doch die Mehr en Gaiträumer usprechen, m Bas bei folder sich schier eine jem Ballabend Einnahme von nur aus dem der anwesenden 9.77. Beletionspreis: Die einfpaltige Betitzeile für ganz OberChen, bie Kretse Beglar and Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg. Retlamen biz Betitzeile 30 refp. 40 Bfg. chte, im Dur ach dieser Seit älfte der männ n auszuschlafen Morgen in un den ausgestrect ehausung hatter ja in Anbetrad Die bedeutenditen en der Stärtung Maße bedurit zur Disposition befähigen Serühmte Male b und zu in erfehren, wobe Rebaftion u. Haupterpobition: teßen, Seltersweg 88. Sernsprechanfchluk Nr. 862. Freitag, den 31. März 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementpreis: abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Hous gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Conti beilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Sießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Ein zweites Kronstadt. Slas über Durji sie einen gewissen ererbten Anspruch auf den Ruhm der Straße eine rat Etterlichkeit haben. Sie sind es gewesen, die den Begriff gen, idlig Es wäre unbillig, den Franzosen streitig zu machen, daß Si Gott, Bruder Jab'n?" Wirklichkeit i Sache selbst zu Lehrmeistern der Welt gemacht haben. Dann fft es gegangen, wie es zu gehen pflegt: die Schüler haben öchſt verder: Meiſter erreicht, wohl auch übertroffen- doch jener mer, oder will auf den Namen des Lehrers und Meisters nicht verzicher Nacht beiten, und diese gönnen in schöner Pietät dem längst Ueberbolten den Titel, der keine Gegenwartsbedeutung mehr hat. Es liegt in der Natur der Sache, daß der, dem Nitterlichß sich das breid foit Ergebnis der Schulung und Vorschrift gesellschaftlichen gehobener Shim. auch ist, dem ritterlicher Sinn nicht aus dem Herzen t, den so blötlich illt, allmählich zu einer Art Manieriertheit gelangen und bzuweisen; er tam i aller Aufrichtigkeit seines Tuns hauptsächlich von der blickte sich um un telkeit sich bestimmen lassen wird. Ohne Frage war es ne Weinstube litterlich, als die Franzosen bei Beginn eines Gefechts den gte er zu seingländern zuriefen: tirez les premiers schießen Sie fagen ließ. 3- merit. Man hat aber das Gefühl, als ob hier schon die wei Gläsern fotöne Geberde( le beau geste) es gewesen wäre, auf die jein Gegenübe eden Akteurs am meisten anfam. Gerade der Anspruch, auf Du und Dads der Weltschulmeister in Sachen der Ritterlichkeit zu gelBruderherz,"& terri, barg die Verführung in sich, unter allen Umständen dan Schein der Ritterlichkeit zu wahren und darauf mehr n und trinken und als auf das Wesen Gewicht zu legen. So wurde in ggradliniger Entwickelung die Eitelkeit erst zur Begleiterin, er, leerte dann dann zur Herrin der Ritterlichkeit bei den Franzosen, denen vor dem ehemalig run- an darum auch nicht unrecht tut, wenn man eine recht verließ gemessen ansgebildete Eitelkeit zu ihren nationalen Eigenschaften radnet. Das soll ohne jeden Vorwurf gesagt sein, denn wir wissen recht gut, daß Eitelkeit ein allgemeiner menschLilicher Fehler ist, und daß der noch nicht der minder Eitle genannt werden kann, der neben dieser eine noch größere Umhugend hat. Vielleicht dürfen es die Franzosen fogar als Lob auffassen, wenn man von ihnen sagt, daß Eitelkeit ihr größter, ihr hervorstechendster Fehler sei. Der englische über einen ragte er den noch gar nicht egnete:„ Es tut Lebens ist verlor ieder:„ Versteht Der Fährmann l weites Viertel versteht Ihr dod te der Fährman Lebens verloren! 3 das Boot auf Fährmann warf phen:„ Könnt in großer Ang En Rücken," fagte el Gures Lebens und Mosel- Weine FL v. 50 Pfg bis zu den feins Marken. Funger Bansbarie fort gefud Fr. Henninge, Steken. Selteroweg 1 hr Verhalten in der Marokkofrage beweist es. Daß die französische Regierung in Betreff Marokkos mit der englischen Fegierung ein Abkommen traf, war vielleicht ganz flug geSaacht. Jedenfalls war die Klugheit auf englischer Seite, da mam an der Themse fr die etwas luftigen ZukunftsanweiCingen auf Marokko ſehr reale Gegenwartzzugeſtändniſſe in 2egypten eingetauscht hatte. Daß die französische Regierung von dem Abfor men nach keiner Seite Mitteilung zu machen für nötig fand weder an Spanien, das überlieferte Asprüche auf bestimmenden Einfluß in Marokko erhebt, noch aut Italien, dessen Mittelmeerstellung ein bekräftigtes leberwiegen Frankreichs in Nordafrika kaum verträgt, noch am Deutschland, das in Marokko recht bedeutende und wachsemade Handelsinteressen wahrzunehmen hat war weniger flag, war mehr von Eitelkeit diktiert, der der Gedanke schmeichelt, daß Frankreich niemand zu fragen, niemandes Bhimmung einzuholen braucht. Daß der französische Unter händler in Fez sodann, als er den Sultan von Marokko fchwierig und nicht zur Nachgiebigkeit bereit fand, sich fälsch= Til als den Wortführer Europas ausgab, das war schon mehr denn gewöhnliche Eitelkeit, das war Renommiſterei, und noch dazu recht unkluge Renommiſterei. Hatte man sich irh Baris wirklich eingebildet, daß Deutschland mit stummer Ergebenheit einen Vertrag gelten lasse, den man ihm nicht einmal mitgeteilt hatte? daß Marokko als ein Kismet die französische Herrschaft hinnehmen werde, die nicht errungen, die nur im verschwiegenen Traktat erschrieben war? Ela der Sultan nicht wisse, Frankreich sei nur für sich zu reden berechtigt und fände für seine Ansprüche keineswegs Charopas Zustimmung? Nun ist die Marokkofahrt Kaiser Wilhelms gekommen. Trankreich, das Deutschland ignorieren zu dürfen glaubte, sielt die Vorteile seiner Marokkopolitik plötzlich und unpiderbringlich versunken. Ein anderes Tunis sollte Marato für