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Haupterpedition: Gießen, Selters weg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Mittwoch, den 31. Mai 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pig., durch die Poft bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberbessif he Femilienzeitung( täglich) und die Giekener ifcublasen( wöchentlich). Das Blatt eld eit an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. - Die überlegene Taktik Togos Verhältnisse des Deutschen Reiches nicht, daß deren Leiter, der zugleich preußischer Ministerpräsident ist, um einer preußischen inneren Frage willen zurücktritt. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberbessen. Die Seefchlacht bei Tfufchima. Noch immer lassen sich die Einzelheiten der Seeschlacht bei Tsushima oder, wie sie richtiger heißen sollte, in der Koreastraße nicht mit genügender Sicherheit feststellen. Zwar liegt jetzt ein offizieller japanischer Bericht von größerer Ausführlichkeit vor, aber auch dieser fußt zum großen Teil nur auf Mutmaßungen und unkontrollierbaren Angaben. Ueber das Schicksal des Admirals Roschdjestwensky schweigt er vollständig. Es ist daher ungewiß, ob der russische Führer an Bord seines Flaggschiffs„ Fürst Ssuworow" in die Tiefe gesunken oder sich, wie die andere Version will, auf schwankem Kahn an Bord eines kleinen Schiffes gerettet hat. Ebenso erfährt man nichts über den Verbleib der entkommenen rusfischen Schiffe. Dagegen wird die Gefangennahme des Konteradmirals Nebogatow und 2000 Mann bestätigt und eine Reihe russischer zerstörter oder eroberter Schiffe mit Namen genannt. Die offiziellen japanischen Berichte, soweit sie bisher in Tokio eingegangen sind, oder vielmehr, soweit sie der Deffentlichkeit schon übergeben wurden, schildern den Verlauf der Schlacht folgendermaßen: Erster Schlachttag( 27. Mai): Sofort nach Eintreffen der Nachricht, daß das russische Geschwader in Sicht sei, fuhr unsere vereinigte Flotte ab, um die russische Flotre anzugreifen. Das Weiter ist heute schön, aber es geht eine schwere See. Wir griffen die Russen in der Nähe von Okinoschima, südöstlich von Tsushima gelegen, an und besiegten sie, indem wir wir mindestens vier Schiffe zum Sinken brachten und anderen schweren Schaden zufügten. Der unseren Schiffen zugefügte Schaden ist unbedeutend. Die japanische Torpedobootszerstörer- und Torpedoboots flottille machte nach Sonnenuntergang einen Angriff. 3 weiter Schlachttag( 27, Mai): Die Hauptmacht des bereinigten japanischen Geschwaders setzte die Verfolgung des Feindes seit dem 27. Mai fort und griff am 28. Mat in der Nähe Liancourtriffe( nordöstlich von Okonoſchima) eine Gruppe von Schiffen an, die aus den Schlachtschiffen ,, Nicolaus I.,"" Orel", sowie den Panzerschiffen„ Ssenjawin,' „ Aprayin" und dem Kreuzer Isumrud" bestand. " Isumrud" entfam, während die vier übrigen Schiffe sich ergaben. Die japanischen Schiffe wurden nicht beschädigt. Die russischen Verluste werden von den Tokioter Marinebehörden folgendermaßen spezialisiert: 2 Schlachtschiffe, 1 Küstenverteidigungsschiff, 5 Kreuzer, 2 Spezialdienstschiffe, 3 Torpedobootszerstörer gesunken, und 2 Schlachtschiffe, 2 Küstenverteidigungsschiffe, 1 Spezialschiff, 1 Torpedobootszerstörer genommen. Es ist bisher noch nicht klargestellt, ob 3 Schiffe, welche nach Angaben von Gefangenen gesunken sein sollen, in dieser Aufzählung enthalten sind oder nicht. Die Gefangenen erzählten nämlich, daß in der Schlacht am 27. Mai die Schlachtschiffe „ Borodino",„ Alerander III.", der Kreuzer„ Shemtschung" und drei andere Schiffe gesunken sind. Nachfolgende Verluste hat der Feind außer den oben erwähnten noch seit Beginn der Schlacht erlitten, wie von Kommandanten, die nicht unter Togos direktem Befehl stehen, und von den Be obachtungsstationen berichtet wird:„ Admiral Nachimow", ,, Dimitri Donskoi", Svietlana"," Admiral Uschafom", Samtschatka"," Frutschusch" und 3 Torpedobootszerstörer wurden zum Sinfen gebracht und der Panzerfreuzer Wladimir Monomach" sank, nachdem er genommen war. Ein Spezialschiff, dessen Name unbekannt ist, und ein Torpedobootszerstörer sind genommen worden. Gefangen wurden von der japanischen Hauptmacht Admiral Nebogatom und 2000 Mann, außerdem in den einzelnen Gefechtsphasen noch mehr als 1000 Mann. Ertrunken sollen 4700 Russen sein, eine Ziffer, die nicht übertrieben scheint, wenn man bedenkt, daß an Bord des„ Borodino" und des Imperator Alexander III." allein fast je 750 Mann sich befanden. Die Reste der baltischen Flotte, die die letzte Hoffnung des russischen Volkes nach dem fernen Ostasien trug, sind überaus kümmerlich. Nur vier Panzerschiffe und vier geschüßte Kreuzer sind es, denen es gelungen ist, dem ersten japanischen Anſtrum zu entkommen. Dabei ist es noch ungewiß, ob Fürst Ssuworow", Roschdiest menskys Flaggschiff, wirklich unter diesen wenigen Glücklicher ist. Nach einer Darstellung hat Roschdjestwensky sein sinken des Schiff im Stich gelassen und sich auf dem schnellsten Tor pedobootszerstörer seiner Flotte mit 25 Knoten Fahrt der Japanern in eiliger Flucht entzogen und ist bereits in Wla diwostok eingetroffen. Nach einer anderen Version ist er ar Bord des untergegangenen Schiffes einen wackeren See mannstod gestorben. Nad einer dritten befehligt er es noch Bu sagen, was davon zutreffend ist, erscheint unmöglich. Soviel ist aber sicher, mit diesen Trümmern fann Roschdiest mensky, selbst wenn es ihm gelingen oder gelungen sein sollte. sie und sich selber vor den Japanern in den schützenden Port bon Wladivostok zu retten, nicht mehr hoffen, die Seegewalt zu erringen. Die baltische Flotte scheidei als maßgebende: Faktor für der iteren Verlauf des großen Krieges völlig ດາ ຈ hat sich so schreibt uns unser Mitarbeiter-, wieder einmal glänzend bewiesen. Roschdjestwensky hat sein mög lichstes getan, ihm darf kein Vorwurf für das Unglück gemacht werden. Er sowohl wie Nebogatom sind ohne Zweifel tüch tige Seeoffiziere. Schon allein die kühne