it- Cheal Giessen, Mr. 75. On: Steingoetstionsprets: Die einspaltige Betttzelle für ganz Obertag, den 28, a, Sie Kreise Wehlar amb Marburg 10 Bfg. fenft 15 Pfg. und legte Dienst nements Borstell Benefi für y Andre Lachsman Erziehe Die in 3 Aufzügen Otto Ernst. och, den 29. und legte Freitag nements Vorftell Kabale H Lieb erliches Trau von Frit Reklamen bie Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Webaltion u. Saupterpbition: teßen, Selters weg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Mittwoch, den 29. März 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Hous gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1,50. Gratisbeilagen: Oberhefftische Familienzeitung( tágit) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werftagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Berggefetznovellen. Das preußische Abgeordnetenhaus hat die Berggefeßbellen in erster Lesung beraten und wird sie zur Vorbereitung der zweiten Lesung in eine besondere Kommission otpre sosten. Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die Vorlagen ärz bis 9. hiesigen Bät tot rzbrot eine Mehrheit finden werden, die feine wesentlichen Aenderungen vornimmt. Diese bestimmte Vermutung ist gerechtfertigt, obwohl bei der parlamentarischen Erörterung manche Einwendung auch prinzipieller Art erhoben worden ist. Denn im großen und ganzen sind die Darlegungen des Ministerpräsidenten Grafen Bülow und des Handelsministers Möller Flegreich und von überzeugender Kraft gewesen. Daß die Legierung auf das Zustandekommen der Entwürfe hohen Sert legt, befundete sich schon in einem äußeren Umstand: Die Vertretung der Vorlagen führte nicht bloß der zuständige Steffortminister, sondern auch der Ministerpräsident, im Abgeordnetenhaus ein nicht häufiger Gast, griff wiederholt in beziehen sich im e Debatte ein, die er nachdrucksvoll eingeleitet hatte. illimeter Quedi Graf von Bülow nahm den Gegnern von vornherein mit Wasser um met großer Geschicklichkeit den Wind aus den Segeln, indem er Luftverdünnten angriffsweise vorging, ganz nach dem Leitwort des Fürsten rme, um das ismarck, der stets den Hieb als die beste Deckung ansah. Körper walten Or mißbilligte entschieden, daß die Arbeiter unter AußerachtBetrachtungen lassung kontraktlicher Verpflichtungen den Streik im Ruhrdaß, wenn man revier begonnen hätten, hob aber zugleich anerkennend herstets unterhalb utor, daß der Riesenstreif ohne Ausschreitungen vorüberBrad, d. h. unte gegangen sei, daß die Bergarbeiter mochte immer der Geldwürde, das Gimange mitbestimmend gewesen sein sich schnell entschlossen weit übersteigen, ätten, ihr Schicksal vertrauensvoll in die Hände der Regieang zu legen, friedlich zur Arbeit zurückzukehren und bei der Arbeit die gesetzgeberische Hilfe abzuwarten. Den Bergmertsbestbern hielt der Ministerpräsident mit eindringlichem Ladel vor, daß sie jede Verhandlung mit der Arbeiterverretung, der sogenannten Siebenerkommission, abgelehnt hätten, während das Beispiel der Regierung, die mit der Siebenierkommission Verhandlungen führte und sie als BergLrbeitervertretung anerkannte, sie zu einem gegenteiligen Berhallten hätte bestimmen müssen. Ist die Regierung nicht stolz, mit jener Kommission zu paktieren und zu beraten, o ist es auf seiten der Bergwerksbesizer in der Tat cine Meberheblichkeit, nur auf ihrem Schein zu stehen, auf ihrem privaten Besigtitel, der auf keinem Gebiet so sehr staatlichen Ursprungs ist, wie auf dem Bergwerksgebiet, und darum ruch der Modifikation durch die staatliche Gesetzgebung am Gjejten unterliegt. Wenn ein Arbeiter oder eine kleine Zahl 1on Arbeitern init dem Arbeitgeber in Streit gerät, so mag die Entscheidung nach dem Buchstaben der geltenden Beſtimnungen getroffen werden und in den Händen der dafür einejetten Fnstanzen bleiben. Wenn aber der Streit Hundertaufende umfaßt, wenn er die ganze Bevölkerung eines Beirts mit materieller Not und dauernder Verarmung beroht, wenn er eine große und bedeutungsvolle, für die Bohlfahrt des Landes unentbehrliche Industrie mit allen erwandten Betrieben in Mitleidenschaft zieht, so kommt das öffentliche Interesse in Frage, das nicht nach den Normen behandelt werden kann, die für den Bagatellrichter maßgebend sind. rde. Er hat em Apparate teht, daß