ihrer ärmlichen inen Geschwister Jeder Pfennig. letzte Hoffnung tritt schweigend ett aus, und die hbringe nichts," bricht in leises, der kräftig eine Frau die herz. mit feuchten fie eine Ahnung gefügt, fie emp. men Sie denten, an Ihre eigenen rem eigenen BeCann werden Sie ner Theater ein Ballensteins Lod" f eine wahrhaft atte, schickte ihin nes Bild in der terschrift:„ Herr verlobte sich die nson, eine Nichte nson. Kurz vor t zog sich auf ihr amfeit und setzte , in dem sie ihr gen einem Spital n möge auf ihr Namen und ihr insucht nach dem Cathilde Johnson ndsechsten Jahre dem arabischen fa und Westasien Jugend, etwa bis erhalten, welche ihres Lebens zeibollen Formen hauch durchschim lebhaften Spiel en und dem tiefen die jungen orien Aber diese Schö Jahren geradezu orientalische Frau Mannes ist und cher Arbeiten viel bitten, en, ft den besten Rat. nde, der Pechvogel eigenen Brüde nderen die meist Jend. Bismarckstr. 10. Weftanlage i nungen ber event. toei Stodw Nr. 150. sertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberken, die Kretse Wetzlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzelle 30 refp. 40 Bfg. Redaktion u. Sauptexpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Donnerstag, den 29. Juni 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährt. Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Ernste Beiten! Wenn der Sommer kommt und unsere Landwirte draußen im Felde von Tagesgrauen bis zum Beginn der Dämmerung schaffen müssen, dann bleibt ihnen für das Lesen einer Zeitung wenig Beit. Die Folge davon ist, daß das sonst liebgewonnene Lokalbatt für das Sommervierteljahr nicht bestellt wird. Man hat keine Zeit, heißt es immer! Die augenblickliche Weltlage aber zwingt jeden Menschen, der Interesse am öffentlichen Leben hat und haben muß, sich die Beit zum Beitungslesen zu gönnen. Die Politik in der ganzen Welt hat sich heute so gestaltet, daß jeden Augenblick solche Ereignisse tommen fönnen, die die Aufmertsamkeit aller beanspruchen. Wodurch will man aber stets auf dem Laufenden bleiben, wenn die Zeitung fehlt? Hat man keine Zeit, das Lokalblatt durchzulesen, so bleibt noch viel weniger Zeit, sich Auskunft beim Nachbar über wichtige politische Fragen zu holen. Wer draußen im Felde arbeitet, der nehme das Blatt mit hinaus und lese während der Frühstücks- und Vesperpausen darin. Man weiß dann, was in der weiten Welt vorgeht und fann darüber während der Arbeit nachdenken. Wie gesagt, ernst, sehr ernst ist die allgemeine Lage, besonders für Deutschland gegenwärtig und darum muß ein jeder seine Zeitung auch im Hochsommer weiter bestellen, der sich sonst damit entschuldigt: Ich habe jest teine Zeit zum Lesen! Die heutige Nummer ist die vorlegte in diesem Vierteljahr. Wer sofort das etwa Verfäumte nachholt, die Bestellung seinem Boten oder Briefträger aufgibt, der erleidet keine Unterbrechung in der Zustellung des Blattes. Erholungsferien und Reifefieber. In immer weiterer Ausdehnung bestreben sich Staat und Stadt und Private, Erholungsferien einzuführen. Der öffentliche höhere Beamte hat solche Ferien schon immer ehabt, wennschon nicht alljährlich in gleicher Ausdehnung, doch in einer gewissen periodischen Wiederkehr. Allmäh= lich ist das auch für die kleinen und kleinsten Beamten die Regel geworden. Was Staat und Stadt getan, das haben die Privaten sich zum Muster genommen. Auch den privaen Angestellten, den Privatbeamten, wie man sagt, sind Fehen eingeräumt worden. Und dabei bleibt man nicht ehen. Es ist die Anregung gegeben worden, daß den Handbeitern ebenso wie den kaufmännischen Angestellten ein Jährlicher Erholungsurlaub gegeben werde, ein Erholungslaub, während dessen der Lohn weitergezahlt wird. Narlich kann von solchem Vorzug nur dem Arbeiter gegenüber he Rede sein, der nicht von Monat zu Monat seinen Plat bechselt, sondern jahrelang an einer Arbeitsstätte aushält. Der Grundgedanke dabei ist der, daß eine Erholungspause in der Jahresarbeit, eine Ausspannung aus der geDonten Tätigkeit, überaus wohltuend, kräftigend wirkt, die örperliche wie die seelische Gesundheit hebt und erhält, und daß diese guten Wirkungen reichlich den unmittelbaren Arkitsausfall ausgleichen. Das Versäumte wird schnell nachcholt und kommt dem Arbeitgeber mit zugute, so daß dieser chts übriges tut, wenn er zu den Erholungskosten beieuert. ten Treppe for manches Hindernis im Weg, und man darf nicht mit SicherBohnungen von ubehör hergerid , Sofmannfr SEIFE enah undern -Industrie For Fr. Glesson Telefon 84. kalke in Stücke steine D.N.F len. Gewiß steht der Verallgemeinerung in der Praris noch beit annehmen, daß sie alle sich werden beseitigen lassen. ber Fortschritte in der angedeuteten Richtung sind schon zu zielen. Hierfür bürgen die Fortschritte, die bereits gemacht sind. Für den jungen Kaufmann von heute, für die Buchhalterin, Korrespondentin, Verkäuferin, ist der jährlich iederkehrende Erholungsurlaub ganz selbstverständlich. Je Der Arbeitgeber ist darcuf eingerichtet und legt Wert darani, Daß seine Angestellten von dem Urlaub angemessenen Gebrauch machen. Vor fünfzig, ja vor dreißig Jahren kannte nan das noch nicht. Der völlige Wandel der Anschauungen, Ansprüche, Gewohnheiten hat sich also innerhalb eines eingen Menschenalters vollzogen. Wenn man das bedenkt. it man sich nicht getrauen zu behaupten, daß eine weiEte Entwickelung in derselben Richtung ausgeschlossen und idt auszudenken wäre. Der Erholungsurlaub ist sozusagen eine nationale Instihion geworden. Da er als den Angestellten zukommend mehr und mehr anerkannt ist, so liegt es in der Natur der Sache, daß auch der Anstellende ihn für sich in Anspruch timmt. Und mit vollem Recht. Der Arbeitgeber, er beHäftige viel oder wenig Personen oder bewahre nur für sich allein Arbeitsselbständigkeit, bedarf ganz gewiß des Erbolungsurlaubs. a er in der Regel verheiratet ist, so wird er in der Wahl der Zeit doppelt beschränkt sein, nicht bloß durch die Rücksicht auf seinen Geschäftsbetrieb, sondern auch durch die Rücksicht auf die Kinder, die nur während der Schulferien den Schulort verlassen können. Darum ergreift in der Ferienzeit ein wahres Reisefieber einen großen Teil der Bevölkerung. Wie stark dieses Fieber ist, hat sich erst jüngst gezeigt, als die falsche Meldung verbreitet worden war, die Sondervergünstigungen für Ferienzüge usw. sollten fortfallen. In den weitesten Kreiſen trat eine außerordentliche Erregung zutage, die sich in geräuschvollen Versammlungen, in recht energischen Resolutionen und Eingaben Luft machte. Man fühlte sich in liebgewordenen Gewohnheiten bedroht. Glücklicherweise war es falscher Alarm gewesen, ist die Ferienreise nicht bedroht, sollen Erholungsurlaub und Erholung nicht gekürzt werden. Wäre es aber nicht ganz gut, wenn man sich einmal überlegen wollte, ob zur guten Ausnüßung des Erholungsurlaubs, ob zur Erzielung wirklicher Erholung eine Reise unter allen Umständen erforderlich ist? Ueberall ist's schöner als zu Haus, und zu Haus ist's am schönsten", sagt ein scherzhaftes Sprichwort, das vollständig Recht hat. Der Reiz der Abwechselung läßt alles Fremde schöner erscheinen, als das Heim; aber bald findet man heraus, daß das Heim doch das schönste von allem ist. Wer Heilquellen oder einen Luftkurort aufsuchen