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Mappe. ielfach vorbestraftes gestellt, die mit„ Der Wat," ruft er, laut Na, so' n Düntel! t zu dhun jehabt, et physiologischen Inei den Meerschweinchen " Professor: Bor Nach dem Frühkaffee!" Frau: Du, ich hab' reitag Abend, wo wir totale Mondfinsternis en wir unseren Gästen olinvirtuosen sparen ,,! dt auf der Straße verhindernden Man an einer kurzen Zeine erden. die vorstehenden 9 werden, insofern nicht b gen des Polizeiftrafgelege nwendung zu finden habe g Mark beftraft. 8 7. Botanischen Garten, in de den Anlagen vor den Bay tzeit auf der Straße( 8 laufen, oder welche auf 4 borgeschriebene Blechma Nr. 281. Sufertion prets: Die einspaltige Betitzeile für ganz Obereffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Bfg. Rebattion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Mittwoch den 29. November 1905 Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Eröffnung der Reichstagsfeffion. Am Dienstag Mittag zwölf Uhr hat im weißen Saal des königlichen Schlosses die Eröffnung der Reichstagssession durch den Kaiser in Person unter dem üblichen feierlichen Ceremoniell stattgefunden. Daß der Kaiser die Thronrede selbst vorlas, obwohl es sich nicht um den Beginn einer neuen Legislaturperiode handelte, erklärt sich wohl aus der über das gewöhnliche Maß hinausragenden Bedeutung der Thronrede, die neben der Ankündigung der zur Erledigung zu bringenden gesetzgeberischen Arbeiten sehr ernste Betrachtungen über die auswärtige Politik enthielt. Die Thronrede. Nach der Begrüßung der Reichsboten beginnt die Thronrede mit einem Rückblick auf die Hauptleistung der vorigen Tagung, die Handelsverträge, deren Unaufschieblichkeit andere Aufgaben zurückstehen ließ. Die zurückgestellten sind jetzt in borderste Reihe gerückt. Unter ihnen nehmen die Reichsfinanzreform und die Flottenvorlage den vornehmsten Rang ein. Beide Entwürfe, die in ihren Einzelheiten bereits bekannt sind, werden von der Thronrede kurz skizziert. Von der Finanzreform wird gesagt, daß sie den Grundsatz, die Lasten des Gemeinwesens möglichst nach der Leistungsfähigkeit zu verteilen und den notwendigen Unterhalt des Bolkes freizulassen, anerkenne; die Flottengeseznovelle wird damit empfohlen, daß unsere deutschen Schiffe an Gefechtsfraft nicht hinter den Schiffen anderer Staaten zurückbleiben dürfen. Die Verbesserung des Versorgungswesens für Offiziere und Mannschaften des Heeres und der Marine hat den Reichstag schon in voriger Seffion beschäftigt; die Vecobichiedung der Vorlage wird jetzt feiner Schwierig fett begegnen. Die Börsengeseznovelle fehrt in vereinfachter Gestalt wieder, sie wird nur die dringlichsten Forderungen enthalten, die nämlich, die sich auf Beseitigung des loyalen Einwandes von Spiel und Wette bei Börsengeschäften beziehen. Eine Reihe von Spezialgefeßentwürfen, zuin Teil von der Vereinheitlichung des gesamten Arbeiterversicherungsrechts und der Ausgestaltung der Witwen- und Wassenfitrsorge, zum Teil von der erleichterten Verleihung der Rechtsfähigkeit an die gewerb= lichen Berufsvereine handelnd, werden die Zeit des Reichstags erheblich in Anspruch nehmen. zuwider nicht mit einem b Den Maulforb verfehen fi eführt werden, sollen eing meister überliefert werde zur Stelle ift und den H Die Rückgabe des Hunds timierte Eigentümer oder ächsten fünf Tage nach de ur gegen Erftattung der b Mit warmen Worten gedenkt die Tyronrede der Tapferen, die in unseren afrikanischen Schuggebieten und Kolonien dem Heldenmut der deutschen Truppen aufs neue bewährt und allem Anschein nuch den Aufstand siegreich niedergerungen haben, so daß die friedliche Arbeit aufs neue beginnen fann. Im Zusammenhang damit wird der Vorschlag erwähnt, die Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts in ein Reichs- Kolonialamt zu verwandeln. Die Darlegung der Auswärtigen Politik wird mit der Versicherung eingeleitet, daß das Deutsche Reich ,, zu allen Mächten in forreften, zu den meisten in guten und freundlichen Beziehungen steht". Die offenbar absichtliche Nüchternheit dieses Ausdrucks zeigt, daß die Thronrede von jeder Schönfärberei sich freihält, daß sie die Dinge beim rechten Namen nennen will, ohne Uebertreibung und ohne gesuchte Milderung. Nach der allgemeinen Versicherung sagt die Thronrede, daß es den Kaiser mit huber Befriedigung" erfülle, daß er den Präsidenten der Vereinigten Staaten in feinen erfolgreichen Bemühungen unterstügen konnte, zwischen den Monarchen von Rußland und von Japan den Frieden im fernen Osten herbeizuführen. Der Kaiser fährt dann fort: Den Eintritt Japans in die Reihe der Großmächte begleite ich mit aufrichtigen Wünschen für eine friedliche Kulturmission dieses hochbegabten Volkes. Meine lebhaften Sympathien gelten den Anstrengungen, die das befreundete russische Nachbarreich für die Neuordnung seiner inneren Zustände macht. Ich hoffe, daß es Seiner Majestät dem Kaiser Nikolaus vergönnt sein wird, als Bahnbrecher einer glücklichen Zukunft Rußlands die Liebe und Dankbarkeit seines Volkes zu ernten.' Unsere guten Freunde in aller Welt werden nicht verfehlen, an das Wort von der gelben Gefahr" zu erinnern und es in Gegensatz zu bringen zu der Freundlichkeit, mit der hier des hochbegabten japanischen Volkes" gedacht wird. Ein solcher Gegensaz existiert, in Wirklichkeit gar nicht. Man fann ihn blos fünstlich konstruieren, wenn man außer Acht läßt, daß der Kaiser ,, eine friedliche Kulturmission" Japans aufrichtig ,, wünscht"." Dieser Wunsch schließt eine Besorgnis bor der gelben Gefahr" nicht aus. An den Japanern ist es, die Besorgnis zu beseitigen. An der erforderlichen Begabung fehlt es ihnen nicht. Ist der Ton der Thronrede Japan gegenüber freundlich, so ist er Rußland gegenüber herzlich. Der Inhalt der dem russischen Reich und seinem Herrscher gewidmeten Worte der Thronrede widerlegt die Fabeln, die man bezüglich der angeblich von Berlin aus nach Petersburg erteilten Ratschläge verbreitet hat. An eine Beglückwünschung der Regierung und des Boltes von Norwegen zur Wahl des erlauchten Königspaares," dem der Kaiser in freundschaftlicher Gesinnung verbunden" ist, fnüpft sich eine ernste Betrachtung: Ein Blick auf Deutschlands eigene internationale Stellung darf sich der Wahrnehmung nicht verschließen, daß wir fortdauernd mit menden Futterfoften. D #night ausgelöften Sur meindefaffe beräußert o mmung wird das gegen Hunde wegen llebertret rents, bezw. der Verordnu die Hundefteuer betref nicht berührt. Verkennung deutscher Sinnesart und Vorurteilen gegen die Fortschritte deutschen Fleißes zu rechnen haben. Die Schwierigfeiten, die zwischen uns und Frankreich in der marokkanischen Frage entstanden waren, hatten keine andere Quelle, als eine Neigung, Angelegenheiten, in denen auch das Deutsche Reich Interessen zu wahren hat, ohne unsere Mitwirkung zu erledigen. Solche Strömungen können, an einem Punkte unterdrückt, an einem anderen wiederkehren. Zu meiner Befriedigung ist in der_marrokkanischen Frage mit diplomatischen Mitteln unter Schonung der Interessen und der Ehre beider Teile eine Verständigung über die Einberufung und das Programm einer neuen Marroffo- Konferenz erzielt worden. Es ist mir eine heilige Sache um den Frieden des deutschen Volkes. Aber die Zeichen der Zeit machen es der Nation zur Pflicht, ihre Schuhwehr gegen ungerechte Angriffe zu verstärken. Um so ficherer mag es dann gelingen, die friedlichen Ziele des bewährten Bündnisses mit den Herrschern Oesterreich- Ungarns und Italiens auch fernerhin zu verwirklichen." Diese Cäge bedürfen feines Kommentars. Sie werden in a welt richtig