Entschlossenheit, mit der Roschdjestwensky die Forcierung der Straße von Tsushima versucht hat, muß ihm als ein Verdienst angerech net werden, ganz abgesehen von der ungemeinen Umsicht, mit der er seine Flotte durch alle Fährnisse und Schwierigfeiten überhaupt so weit geführt hat. Aber er scheiterte an dem mangelhaften Material an Offizieren und Mannschaf ten, das ihm zu Gebote stand. Die Nachlässigkeit, mit der der Dienst in den Friedenszeiten gehandhabt wurde, ließ sich nicht wieder gut machen. Weder Vorgesetzte noch Untergebene waren imstande, den komplizierten Mechanismus moderner Seeschlachtriesen richtig spielen zu lassen. Heißt es doch, daß sogar die Signale des Admirals falsch verstanden worden sind. So herrschte Verwirrung und Kopflosigkeit in den russischen Reihen, während die Japaner in vollkom menster Ordnung, fast möchte man sagen, automatisch operierten. Togo griff das Zentrum der russischen Schlachtordnung mit so überlegenen fonzentrierten Kräften an, daß es ihm nach kurzer Zeit gelang, die eiserne Linie zu durchbrechen und die feindlichen Schiffe nach der Küste zuzudrängen, wo er sie, wie Hasen bei der Treibjagd, in den Tod und Verderben speienden Stessel seiner starken Torpedobootsflot. tillen jagte. Nun folgte ein mörderischer Torpedobootsangriff auf den anderen, alle mit der üblichen japanischen Schneid und Todesverachtung rücksichtslos durchgeführt. Ob die russischen Schnellfeuerfanonen fünf der kleinen unheimlichen schwarzen Gesellen in den Grund prasselten, der Be fehlshaber des sechsten brachte dem angegriffenen Schiff schließlich doch den verhängnisvollen Schuß aus seinem Lancierrohr bei. Die japanischen Verluste in dieser Schiffs Klasse sollen denn auch sehr groß gewesen sein. Aber der Gewinn lohnte den hohen Einsaß. Die Panik, die die Tor. pedos unter den Russen verbreiteten, wirkte fast noch mehr als die Schüsse selbst. Die Verwirrung wurde immer größer, die Abwehr der wütenden( ngriffe immer schwächer. Einer nach dem andern der russischen Kolosse, soweit sie nicht schon auf dem Meeresboden lagen, strich die Flagge oder suchte sein Heil in schleuniger Flucht. Die baltische Flotte ist nur noch ein leerer Begriff ohne Wesenheit. Das Bergarbeitergesetz. Wir werden um Aufnahme nachstehender Zeilen ersucht: Das preußische Abgeordnetenhaus hat die Gesetzesvor lage, die einen erweiterten Schutz der Bergarbeiter zum Gegenstand hat, in dritter Lejueg während einer einzigen Sigung erledigt. Die Annahme ist mit reichlich ZweidrittelMehrheit erfolgt. Gleichwohl darf das Schicksal des En wurfs noch nicht als allen Fährnissen entrückt angesehe werden. Denn das ablehnende Drittel des Abgeordnetenhauses bestand aus der konservativen Fraktion, und im Herrenhaus ist eine Mehrheit ohne die Konservativen unmöglich. Soll also die Berggesez- Novelle Gesez werden, so müssen die Konservativen des Herrenhauses zu ihr eine andere Stellung einnehmen, als die Konservativen des Abgeordnetenhauses getan haben. Wahrscheinlichkeit spricht dafür. Nicht als ob ein Gesinnungszwiespalt zwischen den Konservativen des Abgeordnetenhauses und denen des Herrenhauses klaffte. Davon fann gar nicht die Rede sein. Aber im Abgeordnetenhaus wußten die Konservativen, daß auch ohne sie eine Mehrheit für die Wünsche der Regierung borhanden war, während im Herrenhaus die Absage der Konservativen ein Scheitern der Vorlage unbedingt nach sich ziehen müßte. Das ist eine weit verantwortlichere Stellung. Wer unter solchen Verhältnissen Nein sagt, der bejaht zugleich die Konsequenzen dieses Nein, und die in Frage kommenden Konsequenzen gehen im vorliegenden Fall recht weit. Die preußische Staatsregierung hat den Bergarbeiterstreik im westfälischen Kohlenrevier, an dem etwa 200 000 Bergarbeiter beteiligt waren, durch die Zusage ein Ende gemacht, sie werde mit tunlichster Beschleunigung auf dem Wege der Gesetzgebung den berechtigten Beschwerden der Bergarbeiter Abhilfe bringen. Im Vertrauen auf diese Zusage haben die Bergarbeiter die Arbeit wieder aufgenommen. Möglich, daß die Not sie wenig später zu dem gleichen Entschluß gezwungen hätte. Aber die Tatsache jener Zusage liegt vor, und es war unter allen Umständen erwünscht, daß nicht durch Fortsetzung des Streiks die aus ihm erwachsenden großen materiellen Schädigungen direkter und indirekter Art noch gesteigert wurden. Die Bergarbeitergesetznovelle war die Erfüllung der Zusage. Man konnte über Einzelheiten verschiedener Meinung sein, man konnte aber unmöglich wollen, daß die Zusage unerfüllt blieb. Die Regierung durfte nicht zum Wortbruch gezwungen werden. Sie büßte sonst ihr moralisches Ansehen ein und mußte durch Auflösung des Parlaments an die Bevölkerung appellieren. Ein Wechsel der Regierung war nicht möglich. Denn erstlich entspricht das nicht der preußischen Tradition und durften am wenigsten die Konservativen einen so traditionswidrigen Wunsch hegen. Sodann gestatten die auswärtigen Wenn nun die Konservativen des Herrenhauses dem ablehnenden Votum ihrer Gesinnungsgenossen aus dem Abgeordnetenhaus beipflichten, so zwingen sie den Reichskanzler zu einem Schritt, den er nicht gern tun würde, und den sie nicht gern sehen würden, nämlich zu einem Appell von den preußischen Landtag an den deutschen Reichstag. Hier würde ein Reichs- Bergarbeiterschutzgesetz kaum große Schwierigkeiten finden, hier würden im Gegenteil eher manche Bestimmungen eingeschaltet werden, die von einer vorsichtigen Sozialpolitik, wie sie in Preußen geübt wird, abweichen, und nicht nach der Seite der Vorsicht abweichen. Haben doch Vertreter von Parteien, die über die Mehrheit verfügen, im Reichstag bereits einen Initiativantrag eingebracht, der die Berggesetzgebung den Einzelstaaten entziehen will. Beachtenswert ist ferner, daß der Streitgegenstand selbst. der die Konservativen des Abgeordnetenhauses von der Zu stimmung zu der Berggeseßnovelle zurückgehalten hat, gar so bedeutungsvoll nicht ist. Der Bergarbeiterausschuß als Vertreter der Bergarbeiterinteressen