muß, wen der Arzt verschickt, der kann fich freilich der Reise nicht entziehen, dem ist sogar das Ziel vorgeschrieben. Doch wem die Gesundheit freie Verfügung läßt, der sollte bedacht sein, Erholung ohne Reiseanstrengung, ohne Störung in der gewohnten Lebensweise und Ernährung zu suchen. Es sind ihrer nicht allzu wenige, die sich einen Urlaub gar nicht anders verwendet vorstellen können, als zu ermüdenden förperlichen Leistungen, denen ein verstärkt erholungsbedürftiger Rustand folgt. Hier wäre etwas Selbstzucht recht wohl am Blaze. Der Urlaub ist der Erholung und nicht des Reisens wegen da, auch das Reisen soll nur der Erholung dienen und nicht einen Selbstzweck bilden. Vernünftige Menschen werden auch nicht deshalb eine Reise unternehmen, weil andere dieselbe Reise gmacht haben, weil die Reise gewissermaken zum„ guten Ton" gehört, noch weniger, um damit in einer gewissen Art zu renommieren. Wir sind keine Feinde des Neisens, gewiß nicht! Aber Feinde der Reiseeinbildung und des eingebildeten Reisezwanges sind wir; zu dieser Feindschaft bekennen wir uns ganz offen. Die Hufnahme der deutfchen Note. ( Eig. Bericht.) Paris, 28. Juni. ganzen Die deutsche Antwort auf die Nouviersche Note in der Marokkoaffäre ist eingetroffen und nach Landesbrauch mit vielem Augenzwinkern und Geheimnisbeteuerungen sofort in allen Einzelheiten in die Deffentlichkeit gebracht worden, so daß sich Fürst Bülow die Gebühren für die den Marokkofonferenzmächten von 1890 zugedachten Abschriften hätte ersparen fönnen. Was hat er gesagt?"-Diese Frage a gestern abend schon von Mund zu Mund, und niemand fragte vergeblich. Vor allem wurde konstatiert, daß„ er", nämlich Fürst Bülow, sehr höflichy" gewesen sei, sehr„ verbindlich" segar, und das wurde so lieblich empfunden, das ging so füß ein, daß man kaum einen bitteren oder auch nur herben Nachgeschmack empfand, als man weiter zugestehen mußte:„ er", nämlich Fürst Bülow, habe in der Sache nicht das geringste Zugeständnis gemacht. Die einmal hervorgerufene gute Laune beeinflußte das Urteil so sehr, daß man dem Fürsten Bülow vollständig recht gab, wenn er die Sumutung zurückwies, in der Vorbesprechung und durch die Vorbesprechung, die zur Berufung einer neuen Marokkokonferenz führen solle, diese Konferenz überflüssig zu machen. Das war zu wikig gesagt, zu fein pointiert, als daß es den Franzosen nicht hätte gefallen sollen. Es hat beinahe den Anschein, als bedauerten sie an der Marokkoaffäre nur noch das eine: daß diese gute Wendung nicht von der französischen Diplomatie ausgegangen. Ueberdies war die witige Abweisung, wie schon gesagt, in so verbindliche Form gebracht, daß man nichts übel nehmen und sich unbefangen dem ästhetischen Genuß der Noten- Unterhaltung hingeben konnte. Daß man in der Sache nichts ausrichten wird, weiß man hier ganz genau. In den ernsthaften Kreisen hat man sich damit auch abgefunden, und man ist nur darauf bedacht, die öffentliche Meinung dahin zu bearbeiten, daß sie das Dessert von Delcassés Tafel ohne Widerstreben, äußeres wie inneres, verschlucke. Zu dem Ende wird die spanische Presse aufgeboten, deren sonst nie beachtete Stimmen plötzlich in den hiesigen Blättern lauten Widerhall finden. Man nimmt es den Madrider Zeitungen nicht einmal übel, daß sie sich herausnehmen, die Franzosen über die Forderungen des gesunden Menschenverstandes" zu belehren, der es verbiete, aus dem wertlosen Marokko einen Zanfapfel zu machen, wegen dessen das sehr wertvolle Einvernehmen mit dem immer freundlichen Nachbar in die Brüche gehen könnte. Wer mit den hiesigen Verhältnissen einigermaßen vertraut ist, der weiß, daß man es im vorliegenden Fall mit bestellter Arbeit zu tun hat. Wäre das nicht, die spanischen Blätter dürften lange reden, ehe sie hier ein Echo fänden; man würde ihnen kaum die Ehre einer Zurückweisung gönnen. An Herrn Rouvier ist es jetzt, einen ,, guten Abgang" zu finden, wie die Schauspieler sagen, ein gutes ,, mot de la fin". Findet er das gute Schlußwort, so hat er alle Franzosen für sich, und wenn er in jedem einzelnen fachlichen Punkte nachgäbe. Und er wird es finden sollte man es ihm selbst von Berlin aus einblasen. Noch nicht heute, noch nicht morgen, aber in absehbarer Zeit gewiß. Das Einlenken, das zunächst dem Scherif von Mareffo zugute gekommen ist, hat bereits begonnen. - Der Krieg in Oftalien. Der amerikanische Botschafter in Petersburg hat dem russischen Minister des Auswärtigen den Vorschlag gemacht, den 1. August als Termin für die Zusammenkunft der Bevollmächtigten Rußlands und Japans in Washington zu wählen. Graf Lambsdorff soll angeblich noch am gleichen Toge geantwortet haben, daß Rußland einverstanden sei. Troß dieser ziemlich bestimmt auftretenden und von russischoffiziöser Seite verbreiteten Meldung wird in vielen diplomatischen Kreisen noch immer angenommen, daß die Friedensaussichten ziemlich zweifelhaft find. Man will nicht glauben, daß die russische Diplomatie ihre traditionelle Verschleppungstheorie verlassen hat und nur Zeit gewinnen will, um eine günstige Wendung der Dinge abzuwarten. Diese erscheint aber fast ausgeschlossen, da in der Mandschurei die russischen Chancen immer schlechter werden. Die Japaner drängen erfolgreich vor. So muß General Lenewitsch melden, daß der Feind die Offensive gegen die Kavallerievorposten südlich der Eisenbahn ergriffen habe. Die Japaner, welche Verstärkungen an Infanterie und Kavallerie erhielten, vertrieben die russischen Vorposten nach Norden zu. In der Gegend von HaiTungchen wurde ein russischer Kavallerievorposten im Tale des Tsinkheflusses von den Japanern vertrieben. Freiwillige Jäger erschienen zur Verstärkung, doch diese gerieten bei Santtiatay in das feindliche Artilleriefeuer. Japanische Infanterie ist in den koreanischen Bergen gesehen worden. Die Japaner vertrieben ferner die Kosakensotnien der russischen Vorhit. Eine russische Schlappe wird aus Tokio gemeldet. Die Russen griffen nach einer amtlichen Depesche in Stärke von fünf Kompagnien mit sechs Kanonen am 26. d. Mts. die Umgebung von Changhiatsen, 12 Meilen nordwestlich von Kwangpsing, an und wurden zurückgeschlagen. Japanische Kavallerie besetzte am gleichen Tage Rusiöng, 10 Meilen nördlich von Ayongsyong im Norden Koreas. Der Rückzug der Russen auf Wladimostek scheint beschlossene Tatsache zu sein. Dem Petersburger Generalstab zugegangene Nachrichten melden, daß die Zurückziehung von drei Schüßenregimentern mit Kavallerie und Artillerie, im ganzen 12 000 Mann, auf Wladiwostok eine Folge des Vormarsches der 100 000 Mann starken sechsten japanischen Armee unter General Hasegawa ist. Die Politik. * Eine Interpellation über den Stand der einheitlichen Reform der Personen- und Gepäcktarife ist im preußischen Abgeordnetenhause eingebracht worden. Die Anfrage wird von den Abgeordneten Dr. Friedeberg und Freiherr von Zedlig begründet werden. * * Die Vorarbeiten für das genehmigte Stück des Mittellandfanals sollen jest in Angriff genommen werden. Am 1. Juli wird von der Regierung ein besonderes Kanalbureau in Essen errichtet. * * Die württembergische Kammer berät gegenwärtig über die Verfassungsreform. In der letzten Debatte verwahrte Ministerpräsident von Breitling die Regierung gegen den Vorwurf, daß sie sich in der Verfassungsfrage