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Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Studentenleben. " - - Wie ein Spanier über deutsche Studenten urteilt. Der Besuch des spanischen Königs hat in Spanien das Augenmerk in erhöhtem Maße auf deutsche Verhältnisse hingelenkt und fast täglich beschäftigen sich jeßt die Madrider Beitungen mit Deutschland, das für sie früher ein ziemlich unbekanntes Land war. Neuerdings hat ein in Berlin Studierender Spanier eine Abhandlung veröffentlicht, in der er die deutschen Studenten seinen Landsleuten zu Hause als Muster Hinstellt. Wenn man die Verhältnisse an den südlichen Universitäten berücksichtigt, wo Studentenstreits und Revolten nichts seltenes sind, mag eine solche Ermahnung nicht unangebracht sein. Der spanische Student schreibt, daß sich der deutsche Student in erster Reihe dem Studiunt hingibt. Von 100 deutschen Studenten sizen 80 fleißig bei den Büchern, und man fann behaupten, daß 40 ihrer Arbeit mit wirklichem Eifer nachgehen. Aber jene zwanzig, die nicht so fleißig find, finden auch zerstreuungen: zunächst der Sport, sei es Automobil( 1), Ruder-, Turnsport oder Instrumental- und Bofalmusit, dann die Verbindung", die in der Hauptsache aus einigen guten Freunden und einem Tönnchen Bier besteht. Jede Verbindung hat ihr Lokal, ihre Tracht, ihre Farbe, ihr Band, ihre Statuten und ihren Mundschent(!). Man bleibt fundenlang beisammen und leert große Schoppen Pilsener oder Münchner, wobei frisch gesungen wird. Wenn die für einen schönen Schmiß" dem Teufel ihre Seele verschreiben würden; trotzdem öffneten alle ihre Mappen und schickten sich an, mit der Feder dem Vortrag des Professors zu folgen, der über die Philosophie des 20. Jahrhunderts von Fichte bis Nietzsche" sprach. Fast alle fönnen stenographieren; fie haben es auf dem Gymnasium oder zu Hause gelernt. Zwei nur blieben untätig inmitten dieses Galopps, den die Federn auf dem Papier tanzten: einer von diesen beiden war der spanische Student, der diese Zeilen schreibt und dem niemand Stenographie beigebracht hat; der andere ein fleiner Japaner, der alles, was hier über Schleiermacher vorgebracht wurde, lächelnd über sich chen ließ. Studenten hören täglich sechs bis sieben Vorlesungen und schreiben, wenn sie nach Hause kommen, die stenographierten Notizen ins Reine; dann erst gehen sie in die Verbindungen. Und wenn man in die Universitätsbibliothek oder in die Königliche Bibliothek geht, findet man viele von ihnen mit Haufen von Büchern, die sie in ihrem bescheidenen Zimmerchen durcharbeiten. Weit intensiver noch als in der Universität wird in den Laboratorien und in den Kliniken gearbeitet. Niemals aber hört man, daß sich die Studenten verbinden oder verbünden, um gegen den Unterricht betreffende Angelegenheiten zu protestieren, wenn man von den Proteſtversammlungen in Sachen der konfessionellen Verbindungen obfieht, die ja schließlich ziemlich harmlos verlaufen. Die Verbindungen tragen einen privaten Charakter, außer den Bruder Studio wirklich einmal die Langeweile mit ihrem grauen Flügel berührt, kann er zum Rapier seine Zuflucht nehmen und sich damit vergnügen, daß er einem Kollegen ins Fleisch schneidet. Die Zahl der Verbindungsstudenten ist aber nicht groß. Gewöhnlich ist der Student" wild". Eine Vorlesung in der Universität schildert der Spanier in der " 1 Keine Trunksucht mehr. Die Eine Probe von dem wunderbaren Cozapulver wird gratis geschickt. Kann in Kaffee Thee, Essen oder Spirituosen gegeben werden, ohne dass der Trinker es zu wissen braucht. schönmalenden Weise seines vandes: In dem großen unbesetzten Saale mit einer unendlichen Perspektive von Bänken und Schreibpulten herrschte eine Art Dämmerungsstimmung hinter dem Katheder wischte ein Bedell langsam die Erinnerungen an die soeben verflossene Vorlesung von der Tafel. Durch die hohen Fensterscheiben fiel der Blick auf den Universitätsgarten mit den dunklen Bäumen. Inzwischen