ei beffe iefer de echt nabel ei de mai deut de 152 lister ferd mar batte über aud ag fir mich wohl I ge Be toft ttung Eltern fein chim die einer piel: Bad , unt esgui und I ber gegen benjo Laufe reijel, elalter idens Beigel lieber ch ûz Ton Orten n, ins hlitten Leute jene aber t. er den rfjam Bebiete veigen, rnberg te auf einen Sen ift werbs: tigung abung pielen, n, daß & dem seine Ebens merila Haft ripiel nn die füllen, eiftigen großen wie ofoph häfti not ent § dem ober br ber makes cht den ieheiz er Fel, el- und schinen, Bürsten, past. oltager sen euftabt 11. hall Tel. 83. IsenerPrelse. iginalität Nr. 26. Jafertioneserie: Die einipaltige Betttzelle für ganz Obers Set, die reife Weylar unb Marburg 10 Bfg. sonst 15 g. Reftamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Rebaltion a. Haupterbebtion: Gießen, Seltersweg 83. Fernfprechauschins ir. 302. Dienstag, den 31. Januar 1905. Gießener 14 Jahrgang. Abonnementöprets: abgeholt monatlich 50 33., in's Hous gebracht 60 fg., durch die Bost bezogen bierteljährl. Mr. 1.50. Gratiöbellagen: Oberhefftfche Familienzeitang( täglich) und die Gießener Geifeablefce( wöchentlich). Tas Blatt erscheint an alles Werttagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Die neuen Dandelsverträge. Obalcich in der Veröffentlichung der neuen Handelsverträge ausdrücklich betont worden ist, daß die neuen Hanbelsabkommen mit den Vertragsstaaten mir eine Fortsetzung Ser alten Berträge darstellten, so enthalten die neuen Abchlüsse doch eine ganze Reihe von organischen Neuerungen. it der Charakteristik in dem amtlichen Blatte will die Reierung nur betonen, daß der Charakter der Meistbegünstigangsverträge nicht verändert worden ist, was aber eine anze Reihe von Veränderungen technischer Natur im Inhalte der Verträge nicht ausschließt. Eine wesentliche Renderung besteht schon darin, daß systematisch die Schiedsgerichtsllausel zur Verhütung bezw. zur Ausgleichung von tarifarischen Meinungsverschiedenheiten eingeführt worden ft. Der einzige Staat, der hierauf nicht einging, war Rußland offenbar meil er in der Anerkennung des Schiedsgerichtswesens zugleich eine Abschwächung der absolutistiichen Regierungsform erblickt. Die Zolltarifsätze sind außerordentlich geändert und spezialisiert worden. Auch hat man neuerdings und das it ein sehr angenfälliges Merkmal der neuen Verträge-- Wert darauf gelegt, daß die durch den einfachen Mitgenuß er Meistbegünstigung erzielten Vorteile auch ziffernmäßig in dem Zolltarisschema festgelegt werden. So sind beispielsweise in dem Handelsvertrag mit Italien alle der Schweiz gewährten Begünstigungen, an denen wir als meistbeginftigter Staat ohne weiteres teilnehmen, noch ausdrücklich in Ziffern zum Ausdruck gebracht. Durchweg zeigen die neuen Verträge das Bild einer scharfen Erhöhung der Zollsäte, das am wenigsten noch bei den Verträgen mit Italien und den Balkanstaaten, am schärfjten aber bei dem unter dem Drude von Hochschutzöllnern zuStande gekommenen Vertrag mit der habsburgischen Monarchie hervortritt. Durch die Veröffentlichung der Verträge ist mit einem Schlage auch der Darstellung ein Ende gemacht, als ob das Deutsche Reich mit den Zollerhöhungen der angreifende Teil gewesen wäre. Das Gegenteil ist richtig. Der neue autonome Tarif von 1901 war förmlich eine Waffe der Verteidigung; ohne ihn würden wir voraussichtlich sehr schlecht abgeschnitten haben. Es ist oben bereits hervorgehoben worden, daß der ungünstigste Vertrag mit Desterreich- Ungarn abgeschlossen worDen ist. Wir haben uns diesem Staate gegenüber auch nur bei den Zollsägen auf Agrarprodukte schadlos halten kön nen. Das Gleiche trifft bei dem Vertrag mit Rußland zu. Der Schweiz gegenüber wurde das System der relativen Ausgleiche für die Industriezölle in der Weise angewandt, daß einer Erhöhung der Zölle für unsere Einfuhr eine gleichvertige Erhöhung der Zölle für die schweizerische Ausfuhr entgegengestellt wurde. Die höchste Mehrbelastung bei unserer Ausfuhr hat das Eisen mit seinen Produkten erfah ren, was sich sehr leicht aus dem Bestreben der Vertrags. staaten erklärt, im eigenen Gebiet eine lebhafte Industrie. tätigkeit groß zu ziehen. Demgemäß sind auch diejenigen Länder, die entweder geringe Rohstoffe haben, oder haupt. sächlich die gewerbliche Veredelung pflegen und dies sind die Schweiz, Italien und die Balkanstaaten mit ihren Bollfäßen noch am meitesten entgegenkommen. Einen förm lichen Siegeslauf aber hat die chemische Industrie angetreten, deren Produkte fast durchweg zollfrei eingeführt werden. Es ist dies ein Zeugnis für den Stand der deutschen Leistungen auf einem Gebiete, wo die Wissenschaft und die Technik einander berühren, so daß also die neuen Handels. berträge schließlich auch eine Anerkennung für das deutsche Geistesleben enthalten. Der Krieg in Oftafien. Die russische Offensive am Hunho ist überraschend schnell zum Stillstand gekommen. Marschall Oyama hat mit anscheinend überlegenen Kräften so energische Gegenangriffe gemacht, daß die Rollen vertauscht sind und Kuropatkins Truppen, wenigstens an einzelnen Punkten, aus Angreifern Verfolgte geworden sind. So wird die Sachlage wenigstens in den Berichten dar. gestellt, die aus dem japanischen Hauptquartier nach Tolio gelangt sind. Marchall Oyama meldet, daß sich die Russen auf dem Rückzug befinden und bereits wieder auf das rechte Ufer des Sunbo zurückgegangen sind. Sein letter Bericht vom 29. Januar Tautet: Eine japanische Abteilung, die Liutiaoku besetzte, hat in der letzten Nacht den mit überlegenen feindlichen Kräften ausgeführten Angriff abgewiesen. Heute bei Tagesanbruch griff eine andere japanische Abteilung 12 Kilometer nördlich Heikaitai an und besetzte die feindliche Stellung. Die Nussen machten in vergangener Nacht einen heftigen Gegenangriff, die Abteilung, die Heikaitai angegriffen hatte, wurde aber völlig zurückgeschlagen. Heute besetzten unsere Truppen die Umgegend von Heifaitai. Der Feind, der in der Richtung auf Liatinoku und Heifaitai stand, hat sich auf das rechte Ufer des Hunho zurückgezogen; unsere Truppen nahmen die Verfolgung auf. Die russischen Truppen gehörten zum 8. und 10. Armeekorps, umfaßten ferner das erste Armeekorps und ein gemischtes Korps, bestehend aus Infanterie und einer Division Kavallerie unter General Mitschtschenko. Wir haben 500 Gefangene gemacht. Die Verluste werden festgestellt. Zuerst waren die Operationen für die Russen günstig berlaufen. Ein wesentliches Moment dafür bildeten nach dem Bericht eines Reuterkorrespondenten heftige Schneeftürme, die den Japanern ins Gesicht bliesen. Am 27. Januar, so heißt es in der Schilderung, wurde der japanische linke Flügel, der durch General Nogis Truppen verstärkt war, während eines Schneesturmes heftig beschossen. Der russische Angriff richtete sich gegen einen Punkt 10 Werst westlich der Station Schabo. Die Truppen räumten zwei Orte, die von den Russen besetzt wurden. Am 28. wuchs die Kälte und der Schneesturm, die Kanonade wurde aufrechterhalten. Wind und Schneesturm sind nach ihrer Richtung den Russen günstig. Aus den Meldungen vom 28. geht hervor, daß die Japaner weiter zurückgingen. Die russische Kavallerie wurde angeblich um 16 Kilometer vorgeschoben. Am 27. flog ein japanischer Papierdrachen in die russischen Linien, er war mit Photographien bedeckt, welche zeigten, wie gut die Gefangenen in Japan Lehandelt würden. Später hat sich dann das Blättchen augenscheinlich gewendet. Die Russen mußten mehrere Positionen aufgeben. Es wird russischerseits zugegeben, daß sich auch die wichtige Stellung Sandepu wieder in japanischen Händen befindet. Die Petersburger Telegraphen- Agentur meldet darüber aus Sachetun vom 29. Januar: Die Kolonne, welche am 26. d. M. Sandepu angriff, bemächtigte sich abends