Die gute Partie" ins nur dem Bug des des Goldes! Hütet Geldes wegen nehmen Selbst, euer Jchgefühl und tennt den Ernst zermalmen und vers rfraft der Liebe stärkt, Teichgewicht der Seele her Dämon, der Leib , aber nicht leiden usfrau Der Leinwand gibt es 1 Grade der Feinheit Beim Einkauf von zu achten, daß die eit und Festigkeit be und des Webers durch und Glätten verdedt and ohne Appretur zu Probe zu entfernen. and besteht im Verhes Mittel zur Er n der Leinwand mit ein Aussehen wie ser weiß bleibt. Die und durchscheinende Die Leinwand gerollt odenen, luftigen Orte nd muß man vor der weil sie sonst vor der ewahre aber die Lein rch zu langes Liegen nur zwölf Jahre in nimmt sie nach und d mürbe. einer Mischung von zerin und 10 Tropfen en in die Hand und ach dem Waschen ein. on 30 Gramm Wall Bramm Olivenöl und ndes ürnt):„ Herr Brown, ein Mann beim Ans würde?"- Brown: Angst, daß er sich soSie auch Zähne schmerzbei meinem letzten berrentt." Dame: Herr Smith, neulich gebissen hat." idts zu fagen." arme Hund ist seits eh mein Jawort gab, Maud:„ Das anderweitig verlobt." tfel. bir ich heiß, weiß. fter Nummer.) mmung wird das gegen Hunde wegen lebectetue ments, bezw. der Verordnun Die Hundefteuer betreffend nicht berührt. cachung. Kanalisationsarbeiten eute an bis auf weiteres obember 1905. Beiamt Gießen. berg. machung. in Aanalisationsarbeiten e an bis auf Weiteres Cobember 1905. t. Bolizeiamt Gießen. rberg. vergebung. δ Dezember d. J., vormitta Auftreicherarbeit für derweiterten Mädchenfd und Bedingungen liega Angebote auf Vorbrud gum genannten Zeitpunt gefcift 14 Tage. mber 1905. Hochbauamt. bel. Nr. 282. Jusertionspreis: Die einspaltige Betitzelle für ganz Oberbeffen, bte Kreise Bezlar und Marburg 10 Pfg. font 15 Bfg. Reklamen ble Petitzelle 30 refp. 40 Bfg. Rebaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanfchink Kr. 302. Donnerstag den 30. November 1905 Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich- 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Die Steuerpläne. Die zum Zwed der Neichsfinanzreform aufgestellten Steuerpläne der Regierung werden in ihren Einzelheiten offiziell befannt gegeben. Veröffentlicht werden der Entwurf eines Gesetzes über die Ordnung des Reichshaushalts und die Tilgung der Reichsschuld sowie Auszüge aus den Entwürfen der Gesetze, betreffend Aenderung des Brausteuergesetzes, betreffend Aenderung des Tabaksteuergesetzes, aus dem Entwurf eines Zigarrettensteuergesetzes, aus dem Ent= wurf eines Gesetzes wegen Aenderung des Reichsstempelgesetzes sowie aus dem Entwurf des Erbschaftssteuergesetzes. Angekündigt wird dabei, daß die Steuerentwürfe eine einheitliche Vorlage bilden, sodaß die Regierung sich nicht damit einverstanden erklären könne, daß nur ein Teil ange= nommen werde. Die Erbschaftssteuer soll für erbende Eltern und Geschwister 4 Prozent, für Großeltern, für Neffen und Nichten 6 Prozent, für Onfel und Tanten, für weitläufiger verwandte Neffen, Nichten und Verschwägerte 8 Prozent und in allen übrigen Fällen 10 Prozent betragen. Bei Erbschaften im Wert von über 50 000 Mart wird ein 1% facher, bei über 100 000 Mart ein 1½facher, bei über 300 000 Mart ein 13% facher Zuschlag und bei über 500 000 Mark das Doppelte der vorgenannten Säge erhoben. Inbezug auf die Brausteuer ist zu bemerken, daß die Steuer gegenwärtig für den Doppelzentner Malz in Preußen 4 Mart beträgt. In Zukunft sollen erhoben werden bei den ersten 250 Doppelzentnern 7 Mark, bei den folgenden 250 Doppelzentnern 8 Mart, bei den folgenden 500 Doppelzentnern 10 Mart, bei den folgenden 2000 Doppelzentnern 11 Mark und so weiter bis 12,50 Marf. Für untergärige Biere wird ein Surrogatverbot erlassen. Die Erhöhung der Tabak steuer gliedert sich wie folgt: Ausländischer Rohtabat soll pro Doppelzentner 125 Mark zahlen, feingeschnittener Tabat 500 Mark und Zigarren die Summe von 600 Mark. Für den inländischen Tabatbau wird die Gewichtsteuer auf 62 Mark und die Flächensteuer auf 6,2 Pfennig für den Quadratmeter erhöht. Bei der Zigarettensteuer werden 3 Mart für 1000 Stüd Zigarettenpapier gefordert. Eine umfangreiche Kontrolle der Papier- und Zigarettenfabriten geht damit Hand in Hand. Der Zoll für ausländische Zigaretten wird von 270 Marf auf 1200 Mark pro Doppelzentner erhöht. Die Stempelsteuer bringt eine Abgabe von 10 Pf. für Konnoſſemente, Frachtbriefe, Ladescheine. Einlieferungsscheine im Seeverkehr zwischen inländischen See- und Flußhäfen und für alle sonstigen Frachtbriefe, Pafetadressen, Gepäckscheine, Beförderungsscheine oder andere eins der bezeich= neten Papiere ersetzenden Schriftstücke. Erhöhte Stempelsätze find für Frachturkunden über ganze Schiffs- und Eisenbahnwagenladungen vorgesehen. Befreit sind nur Gepäckscheine über Reisegepäck und Frachturfunden über frachtfreie Sendungen. Im Eisenbahn- und Postverkehr erfolgt die Einziehung durch die Eisenbahn- und Postverwaltung. So wird jedes Packet außer dem Porto eine Stempelabgabe von 10 Pfennig tragen. Aehnlich verhält es sich mit den Quittungen. Der Stempelabgabe werden alle Quittungen unterworfen, die im Inland ausgestellt oder ausgehändigt werden, sofern sie über einen Betrac von mehr als 20 Mart lauten. Die Abgabe beträgt 10 Pfennig von jedem einzelnen Schriftstück, oder, wenn es mehrere Quittungen enthält, von jeder einzelnen Duittung. ostanweisungen sind also steuerpflichtig; ebenso Postaufträge. Auch alle Gehaltsquittungen nicht versicherungspflichtiger Personen, während Beamte und versicherungspflichtige Angestellte oder Arbeiter frei bleiben. Getroffen würden die in privaten Diensten stehenden Personen. Personenfahrkarten im Eisenbahnverkehr auf inländischen Bahnlinien und im Dampfschiffsverkehr auf inländischen Wasserstraßen unterliegen einem festen nach den Fahrklassen abgestuften Stempel. Dieser beträgt im Eisenbahnverkehr für einen Fahrausweis I. Klasse 40 Pfennig, II. Klasse 20 Pfennig, III. Klasse 10 Pfennig und IV. Klasse 5 Pfennig; im Dampfschiffsverkehr 10 Pfennig, und wenn verschiedene Fahrklassen geführt werden, für die höheren Fahrklassen 20 Pfennig. Befreit sind Fahrkarten bis zu 2.- Mark. Für Kraftfahrzeuge ist eine Erlaubniskarte zu lösen. Die Abgabe von der einzelnen Erlaubniskarte zerfällt in einen festen Grundbetrag und einen weitern nach der Zahl der Pferdekräfte des Fahrzeugs sich vervielfältigenden Betrag. Der Grundbetrag beträgt für Krafträder 10 M., für Kraftwagen mit ein oder zwei Sigpläßen 100 M., für solche mit mehr als zwei Sigen 150 M. Daneben sind von jeder Pferdekraft des Kraftrades und Kraftwagens oder dem Teile einer Pferdekraft 5 M. oder, falls das Fahrzeug, wie regelmäßig bei Kraftfahrrädern, nicht mehr als vier Pferdekräfte hat, 2 M. zu entrichten. Gewerblichen Zwecken dienende Fahrzeuge bleiben frei. flottenfragen. Aus parlamentarischen Kreisen wird der Deutschen Reform- Korrespondenz" geschrieben: Eine Londoner Meldung sagt, daß die englische Kanalflotte abermals um sechs Schlachtschiffe vermehrt werden soll. Während die Kanalflotte im vergangenen Jahr acht Schlachtschiffe umfaßte, deren Zahl sich zwischenzeitlich auf elf vermehrte, soll die Zahl nunmehr auf siebzehn gebracht werden. Von den sechs neu hinzukommenden Schiffen wird gesagt, daß sie nahe an 13 000 Tons Deplacement haben, je vier zwölfzöllige und je zwölf sechszöllige Geschütze führen, ge= ringen Tiefgang haben und mit Sicherheit in dem Teil des Kanals oder der Nordsee operieren können. Die Meldung ist noch unbestätigt. Ueberdies ist sie insofern undeutlich, als sie nicht erkennen läßt, ob es sich um neugebaute Schiffe oder um bloße Abkommandierungen zum Kanalgeschwader handelt. Die zweite Annahme ist wahrscheinlicher, weil der Bau von sechs großen Kriegs- Schiffen sich nicht binnen Jahresfrist ausführen läßt. Dazu sind selbst die vereinigten englischen Schiffswerften nicht imstande. Weitere Mitteilungen aus London wollen wissen, daß in Dover ein Schwimmdock für Torpedos und eine Torpedostation eingerichtet werden soll, sowie daß die Regierung beabsichtigt, dem Parlament eine Erhöhung der Staatsbeiträge für die Freiwilligenforps vorzuschlagen, damit diese Korps, ohne eine Berringerung ihrer Zahl zu erfahren, schlagfertiger werden fönnen. - Man hat bei uns der englischen Kriegsflotte und ihrer Entwicklung ziemlich allgemein nur geringe Beachtung geschenkt. Man nahm ohne Erregung und ohne Neid die Tatsache hin, daß das meerebeherrschende England die größte Kriegsflotte hielt, und ließ ohne jede Erregung den britischen Grundsatz gelten, daß die englische Flotte immer stärker sein müsse, als die beiden nächstgrößten Flotten zusammen. Das ist noch heutigen Tages so. Vor einem Jahre wäre eine Tripelallianz Deutschland, Rußland und Frankreich umfassend nötig gewesen, um eine gemeinsame Flotte aufzubringen, die der englischen ungefahr gewachsen wäre. Nach Vernichtung der russischen