es Gefen nicht die die Wider jer Vorschrift on Frankreich Füße wegen er Gemahlin um den Hals rer Halslänge nen. Berüden, der uffärmel enttens, Ungleich atten. Däsche. gen oder chlorgar kochen zu aller dieser fie Farbstoffe, Sleichen. Bei eine gewiffe ne Substanz, erstört. Diese ittel, Wajah Eger forgfältig und gespült man sich der toffe, welche vendet man Leimmaffer. abfälle bei, jo e.- Dunklen Hellen Sati ft man m and entbölfert 1, berwilderten gemacht haben, tommen! schwebt ein ge emoiren hat er t. er ein blinder upteten, daß Tiegt natürlich rgnügt, gt, Enni mer.) 905. 63656,55 Nr. 228. Insertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wehlar und Marburg 10 Pfg. sonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Donnerstag, den 28. September 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Sichener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreiſe Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Betreff: Schweinerotlauffeuche in Groß- Felda. Bekanntmachung. Nachdem in einem Gehöfte zu Groß- Felda unter den Schweinen die Rotlauffense amtlich festgestellt worden ift, haben wir über dieses Gehöfte die Sperre verhängt. Asfeld, den 25. September 1905. Großh. Kreisamt Alsfeld. Dr. Melior. Trinkgeld. Das Landgericht in Halberstadt hat auf Antrag eines Hotelhaustnechts einen Arzt zur Zahlung von 20 Pfennig Trinkgeld verurteilt. Von dem Landgericht in Berlin ist früher eine ähnliche Klage als ungerechtfertigt abgewiesen worden. Man hat aus der Verschiedenartigkeit des Urteils auf eine Verschiedenartigkeit der richterlichen Auffassung und daraus auf eine gewisse Rechtsunsicherheit geschlossen, Die unter allen Umständen zu bedauern wäre. Wir halten die Folgerung für voreilig und wahrscheinlich für irrig. Die Vermutung spricht dafür, daß die RechtsLage in dem ersten Fall eine andere gewesen, als in dem zweiten, und daß hier wie da der Richter zu einem richtigen Urteil gekommen ist. Es ist uns aus eigener Erinnerung Bekannt, daß manche Hotelrechnung den Vermerk enthielt: + Bedienung einbegriffen, mit Ausnahme des Hausknechts." Der Vermerk mag seine Begründung darin haben, daß die Hotelgäste den Hausknecht in sehr verschiedenem Maße in Anspruch nahmen. Der eine verlangte von ihm bloß die tägliche Kleiderreinigung, der andere außerdem die Gepäckversorgung, der dritte, ein Geschäftsreisender, ließ sich bei feinen Kundenbesuchen vielleicht Musterkoffer nachtragen. 53 begreift sich, daß die Abstufung in den Anforderungen auch eine Abstufung in der Entlohnung nach sich zieht, und daß deshalb der Hotelbesizer den Entgelt für die Bemühun gen des Hausknechts nicht gleichmäßig für alle Besucher feines Hotels festsegen konnte, vielmehr vorzog, jedem seiner Gäste die Bestimmung über die Höhe des zu leistenden Trinkgelds" zu überlassen, das in diesem Fall eigentlich gar fein Trinkgeld, sondern die Bezahlung individueller Leistungen ist. Hat in dem Halberstädter Rechtsstreit ein Bermerk der gedachten Art auf der Rechnung gestanden, sc var der Hotelhausknecht völlig in seinem Recht, eine an gemessene Entlohnung, 20 Pfennig, zu verlangen, und das Recht mußte ihm vom Gericht zuerkannt werden. Wenn in Dem Berliner Fall der Rechnungsvermerk ohne Einschrän Tung lautete ,, Bedienung einbegriffen," oder wenn Berline Ortsgebrauch auch ohne ausdrücklichen Vermerk die besonder Bezahlung der Bedienung ausschließt, so hat das Berliner Randgericht wiederum das Richtige getroffen, als es die Plage des Hausknechts abwies. Es handelt sich dann eber micht um eine verschiedene Rechtsauffassung, sondern um eine verschiedene Rechtslage, die abweichende Urteile be Dingt, und von einer Rechtsunsicherheit kann nicht die Red Fein. Der Halberstädter Richter hätte in dem Berliner Fal Tvie der Berliner Richter und der Berliner Richter in dem Halberstädter Fall wie der Halberstädter Richter erkannt. F Aehnliche Streitigkeiten hat es im Zusammenhang mi dem Gasthausgewerbe