zum größten Teil des befesttigten Dorfes. Hierbei berlor sie 24 Offiziere und 1600 Tote Lezw. Verwundete. Es erwies sich aber, daß der am stärksten befestigte nordöstliche Teil des Dorfes durch das Feuer der Russen nicht gelitten hatte und die Geschütze und Maschinengewehre daraus gegen die russischen Truppen wirken konnten. Let= fere räumten daher Sandepu und nahmen dann das Artilleriefeuer wieder auf. Private Nachrichten aus London, die das vollständige Mißlingen der Umgebungsbewegung Kuropatkins gegen den linfen japanischen Flügel melden, beziffern die Verluste der Japaner auf 5000, die der Raffen auf 10 000 Mann. Die schlacht am Dunbo. Berlin, 30. Januar. Wenn die bisher vorliegenden Berichte auch noch kein zweifelloses Bild von der strategischen Lage am Hunho ergeben, so tritt doch schon klar zu Tage, daß Kuropatkins Offensive vorläufig zum Stillstand gekommen ist. An einzelnen Stellen scheint die Vorwärtsbewegung sogar in einen beschleunigten Rückzug umgeschlagen zu sein. Der Schauplatz der letzten Gefechte ist rings um Tschantan zu suchen, einer Stadt, die am Hunho liegt, etwa fünfundvierzig Kilometer südwestlich von Mufden. In Tschantan selbst soll nach einer Tokioer Depesche General Kuropatkin stehen. Das Dertchen Sandepu, gegen das sich die in den Gefechten engagiert gewesenen Truppen konzentriert zu haben scheinen, ist etwa fünf Kilometer südöstlich von Tschantan, also zwischen dem Hunho und dem Schaho gelegen. Daß der erste Vorstoß der Russen von Erfolg begleitet war, ist eigentlich ganz selbstverständlich. Die Japaner zogen eben, als sie den Charakter des Vorstoßes als Einleitung zu einer größeren Aktion erkannten, ihre vorgeschobenen Truppen, die die erste Wucht des Angriffes traf, auf die Hauptstellungen zurück. Das ist eine ganz folgerichtige Erscheinung und kein Sieg der Russen, sondern ein bloßer Manövererfolg. Erst an den Hauptstellungen konnte man erproben, ob die russische Angriffsbewegung genügend kräftig angesetzt war. Dazu ist es aber gar nicht erst gekommen, sondern Marschall Oyama hat die Offensive der Russen sofort mit einem Vormarsche beantwortet und, wie er nach Tokio meldet, den Feind auf das rechte Ufer des Hunho zurückgeworfen. Ob nun den Absichten Kuropatkins damit endgültig ein Paroli geboten ist, kann man im Augenblick nicht beurteilen. Man weiß zu wenig Positives von der Aufstellung und Stärke der beiden Armeen. Sollte es aber zu einer neuen Vorwärtskewegung der Russen kommen, so darf man neugierig sein, wie dabei die russische Armee die im modernen Kriege die Hauptrolle spielenden Erdarbeiten bewältigen wird. Eine Temperatur vor-16 Grad, wie sie jetzt auf dem Kriegsschauplatz herrscht, bedeutet in der Mandschurei bereits ein Nachlassen der Kälte, daß aber der Boden nach der vorausgegangenen viel ſtrengeren Kälte noch immer sehr tief und sehr feft gefroren ist, erscheint selbstverständlich. In diesem Boden Schützengräben ausheten, Schanzen aufwerfen. Pofitionen für die Artillerie herstellen, beißt dem Arme des Mannes, der den Spaten führt, eine titanische Aufgabe stellen. leberdies, wenn schon einmal die Schanze aufgeworfen ist. bilden die gefrorenen Erdschollen ein unzusammenhängendes Gemengsel, das man erst neuerdings auftauen müßte, um daraus eine halbwegs for pafte Schanze zu bilden. Anders, als durch Uebergießen mit reichlichen heißen Wassermassen, wäre diese Aufgabe faum zu lösen. Von einer Erſtürmung der im Herbste vor den Japanern geschaffenen Stellungen ist wohl kaum die Rede; ist doch menatelana versichert worden, daß beide Armeen, auf das festeste verschanzt, am Schaho einander gegenüberstehen Unfer Kolonialkrieg. Die Kämpfe in Deutschsüdwestafrika vollziehen sich in der bekannten Weise. Sowohl im Herero- Lande wie im WitboiGebiet sind unsere Truppen dem Feinde auf den Fersen, und deren Bestreben ist nur darauf gerichtet, durch die Umflammerung durchzubrechen und sich in Sicherheit zu bringen. Neuerdings haben die umsrigen gelernt, das Beginnen der Schwarzen in dem weitschichtigen Gelände zu vereiteln, und jedenfalls koſtet jeder Durchbruch dem Feind weitere Verluste. Das geht auch aus einer Meldung des Generals v. Trotha über ein erfolgreiches Gefecht hervor, das ein Teil der Abteilung Meister bestand. Die dazu gehörige 7. Kompagnie des Regiments Nr. 2 war auf dem Marsch von Stramprietfontein nach Lidfontein in Schürfpenz eingetroffen. Dort machte sich bald die Annäherung von feindlichen Scharen bemerklich, zu deren Empfang die unsrigen geeignete Stellungen einnahmen. Bald zeigte es fich, daß ein Haufe von 200 Witbois den Versuch machte, über den Anob nach Westen durchzubrechen. Sie fonnten ihren Plan nicht zur Durchführung bringen. Denn von Artillerie- und Infanteriefeuer empfangen, gingen sie in panifartiger Flucht nach Osten auf Nunub zurück. Die Ursachen dieser Verzweiflungskämpfe der Schwarzen werden sehr anschaulich in dem Briefe eines alten Südwestafrikaners gekennzeichnet, der schon im ersten Witboi- Aufstande mitgekämpft hat. Er steht den jeßigen Vorgängen als völlig unbefangener Beobachter gegenüber und schildert die Kampfesart der Schwarzen in anschaulicher und für den augenblicklichen Stand des Kolonialkrieges lehrreicherweise wie folgt: Es gibt immer noch Leute, die selbst den ausgemachtesten Erfolg unserer südwestafrikanischen Truppen als Pyrrhussieg hinzustellen versuchen. Im allgemeinen herrscht die Ansicht, daß es doch unbedingt gelingen müßte, den Feind zu umzingeln und ihn zur Uebergabe zu zwingen. Diese Meinung ist vollkommen irrig. Selbst wenn eine Umstellung in bollkommenstem Sinne möglich wäre, würde es doch immer einem Teil des Feindes gelingen, durchzubrechen, denn selbst bei Treibjagden gelingt es so manchem Meister Lampe, die Schüßenlinie glücklich zu passieren. Hinzu kommt, daß diese Eingeborenen und namentlich in der jetzigen Zeit schwerer Kämpfe, denen Mord- und Schandtaten vorausgingenum ihr Leben bis zum äußersten kämpfen und alle ihre Findigkeit zusammennehmen, einen Weg zur Flucht zu suchen. Kein Vardon! Man weiß, daß sowohl Herero als Hottentott im Kriege Bardon nicht gibt, weder uns, noch seinen afrikanischen Feinden, Gefangene wurden von jeher scheußlich gemartert, zu Tode gequält. Denselben Martern glaubt sich der Afrifaner bei uns ausgesetzt und fämpft daher bis aufs Messer, sofern irgend noch die geringste Aussicht hierzu vorhanden ist. So fand ich einst einen Herero nach dem Sturm auf eine Werft beim Absuchen des Dorfes vor einer Hütte liegen. Mit gräßlich verdrehten Augen stierte er mich an, dabei schwache Bewegungen nach seinem vor ihm liegenden Gewehr machend, er wollte sich noch verteidigen. Ein schneller Sprung, und ich war im Besitz des Martini Henry- Gewehres. Wiederaufschauend sah ich, daß der Schwarze seinen Kopf zur Seite geneigt hatte, er war tot! Geschüttelt vor Entsetzen habe ich mich auch indes, als ich bei näherer Betrachtung den Körper des toten Herero sah. Ein Bollgeschoß des Feldgeschützes war ihm mitten durch die Brust gefahren, im Kopf saßen zwei Gewehrschüsse, und mit dieser entseßlichen Verlegung, im letzten Moment seines verwirkten Lebens, dachte der Herero noch an Verteidigung, an Rache. Das Katzenleben der Hottentotten. Später gelang es uns einmal, einen flüchtenden Hottentotten aufzugreifen, welcher trotz eines vollständig zerschmetterten Senies noch an Flucht dachte, auf allen Vieren friechend. Wir brachten ihn zum nahen Lager, wo er entfleidet und untersucht wurde. Nicht weniger als zehn schwere Verletzungen, von denen acht beinahe vernarbt waren, da sie der Hottentott zirka sechs Wochen vorher bei Siegfeld- nördlich Gobabis davongetragen hatte, wies der Körper des Gefangenen auf. Nach Anlegung eines Notverbandes auf feine jüngsten Vertundungen wurde er zum