Kriegsmarine durch die Japaner ist auch diese Kombination nicht mehr möglich. Ihre Beseitigung ist ein Verdienst, das sich die Japaner um Eng= land erworben haben. Man kann das mit gutem Recht so bezeichnen: daß die Japaner zur Erreichung dieses Zieles von den Engländern zum Krieg gegen Rußland ermutigt und angespornt worden sind. Die Engländer haben dabei oben= ein ein vortreffliches Geschäft gemacht. Denn die japanische Flotte, die Rußlands Flotte zerstörte, ist auf englischen Werften gebaut worden. So erhielten die Engländer viele Millionen Pfund als Prämie für die Vernichtung eines möglichen Gegners zu See. Ein weiterer Gewinn Englands aus dem Krieg in Ostasien besteht darin, daß die Japaner für geraume Zeit die unbezahlte Schuhwache für die englischen Besitzungen in Asien sind. Man kann der englischen Politik, die das er= reichte, den Ruhm der Klugheit nicht versagen, wenngleich solche Klugheit nicht jedermanns Sache zu sein braucht, auch nicht jedermanns Sache ist. Dazu gehört nun eigenes Naturell und eine lange, das Urteil beeinflussende Gewöhnung. Daß die britische Regierung nicht auf den Lorbeeren der Japaner ausruhen wird, darf ohne weiteres angenommen werden. Es ist durchaus glaublich, daß sie gern eine fich bietende Gelegenheit benugt oder auch eine Gelegenheit herbeigeführt hätte, noch andere mögliche Gegner zu See unschädlich zu machen und dadurch den Abstand zwischen ihrer Marine und der anderer Staaten noch zu erweitern. Herr Delcassé war im vergangenen Sommer bereit, dazu die Hand zu bieten, wobei er sich auf zusagen verließ, die ihm von unverantwortlicher englischer Seite gemacht worden waren. Die französische Regierung war flüger als ihr Minister des Auswärtigen. Sie wollte nicht mit ihren Niederlagen den Vorteil bezahlen, den England aus einer etwaigen Zerstörung der deutschen Kriegsflotte und aus der Schädigung des deutschen Handels ziehen könnte und jedenfalls zu ziehen beabsichtigte. Denn sie wußte, daß die Scherben zu ihren Lasten gewesen wären. Das französisch- englische Marokko- Abkommen war der Anfang der auf Provozierung eines Krieges ab= zielenden Intrigue, deren tatsächliches Vorhandensein dadurch nicht beseitigt ist, daß die verantwortliche englische Regierung den unverantwortlichen Einbläser desavouierte. Diese Verleugnung fonnte nur bewirken, daß die amtlichen deutschenglischen Beziehungen ,, forreft" blieben, wie die Thronrede Kaiser Wilhelms sich ausdrückt. Der amtlichen englischen Versicherung wurde höflich Glauben geschenkt. Aber was gewesen ist, fann wiederkehren, wie gleichfalls die Thronrede sagt. Daß man zur Abwehr bei etwaiger Wiederkehr mehr als einen Pfeil im Köcher hat, ist in der Thronrede nicht ausgesprochen, doch darf man in dieser Beziehung volle Zuversicht hegen. Es wird schon dafür gesorgt sein, daß England einen Ueberfall und offenen Friedensbruch nicht wagt. Die Zuversicht der verantwortlichen Leitung der deutschen Politik spricht sich in der Flottennovelle, d. h. in der Bescheidenheit ihrer Forderungen aus. Die Vermehrung der Flotte soll ohne jede Hast und ohne übermäßigen Aufwand vor sich gehen. Daß England den gleichen Weg der Flottenvermehrung anschlägt, ist sein gutes Recht. Der Gedanke, daß der Abstand dann doch der alte bleibt, darf uns nicht abhalten, zu tun, was in unserer Kraft liegt. Wir dürfen nicht und wollen nicht zu See abdanken. Dafür sind unsere Interessen über See zu groß. Auch verbietet Deutschlands Würde, daß das Reich zu See sich versteckt. Allem Anschein nach ist der Flottengesegnovelle eine große Mehrheit im Reichstage sicher. Wir sind dafür Herrn Delcassé und seinem unverantwortlichen Einbläser zu aufrichtigem Dank verpflichtet, obschon sie nicht eben unsern Dant sich verdienen wollten. Ohne Schwarzfeherei den Blick nach vorwärts gerichtet, wird der Reichstag seine Pflicht tun, wie es in der Thronrede heißt: zu des Reiches Wohltat, Ehre und Frieden. Beamte und Offiziere revoltieren! Immer düsterer gestalten sich die Verhältnisse in Rußland. Die letzten Säulen des Zarentums wanfen. Beamte und Offiziere treten in scharfen und bewußten Gegensatz zur Regierung. Schon wird ganz offen von der Abdankung des Zaren gesprochen; und wenn das auch nur ein Gerücht ist, so ist dessen Auftreten doch als Symptom für die Lage bedeutsam. Am Schlimmsten sieht es nach wie vor am Schwarzen Meer aus. Belagerung von Sebastopol. Man denkt allen Ernstes an eine neue Belagerung der Festung Sebastopol, die aber diesmal von russischen Regierungstruppen gegen russische meuternde Truppen unternommen werden soll. Leichtes Spiel werden die Angreifer dabei nicht haben, denn die Belagerten verfügen über starke Abwehrmittel und entbehren auch nicht der Führung. Es wird darüber aus Petersburg gemeldet: Die Meuterer in Sebastopol sind im Besitz der gesamten Flotte. Sie haben den wegen revolutionärer Umtriebe eingeferferten Schiffsleutnant Schmidt befreit und ihn zum Oberkommandanten der Flotte gemacht. Schmidt, ein energischer und fenntnisreicher Offizier, droht, die Stadt zu bombardieren, wenn von der anderen Seite etwas unternommen wird. Auch an anderen Stellen fehlt es nicht an revolutionären Offizieren. So hat General Linewitsch aus der MandschureiArmee 150 Offiziere ausstoßen müssen, weil sie umstürzlerische Anschauungen unter den Mannschaften verbreiteten. Streit der Telegraphisten. Eine bedeutende Verschärfung erfährt die Lage dadurch, daß, wie einst die Eisenbahner, so jezt die Telegraphen- Beamten die Arbeit niedergelegt haben. Von Moskau ausgehend, hat. sich die Bewegung nach allen Nichtungen bis nach Sibirien und Charbin hin ausgebreitet. In allen Hauptzentren wird gestreift, alle Verbindungen sind unterbrochen. Ueber die Folgen wird aus Petersburg gemeldet: Durch die Unterbrechung des telegraphischen Verkehrs hat die Lage eine außerordentliche Verschärfung erfahren. Es liegt die Gefahr nahe, daß ganze Brovinzen sich erheben können, ohne daß die Regierung Kenntnis darüber erhält. Die Ursache dieses Streits ist in dem schroffen Vorgehen des reaktionären Ministers Durnowo gegen den Verband der Post- und Telegraphen- Beamten zu suchen, während es dem Grafen Witte nicht gelang, den Einfluß Durnowos zu brechen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß dieser Ausstand der Telegraphisten der Ausgang zu einer neuen allgemeinen Bewegung bildet, die angesichts der immer bedrohlicher werdenden Haltung der Armee noch schlimmere Zeiten heraufführen müßte. Politische Rundfchau. Deutsches Reich. Zum ersten deutschen Vertreter auf der MarokkoKonferenz in Algeciras ist der Kaiserliche Botschafter in Madrid v. Radowitz und zum zweiten deutschen Vertreter der zur Zeit nach Deutschland beurlaubte Gesandte in Lissabon Graf v. Tattenbach ausersehen. * Das preußische Landwirtschaftsministerium hat eine Denkschrift über die Fleischteuerung ausgearbeitet und diese dem Reichstag zugestellt. Die Denkschrift lehnt das Verlangen nach Deffnung der Grenzen entschieden ab. Die Landwirtschaft trage keine Schuld an der Fleischteuerung, die zugegeben, aber als eine vorübergehende Erscheinung bezeichnet wird. Dagegen habe der Zwischenhandel die Erhöhung der Preise veranlaßt. Händler und Fleischer hätten Mittel ge funden, das Fleisch künstlich zu steigern und hochzuhalten. Ein Teil der Schuld wird ferner der Presse, sowie den städtischen Schlacht- und Viehsteuern zugeschrieben. Der Landwirtschaft müsse das jetzige wirtschaftliche System erhalten bleiben. * Der Steuerausschuß des deutschen Brauerbundes ist in Berlin zusammengetreten. Er beschloß, Ende nächster Woche eine große öffentliche Versammlung von Angehörigen des norddeutschen Braugewerbes nach Berlin zu berufen, welche gegen die geplante Erhöhung der Brausteuer Stellung nehmen soll. * Aus dem ostafatiatischen Schuhgebiet wird amtlich berichtet, daß die Wahehe ruhig sind, ebenso der Süden des Bezirks; der Norden wird noch durch Wasagra beunruhigt; auch die Grenze nach Mahenge ist noch unsicher. Die Gesamtverluste der Kompagnie Iringa in 14 Gefechten betrugen vier tote und 15 verwundete und franke Asfaris. außerdem eine größere Anzahl gefallener Hilfsleute. Der dritte Etappenposten auf der Linie Kilwa- Liwale schlug am 11. November einen Angriff von 300 Aufständischen ab. Oefterreich- Ungarn. ** Die in allen Teilen Desterreichs veranstalteten Wahlrechts- Demonstrationen sind nicht überall unblutig verlaufen, wenn auch Wien selbst von größeren Zusammenstößen verschont blieb. In Brünn wurde die Polizei mit Steinen beworfen und zog blank. Bei den Ruhestörungen in Austerlig wurde eine Person getötet, von den 27 Verletzten starb einer auf dem Transport mehrere andere später. Auch in Olmüz tam es zu Unruhen, wobei mehrere Personen verletzt wurden. In Laun wurden, mehrere gewerbliche Etablissements zerstört. Bei der Eröffnung des Reichsrates in Wien entwickelte der