ist nur in Preußen eine neue Einrichtung, hat sich in Bayern bereits bewährt und imentbehrlich gemacht. Eine anerkannte Vertretung der Arbeiter ist ein Gewinn zu jeder Zeit, ganz besonders in unruhigen Zeiten. Man hat sie während des Streits schmerzlich vermißt. Daß der Ausschuß aus geheimen Wahlen hervorgehen soll, hat einen Gegenstand des Anstoßes gebildet. Man hat geheime Wahlen genug und liebt sie nicht sehr.. Das ist aber keine Prinzipien-, das ist eine Zweckmäßigkeitsfrage. Es ist sehr wohl möglich, daß gerade die öffentliche Wahl der terroristischen Sozialdemokratie ein Uebergewicht verschaffen würde, das ihr bei der geheimen Wahl entginge. Daß man ferner den Arbeiterausschüssen nicht jede„ politische Betätigung" untersagt hat, läßt sich gleichfalls rechtfertigen. Werden die Mitglieder des Arbeiterausschusses in ihren Meinungskundgebungen beeinträchtigt, so haben gerade die radikalen Elemente Oberwasser: sie können dann den Bergarbeitern gegenüber mit einem Schein von Recht behaupten, der Ausschuß sei unfrei, könne und dürfe ihre Interessen nicht wahrnehmen: sie allein, die Radikalen, seien die echten Arbeitervertreter. Das Herrenhaus wird, wir glauben zuversichtlich, diesen Erwägungen Gehör geben und nachträglich den Wunsch des Grafen Bülow erfüllen: dem Berggesetz die Zustimmung zu erteilen. Die Freitagsberatung, die der Prüfung der Vorlage in einer Kommission voraufgeht, wird der Erörte rung der Grundsäze gewidmet sein. Es ist vorauszusehen, daß hierbei in der Hauptsache die Anschauungen vorgetragen werden, die für die Abstimmung der Konservativen im Ab. geordnetenhaus maßgebend waren. Dann aber werden die praktischen, staatsmännischen Erwägungen zur Geltung kom. men, und diese werden voraussichtlich zu einer Einigung führen, sei es auf der Grundlage der Abgeordnetenhaus beschlüsse, sei es auf der Grundlage von fieinen Aenderungen die eine Zustimmung auch der Konservativen des Abgeord netenhauses gewinnen. Die fchwedisch- norwegische Union. ( Eig. Bericht.) Stockholm, 29. Mai. Es geht zu Ende mit der Union. Die neunzigjährige Vereinigung von Schweden und Norwegen will nicht länger halten, und es hat ganz den Anschein, als zöge König Oskar das Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vor. Der hochbetagte Herrscher hat die Regentschaft des Kronprinzen aufhören lassen, damit unter seiner ungeschmälerten Ver. antwortlichkeit und mit rücksichtsloser Entschiedenheit die Schritte getan werden, die notwendig sind, um eine Gesun. dung der Verhältnisse zu ermöglichen. Zwei Wege gibt e nach hiesiger Auffassung, die mit dem König ganz Schwe. den teilt, die eine Besserung erhoffen lassen: daß Norwegen nachgibt und durch feste diesseitige Haltung zur Nachgiebig. feit angeleitet wird, oder daß Schweden die Trennung von Elementen zugibt und selbst anbahnt, die einmal getrennt sein wollen. Vor wenigen Monaten hatte König Oskar seinem Sohn die Regentschaft übertragen. Das war ein letzter Versuch, in der leidigen Konfliktsfrage zu einer Verständigung zu gelangen. Bisher gab es für Schweden und Norwegen gemeinsame auswärtige Vertretung und gemeinsame Konsulate Die Norweger verlangten plötzlich besondere norwegische Konsulate. Das sei ihr unzweifelhaftes verfassungsmäßiges Necht. Der Kronprinz sollte als Regent ein friedliches Uebereinkommen finden. Er machte auch recht weitgehende Zugeständnisse. Das norwegische Storthing aber erklärte sich damit nicht befriedigt und wollte in der Einrichtung nor wegischer Konsulate nur eine Abschlagszahlung auf völlige Loslösung der auswärtigen Angelegenheiten von denen sehen. Schwedens, also auf Trennung der Union, Nachdem solchergestalt der Versuch des Kronprinzen gescheitert war, übernahm König Oskar wieder die Regie. rungsgewalt. Für ihn war die Zeit der Vermittelungen vor. über. Er lehnte das einstimmige Votum des norwegischen Storthings zugunsten der norwegischen Konsulate ab und berweigerte dem norwegischen Ministerium, das die könig1 liche Ablehnung nicht mit seiner Gegenzeichnung versehen wollte, die Entlassung, um die es nachgesucht hatte. Ausdrücklich erklärte der König dabei, daß er die Uebereinstimmung des Kabinetts mit dem Storthing kenne, daß also das gegenwärtige Ministerium allein mit dem Storthing auszukommen vermöge. Damit sind die Dinge auf einem toten Punkt angekommen, auf dem sie nicht lange bleiben können. Norwegen muß nachgeben, oder die Auflösung der Union muß erfolgen. Das weiß auch König Oskar ganz genau, und auf beide Eventualitäten ist er vorbereitet. Er hat die Ueberzeugung, daß eine Nachgiebigkeit von seiner Seite in der Konsulatsfrage die Norweger nur zu neuen Forderungen ermutigen. und langsam zu einer allmählichen Auflösung der Union drängen würde. Dem ruhmlosen Geschehenlassen zieht er die selbstwillige Entscheidung vor. Bestehen die Norweger auf ihrem Mißtrauen gegen Schweden, so ist in der Union ohnehin kein Segen. Die Politik. Die Reichsregierung arbeitet zurzeit an einer Novelle zum Gesetz über den Servistarik und die Klaffeneinteilung der Orte. Die Novelle soil dem Reichstag im nächsten Winter zugehen. Sie wird, abgesehen von der Umgestaltung des Servistarifs selbst, auch insofern von besonderer Bedeutung sein, als mit ihr die Erhöhungen der Wohnungsgeldzuschüsse für die Unterbeamten sowohl im Reiche als in Preußen durch die Etats für 1906 in Verbindung gebracht sind. + Die andauernde Beschlußunfähigkeit des Reichstages läßt bei dem jezigen Sessionsschluß wichtige Vorlagen unerledigt bleiben. Darunter befinden sich die Börsengesetznov lle, die Militärpensionsgesetze, die KonerunbahnvorLage und schließlich noch der Toleranzantrag des Zentrums. Mit Aenderungen des Wahlrechts beschäftigt man sich gegenwärtig in den freien Städten Hamburg und Lübeck. Die Vorlage des Lübecker Senats wurde von der Bürgerschaftsversammlung nach fünfstündiger erregter Debatte an die Kommission zurückverwiesen. A zu den fürzlich bekannt gewordenen Untaten Weißer in Deutsch- Ostafrika erfährt man jetzt noch, daß der eine der Uebeltäter ein Prospektor des Usinja- Goldsyndikats, ein deutscher Untertan namens Düttmann ist. Er wurde schon wegen Tötung zweier eingeborener Diener zu 15 Jahre: Zuchthaus durch einen Richter aus Dar- es- Salam verur teilt. Düttmann ist früher angeblich in Deutsch- Südwestafrike tätig gewesen und wurde dann durch den Hauptmann a. D. Werther für das Usinja- Syndikat als Prospektor angewor ben. Er soll schon lange in dem Rufe eines rohen, gewaltfätigen Menschen gestanden haben. Von den beiden anderen Verbre hern, angeblich einem Desterreicher und einem Ita liener, sagt die D.