Nr. 180 Dabaltion u.Saupterbebition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. Freitag, den 3. August 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberhoffische Familienzeitung( t und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Rokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen Der grollende finnische Löwe. ( Sonder- Bericht.) Helsingfors, 1. Auguft. In den Bergen von Suomi, wie Finland in seiner eigenen Sprache heißt, grout es seit Monaten wie ferner Donner. Das ist der finnische Löwe, der sich aus seiner Höhle vertrieben, dorthin zurückgezogen hat, um auf den günstigen Augenblick zu warten, in dem er die Tage dem überwundenen russischen Bären in den Nacken schlagen tann. Rußland und Finland! Zwei Länder, die als Nachbarn sich friedlich vertragen sollten, die fich aber niemals vertragen werden. Was sich jetzt in den Felsen von Vargö und Sveaborg abspielt, ist nur das Aufzucken der Flamme, die im Innern des unterjochten Landes glüht und die vielleicht einst, vielleicht in naher Zeit hervorbrechen und mit ihrer Lohe das russische Reich bersengen wird. Hier in Finland lebt das Element, das den Russen am gefährlichsten werden kann. Der Finnländer ist fühn und entschlossen, wenn es zu handeln gilt, vaterlandsliebend wie faum ein anderer Nordländer und an Freiheit und Selb= ständigkeit gewöhnt. Finland hat herbe Kämpfe um seine Existenz führen müssen, aber diese Kämpfe sind Ruhmess blätter in seiner Geschichte. Das Land hat die Schwedenherrschaft, der es vom 13. Jahrhundert an, mit furzer Unterbrechung bis 1809 angehörte, nie als drückend ent pfunden, denn der Schwede hat dem Lande alle Freiheiten ge= geben und es in seiner Entwickelung nicht gehemmt. Im Gegenteil. Den schwedischen Königen verdankt Finland die freiheits liche Verfassung, die auch in Schweden Geltung hat und dessen volkstümliche Einrichtungen. Ihm dankt es die Hebung zum Herzogtum und später zum Großfürstention, letztere als Belohnung für den siegreichen Kampf Finlands gegen Rußland, der von 1572 bis 1592 dauerte und dem Lande zwar Ruhm aber auch vielen Schaden brachte; Rußland hat mehrmals die Wucht finnischer Hiebe spüren müssen. Im Frieden von Stolbowa, der 1617 einen neuen Krieg mit Rußland beendete, mußte dieses Ingermanland und Kapholm an Schweden abtreten, aber seit dem westfälischen Frieden wandte sich das Glück Suomis. Der schwedische Einfluß wurde vorherrschend und verdrängte finnische Sprache und Eigenheit. In den un= glücklichen Kriegen Schwedens mit Rußland war Finland das Kampfobjeft. Stückweise wurde es, troß der heldenmütigen Kämpfe seiner Söhne, von Schweden losgerissen und Rußland einverleibt, dem es 1809 im Frieden zu Fredrikshamm endgültig zufiel. Von dieser Zeit datiert der Zwiespalt, der kaum je beseitigt werden wird. Auf der einen Seite das fultivierte Land, das gerade in den letzten Jahrhunderten sich auf seine finnische Eigenart besonnen hatte, das eine Verfassung und zwar eine freiheitliche hatte, auf der andern Seite das selbstherrliche Rußland, dessen Machthaber nur bestrebt waren, jede freiheitliche Regung zu unterdrücken und dem russisch gewordenen Lande auch den russischen Stempel aufzudrücken. Noch unter der Regierung Alexanders des Zweiten war das Verhältnis erträglich. Den Finnländern wurden gewisse Privilegien zugestanden, so der Gebrauch der finnischen Sprache, eigener Münzen usw. Aber unter seinem Nachfolger begann ein Vernichtungstampf der Russenfanatiker gegen die Freiheiten des finnischen Volkes, der mit der Entziehung des Münzregals begann und mit der nölligen Russifizierung des Landes endete. Alle und jede Vorrechte wurden den Finnen genommen, es ist seit 1905 nur noch russische Provinz und russisch ist die amtliche Sprache, find die Behörden, das Militär und die Bertattung. Freilich, die Finnländer haben sich nach Kräften gegen die Bergemaltigung gewehrt, sie haben mit Güte und teilweise mit Gewalt eine Aenderung der drückenden Verordnungen zu erreichen versucht, aber bisher ohne Erfolg. Tez finnische Löwe ist überwunden, aber faum für immer. Zinar haben die besten Kräfte das Land verlassen, um nicht seine Erniedrigung mit ansehen au müssen; aber draußen arbeiten sie mit allee Macht und ver ganzen Zähigkeit des Finnländers an dem Werke der Freiheit. Dann aber, wehe dem Bären, wenn der Löwe sich seiner Ketten befreit! Schon hört man sein Grollen, vielleicht ist der Augenblick nahe, der Finland die Freiheit wiedergibt! L. H. Günftige Nachrichten aus Oftafrika. In einem Telegramm des Gouvernements von Deutsch, Ostafrika aus Dar- es- Salam wird über erfolgreiche Gefechte gegen die Eingeborenen berichtet, die dem gefährlichsten Führer der Schwarzen eine derbe Lektion versetzt haben. Wie bereits früher gemeldet, hat einer der fähigsten Führer der Schutztruppe in Deutschostafrika, Major Johannes, seine Expedition in dem Bezirk Songea fortgesetzt, da dort neue Gärungen sich bemerklich gemacht hatten. Mit einer Abteilung des Expeditionstorps konnte Leutnant von Lindeiner unbemerkt an ein großes Lager der Aufständischen am Lihonde südöstlich von Songea herankommen und es überraschend an= greifen. Wie sich herausstellte, war es das Lager des Sultans Schabruwa, des Hauptführers der aufständischen Wangori. Schabruwa selbst wurde verwundet, indessen gelang es ihm, zu entkommen. Dagegen wurden seine Frau und seine Kinder gefangen genommen, und seine ganze Habe und sein Vieh wurden von den Siegern erbeutet. Die Schwarzen verloren 16 Tote und 179 Gefangene, während auf deutscher Seite nur ein Ombascha( ein farbiger Unteroffizier) gefallen war. Der Schlag, den der Feind erlitten, wurde dort schwer empfunden. Die Mehrzahl der Großen des Sultans Schabruwa zogen es vor, sich zu unterwerfen. Major Johannes sieht infolge dieses glücklichen Kampfes die Lage in Songea als günstig an. Dagegen ist nach Me dungen des Hauptmanns v. Kleist die Ruhe in Upangwa immer noch nicht wiederhergestellt. Major Johannes ist daher mit Verstärkungen dorthin auf dem Marsche. Aus dem Bezirk Jraku lagen bei Abgang des Telegramms aus Dar- es- Salam Meldungen nicht vor. Die Meuterei der ruffifchen flotte. Die ebenso ernste wie bedrohliche Meuterci in Sveaborg ist unterdrückt. Nicht kurz nach ihrem Auftreten, wie die russische Regierung in die Welt hinaustelegraphieren ließ, sondern erst am Donnerstag Morgen ist man der Aufständigen Herr geworden. Nun gärt es auch in Kronstadt bedenklich. Ein russisch- offiziöses Telegramm meldet unter dem gestrigen Datum: In Kronstadt fanden in der vergangenen Nacht bei einer Flottenequipage Unruhen statt. Dank dem Eingreifen des eidtreuen Teils der Truppen, gelang die schnelle Unterdrückung der Unruhen; es mußte dabei von der Feuerwaffe Gebrauch gemacht werden. Wer russisch- offiziöse Depeschen zu lesen versteht, der wird aus dem vorstehenden Telegramm schließem, daß die Meuterei in Kronstadt sehr schwerer Natur gewesen sein muß. Die Wahrheit über solche Aufstände erfährt man gewöhnlich erst nach mehreren Tagen durch briefliche Mitteilungen. Der Kampf um Sveaborg ist jedenfalls viel erbitterter geführt worden, als bisher zugegeben wurde, und die Situation war viel ernſter als man bis heute erfahren hat. Freilich ist auch das Wenige, das zur Kenntnis des Auslandes gelangt, schlimm genug. Man erfährt, daß mehrere Kriegsschiffe zu den Meuterern übergegangen waren; daß zwei Maschinengewehr- Kompagnien ihre eigenen Maschinengewehre vernichtet haben, damit sie nicht diese Waffen gegen die Menterer zu richten brauchten. Man erfährt, daß zwei Panzerschiffe " Besarewitsch" und ,, Bogatyr" stundenlang die von den Aufrührern besetzten Forts beschießen mußten und daß aus Reval und Hangö ein Geschwader unter Kommando des Großfürsten Alexander Michailowitsch, eines Schwagers des Zaren, zu Hilfe geholt werden mußte. Man erfährt endlich, daß die zu den Meuterern übergegangenen Kriegsschiffe jetzt gegen Kronstadt vorgehen wollen. Dies alles ist viel schlimmer als man bisher wußte. Woher die plötzliche Erregung unter der Flotte? E3 berlautet, daß die Meutereien den Anfang bilden eines über ganz Rußland organisierten Aufstandes. Auch der Admiral der Schwarzen Meerflotte Strydlow, äußerte einen Interviewer gegenüber, er führe die Unruhen in der Flotte feineswegs auf ökonomische Forderungen, sondern einzig und allein auf die revolutionäre Propaganda und die geringe Zahl der Offiziere zurück. Der Admiral wiegt sich nicht in der Hoffnung, daß es eine leichte Aufgabe sein werde, die Ruhe in der Flotte wieder herzustellen. Strydlow bei den verurteilten Matrosen. Der neue Admiral der Schwarzen Meerflotte, Skrydlow, will die Meuterei in der Marine durch geistige Wassen bekämpfen und die Aufsässigen durch Milde gewinnen. Mittmoch besuchte er die wegen der im November stattgehabten Unruhen verurteilten und angeklagten Matrosen, blieb mit ihnen allein und wies ihnen nach, wie falsch sie gehandelt hätten, das Gericht nicht anzuerkennen; denn durch ihre Handlungsweise hätten sie ihren Verteidigern die Möglichkeit genommen, etwaige Unregelmäßigkeiten der Voruntersuchung nachzuweisen. Als der Admiral am Schlusse des Gesprächs die Matrosen mit Bratja(=" Brüder") axredete, cririderten einige:„ Wir find feine Brüder mehr, wir sind Zwangssträflinge!" Strydlow entgegnete darauf, das Urteil sei bisher noch nicht bestätigt worden; für ihn seien sie zum Disziplinarbataillon verurteilte Brüder. Skrydlow blieb bei ihnen von 7 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags, wodurch die Matrosen gerührt wurden. * Allgemeine Meuterei der Armee? Ein Londoner Blatt läßt sich aus Petersburg melden, daß eine allgemeine Meuterei der russischen Armee bevorsteht. Truppen haben das Haupt- Telegraphenamt in Petersburg besetzt, weil außerordentliche Ereignisse erwartet werden. In einzelnen Garnisonen Transkautasiens treten die Meutereien schon seit zwei Tagen auf. Auf der Festung Deschlagar brach eine Meuterei aus, als die Kunde von der Auflösung der Duma dorthin gedrungen war. Die Mannschaften töteten den Regimentskomman deur, einen Bataillonskommandeur und zwei andere Offiziere, sowie den Regimentsgeistlichen und eigneten sich die ganze Gewalt in der Stadt an. Im Postund Telegraphenamt sowie in sämtlichen anderen staatlichen Gebäuden stellten die Meuterer Patrouillen auf. Als Kosaken eintrafen, ergaben sich die Meuterer und lieferten vier Antifter aus. Auf der Festung Schuscha ist, wie die russische Regierung selbst bekannt gibt, die Lage beunruhigend. Die telegraphische Verbindung ist wiederholt unterbrochen worden. Warum Herzenstein fiel. Es gilt als sicher, daß die Ermordung Herzensteins aul Befehl des Verbandes des aktiven Kampfes gegen die Anarchie" erfolgt ist. Zwei Personen gelten als der Tat berdächtig. Wegen Verdachts der Teilnahme wurde der Stationsgendarm verhaftet, der mit jenen Personen wieder holt zusammen gesehen wurde. Mehrere Stunden vor der Ermordung Herzensteine erhielt die Redaktion der Rußt. Wjedom." einen mit Boge jawlewski(, Gottesmelder") unterzeichneten Brief, in welchem es hieß: Heute begehen wir die Leichenfeier für Herzenstein, bald werden wir die Leichenfeier für andere linke Kadettel begehen." Das Moskauer reaktionäre Blatt ,, Majak" melders den Tod Herzensteins bereits 5 Uhr nachmittags, während die Eat 9 Uhr abends geschehen ist. Sämtliche Führer der Kadettenpartei find Mittwoch in Terijofi eingetroffen. Die Beerdigung Herzensteins soll in Mostau stattfinden. Odessa vor dem wirtschaftlichen Kuin. Die wirtschaftliche Lage in Odessa ist äußerst bedrohlich Die Existenz der meisten großen Handelshäuser hängt an seidenen Faden, nnd bricht erst eines zusammen, dann werden unzählige größere und fleinere Firmen mitgerissen. Die Firma B. Schwarz, eine der ältesten Odessas ist in Konkurs geraten Die Verpflichtungen betragen mehr als 6 Millionen Mark denen ein Vermögen von 5400 Mart gegenübersteht! Dieser völlig unerwartete Bankrott wird als Beginn einer ganzen Reihe ähnlicher Katastrophen angesehen. Eine große Furcht herrscht in Odessa vor den Krähen", d. h. den schwarzen Räubern, die ohne weiteres in die Läden dringen und Geld verlangen, ohne daß auf einen Beistand der Polizei zu rech nen wäre. Die dupierte Warschauer Polizei. Die Revolutionäre sind in der Erfindung von Triks unerschöpflich und machen sich über die Regierung nur lustig. Am Mittwoch sind, so wird aus Warschau berichtet, mit der Petersburger Bahn 600 Browning- Revolver für die Warschauer Polizei aus Petersburg angekommen. Donnerstag früh erschienen bei dem Stationschef zwei Gendarmerieoffiziere in Begleitung von 4 Polizisten und übernahmen auf Grund einer formellen Vollmacht des Oberpolizeimeisters die Revolver und luden sie auf einen mitgebrachten Wagen. Etwa zwei Stunden später kam der Gehilfe des Oberpolizeimeiſters um die Revolver abzuholen, und erfuhr mit Erstaunen, daß sie bereits abgeholt worden seien. Die Vollmacht, die der Stationschef ihm vorlegte, war meisterhaft gefälscht! Nachmittag wurde dem Oberpolizeimeister eine Quittung über den Empfang von 600 Stück Revolver zugestellt, mit dem Siegel des P. P. S.(= Polska Partia Socialistu, zu deutsch:„ Polnische Sozialistenpartei.") Außerdem liegen nachstehende Meldungen vor: Warschan, 2. August. Hier wurden ein Schutzmann auf dem Trittbrett eines Pferdebahnwagens und ein Polizeirevieraufseher auf der Tomkastraße erschossen. Daß die Täter entkommen sind, braucht kaum noch erwähnt zu werden. Petersburg, 2. August. Das hiesige Telegraphenamt ist nachts von Truppen besezt worden. Helsingfors, 1. August. Der Anführer der ,, Roten Garde", Kapitän Kock, wollte in Finland einen Generalstreik inDer szenieren. Der Versuch ist ihm aber mißlungen. Landtagsausschuß hat einen Aufruf an die Bevölkerung erlassen und zur vollkommenen Neutralität seitens der Finländer ermahnt. Helsingfors, 2. August. In den Straßen unserer Stadt wurde das Manifest der sozialistischen Partei von- Soldaten verteilt. Politifche Rundschau. Deutfches Reich. * Die Ausführung des Gesetzes über den FrachturkundenStempel hat im Eisenbahnverkehr zu Unzuträglichkeiten geführt, weil die Eisenbahnverwaltung den Urkundenstempel nicht vom Aussteller des Frachtbriefes, sondern immer vom Frachtzahler einzieht. Die Beschwerden der industriellen Kreise hierüber hat der Zentralverband deutscher Industrieller in einer Eingabe an die zuständigen Behörden zum Ausdruck gebracht und die schleunige Aenderung des jezigen zu Mißhelligkeiten zwischen Verkäufer und Käufer führenden Verfahrens beantragt. BetotẞJawohl, ehrende Teilnahme bitten." Des tegimentsvereins. Am Sagen Sie Ihrem Papa," erwiderte der Hauptmann Hauptmann ein großes verschlossenes Ruvert, das die Billetts fechzehnten. Papa läßt im Namen des Vereins um Ihre Hierbei überreichte fie dem enthielt. es ging, thren großen Papa und begrüßte ihn mit herzlichem Gutentagruß. mann besorgt. Gnädiges Fräulein ift auf h offiziere habt the fal"-" Jegt fängst du auch an?"- ,, Dir ist etwas begegnet, mein Kind P" fragte der Haupt. " Ja, Bapachen," sagte Eveline," nette UnterStraße hon einem 11nters ( Schluß.) Bia Gefübnte Schuld. Von Dr. Hans Liefal hatte atomina ( Nachdruck verboten.) worrener Bärm. Was weiß ich, vielleicht noch ein Was ist bas Renzo gäste."