Nr. 179 batten u.Haupterpebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Donnerstag, den 2. August 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberhoffische Familienzeitung( und die Sießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen Soll man trinken? Ein Wort an Alkohols Gönner und Gegner. In einer Vorstadt von Petersburg erhebt sich ein über aus stattlicher Bau, der das Volkshaus Kaiser Nikolaus' bes Zweiten" genannt wird. Es ist aus Eisen hergestellt und enthält in seinem Mittelbau eine mächtige Rotunde, in der man alle überlebensgroßen Bildnisse des Kaisers und der Kaiserin erblickt. Tausende können sich darin mit Bequemlichkeit ergehen. In dem linken Seitengebäude ist ein Operntheater, nicht übermäßig reich, aber schicklich ausgestattet. Die Aufführungen find recht gut. Der rechte Flügel enthält Säle für Instrumental- und Volksmufit, für Vorträge usw. Der Eintritt in dieses Volkshaus kostet 10 topefen. Für 5 Kopeken erhält der Besucher Tee und Zuder. Es gibt dort weder Bier, noch Wein, noch Branntwein; der Alkohol in jeder Gestalt ist ausgeschlossen. Selbstverständlich reicht das Eintrittsgeld nicht aus, die Unterhaltungskosten des Hauses und die Kosten der musikalischen und sonstigen Vorstellungen zu decken. Der sehr erhebliche Zuschuß zu dem Aufwand des Etablissements, das der Bekämpfung des Altoholismus zu dienen bestimmt ist, wird aus den Erträgen des Branntweinmonopols entnommen. Derartige Scherze trifft man nur in Rußland, Außerhalb Rußlands, wo die Staatseinnahmen nicht zu einem wesentlichen Teil auf die Erträgnisse der Branntweinbesteuerung angewiesen sind, wird der Alkohol auch bekämpft. Man bemüht sich, das Volk zur Nüchternheit zu erziehen, ohne daß man ihm eine andere Prämie dafür verspricht, als die, die in der Vermeidung der Alkoholpest selbst liegt. Wir reden hier nicht von der unbedingten Abstinenz, dem völligen Verzicht auf jeden noch so geringen Genuß jedes alkoholischen Getränks, sondern nur von der Mäßigteitsbewegung. Diese hat schon recht stattliche Fortschritte gemacht und große Erfolge erzielt. Der Spirituskonsum ist bei uns erheblich zurückgegangen. Unsere Branntweinbrenner spüren das. Man kann es auch in der Gesellschaft und in ben besten Gasthäusern wahrnehmen, wo die MineralwasserFlasche mehr und mehr die Weinflasche und das Bierglas verdrängt hat und zu verdrängen fortfährt. Die Gegner des Alkoholgenusses begnügen sich nicht mit diesem Ergebnis eines langsamen erziehlichen Einflusses, wie ihn beispielsweise die Meiningische Regierung durch einen soeben bekannt gewordenen Erlaß anstrebt. Der Erlaß be= stimmt u. a., daß in den obersten Klassen aller Schulen und des Seminars eine Stunde im Monat dem besonderen Unterricht über die Schädlichkeit des Alkoholgenusses mit eingehender Begründung aus der Physiologie und Gesundheitsiebre gewidmet werde. Alkoholgegner möchten am liebsten die Gesetzgebung vorspannen. Bei dem jüngsten Kongreß des Zentralverbandes zur Bekämpfung des Alkoholismus wurde nachdrücklich verlangt, es solle gesetzlich bestimmt werden, daß die Trunkenheit nicht mehr als mildernder Umstand zu gelten habe. Die Forderung ist nicht ganz neu, denn im MilitärStrafgesetzbuch hat sie schon längst Geltung erlangt. Wenn ein Soldat in der Trunkenheit irgend ein Vergehen verübt, so wird die Trunfenheit ihm nicht als strafmildernd angerechnet. Die Abstinenzler gehen noch etwas weiter; fie wollen die Trunkenheit selbst als ein Vergehen behandelt wissen, sobald sie in der Folge zu einem Verbrechen oder Vergehen führt. Ein solcher Gesezentwurf hat schon einmal unsere Parlamente beschäftigt, wurde aber abgelehnt. wäre unseres Erachtens nicht richtig, wollte man den Gedanken, die Trunkenheit als Strafinilderungsgrund auszu schließen, ohne weiteres von der Hand weilen. Fürst Bismarck E3 hat wiederholt darüber geklagt, daß außerordentlich viele Verbrechen und Verfehlungen begangen würden, zu denen der Betreffende sich vorher ,, mildernde Umstände angetrunken" hätte! Die Tatsache, daß dergleichen häufig vorkommt, läßt sich garnicht in Abrede stellen. Auf dem Kongreß der Alkoholgegner wurde behauptet, daß der Alkohol jährlich über 180 000 deutsche Individuen vor den Strafrichter führe. Das ist in der Tat eine erschreckende Ziffer. Gleichwohl muß es fraglich erscheinen, ob darum der unbedingte Verzicht auf allen Alkohol geboten wäre. Wenn man schon die Unmäßigkeit verurteilt und sie mit allen Mitteln befämpft, so braucht man deswegen doch nicht gleich zu dem Extrem überzugehen und jeden Alfoholgenuß zu verbieten. Die Mäßigkeit würde aufhören, eine Tugend zu fein, wenn man die Unmäßigkeit unmöglich machte. Medicus. Das Wetterleuchten in finland. Obwohl die Meuterei in Sveaborg niedergeschlagen worden ist, wollen landkundige Politiker wissen, daß der allgemeine bewaffnete Aufstand, von dem so lange gesprochen wird, in Finland seinen Ausgang nehmen werde. Das Ziel des Aufstandes soll, neben der Revolutionierung des russischen Volkes, die völlige Losreißung Finlands von Rußland sein. Die rote Garde" an der Arbeit. Ein Aufstand der Finländer wäre, trop der Kleinheit des Großfürstentums, nicht ohne Gefahr. Denn das, was den Russen zu einer erfolgreichen Revolution mangelt, das befizen die Finländer in hohem Grade: Kühnheit und Intelligenz. Ueber eine neue Tat der roten Garde", der organisierten finländischen Revolutionäre, berichtet der Telegraph aus Helsingfors: In der Nähe der Bahnstation Richimynki ist eine Brücke gesprengt worden; auch hat die rote Garde die Gleise zwischen zwei weiteren Stationen zerstört. 110 Matrosen und 11 Privatpersonen sind entwaffnet worden. Das Eintreffen anderer Truppen wird erwartet. In Statudden ist die Ruhe wieder hergestellt. Der Stadtrat ermahnt in einer Bekanntmachung die Bevölkerung, fich ruhig zu verhalten und die Behörden bei ihren Bemühungen zu unterstützen, die Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten. Und der Bürgerstand des finischen Landtages hat eine Resolution angenommen, nach der es unter den gegenwärtigen ernsten Verhältnissen jedem finischen Bürger zur Pflicht ge= macht wird, sich jeder ungesetzlichen Handlungsweise zu ent= halten, sowie die Behörden bei Aufrechterhaltung und Wahrung der Ordnung zu unterstüßen. Die übrigen Landtags= stände haben sich der Resolution angeschlossen. Sveaborg und Skatudden. Helsingfors, die Hauptstadt des Großfürstentums Finland, liegt an der Südküste des Finischen Meerbusens zwischen drei Buchten auf einer Halbinsel. Die östliche dieser Buchten ist von einer Inseltette umschlossen, und auf diesen liegt die Festung Svea