Nr. 230. Erstes Blatt. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kreise Bezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzelle 30 refp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Samstag, den 30. September 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Vf. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mt 1.50. Gratisbetlagen: Oberheffische Familienzeitung( t3g( t) und die Gießener Seifenblasen( wöchen: lich) Dos Blatt erideint on allen Werktagen nachmittag. Neueste Nachrichten ( Sickener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheijen. Politifche Rundschau, Deutfches Reich. Der italienische Minister des Aeußeren Tittoni traf mit dem Reichskanzler Fürst Bülow zusammen. Die ZujamWenn auch keine menkunft erfolgte in Baden- Baden. außergewöhnliche politische Frage zur Diskussion gestanden haben soll, betrachtet man doch den Besuch als eine neue Bestätigung des intimen Einverständnisses der Dreibundmächte. * Bei der Reichstags- Stichwahl in Effen wurde der Zentrumskandidat Arbeitersekretär Johann, Giesberts mit 42 047 Stimmen gegen den Sozialdemokraten Wilhelm Gewehr gewählt. Gewehr erhielt 38 058 Stimmen. * Nach übereinstimmenden Nachrichten bestätigt es sich, daß der Aufstand in Deutsch- Ostafrika im Abnehmen begriffen ist. Viele Eingeborene liefern die Waffen ab und unterwerfen sich. Trotzdem finden noch zahlreiche kleine Busammenstöße statt. Hauptmann Funk hat mit seinem Detachement auf dem Marsch vom Süden Kilossa erreicht; die Abteilung hat auf dem Marsche viele Gefechte gegen erbitterte Gegner gehabt. Der Feind verlor viel Tote und Proviant. Die Aufständischen fechten sehr tapfer; sie beschieBen Stationen und Posten fast täglich. Die Lage im Bezirk Langenburg scheint besser geworden zu sein, da Oberleutnant Klinghardt mit vier Europäern und 46 Mann Asfaris abkommen kann und einen Vorstoß von dort auf Songea zu machen im Begriff ist. Am 15. Oktober wird eine neuformierte Kompagnie von Kilwa auf Songea marschietett. Liwale soll neubesetzt werden. ㄞ Im gothaischen Landtag hat sich der Staatsminister Richter über die Fleischteuerung ausgesprochen. Der Minister erklärte, daß eine Fleischnot nicht existiere, sondern mur eine Fleischteuerung, die auf die vorjährige Futternot zurückzuführen sei. Er sei bereit, etwaige im Bundesrat unternommene Schritte zur Behebung der Teuerung zu unterstützen, doch sprächen große Bedenken gegen eine Deffnung der Grenzen für ausländisches Vieh. Die Einberufung des deutschen außerordentlichen Städtetages wegen der Fleischteuerung ist gesichert, da der Berliner Magistrat dem Stadtverordnetenbeschluß beigetreten ist. Die meisten größeren Städte haben ihre Beteiligung zugesagt. * Der in Köln verhaftete niederländische Anarchist Domela Nieuwenhuis ist aus dem Polizeigewahrsam entlassen und nach der niederländischen Grenze abgeschoben worden. ** * In Berlin beabsichtigt die sozialdemokratische Partei eine festere örtliche Organisation zu schaffen. Ein Verband der sozialdemokratischen Wahlvereine für Berlin und Umgegend ist in der Bildung begriffen. Die seit Jahren geführten Verhandlungen wegen der stärkeren Zentralisation haben zu dem Resultate geführt, daß die Kommission ein Verbandsstatut vorgelegt hat. Der Verband soll alle Berliner Kreise und die zwei Kreise Teltow- Beeskow und Niederbarnim umfassen. * Die oldenburgischen Landtagswahlen haben keine wesentliche Verschiebung der Parteiverhältnisse gebracht. Die Sozialdemokraten haben eine starke Zunahme der Wählerstimmen zu verzeichnen, werden aber im neuen Landtage höchstens ein Mandat mehr haben, als im alten. Oefterreich- Ungarn ** Man nimmt allgemein an, daß Fejervary abermals zum ungarischen Ministerpräsidenten ernannt werden wird. Fejervary hat bezüglich des Rechtes Ungarns auf Erreichung eines selbständigen Zollgebietes, das im Programm des Königs eine sehr einschränkende Auslegung erfahren Hat, eine richtigstellende Erklärung abgegeben. Es hat das einen guten Eindruck in Ungarn hervorgerufen. In der Erklärung heißt es, Fejervary habe sich davon überzeugt, daß die Krone niemals die Absicht hatte, den durch die Verfassung und durch die Gesetze gesicherten Rechtskreis der ungarischen Gesetzgebung irgendwie zu beschränken. England. ** Die britische Regierung hält fortgesetzt die Befestigung ihres indischen Besitzes gegen die russischen Ausbreitungsgelüfte im Auge. Sie hat jetzt an der Grenze von Afghanistan ein Gebiet erworben zur Errichtung eines verschanzten Lagers. Auch in Ostasien macht England Fortschritte. Die chinesische Regierung gab ihre Zustimmung zur Offenhaltung von Wei- hai- wei. England beginnt den Ausbau des Hafens. Norwegen: ** Nach dem Abschluß des Abkommens von Karlstad werden die Truppenansammlungen rückgängig gemacht. Der größte Teil der Wachttruppen an der Grenze wird heimgesandt. Russland. - ** Der in Moskau tagende Semstwo- Kongreß ist geschlossen worden, nachdem er ein Hauptwahlkomitee mit dem Sit in Petersburg eingesetzt hat. Es wurde ein Wahlaufruf angenommen, in dem die Notwendigkeit einer Reform des Volksbildungswesens, die Einführung einer Staatsarbeiterversicherung, die Regelung der Landpachtverhältnisse und die Zuteilung von Rand an Ackerbautreibende betont wird. In Kiem tam es in einer sozialdemokratischen VersammJung zu einem Zusammenstoß mit der Polizei. Vier Personen wurden schwer und 11 leicht