Nr. 153 Sufertionspreis: Die einspattige Betitzeile für ganz Oberen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 fg. Reklamen bie Betitzeile 30 resp. 40 fg. Rebaftion u. Haupterpedition: Gießen, Selters weg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Dienstag, den 3. Juli 1906. Gießener 15. Jahrgang bonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfa., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Brattebeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( tigt) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Von England zurück. Die Vertreter der deutschen Presse sind aus England zurückgekehrt, wo fie fönigliche Gastfreundschaft, nicht blos bon Seiten des Königs Eduard, genossen haben. Die Auf nahme, die die Herolde der öffentlichen Meinung Deutschlands in London und anderen englischen Städten gefunden haben, war die herzlichste. Mit aufrichtiger Freundschaft ist man Ihnen entgegengekommen, und sie fönnen garnicht umhin, die schönste und dankbarste Erinnerung in die Heimat mitzu bringen. Die Berufsgenossen englischer Zunge wetteiferten miteinander und mit den Autoritäten des Landes, die Gäste mit wohligem Behagen und mit der Ueberzeugung zu durch bringen, daß das englische Volk dem deutschen Volf gegen über Gesinnungen heat, die frei von Mißqunst und Eiferfüchtelei sind. Der eine oder andere deutsche Tagesschriststeller mag in den festlichen Tagen und ihrer gehobenen Stimmung an manche zurückliegende publizistische Leistung mit einiger Beschämung gedacht und sich vorgenommen haben, bie Fehler der Vergangenheit nicht zu wicderholen. Und auch unter den englischen Gastfreunden ist sicher mehr als einer gewesen, der gern vergaß und vergessen machen wollte, daß er hier und da einmal ein unbedachtes Wort gesprochen hat, das aus verärgertem Gemüt fam und Verärgerung vergeltend hervorzurufen angetan war. Hoffentlich bleiben beide Teile bei den guten Vorfäßen, die sie gefaßt haben. Unter allen Umständen darf angenommen werden, daß die Nachwirtung geraume Zeit vorhalten wird, daß der gegen: seitige Verkehrston freundlicheren Charakter auf die Dauer behält. Damit ist schon viel gewonnen. Man würde sich selbit täuschen, wollte man glauben, daß nun für alle Zukunft jede Meinungsverschiedenheit zwischen der deutschen und englischen Publizistik oder gar zwischen der öffentlichen Meinung Englands und Deutschlands ausaealichen und unmöglich gemacht sei. Wohl aber dürfte die Neigung schwinden, die so manchesmal hüben und drüben hervorgetreten ist, mißtrauisch unlautere Motive bei dem andern Teil unterzustellen. Die gegenseitige Achtung erhöht das gegenseitige Butrauen, erstickt die Mißqunst, stärkt die Verträglichkeit. Freilich dürfen wir uns nicht einreden, ein Monopol auf die englische Buneigung, gewonnen zu haben. Wir selbst nehmen für uns in Anspruch, freundschaftliche Gefühle für mehr als eine andere Nation zu Hegen mit melchem Recht dürften wir den Engländern verden fen, auch einem anderen als dem deutschen Bolt sich freundschaftlich nahe zu fühlen! Wir wollen in Frieden sein mit aller Welt und fönnen es deshalb nur zustimmend begrü en, wenn alle Welt miteinander teden hält. Mißverständnisse baben uns wiederholt von England getrennt. In der erneuerten Freundschaft wollen wir nicht mäfelnd nachrechnen, auf weffen Seite die Schuld newesen ist. Wir haben einander in Aufrichtigkeit Amnestie erteilt, und an dieser Aufrichtia feit mollen wir festhalten. Es hat eine Zeit gegeben, die nicht aar so weit zurückliegt, in der die Mißverständnisse nahe daran waren, zu offenen Mißbelligkeiten zu führen. Wir dürfen wohl nicht ver= geser, daß in dem Augenblick, da die Gefahr eine be= denliche Höhe erreicht hatte, im englischen Volf eine spontane kraftvolle Bewegung entstand, die darauf gerichtet war, alle aus Intriguen emporgeffienenen Uebel zu zerstreuen, daß unter Rustimmung des aan en englischen Volkes Seine Führer lautes Zeugnis dafür ablegten: sie wollten mit uns nicht im Streit sein. In herzlich brüderlicher Gesinnung haben sie uns die Hände entgegengestreckt, und wir haben, bon gleicher Gesinnung getrieben, in die Hände eingeschlagen. Diesen Takt der beiderseitigen Bevölkerung wollen wir halten. In England hat diese deutschfreundliche Gesinnung die neue Regierung bilden helfen, in Deutschland hat die Regierung bie englandfreundliche Bewegung unterstützt und ihr zu gestimmt. Die Einladung der deutschen Pressevertreter nach England und die Annahme dieser Einladung war gewissermaßen eine Besiegelung eines Bündnisses, das ohne Diplomatie und ohne diplomatisches Beiwerk zustande gekommen ift. Es muß fich zeigen, ob die Bevölkerungen hüben und brüben reif genug find, ihr eigenes Werk zu respektieren und zu wahren. Die Pressevertreter find gleichsam die Siegelbewahrer dea Paktes, der ungeschrieben ist, mie bie englische Verfassung. Tun fie ihre Pflicht, handeln sie nach den Vorsägen, die sie in der gehobenen Stimmung festlicher Tage gefaßt haben, auch in der nüchternen Alltags= timmung und unter den Versuchungen unvermeidlicher und unvorhersehlicher Erregung, so wird ihr Paft unerschütterlich sein, wie die englische Verfassung. England und Deutschland haben beide eine eigenartige Entwickelung durchgemacht. Das war nicht ihr Verdienst, sondern ihr Geschick. Beide fönnen von einander lernen, und beide sind dazu bereit. Doch nicht im Streit darf das neschehen, nur in friedlichem Wetteifer ist das möglich. Die Presse beider Länder hat die Aufgabe übernommen, in diesem Sinne zu wirfen. Möge fie hüben und drüben sich dieser Schönen und gedeihlichen Aufgabe gewachsen zeigen. Politische Rundschau. Deutsches Reich. * Die Verhandlungen über Bortoherabfegungen im Bostverkehr mit Holland versprechen günstige Resultate. Die deutsche und die holländische Regierung stehen angeblich vor dem Abschluß einer Vereinbarung. * Gegen die Einführung von Schifffahrtsabgaben er beben eine An zahl süddeutscher Handelskammern, nämlic Calm, Colmar, Darmstadt, Frankfurt a. M. Freiburg, Heidel berg, Heidenheim, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Lahr, Ludwigshafen, Mannheim, bach a. M., Pforzheim, Ravensburg, Reutlingen, Schopreim, Straßburg i. E., Stutt gart, Ulm, Villingen, Wiesbaden, Worms a. Rh. in einer öffentlichen Erklärung lebhaften Widerspruch. Die Kammern richten gleichzeitig an ihre Regierungen das Ersuchen, dem Antrag auf Einführung von Schiffahrtsabgaben auf den natürlichen Wasserstraßen ihre Zustimmung zu versagen. eußische Minister des Innern hat eine Verfügung erlassen, welche die Milderung des bisherigen Verfahrens bei Ausweisung von Ausländern bezweckt. Es ist vorgekommen, daß Ausländer in Polizeihaft festgehalten worden sind, weil die Uebernahme- Erklärung ihres Heimatstaates nicht rechtzeitig einging. Es soll von jetzt an die Ausweisung im Wege des Transportes nur dann stattfinden, wenn angenommen werden muß, daß der Auszuweisende der Ausweisung ohne Anwendung förperlichen 3manges nicht Folge leisten wird. Haft soll überhaupt nur angewandt werden, wenn sie zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit, Ruhe und Ordnung für notwendig erachtet werden muß. 00 Oefterreich- Ungarn. In Desterreich werden die Postgebühren wahrs