Nr. 206 baltion.Baupterbebition: Gießen, Seltersweg 88. Herasprechanichluß Nr. 362. Montag, den 3. September 1906 Gießener 15. Jahrgang Getisbellogen: Oberbeffische Familienzeitung( g) und die Stefaner Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Rehörden von batten Unfer Intereffe an Kuba. In der Provinz Pinar del Rio auf der Insel Kuba find große Plantagen im Besitze Deutscher. Es heißt, daß die Deutschen die Reichsregierung ersuchet wollen, ein Kriegsschiff zum Schuße ihrer Interessen zu entsenden, weil die deutschen Besitzungen durch die Unruhen stark gefährdet seien. Es ist nicht zweifelsohne, ob einem solchen Verlangen entsprochen twürde. Jedenfalls liegt die Möglichkeit vor, daß der kubanische Aufstand weittragende Wirkungen auf den deutschen Ueberseehandel und Waarenaustausch ausüben kann. Präsident Palma, der seit dem Jahre 1902 das Obers Haupt der Insel Kuba ist, hat keine ruhigen Tage. Es hat thm wenig geholfen, daß er seinen Hauptgegner, den General José Gomez, in Gefangenschaft hält. Die Aufständischen tommen auch ohne diesen Führer aus. Zwar haben sie die gefegliche Regierung noch nicht gestürzt, aber doch hinreichend ins Gedränge gebracht, um ihr den Gedanken einer nach Washington zu richtenden Bitte um Hilfe nahezulegen. Die Bereinigten Staaten von Amerika brauchten eine solche formale Bitte nicht einmal abzuwarten. Nach dem bestehenden Bertrage sind sie auch zu unerbetener Intervention berechtigt. Db fie nun die Zurückhaltung blos zum Schein üben, weil Fie wissen, daß die Intervention unter allen Umständen erBeten werden wird, oder ob sie aufrichtig die Intervention mermeiden möchten, weil sie daraus kostspielige Verwicklungen besorgen, ist so leicht nicht zu erkennen. Die amerikanische Politik ist etwas undurchsichtig, weil sie nicht blos in Wasbington gemacht wird. Es kann sehr leicht sein, daß das offizielle Amerika von der Intervention nichts wissen will, während die amerikanischen Geschäftspolitiker den Aufstand mit Geld unterstützen, um die Intervention zu erzwingen. Welcher Teil der stärkere ist, muß sich erst erweisen. Sicher ist, daß die Vereinigten Staaten ziemlich freie Sand haben, auf der Insel Kuba nach ihrem Gesaten vorzugeben, insofern wenigstens, als von feiner andern Macht Einpruch erhoben werden wird. Mit den Aufständigen freilich müssen die Amerikaner aus eigener Kraft fertig werden, und das ist feine geringe Arbeit. Die Spanier hatten im letzten Jahre ihrer Herrschaft auf Kuba 200 000 Goldaten beisammen, und dieses Heer war nicht imstande, den einbring gegen 14 000 bis 15 000 Insurgenten zu siegreichem Ende zu bringen. Nur unmittelbar nach dem spanisch- amerikanischen Kriege, unter der amerikanischen Herrschaft, mor die Insel ruhig. Es ist aber sehr fraglich, ob ein amerikanisches Regiment das Ausbrechen der Insurgenten verhindert hätte. Ein politisches Interesse haben wir an Ruba natürlich nicht. Ob die Kubaner ihre Selbständigkeit wahren, ob ein anderer Staat über die ,, Perle der Antillen" regiert, fann uns sehr gleichgiltig sein. Aber ein lebhaftes wirtschaftliches Interesse haben wir an den Zuständen auf Kuba. Wir find an dem Gedeihen Kubas und somit daran beteiligt, daß auf Kuba Ordnung und Frieden walten, denn wir sind Kubas gute Kunden und Kuba ist unser guter Kunde. Wer die Ordnung auf Kuba sichert, der erweist uns einen wertvollen Dienst wofern er sonst unsere wirtschaftlichen Beziehungen zu Kuba nicht stört. Daß Kuba auf manchem Gebiet unser Konfurrent ist, schadet nichts. Unser Rübenzucker nimmt es mit dem Kubanischen Rohrzucker auf, wofern das eine Produkt dieselbe Zollbehandlung erfährt wie das andere. Hinsichtlich des Tabaks sind wir Kubas beste Abnehmer. Ein Vier el des ganzen Tabakserzeugnisses der Insel Kuba geht nach Deutschland. Auch Honig und Cedernholz beziehen wir in ansehnlichen Quantitäten aus Kuba. Dagegen liefern wir im Austausch Nahrungsmittel, Spirituosen, Blech-, Metallund Holzwaaren. Es liegt auf der Hand, daß unser Absatz fich nur vermehren fönnte, wenn der öffentliche Frieden auf Kuba nicht gestört wäre. Dasselbe Interesse wie wir haben die Engländer, deren Ausfuhr nach Kuba auf 40 Millionen Mark berechnet wird. Wenn wir also den Kubanern das Beste wünschen und münschen müssen, damit unser eigenes Interese nicht Schaden nehme, so müssen wir gleichzeitig wünschen, daß Kuba seine feitherige selbständige Zollpolitik beibehalten und nicht etwa ber fubanische Zolltarif durch den amerikanischen ersetzt werde. Einstweilen ist kaum zu besorgen, daß dieser Fall eintreten wird. Aendern könnten wir freilich auch daran nichts. Wenn die Vereinigten Staaten und Kuba sich dahin verständigen wollen, daß Kuba in die Union entritt, so hat niemand ein Einspruchsrecht, muß jeder sich mit den wirtschaftlichen Folgen abfinden. Doch soweit sind torr eben noch nicht. Die Insel Kuba ist ein heißes Eisen, das man nicht gern anfaßt. Auch die besonnenen Amerikaner wollen es nicht tun, weil sie eine Politik der Abenteuer überhaupt nicht mögen. Präsident Roosevelt ist Abenteuern jedenfalls abgeneigt, und die Tatsache, daß amerikanische Kapitalisten bei ber fubanischen Insurrektion die Hand im Spiele haben, ist nicht geeignet, für die Intervention Stimmung zu machen. Gleichwohl kann die Intervention kommen, kann sie unabweislich werden. Aber von da bis zur Annexion ist noch ein weiter Weg. Politifche Rundschau. Deutfches Reich. * Durch die Presse ging die Nachricht, der Kommandeur der Schuttruppe in Südwestafrika, Oberst von Deimling habe den Weiterbau der Eisenbahn Lüderitzbucht- Kubub bis Keetmanshoop auf eigene Faust angeordnet, obwohl der Reichstag den Weiterbau abgelehnt hat. Zu diesen Gerüchten wird offiziös erklärt: Es ist richtig, daß Oberst v. Deimling wiederholt beim Oberkommando der Schuztruppen und beim Generalstab beantragt hat, die Eisenbahn Lüderizbucht- Kubub sofort nach Erreichung von Kubub als Feldbahn bis Keetmanshoop weiter zu bauen, da er den schleunigen Bau der Strecke Kubub- Keetmanshoop im militärischen Interesse zur Sicherung des Nachschubs für unbedingt notwendig erachtet. Zugleich hat Oberst v. Deimling um Entsendung des erforderlichen Materials gebeten. Auf diese Anträge ist dem Obersten durch den Generalstab in Uebereinstimmung mit dem Herrn Reichstanzler telegraphisch eröffnet worden, daß Material für den Weiterbau der Bahn über Kubub hinaus ohne Bewilligung der Mittel durch Bundesrat und Reichstag nicht zur Verfügung gestellt werden kann. * Eine Folge der besseren Beziehungen zwischen England und Deutschland scheint die freundlichere Haltung der fapländischen Regierung inbezug auf die deutschen Interessen in Südwestafrika zu sein. Zwei Europäer, Smith und Huey, find