verletzt; 40 wurden verhaftet. Ein Polizeikommissar wurde verlegt. In Riga. mehren sich die Brände in unheimlicher Weise. Die Mordbrenner suchen jezt die Wohnungen der wohlhabenden Bevölkerung heim. General Stössel liegt in Moskau infolge eines Schlaganfalls krank danieder. Seine linke Seite ist aelähmt. - Dor und Gesellschaft. *** Der Kaiser beabsichtigt, mit der Kaiserin und der Prinzessin Victoria Luise das Jagdschloß Rominten am 7. Oftober zu verlassen. Im Anschluß an einen furzen Besuch bei seinem Grenadier- Regiment Nr. 3 in Königsberg i. Pr. gedenkt der Kaiser die Leib- Husaren- Brigade in Langfuhr zu besuchen und dann das alte Ordensschloß in Marienburg zu besichtigen. *** Dem Professor Andreas Achenbach wurde anläßlich seines 90. Geburtstages vom Kaiser der Stern zum Roten Adlerorden zweiter Klasse mit einem Glückwunschschreiben übersandt. In Düsseldorf, dem Wohnsive des Ju bilars, der auch Ehrenbürger Düsseldorfs ist, wurde dem Künstler, der mit Rücksicht auf seine Gesundheit eine öffent liche Feier abgelehnt hatte. durch Ausschmückung der Straßen in der Umgebung seiner Schmung cine. Cheung bereitet. Soziales Leben. Die Streitigkeiten in der Berliner Elektrizitätsindustrie. Von maßgebender Stelle erfahren wir, daß das von den Arbeitern angerufene Gewerbegericht noch keine Aufforderung an die Arbeitgeber zum Erscheinen zwecks Einigungsverhandlungen gerichtet hat. Die Arbeitgeber legen, wie verlautet, keinen Wert auf die Intervention des Gewerbegerichts. Sie würden sich höchstens vor dem Gericht bertreten lassen, um zu zeigen, daß der Streit lediglich durch die Arbeitnehmer herbeigeführt sei. Sie beharren auf der beschlossenen Aussperrung, falls die Arbeiter nicht nachgeben. Deer und flotto. Stapellanf eines Linienschiffes. In Wilhelmshaven lief das neu erbaute Linienschiff P vom Stapel. Die Fürstin von Inn- und Knyphausen taufte auf Befehl des Kaisers das Schiff„ Hannover". Nab und Fern. † Lon der Cholera. In der Nähe von Berlin ist ein neuer verdächtiger Fall gemeldet. In die Villa des Sanitätsrats Dr. Jacobi in Friedrichshagen, die vom Besizer für die Unterbringung etwaiger Cholerakranker zur Verfügung gestellt ist, wurde ein Arbeiter von den städtischen Wasserwerken am Müggelsee eingeliefert. Auch in die Isoliacke des Krankenhauses in Brandenburg a. H. iſt ein Schiffer gebracht, der unter verdächtigen Symptomen ertranft war. Der französische Gesundheits- Ausschuß hat den Beschluß gefaßt, im Hinblick auf die in Deutschland getroffenen Maßregeln davon abzusehen, den aus Deutschland kommenden Reisenden und Waren Beschränkungen aufzuerlegen. † Das neue Dresdener Nathaus. In Dresden fand in Gegenwart des Königs und des Hofes die feierliche Grundsteinlegung des neuen Rathauses statt. Oberbürgermeister Beutler gab bekannt, daß der Staatsminister von Metzsch zum Ehrenbürger der Stadt Dresden ernannt sei. † Gasvergiftung im Krankenhause. In dem poliklinischen Institut der Universität Leipzig wurde ein dort als Patient weilender Buchhändler durch Kohlengase vergiftet. Die giftigen Dünste entströmten einem schlecht verschlossenen Ofen. † Großer Fabrikbrand. Die Holzwollefabrik von Gebrüder Tönnissen in Neustadt bei Coburg ist vollständig niedergebrannt. Das Feuer entstand in der Fabrik für Kunstholzwolle, es wütete die ganze Nacht und vernichtete auch das Holzlager. † Ein Hundertjähriger als Selbstmörder. In Melun hat ein hundert Jahre alter pensionierter Major seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Ein paar Tage nach seinem hundertsten Geburtstage glitt der alte Herr aus und brach das Bein. Er erlitt dadurch so viel Schmerzen, daß er sich am Fenster mittelst der Gardinenschnur erhängte. † Vom Zuge überfahren. Bei Osterode wurden die Pferde vor dem Gespann des Majors Köppel vor einem Eisenbahnzuge scheu und gingen durch. Die Frau des Majors wurde lebensgefährlich, dieser selber und sein Kind leichter verlegt. † In der Polizeiwache erstickt. Von einem galizischen Auswanderer- Transport wurden in Ratibor vier Personen, eine alte Frau und eine Mutter mit drei Kindern, von dem Weitertransport ausgeschlossen, weil sie mit einer ansteckenden Augenkrankheit behaftet waren, und im Polizeigewahrsam für die Nacht untergebracht. Sie hatten, wohl weil das Licht der Gaslampe sie blendete, diese ausgeschlagen und, da sie mit den Einrichtungen nicht vertraut waren, den Hahn nicht geschlossen. Das ausströmende Gas hatte die Erstickung von vier der Eingeschlossenen bewirkt. Man fand sie am Morgen tot vor, und nur bei einem Knaben hatten die Wiederbelebungsversuche Erfolg. + Erdbeben in Schottland. Wiederholt ist in der letzten Zeit die Bevölkerung der Grafschaften Perthshire und Stirlingshire in Schottland durch Erdstöße beunruhigt worden. In der Stadt Stirlingshire rief die Erschütterung der Häuser bei einigen Bewohnern Uebelfeit hervor. Möbel wurden hin und her geschleudert. Die Leute sprangen entsegt aus den Betten und liefen auf die Straße. In einigen Dörfernt entstand eine Panik, die die Bewohner aus den Häusern auf das freie Land trieb. In Aoa hörte man in dem Hügelgelände ein gewaltiges Getöse wie von einer Dynamitexplosion. Die Erschütterung war dabei nur gering. † Feuer an der russischen Grenze. In der russischen, an der Grenze Schlesiens liegenden Ortschaft Modrzejew wurden durch Brandstiftung neun Scheuern mit voller Ernte eingeäschert. Durch