borg. Sie ist eine besonders starke Beste und wird daher auch das ,, Gibraltar des Nordens" genannt. Ihre Werke liegen auf fünf Inseln, die unter einander durch Brücken verbunden sind. In der von der Festung Sveaborg abgeschlossenen Bucht liegen die beiden Häfen von Helsingfors; der Nordhafen ist für Kriegsschiffe, der Südhafen für Handelsschiffe bestimmt. Mitten dieser Häfen und beide von einander scheidend, liegt der Stadtteil Skattuden, auch Statudden genannt. Es enthält die Kasernen für den größten Teil der Garnison von Helsingfors, während die Magazine, die Zeughäuser und zwei in den Felsen gehauene Docks auf der größten Festungs- Insel Vargö liegen. Den Kern der Festung bildet die südlichste Insel mit dem außerordentlich starten Fort Gustavssvörd. * Professor Herzenstein erschossen. Eine überraschende Nachricht kommt aus dem finländischen Seebade Terijofi: Dienstag abend 9 hr wurde dort der frühere Abgeordnete Herzenstein, als er mit Frau und Tochter am Meeresstrande spazieren ging, durch zwei aus einem unbewohnten Gebäude abgefeuerte Schüsse getötet. Der Mörder entkam. An der Nachricht selbst wäre ja nichts überraschendes. Wer das Opfer des täglichen Mordes" in Rußland wird, ist ja ziemlich gleichgiltig. Dieser Mord erhält aber den anstrich des Mysteriösen durch eine Mitteilung des Petersburger Rietsch." Danach hat Dienstag nachmittag 6 Uhr - drei Stunden vor dem Mord in Terijo filder in Moskau weilende frühere Abgeordnete Jollos telephonisch bei der Redaktion dieses Blattes angefragt, was mit Herzenstein passiert sei; in Moskau sei das Gerücht verbreitet, daß er ermordet sei. Wer erklärt diese prophetische Gabe der Moskauer? Professor Herzenstein galt in Rußland als agrarpolitiche Kapazität. Er war Führer der Bauernpartei in der Duma, ein gefürchteter Debatter und glänzender Redner. Wer sein Mörder ist, weiß man noch nicht. Es wäre falsch, ohne weiteres die Regierung beschuldigen zu wollen, daß sie in Herzenstein einen ihrer gefährlichsten Gegner beseitigt habe. Herzenstein hatte nicht nur in der Regierung, sondern überall da Feinde, wo man noch ein Zusammengehen zwischen Volk und Regierung für möglich hielt und es herbeizuführen be: strebt war. In dem Augenblick, da den hochbegabten Mann die Kugel des Mörders erreichte, trug er sich mit dem Plan eines neuen großen Aufrufes an die bäuerische Bevölkerung Rußlands, den zu redigieren er dieser Tage von seinen Barteifreunden beauftragt worden war. Weitere Meldungen besagen: Petersburg, 1. August. Der frühere Abgeordnete Solomko, welcher bei Schließung der sozialistischen Zeitung Mysl als Redakteur derselben nicht verhaftet werden konnte, ist bei seiner Rückkehr von Sudscha festgenommen worden. Petersburg, 31. Juli. Die ehemaligen Dumaabgeordneten der verschiedenen revolutionären Fraktionen erließen gemeinsam mit den außerhalb des Parlaments stehenden revolutionären Organisationen einen Aufruf an die Bauern, in dem sie diese auffordern, sich Land zu nehmen und eine gewaltsame Revolution zu beginnen. Der Aufruf zirkuliert bereits handschriftlich. Petersburg, 1. Auguft. Die Razzia auf Sozialrevolutionäre hatte kein nennenswertes Ergebnis. Die Regierung ist weder den Vorbereitungen zum bewaffneten Aufstande noch der militärischen revolutionären Organisation auf die Spur getommen. Helsingfors, 1. August. Die Schriftseter haben beschlossen, heute Abend in den Ausstand zu treten. Politische Rundschau. Deutsches Reich. * Wiener Blätter wollen wissen, daß die Begegnung Köni Eduards mit Kaiser Wilhelm im Laufe des Monats Augus bestimmt stattfindet und zwar auf der Fahrt König Eduards von London nach Marienbad. Die Zusammenkunft würde in der Zeit zwischen dem 14. und 16. August in Kronberg er folgen. Dagegen wird versichert, daß die Nachricht von cine: Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem Zaren in den fin ländischen Gewässern in der zweiten Hälfte des Augu voll kommen unbegründet ist, und daß der Zar überhaupt dieses Jahr Rußland nicht verlassen werde. * Infolge Einwirkung des Kaisers ist die Untersuchung in der Affäre Fischer auch anf den unmittelbaren Vorgesetzten des Major Fischer, den Chef des Stabes beim Oberkommanda der Schutztruppen, Oberst Ohnesorg ausgedehnt worden. Dem Obersten wird mangelnde Kontrolle seines Untergebenen, Major Fischer, zum Vorwurf gemacht. Auch die Verhaftung Fischers geschah auf ausdrücklichen Befehl des Kaisers. Es heißt, der oberste Kriegsherr habe hierbei den Ausspruch getan: ,, die ganze Strenge des Gesezes solie auf den Schuldigen angewendet werden." Oberst Ohnesorg hat ein Sanatorium aufgesucht. * Der preußische Verkehrsminister Breitenbach empfing in Sachen des Vorortverkehrs die Vertreter der Vorortgemeinden, Amtsvorsteher Dieuscht( Brockau), Bürgermeister Kuhr( Burg), Bürgermeister Balleste( Höchst), und lehnte grundsäßlich eine Tarifermäßigung für Vororte ab, da die Voraussegung hierfür die Einrichtung des Vorortsverkehrs auf besonderen Geleisen und Bahnhöfen sei; dies sei aber zu teuer. In Frage komme nur, wo ein besonderes Bedürfnis vorliege, eine Vermehrung der Züge. * Der Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften hat in Bingen einen deutschen Winzergenossenschaftstag abgehalten. Dieser endigte mit der Annahme einer Resolution, in der gefordert wird: Unverzügliche Einführung des Verbotes des Verschnittes von Rotwein. Regelung der Weingesezkontrolle durch Schaffung einer eins heitlichen gleichmäßig durchgeführten Keller- d Buch; fontrolle für das ganze Deutsche Reich( dagegen spricht sich der Winzecgenossenschaftstag entschieden gegen die Aufringung der Kosten dieser Kontrolle durch eine Reichsweinsener as) sowie Verschärfung der Strafbestimmungen gegen die Weinverfälschung. Oefterreich- ngarn. ** In dem Streite zwischen Oesterreich und Ungarn haben die Magyaren gesiegt. Ein kaiserliches Handschreiben an den österreichischen Ministerpräsidenten bestimmt, daß die Beitragsleistungen der beiden Staaten zu den ge= meinsamen Ausgaben für ein Jahr mie bisher bestimmt werden. Ungarn zabli dem hältnismäßig tel eine frankreich. ein ver ** Zum Altersversorgungsgeset hat, nach Anhörung der Minifter Clémenceau und Poincaré die Budgetkommission den Beschluß gefaßt, in das Budget des Ministeriums des Innern für 1907 diejenigen Kredite aufzunehmen, die notwendig find, um die vollständige Durchführung des Gesetzes zu ermöglichen. England, ** Bet der Beratung des Budgets des Kolonialamts teilte Unterstaatssekretär Churchill den Plan der Regierung bezüglich der neuen Verfassung von Transvaal mit. Die Regierung beabsichtige, in Transvaal eine aus 69 