verstanden werden, zuerst vom deutschen Volk und vom deutschen Reichstag. Mit einem Wunsch für gutes Gelingen der Arbeiten des Reichstages zu des Reiches Wohlfahrt, Ehre und Frieden schließt die Thronrede. Gute Husfichten in Südwestafrika. Der neue Gouverneur des südafrikanischen Schußgebiets, Herr von Lindequist, tritt unter günstigen Bedingungen das Regiment an. Die Unterwerfung der Witboihottentotten ist nach der Waffenstreckung ihres Kapitäns Samuel Jsaak eine Tatsache. Unter welchen Bedingungen die Uebergabe erfolgte, ist noch nicht bekannt, jedenfalls ist das Ausscheiden des Sohnes und Erben Hendrit Witbois ein großer Erfolg für die deutsche Sache. Das Ende des HottentottenAufstandes steht bevor. Der ganze Stamm der Witbois mit den verbündeten Veldschoendragers hat sich freilich noch nicht unterworfen. Hendrik Witboi stand zuletzt an der Spize mehrerer hundert Mann. Wenn aber sein Sohn und Nachfolger, der Unterfapitän und 17 Großleute, dazu der Kapitän der Veldschoendragers das Zeichen zur Unterwerfung gegeber haben, ist nicht daran zu zweifeln, daß der Reſt dem Beispiele folgen wird. Wahrscheinlich werden die zersprengten Leute sich allmählich einfinden, um die Waffen abzuliefern, soweit die Stammesangehörigen nicht über die englische Grenze gegangen find. Der Tod Hendrik Witbois bedeutete für die Witbois und die Veldschoendragers Ende ihrer Hoffnungen, zumal sie einsehen mußten, feiner ernsthaften Widerstand mehr leisten zu können. Die Möglichkeit einer allerdings beschränkten Fortdauer des Aufstandes ist trotz der günstigen Wendung freilich nicht ausgeschlossen. Der talentierte Jakob Morenga steht noch gerüstet im Felde. Er ist Meister im Kleinfriege, was er oft genug zum Schaden unserer Truppen bewiesen hat. Schließt er sich der Unterwerfung nicht an, so darf einstweilen an eine vollständige Beruhigung noch nicht gedacht werden. Cornelius, der Kapitän der Nordbethanier, wird sich schwerlich freiwillig ergeben, da er manches auf dem Kerbholze hat. Aber er kommt weniger in Betracht und dürfte allein bald jeden Halt verlieren. Auch die Unterwerfung der Herero ist noch nicht vollständig durchgeführt, obwohl auch von ihnen einzelne Großleute mit ihrem Anhang sich schon freiwillig ergeben haben. Wahrscheinlich wird der als anständiger Mann geltende Morengo die Nuglosigkeit weiteren Kampfes einsehen und seinen Frieden mit der deutschen Herrschaft machen. Damit würden für die Kolonie, die unerseßliche Opfer an Blut und große Kustenaufwendungen verschlungen hat, bessere Tage anbrechen. Unsere braven Kämpfer könnten in die Heimat zurückkehren, und Aufgabe einer vernünftigen Verwaltung wäre es, die bezwungenen Schwarzen durch weise Mäßigung und peinlich- gerechte Behandlung zu friedlichen und zufriedenen Menschen zu machen. Habsburgische Sorgen. ( Eig. Bericht.) Wien, 28. November. Hier wickelte sich heute die geplante Demonstration fur das allgemeine Wahlrecht ab. Um 8 Uhr morgens begann das Zusammenströmen der Menschenmassen gegen den Karlsplatz und die anschließenden Teile des WienBoulevards. Vielfach wurden rote Fahnen und Embleme getragen. Längs des Zuges bewegte sich ein Spalier von 3000 Ordnern. Polizei war nicht aufgeboten. Die Kaufläden waren zumeist geschlossen. Die Straßenbahn mußte den Verkehr einstellen. Nach zehn Uhr langte die Spize des Zuges vor dem Parlament an. Dort überreichte eine Deputation den Präsidenten beider Häuser des Reichsrates und dem Ministerpräsidenten eine Petition, in der die Einführung des allgemeinen Wahlrechts verlangt wird. Freiherr von Gautsch erwiderte mit de Erklärung, daß die Regierung im Begriffe sei, in kürzester Zeit dem Abgeordnetenhause eine Vorlage. das allgemeine Wahlrecht betreffend, vorzulegen. Den albernen Märchen über deutsche Interventions gelüfte gegenüber den russisch- polnischen Unruhen tritt nun auch die Wiener Presse entgegen. So schreibt das Fremdenblatt: Vor furzem brachten polnische Blätter die Nachricht von einer in Galizien im Zuge befindlichen Mobili fierung, deren Zweck es sei, Deutschland, dem eine Einmischung in russisch- polnische Angelegenheiten zugemutet werde, ein Gegengewicht zu bieten. Von autoritativer Seite erhalten wir zu dieser Nachricht die Mitteilung, daß fie vollinhaltlich. erfunden ist. Weder in Galizien noch sonstwo in der Monarchie spielt sich eine Mobilisierung oder irgend eine ähnliche militärische Maßregel ab. Es sind daher auch alle an die fragliche Meldung geknüpften Kombinationen über den Zweck einer solchen Maßregel erfunden." Einen wirklich revolutionären Charakter nehmen die Dinge in Ungarn an. So bedeutet es eine tatsächliche Revolutionshandlung, daß die Budapester Komitatsvertretung die Ernennung des Grafen Laßberg zum Obergespan nicht zur Kenntnis genommen hat. Sie hat vielmehr einen neuen Vizegespanstellvertreter, den Grafen Vigyazo, gewählt, obwohl Graf Laßberg bereits vor zwei Tagen Herrn Römer zum stellvertretenden Vizegespan ernannt hat. Graf Vigyazo nahm die Wahl an und leistete rasch den Eid, und so befizzt jezt das Komitat zwei Vizegespanstellvertreter, einen von der Regierung und einen von der Fronde ernannten. Der Minister des Innern hat den Vizegespan des Kaschauer Komitatsrats abgesezt, weil dieser sich weigerte, zur Einführung des neuen Obergespans eine Generalversammlung einzuberufen. Ernste Unruhen entstanden auf den Straßen, auf denen Volksversammlungen gegen die widerspenstigen Obstruktionsparteien demonstrierten. Von einem Neubau wurden Ziegelsteine auf Polizisten geschleudert und einer von ihnen tötlich verwundet. Die Polizei erstürmte den Neubau, spaltete einem Arbeiter den Schädel und verwundete zwei schwer. Auf dem Josefsring machten 100 berittene Polizisten wiederholt Attacken auf die Volksmenge, wobei aus der Menge mehrere Revolverschüsse fielen und viele Verwundungen vorkamen. Diesseits und jenseits der Leitha haben die verantwortlichen Männer ihre Sorgen, und dem greisen Herrscher Franz Joseph ist kein ruhiger Lebensabend beschieden. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. Die Gesamtzahlen des Reichshaushalt- Etats sind jetzt zu übersehen. Der ordentliche und außerordentliche Etat schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 2 406 274 999 m. ab. Das sind 191 042 638. mehr wie im Vorjahr. Im ordentlichen Etat betragen die fortdauernden Ausgaben 1 898 421 152 M., die einmaligen Ausgaben 248 221 248 M.; im außerordentlichen Etat beträgt die Ausgabe 259 632 599 M. Bei der Balancierung des Etats ist von der Einstellung der Zuschußanleihen abgesehen worden. Dafür ist der voraussichtliche Ertrag der neueinzuführenden Steuern als Einnahmeposten herangezogen worden. * Die auf dem deutschen Städtetage zum Vorschlag gebrachte Resolution in Sachen der Fleischteuerung wurde in ihren entscheidenden Punkten einstimmig angenommen; gegen den Absatz, der eine möglichst ungehinderte Einfahr von Vieh aus dem Auslande verlangt, stimmten die anwesenden Sozialdemokraten, die eine unbedingte Deffnung der Grenzen und Aufhebung aller Sperren und Zölle fordern; der Absatz, der die Behandlung der Fleischfrage durch die Regierungen als eine schwere Schädigung der Nation erklärt, fand sieben Stimmen gegen sich. Bei der Schlußabstimmung über die ganze Resolution stimmte nur der Bürgermeister Wadehn von Weißenburg mit Nein. Dieser war auch in der Debatte scharf gegen die Resolution aufgetreten und hatte mit seinen Darlegungen entschiedenen Widerspruch entfesselt, während die Sozialdemokraten Singer und Ülrich- Offenbach die Resolution für lange nicht weit genug gehend erachteten. Es wurde sodann Berlin als Ort