ür die - Be 1 Wege , 00 Mt. 0,00 6,50 2,90 5,00 ==== 88888 hen. abet olz den ung ange Bau bten Jezi rger dtig die Leil bald die Scher und tfie tu d ex die Iten ein 111 en, ben t in day Lichen ijer lifen von tes, einen und ischte, ujes, Dun Farbe Padi ige 11 либ in Anet Benn unter e be e des Der Conten παίδει bann Ineten feine Fitteln. ein дебит lich in e Bes meinen en bon die ein iedene бет ea in efent e und jen im alifchen Pritle lauben Nr. 25. Intertion prets: Die cinspaltige Petitzeile für ganz Oberen, Ste rette Wezlar und Merburg 10 Bfg. fenft 15 Big. Retiamen ble Betitzeile 30 refp. 40 Bfg. Redaktion u. Huupteɣpebtiion: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluß Nr. 862. Montag, den 30. Januar 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementöprete: abgeholt monatlich 60 Btc., tn's Haus gebracht 60 Pfg., burch die Boft bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzettung( täglich) und die Sießener Getfenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werttagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. frankreich und der Zarismus. In der französischen Kammer hat sich bei dem ersten Debüt des Kabinetts Rouvier ein charakteristischer Vorfall abgespielt. Der neue Ministerpräsident streifte in seiner Programmrede das Verhältnis zwischen Frankreich und Rußland und wurde hierbei jedenfalls in höchst unliebsamer Weise durch die Mißfallenskundgebung eines großen Teiles der Abgeordneten überrascht. Die Namen, die der russischen Regierung gegeben wurden, deuten auf sehr wenig freundschaftliche Empfindungen hin und klingen wie ein verspäteter Nachtlang aus der Zeit des Krimkrieges in der Rußland und Frankreich vollständig Gegersfüßler waren. Nieder die Mörder!" klang es,„ Nieder der verbrecherische Sar!" Zum Ueberfluß protestierten einzelne Redner ausdrücklich gegen die Allianz, die früher so hoch bewertet murde. Telcassé fand mit seinem Hinweis darauf, daß dies Bündnis Frankreich Sicherheit und die Möglichkeit gegeben habe, seine Stellung in der Welt zu behaupten, nur sehr geteilten Beifall. Der Zwischenfall deutet darauf hin, daß in dem Verhältnis zwischen Rußland und Frankreich in nächster Zeit entschieden die schon seit längerer Frist begonnene Rockerung einen raschen Fortgang nehmen wird. Dadurch aber werden die Zirkel der gesamten Auslandspolitik des neuesten Kurses in Frankreich ganz erheblich gestört. Frankreich geht entschieden auf Eroberungen aus, aber es sucht diese nicht durch das Risiko eines Krieges zu erreichen, sondern durchaus auf dem unblutigen Wege schiedlich- friedlicher Abkommen. Der frühere Journalist und Dauerminister Delcassé, der als Inhaber des auswärtigen Ressorts bereits mehrere Kabinette überlebt hat, war für Loubet der geeignete Mann, um diese papiernen Allianzen und vertraglichen Schachzüge der neuesten Politik zur Durchführung zu bringen. Mit dem Eintritt Delcassés in sein Amt begann der leise Gegenstoß gegen den Dreibund, der durch eine Annäherung zwischen Frankreich und Italien erreicht werden sollte. Dann begann das Liebesspiel mit England, das mit dem nordafrikanischen Vertrage abschloß, und das ferne Ziel der gesamten Delcasséschen Politik lief daraus hinaus, den alten Dreibund durch einen neuen schachmatt zu setzen. Frankreich hat unter dem Tisch fortwährend mit dem englischen Ministerium gespielt, um eine Annäherung zwischen England und Rußland durchzuseßen. Am schärfsten trat der französische Einfluß bei dem Zwischenfall von Hull hervor. Troßdem die englischen Volksleidenschaften soeben noch aufs hödste aufgeschäumt waren, wurde eine schiedlich- friedliche Auseinandersetzung zwischen England und Rußland in dem Augenblicke in die Wege geleitet, als Frankreich seinen Rat an der Themse hören ließ. Mat hat vielfach angenommen, das Ministerium Combes habe mit dem Fälligwerden des französisch- russischen Bündnisses gedroht. Nichts ist irrtümlicher als diese Annahme. Delcassé hat die Rolle des ehrlichen Maflers gespielt, der die englische Regieruna darauf aufmerksam machte, wie sehr sie sich jetzt Rußland verpflichten und dadurch dem Zukunftsziel des neuen Dreibundes die Wege ebnen fönnte. Der Zweck dieses Abkommens ist die Isolierung Deutschlands, um ohne dessen Beteiligung die Welt aufs neue zu vergeben. Um die Richtlinien der französischen Auslandspolitik nicht zu beeinflussen, wurde Delcassé auch mit in das neue Ministerium genommen, und er war sicher gesonnen, den alten Faden weiter zu spinnen, wenn nicht die Episode des Kampfes zwischen dem modernen Rußland und dem brutalen Absolutismus plößlich dem französischen Volksbewußt. sein die unnatürliche Verwandschaft der beiden Staaten deutlich vor Augen geführt hätte. Zarischer Absolutismus und republikanische Demokratie können sich zwar zum gemeinsanten Kampfe gegen einen Dritten verbinden, aber verschwistern können sie sich nicht. Höher als der Eroberungsgedanke steht in Frankreich doch das Gefühl, daß die Nation die Führerin auf dem Wege zur Freiheit war, und der Hilfeschrei des gcknechteten russischen Volkes muß deshalb gerade dem Franzosentum am meisten die Flamme der Entrüstung ins Gesicht treiben. Gegen das Volk und seinen Willen vermag Delcassé nicht zu regieren, und er wird wohl nach dem eriten Debüt des neuen Kabinetts die Empfindung haben, das ihm das Konzebt doch sehr stark verdorben worden ist. Der Krieg in Oftalien. Nach allem, was bisher über die neuesten Vorgänge am Schaho verlautet, scheint es sich in der Tat um eine groß angelegte russische Offensivbewegung zu handeln. Nach hem ersten blutigen Zusammenstoß sammelt General turopatkin neue Kräfte zu weiterem Vorgehen. Er hat beide Hügel bedeutend verstärkt. Auf dem rechten sammelt er Saballerie in Stärke von 20 000 Mann an. Er selbst steht bei Taschan. Die russische Angriffsbewegung hat, wie es vorauszusehen mar, die Japaner nicht müßig gefunden. Sie beginnen sich Süden und Südosten der russischen Aufstellung gegen Sandepu zu konzentrieren. Sandepu liegt etwa 25 Kiloeter nordwestlich von Liaujang. Um diese Ortschaft als Mittelpunkt tobte das letzte Treffen, das äußerst blutig und erbittert war. Es wird in den Berichten auch bereits als die Schlacht bei Sandepu bezeichnet. Die Petersburger Telegraphen- Agentur meldet dariiber: Nach einer Meldung aus Tschansjamutun vom 26. d. M. dauerte die Schlacht bei Sandepu den ganzen Tag. Die Russen verloren bei der Einnahme der Befestigung 45 Offiziere und 1000 Mann Tote bezw. Verwundete. Sie nahmen 102 Japaner gefangen und erbeuteten Waffen, daß so ne'n Teufelsker! statt Paderbörner Bönninger, Der Eselsmüller und die Falschmünzer. holländischen Tabak einschmuggelt. Kein Beamter hat den Satans- Kerl fangen können. Auch Nordhäuser solls hier genug geben, wird auch eingeschmuggelt. Aber ich fange den Kerl und wenn ich ihn sollte aus den Wolfen holen," erzählte und prahlte der Zollbeamte. 