nach links entwickele. Die Regierung suche konservativen Ersatz für die ausscheidenden Privilegierten in einer Iebensfräftigen Gestaltung der Eisten Kammer. Der Ministerpräsident erflärte sodann rcchmals, daß die Regierung an dem Zweifammersystem unbedingt festhalte, dafür aber die Umgestaltung der Zweiten Kammer in eine reine Volkskammer aufs loyalste durchführen werde. Dann werde für Württemberg das freisinnigste Wahlrecht im ganzen Deutschen Reich bestehen. * * Un eine unbeschränkte Zulassung der Volksschullehrer zum iversitätsstudium will der preußische Lehrerverein petitionieren. Den Lehrern soll das Recht verliehen werden, nicht nur als Hörer, sondern als vollberechtigte Studierende sich bei der philosophischen Fakultät eintragen zu lassen. Die Petition soll jedoch erst dann abgesendet werden, wenn die Beratungen über das Schulunterhaltungsgeset zu einem gewissen Abschluß gekommen sind Eine Vermehrung der Unterrichtskurse für Lehrer und Lehrerinnen zur Leitung von Belts- und Jugendivielen ordnet eine Verfügung des preußischen Kultusministeriums an. Die einzelnen Regierungen sollen durch geeignete Versönlichkeiten solche Surse abbatten lassen. Ocfterreich- Ungarn ** Das Wiener Abgeordnetenhaus erledigte die erste Lesung des Handelsvertrages mit Deutschland. Die Vorlage wurde dem Zollausschuß überwiesen. Skandinavien. ** Das schwedische Reich will die nene Regierung in Norwegen nicht anerkennen. Eine Mitteilung mit diesem Entschluß ist an die Mächte versandt worden. Rufeland. ** Die Zunahme der allgemeinen Unzufriedenheit macht sich in immer steigendem Maße geltend Tros icharfer Zensur führen die Blätter eine stark revolutionäre Sprache, ind es ist geradezu von einem gewaltsamen Sturz des gegenwärtigen Regierungssystems die Nede. Zunächst scheint ein allgemeiner Streit sich anzubahnen. In allen ruben des Sosnowicer Reviers sind die Arbeiter in den Ausstand getreten als Antwort auf die Mobilisierung, und die Bewegung dehnt sich auf andere Gegenden aus Trotz der Erlasse, die in Lodz von der Militärgewalt auf Grund des Kriegszustandes ausgehen und die Bewegung der Bewohner start einengen, dauern die blutigen Krawalle dort und, in Warschau an. Die Bomben- Anschläge nehmen kein Ende, und Polizisten sind durch Revolverschüsse und Dolchstiche getötet. Auch aus Warschau wandern alle, die entkommen können, aus. Sehr bezeichnend für die wachsende Gärung ist es, daß ein von der Regierung angeordneter feierlicher Gottesdienst vor dem Kreml in Moskau, der in einem Gebet um den Sieg gipfeln sollte, gänzlich verunglückte, indem die wenig zahlreich erschienenen Teilnehmer den Ruf:„ Wir wollen keinen Sieg!" ertönen ließen. Die aufrührerische Bewegung in Rußland macht sich auch in den dem Zarenreiche benachbarten deutschen Gebietsteilen bemerflich Tie preußischen Behörden haben bereits Maßnahmen zur Bewachung der Grenze vorgesehen. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser segelte die Wettfahrt des Kaiserlichen Jachtklubs von Kiel nach Eckernförde an Bord seiner Jacht Meteor" mit, die indessen hinter der„ Hamburg" zurückstehen mußte. Abends nahm der Kaiser an dem herkömmlichen Bierabend des Klubs im Marie Luisenbade in Borky teil. Der Großherzog von Sachsen ist vom Kaiser à la suite des ersten Seebataillons gestellt. Der deutsche Kronprinz und seine junge Ge mahlin gaben in ihrem neuen Heim, dem Marmorpalais in Potsdam, ein größeres Diner, an dem sämtliche Offiziere des 1. Garde- Regiments 3. F. mit ihren Damen teilnahmen. In Berlin schwirren wieder Verlobungsgerüchte umher Es heißt, Prinz Eitel Friedrich, der zweite Sohn des Kaiserpaares, werde sich demnächst mit Prinzessin Alexandra zu Schaumburg- Lippe verloben. Die Prinzessin ist 26, der Prinz erst 22 Jahre alt. ** Preussischer Landtag. Herrenhaus. ( 45. Situng.) Berlin, 28. Juni. Heute soll das Herrenhaus nun über das Schicksal der Es herrscht eine entschieden Berggesetze entscheiden. fampfesfreudige Stimmung. Die Minister siten unruhig, offenbar erwarten sie Bülow. Das Haus ist sehr stark besucht. Zuerst werden die Arbeiterausschüsse zur General. diskussion gestellt. Graf Thiele Windler, Fürst von Haßfeldt und Vopelius haben zwar schwere Bedenken gegen die Vorlage, aber sie ziehen das kleinere Uebel vor. Minister Möller verteidigt sich gegen etliche Vorwürfe der Vorredner und beklagt sich, daß der Bergbauliche Verein ihn im Stiche gelassen habe. Graf Botho zu Eulenburg bedauert, daß die Regierung sich zu sehr engagiert habe, aber er müsse doch für die Regierung eintreten. Zwischen Graf Mirba ch und v. Helldorf, dem Erminister v. Bötticher sefimdiert, entspinnt sich ein Duell über die Gedanken Bismarcks beim Passieren des Alters- und Invalidengesetzes, es fallen scharfe Worte, wie Doppelzüngigkeit und Gewissenlosigkeit; Prof. Schmol. I er polemisiert gegen Vopelius, Schmieding erklärt fich als Gegner aller drei Vorlagen, und dann kommt das Ereignis des Tages: Fürst Bülow ist soeben gekommen und redet nun. Mit wenigen Worten nur streift er den Gegenstand der Vorlage, dann sagt er langsam und schwer betonend: ,, Aus einer sozialen Maßregel ist eine hoch poli tische Vorlage geworden, deren Ablehnung schwere politische Folgen nach sich ziehen würde; ich erwarte, daß das Haus weiß, was es als Stütze der Staatsregierung zu tun hat." Damit ist der Sieg gesichert. Nachdem noch einige Redner gesprochen, wurden sämtliche Anträge abgelehnt und das Gesetz wird als Ganzes mit überwältigender Majorität angenommen. Bei der 2. Vorlage ging die Resolution b. Burgdorff durch, worauf nach kurzer Debatte Minister Möller das ganze Stilllegungsgesetz im Namen der Staatsregierung zurückzog. Trotz der vorgerückten Stunde erledigte man auch noch die Mutungssperre und damit die ganzen Berggesetze. Nab und Fern. Eisenbahnunglück in Belgien. Auf dem Nordbahnhofe in Brüssel stieß vorgestern ein aus Lütti kommender Personenzug mit einem Güterzuge zusammen. Ein Zugführer erlitt schwere, ein Maschinist und ein Heizer leichtere Verwundungen. + Ein Opfer der studentischen Mensur. Ein Student der technischen Hochschule zu Hannover ging mit einem Kommilitonen auf Schläger los. Die Schmisse, die er erhielt, wurden zu bösartigen Verwundungen, an deren Folgen der Student, ein Norweger von Geburt, vorige Woche starb. Es wird angenommen, daß der Schläger nach der vorigen Mensur nicht ordentlich gereinigt war und deshalb die Verwundungen eine Blutvergiftung nach sich zogen. Aehnliches ist schon mehrfach vorgekommen. Der Greis als Selbstmörder. In Erlangen hat sich ein 79jähriger Privatier in Kandhafen ertränkt. Ungünstige Vermögensverhältnisse haben den unglücklichen Greis in den freiwilligen Tod getrieben. A Straßenbahn- Unglück. In Plauen i. V. famt ein elektrischer Straßenbahnwagen infolge Versagens der Bremse ins Rollen, sauste die steile Bahnhofstraße abwärts und fuhr in ein Haus hinein. Dabei wurden eine Berfon getötet und vierzehn verlegt. Auch im Tode vereint. Ein tragischer Vorfall wird cus Aken a. Elbe berichtet. Dort verstarb gestern ein junger Schiffer, der erst vor drei Tagen von Hamburg eingetroffen war, am schwarzen Typhus. Seine junge Frau hat sich im Schmerz über den Tod ihres Mannes sofort durch Lysol vergiftet. Im Zufluchtsort verhaftet. In Chicago