unter der Beschuldigung, in Port Nolloth an die aufständischen Hottentotten auf deutschem Gebiet Munition verkauft zu haben, bei den Kapstädter Behörden eingeliefert worden. Namens der deutschen Regierung hat deren gesetzlicher Vertreter der Verhandlung beigewohnt. Die Angeschuldigten sind in Untersuchungshaft genommen und ihr Gesuch um Haftentlassung gegen Bürgschaft ist abgeschlagen worden. Rufsland. ** Die neueren Nachrichten bestätigen, daß überall im Lande die Revolutionäre in voller Tätigkeit sind. In Sebastopol gelang es ihnen, mit Unterstützung der Matrosen, von einigen Kriegsschiffen Kanonen, Kartätschen und Torpedos wegzuschaffen und mit allen Waffen spurlos zu verschwinden. In Riga brachten sie bei der orthodoxen Kathedrale nachts eine Bombe zur Explosion, und in der Revalstraße eine weitere Bombe. In Beide richteten nur geringen Schaden an. Helsingfors wurde der Eisenbahnfassierer des Wiborger Bahndistrikts, der den Arbeitern einer Bahnwerkstatt ihren Lohn auszahlen wollte, auf dem Wege dorthin von vier mastierten Männern überfallen und einer Geldsumme von 20 000 Marf beraubt. Die Räuber sind entkommen. Schließlich versuchte eine Bande in Petersburg nachts in die italienische Botschaft gewaltsam einzudringen, wobei sie auf den Schweizer schossen. Als die Polizei erschien, flüchteten die Leute, bis auf einen etwa 40 Jahre alten Mann, der verhaftet wurde. ** In Libau ist ein Ueberfall auf einen Gefangenentransport verübt worden. Herbeigeholtes Militär gab mehrere Salven ab, wodurch acht Gefangene getötet, viele verwundet wurden. Mehrere Häuser wurden von Kugeln durchlöchert, wobei eine an den Vorgängen gänzlich unbeteiligte Mutter mit ihrem Säugling, den sie an der Brust trug, getötet wurde. Als der Bolizeimeister mit Gehilfen und Soldaten zum Schay plaz des Tumults eilte, wurden sie an der Straßenecke mit Revolverfalven empfangen; ein Revieraufseher wurde verwundet. Auch an anderen Stellen krachten zahlreiche Revolversalven, wobei ein Schuhmann verwundet wurde. Schweiz. ** Die Verhandlungen über den Handelsvertrag zwischen der Schweiz und Spanien haben ein günstiges Resultat gehabt. Beide Länder werden am 5. September in das Verhältnis der Meistbegünstigung treten. Der abgeschlossene Vertrag soll am 20. November offiziell in Kraft treten. Kleine politifche Nachrichten. Agram, 1. September. Die Landesregierung hat den Beschluß des Agramer Gemeinderates, nach dem bei Gelegenheit der Begrüßung Kaiser Franz Josefs in Trebinje dieser um die Vereinigung Bosniens mit Kroatien gebeten werden soll, aufgehoben. Konstantinopel, 1. September. Der diplomatische Vertreter Bulgariens übermittelte dem ökumenischen Patriarchen auf dessen Protestdepesche wegen angeblicher Griechenverfolgungen ein Telegramm des Fürsten Ferdinand, welches besagt, die Depesche verdiene feine Antwort, weil sie lügnerisch und ver= läumderisch sei. Havanna, 1. September. Die Revolution gewinnt an Umfang und die Lage ist sehr bedenklich. Die Provinz Santiago ist in vollem Aufruhr. Valparaiso, 1. September. Hier verlautet, daß der deutsche Konsul aus Besorgnis vor einer Plünderung des Konsulats eine Abteilung Matrosen vom ,, Falke" landen ließ. Der Kriegsminister soll die sofortige Zurückziehung der Matrosen verlangt und erklärt haben, daß die hiesige Polizei vollkommen hinreichend zur Aufrechterhaltung der Ordnung sei. Soziales Leben. × Der Ausstand auf Rote Erde" dauert fort. Nach dem seit 14 Tagen 800 Mann der Belegschaft streiken, haben am 1. nach Ablauf der den Arbeitern gestellten Frist, noch 2000 Mann die Abkehr erhalten. Nur etwa 1200 an einem Neubau beschäftigte Arbeiter haben den Vorschlag des Werkes angenommen, unter Ausschluß jeglicher Kündigungsfrist weiter zu arbeiten. In einer von der Lohnkommission der ausständigen Belegschaft abgehaltenen und von mehr als 1500 Personen besuchten Versammlung wurde nach Klarstellung der Verhältnisse auf ,, Rote Erde" durch die Vertreter der drei beteiligten Metallarbeiter- Organisationen eine Resolution angenommen, in welcher das Verhalten der Werkleitung scharf gemißbilligt und den ausständigen bezw. ausgesperrten Arbeitern völlige Unterstützung versprochen wurde. × Der Verbandstag dentscher Mietervereine hat am Freitag in Leipzig seine Verhandlungen aufgenommen. Alle Redner befürworteten einen festeren Zusammenschluß der Mieter und ihre Beteiligung am Gemeindeleben, um einen größeren Einfluß auf die Gestaltung der Wohnungsverhältnisse zu gewinnen. Die Einführung der Wertzuwachssteuer wurde sehr sympathisch begrüßt. XKostenlose Feuerbestattung. In Stuttgart wird durch die Stadt ein Krematorium erbaut. Während nun die Kosten des billigsten Begräbnisses dritter Klasse in Stuttgart bisher rund 85 Mark betragen, hat die Friedhofsabteilung des Gemeinderats beschlossen, den bürgerlichen Kollegien zu empfehlen, die Benutzung des Krematoriums für die Einwohner von Stuttgart völlig kostenfrei zu machen. - Huf dem Tempelhofer feld. Die Parade des Gardekorps vor dem Kaiser. Em. Berlin, 1. September. um - - Die Berliner find stolz auf den Kreuzberg, neben dem sie den Montblanc als ganz nettes Bergelchen" gütigst noch existieren lassen, stolz auch auf das Tempelhofer Feld, das ja ganz ,, dichte bei" liegt. Auf dem Tempelhofer Feld, diesem ausgedehnten welligen Gras- und Sandplay, auf dem bedeutend mehr Vegetation Platz hätte, finden alljährlich die großen Frühjahrs- und Herbstparaden vor dem Kaiser und seinen jeweiligen Gästen statt. Da ist die weite Fläche, der sonst Zivilpersonen" fern bleiben, weil sie nicht gern gesehen find, belebt von einer bunt durcheinander fribbelnden Masse von Menschen: den Paradebummlern. Auf den Tribünen sigen stolz jene, die sich Zehn-, Fünf-, und Drei- Mart- Pläze leisten können. Das Publikum dort oben interessiert heute weniger. Man sieht sich unter den Zaungästen, wenn man sie so nennen darf, etwas genauer und findet viel Interessantes. In weitem Kreise umspannt eine bald dichtere, bald spärlicher besetzte Kette von Gratis- Zuschauern den Paradeplatz. Wo mans am besten sieht, stehen sie in dichten Massen; mit einer Geduld warten sie im Sonnenbrande bis es los geht", die ein Beweis dafür ist, wie sehr der Berliner und wohl jeder Deutsche soldatisch fühlt und denkt. Wer das mehr als zweifelhafte Vergnügen hat, neben einem ,, Sachverständigen" zu stehen, der weiß nach der Parade nicht ganz genau wie die Einteilung unseres Heeres 2c. 2c. ist. Ueberhaupt der Sachverständige ,, weiß allens" und mit Stentorstimme läßt er alle Umstehenden- ob sie wollen oder nicht sich am Born seines Wissens laben. Doch jezt geht's wirklich los. In die Menschenmauer kommt Bewegung, alles drängt mit unwiderstehlicher Gewalt nach vorn. Wer Hühneraugen hat, wird sie sicher los, wer eines Dampfbades oder träftiger Massage bedürftig ist, ist auch an die richtige Adresse geraten. Hier werden Energieproben abgegeben, die Erstaunen hervorrufen. Hier hält ein pater familias auf dem einen Arm sein Söhnchen, auf dem anderen seine Tochter, auf dem anderen- ach so;- den fleinsten Sprößling trägt er ,, Huckepack" und er selbst steht auf den Zehen, entweder das ist auf seinen eigenen oder den seines Vordermannes, doch eine Athleten- Leistung.