die rate befindlichen er energischen chtet und so au nt werden. De enn obwohl ein Blasröhre, wel vohl ein darin! Brad stieg, schm gjam. euj. hrt gemacht ha all ihrer finnbari Wie großarty mögen, die de rüdgelegten D empfängt, fo mife beraujdenden Con Dem nur bat fidh viel er einer Geefahrt er rd eines guten Segel Tee oder des Indija Fahrzeug vor eine I beigejebt hat, bernder Sch egten Wasser ers in einem ende, stampfen vielleicht niemal ten Genis die in ihrer eigen ne novennacht, die Gomme als ein un ernen Horizont ver such streicht über di tiefblauen Firm em Glanz, wie ihn nur ausnahmsweif undern kann. Das en, ein Funfeln e zulent faft geblen infler gewordene, d ren fajimmernde Ex 1 Auch den Einwand widerlegten die Minister, daß die Megierung vor den streikenden Arbeitern kapitulierte, indem e außer der Reihe und nach den Forderungen der Arbeiter em Gesetz ad hoc zu erlassen sich bereit finde. Die NotwenDigteit einer Umgestaltung des Berggesetzes war schon Tingst empfunden und anerkannt. Daß ein äußerer Anlaß den letzten und gewissermaßen plötzlichen Anstoß zur Ausführung eines alten Vorsages gibt, verdient keinen Tadel, entspricht nur einer guten und ständigen Gepflogenheit des täglichen Lebens. Die Regierung und nicht sie allein sieht in der Sozialdemokratie einen Feind der staatlichen, gesellschaftFihen und bürgerlichen Ordnung. Es ist daher ihre Pflicht, dafür zu sorgen, daß die Sozialdemokratie nicht neue Anbing er gewinne. Nach dieser Pflicht hat sie gehandelt, indem sie verhütete, daß die Bergarbeiter in noch größerer Bahl dieser Partei sich zuwendeten was sicher geschehen mite, wenn der Streit sich verlängert, Elend und Verbitterung verbreitet hätte. Die Trusts haben aufgehört, eine amerikanische Speziadultionsvereinigungen und Verwertungsverbände. UngeBlaue und in alledität zu sein. Auch wir haben Syndikate und Kartelle, ProSeefahrer im Tropenheure Kapitalien sind darin gemeinsam angelegt. Da gibt g begrüßt wie eines feinen einzelnen Besizer, der mit seinen Arbeitern sich auf orten: das schöne, off Sterngetimmel de Selligkeit hervor, eir bens, eine leudtend eine glüdliche Fahrt bier Sterne, die ma Endpunkte der vie eigentliche Wahrzeiche htet worden und de Tung die Stunden de em Meere verbrad e allen Zweifel a einer Fahrt fern b ngsvoll geleuchtet h Gedeih und Verderb verbunden fühlte. Das persönliche Berhältnis des Vertrauens auf der einen, der Fürsorge auf der anderen Seite hat aufgehört, es steht nur Interesse gegen Interesse, und der Ausgleich zwischen beiden muß in freier Berständigung gesucht werden. Das kann man bedauern oder beklagen- aber anerkennen muß man die Tatsache unter allen Umständen, und den logischen und rechtlichen Konsequenzen darf man sich auch nicht entziehen. Zu der organisierten Vereinigung der Besizer gehört als Analogie und Ergänzung die organisierte Vereinigung der Arbeiter. Die Regierung hat das erkannt- die Besitzer, die manchmal noch zögern, werden es anerkennen. Die Berggeseznobellen bedeuten auf einem bestimmten Gehiet den Anfang Der Staatlich beaufsichtigten Verwirklichung. Mit den Berggefeßnovellen beschäftigte sich der Kongreß der Bergarbeiter, der am Dienstag in Berlin seine Sigungen begann. Vom sozialdemokratischen Verband waren 70, vom christlichen 40, von den Gewerkvereinen 8 Delegierte erschienen. Auch polnische Vertreter waren au= wesend, ebenso Delegierte der Fachabteilung des katholischen Arbeiterverbands. Vertreter der Regierung waren nicht zugegen. Das Reichsamt des Innern hatte sich ferngehalten, weil der Beratungsgegenstand zur Kompetenz der EinzelStaaten gehört, das Handelsministerium, weil augenblicklich alle seine Kräfte durch die Beratung der Berggesetznovellen im Abgeordnetenhaus in Anspruch genommen sind. Sozialdemokratische, freisinnige und Zentrumsabgeordnete hatten sich in größerer Zahl eingefunden. Den Kongreß eröffnete der Vorsitzende der Gewerkschaftskommission, Reichstagsmitglied Körsten. Abg. Sachse erklärte, daß in den Berggeseknovellen die Versprechungen der Regierung nicht voll erfüllt seien. Abg. Hué gab eine Darlegung der berggesezlichen Verhältnisse. Er bestritt entschieden, daß der Streik im Ruhrgebiet irgendwelchen parteipolitischen Beweggründen entsprungen sei. Er hätte sich auf die