für die Zentralstelle des Städtetages gewählt. In den Vorstand und den Hauptausschuß wurden die bisherigen Mitglieder wiedergewählt. Dann erfolgte der Schluß des Städtetages, zu dem sich von den in Frage kommenden 147 Städten mit mehr als 25 000 Einwohnern 144 ihren Beitritt erklärt haben. Abends fand im Hotel Kaiserhof ein Festessen statt. * = In der in Berlin abgehaltenen zehnten Hauptversammlung des Bundes der Industriellen wurde eine Resolution angenommen, die einen schnelleren Ausbau der deutschen Flutte für unbedingt notwendig erklärt und diese Notwendigkeit durch die Novelle zum Flottengesetz nicht genügend berücksichtigt erachtet. Ferner wurde beschlossen, eine außerordentliche Generalversammlung des Bundes der Industriellen in Sachen der Fleischteuerung ab halten. Nach Schluß der Verhandlungen vereinigten sich die Mitglieder zu einem Festessen im Hotel de Russie. * Der Abschluß der deutsch- schwedischen Handelsbertragsverhandlungen steht in furzer Zeit bevor. Die Verhandlungen haben ein Einverständnis in fast allen wesentlichen Punkten herbeigeführt. Belgien. ** Die Meinungsverschiedenheiten zwischen der Regierung und dem Parlament über die Antwerpener Hafenbefestigungen machen eine Kabinetskrisis wahrscheinlich. Die Regierung will heute die Kabinetsfrage stellen. Ihr Rücktritt st wahrscheinlich, da sich im Parlament feine Mehrheit für die vom König und den Ministern befürwortete Ausdehnung der Befestigungen findet. England. ** In Marincfreisen wird eine Vermehrung der Kanalflotte geplant. Sie soll sechs neue Schlachtschiffe erhalten, sodaß sich der Bestand auf siebzehn erhöht. Dover soll neue Torpedobootsstation werden, ferner ein Schwimmdock für Unterseeboote erhalten. Spanien. ** Die Regierung beabsichtigt wegen der separistischen Bestrebungen in Katalonien außergewöhnliche Maßnahmen zu treffen Die Verhängung des Belagerungszustandes über Barcelona wurde in den Cortes gutgeheißen. König Alfons hat ferner den Ministerpräsidenten Montero Rios ermächtigt, den Cortes einen Gefeßentwurf vorzulegen, nach welchem die berfassungsmäßigen Garantien in Katolonien aufgehoben werden. Cürkel. ** Mit der Flotten- Demonstration der Mächte wird es ernsthaft. Auf Mytilene sind 400 Mann ausgeschifft, sie haben das Zollamt, das Telegraphenamt und einige Buntte Der Stadt besetzt. Die türkischen Truppen räumten die Kaserne, die von einem österreichischen Detachement bewacht wird. Der Sultan hat bereits neue Anerbietungen machen lassen, die aber von den Botschaftern abgelehnt wurden. Norwegen. dem Pluralsystem aufbaue, und daß sich auch eine Vorlage auf Grund des allgemeinen, direkten gleichen Wahlrechts nicht machen lasse. Das Pluralsystem fönne als ein gangbarer Weg zur Aenderung des Wahlrechts nicht anerkannt werden. schon deshalb, weil es feine Kautelen gegen das Eindringe staatsfeindlicher Elemente biete; das Proportionalsystem sc: zu fompliziert, und mit einem Zurückommen auf das Wahlgesetz von 1868 bei einer Erhöhung des Zensus dürfte den mit dem jetzigen Wahlrecht Unzufriedenen auch nicht gedient sein. Nach der gegenwärtigen Gestaltung der Verhältnisse könne die Regierung ein anderes Wahlrecht als das zurzeit bestehende nicht vorschlagen. Deutfcher Reichstag. ( 1. Sizung). OB. Berlin, 28. November. Das Haus machte heute, da sich zahlreiche Abgeordnete darunter viele, die an der Eröffnung im Königlichen Schloß teilgenommen hatten, im Fruck pünktlich einfanden, von vornherein einen guten Eiudrun. Den Vorsitz führte geschäftsordnungsgemäß als Präsident der letzten Session Graf Ballestrem, der nach Verlesung geschäftliches Mitteilungen, alsbald den Namensaufruf vornehmen ließ. Es ergab fich die Anwesenheit von 290 Mitgliedern, also die Beschlußfähigkeit des Hauses. Damit war die Tagesordnung erledigt. Die nächste Sizung, in der das Präsidium und die Schriftführer gewählt werden sollen, wurde nuf morgen um 2 Uhr anberaumt. ** Im Storthing hat König Haakon den Eid auf die Verfassung in feierlicher Weise abgelegt. Der Eid hatte Folgenden Wortlaut:" Ich gelobe und schwöre, der Regierung in Uebereinstimmung mit der Konstitution und dem Gesez vorstehen zu wollen, so wahr mir Gott und sein heiliges Wort helfe." Nach einer Ansprache des Präsidenten des Storthing sagte der König, er begrüße die Mitglieder des Storthing als die Repräsentanten für Norwegens freies Volt. Es werde seine größte Freude sein, im Zusammenwirken mit dem Storthing und in Uebereinstimmung mit dem Gesetz dem Vaterlande zu dienen. In der Diplomatenloge hatten Prinz Heinrich von Preußen und die fremden Admirale Plaz genommen; auf den Galerien wohnte der Feier eine Anzahl festlich gefleideter Herren und Damen bei. Prinz Heinrich von Preußen ist andauernd der Gegenstand lebhafter Aufmerksamkeit der Bevölkerung, wo er sich blicken läßt, werden ihm Ovationen dargebracht. Heute gibt er an Bord des Schlachtschiffes Braunschweig ein Frühstück, an dem auch das Königspaar teilnimmt. Von Kaiser Wilhelm ist in Christiania ein Glückwunschtelegramm eingetroffen, in dem es heißt: Ich spreche Ihnen meine herzlichen Wünsche für das glückliche Gelingen der neuen hohen Aufgabe aus. Bei dem Bestreben, Ihr Land glücklich zu machen und die Beziehungen zwischen Euer Majestät und mir sowie zwischen unseren beiden Bölfern stets herzlicher zu gestalten, werden Euer Majestät mich stets an Ihrer Seite finden." König Oskar von Schweden sandte folgendes Telegramm an König Haakon: Indem ich Eurer Majestät für Ihr Telegramm danke, bitte ich Sie, überzeugt zu sein, daß jedes aufrichtige Bestreben nach einem guten Einvernehmen zwischen den beiden Ländern von meiner Das Seite stets eine sympatische Aufnahme finden wird." Ministerium Michels bot nach der Eidesleistung seine Demission an. Der König bat aber das Kabinet, im Dienste zu bleiben, womit die bisherigen Minister sich einverstanden erflärten. Russland. - Heer und flotte. Garnisonwechsel im Reichslande. Der Kaiser hat befohlen, daß das 4. Lothringische Infanterie- Regiment Nr. 136 von Dieuze nach Straßburg, das 3. unterelsässische Infanterie. Regiment Nr. 138 von Straßburg nach Dieuze, das 2 lothringische Infanterie- Regiment Nr. 131 von Metz nach Mörchingen und das 5. Lothringische Infanterie- Regiment Nr. 144 von Mörchingen nach Meh verlegt werden sollen. Diese Veränderungen haben am 1. April 1906 einzutreten. Soziales Leben. = Amerikanische Gemütlichkeit. Außer dem bekannten ,, Arizona Kicker", in dessen Redaktion neben jedem Tintenfas ein geladener Revolver liegt und die Redakteure Panzerhemden tragen, gibt es in Amerika auch Zeitungen, die sich durch recht gemütlichen Inhalt auszeichnen. Ein solches in Arkansas erscheinendes, deutsches Blatt brachte bei der letzten Reise des Präsidenten Roosevelt folgende inhaltsschwere Notiz: Die lezte Nummer der Germania" erschien einen Tag früher, weil unser Personal, uns ausgenommen, nach Little Rock ging, um den Präsidenten Roosevelt zu sehen und zu hören. Wir selbst wagten uns mit unserem offenen, franken Fuß nicht in solches Gedränge, dafür aber ging unsere Ehehälfte, um gleichzeitig unsere dort verheiratete Tochter Auguste Hill zu besuchen, deren Mann uns als frant gemeldet wunde " 1 × Friede im sächsischen Textilgewerbe. Die Arbeiterschaft in den einzelnen Orten ist dem Beispiel von Greiz und Glauchau allenthalben gefolgt. Daraufhin hat auch der Verband sächsisch- thüringischer Webereien Stellung genommen und veröffentlicht einen Beschluß, daß die Betriebe der Webereien und Färbereien heute Mittwoch, den 29. No. vember, früh 8 Uhr wieder eröffnet werden, nachdem die Arbeiterschaft des