Nr. 230 Detion Subtervebitten: Gießen, Seiterweg 88. Bezxipredanik Nr. 362. Montag, den 1. Oftober 1906 Gießener 15. Jahrgang Gusti betlagen: Oberbeffifche Familiengsttung( unb bie Gießener Setfenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten Y ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Rofalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Charbon Soziale Bauordnungen. Bauordnungen find Sache der Polizeibehörden und werden für einzelne Ortschaften erlassen. Sie schneiden unter Uriständen recht tief in das Besizrecht ein, indem sie der Ausnutzung des Bodens für Bauzwecke starke Beschränkungen miferlegen. Natürlich geschieht das nur im Gemeininteresse. Die von den Nutzungsbeschränkungen Getroffenen wehklagen in der Regel recht laut. Aber ebenso ist es Regel, daß nach einiger Zeit die Wehklagen verstummen, und daß nach längerer Beit alle Beteiligten herzlich zufrieden sind. In früheren Bei ten hat man hygienische Rücksichten überhaupt wenig gefannt, bei Anlage von Bauten ganz und gar nicht. Jeder baute nadh feinem Gefallen, verbaute dem lieben Nächsten und namentlich sich selbst Licht und Luft. Die Höfe wurden zu bloßen Schächten, fielen zuweilen auch ganz fort. Außerhalb Deutschlands, z. B. in Frankreich, war das noch weit schlimmer als bei uns. Sogar in Paris. Als der vielgenannte Seinerifett Haußmann die Verschönerung der französischen Haupttabt vornahm, legte er durch das Häusergewirr breite Straßen, die nach einiger Zeit seinem Befehl gemäß prächtige Fassaden jeigten. Aber Höfe hatten diese Prunkhäuser nicht. Sie hatten im Innern weder Licht noch Luft. In den deutschen Städten, wenigstens in der Mehrzahl, hatte die Baupolizei besseres hgienisches Verständnis. An vielen Orten bestimmte sie ein Mindestflächenmaß für die Hofräume, ordnete sie auch an, daß bie Häuser eine gewisse Höhe, die sich nach der Breite der anitoßenden Straße richtete, nicht überschritten. In manchen Städten ging die Baupolizei noch viel weiter, indem sie für gamze Zonen die Errichtung von nur villenartigen Bauten oor schrieb. Hier durften die Häuser nicht über zwei Stockwecke haben, zwischen Haus und Haus mußte ein bestimmter 8 ischenraum bleiben. Nach Hunderten von Millionen wurde z. B. in Berlin allein der Schaden berechnet, der den Grundbefizern aus der Baubeschränkung erwachsen sollte. Jest hört man schon lange nichts mehr von dieser Schädigung, und wer freut sich über die Villenviertel, die Besizer nicht am wenigsten. Die soziale Wirksamkeit und Aufgabe der Baupolizei hat fich aber neuerdings noch sehr erweitert. Es liegt ihr nicht bloß ob, die Städte, wie sie sich tatsächlich entwickelt haben und noch ferner entwickeln, hygienisch zu beeinflussen; sondern hat sich ihr die Möglichkeit eröffnet, der Entwicklung der Städte selbst eine bestimmte Richtung zu geben. Bisher hat sie dafür sorgen fönnen und in gewissen Grenzen dafür gesorgt, daß da, wo große Fabrifen waren, die Fabrikarbeiter nicht zusammengepfercht wurden. Das war keine leichte Arbeit, denn die Industrien drängten nach den Städten, o sie zum Teil mit dem nahen Absatzmarkt, zum Teil mit den günstigen Verkehrs- und Versendungs- Bedingungen als mit einem beachtenswerten Nutzen rechneten. Sie ließen fich meist an den Peripherien nieder, wo Grund und Boden noch billig waren. Doch die Großstädte mußten über diese früheren Peripherien hinaus, der Bauplatz wurde teurer, es tellten sich noch sonstige Unbequemlichkeiten und Mißstände ein, so daß allmählich die Industrie großstadtmüde wurde und sich in die Mittelstädte zurückzog. Die Abwanderung begann schon vor Jahren und sie hat immer zugenommen. Besent..ch weil der Verkehrsverbindungs- Vorzug der Großsabte aufhörte. Die mittleren und kleinen Städte bieten ihn heutzutage fast ebenso oder können ihn leicht gewinnen; werden ihn sogar ficher gewinnen, sobald die Industrie sich in den Zentren zweiten und dritten Grades angesammelt hat. Wenn hier die Baupolizei mit guten Bauordnungen bei Beiten eingreift, so kann sie zur glücklichen Umgestaltung der Bohnungsverhältnisse beitragen. Sie fann sogar, in gewissen Grenzen, der von den Großstädten abwandernden Industrie Begrichtung und Ziel weisen. Der Vorteil wäre allseitig: für die Industrie, für die industriellen Arbeiter und für die Städte, die sich zu kleinen Industriezentren ausbilden könnten. Die Dezentralisierung der Industrie ist durch ihr Wachstum jur Notwendigkeit geworden. Aber auch bei der natürlichen und gleichsam automatisch sich vollziehenden Dezentralisation it es überaus wünschenswert, nicht erst Verhältnisse eintreten zu lassen, deren nachträgliche Beseitigung vielfachen Schwierigteiten begegnen, große Kosten verursachen und doch niemals bollständig gelingen würde. Wenn durch eine gute Bauordnung vorher das Rechte angeordnet wird, so wachsen die Dinge ganz von selbst ins Gesunde. Es handelt sich nicht um eine Rückwärtsentwickelung, um eine Rückkehr zu überholten Verhältnissen. Nicht die Erneuerung des engen Kleinstadtlebens ist im Werke, sondern die Durchdringung der Kleinftadt mit moderner Regsamkeit. Politische Rundschau. Deutsches Reich. * In den nächsten Tagen wird der Bundesrat seine bährend mehrerer Monate unterbrochenen Arbeiten wieder aufnehmen. Die ersten Aufgaben werden auf dem Gebiet der Berwaltungstätigkeit liegen. Der Reichshaushaltetats- Entbuf für 1907 tommt vorläufig noch nicht zur Beratung, da borcher die Einzeletats im Reichsschazamt fertiggestellt werden mifen. Man erwartet den Beginn der Verhandlungen über bie Reichstagsvorlagen für Ende Oktober. * Aus dem aufständischen Gebiet in Deutsch- Ostafrika meldet der Gouverneur Freiherr von Rechenberg, daß der Hauptaufwiegler in Ungoni, der Gemeinde- Vorsteher Omari Kuiyalla, von Eingeborenen erschossen worden sei. Sein Sohn und feine Angehörigen wurden in Liwale eingeliefert, ebenso ist die Zauberin Biterika aus Ssongea verhaftet worden. Die Beruhigung der Bevölkerung ist damit ein wesentliches Stück fortgeschritten. * Der Herzog von Cumberland soll zur braunschweigischen Thronfolgefrage eine charakteristische Aeußerung getan haben. Auf Beschluß der welfischen Partei war eine Abordnung aus Braunschweig unter Führung des Reichstagsabgeordneten von Damm nach Gmunden zum Herzog von Cumberland entsandt worden. Die Deputation wurde vom Herzog empfangen, der auf die ihm unterbreitete Bitte, nunmehr die Thronfolgefrage in einem für Braunschweig günstigen Sinne zu lösen, gesagt haben soll: er sei bereit, den Wünschen der braunschweigischen Bevölkerung so weit als möglich entgegenzukommen, befürchte aber, daß man am preußischen Hofe feine Verständigung wünsche. Es muß dahingestellt bleiben, ob die Aeußerung in dieser trassen Form gefallen ist. Nach unseren Informationen würde sie sich mit den wirklich in Berlin herrschenden Auffassungen nicht decken. * Eine Eingabe der Deutschen Mittelstands- Vereinigung, die Lieferungen für die Kolonialschutztruppen Handwerkerverbänden zu übertragen, war von dem Oberkommando der Schuztruppen abschlägig beschieden worden. Darauf hat sich die Vereinigung an den Reichskanzler und den neuen Leiter des Kolonialamts gewandt. Der stellvertretende Kolonialdirektor antwortete im Namen des Reichskanzlers, es müsse bei der Entscheidung des Oberkommandos bleiben. * Der Zentralverband deutscher Holzinteressenten, der in Nürnberg seinen Verbandstag abhielt, hat sich einstimmig gegen die Erhebung von Schiffahrtsabgaben auf den natürlichen Wasserstraßen ausgesprochen, jedoch unter Annahme eines Eventualantrages, der für den Fall der Einführung solcher Abgaben die Beteiligung der Industrie und des Handels bei der Fest= segung der Höhe der Abgaben und ihrer Verwendung fordert. Als Ort für den nächsten Verbandstag wurde Mannheim gewählt. * Die Synode für den Kreis Erfurt sprach sich in einer Resolution für die Verleihung des aktiven Wahlrechts in kirchlichen Angelegenheiten an Frauen aus. Es wird den Ges meindefirchenräten warm empfohlen, in die von ihnen für die tirchliche Liebestätigkeit ernannten Kommissionen auch Frauen hineinzuwählen. * Beratungen über die Reform des deutschen Personenund Gepäcktarifs haben in den letzten Tagen in Gegenwart von Vertretern der