Mißstände im Bergwerksbetrieb gegründet. Die Bergarbeiter protestierten gegen das Degradierungs- und Bevormundungssystem, das die Zechenverwaltungen ihnen gegenüber ausübten. Die Bergarbeiterschutzgesetzgebung sei auf einem Frrwege. Die alten Bergarbeiterrechte müßten wiederkehren. Die Forderungen seien: Achtstundentag, Verbot der Frauenarbeit, Kinderschutz bis zum 18. Jahre, obligatorische Verpflichtung zur schriftlichen Abfassung des Gedingevertrages. Bei Festsegung des Gedinges sollten auch die Arbeiterausschüsse mitsprechen. Der Krieg in Oftalien. Von Kriegerischen Ereignissen ist zurzeit so viel wie nichts zu melden. General Liniewitsch ist bestrebt, die rückwärtigen Verbindungen der russischen Armee gegen neue Umgehungsversuche der Japaner zu sichern. Diese sollen im Rücken der Russen ein starkes Korps von Tschuntschusen- man spricht bon 60 000 Mann unterhalten, die die Bahn bedrohen. Kommandowechsel in der Mandschurei. Inzwischen sind auch die bereits als bevorstehend angefündigten weiteren Veränderungen in den russischen hohen Kommandostellungen vollzogen worden. Aus Petersburg kommt die amtliche Nachricht, daß der Kommandierende der dritten Mandschureiarmee General der Kavallerie Baron Kaulbars das Kommando der zweiten Mandschureiarmee erhielt und durch General der Infanterie Batjanow ersetzt wird. Keine Seeschlacht im indischen Ozean. Die dem Gouverneur von der Insel Mauritius zugeschriebene Nachricht, daß ein Zusammenstoß zwischen dem russischen Geschwader und der japanischen Flotte im indischen Ozean stattgefunden habe, bestätigt sich nach Erkundigungen an unterrichteter Stelle nicht. Es kann auch mit Recht aus strategischen Rücksichten angenommen werden, daß bei der Verbreitung dieser Nachricht Täuschung vorgelegen hat. Die Politik. Der neue Minister des Innern v. Bethmann- Hollweg hat begreiflicherweise darauf verzichten müssen, den Kaiser auf der Weittelmeerreise zu begleiten. Die Pflichten des Amts, in das er sich hineinfinden muß, halten ihn in Berlin fest und werden ihn wohl auch nicht so bald zu einem Urlaub fommen lassen. In der Oberpräsidentschaft hat er noch feinen Nachfolger. Wie wir erfahren, ist der jetzige Oberpräsident von Schleswig- Holstein, frühere Chef der Reichsfanzlei n. Wilmowski für die Oberpräsidentschaft von Brandenburg ausersehen. Die Entscheidung, die zugleich einen Nachfolger für Herrn v. Wilmowski in Schleswig zu bestimmen hätte, wird vielleicht erst nach der Rückkehr des Kaisers von der Mittelmeerfahrt getroffen werden. Das Schicksal der Kanalvorlage im Herrenhaus ist nicht ganz zweifelsfrei. Zwar für die unbedingte Ablehnung der Vorlage hat sich in der konservativen Fraktion des Herrenhauses keine Mehrheit gefunden; wohl aber ist eine Mehrheit der Fraktion zur Annahme eines Antrags bereit, der die Verwendung der für den Kanalbau bewilligten Gelder davon abhängig macht, daß vorher vertragsmäßig die Zulässigkeit von Schiffahrtsabgaben auf dem Rhein festgestellt wird. Das wäre freilich nur eine andere Form der Ablehnung frankreich. Die französische Deputierteniammer debattiert seit Beginn der Woche den Gesetzentwurf über die Trennung der Kirche vom Staat, der von nationalistischer Seite als ein Entwurf für die Zerstörung der Kirche durch den Staat bezeichnet wird. Ein liberaler Gegner des Entwurfs nannte das Kultusbudget eine Schuld des Staates; das Kultusbudget dürfe nicht aufhören, so lange der Kultus bestehe; der Entwurf bedeute eine Gefährdung des sozialen Gebändes. Von der anderen Seite wurde behauptet, daß der Klerus das Konkordat verleße und die Trennung notwendig mache. Habe der Klerus im Jahre 1789 drei Milliarden besessen, so seien diese durch das Kultusbudget seitdem reichlich zurück. gezahlt, so daß in dieser Hinsicht weder von einem Gläubiger noch von einem Schuldner die Rede sein könne. Dasselbe Thema ist gleichzeitig vom Papst in einer Ansprache an das Kardinalskollegium erörtert worden. Nicht sowohl die Aufhebung des hundertjährigen Konkordats beklagt der Papst, als die Absicht der dauernden Trennung von Kirche und Staat in Frankreich. Der Papst bedauert tief das Los des französischen Volkes, das er von ganzem Herzen liebt. Nicht nur die französischen Katholiken, für die die Verteidigung der Kirche eine heilige