sächsisch- thüringischen Webereiverbandes und der Färbereikonvension sich zur Wiederaufnahme der Arbeit bedingungslos und zu den vom Verbande festgesetzten Tarifen und allgemeinen Bedingungen in allen Verbands betrieben bereit erklärt habe. Der Friede ist somit tatsäch lich hergestellt. ** Die Soldaten- Meuterei am Schwarzen Meere hat dahin geführt, daß Sebastopol im Besiß der Revolutionäre sich befindet. Die meuternden Matrosen sorgen aber für Ordnung und halten sogar Paraden ab, während sie die Kameraden, die den Aufstand nicht mitmachen wollen, in die Arreſtlofale sperren, die überfüllt sind. Das Kommando des Kreuzers Otschakow" übernahm der verabschiedete, revolutionär gesinnte Leutnannt Schmidt. Die Stadtduma hat sich mit der dringenden Bitte nach Petersburg gewandt, Maßregeln zur Rettung der Stadt zu treffen. Uebrigens sollen unter den Meuterern bereits Bwiftigkeiten ausgebrochen sein. In der Mandschurei, wo der Aufruhr im Heere wächst, hat General Lenewitsch 100 aus Rußland eingetroffene Agitatoren aus der Armee entfernen lassen. In Petersburg haben Tausende von bewaffneten Arbeitslosen eine sogenannte Arbeiterwehr gebildet und durchziehen die Straßen. Einige große Fabriken haben den Betrieb geschlossen und die Arbeiter gekündigt. Ihre Kameraden wollen die Wiederaufnahme der Arbeit durch einen neuen Streif in ganz Rußland erzwingen. Graf Witte wünscht, daß einer der Semstwo- Vertreter das Ministerium des Innern übernehme. Alien. ** Zur Regelung der Verhältnisse in der Mandschure hat China der japanischen Regierung verschiedene rhläge gemacht. Darnach soll die Halbinsel von Liaotung 寫 Nab und fern. = " 1 Marburg, 28. Nov fifigen Sturm brach gefter englermeifter Geibt nebft gten zwei Stockwerte herd ungen zu, daß fie in bie Friedberg, 28. Rove unferer Stadt die Gene Februar und 23./24. Ofto Pferde und Fohlenmä ferden, Fohlen und Gebrau elbingung iff, daß bei feber 1 M. das Stüd, ausgeg e im Herbft 1906 zur Ber ei tanti, aus Büchterhand fen im ganzen Großherzog ew. Alsfeld, 28. Noben annte und beliebte Bächter fannfiel, ift geftern infolge rh die hierdurch erlittener ftorben. Der Berftorbene Landwirt, fondern trat auch andwirtschaftlichen Fortschritt Seiner Läligteit war es Mainzer Austellung b angjähriger Direktor er wa ter Biehzuchtausstellung be withhaft verliert daher in energischften und treueften Worms, 27. Novem Worms. Boltsztg." meldet Mainz, fowie Redakteur Tageblatt" den verantwor Beitung" wegen Beleidig ** Worms, 28. No Fichtsrat des Wormser Br Lam 16. Dezember einb bas abgelaufene Geschäfts Dorzuschlagen. Fröhlich Pfalz, Gott erhalts! Der Pfälzer Wem bes Jahres 1905 verspricht ein recht brauchbarer Mittelwein zu werden, der dem 1904 er ungefähr gleichzustellen ist. Auch In diesem Jahre wurden an den Geburtsstätten der Pfälzer Edelweine, in Forst, Ruppertsberg, Deidesheim, Wachenheim usw. hohe Mostgewichte festgestellt. In der ganzen Pfalz ist in erfreuliches Fortschreiten in der Pflege des Weines und ber ervorbringung von Qualitätsweinen auch in mittleren und kleinen Lagen zu konstatieren. Der reelle Weinhandel und der Weinbau werden sich gerade in der Pfalz mit Energie gegen die Weinfälscher, deren Treiben allgemein verurteilt wird. Entfeffelte Elemente. † Raub in der Eisenbahn. Ihrer Barschaft von etwa 3000 Mart wurde eine ungarische Auswanderin während der Fahrt nach Hamburg beraubt. Der Spißbube hatte sich im Eisenbahnkoupee als Landsmann vorgestellt und die Frau auf den Stationen mit Bier und Schnaps bewirtet, bis sie auf der Fahrt einschlief. Da ihm die ahnungslose Frau vorher erzählt hatte, daß sie ihr Geld im Pelzfragen ein genäht mit sich trage, war es dem Räuber leicht, sich den Betrag von der Schlafenden anzueignen. Dann sprang er aus dem fahrenden Zuge und entkam. Port Artur an Japan verpachtet werden und zwar auf dieselbe Dauer wie seinerzeit an Rußland. Diejenigen Teile der Mandschurei, welche noch von ausländischen, d. H. japanischen und russischen Truppen besezt sind, sollen unverzüglich dem chinesischen Reich zurückgegeben werden. Sämtliche russischen und japanischen Truppen sollen innerhalb sechs Monaten die Mandschurei verlassen. Die japanischen Eisenbahnschutztroen sollen durch chinesische Truppen ersetzt werden. Die Regelung der wirtschaftlichen Verhältnisse in der Mandschurei somie die Maßregeln zur Erhaltung der offenen Tür sollen zwischen China und sämtlichen Mächten vereinbart werden. Ct, na soll einen größeren Anteil an den mandschurischen Eisenbahnen erhalten. Ob China mit seinen Forderungen Glück haben wird? Die japanischen Kriegserfolge würden dadurch ziemlich illusorisch. ( Eig. Bericht.) Hamburg, 28. November 1905. Der außerordentlich schwere Sturm, der sich in den letzten Tagen über der Ost- und Nordsee austobte und gestern in eine Gewitterboe überging, hat unserer deutschen Schiffahrt einen Schaden zugefügt, dessen Umfang sich noch nicht übersehen läßt. Schon die bis jest vorliegenden Nachrichten lassen erkennen, daß der Verlust an Fahrzeugen ein ganz erheblicher ist und auch Menschenleben zu beklagen sind. Bereits gestern mittag zeigten Warnungsschüsse aus Cuxhaven das außergewöhnliche Steigen der Flut an, die sogar die Höhe einer starken Sturmflut überstieg; heute scheint die Gefahr vorüber zu sein, doch sind die Fischer noch nicht ausgelaufen. Wie feststeht, sind während des Sturmies die Segler Coulant und Marie Louise mit Mann und Maus in der Nordsee untergegangen. Mehrere von der Nordsee nach Hamburg aufkommende Fahrzeuge haben schwere Schäden erlitten, so der Dampfer ,, Unity", dem der Steuerapparai branj. Große Elbkähne liefen leck und verloren die Anfer, andere wurden losgerissen und gegen fahrende Dampfer und Kähne geworfen, auch hier Schaden an Steven, Planken und Trossen verursachend. Die Flutwellen schlugen bis in den Innenhafen und rissen auch hier festliegende Schiffe los, doch ist größerer Schaden nicht entstanden. † An der Grenze erschossen. Drei Personen, die aus Rußland bei Myslowig über die preußische Grenze flüchteten, wurden von Kosaken verfolgt. Einer der Flüchtlinge erhiel noch auf russischem Gebiet eine Kugel, die ihn tötete, andern beiden entfamen auf preußischen Boden. Hus den Parlamenten. Sächsischer Landtag. Die zweite sächsische Kammer behandelte die Interpellation der Nationalliberalen und Freisinnigen über die Beseitigung des Dreiklassen- Wahl. recht 3. Staatsminister v. Mezzsch erklärte, daß die Reaieruna keine Vorlage habe machen können, welche sich auf † Auf der Landstraße ermordet. In Debening b Lübeck wurde die Dienstmagd Lorenzen auf der Landstraß nach Arendorf ermordet aufgefunden. Der Toten sind 240 M. Ersparnisse, die sie bei sich trug, da sie ihre Eltern besuchen wollte, geraubt worden. Der Täter ist entkommen. † Der rote Hahn. Große Brände haben wieder an mehreren Orten Deutschlands gewütet. In Dechelbronn wurden zehn Wohnhäuser und elf gefüllte Scheunen eingeäschert. Der Schaden ist sehr erheblich; ein Feuerwehrmann wurde bei den Löschversuchen schwer verletzt. Ein zwei Tage dauerndes Schadenfeuer zerstörte eine große Anzahl Wohnhäuser, Scheunen und eine Mühle in der Ortschaft Beedenbötel bei Celle. Auch hier sind viele der Einwohner empfindlich betroffen. † Kampf mit Kirchenräubern. Eine Räuberbande wurde in der spanischen Stadt Zamora beim Ausplündern einer Kirche von der Polizei überrascht. Es entspann sich ein blutiger Kampf, bei dem mehrere Banditen schwer verletzt wurden; schließlich gelang es, die ganze Gesellschaft zu überwältigen und abzuführen. Von der Küste lauten die Nachrichten fortgesezt sehr beunruhigend. Namentlich sind an