ben befindet sich ein Kupfer, Blei, und Ueberfluß. Zu den m, welcher Bögel er= t: in der Blütezeit dem Baume und in einem Schnabel. J fie auf und tommt binnen welcher Zeit eicht. Er ist die geandes. org III. von England Größe eines Silber ge und bestand aus wer waren, wie ein Uhrmacher Arnold, Werkzeuge anfertigen macher 500 Guineen. bot dem Künstler e Uhr anfertige, aber weil sein König der es eines derartigen ten Londoner AusUhr von Bol eingelassen war. Sie and den jedesmaligen Millimeter. Die inzig fleiner Längen net worden. Jmmer von ein millionstel Millimeters ungefähr Dr. Shaw in einer eftrisches Mikrometer m den 20 millionsten ften Teil eines Millirat besteht im wesent mengesezten Hebeln. e ergeben und gleich Betätigung gesezt Stromkreis mit einem rifa erfunden worden. Der äußere enthält des äußeren Behäl die das Wasser mit Temperatur erhigt. einem Leimtopf von im Sieden. Es muß für den Leim recht abschließt. Je fester er wird der Apparat nn. ich der Alte immer die Postanweisung r nur 30 M.!" .: Was für eine nnten Sie mir nicht e, ich verleihe prin m nicht? B.: Ja, other entstanden ist? leben wohl alle in glänzenden Verhält r, der macht augenor fit eifrig bei der r stürmen.- Rasch : Was wollt ihr, ute Nacht wünschen, Rarl- Schon gut, rgen früb wieder." wen alvenen Des auf Grund des Minif 393 zum öffentlichen Nr. 280. Insertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Obereffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Bfg. Rebattion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Dienstag den 28. November 1905 Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg.. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Beglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Die meuternde Hrmee. Der Wechsel regiert in Rußland, und mit einem Schlage ändern sich fortgesetzt die Zustände. Noch immer steht das Barenreich unter dem Zeichen der Plötzlichkeit, des Ueberraschenden. Diesmal aber ist die Lage von ungeheurem Ernst. Die Armee ist in Bewegung geraten, und überall erhebt die Meuterei unter den Truppen ihr Haupt. Der Geist, der im fernen Osten die mandschurische Armee in Erregung versetzte, hat sich mit fabelhafter Schnelligkeit nach dem Heimatlande fortgepflanzt, und wieder ist es das Schwarze Meer, von wo der neue Ausbruch seinen Ausgang nimmt. Sebastopol in Aufruhr. " 1 Im Hafen von Sebastopol liegt das Panzerschiff Knäs Potemkin", das nach der ob ihrer absonderlichen Einzelheiten noch unvergessenen Emicute seinen Namen in Pantaleimon" umändern mußte. An Bord dieses Schiffes und der übrigen Schwarzmeer- Flotte ist der aufrührerische Geist lebendig ge= blieben. Von den Matrosen ging die neue Meuterei aus. Sie hielten im Verein mit Arbeitern eine Versammlung ab und es gelang ihnen, andere Truppen, namentlich die Artillerie und die Sappeure, auf ihre Seite zu bringen. Der Kommandant der Festung und die Kommandeure der KriegsSchiffe wurden festgenommen, andere Offiziere sollen getötet sein. Ueber die dadurch geschaffene bedrohliche Luge wird aus Sebastopol gemeldet: Die Meuterer sind im Besitz der Forts und der meisten Kriegs hiffe. Eine starte Truppenmacht ist im Lager zusammengezogen, um gegen die Aufrührer verwendet zu werden. Diese haben be Schienen bis Inferman aufgerissen. Inzwischen ist die Flamme der Meuterei bereits weiter geflogen. Allgemeiner Truppenaufstand? Schlimme Botschaft läuft aus allen Himmelsrichtungen im russischen Kriegsministerium ein. Dringende Depeschen der Militärbehörden aus allen möglichen Garnisonen des weiten Barenreiches wissen von einer Unruhe zu melden, die plötzlich die Soldaten ergriffen hat. Aus Petersburg wird darüber gemeldet: Nach den Berichten der Militärbehörden sind ganz bestimmte Anzeichen vorhanden, die darauf schließen lassen, daß eine allgemeine Meuterei des Heeres planmäßig vorbereitet ist. In der Mandschurei erklären die Soldaten, fie wollten nach Rußland marschieren, um dort für die Freiheit zu kämpfen. Besonders unter den aus der Kriegsgefangenschaft aus Japan zurückkehrenden Soldaten macht sich ein schlimmer Geist der Verwilderung bemerklich. Aus Wladiwostof wird, darüber gemeldet: Ein Soldat aus Port Arthur beschimpfte einen Offizier, der ihn niederstach. Die erbitterten Soldaten brannten das Offizierfasino nieder und töteten oder verwundeten mehrere Offiziere, die sich kräftig verteidigten. Kosaken stellten die Ruhe wieder her. Unter solchen Umständen erscheint plötzlich der Fortgang der Reform- Aftion wieder äußerst gefährdet. Graf Wittes Nöte. Es klingt durchaus wahrscheinlich, wenn wieder von Rücktrittsgedanken die Rede ist, mit denen sich Graf Witte angeblich tragen soll. Ebenso erscheint es aber auch nicht ausgeschlossen, daß die neue wilde und gefährliche Wendung an anderen Stellen Witte den Rücken zu stärker geeignet ist. Ein dringlicher Appell Wittes an den Patriotismus des Semstwo- Kongresses ist nicht ungehört verhallt. Der Kongreß drückt Witte sein Vertrauen aus, verlangt aber, daß er Durnowo entlasse, der starr an der alten bureaukratischen Politik festhält. Dieser aber gilt gerade als Vertrauensmann des Zaren, und auch die noch ungelöste polnische Frage ist es, die dem Grafen Witte sein Werk fortgesetzt erschwert. eferung: 677 qm 11. ; 2. Glajerarbeit: 1180 qm eiferne Fenster zur peit: 2400 qm glatten Dedenpug auf Betongen polzbalkendede, 154 qm m äußerer Puz und die arbeit: 6 Eingangstüren asabschlüffe 2c.; 5. Glo Cürrahmen, 80 Ifdm. fam Galeriegeländer, Beschlag 5. Tapezierarbeit: 170 ehen, 389 qm Linoleumbel und Angebotsformulare hen, die beiden letzteren we bitfoften abgegeben loffen, portos und beftellgel figrift verfeben längstens er, bormittage 11 Uhr Politifche Rundschau. Deutsches Reich. • Dem Bundesrat ist jetzt ein Gesezentwurf zugegangen, der die Ausstellung von Einfuhrscheinen für Getreide nach dem Inkrafttreten des neuen Zolltarifs zu regeln be= stimmt ist. Die für Getreide, Hülsenfrüchte, Raps und Nübsen gestundeten Zölle sind spätestens am 1. März 1906 Behörde einzureichen, wo einzuzahlen. ein etwa erschienener Bewa 9 Wochen. ben 24. November 1905. * ubauten in Bad Nauhehr zahlreich besucht. Oberbürgermeister Kirschner- Berlin eroft. VIA- SEIFE Beale Selle nah undern Jm Saale des preußischen Abgeordnetenhauses wurde in Berlin der erste deutsche Städtetag eröffnet, zu dem alle deutschen Städte, die über 25 000 Einwohner zählen, das Recht der Beschichung besitzen. Die Versammlung war öffnete die Verhandlungen mit einem Hoch auf den Kaiser. Den Hauptgegenstand der Beratung bildet neben der Einrichtung einer Zentralstelle für den deutschen Städtetag die Frage der Fleischteuerung, über die der Abgeordnete Handelslammer- Synditus Dove, Oberbürgermeister Körte- Königsberg i. Pr. und Stadtrat Dr. Beckh- Nürnberg referierten. Die vom Städtetage angenommene Resolution stellt eine aanz ungewöhnliche Höhe der Fleischpreise sest, weist die Ansicht, daß der Zwischenhandel daran die Schuld trage, und daß durch eine unmittelbare Versorgung der Bevölkerung mit Fleisch seitens der städtischen Verwaltungen Abhilfe geschaffen werden könne, zurück und erachtet als Mittel gegen die Kalamität die möglichst ungehinderte Einfuhr lebenden Viehs und geschlachteten Fleisches aus dem Auslande unter voller Wahrung der gesundheitlich notwendigen Schutzmaßregeln. * Seine zehnte Haupt- Versammlung hielt der Bund der Industriellen in Berlin ab. Es wurde u. a. beschlossen, bei den Handelsvertrags- Verhandlungen mit Amerifa und Schweden das Interesse der Industrie nachdrücklicher wahrzunehmen, wie bisher. Nach Marokko und Abessinien sind Versuche zur Hebung des Exports unternommen worden. Di. Verhandlungen betrafen insbesondere die Fragen der Rechtsfähigkeit der Berufsvereine und der Bekämpfung des WarenzeichenRaubes. Oefterreich- Ungarn. ** Die Regierung beabsichtigt anscheinend, gegen die Obstruktion in Ungarn nunmehr energisch vorzugehen. Ministerpräsident Fejervary, der von Wien nach Budapest zurückgekehrt ist, soll vom Kaiser die Einwilligung zur Anwendung schärfster Mittel erhalten haben. ** Norwegen. * Bei dem Staatsminister Michelsen fand zu Ehren des Königs und der Königin ein Festmahl statt. Die Königin hatte am 26. November ihren Geburtstag. Staatsminister Michelsen brachte einen Trinkspruch auf den Prinzen Heinrich von Preußen aus, in welchem er den Prinzen bat, dem Kaiser Wilhelm den heißen, herzlichen Dank des norwegischen Volfes für das große Wohlwollen und die Aufmerksamkeit, welche der Kaiser in diesen Tagen wieder Norwegens König und Volk erzeigt, zu überbringen. Prinz Heinrich drückte in seiner Antwort seine Freude aus, bei den geschichtlichen Begebenheiten dieser Tage in dem Lande zugegen gewesen zu sein, für welches Kaiser Wilhelm so große Sympathie und so großes Interesse hege. König Ostar von Schweden hat die Anzeige des Königs Haakon von seiner Thronbesteigung mit einem in liebenswürdigen, wohlwollenden Worten abgefaßten Telegramm beantwortet. Spanien. ** Anläßlich der Separationsbestrebungen in Katalonien fam es zu heftigen Unruhen in Barcelona. Offiziere, die ein katalonisches Blatt farritiert hatte, unternahmen einen Angriff auf das Redaktions- und Druckereigebäude. Sie warfen Möbel, Papiere und andere Gegenstände auf die Straße. In einer anderen Zeitung wurden die Möbel durch die Offiziere verbrannt. Eine inzwischen herbeigekommene Volts: nenge geriet mit den Offizieren ins Handgemenge. Als Truppen die Rambla entlang marschierten, tam es zu Zwischenfällen, Schmährufe gegen Spanien und Hochrufe auf KataIonien ertönten; mehrere Personen wurden verhaftet. Die Behörden haben Maßregeln zur Verhinderung von Ruhestörungen getroffen, die Truppen sind in den Kasernen kon= figniert. Die der katalanistischen Partei angehörigen Deputierten und Senatoren beschlossen die Abseßung der Zivilbehörden in Barcelona und die Ersetzung der Garnison durch andere Truppen zu verlangen. Der Bürgermeister hat seine Entlassung gegeben. Im Ministerium herrscht die Ansicht, daß man der katalanischen Bewegung scharf entgegentreten müsse. Kriegsminister Weyler wurde beauftragt, den Behörden in Barcelona die entsprechenden Weisungen zu erteilen. Türkei. ** Die Flottendemonstration vor Mytilene hat begonnen. Fünf Offiziere übergaben ein Schreiben an den Gouverneur, in dem der Zweck der Demonstration mitgeteilt' und erklärt wurde, daß Handel und Verkehr ungestört bleiben sollen. Darauf wurde von Truppen des internationalen Geschwaders das Zollamt und das Telegraphenamt besetzt. Der Depeschenwechsel des Geschwaders geht über Athen und auch direkt nach Konstantinopel; bleiben auf letzterem Wege Telegramme der Kommandanten unbeantwortet, werden sie also in Konstantinopel nicht übermittelt, wird das Kabel durchschnitten. Für die kretensischen Aufständischen hat der Gouverneur Prinz Georg von Griechenland eine Amnestie erlassen. - Soziales Leben. × Die Tertilarbeiterbewegung in Sachsen. Im sächsisch- thüringischen Weberstreit sind Verhandlungen zwischen den Arbeitern und den Arbeitgebern angebahnt, die voraussichtlich zu einer Einigung führen dürften. Es heißt, daß in den ersten Tagen des Dezember die Arbeit wieder aufgenommen werden soll. Die ausständischen Weber in Gera haben bereits eeschlossen, die Arbeit am Mittwoch bedingungslos aufzunehmen. Der gleiche Beschluß wurde in Glauchau gefaßt. Die übrigen Orte werden voraussichtlich folgen. Ruffifch- polnische Märchen. ,, Lügen haben furze Beine", sagt ein deutsches Sprichwort. Leider ist es nicht wahr. Die Lüge ist ungemein zählebig. Man möchte beinahe glauben, sie gehöre zu den ,, Würmern, die nicht sterben". Auf dem Gebiete der Politik wenigstens ist das der Fall. Hier feiert die Lüge förmliche Orgien. Sie bleibt eine Macht und behält Geltung, selbst wenn sie als Lüge nachgewiesen ist. Ihr Ursprung mag noch so dunkel sein fie gewinnt doch Autorität und mit der Verbreitung auch Glauben. Die Wahrheit, für die Zeugen ohne Zahl eintreten, begegnet immer wieder dem Zweifel, die Lüge wird ohne Stocken, ohne Prüfung, mit hypnotischem Vertrauen nachgebetet. Wer das für übertrieben hält, der braucht nur eine Woche lang in den auswärtigen Zeitungen nachzulesen, was für Märchen, denen der Stempel der Gehässigkeit und Verlogenheit unverkennbar aufgedrückt ist, über Deutschland in Umlauf gesetzt werden. Eine furze Beobachtung schon wird ihn lehren, daß diese Märchen nicht etwa verlacht und ver= höhnt werden. Rein, sie werden trotz aller Dementis wiederholt, verstärkt, umgearbeitet, aufgeputzt, und dann sind sie eine unerschütterliche Grundlage der öffentlichen Meinung" in der alten wie in der neuen Welt. Noch ein kleines Weilchen, und es wird behauptet, daß man dem Märchen, das nun axiomatische Gewißheit erlangt hat, feinen Widerspruch entgegenzusehen gewagt habe. Ein Beispiel bietet die Entstehung der mannigfachen Fabeln, die über Deutschlands Haltung gegenüber den russischen Mirren im allgemeinen und russisch- polnischen Frage im Besonderen der internationalen Lesewelt aufgetischt worden find. Bald sollte Kaiser Wilhelm dem Zaren Nikolaus den Stat gegeben haben, den freiheitlichen Forderungen in feinem Punkt nachzugeben; bald schrieb man dem Kaiser Wilhelm das Anerbieten zu, den Zaren Nikolaus und seine Familie aus Peterhof zu holen; bald erzählte man, daß Kaiser Wilhelm mit 150 000 Mann in Russisch- Polen einzurücken beabsichtige, um die polnischen Autonomie- Bestrebungen niederzuhalten, die russischen Polen zum Gehorsam zurückzuführen, wobei ihn natürlich der verschmiegene Gedanke beseelte, das nun einmal besezte Kongreß len nicht wieder herauszugeben. Unter allen Umständen aber wolle Kaiser Wilhelm jede nationale Konzession an die Polen in Rußland zurückgewiesen wissen. Von all diesem Gerede ist kein einziges Wort wahr. Die Fragen, die Kongreß- Polen betreffen, sind innere russische Fragen, auf die einen Einfluß üben zu wollen keinem fremden Staat oder Staatsmann je einfallen wird. Rußland hat seine eigene Polenpolitik, ganz wie Deutschland- Preußen seine eigene Polenpolitik hat. So wenig Deutschland- Preußen durch Rußland oder durch Desterreich sich vorschreiben ließe, welche Polenpolitik es befolgen soll, so wenig würden Rußland oder Desterreich das tun. Fast hundertjährige Erfahrung zeigt, daß die genannten drei Staaten fast niemals in dieser Hinficht den gleichen Weg gegangen sind. Meist war man in Rußland streng gegen die Polen, wenn in Preußen ein milderes Regime waltete, während man dort Nachsicht walten ließ, wenn hier die Regierung zur Entfaltung abweisender Energie genötigt war. In Galizien genießen die Polen eine Autonotomie, der nur noch der Name der vollen staatlichen Selbständigkeit fehlt. Das hat uns nie gestört und nie geWill man in Rußland das gleiche Experiment machen, so werden wir das mit vollkommenem Gleichmitt sehen. Uns würde auch ein souveränes Polen als Nachbar nicht unbequem sein. Daß es etwa eine Bedrohung für uns sein könnte, wird sich sogar polnischer Größenwahn nicht einbilden. Ganz und gar Rußlands Sache ist es, ob es sich die Vermittelung aller seiner wertvollen westeuropäischer Beziehungen, die industriellen und die darauf beruhenden kommerziellen und finanziellen, einem selbständigen Polen anvertrauen mag. Uns geht das nichts an und kann es nichts angehen. fümmert. Jezt hat der Moskauer Semstwo- Kongreß sich mit der albernen Fabel beschäftigt. Bei der Beratung der Polen= frage führte Fürst Dolgorukom die törichte Erfindung darauf zurück, daß Generalgouverneur Skalon von Warschau beim Empfang einer Deputation in deutscher Sprache gesagt hätte: er wolle doch sehen, wie die Polen sich halten würden, wenn Kaiser Wilhelm, um Ruhe zu schaffen, mehrere Armeeforps nach Polen hineinwürfe. Wir können natürlich nicht wissen, ob diese Worte gefallen find. Ist es geschehen, so fann ihr Sinn nur gewesen sein, daß die Polen ihre Unbotmäßigkeit nicht übertreiben, sondern bedenken sollten, wie nahe die deutsche Grenze sei, wie schnell das preußische Militär heranrücken könne, um die Störrigen zur Raison zu bringen. Auch dann waren die Worte nicht sehr flug; doch macht sich Fürst Dolgorufow maßloser Uebertreibung schuldig, wenn er behauptet, daß Generalgouverneur Stalon für solche Aeußerung ,, vor der ganzen zivilisierten Welt gebrandmarkt zu werden verdiene". Russische Generale, von Skobolem angefangen, haben schon viel dümmere und unverantwortlichere Reden