fcheinlich nicht erhöht. Der lebhafte Einspruch gegen die beabsichtigte Verkehrs- Erschwerung hat den Handelsminister zu persönlichem Smareifen veranlaßt. Aller Voraussicht nach wird man den Plan ganz fallen lassen. Schweiz. ** Zwischen der Schweiz und Spanien ist ein scharfer Zollfrieg ausgebrochen infolge des Scheiterns aller Zonvertragsunterhandlungen und Ablehnung des Provisoriums. Der Bundesrat setzte für spanische Waren Zollansãze fest, die die spanische Einfuhr fast gänzlich ausschließen. Rufsland. ** In der Reichsduma ist ein Antrag der Regierung eingebracht auf Gewährung eines Kredites von 100 Millionen Rubeln zur Unterstützung der von der Mißernte be troffenen Kreise. Es handelt sich um 127 Kreise, die fich auf 27 Gouvernements verteilen, die besonders Saatfrucht erhalten sollen. In einem Dorfe des Kreises Neu- Ladoga find sechs Fälle von sibirischer Best festgestellt worden. Dof und Gesellschaft. Der Kaiser hat Botsdam bereits wieder verlassen, um seine Nordlandsfahrt anzutreten. Er begab sich mittels Sonderzuges nach Altona und fuhr von dort im Automobil nach Kiel. Nach einer Besichtigung des Panzerkreuzers ,, Prinz Adalbert" begab sich der Kaiser an Bord der Yacht Hamburg". * ** Der Präsident des deutschen Reichs- Versicherungsamtes, Otto Gaebel, ist an der Blinddarm- Entzündung, bie ihn in der vorigen Woche befallen hatte, gestorben. *** In München beging der Minister des Innern Dr. Graf von Feilitsch das 25 jährige Minister- Jubiläum. Bei der Feier betonte der Minister, wenn es ihm gelungen ei, Erfolge zu erzielen, so sei dies das Verdienst seiner Beamten; er wünsche, die Ehren des heutigen Tages mit ihnen allen zu teilen. Im Namen des Bundesrates und im Austrage des Reichskanzlers übersandte der Staatssekretär des Innern Graf v. Posadowsky ein Glückwunschschreiben. ** Kaiser Franz Josef hat sich von Wien zum Sommeraufenthalt nach Jschl begeben. Soziales Leben. × Zentralverband der Wasch- und Blättanstalta= befizer. Der Kongreß der Wasch- und Plättanstaltsbesitzer, der im Anschluß an die Fachausstellung des Wäscherei- und Plättereigewerbes in Berlin tagte, hat einen großen Zentralberband über ganz Deutschland mit dem Sitz in Berlin qcgründet, der alle Wasch- und Plättanstaltsbesiger des Reiches umfassen soll. Preußischer Landtag. Herrenbaus. ( 22. Sizung.) RK. Berlin, 12. Suli. Nachdem die Verfassungsänderung( gemäß dem Antrag Schiffer) endaültig angenommen war und Minister Studt ihre möglichst baldige Veröffentlichung versprochen hatte, trat das Haus in die zweite Lesung der Schulvorlage ein. Die Verhandlung war heute nur furz. Den Reden des Professors Reinte Kiel und des Oberbürgermeisterd Kürschner Berlin für und gegen die Konfessionsschule lauschte das gut besetzte Haus mit großer Teilnahme. Dann aber beantragte Graf Mirbach, die Situng abzubrechen, da seine Fraktion über die Frage der Lastenverteilung noch nicht habe Beschluß fassen können. Daraufhin verschob das Haus die Weiterberatung auf morgen. Haus der Abgeordneten. 77. Sigung. RK. Berlin, 2. Juli. Eine stille Geschäftsfißung war diese erste nach langer Pause, und nur wenige Voltsboten hatten sich dazu eingefunden. Das Gesetz über die petuniäre Auseinandersetzung zwischen Betriebs- und Wohngemeinden wurde nochmals an das Herrenhaus zurückgeschoben, da man einer Abänderung, die das letztere beschlossen hatte, nicht zustimmen wollte. Der Antrag des Abg. Mathis( nat.- lib.), die Gerichtssekretäre mit den Regierungssekretären gleichzustellen, wurde mit großer Mehrheit angenommen, obwohl Minister Beseler dagegen mit der Begründung Einspruch erhob, day dann wieder die Sekretäre an den Oberlandes gerichten über dieses Maß hinaus aufgebessert werden müßten. Schließlich erledigte das Haus eine lange Reihe von Petitionen. Der entgleifte Expreßzug. ( Sonder- Bericht.) London, 2. Juli. Ein schreckliches Eisenbahnunglid, wie es selbst in unserer an ähnlichen Katastrophen gerade nicht armen Zeit lange nicht vorgekommen ist, hat die Passagiere des amerikanischen Dampfers Newport" auf ihrer Fahrt von der englischen Küfte nach London bei der Station Salisbury betroffen. " 7 Dort befindet sich eine höchst gefährliche Kurve, die in der Form eines S läuft und von den Sachverständigen schon längst als eine höchst vrefäre Anlage betrachtet wurde. Als der Schnellzug der Süd- West- Bahn, der die Bassagiere des Dampfers von Devonport nach der englischen Hauptstadt führte, mit der üblichen rasenden Geschwindigkeit diese Stelle passierte, geschah, was man schon lange einmal befürchtet hatte: die Lokomotive des Expreßzuges entgleiste, und von den 47 Passagieren des Zuges fanden 22 im Kerein mit einigen Bahnbeamten auf der Stelle einen qualvollen Tod, während fast alle übrigen Insassen des Zuges mehr oder weniger schwer verletzt wurden. Erschwert wurde die Katastrovhe dadurch, daß die Unglücks- Lokomotive zunächst auf den Dienstwagen eines entgegen. fommenden Milchzuges fubr und dann, den sandigen Bahnsteig tief aufwühlend, mit furchtbarem Krachen die Eisenpfeiler der über die Bahngeleise führenden Fußgängerbrücke fortfegte. Dann überschlug sich die Maschine, es erfolgte eine Explosion, und der Lokomotivführer wie der Heizer wurden in das Feuer geschleudert, wo sie elendiglich verbrannten. Die entgleiste Lokomotive hatte die nächstfolgenden Waggons aus den Schienen geriffen. Der norderste stieß ebenfalls gegen einen Brückenpfeiler und wurde in Stücke zerschmettert, der zweite und dritte Wagen überschlugen sich und wurden ebenfalls zersplittert. Nur der letzte Wagen, der die Küche enthielt, wurde gerettet, und das verdanken die Insassen der Geistesgegenwart des Schaffners, der mittels der Notbremse den Wagen zum Stehen brachte. Durch das Getöse des Zusammenstoßes wurden die Bewohner Salisbury's an dem Schlafe geweckt, denn es war 2 Uhr früh, als das Naglück fich ereignete. Die Dunkelheit erschwerte das Rettungswerk, das alsbald begann. Furchtbar flang das Stöhnen der in den Trümmern eingeklemmten oder unter ihnen liegenden Passagiere durch die dunkle Nacht. Mit Art und Säge ging man daran die zum Teil in schrecklicher Weise Verwundeten zu befreien und die Leichen zu bergen, die faft alle gräßlich verstümmelt maren. Die Verletzten schaffte man in das Hospital zu Salisburn. Entfeßliche Szenen spielten sich auf der Unglücksstelle ab. Da war ein amerikanisches Brautpaar auf der Hochzeitsreise nach dem Kontinent begriffen. Auf dem Dampfer hatten Mr Cofitt und seine schöne junge Frau durch ihr irisches munteres Wesen alle Herzen gewonnen. Als man die verstümmelte Leiche des eben noch so alücklichen Ehemannes unter den Trümmern hervorholte verfiel die neunzehnjährige Mistreß Cofitt, die wunderbarer Weise ganz unberlegt geblieben war, in Wahnsinn. Mit lautem Wehflagen stand eine Mutter vor einem Haufen Balfen, zwischen den ihr zwölfjähriges Töchterchen eingeklemmt war. Mit wahrem Heldenmute war die Kleine nur darauf bedacht, ihr Mütterchen zu trösten, indem sie fortwährend beteuerte, daß fie gar feine Schmerzen empfinde. Als man das Mädchen befreit hatte, war es tot; ein Balkensplitter hatte es buchstäblich durchbohrt. Doch ziehen wir den Schleier über diese Bilder des Grauens. Groß ist die Erbitterung über die Bahngesellschaft, die trotz mehrfacher Warnungen eine derartig gefährliche Stelle duldete und die Rüge mit der vollen Geschwindigkeit eines englischen Expreßzunes darüber hinwegfaqen liek. Jetzt wird wohl Abhilfe geschaffen werden, aber den Opfern der furchtbaren Katastrophe ist damit nicht geholfen! ia chen Mama mas mich fe fehr beinigt! reichen Vater, was brauchst du einen Beruf?" Was das für Gedanken find! Du hast doch einen fchredlich genug, baß ich selber garnichts bin!" Persönlichkeit und Lebensenergie ausfüllt. Ach es ist ja schon gewesen wärst. Gertrud lachte gezwungen. intereffieren. Aber, er ist nun längst abgereist." Der Prinz schien sich wirklich für dich zu gehabt hatte. fann ihn nicht ausstehen."