THUR ADAM ASTERDAM LEIPZ det 1696 S ahmen, ch der nster nguten Mk. 1,20 . Zwei me falls 0. itten um & erpleis Be uswahl 225 Morge ttet. Bezug zu nehmen! Nr. 284. Rebaltion n. Sumpterpebition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechenfchluk Nr. 362. Montag, den 3. Dezember 1906 Gießener 15. Jahrgang 6. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neueste Nachrichten ( Gichener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Sbecheffen und die Kreise Marburg und Beglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Das Deueste. Aus Berlin wird uns telegraphiert: Der falsche Hauptmann von Köpenick, Voigt, wurde Samstag nach längerer Beratung wegen Betrugs, schwerer Urfundenfälschung und Freiheitsberaubung zu vier Jahren Gefängnis und zur Tragung der Kosten berurteilt.( Das weitere fiehe im ausführlichen Verhandlungs- Bericht.) Politifche Rundschau. Deutiches Reich. * Es soll sehr oft vorkommen, daß Kaufleute und Handwerker ohne handelsgerichtliche Eintragung Bezeichnungen wie G. m. b. H.", Kommandit" oder„ Aktiengesellschaft" und Broturazusäße gebrauchen. Die Leipziger Handelskammer in Leipzig beschloß eine Eingabe an den Deutschen Handelstag, in der ein Einschreiten gegen diese Gepflogenheit gefordert wird. Auf den In Berlin abgehaltenen Delegiertentag der Ronservativen Partei gelangten Resolutionen zur Annahme, bie eine Revifion und Vereinfachung der sozialpolitischen Sefeßgebung sowie Maßnahmen zur Förderung des MittelMandes verlangen. Die Beteiligung an den Verhandlungen hoar sehr start Rufsland. ** Finland hat sich dem Utas des Baren löblich unterworfen. Der finländische Senat hat durch ein Rundschreiben die Gouverneure angewiesen, Russen die im russischen Reiche Berbrechen begingen und in überhandnehmender Zahl während Der letzten Zeit in Finland Unterkunft suchen, auf Afforderung der russischen Behörden ohne weiteres auszuliefern. Ferner liegen folgende Meldungen vor: Petersburg, 1. Dezember. Der Kaiser hat in der An gelegenheit der Getreidelieferungen der Firma Lidwall eine besondere Untersuchungskommission eingesetzt. Diese besteht aus dem Mitgliede des Reichsrates Golubet, den Scnatoren Koni und Schreiber, dem Petersburger Adelsmarschall Grafen Gudowitsch und dem Präsidenten des Petersburger Börsens Lomitees Prosorow. Der Kaiser hat auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Untersuchung unverzüglich vorzunehmen. Afrika. ** Die Stimmung in den englischen Kolonien, welche die früheren Burenstaaten umfassen, ist immer noch sehr erregt. Zwei Afrikanderfarmer im Bethuliedistrikt, die sich geroeigert hatten, der Burenorganisation Orangia Unie beis zutreten, sind seitdem die Opfer nächtlicher Gewalttätigkeiten geworden. Ihre Zäune sind niedergerissen, die Schafe ermürgt beziehungsweise vergiftet oder ausgeweidet, die Viehtranfen mit Dynamit in die Luft gesprengt und die umliegenden Weiden mit Strychniw bestreut worden. Kleine politische Nachrichten. Berlin, 2. Dezember. Die Veröffentlichung des vom Reichsamt des Inneren ausgearbeiteten Gesetzentwurfes zur Regelung des Apothekenwesens steht binnen kurzem bevor. Berlin, 2. Dezember. Dem Reichstag ist eine die Durchführung der Algeciras- Afte bezweckende Vorlage zugegangen. Kafan, 1. Dezember. Der Polizeimeister Chopoto ist gestern abend beim Verlassen des Theaters das Opfer eines Revolverattentats geworden. Der Mörder ist festgenommen. Tanger, 1. Dezember. Aus dem Gebiet zwischen Eiksar und Uezzan werden ernste Unruten gemeldet; die dortigen Stämme plündern sich gegenseitig aus. " Cadiz, 1. Dezember. Der Kreuzer Princesa de Asturias" ist gestern nach Tanger abgegangen. Deutscher Reichstag. ( 131. Sigung.) CB. Ferlin, 1. Dezember. Eine ftürmische Sitzung. Auch die heutige Sigung war den Kolonialdebatten gevidmet. Die Besetzung des Hauses und die Vertretung der Berbündeten Regierungen war die gleiche wie in den letzten Sagen. Zuerst gab heute Kolonialdirektor DernBurg einige Erklärungen ab, durch die er Behauptungen des Abgeordneten Erzberger richtig stellte und insbesondere den Geheimrat Seiß gegen den ihn gemachten Vorwurf der Minwahrheit nachdrücklich in Schuh nahm. Bebel spricht. Nun hielt der Abgeordnete Bebel von den SozialBemofraten eine sehr lange Rede, er sprach volle drei Stunden Wang. Die günstige Aufnahme, die dem Kolonialdirektor zuteil geworden ist. wird nach der Meinuna des Sozialistenführers nicht lange dauern. Die Denfschriften des Herrn Dernvurg feien von niemandem verteidigt worden und seine sogenannte Inventur habe an der Börse homerisches Gelächter wachgerufen. Bebel bedauerte, daß der Abgeordnete Erzberger einen Teil seines Materials, statt es im Reichstage vorzutragen, dem Kolonialdirektor zur Verfügung gestellt habe, und ging dann auf die Kolonialpolitik im allgemeinen ein. Kolonialpolitik fei kein Verbrechen, fee dürfe aber nicht darin bestehen, daß die Eingeborenen ausgeplündert und zur Verzweiflung getrieben werden. Weiter kam der Redner auf den Gouverneur von Buttkamer zu sprechen. Herr von Puttkamer, so erklärte Bebel, bätte an einen der allergrößten Galgen gehört. Der Redner trug Hierauf mehrere Fälle vor, in denen sich Offiziere, Leutnant Kemper, Hauptmann Dominic, aufs grausamste gegen Eingeborene vergangen haben sollen. Dann erinnerte er an die Vergehen Leists und Wehlaus und ging auf den Fall Peters ein. Ich nehme fein Wort von dem zurück, was ich hier über Herrn Peters gesagt habe! rief der Sozialistenführer aus. Dieser Mörder ist jetzt begnadigt worden. Eine Anzahl von Abgeordneten, unter ihnen Herr Dr. Arendt, hat sogar eine Petition für ihn unterschrieben und hat den Geheimrat Hellwig, der die Untersuchung gegen Peters geführt, gestürzt. Skandalszenen. Unter großer Bewegung im Hause und lebhaften, fui". Rufen seitens der Sozialdemokraten erzählte der Redner hierauf: Staatssekretär Freiherr von Richthofen habe sich eines Tages den Geheimrat Hellwig kommen lassen und habe ihm gesagt: Wenn ich Ihnen gut raten soll, so lassen Sie sich pensionieren. Sie haben sich in der Sache gegen Peters viele Feinde gemacht. Zur Entschädigung wird man Ihnen eine Aufsichtsratsstelle bei einer Gesellschaft für Kamerun verschaffen!" Geheimrat Hellwig sei diesem Rate gefolgt und bekomme jezt 10 000 Mark Pension, die das Deutsche Reich bezahlen müsse. Hier entstand - großer Lärm, der sich noch mehr steigerte, als der Redner fortfuhr: ,, Geheimrat Hellwig ist vor kurzem zu einem Abgeordneten gekommen, nicht zu mir, auch nicht zu einem Mitgliede meiner Partei, und hat ihm gefagt: ich bin gesund, ich bin start, ich fann arbeiten und ich will arbeiten. Ich bin ein Opfer des Abgeordneten Graf Arnim, Dr. Arendt und von Kardorff. Diese Herren," rief der Redner aus, haben ihre Stellung als Abgeordnete gemißbraucht! Von der Rechten ertönten hier lebhafte Zwischenrufe, die Sozialdemokraten dagegen gaben ihrer Aufregung Ausdruck und scharten sich um die Rednertribüne. Der den Vorsitz führende Erste Vizepräsident Graf Stolberg konnte sich nur mit Mühe durch fortwährendes Läuten mit der Glocke Gehör verschaffen. ,, Sie dürfen von einem Abgeordneten nicht sagen, er habe seine Stellung gemißbraucht", erklärte Graf Stolberg. Wahr ist es aber", riefen die Sozialdemokraten dem Präsidenten zu und Abgeordneter Bebel erklärte: ,, Ob der Ausdruck parlamentarisch ist oder nicht, ich gebrauche ihn, denn was ich sage ist wahr!" Es regnet Ordnungsrufe. Graf Stolberg rief nun den Redner zur Ordnung. Aus der Mitte der