geführt, ohne deswegen in Rußland gebrandmarft zu werden. Ebenso ist es ein bei der frischen Erinnerung an die japanischen Siege wenig angebrachter überchauvinistischer Stolz, der aus den Worten eines Herrn Schtschepfin spricht, in seinem Mo: fauer Gehirn habe der Gedanke feinen Raum, daß der Monarch Rußlands sich auswärtiger Unterstüßung habe versichern können". Es wäre gar so übel nicht gewesen, wenn der Monarch Rußlands dies beizeiten getan hätte nicht in Bezug auf Kongreß- Polen, sondern in Bezug auf andere Gegner. Sehr vernünftig erflärte das Kongreßmitglied Tokarski: an eine deutsche Intervention sei nicht zu denken. - Trotzdem wird die Fabel wieder und wieder aufgerufen und in neuem Aufpuz sich zeigen. Das Interesse der Lügenfabrikanten ist zu groß und ihre Phantasie ist zu dürftig, als daß sie sich so schnell entschließen könnten, den Umlauf zu hindern. Sie wissen, daß sie die Urteilslosigkeit zum Bundesgenossen haben und zum Werber. Um so lauter und nachBrücklicher müssen wir betonen: Für uns ist die russisch- polnische Frage eine russische Frage, einzig von Rußland selbst zu erledigen. Wie unsere Nachbarn sich einrichten, ist ihre Sache ganz allein, wie es unsere Sache ganz allein ist, wie wir uns einrichten. - Aberglaube in Russland. - Sonderbare Ansichten über Sterben und Tod. Gewaltige politische Entwickelungsfämpfe erschüttern zurzeit das moskowitische Staatsgebäude in allen Fugen. Fast jeder Tag bringt eine erschütternde Katastrophe, und noch ist das Ende der Schrecken nicht abzusehen. Erwartungsvoll fieht die ganze Erde der Lösung des weltgeschichtlichen Dramas entgegen und das Interesse für rnssische Dinge ist allerorts auf den Höhepunkt gestiegen. Rußland ist in mancher Beziehung für den Westeuropäer ein unbekanntes Land. Wie weit der Kulturstand des einfachen Mannes vielfach von demjenigen anderer zivilisierter Staaten abweicht, erhellt namentlich aus den seltsamen Vorstellungen, die sich bei der Bevölkerung der russischen Steppen und Dörfer um Tod und Sterben weben. So haben die acerbautreibenden Bewohner des Kreises Metluga im Gouvernement Kostroma beispielsweise ihre ganzen= gebung mit den mythologischen Gestalten ihrer Phantasie be= völfert. Zum Teil sind es harmloie Kobolde, die da ihr Wesen treiben, so die Haus- und Waldgeister, dann aber unheimliche Personifikationen von Krankheiten: Fieber, Cholera, Pest, meist in Frauengestalt, oder Verkörperungen des Todes, der auch als Knochenfrau erscheint, welche dem ihr Verfallenen Hände und Füße lähmt, etwas zu trinken gibt und schließlich das Leben nimmt." Dem Tode gehen Ereignisse vor= aus, denen eine Vorbedeutung zukommt. Es treten entweder allgemeine Vorbedeutungen ein, wie das Krächzen von Krähen, das Heuten oder Sichdrehen von Hunden, allerlei Töne im Gebälte, das Fallen eines Heiligenbildes, oder einem besonderen Menschen geltende: jemand hört selbst, wie er am Namen gerufen wird, sieht seinen Doppelgänger, wird vom Hausgeist gewürgt oder fühlt, daß er sterben müsse. Die Vorbedeutungen können zum Guten oder zum Schlechten, zum Leben oder zum Tode gedeutet werden. Davon ausgehend, hält das off hartnäckig an Prophezeiungen fest, die nach dem Kuchu aber auch für Geld mit Hilfe des Psalters erfolgen und selbst von Leuten mit dem Abzeichen der Absolvierung einer Universität" erbeten werden. Die Teilnahme der Dorsgenossen richtet sich nach der Person des Sterbenden und wird diesem offen ausge= sprochen. Der Tod eines alten Menschen wird beifällig aufge= nommen, da er die Hälfte eines fremden Lebens vorweggenommen habe. Ebenso wird der Tod fleiner Kinder meist mit Freuden begrüßt, besonders im Sommer, wo sie die Mutter bei der Arbeit behindern. Dagegen wird der Tod eines Familienvaters und einer Hausfrau beweint. Für den Witwer sucht man sofort eine Frau, wenn er eine Nach= folgerin der schwerkranken Frau, die eine Arbeitskraft re= präsentiert, nicht schon bei deren Lebzeiten ins Haus ge= nommen hat. Frißt ein Hund ein Stück Speck, mit dem man den Kranken eingerieben, so wird dieser gesund, sonst stirbt er. Für den Fall des Genesens legen die Kranken Gelöbnisse ab: einen Brunnen anzulegen, eine Kapelle zu bauen. ein Kirchendach zu vergolden, eine Wallfahrt nach Ssolowezt er Jerusalem zu unternehmen, einen Sohn in die Schule oder eine Tochter ins Kloster zu geben. Der Sterbende erhält Leckerbissen geschenkt, und man trägt ihm Grüße ins Jenseits auf. Man lauscht auf seinen letzten Willen, entfernt alles Weiche von ihm, damit es nicht im Jenseits ein Stein zum Tragen für ihn werde, macht die Tür auf, damit der Tod eintreten könne, und zündet Licht vor den Heiligenbildern an, damit der Teufel die Seele nicht fangen könne. Eine Schüssel mit Wasser wird aufs Fensterbrett gestellt und ein Handtuch daneben gelegt, denn die Seele badet sich. Erwacht ein anscheinend schon Verstorbener wieder zum Leben, so wird nicht angenommen, er sei scheintot gewesen, sondern, er bleibe ein Toter, der Lebende holen wolle und deshalb mit Kirchenschlüsseln totgeschlagen.oerden müsse. Mehrfach ist es erwachten Scheintoien so gegangen. Beim Begräbnis werden Ab chiedsreden gehalten, die zuweilen dazu benutzt werden, die Verwandten des Toten zu beschuldigen. Aus weißer Farbe des Antliges wird geschlossen, daß der Tote ins Paradies fam, aus dunkler Färbung des Gesichts, daß er ein Sünder gewesen. Der Sarg besteht meist aus einem ausgehöhlten Stamme. Der Schlitten mit dem Sarge darf unterwegs nicht stehen bleiben. Das Gefolge des Toten muß lant weinen. Den Sarg eines Mannes tragen Männer, den einer Frau Frauen, gegürtet und mit losem Haar. Der erste Begegnende erhält das vorausgetragene Gebäck als Zeichen der Freigebigkeit des Toten. Auf das Grab wird ein Kreuz mit einem Dach gesetzt; auch Bäume werden gepflanzt, aber nur feine Espe und fein ,, stechendes" Nadelholz. Schon am Grabe wird etwas gegessen, dann aber wird ein Totenmahl abgehalten im Hause des Toten, wo aller Schmutz ausgefegt und verbrannt wird: nimmt der Rauch die Richtung nach dem Dorfe zu, so prophezeit er einen neuen Toten. Damit der Tote nicht wiederkehre und zum Zeichen, daß man ihn nun nicht fürchte, setzt man sich anf seinen Plaz. Am 7. und am 40. Tage wird das Totenmahl wiederholt, dazu werden Unbemittelten die Speisen heimlich aufs Fenster gestellt. Ostern und Pfingsten wird mit Ostereiern und Birkenbäumen am Grabe gefeiert. Trauer tragen die Männer und Kinder nicht, wohl aber die Frauen. Die Jugend enthält sich 40 Tage lang aller Lustbarkeit. Wenn sich ähnliche Gebräuche in den westlichen Ländern uch noch hier und da in Spuren finden, so erkennt man doch aus dieser furzen Schilderung, wie schlimm die Ver= nachlässigung des russischen Volkes inbezug auf Unterricht und Aufklärung sein muß. Nab und fern. + Andauernde Stürme auf See. Die Sturmnachrichten von der Nord- und Ostsee lauten immer beunruhigender. Bei Kiel ist der Dampfer Jaffa gestrandet, dessen Herkunft wahrscheinlich Hull ist. Ein englischer Dreimaster Else lief in der Elbmündung auf und brach auseinander, doch konnte die Mannschaft gerettet werden. Im Kanal verhinderte die stürmische Witterung den Hamburger Dampfer ,, Graf Waldersee" an der Landung in Dover. Der Dampfer mußte daher ohne Unterbrechung nach Hamburg weitergehen. Der Hamburger Dampfer Patricia" freuzt noch vor Dover. Ar - † Eisenbahnunfälle ohne Ende. Vier Personen sind wiederum bei eines Eisenbahnunfall verletzt worden, glücklicherweise nicht schmer. Das Unglüd ereignete sich bei Bochum auf der Strecke Kupferdreh- leberruhr. Die offenstehende Tür eines Güterzugwagens drückte dem vorüberfahrenden Personenzug nach Kupferdreh zivel Wagen ein. Ohne Verlegungen lief ein zweiter Unfall ab, der sich auf der Strecke MohrkirchOsterholz in Schleswig ereignete. Dort entgleiste ein Personenzug, indessen entstand nur leichter Materialschaden. Ein dritter schwerer Unfall wird aus Amerika gemeldet. Der nach Montreal fahrende Schnellzug der Boston and Maine Railroad stieß in der Nähe von Lincoln mit dem Ende eines Lokalzuges zusammen. Fünfzehn Personen wurden getötet. dreißig verlegt. † Bluttat eines Truufenen. Der Feldhüter Scheler in Birkig bei Koburg hatte in einer Streitsache ein Gutachten als Sachverständiger abgegeben. Hierüber fühlte sich der Dekonom K.. einer der Streitenden, verletzt und fiel über den Feldhüter her, den er mit dem Messer lebensgefährlich verwundete. K. mar stark betrunken. † Die Schüleriragödie in Garg. Die Lehrer des städtischen Gymnasiums in Garg haben die Einleitung des Disziplinarberfahrens gegen fich beantragt. Der Grund liegt in dem aufsehenerregenden Selbstmorde mehrerer Schüler, über die allerlei Gerüchte umianien. † Erneutes Auftreten der Genickstarre. Aus Oberschlesien fommen neue Meldungen über Genickstarresälle. Neun Erkrankungen in Bistupit. Hennersdorf und Godullahütte sind bereits tödlich verlaufen. Uebrigens hat die Untersuchung von Rindern, die bei der Epidemie erkrankt waren, ergehen, daß eine große Anzahl derselben dauernd Krüppel bleiben wird. † Eigentümlicher Grund zum Selbstmord. Ein deutscher Oberlehrer, Selge, hat sich in einem Hotel in Lyon erschossen. Ais Grund zum Selbstmord gab er in einem hinterlassenen Briefe an, daß er sich von der Nichtigkeit seiner philologischen Anschauungen überzeugt habe. † Ein Fischerboot in Grund gebohrt. Der Dampfer Hogarth" überannte bei Aberdeen ein englisches Fischerboot, das ohne Licher fuhr, und bohrte es in den Grund. Einer der acht Insassen des Bootes wurde gerettet, sieben ertranfen. † Diebstahl auf der Automobil- Ausstellung. Der Byrenäenpokal, ein Silberpokal von 10 000 Mark wert, ist aus der Automobilausstellung in London gestohlen worden. Der Bofal ist der Preis für einen Pyrenäen- Touristen- Wettbewerb. Von den Dieben fehlt jede Spur. † Bom eigenen Sohne erschossen. Ein trunkener Maler in Argenteuil bei Paris zerschlug, als er aus dem Wirtshaus fam, alle Möbel seiner Wohnung und bedrohte seine Frau mit Schlägen. Um die Mutter zu schützen, griff der zwölfjährige Sohn nach einem Revolver und schoß dem Vater eine Kugel in den Kopf. † Wiederholung der Erdbeben in Italien. Die süditalienischen Provinzen, die sich von den schweren Erdbebenschäden der letzten Monate noch kaum erholt haben, sind wiederum von solchen Unfällen betroffen worden. Starfe Erdstöße haben in einigen Orten, so in Apice und Arians die Häuser ins Wanken gebracht, sodaß sie geräumt werden mußten. Wenn auch bisher Menschen noch nicht verunglückt sind, so ist doch der Sachschaden schon wieder erheblich und es steht zu befürchten, daß bei Fortdauer der Erderschütterungen die Not in Kalabrien wieder eine entsegliche wird. † Japans Kriegsverluste. Wie jetzt festgestellt ist, hat Japan im ostasiatischen Feldzuge 218 429 Mann an Loten und Verwundeten, 221 136 Mann an Kranken verloren. + Zur bevorstehenden Volkszählung. Es sind mehrfach Zweifel daran geäußert worden, ob die Bevölkerung auf die in Aussicht gestellte Geheimhaltung der für Volkszählungszwecie gemachten Angaben auch wirklich rechnen könne. Es ist demgegenüber festzustellen, daß die Behörden allen Versuchen, die Angaben auf Umwegen zu anderen als rein statistischen Zwecken auszi nutzen, entschieden entgegentreten Voraussetzung ist dabei natürlich, daß greifbare Tatiachen mitgeteilt werden. Anonyme oder sonst antantralliecherce Behauptungen reichen dazu nicht aus. -- XDie Londoner Arbeitslosen. Eine große Kundgebung veranstalteten die Arbeitslosen im Hydepark. Die Zahl der Teilnehmer betrug 8000, zahllose Zuschauer hatten sich außerdem angesammelt. Zahlreiche von den Arbeitslosen getragene Banner trugen Aufschriften wie„ Not fennt kein Gebot"" Fluch dem Almosen" ,, Nieder mit dem Kapital" Wir wollen fein Almosen, sondern Arbeit". Es wurde eine Resolution angenommen, in der verlangt wird, daß eine neute Regierung vom Parlament die Inangriffnahme öffent licher Arbeiten fordere und daß mit dem kapitalistischen Syftem gebrochen werde. Die Polizei fand keinen Aulaß zum Einschreiten. X Streik in der Wäsche- Industrie. In Bielefeld find in zwei großen Betrieben der Wäsche- Industrie sämtliche Arbeiter in den Ausstand getreten. Kunft und Wissenschaft. CM. Neue Nordpolarexpedition. Eine neue Unternehmung nach den nördlichen Eisgegenden plant ein junger dänischer Kapitän, Mikkelsen, der bereits an mehreren Nordpoliorichungen teilgenommen hat. Mt. will nicht den Nordpol selbst aufsuchen, sondern Spuren von Land, die andere Forscher jenseits der Eisregion entdeckt haben wollen, weiter verfolgen. Er will mit zwei Begleitern im Frühjahr 1906 auf einem Walfischfänger von Kalifornien aus nach Bathurst gehen und von dort aus westlich und nördlich vordringen. Der kühne Forscher ist jetzt bemüht, die Kosten für die Reise durch Unterstützung seitens englicher Freunde aufzubringen. Vermischtes. Was am Vier verdient wird. Daß unsere Bierbrauer nicht gerade über schlechte Geschäfte zu flagen baben, ist cine bekannte Sache, da man den deutschen Durst tennt. Und daß der Bierausschant auch nicht wenig einbringt, zeigt bem fo gute Kamerab reich Quartett, das im Buf gte für mufitalische Unter arben gefungen und ba be baß am gleichen Tage folgende Geschichte aus Berlin. Dort baut die Vierhallen feiner Mitglieder auch ihr firma Aschinger ein großes Hotel, zu dem sie mehrere Grund- tie bie ganze Feftverfamm stücke angekauft hat. In dem einen dieser Häuser befindet bei Faß Bier, gripenbet sich die Potsdamer Bierhalle, dessen Inhaber Karbiz noch drei Jahre Kontrakt hat und daher nicht ziehen will. Die Direktion der Aktiengesellschaft Aschinger bot Herrn Karbit für die Räumung seines Geschäftes 250 000 Mark Abstand, damit sie das einzige von den neun durch sie angekauften Mann fehlt) in befter ** Schadenfener. Gi mem Teil unferer Befer mi umber Schüßenftraße ju und abgerissenen Häusern noch dastehenden Gebäude umlegen emerften Bewohner der an fönne. Herr Karbiz erklärte jedoch, daß seine Potsdamer ohnbaufe des Schreinerme Bierhalle ihm jährlich ohne besondere Anstrengung 80000 M. trage, was in den drei Jahren, die er dem Kontrakte nach als Mieter noch vor sich habe, eine Summe von 240 000 M. ergebe. Er verlange daher 350 000 M. Abstand. Darauf hat die Aktiengesellschaft Aschinger auf die Räumung des genannten Hauses verzichtet. Der Bierwirt, der jährlich 80 000 Mark am Bier verdient, und die Firma Aschinger, die aus ihren Bierverdiensten 250 000 Mark zahlen will, beweisen in Zahlen deutlich genug, wie„ nahrhaft" das Bier ist, wenigstens für den Gastwirt. 