Sache sein muß, sondern auch alle Freunde des Friedens und der Ruhe im Staatsleben haben die Pflicht, solches Unglück vom Vaterland abzuwehren. Die französische Regierung läßt amtlich erklären, daß die vielbesprochenen Haussuchungen in Paris, die jüngst stattgefunden haben, nur der heimlichen Wettbureaus wegen vorgenommen worden seien und nicht wegen einer Verschwörung russischer Flüchtlinge. Das Dementi tritt zwar sehr bestimmt auf, wird aber gleichwohl nicht unbedingten Glauben finden. Russland. Die Unruhen in Rußland gestalten sich immer bedrohlicher. Die Bauernbewegung in der Gegend von Tiflis nimmt allmählich die typische russische Gestalt an. Die Bauern gehen mit einer Art naiver Brutalität vor. Sie nehmen von dem Gutseigentum für sich in Anspruch, was sie für billig halten- und das ist nicht allzu wenig---, denken nicht an irgend eine Entschädigung der Besizer, mählen sich Vertreter, denen sie Regierungsgewalt beimessen, und verüben Gewalttaten gegen die Behörden, zerstören die Amtssize und legen Streitigkeiten bei, indem sie die Streitobjkte, Häuser, Mühlen usw., in Brand stecken. Staatsrat Bedenbaum, der die örtlichen wirtschaftlichen Verhältnisse fennt, ist zur Klarstellung der Bedürfnisse der Bauern" abgeschickt. Zu seinem Glück hat man ihm starkes nilitärisches Geleit gegeben. In Jalta, wo inzwischen Truppen_cingetroffen sind, hat der Munizipalrat eine Art Miliz geschaffen, nachdem die Polizei sich unfähig gezeigt hat, Gut und Leben der Einwohner zu schießn. Einstweilen haben veder Miliz noch Militär des Aufstandes Herr werden oder die Brandstiftungen hindern können. In Jusowka hat die Russische Hüttengesellschaft ihre Werke auf unbestimmte Zeit geschlossen und 14 000 Arbeiter abgelohnt und in die Heimat geschickt. Ob es sehr klug war, auf solche Weise Agitatoren der zu Gewalttätigkeit neigenden Unzufriedenheit auf die Dörfer zu schicken, ist recht fraglich. In Kiew haben 600 Hörer der Universität und des Polytechnischen Instituts die Bildung einer bewaffneten akademischen Legion beschlossen, die gegen die Regierung zum Kampf ziehen und sich mit den Proletariern vereinigen soll. In Zarskoje Selo hat man dressierte Hunde aus Braunschweig verschrieben, aus der Züchterei des Bolizeinspektors Bussenius. Sie sollen als Hof- Wachthunde Verwendung finden. Auch in den Ostseeprovinzen breitet sich die aufständische Bewegung derart aus, daß über Livland der kleine Belagerungszustand verhängt ist. Truppen besetzen das flache Land, in Dorpat und Riga find Kosaken eingetroffen. Türkei. Wenn die Mazedonier sich regen, die Bulgaren und Griechen dort ihre Ansprüche durch Bandenbildung geltend zu machen suchen weshalb sollte nicht auch Kreta eine Aufstandsbewegung haben. Die Kandioten haben sich mit Schießmaterial versehen, die mohammedanische Bevölkerung flieht nach dem Innern der Insel, die Gendarmerie ist machtlos gegenüber den 2000 bewaffneten Insurgenten, die die griechische Fahne gehißt und den Anschluß der Insel an Gricchenland proklamiert haben. Selbstverständlich versprechen die Aufständischen in einer Denkschrift an die Großmächte, daß sie Ruhe und Ordnung aufrecht erhalten würden. Mehr kann man unmöglich von ihnen verlangen! Huftralien. Eine Deputation australischer Geschäftsleute hat bei dem Ministerpräsidenten der verbündeten australischen Kolonien, Herrn Reid, darüber Beschtverde geführt, daß die Deutschen den Handelsverkehr anderer Staatsangehörigen mit den Marschallinseln hinderten. Herr Reid soll erwidert haben, daß die englische Regierung deswegen bereits in Berlin vorstellig geworden sei, und daß Australien bei Musbleiben eines Erfolgs Repressalien nehmen würde.