die Rednertribüne umlagernden sozial demokratischen Abgeordneten fiel darauf der Ruf: ,, Verbrecher!" Ich rufe den Abgeordneten, der dies gesagt hat, zur Ordnung", sprach Graf Stolberg. Ich habe es gesagt", bemerkte der sozialdemokratische Abgeordnete Zubeil. Dann rufe ich Sie nochmals zur Ordnung", fuhr Graf Stolberg unter großer Heiterfeit fort. Abgeordneter Bebel schloß alsdann seine Rede mit der Bemerfung: Man sieht in diesem Falle wieder einmal, wer eigentlich im Deutschen Reiche regiert. Nun, wir werden den Herren schon dienen I" Ein leines Intermezzo. Während die Sozialdemokraten ihrem Führer Beifall fpendeten, verlangte Abg. Dr. Arendt vom Präsidenten Grafen Ballestrem, der inzwischen den Vorsitz übernommen hatte, daß mit Rücksicht auf die heftigen, gegen ihn gerichteten persönlichen Angriffe ihm sofort das Wort zur Erwiderung erteilt werde. Das lehnte aber der Präfident ab, da er keine Ausnahme machen dürfe. Der nächste Redner, Abg. Ablaß von der freisinnigen Volkspartei, ging ausführlich auf die Untersuchung gegen einige Beamte des Kolonialamts sowie auf verschiedene Fälle von Ausschreitungen in den Kolonien ein. Bevor sich alsdann das Haus vertagte, gab es noch verschiedene persönliche Bemerkungen. Schluß der Aufregung. Dabei teilte Staatssekretär Frhr. von Tschirschfy mit, daß das Gnadengesuch für Peters von einer Anzahl von Mitgliedern verschiedener Parteien des Reichstages und des preußischen Abgeordnetenhauses unterschrieben gewesen sei und daß der Kaiser dem Gesuch nur betreffs des Titels, nicht auch betreffs der Pension stattgegeben habe. Abgeordneter Dr. Arendt erklärte, daß er allerdings die Ansicht vertreten habe, daß Geheimrat Hellwig nach seinem Vorgehen wider Peters nicht auf seinem Posten verbleiben fönne, daß er aber damit nur etwas getan habe, was verschiedene andere Abgeordnete auch tun. Abgeordneter Bebel hielt demgegenüber seine Aeußerung aufrecht. Nach einigen weiteren Bemerkungen schloß die Sikuna. " Hauptmann" Voigt vor Gericht. -Das gerichtliche Nachspiel der Eroberung von Köpenick. - Der Schustergeselle und Zuchthäusler Friedrich Wilhelm Voigt hat am 26. Oktober d. J. nicht allein Deutschland, sondern die ganze Welt in Erstaunen und Heiterkeit versetzt, als er in der Uniform eines Hauptmanns und mit einem Aufgebot echter Gardisten die Stadt Köpenick einnahm, Bürgermeister und Stadtrendanten als Gefangene nach Berlin schickte und die Stadtkasse plünderte. Die unerhörte Tat steht einzig da, kein Wunder, wenn der begonnene Prozeß geradezu eine Sensation außergewöhnlichen Schlages bedeutet. Vor Beginn der Verhandlung. Vor dem Berliner Gerichtsgebäude und darin ein riefiges Gedränge. Wer mit dem Besitz einer Einlaßtarte prunken kann, wird maßlos beneidet. Nur wenige sind aus erwählt fenen großen Tag von Moabit mitzumachen, d. H. der Verhandlung beizuwohnen. Am Pressetisch wimmelt 3 von Vertretern der großen in- und ausländischen Zeitungen, im Zuschauerraum hat sich die beste Gesellschaft Rendezvous gegeben, wirkliche Damen, fernechte Kavaliere. Maximilian Harden und andere literarische Größen sind anwesend, die Blüte der Juristerei Berlins hat ebenfalls im Zuschauerraum Platz genommen. Voigt darf auf dieses Publifum stolz sein, und er ist es auch; vorahnend, daß er vor einem Parterre bon Berühmtheiten sprechen wird, hat er sich in full dress geworfen. Der Aufruf der Zeugen. Pünktlich um 1/210 Uhr vormittags eröffnete der Vorfizende Landgerichts- Direktor Dieß die Verhandlung. Sofort nach Eröffnung der Sitzung wurde der Angeklagte Voigt aus dem Untersuchungsgefängnis vorgeführt. Zu seiner Bewachung wurde in Ansehung seiner Hinfälligkeit nur ein Beamter verwandt. Voigt sieht bedeutend besser aus, als ihn die in den Zeitungen erschienenen Bilder darstellten. Er trägt einen guten schwarzen Jafettanzug, Stehkragen und bunten Schlips. Boigt ist mittelgroß, er hält den weit vorspringenden Kopf etwas gebeugt. Sein Haar ist fast weiß und von der Stirn bis zum Wirbel ganz ausgegangen. Auch der Schnurrbart ist fast weiß. Voigt begrüßte den Gerichtshof mit einer höflichen Verbeugung und setzte sich dann. Es folgte der Aufruf der Zeugen. Als die sieben Grenadiere mit dem Gewehr in der Hand und dem Tornister auf dem Rücken in den Saal einmarschierten, brach eine wahre Lachsalve los, die der Vorsitzende energisch rügte. Die braven Marssöhne schienen diese Kundgebung des Publitums erwartet zu haben, denn sie nahmen sie mit ziemlichem Gleichmut auf. Bei ihrem Aufruf schlagen sie Mann für Mann stramm die Hacken zusammen und riefen mit Stentorstimme: Hier! was wieder Heiterfeit erregte. Auch der Aufmacsch der Köpenicker Beamten, voran der Bürgermeister, wurde mit gebührender Heiterkeit aufgenommen, obwohl der Vorsitzende wiederholt zur Ruhe mahnte. Unter den weiteren Zeugen bemerkte man den großherzoglichen Hofschuhmachermeister aus Wismar, bei dem Voigt bis zu seiner Ausweisung aus Mecklenburg in Arbeit stand, ferner den Zuchthaus direktor aus Rawitsch, dann einen Komplizen Voigts von einem früheren Einbruch her und einen Zeugen aus Tilfit, der ebenfalls Boigt heißt, aber mit dem Angeklagten nicht verwandt ist. Der Vorsitzende bittet alle Zeugen dringend, hier vor Gericht nur die reine Wahrheit zu sagen. Sie sollten sich nicht durch früher gehörtes oder gelesenes in ihren Aussagen beeinflussen lassen. In diesem Saale hat die Sensation feinen Blaz! Gleich nach Beginn der verantwortlichen Vernehmung erhebt der Verteidiger Rechtsanwalt Bahn den Einwand der Unzuständigkeit gegen das Gericht, da er der Meinung ist, die Sache gehöre vor das Schwurgericht. Der von dem Angeklagten gefälschten Urkunde haftet der Charakter einer öffentlichen Urkunde an, so daß sich die Straftammer damit nicht befassen fönne. Nach furzer Beratung wird der Antrag der Verteidigung a b gelehnt. Hierauf begann die Vernehmung des Angeklagten, die Voigt in äußerst geschickter Weise zu einem eindruds. und wirkungsvollen Plaidoyer zu gestalten wußte. Er sprach mit ruhiger, etwas dumpfer Stimme in start ostpreußischem Atzent. Schon nach wenigen Minuten, als er seine Schicksale im Zuchthause und später schilberte, wußte er das ganze Publikum durch seine flare, geschickte Darstellungsweise und anschauliche Erzählung seiner immerhin nicht uninteressanten Vergangenheit zu fesseln. Er bewegte leicht bald die rechte, bald die linke Hand und scheint an dem pastoralen Gebahren einen großen Gefallen zu finden. Auf alle Fälle war es erstaunlich, wie dieser ein halbes Menschenalter hinter Zuchthausmauern internierte Mann den Sizungssaal nahezu drei Stunden hindurch mit seinen Erzählungen, die er in gutem, fließendem Deutsch vortrug, in atemloser Spannung zu erhalten wußte. Selbst der Vorsigende hielt mit seinem Mitgefühl für das Mißgeschick Voigts bei seinen Bemühungen um Wiedererlangung einer anständigen Existenz nicht zurück. 