- Tsching bum, bum, bum , das ist die Garde, die ihren Kaiser liebt" jetzt wogt es heran, aus der Staubwolfe bligt c3 schon von Ferne goldig auf, näher und näher tönt die Janitscharen- Musik, jetzt dröhnt der Boden unter den Tritten strammer Grenadiere. das ist preußischer Parademarsch. Und ferzengerade ziehen die Regimenter vor ihrem Kaiser vorüber, der mit scharfem Blick die Defilierenden mustert. Der oberste Kriegsherr hat sehr gute Augen. Wenn die Herren Offiziere" zur Kritik gerufen werden, wird manchem schmucken Gardeoffizier der Waffenrock zu enge, denn ,, Majestät“ fann sehr deutlich seinem Mißfallen Ausdruck geben. Und dieser Ausdruck des Mißbehagens gleicht einer Larsine, die, je weiter sie hinabrollt, immer stärker und verheerender wird in ihrer Wirkung. Wenn dann Unteroffizier Lehmann seinem Zug erzählt, wie schlapp" marschiert wurde, dann reicht der Bestand des größten Tierparfes nicht hin, um als vergleichende Beispiele zu dienen. Doch auch das schlimmste Unwetter geht vorüber, bald zerteilen sich die Wolken des Inmutes und zurück bleibt die schöne Erinnerung an die Bacade vor dem " Kaiser. 1 - n einander nicht enthaupt Ben Liebe wissen, daß sie übersie beide nichts von der gro heit geht deutlich hervor, daß Aus dieser steten Zufrieden behren. Das ist's aber eben. feine„ Vollmenschen" fie fönnen energisch zu bestimmen: ir gehen ins Gebirge lächerlich! Ella an die See zu gehen. stande, sich von dem gesunden Egoismus, der heute gen Auftretens, ist er bereit, nachzugeben, mit Anstatt dieses, eines Bollmenschen allein würbi Und sie besteht nun auf dem Gebirge. altmodische Menschen, nicht im= Das ist ja einfach Sie sind eben Ein schönes Bild bieter auch die glänzende Suite, die fich in weitem Halbkreis um den Kaiser schaart. In den Wagen, die in der Nähe der ,, einsamen Pappel", dem Standort des Kaisers, Aufstellung fanden, wohnten die Kaiserin, die Kronprinzessin, Prinzessinnen Eitel Friedrich und Viktoria Luise dem militärischen Schauspiel bei. Im Wagen der Kaiserin befand sich noch die Kronprinzessin von Griechenland. Unter den Gästen des Kaisers wurde der englische Kriegsminister Haldane und sein Begleiter Oberst Ellison viel bemerkt. Ist die Parade vorüber, find die glänzenden, farbenprächtigen Schwadronen der Garde du Corps, der Garde- Ulanen und-Dragoner 2c. vorbeigezogen, und donnert, in dichte Staubwolfen gehüllt, die Artillerie vorbei, dann beginnt sich die lange Kette der Zuschauer langsam aufzulösen, und alles drängt nach der Stadt zu, um dem Einzug des Kaisers an der Spitze der Fahnen- und Standartenfompagnie nicht zu versäumen. Hier kehrt jedes Jahr zur selben Zeit das gleiche Bild wieder. Auf den Bürgersteigen drängt und schiebt sich eine festfroh gestimmte Menge, aus den Fenstern und von Balfonen herunter wehen flatternde Fähnchen und Taschentücher. Jetzt erschallen vom Halleschen Tor her die Klänge eines flotten Marsches, näher und näher tönt das Hurrahrufen der Menge und umjubelt vom Volt hält Kaiser Wilhelm seinen Einzug. Mit dem Feldmarschallstab grüßt er immer und immer wieder, auch der Kronprinz, der in Garde du Corps- Uniform sehr schmuck aussieht, dankt beständig nach allen Seiten. Langsam entfernt sich die glänzende Kavalkade, jetzt hört man die Marschmusit nur noch aus weiter Ferne.- Tsching, tsching, bum, bum langsam erstirbt der letzte Ton. Doch im Publikum hallt die Erinnerung noch lange nach, an die glanzvolle Herbstparade vor dem Kaiser- auf dem Tempelhofer Felde. - Nab und fern. † Sie werden nicht alle, die Leichtsinnigen, die Feuer mit Spiritus oder Petroleum anfachen wollen. In der Lungenheilstätte Reiboldsgrün explodierte infolge dieses Leichtsinnes eine Spiritusfanne, als ein Mädchen Spiritus auf einen brennenden Kocher gießen wollte. Die Umstehenden wurden teils schwer, teils leichter verletzt. Die schwersten Verlegungen erlitt das Dienstmädchen Linda Leonhardt, das im Moment der Explosion an der gefährlichen Stelle vorüberging. Das Dienstmädchen ist den Verletzungen erlegen. † Um ein Löschblatt in den Tod. Die neunjährige Tochter eines Landwirts in Neu- Codram wurde als Leiche aus der Teich gelandet. Wie die Ermittelungen ergeben haben, liegt Selbstmord vor. Die Kleine soll in der Schule einer Mitschülerin das Löschblatt im Werte von einem Pfennig entwendet haben, infolgedessen ihr der Lehrer Vorhaltungen machte. Diese nahm sich das Mädchen derart zu Herzen, daß es sofort nach Schluß des Unterrichts nach dem neuen Zeiche eilte und ins Wasser sprang. + Großfeuer in Spandau. Die umfangreichen Lager räume der Firma Leopold Oppen in Spandau wurden mil der Wohnung und dem Inventar des Inhabers durch ein Schadenfeuer zerstört. Die Flammen fanden an den Vorräten an Del, Teer, Farben, Gummi usw. reichliche Nahrung, sodaß es nicht möglich war, die Gebäude zu retten, obwohl die Räume direkt an der Havel liegen. Der Schaden beträgt etwa 50 000 Mark. † In die Maschine geraten. Auf dem Felde nahe bei Leipzig- Lindenau war ein Dampfpflug in Tätigkeit. Auj bisher noch unaufgeklärte Weise geriet der im 7. Lebensjahre Stehende Knabe Herbert Junghans, Sohn eines Fabrikarbeiters in das Getriebe der Maschine. Die Maschine erfaßte das unglückliche Kind und durchschnitt den Körper buchstäblich in zwei Teile. Langfinger n. Co. In Teplitz wurden die Frau eines Zwickauer Schneiders und ein Juwelenschleifer, als sie Brillantringe im Werte von 60 000 Mark verkaufen wollten, festge= nommen. Die Juwelen rühren vermutlich von dem großen Juwelendiebstahl in Warmbrunnen in Schlesien her. Bunte Cages- Chronik. Berlin, 1. September. Ein Wasserrad, das mit elf Personen von Treptow nach der Abtei fahren sollte, tippte infolge der zu starten Belastung um. Dabei ertranf ein vierjähriger Knabe, der Sohn eines Polizeileutnants. Ems, 1. September. Heute früh 6 Uhr ist hier ein wellenförmiger Erdstoß in der Richtung Süd- Nord verspürt worden. Aus der Umgegend werden drei weitere Erdstöke gemeldet. Die Erdstöße wurden in Koblenz, Boppard, Heinsberg bei Aachen und im ganzen Bezirk Arnsberg bemerft, richteten aber keinen Schaden an. Straßburg, 1. Sept. Französische Grenzwächter, die an der deutschen Grenze Schmuggler verhaften wollten, wurden