Kapitän. in, welcher fich burch orgethan hatte, den uch, dem diese Austen zu geben. Der te daher zu dem bin jedoch augen er, Seiner Majestät der Ursache meiner Bage entledigte fich hn aber alsbald mit n Briefe wieder zu eber. Es war mir ert Dufaten schulde, nten Drdenstreuze vergnügt zu dem gen Sie also hier elden Sie Seiner daß ich, wenn der ezahlt, nicht hinter t. nzöfifchen Truppen Erfolge befehligte, aus an den König en Worten schloß: gen, brauchen wir en gab er feinem und dieser hatte Seneral." schaft bat ein Herr Bemerken, daß die ebenso weitergehen stillzustehen, und er Uhr, zu gehen, esteht darin, daß Befiehlt man der Magneten und die hr, weiterzugehen, gibt ihr eine kleine hneidet aus einem welche die Schlange Ende auf eine lange gt ist. Sezt man und dreht sich die Folge des warmen nachdem sie geDer ringelnden Bemehrere Landleute, waren dazu ge sweideten; legtere re zurüdgelaffen; Die Angeklagten re fennen. Da fie e Freisprechung er tere unter furzer mit den Worten nehmen und wieder n sein Gewehr er mir der schnell mar nd, um eine neue ſezen. hatte in einem ade wie er damit Der Herr des Ge ffee im Laden ge mich hath leder." find völlig berarmt ufe nachgingen, fteher bon den zahlreida Unzählige bon ihna m plöglich brotlo egter, ihnen zum Tei gilflos da. Sie all n Reich, fie hoffen, da Stich laffen, für ih und offene Hände. t fich der unterzeichnet ang der notleidender Bitte um Unterftügung Ifes. Wer immer hes feinem Beruf nob n in Rußland, die t froh wird, der gedente er bielleicht noch schred Bir fönnen ihnen helfen en, jeder nach fein fich noch fein unglüd andt. Deffen find wir Sammelgaben) werden migliche Seehand in, Markgrafen Für die not ande", Bufchrift an It, Berlin W., An Expedition unfere über die Empfang fcheinen werden. Nr. 304. Sufertionspreis: Die einspaltige Betitzelle für ganz Oberbeen, die Kreise Mezlar und Marburg 10 Bfg. sonft 15 Bfg. Reklamen die Betitzeile 30 resp. 40 Bfg. Mebaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschlak Nr. 362. Donnerstag, den 28. Dezember 1905 Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Hand gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( tägli) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Sießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Die Schlacht von Moskau. In Moskau hat die russische Revolution die Entscheidungsschlacht geschlagen, in Mostau ist sie niedergeworfen worden. In der alten Hauptstadt des Reiches hat sich zum ersten Male seit dem Ausbruch der inneren Kämpfe das Heer zuverlässig erwiesen und feine Neigung zur Meuterei, zur Gehorsamsverweigerung oder zum Fraternisieren mit den Aufständischen gezeigt. Das ist ein großer, ein ganz außer= ordentlicher Fortschritt in der Richtung der Rückkehr zur Ordnung, der Wiederherstellung der staatlichen Autorität. Ist die Armee aufs neue an Gehorsam gewöhnt, so hat die Regierung auch wieder die Kraft, ihre Autorität zu wahren und geltend zu machen, ihre Aufmerksamkeit ordnend den in arge Wirrnis geratenen Verhältnissen auf dem flachen Lande zuzuwenden. Es wäre jedoch sehr verfehlt, wollte man aus den Mostaner Weihnachtsvorkommnissen schließen, daß etwa die russische Bevölkerung den Wunsch zu erkennen gegeben hätte, das alte Regime möchte wieder aufleben, oder es solle an die früheren Verwaltungstraditionen angefnüpft werden. Nein, in dieser Beziehung ist Rußland so revolutionär wie je, vielleicht noch revolutionärer. Denn zu der Erfahrung von der unerträglichkeit des selbst herrscherlichen Regiments hat sich die Erfahrung von der Furchtbarkeit seiner Folgeer= scheinung, des Gassenregiments gesellt. Die Maschinengewehre und die Kanonen würden in Mostau ebenso wie anderwärts versagt haben, wenn nicht zuvor der russische Gewerbestand und die russische Intelligenz, wenn nicht die Kreise, die die hauptsächlichen Vertreter von Bildung und Besitz sind, Ueberdruß und Efel an der Art von Revolution gewonnen hätten, die in Moskau sich die Herrschaft anmaßte. Die Arbeitseinstellung ist ein Kampfmittel, das unter besonderen Umständen berechtigt erscheinen mag. Aber ein Spielzeug ist sie nicht. Und die Revolutionäre von Moskau bildeten sich wirklich eiu, sie dürften mit der gesellschaftlichen Ordnung ihr Spiel treiben, dürften nach ihrer Laune den Verkehr einfach aufheben, jede Tätigkeit verbieten, den Besitz antasten und nach ungeschriebenen Geseßen unverantwortliche Urteile sprechen. Das verträgt ein Volt, wenn es sich um die Erkämpfung höchster Güter handelt, das verträgt es aber nicht, weil es einem Hausen unreiser oder einseitiger Burschen gefällt, ihr eingebildetes Ideal aller Welt aufzuzwingen. Die Sozialisten von Moskau sind es gewesen, die den gewerbfleißigen und intelligenten Teil der Moskauer Bevölkerung revolutionsmüde gemacht haben. Die Arbeiter selbst, die bald zur Arbeit, bald wieder von der Arbeit fortkommandiert widen, wußten nicht mehr, was sie taten, weshalb fie bald das eine bald das andere tun sollten, und freuten fich, als endlich ihre Prinzipale sich entschlossen, selbst wieder Befehle auszugeben und den Streiflustigen zu sagen, daß sie entlassen wären, sofern sie zu feiern fortführen. Das war doch ein deutliches und verständliches Wort, bei dem man wußte, woran man war. Acht Tage früher hätte freilich der Fabrikant, der solchen Anschlag in der Fabrik auszuhängen wagte, sein Leben verwirkt gehabt. Aber jetzt spürten die Arbeiter wieder ganz gern die Hand des Herrn. Sie sind ja gar nicht arbeitsunlustig; und da ihnen manches Zugeständnis gemacht ist, haben sie feinen Anlaß zur Unzufriedenheit. Ihr Lohn ist ihnen auch viel sicherer als die Zuwendungen aus der Streiftasse, die allzu leicht verjagen fann. Und endlich: so launenhaft wie das sozialdemokratische Revolutionsfomitee ist der Fabrikherr niemals gewesen. Der war zufrieden, wenn man schlecht und recht seine Arbeit tat und der Flasche nicht allzusehr zusprach. Im schlimmsten Falle selbst drohte er nicht gleich mit Erschießen, hantierte auch nicht immer mit allerhand lebensgefährlichen Gewaffen. Kurz: die sozialdemo= kratische Revolution hatte sich in Moskau gründlich unbeliebt gemacht. Und sie konnte gar nicht anders. Ihr eigenes Programm zwang sie zu immer weitergehenden Forderungen, und in ihren Reihen hatte nur das Radikalste recht. Dem jeweiligen Meistfordernden, der in gewissem Sinne der Meistbietende war, wurde die Macht zugeschlagen, die er behielt, bis ihn ein anderer noch unsinniger überbot. Die Führer der freiheitlichen Bewegung in Rußland famen schließlich dahin, in dem Moskauer sozialdemokratischen Agitationskomitee den schlimmsten Feind zu sehen, den Verbündeten der großfürstlichen dient, onspartei. Dieses Bündnis braucht nicht etwa ein unbewußtes und unbeabsichtigtes ge= wesen zu sein. Wenigstens nicht auf der großfürstlichen Seite. Diese hat Bundesgenossen schon im anarchistischnihilistischen Lager gesucht und gefunden. Jedenfalls war die junge russische Verfassung durch die Moskauer Maßlosigkeit schwer bedroht, und das Militär, das endlich einschrit, fand bei den Verfassungsfreunden die lebhafteste Aufmunterung. Freilich darf man nicht glauben, daß jedes Hindernis jetzt beseitigt und die Bahn frei sei für Fortschritt, Ordnung, Geseßlichkeit. Nur eine Aussicht hat sich eröffnet, ein Licht ist durch das Dunkel gebrochen. Aber das Dunkel überwiegt noch immer. Die Verhältnisse im Kaukasus liegen sehr im argen, genau so wie in den baltischen Provinzen, und normale Zustände find im ehemaligen Polen feineswegs wiederhergestellt. Es bleibt genug und mehr als genug zu tun übrig. Aber die Hoffung ist wenigstens vorhanden, daß keine weitere Verschluimerung, vielmehr eine stetige Besserung eintreten wird. Die ruffifche Revolution. Zum erstenmale seit langer Zeit lauten die Nachrichten für die Regierung etwas günstiger. Die Kraft der Revolution scheint gebrochen zu sein, und der Uebergang zu geordneten Zuständen beginnt. Freilich ist sie in Mostau in Strömen von Blut ertränkt worden. Schaurige Gerüchte kommen aus der alten Zarenstadt. Dort sollen die blutigen Straßenkämpfe, die während der Festtage zwischen den Revolutionären