Ministerpräsident Gautsch die Grundzüge der von ihm geplanten Wahlreform auf Grund des all gemeinen und direkten Wahlrechts. Es sei eine neue Einteilung der Wahlkreise geplant, und die Vorlage werde spätestens im Februar eingebracht werden. Die Regierung sei entschlossen, die Wahlreform bis an Ende zu führen. Kaiser Franz Josef erklärte in einer Unterredung, die Einführung des allgemeinen Wahlrechts sei nicht mehr auszuhalten. Spanien. ** Jm ganzen Lande ruft die katalonische Bewegung große Erregung hervor. Die Offiziere der Garnisonen von Saragossa, Valencia, Valladolid, Burgos und anderen Städten schlossen sich dem Protest der Offiziere von Barcelona gegen die Katalonisten an. Man glaubt, die Regierung werde abdanken und einem Militärkabinet Plaz machen. General Weyler bezeichnete einer Abordnung von Offizieren, die ihn besuchte, die Lage als äußerst ernst. Es werde ungeheure Anstrengung tosten, den Konflikt zu bewältigen. Die Universität Barcelona wurde geschlossen. Die fatalonische Bewegung richtet sich nicht auf die Trennung von Spanien, sondern auf eine Autonomie für die Provinz nach dem Muster der von Finnland im russischen Reich früher und neuerdings wieder eingenommenen Sonderstellung. Balkan- Staaten. ** In Montenegro wurden zum erstenmale auf Grund des vom Fürsten Nifita freiwillig gewährten allgemeinen Wahlrechts die Wahlen für die Stupschtina vorgenommen. Es wurden insgesamt 61 Deputierte gewählt, und zwar 4 in den Städten und 57 in den Kapitanaten. ** Rußland und Desterreich- Ungarn richteten eine ernste Mahnung an Bulgarien. Die gemeinsame Note wurde gestern überreicht. Beide Mächte erklären darin, daß sie Seitens der Ballanstaaten teine Bestrebungen dulden könnten, welche die Erschütterung des status quo am Balkan zum Zwecke hätten. Sie hoffen auch, daß die Balkanregierungen nach ihren Kräften die Reformtätigkeit der Mächte in Mazedonien unterstützen und alle Revolutionsbestrebungen verhindern werden. Türkei. ** Die von den Mächten in Szene gesezte Flottendemonstration vor Mytilene nimmt den programmäßigen Verlauf. Der Herstellung einer Chiffre- Depeschenverbindung zwischen den Kommandanten der Demonstrationsflotte wird von seiten der Türkei kein Hindernis in den Weg gelegt. Der Gouverneur von Mytilene hat gegen die Landung und gegen die Besetzung der Insel mündlich und schriftlich protestiert. Die Verbindung der Flotte mit dem Lande ist infolge des starken Nordostwindes schwierig. Die Einnahme von der internationalen Besetzung des Mytilener Zollamtes betrug bisher nur einige hundert Piaster; das Zollamt ist infolge des Bairamfestes auf mehrere Tage geschlossen. Der türkische Minister des Auswärtigen hat seine letzten Vorschläge als Maximum der türkischen Konzessionen bezeichnet. Aus den Parlamenten. Hof und Sesellschaft. *** Der Kaiser nimmt an Jagden in Schlesien teil. Er hat sich zunächst zu dem Zwecke nach Schloß Pleß be= geben. Das Linienschiff ,, Braunschweig" mit dem Prinzen Heinrich von Preußen an Bord hat nach der Beendigung der Thronbesteigungsfeierlichkeiten Christiania verlassen und ist nach der Heimat in See gegangen. Reichstag. Folgende Regierungsvorlagen sind eingegangen: die Rechnung über das Schutzgebiet Kiautschou, die Uebersicht über die Ausgaben und Einnahmen des Reiches in 1904, die Denkschrift über den Aufstand in Südwest- Afrika, die Denkschrift über das Kartellwesen sowie der Gesetzentwurf über die Abänderung der Reichstagswahlkreise. Eine Interpellation über die Fleischteuerung ist von der sozialdemokratischen Fraktion eingebracht worden. Die Interpellation fragt nach den Maßregeln, welche die Regierung gegen die Herrschende Kalamität zu ergreifen gedente, ferner ob Aufhebung der Fleisch- und Viehzölle und Erleichterung der Einfuhr ausländischen Schlachtviehs geplant sei. Heer und flotte. * ** ( 2. Sizung). Deutfcher Reichstag. CB. Berlin, 29. November. Das Ergebnis der heutigen Sigung ist die Wiederwahl des alten Präsidiums. Die Verhandlungen begannen mit der Vorlesung einer längeren Reihe von geschäftlichen Mitteilungen, an die Graf Ballestrem ein paar launige Bemerkungen knüpfte. Er stellte fest, daß der Bundesrat dem Hause schon vor dessen Konstituierung 35 Vorlagen habe zugehen lassen; das sei noch nicht dagewesen. Unter allgemeiner Heiterkeit fügte der Redner hinzu, er hoffe, daß Dieser Fleiß der verbündeten Regierungen für die Abgeordneten vorbildlich sein werde. Danach wurde zur Wahl des Präsidenten geschritten, an der sich 298 Mitglieder beteiligten. Von den abgegebenen Zetteln waren 72 unbeschrieben und deshalb ungiltig, von den giltigen lauteten 224 auf den Grafen Ballestrem. Dieser nahm die Wahl an und dankte, daß das Haus ihn wieder auf den hohen, aber auch hoch verantwortlichen Plaz gestellt habe. Er werde den Dank durch Festhalten an den alten Grundsägen abstatten: Feste Wahrnehmung der Würde und Ordnung des Hauses nach jeder Richtung hin, Unparteilichkeit, Förderung der Geschäfte zum Wohle des Vaterlandes. Erreichen könne er das alles aber nur, wenn er allseitig die nötige Unterstützung finde. Diese würde ihm am besten gewährt werden, wenn die Abgeordneten stets zahlreich erscheinen. Die Zeiten seien ernst, nach innen und chaußen, recht ernst; das sollte für die Mitglieder i auses wohl ein Grund sein, das freiwillig übernommene Amt auch auszuüben. Mit dieser beherzigenswerten Mahnung schloß der Präsident seine von lebhafter Zustimmung begleitete Ansprache. Da= nach wurde zum ersten Vizepräsidenten mit 233 von 297 Stimmen Graf Stolberg- Wernigerode gewählt, während auf den Abg. Singer 66 fielen. Weitere Truppen- Verlegungen. Zum 1. April 1906 wechseln folgende Regimenter die Garnison: Das 171. Jnfanterie- Regiment in Kolmar zieht nach Goslar, die 165er in Goslar nach Kolmar; das 60. Infanterie- Regiment in Weißenburg kommt nach Brandenburg, die 66er aus Magdeburg nach Weißenburg. Die 15. Ulanen in Saarburg kommen nach Kassel, während die 8. Kürrassiere in Deuß nach Saarburg gehen. Am 1. Oftober 1906 bekommt Mülhausen die 51 Feldartillerie und die 4. Jäger zu Pferde in Garnison. Soziales Leben. X Städtische Wohlfahrtspflege. Als erste deutsche Stadt hat Schöneberg bei Berlin die Einrichtung eines ftädtischen Wohlfahrtsamtes beschlossen, von dessen zwölf Mitgliedern einer Arzt und einer Schulmann sein muß. Das Wohlfahrtsamt soll auf allen Gebieten sozialer Fürsorge Prüfungen anstellen und entsprechende Vorschläge der Stadt unterbreiten. Insbesondere unterstehen dieser Behörde die Verwaltung und Beaufsichtigung der Volksbadeanstalten, Ferienkolonien, Ferienhalbkolonien, Kinderspielplätze, Verwendung der zu diesen und ähnlichen Zwecken eingehenden Gelder, die Beschlußfassung über die nach dem Etat der allgemeinen Verwaltung an Vereine, die der Wohlfahrtspflege dienen, zu zahlenden Beihilfen und die Beschlußfassung über die nach dem Armenetat an Wohltätigkeitsanstalten zu zahlenden Beiträge. Eine Erweiterung des Arbeitsfeldes wird sich von selbst ergeben. Nab und fern. † Opfer des Unwetters. Drei Segler sind auf der Ausfahrt von Lübeck in den schweren Stürmen der letzten Tage gesunken, darunter der mit Chemikalien nach Schweden bestimmte Segler Herrmann". Die Mannschaften sind ge= rettet. Auf der Elbe sind ebenfalls infolge des Unwetters sechs beladene Kähne untergegangen, deren Besatzung mit dem Leben davonfam, aber ihre ganze Habe verlor. Auch aus Newyork fommen schlimme Nachrichten über ein Sturmwetter, wie es dort seit 30 Jahren nicht erlebt worden ist. In Hamburg und an der Nordseeküste herrscht Hochwasser und Sturmflut; fortgesetzt treffen Meldungen über Schiffs= unfälle und Wetterschäden ein. † Dramatischer Abschluß einer 30 jährigen Ehe. In Berlin hat sich der Porzellanmaler Carl Ringhandt vergiftet. R. lebte seit 30 Jahren mit seiner Frau in glücklicher Ehe, bis es vor einigen Tagen zu einem Streit fam, infolgedessen die Ehefrau ihn verließ, um zu dem Sohn beider zu ziehen. aus Gram hierüber nahm R. Gift, nachdem er seinem Sohn geschrieben hatte, er möchte seine Leiche abholen. Als der Sohn in der Wohnung des Vaters eintraf, war dieser bereits tot. † Ein herzloser Automobilfahrer. Auf der Chaussee bei Mariendorf wurde ein junger Mann, der brave Sohn hochbetagter Eltern, ein paar Tage vor seiner Hochzeit bei dem Heimwege von einem Automobil zu Tode gefahren. Als Insassen des Unglücksfuhrwerkes wurden einige Damen und ein Amtmann aus einem benachbarten Orte ermittelt. Letzterer soll, ohne sich um den Schwerverletzten, der noch röchelte, zu fümmern mit den Worten davongefahren sein, es fann ja nur Geld kosten! - † Feuersnot. Das Städtchen Seßlach, das erst vor ein paar Monaten von einem Schadenfeuer heimgesucht worden war, hat schon wieder ein solches Unglück erlitten. Durch ein in einer Scheune entstandenes Feuer wurde ein großer Teil der Stadt, darunter das Amtsgericht und Gefängnis, vernichtet