Frankreich werden, und auf einmal ist Marokkos fifnicht ablehnen läßt. meine Buchdruckerei Selbständigkeit zu einer Forderung Europas gemacht, die Lehrling. J. Weinert, G Und wieder ist die Eitelkeit für Frankreichs Politik beStimmend. Frankreich läßt nicht unbillige Ansprüche mit Ardiger Resignation fahren denn das widerstreitet feliner Eitelkeit, sondern schickt sich an, England um Hilfe dons nussische Bündnis erbitten und besiegeln sollte, so son et die französische Flotte einen englischen Hafen aufsuchen, m die Welt glauben zu machen, daß England hinter Frankexics Ansprüchen stehe, was nicht der Fall ist.! Zum 1. April fucht zuflehen. Wie einst in Kronstadt die französische Flotte reiwilliger in der er Rajerne möbl. Zimmer Das ist noch mehr als unklug: es ist nicht würdig, und Offerten wollen unter Ct nicht einmal die Entschuldigung der Nüglichkeit für sich. 958 bei der Echt die Erbtugend der Ritterlichkeit, der Erbfehler der -Blattes eingereidt telteit hat bei der französischen Regierung den Sieg da rzeugt, dass zmanke Stern AGE in Würfeln 20 chter Güte und Wohlges ob Häuser, Ludwig ngetragen. Der Krieg in Oftalien. Während vom Kriegsschauplab gar keine Nachrichten von g endrvelcher Bedeutung vorliegen, häufen sich die Melngen, die den Frieden in naher Aussicht wissen wollen. Aus Paris wird aus angeblich zuverlässigen russischen Kreisen berichtet: Es gewinnt den Anschein, als ob demnächst wieder wie vor 50 Jahren der russische Krieg durch einen Pariser Kongreß zum Abschluß kommen soll. Bei Besprechung der zu gewärtigenden Friedensbedingungen Japans sind außer Rußland auch noch andere Mächte interessiert. Von welcher Seite die erste Anregung gekommen ist, läßt sich bisher nicht genau feststellen. Der Vertreter der Newyorker Associated Preß in Petersburg telegraphiert, er sei in der Lage, mitzuteilen, daß man schon den ersten Schritt zur Herbeiführung des Friedens getan habe. Rußland habe Japan indirekt durch die Vermittelung des Präsidenten Roosevelt einige negative Bedingungen mitgeteilt, auf deren Grundlage der Friedensschluß erfolgen könne, nämlich keine Gebietsabtretung und keine Kriegsentschädigung. Rußland habe es Japan überlassen, zu entscheiden, ob auf dieser Grundlage Verhandlungen begonnen werden könnten. Von Japan sei keine Antwort eingegangen. Ein viertes russisches Geschwader. Mit diesen friedlichen. Nachrichten disharmoniert auffallend eine Meldung aus Petersburg. Danach wird die Ausrüstung eines vierten russischen Geschwaders energisch betrieben, das weit stärker sein soll, als ursprünglich beabsichtigt war. Es werde bereits im April auslaufen. In einer Petersburger Aufstellung werden die bisherigen Gesamtkriegsverluste der Russen auf 280 000 Mann angegeben, die sich auf die einzelnen Operationen wie folgt verteilen: am Jalu 3000 Mann, bei Wafangtou 4000, bei Liaujang 26 000, am Schaho 44 000, in Port Arthur 55 000, am Hunho 15 000, bei Mukden 120 000, bei Tieling 2000, in kleineren Gefechten und Scharmüteln 10 000. Nach Angaben aus japanischer Quelle müßten die Gesamtverluste der Russen beträchtlich höher sein und sich auf mindestens 350 000 Mann belaufen. Russlands innere Nöte. Die Kriegsereignisse, die für Rußland kaum ungünstiger sein könnten, als sie sind, bilden immer noch nicht die schwerste Sorge der russischen Regierung. Auf eine Niederlage mehr im fernen Osten kommt es nicht an. Im Westen und Süden ist man härter bedrängt, so daß man nicht daran denken darf, das vorhandene Militär aus den europäischen Bezirken fortzunehmen oder gar neue Aushebungen anzuordnen. Die Arbeiterunruhen, lange Zeit bedrohlich genug, sind erst durch die sozialistische Bewegung, jetzt durch nationale Bewegungen abgelöst worden, die weit gefährlicher sind. Polen- Aufstände. In Polen greifen beide Richtungen, die sozialistische und die nationale, ineinander. Ein in Massen verbreiteter Aufruf fordert die Reservisten auf, einem Mobilisierungsbefeh! nicht Folge zu leisten, vielmehr dem Zwang sich mit Gewalt zu widersetzen. Der Kampf gegen den Absolutismus dürfe nicht aufhören, ehe nicht ein Landtag zur Entscheidung der Angelegenheiten Russisch- Polens einberufen und die wegen politischer Vergehen gefangenen oder verbannten Personen freigelassen worden. Die Polizeibureaus müsse man zerstören, die hohen Beamten durch Bomben und Dynamit aus der Welt schaffen. In Kalisch an der preußischen Grenze bewaffnete sich ein Haufe von Landleuten mit Gewehren, Messern, Stöcken, zwang die Arbeiter zur Arbeitsniederlegung und verübte Plünderungen. Hier war die Militärmacht stark genug, die Aufrührer zu verhaften. Im Dorf Lubor, Gouvernement Wilna, waren es schon die Soldatenfrauen, die revoltierten. Sie sammelten im Kronwald Reisig und fällten Bäume. Der Förster und ein Gehilfe nahmen ihnen das Holz ab. Anderen Tags aber erschienen die Frauen mit Aerten und Beilen wieder, demolierten das Haus des Försters, verprügelten den Förster und seinen Gehilfen jämmerlich, ebenso den Dorfältesten, der sie beruhigen wollte und sein Leben nur durch Flucht retten konnte. Milifär mußte aus Lida kommen, um die Frauen auseinanderzujagen. Das Mißtrauen der Bürgerschaft. Die Gouvernements- Semstwoversammlung von Saratow hat den Mut gehabt, in einer außerordentlichen Versammlung dem Minister des Innern gegenüber offen zum Ausdruck zu bringen, daß im Belagerungszustand kein Heil zu finden sei. Es bedürfe feiner komplizierten gesetzgeberischen Arbeit, um der Gesellschaft die bürgerliche Freiheit zu gewähren. Damit ist der Nagel auf den Kopf getroffen. Ein Vorschlag aus Yalta. Noch deutlicher und präziser ist eine Arbeiterversammlung in