152 tienpreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Oberbie Streife Weglar und Marburg 10 kg. fonft 15 Bfg. Reklamen die Betitzeile 30 refp. 40 Pfg. tton u. Haupterpedition: Gießen, Selters weg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Montag, den 2. Juli 1906. Gießener 15. Jahrgang Abonnementpreis: abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Boft bezogen viertelfährt. Mr. 1.50. Brattebetlagen: Oberfeffische Familieuzeitun( 5) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Ein Duma- Minifterium? Das russische Ministerium Goremylin fann mit der Dumo nicht ausfommen. Wiederholt hat die russische Volksvertretung einhellig dem Minister- Präsidenten und dem gesamten Kabinet ihr Mißtrauen zu erkennen gegeben. Das ist in der aller fchroffsten Form geschehen. Wie erzählt wird, hat Heri Goremykin hiervon dem Raren schriftliche Meldung gemacht, und der Rar hat an den Rand des Berichts die Bemerkung gesetzt:„ Aber mein Vertrauen haben Sie." Herr Goremyfin und feine Kollegen haben bisher durch fein Wort verraten, daß fie an dem Mißtrauen der Volks. vertretung schwer tragen. Sie lassen die Dumamitglieder reden, geben ihnen feine Antwort, hören ihnen faum zu. Dabei würde es auch noch lange Zeit geblieben sein, bia entweder die Reichsduma müde wurde, vor tauben Ohren 311 sprechen oder das Volk der Duma müde wurde, die blo sprechen und nicht handeln konnte. Doch die Revolution fam der Reichsduma zu Hilfe. Was die Worte der Volksvertreter nicht vermochten, das brachten die Taten des Volkes zustande. Das Ministerium Goremyfin wurde unruhig. Zwar an die Polizei konnte sich das Kabinett noch ziemlich verlassen; aber mit der Polizei allein fann in einem revolutionären Lande eine Regierung nicht auskommen. Sie muß die Möglichkeit haben, unter Umständen zu der bewaffneten Macht Ruflucht zu nehmen und fich auf das Heer zu stützen. Wenn diese Stüße versagt, so geht es mit der Regierung zu Ende, so versinkt sie entweder in Blut oder in Morast. Es find nun in neuerer Zeit wiederholt unverkennbare Anzeichen hervorgetreten, daß die russische Regierung der russischen Soldaten nicht sicher ist, daß die russischen Offiziere ihre Mannschaften nicht in der Hand haben", wie man zu sagen pflegt, und daß es unter den russischen Offizieren selbst nicht wenige Elemente gibt, die mit der Revolution fofettieren, ja ihre ergebenen Anhänger sind und für sie werben. Vollkommen beweisend freilich sind diese Anzeichen nicht. Man hat sie schon oft beobachten können, ohne daß deswegen ein Zusammenbruch erfolgt wäre. Wenn auch mit jeder Wiederholung von revolutionären Meutereien die innere Widerstandskraft des Heeres und sein Zusammenhalt geringer wird, so läßt sich doch nicht mit Bestimmtheit sagen, daß die Grenze bereits erreicht oder auch nur nahe ist, fenseits deren die tatsächliche Auflösung beginnt. Die Möglichkeit ist also borhanden, daß auch die neuesten Meutereien selbst in bevorzugten und ausgesuchten Regimentern noch einmal überwunden werden. Immerhin scheint die Zuversicht und das Selbstvertrauen der Regierungsmänner erschüttert. Daraus erklärt sich das Gerücht, daß das Ministerium Goremhfin feine Entlassung nehmen und daß man dem Präsidenten der Reichsduma Professor Muromzew anbieten wolle, selbst Ministerpräsident zu werden und ein neues Ministerium zu bilden. Aus dem Entstehen des Gerüchtes fann man soviel schließen, daß man in gewissen Kreisen glaubt, die gegenwärtige Regierung sei bereits in das Stadium der Ratlofig= feit gerückt, fie sehe feinen Ausweg mehr, und müsse deshalb bor der Duma fapitulieren. Es ist weiter erzählt worden, daß Herr Muromzem die Uebernahme des Ministerpräsidiums und der Kabtnett bildung abgelehnt habe, weil es in der Duma feine feste Mehrheit gebe, weil dort feine Partei vor= handen sei, die für sich allein die Mehrheit der Dumastimmen in fich vereinige. Muromzew bestreitet überhaupt, daß ihm ein Anerbieten gemacht worden war. Dann könnte natürlich auch nicht den Einwand erhoben haben. Es ist wohl richtig, daß die Partei der fonftitutionellen Demokraten oder der Kadetten", wie man sie abgefürzt nennt, nur 150 Mitglieder hat. Aber es würde ihr sehr leicht sein, von rechts und von links Verbündete zu gewinnen, mit denen vereint sie die Mehrheit der Duma hätte. In Wahrbeit ist nicht anzunehmen, daß Professor Muromzem die Ausrede gebrauchen würde, die man ihm nachsagt. Wohl aber ist es denkbar, daß er unter irgend einem Vorwand das nerbieten der Kabinettsbildung ablehnte, weil er den Zeitpunkt für ein Duma- Ministerium noch nicht gefonimen glaubt. Diese Zeit ist auch noch nicht gekommen. Wenn jezt ein DumaMinisterium gebildet würde, so wäre ex ein ohnmächtiges Ministerium, weil es bei den eigenen Crganen der Regierung keinen Gehorsam fände. Hierzu ist die Desorganisation im Lande schon zu groß. er Der Zeitpunkt für ein Duma- Ministerium wird erst gefommen sein, wenn die gegenwärtige Regierung innerlich völlig abgewirtschaftet hat; wenn sie nicht vor der Duma, sondern vor der Revolution fapituliert, und der Appell an die Duma einen Rettungsversuch gegenüber der Revolution darstellt. Solange das nicht der Fall ist, solange die Entwickelung dieses Ziel noch nicht erreicht hat, solange würde die Bildung eines Duma- Ministeriums nur dazu führen, die Dumamänner unmöglich zu machen, sie im Lichte der Lächerlichkeit zu zeigen, ihre Ohnmacht zu offenbaren. Denn ohnmächtig ist jedes Ministerium, das in den Regierungsorganen feine feste Unterstützung findet, das sich auf seine eigenen Organe nicht unbedingt verlassen fann. Politifche Rundschau. 3 Deutsches Reich. * In einer längeren offiziösen Veröffentlichung, die fich gegen die Gerüchte über angebliche Uebelstände in der Kolonialverwaltung wendet, wird seitgestellt, daß weder aus dem sogenannten Tippelskirch- Fonds noch aus dem Südwestafrika Fonds unzulässige Zuwendungen an Beamte oder Offiziere erfolgt seien. Unter den gegen das Kolonialamt erhobenen Vorwürfen war auch die Behauptung erhoben worden, daß Ausrüstungsgegenstände für die deutschen Truppen in Südwestafrita in Argentinien aufgefunden seien. Auf Anordnung des Reichskanzlers foll diese Angelegenheit zum Gegenstand einer besonderen Untersuchung gemacht werden. In dem gegen Jesto von Puttfamer eingeleiteten Disziplinarverfahren ist vom Justizminister ein Kammergerichtsrat als Untersuchungsrichter bestellt worden. Diese Maßnahme ist auf einen Wunsch des Kolonialamtes zurückzuführen. Gegen den in Biberach erscheinenden Anzeiger von Oberland ist wegen eines die Zustände in Südafrifa gänzlich unrichtig darstellenden Artikels Strafanirag gestellt worden. * In einem Schreiben an den Präsidenten der deutschen Kolonialgesellschaft, Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg. hat sich der Meichskanzler Fürst Bülow über die Aufgaben der Kolonialverwaltung ausgesprochen. Danach erklärt Fürst Bülow, daß die Bildung eines selbständigen Reichsfolonialamtes auch nach der durch den Reichstag er= folgten Ablehnung eine der wesentlichsten Bestrebungen der Kolonialverwaltung bleibe. * Ueber neue Kämpfe im ostafrikanischen Schußgebiet mird berichtet, daß zwei Hauptführer der Rebellen bereits unterworfene Jumben in Nanqoscho nordwestlich von Liwale überfielen. Im Bezirk von Mgende wurden die Aufständischen in zwei Gruppen auseinander gesprengt. Ein Teil wich unter Schabruma nach Westen in die Mharitaberge und die Gegend südlich zurück; ein anderer wurde nach Osten gegen den Mharagandu abgedrängt. * Eine alljährliche Unterstützung für alte Veteranen führt die Stadt Erfurt ein. In den diesjährigen Etat wurden zum erstenmale 75 000 Marf für alte Beteranen resp. deren Witmen und Waisen eingesetzt. Rufsland. ** Die in Zunahme begriffene Revolutionierung der Armee und der drohende Abfall der Garderegimenter haben cine burchtbare seelische Erregung des Waren zur Folge cchabt. Er hatte einen langen Ohnmachtsanfall, dem starfe Weinträmpfe folgten. Der Rar fürchtet für sein Leben, das er durch Anschläge bedroht erachtet, und