und viele Bewohner obdachlos gemacht. Regelmäßige Brände beunruhigen das Dorf Schartau bei Burg, sodaß man dort das Unwesen einer ganzen Brandstifterbande vermutet. Troß angestrengter Aufmerksamkeit ist es noch nicht gelungen, die Uebeltäter zu erwischen, auf deren Ermittelung eine Belohnung von 3000 Mark ausgesetzt ist. † Billige Oceanreise. Unter dem Vorgeben, dentiche Deserteur zu sein, stellte sich in Newcastle in England cir Elektrotechniker dem deutschen Konsul. Nachdem er auf Staats fosten nach Hamburg gebracht worden war, stellte sich be seiner Vernehmung heraus, daß er niemals Soldat gewesen also nicht desertiert sei, sondern nur freie Ueberfahrt nac Deutschland herausschwindeln wollte. Die billige Reise wird dem findigen Kopf einige Wochen Gefängnis einbringen. Verbrecherleben. ( Nach den Papieren eines alten Polizeibeamten). Eine Geschichte, die jetzt die Runde durch die Blätter macht, erzählt von Einbrechern, die in Polizeiuniform in ein Haus eindringen und unter dem Vorwande einer Haussuchung alle wertvollen Gegenstände mitgehen heißen. Das lentt wieder einmal die Aufmerksamkeit auf die Verbrecherwelt der Gegenwart, und die nachfolgenden Mitteilungen mögen verschiedene interessante Züge dazu beitragen. Ve Was die Bölfer Ausficht genommenen Tal Tabalverbrauch der eingel führen. Nach einer G erbrauch an zweiter Stelle 312 Millionen Pfund, b. mr von Amerita( Vereini Berbrauch 440 Millionen Ropf beträgt. Rußland ver Frankreich 84 393 000, Grof 78 755 000, Ungarn 47 905 34549000, Ranada 15 400 10 158 000 Pfund. Dana monopole bestehen, wie a ein verhältnismäßig weit it freier Industrie Die Leiftungen ich von den Kraftleiftung = dampfer, welche den Berle bermitteln, ein anschaulich Ständnis der Kräfte, die bi gende Erklärungen beitragen wagen, der mit Gütern i beladen ist, auf einer g Steigung aufiveift, bei ei Stunden etwa 32 Ailome Snelldampfer des Nord beffen Gewicht mit allem Bord befindet, 26 500 T auf Wagen verladen, fo Wagen mit 15 142 Pferde baven nach New York Eagen durchlaufene Str unsere Laftwagen würde Strede zurüdzulegen. würde man zur Zurü Bremerhaven- New Yort brauchen. Würde der elf Stunden in Softwag fo wäre er eva zwei feit des Reifens heutzute gerüdt. Es ist eine viel verbreitete Ansicht, der man namentlich in kleinen Orten inbezug auf die Großstadt begegnet, daß es in Deutschland Räuberbanden à la Rinaldo Rinaldini gäbe, die einen ständigen Kanipf gegen das Eigentum der Bürger und gegen die Polizei führten. Von solchen Gesellschaften, denen man wohl in den Gebirgen Spaniens und Italiens begegnet, ist aber Deutschland völlig frei. Es kommt wohl vor, daß sich vier oder fünf Einbrecher zusammentun, um ein großes Ding zu drehen", d. h. einen großen Einbruch zu verüben, indessen sind solche Vereinigungen nur vorübergehend und in den meisten Fällen ,, arbeiten" zwei, höchstens drei Mann zusammen, von denen einer ,, Schmiere steht"( vor der Tür aufpaßt), während die andern ,, tnaden"( einbrechen). Ebenso falsch ist die Ansicht, daß die Verbrecher wilde, zerlumpte Gesellen sind, denen man ihr dunkles Gewerbe schon von außen ansieht. Im Gegen= teil kleidet sich der moderne Einbrecher, Taschendieb oder Hochstapler stets nach dem neuesten Schnitt und bewegt sich in der Art der besten Gesellschaft, schon um nicht den Polizeibeamten aufzufallen. Die Baldowerer", die den Auftrag haben, die Gelegenheit zum Diebstahl auszukundschaften, die Lage der Wohnungen festzustellen usw., sind stets feine Herren, die in den ersten Häusern anflingeln, um irgend eine gleichgültige Frage zu stellen, lediglich zu dem Zwecke, sich die Wohnräume anzusehen. Es gibt unter den Verbrechern biele, die mehrere Sprachen beherrschen und in ihrem Aeußern den Eindrud eleganter Modeherren machen; ja mancher ehrsamer Bürger mog schon im GastHaus neben einem solchen Herrn gesessen haben, ohne zu ahnen, daß sein Nachbar vielleicht ein alter Kunde der Polizei war. Die Taschendiebe, die sich größtenteils aus ausländischen Gebieten in die großen Städte oder dahin, wo eine Menschenansammlung bei Festlichkeiten usw. stattfindet, begeben, machen eine Schule durch, in der sie für ihren ,, Beruf" ausgebildet werden. Sie müssen dort zuerst an Puppen, dann an lebenden Modellen lernen, ihre Finger so zu Spreizen, daß sie in eine enge Tasche fahren und Portemonnaies oder dergl. ergreifen können( der Griff heißt die Schere"), ohne daß sich das Modell bewegt. Auch das Abknipsen von Uhrketten am Hafen, das rasche Aufschlitzen von Taschen lernen sie und wenden es im Gedränge zum Schaden ber Opfer an. Der Taschendieb arbeitet stets mit einem Helfer, der ihm unauffädig folgt und dem er das Gestohlene fofort zusteck, worauf dieser mit der Beute verschwindet. Gewöhnlich ist es daher sehr schwer, den Dieb zu überführen, wenn man ihn nicht mit der Hand in der fremden Tasche erwischt. Der Taschendieb hat eine besondere Bewandtheit darin, durch Befühlen der Außentaschen in Paletots zum Beispiel die Stelle, wo Brieftaschen fizen, zu entdecken und mit dem raschen Schnitt eines einzigen, ehr scharfen Messers aufzuschneiden. Der Bestohlene erinnert fich vielleicht nachher, daß ihn auf der Straße im lebhaften Verkehr ein feiner Herr angestoßen oder gestreift hat, um sich unter Entschuldigungen zu entfernen, aber er hat nicht gemerkt, daß der feine Herr ein Dieb war, der ihm die Brieftasche oder Uhr funstgerecht entwendet hat. † Erdrutsch am Gardasee. Durch einen Erdrutsch ist in Salo am Gardasee die prachtvolle Strandpromenade, die erst vor drei Jahren errichtet worden ist, in den See gerissen worden. Die Erdstürze dauern noch an, sodaß eine Verschiebung der ganzen Küste befürchtet wird. Der Schaden beträgt schon über 150 000 Mart. † Seit fünf Monaten unbeerdigt. Fünfundzwanzig Opfer des Grubenbrandes in der Borussiagrube liegen seit dem 10. Juli noch im Schacht, da die Bergung der Leichen bisher nicht möglich war. Um an den Schacht heranzufommen, mußte man einen neuen Schacht anlegen, von dem aus man, nach der demnächst zu erwartenden Fertigstellung, die Aufsuchung der, inzwischen wahrscheinlich vertrockneten Leichen unternehmen wird. † Tötlicher Ausgang eines Familienstreites. In dem Dorfe Bleußen in Oberfranken mißhandelte der Steinhauer Schlegel, ein als Trunkenbold bekannter Patron, seine Frau und wollte sie mit einer Hacke niederschlagen. Der 19 jährige Sohn Schlegels suchte den Schlag mit einem Messer abzuwehren. Infolge des Ausholens verlor der Steinhauer aber das Gleichgewicht und stürzte so unglücklich in das Messer, daß er, in die Schläfe getroffen, tot umsant. Der Sohn ist gen Vorfall unschuldig. an der Millionärin im Automobil verunglückt. Die New- Yorker Gesellschaft betrauert den Tod einer der gefeiertsten Schönheiten, der jungen Gattin des Millionärs Harrison. Die erst 27 jährige Dame hatte einen Automobilausflug unternommen. Bei der Fahrt von einem Hügel versagte die Steuerung, sodaß das Gefährt in ein unaufhaltsames Tempo geriet und schließlich gegen eine Telegraphenstange schlug. Alle Insassen wurden herausgeschleudert, Frau Harrison aber fiel unter den Wagen und beach das Genick. Sie war auf der Stelle tot. - Die Polizei hat dem Verbrechertum gegenüber einen sehr schwierigen Stand, indessen weiß auch sie alle Hilfsmittel der Neuzeit, Elektrizität, Photographie usw. für ihren Zwed zu gebrauchen. Vor allem dient die Photographie zur Ermittelung und Ueberführung von Verbrechern. Der Polizei. Photograph hält nicht nur die Bilder aller Verbrecher für das Verbrecheralbum fest, sondern ermittelt auch mit Hilfe der Photographie Fälschungen von Urkunden, Blutflecken in den Kleidern des Mordes Verdächtiger, Uebereinstimmung bon Haaren bei Mordfällen, wenn z. B. in der Hand eines Toten Haare gefunden werden, die auf einen Kampf mit dem Mörder schließen lassen und so fort. Ein sehr wichtiges Hilfsmittel bieten neuerdings die Schädelmessungen nach dem französischen System Bertillon und die Fingerabdrücke. Es ist bekannt, daß die feinen Linien an der inneren FingerSpize, besonders am Daumen, bei jedem Menschen anders ausfallen, und die Aufzeichnung dieser Linien bei a Personen, die mit der Polizei wegen Einbruch, Raub, Diebstahl oder dergleichen Verbrechen zu tun bekommen, hat schon oft zur Ueberführung von Verbrechern geführt, namentlich wenn diese sich falsche Namen beilegen. Das Berliner Verbrecheralbum ist nach den verschiedensten Berufsklassen" eingeteilt. Jedes Bild hat eine Nummer die mit der gleichen Nummer auf einer Karte übereinstimmt. Auf dieser Karte steht der Name des betr. Spizbuben oder Hochstaplers, sein Vers brechername, Geburtsort, Vorstrafen, seine Spezialität, Be schreibung des Aussehens, besondere Kennzeichen der Schädel maße und der Fingerabdrud. Außerdem wird noch ein Ver zeichnis der besonderen Kennzeichen nach Körperteilen geführt. Ist z. B. von einem flüchtigen