nig tubig au nge später erwas Sie mir ahren erzählt Iten fie große Von diesem ergebliche Be Ben Herricher ein Schritt; om Gipfel des den Schwachen nd, pflegen es so selten, wie men, nach der D figen Stellen Saffer. Dann nger auf die tellen, die mit fort mit Seife durchgefressen tut fie in eine abte Seife hint man sie mit mas Halfpulber Sült die Ketten Pelzwerk in I dadurch das an streicht bei aßwerden mit Erodnen. Den recht vorsichtig, egen, wodurch vieder erhält. Satiriker und in Irland gemen. In seiner ejeze gesprochen ie einer Sadje fie in ihrem elehrter wollte age auf, ob sich Beld ein Geist hielte.„ Aller ich gern felbfi ein Recht ebenso en Kindern ge Nun, wie gefäll Es grenzt ans beschämen mid ber feineswegs 360 Seiten ab etterten Wadden qu J., vorm. 10 Uhr 2,40 cbm Eichenholz 297, Tannenbol 200 Ifdm Gefimfe. ere 200 lfdm Dachgefimfe ch mit Schalung ohne dungen. " Fimsdachrinnen собсе edungen pigen. arunter 5 Auffangftange 500 lfdm Stupferdraft hreibungen und Beding teftunden bei uns zur Gin rud, der dafelbft erhältli annten Zeitpunkt an un 3 Wochen. aft 1905. ochbauamt. el. mobil ift wegen Anschaffung ein fort zu verkaufen. ble Expedition biefes Blatted Nr. 203. Jnsertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Selters weg 83. Fernſprechauschluß Nr. 362. Mittwod, den 30. August 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: : abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährl. Mr. 1.50. Gratis beilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erfd eint an allen Werktagen nachmittags. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Ein Riefen- Truft. Das prenßische Berggesez hat in der verflossenen Session bes Abgeordnetenhauses und Herrenhauses eine Abänderung erfahren. Auf Anregung des Abgeordneten Gamp sind beide Häuser des Landtags mit der Regierung übereingekommen, eine Art Sperre des Mutungsrechts für mehrere Jahre einzuführen. Bisher war geltendes Recht, daß jeder, der unter einem Stück Landes Kohlen vermutete und durch Bohrungen in seiner Vermutung bestärkt wurde, einen voll kommenen Anspruch auf Bergwerksbetrieb unter dem betreffenden Stück Landes erhalten mußte. Das war vielleicht fein ganz gutes Gesetz, weil es zum privaten Besitz machte, was eigentlich Gemeingut war und dem Staat gehörte. Aber das Gesetz hatte auch seine Vorzüge, indem es den Spüreifer aufstachelte und die Erschließung von Bergwerken durch Private förderte. So manches Bergwerk, das jetzt den Reichtum des Landes außerordentlich mehrt, Tausenden und Zehntausenden Arbeit und Unterhalt gibt, wäre noch nicht erschlossen, wenn nicht jenes Gesetz die Anregung gegeben hätte. Im Lauf der Zeit freilich war der Ansporn überflüssig geworden; man hätte ihn am Ende schon vor Jahrzehnten entbehren und das Anrecht auf die unterirdischen Schäße dem Staat überweisen können. Gut, daß es jest wenigstens geschehen ist. Es wäre vielleicht noch nicht dahin gekommen, wenn nicht die Internationale Bohrgesellschaft zu Erkelenz, die das Bohren wach Kohlen mit ausgezeichneten Maschinen besorgte und reichste Mittel, wie sie kein Privater dazu aufwendet, zur Verfügung hatte, eben durch diese Vorzüge ein tatsächliches Monopol und somit gewissermaßen Anspruch gewonnen hätte auf die Mutung aller im Lande etwa noch vorhandenen Kohlenfelder. Sie hatte bereits 100 Normalfelder in ihren Besitz gebracht, und weitere 150 Normalfelder waren ihr nach Lage der Gesetzgebung nicht streitig zu machen. Auf diesen 250 Normalfeldern ist Platz für 25 Bergwerke größter Ausdehnung. In diesen Tagen nun hat das viel genannte Kohlensundikat, d. i. die Vereinigung der Kohlengrubenbesizer, der Internationalen Bohrgesellschaft deren ganzen Mutungsbesit um den Preis von 35 Millionen Mark abgefauft. Das Syndikat hat dadurch einen überaus stattlichen Machtzuwachs erhalten und sich gleichzeitig dagegen gesichert, daß ihm aus den erwähnten 250 Normalfeldern der Bohrgesellschaft eine Konkurrenz erwuchs. Es verlautet, daß der Staat sich an diesem Erwerb mit 10 Proz. beteiligen will, doch ist Bestimmtes darüber noch nicht verlautbart. Immerhin barf als sicher angenommen werden, daß die staatliche Bergwerfsverwaltung zu dem Kohlensyndikat in ein freundliches Verhältnis treten und den ihr angebotenen maßgeblichen Einfluß auf die Entschließung des Syndikats akzep= tieren will. Es handelt sich dabei um Entscheidungen über die Festsezung des Kohlenpreises, um die Regulierung der Produktion, unter Umständen auch über die Jetsetzung der Löhne und sonstigen Arbeitsbedingungen. Von dem Syndifat gingen ebenso die Abmachungen über die Betriebseinstellung in unrentablen Zechen( Stilllegen von Zechen) aus. Der Versuch, diese Materie gefeßlich zu regeln und den Staat zum Herrn der Entscheidung zu machen, ob eine Zeche weiterbetrieben werden muß oder stilgelegt werden darf, ist in der vergangenen Session des preußischen Landtags gescheitert. Man ersieht aus diesen Anführungen, daß der Machtbereich des Kohlensyndikates recht groß ist. Es muß übri= gens ausdrücklich hervorgehoben werden, daß nach eingehenden Untersuchungen, an denen auch Gegner des Syndikates fich beteiligten, das wirken des Syndikats sich als tadellos und einwandfrei, vielfach als überaus lobens- und anerkennenswert erwiesen hat. Ob dieser Vorzug dem Syndikar immer erhalten bleiben wird, steht dahin. Das Kohlensyndikat stellt nach seiner neuerlichen Erweiterung einen gewaltiger Tast dar, der sich neben die größten amerikanischen Trusts stellen kann und wahrscheinlich eine viel solidere Grundlage hat, als die meisten von diesen Und noch ist der Kohlentrust an der Grenze seiner Ausdehnungsfähigkeit noch lange nicht angelangt. Rohle und Eisen find aufeinander angewiesen, ihre Produktion bedingt beinahe einander. Das nächste Gebiet, in das der Trust beherrschend hinübergreifen wird, ist das des Transportwesens, der Reederei. Der Entwickelungsgang ist vorgezeichnet und wird sich schwerlich aufhalten lassen, jedenfalls jetzt nicht. Auch sind unverkennbar große Vorteile damit verbunden. Die unrentable Produktion wird ausgeschaltet, die Ueberproduktion vermieden, die daraus entspringende besondere Krisengefahr wird verhütet. So lange fluge und gewissenhafte Männer an der Spitze stehen, die Leitung führen und überwachen, so lange sind gute Ergebnisse zu erwarten. Man hat auch zunächst keinen Anlaß zu der Besora is, daß es an solchen flugen und gewissenhaften Männern sehlen wird. Eine Gewähr freilich gibt es dafü nicht. Eine gvisse Erschlaffung tritt bei dem Aufhören der Konkurrenz beinahe naturnotwendig ein. Es kann lange Zeit dauern, ehe das gespürt wird. Um so größer ist dann der Schaden. Der Schlendrian ist immer der Begleiter des Monopols. Hat er sich eingenistet, so wird das Monopol wieder zerfallen, der Truft sich auflösen. Dann werden die Krisen nachgeholt, die durch die Kraft der Trusts aufgehalten worden sind. Einstweilen aber sind wir noch nicht so weit, einstweilen haben die TrustHerren die Oberhand Der britische flottenbefuch. ( Eig. Bericht.) Swinemünde, 29. August. Die dunklen Kolosse draußen vor dem Hafeneingang bilden seit gestern das Ziel Tausender von Besuchern. Dampfbarkassen und andere Fahrzeuge fliegen unaufhörlich zwischen dem Lande und den Anferplätzen hin und her. Neben den englischen Offizieren haben auch diejenigen der deutschen