früher weit häufiger gegeben als Heute. Die Aelteren unter uns entsinnen sich ganz gewif noch der Zeit, da in der Gasthausrechnung der Posten fü Beleuchtung" eine ebenso regelmäßige wie für den Reisen den ärgerliche Rolle spielte. Die„ Beleuchtung", die au or des Krei einer Kerze, im besten Fall aus zwei Kerzen bestand, wurd ung. uber d. J. in der Rechnung mit 1-2 Mark angesetzt, und bei längerem Aufenthalt fehrte der Posten wieder, sobald eine Erneue rung der Kerzen notwendig geworden war. Ein Reisender der hieran Anstoß nahm, und sich für überfordert hielt, weil der wirkliche Wert der Kerze nur den zehnten Teil des in Rechnung gestellten Betrags ausmachte, hielt sich dadurc einigermaßen schadlos, daß er die angebrannten Kerzen ein hulhause After teckte. Der Wirt sagte ihm, daß er hierzu nicht berechtig! takarje für er ei. Das bestritt wiederum der Gast, und man kam in indiger wöchent In dem einen parbeiten und in Modellieren is terricht fo als and güler aller Freundschaft überein, die Frage zum gericht Lichen Austrag zu bringen. Das geschah mit dem für beide Teile verblüffenden Erfolg, бав без Reisende wegen Diebstahls, begangen an den Kerzen verurteilt wurde! Der weitere Verlauf der Angelegenhei ist uns nicht mehr gegenwärtig. Sicher wurde die höher nstanz angerufen was vor der Reichsjustizreform von H. Oftober 1879 auch in Strafsachen angängig war uni hoffentlich bei der baldigen neuen Reform wieder angängiç und dort zur Anerkennung gebracht, daß nack Samaligem Brauch dem Gast ein Anrecht auf die von ihm Bezahlte Beleuchtungsferze zustand. Wurde die Erleuch nele den Schlein wird. werden werden, find bend wieder in Rechnung gestellt werden und nicht ers Bei der Erneuerung der Kerze. Daß der einzelne Wirt von em noch ein Gung des Zimmers als solche bezahlt, so mußte sie für jesen erricht werder dem Berechnungsverhältnis eine andere und in der Sache untem Schul micht begründete Auffassung hatte, konnte das Recht des 1905. Hahn. Reftor. Bastes nicht schmälern. Auch der Umstand hätte es nicht tun können, daß etwa eine größere Anzahl von Wirten den Brrtum teilte. So lange nicht erkennbar, unzweideutig er. Tennbar gemacht war, daß für abendliche Beleuchtung, ste mochte wirklich benutzt oder auch bloß ermöglicht sein, ein bestimmter Betrag für den Abend oder für die Woche oder für irgend einen umgrenzten Zeitraum zu entrichten sei, so lange durfte der Gast den ihm in Rechnung gestellten Beleuchtungskörper als in seinem Besitz übergegangen be trachten. Er durfte darüber verfügen, wie über den Rest eines Beefsteaks, das ihm in seinem Zimmer aufgetragen worden und das er nicht aufgezehrt hatte. Heutzutage kann dergleichen kaum mehr vorkommen. Die Gastwirte machen in der Regel feine„ Nebenrechnungen", weder für Beleuchtung noch für Bedienung. In dem Preis des Zimmers, der Hotelwohnung, ist alles einbegriffen. Vielfach sogar die Heizung. Wirte und Gäste fahren dabei gleich gut. Der eine weiß, was er zu verlangen hat, und der andere soll im vorhinein wissen, was er zu zahlen hat. Die Summe einer Rechnung ändert sich dadurch nicht, daß eine einheitliche Leistung in viele Posten auseinander gefasert wird, und immer wird sich der übervorteilt glauben, der neben dem Posten Heu und Hafer" auch noch einen Posten Futter für die Pferde" findet. Einfache, klare Rechnung, die einen sicheren Reise- Kostenvoranschlag ermögTicht, erhöht die Reiselust, vermehrt den Reiseverkehr, und davon haben die Gastwirte den Gewinn. Wenn sie sich noch entschließen wollten, die Trinkgelder ganz und gar abzufchaffen wofür die Voraussetzung ist, daß sie ihre Gehilfen und Bediensteten alle auskömmlich entlohnen- so würden fie sich selbst den größten Gefallen und Dienst erweisen. In feinem Geschäft der Welt bekommt der Verkaufende oder deffen Angestellter ein Trinkgeld es ist nicht abzusehen, weshalb es gerade bei dem Gastwirtsgeschäft unentbehrlich sein soll. Der englisch- japanische