Yalta gewesen, an der mehrere Tausend Personen teilnahmen, die gewiß nur zu einem geringen Teil Arbeiter im gewöhnlichen Wortsinn gewesen sind. Diese Versammlung forderte die Abschaffung der Gesetze zur Beschränkung der bürgerlichen Rechte der Bevölkerung, Preßfreiheit, Verfammlungsfreiheit, Gewissensfreiheit, Rechtsgleichheit für alle Nationen und Religionen, unentgeltlichen Unterricht auch in den mittleren und höheren Schulen, Berufung einer Volksvertretung und unverzüglichen Frieden mit Japan! Ginstweilen hat die Landbevölkerung den Anfang gemacht, ihr politisches Ideal zu verwirklichen, indem sie die Stadt Yalta bestürmte, die Läden plünderte, das Grand Hotel in Brand steckte, die Gefängnisse öffnete und die Gefangenen freiließ. Versteckte Großfürsten. Daß sich die Großfürsten nicht behaglich fühlen, ist begreiflich. Man kann ihre Aengstlichkeit verstehen. Doch imponierend ist es eben nicht, daß Großfürst Wladimir weder bei Tage noch bei Nacht sein Palais nicht verläßt, und daß Großfürst Alexis geradezu für verschollen gilt. Man weiß nicht, ob der Zar ihn verbannt hat oder ob er inkognito im russischen Süden lebt. Man bringt sein Verschwinden mit den Unregelmäßigkeiten in der Verwaltung der Flotte, deren Chef er ist, in Zusammenhang. Der Plan des Ministers des Innern. Gegenüber diesen mehr oder minder offenkundigen Vorgängen erscheint das Verhalten des Ministers des Innern die Bulygin überaus schwächlich. Bei einer Besprechung als privat bezeichnet wird über die Frage der Einberufung von Volksvertretern erklärte er, eine bestimmte Ansicht überhaupt noch nicht zu haben. Er sei wohl dafür, daß man ,, von Zeit zu Zeit" eine Versammlung von Volksvertretern stattfinden lasse, auch daß man zu den Arbeiten der geplanten Reform- Konferenz Vertreter der Semstwvos und der Städte zuziehe; doch war er noch im Ungewissen, ob diese Vertreter zu wählen oder zu ernennen seien. Zugeständnisse an Finland. Wie gegenüber den Polen, zeigt der Zar auch gegenüber Finland einen Schein von Nachgiebigkeit. Die Petition des finischen Landtags, betreffend die Wiedereinführung des gefezlichen Zustands, ist wenigstens teilweise beim Zaren zugelassen worden, der angeblich zu gewissen Zugeständnissen bereit ist, z. B. zur Erneuerung der Bestimmung über die allerdings Unabsetzbarkeit der Richter, und zum Verzicht nur für dieses Jahr auf die Geltung der Verordnung von 1901 über die Aushebung von Refruten. Aus der Kargheit der Versprechungen des Zaren könnte man eigentlich schließen, daß sie aufrichtig gemeint sind. Die Politik. Wie bekannt, hat der preußische Staat eine beträchtliche Zahl Hibernia- Aktien erworben. Am Donnerstag hat die erste Generalversammlung nach dieser Erwerbung stattgefunden. Der alte Aufsichtsrat wurde wiedergewählt, ohne Rücksicht auf den Aktienbesitz des Staates. Solche Rücksicht will man erst nehmen, wenn der schwebende Rechtsstreit mit dem Fiskus beendet ist. Sehr flug ist dieses Verhalten. nicht. Die beteiligten Großindustriellen beachten zu wenig, daß der Staat die Klinke der Gesetzgebung in die Hand nehmen könnte, und daß der Minister, der das verhinderte, gerade der ist, den sie so brüskieren. Türkei. Der Anschluß der Insel Kreta an Griechenland wird von den Schutzmächten doch nicht so ohne weiteres gutgeheißen. Prinz Georg von Griechenland, der Gouverneur bon Kreta, hat seine eigensinnigen Schußbefohlenen dringend gebeten, von ihrem Beschluß Aband zu nehmen, da sonst die Großmächte ihre Truppen nach Kreta schicken würden, um die Ordnung wiederherzustellen. Mittlerweile hat in Saloniki der Woiwode Towan den„ heiligen Krieg" gegen die Türkei proklamiert. Der wunderliche Heilige hat mit einigen Mordtaten den Anfang gemacht. Hof und Gesellschaft. *** Während seines Aufenthalts in Lissabon machte der Kaiser einen Familienausflug mit den beiden Königinnen und dem Infanten nach dem Sommerpalast Cintra, erfreute sich der wunderbaren Fernsicht über die Berge, die Küsten und das Meer und machte den Abstieg durch die Darauf fand bei dem deutherrlichen Kameliengärten. schen Gesandten ein Diner statt, und daran schloß sich eine Soiree, zu der auch die Gäste des Kaisers bei der Mittelmeerfahrt geladen waren. Die Kaiserin besichtigte in Taormina mit den beiden Pringen das griechische Theater. Auf dem Wege dorthin wurde der Kaiserin von deutschen Touristen eine herzliche Ovation dargebracht. Deutfcher Keichstag. ( 176. Sigung.) CB Berlin, 30. März. Die heutige Fortsetzung der dritten Etatsberatung verflachte zum großen Teil in unerquicklichen persönlichen Auseinandersetzungen, die auf der Tribüne des Reichstags doch niemals zu einem greifbaren Ergebnis führen können. Erſt wurden die Debatten aus der zweiten Lesung über Aerzte und Krankenkassen und der Streit zwischen dem Nationalliberalen Dr. Becker und dem Sozialdemokraten Schei- demann weiter geführt, später gar ein alter von den legten Wahlen herrührender Zwist zwischen dem Konservativen Herrn v. Treuenfels und dem Freisinnigen Dr. Pachnicke. Von allgemeinerem Interesse war die Disfussion über den Fall des Leutnants Dietz aus Mainz, der fich vor einiger Zeit das Leben genommen. Der Kriegsminister v. Einem bezweifelte, daß, wie es in der Presse dargestellt worden ist, der Grund des Selbstmordes in Schikanen von seiten des Regimentskommandeurs zu suchen sei, gab aber fein Urteil ab, sondern meinte, daß man damit bis zum Abschluß der gegen den Obersten eingeleiteten Untersuchung warten müsse. Der freisinnige Abgeordnete Dr. Müller- Meiningen, der von der Familie des Verstorbenen informiert worden ist, zeigte sich mehr geneigt, der Preßdarstellung Glauben zu