Mitgliedern zusammengesetzte geseggebende Versammlung einzuführen. Ferner solle eine zweite Kammer geschaffen werden, die sich aus 15 ernannten Mitgliedern zusammensezen solle. Die neue Verfassung würde u. a. eine Bestimmung enthalten, die die Arbeit von sflavenartigem Charakter verhindere. Balkanitaaten. ** Der griechische Geschäftsträger in: Sofia erhob bei der bulgarischen Regierung Protest wegen der griechenfeindlichen Kundgebungen und verlangte für die griechischen Staatsangehörigen, die durch die Ausschre angen Schaden erlitten haben, Schadenersag. Die Regierung hat die strengsten Majnahmen getroffen. In den größeren Provinzstädten ist die Ruhe wiederhergestellt, nur in einigen Dörfern danern die griechenfeindlichen Kundgebungen noch fort. Afrika. ** Oberst Mackenzie, der in Durban eintraf, erklärte, daß der Aufstand in Natal und im Zululande beendet sei. Die Miliz werde in acht Tagen entlassen werden, und man werde die Frregulären in 14 Tagen nach Hause schicken. Es sei trotzdem angebracht, ein Regiment von 500 Köpfen zu= sammenstellen und noch 6 Monate im Felde steben zu lassen. Dinizulus Treue fet groeifcibat Hof und Gefellschaft. Der Kaiser gedenkt, im Verein mit der Kaiserin, den Brinzen Ostar und Joachim, sowie der Prinzessin Viktoria i Luise bis Ende dieser Woche noch in Swinemünde zu bleiben und dann nach Potsdam zurückzukehren. Das fpiegelungen zu loden. Luise wußte demnach genau, moran Er war zu ehrenhaft, um ein Mädchen burch falsche Vorfie mit ihm mar, heagh fich aber beswegen teineswegs febweber hatte nun Döschen in der Tat wiederholt gejagt. hing sein Blid bangend an den Bippen seines Chefs. hatten eintreten hören, bem übermittigen Gebaren Höfchens schoffen, strengen Die beiden Offiziere hatten, ohne daß bie Liebenben sie are vobis Gelübnte Schulda mette Nerginis ( Nachbruc verboten.) AUD ersinnoied Fortsetzung) sid regon Dr. Sans Bie von ihm gehofft fe hatte thm- bon threr Gellebte falsch fel, immer noch hatte sie auf ein gebenszeichen Bange, lange hatte ſte es nicht glauben wollen, daß ber ge schrieben, aber er batte nichts geantwortet ebook Deer und flotte. Wieder ein neuer Schlachtschifftyp. Die italienische Admiralität hat die Arbeiten an einem Schlachtschiff be= gonnen, dessen Bestückung um 50 Prozent stärker sein wird, als die der ,, Dreadnought". Das Fahrzeug soll mindestens zwei, wahrscheinlich aber sogar drei Knoten in der Stunde mehr laufen, als das englische Schiff. In einem Wort, das italienische Schiff würde sich außerhalb der Feuerzone der Dreadnought" halten, und diese auf eine Entfernung zum Sinfen bringen fönnen, auf welche die Geschosse des englischen Schiffes wirtungslos sind. Soziales Leben. Etwa tausend X Ausstandsbewegung im Rheinland. organisierte Ofen-, Walzwerks- und Adjuſtagenarbeiter des Hüttenwalzwerts Rote Erde hatten einen neuen Lohntarif eingereicht, den die Verwaltung nicht anerkannt hat. Darauf haben die Arbeiter in mehreren Protestversammlungen be schlossen, am 1. August zu tündigen. Nab und fern. † Felix Dreyschockt. Der bekannte Klavier- Virtuose Felix Drehschod ist in Berlin gestorben, wo er zuletzt als Lehrer am Stern'schen Konservatorium wirfte. Für seine Genialität ist eine Anekdote bezeichnend, die uns heute mitgeteilt wird. Ein bedeutender Musiker äußerte nach dem Besuch eines Dreyschock- Konzertes: Ich war ausgegangen, um den Pianisten Dreyschod zu hören; als ich ihn hörte, war es mir, als wenn ich drei Schock Pianisten hörte! † zur Bierfrage. Die Berliner Brauereien geben be fannt, daß sie beschlossen haben, infolge der Einführung der Brausteuer vom 1. September ab die Bierpreise durchschnittlich um 1,20 Mark für den Hektoliter zu erhöhen. Eine Warnung, den Bogen nicht zu straff zu spannen, ist in der Erscheinung zu finden, die im Gefolge der tropischen Hitze der letzten Wochen zu Tage getreten ist. Man hätte glauben sollen, daß der Bier- Konsum durch die Hiße eine Steigerung erfahren habe. Indessen ist das Gegenteil beobachtet worden. In vielen Wirtschaften hat die Nachfrage nach Bier nachgelassen und der Konsum von Limonaden und alkoholfreien Getränken war im Zunehmen. Vielfach machte sich sogar Mangel an Selterwasser geltend, das garnicht genug zu beschaffen war. In manchen Städten, wie Hamburg, Hannover, Kopenhagen, machen zahlreiche Lokale dadurch ein bedeutendes Geschäft, daß sie Limonaden, Milchreis mit Früchten. saure Milch mit Brod und Zucker und ähnliche Erfrischungen zu billigen Preisen verabreichen. Es scheint somit garnicht ausgeschlossen, daß durch eine Erhöhung der Bierpreise der Konsum an Bier eine Einschränkung erfahren dürfte. † Mit der Flasche erschlagen. In Ludwigshafen kam es bei einem Namensfeste zwischen den Teilnehmern zum Streit. Dabei schlug der Zimmermann Angne seinem Kollegen Arnhoffer mit einer Weinflasche den Schädel ein. Der Erschlagene hinterläßt eine zahlreiche Familie. bon 500 Meilen mitten durch die Eis- und Schneewüste anzutreten, die ihn seiner Annahme zufolge vom Nordpol trennte; er ge dachte diese Fahrt auf Hundeschlitten in vier bis sechs Wochen zurücklegen zu fönnen. † Gemeinsam in den Tod. In Frankfurt a. M. gaben sich die dort in Engagement stehende Cabaret- Sängerin Hegy und der Kaufmann Meier aus Wien gemeinsam den Tod. Die Hegy hatte einen Schuß im Herzen und in der linken Schläfe. Bei den Leichen fand man eine Postkarte mit Doppel- Photographie und der Inschrift:„ Glücklich!" † Großes Feuer. In der Stadt Kremsier kam ein Brand auf, der so schnell um sich griff, daß über 30 Wohnhäuser ein Raub der Flammen wurden. Zwei Kinder sind in den Flammen umgekommen. † Gruben- Unglück. Auf der Zeche Freier Vogel" bei Dortmund ging beim Abteufen eines Schachtes ein Schuß zu früh los. Zwei Arbeiter wurden getötet, einer ist schwer verlegt. Aus dem Gerichtsfaal. 8 Zwei gewerbsmäßige Stadtbahnfledderer, der Hausdiener Joseph Benzte und der Schlosser Hubert Mertens aus Berlin wurden vom dortigen Landgericht zu 2 bezw. 