- mußten fie Oder suchen Sie uns Pia. P" beiruntene fragte fie ängstlich omm, Um zu Renzo's Daus bochzeits. wollen gehen" Im das Dorf herum gebeu gelangen, * Die strengste Ueberwachung der Eisenbahnzüge auf den Stationen, hauptsächlich nachts hat der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten dem Zugpersonal zur Pflicht gemacht, um das verbotene Ein- und Aussteigen auf der den Bahnsteigen abgewendeten Zugseite zu verhindern. Ferner sollen diejenigen Personen aufs sorgfältigste beobachtet werden, die etwa bei oder nach dem Abfahren der Züge noch aufspringen oder ihre Abteile verlassen oder durch ihr sonstiges Verhalten auffallen. Auf den Wagen befindliche unbesezte Bremserhäuschen sind unter Verschluß zu halten. Oefterreich- Ungarn. ** In Tirol veranstaltete die italienische Bevölkerung deutsch- feindliche Demonstrationen gegen einen in S. Sebastian anwesenden Berliner Professor. Zur Unterdrückung der Unruhen mußte Militär herangezogen werden. Amerika. ** Die Regierung der Vereinigten Staaten hat nunmehr den auf sie entfallenden Anteil der Entschädigung für die in den samoanischen Unruhen geschädigten Europäer im Betrage von 20 000 Dollars bezahlt. Somit ist diese Angelegenheit, die sich von 1899 an bis jeẞt hingezogen hat, endgiltig erledigt, da England bereits in diesem Frühjahr seinen Anteil bezahlt und die deutsche Regierung einen Betrag von etwa 38 000 Mart angewiesen hat. Hof und Gefellschaft. Nach einer Bekanntmachung des Generalkommandos des 8. Armeekorps gedenkt der Kaiser am 8. August auf dem Schießplah Wahn einzutreffen, um an dem Scharfschießen der Fußartillerie teilzunehmen. Im Herzogtum Sachsen- Koburg und-Gotha ist ein Thronerbe geboren worden. Die Herzogin Viftoria Adelheid wurde auf Schloß Callenberg von einem Prinzen glücklich entbunden. Deer und flotte. Ein deutsches Unterseeboot. Auf der Germania- Werft in Riel wurde das für die deutsche Reichsmarine erbaute Unterseeboot zu Wasser gebracht. Der weitere Ausbau des Bootes erfordert etiva 5 Wochen, sodaß Mitte September mit den Probefahrten begonnen werden fann. Soziales Leben. × Ein Arbeiterinnenheim. Um den in der Textilindustrie immer empfindlicher werdenden Arbeitermangel zu behebe::, bewilligten die Stadtverordneten von M. Gladbach) 150 000 M. zur Errichtung eines städtischen Heims für auswärtige, ledige Arbeiterinnen. X Künstliche Fleischteuerung. Die Molkereibefizer aus der Gegend von Hannover und Hildesheim haben in einer in Hannover stattgehabten Versammlung beschlossen, bis zum 15. Oktober fein Schwein unter 56 Mark für den Zentner Lebendgewicht, gleich 67 Mark Schlachtgewicht zu verkaufen. Für Zuwiderhandlungen sind 1000 Mart Konventionalstrafe zu zahlen." Hier ist also eine wirkliche Ringbildung zur Hochhaltung der Viehpreise. Nah und fern. † Schwere Unwetter haben in den letzten Tagen in fast allen deutschen Provinzen und im Auslande gewütet. Die Meldungen besagen aus allen Orten das gleiche, überall stürzten wollenbruchartige Regengüsse herrieder und zerstörten Felder und Fluren. Auch wurden in einzelnen Ortschaften mehrere Personen vom Blizz getötet. † Verunglückte Bergsteiger. In den Tiroler Bergen ist die Berliner Frauenrechtlerin Fräulein Adele Schreiber mit ihrem Begleiter, einem Sohne des Berliner Universitätsprofessors Dr. Friedländer abgestürzt. Dr. Friedländer wurde als Leiche gefunden. Fräulein Schreiber ist schwer verletzt. † Durchgegangen. In Berlin hat ein 62 Jahre alter Schloffer mit der Ehefrau seines dritten Sohnes sich auf eine Vergnügungsreise begeben und dazu die sämtlichen Ersparnisse seiner Kinder, im Betrage von 14 000 Mart, mitgenommen. + Unglück auf dem Wasser. In Wilnarowo in RussischPolen waren Tausende zu einer katholischen Feier zusammengeströmt. Siebenzig Personen drängten auf einen Prahm, der sie nach Maryfick befördern sollte. Da das Fahrzeug nur ür 25 Personen berechnet war, fonnte es die Last nicht tragen und sant. Dreißig Personen sind ertrunken. † Erdbeben in Süddeutschland. Durch Erdstöße, die bielfach mit unterirdischem Geräusch verbunden waren, wurden in vielen Orten Württembergs und Badens die Bewohner erschreckt, so besonders im Remstal und im Schwarzwalde. An manchen Orten fielen die Ziegeln von den Dächern, und die Möbel wurden von der Stelle gerückt, so daß die Bewohner entsetzt auf die Straßen eilten. † Selbstmord im Gefängnis. Der Kaufmannslehrling Brunke, der im Herbst vorigen Jahres die beiden Töchter des Kaufmanns Haars, denen er Klavierstunden gab, mit deren Einwilligung erschoß, und deshalb zu acht Jahren Gefängnis verurteilt war, hat sich in seiner Zelle erhängt. 4 obachtungen sehr oft von der Spize der Hülsen aus, namentlich wenn sie, wie es bei den niederliegenden Erbsenpflanzen oft der Fall ist, mit der Spize im Erdboden stecken. Der Erreger der Frankheit ist der Bazillus Leguminiperdus, der die Form ein furzen Stäbchens befigt, das eine Länge von wenig mehr zwei Tausendstel Millimeter erreicht. Im borigen Jahr hat dieser Bazillus zweifellos auf deutschen Feldern bereits einen beträchtlichen Schaden verursacht. Eine unmittelbare Ansteckung des Samens durch die Bakterien tommt allerdings nicht vor, jedoch erstreckt sich die Wirksamkeit der Bakterien nicht auf ein Jahr allein, vielmehr bleibt der Boden, der einmal befallenen Erbsenfelder so stark von den Befterien durchseucht, daß eine Wiederbestellung mit Hülsenfrüchten mindestens für das nächste Jahr, vielleicht aber sogar auf mehrere Jahre hinaus, bedenklich wäre. Für die Landwirtschaft ergeben sich daraus wichtige Lehren. In manchen Gegenden, wo starker Erbsenbau getrieben wird, ist die Erbse in ben regelmäßigen Wirtschaftsplan aufgenommen und fehrt berhältnismäßig oft auf demselben Boden wieder. Der Landwirt wird auch beachten müssen, daß die Hülsenfrüchte von Gemengsaaten gleichfalls vor jenen Batterien nicht sicher sind, und daß dadurch eine Möglichkeit der Verschleppung der Krankheit gegeben ist. + Verderbliche Hike. In Kalifornien herrscht eine Hizze, die der Bevölkerung furchtbare Leiden verursacht. Viele Menschen sind gestorben, manche sind wahnsinnig geworden. Goldgräber, die mit ihren Schäßen in die Städte flüchteten, find auf der Landstraße gestorben, neben den verwesenden Leichen lagen die Goldhaufen. Der Landwirt. st. Eine neue Krankheit der Hülsenfrüchte. An einem Erbsenfeld in Dahlem bei Berlin wurde eine neue Krankheit der Hülsenfrüchte festgestellt, welche bewirkt, daß die davon befallenen Hülsen merklich flein bleiben und zu früh gereift erscheinen. Der Beginn der Krankheit fällt schon in eine frühere Jahreszeit, und von der ersten Ansteckung an bis zu dem geschilderten Zustand der Früchte läßt sich eine Reihe von Uebergängen unterscheiden. Zunächst wird an der Hülse eine fleine etwas eingesunkene wässrige und daher dunklere Stelle wahrnehmbar, die bald an Ausdehnung zunimmt und die ganze Hülse ergreift. Schließlich trocknet das Gewebe ein, so daß die Gefäßbündel deutlich hervortreten. In diesem Zustand der erkrankten Hülsen sind die Samen noch nicht ausgewachsen. Die Fäulnis aeht nach den bisherigen BeJn der Sommerfrische. - - Ein deutsches Dorfidyll in franzöfifcher Beleuchtung. Der Schuhflicker als Briefträger. Höfliche Kinder und friedfertige Kühe. Warum der Hirsch sich amüsiert. Beim Dorffrösus. Die Nachbarn und ihr Nachwuchs. Hinein in die Zivilisation! Paris, 1. Auguſt. - Wie sich die Zeiten ändern! Es ist noch nicht allzulange her, als jeder schreibende Franzose, der die deutschen Lande besucht hatte, der Ansicht war, er müsse das Leben im Nachbarreiche grau, das Treiben abschreckend schildern. Und je trasser seine Zeichnung, desto lauter der Applaus seiner Leser. Jezt darf man es wagen, deutsches Leben, germanische Art und Sitte zu verherrlichen, ohne von der lesenden Menge niedergeschrieen zu werden. Selbst in dem nationalistischen Gaulois". In seiner gestrigen Ausgabe bringt das Blatt einen Reisebrief aus der Feder seines Mitarbeiters Augustin Filon, so stimmungs- und gemütvoll, daß ich's mir nicht versagen kann, ihn Ihren Lesern mitzuteilen. Filon schildert eine kleine deutsche Sommerfrische in Nordwestdeutschland. " Ich habe, so beginnt er, die eigenartige wie angenehme Sensation, fern von allem, fern von der Menge und fern von der Gegenwart zu sein, niemals mehr empfunden als hier. Und dann fährt Filon in seiner Schilderung fort: Es ist ein Drt von etwa dreißig Häusern, die sehr regelmäßig um einen fleinen Berg gruppiert sind, der ein kleines Tal abschließt. Auf dem Berge sieht man, von dichtem Grase überwuchert, den massiven Unterbau einer alten Schloßruine. Auf einem freien Plaze steht ein großes Kreuz mit einem verwitterten, roh geschnitten Christus. Es ist ein Wallfahrtsziel für die Prozessionen. Obgleich mitten in protestantischem Lande liegend, ist der kleine Ort streng katholisch. Hier gibt es keine Eisenbahnen, keine Telegraphen. Seit einigen Jahren verbindet ein Telephon das Gasthaus mit der Kreisstadt; dieser Draht ist es, der dem kleinen Orte alles mitteilt, was in der Welt da draußen passiert. Nichts erinnert hier an die Existenz einer kaiserlichen Regierung, außer etwa das von Sonne und Regen arg mitgenommene bunte Band an der Müze des Briefträgers. Er kommt manchmal eine Stunde oder zwei zu spät, weil er alle Schuhe des Ortes flicken muß. Die Häuser sind für Bauernhäuser erstaunlich groß; fie find alle nach einem einförmigen Modell sehr sorgfältig gebaut. Von den Bewohnern dieser Häuser weiß ich nicht viel mehr, als daß sie mir alle: guten Tag! sagen, hauptsächlich die Kinder, die diese Höflichkeit etwas übertreiben und ihren Gruß täglich wohl zehnmal wiederholen. Mit den Hunden stehe ich auf sehr gutem Fuße. Die Kühe, die sehr friedfertig sind, stellen sich zu beiden Seiten des Weges auf, um mich passieren zu lassen. Dagegen sind die Schweine von einer unerträglichen Eitelkeit und sehr standalsüchtig; sie wissen, daß man ohne sie hier nicht auskommen kann. Sie erscheinen in allen Formen auf der Tafel, als Speck, als Würstchen, als roher, gefochter oder geräucherter Schinken. Wie sollten sie da nicht im Bewußtsein ihrer Wichtigkeit sich etwas aufblasen? Auch die Tiere des Waldes sind von einer reizenden Ungeniertheit. Neulich traf ich auf einem einsamen Wege einen Dammhirsch. Er blieb ruhig stehen, um mich zu betrachten. Ich legte meinen Spazierstock an die Wange, als wenn ich schießen wollte. Er schien sich darob sehr zu amüsieren und sah neugierig zu, als wenn er sagen wollte: Was fällt denn dem da ein?" " - 11 dem Speisezimmer ist ein Salon geworden. Am Abend fingt man Lieder und die Frau Bürgermeister und der Herr Stadtrat singen genau so wie die Kinder. Ein kleiner Junge von vier oder fünf Jahren, den ich ein wenig geneckt hatte, wurde sehr böse gegen mich: Die Onkels müssen auch artig sein!" sagte er, mit dem Fuße aufstampfend. Ich war sehr überrascht sollte ich vielleicht in Deutschland ein Aller weltsonfel werden wie der gute Sarcey? Das Kindermädchen setzte mir aber auseinander, daß hier alles, was nicht Vater ist, Onkel ist. Meine Beförderung hatte also nichts Persön liches, nichts, was mich erschrecken oder stolz machen fonnte. Wenn ich in N. bin, glaube ich mich in das Deutschland Jean Pauls und Kozebues zurückversezt. Ja, ich glaubte mich noch weiter zurück in die Vergangenheit versetzt, als ich am Tage meiner Abreise mit einem czechischen Priester zu jammenfam. Wir sprachen lateinisch, wie Gelehrte aus dem 15. Jahrhundert! Und einige Stunden später irrte ich in Wiesbaden, dieſem hochmodernen Kurort, umher, und war ganz traurig darüber, daß ich wieder mitten in der Zivili fation stand. M. S. Bei der allgemeinen Einfachheit weiß man nicht, ob die Leute reich oder arm sind. Ich wollte eines Tages einem alten Manne, der am Rande des großen Tannenwaldes stand, ein Goldstück in die Hand drücken. Plößlich sah ich, daß er den Holzfällern Befehle gab es war der Besizer des Waldes. Um anzudeuten, was sie befizen, machen die Leute aus dem Dorfe mit der Hand eine großartige Geste, die den ganzen Horizont zu umfassen scheint. Noch mehr als das: seine Tochter hat ein Klavier! Als ich früher einmal hier war, wohnte ich einen Monat bei dem Amtmann." In diesem Hause hatte ich Bettlaken, die so groß waren wie Servietten und Servietten, die so klein waren wie Taschentücher. Aber die Lafen waren fein, und die Servietten waren mit wunderbaren alten Spizen besetzt. Gegen 2 Uhr morgens wurde ich durch ein großes Hin und Her im Hause geweckt. Der Amtmann rüttelte seine vier Söhne wach, damit sie das Heu hereinnähmen. Die Ochsen brachten die Wagen bis in den ersten Raum des Hauses, eine Art gigantischer Halle, die von Hölzernen Galerien umgeben ist. Als ich eines Tages einen dieser Wagen streifte, blieben Heustückchen an meinem Rocke hängen. Der Amtmann trat hinzu und bürstete mit großer Sorgfalt seinen Mieter ab. Ich betrachtete ihn näher. Es ist ein großer alter Mann, trotz seiner 60 Jahre noch aufrecht und gerade.... Offenbar ein alter Soldat! Ich glaube nicht, daß seit der Regierung des Königs Jérôme ein Franzose in N. gewesen ist. Aber der Ort ist bekannt und wird von einigen Familien aus Hannover und Westfalen als Sommerfrische besucht. Man kommt selbst von Berlin aus hierher. Die Leute, die hier die Frische suchen, haben etwas für ihr Geld; an einem der letzten Morgen waren die Kartoffeln im Boden gefroren. Die kleine Sommerfrischler- Gesellschaft, die in der Saison" etwa zwanzig Personen zählt, ändert nichts an dem ländlichen Charakter des kleinen Ortes. Frau Bürgermeister vergißt niemals Frau Doktor zu grüßen und sie als Frau Doftor anzureden. Lbgesehen von dieser etwas automatischen Etikette sind die Sitten ganz patriarchalisch. Nach jeder Mahlzeit tritt an die Stelle des weißen Tischtuches eine rote Tischdecke, und aus " Vermischtes. = Ein brennendes Meer. Nach Barbados heimkehrende Küstenschiffer brachten die sensationell wirkende Nachricht, daß im Golfe von Meriko, in der Nähe der Küste von Texas, seit mehreren Tagen ein gewaltiges Delfeuer brenne. Die Flammen bedecken angeblich einen Raum von etwa 10 eng lischen Quadratmeilen. Man nimmt an, daß sie von einer Delquelle auf den Boden des Golfes genährt werden. Wie das Feuer entstand, ist ein Geheimnis. Die Augenzeugen des Brandes erklären das Schauspiel des gewaltigen Feuers als großartig. Zur Nachtzeit ist das Meer auf viele Mcilen hinaus auf das Strahlendste erleuchtet. = it aber alle Archi Bohnzimmer ufw.