Beit, too fie Beilchenmuß beherzigt wer nd Violett weit beijer och ist nicht nur für men jehr Fleidjam. icht das Farben des ters. Wie mild und grauen oder weißen btes Haar das Gee Schönheit wie die ieje. Und wer mit Aeußern versteden das andere zu er 20 mörder bestraften. ei der schwedischen scheint sehr gering der Gleichgültigkeit rder eines Mufifus Erben abfinden mit nd mit einer drei und mit Fett einüberdies noch eine er die Auh erShe, trieb fie durch emt durch das Fett ten. Gelang ihm Händen, so ward , und der Mörder lenspiegel, werden, you and änte erzählt. Das Orient Voltsbuch. Der folgende lehren. chbar einen Rejjel, in den Kessel eine Sigentümer zurüd. Reffel und fragte: nges bekommen," hielt die Schüffel. Rejjel abermals 1. Der Herr les grere Tage, dann du?" fragte diefer du gesund bleiben! nn je ein Kessel?" „ Da du doch geekommen hat, und jezt nicht glauben, sfor du not letim dihit uberl:„ Das laßt da müßt ihr doch löblich ein kleines, lieder, werte Miten ganz gehörig!" rit a mal, Huberl, oßer Musikkenner, ern Sie sich nicht Isti ächter( einen andieser Student Weiß es nicht ter: Na, nehmen rd er morgen umtätiger alter Herr fehit dir, mein Ich hab' 50 Pig. Macht nichts, hier weinst du denn nich' ne Mark 196 ni mudi nod won uno Doniepcup für den Fuhrverkehr 905. seiamt Gießen. g. achung. analifationsarbeiten wit furter- und Goethefro für den Fuhrverkehr g er 1905. mt Gießen. 8 achung. analifationsarbeiten wi olf- und Landmannftra für den Fahrberkehr g r 1905 Gießen. erg. dung. 1905 angeordnete Sp Sen Teutoniahaus ehoben. 1905. mt Gießen. Sr. 256 Basertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 fg. sonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 362. Dienstag, den 31. Oftober 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Wohin Steuert Russland? Interview mit einem Staatsmann. Die Verhältnisse haben sich derart zugespitzt, daß allem Inschein nach jeden Augenblick eine Katastrophe eintreten fann. Dazu kommt, daß die Meldungen von jenseits der östlichen Grenze durch die Einstellung des Eisenbahnvertehrs völlig unkontrollierbar geworden sind. Unser Verliner CB- Mitarbeiter hat sich deshalb an einen führenden Staatsmann mit der Bitte um Auskunft gewandt. Folgenden ist wiedergegeben, was er erfahren hat: Die Gefahr, in der sich Rußland befindet, oder vielmehr die Rußland droht, ist sehr groß, und doch wird sie nicht ihrem ganzen Umfang nach erkannt. Die Verkennung aber schreibt sich daher, daß man sie an der falschen Steue fieht. Aus den Zeitungsberichten und bis vor kurzem aus brieflichen Mitteilungen entnahm man nur die geräuschbollen Ereignisse in den großen Städten und Industriegentren. Streiks und wieder Streiks und lärmende Demonfiration, Massenfundgebungen, Konflikte mit dem Militär eft recht blutiger Art- alles das zusammen machte ein erschreckendes Bild aus, das die Vermutung hervorrief, der russische Staat sei in der Auflösung begriffen, alle Autorität intergraben, die Regierung nicht mehr imstande, sei es airch Anwendung äußerster Strenge, die vorige Ordnung wiederherzustellen, sei es durch eilige Konzessionen die Gemüter zu beruhigen und zum Gehorsam zurückzuführen. Bessimisten waren der Meinung, die Zügel der Regierung schleiften völlig am Boden und könnten gar nicht mehr aufgenommen werden; jedes Zugeständnis käme zu spät, denn die Forderungen, zu Beginn des Jahres noch bescheiden, hätten allmählich jedes Maß verloren und entzögen sich da durd, der Erfüllbarkeit. Diese pessimistische Auffassung gewann naturgemäß an Verbreitung, als der Auss and der Eisenbahner ausbrach und sich fast über das ganze russische Gebiet ausdehnte. Gerade weil man sich gewöhnt hatte, Rußland als das Land des blinden Gehorsams a: zusehen, mate es bei uns einen so tiefen Eindruck, als sich dort öglich die Bande frommer Scheu lösten, meit tiefcren, als beispielsweise der Streik der Eisenbahner in Italien, der allerdings nicht so allgemein war und nicht so lange währte, wie der russische. Man hat aber die Bedeutung dieser Vorfommnisse sehr überschätzt. Städtische Krawalle sind in der gel Glackerfeuer, sie mögen von den Arbeitern ausgehen oder von dem, was man in Rußland die Intelligenz" nennt. Diese Elemente sind in Rußland viel stärker gemorde::, als sie früher waren, aber ihre Kraft und ihr EinTu bleiben weit zurück hinter dem der Flachlandbewohner, der Bauern. So lange der russische Bauer Ruhe hält, so lange braucht die Stegierung feine Besorgnis zu hegen. Sie hat nicht einmal nötig, besondere Anstrengungen zu machen. E3 genügt, daß sie abwartet. Der städtische Lärm geht vorüber, die Aufregung verflüchtigt sich, die Intelligenz" Lange, lange eit von der Erleichterung, die sie sich durch den ungewol n Genuß der freien Rede verschas t hat. Auch der Streit der Eisenbahner ist für die russische Regierung nicht schlimm. Eher das Gegenteil. Graf Witte hat das den Führern der Bewegung sehr treffend gesagt. Wird der Verkehr empfindlich gestört, so daß die regelmäßige Erwerbsmöglichkeit aufhört, so hat der Aufstand sich zahllose Feinde in den Kreisen gemacht, auf deren Hilse und Sympathie er rechnete. Wird gar die Zufuhr von Lebensmitteln gehemmt und die Ernährung in Frage gestellt, so werden die Hungernden oder vom Hunger Bedrohten zu mitleidlosen Gegnern der Bewegung". wird nicht lange dauern, und man wird sagen, die russische Regierung selbst habe den Eisenbahnerstreik angestiftet, um die Bürgerschaft zu Bundesgenossen und Kämpfern gegen die Störer der öffentlichen Ordnung zu gewinnen. dieser Beziehung also überschätzt man die Bedrohlichkeit der Loge. Derartige äußere Störungen werden durch Geduld überwunden, sie regeln sich beinahe von selbst. Viel schlimnter liegen die Dinge auf dem flachen Lande, von denen man 1 ts oder nur in weiten Zwischenräumen gelegentlich hört. Es sind sehr dringende Anzeichen dafür vorhanden, daß der russische Bauer dicht daran ist, seine Schwerfälligkeit zu überwinden und seine Zähigkeit auf em Ziel zu lenken, das in seiner Vorstellung ein ganz positives Ziel ist, in der Wirkung auf die Staatsordnung aber zerstörende Negation darstellt. Das ist keine russische Eigenheit, das ist überall der Fall, wo in einent Lande die Landwirtschaft überwiegt, die Industrialisierung noch keine großen Fortschritte gemacht hat. Die Pariser haben sich im Sabre 1789 wohl eingebildet, die Revolution sei ihr Werf. Die Erstürmung der Bastille wäre ein bedeutungsloser 3wischenfall geblieben, wenn nicht die Bastillenstürmer sich aus den Elementen refrutiert hätten, die durch die Not vom flachen Lande in die großen Städte getrieben worden waren. und der Sieg jener Revolution datiert von den Jacquerten, den wilden Bauernaufständen, die die Schlösser in Brand steckten, die Grundbesizer vertrieben oder erschlugen und dann die Städte terrorisierten. In der Möglichkeit, daß in Rusland ähnliche Verhältnisse eintreten, liegt für Rußland und seine Regierung und seine Dynastie die größte Gefahr. Ob sie sich noch beschwören läßt, ob ein gütiges Geschick den helen Ausbruch des Beuerraufstandes hintanzubeften verilug, bus tann niemand sagen, ebensowenig, og bunt der der weiteren Entwickelung führen wird. Die letzten Ereigníffe. mui felter zieht die Erregung ihre Kreise. Je weiter die Stodung des Verkehrs sich ausdehnt, desto schwieriger wird die Lage, und die einzelnen, auf sich angewiesenen Ortschaften werden zu neuen Herden der Revolution. Den Mittelpunkt der Bewegung bilden Petersburg, Moskau, Warschau, Lodz und Odessa. Dazu wird allem Anschein nach demnächst Finnland treten, wo