den Brand war der meist aus hölzernen Häusern bestehende Ort start gefährdet. Die von deutscher Seite aus Myslowitz, Rosdzin, Schoppiniz und Bogutschütz zu Hilfe eilenden Wehren wurden von den russischen Grenzbehörden glatt über die Grenze gelassen ohne die sonst selbst bei derartigen Gelegenheiten übliche Paßschererei. † Der Orient- Expreß- Zug entgleist. Der von Ostende kommende Erpreß- Bug entgleiste in Belgien bei der Grenzstation Mouseron. Zwei Reisende sind tot, eine größere Anzahl erlitt Verwundungen. † Juwelendiebstahl im Hotel. Dem Juwelier Bauer aus Wien wurden in einem Hotel in Budapest bedeutende Schäze an Juwelen gestohlen. Er logierte mit seinem Bruder in einem Zimmer des Hotels, in dem ein Musterkoffer und drei Handtaschen mit den Kostbarkeiten sich befanden. Beim Verlassen des Zimmers hatten die Brüder es abgeschlossen und noch ein Vorhängeschloß vorgelegt. Als sie zurückkamen, war das Schloß fort und die Tür mit einem Nachschlüssel geöffnet. Die drei Handtaschen fehlten, und aus dem Rosfer waren Pretiosen im Werte von 20 000 kronen verschwunden. Der Portier und das Stubenmädchen hatten einen Mann mit Handtaschen das Hotel verlassen sehen, indessen angenommen, daß es der Diener eines Gastes sei. † Eis in See. Der in Newyork eingetroffene Dampfer ,, St. Paul" berichtet, daß er mit genauer Not der Gefahr entgangen ist, vor den Bänken von Neufundland durch Eisberge zermalmt zu werden. Der„ St. Paul" geriet dort in ein gewaltiges Eisfeld, und es war ein Glück, daß er durch eine Kursänderung das freie Wasser zu erreichen vermochte. Während der gefährlichen Fahrt wurde eine halbe Meile vom Schiff entfernt ein Eisberg von 200 Juß be cbachtet, während auf der anderen Seite eine ganze Anzahl von Eisbergen von etwa 100 Fuß Höhe passiert wurden. † Bei der Bootsfahrt ertrunken. Bei Ering wollten sieben Personen in einem Boot über den Inn übersetzen. Das Boot schlug um. Sechs Personen ertranfen, nur eine tourde gerettet. † Die Sprengung im Snez- Kanal. Bei der Sprengung des die Passage im Suez- Kanal hindernden Dampfers ,, Chatham" wurde das Ostufer des Kanals auf eine Strecke von 600 Fuß beschädigt. Der Dampfer ist ganz in Stücke gesprengt. Die Forträumung der Trümmer wird einige Zeit in Anspruch nehmen. † Fener in der Raketenfabrik. In der großen Raketenfabrik zu Orta bei Neapel brach Feuer aus. Als die Arbeiter entsegt ins Freie flohen, erfolgte an den Türen ein schreckliches Gedränge. In diesem Augenblick erfolgte eine furchtbare Explosion, das Dach stürzte ein, gelbe Flammen zuckten aus den Fenstern. Aus dem Innern des brennenden Gebäudes ertönten schauerliche Hilferufe. Niemand aber wagte sich näher heran, und gleich darauf erfolgten fünf weitere Explosionen. Dann bildete die Fabrik nur noch einen rauchenden Trümmerhaufen, in dem fünf Arbeiter den Tod gefunden hatten. † Die feindlichen Dörfer. In Portugal gibt es zwei Dörfer, Estribeira und Abrigada, die seit alten Zeiten in einer auf Blutrache sich gründenden Feindschaft lebten. Es fam kürzlich zu einem erbitterten Kampfe, an dem schließlich alle Einwohner der beiden Ortschaften, Männer, Frauen und Kinder, mit allen möglichen Waffen teilnahmen. Fünf Schwester! ihm wahrscheinlich am liebsten am äußersten Ende der Welt, ganz und gar den Willen ließe, berbirge fie fich nun vor Natürlich! 3mmer heroisch! ja nicht, daß er jemals ahne, mer ihn außer mir gepflegt." erlangen und seine Umgebung erkennen würde. schönen Augen schauen darf." daß der Patient voraussichtlich bald sein Bewußtsein wieder Sie hat das Haus verlassen, nachdem Sie erklärt hatten, Mann erworben, daß ich ihr zum Dank dafür einmal in die So viel Verdienst habe ich mir am Ende doch um ihren Aber wo ist denn nun das tapfere Frauchen? Und wenn man ihr Sie wollte Revolver, zwischen den beiden bei dem Ringkampfe die Kugel welchen ernield und meie tödsondern auch Inhalt desselben Stenntnis zu nehmen; aber es Untersuchungsrichter war ich allerdings genötigt, von dem dem Defraudanten in den Unterteis drang, Ihnen mit der Erlaubnis Ihres Arztes hier überreiche. Als einen für Sie bestimmten Brief dirtiert hatte, welchen ich holt ein vollständiges, unumwundenes Geständnis abgelegt, hause zu Hamburg gestorben, nachdem später nur wiederund zwar in feinen letzten Lebensstunden iſt er außer mir nier hat ihn gezeigneten vannes und des schöwischen und sich den Schweiß von der Stirn zu tronen; der schweren Krankheit neben ihm in die Knie geglitten ein Stück Brot, ein paar Schluck Wasser aus dem fleinen nen jungen Weibes, das ar. Lange Zeit verging, ehe Wort gefunden, und dann sprache es von ihnen das erste ollständigen, abgebrochenen ten, wie wenn sie fürchaufRutten, es zu erhoffen. an damit dem ersten lauten Ton gehört fie noch kaum zu glauben wagten, weil sie dich geliebt bit du jetzt, daß ich dich liebe-, daß ich nur eines sage mir, Friedrich," hauchte Magda endhabe und nur dich lieben werde bis an meinen fie leise, flüsternd, in Glück zu verscheuchen, lich Tod? dengelte seine Sent Walde herüber rief der Rudud noffen, die einzige Erquicfung. Rotschwänzchen ließ seinen offen, er feitwärts puudelte, boten ihm, als Frühstück geMorgensana ertönen, bom Schon famen abermals fas Sepp und die Mägde, bunte daß die Funken stoben. Eicher streuen und den Straten der begrüßten fie Sepp, versuchten Lachend und aber umsonst, ihm in der Arbeit nachzurüden und