Verbör gebracht. Toch nichts hätte vermocht. Diesen verstockten Nama sum reden zu bringen. Man ließ von ihm ab, da er tö ermattet war. Da man an Flucht nicht denken mochte, beobachtete man ihn fast nicht, gab ihm nur seine Ration Fleisch und Reis. Am Morgen mar er aber zu unserer größten Ueberraschung verschwunden. Gegen mittag brachte man ihn als Toten ein. Die ihn suchenden Reiter hatten ihn, hinter einem Strauch mit einem gestohlenen Gewehr im Anschlag liegend, gefunden. Man fam ihm zuvor und brachte ihm die elfte Schußberlegung bei, die ihn sofort tötete. Man ziehe nach diesen Beispielen eine Parallele zwischen europäischer und afrikanischer Kriegführung, unschwer wird man die grausamere, schwierigere herausfinden, denn zivitchen fultivierten Völkern fühlt sich der auf dem Felde der Ehre verwundete Krieger in den Namen des Genfer Roten Kreuges wohl geborgen, indes der Afrikaner dessen Segnungen meier fernt, noch fennen will. Daß ein derartiger Krieg an den ganzen Mann und ins besondere an seine Nerven noch ganz andere Anforderungen stellt, wie Kriegsstrapazen in anderen Gegenden, ist nicht zu verwundern. So sind Herzkrankheiten unter den Südafrika nern nichts Seltenes. Von Glück kant Oberst Leutwein sagen, daß er ir leidlicher Gesundheit, wenn auch stark geoffert, jetzt in Europa angelangt ist. So hat er es selber gegenüber einem alten Mitstreiter aus der Schuttruppe bei einem Besuch bekannt, den ihm dieser in Berlin abstattete Als der Besucher über sein frankes Herz klagte, das er sich in Afrika geholt, versetzte der Oberst in erregtem Tone:„ Ach ja, das ist eben die Sache. Ich glaube, es hat jeder, der drüben war, einen Knacks weg. Gott sei Dank ist mein Herz trop der 10 Jahre Südwest" gesund geblieben, das freut mich am meisten." Auf die Frage nach dem Beinleiden Leutweins erklärte er in jovialer Offenheit:„ Mein Gott, Sie wissen ja, das„ Urlaubsbein", ich hoffe doch, dies bald zu beseitigen." " - Die Dolitik. Im Ruhrrevier ist noch immer eine Zunahme der Streikenden zu konstatieren. Die Einigungsverhandlungen gehen fort. Russland. Truher schon, auf das Verhalten der Weißen glaubte zurückführen zu sollen. Da Herr Bebel aber weder bei der Schil derung von Ereignissen noch bei seinen Angriffen auf die Regierung Neues vorzubringen hatte, machten seine Ausführungen nur geringen Eindruck auf das Haus. Der Abg. Dr. Arendt von der Reichspartei meinte, daß der Vorredner in seinen Mitteilungen und Darstellungen übertreibe, und vermißte in seiner Rede den Ausdruck der Anerkennung für die Tapferfeit unserer Truppen in Südwestafrika. Aug Kolonialdirektor Dr. Stübel fand in der Rede Bebels Uebertreibungen und Irrtümer, die er zu widerlegen suchte. Der konservative Abg. v. Staudy wollte den Bebelschen Angriffen die Spitze abbrechen durch den Hinweis darauf, daß bei allen Kolonialvölkern Grausamkeiten vorkommen, während der Freisinnige Dr. Müller Sagan davor warnte, die unzweifelhaft vorgekommenen Ausschreitungen irgendwie zu beschönigen: Mit dem Zentrumsführer Dr. Spahn fand sich dieser Redner in der Anschauung zusammen, daß zur Schaffung dauernd geordneter Zustände im Schutzgebiete Landreservate für die Eingeborenen eine unbedingte Notwendigkeit seien. Aus den letzten Straßenunruhen in Warschau kann sich noch ein Konflikt Rußlands mit England entspinnen. Der englische Generalfonful Alexander Murray und der engfische Vizekonsul E. B. St. Chair sind, als sie auf der Straße ihrer Wege gingen, ohne jeden Anlaß von russischen Husaren niedergeritten. Der Vizekonsul wurde dabei durch Säbelhiebe bedenklich verletzt. Auf die von dem Generalkonsul erstattete Anzeige hat der englische Botschafter in Petersburg zunächst eine Untersuchung eingeleitet und die russischen Behörden um Schuß für den Generalkonsul ersucht. In Warschau ist wegen Fortdauer des partiellen Ausstandes der Belagerungszustand proklamiert. In Russisch- Polen sollen verschiedentlich Dynamit- Anschläge versucht sein. Großfürst Wladimir läßt erklären, daß er mit der Unterdrückung der Unruhen nichts zu tun und auch den Zaren seit dem NewaBeste nicht gesprochen habe. Afrika. Preufsifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 128. Sigung.) RK Berlin, 30. Januar. Die große Debatte über den Bergarbeiterstreik, die man heute im Anschluß an die beiden Anträge auf Einsetzung von Untersuchungskommissionen erwartete, wurde verhindert durch eine Erklärung des Landelsministers Möller. Blutade tot aufgesunden. Ein ihr gehöriges SparkassenEuch über 2500 Marf war geraubt. Ms der Tat dringend verdächtig wurde der übel beleumundete Arbeiter Budach verhaftet, der seit zwei Jahren in der Weberschen Gärtnerei beschäftigt ist. Zur Ve zur Feier be ift geftern betannt gege tag, den 2. fich im 23 Herren und die Berfon, auf die Emp Rangel. B und Höchste begeben fid Führung )( Schwere Sturmschäden werden von der Küste des Marmara- Meeres gemeldet. In dem türkischen Hafen Ernkli erlitten nicht weniger denn 40 Schiffe durch einen plöglich hereinbrechenden Sturm Havarien. Auch Menschenleben hat das Unwetter gefordert. Eine Millionärin im Armenhospital. In Budapest ist die Gräfin Béla Batthyany in einem gewöhnlich nur von armen Leuten aufgesuchten Krankenhaus gestorben. Gräfin Béla Batthyany, geborene Etel v. Tarnoczy, war die Gattin eines der reichsten Mitglieder der gräflichen Familie Batthyany und erkte nach dem Tode ihres Gatten ein Vermögen von 14 Millionen Kronen, über das sie da ihre Ehe finderlos marfrei disponieren fonnte. Die Gräfin hielt große Stile auf ihre Zugehörigkeit zur Familie Batthyany und faßte den Plan, aus ihrem Vermögen ein Fideikommiß zu bilden, damit es bei einem ärmeren und nicht in den Gra-, fenstand erhobenen Zweige der Familie bleibe, dessen Hampt gegenwärtig der Kämmerer Ivan Batthyany ist. In ihren letzten Jahren lebte sie nur diesem Ziele und sparte sich in ihrem Schloß in Nemet- Ujvar die Bissen vom Munde ab, um die Erbschaft zu vergrößern, die sie hinterlassen konnte. Zu Beginn des Winters erfrankte die 56jährige Gräfin. Da sie die Kosten der ärztlichen Behandlung verringen wollte. kam sie nach Budapest, wo sie sich unter dem Namen ihrer Kammerfrau Marie Szlavik in das Franz Josefs- Spital für faufmännische Angestellte aufnehmen ließ. Hier wurde eine Operation an ihr vollzogen, an deren Folgen sie start. Erst nach ihrem Tode wurde ihre Identität festgestellt. Das Testament, in dem sie Ivan Batthyany zu ihrem Universalerben einsette mit der Bedingung, daß der Besitz zu einem Fideikommiß gemacht werde, soll übrigens von ihren näheren Anverwandten angefochten werden. Unter allgemeiner Spannung des gut besetzten Hauses teilte der Minister mit, daß der bereits bekannte- Plan der Regierung, möglichst bald eine Novelle zum Berggesetz einzubringen, auf einem einstimmigen Beschluß des Ministeriums beruhe. Die Ausarbeitung solle war nicht übereilt werden.' doch werde voraussichtlich schon in wenigen Wochen der Entwurf vorgelegt werden fönnen. Inzwischen seien 6 Kommissionen aus Mitgliedern drs Oberbergamts und der Zechenverwaltungen gebildet, die unparteiische Untersuchungen an den verschiedonen Orten vornehmen sollen. Zum Schluß sprach der Minister die sehr ernsthafte Mahnung an die streifenden Arbeiter aus, nunmehr zur Arbeit zurückzukehren. Die Stellung der Parteien zu den Absichten der Regierung war schwer zu erkennen; zwar konnte man feststellen, daß die Zustimmung der Rechten hauptsächlich der Warnung vor lebereilung und der Mahnung zur Wiederaufnahme der Arbeit galt, während Zentrum und Freisinnige offenbar mit dem Vorgehen der Regierung prinzipiell einverstanden waren, doch waren weitere Schlüsse daraus nicht zu ziehen. Und da auf Wunsch des Ministers die beiden Anträge zurückgezogen bezw. zurückgestellt wurden, so