-" Ja, und Vater heruhigt ſein Der andere ift anch nun auch meg" Mertruda ,, Gut, daß er fort ist, ich tann ja ganz Geschicklich eit im Nähen von Languetten an weißer Wäsche berdienen könne, und sie entdeckte, daß sie immer eine große Sie laß die Zeitungsannonsen nach Die Mutter fann deshalb barilber nach, wie fie etwas Wortgemenge, in dessen Verlauf auch der gedeckte Kaffeetisch bais daß das Meißener" auch nicht Meinungsverschiedenheiten zu widerstehen vermochte. Schließ fein feelisches Gleichgewicht einbißte, wobei sich herausstellte, im entferitesten Menteschen Sen Obertortioner Nab und Fern. † Ständige Ausstellungskommission der deutschen Industrie. Die durch den Zentralverband deutscher Industrieller, die Zentralstelle für Vorbereitung von Handelsverträgen und den Bund der Industriellen gebildete Gemeinschaft hat beschlossen, eine ständige Ausstellungskommission der deutschen Industrie zu begründen, der die Vertretung der Interessen deutscher Aussteller im In- und Auslande und die Behandlung aller mit dem Ausstellungswesen in Berbindung stehender Fragen zur Aufgabe gestellt ist. + Deutsches Sängerfest in Amerika. In Newark hat das 21. Deutsch- amerikanische Sängerbundesfest unter großer Teilnahme von Sängern aus allen Teilen Amerifas begonnen. Bei dem Fest, das bis zum 5. Tuli dauert, findet auch ein Wettingen um den vor einigen Jahren vom Deutschen Kaiser gelegentlich des Brookliner Sängerfestes gestifteten Wanderpreis statt, um den sich sechs Vereine bewarben. † Eröffnung der Vintschgau- Bahn. Unter großen Feierlichkeiten ist die neue Strecke der Vintschgau- Bahn zwischen Meeran und Mals eröffnet worden. Als Vertreter des Kaisers Franz Josef nahm Erzherzog Eugen an den Festlichfeiten teil. Aus ganz Tirol war die Leteiligung eine ungebeure. Auf allen Stationen fand festlicher Empfang des Festzuges statt. Der Ausblick aus dem Zuge war stellenweise von überwältigender Schönheit. Besonders imposant ist die Endstation auf der Gletscherwelt des Ortlers. + Manuel Garcia. In London ist am Sonntag der berühmte Gefanglehrer und Erfinder des Kehlkopfspiegels Manuel Gareia im 102. Lebensjahr sanft entschlafen. Am 17. März vorigen Jahres feierte der nunmehr verstorbene Manuel Garcia, der größte Gesangameister des 19. Jahrhunderts, unter großen Ehrungen seinen 100. Geburtstog. † Töff! Tön! An der Kaiser- Wilhelm- Gedächtniskirche in Berlin stieß ein Droschfenautomobil mit einem Break zufammen, in welchem sich der Kaufmann Brandt mit seiner und einer befreundeten Familie befand. Der Kraftwagen erfaßte das Break und schleuderte es mit solcher Gewalt zur Seite, daß die Insassen auf den Straßendamm geworfen wurden. Der Kaufmann B. fiel so unglüdlich auf das Pflaster, joaß ihm das Cenic gebrochen wurde. + Radfahrer Robl verunglückt. Bei dem Rad- Rennen auf der Leipziger Bahn um den Preis der Stadt Leipzig fam Robl einer Schrittmachermaschine zu nabe. Er stürzte und trug einen Bruch des rechten Stirnbeins, sowie einen fo: mplizierten Knöchelbruch davon. † Bom Blie erschlagen. Bei Stargard in Pommern flüchteten 5 Frauen, die im Walde Beeren sammelten, vor einem heraufziehenden Gemitter unter eine dichte Baumgruppe. Der Blitz schlug in diese hinein. 2 Frauen wurden erschlagen, die übrigen verletzt. + Stiffsfolliñonen. Bei den Oderwerken im Stettiner Safen stießen die Passagierdampfer ,, Seringsdorf" und„ Oberbürgermeister Hafen" zusammen. Es brach daber auf dem zuez genannten dichthesetz en Schiff eine Panik aus, bei der ein junger Mann über Bord sprang und ertrant. Sonſt famen Personen nicht zu Schaden. In der Nähe von Falebo kollidierten die jaranischen Dumpfer„ Binodemaru" und ,, Nichiyeimaru," der erstere ist gesunken, der letztere murde nur wenig beschädigt. Von der Besatzung und den Panagieren des Hinodemarn" werden 27 Personen vermißt; die übrigen sind gerettet. + Wieder ein Eisenbahnunglück. In Großhefselohe bei München stieß bei der Einfahrt in den Bahnhof ein Vorortszug auf einen anderen, der in demselben Geleise stand, der Tender und vier Wagen entgleisten, ein Wagen wurde zertrümmert. Ein Zugführee wurde schwer, ein Heizer leicht verletzt. + Ein Selbstmord vor der Front. In Metz trat der Musketier Lange vom 173. Regiment während der Bataillonsbefichtigung durch den kommandierenden Genera! aus der Paradeaufstellung heraus und erschoß sich mit einer Platzpatrone. Der Grund soll Lebensüberdruß sein. Er ist häufig mit Arrest bestraft. Vor wenigen Tagen hatte er seine Mutter in Dortmund verloren. † Ein furchtbares Familiendrama. Der Handelsagent Gregor Rizzi in Roveredo tötete mit dem Rasiermesser seine Frau und drei Töchter und stellte sich dann der Polizei. Er litt seit einiger Zeit am Säuferwahnsinn. † Große Hize in Amerika. In Newyork sind wieder Todesfälle an Hißschlag vorgekommen. Auch in anderen amerikanischen Städten hat die anhaltende Hitze Opfer an Menschenleben gefordert. † Ein umgewehtes Zirkus- Zelt. Während eines Heftigen Gewittersturmes wurde in Aurora( Illinois) das riesige Belt des Ringlin Brother- 3irfus umgeweht. Unter den 5000 Zuschauern, die der Vorstellung beiwohnten, ent stand eine schreckliche Panik. Zwei Personen wurden auf der Stelle getötet und viele wurden von der fliehenden Menschenmenge unter die Füße getrampelt. Nur mühsam konnte sich die Menge unter der Last der schweren Zeltstücke hervorarbeiten, der Sturm, der die Gewalt eines Tornados hatte, hat in Aurora und Umgebung viele Gebäude beschädigt. Tages- Chronik. Der deutsche Generalfonsul von Herff, Generalfommissar der deutschen Ausstellung in Mailand, verunglückte auf der Fahrt zur Ausstellung mit der Droschke, deren Pferd durchging, wodurch Herr v. Heiff und Gemahlin Verlegungen davontrugen. In Forchheim wurde eine Arbeiterfrau von ihrem Geliebten, einem Gensdarmerie- Sergeanten, erdrosselt. In der Vale- Grube in Südwales sind zwei der verunglückten Bergleute nach acht Tagen noch lebend in einem alten Schacht, in den sie sich gerettet hatten, gefunden worden. Aus dem Gerichtefaal. § Wredesche Silberaffäre. Die Straffache gegen den früheren Diener des Fürsten Wrede wegen versuchter Erpreffung wird nunmehr am 6. Juli abermals die erste Strafkammer des Landgerichts I in Berlin beschäftigen. Der erste Termin mußte vertagt werden, weil der Angeklagte Glase neue Entlastungszeugen vorschlug, deren Befundungen als erheblich erachtet wurden. Da der unter Anklage gestellte Brief des Angeklagten an den Fürsten nach Madrid gerichtet war, wird sich das Gericht auch mit