- Nähere Nachrichten sind abzuwarten. Hof und Gesellschaft. Die Kaiserin in Begleitung der Prinzen Eitel Friedrich und Oskar sind in Taormina angelangt und haben in dem von ihnen gemieteten Hotel Wohnung genommen. Die Jacht„ Hohenzollern" ist nach Neapel zurückgekehrt. Die Kaiserin und ihre Söhne machten, von der Bevölkerung freudig begrüßt, Spaziergänge durch die Stadt und einen Ausflug nach dem malerisch gelegenen Giardini. Bei ihrer Ankunft wurde die hohe Frau vom Bürgermeister mit feierlicher Ansprache bewillkommnet, worauf die Kaiserin er widerte, daß sie in Taormina volle Gesundung ihres Sohnes Eitel Friedrich suche und erhoffe. Am Abend wurden der Kaiserin und ihren Söhnen Fackelzüge mit Musik gebracht. *** In der Kieler Garnisonkirche fand Dienstagvormittag die feierliche Einsegnung des Prinzen Walde. mar von Preußen und vier seiner Klassenkameraden statt. Der Feier wohnten Prinz und Prinzessin Heinrich von PreuBen bei, ferner als Vertreter des Seeoffizierkorps, dessen Patenkind der Prinz ist, Admiral v. Köster. Auf seiner Reise zum ostasiatischen Kriegsschauplatze ist Prinz Friedrich Leopold von Preußen in Hongfong eingetroffen. *** Anläßlich der bevorstehenden Silbernen Hochzeit des Kaiserpaares beschloß der Landesausschuß für den Regierungsbezirk Wiesbaden, 50 000 Mark zur Errichtung eines Siechenhauses zu stiften, das den Namen Wilhelm- Auguste Victoria- Stiftung" führen soll. Als Hochzeitsgabe für den Kronprinzen gedenkt der Landesausschuß eine Sammlung auserlesener Rheingauer Weine zu widmen Heer und flotte. Der dritte sächsische Reserveoffizier aus dem Volksschullehrerstande. Zum dritten Male ist dieser Tage in Sachsen ein Volksschullehrer zum Leutnant der Reserve ernannt worden. Es handelt sich um den Lehrer Spazier in Neustädtel, der vom dortigen Reserveoffizierkorps gewählt und vom Könige zum Leutnant der Reserve des 3. sächsischen Infanterieregiments Nr. 102 in Zittau ernannt wurde. Deutfcher Reichstag. ( 174. Sigung.) CB Berlin, 28. März. Die zweite Beratung des Etats wurde heute bei sehr schwachem Besuche fortgesetzt. Zu den Zöllen und Verbrauchssteuern" war eine bereits zum russischen Handelsvertrag eingebrachte und damals unerledigt gebliebene Resolution der Konservativen wieder eingegangen, in der Aufhebung der Zollkredite für Getreide und Mühlenfabrikate bereits vom 1. Juli d. I. ab verlangt wird. Graf Kanizz begründete sie mit dem Hinweis darauf, daß ohne eine solche Maßregel noch vor Inkrafttreten der neuen Handelsverträge ungeheure Mengen der genannten Waren zum Schaden der Landwirtschaft eingeführt werden könnten. Der Reichsschatsekretär Frhr. v. Stengel bekämpfte den Antrag, einmal meil er einen tiefen Eingriff in den Verkehr bedeute, auf den der Getreidehandel nicht vorbereitet sei, sodann weil er mit einer loyalen Ausführung der neuen Handelsverträge nicht in Einklang stehe. Auf seine Seite stellten sich die Redner der Linken, während die der Nationalliberalen und des Zentrums sich für Ueberweisung an die Budgetkommission aussprachen. Eine Abstimmung konnte aus geschäftsordmungsmäßigen Gründen heute noch nicht stattfinden. Länger und lebhafter aber als diese Debatte war die Diskussion, die sich später über die Finanzierung des Etats entspann. Die Budgetfommission hat die von der Regierung vorgeschlagene Zuschußanleihe in Höhe von 51 Millionen Mark abgelehnt. Frhr. v. Stengel erklärte sich mit diesem Beschluß durchaus einverstanden, bekämpfte aber um so entschiedener die Erhöhung der Matrikularbeiträge, die durch andere Beschlüsse der Kommission bedingt wird. Es handelt sich um die Forderungen für Handwaffen und für die Bewaffnung der Artillerie, die von der Regierung unter die außerordentlichen Ausgaben gestellt, von der Kommission unter die ordentlichen übernommen wurden. Der Reichsschatsekretär richtete mit beweglichen Worten die Bitte an das Haus, wenigstens einen Teil der 46,5 Millionen betragenden Sunime im Extraordinarium zu belassen, da andernfalls die Finanzen der Einzelstaaten zu schwer belastet werden würden. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß bis zur dritten Lesung eine Verständigung hierüber sich werde herbeiführen lassen, wenn auch das Plenum heute noch bei den Anträgen der Kommission stehen bleiben sollte. Einstweilen erwies sich der zweite Teil seiner Voraussetzung als richtig, denn als es zur Abstimmung kam, zeigte sich, daß ihm nur die Rechte und die Mehrheit der Nationalliberalen seine Bitte zu erfüllen gewillt waren. Es bleibt somit bei der Erhöhung der MatrikuTarbeiträge. Kurz nach 5 Uhr war die zweite Lesung des Etats beendet. Das Haus erledigte sodann noch eine größere Reihe von Wahlprüfungen. Nab und Fern. Eisenbahnattentat eines Fünfzehnjährigen. In Budweis legte ein fünfzehnjähriger Knabe auf das Geleis, das der zwischen dem Bahnhofe und dem Artilleriedepot verkehrende Zug zu