die Hofpartei benutt diese Stimmung, um einen Schlan gegen die Duma zu betreiben. In den militärischen Lagern sind strenge Ueberwachungs Makregeln getroffen. Die großen Manöver sollen in diesem Sommer ganz ausfallen. Inzwischen nehmen die Bomben- Anschläge und die Räubereien ihren Fortgang. So überfiel auf der Bahn Tambow- ampschin eine Räuberbande von etwa 100 Mann einen Güterzug. In Warschau wurde gegen den Gendarmerieoberst Muradom in der Vorstadt Praga eine Bombe geworfen. Der Oberst wurde leicht verwundet. Ein Begleiter und der Kutscher des Wagens, in dem der Oberst fuhr, trugen schwere Verlegungen davon. Der Urheber des Anschlags ist entfommen. In Moskau wurde in einer Privatwohnung ein Laboratorium für Bomben und eine Waffenniederlage entdeckt. Zwanzig Revolutionäre wurden verhaftet. Auch auf die Polizei ist kein rechter Verlaß mehr. Infolge der vielfachen Mordanschläge, denen sich die Polizeibeamten ausgefeßt sehen, haben viele von ihnen ihre Posten verlassen. In Warschau macht sich bereits der Mob diese Zustände zu Nuze, und die Unsicherheit in den Straßen nimmt infolgedessen stetig zu. Amerika. ** In dem Kampf um die Fleischbeschau- Vorlage hat der Fleischtrust gefiegt. Der Senat war gezwungen, die vom epräsentantenhause befürwortete Vorlage anzunehmen, welche die Kosten der Inspektion auf die Regierung schiebt und die Datierung der Etiketten auf Fleischkonserven berwirft. Präsident Roosevelt wird genötigt, die Vorlage in dieser Form zu unterzeichnen. Der Senat hatte die Absicht, den durch den Standale in Chicago bloßgestellten Trustmitgliedern die Kosten der Fleischbeschau aufzuerlegen. Der Trust war aber mächtig genug, die geplante Belastung auf den Staat abzutvälzen. ** Mit dem 5. Juli wird der famose Präsident Castro wieder die Regierung Venezuelas übernehmen, die er eine zeitlang aus politischen Gründen niedergelegt hatte. Bei dem erneuten Amtsantritt wird ihm die Forderung der Vereinigten Staaten entgegentreten, den Ansprüchen der Vereinigten Staaten gegen Venezuela ohne Rücksicht auf die venezolanischen Gerichte zu entsprechen. Dof und Gesellschaft. Nach Beendigung der Kieler Woche ist der Kaiser von Kiel nach Potsdam zurückgekehrt. In Dresden ist Graf Dönhoff, der frühere langjährige preußische Gesandte am sächsischen Hose gestorben. - Deutsch- böhmische Kultur. Ein Rundgang durch die Reichenberger Husitellung. In der gewerbefleißigen nordböhmischen Stadt wehen die Fahnen, und in den Herzen der Bewohner klingt der Festjubel aus den Tagen des Besuches Kaiser Franz Josefs nach. Reichenberg gilt als Metropole des Deutschtums in Böhmen, und die Deutschen haben sich zusammengeschlossen, um der Größe und Macht, dem Wert deutscher Industrie. deutschen Gewerbes, deutscher Kunst und deutscher Land- un Forstwirtschaft in dem Unternehmen überzeugenden Ausdry zu verschaffen. Sie haben den Beweis erbracht, daß sie r 4 immer als die Kulturträger im böhmischen Lande zu o ten haben. Böhmens Bevölkerung zählt 62 Prozent Tichechen, 28 Prozent Deutsche. Aber der slavische Rolfestamm fann 5159 deutschen Industrieanlagen nur 1234 entgegenbalten. Der Schäßungswert der deutschen Etablissements beträgt 4785, der tschechischen nur 434 Millionen Kronen. Die deutschen Fabriken haben eine Jahresproduktion im Werte von 1727 Millionen Kronen, die Tschechen bringen es nur auf 184 Millionen. e Ropfe ihzeitige mar be= ' tel en, als ein An Tanz chtem ifenen te GeDovon er 8A affe inem be iteress nicht etwa Male bers erfügt, den irmen ihren sich hung onen ich18foll eiffer, HofMt. jachwar terein. ift, SerDie Ausstellung ist in erster Linie eine Ausstellung ni. ernster Arbeit. Ueberall ist das leichte tändelnde Moment öhner des bloßen Unterhaltungsbedürfnisses möglichst vermeden. Die im Hause der Stadt Reichenberg arrangierte örtliche SonderAusstellung stellt die Verbindung mit der Vergangenheit her. Es wird ein Rückblick geworfen in Reiten, die den Grundstein legten für die wirtschaftliche Stellung der Deutschen. Alle möglichen Gebrauchsgegenstände rufen die Erinnerung an eine rege örtliche Industrie längst entschwundener Reiten wach, von den Wänden schauen alte Bilder herab, Porträts her ehemaligen Schirmherren der Stadt und Förderer ihres Wohlstandes. Modelle und Modellansichten noch zu er hauender öffentlicher Gebäude eröffnen einen Ausblick in die ftolze Zukunft der Stadt. Die Urahne der heutigen weltbeherrschenden deutsch- böhmischen Textilindustrie, eine Tuch " Ver= macherstube, finden wir gleichfalls in dem Reichenberger#affe Hause, das ferner der Kunst durch eine Gemäldesammlung die schuldige Reverenz erweist. Auf von Natur und Menschenhand gleich günstig behandeltem Terrain erhebt sich das Hauptgebäude der 13stellung mit den Nebenpavillons. Allmäblich fällt das Gebäude, auf dem zahlreiche Blumen- und flanzensammlungen die Kunst der deutsch- böhmischen Gärtnerei veranschaulichen, zu der imposanten Reichenberger Talsperre ab. Um die bendzeit erstrahlt der Ausstellungspalast in feenhaftem Lichte, hervorgebracht durch ungezählte Bogen- und Glühlampen. In den einzelnen Abteilungen der Ausstellung drängt fich eine solche Menge von Erzeugnissen des Gewerbefleißes, daß die Augen sich verdoppeln möchten, um alles zu sehen, alles zu bewundern. Neben den subtilsten Erzeugnissen der Tertilindustrie die fräftigen Formen, die aus der Hand des Holzbearbeiters hervorgehen, die Produkte des Metallgewerbes, des Bergbaus, des Kunsthandwerkes und unzählbarer anderer Industrien und Handfertigkeiten, deren detaillierte Aufzählung ein Ding der Unmöglichkeit ist. - Das Deutschtum in Böhmen hat hier gezeigt, was es ist und was es fann, hat den Satz seines Programms für die Veranstaltung ,, eine national, wirtschaftlich und politisch gleich hochbedeutsame Tat, das soll die Ausstellung sein!". wahr gemacht. Wenn die Ausstellung dazu beitragen würde, die zwischen Deutschen und Tschechen bestehenden Gegensäße zu mildern, nach dem von Kaiser Franz Josef ausgesprochenen Wunsche, das Land dem inneren Frieden näher zu bringen, so wäre das ein weiterer, und wahrlich nicht der fleinste Erfolg dieser stolzen Kundgebung gewerblichen und Industriellen Fleißes. E. v. M. Die Walch- und Plätt- Hushellung. ( Sonder- Bericht.) - Berlin, 30. Juni. 44 11- 20. em Er П int ter 3 2 b= 10 e = = 1 : f if - Die Räume der Philharmonie bergen jetzt eine ganz neue Art von Ausstellungen: eine Wasch- und Plättausstellung. Sfeptiker werden die Nase rümpfen, weil fie meinen, was gäbe es denn auf diesem Gebiet auszustellen. Wer der heute eröffneten Ausstellung auch nur einen flüchtigen Blick schenkt, der wird bald anderer Meinung worden. Das Plätten ist heutzutage eine Hauskunft ges werden, und staunend fieht man, welche mannigfachen Apparate nötig sind, um den Ansprüchen zu genügen, die an die Plätt erz und Waschkunst unserer Hausfrauen und der berufsmäßigen ich Wäscherinnen gestellt werden. en tet, icht be Die Ausstellung bietet ein übersichtliches Bild über alle en Waschmethoden, maschinellen Erfindungen, chemischen Hilfs: mittel, furzum über alle Gegenstände, welche die moderne ech Blätterei benötigt. Hier steht ein ehrwürdig aussehendes schweres Plätteisen aus Großmutters Hausrat, daneben glänzen und funfeln zierliche moderne Plätteifen, die mit n Gas, Sviritus, Glühstoff oder durch glühende Bolzen gefch= heizt werden. Die Hausfrauen fönnen hier einen Einblick tun, wie es in den aroken modernen Waschanstalten zugeht. It Genau fann man beobachten, meijer maschinellen Silts= fräfte fich diese Institute bedienen und wie schnell sich die Wasch- und Kochprozesse vollziehen. Es wird jezt mit Dampffraft und Elettrizität nicht nur ge= maschen, sondern auch gerollt und geplättet. Blättmaschinen fommen namentlich für glatte große Wäschestüde: Bettbezüge, Lafen, Tischzeug in Frage, fie helfen auch den Stärffragenund Stulpen ,, erste Form" geben, während den letzten Schliff: das Blankplätten und Runden die geschickten Hände geübter Blätterinnen besorgen. Wir dürfen bei dem heutigen Stande der Blätterei