14 Ein Dabie Rauchentwidlung imm fie die Feuerwehren. Als Rauch so intenfio geworber aus unmöglich fhien. D mehrere Türen und Fenfter einem Male überall die S Sie vom heftigen Wind a Banje Dach verbreiteten un andere Geie der Straße ge berliegenden Häufer in eine gerieten. Erft nach längerer, Finer auf den Dachstuhl Monte größtenteils geret randes is no nicht fla wird uns noch mitgeteilt, Die Mängel der Feuerme haben. Daß die Feuerun vielen Fällen diefe Wir fönnen dem nu iemlich ausgedehnte S Errichtung von öffe ben einzelnen Stadtteil uns wandert an maß nicht in Anregung gebr Anwohner der Branbft und diese den Turmw Ein bergeßlicher Rentier. Ein geheimnisvoller Vorfall beschäftigt gegenwärtig die Pariser Polizei. Rentier in einem Vorort von Paris besaß ein in Wertpapieren bestehendes Vermögen von 50 000 Francs, das er in einer eisernen Kassette in seinem Schreibtische aufbewahrte. Da in seiner Gegend häufig Einbruchsdiebstähle verübt wurden, bei denen den Tätern reiche Beute zufiel, hielt der Rentier den Aufbewahrungsort des Geldes nicht für sicher genug und vergrub die Kassette im Hühnerstall. Bald darauf verfiel der Besizer des Geldes in Verfolgungswahnsinn, er wurde in ein Frrenhaus gebracht, nach einigen Monaten als gesund entlassen, aber er behielt eine Gedächtnisschwäche zurück. So fonnte er sich absolut nicht entsinnen, wo er das Geld verborgen habe. Vor einigen Tagen begab sich seine Frau in der Hühnerstall und bemerkte, daß der Erdboden aufgerissen und aufgewühlt war. Als sie ihrem Mann davon erzählte, entsann er sich ganz plötzlich, daß er im Stall die Kassette mit den 50 000 Francs rasen habe. Irgend iemand mußte davon Kenntn." Th stohlen haben. Die Polizei steht r Aufgabe, dieses Dunkel zu durchdringen. Der letzte Monat - S LT hr das Geld ge der schwierigen des 4ten Quartals des scheidenden Jahres 1905 steht vor der Türe! Allen denen, die seither noch nicht auf unsere Zeitung obonniert waren, die in einer anderen Beitung nicht das finden, was ihnen unser Blatt mit seinem reichhaltigen, volkstümlichen Inhalte bietet, sei ein einmonatiges Probe- Abonnement" auf unsere Beitung während des Marats Dezember angelegentlichen empfohlen. Die Ausgabe ist nicht groß, sie bietet die beste Gelegenheit, den Unterschied zwischen dem seitherigen Blatt und unserer Zeitung fennen zu lernen. Die Expedition. " Lokales. Brinzessin Heinrich von Preußen nebst Brinzen- Sohn Sigismund ist Sonntag- bend nach Kiel zurückgereist. Der Großherzog und Großherzogin geleiteten den Besuch zum Bahnhofe. ** An der Familientafel im Residenzschlosse anläßlich des Großherzoglichen Geburtstages nahmen auch der Fürst zu Solms- Hohensolms- Lich und die Prinzessin Dorothea teil. ** Die Landesuniversität beging den Großherzog lichen Geburtstag Samstag- Vormittag 11 Uhr durch einen Festakt in der großen Aula. Mit der Feier war die Er innerung an die am 10. Oftober 1605 erfolgte öffnung des Gymnasium illustre, der ursprünglichen Geftalt der Gießener Hochschule, verbunden. Die Feftrede, die die doppelte Veranlassung der Feier widerspiegelte, hielt Geh. Kirchenrat Prof. D. Stade. *** Bei den in letter Nummer gebrachten Auszeichnungen ist richtig zu lesen, daß das gemeine Ehrenzeichen Für treue Arbeit" bem Hilfs la demeister Heinrih Görnert zu Grünberg( nicht, wie gedruckt stand, dem Gepäckträger Peter Görnert zu Grünberg) verliehen wurde. * ** Der Kriegerverein Gießen feterte am legen Samstag Großherzogs Geburtstag durch einen Herren Kommers im Bereinslokal( Restaurant Bavaria). Die Mitglieder hatten sich recht zahlreich eingeftelt. Der 1. Vorsitzende Fabrikant und Stadtvtrordneter Gabriel hielt eine der Bedeutung des Tages entsprechende Feftrede; besonders für den ehemaligen Soldaten der hessischen Division und der hessischen Kriegervereine soll der 25. Nov. ein Ehrentag sein, an diesem Tage möge die Liebe des Volkes zum Herrscher im ganzen Lande eine Begeisterung auffommen laffen, die sich ber hoherzigen Fürsorge unseres Landes. herrn für alles Gute, Gerechte, Eole nnd Schöne würdig zeigt. In das am Schlusse von Herrn Gabriel ausgebrachte Hoch auf den Großherzog stimmten die Anwesenden begeistert ein. Ferner begrüßte er mehrere neue Mitglieder, und richtete die Bitte an dieselben, daß auch sie jederzeit die Bestrebungen des Kriegervereins mit helfen fördern. Kreisamtsbureauvorsteher Schiff nie dankte im Namen der übrigen anvesenden neuen Mitglieder für den Willtommengruß und drückte dabei sein Bedauern aus, daß er nicht schon früher Gelegenheit genommen habe, dem Verein, Telephon zugerufen ochdem erft werden I fommen dann unter Feuer gleich im Entfe ** Berhaftet Mowdies, welche in fr eläftigten und sich de thaben. Den hinzufom and und wurden bei greift dh. Ronzert- Ve unferes sonstigen Berto des„ Bieder und Dur ifüllten Saale des B ebelind und Ha 8Bieber und Duette bo Cornelius, colai und e unb franzöfifen Spiel Reiche der Koleratur.£ Begleiter Hoffapellmeift untreu werden und nad geftelten Aufgaben gem war vorauszusehen. E Frau Webelind. Das außerordentlich beifallf Freude am Kommen befannten Gäfte wurd dürften wir den Rünf Matführung der Wer felten fört, obwohl fi Ronzertsaal verdient ha GH. Ueberm gr aftspiel im Stadttheat Ben Teid geilin dem up and down der Landes der unbegrenzte worden. Es waren B glitten, die nur durch bunden find, aber fi eiteren, lebhaften Farbenspiel ergößen befter Laune laffe Behen, denn fie wiffer Deutsch- Amerikaner, Die Typen find mit entnommen, die Sab neuen Belt geworf Diefe Figuren in je Louis Strumfohl fein sprichwörtliche alle Bidrigkeiten Topfle( Ferdinand aufmarschiert, die ebrus- Ralbern) astrollen gebende Eine f Wallus) Der Berfon des B Rurt Behrens in hrachte und sodann figer Carl Wom Mon Schlippenba hr anziehend wir Balt mußte fogar wi me jebem Bild in f ** Der Hand bigangana weis Det Rationalliberalen entwurf zum Schutz Lagelpreffe, in der innerlich legnte der Lammertag zu Roln tes. wird. Daß unsere Biers Geschäfte zu Blagen haben, den deutschen Durit tennt. icht wenig einbringt, zeigt bem so gute Kameradschaft waltet, beizutreten. Einfäb gungsnachweis für sämtliche Handwertszweige( also auch reich Quartett, das im Zusammenspiel recht schön harmonierte, rate für musikalische Unterhaltung, mehrere Kommerslieder arben gesungen und da der Verein in der glücklichen Lage daß am gleichen Tage 3 und am folgenden Tage die Bauhandwerker wie Steinhauer, Maurer, Tüncher, 8'mmerer, Bauschreiner, Schlosser usw.) mit 46 gegen 25 Stimmen ab." Diese Ansicht ist durchaus irrig. Der 6. Deutsche Handwerfs- und Gewerbefammertag zu Köln Dort baut die Vierhallen seiner Mitglieder auch ihre Geburtstage feiern fönnen, so hat zwar die Forderung des Befähigungsnachweises für sämt zu dem sie mehrere Grund: tte die ganje Feftversammlung noch das Extra- Bergnügen, lich: Handwerkszweige( en allgemeinen Befähigungsnachweis) nen dieser Häuser befindet pei Faß Bier, gespendet von den 3 Anwesenden( der als unter den heutigen Verhältnissen unerreichbar abgelehnt, en Inhaber Karbi noch er nicht ziehen will. Die chinger bot Herrn Karbi Mann fehlt) in befter Fidel tät zu leeren. ** Schadenfener. Wie schon in letter Nummer dagegen den Befähigungsnachweis für das Baugewerbe in nachstehendem Beschluß ausdrücklich erneut gefordert:„ Da250 000 Mart Abstand, nem Teil unserer Leser mitgeteilt, brach gestern Nachmittag gegen spricht der 6. Deutsche Handwerks- und Gewerbeneun durch fie angetauften der Schüßenstraße zu Gießen Feuer aus. Gegen 3 Uhr fammertag die bestimmte Heffnung as, daß die von der tehenden Gebäude umlegen emerften Bewohner der anliegenden Gebände, daß aus dem ere Anstrengung 80000 Mt. Da bie Rauchentwicklung immer stärker wurde, benachrichtigten ch, daß seine Potsdamer Bohnhause des Schreinermeisters Hoß dichter Qualm drang. fähigungsnachweis im Baugewerbe, also bei Gewerben, bei die er dem Kontratte nach je die Feuerwehren. Als die Wehren erschienen, war der fommen, möglichst bald einen ausreichenden Schuß für dieses Summe von 240 000 27. 00 M. Abstand. Darauf auf die Räumung des ge Rauch so intenfio geworden, daß ein Endringen in das Jaus unmöglich schien. Die Löschmannschaften stießen aber denen Gefahren für Leben und Gesundheit in Betracht Gewerbe bringen möge." P. Schuh den Anlagen. Tagtäglich fann man und die Firma Aschinger, einem Male überall die Lohe mit hellen Flammen heraus, p'ägen der Anlagen frei herumlaufen, den Rasen beschädigen Bierwirt, der jährlich mehrere Türen und Fenster ein und ist stieg pöglich mit ist die Beobachtung machen, daß Hunde auf den Gras000 Mart zahlen will, be die vom heftigen Wind angefacht, sich schnell über das wie„ nahrhaft" das Bier ganze Dach verbreiteten und in einem Funkenregen auf die gehen müssen. er. Ein geheimnisvoller berliegenden Häuser in eine größere Gefahr als die anliegenden andere Geie der Straße gerichtet wurden, sodaß die gegenund Pflanzen und Anlagen besudela, sodaß dieselben einBei den Promnadekonzerten insbesondere fann man rudelweise die Hunde sich in den Anlagen tummeln sehen. Wie wir erfahren, hat die Schußie Bariser Polizei. Ein gerieten. Erst nach längerer, angestrengter Arbeit gelang es, das mannschaft deshalb Anweisung erhalten, die Besizer von 50 000 Francs, das er in Femer auf den Dachstuhl zu beschränken. Das Mobiliar Hunden, welche die Anlagen durch ihre Hunde beschädigen Baris besaß ein in WertSchreibtische aufbewahrte. fonnte größtenteils gerettet werden. Die Ursache des Von anderer Seite laffen, unaachfichttich zur Anzeige zu bringen. Außerdem wird aber der städtische Hundefänger alle Hunde, welche sich nbruchsdiebstähle verübt Grandes ist noch nicht flargestellt. e Beute zufiel, hielt der wird uns noch mitgeteilt, daß auch bei diesem Brand sich herrenlos in den Anlagen aufhalten, einfangen und in den Geldes nicht für sicher die Mängel der Feuermeldung wiederum recht deutlich gezeigt städtischen Hundestall in der Rodheimerstraße abliefern. Hühnerstall. Bald darauf haben. Daß die Feuer- Schäden sehr oft groß sind, muß Verfolgungswahnsinn, mach einigen Monaten als er in vielen Fällen diesem Unstand mitzugeschrieben werden. nur zustimmen. eine nicht en Gedächtnischmäche jentich ausgedehnte Stabt und jeon allein barum ist die ausgedehnte fetalliche Jeuerme beſtellen erfte, daß der Erdboden - in Tagen begab sich seine den einzelnen Stadtteilen je eine so notwendig, daß es sie ihrem Mann baben uns wandert an maßgebender Stelle diesen Mangel noch lich, daß er im Stall die zicht in Anregung gebracht zu wissen. Biz die Leute oder ragen habe. Irgend Anwohner der Brandstätte die berufenen Organe herbeigeholt und diese den Turmwächter zum Stürmen die Ordre per hr der schwierigen Telephon zugerufen haben, vergeht eine geraume it. Rochdem erst werden die Feuer.oehren alarmiert und diese tommen dann unter solchen Umständen zu spät, um das Fener gleich im Entstehen niederzudrücken. T igen. das Geld a o ge menben Jahres 1905 steht bie feither noch nicht auf ren, die in einer anderen as ihnen unser Blatt mit lichen Inhalte bietet, fei onnement" auf unsere 8 Dezember angelegent abe ift nicht groß, fie n Unterschied zwischen dem Zeitung fennen zu lernen. Die Expedition. von Preußen nebst untag- Abend nach Kiel Großherzogin geleiteten Refidenzfchloffe anläßlich gemeine *** Berhaftet wurden gestern Abend zu Gießen 4. Rowdies, welche in frivoler Weise einen Wirt im Afterweg belästigten und sich des Hausfriedensbruches schuldig gemacht haben. Den hinzukommenden Schuhleuten leisteten sie Bider: stand und wurden bei ihrer Verhaftung sogar noch handgrei fl ch. P Konzert- Verein Gießen.( Durch Verhinderung unseres sonstigen Berichterstatters verspätet.) Ein B sucher des„ Bieber- und Duetten- Abends schreibt uns: Im über füllten Saale des Gesellschafts Vereins fangen Erika Bebetind und Hans Buff- Gießen aus Dresden Sieber und Duette von Schumann, Mozart, Beethoven, Cornelius, colai und einer Reihe Meistern der italienischen unb französischen Spiele und fom schen Oper, furz dem Reiche der Roleratur. Daß die beiden Interpreten nebft ihrem Begleiter Hofkapellmeister Cupschbach( der übrigens Dresden unireu werden und nach Mannheim zu gehen gedenkt) den geftelten Aufgaben gewachsen wares, wie sich's felten trifft, war vorauszusetzen. Enen besonders glücklichen Tag hatte Frau Wedekind. Das Publikum zeigte sich dann auch ganz außerordentlich beifallfreudig. Als äußeren Ausdruck der Freude am Kommen der beiden in Gießen ja schon wohl. befannten Säfte wurden Kränze ü erreicht. Dankbar aber dürften wir den Künstlern schon sen für Aufnahme und Ausführung der Werke von Cornelius, die man so ten tört, obwohl sie unzweifelhaft ein besseres Los im Ronzertsaal verdient hätten. GH. Ueberm großen Teich.( Deutsch- amerikanisches Gastspiel im Stadttheater.) Endlich sind auch wir über den großen Teich geschlingert" und drei Stunden lang von Es wird auf die Bekanntmachung Großhl. Polizei Amts verwiesen. *** Ein Bimsfteiuregen in der Urzeit. Auf der ver Bfb. 70-72 Bfg. ber Pfb. Schweinefleisch 80 90 Bfg. Schwein fleisch gesalzen per Pfund 0.94 fa.. Kalbfleisch per Bfd. 70-80 Bfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Bfg.. Kartoffeln bro 100 kilo 500-5.50 m., Zwiebeln ver St. mr. 6.00-8.00, Weiskraut per Rentner 2-3 Mt, pe Stüd, 8-10 Mr. Aepfel per 3t. 10-25 Mr. Swetschen den Bentner 0.00.- 0.00, Nüsse 100 Stüd 30-40 Bfg. Milch per Lite 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 lb nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werben. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch und Brotpreise am 27. November 1905. Ochsen Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. 50 kg Schlachtgewicht 80-84 m. Fleischpreise in Gieken / kg 72-82 RF L W Brotpreise in Gießen 1/2 " Kälber Schweine do. Getreidepreise in Mannheim " 86-90 Pf. 79-00 do. 70-80 do. 80-90 " " Weizen 100 kg Roggen do. " " 18.75-00.00 M. Weißbrot 2 kg 52 f 17.30-00 00 Schwarzbr. do. 48 Frankfurt a. M., 27. November. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer Mt 17.80-18.00, furhessischer Mr. 17.80-18.00 Roggen, hiesiger Mt. 16 80-17.00, russischer mr. 00.00-00.00 Gerste, hiesige Mt. 17.90 bis 18 25, Pfälzer Mt. 18.50 bis 18.75, fränkischer Mt. 18 25-18.50, Riedgerste Mt. 18.30 bis 18.75 Hafer, htefiger und Wetterauer Mt. 15.75-16.50, furhessischer Mr. 15.75-16 75, bayAlles erischer Mt. 15.75-16.50, mais, Mixed Mr. 13.90-14.10. pro 100 kilo ab hier. Meh I wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hiesiges 0, Mr. 27.00-28.50, feinere Marken Mt. 29.00-30.00, hiesiges, Nr. 1, Mr. 25.50 bis 26.50, feinete Marken Mt. 26.50-27.25 hiesiges Nr. 2, Mt. 24.50-25.50, feinere Marken Mt. 25.50-26.50, hiesiges Nr. 4, Mr. 20.50-21.50 feinere Marken Mt. 21-22.00, Roggenmehl, hiesiges, 0, t. 24. bis 25.25, do. 1 Mt. 21.75-23.00, ganzen Strede von der Eifel quer über ben Westerwalb ichalen p. 46021.755, 28.00, bo. 2 3. 19-1900, izenhinüber bis zum hohen Bogelsberg fin of man in ber Ecbe an gescheßten Stellen Sande, die in ihrer Zusammensetzung ganz dem Bimsstein gleichen und zweifellos vulkan shen Ursprungs sind. Echen Dechen hatte darauf hingewiesen, daß sie einem Ausbruch in der Nähe des Loocher Sees entstammen müßten; in neuerer Zeit suchte Angolbis die Ausbruchsstelle auf dem Westerwald. Nun hat ein tüchtiger Beologe, Oberförster ehlen in Haiger, geftügt auf eigene Forschungen, die Frage noch einmal geprüft und überzeugend nachgewiesen, daß die sämtlichen Bime- Sande einem Ausbruch dem up and down der flutenden und ebbenden Belle des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten hin- und hergeworfen worden. Es waren Bilder, die an unserem Auge vorüber. glitten, die nur durch die Personen lose miteinander ver. banden sind, aber sie sind so liebenswürdig und mit so heiteren, lebhaften Farben gemalt, daß wir uns an dem Farbenspiel ergößen und gerne alle Kritik beiseite sezen. Ju befter Laune lassen wir all die Tollheiten über uns ergeben, denn sie wissen zu gewinnen und zu fesseln, diese Deutsch- Amerikaner, sie bringen uns angenehme Stunden. Die Typen sind mit gutem Blick der großen Menschenwoge entnommen, die Jahr für Jahr brandend an die Küsten der neuen Welt geworfen wird, und die Darstellung brachte uns diese Figuren in jeder Beziehung näher. Da ist der Berliner Souis Strumfohl( Wilhelm Karzin), den aus in Amerika in sprichwörtlicher Humor und seine Unverfrorenheit über alle Bidrigkeiten hinweghelfen, der schwäbische Baur Hiz. opfle( Ferdinand Lift), der mit seiner finderreichen Familie ufmarschiert, die gemütliche Sächsin Hulda Knorpel( Martha Behrus- Kaldern) und aus der hochachtbaren Spezies der Gastcollen gebenden Dienstmädchen Mine Brand( Grete Gallus) mahmen auch der Fürk und die Prinzessin beging den Großherzog g 11 Uhr durch einen der Feier war die Er 1605 erfolgte öffnung prünglichen falt ber Die Feftrede, die die olderspiegelte, hielt Geh. mer gebrachten And baß das Hilfslademeister ht, wie gedruckt stand, zu Grünberg) verliehen eßen feterte am legen urtstag durch einen otal( Restaurant Bavaria). zahlreich eingeftelt. Der abtotrordneter Gabriel 3 entsprechende Feftrede; Soldaten der beffifen vereine foll der 25. Rev. möge bie Liebe bes Bolles Begeisterung auftommen Farforge unferes Landes ole nn Gone würdig errn Gabriel ausgebrachte Salt mußte sogar wiederholt werden. en bie Anwesenden be mehrere neue Mitglieder, bas au fie jederzeit mit helfen fördern. ie dankte im Namen tglieber für den Will he Kruster Ofens" entstammen, eines alten Kraters zwischen Loocher See und Rhein. Die emporgeworfenen Bimssteinmassen wurden von einem orfanartigen Weststurm nach Osten geführt und fielen teils hinter den Bergen nieder, wo der Wind seine Gewalt verlor, teils aber auch da, wo der Sturm die Aschenwolten gegen steile Bergwände trieb. Auf dem Eine sehr sympathische Gestalt tritt uns in der Person des Vierländers Hein Lehmkuhl entgegen, den Aurt Behrens in guter Durcharbeitung auf die Bühne brachte und sodann fien noch Adolf Markworts Brauerei bfizer Carl Wö mann und Hermann Kag' Baron Egon box Schlippenbae als vorzügliche Leistungen genannt. Sehr anziehend wirkten die eingelegten Tänze, der CakeDas Publikum brach nadh jebem Bild in stärmischem Beifall aus. *** Der Handwerkskammertag und der Bes fähigungsnachweis. Vor einigen Tagen ging eine Notiz " Nationalliberalen Korrespondenz" über den Gesetzentwurf zum Schutz des Bauhandwerks durch die deutsche Ta gespresse, in der folgender Passus vorkam: Wie erLammertag zu Köln im August d. J. den allgemeinen BeDer Bebauern aus, daß er immerlich lehnte der deutsche Handwerks- und Gewerbemen habe, bem Berein, Das sterwald fielen große Massen in niedriges Nadelholz, be= deckten und verkohlten dasselbe vollständig; die verkohlten Bäumchen lassen sich in den Sandlagern noch deutlich ertennen. Es ist Behlen auch gelungen, die Zeit sicher zu beftimmen, in welcher dieser gewaltige Ausbruch erfolgte. Unter dem Bimssteinsand und auf dem sogenannten Löß- Lehm liegen namentlich hier und da Knochenteste, und es sind Ueberreste von Tieren, welche heute den hohen Norden bewohnen, Rentier, Halsbandlemming, Schneehnhn. beweist unwiderleglich, daß der Ausbruch auf dem Höhepunkt der Eiszeit erfolgte, wo diese nordischen Tiere auf unsern Mittelg- birgen lebten. Daß um diese Beit schon der Mensch in Deutschland lebte, es wenigstens en Süden her auf Jegdzügen besuchte, ist durch die Fande am Schweizerbild und anderen Stellen in der Schweiz außer Zweifel gestellt. Es kann also der Mensch recht wohl Beuge der vulkanischen Ausbrüche am Loocher See gewesen sein. Behlen schäßt die seitdem verflossene Zeit auf etwa 8000 Jahre Dr. Kobelt. Klein- Linden, 27. November. Ein verwerfliches Agitatio emitiel haben bei der Landtagswahl die Sozialdemokraten ähnlich wie in Lang- Göns auch angewandt. Se stellten ein Mitglied des Krigervereins ohne dessen ssen und den zum Wahlmann auf. Man will die Kriegervereine dadurch in Verlegenheit bringen. Literarisches. Reumanns Orts- und Berkehrs- Lexikon des Deutschen Reichs. Herausgegeben von Dr. Mary Broesite und Direktor Bilhelm Reil. Vierte, neubearbeitete und vermehrte age. Mit 40 Städteplänen, einer politischen Übersichtskarte und einer Berkehrstarte. 