und dem Militär tobten, ungezählte Opfer gefordert haben. Aus Petersburg wird darüber gemeldet: Nachdem die Barrikaden von der Artillerie zusammengeschossen wurden, kämpfen die Revolutionäre mehr aus dem Hinterhalt, wobei ihnen die Arbeiterfrauen mutig zuz Seite stehen. Das Militär geht schonungslos vor, beson ders das Regiment Rostow, das kürzlich meuterte. An 15 000 getötete oder verwundete Revolutionäre decken den Kampfplatz. Die Wut ist auf beiden Seiten unbe schreiblich. Wie weiter berichtet wird, treten für einen gefallenen Kämpfer immer wieder mehrere neue ein. Indessen kann es schon jetzt als entschieden gelten, daß das Militär die schlechter bewaffneten Revolutionäre zu Boden schlagen wird. Massenverhaftungen. Während sich auch im Publifum der Gegensatz wider die Extremen Elemente verschärft, greift die Regierung rücksichts. Los zu. Eine Meldung uus Petersburg besagt darüber: Während einer Sigung wurden die Führer der sogenannten bewaffneten Kohorte aufgehoben. Es wurden 49 Mann, darunter der Anführer, Ingenieur Schuhmann, verhaftet und Pläne, Schriftstücke, Waffen, Höllenmaschinen wurden beschlagnahmt. Auf der andern Seite hat aber auch die Regierung ihre Busagen in bezug auf die Reformen zur Tat werden lassen. Das Wahlgesez. In dem mittelst kaiserlichen Utas bekannt gegebenen Gesetz für die Wahlen zur Reichsduma hat das Wahlrecht eine ganz beträchtliche Erweiterung erfahren. Nach dem neuen Wahlgefeß sind wahlberechtigt alle Hausbesitzer, die ein Jahr im Besitze sind und Steuern zahlen, alle Eigentümer von industriellen Unternehmungen, alle Personen, die Gewerbe- und Wohnungssteuern zahlen und alle, die eine Wohnung auf eigenen Namen haben. Die Arbeiter in Fabriken von mehr als 50 Mann haben das Recht, Beauftragte in die Wählerversammlungen zu entsenden, in denen die eigentlichen Wähler gewählt werden. Rechte für Juden und Ausländer. Auch für die Juden und die Ausländer, die in Rußland ansässig sind, wurden die Rechte, im Zarenreich Handel und Gewerbe zu treiben, erweitert, und zwar dadurch, daß die betreffenden Vorschriften vereinfacht sind. Insbesr dere sind auch die Börsen- Reglements abaeschafft worden, durch die den Nichtchristen die Börsentätigkeit beschränkt wurde. * Eine ruffifche Interims- Anleihe. Die russische Regierung gibt für 400 Millionen Rubel Schaganweisungen aus, deren Umlaufszeit auf längstens cin Jahr bestimmt ist. En faiserlicher Ufas vom 22. Dezember erteilt hierzu die Genehmigung. Das ist eine Interims- Anleihe, die sich wahrscheinlich als notwendig erwiesen hat. Unser nationalökonomischer Mitarbeiter schreibt uns darüber: Daß Rußland Schulden hat, recht viele Schulden sogar, ist bekannt; ebenso daß es neuer Anleihen bedürfen würde, auch wenn es jetzt feine Revolution gegeben hätte. Ais noch in Portsmouth wegen des Friedens mit Japan unterhandelt wurde, waren die Unterhandlungen mit den Bantiers beinahe die wichtigeren. Jedenfalls waren fie schwieriger. Herr Witte wurde mit den Banticre nicht einig, die zu hohe Forderungen stellten und, ungleich den Japanern, sich nicht davon abbringen ließen. Die Anleihen wurden auf bessere Zeiten verschoben. Die besseren Zeiten tamen aber nicht. Im Gegenteil: Die Revolution fam mit ihren Schrecken und ihren großen materiellen Einbußen, die sich dem Fiskus fühlbar machten. Hätte er das vorausgesehen, Graf Bute wäre vielleicht den Banfiers gegenüber in Portsmuth nachgibiger gewesen. Rußland ist mit seinen baren Ressourcen noch nicht am Hande. Es hat noch reichen Goldvorrat. Es entspricht aber der russischen Finanzpolitik seit vielen Jahren, mit Aufnahme einer neuen Anleihe nicht bis zum Tage des Bedarfs zu warten, sondern die neue Schuld zu kontrahieren, ehe noch die alte auch nur abgehoben ist. Graf Witte will dieser Gewohnheit tunlichst ireu bleiben. Günstige Anleihebedingungen aber sind jetzt nicht zu erzielen. Deswegen greift Graf Witte zu dem flugen Hilfsmittel der Ausgabe von Schaganweisungen, deren Umlaufszeit er auf ein Jahr begrenzt, und für die er vorschreibt, daß sie von der russischen Reichsbant jederzeit disfontiert werden müssen. Das ist eine stille, eine verschleierte Anleihe. Graf Witte hat auch jedenfalls schon feste Abnehmer dafür. Im Inland sollen 200 Millionen Rubel bleiben, 200 Millionen Rubel sollen ins Ausland gehen, 100 sie im wesentlichen dazu bestimmt sind, gegen die von früher in Umlauf befind= lichen 150 Millionen Schazanweisungen eingetauscht zu werden. Tatsächlich hat das Banthaus Mendelssohn& Co. in Berlin diese Schazanweisungen und Schatzwechsel zum guten Teil an sich gebracht. Sicher sind auch Verabredungen dafür ge= troffen, daß die Schatzwechsel nicht so bald bei der russischen Reichsbank zur Diskontierung angemeldet werden. Denn damit würde der russischen Regierung, der im Augenblick an einem Diskontgewinn nicht gelegen sem fann, wenig gedient. Die russische Reichsbank ist befugt, bei der Disfontierung 5 Prozent Jahreszinsen bis zum Verfalltag und 1 Prozent vom Nominalbetrag in Abzug zu bringen. Dieses eine Pcozent Kommission, das von der Frist bis zum Verfalltag unabhängig ist, bildet gleichsam die Kreditprämie deren Wert von Tag zu Tag steigt. Als Währung ist auso flich Gold nach den bewährten Münzsystem vorgeschrieben.- Jeden falls hat sich die interessante finanzielle Transaltion in aller Stille vollzogen, was ein ebenso gutes Zeichen für die Kreditforberer wie für die Kreditgeber ist. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. Als Versammlungsort für die Marokko- Konferenz hat der Sultan von Marokko Tanger vorgeschlagen, falls sich Algeciras nicht dazu eignen sollte. Inzwischen ist jedoch unter den Mächten eine Einigung dahin erzielt worden, daß Madrid nicht mehr in Frage kommt, sodaß die Konferenz, wie früher bestimmt, am 5. Januar in Algeciras eröffnet werden, dann aber bis 20. Januar vertagt werden dürfte, da die Botschafter der Anfang Januar stattfindenden Hochzeit der Infantin von Spanien beiwohnen müssen. dem * Der vierte Nachtragsetat für die Schußgebiete ist Reichstage zugegangen. Es werden insgesamt 30 600 000 Mart gefordert. Aus den beigefügten Erläuterungen ergibt sich, daß zur Niederwerfung des Aufstandes in Südwestafrika bis Ende November insgesamt 177 673 937 Mark ausgegeben waren. Es waren demnach am 1. Dezember 1905 von den zur Niederwerfung des Aufstandes bewilligten Mitteln von 185 940 950 Mark noch rund 8 Millionen Mark verfügbar. Bei dem jetzigen Stande der Schußtruppe sind unter Anrechnung der noch verfügbaren 8 Millionen Mark für die Zeit vom 1. Januar bis 1. April 1906 noch weitere 26 Millionen Mark erforderlich. Ferner sollen 1800 weitere Pferde beschafft werden, die 2 600 000 Mart fosten. Endlich sollen 1000 Dromedare für 2 Millionen be schafft werden. * In der letzter Zeit haben neue Gefechte in Deutsch: ostafrika stattgefunden, die siegreich für die Deutschen verliefen. Leutnant zur See Dollmann von der„ Thetis" brachte am 8. Dezember den Aufständischen bei Mtende eine Niederlage bei, in der sie 14 Tote hatten. Am 15. Dezember hatte er ein Gefecht bei Kiduduri, bei dem die Gegner 51 Tote verloren. * Nach den Lotterieverträgen Preußens mit den thüringischen Staaten Reuß und Lippe, die dem Abgeordnetenhause vorliegen, müssen diese Länder im Februar 1906 den Betrieb ihrer Staatslotterieen einstellen. Von diesem Zeitpunkt ab darf nur noch die preußische Lotterie in diesen Ländern gespielt werden, mit Ausnahme von Lotterien, die vorübergehenden Zwecken dienen, oder Lotterien zur Ausspielung von Kunst- und Industrieerzeugnissen, Waren 2c., wenn das Spielfapital den Betrag von 100 000 Mart fü die einzelne Lotterie, bei Reuß j. 2. nicht 25 000 Mart übersteigt. Hier dürfen Lotterien nur für Krantenpflege und zur Wiederherstellung historischer Baudenkmäler des Landes veranstaltet werden. Die Verträge sezen ferner die Abfindungssummen fest, die von der preußischen Regierung zu zahlen sind. frankreich. ** Ueber die Trennung von Kirche und Staat in Frankreich wird in Kürze ein Weißbuch des Vatikans er= scheinen, aus dem schon jetzt einiges befannt wird. Die Schuld an dem Bruche Frankreichs