von etwa 100 Jtalienern mit Knüppeln angegriffen. Die Beamten wehrten sich mit Revolvern, verletzten zwei der Angreifer schwer und entflohen im Automobil. Odenkirchen, 1. September. Die Kontore und Lagerräume der hiesigen großen Baumwollspinnerei von Daniels und Strater wurden durch Großfeuer zerstört. Der Schaden ist beträchtlich. Den Feuerwehren gelang es, das eigentliche Fabrikgebäude zu retten. Prag, 1. September. Während einer Besichtigungsfahrt auf der Moldau wurde Minister Pazak vom Sonnenstich getroffen. Er stürzte ohnmächtig zusammen und mußte in bedenklichem Zustande nach hier zurückgebracht werden, wo er fich langsam wieder erholte. Bodoe( Norwegen), 1. September. Hier wurde um Mitternacht ein heftiges Erdbeben wahrgenommen. Kunst und Wiffenfchaft. CO. Ein Heilmittel gegen Krebs? Dem Kölner Arzt, Dr. Otto Schmidt ist es gelungen, den Krebserreger auf Tiere zu übertragen und in gesunden Tieren Krebskrankheit hervorzurufen. Dr. Schmidt glaubt nach den bisher gemachten Erfahrungen bestimmt, daß der von ihm eingeschlagene Weg in Kürze zur Erlangung eines Heilmittels gegen den Krebs führen werde. Durch Einspritzungen einer Injektion war es ihm bereits möglich, in Fällen, wo eine Operation ausgeschlossen war, Heilung, in anderen unheilbar scheinenden Fällen einen Stillstand der Erkrankung bei außerordentlicher Besserung des Allgemeinbefindens zu erzielen. Sollte sich das Mittel Dr. Schmidts in größerem Maßstabe bewähren, so wäre damit ein unendlicher Fortschritt in der modernen Heilfunde erzielt. " Aus dem Gerichtsfaal. § Verurteilter Unteroffizier. Vor dem Kriegsgericht zu Trier hatte sich der Unteroffizier Alothmann vom 69. Infanterieregiment wegen Mißhandlung seiner Untergebenen zu verantworten. Er ließ eine ganze Stube durch zehn Mann mit ihren Zahnbürsten puzzen. Einem Mann hatte er sechs Mart unterschlagen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einem Jahr Gefängnis, Degradation und Verschung in die zweite Soldatenklasse. § Neun Monate Gefäugnis wegen Majestätsbeleidigung. Die Straffammer zu Hannover verurteilte einen Invaliden, der aus Anlaß des Nichterscheinens einer Amnestie zur Silber= hochzeit des Kaiserpaares beleidigende Aeßerungen über Kaiser Wilhelm machte, wegen Majestätsbeleidigung zu 9 Monaten Gefängnis. Jn des Königs Rock. Heitere Bilder aus der Mappe eines deutschen Soldaten. IV. Das Ganze Halt!! - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -- H - - - - - - - - - - - - - - Cokales. 3. September 1906. * Die Abreise des Großherzogs zum Befude am Königlichen Hofe in Dresden erfolgt heute Aberb 10 Uhr. Die Rückkehr erfolgt im Laufe des Donners tag. Die Reise gilt als Gegenbesuch des im Juni 1905 erfolgten Antrittsbesuch des Königs Friedrich August von Sachsen. ten) gewidmet. Di ben und Mädchen, day der Jugend war ein 1.Borfigenden, Profeff für diefes fein Wer Busbad, 2. Sept. 2 des Gaftewirtebereins en bon jest ab in den Big.. 0,4 Liter zu Biter Gläfer müffen bie amt fein; Stammgla in Lotal und über Münster. Die fei Birgermeisterwahl, beritehen, fchon lang ung böjes Blut unter ein Vorfall, der fir abipielte. ben der Gegenpartet ** Anläßlich des Sedantages hatten die öffentlichen Gebäude gestern Flaggenschmuck angelegt ** Ein ungebetener Hochzeitsgast wurde gestern Abend 1/212 Uhr aus der Rammer eines Dient mädchens im Seltersweg Nc. 81 hervorgeholt und verhaftet. Schon lange vorher hatten die Bewohner des Hauses ge merkt, daß eine unberufene Person sich in den oberen Räumen versteckt halte, die auch Seitensprünge aufs Dach unternommen hatte. Lange wurde danach gesucht, schon glaubte die auf der Straße angesammelte Menschenmenge, Gin daß an dem Gerücht nichts wahres sei, als mit Hülfe einiger merlich zugerichtet, m Schutzleute und der Wach und Schließgesellschaft der Ge fuchte gefaßt wurde. Er war feingekleidet und hatte einen geladenen Revolver bei sich. Ob der Geheimpolizist", als Bad Nauheim. Fr solcher gab er sich aus, es auf einen Diebstahl oder etwas 25207 Surgäfte anget anderes abgesehen hatte, fonnten wir bis jeßt nicht ermitteln: noch 4609 anwesent jedenfalls hat er größere Unruhe und Schrecken verursacht, da im Hause eine goldene Hochzeit gefeiert wurde. * An dem Todesfall des Kanoniers 30. Auguft 333 445 Friedberg, 2. Septe am 5. Auguft unternom Wagenbach von Burkhardsfelden vom Artilleries are machten einige M Regiment Nr. 25 trägt, wie der„ Darmst. 3tg." ger, gut verfgloffene Flafe meldet wird, der Vizewachmeister Wiener die Schuld, Flofte enthielt eine Bo welcher die nach dem erfolgten Laden der Geschüze gedie Karte unverfehrt a abwartete, sondern, da ihm dies zu lange dauecte, zur artenmagen erhalten. Prüfung einfach an der Abzugsfurbel zog, ehe diederkranz" die Karte zur Sicherung des Geschüßes erfolgt war. Das losgehende e bei Düsseldorf aufgef Geschoß traf den vor der Geschüzmündung stehender ein fortdauerndes wird Anklage wegen fahrlässiger Tötung erfolgen. ene übersenden möge. Kanonier tödlich vor den Unterleib. Gegen Wienerber Berein auch sein W Der Kanonier Wagenbach wurde Samstag in Burk ben Matrofen eines hol eine Abteilung seiner Batterie befand sich im Traueris, fein Bort zu hal * En gutes Stück Sozialpolitik haben Mühl artenmagen zu senden. Lich, 2. Sept. Der hauſens Stadtväter in ihrer lezten Versammlung geleitet, de heute die bom Für indem sie dem Spar- und Bauverein ein städtisches Gelände Fahne übergeben. zum Preise von 1 Mt. für den Dradratmeter abließen, brm Hardberg ein Feft Damit der Verein auf dem Grundstück: Arbeiterwohnhäuser selbst die Fahne mit ein errichten kann. Chone Verhältnis zwische bor. Sein Hoch galt bren, dem Großherzog. ?? Krofdorf, 2. September. In ganzen Sceiſe, von befer toaftete auf das Li Marburg bis Weßlar, wurde unter reger Beteiligung der Dr. Werner übe hiesigen und auswärtigen Bevö kerung unser schönes Kirchmidt das vom Großh 25jährige Dienste. weihfeft gefeiert. Ein hervorragendes Kontingent Kirmes brüder stellten auch die benachbarten Städte Gi: ßen und da, Sungen und Birkle Schotten, 2. Septem bieten erfreuliche Fortid neuerdings für die feit Wezlar. § Kirch- Göns, 2. Sept. Heute firten wir eines Kreiſes hat in de doppeltes Fest: das Kirchweihfest und das 30. Stiftungsfest unferes Kriegervereins. Im Laufe der Fier wurde dem Verein durch Kreisrat Fy Friedberg die Kaiserschleife überreicht. Die Feststimmung war eine ausgezeichnete. Gelb schon färben sich die Blätter, herbstlich blicken Wind und Wetter, und auf Wacht der Musketier sagt Schon: ,, mächtig flamm is mir." Bald dann heißt's in der Kaserne: Morgen geht es in die Ferne; drum ade, gum legten Mal liebes Küchenpersonal! Jette, Liese vor der Tür fnutscht noch mal der Füsilier; denn