2 Bände in Beinen gebunden zu j 9 Mt 50 f, oder 1 Band in Halbleder g bunden 18 Mt. 50 Bfg Verlag des Bibliograph schen Ist tuts in Leipzig und Wien. Das Werk liegt jetzt neu bearbeitet vollständig vor, das fish bereits so gut eingefährt hatte. Besonders sind die Verkehrsangaben, auf die mit vollem Rechte offenbar die größte Sorgfalt verwendet worden ist, bis in die neueste Beit berücksichtigt. Man esicht dies vor allem aus dem mehr als einen Bogen umfassen en Nachtrag, in dem die Veränderungen im Postund Esenbahnwesen bis auf die neueste Zeit berücksicht gt worden sind. So sind z. B. noch Esenbahnstationen verzeichnet, die erst am 1. August dieses Jahres eröffnet wurden. Ncht unterlassen fönnen wir, nochmals auf die b.rzüglichen Städt pläne hinzuw isen, deren nun das ganze 28ert 40 aufweist. Sie sind um so wertvoller, als den meisten ein Namenregister angefügt ist. Die große Vertehrstart am Schluß des Bandes beweist ferner in erfreu lichster Weise, mit welchem Verständnis die Verlagshandlung dem allgemeinen Wursche nach sicheren Angaben bezüglich des Verkehrs gegenüberst ht. Mastiberigte mt. 5.60-5.75, Wetzenfuttermehl Mt. 7.00-8.00. Notierungen der Frankfurter Biehmarktpreise. Frankfurt a. M., 20. November 1905. Zum Verkauf standen: 430_Dchsen, 52 Bullen, 739 Rühe und Färsen( Stiere und Rinder), 291 Kälber, 347 Schafe nnd Hämmel, 1202 Echweine, 1 8tege, Ziegen und Schaflämmer. - tebra 28 November. Auf dem heutigen Bochenmartt foketer Butter per fb 1.10 1.20 t., Hühnereier per Stüd 8-9 Bfg., Entenete St 6-7 r., Käs per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 fg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfa, Tauben per Baa Mr. 0.80-1.00, Hühner per Stüd M. 1.00-1.60, Sahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Bid 60-70 fg., Dsenfleisch per fb. 72-82 fg., Rindfletsa - Bezahl wurden für 100 fund: Schlacht- LebendDchien: gewicht gewicht Mo M a. vollfleischige, ausgemästete Schlachtwertes bis zu 6 Jahren b. junge fl ischige, nicht ausgewäftete un ältere ausgemäftete höchsten 80-84 73-75 c. mäßig genährte junge, gut genährte 66-68 67-69 63-65 - ältere Bullen: a. vollfleischige höchsten Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Rühe und Färsen( Stiere und Rinder): a vollfleischige ausgemäftete Färsen( Stiere und Kinder) höchsten Schlachtwertes b. bollfleischige ausgemästeten Rühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren ┃┃ 70-72 65-67 c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) 49-50 d. mäßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) 46-47 - e. gering genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) - - Stegener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Wtterung in Hesser für Mittwoch, den 29. November. Meift trüb, noch etwas fälter, Niederschläge. Meist***. rch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inseraten: e! Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. namen schmerzlos." Söhnchen des Herrn Schutzmann Forkel aus Hannover hat ohne irgendwelche Beschwerden acht Zähnchen bekommen, und es dürfte alle Eltern interessieren zu hören, was ihm dazu verhalf. Das Mittel war Scotts Emulfion und Herr Forkel beschreibt seine Erfahrung wie folgt: Hannover, Edenstraße 20h, den 28. Februar 1905. Ich kann Ihnen mitteilen, daß sich Ihre Emulsion bei meinem Kinde Emil vorzüglich bewährt hat und von ihm sehr gern genommen wurde. Das Kind blieb, obwohl von Geburt ganz fräftig, immer schwach und wollte absolut nicht zunehmen. As die Zahnperiode begann, war das Kind schon vollständig heruntergekommen. Ich entschloß mich daher zur Anwendung von Scotts Emulsion und habe erreicht, daß unser Kind jezt acht Zähne, die vollständig id merz os famen, bat und daß es, obwohl noch nicht ganz dreizehn Monate alt, ganz flink durch das Zimmer laufen kann. ( gez) Forfel, Schumann. Cbwohl dieser Fall außerordentlich erscheinen mag, ist er doch keineswegs außergewöhnlich. Viele sonst ge sunde Kinder fangen zur Zahnzeit zu kränkeln an. Scotts Emulsion ist für Kinder die beste Form von Lebertran, sie ist von durchaus angenehmen Geschmack und befördert, entgegen dem gewöhnlichen Lebertran, die Verdauung, anstatt Beschwerden zu verursachen. Die Scottsche ist die erste, ursprüngliche Lebertran- Emulsion; die zahlreichen Nachahmungen kommen ihr an Güte bei weitem nicht gleich, da ,, Scotts die einzige ist, die nach dem eigenartigen Scottschen Verfahren hergestellt wird. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verfaust, und 3! var uie tose nach Gewicht oder Maß,' ondern nur in versiegelten Originalflaschen in ariou mit uu erer Schuhmarke( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rüden). Scott& Barne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 1500, prima Glycerin 50,0, unterphosphorigfaurer Ralf 4,3, unterphosphorigsaures Patron 2,0, pulv. Tragant 8,0, feinster arab. Gummi pulb. 2,0, destill. Wasser 129,0, fohol 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mit Zimt, Wandel- und Gaultheria- Del je 2 Tropfen. Emil Willems, Grünberg empfiehlt als Weihnachtsgeschenke: Porzellan- und Glaswaren, wie Kaffee- und Ess- Service, Waschgarnituren in grosser Auswahl, Bierkrüge und Weingläser, Bier- und Wein- Service, Küchengarnituren etc. Ebenso ein grosses Sortiment sonstiger als Geschenke geeigneter Artikel. Bekanntmachung. Bei der in der Sigung der Stadtverordneten- Versammlung vom 23. November 1905 vorgenommenen planmäßigen Berloseng der am 1. März 1906 zur Rückzahlung kommenden Schuldverschreibungen des Anlchens der Stadt Giken vom Jahre 1901 wurden folgende Stücke zur Rückzahlung bestimmt: Serie II Nr. 49, 86, 104, 130, 254, 262 u. 337 à 2000 Mt. II, 352,414, 527, 598, 607, 668, 724, " II" 774, 797, 813, 836, 854, 896, 905, 941, 998 und 1087 à 1000 " ,, 1211, 1322, 1360, 1361, 1367, 1616, 1722, 1723, 1772, 1880, 1881, 1883, 1888 und 1889 à 500 2039, 2067, 2077, 2088, 2116 2119 und 2120 " II " " à 200 " Il " " 1 2329, 2394, 2397, 2484, 2485 und 2486 à 100 Н Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Einlösung dieser Schuldverf.hreibungen bei der Stadtkasse in Gießen ,, dem Bankhause Delbrück, Leo& Co. zu Berlin und der Mitteldeutschen Kreditbank zu Frankfurt a. M. erfolgen fann und daß die Verzinsung mit Ende Februar 1906 aufhört. Gießen, den 27. November 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. efunden Ge Stadt- Cheater Giessen. Dir.: Hermann Steingoetter. Freitag, den 1. Dezember 3. Volksvorstellung Die Herren Söhne. Volksstück in 3 Aften von Walther und Stein. Bekanntmachung. Samstag, den 2. Dezember 1905, bormittags 11 Uhr, sollen im Bürgermeistereigebäude- Zimmer Nr. 15- 8 städtische Plätze zum Verkauf von Christbäuschen meistbietend verpachtet werden. Gießen, den 25. November 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Im Monat Dezember I. J. werden bet unserer Kaffe jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sams tag von vormittags 8-12 und nachmittags von 2-4 Uhr Geschäftstage abgehalten. Die Einleger werden ersucht, an diesen Tagen ihre Zinsen in Empfang zu nehmen oder beischreiben zu lassen. Das Beischreiben kann ohne jeden Nachteil für die Einleger auch später, baben viele Hausfrauen, Emma Seuling 1906 die nicht erhobenen Zinsen in den Büchern der im Laufe des nächsten Jahres erfolgen, da am 1. Januar Sparkasse dem Kapital zugeschrieben und verzinst werden. Es liegt im Interesse des Publikums mit der Ab widelung der Geschäfte nicht bis gegen Ende des Monats zu warten, da dann der Zudrang ein so starker ist, daß naturgemäß eine schnelle Beförderung nicht erfolgen kann. baß sämtliche Backartikel aus der Drogerie von Carl Seibel Frankfurterstraße 39 vorzüglich gut sind. Wetsteinstraße 45. Große Auswahl in Ledertuch- Martttaschen, von 40 Pfg. an. enorm billig. Henkelkörbe( 1 u. 2 Deckel) Wäsche- Leinen. 10 Mtr. von 18 Pfg. an. Wäsche Klammern. Wachstuche in allen Farben. ,, Orpheum" Giessen Lony's Bierkeller. Täglich große Vorstellung von den berühmten Wendischen Bravour- Sängern. Direktion: H Reuter. Anfang abends 8½ Uhr: Eintrittspreis: 1. Plat 80 Vfg., 2. Plaz 60 Pfg., 3. Platz 40 Pfg. Im Vorverkauf bei: Philipp Stier, Sonnen straße; Gustav Sonntag, Bigarren- Geschäft Seltersweg und Christoph Friesleben, Bahnhofstraße: 1. Plaz 70 Pfg., 2. Play 50 3. Play 30 Pfg = Im Erscheinen befindet sich: Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird Meyers die Aliceftraße zwischen Ludwig- und Frankfurterstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 27. November 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Versteigerung von EichenSchnittholz. Donnerstag, den 30. November 1905, vors mittags 11 Uhr, werden auf dem Bürgermeisterei. Bureau wegen Zahlungsunfähigkeit des ersten Steigeres nachbenannte im Walddistrikt Großer Stadtwald III ge= legenen Eichen- Stämme( Schnittholz) Nr. 1374-71 cm Durchmesser 4,5 m Länge= 1,78 fm " " " 1375-63 1376-63 1377-63 1383-61 8 2,49 " " " " " 3 - 0,94 " " " " " " Н 2,4" - € 0,75 " " 2,6 - 0,76 " " " 11,000 Abbildungen, 1400 Tafeln und Karten. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Grosses KonversationsNachschlagewerk des allgemeinen Wissens. 148,000 Artikel a Verweisungen. fg., Gießen, den 21. November 1905. Der Vorstand der Bezirkssparkasse Gießen Wiener. Bekanntmachung. Das nachstehende Lokal- Reglement bringen wir wiederholt zur öffentlichen Stenntnis mit dem Anfügen, daß das Polizeipersonal angewiesen ist, Zuwiderhand. lungen unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 27. November 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Lokal- Reglement. Betr.: Die Beaufsichtigung der Hunde in der ProvinzialHauptstadt Gießen. § 1. Es ist untersagt, Hunde in dem Botanischen Garten, in den städtischen Anlagen, sowie in den Anlagen vor den Bahnhöfen unbeaufsichtigt um herlaufen, oder die Gebüsche, Srasplätze und Beete in denselben betreten zu lassen. § 2. Das Mitnehmen von Hunde auf den Fried hof, in öffentliche Dienstgebäude, in Wirtschafts Lexikon. Totale innerhalb der bewohnten Teile der Stadt, auf ao Bände in Halbleder gebunden su je 10 Mark Prospekte und Probehefte liefert jede Buchhandlung Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. Neue geschälte Erbsen, grüne Erbsen, Bohnen, Linsen und Grünfern anderweit versteigert. Wegen vorheriger Besichtigung von vorzüglicher Kochart, wende man sich an den Forstwart Arft zu Hochwarte. von vorzüglicher Kogart, Gießen, den 23. November 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Ein letter Versuch empfiehlt billigst Robert Stuhl Neustadt 23. hat ſchon manches Mal den lange erhofften Erfolg gebracht. Ver- Ein Juwel fäumen Sie daher nicht zum letzten Mal ist ein artes, reines Geficht, 1ofiges, jugendfrisches Aussehen, in der 7. und letzten Hessisch- Thüringischen Staatslottette dem weiße, sammetweiche Haut und Glück die Hand zu bieten. Ziehung I. Klasse am 5. und 6. Dezember d. Js. Lose 1/4 1/2 1/1 1/8 Mt. 3.50 Mr. 7.- Mt. 14.- Mr. 28.beziehen durch die amtlich bestellte find zu Hauptkollektur Richard Buchacker, Nenen Bäue 11. Blutftod. Timerman Hilfe Bamburg Fioteftr. 33 ( u. meine hier t. D. bat. Neuheit. Mädchen erh. sof. b. hoh. Lohn Fran Svarr, gute Stellen. Gieken, Seltersweg 8. Makulatur hat abzugeben Junger kräftiger Buciche Expedition d. Blattes. fucht Stellung als Hausbursche Taglöhner oder Knecht hei bescheidenen Ansprüchen. Off. iter T. a. d. Exped. d. Bl. erb. Für einen 20 Jahre alten, fo= liden Knecht wird für alsbald Arbeit als Fuhrknecht, Knecht oder Taglöhner gesucht. Armenamt Gieken. 1 Wohnung ( 1 Zimmer, Küche und Keller) fof. zu vermieten. Wolfftraße 21, Schutz KREUZ Marke STERN MAGGI'S blendend schöner Teint. Alles dies wird erreicht durch: Stedenpferd. Lilienmilch- Seife b. Bergmann& Co., Radebeul mit Submarke: Steckenpferd. à Stück 50 Pfg. bei: Carl Haberkorn Nachfl. Grünberg. Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Portwein, Vino de Wermuth, Samos, Malaga in nur guten Qualitäten. Flechten den Wochenmarkt, den Jahrmarkt und zu öffent lichen Festlichkeiten ist verboten. § 3. Es ist verboten, Hunde zur Nachtzeit auf der Straße frei umherlaufen zu lassen. § 4. Für jeden Hund, welcher in das nach Vorschrift der Verordnung vom 16. November 1874, die Hunde steuer betreffend, von der Bürgermeisteret zu führende Deklarationsregister eingetragen ist, erhält der Be fiter des Hundes eine Blechmarke mit fortlaufen offene Füsse der Nummer, welche der Hund auf der Straße u alles. and trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, Beinschäden, Beingeschwüre, Aderbeine, böse Finger, alte Wundes sind oft hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt zu werden, mache noch einen Versuch mit der bestens bewährten RINO- SALBE frei von Gift u. Säure, Dose Mk. 1.-. Dankschreiben gehen täglich ein. Wachs, Naphtalan je 15, Walrat 20, Beasoefett, Venet. Terp., Kampferplaster, Perubalsam je 5, Eigelb 30, Chrysarebin 0,& Zu haben in den Apotheken. Man achte genau auf die Originalpackung weiss- grün- rot und die Firma Rich. Schubert& Ce., Weinböhla, und weise Fälschungen zurück. Cavalier Creme ist das beste Putzmitte! für feineres schwarzes Lederwerk! Färbt nicht ab! 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Alle bissigen Hunde, ferner alle größeren Hunde, ausgenommen Jagdhunde, namentlich Bullen beißer, Bulldoggen, Megger- und Schäferhunde, Neufund länder, Bernhardiner, Leonberger und Ulmer Hunde, dann alle an einem Fuhrwerte angespannte oder zur Bewachung irgendwie angebundene Hunde, solche Hunde bezüglich welcher die Polizeibehörde desfallfige besondere Anordnung getroffen hat, müssen innerhalb der bewohnten Teile der Stadt auf der Straße mit einem das Beißen wirksam verhindernden Manl forb versehen sein, oder an einer furzen Leine oder dergleichen geführt werden. § 6. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Be stimmungen dieses Reglements werden, insofern nicht die oben angeführten Bestimmungen des Polizeiftrafgesetes oder des Strafgesetzbuches Anwendung zu finden haben, mit Geldstrafe bis zu dreißig Mark bestraft. § 7. Str. 278 Oberh Brud und Verlag der G ( 28. Fortiejung.) Ohne daß es eines fühlten fie beide, daß i Gegenstand ihr Denten genommen habe, und d noch länger auszuweich Herbert war es, de den drückenden Bann Wiffen Sie auch Freund Valentin fich Nähe befindet? Er land zurückgekehrt, mit seinem intimen sehr üble Erfahrun Briefe, dessen Sie ich von Berlin aus mir eine große Su daß er mir dieselbe gewiffen drolligen innerungen gesprod herzlichen Art, ihn felber aus zwingen zu kommen. Ich aber ich glaube wo wird." Wally hatte zusehen. Es war Märzluft, oder ein ihre Wangen mit Dottor geendet, sa erheben: Ja, er ist hi einigen Tagen." Nun gab fich hafte Ueberraschung Wie, Fräulein gesprochen, und Sie einzigen Wort Erwä Sie find im J Freund wohl gesehen, hat mich garnicht erfa Welch ein Geda ständen sind Sie if abenteuerliche Vermu Er war in un Gegenstände auszum ihm zu nähern; abe gesehen haben. Gewiß gegen ih bernehmlich genug diesen Worten, die n sein sollten. Aber d fie zufällig wieder zu auf fie gerichteten B der Regung schämte, gezeigt hatte. Wie Namen nennen wi Milderung. Nad Thronrede, daß es fülle, daß er den feinen erfolgreichen den Monarchen vo im fernen Often he Den Eintritt Jap ich mit aufrichtige diefes hochbegabt gelten den Anf Nachbarreich für macht. Ich hoffe, bergönnt sein wird Rußlands die Liebe Unfere guten fehlen, an das Wo und es in Gegenfa der hier des hoch Ein solcher Gegens fann ihn blos fün läßt, daß der Kaise aufrichtig, wünscht" bor der gelben Ge es, die Besorgnis zu gabung fehlt es ihne Japan gegenüber fre herzlich. Der Inhalt Herrscher gewidmeten Fabeln, die man bezi nach Petersburg erteilt Hunde, welche in dem Botanischen Garten, in den städtischen Anlagen, sowie in den Anlagen vor den Bahn höfen(§ 1), oder zur Nachtzeit auf der Straße(§ 3) ohne Beaufsichtigung umherlaufen, oder welche auf der Straße 2c. nicht die im§ 4 borgeschriebene Blechmarke tragen, oder der Vorschrift zuwider nicht mit einem das Beißen wirksam berhindernden Maulforb versehen find, bezw. nicht an der Leine geführt werden, sollen einge fangen und dem Wasenmeister überliefert werden, sofern der Eigentümer nicht zur Stelle ist und den Hund Bimmer in Gewahrsam nehmen kann. Die Rückgabe des Hundes erfolgt an ihre gehörig legitimierte Eigentümer oder Be siger nur innerhalb der nächsten fünf Tage nach dem Einfangen der Hunde und nur gegen Erstattung der von der Polizeibehörde zu bestimmenden Futterkosten. binnen der genannten Frift nicht ausgelösten Hunde werden zu Gunsten der Gemeindekasse beräußert oder getötet. Durch vorstehende Bestimmung wird das gegen die Eigentümer oder Befizer der Hunde wegen llebertretung der Vorschriften dieses Reglements, bezw. der Verordnung bom 16. November 1874, die Hundesteuer betreffend einzuleitende Strafverfahren nicht berührt. Die An eine Beglic Bolles von Norwegen paares" dem der Kaife bunben", Inüpft fich auf Deutschlands eigen Wahrnehmung nicht dung. ber 1905, bormittag reigebäude Bimme e zum Verkauf von Derpachtet werden. Der 1905. erei Gießen. 11. dung. Nr. 278. Dienstag den 28. November. 1905 Oberhessische Familienzeitung. werden bet unserer Staff Connerstag und Samd und nachmittags von chalten. Die Einleger ihre Zinsen in Empfang affen. Das Beischreiben ie Einleger auch später olgen, da am 1. Januar en in den Büchern der ben und berzinst werden. ublikums mit der Ab bis gegen Ende des n der Zudrang ein fo ne schnelle Beförderung er 1905. espartaffe Gießen TUNG. Reglement bringen wir ntnis mit dem Anfügen, Diesen ist, Zuwiderhan ge zu bringen. ber 1905. mt Gießen. g. ement. Hunde in der Provinzia in dem Botanischen Anlagen, sowie in den en unbeaufsichtigt um - Graspläne und Beete en. Dunden auf den Fried rände, in Wirti afti en Teile der Stadt, auf markt und zu öffent Cen. Nachtzeit auf der Strafe Tägliche Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. Druck und Verlag der Gießener Beringsdruckerei, varm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); verantwortlich: Albin Klein. ( 28. Fortsetzung.) Höhen und Tiefen. Roman von Reinhold Ortmann, Ohne daß es eines Wortes der Erklärung bedurft hätte, fühlten sie beide, daß jener bis dahin so ängstlich gemiedene Gegenstand ihr Denken nunmehr ganz und gar in Anspruch genommen habe, und daß es kaum eine Möglichkeit gebe, ihm noch länger auszuweichen. Herbert war es, der es unternahm, mit mutigem Entschluß den drückenden Bann zu lösen. ( Nachdruck verboten.) richtete sie ihr Köpfchen stolzer empor und fuhr, noch ehe er ihr amtworten konnte, fort: " Es ist freilich nicht ganz unmöglich, daß ich mich darin täuschte; denn Herr Körner war so vollständig von seinem Verlangen in Anspruch genommen, die schönsten und wertvollsten Dinge zu sehen, daß cz kaum irgend welche Aufmerksamkeit für seine Umgebung hatte." So hat er, wie es scheint, seinen törichten Sammeleifer immer noch nicht aufgeben können!" 11 Wally lächelte fein, und es war ein Lächeln ohne jede Malice; denn die leichte Wolke war schon wieder von ihrer Stirn verschwunden. In diesem Fall handelte es sich allerdings nicht um die Befriedigung eines Sammeleifers", sagte fie. Seine Einfäufe waren zu Geschenken bestimmt für eine Dame." „ Er wird Besorgungen für eine befreundete Familie übernommen haben. Dergleichen tat er von jeher mit be,, Wissen Sie auch, Fräulein Wally," sagte er ,,, daß mein Freund Valentin sich wahrscheinlich in unserer allernächsten Nähe befindet? Er ist schon vor zwei Monaten aus Rußland zurückgekehrt, nachdem es ihm dort leider beschieden war, mit seinem intimen Freunde, dem liebenswürdigen Staatsrat, sehr üble Erfahrungen zu machen. Nach jenem Saratower Briefe, dessen Sie sich vielleicht noch erinnern werden, erhielt ich von Berlin aus die erste Nachricht von ihm. schickte mir eine große Summe Geldes, in der irrtümlichen Meinung, daß er mir dieselbe schuldig sei, und nachdem er mit einem gewissen drolligen Entsezen von seinen Petersburger Er- sonderer Vorliebe." innerungen gesprochen, bat er mich in seiner gewöhnlichen, herzlichen Art, ihn sobald wie möglich aufzusuchen, da er selber aus zwingenden Gründen verhindert sei, nach Dresden zu kommen. Ich habe seitdem nichts mehr von ihm gehört; aber ich glaube wohl, daß er sich noch in Berlin aufhalten wird." Wally Hatte Herberts Erzählung zugehört, ohne ihn anzusehen. Es war nicht zu entscheiden, ob es die frische Märzluft, oder eine kleine Gemütsbewegung gewesen sei, die ihre Wangen mit tieferem Rot gefärdt hatte. Nun, da der Doktor geendet, sagte sie, ohne den Blick vom Boden zu erheben: " Ja, er ist hier! einigen Tagen." - Wenigstens war er es noch vor Nun gab sich Herbert allerdings keine Mühe, seine lebhafte Ueberraschung zu verbergen. ,, Wie, Fräulein Wally, Sie wissen es? Sie haben ihn gesprochen, und Sie taten seiner doch bisher nicht mit einem einzigen Wort Erwähnung?" Sie sind im Irrtum Herr Doktor ,! Ich habe Ihren Freund wohl gesehen, aber nicht gesprochen. Ich glaube, er hat mich garnicht erkannt." Welch ein Gedanke! Wo und unter welchen Umständen sind Sie ihm denn begegnet, daß Sie auf eine so abenteuerliche Vermutung geraten können?" ,, Er war in unserem Magazin, um einige sehr kostbare Gegenstände auszuwählen. Ich vermied es allerdings, mich ihm zu nähern; aber ich glaube fast, er muß mich dennoch gesehen haben. Gewiß gegen ihre Absicht, aber für ein feines Ohr doch vernehmlich genug flang es wie schmerzliche Bitterkeit aus diesen Worten, die nur die einfache Feststellung einer Tatsache sein sollten. Aber da begegneten ihre schönen Augen, als sie sie zufällig wieder zu ihrem Begleiter erhob, dem teilnehmend auf sie gerichteten Blick Herberts, und es war, als ob sie sich der Regung schämte, welche sie ihm da wider ihren Willen gezeigt hatte. Wie in einer kleinen Aufwallung von Trozz er in das nach Vorschri ember 1874, die Hund germeisteret zu führent nist, erhält der B marke mit fortlaufe und auf der Straße Raulforb zu tragen ha ferner alle größere unde, namentlich Bulle d Schäferhunde, Neufun rger und Ulmer Hund werte angespannte ode angebundene Hunde Polizeibehörde desfallfig n hat, müffen innerh ot auf der Straße a verhindernden Mank an einer kurzen Leine rden. die vorstehenden B werden, insofern nicht bi en des Polizeiftrafgeseze wendung zu finden haber Mark beftraft. Vielleicht! Er befahl, die Sachen an Fräulein Seefels, Mitglied des Zirkus Renz, zu senden." Es gab nach diesen Worten eine längere Pause in ihrem Gespräch; denn Herbert hatte jezt nicht den Mut, etwas, weiteres zu Valentins Rechtfertigung zu sagen. Und er selber empfand jetzt zum ersten mal eine Wallung aufrichtigen Zornes über das unmännliche Gebahren seines Freundes. Wenn es die Wahrheit war, daß Valentin einer Kunstreiterin kostbare Geschenke machte und ein edles vortreffliches Mädchen, das in stiller Liebe seiner gedachte, mit gleichgiltigem Hochmut übersah, so hatte auch er mit dem reichgewordenen Maler nichts mehr zu schaffen, so war es unzweifelhaft am besten, wenn er sich bemühte, jedem Zusammentreffen mit ihm geflissentlich aus dem Wege zu gehen. ,, Da ich wahrscheinlich für längere Zeit, wenn nicht für immer, in Berlin bleiben werde", nahm er endlich die Unterhaltung wieder auf, bitte ich Sie schon jetzt um die Erlaubnis, Sie recht oft zu besuchen. Es ist so schwer, neue Freunde zu gewinnen namentlich für meine im Grunde nicht sehr mittelsame Natur, daß man sich aus purem Eigennug der alten versichern muß, so gut man's vermag." Ich verstehe Ihre Großmut sehr wohl, Herr Doktor", erwiderte Wally, ihn dankbar ansehend, aber ich nehme sie an, ohne Beschämung zu empfinden. Wenn man so ganz allein auf der Welt dasteht, wie ich, weiß man ein solches Freundschaftsverhältnis wahrlich nach seinem vollen Werte zu schäßen." Namen nennen will, ohne Uebertreibung und ohne gesuchte Milderung. Nach der allgemeinen Versicherung sagt die Thronrede, daß es den Kaiser mit hoher Befriedigung" erfülle, daß er den Präsidenten der Vereinigten Staaten in feinen erfolgreichen Bemühungen unterstügen fonnte, zwischen den Monarchen von Rußland und von Japan den Frieden im fernen Osten herbeizuführen. Der Kaiser fährt dann fort: , Den Eintritt Japans in die Reihe der Großmächte begleite ich mit aufrichtigen Wünschen für eine friedliche Kulturmission dieses hochbegabten Volkes. Meine lebhaften Sympathien gelten den Anstrengungen, die das befreundete russische Nachbarreich für die Neuordnung seiner inneren Zustände macht. Ich hoffe, daß es Seiner Majestät dem Kaiser Nikolaus vergönnt sein wird, als Bahnbrecher einer glücklichen Zukunft Rußlands die Liebe und Dankbarkeit seines Volkes zu ernten." So haben Sie gar feine Angehörige mehr, Fräulein Wally? Niemanden, mit dem Sie durch die Bande des Blutes verknüpft wären?" Es schien, als ob sie im Begriff sei, ihm mit einem raschen Nein zu antworten, aber sie befann sich eines anderen, noch ehe sie das Wort ausgesprochen hatte, und sagte so leise, als ob sie fürchten müsse, von einem Dritten belauscht zu werden: Unsere guten Freunde in aller Welt werden nicht verfehlen, an das Wort von der gelben Gefahr" zu erinnern und es in Gegensatz zu bringen zu der Freundlichkeit, mit der hier des hochbegabten japanischen Volkes" gedacht wird. Ein solcher Gegensaz existiert, in Wirklichkeit gar nicht. Man fann ihn blos fünstlich konstruieren, wenn man außer Acht läßt, daß der Kaiser ,, eine friedliche Kulturmission" Japans aufrichtig ,, wünscht". Dieser Wunsch schließt eine Besorgnis vor der gelben Gefahr" nicht aus. An den Japanern ist es, die Besorgnis zu beseitigen. An der erforderlichen Begabung fehlt es ihnen nicht. Ist der Ton der Thronrede Japan gegenüber freundlich, so ist er Rußland gegenüber herzlich. Der Inhalt der dem russischen Reich und seinem Herrscher gewidmeten Worte der Thronrede widerlegt die Fabeln, die man bezüglich der angeblich von Berlin aus nach Petersburg erteilten Ratschläge verbreitet hat. otanischen Garten, in de en Anlagen vor den Bah eit auf der Straße( 8 ufen, oder welche auf borgeschriebene Blechmat wider nicht mit einem be in Maulforb berfehen fi hrt werden, sollen eing ister überliefert werden zur Stelle ift und den Hund Die Rüdgabe des Bundes mierte Eigentümer oder B hften fünf Tage nach de r gegen Erftattung der bor nenden Futterfoften. Di nicht ausgelöften Hun eindelaffe beräußert o gegen mung wird das Hunde wegen llebertretu ents, bezw. der Verordnu ie Hundesteuer betreff nicht berührt. An eine Beglückwünschung der Regierung und des Boltes von Norwegen zur Wahl des erlauchten Königspaares," dem der Kaiser in freundschaftlicher Gesinnung verbunden" ist, fnüpft sich eine ernste Betrachtung: „ Ein Blick auf Deutschlands eigene internationale Stellung darf sich der Wahrnehmung nicht verschließen, daß wir fortdauernd mit ,, Mein Vater ist noch am Leben!" Es war ihr unverkennbar recht schwer geworden. ibm werden. Cornelius, der Kapitän der Nordbethanier, wird sich schwerlich freiwillig ergeben, da er manches auf dem Kerbholze hat. Aber er kommt weniger in Betracht und dürfte allein bald jeden Halt verlieren. Auch die Unterwerfung der Herero ist noch nicht vollständig durchgeführt, obwohl auch von ihnen einzelne Großleute mit ihrem Anhang sich schon freiwillig ergeben haben. Wahrscheinlich wird der als anständiger Mann geltende Morengo die Ruglosigkeit weiteren Kampfes einsehen und seinen Frieden mit der deutschen Herrschaft machen. Damit würden für die Kolonie, die unerseßliche Opfer an Blut und große Kustenaufwendungen verschlungen hat, bessere Tage anbrechen. Unsere braven Kämpfer könnten in die Heimat zurückkehren, und Aufgabe einer vernünftigen Verwaltung wäre es, die bezwungenen Schwarzen durch weise Mäßigung und peinlich- gerechte Behandlung zu friedlichen und zufriedenen Menschen zu machen. Habsburgische Sorgen. ( Eig. Bericht.) Wien, 28. November. Hier wickelte sich heute die geplante Demonstration fur das allgemeine Wahlrecht ab. Um 8 Uhr morgens begann das Zusammenströmen der Menschenmassen gegen den Karlsplatz und die anschließenden Teile des WienBoulevards. Vielfach wurden rote Fahnen und Embleme getragen. Längs des Zuges bewegte fich ein Spalier von 3000 Ordnern. Polizei war nicht aufgeboten. Die Kaufläden waren zumeist geschlossen. Die Straßenbahn mußte den Verkehr einstellen. Nach zehn Uhr langte die Spitze des Zuges vor dem Parlament an. Dort überreichte eine Deputation den Präsidenten beider Häuser des Reichsrates und dem Ministerpräsidenten eine Petition, in der die Einführung des allgemeinen Wahlrechts verlangt wird. Freiherr von Gautsch erwiderte mit de: Erklärung, daß die Regierung im Begriffe sei, in fürzester Zeit dem Abgeordnetenhause eine Vorlage. das allgemeine Wahlrecht betreffend, vorzulegen. 