Str. 177. Safertionspreis: Die einfpaltige Petitzeile für ganz OberWen, bie Kreise Weglar unb Marburg 10 Bfg. sonft 15 Pfg. Reklamen bie Betitzelle 30 refp. 40 Bfg. Redaktion u. Haupterpebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechenschluk r. 862. Montag, den 31. Juli 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Bra. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vtertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gichener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gieken und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Krankenversicherung im Hausgewerbe. Die Eczialgefeßgebung des Reichs ruht nicht. An der Bentralstelle, im Reichsamt des Innern, hat man den festen Millen, sie stetig weiter auszubauen. Nicht in Ueberstürzung wird dabei gehandelt, nicht damit überhaupt etwas geschehe. nicht um diligentiam zu prästieren", wie Fürst Bismaid zu sagen pflegte, d. i. um Fleiß zu beweisen, sondern nach forgfältiger Ueberlegung und Prüfung, nach genauer Feststellung des Bedürfnisses und seines Umfangs, nach peinlicher Berechnung der erforderlichen Aufwendungen und der Tragfähigkeit der Schultern, denen diese Aufwendungen aufzubürden sind. Die nächste. Session des Reichstags schon soll das Ergebnis der neuerdings veranstalteten Erhebungen in Form einer Gesetzesvorlage über Krankenversicherung im Hausgewerbe sehen. Der vom Reichsamt des Innern den Bundesregierungen zugestellte Fragebogen beginnt mit einer rhetorischen, d. i. mit einer solchen Frage, auf die man die Antwort bereits fennt, nämlich mit der Frage, ob das Bedürfnis für die allgemeine Ausdehnung der gefeßlichen Krankenversicherung auf die Hausgewerbetreibenden allgemein, und im Fall der Verneinung der Allgemeinheit, in welchen Zweigen des Hausgewerbes sie dringlich ist. Man darf wohl annehmen, daß diese Frage nur der Form wegen gestellt ist. Denn wenn nicht die Dringlichkeit des Bedürfnisses vorher erkannt gewesen wäre, so hätte es an einer Veranlassung zu der Rundfrage gefehlt. Wenn das Hausgewerbe bisher von der gefeßlichen Krankenversicherung ausgeschlossen war, so lag der Grund ganz gewiß nicht in der vermutungsweisen Annahme. daß Hausgewerbe weniger als irgend ein anderes der Wohltat der gesetzlichen Krankenversicherung bedürfe. Weit eher trifft das Gegenteil zu, wie man aus dem weiteren Teil des Fragebogens des Reichsamts des Innern alsbald ersehen wird. Die Frage nach den durchschnittlichen Einfommensverhältnissen der Hausgewerbetreibenden ist erſt cine Ueberleitung dazu. Die Antwort wird nach den einzelnen Bezirken und nach den einzelnen hausgewerblichen Berufszweigen verlangt. Ist sie eingegangen, so wird man vielleicht erkennen, daß die Wirklichkeit noch unfreundlicher ist, als man sich aus allgemeinen Erwägungen und nach einer großen Reihe von Einzelwahrnehmungen vorgestellt hat. Auch die weiteren Fragen zeigen, daß man den Bescheid im wesentlichen voraus fennt: Sind die Hausgewerbetreibenden in der Mehrzahl ständige, das ganze Jahr hausgewerb lich tätige Arbeiter, oder arbeiten sie mit Unterbrechungen? Haben sie noch anderweite Nebenbeschäftigung?" Gerade day die Hausarbeit in sehr vielen Fällen nur eine periodische ist, bildete bisher ein wesentliches Hindernis für die Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung und wird auch jetzt eine große Erschwernis bilden. Denn die Rechte aus der Krankenbersicherung können während der Arbeitspausen nicht ruhen, schon weil die Krankheit während der Arbeitszeit erworben sein kann; und andererseits wird es sich kaum ermöglichen Lassen, in den erwerbslosen Zeiten Beiträge zu verlangen, da die Arbeitslosen eher einer Unterstützung bedürfen, als daß sie Zahlungen zu leisten imstande wären. Die Hauptfrage aber, auf die wir oben schon hingedeutet haben, kommt jeßt: Sind Unternehmer und Hausgewerbetreibende in der Lage, die Lasten der Krankenversicherung zu tragen?" Hieran schließt sich die weitere Frage, die ähnliche Bedeutung hat: ,, Besteht für die einzelnen Zweige der Hausindustrie ernstlich Gefahr, daß die Unternehmer bei Belastung durch die Krankenversicherung die Beschäftigung der Hausgewerbetreibenden einschränken oder ganz aufgeben würden?" Hierin liegt der Kern der Angelegenheit. Die Industrien, die Hausarbeiten beschäftigen, sind auf die Zahlung fargster Löhne angewiesen, weil sie sonst die Konkurrenzfähigkeit verlieren. Die Hausarbeit hat ferner die Tendenz, die allerbilligsten Hilfskräfte heranzuziehen, nämlich die Kinder, deren Tätigkeit überhaupt kaum gerechnet, gleichsam als Zugabe für die entlohnte Arbeit der erwachsenen Hausarbeiter verlangt wird. Unter solchen Umständen ist die Frage vollkommen berechtigt, ob Unternehmer und Arbeiter irgend eine neue Belastung ertragen können, ob nicht die Unternehmer durch solche neue Belastung vor die Erwägung gestellt werden, daß am Ende Aufgabe oder Einschränkung des Betriebs der Fortführung unter Erschwerungen vorzuziehen sei. Es ist nicht unseres Amtes, den Antworten vorzugreifen, die von zuständiger Stelle zu erwarten sind. Nur der Hoffnung möchten wir Ausdruck geben, daß in diesem Fall wie in manchen ähnlichen Fällen, die früher zur Entscheidung standen, der kräftige Wille auch einen Ausweg finden wird, selbst da, wo sich dem ersten Blick fein Ausweg zeigt. Die Industrien sind manchmal elastischer, als sie selbst wissen. Die weitere Frage des Reichsamts des Innern, ob es fich empfiehlt, den Eintritt der Versicherungspflicht von einer Untergrenze des Einkommens abhängig zu machen, d. h. gerade die färglichst entlohnten Hausarbeiter von der WohlHat der gesetzlichen Krankenversicherung auszuschließen, ist ficher auch nur eine rhetorische Frage, die verneint sein will and nur verneinende Antwort voraussetzt. Nicht ebenso sicher sind wir in Betreff der Schlußfrage, ob es durchführbar und wünschenswert erscheint, auch alle mitarbeitenden Familienmitglieder der Hausgewerbetreibenden der Versicherung zu unterwerfen. Wünschenswert ist das gewiß ob es durchführbar ist, getrauen wir uns nicht zu beurteilen. Jedenfalls darf man einer neuen segensreichen Erweiterung der Sozialgesetzgebung innerhalb der Grenzen des Erreichbaren entgegensehen. F Politifche Rundschau. Deutsches Reich. Für die deutschen Marschallinseln treten am 1. Oktobe dieses Jahres neue Bestimmungen in Kraft, die demnäc nach einer Mitteilung des deutschen Konsuls in Sidney ver öffentlicht werden sollen. Auch die portugiesische Regierung hat nunmehr beschlossen, ihren Beitritt zu der Marokkokonferenz zu erklären. Die Beziehungen der deutschen Gesandtschaft in Fez unter dem Grafen von Tattenbach zu dem Sultanshof sind fortgesezt die freundschaftlichsten, wovon die zahlreichen Empfänge und Beratungen der legten Zeit Zeugnis ablegen. * Anfäßlich des Kaiserbesuchs in Kopenhagen beschäftigt die Presse sich vielfach wieder mit der dänischen Agitation in Nordschleswig. Es wurde behauptet, in letzter Zeit hätten vielfache Ausweisungen stattgefunden, und man wollte daraus einen Widerspruch mit dem durch den Besuch dokumentierten freundschaftlichen Verhältnisse zwischen Deutschland und Dänemark herleiten. Wie jetzt durch Erkundiguna an