auf die rechen und Gabeln, um über den Zöpfen, mit langen Sols der Sonne recht zugänglich au gemähte Seu auseinander zu machen. Personen wurden getötet, über fünfzig schwer verwundet. Es mußten Truppen anrücken, um dem Kampfe ein Ende zu machen. † Ein Pistolen- Duell. In der Marien- Akademic zu Fiume wurde zwischen einem italienischen Genie- Offizier und einem Diplomaten ein Pistolen- Duell ausgefochten. Der Offizier wurde am Arm verwundet. † Ranbmörder in Ungarn. Auf der Tanya zwischen Va. farhely und Oroshaza haben Raubmörder schrecklich gehaust. Der Gutsbesitzer Franz Döme, seine Frau und drei Dienstboten wurden erschlagen aufgefunden. Das Haus war gänzlich ausgeraubt. Von den Mördern fehlt jede Spur † Der Vegetarier im Segeltuch- Boot. Ein Finnländer namens Nordin hat sich von Stockholm aus in einem aus Segeltuch gefertigten, nur zwölf Fuß langen und zwei Fuß breiten Boote auf die Seereise begeben, die ihn nach Paris führen soll und war trok stürmischer See bereits bis Hel singör gelangt. Ebenso absonderlich, wie die Fahrt selber, ist der Beweggrund. Nordin ist Vegetarier und will der Menschheit zeigen, was ein solcher zu leisten vermag. Er hofft, dadurch viele Leute zu seiner Lebensweise zu bekehren. Wer einen spannenden Roman liebt, der versäume nicht, die heute in der Unterhaltungsbeilage begonnene Erzählung ,, Das Ahnenbild" Anna Maria Witte zu lesen. Lokales. von 30. September 1905. ** Der Großherzog hat der durch die DekanaisSynode des Dekanats Rodheim für den Rest der im Jahre 1908 ablaufenden Wahlperiode vollzogenen Wahl des evangelischen Pfarrers Otto Orth zu Nieder- Wöllstein zum Dekan des Dekanats Rodheim, mit Wirkung vom 1. Dktober an, die Bestätigung erteilt. ** Der Großherzog hat den Hausbeschließer im Kollegiengebäude der Landes- Universität, den Verwalter Friedrich Wilhelm Stort zu Gießen auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 16. Oftober in den Ruhestand versetzt. *** Mittwoch statteten die Aufsichtsratsmitglieder der Gewerbebank Gießen ihren Kollegen vom Vorschußverein Butzbach einen Besuch ab. Die Herren verweilten längere Zeit in Buzbach, die dortigen Sehenswürdigkeiten in Augenschein nehmend. Besondere Anziehung übten die Stadtkirche und das Museum aus. Zum Schlusse wurde die Gambrinusbrauerei einer Besichtigung unterzogen. In nächster Beit gedenken die Aufsichtsratsmitglieder vom Buzbacher Vorschußverein den Besuch der Gießener Herren zu erwidern. * Die Technische Hochschule Darmstadt eröffnet ihr Wintersemester in diesem Jahre am 17. Oftober. Die Vorlesungen beginnen einen Tag später. * Zur Sonntagsruhe der Postbeamten hat das Reichspostamt als Grundsaz festgestellt, daß jeder Beamte und Unterbeamte des Betriebsdienstes in einem Zeitraum von zwei Wochen mindestens für einen Sonntag, set es für einen ganzen Tag oder für zwei halbe Tage, vom Dienste zu befreien, und daß ein ganz freier Sonntag, soweit es fich nicht öfter ermöglichen läßt, für je vier Wochen zu gewähren ist. Die Verabreichung von warmem Frühstüd an bedürftige Schulkinder, wie solche seit Jahren in Gießen geübt wird, hat, wie die„ Darmst. Btg." schreibt, die Kreisschulkommission zu einer Umfrage in den Landgemeinden vers anlaßt, um einen Ueberblick darüber zu gewinnen, inwieweit ein Bedürfnis zur Ausdehnung dieser Einrichtung auf die Landgemeinden besteht. Das in Gießen verabreichte Früh ftüd besteht aus je 1 Liter Milch und einem Brötchen. Die Koften wurden bisher auf dem Wege der Wohltätigkeit aufgebracht, teils durch ausdrücklich für den 8wed bestimmte bare Zuwendungen, teils durch Wohltätigkeits- Veranstaltungen. Der Einfluß der Einrichtung auf das Befinden der Kinder ift nach dem Berwaltungsbericht der Bürgermeisterei ein sehr günstiger. * Vom 1. Ottober ab werden die Bostschalter für den Verkehr mit dem Publikum erst um acht Uhr morgens geöffnet. ** Geinen 100. Geburtstag fetert morgen am 1. Ottober der Geometer 1. Klasse Herr Georg Euler. Der alte Herr, welcher Schiffenbergerweg 67 wohnt, ist der ältefte Bewohner Gießens und erfreut sich noch einer verhältnismäßig sehr guten geistigen und förperlichen Rüftigkeit. ** In Gießen wird heute in der Gewerbeschule ein Kursus für Knaben- Handfertigkeit eröffnrt.. * -er. Zwei schwerbetrunkene Studenten rempelten gestern Abend vom Seltersweg nach dem Bahnhof Passanten an. Die Belästigten quittierten diese Aufmerksamkeiten mit einigen fräftigen Ergüssen und Stockhieben. * Im letzten Jahr wurden im Großh. Heffen 36 Gemeinden von Hagelschaden betroffen. Der abgeschäßte Schaden beträgt 122 738 t., wovon nur 30 398 Mt. durch Versicherung gedeckt waren. * Die Frankfurter Turnerschaft hat die Vorarbeiten zum Deutschen Zurnfeste im Jahre 1908 aufgenommen. | Einem aufmerksamen Beobachter fann es nicht entgangen sein,| das seit einigen Jahren auf den Kreis- und Gauturnfesten immer stärker die Strömung hervortritt, die Feste mehr und mehr turnerisch zu gestalten und alles unnötige Beiwerk, wie Jurplaz, ture Festwagen, die Teilnahme anderer als Turnvereine usw. fallen zu lassen und durch gründliche vielseitige turnerische Uebungen auf die Zuschauenden zu wirken. × Wetzlar, 29. September. Unser Turnverein unternimmt Sonntag eine Turnfahrt nach Marburg. * Laubach, 28. September. Ein junges Paar. Unser wegen seines komischen Humors bekannter Mitbürger Schuhmachermeister Michael Müller schloß im Aiter von 65 Jahren die dritte Ehe. Seine Braut zählt 50 Lenze. ? Schlitz, 29. September. Das jungvermählte Erbgräfliche Paar ist am Mittwoch in das hiesige Schloß eingezogen. Erbsen per Liter 21 Pfs., Binsen per etter 32 Big Lauben per Baar Ant. 0.80-1.00, führer per Stüd Mt. 1.00-1.60, Sahnen, der Boofe eine Sohn, Alm Stüd 0.80-1.80, Enten per Std 1.80-2.20, Gänse per fb. Endreas Rrug ein ehe 00-00 fa., Ossenfleis per fb. 72-82 Big, Rindfletfchichickedanz ein Soh per fb. 70-72 Big. per ft. Someinefietid 76-86 in. Soweine fleisch gefaizen per Pfund 0.90 Big, albfleisch per fb. 70--80 Pfg. Sammelfleisch per fb. 50-76 Bfg., Kartoffeln pes 100 Slo 5.00 0.00. Zwiebeln per Bt. m. 6.00-8.00, Wetskraut 10-15 f. pe Stüd, Zentner 6-7 Mt. Aepfel ver Pfund 10-30 Pfg. Zwetschen der Zentner 6,00.