1) Von Gustav Rohleder, Grünberg i H. Alle Rechte vorbehalten. ( Nachdruck verboten.) " Ihr möget einen schönen Pastor, oder wie Ihr fagt, Pfarrer haben. Mich soll der Teufel holen, wenn derselbe so predigen kann wie mein Ernst," so fagte in stolzen, wegwerfendem Tone der Beamte." Unser Better Pfarrer predigt alle 14 Tage einmal. Sobald das Lied gesungen ist, schlafen alle ein. Denn er predigt von Zinsgeben. Da schlafen alle. Reiner mag Binsgeben. In R.... hausen sind alle Bettler, außer dem Schulzen und Dornstrauch." Last mal jekt Euer R.... hausen und seine Bettler. Zeigt mir Guere Papiere ob dieselben visiert find", unterbrach ihn der Grenzjäger. " Ich habe keine Papiere nnd brauche auch keine. Der Eselsmüller ist der Eselsmüller, bleibt es auch und nun Gott befohlen, Vetter Kontrolör," so sagend besann er sich so Grenzaufseher. Verzeiht, mein Gedächtnis ist oft schwach." Damit ritt der Gjelsmüller weiter. " Halt Kerl, oder der Teufel holt Dich lotweise," schrie der Gefoppte. ,, Halt Hans," sprach ganz gelassen der Eselsmüller „ Herr Grenzjäger, so ist doch wohl eigentlich Euer Name. The fangt den Kerl so wenig, als die anderen vor Euch. Ihr seid die Saufnase noch größer als Euere Vorgänger. So, nua Adieu Herr Grenzjäger" bersetzte der Müller. ,, Halt Kerl, Dich hole jetzt der......," schrie Heiner, in seiner Wut vergaß er den Saz auszusprechen, sprang vom Pferde, um den Eselsmüller zu fassen. Doch derselbe saß auf seinem gut dresierten Stadtberger- Esel. Ein Schlag zwischen die Ohren ließ den Esel bocken. Er ging vorn und hinten in die Luft. Der Grenzjäger suchte nahe beizukommen, aber der Esel gab ihm den erforderlichen Willkommen. Heiner hatte sein Pferd am Zügel. In einem günstigen Augenblicke gab der Eselsmüller mit seinem Eichenprügel dem Pferde einen solchen Schlag auf die Nüstern, daß es sich bäumte und rasend durchging. Heiner eilte ihm nach. zu seinem Grautiere." Der königliche Herr Grenz- Wart's ab, Birrschchen, Dish bezähme ich ganz schnell." fteuerbeamte Heiner will es." ,, Kerl, in Teufels Namen, wie wißt Ihr auf einmal wer ich bin und wie ich heiße?" " Fiel mir soeben ein," sagte ganz trocken der felsmüller. So- o, fiel Euch soeben ein? Ihr scheint mir ein geriebener Schurke zu sein. Suche schon seit Wochen an einen Schmuggler, deshalb bin gerade ich von Werl nach Arnsberg versetzt. Der Regierung ist bekannt, ,, So, sagte der Eselsmüller zu sich ,,, Dich wären wir vorläufig mal los. Frecher Bursche Du, ich habe schon andere zahm gemacht, die gescheider waren. Damit ritt er von der Straße ab zum Walde hinein. Er war darin bekannt. Schlangenwege find es, welche den einsamen Wanderer imm r weiter vom Ziel abzuführen geeignet sind. Nur Kenner finden sich zurecht. Als der Eselsmüller gesehen, daß Heiner das Pferd wieder eingefangen hatte, wußte ec, jetzt verfolgt er mich. , Halt Bursche" rief er aus. Wagen und Munition. Die starken Verluste der Russen erklären sich daraus, daß Sadepu, ein großes Dorf, von den Japanern ungemein start befestigt war. Es bedurfte angestrengter Arbeit mit der Eappe, um alle die künstlichen Hindernisse zu überwinden, die die japanische Feldbefestigungskunst vor der Stellung aufgetürmt hatte. Die Pioniere und ihre BeSedanser hatten dabei natürlich unter dem japanischen Feuer chwer zu leiden. Die russische Artillerie bestand aus mehreren Abschnitten. Ehe gegen die japanische Hauptposition in Sand- pu vorgegangen werden konnte, mußte eine ganze Reihe anderer von den Japanern befestigten Dörfer genominen werden. Die Japaner machten mehrfach fräftige Gegenang' e, die jedoch von den Russen bisher erfolgreich abgcmi sen wurden. Bei den russischen Operationen fiel der Paballerie eine wesentliche Rolle zu. Sie manövrierte erfolurich gegen die linke Flanke der Japaner, umging diese und griff die feindliche Stellung vom Rücken her an. Die Japaner aber werden keine Anstrengung scheuen, die Schlappe wieder auszuweßen. In London will man sogar bereits wissen, daß das russische Korps, das quer über den Sunho vorgerückt ist, zurückgeschlagen worden sei. Angeblich sind dabei vier Feldgeschüße in die Hände der Japaner gefallen. Di offizielle Berichterstattung weiß bisher nichts davon. General Stöffel in Saigon. General Stössel ist mit seiner Gemahlin und mehreren anderen russischer Offizieren auf der Heimreise von Nagajati aus in Saigon eingetroffen. Eine große Menschenmenge war bei der Ankunft zugegen und begrüßte sie mit Sympathie- Rundgebungen. Besonders herzlich war die BegrüBung Stössels durch den Kommandanten des russischen Kreu= zers Diana". Der General, der dem korrekten Verhalten der Japaner bei der liebergabe der Festung volle Anerkennung sollte, äußerte, er sei voller Zuversicht, daß die Russen in dem Kriege schließlich doch obsiegen würden; er hält eine Berständigung zwischen den Krieg führenden für möglich. Ans der Zeit der Belagerung Port Arthurs erzählten die russischen Offiziere folgendes: In den beiden legten Monaten konnte der Festung kein frischer Proviant mehr zugeführt werden; der Fall Port Arthurs ist dem Mangel an Lebensmitteln, Munition und Medikamenten zuzuschreiben; zum Verbinden der Verwundeten mußten sogar Zaufasern verwendet werden; ein Huhn kostete 20, eine Gans 60, ein Schwein 300 Rubel. General Stössel wurde nur einmal verwundet, und zwar durch eine Kugel am Kopf. Aus den Aeußerungen der russischen Offiziere scheint weiter hervorzugehen, daß zwischen den Führern der russischen Land- und Seestreitkräfte in Port Arthur tiefgehende Meinungsverschiedenheiten bestanden; so wurde erzählt, daß cine Ausfahrt des Geschwaders ohne Stössels Zustimmung stattgefunden habe. Die Seele der Verteidigung, so äußerte Stöffel, fei General Kondratenko gewesen. Unter den Trup-. Den Eselsmüller fängt doch so kein dummer Grenzjäger von Werl. Selbst dann nicht, wenn Du zehn studierte Söhne hättest. Deinen Ernst kenne ich schon lange. Ist ein schöner Pfarrer, ein Bierfaß ist demselben lieber als die Kanzel. ,, Doch jetzt paß auf Hans" so sprach er zu seinem Grauchen. Er hatte gesehen, daß der Grenzjäger nach dem Walde zuritt. Schnell kniff er dem Esel in die Fleeme, er aber ließ augenblicklich sein J- a,-a in steinerweichender Melodie erschallen. ,, Haft's gut gemacht Hans," sprach der Eselsmüller. Der Grünrock weiß jest wo wir sind. Der Müller stieg ab und ging langsam zum Walde hinein; derselbe wurde immer dichter. Endlich legte er sich hin, dem sich jetzt abspielenden Schauspiel aus der Entfernung zuzusehen. Nach vielen Windungen des Weges hatte Heiner die Stelle erreicht, wo der Esel sich auf dem Rücken wälzte und unaufhörlich sein J- a, J- a schrie. Heiner griff rasch zu, faßte den Zügel und im Nu stand der Esel auf den Beinen. So, sprach