Flotte Landurlaub erhalten, und ein reichbewegtes Leben entfaltet sich nicht allein in Swinemünde, sondern auch in den benachbarten Badeorten Ahlbeck und Heringsdorf. Ueberall erschallt festliche Musik, Tanzlustbarkeiten und Festessen werden veranstaltet und allenthalben sieht man britische und deutsche Seeleute in kameradschaftlichem Verkehr. Den Mittelpunkt der Empfangsfestlichkeiten für die höheren Offiziere des englischen Geschwaders gab das gestern im Kurhause veranstaltete Festessen ab. Die Tafel hatte 92 Gedecke. Großadmiral von Köster brachte das Hoch auf Kaiser Wilhelm, Bürgermeister Gräßel den Toast auf König Eduard VII. aus. In englischer Sprache wies der Vorsteher der Stadtverordneten von Swinemünde, Herr Schiemann, auf die ausgezeichneten Beziehungen hin, die seit Jahrhunderten namentlich zwischen den Städten Swinemünde und Stettin und dem britischen Reiche beständen. Von hohem Interesse war die Erwiderung des englischen Admirals Wilson, in der er die Gastgeber und die deutsche Flotte feierte. Der Admiral dankte für den herzlichen Empfang, ganz besonders aber dem Kaiser, der seine Flotte zur Begrüßung entsandt habe. Der Verkehr zwischen den Angehörigen der beiden Marinen sei wie fein anderes Mittel geeignet, die Beziehungen zwischen den zwei großen Nationen zu fördern. Nach Tisch blieb man in zwangloser Weise zusammen, vielfach wurde der Meinung Ausdruck gegeben, eine wirkfiche gegenseitige Abneigung bestehe weder in England noch in Deutschland, die aufreizenden Aeußerungen mancher Leute dies- und jenseits des Kanals hätten keinen Rückhalt im Volk. Nachmittags drei Uhr war auch den Mannschaften der englischen Schiffe Landurlaub gegeben worden, worauf in zahlreichen Booten die Mannschaften, zumeist am Bollwerk, an Land gingen, wo sie bis zum Abend verweilten, überall von der Bevölkerung auf das beste aufgenommen. An verschiedenen Stellen wurden später noch Zusammenfünfte von Angehörigen beider Marinen bei festlichem Trunk und Wort abgehalten. Heute mittag fand an Bord des deutschen Flaggschiffes ..Kaiser Wilhelm II." beim Großadmiral von Köster Diner statt. Geladen waren Admiral Wilson, Vizeadmiral Moore und Kontreadmiral Poore sowie die Kommandanten der englischen Schiffe, die Spizen der Zivil- und Militärbehörden der Stadt Sminemünde, ferner der englische Konsul von Stettin und der englische Vizekonsul von Swinemünde. Dic englischen Matrosen erhielten um 2 Uhr Landurlaub. Sowohl das deutsche wie das englische Geschwader liegen fortwährend unter Dampf. Die deutschen Schiffe sollen in der kommenden Nacht abgehen, um weitere Uebungen in der Ostsee vorzunehmen. Es ist zweifelhaft geworden, ob die englische Flotte nach Danzig geht, und zwar mit Rücksicht auf die in den lezten Tagen bekannt gewordenen vereinzelten Cholerafälle im Weichselgebiet. Stapellauf der ,, Hugufte Viktoria". ( Eigener Bericht.) Stettin, 29. August. Auf der Werft des„ Vulkan" hat heute der Stapellauf des neuen Schnelldampfers stattgefunden, der dort für die Hamburg- Amerifa- Linie gebaut ist. Der Kaiser und die Kaiserin waren vormittags bald nach 10% Uhr mit großem Gejolge auf dem Bahnhofe eingetroffen. Der Kaiser, der Generalsuniform mit dem Marschallstabe trug, führte seine Gemahlin an Bord des bereit liegenden Stationsschiffes Carmen", und alsbald setzte sich dieses nach der„ Vulkan- Werft" in Bewegung. An den Ufelen und auf zahlreichen, zum Teil reich geschmückten Dampfern hatten sich starke Menschenmengen angesammelt, die dem Kaiserpaar während der Fahrt begeisterte Huldigungen darbrachten. Auf dem Festplatz wurden der Kaiser und die Kaiserin bon den Spitzen der Behörden, sowie dem Aufsichtsrat und der Direktion der Hamburg- Amerika- Linie und des„ Vulfan" empfangen, auch Bürgermeister Burchard- Hamburg war anwesend. Die Arbeiter der Werft hatten auf und neben dem riesigen Schiffsrumpf des neuen DoppelschraubenSchnelldampfers Aufstellung genommen. Nachdem der Kaiser die vom Grenadier- Regiment Nr. 2 gestellte Ehrenfompagnie abgeschritten hatte, begab er sich mit der Kaiserin und dem Gefolge auf die Taufkanzel. Bürgermeister Burchard- Hamburg hielt die Taufrede, in der er dem Kaiser für das Interesse darkte, das er der HamburgAmerika- Linie und deren Zeitung ftets entgegengebracht habe, und auf die alten Beziehungen hinwies, in denen auch die Gesellschaft und die Hansastadt mit der Kaiserin, der Tochter der meerumschlungenen Heimat, siebt. Dann zerschellte die Kaiserin mit fester Hand eine Flasche Schaumwein am Bug des Schiffes mit den Worten: Ich taufe dich Auguste Viktoria". Sierauf begab sich das Kaiserpaar zur Ablauffanzel, und alsbald glitt imter dem Hurra der Anwesenden das mächtige Fahrzeug majestätisch in sein Element hinab. Der Stapellauf ging glatt und glänzend bon Statten, worauf ein vom Bürgermeister Burchard ausgebrachtes Hoch auf den Kaiser und die Kaiserin die Feierlichkeit schloß. Der Kaiser zog den Generaldirektor Ballin und den Kommerzienrat Schlutow ins Gespräch, von denen dem ersteren die Brillonten zum Kronen- Orden 2. Klasse, dem letzteren der Stern zum Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub und Krone verliehen wurde. Dann fuhr das Kaiserpaar auf der" Carmen" nach der Stadt zurück. Von der Anlegestelle des Dampfers bis zum GeneralKommando bildeten die Truppen der Garnison und das Kürassier- Regiment Königin Spalier. Vor dem GeneralKommando nahm der Kaiser den Vorbeimarsch der Truppen ab, und sodann fand ein Frühstück bei dem kommandierenden General von Langenbeck statt. Die Auguste Viktoria" ist das größte if der Welt. Es hat einen Raumgehalt von 25 000 und bekommt eine Besaßung v 650 Mann. De Dampfer kann 1000 Kajüt und 2500 Zwischen ds- Bajjagiere aufnehmen. 1st Politische Rundschau. Deutsches Reich. Reichsschatsekretär Freiherr v. Stengel fehrt im nächsten Monat vom Urlaub zurück und wird dann die letzte Hand an den Entwurf einer Reichsfinanzreform legen. Daj es sich bei dieser Reform zugleich um eine Vermehrung der Reichseinnahmen handelt, ist bekannt. Unter Umständen wird es sich um die Begleitung sogar in noch weit dring. licherer Weise handeln, als um die Hauptvorlage, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter schreibt. Auf die Reichsfinanzreform wartet man nun schon über dreißig Jahre, ja so lange als dos Reich besteht, da die Finanzeinrichtungen des Reichs von Anbeginn nur provisorische Einrichtungen gewesen sind, zum ehebaldigsten Abbruch bestimmt. Man ist also hierin ans Warten gewöhnt und wird einen Aufschub um ein weiteres Jahr oder um mehrere Jahre nicht gerade tragisch nehmen. Es wäre aber ein arger Irrtum, wollte man glauben, man braudyte bloß die Reichsfinanzreform abzulehnen, um damit auch der Steuererhöhungen oder der neuen Steuern ledig zu sein. Nein, die Steuererhöhungen find unumgänglich, denn die daraus zu erwartenden Er. träge sind bereits ausgegeben und dauernd angewiesen. Jahr um Jahr werden nicht bloß feine alten Schulden be zahlt, sondern neue gemacht. Wohlgemerkt: nicht neue Schulden für Eisenbahnen und ähnliche werbende, Zins und Amortisation tragende und Ueberschüsse versprechende Anlagen, sondern Schulden für laufende, immer wiederkehrende Ausgaben! Dergleichen kann man ein Jahr mit ansehen, einige wenige Jahre zur Not dulden, aber als dauernde Einrichtung ist es unerträglich und