schenken, aber auch er stimmte, wie die übrigen Redner, die sich zur Sache äußerten, dem Kriegsminister darin bei, daß man das Ergebnis der Untersuchung abwarten müsse. Preufsifcher Landtag. ( 36. Sizung.) Herrenhaus. RK Berlin, 29. März. Die heutige Sigung wurde besonders interessant durch den Umstand, daß der neue Minister des Innern seine Jungfernrede als solcher hielt. Sie betraf eine Automobilfrage; Herr v. Bethmann- Hollweg zeigte sich als sympathischer Redner. Sehr erfreulich war die Erklärung des Ministers, daß ihm unnötige Belästigungen des Publikums durchaus zuwider seien. Zur allgemeinen Ueberraschung setzte eine Sparsystem debatte ein. Graf Mirbach pries Herrn Scherl als Organisator, Geschäftsmann und Mensch und machte den Minister auf das Scherlsche Sparsystem aufmerksam. Die Oberbürgermeister Bender und Körte sowie Staatsminister a. D. Graf v. Eulenburg widersprachen dem Scherl gespendeten Lobe, am schärfsten Graj Eulenburg. Graf Mirbach erklärte, er habe keine Ahnung davon gehabt, daß Graf Eulenburg mit Scherl als Minister Unannehmlichkeiten gehabt habe. Er könne im übrigen von dem, was er gesagt, nichts zurücknehmen. Minister v. Bethmann- Hollweg seinerseits erklärte, die Frage des Sparsystems ruhe zur Zeit; sie werde nicht wieder aufleben, es sei denn, daß die Anregung dazu von den Sparkassen selbsi ausgehe. Haus der Abgeordneten. ( 172. Sigung.) RK Berlin, 29. März. Die Verhandlungen brachten wenig Bemerkenswertes Das Haus erörterte heute zunächst die Kirchensteuervorlage der Regierung nebst Kommissionsanträgen. Beide wurden angenommen; die Kommissionsanträge fordern u. a. die Veranlagung von Aktiengesellschaften u. s. w. zur Steuer. Angenommen wurde ferner ein Antrag Blankenburg, der die Altlutheraner von der regulären Kirchensteuer befreit wissen, will. Dann setzte die Fortsetzung der Sekundärbahndebatte ein - Bilder aus Tanger. - Zur Fahrt des Kaisers nach Marokko. In Erwartung des deutschen Sultans". Das Fremden. viertel. Nase zu! Plaz für den Wassercsel!- Auf dem Wochenmarkte. Der Salzverkäufer. Ein Fanatiker. In der Schatzkammer. Weiße Frauen im Harem des schwarzen Sheriffs. Die Fantasia. Tanger, die Hauptstadt Marokkos, sieht heute den deutschen Kaiser als Gast in ihren Mauern. Der Onkel des Sultans, Mulai Abd el Malek, ist mit einer großen Gesandtschaft sowie mit 600 Soldaten zu Fuß und zu Pferd schon seit zwei Tagen aus Fez eingetroffen, um dem„, deutschen Sultan" Grüße und Geschenke seines Neffen zu überbringen. Sechs prächtige Berberhengste sind das Gast geschenk, das der Nachkomme des Propheten dem Herrscher aus dem fernen Germanien zugedacht het. Große Festlichfeiten werden diesem zu Ehren veranstaltet. Der 31. März ist ein Freudentag für die eingeborene Bevölkerung und die Fremdenkolonien, wie er in der Geschichte des modernen Tanger bisher nicht zu verzeichnen gewesen ist. Um die Stadt für das Auge des hohen Besuchers würdig herzurichten, bedurfte es in Langer größerer Arbeit, als cs in europäischen Feststädten bei solchen Anlässen üblich ist. Außer für Triumphbogen, Banner und Guirlanden mußte man vor allem erst für eine gründliche Säuberung und Auffrischung der Straßen, Pläße und Häuser sorgen, deren Aus. sehen und Beschaffenheit viel zu wünschen übrig ließ. Ju Tanger wie in ganz Marokko gibt man auf dergleichen nicht allzu viel. Mit Ausnahme selbstverständlich der Fremdenviertels, das sich in der Stadt selbst allerdings nur auf ein Hotel und einige europäisch gebaute Häuser in hübschen Gartenanlagen beschränkt. Das eigentliche Heim der in Zanger wohnhaften Europäer befindet sich etwa vier Kilo. meter von der Stadt entfernt, in freier luftiger Gegend auj dem sanft ansteigenden Hügelrücken, von dem aus sich eine wundervolle Fernsicht über die weißen Häuser am Hafen und die Türme und Kuppeln der Moscheen und über das tiefblaue Wasser des Golfs bietet. Dort liegt auch die Villa des deutschen Gesandten Freiherrn von und zu Menzingen, eines geborenen Badeners, in der der Kaiser mehrere Stunden weilen wird. Dort vereint sich höchster europäischer Komfort mit den Zugeständnissen an das Klima. Schattige Gärten und luftige Hallen wehren der staubigen Gluthize, die über der Stadt brütet. In deren engen Straßen aber ist's fürchterlich für des Europäers verwöhnte Lungen und vor allem für seine Nase. Kein frischer Lufthauch dringt in diese Gäßchen, in denen große Haufen Unrats und Sechrichts liegen, denen unsägliche Gerüche entströmen. Die weißgetünchten, fensterlosen, in der Regel nicht mehr als fünf bis sechs Meter hohen Hausmauern rechts und links stehen so dicht zusammen, daß man, um einem mit den landesüblichen Wasserfäßchen bepackten Esel auszuweichen, sich schleunigst durch einen Sprung in einen Türeingang retten muß. Man kann froh sein, wenn man in der Hast, die der Warnruf„ Valak! Valak!" des unbarmherzig sein Tier mit Stockschlägen traktierenden Treibers in uns auslöst, nicht über einen Stein stolpert oder in ein tiefes Loch der holprigen Straße fällt. Oder man prallt, um dem Esel zu entgehen, in seinen weißen Tropengewändern gegen ein blutiges Ochsenviertel, das ein Herkulischer Neger auf den Schultern trägt. Hausierer preisen laut schreiend ihre Waren an: Teppiche aus Rabat, lange Flinten aus Tetuan, Dolche mit fein ziselierten silbernen Griffen aus dem wilden Suslande im Süden. Bettler überbieten einander in unverschämtem Auftreten, und Faulenzer Hocken einzeln und in Gruppen längs den Mauern, das Ihrige dazu beitragend, den freien Verkehr zu hemmen. Wenn man das fremdländische Leben und Treiben in Zanger so recht aus dem Vollen genießen will, so muß man den