarten beweist. Ziegenhain und Biedenkopf werden in der nächsten Zeit durch den Direktor der Universitäts- Augenklinik, Professor Dr. Bach, und dessen Assistenten Dr. Kraus auf etwaige Augenübel untersucht. „ Ich bin nervös", hört man heutzutage alltäglich. Wohin man geht und men man trifft, man hört die Leute klagen:„ Meine Nerven sind geschwächt oder zerrüttet", man ist nicht imsande feinem Tagwerf richtig nachzugehen. Es bedarf eines Mittels wie Dr. Rays Nervol, das in solchen Fällen hilfreich eingreift, den ( Bestandteile: KaliNervenreiz beseitigt und die Nerven fräftiat. brianextrakt 2), Glyzerin 30, 3uder 30, Bromfalium, Bromnatrium, forn Haferer raft 50. Fenchel 20, Anis 20, Vomeranzen 20, BalBromammon um je 10.) 3u baben in den Apotheken. Man sei vorsichtig, das ächte Dr. Rays Nervol zu erhalten. * Marburg. Städtetag und Presse. In der legten Sigung der Stadtverordnetenversammlung zu Marburg wurde u. a. ein furzer Bericht über die Verhandlungen des hessischen Städtetages in Homberg erstattet und dabei wähnt, daß man den Vertretern der Presse in Homberg feinen Zutritt gewährt habe. Befremdend war es für den aufmerksamen Leser allerdings, daß über die diesjährigen Beratungen des Städtetages viele furhessische Zeitungen Bee richte nicht veröffentlichten, boch muß anderseits auch betont werden, daß der Vorstand des Städtetages den Redaktionen offizielle Einladungen zugehen ließ und eine Nichtzulassung Vorstandschaft des Ilgemeinen 20 s., Spar- und - der Bresse dann doch kaum denkbar erscheint. Die„ Oberh. 8tg." bemerkt hierzu:„ Wir glauben vermuten zu dürfen, aus welchem Grunde die Presse, trog ergangene: Einladung, nicht bei den Berhandlungen gewünscht wurde. Schon vor Beginn des Städtetages erklärten, wie noch erinnerlich, die beiden Marburger Bitungen, über den Hessischen Städtetag nicht berichten zu können, weil die Marburger Zeitungen, obwohl in Marburg selbst das Programm für den Homberger Tag festgestellt wurde, hinter einer Kassler Zeitung zurückftehen mußten. Diese berechtigte Erklärung ist von verschiebenen turhessischen Zeitungen damals zustimmend besprochen worden. Daher vielleicht der Groll gegen die Press! Richtiger wäre es übrigens gewesen und der Selbstachtung der Beitungen entsprechend, wenn die„ Ausgeschlossenen" nichts über den Städtetag berichtet hätten, wie es nachträglich von einzelnen doch geschehen ist." Sehr richtig! " 17 " * Alsfeld. Falsche Sensationsnachricht. Die Derh. 8tg." schreibt: Die durch das Depeschenbureau Herold" verbreitete aus der Berliner Zeitung" stammende Meldung von einer wegen Unterschlagungen erfolgten Verhaftung des hiesigen Stadtrechners entbehrt jeder Begründung. Es handelt sich hier um eine Verwechslung mit der unlängst erfolgten Berhaftung des Gemeinderechners in einem Orte des Kreises Alsfeld wegen Unterschlagung. * Hanau, 4 Juli. Hier tagt heute der Verband ländlicher Genossenschaften Raifeisenscher Organisationen für Hessen, der den Regierungsbezirk Rassel, die Provinz Oberhessen, das Fürstentum Waldeck und den Kreis Heiligenstadt( Prov. Sachsen) umfaßt. Es sind etwa 800 Teilnehmer aus diesen Landestellen erschienen. * Cassel. Der Mädchenmörder May, der sich bei seiner Vernehmung von vornherein in unverkennbare Widersprüche verwickelte, soll durch die Aussagen der Zeugen, die ihn am Morbtage mit der kleinen Ebenau gesehen haben, jeßt derart belastet worden sein, daß er als überführt angesehen werden kann. Völlig mißlungen ist ihm der Versuch, sein Alibi nachzuweisen. Marktberichte Bieber, 3. Juli. Buf dem beutigen Womenmarit tosteten Butter per fb 100-11.0 Mt., Hübnereter der Stüd 6-7 fa., Enteneter St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Bfd. 22 fg., Linsen der Pfd. 32 Bfg., Tauben per Baar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stück 1.00| 1.60 Mt., Hahnen per Stück 0.80-1.80 mt., Enten per Stüd 1.80-2.20 Mt., Gänse Der Pfd. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 76-84 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 70-72 Bfg., Schweinefleisch per Pfd. 80-91 Bfg. Schweinefleisch gefalzen per fd. 94-00 Pfg., Kalbfleisch ver Pfd. 80-84 Bfg., Hammelfleisch per Pfd 60-80 Pig, Kartoffeln per 100 Kilo 6.00 0.00 Mt., Zwiebeln per 3tr. 6.00-8.00 mt., X Krofdorf, 4. Juli. Die notgedrungene Anlage einer guten Quell wasserversorgung hat schon seit Jahren die Gemeindevertretung von Krofdorf- Gleiberg beschäftigt, zumal auch hier vieles Trinfwassec nicht ganz einwandfrei. ift. Allein, alle Bemühungen scheiterten bis jetzt, da es troß der großen ausgedehnten Waldungen in der nächsten Umgebung gänzlich an Diellen mangelt. Die Wasserbersorgung kann daher nur von außerhalb, etwa aus der Gegend vom Dünsberg oder auch durch die Quellen bei Königsberg möglich gemacht werden. Eine sehr ergiebige Weiskraut per 3tr. 00-00 mit., per St. 10-30 Pfg., Aepfel ver Duelle hat bereits die Gemeinde Rodheim angekauft, welche demnächst ihr gesundes Wasser an die Octe Rodhim und Bieber abgeben wird. Launsbach, 4. Juli. Der im Frühjahr gegründete Lahn- Dünsberg- Turnerbund hält am nächsten Sonntag hier sein erstes Fest, verbunden mit Wetturnen, ab. Bis jetzt gehören die Turnvereine Wieseck, Rodheim a d. B., Fellingshausen und Lauterbach dem Bunde an. 1. Kinzenbach. Legtvergangenen Sonntag feierte der Gesangverein Fortuna sein 30jähriges Bestehen. Biele Brudervereine der Umgebung, von Heuchelheim, Rodheim, Krofdorf, Dorlar 2c., waren der Einladung gern nachgekommen, sodaß der am Nachmittag durch den Ort sich bewegende Festzug, in dem man auch noch andere Vereine von Rinzenbach fab, ein ganz stattlicher war. Auf dem Festplatz hielt Lehrer Schlierbach, der Dirigent des Vereins, eine zu Herzen gehende Feftrede, die einzelnen Vereine fangen abwechselnd und danach trat die Voltsbeluftigung in ihre Rechte. Der Festplaß war schön eingerichtet und infolge des schönen Wetters bis spät in die Nacht dicht bescht. * Garbenteich. In der Nähe unseres Ortes wird die Areis Sammel wasenmeisterei errichtet. Bis Herbst sollen die Rohbauarbeiten vollendet sein. Das Fabrikgebäude ist zu 21 100 Mt., das Wohn- und Stallgebäude zu 20 800 mt. und die Nebengebäude sind zu 4575 Mt. veranschlagt. * Friedberg, 4. Juli. Die Chefcau des Gerbers Henkel, hier, ist wegen Verdachts des Kindesmordes in Haft genommen worden. Man fand das Kind in einer Pfuhlgrube. * Marburg, 3. Juli. Augenübel. Sämtliche Schul. tinder in den Kreisen Marburg, Kirchhain, Frankenberg, Keine Serienlose oder Pfennigslotterie! Nur Bargewin. Jed. Los gewinnt! Vermögen u. Gewinn durch Beitritt zu amtl. angem. Verein! Kein Risiko! Gesetzl.staatl. angeordnet! Eine Mark monati. Streng reell! genügt! Viele Mill. Hauptgewinne! Kleinster Treffer höher wie der Ankauf! Beitritt tägl.! Prospekt durch alleinige Annahmestelle Chr. Hummel München, Römerstrasse 3. Keme ausländische Sache!- Leichenfrau Dürr Ofenputzer Dürr wohnen von jezt ab Seltersweg 65, Gießen. Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei & leiden nicht an Verdauungs3tr. 00-00 Mt., Zwetschen per 3tr. 0.00-000 Mt., Nüsse 100 St. 50-00 fg., Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherzieher feilgeboten werden. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 3 landw. Arbeiter, Ziegeleiarbeiter 9 Bauschlosser, 1 Schmied, 2 Wagner, 8 Schreiner, 1 Lackierer, 2 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 1 Klempner und Installateur, 2 Stanalarbeiter, 30 Erdarbeiter, 2 Jahrburschen, 1 Frau oder Bursche fur die Küche( auswärts), 1 Stutscher, 1 Taglöhner, 1 Taglöhnerin, mehrere Frauen oder Mädchen zum Austragen von Prospekten, Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen. Lehrlinge: 1 Schreiner, 1 Kaufmann. Es suchen Arbeit: 1 Bau- und 1 Maschinenschlosser, 1 Schreiner, 2 Wasch- und Puzfrauen, 1 Flickfrau, 1 Hausbursche, 1 Fahrbursche, 1 Stütze der Hausfrau oder Reisebegleiterin, 2 Lauffrauen, I Arbeiter( leichte Beschäftigung), 1 Hausdiener. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentei! Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Geld! Bares Geld! Hoher sofortiger Verdienst für Jedermann! Kein Kapital! Kein Laden nötig Spielend leicht! Offert. u. A. B. a. Annoncenexpedit. Eugen Wieland, Lindau in Bayern. Hervorragend bewährt bei Brechdurchfall Darmkatarrh, Kufeke störung. Kindermehl Diarrhoe etc. Gießener landwirtschaftlicher Werterdienst. Voraussichtl che Bitterung in Heffen für Freitag, den 6 Juli. Zunehmende Trübung und Gewitterregen etwas wärmer, schmache fübliche Winde. Mit der Beilage unserer heutigen Zeitung ladet di Prämienvereins„ Bavaria"( Anmeldestelle bei Chr. Hummel, Römerstr. 3, München,) zum Beitritt in diesen Verein ein. Wenn man den Zweck dieses auf solider Grundlage aufgebauten Vereins in dem beiliegenden Prospekt näher betrachtet, so drängt sich wohl selbst dem Laien der Gedanke auf, daß es sich hier feinesfalls um eine jner zahlreichen verbotenen Serienlosges shaften handelt, bei welchen die Beiträge der Mitglieder ganz oder zum größten Teil 11 die Taschen der Unternehmer wandern, sondern um einen auf Grund der deutschen, beziehungsweise bayrischen Vereinsgescße gegründeten und vorschriftsgemäß angemeldeten und verwalteten Verein. D mzufolge haben die Mitglieder nicht nur gemeinschaftlichen an den auf die Vereinslose fallenden Gewinnen, sondern auch auf das Vereinsbermögen überhaupt. Es fließt also aller Ueberschue, abzüglich der notwendigsten Auslagen, den Mitgliedern zu. Die in fachmännischen Händen ruhende Vereinsleitung hat es sich zur Aufgabe gemacht, für das Losdepot nur solche gutfundirte Lospapiere zu erwerben, bie nicht nur eine follosale Gewinnchance haben, sondern die auch nach Gutachten bedeutender Finanzmänner einen wirklich nennenswerten Kurs gewinn in Aussicht stellen. Nach menschlicher Voraussicht fann deshalb behauptet werden, daß den Mitgliedern gleichzeichtig eine Kapitalanlage geboten wird, die an Sicherheit und Solidität nichts zu wünschen übrig läßt und zwar umsomehr, als der Vorstand die Pflicht hat, das in Geld und Wertpapieren bestehende Vereinsvermögen bet 2 erstklassigen unter Staatsaufsicht stehenden bayerischen Großbanken in Verwahrung zu legen. Deffentlicher Dant. Herrn Franz Wilhelm, Apothefer, f. u. t. HofIteferant, Neunkirchen be: Bien, mich unterm 11. Auguft 1897 aus Ita na geschrieben: Ich bin bereits 70 Jahre alt und litt sett 10 Jahren an Gelent- Stbeumatismus, ebenso an Hämorrhoidallnoten und lernte feine Hilfe finden. Nur Ihr Bibela's antiarthritischer antirheumatischer Blutreinigangster hat mich box meinem Betden in bret Wochen Reßtändig befreit. Ich sage Jynen, sowie der Gräfin, über deren Bericht ich in der Zeitung gelesen, meinen besten Dant." Ht aller adtung Chri. dan, Stentier. Altons bei Hamburg, Neidenftr. 6. Brets: Pafet Mt. 2.-, ½ afet Mt. 1.