verderblich. Auch darf der Streit darüber, welche Steuer am Ende die om wenigsten unerfreuliche sein würde, nicht dazu führen, daß man die Entscheidung wieder und immer wieder aufschiebt. Das ginge nur an, wenn man zugleich die Ausgabe verschieben könnte. Da dies aber nicht der Fall ist, die Ausgaben vom Reichstag seit Jahr und Tag bewilligt sind, auch weiter bewilligt werden müssen, da es sich um notwendige Aufwendungen handelte, so würde eine Fortsetzung des hinzögernden Verhaltens faum ratsam sein. * Die auf auf einer Studienreise nach Kamerun Lefindlichen Reichstagsabgeordneten nehmen in Lome an der Eröffnung der neuen Bahn nach Nuepe teil. Sie sandten bei diesem Anlaß ein Telegramm an Kaiser Wilhelm. frankreich. ** Zu dem französisch- marokkanischen Streitfall hat jetzt die marokkanische Regierung dem französischen Gesandten in Tanger eine Note übergeben, in welcher sie den Standpunkt vertritt, daß der Sultan von Maroffo berechtigt sei, algerische Moslims, die in Marokko geboren sind oder längere Zeit dort leben, als seine Untertanen zu betrachten. Es soll das erstemal sein, daß die Sultonsre.gierung anläẞlich der Verhaftung des Kapitäns Bu Mzian einen solchen Standpunkt einnimmt. In französischen Regierungs.reisen soll erwogen werden, ob es sich unter den gegenwärtigen Umständen nicht empfehle, die Marokko- Konferenz so bald wie möglich einzuberufen, so daß die nach deni deutsch- französischen Schriftwechsel noch zu erledigende Meinungsverschiedenheit ohne weitere Verhandlung der Marokko- Konferenz selbst zur Entscheidung vorgelegt werden fönnte. In allen Hauptpunkten seien ja Deutschland und Frankreich vollkommen einig, so daß von dieser Seite dem raiden Zustandekommen der Konferenz nichts im Wege ftebe.- Die Regierung bereitet einen Gelegentwurf für Kammer und Senat vor, wonach jeder 7 Jahre in Funktion gewesene Präsident der Republif auf Lebenszeit Senator wird. Das Gesetz soll auf Loubet seine erste Anwendung finden. Rufeland. ** Die aufständische Bewegung in den Ostseeprovinzen hat mehrfach zu schlimmen Exzessen geführt. Ein Haufe revoltierender Bauern überfiel die Post- und Telegraphenstation Domenäs in Kurland, plünderte die Gebäude und zündete sie an, nachdem die Beamten mishandelt und gefncbelt waren. Den Bauern fiel dabei eine größere Geldsumme in die Hände. Die in Petersburg erscheinende lettische Zeitung, die unter den Letten der Ostseeprovinzen die Agitation betreibt, ist verboten worden. In Ezen sio cha u wirde ein Polizeimeister durch eine Dynamitbombe getötet. Sein Körper wurde total zerrissen; viele Umstehende erlitten VerIegungen. In verschiedenen Gegenden machen sich die Borboten des furchtbaren Hungerjahres 1891 wieder geltend. Die Bauern müssen das Vich zu Schleuderpreisen verkaufen, da selbst das Streh von den Dächern aufgebraucht ist. In den Städten erscheinen Scharen hungernder Bauern. An einigen Orten ist der Hungertyphus ausgebrochen. Aus dem Militärgefängnis zu Sebastopol ist der politische Verbrecher Feldtmann entflohen, der als der Hauptagitator unter der Besabung des„ Knjäs Potemkin" gilt. Die Flucht geschah unter Mithilfe des Gefär miswärters und des Wachtpostens, die ebenfalls entflohen sind. Coziales Leben. - Bewegung Holzbearbeitungsgewerbe. Sa Köln hat der Holzarbeiterstreit große Ausdehnung angenommen. Ungefähr 50 Werkstätten mit 600 Gehilfen wurden vom Freien Holzarbeiterverband gesperrt. Die Schreinerarbeiten ruhen bei allen Bauten. 1500 Holzarbeiter und Bildhauer legten in Fürth die Arbeit nieder. Die Arbeiter der kleineren Betriebe beabsichtigen sich dem Ausstand anzuschließen. Einen allgemeinen Ausstand beschlossen die Holzarbeiter in Mülhausen i. Thür. Ein Teil der Arbeiter ist bereits in den Streik getreten, andere wollen folgen. Nab und Fern. Mom Spremberger Eisenbahn- Unglück. Der Stationa assistent Stulljus hat jetzt zugegeben, daß er anstatt bei Sta. tion Schleife versehentlich in der entgegengesetzten Richtung angefragt habe, ob die Strecke frei sei. Da man sich dort die Anfrage nicht anders erflänen konnte, als daß Auskunft über den zu erwartenden Nachzug verlangt wurde, so erfolgte eine zustimmende Antwort. Der Stationsassistent hat den Irrtum dann zu spät erkannt und den Zug nicht mehr anhalten können. † Ein glücklicher Fall. In Hamburg fiel ein Dachdecker vom Dache eines vierstöckigen Hauses herab. Er fiel auf einen großen, auf der Straße liegenden Sandhausen. Dart lag der Mann einige Zeit bewußtlos. Dann erholte er sich und ging nach Hause. † Manöverunfall. Bei den österreichischen Truppenübungen in der Gegend von Troppau übderitt während der Nacht ein Ulanenkommando einen Infanterievorposten. Von letzterem wurde ein Gefreiter und ein zur liebung eingezogener Reservist schwer und ein anderer Reservist leicht verwundet. + Hundert Gebäude abgebrannt. In Peckelsheim in Westfalen brach eine Feuersbrunst aus, bei der über hundert Gebäude in Asche gelegt wurden, darunter das Posthaus, vier Packhöfe und ein großes Getreidegeschäft. Lebensmittel mußten aus der Nachbarschaft herbeigeschafft werden. † Raubanfall im Laden. In Leipzig wurde die Inhaberin eines Schnittwarengeschäfts von einem Handwerksburschen, der in Begleitung zweier Kameraden den Laden betreten hatte und ein Paar Strümpfe forderte, gepackt und gewürgt. Die Frau konnte um Hilfe rufen, worauf ihr Sohn herbei. eilte. Die Burschen liefen darauf fort, indessen gelang es, einen anzuhalten. Er gestand, daß seine Kumpane die Ladenkasse ausrauben wollten, während er die Frau am Schreien hinderte. † Wieder ein Uhren- und Goldwaren- Diebstahl. Auch dem Uhrengeschäft von Schäfer in Frankfurt a. M. haben Einbrecher einen für sie erfolgreichen Besuch abgestattet. Von den Dieben fehlt jede Spur. Gestohlen wurden Waren im Werte von 20 000 Mart, nämlich 210 Trauringe, 70 goldene Damenuhren, eine Menge goldene und silberne Herrenuhren, Vorstecknadeln und Broschen. † Unglücksfall in einer Gasanstalt. In Garconne in Frankreich explodierte in der städtischen Gasanstalt ein Gasometer. Zwei Arbeiter famen dabei ums Leben, zwei andere wurden schwer verletzt. † Unheilvolle Blitzschläge. Auf der Eisenbahnstrecke von St. Peter nach Fiume fuhr der Bliz in ein Wärterhaus. Tie ganze darin befindliche Familie, der Wärter, seine Frau und vier Kinder, wurden erschlagen. In Friedrichswalde ging ein Bligstrahl in eine Windmühle nieder. Dort wurden zwei Personen getötet. † Zwei Kinder entführt. Ein verwitweter Rittergutsbefizer in Mecklenburg wollte seine beiden Kinder, ein Mädchen von 3½ und einen Knaben von 7 Jahren mittelst einer Abfindungssumme von 1500 Mark von anderen Leuten adoptieren lassen, da er beabsichtigte, eine neue Che einzugehen. Auf eine Annonce in Hamburger Zeitungen meldeten sich dort mehrere Leute. Der Vater gab die Kin der zu einem Bankbeamten. Dort wurden sie indessen eine Abends angeblich im Auftrage des Vaters abgeholt und zu einem Dr. Ferres gebracht. Seitdem fehlt von den Kindern jede Spur. Die Polizei hat ermittelt, daß dieser Dr. Ferres ein aus der Friedrichsburger Irrenanstalt entsprungener Geistesfranker ist. † Wolkenbruch und Ueberschwemmung. Ueber die Umgebung von Lugano entlud sich ein schwerer Wolkenbruch). Die ganze Gegend wurde unter Wasser gesetzt. Drei Häuser stürzten ein, und mehrere Menschen werden vermißt. † Ein neuer Zuckerfrach