83. m ie ir pit ter 1232 en ng a m. Voigte Lebensgeschichte. Am 13. Februar 1849 hat Voigt, der mit Vornamen Friedrich Wilhelm heißt, in Tilsit das Licht der Welt erblidt. Er ist Witwer und Vater von vier Kindern, die jedoch längst nicht mehr, wegen seiner langjährigen Zuchthausstrafen, mit ihm zusammen leben durften und konnten. In gewählter Ausdrucksweise erzählt dann Voigt seine Lebensgeschichte: " Ich habe erst die Elementarschule, dann die Realschule bis Tertia besucht. Später lernte ich Schuhmacher, wanderte und kam auch nach Berlin, wo ich nach einigen Kleinen Vorstrafen endgültig Schiffbruch erlitt, indem ich aus Neugier und jugendlichem Unverstand eine Posts anweisung fälschte. Die Strafe war 10 Jahre Zuchthaus und 1500 Taler Geldstrafe. Schon seit meiner Jugend war ich ein leidenschaftlicher Freund des Militärs, steckte immer in der Kaserne der littauischen Dragoner in Tilfit, und ich fann wohl sagen, daß ich den Dienst des Kavalleristen so gut verstehe, wie ein preußischer Dragoner. Ich bin viel zu hart bestraft worden. Heute dürfte ein so barbarisches Urteil wohl nicht mehr möglich sein. Das Gericht hat die von mir vorgeschlagenen sechs Entlastungszeugen nicht geladen, mir überhaupt jede Beweisführung abgeschnitten. Revision fonnte ich nicht anmelden, weil mir das Urteil zu spät zugestellt wurde." Der Einwurf des Vorsitzenden, daß die Angaben del Angeklagten richtig sind, ruft starke Bewegung im Zuschauerraum hervor. Der Vorsitzende erklärt:„ Das Gericht hat damal teine Beugen bernommen, das Urteil wäre burch Revision anfechtbar gewesen. Ueber die Leiden im Buchthause äußert sich Boigt wie folgt:" Die ersten sieben Jahre war ich direkt geistig tot. Ich hatte mit der Außenwelt vollkommen abgeschlossen. Da lernte ich im Maschinen faal einen jungen Leutnant fennen. Der Offizier war entsetzt, als ich ihm die Geschichte meiner legten Bestrafung erzählte, und riet mir dringend, Schritte zur Wiederaufnahme zu tun. Auch der zur Revision tommende Oberstaatsanwalt in Posen zeigte sich über das Strafmaß verwundert. Meine Be mühungen blieben erfolglos. Ich wäre vielleicht nicht rüc fällig geworden, aber ich bin nirgends vor der Polizei ficher gewesen. Ueberall wurde ich belästigt und gehezt. Ich wolte wieder ein ordentlicher Mensch werden. In Wismar bei einem Hofschuhmachermeister habe ich, das wird der Herr bezeugen, eine Vertrauensstellung ein genommen. Ich wurde wie ein Glied der Familie behandelt, in die Konzerte und Theater mitgenommen, hatte meinen Kirchenstuhl, ja mir wurde sogar die Kaffe anvertraut, und ich hatte die Kundschaft zu besorgen. Nie habe ich dieses Vertrauen mißbraucht. Ich wäre nicht aus Wismar weggegangen, aber eines Tages kam die Polizei und eröffnete mir, ich müsse Medlenburg binnen drei Tagen berlassen. Der Vorsitzende entgegnet dem Angeklagten hierauf, daß seine Ausweisung nur eine Konsequenz seiner früteren Straftaten war, und fragt, wann dem Angeklagten die dee gekommen ist, die Affice Söpenid in Szene zu setzen, ob dies schon im Zuchthaus in Ramitsch geschehen sei. Voigt entgegnet darauf: Meine Waffe paßt auf jeden Ort, ich lenne meine Waffe bereits 30-40 Jahre. Ich habe aber in Rawitsch nur gesagt, als unter meinen Mitgefangenen die evolution in Rußland besprochen wurde, bas ist bei uns in Deutschland auch möglich. Auf eine weitere Frage des Vorsitzenden behauptet Boigt in bestimmtem Ton, daß er die ganze Affäre nur entriert habe, um ein Paßformular zu erlangen. Die Uniform habe ich mir", so fährt Voigt fort, teils in Potsbam, teils in Berlin verschafft. Daß die Kokarde falsch angemacht war, das ist Schuld des Müzenmachers, ich habe bas auch erst auf der Polizei gemerkt. Einen Helm trug Ich nicht, weil ich dazu einen Waffenrod, den ich mir nicht beschaffen konnte, nötig gehabt hätte." ,, Wie tamen Sie gerade auf Köpenid?" H zu haben, bestreitet jedoch die Weisung erlassen zu haben, baß während der Dauer seiner Anwesenheit nicht im Rathause telephoniert werden dürfe. In der Stadthauptkasse wo ich den Stadttämmerer allein vermutete," bekundet Voigt weiter ,,, waren jedoch vier Personen anwesend. Das war mir bedenklich, denn alle vier fonnte ich nicht verhaften. Ich bat also die Herren zunächst, sich auf ihre Plätze zu begeben, fie standen nämlich alle zerstreut im Zimmer herum. Dann fragte ich: Wer ist der Rendant? Es antwortete jemand mit ,, hier". Ich sagte ihm: Herr Rendant, auf Befehl Seiner Majestät habe ich Sie zu verhaften, nach Berlin zu schaffen und dort auf der neuen Wache abzuliefern. Er fragte mich warum? ich sagte, das weiß ich nicht. Er sagte, er müsse dann erst einen Kassenabschluß machen, und außerdem erwarte er noch Geld von der Post. Ich antwortete, das hätte alles Zeit. In diesem Moment kam ein Herr auf mich zu, der, wie ich nachher erfuhr, der Polizeiinspektor war. Ich forderte ihn auf, zunächst einmal draußen auf der Straße Ordnung zu schaffen. Dann fam bald wieder und bat um Urlaub zum Baden. Ich hatte natürlich nichts dagegen, daß der Herr Polizeiinspektor baden ging. Kurz nachher passierte mir etwas, was in mir den Gedanken aufkommen ließ, daß die Sache nun vergeblich sei. Ein Angestellter der Elektrizitätswerte bat nämlich, passieren zu dürfen. Ich forderte seine Legitimation, da zeigte er mir seinen Militärpaß. In diesem Moment erinnerte ich mich daran, daß Militärpässe immer auf dem Landratsamt, niemals auf der Bürgermeisterei ausgestellt werden. fragt der Vorsitzende weiter. Das war reiner 8ufall, ich dachte auch an Bernau und Oranien. burg," erzählt Voigt, aber die Bahnverbindung mit Köpenick ist die beste." Dann beginnt Voigt zu schildern, wie er es angefangen hat, die Soldaten seinen Weisungen bienstbar zu machen. Er ist mit dem ersten Zuge nach Köpenick gefahren, dort ging er, um sich zu orientieren, einige Male um das Rathaus herum und fuhr dann zurück nach Bahnhof Puttligstraße. Dort wartete ich," so bekundet Voigt weiter, die Ablösung der Wache ab. Da tamen vier Sol baten daher, die nicht die Wache waren, die ich aber trotzdem anrief. Ich sagte, sie tönnten noch nicht in die Kaserne gehen, sondern müßten mit mir nach Köpenick marschieren. Als ich mir jedoch die Sache jetzt überlegte, schienen mir die vier Soldaten doch zu wenig zu sein und ich wartete die Wache ab, die ich dann ebenfalls abkommandierte. Vor dem Bahnhof Köpenick, nachdem ich die Soldaten hatte Mittag essen lassen, ließ ich sie antreten, das Seitengewehr aufpflanzen und sagte, es gelte das Rathaus zu beseßen." Der Ange: flagte behauptet, er habe den Soldaten nur gesagt: Auf Be: fehl seiner Majestät! habe aber keine Kabinettsordre vor gezeigt. Ich bemerke gleich jetzt", erklärt Voigt„ daß ich mich feiner Freiheitsberaubung schuldig ge macht habe, denn alleg geschah bei offenen Türen." Von da ging ich ins Zimmer des Stadtsekretäre und sagte zu diesem: Herr Stadtsekretär, ich habe Befehl Sie zu verhaften. Er fragte, warum. Ich antwortete, daß ich es nicht wüßte. In der Anklageschrift steht, daß ich pathetisch mit einer gewissen Betonung gesprochen hätte. Das ist nicht der Fall. Ich habe ganz gewöhnlich gesprochen." Auf die Frage des Vorsitzenden, ob er zugebe, den Stadt sekretär seiner Freiheit beraubt zu haben, dadurch daß zwei Soldaten an die Tür seines Zimmers postiert wurden, ant ortet Voigt bejahend. - Herr Bürgermeister, ich verhafte Sie.. er Wenn ich nun in Bernau oder Oranienburg gewesen wäre, dann hätte ich sofort hier die Sache abgebrochen und wäre nach dem Landratsamt gegangen und dann hätte ich die ganze Szene auf dem Landratsamt wiederholt. In Köpenick fonnte ich das aber nicht tun, da das Land. ratsamt nicht in der Nähe ist. Was ich jetzt nun noch tat, weiß ich alles nicht mehr, ich war ganz topflos. Der Vorfigende fragt:„ Sie haben dann eine Quittung unterschrieben mit dem Namen v. Malzahn. Hierauf entgegnete Voigt: So soll der Name nicht heißen. habe die Anfangsbuchstaben folgender Worte unterschrieben:„ Von mir als Beauftragter im ersten Garderegiment." Ich wußte garnicht, daß es eine Quittung war, ich rührte auch das Geld, das mir nachher übergeben