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Das Revolutions- fieber in Russland. Ueber alles Erwarten schnell spitzt die Lage sich zu. Der wirtschaftliche Ausstand ist zum politischen Aufstand ge= worden. Schon wird stellenweise offen die Republik ausgerufen. Scharf stehen sich die Parteien gegenüber, und der Kampf droht ein harter zu werden. Die Regierung hat ihre Entschlossenheit wiedergefunden, Trepow hat die Macht, und er nutzt sie rücksichtslos. Keine atronen schonen! Mit außerordentlichen Vollmachten ist Trepow, der Generalgouverneur von Petersburg, versehen. Er hat die Kommandeure aller ihm zur Verfügung stehenden Regimenter versammelt und ihnen scharfe Weisungen erteilt. Seine Anordnungen sind in einer Bekanntmachung der Bevölkerung übermittelt worden, die in einer Meldung aus Petersburg wie folgt wiedergegeben wird: Etwaige Versuche zu Unruhestiftungen werden unverzüglich aufs energischste unterdrückt werden. Falls dabei Volkshaufen Widerstand leisten, werden die Truppen und die Polizei gemäß meinem Befehl nicht anfänglich blind, sondern sofort scharf schießen und keine Patronen schonen. Ich gebe dies befannt, damit jeder, der sich an Ansammlungen zu Unruhestiftungen beteiligt, weiß, was er zu erwarten hat, die besonnene Bevölkerung aber den Unruhen fernbleibt. Aber auch die Revolutionäre organisieren sich. Es dringen nur unvollständige Nachrichten durch. Aber was wir erfahren, läßt erkennen, wie weit das Aufstands- Fieber die Messen ergriffen hat. Gewalt wider Gewalt! Ueberal finden Massenversammlungen der Aufständischen statt. Besonders in den Universitäten finden sich die nhänger der Revolution zusammen. In der Petersburger Universität waren an 20 000 Menschen versammelt, darunter Angehörige aller Stände und Berufe. Die Redner forderten die Anwesenden auf, die Lage durch Anwendung von Waffengewalt zu klären. Die bisherigen teilweisen Ausstände hätten sich zu einem gewaltigen vereinten Ausstand des russischen Volkes entwickelt. Dieser Generalaus. stand aller sei die Revolution. Man habe von seiten der Regierung die Waffen gegen das Volk angewandt. Nichts könne mehr helfen, die Lage zu klären, als die Anwendung von Waffengewalt auch seitens des Volkes. In Charkow verhandelten die Aufständischen und die Regierungsgewait wie zwei gleichberechtigte fricgführende Mächte. Sie hatten sich in der Universität richtig verschanzt. Acht Barrikaden wurden aus Pflastersteinen, Telegraphenpfählen, Draht gebildet. Tie ganze Universi fät war in eine große Festung verwandelt. Nach einer längeren Beschießung verhandelte der Wohlfahrtsausschu mit dem General Mau, dem Führer der Truppen. Dieser gewährte freien Abzug ohne Waffen, und die Aufständischen gingen darauf ein. An vielen Orten ist es bereits zur Katastrophe ge loga. Telegraphische Meldungen aus Petersburg gebati jorgende Bild: Boffsmenge bricht in die Läden ein und begi..nt zu plündern und za brennen. In Warschau herrschen große Feuersbrünste. Die Lebensmittel steigen rapid im Preise. Ueberall droht Kohlenmangel. Die Kranken leiden unter dem Mangel an Arzneien. Die Leitung de sozialrevolutionären Partei hat den Verkauf von Feuer waffen an die Ausständigen organisiert; zu jedem Gewehi werden 25 Patronen abgegeben. Und nun beginnt die letzte Säule, die das Staatsleben und das Zartum stützt, ins Wanken zu geraten. Selbst unter Polizisten machen sich Schwierigkeiten bemerklich. Die Armee wird schwierig. Nicht nur die Aerzte, Advokaten und die sonstigen ge. lehrten Berufe, auch die Beamten der Staatsbahn schließen sich der Bewegung an, auch unter den Offizieren nimmt die Gärung zu, und selbst unter den Kosaken kommen wieder Fälle von Weigerung, Polizeidienste zu tun, vor. Wie früher ist auch diesmal die Marine voran. Es wird darüber in einem Petersburger Telegramm berichtet: Auf den Marine- Werkstätten sind die Arbeiter bei den im Ban begriffenen neuen Kriegsschiffen in den Ausstand getreten. In Sewastopol ist der Knäs Potemkin" durch Feuer zerstört. Auch auf anderen Schiffen der Schwarzen Meer- Flotte herrsch; Menterei. Alle diese Meldungen bieten nur Einzelheiten aus dem grauenhaften Bilde des furchtbaren Durcheinanders, in das die russischen Zustände gestürzt sind. Die Störung der Telegraphenleitungen ist im Zunehmen begriffen, so daß man auf diese Einzelmeldungen angewiesen ist. Allein sie assen die Katastrophe deutlich erkennen. Ob ein inzwischen erschienenes Manifest des Baren, das ine Art Versammlungsfreiheit bringen soll, noch Erfolg saben wird, ist um so mehr fraglich, als dabei zwölf Punkte it Beschränkungen die wählen Rete stark illusorisch machen. Selbst Witte, auf den alles baut, nag am Ende Lät kommen, * Politifche Rundschau. Deutsches Reich. Zwischen dem Kaiser und dem Fürsten Leopold zur Lippe wurden nach dem Schiedsspruch des Reichsgerichts Telegramme ausgetauscht. Fürst Leopold telegraphierte an den Raiser bei der Regierungsübernahme: Eurer Majestät gestatte ich mir in Ehrerbietung mit zuteilen, daß ich auf Grund der heute abend verkündeten Entscheidung des Schiedsgerichts die Regierung des Lan des übernommen habe. Es wird mein vornehmstes Be streben bleiben, dem Reiche stets ein treuer Bundesfürs zu sein. Leopold Fürst zur Lippe. Die Antwort des Kaisers lautete: Euer Durchlaucht bestätige ich gern den Empfang Ihrer Mitteilung, da Sie auf Grund des Spruches de Schiedsgerichts die Regierung des Fürstentums Lippe übernommen haben. Es erfüllt mich mit Befriedigung, daß damit der Thronstreit seine Erledigung gefunden hat. Möge Eurer Durchlaucht eine lange Regierung zum Segen Ihres Landes und im Einklang mit den Interessen de Reiches beschieden sein. Wilhelm I. R. Am 4. November soll der Landtag des Fürstentuma Lippe- Detmold durch den Fürsten Leopold mit einer Thron rede eröffnet werden. * * Mehrere schwere Gefechte in Deutsch- Ostafrifa haben unsere Truppen wider die Aufständischen zu bestehen ge habt. Die Zusammenstöße endeten ohne Ausnahme erfolg reich für die Deutschen. Eine Patrouille von zehn See soldaten und fünf Askaris wurde in den Matumbi- Bergen von mehreren hundert Aufständischen hartnäckig angegriffen Viele Angreifer fielen, zahlreiche Waffen wurden erbeutet. Hauptmann von Wangenheim hat eine Reihe schwerer Ge fechte gegen Vidunda und Wabungu gehabt. Der Feini erlitt starfe Verluste. Der Telegraph nach Labora- Muanza funktioniert wieder. * * Die in Koblenz