trat auch heute keine weitere Klärung ein. Vielmehr wandte sich das Haus, in dem noch längere Zeit die Bedeutung dieser Frage sich durch lebhafteste Unruhe, dann durch gähnende Leere des Sigungssaales dokumentierte, dem Justizetat zu. Die Redner aller Parteien waren darin einig, daß die Vermehrung der Richterstellen noch anhalten müsse. Recht bemerkenswert war aber auch die Uebereinstimmung des nationalliberalen und des freifonservativen Redners in dem Wunsche, die Richter möchten dem praktischen Leben näher gerückt werden. Auf diese und andere Anregungen antwortete Minister Schön. ſtedt in einer längeren Rede, in der er zunächst den Vorwurf der Parteilichkeit, den der polnische Redner Dr. Mizerski den Richtern in der Ostmark gemacht hatte, in aller Entschiedenheit zurückwies. Die weitere Vermehrung der Richterstellen, die Entlastung der Nichter von unnötigem Schreibwerf, die Beschaffung von Dienstwohnungen mit Gärten auf dem Lande werde allmählich aber stetig erfolgen. Nachdem noch mehrere Redner sich über Einzelfragen aus: aclassen hatten, wurde die weitere Beratung auf morgen vertagt. Zur Untersuchung der unsicheren Verhältnisse im Reich der Schevisen und um auf Abhilfe Bedacht zu nehmen, ist eine französische Gesandtschaft in Marokko angelangt. Wie herkömmlich in solchen Fällen, ist die Gesandtschaft mit allen Ehren vom Sultan empfangen. Aber das hindert die maurischen Behörden nicht, den Zweck, der die fremden Gäste ins Land führt, nach Kräften zu hintertreiben. Mit Erfolg hat der Sultan die orientalische Verschleppungspolitik zur Anwendung gebracht. Er hat aus jeder Stadt seines Reiches zwei Vertreter nach Fez berufen, damit sie sich dort über die französischen Forderungen äußern. Bis die Einberufenen in der Sultans- Residenz anlangen, vergeht mindestens n Monat, und Beit gewonnen, alles gewonnen" gilt ja.. sonders im Orient. Inzwischen aber nehmen die Räube. reien ihren Fortgang, so daß die fremden Staatsangehörigen schon Freiwilligenforps bilden. Hof und Gesellschaft. Im Zustand des Prinzen Eitel Friedrich ist noch immer feine Wendung zum Besseren eingetreten. Der Prinz leidet an starken Schmerzen auf der linken Seite und Kurzatmigkeit. Im linken Rippenfellraum zeigt sich ein entzündlicher Erguß. Die Nahrungsaufnahme und der Kräftezustand sind befriedigend. Als Ursache der Erkranfung des Prinzen wird eine Erkältung angegeben, die er sich beim Eishockeyspiel auf dem Heiligensee bei Potsdam zugezogen hat. Deutfcher Reichstag. ( 129. Sigung.) GeNab und form. )!( Eine schwere Bergwerkskatastrophe ereignete sich in den Schieferbrüchen von Arville im französischen Departement Maine und Loire. Während der Auffahrt von 15 Personen riß das Seil des Förderkorbes in einer Höhe von 150 Meter. Der Korb stürzte in die Tiefe und alle 15 Personen wurden Actötet. (:) Gefährliche Schnecstürme in Amerika. Wie aus Newhorf gemeldet wird, wüten in den östlichen amerikanijden Staaten Schneestürme, die großen Schaden angerichte: haben. Eine große Anzahl von Menschenleben sind vernichtet worden. Der Materialschaden ist unberechenbar. Schnee, wohin er nicht gehört. Während wir einen schneelosen Winter haben, werden die südlichen Gegenden in einer Weise von Schneefällen heimgesucht, daß sie dort wie ein Phänomen erscheinen. Besonders in Italien wird die weiße Himmelsgabe toie ein Naturwunder angestaunt. Zwei Jahrzehnte ist es her, daß die Berge um Palermo nicht weiß von Schnee grivesen sind. Ein geradezu phantastisches Bild bieten die antiken Tempel dar in ihrem ganz ungewohn ten weißen Schneekleide. In Neapel fror man entseglich bei vier Grad Kälte. CB Berlin, 30. Januar. Nach den Vorgängen in der Budgetkommission, nach der Konfliktsstimmung, die dort wiederholt platgegriffen hatte, durften Freunde leidenschaftlicher Barlamentsverhandlungen heute bei der zweiten Beratung des Nachtragsetats für Südwest afrika wohl auf Debatten nach ihrem schmack rechnen. Allein die Rechnung war ohne den Wirt gemacht, die Regierung hatte den Stein des Anstoßes beseitigt. Der Staatssekretär des Reichsschazamtes, Freiherr von Stengel, gab gleich zu Beginn der Sitzung eine Erflärung ab, die der Opposition die schärfste Angriffswaffe entwand. Die Budgetkommission hat bekanntlich eine Forderung von 200 000 Mark zu Vorarbeiten für den Bau ciner Bahn von Windhuk nach Rehoboth gestrichen, weil sie der Ansicht war, daß vor der Verausgabung der Summe die Genehmigung des Reichstags hätte eingeholt und daß der von der Regierung mit einer bekannten Firma abgeschlossenc Vertrag gleichfalls dem Parlament hätte unterbreitet wer den müssen. Herr von Stengel teilte nun mit, daß der Bundesrat heute beschlossen habe, sich mit der Streichung einverstanden zu erklären, daß er die Forderung aus dem Nachtrage zurückziehe, und sie später in einer besonderen eingehend begründeten Vorlage dem Reichstage erneut zur verfassungsmäßigen Beschlußfassung vorlegen werde. Die wohltätige Wirkung dieses Vorgehens zeigte sich gleich bei der Nede, mit der der Abg. Bebel die eigentliche Diskussion über den Etat eröffnete. Zwar sprach er immer noch etwa anderthalb Stunden, aber die etatsrechtliche Frage der Indemnität streifte er doch nur; in der Hauptsache beschäftigte er sich mit dem Aufſtande im Schubarbiet. dessen Entstehung er, wie in innere wegt sich junter, h Ober Ram anwefende fie am 8 nächst fol Augenblid abgefeuert (?) nehmen Lor an den Berm Pri heute Bormi als weitere Philippstha Graf zu Ly Gemahlinne folge der G nights Näge von dem An Einzelheiten ist bisher folgendes zu verzeichnen: In Ne: vyork wehte der Sturm eine Mauer der Kipsbaybrauerei um, in der ein Brand entstanden war. Die Mauer begrub zwölf Feuerwehrleute unter den Trümmern. Ein Zug der Cleveland- Cincinnati- Eisenbahn entgĭciste; 15 Berfonen aríitten dabei Verlegungen. Die elektrischen Wagen auf dem Newyorker Broadway stellten die Fahrten ein. Der Lagenverkehr mit dem Hafen und in den Straßen mußte vollständig aufhören. Mehr als 100 Personen wurden in Trogbahren von der Straße weggebracht.--- Aus verschiedenen Landesteilen laufen Meldungen über Eisenbahnunfälle ein. Die telegraphischen Verbindungen sind fast alfe unterbrochen. An der Atlantischen Küste von Jacksonbille bis Eastport, ferner in New Orleans und Galveston sind Sturmzeichen aufgestellt worden. Mehrere Dampfer bon Europa sind in. Newyork überfällig, man nimmt an, daß sie bei Sandy Hoof warten, bis der die Einfahrt erschwerende Schneesturm vorüber ist. * Kaiserin Eugenie in Aegypten. Die 79jährige Kaiserin Eugenie hat sich nach Marseille begeben, um sich nach Aegypter einzuschiffen. In ihrer Begleitung sind Graf Pacmoli, die Tochter des Herzogs von Bassano, die Fürstin von der Moskwa und Franceschini Pietri. Bekanntlich hat 1869 die Kaiserin Eugenie, damals auf glanzvoller Höhe und doch an der Schwelle einer schidialsreichen Wendung, Aegypten zur Einweihung des Suezfanals besucht und dort an der Seite des Kaisers Franz Josef und des preußischen Kronprinzen alle Huldigungen empfangen. Mit welchen Empfindungen wird sie das Land der Pyramiden wiedersehen! Ein eigenartiges Misgeschick hat eine Frau in Verdenermoor bei Verden( Aller) betroffen. Sie wollte ihren 14jährigen Sohn, der ein Strickzeug in der Hand hielt, wegen einer Unart strafen. Der Junge hielt, um einen Schlag abzuwehren, das Strickzeug vors Gesicht und die Frau rannte sich beim Zuschlagen eine Stricknadel tief in den Unterarm. Nach einigen Tagen schwoll der Arm an, es trat Brand hinzu, und der bedauernswerten Frau mußte der ganze Armi abgenommen werden. Tages- Chronik. In Köln wurden zwei Einbrecher verhaftet, deren Vorhaben, ein Goldwarengeschäft auszurauben, von einem von ihnen gedungenen jungen Mann verraten war. Verhafteter Defraudant. Der Desterreicher Otto Taussig ist Mitchef der Baumwollfirma S. Taussig. Er hatte für sie 700 000 kronen einfassiert und hatte damit die Flucht ergriffen. Jezt ist er in Las Palmas ergriffen und nach Barcelona gebracht worden. Die diamantene Hochzeit feierten die Berndtschen Eheleute in Pansin in Pommern. Die Hinrichtung der Wiese, der Hamburger Engelmacherin, wird durch den preußischen Scharfrichter Engelhardt aus Magdeburg am 2. Februar früh in Hamburg bollzogen. Ermordet und beraubt wurde in Lichtenberg bei Berlin das Dienstmädchen Bertha Conradt, die bei dem Gärtnereibesitzer Weber in Stellung war. Sie wurde in ihrer Kammer des Morgens mit zerschmettertem Schädel in einer Vermifchtes. borgenomm 1. Gi Gießen 10. 