wurde vorgestern ein Deutscher namens Georg Bartholomäns verhaftet; er soll ein Bauunternehmer aus Kassel sein und Fälschungen in Höhe von 100 000 Mark begann ben. Ein Millionär im Zuchthans gestorben. In der Strafanstalt zu Waldheim starb dieser Tage der 70jährige Baumeister Friedrich aus Leipzig, dessen Bermögen nach Millionen zählt, und der im Jahre 1903 wegen Ablegung eines Falscheides in einem geringfügigen Zivilsireite zu mehrjähriger Zuchthausstrafe verurteilt worden war. O+ Das Attentat der Ehefran. Aus Eifersucht hat die Frau eines Stadtreisenden in Berlin den Tod ihres Mannes herbeigeführt. Als der Mann eines Abends aus einer Kneipe mit Damenbedienung angetrunken nach Hause kam und nach einem heftigen Streit mit der Frau sich schlafen gelegt hatte, begoß diese ihn mit Karbolsäure. Der Mann erlitt so schwere Brandwunden, daß er jetzt im Krankenhause verstorben ist. Gegen die Frau ist ein Strafverfahren wegen Körperverlegung mit tödlichem Ausgang eingeleitet. er= Tod durch Explosion einer Lampe. Die Gattin des Professors Köppner an der Kriegsmarine- Akademie zu Fiume goß Spiritus auf eine Lampe, die noch vor kurzem gebrannt hatte. Infolge der fortwirkenden Wärme felgte eine Explosion, und Frau Köppner erlitt am Gesicht schwere Brandwunden, an deren Folgen sie unter schrecklichen Schmerzen verstarb. Die erste elektrische Schnellbahn? Die belgische Abgeordnetenkammer forderte einstimmig die Regierung auf, eine Vorlage einzubringen über den Bau einer elektrischen Schnellbahn von Brüssel nach Antwerpen. Furchtbares Unwetter in Italien. Das Unwetter, das in den letzten Tagen in Oberitalien hauste, hat sehr schlimme Verwüstungen angerichtet. In der Provinz Ferrara hat ein furchtbarer Hagelschlag die gesamte Ernte zerstört. Dic Hagelförner waren von der Größe der Hühnereier. Das Vich auf den Feldern wurde erschlagen, und sogar sechs Personen verloren durch den Hagelsturm das Leben. Hus Gerichtsfaal. § Hoensbroch gegen Dasbach. Graf Paul v. Hoensbroech hat die Revision, mit der er die vom Kölner Oberlandesgericht ausgesprochene Abweisung seiner Klage gegen den Abg. Dasbach angefochten hatte, zurückgezogen. Das Urteil des Kölner Oberlandesgerichts, demzufolge Graf Hoensbroech den Nachweis, daß der Sak, der Zweck heilige die Mittel, jesuitischer Grundsatz sei, nicht erbrachte, hat damit Rechtskraft erlangt. § Revision im Bachsteinprozeß. Gegen den Freispruch des Oberkriegsgerichts, das in den bekannten Aeußerungen des Divisionspfarrers Bachstein keine Gotteslästerung fand, hat der Gerichtsherr abermals Revision eingelegt. § Ein verurteilter Volksvertreter. Das königliche Gericht in Budapest sprach den wegen des Verbrechens der Veruntreuung in erster Instanz schuldig gesprochenen früheren Abgeordneten Advokaten Valentin Eötvös, gleichfalls schuldig und verurteilte ihn zu einer Kerkerstrafe von drei Jahren, zu zehnjährigem Amtsverlust und zum Verluste der politischen Rechte in derselben Dauer. Eötvös meldete die Nichtigkeitsbeschwerde an. § Die Speisekarte als Urkunde. Der Stammgast eines Restaurants hatte den Scherz gemacht, eine der Speisefarten dadurch zu verbessern, daß er unauffällig die Preise herabsetzte. Ein Gast bestellte nach dieser revidierten Speisekarte ein Diner, das nach normalen Preisen 2,50 Mt., so aber nur 90 Pfg. kostete. Er weigerte sich denn auch entschieden, mehr als seine 90 Pfg. zu bezahlen. Der Kellner, der die Speisen am Büfett voll bezahlt hatte, verlangte vom Wirt 1,60 Mk. zurück, aber vergeblich, und auch der bald ermittelte Stammgast verweigerte jeglichen Ersatz. Der Kellner verklagte nun den Wirt auf die 1,60 Mk. und denunzierte den Uebeltäter wegen Urkundenfälschung. § Arzt und Zahnarzt. Das Dresdner Landgericht hat die Entscheidung getroffen, daß die Zahnheilkunde nur ein Teil der gesamten medizinischen Wissenschaft ist, und daher ein approbierter Arzt dieselbe Erfahrung und Ausbildung in der Zahnheilkunde haben müsse, wie der Zahnarzt. Ein seit längerer Zeit praktizierender Arzt nannte sich auf seinem Straßenschilde Spezialarzt für Zahn- und Mundfrankheiten". Das Schöffengericht verurteilte ihn zu 10 M. mit der Begründung, daß Breitbach wohl die Vollapprobation als Arzt, nicht aber als Zahnarzt besitze. Die Sache ging bis an das Oberlandesgericht, welches das Urteil aufhob und die Sache zur nochmaligen Verhandlung ans Landgericht zurückverwies. Dieses sprach den Angeklagten frei. Seefchlachten einft und jetzt. Ein Pendant zur russischen Flottenkatastrophe. Die vernichtende Niederlage der Flotte Admiral Roschdjestwenskis in der Straße von Korea hat mancherlei Erinnerungen an große Seegefechte in vergangenen Jahrhunderten wachgerufen. Vielfach wurden die französische Niederlage zur See bei Trafalgar und die Zerstörung der spanischen Armada zum Vergleich herangezogen. Der Sieg des japanischen Admirals Togo kann sich allerdings getrost den Taten der Seehelden Nelson und Howard an die Seite stellen, übertrifft sie vielleicht noch. Aber nicht nur bei Traalgar, bei den Orkney- Inseln, wo die stolze Armada Philipps II. ihr Ende fand, und in der Tsushimastraße blieb von einer ganzen mächtigen Flotte kaum ein Schiff übrig. Die Geschichte erzählt von einer ähnlichen gewaltigen Kriegstat in den italienischen Gewässern. Diese Schlacht wurde 1676 geschlagen und kostete dem größten Seehelden der damaligen Zeit, dem holländischen Admiral Runter, Flotte und Leben. Sieger in zwanzig Schlachten gegen die rereinigten Streitkräfte Frankreichs und Englands, war Ruyter ins Mittelmeer geschickt worden, um die Spanier, die sich damals im Kampje gegen Ludwig XIV. befanden, zu unterstützen. Die französischen Schiffe des Admirals Abraham Duquesne bombardierten die sizilischen Häfen. D umbesiegbare Ruyter suchte sofort den Feind auf und li sich überraschen, während er ruhig und mit demselben Ver trauen, das Roschdjestwenski bei der Einfahrt in die Korea. straße hatte, durch die Straße von Messina fuhr. Der hol ländische Admiral erlitt hier eine erste Niederlage, von welcher er sich jedoch bald erholte, so daß er sich mit der spanischen Flotte vereinigen konnte. Am 22. April erlitten die Verbündeten eine neue blutige Niederlage vor Catania: in dieser Schlacht, in der sich 40 französische und 50 spanisch helländische Schiffe gegenüberstanden, verlor der tapfere Ruyter das Leben. Der Tod des berühmten Admirals hatte die Verbündeten entmutigt, so daß sie, obwohl sie noch immer die größeren Streitkräfte besaßen, sich aus der Umflamme rung des siegreichen Feindes zu retten suchten. Duquesne ließ sie aber nicht los und zwang sie in der Nähe von Pa Termo noch einmal zur Schlacht. Dort vernichtete Duquesne an einem einzigen Tage, am 2. Juni, die beiden feindlichen Geschwader vollständig. Die sieben französischen Brander E namens Menja Seine neue Sintf Auf feinen Rat en- Ardhe banen Erit in Auftrag sie Aldankung be Ser fich zum dodhte feinem im Fund halte dazu ci mens Mome de Dio ten des Sarn Rebaudy Fogen, bon ihm zu 1 Scifer" taiferin" Maffich mit ein Frans migt. Madan der aufzunehm ten in Unterha Some eine große Bar Gefchichte der mals, das in Beter Genlein, erri orifche Uhrenaus underten der Foftbe it intereffantes ren gegeben werd Menes aus Denti rton feinem Befiger steckten 18 feindliche Schiffe in Brand und bohrten sie in aus der vorgefchid den Grund; mehrere andere Schiffe wurden von ihnen gefunden, die zur S unter das Feuer der Kanonen Duquesnes getrieben. Dies wurde. Dieser Holländer flüchteten sich in den Hafen von Palermo, wo sie der dort dieser sich sicher glaubten. Aber die französischen Brander drangen tagezeigt wurde, durd in den Hafen ein und zündeten die entflohenen Schiffe an; id gefundenen Metal noch übriggebliebenen Schiffe der vereinigten Spanier und es befanden sich darunter auch mehrere Transportschiffe, die mit Pulver und Munition beladen waren, und die furchtbaren Explosionen zerstörten nicht nur die letzten Reste der verbündeten Flotten, sondern auch die Hafenanlagen und de eingeführt feien. [ Gin vorsichtiger after in Schöned woll Um fich vor unli mehrere Stadtteile. Von den beiden mächtigen Geschwa- her folgende Befa dern, die 1: och wenige Wochen vorher von dem ruhmreichen Ruyter befehligt worden waren, blieb auch nicht die Spur übrig. 