Hauptmarktplatz aussuchen, den großen Soko. Hier strömt an den Markttagen, hauptsächlich Donnerstags, das Landvolk der Umgegend zusammen, seine ärmlichen Waren feilzubieten. Weiber hocken im Staube hinter Heubündeln, Häuflein von Holzkohlen, Kräutern, Orangen und primitivem Töpfergeschirr. Der Salzverkäufer sitzt im Schatten einer über Stangen ausgespannten Matte, umgeben von kleinen Körben aus Grasgeflecht, die gefüllt sind mit den schmutzigen Kristallen des unentbehrlichen Minerals. Eine ganze Reihe von Bäckern hat die harten runden Fladen, die hier die Stelle unseres Hausbrotes vertreten, auf gelben und roten Tüchern in Nollen vor sich aufgestapelt, 50 und mehr übereinander. Wasserverkäufer drängen sich durch die Menge, über der Schulter den Ziegenhautschlauch geworfen und mit Schellengeklingel die Aufmerksamkeit auf sich lenfend. In einem Winkel hat ein Schlangenbeschwörer Posto gefaßt. Er nimmt die am Boden um ihn herumkriechenden Reptilien bei den Schwänzen auf, er reizt sie und läßt sich von ihnen beißen, während sein Gehilfe, ein Negerfnabe mit blauem Turban auf dem Wollkopfe, einen schauderhaften, von Tamburinschlägen begleiteten Singsang zum besten gibt. Dort drüben sind auf niedrigen Tischen allerlei Zuckermaren ausgelegt. Die Händler schneiden davon winzige, dem Kaufvermögen ihrer jugendlichen Kunden angepaßte Portiönchen und nehmen dafür winzige Kupfer- und Messingmünzen in Empfang. Ein der Sekte der Isawas angehörender Fanatiker macht sich bemerklich. Der Kerl trägt eine alte Streitart in der Rechten und haut sich damit ab und zu eins über den Schädel, bis Blut fließt. Durch den fleischigen Teil des linken Oberarms hat er einen fußlangen eisernen Stab gestoßen, auf dessen Spitze eine Zitrone gespießt ist. Das Volk scheint dem ununterbrochen sprudelnden Wortschwall des sonderbaren Schwärmers nicht die Beachtung zu schenken, die dieser glaubt beanspruchen zu dürfen; er fängt an zu gestikulieren wie besessen, unheimlich rollen seine Augen und Schaum tritt ihm vor den Mund. Es ist selbstverständlich, daß der Kaiser bei seinem Zuge durch die Stadt durch derartige Fanatiker nicht belästigt wird. Als s. 3t. aber der Afrikareisende Gerhard Rohlfs Tanger besuchte, wollte ihn die eraltierte Menge zwingen, auf offener Straße zu bekennen", d. h. ein mohammedanisches Glaubensbekenntnis abzulegen. Seit jener Zeit hat sich der Glaubenseifer in seiner lästigen Form an dem ins Riesige gewachsenen internationalen Verkehr in Tanger selbst zwar bedeutend abgeschliffen und sich in mit einem starken Schuß souveräner Verachtung gemischte Toleranz dem„ Christenhund" gegenüber verwandelt. Aber im Innern Marokkos, und nicht am wenigsten in der HauptResidenz des Herrschere selbst Tez fanr der der Landessitte Unkundige leicht mit dem Pöbel in unangenehme Reibung tommen. Der Sultan residiert übrigens, was wenig bekannt sein dürfte, abwechselnd in Fez, Mikenes, Rabat und Marokko. Mifenes gilt als der Ort, wo der viel umfabelte Schatz des Herrschers untergebracht sein soll. Vierhundert Sklaven sind, so heißt es, in den Gewölben der Schazkammer, die sie lebend nie mehr verlassen dürfen, damit beschäftigt, Gold, Silber und Edelsteine zu ordnen. Sklaverei gehört in Marokko zu den staatlich anerkannten Institutionen; im allgemeinen ist indes das Los der Sklaven fein hartes. Der Bedarf wird vorwiegend aus den Sudanländern gedeckt. Neben den unfreien leben zahlreiche freie Neger im Lande, und in den Adern einiger dieser rinnt sehr edles Blut. So ist z. B. der seinen Stammbaum direkt auf den Propheten zurückleitende, die höchste Verehrung genießende Schärfe" ( Scherif) von Wasom nahezu schwarz. Seinem Harem gehören nur weiße Weiber an, unter denen eine Schottin den Vorrang behauptet. Hoch über Tanger thront die Kasbeh oder Zitadelle, vor der sich das Glacis ausdehnt. Dort wird wahrscheinlich dem Kaiser das fesselnde Schauspiel einer Fantasia geboten werden. Die maurischen Soldaten in ihren vielfarbigen, bunten Gewändern, auf mit goldgestickten Schabracken bedeckten Pferden, zeigen sich bei solchen Gelegenheiten in allerhand Voltigierkünsten. Unter wildem Kriegsgeschrei spornen sie ihre flinken Rosse zu rasendem Galopp, die langen Büchsen in die Luft abfeuernd. Ein malerischer Anblick, den niemand bergißt, dem er einmal beschert war. Nur muß man sich diese Reiterscharen nicht als allzu gewaltige Kriegsleute vorstellen. Man erinnert sich wohl noch, wie sie vor dem Banditen Raisuli, der jetzt zum wohlbestallten Provinzverweser abanciert ist, in ebenso schleuniger Gangart Reißaus nahmen, wie sie sie bei der Fantasia vorzuführen pflegen. *: Der Onkel des Sultans Abd el Malek überbringt dem Kaiser ein Schreiben des Sultans, in dem der Sultan den Kaiser willkommen heißt und die Hoffnung ausspricht, daß die friedlichen Beziehungen zu Deutschland sich immer herzlicher gestalten werden. Ein gewaltiger Zustrom von Fremden ist nach Tanger im Gange, darunter sind zahlreiche Abordnungen der Stämme aus dem Inneren des Landes. Auch Raisuli hegt den Wunsch, dem Kaiser zu huldigen, er kommt mit großem Gefolge in seiner Eigenschaft als Kaio. Mancherlei Geschenke werden für den Kaiser vorbereitet. Die deutsche Kolonie in Tanger überreicht Aquarelle mit Ansichten der Stadt und eine Sammlung inländischer Produkte, die Deutschen in Fez spenden einen prachtvollen Frauengürtel für die Kaiserin, ein Prunkstück der Jezer Seidenfunstarbeit. Ein bekannter Dichter in Fez sandte ein arabisches Gedicht, das die Freude über den Kaiser- Besuch ausdrückt. Kunft und Wiffenfchaft. LG Der fliegende Mensch. Einen großartigen Erfolg mit Flugversuchen haben die Brüder Wright im Staate Ohio mit ihren Maschinen errungen. Es gelang ihnen, zweimal eine Strecke von 4% Kilometer mit einer Geschwindigkeit von 35 englischen Meilen in der Stunde zurückzulegen. Die Wrightschen Versuche geben den Verfechtern der Theorie, daß der Mensch das Fliegen erlernen könne, neue Hoffnung. Hessischer Landtag. Zweite Kammer. Unglüdsfal Dr Marburger die Sigung um 10 Uhr. Es wird alsbald in die Bes ratung der Rückäußerungen der Ersten Kammer eingetreten. Bunächst steht in Rap. 89 des Staatsbudgets„ Oberlandesge. richt" zur Debatte, da die Erste Kammer die von ber Präsident Haas eröffnet, nach der Darmst. 