in Paris. Der Präsident der Zuder- Raffinerie Say, Direktor Crosnier, einer der führenden Zuckerspekulanten, hat sich das Leben genommen. Die on ihm hinterlassenen Verbindlichkeiten beziffern sich auf 40 Millionen Francs. Auf dem Zuckermarkt brach eine Panik aus. Mehrere Banken sind schover geschädigt, auch der Hamburger und der Londoner Markt erleiden starte Verluste. In der Angelegenheit hat ein Ministerrat in Paris stattgefunden. † Aus verschmähter Liebe. Ein junger Kaufmann aus Portugal, der in Darmstadt in Kondition stand, gab auf ein sechzehnjähriges Mädchen, das seinen Bewerbungen kein Gehör schenken wollte, einen Revolverschuß ab und tötete sich dann selber. Das Mädchen blieb unverlegt, da die Kugel an einem Knopf der Taille abprallte. † Ein Straßenkampf. In München- Gladbach zogen eine Anzahl Arbeiter lärmend durch die Straßen. Als ein Schutzmann ihnen die Ruhestörung untersagte, entrissen die Tumultuanten ihm den Säbel. Schließlich kam es zwischen diesennd der Schußmannschaft zu einem heftigen Stampf, wobei die Lärmmacher mit Hacken, Beilen und Schaufeln auf die Beamten einhieben. Es wurden mehrere Verhaftungen borgenommen, und die Radaubrüder haben eine Anklage regin Landfriedensbruch zu gewärtigen. † Selbstmord durch Dynamit. Vor das Polizeigericht in Neuseeland war ein älterer Mann geladen. Plößlich ertönte eine gewaltige Explosion. Der Mann hatte sich mit einer Dynamitpatrone in die Luft gesprengt, so daß von dem Körper nur die Beine und die Hälfte des Kopfes wiedergefunden wurden. Einige Umstehende wurden schwer verletzt, einer verlor das Augenlicht † Erpressungsversuche gegen die Familie Krupp. In Essen wurde ein stellenloser Diener namens Pelludat verhaftet. Er war früher in vornehmen Häusern in Charlottenburg in Stellung und versuchte jetzt, von der Witwe Krupps Geld zu erpressen unter der Angabe, daß er im Besize von Briefen sei, die ihren verstorbenen Ehemann schwer belasteten. Frau Krupp veranlaßte die Verhaftung Pelludats wegen Erpressungsversuchs. † Brand durch Kessel- Explosion. In Oberhausen erplo. dierte in der Krebberschen Teerfabrik ein Steffel. Dadurch entstand ein Brand, der das große industrielle Etablissement vollständig einäscherte. Der Landwirt. ph Spinat- Aussaat im Herbst. Für den Winter und Frühling fann Spinat namentlich im August und Septem ber angebaut werden. Empfohlen wird für diesen Zwed borzugsweise der großblättrige Braunschweiger. Die Samen werden in kleinen Fürchen, deren 4-5 auf ein Beet gehen, mäßig dicht eingesät, mit der ausgehobenen Erde gedeckt und Iettere festgetreten. Für die Folge ist zwischen den Reiben! leicht aufzulockern, wodurch sich die Pflanzen derartig ert wickeln, daß man die größten Blätter bald zum Gebrau.c abschneiden kann, worauf sich der zweite Trieb nochmals ausbildet. Der sog. neuseeländische Spinat eignet sich mehr für die Sommermonate. Er hat die Eigenschaft, daß man den ganzen Sommer hindurch an einigen Pflanzen, die auj gut gedüngten Stellen 25 Zentimeter weit voneinander gepflanzt werden, genügend Blätter gewinnt, um alle Wochen cinmal davon kochen zu können. Die Aussaat geschieht erst im Mai. Sonnenfinfternis. - Nordschleswig und Dänem eingeführt. Er besteht n die Kinder bon norbidles folchen der dänischen La Städte ausgetauscht. D und die Schulen, die wil umgewandelt werden, e den Wünschen der Ang stets mit sichtlich gebelle während die Landfinde Ropenhagener Sebensm der jährlich ausgetaufd Sabren cuf ca. 10 000 aus der Kinder- Ferien in der dreisprachigen hinfidhlich der Erweite folge erzielt. In De ein Verein für Sin für internationalen Rin Schulmann Toni- Mathi daten an den Tag gelegt wird. Eine tiefe Ruhe herrschte in der Luft; die Vögel jangen nicht mehr. Nach einer feierlichen Erwartung von ungefähr zwei Minuten begrüßten Freudenausbrüche, frenetische Jubelrufe mit derselben Spon. taneität das Wiedererscheinen der ersten Sonnenstrahlen. Der fast ängstlichen Zurückhaltung, die durch undefinierbare Empfindungen hervorgebracht war, folgte eine lebhafte und offene Genugtuung, und niemand dachte daran, ihre Regungen zurückzuhalten oder zu mäßigen. Für die meisten Zuschauer war die Naturerscheinung hier zu Ende. Die anderen Phasen der Verfinsterung hatten, wenn man von den Astronomen absieht, feinen aufmerksamen Zuschauer mehr. Arago erwähnt dann eine Anzahl interessanter Facta, die während derselben Sonnenfinsternis beebachtet wurden und die besonders von der Einwirkung des Naturereignisses auf die Tiere- handeln. Ein Einwohner von Perpignan gab absichtlich vom Abend des 7. Juli ab seinem Hunde nichts mehr zu essen. Am nächsten Morgen warf er in dem Augenblicke, wo die totale Verjinsterung stattfinden sollte, dem Tiere ein großes Stück Brot vor; der Hund begann es gierig zu verschlingen, als plötzlich die letzten Strahlen der Sonne terschwanden. Sofort ließ der Hund das Brot fallen und nabim es erst nach zwei Minuten, nach der Ende der tctalen Berdunkelung, wieder in den Mund. Auch die Schafe und die Tiere im Hühnerhof ließen bei Beginn der totalen insternis ihr Fressen liegen und drängten sich dicht aneinander oder suchten ihre Lagerstätten auf. Die Vögel stellten ihren Gesang ein, während hier und da ein Hahn zu krähen begann. Nachteuler und Fledermäuse verliezen ihre Zufluchtsorte. Selbst bei den Insekten ließ sich eine gewisse Einwirkung der Finsternis fonstatieren. Die Blätter der Pflanzen und Blumen, die sich bei Nacht zu schließen pflegen, schlossen sich auch während der Verfinsterung. -- Aus den Erinnerungen eines berühmten Astronomen. Zahlreiche gelehrte Expeditionen aus ganz Europa harren heute im sonnigen Spanien des außergewöhnlichen Ereignisses, das für einen Augenblick die strahlende Spenderin alles Lebens in dunklen Schatten schlägt. Der getreue Trabant der Erde, der gute Mond, hat es sich in den Ropf gejezt, am hellen Mittag mitten zwischen Sonne und Frofugel hindurch zu geben. In unseren Breiten wird man auch bei Harem Himmel kaum von dem Vorgang behelligt werden. Bei uns muß man schon mit einem die Augen schützenden bunten oder geschwärzten Glas die Blicke nach ber Frau Sonne richten, um zu bemerken, wie sich allmählich ein dunkler Schatten etwa über die Hälfte der Sonnenscheibe breitet, um sie nachmittags in der vierten Stunde wieder zu verlassen. Das Gestirn behält aber auf der freibleibenden Fläche Kraft genug, um keine Einbuße an seiner Wärme- oder Lichtentfaltung empfinden zu lassen. Mit unbewaffnetem Auge wird man überhaupt nichts von der partiellen Sonnenfinsternis sehen können. Anders ist es im Bereiche der totalen Verfinsterung, deren Zone einen dreißig Meilen breiten Streifen quer durch Spanien zieht. Die zahlreich herbeigeeilten, mit allen Hilfsmitteln moderner Technik versehenen Gelehrten erhoffen wertvolle Aufschlüsse von dem Phänomen. Wie ein solches Naturereignis auf den Laien, dann aber auch auf die Tier- und Pflanzenwelt wirkt, das schildert der berühmte französische Physiker und Astronom Arago in einer Abhandlung über die totale Sonnenfinsternis vom 8. Juli 1842, die der Mann der Wissenschaft in Südfrankreich beobachtete. Arago schreibt: „ Die Zeit des Beginnes der Versinsterung nahte. Jast 20 000 Personen beobachteten, mit geschwärzten Glasstücken in der Hand, die strahlende Sonnenscheibe, die am tiefblauen Himmel stand. Kaum hatten