- Ostafr. 3tg.", daß ihnen ganz unglaub liche Sachen zur Last gelegt werden. Sie scheinen Nau und Mord im großen betrieben zu haben Wonzkidunaj- Gasse versteckt hielten. Von beiden Seiten wurde geschossen. Rosaken zerstreuten die Kämpfenden und verhafteten 29 Dirnen und 65 Zuhälter. In einer anderen Straße überfiel die Menge ebenfalls mehrere Zuhälter, die eine Fran durch Schüsse schwer verwundeten. Ein Polizist murde erschossen. ** Hof und Gefellschaft. Der Kaiser nahm am Dienstag die Parade über die Potsdamer Garnison ab. Die Kaiserin sah dem militärischen Schauspiel von einem Fenster des Stadtschlosses zu. Auch die zur Hochzeitsfeier in Berlin eingetroffenen frentden Fürstlichkeiten, darunter Prinz und Prinzessin Arisugawa von Japan, sowie der Fürst von Montenegro, wohnten der Parade bei. Vorher übergab der Kaiser mit einer Ansprache den Prinzen August Wilhelm dem 1. Garderegiment zu Fuß, in dessen 5. Kompagnie der Prinz als Leutnant eingestellt ist. Bei der Parade führte der Kaiser seiner Gemahlin das Regiment Gardes du Corps, dessen Uniform er trug, vor. An die Parade schloß sich eine Frühstückstafel im föniglichen Schlosse. Darauf besichtigte der Kronprinz im Marstall das Hochzeitsgeschenk des Kaisers von Desterr.ich, den Selbstfahrer mit Lippizaner Schimmeln. Wie neuerdings verlautet, ist nunmehr eine Verständigung über eine hessisch- thüringisch- preußische StaatslotterieGemeinschaft erzielt worden. Die hessisch- thüringische Lotterie soll nach Ablauf der 7. Lotterie am 1. Juni 1906 gegen Zahlung einer Rente seitens der preußischen Regierung ein gestellt werden. Für die Kollekteure der bisherigen Lotterie wird die vorgeschriebene Sicherheit gestellt. Ein Betrag von 500 000 Mart soll dazu verwendet werden, ihnen den Uebergang in die neuen Verhältnisse durch Gewährung angemessener Beihilfen zu erleichtern. Die Beamten der hessisch- thuringischen Staatslotterie werden nach Möglichkeit in den Preußischen Dienst übernommen. Der Vertrag bedarf noch) Der Genehmigung des hessischen Landtages. Deutfcher Reichstag. ( 193. Sigung.) CB Berlin, 30. Mat. Beim Betreten des Hauses wurden die Besucher gleich mit der Nachricht überrascht, daß die Session noch im Laufe der Sigung geschlossen und nicht, wie die Mehrheit des Parla ments wohl wünschte, vertagt werden würde. In einer Sigung des Seniorenkonvents, die der Plenarsizung vor aufging, hatte Präsident Graf Ballestrem bereits mitgeteilt, daß der Kaiser sich für den Schluß entschieden habe, weil von mehreren Bundesregierungen verfassungsmäßige Be denfer dagegen geltend gemacht worden seien, daß der Reichs. tag in Bermanenz tage. Auf der Tagesordnung stand noc ein Antrag der Geschäftsordnungskommission, es für eine Verletzung der den Abgeordneten durch die Verfassung ge währten Immunität zu erklären, daß auf Anordnung des Amtsgerichts zu Flensburg bei dem Abg. Jessen, dem ein zigen Vertreter der dänischen Partei im Reichsparlament ohne Genehmigung des Reichstags eine Haussuchung vorge nommen worden ist. Die Sache hat entschieden ihre Wichtig. feit, und mehrere Redner monierten, daß kein Vertreter der Regierung sich dazu äußere; aber was die Mitglieder des Hauses sagten, darauf hörte niemand; es war auch in ge wissem Sinne überflüssig, da die Annahme des Antrags, die einstimmig erfolgte, von vornherein sicher war. Dann ging es im Sturmschritt zu Ende. Staatssekretär des Innern Gra Posadowsky verlas die kaiserliche Botschaft, durch die er er. mächtigt wird, den Reichstag zu schließen, alle Abgeordneten erhoben sich von ihren Plätzen, die Sozialdemokraten ver. ließen den Saal: dann ein dreifaches Hoch auf den Kaiser, und Sigung und Session waren geschlossen. X Wiehrfach wurden bei Besprechung der Kämpfe in Deutsch- Südwestafrika Befürchtungen laut, daß auch in Südlamerun Unruhen ausbrechen könnten. Diese Befürchtungen scheinen sich jetzt in gewissem Maße zu bestätigen. Nach einer Meldung des Gouverneurs von Kamerun sind in dem Gebiete der zwischen den Flüssen Njong und Dja wohnenden Njem und Maka Unruhen ausgebrochen. Angeblich soll der Kaufmann Hermann ermordet, und die Lage der dort befindlichen Europäer bedroht sein. Bei dem Militärposten Kam am Dja hat der Unteroffizier Kraemer, um die Post zu retten, ein Gefecht gehabt. Die in Ebolowa stationierte Kompagnie der Schutztruppe ist unter dem Befehl des Oberleutnants von Sobbe am 20. d. Mts. nach Kam abmarschiert. Eine neu formierte Expeditionskompagnie ist sofort als Ersatz nach Ebolowa gesandt worden. Die im Ebolowabezirke ansässigen Bulistämme sind ruhig. Hoffentlich bleibt es bei diesen vereinzelten Vorkommnissen. Ein Umsichgreifen der Unruhen muß mit allen Mitteln und mit aller Energie verhindert werden. Vom Kriegsschauplatz in Südwestafrika wird mitgeteilt, daß bei dem Gefecht am 12. Mai ein Mann gefallen und vier verwundet worden sind, darunter zwei Offiziere. Am Typhus starben zwei Reiter. Spanien. Der frühere Ministerpräsident Silvela ist gestorben. Lange Zeit pflegte in Spanien das konservative Kabinett Silvela mit dem liberalen Kabinett Sagosta abzuwechseln. Silvela ist 61 Jahre alt geworden. Rufeland. Preussifcher Landtag. Herrenhaus. Was zu Ostern erst Verheißung und schüchterne Hoffnung war, jetzt ist alles Vollendung und Wahrheit. Der Frühling ist unumschränkter Gebieter, Winterelend und Mangel sind zergangen, im glänzenden hochzeitlichen Kleide prangt die Erde und dankend erhebt sich der Jubelhymnus der Kreatur zum Schöpfer aller Dinge. ( 40. Sigung.) RK Berlin, 30. Mai. Das Haus beschäftigte sich heute nach der Erledigung mehrerer Petitionen mit dem Gesezentwurf, betreffend die Verwaltung gemeinschaftlicher Jagdbezirke.