8tg." rube" belegen a. Lda. gebür herabflürzender ere: Arbeiter, we Zweiten Rammer abgelehnten beiden Oberlandesgerichtsräte bm beiseite gefd Beharrung auf dem früheren ablehnenden Standpuntt bedte als Lei bewilligt hat. Der Ausschuß hat in seiner Beratung di halbstündiger schlossen. Abg. Gutfleisch rechtfertigt diesen Standpunkt. Justizminister Dr. Dittmar rechtfertigt die Stellung be Regierung. Abg. Gutfleisch erklärt an Hand eines ausführlichen Tableaus, daß die neuen 2 Räte nur sehr schwer die vorhandenen Mängel beseitigen und neue Mi stände herbeiführen würden. Justizminister Dr. Ditta weist an Hand eines ausführlichen Tableaus, welches ein gehend geprüft wurde, nach, daß die Durchführung jeh wohl möglich sei. Abg. Molthan erörtert nochmals seinen ablehnenden Standpunkt. Man solle zunächst die Meinung der Mitglieder des Oberlandesgerichts hören. Die Abgg. Bähr und Ulrich sprechen sich ebenfalls eingehend gegen die Forderung aus. Abg. Schmitt will nach der Ecfiärung der Regierung, daß sie das Oberlandesgericht selbst hören wollte, für die beiden Räte stimmen. Nach einem Referat des Abg. Gutfleisch wird in der Schluß. abstimmung der Ausschußantrag auf Richtberrilligung der beiden Räte abgelehnt. Die zweite Rückäußerung der Ersten ? Befitwed fgaft in Mi m Inventar terben Gärten ice Ben über. abort und mit генен. A Bum Soblenz, webi o Den war, ftef 88ufammenhan 60 affache wird yungsrichter fort inehrere Bu ate puntte für b find aber nicht ge tig. Die Unterf von informiert Kammer, betr. Kap. 115, die Beiträge zu der Offiziers ang Hubbes sch Witwen- und Waisenkasse, schließt sich das Haus nach Disfussion, an der sich die Abgg. Ulrich, Dr. Frenay und der Staatsminister Rothe beteiligen, dem Beschluß der Ersten Kammer an. Wehrstand, Nährstand, und Lehrstand. Zeitgemäße Betrachtungen über nationale Pflichten von Dr. Franz Lessing. ( Schluß.) Das Königreich Württemberg steht nach der mitgeteilten Stat st. an 10. Stelle, Bayern an 11. Stelle und das Königreich Sachsen an 21. Stelle. Das Königreich Preußen steht an 17. Stelle, und zwar steht Berlin mit 47 Stülen an erster Stelle und die Provinz Bosen mit 74 Schülern auf je eine Lehrkraft unter den preußischen Provinzen an letter Stelle. Die angezogenen Statistiken geben darüber Aufklärung, wieviel Schüler in den einzelnen deutschen Staaten von einem Lehrer gleichzeitig unterrichtet werden. Ebenso wichtig ist aber auch die Frage nach den Kosten, die die einzelnen deutschen Staaten für jeden Schüler einer Volksschule aufwenden. Die nachstehende Statistit soll uns zeigen, welche welche deutschen Staaten die höchsten finanziellen Opfer, und welche die niedrigsten Opfer für die wichtigste aller Kulturfragen, die Erziehung der Jugend, bringen. Was fostet ein Boltsschüler den einzelnen deutschen Staaten? 12345 In Bremen Mt. 77. pro Kopf und Jahr 2. " 1 3. " Hamburg Lübeck 74." " 1 " 11 " " " Anhalt 69.51." " " " 11 " " Sachsen 50,- " " 11 " Preußen 48. 11 " 17 " " 7. " Hessen 48. " " 1 11 " 1 " 1 Bayern 46. " " " " " 9. " Sachsen- Meiningen 45." " " 7 " 10. " S.- Koburg- Gotha 45." 1 " N " 11 11. " Braunschweig 44. " " " H 12. " Oldenburg 44. " 11 13. " Sachsen- Weimar 43. "/ " " 14. " Württemberg 42. " N " I " " 15. " " " " " 16. H Baden " 17. H 18. " Mecklenbg.- Schwerin Sachsen- Altenburg 40.40. " " f H " " " " 40." 11 " 39. H " " " " " " 38. " " " " 21. " 35. " " " " " 22. " 33. " " " 17 23. 33. " " " 1 " " " 24. " Reuß ältere Linie. 30. " " !! 25. " Schaumburg- Lippe 28 " 17 " " 26. Lippe... 25. " " 17 " f Schwarzb.- Sondersh. 42.19. Elsaß Lothringen 20. Reuß jüngere Linie Waldeck • Mecklenburg- Strelig Schwarzb. Rudolstadt " Wieder sind es die freien Städte Hamburg, Lübeck, Bremen, die, ohne eine ministerielle Bevormundung zu kennen, an der Spige berjenigen deutschen Verwaltungen stehen, bie für die höchste Kulturaufgabe eines Staates auch die höchsten Opfer bringen. Nach der vorstehenden Statistik gibt Bremen Wit. 77.-, Hamburg Mt. 74und Lübeck Mt. 69.für jeden Schüler jährlich aus. Wieder sind es die beiden Fürstentumer Lipp, die an legter Stelle stehen. Welch ein gewaltiger Unterschied, wenn das Fürstentum Lippe nur Mt. 25. für jeden Schüler pro Jahr aufwendet, Bremen aber mehr als dreimal soviel, nämlich Mt. 77! Das Königreich Sachsen steht nach der vorstehenden Statistit an 5. Stelle, Bayern an 8. Stelle, Bärttemberg erft an 14. Stelle. Das Königreich Preußen steht an 6. Stelle und zwar stehen die einzelnen Provinzen Preußens hier in folgender Reihenfolge: 1. Berlin jährl. 95 Mr. 2. Hessen- Nassau, 60 3. Schlesw.- Holstein 56 4. Rheinland H 8. Sachsen. 9. Bommern fährl. 44% 43 " " 10. Ostpreußen 39 " 51 " " 11. Schleften 39 " 5. Brandenburg 50 " 27 12 Westpreußen 38 " 6. Hannover. 