passieren hat, kurz vor der Ankunft eines Zuges, der 30 000 Patronen mit sich führte, eine Schiene Glücklicherweise gelang es, den Zug zum Stehen zu bringen, doch erst, nachdem er die Schiene bereits 30 Meter weit mit sich geschoben hatte. O Ueberfall auf einen Straßenbahnwagen. An amerikanische Zustände erinnert eine Meldung aus Essen. Bei Kirchderne überfielen zwei Männer einen Straßenbahnwagen und versuchten, dem Schaffner die Geldtasche zu entreißen. Dies mißglückte den Räubern zwar, doch gelang es ihnen, unerkannt zu entkommen. Auf die Spuren eines längst verjährten Verbrechens ist man jezt in Benndorf bei Wasungen gestoßen. Bei Ausschachtungsarbeiten eines kürzlich abgebrannten Hauses stießen die Arbeiter auf ein menschliches Gerippe, das von einer männlichen Person im Alter von ungefähr 20 Jahren herrühren dürfte. Aeltere Ortsbewohner erinnern sich, daß in jenem Hause in der Mitte des vorigen Jahrhunderts ein berüchtigter Wilderer gewohnt hat, und daß damals ein junger Mann spurlos verschwunden ist. Eine unmenschliche Tat begingen im Wirtshaus zu Mühlenbrück zwei Leute aus dem Kirchspiel Gr.- Solt. Sie waren mit dem Arbeiter Heinrich Groth in Streit geraten und ließen schließlich ihre Wut dadurch an ihm aus, daß sie ihm mit Gewalt ein Bein brachen, so daß die Knochen durch die Hose drangen. Dann warfen die Unholde den armen Menschen in die Scheune und begossen ihn mit faltem Wasser. Um sich zu überzeugen, ob auch wirklich noch Leben in ihrem Opfer sei, hielten sie ihm zum Schluß brennende Zündhölzer unter die nackten Fußsohlen. Dann ließen sie ihn 20 Stunden in durchmäßtem Zustande in der kalten Scheune liegen, worauf erst ärztliche Hilfe geholt wurde. Der Zustand des Aermsten ist, wie man sich nach dem Vorstehenden denfen kann, hoffnungslos. Lokales. 29. März 1905. ** Der Großherzog empfing den Professor Dr. Vossius, Rektor der Landesuniversität Gießen. ** Der König von Preußen hat dem Fürsten zu Solms- Hohensolms- Lich die Erlaubnis zur Anlegung des dem Fürsten v.rliehenen Großkreuzes des Lude wig Ordens erteilt. ** Prinz Christian von Hessen- Philipps tal- Barch feld ist, unter Ernennung zum Leutnant zur See, vorbehaltlich der Patentierung, in der Kaiserlichen Marine angestellt und der Marinestation der Ostsee zu geteilt. * ** * Verseßt. Postassistent Keller Gießen ist mit Wirkung vom 1. April als Nachfolger des Postsekretärs Betri nach Grünberg versetzt. Bossekretär BetriGrünberg tritt am gleichen Tage in das Postamt Friedberg ein. Am Samstag, den 1. April d. Js., vormittags 1/29 Uhr beginnend, findet eine Sigung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen mit folgender TagesOrdnung statt: 1. Gesuch des Mezgers Wilhelm Weifenbach zu Nieder- Ohmen um Erteilung einer Wirtschaftskonzession. 2. Gesuch des Johannes Döll in Rödgen um Erlaubnis zum Betrieb einer Schantwirtschaft. 3. Enteigung für das Hauptsiel und die Kläranlagen der Stadt Gießen, hier Inaugenscheinnahme betr. - ** Der Ahuherr des neuen preußischen Minister des Innern ein Gießener? Nur wenigen dürfte es bekannt sein, daß der Stammbaum des neuen preußischen Minister des Innern, Herrn von Bethmann- Hollweg, seinen Ursprung von Gießen herschreibt. Und doch ist dem so: Der Urahne, Johannes Hollweg, lebte um die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts als ehrsamer Bürger in Gießen. 200 Jahre später taucht die Familie in Frankfurt auf, wo Johann Jakob Hollweg Teilhaber des Welthauses Gebrüder Bethmann ist. Dieser fügte seinem Namen noch den der Familie Bethmann hinzu und nahm auch deren Wappen an, das die Familie von Bethmann- Hollweg auch heute noch führt. ** Schneiderstreit in Gießen. Nachdem mit gestrigem Tage die Kündigungsfecift der Schneidergehülfen abgelaufen ist und feine Einigung mit den Meistern erzielt werden fonnte, sind die Gehülfen heute in den Ausstand getreten. Den Tarif anerkannt haben nur die Firmen Heinr. Krevert vorm. Julius Fischer und Georg Leib& Sohn, bei denen infolgedessen auch weitergearbeitet wird. ** Gesangswettftreit. Wie uns mitgeteilt wird, beteiligen sich am Gesangewettstreit in Vilbel( 2. Juli) auch 2 Gießener Vereine, der Bauersche Gesang verein und der Maschinenbauer Gesangverein. Dieselben werden auch voraussichtlich in einer Klasse