wurden im Saale die elektrischen Lampen angezündet, und herein strömte eine Schar von Hörern, junge Leute mit roten Gesichtern, mit wirren Haaren, mit ungeschickten Bewegungen; unter dem Arm hatten sie Mappen mit Büchern und Schreibpapier. Sie seßten sich einer nach dem andern auf die Bänke, und ich zählte 322, darunter 40 Damen, fast lauter Russinnen und Schwedinnen. In diesem Augenblicke hörte man ein Geräusch im Saale: die Anwesenden begannen alle mit den Füßen zu trampeln. War das der Beginn einer Protestfundgebung? Nein, meine Herren, so wird hier der Professor bei seinem Eintritt begrüßt. Sicher gab es unter den Hörern viele von der Sorte, die in der Universitätssprache ,, Bierstudenten" genannt wird, nicht wenige, etwa, daß sie bei öffentlichen Festen oder Aufzügen in ihren Galatrachten erscheinen. Im allgemeinen vereinigen sich die Seutschen Studenten nur, um zu studieren, wenn es auch scheint, als ob unter ihnen der Klassengeist mehr entwickelt ist als anderswo. Das fommt daher, weil der Staat und das Bürgertum dem Studenten mancherlei Privilegien zuerfennt. Gewöhnlich lebt der deutsche Student allein oder höchstens mit zwei oder drei intimen Freunden, und diese Intimität ist nicht einmal das hingebungsvolle Vertrauen der lateinischen Freundschaft, sondern ein Austausch von Idealen, von Gedanken und von Ansichten über Welt und Leben..." Manche Ansichten des spanischen Beobachter werden nicht unwidersprochen bleiben, besonders scheint er das Verbindungswesen doch etwas zu rosig zu betrachten und gewisse Schäden, die in dem Kneipkomment liegen, übersehen zu haben. Immerhin verdienen diese Ausführungen Beachtung, wenn es auch faum zu erwarten ist, daß bei dem Volkscharakter des Südländers deutsche Verhältnisse bildend auf Spanien einwirken fönnen. Schon die klimatischen Verhältnisse lassen ein so anhaltendes Arbeiten, wie es in Deutschland und andern nördlicheren Gegenden Gebrauch ist, im Süden nicht aufkommen. = - Vermischtes. Die junge Frau von achtzig Jahren. Der Frau Cornelie Brielle in Budapest ist es nun doch geglückt, über alle Hindernisse hinweg ihren Herzenstraum zu verwirklichen: die achtzigjährige Greisin hat den 34jährigen Koloman Rosznyay, zu dem sie eine schwärmerische Neigung gefaßt hatte, geebelicht. Frau Brielle war vor langen Jahren eine gefeierte Bühnenkünstlerin, und ihr später Herzensroman erregte das größte Aufsehen in der Gesellschaft, in der sie wohl bekannt und beliebt war. Ihre Verwandten boten alles auf, um die Ehe der Achtzigjährigen zu hindern. Man wollte sie sogar unter Kuratel stellen lassen. Aber mit großer Zähig= feit wußte die Greisin ihren Plan durchzuführen. = Ein angenehmer Jugendbildungsverein. In Berlin hatte sich vor kurzem ein Verein von Jünglingen ge teppdecken Im Neuanfertigen, sowie Aufarbeitung von Steppdecken bildet, dessen Zweck angeblich Pflege der Geselligkeit war. Die Mitglieder dieses Jugendlust" genannten Vereins machten Sonntags Ausflüge in die Vororte, besuchten Tanzver= gnügungen und setzten die Bewohner dieser Orte dadurch in Schrecken, daß fie nachts auf dem Rückwege nach Berlin ,, zur Deckung der entstandenen Unkosten" Schaufästen aufbrachen und ausplünderten. Durch Abfassung des Vorfizenden" ge langte die Polizei in den Besitz der Mitgliederliste, und die saubere Gesellschaft wird demnächst vor Gericht ihre weitere ,, Fortbildung" erleben. = Photographien auf Fingernägeln. Eine neue Mode kommt aus London: die Photographie auf den Fingernägeln. Man hat ein neues Verfahren erfunden, durch das man winzige Klischees auf die Fingernägel der Elegants und der Schönen drucken kann. Alle die schönen Damen wollen das Porträt des von ihnen am Meistbegünstigten in dieser Form haben, und ebenso sind die jungen Stutzer darauf erpicht, die Züge der Geliebten auf dem Zeigefinger, dem Ringfinger oder dem kleinen Finger ihrer linken Hand zu tragen. = Wie man siebzig Jahr alt wird. Der bekannte