49 N 13. Posen 35 47 " 7. Westfalen Wieder steht Berlin an erster Stelle, und wieder steht die Provinz Posen an letter Stelle, worauf nicht ernst genug hingewiesen werden kann, da der preußische Landtag 200 Millionen zur Hebung der Kultur den Ostmarken zur Verfügung gestellt hat. Cokales. ** Der Großherzog empfing Mittwoch im Neuen Palais den Grafen Karl zu Solms- Laubach. IK Bon der fioenten von R ffftenberg, fern failtfurt a. M., Fra ffurt a. M. aftoblenz und proeftierte Solm Bagnlinie fand der Vertreter des Sararbeiten bee halten, der ei drakoere bon 4 R * Die Ap Ran schreibt un Beröffentlichung: iamt, daß in Beil bon 10 Up on Arzneimittel bon ift. Es li die an sich ja te Rashtruhe darfte Borbeugungsmitt Apothekers zu sch des! Nachtbedarfs ag. Unglücksfall. In der Gebr. Butt- Gießen gehörigen, der Marburger Straße geger über der Restauration Alle rube" belegenen Sandgrube wurde der aus Allen* Der Graf zu Nidda. Die„ Kleine Presse" schreibt: Der Graf zu Nidda, von dessen wunder samer Manter, das Geld auf die Straße zu werfen, man aus Kassel berichtet, ist ein Vetter des Großherzogs von Hessen. Er ist Evangelische Gemeinde. Am Sonntag Lätare, den 2. April In der Stadtkirche. Pfarrer Schwabe. Kammer cingofa. Lda. gebürtige Arbeiter Balthasar Wagner ein Sohn eines Bruders des vorigen Großherzog Ludwig VI., Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe. gets Oberlover herabstürzenden Sandmassen verschüttet. Zwei des Prinzen Heinrich, und entstammt dessen morganatischer Vormittags 11 Uhr: Kinderfirche für die Markusgemeinde. Der Darmit alsbald in mmer die Oberlandesgeri an feiner Beratu den Standpunt gt diefen Stand andere Arbeiter, welche mit Sandaufladen beschäftigt waren. wubin beiseite geschleudert, erhielten jedoch keine Verlegungen. Na halbstündiger, angeftrengter Arbeit wurde der Verungglidte als Leiche hervorgezogen. Besitzwechsel. Am 29. d. M. ging die Jäger'sche Ehe mit Karoline Freifrau zu Nidda, die vor ihrer Che mit dem Prinzen ein gewöhnliches" Fräulein v. Willich war. Der kleine" Graf" zu Nidda verlor gleich nach seiner Geburt die Mutter und der Vater, Prinz Heinrich, heiratete dann zum zweiten Male und wiederum nicht standesgemäß". Der„ Graf zu Nidda" ist von keinem Bürgerfind um seine Abends 6 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Montag, den 3. April, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weibl. Jugend der Matthäusgemeinde. In der Johannesfirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. gemeinde. Pfarrer Euler. Abends 6 Uhr: Pfarrossistent Schulz. Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. irt an Hand Wir haft in Münzenberg zur Münzenburg" mit sämt- Jugend zu beneiden. Nicht daß( 8 ihm an Erziehung, an Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasn2 Räte nu lichgem Inventar und zwei ca. 60 000 qm Fächeninhalt Obhut und Pflege gen angelt lätte. Tas Kind des Prinzen en und neue hartenden Gärten in den Besitz von A. Trötsch Wm. in ifter Dr. Dit ben über. Münzenberg ist ein sehr beliebter Aus- dürfen. Erzieher und Lehrer suchten wohl die kleinen Eigenbleaus, welches flugiort und mit der Bahn Buzbach- Lich sehr bequem zu heiten des Knaben zu korrigieren, aber die wurden nicht die Johannesgemeinde. gt die Stellun wuchs heran, ohne den Namen des Vaters tragen zu Zum Fall Hudde. Die Vernehmung Huddes weniger, als er zum Jüngling reifte. Später diente der junge Graf als Leutnant bei den Larmstädter weißen Dragonern". sgerichts hörenden war, steht mit der Heldenberger Mordaffatre nicht lebt der Sechsundzwanzigjährige frei und zwecklos dahin, inn Coblenz, wohin er am verg. Donnerstag transportiert Im vorigen Jahre aber nahm er seinen Abschied. Und nun Durchführung erörtert no folle zuna ebenfalls eing itt will no Oberlandes äte ftimmen. erne igen. wird in der G Nichtberilligung äußerung der Gr - - wie die AburSonntag, abends 8 Uhr, Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johannesgemeinde. Mittwoch, den 5. März, abends 6 Uhr V. Passionsandacht. Pfarrer D. Schlosser. inn Zusammenhang. Seine Aburteilung wegen dieser weiteren auch einsam, ohne Gefährten und Freund. Wäre er Der UnterStrafsache wird dort auch besonders erfolgen. als Sohn eines Mannes aus dem Bolke geboren, so würde fuungsrichter Wehner war legthin in Frankfurt, um auch ihn ein Beruf beschäftigen, er würde Ziele und Aufgaben bact mehrere Beugen zu hören. Große neue wichtige Antennen. So lastet seine Geburt, seine Herkunft auf ihm und hepunkte für die Schuld Huddes am Heldenberger Mord treibt die tausend Absonderlichkeiten, die in ihm wohnen, zu find aber nicht gefunden worden, sind auch gar nicht mehr voller Entfaltung. Wie er sich nicht um die Leute fümmert, ntig. Die Untersuchung ist soweit abgeschlossen, das so beachtet man ihn hier auch eigentlich kaum. Die Darmun bon informierter Seite mitgeteilt wird städter wissen wohl, wer der junge stets peinlich elegant geteilung Hubbes schon Ende Mai erfolgen kann. fleidete Herr ist, sie fennen seine eigentümliche Art, wie er K Von der Solmsbachtalbahn. Die Regierungshaftigen Schrittes durch die Straßen eilt, dann plößlich dem Bespräsidenten von Koblenz, v. Hövel, und von Wiesbaden, stehen bleibt, stöhnend sich an den Kopf greift und mit geSftenberg, ferner der Eisenbahndirektionspräsident Thome- lüftetem Hute weiterrennt. Hin und wider streut auch Frankfurt a. M., Regierungs- und Baurat Lohmeier in hier, wie in Kassel, Graf Nidda ein paar Groschen unter Lehritan, Frankfurt a. M. und weitere Bauräte von den Regierungen spielende Kinder oder sch nft den Dienstmännern kleine in Koblenz und Wiesbaden besichtigten am 28. März die Trinkgelder, damit sie die Spaßen auf der Straße füttern. projettierte Solmstalbahn ihrer ganzen Länge nach. Die Aber jeder, der ihn kennt, hält den armen Sonderling für Bahnlinie fand die Zustimmung der Regierungsvertreter und einen gutmütigen, harmlosen Menschen. des Vertreter des Eisenbahnfistus. Bis zum 1. Juli sollen die 34 dr Offers as a nad Di Dr. Fre Tichten von Dr. Fru rach der mitgetrarbeiten beendet werden. Die Strecke wird 2 Tunnels 11. Stelle und erhalten, der eine 2 Kilometer lang bei Burgsolms, der Königreich andere von 4 Kilometer bei Hasselborn. Die Apotheker- Nachtruhe gesetzlich geschützt. an schreibt uns aus Apothekertreisen mit der Bitte um lin mit 47 mit 74 S * ſchen Proving Werffentlichung: Durch die neue Reichs- Arzneitore iſt be Darüber Aufl tichen Stacte den. Ebenso b Gatholische Gemeinde. Samstag, den 1. April Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 2. April. 