tagende Vereinigung südwest- deutschei Handelskomunern beschäftigte sich mit der geplanten Per jonenteris- Reform und nahm eine entsprechende Resolution all. Es heißt darin, die Vereinigung bezeichne die vorge schlagene Personentarifreform als eine geeignete Grundlage um auf ihr an der Verbesserung und Verbilligung unseres Personenbeförderungswesens weiterzubauen. Diese Zustim mung hindere die Vereinigung jedoch nicht, dem Wunscht Ausdruck zu geben, daß der Schnellzugszuschlag auf die D- und L- Züge beschränkt bleibe, und die jeßige Einrich tung des Freigepäcks beibehalten werde, oder doch eine Er mäßigung der unteren Gewichtsstufen eintrete. * * Der Landtag des Kronlandes Salzburg nahm ein stimmig einen Antrag des Verfassungsausschusses an, der die Regierung auffordert, durch entschiedenes Eintreten für die deutsche Armeesprache und gefeßliche Festlegung der deutschen Staatssprache dem drohenden Zerfall Desterreicha zu begegnen. ** Norwegen. * An den Präsidenten des norwegischen Storthings rich tete der König von Schweden ein Schreiben, in dem er den Verzicht auf die Krone Norwegens ausspricht. Der König wünscht dem norwegischen Lande und Volke alles Gute uni dankt allen, die ihm während der 33 Jahre seiner Regierung in Norwegen treu gedient hätten. Die Ablehnung des An gebots, einen Prinzen des Hauses Bernadotte für die nor wegische Krone vorzuschlagen, begründet der König mit den Worten:„ In Arbetracht der Wendung, welche die Be ziehungen der beiden Länder zu einander genommen haben, kann ich nicht glauben, daß es für das Glück, sei es Schwe dens oder Norwegens, nüßlich wäre, wenn ein Prinz meines Hauses eine Wahl zum König Norwegens annähme. In beiden Ländern würde es sicherlich nicht ausbleiben, daß ein Mißtrauen sich erhöbe, das sich ebenso gegen ihn wie gegen mich wenden würde." ** Portugal. In den portugiesischen Kolonien ist es zu schweren Kämpfen mit den Eingeborenen gekommen. Die portu giesischen Truppen bemächtigten sich trot heftigen Wider. standes von etwa 3000 Gingeborenen, die aus einem Hinterhalt heftig schossen, eines Kraals bei Quissango, wobei zahlreiche Eingeborene getötet wurden. Eine portugiesische Abteilung rückte vor in der Absicht, einen anderen im Ge birge etwa 800 Meter hoch gelegenen Araal bei Quisfangs zu nehmen. Die in fünf Stellungen verschanzten Ein. geborenen schossen von der Höhe herab. Der Kraal murde nach siebenstündigem Kampfe endlich durch Sturm ge 200 Eingeborene und drei Portugiesen wurden getötet, zwölf Portugiesen verwundet, nommen. C ** Die Beziehungen zwischen England und Deutsches machte Staatssekretär Brodrick zum Gegenstande ciner 1 merkenswerten Rede, die er in Guildsford Hieit. Der Staatssekretär sagte, es gebe feinen Gegenstand des Streits zwi hen den Regierungen von Deutschland und England, nichts, was zwischen England und seine freundschaftlichen Beziehungen zu Deutschland treten könne. Gute Beziehungen zwischen beiden Ländern seien vorteilhaft und wichtig. Brodrick spielte weiter auf die Worte Roseberys an, daß die Polemiken gegen Deutschland nicht die wahren Gefühle ausdrückten, die beide Völker für einander hegten, wenn sie vielleicht auch die Ansichten einiger Mitglieder ihrer Regierungen zum Ausdruck brächten. Es dürfe keine Zeit verloren werden, um das auszusprechen, was er mit allem ihm zu Gebote stehenden Nachdruck betonen möchte, daß zwischen beiden Regierungen feinerlei persönliche Stimmungen herrschen können. Er sage noch weiter, daß keinerlei unerledigte Frage irgendwelcher Art zwischen den beiden Regierungen bestehe und daß nichts vorliege, was eine Animosität zwischen ihnen hervorrufen könnte. Gutes Einvernehmen mit den Nachbarn, welche Sprache sie auch sprechen, sei notwendig und wünschenswert. Alle Gerüchte von Mißverständnissen müßten beseitigt werden, ebenso wie die Mär chen von dem Plan eines Einfalles von 100 000 Soldaten in Schleswig- Holstein und von völlig grundlosen Anariffen, die wohl dazu dienen könnten, die Feder gewisser Männer von der Presse zu reizen, die aber von jedem verantwort lichen Staatsmanne kurzerhand zurückgewiesen würden. Afrika. ** Abermals hat ein Zwischenfall französisch- maroffanische Verstimmungen hervorgerufen. Naisuli nahm einen unter französischem Schuß stehenden Araber in seiner unweit Tangers gelegenen Wohnung gefangen. Der Vertreter des Sultans Mohammed el Torres sprach Raisuli feine Mißbilligung darüber aus und forderte ihn auf, den Gefangenen sofort freizulassen. Die französische Gesandtschaft unternahm sofort Schritte am Sultanshofe Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser beauftragte den deutschen Botschafter in Paris, Fürsten Radolin, den Präsidenten Loubet seinen Dank zu übermitteln für die ihm aus Anlaß der Verlobung des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen ausgesprochenen Glückwünsche. Soziales Leben. Die Bewegung in der vogtländischen Stickercibranche, In der letzten Vorstandssitung des Vereins der Lehnschiffchenmaschinen- Besizer zu Plauen wurde mitgeteilt, daß der größte Teil der Fabrikanten den Tariflohn anerkannt hat und ein beträchtlicher Teil bereits die höheren Löhne ohne schriftliche Aeußerung zahlt. Sonach ist anzunehmen, daß es am 10. November nicht zum Stillstand der Maschinen kommt. Bessere Arbeiterwohnungen. Der Stuttgarter Gemeinderat beschloß, dem Verein für das Wohl der arbeitenden Klassen zur Sanierung der Altstadt ein Darlehen von bier Millionen aus dem Referrefonds der städtischen Spartasse zu gewähren. Deutscher Saalbesiker- Verband. Die in Berlin versammelten Inhaber von öffentlichen Sälen und Konzertlokalen haben die Gründung eines deutschen SaalbesitzerVerbandes beschlossen. Der Vorstand des Deutschen Gastwirte- Verbandes bekämpfte die Neugründung, da sie geeignet sei, Zersplitterung, Uneinigkeit und andere schlimme Folgen zu zeitigen. Die Mehrheit der Versammlung aber entschied sich für die neue Vereinigung. Praktische Arbeiterfürsorge. Die größte der in Delmenhorst befindlichen Linoleumfabriken stellt ihren Arbeitern nicht nur während der Arbeitszeit falten und warmen Kaffee zur Verfügung, sondern ermöglicht ihnen auch einmal wöchentlich eine billige Fischmahlzeit. Die zu 27 Pfennig das Pfund in Geestemünde eingekauften Seefische gibt sie zu 10 Pfennigen das Pfund wieder ab. Eisenbahner- Bewegung in Böhmen. Auf der PragDurer Eisenbahn zeigt sich Streiflust unter den