& br erteilt werden afferung ber flabtif gt werden. Die 6 mb ftellen 1000 R erden, zur Dedur Setorateur Auguft der Neuftadt ein zubringen. Das Giden und Gebäuder ngebracht werden Ortsgewerbeverei கு erbauen. Die Ra früher Dr. W Binn, 3ogen fich ab Terrain erwarb erhalten. Der bald mit dem Bau rights dagegen einz orbehaltlich der no So wird demnägf eigenes Gebäude ha In den nächste ber Hammftraße un und erweiterten Mat verordneten- Berfamml tetzeitig befließen efter, den Buflag genügende Referbefchl Baus bewilligt fie uni 1200 Mt. zur Besch bifhen Elektrizitäts ohne eingefommen. Mit der Ziehharmonika photographiert hat der Agent Adolf Lukesch aus Salzburg eine große Anzahl meist ältere Damen und sich hierfür sehr anständig bezahlen lassen. uteid, erschien mit Vorliebe bei älteren Damen, denen er mit Aber zeugendem Redeschwall die Zusicherung gab, sie durch Sünke lerische Retouche mindestens um 10 Jahre jünger zu machen Er ließ sich einen entsprechenden Vorschuß geben, machte sof eine photographische Aufnahme und sagte die Einsendung de fertigen Bilder binnen wenigen Tagen zu. Die zahlreichen weiblichen Kunden warteten aber vergebens auf die Photo graphien. Einer der zu verjüngenden Damen fiel mun eines Tages die eigentümliche Form des photographischen Apparates auf. Sie ging, während Lukesch den Kopf unter das schwarze Tuch steckte, furz entschlossen auf ihn zu und machte die über raschende Entdeckung, daß der photographische Apparat and einer Ziehharmonika bestand, auf deren Vorderseite ein fleine Objektiv angebracht war. Der Ziehharmonika- Photograph tourde wegen Betruges vom Salzburger Landgericht zu vier Monaten Kerker verurteilt. = 3356 Konkurse in einem Vierteljahr. Die Konturs Statistik weist für das erste Vierteljahr 1906 nicht weniger als 3356 Anträge auf Konkurseröffnungen auf, gegen 3333 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Von den verschiedenen Landesteilen standen am höchsten das Königreich Sachsen mit 392. Es folgen die Rheinproving mit 330, Schlesien mit 226. Die Provinz Sachsen weist 131 Anträge auf. Auf die 41 Großstädte mit mehr als 100 000 Einwohnern entfallen 1142 Anträge auf Konkurseröffnungen und zwar 173 auf Berlin, 100 auf Dresden, 87 auf Hamburg, 72 auf München, 55 auf Köln, 40 auf Breslau, 39 auf Stuttgart und Düssel dorf, auf Magdeburg 26 und auf Halle 10 Anträge. Kunst und wiffenfchaft. RO. Jm Ballon zum Nordpol. In der Virgo- Bai, dem Drt, von dem Mstr. Wellmann seine fühne Ballonfahrt nach dem Nordpol antreten will, haben 40 Mann Tag und Nacht gearbeitet, um das Luftschiff im Laufe des Sommers reise fertig zu machen. Das große Ballonhaus wird in 14 Tagen fertig, und wenn man zehn Tage für die Füllung und Ver suche rechnet, so kann der Riesenballon Ende August aufs steigen. Alles hängt natürlich vom Wetter ab, das so weit gut war. Sihung der Stadtverordneten Gießens. Gießen, 2. August 1906. Zu Beginn der heutigen Sizung, die die letzte vor den Ferien, macht Oberbürgermeister Mecum die unerfreuliche Mitteilung, daß eine Lehrstelle mit einer Schulaspirantin nicht besetzt werden könne, weil dem Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, teine zur Verfügung stände. Hoffentlich ist dieser Zustand nur ein vorübergehender, da die Regierung ja mit allen Mittel bestrebt ist, dem Lehrermangel ein Ende zu machen. Das Baugesuch des Herrn Johann Georg Pfaff für die Goethestraße wird ab gelehnt, das Gesuch des Herrn L. Lüter, Woltengasse, dagegen be fürwortet, da es sich nur um einen fleineren einstödigen - - hältniffe jedoch für bwohl Stadtv. Kru putation zurüdverwi Marburgerftraße f bewilligt bis zu 45 Bochbauamt teilt mit, Jahre eröffnet wird ur Bufuhrftrage von der Saborordneten Berfa Bau handelt, der die anderen Gebäude nicht beeinträchtigt.Das Gesuch des Schreinermeisters Bender um Bauerlaubnis zur Aufführung einer Werkstätte in der Südanlage, das in legter Sigung zurückgestellt wurde, wird heute noch einmal beraten und darauf befürwortet. Das Haus wünscht aber, daß recht bald ein Drtsstatut erlassen werde, das ruhige Quartiere vorsteht. Ein noch weiter gehender Antrag regt die Henderung des ganzen Ortsbauftatuts an. Das Ge such des Herrn Gustav Berger, Hofmannstr. 4, den vers botenerweise angelegten Ueberlauf seiner Abortgrube zu be lassen, wird abgelehnt. Die Viehwagen Reinigungs- An bei der Karolinenhütte muß an die Kanalisation angeschlossen worden. Da nun die getrennte Abführung des Regen und Schmutzwassers erhebliche Arbeiten und Kosten verursachen würde, liegt der heutigen Stadtverordnetensi zung ein Antrag vor, die Einführung des Regenwassers in den Schmugwafferfanal zu geftatten. In Anbetracht der eigenartigen Ber hältnisse wird dem Gesuch Folge gegeben. Die entstehenden Umtoften im Betrage von 1000 Mt. trägt der EisenbahnFistus. In dem Wohnhause Dr. Zingers ist im Wartezimmer ein Stüd Lüftungsrohr eingemauert. oer Bauordnung entgegensteht, so ist Dr. 8inßer aufgegeben worden, die Einmauerung wieder zu entfernen. Dr. Zinßer sucht jetzt um Belassung nach, die ausnahmsweise auch erteilt wird. Oberbürgermeister Mecum warnt bei dieser GelegenDa dieses Der Großhe biror von Bad Na Sermann b. Gro ter Anerkennung sein 1. Dltober in den R. Am 15. Augu Reichsbankstelle in bentnebenstelle Groverkehr eröffnet we Sozialdemo rube wird gemeld der Minifter des mirtigen Augelegen Simen feines Dienfte alid Mitglieder der der Sozialdem & der Bruder des peift der„ Bor mit Haut und Haa dem doch einigermaß A Unser Kaiser aftlich mit dem I. dewijchen Lüzell en Sharfigi mit dem Näumen de düzengraben 2c. bes Gelände Lang- Gr ichen dem hiefiger größerer Fel runter auch Grzeller lanen find der Infa der Frühe über Heu begann das Be utenhofen, Münchh op- Rechtenbach for d auf dem Gelän fionstommandeu mmandeur bon S ungen bet. --iilagag ein italienischer antenwagen nach de Melioratio Periger Befiétigung be Menartungen Schotten, und Boltartshaur unter Anwesenhei Des Dberregierung dwirtschaftlichen F abefferung der Hutt Der bauleitende te Bericht über di Uebersicht über die Miorationen. Siern Bemartungen der at oder 1745 Nor einem Gesamtfofte Sinzialverein Ober Die beteiligten B ert worden. Bo Wieder der Kommi Die Erfolge die .m ben und der Her n fleiner Junge ig genedt bath, ffen auch artig Ich war je mehr erteilt werden. beit aber alle Architekten, die Abfallrohre durch Salons, Bohnzimmer usw. zu führen, da Dispense fünftigt nicht Bei der Durchführung der Entpässerung der städtischen Kaserne sollen neue Aborte angelegt werden. Die Stadtverordneten sind damit einverstanden Tapezier und and ein und stellen 1000 Mt., die mit 6 v. H. vom Regiment verzinst weiden und Debländereien einer rationellen Bodenkultur Kindermädde et ben, zur Deckung der Kosten bereit. vas nicht Bater nichts Berjon machen fonnte Das Deutschland Deforateur August Schmidt wünscht am alten Schulhause iber Neustadt ein 50 cm hohes und breites Firmenschild anzubringen. Das Gesuch wird abgelehnt, da an Grundfüden und Gebäuden der Stadt feine derartigen Schilder i angebracht werden sollen. Schon lange ist es Wunsch des Drtsgewerbevereins, ein eigenes Ja, ich glaubte berfekt, als en Briefter lehrte aus den er irrte ich in ther, und war M. S. - Gewerbeschulhaus erbauen. Die Kaufverhandlungen mit dem letzten Besitzer in der Zivile früher Dr. Weberschen Grundstücks, Bauunternehmer Winn, zogen sich aber in die Länge, bis schließlich die Stadt bas Terrain erwarb, um es der Gewerbeschule als Bauplaz zu erhalten. Der Gewerbeverein möchte nun gerne recht bald mit dem Bau beginnen. Die Stadtverordneten haben 3 heimfehrende * Gontershausen. Die Einweihung unseres neuerbauten Schulhauses ist auf Sonntag, 2. September, feftgesetzt. * beren hohen Nutzen für die Viehzucht im Vogelsberg aus.| hat seine ganze Lehrtätigkeit in unserem stillen Dorfe verbracht. Es wurde allgemein gewünscht, daß auch für später Staats- fast alle Einwohner find seine Schüler gewesen. mittel für die Fortsetzung der Hutweidenmeliorationen erhalten bleiben, damit in nicht allzu ferner Zeit sämtliche, iezt noch tausende Morgen umfassenden, unrentablen Hut zum Segen der Landwirtwirtschaft im Vogelsberg unterzogen werden. Für das Rechnungsjahr 1906 wurden weitere Meliorationsausführungen vorgesehen im Kreise Schotten in den Gemarkungen Hartmanshain, Voltartshain, Siechenhausen, Feldkrücken und Herchenhain; im Kreise Lauterbach in den Gemarkungen Bermutshain, Grebenhain, Eichelhain, Engelrod, Obermoos und Salz. * Das deutsche National Vermögen beläuft sich auf ca. 200 Milliarden Mt., während das Gesamteintommen des deutschen Volkes ca. 21 Milliarden beträgt, der deutsche Handel dürfte einen Wert von 11 Midi. arden repräsentieren. An Ausgaben für unsere Staatsschulden, Heer und Marine, entfallen auf den Kopf der Be völkerung jährlich 19,50 in Frankreich 41 M., in England 33 Mort. Nachricht, das nichts dagegen einzuwenden und erteilen die Bauerlaubnis te von Tere vorbehaltlich der noch näher zu regelnden Eigentumsfrage. brenne. Die So wird demnächst auch die Gießener Gewerbeschule ihr festes des Turnvereins Gießen gestalten. netta 10 enge eigenes Gebäude haben. - - fie bon cinc werden. Bie In den nächsten Wochen sind die Pflasterarbeiten in e Augenzeugen der Hammstraße und die Schreinerarbeiten an der höheren valtigen und erweiterten Mädchenschule zu vergeben. Da die Stadt. uf viele Meilen verordneten- Bersammlung infolge ihrer Ferien hierüber nicht rechtzeitig beschließen fann, ermächtigt sie den Oberbürgerhat der Agent meifter, den Buschlag zu erteilen. Der Feuerwehr fehlen hl meist die genügende Reserveschläuche und eine Anzahl Gurte. Das Lassen. Lutei saus bewilligt fie und stellt 550 Mt. aus dem Krebit von En er mit her 1200 Mt. zur Beschaffung bereit. Die Arbeiter des e durch Sink Häbkischen Elektrizitätswerks find um Aufbesserung ihrer ger zu machen ohne eingekommen. Die Stadtverordneten halten die LohnEinsendung de verhältnisse jedoch für befriedigend und lehnen das Gesuch, Die zahlreich obwohl Stadtv. Krumm es noch einmal an die Finanzauf die Phos Deputation zurückverwiesen wünscht, ab. Zur Verbreiterung fiel mun eines der Marburgerstraße find 7 qm zu erwerben. Das Haus schen Apparates bewilligt bis zu 45 t. für den qm. Das Staatliche er das schwarze Hochbauamt teilt mit, daß die neue Augen- Klinit im nächsten nachte die über Jahre eröffnet wird und es infolgedessen erwünscht sei, die Bufuhrstraße von der Frankfurterstraße auszubauen. Die Stadtverordneten- Bersammlung ist damit einverstanden. n, machte fo e Apparat and feite ein feine ifa- Photograph Ogericht zu bie Die Konkurs cht weniger als egen 3333 im Cokales. - 3. Auguft. Der Großherzog hat am 1. August den Kura verschiedenen direktor von Bad Nauheim, Kammerherrn Kammerherrn ich Sachsen mit Hermann v. Grollman, auf sein Nachsuchen und Schlesien mit auf. Auf die unter Anerkennung seiner tieu geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. Ottober in den Ruhestand versezt. hnern entfallen var 173 auf R. Am 15. Auguft wird in Ahlen( stf.) eine von auf München, der Reichsbankstelle in Hamm( Weftf.) abhängige Reich 8- rt und Düssel bank nebenstelle mit Rasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. t. träge. Birgo- Bat, dem Ballonfahrt nach Tag und Nacht Sommers reise rd in 14 Tagen llung und Ver de Auguft auf , das so weit Giekens. Auguft 1906. ie legte vor der ie unerfreuli Schulafpiranti um des Innern, zur Verfügung orübergehende trebt ist, bem Das Baugefa eftraße wird ab affe, dagegen be ren einflödigen eeinträchtigt.n Bauerlaubni Danlage, daß in te noch einmal wünscht aber we, daß ruhige er Antrag regt - Das Be tr. 4, den ber rtgrube zu be Reinigungs- An on angelofa Des Regen und ten verurfachen Schmuswaffer - * Sozialdemokratische Hofgänger. Aus Karlsruhe wird gemeldet: Auf dem parlamentarischen Abend, ben der Minister des Großherzoglichen Hauses und der auswärtigen Augelegenheiten Frhr. v. Marschall in den Räumen feines Dienstgebäudes veranstaltete, nahmen faft sämtliche Mitglieder der ersten und zweiten Rammer einließlich der Sozialdemokraten teil. Vom Hofe war Brinz Karl, der Bruder des Großherzogs, erschienen. Hoffent lich verspeist der Vorwärts" die badischen Sünder nun nicht mit Haut und Haaren. Es sind ein paar Leute darunter, die ihm doch einigermaßen Magenbeschwerden machen fönnten. A Unser Kaiser Wilhelm- Regiment hält gemeinschaftlich mit dem I. Bat. 168er Mitte August im Gelände zwischen Lüzellinden, Rechtenbach und Münchholzhausen Scharfschießen ab. Kommandos sind z. 3. mit dem Räumen des Feldes und der Herstellung bon Schützengraben 2c. beschäftigt. Heute und morgen findet in Gelände Lang- Göns, Pohl- Göns, Dornholzhausen pischen dem hiesigen Regiment und dem I. Bat. 168er in größerer Felddienst statt. Höhere Offiziere, darunter auch Erzellenz von Eichhorn, werden beiwohnen. lanen sind der Infanterie zugeteilt. Die 116er rückten in der Frühe über Heuchelheim, Kinzenbach nach Azbach, dort begann das Gefecht und zog sich über die Lahn, Dutenhofen, Münchholzhausen. Bei Lützellinden und Groß- Rechtenbach focht das Regiment 116 ab und icd auf dem Gelände auch Nachtlager beziehen. Der Divisionskommandeur Freih. von Gall und der BrigadeHommandeur von Bienau wohnten ebenfalls den bungen bei. -0- Hizschlag. Im Riegelpfad bekam heute Vormittag ein italienischer Arbetter Hißschlag und mußte mittels tantenwagen nach der Neuen Kiinif verbracht werden. * Meliorationen im Vogelsberg. Nach vortiger Besichtigung von Meliorationsausführungen in den Gemarkungen Schotten, Grebenhain, Bermutshain, Hartmanns. hain und Volkartshain war am 26. Juli in Hartmannsain unter Anwesenheit des Ministerialpräsidenten Braun nd des Oberregierungsrats Hölzinger eine Sigung der Landwirtschaftlichen Provinzialvereinskommission für die Berbesserung der Hutweiden und Debländereien im Vogelsrg. Der bauleitende Techniker, Kulturtechnicker Kunz, erfattete Bericht über die diesjährigen Ausführungen und gab ne Uebersicht über die von 1896 bis 1905 ausgeführten Meliorationen. Hiernach sind in diesen zehn Jahren in Gemarfungen der Streise Lauterbach und Schotten 436,28 deltar oder 1745 Normalmorgen Gemeinde- Hutweidegelände it einem Gesamtkostenaufwand von etwa 158 000 Mt. beli riert worden. Von dieser Summe haben der landw. Brovinzialverein Oberheffen und der Staat 90 800 Mt. b die beteiligten Gemeinden 67 200 Mt. getragen. Die Mitglieder der Kommission sprachen sich sehr anerkennend er die Erfolge dieser Meliorationsunternehmungen urd ung ein Antrag genartigen Be der Eisenbahn Die entstehenden ift im Warte ct. Da diefes ßer aufgegeben Dr. Zinger weife auch erteilt diefer Gelegen ** Besonders interessant wird sich auch der auf Samstag- Abend angesetzte Festkommers des JubelAußer einigen hübschen turnerischen Darbietungen find auch gesangliche Aufführungen und gemeinschaftliche Lieder vorgesehen, die manchem noch einen besonderen Anziehungspunkt bieten dürften. Die Festrede wird Stadtrat Dr. Ebel halten und nachdem dann noch einige Musikstücke vorgetragen sind, wird die Weihe der neuen Fahne vorgenommen werden. Das ganze Fest, das ursprünglich nur im engen Rahmen geplant war, ist zu einem richtigen Volksfest ausgestaltet worden. Der Bevölkerung wird deshalb gute Gelegenheit geboten, ihre turnfreundliche Gesinnung zu befunden. d Am 23. September findet in der Faßhalle der Attienbrauerei Gießen eine allgemeine, internationale Ausstellung von Hunden aller Rassen statt, die der Verein Hundesport für Gießen und Umgegend veranstaltet. Auserlesene Richter, das zur Ausstellung so trefflich geeignete Lotal, sowie der Name des sportlich weithin betannten Vereins bürgen für einen glänzenden Verlauf des Unternehmens, das niemand sich anzusehen unterlassen soll, dem es irgend möglich ist, auch von auswärts nach Gießen zu fahren. Andererseits sollte auch jeder, der einen Hund hat, nicht verfäumen, ihn auszustellen, denn wie oft schon ist es vorgekommen, daß eine Ausstellung den nichts ahnenden Hundebesitzer belehrt hat, daß er ohne es zu wissen einen hochwertvollen Hund besitzt. Die irrige Annahme, der Ausstellungshund müsse einen Stammbaum haben ist unter den Laien noch gar weit verbreitet, ein solcher wird von dem Ausstellungshund gar nicht verlangt. Sehr zahlreiche Geld und andere Preise bürgen außerdem dem Aussteller eines nur einigermaßen schönen Hundes dafür, daß er nicht leer ausgeht. Wieder ein anderer hat Hader und Streit mit den Hausgenossen und muß seinen Hund somit abschaffen, aber wohin mit ihm?" fragt er sich, und dann „ darf das Tier doch auch nicht in schlechte Behandlung tommen" und umsonst will ich es auch nicht abgeben, umsonst ist der Tod", auch hierfür sorgt die Ausstellung durch Veranstaltung einer Verkaufstlasse. Selten, das einer, der einen Hund an ocer abschaffen will, auf der Ausstellung nicht die gewünschte Befriedigung findet, dabei fallen bei der Gießener Ausstellung die sonst meist üblichen Tantièmen am Verkaufspreis zu Gunsten der Ausstellung fort. Die demnächst erscheinenden Programms, die vom Vorstand des Vereins Hundesport für Gießen und Umgegend unentgeltlich zu beziehen sind, werden über alles weitere Aufklärung geben. " * Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 31. Juli und 1. August stattgefundenen Martte waren aufgetrieben 1274 Stüd Rindoieh, 368 Schweine. Der nächste Markt findet am 14. und 15. Auguft statt, am letzteren Tage auch Krämermarkt. ** Gießener Volksbad. Im Juli wurden verbareicht 12867 Bäder gegen 12531 im Juni 1906 und 15 753 im Juli 1905 oder im Durchschnitt per Tag 415 Bäder gegen 418 im Juni 1906 und 508 im Jul 1905. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 5882 Männer, darunter 652 zu 10 Pfg. 1872 Frauen, 509 10" Wannenbäder: 1. Kl. 355 Männer, 139 Frauen. 2. Kl. 1872 661 " Brausebäder 1. Kl. 855 Männer, 140 Frauen. 2. RI. 1742 260 Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage" zusammen 137 Männer, 33 Frauen. Die Personenwage wurde von 220 Personen benut, tas Bad von 5 Personen besichtigt. - Kinzenbach, 3. Auguft. Militärische Uebung. Unsere Dorfbewohner wurden heute Nacht schon ziemlich früh aus ihrem Schlafe geweckt. Das Gießener Regiment zog zwischen 3 und 4 Uhr truppweise durch unsern Ort, um im Walde nördlich von Kinzenbach zwischen Grube Morgenstern, Hof Haina, Bieber und Rodheim in Gemeinschaft mit den Thüringer Ulanen eine größere Ullebung abzuhalten. xx. Rodheim, a. d. Bieber. 2. Auguft. Mit dem Monat August ist auch wieder die Zeit der Kirchweih feste für oie hiesige Gegend gekommen. Wie gewöhnlich soll dasselbe auch diesmal unmittelbar nach der Ecnte am ießten Auguftsonntag gefeiert werden. * Hochelheim, 2. August. Gestern Morgen gegen 5 Uhr brach in einem dem Händler Fridrich Mack gehörenden Stalle Feuer aus. Da das Gebäude teilweise mit peu gefüllt war, erwiesen sich die Löschversuche als vergeblich; es brannte vollständig nieder. § Münchholzhausen, 3. Auguft. Heute feiert Lehrer Althaus sein goldenes Lehrer- Jubiläum. Er | Butzbach, 3. August. Deserteur. Ein Soldat des hiesiegen Bataillons, der sich Zivilkleider zu verschaffen gewußt hatte und in diesen desertiert war, wurde in Frankfurt festgenommen und gestern Abend wieder hierher verbracht. Der Flüchtling ist schon erbeblich vorbestraft und war von einem anderen Truppenteil dem hiesigen Bataillon überwiesen worden. A Friedberg, 2. August. Das Vermögen der Stadt beläuft sich auf rund 2000 000 Mark, dem 1282 122 Mt. Schulden gegenüberstehen. * Schotten. Kreisveterinärarzt May in Mainz, der auch hier längere Zeit angestellt war, ist nach langem schweren Leiden am 31. Juli in Mainz, seinem legten Wirkungsfreise, im 63. Jahre gestorben. Limburg. Am berühmten Limburger Domschap, bekanntlich eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges, sollen in nächster Zeit mancherlei Renovierungsarbeiten vorgenommen werden. Im Laufe der 8 it haben sich nämlich viele Edelsteine und Perlen an den fostbaren liturgischen Stücken, aus denen der Limburger Doms hatz besteht, in ihren Fassungen gelockert und besteht die Gefahr, daß beim Gebrauche dieser einzigartigen liturgischen Stücke an hohen Festen Pretiosen von hohem Werte verloren gehen. Ferner soll die herrliche Monftranz, die wohl auf der ganzen Welt ihres Gleichen sucht, durch eine praktische Abänderung an dem Glasförper hinter der Lunula für den kirchlichen Gebrauch leichter bereit gemacht werden können. Für diese Renovierungs- und Abänderungsarbeiten hat das Domtapitel die stattliche Summe von 3000 Mart ausgeworfen und hat für diese überaus subtilen Goldschmiedarbeiten einen nahmhaften Künstler aus Breslau in Aussicht genommen, der diese Arbeiten natürlich hier in Limburg am Aufbewahrungsorte des Domschazes selbst unter Aufsicht vornehmen wird. ? Frankfurt, 2. August. Vom Bierkrieg. Der Frankfurter Flaschenbierhändlerverein hat die Badersche Braueret für 300 000 Mt. angetauft. * Worms, 1. Auguft. In den Heyl'schen Fabriken wird von heute ab fein Bier mehr an die Arbeiter ver abreicht. Seither hat der Jahreskonsum etwa 2000 Heftoliter betragen, und der Schoppen"( 0,5 Ltr.) wurde zu 8 Pig. an die Arbeiter abgegeben. Kirchliche Nachrichten für Sießen. Evangelische Gemeinde. Am 8. Sonntag nach Trinitatis, den 5. August Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Stehe Johannestirche. Vormittags 92 Uhr: Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Steiner. Vormittags 9/2 Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euter. Abends 8 Uhr, Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaale der Johannestirche. Batholische Gemeinde. Samstag, den 4. August. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, den 5. August. 9. Sonntag nach Pfingsten. Borm. von 62 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. " um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der beligen Kommunion. Borm. um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. um 91/2 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Chriftenlehre; darauf Andacht. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am 8. Sonntag nach Trinitatis( 5. August) predigt: 1. vormittags: Pfarrer Schmidt. Text: Math. 12, 46-50 Lied Nr. 357. 2. nachmittags: Pfarrer schmidt. Text: Matth. 21, 28-32. Lied Nr. 300. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 4. Auguft. Veränderliche Bewöitung, leichte R gen fälle, fühler, schwache westliche Winde. ( Naheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentes Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betd in Gießen. Migräne, Kopfschmerzen werden erfolgreich durch Dr. Rays Nervol beseitigt, das in feiner Familie fehlen sollte. Denn in welcher Familie treten diese so lästigen Störungen nicht ab und zu auf. Ein probates Mittel zur Hand zu haben ist ein großer Segen.( E enthält: Kaliforn. Haferertrakt 50, Fenchel 20, Anis 20, Pomeranzen 20, Baldrianextraft 20, Glyzerin 30, But.. 30, Bromfalium, Bcomnatrium, Bromammonium je 10, Zu haben in Apotheken. Der heutigen Gesamtauflage liegt ein Prospekt des Herrn J. N. Jebsen, Bajet: Bottmingermühle( Schweiz) bet, in welchem er aur ſeine vielen Erfolge in der Behandlung von Tube. kulo Haut- und Geschlechtskrankheiten, Gicht 2c. hinwelt.. Wir empfehlen die Beilage der besonderen Aufmerkjan.feit unserer Leser. Bekanntmachung. Wegen dem vom 4. bis 6 August 1906 dahier stattfindenden Turnfestes wird die Verbindungsprake zwischen Kirchstraße und Neustadt entlang der Gailschen Befizung, für 4.. 5. und 6. August 1906 für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Gießen, den 3. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Für den Neubau der chirurgischen Klinik zu Gießen sollen unter Zugrundelegung des Ministerial. erlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich vergeben werden: Schlosserarbeiten: Los I Eisengestelle für Wände 2c. 2600 kg " " II Eisenzeug für Rabizwände ca. 3000 kg III Desgleichen für Lichtschachtrahmen 940 kg Die Verdingungsunterlagen liegen auf unserem Amte, Wilhelmstraße 21, zur Einsicht auf und können von dort( mit Ausnahme der Zeichnungen) soweit der Vorrat reicht, bezogen werden. Angebote mit genau bezeichnender Aufschrift find bis zum Eröffnungstermin Samstag, den 18. August d. Is., vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Großh. Baubehörde für die Universitäts- Neubauten Gießen. J. V.: Heyer. STOLLWERCK Adler- Kakao ein Getränk für jedermann. Enthält konzentriert alle blut und muskelbildenden Bestandteile der Kakaobohne. Vergebung von Straßenbauarbeiten. STOLLWERCK Die zur Herstellung eines erhöhten Fußwegs an der Gleibergerstraße erforderlich werdenden Arbeiten und Lieferungen und zwar: Erdarbeiten veranschlagt zu Kanalarbeiten 108,57 Mf. 167,00 " Chaussiierungen 1234,00 " " 1 " Pflasterungen 2169,00 " " Maurerabeiten 123,00 " " " Schlosserarbeiten " " Steinhauerarbeiten ,, 157,60 170,00 " " sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Krieger Verein Gießen. Angebote sind bis Dienstag, den 7. August 1. J8., Die Mitglieder, welche am vormittags 11 Uhr, im Amtszimmer des Unter- eftzug des Turnverein. zeichneten, wo auch Voranschlag, Pläne und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, abzugeben. Gießen, den 24. Juli 1906. Jubiläumsfestes teilnehmen, wollen sich mittags Geld Bares Geld! Hoher sofortiger Verdienst für Jedermann! Kein Kapital! Kein Laden nötig' Spielend leicht! Offert. u. A. B. a. Annoncenexpedit. Eugen Wieland, Lindau in Bayern. Sehnsucht Polizeiverordnung. Betreffend: Den Betrieb der Anschlußgeleidanle der Gewerkschaft Gießener Braunfte bergwerke vormals Fernie in Giekn Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministering des Innern vom 18. Juli 1906 3. Nr. M. d. J. III 682 wird nach Vernehmung der Stadtverordneten- Versamm lung auf Grund des Art. 56 der Städteordnung bor 13. Juni 1874 für den Betrieb der Anschlußanlage de Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke vorm Fernie zu Gießen hiermit verordnet wie folgt: § 1. Beim Ertönen der Zugfignale haben gänger, Fuhrwerke, Reiter und Viehtransporte fich red zeitig von den Geleisen zu entfernen und dem Zuge bo ständig auszuweichen oder falls fie sich dem Bahngele nähern, in angemessener Entfernung und zwar, sofen Warnungstafeln vorhanden sind, vor diesen Halt machen. Es ist verboten, Fuhrwerke oder Vieh ob Aufsicht auf oder neben den Fahrgeleisen stehen zu lafa oder Vieh fret auf der Bahn laufen zu lassen. Persona welchen die Aufsicht über die auf der Straße oder son in der Nähe der Jahn befindlichen Tiere obliegt, haba dafür Sorge zu tragen, daß die Tiere nicht den Bab förper betreten und daß fie vorkommenden Falls alsbal wieder von demselben abgetrieben werden. Das Bah personal ist befugt, alle die Geleise versperrenden Gege stände von dem Bahnkörper zu entfernen. § 2. Pflüge, Eggen und andere Geräte, Baun stämme und andere schwere Gegenstände müssen bein Transport über die Bahn entweder getragen oder auf Wagen gefahren werden. § 3. Jede Beschädigung der Bahn und der da gehörigen Anlagen, sowie der Betriebsmittel nebst 3 behör, das Auflegen von Steinen, Holz 2c. auf dat Blanum der Bahn, das Auf- und Abladen von Gegen ständen auf dem Fahrgeleise oder näher als 1,75 Mete bon der äußeren Schiene, das Anbringen sonstiger Fahr hindernisse, die Erregung falschen Alarms, die Nachahm ung von Signalen, die Verstellung von Ausweichbo richtungen und überhaupt die Vornahme aller den B trieb störenden Handlungen ist verboten. § 4. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmunga werden, soweit nicht auf Grund anderweitiger Straf bestimmungen eine höhere Strafe berwirkt ist, mit Gelb strafe bis zu 30 Mark geahndet. Gteßen, den 25. Juli 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Die zur Erneuerung der Kesselanlage in ba 11 Uhr am Café Leib( Kamerad aller Damen ist ein zartes reines Klinik für psychische und nervöse Krankheite Der Großhl. Kreisbauinspektor des Kreises keiser) einfinden. Geficht, rosiges, jugendfrisches nötigen Maurerarbeiten nämlich Einmauerung von Aussehen, weiße, sammetweiche 4 Niederdruckdampffesseln, werden hiermit unter Zu Der Borstand. Hant und blendend schöner Teint. Alles erzeugt die echte grundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 Stedenpferd öffentlich ausgeschrieben. Lilienmilch- Seife Gießen. Diehm, Großh. Baurat. AVAVAVAKAVA Gasthof Sum Pfau" Christ. Belz ( vorm. Bramm) ff. Biere Gießen Nenstadt 55 Gute Küche Reine Weine. Schattiger Garten. Gesellschaftszimmer mit Biano für Gesellschaften u. Vereine 2c. Erstklassige Kegelbahn. Stallung für 18 Pferde. Aufmerksame Bedienung. VAVAVAVAVIVAVA Remise. Bad Salzhausen, Oberhessen direkt am Park, Badehans nahe den Hotel Wei Lithium-, Stahl-, Schwefel- und Salzquellen, Prospekte gratis. Telephon 5. Amt Nidda. Dr. Med. Hofmann's Kuranstalt für Herzkranke Bad- NAUHEIM bei Frankfurt a. M., Bismarckstr. 1 m., gegenüber den staatl. Badehäusern. Ambulante Behandlung Sanatorium. Consult. 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Baurat. ragte im Klaviersptel tecnia reineswegs ŋerbor, aber er befaß die feltene Gabe, au improvifteren, mufitalisch zu er Anden, wobei er burch harmonievolle Tonverschmelzungen, burch überraschende attonerstand. wunderbare Klang Dem Prälubium folgte eine feiner Fimmungsvollsten Kompofitione wirtungen hervorzubringen Das Wort war gesprochen, der Bund geschlossen. Riese zog Der fleine, liebliche Braut an bie breite Brust, an bas stürmisch bochenbe berg, und beibe atmeten befeligenbes 6. Rapitel. Leben aus dem langen, langen ersten Kuß. Das glaub ich 1" lächelte halb wohlgefällig. balb willenb ber Hauptmann. po" Höfchens Bräute- Angelegen 1" fuhr er mit warnend fort. Be ezug auf Mir ist noch etwas über Sie zu Ohren gekommen, Unteroffizier Söfchen, ich will mich heute nicht Aber gabung schöpferisch zu wirken, aber stehenben Schritt seine ganze technischen unfähig Schritt Füx bie Bewältigung ber ent Schwierigfeiten zu tonzentrieren. So fast alles, r Kraft auf chen Eifer t. csperrenden Ge den. Das B nden Falls als e nicht den ere obliegt, b Straße oder laffen. Berio en stehen zu la Ee oder Bieb r diesen Halt und zwar, dem Bahnge nd dem Zuge ansporte fid nale haben Die folgt: ergwerte bon Anschlußanlage adteordnung ordneten Beri M. S. 3. chen Minister rnie in Gig ener Brann lubgeleitan Ing. eken. ragte im Klavierspiel technija reineswegs Herbor, aber er besaß die seltene Gabe, zu improvifteren, musikalisch zu erFinden, wobei er durch harmonievolle Tonverschmelzungen, burch überraschende Affordübergänge wunderbare Klang wirkungen hervorzubringen verstand. Dem Präludium folgte eine seiner#timmungsvollsten Kompositionen, ein Savoyarden lied. Er hatte dabei an einen wandernden Savoyarden ge dacht, der zur Abendzeit fingend dem Hause der Liebsten naht und nach furzem Halt vor ihrem Fensterlein langsam weiter zieht. Dieser Jbee entsprechend sezte der Sang langsam ein, schwoll dann allmählich an zu einem begeisterten Liebe von Lieb und Lust, um, leise und leiser werdend, in der Ferne zu verhallen. - - - - - Eveline hatte, während der Baron spielte, bewegt am Fenster gestanden und den Bauber der Musit auf sich wirken lassen. Jezt trat sie zu ihm. Wissen Sie," sagte sie letse, , womit ich die Musit vergleichen möchte? Mit der Soldaten. Liebe! Leise, ganz leise tommt es