er zu sich, den hätten wir wenigstens als Pfand. Dein Herr, Du alter Esel, mag Dich auslösen, wenn er Dich haben will. ,, Ha Bursche, Du willst nicht mit, merke ich? Der alte Heiner, der fönigliche Zollbeamte soll einen Gsel doch verfluchtes Vieh,"" ſchrie er in den Wald hinein. nicht fortbringen fönnen Zum Donnerfiel, so steh' Denn der Esel ging immer rückwärts, wie ein Strebs. Der Zollbeamte zog aus Leibeskräften, aber alles Reißen und Zerren half nichts. Rückwärts, immer Reißen und Zerren half nichts. rückwärts ging es zu dem Dickicht hinein. Heiner hatte schon seine Mütze an den Zweigen hängen lassen. Jest blieb ihm nichts anderes übrig, als den letzten Versuch zu machen und den Esel zu schlagen. ( Fortsetzung folgt.) ten habe der Storbut in schrefficher Weise gehecti; et.a 17 000 Mann seien davon befallen worden.. Zur Zeit der Kapitulation sei die Festung von unerträglichem Geruch erfüllt gewesen. Bielleicht hat die Welt in nicht langer Frist Gelegenheit, ein zweites Port Arthur in blutigem Ringen gegen die Jabaner zu sehen. Die bereits seit längerer Zeit in Umlauf befindlichen Gerüchte, daß die eine japanische Unternehmung gegen Wladiwostok in Vorbereitung wäre, finden jezt ihre volle Bestätigung. Eine größere Anzahl von japanischen Kriegsschiffen hat, wie aus Gensan gemeldet wird, ihren Kurs gegen Mladiwostok genommen. Bald wird man hören, daß dieser wichtige rus= sische Platz ebenso eng blockiert wird, wie seiner Zeit PortArthur. Die Russen haben die Zwischenzeit benutzt, Festung mit Proviant und Munition auf lange Dauer hinaus zu versehen. Die Befestigungen sollen durchaus modernster Art und sehr stark sein. Besagung ist genügend vorhanden, so daß die Japaner den heftigsten Widerstand finden werden, falls sie von der bloßen Blockade zu einem Angriff übergeben wollten. Zur Arbeiter- Bewegung in Rufsland. Petersburg, 28. Januar. Nachdem die Revolte blutig niedergeschlagen und äußer= lich die Ruhe hergestellt ist, hat Generalgouverneur Trepow sich gegen die bekannten Männer aus den intellektuellen Volksschichten gewendet, von deren Seite man sich eine Einwirkung auf die Bevölkerung im Sinne reformatorischer Forderungen versehen kann. Das allgemeine Interesse wendet sich selbstverständlich dem Schicksal Marim Gorkis zu. Man beginnt um sein Schicksal besorgt zu werden. Ein unbestimmtes Gerücht ist verbreitet, daß sein Leben und das einiger anderer hervorragender Männer aus den Gelehrten- und Schriftstellerkreisen schwer bedroht sei. Ob der Generalgouverneur es für opportun erachten wird, in Gorki und anderen Intelligenzen von russischem oder europäischem Rufe Märtyrer zu schaffen, wird in einsichtigen Kreisen sehr stark bezweifelt. Man fragt sich: Was könnte damit gewonnen werden? Und ist der etwaige Gewinn der Gefahr wert, die man läuft, damit, daß man Gorki, Petrom, Annensfi, Jessen, und wie sie sonst heißen, dem Henfer überliefert, mit der ganzen russischen Intelligenz die europäische Kulturwelt gegen sich aufzubringen? Es fehlt auch nicht an Tatsachen, die gegen die Annahme zu schroffer Maßregein sprechen. So wurde dieser Tage im Betersburger Appellhof ein politischer Prozeß gegen den Volksschullehrer Beljakom wegen Verbreitung revolutionärer Schriften verhandelt. Der Angeklagte wurde zu zehn Monaten Festungshaft ohne Verlust der bürgerlichen Rechte und unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 4 Monaten verurteilt. Diese Absicht ist durch Veröffentlichungen in Wiener Blättern durchkreuzt worden. Bie unser CB- Mitarbeiter erfährt, hat sich die Regierung durch die Tatsache, daß in diesen Indisfretionen von dem Inhalt des Handelsvertrages mit Defterreich ein irreführendes Bild gegeben wird, veranlaßt sehen, die neuen Handelsverträge zu publizieren. In verantwortlichen Kreisen wird man auch wohl Bedenken tragen, den Bogen allzu straff zu spannen, meil man des Zaren nicht gewiß ist. Wie aus der Umgebung des Zaren gemeldet wird, zeigt er bei den in Szarskoje- Selo stattfindenden Familienräten eine stetig wechselnde Stimmung. Zuweilen tritt er sehr autokratisch vor, dann wieder überläßt er alles seiner Umgebung. Uebrigens soll der Zar nicht mehr so fest in Händen des Großfürsten Wladimir sein, sondern auch den Ratschlägen des Fürsten Trubeykoi zugänglich sein, der als Führer der Liberalen gilt. gef. Die Regierung geht im Ruhrgebiet sehr energisch vr. In einer im Oberbergamt zu Dortmund abgehaltenen Kenferenz teilten die Kommissare des Staatsministeriums den Vertretern der vier Bergarbeiterverbände die Einsetzung von sechs Untersuchungskommissionen im Bergrevier mit. Von ihnen sollen die vorgebrachten Mißstände auf den einzelnen Zechen geprüft werden. Drei Mitglieder der betreffenden Belegschaft, sowie Vertreter der betreffenden Zechenverwaltungen joden hinzugezegen werden. Jede Kopmission wird wöchentlich mindestens drei Zechen untersuchen und sofort ihre Arbeiten beginnen. Den Arbeiterführern wurde nahegelegt, die Arbeiten wieder aufzuneh men, da die Regierung beriesen babe, daß sie durch das von ihr in Aussicht gestellte Berggesetz die Forderungen der Ar beiter berücksichtige. Die Führer der Bergarbeiter wiesen darauf hin, daß wegen der schroffen Stellungnahme des Bergbaulichen Vereins vorläufig noch kein Anlaß vorläge den Streit zu beenden. Ein schnelles gutes Wort vom Bergbaulichen Verein könnte jedenfalls die Lage sofort zum Besseren fehren. Selbstverständlich verfolgt das Generalgouvernement mit Aufmerksamkeit alle verdächtigen Persönlichkeiten und schreitet gegen offene Auflehnung energisch ein. So beobachtete die Gendarmerie in frühester Morgenstunde auf einem Friedhofe eine Anzahl Studenten und Studentinnen, die um den frisch aufgeworfenen Grabhügel eines bei den Straßenfämpfen erschossenen Studenten auf den Knien liegend und mit zum Himmel erhobenen Händen einen feierlichen Racheschwur für ihren toten Kameraden leisteten. Die Gesellschaft sollte bei ihrem Eintreffen in Petersburg verhaftet werden. Sie zerstreute sich indessen, so daß es nur gelang, fünfzehn derselben habhaft zu werden. Daß man mit Personen, die auf ähnliche Weise kompromittiert find, nicht viel Federlesens macht, kann unter dem Ausnahmezustand nicht Wunder nehmen. Der eigentliche Arbeiter- Ausstand macht sich noch verschiedentlich in den großen Provinzstädten geltend. Namentlich in Warschau und in Lodz sind noch Tausende ausständig. Auch auf das platte Land hat sich die Bewegung ausgedehnt, und man spricht schon von der Möglichkeit, daß es zu Bauernrevolten kommen könnte. Oefterreich- Ungarn. Entsprechend der Heftigkeit der Gegenfäße haben auch die herkömmlichen Wahlschlachten in Ungarn diesmal eine besondere Stärke erreicht. In Nyarad- Szeinda kam es zu Angriffen zwischen liberalen und oppositionellen Wählern Das Militär eilte den bedrängten