der Frage zu beschäftigen haben, ob das Delikt der versuchten Erpressung nach spanischem Recht strafbar ist. - § Betrugsprozeß Zander. In der wetteren vers handlung wurden mehrere Urteile in Zivilprozessen, Hauptsächlich aus Anlaß der Interventionen Lüttigs, verlesen. Die Urteile gehen dahin, daß der Verkauf des Zanderschen Inventars und Mobiliars an Lüttig zivar nicht einwandsfrei und der Vertrag nach Inhalt und Fassung nicht ohne Bedenten, aber gleichwohl ein gültiger Vertrag und kein Scheinvertrag set. Der Angeklagte Lüttig betont zu wiederholten Malen, daß er die mißliche Vermögenslage Banders nicht gefannt habe, sonst hätte er den Vertrag nicht abge= schlossen. Frau von Rander ist auch des betrügerischen Banterotts angeklagt. Belastend für sie ist ein Brief, den fie an ihre Schneiderin, Frau Zorn in Berlin, geschrieben hat, fie folle den Stoff, der bei ihr liegt, wegschaffen_und darüber unter Dedadresse Nachricht geben. Die Angeklagte von Zander erklärt, sie habe die Dedadresse vorgeschlagen, um die staatsanwaltliche Briefsperre zu umgehen. Zeuge Rechtsanwalt Ulrich hat als Notar einen weiteren Vertrag zwischen von Zander und Lüttich abgeschlossen, in dem von Rander alle ferneren Finsbrüche und Rechte, die ihm aus seiner Beteiligung an Bergwerfen und anderen Industrieunternehmungen in Zukunft noch erwachsen würden, an Lüttig für die Hergabe einer Summe von 15 000 m. verpfändet. Zeuge hatte keine Bedenten, diesen Vertrag abzuschließen, weil er die verpfändeten Rechte für ganz wertlos hielt, und längere Zeit vor dent Abschluß des Vertrages feine Biändungen mehr bei Zander stattgefunden haben. Nach Ansicht des Borfiyenden wird die Verbandlung noch diese ganze Woche in Anspruch nehmen. Die gestrige Verhandlung begann mit der Berlesung einer Reihe von Briefen, die sich zum Teil zugunsten des Majors von Zander aussprechen. In einigen Briefen, die den Angeklagten als aktiven Offizier schildern, wird er als Muster aller soldatischen Tugenden bezeichnet. Mehrere Dienstboten werden ver nommen, deren Aussagen über Frau von Zander übereinstimmend ungünstig sind. In einem im Anschluß hieran zur Berlesung gebrachten Briefe macht Frau v. 3. ihrem Mann bittere Vorwürfe und schlägt ihre sofortige Scheidung vor. Frau v. Zander erklärt unter beftigem Weinen, daß sie niemand betrügen wollte und niemand betrogen habe. " " - - - § Intimes aus dem„ Rennfahrklub Preußen." Vier junge Leute hatten, um einem dringenden Bedürfnis abzuhelfen, in Berlin einen neuen Verein gegründet, den sie Rennfabrklub Preußen" nannten. Ein Vorstandsmitglied besorgte sich das notwendigste Requisit cin Fahrrad, sehr billig er stahl ein auf der Straße stehendes Rad. Zu dem Vereine fanden sich auch bald halbrüchige Burschen; der Vorstand" besorgte hei einem Medaillenhändler die Vereinsabzeichen und stellte diese dann nach Fälschung einer Rechnung zu einem hedeutend höheren Preise zur Verfügung. Als der ,, Vorstand" gerade einmal gemütlich beisammen war, wurde das gesamte Vereinsvermögen hervorgeholt und zu einer Kneiperei in einem Café verwendet. Die Folge war eine Anflage wegen Diebstahles, Betruges und Unterschlagung. Das Berliner Landgericht I verurteilte den Vorsitzenden, den Fahrraddieb Vogel, zu zwei Monaten Gefängnis, die anderen ,, Vorstandsmitglieder" famen mit Geldstrafen davon. § Die Raubmörderinnen aus dem Rarental. Vor bem Schwurgericht in Leoben hat der Prozeß gegen die Schwestern Friederike und Marie Reller begonnen, die an= geklagt sind, am 25. Januar d. J. im Rarengraben die frühere Köchin Marie Maier durch Erdrosseln und Halsschnitt ermordet zu haben. Cokales * Stipendium. Die Stadtverordneten Worms haben beschlossen, der Universität Gießen anfäßlich des Jubiläums ihres 300jähren Bestehens jährlich 200 it. als Zinsen von 5000 Mt.( Kapital als Zuwendung zu Stipendien fonds) zu übermachen. Die eigentliche Staatsschuld des Großherzogtums ( b. h. nach Abzug der sichergestellten Forderungen und der noch nicht verwendeten Barbestäude aus Anlehensmitteln sich ergebende Betrag) belief sich am 1. April 1905 auf 327 233 296 Mt., wovon 277 881 209 Mt., Eisenbahn schulden und 30412 087 m., sonstige allgemeine Staats schulden waren. ** Der gestrige, der Hauptfesttag der Gießener 50er Feter nahm den beften Verlauf. Gegen 3 Uhr trafen die Herren mit ihren Familien im Philosophenwalde ein, wo bald darauf Oberstaatsanwalt Theobald eine treffliche Begrüßungsrede hielt. Nach dem gemeinschaftlichen Kaffee gaben die Festteilnehmer sich den verschiedenen Ver gnügungen und Berstreuungen hin. Der Nachmittag ver strich in der angeregtesten Weise bei Spiel, Schießen und Konzert und abends vereinigte man sich zur Familientafel. Der übrige Teil des Festes gehörte dann dem Tanz. Wie in all' den Jahren vorauf, so nahmen auch heuer wieder sämtliche Kreise an der gemütlichen Feier teil, auch das Militär, von dem Oberst v. Lindenau als Fünfziger zum Feste erschienen war, fehlte nicht. 10 " " ** Gießener Volksbad. Im Juni wurden ver. abreicht 12531 Bäder gegen 11754 im Mai 1906 und 12777 im Juni 1905 oder im Durchschnitt per Tag 418 Bäder gegen 379 im Mai 1906 und 426 im Juni 1905. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 5489 Männer, darunter 1065 zu 10 Pfg. 1635 Frauen, 365 Wannenbäder: 1. Kl. 309 Männer, 156 Frauen. 2. Kl. 833 634 Brausebäder 1. RI. 919 Männer, 178 Frauen. 2. Kl. 1811 Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 147 Männer, 36 Frauen. 11 " " 384 " Die Personenwage wurde von 300 Personen benutzt, Tas Bad von 5 Personen besichtigt. * Hessischer Flottenverein. Die Gesellschaftsfahrt nach Bremen- Hamburg- Riel findet bestimmt statt, auch dann, wenn die Zahl der Teilnehmer unter 200 bleiben sollte. Nichtmitglieder des Flottenvereins fönnen ebenfalls teilnehmen. In Beantwortung von verschiedenen Anfragen wird erneut darauf aufmerksam gemacht, daß sich auch Damen an der Fahrt beteiligen fönnen. Die Gutscheinhefte werden mit den näheren Angaben über die Zeit der Abfahrt usw. spätestens am 7. Juli den Teilnehmern zugehen. Das Pro gramm erfährt in so weit eine Verschiebung, als die Fahrten nach Laboe- Sonderburg- Düppel am 16. Juli erfolgen, a 17. also die für den 16. vorgesehenen Besichtigungen 2c. stattfinden. Letter Termin für die Anmeldungen ist der 6. Juli Vormittags bei dem Reisebureau L. Lyssenhop& Co. in Mainz, Kaiserstraße 7. * Die Lebensversicherungspolice im Ronfursverfahren. Das Reichsgericht hat entschieden, daß die Kontursmasse tein Recht auf die Lebenversicherungspolice, oder wenn der Versicherungsnehmer gestorben und der Konkurs über seinen Nachlaß eröffnet worden ist, auf die Versicherungssumme hat. Das Urteil des Reichsgerichts, dem sich wohl die Gerichte in der Hauptsache anschließen werden, ist um von so größerer Bedeutung, als bisher Juristen oft eine gegenteilige Meinung vertreten haben. ** Ein ergiebiges Arbeitsfeld für Ausgrabungen bietet der Distrift Fuchsbau in der Lindener Feldmark, wo schon vor zwei Jahrtausenden v. Chr. eine Stedlung gestanden hat. Der Oberhessis he Geschichtsverein ist denn auch raftlos bemüht, die Zeugen der längst dahingegangenen Epoche zu sammeln. In den beiden leztverflossenen Monaten wurden verschiedene Flach- und drei