Angestellten. Die Verschieber auf den Kohlenstrecken der Staatsbahn und tor Nordwestbahn sind in Lohndifferenzen geraten. Es wird zwar bestritten, daß schon ein Streit ausgebrochen sei, doch sind in den letzten Tagen große Zugverspätungen im Duyer Schlenrebier an der Tagesordnung. Internationale Arbeiterschutzverträge. Die österreiCisch- ungarische Regierung erklärt sich im Prinzip einversanden mit der vom schweizerischen Bundesrat gegebenen Snregung wegen Einberufung einer diplomatischen Konferenz zur Umwandlung der Beschl sse der Berner Arbeiter fbuttonferri, intern Nah und fern. Angriff auf einen Posten. In Schweidnitz wurde der Wachtposten am kleinen Ererzierplatz nachts durch einen Schuß an der Hand verwundet und in der folgenden Nacht mit Ziegelsteinen beworfen. Beide Male feuerte der Posten, traf aber in der Dunkelheit anscheinend niemand. † Meuterei auf hoher See. Auf dem französischen Panzerschiffe Du Petit Thouars" weigerte sich während der Fahrt die Mannschaft, zum Appell anzutreten. Sie berhöhnte die Offiziere und sang revolutionäre Lieder. Vier Meuterer wurden in Eisen gelegt, aber von der MannIchaft wieder befreit.-Auf dem amerikanischen Viermaster Harry A. Berwiede" entstand ebenfalls auf hoher See unter der Mannschaft Streit. Ein farbiger Matrose erschoß eine ganze Reihe seiner Kameraden und brachte auch den Kapitän ums Leben. Endlich wurde der Wüterich überwältigt. Der Schoner Blanche E. King", der eine Notbemannung an Bord setzte, führte das Schiff nach Southport, wo die ganze librig gebliebene Besatzung des Meuterer- Schiffes den Behörden übergeben wurde. + Ueber 300 000 Francs gestohlen. In der Société Générale in Brüssel wurden von einem Angestellten 31 Stück belgischer Rente, jedes zu 10 000 Francs, gestohlen. Das Fehlen der Stücke wurde erst vier Tage später bemerft. Der Dieb ist flüchtig. † Sturm im Adriatischen Meere. In Triest wütet eine Bora, die viele Verkehrsstörungen hervorgerufen hat. Die Büge der Südbahn sind wegen Schneeverwehungen nicht in Triest eingetroffen. Die Verladungen ruhen dort fast ränzlich. † Gine Feuerwehr, die najt hilft. In den Orte Aga ivang in Bayrisch- Schwaben brannte ein Baucrn- Gehöft nieder. Eine benachbarte Feuerwehr weigerte sich, dem An fuchen um Hilfeleistung nachzukommen, weil man den b schied ier Rekruten feierte. † Gestrandeter Dampfer. Bei Helgoland strandete bei starkem Sturm der spanische Dampfer Zuria". Die Mann schaft weigerte sich, sich in die zur Hilfe herbeigeeilten Helgoländer Rettungsboote und Lotsenboote zu begeben. Bei Tagesanbruch zerbrach der Dampfer; 17 Mann wur den durch den Regierungsdampfer Triton" aus Tönning gerettet; der Rest der Mannschaft, 9 Mann, ist ertrunken. Eisenbahn- Unglück. Auf Bahnhof Duisburg fuhgen infolge falscher Blockbedienung zwei Schnellzüge aufeinander. Ein Kaufmann und eine Dame sind tot, ein anderer Neisender und ein Schaffner schwer verletzt. Ein Reisender und ein Schaffner erlitten leichtere Verlegungen. † Der Erbgraf und die Wäscherin. Erbgraf Erasmus zu Erbach hatte vor einiger Zeit in England sich mit der Tochter der Wäscherin der gräflichen Familie vermählt. Nachdem er einige Zeit in Oberursel am Taunus mit seiner jungen Frau sehr glücklich und zufrieden gelebt hatte, der junge Erbgraf nun dem Drängen seiner Verwandten gefolgt und hat sich in eine Privat- Nervenheilanstalt begeben. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß man in diesem Schritte die erste Etappe zur Lösung der Ehe bor sich hat. † Verhaftete Knaben. In Paris hatten sich die Unfälle sehr gemehrt, die dadurch entstehen, daß sich Knaben an die Wagen anhängen. Der Polizei- Präfekt hatte deshalb Anweisung gegeben, alle Jungen, die bei dieser Unsitte ertappt würden, zu verhaften und einige Stunden im Gewahrsam zu nehmen. Im Laufe eines einzigen Nachmittags wurden nicht weniger denn 243 Jungen eingeliefert. Das Armband. ( Von unserer ständigen Korrespondentin.) Wie die vergessenen Blumen, die neuerdings wieder in unseren Gärten gezogen werden, neue Bewunderungen erregen, durch verbesserte Kultur zu neuer Schönheit aufblühen, so wird ein Schmuckstück nach dem anderen aus seiner Vergessenheit wieder zur Mode erhoben. Den Anfang machte die Kette. Als Ührkette hatte sie wohl ununterbrochen ihr Dasein gefristet, aber als Halskette galt sie viele Jahre als unmodisch. Und jetzt kann man sich nicht genug tun an langen, seltsam geknoteten, vielfach verschlungenen Retten. Aehnlich verhält es sich mit dem Armband. Jahrelang war es in Acht und Bann getan. Wer ein fostbares Armband mit wertvollen Steinen besaß, ließ diese ausbrechen und Fingerringe davon herstellen. Und plötzlich glänzt ein Armband wieder am Arnie fast jeder Dame. Man fragt sich ganz erstaunt, wie es möglich ist, daß eine an sich kostspielige Mode sich so schnell Bahn brechen kann, daß die Damen so schnell in den Besitz geschmackvoller Armbänder gelangen. Die Leserinnen werden meinen, die mit Armbändern geschmückten Damen hätten ihre Schmuckkästen geöffnet und aus ihren alten Schätzen die schönsten herausgesucht. Das stimmt aber nicht, denn die Armbänder, die jezt getragen werden, unterscheiden sich in ihren Formen wesentlich von denen vergangener Zeiten. Nicht mehr das breite Band aus Gold oder Silber, nicht mehr der Reif gilt als chif, sondern nur die Kette, die Sklavenkette, wie die Männer sie ironisch, sich die Hände reibend über den Rückschritt der Frau, bezeichnen. Diese Ketten bestehen aus Gold und zeichnen sich durch die mannigfaltigen Anordnungen ihrer Glieder aus, die ganz eigenartig ineinander greifen. Je feiner die Glieder sind, desto mehr wird diese Rette geschätzt. Das Gold, aus dem die Kette gearbeitet ist, muß recht matt sein. Solche Ketten aber stellen nun die einfachsten ihrer Art dar. Mit ihnen begnügen sich z11neist nur die jungen Mädchen, welche an ihnen irgend welche Amulette oder Anhängsel, Geschenke und Andenken guter Freunde nud Bekannte, Erinnerungen an schöne Stunden, beseitigen. Damen, die elegantere Retten vorziehen, wählen solche us breiten, schuppenartig übereinanderliegenden Gliedern, Die besetzt sind mit echten Steinen, mit Brillanten, mit Ruinen, mit Smaragden. Noch wertvollere Ketten bestehen us sehr langen Gliedern, die seltsam geschweift sind, von Denen jedes Glied zwei Reihen darstellt und mit Scharnieren niteinander verbunden sind. Diese Glieder haben eine Biegsamkeit, die