- 7.00, Nüsse 100 Stüd 35-40 Pfg. Milch per Lites 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr naomittags. Gegenfiände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden. Rotierungen der Frankfurter Bichmarktpreise. Frankfurt a. M., 28. September 1905. - Stegen, Zum Verkauf ftanden: 12 Dchsen, 1 Bullen, 111 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), Kälber, Schafe nnd Hämmel, 1478 Schweine, Biegen und Schaflämmer. Bezahl wurden für 100 fund: Schlacht| Lebend- - a. vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren -bd Herborn, 28. Sept. Auf dem heute abgehaltenen 10. diesjährigen Markt waren aufgetrieben 439 Stück Rindvieh und 399 Schweine. Es wurden bezahlt für Fettviehhsen: und zwar Dosen I. Qual. 74 bis 76 t. II Qual. 72 bis 73 Mt. Kühe und Rinder I. Qual. 68 bis 70 Mt., II. Qual. 65 bis 67 Mt. per 50 Kilo Schlachtgewicht; Auf dem Schweinemarkt fosteten Ferkel 56 bis 70 Mi, Läufer 80 bis 100 Mt. und Einlegschweine 110 bis 130 Mt. das Paar. Der nächste Markt findet am 13. November statt. § Birklar, 29. September. Unser neuerbautes Schulhaus ist in feierlicher Weise eingeweiht worden. Als Vertreter des Kreises Gießen war Regierungsrat Wagner bei der Feier zugegen. * Friedberg, 26. September. In Anbetracht der jebigen Fleischnot hat die hiesige Firma Stenner die Errichtung eines Seefischmarktes beschlossen, der kommenden Freitag eröffnet wird. * Alsfeld, 29. September. Kanalisation. In der legten Stadtvorstandssigung wurde rom Großh. Kreisgesundheitsamt Beschwerde über die schlechte Reinigung der Straßen, Kanäle, Dungstätten usw. geführt. Es sei nicht ausgeschlossen, daß die im Osten des Reiches herrschenden Krankheiten, wie Cholera, Ruhr usw., auch nach Alsfeld verschleppt würden, und es sei deshalb angebracht, rechtzeitig Schußvorrichtungen zu treffen. Ein Antrag der Baukommission, der Gemeinderat möge beschließen, daß wegen Ausarbeitung eines Kanalprojekts für die gesamte Stadt Berhandlungen mit geeigneten Persönlichkeiten stattfinden, wurde angenommen. * Fulda, 29. September. Bei der Schöffengerichtsverhandlung über eine ganz geringfügige Jagdpolizeiübertretung wurden der Bürgermeister einer der Landgemeinden unseres Kreises und ein reicher Bauer aus dem Biebergrund unter dem Verdacht des Meineids und der Verleitung dazu vom Fleck weg verhaftet. > Mainz, 29. September. Die letzte Stadtverordneten sigung verhandelte über 25 Wirtschaftskonzessionen. Die Bezüge des neuen Oberbürgermeisters wurden auf 12000 Mi. Gehalt und 3000 Mt. Repräsentationskosten 12000 R. Gehalt und 3000 R. Repräsentationsfosten festgeseßt. > Mainz, 29. September. Prozeß Lengerke. Die Geschworenen verneinten die Schuldfragen, worauf der Angeklagte Baron v. Lengerte freigesprochen wurde. Die Kosten wurden der Staatskasse auferlegt. + Darmstadt, 29. September. Alter Sünder. In Noßdorf ist der hochangesehene 70jährige Rentner Moter, der verschiedene Ehrenämter bekleidet, wegen Vergehens an einem 12jährigen Mädchen in Haft genommen worden. Aus dem Gerichtssaal. Schwurgericht. Gießen, 28. September 1905. Heute hatte sich ein Wüstling, der Knecht Adam Heidinger von Brückenau, der gegenwärtig eine 1/ jährige Buchthausstrafe wegen Sittlichkeitsverbrechen verbüßt, vor dem Schwurgericht zu verantworten. Die Anflage lautet auf Notzuchtversuch, begangen in zwei Fällen. Die erfte Berfehlung beging er auf der Neumühle bei Grünberg und die andere in der Gemarkung desselben Orts. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage unter Versagung mildernder Umstände. Der Angeklagte erhält ein Jahr Buchthaus als Zusatzstrafe. Straftammer. Gießen, den 29. September 1905. durch das dortige Schöffengericht von der gegen ihn erDer Meggergeselle Adolf Repp von Alsfeld wurde hobenen Anklage der Sachbeschädigung freigesprochen. Er war beschuldigt, ein auf der Straße Alsfeld- Leusel stehendes Lindenbäumchen abgebrochen zu haben. Die Staatsanwaltschaft focht das Urteil an und das Berufungsgericht erkannte auf 80 Mt. Geldstrafe. Der Bigarrenfabrikant Valentin Fießer in Gießen hat gegen den Kaufmann Bilhelm Beschta in München wegen eines an ihn gerichteten beleidigenden Briefes Privatklage erhoben, worauf das Gießener Schöffengericht Peschka zu 10 Mt. Geldstrafe verurteilte. Er legte Berufung ein, die von der Kammer verworfen wurde. * * - Neueste Nachrichten. b. junge fleischige, nicht ausgemäßtete un ältere ausgemästete gewicht Ma. gewicht Mo. 80-85 - 74-76 c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere 68-72 64-66 Bullen: a. bollfleischige höchften Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): a. volfleischige ausgemästete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes b. vollfleischige ausgemästeten Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) d. mäßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Kinder) e. gering genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Kinder) Geschäft mittelmäßig. Ueberstand mäßig. 