der englischen Seite schwere Unfälle vorgekommen. Der englische Dampfer Peridot ist auf See untergegangen, mit ihm der Kapitän und die zehn Mann der Besatzung. Eine Anzahl Fischerboote sind bom Unwetter überrascht worden und man fürchtet auch hierbei große Verluste. Wie es in der Ostsee aussieht, zeigen die Nachrichten aus Kiel und Lübeck. Zwar ist der bei Kiel gestrandete Hamburger Dampfer Solingen" wieder flottgeworden, indessen hegt man in Lübeck bange Sorge um das Schicksal einer Seglerflotille, der das plötzlich hereinbrechende Wetter schweren Schaden zugefügt haben dürfte, da sie den Lübecker Hafen noch nicht erreicht hat. Hier in Hamburg hat der Ortun auch an Lachern und Häusern riesigen Schaden angerichtet und besonders in der Umgegend auf dem Lande ganze Strecken verwüstet, gleichzeitig alles mit Regen und Hagel überschüttend. Glücklicherweise scheint das Wetter jetzt umzuschlagen, sodaß man bold die Größe des angerichteten Verlustes wird abschätzen tönnen. Ein Schutz gegen dieses Wüten der Elemente ist natürlich so gut wie immöglich. † Verwüstungen durch einen Taifun. Die zur Gruppe der ,,, Mariannen" gehörige Insel Saipan, die am 27. August unter einem schweren Unwetter zu leiden hatte, ist wiederum von einem Taifun heimgesucht worden, der noch größere Verwüstungen als der erste angerichtet hat. Der Materialschaden ist bedeutend, Verluste an Menschenleben sind indessen nicht zu beklagen. † Spielroheiten in Amerifa. Die amerikanischen Be hörden sehen sich endlich veranlaßt, gegen die Roheiten beim Spiel der amerikanischen Jugend einzuschreiten. Dieser Tage ist die Leiche eines Seekadetten ausgegraben worden, der an den Folgen einer Borerei gestorben ist. Der Körper wies furchtbare Verlegungen auf. Solche Vorfälle, auch beim Fußball. spiel, sind drüben nichts seltenes. Vermischtes. Cokales. ** Der Großherzog und die Großherzogin sind gestern nach dem Neuen Palais übergesiedelt. Von Rußland nach Berlin im Hundekoupee. Ein Maschinenarbeiter aus Rußland schlich sich in Alegandrowo als blinder Passagier in das Hundekoupee des Schnell zuges nach Berlin ein und legte die ganze Reise in diesem engen Raume zurück, weil zufällig unterwegs keine Hunde eingeladen wurden. In Charlottenburg wurde der billige Fahrgast aber erwischt und festgehalten. Wahrscheinlich wird er den Preis für die bequeme Fahrt nunmehr in Numero Sicher absitzen müssen. Uebrigens hatte der Pfiffikus genug Geld bei sich, um die Reise zu bezahlen, er wollte aber sparen. ** Ernannt wurden: Pfarramtskandidat Schlosser zu Gießen zum Pfarrvitar in Wallenrod, Pfarrvitar Hofmann zu Büdingen unter Belassung, in seiner eitherigen Eigenschaft zum kommissarischta Bertreter des Pfarrverwalters zu Neunkirchen. -er Außerordentlich starke Sternschnuppenfälle wurden geflern und auch schon vorgestern Abend gesehen. Es waren die alljährlich, regelmäßig gegen Ende November, sichtbaren Leoniden. Besonders im Osten und Nordosten waren die Fälle heftig. Auch heute Abend werden bei hellem Himmel vereinzelte Sternschnuppen sichtbar sein. * Großen Linden, 28. November. Unsere Pfarrstelle ist zur Wiederbejegung ausgeschrieben worden. Der Rühl will der für Beneralversammlung eine Theater Drama in 3 Aufzü Nach jahrelanger padenbes Drama gefte gefährt. Dbwohl das Bajammenhang manchma effen zeitweise die Büge Durch die knappe Szenen oramatische Bucht fort. Mbaren Rampf ihrer natür bie Liebe fiegt. Die Aufführung br Rollenbelegung war eine g anter der umfichtigen Re tajife ineinander. Die Debwig Langes vom Fr ellerin verfügt über um ie Höhe zu treiben, mi ben Szenen der höch hiriche, sodaß man von Spiel war sie aber mitun famtspiel nicht wesentlic Beib, das furchtbar Einen trefflichen Partn ber den Grajen Louis Gattierung durchführte. arhammer ihre fen hr gut traf sie den ha Sirier charatterisierte Biznis. Sehr glüdlich elmännischer Sicherheit. nete bagegen mit fur Bittjohann in der Darsteller fand der Bol Rendel, der ihn mit jebener fleiner Büge aus Bieber b. Rodheim, 28. November. Das Unglüd im Steinbruch vor Gericht. In einem der hiesigen Kalksteinbrüche war am 30. September v. Js. der Arbeiter 2. Kraustopf aus Crumbach von einem herabstürzenden Stein derart am Kopfe verletzt, daß in der Selinit zu Gießen bald darauf sein Tod erfolgte. Da dieser Unfall infolge Unterlassung der gesetzlichen Borschriften entstanden sein sollte, so stand er in der jüngsten Straffammerfißung zu Marburg zur Verhandlung. Nach Aussage des Angeklagten war in dem von ihm gepachteten Bruche der Abbau von oben eingeführt worden, auch war ihm von der Gewerbeinspektion der Berufsgenossenschaft gestattet worden, denselben etagenweise vorzunehmen. Der Betrieb des Bruches fonnte nun aus dem Grunde nicht eingestellt werden, weil die Weiterarbeit oben zur Herbeiführung eines ordnungsmäßigen Abbaues notwendig war. So kam der Staatsanwalt selbst zu dem Antrag der Freisprechung, die denn auch erfolgte. *** Nidda, 28. November. Die Berningsen Kriegs felspiele haben in unserer Bevölterung so großen Antlang gefunden, daß man über die ursprünglich vorgesehene Anzahl von Vorstellungen hinausgehen mußte. Die Besucher fommen von der weitesten Umgegend herbei. Der Kriegerverein hat einen Ueberschuß von 900 Mt. erzielt. § Winnered, 28. November. Waldankanf. Rammerrat Klemm aus Lich, der vor 2 Jahren das hier liegende Bimmersche Hofgut übernahm, hat jetzt auch die Gutswaldungen fäuflich an sich gebracht. he Darstellung war Derrfers. Die tein burchgespielt, sehr nett Süß als Groom Dim haften Beifall. Brobemelten u Juterenie de Im Jahresberit Dberheffen befindet si Bügelkurs Glanzbügel fann man Bochen gründlich erlern Bunich nachmittags. Balltorstraße 10, II. Gingang durch den Lad t. Wohnungs weis Gießen. Sartenstraße 2, Zimmer N find zu vermieten: Bohnung. von 7 Simme 6 ▼ 5 N " " unmobl Berffrätte. .1möbliert. Bimm Bu mieten gesucht: 27 Wohnungen von 1-7 8mm * " erschien einen Tag it unserer Stadt die Genehmigung erteilt, mit dem am Außer dem belannten neben jedem Zintenfa e Rebatteure Banzer ch Beitungen, die fid hnen. Ein solches in brachte bei der letzten De inhaltsschwere Notiz: genommen, nach Little velt zu sehen und zu jerem offenen, franfen aber ging unfere Gheeiratete Tochter Auquite frant gemeldet wurde" 3! Der Pfälzer Wem brauchbarer Mittelwein leichzustellen ist. Auch Surtsstätten der Pfälzer Deidesheim, Wachenheim tigen Sturm brach gestern hier ein Gerüst zusammen, penglermeister Geibt nebst seinem Gehilfen und Lehrling irzten zwei Stockwerke herab und zogen sich solche Verjungen zu, daß fie in die Klinik verbracht werden mußten. Friedberg, 28. November. Die Großh. Regierung Februar und 23./24. Oftober 1906 hier selbst stattfindenPferde- und Fohlenmärkten je eine Verlosung von ferden, Fohlen und Gebrauchsgegenständen zu verbinden. bingung ist, daß bei jeder Verlosung bis zu 12000 Lose, 1 Mt. das Stück, ausgegeben werden dürfen und daß im Herbst 1906 zur Verlosung kommenden Fohlen, soit tunlich, aus Büchterhand angekauft werden. Die Bose Arfen im ganzen Großherzogtum vertrieben werden. Abgestürzt. Durch| fammenstellung der diesbezüglichen Arbeiten des landw. Brorinzialvereins, welche von allgemeinem Interesse sein dürfte. Wir lassen diesen Bericht daher nachstehend folgen: Im Jahre 1899 beschloß der Ausschuß unseres Vereins, bei sämtlichen auf Ausstellungen prämiierten Kühen und Rindern Probemelten durchzuführen. Um einwandsfrete Bahlen zu erlangen, wurde bestimmt, daß nicht die Besizer selbst das Probemelten vornehmen sollten, sondern daß für jeden Ort ein besonderer Bertrauensmann ernannt werden sollte, der das