wir, die wir mit starken Ferngläsern versehen waren, die kleine Ausbogung am westlichen Rande der Sonne zu beobachten begonnen, als ein einziger ungeheurer Schrei, der aus 20 000 Kehlen tom, uns wissen ließ, daß wir die Beobachtung, die hier von 20 000 improvisierten Astronomen mit bloßem Auge gemacht wurde, nur um einige Sefunden geschlagen hatten. Eine lebhafte Neugierde, der Wetteifer, der Wunsch, sich von uns Zünftigen nicht beschämen zu lassen, schienen dem natürlichen Blick eine ungewöhnliche Kraft, einen physischen Scharfsinn verliehen zu haben. Zwischen diesem Moment und denen, die dem vollständigen Verschwinden des Himmelsgestirns vorangingen, bemerkten wir in der Haltung so vieler Zuschauer nichts Außergewöhnliches. Als aber die Sonne zu einem dünnen Faden zusammengeschrumpft zu scin schien und auf unseren Gesichtskreis nur noch ein sehr schwaches Licht warf, bemächtigte sich der Leute eine Art Unruhe; jeder fühlte das Bedürfnis, seiner Umgebung seine Eindrücke mitzuteilen: dadurch entstand ein dumpfes Tosen, das dem Tosen eines fernen Mecres ähnlich war. Ic schwächer das Sonnenlicht wurde, desto stärker und unruhiger wurde das Stimmengewirr. Endlich verschwand die Sonnenscheibe; Finsternis folgte plötzlich der Helle, und ein tiefes Schweigen fennzeichnete diese Phase der Verfinsterung. Hus dem Gerichtsfaal. § Der Trakehner Prozeß. Das gegen den Lehrer Nickel schwebende Strafverfahren ist nun bereits seit sechs Jahren anhängig. Es soll nun von neuem vor der 7. Straffammer des Landgerichts I. in Berlin aufgerollt werden, da das Wiederausnahmeverfahren vom Kammergericht angeordnet worden ist. Termin ist auf den 18. September anberaumt. Die Naturerscheinung in ihrer Pracht triumphierte über den Mutwillen der Jugend, über den leichten Sinn, den gewisse Leute für ein Zeichen geistiger lleberlegenheit halten, über die lärmende Gleichgültigkeit, die gewöhnlich von SelVermischtes. Give Elektrizitäts- Krankheit. Unter den Arbeitern in den Kraftwerken am Niagara hat sich eine sonderbare Krankheit gezeigt. Sie äußert sich in schweren Störungen der Verdauung, Appetitverlust, Unbehagen nach den Mahlzeiten und einer kreideweißen Blässe des Gesichts und wird dem Aufenthalt in unmittelbarer Nähe von Maschinen zugeschrieben, die elektrische Ströme von sehr hoher Spannung oder Wechselstrom liefern oder deren Umformung bewirken. Von ärztlicher Seite erklärt man diese neue Krankheit durch eine chemische Wirkung der elektrischen Strahlen oder eine bisher noch unbekannte Strahlenart. = Die Warnung des reumütigen Gatten. In einem preußischen Kreisblatte fand sich vor kurzem folgende originelle Bekanntmachung:„ Bitte zu beachten! Nehme hiermit die Aeußerung, welche ich gegen meine Frau getan habe, zurück, räume ihr sämtliche Rechte meinerseits wieder ein und ersuche und bitte jeden, meine Frau deshalb nicht zu belästigen, denn ich werde sie trotzdem zu beschützen wissen. Denken kann jeder von mir, was er will, aber das laute Denken möchte ich mir verlitten." - Allzu vorsichtig. In dem Hafenstädtchen Leer in itfriesland kam es der städtischen Behörde auf die Erwerbig eines Grundstücks an. Um ja recht sicher zu gehen, wurden zwei verschiedene Bieter entsandt, ohne daß sie von dem gleichen und gemeinsamen Zwecke ihrer Aufgabe etwas mußten. So wurden denn gerade diese beiden so scharfe Konkurrenten, daß alle übrigen Kaufliebhaber sich zurückzogen. Beide überboten sich derartig, daß die Stadt schließ lich die horrende Summe von 25 000 Mark bezahlen mußte. === Folgen des Familien- Segens. In England wurde ein Mann vom Friedensrichter zu zehn Schilling Geldstrafe verurteilt, weil er in der Trunkenheit allerhand lose Streiche verübt hatte. Als man den sonst als höchst solide und nüchtern bekannten Mann fragte, was ihn veranlaßt habe, so ganz unvernünftig über die Schnur zu hauen, gab er die Tatsache an, daß seine Frau ihn mit Drillingen beschenkt habe; ob er aus Freude oder aus Kummer zur Flasche gegriffen habe, wollte er nicht verraten. = Ein verteilter Elefant. Der französische Kolonialminister erhielt kürzlich vom Direktor des Pariser KolonialGartens einen jungen Elefanten zum Geschenk. Da der Minister nicht geneigt war, den niedlichen Dickhäuter als Haustier zu halten, so verkaufte er ihn an einen Zirkusdirektor für 5600 Francs und verteilte den Erlös unter die Kanzleidiener und Arbeiter seines Ministeriums, die sehr erfreut waren, als ganz unerwartet jeder von ihnen 75 Fr. ausgezahlt erhielt. für den Austausch bon dener Länder", welde berfloffenen Sabre 44 ju 4 Engländern, 1 Leitern ren austauidite. Bon di Mädchen, = Der Wert historiid genen Aleidungsftude gro flets febr veridicden bem Cato gehört hatte, von N Eine Jade bon Jean 3 939 Fr. und feine fupfer meter, das nur einen sehr begeisterter Berehrer 150 taires faufte ein Doftor rüde von Rant brachte war, und die gut erhal London für 5000 Fr. b für 3000 Drachmen be Descartes wurde in G für einen Soon Newton 17 000 Pfund. Prozeß gegen einen Reichstagsabgeordneten. Vor der Straffammer in Graudenz stand Termin gegen den polni schen Reichstagsabgeordneten Rulersti an, der angeblich nach der Schweiz geflüchtet ist und gegen den die Staatsanwalt schaft einen Steckbrief wegen Aufreizung zum Klassenhaß erlassen hat. Der Termin wurde aufgehoben, weil der Aufenthalt Kulerskis unbekannt ist. † Selbstmord eines Einbrechers. In Wien wurde ein Einbrecher, der die Wohnung einer Kaufmannsfrau ausgeraubt hatte, von Polizisten verfolgt und auf einem Hofe in einem Bottich entdeckt. Als die Verfolger sich ihm näherten, schnitt er sich mit einem Taschenmesser den Hals durch. Er wurde als ein berüchtigter Einbrecher erkannt. der vor kurzem erst aus der Strafanstalt entlassen war. Kinderaustausch. Viel Sorgen bereitet der Unterricht in fremden Sprachen Eltern und Kindern. Trotz aller aufgewendeten Mühe gelingt es sehr oft nicht, den Schülern den Geist der fremden Sprache näher zu bringen, weil das lebendige Lehrmaterial, das richtig gesprochene Wort fehlt. Da ist der Internationale Kinderaustausch während der großen Schulferien, wie der internationale Schülerbriefivechsel, ein vorzügliches Mittel, ohne besonderen Kostenaufwand seinen Kindern fremde Sprachen praktisch beizubrin gen. Aber durch den Kinderaustausch kann auch eine Ausdehnung des allgemeinen Wissens und eine Anknüpfung freundschaftlicher Familienbeziehungen zwischen den einzelnen Ländern herbeigeführt werden. Der Ferienaustausch von Kindern wurde wohl zuerst vor etwa 25 Jahren zwischen = Gine, die es berit reichen englifden Raufm den ältesten Sohn des machen, daß er einwilli ftandesamtliche Trauung Laßte den noch minderj feines Vaters unter eine aussprechenden Schein zu die neugebackene Ehefra Alternative, entweder fie oder aber den eigenen richt zu bringen. Dem beizugeben. Uebrigens ganz zufrieden geworder § Prozesse gegen den G Püdler sind eine ganze 26, September wird geg Senhaj, begangen durch Dann wird ein großer der Graf in Verlin geha ter, die in den Straßen + Die Hühnerjagd. eine der anregendsten Zei ist schon längst instand ge an jedem Morgen mit au als wollte sie fragen: Diefer aber wartet mit auf die gefezmäßige Erö Sommer fräftig herand Gourmet einen der fojt Herbst auftischt. Noch das scheue Federwild lüfterne Jünger St. Hu den amtlichen Verfügung jagd im preußischen Re gust, in Bromberg am gust, in Erfurt am 24. 