ebenfalls große Streifs wichtiger Lebensberufe zum Aufstande überleiten sollen. Da das Land stark von Truppen entblößt und auf die Reservisten überhaupt kein Berlaß mehr ist, so ist die Bewegung in Finnland durchaus nicht aussichtslos. In Lodz feiern an 100 000 Arbeiter, verschiedentlich sind Bomben- Niederlagen entdeckt worden. In Odessa ist es zu schweren Straßenfämpfen gekommen. Dort sind Barrikaden errichtet. Auf denselben sind Studenten, Gymnasiasten und junge Mädchen im Verein mit den Arbeitern im Kampf gefallen. Warschau gleicht einem Kriegslager. Die Straßenwagen, die noch verkehrten, wurden umgeworsen und angezündet. In Petersburg hat die Berregung eine fes Gestalt angenommen. Die Forderungen der Revolutionäre. Vor der städtischen Duma in Petersburg erschien eine Deputation der Arbeiter und stellte folgende sechs Pu..te auf, in denen sich deren Forderungen konzentrieren: 1. Die bekannten Freiheitsrechte; 2. die Stadt soll für die Dauer des Ausstandes für die Ernährung der Arbeiter sorgen; 3. die fofortige Entfernung der die Wasserleitung beschüßenden Truppen; geschieht dies nicht, so soll die Leitung zerstört werden; 4. die Stadt soll fünftig nicht mehr die Kosten für die staatliche Polizei und für die gegen die Bürger verwandten Kosaken tragen; 5. die Stadt soll für die persönliche Sicherheit der Delegierten bürgen; 6. die Stadt soll den Arbeitern Waffen geben und eine Bürgermisiz errichten, dann würden die Arbeiter für Sicherheit, Ruhe und Ordnung garantieren. Inzwischen sind schon Maueranschläge erschienen, in denen der Sturz der Regierung angefündigt und die Revubli proklamiert wird. Immer von neuem wird das Erschei nen eines Manifestes des Zaren vorausgesagt, in dem angeblich Witte zum Ministerpräsidenten ernannt, das liberale Brogramm angenommen. der Reichsduma weite gesetzgebende Rechte und eine ausgedehnte Vollmacht für die Duma währt werden solle. Die Armee und die Revolution, Immer zahlreicher werden die Fälle, in denen Offiziere Ind Soldaten sich der aufrührerischen Bewegung anschließen. So erschienen bei dem Vorstande des Advokatenvereins in Petersburg vier Offiziere, die die Bitte aussprachen, ihnen bei der Organisierung einer freiheitlichen Bewegung in der Armee behilflich zu sein. In Odessa traten in einer Wolfversammlung zwei Offiziere und vier Soldaten auf und er fuchten im Namen ihrer Regimenter die Studenten und die Arbeiter, nicht auf die Truppen zu schießen. Die Truppen versprachen dafür, in die Luft zu schießen. Mit Ausnahme der Kosaken schießen die Truppen dort in der Tat nicht auf die Menge. In Lodz wurden Soldaten massenhaft verhafte, weil sie auf Kommando der Polizei nicht auf das Voll feuern wollten. Die Schwierigkeit des Verkehrs wird auch durch amtliche Maßnahmen deutlich gekennzeich net. So ist für die Zeit der Verkehrsstörungen vom Finanz minister der Zoll auf Fleisch, das auf dem Seewege aus dem Auslande eingeführt werden soll, aufgehoben. Es ist jedoch für jeden einzelnen Fall die Erteilung einer beson. i cren Erlaubnis vorbehalten. Von Kiel sind die Torpedo. boote D 7 und S 131 zunächst nach Memel in See gegangen, um den nach Deutschland beurlaubt geweserkn MarineAttachee bei der Botschaft in Petersburg, Korvetten- Kapitän Sinze, zurückzubringen. Auch Petersburg ist jetzt so gut wie ganz von der Außenwelt abocschlossen, da dort die Telegraphenbeamten in den Streif getreten sind und keinerlei Depeschen von Petersburg ins Ausland befördert werden. Der Streif der Dienstmädchen. Damit in dem furchtbar ernsten Trauerspiele auch das tomische Element nicht fehle, haben in Witebsk die Dienst mädchen einen Ausstand entriert. Eine große Anzahl von Dienstmädchen wanderte von Haus zu Haus, drang in die Privatwohnungen ein und forderte die Mädchen energisch auf, ihre Stellen aufzugeben, widrigenfalls sie blutig geschlagen würden. Die Polizei verhaf ete 18 Dienstmädchen. Sie wurden vom Gouverneur zu 1½ Monaten Gefängnis und zu späterer Ausweisung aus dem Gouvernement Witebsk verurteilt. Politifche Rundfchau. Deutfches Reich. (* Die Seutsche Regierung teilte in der Angelegenheit der internationalen Arbeiterschutz- Vereinbarungen dem Bundesrat der Schweiz mit, daß sie mit dem Plane der Einberufung einer diplomatischen Konferenz zur Beratung des Projekt einverstanden sei. * Nach einer Aufstellung über unsere Gesamtverluste im südwestafrikanischen Aufstand betragen diefe 1842 Seelen. Die militärischen Verluste beziffern sich auf 1025 Tote und 596 Verwundete. Wegen Krankheit heimgesandt find außerdem 750 Offiziere und Mannschaften. Von der Gesamtverlustzahl der Truppen kommen rund 900 Mann auf das Jahr 1904, der Rest auf das laufende Jahr. Der Gefechtsverlust der Truppen an Toten und erwundeten beläuft sich insgesamt auf 1009 Mann; darunter sind 110 Offiziere, also der zehnte Teil. Gefallen vor dem Feinde find 443 Mann. An Krankheiten gestorben sind 477, darunter 15 Offiziere, 2 Canitätsoffiziere, 4 Beanite, 66 Unteroffiziere und 390 Mann, vermißt 46 Mann, tödlich berunglüct 3 Offiziere, 5 Unteroffiziere und 22 Menn, sonst verunglückt 30 Mann. Die an Krankheiten Gctor= benen sind meist an Typhus und an den Folgen von Ucheranstrengung gestorben. 4: Besonders glanzvoll gestaltete sich der Cinzug des Fürsten Leopold in Detmold. Der Fürst fam von Sent Lagdschloß Lopshorn. Der neun Kilometer lange Weg var auf be Sen Seiten von dichten Menschenmassen slanf.ert. Die Straße feihst war durch Cyrenpforten und Guirlar den geschmückt. Gegen 126 1hr traf der Fürst mit Gema lin, dem Er prinzen und seinen Brüdern und Schwestern am Palais ein, begrüßt von jubelnden Zurufen. Wenige Ninuten später betrat der Fürst den Balkon und hielt von dort aus eine Ansprache an das Volk, dem er für die Ehrungen dankte. Die Menge antwortete mit Hoch- und Huprarufen, die sich besonders kundgaben, als der Fürst mit dem kleinen Erbprinzen auf den Armen eridien. * Die Mißhelligkeiten in der Redaktion des Bor är!", des Berliner sozialdemokratischen Zentralorgans, haben zur sofortigen Entlassung der sechs in Kündigung steher den Redakteure geführt. Parteivorstand und Breßfommis on haben den sechs Herren mitgeteilt, daß man auf ihre Dienste vom 29. Oktober ab verzichte. Der Landtag des Herzogtums Sachsen- Meiningen jenehmigte den Lotterie- Vertrag mit Preußen und den anderen Bundesstaaten, ebenso den Entwurf zu einem nenen Lotteriegesetz. Der Bau einer Eisenbahn Eichicht- Lobenstein fand in der gleichen Sitzung die Zustimmung des Landtags. Oefterreich- Ungarn ** Einer Deputation von Wählern gab der Ministerpräsident Fejervary Erklärungen über sein Programm für die Regelung der Dinge in Ungarn. An der Spize siche das allgemeine, geheime, nach Gemeinden und unmittelbar auszuübende Wahlrecht. Er werde dem Abgeordnetenhause nach seinem Zusammentritt sofort den fertigen Ge'ezentwurf vorlegen. Bezüglich der militärischen Fragen riederholte Baron Fejervary die früheren Zugeständnisse und fügte hinzu, daß die Regierung an der zweijährigen Dienst zeit festhalte. Mit Rücksicht aus die Handelsverträge mird das Zollbündnis mit Desterreich bis zum Jahre 1917 aufrecht erhalten, jedoch soll das Land durch eine kraftvolle Wirtschaftspolitik dafür vorbereitet werden, sich wirtschaftlich selbständig einrichten zu können.- Wenn nur die Regierung die nötige Kraft im Kampfe gegen das übermütige Magyarentum findet, um dieses Programm auch durchzuführen. Schweiz. ** Die Nationalratswahlen haben den Sozialdemokra.en cine Heftige Niederlage gebracht. Die bisherige freisinnigdemokratische Mehrheit bleibt bestehen. Die Sozialdemo= fraten, die bisher sechs Size innehatten, werden voraussichtlich nur zwei Sige behalten. In Zürich und Winterthur, den Brennpunkten des Wahlkampfes, sind die Sozialdemokraten unterlegen. 