große Hügelgräber geöffnet. In einem Hügelgrab wurde eine große Steinfifte mit Deckplatten freigelegt, die das zerfallene Stelett eines Kindes barg. Den Toten waren zahlreiche Schmuckgegenstände, als bronzene Armbänder, Halsringe, Gürtel mit Buckel, Ohrringe mit kleiner blauer Schmelzperle u. a. mit ins Grab gelegt worden. ?? Radsport. Den großen Preis der Stadt Leipzig ( 3000 M) 100 km Rennen gewann Dickentmann ( Brennabor) in 1 Std. 11 Min. 23,4 Set., Robel stürzte infolge Karambolage seiner und Contenets Schrittmacher, wobei er sich einen Knöchelbruch des linken Fußes zuzog. agerbereinigung Sonntag hiel träge der einz * Shotten. gten Beit ber m innerhalb ein nb Mutter, fowi * murden. ? Burg- Gemi fere Gemeinde in ben. Die erfte zur Beit geleg ft bor 11 Jahre wamm fchwer ge ließlich hält es Sarrhaus zu bau * Fifa, 2. Su Seibel oollte nad Shenmeffer mit Salsaber am rechte Alinit nach Gi * Nieder- Ofle arbe das Zugfeil rles bis zur Hä rudh gemerft und Ermittlung des gefeßt. Nieder- Ofle Rafern und Reuch terbleiben mußte. * Aus Naffau offenheim haben be bei der Schulb hülern bei der le Benbleiben nur e infigen Lehrerwed Bom Hohero logelsberger fernficht war nicht Gebirge. Die Homburg v. jutfabrit Ph. Mod febene, mehrere S firma tätig. * Frankfurt. figen Generalang Hegraphiert: Gegen eingelieferten Möbel fich die Verdachtsum wefentlich vermehrt daß er nur den auf Sante verheimlicht h in. Eine nach S beren Mitte Verwün Abend 10 Uhr der bahnhofe und feiner Dagen bet. Meyer, * Das cote Kreuz in Firmen- und Warenzeichen. Mit dem 1. Juli ist die Uebergangszeit abgelaufen, die das Gesetz vom 22 März 1902 zum Schuße des Genfer Neutralitätszeichens für solche Firmen- und Warenzeichen ge währt, die vor dem 1. Juli 1901 in Gebrauch waren. Bis zum 1. Juli d. J. durften diese Zeichen unverändert fort geführt werden; vom 1. Juli ab ist es aber nicht mehr gestattet und ein Gewerbetreibender, der dieser Bestimmung entgegenhandelt, hat Bestrafung zu gewärtigen. Zuckerrübenbau und 8uderfabriten in Hessen. Im Großherzogtum Hessen sind mit Rüben, die von den Aktionären und Fabrikgesellschaften vertragsmäßig zu liefern sind( Aktien- und Pflichtrüben) 1906: 1825 Heftar angebaut worden( 1905: 1825 Heftar), mit anderen Rüben ( Rauf und Ueberrüben) 1906: 3787 Heftar( 1905: 4229 Heftar), überhaupt sind mit Rüben angebaut worden 1906: 5612 Hektar( 1905: 6054 Hettar). Der Rückgang des Rübenbaues gegen das Vorjahr beträgt also 442 Hektar oder 7,3 Prozent. Der Rübenbau in Hessen ist in höherem Maße zurückgegangen, wie die gesamten Reichsgebiete überhaupt, wo die Abnahme nur 5,2 Prozent beträgt. Zuckerfabriken mit Rübenverarbeitung sind zur Zeit in Hessen 5 vorhanden( 1905: 5). Bei 370 Fabriken im Reiche überhaupt ist der Anteil Hessens hierbei also nur 1,4 Prozent, während von der gesamten Rübenbaufläche gar nur 1,2 Prozent auf Hessen entfallen. * Obstpreise. Nach den Mitteilungen der Zentralstelle für Obstverwertung in Frankfurt ist Angebot und Nachfrage gegen die Vorwoche start gestiegen. In Kirschen war immer noch fein lebhaftes Geschäft. Die Preise betrugen: Erdbeeren 25 bis 40 Mt.; grüne Stachelbeeren 11 bis 14 Mt.; Kirschen 1. Qualität 18 bis 23 Mt. 2. Qualität 14 bis 18 M.; rote Johannisbeeren 9 bis 14 Mt.; weiße Johanisbeeren 8 bis 10 t.; schwarze Johannisbeeren 15 bis 18 t.; Heidelbeeren 20 bis 22 et. alles per Zentner. * Das Herausreißen und Mitnehmen von Bildern aus Zeitschriften, die in Restaurants und anderen Lokalen öffentlich ausliegen, ist strafbar. Ein Schöffengericht erkannte leghin für einen solchen Fall wegen Diebstahls auf einen Tag Gefängnis. * Auf den Kopf. Der Rechnungsrevisor der Gemeinde Oberniederdorf fand unter den Ausgaben einen Posten Nägel aufgeführt, ohne nähere Angabe über ihre Verwendung. In den Revisionsbemerkungen schrieb er daher:„ Es ist anzugeben, wo die Nägel hingeschlagen worden sind, und prompt erfolgte nach 14 Tagen die Antwort:" Auf die Köpp." " Butzbach, 2. Juli. Aus dem Geschäftsbericht des hessischen Fechtvereins Waisenschuh, der, wie schon gemeldet, Sonntag hier seine Landesversammlung abhielt, geht. hervor, daß in der Berichtsperiode der Verein wieder rüstig vorwärts geschritten ist. Gegenwärtig bestehen 21 3weigvereine und 12 Fechtwartstellen, je 2 mehr als im Vorjahre, die 2379,80 t. mehr erbrachten. Die Einnahmen betrugen 11 910,13 Rt., die Ausgaben 8644,51 Mt. Der Verein zählt bereits über 5000 Mitglieder; sein Vermögen beziffert sich auf 78 000 Mt. Im nächsten Jahre soll eine GesellschaftsLotterie veranstaltet werden. An den Großherzog wurde ein Huldigungetelegramm gerichtet, daß er alsbald in einer warmherzigen Danfdepesche beantwortete. * Bad Nauheim, 2. Juli. Die Aufführung der Hüttenberger im Kurtheater fand vor ausverkauftem Hause statt und erntete großen Beifall. * Friedberg, 1. Juli. Unter äußerst großer Beteiligung wurde heute hier das 17. Bundesfest des Maintalsängerbundes abgehalten. Außer den 28 Bundesbereinen nahmen noch teil die Frankfurter Sängervereinigung, sämtliche hiesige Vereine und Vereine aus den Nachbarorten. Der Feftzug umfaßte 67 Vereine. Am Samstag- Abend war in der Reichstrone" der Bundestag. Von Wichtig teit sind folgende Beschlüsse: 1. Die Bundesversammlung 1907 findet in Miltenberg statt; 2. das Bundesfeft 1908 wurde den vereinigten Gesangvereinen zu Offenbach übertragen, damit verbunden ist das 50jährige Jubiläum des Bundes und das 100jährige Jubiläum des deutschen Männergesangs; 3. das deutsche Sängerbundesfest in Breslau 1907 wird von zwei Delegierten beschickt, die dafür eintreten sollen, daß das nächste deutsche Sängerbundesfest nach Frankfurt a. M. kommt. Den Antrag hatte der Vertreter der Frankfurter und mit Retten gefch Er ficht recht firapaz Frankfurt, 2. Rebifion, die von d Millionärs" imgelegt wurde, ift * Mainz. 3e ortwährenden Steig Bürgermeisterei der eine Borlage unterbr in der offenen Armer werden sollen. * Wiesbaden, 2 ein Dienstmädchen, d Arb Die nachstehe Neubau de ollen im Wege werden. 1. Zimmeran 2. Spengler 3. Schreiner 4. Bligableit Zeichnungen, und Angebotsformu 5. Meyer Weftan Bonnen daselbst zu Die Angebote Samstag den mit entsprechender dingureichen. Großh. Flechtenfra folche, die nirgends mben, berlangen Bro glaubigte Attefte grati Redizinhandel) Rolle Bahrenfeld, Beethovenfr Geld! Bares G Hoher sofortiger Ver für Jedermann! Kein al! Kein Laden Spielend leicht! Of A.B. a. Annoncene Eugen Wieland, Lind Bayern. li erfolgen, a fitigungen en ift der 6. Juli hop& Co. in 20. lice im Ron entschieden, daß ficherungspolice, und der Konturs e Berficherungs dem sich wohl werden, ist um riften oft eine sgrabungen Feldmart, wo e Siedlung ge in ift denn auch dahingegangenen offenen Monaten Sügelgräber ge große Steinfifte e Stelett eines Smudgegen e, Gürtel mit perle u. a. mit er Stadt Leipzig Didentmann Robel stürzte Schrittmacher, Fußes zuzog. Warenzeichen. laufen, die das Be des Genfer Barenzeichen ge waren. Bis berändert fort nicht mehr ge er Bestimmung fabriken in 11. mit Rüben, die bertragsmäßig 6: 1825 Heftar anderen Rüben ( 1905: 4229 worden 1906: Rückgang des 442 Heftar ift in höherem 58gebiete überträgt. Zuderit in Hessen 5 eiche überhaupt ozent, während 2 Prozent auf en der Zentral Angebot und In Kirschen Breife betrugen: eeren 11 bis f. 2. Qualität 14 Mt.; weiße nnisbeeren 15 per Zentner. Bildern aus Lotalen öffent richt erkannte 18 auf einen der Gemeinde Posten Nägel wendung. In ift anzugeben, rompt erfolgte ftsbericht des wie schon ge abhielt, geht wieder rüftig 21 3weig im Borjahre, men betrugen Der Verein Sgen beziffert Gesellschaftsrzog wurde ald in einer der Hüt uftem Haufe Beteiligung Maintal. 