mit dem Vatikan wird den verschiedenen Ministerien seit Waldeck- Rousseau zugeschrieben. Aus einem Briefe des Papstes an Loubet gehe hervor, daß die kirchenfeindlichen Maßnahmen der französischen Regierung nicht nur die Trennung von Kirche und Staat, sondern die Entchristlichung Frankreichs bezwecken. In entschiedener Weise wird der Vorwurf zurückgewiesen, daz der heilige Stuhl die französische Republik befämpft habe. Er habe im Gegenteil vieles zu gunsten der Republik gelan. ** Die Spionenfurcht in Frankre h hat weitere Opfer gefordert. In Toulon sind mehrere Verhaftungen vorge= nommen worden, darunter die eines Stadtbeamten und eines Arsenalarbeiters. Eine Reihe von Haussuchungen haben stattgefunden und finden noch statt. In der Stadt herrscht große Aufregung. Wahrscheinlich wird die ganze Sache erheblich aufgebauscht. Spanien. ** In Barcelona hat am Weihnachtsabend ein anarchistisches Attentat stattgefunden. Als der Kardinal Casanas die Kathedrale verließ, versuchte ihn ein Mann zu erdolchen. Ein Domherr lentte den Stoß ab, indem er dem Angreifer ins Gesicht schlug. Der Mann wurde von der Polizei verhaftet; er trug einen Revolver und ein Fläschchen mit Gift bei sich. Im Augenblick der Verhaftung tötete er sich durch Gift. Es war ein Weber Namens José Salas Comas, das Haupt des anarchistischen Vereins in Vich. Portugal. ** Die Demission des Kabinetts ist vom Könige angenommen worden. Luc'ano de Castro erhielt den Auftrag, ein neues Ministerium zu bilden. Balkan- Staaten. ** Anläßlich des neuen Zunstzwangsgesetzes ist es zu Straßen Demonstrationen in Sofia gefommen. Die Arbeiter aller Kategorien traten in den Ausstand. Türkei. ** Die mazedonische Finanzreform hat ihren Anfang genommen. In Saloniti fand unter dem Vorsitz des Generalinspettors Hilmi Bascha die erste Sißung der mazedonischen Finanzfommission statt, worin über die Grundzüge des Budgets beraten wurde. Hlien. ** In Japan ist der Panzerfreuzer Tsukuba vom Stapel gelaufen, was Veranlassung zu patriotischen Kundgebungen war, da das Schiff der erste Panzerfreuzer ist, der in Japan ohne Hilfe des Auslandes gebaut worden ist. ** Die russische Gesandschaft in Korea wird wiederHergestellt. Ein russischer Beamter ist zu diesem Zwecke bereits in der koreanischen Hauptstadt Söul eingetroffen. Amerika. ** In der Republik San Domingo bereiten sich anscheinend ernste Dinge vor. Einem Gerücht zufolge hat Präsident Morales, der mit der Haltung des Kabinetts unzufrieden sein soll, mit wenigen Anhängern die Hauptstadt berlassen und beabsichtigt, sich mit den Anhängern des früheren Präsidenten Jimenez gegen den Vizepräsidenten Caceres zu vereinigen. Man glaubt, daß ein Konflikt bevorsteht. beer und flotte. Orden für Verdienste vor dem Feinde. Durch Allerhöchsten Erlaß vom 13. d. Mts. ist genehmigt worden, daß die Bestimmungen der Kabinettsorder vom 22. April 1864, wonach die für Verdienst vor dem Feinde verliehenen Orden mit Schwertern an einem schwarzen, weiß eingefaßten bezw. gestreiften, von Militäroberbeamten an einem weißen, schwarz eingefaßten Bande zu tragen sind, fortan auch auf diejenigen Offiziere und Beamten der Kaiserlichen Schutztruppen, der ostasiatischen Besaßungstruppen und sonstiger im Auslandsdienst verwendeten Truppenverbände Anwendung finden, welche anderen deutschen Bundesstaaten angehören. Bugleich ist diesem Allerhöchsten Erlaß rückwirkende Kraft auf alle vorangegangenen gleichartigen Fälle der Deforierung beigelegt worden, dergestalt, daß die betreffenden Offiziere und Beamten berechtigt sein sollen, das schwarz- weiße bezw. weiß- schwarze Band der Ordensauszeichnung sich zu beschaffen und anzu legen. Doch ist der Generalordenskommission in jedem einzelnen Falle hiervon Anzeige zu erstatten. Soziales Leben. Kommerzienrat × Grfreuliches für Bürgermeister. Koch, früherer Inhaber der Porzellanfabrik Kabia, bat be= stimmt, daß dem Verwaltungsrat einer von ihm begründeten Stiftung der jeweilige Bürgermeister von Kabla angehören müsse, dem hicriitr 1500 Mart jährliche Entschädigung gezahlt werden. Zweck der Stiftung ist, der Stadt Rab a jederzeit durch die Gehaltserhöhung eine erste Kra't als Bürgermeister zu sichern. Für das neugewählte Stadtoberhaupt von Kahla, das im nächsten Jahre sein Amt antritt, jedenfalls eine erfreul che Ueberraschung. Ein franzöfifcher Generaliffimus. Erinnerungen an den verstorbenen General Saussier. Aus dem Leben des vor furzem verstorbenen französischen Generals Saussier, des Generalissimus der fran= zösischen Armee werden jetzt einige interessante Einzelheiten befannt. Felix Sauffier wurde 1828 geboren und verließ 1850 die Kriegsschule von Saint- Cyr als Unterleutnant der Infanterie. 1867 war er Oberstleutnant, woraus zu schließen ist, daß tapfere Offiziere in jenen friegerischen Zeiten rasch avanzieren fonnten. Sauffier war überall zu finden, wo man sich schlug: in der Krim zuerst, dann in Italien und schließlich in Mexiko. Im Jahre 1869 zum Obersten befördert, wollte er sich nach Algerien schicken lassen, wo die Eingeborenen sich wieder einmal zu empören drohten, als der große Krieg, der deutsch- französische, zum Ausbruch fam. Sausfier tat sich sowohl am 14. August bei Colombey- Nouilly als auch am 18. August bei St. Privat hervor. Mit seinem Regiment in Metz eingeschlossen, wurde er bei der Uebergabe( 27. Oftober) Kriegsgefangener und, weil er sein Ehrenwort, auf den Weiterkampf zu verzichten, nicht geben wollte, erst nach Mainz, dann nach Graudenz abgeführt. Von hier gelang es ihm zu entweichen. Er fetite über Rußland, Desterreich und Italien nach Frankreich zurück und wurde am 5. Januar 1871 Brigadegeneral. Ein paar Wochen später befand er sich in Algerien, wo die Araber sich jetzt tatsächlich empört hatten. Er warf den Aufstand rasch und ohne Gran samkeit nieder. 1873 wurde er gegen den Bonapartisten Agence zum Abgeordneten der Nationalversammlung gewählt; er beteiligte sich hier mit solchem Eifer an den Arbeiten der Militärkommission, daß man ihn zum Senator machen wollte. Saussier lehnte jedoch ab und legte bald darauf sem Mandat nieder, um in Marseille das Kommmando einer Infanteriebrigade zu übernehmen. 1878 zum Divisionsgeneral ernannt, wurde er 1879 an die Spitze des 19. Korps in Algerien ge= stellt. Bald darauf nach Frankreich zurückberufen und mit dem Kommando des 6. Korps in Châlons betraut, wurde er im Juli 1881 abermals nach Afrika gesandt, wo er sich bei der Niederwerfung des Aufstandes in Tunis Verdienste erwarb. 1884 zum Militärgouverneur von Waris ernannt, ge hörte Saussier zu den Mitgliedern des Landesverteidigungsfomitees und war Vizepräsident des Obersten Kriegsrates. Als Chef der französischen Mission wohnte er der Krönung des Zaren Nikolaus 11. bei. Im Januar 1898 trat er in den Ruhestand und gab im Januar 1903 auch seine Demission als Mitglied des Obersten Kriegsrates. Saussier hat 24 Feldzülge mitgemacht und ist dreimal schwer verwundet worden. Im Mai dieses Jahres hatte sich Saussier ganz von Paris zurückgezogen, um den Mest seines Lebens auf seinem Schlosse Thimécourt zu verbringen. Dort erlitt er bei einem Spaziergange im Park einen Schlaganfall, von dem er sich nicht wieder erholte, und dem er vor einigen Tagen erlag. Saussier ist in deutsch französischen Krie für uns ein nicht zu unterschäßender Gegner gewesen und ar jedenfalls einer der tüchtigsten Generäle, die Frankreich hervorgebucht hat. Nab und fern. + Unfall eines deutschen Dampfers. Der mit Holz beladene deutsche Dampfer Marthe", von Kotta( Finnland) nach Bordeaux unterwegs, ist in der Nähe der Jle de Ré gescheitert. Die Besatzung wurde gerettet, das Schiff wird für verloren gehalten. + Folgenschwere Acetylenerplosion. Die Gefährlichfeit der Acetylenbeleuchtung hat sich wieder in erschreckender Weise bewiesen. In Habenhausen bei Bremen wurden durch Explosion eines Acetylenbehälters der Gastwirt Bothe und ein achtjähriges Mädchen getötet, ein Mann lebensgefährlich berlegt. † Kampf mit einem Geisteskranken. In Hamburg wurde ein Geistesfranfer, der ehemalige Offizier v. Rodewald, von einem Schuhmann beim Betteln betroffen und arretiert. Er widersetzte