Probemelten gegen eine geringe Bergütung zu kontrollieren hatte. Das Probemelten wurde monatlich zweimal vorgenommen und hierbei die Milchmenge nach Gewicht festgestellt. Außerdem wurde aber der Fettgehalt einer Probe beſtimmt. Auf diesem Wege find nun seit 190089 Probemelfergebnisse von Vogelsberger und 67 Probemeltergebnisse von Simmentaler Kühen festgestellt -ew. Alsfeld, 28. November. Der in weiten Kreisen tannte und beliebte Bächter des Hofgutes Angenrod, C. n der ganzen Pfalz ist fannstiel, ist gestern infolge eines Sturzes in der Scheune worden. flege des Weines und urch die hierdurch erlittenen inneren Verlegungen plöglich zwischen 1846,32 bis 4494,2 kg, der Fettgehalt von 2,81 nen auch in mittleren Der reelle Weinhandel en allgemein verurteilt eftorben. Der Verstorbene war nicht nur ein tüchtiger landwirt, sondern trat auch auf allen Gebieten für den | - Karten, ein unentbehrlicher Hausschatz für jeden Gebildeten. Es erscheint in 66 wöchentlichen Heften zu dem geringen Preise von je 30 Pfg., ist also jeder Börse erreichbar. Das erste Heft enthält 32 Seiten Trt und 2 Seiten Textbeilagen, ein reizendes Aquarell einer südwestafrikanischen Landschaft, eine Karte von Brandenburg und Sachsen, die- etn neuer Gedanke auf der Rückseite Gebirge, Niederungen, Häuser und Kunstbauten des betreffenden Gebietes enthält, und eine Tafel mit Automobilen, vom alten Dampfwagen bis zu des Kaisers elegantem Töff- Töff. Wir fönnen nur sagen: Gehet hin und taufet; niemand wird in der Wohnung und im Kontor, in der Arbeitsstube und im Vereinslokal den kleinen Brockhaus, den fixen, findigen Berater und Freund, vermissen wollen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. 1 der Pfalz mit Energie andwirtschaftlichen Fortschritt mit seiner vollen Bersönlichkeit Interesse ist die Feststellung folgender Tatsache: Der durch schlosser, 1 Wagner, 1 Buchbinder. 1 Drechsler, 1 Schreiner, mente. 28. November 1905. Seiner Tätigkeit war es vor allem zu danken, daß auf er Mainzer Ausstellung der Zuchtverein Alsfeld, dessen angjähriger Direttor er war, und die ganze Provinz mit hrer Viehzuchtausstellung den Sieg davontrug. Die LandBlobte und gestern in mergischsten und treuesten Berater. der fich in den leßten wirtschaft verliert daher in Herrn Bfannstiel einen ihrer er deutschen Schiffahrt fich noch nicht über: enden Nachrichten lassen * Worms, 27. November. Preßprozek. Wie die Worms. Boltsztg." meldet, haben Rechtsanwalt Soldan in Mainz, sowie Redakteur Konrad Fischer vom„ Wormser en find. Bereits gestern Tageblatt" den verantwortlichen Redaktener der„ Wormser gen ein ganz erheblicher Cuxhaven das außer Beitung" wegen Beleidigung verklagt. ie jogar die Höhe einer scheint die Gefahr vor** Worms, 28. November. Brauereien. Der Aufsichtsrat des Wormser Brauhauses vorm. Dertge beschloß, der noch nicht ausgelaufen. mes die Segler Coulant am 16. Dezember einberufenen Generalversammlung für Maus in der Nordsee bas abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 4/2 Prez. Nordsee nach Hamburg vorzuschlagen. Der Aufsichtsrat des Elefantenbräus vorm. ere Schäden erlitten, so Rühl will der für den 18. Dezember einberufenen rapparai branj. Große Generalversammlung eine Dividende von 6 Proz. vorschlagen. Anker, andere wurden fer und Kähne geworfen, fen und Trossen verurin den Innenhafen und los, doch ist größerer chrichten fortgesezt sehr der englischen Seite nglische Dampfer Peridot n der Kapitän und die Inzahl Fischerboote sind man fürchtet auch hier Ostsee aussieht, zeigen Zwar ist der bei Kiel Solingen" wieder flott Sed bange Sorge um das plötzlich hereinbrechende haben dürfte, da fie den hat. Hier in Hamburg aurein riesigen Schaden gegend auf dem Lande alles mit Regen und se scheint das Wetter b die Größe des an fönnen. Ein Schu ist natürlich so gut wie Theater- Verein Gießen. Fedora. Drama in 3 Aufzügen von Victorien Sardou. Nach jahrelanger Pause wurde Victorien Sardous padendes Drama gestern Abend in Gießen wieder aufgeführt. Obwohl das Stück seine Mängel hat, Sardou den Zusammenhang manchmal etwas weit herholt und infolgedessen zeitweise die Zügel am Boden schleifen, reißt es doch durch die knappe Szenenführung des Abstiegs und die echt dramatische Bucht fort. Rache und Liebe ringen im furchtbarem Kampf ihrer natürlichen Urgewalten miteinander, bis die Liebe fiegt. Die Aufführung brachte sehr viel erfreuliches. Die Hollenbefegung war eine gute und das Zusammenspiel griff unter der umsichtigen Regieleitung Georg Wittmanns präzise ineinander. Die Titelrolle lag in den Händen heb wig Langes vom Frankfurter Schauspielhause. Die Darellerin verfügt über umfangreiche Mittel, die Partien auf die Höhe zu treiben, mit pantherartiger Wildheit erfolgen ben Szenen der höchstgesteigerten Leidenschaft die Ausbritche, sodaß man von Schauern gepackt wird. Im übrigen Spiel war sie aber mitunter zu talt, doch konnte dieses das samtspiel nicht wesentlich beeinträtigen. Ihre Feodora ift das Weib, das furchtbar im Lieben und furchtbar im Hassen bie Großherzogin Einen trefflichen Partner fand sie in Otto Steinmann, den Grajen Louis Ipanoff feindetailliert und in guter is übergefiedelt. amtsfanbibat Schloffer Schattierung durchführte. Ausgezeichnet verkörperte Elfriede Ballenrob, Pfarrvilar ayr hammer ihre sensationslifterne Gräfin Soufareff: ter Belaffung, in feiner gut traf sie den harmlosen Grundton. Den Attaché er hiffariſchtu Bertreter des Sitter charakteriſierte Rudolf Goll mit feinem Veraubnis. Sehr glücklich paarte er menschliche Wärme mit Sternschnuppenfälle ltmännischer Sicherheit. Einen oberflächlichen Lebemann 8 gegen Ende November, ittjohann in der Figur des Rouvel. Einen guten Abend werden bei bellem del, der ihn mit einer Fülle scharf dem Leben abfichtbar fein er. Unfere farefielle worden. jebener fleiner Büge ausgestattet hatte, und eine gleich treff he Darstellung war der Kammerdiener Tésiré Max Jerrschers. Die kleineren Rollen wurden ebenfalls flott haften Beifall. Es schwankten bei den Bogelsbergern die Milcherträge bis 4,61 Proz.; bei den Simmentalern von 2957 bis 7760,14 kg, der Fettgehalt von 2,95 bis 4,48 Proz. Von schnittliche Milchertrag von 89 Vogelsbergern stellt sich, auf 300 Tage berechnet, auf 2049 kg mit 3,77 Broz. Fett; von 67 Simmentalern auf 300 Tage berechnet, auf 3098 zeit bei den Vogelsbergern betrug 313 Tage, bei ben Simmentalern 345 Tage. Aus dem Gerichts[ aal. Straffammer. Gießen, den 28. November 1905. Wegen Sachbeschädigung wurde der Malergeselle Jatob Stein von Isfeld durch das dortige Schöffengericht zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte in Gemeinschaft mit dem nunmehr flüchtigen Schneidergesellen Ludwig Anieriem dorten ein dem Maurermeisten Rudloff gehöriges Haus über Nacht mit roter Farbe beschmiert, sodaß zur Wiederherstellung des Verpuzes geschritten werden mußte. Auf seine Berufung wurde die Strafe auf 4 Wochen ermäßigt. 