71-73 68-70 52-54 50-51 - Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 2 Schmiede, 1 Maschinist, 2 jüngere Heizer 1 Sattler und 2 landw. Knechte, 1 Fuhrknecht, 7 Schlosser, 2 Spengler, Tapezier( für dauernde Arbeit), 11 Schreiner, Schneider, 1 Friseur, 2 Schuhmacher, 1 Glasreiniger, Installateure, Erdarbeiter, 1 Weißbinder, 2 Bimmerleute, 4 jüngere Arbeiter und 4 jüngere Arbeiterinnen für leichte Beschäftigung, mehrere jüngere Hausburschen, Lauffrauen, Laufmädchen, Dienstmädchen, Hausmädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Schmied( gegen Ver gütung), 3 Schreiner( auch gegen Vergütung), 1 Schuhmacher, 1 Friseur, 2 für Instellation und Schlosserei, 1 Rellner, 1 Schreiber. Es suchen Arbeit: 1 Maschinist, 1 Striderin, 1 Bäder, 1 Weißbinder, leichtere Arbeit, 1 Verkäufer.n, Lauffrauen und Laufmädchen, Maurer oder Taglöhner, 1 Kutscher, 1 Taglöhner für 1 Kindermädchen, Auslaufer, Haus oder Bureaudiener, Bureaugehilfen und Kassiere. ,, Ein rechter kleiner Wildfang" ist das drei Jahre alte Töchterchen von Frau E. Drevin, die der Kleinen diese Bezeichnung, die unwillkürlich an blühende Gesundheit und lebermut erinnert, selbst zugelegt hat. Hamburg, Papenstraße 121, den 2. Februar 1905. Ihr ausgezeichnetes Präparat Scotts Emulsion hat meinem iezt dreijährigen Töchterchen Martha vorzügliche Dienste geleiflet. Die Kleine, die während der ersten sechs Monate ein recht fräftiges Kind war, erkrankie an Keuchhuften, an den sich Lungen- Katarrh anschloß. Als sie nach langen bangen Tagen endlich davon befreit wurde, war sie so matt und schwach und sah so blaß und bleich aus, daß es jedermann auffiel. Nachdem ich verschiedene andere Mittel ohne Erfolg gebraucht hatte, versuchte ich es mit Ihrer Emulsion. In sehr kurzer Zeit fing denn auch unser Töchterchen an, sich zu fräftigen und hat bei regelmäßigem Gebrauch ständig zu= genommen; ein Ansatz zu Englischer Krankheit hat sich gänzlich ge= hoben. Jetzt ist das Kind ein rechter kleiner Wildfang geworden, munter und rotbackig und dabei ungemein groß und kräftig entmidelt, so daß man sie allgemein für 4 Jahre hält. Sie nahm das Bräparat so gern, daß fie am liebsten immer die doppelte Portion von haben wollte und entwickelte jedesmal nach dem Einnehmen einen großartigen Appetit. ( gez.) Hochachtungsvoll Frau. E Drevin. Scotts Emulsion ist vorzüglich dazu geeignet, die fleinen Wesen zu träftigen, neues Fleisch und Muskeln zu bilden und die Entwicklung gesunder kräftiger Knochen zu befördern. Aber Scotts Emulsion wedt auch neuen Appetit und wenn die Kleinen einmal wieder gesunden Hunger bezeugen, dann ist es mit Körperschwäche bald zu Ende. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie loje nach Gewicht oder Maß, sondern nur in bersiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer Schußmarte( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rüden). Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 150,0, prima Glycerin 50,0, unterphosphorigfaurer Stalt 4,8, unterphosphorigsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 8,0, feinfter arab. Gummi pulv. 2,0, beftin. Baffer 129,0, Alkohol 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mit 8imt, Mandel- und Gaultheria- Del je 2 Tropfen. Berliu, 30. September. Der ,, Reichsanzeiger" meldet: Der Generalinspekteur der Mariue, Großadmiral von Koester, wurde aus Kaiserlichem Vertrauen als Mitglied des preußischen Herrenhauses auf Lebenszeit berufen. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Marktberigte. Bieken, 30. Sepbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt tosteten Butte: per fb 110-1.25 R., Hühnereier per Stüd 7-8 Pfg., Enteneter St. 6-7 Bfg., Käse re: St. 6-8 Bfg., Kasematte 2 St. 5-6 Bfg. Geborene. Am 19. September. Birt Kaspar Fehl eine Tochter; Bergmann Heinrich Becker ein Sohn, Heinrich; 21. BahnSchaffner Heinrich Lintmann ein Sohn; 22. Schreiner Gustav Sohn, Paul Auguft Jooft Schneider ein Am 25. Sep 2. RI. bahier mit Althaus, Kaufmann Bohann Reinhard, Born babier. 28. Thriftine Happel in Am 23. Sep fpirant in Alsf Heinrich Sommer, Frankfurt a. M. mit Marie Mende amit Katharine Hin Brivatbozent babier Ludwig Müller, M I hierfelbft Stadt Direktion Bedingun Es wird ei auf bestimmt Dienstag, F Tage werden ungen ausge und zugle dienen, ao m Der Brei 16 Vorftellung lautend, ist fel in Loge in Sperrfi Will ein vorstellunge treffende Bill tages an die eine Zahlung pfang nehmen anderen A tauschen fann Eine Au finde Mitgliede Abonnemen Außer di Blods ju 20 nukung in Doch müffen mittags am faufs oder and getauscht werden Loge in Sperrib Für unfere 25 Ger 550 10 6 2 4 2 35 100 St 500 100 auf dem öffentl Die Lieferu Angebote, 3 bis 5 Uhr auf gebot auf Gem Muttern bis zur 13, Ofto zu welchem Bei finden wird, Der Bu Gieße Gro der chi Ha M Alex Stter 32 Big Lauben per Bar 1.80-2.20,@anje per Boreas Krug ein ehelicher Sohn; 23. Fabrikarbeiter Karl R. 1.00-1.60, Sahnen, poofe eine Sohn, Alwin August; der Witwe des Taglöhners meinefieri 76-86 B. Some Gestorbene. Tm 25. September. Margarete Krieger, 17 Jahre alt, städtischer Arbeiter dahier. fb. 72-82 is, Rindfles Ehickedanz ein Sohn, Karl. Feldwebel Georg Ety ein alt, Dienstmädchen dahier. 