Bundesregierungen in Eisenach stattgefunden. Ueber alle wesentlichen Punkte ist ein Einverständnis erzielt, sodaß nunmehr mit Sicherheit auf das Inkrafttreten des Reformtarifes am 1. Mai 1907 gerechnet werden kann. * Bebel brachte auf dem sozialdemokratischen Parteitage eine Resolution ein, nach welcher der Parteitag ,, seiner freu digen Zustimmung über das größte welthistorische Ereignis der Gegenwart, die russische Revolution, und seiner tiefsten Sympathie und Bewunderung für die Kämpfe der russischen Revolution Ausdruck gibt." Die Resolution fordert moralische und tatkräftige Unterstützung für die kämpfenden Genossen in Rußland und Widerstand gegen jede Einmischung von außen. Bei der Beratung der Maifeier wurde der vorjährige Beschluß wiederholt, der sich für vollständige Arbeitsruhe ausspricht, soweit die Möglichkeit vorhanden ist. Ueber ,, Sozialdemokratie und Volkserziehung" sprachen SchulzBremen und Frau Zetkin aus Stuttgart. Frau Zetkin kann ihre Ausführungen nicht beenden, da sie einen Ohnmachtsanfall erleidet. Es wurde deshalb von einer Diskussion abgesehen, die Bildung einer„ Bildungskommission" beschlossen und dieser sämtliche vorliegenden Anträge überwiesen. Zu dem letzten Hauptpunkt der Tagesordnung erhielt Haase- Königsberg das Referat. Er forderte eine Anzahl Reformen. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. Die Anträge betr. die Jugendorganisation wurden der Bildungskommission überwiesen, weitere Anträge über die Parteiorganisation von der Tagesordnung abgesetzt. Als Ort für den nächsten Parteitag wurde Essen gewählt. Damit sind die Arbeiten der„, roten Woche" beendet. Rufeland. ** Von Tag zu Tag wird die Lage gefahrdrohender. In Odessa find Mordtaten zu gewöhnlichen Ereignissen geworden. Der Verband russischer Patrioten" führt in der unglücklichen Stadt eine Schreckens herrschaft. Ein Arbeitskomitee aus Vertretern aller Linksparteien, Professionsvereinigungen und Deputierten aller Fabriken hat sich zum Kampfe mit dem Schwarzen Hundert organisiert. Mit der Unterschrift des Arbeitskomitees erschienen 25 000 Proflamationen, in denen erklärt wird, teine Pogrome zuzulassen. Die Feldfriegsgerichte lassen tagtäglich Hinrichtungen vornehmen. Das Ministerium des Innern will 180 der Unterzeichner des Viborger Manifestes, also Mitglieder der ehemaligen Duma in Anklagezustand versetzen lassen. Einige der Deputierten sind bereits verhaftet worden. ** Großes Aufsehen rufen die Gerüchte von der bevorstehenden Einsetzung einer Regentschaft hervor. Der Zar soll sich in einem Stadium der Nervosität befinden, die den Wunsch nach einer Stellvertretung nahelege. Die Meldung über die Reise der kaiserlichen Familie nach Kopenhagen wird von amtlicher dänischer Stelle aus dementiert. Frankreich. ** Ein Mitarbeiter des Gaulois" hat eine Unterredung mit dem Papst über das Trennungsgesetz gehabt. Der Papil erklärte, nicht er habe das Gesetz verurteilt, sondern Christus, beffen Stellvertreter nur der Papst sei. Christus aber vers urteilte es, indem er der Kirche eine Verfassung und ein Dogma gab, gegen die fein menschliches Gesetz etwas ver. möge. Wenn ein Gesetz gegen das göttliche Gesetz und die Grundlagen der Kirche verstoße, so sei es für die Kirche nichtig und fein Katholik sei gehalten, ihm zu gehorchen Einem ungerechten Geseze zu gehorchen, sei verboten, und ein ungerechtes Gesetz verpflichte nicht. Wenn die Urheber des Gesezes guten Glaubens gewesen seien und ihren Irrtum einsähen, so würden sie nirgends mehr als in Rom Wünschen nach Versöhnung und Vergessen begegnen. Die radikaler Blätter sagen bei der Besprechung dieser Auslassungen, nun mehr sei jede Möglichkeit der Verständigung zwischen Staal und Kirche geschwunden. England. ** Wie weit die Mißstimmung der Jren gegen die Engländer noch immer geht, zeigen bezeichnende Vorgänge bei der Eröffnung eines öffentlichen Instituts in Dublin. Der Dampfer ,, Shamrock" sollte die Stadtväter zu dem Fest plaze bringen. Einer derselben, Alderman Kelly, sah plötzlich, daß der Dampfer die englische Flagge gehißt hatte, zog sein Taschenmesser und schnitt die Flagge ab. Sie fiel in den Fluß. Bei dem Festessen erregte derselbe Alderman von neuem Anstoß, als der Toost auf den König ausgebracht wurde. Er unterbrach den Ausbringenden mit dem Rufe: Den trinken wir nicht!" und verließ alsdann mit anderen Festteilnehmern protestierend das Festzelt. Afrika. ** In Natal befürchtet man einen neuen Zulu- Aufstand. Die Zulus in Nordzululand find mit gewissen Verfügunger der englischen Behörden bezüglich der Lokalverwaltung un zufrieden und drohen, ihre Unzufriedenheit durch einen gewalt famen Aufstand zum Ausdruck zu bringen. In der Umgebung bon Noodsburg soll die Gärung unter den Eingeborenen be sonders gefährlich sein. nieine politische Nachrichten. Budapest, 30. September. Die ungarische Regierung kündigt an, daß die Aufstellung einer Honvedartillerie, mit welcher eine Erhöhung des Refrutenkontingents und bedeutende Mehrkosten verbunden sein würden, auf ein Jahr verschoben wird. London, 29. September. Kriegsminister Haldane hielt in Haddington eine Rede, in der er darauf hinwies, daß die militärische Abrüstung in England nicht weiter fortgesezt werden dürfe. Konstantinopel, 29. September. Der Sultan hat den Forderungen Englands und Aegyptens auf der Halbinsel Sinai nachgegeben; die Grenze ist endgültig abgesteckt, so daß die Grenzkommissare zurückkehren. Caracas, 29. September. Der amerikanische Gesandte telegraphierte an seine Regierung, Präsident Castro sei sehr frant. Seine Freunde befürchteten, er werde sich nicht wieder erholen. Newyork, 29. September. Die Bundesregierung bereitete gerichtliche Schritte zur Auflösung der Standard- Delgesell. schaft vor. Habana, 29. September. Der Präsident und der Vizepräsident von Kuba haben nebst dem Ministerium endgültig ihre Aemter niedergelegt. Mit der Landung von 25 ameritanischen Marinesoldaten hat die amerikanische Intervention tatsächlich begonnen. * Dof und Gefellfchaft. Nach den bisherigen Dispositionen wird das Kaiserpaar mit der Prinzessin Vittoria Luise am Abend des 3. Oktober von Rominten abreisen und sich zu einem zweitägigen Aufenthalte nach Kadinen begeben, wo die An funft am 4. Oktober vormittags erfolgt. Wie verlautet, ge denkt der Kaiser im Anschluß hieran noch einige Tage auf Schloß Hubertusstock Wohnung zu nehmen, um in der SchorfHeide der Jagd obzuliegen. Die Ankunft daselbst wird in der Nacht zum 7. Oftober erwartet. Das erbliche Mitglied des Preußischen Herrenhauses Herzog Karl von Croy ist plötzlich auf den ungarischen Sagdschloß Karapancsa gestorben. п Das laffen Rett allerdings dente ich fchen rubiger ther Portefeuilles war geeignet, und alle Borficht vergessen au entgegnete Duprat ärgerlich. Der Gebante des verlorenen raten." Nein, denn du hattest selbst ben Kopf verloren," zweitemal fonnte ich dich nicht hindern, dich Riston zu ver genden Polizisten bir ein halbes Geständnis abnötigte. war auf bem Dagboben, als die Angst vor ben berfol te Oxbring. 