dem Schmuckstück sehr viel Anmut verleiht, Janz besonders zu beachten ist hier die Feinheit ihrer Arbeit. Die hier geschilderten Glieder sind ganz dicht mit kleinen echten Steinen besetzt, mit Saphiren, mit Brillanten. Neben Diesen wertvollen Armbändern bringt die Goldschmiedekunst Retten heraus, aus einfacherem Material, die so zierlich und graziös in der Arbeit sind, daß sie das Herz manchen jungen Menichenfindes zu erfreuen vermögen. Vor allem sind da bei an die Ketten aus Gold zu denken, deren Glieder abs wechselnd eine Barockperle und einen rosaroten Stein, der aus Indien kommt, einen Turmaline, umspannen. Dieser indische Stein ist ein Halbedelstein, und wie man weiß, hal die Goldschmiedekunst seit einiger Zeit, angeregt von den führenden Künstlern des Kunsthandwerks, dem Halbedelstein neue Wertung verschafft. Merkwürdig ist, daß unsere Künstler sich bisher so wenig mit dem Armbande beschäftigt haben. Es will fast scheinen, als gelinge ihnen das Entwerfen von Armbändern nicht. Armketten und Bänder, die nach ihren Entwürfen im Han del erschienen, wurden in der Mehrzahl von den Frauen abgelehnt. Sie haben einen großen Fehler, daß sie zu um fangreich und infolgedessen zu schwer sind. Diese Eigen schaften teilen sie mit vielen, von den Künstlern entworfener Stücken der Goldschmiedearbeit. Zum Anschauen scheinen diese Armketten geschaffen zu sein, und hier üben sie ihren ganzen Zauber aus. Es läßt sich kaum einen schönerer Armschmuck denken, als ein Armband von Lalique, ein Ge winde, aus Blüten des Löwenzahns in Gold und Steiner und grünen, mit Tau betropften Blätterranken. Kehrer wir zu dem Anfange des Themas zurück und gehen der Fract nach, aus welchen Ursachen das Armband mit einem Schlaci wieder modern ward, so ergiebt sich die Antwort, daß Mode der halben Aermel, welche sich an den Toiletten ir Winter wiederfindet, der Armfette zum Siege verholfen hat Kunft und Wissenschaft. Der MN Professor Behrings Tuberkulose heilmittel. Generalrat des französischen Departements Marseille genehmigte eine Vorlage, in der dem bakteriologischen Institut zu Marseille der Auftrag erteilt wird, sich mit Professor von Behring in Verbindung zu setzen, und den Wert des Behringschen Heilserums zu prüfen. Hus dem Gerichtssaal. § Ersatzklage des preußischen Eisenbahnfiskus. Der Fis. fus hat gegen die Firma Friedeberg in Breslau eine Bivil flage auf Erstattung des Schadens angestrengt, den ihm die Firmeninhaber durch die Unterschlagungen an Eisen bahnmaterial zugefügt haben. Der Eisenbahnfiskus hat den Gesamtschaden auf 160 000 Mark berechnet. Die Verurteilung in dem Unterschlagungsprozeß erfolgte bekannt. lich vor kurzer Zeit. § Kirmesfrenden. Auf der Kirmes zu Goldlauter in Thü ringen entbrannte aus geringfügigen Ursachen ein allgemei ner Kampf, bei dem Bierkrüge u. s. w. eine große Rolle spielten und das Blut aus vielen Wunden floß. Die Unter suchung hat einen derartigen Riesenumfang angenommen, daß ca. 250 Personen unter Anklage gestellt werden. Die Verhandlung wird sich also zu einer Riesenansammlung ausgestalten, zumal zu den 250 Angeklagten ungefähr dep. pelt so viel Zeugen kommen. E1 § Ein Universitätsprofessor als Verbrecher. Vor dem Wiener Landgericht hatte sich der außerordentliche Univer. sitätsprofessor Dr. Theodor Beer wegen verschiedener Hand lungen zu verantworten, die das Gesetz als unsittliche ahndet. Beer floh nach der Schweiz und Amerika. kehrte aber vor einiger Zeit zurück und stellte sich dem Ge richt. Beer leugnete entschieden. Die Aussagen mehrerer jungen Leute und der übrigen Zeugen war sehr belastend für ihn. Der Gerichtshof befand ihn für schuldig und ver urteilte ihn zu 3 Monaten einfachen Kerkers. Der Staats. anwalt beantragte die sofortige Verhaftung des Angeklagten oder die Erhöhung der Kaution auf 1 Million Kronen. Vermischtes. = Lob des Waffers. Die Breslauer Behörden haben an dem neuen Wasserturm in Kleinburg eine poetische Inschrift anbringen lassen, die jedem Abstinenzler große Freude bereiten muß. Sie lautet: Wähl' nicht zum Freund dir Bier und Wein! Sie schaffen furze Lust. Willst du als Greis noch fröhlich sein, So fomm' an meine Brust! Ein neues Mittel gegen Schlaflosigkeit. Die Qualen, die andauernde oder zeitweilige Schlaflosigkeit dem Menschen bereiten können, sind an und für sich schlimm genug. Der Mangel an stärkendem Schlaf zieht außerdem in der Regel schwere gesundheitliche Störungen nach sich. Die Zahl der angepriesenen Hilfsmittel ist Legion. Doch die wenigsten sind von wirklichem Erfolg begleitet, oder aber sie sind in hygienischer Beziehung gefährlich. Ein einfaches neues Mittel zur Erzielung des Schlafes teilt nun der Pariser Arzt Dr. Demouchy mit. Er verwirft alle Medikamente, die empfohlen werden, als teils wirkungslos, teils schädlich oder beides zusammen. Zur Ausführung seines Rezepts braucht man nichts weiter als die eigene Hand. Die Hand und namentlich der Handteller ist besonders reichlich mit Blutgefäßen ausgestattet und daher eine Wärmequelle, deren Strahlung fähig sein soll, eine Erweiterung der Gefäße und damit den Eintritt des Schlafs zu bewirken, wenn sie in geeigneter Weise benutzt wird. Das vorgeschlagene Verfahren besteht darin, die leichtgekrümmte Hand so gegen die Stirn zu legen, daß ihre Längslinie sich mit der Mittellinie des Gesichts deckt. Die Handwurzel muß sich etwa in der Höhe der Nasenlöcher befinden. Auf diese Weise werde eine ziemlich starke Er. wärmung der oberen Gesichtshälfte hervorgerufen, und sie werde noch vermehrt durch den Atem, der auf die Hand trifft und so nach derselben Stelle hingeleitet wird. Aus solche Weise soll sich der Schlaf rasch einstellen. Wahrschein lich hilft hier die Autosuggestion start mit. Immerhin hai das Mittel den Vorzug, daß es von jedem in jedem Augenblick versucht werden kann. = Wider den Absinth! In der westlichen Schweiz wird ein starker Kampf gegen den Absinth geführt. In Genf hat sich ein Komitee für die romanische Schweiz gebildet, bas ein eigentliches Absinthverbot anstrebt. Im Kanton Waadt sind dafür bereits 28 000 Unterschriften zusammenJekommen. Zeitungsverbot in Japan. Während der politischen Erregung über den Friedensschluß sind in Tokio 22 Beitungen unterdrückt, davon fünf zweimal. Als im Jahre 1895 nach dem Kriege mit China das siegreiche Japan die Halbinsel Liaotong zurückgeben mußte, wurden in Tokio If Brei Kinder erstickt. In dem schlesischen Dorte Wakau hatten zwei Familien ihre drei Kinder in der Wohnung der einen Familie unter Aufsicht eines zehnjährigen Mädchens zurückgelassen, um auf dem Felde Rüben zu hacken. Das Mädchen ging zur Schule und überließ die Kinder sich selber. Am Nachmittage fand man die drei Kinder tot übereinander liegend. Sie müssen mit Streich hölzern gespielt haben, wobei das Bett in Brand geriet. Die beiden Familien hatten vor kurzem erst mehrere Kin der durch den Tod verloren. Lokales. ** Nebertragen wurde dem Schullehrer Johannes Wehrheim zu Buzbach eine Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Bad- Nauheim und dem Schullehrer Ludwig Seip zu Beltershain eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Geiß Nidda. 