amerikanische Humorist, Mark Twain, der in diesen Tagen fiebzig Jahr alt geworden ist, hat einem Redakteur gegenliber folgende interessanten Einzelheiten mitgeteilt, wie er sein Leben eingerichtet hat. Er sagt: Dreißig Jahre lang nahm ich morgens um 8 Uhr Kaffee und Brot und dann keinen Bissen oder Schluck mehr bis 7%, Uhr abends. Ich habe die Regel eingehalten, nie mehr als eine Zigarre zugleich zu rauchen. Im Trinken befolge ich keine Regel; wenn die ' andern trinken, helfe ich gern, sonst aber bleibe ich vorzugsweise und aus Gewohnheit trocken. Diese Trockenheit schadet mir nichts, aber sie fönnte Ihnen schaden, weil Sie anders angelegt sind: lassen Sie das also sein. Seit meinem siebenten Jahre habe ich selten Arznei genommen und noch seltener welche gebraucht. Aber bis zu meinem siebenten lebte ich ausschließlich von allopathischen Arzneien. Mein Vater hatte nämlich Schulden halber eine Apotheke übernommen, und das machte Lebertran für den Haushalt billiger als andere Frühstücksspeisen. Als dann die Apotheke erschöpft war, war meine Gesundheit dauernd befestigt, und seitdem war ich denn auch nicht krant. Turnerische Uebungen habe ich nie gemacht außer Schlafen und Ausruhen. Turnen ist beschwerlich, auch fann es nicht gut sein, wenn man ermüdet ist, und ich war immer müde. Das Rezept tann also zur Nachahmung empfohlen werden. Markwürdige Heiratswerbungen. Auf Nordborneo herrscht bei dem Stamm der Dajaten die graufige Sitte, daß ein Bräutigam seiner Braut vor der Hochzeit eine Anzahl abgeschnittener Köpfe verehren muß. Ein Dajate war von Missic aren so veit befehrt worden, daß er versprach, feine Feinde mehr umzubringen. Dies führte dazu, daß seine Braut ihn mit Verachtung zurückwies. Sie wollte ihn nur dann erhören, wenn er ihr Köpfe bringe. Der Abgewiesene verschwand für einige Zeit und erschien sodann in der Hütte des Mädchen mit einem Sacke, aus dem er ihr vier Köpfe vor die Füße rollen ließ. Das Mädchen fiel ihm freudig um den Hals, erkannte aber darauf zu ihrem Entsetzen die Köpfe ibrer Eltern, eines Bruders und eines jungen Mannes, der Hamburger Engros- Lager Alexander Salomon& Co. COZAPULVER ist mehr wert wie alle Reden bei billigster Berechnung halte mich 10 Mäusburg 10 der Welt über Enthaltsamkeit, denn es erzielt die wunderbare Wirkung. dass die Spirituosen dem Trinker widrig vorkommen. COZA wirkt so still beftens empfohlen. Beste Empfehlungen zur Seite. und sicher, dass Frau, Schwester oder Tochter Frau Fourier ihm dasselbe ohne sein Mitwissen geben kann und ohne dass er zu wissen braucht, was seine Besserung verursacht hat. COZA hat Tausende von Familien wieder versöhnt, hat von Schande und Unehre Tausende von Männern gerettet, welche nach er kräftige Mitbürger und tüchtige Geschäftsleute geworden sind. Es hat manchen jungen Man auf den rechten Weg zum Glück geführt und das Leben vieler Menschen um mehrere Jare verlängert. Das Institut, welches das echte COZAPULVER besitzt. sendet Es wird als in diejenigen, die es verlangen, eine Probe gratis anz unschädlich garantiert. 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Der Kopfabschneider wurde von seinen ergrimmten Stammesgenossen in einen Bambuskäfig gesperrt, in dem man ihn verhungern ließ. So ungemütlich sind wird in Europa doch nicht! ====Wahrsagerei in Japan. Der berühmte Wahrsager Japans, Takashima, hat ein Buch über seine Kunst veröffentlicht. Danach beruht die japanische Wahrsagerei auf dem Gebrauch von Zauberstäben. Es sind bei der vollkommensten Art der Wahrsagung 50 Holzstäbchen von etwa 30 Zentimeter Länge nötig, die der Wahrsager nach Vornahme be= stimmter religiöser Handlungen auf eine sehr verwickelte Art, aber ohne bewußt ein bestimmtes Ergebnis herbeiführen zu wollen, immer wieder in Gruppen abteilt, bis die jeweils bei den vorgenommenen Feilungen übrig gebliebenen Reste gewissen Linien des klassischen Zauberbuchs der Chinesen, des J- King oder Buches der