amtlicher Stelle festgestellt wird, entsprechen die Zeitungsmeldungen nicht den Tatsachen. Nichtig ist nur, daß in den ersten Tagen des Juni einige wenige Stellenverweisungen stattgefunden haben; von den dadurch Betroffenen haben nur zwei das Land verlassen. ** Niederlande: In Niederländisch- Indien sind erhebliche Unruhen ausgebrochen. Bei Makassar befinden sich zehntausend Eingeborene im vollen Aufstande; sie haben eine niederländische Kolonne besiegt. Rur Niederwerfung des Aufstandes sollen 2000 Mann erforderlich sein und schleunigst nach der Insel Celebes geschickt werden. Dänemark: ** Die Landesvertretung der Insel Island hat eine erhebliche Zollerhöhung beschlossen. Der Gesetentwurf, wodurch die im Zollgesetz für Island von 1901 festgesetzten Einfuhrzölle bis Ausgang des Jahres 1907 um 30 v. H. erhöht werden, wurde angenommen. Rufsland, ** Ueber die Tumulte in Nischnij- Nowgorod wird eine amtliche Kundgebung verbreitet, die die blutigen Ausschreitungen des Pöbels als eine Abwehr des Volks gegen die Hetversuche der Revolutionäre hinstellen möchte. Von anderer Seite wird demgegenüber die Version aufrecht er= halten, daß es sich bei den Erzessen um amtlich protegierte Ueberfälle der gebildeten Volksklassen gehandelt habe, deren Angehörige ohne Unterschied der Person und des Geschlechts mißhandelt sind,-- Auf der Wladikawkas- Bahn dauert der Ausstand fort; die Poſt nach Tiflis und Batum wird auf Umwegen befördert. Alien. ** Vom mandschnrischen Kriegsschauplak wird gemeldet, daß eine starke japanische Flotte Wladivostok blockiere und japanische Geschwader die Küsten von Sachalin, Sibirien und Korea überwachen. Der japanische Friedensunterhändler Sato erklärte in Newyork, Japan sei nach Beginn der Friedenskonferenz zu einem Waffenstillstand bereit. Huftralien. ** Einen beachtenswerten Erfolg hat die Frauenbewegung im Staate Vittoria errungen. Im Parlament ist ein Gesegentwurf verabschiedet worden, der den Frauen das Wahlrecht verschafft. Soziales Leben. Der Konflikt im sächsisch- thüringischen Tertilgewerbe. Die ausländischen Färbereiarbeiter in Glauchau und Meerane haben das Anerbieten eines Mindestlohnes von 2,35 Mark durch die Färbereikonvention abgelehnt. Durch diesen Beschluß erscheint die Aussperrung in unmittelbare Nähe gerückt. Es wurde den Arbeitern durch die Vertreter des Sächsisch- Thüringischen Webereiverbandes mitgeteilt, daß im Konfliktsfalle auch der Sächsisch- Thüringische Webereiverband genötigt wäre, die Aussperrung vorzunehmen, von welcher dann etwa 30 000 Arbeiter betroffen werden würden. Heer und flotte Funkentelegraphie. Während des Hererofeldzuges in Südwestafrika hat die Funkentelegraphie vielfache Anwendung gefunden. Die Resultate sind sehr befriedigende gewesen. Die Funkentelegraphie hat sich als ein durchaus friegsbrauchbares und sehr leistungsfähiges Mittel zur Nachrichtenübermittelung erwiesen, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß der Gegner nicht über Funkenstationen verfügt, Störungen durch ihn also nicht eintreten. Die Entfernungen der jetzt im Betrieb befindlichen fünf Stationen ( Aminuis- Gochas- Koes- Keetmanshoop- Hajuur) einander ergeben zusammen 630 Kilometer, also eine Verbindung von Berlin bis Tilsit oder bis Freiburg i. B. vont Deutsche Unterseeboste. Im diesjährigen Etat für die deutsche Marine erschien zum erstenmale eine Forderung zur Beschaffung von Unterseebooten. Der nächste Haushaltplan soll abermals eine Summe für diesen Zweck auswerfen, da die Versuche sich auf mehrere Jahre erstrecken werden. ** ** Hof und Gefellschaft. Der Kaiser besuchte in Danzig die kaiserliche Werft, hielt dann eine Besichtigung über die auf der Reede ankernde deutsche Schlachtflotte ab und nahm auf dem Flaggschiff. dem Kaiser Wilhelm FI.", beim Großadmiral Köster das Frühstück ein. Der Großherzog von Sachsen- Weimar gedenft, wie verlautet, nach Ablauf des Trauerjahres sich mit der jüngeren Schwester seiner verstorbenen Gemahlin, der Prinzessin Hermine von Reuß ä. L. zu verloben. ** Dem Großfürsten Kyrill von Rußland hat der Zar die Einwilligung zur Eheschließung mit der geschiedenen Großherzogin von Hessen versagt. Nab und fern. † Unterschleife bei einer Sparkasse. Beträchtliche Unterschlagungen sind soeben bei der städtischen Sparkasse in Stettin entdeckt. Die fehlende Summe beläuft sich auf mindestens 2000 Mark. Der für die Kasse verantwortliche Buchhalter wurde vom Amt suspendiert. † Der letzte Nachkomme Gutenbergs. In Nackenheim ist dieser Tage Baron von Molsberg, der letzte Nachkomme Gutenbergs, gestorben. Er war als Obstzüchter in weiteren Kreisen bekannt. † Japanische Lebensretter. Auf Ersuchen des deutschen Gesandten in Tokio haben vor einiger Zeit die Japaner von der Bemannung des bei Kap Patience auf der Insel Sachalin gestrandeten deutschen Dampfers Cäcilie" vier Deutsche, zwei Engländer, einen Norweger und 36 andere Personen gerettet und nach Otaru gebracht. † Untersuchung der Eisenbahntunnel. Infolge des vor einigen Tagen vorgekommenen Unfalles im Eisenbahntunnel ron Altenbeefen hat jezt die preußisch- hessische Eisenbahnver. waltung beschlossen, von Staats wegen eine Untersuchung aller im Bereiche der preußischen Staatsbahnen befindlichen Tunnels vornehmen zu lassen. † Gebäude- Einsturz. In Neumühl in der Nähe von Duisburg stürzte Ende voriger Woche auf der Gasanstalt ein Anbau zusammen. Drei Personen verloren dabei das Leben, mehrere andere wurden verlegt. † Erschossen aufgefunden. Im Walde von Lauskerofen in Ostpreußen wurde der dortige Oberförster Rosenfeld erschossen aufgefunden. Es ist nicht bekannt, ob ein Unglücksfall oder ein Verbrechen vorliegt. † Ein unheimlicher Gast. In einem Restaurant im Zentrum von Berlin erschien dieser Tage ein Gast, der später als ein Kaufmann aus Brandenburg a. H. refognosziert wurde. Er zog ein Messer aus der Tasche, wette es an Tisch und Teller, begab sich mit dem offenen Messer in der Hand in die Küche des Restaurants und schnitt sich dort zum Entsetzen des Küchenpersonals den Hals ab. † Unglücksfall beim Scheibenschießen. In der Nähe von Königsbrück vergnügten sich eine Anzahl Dresdner mit Schießen nach der Scheibe. Dabei erschoß aus Unvorsich tigkeit der Waffenhändler Meyer den Zigarettenfabrikanten Schuchardt. † Ein Steintransport. In Hamburg erregte dieser Tage der Transport eines festlich befränzten Granitblocks großes Aussehen, der vom Güterbahnhof in Ottensen durch Altona nach St. Pauli geschafft wurde. Es ist der Schlußstein für das Bismarckdenkmal in Hamburg. Auf einem gewaltigen Wagen zogen sechszehn Pferde den Stein, der ein Gewicht bon 20 000 Kilogramm hat, an seinen Bestimmungsort. † Selbstmord einer Kindesmörderin. In Prag stürzte sich kürzlich die Tochter eines Hausmeisters aus dem vierten Stockwerk auf das Straßenpflaster. Sie war an die Bahre ihres Söhnchens gerufen, dem, wie die Untersuchung feſtgestellt hatte, ein Arm und sieben Rippen gebrochen waren. † Durch die elektrische Leitung getötet. Auf Zeche Friedlicher Nachbar" bei Essen kamen dieser Tage einige Personen der elektrischen Leitung zu nahe. Ein Elektrotechniker wurde getötet, ein Arbeiter wurde sterbend ins Krankenhaus