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt. Beide Angeklagte find mehrfach vorbestraft und arbeiteten" in Gemeinschaft mit mehreren vorläufig noch nicht befannten Komplizen in folgender Weise. Sie beobachteten von den Bahnsteigen aus die einzelnen Abteile, bis sie einen Fahrgast entdeckten, der in folge eines fleinen Räuschchens sanft eingenicht war., Sofort wurden die benachbarten Abteile von den Komplizen besetzt. während der eigentliche Fledderer in das Abteil des Schlafenden stieg. Nachdem er diesem furze Zeit einen mit Chloroform getränkten Wattebausch unter die Nase gehalten und ihn so betäubt hatte, schnitt er seinem Opfer mit einem haarscharfen Messer die Taschen auf, aus denen er das Portemonnaie und die Brieftasche entnahm. † Revolver- Attentat auf ein Mädchen. Auf freiem Felde zwischen Halle und Auendorf gab ein erst fürzlich aus Frankfurt a. M. zugereister Kaufmann Rühl auf seine Begleiterin Bertha Rühlemann aus Biendorf einen Revolverschuß ab. Das Mädchen konnte in das Krankenhaus flüchten, wo eine starke Kopfwunde festgestellt wurde. Rühl richtete darauf die Waffe auf sich selber und tötete sich durch einen Schuß in die linke Schläfe. † Brave Seeleute. Der Besaßung des Hamburger Dampfers Albenga", die an der Jangtse- Mündung die aus 55 Personen bestehende Bemannung des norwegischen Dampfers ,, Petschili" vom sicheren Tode gerettet hat, ist jetzt die verdiente Belohnung zugegangen. Der Kapitän, der erste Offizier und vier Matrosen der„ ,, Alberga" haben vom Kaiser OrdensAuszeichnungen und Rettungsmedaillen erhalten. + Unglück durch Explosion. Auf den Eisenwerken der Siegerhütte explodierte ein Puddel- Ofen. Mehrere Arbeiter erlitten Verlegungen. Der Puddelmeister fand seinen Tod. ===Vermischtes. Die Reichstagskuppel zu Reklamezweden. Eine Pariser Firma hat, um die Wirkungen eines von ihr erfundenen Buzzmittels zu zeigen, an den Reichstag die Bitte gerichtet, die Kuppel des Reichstagsgebäudes mit dem von ihr erfundenen Mittel pußen zu dürfen. In dem betreffenden Briefe heißt es:„ Es wird dieses eines der größten Ereignisse sein, und das von uns mit unserem sensationellen Mittel" Une minute" gepuzte Metall der Kuppel des Reichstagsgebäudes wird dann des Nachts bei Mondenschein wie ein herrliches Feuer glänzen, und der Tiergarten, ganz besonders die prachtvollen Dentmäler der Siegesallee werden in herrlicher Beleuchtung erstrahlen." Es scheint in Paris sehr heiß zu sein. † Die Ehe des Fürsten Massimo. Dem Begehren der Prinzessin Marie Beatrice von Bourbon nach Trennung ihrer Ehe mit dem Fürsten Fabrizio Massimo ist durch ein Erkenntnis des Gerichtes in Rom gewillfahrtet worden. Inzwischen ist auch eine Aufklärung dieser Affäre gegeben worden. Ein Schul- Inspektor in Rom hat gegen seine Gattin und den Fürsten Massimo eine Klage wegen Ehebruchs eingeleitet. Tages- Chronik. Köln, 1. August. Die mitten im Rhein bei Caub be legene alte ,, Pfalz" wurde durch einen Blitzschlag in Brand gesezt. = - Der neueste Titel. In einem fl en Thüringer Bade hatte die kürzlich erschienene Kurliste eine Titulatur aufzus weisen, die wohl das Neueste auf diesem gerade in Badeorten zu mancher Humoreske Veranlassung bietenden Felde ausmacht. Da hat sich allen Ernstes eine junge Dame als„ Fräulein Landgerichtstochter" in die Liste eingetragen. Düren, 1. Auguſt. Bei einem Gewitter wurden zwei Arbeiter auf dem Wege zur Fabrik vom Blizz erschlagen. Posen, 1. August. Der Rendant des Vorschußvereins in Kempen, Stein, ist nach Unterschlagung von 55 000 Mart flüchtig geworden. = Der ertappte Strohwitwer. Die Gattin des Architekten B. aus Berlin war im Seebade; der so zum Strohwitwer gewordene benutzte diese" freie" Zeit, um mit seiner Köchin" anzubandeln, mit der er sich hier und da sehen ließ. Doch bald war ihm auch die Herrscherin in den Regionen des Kochlöffels über, der Flatterhafte beehrte jezt ein Kinderfräulein mit seiner Zuneigung. Das ließ sich die so treulos verlassene Köchin nicht gefallen, sie erschien, als Herr B. mit dem Kinderfräulein gemütlich in einem Restaurant in Tegel saß, plößlich auf der Bildfläche, und bearbeitete den Strohwitwer sehr energisch mit einem Sonnenschirm und der ,, Rivalin" goß sie ein Glas Bier ins Gesicht. An die Frau des Architekten hat sie auch telegraphiert.- Armer Strohwitwer, du kannst dich freuen. Kunst und Wiffenfchaft. RD. Gine verschollene Nordpolexpedition. Schon ein volles Jahr ist verflossen seit der bekannte Nordpolforscher Robert E. Reory Newyork auf dem eigens für seine arttische Expedition gebauten Dampfer Roosevelt" verlassen hat, um den Nordpo! zu entdecken. Seine Freunde warten seit einem Monat ängstlich auf seine Nachrichten; fie waren der Ansicht, daß man seine erste Botschaft im Mai oder spätestens im Juni dieses Jahres erhalten werde, doch hat Peary bisher nichts verlauten lassen, so daß nicht wenige sich lebhafter Besorgnisse nicht erwehren fönnen. Peary gedachte, 350 Meilen nördlich von Rap Sabine sein Hauptquartier aufzuschlagen und von diesem Kunfte aus im Juli die Distanz 2 Pfennig frankierte Postkarte wird vom 1. August ab der Adressat also 10 Pfennig Strafporto zu entrichten haben. Die Auflieferer der Postsendungen werden daher guttun, fünftig auf die richtige tarifmäßige Franfierung im Orts und Nachbarortsverkehr mit der größten Sorgfalt zu achten Eine mystische Schmuggelgeschichte. Ein Kopenhagener Reeder engagierte im Juni einen Kapitän, um mit dem Schoner Peter" in Lübeck Waren einzunehmen und damit nach Lulea, Nordschweden, zu gehen. Anfangs Juli uhr der Un fe Rachfrage au abern auch ber Anzahl Schulen( B deutschen Reiche bere Anerkennung orben, daß es auf Deutigen Handwerk peldes es zur Beu ingereicht war, unte gnet wurde. Mo idmet ift, in reift perlemeifter aber au oft zur Hand nehme manchem Schaden be züglich ber Borto der Handwerkstamm beriger Einfendung + Brunnen für Tiere. In Hildesheim hat der Tiers schutzverein einen Brunnen errichten lassen, der den besonderen Bwed hat, als dreifache Tiertränke zu dienen. Oben ist die Tränke für die Vögel, in der Mitte das Becken für die Pferde, und unten für die Hunde angebracht. Solche TierschuhBrunnen findet man noch in manchen anderen Städten; ste follten aber viel allgemeiner sein, da sie im Sommer sehr nüßlich find, namentlich in Gegenden, wo die Tiere wenig Gelegenheit haben, den Durst zu löschen. Freilich muß die Polizei ein wachsames Auge haben, damit die liebe Jugend nicht die Tiertränke zu allerlei Unfug benüßt. Cokales. 2. Auguft. Kaiser und Großherzog. Nach den bisher getroff nen Dispositionen werden, laut Darmst. 3rg.", der Deusche Kaiser und der Großherzog Ende dieses Monats, nach dem 21., einer großen Truppenschau in Mainz bet. wohnen. Der Kaiser wird voraussichtlich auch an einem von dem Großherzog im Palais zu Mainz gegebenen Früh flüd teilnehmen. bazufügen. ** Wie uns fabet oort vom 27 September der 2 Frauen und M wird die Bereitung und Honig, fowie prattich und theore Haltbarmachung der bis auf die neuefte richtet, desgl. in R Anfragen refp. Anm Großf Dißboufhule teiligung an einem de Frauen und Mädchen * Vom Hofe. Der Großherzog wird sich vor. aussichtlich Mitte des Monats auf etwa 8 Tage zum Be such der Festspiele uach Bayreuth begeben.