30 Viber befragt, ptn Biton. Duprat?"" Ich werde mich verändern. ber Beamte ben unvermetollen Steckbrief Dem tamen nach. weiß, wenn bist du auf bessen Stirn mir Ristons Ginbildung zu gute fort und mich im Schlimmsten fizzen lassen. ber falte Schweiß stand. worauf du hinaus willst," knirschte Duprat, Fr mird mich nicht here " Du willst allein Aber da fommt Wuffer von Bronung und Büntucket weil ich immer bestrebt Supraf berneigte nommersieeraertreter ertencé Herrn Sohn nein," entgegnete Duprat bescheiden. Eduard?" fragte er nach furzem Schweigen. Von ihrem Chefs zu sein." Etwold nickte beifällig. Nichts neues von Doch wohl nux, Herr Kommerzienrat," erwiderte ex, tch anfragen?" Denn bis jetzt fonnten Sie Mein, nein. mir nur Schlechtes melden." Ich bin froh, nichts zu hören. „ Son Strage u ben etter gabe sie an, Wanderer Kein Berbotener s nach Halbstündigem Weg lenseits fel eine Bizette wahrte Feshte Schrante 8" rein" Brivat" woles tahne also: auf bie meterei münbeten. Hinein in ble fchlecht ber genben lefen, biete des Einfteblers, lints Rechts vom Eingang bie Billa" bie ,, Dependance" für den Pächter der einsiedlerischen Obst plantage Die Entdeckung des Kindes. - Zur Eröffnung des Kongreffes für Kinderforschung. Berlin, 30. September. Heute abend ist hier der Kongreß für Kinderforschung und Jugendfürsorge eröffnet worden. Der Kongreß ist von Vertretern der Wissenschaft, Aerzten, Pädagogen, Lehrern und vielen andern Persönlichkeiten besucht. Die Tagung ruft mit Recht das allgemeine Interesse wach, zumal sie nicht nur Fragen der geistigen Entwickelung des Kindes, der Form des Dentens usw. behandeln wird, sondern auch die körperlichen Erscheinungen: Ermüdung, Schlaf 2c. dabei einer eingehenden Untersuchung unterzogen werden. Fast 500 Jahre nach der Entdeckung Ameritas ist das Kind entdeckt worden. Kinder gab es bekanntlich schon früher. Aber das innere Leben des Kindes ist erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts erschlossen worden. Wie in der Krankheitslehre seltsamerweise ein durchgreifendes Studium pathologischer Erscheinungen beim Kinde erst sehr spät eingesetzt hat, so hat die Psychologie des Kindes Ertenntnisse gezeitigt, nachdem schon breite Grundlagen für die Erforschung des Seelenlebens Erwachsener gegeben sind. Es ist kaum zu verstehen, daß troß der sorgsamen Beobachtung des reifenden Kindes auch heute noch die einfachsten Fragen nach seiner Entwicklung der Antwort harren. Wie wenige Mütter fönnten z. B. genau angeben, wann ihr Sprößling gehen gelernt hat; auf welche Art es sich fortbewegt hat, wie es die Beinchen gekreuzt hat, als es troch, und wie es die Füßchen stellte, als es ging. Und dann: wann hat das Kind sprechen gelernt? Welche Worte sagte es zuerst? Alle Eltern haben ihre Lust daran, mit welchem Mute die Kinder allmählich an die Bewältigung schwerer Wörter herangehen. Und doch wie wenige könnten sagen, welche Laute ihr Kind regelmäßig verdreht hat und wann es gelang, zwei aufeinanderfolgende Konsonanten auszusprechen, oder einen Bedingungssatz zu formen. Bedeutungsvoll wurden die Untersuchungen über die Entwicklung der Sinnesorgane. Die Mütter sind im allgemeinen geneigt, ihren Sprößlingen schon am ersten Lebenstage die Fähigkeit zu sehen und zu hören zuzusprechen. Gewiß, das Kind hat Augen und Ohren, und alle Einzelteile dieser Organe sind bereits ausgebaut. Das Licht fällt in den optischen Apparat und übt einen Reiz auf den Sehnerv aus. Und Klänge dringen ins Ohr und erregen die Gehörsbahnen. Was aber fehlt, das ist die seelische Verarbeitung der Eindrücke. In das Auge fällt das Licht, aber es wird nicht gesehen. In das Ohr dringt der Ton, aber er wird nicht bernommen. Es fehlt eben noch das Bewußtsein, das diese Gehirnerregung deutet. Dieses Bewußtsein entwickelt sich langsam, etwa von der vierten Woche an fängt das Kind an, leuchtende Gegenstände mit den Augen zu verfolgen; es sieht. Und etwas später horcht es den Klängen. Auch die Schmerzempfindung besitzt der Neugeborene nicht. Gewiß löst die Verlegung eines Nerven Reaktionen aus. Der Körper zuckt und auf reflektorischem Wege wird das Schreizentrum gereizt. Aber das Kind empfindet diese Verlegung mit Bewußtsein nicht. Und deshalb fann man bei Kindern in der allerfrühsten Lebenszeit Operationen vornehmen und tonstatieren, daß oft das Kind, selbst bei schweren Eingriffen, nicht einmal schreit. Ist nun das Kind über die ersten Anfänge hinaus und weitet sich sein geistiger Horizont, so erwachsen für den Forscher wieder neue Probleme. Was geht in dem Kinde bor, wenn es zählt? Nach welchen Gesetzen die Frage ist besonders eifrig studiert worden lernt das Kind den Sinn der Worte verknüpfen, Ideenverbindungen herzustellen? Besonders hat es die Forscher gereizt, das Gefühlsleben der Kinder zu studieren und da waren es vorzugsweise die ästhetischen Elementargefühle. Wann beginnt ein Kind etwas schön oder häßlich zu finden und was findet es schön? Und wie entwickelt sich nun mit den Jahren dieses ästhetische Gefühl? Wichtig war es auch, den Vorstellungskreis des Kindes kennen zu lernen, zu erforschen, welches Bild über Welt, Seele, Gott, Gesellschaft, Wahrheit, Sittlichkeit 2c. sich in der Kindesseele formt oder malt, welche Anschauungsvorstellungen aus seiner Umgebung, Hausgeräte 2c. im Kinde leben. Diese Erkenntnis ist von außerordentlich praktischer Bedeutung, da die Schule doch mit dem vorhandenen Vorstellungsmaterial rechnen muß und das Programm des ersten Schuljahres sich darauf aufbauen soll. Dr. med. Th. Zlocisti- Berlin. Nab und fern. 30 Wetten zerstört. wcan jurajtet für die Sicherheit von 4 Kanonenbooten, die auf der Kriegswerft von Pensacola einer Reparatur unterzogen wurden. Alicante, 28. September. Hier ist heute ein neues Unwetter eingetreten. Der Sturm auf dem Meere ist so Heftig, daß die Schiffe in den Hafen flüchten. Von den Fluten ist eine große Badeanstalt weggerissen worden. Ein großer Teil der Hafenarbeiten ist von den Fluten hinweggespült worden. † Verzweiflungstat eines Ehepaares. Aus dem Wohnhause des Tischlermeisters Burkhardt in Zeit drangen plötz lich Rauchwolken hervor. Als man mittels einer Leiter in die Wohnung des B.'schen Ehepaares eindrang, bot sich ein fchauerlicher Anblid. Die beiden Gatten lagen als Leichen in einem Bette, das lichterloh in Flammen stand. Ein so= fort herbeigerufener Arzt stellte fest, daß die Frau durch Erhängen, der Mann durch Deffnen der Puls- und Halsschlagadern den Tod gefunden hatten. Es liegt zweifellos Selbstmord vor, dessen Motive in Nahrungssorgen zu suchen sein dürften. ' † Die eigene Mutter erschossen. Der 17 jährige Arbeitsbursche Wirz in Halle a. S. wollte mit einem Taschenterzerol im Garten schießen und hielt die Schußwaffe schon in der Hand, als seine Mutter hereintrat. Aus Unvorsichtigkeit tam der junge Mann dem Abzug zu nahe, der Schuß ging plöglich los und die Kugel drang der Mutter in den Kopi. Die bedauernswerte Frau brach sofort bewußtlos zusammen; fie sollte nach der Königl. Klinit gebracht werden, verstarb jedoch noch auf dem Transporte dahin. Der unglückliche Schüze stellte sich freiwillig der Polizei. † Getrübte Festfreude. Der Kanzleirat Kachel nebst Gattin in Erfner bei Berlin wollten das Fest ihrer goldenen Hochzeit begehen, große Vorbereitungen wurden für eine frohe und würdige Feier getroffen. Sie waren alle vergeblich. Am Morgen des goldenen Hochzeitstages wurde Frau Kachel, während sie sich ankleidete, von einem Schlaganfall getroffen und liegt schwer frank danieder. † Wolkenbrüche und Stürme find in den letzten Tagen über Amerika und Afrika niedergegangen, auch im Schwarzen Meere haben orfanartige Stürme gewütet. Die zum Teil erst jetzt eingegangenen Meldungen besagen: † Mysteriöser Leichenfund. In dem Dorfe Kervendon! bei Kevelaer wurde seit Monaten der Landwirt E. Holthausen vermißt. Jetzt wurde die Leiche mit abgeschlagenem Kopfe in der Nähe eines Hofes aufgefunden. Holthausen ist zweifelLos einem Verbrechen zum Opfer gefallen. † Mordtat eines Siebzigjährigen. In Untermittelried bei Leutkirch hat der fast 70 jährige Hausierhändler Wieder den 36 Jahre alten Tagelöhner Schuster von Uebelhör getötet. Schuster war bei Wieder in Miete, zahlte nicht und mußte die Wohnung räumen, weshalb beide in Streit gerieten. Wieder hieb und stach mit einem Säbel so lange auf Schuster ein, bis dieser regungslos am Boden lag. † Großfeuer. In Rödemis bei Husum hat ein großes Feuer furchtbare Verwüstungen angerichtet. 12 Häuser sind eingeäschert, 15 Familien obdachlos. † Vereiteltes Eisenbahnattentat. Der von Dombrowa ( Rußland) kommende Zug der Weichselbahn wurde auf österreichischem Gebiet von dem Lokomotivführer zum Stehen gebracht, der noch rechtzeitig eine falsche Weichenstellung be merkte, durch die eine Entgleisung des Zuges herbeigeführt werden sollte. Ein im Zuge mitfahrender Schlosser, der sich der falsch gestellten Weiche näherte, wurde von vier Männern aus dem Hinterhalt überfallen und durch Messerstiche schwer verwundet. Darauf wurde das Zugpersonal alarmiert. Unter den Passagieren des Zuges entstand eine Panit, doch Tonnten die Attentäter entkommen. Newyork, 29. September. Die Stadt Mobile ( Alabama) ist von einem schweren Sturm und Wolkenbruch Heimgesucht worden. Fünf Straßenviertel in der HauptDie Stadt geschäftsgegend sind fortgeschwemmt worden. kann nur durch Boote erreicht werden. Alle Telegraphenund Bahnverbindungen find unterbrochen. Die Christusfathedrale ist bom Sturme umgeweht worden. In den Straßen steht das Wasser fünf Fuß hoch. Der Sturm weht mit einer Geschwindigkeit von 99 Meilen in der Stunde. Das am Eingange der Bucht von Mobile gelegene Fort Morgan und verschiedene benachbarte Ortschaften sollen gleichfalls zerstört sein. Bahlreiche Schiffe find gesunken. Viele Leute sind beim Einsturz von Häusern zu Schaden gekommen. Bei Diebstählen betroffene Schwarze sind niedergeschlagen worden. Die Stadt ist von Truppen besetzt worden. Die Zahl der infolge des Wolkenbruches umgekommenen Personen wird auf etwa 75 geschätzt. 