§§ 1-4 wur den nach den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses ange nommen. In den letzten Zagen ist es zu schweren Straßenkämpfen zwischen Armeniern und Mohammedanern in Transkaukasien gekommen. In der Kreisstadt Nachitschewan entwickelten sich Metzeleien entsetzlicher Art. Auf dem„ Basar" von Nachitschewan wurden alle Armenier ermordet, ihre Läden geplündert, die Wohnungen angezündet. Straßen und Plätze sind mit Verwundeten und Toten besät. Auf den Dörfern ist das Blutbad noch fürchterlicher. Die Tataren haben den heiligen Krieg erklärt. Es werden Massenüberfälle von persischen Kurden erwartet. Mehr als 100 Armenier wurden in drei Tagen getötet. In Warschau haben die Straßen- Unruhen ebenfalls noch kein Ende genommen. Montag nachmittag machte eine starke Menge einen Ueberfall a..f Zuhälter und Prostituierte, die sich in zwei Häusern der Haus der Abgeordneten. Wie fast an feinem Tage im Jahr ziehen denn auch die Menschenkinder zur Himmelfahrt ins Freie, hinaus aus den dumpfen Stuben und der staubigen Straßen der Städte, hin zu den grünenden Triften und in die wogenden Dome der Wälder. Freuen wollen sie sich an dem jungen Leben, das da draußen so verheizungsvoll und wunderbar emporwächst, genießen die bunte Pracht der Blumen und die sonnigen Lüfte. Wohl dem, der nicht allein das förperliche Sein und das Behagen der Sinne in den Vordergrund der Wünsche stellt, sondern der es vermag, auch sein Herz und sein Empfinden herauszureißen aus den Niederungen der Selbstsucht und emporzuheben zu den reinen Sphären der Menschenliebe und der Entschlußfähigkeit für alles Gute und Edle. Für den gewinnt das Fest der Himmelfahrt erst den rechten Wert. Nah und fern. Um den Ozean- Kaiserpreis. Als erste der um den Kaiserpreis konkurrierenden Segel- Jachten ist die„ Atlantic" vom Newyorker Jachtklub bei Kap Lizard eingetroffen. redtseitig ertannt einfichtiger Safir wurden erft in berftorbenen Mi den Bezirksorter in Gießen 1000 pst Pate noch nicht ge Spediteur, au Wohnungen ab Schreiben, ein Batet abzuhol in den nächst ** Die = träger mitzuge Baletbeftellfab abgeholt. D halb befonder Dienfibote ni Bersammlung Lotterie- Ueber Vo ginnenden B merksam zu Badeftellen Stellen zeigen gefährlich wer Wiefed einem neuen S Neubau für 2 Klein Nina'she wieder überno Ein Zweikampf mit tödlichem Ausgange fand in Budapest zwischen den Abgeordneten Grafen Stefan Keglevich und Karl Hencz statt. As Waffe waren Säbel gewählt. Als das Duell begann, ging Keglevich sofort zum Angriff vor. Nach mehreren wuchtigen Hieben stach er nach dem Halse seines Gegners, traf ihn aber nicht. Hierauf richtete er Hiebe gegen ihn mit solcher Vehemenz, daß er vom Schwunge seines Säbels mitgerissen, mit dem Oberkörper unwillkürlich nach vorwärts neigte. So rannte er in den Säbel seines Gegners, der die Waffe abwehrend wagrecht vor sich hielt, hinein. Der Säbel drang ihm bis ans Heft in die Brust und nach wenigen Minuten hauchte er sein Leben aus. Der Abg. Hencz ist untröstlich über den tragischen, von ihm nicht gewollten Ausgang des Zweikampfes. ( 192. Sibung.) RK Berlin, 30. Mai. Auf die Interpellation Ca hensly, betr. die Verpach tung der Mineralbrunnen von Niederfelters und Fachingen erwiderte Minister v. Podbielski, daß der Vertrag in alter Form weiter beſtehe. Die Vorlage über die Arbeiterwoh. nungen wird in dritter Lesung angenommen und der An trag Gamp, betr. die Mutungs- Sperre, in zweiter Lesung beraten und sodann in dritter Beratung sofort angenommen. Nach Beratung mehrerer Petitionen teilte Präsident von Kröcher mit, daß er die Absicht habe, bis zum 3. Juni alles vorliegende Material aufzuarbeiten. Da die Berg gefeßnovelle, wie er gehört habe, nicht mehr zurück. kommen, sondern vom Herrenhaus entweder ange. nommen oder abgelehnt werden würde, sei dann nach Pfingsten nur die formelle Schlußsizung zu erwarten. Ein Mädchen als Lebensretterin. In der Nähe von Goldap fiel ein neunjähriger Knabe beim Angeln in einer Torsbruch mit tiefem Wasser. Sein fünfjähriges Schwester. chen reichte ihm die Angelrute. Der Knabe fonnte sich aber nicht halten und ging unter. Da griff die Kleine entschlossen zu und zog den Bruder beim Auftauchen mit Aufbietung aller Kräfte an das Ufer. Als auf das Geschrei der Kinder Lcute herzucilten, hatte die brave ileine Lebensretterin ihr Werk bereits vollbracht. Der Bruder befand sich in Sicher heut Himmelfahrt. Soziales Leben. [] Die Aussperrung der rheinisch- westfälischen Bauarbei ter. Die Mitglieder des rheinisch- westfälischen Arbeitgeber. bundes für das Baugewerbe haben nunmehr sämtlichen orga nisierten Arbeitern gekündigt, da in Dortmund die Arbeit durch die Streifenden nicht wieder aufgenommen worden ist. Der Entlassungstermin ist am 12. Juni. Nur sechs bis jieben Orte sind von der Maßregel verschont geblieben, do dort keine festen Tarifverträge bestehen. Betroffen sini 15 bis 20 000 Arbeiter. Lokales. = = 1 Dute Jagbichlöße früheren Me Käufer dafür Motorfahrt zu Breiter wurde der hiesi bon Tannen a bon einem he und erlitt babe -bd Herb 5. diesjährigen vieh und 701 und zwar D bis 72 Mt. S II. Qual. 65 31 Mai 1905. Auf dem Sc *** Barlamentarisches. Die Zweite Rammer tritt am 15. Juni zu einer etwa vier Wochen dauernden Sigung zusammen. *** Die Wahlrechtsvorlage ist stark gefährdet, denn wie wir bereits meldeten, stellte der Wahlrechts- Ausschuß der Ecsten Rammer in seiner Freitags- Sigung die abgeänderte Vorlage nach der Regierungs- Vorlage wieder her. Danach bleiben Alsfeld Bingen und Friedberg die Mandate erhalten. Ferner nahm der Ausschuß einen Antrag auf Erweiterung des Budgetrechts der Ersten Kammer und Gleich stellung derselben mit der Zweiten Karmer bei Verfassungsänderungen