gebracht. † Brief- Schwalben. Das Neueste im Gebiet des Luftsports ist die Ersetzung der Brieftauben durch Schwalben. In Antwerpen ist soeben der erste Versuch gemacht. Eine dem Nest entnommene und gezeichnete Schwalbe wurde nach Compiegne gesandt und dort mit einer Anzahl Antwerpener Tauben um 7 Uhr 15 Minuten früh losgelassen. Während Guftab lachte laut und höhnisch, er war sinnlos vor Wut. habe ich nicht," ſagte fie furz, aber ich liebe ihn und er Lippen, und ihre Augenbrauen gogen fich zufammen: Das Das junge Mädchen fuhr en por, fie war blaß bis in die mich der anderen maren, wie lief mit Er Rein," erwiderte Edith furz. denn feinen Ausweg?" fragte sie traurig. nicht bor der Kopf floßen, wenn fie mit mir laufen wollen Marie strich ihr besänftigend über das Haar: Gab es Herzberg und deren Bruder, ich fann fie dock fiche Intwort tot ihr leid und dennoch Da ertönten Schritte auf Dem Rorribor Türe gefolgt, das Bimmer. ein wenig befremdet das Aeußere des Gastes. marie erhob sich, um ihn zu bewillkommnen, und musterte fast zu fleines Köpfchen, der Bollhart Auf einer großen, flobig gebauten Gestalt faß ein feines, tourde geöffnet, und ein junger Mann betrat, von Gustav Beit meines Lebe war ein wenig zu TIS ein Schant rief ich, immer mehr ins Feuer geratend, und eben einen Bers aus ihrem Lieblingsbichter zitieren, ale Cynthia. will id treuer, ergebener Stiave Tein. wollt id Wichtig, da war er. fomint Daniell Mrs Ban Spoof plöblich aufschrie: Da f uns zu Mit einem selbstzufriedenen Lädjela tog um elf Uhr hole ich mir deine Ant A un de D I Die letzteren erst ihre Flugversuche machten, ehe sie sich über die Richtung entschieden, nahm die Schwalbe sofort blizartig ihren Flug gen Norden auf. Schon um 8 Uhr 21 Min. war sie in ihrem Nest angelangt, während die ersten Tauben erst um 11 Uhr 30 Min. in Antwerpen anlangten. Die Schwalbe hatte die Strecke von 235 Kilometern also in einer Stunde und 17 Minuten mit einer Geschwindigkeit von 3435 Metern in der Minute und 207 Kilometern in der Str. de zurückgelegt, während die Tauben mur 922 Meter in ter Minute, 57 Kilometer in der Stunde flogen. + Gesundheitsgemäße Behandlung von Eß- und Trink. geschirr. Die Frage, ob Infektionskrankheiten durch die gemeinsame Benutzung von Gebrauchsgegenständen durch mehrere Personen übertragen werden können, ist in neuerer Zei! wiederholt Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen gemesen. Professor Dr. E. v. Esmarch hat den Nachweis ge führt, daß die Diphteriebakterien bis zu 15 Tagen, der Bazillus prodigiosus bis zu 3 Monaten, an Eß- und Trink. geschirren angetrocknet, lebensfähig bleiben, und daß eine ausreichende Beseitigung dieser Keime durch Abwaschen der Gläser und Trockenreiben mit sterilen Tüchern nicht zu er reichen ist. Auch Gabeln und Messer ließen sich durch bloßes Abreiben von Krankheitserregern nicht befreien. Dies gelang dagegen vollkommen durch Behandlung mit einer zwei prozentigen Sodalösung von 50 Grad C. innerhalb einer Minute. Auf Grund dieser Versuche empfiehlt v. Esmarc für Heil- und Kuranstalten, Hotels und dergleichen, in denen Kranke mit einer übertragbaren Krankheit sich aufhalten, aber auch für Privatfamilien eine entsprechende Reinigung und Desinfektion der für den Gebrauch dieser Kranken bestimmten Eß- und Trinkgeschirre. Wie das Ministerialblatt der Handels- und Gewerbeverwaltung mitteilt, hat auch der Direktor des Instituts für Infektionskrankheien die Ergeb nisse dieser Untersuchung bestätigt und empfohlen, den Ver fuch zu machen, auf dem Wege der öffentlichen und privaten Belehrung, die Durchführung einer größeren Reinlichkeit in der Behandlung der Eß- und Trinkgeschirre usw. in öffent lichen Wirtschaften, Krankenhäusern und dergleichen zu er zielen. Dieser Auffassung pflichten auch die Handels- und Bewerbeverwaltung sowie das Kultusministerium bei. Polizeiverordnungen in dieser Richtung werden allerdings nicht als zweckmäßig angesehen, es ist aber die peinlichste Aufmerksamkeit jedem anzuraten. † Wunderbarer Blikschlag. Bei einem der letzten Gewitter in Ullrichsthal in Böhmen nahm ein vierzehnjähriger Knabe, der Sohn einer Witwe, sein vierjähriges Brüderchen auf den Dabei wurd: Rücken, um schneller vorwärts zu kommen. der ältere Knabe vom Blizz getroffen und getötet, während der Kleine, den er auf dem Rücken hatte, unversehrt blieb. † Zugentgleisung durch Ochsen. Bei Twenisin in Ungarn wurde auf eigenartige Weise vor kurzem ein Eisenbahnunglück verursacht. Ein Personenzug hatte eine Ochsenherde überfahren. Dabei waren mehrere Tiere getötet, deren Kadaver auf den Schienen liegen blieben. Dadurch kam der nächstfolgende Personenzug zum Entgleisen. Der Lokomotivführer wurde getötet, ein Kondukteur und sechs Arbeiter wurden schwer verletzt. † Segelwettfahrt in Frankreich. Ende voriger Woche fand vor Le Havre die Segelwettfahrt um den Preis des Präsidenten der französischen Republik statt. Der Preis besteht aus einer Vase aus Sevres- Porzellan und 3000 Fres. Die Fahrt ging über 35 Seemeilen für Jachten von 20 Tonnen Größe und darüber. Es starteten sechs Jachten, eine französische, drei deutsche, eine englische und eine amerikanische. Als erste Jacht ging„ Susanne"( HuldschinskyKiel) nach 4 Stunden 9 Min. 35 Sef. durchs Ziel. Zweite wurde„ Therese"( Simon- Kiel) und dritte„ Brunhild" ( Bender- Portsmouth). machen? Aber die spöttische Frage schaffte das neumodije Ungetüm nicht weg, das bald seine Geschwindigkeit unhein. lich erhöhte und die der Eisenbahn- Kurierzüge erreichte. Die Bahl seiner Freunde mehrte sich unaufhaltsam, trop der er. schreckenden Ziffern der Unfallstatistik. Das rasende Automobil bedrohte seine Insassen ganz ebenso wie die Straßen. passanten, vielleicht noch etwas mehr. Das tat jedoch seiner Verbreitung feinen Eintrag. Die oberen Zehntausend schie. nen von plötzlicher Todesverachtung ergriffen. An dem Werk. aeng ihres jüngsten Sports störte sie nicht einmal der zurüd. bleibende üble Geruch. Kurz, das Automobil ist da und wird sich schwerlich wieder verdrängen lassen, nachdem seine Ver. 1sendung für militärische Zwecke seiner Brauchbarkeit einen besonderen Anerkennungsitempel gegeben. In der Großfladt gehört es schon völlig zum Straßenbild. Die Postverunltung und die Bazare können ohne Automobil nicht mehr uskommen, und wie lange mag es noch dauern, bis der Bauer Milch und Gemüse im Automobil zu Markte schickt. Diese Aussicht hat kaum noch etwas erschreckendes. Die Geschäftsautomobile sind leicht, newandt und nicht allzu schnell, schon weil sie oft anhalten müssen; auch die Bauernautomobile werden schwerlich größeren Ehrgeiz haben als den, mit der abgemessenen Geschwindigkeit der Klingelbahnen Schritt zu halten. Nur die Nennwagen und die Halbrennwagen, die Sturmmaschinen und die Vergnügungsfahrer, die von der neuesten Krankheit, dem galoppierenden Wahnsinn, befallen und von der Sehnsucht nach astronomischen Geschwindigfeitsziffern verzehrt sind, bilden eine Gefahr für die immerhin noch recht beträchtliche Mehrheit der Nichtfahrer, die doch nicht jede Straßenkreuzung vermeiden können. † Die Matrosen des ,, Knäs Potemkin". Vor kurzem wurde eine Meldung verbreitet, daß von der