4. Fastensonntag. Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: § Grünberg, 30. März. Amtstage. Das Kreisamt Gießen wird am Samstag, den 8. April, morgens 9/4 Uhr, einen Amtstag im Rathause zu Grünberg für Anliegen der Kreiseingesessenen aus den Amtsgerichtsbezirken Grünberg, Homberg, Laubach und am Mittwoch, den 12. April, morgens 9 Uhr, im Rathause zu Hungen einen solchen für Anliegen aus den Amtsgerichtsbezirken Hungen, sich mmmt, daß in den Apotheken in der Nacht, d. h. in der B& it bon 10 Uhr abends bis 6 Uhr morgens bei Abgabe Darzneimitteln eine Zuschlagsgebühr von 50 Pfg. zu erheben ist. Es liegt bei Einführung dieser Buschlagsgebühr, n, die die eine bir an sich ja keine entsprechende Entlohnung für die gestörté mer Bollasgullastrube darstellt, in der Hauptsache die Absicht vor, ein obugungsmittel gegen leichtfertiges Herausschellen des anziellen Opothekers zu schaffen, da erfahrungsgemäß der größte Teil htigfte aller f d Nachtbedarfs recht wohl tagsüber schon gedeckt werden kann. uns zeigen, t gen. den einze n? pro Kopf und und Nidda abhalten. " H H Die erste heil. Messe, vor und to derselben Austeilung der heilig. Kommunion. 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5.30 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Mittwoch Abend um 6 Uhr: ist Fastenandacht. Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbathfeter am 1. April 1905. Samstag vormittags: 8.30 Uhr. Samstag Nachmittag: 3.30 Uhr. Sabbathausgang 7.45 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.45 Uhr. abends 6.30 Uhr. Glessner landwirtschaftlicher Wetterbienft. Boraussichtliche Wuterung in Hessen für Samstag, den 1. pril. Zunächst heiter, am Nachmittag und Abend wieder Trübung und Regen, nach fälterer Nacht Tagestemperatur wenig verändert, später windig, dann Regen. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politit und den Inseratenteti Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. ? Elpenrod. Ertrunken ist letzte Woche in der Schwalm der 60jährige Leineweber Johs Burkhardt von hier. § Bad Salzhausen. Im hiesigen Gemeinderat ventiliert| man zwecks Hebung des Bades und Einrichtung eines Krankenhauses den Plan einer Lotterie. Die Absicht geht dahin, 100 000 Lose zu 1 Mt. auszugeben, aus der n Absatz man fich 40000 Mt. Reinertrag verspricht, eine Summ, die zur Errichtung des Krankenhauses ausreichen würde. W H " H H B 11 " 11 11 H " " 1 B " " " M " " " " M H! " N " " M " H If " B Samburg, Li unbung zu l tungen auch often tatiftit gibt Bremen Lubed M. 69.find es die beider fteben. Belch ein entum Lippe nu fwendet, Brem 77! der vorstehend Stelle, Barttemb Breußen feht Provinzen Breu en.. jährl. 44 mern. " 39 31 " eußen fien reußen Te, und wieder worauf nicht preußife B ben Ditmarken Gardinen in allen Breiten und Preislagen, crême und weiss, im Meter und abgepasst. Tüll- und Spachtel- Stores sowie alle Zubehörteile wie: Gardinenleisten, Gardinenhaken, Rosetten, Halter, Kordel u. S. W. u. S. W. Teppiche. Tapestry- u. 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J. eine Spülung sämtlicher städtischen Straßenkanäle vorgenommen wird. Gießen, den 30. März 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. § 18 Absatz 2. Der Eigentümer hat für den ordnungsmäßigen Zustand und die richtige Handhabung des Verschlusses Sorge zu tragen und ist allein für alle, durch etwaigen Rüfftau des Sielwaffers hervorge= rufene Schäden verantwortlich. Die Verschlüsse sind so anzubringen, daß sie jederzeit, auch bei Rückstau zugänglich sind und bequem ge= handhabt werden können. Bekanntmachung. Die Steuerzettel über Stant8fteuer und allgemeine Kirchensteuer für das Steuerjahr 1905 werden in den nächsten Tagen den Steuerpflichtigen durch die Schutzmanns haft zugestellt. Diejenigen Einwohner, welche bis zum 15. April keinen Steuerzettel erhalten haben, nach ihren Verhältnissen aber annehmen müssen, daß sie steuerpflichtig sind, werden hiermit aufgefordert, hiervon alsbald auf der Bürgermeisterei, Amtszimmer Nr. 14, Anzeige zu erstatten. Gießen, den 29. März 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V. Curschmann. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Landgrafenstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhr- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 30. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Lonyftraße zwischen Bleich- und Goethestraße von heute an bis auf weiteres, für den Fuhr- und Fahrradberkehr gesperrt. Gießen, den 30. März 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Goethestraße zwischen Löber- und Stephanstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 28. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Wohne von heute an Seltersweg 81, part. lebi H. Kraushaar u. Frau Heilgehilfe u. Masseur. Neue Hülsenfrüchte. Hervorragend gutkochend. Riesen- Erbsen, extra Riesen- Erbsen, prima Grüne holl. 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