an. Am vierzigsten Tage nach Ostern feiert die christliche Kirche alljährlich das Fest der Himmelfahrt des aus der Brabesnacht erstandenen Erlösers. An den Tag knüpfen sich in den verschiedenen Gegenden Deutschlands eine Menge Gebräuche, die zum Teil an die fromme Legende aus den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung anknüpfen, andererseits aber auch in uralten und nicht mehr verstandenen Traditionen aus der Naturreligion unserer germanischen Vorfahren wurzeln. Die Witterung soll ausschlaggebend sein für das Gedeihen der Jahresernte, von der Sonne glaubt man, sie mache drei Freudensprünge, das Sonntagskind findet am Himmelfahrtstage die Glücksblume. Wenn ein junges Mädchen das Allermanns- Herrenkrant entdeckt, wird sie im gleichen Jahre Braut, die Mai- Umzüge werden vielfach zur Himmelfahrt mit Gesang und Fröhlichfeit veranstaltet, in katholischen Gegenden die Felder ge segnet. Noch manche andere Sitten machen den Tag zu einem besonderen unter den Festen des Jahres. Vielfac werden bestimmte Speisen genossen, in dieser Gegend Erb sensuppe und eigentümliches Gebäck, dort Geflügel und Eier kuchen. Was aber dem Himmelfahrtsfest seine ganze Weihe neben der hohen Bedeutung für die Gläubigen und den ehrwürdigen Herkommen gibt, ist die Freude an der herrlick erwachten Natur, die heute zum siegbaften Andruck kommt - - HK Die XI. öffentliche Sigung der hessischen Handwerkskammer ist auf Montag, den 5. Juni 1905 in den Sigungesaal der Stadtverordneten- Versammlung im Rathaus zu Darmstadt einberufen. Die Tagesordnung umfaßt: 1. Mitteilungen.- 2. Bericht über die Tätigkeit des Vorstandes. 3. Prüfung und Abnahme der Rechnung des Etatsjahres 1904. 4. Festellung des Haushaltungsplans für das Etatsjahr 1906.- 5. Errichtung neuer Gesellenprüfungsausschüsse für 1904/07 und Wahl der Mitglieder dieser Ausschüsse. 6. Eclaß von Vorschriften zur Regelung des Lehrlingswesens.- 7. Buwahl eines Mitgliedes. 8. Wahl eines Mitgliedes zum Vorstande und zum Ausschuß für das Genossenschaftswesen. 9. Ausführung des Art. 22 des Gesetzes, die staatliche Schlachtviehversicherung betr. vom 12. Abpril 1905. 10. Befähigungsnachweis, Meistertitel. 11. Verschiedenes. - - -st. Das am 2. Juni in Gießen zusammentretende Schwurgericht pro zweites Quartal 1904 der Provinz Oberhessen verhandelt am ersten Tage gegen Georg GreinRomrod wegen Sittlichkeitsverbrechens, om Samstag, 3. Juni, gegen Christian Schmidt- Frankenbach wegen vorsätzlicher Gefährdung eines Eisenbahntransports und am Montag, 5. Juni, vormittags 9 Uhr beginnend, gegen Ostar, Hudde wegen Ranbmords und gegen Otto Walter wegen schweren Diebstahls. Die Anklage gegen Hudde und Walter vertreten Oberstaatsanwalt Theobald und Staatsanwalt Hoos, die Verteidigung führen die Rechtsanwälte Dr. Spohr und Dr. Jung. ** Die Gauturnfahrt des Gaues Hessen findet kommenden Sonntag statt. Endziel ist NiederWöllstadt. Gemeldet wurden zum Wetturnen 142 Mann. Die Beteiligung wird bei gutem Wetter infolge der günstigen Bahnverbindung bis Friedberg eine sehr qute sein. rh Gastwirte- Sterbelasse. Eine der edelsten Früchte, welche der Kulturfortschritt der Menschheit zeitigt, ist unstreitig das zunehmende Pflichtgefühl, dafür Sorge zu tragen, daß nach dem Ableben des Ernährers materielle Sorgen den Angehörigen möglichst ferngehalten werden. Eine der ersten gewerblichen Bereinigungen, welche durch Ertung einer eigenen Sterbekasse diesen schönen Gedanken hermitflichte, war der Bund Deutscher Gastwirte. Die Vorteile, welche diese Sterbekasse( Siß in Darmstadt) den Angehörigen das Gastwirtegewerbes bietet, sind auch in unserer Gegend Läufer 80 bis das Paar. ** Lid hält sein Bezi ab. Mit dem fefte des Krie fchleife erhält, > Frie Zu den dre berein unte bersammlung daß der V weiterentwid 4816, die Ei Die Verfam Baumwärter prämieren. §§ Ber zwölfjähriges dort eine F Bahnzug zue tommen. Hier Das Kind tr in einen fchlaf ?? Aus d Bukta fein foren zu haben Betr.: Feldber hier die der Ger zugezoge Klein- St Die na Gießen öffentlichen Ker Betr.: Wie ob findet die Ueber teilen statt. Sufam Schüßenstra Die Ueber termin befannt 1. Melioration 2. Eigentumsv auch fernerh Meliorations bergleichen i notwendig to hierdurch be neuen Eigent weise zugefd Friedber Der G he Hoffnung er Frühling Mangel fint prangt die Der Kreatur enn auch die aus aus den Städte, hin n Dome der 1 Leben, das emporwächst, die sonnigen ein und das Bünsche stellt. Empfinden bitfucht und Menschenliebe dle. Für den en Wert. der um den e„ Atlantic" Eroffen. fand in Buan Keglevich gewählt. Als Angriff vor. em Halse seiFete er Hiebe Dunge feines Ufürlich nach nes Gegners, hinein. Der ach wenigen . Hencz ist vollten Aus en Bauarbei Arbeitgeber ntlichen orga d die Arbe n worden ur sechs bi eblieben, d troffen fint Mat 1905. te kammer hen dauernden -f gefährdet, ahlrechts Aus Sigung die ab. ge wieder her. die Mandate Antrag auf er und Gleich i Berfaffange schen Hand i 1905 in ben ng im Rathaus Onung umfaßt: igkeit des Vor Rechnung des shaltungsplans neuer Gefellen der Mitglieder Vor orschriften zur -7. Bumabl edes zum fenfchaftswefen. bie ftaatliche 12. Abpri Meister fammentretende 4 der Proving Georg Grein mstag, 3. Juni, Dorfäßlicher Be Montag, gegen Delar, Otto Walter gen Hudde und b und Staate Rechtsanwälte ues Hessen ift Nieder nen 142 Mann. ge der günftigen eber edelsten e fein. Cenfabeit zeitigt, dafür Sorge zu rers materielle verden. Eine der urch Eratung banten hermit Die Vorteile, den gehörigen unferer Begend rechtzeitig erkannt worden und gehören eine große Anzahl einsichtiger Gastwirte derselben als Mitglieder an. So wurden erst in jüngster Beit an die Hinterbliebenen des verstorbenen Mitgliedes Sg. H. Reiß in Holzheim durch den Bezirksortsrechner dieser Kasse Herrn M. Jaskowsky in Gießen 1000 Mt. pünktlich ausbezahlt. pst Pateteinsammlung durch die Post. Es ist noch nicht geüngend bekannt, daß die Pest, wie jeder Spediteur, auf Bestellung abzusendende Packete aus den Wohnungen