700 Kanonen und 5000 Mann fielen in die Hände der Franzosen, die selbst nur 2 Offiziere und 12 Mann verToren hatten. Man muß sich darüber wundern, daß ein so gewaltiger Sieg, wie der bei Palermo, so rasch in Vergessen. heit geraten konnte; das ist aber jedenfalls darauf zurückzuführen, daß er auf die Weltgeschichte keinen entscheidenden Einfluß hatte. Ludwig XIV. zeigte seinem siegreichen Admiral keine besondere Dankbarkeit, sondern begnügte sich mit einem wohlwollenden Empfang das war alles. Der Mikado wird die Dienste des um sein Vaterland so hochverdientez Togo sicher besser zu würdigen wissen. Der Landwirt gd Militärische Hilfe bet ven entcarbeiten. Die Landwirte stellten bisher ihre Anträge um Abkommandierung von Mannschaften auf gutes Gelingen hin bei den Kom mandostellen. Vielfach geschah dies zu spät, daß die Gesuche nicht berücksichtigt werden fonnten. Jetzt erinnert die Mili tärbehörde durch Bekanntmachungen selbst daran, möglichst früh die Kommandierung von Mannschaften zu beantragen, da sonst infolge inzwischen festgesetter Dispositionen feine Mannschaftsgestellung erfolgen könne. Die Landwirte müssen sich verpflichten, den Leuten ein gutes Unterkommen und gute und ausreichende Beköstigung zu gewähren, ihnen ferner eine der Arbeit entsprechende Entschädigung in Geld zu zahlen und ihnen Gelegenheit zum Besuche des Sonntagsgottesdienstes zu bieten. Die Truppenkomman dos find berechtigt, von der gewährten Entschädigung einen Teil zum besten der ärmeren Mannschaften einzuziehen. - Vermischtes. efonner bin, mid an bi ich innerhal iida machen." Spielen mit Sh einem Wald Heinem Patrouille Baum gehäng alte im Spaß au ind die Schrotladu ft und Gesicht, so d Gegt über die 6 3eiten La sung des Ausf werke und Rürlich fand in J duffes des Deutsc nertages statt. ist folgendes he fur Frage des B de voijährigen libid von der sog Myntwurf betr. Einf wifes bor; ebenso Forderungen betr. Heinen Befähigur alert. Der Aussch die Vertreter der Handwerks-12. Auguft) die nur des Kammert Sumer legte die März d. J. ein laag vor. Er fan fassung des Ro Entwurf zu e Buken, Baden, gton Beamten [ Die Juwelen der Gräfin Lonyay.] Die frühere Kronprinzessin Stephanie von Desterreich, jetzt Gräfin Loen für den D nyay, muß sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden. Sie hat einen Pariser Juwelier beauftragt, ihre schönsten- welen öffentlich zu versteigern. Der Juwelier hat einen Katalog fertiggestellt und soeben zur Versendung_gelangen lassen, nachdem er der Prinzessin Luise von Koburg das Verzeichnis unterbreitet hatte für den Fall, daß sie sich beim Verkauf der Kostbarkeiten vormerken lassen wollte. Es ha delt sich um 15 Prachtstücke im Gesamtwert von einer Mi lion. Außerdem will die Gräfin den Brautschleier, den ihr Brüsselere Damen verehrt und der auf 30 000 Fr. geschäst wird, versteigern lassen. - [ Ein Anziehungspunkt für Gewitter.] Der Kaiser Grund Konsum A bie in neue Behrlingeber mit mern) ja tären, w Material zu sammeln. Ebenfo foll die F Wilhelm- Kanal hat, wie die letzten Gewitter auss neue bien ausgebildeten L weisen, starken Einfluß auf die elektrischen Entladungen bandwertstammern Gewittern ausgeübt. Die Anwohner des Kanals haben die Beobachtung gemacht, daß die aus der Gegend der Elb mündung heraufsteigenden Gewitterwolfen auf ihrem Zuge über das Land fast ausnahmslos der Richtung der neuer Wasserstraße folgen. Die Erscheinung zeigt sich auf der ganzen Strecke von der Brunsbütteler Mündung über Grü nental hinaus bis in die Eiderniederung. In einigen Ge genden Dithmarschens hat man seit Jahren fein Gewitter erlebt. Blitzschäden treffen gewöhnlich Häuser in der Näh des Kanals. =[ Streit um ein ärztliches Honorar.] Durch ein fürs liches Honorar, das er von einem amerikanischen Milliar där erhielt, gelang es dem Pariser Chirurgen Doyen, eine internationale Berühmtheit zu erlangen. So wurde er von einer belgischen Familie zur Behandlung einer Nieren- Enzündung berufen. Er tam zweimal von Paris nach Be gien und führte eine kleine Operation aus. Trotzdem sta der Patient und die Familie sandte dem Arzte ein Honora oon 3000 Franks. Dr. Doyen stellte eine Forderung vo 30 000 Francs entgegen. Die belgische Familie bot darau 4000 Francs. Das Gericht in dem belgischen Orte Dinant wies den Pariser Arzt mit seinen Ansprüchen ab und er klärte die Summe von 4000 Francs für völlig ausreichend. Das Appellationsgericht in Lüttich, bei dem Doyen Beru jung einlegte, schloß sich dieser Tage dem Urteil an, und so hat der Pariser Arzt nun noch die Gerichtskosten der beiden Prozesse zu zahlen. - [ Der Welt- Untergang.] In Amerika ist eine neue Sefte entstanden, die soeben mit einer Prophezeiung über den baldigen Untergang der Welt in die Oeffentlichkeit g Die Lagesordn Rammertages ( 11. Aug.) Sahay und zu ei Biluß über Borgelegentminiert. Sandwelt und Der Jahresberichte S und Herausgabe eine Gemerb fammer An und Javalid Beitere Anträg bis un 10 Juli E ** Der Groß Bm Geheimen Baurat enten Dr. Betterlein " und den Amtsricht Parlamentar gener bringlicher befaßt fich brten der alifches. Fuch& wele beutschen treten ist. Es ist die Sekte der heiligen Wälzer". izeitig einem größten Seete Admiral Ru diladiten gegen nd Englands, um die Spa big XIV. bejan iffe des Admir Feind auf und zilifchen Hafen. phet, namens Benjamin, findigt an, daß im Jahre 16 cine neue Sintflut kommen und alles verschlingen pade. Auf seinen Rat sind die Wälzer" daran gegangen, Fine Tiefen- Arche bauen zu lassen, die sie einer amerikanischen Efemerit in Auftrag gegeben haben. [ Die Abdankung der Kaiserin der Sahara".] Jacques handy, der sich zum Kaijer der Sahara" aufgeschwungen gedachte seinem imaginären Lande eine Kaiserin zu en und hatte dazu eine französische Operetten- Sängerin iten des Herrn Lebaudy hat die Dame es aber doch vorrepgen, sich von ihm zu trennen, und der Vergleich zwischen hier" und" Staiſerin" ist jetzt dahin zustande gekommen, Edi lettere sich mit einem Abzahlungsgelde von 25 000 mit demselben mens Madame de Dion erforen. Nach den letzten Tolljahrt in die Stor ina fuhr. Der e Niederlage, Dak er sich mit 22. April erli Francs begnügt. Madame de Dion gedenkt ihren früheren erlage vor Cater sche und 50 span verlor der tap nten Admirals wohl sie noch im us der