vollberechtigt von einer Blättkunst sprechen. Sit es nicht unft, diese Falten und Fältchen zu plätten, diese ,, Tollen" mit den fast stricknadelfeinen Tolleisen hervorzuzaubern, diese Einfäße, Stidereien, Applikationen, echte Epißen aller Art ,, auf neu" herzurichter? Wenn auch die Maschinen der Plätterin viele Arbeit ersparen, so fönnen fie doch die Blätterin selbst nie ersetzen, den letzten Schliff, die höchste Vollendung fann doch nur die geübte Hand einer Plättfünstlerin hervorbringen. Mit der Ausstellung ist ein Kongreß der Waschanstalt= befizer verbunden worden, auf dessen Tagesordnung in'ereffante Punkte zur Beratung anstehen, z. B. ob Krankheit= feime durch die in Dampfwaschanstalten gereinigte Wäsche berbreitet werden fönnen? Daran dürfte sich die Frace zweckmäßiger Desinfektion für Krantenwäsche schließen. Auch die Frauenheimfrage im Interesse der im Wasch- und Plän gewerbe arbeitenden Frauen und Mädchen wird besprochen werden. Fr. Th. Nab und Fern. † Die jüngste Großstadt. Eine neue Stadt mit meh als 100 000 Einwohnern meldet sich. Es ist die Stadt Erfurt In ihr sind 100 065 Einwohner gezählt. † Bergungslohn für ein gesunkenes Torpedoboot Als dem Nordischen Bergungsverein die Hebung des ge funkenen Torpedobootes S 126" vom Reichsmarineam übertragen wurde, fand eine Vereinbarung dahin statt, das der Gesellschaft ein Drittel des Bauwertes zustehen solle falls die Aufgabe vollständig gelingen sollte. Nachdem so wohl das Vorder- wie das Achterschiff, Geschüße unl Kommandobrüde gehoben sind, ist die gestellte Bedingung ald erfüllt zu betrachten. Da S 126" die Summe von 1140 000 m. gefostet hat, erhält der Verein 380 000 M. an Bergungslohn. + Vom Eisenbahnzuge getötet. Bei der Station Erfner der Schlesischen Vorortbahn wurde ein Strecken. arbeiter, der seine Schippe von den Schienen holen wollte, von der Lokomotive eines Güterzuges erfaßt. Dem Un glücklichen wurde der Kopf und die rechte Hand buchstäblich vom Körper abgeschnitten. † Wieder ein Tunnel- Einsturz. Der große Eisenbahn. tunnel auf der Linie Saarbrücken- Konz der preußischen Staatsbahn ist bei Mettlach an der Saar zu seinem größten Teile zusammengestürzt. Die Katastrophe ereignete sich fur vor der Durchfahrt des Schnellzuges zwischen Köln und Straßburg, der einer großen Gefahr entronnen ist. Schon vorher hatte sich ein Erdrutich im Tunnel gezeigt, als ein Arbeiterzug hindurchfuhr; es hatten sich von der Decke des Tunnels Steinmassen losgelöst, durch die die letzten Wagen des Zuges beschädigt wurden. bte linke Hand von einem Bolizisten durch einen Sävelhieb abgeschlagen wurde. Die Verhandlung wurde bis zum 26. September vertagt. + Opfer der Size. Die große Hiße, die vorige Woche fich vielfach geltend machte, hat auch Menschenleben gefordert. So wurde ein Arbeiter beim Bahnbau in Klein- 3ichocher bom Hißschlag betroffen. Er gab bald darauf seinen Geist auf. Auch in Connewiß ist ein Arbeiter gestorben, der beim Abladen von Kohlen vom Hitzschlag befallen war. § Prozeß Dreyfus. Ein Journalist will in einem Vorort von London den Hauptbelastungszeugen gegen Dreysus, den Major Esterhazy entdeckt haben. Dieser gestand, daß das Bordereau von ihm geschrieben sei und zwar auf Befehl des damaligen Chefs des Spionage- Bureaus. Der ganze Generalstah habe von dieser Tatsache Kenntnis ge= habt, und alle Fälschungen und Meineide der Generalstäbe hätten nur den 3wed verfolgt, die Sachlage zu verschleiern. Ihm, Esterhazy, seien alle seine Aussagen von dem Generalstab vorgeschrieben worden. § Das amerikanische Millionärdrama vor Gericht. Der Newyorfer Millionär Thaw, der den seiner Frau nachstellenden Architekten White in einem Variété. Theater erschossen hatte, wurde dem Kriminalgerichtshofe vorgeführt. Er plaidierte selber für nichtschuldig. Da Frau Thaw fich entschlossen hat, für ihren Gatten Zeugnis abzulegen, erwartet man einen der größten Standal- Prozesse aller Zeiten. In Newyork hat eine panifartige Flucht aller Persönlichkeiten begonnen, die befürchten müssen, daß sie durch den Prozeß bloßgestellt werden könnten. + Ein treibendes Wrack. Der in Hamburg eingetroffene Tankdampfer ,, Czar Nikolai II." passierte am 24. Juni im Golf von Biscaya einen auf der Backbordseite treibenden Baffelschoner. Nach dem Befund zu schließen, muß das Schiff vorher gefentert sein; von der Besatzung war nichts zu entdecken. Das Schiff treibt in der Route Cap FinisterreDuessant. † Ueberfälliger Dampfer. Schwere Befürchtungen begt man wegen des Dampfers" Amerika". Er ist mit 50 Mann Befagung und mehreren hundert Passagieren, meist italienischen Auswanderern, von Marseille nach Newyork abgegangen, wo er am 23. Juni eintreffen sollte. Die letzten Nachrichten über die Amerika" stammen vom 11. Juni, als ber Dampfer die Azoren passierte. Man fürchtet, daß das Schiff im Sturm untergegangen ist. Aus dem Gerichtsfaal. 534 Alt- Wandervogel." Ferienbetrachtung von Hermann Breuer. Die Ferienzeit ist gekommen. Wenn in einzelnen Gegenden des deutschen Vaterlandes auch der Schulschluß noch nicht eingetreten ist oder erst unmittelbar bevorsteht, so beschäftigt sich aller Orten doch die Jugend schon lebhaft mit der fommenden schönen Zeit. Wie eine uferlose Gegenwart erscheint die Ferienzeit, fie soll die Erfüllung sein für alle überschwänglichen Jugendwünsche, Erfüllung für alle Sehnsucht nach Welt und Wandern, die winterlang ihre blassen Träume spann. Auch die Erwachsenen glauben nur zu gern an diese Art einer Massenerfüllung. Aber wie manche Knaben gibt es, denen der Ferienaufenthalt auch nicht die geringste Veränderung des Alltagslebens bringt! Morgens Schularbeiten mit Schelte, nachmittags Familienspaziergänge, gerade so weit, als es das Wohlbefinden nach einer guten Mahlzeit erlaubt, oder aber man fizt, wenn man besser fituiert ist, gemeinsam stundenlang am Strande des Meeres oder in einer Sommerfrische, einem Badeorte u. dergl. Alle die unsichtbaren Schranken, die es zu Hause gab, türmen sich nur zu oft auch hier draußen auf und gewöhnlich noch einige mehr dazu, so dak es vorkommen soll, daß Jungen, die nicht einmal Musterschüler sind, nach den ersten Wochen den Schulanfang ordentlich herbeisehnen! Und doch haben die Eltern alles für ihren Sohn getan, alles ihm gegeben, nur das eine nicht, dessen sein Herz so sehr bedurfte: das bißchen Fretheit. § Betrugsprozeß Zander. Der Angeklagte Lüttig erklärt, daß er früher wohl mit Rander gut befreundet ge= mesen, daß er aber, wenn er gewußt hätte, daß Pfändungen pegen von Zander schweben, er thn mit dem Stocke vom Hofe vertrieben hätte." Der Angeklagte von Zander hat bamals ein Darlehen von 30 000 Mart verlangt, und als Sicherheit ihm sein Besitztum verpfändet. Der Bruder des Angeklagten, Hauptmann von Zander vom 10. Jägerbataillon In Straßburg befundet, Lüttig habe sich über den Vertrag sehr aufgeregt gezeigt und gesagt, wenn er gewußt hätte, baß noch weitere Schulden vorhanden seien, hätte er den Bertrag nicht unterschrieben. Die Tagebuchaufzeichnungen seines Bruders seien nicht wörtlich zu nehmen, fie entstammen frankhaften Stimmungen. Im übrigen sei er der Ueberzeugung, daß Lüttig niemand um einen Pfennig benachteiligen wolle. Der 12. Verhandlungstag wird mit der Verlesung einiger Briefe eingeleitet, in denen Frau von Zander sich bitter beflagt, daß Lüttig mit dem Verkauf der Möbel Ernit machen wolle. In einem Briefe des Angeklagten Zander nennt dieser Lüttig einen Wucherer und Halsabschneider." Herr von Zander betont nach Verlesung dieser Briefe, daß er die f. 8. in höchster Aufregung geschriebenen beleidigenden Musdrücke schon hundertmal zurückgenommen habe, Lüttig habe immer nur sein Bestes im Auge gehabt. - " Es ist eine föstliche Gabe, die der Alt- Wandervogel" bei Beginn der Ferien den Eltern bietet. Auskunft und nähere Angaben erhält man jederzeit von dem Vorfizenden des , Eltern- und Freundesrates" zum Alt- Wandervogel" Ritter gutsbefizer Jansen- Friemen bei Waldkappel- Cassel und dem Bundesleiter Postinspektor Semmelroth, Berlin SW., GneisenauStraße 22. Es wird manchem