abholen läßt. Man braucht nur ein offenes Schreiben, eine Karte oder einen 8 ttel mit den Worten Batet abzuholen bei( Namen und Wohnung) unfrantiert in den nächsten Briefkasten zu werfen oder einem Briefträger mitzugeben, und die Sendung wird bei der nächsten Patetbestellfahrt gegen eine Gebühr von 10 Pf. vom Hause abgeholt. Das Verfahren ist also einfach und bequem, deshalb besonders solchen Personen zu empfehlen, denen ein Dienstbote nicht zur Verfügung steht. ** Die hessischen Kollekteure haben für heute eine Versammlung einberufen, um gegen das preußisch- hessische Lotterie- Uebereinkommen Stellung zu nehmen. = Vorsicht beim Baden. Bei der jetzt be ginnenden Badesaison erscheint es für geboten darauf auf merksam zu machen, daß die seither gebrauchten offenen Badestellen an der Lahn durch Ausbaggerungen tiefere Stellen zeigen und darum namentlich für Nichtschwimmer gefährlich werden können. - Wiesed. 30. Mai. Lehrer- Wohnhaus. Außer einem neuen Schulhaus mit 2 Lehrsälen wird demnächst ein Neubau für 2 Lehrerwohnungen in Angriff genommen werden. Klein- Linden. Die seit einigen Jahren verpachtete Rina'sche Wirtschaft wird nunmehr von Herrn Rinn wieder übernommen. = - Dutenhofen. Das dem verstorbenen Besitzer des Jagdschlößchens gehörige Motorboot liegt, entgegen einer früheren Meldung, noch in Bezlar. Da sich noch kein Käufer dafür gefunden hat, so unterbleibt einstweilen die Motorfahrt zwischen Gießen und dem„ Jagdschlößchen". ][ Breitenbach, 30. Mai. Unfall. Am Montag Abend wurde der hiesige Holzhändler Louis Maage, der mit Abladen von Tannen auf dem Ehringshäuser Bahnhof beschäftigt war, von einem herabrollenden Stamin zu Boden geschleudert und erlitt dabei schmere innere Berlegungen. -bd Herborn, 29. Mai. Auf dem heute abgehaltenen 5. diesjährigen Markt waren aufgetrieben 236 Stück Rindvieh und 701 Schweine. Es wurden bezahlt für Fettvieh und zwar Osen I. Qual. 73 bis 75 t. II Qual. 71 bis 72 Mt. Kühe und Rinder I. Qual. 68 bis 70 Mt., II. Qual. 65 bis 66 f. per 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf dem Schweinemarkt fosteten Ferkel 50 bis 70 Mt. Läufer 80 bis 100 Mt. und Einlegschweine 110 bis 140 Mr. das Paar. Der nächste Markt findet am 19. Juni statt. ** Lich, 30. Mai. Der Berzirkskriegerverein hält sein Bezirksfest am 16. und 17. Juli in Ettingshausen ab. Mit demselben ist die Feier des 30jährigen Stiftungs fests des Kriegervereins Ettingshausen, ber die Raiserschleife erhält, verbunden. > Friedberg, 30 Mai. Sonntag trat in dem Hotel Zu den drei Schwertern" der Oberhessische Obstbauverein unter Vorsiz des Grafen Oriola zu seiner 16. Hauptversammlung zusammen. Aus dem Jahresbericht erhellt, daß der Verein auch in der letzten Berichtsperiode sich weiterentwickelt hat. Die Mitgliederzahl beträgt gegenwärtig 4816, die Einnahme und Ausnahme balanzierte in 16500 r. Die Versammlung beschloß u. A. Arbeitsbücher für die Baumwärter einzuführen und die tüchtigsten unter ihnen zu prämiieren. Zu diesem Zweck wurden 400 Mark bewilligt. §§ Bernsfeld, 30 Mai. Unglück. Ein hiesiges zwölfjähriges Mädchen reiste nach Grünberg und besuchte dort eine Freundin. Um noch den bereits einfahrenden Bahnzug zu erreichen, suchte es eilig die Treppe hinab zu tommen. Hierbei stürzte es und blieb unten bewußtlos liegen. Das Rind trug eine Gehirnerschütterung davon und verfiel in einen schlafähnlichen Zustand. ?? Aus dem Vogelsberg, 29. Mai. Die Söhne der Bukta scheinen unseren Vogelsberg als Tummelplatz er foren zu haben. Vor einigen Tagen zog von Ermenrod Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn; hier die Arbeiten des 3. Abschnittes von dem zugezogenen Teil der Gemarkung Heuchelheim und der infolge Grenzregulierung zugezogenen Grundstücke aus den Gemarkungen Adendorf und Klein- Linden. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 30. Mai 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Mittwoch, den 31. Mai 1. Js. findet die Ueberweisung der Ersatzgrundstücke in obigen Gemarkungsteilen statt. 3usammenkunft vormittag 8 8 Uhr an der Schüßenstraße zu Gießen. Die Ueberweisung erfolgt vorbehältlich der im Ueberweisungstermin bekannt zu gebenden weiteren Bedingungen unter folgenden: 1. Meliorationsarbeiten können auf den überwiesenen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden. 2. Eigentumsveränderungen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen und Gräben und dergleichen innerhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden, müssen die neuen Eigentümer dulden. Ein hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitä: swert vergütet beziehungsweise zugeschrieben. Friedberg, den 24. Mai 1905. Der Gr. Feldbereinigungs- Kommissär: gez. Spamer, Kreisamtmann. | fommend eine vielföpfige Bigeunerbande in Nieder- Ohmen ein und schlug dort ziemlich ungeniert ihr Lager auf. Die braunen Gesellen traten mit der größten Frechheit auf, machten bei einem Einwohner eire fleine 8wangsanleihe in Tabat und versuchten wiederholt, Kühe auszumelfen. Schließlich schoß ihr Uebermut so in die Halme, daß sie sich in eine Nieder- Ohmer Wirtschaft begaben und eine lärmende Becherei veranstalteten. Als der Skandal zu groß wurde, wurden sie des Lokals verwiesen. Aber weit entfernt, der wohlgemeinten Auffordernng nachzukommen, setzte die rüde Gesellschaft ihr wüftes Treiben nur noch ärger fort, sodaß e sehr energischer und nachdrücklicher Handgriffe der es Nieder- Dhmer Bewohner bedurfte, das Zechgelage zu be endigen. Auf die Straße geworfen, entzweiten die tobenden Gesellen sich untereinander und setzten die Keilerei auch auf dem ganzen Wege nach Meriau fort. Dort trat der Kampf in neues Stadium. Mit der größten Wut flogen die Raufbolde gegen einander, umslangen sich und bearbeiteten sich eingehend mit Rnütteln und Fäusten. Plößlich brach aber das Handgemenge eb- die Gendarmerie war auf dem Plane erschienen und in überstürzter Eile floh die Bande in den Wald auf Azenhain zu, aus dem bald darauf mehrere Schüsse drangen. Aber