sich der Verhaftung und gab auf den Schutzmann vier Revolverschüsse ab, die den Beamten schwer verletzten. Rodewald wurde der Jrrenanstalt zugeführt. † Familientragödie unter dem Weihnachtsbaum. In Charlottenburg hat am Weihnachtsabend der ehemalige Offizier Plantagenbesizer Herzger seine Ehefrau erschossen und sich dann selbst entleibt. Die Veranlassung zu der Bluttat war Eifersucht. † Verhaftung eines Millionendiebes. Der Prokurist der Oberschlesischen Kofswerfe in Berlin, Hugo Spiegel, der vor einigen Monaten nach Unterschlagungen von etwa einer Million Mark verschwunden war, ist in Paris verhaftet worden. Sp. hatte einen ungeheuren Aufwand getrieben und mit fremdem Gelde Börsenspetulationen getrieben. Die Verhandlungen zwecks seiner Auslieferung sind eingeleitet. † Der Tote auf den Schienen. Die Chemnißer Staatsanwaltschaft ist gegenwärtig mit der Ermittlung eines geheimnisvollen Mordes beschäftigt. Auf den Schienen der Neubaustrecke Chemnitz- Adorf wurde die Leiche des Bahnarbeiters Lufastit mit mehreren von einer Hacke herrührenden Wunden aufgefunden. Von dem Täter fehlt jede Spur. † Ein siebzehnjähriger Erpresser. Der in Andernach wohnende Amtsgerichtsrat Dubuc erhielt dieser Tage einen Brief, worin ihm mitgeteilt wurde, daß seine sämtlichen Kinder ermordet werden würden, wenn nicht an einem gewissen Tage und an einem näher bestimmten Orte die Summe von 10 000 Mark niedergelegt würde. Die Polizei, der das Schreiben übergeben wurde, ermittelte als Absender einen siebzehnjährigen Seilerlehrling, bei dem, als er verhaftet wurde, u. a. ein scharf geschliffener Dolch gefunden wurde. † Eine Brandstifterbande. Fünfzehn galizische Arbeiter waren mit ihrem Arbeitgeber in Stolp in Streit ge= raten und hatten diesem das Haus angezündet. Die nach der Tat flüchtig gewordene Bande wurde jetzt auf dem Bahnhofe Lissa in Posen verhaftet. † Internationale Schwindlergesellschaft. Einer ganzen Bande internationaler Schwindler ist man in Frankreich auf die Spur gefommen. In Marseille, dem Size dieser Bande, wurden 17 Personen verhaftet. Weitere Verhaftungsbefehle sind nach verschiedenen anderen Städten wie Nizza, Lille, Angouleme und Tours versandt worden. Bei den in Marseille vorgenommenen Haussuchungen wurde festgestellt, daß sich Mitglieder der Bande als G richtsperionen ausgegeben hatten, um Expressungen bei verschiedenen hochgestellten Personen vorzunehmen. Droschken mit elektrischem Licht. Um dem Fahr publifum Licht zum Lesen in Droschken zu gewähren, haben Pariser Zuhrwerkbefizer eine praktische Neuerung eingeführt, Im Innern des Wagens befindet sich ein kleiner Automat. Wirft der Fahrgast ein Zehncentimesstück hinein, so flammt eleftrisches Licht in der Droschte auf und brennt zehn Minuten. Falls sich diese Einrichtung bewährt, sollen mit der Zeit sämtliche Pariser Droschken mit elektrischem Lichte versehen werden. Eine nachahmenswerte Neuheit! † Der Sprung aus dem Fenster. Im Westen Berlins berübte ein Regierungsbaumeister Lieber dadurch Selbstmord, daß er sich aus einem Fenster der vierten Etage stürzte. Er blieb zerschmettert auf der Straße liegen. Der Selbstmörder, der schon seit mehreren Tagen ein aufgeregtes Wesen zur Schau getragen hatte, drang nachts in die Wohnung seiner Schwester ein, ließ sich anfangs bernhigen, sprang dann aber gegen Morgen aus dem Fenster. † Ein Wächter erstochen. In Nürnberg wurde ein Beamter der Wach- und Schließgesellschaft Namens Meier auf seinem nächtlichen Rundgange von dem Schieferdecker Volkert durch Messerstiche getötet. Er hatte ein Liebespärchen aufgescheucht, und aus Wut darüber griff Voltert zum Messer. † Als Greifin zum ersten Male auf der Eisenbahn. In der Nähe von Berlin, in Wustrau bei Neuruppin, lebte eine 82 jährige Frau, die niemals in ihrem langen Leben auf der Eisenbahn gefahren war. Nach dem Tode ihres Mannes verläßt sie jetzt ihren Wohnort, um zu ihrer Tochter nach Zehlendorf zu ziehen. Als sie nun zum ersten Male auf der Eisenbahn saß, fonnte sie sich garnicht genug über die schnelle Fortbewegung wundern. + Schreckenstat eines Jrrsinnigen. Durch eine ent= feßliche Bluttat sind in Wien die Bewohner eines Hauses in Ottakring in Aufregung versetzt worden. Der Schlächtergeselle Teutschert, der bereits mehrfach im Irrenhause war, hat in einem Tobsuchtsanfalle nachts seine Frau und seinen Bruder mit einem Schlächtermesser in furchtbarster Weise verletzt und sich dann selbst lebensgefährliche Wunden beigebracht. Alle drei werden kaum gerettet werden können. † Weibliche Helden. Bei einem im Gefängnis auf Blackwell Jsland bei Newyork ausgebrochenen Brande retteten weibliche Gefangene im Verein mit zwei Wärterinnen etwa fünfzig im vierten Stock liegende schwerkranke Gefangene, indem sie sie mit eigner Lebensgefahr aus dem Gebäude trugen. Das Gefängnis, ein Holzbau, brannte völlig nieder. + Marokkanische Räuber. Anhänger des marokkanischen Bandenführers Roqui haben die Zollstation in der Nähe der französischen Faktorei Melilla zerstört. Viele Familien flüchteten in das spanische Lager. AA der Selfish.Thüri Binterbliebenen f gelber, Berzinsung Rolletteure zw. ds verteilen Mit dem heutigen Tage beginnen wir in unserer Berhältniffe zu za Unterhaltungsbeilage mit dem Abdruck des Romans ,, Schicksalskampf" von Hermann Heinrich. noch zu borweg 50 000 R and Sig der Stad ile und von be 0 000 Mt., ber telt ift. ** Ein Gi entner Ludwig Heimgegangene ient gemacht. fiets zur Verfü teilte er ftets einigen Wochen& Beburtstages der zum Besten är Vor Einfü ieb des Gießener Ehren gehalte Stadttheater dlich hingewiefen Des Meeres 15 Uhr beginnt. Das Weihna Der Erzähler führt uns nach einer in der branden. burgischen Mart gelegenen Dampiztegelei. Der einzige Soha des Besizers hatte sich, von einem unbezwinglichen Drange nach Freiheit getrieben, von seinem Vater losg sagt und war nach Berlin gegangen. Dort verheiratete er sich, ohne seinem Vater davon Mitteilung zu machen, mit einem armen Mädchen. Seine einträgliche Etellung in einem Berliner Bankgeschäft verlor er. Da fordert: ihn sein Vater auf zurückzukehren und die Leitung der Fabrik zu übernehmen. Er folgt diesem Ruf, läßt aber seine Frau und Kind in Berlin zurück, weil er den Zorn seines stolzen Vaters fürchtet. Der junge Mann läßt später seine Frau als Wirtschafterin auf das Gut tommen. Der Vater lernt die vermeintlich verwitwete Wirtschafterin und ihre Tochter schließlich schäßen und lieben. Als das Verhältnis seines Sohnes zu den beiden ans Tageslicht fommt, ist sein harter Sinn weich geworden und er schließt Schwiegers tochter und Enkelin gütig in seine Arme. Die Erzählung ift eich an spannenden und anregenden Momenten. Lokales. - 28. Dezember 1905. * Das Großh. Regierungsblatt Nc. 31, aus. gegeben am 23. Dezember enthält: 1. Verordnung, die Prüfungsfommission für das Finanz- und technische Fach betreffend. 2. Verordnung, die Abänderung der Prüfungsordnung für das Lehramt an höheren Schulen vom 9. Dezember 1899 betreffend. 3. Verordnung, die Ergänzung der Hundesteuer- Verordnung vom 4. November 1899 betreffend. 4. Verordnung, die Vorbereitung füte den Staatsdienst im Justiz- und Verwaltungsfache betreffend. 