9 P. Neue Schutzmaßregeln für landwirtschaftliche Maschinen und landwirtschaftliche Nebenbetriebe sind erlassen: 1. für Brenuerei-, Molkerei- und Stärkebereitungsbetriebe, 2. für Ziegeleien, Gräbereien über Tage und Torfgräbereien, 3. für Steinbrüche und 4. für Mahl- und Delmühlen. Die Bestimmungen treten am 1. Januar 1906 in Kraft. Betriebsunternehmer und Betriebsleiter werden in der heutigen Bekanntmachung Großh. Polizeiamtes auf die genaue Befolgung der angeordneten Schußmaßregeln hingewiesen. tt. Stadttheater Gießen. Sonntag, 29. Oftober, findet nachmittags 3 Uhr als Fremdenvorstellung eine Aufführung des bekannten und beliebten Boltstückes„ Die Herren Söhne" statt. Am Abend findet die erste Wiederholung der Komödie, ater Lampe" von Emil Rosenow statt. Das überaus charakteristische und heitere Werf bat mit seinem gelungenen Milieu bei der Erstaufführung hier wahre Heiterkeitsstürme entfesselt und auch die Kritit hat Werk und Aufführung aufs wärmste anerkannt. weifellos dürfte die Novität sich als ganz besonders geeignet erweisen für das Sonntagspublikum, das heitere Stücke bevorzugt. " 10 3 F. Theaterverein Gießen. Der Aufführung des Grafen von Charolais" am nächsten Dienstag, 31. Oftober., liegt die Fassung des Wiesbadener Hoftheaters zu Grunde, dessen Heldendarsteller, Hermann Leffler, die Titelrolle spielen wird. Zur Teilnahme an der letzten Probe des schwierigen Stücks trifft Herr Leffler schon am Montag hier ein. Da das Drama so lang ist, daß eine nahe ungekürzte Aufführung zwei Theaterabende füllen würde, so mußte die Regie sehr starke Striche machen, derart die in erster Linie alle für den Fortgang der Handlung unwesentlichen Szenen beseitigt wurden. Diese Kürzungen durch den Wiesbadener Intendanten, Dr. von Mußenbecher, haben die dramatische Wirkung des Stückes wesentlich gefteigert und zugleich weniger Anmutendes beseitigt. Das figurenreiche Drama verlangt die Mitwirkung des gesamten Herrenpersonals, während von den Damen in einer sehr großen Kolle nur Fräulein Donecker beschäftigt ist, die mit dem Stück schon seit dem Frühjahre durch ihre Teilnahme an den Proben des Mannheimer Theaters vertraut ist. Für die Ausstattung der Bühne sind einige Anfwendungen gemacht worden. Gespielt wird in Kostümen aus der Zeit Wallensteins. Der Aufführung von Beer- Hoffmann poetischem Drama, dessen Erwerbung für unsere Bühne nur schwer möglich war und das nur einmal gegeben werden kann, wird jedenfalls großes Irteresse entgegengebracht werden. ** Scheues Pferd. Heute Bormittag ging auf der Stephanstraße ein Pferd mitsamt dem Wagen durch. Nach dem es fast eine Dame angerannt hatte, wurde es von einem beherzten Maurer festgehalten und dem hinterdrein laufenden Besizer übergeben. Der Wagen wurde nur leicht beschädigt. *** Lehrling oder jugendlicher Arbeiter. Die Handelskammer schreibt uns: Es ist vielfach vorgekommen, daß junge Leute, welche die Absicht haben, ein Handwerk zu erlernen, nicht als Lehrlinge, sondern lediglich als jugendliche Arbeiter von ihren Lehrherrn in Beschäftigung genommen werden. Es geschieht dies, weil die Lehrherrn nicht die Pflichten auf sich nehmen wollen, welche das neue Handwerkerschutzgeseß ihnen den Lehrlingen gegenüber auferlegt. Deshalb mag hier ausdrücklich darauf hingewiesen werden, daß die Ausbildung eines ordentlichen Handwerkers notwendigerwise die Ableistung einer auf 3 bezw. 4 Jahre festgesetzten Lehrzeit voraussetzt, und daß eine Beschäftigung als jugendlicher Arbeiter nicht die Vorteile für den jungen Mann mit sich bringt, die er für sich aus einer Beschäftigung als Lehrling erlangen kann. Einesteils bietet der Lehrvertrag die Gewähr für eine andauernde, Unterbrechungen nicht unterworfene sachgemäße Ausbildung, wohingegen ein nur als jugendlicher Arbeiter angenommener junger Mann darauf keinen Anspruch hat, sondern jederzeit entlassen werden kann, andererseits ist nur ein ordnungsmäßig ausgebildeter Lehrling, nicht aber ein jubendlicher Arbeiter zur Ablegung der Gesellenprüfung berechtigt, welche nach den Bestimmungen des Gesetzes die unumgängliche Voraussetzung bildet zur Erlangung des Rechts, späterhin selbst Lehrlinge anleiten zu dürfen. Ferner fönnen zur Meisterprüfung, mit deren Ableistung die Berechtigung zur Führung des Meistertitels verbunden ist, nur solche Bewerber zugelassen werden, welche die Gesellenprüfung bestanden haben. Eltern und Vormünder von jungen Leuten, welche sich dem Handwerksberufe widmen wollen, werden also darauf bedacht sein müssen, daß ihre Pflegebefohlenen stets als Lehrlinge und nicht als jugendliche Arbeiter in Beschäftigung genommen werden. Der Lehrvertrag ist schriftlich abzuschließen. " * Wie die warm. 8tg." erfährt ist von Großh. Ministerium des Innern folgende die Besiger von Fahrrädern und Automobilen interessierende Entscheidung getroffen worden:„ Nach§ 1 der Berordnung vom 10. Oftober 1899 hat der Besiger jedes Fahrrad und Automobil vor der Ingebrauchnahme vesselben bei dem Kreisamt über 210 Beitungen suspendiert. Damals ist also die Auf- unzulässig, daß eine Nummerplatte für mehrere Räder oder anzumelden und die Stempelabgabe zu entrichten. Es ist Kraftfahrzeuge abwechselnd benutzt wird." regung eine noch größere gewesen. ** Bichmarkt 25. Oftober ftattgef 1066 Stüd Rinbbieb Markt findet am 21. Tage auch Krämerma *-* Großen Li Das Fleisch wird Megger Weyer buce ben Preis für Rin 4 Bfennige per Bfu * Merlau." morgen Sonntag, be * Gaafen, 27. G& mitt 1. im war der ältefte Ein B. Lang- Göns Beigeordnetenwa dritten Male wieder feinen Witbürgern& §8 Elpenrod, Der hiefige Forftwa mitgemacht, hat jest gefidt ? Nieber Ohmen heuer viel zu früh garnicht