- Am 29. und 30. b. Mts. wohnte der Großherzog mit den Prinzessinnen von Solms- Hohensolms- Lich und von Battenberg dem internationalen Poioturrier in Frankfurt a. M. bei. ** Der Großherzog empfing den Prof. Dr. Schwally ein genügt, Frühte von auch wi den Präsidenten des Ministeriums des Innern Braun. * Der Großherzog hat dem Oberförster Gustav Schneider zu Trais a. d. Loa. und dem Oberförster Dr. Karl Weber zu Konradsdorf den Charakter als Forstmeister verliehen. ** Der Großherzog hat am 1. August den Direktor des Gymnasiumz zu Gießen, Geheimen Schulrat Dr. Ludwig Schädel, auf sein Nachsuchen unter Anerfennung seiner langjährigen treuen Dienste unter Ver leihung der Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Berdient ordens Philipps des Großmütigen mit Wirkung vom 5. Auguft in den Ruhestand verseßt. * Die Modellarbeit zum Gedenkstein für Prin. zessin Elisabeth, die von einem jungen Bildhauer, einem ehemaligen Stipendiaten von Professor Habich, in München ausgeführt worden ist, hat, wie das D. Egbl." meldet, derart gefallen, daß sie die Münchener Alademie auf Staatsfoften gießen ließ. Bekanntlich soll der Gedenkstein, der als architektonische Musterarbeit gerühmt wird, später in Oberhessen zur Aufstellung tommen. * Das Großherzogliche Ministerium der Justiz gibt in Schoner nach Schweden ab. Als er bei den Alandsinseln seinem Amtsblatt Nr. 17 im Einvernehmen mit dem Großh. war, wurde der Kapitän plötzlich von den Matrosen umringt, die ihn mit Revolvern bedrohten und ihn vor die Wahl stellten, zu sterben oder sich einsperren zu lassen. Der Kapitän 3cg es vor, leben zu bleiben, und wanderte in eine Kajüte. Hier hörte er im Laufe der folgenden Tage, wie das Schiff an verschiedenen Stellen der finischen Schären anlegte und Fracht löschte. Diese hat sicher in Waffen bestanden, da an Bord wiederholt Gewehre geprüft worden waren. Nach sect; 3 Tagen erhielt der Kapitän seine Freiheit und sah nun zu seinem Erstaunen andere Leute als Besayung. Es waren finische Fischer, die von den Meuterern gezwungen worden waren, an Bord zu gehen und das Schiff nach Kopenhagen zu bringen. Geld hatten sie aber reichlich empfangen. Unlängst traf der" Peter" in Kopenhagen ein, wo nun die Untersuchung im Gange ist. = Die Presse. Eine unfreundliche Aeußerung des Raisers Die über die Presse ist dieser Tage befannt geworden. Aeußerung richtet sich gegen eine gewisse Art von Großstadt: zeitungen, nicht aber gegen die gute deutsche Lokalpresse. die ihre Leser orientiert, belehrt und anregt. Auf sie treffen vielmehr nachstehende Verse von Thackeray zu, die Mr. Vard beim jüngsten Besuch der deutschen Journalisten in Englant vortrug. Für die neueste Zeit ergänzt, lauten diese Berse wie folgt: Erkennst du ste am Lichte unterm Dache, Die nimmer rastende, die immer wache? In jedem Winkel zählt sie Anverwandte, In jedem Weltteil hat sie Abgesandte; Mitkämpfer an der Feldschlacht grauien Stätte, Mitspieler an dem Tisch der Kabinette, Nichts ist ihr fremd- für alles hat ste Waße, Von Downingstreet bis hin zur Wilhelmstraße, Vom Manzanares bis zum Newastrande, Und den Kartoffel- Marktpreis hierzulande; Es horcht auf sie die Kunst und das Katheder Und die Beredsamkeit der Volksvertreter; Es wirkt ihr Geist, von allem unterrichtet, Start, wenn er sucht, doch stärker, wenn er fichtet. Haltend, was echt, verwerfend, was erdichtet; Denn Kraft und Stoff, die Neuheit und die Klarheit, Ein Dienst nur adelt sie der Dienst der Wahrhett. Das Ende des Schmugglers. Von russischen Grenz soldaten wurde jüngst bei Skalmierzyce der Schmuggler Ignaz Ambrozy erschossen. Dem Schmuggler hat sein ebenso gefährliches wie einträgliches Geschäft ein ziemliches Vermögen eingebracht. Er besaß in Siedlikom eine schuldenfreie Wirtschaft im Werte von 18000 Mark. Dazu hatte er noch bares Geld, das nach Tausenden zählte, im Besiz. Bei seinem legten Transport, wobei er Pferde und 4 Kühe über die Grenze schmuggeln wollte, wurde er angeblich mit seinen drei Helfern den russischen Grenzsoldaten verraten und durch zwei Schüsse tödlich verwundet, und als er noch Lebenszeichen von fich gab, sollen ihn die Soldaten mit dem Gewebrfolben er= schlagen haben. Seine Spießgesellen wurden über die Grenze = aebracht. Baltbarkeit fo anwent barkeit beruht 2c. * Die Genof ergen fand am Bidingen statt. Das demokratischen Wahlve bie Fefte feiern, berger waren bamit wanderten fich doch ei herzoglichen Boliz an Samstag durch di Antigelle läutete un dj wiffen tat, She die Häufer zu Gebimmel und den denn die Amtaſche ?), aber als bre enfie, wie ihnen E agen. Die Genoffe and feierten ihr Bezir Ahn Graf Driola aus aggten und bewimp der wehenden Fab daliebe der HeldenE fine Barlamentsstut benberger Genoffen Minsterium der Finanzen den Großh. Gerichten und Notaren Anweisungen über die Handhabung des am 1. Juli ds 38. in Rraft getretenen Reichs- Erbschaftssteuergesetzes Außerdem sind die Erbschaftssteuer- Ausführungsbestimmungenembol nach dem Beschluß des Bundesrats vom 16. Juni ds. J. beigefügt. Interessenten können das Amtsblatt aus dem Staatsverlag beziehen. + Achtung beim Frankieren. Am 31. Juli läuft die für die Einführung der neuen Posttarife im Orts- und Nachbarortsverkehr gewährte Uebergangszeit ab. Vom 1. August ab wird daher nicht nur der fehlende Portobetrag bei falscher Frankatur nacherhoben, sondern Strasporto und zwar der doppelte Fehlbetrag, unter Abrundung nach oben auf eine durch 5 teilbare Pfennigsumme. Für eine irrtümlich mit Versöhnung Rin hatte sich mit deshalb an die Türe Tim gebung v -u- Die Ausführung des Gesetzes über den Frachturfundenstempel hat im Eisenbahnverkehr zu Un zuträglichkeiten geführt, weil die Eisenbahnverwa'tung den Urkundenstempel nicht, wie im Gescße vorausgesetzt, vom Aussteller des Frachtbriefs, sondern immer vom Fracht zahler einzieht. Die Beschwerden der industriellen Kreis hierüber hat der Zentralverband Deutscher Industrieller in einer Eingabe an die zuständigen Behörden zum Ausdrud gebracht und die schleunige Aenderung des jetzigen zu Mißhelligkeiten zwischen Verkäufer und Käufer führenden Verausgeschrieben. fahrens beantragt. Die zum Umd Provinzial2agdederarbeiten Materiallieferung we es Ministerialerlaffe Mrbeitsbeschreibungen inficht offen und *** Frisch, froh, fröhlich, frei ist alles Tracht right, bon dort bez Angebote find Mittwoch, den 13 Buschlagsfrist 2 Gießen, der Großher und Arbeiten, das auf das Fest des 60jährigen Bestehens des Turnvereins Gießen gerichtet ist. Und sovel sich bis izt sagen läßt, verspricht es einen ausgezeichneten Berlauf zu nehmen, besonders werden aber die Turnfreunde mit entsprechender auf ihre Koften