wurde, nicht an und kaufte mir nur davon die nötige Bivilkleidung. Die große Differenz kommt daher, weil der Droschtenkutscher mich zu einer Firma fuhr, die Anzüge dreimal so teuer bezahlt wie anderswo. Umgezogen habe ich mich auf dem Tempelhofer Felde, denn auf dem Bahnhof in Rigdorf ist fein Play, wo man mal ungestört sein fann. Auf die Frage des Vorsitzenden, warum er denn feine Schritte getan habe, um jetzt ein Paßformular zu erlangen, antwortete Voigt: " Ich habe wohl nach einem Paßformular gesucht, aber keines gefunden; verlangen durfte ich ein solches ja nicht, das hätte mich eventuell verraten." Ms ich in das Simmer des Bürgermeisters lam", fährt Boigt fort ,,, fagte ich zu ihm:„ Herr Bürgermeister im Namen Seiner Majestät des Kaisers verhafte ich Sie." Der Bürger meister war ganz niedergeschmettert und verlangte von mir, baß ich allerlei Aufträge erfüllte, so wollte er seine Frau Sprechen und sein Kind sehen. Er machte mir vor allen Dingen Vorhaltungen, wer nun die Leitung der Stadt in Händen habe. Ich beruhigte ihn aber und sagte, daß ich ihm bie Unterredung mit seiner Frau gern gestatte und daß er fich wegen der Vertretung nicht beunruhigen solle. Ich über. nehme jetzt die Verwaltung der Stadt Köpenid und werde bis heute abend 9 Uhr hier bleiben. Die Frau Bürgers meister bat mich dann noch, daß ich auf Kosten der Stadt eine Abendgesellschaft, die sie bestellt hatte, abbestelle." Voigt gibt auch zu, dem Bürgermeister das Ehrenwort abaenommen wo man Hiermit war die Vernehmung des Angeklagten beendet, und es wurde als erster Zeuge Bürgermeister Dr. Langerhans bernommen. Zeugenvernehmung. Vorher wurde noch der Stadtobersekretär von Köpenick, Rosenkranz vernommen, dessen Aussage nichts neues brachte. Die Erklärung des Bürgermeisters Langerhans:„ Wenn ich sechs Wochen Zeit gehabt hätte und mir alles hätte ruhig überlegen können, dann hätte ich sicher so gehandelt, wie Sie meinen", rief Sensation hervor. Nachdem die Situation nochmals erschöpfend durch die Zeugen Dr. Langerhans und Rosenkranz flargelegt worden war, wurde in eine Pause eingetreten und darnach die Soldaten vernommen, die mit Voigt nach Köpenid zogen. Der im Anschluß hieran vernommene Anstaltsgeistliche des Rawitscher Buchthauses schildert Voigt als einen arbeitsamen Menschen. Die Vernehmung der übrigen Zeugen bringt nichts von Belang und so konnte der Staatsanwalt bald sein Blaidover beginnen. Nab und fern. † Bestrafter Leichtsinn. Ini Posen wurden zwei städtische Arbeiter in der Nähe des Gerberdammes beim unbefugten Ueberschreiten der Eisenbahngleise von dem in der Richtung nach Gnesen ausgefahrenen Eisenbahnzuge erfaßt, überfahren und vollständig zermalmt. † Die Untersuchung der Roburitkatastrophe hat bisher nichts besonderes ergeben, jedoch gewinnt die Annahme, es habe sich um ein Verbrechen gehandelt, immer mehr Boden. Ein Schlosser sagte aus, daß Dynamitpatronen gefunden worden seien, die nicht in der Fabrik gewesen sein könnten; auch ein Polizist habe 5 Patronen in der Hand gehabt. Der Mann war lange in der Fabrik beschäftigt und sagte, daß seit einem kleinen Unfall, bei dem ein Arbeiter einen Daumen verloren habe, Patronen nicht mehr geduldet seien; nur ein Fremder könne eine solche in die Fabrik gebracht haben. Diese Aussage scheint nicht belanglos zu sein. Die Zahl der Toten wird jezt auf 70 bis 80, die der schwer resp. lebensgefährlich Verlegten auf 200 geschätzt. Ein Unterstützungskomitee ist begründet worden, an dessen Spizze Oberpräsident von der Rede trat. Der Verband der Sprengstoffabriken stellte dem Komitee sofort einen Betrag von 20 000 Marf zur Verfügung. Die Wittener Stadtverordneten haben in außerordentlicher Sigung den Beschluß gefaßt, dem Magistrat der Stadt Witten 20 000 Mart zur Verfügung zu stellen. Bisher find insgesamt 75 000 Mark für die Ber inglüdten eingegangen. Das Komitee ersucht in einem offentlichen Aufruf um weitere Gaben. † Der Eisenbahnunfall. Auf Bahnhof Senftenberg f infolge Ueberfahrens des Haltefignals der von Cottbu tommende Güterzug 8750 dem nach Lübbenau ausfahrender Güterzug 8790 in die Flanke. Acht Wagen wurden beschädigt ein Schaffner leicht verletzt. † Dem Richter entrüdt. Der Tagelöhner Franz Haupt der in Ulm a. D. die Kellnerin Marie Luß aus Eifersucht e stochen hatte und auf dessen Ergreifung eine Belohnung vo 300 Mark ausgesetzt war, wurde von einem Bahnwärte zwischen den Ortschaften Grimmelfingen und Donauthal be obachtet, als er dort auf einem Bauerygute Unterschlan suchen wollte. Sofort eilten zahlreiche Bauern herbei, die den Versteck des Mörders umzingelten. Als Haupt sah, daj es fein Entrinnen mehr gab, stieß er fich das Taschenmesse mitten in das Herz; seine Verfolger fanden ihn bereits c Leiche auf. Lokales. getragen wur Adagio au Sigup" bon becture zum S nahmen di X Der Bez Wie die BertmeisterSamstag jein 2 bau. Nicht ins, fondern lar und But r größerer 2 betagsabgeord s 9 lbr bon mifchen Reich Damien boat, fiel tion und da Comimann& Sbiffnie, die Sorfigende bee die große Feft ** Der Großherzog empfing am 1. Dezembe den Regierungsrat Welder boo Gießen. * Vom Hof e. Die Prinzessin Heinrich von Preußen wird heuse zur Teilnahme an den Tauffeierlic feiten in Darmstadt eintreffen. Prinz Heinrich von Preußen ist mit dem Uebungsgeschwader in See gegangen und fann daher nicht an den Tauffeierlichkeiten teilnehmen Anläßlich der Taufe des Erbgroßherzogs ist laut " Darmst. Tägl. Anzg." seitens Darmstädter Vereine und Korporationen eine große Ovation in Gestalt einer Serenade mit Lampionzug beabsichtigt. Zu den Koften hat die Stadt einen Betrag von 1600 t bewilligt * Reichstagshauptwahlen. " Hanauer Zeitung" berichtet, will die sogenannte Mit telstandspartei für die nächsten Reichstagswahlen im Wahlkreise Hanau- Gelnhausen- Orb mit einer eigenen Kandidatur hervortreten, und zwar werde General a.D. b. Klöden Wiesbaden, der Ehrenvorsitzende des deutschen Militäranwärterverbandes, für die Partei kandidieren. Auch der Bund der Landwirte will, wie dasselbe Blatt berichtet, einen eigenen Kaudidaten auf stellen. Diese Notiz ist nicht ganz klar. Herr v. Klöden ist nämlich selbst Borstandsmitglied des Bundes der Landwirte. Dieser wird also keinen weiteren Kandidaten aufstellen, sondern höchstens Herrn v. Klöden unte stützen. † Ein Lehrer als Doppelmörder. Der wegen Mordes and Sittlichkeitsverbrechens an einer elfjährigen Schülerin zum Tode verurteilte Lehrer Müller aus Bayreuth gestand nach nehrstündigem Verhör, daß er am 2. Mai 1898 die Privatiers, vitwe Enders in Bayreuth, bei der er seinerzeit als Ein, ährig- Freiwilliger wohnte, ebenfalls ermordet habe. † Krieg im Kohlenraum eines Schiffes. Auf dem Dampfer San Jacinto entstand zwischen den Schleppern und Heizern während eines Sturmes vor Kap Hatteras ein furchtbarer Kampf. Während des Kampfes fiel einer der Leute gegen den Feuerraum. Ein Heizer riß die Tür auf und versuchte, den Mann in die Flammen zu werfen, dieser tötete jedoch den Heizer durch einen Schaufelschlag. Die übrigen Heizer und Schlepper nahmen ihren Streit sofort wieder auf, als der Heizer tot zusammenbrach. Als die Offiziere des Dampfers Ruhe stiften wollten, wurden fie von beiden Parteien angegriffen. Schließlich gelang es ihnen, mit ihren Revolvern bie Leute zu überwältigen und die Haupträdelsführer in Retten zu legen. Sie wurden in Newyork der Polizei überLeben. *** n Prof. Richard Wuensch Gießen ist ein Ruf als ordentlicher Professor an der Universität Königs berg ergangen. = Heinrich Bruchhäuser, der Bureaubo steher der Gießener Handelskammer, hat dem Va nehmen nach sein Amt als Vorsitzender des Hassia Bezirks Gießen niedergelegt. In dem ganzen Be zirk, der 36 Vereine mit rund 2500 Mitgliedern um faßt, wird diese Nachricht, des sind wir gewiß, mit Bedauern entgegengenommen werden. 