meuterischen Beman. nung des russischen Panzerschiffes Knäs Potemfin" zehn Mann in Hamburg eingetroffen seien, um dort sich als Matrosen auf Kauffartheischiffen anheuern zu lassen. Dazu wird jetzt bemerkt, daß im Hamburger Hafen ein Anheuern dieser Matrosen nicht erfolgen kann. Zu einer Anmuste rung auf deutschen Schifen bedürfen Ausländer eines Erlaubnisscheines ihres Konsuls. Der russische Generalkonsul wird den zehn Leuten eine Anmusterungserlaubnis nicht cr teilen. Es gibt für die Leute nur eine Möglichkeit, von Hamburg aus in Schiffsdiensten fortzukommen, indem sie sich als sogenannte Ersaßleute im letzten Augenblick vor der Abreise des Schiffes annehmen lassen und dann unange mustert die Ausreise antreten. Der Kapitän des Schiffes ist dann verpflichtet, die Leute bei dem nächsten SeemannsAmte oder deutschem Konsulat nachzumustern. † Das gelbe Fieber in Amerika. In Neworleans forder! das gelbe Fieber immer neue Opfer. Auch in andere Orte der Vereinigten Staaten ist die Krankheit von Neworleans verschleppt, so ist in Lumberton ein Fall festgestellt. † Die Opfer des Unterseebootes. Die dreizehn Toten des gesunkenen französischen Unterseebootes Farfadet" sind jetzt in Marseille in feierlicher Weise bestattet. Marineminister Thomson hielt eine ergreifende Ansprache, in der er den be den Rettungsarbeiten beteiligten französischen, deutschen und italienischen Seeleuten volle Anerkennung zollte. Der Töff- Töff- Schrecken. Vorschlag für Freunde und Feinde des Automobils. Wir werden um Aufnahme der folgenden Ausführungen gebeten: - " Freilich sind sie vom Gesetz für haftbar erklärt, die Chauffeure, die Passagiere und namentlich die Besitzer der Automobile. Trifft sie ein Verschulden, so verfallen sie natürlich hierfür besonderer Strafe; und den Schaden, den sic anrichten, haben sie unter allen Umständen zu vergüten. Mehr kann man im Grunde eigentlich nicht verlangen; es würde wenigstens nichts helfen, wollte man mehr verlangen - es sei denn, daß man das Verbot der Automobile durchsetzte oder sie zu einer langsamen Fahrt zwänge, die ihrem Wesen entgegen ist. Aber die gesetzliche Haftpflicht steht in vielen Fällen nur auf dem Papier. Es ist ja nicht hübsch, wenn ein Automobilfahrer, der irgend ein Unheil oder einen Schaden angerichtet hat, sich der Verantwortlichkeit zu entziehen sucht, doch ist es am Ende menschlich begreiflich. Es muß sich ja nicht gerade um gefährliche Verlegungen handeln, bei denen es des Verschuldenden oberste Pflicht wäre, sich zur Hilfsleistung zur Verfügung zu stellen. Jedenfalls ist es eine Tatsache, daß die Automobile selten so schnell fahren, wie nach einer bösen Karambolage. Darum hat man ihnen auch von Polizeiwegen sehr große Nummernschilder angehängt. Doch wer sieht immer gleich nach der Nummer! Und wenn es nicht gleich geschieht, so ist es schon zu spät. Ueberdies ist manchmal niemand außer dem Beschädigten zugegen, und der Beschädigte hat zunächst andere Sorgen als die Nummerfeststellung. „ Und wär' der Kreuzweg nicht gekommen, ich wäre jekt wer weiß wie weit!"- Dem armen Peter in der Fremde", den wir schon in frühester Jugend wegen seiner Ratlosigkeit und Unbeholfenheit verlacht haben, ist eine späte Rechtfertigung zuteil geworden. Heutzutage ist ein Krenz. weg, der zum Ueberschreiten einer Fahrstraße zwingt, ein bedenkliches Hindernis geworden, das nicht bloß den Aengstlichen und Unanstelligen aufhalten mag. Und das hat das Automobil getan. Das Kraftfahrzeug ist zur ständigen Erjcheinung geworden. Von seiner Bedeutung in weiten retjen zeugt nicht allein das Gordon- Bennetrennen, das fürz lich erst wieder die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zog. Es gibt schon eine deutsche Automobilwoche", die Mitte August mit einer Tourenfahrt München- Baden- Nürn. berg- München einsetzt. Als das Automobil zum erstenmal erschien, wurde es ausgelacht, auch von ganz ernsthaften und bem Fortschritt durchaus nicht abgeneigten Männern. Hatte man die Elektrizität als eine schier unermeßliche Kraftquelle Entdeckt. um einen armseligen Droschtengaul überflüssig zu Wie könnte hier geholfen werden? Bei unserer Unfallversicherung für Arbeiter sind gewisse Gefahrenklassen festgestellt worden, je nach der Höhe der Gefahren, mit denen die einzelnen Betriebe verbunden sind. Die Automobilfahrer sind eine eigene Gefahrenklasse, sogar im doppelten Sinn. Soweit sie sich selbst gefährden, mag ihnen die eigene Fürsorge überlassen bleiben. Man kann das, soweit nicht die Berufs- Chauffeur in Frage kommen, die ohnehin den Vorteil der Unfallversicherung genießen, ohne Hartherzigkeit tun, denn die Automobilkesizer, von denen hier die Rede ist, gehören in der Regel zu der materiell günstig ſituierten Minderheit. Soweit aber die Automobilfahrer eine öffentliche Gefahr bilden, sollten sie von Gesetzeswegen zu einer sozusagen aktiven Gefahrenklasse zusammengeschlossen werden, die aus ihren allgemeinen Pflichtbeiträgen für jeden Schaden aufzukommen hätten, den einer ihrer Gilde angerichtet hat. Damit wäre beiden Teilen geholfen: Die von den Automobilen Geschädigten kämen zu ihrer Entschädigung, und die Schädiger selbst hätten eine Art Versicherung auf Gegenseitigkeit. Ein Nebengewinn würde es sein, daß die Automobilfahrer, die ein Malheur angerichtet haben, sich weniger als jetzt veranlaßt fühlen würden, das Weite zu suchen. Ein weiterer Nebengewinn: die Automobilfahrer und ihre Wagen würden weniger unpopulär sein. Der unmaßgebliche Vorschlag sei gefälliger Beachtung empfohlen. Hus dem Gerichtssaal. im Besitz wertvoller Gemälde fei und ob dort strenge Aussicht geübt werde. Als er dann noch in Wirtschaften sich darüber lustig machte, daß die Regierung troß der ausgeschriebenen Belohnung den Dieb vom Mauritshaus noch nicht auf der Spur sei, nahm man ihn fest. Er wurde vom Aufsichtspersonal des Mauritshauses sofort als einer der verdächtigen Ausländer erkannt, die am Tage des Diebstahls in der Gemäldegalerie waren. Der Verhaftete scheint Mitglied einer internationalen Bande zu sein, die es auf alte Gemälde und andere Antiquitäten abgesehen hat. Auch aus einer Villa in Middelburg sind vier wertvolle Gemälde gestohlen. § Ein Nachspiel zum Diesseitsprozeß. Die Lippische Landeszeitung" soll seinerzeit der Detmolder Postbehörde den Vorwurf gemacht haben, daß sie in der Angelegenheit der vielerörterten Thronstreit- Depeschen das Telegraphengeheimnis nicht in gewohnter Weise gewahrt habe Demi von der Postbehörde gestellten Strafantrag hat die Staatsanwalt. schaft stattgegeben; infolgedessen werden sich die Leiter der Tageszeitung wegen Beleidigung am 2. August vor dem Landgericht in Detmold zu verantworten haben. Der Landwirt. - Dentsche Tänze. Der Bund deutscher Tanzlehrer hat soeben den Lehrplan für seine Tanz- Hochschule herausgegeben. Daraus geht hervor, daß man sich in den Tanzlehrerkreisen mit dem Plane trägt, in der kommenden Saison sich von den Vorbildern der Franzosen und Amerikaner zu emanzipieren, und vorwiegend deutsche Nationaltänze zu pfleStatt des Cakewalks und der Washingtonpost wird eine Salonausgabe des Schuhplattlers, der Steierische", geübt. Die französischen Gavotten und Menuette