Umflam fuchten. Duques der Nähe von hernichtete Duque Beruf wieder aufzunehmen und steht bereits mit den Vae- Agenten in Unterhandlung, für die natürlich die interde Dame eine große Attraktion geworden ist. [ zur Geschichte der Uhr.] Anläßlich der Enthüllung Denkmals, das in Nünberg dem Erfinder der Taschenbr, Peter Henlein, errichtet ist, beginnt dort am 1. Juli ane historische Uhrenausstellung. Durch die Vorführung Don Hunderten der kostbarsten alten und neuen Uhren wird ein höchst interessantes Bild von dem Entwickelungsgange ie beiden feindlider Uhren gegeben werden. anzösischen Bran und bohrten sie ist eine aus der vorgeschichtlichen Bronzezeit stammende Gießwurden von ihm form gefunden, die zur Herstellung eines Bronze- Halsringes nes getrieben. Benutzt wurde. Dieser Fund, der ein Unikum darstellt, und nigten Spanier der von seinem Besizer, dem Drogisten Berger in MerseCon Palermo, mourg der dort dieser Tage tagenden Lehrerversammlung en Brander dran orgezeigt wurde, durchbricht die Ansicht, daß alle in Deutschflohenen Sie and gefundenen Metallgeräte der Bronzezeit aus dem AusTransportschiffe onde eingeführt seien. [ Neues aus Deutschlands Vorzeit.] In Ammendorf en, und die f [ Ein vorsichtiger Heiratskandidat.] Ein Stellmacherie letzten Reitmeister in Schöneck wollte dieser Tage in den Ehestand treHafenanlagen mächtigen Gefch erließ er folgende Bekanntmachung:„ Zeige hiermit an, daß on dem ruhmreich ih gesonnen bin, mich zu verheiraten. Einwendungen da= ten. Um sich vor unliebsamen Ueberraschungen zu sichern, auch nicht die Sh fielen in die Händ schriftlich zu machen." gegen bitte ich innerhalb 14 Tagen bei mir mündlich oder und 12 Mann bet wundern, daß ein i O Das Spielen mit Schießwaffen fordert immer wieder o rasch in Vergeifen Opfer. In einem Walde bei Wilkau in Böhmen hatte kürzfalls darauf zuri e feinen entideide ichen Admiral igte fich mit en alles. Der M and so hochberdien -t arbeiten. Die Lan m Abkommandieru nhin bei den Ko lich auf einem Patrouillengange ein Waldhüter seine Büchse an einen Baum gehängt. Ein Waldarbeiter nahm dieselbe und zielte im Spaß auf einen Kollegen. Der Schuß ging los, und die Schrofladung fuhr dem Unglücklichen in Hals, Brust und Gesicht, so daß er bald darauf seinen Geist aufgab. Entsetzt über die ungewollte Tat, sette der unheilvolle Schi ze den zweiten Lauf an die eigene Schläfe und schoß sich 1st. werks- und Gewerbekammertages. Kürzlich fand in Jena eine Sigung des geschäftsführenden Ausschusses des Deutschen Handwerks- und GewerbeLammertages statt. Aus den umfangreichen Verhandspät, daß die Gellungen ist folgendes hervorzuheben. ett erinnert die elbſt daran, mögl aften zu beantra Dispositionen e. Die Land ein gutes Unte igung zu gem chende Entschädi heit zum Bejude Die Truppenkomman Entschädigung eine aften einzuziehen. 5. onyay.] Die früher eich, jetzt Gräfin igfeiten befinden. t, ihre schönsten Juwelier hat einen Versendung gelangen ise von Koburg das , og fie fid buius wert von einer ffen wollte. Ge ha M Brautschleier, den ih 30 000 Fr. gefchä er.] Der Raffer er aufs neue be Entladungen bei Kanals haben die Gegend der Gib gelieferter telegraphischer Postanweisungen mittels eines Telegramms erfolgen, in welchem die Zahl und die Aufgabe nummern der Bostanweisungen, ihre Einzelbeträge und der Gesambetrag anzugeben sind. Beispielsweise hat bei Ein zahlung von 1200 Mt. das Telegramm zu lauten: Zwei Boftanweisungen 204 und 205 zu 800 und 400 Mt., Bostan stalt Potsdam. N. zahlt 1200 eintausend zweihundert Mt. für( Name, Straße und Ort)." Für die Berechnung des Elbestellgeldes ist die Zahl der Bostanweisungen maßgebend; in dem angeführten Falle sind also bei Vorausbezahlung vom Absender 50 Pfennig Bestellgeld einzuziehen. A Gestern fanden in der großen Aula des Universitätsgebäudes die letzten Vorlesungen des diesjährigen wissenschaftlichen Fortbildungskursus für Vollsschullehrer statt, an dem sich ca. 150 Lehrer beteiligten. An den Schluß der Vorlesung schloß sich ein Rommers. Lehrer V. Müller sprach den Dank der Lehrer aus, namens der Professoren hielt Professor Dr. Sauer eine Ansprache. *** Der Kriegerverein Gießen hielt gestern Abend in seinem Vereinslokal eine Monate versammlung ab und damit verbunden eine Abschiedsfeier zu Ehren seines langjährigen Mitgliedes Kanzleirat Keller. Der geschäft liche Teil war bald erledigt; es wurde beschlossen, an dem nächsten Sonntag in Leihgestern stattfindenden Kriegerfest in corpore sich zu beteiligen und ferner der Bildung eines Trommler- und Trompeter- Korps näher zu treten. Kameradschaftlich, sowie der scheidende Kamerad Keller in feinem ganzen Wesen sich alle Zeit gegeben, so verlief auch der Abend. Fröhliche Lieder wechselten mit wohlgemeinten Ansprachen; der Ehrenpräsident Mayer, der derzeitige 1. Präsident Stadtverordnete Gabriel und der Bezirksvorsitzende Bruchhäuser gaben ihrem Bedauern Ausdruck, daß Keller( er ist seit 20 Jahren Bezirksschriftführer) von Gießen wegzieht. Alle die ihm mi gegebenen Wünsche gipfelten darin, daß er sich in Darmstadt noch lange Jahre der Ruhe in voller Gesundheit erfreuen möge. Seine Ernennung zum Ehrenmitglied des Vereins und die ihm gewordene Ueberreichung eines Diploms waren äußere Zeichen seiner Ehrung. Keller dankte und wünschte, daß der Verein in guten wie auch stürmischen Zeiten treu zusammenhalte. Die Versammlung war gut besucht, viele Ehrenmitglieder waren erschienen und mehrere hatten sich schriftlich entschuldigt. *** Der Ehrentag des Gießener Radfahrer Vereins. Viele Mühe, aber auch berechtigte Genugtuung haben die Vorarbeiten der Festkommission gebracht, denn i st liegt das Programm zu dem Riesenapparat flipp und Sißung des Ausschusses des Deutschen Hand- außergewöhnliche Darbietungen handelt, umſomehr als der flar vor. Ein Blick darauf lehrt, daß es sich um ganz 9. Gau( Frankfurt a. M.) des Deutschen Radfahrer- Bundes mit spo tlichen Veranstaltungen daran teilnimmt. 20 Jahre sind verflossen, seitdem der Gießener Radfahrerverein von 1885 auf den Plan trat und in dieser Zeit hat das Stahlroß die ganze Welt erobert. Mit welchem regen Interesse man namentlich auch in ersten Kreisen dem Radfahrsport entgegentritt, beweist die Uebernahme des Protektorats seitens des Fürsten Karl von Solms- Hohensolms- Lich über die Feier. Die Festlichkeiten werden Samstag durch einen Kommers eingeleitet und am Sonntag und Montag spielen sich die eigentlichen sportlichen Veranstaltungen ab. Einen entzückenden, malerischen Anblick wird der Preis- Corso durch die Stadt mit der Gala- Auffahrt am Oswaldsgarten bieten. Von dort geht die Trace nach dem Sportplag an der Hardt, auf der die Schul- und Kunstreigen gefahren und hübsche Gruppen gestellt werden, während die Kapellen des Thür. Ulanen- Regiments( Hanau) und der Gießener Feuerwehr fonzertieren. Für Montag ist außer den sportlichen Punkten fonzertieren. Für Montag ist außer den sportlichen Punkten auch ein Volksfest mit Tanz auf der herrlich gelegenen Terrasse in das Arrangement aufgenommen. Abends wird ein großes Brillant- Feuerwerk abgebrannt werden. Alles in allem ein sehr reichhaltiges Programm! Zur Frage des Befähigungsnachweises lag der im Auftrage des vorjährigen Handwerks- und Gewerbekammertages Lübeck von der sogen. Siebenerkommission ausgearbeitete Gesetzentwurf betr. Einführung des allgemeinen Befähigungsnachweises vor; ebenso hatte die Gewerbekammer Hamburg die Forderungen betr. weiterer Rechte des Meistertitels, den sog. jeg fleinen Befähigungsnachweis, in Gesetzesparagraphen formuliert. Der Ausschuß erklärte es als dringend notwendig, daß die Vertreter der einzelnen Rammern auf dem diesjährigen Handwerks- und Gewerbekammertag zu Köln ( 10.