7 Jahre hat Bruchhäuser den Vorsiz geführt und war stets bemüht den vielseitigen Wünschen gerecht zu werden. Der ftell vertretende Vorfigende ist Bürgermeister Beun in Groß- Linden. * ** Der Nationalliberale Verein Gießen hält Mittwoch, den 5. Dezember in der Restauration " Zum Andreas" seine diesjährige General- Versammlung Da die Tagesordnung eine sehr reichhaltige i so ist ein guter Besuch der Versammlung dringend geboten. bte nocimals Der Gefangber Die Weihed lflingip egen die Blü Berein ferner e einen größe ngstaffe der Sarpiuidhe Gin angeblic erbietet f Beilung von S delicifchen Ge adverftändig tlichen Ko Mark würde Der Ortsgefu madhung bom öffentlich Bolizeibel en cben gewarnt word Da es nid Dobner infol hey mit dies uns beranla Karlsruhe bangen. Diefelbe lau 3. Junt d. J riafeit" ein Engländers Schwerhörigt Ezialisten" ber Das angeb dem für die barwey Ne Buleitung bie gefchwächt schmerzlos Ga liegt b ſelbſtverſtändi wenn sie wi der leidender araus, daß auf ibließlich Unt handlung bes wohl der ange bert, er werde ttels der Beha *** Heute Abend hält auf Veranlassung des kauf männischen Vereins und des Ortsgewerbe- Vereins Gießen Prof. Brockmann- Offenbach im Café Leib einen durch zahlreiche Lichtbilder illustrierten Vortrag über den Simplon Tunnel. Zu dem Vortrag, der ſen wirfungsl interessant zu werden verspricht, haben auch Nichtmit glieder Zutritt. B. Volkstümlicher Hausmusif- Abend. Der gestern Abend im Konfirmandensaal, Liebigftr. 5, vom eb.ng. Arbeiter Verein- Gießen veranstaltete Haut musif- Abend hatte dieselbe Anziehungskraft ausgeübt, wie der vorjährige. Schon vor 8 Uhr hatte sich de Saal bis auf den letzten Plaz gefüllt. Keine Künstler musik sollte geboten werden, sondern nur eine unge et amfeit zum Wir warn zwungene volkstümliche Besetzung. Im Vorjahre Leichtgläubiger famen Zither und verwandte Instrumente, sowie Ge fang zur Geltung, die diesjährige Mufit bestand haupsächlich aus Harmonium und Klavier, Gel, Violine, Mandoline und Flöte. Vor jedem Vortrag wurde eine Erklärung über den Charakter und den Komponisten gegeben. Aus dem reichhaltigen Programm set erwähnt: Nr. 1 Andante religioso bon Gernhardt die in großer Alangfülle von sämtlichen Instrument Wie ist Asthma zu bekämpfen? Diese Frage ist gelöst durch Dr. Elswirths Aftud Afihma- Bulver, welches sofort Linderung verschaft in vielen Fällen vollständige Heilung. Dr. Elswi Astmol ist nicht zu vergleichen mit den vielfach ane priesenen Mitteln, die in den meisten Fällen vollständ ihren Zweck verfehlen und im günstigen Falle nur ge ringe und vorübergehende Linderung schaffen. And verhält es sich mit Dr. Elswirts Astmol, welches nad den neuesten Errungenschaften der Wissenschaft h gestellt ist. Ein jeder fann sich von der Wirkung de selben fostenlos überzeugen, denn das Generaldepo Engel- Apotheke in Frankfurt a. M., versendet Mufic gratis und franko. Wer dasselbe einmal erprobt hat wird nie wieder ein anderes Asthmapräparat gebrauchen Man verlange Muster von der Engel Apotheke Frank furt a. M. Preis der großen Schachteln Aftmol( ent hält: Stramon 40, Grindel rob. 10, Bol. laric. 10, Menthol 3, Kal. nitric. 20, Natr. nitric. 20) Mt. 2.50 zu haben in den Apotheken, wo nicht vorrätig, bon Universitätsapotheke Zum goldn. Engel" in Gießen Engel- Apothefe Frankfurt a. M.- Apotheke in Harid ftein( berhessen) und Stern- Apotheke in Staffel. Gießen Bett.: Gewer 包 Wer in G Barenbestellung berzu einer Le Generbeordnun ilt wird. Die betrieb im Jah tigen, wer Erteilung nb to gettig zu Sabres im Beft Jein Fönnen. Gießen, Gesch hyp gut freque febr preism Selbitreflett diefes Blatt Genflenberg Der von Gott nau ausfahren wurden beidha ner Franz S aus Eifersucht ne Belohnung getragen wurde. Ferner Lebensfrieden von Flem: ng. Adagio aus der Ouverture und Gebet aus dem reischütz" von Weber, Adagio cantabile von Tortini, perture zum alifen von Boieldien u. a. Die Zu er nahmen die Vort äge sehr beifällig auf. XDer Bezirksverein Gießen des Deutschen Bertmeister Verbandes feierte am letzten | Den Spendern wurde dafür herzlichst gedankt vom Vorfizenden Schuft. Mehrere Lieder der Heiterkeit", unter welchen der Nachtzauber" besonders gut glückte, die verschiedenen Piecen der Feuerwehrkapelle und der Solovortrag des Steueraufsehers Brückner wurden mit Beifall angehört. Nicht minder schön waren der gegebene Schwank Hutfieber" und 12 lebende Bilder. inem Babmstag sein 20jähriges Stiftungsfest im Neuen Ziemlich am Schluß brachte neben dem Couplet:" Bitte nd Donautballbau". Nicht allein die Mitglieder des festgebenden reden Sie nicht darüber" der„ Hauptmann von Köpenick" gute Unterfe ins, sondern auch solche der Brudervereine von auern herbei, Haupt jab, b das Tajchenme ihn bereits slar und Butzbach und ferner viele Besizer und ter größerer Werke waren der Einladung gefolgt. idstagsabgeordneter Heyligenstädt, der erst bends 9 Uhr von der am gleichen Tage stattgefundenen Fürmischen Reichstagssigung aus Berlin zurückge Emmen war, stellte sich sofort ein; die Provinzial Preisamtmann Langermann und Bureauvorsteher Siffnie, die Stadt durch mehrere Stadtverordnete. Vorsitzende des Bezirksvereins, Wertmeister Schuft, die große Festversammlung willkommen, ein Prolog acte nochmals die poetische Begrüßung und nachdem am 1. Deze biteftion und das Streisamt waren vertreten durch Ben. in Seinrich den Lauf rich von Pre gegangen eiten teilnehag ber Gesangberein Hetterfeit" den Mozartschen mitädter B dolf Klingspor überbrachte im Auftrage seiner in Gestalt ollegen die Glückwünsche der Arbeitgeber, wünschte Zu den kom Verein ferneres Blühen und Gedeihen und überDot bemiddte einen größeren Geldbetrag, der für die UnterWie zungskasse der Witwen und Waisen bestimmt ist. en. Sto sogenannte T stagswahlen it einer eign erde Warnung vor General Surpfuschern n. Geheimmitteln. ** große Heiterfeit. Gegen 1 Uhr war das offizielle Programm abgewickelt und der Tanz trat in seine Rechte. Im November Gießener Volksbad. Im November wurden 9623 Bäder verabreicht gegen 9112 im Oktober 1906 und 9118 im November 1905 oder im Durchschnitt pro Tag 321 Bäder gegen 294 im Oktober 1906 und 304 im November 1905. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: " " T Schwimmbad: 4936 Männer, darunter 866 zu 10 Pfg. 980 Frauen, 203 10 " Wannenbäder 1. Kl. 317 Männer, 82 Frauen 655 462 2. " " f Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 167 Männer, 26 Frauen. Brausebäder 1. Kl. 762 Männer, 110 Frauen 2." 980" 146 " " f Die Personenwage wurde von 200 Personen benußt, das Bad von 4 Personeu besichtigt. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Kinder und Erben des enborfigende Kommerzienrats Georg Karl Gail find für das für die B Fin angeblicher Professor. Keith Harwey in Jahr 1907 an drei bedürftige, in Gießen wohnende dwirte will Emden erbietet fich durch Beitungsanfündigungen zur Familien oder alleinstehende Personen, Unterstügungen Kaudidaten beilung von Schwerhörigkeit unter Anwendung seiner bon je 300 Mt. zu vergeben. Bewerbungen haben bis Herr b. lektrischen Gehörbatterie". Dieser Heilapparat ist zum 15. Dezember 1906 bei dem Armenamt, Neuendes Bundes mach achverständigem Gutachten wirkungslos; die nicht bäue 25, zu erfolgen. unbeträchtlichen often der Anschaffung dieses Apparats iteren Kandide b. Klöden un 30 Mark) würden also vergeblich aufgewendet werden. Der Ortsgesundheitsrat zu Karlsruhe hat durch Besch- Gießen inntmachung vom 18. August 1. Js. vor diesem Unternehmen öffentlich gewarnt; es ist auch von mehreren Iniberfität Rom anderen Polizeibehörden, sowie von der Fachpresse öffentder Bureau i gewarnt worden. , hat dem Gießen, den 1. Dezember 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Bekanntmachung. Die unterm 22. November 1906 angeordnete Sperre Walltorstraße zwischen Brandgasse und Braugasse Gießen, den 30. November 1906. der Da es nicht ausgeschlossen ist, daß auch hiesige wird hiermit aufgehoben. inwohner infolge der Reflame des Professor" KeithSender des H Barwey mit diesem in Verbindung getreten sind, sehen dem ganzen uns veranlaßt, die Warnung des OrtsgesundheitsMitgliedern cats arlsruhe nachstehend wiederholt zur Kenntnis zu wir gewiß, Gringen. " en. 7 Jahre Dieselbe lautet:„ In Nr. 30 der„ Badischen Presse" war ftets ben om 3. Juni d. Js. ist unter der Ueberschrift:„ Schwer- der verden. De Börigkeit" ein Inserat erschienen, in dem das System wird reifter Beun De Engländers Professor Ketth Harweh zur Heilung bor Schwerhörigkeit empfohlen und auf ein Buch" dieses Spesialisten" verwiesen wird, das fostenlos erhältlich sei. Das angebliche Buch" ist ein kleines Schriftchen dem für die efektrische Gehörbatterie des Professors r reichhaltig Fith. Harwey Reklame gemacht wird. Diese Batterie soll mmlung bei burch Buleitung eines milden galvanischen Stromes" Berein Gi der Restaur eral- Versamm lassung des rtsgewerbem Café Leib Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. p. In allen Pflanzen und Pflanzenteilen kommt Pposphorsäure in erheblichen Mengen bor. In den Böden dagegen findet sie sich nur in geringen Mengen; deshalb ist eine Zufuhr von Phosphorsäure in die Böden durchaus notwendig und bei der Düngung stets in erster Reihe zu berücksichtigen; so sagte Prof. Heiden in seiner bekannten„ Düngerlehre" schon um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, und dies gilt auch noch heute. Für Herbst- und Winterdüngung, sowie für Wiesen ist Thomasmehl der be= vorzugte Phosphorsäuredünger. * Marburg, 2. Dez. Zur Vorbereitung der Wahl eines Oberbürgermeisters ist eine Kommission zu sammengetreten, der u. a. auch ein Universitätsprofessor angehört. " * Bad- Nauheim. 2. Dezbr. Besitzwechsel. Frau J. Kirsch, Inhaberin des Hotels Prince of Wales", faufte das Hotel Englischer Hof" zum Preise von 250 000 Mt. " Hus dem Rerichts[ aal. Straffammer. Gießen, 30. November. Auf Privatklage des Landwirts Heinrich Althenn von Leihgestern wurde der Landwirt Heinrich Schmidt 4. dorten wegen Beleidigung zu 30 Mk. Geldstrafe verurteilt und dem Beleidigten die PublikationsBekanntmachung. Für die Gemeinde Lollar wird ein junger Schweizerbock reiner Rassezu kaufen gesucht. Lollar, den 30. November 1906. Großh. Bürgermeisterei Lollar. Schmidt. Versteigerung. Dienstag, den 4. Dezember, W W W W W WY nachmittage 2 Uhr berfteigere ich Neustadt 55 dahier, gegen Barzahlung: a. 1 neue Nähmaschine, 1 esserner Karren, 1 Vieh- Geburtshelfer, Stadt- Cheater Giessen. 1 Milchzentrifuge, 3 Rohrstühle, Direktion: Herm. Steingoetter. 1 Tisch, 1 Spiegel u. 1 eiserner Blumentisch. b. 1 Pferd mit Geschirr, 1 Wagen, 11 Kippwagen, 1 Sopha, 1 Spiegel mit Trumeaux, 2 Sessel 1 Vertikow, 4 Gaslüster und andere Sachen. Die unterm 22. November 1906 angeordnete Sperre findet bestimmt statt. Johannesstrake zwischen Neuenweg und Blockstraße hiermit aufgehoben. Gießen, den 30. November 1906. Großh. Bolizeiamt Steßen. Herberg. Betr.: Fundsachen. Bekanntmachung. Die Versteigerung zu a Born, Gerichtsvollzieher, Gießen. Weinhandlung und Dienstag, den 4. Dezember 7. DienstagAbonnements= Vorstellung. Der Schlafwagenkontrolleur Schwank in 3 Akten v. A. Bisson. In deutscher Bearbeitung von B. Jakobson. Weinstube Seibel Sas23232323232 Giessen Ludwigsplatz empfiehlt In der Zeit vom 24. November bis 1. Dezember seine nur prima Rhein- u. Moseldie geschwächten oder gelähmten Muskeln des inneren 1906 wurde in hiesiger Stadt Chres schmerzlos Taubheit und Schwerhörigkeit beseitigen. gefunden: 1 3wider und 1 Umhängetuch; Es liegt hier ein grober Shwindel vor. Es verloren: 1 Reißzeug in Etui, 1 braungelber Kinderfelbstverständlich, daß eine elektrische Gehörbatterie, en Vortrag elbst wenn sie wirklich funktionieren sollte, gegen GehörVortrag, de leiden wirfungslos ist. Wie gewissenlos diese Ausbeuten auch Ning der leidenden Menschheit betrieben wird, ergiebt sich daraus, daß auf eine eingesandte genaue Diagnose eine musif- Abschließlich Unterschrift gedruckte Anweisung über die saal, Liebigft handlung des Leidens dem Patienten zugesandt wird, Deranstaltete wohl der angebliche Professor Keith Harweh zuvor vergsfrat aubert, er werde nach Erhalt des ausgefüllten Diagnoses br hatte feels der Behandlung des Patienten seine größte Auft. Seine fümmert amfeit zuwenden. Wir warnen vor diesem lediglich auf Ausbeutung Im Btgläubiger hinauslaufenden Schwindel. Gießen, den 17. November 1906. nur eine amente, fowie e Mufit be Alabier, Bor jedem Bo altigen Prog Obon Bern dhen Inftrum Bt. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. haratter und Gewerbe Legitimationsfarten. kämpfen? Belauntmachung. Wer in Gemäßheit des§ 44 der Gewerbeordnung rembestellungen aufsucht oder Waren ankauft, bedarf zu einer Legitimationsfarte, welche nach§ 44a der werbeordnung für die Dauer des Kalenderjahres erElswirths tettoird. Diejenigen Personen, welche ihren Geschäftsnderung berf baieb im Jahre 1907 fortzusezen oder zu beginnen beng. Dr. Ghtigen, werden deshalb aufgefordert, ihre Anträge Den bielfach an Erteilung der Legitimationstarte bei uns jetzt schon| igen Falle muhr es im Besitz der erforderlichen Legitimationsfarten| Fällen boll fchaffen. ftmol, weldes Wiffenfchaft der Wirkung das General bersendet M inmal erprobt aparat gebrand el Apothete F hteln Aftmol 0, Bol. lari tric. 20) M. 25 dit bocrätig, bo gel" in Biegen pothete in Hild te in Staffel. urn so zettig zu bestellen, daß sie zu Anfang des nächsten jesin fönnen. Gießen, den 30 November 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. m. Anbau u. 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Von dem Sachverständigen wurde festgestellt, daß er auch falsche Einträge in die Bücher machte, um seine Unterschlagungen wenigstens teilweise zu verdecken. Sobald der Fehlbetrag festgestellt war, leistete er Ersatz, was bei der Strafzumessung vom Gericht strafmindernd berücksichtigt wurde. Er erhielt wegen Untreue mit Unterschlagung eine Gefängnisstrafe von 4 Monaten. Theater- Verein Giessen. Dritte Vorstellung: Donnerstag, den 6. Dezember: Gastspiel von Jrene Triesch als Ellida Wangel in Frau vom vom Meere". ,, Die Eintrittskarten zu Mk. 5, 4, 3( Studierende Mk. 2) bei Herrn Challier, Neuenweg. und an der Theater- Kasse. Zur Einführung in die Frau vom Meere dient die von Prof. Dr. Collin bei der Ibsen- Feier gehaltene Rede, welche soeben im Verlag von A. Toepelmann erschienen und in den Buchhandlungen, sowie bei Herrn Challier und im Theater für 50 Pfg. käuflich ist. Montag, den 3. Dezember, abends 8 Uhr, im Café Leib( Gießener Festsaal) 4. öffentlich. Vortrag Herr Prof. Brodmann Offenbach: DerSimplon- Tunnel ( mit zahlreichen Lichtbildern). Eintrittskarten sind zu 50 Pfg. abends an der Kasse zu haben. Kaufmännischer Verein und Ortsgewerbeverein. Nie wiederkehrende Gelegenheit Ich verkaufe meine tadellos gearbeitete KlappTaschen- Kamera ,, A tout" für Rollfilms 8: 10/2 und Platten 9:12 cm, mit Extra- Rapid Aplanat f: 8 und Unikum- Verschluss, anstatt Mk. 75.jetzt, soweit für Mk. 45. Lag. reicht Alfred Brückner, Fabrik photograph. Apparate, Rabensu- A Nervenschwäche Für Juristen! und deren Folgezustände, Angstgefühl, Appetitlosigkeit, Gedächtnisschwäche, Gemütsverstimm., Herz- Heff. Ausführungsgefeke klopfen, Magenschwäche, Ohrensausen, Mattigkeit, Schlaflosigkeit,& bürgerl. Gesetzbuch Schwindel, Uebelkeit, Bittern der( b. Ministerialrat Best) vollſt. und Glieder usw., beseitige ich ohne gebunden billig zu verkaufen. Störung von Beruf und Lebensweise auf Grund 30jähr. Erfahrung. Chemiker Heyden, Altona Elbe. 