-. Bestandteile: Innere Nukrimbe 53. Wallnukschale 56, Ulmenrinde 75, Franz. Orangenblätter 50, Eryngitblätter 35, Scabiosenblätter 56, Lemusblätter 75, Bimai: ftein 1.50, retes Sandelbol; 75, Barbannawurzel 44, Carugwurzel 3.50, Radic Carlophyil. 3.60, Chinarinde 3.50, Eryngiimurzel 57, Fenchelourzel( Samen) 75, Graswurzel 57, Lapathewurzel 37, Süsholzwurzel 75, Saffa parillwurzel 35, Fenchel. rim. 3.50, meißen Genf 3.50, Nachtschattenftengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen Berfnbcca geschnitten und getrodnet, moeur sex Stilwert( azzie erhöht ist. Nicht zu verwechseln mis gemöbelicher Handelsware. zu beziehen durch alle pathefen bes Denishes Reidel. ,, Vorsicht bei Einkauf". Vtan metfe minderwertige Nachahmungen entschieden juchd unb beachte den Namen und Souamarf. Des Lect. Bo nicht erhältli birefors erfamat. Königlich Preußische Klassen- Lotteric. Ziehung 1. Klasse am 9. und 10. Juli. 1/10 Los 1/8 208 1/4 208 1/2 208 1/1 L08 Mt. 5 Mt. 4 Mt. 10 Mt. 20 t. 40 Eingang zum Lotterie- Bureau auch durch den Hausflur. Gießen, Buchacker, Neuen- Bäue. Königl. Preußisch. Lotterie- Einnehmer. Vergebung von Schlosserarbeit. Die für die Einrichtung des Bibliothekzimmers im Neubau der höheren und erweiterten Mädchenschule erforderlichen Eisenkonstruktionen sollen Dienstag, den 10. Juli d. J. vormittags 10 Uhr öffentlich bergeben werden. Arbeitsbeschreibung, Bedingungen und Zeichnungen Itegen während der Amtsstunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 2. Juli 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbel Vorzüglichste Lederputz- Crême Kavalier Das Beste vom Besten Kein alltägliches Schuhputzen mehr nötig. Überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg 26. Lahntal- Sängerbundesfest zu Giessen vom 7. bis 9. Juli 1906. Festgebende Vereine: Gesangverein ,, Harmonie", gegründet 1846 Gesangverein ,, Heiterkeit", gegründet 1887 ,, Bauer'scher Gesangverein", gegründet 1864 Gesangverein ,, Gemütlichkeit", gegründet 1885 Festplatz: Oswaldsgarten. Samstag, den 7. Juli: Abends 7 Uhr: Zapfenstreich durch die Stadt. Abends 8 Uhr: FEST- PLAN: Eröffnungsfeier mit Konzert- und Gesangs- Vorträgen. ( Massenchöre der Gießener Gesangvereine.) Sonntag, den 8. Juli: Morgens 6 Uhr: Wedruf. Von morgens 71/2 Uhr ab: Empfang der auswärtigen Bundesvereine an der Bahn und Einzug in die Stadt mit Mufit. Vormittags 9 Uhr: Beginn des Einzelwettsingens der Bundes- Vereine in der Turnhalle des Turnvereins. Vormittags 112 Uhr: Hauptprobe der Bundesvereine in der Festhalle. Nachmittags 12 Uhr: Aufstellung des Festzuges am Walltor. Festzug durch die Stadt nach dem Festplatz. Nachmittags von 4 1hr ab: Aufführung der Gesamtchöre der Bundesvereine unter Leitung des Bundesdirigenten Herrn Lehrer Görlach, sowie Vorträge von Einzelchören. Grosses Konzert auf dem Festplatz. Von abends 8 Uhr ab: Konzert in der Festhalle und auf dem Festplat Tanz- und Volksbelustigungen. Montag, den 9. Juli: Vormittags: Spaziergänge durch die Stadt nach Textors Terrasse. Vormittags 9 Uhr: Bundessängertag im Restaurant ,, Gambrinus". Frühkonzert auf dem Festplatze. Mittags 1 Uhr: Festessen in der Festhalle und Konzert. Nachmittags 4- Uhr: Großes Konzert, Tanz und Volksbelustigungen in der Festhalle und auf dem Festplate. Abends 8 Uhr: Turnerische Aufführungen in der Festhalle. Grosses Brillant- Feuerwerk auf dem Festplatz. Die Musik wird ausgeführt von der ganzen Kapelle des 2. Großh. Hess. Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 unter Leitung des Großherzogl. Musit- Direktors Herrn Krauße und der Gießener Fenerwehrkapelle unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Weller. Garderobe und Aufbewahrungsort für Fahrräder auf dem Festplay. Jurplay an der Lahn. Eintritts- Preise. Familiendauerkarte: mit 2 Beifarten( für 3 Personen) 3 ME., im Vorverkauf 2,75 Mk. Weitere Beifarten 50 Pfg.