5000 Gebäude sind be= schädigt. Die Ernte in Obst, Gemüse, Baumwolle und Zuckerrohr in Süd- Alabama und Mississippi ist zerstört. † In die Luft geflogen. In einem fünfstödigen, von Italienern bewo..ten Hause in Newyork fand eine Dynamits explosion statt. Das Haus wurde vollständig zerstört. Trozz dem ist kein Bewohner erheblich verletzt worden. Konstantinopel, 29. September. Wie erst jetzt bekannt wurde, wütete Dienstag nacht ein heftiges Unwetter auf dem Schwarzen Meere. Zahlreiche Segelschiffe sind verunglückt, darunter eins, auf dem sich 9 Personen befanden. Pensacola, 28. September. Bei dem Orkan sind 30 Fischerboote gesunken. Die Geleise der Louisville- Nashville- Bahn sind auf eine Strecke von T Frau und Kind ermordet. Der Hdusler Ferdinanı Schwarz in Eilowig bei Troppau hat gestern früh seine Frau mit einer Holzhacke erschlagen. Nach Ermordung seiner Frau hat Schwarz auch sein einjähriges Töchterchen Friederike er. würgt. Schwarz dürfte die Tat aus Eifersucht begangen haben. Der Mörder wurde dem Bezirksgerichte in Wagstadi eingeliefert. † Betrügerischer Kassierer. Ein Fehlbetrag von 10 000 m. wurde in der Kasse des Arbeiter- Fortbildungsvereins in Mannheim festgestellt. Der Vereinsfassierer Krämer, der seit 35 Jahren im Dienst des Vereins steht, war nur im Besitz eines Pfandbriefes von 500 Mart, sowie 30 Mark in bar. † Tumult beim Reservistentransport. Ein mit einem Reservisten- Transport aus Zabern kommender Unteroffizier forderte auf dem Bahnhof zu Mülheim am Rhein einen jungen Mann mit Reservisten- Abzeichen auf, sein Gepäck zu bewachen. Der junge Mann, der gar kein Reservist war weigerte fich und wurde von dem Unteroffizier niedergeschlagen. Die Umstehenden ergriffen für den Geschlagenen Partei Man nahm dem Unteroffizier Seitengewehr und Patronen ab, auch wurde er geohrfeigt. Ms eine Patrouille unter Führung eines Offiziers eintraf, war der Unteroffizier bereits nach Köln weitergefahren. + Mit einer Hutnadel erstochen. Die Frau des Landesgerichtsrates Hruschta, die seit längerer Zeit geistesgestört ist, wurde durch einen Wärter von Tabor nach Prag geleitet, um dort in einem Sanatorium Heilung zu finden. In Wrschowiz remerfte der Wärter, daß Frau Hruschka wie leblos in der Koupeeecke lehnte. Der Wärter rief Hilfe herbei und es zeigte sich, daß die unglückliche Frau tot war. Sie hatte sich in einem unbewachten Augenblick eine Hutnadel ins Herz ge= stoßen. Pfarrer N Berfegung in d ne zum Ritterfreuz ipps des Großmüti Ueber die Reif ein- Main- Korrefpon berichten, daß eine Swede einer Bufa Großherzog hat tanten, Freiherrn + Unsicherer Heerespflichtiger angeschossen. Zwei unsichere Heerespflichtige, die zur Eidesleistung beim Infanterie- Re giment Nr. 153 in Kalt eingeliefert werden sollten, überfielen den Transportführer und entflohen. Nach wiederholtem er gebnislosen Haltrufen gab der Transportführer mehrere Schüsse auf die Flüchtlinge ab. Der eine Deserteur brach in die Brust getroffen zusammen und wurde ins Lazarett gebracht, der andere wurde ergriffen und in Arrest abgeführt. Am Starnberger Se † Selbstmord eines Offiziers. wurde der 28 Jahre alte Leutnant Hermann von Liebert aud Berlin, Sohn des Generalleutnants z. D. und früherer Gouverneurs von Ostafrika von Liebert, erschossen aufgefunden † Der Arm der Gerechtigkeit. An Bord des Dampfers ,, Kaiserin Augusta Viktoria" wurde gestern bei der Ankunft in Hamburg ein Galizianer verhaftet, hinter dem die ameritanischen Strafbehörden einen Steckbrief erlassen haben. Der Verhaftete, welcher sich auf der Rückreise nach seiner Heimat befand, wird beschuldigt, in einem Orte im Staate Newyort einen Raub und ein Notzuchtverbrechen verübt zu haben. Er wurde einstweilen in Polizeigewahrsam genommen, bis Amerika seine Auslieferung beantragt. † Das Unglücksfahrzeug. Der regelmäßig nach Leis verfehrende Automobil- Omnibus stieß in Rovereto an ein Haus. Die Insassen wurden herausgeschleudert und das Fahrzeug demoliert. Der Wagenführer Manson und seine Tochter wurden tödlich, elfweitere Personen schwer verletzt. $ inetterats Rombeld that man aud ung" und das Wo tigten Reife nid ungen getroffen we ehmen, um etwas die Reife nach R Bufammenfunft delt es sich nur wägerten Fürften reifen verlautet, be Manche wollen Rominten ebenfall zeitig mit dem Gr tig und inwieweit e † Unfall in einer französischen Militärschule. Durch Explosion einer Melinitgranate ist das Gebäude der Feuer werkerschule völlig zerstört worden. Einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, daß niemand zu Schaden gekommen ist † Zum zweiten Mal verschwunden ist der Abbé Delarne. Die Geschichte des Abbé Delarue, dessen angeblicher Mort Soviel Erregung in Paris hervorrief und der dann plößlic gesund und munter in Brüssel auftauchte, wird immer unter haltender. Jetzt ist er zum zweiten Male von Brüssel ver schwunden. Er hat bei seinen Wirtsleuten die Erklärung hinterlassen, er müsse sich den ihn bedrängenden Reporterr und Journalisten entziehen. † Neue Eisenbahnkatastrophe. Bei einem Zusammenstoß zweier Eisenbahnzüge auf der Minneapolis- und St. LouisEisenbahn in New Prague( Minneapolis) wurden sechs Perfonen getötet und 25 verletzt. Die Kollision fand zwischen einemonen und einem Frachtzua statt. Bunte Tages- Chronik. Göppingen, 26. September. In Munsdorf erschoß fich der 25 Jahre alte Gipser Georg Neufer aus Furcht davor, Soldat werden zu müssen. Er erklärte, daß er, ehe er Soldal werde, vorziehe, in seiner Heimat zu sterben. † Auf der Flucht verunglückt. Bel der Flucht aus dem Städtischen Obdach in Berlin tödlich verunglückt ist die unberehelichte Anna Beez, die sich nachts an einem Seil aus einem Fenster herunterließ. Sie stürzte dabei auf den Hof hinab und trug eine Lungenverlegung, mehrere Rippenbrüche und einen Schenkelhalsbruch davon. Sie ist infolge der Verlegungen im Krankenhause gestorben. Trier, 26. September. Beim Brand eines Hauses im Eifeldorf Arloff kam eine Mutter mit ihrem fünfjährigen Knaben ums Leben. Ein anderes Kind erlitt schwere Brandwunden. + Brandstiftungen. In Velbert brannte das Maschinenhaus und die Schleiferei der Schlüterschen Schloßfabrik_vollständig nieder. In der Fabrik ist in einem Jahre achtmal Feuer angelegt worden. Der Brandstifter ist noch nicht er= mittelt. Durch ein Schadenfeuer wurde ferner die gefüllte Scheune und der Wirtschaftssaal des Wirts Meinberg in Dortmund eingeäschert. Ein nicht ganz normaler Mann wurde als Brandstifter verhaftet. † Erdbeben auf Puertorico. In der Stadt San Juan de Puertorico erfolgten kurz hintereinander mehrere heftige Erdbeben, die unter der Bevölkerung große Panik hervorriefen. Die Bewohner der Gebäude flohen ins Freie. Selbst die Regierungsgebäude waren verlassen. Bisher wurde fein erheblicher Schaden gemeldet. Die Tragödie der Eifersucht. § München, 29. September. Der russische Student Sergius Turtschinowitsch hat an 5. Mai ds. s. den Studenten der Ingenieurkunde Martin Heinisch aus Gleiwitz auf offener Straße erschossen. Wegen dieser Mordtat steht der Russe vor den Schranken des hiesigen Schwurgerichts. Das blutige Ereignis, das ein junges Menschenleben zerstörte, zeigt wieder einmal, wohin wilde und in diesem Falle auch ungerechtfertigte Eifersucht Menschen führen kann, die nicht Charakterstärke genug besitzen, um ihre ungeregelten Aufwallungen bekämpfen und hinter die Grenze moralischer Verantworlichkeit verweisen zu können. Student Heinisch hatte ein Verhältnis mit einer Kassiererin Berta Ruf, die im hiesigen Bürgerbräu- Ausschant in der Kaufingerstraße angestellt war. Berta Ruf