Vater zu toll diefe völlig unpädagogische Weisheit. Man kann den Jungen doch nicht wochenlano fich selbst überlassen, wohin soll es denn kommen mit der Erziehung! Wer Knaben fennt, weiß, wie gerne sie sich der Aufsicht entziehen, um schlimme Streiche zu begehen! Mag sein! Wer Knaben fennt, weiß aber auch, daß nur eine angemessene Freiheit ihre wahre Erzieherin fürs Leben sein kann. Wer in seinen Kindern nicht nur sich selbst liebt, der kann es auch ertragen, wenn die Knaben selbstständig zeigen, was in ihnen stecft, wenn fie unter Altersgenoffen erproben fönnen, wes Geistes fie find, ohne daß die Eltern als glückstrahlende Zeugen daneben stehen müffen. § Pfarrer Bachstein vor dem Reichsmilitärgericht. Die Revision des Divisionspfarrers Bachstein, der wegen Beleidigung der fatholischen Kirche zu einem Tage Gefängnis berurteilt war, wurde vom Reichsmilitärgericht als berechtigt anerkannt und die Verhandlung in die Vorinstanz zurückberwiesen. § Der Fall Biewald. Vor der Zivilkammer des Landgerichts in Breslau fand unter großem Rudrang des Publifums die Verhandlung der Zivilflage statt, die der Bierspüler Franz Biewald gegen die Stadtgemeinde Breslau deshalb angestrengt hat, weil ihm bei den Krawallen am 19. April " 1 11 Kunst und Wiffenfchaft. TO. Künstler- Auszeichnungen. Anläßlich der Großen Berliner Kunstausstellung sind vom Kaiser jetzt die Auszeichnungen an die Künstler verliehen worden. Es habem erhalten die große goldene Medaille für Kunst der Architett Geb. Baurat Franz Schwechten und der Bildhauer Loui Tuaillon in Berlin. Die goldene Medaille für Kunst wurde berliehen: dem Bildhauer Paul Desten, dem Bildhau Wilhelm Wandschneider, dem Maler Franz HoffmannFallersleben in Berlin; ferner dem Maler Paul Joanowitsch in Wien und dem Bildhauer Josef Hinterseher in Paris. Es ist vieles anders geworden und besser auf diesem Gebiete. Vor einem Jahrzehnt noch wäre in meiner Voterstadt, die am schönsten deutschen Strome liegt, jeder Versuch einer selbständigen Schülerfahrt durch den Widerstand der Lehrer und das Mißtrauen der Eltern im Keim erstickt worden,- heute ist der Bund für Jugendwanderungen, der sich unter dem Namen:„ Alt- Wandervogel" vor Jahren bildete, und unter dem Schuße eines Eltern- und Freundesrates" steht, bereits über ganz Deutschland verbreitet. Er führt alljährlich Hunderte von Schülern in fleineren Scharen durch des Vaterlandes schönste Gouen und nimmt namentlich in den Ferien alle die unter seine flugbereiten Schwingen, die sonst zu Hause bleiben müßten, oder deren fnabenfrischer Sinn es vorzieht in fräftigenden Taneswanderungen mit den Altersgenossen Wald und Gebirge zu durchstreifen, statt in Badeorten den auserwählten Vergnügungen der schönge= scheitelten Großstadtjugend nachzugehen. Ein entsetzliches Ehedrama. ( Sonder- Bericht.) Frankfurt a. D., 1. Juli. Morgen nimmt vor dem hiesigen Schwurgericht ein Mordprozeß seinen Anfang, der auf Grund seiner entsetzlichen Einzelheiten zu einem geradezu sensationellen Ereignis zu werden verspricht. In einer Schifferfamilie, in dem vor den Toren Berlins belegenen Spree- Dörfchen Rauen hat sich ein Drama abgespielt, das an die schrecklichen Bilder erinnert, wie Tolstoi und andere russische Schriftsteller fie aus ihrer unglücklichen Heimat uns gezeichnet haben. Die Urheberin der Schreckenstat aber ist es, die morgen vor ihren irdischen Richtern stehen wird. Ueber diesen Alt- Wandervogel" ein Wort gerade jetzt, da von den meisten Eltern die oft so schwierige Entscheidung für die Ferien getroffen wird. Für die Väter und Müter denen allein das Wort ,, Autorität" eine innerlich füke Beruhigung zu geben vermag, soll als Erklärung vorausgesagt werden, daß nicht irgend ein obsturer Nachtvogel im Ver= borgenen seine Fangfrallen ausstreckt, sondern daß es ein Bund von Lehrern, Eltern und einsichtigen Jugendfreunden ist, der sich zusammengetan hat, um unsere Jungen das Wandern wieder zu lehren. Und denen, die in allen Verbänden zuerst einen organisierten Angriff auf die väterliche Börse wittern, fann verraten werden, daß als erster Grundsaß beim Alt- Wandervogel" gilt, den Eltern das Geld sparen zu helfen. Mit wenig Geld fröhlich zu sein, in der Anspruchslosigkeit den Genuß zu finden, das ist eine große Erziehungsaufgabe, die man namentlich in der modernen Zeit nicht hoch genug schäßen fann. Der Rüdgang der Spree- Schiffahrt und die ungünstige Lage der Kleinschiffer haben viele Leute, die früher in diesen Gewerbe ein lohnendes Auskommen fanden, gezwungen, fich nach anderem Verdienst umzusehen. Zu diesen gehörte auch der Arbeiter Karl Korn im Dorfe Rauen. Da der Ertrag feines Gartengrundstückes zur Ernährung der aus den Eltern und vier Kindern, im Alter von 20 bis berab zu drei Jahren, bestehenden Familie nicht ausreichte, hatte der Vater eine Stellung als Fabrifarbeiter in Fürstenwalde angenommen, wie auch die beiden ältesten Kinder, der zwanzigjährige Sohn und die achtzehn Jahre zählende Tochter in gleicher Weise ihren Unterhalt verdienten. Nun hatte der Vater seine Stellung verloren und trotz eifriger Bemühungen war es ihm nicht gelungen, anderweitig Verdienst zu finden. Darauf hin hatte er zu Hause böse Tage. Oft genug wurde den Nachbarn das wenig schöne Schauspiel geboten, daß der Mann von seiner Frau unter Assistenz seiner älteren Kinder mißhandelt wurde. Innigste Fühlung mit der ewig jungen, allbelebenden Natur zu gewinnen, ist der Zweck des Wanderns. Darum werden die Hotels gemieden, darum selbst die Bahnfahrt auf das notwendigste beschränkt, oder doch in der IV. Klasse unternommen, weil diese allein genügend Raum für die ausdehnungsbedürftige Jugendfröhlichkeit bietet. Was das leibliche Leben erfordert, muß von den Wandervögeln selbst ge= fauft, ja selbst gefocht werden. Wenn am lichten Abendhimmel die ersten Sterne aufziehen, dann wird nach heißem Tagesmarsch draußen am Waldessaum gelagert. Bald wirit ein flackerndes Feuer grelle Lichter auf die malerisch im Grase liegende Schar. Die Speisen brodeln, ein blasser Rauch steigt über die Baumkronen. Schweigsam ist der Sommerabend geworden, und schweigsam die sonst so ausgelassene Gesellschaft. Durch die jungen Herzen aber zieht der große stille Zauber der Natur. Nach dem Abendbrod geht man frühzeitig schlafen. In frisches Heu strecken sich die müden Glieder zu tiefem Schlummer, um am frühesten Morgen wieder der Sonne entgegen zuwandern. - Nur bei solch vernunftsgemäßer Lebensweise ist es verständlich, daß die Ausgaben kaum fühlbrr sind, und trotzdem den Jungen alle Schäße unseres schönheitsreichen Vaterlandes geboten werden fönnen. De Sinclair, zu den Fle bramatifier der Infseni Beftreben f treue auf alle die Ope werden, bis bloß durch = Thalia, verb Wo Aus Japan bevorstehend als Jodeys japanischen Tänzerinnen Ende März dieses Jahres war Korn blötzlich verschwunden, und auf Befragen gab die Frau ihrer Freude darüber Ausdrud, daß ihr Mann fich freiwillig entfernt habe; sie sei, so erklärte die Fran, ganz froh ,,, den Kerl los geworden zu sein", der sich von seinen Kindern ernähren lasse und zu nichts im Leben mehr nüße sei, ja fie drückte sogar die Hoffnung aus, daß der Mann sich das Leben ge nommen haben möge. Gleich darauf wurde in einer Laube in der Nähe der Kornschen Wohnung die Leiche Korns gefunden. Schon die erfte Untersuchung ergab sofort, daß von einem Selbstmorde nicht die Rede sein könne. Der Rod war der Leiche über den Kopf gezogen und mit einem Strid zugeschnürt. Der Kopf wies zahlreiche laffende Wunden auf, die von Beil hieben herrührten. Bei der Leiche aber lag ein Zettel, der von findlicher Hand geschrieben die Worte aufmies: Wahr Scheinlich Karl Korn, in Tielices Schonung gefunden. 