8sei zu Altenih lirf tätige Lehrer hatten sich wegen Körperverlegung zu verantworten. Der zu Geilshausen geborene 25jährige Heinrich Belling hatte eine Anzahl Kinder im Laufe dieses Sommers, sowohl mit Stockschlägen auf den Kopf, als auch mit Fußtritten und Stößen traktiert, während sein jüngerer Amtsgenoss, der nunmehr nach Heppenheim a. d. Wiese versette 20jährige Schulverwalter Karl Rissinger aus Selzen etnen Jungen vier Tage nacheinander mittels eines Stockes mißhandelt hat. Ersterer wurde zu 610 Mt. Geldstrafe verurteilt, während der Lettere mit einer solchen von 100 Mr. durchs tam. Von der Staatsanwaltschaft war gegen Belling eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten beantragt worden. Das Gericht zog unter anderen strafmildernden Momenten besonders in Betracht, daß die Jugend in Altenschlirf sehr verwildert war und die Lehrer dadurch einen schweren Standpunkt hatten. Literarisches. * Laudes- Adreßbuch für das Großherzogtum Hessen. Im Verlage der Joh. Konr. Herbertschen Hofbuchoruckerei in Darmstadt ist soeben der erste Band eines gemeinnüßigen Werkes, das Adreßbuch für die Proving Startenburg erschienen. Das unter Förderung des Großh. Ministeriums der Finanzen und unter Mitwirkung der Bürgermeistereien entstandene Werf enthält einen Ueberblick über das Großherzogtum Hessen in geographischer, wirtschaftlicher, fultureller und politischer Beziehung, Ber zeichnisse der Angehörigen des Großherzoglichen Hauses, des Hofstaates, der Generalabjutantur, der Landstände, Gesandtschaften, Zivil, und Militärbehörden, öffentlichen Institutionen und Gemeinden, ferner ein Emwohnerverzeichnis der Gemeinden in den Kreisen Bensheim, Darmstadt, Dieburg, Grbach, Groß- Gerau, Suppenheim und Offenbach. Handelsfirmen und anderen Geschäfte der Städte Darmstadt, Das Wert gibt weiter eine Uebersicht über die eingetragenen Offenbach, Mainz, Worms und Gießen, ein Verzeichnis der Aerzte, Bahnärzte, Veterinärärzte, Rechtsanwälte und Notare, des Gendarmerieforps im Großherzogtum Hessen, sowie einen Anhang mit Inseraten. Der Band RheinDen Einzelversandt für Oberhessen hat die Rickert'sche UniversitätsBuchhandlung. November. Das Uns durchgespielt, sehr nett machte sich namentlich Dora hessen wird in einem Monat, der Band Oberhessen ight. In einem der Süß als Groom Dimitri. Das Haus dankte durch leb- nach weiterem furzem Zeitabstand erscheinen. pfe verlegt, daß in der Probemelten und Milchuntersuchung im September v. 36. der bach von einem herab Tob erfolgte. Da dieser gefeglichen Borschriften in der jüngsten Straf Interesse der Zucht auf Leistung. Im Jahresberichte des landw. Vereins für die Provinz Brockhaus' Jabiläums- Geschenk an das deutsche Volt kann man das erste Heft des Kleinen KonversationsBritons nennen, das zur Feier des 100jährigen Bestehens der Firma soeben ausgegeben werden ist. Eine töftliche Berhandlung. Rah uehessen befindet sich unter obiger Ueberschrift eine Zu Festgabe, ein Meisterwert in gt und Abbildungen und em von ihm gepachteten eführt worden, auch war er Berufsgenoffenfchaft ge weife vorzunehmen. Der Bügelkursus! Glanzbügel fann man binnen aus dem Grunde nicht Bochen gründlich erlernen. Auf rarbeit oben zur Herbeis Bunsch nachmittags. Abbaues notwendig war. Baterstraße 10, II. Gießen. zu dem Antrag der Frei Die Berningen Ariege terung fo großen Antlang ünglich vorgefehene Anzahl te. Die Befucher fommen felt. Der Kriegerverein hat Baldantanf. Rammer Jahren das hier liegende Gingang durch den Laden, ädt. Wohnungsnachweis Gießen. artenstraße 2, 3immer Nr. 14. find zu vermieten: Bohnung. von 7 Zimmern " 6 " " 5 M 4 " " " unnmöbl. u. 1 möbliert. Zimmer. 3 wateten gesucht: Boohnungen von 1--7 Zimmern. t jest auch die Butt Berkstätte. Drei Kronen- Schokolade,% Kilo Mk. 3.STOLLWERCK Einige Täfelchen gute reine Schokolade, während der Berufsarbeit genoffen, stärken und er= frischen überraschend schnell Körper und Geift. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, Eisendreher, 2 Schmiede, Maschinen1 Schuhmacher, 1 Schneider ( auswärts), 1 Glaser, 1 Installateur oder Spengler, 1 Hausbursche, 4 Dienstmädchen, 1 Köchin, 2 Lauffrauen. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Schmied, 1 Posamentier, 2 Schreiner. Es suchen Arbeit: 1 Bauschlosser, 2 Maschinisten oder Heizer, 1 Wagner, 2 Schreiner, 1 Rüfer, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 2 Wasch und Putfcauen, 1 Maurer, 1 Installateur oder Spengler, Arbeiter( leichte Beschäftigung), Auslaufer, 1 Fuhrmann 2 Kellner, 1 Lauf- oder Kindermädchen, 1 Dienstmädchen 2 Lauffrauen, Kassiere oder Diener, Bureaugehilfen. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 30. November. Zeitweise etwas aufheiternd, noch fälter auch am Tage Frost. Vereinzelt etwas Schnee. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betde in Gießen. Oeffentlicher Dank dem Herrn Franz Wilhelm, Apotheker, f. u. t. Hoflieferant in Nenukirchen, Niederösterreich, Erfinder des antirheumatischen und antiarthritischen Blutreinigungs Tees. Blutreinigend für Gicht und Rheumatismus. Wenn ich hier in die Oeffentlichkeit trete, so ist es deshalb, weil ich es zuerst als Pflicht ansehe, dem Herrn Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen, meinen innigften Dant auszusprechen für die Dienste, die mir dessen Blutreinigungstee in meinem schmerzlichen rheumatischen Leiden leistete und sodann, um auch andere, die diesem gräßlichen Uebel anheimfallen, auf diesen trefflichen Tee aufmerksam zu machen. Ich bin nicht imstande, die marternden Schmerzen, die ich durch volle 3 Jahre bei jeder Witterungsänderung in meinen Gliedern litt, zu schildern und von denen mich weder Heilmittel, noch der Gebrauch der Schwefelbäder in Baden bei Wien befreien konnten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte durch im Bette herum, mein Appetit schmälerte sich zusehends, mein Aussehen trübte sich und meine ganze Körperkraft nahm ab. Nach 4 Wochen langem Gebrauch oben genannten Tees wurde ich von meinen Schmerzen nicht nur ganz befreit und bin es noch jetzt, nachdem ich schon seit 6 Wochen keinen Tee mehr trinke, auch mein ganzer förperlicher Zustand hat sich gebessert. Ich bin fest überzeugt, daß Jeder, der in ähnlichen Letben seine Zuflucht zu diesem Tee nehmen, auch den Erfinder dessen, Herrn Franz Wilhelm, so wie ich, segnen wird. In vorzüglicher Hochachtung Gräfin Butschin- Streitfeld, Oberstleutnants- Gattin. Preis: 1 Paket Mk. 2.-, 1/2 Paket Mk. 1.Bestandteile: Innere Nußrinde 56, Wallnußschale 56, Ulmenrinde 75, Franz. Orangenblätter 50, Eryngiiblätter 35, Scabiosenblätter 56, Lemusblätter 75, Bimmstein 1.50, rotes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Carugwurzel 3.50, Radic. Cariophyll. 3.50, Shinarinde 3 50, Eryngiiwurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Graswurzel 75, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Sassaparillwurzel 35, Fenchel, röm. 3.50, weißer Senf 3.50, Nachtschattenstengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen Verfahren geschnitten und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht ist. Nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware. ,, Vorsicht beim Einkauf". Man weise minderwertige Nachahmungen entschieden zurück und beachte Namen und die Schuhmarken des Tees. Wo nicht erhältlich, direkter Versandt. Alle Sorten Gemüse Stadt- Cheater stets frisch, sowie gute Speisekartoffel billigst zu haben bet Frau Hammel Gieken, Gr. Mühlgaffe 6-8. 