5a Der Handels fifchen Bollän drucke des bi reich verjand oder den Na fie machen t =( Die elfte deutsche Geweihausstellung,] die zurzeit in Berlin stattfindet, ist bedeutend reichhaltiger beschickt als in den Vorjahren. Im ganzen sind über 300 Rothirschgeweihe, 70 Damschaufler, 1550 Rehgehörne, 70 Gemskrickel, diverse Bildkaten, Keiler, Wölfe, Adler und erotische Trophäen ansgestellt. Der Kaiser hat zwei Elchschaufeln und dreizehn Rothirschgetribe aus Rominten und der Schorsheide zur Schan gestellt. Prinz Heinrich stellt neun Rehkronen aus. Der König von Sachsen sandte fünf Rothirschgeweihe und neun Retkronen. Das königlich württembergische Hofjagdamt schickte fünf Rothirschgeweihe, fünf Damschaufler und zehn Rehgehörne. Der Großherzog von Mecklenburg- Schwerin ist mit sechs Rothirschgeweihen und sechs Nehkronen bertreten, der Großherzog von Mecklenburg mit acht Rothirschgeweihen und der Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg mit sieben Rehkronen. Herzog Ernst Günther zu SchleswigHolstein hat mit zwei Nothirschgeweihen und zwanzig Rehfronen eine ausgestopfte gehörnte Rice ausgestellt. Den ersten Kaiserbecher für den besten deutschen Rothirsch erhielt der Kaiser, für einen ungeraden Achtundzwanzigender, den zweiten Kaiserbecher für den zweitbesten deutschen Rothirsch erhielt der Fürst von Pleß. Für Damschaufler erhielt den ersten Preis der König von Württemberg. ,, importé d' Die franzöfifd Waren jeder fische Marke einfiweilen de Rechnung tro magne", ber Marte und oder die fr Bermert fo laffen fönnt Namens des 11. Gi a) Jahrest b) Bericht des Ver hlands =( Was beim schlechten Einschänken herausspringt.] In einem Zirkular, das der Verband zur Bekämpfung des betrügerischen Einschänkens in München an seine Mitglieder versendet, wird ausgerechnet, um wieviel Mark jährlich die Biertrinter in München bezw. im Königreich Bayern infolge schlechten Einschänkens betrogen werden. Den nach Unterlagen des fgl. bayer. Statistischen Bureaus München aufgestellten Berechnungen zufolge beträgt im München bei einem Bierkonsum von 1745 495 hektolitern- 174 549 500 Litern bei Annahme nur eines Behntelliters Mindermas beim Liter der Schaden des biertrinkenden Publikums nach dem ortsüblichen Bierpreis von 26 Pf. pro Liter jährlich 4 538 287 Marf. Im ganzen Königreich Bayern würde bei einem Konsum von 1 484 337 800 Litern das biertrinkende Publikum ebenfalls bei einem Zehntelliter Mindermas beim Liter- um 39 562 782 Mark betrogen werden! Mit einem Zehntelliter Mindermaß begnügt sich aber kein Münchener Schankkellner. Ein halbes Quart'I" zwadt er immer ab. c) Sigung διατάξει d) Bon zu teilungen tember Ausstell die At Enfubr truft, abfertig ungen i für Inf matten Tad bimbun ang in den lien Rot Ron Die geit im 2 ** D der vermi Rabena Reevamedail RB bei Began w oder zum bantneber ftel werden von Diefelben find gruten. 8 Erfre meinben, bi arfaffen dringend Budack Bartnergi Des Mar Fenili er plöglich Teben hat Deft ist die on armen fin Béla tin eines Batthyany ögen von finderlos elt große yany und mmiß zu den Gro en Hampt In ihren rte sich in Runde ab, en fonnte. Brajin. Da en wollte, nen ihrer fs- Spital er wurde fie starb. ( t. Das iberjal u einem en nähe sich in den epartement 5 Berfonen 150 Meter. en wurden aus Neweritanijden angerichtet d vernichtet verzeichnen: r Kipsban Die Maner mniern. tglciſte; 15 elektrischen die Fahrten en Straßen rjonen wur ht.- Aus über Gijen en find fost n JadionGalveston Dampfer mt an, daß rschwerende brecher veruszurauben, nn berraten dtschen Che Die zurzeit in Schickt als hirichgeweihe ridel, diverf rophäen aus dreizehn M De zur Sd aus. Der und na Sofjagdam -Schwerin und ze ronen ber t Rothirid Mecklenburg Schleswig zwanzig Reb gestellt. Den thirich erhielt igender, der den Hothirid ler erhielt den erausfpringt etämpfung de eine Mitgliede art jährlich di Bayern infolge en nad Unter München auf München bei -174 549 500 ers Mindermaf Bublifums nad o Liter jährlic hern würde bei biertrintende ter Mindermaf en werden! Mil ich aber tein art't" gwadt ex Zur Vermäblung des Grossherzogs.ahre noch 462 Gemeinden Schulgeld erhoben, geschieht Das Programm - " zur Feier der am 2. Februar stattfindenden Vermählung Darmstädter ist gestern offiziell in der Bettung" bekannt gegeben worden. Es bestimmt u. A.: Donnerstag, den 2. Februar vormittags 11 Uhr, versammeln Weißen Saale die zu dieser Feier geladenen Herren und Damen. Zu gleicher Zeit begeben sich die Person, die besondere Eintrittskarten erhalten haben, auf die Emporen der Kirche, rechts und links von der Kanzel. Gegen 114 Uhr versammeln sich die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften im Fahnensaal. Um 11% Uhr begeben sich die im Weißen Saale Versammelten, unter Führung der diensttuenden Stammerherren, über die Treppe in inneren Schloßshofe nach der Hoftirche. Der Zug bewegt sich in folgender Ordnung: zwei Fouriere, zwei Hofjunter, zwei Kammerherren, der Oberst Hofmarschall und der Ober- Rammerherr, die am Großherzoglichen Hofe als Gäste anwesenden Höchsten und All rhöchsten Herrschaften, soweit sie am Zug des Hohen Brautpaares nicht teilnehmen. Hiernächst folgt der Zug des Hohen Brautpaares. In dem Augenblick des Ringwechsels werden 101 Kanonenschüsse abgefeuert. * * (?) Ats Vertreter des Königs von England nehmen Lord Stuart und Earl Pembroke of Montgomery an den Bermählungsfeierlichkeiten teil. ** Prinz und Prinzessin Heinrich trafen heute Vormittag in Darmstadt ein. Am Abend werden als weitere Gäste erwartet: Prinz Chlodwig von Hessen Philippsthal- Barchfeld, Prinz Reinhard zu Solms- Lich, Graf zu Lynar und Graf zu Dohna- Schlobitten nebst Gemahlinnen. Ueber die Ankunft des Kaisers ist infolge der Erkrankung des Prinzen Eitel Friedrich noch nichts Näheres bestimmt. * * Die Trauung des Hohen Brautpaares wird von dem Prälaten Walz, Sohn des Lehrers Waiz in Lich, vorgenommen. 1. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. ( Protokoll Auszug.) ( Schluß.) 10. Handelsbeziehungen mit Frankreich. Der Handelstammer ist mitgeteilt worden, daß die franzö fischen Zollämter sich neuerdings nicht mehr mit dem Ausdrucke des bloßen Wortes importé" auf den nach Frankreich versandten Waren begnüger, die die Geschäftsmarke oder den Namen des französischen Bestellers tragen, sondern sie machen täufig die Einfuhrerlaubnis von dem Aufdruck ,, importé d'Allemagne" abbängig. Es ist zu erwarten, daß die französischen Bouämter fortan diesen Busaß bei deutschen Waren jeder Art verlangen werden, sofern sie eine franzöfische Warte oder Firma tragen. Diesem Verlangen müssen einstweilen deutsche Firmen, die nach Frankreich ausführen, Rechaung tragen und entweder die Worte ,, imborté d'Allemagne", deutlich und dauerhaft gleich unter der französischen Marte und Firma auf die Ware oder Verhülsung seßen, oder die französische Marte oder Firma und überhaupt jeden Vermerk fortlassen, der auf französischen Ursprung schließen lassen fönnt, jeien es auch nur die Anfangsbuchstaben des Namens des Bestellers. 