18 Stichwahlen, die ani 5. November stattfinden, können am Ergebnis nichts Wesentliches mehr ändern. Schweden. ** In Stockholm haben die Verhandlungen über den neuen deutsch- schwedischen Handelsvertrag gestern begonnen. Die deutschen Unterhändler sind sämtlich in der schwedischen Hauptstadt eingetroffen. Balkan- Staaten. ** Gin umfangreicher Militärskendal scheint sich in Rumänien zu entwickeln. Wegen bedeutender Unterschleife in g. der Militärintendantur wurden ein Major, ein Hauptmann and ein Leutnant verhaftet. Der König hat angeordnet, daß gegen alle Schuldigen mit unnachsichtlicher Strenge borgegangen werde, damit der beginnenden Korruption im rumänischen Heere ein Ende bereitet würde. Hof und Gesellschaft. ** Bei einem Spazierritte in der Nähe von Friedrichshafen erlitt die Königin von Württemberg einen Unfall. Das Pferd der Königin scheute vor einem plötzlich aus dem Gebüsch heraustretenden Forstbeamten und stürzte. Die Königin geriet unter das Pferd und erlitt Hautabschürfungen an der Stirn. Die Königin bestieg indessen das Pferd wieder und ritt in das Schloß zurück. Generalleutnant von Xylander, ehemaliger bayerischer Bevollmächtigter zum Bundesrat, ist in Müncht gestorben. Deer und flotte. Kaiserparade 1906. Nach den jetzt getroffenen Bestintmungen wird im Herbst 1906 das sechste Armeekorps ( Mittel- und Oberschlesien) Kaiserparade haben. Zu dem folgenden Kaisermanöver werden voraussichtlich noch zwei Armeekorps herangezogen werden. Nab und fern. † Verhafteter Betrüger. In Berlin wurde der Rechts c.nwalt Eickhoff aus Stettin verhaftet, der Unterschlagungen zum Nachteil der Hamburger Hypothekenbank begangen hatte. Die Unterschlagungen, die sich auf 150 000 Mari Lelaufen, liegen bereits 2 Jahre zurück. Eickhoff hatte die Bank durch Bürgschaft vermögender Verwandten sicherge stellt, die sich zur Zahlung von Kapital und Zinsen ver pflichtet. Ein Verlust für die Hamburger Hypothekenban! ist daher nicht zu befürchten. † Vergiftet. Bei einem kürzlich verstorbenen Bremser ir Leipzig ergab die auf Veranlassung der Angehörigen vor genommene Sektion der Leiche als Todesursache Vergiftung durch Arsenik. Als der Tat verdächtig wurde ein Glas schleifer aus Agnatendorf verhaftet, der bei dem Verstorbenen logiert hatte. † Ein gefaßter Bruder Leichtfuß. Auf dem KlostertorBahnhof in Hamburg nahm ein Schußmann einen jungen Burschen fest, der dort scheu herumlief. Es wurde fest cestellt, daß es sich um den Lehrling eines Bankiers in cipzig handele, der seinem Lehrherrn die Summe von 1200 Mark unterschlagen hatte und von dem Gelde in Süd. deutschland und am Rhein in Saus und Braus gelebt hatte. Als die Moneten bertan waren, war der junge Herr nach Hamburg gefahren, um dort Schiffsdienste zu nehmen. † Verhaftete Falschmünzer. In Eulau wurde ein Schmied bei der Ausgabe von falschen Zweimarkstücken ertappt. De Mann wurde sodann auch als Falschrünzer entlarvt. Bei der Leibesvisitation wurden viele Falsifikate von Zwei- und Fünfmarkstücken aufgefunden. † Erstickte Matrosen. Auf dem im Hafen zu Königsberg liegenden schwedischen Schooner„ Otelia" kamen in der Nacht drei Matrosen durch Kohlendunst ums Leben. handelt sich um junge Leute von 17 bis 21 Jahren. Ed in † Eisenbahn- Unglück. Auf Station Langenhagen der Provinz Hannover fuhr ein Personenzug auf einen Güterzug. Der Zugführer des letzteren und der Heizer des Personenzuges find tot, vier Reisende sind schwer, zwei leicht verwundet. Der Landwirt. g Herbstdüngung mit Chilisalpeter. Wenn im Herbst die jungen Saaten sich nicht recht entwickeln wollen, ist eine Düngung mit Salpeter angezeigt. Man verwendet etwa 8 bis 10 Pfund auf den Morgen. Wenn nur einzelne Stel len des Feldes im Wachstum zurückgeblieben sind, kann man solche Düngung auf diese beschränken. Den zur Ver wendung gelangenden Salpeter lasse man durch ein fein maschiges Sieb hindurchgehen und mische ihn dann mit trockenem Sande, trockener Erde, trockenem Sägemehl innig; Sand, Erde und Sägemehl sind vorher ebenfalls zu sieben, und auch die Mischung wird durchgesiebt. Diese Zumischung bewirkt die gleichmäßige Verteilung einer kleinen Salpetermenge auf eine große Fläche. Von der gleichmäßigen Verteilung des Salpeters hängt aber dessen Wirkung vor allem ab. Wo die Gefahr besteht, daß die Saaten infolge des durch die Düngung hervorgerufenen üppigeren Wachstums zu sehr unter dem Frost leiden, muß man allerdings das Düngen unterlassen. † Gestohlene Juwelen. Die Gemahlin des neuen spanischen Botschafters in Rom, Herzogin von Arcos, vermißte bei ihrer Ankunft in Rom ihre Juwelen im Werte von 17 000 Lire. Der Diebstahl ist wahrscheinlich auf der Eisenbahnfahrt, und zwar aus einem plombierten Koffer geschehen. † Gescheitertes Kriegsschiff. Der spanische Kreuzerardinal Cisveros" ist bei Muros an einer für die Schiffahrt gefährlichen Stelle im Nebel gestrandet. Die Mannschaft fonnte gerettet werden. Tas Schiff sank innerhalb vierzig Minuten, da vorn ein großes Leck entstanden war. Der Abschied von Tschili. ( Eig. Bericht.) = - Gegen das Schlingern der Schiffe. In Hamburg find briefe nach Rußland und angenommen werden. Brotpreis Auf innung hat befchloffen, de für den Fünfpfundlaib ** Wurst und Megger haben auch eine preise eintreten laffen. * Am 14 und 15. Verein für inner boegehen. Versuche mit einem von dem Direktor des Germanischen Lloyd, Schlick, erfundenen Apparat angestellt worden, der bezweckt, das Schlingern der Schiffe zu verringern. n ein altes Torpedoboot, das ein Schiffsgewicht von 1200 Zentnern hat, ist ein Schiffskreisel von 9 Zentnern Gewicht eingebaut worden, der mit seinem ganzen Bewegungsapparat 40 Zentner wiegt und durch Dampf in eine pendelnde und schwingende Bewegung gesezt wird, so daß er eine Tourenzahl von 2300 Umdrehungen in der Minute macht. Diese doppelte Bewegung soll die seitlichen Bewegungen des Schiffes zum größten Teile aufheben. Zur Erprobung rief man nun durch einseitige Hebung des Schiffes mittels eines Kranes ein Schlingern des Schiffes hervor. Wäre der Apparat nun nicht in Tätigkeit gewesen, so hätte das Schiff nach Ausweis der früheren Proben 20 Schwingungen gemacht. Jetzt machte es nur eine halbe Schwingung über die horizontale Lage hinaus und lag nach einem fast unmerklichen nochmaligen Hinüber- und Herüberschwanken ganz ſti. London, 29. Oktober. Die Meldung, daß der Deutsche Kaiser die Zurückziehung der in Tschili in China stehenden fremden Besatzungen in Anregung gebracht hat und eine entsprechende Ankündigung durch den Gesandten in Peking an den Kaiser und die Kaiserin- Regentin von China hat gelangen lassen, ist in hiesigen politischen Kreisen mit Befriedigung aufgenommen worden. Man sieht darin einen neuen Beweis für die vorschauende Klugheit Kaiser Wilhelms, der nach dem Ausbruch des Boreraufstandes und nach der Ermordung des deutschen Gesandten in Peking wohl mit voller Energie auf Bestrafung des Frevels bestand, nach erlangter Sühne aber bereit ist, auf eine Einrichtung zu verzichten, die den Chinesen ein Dorn im Auge sein muß, während sie den europäischen und speziell den deutschen Interessen nicht mehr förderlich ist. Inmittelbar nach Niederwerfung des Boreraufstands bebangen sich die beteiligten Mächte Deutschland, England, Frankreich, Desterreich, Italien und Japan das Recht aus, Besagungstruppen in mehreren Hafenplätzen Chinas zurückzulassen, die nötigenfalls imstande