2 einfach möbl. Zimmer per fof. billig zu vermieten. Näh. Gießen, Marktstraße 11. Freibank. Ochsenfleisch 60 Pfg. Giessen. Dir.: Hermann Steingoetter. Freitag, den 1. Dezember 3. Volksvorstellung Die Herren Söhne. Volksstück in 3 Aften von Walther und Stein. Grosser Ausverkauf sämtlicher Schuhwaren für Herren, Damen und Kinder. Wegen bevorstehendem Umbau zu bedeutend ermäßigten Preisen, deshalb billigste Bezugsquelle. Franz Neumeyer Sonnenstrasse 20-22. Bekanntmachung. GIESSEN. Samstag, den 2. Dezember 1905, vormittags 11 Uhr, sollen im Bürgermeistereigebäude Zimmer Nr. 158 städtische Plätze zum Verkauf von Christbäumchen meistbietend verpachtet werden. Gießen, den 25. November 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Christ bescherung der Kleinkinder- Bewahr- Anstalt. Weihnachten naht heran, das Fest der Liebe und der Freude, das Fest der Kinder. Schon am 3. Advent, Sonntag, den 17. Dezember d. J., soll diesmal die Chriftbescherung für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. Wir haben für 240 Kinder den Weihnachtstisch mit Gaben zu decken. Um dies aus. führen zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder. Wir bitten uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen und dergl. zuwenden zu wollen, besonders aber auch Geldgaben, die uns die gleichmäßigste Bescherung für unsere Kleinen ermöglichen. Eine Lifte zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Bielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Frau Professor Drews, Seltersweg 87; Frau Rechtsanwalt Grünewald, Liebigstraße 21; Frau Johanna Haas, Oftanlage 31; Frau Rechnungsrat Kalbfleisch, Ludwigstraße 7; Frau Professor Leist, Moltkestraße 32; Frau Kirchenrat Naumann, Südanlage 8; Frau Luise Ottens, Bismarckstraße 11; Frau Lina Schmall, Oftanlage 36; Frau August Schwan, Seltersweg 64. Auch die Sch western unserer Anstalt sind bereit Gaben anzunehmen; man wolle freundlichst beachten daß dies die Kleinkinderschul- Schwestern sind, wohnend Diezstraße 15. Gießen, den 11. November 1905. Der Vorstand der Kleinkinder- Bewahranstalt. Dr. Naumann. Lahnkalk- u. Marmor- Industrie August Gabriel jr. Giessen Kalkwerke: Abendstern. - Telefon 84. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. Warenhaus E. 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Es ist untersagt, Hunde in dem Botanische Garten, in den städtischen Anlagen, sowie in de Anlagen vor den Bahnhöfen unbeaufsichtigt um herlaufen, oder die Gebüsche, Grasplätze und Beet in denselben betreten zu lassen. § 2. Das Mitnehmen von Hunde auf den Fried hof, in öffentliche Dienstgebäude, in Wirtschaft lokale innerhalb der bewohnten Teile der Stadt, an den Wochenmarkt, den Jahrmarkt und zu öffent lichen Festlichkeiten ist verboten. § 3. Es ist verboten, Hunde zur Nachtzeit auf der Straße fret umherlaufen zu lassen. § 4. Für jeden Hund, welcher in das nach Vorschri der Verordnung vom 16. November 1874, die Hunde steuer betreffend, von der Bürgermeisterei zu führend Deklarationsregister eingetragen ist, erhält der Be fiter des Hundes eine Blechmarke mit fortlaufen der Nummer, welche der Hund auf der Straße ftets am Halsbande oder am Manlforb zu tragen hat § 5. Alle biffigen Hunde, ferner alle größeren Hunde, ausgenommen Jagdhunde, namentlich Bullen beißer, Bulldoggen, Megger- und Schäferhunde, Neufund länder, Bernhardiner, Leonberger und Ulmer Hunde dann alle an einem Fuhrwerte angespannte oder zur Bewachung irgendwie angebundene Hunde, solche Hunde bezüglich welcher die Polizeibehörde desfallfige besondere Anordnung getroffen hat, müssen innerhalb der bewohnten Teile der Stadt auf der Straße mit einem das Beißen wirksam verhindernden Maul forb versehen sein, oder an einer kurzen Leine oder dergleichen geführt werden. § 6. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Be stimmungen dieses Reglements werden, insofern nicht die oben angeführten Bestimmungen des Polizeiftrafgeseges oder des Strafgesetzbuches Anwendung zu finden haben, mit Geldstrafe bis zu dreißig Mark bestraft. § 7. Hunde, welche in dem Botanischen Garten, in den städtischen Anlagen, sowie in den Anlagen vor den Bahn höfen(§ 1), oder zur Nachtzeit auf der Straße(§ 3) ohne Beaufsichtigung umherlaufen, oder welche auf der Straße 2c. nicht die im§ 4 vorgeschriebene Blechmarle tragen, oder der Vorschrift zuwider nicht mit einem das Jakob Häuser, Beißen wirksam verhindernden Maulkorb versehen find, bezw. nicht an der Leine geführt werden, sollen einge Neustadt 56 Gießen Neustadt 56. fangen und dem Wasenmeister überliefert werden, sofern der Eigentümer nicht zur Stelle ist und den Hund er obne Koften- in Gewahrsam nehmen kann. Die Rückgabe des Hundes erfolgt an ihre gehörig legitimierte Eigentümer oder Be vorschuss und figer nur innerhalb der nächsten fünf Tage nach dem diskret Teilhaber fucht oder Einfangen der Hunde und nur gegen Erstattung der von Grundstück Grundstück, Geschäft der Polizeibehörde zu bestimmenden Futterkosten. Die Fabrik, Gasthof, Restaurant, Land- binnen der genannten Frist nicht ausgelöften Hunde gut, Ziegelei, Mühle, Molkerei, werden zu Gunsten der Gemeindekasse veräußert oder Bäckerei 2c. berfaufen will, wende getötet. sich an - Nr 279. Ober Durch vorstehende Bestimmung wird das gegen die Fischer& Kubnert, Leipzig Eigentümer oder Besitzer der Hunde wegen Uebertretung Ankauf- Verkauf der Vorschriften dieses Reglements, bezw. der Verordnung bom 16. November 1874, die Hundesteuer betreffend Alteisen, Lampen, Knochen, Kupfer, einzuleitende Strafverfahren nicht berührt. Messing, Blei, Zink, Zinn etc., Möbeln, Betten, Weißzeug, Goldund Silbersachen, Münzen und Antiquitäten. von Louis Rothenberger Gießen, Neuenweg 22. Strickmaschinen sind das beste Erwerbsmittel. Auch auf Teilzahlung. Illustrierter Brachtkatalog geg. 30 Pfg. Briefm. V. Kirsch, Döbeln. 000000 Drucksachen jeder Art liefert schnell und preiswert Albin Klein, Glessen. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wit Landmannstraße von heute an bis auf weiteres fi den Fuhrverkehr gesperrt. die Gießen, den 29. November 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wir die Wolfftraße von heute an bis auf Weiteres fi den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 29. November 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Dienstag, den 5. Dezember d. J., vormittag 11 Uhr soll ein Teil der Anstreicherarbeit für der Neubau der höheren und erweiterten Mädchenschul öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen be uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, da daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunft be uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. - Gießen, den 29. November 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Drud und Verlag d ( 29. Fortfehung.) Maria liebte zog es dennoch vor, folchen öffentlichen im Hotel Kaiserhof. befand sich seit einig Aussteuer der Prin forgt werden sollte. feier angefeßten Te zur Verfügung st einigermaßen besch mit der Reise auf passenden Wohn Während das jun auf den rumäni folgenden Winter besorgten Hausar lebenslustige Fürf langweilige Flitter Wir können gefagt, während müßt ihr natürli felbft der allerbef vom Uebel." Aber auch in Das große Haus worden ohne sein gang wie in feine Bielleicht hatte er ein wenig sparsam er auf dem Sch bi Triumphe, in Pari eine plöbliche Ve eintreten zu lassen. nach einem passend höchst fatal, daß e funft von einer Er das Zimmer entschieden dagegen Maria deshalb in fchränfung auferlegte Für einen Bat jagt hat, taugt nu unferes Hotels unter Schnellen Genefung b Daß ich Lascar selbstverständlich; do forderungen ohne Wi liebenswürdigen Ar und suchte nichts so a jein mit ihrem Verlo Wochen ihr Gatte sei faum irgendwo ein f Maria schon wenige Umständen erfolgten daß Lascars Zustand исперсионное посто Inland ausgefiellt of einen Betrac von m beträgt 10 Pfennig wenn es mehrere Quittung. Voflanweisunge aufträge. Auch al pflichtiger Persone pflichtige Angestel würden die in p fonenfahrtarten i linien und im ftraßen unterlie geftuften Stemp einen Fahrauswe III. Klaffe 10 Schiffsverkehr 10 geführt werden, Befreit sind Fab Für Kraf lösen. Die Abga in einen festen G der Pferdekräfte Der Grundbetrag wagen mit ein od mehr als zwei@ Pferdekraft des Kr einer Pferdekraft 5 mäßig bei Kraftfah bat, 2 M. zu entrich zeuge bleiben frei. Aus parlamenta Steform- Storeion den Gine Londoner Flotte abermals um f