11. Eingänge: a) Jahresbericht der Zentrale für Spiritusverwertung. b) Bericht über die neunte ordentliche Hauptversammlung des Verbandes selbständiger öffentlicher Chemiker Deut schlands. c) Sigungsberichte über die erste Generalversammlung der deutschen Mittelstandsvereinigung. d) Von zuverlässiger Seite sind der Handelskammer Mitteilungen zugegangen über eine vom Mai bis September d. I. im Krystallpalaste zu London geplante Ausstellung von Erzeugnissen der britischen Kolonien, die Abwicklung der geschäftlichen Beziehungen im Einfuhrhandel Rumäniens, den amerikanischen Tabattrust, Geschäftsbeziehungen zum Staate Bahia, Zollabfertigungen und Anknüpfung von Geschäftsverbindungen im Staate Rio Grande de Sul, Chile als Markt für Instrumente und Apparate, Einfuhr von Hängematten und Baumwollgespinsten für Hängemattten nach Brasilien, Barnung vor direkten Geschäftsverbindungen mit den Philippinen und vor Aceditgewähr ung an dortige Firmen, amerikanischer Wettbewerb in Wirlwaren auf dem chinesischen Markte und über den Absaz deutscher Korb- und Flechtwaren in Auftralien, ferner über zweifelhafte Firmen in Antwerper, Rotterdam, Londor, St. Louis bei Marseille, Messina, Konstantinopel, Bukarest und Budapest. Die Eingänge fönnen während der üblichen Geschäftszeit im Bureau der Handelskammer eingesehen werden. Lokales. 31. Januar 1905 ** Der Kaiser und König von Preußen hat der verwitweten Freifrou Auguste v. Nordeck zu Rabenau, geb. Fretin v. Riese- Stallburg, die Rote Reevzmedaille 3. Klasse verliehen. RB Wechsel auf Neu- Carsdorf bezw. Carsdorf bei Began werden von jetzt ab von der Reichsbant angetauft oder zum Einzug übernommen. Sie sind an die Reichs. banknebenstelle zu Began zu girieren.- Desgleichen werden von jest ab Wechsel auf Bingerbrüd angefast; dieselben sind an die Reichsbanknebenstelle in Bingen zu girieren. § Crfreulicherweise sinft die Zahl der hessischen Gemeinden, die an den Volksschulen noch Schulgeld erheben von Jahr zu Jahr. Während zu Ende der 70cc| Herrn Lehrer Görlach, dem Dirigenten des Vereins Jahre noch 462 Gemeinden Schulgeld erhoben, geschieht dieses jetzt nur noch von 255. § In Darmstadt sollen künftig Frauen bei der Armenpflege mit verwendet werden. ** Gine neue Verfügung besagt, daß sich das Postgeheimnis nicht nur auf den Inhalt der Postsendungen, Telegramme und telephonische Mitteilungen, sondern auch auf alle Tatsachen des postali schen, telegraphischen und telephonischen Verkehrs zwischen zwei Personen erstreckt, die dem Postbeamten bekannt geworden seien. Als unter dem Schutz des Brief- und Telephongeheimnisses stehend, sei es bei spielsweise verboten, Mitteilungen über den Inhalt von Postkarten, über Briefwechsel ufw. dritten Personen zu tommen zu lassen. Als dritte Person seien auch jene Post- und Telegraphenbeamte anzusehen, die sich mit den Sendungen nicht zu befassen haben. Das diensttuende Personal soll sich der Einsicht in Karten tunlichst enthalten. Ueber den bekannt gewordenen Inhalt sollen gegenseitig nur so weit Mitteilungen gemacht werden, wie es der Dienst erfordert. ** * Neue Auszeichnung für Eisenbahner. Der Kaiser hat bestimmt, daß den Beamten und Arbeitern der Staats: Eisenbahnverwaltung für 25- und 40jährige Gesamtdienstzeit ein Erinnerungszeicheu nach den vom Kaiser entworfenen Zeichnungen und nach näheren, noch auszuarbeitenden Bestimmungen ver iehen werden soll. * - § Das Fest, das die Gailsche Bigarrenfabrik Gießen gestern in Verbindung mit der Feier ihres 93jährigen Bestehens den Arbeitern gab, die 25 Jahre und länger ihre Kraft in ihren Dienst gestellt haben, ist in allen Punkten auf das Beste verlaufen und zeugt von dem guten Eindernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. zu einer geeigneten Ansprache erteilt. Er feierte Se. Majestät als Gesangsobersten in des Wortes vollster Bedeutung. An der Hand verschiedener Beispiele wies er nach, wie die Gesangbereinen eben den Kriegerbereinen gleichwertig in der vaterländischen Sache dastehen. In das Kaiserhoch stimmten alle begeistert ein. Nach Abfingen der Nationalhymme wechselsen Soli und Chor, Scherz und Ernst harmonisch miteinander ab. Nach einem kleinen Festessen wurde seitens des Präft denten auch unseres hoheitlichen Brautpaares gedacht und unsere Wünsche in brausendem Hoch zum Ausdruck gebracht. Früh Samstag trennte man sich mit dem Gedanken, wirklich schöne Stunden berlebt Deueste Nachrichten. infolge der Krankheit des Prinzen Eitel Friedrich Berlin, 31. Januar. Der Kaiser hat seine Teilnahme an den Darmstädter Vermählungsfeierlichkeiten abgesagt. * Berlin, 30. Januar. Der Abgeordnete Bassermann ist zum Vorsitzenden der nationalliberaien Partei an Stelle Hammachers gewählt worden. Stell. vertreter sind die Abgeordneten v. Eynern und Dr. Friedberg. Straffammer. Gießen, den 28. Januar 1905. Der Photograph Bruno Löb aus Offenbach hat ** Bahn Marburg Dreihausen. Seit einigen Tagen finden behuss Weiterführung der Bahn Mar- gelegentlich des Ortenberger Marktes ohne obrigkeitliche Erlaubnis Bilder ausgelost. Er wurde hierfür zu 3 Mt. burg- Dreihausen entweder üben Winnen- Nordeck- Geldstrafe verurteilt. In längerer Verhandlung wurde Londorf oder nach Station Mücke an der ober- sodann eine Steuerhinterziehungsangelegenheit zum hessischen Eisenbahn Vermessungen statt. Hoffentlich ent- Austrag gebracht. Die Gebrüder Nathan und Moses hessischen Eisenbahn Vermessungen statt. Hoffentlich entscheidet man sich, so wird der Hess. Landes- Btg." geschrieben, Rothschild betrieben seither ein Getreide handelgeschäft zu Friedberg. Die Steuerberanlagfür die Weiterführung der Bahn nach Mücke. Ob die Bahnungskommission hatte schon längst den Verdacht, daß Marburg- Ebsdorf am 1. April dem Betrieb übergeben die Angeklagten ihr Einfommen nicht genügend verwird, ist bis jetzt noch feineswegs sicer. Es ist nach steuerten. Die Kommission veranlagt sie deshalb bon vorstehendem nun wohl an der Zeit, wenn die interessierten Jahr zu Jahr bis zu 10 Steuerklassen höher als sie hefs schen Gemeinden sich gemeinsam auch dieser Bahnfrage deklariert hatten, was sie sich ruhig gefallen ließen. Als sie im Jahre 1902 über das doppelte der Deklaration baldiaft annehmen. beranlagt wurden, erhoben sie Einspruch, der aber zukommission Berufung eingelegt, die eine Verhandlung rückgewiesen wurde. Nunmehr wurde bei der Landesüber die Berufung von der Vorlage der Geschäftsbücher abhängig gemacht. Die Geschäftsbücher wurden nicht borgelegt, womit es bei der doppelten Steuerberanlagung blieb. In diesem Verhalten ersah die Steuerbehörde sich in ihrem Verdachte bestärkt und gab die Sache der Staatsanwaltschaft zu weiterer Untersuchung, in deren Verlauf die Angeklagten vielfach unwahre daß ein wichtiges Geschäft das Lagerbuch, zum FeuerAngaben machten. Auffallend waren die Angaben, anmachen benugt worden wäre, während das Kassabuch auf unaufgeklärte Weise abhanden gekommen ist. Nach ihren Angaben hätten sie auch mit Unterbilang gearbeitet; trotzdem hat ihr Vermögen nachgewiesnermaßen von Jahr zu Jahr bedeutend zugenommen. Gegen Nathan Rothschild wurde von der Staatsanwaltschaft eine Strafe von 3392 Mt. und gegen Moses Rothschild eine solche von 3680 Mt. beantragt. Urteil soll Freitag, den 3. Februar, berkündet werden. *** Die Direktion der psychiatrischen Klinik teilt uns zu der Notiz über den Ratschlag eines Gießener Bäckermeisters( vergleiche Nr. 23 dieser Zeitung) mit, daß ihr von einem Angebot mit dem angeblichen Zusah nichts bekannt ist. Zugleich bemerkt dieselbe inhaltlich, daß in der Klinik außer Geistesfranken öfter auch Nerböse auf eigenen Antrag Aufnahme finden, daß also die betreffende Erzählung von einer falschen Voraussetzung ausgeht. tt. Stadttheater Gießen. Da kommenden Freitag Theodor Birts„ Anna von Hessen" als