Liberalen zu Hilfe. Es fam zu einem regelrechten Kampfe, in dem drei Soldaten und 30 Zivilisten verwundet wurden. In Best ist der bis herige Ministerpräsident Tisza gegen den Grafen Andrassy gewählt, doch wird dadurch an der Niederlage des Ministe riums nichts geändert, die sich immer vernichtender gestaltet Dänemark. Indessen, vorläufig hat die Regierung das Heft in der Hand und sie ist gewillt, allen Möglichkeiten mit Eneraie zu begegnen. Ein Aufruf zur Rettung Marim Gorfis ist dieser Tage an deutsche Vertreter von Kunst und Wissenschaft und viele Männer, die im öffentlichen Leben stehen, versandt worden. Der Aufruf lautet: Der Ministerwechsel macht seine Wirkungen auf das parlamentarische Gebiet geltend. Dort vollziehen sich Alenderungen im Parteiwesen. Aus der Reformpartei der Linken sind 12 Mitglieder, die das neue Ministerium Christensen nicht unterstützen wollen, ausgetreten und haben eine neue Gruppe unter dem Namen„ Die Linke des Folkethings" gebildet. Auch der Vorsitzende des Folkethings ist aus der Reformpartei ausgetreten und hat deshalb seinen Posten niedergelegt. Marim Gorki, der talentvolle und sympathische rufsische Dichter, der sich in kurzer Zeit die Anerkennung der gefamien gebildeten Welt errungen hat, ist im Verlauf der jüngsten Petersburger Ereignisse in Haft genommen worden und sieht im Gefängnis einem ungewissen Schicksal entgegen. Die unterzeichneten deutschen Vertreter der Literatur, Kunst und Wissenschaft und des öffentlichen Lebens sprechen die zubersichtliche Hoffnung aus, daß die über das Schicksal des Dichters bestimmenden Instanzen eine Entscheidnug treffen werden, die mit den Forderungen der Menschlichkeit und Kultur übereinstimmt." Wie wir erfahren, hat der Aufruf sogleich zahlreiche Unterschriften erhalten. Ob er irgend einen Einfluß auf das Schicksal des Dichters ausüben wird, das ist freilich noch unbestimmt. Die Dolitik. Spanien. Preufeifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. RK Berlin, 28. Januar. ( 127. Sigung.) Die Etats der Domänen und Forst en wurden heute von dem spärlich besetzten Hause genehmigt. Dent Höhepunkt der sich sonst ruhig und gemächlich hinziehenden Debatte bildete die Rede des Ministers v. Podbielski über die ihm nachgesagten Waldverwüstungspläne". Un ter lebhaftem Beifall führte der Minister ans, daß er gar nicht daran denke, aus fistalischen Gründen irgendwo Wald abzuholzen. Als die durchaus ungerechtfertigte Agitation der Presse gegen ihn in Blüte stand, habe er an seine Tür einen Zettel anschlagen lassen mit der Aufschrift:„ Der Minister ist heute in den Grunewald gefahren, um ein paar Bäume abzusägen." Das Haus quittierte natürlich mit stürmischer Heiterkeit. Zu einer eingehenderen Debatte führten noch die Anstellungsverhältnisse der Forstbeamten. Ein Antrag, daß den Forstassessoren die Wartezeit, die über 6 Jahre hinausgeht, auf das Dienstalter angerechnet werden soll, würde einstimmig angenommen, obwohl der Vertreter des Finanzministeriums sich dagegen aussprach. Freilich verhieß die Regierung zugleich einige Aufbesserungen. Auch für die Besserstellung der Förster trat cine Reihe von Abgeordneten ein. Um ½25 Uhr war der Etat erledigt. Am Montag steht zunächst ein nationallibe raler und ein Zentrumsantrag auf Einsetzung einer Kommission zur Untersuchung der Bergarbeiter- Verhältnisse und sodann der Justizetat auf der Tagesordnung. A Meinungsverschiedenheiten unter den Ministern haben zum Ausbruch einer Ministerkrisis geführt. Der Kriegsminister und der Marineminister waren im Gegensatz zu den übrigen Mitgliedern des Kabinetts gegen die sofortige Wiedereröffnung der Cortes. Infolgedessen reichte der Ministerpräsident Aziorroga die Demission des gesamten Kabinetts dem Könige ein. Mit der Bildung des neuen Ministeriums ist Villaverde beauftragt. Amerika. -!- Wieder einmal zieht die Negerinsel Haiti die Blicke auf sich. Wie aus Amerika gemeldet wird, ist eine Revolution in Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, zum Ausbruch gelangt. Heftige Straßenkämpfe durchwogten die Stadt. Der amerikanische Kreuzer„ Dirie ist mit mehreren Hundert Marinesoldaten von Colon nach Santo Domingo gegangen. Die preußische Regierung geht mit Eifer daran, die Novelle zum Berggesek fertigzustellen. Es fand bereits in dieser Angelegenheit eine Sitzung des Staatsministeriums statt, der auch der Kaiser anwohnte. Bekanntlich hat der Monarch schon seit Jahren der Lage der Bergarbeiter und der Abschaffung der im Ruhrrevier herrschenden Mißstände seine wärmste Teilnahme zugewandt. Wie verlautet, wurden die Einzelheiten der Novelle in eingehender Beratung erörtert. ** Die Veröffentlichung der Handelsverträge sollte bis zur Einbringuna in den Reichstag ook ⚫halten werden frankreich. Hus dem Gerichtsfaal. 1. Cibu Gießen fi 5. Au heffifchen Au bei der Bula bis 10 Uhr daß sich do Einlaufe te nehmen. Beit beschr nationalen gabe un Oberheffen zetbegöröer in dem Handelsta Kreisamt genannten da hier v tage bon denen übrige fimate Bra 6. ab marttes für die Pro Bentralzudto Abhaltung u Handelsfamm Bürgermeiner Sufiandefome Macftes mit unter densel natten, da nachteiligun 7. delslage Vollverfam § Die Uhr des Gerichts. Eine bemerkenswerte Entschei Sung erzielte ein Angeklagter in der Stadt Sterzing in Tirol. Er war zu 9 Uhr früh geladen, erschien aber etwa 3 Minuten später im Verhandlungssaale. Das Gericht fällte gegen ihn ein Versäumnisurteil. Der Angeklagte protestierte und wies nach, daß er nach mitteleuropäischer Zeit ganz pünktlich erschienen sei. Das Kreisgericht in Bozen und nach ihm der oberste Gerichtshof gaben dem Angeflagten recht. Schleunigst wurden alle Uhren der Bezirksgerichte in Südtirol nach mitteleuropäischer Zeit reguliert. Die Stellung des Ministeriums Rouvier ist durch die wachsende antirussische Volksströmung starf erschwert. Nach einer in Paris abgehaltenen Volksversammlung, in der gegen die Vorgänge in Petersburg Einspruch erhoben wurde, kam es auf der Straße zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und der Volksmenge. Einige Personen wurden verhaftet; mehrere sind verwundet worden. In gemäßigten Kreisen. erwartet man von Rouvier greifbare Beweise, daß er mit dem ,, Combismus" vollständig breche. Auf radikaler Seite ist man der Meinung, daß die Regierungsmehrheit, die Rouvier bei seinem ersten Auftreten in der Kammer unterstüßte, zu groß sei, um ehrlich zu sein. Amerika. Die Pläne des Präsidenten Roosevelt wegen Ver mehrung der Flotte stoßen auf Gegnerschaft in der Voifsvertretung. Die Kommission des Repräsentantenhauses be schloß, nur die Genehmigung von zwei Schlachtschiffen: vom größten Typ mit einer Wasserverdrängung von je 16 000 Zonnen zu empfehlen, die die schwerste Panzerung und Geschütze größten Kalibers tragen sollen. Nab und ferm. Eine einträgliche