5. Verordnung über die Abänderung der Verordnung vom 24. Juni 1893, die praktische Vorbereitung für die Anstellung im höheren Lehramt betreff.nd. 6. Berordnung. die Borbereitung und Staatsprüfung für den höheren Forst dienst betreffend. * Eine N.form der Erften Kammer? Die Er uennung dreier neuer Mitglieder der Ersten Kammer hat in weiten Kreisen, besonders auch in den Reihen der Parlamentarier großes Aussehen erregt. Man sieht darin nur einen ersten Schritt zur Weiter ausgestaltung der Ersten Rammer, die ja auch an Allerhöchster Stelle in der letzten Beit sich durch ihre Beschlüsse nicht gerade beliebt gemacht hat. Dieser ersten Berufung von drei neuen Mitgliedern dürften noch weitere folgen. Wie verlautet, sind noch einige Oberbürgermeister, sowie Bertreter der Landwirtschaft und des Handwerks als Mitglieder der Eisten Kammer in Aussicht genommen. Ob diese Berufungen schon in nächster Beit erfolgen, ist allerdings noch nicht bekannt. Wie die übrigen Mitglieder der Ersten Kammer diesen ersten Schritt zu einer Modernisierung des feudalen Stäidehauses ansehen, ist bisher nicht bekannt geworden. Es bleibt ihnen aber schließlich nichts anderes übrig, als sich mit der Tatsache abzufinden. ** Die nationalliberale Fraktion der Zweiten Kammer ernannte den Abgeordneten Reinhart zu ihrem Vorsitzenden. Ferner wurden in den Vo stand gewählt: für Oberhessen die Abgeordneten Stöpler und Ulmann, für Rheinhessen die Abgeordneten Mödlinger und Reinhart, für Startenburg die Abgeordneten Dr. Buff Dr. Heidenreich. Die Frattion zählt 18 Mitglieder. und * Die Bauerubündler im h ssischen Landtag haben in besonderer Sigung am 19. Dezember folgenden Beschluß gefaßt: Die Partei und die Frattion der Bauernbündler im hessischen Landtag führen den offiziellen Namen:" Bauernbund, hessische Boltspartei" und zählt folgende Abgeordnete als ihre Mitglieder: Bähr, Brauer, Breidenbach, Ed, Hauck, Huschel, Jout, Köhler- Langsdorf, Korell, Leun, Senefelder, Smalbach. Vorsitzende der Fraktion sind die Abgeordneten: Währ Hirschel und Leun. altete fich zu wurden rund 3 Verwalter i, ia und@ Bay wohnte Pro Beauftragter grann der Feier al Siechenhauses in war. De ganz Gestern Abend iter Verein in de feine Beihnach mung voll; unger kaichte Chor und fillehrers Gern Euler. Eine Bühne für Kinder, den, Bersen und bluß der schönen Die Weihnach gvereins Gieße hr zahlreichen Bes Mitglieder Kommers en Homberger, Sch ung und Auktion die trop der t bie Fänger wegen recht beifällig ge Dirigenten wurde e nit anerkennenden S ehrer Wiegand Ge Burund Maschinenbauer Stiftung für de Bereins Dirig Maschinenbaue fener Mitglie werden allerd Derartige Ben hübsche und ache P. Rotrone Rachmittag d auf de Ausschreitu Drei ehen Bruin jungen Befight& entstand Radaubrik murden zur * Beit ni aibdt bleibe bem Berde, wenn es bei warme Dde auflgn. De Lir auch bei der git besonders für R thus den Bi Eier am ganzen Rö & fich an der W fets eine tüchtige Neuer Titel. beftimmt morden, t höhere Lehramt hramis Referendare enft im Inftiz, Ber eerfte Brüfung abge und Schmalbach, Schriftführer: leffung zum Vorbere * Die Entwürfe zum Finanzgefeß und Hauptvoranschlag der Staatteinn hmen und Ausgaben für das Eratsjahr 1906 beschäftigen sich auch mit der Hessisch- Preußischen Loterie Gemeinschaft. Es heißt dort: Unter der 4. Haupt- Abteilung: Lotterie mußten die durch die Staatsbert äge mit Preußen und den Thüring sch- Anhaltischen Staaten neu geordneten Verhältnisse Berücksichtigung finden. Ablauf der im Frühjahr 1906 zur Ausspielung gelangenden Danach wird die Hessisch- Thüringische Staatslotterie mit 7 Lotterie eingestellt und an ihrer Stelle die Preußische Klaffenlotterie in dem Gebiet der Hessisch Thüringischen Ge Regierungen der Hessisch- Thüringischen Staaten übernommenen meinschaft zugelassen. Als Gegenleistung gegen die von den Verpfl chtungen zahlt Preußen eine jährliche Rente, die sich ist aurächst eine Reihe gemeinschaftlicher, insgesamt zu für die ersten 5 Jahre auf 1630 000 Mt. beläuft. Hieraus 80 000 Rt. veranschlagter Ausgaben zu bestreiten, als: Ruhegehalte der in den Ruhestand zu versetz nden Beamten gren. * Gegen die Ta uf ben Tabatvereins, en Raffan und da fakt, wird zwei Ru frage veranstalten. mittags 5 Uhr in rankfurt a. M, Gro bam Samstag, dem ombotel zu Köln Q. When nicht nur die M 34 bern alle Fabritanten uftrie willkommen find bem Bereiche ber mmlungen eingeladen to Sabresmedels ift wieder Reujabi& Poft aß es fich bringend emb Ar 9 ujubrebriefe nig ondern schon früher au er Hessisch- Thüringischen Staatslotterie und die an deren interbliebenen etwa zu zahlenden Witwen- und Waisenelber, Berzinsung und Tilgung des für die Beihülfe an die ellekteure zw.cfs Erleichterung des Uebergangs in die neuen ginnen wir in unserer erhältnisse zu zahlenden Betrags usw. Es bleiben dann ud des Romans ampf" inrich. och zu verteilen 1550 000 mt. Hiervon erhält Hessen orweg 50 000 Rt für die Aufgabe der mit dem Betrieb nd Sitz der Staatslotterie verbundenen besonteren Vorle und von dem Rest die Hälfte, sonach zusammen 00 000 Mt., der im Hauptvoranschlag in Einnahme einer in der branden. stellt ist. gelei. Der einzige Soha unbezwinglichen Drange *** Ein Gießener Wohltäter, der 91jährige entner Ludwig Büding ist dieser Tage verschieden. Der Heimgegangene hat sich um das kommunale Leben sehr | an dem gerannten Tage sich ordnungsmäßig abwickeln kann. Ebenso liegt es im eigenen Interesse des Publikums, daß die Neujahrsbriefe frühzeitig zur Auflieferung gelangen, und daß nicht nur auf den Briefen nach Großstädter, sondern auch auf Briefen nach Mittelstädten die Wohnung des Empfängers angegeben werde. *** Höhere Schuhpreise. Der seit langer Beit empfindlich fühlbare Mangel an rohen Häuten und Fallen und die damit verbundene Produktionseinschränkung in der gesamten Lederindustrie haben in einigen Gegenden eine Steigerung der Schuhpreise um 10% gezeitigt. Von den fünf größten Städtea Hessens hat während der letzten 5 Jahre, von 1900/05, die Stadt Offenbach die stärkste Bevölkerungszunahme aufzuwen, nämlich eine solche von 19 pCt, dann folgen Darmstadt mit 16 pCt., Gießen mit 14 pCt., Worms mit 11 pt. und zuleßt Mainz mit nur 7 pCt. Auch in dem Jahrfünft Bater losg fagt und war bient gemacht. Wo es dem Fortschritt galt, stellte er heiratete er sich, ohne stets zur Verfügung, und wo es galt, die Not zu zu machen, mit einem bern, teilte er stets von seinen reichen Mitteln mit. Est Stellung 1895-1900 zeichnete sich Offenbach durch die größte 8 Da fordert: ihn sein Leitung der Fabrit zu Geburtstages der Stadt 50 000 Mt. überwiesen habe, sie zum Besten ärmlicher fränflicher Schulkinder zu verVor Einführung des Städterechts war Bücking waben. läßt aber seine Frau Mitglied des Gießener Gemeinderats. Sein Andenken wird den Zorn seines stolzen ts in Ehren gehalten werden. tt. Stadttheater in Gießen. Nochmals sei darauf äßt später fine Fran Den Momenten. " * en. Der Bater lernt ausdrücklich hingewiesen, daß die morgige Schülerborſtellung terin und ihre Tochter va„ Des Meeres und der Liebe Wellen" nach das Verhältniß seines mittags 5 Uhr beginnt. elicht tommt, ist fein hause gestaltete sich zu einer tief ergreifenden Feier. Be= er schließt Arme. Die Erzählung hatten der Verwalter Lerch und die Schwestern Beni, Maria und Emmy getroffen. Als Vertreter der Provinz wohnte Provinzialdirektor Geheimrat Breidert und als Beauftragter der Stadt Gießen Beigeordneter Turschmann der Feier bei, während das Kuratorium des Brovinzial Siechenhauses durch Prof. Dr. Biermer Dertreten war. Die ganze Feter verlief sehr stimmungsvoll. ** Gestern Abend veranstaltete der Evangelische Arbeiter Verein in der Turnhalle unter zahlreichec Be28. Dezember 1905. teiligung seine Beihnachtsfeier. Die Veranstaltung verlief fehr stimmungsvoll; ungemein viel zur Verschönerung trugen blatt Nc. 31, aus der Gemischte Chor und das Jugendorchester unter Leitung 1. Verordnung, die des Musiklehrers Gernhardt bei. Die Festrede hielt 3 und technische Fach Bjerrer Euler. Eine hübsche Abwechslung brachte die änderung der Prüfungs bunte Bühne für Kinder, die ein reizendes Repertoire von öheren Schulen vom Sprüchen, Versen und kleinen Musik Vorträgen aufwies. 3. Verordnung, die Den Schluß der schönen Feier bildete eine Verlosung. ng vom 4. November ** Die Weihnachtsfeier ds Maschinenbauerdie Vorbereitung für Gesangvereins Gießen am 1. Feiertag erfreute sich altungsfache betreffend. eines sehr zahlreichen Besuches. Erschienen waren auch die rung der Verordnung Ehren- Mitglieder Kommerzienrat Heyligenstaedt nebst Gemahlin, Borbereitung für die die Herren Homberger, Sch ffnie, Oss u a. Neben der üblichen nd.