erflärte dem Russen, der sie trotzdem fortwährend mit Liebesanträgen verfolgte, daß sie Heinisch liebe und nicht von ihm lassen werde. Der Russe setzte aber seine Bewerbungen fort und suchte sogar das Mädchen, als es einmal frank zu Hause lag, auf, wurde jedoch von der Mutter energisch abgewiesen. Als das Mädchen nach ihrer Krankheit wieder im Restaurant Bürgerbräu tätig war, kam auch der Russe gleich wieder und zwar in Begleitung eines Landsmannes. Wieder holte er sich bei dem Mädchen einen Korb, nachdem er ihr durch seinen Freund ein großes Buket Rosen hatte überreichen lassen. Eine besondere Erregung war ihm nicht anzumerken und ahnungslos begab sich das Mädchen etwa um 1 Uhr nachts mit Heinisch nach Hause. Kurz vorher hatte sich aber auch der Russe entfernt und war mit einer Droschke nach der Sandtstraße, in der die Wohnung des Mädchens lag, voraus gefahren. Er postierte sich in der Haustür, um die Ankunft des Mädchens abzuwarten. Diese bemerkte ihn jedoch schon von weitem und machte ihren Bräutigam darauf aufmerksam. Heinisch schöpfte aber nicht den geringsten Verdacht, schloß die Haustür auf und wollte das Mädchen hineinlassen. In diesem Moment trachte ein Schuß, der den Jackettärmel des Mädchens streifte. Augenblicklich trat Heinisch vor seine Braut, um sie mit seinem Körper zu decken und das Leben der Geliebten zu retten. Da krachten furz fagen, das fann e ben. Das Berline Großherzog befinde nie- Angelegenheiten men eines Grafen b ** Je mehr Ber hen Landwirt bie ungewöhnlid inz erschien von der Wahlurne. Sonft erften und zweiten Shlern nur 13 und Bundes der Lan aldorf ift die Wahl bach, Haufen und ihlt, in der Gemeind und Philipp Hild impf, in Griedel G arter Laug und K mmermitglieder foll Absicht, die Landm Dftober, etwa in oche, einzuberufen. tt. Stadtthea telle fet darauf hing Eröffnung der Spi hillers Braut v haften Teilnahme, di nicht, dürfte es von itglieder zu erfahren ine, Hermann sung des Direktors theater in München . Er wird darftell en geben. In ihm Durchschittsniveau en Leistungen dem iherer gemeinsaftlic Fach der 1. Held mit fhönen Mitteln Die jugendlichen S tober gegeben werde bener Hofidhauspieler en sympathischen A Broben als vortrefflich Besonderen Empfehlung meiteren neuen Kräften e renommierten F fir zweite Li bhaberr hintereinander auch schon 3 weitere Schüsse, und Heinisch sant a hervorragend schö sofort tot nieder. Bald nach der Tat erschien eine Polizei wache, die den Russen und seinen Freund verhaftete und nur mit großer Mühe vor der Wut der Menge schützen konnte, die sich trotz der vorgerückten Stunde bald angesammelt hatte. Der eines so tragischen des gestorbene Heinisch war der Sohn eines begüterten ifanten in Gleiwiß. Er wird als ein friedlicher ruhiger.asch geschildert, der fleißig seinen Studien oblag. Sein Vater ist tot, dagegen betrauern die Mutter und mehrere Geschwister den Verlust dieses braven Menschen. Auch Berta Ruf wird allenthalben als ein solides und ordentliches Mädchen geschildert. § Seffein Borm Rettungsübung euerwehr und& lonne an der Sta alten. Es war and be ein Wohltätigten Much feien sämtliche tebt eine Banit, al tleerung der Räum Bortommnis mo elbung lautet: Feu Menschen in fa rmieren. Nach A tungsversuche durd bes und mittelft Sp hung von Menschen Feuer an Ausdehr Löschen mit einigen Der Mörder seines Studienkollegen erschien zur Ver handlung in elegantem Gehrockanzug und war äußerst erregt. Zurtschinowitsch erklärt, er habe das Mädchen so wahnsinnig geliebt, daß es ihm gleich erschienen sei, durch welche Tat er den begünstigten Nebenbuhler beseitige. Erst am Morgen nach der Tat sei er sich der Tat bewußt geworden und er habe dann ein furchtbares Gefühl des Abscheus vor sich selbst und des tiefsten Mitleides mit seinem Opfer empfunden. Der Angeklagte behauptet, er habe unter dem Zwange eines verbrecherischen Triebes gehandelt und sei sich vor der Tat über sein Beginnen völlig im Unflaren gewesen. Dieser Behauptung des Angeklagten widerspricht jedoch der Vorfizzende, in m er ihm vorhält, daß er mit voller Ueberlegung die greuliche Tat vorbereitete, sich einen Revolver taufte, mit einer Droschke nach der Wohnung des Mädchens borauf fuhr, und sich dort im Hauseingang postierte. Der Angeklagte stellt nochmals entschieden in Abrede, daß er den Revolver mit der Absicht geiauft habe, jemand zu töten, er habe sich schon längst einen Revolver anschaffen wollen. Er habe an dem Abend Sekt getrunken, um wach zu bleiben, und sei in froher Stimmung gewesen, da er Geld hatte. G habe einfach in der Aufregung gehandelt und könne auch nicht jagen, ob er die Absicht hatte, den Heinisch zu töten, oder nur zu verlegen. ommen. Da die er bricht durch und fe 1 in Flammen, wesh Dert werden. Das He wundeten, Ohnmach men, wurde von der lonnenführer, der hiedenen Buntten Der Turnhalle, die a nieder, fie richtete en borgenommen. men auch schon die rigen Geftionen, fon ich im Hofe mit de port. Ein mit einer Commender Unteroffizie heim am Rhein einen en auf, fein Gepad zu Lokales. 1. Oktober 1906. ** Pfarrer Naumann Gießen wurde anläßlich finer Berfegung in den Ruhestand vom Großherzog die grone zum Ritterkreuz der 1. Klass: des Verdienstordens Shilipps des Großmütigen verlichen." ar tein Reservist tar roffizier niedergefchlagen Geschlagenen Partei engewehr und Patroner 3 eine Patrouille unter der Unteroffizier bereit gefchoffen. Zwei unsicher ng beim Infanterie- e werden sollten, überfielen Nach wiederholtem en Transportführer mehrer r eine Deserteur brach in wurde ins Lazarett ge und in Arrest abgeführt Am Starnberger Se Hermann von Liebert aud ts z. D. und früheren mert, erschossen aufgefunden En Militärschule. Durd das Gebäude der Feuer Einem glücklichen Umftant zu Schaden gekommen ist den ist der Abbé Delarue dessen angeblicher Mort ef und der dann plößlid auchte, wird immer unter en Male von Brüssel ber Birtsleuten die Erklärung bedrängenden Reporteri Neufer aus Furcht davor, Sirte, daß er, ehe er Soldal u sterben. Brand eines Hauses im = mit ihrem fünfjährigen Kind erlitt schwere Brand * Ueber die Reise des Großherzogs schreibt die Rhein- Main- Korrespondenz": Bir fonnten bereits am Sams tag berichten, daß eine Reise des Großherzogs wahrscheinlich um Zwecke einer Zusammenfunft mit dem Zaren bevorsteh. Der Großherzog hat nun in Begleitung seines Flügel adjutanten, Freiherrn von Massenbach, und des Geheimen Rabinettsrats Römheld diese Reise angetreten. Wie rerlautet, hat man auch die Redaktion der„ Darmstädter Beitung" und das Bolffsche Bureau ersucht, von der beabsichtigten Reise nichts zu melden. Wenn solche Vortehrungen getroffen werden, muß es sich, das tann man annehmen, um etwas ganz besonderes handeln. Vermutlich geht die Reise nach Rußland oder es findet auf hoher See eine Zusammenkunft mit dem Baren statt. Wahrscheinlich handelt es sich nur um private Besprechungen der beiden verschwägerten Fürsten. Es ist aber auch möglich, wie in Softreifen verlautet, daß es sich um politische Dinge handeln wird. Manche wollen sogar wissen, daß der Kaiser sich von Rominten ebenfalls incognito zum Zaren begeben und gleichzeitig mit dem Großherzog dort sein wird. Was daran richtig und inwieweit es Kombination ist, läßt sich jetzt noch nicht sagen, das fann erst in einiger Zeit definitiv mitgeteilt werden. Das„ Berliner Tageblatt" läßt sich dagegen melden, ber Großherzog befinde sich seit einigen Tagen in KünstlerKolonie- Angelegenheiten in München. Er reise unter dem Namen eines Grafen von Starkenburg. *** Je mehr Berichte über die Wahlmännerwahlen zur - - In Munsdorf erſchoß sich bessischen Landwirtschaftskammer einlaufen, je mehr tritt die ungewöhnlich schwache Beteiligung hervor. Jo Mainz erschien von den 60 Wahlberechtigten nicht einer an der Wahlurne. Sonst Itegen noch folgende Meldungen vor: Im ersten und zweiten Bezirk Darmstadt stimmten von 208 Wählern nur 13 und 11 ab, sie wählten den Kandidaten des Bundes der Landwirte Karl Seibel. Im Bezirk In Langsdorf ist die Wahl des Abg. Köhler gesichert. Bußbach, Haufen und Des wurde Defonom Reiß in Butzbach gewählt, in der Gemeinde Nieder- Weisel Bürgermeister Kraus. grill und Philipp Hildebrand 1., in Ostheim Beigeordneter