28 Bundesvereinigung, Rachbarorten. mstag- Abend Son Wichtig bersammlung ndedfeft 1908 fenbach überJubiläum des fchen Männer Breslau 1907 eintreten sollen, Frankfurt a. M. Der Frantfurter Sängervereinigung, Herr Kampfrath, gestellt. Die Festrede m Sonntag hielt Pfarrer Kleeberger, daran schlossen sich Borträge der einzelnen Vereine und Massenchöre. * Schotten. Von herbem Mißgeschick wurde in der legten Beit der hiesige Brauereibefizer Duckardt heimgesucht, bem innerhalb eines halben Jahres die Frau, ferner Vater und Mutter, sowie ein Bruder durch den Tod entrissen wurden. ? Burg- Gemünden, 2. Juli. Rund 100 000 mt. wird unsere Gemeinde in nächster Zeit für Bauten aufzubringen haben. Die erste Quote beansprucht unsere Wasserleitung, bie zur Zeit gelegt wird. Ferner ist der Umbou unseres erst vor 11 Jahren erbauten Schulhauses, das der Holzschwamm schwer geschädigt hat, in Aussicht genommen und schließlich hält es die Behörde für angebracht, ein neues Pfarrhaus zu bauen, ehe die Stelle definitiv besetzt wird. * Eifa, 2. Juli. Unglücksfall. Gastwirt Dietrich Weißel oollte nach dem Vesper sein vom Tisch fallendes Taschenmesser mit den Beinen auffangen, wobei er sich die Bulsader am rechten Oberschenkel ausschnitt. Er mußte in die Alinit nach Gießen verbracht werden. * Nieder- Ofleiden. Frebeltat. Von roher Hand wurde das Zugseil an der Drahtseilbahn des hiesigen Basaltwerkes bis zur Hälfte durchschnitten. Rechtzeitig wurde der Bruch gemerkt und so ein großes Unglück verhütet. Für die Ermittlung des Täters ist eine Belohnung von 100 Mark ausgefeßt. Nieder- Osleiden. Unter den Kindern grassieren Masern und Keuchhusten in solchem Maße, daß die Impfung anterbieiben mußte. Aus Nassau. Nette Folge. Die Einwohner von Soffenheim haben beschlossen, so schreibt die Hess. Schulztg.", fich bei der Schulbehörde über das Sißenbleiben von 30 Schülern bei der letzten Versetzung zu beschweren, weil dieses Sißenbleiben nur eine Folge des Lehrermangels und des häufigen Lehrerwechsels sei. * Bom Hoherodskopf, 2. Juli. Gestern hielt hier der Vogelsberger Höhen Club sein Jahresfest ab. Die Fernsicht war nicht gut; ein dichter Nebelschleier umhüllte das Gebirge. Die sonst übliche Festrede fiel diesmal aus. * Homburg v. d. H. 100jährige Firma. Die Sutfabrit Ph. Möckel feierte das Fest des hundertjährigen Bestehens, mehrere Arbeiter sind schon 50 Jahre bei der Firma tätig. * Frankfurt. Die Leiche im Koffer. Dem hiesigen Generalanz." wird aus Kassel unter dem 2 Juli telegraphiert: Gegen den im Kasseler Untersuchungsgefängnis eingelieferten Möbelhändler Meyer aus Wildungen sollen sich die Verdachtsumstände, daß es sich um Mord handelt, wesentlich vermehrt haben. Es sollen Meyer, der behauptet, daß er nur den auf natürliche Weise eingetretenen Tod s iner Tante verheimlicht habe, Widersprüche nachgewiesen worden sein. Eine nach Hunderten zählende Menschenmenge, aus beren Mitte Verwünschungen laut wurden, wohnte Samstag Abend 10 Uhr der Ankunft Meyers auf dem Oberstadtbahnhofe und seiner Ueberführung in den Zellentransportwagen bei. Meyer, der von zwet Schußleuten begleitet und mit Retten geschlossen war, benahm sich sehr apathisch. Er sieht recht strapaziert aus. * Frankfurt, 2. Juli. Zum Fall Pintus. Die Revision, die von der Verteitigung gegen die Verurteilung des Millionärs" Peter Pintus zu zwei Jahren Buchthaus eingelegt wurde, ist zurückgezogen worden. * Mainz. Zeichen der Zeit. In Anbetracht der fortwährenden Steigerung der Lebensmittelpreise hat die Bürgermeisterei der Stadtverordnetenversammlung soeben eine Vorlage unterbreitet, nach welcher die Unterstützungen in der offenen Armenpflege jährlich um 12000 Mt. erhöht werden sollen. * Wiesbaden, 2. Juli. Mitgift. Verhaftet wurde ein Dienstmädchen, das seiner Herrschaft Schmucksachen im Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zum Neubau des Stadttheaters in Gießen sollen im Wege des öffentlichen Angebotes vergeben werden. 1. Zimmerarbeiten 75,00 cbm Holz zu Sparren und Pfetten. 2. Spenglerarbeiten. 3. Schreinerarbeiten. Holzgesimse 412 Ifdm. 4. Blizableitungsanlage. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen, Bedingungen und Angebotsformulare liegen im Bureau des Architeften H. Meyer Westanlage dahier, zur Einsicht offen und fönnen daselbst zu Selbstkostenpreis erhoben werden. Die Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am Samstag den 14. Juli vormittags 11 Uhr mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns einzureichen. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Flechtenkrante Beerfelder Pferdeà 1 Mart- auch solche, die nirgends Heilung Loose 11 Stü: 10 Mart. fanden, verlangen Prospekt und beglaubigte Atteste gratis.( Kein Medizinhandel.) Rolle, AltonaBahrenfeld, Beethovenstraße 12. Geld! Bares Geld! Hoher sofortiger Verdienst für Jedermann! Kein Kapital! Kein Laden nötig! Spielend leicht! Offert. u. A. B. a. Annoncenexpedit. Eugen Wieland, Lindau in Bayern. Ziehung 17. Juli. ( Günstige Gewinnchance.) zu haben bei: Richard Buchader. Neuen- Bäue 11. Wasche mit Werte von 20000 Mt. gestohlen hatte Das Mädchen war zu dem Diebstahl von ihrem ebenfalls verhafteten Bräutigam, einem Schneidergesellen, angeftiftet worden; die gestohlenen Schmucksachen betrachtete er als Mitgift. * Büdesheim, 29 Juni. Die Arbeiten an der Bahnstrecke Vilbel- Büdesheim- Heldenbergen Windecken sind soweit gediehen, daß nach landesbaupolizeilicher Erlaubnis von Anfang Juli an auf der Strecke Arbeitszugbetrieb eingerichtet wird. Die Arbeiten am Oberbau haben begonnen, der 500 Meter lange Tunel bei Büdesheim ist vollendet. Die Inbetriebseßung der Strecke ist frühestens im Oktober zu erwarten. Marktberigte. Steges, 3 Juli. Suf dem heutigen Bohenmarkt foẞteten Butter ber f. 100-11.0 2., Sühnereter per Stid 6-7 Bfa., Enteneier St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg, Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Vfd. 22 Pfg., Linsen per Pfd. 32 Bfg., Tauben ver Paar 0.80-1.00 Mr., Hühner per Stück 1.00| 1.60 mt., Hahnen per Stück 0.80-1.80 Mt., Enten per Stüd 1.80-2.20 Mt., Gänse ber Pfd. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 76-84 Pfg., Rind: fleisch per Pfd. 70-72 Pfg., Schweinefleisch per Pfs. 80-86 Bfg. Schweinefleisch gesalzen ver Pfd. 90-00 Pfa., Kalbfleisch ver Pfd. 80-84 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 60-80 Pig., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-0.00 Mt., Zwiebeln per 3tr. 6.00-8.00 Mt., Weiskraut per 3tr. 00-00 Mt., per St. 10-30 Pfg., Aepfel ver 3tr. 00-00 Mt., Zwetschen per 3tr. 0.00-000 mr, Nüsse 100 St. 50-00 fg., Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherzieher feilgeboten werden. Notierungen der Frankfurter Bichmarktpreise Frankfurt a. M., 2. Juli 1906. Zum Verkauf ftanden: 533 Ochsen, 49 Bullen, 777 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 238 Kälber, 270 Schafe und Hämmel, 1282 Schweine, 0 8tege 0 Ziegen und Schafiämmer. Bezahl wurden für 100 Pfund: Schlacht-| LebendDchien: b. junge flishige, nicht ausgemäßtete une ältere ausgemäftete gewicht Mo a. vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren gewicht Mo 78-81 - 72-74 - 63-66 72-74 - 66-70 c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere Bullen: a. bollfleischige höchsten Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): a vollfleischige ausgemästete Färsen( Stiere und Rider) höchsten Schlachtwertes b. vollfleischige ausgemästeten Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 73-75 71-72 c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) 53-55 d. mäßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) e. gering genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) - E8 Frankfurt a. M., 2. Juli. Fruchtmarkt. notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer mt 18.90-19.00, furhessischer Mt. 18.80-18.90 Roggen, hiesiger mr. 00 00-00.00, russischer Mr. 16.60-17.20 Gerste. hieftge Mr. 17.25 bis 17.75, Pfälzer Mt. 17.00 bis 17.50, fränkischer Mt. 17.75-18.00, Riedgerste Mt. 17.- bis 18.25 Hafer, htefiger und Wetterauer Mt. 17.00-18.50, kuchessischer Mr. 17.00-1875, bay erischer Mr. 00.00-00.00, Mais, Mired Mt. 13.50-13.50 Ales pro 100 Kilo ab hier. MehI wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hiesiges 0, Mr. 26.75-27.75, feinere Marten Mr. 28.00-29.25, hiesiges, Nr. 1, Mt. 24.75 bis 25.75, feinere Marken Mt. 25.75-27.75 hiesiges Nr. 2, Mt. 24.25-24.75, feinere Vergebung von Weißbinderarbeiten. Haarpflege. Ein wirklich zuverlässiges Mittel, um die Kopfbaut rein und gesund zu erhalten, das Ausfallen und frühzeitige Ergrauen der Haare und die Schuppenbildung zu verhindern, war schon längst zum großen Bedürfnis geworden. Jn Carboline befizzen wir dieses Mittel jeßt. Mau weise alle andern Haarmittel zurück und verlange nur Carboline. Zu haben in Drogerien, Barfümerien und Apotheken oder durch H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M. Marken Mr. 25.00-25.75, hiesiges Nr. 4, Mr. 20.75-21.25 feinere Marken Mr. 22-22.50, Rogaenmehl, hiesiges, 0, Mt. 24. bie 24.50, bo. 1 Mr. 22.25-22.75, do. 2 Mt. 18.00-19. Weizenschalen Mr. 5.00-5.15, Weizenkleie Mr. 5.00--5.20, Roggenfleie Mr. 5.50-5.60, Weizenfuttermehl Mt. 6.75-7.75. - Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 4. Juli. Fortdauer der trockenen, heiteren Witterung, nachts fühl, am Tage noch etwas wärmer. Näheres durch die Gießener Wetterfarte. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Königlich Preußische Klassen- Lotterie. Ziehung 1. Klasse am 9. und 10. Jul. 1/10 Los 1/8 208 1/4 208 1/2 208 1/1 208 Mt. 4 Mf. 5 Mr. 10 Mt. 20 ME. 40 Eingang zum Lotterie- Bureau auch durch den Hausflur. Gießen, Buchacker, Neuen- Bäue. Königl. Preußisch. Lotterie- Einnehmer. Deffentlicher Dant. Herrn Franz Wilhelm, pothefer, t. a. t. HofIteferant, Neunkirchen bei Wien, wird unterm 11. August 1897 aus Itena geschrieben: Ich bin bereits 70 Jahre alt und litt seit 10 Jahren an Gelent- Rheumatismus, ebenso an Hämorrhoidalfnoten und tennte feine Hilfe finden. Nur Ihr Wilhelm's antiarthritischer antirheumatischer Blatreinigungstee hat mich von meinem Leiden in drei Wochen bokständig befreit. Ich sage Ihnen, sowie der Gräfin, über deren Bericht ich in der Zeitung gelesen, meinen besten Dant." WH aller Hochachtung Chriß.#dermann, Stentier. Altona bel Hamburg, Reichenstr. 6. Brets: Patet Mt. 2.-,% Paket Mt. 1.Bestandteile: Innere Nußrinde 56. Walnusschaf 56, Ulmenrinde 75, Franz. Orangenblätter 50, Eryngil: blätter 35, Scablofenblätter 56, Lexusblätter 75, Binim ftein 1.50, rotes Sandelbola 75, Barbannewurzel 44, Carurwurzel 3.50, Radic Carlophyil. 3.50, 6inarinde 3.50, Eryngitwurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Gres. wurzel 57, Lapathewurzel 67, Süßbolwurzel 75, Saffa parillwurzel 35, Fenchel, roun. 3.60, welsen Senf 3.50, Nachtschattenftengel 75. Die Bestandteile find nach einem eigenen Gerfahren geschnitten und getroduct, weburg der Seilwert( bezie erhöht ist. Nicht zu verwechsels mit gewöhnlicher Handelsware. pag zu beziehen bure alle Apotheken des Bentien Reidel. ,, Vorsicht bei Einkauf". Man wetse minderwertige Nachahmungen entschieben zuräd und beachte bes Namen und Schumarte des Lees. Bo nicht erhältlich, direkter Bersaubt. Bekanntmachung. Die unterm 8. Juni 1906 angeordnete Sperre des Die Herstellung der äußeren Verputz- und Anstreicher- Selterswegs zwischen Wolkengasse und Frankfurterarbeiten am Neubau der höheren und erweiterten straße wird hiermit aufgehoben. Mädchenschule sollen Gießen, den 2. Juli 1906. Samstag, den 14. Juli, d. J. vormittags 10 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 30. Juni 1906. Städtisches Hochbauamt. Keine Serienlose oder Pfennigslotterie! Nur Bargewin. Jed. Los gewinnt! Vermögen u. Gewinn durch Beitritt zu amtl. angem. Verein! Kein Risiko! Gesetzl.staatl. angeordnet! Eine Mark monatl. Streng reell! genügt! Viele Mill. Hauptgewinne! Kleinster Treffer höher wie der Ankauf! Beitritt tägl.! Gerbel. Keme ausländische Sache! Makulatur hat abzugeben Expedition d. Blattes. * g. Hilfe. Blutftod. Timerman Hamburg Fichteftr. 33 u. meine hier i. D. bat. Neuheit. 5%, Prospekt durch alleinige Geld- Darlebne, Be Annahmestelle Chr.Hummel München, Römerstrasse 3. LUHNS Geld in jeber Söhe auf wäschtam besten Wechsel oder Schulddingungen kostenlos. Klensch Berlin, Schönhauser Allee 18.2 Rückporto. Schöne möblierte Zimmer schein vermittelt Diskret an jederm. mit oder ohne Pension zu ver= Karl Farrenkopf, Harzburg. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Löberstraße zwischen Garten- und Göthestraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 2. Juli 1906. Großherzogliches Volizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 8. Juni 1906 angeordnete Sperre des Großen- Steinwegs zwischen Moltkestraße und Eichweg wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 2. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 14. Juli 1906 angeordnete Sperre der Schillerstraße zwischen Nordanlage und Steinstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 2. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. NAUMANNIA- SEIFE mieten. Gießen, Bismarckstraße Nr. 17. mit dem Beste Seifenah undern! 