21. August, in Kaffel am August, in Köslin am 2 guft, in Magdeburg am 21. August, in Mersebu den Kreisen Minden, Wiedenbrüd am 21. A burg, Hörter am 28. Au Oppeln am 21. August, dam mit Ausnahme der berg und Rirdorf am 21 in Stettin am 21. Augu Biesbaden am 21. Au * Der Großb Rhein- Main- Kor besondere Berliner über die Buddhafig die fich der Großhe ftellen ließ. Die Meldung darüber Der Großherzog au neuer fünftlerischer fich, um eine ftänd die Buddhafigur fü jest mitteilen, daß zu der erften bei B aljo in Bufunft Wolfsgarten stehen. Erledigt heim. Mit der 6 berbunden. zu befeßende Lehrerf ** Das Großh. legten Nummer bas Universität für bas to = Raiferpreis ben Raiferpreis wurde Rr. 166 in Hanau zu Ruhe Herrichte Nach einer feier uten begrüßten Derfelben Spon. Sonnenstrahlen. undefinierbare me lebhafte und an, ihre RegunSie meisten Zu Ende. Die an in man von den Zuschauer mehr. inter Facta, die tet wurden und rereignisjes auf Perpignan gab Hunde nichts in dem Augenden sollte, dem begann es gierig ahlen der Sonne Brot fallen und Ende der totalen die Schafe und der totalen Fin dicht aneinander gel stellten ihren n zu frähen be liegen ihre Zusich eine gewisse Die Blätter der chließen pflegen, aal. den Lehrer Nidel jeit sechs Jahren er 7. Straffammer werden, da das ericht angeordnet Cember anberaumt. den Arbeitern in sonderbare Sant en Störungen der ch den Mahlzeiten ts und wird dem Maschinen zuge hoher Spannung rmung bewirken. Krankheit durch rahlen oder eine tten. In einem Em folgende origi ! Nehme hiermit au getan habe, zu ts wieder ein und halb nicht zu be beschüßen wissen. Il, aber das laute otchen Leer in Cit auf die Erwerb g r zu gehen, wurden daß sie von dem er Aufgabe etwas se beiden so scharfe ebhaber sich zurück ß die Stadt schließ art bezahlen mußte In England wurde Schilling Geldstrafe erhand lose Streiche höchst solide und hn beranlaßt habe hauen, gab er di Drillingen beschenkt aner zur Flasche ge anzöfifche Kolonial Parijer Kolonial Geschenk. Da de hen Didhäuter al an einen Zirkus den Erlös unter nisteriums, die je er von ihnen 75 Fr. geordneten. 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Die Stadtkinder kehren stets mit sichtlich gebesserter Gesundheit nach Hause zurück, während die Landkinder ihren geistigen Horizont an den Kopenhagener Sehenswürdigkeiten eriveitern. Die Anzahí der jährlich ausgetauschten Kinder belies sich in den letzten Jahren cuf ca. 10 000. In Schweden ist von Stockholm aus der Kinder- Ferienaustausch ähnlich organisiert. in der dreisprachigen Schweiz hat dieser Kinderaustausch hinsichtlich der Erweiterung der Sprachkenntnisse gute Erfolge erzielt. In Deutschlane bildete sich 1899 in Berlin ein Verein für Kinderaustausch". Das jüngste Organ für Internationalen Kinderaustausch ist die vom französischen Schulmann Toni- Mathieu ins Leben gerufene Zentralstelle für den Austausch von Kindern zwischen Familien verschiedener Länder", welche nach ihrem ersten Jahresbericht im berflossenen Jahre 44 junge Franzosen mit 39 Deutschen, 4 Engländern, 1 Desterreicher im Alter von 11--92 Jahren austauschte. Von diesen 88 jungen Leuten waren 17 Mädchen, - Auch Der Wert historischer Kleidungsstücke. Die abgetragenen Kleidungsstücke großer Männer sind zu allen Zeiten stets sehr verschieden bemessen. So wurde die Toga, die Cato gehört hatte, von Nero für 30 000 Sesterzen gekauft. Eine Jacke von Jean Jacques Rousseau brachte dagegen 939 Fr. und seine fupferne Uhr 500 Fr. Für sein Barometer, das nur einen sehr geringen Wert besaß, bezahlte ein begeisterter Verehrer 1500 Fr. Den berühmten Stock Voltaires faufte ein Doktor aus Paris für 500 Fr. Die Perücke von Rant brachte 200 Fr., obgleich sie ganz zerfressen war, und die gut erhaltene Perücke von Sterne wurde in London für 5000 Fr. verkauft. Die Zunge von Epiktet soll für 3000 Drachmen verkauft worden sein, der Schädel ven Descartes wurde in Stockholm für 1000 Fr. gekauft, und für einen Zayn Newtons bezahlte ein englischer Lord sogar 17 000 Pfund. = Eine, die es verstanden hat. In der Familie eines reichen englischen Kaufmanns verstand es die Gouvernante, den ältesten Sohn des Hauses in sich derartig verliebt zu machen, daß er einwilligte, mit der jungen Dame eine standesamtliche Trauung einzugehen. Das Mädchen veranlapte den noch minderjährigen Jüngling, die Unterschrift feines Vaters unter einen dessen Zustimmung zu der Heirat aussprechenden Schein zu fälschen. Nach der Trauung stellte die neugebackene Ehefrau dem Vater ihres Mannes die Alternative, entweder sie als Schwiegertochter anzuerkennen oder aber den eigenen Sohn als Urkundenfälscher vor Gericht zu bringen. Dem Vater blieb nichts übrig, als klein beizugeben. Uebrigens soll er mit seiner Schwiegertochter ganz zufrieden geworden sein. § Prozesse gegen den Grafen Pückler. Gegen den Grafen Pückler sind eine ganze Reihe von Prozessen anhängig. Am 26. September wird gegen ihn wegen Anreizung zum KlasJenbaß, begangen durch eine Nede in Bernau, verhandelt. Dann wird ein großer Prozeß wegen der Reden folgen, die der Graf in Berlin gehalten hat, und wegen der Flugblätter, die in den Straßen daselbst verteilt sind. + Die Hühnerjagd. Für den Waidmann beginnt jett eine der anregendsten Zeiten des Jahres. Die Schrotspriße ist schon längst instand gesetzt, die langhaarige Diana schaut an jedem Morgen mit aufmerksamen Augen den Herrn an, als wollte sie fragen: Ist es denn noch nicht an der Zeit?" Dieser aber wartet mit nicht weniger ungeduldigem Sinn auf die gesetzmäßige Eröffnung der Jagd auf das im heißen Sommer fräftig herangewachsene Rebhuhn, das für den Gourmet einen der kostbarsten Leckerbissen bedeutet, den der Herbst auftischt. Noch wenige Tage und allenthalben wird das scheue Federwild sich zu hüten haben, tausend beutelüsterne Jünger St. Hubertus ziehen auf seiner Spur. Nach den amtlichen Verfügungen erfolgt der Aufgang der Hühnerjagd im preußischen Regierungsbezirk Breslau am 18. August, in Bromberg am 21. August, in Danzig am 24. August, in Erfurt am 24. August, in Frankfurt a. Oder am 21. August, in Kassel am 24. August, in Königsberg am 24. August, in Köslin am 21. August, in Liegnig am 21. August, in Magdeburg am 24. August, in Marienwerder am 21. August, in Merseburg am 21. August, in Minden in den Kreisen Minden, Lübbecke, Herford, Bielefeld, Halle, Wiedenbrück am 21. Auguft, in Paderborn, Büren, Warburg, Hörter am 28. August, in Münster am 24. August, in Oppeln am 21. August, in Posen am 18. August, in Potsdam mit Ausnahme der Stadtkreise Charlottenburg, Schöneberg und Rirdorf am 21. August, in Stade am 22. August, in Stettin am 21. August, in Trier am 21. August und in Wiesbaden am 21. Auguſt Lokales. 