alle Früchte Arder ift gegenwärtig $ 5 Robbingen, 2 erhängte fich an ein ein in den 60er Jahr Brozeßangelegenheiten in den Tod getrieben Stadt Schwant in 3 Afte Frei bearbeit Man verlangt gewöhnliches, man Sawantlieferanten zu bleiben. In de Erzeugnis, bas abe nur im Material, Blumenthalfche Fab wenn bei Beratung ein unerschwingliche ist das aber nicht frei geblieben. So Eingangsichwierigte Geschichte breht sich der Direktor einer bewahrung erhalten ftändig durchbrunge Das g g de ein nid halt noch eigen bar be daß Name überz chleftchen Dorfe Watau *** Bichmarkt zu Gießen. Bei dem am 24. und 25. Oftober stattgefundenen Marfte waren aufgetrieben 1066 Stück Rindvieh, 983 Stück Schweine. Der nächste Markt findet am 21. und 22. November statt; am letzteren Tage auch Krämermarkt. nder in der Wohnung t eines zehnjährigen dem Felde Rüben zu Schule und überließ die ge fand man die drei Sie müssen mit Streid Bett in Brand geriet. rzem erst mehrere Sin Schullehrer Johannes Lehrerftelle an der Gedem Schullehrer Lud** Großen- Linden, 28. Oftober.( Privattelegramm.) Das Fleisch wird billiger. Heute Morgen ließ der Megger Weyer durch die Echelle befannt machen, daß er ben Preis für Rindfleisch von 72 auf 68 Pfg., also um 4 Pfennige per Bfund abgeschlagen habe. * Merlau. Das diesjährige Kirchweihfest findet morgen Sonntag, den 29. und Montag, den 30. Oftober statt. * Saasen, 27. Oftober. Hier ist der Landwirt Beter Er Lehrerftelle an der Ge Schmitt 1. im Alter von 86 Jahren verstorben. für landwirtschaftliche war der älteste Einwohner unseres Dites. Cebenbetriebe find erlaffen: Beigeordnetenwahl wurde Beigeordneter Henrich zum Tage und Torfgräbereien, seinen Mitbürgern der größten Achtung und Beliebtheit. Stärkebereitungsbetriebe, britten Male wiedergewählt. Der Gewählte erfreut sich bei B. Lang- Göns, 27. Oftober. In der heute abgehaltenen Mahl und Delmühlen. Januar 1906 in Kraft. eiter werden in der Bolizeiamtes auf Schuhmaßregeln fin §§ Elpenrod, 26. Oftober. Ein Soldatenvater. Der hiesige Forstwart Jäger, der den Feldzug 1870/71 mitgemacht, hat jeßt seinen siebenten Sohn zum Militär gefchickt. ? Nieder- Ohmen, 27. Oftober. Der Winter iſt heuer viel zu früh gekommen. Viele Leute haben noch Sonntag, 29. Oftober, garnicht alle Früchte eingebracht und die Bestellung der Fremdenborftellung eine iebten Bollstüdes Die eder ist gegenwärtig unmöglich. §§ Köddingen, 27. Oftober. In verflossener Nacht Abend findet die erfte erhängte sich an einem Kirschbaum in hiesiger Gemarkung r Lampe" von Emil ein in den 60er Jahren stehender Mann aus Helpershain. atteriftische und heitere Prozeßangelegenheiten haben den Mann, wie man vermutet, Milieu bei der Erftauf me entfesselt und auch die aufs wärmste anerkannt. s ganz besonders geeignet um, das heitere Stüde Der Aufführung des am nächsten Dienstag, Wiesbadener Hoftheaters Hermann Leffler, Inahme an der legten Herr Leffler schon am so lang ist, daß eine heaterabende füllen würde, che machen, derart die in der Handlung unt Diese Kürzungen durch den Muzenbecher, haben die wesentlich gefteigert und itigt. Das figurenreiche gesamten Herrenpersonals, sehr großen Rolle nur , die mit dem Stück schon ilnahme an den Proven ift. Für die Ausstattung ungen gemacht worden. der Zeit Wallensteins. mann poetischem Drama, e nur schwer möglich war wen kann, wird jedenfalls verden. e Bormittag ging auf der Dem Wagen durch. Nach hatte, wurde es von einem dem hinterdrein laufenden Durde nur leicht beschädigt blicher Arbeiter. Die ift vielfach vorgekommen, in den Tod getrieben. Stadttheater in Gießen. Niobe. Schwant in 3 Atten von Harry und E. A. Paulton. Frei bearbeitet von Ostar Blumenthal. Man verlangt heutzutage etwas Sensationelles, Ungewöhnliches, man darf sich also nicht wundern, wenn unsere Schwantlieferanten dem Wunsche nachfommen, um marktfähig a bleiben. In der„ Niobe" handelt es sich um ein englisches Eczeugnis, das aber feineswegs fertig bezogen wird, sondern nur im Material, Fasson Artikel wird sie erst durch die Blumenthalsche Fabril. Vielleicht wäre es ganz gut gewesen, menn bei Beratung des Bolltarifs auch auf solche Sachen ein unerschwinglicher Eingangszoll gelegt worden wäre, leider ift das aber nicht geschehen, sondern die Gedanken sind zollfrei geblieben. So ist die Paultonsche Nobe" also ohne Eingangsschwierigkeiten in Deutschland angelangt. Die ganze Geschichte breht sich um eine Niobe- Statue, die Beter Dunn, dier Direktor einer Versicherungs- Gesellschaft ist, zur Aufbewahrung erhalten hat. Von den Wert des Objekts vollftändig durchdrungen, widmet er der Statue alle Gedanken. t haben, ein Handwert z rn lediglich als jugendlich Beschäftigung genommen die Lehrherrn nicht die welche das neue Hand ngen gegenüber auferlegt auf hingewiesen werden, lichen Handwerkers not auf 3 bzw. 4 Jahre daß eine Beschäftigung Borteile für den jungen aus einer Beschäftigung esteils bietet der Lehr auernde, Unterbrechungen bildung, wohingegen ein genommener junger Mann sondern jederzeit entlaff- n r ein ordnungsmäßig außin jubendlicher Arbeiter zur berechtigt, welche nach den numgängliche Borausfegung späterhin felbft Lehrlinge nnen zur Meifterprüfung, tigung zur Führung des folche Bewerber zugelaffen ng bestanden haben. Eltern aten, welche fih dem Handden alfo barauf bedacht fein en fiets als Lehrlinge unb n Beschäftigung genommen riftlich abzufl.eßra. erfährt ist von Großh de bie Befiger von Fahr intereffierende Entfeibung 1 der Berordnung bom me befelben bei dem Kreisamt efiger jebes Fahrrad und abe zu entrichten. Et ift te für mehrere Räder ober t wirb." Das Märchen Als er nun einschläft, äfft ihn ein böser Traum, in dem die Statue durch Berührung elektrischer Drähte belebt wird und in seinem Hause als Gouvernante die größte Konfusion anrichtet. Schließlich wird der Alpdruck aber von Peter Dunns Brust gewälzt, er erwacht und gewahrt zur großen Ecleichterung, daß alles nur ein schrecklicher Traum war. Sehr erheiternd wirkt die Gegenüberstellung des alten Hellas und des modernen Lebens und mehrfach weist das Stück urtomische Szenen auf, wenn Niobe in der Sprache der Fliare der nüchternen Verstandesmenschen von heute gegenübertritt. Weiter will das Stück denn auch nichts, von einer geschlossenen Handlung ist darin herzlich wenig zu spüren. Verschiedentlich wird ein Versuch gemacht, stets aber zerflattert der Faden im Winde. Es ist eben ein Traum, wo die Bilder unkontrolliert durcheinander fallen. Um diese Traumbilder greifbar zu gestalten, war der Regie Adolf Lipperts eine garnicht geringe Aufgabe gestellt worden, die aber ganz gut gelöst wurde. In der Titelrolle war Elfriede Bayrhammer beschäftigt, die ihre Niobe in guter Auffassung gab, namentlich charakterisierte sie den Stolz des königlichen Blutes trefflich, dann wußte sie aber auch die Gegensäße zwischen dem sonnigen Einst und falten Jetzt zu zeichnen. Ihr Partner Adolf Lippert fand durchweg für den Direktor Peter Dunn den richtigen Ausdruck, nur hätte er einzelne Partien mehr ernst Auguste anlegen sollen, um fie mächtiger herauszutreiben. Fischer traf ihre tyrannisierende Helene Griffin gut.