- 6. Verordnung. Berlosung und Auktion wurden Chor- und Solo Vorträge für den höheren Forst geboten, die trotz der tropischen Be auf der Gallerie ( wohin die Eänger wegen Ueberfüllung des Saales flüchten Kammer? Die Er mußten) recht beifällig gesungen und aufgenommen wurden. Ersten Kammer hat dem Dirigenten wurde ein prachtvolles filternes Schreibin den Reihen der zug mit anerkennenden Worten und Wünschen überreicht. gt. Man sieht darin Musiklehrer Wiegand Gernhardt dankte in kurzer humorsgestaltung der Erften gezin brachte ein Hoch aus auf den Stelle in der legten Maschinenbauer Gesangverein. Mitglied puck liß als gerade beliebt gemacht Stiftung für den Verein einen neuen Chor, tomponiert vom ei neuen Mitgliedern Vereins- Dirigenten, überreichen. Das schöne Aufblühen des lautet, find noch einige Maschinenbauer- Gesangvereins und die gute Beteiligung er Landwirtschaft und jener Mitglieder und Eirenmitglieder an den Festlichkeiten Esten Kammer in werden allerdings in Zukunft einen gröžeren Saal für ngen schon in nähſter derartige Veranstaltungen erfordern, als es der sonst recht at belant. Wie die hübsche und auch akustische Einhorn- Saa! ift P. Rohe Patrone. Am ersten WeihnachtsfeiertugDas Weihnachtsfest im Provinzial- Siechen. er diesen ersten Schitt . Stä adehauses anſchen, ach mittog kam es auf der Lahnbrücke zu Gießen zu wüsten Es bleibt fich mit der Tatsache ehen Grund einen jungen Menschen und schlugen ihn blutig raktion der Zweiten Reinhart zu ihrem Stöpler und Ulmann, Gesicht. Es entstand ein großer Menschenauflauf. Die Kadaubrüder wurden zur Anzeige gebracht. *** Echus den Pferden. Pferde dürfen in i piger Bo stand gewählt: nicht unbedeckt bleiben. Vor allen Dingen muß man en Pferde, wenn es bei der Arbeit stille steht, sofort eine arme Dicke aufl gn. Bei windtgem Wetter muß man linger und Reinhart, has Tier auch bei der Arbeit möglichst eingedeckt halten. Dr. Buff und 8 Mitglieder. Das gilt besonders für Rücken und Flanten. Denn während Tier am ganzen Körper warm ist durch die Bewegung, ishen Landtag haben hlt es sich an der Windseite ordentlich ab; die Folge ist folgenden Beschluß nn ftets eine tüchtige Erkältung. Der Bauernbändler im * Neuer Titel. Durch Verordnung vom 9. Dez. nahme, 28 pet, aus. Dann kam Worms mit 23 pCt., Darmstadt mit 14 pCt., Gießen mit 11 pCt. und wieder Mainz mit 10 pCt. an letter Stelle. Die fünf größten Städte haben in den letzten fünf Jahren einen Gesamt zuwachs von 35 000 Personen 12,8 pt. erfahren. Es ist dies eine geringere Zunahm, als in dem Jahrfünft 1895-1900, welches mit einer Boltsvermehrung, von 37000 Bersonen abschloß- 15,7 pct., während die - Jahre 1890-1895 nur eine Zunahme von 23 000 Personen brachten. * Humor in der Schule. Durch die Bresse geht zur Beit folgende hübsche Anekdote: In einem Dorfe bei Grünberg hielt der Lehrer eine Schulfeier gelegentlich des Geburtstags des Großherzogs ab. Nachdem er pflichtgemäß auf die Bedeutung des Tages hingewiesen hatte, stellte er an seine ABC Schüßen die Frage: Wo wohnt denn der Großherzog?" Es erfolgte die richtige Antwort:„ In Darmstadt." Darauf fragte der Lehrer: Wer weiß denn schon, wo der Kaiser wohnt?" Nach einer Pause meldete sich das kleine Karlchen und antwortete:" Der Kaiser wuhnt in Grimmerg."( Er meinte einen Geschäftemann dieses Namens in Grünberg.) § Krefdorf, 27. Dez. Die über das Gehö't des Georg Bender dahier infolge Schweinesenche verhängte Sperre ist wieder aufgehoben worden. + Saiger, 27. Dez. Unglüd. fall. Hute Mitiar war der älteste Sohn des Steinbruch befiz're Aug. Kasr damit beschäftigt, in dem Marmorfteinbruch ein Bohrloch mt Tynamit zu bes zen. Pößlich ging der Schuß 103 und verlegte ihn so schwer, daß er wohl das eine Auge verlieren wird. Sein Bruder wurde ebenfalls verletzt. * Höchst a. M. Im Kreisblatt" war dieser Tag: folgende malit öse Ebrenerklärung zu lesen:„ Ett äre hiermit, daß der Epengler Herr Karl Lindle kein Lausjunge( als welchen ich ihn irrtümlich ar sab, als er einen taubstummen Menschen prügelte), sondern ein äußert gebildeter und anständiger Mann ist. K. Wedel". Auf diese Ehrenerklärung" fann sich der Herr Lendle nicht wenig einbilden. * " Frankfurt. 27. Dez. Das Begräbnis der Familie Wendlandt vollzog sich am Sonntag unter Personen wohnten der Beerdigung bei. Verwandte waren großer Anteilnahme der Bevölkerung. Etwa fünfhundert nicht gefommen, nur Fremde und Freunde. Die Darmebenso Frankfurter Esenbahnbeamte. Die Kirche beteiligte Städter Kollegen Wendlandts waren in großer Zahl erschiener, sich jedoch nicht. Nachdem die Särge in die Erde hinabgelassen waren, trat der Vorgesetzte Wendlandts, Abteilungschef Börst, an die Gräberreihe heran und forderte die Trauergemeinde auf, mit thm ein stilles Vaterunser" für die vier Toten zu beten. Von dem Pädagogium, das der junge Wendlandt in Darmstadt besucht hatte, waren außer dem Direktor und einem Oberlehrer auch kameraden herübergekommen. Oberlehrer Kissinger von dieser Anstalt widmete seinem ehemaligen Schüler einen herzlichen Nachruf. Nach kaum zehn Minuten war die schlichte Feier beendet. Sie war still verlaufen, nur während der Ansprache des Oberlehrers ging ein Schluchzen durch die Reihen. Frauen und Männer weinten. " Marktberigte. leken 28. Dezember. Auf dem beutigen Wochenmar't folteten Butter per fb. 1.10-1 20 M., Hühnereler per Stüd 8-9 Pfg., Enteneles St. 0-0 Bf., Käse per St. 6-8 Pig., Räsematte 2 St. 5-6 Bfg. Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Big., Tauben per Baar Mr. 0.80-1.00, Hübner per Stüd Mr. 1.00-1.60, Hahnen, ber Stüd 0.80-1.80, Enten per Stid 1.80-2.20, Gänse per Pfb. 60-75 fa. Dosenfleisch per fb. 72-82 a., Rindflets per fb. 70-72 Pfa. per Pfb. Schweinefleisch 80 90 io. Smet e fletsch gefalzen per Pfund 0.94 Bfa., Kalbfleisch per fb. 7)-60 Bfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-76 fg.. Kartoffeln pro 100 Kilo 500-5.50 mt. Zwiebeln ber 8t mt. 6.00-8.00, Weistrant ver Zentner 2-3 Mt, be: Stüd, 8-10 Mt. Aepfel ver 3t. 18-30 Mr. Rwetschen ve Zentner 0,00-0.00, Nüsse 100 Stüd 30-40 Bfg. Milch per Lite 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uh nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhauot nicht, und während der eriten Die Martipreise für Vieh und Feucht und die Gießener drei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden. Fleisch und Brotpreise am 27. Dezember 1905. Ochsen Kälber Schweine Höchste Schlachtbiehpreise in Frankfurt a. M. n. Lollar. Die Weihnachtsfeier der„ Liedertafel" am 2 Feiertag hatte einen Zuspruch, wie er hier wohl bis i zt einzig dasteht. Der gewiß geräumige Saalbau„ Zur Linde" war überfüllt und alle verfügbaren Tische und wohl die Kinder Darbietungen, die in vom Vereins Dirigenten Stühle nicht ausreichend. Das meiste Interesse erweckten Gernhardt eingeübten zweiftimmigen Rinderliedern und vom Mitglied Plitt eingeschulten Theater: Darbietungen bestanden. Die Tänze der Engel, Elfen und 3 verge in ihren phantastischen Kostümen klappten vorzüglich und fanden reichen und besonders bei sovieler Mühe und Arbeit wohlverdienten Beifall. Das von Erwachsenen flott gespielte Pusemanns Geheimnis" hatte mit seiner schwarzen Kunst einen glänzenden Erfolg und weckte reiche Lachsaiven. Daß bei einer Weihnachtsfeier der„ Liedertafel" auch die Männerchöre zu ihrem Recht kamen, war zu erwarten. Gesungen wurden Lieder von Beethoven, Silcher, Pauli u. a. m. Auch der Streicherchor des Vereins ergriff noch das Wort in später Stunde und zeigte, daß er die Zeit seit dem Stiftungsfest nicht müßig war. Dm Dirigenten Musiklehrer Gernhardt- Gießen wurden sowohl seitens des Vereins als auch des Streicherhors sehr wertvolle Präsente überreicht. Unter den kleinen und großen Kindern wurden hübsche Weihnachts- später Regen, milber und Touwetter. gaben aufg lost. § Grünberg, 27. Dez. Bahnmeister Stein dahier und Bahnmeister Pfeiffer zu Burg- Gemünden erhielten die unfündbare Anstellung. § Saasen, 27. Dz. Güterverladestelle. Wie wir uns ficherer Qielle erfahren, hat unser rühriger Mitbürger Wilhelm Schepp von der Königl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. ein Anschlußgleis nach seinem Basaltwerk, woselbst er jetzt auch noch die Fabrikation von Bementwaren, Röhren, Platten u. 1. w. betreiben will, et angebracht, wenn Schritte unternommen würden, daß genehmigt bekommen. Für unseren Ort wäre es vi lleicht mit di sem Anschluß, eine Güterrerladestelle verbunden würde. ][ Babenhausen, 27. Dez. Der Stadtrechner als Defraudant. Die Unterschlagungen des fürzlich verhafteten Spar- und