30. August 1905. * Der Großherzog und die Buddhafigur. Die Rhein- Main- Korrespondenz" schreibt: Verschiedene, insbesondere Berliner Zeitungen haben sich in diesen Tagen über die Buddhafigur im zu Wolfsgarten erregt, De beber probiersog leinerseit von Profeſſor babicht het stellen ließ. Die Rhein- Main- Korrespondenz" hat die Meldung darüber zuerst gebracht mit dem Hinzufügen, daß der Großherzog auf seiner Reise nach Indien eine Fülle neuer fünstlerischer Anregungen gesunden hat und daß er fich, um eine ständige Erinnerung an diese Reise zu haben, die Buddhafigur für seinen Park schaffen ließ. Wir fönnen jezt mitteilen, daß eine zweite Buddhafigur als Gegenstück zu der ersten bei Profeffor Habich in Arbeit ist. Es werden also in Zukunft zwei Buddhafiguren im Schloßpark zu Wolfsgarten stehen. ** Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu beseßende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Wedesheim. Mit der Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden. *** Das Großh. Regierungsblatt veröffentlicht in seiner legten Nummer das Vorlesungsverzeichnis der LandesUniversität für das tommente Winterhalbjahr. Raiserpreis. Beim diesjährigen Schießen um ben Kaiserpreis wurde dieser der 2. Kompagnie des Regiments Nr. 166 in Hanau zuerkannt. Im vorigen Jahre war die 12. Rompagnie des Gießener Regimeuts beim Preisschießen als Sieger hervorgegangen. = Nieder- Ohmen, 29. August. Ueberfall. dort lagernden Bigeunern angehalten und belästigt, fonte junger Milchfuhrmann von Azenhain wurde im Walde von aber Dank der Schnelligkeit seines Pferdes seinen Angreifern entgehen. Alsfeld, 29. August. Immer weiter dehnt sich der Geschäftskreis der Alsfelder Kornhaus- Genossenschaft aus, sodaß die Räumlichkeiten bereits jetzt nicht mehr ausreichen und man daher am Bahnhof Nieder- Gemünden an den Bau eines neuen Kornhauses herangegangen ist. Die Arbeiten werden so beschleunigt, daß die neue Verkaufsstelle noch im Laufe dieses Herbstes eröffnet werden kann. Die Alsfelder Kornhaus- Genossenschaft hat einen überaus schnellen Entwicklungsgang genommen, zählte sie anfänglich nur 54 Genossen, so hat sich ihr Mitgliederbeftand im Laufe des 11/ sjährigen Bestehens auf jegt 320 gehoben, dem Bezirk Nieder- Gemünden gehören gegen 100 Genossen an. Geschäftsumsatz übersteigt weit eine halbe Midien und dürfte fünftig immer schneller mit größeren Biffern anwachsen. Die Genossenschaft übernimmt nicht nur den Verkauf des Getreides, sondern vermittelt auch den. Bezug von Saatgut, Dünge- und Futtermitteln. Angesichts der guten Resultate, die man in Alsfeld erzielt hat, dürften sich die Kornhaus Genossenschaften bald schneller als bisher ausbreiten. ** Die Manöver haben ihren Anfang genommen, die 49. Infanterte- Brigade( Regimenter 115 und 116) und die 50.( Regimenter 117 und 118) halten gegenwärtig im Taunus ihre Brigademanöver ab. Nach deren Beendigung seßen die Divisionsmanöver ein, die sich nach und nach auf Homburg zuziehen, bis dort das ganze Armeekorps am 7. September versammelt ist. Für das 18. Korps sind der 9., 11. und 12. September Marschtage. Als Uebungstage für beide im Kaisermanöver stehende Korps sind der 13. 14. und 15. September angefeßt. Am 8. September ist die Kaiserparade. Die Kavallerie- Division B, bestehend aus den beiden hessischen Dragoner- Regimentern Nr. 23 und 24, den 21. badischen Dragonern( Bruchsal) und dem bayrischen Ulanen- Regiment Kaiser Wilhelm II.( Bamberg), hat ihre Uebungen auf der Senne beendet und befindet sich zur Zeit auf dem Wege nach Süden. Der Division ift eine Maschinengewehr- Abteilung beigegeben die in dem Kaisermanöver zum ersten Male verwandt wird. Die Regimenter werden vom 2.- 4. September in den Kreiſen Wetzlar, Biedenkopf und Gießen eintreffen und am 6. September in der Umgegend von Homburg, Vilbel, Friedberg einquartiert. Der Stab der Kavallerie- Division B liegt am 2. und 3. September in Londorf, am 4. September in Gießen, der Stab der 25. Brigade am 4. September in Gießen, der Stab der 28. KavallerieBrigade am 4. September in Staufenberg, am 5. September in Hungen. Der Kreis Gießen wird vom 2.- 5. September start mit Einquartierung belegt werden. Von dort aus schreitet die Bequartierung nach Süden fort, der Kreis Friedberg erhält vom 4.- 7. September bedeutende Einquartierung. Am stärksten aber wird die südliche Wetterau belegt, in Vilbel sind vom 6.- 10. September Quartiere für 2000 Mann zu beschaffen. Danach sind bis zur Beendigung der Kaisermanöver, 15. September, hauptsächlich nur noch Biwacks und Notquartiere vorgesehen. Am 16. September tommen die alten Mannschaften zur Entlassung. " ** Morgen, Donnerstag, hält der Verein der Gastwirte von Gießeu und Umgegend im Restaurant Zum Löwen" eine allgemeine Gastwirte- Versammlung ab, die sich mit der Erhöhung der Preise für Speisen im Gastwirts gewerbe in Anbetracht der Fleischteuerung beschäftigen wird. Wir weisen darauf hin, daß auch die nicht dem Verein angehörenden Gastwirte zu der Versammlung eingeladen sind. * ** Die in unseren Breiten nur partielle Sonnenfinsternis in den ersten Stunden des heutigen Nachmittags war infolge des dichtbewölkten Himmels leider nicht zu beobachten. Hoffentlich haben die nach den südlichen Halbinseln ausgerüsteten Expeditionen mehr Glück in der Be obachtung der Totalver finsterung gehabt. Nach aftronomischer Berechnung begann die Verfinsterung bei uns 1 Uhr 38 Min., war um 2 Uhr 4 Set. am intensivsten und erreichte 3 Uhr 24 Min., 9 Set. ihr Ende. * ** In der Darmstädter Gartenbau- Ausstellung ist jetzt auch die Sonder- Obftausstellung eröffnet worden. Im ganzen sind bis jetzt annähernd 50 000 Tageskarten ausgegeben worden. In nächster Woche tagen in Darmstadt die deutsche Gärtnerversammlung und der Kongreß der deutschen Forstmänner. Krosdorf, 29. Auguft. Trank und Selbstmord. Heute Morgen fand man den in das hiesige Arrestlokal verbrachten Tagelöhner Ludwig Speier aus dem benachbarten Orte Wismar erhängt vor. Mit seinem eigenen Leibriemen hatte der Lebensmüde die Tat vollführt, indem er ihn an den eisernen Stäben des Fensters befestigte Der in den vierziger Jahren stehende Selbstmörder war sehr dem Trunke ergeben und man muß nach allen seinen legten eußerungen annehmen, daß er sich in einem Moment geistiger Umnachtung das Leben genommen hat. Seine Leiche wurde nach Wißmar gebracht. + Krofdorf, 29. Auguft. Infolge starter Ein. quartierung sind die sonst für den ersten SeptemberSonntag durch Bürgermeistereibeschluß vorgesehenen Kirch weihfefte diesmal alle auf den zweiten Sonntag( 10. und 11. September) verlegt werden. Auch hier treffen Montag, den 4. September von der Senne zurückkehrende KavallerieTruppen ein, die in den Gemeinden der Bürgermeisterei für einen Tag Quartier beziehen. = Großen- Linden, 29. Auguft. Renovierung. Mit der Renovierung der hiesigen Kirche wird nicht, wie allgemein angenommen wurde, schon in diesem Jahre begonnen, sondern erst im nächsten Frühjahre. = Großen- Eichen. Ueber den Ausfall der Ernte teil, wir haben, was halfrüchte anbelangt, eine volle Ernte fann in unserer Gemeinde nicht geklagt werden, im Gegeneingebracht. Kartoffeln und Hackfrüchte versprechen ebenfalls einen reichen Ertrag und an Herbstfutter ist fein Mangel, nur die Obsternte fällt spärlich aus. * Bußbach, 29. Auguft. Schulausfall zur Kaiserparade. Die Gr. Kreisschulkommission Friedberg gibt bekannt, daß der Unterricht in den Volksschulen des Konferenzbezirks Vilbel anläßlich der Kaiserparade am 8. September ausfällt. Sollten auch die Schulvorstände in den Konferenzbezirken Friedberg und Bußbach den Schulunterricht aus diesem Anlaß aussehen wollen, so steht seitens der Kreisschulfommission nichts entgegen, es bedarf nur einer Anzeige an dieselbe." ** Weilburg, 29. August, Sonntag hielt der hiesige neugegründete Ruder- Berein sein erstes Fest ab, zu dem die Vereine, Gießen, Wezlar, Limburg und Mainz Vertretungen geschickt hatten. Man trägt sich mit dem Blan, die Rudervereine der Lahn in einem engeren Zusammenschluß zu vereinigen. ? Dill, 29. Auguft. Wegen Tollwut ist in den Kreisen Dill und Oberwesterwald die Sperre aufs neue verhängt worden. Der Frankfurt, 30. Auguft. Milchaufschlag. In einer sehr lebhaft rerlaufenen Versammlung von Landwirten und Milchhändlern wurde beschlossen, den Milchpreis in Frankfurt, Hanau und Umgegend am 4. September um 2 Pfg. aufzuschlagen. Als Grund wurden die hohen Futterpreise angeführt. Heute, Mittwoch, findet noch eine Versammlung mit der Kommission der Milhändler und morgen eine öffentliche Versammlung der Milchhändler statt. K Frankfurt, a. M.