14. Jahrgang 8preis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus g., durch die Poft bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. en: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Gießener Seifenblasen( wöchentlich). erscheint an allen Werktagen nachmittags. fiten er Zeitung) ießen und Umgebung. derer Behörden von Oberheffen. Märchen über deutsche Interventions den russisch polnischen Unruhen tritt Siener Presse entgegen. So schreibt das Sor furzem brachten polnische Blätter die r in Galizien im Zuge befindlichen Mobilick es sei, Deutschland, dem eine Einmischung e Angelegenheiten zugemutet werde, ein bieten. Von autoritativer Seite erhalten jricht die Mitteilung, daß sie vollinhaltlich eder in Galizien noch sonstwo in der sich eine Mobilisierung oder irgend eine e Maßregel ab. Es sind daher auch alle eldung geknüpften Kombinationen über den Maßregel erfunden." ich revolutionären Charakter nehmen Irn an. So bedeutet es eine tatsächliche ng, daß die Budapester Komitatsvertretung 3 Grafen Laßberg zum Obergespan nicht mmen hat. Sie hat vielmehr einen neuen eter, den Grafen Vigyazo, gewählt, obwohl eits vor zwei Tagen Herrn Römer zum izegespan ernannt hat. Graf Vigyazo nahm leistete rasch den Eid, und so benzt jetzt Vizegespanstellvertreter, einen von der Revon der Fronde ernannten. Der Minister en Vizegespan des Kaschauer Komitatsrats' er sich weigerte, zur Einführung des neuen Generalversammlung einzuberufen. Ernste n auf den Straßen, auf denen Volksvert die miderspenstigen Obstruktionsparteien on einem Neubau vurden Ziegelsteine auf sert und einer von ihnen tötlich verwundet. nte den Neubau, spaltete einem Arbeiter erwundete zwei schwer. Auf dem Josefsberittene Polizisten wiederholt Attacken auf obei aus der Menge mehrere Revolversiele Verwundungen vorkamen. jenseits der Leitha haben die verantwortre Sorgen, und dem greisen Herrscher ein ruhiger Lebensabend beschieden. litifche Rundschau. Deutsches Reich. zahlen des Reichshaushalt- Etats sind jetzt er ordentliche und außerordentliche Etat nen und Ausgaben mit 2 406 274 999 m. 042 638 m. mehr wie im Vorjahr. Im betragen die fortdauernden Ausgaben die einmaligen Ausgaben 248 221 248 M.; n Etat beträgt die Ausgabe 259 632 599 M. ang des Etats ist von der Einstellung der gesehen worden. Dafür ist der voraus) er neueinzuführenden Steuern als Eingezogen worden. * Die auf dem deutschen Städtetage zum Vorschlag gebrachte Resolution in Sachen der Fleischteuerung wurde in ihren entscheidenden Punkten einstimmig angenommen; gegen den Absatz, der eine möglich st ungehinderte Einfuhr von Vieh aus dem Auslande verlangt, stimmten die anwesenden Sozialdemokraten, die eine unbedingte Deffnung der Grenzen und Aufhebung aller Sperren und Zölle fordern; der Absatz, der die Behandlung der Fleischfrage durch die Regierungen als eine schwere Schädigung der Nation erklärt, fand sieben Stimmen gegen sich. Bei der Schlußabstimmung über die ganze Resolution stimmte nur der Bürgermeister Wadehn von Weißenburg mit Nein. Dieser war auch in der Debatte scharf gegen die Resolution aufgetreten und hatte mit seinen Darlegungen entschiedenen Widerspruch entfesselt, während die Sozialdemokraten Singer und Ülrich Offenbach die Resolution für lange nicht weit genug gehend erachteten. Es wurde sodann Berlin als Ort für die Zentralstelle des Städtetages gewählt. In den Vorstand und den Hauptausschuß wurden die bisherigen Mitglieder wiedergewählt. Dann erfolgte der Schluß des Städtetages, zu dem sich von den in Frage kommenden 147 Städten mit mehr als 25 000 Einwohnern 144 ihren Beitritt erklärt haben. Abends fand im Hotel Kaiserhof ein Festessen statt. = * In der in Berlin abgehaltenen zehnten Hauptversammlung des Bundes der Industriellen wurde eine Resolution angenommen, die einen schnelleren Ausbau der deutschen Flutte für unbedingt notwendig erklärt und diese Notwendigkeit durch die Novelle zum Flottengesetz nicht genügend berücksichtigt erachtet. Ferner wurde beschlossen, eine außerordentliche Generalversammlung des Bundes der Industriellen in Sachen der Fleischteuerung ab halten. Nach Schluß der Verhandlungen vereinigten sich die Mitglieder zu einem Festessen im Hotel de Russie. * Der Abschluß der deutsch- schwedischen Handelsbertragsverhandlungen steht in furzer Zeit bevor. Die Verhandlungen haben ein Einverständnis in fast allen wesentlichen Punkten herbeigeführt. Emil Will empfiehlt a Porzellan- und Glaswa Waschgarnituren in gro gläser, Bier- und Weil Ebenso ein grosses Sortiment Bekanntmachi Bei der in der Sigung der Ste sammlung vom 23. November 19 planmäßigen Berlosang der am 1 Rückzahlung kommenden Schuldve Anlehens der Stadt Gießen t wurden folgende Stücke zur Rückzah Serie II Nr. 49, 86, 104, 130, 254, 26 " II " " 352,414, 527, 598, 607,( 774, 797, 813, 836, 8 905, 941, 998 und 1087 II, 1211, 1322, 1360, 136 " Il " " 1616, 1722, 1723, 177: 1881, 1883, 1888 und: 2039, 2067, 2077, 208 2119 und 2120 2329, 2394, 2397, 248 und 2486 Es wird dies mit dem Anfü Kenntnis gebracht, daß die Einlösun, shreibungen bei der Stadtkasse in Gießen " ,, dem Bankhause Delbrück, Leo& der Mitteldeutschen Kreditbank erfolgen fann und daß die Verzinsur 1906 aufhört. Gießen, den 27. November Großh. Bürgermeistere J. V.: Curschma Bekanntmach Wegen Vornahme von Kanalis die Aliceftraße zwischen Ludwig- un von heute an bis auf weiteres fi gesperrt. Gießen, den 27. November Großh. Polizeiamt( Herberg. Versteigerung von Schnitthol Donnerstag, den 30. Novei mittags 11 Uhr, werden auf dem Bureau wegen Zahlungsunfähigkeit nachbenannte im Walddistrikt Große legenen Eichen- Stämme( Schnittholz) Nr. 1374-71 cm Durchmesser 4,5 m 1375-63 1376-63 1377-63 " " " " 8 " " 3 " " P 2,4 " 1383-61 2,6 anderweit versteigert. Wegen vorl wende man sich an den Forstwart Gießen, den 23. November 1 Großh. Bürgermeistere Curschmann. Ein letter Verum dies Geständnis zu machen, und vielleicht war sie ihm dankbar dafür, daß er es so taftvoll vermied, eine Frage zu stellen, ehe sie ihm weitere Aufklärungen gegeben hatte. " er Meine Mutter hatte mir schon früher zuweilen halbe Andeutungen gemacht, daß mein Vater, dessen ich mich kaum erianere, nicht gestorben sei, wie man mich als Kind gelehrt, sondern daß sie sich von ihm getrennt habe aus Gründen, die sie mir freilich verschwieg. Erst als sie bereits auf ihrem Sterbebette lag, sprach sie dies alles zum ersten Mal offen und unumwunden gegen mich aus. Es ist eine grausame Pflicht", sagte fie, aber da ich dich bald allein und schutzlos in der Welt zurücklassen werde, darf ich nicht zögern, sie zu erfüllen. Dein Vater ist nicht tot, sondern er hat mich durch schlechte nnd ehrlose Handlungen, durch Taten, die einem Verbrechen sehr nahe famen und von denen ich mich mit Entsezen abwenden mußte, gezwungen, einem weiteren Zusammenleben mit ihm zu entfliehen und dich, mein Kind, vor jeder ferneren Berührung mit ihm zu bewahren. Er war es vollkommen zufrieden, auf diese Weise seine Freiheit zurück zu erhalten, und er hat nie einen Versuch der Wiederannäherung gemacht. Aber vielleicht wird er, wenn meinen Tod erfährt, bemüht sein, dich zurückzugewinnen. Und weil du niemals niemals irgend welche Gemeinschaft mit ihm haben darfst, weil ich dich lieber im bitterlichsten Elend wissen will, als in seiner Gesellschaft, darum mußte ich dir mit schwerem Herzen diese Enthüllungen machen. Denke an meine Worte, wenn du ihm jemals be= gegnen solltest, denke daran, daß er die Schuld trägt an dem frühen und gewaltsamen Tod einer edlen, reinen Frau, und stoße ihn von dir wie ein giftiges Tier!" Das sind schreckliche Dinge, nicht wahr, Herr Doktor? Und wenn ich nicht die volle Sicherheit hätte, daß meine gute, sanfte Mutter bei Klarstem Verstande war, als sie diese Mahnung an mich rich tete, so würde ich alles nur für eine entsetzliche Fieberphantasie gehalten haben. Aber ich muß nun wohl daran glauben, daß es Wahrheit ist, und Sie werden es begreiflich finden, daß ich keinen heißeren Wunsch habe, als den, der Himmel möge mich vor jedem Zusammentreffen mit meinem Bater bewahren." - Ihre Unterhaltung, die so heiter begonnen hatte, war nun eine tief ernste geworden, und Herbert, der ihr in Bezug auf ihre letzten Mitteilungen ja nur wenig Tröstliches zu sagen vermochte, sprach ihr noch einmal in herzlich schlichten Worten seine Hoffnung aus, daß sie fortan alle fröhlichen und alle trüben Ereignisse ihres Lebens gemeinsam wie treue Freunde und gute Kameraden tragen wollten. Es begann bereits zu dunkeln, als sie in die Stadt zurückkehrten. Eine große Anzahl prächtiger Equipagen jagte an ihnen vorüber; denn auch die vornehmen Leute mit ihren offenen Fuhrwerken strebten mit dem Eintritt der empfindlichen Abendkühle ihren behaglich erwärmten Gemächern zu. Nur langsam fonnte das junge Paar die Linden herab vorwärts kommen; denn fast an jeder Straßenkreuzung gab es längere Stockungen wegen des ungewöhnlich lebhaften Wagenverkehrs. Auch an dem Uebergang der Friedrichstraße mußten fie eine Zeit lang stehen bleiben, um eine Lücke in der langen Equipagenreihe abzuwarten, und so kam es, daß Herbert die Insassen eines eleganten Landauers, welcher im Schritt an ihm vorüberfuhr, viel deutlicher und unzweifelhafter erkannte, als es bei einem schnellen Vorbeirollen der Fall gewesen wäre. Sicherlich war ihm von allen Möglichkeiten einer unerwarteten Begegnung, an die er hätte denken können, keine so überraschend und eine so peinvoll wie diese. Hatte er doch gehofft, daß sie ihm für alle Zukunft erspart bleiben würde, und fühlte er doch erst jetzt, in dem Augenblick, da sie wirklich erfolgt war, wie leicht die frische Wunde in seinem Herzen von neuem zu bluten begann. Da saß im Fond des Wagens neben einer alten, sehr steif und würdevoll aussehenden Dame jenes schöne und liebreizende weibliche Wesen, dem er die kurze Seligkeit seiner ersten Jugendliebe und das bitterste Weh seines ganzen Lebens verdankte. Nachlässig in die Kissen zurückgelehnt, in einer müden, abgespannten Haltung, die ihr feineswegs das Aussehen einer Glücklichen zu geben vermochte, schaute fie gleichgiltig auf das bunte Gewühl, das fie umgab. Maria war sicherlich nicht weniger schön, als damals, da sie als ein argloses und unerfahrenes Kind unter der Obhut des trefflichen Fräuleine Hingstler stand; das Duftige und Knospenhafte war vielleicht ein wenig abgestreift von ihrer äußeren Erscheinung, aber ihre Schönheit war gereifter und stattlicher, war frauenhafter geworden. Und doch entdeckte das scharfe hat fchon manches Mat den lange erhofften Erfolg gebracht. Der Ein Juwel fäumen Sie nicht zum letzten Mal in der 7. und legten Hessisch- Thüringischen Staatslottette dem weiße, sammetweiche Haut und Glück die Hand zu bieten. Ziehung I. Klasse am 5. und 6. Dezember d. Js. Lose 1/8 1/4 Mt. 3.50 Mr. 7.1/2 1/1 Mr. 14.- Mr. 28.find zu beziehen durch die amtlich bestellte Hauptkollektur Richard Buchacker, Nenen Bäue 11. * g. Blutftod. Timerman Hilfe* amburg Fichteftr. 33 ( u. meine bier t. D. bat. Neuheit. Mädchen erh. sof. b. Hoh. Lohn gute Stellen. Frau Svarr, Gieken, Seltersweg 8. Makulatur hat abzugeben Junger kräftiger Butiche Expedition d. Blattes. fucht Stellung als Hausbursche Taglöhner oder Knecht bei bescheidenen Ansprüchen. Off. unter T. a. d. Exped. d. Bl. erb. Für einen 20 Jahre alten, so= liden Knecht wird für alsbald Arbeit als Fuhrknecht, Knecht oder Taglöhner gesucht. Armenamt Gießen. 1 Wohnung ( 1 Zimmer, Küche und Keller) sof. zu vermieten. 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MAGGI'S Erzeugnisse Würze MAGGI'S Austurs Keysel MAGGI'S MACGI'S SUPPEN 2 Teller ERBS Suppe für 10 Pf Bouillon- Kapseln Suppen DIE BESTEN Schutz KREUZS Marke STERN - Auge des Mannes, der sie mit der ganzen Kraft seiner Seele geliebt hatte, und dem sie noch jetzt unendlich viel teurer war, als irgend ein anderes menschliches Wesen, auf den ersten Blick jene feinen, fast unmerklichen und doch so beredten Linien um Mund und Augen, die nicht von Lust und Freude zeugten, sonder die nur der äßende Griffel des Kummers in dies zarte Antlig eingezeichnet haben konnte. Und gerade diese Wahrnehmung war es, die ihn erschreckte, die ihn alle Bitterkeit jener Entsagungsstunde, in den winzigen Zeitraum einer einzigen Sekunde zusammengedrängt, noch einmal durchkosten ließ. Die Vorstellung, mit seinem freiwilligen Verzicht, mit der verhängnisvollen Lüge seines ganzen Lebens ihr Glück erkauft zu haben, die tröstende Genugtuung, sie in Heiterkeit und Wolleben zu wissen, hatte ihm ja vor allem erhebend und ermutigend hinweggeholfen über all die leidvollen Stunden, die er seit jenem Tage in seiner Herzenseinsamkeit durchrungen und durchkämpft. Und so tief schmerzlich ihm auch für die Dauer der ersten Wochen die Erkenntnis gewesen war, daß sie der erzwungenen Lüge ohne weiteres Glauben geschenkt, daß sie keinen Versuch gemacht hatte, eine Aufklärung zu erHelten und daß er ihr nicht einmal einer Antwort wert gewesen war, so vollkommen war doch gerade diese Tatsache danach angetan, ihn zu belehren, daß er das rechte getan; ihm zu beweisen, daß ihre Liebe nicht start genug gewesen wäre, ihm jenes gewaltige Opfer zu bringen, das er selber ihr für die Dauer eines flüchtigen Augenblicks hatte zumuten wollen. - - Und jetzt jetzt lehrte ihn der Augenschein, daß sie dennoch nicht glücklich sei! War es denn möglich, daß dies alles vergeblich gewesen wäre? Durfte er dem niederschmetternden, zermalmenden Gedanken nachhängen, daß er vielleicht nicht nur sein eigenes Lebensglück, sondern auch das ihrige auf dem Altar des schnöden Gözen Mammon geopfert habe? Wenn er ihr nur hätte eine einzige Frage zurufen, nur ein einziges, beruhigendes Wort von ihren Lippen vernehmen können er würde wahrlich nicht mehr daran gedacht haben, ihren Weg zu freuzen und eine Hoffnung aufzuerwecken, die doch für immer zu den Toten geworfen worden war! Aber das war natürlich eine tolle Eingebung, an deren Ausführung nicht zu denken war. Hatte doch der Wagen außer den beiden Damen noch einen dritten Insassen, einen jungen Herrn mit schönen, scharf ausgeprägten Gesichtszügen, welche Herbert an diejenige des Fürsten Caragiali erinnerten; und neigte sich doch dieser Dritte gerade jetzt, da sie dem jungen Schriftsteller so nahe waren, daß er mit einer einzigen Bewegung hätte auf das Trittbrett der Equipage springen können, in offenkundiger Vertraulichkeit zu seinem schönen Gegenüber. Nach seinen Mienen zu urteilen, mußte er ihr irgend eine galante Bemerkung zugeflüstert haben; aber Maria wandte ihr Gesicht von ihm ab, und da war es unvermeidlich, daß ihr Blick den Doktor und seine Begleiterin streift. Es war kaum mehr als ein flüchtiger Augenaufschlag; aber sie hatte dessenungeachtet nicht nur Herbert erkannt, sondern auch das junge Mädchen an seiner Seite. Und diese einzige, rasche Wahrnehmung genügte, ihre Haltung wie ihr Benehmen blizschnell zu ändern. Sie richtete sich aus ihrer müden, teilnahmlosen Stellung auf; ein Zug herben, unnahbaren Stolzes trat auf ihrem Antlig hervor, und sie kehrte sich mit einer raschen lebhaften Aeußerung ihrer Nachbarin zu, nur um nicht noch einmal nach jener Richtung blicken zu müssen. Dann war der Wagen vorüber. Die schwarze Menschenmenge wälzte sich hinter ihm vorbei über den freigewordenen Fahrweg, Herbert und Wally mit sich fortreißend, und die beiden Getrennten waren von neuem untergetaucht in dem Gewühl der Millionenstadt, in welchem nur ein blinder Zufall ein nochmaliges Wiedersehen hätte herbeiführen können. Herbert empfand es als eine glückliche Fügung, daß sie der Wohnung Wallys schon so nahe waren und daß er sich bereits wenige Minuten nach jener Begegnung vor der Tür ihres Hauses verabschieden durfte. Das junge Mädchen hatte von dem Zwischenfall, welcher so stumm und so schnell vorübergegangen war, selbstverständlich nichts bemerkt, und wenn ihr auch die Schweigsamkeit und die sichtliche Verstimmung ihres Begleiters auch nicht ganz entgehen fonnten, fand sie für dieselben doch in ihrem voraufgegangenen ernsten Gespräch eine vollkommen ausreichende Erklärung. Sie sagte ihm mit herzlichen Worten Lebewohl, und er antwortete ihr, indem er sie noch einmui scherzend seinen der bewohnten Teile der Stadt auf der Straße mu einem das Beißen wirksam verhindernden Maul forb versehen sein, oder an einer furzen Leine oder dergleichen geführt werden. § 6. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Be stimmungen dieses Reglements werden, insofern nicht die oben angeführten Bestimmungen des Polizeiftrafgesetes oder des Strafgesetzbuches Anwendung zu finden haben, mit Geldstrafe bis zu dreißig Mark bestraft. § 7. guren stameraden merken, daß ihm Herzen lam. In jenen fchar eine berechtigte Gige ein rauschendes To Menfchen bicht gefü fwebenden Red ü bredenden Künfte, wütenden Beifall, nehmeren Pläge die teilnahmslos berhiel In einer der Beginn der Vorftell ftattlichen jungen Ka Maria Caragiali u einer Einladung 2 шател. Heira Die Sitte, hei zu bertaufen, ist b primitiven Völkern liches. Sie tritt batgeschäftes zwis tigam auf, und teit. Nur bei bon Südtunis eines richtigen fähigen Töchter dem die Männ um unter ihnen Der beril Orte Menguele Herbstzeit. Et Marktes haben wohl fechs bie Schlagen. Jede fleinen, hellfart eine Art Amm Vor der Heira geftellt, eine Artikel in den der eigenen Hä prächtigsten un oder Verwand find bemalt, be bylischer Schön Ringen, Spang man damit ein Dieses Geschmei des Mädchens für den Zwed g reichlicher beschaff ift. Und da oben mit Bezug auf heftiger ist, so fu zu behängen. über die Schönhe da fie fich neben Bemalung, meist bedt schon alle R edige schwarze um die Lippen h dekorative Wirkun Die jungen eine eingehende Gegenteil, fie lad dem Markt find, und stolz darauf, ferten Debutanti Namen nennen will Milderung. Nad Thronrede, daß es fülle, daß er den feinen erfolgreichen den Monarchen vo im fernen Often he Den Eintritt Jap ich mit aufrichtige diefes hochbegabt gelten den Anf Nachbarreich für macht. Ich hoffe bergönnt sein wir Rußlands die Lieb Unfere guten fehlen, an das W und es in Gegenf der hier des hoch Ein solcher Gegens fann ihn blos fünft läßt, daß der Kaiser aufrichtig ,, wünscht". bor der gelben Gefa es, die Besorgnis zu gabung fehlt es ihnen Japan gegenüber freu herzlich. Der Inhalt Herricher gewidmeten Fabeln, die man bezi nach Petersburg erteilt Hunde, welche in dem Botanischen Garten, in den städtischen Anlagen, sowie in den Anlagen vor den Bahn höfen(§ 1), oder zur Nachtzeit auf der Straße(§ 5) ohne Beaufsichtigung umherlaufen, oder welche auf der Straße 2c. nicht die im§ 4 vorgeschriebene Blechmake tragen, oder der Vorschrift zuwider nicht mit einem das Beißen wirksam verhindernden Maultorb versehen find, bezw. nicht an der Leine geführt werden, sollen einge fangen und dem Wasenmeister überliefert werden, sofern der Eigentümer nicht zur Stelle ist und den Hund in Gewahrsam nehmen kann. Die Rückgabe des Hundes erfolgt an ihre gehörig legitimierte Eigentümer oder Be figer nur innerhalb der nächsten fünf Tage nach dem Einfangen der Hunde und nur gegen Erstattung der von der Polizeibehörde zu bestimmenden Futterkosten. binnen der genannten Frift nicht ausgelösten Hunde werden zu Gunsten der Gemeindekasse veräußert oder getötet. Durch vorstehende Bestimmung wird das gegen die Eigentümer oder Befizer der Hunde wegen llebertretung der Vorschriften dieses Reglements, bezw. der Verordnung vom 16. November 1874, die Hundesteuer betreffend einzuleitende Strafverfahren nicht berührt. Die An eine Begli Bolles von Norwegen paares" dem der Kaif bunden". tnüpft fic auf Deutschlands eigen Wahrnehmung nicht angen Araft feiner Seele nendlich viel teurer war, Wesen, auf den erstent d doch so beredten Linien uft und Freude zeugten, Kummers in dies zarte war es, die ihn erer Entfagungsstunde, in en Sefunde zusammens ließ. 