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Sein festes, abgeklärtes Spiel war der kraftvolle Lebensruf Jung- Hollands. Elfriede Bayrhammer als Claudine van Zuylen bot in trefflicher Erfassung und Durchführung wieder sehr viel Gutes. Ebenso Bruno Reimer- Schlegel( Jobst van Zuylen) und Adolf Lippert( Doktor Erasmus 215. Böniglich Vrensische Klassenlotterie. B. 21asse 22. 8tehungstag. 1. Dezember 1906. Rachmittag Nur die Gewinne über 240 Mt. find in Klammern betgefügt. ( Ohne Gewähr. A. St.-A. f. 8.) ( Nachdruck verboten.) 631( 1000) 38 768 862 1063 342 409 65 677 804 65( 500) 88 2841 8114 418 19 722 4291 56 5032 120 274 318 7945837 63 96 936 86 6182 318( 500) 704 9 29( 600) 882 7061 383 464 544 661 981( 3000) 94 8116 261 620 22 916€ 58 8004 131 75 424 61( 600) 892 969 10015 126 84 823 875 982( 3000) 11036 156 619 862 774 96( 3000) 664 911 14015 12170 202 70 303 489 68( 1000) 668 797 932 77 85 87 13228 900 4 669 20 24( 1000) 660 967 15088 127 209( 500) 642 718 61 819 977 16168 365 66 415 518 671 72 834 970 17048 409 54 605 814( 3000) 29( 1000) 31 65 988 18272 300 403 27 622 635( 500) 719 54 19163 248 642 68 749 68 816 930 90 20023 115 41 47( 3000) 75 254( 1000) 603 14( 500) 87 641 759 98 860( 1000) 21012 103 301( 500) 90 445 96 745 96 22029 242 79 091 719( 500) 23076 627 950 77 24296 363 608( 1000) 727 63 926 25029 117 69 73 86 88 286 826 67 499 809 962( 1000) 26098 136( 500) 838 39 634( 500) 714 30 933 27048 83( 500) 882 431 91 28058 376 608 609 945 69 29097 189 276( 600) 335 98 469 88 782 818 978 31010 238 50 360 30008 118 53 364 99( 15 000) 463 67 90 626 899( 3000) 622( 3000) 774 876 82005 117 91 272( 1000) 372( 500) 619 622 37 63 868 75 33007 189 314 456 609 731 900 34166 429 86 926 51 35037 49 687( 500) 695 767( 5000) 36034 38 61 148 86 670( 3000) 665 82 91 923( 500) 37055 167 91( 500) 654 766 800 38144 90 240( 1000) 65 71 388 450 66 643 76 735 860 930 39161 91( 3000) 850 833 936 40140 74( 3000) 208 48 41195 787 42069 260 362 902 44( 1000) 43018 45137 204 20 407 393 685 682 738 49 823 923( 600) 60 44235 481 831( 3000) 81 76 600 658 602 29 74 809( 500) 46290 337 461 47084 164( 3000) 70 289 746 830 48118 336 402 82 88 661 94 601 794 40137 611 919 96 50000 657 626 812 25 51095 602 62 601 33 885 82009 895 907( 3000) 83 58438 512 22 46 609( 500) 829( 1000) 54388 98 863 970 55050 101 251 409 536 54 60 88 58537( 500) 66 856 941 88 57001 104 7 10( 3000) 257 493 511 98 751 853 60 88 68106 221 41 814 86 425 97 676 722 979( 600) 59218 600 601 721 75 60118 84 242 63 762 894 963 61006 108 842 76 83 485 90 93 554 70 715 93 ( 500) 860 62097 247 78 896 403 665 939 83 63178 344 458 75 601 31 983 64128 54 248 382 498 598 65164 491 884 901 66047 394 460 621 712 85 7150 52 427 658 702 872 68025 417 81 41 598 895 69142 69( 1000) 821 728( 500) 801 40 70000 441( 3000) 643 77 99( 1000) 709 68 863 88 900 71089( 3000) 697 744 823 72222 76( 1000) 822 468 73160 909 66 406 82 610 749 82 899 932 74032( 3000) 48 182 816 616 661 784 807 924 75032 44 74 386 418 634 620 44 ( 1000) 50 93( 3000) 763 76018( 600) 181 92 783 911 77038( 500) 48 113 473 82 678 93 97 824 51 78015 116 332( 500) 403 92 664( 1000) 878 73168 232( 500) 569 656 74 80038 334 632 869 81063 228 524 797 800 927 66 82297 365 568 808 25( 1000) 906( 1000) 52 83266 97 308 414 326 908 85 84275 82 498( 1000) 701( 500) 47 841 85001( 500) 80( 1000) 503 26( 500) 710 971 88147 268 87171 494 616 930 88089 379 425 714( 500) 30( 500) 802 9 22 953 89010 184 271 628( 1000) 735 926 99 90171 412 77( 500) 569 983 91229 317 428 596 747 92168 279 314 60 629 878 84 900 93087 261 358 415 98( 1000) 570 694( 10000) 815 94560 703 835 965 95061( 3000) 318( 1000) 69 680( 3000) 804 973 78 220 374 753 88 97486 517( 500) 668( 500) 857 990 98200 41 83( 1000) 460 722 838 942 99030 51 401 60 744 838 Wundt), die wir in legter Saison schon gewürdi haben. Die Gräfin Lur wurde von Marth Schuster in sicherer Anlage und trefflicher Heraus arbeitung der Details gegeben, nur etwas dämonista hätte sie sein dürfen. Der Farbenreiber Peter 20 wurde von Reinh. Gronert mit guter Stomik dur geführt, während die Zofe Malve von Wilhelmine Schellenberg als frisches Blut im richtigen T gegeben wurde. G. H. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienste den 4. Dezember. Meist trüb, Niederschläge, in höhere Lagen Schnee, nachts etwas tälter, am Tage Temperate nicht verändert, mäßige östliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inserata Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, bei in Gießen. 600) 215. Königlich Preußische Klaffenlotterie. 5. Klaffe. 22. 8tehungstag. 1. Dezember 1906. Bormitte Nur die Gewinne über 240 M. find in Klammern beigefügt. ( Nachdruck verboten ( Ohne Gewähr. A St.-A. f. 8.) 214 307 622 34 899 1000 219 805 600 23 658 724 80 2028( 1000) 6 T 122 62 235 77 819 480( 500) 643 3004 89 755 846 984 4074 583 703( 3000) 5181 226 64 73 864( 500) 132( 3000) 6472 602 12 649 787 7288 398 704 610 B299 878 489 864 62 9080 363 467 10662 603 11410 503 614 916 12102 20 672 670 97 700 834 13080 892 4 562 727( 1000) 937 54 86 14011 71 317 679 917 15185 467 866 907 63 16 ( 3000) 99 170 262 320 606 93 802 17062 205 824 75 622 701 19 18054 263 880 19149 68 220 320 73 479 555 92 747 87 826 92 916 63( 1000) 20187 252 787 21165 237 43 91 308( 3000) 16( 600) 493 545 701( 500) 22010 210 826 2340( 600) 120( 3000) 30 68 236 699 641 743 45 926( 500) 24036 197 858 63 398 25010( 1000) 48 205 36( 3000) 909 ( 3000) 112 21 607 632 743 44 811 961 70 27071( 1000) 85 128( 1000) 70 302 7 472 634 38 620( 1000) 781 28090 94 173( 3000) 241( 500) 53 334( 3000) 648 88 T 20 23605 782 852 81121 88 840 451 80122 244 817 638 41 78( 1000) 83 89 822( 3000) 82019 153 79 201 14 81 659 729 930 37 80 83076 219 506 20 79 642 ( 500) 637 758 87 907 79 35154 67 270 632 710( 500) 36069( 1000) 113 2 580 672( 500) 37338 676 38070 390 601 720 847 912 9128 846 64 572 40090( 500) 120 337 417 682 682 783 882 41290 698 936( 500) 420205 749 65 842 43648( 3000) 92 620( 10 000) 726 66 808 44029( 500) 109 211 514 44 635( 1000) 60 720( 500) 982( 1000) 83( 500) 90 45066 247 448( 1000) 529 641 643 930 75 93 46164 75 232 649 78 87 906 47008 68 250 875 475 621 910 40034 156 61 228 29 62 529 69 663 723 945 49238 404 56 559 804 86 W 936 47 26 342 50032 329 604 53( 3000) 706( 3000) 955( 500) 51062 192( 500) 465 644 720 854 909( 500) 52288 341 672 634 753 80 892 912 53117 43( 500) 280 324( 300 55 89 742( 3000) 49 54000 169 390 549 765 87 807 34 55078 586 606 91 ( 1000) 56106 326 69 696 688 703 802 909 57433 502 725 30 49 840 981 581 82( 1000) 288 375 464 