26. Heinrich Spaar, 53 Jahre ig., Salbfletich per 10. 70--81 .. 6.00-8.00, Betsfram Mt. Kepfel ver Pfund 10-30 Nüsse 100 Stüd 35-40 f 76 Pig, Kartoffeln pcs 100 Soft Schneider ein Sohn, Karl Albert. Martizeis von 8 Uhr mergent 2. RI. dahier mit Marie Lerch in Hergersdorf. 26. Alfred ebes Wochenmarktvertebrs dürfelthaus, Kaufmann dahier mit Marie Deucker hierselbst. Sohn, Paul August Georg; 26. Mineralwasserfabrikanten abt nicht, und während der erfien mberziehen feilgeboten werben. Am 25. September. Karl Steuernagel, Geometer jurter Bichmarktpreise riftine Happel in Rosenthal. Johann Reinhard, Gärtner in Wiesbaden mit Elisabethe Bern dahier. 28. Jakob Auer, Schreiner dahier mit Luise R., 28. September 1905. en: 12 Ochsen, 1 Bullen e und Kinder), 478 Schweine, er. - - Eheschließungen. Am 23. September. Albert Conrad, BauaufseherKälber pirant in Alsfeld mit Marie Bommersheim dahier. Biegen Seinrich Sommer, Postbote dahier mit Anna Schade in 00 fund: Slacht Lebend ete höchsten Frankfurt a. M. Johann Weiershäuser, Weißbinder dahier mit Marie Menche hierselbst. Georg Göz, Sattler dahier gewichtgewicht mit Katharine Hinkler hierselbst. 28. Dr. Kurt Brand, Brivatdozent dahier mit Johannette Wortmann hierselbst. Lubuvig Müller, Maschinenschlosser dahier mit Anna Hahn hierselbst. Ма Jahren 80-85 emäftete un 74-76 ut genährte 68-72 twertes 64-66 und gut ge nd Rinder): Farfen( Stiere Slachtwertes 71-73 Rühe höchften Jahren 68-70 und wenig Kühe und r) 52-54 ind Färsen 50-51 und Färsen and mäßig. er Stadt Gießen. 2( Bürgermeisteri mer Nr. 2 I Ma I I Hellt werden: medt, 7 Schloffer, 2 Spengler üngere Heizer 1 Sattler und it), 11 Schreiner, Schneide Glasreiniger, Inftallateur Bimmerleute, 4 jüngere Arbeit für leichte Beschäftigun Lauffrauen, Laufmäddn , 1 Schmied( gegen gen Bergütung), 1 G nstellation und Schlof zin, 1 Bäder, 1 binder, Rutscher, 1 Taglöhner für Lauffrauen und Laufmädchen, Haus oder Bureaudiener, fang" hen von Frau E. Drebin ung, die unwillkürlich an ermut erinnert, selbst se 121, ben 2. Februar 1% Scotts Emulfion hat m a borzügliche Dienfte gedie edhe Monate ein recht fräftiges an ben fich Lungen- Katarrh an Lagen endlich davon befreit hund sah so blaß und bleich Nachdem ich verschiedene andere tte, versuchte ich es mit Ihrer ing benn auch unser Töchterchen gelmäßigem Gebrauch ständig ju Der Krankheit hat fich gänzlich ge echter fleiner Wildfang geworden, ungemein groß und träftig ent für 4 Jahre bält. Sie nahm das ebften immer bie doppelte Portion Ite jebesmal nach dem Einnehmen ( gej.) Frau.& Drevin. vorzüglich dazu geeignet, die neues Fleisch und Mustel ng gefunder fräftiger nod Emulfion wedt auch neu inen einmal wieder gefunden es mit Rördwäche bald lili in großen bertauft, und zwar nie r in figli Originalflaschen in Rarton em Darda bem Ruden). Scott& Bowne, Beeran 150,0, prima Glycerin 50,0, unter gre Ratron 2,0, pulb. Tragant 8,0, 90, fobol 11,0. Bierzu aromatise Celje 3 Tropfen en der Stadt Gießen. rene. irt Raspar Fehl eine Tochter; Sohn, Heinrich; 21. Bahn Soba; 22. Shreiner Guftav Stadt- Cheater Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Bedingungen des Abonnements. Es wird ein feftes Abounement ausgegeben, das auf bestimmte Wochentage lantet, nämlich auf Dienstag, Freitag und Sonntag. Für jeden dieser Tage werden Abonnementsblocks für 16 Vorstellungen ausgegeben, die auf bestimmte Pläge lauten und zugleich als Einlaßkarte für den betreffenden Tag dienen, also nicht umgetauscht zu werden brauchen. in Loge " " Der Preis eines solchen Abonnementsblocks für 16 Vorstellungen auf Dienstag, Freitag oder Sonntag lautend, ist sehr mäßig gestellt, er beträgt: in I. Parkett Mt. 15.Mr. 25.10.in II. in Sperrfit, 20.Will ein Abonnent eine seiner Abonnements: vorstellungen nicht besuchen, so kann er das be= treffende Billet bis 10 Uhr morgens des Aufführungstages an die Vorverkaufskasse zurückgeben und für eine Zahlung von 25 Pfg. einen Gutschein in Empfang nehmen, für den er sich an einem beliebigen anderen Abonnementstage ein Tagesbillet etntauschen kann. Eine Aufzahlung auf die Abonnementsbillets findet unter keinen Umständen statt. Mitglieder des Theatervereins erhalten auf diese Abonnementsblocks außerdem noch 8%, Ermäßigung. Außer diesen festen Tages- Abonnements werden noch Blocks zu 20 Karten ausgegeben, die zur beliebigen Benugung in einer Abonnementsvorstellung berechtigen. Doch müssen die Abonnementsfarten bis 10 Uhr vormittags am Aufführungstage an der Kasse des Vorverfaufs oder an der Abendkasse gegen ein Tagesbillet umgetauscht werden. Der Preis für diese Abonnements beträgt in Loge mr. 40. in I. Parkett Mt. 20.in Sperrfik 15.in II. Barkett 30.Submission. " Für unsere Kliniken soll die Lieferung von 25 Centner Aepfeln, 2422 550 " Kartoffeln, 10 Zwiebeln, " 6 roten Rüben, ff " weißen Rüben, " gelben Rüben, untererd. Kohlraben, " Meerrettig, Weißkraut, Rotkraut, 500 " 100 Sellerie, Lauch, 35 100 Stüd auf dem öffentlchen Submissionswege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen nachmittags von 3 bis 5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. Angebote, versiegelt und mit der Aufschrift:„ Angebot auf Gemüselieferung" versehen, sind mit den Mustern bis zum 13. Oktober d. Jd., vormittags 12 Uhr, ben Gießener landwirtschaftlicher Wetterview. Boraussichtliche Witterung is Geffen für Sonntag, 1. Dltober. Beitweise aufheiternd, fühl, windig. ( Räberes durch die Gießener Wetterforte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratentell: Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, bethe in Bieben. 