wären, den europäischen Gesandten in Pefing gegenüber einer neuerlichen Bedrohung schnell zu Hilfe zu kommen. Die Einrichtung sollte nicht von unbegrenzter Dauer sein. Man war im Vorhinein gewillt, auf sie zu verzichten, sobald die Umstände es gestatten würden. Daß man nicht früher dazu fam, Iag borzugsweise an dem russisch- japanischen Krieg, dessen Verlauf man nicht voraussehen konnte und der allerhand Möglichkeiten offen ließ, die es ganz wünschenswert machten, einer etwaigen chinesischen Bewegungslust nicht jede dämpfende Aufsicht zu nehmen. Tatsächlich hat auch der deutsche Kaiser Jeine Anregung mit dem Hinweis auf die Ratifizierung des Friedens von Portsmouth begründet. Der Frieden der Europäer in China ist nicht mehr bedroht, es sollte also nichts im Wege stehen, die Besatzungstruppen, die sich in China furchtbar langweilen, in die Heimat zurückkehren zu lassen. Die beteiligten Staaten alle sparen dadurch Geld, und es ist feiner unter ihnen, der nicht Grund hätte, darauf Wert zu legen. Die deutsche Besatzungsbrigade ist die stärkste., Ihr Stab steht in Tientsin mit zwei Bataillonen, einer Schwadron Jäger zu Pferde, einer Batterie und einer Pionierkompagnie; je ein Bataillon ist in Tsingtau und in Peking, einzelne Kompagnien in Yangtsu, Schanhaifwan und Tanghu untergebracht. So selbstverständlich es ist, daß die Zurückziehung der deutschen ostasiatischen Besazungsbrigade im deutschen Interesse erfolgt, so deutet doch die deutsche Iniliative in dieser Frage darauf, wie schnell Kaiser Wilhelm sein Wort wahr machen will, daß Deutschland seinen Weg geradeaus nehmen will, nicht nach rechts oder links umSchauend. Das imponiert hier am meisten und darf auf allseitigen Beifall rechnen. † Wider die Damenhüte im Theater. Im Constanzi Theater in Rom revoltierte das Publikum gegen die riesigen, die Aussicht auf die Bühne versperrenden Hüte der Damen. Wie auf Kommando erhob sich das gesamte Publikum und schrie aus Leibeskräften: Fort mit den Hüten!" Das half, zumal der Entrüstungssturm nicht abbrach, bis sämtliche Damen den Hut abgelegt oder den Theaterraum verlassen hatten. † Schreckensszene im Zirkus. Bei einer Vorstellung im Birkus Bostok in Paris stürzte sich ein Löwe auf den Direktor, als er den Käfig nach seiner Szene mit den wilden Tieren verlassen wollte. Der Bedauernswerte erlitt schwere Verletzungen. Nur dem sofortigen entschlossenen Eingreifen der Wärter gelang es, die wütende Bestie zurückzutreiben. Selbstmord aus hoffnungsloser Liebe. In London erschoß sich im Boudoir der Schauspielerin Mrs. Monikton der deutsche Baron von Holzhausen. Er hatte für die KünſtIerin eine leidenschaftliche Liebe gefaßt, die von dieser freundlich zurückgewiesen wurde. Er war durch eine eingebrochene Fensterscheibe bei der Künstlerin eingedrungen und erschoß sich, als das Dienstmädchen ihn hinter dem Klavier kauernd entdeckte. † Erdrutsch in Antwerpen. Im Hafen von Antwerpen ist ein neuer Rutsch des Erdreichs gegen die Schelde vorgekommen. Hunderte von Arbeitern sind beschäftigt, die Bewegung des Erdreichs aufzustauen. † Ein Bank- Räuber. In Chenoa im amerikanischen Staat Illinois trat ein gewisser William Leduc in das Bankgebäude ein, erschoß ohne weiteres den Direktor und ver wundete den Kassierer. Cl.ne andringende Menge hielt Leduc mit dem Revolver in Schach, bis er sich in den Keller des Bankgebäudes zurückgezogen hatte, wo er die Türen mit schweren gefüllten Geldsäcken verbarrikadierte. Eine bewaffnete Macht belagerte sechs Stunden lang den Reller und unterhielt gegen Leduc ein heftiges Feuer, das er ebenso kräftig erwiderte. Schließlich wurde der Eingeschlossene mit Schwefeldämpfen ausgeräuchert und geBwungen, sich zu ergeben. Vermischtes. = Wet Berliner Ausflugs- Lokale. Drei in der Umgegend von Berlin belegene Ausflugs- Lokale, Nübezahl, Teufelssee und Schmetterlingsheim, wurden im Rathause 31 Köpenick auf 15 Jahre verpachtet. Dabei wurde ein Gewinn von 194 000 Mark erzielt. Auf Schmetterlingsheim, das neu in Aufnahme gekommen ist, entfallen dabei über 70 000 Mart, auf Teufelssee 64 000 Mark und auf Rübezahl über 59 000 Mark. - = Lebendig begraben. Ein mongolischer Prinz pflegte gegen eine seiner Nebenfrauen oft grimmige Drohungen auszustoßen, die er aber nur scherzhaft meinte. Die Frau hatte einen Feind in dem Haushofmeister des Prinzen, dem sie die erbetene Fürsprache für seinen Sohn abgeschlagen hatte. Als der Prinz wieder einmal der Frau erklärte, er werde sie lebendig begraben lassen, führte der Haushof* meister das Wort buchstäblich aus. Er ließ die unglückliche Frau gefesselt in ein Grab werfen und die Erde feststampfen. Als der Prinz zurückkam und die Frau auf so grausame Weise ums Leben gebracht fand, wurde er sehr empört und ließ den Haushofmeister halbtot prügeln. Die KaiserinWitwe bereitete der ermordeten Frau eine nachträgliche Ehrung und verfügte die Hinrichtung des grausamen HausHofmeisters. -Ein Institut für Schüler- Aufsätze. Das preußische Kultusministerium warnt durch Rundschreiben an die Provinzial- Schulkollegien vor einem in Leipzig gegründeten Unternehmen, das den Schülern höherer Lehranstalten seine Beihilfe bei Anfertigung der deutschen Aufsäße anbietet. In den Bedingungen des Aufsatz- Instituts" heißt es: „ Das Honorar beträgt für die geschriebene Heftſeite 20 Bfg., ausnahmsweise kann bei besonders schwierigen Themen, oder wenn eine sehr sorgfältige Arbeit verlangt wird( z. B. Versetzungsaufsäge), eine kleine Erhöhung des Honorars eintreten; in dringenden Fällen werden Aufsätze binnen 24 Stunden geschrieben, jedoch ist eine längere Liefcrungszeit erwünscht." Sägemehl als Nahrungsmittel. In Paris soll es vorkommen, daß Kotelletes statt mit geriebenem Brot mit Sägemehl paniert werden. Es wird sogar behauptet, daß die dortigen Bäcker schon seit längerer Zeit Sägemehl als Zu satz zu Brot verwenden und zwar ganz gewöhnliches, direkt aus den Fabriken bezogenes, wovon ein ganzer Sack wenig mehr als eine Markt kostet. Ein russischer Großfürst in Paris. Während im Zarenreich die Gewitterwolfen immer höher türmen, ist der Großfürst Aleris, der Onfel des Zaren und früherer Großadmiral, in Paris am Werke, die dortige Lebewelt durch seine Extravaganzen in Entzücken zu versetzen. So Hat er in seiner in der Nähe der Champs Elysee belegenen Luxuriösen Wohnung, um im Stile der Pariser Boulevardblätter zu sprechen, bereits wieder die Reihe seiner ent zückenden und„ hyperchiken" Junggesellendiners eröffnet, die sich in der vornehmen Pariser Gesellschaft eines solchen Ansehens erfreuen, daß es als eine ganz besondere Auszeich. nung gilt, zu ihnen zugezogen zu werden. - RB. Am 15. Nov Schles. eine von der hängige Reichsbantu beschränktem Siroverfehr ** Bollevorles anderthalb Jahrzehnten Frankfurt a. M. opferwi für Boltsvorlesungen u Hammengefunden, um an Die Bertiefung der Bol trebungen haben außeror Meihe ähnlicher Gründunge mehreren Jahren hon bi Rhein- Mainifchen Berban wandte Beftrebungen" ho Saate steht dieser Verband b urb unermüdlichen Agitati Lien Bildungsbeftrebung als Siz der Landesuni anstalten berufen, der Gebietes zu werden. Stände unserer Stadt Rhein- Mainifhen Berb Auf dem Programm die voorlesungen und verwa Doorlesungen, Voltsunterh worftellungen, Konzerte Our Museen, Förderu wefen und Beratung Der Ausschuß als fold neutral. Notwendig a Einwohner unserer S dalle durch Besuch seiner auch durch finanzielle Bejamtverband( Jahres hoffen, fein hohes Biel Oberlehrer Dr. A. Klei ** Für die Sd Café Ebel die erste Thöre der Gießener Ge Univerfitats Mufifdirel Drei Lieder werden zu