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In jenen scharf ausgeprägten Rhythmen, die nun einmal eine berechtigte Eigentümlichkeit der Zirkusmusik bilden, brauste ein rauschendes Zonstück durch den weiten Raum der mit Menschen dicht gefüllten Arena. An einem hoch in der Luft schwebenden Reck übten eben zwei Equilibristinnen ihre halsbrechenden Künste, und die oberen Galerien flatschten ihnen wütenden Beifall, während sich das Publikum der vornehmeren Plätze dieser Programmnummer gegenüber ziemlich teilnahmslos verhielt. In einer der kleinen Logen hatten sich bald nach dem Beginn der Vorstellung zwei Damen in der Gesellschaft eines stattlichen jungen Kavaliers niedergelassen. Es waren Prinzessin Maria Caragiali und ihre französische Gesellschafterin, die einer Einladung Lascars zum Besuch des Zirkus gefolgt ( Fortsetzung folgt.) waren. Heiratsmärkte in Afrika. Die Sitte, heiratsfähige Töchter an ehelustige Männer zu verkaufen, ist vielen Volksstämmen eigentümlich, bei den primitiven Völkern Asiens und Afrikas etwas ganz gewöhnliches. Sie tritt aber sonst immer in der Gestalt eines Pribatgeschäftes zwischen den Eltern der Braut und dem Bräutigam auf, und der Handel vollzieht sich fern der Deffentlichteit. Nur bei den Kabylen und verwandten Berberstämmen von Südtunis und Algerien findet sich die Merkwürdigkeit eines richtigen öffentlichen Heiratsmarktes, auf den die heiratsfähigen Töchter gebracht, wo sie ausgestellt werden und zu dem die Männerwelt aus weitem Umkreis zusammenströmt, um unter ihnen Brautschau zu halten. Der berühmteste dieser Heiratsmärkte ist der bei dem Orte Menguelet in der Oase Wadij Jema zum Schluß der Herbstzeit. Etwas abseits vom hauptsächlichsten Gewühl des Marktes haben die ehelustigen Schönen, vier Reihen tief und wohl sechs bis siebenhundert an Zahl, ihren Plaz aufgeschlagen. Jedes der Mädchen sitzt auf dem Boden auf einem tleinen, hellfarbigen Teppich, und hat neben sich ihre Negafa", eine Art Amme, Begleiterin und Duenna in einer Person. Vor der Heiratskandidatin liegt, recht augenfällig zur Schau gestellt, eine große Rolle gewebten Stoffes, der wichtigste Artikel in den erwarteten Eheverhandlungen und das Werk der eigenen Hände der Besizerin. Die Mädchen sind in die prächtigsten und kostbarsten Gewänder gekleidet, die Eltern oder Verwandte haben aufbringen können. Ihre Gesichter find bemalt, bepflastert, bepudert, nach der Gepflogenheit kabylischer Schönen, und sie tragen eine solche Fülle von Ringen, Spangen, Armbändern, Ketten und Broschen, daß man damit einen kleinen Juwelierladen ausstatten könnte. Dieses Geschmeide ist nicht notwendigerweise das Besitztum des Mädchens oder seiner Familie. Es sind sogar meistens für den Zweck geborgte oder gemietete Sachen, die um so reichlicher beschafft werden können, je hübscher das Mädchen ist. Und da obendrein der Wettbewerb unter den Mädchen mit Bezug auf die Ausstaffierung für den Markt ein sehr heftiger ist, so sucht sich jede so viel wie möglich mit Schäßen zu behängen. Für den Europäer ist allerdings ein Urteil über die Schönheit eines Berbermädchens äußerst schwierig, da sie sich neben der Bemalung auch noch tätowieren. Die Bemalung, meist rote Querstreifen auf gelbem Untergrunde, deckt schon alle Reize zu. Dazu kommen noch vier- oder dreieckige schwarze Flecke zwischen den Augen, auf dem Kinn, um die Lippen herum, furz überall, wo Platz ist und eine dekorative Wirkung erzielt werden kann. Die jungen Damen haben übrigens durchaus nichts gegen eine eingehende Prüfung ihrer Reize einzuwenden. Im Gegenteil, fie laden dazu ein. Sie wissen, weshalb sie auf dem Markt sind, und sind auf jede Beachtung vorbereitet und stolz darauf, wenn sie fie erringen, gleich einer zivilifierten Debutantin auf ihrem ersten Ball. Berberfrauen Namen nennen will, ohne Uebertreibung und ohne gesuchte Milderung. Nach der allgemeinen Versicherung sagt die Thronrede, daß es den Kaiser ,, mit huber Befriedigung" erfülle, daß er den Präsidenten der Vereinigten Staaten in feinen erfolgreichen Bemühungen unterstügen fonnte, zwischen den Monarchen von Rußland und von Japan den Frieden im fernen Osten herbeizuführen. Der Kaiser fährt dann fort: Den Eintritt Japans in die Reihe der Großmächte begleite ich mit aufrichtigen Wünschen für eine friedliche Kulturmission dieses hochbegabten Volkes. Meine lebhaften Sympathien gelten den Anstrengungen, die das befreundete russische Nachbarreich für die Neuordnung seiner inneren Zustände macht. Ich hoffe, daß es Seiner Majestät dem Kaiser Nikolaus vergönnt sein wird, als Bahnbrecher einer glücklichen Zukunft Rußlands die Liebe und Dankbarkeit seines Volkes zu ernten.' Unsere guten Freunde in aller Welt werden nicht verfehlen, an das Wort von der gelben Gefahr" zu erinnern und es in Gegensatz zu bringen zu der Freundlichkeit, mit der hier des hochbegabten japanischen Volkes" gedacht wird. Ein solcher Gegensaz existiert in Wirklichkeit gar nicht. Man fann ihn blos fünstlich konstruieren, wenn man außer Acht läßt, daß der Kaiser ,, eine friedliche Kulturmission" Japans aufrichtig ,, wünscht". Dieser Wunsch schließt eine Besorgnis bor der gelben Gefahr" nicht aus. An den Japanern ist es, die Besorgnis zu beseitigen. An der erforderlichen Begabung fehlt es ihnen nicht. Ist der Ton der Thronrede Japan gegenüber freundlich, so ist er Rußland gegenüber Herzlich. Der Inhalt der dem russischen Reich und seinem Herrscher gewidmeten Worte der Thronrede widerlegt die Fabeln, die man bezüglich der angeblich von Berlin aus nach Petersburg erteilten Ratschläge verbreitet hat. An eine Beglückwünschung der Regierung und des Boltes von Norwegen zur Wahl des erlauchten Königspaares," dem der Kaiser ,, in freundschaftlicher Gesinnung verbunden" ist, fnüpft sich eine ernste Betrachtung: Ein Blic auf Deutschlands eigene internationale Stellung darf sich der Wahrnehmung nicht verschließen, daß wir fortdauernd mit tragen feinen Haifschleier wie die Araberinnen und verstehest sich auf die Künste, vor den jungen Stutzern und älteren Stammeshäuptlingen, die den Rundgang über den Markt machen, ihre Lockungen zu entfalten. Da ist zum Beispiel eine modische Jungfrau von etwa fünfzehn Lenzen. Sie scheint starte Nachfrage zu haben, denn nicht weit von ihr steht wohl ein halbes Dutzend junger Kabylenfrieger in prächtigsten Feiertagskleidern und äugelt lebhaft nach ihr. Dick aufgetragener Puder deckt ihr Gesicht, ein breiter, gelber Streifen Schminke zieht sich quer von Ohr zu Ohr. Auf ihrer linfen Wange prangt ein goldfarbiger Stern, ein blauer Kreis ist auf ihrer Stirn tätowiert, ihr Zahnfleisch ist rot gefärbt. Ihren Kopf bedeckt eine phrygische Mütze mit Seidenschnursaum und einer Franse von kleinen Silbermünzen über der Stirn. Von ihren Ohren hängen wohl sieben Zoll lange Ringe, an denen Glöckchen klingeln. Ebenso ausgestattete Ringe schließen sich um ihre Fußknöchel. Ihre Beine sind nackt, ihre Füße stecken in gelbgestickten und edelsteinbesetzten Pantoffeln. Sie ist nicht schüchtern. Sie hält die Blicke aller Besucher, die in die Nähe ihres Teppichs tommen, mit vollkommener Nonchalance aus. Wie sie bemerkt, daß sie einen ganzen Knäuel von Bewunderern herbeigezogen hat, erhebt sie sich langsam träge vom Boden, daß bei jeder Bewegung die kleinen Schellen flingeln, und entfaltet zu glänzendem Vorteil die Reize ihrer Wohlgestalt. Da ist eine andere Schöne wohl die Bewundertste und Begehrteste des ganzen Marktes ein zierliches, allerliebstes Kabylenmädchen in einer mächtigen Seidenhaube, die unter dem Kinn mit einem Band befestigt ist, auf welches eine ganze Reihe von kleinen Münzen gezogen worden sind. Der schmachtende Ausdruck ihres Gesichtes wird durch blasse Schminfung verstärkt. Sie hat ihre Wangen mit kleinen, silbernen Sonnen, Monden und Sternchen, aus Staniol ge= schnitten, beklebt. Ihre Figur, ihr Gang hat die Anmut einer Gazelle. Ein hübscher, stattlicher Krieger der Beni Qussefs, dessen weißer Burnus lang hinterschleift und dessen Strohhut so riesig ist, daß er das ganze kleine Dämchen hineinpacken könnte, fommt mit stolzen Schritten daher und äugelt nach dem schönen Preis. Unschlüssig macht er Halt, äugelt wieder und will sich abwenden. Er hätte zwar nur auf den Teppich zu treten und nach dem Preise der Rolle Stoff zu fragen, die das Mädchen vor sich gestellt hat. Das wäre sein Heiratsantrag gewesen. Er weiß aber auch sehr wohl, daß die Schöne, wenn der Freier ihr nicht behagt, einen unerschwinglichen Preis nennen wird, und damit wäre seine Werbung höflichst, aber entschieden abgelehnt, und er würde beschämt wieder davonziehen, und sein Glück bei einer andern versuchen müssen. Denn man darf nicht glauben, daß diese Kabylinnen, denen viel Freiheit und Selbstbestimmung gewährt wird, es nötig haben, gleich auf den ersten besten, der sich nähert, anzubeißen! Im Gegenteil, sie sind sehr wählerisch, launisch und herrschgewohnt und pflegen aus dieser Parade ihrer selbst und dem Defilieren der Freier ein starkes Maß von Belustigung für sich zu ziehen, so daß mancher etwas schüchterne Bewerber von ihnen verscheucht würde, wenn die sachkundige Negafa nicht da wäre, die am besten weiß, welches der Geschmack ihrer Herrin ist. Die verschmitte Negafa hat den jungen Krieger gleich richtig taxiert und eilt ihm zu Hilfe.„ Glückselig" so ruft die diplomatische Alte aus sind die Eltern solch eines Sohnes!" Der Bursche schaut sie durchdringend an, verharrt aber im Schweigen. Ist vielleicht das Mädchen nicht wert, daß man sie sich näher betrachtet?" fährt die Duenna fort. It sie nicht die Perle des Dorfes? Ihr Gesicht glänzt goldig wie der Mond. Glückselig wird ihr Gatte sein. So tritt doch näher, mein Sohn!" Der Krieger vermag nicht länger zu widerstehen. Er lächelt, macht einen Schritt vorwärts, nimmt seinen riesigen Sombrero in die Hand, streckt seine Rechte aus und berührt mit dem Finger die Rolle Webstoff vor dem Mädchen. Wie teuer ist das?" so fragt er die Schöne. Diese hebt ihre dunklen Augen zu ihm auf, überschaut ihn mit einem blizschnellen Blick, senkt sie wieder und erwidert mit Seelenruhe: Zehn Silberstücke!" Im selben Moment hat die Negafa schon ihre Rechte ausgestreckt, der Krieger die seine, daß beider Hände Daumen sich berühren, das Zeichen des abgeschlossenen Handels. Zugleich aber auch entringt sich den Lippen der Alten der gellendste Schrei, den Menschenkehlen ausstoßen können. Er klingt wie Indianergeheul, ein lang ausgezogenes Ju- hu- hu- hu- hu" im allerhöchsten Distant einer Weiberstimme. Dieses durchdringende Signal wird von werden. Cornelius, der Kapitän der Nordbethanier, wird sich schwerlich freiwillig ergeben, da er manches auf dem Kerbholze hat. Aber er kommt weniger in Betracht und dürfte allein bald jeden Halt verlieren. Auch die Unterwerfung der Herero ist noch nicht vollständig durchgeführt, obwohl auch von ihnen einzelne Großleute mit ihrem Anhang fich schon freiwillig ergeben haben. Wahrscheinlich wird der als anständiger Mann geltende Morengo die Nußlosigkeit weiteren Kampfes einsehen und seinen Frieden mit der deutschen Herrschaft machen. Damit würden für die Kolonie, die unerseßliche Opfer an Blut und große Kostenaufwendungen verschlungen hat, bessere Tage anbrechen. Unsere braven Kämpfer könnten in die Heimat zurückkehren, und Aufgabe einer vernünftigen Verwaltung wäre es, die bezwungenen Schwarzen durch weise Mäßigung und peinlich- gerechte Behandlung zu friedlichen und zufriedenen Menschen zu machen. Habsburgische Sorgen. ( Eig. Bericht.) Wien, 28. November. Hier wickelte sich heute die geplante Demonstration fur das allgemeine Wahlrecht ab. Um 8 Uhr morgens begann δας Zusammenströmen der Menschenmaffen gegen den Karlsplay und die anschließenden Teile des WienBoulevards. Vielfach wurden rote Fahnen und Embleme getragen. Längs des Zuges bewegte fich ein Spalier von 3000 Ordnern. Polizei war nicht aufgeboten. Die Kaufläden waren zumeist geschlossen. Die Straßenbahn mußte den Verkehr einstellen. Nach zehn Uhr langte die Spitze des Zuges vor dem Parlament an. Dort überreichte eine Deputation den Präsidenten beider Häuser des Reichsrates und dem Ministerpräsidenten eine Petition, in der die Einführung des allgemeinen Wahlrechts verlangt wird. Freiherr von Gautsch erwiderte mit de. Erklärung, daß die Regierung im Begriffe sei, in fürzester Zeit dem Abgeordnetenhause eine Vorlage. das allgemeine Wahlrecht betreffend, vorzulegen. 14. Jahrgang 8preis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus 3., durch die Poft bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. en: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Gießener Seifenblasen( wöchentlich). erscheint an allen Werktagen nachmittags. fiten er Zeifung) ießen und Umgebung. derer Behörden von Oberheffen. = Märchen über deutsche Interventions den russisch polnischen Unruhen tritt Siener Presse entgegen. So schreibt das Sor furzem brachten polnische Blätter die r in Galizien im Zuge befindlichen Mobilick es sei, Deutschland, dem eine Einmischung e Angelegenheiten zugemutet werde, ein bieten. Von autoritativer Seite erhalten jricht die Mitteilung, daß sie vollinhaltlich eder in Galizien noch sonstwo in der fich eine Mobilisierung oder irgend eine e Maßregel ab. Es sind daher auch alle eldung geknüpften Kombinationen über den Maßregel erfunden." ich revolutionären Charakter nehmen Irn an. So bedeutet es eine tatsächliche ng, daß die Budapester Komitatsvertretung 3 Grafen Laßberg zum Obergespan nicht mmen hat. Sie hat vielmehr einen neuen eter, den Grafen Vigyazo, gewählt, obwohl eits vor zwei Tagen Herrn Römer zum izegespan ernannt hat. Graf Vigyazo nahm leistete rasch den Eid, und so besitzt jetzt Vizegespanstellvertreter, einen von der Revon der Fronde ernannten. Der Minister en Vizegespan des Kaschauer Komitatsrats' er sich weigerte, zur Einführung des neuen Generalversammlung einzuberufen. Ernste n auf den Straßen, auf denen Volksvert die widerspenstigen Obstruktionsparteien on einem Neubau vurden Ziegelsteine auf ert und einer von ihnen tötlich verwundet. nte den Neubau, spaltete einem Arbeiter Jerwundete zwei schwer. Auf dem Josefsberittene Polizisten wiederholt Attacken auf obei aus der Menge mehrere Revolversiele Verwundungen vorkamen. jenseits der Leitha haben die verantwortre Sorgen, und dem greisen Herrscher ein ruhiger Lebensabend beschieden. litifche Rundschau. Deutsches Reich. tzahlen des Reichshaushalt- Etats sind jetzt er ordentliche und außerordentliche Etat nen und Ausgaben mit 2 406 274 999 M. 042 638 m. mehr wie im Vorjahr. Im betragen die fortdauernden Ausgaben die einmaligen Ausgaben 248 221 248 M.; ' n Etat beträgt die Ausgabe 259 632 599 M. ang des Etats ist von der Einstellung der gesehen worden. Dafür ist der vorausDer neuzinzuführenden Steuern als Eingezogen worden. * Die auf dem deutschen Städtetage zum Vorschlag gebrachte Resolution in