am andern Tag, o Graus, muß er ja zum Städtle naus." Kinder, Hunde, Schafe gaffen. Denn mit hochgepacktem ,, Affen," staubig, naß wie nasser Torf zieht das Bataillon ins Dorf, wo schon harren die Fouriere, zu verteilen die Quartiere. Der Herr Hauptmann sagt noch: Leute macht mir keine Streiche heute! Macht Krakehl aicht im Quartier. Wir warschieren früh um vier." Durch des Dorfes enge Gassen schlängeln bald sich fort die Massen, und bald hat sich Muschko hier eingewöhnt in sein Quartier. Zwar des Abends hört im Dunkeln man noch mancherlei dort munfeln; denn des Dorfes braune Schönen sind nicht feind des Kriegsgotts Söhnen. Des Quartieres Wert erhöht ist, wenn die Tochter dort nicht spröd' ist. Soll sich Muschkos Magen laben, will das Herz doch auch was haben! Leider kurz ist die Idylle. Früh, wenn es im Dorf noch stille, sieht man schon von allen Teilen Krieger zum Appellplatz eilen. Uno eh noch die Sonne scheint, rückt man ab und sucht den Feind. Hin und her wogt Kampfgedränge, Schüsse fallen eine Menge, dort jagt Artill'rie, Husaren reiten an in hellen Scharen,- Infantrie stürmt voller Hiye eine feindbesetzte Spize zuge. mit Hurrah und Trommelschlägen der Herr Oberst zieht den Degen. Unter wilden Kampfes Grimme- hört man kaum des Hauptmanns Stimme. Durch den Lärm die Pfeife schrillt ganz des echten Krieges Bild.- Bis auf einmal drüben schaut das Signal: Das Ganze Halt!"- ,, Sammeln" blasen die Hornisten; Infantrie und Artillristen ziehen drauf mit frohem Sinn nach dem Wald zum Standplay hin. Wen'ge Stunden sind verflossen. Wie mit Kübeln hat's gegossen. Den Soldat darfs nicht genieren, denn heut heißt es: Bivatieren.- Vom Tornister holt ein jeder- braunes Tuch, besäumt mit Leder, dazu Stöcke, drei bis bier Hering nennts der Füsilier und bald reiht sich übers Feld recht gemütlich Zelt an Zelt.- Stroh und Holz trägt man zusammen, freundlich lodern bald die Flammen und es bildet fich' ne Gruppe hungrig um die Erbsensuppe,- die der Musketier so liebt, wenn e grad nichts bess'res gibt. Eilig wie mit Bienenschwirren nahn sie mit den Kochgeschirren, und bald sieht man alle ,, futtern" affurat so wie bei ,, Muttern."- Nach dem Essen soll man puzen. Doch die Faulen gern benutzen ihre Zeit zu andern Dingen: Spielen Karten oder singen, und dafür des Nachts verstohlen sie sich dort vom andern holen so ein Kochgeschirr, das Slank ist, während ibr's vor Flecken irant ist. Ueberhaupi sind in den Zelten Ueberraschungen nicht selten. Mancher hat am andern Morgen um sein Zeug die größten Sorgen, weil, indes er schlafberauscht war, manches Snick, o Schmerz, vertauscht war. Drum am besten man sich legt, alles bei sich frägt; was in Bivak je verschwindet, ficher man nie wiederfindet! Wechselnd ist der Lauf der Tage im Manöver. Keine Plage spürt der Muschko, der voll Freude lieber Sturm läuft durch die Haide, als daß er im Kleindienst dampft ,, langsam Schritt" nach Zählen stampft. Keiner sieht, wie Gottfried Tachtel latscht wie eine trumme Wachtel und die Knie, ganz entzückt fälschlich nach der Heimat drückt. Und er zählt vergnügt dazu: In drei Tagen Hast du Ruh! Endlich naht der letzte Abend. Uebers Biwakfeld streicht labend leiser Westwind. Still und friedlich liegt das Regiment, gemütlich leuchten auf zum SternenBald dann regt sichs in Lagerfeuer ringsumher. den Zelten zwar ganz ruhig ists dort selten- und um eine Strohmannpuppe drängt sich bald die lustge Gruppe derer, die zum letzten Male- hören heut die Hornfignale. Unter feierlichen Klängen sie den Strohmann dann behängen mit den überflüssgen Schätzen, Löffeln und Brustbeutelläßen, und im Feuer bald verschwunden ist das Denkmal schöner Stunden, während um die Flammen wieder-schallen müde Abschiedslieder. Mancher wohl, der morgen eben wieder tritt hinein ins Leben, denkt vielleicht mit bangen Sorgen: ,, Hab ich auch zu essen morgen?" Und in das Gefühl der andern, die vergnügt nach Hause wandern, mischt sich mancher Tropfen Leid: ,, Nun ade, du schöne Zeit!" Uebers Feld die Trommeln schallen, schmetternd ein die Hörner fallen, und des Zapfenstreiches Klänge, enden alle Abschiedssänge.- Still die Musketiere treten vor die Zelte hin zum Beten. In der Nacht verhallen leise Töne jener alten Weise, die schon oft ins Herz gedrungen, weihevoll im Krieg erflungen, ihrem zarten Führen, selbst den rauhsten Krieger rühren. Stumm, ergriffen lauscht dem Klange jeder: Meines Nachbars Wange netzt der Träne Naß verborgen. Gilt sie seinem neuen Morgen? Morgen, wenn zum letzten Male tönen hell die Hornsignale Freudig schallt: „ Das Ganze Halt!" Ihm der Klang so traurig schallt. Lustig ziehn, die Stöcke schwingend und fidele Lieder fingend, Reservisten froh hinaus. Doch mein Nachbar hat kein Haus, und er denkt mit wehem Blickan die schöne Zeit zurüd, während es von nebenan froh flingt: Hoch, Reservemann!" L. Julius. meer - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - wenn man - - - nnngs- und Schulver thalben zwedentspred ohnungen gebaut errichtet werden. Jen * Weylar. Das Schöffengericht verhandelte dem„ Weglarer Anz." zufolge u. a. über folgende Fälle: Gegen einen polizeilichen Strafbefehl, der ihm zuge fertigt worden war, weil er im Lahnflusse in der Ge marfung Launsbach ohne vorherige Erlaubnis Kies gebaggert hatte, war von dem G. H. aus Launsbad meisten Schulen, näm Heute nimmt der Angellasfig, 2 dreiflaffig, 3 Berufung eingelegt worden. den abgelegenften Orten nzulagen bon 100 Mt. 51 Schulen und 74 Lehrkräfte, 60 klagte die Berufung zurück, worauf die Sache erledigtlasfig. Die Gaulle ift. Der vorbestrafte Dreher L. B. von Wigma: ist beschuldigt, am 10. Jult d. Js. den Maurer Ludwit Veltmann von dort mittels eines Bierglases förperlió mißhandelt zu haben. Der Angeklagte gibt die Tat zu, will aber von dem Veltmann gereizt worden sein was aber durch die Aussagen der Zeugen widerlegt wird. Das Gericht berurteilt den Angeklagten zu eine: Geldstrafe von 100 Mark und in die Kosten des Ver fahrens. Der Rangierer L. H. 3 von Heuchelheim hatte einen polizeilichen Strafbefehl erhalten, weil e - evangeliſch, 6 fathol Gemeinden erheben no ericht in der Landwi den 819 Fortbildungs Lauterbach, 2. Sept ide Lauterbach tame landwirtschaftlichen angefauften Zuchttie Bersteigerung. Es den mehrere erst 8 am 2. Juni d. Js. in der Bieberbach, Gemarkung kalbinnen, einige ca. 11 Kinzenbach, ohne Erlaubnis gefischt hatte, wogegen et Einspruch erhob. Die Sache wird heute durch Zurüd nahme des Einspruchs erledigt. Die jugendlich Arbeiterin 2. G. von Vetzberg hatte am 3. Jul d. Is. ohne Begleitung ihrer Eltern einer öffentlicher en Drdinate wurde Versammlung der Tabafarbeiter beigewohnt. Das Ge richt spricht die Angeklagte kostenlos