- 12. Auguft) die Ansichten ihres Rammerplenums und nicht nur des Kammervorstandes zum Ausdruck brächten. Ferner legte die auf der Ausschußsizung zu Hamburg am 3. März d. J. eingesetzte Kommission den Entwurf zu Sagungen für den Deutschen Handwerks- und Gewerbefammertag vor. Er fand unverändert Annahme und wird der Beschlußfassung des Kammertages unterbreitet werden. Der Entwurf zu einer Eingabe an die Volksvertretungen von Preußen, Baden, Braunschweig und Bayern betr. Beigung von Beamten an der Gründung und Leitung von Erwerbs- und Konsumgenossenschaften wurde genehmigt. Um die in neuerer Beit afat gewordene Frage der ehrlings bermittelung( eventl. burch die Handwerkshammern) zu tären, wurden mehrere Kammern aufgefordert, Material zu sammeln. Ebenso soll die Frage der Prüfung der in Fabrikbetieben ausgebildeten Lehrlinge durch die Prüfungsausschüsse der Handwerkskammern weiter verfolgt werden. en auf ihrem Zug 1. Tag( 11. Aug.) 1. Vorlage der Entwürfe zu den fichtung der neu zeigt sich auf Zündung über 3. In einige hren fein Ge Häuser in der r.] Durch ein für erifanifchen Milli irurgen Doyen, 1. So wurde er b ng einer Nierenvon Paris nad aus. Trogdem m Arzte ein Son eine Forderung Je Familie bot de Die Tagesordnung für die Hauptversammlung des ölner Kammertages umfaßt bis jetzt folgende Punkte: Satzungen und zu einer Geschäftsordnung für den Deutschen handwerks- und Gewerbekammertag. 2. Beratung und Beschlußfassung über den Befähigungsnachweis nach den Borgefeßentwürfen. 2. Tag( 12. Aug.) 1. Vereinigung der Jahresberichte der Handwerks- und Gewerbekammern und Herausgabe eines Jahrbuches des Deutschen HanwertsGewerb: fammertages. 2. Ausbau der Freiwilligen Alters- und Juvaliditätsversicherung für selbständige Handberter. Weitere Anträge für den Kammertag müssen spätestens bis zum 10. Juli beim Vorort eingebracht werden. Lokales. 29. Juni 1905. elgischen Orte Diben Geheimen Baurat Reuling von Gießen, den Privat. nfprüchen ab und für böllig aureidend bei dem Beru dem Urteil an, und erichtsfen der beide Amerila ift eine ne er Prophezeiung Die Deffentlichkeit ligen Wälzer". ** Der Großherzog empfing u. A. am 28. Juni bozenten Dr. Betterlein, den Pfarrer Grauling ven Engel und den Amtsrichter v. Becker von Homberg a. d. D. ** Parlamentarisches. Ein der Zweiten Rammer gegangener dringlicher Antrag des Abg. Bennrich und 44 Genossen, befaßt sich mit dem Vergütungsmodus für die fenbahnfahrten der Abgeordneten. Bostalisches. Bom 1. Juli ab soll zunächst verfusweise im deutschen Berkehr die Ueberweisung mehrerer alizeitig von einem Absender an denselben Empfänger auf* ** * - Zu dem Ganturnfest in Alsfeld, welches tommenden Sonntag und Montag gefeiert wird, sind 500 Wetturner gemeldet worden. Der Festplatz, ganz nahe der Stadt gelegen, wird eleffrisch beleuchtet. Ein gediegenes Programm stellt abwechslungsvolle Bilder auf turnerischem Gebiet, hervorragende musikalische Darbietungen sowie einen amüsanten Festbetrieb in Aussicht. " *** Eine blühende Kritik, die so farbenglühend ist, das wir sie unmöglich unseren Lesern vorenthalten fönnen, fultiviert die Meraner Beitung". Der Münchener Richard Wagner- Spieler Alexander Dillmann hat unlängst in Meran einen Wagner- Abend gegeben. Diesen kritisiert das Blatt folgendermaßen: Der Saal war dicht besetzt mit einer Auslese hochgespannt Wartender, besonders aus der Frauenwelt. Sie bereiteten dem Künstler wagner- warmen Empfang. Sie ließen sich von ihm berauschen und in andere Sphären hinübersuggerieren. Man schwelgte in maßloser Bewunderung über solche Kraft, solches Uebersprudeln von Rheingewässern und das Gewoge dieser abundanten Tonmassen. Dann lauschte man dem Sirenenzauber, den der Harfner in den zarten Silbersaiten sponn, und wenn er ausgehaucht hatte, überliefs die Menge und sie barst in einem dröhnenden Applausqualm. Der„ Dualm" überzeugt uns davon, daß das eble Feuer der Kritik an ziemlich grünem Holz entzündet ge. wesen ist. - Hohensolms, 28. Juni. Anläßlich des Geburtstages des Fürsten Karl hatte gestern unser Ort Flaggenschmuck angelegt. angelegt. Wie verlautet, treffen der Großherzog und der Fürst in den nächsten Tagen abermals hier zum Befuche ein. §§ Aus dem Ohmtal, 28. Juni. Das unbeständige Wetter wirft sehr nachhaltig auf die Heuernte ein. Burg- Gemünden. Sonntag wurde in unserem hübsch hübsch geschmückten Orte das diesjährige Fest des Gustavs Adolf- Zweigvereins Homberg Kirtorf abgehalten. Um 2 Uhr nahm der Gottesdienst in der sehr gut besuchten Kirche seinen Anfang. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Schick, versah den Altardienst und Pfarrer Wolf von Lehrbach hielt die Festpredigt über Off 37,8; er legte der Gemeinde dar, wie der Gustav- Adolf- Berein ein Werk des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung set. Das Schlußwort sprach der Vorsitzende des Zweigvereins, Pfarrer Die beim Ausgang aus der Kirche erhobene Sch ck. Kollette ergab den ansehnlichen Betrag von 30 Mt. Nach einer Pause begann um 5 Uhr die Nachversammlung in dem schön hergerichteten Sannschen Saale. It Hochwaldhausen, 28. Juli. Zwecks Hebung des Verkehrs nach dem Vogelsberg, welcher seinen Ausgangspunkt von hier aus nimmt, ist ein Sonntagspätzug vom 1. Juli eingerichtet worden, der um 938 Uhr die Station Ilbeshausen verläßt und an die letzten Züge nach Alsfeld und Lauterbach noch Anschluß findet. Es wäre sehr zu wünschen gewesen, das der letzte Sonntag Abendzug nach Gießen weiter geführt worden wäre, dann hätten Gießener Besucher diesen Zug zur Rückfahrt benugen fönnen und die Eisenbahndirektion wäre vielleicht nicht abgeneigt, diesem Wunsche zu entsprechen, wenn er angeregt wird. Vielleicht nimmt der Gießener Zweigverein des V. H. C. diese Sache in die Hand. §§ Aus dem Vogelsberg, 28. Juni. Verblüffend schlagfertig. Ein Esel, der dem Müller entlaufen war, watete durch den Bach an das andere Ufer, wo sich eine Gesellschaft mit Kegelspiel vergnügte. Der Müller bat nun Die Kegelspieler, den Esel wieder zurückzutreiben. Unter großem Halloh geschah dies denn auch. Nach getaner Arbeit forderten die Regelspieler von ihrem Poeten die dichterische Verherrlichung ihrer Eselstreiberei.