Sachen der Fleischteuerung wurde in ihren entscheidenden Punkten einstimmig angenommen; gegen den Absatz, der eine möglich st ungehinderte Einfuhr von Vieh aus dem Auslande verlangt, stimmten die anwesenden Sozialdemokraten, die eine unbedingte Deffnung der Grenzen und Aufhebung aller Sperren und Zölle fordern; der Absatz, der die Behandlung der Fleischfrage durch die Regierungen als eine schwere Schädigung der Nation erklärt, fand sieben Stimmen gegen sich. Bei der Schlußabstimmung über die ganze Resolution stimmte nur der Bürgermeister Wadehn von Weißenburg mit Nein. Dieser war auch in der Debatte scharf gegen die Resolution aufgetreten und hatte mit seinen Darlegungen entschiedenen Widerspruch entfesselt, während die Sozialdemokraten Singer und Ülrich- Offenbach die Resolution für lange nicht weit genug gehend erachteten. Es wurde sodann Berlin als Ort für die Zentralstelle des Städtetages gewählt. In den Vorstand und den Hauptausschuß wurden die bisherigen Mitglieder wiedergewählt. Dann erfolgte der Schluß des Städtetages, zu dem sich von den in Frage kommenden 147 Städten mit mehr als 25 000 Einwohnern 144 ihren Beitritt erklärt haben. Abends fand im Hotel Kaiserhof ein Festessen statt. * = In der in Berlin abgehaltenen zehnten Hauptversammlung des Bundes der Jndustriellen wurde eine Resolution angenommen, die einen schnelleren Ausbau der deutschen Flutte für unbedingt notwendig erklärt und diese Notwendigkeit durch die Novelle zum Flottengesetz nicht genügend berücksichtigt erachtet. Ferner wurde beschlossen, eine außer ordentliche Generalversammlung des Bundes der Industriellen in Sachen der Fleischeuerung ab halten. Nach Schluß der Verhandlungen vereinigten sich die Mitglieder zu einem Festessen im Hotel de Russie. * Der Abschluß der deutsch- schwedischen Handelsbertragsverhandlungen steht in furzer Zeit bevor. Die Verhandlungen haben ein Einverständnis in fast allen wesentlichen Punkten herbeigeführt. DOON Emil Will empfiehlt a Porzellan- und Glaswa Waschgarnituren in gro gläser, Bier- und Weil Ebenso ein grosses Sortiment Bekanntmachi Bei der in der Situng der Stc sammlung vom 23. November 19 planmäßigen Berloseng der am! Rüdzahlung kommenden Schuldve Anlehens der Stadt Gießen 1 wurden folgende Stücke zur Rückzah Serie II Nr. 49, 86, 104, 130, 254, 26 352,414, 527, 598, 607, " " " II " 774, 797, 813, 836, 8 905, 941, 998 und 1087 II, 1211, 1322, 1360, 136 1616, 1722, 1723, 177: 1881, 1883, 1888 und: II, 2039, 2067, 2077, 208 2119 und 2120 " 1 Π 2329, 2394, 2397, 248 und 2486 Es wird dies mit dem Anfü Kenntnis gebracht, daß die Einlösun s.hreibungen bei der Stadtkasse in Gießen ,, dem Bankhause Delbrück, Leo& der Mitteldeutschen Kreditbank " " erfolgen kann und daß die Verzinsur 1906 aufhört. Gießen, den 27. November Großh. Bürgermeistere J. V.: Curschma Bekanntmach Wegen Vornahme von Kanali die Al ceftraße zwischen Ludwig- u von heute an bis auf weiteres fi gesperrt. Gießen, den 27. November Großh. Polizeiamt( Herberg. Versteigerung von Schnitthol Donnerstag, den 30. Nove mittags 11 Uhr, werden auf dem Bureau wegen Zahlungsunfähigkeit nachbenannte im Walddistrikt Große legenen Eichen- Stämme( Schnittholz Nr. 1374-71 cm Durchmesser 4,5 n 1375-63 8 " 1 " " " 1376-63 1377-63 3 " " " " " 2,4 " " 1383-61 2,6 anderweit versteigert. Wegen vor wende man sich an den Forstwart Gießen, den 23. November 1 Großh. Bürgermeistere Curschmann. Ein letzter Verjum allen Negafas des Marktes aufgenommen und pflanzt sich in| Menschen zählen. Ich bin heute abend mit Mama im Hofhundertstimmiger Wiederholung fort und fort, als sei die Hölle losgelassen. Nun drängen die Freunde des jungen Paares, das sich also gefunden und gebunden, herzu. Mlik! Mlik lezeff!" erschallt es von allen Seiten, der Freudenruf Gratulierender. In wenigen Minuten ist der Vater, sind die Brüder der Braut glückwünschend zur Stelle. Es eilt der Hodjah", der Dorfschreiber, mit dem Mullah", dem Priester, herbei. Das glückliche Pärchen hockt auf den Teppich nieder. Und nun beginnt eine wilde Szene, die wohl eine Stunde dauert, ein Schreien und Gestikulieren aller Beteiligten, ein Handeln und Feilschen, ein Bitten und Drohen, ein Lamentieren und Weinen. Zuletzt holt der Bräutigam einen Geldbeutel aus dem Busen und händigt ihn dem Vater ein, der seinen Inhalt sorgfältigst überzählt. Währenddessen haben Hodjah und Mullah den Ehekontrakt aufgesetzt. Er wird mit den Unterschriften und dem Siegel versehen, und der Kauf ist fertig. Das reizende Mädchen wird samt des Bräutigams übrigen Markteinkäufen für den Winter auf einen Esel geladen, und fort geht es, dem heimischen Dorfe zu. Der Var Hausdoctor Mittel gegen die Seekrankheit. Allgemein ist die Ansicht verbreitet, daß es gegen die Seekrankheit kein Mittel gibt. Ein bekannter Arzt machte auf einer Seereise Versuche mit Kokain, die gute Resultate zeitigten. Er schreibt darüber folgendes: In der Gesellschaft, mit welcher ich reiste, befanden sich zwei Personen, die fich durch eine starke Neigung zur Seefrankheit auszeich: neten. Ich gab alle 2 bis 3 Stunden einen Teelöffel Kofain als Vorbeugungsmittel. Die beiden Personen blieben während der ganzen Reise trotz des stürmischen Wetters von der Seekrankheit verschont. Einem jungen Mädchen, das vollkommen seekrank war, gab ich jede halbe Stunde die doppelte Dosis. Die Wirkung war eine wunderbare; denn schon nach der zweiten Dosis fonnte die Kranke eine sizende Stellung annehmen, und nach dem sechsten Löffel fing sie an über Hunger zu klagen. Die übrige Zeit blieb sie gesund, obgleich das Schiff von den Wellen hin und her geworfen wurde. Ebenso glänzend bewährte sich das Mittel in drei leichteren Fällen von Seekrankheit. Leider war mein Vorrat an Kokain nicht groß genug, um zahlreichere Beobachtungen zu gestatten. Doch nach dem zu urteilen, was ich an den oben erwähnten Fällen gesehen habe, bin ich überzeugt, daß wir im Kokain ein sicheres und unschädliches Mittel gegen die Seekrankheit haben." Der Arzt bediente sich einer Lösung von einem Teil salzsauren Kokains auf tausend Teile destillierten Wassers unter Zusatz von so vielem rektifizierten Weingeist als zur Lösung des Kokains nötig ist. Da fich bei der Anwendung von Kokain sehr oft unangenehme Begleiterscheinungen gezeigt haben, kann eine Verwendung des Mittels natürlich nur auf ärztliche Anordnung erfolgen. Anno dazumal Revanchiert. Einst wurde am Wiener Hofburgtheater Laubes Luftspiel„ Rococo" gegeben, und der bekannte Humorist Saphir hatte zu dem Autor des Stückes gesagt, daß er es leider einmal gesehen habe aber nie wieder sehen wolle, nicht um eine Million. n. na. lieber Saphir, ich möchte nicht die Proce wagen!" me te Laube. ,, Das können Sie getrost tun, Dottor!" antwortete Saphir und lief davon. Nach einigen Tagen fand die dritte Aufführung des Lustspieles Rocoto", statt. Am selben Tage erhielt Saphir durch die Post ein fleines Briefchen von zarter Hand folgenden Inhalts:„ Hochgeschätzter Herr! Nehmen Sie diese Zeilen von einer Ihrer größten Verehrerinnen nicht ungütig auf. Dürfte ich hoffen. daß Sie mir die Bitte erfüllen und mir ein Viertelstündchen weihen, so würde ich mich zu den glücklichsten bat fchon manches Mal ben lange erhofften Erfolg gebracht. Ver- Ein Juwel ha fäumen Sie daher nicht zum letzten Mal ist ein artes, reines Geficht, 1ofiges, jugendfrisches Aussehen, in der 7. und letzten Hessisch- Thüringischen Staatslottette dem weiße, fammetweiche Haut und Glück die Hand zu bieten. Ziehung I. Klasse am 5. und 6. Dezember d. J8. Lose 1/4 1/2 1/1 1/8 Mt. 3.50 Mr. 7.- Mt. 14.- mr. 28.beziehen durch die amtlich bestellte fins zu Hauptkollektur Richard Buchacker, Nenen Bäue 11. g. Blutstod. Timerman Hilfe* gamburg Fichteftr. 33 ( u. meine hier t. D. pat. Neuheit. Mädchen erh. sof. b. hoh. Lohn gute Stellen. Frau Svarr, Gieken, Seltersweg 8. Makulatur hat abzugeben Junger kräftiger Batiche Expedition d. Blattes. fucht Stellung als Kausbursche Taglöhner oder Knecht bei bescheidenen Ansprüchen. Off. unter T. a. d. Exped. d. Bl. erb. Für einen 20 Jahre alten, soliden Knecht wird für alsbald Arbeit als Fuhrknecht, Knecht oder Taglöhner gesucht. Armenamt Gießen. 1 Wohnung ( 1 Zimmer, Küche und Keller) fof. zu vermieten. Wolfftraße 21. Schutz KREUZ Marke STERN MAGGI'S blendend schöner Teiut. Alles dies wird erreicht durch: Steckenpferd. Lilienmilch- Seife b. Bergmann& Co., Radebeul mit Soußmarte: Steckenpferd. à Stüd 50 ẞfg. bei: Carl Habertorn Nachfl. Grünberg. Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Pertwein, Vino de Wermuth, Samos, Malaga in nur guten Qualitäten. Firma Rich. Schubert& c., w " 1 burgtheater- unsere Plätze sind Sperrsiz Nr. 50 und 51- und ich werde mich im letzten Zwischenaft auf schickliche Weise von der Seite Mamas zu entfernen suchen und Sie im Burghof neben der Wache vechts erwarten. Ich werde beim Aufstehen das Taschentuch an die Stirn führen. Darf ich hoffen darf ich?" Saphir, für kleine Abenteuer stets begeistert, fand sich pünktlich im Burgtheater ein. Sein erster Blick war nach Sperrsiz Nr. 50 und 51. Wahrhaftig! Ein reizendes, junges Mädchen saß auf Sperrsiz 51. Endlich fani der letzte Zwischenakt des Lustspiels. Richtig, die Dame stand auf; eiligst verließ Saphir seinen Platz, eilte dem Ausgange zu und Laube entgegen, welcher dort stand und nun sprach:, Guten Abend, lieber Saphir! Sie wieder in der dritten Aufführung meines Lustspiels? Das ist ja sehr hübsch!" Jawohl ich wollte nur den Eindruck studieren," entgegnete etwas verlegen Saphir. Laube lächelte und sagte darauf: Sehen Sie, lieber Saphir, vor einigen Tagen äußerten Sie sich sehr abfällig über mein Stück und sagten mir, daß Sie es nicht um eine Million nochmals anhören wollten. Nun haben Sie einige anonyme Zeilen meiner Frau dazu gebracht." Damit wollte Laube gehen, aber Saphir hielt ihn zurück.„ Hören Sie, Doktor," sagte er, das war kein übler Wiz. Jammerschade aber ist's, daß Sie diesen Wig nicht in Ihrem Lustspiel angebracht haben, dann hätte das Publikum wenigsten einmal lachen können." Für die Mußeftunde Der kleine Zauberkünftler. Das tanzende Ei. Auf einen abgeschnittenen Strohhalm wird nach einigem Balancieren ein Ei gestellt und so frei im Zimmer umhergetragen. Alsdann nimmt der Künstler zwei Hüte, legt das Ei in den einen, erfaßt mit jeder Hand einen derselben und läßt das Ei von dem einen in den andern tanzen, über seinen Arm spazieren, in den Hut zurückkehren usw. Beide Eier sind ausgeblasen. An dem ersteren befindet sich eine kleine 4-5 Millimeter lange Spize von Holz, Draht oder dergleichen mit Wachs oder weißem Pech im Innern befestigt, die, in die Deffnung des Strohhalmes eingeschoben, das Ei dort festhält. An das andere hohle Ei wird ein dünner, schwarzseidener Faden durch Einschieben eines damit verbundenen kleinen Querholzes oder dergleichen befestigt, welcher mit einer Schlinge an einem Knopfe der Weste hängt und lang genug ist, das Ei zeitweise am Boden des Hutes liegen und durch das Hin- und Herbewegen der Hüte die verschiedenen Bewegungen machen zu lassen. Während ein gutes Ei zuerst vorgezeigt wird, hat man unter der Weste das vorbereitete Ei verborgen und läßt es in den Hut fallen, während man das gute Ei zur Untersuchung übergibt. In gleicher Weise wird es entfernt. Scherz und Ernst ni Doefie- Album. Wenn plötzlich in dein Lebenslicht Die finsterste der Nächte bricht, Du nicht begreifft, woher sie kommt, Du nicht begreifft, zu was sie frommt, Dich tiefer Gram macht sprachlos, stumm, Tröst dich der Spruch: Gott weiß, warum. Hus unferer bhumoristischen Mappe. Verbrecherstolz. Stibizer, ein vielfach vorbestraftes Individuum, erhält eine Anklageſchrift zugestellt, die mit ,, Der Erste Staatsanwalt" unterzeichnet ist. Wat," ruft er, laut auflachend ,,, der will der Erste sind? Na, so' n Dünkel! Mit Staatsanwälten habe ich schon oft zu dhun jehabt, et werden bald Stücker dreißig sein." Mißverständnis. Professor( eines physiologischen Institutes): Welches Gewicht haben Sie bei den Meerschweinchen fonstatiert?" Kandidat: 275 Gramm." Professor: Vor oder nach der Mahlzeit?"" Kandidat:„ Nach dem Frühkaffee!" Die wertvolle Mondfinsternis. Frau: Du, ich hab' vorhin im Kalender nachgesehen, am Freitag Abend, wo wir unsere Gesellschaft geben, findet ja eine totale Mondfinsternis statt!" Mann: ,, Alle Wetter, die werden wir unseren Gästen zeigen, da können wir vielleicht den Violinvirtuosen sparen ,,! böhla, und weise Fälschungen zurück. Cavalier Crême ist das beste Putzmitte! für feineres schwarzes Lederwerk! Färbt nicht ab! Lässt keine Nässe durch und macht das alltägliche Putzen der Schuhe unnötig! In Dosen à 10 und 20 Pfennig überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. der Bürgermeisterei Nr. 15. Der bewohnten Letle der Stadt auf der Straße mu einem das Beißen wirksam verhindernden Maul forb versehen sein, oder an einer furzen Leine oder dergleichen geführt werden. § 6. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Be stimmungen dieses Reglements werden, insofern nicht die oben angeführten Bestimmungen des Polizeiftrafgesetzes oder des Strafgesetzbuches Anwendung zu finden haben, mit Geldstrafe bis zu dreißig Mark bestraft. § 7. Nr. 281. Salertionopreto D Geffen, bie Krelle Wegla Reklamen b Reballion u. Haupterpe Fern/ pr 27 für Ober Enthält alle d Eröffnung Am Dienstag des löniglichen Schl durch den Kaiser i Ceremoniell stattge felbft borlas, of neuen Legislatur Aber das gewöhr Thronde, die ne zu bringenden g trachtungen über Nach der Be rede mit einem Tagung, die Han Aufgaben zurüd vorderste Reihe finanzreform und ein. Beide En befannt find, we der Finanzre die Lasten des C fähigkeit zu vert Boltes freizula novelle wird d an Gefechtstraft zurüdbleiben dürfe wesens für Heeres und der Seffion befchäftigt feiner Schwierigte novelle fehrt in Die dringlichsten Fo auf Beseitigung de Wette bei Börjengef gefebentwürf des gesamten Arbeit der Witwen und erleichterten Verlei lichen Berufsverein tags erheblich in 2 Mit warmen S die in unseren a f Kolonien dem Held bewährt und alle niedergerungen hat beginnen fann. schlag erwähnt, die in ein Reichs- Kolon Die Darlegung mit der Versicherung allen Mächten in freundlichen Bezieh Nüchternheit dieses jeder Schönfärberei Namen nennen will Milderung. Nad Thronrede, daß es fülle, daß er den feinen erfolgreichen den Monarchen vo im fernen Diten b Den Eintritt Ja ich mit aufrichtige diefes hochbegab gelten den An Nachbarreich fü macht. Ich hoff bergönnt sein wi Rußlands die Lie Unfere guter fehlen, an das und es in Gegens der hier des hoch Ein solcher Gegenf fann ihn blos fünft läßt, daß der Kaiser aufrichtig, wünscht". bor der gelben Gefa es, die Besorgnis zu gabung fehlt es ihne Japan gegenüber fre herzlich. Der Inhalt Herricher gewidmeter Fabeln, die man be nach Petersburg ertei Hunde, welche in dem Botanischen Garten, in den städtischen Anlagen, sowie in den Anlagen vor den Bahn höfen(§ 1), oder zur Nachtzeit auf der Straße(§3) ohne Beaufsichtigung umherlaufen, oder welche auf de Straße 2c. nicht die im§ 4 vorgeschriebene Blechmark tragen, oder der Vorschrift zuwider nicht mit einem da Große Mühlgasse 21 Beißen wirksam verhindernden Maulforb versehen find ift eine Wohnung, bestehend aus bezw. nicht an der Leine geführt werden, sollen einge 2 Zimmer und Küche nebst zu fangen und dem Wasenmeister überliefert werden behör zu vermieten. Näheres bei sofern der Eigentümer nicht zur Stelle ist und den Hund Bimmer in Gewahrsam nehmen kann. Die Rückgabe des Hundes erfolgt an ihre gehörig legitimierte Eigentümer oder Be figer nur innerhalb der nächsten fünf Tage nach dem Einfangen der Hunde und nur gegen Erstattung der von der Polizeibehörde zu bestimmenden Futterkosten. binnen der genannten Frist nicht ausgelösten Hunde werden zu Gunsten der Gemeindekasse beräußert oder getötet. Durch vorstehende Bestimmung wird das gegen die Eigentümer oder Besitzer der Hunde wegen llebertretung der Vorschriften dieses Reglements, bezw. der Verordnung vom 16. November 1874, die Hundesteuer betreffend einzuleitende Strafverfahren nicht berührt. MAGGI'S Erzeugnisse Würze MAGGI'S Austers Keysel M MAGGI'S A MAGGI'S SUPPEN 2 Teller ERBS für 10 Pf Suppe laser Res MADUI MACC Bouillon- Kapseln Suppen DIE BESTEN Schutz KREUZ Marke STERN Die An eine Begl Bolles von Norweg pares" dem der Ka bunden", Inüpft fi auf Deutschlands eige Sahrnehmung nicht