Festvorstellung hier nochmals in Szene geht, dürfte es interessieren, daß die gestrige Première des Werkes in Marburg vor ausverkauftem Hause ebenfalls einen durchschlagenden Erfolg davontrug. Darstellung sowie Inscenierung wurden auch von den Besuchern der Uraufführung am Stasseler Hoftheater als vorzüglich gerühmt. r Grünberg. Hier sind ein Herr und ein Kind fo unglücklich auf dem Glatteis gefallen, daß ärztliche Hülfe erglücklich auf dem Glatteis gefallen, daß ärztliche Hülfe erforderlich wurde. Ebenso fiel eine Dame von auswärts und brach den Arm. r Grünberg. Die Geburtstagsfeier unseres Kaisers gestalt.te sich in der Turnhalle zu erhebenden Aft, cinem wie man selbst verständlich von Deutschen ihn erwartet. Die offizielle Festrede hielt Herr Defan Wagner. Die einzelnen Vereine, boran der Kriegerverein, trugen nach Kräften zum Gelingen des Ganzen bei. Nur hätten wir gewünscht, so schreibt uns unser Mitarbeiter, daß man auch unseres geliebten Landesfürsten als echten deutschen Reichsfürsten mit gedacht hätte. ** Grünberg. Kimmt so en Herr un will mohl en Marder- hu', abersch en lewendigen. Do sa't em en Bauer, do misse merr en Vuggel fange, e merr den Merder kreje, He left also furt un fängt e Spatz, rupt em die Ferern ab un so bleiwe blos en paar Hoor ibwrig. Der Herr fregt, woas dos vör en Buggel sei. Do sa'tem der Bauer, dos fet en junger Spaß der noch im Nest gestocken sei. Do freegt der fremde Herr, or es denn in Saasen im Winter junge Spaßen gebe." Natirlich", sa't der Bauer,„ bet u's is es unner den Strohdächern worm, do brie die Spaße un Kohlmeise ag im Wienter." ][ Lollar. Am Samstag wurde im Gasthaus zur Traube ein Geselligkeits- Verein Germania ge= gründet.. Mart verile. Das Siefe 31. Januar. Sus dem heutigen Wochenmart: fofteten Butter per Pfb. 0.80-0.90 t., Hugneteter per Stia 8-9 1g., Entenete St. 7 1. Kase per Sr. 6-8 fg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg rojen pec Liter 21 pig, men pst Luer 32 fa., Tauben per Paar A. 0.80-1.0, güner per tid f. 1.00-1.60, Sahnen, per Gid 0.80-1.80, enten per Stud 1.80-2.20, Gänze per Pfd. 55-65 fg, Ochsenfleisch per ft. 70-80 fy., Rindfleisch per sb. 62-68 18. per fo. Schweineflene, 60-72 18. Sawetne fleisch gefalzen per squab 0.76 18., Stalbeija) per$ TD. 70-74 #fg. Hommelfietsa, per Pfd. 50-74 sfg., Startoffeln pro 100 ile 6.00 b. 650 Wit., Zwiebeln per St. Dir. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Pf. pri Stück, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 wt. Zwetschen per Zentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Wiarktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Martizeit überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Markizett um Umherziehen fellgeboten werden. Frankfurt a. M., 30. Januar. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer mf. 18.40-18.60, kurhessischer Mr. 18.40-18.60 Rogger, hiesiger Mr. 14.45-14.55, russischer Mr. 14.80-15.25 Gerste, hiesige F. 18.00 bis 18 25, Pfälzer Mt. 18.25 bis 18.50, fränkischer Mik. 18 25-18.40, Riedgerfle Mt. 18.50 bis 18 75 Hafer, hiesiger und Wetterauer Mr. 14.70-15.40, furhessischer Mr. 14.70-15.40, bayerucher Wet. 14.75-15.50, Mais, Wired Mr. 12.25-12.50 Alles pro 100 kilo ab hier. We hI wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hief. O, Mt. 26.75-27.25, feinere Marken wr. 29.00-29.50, hiesiges Nr. 1, Mr. 24.75 bis 25.25, feinere Marfen Mt 26.00-26.50, hiesiges Nr. 2, Mr. 23.75-24.25, feinere Marken Mr. 24.75-25.25. hiesiges Nr. 4, Mt. 19.70-20.25 feinere Marken 20.75-21.25, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mr. 22.- 23.25 b. 1 19.00-20.75, do. 2 Mr. 16-16.50. Weizenschalen 4.90 bis 5.10, Weizenkleie Mr. 4.95-5.15, Roggenkleie Mt. 5.70-5.80 Weizenfutter mehl Mr. 6.50 bis 7.50. Fleisch und Brotpreise am 30. Januar 1905. (§) Garbenteich.[ Besizwechsel]. Das Anwesen Die Martpreise für Vich und Frucht und die Gießener des H. Konrad Stumpt, Restaurant„ Zur Linde", ging durch Kauf an H. Konrad Klingelhoefer in Pohlyöns für 14 000 Mt. über. Bermittelt wurde der Kauf durch die Firma Scheel& Co. in Gießen. )( Lich, 30. Januar. Hier besteht die Absicht, Stadt Bahnsteig erhält ein Glasdach, wozu der Großherzog und Bahnhof elettrisch zu beleuchten.- Der 7000 Mt. gestiftet hat. ** Nieder- Ofleiden, 28 Jan. Der Gesangber ein„ Harmonie" dahier fand sich gestern Abend im Metz'schen Lokale zusammen, um den Geburtstag Sr. Majestät Kaiser Wilhelm II. festlich zu begehen. Schon der prächtige Schmuck des Festsaales überraschte die Mitglieder üb raus. Nach der üblichen Begrüßung durch den Präsidenten Herrn Nebhuth wurde das Wort Höchste Schlachtviehpreise in Frank urt a. M. Fleischpreise in Gieken 50 kg Schlachtgewicht 70-72 M./ kg 70-80 Pf. 1/2 11 81-83 Pf. бо 70-74 H do. Getreidepreise in Mannheim Ochsen Kälber Schweine Weizen 100 kg Roggen do. " 59-60 H 18.85 M. 14,60 " do. 60-72 Brotpreise in Gießen Weiß brot 2 kg 52 Bf Schwarzbr. do. 48 " м Ibin alein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belde Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: 32 Gießen. Dalli Seifenpulver das Allerbeste für die Wäsche Holzversteigerung. Montag, den 6. Februar 1905 soll an Ort und Stelle auf der Kreisstraße Reselbach- GeilshausenBeltershain nachverzeichnetes Werk- und Brennholz öffentlich, loos weise meistbietend versteigert werden. Das Werkholz besteht aus Ebereschen, Kastanien und Linden mit einem Gesamtquantum bon ca. 22 Festmeter, das Brennholz besteht aus 45 Haufen. vie Zusammenfunft ist beim stilometerstein 10,00 und Steinbruch der Preußisch- Hessischen Basaltwerke, des Bormittags 812 Uhr. Grünberg, am 25. Januar 1905. J. A.: Förster, Kreisstraßenmeister. Bekanntmachung. Die über das Gehöft des Wilhelm Bamberger 3. zu Garbenheim verhängte Sperre in Folge Notlauffeuche ist wieder aufgehoben. Krofdorf, den 30. Januar 1905. Die Bolizei Verwaltung. J. V.: Eyma el, Kreissekretär. Gewürzpflanzen. Von Dr. Ludwig Weil. ( Nachdruck verboten.) Motto: Man lebt nicht von dem, was man ist, sondern von dem, was man verbaut. Dieser bekannte Ausspruch gilt nicht nur vom Menschen, sondern von jedem Lebewesen überhaupt, also auch von Tieren und 3flanzen. Denn auch die Pflanze ist ein lebendes Wesen, welches tmet, Nahrungsstoffe aus der Luft und dem Boden aufnimmt und affimiliert, umsetzt und ansett. Auswurfs- und Reservestoffe erzeugt, ich entwickelt, fortpflanzt und zuletzt stirbt, wenn sie nicht vorher on Menschen oder Tieren verzehrt und in deren eigener Lebens: wirtschaft ausgenügt wird. Nähren sich doch in letzter Instanz alle Lebewesen von den Erzeugnissen des Bodens, sei es durch direktes Berzehren derselben im ursprünglichen oder zubereiteten Zustande, oder sei es durch Fleischnahrung oder Milchprodukte. Es hieße Wasser in den Rhein oder Gänseleberpasteten nach Straßburg tragen, wollte ich hie Erörterungen über die Notmendigkeit eines Nährstoffminimums im Futter des Schlacht- und Milchbiehes, über die wichtige Rolle der Eiweißstoffe in der Ernähr ung oder über das Erfordernis eines angemessenen Gehaltes an Salzen anstellen. Die Errungenschaften der Fütterungslehre und die einwandfreien Resultate der Ausnügungsversuche sind längst Semeingut geworden oder sollten es w nigstens sein. Weniger befannt scheint allerdings noch leider in manchen Kreisen unserer fleineren Landtoirte die Kenntnis jener Stoffe zu sein, die obgleich fie feine direkten Nahrungsstoffe sind und von einem un: nittelbaren Nährwert bei ihnen nicht die Rede sein kann dennoch ruf fämtliche Ernährungs-, Entwicklungs- und tierischen Rebensfunktionen überhaupt einen Einfluß auszuüben vermögen, der sie hoch über die direkten Nährstoffe stellt und sie zu einer notwendigen nad unentbehrlichen Ergänzung zu denselben