- Dasselbe läßt sich im großen und ganzen auch von Wilhelmine Schellenberg inbezug auf Hetty Griffin sagen, nur hätte sie den Backfisch etwas naseweiser gestalten fönnen. Anna Millar hatte aus ihrer Karoline eine weiche, charafterschwache Schwester gemacht, aus deren Augen die jahrelange Duldung sprach, während Georg Wittmann in seinem Lord Hamilton Tomkins einen Kunst- Mäcen aus der verflossenen Periode darstellte. Marga Ruf trat als Molly sehr frisch auf. Rudolf Goll spielte etwas zurückhaltend; die Rolle des Cornelius Griffin gestattete ihm nicht, feine reichen darstellerischen Mittel voll zu entwickeln. Das Bublifum nahm die Darstellung sehr beifällig auf. G. H. - Literarisches. - ,, Die Schaubühne", herausgegeben von Siegfried Jabcobson, enthält in ihrer achten Nummer vom 26. Oftober: Kunst und Rotwendigkeit. Von Wilhelm von Scholz. I. II. Dramatischer Neues Deutsches Theater. Von S. J. Nachwuchs. Von Julius Bab. VII. Das deutsche Theater im neunzehnten Jahrhundert. Von Dr. Otto Stoessl. Die drei großen standinavischen Dramatifer. Von Fero. Die - Zirkus Hülsen. Von Dr. Richard Treitel. Centaurin. Von Heredia- Schautal. Henry Irving. Von George Eller. Rundschau.( Der gerettete Sudermann. Der Herr Haushofmeister.) Zwei Briefe. " Die Schaubühne"( Verlag: Berlin S.W. 13, Hollmannstr. 10), Wochenschrift für alle fünstlerischen Bestrebungen des Dramas, - - - - von der berdauungsbefördernden Wirkung des Bohnenkaffees wird bon der modernen Wissenschaft aufs schärfste bekämpft. So hat Professor Schulz- Schulzenstein in seinem geschätzten Werke:„ Die Verjüngung des menschlichen Lebens" den sicheren Beweis dafür erbracht, ,, daß durch den Kaffeegenuß ein Stadium der Verdauung förm,, lich übersprungen wird. Daher kommt es, daß man nach einer Tasse ,, Kaffee bei gefülltem Magen sich fast augenblicklich erleichtert fühlt, indem ,, ein Teil der noch unverbauten Speisen durch den Kaffeereiz vorzeitig in den ,, Darmkanal abgeht. Es kann so ein naturwidriger Eingriff in das Walten ,, der Natur nicht ungestraft bleiben, und der Kaffee mit seiner reizenden, ,, aber auch Krämpfe, Schmerzen und Lähmung erzeugenden Wirkung übt sein ,, Amt als Exekutor der Strafe redlich aus. Das Heer von Zahn- und Kopf,, schmerzen ist größtenteils vom Kaffee unter die Fahne gerufen. Ja, ber ,, halbseitige Nervenkopfschmerz, der mit dem Erwachen beginnt, sich allmählich ,, steigert, fast unerträglich wird, ist ein Erzeugnis, eine Nachwirkung des ,, anhaltenden Kaffeegenusses. Denn man findet diese Art Kopfschmerz nur ,, bei früheren Kaffeetrinkern; auch wird eine Tasse schwarzen Kaffees die ,, Schmerzen stets palliativisch( d. h. nur die Symptome, nicht die Krankheit ,, selbst beseitigend) lindern oder abkürzen, der deutlichste Beweis, welch starkes ,, Arzneimittel der Kaffee ist." - - - HALT! Wollen Sie Jhren Husten, Jhre Erkältung oder das Kitzeln im Halse los sein?-Wollen Sie eine klare Stimme haben und van Jhrer Verschleimung befreit sein?-gebrauchen Sie bitte Pascoe's Brust- Pastillen à PACKET 25 PFENNIG. Sie werden den Versuch nicht bereuen! Za behen In Apotheken und Drogerien. Makulatur des Theaters und der Oper, erscheint jeden Donnerstag im Umfang von 24-32 Seiten und fostet: die Einzelnummer 20 Bfg., vierteljährlich 2 Mt. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geborene. Am 16. Oftober. Dem Fuhrmann Georg Leinbach eine Tochter, Margarete; Megger Heinrich Loß eine Tochter; 19. Vizefeldwebel Meinhard Bieber eine Tochter, Emma Cäcilie; 20. Bäcker Karl Alexander Berg ein Sohn, Karl Heinrich Wilhelm; 23. Regierungsbaumeister Karl Schön eine Tochter, Anna Liese Lotte; Restaurateur Hermann Schrödel eine Tochter, Elfriede Marie Hermine; 25. Bankbeamten Adam Alfred Hofmann ein Sohn; Schmiedemeister Heinrich Adam Lindenstruth eine Tochter; Bahnsteigschaffner Johann Peter Römer eine Tochter, Elsa Johanna. Aufgebote. Am 18. Oftober. Georg Karl Martin Christian Löffler, Landbriefträger in Lüßellinden mit Elisabeth Denß dahier. 21. Jakob Heinrich Planz, Bauaufseher- Aspirant dahier mit Katharine Philippi in Ober- Ohmen. 23. Georg Rennert, Schneider dahier mit Christine Bender hierselbst. Martin Schepp, Wagenwärter dahier mit Maria Greb in Bruche. 24. Wilhelm Hornung, Kaufmann dahier mit Elisabethe Koch in Worms. 25. Karl Volpert, Fußgendarm dahier mit Marie Balser hierselbst. 26. Ehristian Bernhardt, Privatförster im Forsthaus Westebbe mit Johanna Althaus dahier. Eheschließungen. Am 21. Oftober. Johann Evangelist Linsenmann, Lagerarbeiter daher mit Marie Juliane Behnke, geb. Waibel, hierselbst. Gestorbene. Am 21. Oftober. Hans Wilhelm Henn, 1 Jahr alt, Sohn des Handschuhmachers Heinrich Henn dahier. Marie Stumpf, 1 Jahr alt, Tochter des Taglöhners Karl Stumpf dahier. 24. Philippine Peil, 79 Jahre alt, ohne Beruf, dahier. Konrad Burt, 56 Jahre alt, Taglöhner dahier. 27. Sophie Wagner, geb. Kreiling, 60 Jahre alt, Ehefrau des Fabrikarbeiters Karl Wagner dahier. Marktberigte. Bicken, 29. Oktober. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Pfb. 110-1.15 M., Hühnereler per Stüd 8-9 Bfg., Entenetes St. 6-7$ fg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar Mr. 0.80-1.00, Hühner per Stid Mr. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfb 60-75 fg., Dosenfleisch per fb. 72-82 Bfg., Rindfletsc per Bfb. 70-72 Bfg. per Pfb. Schweinefleisch 80-90 Bfg. Sowein fletsch gesalzen per Pfund 0.94 Bfg., Kalbfleisch per Bfb. 70-80 Bfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-76 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 5.00 5.50 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 6.00-8.00, Wetstraut Stüd 7-10 Bf. pe: Stud, Zentner 6-7 Mr. Mepfel per 3t. 10-25 Mr. Zwetschen per Zentner 0,00.