Belohnung. Man erinnert sich wohl des früheren Abgeordneten zum deutschen Reichstage, des Herrn Antoine, der in den achtziger Jahren die Stadt Metz dort vertrat. Er entdeckte sein chauvinistisches Herz und wanderte nach Frankreich aus, wo er ob seines Chauvinismus eine Rolle spielte. Jezt ist ihm in seinem neuen Vaterlande der Lohn zu teil geworden. Er ist zum Generalschatzmeister des Meurthe- und Mosel- Departements ernannt. Herr Antoine ist von Hause aus Tierarzt. Generalschatzmeisterstellen in den französischen Departe ments sind recht einträgliche Posten. Herr Antoine fann je denfalls mit seiner Karriere sehr zufrieden sein. Dof und Gesellschaft. *** In Kassel verstarb im 65. Lebensjahr Karl Fürst von Hanau, Besizer der Fideikommißherrschaft Horowit. Der Verblichene war ein Sohn des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Hessen und dessen Gemahlin, einer einfachen Bürgerlichen, namens Gertrude Lehmann, die zu einer Gräfin von Schaumburg erhoben wurde. Die Nachkommen aus dieser Ehe sind in Hessen nicht erbfolgeberechtigt und führen nur den Tite! Prinz, respektive Prinzessin von Hanau. Der Titel des Fürsten von Hanau geht jetzt auf den unvermählten Bruder des Verstorbenen, Heinrich, über. Sein jüngster Bruder Philipp ist ebenfalls mit einer Bür gerlichen, Albertine Stauber, vermählt Aus den Parlamenten. Abgeordneter Bodelschwingh beabsichtigt, im preußischen Abgeoronetenhause folgenden Antrag einzubringen: 2 * Unterzeichneter beantragt folgendes Notgesetz zu erTassen: Bis zur Erledigung und der Einigung in den Streifverhandlungen im Ruhrgebiet übernimmt der Staat den Betrieb der Bergwerke." i7 Die Da Das neue Organ des Grafen Bückler ist kurz nach sei nem Erscheinen in Berlin konfisziert worden. Blatt, das den Titel„ Der Retter aus der Judennot" führt und eine Beilage Graf Pücklers Kampfruf" enthält, griff in heftiger Weise den Landgerichtsdirektor Kanzow an. Den Händlern in der Friedrichstraße wurde nun das Heilbieten des Blattes verboten. Dieser Antrag ist als Ergänzungsantrag zu dem schon borliegenden Zentrumsantrag betreffend die Enquetekomission gedacht. Der Antragsteller hat sich bereits mit verfriedenen anderen, besonders konservativen Abgeordneten in Verbindung gesetzt und hofft, Unterstützung für seinen Vorschlag zu finden. TI isd )!( Wegen Plagiats entlassen wurde der Professor an der Universität Münster Dr. Matthias Koppes. Er wurde von seinem Fakultätskollegen Dr. Erich Adickes beschuldigt, in seinen Büchern große Stücke aus bekannten. Lehrbüchern der Philosophie entnommen zu haben, ohne die Quelle zu zitie ren. Auf Grund dieser Beschuldigung wurde der Fall durch den Minister vor den Disziplinarhof für nichtrichterliche Beamte gebracht. Das Urteil lautete, wie oben erwähnt. (:) Unfall in der Grube. In der Hedwigwunschgrube bei Zabrze löste sich bei dem Montieren einer elektrischen AnFünf lage eine eiserne Welle und fiel auf die Arbeiter. Mann erlitten erhebliche Verlegungen. Verhaftete Raubmörder. In Basel wurde ein Schaffner der badischen Bahn unter dem Verdacht verhaftet, einen Rentier in München ermordet zu haben. Man fand in dem Logis des vermeintlichen Mörders 43 000 M. in Wert papieren. Ein Liebesdrama bildet in Dresden das Tagesgespräch. Einem siebzehnjährigen Mädchen wurde von dem zwanzig jährigen Arbeifer Borsberg nach kurzem Wortwechsel mit einem Messer die Kehle durchschnitten. Dann erstach sich der Mörder mit derselben Waffe. Berhaftung einer Prinzessin. In dem schweizerischen Flecken Romanshorn am Bodensee wurde die Prinzessin Alerandra von senburg- Büdingen in Untersuchungshaft ge nommen. Die Prinzessin wird der Pfandverschleppung angeschuldigt. folgende Ge Salppbett natürlichen außerhalb des Bevorzugung die Gefeßgeb ämter. Rach Ein parlamentarischer Veteran. Immer mehr lichtet der Tod die Neihen der Alten, die einst im ersten deutschen BarTament gesessen haben. Nur wenige sind noch da von den Männern, die einst in der Baulskirche zu Frankfurt mit getagt haben. Einer von ihnen, der Advokat Dr. Ludwig Menger ist in Tetschen im hohen Alter von 92 Jahren gestorben. Er hatte den Wahlkreis Böhmisch Kannwis im Frankfurter Parlament vertreten. Tagesordnut tammer zu d 8. Se 3. Februar f ftatt, auf dem des deutschen über die Sem fammer wird figenden und 9. Die Defterre in den Strei feit der Ei Wie der der Seucher bon Vorschri Plage jämili ** Fü morgens im ciner Sunge Unt Influenza Klaffen ist bi Kranfheit erg § Die nahmen am ung zweier 1616- Bib m Aus James Bigarr ichie Dee gutes B S. fchienene Kammer des Lo fahren 1,070,420 Bugleich Mt. 680 wiesen w Spacia )!( Drei Personen durch Gas getötet. Wie aus Kottbus gemeldet wird, erstickten dort nachts der Schlossermeister Hellenbruch, seine Frau und ein Sohn im Schlaf an ausgeströmtem Leuchtgas. Ein Gummischlauch war defekt und hatte den tödlichen Gasen Durchgang gewährt. Die Der Kanarienvogel als Lebensretter. Der Bahnwär ter Johann Schludek und seine Frau in Sterndorf bei Hof danken es ihrem Kanarienbogel, daß sie dieser Tage in ihrer Wächterwohnung dem sicheren Tode entgangen sind. Frau hatte den Ofen mit Stohlen stark geheizt. Infolge Er schütterung durch die vielen nachts vorüberfahrenden Eisenbahnzüge hatte sich das Ofenrohr nachts auseinandergescho ben und der Kohlenrauch war in den Schlafraum gedrungen. Durch das fortwährende Schwirren und Zwischern eines Kanarienvogels in seinem Käfige wurden die Eheleute aus dem Schlafe geweckt. Der Mann hatte noch so viel Kraft, aus dem Bette zu springen und das Fenster aufzureißen, daraufhin konnte auch seine bereits halberstickte Frau sich noch erholen, während der Lebensretter, der arme Kanarienbogel, ersticken mußte. fchuld ung feit 1900 fi zwede unt 8. J. 382,1 Staatsbeda felben betra ung ist bon geftiegen ud trägt dies 1 Sobe ec.eid Der Steuer hat fidh bo fdjoben, und dami Januar. wurden igt. Den nziehenden bielsfi lane", Un Daß er gar idwo Wald Agitation feine Tür „ Der Mi ein paar türlich mit ent Debatte Forstbedie Warte ftalter antommen, obch dagegen Teich einige Der Förster Thr war der ationallibe einer Kom Giltnisse und te Entschei Sterzing in aber ettua Bericht fällte agte prote ajder Zeit in Bozen dem AngeDer Bezirks it reguliert. rt sich wohl hstage, des Stadt Met Herz und Chauvinis inem neuen im General tements er Prarzt. Die en Departe ine fann je rz nach fei rden. Da ennot" führ enthält, griff to an, Den & Feilbieten eſſor an der wurde von idhuldigt, in rbüchern der Ile zu zitie Fall durd chtrichterliche erwähnt. ichgrube bei trischen An eiter. Für ein Schaffner aftet, eine fand in den 7. in Wer Cagesgefprad Dem zwanzig rtwedjel mi citach sich der weizcrifden Prinzefin gshaft ge Dung ange r lichtet der utschen Bar da bon den rantfurt mit Dr. Ludwig Jabren ge Aatawis im aus Rottbus chloffermeilter laf an ausge fett und hatte er Bahnwär dorf bei So Tage in ihre Infolge G n find. Di renden Gifen inandergefcho im gebrungen ifchern eines Cheleute aus jo viel Straf aufzureißen dte Frau f me Stanarien 1. Sigung ber Grosy. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. D ( Protokoll Auszug.) ( Fortsetzung). so mehr solle man sich hüten, nach dem kurzen Bestand| böfrung eue iörung des confession. Friedens zu be= fortwährend an den Einzelheiten zu rütteln, am fürchten stand, wurden beim Ministerium Vorstellungen ge= macht und erreicht, daß dasselbe bem Kaufe seine Genehmigung wenigsten solche Anträge zu stellen, die Ausfälle erwarten lassen. versagte. * Die Direktion der Hessisch Thüringischen Staatslotterie schreibt uns: Da auf Befehl Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Hessen und bei Rhein aus Anlaß der Allerhöchsten Vermählungsfeier am 2 Februar 1. 3. alle öffentlichen Amtsstellen des Landes geschlossen bleiber, werden die Ziehungen III Klasse 5. Lotterie vom 2. und 3 Februar auf den 3. und 4. Februar 1. J. verlegt. Selbstverständlich richten sich alle Friften und Termine, die von den Ziehungen III Klasse 5. Latterie abhängen, nach den neuen Ziehungstagen. 5. Ausnahmetage im Kleinhandel. Nach den hessischen Ausführungsbestimmungen zur Gewerbeordnung ist bei der Zulassung von Ausnahmetagen, an denen die Läden bis 10 Uhr abends geöffnet sein dürfen, darauf hinzuwacken, daß sich das Publitum allmählich daran gewöhnt, feine Einfäufe regelmäßig in der Zeit bis 9 Uhr abends borzu- s nehmen. Die Zahl der Ausnahmetage soll daher mit der Zeit beschränkt werden. Der Wain- Weser- Gau des deutsch, nationalen Handlungsgehilfen Verbandes hatte in einer Eingabe an die Großh. Provinzialdiriktion für die Provinz Oberhessen Beschwerde darüber geführt, daß von Dispoli zerbehörden mit wenigen Ausnahmen diesen Vorschriften sucht Handelstammer hat in einem Berichte an das Großh. Kreisamt Gießen nachgewiesen, daß die Behauptungen des genannten Verbandes für die Stadt Gießen nicht zutreffen, da hier von der Detspolizeibehörde die Zahl der Ausnahmetage von 1904/05 von 25auf 21 eingeschränkt worden ist, don denen übrigens einzelne Ausnahmeiage nur für ganz bestimmte Branchen in Betracht tommen. in dem erforderlichen Maße nachgekommen würde. Die 6. Abhaltung eines 8entralzuchtvieh= martted in Gießen. Der landwirtschaftliche Verein für die Proving Oberhessen plant die Einrichtung eines Zentralzuchtviehmarktes in der Proring Oberhessen, für dessen Abhaltung u. a. auch Gießen in Betracht kommt. Die Handelskammer befürwortete in einem Gerichte an die Großh. Bürgermeisterei Gießen, den Viehändlern im Falle des Zustandekommens dieses Buchtvietmarit s die Befahrung des Marktes mit Zuchtvieh und die Benugung aller Einrichtungen unter denselben Bedingungen wie den Lanowaten zu genatten, da sonst dem hiesigen Biehhandel eme erhebliche Benachteiligung droht. e *** Zu unserer Notiz aus Queckborn über die Anlegung eines zweiten Brunnenschachtes der Stadt Gießen und die geforderten hohen Geländepreise wird uns von zuständiger Stelle berichtigend mitgeteilt, daß die Stadt Gießen die erforderlichen Neuherstellungen beztv. Erweiterungen ihres Werk auf ihrem Grund und Boden ausführt, mithin von einem Erwerb privaten Terrains nicht die Rede sein kann.- Die irrige Mit teilung ist durch die falsche Information unseres)( Korrespondenten entstanden. ** Nach dem neuesten Bericht des städtischen Finanzausschusses hat die Stadt Mainz eine Schulden last von 28565 242 Mart und ein Vermögen von 57 454 221 art, wobei das Vermögen der städtischen Sparkasse und der Refervefonds des Pfandhauses nicht mit einbegriffen sind. ** Das neue Winterkleid der Postbeamten. Einer Verfügung des Reichspostamts zufolge soll zur Dienstkleidung der Unterbeamten der Post- und Telegraphenver waltung ein Umbang eingeführt werden. Dieser wird aus schwarzem, wasserdicht imprägniertem Tuche oder suchähnlichem Stoffe ohne Aermel und Nermlöcher hergestellt werden und so lang sein, daß er die Knie bedeckt. Stadttheater in Gießen. Aana von Hessen. Sin tragisches Spiel in 5 Aufzügen von Theodor Birt. Der dramat sche Strom, der einst so mächtig durch die deutsche Literatur stürzte, hat längst die alte Kraft verloren und ist durch sein uferloses Dahinfluten versandet. Um so entzückter ruht das Auge des Beschauers aus, sobald es wieder vie Quellen echten cramatischen Lebens springen sieht. Biris Anna von Hessen läßt diese Quellen vernehmen, eine friche, selbstbewußte Kraft steigt daraus hervor. Sturz, knapp und fest gegliedert, von hoher poetischer Sprache getragen, fügt sich die Handlung zu einer geschlossenen Kette zusammen. Die einzelnen Afte sind so sauber gearbeitet, daß man an jedem deutlich den abgeschlossenen dramatischen Bau wahrnimmt. Anna von Hessen tämpft mit dem Mute der Löwin für die Herrschaft ihres Sohnes. Die h ſſiſche Ruterschaft wittert in ihr die Verkörperung des Absolutizmus und verlangt, daß sie die Rechte der Stände mit heiligem Gide sichere. Anna sieht keinen anderen Weg, der zu ihrem Sohne Philipp nach Kassel geht und dem Hessenlande die geordneten Verhältnisse wiederbringt. Sie leistert den Eid, leistet ihn mit den Fingern auf dem Kruzifix und mit dem Gedanken im Herzen, ihn zu biechen. Die Ritterschaft steht darauf zu ihr und vereinigt sie mit ihrem Sohne. Und jetzt tritt des Gegenspel voll an die Oberfläche: Anna wird zur Eidbrüchigen, sie ist eine Frau, die Seele und Gewissen für das Wohl tyres Volkes zu Markte trägt." Blizschnell folgt jezt schlag auf Schlag, immer flarer tritt in Erscheinung, dat unna von Hessen nur bie Luft atmen fan, in der sie herrscht, und immer bohrender wird der Burm ihrer Sünde, bis sie erkennt, daß das Leben ihr zur Unmöglichkeit geworden ist. Mit fester Hand vollzieht sie das Ucten an sich, das sie sich selber gesprochen. So ift's recht. kein anderer hätte den Stab über unna brechen dürfen als sie, die stark genug war, eigenes Ges h und Geschick durchs 2eben zu tragen. ** Vom heiligen Bureaukratismus. Der Krankenkassenrechner der Gemeinde Heßheim in 7. Bollversammlung des deutschen Han- Bayern erhielt von der Ortskrankenkasse Worms einen delstages. Am 15. und 16. Feb. findet in Berlin eine franko eingesandten Geldbetrag von 63 Mf. für Vollversammlung des deutschen Handelstages statt, in der Krankenunterstützung. Der Rechner schickte aber den folgende Gegenstände zur Verhandlung stehen: Staatlicher Betrag wieder zurück, da die Ortskrankenkasse Worms Ueber die Carstellung fäßt sich nur lobenswertes bes Schleppbetrieb auf Wasserstraßen, Schiffahrisabgaben auf den die Bestellgebühr von fünf Pfennigen nicht mit eingerichten. Im Vordergrunde stand natürlich der Gast vom natürlichen Wasserstraßen, gerichticher Zwangsvergleich sen det hatte. Worms weigerte