sind durch den„ Altdeutschen Reigen" ersetzt. Auch der„ Gugelhupftanz" soll in verfeinerter Form in die deutschen Ballsäle berpflanzt werden. gen. Die Grundsteinlegung der Bismarcksäule auf der Hardt. Samstag, 29. Juli. Lange vor Beginn der Feierlichkeiten sind alle nach der Hardt führenden Wege dicht belebt. Um 5 Uhr wird das Treiben noch lebhafter und Fuhrwerke und Ommibusse beginnen zu verkehren. Eine halbe Stunde später naht von der Nordanlage her der Wagenzug der Chargierten, geht unter dem Viadukt durch und nimmt gleichfalls seinen Weg nach der Hardt. Oben haben sich indessen dichte Zuschauermassen gesammelt und fassen den abgesteckten, buntbewimpelten Blaß mit festgeschlossenem Ringe ein. Unter den Geladenen gewahrte man den Lehrförper der Universität und die Spitzen der Militär- und Zivilbehörden mit ihren Damen. Der Eintritt der Chargierten in vollem Wichs, die sich mit den Fahnen der verschiedenen Verbindungen um die hübsch und ansprechend mit Girlanden geschmückte Tribüne aufstellten, brachte mehr Farbe in das frische Bild. Kurz nach 6 Uhr wurde die Feierlichkeit eröffnet und die Kapelle unserer 116er intonierte den Kaisermarsch von Wagner. Sofort nachdem das Musikstück geendet, bestieg Professor Haller die feftlich bekränzte Tribüne und hielt die Festrede deren Leitfäße folgende sind: gd Die Verwendung des Kalkes im Obstgarten. Der Kalk spielt bei dem Obstbau eine wichtige Rolle. Eine Kalkung der Obstbäume hat stets gute Erfolge, zumal erwiesen ist, daß mehr als 20 Prozent aller Böden kalkarm sind. Uni eine gute Wirkung zu erzielen, bringe man 30 bis 50 Kilogramm tohlensauren Kalf oder 20 bis 40 Kilogramm Aezfalt auf einen Hektar, Land, breite ihn flach aus und grabe ihn mit dem Spaten unter. Kohlensaurer Kalf eignet sich fiir leichte Böden, Aezkalk für schwere feuchte Böden besser. Bei einzelstehenden Bäumen breitet man den Kalk im Bereich des Kronenumfanges aus, und genügen pro Baum 10 bis 15 Kilogramm fohlensauren Kalk und 8 bis 12 Kilogramm Aezzfalf, um eine Wirkung zu erzielen, welche sechs bis acht Jahre anhält. Was bei anderer Düngung zu befürchten ist, die Gefahr der Ueberdüngung, kommt hier nicht in Betracht, denn in bezug auf Kalf sind die Pflanzen unersättlich. Vermischtes. = Der Dieb als Prahlhans. Des Diebes, der vor einiger Zeit aus der königlichen Gemäldegalerie im Haag, dem sog. Mauritshaus, ein wertvolles Bild von Frans Hals entwendete, ist man habhaft geworden, und das hat er seiner Prahlerei zu danken. In Middelburg erregte ein Belgier Verdacht, weil er sich überall erkundiate, ob das Stadthaus ihre Stellung ger aber während Rid niffe zog, als er b mußte Bismard Bebanten gegen Bolftreder des ftempelte, burchlam bie Menschheit al brach mit dem p tonftitutionellen Er wies bas en Tüd. Anfange über den Armen Bebanten in bie ba galt er als gaben ihm recht fo ift bas 20. fordert starte Berantwortlicht ift, beweifen bi and Revolver meiften ähnelt поф Crommel, & falle mit eifermer beide finden fidh a tum der Furflen alle Welt der Für grabentum ab, Bi für die Beranwort find beide in ihren Cromwell feinen Bismard nach feinen Rönig be monarchischen G tums, dem er die Schranken um den Fürften ge fondern von ih Baterland! Ehedem pflegte ein Redner eingangs die Bemerkung zu machen, daß er unvorbereitet vor seine Aufgabe hintrete, daß im diese garnicht zukomme. Diese Beteuerung würde hier wie Anmaßung flingen, wo es gilt, den Größten des deutschen Volkes zu feiern, dessen Ruhm zu künden, der Einzelne zu schwach ist, denn dazu gehört die ganze Welt. Was tut es, daß die Zeit den Großen allmählich immer weiter in die Ferne entrückt? Wie der Bergriese immer weiter wächst und aus seiner Umgebung immer weiter hinaustritt, je weiter der Wanderer zurücktritt, so lernen wir die Größe und Bedeutung Bismarcks auch immer mehr erfassen, je klärender die Zeit wirkt. Die Gegnerschaft beginnt immer mehr zu verblassen, wo er nicht mehr unter uns steht, und villeicht ist der Tag nicht mehr weit, an dem das deutsche Volk aufhört, bei Nennung des Namens dieses Heroen sich in zwei Lager zu spalten. Schon jetzt empfinden wir die großen Opfer des Krieges nicht mehr so schwer, weil uns der Gang der Geschichte von seiner Notwendigkeit überzeugt hat. Immer weiter vollzieht sich die Einigkeit, ein schöner Beweis ist die Einmütigkeit der Studenten ohne Unterschied des Bekenntnisses. Die Nachfolger Bismarcks tönnen nicht mit diesem in eine Reihe gestellt werden, sie haben ihre Pflicht getan, wenn sie das Erworbene gewahrt, wenn sie als treu befunden. Sie sind gute Haushalter, er aber, der Große, ist ein Schöpfer! Er stellte dort etwas hin, wo nichts wahr, er ist ein Staatengründer! Er ist auch mächtiger als die, die ihm vorangingen und zu denen er in jüngeren Tagen wohl manchmal mit Neid aufgeschaut. Aber stellen wir sie neben ihm, so reichen sie ihm nur bis an den Gürtel. Ec ist ihnen entgegengesetzt. Er ist kein Eroberer gewesen, nur einmal hat er eine größere Landerwerbung vorgenommen, als die Verhältnisse sie gebieterisch heischten. Die Größe Bismarcks liegt in der weisen Beschränkung, in dem klaren, scharfen Blick für das Mögliche, das Erreichbare. Diese weise Mäßigung macht ihn groß. Und doch, er ist tein falter Rechner, wie ein Kaunis! In ihm haben Leiden. schaft und Kaltblütigkeit einen furchtbaren Kampf mit einander gefämpft, seltsam waren sie in ihm gemischt. Als er sich später schon in absolut sicherer Stellung befand, da war er doch noch immer darauf bedacht, daß ihm ja teine Kräntung, auch nicht die leisefte, widerfahre, ja er ist einmal an den Gedanken des Selbstmords gedrängt worden. Und doch diese dunklen Schatten gehören mit zu dem Bilde! Er hat die Leidenschaft aber zu besiegen gewußt, wo es sig um das Wohl des Vaterlandes handelte. Als Frankreic sich in die inneren Angelegenheiten Deutschlands mischte, da stieg es glühend heiß in ihm auf, da tat er den Rache schwur. Aber nicht sofort hat er den Schlag geführt, nicht sogleich seine Rache gekühlt, sondern vier Jahre hat er den Schwur im Herzen getragen, bis der Tag erschien, an dem er ihn einlösen sollte, wo die Moltteschen Waffenerfolge Das Bezwingende war der helle Vergeltung übten. Eindruck der friegerischen Persönlichkeit Bismarcks, der von einer Krankheit genas, als er eine Kriegserklärung durch gesezt! Und doch sind weise Mäßigung und Beschränkung die starken Felsen, auf denen sich seine Erfolge erheben. Trog aller Anfeindungen hat sich der von ihm aufgeführt Bau des Reiches, der von kleinen, furzblickenden Geistern als ein Notbehelf bezeichnet wurde, als das Natürliche, das Geordnete, als das Harmonische und Organische Stellt man ein Menschenalter hindurch erwiesen. Meister der Staatsfunft, die Bismarck zeitlich vorangingen, so trifft man auf verwandte Züge, aber diese Aehn lichkeiten verschwinden bald. Selbst der Große Kardinal hält den Vergleich nicht aus. Zwar haben sie beide um - - Braufend f brang weithin i Balde zurüdtam Vertreter der Stu warme Worte an Бобе Hundert S auf dem tömische Rei daß Kaifer erflärte, der fängt berg wird dabing erften Male lodern in d und Auerflad webte wie e Jahrhundert hundert gen der Erniedri dorf fingen Herrlichkeit Volt gee unfern B Jahrzehnte und Denter aussah. Deutschland Ueberichman Begeisterung deutschen& des Jahres Wünsche, midt. Er fuf er's uns. unter den den Name Aber S über der Baterla gegang Stamp den K Scher ernfte der i mußt dann deuti Juge arbei beut und Bege Vater das ein in Ramp dante liche F Und einen bie das Ba Juridfi müffen allem b zu wer Wege. renge Aufchaften fid der aus Shaus nod wurde bom einer der Diebstahls cheint Mites auf alte Auch aus Bemälde ges Blehrer hat herausge LanzlehrerSaison fich Tzu eman Se zu pfle npost wird Steierische", Ce find durch Gugelhupf en Ballfäle jäule 29. 