Schimpf, in Griebel Gastwist Vſſel, in Gambach Beige ordneter Laux und Konrad Müller 2. Die Wahl der Kammermitglieder soll am 11. Oktober erfolgen. Es besteht die Absicht, die Landwirtschaftskammer in der zweiten Hälfte des Oktober, etwa in der mit dem 22. Oftober beginnenden Woche, einzuberufen. Eiferfucht. München, 29. September. Turtschinowitsch hat an Der Ingenieurkunde Martin Straße erschossen. Wegen den Schranken des hiesigen Freignis, das ein junges eder einmal, wohin wilde fertigte Eifersucht Menschen rstärke genug besigen, um bekämpfen und hinter die eit verweisen zu können. n Verhältnis mit einer igen Bürgerbräu- Ausschant war. Berta Ruf erflärte ährend mit Liebesanträgen und nicht von ihm lassen ine Bewerbungen fort und es einmal trant zu Hauje Nutter energiſch abgewiesen. kheit wieder im Restaurant der Russe gleich wieder und mannes. Wieder holte er cb, nachdem er ihr dur t' Roſen hatte überreichen Mädchen etwa um 1 hr war ihm nicht anzumerten Kurz vorher hatte sich aber ar mit einer Droschte nad ohnung des Mädchens lag " - - nach dem Verbandeplatz der Turnhalle gebracht. Hier sah| Versteigerung der Gemeindeäder. Nach ihrer Beendigung man, mit welcher Vorsicht und dennoch wie rasch die Verzogen sich die Beteiligten zum Biertisch zurück. Bei fröhlicher wundeten und Ohnmächtigen von der Tragbare auf die im provisierte Lagerstätte gehoben wurden. Es ging alles nach militärischem Rommando und dennoch fonnte man deutlich shen, daß das Zugreifen derart war, daß den Verlegten im Ernstfalle Erschütterungen, oder durch unnötiges Bewegen der einmal gegebenen Körperlage verursachte Schmerzen usw. erspart blieben. Mehrere Bewußtlose wurden gebracht, die durch Einatmen der Rauchgase niedergefallen und alsdann noch von den den Ausgang mit allen Mitteln Suchenden niebergetreten zu sein schienen. An diesen wurd: sofort künstliche Atmung versucht. Man konnte in der Turnhalle zum Schluß alle möglichen Arten von angelegten Verbänden shen. Die zu der Übung eingeladenen Gäste, worunter Vertreter des Kreisamts, der Stadt und auswärtiger Wehren sich befanden, sprachen sich, wie wir hören, sehr lobenswert über den Verlauf der Uebung aus. Nachmittags vereinigten die Kameraden sich in„ Steins Garten" zu einer harmonis hen Familienfeter. Tafelrunde lam man auf den Gedanten, eine Attiengesellschaft zum Bestellen der Aecker zu gründen. Der Direktor war denn auch bald gefunden. Da man nicht mit Dampf oder Elektrizität pflügen wollte, shritt man zur Bestellung des dazu nötigen Pferdematerials nnd zwar zwei schweren Ackerpferden. Somit war diese Frage zur allgemeinen Zufriedenheit der Tafelrunde gelöst. Die Sache befam aber ein anderes Gesicht, als am anderen Tage der Pferdehändler dep schierte, er stände mit zwei schweren Belgiern zur sofortigen Verfügung. De man über das Bestehen der AftienGesellschaft garnicht orientiert war, fam die Depesche an einen Unberufenen. Hier flärte die Sache sich auf. Als der auf dief: Weise hinters Licht geführte Pferdehändler andern Tages eintraf, i doch ohne Gäule, um nach den Auftraggebern zu suchen, war der Herr, Direktor" nebst Getreuen nicht aufzufinden. Wie man hört, soll der Geschäftsmann die Teilhaber der Aktiengesellschaft ausfindig gemacht und mit diesen durch gütigen Vergleich die Sache zur beider** Der Kaufmännische Verein und der Geseitigen Zufriedenheit erledigt haben.( Buzzb. 8'g.) werbe Verein Gießen veranstalten im kommenden Winterhalbjahre 7 Vorträge, die auf sozialem, naturwissenschaftlichem, gesundheitlichem, technischem und literarischem wissenschaftlichem, gesundheitlichem, technischem und literarischem Gebiete liegen. Wir wollen hoffen, daß die Vorträge einen recht guten Besuch finden, besonders da sie durch Experimente und Lichtbilder unterstützt werden. Der Wetterau- Lahngau- Sängerbund fand sich am Sonntag, dem 23. September zu einer Sängerfahrt auf dem Windhof b. Gießen zusammen. Der Besuch war recht gut. Auch Heuchelheimer und Gießener Sangesfreunde hatten sich eingestellt. Recht schöne Leistungen boten die Vorträge der Bundesvereine aus Leihgestern( Eintracht und Liederkranz), Großen Linden( Germania und Harmonie), Großen- Buseck ( Germania), Lollar( Liedertafel und MännergesangbereinGermania) und Krofdorf( Germania), während einige Bundesvereine nur durch Abordnungen vertreten waren bezw. durch lokale Verpflichtungen verhindert, fehlten. Auch drei Gruppenchöre unter Leitung des Bundeschormeisters wurden gesungen. Es waren dies die drei Preischöre vom Lallarer bezw. Langgönser Wettstceit „ Botho, der Abt" und" Im Wald" von Jean Pauli, sowie„ Lob des Frühlings" von& Kern. Die Chöre klappten vorzüglich und trugen sowohl bei Sängern Sängerfahrt bei. Zwei furze martige Ansprachen hielten als Hörern viel zur Freude an der wohlgelungenen Sängerfahrt bei. Zwei furze markige Ansprachen hielten der Bundesvorsitzende Krapf- Leihgestern und der BundesBibliothekar Lehrer Buß- Leihgestern, die in begeistert aufgenommenen Hochs auf den Bund und auf Kaiser und Großherzog gipfelten. Hoch befriedigt und mit neuem Mut für weitere Arbeit im Dienste des Männertt. Stadttheater Gießen. Auch an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß am Dienstag, dem 2. Ott. gesanges und des Bundes gestärkt wurde gegen 7 Uhr mit dem Ertra- Zug der Bibertalbahn die Heimfahrt die Eröffnung der Spielzeit mit einer Neueinstudierung von Schillers Braut von Messina" beginnt. Bei der angetreten, nicht ohne gegenseitig den Wunsch zu lebhaften Teilnahme, die dieses Jahr für unser Stadttheater äußern: So etwas müssen wir bald mal mieder machen. herrscht, dürfte es von Interesse sein, einiges über die neuen Wetterau Lahngau- Sängerbund. Die Mitglieder zu erfahren. Der eine Oberregisseur unserer Bundesleitung beschloß gelegentlich der Sitzung in der Bühne, Hermann Batof, speziell berufen zur Uster- Linde" zu Großenlinden zur Ecledigung der noch füßung des Direktors in Ausübung der Regie, kommt vom Hostheater in München, wo er die letzten 3 Jahre tätig war. Er wird darstelleris bie ersten Charakter- und Väter rollen geben. In ihm dürfte unsere Bühne einen entschieden das Durchschittsniveau überragenden Künstler gewonnen haben, dessen Leistungen dem Direktor übrigens aus mehrjähriger Für früherer gemeinschaftlicher Tätigkeit bekannt sind. das Fach der 1. Helden ist Conrad ost verpflichtet, ein mit schönen Mitteln ausgestatteter Vertreter seines Faches. Die jugendlichen Helden werden von Herren Ehrich e fich in der Haustür, Rober gegeben werden, dem Sohn des bekannten Wies abzuwarten. Diese bemette badener Hofschauspielers Richard Rober. Dem temperament d machte ihren Bräutigam vollen sympathischen Künstler, der sich schon auf den bisherigen fte aber nicht den geringer Proben als vortrefflicher Sprecher erwiesen hat, stehen die Kräften Greff, der Sohn das Mädchen Augenblicklich trat and polite bile he be beforbeten Empfehlungen Jofeph Sainz zur Seite. Bon refter en stor pre zu beden bes renommierten Franfuiter Opernfängers, erwähnt, der mit fem. Da die er vor allem re Schüffe, und Heinisch fant ein hervorragend schönes Organ mitbringt. § Gestein Bormittag 11 Uhr wurde eine Lösch und Retrungsübung der Freiwilligen Gießener Feuerweh ehr und der Freiwilligen Sanitätstolonne an der Statmädchenschule in der Weftanlage aber Tat erschien eine Polizei Freund verhaftete und mi der Menge schützen konnte unde bald angesammelt hatte gestorbene Heinisch war der schwebenden Fragen in Bundes- Einrichtungen auf Sonntag, den 14. Oktober einen Sängertag an zusetzen, dessen Zeit und Oct den Vereinen noch näher mitgeteilt werden wird. In Aussicht genommen ist Kirchgöns als Ort der Tagung. Es sollten bei dieser Gelegenheit zur Ergänzung der Bundesleitung die Wahlen der Bezirks- Vertreter stattfinden und zur Grundlage für Bundes- Statistik und Rechnungsführung die Sänger- Listen der Bundesvereine entgegengenommen werden. Zur Einrichtung einer Partitur- Bibliothek wurde der Bundeschormeister beauftragt, mit Musikalten§ Krofdorf, 29. Sept. Bei einem verendeten Schweine des Philipp Feuser zu Krofoorf ist die Rotlausseuche festgestellt und Gehöftsperre verhängt worden. * Allendorf a. d. L. Unfall. Hier geriet der Landmann Peter Wickenhöfer unter seinen mit Kartoffeln be= ladenen Wagen und wurde so schwer verletzt, daß er nach furzer Zeit verstarb. Hochweisel, 30. Sept. Unsere Feldbereinigung ist beendet. Vorige Woche wurden die Massengrundstücke verkauft. Der Morgen Acer tam auf 1600-2100 wt., Wiesen sogar auf 1800-2400 Mt. Im ganzen wurden 150-160 000. aus den Straßengrundstücken gelöst. Der Bodenpreis ist sehr gestiegen. Die Feldbereinigung foftet ca. 80 000 Mt. * Bad Nauheim, 30. September. In der abgelaufenen Woche sind 333 Kurgäste angekommen, die Gesamtfrequenz beträgt bis zum 27. September 27 192 Perfonen, wovon an genanntem Tage noch 1806 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 27. September 372 377 abgegeben. gh. Friedberg, 1. Oftober. Die Zuckerfabrik nimmt heute ihre diesjährige Kampagne auf. Das zu verarbeitende Rübenquantum ist bedeutend. * Friedberg. An der großen Eisenbahnbrücke über das Ujatal wuroen umfangreiche Wiederherstellungsarbeiten ausgeführt, die eine dreimonatige Bautätigkeit erforderten. 2. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den Oftober. Meist heiter, morgens Nebel, trocken, etwas wärmer. auff ischende westliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Was ist Krankheit? Fast alle Krankheiten entstehen dadurch, daß die Verdauung und Assimilation eine falsche ist und das Blut, das durch Verdauung und Assimilation geschaffen wird, anstatt in vollkommen reinem und kräftigem Zustande zu sein, durch Unreinigkeiten und Krankheitsstoffe forrumpiert ist. Wenn bei den Menschen immer eine normale Verdauung und Assimilation vorhanden wäre und infolgedessen auch gesundes, reines Blut, so wären wahrscheinlich alle Krankheiten ausgeschlossen. Somit liegt der Keim aller Krankheiten in der Verdauung, Assimilation und in dem Blute. Leider treten durch unrationelle Lebensweise, speziell im Essen und Trinken, Störungen der Verdauung und handlungen und Verlegern in Verbindung zu treten. Damit der Bundesbibliothekar bald in der Lage ist, den Vereins dirigenten bei Wahl ihrer Chöre mit einem Panther in the multi chinh metoden alten to athe Bore affimilation herbor, welche, wenn aud anfangs midt fügung stehen zu können. Desgleichen wurde Bundeschermeister braut für den der hervorrufen, durch welchen Strankheiten aller Art ihren Bolkslieder auszuwählen und für den fich der Vertreter- Einzug halten. Versammlung anschließenden Dirigenten Tag vier Lieder in Vorschlag zu bringen, die dann von den Vereinen während des Winters zu studieren sind, beim Bundes: fefte als aufgegebene Chöre fungieren und am FestNachmittag als Massenchöre des Bundes vorgetragen Deshalb ist es eine hervorragende Errungenschaft, in Ferromanganin( enthält: Eisen, 0,5, Mangan 0,1, [ an Zucker gebunden], Kognak 15, aromat. Bestandteile und Wasser) ein Mittel gefunden zu haben, das bei der heutigen Lebensweise unbedingt notwendig ist, um mangelhafte Verdauung und Assimilation zu korrigieren, Elemente zuzuführen. geschildert, der fleißig feinen fände ein Wohltätigkeitsbasar statt. Infolge des sehr regen wurde der 2. Juni bestimmt( mit Rücksicht auf die das Blut zu reinigen und demselben die ihm nötigen en in Gleiwig. Er wird abgehalten. Es war angenommen worden, im 1. Obergeschoß werden sollen. Als Termin für das Bundesfest 1907 tot, dagegen betrauern die Besuchs seien sämtliche Räume von Personen überfüllt. Es Landwirtschaft.) Eventl. Meldungen betreffs Ueberden Verlust dieses braben entsteht eine Panit, alles drängt nach den Ausgängen, die nahme des Bundesfestes werden bis zum Vertretertag allenthalben als ein solides Entleerung der Räume steckt. Die Sicherheitsposten stehen entgegengesehen. bert. Ver nfollegen erschien zur nzug und war äußerst erregt das Mädchen so wahnsinnig dem Vorkommnis machtlos gegenüber. Meldung lautet: Feuer in der Stadtmädchenschule Weftanlage Menschen in Gefahr Feuerwehr und Sanitätsfolonne - * Die israelitischen Religionsgemeinden in Hessen. Um den vem Ministerium ausgearbeiteten G- sentwurf: Verfassung und Verwaltung der israelit schen enen fei, durch welche Tat alarmieren. Nach Ankunft der Fuerwache wurden sofort Religionsgemeinden in Hessen zu beraten, tagten in der befeitige. Erst am Morget Rettungsversuche durch Eindringen in das Innere des Ge- Frankfurt Loge die Vorstände der größeren Gemeinden. Zat bewußt geworden und ebäudes und mittelft Sprungtuches, Rettungeschlauchs usw. vor. genommen. Da die Feuerwehrleute in erster Linie zur Rettung von Menschenteben verwandt werden müssen, fann Außerdem waren der Justizrat Oppenheimer- Mainz, Kommerzienrat Heichelheim Gießen und Professor Landsberg- Darmstadt, die eigentlichen Verfasser des Gesetzer habe unter dem Zwang das Feuer an Ausdehnung gewinnen, es wird inzwischen entwurfes anwesend. Verschiedene Herren lehnten das Gesez l des Abscheus vor fidh felb einem Opfer empfunden. ehandelt und sei fich vor de m Untlaren gewesen. Dicic widerspricht jedoch der Bo das Löschen mit einigen Glauchleitungen vorgenommen. Das Feuer bricht durch und setzt das zweite Obergeschoß u d den Dach , daß er mit voller Ueber Ruhl in Flammen, weshalb sämtliche Löschzüge zur Tätigkeit beereitete, fidh einen evolve ordert werden. Das Herausholen der im Gebäude eingesperrten Zuschüsse gewähre. Folgende Resolution wurde angenommen: der Wohnung des Mädchen Verwundeten, Ohnmächtigen 2c, die sich nicht selbst retten Hauseingang poftierte. Dönnen, wurde von den Steigermannschaften auf alle mögliche werben, bedarf aber erheblicher Verbesserungen und Abtfchieden in Abrede, daß auft habe, jemand zu töte 7 Revolver anschaffen wolle runfen, um wag zu Sle wesen, da er Geld hatte, handelt und fönne auch m Arten vorgenommen. Die Sanitätsfolonne wurde von ihrem Rolonnenführer, der vorausgeeilt war, sogleich nach den berschiedenen Punkten verteilt. Eine Siftion läst sich sofort in der Turnhalle, die als Verbandeplaß erforen wurde, häuslich nieder, sie richtete provisorische Lagerstätten ein. Gleich übrigen Sektionen, soweit sie nicht wegen Knochenbrüchen gleich im Hofe mit dem ersten Notverband vers hen wurden, den Heinisch zu töten, od tamen auch schon die ersten Verwundeten, die von den in der vorliegenden Form ab, denn es würde den Gemeinden sehr große finanzielle Opfer auferlegen, die sie nicht tragen fönnten. Anders wäre es, wenn der Staat den Gemeinden Der vorliegende Entwurf tann als Grundlage benügt änderungen. " * Breß: Prozeß. Revision gegen das Urteil der Straffammer in dem Beleidigungsprozeß gegen die Redakteure Hannemann und Venlow hat Rechtsanwalt Dr. Fulda, der Vertreter des Nebentlägers Reichstagsabgeordneten Berthold, beim Reichsgericht eingelegt. * Lustiges aus der Wetterau. War da in vorletzter Woche in einem niedlichen Dörfchen der Wetterau Die ersten Krankheitserscheinungen obiger Störungen zeigen sich in Bleichsucht, Blutarmut, Schwächezustand Herzklopten, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Bliederreissen, Neuralgie, Unterleibsstörungen bei Frauen und Mädchen. Bald treten aber ernstere Krankheitszustände auf, wenn nicht Abhilfe geschaffen wird. Ferromanganin hat noch nie verfehlt, wirkend und fräftigend einzugreifen e020000000 Bei Einkäufen wollen unsere verehrlichen Abonnenten und Leser sich der in unseren Zeitungen inserterenden Firmen erinnern und auf uns beziehen. 