Verbrecher bekannt, daß er Täto wierungen am Armgelenk oder eine auffallende Nase hat, so wird unter Nase" oder Tätowierungen" nachgesehen, wo die bes treffenden Kunden" verzeichnet, stehen und dies führt meistens auf die richtige Spur. Daß der Telegraph bei den Erkundigungen und Ermittelungen eine Hauptrolle spielt, ist selbstverständlich. Die Polizeibehörden der Städte stehen untereinander und mit dem Auslande in steter Verbindung und tauschen Personalbeschreibungen, Steckbriefe, Photos graphien gesuchter oder verhafteter Verbrecher aus, um sich in der Ermittelung zu unterstützen. Wenn trotzdem naments lich Mörder vielfach unentdeckt bleiben, so liegt dies an den Wohnverhältnissen der großen Städte, in denen es eben zu leicht möglich ist, einen Unterschlupf zu finden, ungeachtet der polizeilichen Meldepflicht. Im großen und ganzen steht unsere deutsche Polizei aber auf einer hohen Stufe der Ent widelung und macht es den lichtscheuen Mitgliedern der Verbrecherzunft immer schwerer, sich ihrer Taten zu freuen 2. I. van Zarenberg. Die Mitarbeite unferes Blattes Ergebnis der benachbarten werden durch find folgende A Haushaltunge beften Dant. " Der Großherz Hauptmann v. Ramede Wilhelm( 2. Großh. Dr. Eisenhuth, den Lar Bortrag den Staatsmini Sarlamentaris tags wird voraussichtlich Silglieb erhält Radrid Der Großherzog ernennt Aammer für die Dauer glieder der Ersten Kan Dom Großherzog ernannt meldet haben, versamme fonftituieren. Im vorlieg erten Bräsidenten angefra Präfidium wieder zu übe nicht erfolgt. Unter eventuell unter dem Borf werden sodann der zweite des Landtags gewählt. Di fig mindestens 27 Mitgl gemeldet haben, durch S weisungstommiffion fonfli präsidenten findet die Wo Bräsidenten statt. Die i Donate, später dann fü wahlt. Nach der Bildu berfammlung gewöhnli ffaet, die neu eintr Treucid. Die Row tonftituiert, damit bi ihre Tätigkeit beginn ** Übertrag Luise Göz aus Gemeideschule zu l ** Erledigt i befeßende Lehrerftelle Erlenbach. * Seffen 100 114. Auguft nächsten Bandgraf Ludwig X. ouveräner Fürft die Mannte sich Ludwig I. die Entwickelung ßere Festlichkeiten g Die Stiftung einer Erin It Stadttheater Dorftellung geht mo beliebte Boltsfiüd Die einer erften diesjährigen Breffe lebhaften Beifall e Beauftenererhöhung Bur Stellungnal 6.9. in das Bittoria S em Vorgeben, dentiche castle in England cit Nachdem er auf Staats war, stellte ich be emals Soldat gewesen freie Ueberfahrt und Die billige Reise wirt ingnis einbringen. en. Polizeibeamten. nde durch die Blätter Polizeiuniform in ein ormande einer Hausmitgehen beißen. Das eit auf die Verbrecher olgenden Mitteilungen azu beitragen. cht, der man nament e Großstadt begegnet, anden à la Rinaldo anipf gegen das Eigen führten. Von solchen en Gebirgen Spaniens utschland völlig frei. oder fünf Einbrecher ig zu drehen", d. G. dessen find solche Ver den meisten Fällen usammen, von denen ufpaßt), während die alsch ist die Ansicht, ellen find, denen man anfieht. Im Gegen her, Laschendieb oder hnitt und bewegt fich n um nicht den Polizei Cer", die den Auftrag auszufundschaften, die isw., find stets feine ingeln, um irgend eine zu dem Zwecke, sich die Enter den Verbrechern rschen und in ihrem Modeherren machen; ag schon im Gastessen haben, ohne zu alter Kunde der Polizei größtenteils aus ausOte oder dahin, wo eine -n usw. stattfindet, beer fie für ihren Beruf" Ort zuerst an Puppen, ihre Finger so zu che fahren und Porteen( der Griff heißt die bewegt. Auch das Abrasche Aufschlizen von Gedränge zum Schaden eitet stets mit einem dem er das Gestohlene Beute verschwindet. Dieb zu überführen, d in der fremden hat eine besondere der Außentaschen lle, wo Brieftaschen Schnitt eines einzigen, Der Bestohlene erinnert Straße im lebhaften er gestreift hat, um sich aber er hat nicht gebar, der ihm die Brief hat. ertum gegenüber einen auch fie alle Hilfsmittel ie usw. für ihren Zwed Photographie zur Er rbrechern. Der Polizei er aller Verbrecher für mittelt auch mit Hilfe rkunden, Blutflecken in iger, Uebereinstimmung B. in der Hand eines f einen Kampf mit dem Ein sehr wichtiges Hilfselmessungen nach dem die Fingerabdrücke. Ez an der inneren Finger edem Menschen anders Linien bei allBerbruch, Raub, Diebstahl ommen, hat schon oft ührt, namentlich wenn as Berliner Verbrecher = Vermischtes. Was die Völker verrauchen. Angesichts der i Mussicht genommenen Tabafbesteuerung ist es lehrreich, dei Sabafverbrauch der einzelnen Länder in Zahlen vor Auges zu führen. Nach einer Statistit steht Deutschland im Tabak berbrauch an zweiter Stelle. Es verbraucht jährlich beinah 02 Millionen Pfund, d. H. pro Kopf 3% Pfund, und wiri ur von Amerika( Vereinigte Staaten) übertroffen, wo der Berbrauch 440 Millionen im Jahr, oder 5%, Pfund pri Ropf beträgt. Rußland verraucht jährlich 150 244 000 Pfund Frankreich 84 393 000, Großbritannien 83 378 000, Defterreid 78 755 000, Ungarn 47 905 000, Belgien 44 273 000, Italien 34549000, Kanada 15 400000, Merifo 18870000, Australien 10 158 000 Pfund. Danach ist in den Ländern, wo Tabak monopole bestehen, wie z. B. in Desterreich, der Verbrauch ein verhältnismäßig weit geringerer als in anderen Staaten mit freier Industrie. = Die Leistungen eines Dampfers. Es ist schwer, ich von den Kraftleistungen der modernen Riesen- Schnell. bampfer, welche den Verkehr zwischen Europa und Amerika bermitteln, ein anschauliches Bild zu machen. Zum Ver. tändnis der Kräfte, die hier in Frage kommen, mögen fol gende Erklärungen beitragen: Zwei Pferde können einen Laft. wagen, der mit Gütern im Gewicht von 3500 Kilogramm beladen ist, auf einer guten Landstraße, die nur geringe Steigung aufweist, bei einer täglichen Arbeitszeit von acht Könnte man den Stunden etwa 32 Kilometer weit ziehen. Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd Kaiser Wilhelm II., bessen Gewicht mit allem, was sich während einer Reise an Bord befindet, 26 500 Tonnen beträgt, in Stücke zerlegen und auf Wagen verladen, so benötigte man zum Transport 7571 Wagen mit 15 142 Pferden. Die auf einer Reise von Bremerhaben nach New York von einem Schnelldampfer in 6% Tagen durchlaufene Strecke beträgt etwa 6580 Kilometer; unsere Lastwagen würden rund 200 Tage brauchen, um diese Strecke zurückzulegen. Mit einem preußischen Postwagen würde man zur Zurücklegung einer der Entfernung von Bremerhaven- New York gleichen Wegelänge 660 Stunden brauchen. Würde der Reisende in dieser Weise sich täglich elf Stunden im Poſtwagen durchrütteln und schütteln lassen, so wäre er etwa zwei Monate auf Reisen. Die Bequemlichfeit des Reisens heutzutage wird dadurch erst ins rechte Licht gerückt. Die Mitarbeiter und Freunde unseres Blattes möchten wir hierdurch bitten, daß Ergebnis der Volkszählung aus ihren und benachbarten Orten uns sofort nach Bekanntwerden durch Bostkarte mitzuteilen. Erwünscht sind folgende Angaben: Zahl der Häuser, der Haushaltungen und Seelenzahl. Im Boraus besten Dant. Cokales. ** Der Großherzog empfing am 29. November den Souptmann v. Ramede vom Infanterie- Regiment Raiser Wilhelm( 2. Großh. Seff.) Nr. 116, den Geheimrat Dr. Eisenhuth, den Landrichter Brüel von Gießen; zum Bortrag den Staatsminister Rothe. * Sarlamentarisches. Der Zusammentritt des Landtag wird voraussichtlich noch im Dezember erfolgen. Jebes Mitglied erhält Nachricht durch ein besonderes Schreiben. Der Großherzog ernennt den ersten Präsidenten der Ersten Rammer für die Dauer des Landtags. Sobald 12 Mit glieder der Ersten Rammer sich als anwesend bei dem vom Großherzog ernannten landesherrlichen Kommissar gemeldet haben, versammelt er die Kammer, um sie zu tonstituieren. Im vorliegenden Falle wird bei dem bisherigen ersten Präsidenten angefragt werden, ob er bereit ist, das Bräfidium wieder zu übernehmen. Die Anfrage ist bisher noch nicht erfolgt. Unter dem Borsize des ersten Bräsidenten, eventuell unter dem Vorsitze des ältesten Rammermitgliedes werden sodann der zweite und dritte Präsident für die Dauer des Landtags gewählt. Die Zweite Rammer wird, sobald fi mindestens 27 Mitglieder auf der Kanzlei als anwesend gemeldet haben, durch die vom Großherzog ernannte Einweisungstommission tonstituiert und unter Leitung des Alterspräsidenten findet die Wahl des ersten, zweiten und dritten Bräsidenten statt. Die trei werden zunächst nur auf drei Monate, später dann für die ganze Dauer des Landtags ge wählt. Nach der Bildung beider Kammern wird die Stände bersammlung gewöhnlich vom Großherzog im Schloß erffaet, die neu eintretenden Mitglieder leisten dabei den Treueid. Die Remmer wird deshalb noch im Dezember bonftituiert, damit die Ausschüsse gebildet und sie alsbald ihre Tätigkeit beginnen können. ** Uebertragen wurde der Schulamtsaspirantin Luise Söz aus Darmstadt eine Lehrerinnenstelle an der Germeideschule zu Alsfeld. ** Erledigt ist eine mit einem fatholischen Lehrer zu