„ Sehr einfach," erwiderte dieser, in der Bibel steht: er kam zu den Seinen und sie nahmen ihn nicht auf." " (§) Frankfurt, 28. Juni. Badeanstalt für Elefanten. Schon vor zwei Jahren hat die Direktion des Boologischen Gartens für ihre Elefanten eine Badewanne von entsprechender Größe neben dem Schwimmbassin des Nilpferds herrichten lassen. Aber" Fanny", der indische Elefant, war wohl der Ansicht, daß so etwas in Eueropa sehr überflüssig sei, und das wöchentliche Abspritzen und Abreiben durch den Wärter für sie das Richtigere ist, zumal es doch seit 14 Jahren- das Tier fam 1889 in den Garten so gemacht wurde. Kurzum sie weigerte sich, von der Einrichtung Gebrauch zu machen und kehrt jetzt noch bei zeitweiligen Versuchen sie von der Zweckmäßigkeit zu überzeugen, auf der obersten Stufe topfschütteld um. Anders denkt darüber augenscheinlich Bachita" die kleinere Afrikanerin, die täglich bald nach 3 Uhr in das mit lauwarmem Wasser bis zur Hälfte gefüllte Becken hinabsteigt. " puddeln" zu ſehen, sich bald auf die eine, bald auf die Es ist ein wahres Vergnügen die dicke graue Mamsell sich andere Seite niederlegend und mit dem Rüssel nachhelfend, damit ja kein Fleckchen der dicken Haut trocken bleibe. Die Sache bereitet ihr sichtlich das größte Behagen. * Hanau, 27. Juni. Seltener Transport. Die Königliche Eisenbahndirektion ließ durch die bekannte Firma Jäger& Rumps hier ein 16 Meter langes und 7 Meter hohes massives Gebäude von seinem bisherigen Fundament abheben und auf ein über 100 Meter weiter entferntes neues Fundament übertragen. Die schwierige Arbeit wurde ohne Störung vollendet. * Mainz, 27. Juni. Schußmannsstreiche. Einen schneidigen Schußmann hatte die Stadt Mainz vor einigen Monaten in der Person des Militäranwärters Ph. J. Erbes angestellt. Nach mancherlei anderen Heldentaten berhaftete er legthin, wie das Mainzer Journal" berichtet, schlankweg einen Gläubiger, als dieser Geld von ihm forderte. Das schlug dem Faß den Boden aus. Die Stadtverordneten beschlossen, ihn sofort zu entlassen und ihm 14tägige Kündigungsfrist auszubezahlen. Worms, 25. Juni. Der Verein für Gesundheitspflege armer fränflicher Schulkinder beabsichtigt auf Betreiben des Kinderarztes Dr. Sonnenberger die Errichtung eines Ferienheims für die Provinz Rheinhessen. den Gießener landwirtschaftlicher Wetterdient. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, 30. Juni. Zeitweise wolfig und Gewitterregen, warm. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich für die Politik und den Injecatente!: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belde in Gießen. Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird, beginnend mit Samstag, den 1. Juli, im Impflokale- Schulgebäude, Neustadt 61- für die nächsten 5-6 Wochen, jeden Samstag, nachmittags von 5-6 Uhr, abgehalten werden. Impfpflichtig im laufenden Kalenderjahr sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren. Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtige Kinder ein, daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benußen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschluffe auf seine Kosten be werkstelligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafs androhung gesezt wird. haben, zur Benuzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschan nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Impfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Jmpflinge müssen mit reiner Wäsche und reingewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landesinstitut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 27. Juni 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. 149 Unter dem Protektorate Sr. Durchl. des Fürsten Karl v. Solms- Hohensolms- Lich. Gewerbebank Collar, Aktien- Ge Feier des 20jährigen Bestehens des Giessener Radfahrer- Vereins 1885 am 1., 2. und 3. Juli 1905 in Giessen verbunden mit Grossen sportlichen Veranstaltungen des Gau IX( D. R. B.) Frankfurt a. M. PROGRAMM: Samstag, den 1. Juli: Abends 8 Uhr: Festkommers in der Turnhalle des Turnvereins Gießen. Sonntag, den 2. Juli: Früh 6½ Uhr: Weckruf. Von 8 Uhr ab: Empfang der an der Dauerfahrt teilnehmenden Vereine, Einzelfahrer und Motorradfahrer im Neuen Saalbau, sowie der sonstigen auswärtigen Festteilnehmer am Bahnhof. 11 Uhr: Früh- Kenzert im Neuen Saalbau. 1 Uhr: Festessen im Neuen Saalbau. 22 Uhr: Aufstellung des Corso: 3 Uhr präzise: Breis Corso durch die Straßen der Stadt verbunden mit Großer Gala- Auffahrt a. Oswalds Garten nach dem Sportplag an der Hardt, daselbst 8 Uhr: Preis- Verteilung. Die Aktionäre unserer Gesellschaft werden zu der Freitag, den 14. Juli 1905, nachmittags 3 in dem Rathaussaale zu Lollar stattfindenden Ordentlichen General- Versammlung ergebenst eingeladen. Tagesordnung: Overh 1. Vorlage des Geschäftsberichts, Bilanz und Gewinn- und Verlu rechnung pro 1904/05. 2. Bericht des Aufsichtsrats über die stattgefundene Prüfung d Jahresrechnung und Beschlußfassung über die Bilanz und Ge winnverteilung, sowie über die Erteilung der Decharge. 3. Uebertragung von Aftien. 4. Wahlen zum Aufsichtsrat. Geschäftsbericht, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung liegen von heute an in dem Geschäftslokale zur Einsicht der Aktionäre offen Diejenigen Aktionäre, welche an der General Versammlung teilnehmen oder sich vertreten lassen wollen, haben ihre Aftien bi spätestens den 12. Juli d. J6., nachmittags 6 Uhr, auf dem Ge schäftszimmer unserer Gesellschaft zu deponieren Lollar, den 26. Juni 1905. Der Vorstand. Bring ber ( 1. Fortsetzung.) Die Cholera ist al araurig, an allen Mau barer Mittel, und über Vergebung von Rohbau- und den st Kanalisierungsarbeiten. et hilfreiche Gefellicha Folgende Arbeiten für den Neubau der chirurgischen ebensmittel werden u und darauffolgende Reunion in der Festhalle auf Tertors Hardt. werden hiermit unter Zugrundelegung des Ministerial: Bormittag bei Gegia de Klinik und des zugehörigen Küchen- und Kesselhauses guten Oberst in Ho Auf der Terrasse: Gross. Volksfest u. Tanz. Montag, den 3. Juli: 8 Uhr: Ausflug per Rad oder Wagen nach dem Forftgarten und Schiffenberg. Abfahrt vom Ludwigsplay. 11 Uhr: Früh- Konzert im Garten des Hotel Schütz. 3 Uhr: Abfahrt mit Musik bom Neuen Saalbau nach dem Festplay. Von 32 Uhr ab: Vereinsfahren, Kunstfahren, Motorrennen, Radballspiele. Während dessen: Konzert. 8 Uhr: Preisverteilung in der Festhalle. 3 Uhr: Beginn des Schul- und Kuuftreigen, Gruppen, sowie Gross. Volksfest m. Tanz Bahnwettfahrens. Grosses Doppel- Konzert auf dem Rennplaß und der Terrasse, ausgeführt von der gesamten Kapelle des Thüringischen UlanenRegiments Nr. 6( Hanau), unter persönlicher Leitung ihres Dirigenten, des Kgl. Musikdirektors Herrn Urbach, sowie der hiesigen Feuerwehr- Kopelle, unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Weller. Eintrittspreise: Bei eintretender Dunkelheit: Mufik: auf der Terrasse. Grosses Brillant- Feuerwerk. eclasses vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben: A. Chirurgische Klinik. 208 I: Los II: og III: Los IV: Los I: Die Kapelle des Thüringischen Ulanen- Regiments Nr. 6 208 II: ( Hanau) unter persönlicher Leitung ihres Dirigenten, des Kgl. Musikdirektors Herrn Urbach. Betonarbeiten: 770 qm Betondecken. Kanalisationsarbeiten: rotes oder i Dummten von Leute Adegagen wollen! The ist ja gleichgi e Cholera, und le Straßen lau damit die Welt Ja, 1849 da hat starben jeden Tag ja noch gar nicht ingichäßig. Nun, w Es hat doch geläute 900 m Rohrgräben, 454 cbm Ausschachtung, 145 cbm Mauerwerk der Kanäle und Schächte, 64 cbm Betonböden, 190 qm Betondecken, Verlegen( ohne Liefern) von 784 m Ton- und 170 m Zementrohren, Liefern und Verlegenen bon 100 m Eisenrohren. Bieferung von 800 m Tonrohren nebst Façon stücken und Sinkfasten. Lieferung von 19 Sandfängen, 16 Schacht deckeln. Steigeisen 2c. B. Rüchen- und Kesselhaus. 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