d and Anlaß der Segung e eithe ftattfindet, gesungen on ca. 140 Personen u Sefteilnehmer die gebi Bon den Gejangvereinen Bauer'scher Gesangberein Harmonie, Heiterleit, Maschinenbauer- Gefang * Eine vertrau zialen Partei fand Son Dasselbe in Grün! In Offenbach löste ein Fahrgast eine Fahrkarte mit den Worten:" Sachsenhausen vierter und zurück!" Ein daneben stehender junger Mann verlangte darauf: Dasselbe in Grün!" Als ihm nun der Beamte eine Fahrkarte zweiter Klasse ausfertigte, sagte er: ch will doch vierter Klasse haben." Der Beamte nahm aber die Fahrkarte nicht mehr zurück, sondern sagte:„ Sie haben eine grüne Fahrkarte verlangt, also müssen Sie diese auch behalten." Der junge Mann konnte nun zweiter Klasse fahren, hatte aber reichlichen Spott mitzunehmen. = Wahrsagerei in China. Während die chinesische Regie. rung nach Kräften für Aufklärung der Bevölkerung besorgi ist, geht das Bemühen ihrer Beamten vielfach in ganz an derer Richtung. So hat ein Mitglied der kaiserlichen Stern warte in Peking den Plan ausgeheckt, in den inneren Räu men der Sternwarte eine Wahrsagerschule auf sogenannter wissenschaftlicher Grundlage einzurichten. Diese Schule is gleich nach der Eröffnung von 35 Schülern besucht worden. die ausschließlich in der Astrologie und der allgemeiner Wahrsagekunst unterrichtet werden. Aus dem Gerichtsfaal. § Der Ehescheidungsprozeß im Hause Koburg. Die Zivilkammer des Landgerichts in Gotha verhandelte gestern wieder in der Ehescheidungsklage des Prinzen Philipp von Koburg und der Prinzessin Luise von Koburg. Das Gericht verwarf den Einspruch der Prinzessin gegen die Zuständigkeit des Landgerichts Gotha. Der nächste Termin wurde auf den 4. Dezember anberaumt. Lokales. 31. Oftober 1905. ** Der Großherzog hat den Direktor der Augustinerschule( Gymnasium und Realschule) zu Friedberg Dr. Richard Löbell zum Direktor des Gymnasiums zu Worms und den Direktor des Gymnasiums Fridericianum zu Laubach Dr. Hermann Balser zum Direktor der Augustinerschule( Gymnasium und Realschule) zu Friedberg, beide mit Wirkung vom 16. November an ernannt. * Zur Landtagswahl. Auf einer in Bell stattgefundenen Vertrauensmännerversammlung des Bundes der Landwirte wurde für den Wahlkreis Alsfeld- Land der seitherige Abgeordnete Rorell wieder aufgestellt. ** Oberkonsistorialpräsident Boldmann †. Im 85. Lebensjahre verschied am Samstag in Darmstadt der Oberkonsistorialpräsident Karl Ludwig Theodor Goldmann. Der Verschiedene ist mit Gießen auf das innigste verknüpft, denn er wurde am 2. Juli 1821 in unserer Stadt geboren und war vom 4. Mai 1866 bis 22. September 1870 Provinzia direktor in Gießen. 1899, nachdem er furz zuvor sein 50jähriges Dienfjubiläum gefeiert, trat er in den Ruhestond. - ** Die nächste Sigung der StadtverordnetenBersammlung findet am Donnerstag, dem 2. November, nachmittags 4 Uhr mit folgender Tagesordnung ftat: 1 Baug such von Peter Berg für die Bahnhofstraße; hier: Dispens. 2. Vergebung von Erdarbeiten zum Ausbau der Friedrichstraße, des Weglarer Wegs und des Mittelwegs. 3. Gesache um Herstellung gepflasterter Uebergänge in der Stephanstraße ind der Marburgerstraße. 4. Uebernahme der Henselstraße. 5. Berkauf eines Bauplages an der Licherstraße. 6. Verlauf eines Grabens an der Marburgerstraße. 7. Dienstkleidung für den Vorarbeiter des Filial- Arbeitshauses. 8. Gebühren für Benutzung des Sektionszimmers. 9. Wasserverbrauch des Poftamts. 10. Gesuch der Firmen Gebrüder Raufmann und P. J. Möbs um Ueberlassung einer Fetteinkaufstelle im Schlachthaus. - - - - - ** Die für Gießen und Umgebung angeordnete Hundesperre ist aufgehoben worden. zu Beglar statt. Seformpartei verständig eeitere Schritte beraten Schulhausn = ie fehr die zuständige Sande bezügli brerwohnungen zu bef Se nächsten Jahre im Umbauten, Erweiterung Lehrermahnungen vorgef L. Warum fid Deffaung Ser 6 wehren. Der Landm hreibt uns darüber: Die nicht direkt Fehenden Boltstreife fön De Landwirte fo energi Fin die Einfuhr von Rusland wehren, fie *** Der städtische Seefischmarkt wird nunmehr von nächstem Freitag ab noch vergrößert werden. Um dem großen Andrang des Publikums besser Rechnung tragen zu fönnen, soll, wie wir erfahren, noch eine 2. Verkaufs stelle neben der jezigen eingerichtet werden; dadurch dürfte die Abfertigung eine flottere werden. Um die Zubereitung der Seefische noch weiter bekannt zu machen, sollen am Fischmarkt auch Kochrezepte gratis verteilt werden. * Paketverkehr mit Rußland. Das Reichspostamt macht bekannt: Wegen Unterbrechung des Bahnverkehrs in Rußland fönnen Patete jeder Art und Wertie Grenzsperre nur b il der anderen Beru gführt, daß, wenn d Falls sehr hohe wä Gelbe, fich gegen die e Seucheneinschlepp ilber möchten wir d lauenfeuche, die fü Frankheit, feit Absp Fren Höhepunkt err mt über 25 000& ach 6 verseuchte Ge Rich ist also 3. St. xireulicher Stand,& Dinfchen. In Engla and feit einer Reihe man die Einfuhr von bat. Daß die Landw rchten, tann man ihn igt berargen, zumal leidungen innerhalb de Auslande epiel au eigen, wie eingefchleppt eine einzige Seuchenepide Dani und Klauenfeud auf eine Bufamm Engersbach", beröffentli Seifigen Landwi fe. In Hamburg find briefe nach Rußland und im Durchgang durch Rußland| In diesem Artikel wird der direkte und indirekte gesamte| Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener tor des Germanischen von den deutschen Bostanstalten bis auf weiteres nicht Verluft, den allein die Gemeinde Angersbach durch diese angestellt worden, der e zu berringern. In iffsgewicht bon 1200 on 9 Zentnern Gewicht nzen Bewegungsappa mpf in eine pendelnde angenommen werden. Brotpreis Aufschlag. Die Darmstädter Bäder innung hat beschlossen, den Brotpreis um 10 Pfennig für den Fünfpfundlaib zu erhöhen. wird, so daß er eine Megger haben auch eine Erhöhung der Fleisch- und Wurstin der Minute macht. preise eintreten lassen. ben. Zur Erprobung Verein für innere Mission sein 27. Jahresfest *** Wurst- und Fleischaufschlag. Die Buzbacher eitlichen Bewegungen a des Schiffes mittels chiffes hervor. Wäre gewesen, so hätte das ben 20 Schwingungen * Am 14 und 15. Nov mber wird der Oberhessische begehen. RB. Am 15. November wird in Münsterberg in Schles. eine von der Reichsbankhauptstelle in Breslau ablbe Schwingung über hängige Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung und ach einem fast unmerk beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. erüberschwanken ganz Jolischer Prinz pflegte grimmige Drohungen ft meinte. Die Frau ister des Prinzen, dem eine Seuchenepidemie im Jahre 1901 erlitten hatte, auf Einhundertdreiundachtzig Tausend, sieben183 721 Rt. hundert und einundzwanzig Mt. festgestellt. Schäßt man den Gesamtwert des Rindviehstandes in Angersbach ( 876 Stüd) uuf rund 320 000 mf. so ist in dem einen Fahre 1901 ca. 60% des Wertes des ganzeu Viehstondes verloren gegangen. Wie der Gemeinde Angersbach, ist es aber vielen, oberbeffischen Gemeinden gangen, denn ich schon gesagt, waren um das Jahr 1898 im deuschen Reich ca. 6000 Gemeinden versucht. Eine nochmalige Verseuchung in der Ausdehnung von 1899-1901 würde überhanpt die Wirkung haben, daß die Viehzucht in vielen Orten ganz aufgegeben oder bedeutend eingeschränkt werden würde, eine Wirkung, die wohl auch der städtischen Bevölkerung nicht zum Segen gereichen dürfte. Daß die recht erfreulichen Fortschritte auf dem Gebiete der Viehzucht gleichzeitig mit einem Schlage vernichtet sein würden, wä.e die weitere Folge." En Sohn abgeschlagen ftrebungen haben außerordentlichen Erfolg gehabt und eine suchten Bersammlung einstimmig