singen. * Unter der Schafherde zu Lüzellinden und unter den Schafen des Friedrich Weber 4. H. Nr. 76 zu Hochelheim ist die Schafräude amtlich festgestellt worden. *** Arbeitszeit im Handelsgewerbe. Wie aus einer Bekanntmachung Großherzoglichen Polizeiamts hervorgeht, tft in lezter Zeit wiederholt beobachtet worden, daß eine Beschäftigung von Behrlingen, Gehilfen und Arbeiter des Handelsgewerbes auch außerhalb der gesetzlich statutarisch festgelegten Stunden an Sonn- und Feiertagen stattfindet. Um vor Strafe zu schüßen, weisen wir deshalb darauf hin, daß außerhalb dieser freigegebenen Zeit jegliche Beschäftigung von Lehrlingen 2c. berboten ist, selbst das Schicken eines Briefes durch den Laufburschen nach der Post, das Abholenlassen von Postsendungen durch Lehrlinge, das Schließen lassen der Rollläden ist unzulässig und ist mit Strafe bedroht. ** Die drei Klein- Lindener, die fürzlich Burschen aus Großen- Linden auf dem Heimweg beim Walde aufgelauert, sie überfallen und auf sie eingehauen hatten, wurden v. W., nach einer Notiz in auswärtiger Zeitung(! D. R.), durch die Gendarmerie festgenommen und nach Gießen in das Untersuchungsgefängnis transportiert. Einer der Ueberfallenen ist besonders acg zugerichtet worden und lassen sich die Folgen der Tat bei ihm jezt noch nicht überblicken. Da Lattenstücke benußt wurden, in denen Näg I waren, so sind die zugefügten Fleischwunden schwer. Die Schuldigen werden augesichts der bewiesenen Roheit eine empfindliche Strafe zu gewärtigen haben. r Grünberg, 28. März. Der hiesige Gemeinde rat hält am Freitag, den 31. März, eine Sigung mit nachfolgender Tagesordnung ab: 1. Gaszentrale Laubach; hier Einladung der Bürgermeisterei Laubach. 2. Eingabe des Kaspar Großhaus um Abgabe von städtischem Gelände. 3. Eingabe von Christian Schäfer 2. und Konsorten um Berbesserung eines Weges in der unteren Enggasse. 4 Eingabe von Karl und Heinrich Schmidt um Erlaubnis zur Niederlegung von Baumaterialien auf dem Kirchenplate. 5. Die Verbreiterung der Brücke an der Alsfelderstraße. 6. Wahl eines Wohnungsinspektors für Grünberg. 7. Genehmigung von Rechnungen. -? Laubach, 28. März. Neuer Postverwalter. An Stelle des zum 1. April nach Lich versetzten hiesigen Postverwalters Rau ist der Postverwalter Günther Wefthofen ernannt worden. * * Dutenhofen, 28. März. Die Arbeiten zur Errichtung einer Güterausladeftelle am hiesigen Blaze nehmen flotten Fortgang. K Wezlar, 28. März. Solmsbachtalbahn. Die Regierungspräsidenten von Wiesbaden und Koblenz und Eisenbahndirektions- Präsident Thome- Frankfurt a. M. und mehrere Mitglieder der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. besichtigten heute die Strecke der projektierten Solmsbachtalbahn. ** Lehnheim. hchr. Schmidt 1. zu Lehnheim wurde als Feldgeschworener der Gemeinde Lehnheim eidlich berpflichtet. Lehrlinge: Homberg a. d. Ohm. Die diesjährige Gesellen Gesellenbriefe voraussichtlich am Sonntag, 9. April, mit einer größeren Feier überreicht werden. prüfungen sind soweit gefördert, daß die Verteilung der dierer, 2 Buchbin 2 Schneider, Es suchen A 1 Gärtner( Pri 1Jnftallateur, 1 ju + Homberg a. d. Ohm. Nachdem Stadtrechner Repp vor einigen Wochen sein Amt als Stadtrechner niedergelegt hat, wurde dasselbe seinem seitherigen erstem Gehilfen, Heinrich Schäfer, übertragen. Die Kreisamtliche Einweisung erfolgt in diesen Tagen. K Hochheim a. M, 28. März. Vermächtnig Frau Burgeff hat der Pensionskasse der Aktiengesellschaft vormals Burgeff& Co. 110 000 Mart vermacht. afer, Diener, Raff rit), 4 Lauf- un tegener lan Boraussichtlic 30. März. di Boer, tagsüber e dem Abbruch der früheren Diezer Amtsapotheke wur K Diez, 28. März. Historische Funde. Bigger Regen, fp 3 aus dem Jahre 1586 stammende geschnißte Holztafel egen.( Näheres gefunden, die zum Teil sehr gut erhalten sind. Auf 2 von ihnen ist das nassauische Wappen eingeschnißt. K Frankfurt, a M.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3.20-3.50 Mt. Stroh, feines angefahren. Alles per 50 kilo. Tendenz in Heu: Fest. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. - Gießen, den 28. März 1905. Der Zimmermann Philipp Herzinger von Büdingen wurde durch das dortige Schöffengericht, wegen Mißhandlung seines 12jährigen Kindes mit einer Gefängnisstrafe von vier Monaten belegt. Gegen dieses Erkenntnis legte er Berufung ein, deren sich die Staatsanwaltschaft anschloß. Die Verhandlung ergab, daß er das Kind vielfach in unmenschlicher Weise mißhandelt hat, weshalb die Strafe für nicht ausreichend erachtet wurde. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erkannte das Gericht auf 1 Jahr Ge Der fängnis und nahm den Angeklagten in Haft. Schmiedgeselle Kaspar Wagner von Ober- Seemen hat aus der Ladenkasse des Konsumvereins dortselbst mehrfach Geld entwendet. Er wurde zu 3 Monaten und 2 Wochen Gefängnis verurteilt. Der Küfer Karl Fay zu Gießen hat eine S. K. H. den Großherzog beleidigende Aeußerung in einer hiesigen Wirtschaft getan. Mit Rücksicht auf die Trunkenheit des Angeklagten wurde auf die Minimalstrafe von 2 Monaten Gefängnis erkannt. Der Dienfifnecht Andreas Halbritter von Bündigen hat den Damm eines seiner Dienstherrin gehörigen Eisweihers durchstochen, sodaß das Wasser abfloß und die Eisdecke auf den Boden zu liegen fam. Das Eis fonnte nicht mehr verwertet werden, was einen Schaden von 300 Mt. nach sich trug. Die Tat hat er offenbar aus Rache über seine Entlassung verübt. Wegen Sachbeschädigung wurde der Angeklagte in eine Gefängnisstrafe von 2 Monaten genommen. Stadttheater in Gießen. Flachsmann als Erzieher. Komödie in 3 Aufzügen von Otto Ernst. Flachsmann hat es also wirklich nicht lassen fönnen, auch in dieser Saison seine Karte bei uns abzugeben. Schon im Zeichen ihres Schlusses stehend, erfindet der alte Fuchs schleunigst noch eine Gelegenheit, sich hineinzuschmuggeln, bevor er in die schönen Holstengaue reuig zu seinem Vater zurückkehrt. Sein Sündenregister ist garnicht so klein und er hat sich deshalb oft vor dem Forum der Kritik zu ver antworten gehabt, hat glänzende Verteidigungsreden und schonungslose Verdammungsurteile gehört, Berteidigungsreden, als er mit fester Hand einmal die Sonde durch die Krebsgeschwüre am Körper der Volksschule geführt hat- Verdammungsurteile, als er aa' die gefundenen Schäden auf einen winzig fleinen Raum zusammenfegt- um nicht zu sagen: idealisiert hat, und ist dabei immer weiteren Kreisen bekannt geworden. Diese Popularität erübrigt auch, auf den Inhalt des Langen und Breiten einzugehen. Es sei deshalb nur der gestrigeu Darstellung gedacht. - ist bei der j ungsbranche, bracht wurde ppfehlen. Mo schon galten Tatsächlich Richtung ei Formenschö ffür alle Zu Die Aufführung ging Herrn Andreas zum Benefiz in Szene und sei ihm daher der Vortritt gestattet. 8ur Darstellung hatte er sich den Flemming ausersehen, den er denn auch gut durchgearbeitet und in glücklicher Vereinigung des begeisterten Jugendbildners mit dem lebensstarken und-frohen Manne auf die Bühne hob. Besonders gut wußte er auch das männliche Selbstbewußtsein vor dem Vorgesetzten zu treffen. Das Publikum bedachte den Künstler mit Blumen- und „ blumigen" Angebinden. Die Titelrolle hatte in Herrn de Georgi einen ausgezeichneten Darsteller gefunden, der den pedantischen Flachsmann bis in die fleinsten Einzelheiten scharf und mit guter Komit herausgemeißelt hatte. Fräulein Dülfer traf ihre Gisa Holm im allgemeinen gut, war aber manchmal zu süßlich. Herr Conradi hatte seinen Regierungsschulrat treffend dem Leben entnommen, Beamter und Mensch fanden sich in selten guter Vereinigung sammen. Man fonnte sich auf seine Worte verlassen, wie er sich zeitweilig auf die Souffleuse verließ. Auch Herr Lingen war in seinem Schuldiener Negendant sehr am Blaze, während die Herren Eckhardt( Vogelsang), Anab ( Dierfs), Lippert( Weidenbaum), Süsing( Riemann) und Lütt johann( Römer) mehr oder minder erfolgreich sichbe mühten, die Lehrertypen auf die Bühne zu bringen. Die Regie des Herrn Conradi hatte für einen wirkungsvollen Rahmen Sorge getragen und rundete dadurch die ganze Vorstellung ab. Das Haus dankte durch reichen Beifall. G. H. Verhältniss grossen H Heidelberg Sehenswür sichtliche Preislagen dürfte. Es Preislagen Wir laden Ilichen Kau Dar Bedeute 300 2 Donne und ist ge Zur persönli Vertreter Wir e Herre J Ar zu be Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. HerrenGartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 1 landwirtschaftl. Magd, 1 Gärtner, 1 landw. 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