Stadtkassenrechners Altvoters ftellen sich allein Namen:„ Bauern bestimmt morden, daß die im Vorbereitungsdienst für in der Spar- und Darlehnskaffe auf 51 000 Mt., do hlt folgende abgeordnete höhere Lehramt findlichen in Zukunft den Titel dürften sie noch nicht den Gesamtfehlbetraq bilden, da gedorf, Korell, Leun, Dienst im Instiz-, Verwaltungs- und Finanzfach, wenn sie| Die Epartaffe hat einstweilen das Vermögen Altvaters ber, Breidenbach, Ed, hramts- Referendare und die Anwärter für den höheren der Fraktion find die sie erfte Prüfung abgelegt haben, von dem Zeitpunkt ihrer schlagnahmt. Dec ungetreue Beamte bezog ein Jahreslbach, Schriftzührer: Bule ffung zum Vorbereitungsdienst den Titel„ Referendare" einkommen bon 10 000 f. und Hauptvoranschlag Für das Gratejahr 190 * Gegen die Tabaksteuer. Die Abteilun III des Deutschen Tabakvereins, welche die Rheinproving, die Provinz ffija Breukijen en- Nassan und das Großherzogtum Hessen eigt bort: Unter der faßt, wird zwei Kundgebungen im Sachen der TabatThüring/ Anhaltischen mittags 5 Uhr im Hotel- R stauront Taunus" zu Die durch die Staatsexfrage veranstalten. Es werden am Fre tag, 5. Januar, " Altvater auch die Stadtkasse und Kirchenfasse verwaltete. " * Ober- Modau, 27. Dez. Die bisherigen Holzarbeitern weigern sich, schreibt die„ Darmst. Bty", heuer zur Uebernahme der Holzfällarbeiten und verlangen pro Fest= meter 15 Pfennig mehr als seither. Dr Gemeindevorstand vielmehr auswärtige Arbeitskräfte engagieren, falls nicht ift nicht geneigt, dieser Forderung zu willfahren, wird noch in legter Stunde eine Einigung erzielt wird. Der pro Tag. Bridgtigung fiaben. antfurt a. M, Große Bodenheimerstraße Nr. 6-10, seitherige Arbeitslohn betrug 2,40 Mart bis 2,50 Mart he Staatslotterie mit dipielung gelangenben Stelle die Breußische fijch Thüringischen Be ung gegen bie bon ben Staaten übernommenen hrliche Rente, bie fich be duft. Hieraus licher, insgefomt zu zu bestreiten, als: berfe nden Beamten and am Samstag, dem 6. Januar, nachmittags 3 Uhr im Dom hotel zu Köln a. Rh. Versammlungen stattfinden, zuelden nicht nur die Mitglieder des Deutschen Tabakvereing, § Groß- Felda. Heinrich Konrad Eisfeller 3. dahier anbern alle Fabrikanten und Geschäftsinhaber der Tabat- ist zum Wasenmeister der Gemeinde Zeilbach bestellt buftrie willkommen sind. Auch die Reichetagsabgeordneten worden. us dem Bereiche der Abteilung werden zu diesen Verammlungen eingeladen werden. Neujahrs Postverkehr. Beim Serannahen des Jahreswechsets ist wiederum darauf aufmerksam zu machen, * Legt Vogelfutterstellen an, habt es fich bringend empfiehlt, den Einkauf der Freimarken aber auf Vogelfänger acht! ujahre briefe nicht bis zum 31. Dezember zu verschieben, itern schon früher zu bewirken damit der Schalterverkehr | 1/2 H M do. " " Fleischpreise in Gieken 50 kg Schlachtgewicht 80-83 m. 1/2 kg 72-82 Pf. 86-90 Pf. do. 70-80 75-76 do. 80-90 Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Weizen 100 kg ( 0.00-00.00 M. Weißbrot 2 kg 4 Vi Roggen do. GO.CO- 00.00, Schwarzbr. do. 50 " M " " Siegener landwirtschaftlicher Wetterbica Voraussichtliche Wtterung in Hessen für Freitag, den 29. Dezember. Trüb, vielfach Niederschläge Schnee, ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Bolitik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. , Der Erfolg bat mich verblüfft." Oft macht man uns ein ähnliches Geständnis, wenn Scotts Emulsion mit Zögern und Vorurteil versucht worden ist, aber um so wertvoller ist dann die Empfehlung. Wie Herr Freimann, so haben zahlreiche Leute gegen Scotts Emulsion ein gewisses Vorurteil, und wenn sie während der Zahnzeit eines ihrer Kinder sich endlich doch zu einem Versuch entschließen, so wird der Erfolg sie sicherlich ebenso überraschen wie erfreuen. Bonn, Rheingasse 11, den 23. Januar 19 5. Vor einiger Zeit wurde ich veranlaßt, versuchsweise und, ich mus frei bekennen, etwas zagend und ungläubig, Jore cotis Emulsion in meiner Fan i ie anzuwenden. Umsomebr hat mich er Erfolg verblüfft der in schlagender Bweis für die Wirksamkeit Ihres Präparates war. Jh habe dasselbe bei meinen wei Kindern bon 2 und 1/2 Jahren gebraucht. Die Kinder, besonders das Alte: e, haben während der Zahr pero e furchtbar auszustehen geh ibt, ste 1 tun an Krämpfen, und alle die vielen unangenebm n Begleits erscheinungen der Zahnveriode, we Stuhlbestweiden, Fieber, Unlust Schrien 2c ftellten sich ebenfalls ein. Seit dem Gebrauch von Scotts Emulsion hat sich alles dies verloren; d'e kinder gewöhnten sich mit Leichtigkeit an das Präparat und verlangtan balb mit wahrem Hei hunger danas. Es ſezt uns immer wieder in Erstaunen, wie mohl und gesund die beiden kleinen nach dem Gez brauch von Ecotts Emulsion sind. ( gez.) Hubert Freimann, staatl. gepr. Heilgehilfe. Scotts Emulsion besteht aus dem feinsten und reinsten Medizinal- Dorsch Lebertran, verbunden mit Kalk- und Natronhypophosphiten, und ist nach dem cigenartigen Scottschen Verfahren emulgiert, d. h. der Lebertran ist in ganz fine und kleine Tröpfchen zerteilt und somit leicht verdaulich gemacht. Scotts Emulsion ist schmackhaft und regt den Appetit an. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer Schußmarte( Fischer mit großen Dorsch auf dem Rüden). Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 150,0, prima Glycerin 50,0, unterphosphorigsaurer alt 4,3, unterphosphorigsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 8,0, leinster arab. Gummi pulb. 2,0, destin. Wafer 129,0, Alkohol 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mit Rimt, Mandel und Gaultberia- Del ie 2 Trobien. Neujahrs- Karten werden schnell und billigst angefertigt in der Buchdruckerei Albin Klein, Giessen, Seltersweg Dr. 83. Wegen des vorausgegangenen Weihnachtsfestes fällt der städtische Seefischmarkt morgen Freitag, den 29. d. Mts. aus und findet erst vom nächsten Freitag, den 5. Jannar 1906 ab wieder regelmäßig allwöchentlich statt. Mein Total- Ausverkauf in Schuhwaren dauert noch fort, die gewährten 20 Prozent Rabatt werden an der Stasse in Ab, ug gebracht. Aufruf! Bekanntmachung. Die Rechnung der Armenkasse Gießen für 1904 unid der Voranschlag der Armenkasse Gießen für 1906 liegen bäue 25, Zimmer Nr. 2, zu jedermanns Einsicht offem. Gießen, den 22. Dezember 1905. Die Armendeputation der Stadt Gießen. Die beklagenswerten Ereignisse in Nußland bon hente ab 8 Tage lang auf dem Armenamt, Reuen haben über unzählige Bewohner des Landes unsägliches Unglück gebracht. Viele Tausende sind völlig verarmt; andere, die bisher fleißig ihcem Berufe nachgingen, stehen in bitterster Not müßig am Markt. Curschmann. Bekanntmachung. Das gilt in erster Reihe von den zahlreichen Deutschen im russischen Reiche. Unzählige von ihnen sind ohne jedes eigene Verschulden pöglich brotlos Die Rechnung der Plock'schen Stiftung für 1904 geworden und stehen inmitten erregter, ihnen zum Teil liegt von heute ab 8 Tage lang auf dem Armenam feindlich gefinnter Volksmassen hilflos da. hoffen auf aus, die Deutschen im Reich, sie hoffen, daß offen. Sie alle Neuenbäue 25, Zimmer Nr. 2, zu jedermanns Einsicht wir unsere Volfsgenossen nicht im Stich lassen, für ihre Not offene Herzen haben werden und offene Hände. Um ihre Not zu lindern, hat sich der unterzeichnete Hilfsansschuß zur Unterstützung der notleidenden Heinrich Aff, Löwengasse 20. Deutschen Rußlands gebildet. Gießen. Vorkehrungen Gießen, den 22. Dezember 1905. Die Armen Deputation drr Stadt Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Wir wenden uns mit der Bitte um Unterstügung an alle Kreise des deutschen Volkes. Wer immer im Betr.: Erweiterter Geschäftsverkehr am 31. Desbr. sicheren Frieden des Deutschen Reiches seinem Beruf nachgeht und seines friedvollen Heims froh wird, der gedenke 1905. Auf Grund des§ 105 b II Gewerbeordnung wird gegen das Einfrieren der Haus- Wasserleitungen. unserer unglücklichen Volksgenossen in Rußland, die in den Papier- und Schreibwarenhändlern gestattet, am Unter Hinweis auf die„ Bestimmungen über Anlage der Haus einer furchtbaren Gegenwart einer vielleicht noch schreck: 31. Dezember dieses Jahres die Ladengeschäfte bis