frei, indem es an nimmt, daß sie die Einsicht von der Strafbarkei ihres Verhaltens nicht besessen habe. Anzahl Biegenlämme Limburg, 2. Septem ferner Bit ein neu 6 Bloden genehmigt. Grundton hat, soll ei Auch die Anfertig wurde genehmigt. em Antrieb wico d Sanau. Ein Fren Jaunerstiden. Ec mei oblierte Bimmer und * Weylar, 2. Sept. Ein interessanter Fall bor dem Ortssinn einer Brieftaube wurde der " Wetzl. Anz." mitgeteilt. Vor ungefähr vier Wochen versandte ein hiesiger Züchter mehrere Brieftauben nad einem Orte hinter Zittau, über 550 Kilometer von hier entfernt. Am verflossenen Montag fam nun eine der versandten Tauben wieder in ihren heimischen Schlag zurück. die mit - einem bi fizen Schuhwan bung biffrer Stiefel m Ueberbringer einen ge Der Meni paßte paar Stiefel zu 17 t 344 rin, fie folle ihm auf er das Behelgeld Rebenzimmer das Ba blichen Warten lug n Butzbach. Der hiesige Turnverein feiert am Samstag und gestern Sonntag sein 60. Stiftungs fest im engeren aber sehr zweckentsprechenden Rahmen Zum Festkommers waren u. a. Sceiscat Frey- Friedberg, Sceisturnwart Volze- Frankfurt, Bureauvorsteher Grün- Kirchhain und eine Deputation von Hanau erschienen, die dem Jubelverein Glückwünsche entboten Auch die Gießener Turnerschaft hatte es sich nicht nehmen lassen dem Bruderverein zu gratulieren Der gestrige Festsonatag war cem Turnen für die aktiven Mitglieder und ganz besonders für die kleinen m dte da, daß jener aus Bolizei ftellte fofort mitgeteilt wird, g. Das gleiche Mar gefä.fort. Fun.) gewidmet. Die Beteiligung und Freude eptember 19 db und Mädchen, darunter solche im Alter von fommissar Repp aus Darmstadt hat festgestellt, daß das gs zum B lgt heute fe des Donn leiber Jugend war eine sehr große und lebhafte. Borsigenden, Professor Wamser, kann man nur be für dieses sein Werk in Butzbach. 11 es im Juni 3 Gastewirtevereins von Buzzbach und Umgegend Bazbach, 2. Sept. Vom Bierkrieg. Innerges hatten de bon jetzt ab in den Wirtschaften Bier 0,3 Liter fg., 0,4 Liter zu 12 Pfg. berabfolgt. Alle ter- Gläser müssen bis zum 3. September wegSchmud angemt sein; Stammgläser mit 0,5 Liter Inhalt eitsgaft mer eines D im Lokal und über die Straße 15 Pfg. holt und verb Bürgermeisterwahl, bei der sich harte Gegner er des Hausiberstehen, schon lange vor der endgültigen EndMünster. Die feindlichen Brüder. Daß * Seligenstadt. Zum Mädchenmord. Kriminal. blutige Kleiderpaket, dessen Auffindung wir meldeten, mit dem Mädcher mord nichts zu tun hat. Es stammt von einem Diebstahl her. Die Polizei verfolgt angeblich neue Spuren. Auszug aus dem Jahres- Bericht des Chemischen Untersuchungsamtes für die Provinz Oberhessen b. quantitativ. 1 Liter enthält: Trockenrückstand 0,2078 0,2508 Glühberlust. 0,0308 0,0540 Chlor. 0,01065 0,00890 Orydierbarkeit in g Chamäleon 0.00037 0,00128 Stalf 0,0454 0,0470 Magnesia 0,0251 0,0350 9,57 Physikalische Beschaffenheit klar, farblos flar, farblos Geruch 0 normal 0 0 normal Spur, daraus berechnete Härte in 100,000 Tln. Deutsche Grade 8,02 in der Zeit vom 1. April 1905 bis 1. April 1906. Beschmad ( Schluß.) Bodensatz Gleich wie in früheren Jahren, so fand auch im legtverflossenen eine chemische und bakteriologische linterder älteren Wasserversorgungsanlage der Stadt Gießen, prünge aufs bein Vorfall, der sich am Sonntag- Abend in suchung des Wassers sowohl aus der neueren, wie aus Einige Burschen wurden von enthält Mineraltrimmer, niedere Tiere u. Pflanzen Es ist hierzu zu bemerken, daß z. Zt. der Entnahme der Probe wegen Ausführung von baulichen Veraus der Leitung ausgeschaltet waren und deren ach gesucht, ter abspielte. Ite Menschenment then der Gegenpartei überfallen und durch Schläge ersteres aus den Quellen zu Queckborn, letzteres aus änderungen am Hubertusbrunnen die Quellen desselben & mit Hülfe ein merlich zugerichtet, wobei das Blut in Strömen denjenigen bei Großen- Buseck und im Licher Walde t und hatte Beheimpolizin chrecken verur t wurde. Bad Nauheim. Frequenz. Bis zum 30. August iebstahl oder 25 207 Surgäste angekommen, wovon an genanntem jest nicht ermitage noch 4609 anwesend waren. Bäder wurden bis 30. August 333 445 abgegeben. Friedberg, 2. September. Flaschenpo ft. Bei Kanonie am 5. Auguft unternommenen Rheintour des„ Liederbom Actiles" machten einige Mitglieder sich den Spaß, eine acmft. 3tg.se gut verschlossene Flasche in den Rhein zu werfen. ener die Shoe Flas he enthielt eine Postfarte des Inhalts, der Finder en der Geide die Starte unversehrt an den Verein zurücksenden, er fichert" fet, te dann als Belohnung einen 3 Pfund schweren ange dauecte, martenmagen erhalten. Dieser Tage nun erhielt der el 30g, ehe derfranz" die Starte zurück mit dem Vermerk:„ Die Das losgehee bei Düsseldorf aufgefischt. Wünschen dem„ Lieber indung stehen ein fortdauerndes Blühen und Gedeihen und hoffen, Gegen Wie der Berein auch sein Wort halten und uns das Verng erfolgen. gene übersenden möge. Unterzeichnet war die Karte mstag in den Matrosen eines holländischen Dampfers, Gebrüder beerdigt. läufer und„ Der alte Hannes". Der Verein hat besich im Trassen, sein Wort zu halten und den Genannten den partenmagen zu senden. ausgezeichnete. tif haben Rich, 2. Sept. Der Freiwilligen Feuerwehr Samanlung gebe Heute die vom Fürsten Karl von Lich gestiftete flästiges ne übergeben. Aus diesem Anlaß fand auf Dratmeter ablHardberg ein Fest statt. Fürst Karl übergab Arbeiterwohnhi loft die Fahne mit einer Ansprache. Er hob das e Verhältnis zwischen Stadt und Fürstenhaus bor. Sein Hoch galt dem Protektor der Feuer eten, dem Großherzog. Stiftsdechant Pfarrer Klingelganzen Streife, fer to aftete auf das Licher Fürstenhaus. Kreisamtger Beteiligung seam Dr. Werner übergab dem Feuerwehrmann fr fönes kidt das vom Großherzog verliehene Ehrenzeichen Kontingent Ri25jährige Dienste. Die Wehren aus Gießen, Städte Gießen da, Hungen und Birklar waren anwesend. Schotten, 2. September. Das Schulwesen feirten wir deres Streises hat in den letzten Jahren auf allen a8 30. Stiftung bieten erfreuliche Fortschritte gemacht. Insbesondere e der Fier neuerdings für die feither vielfach noch ungünstigen g die Kaisers onnmgs- und Schulverhältnisse viel geschehen, indem Ollenthalben zweckentsprechende Schulsäle und geräumige expertwohnungen gebaut und fortgesetzt weitere Schulricht verhanden errichtet werden. Außerdem erhalten die Lehrer er folgende den abgelegenſten Orten seit ca. 5 Jahren sogenannte 1, der ihm nzulagen von 100 Mk. jährlich. Der Kreis Schotten fluffe in der et 51 Schulen und 2 Privatschuleu, es wirken aran 74 Lehrkräfte, 60 Lehrer, 14 Schulverwalter, Je Erlaubnis 2. aus Launie meiſten Schulen, nämlich 35, sind einklassig, 11 nimmt der heillasfig, 2 dreiflasfig, 