3 Mar Belohnung". " 1 Die gerichtlichen Untersuchungen ergaben, daß in der genannten Schonung von irgendwelchen Spuren, die auf einen dort vollbrachten Mord schließen lassen fönnten, gar nichts vorhanden war. Dagegen wiefen eine Reihe von Anzeichen direkt auf die Familie des Ermoderten als Verüber der Schreckenstat hin. Der Strid, mit dem der Rock des Er mordeten verschnürt war, gehörte der Frau Korn. Der Zettel, den man bei der Leiche gefunden, war von dem zehnjährigen Sohn Karl geschrieben. Dazu fam, dak sowohl die Frau Korn wie die Tochter fich unter häßlichen Schimpfworten weigerten, die Aufbahrung der Leiche in ihrer Wohnung vornehmen zu lassen. Den Schluß der Indizien aber bildet die Tatsache, daß, als der älteste Sohn in der Fabrik ver haftet werden sollte, eine Botschaft seiner Mutter dort eintraf, die Anweisungen über die von ihm zu machenden Aussagen enthielt. Unter dem Druck aller dieser Vorgänge bequemte sich die Frau Korn nach längerem Lügen endlich zu einem Geständnis. Sie gab an, fie babe fich des Mannes als eines lästigen Kostgängers entledigen wollen. Sie habe ihre Kinder zu Bette geschickt und im Hausflur die Seimfebr des Mannes abgewartet. Als er gegen 12 Uhr nachts nach Hause fam, habe sie ihn mit einem furchtbaren Beilhiebe niedergestreckt. Dann habe sie selber den Leichnamn durch den Schnee in die Laube geschleppt, und von ihrem fleinen Sohne habe sie dann den Zettel schreiben lassen, der dazu bestimmt war, den Verdacht der Täterschaft von ihr abzulenfen. Nach diesem Geständnis mußte der bereits in Untersuchungshaft genommene älteste Sohn in Freiheit gesetzt werden, und die unnatürliche Ehefrau hat sich allein wegen der schrecklichen Bluttat zu verantworten. = Vermischtes. =====Ma Wirtschaften aber nicht, d in Berlin n jebes beliebi mehrende Das Bedürfn friedigt. Nu de Ansprüche = Die tommnis erei erhängte fich Metallarbeiter eilig die Sans Lebenszeichen - ja, wenn wären. Ein die anderen u fich nicht bered Als der Polize Spät. Der M + Rein bem 1. Juli if in Straft getret geworden, es niedriger Fra fondern nur e tommt diejem Der totgeglaubte Bruder. In Hohenstein- Ernsttal erschien bei der Familie Eliter ein älterer Mann, der sich der Frau als ihr Bruder vorstellte, der vor 41 Jahren nach Amerika auswanderte, nie etwas von fich hören ließ, und den man längst gestorben wähnte. Der ießt 60jährige Mann hatte in Amerifa fich viel Geld gemacht" und fam nun, von Heimweh gepackt, nach dem„ alten Lande" zurück und in die Arme feiner Schwester und sonstigen Verwandten, die den längst Totgeglaubten freudig aufnahmen. = Sonderbare Reliquie. In London wurde jüngst ein Stück Haut eines dänischen Seeräuberhäupttings, von der Größe eines Quadratzolles, für 27,50 Mt. verfauft. Das uralte Stückchen Haut gehörte einem dänischen Seeräuber= häuptling, der in grauer Vorzeit in Hadstock in Esser wegen Kirchenschändung lebendig gefchunden worden sein soll. Zum abschreckenden Beispiel wurden Streifen seiner Haut an die Kirchtüre angenagelt und es war ein Rest von diesen Streifen, der neuerdings unter den Hammer fam. Fur Erleichteru daß für alle m faden, Gefchaf jammengevadte proben bel Ort fenbern tretim lebiglich der feb Arbe: also bei bet eblbetrage bare Biennigfun Das Me bekannter italien erfennbare Urfac von ihm einen der Angreifer e Journalist darau feinem Rüden b geschlossen und batte daher gar befand. Das M + Gin ab Dori Schorra Fünfzig Wohnh verheerenden Gl + Erdbebe Grobdon rieien Bewohnern Auf Minuten. Auch gleicher Beit C Lancashire und † Im Be Bole in Wales Ueberschwemmu bringen. Cie Bei dem Ausp fich noch mehr ** Ueber maher zu Muld Gemeindefcule Johannes Web der evangelifche afpiranten Lud Lehrerftelle an wurde am 27. Dber Seemen, bom 1. Juli * Die Ende Juli bei unferer attiven aus Riel beric an Bord des Bord des Flo Bon dort aus Aufenthalt n Familie zufam ** Nad Kammer Der * wie die am öffentlichen Rorell veran fich ver, de tretenden Lan ** 23i der inneren Der Nachfolg Stuf als Lei Alt- Wandervogel Mustunft und nabere 1 dem Vorsitzenden te It- Wandervogel" Ritter dfappel- Caffel und dem Berlin SW., Gneijena nfchaft. Anlaßlich der Großen Kaiser jetzt die u en worden. Es haben für Kunst der Architett Oder Bildhauer Lou edaille für Kunst wurde Deften, dem Bildhau ler Franz Hoffmann taler Paul Joanowit Hinterfeber in Paris. Chedrama. furt a. D., 1. Jull gen Schwurgericht ein зи rund feiner entfehlichen ationellen Ereignis milie, in dem vor ben en Rauen hat fich ein lichen Bilder erinnert, ftsteller fie aus ihrer Saben. Die Urheberin en vor ihren irdischen und die ungünstige die früher in diefea den, gezwungen, fid diesen gehörte quch en. Da der Ertrag der aus den Eltern erab zu drei Jahren, atte der Vater eine valde angenommen, wanzigjährige Sohn in gleicher Weise e der Vater seine mühungen war es zu finden. Darauf, genug wurde den geboten, daß der er älteren Kinder rn blößlich ver Frau ihrer Freude freiwillig entfernt b ,,, den Kerl lo Kindern ernährer Fei, fa fie drücke ch das Leben ge En der Nähe der den. Schon diee tem Selbstmorde der Leiche über gefchnürt. Der die von Beil ein Zettel, der fries: Wabr funden. 3 Marti daß in der ge die auf einen en, gar nichts von Anzeichen = Verüber der Rod des Fr n. Der Zettel, zehnjährigen Johl die Frau Schimpfworten rer Wohnung en aber bildet Fabrik ver tter dort einzu machenden efer Vorgänge gen endlich zu des Mannes 1. Sie habe die Heimlebr r nachts nach ren Beilhiebe min ditech den Fleinen Cobne azu heftimmt Tenfen. 3 in Unter reiheit gefett allein wegen ftein- Ernfttal , der sich der Jahren noch en ließ, und Jährige Mann iam nun, von d und in bie Oten, die ben wurde jüngst upttings, bon bertauft. Das n Geeränber Effer wegen in foll. Zum Saut an die efen Streifen, == Der Fleischtruft- Skandal auf der Bühne. Mstr. Sinclair, der mit seinem Roman" The Jungle" den Anstoß zu den Fleischstandalen von Chikago gab, wil diesen Roman ,, dramatisieren". Herr Sinclair selbst hat jedes fleinste Detail der Inszenierung des Stückes entworfen und es wird sein Bestreben sein, ein Chicagoer Schlachthaus in voller Naturtreue auf die Bühne zu bringen. Dem Zuschauer werden alle die Operationen in einem solchen Schlachthause vorgeführt werden, bis auf das Quietschen der Schweine, was allerdings bloß durch Grammophon besorgt wird. O, hehre Muse Thalia, verhülle dein Haupt! = - Wohlauf, meine Damen, aufs Pferd, aufs Pferd. Aus Japan berichtet ein Forschungsreisender, daß an dem bevorstehenden Renn- Meeting in Tokio drei junge Mädchen. als Jodeys teilnehmen. Eins derselben ist die Tochter eines japanischen Reitlehrers, die beiden anderen sind professionelle Tänzerinnen, also Geishas. == Mäßigteitsbewegung in Berlin. Alkoholfreie Wirtschaften bürgern sich in Berlin nicht ein. Das besagt aber nicht, daß die Bewegung gegen den Genuß von Alkohol in Berlin nicht im Zunehmen begriffen sei. Ein Blick in jedes beliebige Speise- oder Kaffeehaus zeigt die sich stets mehrende Bahl der Trinfer von Waffer, Limonaden usw. Das Bedürfnis wird eben in den Wirtschaften alter Art befriedigt. Nur so ist es möglich, gleichzeitig die verschiedenen Ansprüche der Besucher anderer Art zu befriedigen. = Die vorsichtigen Lebensretter. Ein seltsames Vortommnis ereignete sich in Stolp vor einigen Tagen. Dort erhängte sich in einem Anfalle geistiger Umnachtung ein Metallarbeiter. Die entseßte Frau des Selbstmörders rief eilig die Hausbewohner herbei. Der Mann gab noch schwache Lebenszeichen von sich und hätte gerettet werden können, wenn ja, wenn die Zuschauer nicht allzu vorsichtig gewesen wären. Ein Mann holte einen Polizeibeamten herbei und die anderen umstanden müßig den Erhängten. Sie glaubten fich nicht berechtigt, den Selbstmordfandidaten abzuschneiden. Als der Polizeibeamte schließlich erschien, war es natürlich zu spät. Der Mann war schon tot. - - + Kein Strafporto nur Ergänzungsporto. Mit bem 1. Juli ist bekanntlich die Erhöhung der Ortsportosäge in Kraft getreten. Aus Handelskreisen sind Wünsche laut geworden, es möchte im Monat Juli bei vorkommender zu niedriger Frantierung fein Strafporto erhoben werden, sondern nur ein Ergänzungsporto. Staatssekretär Kraetfe fommt diesem Wunsch durch Erlaß folgender Verfügung nach: Zur Erleichterung des Uebergangs wird hiermit bestimmt, baß für alle im Monat Juli eingelieferten Postfarten, Druckfachen, Geschäftspapiere und