sich beharrlich, diese 5 Frankfurter Schauspielhaus, Frl. Rottmann, die be außerhalb des Konturses, Vereinszolgesez, Handelsverträge, Pfennig zu bezahlen, und Heßheim bestand auf der rufene Carsteuern Annas von Hessen. Jeder Zoll die Bevorzugung der landwirtschaftlichen Genossenschaften durch Bezahlung. Schließlich rief die Gemeinde Heßheim die Fürsten, die hoch über das gemeine Bolf hinweg die Geschicke die Gesetzgebung und der Landwirte durch die Proviant- Entscheidung des Provinzialausschusses an. In einer des Landes lenkt, eine Königin in Sprache und Gebärde, ämter. Nach Durchberatung der einzelnen Segenstände der seiner legten Sigungen hat dieser nun die Ge- juratios, unnagbar gebietenden Blick& tritt sie den unbotmäßigen Tagesordnung wird beschlossen, den Vorſizenden der Handels- meinde Heßheim kostenfällig abgewiesen, da die Orts- Vasallen entgegen, während die weißen Hände grausam mit kammer zu den Verhandlungen in Berlin zu delegieren. frankenkasse Worms nicht verpflicht sei, außer der der Reitgerte spielen. Man muß ihr Spiel gesehen haben, portofreien Zusendung, auch noch Bestellgebühren zu um die Anordnung des Dichters, daß nur sie Anna verbezahlen. Nun kann sich die Gemeinde Heßheim das förpern soll, begreiflich zu finden. Ihr würdiger Bartner Geld in Worms holen, da sich die Krankenkasse Worms war Herr Lüttjohann, der als jugendlicher Landraf nicht verpflichtet fühlt, das Geld zweimal nach Heßheim Philipp durch sein geradezu geniales Spiel die Zuschauer zu schicken. im Fluge eroberte. Seine Rolle war bis ins Kleinste durchdacht und Auffassung und Wiedergabe legten ein beredtes Beugnis von der Kraft dieses reich begnadeten Künstlers ab. Es war ein interessantes Zusammenspiel zwischen Frl. Rottmann und ihm. Frl. del Nora trat als die stumme Dulderin Babette sehr anziehend auf die Bühne, während wir von Fil. Gartner( Cattin Ludwigs von Boyenburg) etwas mehr Temperament erwarten müssen. Die übrigen Rollen legen in guten Händen, namentlich wußte Herr de Georgi einen ehrwürdigen Pfarrer Sebaldus auf die Bühne zu stel n. Die Regie des Herrn H. Steingoetter hatte sehr geschickt gearbeitet und zu allen Scenen den entsprechenben Rahmen aufgebaut. Das Publikum applaudierte G H. stürmisch und anhaltend. 8. Hessischer Handelstammertag. Am 3. Februar finder in Mainz ein Hessischer Handelstammertag statt, auf dem außer der Tagesordnung der Vollversammlung des deutschen Handelstages auch der hessische Geseßentwurf über die Gemeindeumlagen zur Beratung steht. Die Handels. fammer wird bei den Berhandlungen durch ihre beiden Vorfizenden und den Shadifus vertreten sein. 9. Die Einführung von Schlagtvieh aus Desterreich- Ungarn. Dem Vernehmen nach bestehen in den Streifen der Bichhändler Zweifel über die Zulässigfeit der Einfuhe von Schlachtvieh aus Destereich Ungarn. Wie der Handelskammer mitgeteilt wird, ist zur Vermeidung der Seucheneinschleppung für die Einfuhr nun eine Reihe, von Vorschriftzmaßregeln angeordnet worden, die am hiesigen Blaze sämtlich erfüllt werden können. ( Schluß solgt.) Lokales. 30. Januar 1905. ** Fürst Karl von Hanau ist am 27. Januar morgens im Alter von 54 Jahren in Kassel infolge ciner Lungenentzündung verstorben. * ** Unter der Gießener Schuljugend tritt zur Zeit die Influenza in ganz eminenter Weise auf. In einigen Klassen ist bis zu einem Drittel der Kinderzahl von dieser Rrantheit ergriffen worden. § Die vereinigten Gießener Gewerkschaften unternahmen am gestrigen Sonntag unterfreundlicher Führung zweier Beamten eine Besichtigung der Universitäts- Bibliothek. r Grünberg, 29. Jan. Heute Nacht ist der älteste Einwohner Grünbergs heimgegangen, der unter dem Namen „ Stern- Jöckel" weithin bekannt war. Er erreichte ein alter von 98 Jahren. Mit dem Entschlafenen geht ein großer Teil Alt- Grünbergs dahin. Seine große Gedächtnisgabe hat uns gar viel Wert- und Wissenswertes aufbewahrt. Er war ein echter alter Grünberger und wird deshalb sobaid nicht vergessen werden. * * Ettingshausen, 27 Jan. Der Gemeinderat hat mit 5 gegen 3 Stimmen die Uebernahme von weiteren 10000 Mart Obligationen zum Bahnbau Grünberg- Bich abgelehnt. ( Darmst. Sig) u Klein- Linden, 29. Jan.( Groß- Feuer.) ostern Abend gegen 9½ Uhr brach in der Scheune des Landwits und Wagners Johannes Weber bis jetzt noch in unaufgeklärter Weise Feuer aus, das durch die dort lagernden großen Heu- und Strohvorräte reichlich genährt mit uns heimlicher Sanelligkeit um sich griff Recht schnell und pflichtbewußt waren Freiwillige und Pflichtfeuerwehr auf dem Brandplate, denen es aber nicht gelang, bas en fesselte Element auf seinen Herd zu beschränken, sodaß die Feuer wehren der benachbarten Orte herbeigerufen werden mußten. Zuerst rückte die Großen- Lindener an, dann die von Heuchelheim und nahmen die Bekämpfung der Flammen energisch in Angriff. Gewaltig, weithin sichtbar, stieg die Lohe in die Höhe und wacf ihre Flammengarben auf die benachbarten weich gedeckten Gebäude. In furzer Zeit lagen zwei Ställe, und eine Scheune des Landwirts Weller, sowie das Wohnhaus, Stall und Scheune Webers in Trümmer. Ein erst im Vorjahre aufgeführter massiver Stall Webers, der ein Kälbchen barg und mitten im Feuer stand, ſt unversehrt geblieben. Menschenleben sind glücklicherweise nicht fozu beklagen, dagegen verbrannten einige Hühner und Kaninchen, fowie landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. Insgesamt fielen den Flammen 2 Scheunen, 4 Ställe und 1 Wohnhaus zum Raube. Der Schaden ist beträchtlich, da die Abgebrenaten nus teilweise durch Versicherung gedeckt sind. Man bermutet Brandstiftung und wurde bereits eine Verhaftung in dieser Sache vorgenommen. Als erschwerender Umstand bei der Bekämpfung des Feuers trat der allgemeine Wasserangel auf, da fast alle Brunnen erschöpft waren. Die Löscharbeiten wurden von dem Kreis- Feuerwehr- Inspektor 2008 Gießen geleitet. -m Aus Untag 25jähriger und längerer Tätigkeit auf feines Bigarrenfabrik gibt kommerzienrat Gail heute ver= schiedenen Arbeitern eine festliche Veranstaltung. Als gutes Spiel impfohlen. s. Hessische Finanztage. Aus dem soeben erschienenen Bericht des Finanz- Ausschusses der Zweiten Kammer geht hervor, daß die finanzielle Lage des Landes eine weitere Besserung erfahren hat. Der Fehlbetrag hat sich von Mf. 1,070,420 im Jahre 1904 auf Mt. 757,908 vermindert. Zugleich kann an den Ausgleichefonds die Summe von Mt. 680,000 gegen 150,000 Mt. im Jahre 1904 überwiesen werden. Trotzdem muß zur größten Sparsamtett gemahnt werden, da die Staatsschuld ungemein schnell und start gewachsen ist. Dieselbe ist seit 1900 für Eisenbahnen um 48Mill., für andere Staatszwede um 31 Mill. gewachsen und beträgt am 1. April D. J. 382,169,951 Millionen. Bei den Wachsen des Staatsbedarfs jptelen die Bauten die Hauptrolle; die: )( Hartmannshain, 