26. Lahntal- Sängerbundesfest zu Giessen vom 7. bis 9. Juli 1906. Festgebende Vereine: Gesangverein ,, Harmonie", gegründet 1846 Gesangverein ,, Heiterkeit", gegründet 1887 ,, Bauer'scher Gesangverein", gegründet 1864 Gesangverein ,, Gemütlichkeit", gegründet 1885 Festplatz: Oswaldsgarten. Samstag, den 7. Juli: Abends 7 Uhr: Zapfenstreich durch die Stadt. Abends 8 1hr: FEST- PLAN: Eröffnungsfeier mit Konzert- und Gesangs- Vorträgen. ( Massenchöre der Gießener Gesangvereine.) Sonntag, den 8. Juli: Morgens 6 Uhr: Weckruf. Von morgens 71/2 Uhr ab: Empfang der auswärtigen Bundesvereine an der Bahn und Einzug in die Stadt mit Musit. Vormittags 9 Uhr: Beginn des Einzelwettsingens der Bundes- Vereine in der Turnhalle des Turnvereins. Vormittags 111/2 Uhr: Hauptprobe der Bundesvereine in der Festhalle. Nachmittags 1 Uhr: Aufstellung des Festzuges am Walltor. Festzug durch die Stadt nach dem Festplatz. Nachmittags von 4 Uhr ab: Aufführung der Gesamtchöre der Bundesvereine unter Leitung des Bundesdirigenten Herrn Lehrer Görlach, sowie Vorträge von Einzelchören. Grosses Konzert auf dem Festplatz. Von abends 8 Uhr ab: Konzert in der Festgalle und auf dem Festplat Tanz- und Volksbelustigungen. Montag, den 9. Juli: Vormittags: Spaziergänge durch die Stadt nach Textors Terrasse. Vormittags 9 Uhr: Bundessängertag im Restaurant„ ,, Gambrinus". Frühkonzert auf dem Festplatze. Mittags 1 Uhr: Festessen in der Festhalle und Konzert. Nachmittags 4 Uhr: Großes Konzert, Tanz und Volksbelustigungen in der Festhalle und auf dem Festplate. Abends 8 Uhr: Turnerische Aufführungen in der Festhalle. Grosses Brillant- Feuerwerk auf dem Festplatz. Die Musik wird ausgeführt von der ganzen Kapelle des 2. Großh. Hess. Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 unter Leitung des Großherzogl. Musik- Direktors Herrn Krauße und der Gießener Fenerwehrkapelle unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Weller. Garderobe und Aufbewahrungsort für Fahrräder auf dem Festplatz. Jurplay an der Lahn. Eintritts- Preise. Familiendanerkarte: mit 2 Beifarten( für 3 Personen) 3 Mt., im Vorverkauf 2,75 Mt. Weitere Beikarten 50 Pig.( Söhne über 17 Jahre haben besondere Eintrittskarten zu lösen.) Einzeldauerkarte: 2 f. im Vorverkauf 1,75 Mt. Tageskarte: 1 Mt. Einmaliger Eintritt 50 Pig. Die Karten berechtigen zu allen Veranstaltungen auf dem Festplatz. Für das in der Turnhalle des Turnvereins stattfindende Wettsingen sind besondere Eintrittskarten zu lösen. Der Eintritt beträgt für Inhaber von Dauerkarten 50 Pfg., für andere Teilnehmer 1 Mt. Vorverkaufsstellen für Dauerkarten sind eingerichtet bei den Herren: Louis Althoff, Walltorstr. 16. Ernst Balser, Mäusburg 11. Gebr. Berdur, Bahnhofstr. 27. Chr. Bieker, Neustadt 55. Rich. Buchacker, Neuen- Bäue 11. Ernst Challier, Neuenweg 9. Jakob Dany, Bahnho str. 64. Leonh. Decher, Grünbergerstr. 13. Jakob Häuser, Ludwigstr. 36. Daniel Heil Nachf., Lindenplag 3. Heinr. Insel, Asterweg 5. H. C. G. Kleinhenn, Bahnhofstr. 59. Ad. Lenhard Nachf., Klinikstr. 22. Louis Lind, Kirchenplatz 10. Friedr. Lozz, Bahnhofstr. 28. Eberh. Mezger, Seltersweg. Ph. Mook, Neustadt 30. Joh. Seibel, Ludwigplay. Wilhelm Semmler, Seltersweg 25. Gustav Sonntag, Sonnenstr. 10. Joseph Strauß, Mäusburg 1. Christian Wallenfels, Marktplatz 17. Philipp Weiler, Marktplatz 1. Am 1. Festtag: ständiger Omnibusverkehr von der Bahn nach dem Festplatz und zurück. Bekanntmachung. Submission. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen Kleider, Stoff zu Stores, Krankenteppiche, RoßhaarDie Lieferung von Weißzeug, Bettwerk, Krankenmatrazen und Aufarbeiten von solchen für die neuen wird, beginnend mit Mittwoch, den 6. Juni Flechten ass. and trockene Schuppenflochte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, Leichenfrau Dörr Ofenputzer Dörr wohnen von jetzt ab offene Füsse Seltersweg 65, Kliniken soll auf dem öffentlichen Submissionswege für offene Füsse das Rechnungsjahr 1906 vergeben werden. m Impflokale- Schulgebäude, Neustadt 61- für die nächsten 5-6 Wochen jeden Mittwoch, nachmittage 5 bis 6 Uhr, abgehalten werden. Impfpflichtig im laufenden Kalenderjahr sind Die Vergebung erfolgt auf Grund des Ministerialdie im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus erlasses vom 16. Juni 1893 und ist derselbe nebst früheren Jahren. Wir laden die hiesigen Einwohner, welche im fpflichtige Kinder Lieferungsbedingungen und Mustern auf dem Ver= haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken waltungsbureau nachmittags von 3 bis 5 Uhr einzuein, dak alle in denselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich sehen. Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen find. Wer die Termine nicht benußen will, muß die Impfung seines find bis zum Eröffnungstermin pflichtigen Kindes bis zum Jahresschlusse auf seine Kosten bewerkstelligen laffen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine bierwöchen liche Frift zur Nachholung der Impfung unter Straf androhung gesetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Ale in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschan nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Impfarzte in den öffentlichen Terminen rorgestellt werden. Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Donnerstag, den 12. Juli 1906, nachm. 5 Uhr unter Beifügung von Mustern an die Großh. Verwaltung der neuen Kliniken einzureichen. Zuschlagsfrist 16 Tage. Die Lieferung kann auch geteilt vergeben werden. Gießen, den 2. Juli 1906. Großh. Verwaltungs- Direktion der neuen Kliniken. Körper zu: Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Vergebung von Schlosserarbeit. Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut geimpft. Kinder aus Familien, in denen anstedende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 31. Mai 1906 Großh. Bürgermeisterei Gießen J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Die für die Einrichtung des Bibliothekzimmers im Neubau der böheren und erweiterten Mädchenschule erforderlichen Eisenkonstruktionen sollen Beinschäden u. Beingeschwüre. Aderbeine, böse Finger, alte Wundes sind oft sehr hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt zu werden, mache noch einea Versuch mit der bestens bewährten RINO- SALBE frei von Gift u. Säure, Dose Mk. 1.-. Nur echt in Originalpackung weiss- grün- rot und mit Firma Rich. Schubert& Co., Weinböhla. Fälschungen weise man zurück. Wachs, Naphtalan je 15, Walrat 20, Benzoalett, Venet. Terp., Kamplerpflaster. Pero balsam je 5, Eigelb 30, Chrysarobin 0,5. Anhen to das tatan Anatha Freibank. Schweinefleisch 50 Pfg. Hübsch find Alle, die eine zarte, weiße Dienstag, den 10. Juli d. J. vormittags 10 Uhr Haut, rosices Aussehen u. ein Geficht ohne Sommersprossen u. Hautöffentlich bergeben werden. unreinigkeiten haben, daher ge brauchen Sie nur: Steckenpferd. Lilienmilch- Seife Bergmann& Co., Radebeul Arbeitsbeschreibung, Bedingungen und Zeichnungen liegen während der Amtsstunden bei uns zur Einsicht Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, Bleichstraße von Südanlage bis Stephanstraße von sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. v. heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 2. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 2. Juli 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. mit Schußmarte: Steckenpferd. à Std. 50 Pfg. bei: Carl Haberkorn Nachfl. und Apotheker Schäfer, Grünberg. Gießen. Geld bis 1000 mr. auch gegen bequeme Ratenz. auf Wechsel od. Schuldschein giebt anerf streng reell u. schnell C.A. Winkler, Berlin W., Mansteinerstr. 10. Handelsger. eingetr. Firma Glänz Danfschr. feine Adressenl. Selbstg Auf bequeme Teilzahlung Möbel Herren-, DamenKinder- Garderobe ManufakturWaren etc. J. Jttmann Kredit- Haus GIESSEN Plockstrasse 14-16. er: Wie Nr 150 Dienstag, den 3. Jult und murmelte ein ,, Santé!" eißen?" 3drski," flang es Dann wiederholte Abermals wiederum zurüd. • Duport das Haupt und murmelte fein ,, Santé!" Bum 1906