folgende Resolution an: I der Frau erklärt führte der Haushof ließ die unglückliche Die Erde feftitampfen, cau auf fo grausame De er sehr empört und igeln. Die Kaiserin eine nachträgliche des grauiamen HausIn Paris soll es vor Senem Brot mit Säge ar behauptet, daß die eit Sagemehl als Zu 3 gewöhnliches, direkt in ganzer Sad wenig ch löste ein Fahrga enhausen vierter und ger Mann verlangte hm nun der Beamte tigte, sagte er: Beamte nahm aber ern sagte:„ Sie haben müssen Sie diese auch e nun zweiter Klajie nitzunehmen. tsfaal. e Koburg. Die Zivil handelte gestern wieBrinzen Philipp von Koburg. Das Ge Bessin gegen die Zu Der nächste Termin t. 31. Oftober 1905. Direktor der Auguftine ) zu Friedbe Or des Gymnasium afiums Fridericiam fer zum Direttor de alfhule) zu Friedberg, t an ernannt. einer in Bell ftatt ung des Bundes der Alsfeld- Land der aufgeftellt. Goldmannt. Im g in Darmstadt der Theodor Goldmann. innigfte verknüpft, njerer Stadt geboren 2. September 1870 bem er furz zubor trat er in den adtverordneten dem 2. November, Lagetordnung ftat: die Bahnhofstraße; ** Turnen. In der Turnhalle des Turnvereins Gießen fand unter Leitung des 1. Gauturnwatts Will Sonntag, den 29. Oktober, vormittags, ein Keulenschwingen und Geräteturnen der geübteren Turner des Turrgques Hessen statt. Erstere Uebung, welche leider nur bei wenigen Turnvereinen im Turngau Hess.n eingeführt ist, war interessant und fand allgemeinen Beifall. Das sehr schwierige Geräteturnen der geübteren Turner nahm ebenfalls einen guten Verlauf. *** Voltsvorlesungen in Gießen. Schon vor anderthalb Jahrzehnten haben sich in unserer Nachbarstadt Frankfurt a. M. opferwillige Männer zu einem„ Ausschuß für Volfsvorlesungen und verwandte Bestrebungen" zu * Für die Simultauschule. Der Bezirkslehrersammengefunden, um an ihrem Teil und nach Kräften für die Vertiefung der Volksbildung zu wirken. Diese Be verein Borms nahm in seiner legten äußerst zahlreich beReihe ähnlicher Gründungen ist ihnen gefolgt, sadaß sich vor 1. der Bezirkslehrerverein Borms steht als Glied des mehreren Jahren schon die sämtlichen Ausschüsse zu einem hessischen Landeslehrervereins auf dem Boden der Simultanschule; 2. er verlangt die Fachaufsicht und verwirft die geiftRhein- Mainischen Verband für Voltsvorlesungen und verliche Schulaufsicht; 3. er verwirft jeden Einfluß, den die wandte Bestrebungen" haben zusammenschließen fönnen. Heute steht dieser Verband dank seiner vorzüglichen Organisation Kirche auf die Auswahl des Unterrichtsstoffes und die unterund unermüdlichen Agitation an der Spize aller volkstüm- richtliche Behandlung der weltlichen Disziplinen auszuüben lichen Bildungsbestrebungen in unserem Lande. Gießen ist sich bestrebt. als Siß der Landesuniversität und zahlreicher Bildungsanstalten berufen, der geistige Mittelpunkt eines großen Gebietes zu werden. Deshalb haben sich Angehörige aller Stände unserer Stadt vereinigt, um die Bestrebungen des Rhein- Mainischen Berbandes auch hierher zu übertragen. Auf dem Programm dieses Gießener Ausschuss& für Volts. borlesungen und verwandte Bestrebungen stehen, heaterborlesungen, Voltsunterhaltungsabende, volkstümliche Theatervorftellungen, Ronzerte und Kunstausstellungen, Führung durch Museen, Förderung des volkstümlichen Bibliothekwesens und Beratung einzelner bildungseifriger Personen. Der Ausschuß als solcher ist politisch und religiös völlig neutral. Notwendig aber ist, daß die bildungsinteressierten Einwohner unserer Stadt seine Bestrebungen unterflügen, alle durch Besuch seiner Veranstaltungen, die wohlhabenderen auch durch finanzielle Unterstüßung und durch Beitritt zum Gesamtverband( Jahresbeitrag 3 Mt.) Nur dann fann er hoffen, sein hohes Biel zu erreichen. Zu jeder Auskunft ist Oberlehrer Dr. A. Klein, Bismarckstraße 32 p. bereit. ** Für die Schillerfeier Café& bel bie erste Brobe ser gemeinschaftlichen Chöre der Gießener Gesangvereine unter Leitung des Großh. Universitäts Musikdirektors Trautmann stattgefunden. Drei Lieder werden zu dieser Feier, welche am 12. November aus Anlaß der Segung eines Gedenksteines an der Schillereiche stattfindet, gesungen und wird sicherlich der Gesang von ca. 140 Personen unter freiem Himmel auf die ganzen Festteilnehmer die gebührende Beachtung nicht verfehlen. Von den Gesangvereinen haben ihre Beteiligung zugesagt: Bauer'scher Gesangverein, Bürgergesellschaft, Gemütlichkeit, Harmonie, Heiterfeit, Konfordia, Liederkranz und der Maschinenbauer- Gesangverein. Abend * Eine vertrauliche Versammlung der christlichfozialen Partei fand Sonntag- Nachmittag im Hotel Raltwasser jueglar statt. Bekanntlich haben sich diese mit der Reformpartei verständigt und wurden in dieser Versammlung weitere Schritte beraten. = Schulhausneubanten im Kreise Gießen. Wie sehr die zuständige Behörde dafür bedacht ist, bestehende Mißstände bezüglich unzureichender Schullokalitäten und Lehrerwohnungen zu beseitigen, geht daraus hervor, daß für die nächsten Jahre im Kreise Gießen ca. 40 Neubauten, Umbauten, Erweiterungsbauten von Schulräumen und Lehrerwohnungen vorgesehen sind. L. Warum sich die Landwirte gegen eine Deffaung der Grenze für die Bieheinfuhr wehren. Der Landw. Verein für die Provinz Oberhessen shreibt uns darüber: Fleisch- und Brotpreise am 30. Oftober 1905. Ochsen Fleischpreise in Gießen 1/2 kg 72-82 f. Kälber Schweine 1/2" do. Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg Roggen do. " Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. 50 kg Schlachtgewicht 79-81 m. 86-90 Pf. 79-00 " " 19.25-00.00 M. 17.50-17.75 " do. 70-80 bo. 80-90 Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 52 Pf Schwarzbr. do. 48 " Es Frankfurt a. M., 30. Oftober. Fruchtmarkt. notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer mt 18.00-18.50, furhessischer Mr. 18.25-18.50 Roggen, hiesiger Mt. 17 25-17.50, russischer Mr. 00.00-00.CO Gerfte, hiesige Mr. 17.90 bis 18 25, Pfälzer Mr. 17.50 bis 18.25, fränkischer Mt. 17.90.- 18.25, Riedgerste Mt. 17.50 bis 18.00 Hafer, hteftger und Wetterauer Mr. 15.75-16.00, furbhessischer Mr. 14.75-16.00, bab erischer Mr. 15.00-16.50, Mais, Mixed Mr. 14.00-14.25. Alles bro 100 kilo ab hier. Meh I wefentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hiesiges 0, Mt. 26.75-27.75, feinere Marken Mt. 29.00-29.25, hiesiges, Nr. 1, Mr. 24.75 bis 25.25, feinere Marken Mr. 26.00-26.50 hiesiges Nr. 2, Mr. 23.75-24.25, feinere Marken Mt. 24.75-25.25, hiesiges Nr. 4, Mr. 19.00-19.50 feinere Martin Mr. 20-20.50, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mr. 23. bis Wetzenschalen Mr. 4.70-4.90, Weizenkleie Mr. 4.90-5.20, Roggenkleie mr. 5.75-6.00, Weizenfuttermehl Mt. 6.50-7.50. 24.25, bo. 1 Mr. 21.00-21.75, bo. 2 Mr. 17-18 00. Batholische Gemeinde. Dienstag, den 31. Otober. - Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. 19 Dieses Turnen gilt hauptsächlich zur Vorbereitung für das nächstjährige Kreisturnfest in Danau. Hanau. Mittwoch, den 1. November. Allerheiligenfeft. Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7.00 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiliges Kommunion. Vorm. um 8 Uhr: die zweite heil. Messe. Militärgottesdienst mit Predigt. Borm. um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. ** Lang- Göns. Die in den Gehöften des Heinrich Riefer und Anton Velten 16. aufgebrochene Rotlauffenche ist erloschen und die verhängten Sperrmaß- Nachmittags um 5.30 Uhr: Rosenkranz- Andacht mit Segen. regeln sind aufgehoben. < Bad Nauheim. Hier hat sich ein Touristenklub gegründet. ? Groß- Felda. Zu Ehren des nach Mücke versetzten Boftverwalters Vetter wurde hier unter zahlreicher Beteiligung ein Rommers abgehalten. Lehrer Neeb gedachte bes Scheibenden als tüchtigen Beamten und Beigeordneter Bölzing hob die Verdienste Vetters als Schriftführer des hiesigen Eisenbahnkomitees hervor. Postverwalter Vetter dankte für die freundlichen Worte und bekannte, daß es ihm schwer werde, von Groß- Felda zu scheider. Auch aus benachbarten Ortschaften hatten sich Teilnehmer zu der Abschiedsfeier eingefunden. Sießener landwirtschaftlicher Wettersten Boraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 1. November. Meist trüb und Regen, sehr mild, windig. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Marktberichte. Stehen, 31. Oktober. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butte: per Bfb. 110-1.15 m., Hühnereler per Stüd 8-9 Pfg., Entenete St. 6-7 Bfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 fe Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baat T. 0.80-1.00, Hühner per Stud Mt. 1.00-1.60, Hahnen, pe Stüd 0.80-1.80, Enten per Gtüd 1.80-2.20, Gänse per Pfo 60-75 Pfg., Dsenfleisch per fb. 72-82 Bis., Rindfletsch per Pfb. 70-72 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 80-90 Big. Schweine fleisch gesalzen per Pfund 0.94 Big., Kalbfleisch per fd. 70-80 Pfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Bfg., Kartoffeln pro 100 Kelio 5.00-5.50 m., Zwiebeln per 3t. Mr. 6.00-8.00, Wetstraut Stüd 7-10 Bf. per Stüd, Zentner 6-7 Mr. Mepfel per 3t. 10-25 Mr Zwetschen der Zentner 0,00-0.00, Nüsse 100 Stüd 30-40 Pfe Milch per Ltter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umberziehen fetlgeboten werden. , Die nicht direkt mit der Landwirtschaft in Beziehung tehenden Boltstreise fönnen es nicht begreifen, warum sich bie Landwirte so energisch gegen die Deffaung der Grenzen Notierungen der Frankfurter Viehmarktpreise. von Erdarbeiten zum larer Wege und bes Serftellung gepflasterter ber Marburgerstraße 5. Berkauf eines Verlauf eines Grabens Dienfifleibung für ben 8. Gebühren für 9. Bafferberbrauch bes Gebrüder Raufmann einer Fetteinlauffelle Imgebung angeordnete marlt wird nunmehr für die Einfuhr von Vieh aus Defterreich- Ungarn und Rußland wehren, sie sind fast durchweg der Meinung, daß Die Grenzsperre nur den Zweck habe, die Preise zum Nacheil der anderen Berufskreise hoch zu halten. Es wird ausgeführt, daß, wenn die Preise im Auslande wirklich ebenfalls sehr hohe wären, die Landwirtschaft keinen Grund habe, sich gegen die Grenzöffnung zu erklären, denn gegen Die Seucheneinschleppung fönne man sich schüßen. Demgegenüber möchten wir darauf hinweisen, daß die Maul- und Klauenseuche, die für unsere Viehstände gefährlichste Tierfrankheit, seit Absperrung der Grenze im 1899, wo sie ihren Höhepunkt erreicht hatte, von ca. 6000 Gemeinden mit über 25 000 ehösten, die verseucht waren, auf jeßt noch 6 verseuchte Geböfte zurückgegangen ist. Das Deutsche Reich ist also 3. 3t. faft seuchenfrei. Das ist ein äußerst erfreulicher Stand, den die Landwirte erhalten zu sehen wünschen. In England ist es möglich gew sen, diesen Zu fland seit einer Reihe von Jahren dadurch zu erhalten, daß man die Einfuhr von lebendem Vieh überhaupt verboten hat. Daß die Landwirte die Einschleppung von Ceuchen fürchten, tann man ihnen nach den gemachten Erfahrungen nicht berargen, zumal es feststeht, daß die meisten Verfuchungen innerhalb des Reichsgebietes fast immer aus dem Auslande eingeschleppt worden sind. Um nur an einem Beispiel zu zeigen, wie groß die Verluste stnd, die ihnen eine einzige Seuchenepidemie zu bringen vermag, verweisen wir auf eine Busammenstellung: Die Verluste durch Mant- und Klauenseuche im Jahre 1901 in der Gemeinde Angersbach", veröffentlicht von H. F. Rodemer in Nr. 7 der Hessischen Landwirtscht. Zeitschrift vom Jahre 1904. ert werben. Um dem Rechnung tragen zu eine 2 Berkaufs ftelle adurch dürfte die Ab Babereitung der See hollen am Fifchmarti nd. Das Reichs den. brechung des Bahn ber Art und Wert Frankfurt a. M., 16. Oftober 1905. Zum Verkauf flanden: 555 Ochsen, 52 Bullen, 865 Rühe und Färsen( Stiere und Rinder), 256 Kälber, 1 Ztegen, 589 Schafe nnd Hämmel, 1365 Schweine, Biegen und Schaflämmer. Bezahl wurden für 100 fund: Schlacht| Lebendchien: - a. vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren b. junge fleischige, nicht ausgewäftete unu ältere ausgemäftete 10 c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere Bullen: a. bollfleischige höchsten Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): a. volfleischige ausgewäftete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes b. bolfleischige ausgemästeten Rühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Kinder) d. mäßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und S Rinder) e. gering genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Kinder) gewicht gewicht M Ma 79-81 - 71-73 66-69 66-69 64-66 - - 71-73 - 67-69 - 50-52 48-49 - " um 6 Uhr: Predigt; darauf Andacht für die Abgestorbenen. Mittwoch, den 1. November. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Donnerstag, den 2. November. Allerseelentag. Vorm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 6.39 Uhr: Die erste heil. Mess, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. " Vorm. um 8 Uhr: Seelenamt für alle Verstorbenen der Pfarrei. Nachmittags um 630 Uhr: Rosenkranz- Andacht mit Segen. Schluß des Rosenkranzgebete. Freitag, den 3. November vormittags um 7 Uhr Segensmesse. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratent!! Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belb in Gießen. Oeffentlicher Dank dem Herra Franz Wilhelm, Apotheker, k. u. t. Hof: lieferant in Nenukirchen, Niederösterreich, Erfinder des antirheumatischen und antiarthritischen Blutreinigungs Tees. Blutreinigend für Sicht und Rheumatismus. = Wenn ich hier in die Oeffentlichkeit trete, so ist es deshalb, weil ich es zuerst als Pflicht ansehe, dem Herrn Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen, meinen innigften Dank auszusprechen für die Dienste, die mir dessen Blutreinigungstee in meinem schmerzlichen rheumatischen Leiden leistete und sodann, um auch and re, die diesem gräßlichen Uebel anheimfallen, auf diesen trefflichen Tee aufmerksam zu machen. Ich bin nicht imstande, die marternden Schmerzen, die ich durch volle 3 Jahre bei jeder Witterungsänderung in meinen Gliedern litt, zu schildern und von denen mich weder Heilmittel, noch der Gebrauch der Schwefelbäder in Baden bei Wien befreien konnten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte durch im Bette herum, mein Appetit schmälerte sich zusehends, mein Aussehen trübte sich und meine ganze Körperkraft nahm ab. Nach 4 Wochen longem Gebrauch oben genannten Tees wut de ich von meinen Schmerzen richt nur ganz befreit und bin es noch jeßt, nachdem ich schon seit 6 Wochen keinen Tee mehr trinke, auch mein ganzer förperlicher Zustand hat sich gebessert. Ich bin fest überzeugt, daß Jeder, der in ähnlichen Liden seine Zuflucht zu diesem Tee nehmen, auch den Erfinder dessen, Herrn Franz Wilhelm, so wie ich, segnen wild. In vorzüglicher Hochachtung Gräfia Butschin- Streitfeld, Oberstleutnants- Gattin. Preis: 1 Paket Mk. 2.-, 12 Paket Mk. 1.Bestandteile: Innere Nußrinde 56, Wallnußschale 56, Ulmenrinde 75, Franz. Orangenblätter 50, Eryngiiblätter 35, Scabiosenblätter 56, Lemusblätter 75, Bimmstein 1.50, rotes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Caruywurzel 3.50, Radic. Cariophyll. 