- 0.00, Nüsse 100 Stüd 30-40 Pfg. Milch per Lite 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 h nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Marktjeit im Umberziehen feilgeboten werben Stegener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtlice Witterung in Hessen für Sonntag, ben 29. Oftober. Nach vorübergehender Aufheiterung wieder Trübung und Niederschläge. Temperatur wenig verändert. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inserateniei #Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, be in Gießen. ,, Er ist wirklich aufgelebt!" Dem kleinen sieben Jahre alten Alois Puder und seiner neunjährigen Schwester hat Scotts Emulsion außerordentlich gute Dienste geleistet, wofür der folgende Brief ihrer Mutt.r den besten Beweis liefert. Schweibniz, Fleischerstraße, den 6. Februar 1905. Im Juni lezten Jahres traten ganz plößlich bei meinem fiebenjährigen Sohn Alois Krämpfe auf, mit denen er bisher nie behaftet gewesen war. Die Anfälle wiederholten sich in Zwischenräumen von einigen Wochen, was den Kleinen recht herunterbrachte. Von Bekannten auf Scotts Emulfion aufmertsam gemacht, gebrauchte ich dieselbe dann zur Kräftigung Expedition d. Blattes.bes Kindes und sah mit Freuden bald guten Erfolg. Er ist hat abzugeben Elwa 40000 Mark Stiftungsgelder sind alsbald in einer Summe oder getrennt auf 1. Hypothet zu 4% auszugleichen. Näheres auf dem Armenamt, Neuen Bäue 25, Zimmer Nr. 2. 3 Zimmer, Kabinet und Küche per 1. November billig zu vermieten. Wer also die dauernde Garantie für eine gute Verdauung und des daraus entspringenden Wohlbefindens haben will, der muß unter allen Umständen den regelmäßigen Genuß von Bohnenkaffee meiden. Kathreiners Malzkaffee bietet uns dafür ein wahres Gesundheitsgetränk, das gerade auf die Organe des Unterleibes und speziell auf stehend aus 7 Zimmern nebst Buden wichtigsten Prozeß der Verdauung, wie wissenschaftlich feststeht, eine durchaus fördernde, mild anregende Wirkung ausübt und auch nicht die geringste Störung der normalen Funktionen verursacht. DesGießen, Frankfurterftr. 151. In dem städtischen Hause After: weg 9 ist der untere Stod bebehör und südlichem Nebenhaus auf 1. Oktober, auf Wunsch auch früher, zu vermieten. Näheres be der Bürgermeisterei, Zim. Nr. 15. halb ist Kathreiners Malzkaffee, zu deffen hygienischen Vorzügen fich Möbl. 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Dieser Brief erklärt, die unbegrenzt die Wirksamkeit von Scotts Emulsion ist. Scotts Emulsion ist ein bewährtes Sträftigungsmittel, und ein gekräftigtes Kö persystem vermag Kranth itsanfällen mit Leichtigkeit zu widerstehen. Scotts Emulsion vermehrt und bereichert das Blut, bildet gesundes Fleisch, fräftigt die Muskeln und belebt den Appetit. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer Schußmarke( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rüden). Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 150,0, prima Glycerin 50,0, unterphosphorigfaurer alt 4,3, unterphosphorigfaures Natron 2,0, pulv. Tragant 8,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, destill. Wasser 129,0, Altohol 11,0. Hierzu aromatische Emulfion mit Rimt, Mandel und Gaultheria- Del je 2 Tropfen. Dalli Seifenpulver das Allerbeste für die Wäsche Theater- Verein Giessen. I. Vorstellung: Dienstag, den 31. Oktober 1905: Der Graf von Charolais Schauspiel in 5 Akten von Beer- Hoffmann. Der Graf: Hermann Leffler vom Kgl. Hoftheater in Wiesbaden. Anfang 8 Uhr pünktlich. Eintrittskarten Ende nach 11 Uhr. zu Mk. 5., 4., 3.-( für Mitglieder im Vorverkauf Mk. 4.50, 3.50, 2.50 und von Mk. 2.-( für Studierende) bei Herrn Challier und an der Abendkasse. Stadt- Cheater Giessen. Dir.: Hermann Steingoetter. Evangelische Stadtmission Nr. 254 Gießen, Löberstraße 14. Am Sonntag, den 29. Oktober, abends 8½ Uhr: Vortrag. Sonntag, den 29. Oftober Thema: Die Kraft des Blutes Jesu nachmittags 31,2 Uhr: Fremden- Vorstellung. zu ermäßigten Preisen. Die Herren Söhne. Volkssiüd in 3 Aften von D. Walther und L. Stein. Abends 8 Uhr: Zum 1. Male wiederholt. Novität! Mittwoch Abend 8½ Uhr: Bibelstunde. Eintritt frei für Jedermann. Der Backkursus Alice Kochschule beginnt am 1. November. Novität! Neuer Saalbau Giessen Wasche mit Kater Lampe. ( früher Steins Garten). Sonntag, den 29. Oktober: Grosses Konzert ausgeführt von der Kapelle d. Inf.- Reg. Kaiser Wilhelm II.( 2. Gr.- Hess.) Nr. 116 unter Leitung des Grossh Musikdirektors Herrn C. KRAUSSE. Spielplan: 1. Moltke- Marsch, Graben- Hoffmann. 2. Ouverture, Franz Schubert, ( Sorglos) StimmungsSuppé. 3 ,, Ober- Wald- Haus" bild für Orchester( den Besuchern des Ober- Wald- Hauses Eugen von Buri. gewidmet) von 4. Danse macabre, Saint- Saëns. 5. Ouverture ,, Die lusiigen Weiber", Nicolai. 6. ,, Edelweiss und Almenrausch", Oberländler v. Mangelsdorf, Solo für Violinen, Hob. Giess und Naumann. 7. Lysistrata! Walzer, Lincke. 8. Ein Imortellenkranz auf Lortzings- Grab, Fantasie, Rosenkranz. Humoristischer Teil: 9. ,, Lasset uns das Leben geniessen", Marsch, Simon. 10. ,, Kneip- Genies", Walzer, Vollstedt. 11. ,, Nimm mich mit!" Polka, Lincke. 12. ,, Töff! Töff!" Eine Automobilfahrt durch das lustige Berlin! Humorist.- Potpourri, Morena. Anfang 5 Uhr. Eintr tt 40 Pfg. 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November a. c., abends 8 UH: findet im Saale der Turnhalle unser diesjähriges Winter- Vergnügen verbunden mit Ball ſtatt. Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Eintritt nur gegen Vorzeigung von Einlaßkarten gestattet. Sonntag, den 5. November a. c. Ausflug nach dem Windhof( großer Saal).| R Weiß, Hof Graß bei Hungen. B Joh. Seibel Giessen, Ludwigspl. empfiehlt prima Rheinund Mosel- Weine. p. Fl. v. 50 Pfg. an bis zu den feinsten Marken. Meiner werten Kundschaft, einem verehrlichen hiesigen und auswärtigem Publikum die ergebene Mitteilung, dass mein Geschäft unter Nr. 575 an das Telephonnetz angeschlossen worden ist. Gleichzeitig empfehle ich mich in allen in mein Fach einschlagenden Arbeiten und Reparaturen. Spezialität: Einrahmen von Bildern, gerahmte und ungerahmte Bilder in jeder Ausführung und Preislage. Hochachtungsvoll Ludwig Schmitt Inh.: Willy Schmitt. Glasermeister. Glessen, Kanzleiberg 7, am Brand, vis à vis vom alten Schloss. 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