3( Schotten, Laubach, Gedern) die Sache erdhilaſsig. Die Schülerzahl beträgt 4403, wovon B. von Win320 evangelisch, 6 katholisch und 70 israelitisch sind. n Maurer Lud 4 Gemeinden erheben noch Schulgeld. In 51 Orten ierglajes för den 819 Fortbildungsschüler unterrichtet, in 23 auch agte gibt die rhtericht in der Landwirtschaftslehre erteilt. ereizt worden f Lauterbach, 2. September. Auf der JungbiehBeugen wide breide Lauterbach tamen am 29. August die durch geflagten zuen landwirtschaftlichen Provinzialverein im Simmenhall angekauften Zuchtttere an die Besteller derselben ju Versteigerung. Es waren angekauft 14 Bullen, bom den mehrere erst 8 bis 20 Monate alt waren, albinnen, einige ca. 1½ Jahre alte Ziegenböcke und batte, woge ein Anzahl Ziegenlämmer. Limburg, 2. September. Unser Dom wird in nicht ferner 3- it ein neues Geläute erhalten. Vom biflichen Ordinate wurde ein Kostenanschlag über Lieferung e often des on Heuchelh erhalten, well cbach, Gema eute durch Zu - Die jugend hatte am 3.3 einer öffent ewohnt. Das fcet, indem es bo Glocken genehmigt. Die größte der Glocken, die A um: Grundton hat, soll ein Gewicht von 86 Zentnern erwurde genehmigt. Eine leckenläutmaschine mit eleniem Antrieb wico das Läuten auf dem hohen Turme tut der Strafbal Auch die Anfertigung eines außeisernen Glocken. effanter Fallberger. ube wurde Hanau. Ein Fremder verübte hier das folgende Wasser daher in der in diesem Jahre zur chemischen Untersuchung verwandten Wasserprobe nicht enthalten war. Die geringen festgestellten Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung der Durchschnittsprobe des Wassers aus der in Rede stehenden Wasserversorgungsanlage gegenüber derjenigen in früheren Jahren dürften Sie sind iedoch so hierauf zurückzuführen sein. und die für die bakteriologischen Untersuchungen erforderlichen Vorarbeiten an Ort und Stelle der betreffenden Wasserentnahmestellen wurden durch den Berichterstatter, Dr. T. Günther, ausgeführt. Die chemische Untersuchung einer am Saugbrunnen zu Quedborn entnommenen Wasserprobe ergab die nachstehenden Resultate:( Die Ergebnisse der borjährigen Untersuchung geringe, daß die Qualität des Wassers vom hygienischen Standpunkte aus dadurch nicht berührt erscheint. Das sind zum Vergleiche daneben gestellt worden.) untersuchte Wasser ist daher auf Grund der diesjährigen Analyse vom a. qualitativ. September 1905 Oftober 1904 Untersuchung wiederum als von großer Reinheit im 0 hygienischen Sinne und wohlgeeignet zur Speisung 0 einer öffentlichen Wasserleitungsanlage zu bezeichnen. Soweit die Anzahl der entwicklungsfähigen Reime sich bei den verschiedenen Proben hat festellen lassen, ist sie als eine recht günstige in sanitärer Hinsicht zu betrachten. Bei dem Wasser aus der Sammelstube am Annaberge konnte ein bakteriologisches Resultat nicht erhalten werden, da die Platten bereits zerflossen waren, bevor eine Zählung der Kolonien möglich war. Es dürfte indessen auch dieser Umstand zu sanitären Bedenken keine Veranlassung bieten, umsomehr, als das Wasser des Niederdruckbehälters einen verhältnismäßig sehr niedrigen Keimgehalt aufgewiesen hat. Ammoniak Salpetrige Säure. Salpetersäure Schwefelsäure Kalt Eisen b. quantitativ. 1 Liter enthält: Trockenrückstand Glühberlust Chlor Orydierbarkeit in g Chamäleon Stalk Magnesia 0 0 Spuren 0 wenig . Spuren Spuren 0 wenig Spuren 0,1793 0,0179 . 0,0071 g 0,1820 0,0250 0.0071 0,00074 . 0,0400 0,00014 0,0426 6,53 7,19 0 normal 0 normal 0 daraus berechnete Härte in 100,000 Tln. Deutsche Grade Geruch Geschmack Physikalische Beschaffenheit klar, farblos klar, farblos Bodensat 0 Ein Vergleich der diesjährigen Untersuchungsresultate mit den vorjährigen ergibt, daß die chemische Zuſammenſetzung und die physikalische Beschaffenheit des Wassers in beiden Jahren fast die gleiche ist. Es entspricht dieses daher in bezug auf die chemische und physikalische Beschaffenheit auch in diesem Jahre wiederum den von der Hygiene an ein gutes Genuß- und Hausgebrauchswasser zu stellenden Anforderungen vollkommen und fann daher wiederum als vortrefflich geeignet zur öffentlichen Wasserleitungsanlage Speisung einer bezeichnet werden. Die bakteriologische Untersuchung der an den verschiedenen zugänglichen Stellen der Leitung von Dueckborn bis zum Hochdruckbehälter entnommenen Wasser: proben ergab die folgenden Resultate:( Die Ergebnisse der vorjährigen Untersuchung sind vergleichshalber daneben gestellt worden.) in ccm Entwickelungfäbige Reime September 1905 Dezember 1904 30 191 Entnahmestelle der Wasserprobe Saugbrunnen in Queckborn Ueberlauf im Queckborner Walde Heberlauf an der Gansburg Hochdruckbehälter, Eintrittsstelle Austrittsstelle Ortsbehälter in Queckborn 226 259 56 238 132 430 50 61 397 197 Die bakteriologische Untersuchung des Wassers hat ergeben, daß die Zahl der entwickelungsfähigen Reime in 1 ccm bei der leztjährigen Untersuchung besonders bei der am Saugbrunnen in Queckborn entnommenen Probe- ein wesentlich niedrigec war, als im Vorjahre, ein Umstand, welcher sich vermutlich dadurch erklärt, daß die im vorigen Jahre zurzeit der Probeentnahme in der Nähe des Saugbrunnens stattfindenden Erbohrungen neuer Quellen bei der Entnahme der lezztjährigen Proben bereits abgeschlossen waren. Unter Berücksichtigung des in früheren Jahresberichten in bezug auf die Vermehrung bon Keimen in einem mehr oder weniger in Ruhe befindlichen Wasser Gesagten, fönnen die gefundenen Keimzahlen als füc ein im hygienischen Sinne reines Wasser normale betrachtet werden, sodaß sie zu Bedenken sanitärer Art keine Verfähr vier Wo.unerstückchen. Ec mietete in der Hainstraße sich anlassung geben. e Brieftauben möblierte Zimmer und bestellte sich sodann telephonisch tilometer von bei einem hi si jen Schuhwarenhändler eine größere Auswahlfam nun eine erstbung beſſerer Stiefel mit dem Hinzufügen, man möge heimischen des Ueberbringer einen größeren Betrag Bechfelgeld mitgegn. Der Mensch paßte sich sodann aus der Sendung Die chemische Untersuchung einer in gleicher Weise wie in früheren Jahren gewonnenen Wasserprobe aus der älteren Wasserversorgungsanlage der Stadt Gießen ( Quellen bei Großen- Bused und im Licher Walde) lieferte nachstehende Resultate:( Die Ecgebnisse der vorEnberein fein paar Stiefel zu 17 Mt. an und sagte darauf der Ver- jährigen Untersuchung sind zum Vergleiche daneben fein 60. Stiftung afrin, sie solle ihm auf 50 Mt. herausgeben. Alsdann gestellt) cechenden Rahman er das Wechselgeld mit dem Bemerken, er werde aus at Frey- Fried dem Nebenzimmer das Papiergeld holen. Nach längerem ation bon an endte da, daß jener aus dem Zimmer verschwunden wat. Bureauvor geblichen Warten schlug das Mädchen Alarm und man twinfche enthote Die Polizei stellte sofort Nachforschungen an, aber ohne a. qualitativ. Ammoniak.. Salpetrige Säure Salpetersäure ft hatte es folg. Das gleiche Manöver hat der Fremde, wie der Schwefelsäure in zu gratuliere Turnen für die cs für die Kleine Bibliei mitgeteilt wird, auch in Wiesbaden und Mainz auführt. Kalt Eisen. Analyse vom Die bakteriologische Untersuchung ergab folgende Resultate:( Die vorjährigen Zahlen sind zum Vergleiche daneben gesetzt.) Entnahmestelle der Wasserprobe Sammelstube bei Großen- Bused: a. neuer Stollen b. alter Stollen c. alter und neuer Stollen zusammen Sammelstube am Annaberge ( Erlenstollen) Niederdruckbehälter Entwickelungsfähige Keime 1 in ccm November 1905 Oftober 1904 117 137 250 - 110 ? 