mafferleitungen zu Gieße 1" machen wir darauf aufmerksam, daß, um dem licheren Zukunft entgegensehen. Wir können ihnen helfen, 7 Uhr offenzuhalten, unter der Bedingung, daß nur Einfrieren des Wassers in den Hauswasserleitungen bei eintretender Bälte und wir werden ihnen helfen, jeder nach seinen Glückwunschkarten, dagegen feine Feuerwerkskörper vorzubeugen, es erforderlich ist, die Hauewasserleitungen des Abends für Mitteln. An deutsche Herzen hat sich noch fein unglück und sonstige Waren feilgehalten werden. die Dauer der Nacht zu entleeren. Dies geschieht dadurch, daß zuerst licher Volksgenosse vergeblich gewandt. Dessen sind wir der vor dem Wassermesser befindliche Haup absperrhahn geschlossen und Geldsendungen( Einzel- und Sammelgaben) werden dann das seitlich desse.ben oder hinter dem Wassermesser befindliche Ent- gewiß! Ierungshähnchen, nachdem ein passendes Gefäß untergestellt, geöffnet wird und dies so lang geöffnet gehalten wird, bis das in der Haus: an die Hauptsamme stelle, die Königliche Seehand- leitun stehende Wasser vollständig abgelaufen ist, worauf lezeichnetes lungshauptkasse zu Berlin, MarkgrafenHähnchen wied r geschlossen wird. Um eine vollständige Entleerung 3t erwir'en, ist es geboten, während derfelben das in dem obersten straße 46a unter der Bezeichnung Für die not Stechwerk des Hauses befindliche Zapsventil der Hausleitung offen zu leidenden Deutschen Rußlands", Zuschrift an halten, damit die Lust Zutritt in die Leitung erhalte. Teil des Wassers tann auch schon durch das gap ventil der untersten bacherstraße 55, erbeten. Auch die Expedition unseres Ein größerer Herrn Dr. von Veh, Rechtsanwalt, Berlin W., Ansüche entleert werden, wodurch die Entleerung im Keller vereinfacht ird. Nach stattgehabter Entleerung sind diese Bapsventile, welche Blattes nimmt Gaben entgegen, über die Empfangs dem Eintritt der Luft, bezw. der Entleerung des Wassers dienten, bestätigungen in unserem Blatte erscheinen werden. wieder zu schließen. Das Schließen des Ha ptabsperrhahnes erfolgt durch Auisezen des beigegebenen Schlüssels auf den vierkant g'n Hahnzapfen und Drehung im Sinne eines Uhrz igers, bis Widerstand erfolgt. Das Oeffnen des Hauptabsperrhahnes geschieht durch Drehung in entgegengeseztea Sinne, bis Widerstand erfolgt. Behuss Wasserentnahme muß des Morgens der Hauptabsperrhahr wieder vollständig geöffnet werden. Abzweigleitungen nach Waschküchen, Badezimmern, überhaupt nach ungeheizten Räumen, Ho räumen, Gärten usw. sind auf die Dauer deien Nichtgebrauchs, bezw. des ganzen Winters, mittelst ihrer besonderen Vorrichtungen auf ähnliche Weise zu entleeren und abzustellen. anhaltender, außerordentlicher Kälte empfiehlt es sich, die Wasserentnahme Bei euch während des Tages auf kürzere festgesetzte Zeit zu beschränken und wihrend der übrigen Tageszeit die Hauswasserleitungen gleichfals in o en angegebener Weise abzustellen. I itungen, welche durch Küchen unbenuk'er Wohnungen geführt sind, der Bekanntmachung. Alicestraße zwischen Ludwig- und Frankfurterstraße Die unterm 27. November 1905 angeordnete Sperre wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 22. Dezember 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. -MagerkeitSteßen, den 24. Dezember 1905. Großh. Polizeiamt Sießen. Herberg. Bezirkssparkasse Gießen. Nr. Bequemlichkeit und für unsere Stassebeamten eine not Um für die in Gießen wohnenden Einleger eine wendige Entlastung herbeizuführen, haben wir berfuchs weise für die Monate Dezember und Januar die Ein wolle, Gelder und Kücher in den Wohnungen der eine Zweipfennigpoftfarte bei unserer Sasse fundgeben richtung getroffen, daß auf Wunsch, den man durd Einleger durch unseren Dieser abgeholt werden. Denselben wird ein jüngerer Bureaugehilfe begleiten, der zur Kontrolle die mitzugebenden Barbeträge in ein Verzeichnis einzutragen hat. Damit fein Aufenthal entsteht wird gebeten, Einlagebücher und Gelder Ein praktisches Geschenk fowie ein Bettel, auf welchem die Wünsche der Einleger für Reiter, Radfahrer und Fuß- berzeichnet sind, zur Abholung bereit zu halten. Der unser orientalisches Kraftpulver, frei" elektr. Taschenlaterne mit Tem Einfrieren solcher Wasse: Schöne, volle Körperformen durchgänger. Man fordere Hände erste Erhebungstag wird Freitag den 22., der tann man durch Unterhaltung eines kleinen perdfeuers vorbeugen. Auch preisgekrönt gold. Medaillen, Paris umlegbarer Anhängevorrichtung. weite Freitag, den 29. 1. ts. stattfinden. Nach empfiehlt es sich, in kaltea Blofelt- oder sonstigen ungeheizten Bäumen, 1900, Hamburg 1901, Berlin 1903, Im Wanöver 1965„ vorzüglich be- erfolgter Eintragung werden die Bücher in die Wohn durch welche die Waff rleitung führt, sofern daselbst die Leitung nicht in 6-8 Wochen bis 30 Ptd. Zu- währt" in 6 Größen mit Naß- ungen zurückgebracht. Für das Abholen und Zurüc schon durch ein ausreichende Umhüüung gegen Kälte geschützt ist, die nahme, garant. unschädl. Aerztl. oder Trockenbatterie ausgerüstet, bringen der Bücher ist eine Gebühr von 10 Pfg.( also Temperatur durch ein Defchen oder geeigneten Falls eiwa durch eine empf. Streng reell, kein Schwindel. Ibon 3 E. an. Wenn im Handel für jeden Gang 5 Pfg.) zu entrichten. Gebrauchsanw 2 Mk. Postanw. Remne, Halle a. S., Friedrich- 1. Januar t. J. fälligen Zinsen abgeholt werden. In gleicher Wetse können auch die am waèflamme auf genügender Höhe zu erhalten. Sehr kalt stehende, insbesondere auch abgestellte und vorüber achend nicht in Gebrauch befi dliche Blofelts( wie in Vereinshäusern 2c.) weid.n durch Einstreuen von etwas Salz( Viehsalz) in das Schlußwasser des Syp, ous( Wasserabschlusses) gegen Auffri ren der Schüsseln geschüßt. Die Wassermesser nebst dem nächstanschließenden Teil der Borleitung sind während des Winters mit Stroh, säcken oder ähnlichen Schußmitteln gegen Kälte zu umkleiden, auch namentlich die betr. Keller fe iter geschlossen zu halten. Die Herstellung aller Wassermesser, die folge ingen enden Sduhes gegen Bälte Schaden erleid.n, erfolgt auf Rchnung der Hausbesiker. Im übrigen müssen die Wassermesser jeder. zeit ie et zugänglich bleiben. Nach vo liegenden Erfahrungen sind es namentlich Neubauten urd unbewohnte Siodwerke, de en Wass leitungen nicht immer die erforder: lue Furiorge geschenkt ward, insbesondere sind auch schon öfters infolge Nichtat sperrens von Garten- Wasserleitungen während des Winters große Beschädi jungen und namhafte Wosserverluste entstander. Durch die empfohlenen Vorkehrungen wird dem Wasserabnehmer die Lierung des Wassers möglichst gewährleistet, dem Hausbesizer aber wer en Beschädigungen an geitung und Gebäude ferngehalten. Wir empfehlen daher vorstehende Vorsichtsm ßregeln allez feteiligten zur ganz besond rea Beachtung. Länger andauernde Absperrungen, Einwirterungen, Reparaturen und Suft uungen von Hauswasserleitungen werden am zweckmäßigen und schnellsten von denjenigen Installationsgeschäften besorgt, welche die be r. Hauswasserleitungen f. 3t. ausgeführt haben und daher die örtlichen Verhältnisse mit ihren empfindlichen Punkten am besten kennen. Gießen, den 20. November 1905. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Polster- und Tapezier Arbeiten fertigt Carl Reh, Gießen, Seltersweg 83, Neber haus. Freibank. Heute und Morgen: Rindfleisch 60 Pis. Viele Dankschreib Preis Kart. m. nicht zu haben, dann beim Konftrufteur der Laterne Gustav oder Nachn. exkl. Porto. D. Franz Steiner& Co. Hygienisches Institut Berlin 365, Königgrätzerstr. 78. Lesen Sie Die Hilfe! Politische Wochenschrift vierteljährlich 1,50 M. durch Buchhandel durch Post Herausgeber FR.NAUMANN Berlin- Schoneberg Verlangen Sie unter Berufung auf diese Anzeige ein kostenloses ProbeAbonnement vom Buchverlag der = Hilfe". Berlin- Schöneberg.= straße 53, I. 2 einfach möbl. Zimmer per fof. billig zu vermieten. Näh. Gießen, Marktstraße 11. Dankbarkeit zwingt mich, gern und unent. geltlich Hals-, Bruit- und Lungenleidenden jeglicher Art mitzuteilen, wie ich durch ein einfaches, billiges u. erfolg. reiches Naturprodukt meinem qualvollen Leiben be freit worden bin. 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