tommen, da die turnerischen Darbietungen. in den Vordergrund gerückt sind. Sobald am Sonntag br Festzug auf Oswalds- Garten eingetroffen sein wird, beginnt der Aufmarsch zu den Freiübungen, an die sich ein Muster riegen- und ein Schauturnen anschließen. Das erstere, bi dem auch das Damenturnen zur Geltung tommen wird, zet fällt alleine in 37 Gruppen. Es wird also ein trefflich Ueberblick über die Turnarbeit in unserem engeren Bater lande geboten werden. In immer weitere Kreise bringt das Turnen ein, es gibt fast teine Familie mehr, die nig einen Turner stellt. Die Turnpläße sind ebenso allgemeine Erziehungsstätten des deutschen Voltes geworden wie b Heer. Das Interesse und die Lust an der Turnerei fib Bad Salz Hotel W Prospekte gr Bad Kreuzna daher begreiflich und so steht auch eine große allgemeWilla August Beteiligung an der Jubelfeier des Gießener Turnvereins erwarten. H. Leitfaden zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Handwert. Unter diesem Titel hat die Handwerkskammer zu Darmstadt ein Werkchen der Offentlichkeit übergeben, das dem Handwerker dazu diena soll, die bei Ablegung der Meisterprüfung notwendigen Renntnisse der einfachen Buch- und Rechnungsführung, der allgemeinen Grundsäß des Wechselrechts, der Hauptbe Aimmungen der Gewerbeordnung, der Arbeiterversicherungs gesez usw. sich auf die leichtefte Art anzuzeignen. Wird der Püfling mit den Hauptbestimmungen der einzelnen Ab schnute genau vertraut, so wird dies für eine erfolgrei Ablegung dies& Teils der Meisterprüfung wohl genügen. Mit dem Werfchen hat die Handwerkstammer einen bedeutenden Ecfoig zu verzeichnen gehabt; hierfür bürgt nicht nur die Pens Besitzerin: W Dr. Med. Hofmann' Kuranstalt für Bad- NAUHEIM be gegenüber den s handlung- San Smith, früh. Sch Dr. Med. Jul. Hof ründet 838. Bac matischer Kuror Prospekte August ab der tridjten haben daher guttun cung im Orts falt zu adten hat der Zie Den besondere Oben ist die Für die Pferde, Iche Tierschu n Städten; fe Eine be= roße Nachfrage aus den Kreisen der Gewerbetreibenden, sondern auch der Umstand, daß dasselbe in einer größeren Anzahl Schulen( Baugewerf, Gewerbe und städt. Schulen) in deutschen Reiche als Lehrbuch eingeführt ist. ondere Anerkennung ist demselben weiter dadurch zu teil ge borden, daß es auf f. 8t. ergangenes Preisausschreiben des Deutschen Handwerks- und Gewerbefammertages hir, für welches es zur Beurteilung aber außer Preisbewerb eingereicht war, unter 44 Arbeiten als die beste Arbeit be. eichnet wurde. Möge das Büchlein den Zweck, dem es geein Strid um und hängte sich an einen dort befindlichen Haken. Dann fing er an zu stöhnen, worauf das Mädchen herausfam, beim Anblick des Hängenden laut aufschrie und ihm die zärtlichsten Namen gab. Das bewirfte, daß der junge Mann alsbald wieder auf den Füßen stand. Er hatte gar nicht die Absicht, sich zu erhängen und sich den Strick unter die Arme gelegt. Er hatte aber seinen Zweck erreicht, denn es erfolgte eine Aussöhnung. * Der Kohlweißling ist wieder da und deshalb sei auch der Kampf gegen diesen Schädling auf der ganzen Die Tiere wenig pertemeister aber auch nach bestandener Prüfung noch recht Massen in Feld und Garten umherfltegen, legen nämlich Sommer je widmet ist, in reiftem Maße erfüllen, möge es der Hand- Linie eröffnet. Die meisten Schmetterlinge, die i Bt in reilich muß die ie liebe Jugend 2. Auguft oft zur Hand nehmen und darin lesen; er wird sicher vor manchem Schaden bewahrt bleiben. 8nm Preise von 75 Pfg. uzüglich der Bortoanslagen ist dasselbe von dem Sekretariat der Handwerkskammer zu Darmstadt zu beziehen. Bei vor heriger Einsendung des Betrages find 10 Bfg. für Porto beizufügen. Cad Den bisher *** Wie uns aus Friedberg i. S. geschrieben wird, mft. 3rg.", ber finbet oort vom 27.- 29. Auguft der 1. und vom 3.- 5. dief& Monate September der 2. Obstverwertungskursus für in Mainz bet Frauen und Mädchen statt. Im Laufe des Kursus auch an einen wird die Bereitung von Säften, Gelees, Marmeladen, Mus gegebenen Früh und Honig, sowie das Einkochen von Dunstfrüchten 2c. praktisch und theoret sch vorgeführt. Ueber die Mittel der Haltbarmachung der Konserven, sowie über alle Methoden wird ſich by bla auf bie neueſte Beit werden die Teilnehmerinnen unterLage zum Bridgtet, begal. in Ronservierung von Gemüs n aller Art. m 29. und 30 Anfragen teip. Anmeldungen find an die Direktion ber bei. erg bem inte teiligung an einem derartigen Kursus fann nur allen jungen Frauen und Mädchen dringend geraten werden, da es nicht Dr. Shwal allein genügt, Früchte einseßen zu fönnen, sondern eine gester Gnauth bildete Frau auch wissen muß, warum man die Mittel zur ern Braun. Saltbarkeit so anwendet und nicht anders, worauf die Haltförster u ft a barkeit beruht 2c. dem Oberförte Die Genossen beim Fest. In Helben en Charakter al bergen fand am Sonntag das Bezirksfest des Sozialdemokratischen Wahlvereins für den Wahlkreis Friedbergt den Dirette Bübingen statt. Das ist weiter nicht schlimm. Denn man imen Schulte muß die Feste feiern, wie sie fallen. Die braven Helden Aber sie ichen unter berger waren damit auch gerne einverstanden. fte unter Bewunderten sich doch ein wenig, als das Exekutivorgan der des Verbien Großherzoglichen Polizeigewalt, gemeinhin Ortsbiener genannt, Birkung vom am Samstag durch die Straßen wanderte, mit der großen Amtsschelle läutete und den Bürgern von Heldenbergeu fund in für Prin und zu wissen tat, daß es sich empfehle, anläßlich des Ingen Bildhauer Festes die Häuser zu beflaggen". Die Bürger lauschten dem Gebimmel und den Worten mit Entsegen( lieber Gott, was ffor Habich, i Das D. Egbl hat denn die Amtsschelle auch dem Bezirksfest der Genossen ner Atademie zu tun?), aber als brave Untertanen einer hohen Obrigkeit der Gedenkstein taten fie, wie ihnen befohlen war: Sie gingen hin und mt wird, späte flaggten. Die Genossen aber freuten sich des bunten Tuches und feierten ihr Bezirksfest so fröhlich wie noch nie. Abends fam Graf Oriola aus Büdesheim mit der Bahn im beer Justiz gibt i flaggten und bewimpelten Heldenbergen an. Auch er freute mit dem Groß sich der wehenden Fahnen und dankte Gott für die Baterhten und Notare landsliebe der Heldenberger, die stets die festen Stüßen 1. Juli de feines Parlamentsstubles waren. Hoffentlich haben die euergeseze heldenberger Genossen die Genehmigung des Vorwärts" ngsbestimmung eingeholt. 