uns an, faum Und näher hörbar, ein Klingen aus weiter Ferne. tommt es und näher, und lauter flingts und ins Herz dringen die Töne! Hell wird es, Tag in uns! Es trommelt, es schlägt, es wirbelt, es dröhnt!! Und es schwillt und es jauchzt das Herz-! Frühling ist's worden, draußen, brinnen! Frühling überall!! Was wir ersehnten, lang und bang, wir erbliden es vor uns, strahlend, glänzend, wunderbar wunderbar--- Und wir greifen danach, und wir wollen es halten- aber schon schwebt es vorüber. Dann wird es stiller. Wie es getommen, geht es leise und leiser. Verhallende Attorde, hanchende ein Bittern. Dann wird es still ganz still Ja die Soldatenliebe Gleich darauf, in der Befürchtung, misverstanden zu werden, setzte fie hinzu: Was ich da sagte, war übrigens ganz allgemein gesprochen und bezog sich nicht etwa auf Sie oder mich." wieder, Töne, - Der Baron trat einen Schritt näher. Sie waren mir mehr als eine Freundin!" wiederholte er innig. Ich sage, was besser unausgesprochen geblieben wäre. Schon habe ich zuviel gesagt." Warum zuviel?" entfuhr es Eveline unbedacht. " Das Weib," fuhr von Grieshammer fort, ist unbehemmt in seinem Gefühl; weder berechnen noch wägen braucht es, es braucht nur lieben. Nicht so der Mann. Auch ihm kommt die Liebe, unbewußt wird sie und wächst. Doch mit ihr wird noch ein anderes groß in ihm, etwas, was dem stürmenden Gefühle ein mahnendes Halt zurust. Ich meine: Die Verantwortlichkeit. Wenn ich mich fragie, was fannst du, der du in bescheidenen Verhältnissen levst, einem Mädchen bieten, das bisher nur sonnige Tage durch lebt hat, dem das Elternhaus alles gibt, wonach sein Herz Verlangen trägt, das bisher feinen, auch nicht einen Wunsch unerfüllt sah? 10 mußte ich mir antworten: nichts!" # Ein reiner Schilo, ein fleckenloser Name, ein schüßender Arm, ein liebendes Herz, Herr Baron, rechnen Sie das nichts?" ,, Von alledem, mein Fräulein, fann man doch nicht leben,' bemerkte von Grieshammer ruhig. " „ Ich wüßte nicht," fuhr Eveline begeistert fort, was besseres der Wann dem ideal liebenden Mädchen bieten könnte Wahrhaftig nicht! Wie war es denn bei unsern Vorfahren? Sie haben mirs erst neulich aus dem Tacitus vorgelejen. Da bestand des Mannes ganzes Heiratsgut, bas er seiner Gattin in die Ehe brachte, aus einem ge fäumten Roß, aus einem Schild mit Frame und Schwert. Das war alles!" ,, genügsame Germaninnen!" rief der Baron lachend Witgift sich bescheidete!" aus, wo ist das moderne Mädchen, das heut mit solcher " Hier ist es!" Hochaufgerichtet stand Eveline vor ihm. Ihre Augen Ich bin zufrieden damit!" leuchteten, ihre Wangen glühten vor idealer Begeisterung. " Nun!" sagte der Baron, dem mit Evelines Worten ein Himmel voll Glück ſich öffnete, mehr bringe ich auch nicht mit! Nicht einmal das! Denn ein gezäumtes Roß nenne ich nicht mein eigen, und Schild und Speer tann ich entbehren. Wenn Sie aber zufrieden sind mit mir, wie ich hier vor Ihnen tebe, ein armer, aber ehrlicher Soldat, Fräulein Eveline, nun, da nehmen Sie mich - Wie Sie geben und fteben!" Das Wort war gesprochen, der Bund geschlossen. Der Riese zog feine kleine, liebliche Braut an die breite Brust, an das stürmisch pochende Herz, und beide atmeten beseligendes Leben aus dem langen, langen ersten Ruß. 6. Kapitel. ,, Papa! Wir konnten es mit unserem Moralgefühl nicht länger vereinbaren!" Eveline hing dem Frohüberraschten am Halse. " Ei, et!" lachte der Hauptmann, welcher diese Anspielung auf die Kaiserrede wohl verstand, man benutzt wohl die günstige Konjunktur?" Wir wollten ein gutes Beispiel geben," bemerkte etwas verlegen lächelnd der junge Offizier. ,, und braucht meinen Segen dazu? Den habt Ihr schon. In meine Arme, Schwiegersohn! Ich freue mich! Werdet glücklich! Ich wünsch's Euch von Herzen. Vergeßt nun aber die Mama nicht, Kinder. Kommt! Das ist ja ein Feiertag heute!" Und hinein ging's zur Mama, die froh erstaunt und hocherfreut dem glückstrahlenden jungen Paare den mütter lichen Segen gab. Eben war der Hausherr im Begriff, zur Feier des Tages einer Matthäus Müller den Hals zu brechen, als Möller eintrat und den Unteroffizier Höschen meldete. Aeh!" machte der Hauptmann und warf verdrieß lich den Champagnerbrecher beiseite. Muß auch der Kerl gerade fommen!" „ Ist das der Mann mit den zwei Bräuten, Papa?" fragte Eveline. Ja mein Kind, das ist der Mann mit den zwei Bräuten," sagte von Heilborn. Verstimmt betrat er das ebenzimmer, in welchem Höschen in militärischer Haltung seines Vorgesetzten harite. „ Es hat feine Billets mehr gegeben, Herr Hauptmann!" meldete er und reichte das empfangene Geld zurück. Schwei gend maß ihn der Hauptmann von oben bis unten. Höschen beschlich dabei ein eigentümliches Gefüht; ihm war zu Mute, wie einem ängstlichen Refruten, dem der Feldwebel den Anzug revidiert in der unausgesprochenen, aber selbstverständlichen Absicht, irgend eine Ungehörigteit daran zu entdecken. Plöglich bleibt des Hauptmanns forschender Blick an Höfchens Nase haften. Ja an Höschens Nase! Rechts und links, direkt unter den Augen, hat er zwei dunkelrote, scharf geränderte Spuren entdeci, wie sie die feste Feder eines Zwickers nach furzem Gebrauch zurücläßt. Sagen Sie mal," fragt er, was haben Sie denn da für Eindrücke an der Naje? Tragen Sie Pincenez?" " Ich hatte mir mal vorhin eins aufgesezt," erwiderte Höschen in einem Tone, welcher gestand und um Entschul. digung bat. " Sie sind doch nicht kurzsichtig!" " Nein, Herr Hauptmann. Ich habe es nur mal aus Scherz getragen. Es gehört mir nicht." Betgen Sie mal das Ding her!- Das ist ja entzwei." " Es ist mir auf die Erde gefallen, Herr Hauptmann." Hauptmann von Heilborn fing an, Fürchterliches zu ahnen. " Sollte dieser Mensch," dachte er, etwa identisch sein mit dem Frechling, der meine Tochter attackiert hat? Aber nein! Ich hatte ihm ja befohlen, zu fahren." Únd um sich zu vergewissern, fragte er:" Was haben Sie ausgelegt?" " 8wanzig Pfennig!" 11 - H " Also nicht. Der Hauptmann griff nach dem Portemonnaie, besann sich aber wieder einen Augenblick und fragte: Wie weit sind Sie gefahren?" Von Lüzowstraße bis Charlottenstraße." Und zurück?" ,, Von Charlotten straße bis Leipzigerplaz." Warum nur bis Leipzigerplaz?" Weil " Ich bin schon vorher abgestiegen, Herr Hauptmann. Sie jemand getroffen haben!"" Jawohl."" Die Tochter Ihres Hauptmanus, Kerl!" Höschen erbleicht. Und haben sich erfrecht, die Tochter Ihres Hauptmanns auf offener Straße zu belästigen!" " Herr Hauptmann ... " - - " Schweigen Sie!" herrschte ihn der Hauptmann an. " Ich habe Ihnen mehr zugetraut, Unteroffizier Höfchen! Das ist eine Unverschämtheit! Was soll ich von Ihnen denten?" Zornig durchmaß er das Zimmer. Und dazu setzt er sich noch den Kneifer auf! Springt von der Pferde bahn! Den Groschen bezahle ich Ihnen nicht! Den nicht! Ich werfe mein Geld nicht auf die Straße!" " Das Fräulein hat mir so sehr gut gefallen, Herr Hauptmann!" wagte Höfchen schüchtern zu bemerfen. " Das glaub ich!" lächelte halb wohlgefällig, balb wütend ber Hauptmann. Noch eins 1" fuhr er mit Bezug auf Höfchens Bräute- Angelegenheit warnend fort. Mir ist noch etwas über Sie zu Ohren gekommen, Unteroffizier Höfchen. Aber ich will mich heute nicht herumärgern mit Ihnen. Wir werden am Montag und darüber unterhalten. Scheren Sie fich weg!" Schon wollte Höschen die Tür von draußen schließen, als der Hauptmann ihn noch einmal zurückrief. " Herr Hauptmann befehlen?" Was hatten Ste vorhin in meiner Wohnung zu suchen? Was wollten Sie hier? Haben Sie ein Anliegen?" Höschen wurde sichtlich verlegen. Ich lam wegen einer Bitte!" antwortete er. Reden Sie!" Höfchen stockte. Ich darf dem Herrn Hauptmann die Bitte wohl ein andermal vortragen," stotterte er hervor. ,, Sie sollen reden!" befahl der Hauptmann baisch. In Gottes Namen denn!" dachte Höschen bei sich und begann: Der Herr Haup mann haben vor einigen Jahren bei einer Gelegenheit den Unteroffizieren befohlen, dnß, wenn wir in irgend eine Verlegenheit geraten sollten, wir uns immer vertrauensvoll an den Herrn Hauptmann ,, Wozu die Vorrede!" unterbrach der Hauptmann ihn. Was Sie wollen, will ich wissen!" " Ich wollte den Herrn Hauptmann um dreißig Mart gebeten haben," platte Höfchen verzweifelt heraus. Waas?" der Hauptmann stand starr. Das übersteigt boch alles bisher Dagewesene! Jezt pumpt der Kerl mich noch an!-Mensch!" brüllte er ihn an. Ich bin in Schämen Sie sich nicht?" Not, Herr Hauptmann." Jawohl, Herr Hauptmann!"" So; also Sie schämen Fich!" " Jawohl, Herr Hauptmann!" - " " Haben Sie Schulden gemacht?"" Jawohl, Herr Hauptmann!" Wo haben Sie Schulden gemacht?" „ Herr Hauptmann", berichtete Höschen verwirrt, ich habe im vorigen Monat mit mehreren Kameraden meinen Geburtstag gefeiert. Wir hatten schon alle über den Durst getrunken, als einer mit Wein anfing. Ich war so übermütig, zuzustimmen, und als es an's Bezahlen lam, betrug meine Rechnung vierzig Mart. Da ich aber nur zehn Mark besaß, so stundete der Wirt mir den Rest. Heute ist er dringlich geworden und hat mir mit Anzeige gedroht, wenn er bis Montag abend nicht sein Geld hat. Da habe ich mir das Herz gefaßt in meiner Not und und mich an den Herrn Hauptmann selbst zu wenden!" beendete er den Saz, von dem er in seiner Herzensangst nicht mehr wußte, wie er ihn begonnen hatte. - " So!" sagte der Hauptmann, der ihm geduldig zugehört hatte, und ich soll Ihnen nun das Geld borgen?"„ Ich bitte darum, Herr Hauptmann." fantafio. ( Fortsetzung folgt.) Skizze von A. von Plankenberg. ( Nachdruck verboten.) Am Eckfenster des dritten Stockiverts war sein Plaz. Da faß er tagtäglich, seit ein Schlaganfall ihn gestreift und seine linfe Hand gelähmt. Von früh bis abends schaute er über den Kreuzungspunkt der Lastenstraße mit dem Nebengäßchen, dem nahen Bahnhofsplay hinaus, nach den fernen Bergtuppen, die im dämmernden Horizont verschwammen. Und doch schien der Blick dieser lebhaften, flaren Augen weit mehr nach innen gerichtet, obschon das Haupt mit dem von einem Samtkäppchen bedeckten Silberhaar fast unverwandt den Vorgängen des Straßenlebens folgte. Die Frage der nicht allzuhäufigen Besucher: Komme ich auch nicht ungelegen?" mochte wohl ihre Berechtigung haben, denn der alte Mann liebte die Einsamkeit, die ihm leine war. Meister Fautafio," welchen Beinamen ihm seine einstigen Schüler gegeben, hatte gar tiefe Bedeutung. Eine überquellende Phantasie war Ursache geworden, daß er einstmais als Maler Großes zu erreichen hoffte, aber auch nicht durchzuführen vermochte, was sein Geist in sprudelnder Schaffenslaune ebenso rasch erfaßte wie berwarf. Bon Jdee zu Jdee barüber fam er zu feiner in fich abgeschlossenen Tat. Ein hochgesteckes Biel, die volle Be - gabung schöpferisch zu wirken, aber unfähig Schritt für Schritt seine ganze Kraft auf die Bewältigung der ent. stehenden technischen Schwierigfeiten zu konzentrieren. So blieb, trotz unermüdlichen Eifers, fast alles, was er schuf, ein Torso, Bruchstücke, die den Widerspruch zwischen dem ab. straiten Wollen und dem fonkreten Rönnen deutlicher be kundeten als die Selbstanklagen des Künstlers. Er war weit davon entfernt, in anderen äußerlichen Umständen die Ursache seines Stillstandes zu suchen. Ein Zug von Genügsamfeit und föstlichen Humors be wahrte ihn vor Verbitterung und den Wirkungen getränkter Eigenliebe. Seine Naturanlage schloß das Talent zu doktrinären Lehren aus, auch fehlten ihm die Erfolge, welche Schule machen. Trotzdem hatte er Jünger, Schüller, Freunde genug, die ihn als Meister verehrten. Sie hörten bei ihm, was tein akademisch geschulter Professor zu lehren vermochte: die Grundzüge der Kunst, sich mit dem Leben in feinen Widersprüchen abzufinden und die Lichtseiten nicht auf ihre Schatten. seiten hin zu prüfen, sondern umgekehrt allem Schlimmen das Beste, unter allen Umständen wenigstens etwas Gutes abzugewinnen. ,, An meiner Aberwuchernden Phantasie" pflegte er zu sagen, bin ich gescheitert. Sie muß dem Wrack jetzt zum Steuer werden. Ich weiß wohl, die zünftigen Herren Philosophen wollen nichts von ihr wissen- der Weisheit meines Alters dient gerade sie und sie allein als Grund und Folie." - Seine Frau er nannte sie immer nur, auch als Matrone die Kleine" hatte zwar sehr viel dagegen einzuwenden, allmählich aber söhnte sie sich damit aus, besonders seit dem Tage seiner Erkrankung. Es hatte nie einen geduldigeren Patienten gegeben als ihn. Er lagte nie. Stundenlang lag er auf seinem Bett, ohne fich zu rühren, nur die Gedanken arbeiteten unabläffig. An jedem Schnörkel der Plafondmalerei hingen seine Augen. - ,, Siehst du, Kleine, der Mann, der das gemalt ble Stube von 5 fl. aufwärts der wollte auch mehr leisten als Schablonenarbeit. Erkennst du in dieser Rosette nicht das achtteilige Janusgeficht mit dem wechselnden Ausdruc der Physiognomie? Was er damit sagen wollte? Man foll die Dinge nie von einseitigem Standpunkt aus betrachten... Dort der Vogel inmitten einer Rosenguirlande wie leicht er sich auf seinen Schwingen wiegt! Dem Land der Sonne strebt er zu. Die Rosen halten ihn nicht. Er hat den Wurm in diesem und in jenem Kelch entdeckt, er ahnt den Frost, der sie über Nacht zerstören wird. st dir falt, weil du von Frieren sprichst?" " Im Gegenteil, mein Kind. Ich träume vom Süden, da ist mir warm und wohl ums Herz. Ueberdies liege ich ja mie" ein König gebettet. Gib mir die Hand, meine Königin, das wärmt besser als eine Schaufel voll Kohlenglut." ,, Eine Bettlerkönigin, weit haben wir es nicht mehr davon." " So schlimm wird es nicht werden, Kleine. Du und ich haben längst gelernt, unsere Ansprüche zu beschränien. Du warst immer wirtschaftlich. Ich werde dich lehren, wie man den Brandgriffel führt. Es gibt hunderterlei Arten, mit Farbensinn und ein wenig Geschick Wunderdinge zu verrichten, aus nichts etwas zu machen. Die Kunst des De orierens erfährt noch viel zu geringe Beachtung seitens Sachver ständiger. Als gelehrige Schülerin wird es dir nicht schwer fallen, meine Theorien zu verwirklichen. Vielleicht eröffne ich eine Lebrianzel für diesen Gegenstand. Wir werden Geld in reich' mir Fülle verdienen. Wo es nicht langen sollte einmal die Kreide, Kind. Mich dürftet. Sieh', mit wenigen Etrichen zaubere ich auf diese schwarze Tafel ein Glas- da der Henkel, hier der perlende Schaum des Bieres ach, wie schon der Anblick der Zeichnung eiquidt! Ich meine das föstliche Naß auf der Zunge zu spüren. Nimm die - - - Tafel weg, mein Durst ist gelöscht. Es tut's auch Wasser, wenn man nur glaubt, Malz und Hopfen zu schmecken." Er sprach nicht im Fieber, er genoß mit Behagen den Reichtum seiner Phantasie. Von nun ab mußte auch die Frau, so weit ihre kleinen Wirtschaftssorgen es zuließen, ihren Sessel neben seinen Arm stuhl ans Fenster rüden. ( Baluß folgt.) borm. 11 gstermin , bei uns ei Gauamt. Orte Heuchel arbeiten. Göhten Fußw und zwar: 67,35 M 347,00" 66,00" 697,80 Bedingungen un mer des Unt 7. Auguft L. J bergeben werde des Kreif Frau. Murl, Bielerfir. 302: Teile garnicht mehr und mein Bein bollßändig geben.( Benen- Entzün Frau Ddefey, Nachdem mein Bein seit bril ist, halte ich es für chulich Leidenden empfe Ihre geschäzte Hilfe zu Herr Inspektor 9 daß jezt meine Gefan 1. Flatom i/ Westpr.: daß ich nichts m Shnen heute bestens fil Freuden allen enipfel baben( Luberkulose S jerr Ifidor UE Aitona( Elbe): Ich p ji bei Verwandte eiten beften Dant entreten werde.