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3.30-3.70 mt., Stroh 2.20-2.40 Mt. Alles per 50 Kilo. § Neu- Isenburg, 29. Auguft. Ein Waldbrand richtete in einem jungen Schlage unserer Umgegend nicht unbeträchtlichen Schaden an. Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer. - Gießen, den 29. August 1905. Zwei 14jährige Jungen Rudolf Dietrich und Ehriftian Decher zu Gießen sind in in das Lokal des Vereins " Hundesport" eingestiegen. Wegen Diebstahlsversuchs wurden sie zu je 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Franz Ente aus Reudniß hat seinem Dienstherrn zu Ranzenoorf einen Geldbetrag von 40 Mt. und eine Uhr mit Rette entwendet; einem Lehrling zu Frankfurt a. M. hat er einen Gepäckschein abgeschwindelt um sich so in den Besitz seines Roffers segen zu fönnen; einem Juwelier aus Pforzheim versuchte er ein Tafelservice im Werte von 10 000 Mt. abzuschwindeln, was ihm aber nicht gelang und fünf Gärtnereibefizer aus Erfurt wollte er um je 4-500 Mt. beschwindeln. Er ist rückfälliger Dieb und Betrüger. Urteil: 4 Jahre 6 Monate Buchthaus, 10 Jahre Ehrverlust. Rühn von Wetterfeld und Friedrich Schomber von Resselbach wurden wegen Bettelns zu Haftstrafen verurteilt, nach deren Verbüßung sie ins Arbeitshaus fommen sollten. Sie fochten das Urteil an und Kühn wurde freigesprochen, während Schombers Berufung verworfen wurde. Neueste Nachrichten. Georg CB. Berlin, 30. August, 1.5 Uhr nachts. Der Friede zwischen Rußland und Japan is definitiv geschlossen. Japan erhält die Hälfte von Sachalin, jedoch keine Kriegsentschädigung. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Es tönnen eingestellt werden: 1 Schmied, Schlosser, 1 Spengler, 1 Strickerin, Schreiner, 2 Brötchenträgerinnen, 1 Friseur, Schneider, Erdarbeiter, 1 Weißbinder, 3 Hausburschen, 3 Fuhrleute, Haus- und Dienstmädchen, Lauffrauen oder Mädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 2 Schreiner, 2 Bäcker, 1 Friseur, 1 Schuhmacher, 1 Schreiber. Es suchen Arbeit: 1 Schmied, 1 Spengler, 1 Maschinenschlosser, Maschinist oder Heizer, 1 Buchbinder, 2 Wäscherinnen, 1 Schneider, 1 Fahrbursche, 3 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, Haus oder Bureaudiener, Kassierer, Taglöhner für leichtere Arbeit. ausfindige witterung is Beffen für Donnerstag, den 31. Auguft. Etwas wärmer, zeitweise heiter, höchstens geringe Niederschläge, später langsam auftlärend. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belbe in Sieben 52529RE Gegründet 1883. Jean Dern& Co. Girken Triephen Dr. 21 Inh: Oscar Gutmann Weftanlage 31. Ton- und Mosalk- Fußbodenplatten, glaßterte Wandplatten. Alleinverkauf der echten Mettlacher Platten. Brlichtig, unl. Ausstellungsräume u. Wusterhüche gern gestattet. Gröht. Lager am Plage in Baumaterialien f. Hoch- u. Tiefbau. 2525252525 Hamburger En gros- Lager Unser Geschäftslokal befindet sich jetzt Mäusburg 10. Alex. Salomon& Co. Giessen. Verein der Gastwirte von Giessen und Umgegend. ( Eingetragener Verein.) Donnerstag, den 31. August, nachm. 4 Uhr findet im Saale des Gasthof zum Löwen", Neuenweg eine allgemeine Gastwirte- Versammlung statt mit folgender Tagesordnung: " Die Notwendigkeit einer Erhöhung der Preise für Speisen im Gastwirtsgewerbe in Anbetracht der Fleischteuerung." Zu dieser äußerst wichtigen Versammlung laden wir nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch sämtliche noch nicht dem Verein angehörenden Wirte von Gießen und Umgegend ein. Der Vorstand. Restauration Karlsruh“ an der Chaussee Giessen- Lollar Schönster Aussichtspunkt um Giessen. Lokalitäten der neuzeit entsprechend Neu erbauter Saal, sowie grössere und kleinere separate Zimmer für Vereine, Gesellschaften etc. Wein, Bier, Kaffee, Milch und Speisen in nur vorzüglicher Qualität. Karl Dorfeld. Prima Ringofensteine Maschinenstrich. Christian Faber, Leihgestern. Lieferungen frei Baustelle und Bahnversandt werden prompt ausgeführt. 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Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß sich die Bureauräume des Standesamts vom 1. September d. Js. ab im alten Rathaus am Marktplaz befinden und daß dortselbst alle Amtshandlungen, einschließlich der Eheschließungen, vorgenommen werden. Die Geschäftsstunden des Standesamts sind vor mittags von 8 bis 10 Uhr und nachmittags von 3 bis 4 Uhr. Gießen, den 30. August 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Die unterm 31. Juli 1905 angeordnete Sperre der Steinstraße zwischen Asterweg und Schottstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 28. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 5. August 1905 angeordnete Sperre der Wolfstraße zwischen Grünberger- und Licherstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 28. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Stephan straße zwischen Bleich- und Goethestraße bon heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 28. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. 42000 Mark Grbauung einer höheren und erweiterten Mädchenschule Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zur Hauptgewinn ein kompl. Erntewagen m. 4 Pferden bespannt, nebst dazugehörigem Geschirr im Werte von 7000 Mark. Sämtliche Gewinne werden auf Wunsch Bar gegen Abzug einer entspr. Provision in ausbezahlt. Lose à 1 Mk.( 11 Lose für 10 Mk.) zu haben bei: Richard Buchacker, HauptKollekteur, sowie allen durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen. ( Porto und Liste 25 Pfg. extra.) In meinen Neubauten an der Westanlage sind mehrere schön eingerichtete elegante Wohnungen zu vermieten und per 1. Oktober event. früher beziehbar. 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Die Möglic feiner Meinung nach nu drücklich, daß der Ver igend welcher Art ficher Beinahe zaghaft ho leicht einen erneuten fürchtend; doch Mag wandelt. ,, So wird er in un werden alles tun, wa borschreibt, und der& ihn, allen ärztlichen läßt!" Sie sagte das so sich auch Friedrich Pü - Siege Radwort zum Sie die bekannt g haben die Japaner Buntte nadigegeben. dichurischen Bahn ve die in neutralen S auszuliefern, nicht füdlichen Hälfte de hchen sie von der gung Abstand nehm schließlich bewiesene worden, wo am So des Mikado Sigun Japan geübt word schehen. Ob Japa fönnen, ist eine mi bermag, nicht einm viewern erzählt, er als die Japaner zu nissen sich bereit crt hat es den Japaneri Tugenden in einem Aber überheblich find die Wirklichkeiten un Augen. Sie vergaßen dem für weitere finan cusgehen fann. Sie entidadigung beitander stattete, zu der bisher meite aufzuwenden. dieden sie sich. Bleil China zu erholen, dein Istenlos überlassen wer