0200000000 R e 11 71 11 Neubau der Frren- Anstalt zu Gießen. Auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 sollen nachstehende Bauarbeiten für 11 Gebäude, und zwar: Los I und II je ein Gebäude für Wachbedürftige, Los III Los V " IV VI " " " " 1 " " " Н Los VII bis X Los XI 11 " Pflegebedürftige, Unruhige, Landhaus III. Klasse, ein Verwaltungsgebäude, getrennt nach Handwerkstiteln vergeben werden. Titel Bezeichnung der Arbeiten nebst Angabe der hauptsächlichsten Massen. mit je 4[ Gebäude Los VII bis X mit je 2 Gebäude L08 V u. VI mit fe 2 Gebäude L08 III 1. VI mit je 2 Gebäude L08 I u. II L08 XI 1 Gebäude mit 1050 qm 980 qm 670 qm 1060 qm Man verlange ausdrücklich Bekanntmachung. Samstag, den 6. Oktober 1906, vormittags 10% Uhr werden im Bürgermeistereigebäude die in dem MAGGIS WÜRZE Waldungen der Stadt Gießen erforderlichen Kreuz- Stern MAGCI Maggy bessers SuppeR Saucon Gemüs WURZE mit dem Kreuzstern. P BIR VIII Dachdeckerarbeiten Schieferdach mit Schalung 2700 qm VIII SpenglerHängekandel arbeiten Abfallrohre 330 m 130 m 70 m 40 m 70 m 40 m 60 m 40 m 100 m 50 m Altbewährt! Unerreicht! IX BlizableiterLeitungen von 450 m 240 m 240 m 100 m 240 m anlagen Kupferdraht X ca. 2500 cbm - - - Erd- Transport Es kann auf ein oder mehrere Lose angeboten werden. ungen hierüber enthalten die Unterlagen. - Nähere Bestimm Zeichnungen und Verdingungsunterlagen können auf unserem Neubaubureau auf der Baustelle an der Licherstraße eingesehen und letztere( ohne Zeichnungen) dorther gegen Erstattung der Selbstfosten, soweit der Vorrat reicht, bezogen werden. Die Angebote sind nach Losen und Titeln getrennt, in besonderen Umschlägen verschlossen und mit genau entsprechender Aufschrift( Los und Titel) versehen, porto- und bestellgeldfrei bis zum Eröffnungstermin am 15. Oftober 1906, vormittags 10 Uhr auf unserem Amte( Stephanstraße Nr. 18) einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Beginn der Arbeiten alsbald nach Zuschlagserteilung. Anfragen wegen nicht ausgeschriebenen Arbeiten und Gesuche um Ueberlassung des Inserates zur Veröffentlichung können nicht beantwortet werden. Gießen, den 27. September 1906. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Bekanntmachung. Becker. In der Zeit vom 22. bis 29. September 1906 wurde in hiesiger Stadt gefunden: 1 Sack Hafer und 1 Filzhut; verloren: 1 Fünfmarkschein. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 29. September 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Stadttheater Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 2. Oktober 1906: Außer Abonnement! Außer Abonnement! Eröffnungs- Vorstellung. Die Braut von Mellina. Ein Trauerspiel mit Chören von Fr. Schiller. und Taglöhner Schlosser und finden auf dem unterzeichneten Werke dauernde Beschäftigung. Jungen unverheirateten Leuten ist Gelegen heit gegeben für geringes Entgelt Kost und Logts in den Wohnstätten des Werkes zu nehmen. Eisenwerke Hirzenhain Maschinenbau- Abteilung Sirzenhain( Hessen) Zahn- und Mundkrankheiten Chirurg dent. americ. Dt. s. Th. Amrein GIESSEN Seltersweg Nr. 62, I studiert an der Zahnärztlichen Universität in Zürich Akad. der Zahnheilkunde in Chicago gew. Assistent beim königl. Hof- Zahnarzt sowie am zahnärztlichen Ambulatorium der Schweiz Schmerzloses Zahnziehen mittelst Amreinin ( eigene Erfindung) Zahnärztlich begutachtet. Viele Dankschreiben. Schmerzloses Zahnziehen 2 Mk. Künstliche Zähne zu 3 Mk. Sprechstunden: Vorm. 9-12, nachm. 2-6. Sonntags von 9-1 Uhr. Bims die Händ mit Abrador Sehnsucht Kultur- und Wegbauarbeiten öffentlich wenigftnehmend versteigert. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden G meinden werden ersucht, dies in ihren Gemeinden ot üblich bekannt machen zu lassen. Gießen, den 26. September 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Samstag, den 6. Oktober 1906, vormittags 10 Uhr werden im Bürgermeistereigebäude die Holzhauer- und Seherlöhne in den Waldungen der Stadt Gießen für die bebor stehenden Holzfällungen öffentlich vergeben. Die Großh. Bürgermeistereien der benachbarten Ge meinden werden ersucht, dies in ihren Gemeinden orta üblich bekannt machen zu lassen. Gießen, den 26. September 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. aller Damen ist ein zartes reines Geficht, rosiges, jugendfrisches Die Wahl eines Vertrauensmannes für die Wahl Aussehen, weiße, ſammetweiche zur Landwirtschaftskammer betr. Haut und blendend schöner Teint. Alles erzeugt die echte Steckenpferd Lilienmilch- Seife v. Bergmann& Co., Radebeul mit Schußmarke: Stedenpferd. à Stď. 50 Vfg. bei: B. J. Möbs. Schreit onand fussbode Ladi Emil Koch. Bei der heute stattgehabten Wahl eines Vertrauens mannes für den Vertrauensmännerfreis Gießen und Kleinlinden ist Herr Sägewerksbesitzer Philipp Euler IV. zu Gießen zum Vertrauensmann gewählt worden. Einwendungen gegen die Wahl können binnen einer Woche nach Ablauf des heutigen Wahltags erhoben werden. Sie sind bei der Bürgermeisterei des Wohn ortes oder bei dem Wahlkommissär, Herrn Provinzial direktor Geheimerat Dr. Breidert zu Gießen anzubringen. Gießen, den 28. September 1906. Der Wahivorsteher: J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Oelfarben Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird nicht nachtlebend, die Westanlage zwischen Bahnhofstraße und Unterführ Parkettwachs, ung bei Geilfuß von heute an bis auf weiteres für den Flechten Parkettwachs ohne Glätte cas, and trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, offene Füsse Beinschäden a. Beingeschwüre. Aderbeine, böse Finger, alte Wundes sind oft sehr hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt zu werden, mache noch einen Versuch mit der bestens bewährtes RINO- SALBE frei von Gift a. Säure, Dose Mk. 1.-. Nur echt in Originalpackung weiss- grüa- rot und mit Firma Rich. Schubert& Co., Wein böhla. Falschungen weise man zurück. Wachs, Naphtalan je 15, Walrat 20, Benzoelett, Venet. Terp., Kamplerplaster, Porubaleam je b, Eigelb 30, Chrysarobia 0,5. En haben in den meisten Apotheken Junger Hausbursche sowie alle sonstigen Artikel zum Auftreichen und Wichsen der Fußböden bei Emil Fischbach Gießen, Seltersweg. Makulatur hat abzugeben Expedition d. Blattes. Selbständiger Schuhmachergehülfe vom Lande gesucht. Näheres d. gesucht: H. Prescher, Gießen die Erp. d. Bl. Sonnenstraße 5 Kanzleiberg. Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 29. September 1906. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. Vergebung v. Asphaltarbeiten. Die für die Befestigung der Bürgersteige in der Stephanstraße zwischen Bismarck und Goethestraße erforderlichen Asphaltarbeiten sollen Montag, den 8. Oktober d. I., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offer. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find spätestens bis zum borgenannten Zeitpunft verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einz reichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 29. September 1906. Städtisches Tiefbauamt. J. V. Köhler. Schuhwarenversteigerung. Bezirkssparkasse Gießen. Dienstag, den 2. Oktober 1. J., vorm. 8½½ Uhr anfangend, versteigere ich im Auftrage wegen Geschäftsaufgabe im kleinen Saale des Hotels„ Einhorn"( links parterre, Eingang vom Lindenplatz aus) eine große Wir bringen hierdurch zur Kenntnis der Bezir angehörigen, daß vom 1. Ottober 1. Js. ab bei unser tasse die tägliche Verzinsung der Einlagen zur Einführung gelangt und daß jeden Werktag von vor mittags 8-1 hr und nachmittags von 3-4/ 2 Gießen, den 22. September 1906. Direktion der Bezirkssparkasse Gießen. Doering. Partie Schuhwaren die Staffe geöffnet ist. als: 40 Paar Herren- Zug- und Schnürstiefel, 80 Paar DamenSchnür- und Knopfftiefel, Kinderstiefel und Schuhe aller Art; Hausschuhe, Gummischuhe; außerdem in anderem Auftrag eine Auzahl aut erhaltener Frauenkleider, echte Stoffe, feine Blousen, neue Korsetts, Damenjaquetts 2c., sowie einen guterhaltenen brannfarbigen Herren- Ueberzieher. Hausbursche Carl Geißler, Geschäftsagent, Gießen. gesucht. Palmin Feinstes Pflanzenfett zum kochen braten u.backen Bringe meine Glaserei Sarglager und Alte Klinik Gießen. Junges Laufmädchen für den ganzen Tag gesucht. Dasselbe fann untentgeltlich nähen lernen. Südanlage 7 part Freibank. Heute und morgen: Schweinefleisch 50 Pfa. Städt. Wohnungsnachweis Gießen. Es find zu vermieten: 3 Wohnungen von 4 Zimmern 1 Wohnung m. 4 Zimmern nebst Badezimmer. 3 Wohnungen mit 5 Zimmern 1 Wohnung Bilder- und Spiegel- Einrahme- Geschäfti in empfehlende Erinnerung. Theo Schäfer, Glasermeister. Rodheimerstraße 2 vis- a- vis dem Biebertalbahnhof. 2 " 3 11 N " 2 unmöblierte Zimmer 1 geräumige Werkstätte. Zu mieten gesucht: 25 Wohnungen von 1-73immern. Auf bequeme Teilzahlung Möbel Herren-, Damenund Kinder- Garderobe Manufakturwaren etc. J. Jttmann Kredit- Haus Giessen Plockstrasse 14-16. Anno dazumal haltenem Sustand etwa 50 Bentimeter betragen etwa 40 Bentimeter erreichen. haben während die größten Schäbel bes lebenden Seelöwen nur Ein errigpolyp. Gelben Meere inther't morden Nr. 225 Montag, den 1. Oftober ische Familien 1906