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Bt, wo es fi s Frankrei ande mischte, er den Raches geführt, nich re hat er den Erschien, an der Waffenerfolg ngende war der mards, ber bon Bertlärung burd und Beschränkung Erfolge erheben on ihm aufgeführte blidenden Geiftern e bas Natürlige und Organi Stellt man bi eitlich vorangingen aber diese h er Große Rarbind Daben fie beide un ihre Stellung gerungen und hatten sie beide einen Herrn, aber während Richelieu nur die Konsequenzen der Verhält nisse zog, als er den fürstlichen Absolutismus durchführte, mußte Bismarck als ein Neuerer und Revolutionär seine Gedanken gegen das politische Dogma, das den Fürsten zum Vollstrecker des Willens einer parlamentarischen Mehrheit ftempelte, durchfämpfen. Durch Richelieu ist Frankreich mächtiger, die Menschheit aber geistig nicht reicher geworden. Bismarc brach mit dem politischen Dogma von der parlamentarischtonftitutionellen Regierung, das damals alle Welt anzog. Er wies das englische Metall in französischer Prägung zurück. Anfangs galt er als Narr und man lächelte mitleidig über den Armen, als er aber Schritt um Schritt seinen Gedanken in die Tat umsezte, begann man ihn zu fürchten, Aber die Erfolge Preußens da galt er als Verbrecher. gaben ihm recht. War das 19. Jahrhundert republikanisch, so ist das 20. im Herzen monarchisch gesinnt, unsere Zeit fordert starke Persönlichkeiten! Daß der Gedanke an die Berantwortlichkeit des Monarchen heute noch nicht gestorben ist, beweisen die Fälle, in denen die Herrscher mit Dolch Am und Revolver zur Rechenschaft gezogen werden. meisten ähnelt Bismarck im Kampf mit den Verhältnissen noch Cromwell, der Lord. Protektor von England, der gleichfalls mit eiserner Faust ein politische Dogma zerschmetterte, beide finden sich auch im Kampfe gegen das Gottesgnadentum der Fürsten zusammen. Cromwell schaffte damals, als alle Welt der Fürstenanbetung müde war, dieses Gottesgnadentum ab, Bismarck verneint es gleichfalls, indem er für die Verantwortlichkeit des Fürsten eintrat. Und doch find beide in ihren Wirkungen entgegengeseßt, denn während Cromwell seinen König auf das Schaffot brachte, hätte Bismarck nach seinen eigenen Worten das Schaffot für feinen König bestiegen. Bismarck ist der Retter des monarchischen Gedankens, freilich nicht des Gottesgnadentums, dem er ebenso fern steht wie wir. Aber er hat die Schranken um den Monarchen niedergelegt und dem Volke den Fürsten gegeben, der nicht mehr von ihm getrennt, sondern von ihm geliebt ist. Mit Gott für Fürst und Vaterland! - Brausend stieg das Hoch zum Abendhimmel empor und brang weithin über die Felder, bis es als Echo aus dem Balde zurückkam. Dann betrat cand. hist. Schlie als Vertreter der Studentenschaft die Tribüne und richtete folgende warme Worte an die Versammelten: Hohe Festversammlung, verehrte Lehrer, Kommilitonen! Hundert Jahre sind verflossen seit dem Tage, wo auf dem Schlachtfelde von Austerlitz das heilige tömische Reich Deuscher Nation den letzten Reft erhielt, daß Kaiser Franz die deutsche Kaiserwürde für erloschen erklärte, deren Herrlichkeit begraben lag in den Aften längst vergangener Jahrhunderte. Ein Jahrhundert wird dahingegangen sein, wenn im nächsten Jahre zum erften Male die Flammen vom Bismarcksturme emporlodern in die Nacht, seit jenem Tage, wo bei Jena und Auerstädt auch Preußens Ruhm und Macht verwehte wie eine Feder im Winde. So begann das Jahrhundert, das man mit Stolz das deutsche Jahrhundert genannt hat. Aber bald folgte auf die Zeit der Erniedrigung die Erhebung. Bald durfte Schenckendorf singen Vaterland ich muß versinken hier in Deiner Herrlichkeit." Die Freiheitskriege hatten das deutsche Volf geeinigt, das einige deutsche Vaterland blieb unsern Vätern versagt. Trübe Jahrzehnte vergingen, Jahrzehnte, in denen die Gedanken Deutscher Dichter und Denker sich die Welt eroberten, Jahrzehnte in denen es in unserm eignen Vaterlande öd und traurig aussah. Doch die deusche Jugend, die Jugend auf Deutschlands Hochschulen, verlor die Hofnung nicht. Ueberschwänglich zum Teil, aber mit ehrlich flammender Begeisterung hielt sie fest an dem Streben nach der deutschen Einheit. Mächtig fegte dann der Sturmwind des Jahres 1846 über die deutschen Lande, aber die Wünsche, die deutsche Patrioten geträumt, erfüllte er nicht. Da tam Bismarck, der Göttinger Student. Er schuf uns das Reich, mit Blut und Eisen schuf er's uns. Er lehrte uns den Kopf wieder hochzutragen, unter den Völkern der Ecde wieder stolz zu sein auf den Namen Deutsche! Aber Kommilitonen scheint es nicht so, als wäre über dem Ringen nach der Einheit des deutschen Vaterlands die Einheit des deutschen Volkes verloren gegangen? Blickt hinaus in die deutschen Lande, seht den Kampf der Konfessionen, seht die Ecbittrung die zwischen den Klassen herrscht. Da gelten auch für uns noch die Worte Schenkendorfs: Aber einmal müßt ihr ringen noch in ernster Geisterschlacht und den letzten Feind bezwingen, der im Innern drohend wacht, Haß und Argwohn mußt ich dämpfen, Geiz und Neid und böse Luft, dann nach schweren langen Rämpfen kannst du ruhen, deutsche Brust. Da liegt die Aufgabe, die der deutschen Jugend gestellt ist. Unsere Aufgabe ist es, mit zu arbeiten an dem Werke der Wiedervereinigung des deutschen Volkes, mitzuarbeiten, daß die konfessionellen und sozialen Gegenfäße dahinschwinden, daß über die Gegensäge der alles einigende Gedanke das deutsche Vaterland tritt. Und wir als Jünglinge haben ja das schöne Recht, Optimisten zu sein. Blicken wir hinein in den Kampf der Stände, so haben wir in diesem Kampfe schon die Gewißheit, daß der einigende Gedanke siegen wird. Wir sehen in dem Kampfe das ehrliche Ringen, das Suchen nach etwas, Neuem, Hohem. Und wenn das Volk bei diesem Suchen einmal einen Frrweg beschreitet, was machts? Wenn nur das Volk den rechten Führer hat, dann wird es schon zurückfinden auf den rechten Weg. Das Vertrauen müssen wir zum deutschen Volke haben, wollen wir nicht an allem verzagen. Und darum ist es unsere Pflicht, Männer zu werden die dem Volte Führer sein fönnen auf seinem Wege. Dazu sind wir auf der Hochschule, daß wir neben unserm Fachstudium in und mit unserem Bolfe lernen, daß wir die Gedanken des Volkes nicht nur tennen, sondern auch verstehen lernen, daß wir Männer werden. Männer gleich wie Bismarck mit ihren Fehlern, aber doch Charaktere, Männer, die das deutsche Bolt, das deutsche Vaterland aus vollem Herzen lieben, Männer denen das Volk mit Vertrauen folgt auf dem Wege zur Einigung. So huldigen wir dem Andenken