30. Jan. Auf der ca. 21 km selben betragen nahezu 5 Mill. Mt. Die Steuerbelast fangen Stride des Bahnbaues Grebenbein- Gedern ung ist von 13,80 Mill. im Jahre 1901 auf 17,33 Will. fi d bereits an mehreren Stellen die Gleise gelegt. gestiegen oder 25%. Auf den Kopf der Bevölkerung besad§ Heppenheim, 29. Jan. Der hiesige Gemeinderat trägt dies 15,75 Mt. welche in den meisten die gleiche Beschloß, ein Kanalisationsprojekt durch die KulturHöhe er.eichen, vielfach sogar noch übertreffen, so ist Inspektion Darmstadt ausarbeiten zu lassen. der Steuerdruck ein sehr hoher. Unsere Steuer eform hat sich vollständig bewährt; die Last hat sich verschoben, mehr auf die tragfähigen Schultern gelegt und damit die w niger Leistungsfähigen entlastet. Um 190 aft. § Wiesbaden, 29. Jan. Die Starmeliter beabsichtigten in der Nähe unserer Stadt eine Ordens- Niederlassung zu gründen und tauften das Gut Grimberghe an. Da aber bei der weitaus überwiegenden hiesigen evangelischen Be Brieftaften. Nach Klein- Linden Es gingen uns über das Feuer nicht weniger wie 5 Berichte zu; wir mußten also die 4 nicht verwendeten dem großen Papierforb einverbleiben. Glegen: tanwixtfsafdiger Wetterdienst. Voraussichtliche Bitterung in Hessen für Dienstag, den 31. Januar. Meist trüb ohne nennenswerte Niederschläge, zunächst noch febr mio. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil: # 16 in Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide zu irten Wegen der Vermählung des Großherzogs von Hessen beginnt die Ziehung 3. Klasse der Bessisch: Thüringischen Staatslotterie erst am 3. 7- benar D, J. Der heutigen Auflage liegt ein Prospekt der Kuranstalt Neuallschwil über ihre tausendfach erprobten Kuren bei, auf den wir unsere Leser speziell aufmerksam machen. NAUMANNIA- SEIFE mit dem Beste Seife nah undfern! 5000 Stick Staats- Prämien- Anlehens- Lose im Kurswerte von 250 000 Mark erwarb der unterfertigte Verein bis jetzt für seine Mitglieder. Sämtliche Lose sind reichsgesetzlich in ganz Deutschland erlaubt und werden alle succesive gezogen. Jährlich 39 Ziehungen mit 120 000 Treffern darunter 5 Millionen Mark Haupttreffer. Monatsbeitrag mit 3 Mark beginnend. Bitte, lassen Sie sich zur Einsicht Statuten und LosuummerVerzeichnis gratis und franko zusenden ven ,, Augusta" Verein in Augsburg 75.15. Contentia Gießen. Sonntag, den 5. Februar, abends 8 Uhr beginnend findet unser Maskenball in sämtlichen Räumen des„ neuen Saalbaues" statt. Ohne Einladungskarte keinen Zutritt. Geheimkarten für Mitglieder und deren. Angehörige find beim 1. Vorsitzenden C. Wagner, Ebelstraße 32 und E. Borrmann in Empfang zu nehmen. Bekanntmachung. Zur Feier der Vermählung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs findet am Freitag, den 3. Februar ds. I s. in unserem Theater eine Festvorstellung durch Aufführung des Stückes ,, Anna von Hessen" statt. Preise der Plätze im Vorverkauf: Loge 3 Mark Sperrsit 2" Parkett 2 50 Pfg. Indem wic hierauf besonders aufmerksam machen, bitten wir unsere Mitbürger um recht zahlreichen Besuch. Gießen, den 30. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Der Vorstand. Brotpreise vom 29. Jan. bis 12. Februar Der hiesigen Bäcker. Kg. 1 Weißbrot 2 26 52 Schwarzbrot 24 2 48 " 72 1 Kornbrot 22 2 44 " Der auswärtigen Bäcker: 1 Weißbrot Georg Dern, Gr.Die Rechnung der Stadt Gießen für 1903 nebst Verwaltungsbericht, sowie die Rechnung des Stadterweiterungsfonds, des städtischen Elektrizitäts: 2 werks, sowie des städtischen Gas- und Wasserwerks für 1903 liegen in Gemäßheit des Artikel 87 der Städteordnung vom 31. ds. Mts. ab während 8 Tagen auf der Bürgermeisterei Zimmer Nr. 15- zu Jedermanns Einsicht offen. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Bemerkungen zu denselben in der gleichen Frist bei uns eingereicht werden können. Gießen, den 30. Januar 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. In der Zeit vom 21. bis 28. Januar 1905 wurde in hiesiger Stadt gefunden: 1 filb. Stockgriff, 20 Mt. und eine Sturmlaterne; berloren: 1 Portemonnaie mit 34,20 Inhalt, 1 rotes juchtledernes Portemonnaie mit 1 Mt. und etliche Pfennige und einen Dividenden- Schein des Eisenbahn- Konsumbereins bon 85 S. Inhalt, 1 gold. Damenuhr ohne Kette, im Deckel eine Photographie, und 1 schwarzwollenes Tuch. Zugelaufen ist: 1 weißer Spig. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 28. Januar 1905. Großherzogliches Bolizeiamt Sichen. Herberg. Arbeitsvergebung. Linden W. Steinmüller Witwe göns.) 24 ( Lang24 Heinrich Weber( Heuchelh.) W. Fabel Wieseck W. Weißel Langgöns u. 2. Steinmüller Gr. Lind. 25 Karl Post, Wieseck Leir: KleinLinden 23. 26 Louis Süßmuth Steinberg u. Georg Dern Gr- Linden 48 M. Steinmüller Wwe. Langaöns) 48 W. Fabel Wieseck W. Weizzel, LangGöns JakobAppel, Krofdorf, Heinrich Weber Heuchelheim 2. Steinmüller ( Gr.- Lind.) Karl Post, Wieseck 1 Schwarzbrot Georg Dern Gr, Linden 50 Total- Ausverkauf! Total- Ausverkauf! Um mein Lager bis 1. April vollständig zu räumen, verkaufe meine sämtlichen Buxkins in Winter- und Sommerware sowie meine echt Steyrischen Herren- und Damen- Coden, Herrenwäsche, Trikotagen, Kravatten und Regenschirme zu enorm billigen Preisen 22 Anzüge nach Maass zu Mk. 35, 37, 42, 48. Julius Fischer, Giessen, Schulstrasse 6. Stadt- Cheater Giessen. Direktion: Steingoetter. Dienstag, den 31. Januar 13. Dienstag Abonnements: Vorstellung. Zopf und Schwert. Lustspiel in 5 Aufzügen von Carl Gußkom. Joh. Seibel Giessen Ludwigsplatz Weinstube. Ausschank v. nur guten reinen Tischweinen u. W. Lein KleinLinden 52 22 W SteinmüllerWe' W. Weigel, LangSCHUHWAAREN Göns, L. Steinmüller Gr. Linden Heinrich Weber, Heuchelheim 22 m. Fleck M. 2.50 W. Lein KleinLinden 24 2 Louis Süßmuth, " Steinberg und Karl Spamer, Reiskirchen, Georg Dern Gr.- Linden E. Christ, Wiefed 44 L. Steinmüller ( Gr.- Linden) W. Steinmüller Wwe. Langgöns, Heinrich Weber, Heuchelheim, W, Weitzel Lang- Göns, Karl Post Wieseck, Karl Spamer Reisfirchen, Gustav Jacoby, A.- Bused 44 J. Appel, Krofdorf46 W. Lein, KleinLinden 48 " bei Louis Süßmuth Steinberg 54 3 W. Fabel und " Die zur Herstellung zweier Schulräume im 2½ Erweiterungsbau des Realgymnasiums erforderlichen Maurer, Schlosser, Glaser, Schreiner, Weißbinderarbeiten und Eisenlieferung sollen Samstag, den 4. Februar d. Js. bormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Zeichnung, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten - Zuschlagsfrist 14 Tage. Zeitpunkt bei uns einzureichen. Gießen, den 28. Januar 1905. Städtisches Hochbauamt. Berbel. PALMIN feinste Pflanzenbutter unübertroffen zum kochen, braten u. backen 50% Ersparnis gegen Butter! Kari Post, Wieseck 66 Alten- Bused nach Maß, fowie Herrensohle J. Glitsch Wolken: gasse 22. Bügelkursus. 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