110 Platten zerflossen 137 1612 Deueste Nachrichten. CB. Berlin, 3. September. Es verlautet, daß Landwirtschafteminister von Podbielski im Amte bleibt. Seine Frau tritt aus der Firma Tippelskirch& Co. aus; dahinzielende Verhandlungen sind schon im Gange. CB. Düsseldorf, 2. September. Die wegen Anteilnahme an der Ermordung des Oberstleutnants Roos in M.- Gladbach zum Tode verurteilte Frau Blömers, die im Gefängnis Mutter wurde, ist zu lebenslänglichem Zuchthause begnadigt worden. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 4. September. Heiter und trocken, nachts etwas fühler. Temperatur am Tage wenig verändert, schwache nördliche ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) inde. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 6 landw. Arbeiter, 1 landw. Magd, Viegeleiarbeiter, 3 Schloffer, 1 Schmied, 3 Schreiner, Viegeleiarbeiter, 3 Schlosser, 1 Schmied, 3 Schreiner, 1 Lackierer, 2 Waschfrauen, 3 Glaser, 1 Anstreicher, Erdarbeiter, 1 Küchenmädchen, 2 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 2 Laufmädchen, 1 Stutscher. Lehrlinge: 3 Schlosser, 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1 Kellner gegen Vergütung, 1 Bäcker. Es suchen Arbeit: 1 Schweizer, 1 Maschinist oder Heizer, 2 Kutscher, 1 Schreiner, 4 Wasch- und Buzzfcauen, 1 Flickerin, 1 Kaufmann, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 3 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 1 Kassier- oder Bureaudiener, 1 Bureaugehilfe. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenieil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe in Gießen. Carboline, der Liebling aller Frauen und MädNovember 1905 Oktober 1904 chen, erzeugt schönes, geschmeidiges Haar, verhindert dessen Ausfallen und Ergrauen und wickt im Sommer erfrischend auf die Kopfhaut. Kein Haarpräparat besitzt diese Eigenschaften so wie Carboline. Zu haben à 3 Mt. die Flasche in den Apotheken, Drogerien und Parfümerien oder direkt von H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M. 0 0 0 0 wenig wenig wenig wenig mäßig mäßig Spur Spur x AL n S. 906T Buchdruckerei von Albin Klein GIESSEN Seltersweg 83. Betr.: Notlanssenche. Bekanntmachung. 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Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß trok unser fürzlichen Warnung immer noch in Gärten ohne polizeiliche Erlaubnis oder sogar nach eingeholter Erlaub nis zum Schießen von Raubzeug nach Singvögeln und Tauben geschossen worden ist. Wir warnen hiermit ausdrücklich vor dem leichtsinnigen Schießen und insbesondere vor dem Schießen nach nütlichen Vögeln. Die Schuhmannschaft ist angewiesen, ein besonderes Augenmerk auf diese Ausschreitungen zu richten und unnachsichtlich Anzeige zu erheben. Gießen, den 1. September 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 25. August bis 1. September 1906 wurde in hiesiger Stadt gefunden: 1 Geldstück, 1 Heugabel; verloren 1 goldene Brosche, 1 kleines Messer mit silbernem Stiel und 1 braunledernes Portemonnaie mit ca. 63 Mt. Inhalt. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 1. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die von dem Großh. Steuerkommissariat Gießen aufgestellten Hebregister für die Beiträge zu den Kosten der Handelskammer für das Rechnungsjahr 1906/07 Itegen 10 Tage lang vom 3. September bis einschließlich 12. September, vormittags vor 10-12 und nachmittags von 3-5 Uhr im Büreau der 1. ca.: 7750 qm Wand- und Deckenputz. 2. ca.: 100 qm 5 cm starfe Rabizzwände. 3. ca: 1520 qm Façadenputz. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen, Bedingungen und Angebotsformulare liegen im Bureau des Architekten Hans Meyer, Westarlage 6 dahier, zur Einsicht offen und können daselbst zum Selbstkostenpreis erhoben werden. Stereotypie. Versteigerun Dienstag, den 4. Sebe vormittags 10 h, versteigere ich Hammstraße Barzahluna: Schreibtisch, Vertifor, schrank, Soiegel mit Tr Stühle, Sophas, Kleide Teppiche, Paneelbretin Postamente, Blum Vorhänge u. andere Born, Gerichtsvell Gießen. Versteigerung Dienstag, den 4. S nachmittage 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 gegen Barzahlung: 1) 1 neues Sofa und 1 Vertikow, 3 Bilder, 15 service, 1 Rauchtisch, 2& Glasschränke, 137 Spazi 1 große Partie Bleif 5 steinerne Wafferfrüge 12 Einmachgläser. 2) 3 Drehbänke, 14 Handelen 15 Tafeln Glas, 100 Zement und Möbel alle Die Versteigerung zu l ganz bestimmt ftatt, teilwe se Born, Gerichtsvollziehe Gießen. Die wegen ihrer günstigen winnchancen so beliebten Giessener Oelfarben Pferde- Cos Schne foekrano nicht nachklebend, Sussbode Lad sind in allen Plakate kenntlichen Geschäften haben. Parkettwachs, à 1 Mk. Bigbung 12 Die Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am Parkettwachs ohne Glätte Richard Buchacker, Gi Samstag, den 15. September, vorm. 11 Uhr sowie alle sonstigen Artikel zum mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns einzureichen. Gießen, den 1. September 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. 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Einwendungen gegen den Inhalt der Heberegister sind innerhalb dieser 10 tägigen Frist bei der Handels- Bestand an eigentlichen Lebensversicherungen mehr als 896 Mill. Mr. fammer schriftlich vorzubringen. Bisher ausbezahlte Versicherungssummen mehr als. 465, Nach Ablauf dieser Frist wird die Handelskammer Die stets hohen Ueberschüsse kommen unverkürzt den über die vorgebrachten Einwendungen entscheiden und Versicherungsnehmern zugute, bisher wurden ihnen 227 mil. die Hebregister nach Maßgabe dieser Entscheidungen, soweit nötig, berichtigen lassen. Gegen diese Entscheidungen ist innerhalb zweier Wochen Beschwerde an das Großh. Ministerium des Innern zulässig. Gießen, den 31. August 1906. Die Großherzogliche Handelskammer Koch. Mark zurückgewährt. Sehr günstige Versicherungsbedingungen: 46. Gothaer Gelt von mehreren Wiesen zu verfat H. 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