Verwandlungen" entsprechen; auf Grund solcher Uebereinstimmung wird dann der weissagende Spruch gefällt. Die Wahrsagung fann nach der Ueberzeugung der Japaner nur gelingen, wenn der Wahrsagende seine Aufmerksamkeit ganz von den äußeren Dingen abgelenkt, sich ganz dem Willen des Allmächtigen, der beim Legen der Stäbchen seine Hand regiert, hingegeben hat. Die japanischen Wahrsager find sehr angesehen und werden vor jeder wichtigen Staatshanding befragt, aber ihr Orakel sind natürlich genau so dunkel wie alle derartigen Prophezeiungen. " = Der freche Dachs. Nicht weniger als 28 Hühne und vier Enten hat ein Dachs totgebissen, der sich in einey Geflügelstall in Hohenesch bei Hamburg eingeschlichen hatte Die Hühner saßen nur in Höhe von etwa einem Meter übe: dem Boden, sodaß sie der freche Dachs bequem erreichen fonnte. Nach vollbrachter Tat hat sich der Uebeltäter ar einer Henne gütlich getan und ist dann im Stalle eingeschlafen so fest, wie ein Dachs nur schlafen kann; er ist selbst darn nicht aufgewacht, als die Hausfrau morgens Hühner und Enten zum Frühfutter rief. Sie sah nach und bemerkte dag schlafende Tier. Der schnell herbeigerufene Besitzer durch bohrte dann den Schläfer mit einer Heugabel. Jedenfalls eine Seltenheit, daß der sonst so vorsichtige Räuber am Tatorte unvorsichtigerweise einschläft. - = Verschmähte Millionen. Ein eigentümlicher Kauz scheint ein Bewohner von St. Louis, Mr. How, zu sein, der tine Erbschaft von 4 Millionen Mark ausgeschlagen hat, weil er das Geld nicht selbst erworben hat. Er befürwortet eifrig bie allgemeine Verbrüderung der Menschen, schläft in einem Heim der Heilsarmee und bereitet sich seine Mahlzeiten auf tinem billigen Petroleumofen. Seinen Lebensunterhalt ver= bient er als Papierverkäufer, oder er trägt Depeschen fitr Telegraphengesellschaften aus und verrichtet ähnliche unterjeordnete Arbeiten. Also fein lachender Erbe! Grosser Ausverkauf sämtlicher Schuhwaren für Herren, Damen und Kinder. Wegen bevorstehendem Umbau zu bedeutend ermäßigten Preisen, deshalb billigste Bezugsquelle. 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Es liegt im Interesse des Publikums mit der Abwidelung der Geschäfte nicht bis gegen Ende des Monats zu warten, da dann der Zudrang ein so starker ist, daß naturgemäß eine schnelle Beförderung nicht erfolgen fann. Der Vorstand der Bezirkssparkasse Gießen. Wiener. Unerreicht in Eleganz, Dauerhaftigkeit, Güte und Billigkeit sind die Nähmaschinen von Joh. Fr. Schaaf, Giessen, Wetzsteinstrasse 44. 183 25 144,21 Fftm. zu Gerüft und Epalierstangen geeignet, Fichten Reisstangen von 5-9 m Länge= 2,57 Fftm. Rmtr. Nadelholz Scheitholz, Knüppelholz, 86,5 121 H Stockholz, 17 2770 60 zerkleinertes Nadel Stockholz, H Wellen Nadel- Reissig, Wellen Birken Reifig. Die Zusammenkunft ist auf der Licher- Straße Waldeingang. Gießen, den 30. Dezember 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Lahnkalk- u. Marmor- Industrie** August Gabriel Jr. Giessen, Kalkwerke: Abendstern. Telefon 84. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. Bügelkursus! 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Postpaketen nach Algerien müssen fortan 3( statt bisher 2) Zollinhaltserklärungen beigefügt werden. Im Verkehre mit der Kapkolonie, der Oranjeflußfolonie, Transvaal, Britisch= Betschuanaland- Schußgebiet, Süd- Rhodefia, Natal und Zululand sind jetzt auch Anträge auf Abänderung der Adresse bei Bostanweisungen, wie solche auf Rückzahlung seitens der Absender zulässig. Nicht statthaft bleiben derartige Anträge noch im Verkehr mit den britischen Kolonien in Australasien( ausschließlich Fidjiinseln) sowie Serbien. Betr.: Beschäftigung von Gehilfen und Lehrlingen im Konditoreigewerbe. Bekanntmachung. Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß für Sonntag, den 31. Dezember 1905 die Beschäftigungsund Verkaufszeiten für Konditoreien von vormittags 9 Uhr bis abends 9 Uhr festgesetzt sind. Gießen, den 27. Dezember 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Betr. Beschäftigung der Gehilfen und Lehrlinge im Bäckereigewebe. Bekanntmachung. Auf Grund der§§ 105c, 105e Gewerbeordnung, sowie§65c 3 der Ausführungsanweisung hierzu wird für Sonntag den 31. d. Mts. die Beschäftigung von Gehilfen und Lehrlingen im Bäckereigewerbe bis 12 Uhr mittags gestattet, unter der Bedingung, daß die darauffolgende Ruhezeit 36 Stunden beträgt. Gießen, den 27. Dezember 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Betr Abfuhr des Hauskehrichts. Bekanntmachung. insbesondere aber die Verwendung ungeeigneter KehrichtDie mangelhaftete Aufstellung der Kehrichtgefäße behälter( wie Holzkisten, Eimer und Kästen ohne Deckel) hat in vielen Fällen eine Verunreinigung des Straßengeländes zur Folge. Ferner muß es als Mißstand bezeichnet werden, wenn stundenlang nach stattgehabter Leerung die Gefäße auf den Bürgersteigen stehen bleiben und den Verkehr hemmen. Wir haben die Schußmannschaft angewiesen, diesem Uebelstand ihre verschärfte Aufmerksamkeit zuzuwenden und alle Verstöße gegen die Bestimmungen des Art. 111 und 112 des Polz.-St.-G.-B. und§ 36619 und 10 am R.-St.-G. die das Herausstellen der Gefäße auf die Straße 2c. und die Verunreinigung von Ortsstraßen und öffentlichen Plätzen unter Strafe stellen, zur Anzeige zu bringen. eine Wir machen darauf aufmerksam, daß ordnungsgemäße und reinliche Art der Aufbewahrung des Hauskehrichts durch die Verwendung der mit Deckel bersehenen Kehrichtgefäße, wie sie von verschiedenen Firmen zur Zeit in den Handel gebracht werden, schr gefördert wird. Diese runden Kehrichteimer mit Tragbügel und daran befestigtem Deckel verhindern das Herausscharren und Verschleppen des Kehrichts durch Hunde, erleichtern die Entlerrung der Behälter bei der Abfuhr und sind, wenn sie, wie vorgeschrieben, innerhalb des Hoftores oder der Türe aufgestellt sind und nach der Leerung alsbald entfernt werden, für das Straßenbild nicht mißständig. Die einschlägigen Bestimmungen des Entwässerungspläne, Roften öffentlichen Plägen bringen wir ferner nachstehend in Ecanschläge und Brüfung. von Rech- innerung: nungen fertig billigst, älter. er: fabr. Techniker unter Garantie der g nehmigung. Off. unter Chr. L. 100 an die Erved. Hausbesitzer. Regulative betreffend Reinhaltung der Straßen und Chem.Waschanstalt Gebr. Röver, Färberei. Marktplatz 18 Giessen Marktplatz 18 Bedeutendstes Werk dieser Branche in Mitteldeutschland. Abfuhr des Haustchrichts. 1. Der städtische Abfuhrdienst erstreckt sich lediglich auf die Beseitigung des Hauskehrichts und der häuslichen Abfälle; Kehrichtfasten und Gefäße, welche Bauschutt, Steine, gewerbliche Abfälle und dergleichen enthalten, werden seitens der Kehrmannschaft weder entleert, noch deren Inhalt abgefahren. 2. Ebensowenig ist die Kehrmannschaft verpflichtet, Kehrichtkasten oder Gefäße zu entleeren, welche den nachstehenden Bestimmungen, insbesondere denjenigen bezüg lich des Fassungsraumes nicht entsprechen. und 3. Gefäße zum Sammeln des Hauskehrichts und der häuslichen Abfälle müssen solide und dicht hergestellt mit je zwei Handhaben versehen sein; dieselben dürfen das Maß von 60 cbdm Inhalt feinesfalls überschreiten. Das Muster eines Kchrichttastens in Holzbon 50X40X30 cm Größe fann auf dem Tiefbauamt eingesehen werden. Gießen, den 28. Dezember 1905. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. n way 11nd äußerlich geht er mit dem großa rafch nicht Durchaus nicht, äußerst diftinguiert aus." " Ich hörte, wie ihn Herr antwortete alicia Ferney einen alten, närrischen Kauz nannie." ,, Er Herr Verney ift ein Esel, und ich werde ihm bei der nächsten Gelegente erfennen geben, was Alicia mit einen ich von ihm dente ich habe Ihr Wort," erwiderte der unerschrockene Forscher. Der Fürst wurde in der Tat schon wenige Wochen später wieder nach Europa zurüdberufen und zum Offizier befördert. Str. 303 be Famili Samstag, den 30. Dezember 1905