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Ein kräftiger junger Mann als Hausbursche auf sofort gesucht. Emi Fischbach. 10 bis 15 tüchtige Arbeiter ber sofort gesucht. Gebrüder Kahl Bekanntmachung. Samstag, den 7. Oftober 1905, vormittags 10 Uhr werden im Bürgermeistereigebäude die in den Waldungen der Stadt Gießen erforderlichen Kultur- und Wegbauarbeiten öffentlich wenigstnehmend versteigert. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, dies in ihren Gemeinden orts üblich bekannt machen zu lassen. Gießen, den 27. September 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Samstag, den 7. Oktober, vormittags 10 Uhr werden im Bürgermeistereigebäude die Holzhauer und Scherlöhne für die bevorstehenden Holzfällungen in den Waldungen der Stadt Bießen öffentlich vergeben. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der benachbarten Gemeinden werden ersucht, dies in ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machen zu lassen. Gießen, den 27. September 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Fundierungsarbeiten zum Neubau des Stadtheaters in Gießen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. 1. Erdarbeiten: zirka 2000 cbm Erdbewegung auf der Baustelle, " 3850 desgleichen einschl. Abfuhr. " 2. Maurerarbeiten: zirfa 1650 cbm Betonstampfung der Fundamentpfeiler. 400 " " 200 " Klintermauerwerf, Bruchsteinmauerwert. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen im Bureau des Architekten Hans Meyer dahier, Westanlage 6, zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck sind daselbst erhältlich und müssen mit entsprechender Aufschrift versehen an die unterzeichnete Behörde bis spätestens Samstag, den 14. Dktober, morgens 10 Uhr, eingereicht werden. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 30. September 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Zu melden auf dem Kieslagerplas. Vergebung von Gärtnerarbeiten. Die zur Herstellung der Gartenanlagen bet der Mädchen Lohn neuen Universitäte- Bibliothel zu Gießen nötigen Argute Stellen durch erhalten bei Frau Sparr, Gießen, Seltersweg 8. beiten und Lieferungen sollen unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 bergeben werden. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind bis zu dem Ein Küchenmädchen Gröffnungstermin, Mittwoch, den 11. Oktober, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. gesucht Neue Klinik. Möbl. Zimmer in freier Lage, womöglich in der Nähe der Kliniken gesucht. Angebote unter A. W. 7884 an die Erp. d. Bl. erbeten. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 28. September 1905. Großh. Baubehörde für die Universitäts- Neubauten Gießen. Becker. Hôtel Victoria Giessen Meinen werten Gästen, Freunden und Bekannten zur Nachricht, dass am Heutigen das Hôtel Victoria an Herrn Friedr. Wilh. Schmidt aus Wiesbaden durch Verkauf übergegangen ist; ich bitte das mir entgegengebrachte Wohlwollen auf meinen Nachfolger gütigst zu übertragen. Heinrich Berndt. Anschliessend beehre mich höfl. mitzuteilen, dass ich bemüht sein werde, den guten Ruf, welchen das ,, Hôtel Victoria" von jeher besitzt, durch aufmerksamste Bedienung bei zivilen Preisen zu befestigen und zu erweitern. Langjährige Tätigkeit in ersten Häusern setzt mich in den Stand besonders in kulinarischer Beziehung den höchsten Anforderungen zu genügen und lade zu recht regem Besuche meiner Lokalitäten höfl. ein. Stadt- Theater Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 3. Oktober 1905: Eröffnung der Spielzeit 1905/06 Ausser Abonnement! Friedr. Wilh. Schmidt Besitzer des Hôtel Victoria. Maschinenbauer Gesangverein Daubringen!! Giessen. Sonntag, den 1. Oktober, nachmittags 31 Uhr: Ausflug nach Heuchelheim verbunden mit Tanz zu Mitglied Stumpf( Zur Ludwigsburg). Der Vorstand. Gäste sind willkommen. Ausser Abonnement! Prolog. Ouverture. Hierauf in vollständig neuer Ausstattung: Der Kaufmann von Venedig. Lustspiel von W. Shakespeare. Der Vorverkauf befindet sich wie früher in der Musikalienhandlung von Ernst Challier( Rudolph's Nachfolger). Hier werden auch die Abonnements ausgegeben. Pianino mehrere Burfchen und Mädchen aus renommiert. Fabrik, noch neu, Darmstädter Styl, Nußbaum pol. ist mit Garantieschein sehr preis- finden leichte Beschäftigung bei wert abzugeben. Schriftliche Anfragen unter R. W. a. b. Exp. d. Blattes erbeten. Bramm& Harries Wieseck. Restauration Karlsruh“ an der Chaussee Giessen- Lollar Schönster Aussichtspunkt um Giessen. Sonntag, den 1. Oftober 1905: Großzes Preiskegel- Fest verbunden mit Geflügel- Austellung. Von 4 Uhr ab: Tanzvergnügen b. Herrn Emil Schäfer. Alle Kegel- und Festfreunde sind herzlich willkommen. Der Vorstand des Kegelklubs" Alle Nenn". Lokalitäten der neuzeit entsprechend Contentia Neu erbauter Saal, sowie grössere und kleinere separate Zimmer für Vereine, Gesellschaften etc. Wein, Bier, Kaffee, Milch und Speisen in nur vorzüglicher Qualität. Karl Dorfeld. 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