Warenproben, sowie für zufammengevadte Drucksachen, Geschäftspapiere und Warenproben des Orts- und Nachbarortsverkehrs, die von den Ab. fenbern tretümlich nach den alten Tagfäßen franfiert sind, lebiglich der fehlende einfache Portobetrag zu erheben ist; es farbe: also bei diesen Sendungen weder eine Verdoppelung bes Reblbetrags, noch eine Abrundung auf eine durch 5 teilbare Pfennigsumme statt. † Das Messer im Rücken. In Palermo wurde ein bekannter italienischer Journalist auf der Straße ohne jede erfennbare Ursache von einem Manne angefallen. Er befam von ihm einen muchtigen Schlag auf den Rücken, worauf der Angreifer entfloh. Von Vorübergehenden wurde der Journalist darauf aufmerksam gemacht, daß ein Messer aus seinem Rücken hervorrage. Die Waffe hatte die Wunde fest geschlossen und die Blutung verhindert. Der Verwundete hatte daher gar nicht bemerkt, daß er sich in gefährlicher Lage befand. Das Messer hat die Lunge durchbohrt. † Gin abgebranntes Dorf. In Böhmen wurde das Dorf Schorra durch eine große Feuersbrunst eingeäschert. Fünfzig Wohnhäuser fielen mit allen Nebengebäuden dem verheerenden Element zum Opfer. + Erdbeben in England. In der Londoner Vorstadt Croydon riefen während der Nacht Erdstöße unter den Bewohnern Aufregung hervor. Die Stöße dauerten mehrere Minuten. Auch in anderen Teilen Englands wurden zu gleicher Zeit Erdstöße bemerkt, so in Caterham, in SüdLancashire und in Nord- Chesire. † Im Bergwerk ertrunken. In den Gruben von Vole in Wales fonnten sich bei einer plößlich eintretenden Ueberschwemmung zehn Bergleute nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie famen in dem hereinrauschenden Wasser um. Bei dem Auspumpen der überschwimmten Gruben ereigneten fich noch mehr Unglücksfälle. Lokales. ** Uebertragen wurde dem Lehrer Paul Rochel mayer zu Muldezen( Ostpreußen) die Lehrersielle an der Gemeindeschule zu Badenrod; dem Schulamtsaspiranten Johannes Weber aus Storndorf eine Lehrer stelle an der evangelischen Schule zu Wald- Michelbach, dem Schulamts. aspiranten Ludwig Petri aus Nieder- Bessingen die zweite Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Birklar. Entlassen wurde am 27. Juni der Lehrer an der Gemeindeschule zu Ober- Seemen, Philipp Sittel auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Juli an, aus dem Schuldienste. * Die Zarenfamilie in Darmstadt? Den Ende Juli bei der Insel Rügen stattfindenden Manövern unferer aftiven Schlachtflotte wird, wie dem„ Lofalanzeiger" aus Riel berichtet wird, der Zar als Cast des Kaisers teils an Bord des Polarstern" bezw. der Hamburg", teils an Bord des Flottenflaggschiffs, Kaiser Wilhelm II." beiwohnen. Von dort aus wird sich der russische Kaiser zu längerem Aufenthalt nach Darmstadt begeben, wo er mit seiner Familie zusammentrifft. " " ** Nach der Sitzung am Freitag hat die Erfte Kammer sich bis zum Herbst vertogt. " * Der Fall Korell. Das Oberkonsistorium wird, wie die amtliche Darmstädter Zeitung" schreibt, auf die öffentlichen Aeußerungen und Angriffe, welche der Fall Korell veranlaßt hat, nicht antworten. Dagegen behält es sich ver, der voraussichtlich in diesem Jahr zusammen tretenden Landessynode die erforderliche Aufklärung zu geben. ** Wie jest bestimmt verlautet, wird der Professor der inneren Medizin an der Laudesuniversität, Dr. Moriz, der Nachfolger Prof. Dr. Riegels, dem an ihn ergangenen Ruf als Leiter des Frankfurter Krankenhauses feine Folge geben. Der Entschluß wird freudig begrüßt, weil der Fortgang des ausgezeichneten Gelehrten ein schwerer Verlust für unsere Landesuniversität gewesen wäre. Haarpflege. Ein wirklich zuverlässiges Mittel, um die Kopf: baut rein und gesund zu erhalten, das Ausfallen und frühzeitige Ergrauen der Haare und die Schuppenbildung zu verhindern, war schon längst zum großen Bedürfnis geworden. In Carboline be= *** Für die Gießener Pflichtfeuerwehr ist für Dienstag: fizen wir dieses Mittel jest. Man weise alle andern Haarmittel Abend eine Uebung angesezt worden. zurück und verlange nur Carboline. Zu haben in Drogerien, Barfümerien und Apotheken oder durch H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M. ** Die diesjährige Gießener 50er- Feier nahm Samstag- Abend im„ Hotel Schüß" mit einem fröhlichen Kommers ihren Anfang. Am Sonntag begaben sich die 50er zum Frühschoppen nach dem„ Neuen Saalbau", der gleichfalls gut verlief. Außerdem wurde eine photographische Aufnahme gemacht. Am heutigen Montag ist im Philosophen. wald die Hauptfeier, zu der ein hübsches Programm aufgestellt worden ist, u. a. wird allgemeine Tafel gehalten und ein Konzert gegeben. Den Schluß der Feier bildet ein Tänzchen. Schenkung. Kommerzienrat W. Gail hat die Reftauration Feidel zum Preise von 50 000 Mt. erworben und der Stadt Gießen als Schenfung angeboten, damit das Gebäude zu ähnlichen Zwecken wie das alte Schloß verwandt werde. Die Stadtverordneten verhandelten am Donnerstag in nichtöffentlicher Sizung über dieses Anerbieten und beschlossen, das Geschenk dankend anzunehmen. dekoriert. Ein weiterer erhebender Moment war, als Regierungsrat Dr. Wagner unserem Kriegerverein die vom Kaiser verliehene Fahnenschleife überreichte. An den offiziellen Teil der Feier reihte sich Konzert und Tanz und erst in borgeschrittener Stunde fand das von echtem Frohsinn beseelte Fest sein Ende. * Bad- Nauheim, 1. Juli. In der abgelaufenen Woche sind 1282 Kurgäfte angekommen und beträgt die Gesamtfrequenz bis zum 28. Jurt 13 252 Personen, wovon an genanntem Tage noch 5985 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 28. Juni 156 012 abgegeben. § Butzbach, 1. Juli. Heute wurde hier die Landes. bersammlung des Fechtvereins„ Waisenschutz" abgehalten. * Darmstadt. Die Vereinigte Ortstrantentasse Darmstadt schießt das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem ** Lahntalsängerbundes feft. Nur nach 6 Tage trug 14241. Aus dem Jahresbericht ergibt sich die interes Minus von 20 000 mt. ab. Die Mitgliederzahl be und die Sänger des Lahntal- Sängerbundes fommen am 7. bis 9. Juli zum 26. Male zusammen, um ihre gesang sante Tatsache, daß von 104 Arbeitgebern die Beiträge nicht lichen Leistungen in gegenseitigen Wettbewerb zu stellen. zu erlangen waren, wodurch der Kasse ein Verlust von etwa Fleißig haben sie alle geprobt, der derzeitige Bundesdirigent die Namen dieser Arbeitgeber in ihrem Jahresbericht vers 6000 Mt. entsteht. Die Kasse hat nun zum ersten Male Görlach hat sie schon vorher gehört und alle mögen nun mit dem Bewußtsein nach unserer schönen Feststadt Steßen öffentlicht. Das Großh. hessische Ministerium hat verfügt, tommen, dort frohe Stunden verleben zu können. Die jest- anologen Beschluß gefaßt, daß fünftig nur an solche Firmen und die hiesige Stadtverordnetenversammlung hat den leitung hat ein Arrangement getroffen, das alle Teilnehmer öffentliche Arbeiten vergeben werden sollen, die mit ihren befriedigen wird. Die Bürgerschaft nimmt regen Anteil. Die schöne geräumige Festhalle faßt über 2000 Personen, Beiträgen an die Kasse nicht im Rückstande sind. die stabil gebauten Bierhallen( nicht Belte) mit ihren terrassen förmig erbauten Vorhallen werden reiche Gelegenheit zur Weckung bester Feststimmung geben; alles wird dazu bei. tragen, daß die Sangesbrüder sich wie bei allen früheren Festen so auch dieses Mal wieder wohl fühlen werden. *** Die vom Kaninchenzuchtverein von Gießen und Umgegend am Samstag und Sonntag im Lony: Bierkeller veranstaltete zweite Lotal- Kaninchen- Ausstellung wurde seitens des Publikums mit großem Interesse besichtigt. Die Ausstellung wies sehr gute Vertreter der verschiedenen Rassen auf. Da waren die belgischen Riesen bis zu 161/2 Pfund schwer, die englischen Widder, die französischen Widder, die Japaner, die weißen Russen mit ihren roten Augen und schwarzen Ohren, die Holländer und sog. Silber- Kaninchen. Ganz besondere Aufmerksamkeit fanden aber die AngoraKaninchen, die mit ihrem langen seidenweichen Haare und ihren roten Augen einen reizenden Anblid bieten. Sie bedürfen aber sehr vieler Pflege, da ihr