( le WILDWALD UND WAIDWERK Frau Sophie C burg: Mui 3hr S daß ich mich jest viel bat ganz aufgebört nod ganz wenig, noch nicht zugenom So fchnell fann es i war fo well, daß Der Arzt hatte mi fann id on wie Heinen Rindern für nad Ihrer Medizin beinahe aufgehört u ganz wenig. Schla daß ich bald wieder daber viel Dant d Bertrauen auf Gle die Medizin nur n bitte ich Sie, fobald Die Schmerzen im folgen zu laffen. fich nur noch wen belebt und nicht me Fel. Jda Sh fraße 90: Teile feine Medikamente Igwerden mehr ve gelaffen hat. Sie Dant aus und wir beftens empfehlen. Herr Aug. Kr webel: Sierdurch Sohn Hermann lein ba er bolländig ge durch meinen beralih aufs Bärmite empfeh Berr Th. Erbl Brees 5., Gastr Ihnen meinen herzli haben; Guften, Atemn Sle mich von der beftens empfehlen.( berfunden. J Anerkennungs Herr Jul. Loek Beinleiden jest geheilt verordnete Salbe geb nahm, war das tägliche Ar. 2: Mit Freuden jest nach 25 Tagen if 4. Tage vorüber, die le i es feit Jahre Sie meinen beften Da Frau Lina Mar Berleburg: Ich teil Hilfe von meine Slann jest das Hac a laftige Stopftud ni gen Ihnen gemein Dent. Ich werde nie mir geleiftet haben, be Kletterantilopen. Die meisten Antilopen sind Bewohner der Ebene und besonders der Steppe, aber es gibt auch eine Gruppe unter ihnen, deren Vertreter ausschließlich im Ge birge leben und es mit dem Steinbock und der Gemse an Kletterkunst aufnehmen. Es ist erklärlich, daß diese Bergantilopen sich auch in ihrem Körperbau von ihren Vettern unterscheiden müssen. Was den anderen Antilopen die unbergleichlich zierliche Erscheinung gibt, find hauptsächlich dic hohen Beine, solche können aber die Kletterantilopen garnicht brauchen. Auch die Huse müssen bei den Gebirgsbewohnern anders beschaffen sein. Endlich zeichnen sich die Bergantilopen noch durch ein dichteres Haarkleid aus, das sie vor der größeren Kälte in höheren Gebieten zu schützen vermag. Im allgemeinen sind die Bergantilopen schwer zu fangen und noch schwerer in Gefangenschaft zu halten. So ist doch von dem indischen Goral, der neben dem afrikanischen Klippspringer als der berühmteste Vertreter der Kletterantilopen zu be zeichnen wäre, bis vor kurzer Zeit noch nie ein lebendes Exemplar nach Europa gelangt, während jetzt wenigstens zu weilen ein Goral in guter Verfassung aus Indien herüber geschafft wird; auch der Berliner Zoologische Garten hat jetzt eins dieser Himalaya- Tiere seiner Antilopensammlung ein perleiben tönnen. Der Goral gleicht in Größe und Körperdau mehr einer Siege als einer der Antilopenarten, die man gewöhnlich in 8oologischen Gärten zu Gesicht bekommt. Sogar die Hörner find denen der Ziege ähnlich, aber nicht kantig, sondern rund. Die Jagd auf den Goral ist nicht so schwierig wie die auf Steinböde oder Gemsen, obgleich jene bei den Bergvölkern des Himalaya für die schnellsten aller Tiere gelten. Ist ein Goral gefangen, so muß er sehr gut ver wahrt werden, denn selbst Gehege von einer Höhe bis zu 3 m bieten für das Tier trotz seiner verhältnismäßig geringen Größe kein unbesiegbares Hindernis. ☐ Anno dazumal Ein Drozefs um ein Herz. Als der berühmte La Tour d'Auvergne, der erste Grenadier von Frankreich" gefallen war, wurde sein Herz auf Befehl Napoleons in eine kleine goldene Kapsel mit dem Namen des gefallenen Helden verschlossen, die der älteste Unteroffizier des Regiments, bei dem La Tour gestanden hatte, an der Spitze der Kompagnie tragen mußte. Veim Appell wurde stets der Name La Tours mit aufgerufen, und der Träger seines Herzens mußte vortreten und antworten: „ Gefallen auf dem Felde der Ehre!" So machte der erste Grenadier mit seinem Herzen alle Siegeszüge der Franzosen mit, und als Napoleons Herrschaft zu Ende, nahm das Regiment, welches sein Standquait er an der Loire erhielt, das Herz auch dorthin mit. Im nächsten Jahre aber wur e die kostbare Reliquie aus Frantreichs gröster Zeit zurückgefordert und zum ewigen Gedächtnis in dem großen Saale der Ritter der Ehrenlegion niedergelegt. Aber noch in demselben Jahre erhob die Familie La Tours Anspruch auf das Herz ihres Ahnherrn, und Ludwig XVIII. übergab durch eine Kabineitsordre vom 18. September 1816 dasselbe dem Haupte der Familie, dem Grafen La Tour d'Auvergne. Sogleich aber entspann sich ein langwieriger Prozeß um den Besitz des Herzens, der mehr als 25 Jahre dauerte, bis endlich der oberste Gerichtshof Frankreichs das Herz des Ersten der französischen Grenadiere der Nichte La Tours, der Gräfin v. K., zusprach. Dee ,, Sonnenkönigs" letzte Hudienz, Ludwig XIV. Lebenstage waren gezählt, täglich sah seine Umgebung mehr und mehr, daß der Wurm des Todes an seinem Innern nagte. Den schon fast trübsinnig gewordenen Monarchen zu erheitern, wollte man ihm noch einmal den Genuß verschaffen, sich im Glanze seiner föniglichen Würde zu sehen. Einen z. 8. in Paris weilenden persischen Handelsagenten stempelte man zu einem pezialgesandten des Schabs und veranlaßte Ludwig XIV ym mit allem Ludwig XIV. Pomp eine öffentliche Audienz zu ertellen. tal es gerne, und lächelnd, aber fast erdrückt von der Last de an seinen Kleidern schimmernden Edelsteine, deren Wert fast 13 Millionen betrug, empfing er den Pseudo- Gesandten. Der Stolz seiner Herrscherwürde war wieder erwacht: mil leuchtenden Augen überblickte er die prunkenden Reihen seine Hofes, mit majestätischer Hoheit begrüßte er den Boten de Morgenlandes. Die Tage seines früheren Ruhms schienen zurückgefehrt, die Augenblicke, in denen die Welt ihn an staunte, wieder aufzuleben, und er war so entzückt von diesem lügnerischen Alte, daß er beschloß, dem Gesandten mit ebenso feierlichem Gepränge seine Abschiedsaudienz zu erteilen. Aber als der bestimmte Tag herankam, fühlte er sich zu schwach, um die Anstrengung eines solchen Schauspieles noch ertragen zu fönnen; und bald darauf, am 1. September 1715, war er eine Leiche. Vergebens hatte seine Mutter, Anna von Dester. reich, ihn in seiner Jugend gemahnt, seinem Großvater nach zustreben, und nicht seinem Vater, indem das Volk bei Heinrichs XIV. Tod geweint, bei dem Ludwigs XIII. gelacht habe. Als die Nachricht von seinem Tode sich verbreitete, erzitterte Paris in wilder Freude; das Volk frohlockte und zündete Freudenfeuer an; und in nächtlicher Stille wurde die Leiche des stolzesten Monarchen von Versailles nach Paris gebracht und dort in der alten Basilita Dagoberts beigesetzt. Poesie- Album ORD Tränen. : Tränen sind die stillen Boten, Die der Außenwelt es sagen, Wenn die Ströme der Gefühle Ueber's inn're Ufer schlagen. Tränen sind: die treusten Freunde, Die das arme Herz im Leiden, Wenn die Welt es hat verlassen, Treu und mitleidsvoll begleiten. Tränen sind die schönsten Perlen, Die wir dem geliebten Leben, Wenn es anfängt, wenn es endet, Als der Liebe Opfer geben. Küche und Keller D Reis mit Nepfeln. 8 Kilo Reis wird mit% Liter Milch zu einem Brei gekocht und, wenn erfaltet, mit 50 Gramm Schaumig gerührter Butter, 50 Gramm Zucker, welcher zuerst an der Schale von einer halben Zitrone und dann am Reibeisen gerieben wurde, vermengt. Nun schält man vier große gute Aepfel, schneidet sie fein, bestreut sie mit 70 Gramm fein gestoßenem Kandiszucker, gibt den Saft von einer halben Zitrone darüber, nach Belieben auch 70 Gramm Matronen und mengt es untereinander. Hierauf wird eine Form mit Butter bestrichen, zuerst die Hälfte des Reisbreies, dann die Aepfel und schließlich die andere Hälfte des Reises eingefüllt, einige Butterstückchen darauf verieilt und im Rohr in einer Stunde gebacken. Luftige Ecke Ein Literaturkenner. Berliner( vor dem Lessingdent. mal in Braunschweig): Wer sollte dir nich kennen, froßer Joethe Festjemauert in der Erden!" Beim Hundehändler. Die gnädige Frau läßt Ste fragen, ob Sie nicht diesen weißen Budel gegen einen schwarzen umtauschen möchten; sie hat jetzt Trauer. Redakteur: Abkühlung. Schrifsteller:" Haben Sie die Wize, die ich Ihnen gestern schickte, schon gelesen?" Gewiß, sogar schon oft!" " Auch ein Kunsturteil. Padträger: Du, August, das Bild da oben ist das schwerste in der ganze na. Nr. 177 Brie Der H erites Opfer.- E es fich nicht um Unmenschliches. Bertreter Bemühungen fort, Kabinett In Rußlan einen. Es ist bere minder die Verschl Eneahe Seaborg, die in Anlap batte, war nennt, am Berte, in Großfürſtenpartei, mord zu befämpfen über die wir uns bereits vorhanden fragt man nach 18 Menschlic marum follen Ar und es batre pa Staatsmänner hon baben es genau cE Quotenfrage unend Quotenfra König Edu nachgegeben. So immung übert Reffen, den deutsch beutung batte boa das gatte Das Freitag, den 3. August 1906 Oberbessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1788); verantwortlich: Albin Klein. ( 3. Fortsetzung.) " ca Don Juan. D Roman von H. G. von Bromberg. Was wird denn nun aus unseren musikalischen Abenden werden?"" Damit ist's nun freilich aus, mein gnädiges Fräulein." Eveline seufzte leise auf; ein Schatten der Entsagung überflog ihr Geficht. Mißmutig bemerkte sie;" Ich werde überhaupt die ganze Musik an den Nagel hängen! Die Mufit und die ganze Poesie!" Leutnant von Grieshammer schwieg. Er wußte, welchem Gefühl diese Worte entsprangen. Er brauchte ja nur in seinem eigenen Herzen zu lesen, um zu wissen, wie es in Evelines Herzen aussah. Eveline war an das Fenster getreten. Sehen Sie nur, wie es schneit!" sagte sie. Der Baron trat zu ihr und blickte schweigend Hinous. Waren unsere Schlittenfahrten im vorigen Winter nicht amüsant?" begann Eveline nach einer Pause. Ich werde sie nie vergessen," flang es empfunden zurück. „ Ja, ja!" seufzte Eveline; in ihrer Stimme lag verhaltene Wehmut, als sie hinzusetzte: Alles hat ein Ende." Dabei zupfte sie unruhig an dem Store herum.„ Es wird diesen Winter recht eintönig werden," hub sie nach einer Weile an. Wir leben so abgeschlossen." " " Ihre geistigen Vorzüge, mein gnädiges Fräulein, find" so reiche, daß Sie sich immer selbst genug sein werden." ,, Meinen Sie das bischen Literatur und Musik? Was ist denn das? Das ist doch gar nichts!" entgegnete Eveline geringschäßig. ,, Und Sie haben so viele Freundinnen."- Ja, Freundinnen--; Freundinnen genug!" wiederholte fie leise gedankenvoll. Kommen Sie! fagte sie plötzlich und zwang sich, heiter zu scheinen, wir wollen musizieren!" Sie betraten das Musitzimmer, in welchem elektrische Glühlämpchen eines Kronleuchters strahlende Helle verbreiteten. Der Baron hatte den Flügel geöffnet und den Sessel zurechtgerückt. " „ Ich werde Ihnen etwas vorphantasieren," sagte Eveline. Oh, ich bitte darum."- ,, Was denn...?" fragte sie zerstreut. Was Sie in diesem Augenblick empfinden." Was ich...? Nein, nein! lassen wir's schon!" rief Eveline plötzlich und erhob sich schnell." Unterhalten wir uns lieber. Sprechen Sie etwas, Herr Baron. Erzählen Ste mir etwas!" „ 50 ja!" von Grieshammer, welcher notenblätternd über den Flügel gebeugt stand, richtete sich hoch.„ Ich er scheine Ihnen heute gewiß recht langweilig," flagte er sich Das habe ich nicht gesagt. Sie sind ja immer ernst und still; für Ihr Alter überhaupt furchtbar gesetzt." " Furchtbar schmeichelhaft." an." " - Die Leute von Ihrer Kompagnie bedauern gewiß Ihren Fortgang."" Ich weiß nicht."„ Sie haben Sie gewiß recht lieb gewonnen?"" Ich die Leute?" „ Auch um. gefehrt. Die Leute Sie." Woraus schließen Sie das?" Ich habe so das Gefühl. Papa hat auch einmal gesagt, ( Nachbruc verboten.) Sie hätten eine ganz eigene Art, mit Ihren Leuten umzus gehen." " " - Wenn es nur immer gute Früchte tragen möchte."- Haben Sie trübe Erfahrungen gemacht?"-" Ich bin immer bestrebt gewesen, meine Leute zur Sittlichkeit zu er ziehen; denn die vornehmste menschliche Tugend ist die Moral, weil sie alle übrigen Tugenden in uns w.dt und festigt. Um so schmerzlicher bin ich enttäuscht, zu erfahren, daß der Unteroffizier Höschen, dienstlich einer unserer Tüchtigsten, allen guten Lehren zum Trozz in moralischer Beziehung auf Abwegen wandelt." Was hat dieser Unterofizier getan?" fragte Evel'ne. „ Bekanntschaften angeknüpft mit ehrbaren jungen Mädchen, ohne je an Verlobung, geschweige Heirat zu denken." Ohne Frage ist es das!" Jst denn das so unmoralisch?"-" Mein Fräulein...! " Wieso?" entgegnete Eveline ernsthaft...„ Ich kann mir eigentlich nichts Schlimmes dabei denten. Weshalb soll man nicht hier und da in Ehren eine Bekanntschaft schließ n dürfen, ohne gleich an Verlobung zu denken!? Muß denn immer gleich geheiratet sein? Wie schön ist eine ideale Freundschaft!" nicht." Eine Freundschaft zwischen Mann und Weib gibt es Wie?" rief Eveline lebhaft, das ist mir ja etwas ganz Neues! Es gäbe keine Freundschaft zwischen Mann und Weib? Auch zwischen uns beiden nicht? Ich habe Sie immer für meinen Freund gehalten, Herr Baron. Dann war ich es Ihnen also nie?" Mein Fräulein," sagte der Baron und seine Stimme bebte leise ,,, Sie waren mir mehr als das..." " Aber...! Herr Moralprediger, wo ertappe ich Sie da!" Die Freundschaft Ihres Unteroffiziers mit ehrenhaften Mädchen verdammen Sie, und welches Beispiel geben Sie selbst? Wie vereinbart sich unsere lange Kameradschaft, da Sie eine Freundschaft" leugnen, mit Ihren streng sittlichen Grundsägen?" ,, Sie vereinbart sich nicht damit, mein gnädiges Fräulein!" erwiderte der Baron fest. Und deshalb tommt meine Kommandierung erwünscht; denn sie erzwingt, was ich in Erinnerung an meine Psticht aus eigenem Willen längst hätte herbeiführen müssen: die Trennung von Ihnen!" Es war Eveline bei diesen Worten zu Mute, als ob sie niedersinken müßte. Sie hätte laut ausschreien mögen vor innerem Weh. Nun war es heraus, nun wußte sie es. Er wollte die Trennung. Sie fam ihm erwünscht. Klar und unzweideutig hatte er es ausgesprochen. In dem Augenblick, wo sie den Mann verloren wußte, fühlte sie, wie sehr sie ihn liebte. Aber mit eisernem Willen bezwang sie sich. In ihrem Innersten wogte es, als fie, äußerlich gleichgiltig, hinwarf: un ja, es ist auch wohl besser so..." Dann wandte sie sich zum Fenster und starrte stumm hinaus. - Der Baron hatte am Flügel Platz genommen und ließ die Finger leise präludierend über die Tasten gleiten. Er Herr Aug. Preiß, Tischlermeister, Möln i/ Lauenburg: Teile Ihnen hierdurch mit, daß ich durch Ihre Hilfe von meinem Leiden gänzlich bes freit bin. Ich sage Ihnen für Ihre großartige und schnelle Hilfe besten Dank.( Lungenleiden.) Anerkennungsfchreiben über Heilerfolge bei Lungenfchwindfucht, Bleichsucht ufw. Herr E. Thiele, Neukirchen( Altmart): Herr Gottfried Trampe, Wiltrop b. DeflingFrau Sophie Chris, Santelmard b. Flens-| burg: Plus Ihr Schreiben fann ich Ihnen mitteilen, Ich fann Ihnen mittellen, daß meine Tochter hansen, Kr Soest. Ich spreche Ihnen hierdurch daß ich mich jest viel besser befinde. Der Nachtschmeiß wieder gesund ist. Das lezte Uebel, das Erbrechen, meinen verbindlichsten Dank aus für die schnelle hat gauz aufgehört und das Fieber zeigt sich nur hat jezt auch aufgehört, und sie seht ganz wohl Heilung meiner Lungenkrankheit. Ich brauche keine noch ganz wenig. An Körpergewicht habe ich zwar aus. Besten Dant!( Magenleiden und Bintarmut.) Meditamente mehr und werde sie überall empfehlen. Frau Auguste Schröder, Aschersleben, Herr Friedrich Brengel, Rastenburg Ost, noch nicht zugenommen, aber auch nicht verloren. So schnell fann es ja auch nicht fommen, denn ich Magdeburgerstr. 