( Söhne über 17 Jahre haben besondere Eintrittskarten zu lösen.) Einzeldauerkarte: 2 Dif. im Vorverkauf 1,75 Mt. Tageskarte: 1 Mt. Einmaliger Eintritt 50 Pfg. Die Karten berechtigen zu allen Veranstaltungen auf dem Festplatz. Für das in der Turnhalle des Turnvereins stattfindende Wettsingen sind besondere Eintrittskarten zu lösen. Der Eintritt beträgt für Inhaber von Dauerkarten 50 Pfg., für andere Teilnehmer 1 Mt. Vorverkaufsstellen für Dauerkarten sind eingerichtet bei den Herren: Louis Althoff, Walltorstr. 16. Ernst Balser, Mäusburg 11. Gebr. Berdur, Bahnhofstr. 27. Chr. Bieker, Neustadt 55. Rich. Buchacker, Neuen- Bäue 11. Ernst Challier, Neuenweg 9. Jakob Dany, Bahnhofstr 64. Leonh. Decher, Grünbergerstr. 13. Jakob Häuser, Ludwigstr. 36. Daniel Heil Nachf., Lindenplag 3. Heinr. Insel, Asterweg 5. H. C. G. Kleinhenn, Bahnhofstr. 59. Ad. Lenhard Nachf., Klinikstr. 22. Louis Lind, Kirchenplatz 10. Friedr. Loy, Bahnhofstr. 28. Eberh. Mezger, Seltersweg. Ph. Moog, Neustadt 30. Joh. Seibel, Ludwigplay. Wilhelm Semmler, Seltersweg 25 Gustav Sonntag, Sonnenstr. 10. Joseph Strauß, Mäusburg 1. Christian Wallenfels, Marktplatz 17. Philipp Weiler, Marktplatz 1. Am 1. Festtag: ständiger Omnibusverkehr von der Bahn nach dem Festplatz und zurück. 4. Abonnements- Konzert ausgeführt von der Kapelle des Inf.- Regiments Kaiser Wilhelm ( 2. Grossh. Hess.) Nr. 116 unter Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. KRAUSSE am Donnerstag, den 5. Juli im Neuen Saalbau, Giessen ( Steins Garten.) Anfang präzis 8 Uhr. mit dem Eintritt 50 Pfg NAUMANNIA- SEIFE Beste Seife nah undfern! Königl. Preuss. Klass.- Lotterie Ziehung 1. Klasse 9. und 10. Juli 1/8 1/4 1/2 1/1 1/10 Mt. 4 Mt. 5 Mt. 10 t. 20 Mt. 40 Die reservierten Lose können bei mir in Empfang ge= nommen werden. Flimm, Kgl. Preuß. Lotterie- Einnehmer Gießen, Walltorstraße 63. Arbeitsvergebung. Die Herstellung der Entwässerungsanlage am Neubau der israelitischen Leichenhalle soll Mittwoch, den 11. Juli d. 3. vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen.- Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 4. Juli 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Submission. Beerfelder PferdeLunns Loose waescht à 1 Mark 11 Stü 10 Mart. Ziehung 17. Juli. ( Günstige Gewinnchance.) am besten Bu baben bei: Makulatur hat abzugeben Expedition d. Blattes. Ein tüchtiges Mädchen Die Lieferung von Weißzeug, Bettwerk, KrankenKleider, Stoff zu Stores, Krankenteppiche, Roßhaarmatrazen und Aufarbeiten von solchen für die neuen Kliniken soll auf dem öffentlichen Submissionswege für vom Lande in christlichen Hausdas Rechnungsjahr 1906 vergeben werden. halt gesucht. Die Vergebung erfolgt auf Grund des Ministerialerlaffes vom 16. Juni 1893 und ist derselbe nebst Lieferungsbedingungen und Mustern auf dem Ver waltungsbureau nachmittags von 3 bis 5 Uhr einzusehen. Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen find bis zum Eröffnungstermin Plodstraße 14 I. Gießen. 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Das ist wohl der Stand auf dem verfann kuv fonstruiert worden und die Merinewissenschaftler momentan; stehen es find biele, 3. 3. fein Staat fich rühmen, ein Typ sein eigen zu nennen, untereinander gänzlich oder doch wenigstens teilweise, auf den man sich im Ernstfalle verlassen fann, schiedene Untersee boole poq Der sich allen Nr 152 Donnerstag, den 5. Jul ische Famili 1906