3.50, Shinarinde 3 50, Eryngiiwurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Gr swurzel 75, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Saffaparillwurzel 35, Fenchel, röm. 3.50, weißer Senf 3 50, Nachtschattenstengel 75. Die Bestardteile sind nach einem eigeren Verfahren geschnitten Nicht urd getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht ift. zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware. Man weise minderwertige Nach,, Vorsicht beim Einkauf". ahmungen entstieden zurück und beachte Namen und die @ chußmarfen des Tees. Wo nicht erhältlich, direkter Versandt. Bekanntmachung. Betr.: Maßnahmen gegen die Tollwut. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß wieder eine Brämiterung von Diensboten des Sparkassebezirks stattfinden soll. Prämien fönnen ung von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne wird erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Logis haben und sich darüber, sowie über gute Führung durch Zeugnisse ausweisen fönnen. Von Vollendung der 5 Dienstjahre kann nur dann im letzten Dienstjahre abgesehen verden, wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zum Militär, durch Auflösung des Haushalts, oder durch Gründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach diesen Bedingungen auf eine Prämie glauben Anspruch erheben zu fönnen, aufgefordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkassebuchs( die Angabe der Nummer des Buchs genügt ebenfalls) bei unserer Kasse oder der Bürgermeisterei des Wohnorts bis zum 15, November 1. J8. zu melden. Gießen, den 30. Oftober 1905. Bezirkssparkasse Gießen. Wiener. Bekanntmachung. Bekanntmachung. Tie für den Bezirk der Stadt Gießen mit GemarkSchiffenberg angeordnet gewesene Hunde perre hiermit aufgehoben. Gießen, den 31. Oftober 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. FEST- ALBUM DER KRONPRINZLICHEN HOCHZEIT als Weihnachtsgeschenk wie kein zweites bleibendem Werk geeignet, ein Gedenkwerk an unser Kronprinzenpaar und Kaiserhaus enthaltend; in Prachtfarben-, Litographie, Licht- und KunstDruck die erhabensten Momente der Kronprinzlichen Vermählungsfeier am 6. Juni 1905, sowie Bilder aus der Brautzeit, der Einholung der Braut, dem Einzug in Berlin u. Potsdam. Grösstes Bilder- Kunstwerk unserer Zeit von immer Wert Für die Weihnachtssaison in 3 Grössen lieferbar, Nr. 1 Folio- Format, Prachtausgabe Mk. 15.-, Nr. 2 Quart Format Volksausgabe Mk. 10., Nr. 3 Oktav- Format kl. Ausgabe Mk. 6., 1. Serie nach den Original- Album- Bildern hergestellte Kunstpostkarten 20 Stück Mk. 4., 10 Stück Mk. 2., 1 Prachtfarben-( Wandschmuck)-Bild. Grösse 38 × 48 vom Kron- Wiederverkäufer, Platz- u. Reisevarprinzenpaar Mk. 4. treter gesucht,' evtl. Alleinvertrieb Das Neueste Bild Achtung! von PrinzEitel Fried- an tüchtige Herren zu vergeben. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, rich mit seiner Braut Sophie Charlotte von Oldenburg Mk. 4. Zu Weihnachten lassen wir das Prachtdak die Einlagen bei unserer Kasse mit 32% ver= werk Follo Nr. 1, in einer Riesenaufzinie werden, und daß der Zinsenlauf von solchen Einlage für Weihnachtsgeschenke herstellen lagen, welche am erben Geschäftstage eines Monats und liefern dasselbe bei sofortiger Bestellung für den beigemacht werden, bereits am 1. dieses Monats, spiellosen Preis von Mk. 7.50, sofern die Bestellung noch während des Druckes erfolgt. Ebenfalls können das Quartsonst ant 1. des nächsten Monats an beginnt. Bet RückFormat Nr. 2 und das Oktav- Format Nr. 3 bei sofortiger zahlung von Einlagen werden die Zinsen bis zu Ende Bestellung noch zu Vorzugspreisen, Nr. 2 zu Mk. 8.-, des vorhergehenden Monats vergütet, es set denn, daß Nr. 3 Mk. 4,50, Postkarten, sofort lieferbar, per Serie von cine solche Rückzahlung am letzten Geschäftstage 20 Stck. Mk. 3.-, 10 Stck. Mk. 1.50, bezogen werden. cines Monats erfolgt, in welchem Falle die Zinsen Prachtfarben-( Wandschmack)-Bild von unserm Kronprinzenbis zu Ende dieses Monats vergütet werden. paar Neuestes Bild Prachtf( Wandschmuck)-Bild von Prinz Eitel Friedrich und seiner Darlehen können in der Stadt Gießen bis zu 60% Gratis als Weihnachts- Braut Sophie Charlotte von Oldenbewilligt werden, auf dem Lande bis zur Hälfte der gratifikation erhält jeder, burg Mk. 3.-. Bestellung zu diesen Preisen ist ein Drittel Anzahlung ortsgerichtlichen Taxation. Bei hypothekarisch ge- der dieses Inserat innerbeizufügen. Frankolieferung gegen sicherten, sowie bet Darlehen an Gemeinden, sonstige halb 8 Tagen nach ErEinsendung des Betrages. scheinen einsendet, ein Auf stommunalverbände und Kirchengemeinden kann, unbe- Prachtf.Wandschmuckbild Wunsch wöchentliche Ratenzahschadet des Kündigungsrechts, vereinbart werden, daß von uns. Kronprinzenpaar. lungen von Mk. 1.- an. die Rückzahlung in der Form einer Tilgungsrente oder Christliches Schriften- Verlagshaus zu Hamburg. durch Abschlagszahlungen in Beträgen erfolgt, die auf 100 Mt. abgerundet sind. Gießen, den 26. Oftober 1905. Bezirkssparkasse Gießen. Wiener. Bekanntmachung. Betrifft Das Einhalten der Taubes während der Saatzeit. Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Artikel 39, 3iffer 2 des Feldstrafgesetzes vom 13. Juli 1904 aufgefordert, ihre Tauben wegen der Saatzeit bis 15. November d. Js. einzuhalten. Diese Bekanntmachung findet auf die Militärbrieftauben keine Anwendung. Gießen, den 30. Oftober 1905. Großh. Bürgermeißerei Gießen. Surschmann. Bekanntmachung. Die Besitzer von Obstbäumen der Gemarkung Gießen werden hiermit aufgefordert, zur Bekämpfung der Obstbaumschädlinge sämtliche Obstbäume bis Mitte November gehörig abfragen und mit Kalfmilch( gelöschtem Kalf, der mit viel Wasser verrührt ist) bestreichen zu laffen. Gießen, den 28. Oftober 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Grünbergerstraße zwischen Noon- und Moltkestraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 30. Oftober 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Südanlage zwischen Frankfurter- und Goethestraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr ge= sperrt. Gießen, den 30. Oftober 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird Die Licherstraße zwischen Wolf- und Landmannstraße von heute an bis auf Weiteres für den Fuhrverkehr ge= sperrt. Gießen, den 30. Oftober 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 12. September 1905 angeordnete Sperre der Grünbergerstraße zwischen Teutoniahaus bis Schüßenhaus wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 30. Oftober 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. M 3. Bekanntmachung. In der Zeit vom 21. bis 28. Oftober wurden hiesiger Stadt gefunden: 1 Portemonnate mit Jahalt, 13wide 1 Plompierzange, 1 silb. Remontoiruhr un 1 Regenschirm; verloren: 1 gelbes ledernes Portemonnaie mi 60 bis 70 Mf. in Gold Inhalt, 1 Brillant ohrring, 1 goldener Zwicker, 1 Portemonnai mit 4 bis 5 Mt., 1 Schlüssel und 1 Fahrschein dec Pferdebahn zu Dusan Inhalt, 1 schwarze ledernes Portemonnaie mit 5 bis 8 Mt., Jagdschein, 2 Fahrkarten München- Frant furt a. M. und Frankfurt a. M. bis Gieß und zurück Inhalt und ein goldenes Hal fettchen mit goldenem Herzchen. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen stände belteben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 28. Oftober 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Aeußerst günstige Gelegenheit! Fuhrunternehmerei mit Detonomie billig zu verk. Wohnhaus mit Garten, großen Stallungen, mit und ohne lebendem Joventar. Kleine Anzahl. Jährlicher Verdienst 10 000 mt. nachweisbar. Bierdepot 2400 Hlt. 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