esezende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu OberErlenbach. Berufsklassen" eingeteilt. it der gleichen Nummer uf dieser Karte steht der Hochstaplers, fein Ber feine Spezialität, Be Kennzeichen der Schädel rdem wird noch ein Ver nach Körperteilen geführt. cher bekannt, daß er Täto ffallende Nafe hat, so wird nachgesehen, wo die bes ftehen und dies führt aß der Telegraph bei den eine Hauptrolle spielt, if rben der Städte ftehen mbe in fteter Verbindung agen, Stedbriefe, Bhoto Verbrecher aus, um fid Benn frogbem nament ben, fo liegt dies an den bte, in denen es eben zu pf zu finden, ungeachtet großen und ganzen fteht er hohen Stufe der Ent fcheuen Mitgliedern der ihrer Taten zu freuen * Heffen 100 Jahre Großherzogtum. Am 14. August nächsten Jahres find 100 Jahre verflossen, seit Landgraf Ludwig X. dem Rheinbunde beitrat und als souveräner Fürst die Großherzogliche Würde annahm. Er nannte sich Ludwig I. Anläßlich der 100. Wiederkehr dieses für die Entwickelung Heffens so wichtigen Tages find größere Festlichkeiten geplant. Der Großherzog beabsichtigt bie Stiftung einer Erinnerungsmedaille. tt Stadttheater in Gießen. Als dritte Bolts bor ftellung geht morgen Freitag, den 1. Dezember das beliebte Volksstück„ Die Herren Söhne" in Szene, das bei sein er ersten diesjährigen Aufführung bei Publikum wie Bresse lebhaften Beifall errang durch die flotte Darstellung. *** Bur Stellungnahme gegen die im Reiche geplante von Intressenten einberufen, zu der die Inhaber von Brauereien in Oberhessen und der angrenzenden preußischen Gebietsteile Einladungen erhielten. ** Eine freidenlerische Organisation in Gießen. Bu dem gestrigen Vortrag des Predigers der Frankfurter freireligiösen Gemeinde, W. Klauke, über das Thema„ Die otwendigkeit einer freidenkerischen Organisation" hatte sich eine größere Buhörerschaft eingestellt, sodaß der Saal des „ Einhorns" gefüllt war. Die Leitung der Veranstaltung hatte Rechtsanwalt Dr. Spohr übernommen, der einleitend bemerkte, daß die Eingriffe in die Toleranz mit starker Hand abgewehrt werden müßten. Sodann ergriff Prediger Klaute das Wort und wies zunächst die landläufige Anschauung, die die Freidenker nur als Verneiner fennt, zurück. Die Freidenter seien nicht nur Negative, sondern auch Positive, nicht nur Ungläubige, sondern auch Gläubige Gläubige, die an den S.eg der menschlichen Kraft glauben. Allerdings, führte der Referent aus, weisen die Freidenker die Dogmen der Kirch zurück. Sie wollen die Moral nicht auf die Furcht vor Strafe oder anf die Hoffnung einer Belohnung aufbauen, sondern sie auf allgemeiner Menschenund Rächstenliebe gründen. Nur eine Roral, welche das Gute als Selbstzweck erstrebt, ist gut( fategorischer Imperativ). Aus dem Positiven des Freidenfertums hob der Redner und später auch Rechtsanwalt Dr. Spohr die Forderung der fonfessionslosen Schule hervor. Um den Forderungen die nachhaltige Kraft zu geben und den Zielen unentwegt zuzuftreben, wurde die Gründung einer Freioenter- Organisation in Gießen vorgeschlagen und eine Anzahl der Anwesenden erklärte sich durch Einzeichnung zum Beitritt bereit. Nächsten Donnerstag beabsichtigt Herr Klaufe einen zweiten Vortrag zu halten. Als Thema wird er die Frage Rann unsere moderne Staatsschule noch konfessionell sein?" behandeln. ** Der Bürgerverein Gießen hat für seine nächste allgemeine Bürgerversammlung einen Referenten gewonnen, welcher über unsere städtische Kanalisation, speziell über die Haus anschlüsse und die Kanalgebühr sprechen wird. An Hand der praktischen Erfahrungen sollen Winke und Ratschläge nach allen Seiten hin wohl erwogen werden. Das Thema ift so wichtig, daß all die Mitbürger, welche mit der Ranalisation in irgend welcher Weise zu rechnen haben, der Anregung und der Bitte des Bürgervereins( s. Inserat in Wie wir weiter noch heutiger Nummer) entsprechen werden.- mitgeteilt bekommen, wird unser Landtagsabgeordneter Dr. Gutfleisch bei einer event. Wiedereinbringung der Gemeindefteuergeseßvorlage im Landtag einen Vortrag im Bürgerverein über diese selten wichtige Vorlage halten. Die Bürger mögen daraus ersehen, daß der Verein bestrebt ift, wirtschaftliche und lokale Fragen zu ventilieren. * Am 7. Januar 1906 halten die Nassauischen Zentrumsparteigruppen in Frankfurt einen Zemtrumsparteitag ab. w. Krofdorf, 29. November. Fortbildungsschule. Troy dem eifrigen Bemühen der Behörden ist für unsere große Bürgermeisterei( 12 Ortschaften) wieder nur eine ländliche Fortbildungsschule zustande gekommen. X Aus der Dünsbergsgegend, 29. Rovember. Die Schweinepreise behaupten scheinbar fortgesetzt ihren seitschlachtreife Tiere nach dem Lebendgewicht zu verkaufen, aber herigen hohen Stand. Zwar ist es hierselbst nicht üblich, das Pfund Schlachtgewicht wurde seither bis zu 74 Pfg. bezahlt. Bei der großen Menge vorhandener Mastschweine müssen aber notgedrungen schon in allernächster Zeit die Breise wieder sinken. Aber zum großen Beidwesen vieler Sausfrauen fonnten sich diesmal viele Familien keine sog. Borschlacht erlauben, ja gar manche muß wohl gänzlich auf eigene Hausschlachtung verzichten. § Ober- Breidenbach. In dem V rfahren zur Anlegung des Grundbuchs und Berggrundbuchs für die Gemartung Ober- Breidenbach beginnt die Anmeldungsfrist am 10. Dezember. * Wetzlar, 29. November. Bei der heutigen Ersah: wahl von 4 Kreistagsabgeordneten wurden folgende Herren wieder bezw. neugewählt: Bankier Karl Flörsheim, Fabrikdirektor Heinrich Jung, Superintendent Schoeler, Oberkammerrat Stephan- Braunfels. z. Herborn, 29. Nov. Die Königl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. berichtet, daß mit der Fortführung Ser Westerwaldquerbahn von Westerburg nach Montabauer erft begonnen werden kann, nachdem die dazu erforderlichen Vorarbeiten getan, vor allem die zu beanspruchenden Geländeflächen an die Eisenbahnverwaltung Die Fertigstellung der Strecke überwiesen sein werden. Herborn Westerburg, fönne vor Herbst 1906 auch unter den günstigsten Umständen nicht erwartet werden. Eine kleinere Teilstrecke, von Herborn aus vielleicht bis Rennerod, wird bagegen voraussichtlich im Frühjahr 1906 dem Betrieb übergeben werden können. Millionen Bahnhof. §§ Ruppertenrod, 29. Nov. Unglücklicher Fall. Eine hiesige Frau wurde von einem Eber, den sie in den Stall zurückjagen wollte, zu Boden gestoßen. Sie fiel so unglücklich, daß sie das eine Bein am Oberschenkel brach. §§ Aus dem Vogelsberg, 29. Nov. Die ganz außerordentlich hohen Schweinepreise von 58-60$ fg. bas Pfund Lebendgewicht veranlassen die meisten Landleute, die sonst zwei Schweine schlachteten, sich mit einem zu begnügen. * Vilbel, 29. November. Durch den Bau der neuen Bahnstrecke Vilbel- Stockheim hat fich der hiesige Bahnhof als zu flein bewieser, um den Verkehr bewältigen zu können. Da der alte Bahnhof eine Erweiterung wegen der nahe gelegenen Nidda einesteils und wegen der Nähe der Stadt anderenteils nicht zuläßt, so hat die Bahnverwaltung einen Neubau der gesamten Bahnanlagen vorgesehen. Dieser Tage fand hier eine Beratung der Interessenten statt, zu der zwei Vertreter der hessischen Regierung und drei Repräsentanten der Bahnverwaltung erschienen waren. Mit 17 Schienengeleisen, Empfangsgebäuden, sich die Anlage über das ganze Gelände zwischen Homburger 2.3. van Barenberg, Braufteuererhöhung ist für Samstag, den 2. Dezember Beamtenwohnungen, Güterhalle, Lagerpläßen u. s. w. wird d. 38. in das Bittoria Hotel zu Gießen eine Versammlung Straße und Friedberger Straße ausdehnen. Außdem sind noch rorgesehen die Bahnlinie Vilbel- Homburg, sowie die Linie Vilbel Frankfurt Ostbahnhof mit Tunnelunterführung durch den Bilbeler Berg. Das Proj ft wird über eine Million Mark erfordern. * Bom Maine, 29. Rovember. Der begehrte Bürgermeisterseffel. In dem kleinen Dorfe F. traten nicht weniger als sechs Kandidaten bei der Bürgermeisterwahl auf. Da nur zwölf Wahlberechtigte vorhanden waren und sich sämtliche Kandidaten als gleich wackere Bürger erwiesen, so konnte jeder durchschnittlich auf nur zwei Stimmen rechnen. Das Schicksal aber fügte es, daß einer der Bewerber drei Stimmen auf sich vereinigte und damit sirgte. * Worms, 29. November. Nach Beendigung aller Ar beiten zur Wiederherstellung des Domes soll bem E bauer des herrlichen Bauwerkes romanischer Stilart in der Nähe des Domes ein Denkmal errichtet werden. Literarisches. * Die Herstellung von Diamanten auf fünft lichem Wege, die zuerst dem französischen Phyfiter Moissan gelang, und eine ganze Reihe anderer wichtiger und interessanter Entdeckungen oder Erfindungen sind mit Hilfe des elektrischen Ofens zustande gekommen, in dem man befanntlich Temperaturen von 3500-4000 Grab Wärme zut erzeugen vermag. Ueber diese Experimente belehrt in mustergültig populärer Weise der Physiker Dr. A. Neuburger in dem Kapitel„ Erforschung und Berwertung der Naturkräfte", das den Hauptteil der eben erscheinenden Bieferungen 95 bis 98 des wissenschaftlichen Brachtwertes ,, Weltall und Menschheit" bildet. Dieses in der ganzen Welt mit ſo großem Beifall aufgenommene, von Hans Kraemer in Berbindung mit ersten Fachmännern herausgegebene Werk( es erscheint in 100 Lieferungen à 60 Pf. beim Deutschen Berlagshaus Bong& Co., Berlin W. 57) vermag wie faum ein zweites den Werdegang unserer Kultur, unseres sens und Erkennens, soweit er sich auf die Erforschung der Naturträfte aufbaut, klar darzustellen. ** M. Zieger, Gedichte. Preis elegant gebunden 3,00 Mt. Der Verfasser hat unstreitig eine feine Arbeit geliefert; die einzelnen Gebichte lassen erkennen, daß tiefe Menschenkenntnis mitgesprochen hat. Das Buch ist von Chr. Friedr. Bieweg's Buchhandlung in Braunschweig zu beziehen, auch alle anderen Buchhandlungen nehmen Be stellungen entgegen. Marktberichte. Siegen 30. November. Auf dem heutigen Bochenmarkt fofteten Butter per fb 1.10-1.20 mt., Hühnereter per Städ 8-9 Pfg., Enteneler St. 6-7 Bfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linjen per Liter 32 Bfg., Tauben per Baar T. 0.80-1.00, Hühner per Stud R. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüď 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Bfb. 60-70 Pfa. Dhsenfleisch per Pfd. 72-82 fg., Rindfletsch per Bid. 70-72 fg. per Bfb. Schweinefleisch 80-90 Bfg. Schweine fleisch gesalzen per Pfund 0.94 Bfg., Kalbfleisch per Bfb. 70-80 Bfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Pfs., Kartoffeln pro 100 kilo 500-5.50 m., Zwiebeln ver 3t. mt. 6.00-8.00, Wetstraub per Zentner 2-3 mt, per Stüd, 8-10 Mr. Aepfel per 3t. 10-25 m. Zwetschen der Zentner 0,00.- 0.00, Nüffe 100 Stüd 30-40 Bfg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen to: Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden. Man notierte: Heu 3.60-3.90 M., Stroh 2.70-2.90 mt. K Frankfurt, a. M.( Heu- und Strohmarkt.) Alles per 50 kilo. Gießener landwirtschaftlicher Betterbienkt. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 1. Dezember. Zeitweise wolkig, windig, noch etwas fälter und Frost. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, Eisendreher, 2 Schmiede, Maschinenschlosser, 1 Wagner, 1 Buchbinder. 1 Drechsler, 1 Schreiner, ( auswärts), 1 Glaser, 1 Schuhmacher, 1 Schneider 1 Installateur oder Spengler, 1 Hausbursche, 4 Dienstmädchen, 1 Köchin, 2 Lauffrauen. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Schmied, 1 Posamentier, 2 Schreiner. Es suchen Arbeit: 1 Bauschlosser, 2 Maschinisten oder Heizer, 1 Wagner, 2 Schreiner, 1 Rüfer, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 2 Wasch- und Pußfrauen, 1 Maurer, 1 Installateur oder Spengler, Arbeiter( leichte Beschäftigung), Auslaufer, 1 Fuhrmann 2 Kellner, 1 Lauf- oder Kindermädchen, 1 Dienstmädchen 2 Lauffcauen, Kassiere oder Diener, Bureaugehilfen. Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belde in Gießen. Lebertran leicht verdaulich! 3weifellos ist es in Ihrer Familie üblich, die Kinder Lebertran einnehmen zu lasseu, um sie vor Husten oder Erkältungen zu schüßen oder ihre förperliche Entwickelung zu unterstüßen. Mit Freuden werden Sie deshalb Scotts Emulfion begrüßen, die den Lebertran in schmackhafter und leicht verdaulicher Form bietet und seine Wirksamkeit dabei noch erhöht. Scotts Emulsion ist ein vors zügliches Nähr- und Kräftigungsmittel. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer Schuhmarke( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rüden). Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 150,0, prima Glycerin 50,0, unter phosphorigsaurer alt 4,3, unterphosphorigsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 8,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, deftill. Wasser 129,0, Alkohol 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mit 8imi, Mandel- und Gaultheria- Del je 2 Tropfen. Bürger- Verein Gießen. Ein letter Versuch Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten h hat schon manches Mal den lange erhofften Erfolg gebracht. Ver- die Landmannstraße von heute an bis auf weiteres säumen Sie daher nicht den Fuhrverkehr gesperrt. In der am 11. Dezember 1. Js. stattfindenden zum letzten Mal Allgemeinen Bürger Versammlung soll u. a. über die in der 7. und legten Hessisch- Thüringischen Staatslotterie dem Kanalisation ( Hausanschlüsse, Kanalgebühren und damit zusammenhängende Einrichtungen 2c) referiert und gesprochen werden. - Der Verein getreu seiner sich selbst gestellten Aufgabe, stets nur aufklärend und vermittelnd zu wirken- richtet hierdurch an alle Einwohner der Stadt insbesondere an die Hausbesitzer und in Frage kommende die Bitte:„ die bei diesen bisher ausgeführten Glück die Hand zu bieten. Ziehung I. Klosse am 5. und 6. Dezember d. Js. 1/8 1/4 1/2 Lose 1/2 Mf. 3.50 Mr. 7.- Mt. 14.- Mr. 28.beziehen durch die amtlich bestellte find zu Hauptkollektur Richard Buchacker, Neuen Bäne 11. Fachleute gemachten Erfahrungen, etwaige hierbei zu be- Stadt- Cheater rücksichtigende Wünsche, beobachtete Mängel 2c." schriftlich Giessen. in den Fragekasten des Vereins, der im„ Gasthaus zum Dir.: Hermann Steingoetter. Löwen" aushängt, niederzulegen. Der Vorstand. Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Haus- Wasserleitungen. Unter Hinweis auf die Bestimmungen über Anlage der HausEmma Senling Wetsteinstraße 45. Große Auswahl in Gießen, den 29. November 1905. Großh. Bolizeiamt Sießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten m die Wolfftraße von heute an bis auf Weiteres den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 29. November 1905. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Das nachstehende Lokal- Reglement bringen Rr. 280. Oberh Anfüge Brud und Verlag der barttaschen, wiederholt zu öffentlichen Stenntnis mit dem Verjamem von 40 Pfg. an. Henkelkörbe( 1 u. 2 Deckel) lungen unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. enorm billig. Wäsche- Leinen. 10 Mtr. von 18 Pfg. an. Wachstuche in allen Farben. Freitag, den 1. Dezember 3. Volksvorstellung wäscheklammers. Die Herren Söhne. wafferleitungen zu Gießen" machen wir darauf aufmerksam, daß, um dem Volksstück in 3 Aften von Einfrieren des Wassers in den Hauswasserleitungen bei eintretender Bälte Borzubeugen, es erforderlich ist, die Hauswasserleitungen des Abends für die Dauer der Nacht zu entleeren. Dies geschieht dadurch, daß zuerst der vor dem Wassermesser befindliche Hauptabsperrhahn geschlossen und dann das seitlich desselben oder hinter dem Wassermesser befindliche Entleerungshähnchen, nachdem ein passendes Gefäß untergestellt, geöffnet Walther und Stein. wird und dies so lange geöffnet gehalten wird, bis das in ber Haus Neue geschälte leitung stehende Wasser vollständig abgelaufen ist, worauf kezeichnetes Hähnchen wieder geschlossen wird. Um eine vollständige Entleerung zu erwirken, ist es geboten, während derselben das in dem obersten Stockwerk des Hauses befindliche Zapfenventil der Hausleitung offen zu halten, damit die Luft Zutritt in die Leitung erhalte. Teil des Wassers kann auch schon durch das 8apsventil der untersten Erbsen, Ein größerer grüne Erbsen, Büche entleert werben, wodurch die Entleerung im Keller vereinfacht Bohnen, Linsen wird. Nach stattgehabter Entleerung sind diese Zapfventile, welche dem Eintritt der Luft, bezw. der Entleerung des Wassers dienten, und Grünfern Das Schließen des Ha ptabsperrhahnes erfolgt durch Auf- von vorzüglicher Kochart wieder zu schließen. segen des beigegebenen Schlüssels auf den vierkantigen Hahnzapfen und Drehung im Sinne eines Uhrzeigers, bis widerstand erfolgt. Das Oeffnen des Hauptabsperrhahnes geschieht durch Drehung in entgegengeseztem Sinne, bis Widerstand erfolgt. empfiehlt billigst Behufs Baſſerentnahme muß des Morgens der Hauptabsperrhahr Robert Stuhl wieder vollständig geöffnet werden. Abzweigleitungen nach Waschküchen, Badezimmern, überhaupt nach ungeheizten Räumen, Hofräumen, Gärten usw, sind auf die Dauer Neustadt 23. Man fordere Häude Hausfrauen- Verein Stellen- Vermittlung Giessen, Seltersweg 56, ( nächst dem Voltsbad) Unentgeltlicher Nachweis für Dienst, Haus- und Zimmermädchen Köchinnen, wärterinnen, Lauf: Puz- und Waschfrauen. männischen Berein: Im Anschluß an den KaufGießen, den 27. November 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Lokal- Reglement. Betr. Die Beaufsichtigung der Hunde in der Probin Hauptstadt Gießen. § 1. Es ist untersagt, Hunde in dem Botanischen Garten, in den städtischen Anlagen, sowie in den Anlagen vor den Bahnhöfen unbeaufsichtigt un herlaufen, oder die Gebüsche, Grasplätze und Be in denselben betreten zu lassen. § 2. Das Mitnehmen von Hunden auf den Fried innen, Buchhalterinnen, Kassierer- of, in öffentliche Dienstgebäude, in Wirtschaftsinnen; an den Hausbeamtinnen- lokale innerhalb der bewohnten Teile der Stadt, au Verein: Stüßen, Kinderfräulein, den Wochenmarkt, den Jahrmarkt und zu öffent innen gegen vorschriftsmäßige Ge Saushälterinnen, Gesellschafter- lichen Festlichkeiten ist verboten. bühren. über Bucher Ehe die v. Dr.Retau m. 89 Abb statt 2.50Mk. 