Stempelt. - Es sind dies die Futterwürzen, jene vorwiegend vegetabilen Stoffe, die alles dasjenige enthalten, was den Wert der Futterstoffe erst recht zur Geltung bringt. Ohne sie bleibt oft das Beste am Futter ungebührlich lange im Magen oder Darm liegen und ver= rsacht Beschwerden oder Müdigkeit; ohne die Futterwürzen gest in günstigsten Falle noch ein großer Teil unverbauter und unausAuch der Wiensch kann die genußter Nährwerte mit dem Rot ab. Gewürze und Genußmittel nicht entbehren. Was uns Pfeffer, Zucker, Salz, Zimmt, Kaffee, Tabat, Wein, Fleischbrühe sind, das find dem Tiere die Futterwürzen. Auch uns ernähren Gewürze und Genusmittel nicht; und doch, wer möchte sie entbehren? Wer verinöchte ihre günstige Wirkung zu wo derlegen? Das Tier braucht andere Gewürze; aber auch diese sollen icharf riechende und schmeckende Stoffe enthalten, die, in pflanzlicher Form verabreicht, es in den Stand setzen, seine eintönige Nahrung gerne zu nehmen, sie gut zu verdauen und vortrefflich auszunüßen; ein guter Ernährungszustand ist gleichzeitig das beste Mittel gegen jebe Krankheit und wie viel edler und rentabler ist es, Krankheiten zu verhüten als sie zu heilen! Von einer Auswahl dieser Pflanzen, wie sie in der so hervorragend bewährten Futterwürze Bauernfreude"( Fabrikant: Th. Lanser in Regensburg) vereint sich finden, soll hier einiges Przählt werden. Bekanntmachung. Zur Feier der Vermählung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs findet am Freitag, den 3. Februar ds. Js. in unserem Theater eine Festvorstellung Loge Sperrfig 2 Parkett 2 3 Mark 50 Pfg. " " Theodor Kaiser, Stempelfabrik ( Stempel- Kaiser) Berlin 12, Charlottenstr. 16 Kautschuk- u. Metall- Stempel jed. Art billigst. Ges. gesch. Zigarrentaschen und Portemonnaies mit Stempel von 2,25 an, Druckereien v. 1,25 an, kl. Stempel v. 20 Pf. TypenFirmen- u.Datumstemp. v. 50 Pf. an. Holzversteigerung. == H ==Musterb.gr.u.fr. Montag, den 6. februar d. J. werden aus den Diftriften Hain, Lange, Buchen, Ochsenstall, Wirberger Waldlache, Hoherod, Laubachskopf, Steinfaute, Sohl wald, Kaulhain, Alter Haag und Beltershainer Wald durch Aufführung des Stückes ,, Anna von Hessen" statt. 1 Eiche II. Sti.( 50-59 cm mittendurchm.) der Forstwaitei Reinhardshain versteigert: Stämme: 1,32 Fftm., Preise der Pläge im Vorverkauf: 2 Etchen III. KI.( 40-49 cm Mittendurchm.)= 2,45 Fitm., 3 Eichen IV. I.( 30-39 cm Mittendurchm.)= 1,51 stm., 40 Gichen V. Kl.( unter 30 cm Mittendurchm.)= 14 stm., 6 Buchen IV. I.( 30-39 cm Mittendurchm.)= 4 Fftm. 3 Buchen III. I.( 40-49 cm mittendurchm. 2,65 Fitm., 1 Kiefer III. l.( 30-39 cm mittendurchm.)= 1 Fstm., 6 Kiefern IV. I.( 20-29 cm Mittendurchm)= 4,55 Fstm., 1 Lärche IV. KI.: 1 Fstm., 5 Fichten III. I.( 30 bis 39 cm mittendurchmesser) 7 Fitm, 68 Fichten IV. Kl. ( 20-29 cm mittendurchm.) 40 Fitm., 176 Fichten V. Kl.( unter 20 cm mittendurchm.)= 45 Fitm., 16 Weißtannen V. Kl.( unter 20 cm mittendurchm.) Aus Anlaß der Vermählung Seiner Königlichen Hoheit 2,58 Fitm. Servstangen: 18 Fichten I. l.( 11-14 cm. bes Großherzogs bleiben die städtischen Bureaus am Mittendurchm.)= 1,76 Fftm., 5 Weißtannen I. Kl.( 11 Donnerstag, den 2. Febuar ds. Js. Indem wic hierauf besonders aufmerksam machen, bitten wir unsere Mitbürger um recht zahlreichen Besuch. Gießen, den 30. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. geschlossen. Bekanntmachung. Gießen, den 31. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die Rechnung der Stadt Giegen für 1903 nebst Berwaltungsbericht, sowie die Rechnung des Stadterweiterungsfonds, des städtischen Elektrizitätswerks, sowie des städtischen Gas- und Wasserwerks für 1903 liegen in Gemäßheit des Artikel 87 der Städteordnung vom 31. ds. Mts. ab während 8 Tagen auf der Bürgermeisterei- Zimmer Nr. 15- zu Jedermanns Einsicht offen. Ein Bestandteil der Bauernfreude" ist zunächst die Enziontourzel, die, auf den Alpenwiesen, in den Hochvogesen und einigen andern mitteleuropäischen Gebirgen gesammelt, viel Zucker und träftigen Bitterstoff enthält, der uns auch im vortrefflichen EnzianDiese Wurzel behält, wenn sie sorgfältig ge= schnaps befannt ist. trocknet und gepulvert, sowie trocken aufbewahrt wird, ihre volle Birksamkeit auf die Speicheldrüsen und Magennerben und ihren allgemein tonischen Effekt, der sie zu einem Bittermittel von univerfaler Bedeutung gemacht hat. Es ist nachgewiesen, daß der Enzianbitterstoff den ganzen Körper durchwandert und sogar bis in den Schweis übergeht, ein Beweis für den großen Umfang seines Wirkungskreises. Ein anderer Bestandteil der Bauernfreude" ist die Meister: wurzel, die fich bereits seit dem frühen Mittelalter in der TierGesundheitspflege bewährt. Auch diese Gewürzpflanze wirkt vor: nehmlich durch ihren Bitterstoff, der Schwerpunkt ihrer Wickung Die liegt aber wieder auf anderem Gebiete als beim Enzian. Meifter wurzel wirkt auf den Druck des Blut 8, erhöht denselben, steigert den Stoffumfaß. gibt den Körperfäften eine lebhaftere Be wegung, so daß sich schädliche Ermüdungsstoffe darin nicht anhäufen, sondern mit und ausgeführt werden können. Liese Wurzel ist eine von den wenigen, welche, wenn sie troden bleiben, mit dem Alter an Güte und Effeft gewinnen; es entwickeln sich und reifen darin bocharomatische Substanzen, Imperatorin und Oftruthin, denen, in Gemeinschaft mit dem vorhandenen ätherischen Dele, die nervenbelebende Wirkung zukommt, die, wie ein Beitschenhieb, das Blut roscher freisen läst. -- Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Bemerkungen zu denselben in der gleichen Frist bei uns eingereicht werden können. Gießen, den 30. Januar 1905. Bekannter ist der ande e Bestandteil der Bauernfreude", die Süßholzwurzel, obwohl gerade sie in unseren Gegenden nicht vorkommt; sie enthält die wertvollen Körper Glyfyrrhizin uno Asparagin. Just in allerletzter Zeit ist diese Wurzel im Ansehen wieder ganz bedeutend gestiegen seitdem fipp und flar er= wiesen ist, dak tas darin enthaltene Asparagin den Eiweißansat also die Fleischbildung bei Wiederfäuern auch dann befördern. fann, wenn, bei sonst ausreichender Nahrung, großer Eiweißmangel best ht oder wenn, wie im Erhaltungsfutter bei Stallrube, wenig Eiweiß gereicht wird. Außerdem ist die Süßholzwurzel eines der besten Geschmacksverbesserungsmittel, die wir kennen. - Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. - = - - = = bis 14 cm mittendurchm.)= 0,47 Fm., 2 Weißtannen II. I. ( 8-10 cm mittendurchm.)= 0,12 stm. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Ochsenstall bei& ilshausen bei Stamm Nr. 1204. Nur das Holz im Distrikt Ochenstall 2 wird bei der VerDie Nummern des zur Versteigerung vorgezeigt. steigerung kommenden Holzes sind blau unterstrichen. Nummerauszüge werden Käufern größerer Holzquantitäten bet rechtzeitiger Bestellung fostenlos zugestellt. Grünberg, den 28. Januar 1905. Großh. Oberförsterei Grünberg. Schober. Joh. Seibel Glessen Ludwigsplatz Weinstube. Ausschank v. nur guten reinen Tischweinen In der Zeit vom 21. bis 28. Januar 1905 wurde Robert Stuhi in hiesiger Stadt gefunden: 1 filb. Stockgriff, 20 Mt. und eine Sturmlaterne; verloren: 1 Portemonnaie mit 34,20 Inhalt, Gießen, Neustadt 23. empfiehlt zu billigsten Preisen: 1 rotes juchtledernes Bortemonnaie Hülsenfrüchte mit 1 Mt. und etliche Pfennige und einen Dividenden- Schein des Eisen- bon vorzüglicher Kochart. bahn- Konsumbereins von 85 S. InSanertrant, halt, 1 gold. Damenuhr ohne Kette, Salz- u. Essig- Gurken, im Deckel eine Photographie, und 1 schwarzwollenes Tuch. 3ugelaufen ist: 1 weißer Spig. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 28. Januar 1905. Großherzogliches Polizeiamt Sicken. Herberg. Für kleine Kaufleute und Handwerker! 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