Fell jabe Woche mindestens einmal durchgefämmt werden muß. Weiter wies die Ausstellung ausgezeichnete Rreuzungen auf. Die Züchter gehen bei diesen von dem ganz richtigen Standpunkt aus, daß auch die beste Rasse durch fortgesetzte Inzucht berfümmern muß. Die Tiere zeigten ein sehr gutes Aussehen, sodaß den Preisrichtern das Amt sehr erschwert war. ** Die Baugenossenschaft des evangelischen Arbeitervereins zu Gießen hält Dienstag Abend in der Herberge zur Heimat ihre diesjährige Generalversammlung ab. * Eine Vermehrung der Lose der Preußischen Lotterie tritt jegt bei der 215. Biehung ein, da infolge etner Konvention mit den betreffenden Staaten die hessischthüringische- Lotterie aufgehört hat zu er ftieren. Die Ver= mehrung beträgt 40 000 Lose und 18 000 eminne, so daß bei der am 9. Jult beginnenden Biehung 288 000 Lose mit 128 000 in 5 Klassen verteilten Gewinnen und einer Prämie zur Ausspielung gelangen. Die Höhe der Prämie und der Hauptgewinn sind dieselben geblieben; es sind hauptsächlich die mittleren Gewinne von 5000 Mt. abwärts vermehrt worden. * Die Saatenstands- und Ernteberichte lauten aus unserer Gegend recht günstig. Die Heuernte ist fast überall beendet und hat einen guten Ertrag geliefert. Troßdem sind die Preise bei Grasversteigerungen feine niederen gewesen. a. Aus dem Biebertal, 1. Juli. Dem rubelosen 2- ben unserer Tage, dem rastlosen Geschäftstreiben unserer 3- it und dem freud- und friedlosen Feiern unzähliger Feste gegenüber gewährt ein Spaziergang in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten an den gegenwärtig schönen Sommertagen in Gottes freier Natur durch unsere retchgesegneten Fluren und unsere prachtvollen Wälder einen herz- und gemütstärkenden, wirklich friedbringenden und wahre Erholung gewährenden Genuß. Ein Spaziergang durch unser freundliches Tal kann sehr wohl in einem Nachmittage ausgeführt werden, dazu können auch durch die vermehrte Einlage von Zügen unserer Kleinbahn die herrlichen Punkte länger besucht werden. Zur Restauration und zur Erquickung in tühler Waldesstille möchten wir die" Kronenmühle" oder Hof Bubenrod" empfehlen. Daneben fehlt es auch nicht an recht guten Dorfwirtschaften. " ?? Lang- Göns, 1. Juli. Vom besten Wetter begünstigt feierte heute unsere Freiw. Feuerwehr unter reger Beteiligung der hiesigen Bevölkerung und auswärtiger Wehren beiden Gießener Freiw. Feuerwehren und die Wahren von Birflar, Buseck, Großen und Kleinen- Linden, Hungen, Niederflorstadt und noch andere vertreten. Pünktlich um 2 Uhr segte der ftattliche Feftzug sich in Bewegung. Auf dem Festplag: angelangt wurde unserer Freiw. Wehr das von den Jungfrauen geftiftete Banner in feierlicher Weise übergeben. Die Gießener Freiw. Städt. Feuerwehr erfreute unser Korps noch besonders durch die St stung eines Fahnennagels. 3 verdienstvolle langjährige Kameraden wurden mit den ihnen vom Großherzog verliehenen Auszeichnungen das Jubiläum ihres 25jährigen Bestehens. U. a. waren die eine Vereinigung bilden, die fürzlich hier eine Vorbesprechung Mainz. Gegen die Schundliteratur will sich abgehalten hat, der Herren aller Parteien und Konfessionen punkte sollen aus dem sp el bleiben. Die Vereinigung soll betgewohnt haben. Politische und fonfessionelle Gesichtsdas ganze Großherzogtum Hessen umfassen. * Kassel, 1. Jul. Eine von den Bankhäusern Pfeiffer, Mauer und Plaut geführte Vereinigung hat das alte Hoftheater zu sem Preise von mehr als zwei Millionen Mt. angekauft. Aus dem Gerichtssaal. traftammer. Gießen, 30. Juni. Durch das Schöffengericht Gießen wurde der Taglöhner Friedrich Flick von Großen Linden wegen Sachbeschädigung zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Er war beschuldigt, einem mit ihm verfeindeten Nachbar eine Fensterscheibe eingeworfen zu haben. Da er auf die von ihm eingelegte Berufung zum Termin nicht rechtzeitig erschienen ist, wurde seine Berufung verworfen. Nach kurzer Verhandlung wurde die Sache gegen den Sparkassenrechner Heinzerling von Buzbach vertagt. Er er. klärte, daß die von ihm verübten Unterschlagungen vor dem Jahre 1900 liegen, sodaß Verjährung eingetreten ist. Er will die übrigen nach dem Jahre 1900 begangenen Vers fehlungen zu dem Zweck vorgenommen haben, das der Kasse entzogene Geld dieser wieder zuzuführen. Um diese Angaben auf ihre Richtigkeit prüfen zu fönnen, ließ das Gericht Vertagung auf unbestimmte Zeit eintreten. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Bitterung in Hessen für Dienstag, den 3. Juli. Meist heiter und trocken, nach fühler Nacht am Tage etwas wärmer. Näheres durch die Gießener Wetterfarte. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 3 landw. Arbeiter, Ziegeleiarbeiter und Steinbrecher, Bau- und Maschinenschlosser, 3 Schmiede, 2 Spengler, Eisendreher und Former, 2 Wagner, 10 Schreiner, 1 Lackierer, 2 Friseure, 2 Schuhmacher, 3 Schneider, 1 Installateur, 1 Glaser, 30-40 Erdarbeiter, 1 Taglöhner, 1 Taglöhnerin, 2 Fahrburschen, 1 Stutscher, 1 Arbeiter( montags), 5 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen. Lehrlinge: 3 Schmiede, 2 Spengler, 1 Schlosser, 1 Mechaniker, 1 Wagner, 2 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Glaser, 1 Kaufmann. Es suchen Arbeit: 1 Ziegeleiarbeiter 1 Bauschlosser, 1 Maschinenschlosser, 1 Schreiner, 2 Wasch- und Putzfrauen, 1 Flickfrau, 1 Auslaufer, 1 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Stüße diener. der Hausfrau oder Reisebegleiterin, Haus- und BureauVerantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Bei Magen- Darmkrankheiten der Säuglingebung mehr als 20 Jahren mit mehl mit oder obne Zusatz von Ruhmilch. Da es leicht verdaulich ist und einen schlechten Nährboden für die Krankheitsstoffe darbieter, wird es auch vom erkrankten Magen- Darmkanal gut aufgenommen und beschränkt die abnormen Gärungsvorgänge, sodaß der Katar: h oft ohne weitere Medikamende in Heilung übergeht. Bei Brechdurchfall ist Kufetes Kindermehl obne Milch oft das einzige nicht erbrochene Nahrungsmittel und genügt die Kufeke- Wasser- Suppe auch zugleich der Anforderung, dem Körper reichliche Mengen v. n Flüssigkeit zuzuführen. Bei leichteren Magen- Darmkrankheiten fann man auch Rufetes Kindermehl mit Milch geben, wenn der Milchzusatz den Katarrh nicht verschlimmert. Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird, beginnend mit Mittwoch, den 6. Juni m Impflokale- Schulgebäude, Neustadt 61- für die nächsten 5-6 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 5 bis 6 Uhr, abgehalten werden. Impfpflichtig im laufenden Kalenderjahr sind Städtische Pflichtfeuerwehr. Dienstag, den 3. Juli d. J., abends 8 Uhr, auf dem Brandplage am Turmhause: Antreten aller alten und neuen Mannschaften. Versäumnisse werden gemäß Artikel 13 der Reichsstrafgesetzbuches geahndet. Vergebung von Bauarbeiten Die für die Erbauung einer Sammelwaßenmeisterei für den Kreis Gießen an der neuen Straße Garben teich Lich, Gemarkung Garbenteich erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus Landesfeuerlöschordnung und nach§ 368 3iffer 8 des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während der Dienst früheren Jahren. Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtige Kinder baben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, bak alle in denselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benußen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschlusse auf seine Kosten bewert stelligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Ale in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschan nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränt lichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Impfarzte in den öffentlichen Terminen torgestellt werden. Die zur Entlassung fommenden Mannschaften haben Binde und Ortsfeuerlöschordnung abzuliefern. Der städtische Branddirektor: Traber. Bekanntmachung. In der Zeit vom 23. bis 30. Juni 1906 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 seid. Taschentuch, 1 Brosche mit Photographie, 1 Handtasche mit Inhalt, 1 Peitsche und 1 Schlüssel; Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem verloren: Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut_geimpft. Kinder aus Familien, in denen anstedende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 31. Mai 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Bei der am 28. Juni 1906 vorgenommenen planmäßigen Verlosung wurden auf 1. Oftober 1906 folgende Schuldverschreibungen der Stadt Gießen zur Rückzahlung bestimmt: a. vom 1890er Anlehen: Lit. A. Nr. 43, 97, 147, 196 ARUDE 12, 39, 67, 260, 272, 334, 358, 380, 434 zu 500 mt. 23, 130, 134 1 Damenportemonnaie mit ca. 55 Pfg. Inhalt und 1 schwarzes Portemonnaie Inhalt ein 20 Markstück, zwei 5 Markstücke und Kleingeld bis zu ca. 30 Mart, Legitimatiospapiere und Abonnementsfarten. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei nns geltend zu machen. Gießen, den 30. Juni 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des stunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote sind daselbst getrennt nach folgenden Losen, in Prozenten ausgedrückt, mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und portofrei bis spätestens am Dienstag, den 10. Juli 1. Js. vormittags 10 Uhr einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Die Arbeiten und Lieferungen find wie folgt veranschlagt: Los I: Fabrikgebäude. 1. Erd- und Maurerarbeiten 2. Steinmezarbeiten 3. Zimmerarbeiten 4. Dachdeckerarbeiten 5. Spenglerarbeiten 6. Glaserarbeiten 7. Schreinerbeiten 8. Schlosserarbeiten 10. Eisenlieferung 1. Erd- und Maurerarbeite 4. Dachdeckerarbeiten 5. Spenglerarbeiten 6. Glaserarbeiten 7. Schreinerarbeiten zu 10931,99 Mr. 1409,10 " " 1558,21 11 1805,42 " И 404,95 " " 546,00 " 11 1342,00 " " 911,70 " 1 " 9. Weißbinderarbeiten " 1334,30 11 " 791,37 " Los II. Wohn- und Stallgebände. zu 8257,20 Mt. 2. Steinmezarbeiten 1173,74 " " 3. Zimmerarbeiten 1845,50 " " 2481,20 " 312,80 " " 611,04" L " 2873,44 " " 698,80 11 " T " 1544,50 " " 36,00 " 885,38 " " zu 2093,44 Mr. " 52,03 1 1014,77 " " 488,00 " " 24,00 " " 383,00 " 11 194,75 " " 317,40 " " die Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird Braugaffe von heute an bis auf weiteres für 8. Schlosserarbeiten zu 2000 Mt. 1000 den Fuhrverkehr gesperrt. 9. Weißbinderarbeiten 10. Tapezierarbeiten " 11. Eisenlieferung 1. Erd- und Maurerarbeiten 2. Steinmezarbeiten 3. Zimmerarbeiten 4. Dachdeckerarbeiten B. 7, 9, 21, 68, 74, 199 " " C. " " D. 300 " " " " E. " " 11, 68, 71 200 " 11 b. vom 1892er Anlehen: Lit. F. Nr. 40, 109, 132 zu 2000 Mr. G. 13, 50 M " H. " " 74, 75, 127 I. 47 " " K. 31 " " 1000 11 " 500 " 1 " 300 27 " 200 " " Los III: Wagenhalle und Einfriedigung: Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Einlösung dieser Schuldber schreibungen und zwar vom 1890er Anlehen: Gießen, den 30. Juni 1906. Grohh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Vergebung von Weißbinderarbeiten. Die Herstellung der äußeren Verpuz- und Anstreicherarbeiten am Neubau der höheren und erweiterten Mädchenschule sollen Samstag, den 14. Juli, d. Je. vormittags 10 Uhr öffentlich vergeben werden. 5. Spenglerarbeiten 6. Schreinerarbeiten 7. Schlosserarbeiten 8. Weißbinderarbeiten Zuschlagsfrist 4 Wochen. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei der uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der bei der Stadtkasse Gießen und bei der Dresdener Bank, daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an Frankfurt a. M. vom 1890er Anlehen: bei der Stadtkasse Gießen und bei den Bankhäusern A. Heichelheim, Gießen,( jetzt Mitteldeutsche Kreditbank Filiale Gießen) Ephraim Meyer& Sohn, Hannover, Meyer& Plaut, Kassel und Gebrüder Reustadt, Frankfurt a. M. erfolgen kann und daß die Verzinsung mit Ende September 1906 aufhört. Gießen, den 29. Juni 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Brotpreise bom 1. bis 15. Juli 1906. Der hiesigen Bäcker. Kg. 1 Weißbrot 1 Gem.- Brot 2 " 3 1 Kornbrot 2 " 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Gem. Brot bei Pfg. Georg Dern II., Gr.- Linden 46 27 Louis Süßmuth, Steinberg 46 54 Karl Zinger, Allendorf a. Ld. 46 25 W. Weißel, Lang- Göns.. 46 50 Heinr. Weber, Heuchelheim 48 75 Gust. Jacoby, Alten- Bused 46 23 Karl Post, Wieseck Der auswärtigen Bäcker. 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Weißbrot bei Georg Dern II., Gr.- Linden 25. Steinmüller, Gr.- Linden 46 Heinrich Weber, Heuchelheim 27 B. Weißel, Lang- Göns. - uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 30. Juni 1906. Städtisches Hochbauamt. Selbstfärbere Gerbel. Mit Vorliebe verwendet man zum Auffärben von Blusen etc. Brauns'sche Blusenfarben in den zartesten bis zu den dunkelsten Farbtönen erhältlich I Päckchen für nur 10 Pfennig reicht für eine baumwollene, halbseidene oder seidene Bluse I Päckchen für nur 25 Pfennig reicht für ein Waschkleid ( Sommerkleid). Käuflich i. d. meist. Apotheken, Drogen- u. Farbenhandlungen. Ausdrücklich fordere man: im Haushalt Päckchen mit der Bezeichnung ,, Brauns'sche Blusenfarbe" u. achte auf die Schutzmarke: Schleife mit Krone. freic SCHUTZ MARKE Alleiniger Fabrikant: Wilhelm Brauns, Quedlinburg. Drucksachen aller Art liefert in jeder Ausführung zu billigsten Preisen die Buchdruckerei Albin Klein " " " " f 77 46 " 46 Karl Stumpf, Garbenteich 48 Karl Trautmann, Wiesed. 46 W. Steinmüller Ww., LangGöns " п 46 " " 26 " Heinrich Binz, Aulendorf a. L. 25 Karl Spamer, Reiskirchen. 46 Jakob Appel, Krofdorf " 50 " " 1 W. Lein, Klein- Linden 50 . " 1 W. Fabel, Wieseck 26 " 2. Steinmüller, Gr.- Linden 26 Heinr. Binz, Allendorf a. L. 48", " 1 B. Leir, Klein- Linden 27 3 Kilogr.( 6 Pfd.) Gem.- Brot bei: " Karl Post, Wieseck 27 W. Fabel, Wieseck. 69 " 27 Karl Poft, Wieseck 69 bei Louis Süßmuth, Steinberg 69 " " Gust. Jacoby, Alten- Bused 69 Karl Trautmann, Wieseck. 66" Giessen, Seltersweg 83. " B " 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Kornbrot bei: " F. Weiß Grününgen 23 52 " Karl Zinser, Allendorf a. Ld. 22 " 1 " 5. Binz, Allendorf a. L. 22 " H Jakob Appel, Krosdorf 23" 54 " 54 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Kornbrot bei: • " 28. Lein, Klein- Linden 54 W. Schimmel, Kinzenb. M. 46 " Karl Post, Wieseck 54 Jakob Appel, Krofdorf. 46 . 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Gem. Brot bei Heinr. Binz, Allendorf a. 2. 44 " " Georg Dern II., Gr.- Linden 23 Karl Zinger, Allendorf a. Ld. 23 W. Weigel, Lang- Göns Karl Zinker, Allendorf a. Ld. 44 " Heinr. Weber, Heuchelheim 46 " 1 Kon. Hensel, Gr.- Rechtenbach 44 " 23 " 24 " Karl Stumpf, Garbenteich 24 Heinr. Weber, Heuchelheim 24 Karl Spamer, Reiskirchen. 44 Karl Stumpf, Garbenteich 44 Ferd. Weiß, Grüningen. " f Bisher ausbezahlte Versicherungssummen mehr als. 465 " " " 46 . " " W. Lein, Klein- Linden 46 " " Der Brotverkäufer. " 1 25 " Heinr. Binz, Allendorf a. L. 24 " hiesigen Bäckern. Gießen, den 30. Juni 1906. Jakob Appel, Krofdorf 2 Kilogr.( 4 Vfd.) Weißbrot Georg Dern II., Gr- Linden 50 Louis Süßmuth, Steinberg 50 2. Steinmüller, Gr.- Linden 52 Heinrich Binz, Allendorf a.L. 50 W. Fabel, Wieseck W. Weißel, Lang- Göns.. 52 Heinr. Weber, Heuchelheim 54 Karl Trautmann, Wieseck, Jakob Appel, Krofdorf. W. Steinmüller Ww., LangGöns & Steinmüller, Gr.- Linden 23 W. Lein, Klein- Linden Gothaer Lebensversicherungsbank auf Gegenseitigkeit. Bestand an eigentlichen Lebensversicherungen mehr als 896 Mia. Mr. Keine Serienlose oder Pfennigslotterie! Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Diehm, Großh. Baurat. Nur Bargewin. Jed. Los gewinnt! Vermögen u. Gewinn durch Beitritt zu amtl. angem. Verein! Kein Risiko! Gesetzl.staatl. angeordnet! Eine Mark monati. genügt! Streng reell! Viele Mill. Hauptgewinne! Kleinster Treffer höher wie der Ankauf! Beitritt tägl.! Prospekt durch alleinige Annahmestelle Chr.Hummel München, Römerstrasse 3. Keine ausländische Sache! Wasche mir LUHNS Luhns Giebt schönsteWäsche Nurecht MIT ROTBAND Makulatur hat abzugeben Expedition d. Blattes. 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