563 917 59065 324 62 437 572 630 930 60049 62 116 361 602 48 83 807 61141 311 436 508 748( 500) 68 864 62 ( 600) 634( 500) 860 909 71 83445 997 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379( 30 000) 518 863 76 915 44 233368 448( 500) 868 940 69 259042 125 91 292 301 800 986 260471 639 858 988 261147 82( 3000) S83 471 97 658 795 282092 292 344 253111 241 67 578 607( 1000) 873 962 85 284044 68 271 416 707( 3000) 811 265026 33 104 261 692 634 75 738 978 80 84 285044 51 297 359 83 518 642( 500) 71 802 267676 766 268036 223 480 579 840 968 71 269164 318 099 844 270242 393 418 29 72 536 67 654 753( 3000) 848 271418 59 619 762 804 38 272032 420 28 59 71 615 69 962 273233 303 77 406 99 274156 240 49 72 304 75 513 704 50( 3000) 931( 1000) 275027 423 516 27 134 38 254 585 708 920 93 277260 78( 500) 528 63 933 278019 58 117 207 68 301 514 89 721 40 838 279009 123 328 622 702( 500) 280047 297 609 671 961 95 281008 51 283( 500) 369 733 98 867 282036 100 25 78 98 410 28 38( 3000) 60 720 66 817 283213 874 601 781 963 65 91 284829 285089 625 648 911 286075 462 524 41 742 287284 452 722 62 812( 500) Berichtigung: In der Vormittagziehung von 30. November ist Nr. 273 708 statt 263 708 gezogen. Jm Gewinnrade verblieben: 1 Brämie à 300 000 r., 1 Gewinn à 40 000 ML, 1 à 30 000 L., 3 à 15 000 r., 6 à 10 000 r., 9 à 6000 wt., 193 à 3000 Mt. 334 à 1000 I, 428 à 500 Mr. 110008 49 75( 3000) 98 291 332 485 757 983( 600) 111080 240 436 61( 500) 7 ( 3000) 869 812144 73 223( 500) 62 94 341( 1000) 619 710 60( 5000) 810 113 306 552 736 75 802 114114( 600) 268 421 30 38 63 659 876 81 115191 2 116135 335 462 820 44 67 117044( 1000) 294 337 799 903 118164 421 634( 500) 86 119054 226 487 120084 225 616 934 92( 1000) 121149 65 238 80 370 496 653 790 900 21 95 122059 206 61 785 87 123205 382 434 91 630 875 78 974 124342 5643 601 40 65 739( 500) 898 907 54 125213( 500) 37 39 494 626 863 126611 94 866 976 127027 82 288 619 616 746( 3000) 854( 1000) 128030 32( 30 162 299 318( 1000) 80 423 692 777 120095 45( 500) 711 130028 127 272 89 400 763 831 903 17 94 131022 95( 500) 152( 3000) 58 13 22 49 310 63 629 668 98 757 871 133033 138 48 203( 3000) 312 442 69 940 134 862 661 702 78 872 135077 167 286 93 831 63 430 91 675 809 136119 403 54 638 137006 56 101 313 42 423 99 714 945( 500) 49 126160 66 261 347 567 795 828 138024 91 112 249 635 645 730 31( 500) 851 140017 222 77( 500) 483 897 141329 62 85 642( 1000) 54 637 810 17 1429 287 682 660 143094 141 445 60 709 63 915 144011 195 835 71 80 4134 631 790( 500) 874 922 145204 77 577( 3000) 93 745( 1000) 813 945 146270 S16 94 684 709 876 981 147176 200 366 68 450 622 742 148454 636 47 820 977 149088 124 241 898 150419 560 90 772 880( 1000) 905 151013 20( 30800) 241( 1000) 372 5 847 15 2106 29( 3000) 73( 500) 153045 139 470 636 154121 288 510 984 155261 575( 500) 85( 500) 358098 300 46 79 410 603 762 81( 6 ( 1000) 157228 311 404( 500) 10( 1000) 69 527 842 158108 642 682 808 4 159045 231 426 516 600 39 93 722 66 82 856 100183 670 776( 1000) 801 46 982 161094 201 35 53 462 77 524 984 162340 79 402 841 86 163203 28 36 335 82( 500) 678 739 76 857 902 164 333( 1000) 84 456 77 556( 1000) 65 609 46 77 879 953 185258 321 22 31( 100) 760 80 808 82 186053 230 93 97 331 404( 300C) 71 94 623 73( 500) 802 167 334 405 739 919 96 168288 468 94 633 972 92 169003 66 84 193 211 753 61 170015( 1000) 171 253 892 931 171126 204 13 38 53 494 501 795 97 936 172145 70( 500) 289 500 678 780 911 173280 86 434 819 959( 1000) 72 174 362 816 79 959 65 17 5047 114 387 496 579 684 810 920 70 176013 110 984 177681 178140 293 393 628 807( 1000) 93 967 179011 103 95 219 967 67 843 82 996 180248 447 90 568 99 630 131172 212 803 16 422 62 86 97 663( 100) ( 500) 837 182229( 1000) 863 911 183086 118 630 84 801 951 53 18404 226 434 61 636 135216 611 895 186239( 500) 85 494 525 38 47 720 51( 60 859 926( 1000) 127095 339 91 676 728 962 188103 327 437 63( 1000) ( 1000) 68 709 94 608 44 907 189016 27 81 229 359( 1000) 914 39 68 190117( 1000) 200 507 743 191067 285 943 401 526 731 820 920 37 64 192 651( 500) 66 94 791 805 83( 3000) 193032( 1000) 85 192 304 18 746 831 19 63 74 372 577 615 195026 165 94 506 713 49 933 196091 178 332 414 51 962 197068( 600) 65( 500) 250 392 874 198386 672( 1000) 615 763 96 8135 190265 93 352 469( 1000) 653 66 755 200114 391 405 8 617 715( 500) 44 977 90 201198 218 40 76 313 5 ( 500) 979 202208 419 86( 1000) 630 676 956( 500) 208101 96 385 41 524 39( 500) 63 709 978 204146 417 689 701 53 79 841 997 20521 82 647( 1000) 206101( 500) 89 419 90 501 632 33 736 207041( 1000) 203 40 9 516( 500) 838 654 202018 419 44 62 646 818 727 917 209000 124 447 853 813 939 80 221 210086 229 46 434 48 57 767 895( 500) 211151 458 689 713 38 120( 1000) 246 412 602 213649 919 73 89 214071 90( 1000) 168( 300 95 406( 3000) 500 638 852 215045, 267 343 625 794 870 216090 145( 10 96 448 687 736 217002 229 369 614 39 735 890 218147 289 386 795 29 182 839 220227 492 715 812 60 944 51 221033 166 435 518 38( 1000) 735 849 1 222084 290( 1000) 316 691 791 223270 606 653 66 99 867( 500) 925 28 23 107 345 540 634( 500) 816 24 961 225405 656 665 705 27 910 226069 0 444 881( 1000) 94 227273( 500) 435 661 802 932 228009 190 204 399 600D ( 3000) 967( 3000) 228036 61 240( 500) 84 486 588 774 80 944( 1000) 71 23 DUOS 964 73( 600) 231012 96 172 229 62 85 432 43 50 83 98 508 232014 73( 1000) 254 341 613 28 57 780 87 947 233 61 270 439( 300) 614 85 97 968 234279 96 454 966 2 5051 81 254( 800) 880 406 12 37 817 938 80( 3000) 236067 221 61 339( 500) 566 700( 500) 64( 30) 237082 339 481 83 86 914 238219 49 92 490 698 239124 78 282 310( 501 606 702 940 76 240031 109 64 331 72 488 512 791 951 79 241075( 3000) 241 344 50 242065 741( 500) 918 51 82 233 76 310 578 661 92 708 802 243117( 500) 217 308 36 626 76 92( 600) 244 ( 1000) 57( 1000) 213 336 484 634 733 74 837 941 245012( 1000) 33 164( 3) 675( 1000) 609( 500) 75 794 836 77 79 907 17 246004 26 170 335 51( 160 ( 500) 561 746 99 247105 371 444 718( 500) 54 886 248060 627 838 61 2-93 250055 225 98 601 251063 181 269 316( 500) 595 820( 3000) 41 44 703 E0 252027 109 73 221 434 814 789 990( 500) 253097 258 88 90 652 254165 348 621 57 71 8.3( 3000) 44 79 966 255012 16 58 584 566 860 256 7( 500) 362 63 467 257022 33 372 448 258293 467 523 681 715( 500) 81 643 259074 88( 1000) 192 314 47 51 403 9 840( 1000) 56 67 280121 66 71 99 232( 500) 72 491 534 60 947 281139 263( 600) 98 993 263429 38 726 971 97( 1000) 507 37 700( 3000) 99 841( 1000) 64 2688 202069 109 64 275 90 438 718( 500) 82 267207( 500) 22 362 403 601 66 631 793 949 367 522( 1000) 94 613( 1000) 19 978 269562 782 804 51 947 266120 335 943 722 272437 736 887 273137 68 617( 600) 728 39 823 978 274111 60 2 270091 149 76( 500) 238 681 727 47 60 271020 44 76 126 801 493 506( 50 ( 1000) 96 664( 3000) 92 795 950 275038 508 48 764 967 37 27649 620 21 82 P66 923 25 44 277011 67, 134 219 398( 3000) 447 50 937 278009 105 5 402( 500) 66( 3000) 503 717 73 898( 1000) 279140 380 591 721 39 86 931 280422 589 717( 3000) 835 60 281105 339 776 82 876 282015 286 45 625 933 75 83 283163 83 487 698( 1000) 714 807 13 46 960 2848 42 303 91 678 752 65 285008 165 625 35 37 859 286129 63 370 435 6.94 96 805 287073 110 21 293 511 629 70 84 849 83 92 Berichtigung: In der Vormittagziehung vom 30. November 97 465 att 97 468 aezocen. bringen. In erster Linie es fich barum, bie frablung der verschiebene, monbgebiete bei ben einzelnen NC. 279 Montag, ben 3 Dezember Famili 906T