Bismarcks, des Bismarcke, der im Herzen der deutschen Jugend steht, der alles Persönliche vollkommen abgestreift hat, der uns erscheint als der Vertreter des Gedankens der Einheit des deutschen Vaterlands nach außen, der Enheit des deutschen Volkes nach innen. Darum Kommilitionen wenn wir jetzt den Grundstein schließen, dann laßt uns als Höchstes und Heiligstes das Gelübde hineinlegen Deutsche Männer zu werden, Männer bereit zu kämpfen für das, was sie als wahr und recht erkannt haben. Laßt uns das Gelübde hineinlegen festzuhalten an den alten Idealen: Treu zu sein und selbst treu unserem Volke, treu unserem Vaterlande! Das deutsche Volt, es lebe hoch! Jetzt begann der eigentliche Aft der Vermauerung. Der Vertreter der Studentenschaft verlas die Urkunde folgenden Inhalts: Urkunde. Dem Andenken Bismarcks weihen die Säule, die sich auf diesem Grundstein erheben soll, Studentenschaft und Lehrförper der hessischen Ludwigs Universität unter der Regierung Kaiser Wilhelms II., des Großherzogs von Hessen und bei Rhein Ernst Ludwig und unter dem Rektorate des Geh. Med.- Rates Prof. Dr. Vossius. Sie wird errichtet aus den Beiträgen der Lehrer und Studierenden der Hochschule und einer Schenfung des Kommerzienrates Heichelheim. Das Gelände schenkten der Guts- und Brauerei besizer Bichler und der Kommerzienrat Heyligenstaedt. Der Entwurf des Bauwerkes stammt von dem Großh. Bauinspektor Becker. Ihnen sei Dank! Weniger entgegenkommend waret Ihr, Ihr Bauern von Heuchelheim, die Ihr von uns 1 Mart heutigen Geldes verlangtet für den Geviertmeter Ackers, der doch sonst nur 15 Pfennige gilt. ( Heiterkeit) Heute, am Tage der Grundsteinlegung, fand eine Auffahrt der Chargierten und Fakultätsvertreter von der Aula aus unter dem Vortritt der Burschenschaft im A. D. B. Arminia statt. Am Grundstein, wo sich die übrige Studentenschaft versammelt hatte, hielt der ord. Professor der Geschichte Dr. Haller die Festrede. Für die Studentenschaft sprach der Studierende der Geschichte Paul Schlie. Am heutigen Tage steigt ein gemeinsamer Sommers der Studentenschaft. So werde denn der Turm aus hessischem Steine dem Einiger Deutschlands erbaut, der Jugend Hessens eine ewig dauernde Mahnung, deutsch zu sein und zu bleiben, daß Hessen ein Eckstein sei in dem Gefüge des deutschen Vaterlandes. Ludovicianae, den 29. Juli 1905. Die Erbauer: Der Lehrkörper der Universität Dr. Vossius h. t. R. Dr. Haller. Dr. Sauer. Die Studentenschaft Schlie. Heinemann. Carlebach. Trautmann. Schwarz. Der Baumeister: Becker. Nach Verlesung übergab er sie dann der zur Aufnahme bestimmten Kapsel, in die u. a. auch noch die Samstag- Nummern der beiden Gießener Tageszeitungen getan wurden. Die Kapsel wurde verlötet und in den Stein gelegt, der sofort verschlossen wurde. Der Vertreter der Studierenden, cand. hist. SchIte, ergriff den Hammer und tat unter folgenden Worten die ersten dret Hammerschläge: Schlie( Bursch. Arminia): Lodere vom Bismarckturm, Flamme hinan, Zeig' uns im Wettersturm Aufwärts die Bahn. Deutschland uns Dir zu weih'n Auf immerdar, Treu unserm Volk zu sein, Wie's Bismarck war. Dann folgten: Rektor: Ewig auf den Lippen schweben Wird er, wird im Volke leben, Besser als in Erz und Stein. Provinzialdirektor Breidert: Als für Deutschland, Deutschland über alles. Landgerichtsdirektor Güngerich. Immer Hammer, Nimmer Amboẞ. Oberstleutnant von Conta: Nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden, sondern durch Eisen und Blut. Oberbürgermeister Mecum: Dem Echöpfer des Reichs, dem Mehrer des Reichs, dem Erhalter des Reichs! Professor Sauer: Fest stehe, Turm, im Zeitensturm, geweiht von deutscher Jugend, mahne an Mannestugend. Sieh um Dich geschart, Hüter deutscher Art, Ohne Scheu, ohne Reu, Bismard treu. Brauereibefizer Bichler: Was wir durch Dich geworden, wir wissens und die Welt, Was ohne Dich wir bleiben, Gott sei's anheim gestellt. Kommerzienrat Heiligenstaedt. Wie dieser Stein der Grundstein ist einer nationalen Tat akademischer Jugend, so sei und bleibe unsere akademische Jugend jeßt und immerdar der Grundpfeiler nationalen Denkens und Handelns. Starkenburger: In unitate robur. Teutonia: Rag' über Dir, Du tiefversenfter Stein Der Bismardturm ins deutsche Land hinein, Möcht viel Jahrhundert vom Bergeßrücken Auf ein beglüdtes Volk herniederbliden Stark und wehrhaft, treu und ehrhaft, friedlich froh. Hassia: Feft, unerschütterlich wie der große Kanzler stehe dereinst dieser Turm, ihm zum Gedächtnis, fünftigen Geschlechtern zur Nacheiferung. Wingolf: Alle Zeit treu bereit Für des Reiches Herrlichkeit. Adelphia: Dem Verdienste seine Krone! Frankonia: Denn wer dem B. sten seiner Zeit genug getan, Der hat gelebt für alle Zeiten. Akad. Theol. Verein: Wohl dem Ganzen, findet sich einmal einer, der ein Mittelpunkt für viele Tausende wird, ein Halt sich hinstellt wie eine feste Säule, an dem man sich mit Lust mag schließen und mit Zuversicht. Darmstadtia: Unsere Stärke liegt in dem Nationalen, dem Rechts- und Ehrgefühl des Volks. Hasso Rhenania: Hüte, deutscher Adler, deutsches Volk und Land, deutsche Sitt' und Zunge, deutsche Stirn und Hand. V. D. St. Wir Deutschen fürchten Gott sonst nichts in der Welt. Die Musik spielt den althessischen Präsentiermarsch und um 7 Uhr war die tief ergreifende Feier beendet. Abends vereinigte sich die Studentenschaft mit ihren eine Gingeladenen auf Tertors Terrasse. Um 10 Uhr drangen gleich darauf bengalisch erleuchtet wurden Ehrung der Gießener Studentenschaft, wie sie bislang des alten Schlosses zuteil wurde. Langsam verglomm nur der Heidelberger Studentenschaft von den Ruinen Dunkelheit zurückgesunken, begab man fich in Bichlers der rote Schein und als die Ruinen wieder in die Rektor, Professor Dr. Vossius zum letzten Male als Saal zum Kommerse, in dem auch der gegenwärtige solcher an eine größere Versammlung der Studenten eine Ansprache richtete. So wird also auch Gießen demnächst seine Bismardsäule haben. Lokales. ** Stockholmer Damen- Quartett. Einen seltenen Genuß bereitete allen Kunstfreunden der gestern in Steins Garten gehaltene Konzert- Abend des StockHolmer Damen- Quartetts. Sämtliche Künstlerinnen erwiesen sich als mit Stimmen- Mitteln reich begabt und gut geschult. Die schwierigsten Partien wurden glatt genommen und immer blieb der Gesang warm und seelenvoll, immerzu fünstlerischen Vierklang sich abklärend. Es war ein echter, wahrer Genuß, wie er uns selten bereitet wird. Faszinirt der fremde Laut auch stets das deutsche Ohr, so war es doch hier in erster Linie der Gesang, die Kunst, die den Saal zu immer stürmischerem Beifall fortrissen. Ob der Gesang nun in vollen Passagen hinbiaufte rder die Akkorde in den fürzesten Taften flimmerten, immer blieb er vollendet und ausgeglichen, sodaß man dem Publikum wirklich nicht immer neue Beigaben zu verschaffen suchte. Hoffentlich führt der Weg das Quartett der Frau Hafgren noch einmal in Gießens Mauern. " * ** Sommerfeste. Wir leben gegenwärtig in der Zeit der Sommerfeste, fast jeden Sonntag werden solche abgehalten, am gestrigen Sonntag sogar zwet zugleich, nämlich auf der Schönen Aussicht" von dem Gießener Zitherflub" und im Restaurant" Gambrinusbräu" bon Beide sind in der besten der Philippsgemeinde". Weise verlaufen. Die Schöne Aussicht" wies den ganzen Nachmittag über das buntbewegte Treiben des Volksfestes auf. Der Zitherklub hatte für alles trefflich gesorgt. Da gab es ein Karussel, eine Schiffschaukel, ein Panorama, während den Schützen ebenfalls Gelegenheit gegeben war, ihre Kunstfertigkeit zu erproben. Auch für die musikalische Unterhaltung war bestens gesorgt und so konnte die Veranstaltung in Das einem harmonischen Akkord ausklingen. Arrangement der Philippsgemeinde hatte sich gleichfalls guten Besuches zu erfreuen, besonders seitens ihrer jüngeren und jüngsten Gemeindemitglieder, die einen imposanten Umzug und später Spiele veranstalteten, bei denen ihnen die Freunde aus den Augen strahlte. Für die Erwachsenen gab es u. a. ein Preisschießen, bet dem sehr nüßliche Dinge zu gewinnen waren. So ging der Nachmittag in der besten Weise bei Volksbeluftigung und Spiel hin und auch für die Bewirtung war bestens gesorgt. Ja, ja, in der Philippsgemeinde, da geht's gemütlich her! - K Frankfurt, M. a.