劑 § 3. Inausgefeßt mußte am letztenmal zu md föniglich hatte fie a ber helle Schleier we Reitgerte mit dem gol Es ist verboten, Hunde zur Nachtzeit auf der Straße frei umherlaufen zu lassen. § 4. Für jeden Hund, welcher in das nach Vorschrift nur M.I.-. Preisl.üb.int.Büch.grat. der Verordnung vom 16. November 1874, die Hunde R.Oschmann, Konstanz Nr. 421. fteuer betreffend, von der Bürgermeisterei zu führend Deklarationsregister eingetragen ist, erhält der Be fiter des Hundes eine Blechmarke mit fortlaufen der Nummer, welche der Hund auf der Straße stets am Halsbande oder am Maulforb zu tragen hat § 5. Joh. Seibel Giessen, Ludwigspl. empfehlt prima Rheinund Mosel- Weine. p. Fl. v. 50 Pfg. an bis zu den feinston Marken. deren Nichtgebrauchs, bezw. des ganzen Winters, mittelst ihrer besonderen Ein praktisches Geschenk Vorrichtungen auf ähnliche Weise zu entleeren und abzustellen. Bei anhaltender, außerordentlicher Bälte empfiehlt es sich, die Wasserentnahme für Reiter, Radfahrer und Fußauch während des Tages auf kürzere festgesetzte Zeit zu beschränken ind gänger. während der übrigen Tageszeit die Hauswasserleitungen gleichfalls in frei" elektr. Taschenlaterne mit oben angegebener Weise abzustellen. Dem Einfrieren solcher Wasserumlegbarer Anhängevorrichtung. leitungen, welche durch Küchen unbenukter Wohnungen geführt sind, währt", in 6 Größen mit NaßJm Manöver 1905,, borzüglich befann man durch Unterhaltung eines kleinen Herdfeuers vorbeugen. Auch oder Trockenbatterie ausgerüstet,( 1 Zimmer, Küche und Keller) fof. 1 Wohnung empfiehlt es sich, in kalten Klosett- oder sonstigen ungeheizten Bäumen, bon 3 Mt. an. Wenn im Handel durch welche die Wasserleitung führt, sofern daselbst die Leitung nicht nicht zu haben, dann beim Konzu berm. Wolfftraße 21. schon durch eine ausreichende Umhüllung gegen Kälte geschüßt ist, die der Laterne Gustav 2 einfach mövl. Zimmer Temperatur durch ein Defchen oder geeigneten Falls etwa durch eine Remus, Halle a. S., Friedrich- per sof. billig zu vermieten. Gasflamme auf genügender Höhe zu erhalten. straße 53, I. Näh. Gießen, Marktstraße 11. Sehr kalt stehende, insbesondere auch abgestellte und vorübe.gehend nicht in Gebrauch befindliche Klosetts( wie in Vereinshäusern 2c.) werden durch Einstreuen von etwas Salz( Viehsalz) in das Schlußwasser des Syphons( Wasserabschlusses) gegen Auffrieren der Schüsseln geschüßt. Die Wassermeer nebst dem nächstanschließenden Teil der Bohrleitung find während des Winters mit Stroh, Säcken oder ähnlichen Schußmitteln gegen Kälte zu umkleiden, auch namentlich die betr. Kellerfenster geschlossen zu halten. Die Herstellung aller Wassermesser, die infolge ungenügenden Schuhes gegen Bälte Schaden erleiden, erfolgt auf Rechnung der Hausbesiker. Im übrigen müssen die Wassermesser jederzeit leicht zugänglich bleiben. Nach vorliegenden Erfahrungen sind e3 namentlich Neubauten urd unbewohnte Stodwerke, deren Wasserleitungen nicht immer die erforder= liche Fürsorge geschenkt wird, insbesondere sind auch schon öfters infolge Richtabsperrens von Garten- Wasserleitungen während des Winters große Beschädigungen und namhafte Wasserverluste entstanden. Wir Durch die empfohlenen Vorkehrungen wird dem Wasserabnehmer die Lieferung des Wassers möglichst gewährleistet, dem Hausbesitzer aber werden Beschädigungen an Leitung und Gebäude ferngehalten. empfehlen daher vorstehende Vorsichtsmaßregeln allen geteiligten zur ganz besonderen Beachtung. fänger andauernde Absperrungen, Einwinterungen, Reparaturen und Aufßtauungen von Hauswasserleitungen werden am zweckmäßigsten und schnellsten von denjenigen Installationsgeschäften besorgt, welche die betr. Hauswasserleitungen f. 3t. ausgeführt haben und daher die örtliche n Verhältnisse mit ihren empfindlichen Punkten am besten kennen. Gießen, den 20. November 1905. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Ein Juwel ist ein zartes, reines Geficht, rosiges, jugendfrisches Aussehen, weiße, sammetweiche Haut und blendend schöner Teiut. Alles dies wird erreicht durch: Stedenpferd. Lilienmilch- Seife b. Bergmann& Co., Radebeul mit Schuhmarke: Steckenpferd. à Stück 50 Pfg. bei: Carl Haberlorn Nachfl. Grünberg. Große Mühlgasse 21 ift eine Wohnung, bestehend aus 2 Zimmer und Küche nebst zubehör zu vermieten. Näheres bei der Bürgermeisterei Zimmer Nr. 15. ftrufteur Zur Anfertigung von Drucksachen aller Art empfiehlt sich die Buchdruckerel von Albin Klein Glessen Seltersweg 83. Bioferrin Blutbildendes Kräftigungsmittel ! Empfohlen von Autoritäten! Wohlschmeckend, appetitanregend, leicht verdaulich. zu haben in den Apotheken. Alle bissigen Hunde, ferner alle größer Hunde, ausgenommen Jagdhunde, namentlich Bullen beißer, Bulldoggen, Megger- und Schäferhunde, Neufund länder, Bernhardiner, Leonberger und Ulmer Hunde zur Bewachung irgendwie angebundene Hunde dann alle an einem Fuhrwerte angespannte ode solche Hunde bezüglich welcher die Polizeibehörde desfallfig besondere Anordnung getroffen hat, müssen innerhal der bewohnten Teile der Stadt auf der Straße mi einem das Beißen wirksam verhindernden Maul forb versehen sein, oder an einer furzen Lein oder dergleichen geführt werden. § 6. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Se stimmungen dieses Reglements werden, insofern nicht di oben angeführten Bestimmungen des Polizeistrafgefe oder des Strafgesetzbuches Anwendung zu finden habe mit Geldstrafe bis zu dreißig Mark bestraft. § 7. Hunde, welche in dem Botanischen Garten, in der städtischen Anlagen, sowie in den Anlagen vor den Bahr höfen(§ 1), oder zur Nachtzeit auf der Straße( 3 ohne Beaufsichtigung umherlaufen, oder welche auf de Straße 2c. nicht die im§ 4 vorgeschriebene Blechma tragen, oder der Vorschrift zuwider nicht mit einem Beißen wirksam verhindernden Maulforb versehen fin bezw. nicht an der Leine geführt werden, sollen eing fangen und dem Wasenmeister überliefert werd sofern der Eigentümer nicht zur Stelle ist und den H in Gewahrsam nehmen kann. Die Rückgabe des Hun erfolgt an thre gehörig legitimierte Eigentümer oder figer nur innerhalb der nächsten fünf Tage nach d Einfangen der Hunde und nur gegen Erstattung der b der Polizeibehörde zu bestimmenden Futterkosten. binnen der genannten Frist nicht ausgelösten Hun werden zu Gunsten der Gemeindekasse veräußert o getötet. Durch vorstehende Bestimmung wird das gegen d Eigentümer oder Besizer der Hunde wegen llebertretu der Vorschriften dieses Reglements, bezw. der Verordnu bom 16. November 1874, die Hundesteuer betreffen einzuleitende Strafverfahren nicht berührt. Arbeitsvergebung. Dienstag, den 5. Dezember d. J., vormitta 11 hr soll ein Teil der Anstreicherarbeit für d Neubau der höheren und erweiterten Mädchensch öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen b uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, de daselbst erhältlich, find bis zum genannten Zeitpunt uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. · Gießen, den 29. November 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. fie damals ftolz abwei einmal von feiner Liebe Bußeren Ericheinung he eine gäbuende Aluit, prijden damals und he Der junge Athlet bis hart an den Rand darum, daß er an die bejucher in seiner ganze es, der mit seinen m Zeichen zum Losbrechen Eifer hatte ein ehrli Gefahr lieje, von eine Und er war der Huldigungen nicht ga fie an ihm vorüber leichten Bewegung Lächeln, weldjes da teinem andern gelte Wohl mochte werden; aber c 1nd stürmisch err bedeutete es, daß zugte in welch was gab ihm ein drängen? Das w und leidenschaftli graujam marterte Einem unwi feinem Siz erho Frenens Aufmer war unausbleibli gleidhgiltiger Blid all die anderen, d noch einmal zu ihm So fest und glühend ven Erbleichenden Rapellmeisters, der schnell ger., zu e anderen, milderen Tieres war mit G und seine Flanken erbarmungslosen doch, und es war, feine Aünfte zeige Zurfus schien für flene Loge, in me! Madante de Mour fachen dieser Ersch den neugierigen Bi sereningren raat Amerita alle Mei einige Bugeständn Jept ist durc Bereinbarung ge unferem Generalta Bereinigten Staat Ausfuhr nach Deu bedingungen zu e wir ebenso gut b gleicher Bollbeh würden. Wir wiesen, weder c amerikanische auf gleichwerti Tarifgefes nach Jährigen Frift g hältnis zu Wer ben Meistbegün fich schon entschl Tarifgesetz die meffung von Bu 1906 ist die Beit Apparat arbeitet Auch darf man Schutzölnerisch ist tarif zu durchbre önnen, zunächst e Bugeständnissen Grundlage für ein a zeitlich gerade so lann. Man spricht hi Bräsidenten Rooseve Der Bereinigten Sta jagen. Maßgebend Done dielen tann te begünftigungs- Bertra fchafter in Amerita Renn fie ihm nicht