21: Hierdurch teile ich Ihnen mit, Kaiserfir. 15: Teile Ihnen mit, daß ich durch Ihre war so weit, daß ich den Tod vor Augen sah. daß Ihre Nur eine vorzügliche ist. Schon nach Behandlung vollständig gesund geworden bin. Der Arzt hatte mich bereits aufgegeben. Jegt den ersten Tagen, wo ich die von Ihnen verord- Meinen besten Dank!( Bronchialfatarrh und Verfann ich ihon wieder meinen Haussland mit 8 neten Medikamente gebrauchte, berschwanden Gusten daunngsbeschwerden). fleinen Kindern führen, so viel hat es sich schon und Auswurf. Auch die Beflemmungen sind vernach Ihrer Medizin gebeffert. Das Aufgeben hat schwunden. Ich sage Ihnen, werter Herr, für Ihre beinahe aufgehört und Husten habe ich nur noch großartige und schnelle Hilfe besten Dank und werde ganz wenig. Schlafen fann ich gut und hoffe ich, Sie überall empfehlen.( Chron. Bronchialfatarrh.) baß ich bald wieder gesund werde. Ich bin Ihnen Herr Chr. Rohwer, Rendsburg i/., Herr Heinrich Loose, Dom. Ullersdorf daher viel Dank schuldig und seße mein ganzes Nenwerfer- Gärten 2: Zu unserer großen Freude Bertrauen auf Sie. Geehrter Herr Jebsen, da teilen wir Ihnen mit, daß unsere Tochter sich sehr b. Jänkendorf: Teile Ihnen hierdurch mit, daß die Medizin nur noch für einen Tag ausreicht, wohl befindet. Husten und Erbrechen sind ganz sich meine Frau jest wieder ganz wohl befindet. bitte ich Sie, sobald wie möglich eine weitere Flasche verschwunden, und sie ist so wohl und munter, wie Wie Sie aus dem legten Bericht ersehen, ist sie Für Ihre wieder hergestellt. Da wir dies alles Ihnen zu folgen zu lassen. Tropfen habe ich noch genug. wir fie lange nicht gesehen haben verdanken haben, werden wir allen derartig LeidenDie Schmerzen im Rüden und vor der Brust zeigen schnelle Hilfe herzlichen Dank.( Strofulose.) Frau Anna Sieber, Lauban i/ Schl., den Ihre Behandlung aufs wärmste empfehlen. fich nur noch wenig. Ich fühle mich ganz neu belebt und nicht mehr so matt und müde wie früher. Weidenstr. 20: Ich fann Ihnen heute die frohe Die Einatmungen wird meine Frau noch einige Frl. Jda Schult, Kröpelin i/ M., Roffoder Nachricht zukommen lassen, daß ich, nachdem ich Reit fortseßen.( Pungentuberkulose.) straße 90: Teile Ihnen mit, daß meine Mutter nun 2 Monate in Ihrer Behandlung gestanden Frau Lilienthal, Mulmshorn b. Rotenfeine Medikamente mehr braucht, da sie feine Bes habe, bon meinem schiperen Lungenleiden befreit burg i/ Hannover: Ich kann Ihnen mitteilen, daß schwerden mehr verspürt, und der Auswurf nach- bin. Ich habe viele schwere Stunden durchmachen der Durchfall nach Verbrauch von 3 Pulvern vergelassen hat. Sie spricht Ihnen durch mich ihren müssen und habe manchmal den Tod vor Augen schwunden war, wofür ich meinen herzlichsten Dank Dant aus und wird Sie allen ähnlich Beidenden gesehen, und so bin ich doch noch einmal mit Gottes ausspreche.( Jahrelanger Durchfall.) und Ihrer Hilfe gesund geworden. Als ich am bestens empfehlen.( Lungentuberkulose.) Herr Friedrich Lange, Süderwalsede 25 Herr Aug. Kragte, Beegendorf, Kr. Salz- 1. Oktober die vielen Dankschreiben las, bekam ich b. Kirchwaliede: Ich sage Ihnen meinen besten medel: Hierdurch teile ich Ihnen mit, daß mein noch einmal frischen Mut, wo ich mich sonst für Dant; ich bin jetzt gesund und fann meine Arbeit Sohn Hermann leine Medikamente mehr braucht, verloren hielt. Möchten doch alle Aerzte Ihr wieder verrichten.( Bronchialfatarrh.) ba er bollständig gesund ist. Ich sage Ihnen hier- Heilverfahren anwenden, damit nicht so viele MenHerr Hans Stange, Meggerdorf bei burch meinen herzlichsten Dank und werde Sie überall schen dieser schrecklichen Krankheit zum Opfer fallen. Da meine aufe Wärmste empfehlen.( Bronchialfatarrh.) Ich fühle mich verpflichtet, Ihnen meinen tiefsten Friedrichsholm, Krs. Rendsburg: Herr Th. Erdloff, pens. Eisenbahnbeamter, Dant auszusprechen und bin bereit, Sie allen ähn- Lochter wieder gesund ist, sehe ich mich verpflichtet, Preek 1/ H., Gasstr. 489: Hiermit spreche ich lich Leidenden zu empfehlen.( Lungentuberkulose.) Ihnen meinen innigsten Dant auszusprechen für Ihnen meinen herzlichsten Dant dafür aus, daß Herr With. Zeffin, Förster, Wendisch- Ihre ärztliche Hilfe.( Lungenfatarrh). Sie mich von der quälenden Krankheit befreit Budow b. Gambin i/ Pom.: Ich sage Ihnen Herr Schlächtermeister Kaschau, Gadebusch haben; Huften, Atemnot und Answurf sind gänzlich meinen aufrichtigsten Dank für die Lungenheilung( M.- Schw.) Mühlenstr.: Das Befinden meiner verschwunden. Ich werde Sie andern Leidenden meiner Frau, da dieselbe durch die leßte Sendung Frau ist jetzt ein gutes. Wir sagen unsern besten beftens empfehlen.( Afthma.) böllig geheilt und gesund geworden ist. Dant.( Chronischer Bronchialfatarrh.) Anerkennungsfchreiben über Heilerfolge bei offenen Beinfchäden, Krampfadergefchwüren, Hautkrankheiten, Lupus( freffende Flechte), Gicht, Rheumatismus ufw. Herr Ful. Loeb, Neugard i/ Pom., Marien-| Frau Wilhelmine Seifert, Zeit, Kaiserfr. 2: Mit Freuden telle ich Ihnen mit, daß mein Wilhelm- Str. 61: Ich fühle mich sehr wohl, Beinleiden jetzt geheilt ist. Nachdem ich die von Ihnen und meine Wunde ist gänzlich zu. Es werden sich verordnete Salbe gebrauchte und auch den Thee noch viele Batienten an Sie wenden, die mich jegt im nahm, war das tägliche Bluten der Wunde schon am Berhältnis zu früher gehen sehen.( Krampf4. Tage vorüber, die Schmerzen waren fort und adergeschwür.) jest nach 25 Tagen ist alles hell; ich bin gesund, Herr Earl Böter, Fabbenstedt 6 bei wie ich es seit Jahren nicht mehr war. Nehmen Geftringen, Krs. Lübbede: Teile Ihnen mit, daß Sie meinen besten Dank.( Krampfadergeschwür.) das Flechtenleiden geheilt ist; ich danke Ihnen Frau Lina Marr, Nieder- Wünsch, Kreis für Ihre Bemühungen. Merseburg: Ich teile Ihnen mit, daß ich durch Frl. Margaretha Thot, Hamdorf bet Ihre Hilfe von meinem Flechtenleiden geheilt bin. Rensburg i/.: Die Stelle über dem Auge ist Ich fann jetzt das Haar wieder ordnen und brauche jezt vollständig als geheilt zu betrachten und ist das lästige Kopftuch nicht mehr. Werter Herr, wir feiner weiteren Hilfe bedürftig. Ich erstatte Ihnen fagen Ihnen gemeinschaftlich unsern herzlichsten dafür meinen besten Dant.( Lupus.) Dant. Ich werde nie die große Hilfe, die Sie mir geleistet haben, vergessen. Frau Murt, Bienenburg a/ 6., Ofters mieferftr. 302: Teile Ihnen hierdurch mit, daß mein Bein vollständig geheilt ist. Schmerzen habe ich garnicht mehr und fann auch wieder sehr gut gehen.( Benen- Entzündung.) Frau Ddefey, Schülp bei Weffelburen: Nachdem mein Bein seit ungefähr 3 Wochen gänzlich heil ist, halte ich es für meine Pflicht, Ihnen für Ihre geschäßte Hilfe zu danken. Ich werde Sie stets ähnlich Leidenden empfehlen.( Krampfadergeschwür). Herr G. Dittmann, Malißen b. Stallupoenen 1/ Ofpr.: Teile Ihnen mit, daß meine Lochter von ihrem Leiden befreit ist; sie hat feine Schmerzen mehr. Ich spreche Ihnen für die Heilung meinen besten Dant aus; ich werde Sie überall empfehlen. ( Luberkulöse Knochenerkrankung.) Herr Chr. Led, Ziegen b. Birchenzin, Kr. Stolp: Teile Ihnen hierdurch mit, daß die mit Lupus behaftete Nase meiner Tochter jett geheilt ist. Ich sage Ihnen für Ihre Bemühungen verbindlichsten Dant.( Lupus erythematodes.) Herr Aug. Freimuth, Böttchermeister, Elbing i/ Weßpr. Wasserstr. 8: Hierdurch teile ich Ihnen mit, daß der Fuß meiner Frau während der kurzen Behandlung durch Sie vollständig geheilt ist, und spreche ich Ihnen meinen herzlichsten Dant aus. Ich werde Sie vorkommenden Falls gerne empfehlen. ( Krampfadergeschwür.) Herr Inspektor Nemus, Dom. Gresonse b. Flatom i/ Weftpr.: Teile Ihnen ergebenst mit, daß jezt meine Gesundheit so weit vorgeschritten ift, daß ich nichts mehr gebrauche. Ich danke Ihnen heute bestens für Ihre Hilfe und werde Sie mit Freuden allen entpfehlen, welche dieselbe Krankheit haben.( Tuberkulöse Knochenerkrankung.) Herr Friedrich Seiz, Schmiedehausen Herr Isidor üürich, Holstenbraueret, b. Stadt- Sulza. Hierdurch teile ich Ihnen mit, daß Altona( Elbe): Ich spreche Ihnen für die Heilung meiner Fran Bein wieder völlig heil ist, und daß meinen beften Dank aus. Selen Sie versichert, sie sich auch sonst wieder wohl fühlt. Ich sage daß ich bei Verwandten und Bekannten für Sie Ihnen meinen besten Dant, daß Sie meine Frau so eintreten werde.( Flechte.) schnell von ihrem 1/2 Jahr alten Leiden befreit haben. Herr A. Sonntag, Bocholt i/ 8., Werderstr. 14: Siermit danke ich Ihnen herzlichst für Heilung des Krampfadergeschwürs bei meiner Fran. Herr Ernst Schreiber, Grüna i/ Sa.: Für Ihre Hilfe unsern innigsten Dant; wir werden Sie empfehlen wo nur möglich. Meine Frau ist die glüdlichste Frau auf der Welt. Nochmals herzlichen Dant.( Krampfadergeschwür). Frau M. Michelsen, Rabenholz b. Gelting: Hierdurch teile ich Ihnen mit, daß meine Tochter Dora von ihrem Ausschlag jegt völlig geheilt ist. Für Ihre Bemühungen dante ich Ihnen herzlichst ( Seit 11 Jahren Schuppenflechte). Herr W. Brunsmann, Intrup b. Lengerich i/ w. Ich fann Ihnen hierdurch mitteilen, daß mein Bein immer noch heil ist, doch bitte ich, mir noch einmal den Thee zu senden, den ich gern einige Zeit trinken möchte. Für Ihre Bemühungen meinen verbindlichsten Dant.( Krampfadergeschwür.) Herr Garl Schröder, Fabrikmeister, KierspeBahnhof Nr. 234: Die Schmerzen in der rechten Seite und im Unterleib haben nach Berbrauch der Medizin sofort nachgelaffen. Auch von den übri gen Beschwerden verspüre ich fast garnichts mehr. Für Ihre schnelle Hilfe meinen besten Dank.( Rheu matismus). Herr Georg Schichte, Oefonom, Birnbaum b. Trauchgan( Bayern): Mit Freuden tann ich Ihnen die Mitteilung machen, daß nach Anwendung Ihrer Medikamente meine Frau alsbald teine Schmerzen mehr im Körper noch im franken Bein spürte, jezt bereits gehen fann und sich bollständig gefund fühlt. Sie fühlt sich fast wie bon nenem geboren... Herrn J. unsern herzlichsten Dant, und wir werden Sie Freunden und Bekannten aufs wärmste empfehlen. Herr Johs. Bruhn, Lehrer, Edernförde: Mit meiner Bartflechte geht es viel besser. Die Medizin reicht aus; ich betrachte die Kur als beendet... Auf Wunsch besuche ich an bestimmten Tagen Kranke auch auswärts. Briefe sind genau zu adressieren an J. N. Jebsen, Basel( Schweiz) Postfach 6731. Drud von Franz Lindner, Ratibor. und es harte nich auch friher schon erreichen lassen. Doch marum sollen Arbeitgeber und Arbeiter tuge ſein als die Staatsmänner hon Beruf? Oseigarn baben es genau ebenso gemast Sie haben über die Quotenfrage unendlich erbizt, und schließlich hat Desterreich nachgegeben. So war es immer. König Eduard von Englane bat seine Verftimmung überwunden und wird in nicht ferner Zeit seinen Neffen, den deutschen Kaiser, besuchen. Große politische Bedeutung hatte das Schmollen nicht, und auch die Versöhnung, über die wir uns aufrichtig freuen, paßt sich höchstens der bereits vorhandenen politischen Situation an. Vergeblich fragt man nach großen politischen Motiven. Es handelt sich nur um Menschliches, Alzumenschliches. In Rußland setzt Ministerpräsident Stolypin seine Bemühungen fort, Feuer und Wasser zu mischen, in demselben Kabinett Vertreter der Revolution und der Reaktion zu vereinen. Es ist vergebliche Arbeit. Vergebliche Arbeit ist nicht minder die Verschleierung der Militärmeutereien. Die von Sveaborg, die in schlechter Behandlung der Matrosen ihren Anlaß hatte, war noch die harmloseste. Inzwischen ist die Großfürstenpartei, die sich die Partei der wahren Russen" nennt, am Werfe, in ihrer Art die Revolution durch Meuchelmord zu bekämpfen. Das Dumamitglied Herzenstein war ihr erstes Opfer. Cobald Rußland in Frage kommt, handelt es sich nicht um Menschliches, Allzumenschliches, nein: um Unmenschliches. - Der Hufftand in Kronstadt. Obwohl auch in Kronstadt die Meuterei unterdrückt wurde, durchschwirren wilde Gerüchte die Stadt, so daß die Bevölkerung, von einer Banif ergriffen, scharenweise die Stadt verläßt. So heißt es, daß vier Kriegsschiffe, mit Meuterern an Bord, dort eingetroffen seien und die Geschütze auf die Stadt gerichtet hätten. Bergebens wird dieses Gerücht von den Organen als grandlos bezeichnet; die panikartige Flucht der Bevölkerung hält an. Und auch in Beterhof herrscht en den ongellungewiffen anschlumbergejus. In der alten Nyelandkaserne in Helsingfors entstand Donnerstag Nachmittag eine Meuterei, bei der auf beiden Seiten scharf geschossen wurde. Die Kugeln flelen zum Teil auf die Straße und trafen viele Passanten. Von diesen blieben 7 tot und 7 wurden verwundet. " Die Erregung in Helsingfors ist gewaltig, trotzdem oder weil der Führer der Roten Garde", Kapitän Cock, verhaftet worden ist. Als Gegengewicht gegen die Rote", hat sich Freitag eine Weiße Garde" gebildet. Sie besteht aus einigen hundert jungen Leuten, die der Polizei ihre Dienste zur Herstellung der Ordnung angeboten haben. Blutige Zusammenstöße zwischen den Roten" und den ,, Weißen" finden unausgesezt statt. Die Situation ist äußerst ernst. In dem Artillerielager Rambertow bei Warschau herrscht seit zwei Tagen offene Meuteret. Die Artilleristen jagten ihre Offiziere weg und empfingen die gegen fie aufgebotenen Kafaten mit Kartätschenschüssen. Ueber die Einzelheiten wird noch strengstes Geheimnis bewahrt. Es ist sehr bedenklich für die russische Regierung, daß in diesem kritischen Augenblicke auch Truppen in anderen Landesteilen wieder in Aufruhr geraten. Ferner wird gemeldet: Petersburg, 3. Auguſt. Die militärische Bewachung der Straßen und öffentlichen Gebäude ist erheblich verstärkt worden. Die hier anfernden Kriegsschiffe und Yachten ers hielten Befehl, fich in voller Kampfbereitschaft zu halten. Petersburg, 3. August. Die Station der Finnländischen Bahn von Petersburg bis Wiborg sowie das ganze Meeresufer sind mit Truppen besetzt worden. - Kronstadt, 3. August. Ueber unsere Stadt ist der Kriegs. zustand verhängt. Sieben Meuterer von der Minentompagnie find wegen Ermordung von Offizieren zum Tode durch Erschießen verurteilt worden. Moskau, 3. August. Es wird hier bekannt, daß die Verhandlungen über den Eintritt von Nichtbureaukraten, in 15. Jahrgang E *: Oberbeffische Familienzeitung( tg) Gießener Seifenblasen( wöchentlich). hlen er Zeitung) ießen und Umgebung. iderer Behörden von herheiten olypin ins Stocken geraten sind. Gra Petersburg abgereist. Stolipin verhandelt ator Koni und dem Historiker Winogrado. is Portefeuille des Justizministers, letzterem, il an der Universität Cambridge bekleidete, der Volksbildung angetragen. August. Der Gehilfe des Gouverneurs, rkgrafski, ist in der benachbarten Sommer i einer Bande überfallen und nebst seiner ben. August. Die Festung befindet sich in den mandanten. Auf den Forts herrscht wieder ahl der Opfer beträgt mehr als 100. olitische Rundschau. Deutsches Reich. olonialverwaltung wird jetzt ordentlich aufist auch die Einleitung eines Disziplinarden früheren Personalreferenten Geh. König, erfolgt, weil Herr von König seit tlich zu seiner Kenntnis gebrachten Anzeigen oon Beamten und Offizieren im Kolonialtt oder nicht weiter verfolgt hat. ische Minister der öffentlichen Arbeiten hat unter frühere Erlasse die königlichen Eisenbahntragt, eine erneute Untersuchung der Personendes Monats August vornehmen zu lassen. ig ist in üblicher Weise auszuführen, insas Augenmerf darauf zu richten, daß die Wagen mit der erforderlichen Sorgfalt vor), die Aborte fich in sauberem Zustande bergehaltene Trint- und Waschwasser von guter ist und der Jahreszeit entsprechend genügend nlaß der Geburt eines Thronfolgers hat der Sachsen- Koburg- Gotha eine Amnestie erlassen, alle Strafen wegen Majestätsverbrechen, Verte Staatsgewalt, gegen die öffentliche Ordnung, § 196 bis 197 des Strafgesetzbuches und gegen 3 über die Presse, sowie alle polizeilichen Strafen oon 20 Mark erlassen werden. Dagegen dürften ingen auf eine allgemeine Amnestie anläßlich der ohnes des deutschen Kronprinzen auch diesmal erweisen. Wie jezt mit Bestimmtheit verlautet, e an ihrer Anschauung fest, daß die Taufe, die lienereignis sei, teinen Anlaß zu einem Gnadenc Natur biete. Anlaß der Geburt eines Thronfolgers hat der n Herzog von Coburg- Gotha ein GratulationsIgenden Inhalts gerichtet. Herzen freue ich mich mit Dir des Segens, den Herr Deinem Hause und Deinem Lande ge . Er nehme ferner Mutter und Kind in seine er Affäre Fischer- Tipelskirch nimmt jetzt ein Jn quver vec irma v. Tippelskirch& Co. öffentlich das Wort. Er bestreitet, daß irgend etwas vorgekommen sei, was den Major Fischer belasten könne. Major Fischer habe nur zweimal Darlehn von 5000 und 2000 Mart erhalten, ohne zu wissen, daß ein Teil dieses Geldes von ihm( v. T.) gegeben wurde. * In der Kammer der Abgeordneten zu München er flärte der Verkehrsminister, daß bereits ein Projekt für den Uebergang der bayerischen Bahnen zum elektrischen Betriebe fertig sei. Ueber die Ausnüßung aller Wasserkräfte Bayerns müsse ein einheitliches, großzügiges Projekt durch einen Fachmann allerersten Ranges aufgestellt werden; die Eisenbahn. verwaltung könne hierin nicht allein vorgehen.