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3.00-3 20 t., Stroh 2.20-2.60 Mr. Alles per 50 kilo. Rirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Der Spaziergang der Kinderkirche der Matthäusgemeinde wird auf Donnerstag verlegt. Diegener landwirtschaftlicher Wetterosen Voraussichtliche Bitterung in Hessen für Dienstag, den 1. Auguft. Nur zeitweise wolfig. Temperatur teine Aenderung. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratentet:: Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibr in Gießen. A un de I Biergrosshandlung Emil Schmall Tel. 83. Gießen, Frankfurterstraße 7 empfiehlt ächt Münchener Bürgerbräu- Bier, Culmbacher Bier " Löwenbräu|| Tel. 83. Dortmunder Union Pilsenersowie Frankfurter und hiesiges Bier in Flaschen, Gebinden, Selbstschänker( Syphon à 5 Liter). Reelle Preise. Aecht Pilsener Urquell nur in Syphons à 5 Liter. Beinlichste Reinlichkeit der Abfüllung. Für alle Lieferungen Garantie der Originalität. Freiwillige Großherzogl.Universitäts- Bibliothek Bersteigerung. Gießen. Mittwoch, den 2. August 1. J. nachmittags 2 Uhr Haus und Küchengeräte aller Art. Alle Benußer, mit Ausnahme der Studierenden, verfleigere ich Neuenweg 22 haben die von ihnen vor dem 10. Juli entliehenen Bücher spätestens am 10. August zur Musterung einzuliefern. verschiedene Bureau Utensilien ( darunter ein großes Schreibpult und Aktenregale), versch. Gartengeräte, eine Partie Mistbeetfenster u. b. A. gegen Barzahlung. Versteigerung bestimmt. Vom 14. Auguft bis 21. Oktober ist die Bibliothek Gießen, den 29. Juli 1905. täglich von 9 bis i Uhr geöffnet. Gießen, den 24. Juli 1905. Der Großherzogliche Direktor: Dr. Haupt Underberg Boonekamp Mang- Bittes Culatyn Underberg Unentbehrlich für jede Familie! Devise Boonekamp emper idem, Fabrikation alleiniges Geheimniss der Firma: H.UNDERBERG- ALBRECHT Hoflieferant Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm D. am Rathhause in RHEINBERG am Niederrhein. Gegr. 1846. Anerkannt bester Bitterlikör! 24 Preis- Medaillen! 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Falle 25000 Mk. best. aus einer Prämle v. 15000 MK. und einem Gewinn von 10 000 Mk. a. 8. f. Auszahlung ohne j. Abzug. Lose à 1 Mark. Il Lose für 10 Mk. ( Port. u.Liste 25Pfg, extra) bei Ad. Müller& Co. Darmstadt, Rheinstr. 14. Mit Namen inGoldschrift O 10 Pfg. mehr. natürliche Grösse. Contentia. Sonntag, den 6. Auguft: Ausflug mit Musik nach dem Bekanntmachung. Die unterm 22. Juli 1905 angeordnete Sperre der Stein= straße zwischen Weserstraße und Afterweg wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 31. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Stein: strake zwischen Asterweg und Schottstraße von heute an bis auf Stadtwald weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. 2. Schneife links der Licherstraße. Abmarsch bei Mitglied Fehl, Licherstraße Bei ungünstiger Witterung von 5 Uhr ab im Café Leib. Der Vorstand. Vorzüglichste Lederputz- Crême Kavalier Das Beste vom Besten Gießen, den 31. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisatiosarbeiten wird die Marktftraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 27. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 15. Juli 1905 angeordnete Sperre der Mäusburg zwischen Marktplatz und Wettergasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 27. Juli 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 22. bis 29. Juli 1905 wurden in hiesiger Stadt 1 Herrenring, 1 Etui mit 1 Gebis Inhalt, 1 Beitsche, Kein alltägliches Schuhputzen mehr nötig, gefunden: Überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg verloren: Flechten näss. und trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, offene Füsse Beinschäden, Beingeschwüre, Aderbeine, böse Finger, alte Wunden sind oft hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt zu werden, mache noch einen Versuch mit der bestens bewährten RINO- SALBE frei von Gift u. Säure, Dose Mk. 1.-. Dankschreiben gehen täglich ein. 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Hirsch Avotheke und nachstehende Arbeiten und Lieferungen vergeben werden: in der Universitäts- Apotheke. Mitten in einer verkehrsreichen Stadt, an zwei Hauptstraßen ist eine Konditorei mit Wirtschaft und Bäderet günstig baldigst zu verpachten. Nähere Auskunft erteilt die Expedition dieses Blattes. 30-35000 Mk. auf 1. Stelle zu 4% auszuleiben. Off. unter Nr. 7431 an die Exp. d. 3tg. erbeten. 1. Chauffierungsarbeiten 2. Aufsetzen der Sticksteine, sowie Messen des Kleinschlages und Sandes 3. Anfahren der Sticksteine 4. Anliefern der Wandsteine 5. Anliefern des Kleinschlages 6. Anliefern des Sandes Str. 176 50 ( 23. F Guftab ein halbes er forady bo gegnen; mit Tegenbeit un modyte fich e gemacht hab Edith tr gieriges Lad Kopf bis glitt über fie in fich Sorb heim Mühe." Sie li eigenen U Mutter mi Gerhart bor dem G dem Besuch leferlich dar Der gro Er war ma heraus und feben; die einen unruhi oft längere wurde, fuhr fahrten feine Jept er einen Auger würdig, da qm 500 Stodte. Es fangen, der cbm 175 biete folgen lfdm 125 Herr bo cbm 250 Naturfreund cbm 50 So, Si cbm 50 Mundwinkelr fich denn?" line, auch b Die Verdingungsunterlagen liegen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht offen. Angebote haben in Prozenten des Kostenanschlags zu erfolgen und find verschlossen, poftfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Samstag, den 5. August d. J8., vorm. 11 Uhr bei uns einzureichen. Eröffnung in Gegenwart der er Schreibmaschine fchienenen Bieter. nagelneu, mit 2 Schrift- Syftemen für 100 Mt. bei sofortiger Kaffe zu verkaufen. Näheres in der Erp. d. Bl. Suche sofort einen tüchtigen Wagnergesellen Heinrich Mühlich, Wagnermſtr. Gießen, Dammstraße. 3- Zimmer Wohnung mit Zubehör für fofort zu verm. Gießen, Wolkengaffe 13. 1-2 möbl. Zimmer zu vermieten. Gießen, Marktstraße 11. Bügelkursus! Glanzbügel kann man binnen 4 Wochen gründlich erlernen. Auf Wunsch nachmittags. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 29. Juli 1905. Großh. 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