nicht nur als Brüder Straubinger, sondern auch als Händler debutierten sie, indem sie in Elpenrod und Nieder- Gemünden aus ihrem reichen Bestande 3 Pferde verkauften, von denen sich eins aber schon am folgenden Tage als bauchbläfig erwies. So werden die Zigeunerhorden in jeder Hinsicht zur Landplage. § Quedborn. Der Hilfslademeister Görnert dahier erhielt anläglich seiner 35jährigen Dienstzeit eine Grati fikation von 60 Mt. Chrifti Himmelfahrt. Hell und herrlich gleich der Sonne, Die empor am Himmel steigt, Sich ein Feiertag der Wonne Wunderbar uns Menschen zeigt. Christus, den uns Gott gesendet, Hat erfüllt die edle Pflicht Und sein heil'ges Werk vollendet, Aufwärts schwebte er zum Licht. Den Allmächtigen zu ehren, Rüftet die Natur sich heut', Lieblich eint mit Vogelchören, Sich der Glocken Festgeläut. Alles strebt dem Licht entgegen, Alles duftet, blüht und sprießt. Ein geheimnisvolles Regen Durch die linden Lüfte fließt. Ja, der Frühling ist erstanden, Strahlend lächelt seine Bracht. Dantet Gott in allen Landen, Lobet seiner Gnade Macht. Markranstädt. Adolf Dreßler jun. Aus dem Gerichts[ aal. Straffammer. - Gießen, den 30. Mai 1905. Wegen fahrlässigen Falscheids wurde die Witwe Maria Rühl zu Gießen in Gefängnisstrafe von 2 Monaten genommen. Sie hatte bei ihrer eidlichen Vernehmung vor dem Amtsgericht Gießen bestritten, daß sie die Unterschrift auf einem ihr vorgelegten Bestellschein vollzogen habe. Nachträglich stellte sich heraus, daß die Unterschrift doch von ihr herrührte. Das Gericht fonnte unter den vorliegenden Umständen nicht annehmen, daß die Angeklagte wissentlich die Die Ehefrau Karl Bränning Unwahrheit gesagt habe. von Langsdorf wurde durch das Schöffengericht Lich wegen Holzdiebstahls zu einem Tag Gefängnis verurteilt. Ihre dagegen eingelegte Berufung zog sie im Laufe der VerDer Steinbrecher Johannes Wenzel von handlung zurück. Kirch- Göns wurde für schuldig befunden, daß er dem Steinbruchbesizer Gaßert längere Zeit hindurch Sprengpulver mittels Falschschlüssels entwendet hat. Er wurde auch eines Tages von Gabert abgefaßt, als er das zur Aufbewahrung Urteil: der Sprengstoffe benutzte Häuschen aufschloß. Gegen ein Urteil des Schöffen4 Monate Gefängnis. - Bekanntmachung. Freitag, den 2. Juni 1905, vormittags 11 Uhr, wird das städtische Grundstück Flur 38 Nr. 43 and 44, auf der Sohleiche auf die Dauer von fünf Jahren auf dem Bureau der unterzeichneten Behörde Zimmer Nr. 15 meistbietend verpachtet. Gießen, 29. Mai 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curfmann. Vergebung von Haus- Entwässerungs- Arbeiten. Pläne und Die Ausführung der Entwässerungs- Anlage unseres GeschäftsGebäudes in der Johannesstraße soll vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen liegen im Bureau des Architekten Hamann, Bergstraße 11, zur Einsicht offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind bis zum 6. Juni d. J., nachmittags 6 Uhr bei uns einzureichen. Gießen, den 25. Mai 1905. Bezirkssparkasse Gießen. J V.: Schaum. Lahnkalk- u. Marmor- Industrie August Gabriel jr. Giessen. - Telefon 84. Kalkwerke: Abendstern. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. gerichts Friedberg hat der Sattler Karl Hofmann dorten Berufung eingelegt. Er war mit noch zwei anderen wegen einer einem Gewerbeschüler zugefügten Mißhandlung zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Seine Berufung wurde fostenpflichtig zurückgewiesen. Literarisches. In den nächsten Tagen erscheint im Verlage von Emil Roth in Gießen eine zweite Broschüre des befannten Gießener Nationalökonomen, Universitäts- Professor Dr. jur. et phil. Magnus Biermer: Nochmals die hessische Kommunalsteuerreform. Eine Auseinandersezung mit der Darmstädter Beitung vom 20. Mai. Preis 50 Pfg. Die Darmstädter Beitung warf dem Verfasser in ihrer Kritif seiner vor furzen erschienenen Broschüre„ Die kommunale Vermögensbesteuerung in Geffen"( 60 Pfg.) vor, nur Negationen aber fein positives Gegenprogramm aufge tischt zu haben. Diesem Vorwurf begegnet Biermer in seiner zweiten Broschüre. Neueste Nachrichten. CB. Berlin, 31. Mai.( Telegramm.) Hier tritt sehr bestimmt die Meldung auf, daß die Admirale Rosadjestwensti und Fölkersam gleichfalls in Gefangenschaft geraten sind. Sämt= liche russische Schlachtschiffe sind verloren. * London, 30. Mai. Die Londoner„ Central News" melden aus Tokio: Russische Gefangene sagen aus: Das Wladiwostoker Geschwader hatte Befehl, den Hafen zu verlassen, fehrte aber nach furzer Kreuzfahrt zurück. Roshestwensti hoffie Wladiwostot ohne Kampf zu erreichen. Alle russischen Hospitalschiffe waren mit drahtlosen Telegraphen- Apparaten ausgerüstet, sie dienten als Avisos zur Beit des Kampfes. In Tofio erwartet man stündlich die Nachricht von der Vernichtung des Restes des russischen Geschwaders. Togo meldet: Der Kampf zur See ist noch im Gange, sodaß es einige Zeit dauern wird, bis die endgiltigen Resultate bekannt werden. * London, 30. Mai. Die japanische Gesandtschaft veröffentlicht folgende Depesche aus Tofio vom 30. Mai: die vier erbeuteten russischen Kriegsschiffe wurden heute wohlbehalten nach unseren Kriegshafen gebracht, nämlich der„ Drel" nach Maizuru,„ Imperator N folaus I."," General- Admiral Apraxin“ und„ Admiral Ssenjawin" nach Sasebo. * Petersburg, 30. Mai. Unter Vorsiz des Baren fand heute in Barotoje selo ein Kriegsrat statt, in welchem die Frage über die Fortsetzung des Krieges beraten wurde. Bießener landwirtschaftlicher Wetterbienft. Voraussichtliche Witterung in Heffen für Donnerstag den 1. Juni. Zeitweise wolfig, vielfach Gewitter( meift nachts) nach warmer Nacht am Tage fühler. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentes: Albin Klein, für den übrigen Juhalt: Georg Horn, beib. in Gießen. Gegründet 1883. Jean Dern& Co. Giessen Telephon No. 21. Inh. Oskar Gutmann. Westanlage 31. Kanalisations- Artikel für Haus-, Hof- und Strassen- Entwässerung. Ia. Portland- Cement. 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