- Bayern in Deutschland voran! Spanien. - ** Der Handelsvertrag mit den Vereinigten Staaten von Nordamerika ist in San Sebastian im Beisein des ameri tanischen Gesandten unterzeichnet worden. Der Finanzminister erklärte, der Vertrag sei für Spanien vorteilhaft. Der Minister kündigte ferner die Errichtung einer direkten Dampfschiffahrtsverbindung zwischen Newyork und Vigo an. Balkanftaaten. ** Ein blutiger Kampf zwischen Bulgaren und Griechen steht wieder bevor. Privatbriefen aus Philippopel zufolge find dort Gerüchte verbreitet, daß die Bulgaren für den 6. August in Philippopel und anderen Orten allgemeine Angriffe gegen die Griechen vorbereiten. Hof und Gefellschaft. Der Kaiser wird in den nächster: zehn Tagen Truppenbesichtigungen abhalten. Erst dann dürfte die Fest setzung des Tages für die Taufe des Kronprinzensohnes en folgen. WILD UND Pomp eine öffentliche Audienz zu erteilen. an feinen Kleidern schimmernden Edelsteine, es gerne, und lächelnd, aber fast erdridt von Ludwig tal deren Wert fast der Last bei XIV. Nr. 177 Freitag, den 3. August sche Familic 1906 Alle Briefe sind zu richten an: J. N. Jebsen, Basel( Schweiz) Postfach 6731. Aufbewahren! Briefliche Behandlung in allen Aufbewahren! Dankschreiben Geschlechtskranker werden prinzipiell nicht veröffentlicht! Perfönliche Confultationen bitte vorher fchriftlich anzumelden! Briefe nach der Schweiz 20 pt. Porto! Fällen wo angängig. 30 Pfg. Retourmarken gefälligft beifügen. J. N. Jebsen Perfönliche Confultationen bitte vorher fchriftlich anzumelden! Briefe nach der Schweiz 20 pf. Porto! Basel- Bottmingermühle( Schweiz) ,, Villa Maria" ( früher Besitzer der Privatklinik Schlössle Steinegg in Herisau, Kanton Appenzell) behandelt Lungentuberkulose( Schwindsucht), Asthma, Bleichsucht und Blutarmut, Epilepsie( Fallsucht), offene Beinschäden, Krampfadergeschwüre, Hautkrankheiten, Lupus( fressende Flechte), Geschlechtskrankheiten, Gichtu. Rheumatismus möglichst ohne dass Patient zu Bette liegt. Zur Belehrung für Kranke und deren Angehörige. ,, Die Natur heilt, der Arzt hat nur dafür zu sorgen, daß dieses möglich ist; der Arzt ist nur der Diener der Natur, nicht der Herr." Diese Wahrheit hat vor Jahrtausenden schon Hypotrates erkannt und jenen Ausspruch getan, aber noch heute werEden den Kranten von zahlreichen Aerzten Medikamente verordnet, die das Heilbestreben der Natur hindern, ihr gleichsam in die Arme fallen und so den Kranken schädigen, anstatt ihm die erfehnte Hilfe zu bringen. Man denke nur an die zahllosen Arznei- Vergiftungen, von denen Professor Robert in seinem Lehrbuch der Intoxicationen wörtlich sagt:„ Unter Medizinal- Bergiftungen verstehen wir solche Bergiftungen, deren Schuld wir Aerzte zu tragen haben. Ihre Zahl ist Legion." Am schlimmsten sieht es in dieser Beziehung bei der Tuberkulosebehandlung aus. Die bloße Herzählung der gegen dieselbe empfohlenen Mittel würde einen dicken Band füllen. Die ftärtsten Gifte werden oft häufig ben Kranken gegeben; man denke Wo Leben, da hoffnung! ו~ חר הבורך. que ves jetven Juyre erhob die Familie La Tours Anspruch auf das des Reises eingefüllt, einige Butterstückchen darauf verieilt zu sehen. Handelsagenten stempelte man zu einem nezialgesandten Genuß verschaffen, sich im Glanze seiner föniglichen Würde Einen z. 8. in Paris weilenden persischen Monarchen zu erheitern, wollte man ihm noch einmal den seinem Innern nagte. Den schon fast trübsinnig gewordenen Umgebung mehr und mehr, daß der Wurm des Todes an des Schabs und veranlaßte Ludwig XIV ym mit allem Ludwig XIV. Lebenstage waren gezählt, täglich sah seine v. K., zusprach. französischen Grenadiere der Nichte La Tours, der Gräfin oberste Gerichtshof Frankreichs das Herz des Ersten der des Herzens, der mehr als 25 Jahre dauerte, bis endlich der aber entspann sich ein langwieriger Prozeß um den Besitz der Familie, dem Grafen La Tour d'Auvergne. Sogleich Kabineitsordre vom 18. September 1816 dasselbe dem Haupte Herz ihres Ahnherrn, und Ludwig XVIII. übergab durch eine Dee ,, Sonnenkönigs" letzte Hudienz. und im Rohr in einer Stunde gebacken. Jeisbreies, dann die Aepfel und schließlich die andere Hälfte Luftige Ecke fragen, ob Sie nicht diesen weißen Pudel gegen einen schwarzen umtauschen möchten; sie hat jetzt Trauer. Beim Hundehändler. Die gnädige Frau läßt Ste Gewiß, sogar schon oft!" ich Ihnen gestern schickte, schon gelesen?" Abkühlung. Schrifsteller:" Haben Sie die Wizze, die Redakteur: Joethe! Festjemauert in der Erden!" mal in Braunschweig): Wer sollte dir nich kennen, froßer Ein Literaturkenner. Berliner( vor dem Lessingdent. " - Bild da oben ist das schwerste in der ganze Auch ein Kunsturteil. Packträger: Du, August, das Yuna. Don Juan. an von H. G. von Bromberg. schen Abenden Der Entsagung ;„ Ich werde hängen! Die Jes Fräulein, sie nach einer m. ,, Es wird at ein Ende." mme lag ver. n Winter nicht Ich werde sie st genug sein zu ihr und ehen Sie nur, en, wie es in te ja nur in ußte, welchem zgnete Eveline Musik? Was en. fizieren!" e plöglich und ... jem elektrische wiederholte " Ja, gerückt. Der Baron hatte den Flügel geöffnet und den Sessel zurechtpayen eines gironleuchters strahlende Helle verbreiteten. " Furchtbar schmeichelhaft." und still; für Ihr Alter überhaupt furchtbar gesezt." scheine Ihnen heute gewiß recht langweilig," tlagte er sich über den Flügel gebeugt stand, richtete sich hoch.„ Ich er. " Soja!" von Grieshammer, welcher notenblätternd Das habe ich nicht gesagt. Sie sind ja immer ernst Ste mir etwas!" streut. Was Sie in diesem Augenblick empfinden." Eveline plötzlich und erhob sich schnell." Unterhalten wir ,, Was ich...? Nein, nein! lassen wir's schon!" rief ,, Oh, ich bitte darum."- ,, Was denn...?" fragte sie zer„ Ich werde Ihnen etwas vorphantasieren," sagte Eveline. uns lieber. Eprechen Sie etwas, Herr Baron. Erzählen an. " " 1 - - recht lieb gewonnen?" gefehrt. Die Leute Sie." Fortgang."" Ich weiß nicht." Ich habe so das Gefühl. Papa hat auch einmal gesagt, " Ich die Leute?" Woraus schließen Sie das?" ,, Sie haben Sie gewiß „ Auch um. Die Leute von Ihrer Kompagnie bedauern gewiß Ihren -OVO> - 2 - gehen." Beziehung auf Abwegen wandelt." festigt. Um so schmerzlicher bin ich enttäuscht, zu erfahren, ziehen; denn die vornehmste menschliche Tugend ist die Tüchtigsten, allen guten Lehren zum Troß in moralischer daß der Unteroffizier Höschen, dienstlich einer unserer " Haben Sie trübe Erfahrungen gemacht?" Moral, weil sie alle übrigen Tugenden in uns w.dt und immer bestrebt gewesen, meine Leute zur Sittlichkeit zu er Sie hätten eine ganz eigene Art, mit Ihren Leuten umzus , Wenn es nur immer gute Früchte tragen möchte."- ( Nachbrud verboten.) „ Ich bin " Ohne Frage ist es das!" Ist denn das so unmoralisch)?"- Mein Fräulein...! ohne je an Verlobung, geschweige Heirat zu denken." Bekanntschaften angeknüpft mit ehrbaren jungen Mädchen, Was hat dieser Untero: fizier getan?" fragte Evel ne. nicht." ich es Ihnen also nie?" immer für meinen Freund gehalten, Herr Baron. Dann war Weib? Auch zwischen uns beiden nicht? Ich habe Sie Neues! Es gäbe keine Freundschaft zwischen Mann und Wie?" rief Eveline lebhaft, das ist mir ja etwas ganz Eine Freundschaft zwischen Mann und Weib gibt es Freundschaft!" immer gleich geheiratet sein? Wie schön ist eine ideale dürfen, ohne gleich an Verlobung zu denken!? Muß denn man nicht hier und da in Ehren eine Bekanntschaft schließ n mir eigentlich nichts Schlimmes dabei denken. Weshalb soll Wieso?" entgegnete Eveline ernsthaft...„ Ich kann bebte leise ,,, Sie waren mir mehr als das..." Mein Fräulein," sagte der Baron und seine Stimme " 1 Grundsägen?" Sie eine Freundschaft" leugnen, mit Ihren streng sittlichen selbst? Wie vereinbart sich unsere lange Kameradschaft, da Mädchen verdammen Sie, und welches Beispiel geben Sie da!" Die Freundschaft Ihres Unteroffiziers mit ehrenhaften Aber...! Herr Moralprediger, wo ertappe ich Sie " herbeiführen müssen: die Trennung von Ihnen!" Erinnerung an meine Psticht aus eigenem Willen längst hätte Kommandierung erwünscht; denn sie erzwingt, was ich in lein!" erwiderte der Baron fest. Und deshalb fommt meine , Sie vereinbart sich nicht damit, mein gnädiges Fräuihrem Innersten wogte es, als fie, äußerlich gleichgiltig, hinunzweideutig hatte er es ausgesprochen. In dem Augenblick, wandte sie sich zum Fenster und starrte stumm hinaus. die Finger leise präludierend über die Tasten gleiten. Er warf: Nun ja, es ist auch wohl besser so..." Der Baron hatte am Flügel Platz genommen und ließ liebte. Aber mit eisernem Willen bezwang sie sich. In wo sie den Mann verloren wußte, fühlte sie, wie sehr sie ihn wollte die Trennung. Sie fam ihm erwünscht. Klar und innerem Weh. Nun war es heraus, nun wußte sie es. Er niedersinten müßte. Sie hätte laut ausschreien mögen vor Es war Eveline bei diesen Worten zu Mute, als ob sie Dann an das Kreosot, das zwar die Tuberkulose nicht heilt, den Kranken aber noch Magenleiden zuzieht, die dann zu einer doppelt raschen Abnahme der Kräfte führen und das Ende beschleunigen. Denn Kreosot ist tein harmloses Mittel; in größeren Duantitäten genossen ist es ein fressendes Gift, welches die Magenwand äßt und den Tod herbeiführt. Fast täglich Kest man in den Beitungen von Aerzten, welche glauben, ein neues wirksames Heilverfahren gegen die Schwindsucht erfunden zu haben. So war es mit dem Heilserum des Professor Koch, von dem man sich anfänglich so große Erfolge versprach; überall wurde es angewandt, und heute weiß fast jeder Arzt, daß dieses Mittel völlig unzwedmäßig ist, niemals einen Schwindsüchtigen heilte, und in den meisten Fällen direkt gefährlich wirkt. Ein bekannter Berliner Professor, der doch auch etwas Neues bringen wollte, hatte, nach dem„ Naturarzt", die ingenöse Idee, sein ,, Heilmittel" mittelft Einsprißung direkt in die Lunge hineinzubringen und zwar mit Hilfe eines Gummischlauches durch die Luftröhre.- Der Krach folgte übrigens schleunigst nach. Es wurde festgestellt, daß eine Patientin kurz nach dieser Behandlung den Geist aufgab. Kommentar überflüssig. Dennoch ist die Tuberkulose ( Schwindsucht) heilbar, auch wenn die Krankheit schon ziemlich weit borgeschritten ist; aber nicht durch Gewaltmittel. Die tuberkulösen Geschwüre heilen aus, resp. werden, nachdem sie nach Vernichtung der Krantheitsstoffe zum Stillstand gebracht sind, von der Natur mit einer falfartigen Masse umgeben, die sich aus dem Blut absondert. Das ist ein sicherer Beweis dafür, daß sich die Natur selber hilft, wenn der Mensch ihr nur tein Hindernis in den Weg legt. Aeußere E und innere Behandlung müssen Hand in Hand gehen, wenn der Erfolg der Kur der gewünschte sein soll. Tausende leben und sind alt geworden, die vor Jahren schwindsüchtig waren. Die von mir gegen Tubertulose augewandten Mittel sind teine Geheimmittel und vor allen Dingen völlig giftfrei. Etwaige Medikamente verordne ich und sie werden auf der Apotheke angefertigt. Die Kurmethode ist dieselbe, mittels welcher schon mein verstorbener Bater, Jebsen- Neu- Mühle, vor Jahren nachweislich vielen dem sicheren Tode Verfallenen, von den Aerzten aufgegebenen Menschen Gesundheit und Lebenslust wieder gegeben hat. So lange ich eine bessere Heilmethode nicht tenne, habe ich absolut keinen Grund, neue, noch nicht genügend erprobte Mittel in Anwendung zu bringen und hierdurch meine Batienten zum Versuchstaninchen herab zu würdigen, vielmehr halte ich an der alten bewährten Methode fest. Die Braris ist stets besser als die Theorie, und nichts vermag besser zu beweisen, daß die von mir aufgestellte Behauptung den Tatsachen entspricht, als die täglich in großer Zahl einlaufenden Heilberichte und Danksagungen aus allen Teilen Deutschlands und weit über dessen Grenzen hinaus. Natürlich ist es mir nicht möglich, alle diese Danksagungen abzudruden, eine geringe Anzahl lasse ich nachstehend folgen. Die Originale derselben sowie Hunderte weiterer Dantschreiben liegen zu jedermanns Einsicht stets bei mir bereit. Jebsen. Dankschreiben Geschlechtskranker werden prinzipiell nicht veröffentlicht! Alle Briefe sind zu richten an: J. N. Jebsen, Basel( Schweiz) Postfach 6731. 11 - mein gnädiges Freitag, den 3. August 1906 e Unterhaltungs- Beilage De Familienzeitung. der : Neueste Nachrichten. vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); verantwortlich: Albin Klein. Mr. 181 baltion ubau Fem C für S Enthält Menfchli Seit Monat berhaltung gelpr bob Anlagen, nliagen befdra der Angriffe. Er geführt, einen Ba gestellt, von Erwe Sebiet Beteiligung ehe die halten, und alten, Beſtätig proben. gedauert, fobr richteten Anfchuldic Menschlichem, Allzi Noch ärgerli weiligen Berha bat. Major Fische bon Lieferungen biefen Einfluß zu geltend gemacht un ift zurüderftatte lehen genommen 家具 盛 Bestechung begri bon unparteiischer Bahuma& geichichte liegt es in der PUT Bedrängnis auf d banten auch ausge an den Chef der F Lieferungsgeschä lieber an einen 2 Berjuch zu seiner Bucherer gewesen, haben, vielleicht worden. Gerade ei daß das Darleben würde. Auch wird geuch nach oder b gt und bewilligt , mit unbefang jors Fischer. men, so hat geben. Jeder Gr Sage, Darlehnageju lebnen denn so fugen standhalten wungen fühlen. die Rüdzahlung ni Umständen anden unmögl mit dem man ve Auch hier also menfchliches. Ein Gutes ho Ende des BL Dauer. 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