16. Juni de. J * Versöhnungs- Trit. Ein junger Mann in tsblatt aus der Mainz hatte sich mit seiner Braut entzweit und begab sich beshalb an die Türe des Zimmers derselben, knüpfte sich er den Fragt verkehr zu Un nverwaltung de orausgefeßt, bom mer vom Fra ioufſtriellen An Qu " in dieser Zeit an die Unterseite des Kohlblattes ihre Eier, aus denen dann nach einigen Tagen die jedem Kinde be kannten bunten Raupen entstehen, die eine verheerende Wirkung unter den Kohlpflanzen ausüben. Man vernichte neben dem Kohlweißling selbst also auch die in Häufchen bis zu 100 Stück anzutreffenden Eier durch Ausschneiden und Berbrennen. * Raufmännischer Scharfblick. Bei einer in Grünberg abgehaltenen Kontursversteigerung im Rappen war auch ein Bäuerlein aus der Umgegend, um sich einige billige Sachen zu steigern. Unter anderem steigerte er auch ein halbes Dußend Rragen zu 1,20 Mt. Freudeftrahlend brachte er sie nach Hause. Aber seine Frau tief beim Erblicken: Ei dös sei jo Papiertragen, die toschte e Stück Wer den Schaden hat, braucht für den Spott 5 Bfg.!" nicht zu sorgen. * Grünberg, 1. Auguft. In einem Schneidewert zu Deckenbach wurde der etwa 30 Jahre alte verheiratete Maschinist Nikolai vom Räder wert erfaßt und tötlich verlegt. Man wollte ihn mit der Bahn nach Gießen bringen, er verstarb aber unterwegs. * Ober- Seemen. Kleinbahnidyll. Die neue Vogelsbergbahn macht nach Ober- Seemen zu bedeutende Schleifen. Ein Herr wollte kürzlich mit dem Zuge nach Grebenhain fahren, derselbe war aber vor dem Eintreffen des Reisenden von Station Gedern abgefahren. Kurz entschlossen machte der Herr sich auf den Weg und kam noch rechtzeitig in Ober- Seemen an, um die Weiterreise mit dem Bügle" fortzuseßen. * Mäde Als Nachfolger des am 1. Auguft von hier zur Betriebs- Inspektion Weßlar versetzten Bahnhofs- Vorstehers Eise ist der seit 3 Jahren hier ftationierte EsenbabnAssistent Karpf zum Bahnhofs- Verwalter ernannt worden. * Wezlar, 1. August. Bei einem heute Vormittag niedergegangenen Gewitter schlug ein Blisstrahl zwischen der Franziskanerschule und dem Gefängnißhof ein, ohne Die Schulkinder wurden sichtbaren Schaden anzurichten durch den Vorgang so sehr erschreckt, daß es beträchtlicher Bemühungen der Lehrer bedurfte, um sie zu beruhigen. * Weilburg. An den Lokomotiven der auf der Kerkerbach- Eisenbahn verkehrenden Mittags- und Nachmittagszüge sind jeßt auf beiden Seiten Wetter- Signale angebracht, welche nach den Voraussagen des öffentlichen Wetterdienstes das für die Zeit vom Abend des Aushängetages bis zum nächsten Abend wahrscheinliche Wetter den Anwohnern kenntlich machen; und zwar bedeutet: weißes Quadrat: trocken; weißes Dreieck, Spize unten: stellenweise geringer Regen usw. Die Schilder sind weithin sichtbar, sodaß auch die auf den von der Strecke entfernter liegenden Feldern arbeitenden Landleute Nußen von dieser Neueinrichtung ziehen können. * Groß- Felda, 1. Auguft. Vom herrlichsten Festwetter begünstigt, feierte am Sonntag der Alsfelder Zweig Verein der Gustav Adolf- Stiftung in unserer Gemeinde sein Jahresfeft. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitao, den 3. Auguft. Zunächst noch heiter und woltip, da n trüb und Gewitteregen, Temperatur wenig verändert, shwache südliche Binde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betd in Gießen. Migräne, Kopfschmerzen werden erfolgreich durch Dr. Rays Nervol beseitigt, das in feiner Familie fehlen sollte. Denn in welcher Familie treten diese so lästigen Störungen nicht ab und zu auf. Ein probates Mittel zur Hand zu haben ist ein großer Segen.( Es enthält: Kaliforn. Haferertraft 50, Fenchel 20, Anis 20, Pomeranzen 20, Baldrianertraft 20, Glyzerin 30, Zucker 30, Bromfalium, Bromnatrium, Bromammonium je 10) zu haben in Apotheken. Deffentlicher Dant. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker, t. u. t. HofIteferant, Neunkirchen bei Bien, wird unterm 11. Auguft 1897 aus Altona geschrieben: Ich bin bereits 70 Jahre alt und litt sett 10 Jahren an Gelent- Rheumatismus, ebenso an Hämorrhoidalfnoten und konnte feine Hilfe finden. Nur Ihr Wilhelm's antiarthritischer antirheumatischer Blntreinigungster hat mich von meinem Leiden in drei Wochen vollständig befreit. Ich sage Ihnen, sowie der Gräfin, über deren Bericht ich in der Zeitung gelesen, meinen besten Dant." Mit aller bedachtung Chrik. Ackermann, entier. Altona bei Hamburg, Reichenstr. 6. Brets: Balet Mt. 2.-,% Palet Mt. 1.Bestandteile: Innere Nusrinbe 56. Walnusschale 56, Ulmenrinde 75, Franz. Orangenblätter 50, Eryngit blätter 35, Scabiofenblätter 86, Bemusblätter 75, Bimm ftein 1.50, rates Sanbelholz 76, Barbannawurzel 44, Garurwurzel 3.50, Radic Carlophyil. 3.50, Chinarinde 3.50, yngiiwurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Gras. wurzel 57, Lapathewurzel 67, Süßbolwurzel 75, Saffa: parillwurzel 35, Fenchel, rim. 3.50, weißen Senf 3.60, Nachtschattenftengel 75. Die Behaudfeile sind nach einem eigenen Berfahren geschnitten und getroduct, wodurch der beilwert spezie erhöht ist. Nicht zu verwechseln mit gewöhnliger HandelsBare. Zu beziehen durch alle Apotheken des Drat en Reises. ,, Vorsicht bei Einkauf". Man wetse minderwertige Nachahmungen entschieben jutud und beachte den Namen und Schumarte des Tecs. Bo nicht erhältlich, diretter Bersendt. Arbeitsvergebung. Für den Neubau der chirurgischen Klinik zu Gießen sollen unter Zugrundelegung des Ministerial. Vergebung von Dachdeckerarbeiten. 000000000000000000 Die zum Umdeden eines Teiles des Daches auf Wolfach Kiefernadelbad u. Luftkurort. Bad- Hotel. dem Provinzial- Arreſthaus zu Gießen nötigen( Badischer Schwarzwald), umgeben mit grossen schattigen Park- erlaffes vom 16. Juni 1893 öffentlich vergeben werden: Dachdeckerarbeiten( ca. 300 qm Schieferdach) nebst anlagen. Vorzügliche Verpflegung. Materiallieferung werden hiermit unter Bugrundelegung jeder Art. Schlosserarbeiten: Bäder Touristen Einkehr. Lawn Tennis. Prächtige Spaziergänge in die nahen J. Irion, Besizer. - Prosp. И II Eisenzeug für Rabizwände ca. 3000 kg des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 zur Vergebannenwaldungen. Versandt von Kiefernadel- Bräparaten. ung ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und gratis. Arbeitsbeschreibungen liegen bei unterfertigtem Amte zur Einsicht offen und können lettere, soweit der Vorrat reicht, von dort bezogen werden. en zum Ausdal jebigen zu rführenden Industrieller i ist alles Trad jährigen Befte ift. Und fo en ausgezeichne r die Turnfreun reichen. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Hen Darbietung am Sonntag fein wird, begin e fich ein Mater Das erftere, b tommen wird, lfo ein treffi mengeren Bat cere Areife brin ie mehr, bie ni ebenfo allgemein eworben wie ba der Turnerei fi große allgeme er Turnvereins bien Angebote sind bis zum Eröffnungstermin Mittwoch, den 15. Auguft 1906, vorm. 11 Uhr, Lindenfels OOGOO im Odenwald - Luftkurort Los I Eisengestelle für Wände 2c. 2600 kg III Desgleichen für Lichtschachtrahmen 940 kg Die Verdingungsunterlagen liegen auf unserent Amte, Wilhelmstraße 21, zur Einsicht auf und können Vorrat reicht, bezogen werden. Angebote mit genou Hotel u. Pens. ,, Hell. Haus“ von dort( mit Ausnahme der Zeichnungen) soweit der mit entsprechender Aufschrift versehen, bei uns einzu- Aeltest. u. bestrenommiertestes Haus am Fuße der Burgruine. bezeichnender Aufschrift sind bis zum Eröffnungstermin Gießen, den 1. August 1906. Großherzogliches Hochbauamt. J. V.: Heyer. Elektr. 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FEST- PLAN: Festzug durch die Stadt nach dem Festplatz. Daselbst: Begrüßungs- Ansprache, allgemeines Lied, Aufmarsch zu den Freiübungen, Musterriegenturnen, sowie Schauturnen geübterer auswärtiger und hiesiger Turner. Großes Konzert auf dem Festplat und in der Festhalle, in letterer auch turnerische Aufführungen. Abends 7 Uhr: Preisverteilung bezw. Aushändigung der Ehren- und Erinnerungstafeln. Abends 9 Uhr: Festspiel: " Deutsche Helden und Turner" in der Festhalle. Abends: Großes Konzert in der Festhalle und auf dem Festplay. Tanz- und Volksbelustigungen. Festplay: Oswaldsgarten Montag, den 6. August: Morgens 8 Uhr Spaziergang durch die Stadt.] Morgens 10 Uhr Frühschoppenkonzert auf dem F plage. Nachmittags 4 Uhr: Großes Konzert in der Festhal und auf dem Festplatz. Großes Volksfest. Turnerische Aufführunge Abends 9 Uhr: Wiederholung des Festspiels Deutsche Helden u. Turner in der Festhalle. Tanz auf dem Festplate. Großes Brillant- Feuerwerk auf dem Festplate. Juxplatz an der Lahn. unter Leitung des Großh. Musikdirektors Herrn C. Kran Musikdirektors Herrn Stüzel. Die Mufit wird an sämtlichen Festtagen ausgeführt von der ganzen Kapelle des 2. Großh. Hess, Inf.- Regiments Nr. 116 und der Kapelle des Dragoner- Regiments Nr. 24 in Darmstadt unter Leitung des Großh. Familien- Dauerkarte mit 2 Beifarten( für 3 Personen) Mt. 2.25, im Vorverkauf Mt. 2.-. Weitere Beikarten 50 Vfg.( auch für Söhne von 14-17 Jabra Einzel Dauerkarte Mr. 1,25, in Vorverkauf Mr. 1.-. Tageskarte für Sonntag 75 Pfa, für Montag 50 Bfg. Einmaliger Eintritt Samstag 20 Sonntag 50 Brg., Montag 0 fg. Für Mitglieder des Turnvereins findet Freitag, den 3. Auguft, von nuchmittags 2 Uhr ab in der Turnhal ein Vorverkauf von Eintritte farten statt: Familien- Dauerkarte mit 1 Beifarte( 2 Personen) Mt. 1.-. Weitere Beifarten 40 Pfg. Einzel- Dauerfam Eintrittspreise: 80 Pfg., für 3öglinge 50 Pfg. Die Dauerkarten berechtigen zu allen Veranstaltungen. für Dauerkarten und Festschriften sind eingerichtet bei den Herren Louis Althoff, Walltorstraße, Café Amend, Babnhofstraße, Richard Buchacker, Neuen- Ba Marktplaz, L. Kalkhof Nachf., Westanlage, Friseur Loß, Bahnhofstraße, Philipp Moog, Neustadt, Wilhelm Semmler, Seltersweg, Karl Seibel, Frankfurterstraße, Johann Seibel, Ludwigsplay. Am 1. Festtag ständiger Omnibusverkehr von der Bahn nach dem Festplatz und zurück. Alles Nähere( Feftordnung, Zugordnung, Programm 2c.) durch die Festschrift Vorverkaufsstellen Grit Challier, Steenweg, Karl Gichmann, Norb- Anlage, Wilhelm Haas, Bleichstraße, Jakob Häufer, Ludwigstraße, D. Heil Nachfolger, Lindenplay, Ernſt Jun Polizeiverordnung. Betreffend: Den Betrieb der Anschlußgeleisanlage der Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerte vormals Fernie in Gießer. Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 18. Juli 1906 3. Nr. M. d. J. III 6802 wird nach Vernehmung der Stadtverordneten- Versammlung auf Grund des Art. 56 der Städteordnung vom 13. Juni 1874 für den Betrieb der Anschlußanlage der Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerfe vormals Fernie zu Gießen hiermit verordnet wie folgt: § 1. Beim Ertönen der Zugsignale haben Fußgänger, Fuhrwerke, Reiter und Viehtransporte sich rechtzeitig von den Geleisen zu entfernen und dem Zuge vollständig auszuweichen oder falls sie sich dem Bahngeleise nähern, in angemessener Entfernung und zwar, sofern Warnungstafeln vorhanden sind, vor diesen Halt zu machen. Es ist verboten, Fuhrwerke oder Vieh ohne Aufsicht auf oder neben den Fahrgeleisen stehen zu lassen oder Vieh fret auf der Bahn laufen zu lassen. Personen, welchen die Aufsicht über die auf der Straße oder sonst in der Nähe der Bahn befindlichen Tiere obliegt, haben dafür Sorge zu tragen, daß die Tiere nicht den Bahnförper betreten und daß sie vorkommenden Falls alsbald wieder von demselben abgetrieben werden. Das Bahnpersonal ist befugt, alle die Geleise versperrenden Gegenstände von dem Bahnförper zu entfernen. § 2. Pflüge, Eggen und andere Geräte, Baumstämme und andere schwere Gegenstände müssen beim Transport über die Bahn entweder getragen oder auf Wagen gefahren werden. § 3. Jede Beschädigung der Bahn und der dazu gehörigen Anlagen, sowie der Betriebsmittel nebst zu behör, das Auflegen von Steinen, Holz 2c. auf das Blanum der Bahn, das Auf- und Abladen von Gegen ständen auf dem Fahrgeleise oder näher als 1,75 Meter von der äußeren Schiene, das Anbringen sonstiger Fahrhindernisse, die Erregung falschen Alarms, die Nachahmung von Signalen, die Verstellung von Ausweichborrichtungen und überhaupt die Vornahme aller den Be. trieb störenden Handlungen ist verboten. § 4. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen werden, soweit nicht auf Grund anderweitiger Strafbestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist, mit Geldstrafe bis zu 30 Mark geahndet. Gießen, den 25. Juli 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Hinterzarten Gasthof u. Pension zur Laffette. Gutes bürgerliches Haus. - Pensionspreis von Mt. 4.50 an.- Prospekte zur Verfügung. Höft. empfiehlt sich August Tritschler, Besizer. Bräute die im Begriffe stehen sich die nötigen Möbel, sowie Garderobe und Wäsche cte. anzuschaffen erhalten solche mit kleinster Anzahlung und auf bequemste Teilzahlung. Mitgift ist nicht jedermann im Stande seinen zu verehelichten Kindern zu geben und ist es daher ratsam die nötige Aussteuer bei einer Firma zu decken, die durch langjähriges Bestehen den Beweiss für Leistungsfähigkeit, Coulanz und Reellität erbracht hat, dies ist die Firma J.Jttmann Giessen Pleckstr. 14-16. Freibant. Heute und Morgen: Schweinefleisch 50 Pfg. Rindfleisch 54 Pfg. Preis 25 Pfg. Gernsbach im Murgtal. Hotel und Pension Kron Familien und Touristen bestens empfohlen. Bension nach Ueber Geld in eber Söhe auf funft. Reſtauration. Forellen zu jeder Zeit. Elektrisch Licht. 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