Zweibund. Am 12. August d. I. wurde der neue Bündnisvertr. zwischen Großbritannien und Japan unterzeichnet. Einige Tage früher hatten die Friedensunterhandlungen in Portmouth zwischen den russischen und japanischen Beauftragte i begonnen. Man erklärte die weise Mäßigung Japans bei endlichen Friedensschluß allgemein mit der Rücksicht auf das eben mit England abgeschlossene Schutz- und Traz bündnis. Diese Ansicht schien schon nach den bisherigen Verlautbarungen nicht unrichtig zu sein. Sie wird vic= leicht durch die jetzt erfolgte Veröffentlichung des VertragsWortlautes in London und Tokio noch bestätigt. In der Einleitung zu dem Bündnis- Abkommen wird gesagt, die Ziele des Abkommens seien die Befestigung und Aufrechterhaltung des allgemeinen Friedens in Ostasien und Indien und die Erhaltung der gemeinsamen Interessen aller Mächte in China durch die Sicherung der Unabhängigkeit und Integrität Chinas und des Prinzips der Gleichberechtigung des Handels aller Nationen, ferner die Aufrechterhaltung der territorialen Rechte Großbritanniens und Japans in Ostasien und Indien und die Verteidigung ihrer besonderen Interessen in diesen Gebieten. In acht Artikeln folgen dann die Spezialbestimmungen. Es heißt da: Die beiden Regierungen werden, wenn iminer ihre bezeichneten Rechte und Interessen gefährdet sind, miteinander in vollem Umfange und offen in Verkehr treten und gemeinsam die Maßnahmen erwägen, die zur Wahrung derselben zu ergreifen sind. Wenn infolge eines nicht herausgeforderten Angriffs oder eines aggressi= ven Vorgehens, das wo immer seitens irgend welcher Macht oder Mächte erfolgen mag, einer der beiden vertragschließenden Teile in der Verteidigung seiner Rechte und Interessen in einen Krieg verwickelt wird, so wird der andere Teil dem Verbündeten sofort zu Hilfe kommen und mit ihm den Krieg gemeinsam führen, sowie in wechselseitigem Einvernehmen Frieden schließen. Da Japan die vorherrschenden politischen, militärischen und wirtschaftlichen Rechte in Korea besigt, so erkennt Großbritannien Japans Recht an, solche Maßregeln zur Leitung, zur Kontrolle und zum Schutze Koreas zu ergreifen, als es geeignet und notwendig erachten mag, um diese Interessen zu schüßen und zu fördern. Japan erkennt das Recht Großbritanniens an, in der Nähe der indischen Grenze solche Maßregeln zu ergreifen, welche nötig sein mögen, die indischen Besitzungen zu schüßen. Beide Teile kommen überein, daß keiner, ohne die andere Macht zu befragen, in besondere Abmachungen eintreten wird, welche den in der Einleitung des Abkommens bezeichneten Zielen nachteilig sein könnten. Im Falle eines russisch- japanischen Krieges übernimmt Großbritannien es, strenge Neutralität zu bewahren und Japan, im Falle es von einer anderen Macht angegriffen wird, zu Hilfe zu kommen. Die Bedingungen, unter denen der erwähnte Beistand geleistet werden soll, werden durch die Militär- und Marinebehörden der vertrag schließenden Teile vereinbart, die miteinander von Zeit zu Zeit in vollem Umfange und offen in Beratung treten. Das Uebereinkommen gilt vorläufig für eine Frist von 10 Jahren.- Es ist unbestreitbar, daß Japan durch das Abkommen ziemlich freie Sand in Ostasien erhält. Bei einem erneuten Krieg mit Kußland wird dieses auf keine Hilfe von außen rechnen können, da England in diesem Falle drohend im Hintergrund erscheint. Und aus eigener Kraft fann Rubland vorläufig schwerlich daran denken, die Japaner zu überwinden. Das hat der letzte Krieg gezeigt. Andererseits wird der indische Besitz Englands diesem ziemlich gewähr leistet, da der grimmige moskowitische Bedränger fast faltgestellt wird. In England kann man sicherlich zufrieden sein mit diesem diplomatischen Schachzug; durch ihn werden Britannien und Japan zu alleinigen Herren des asiatischen Kontinents. Die Willfährigkeit Japans zu einem billigen Friedensschluß wird erst jetzt verständlich Politifche Rundschau. Deutfches Reich. In nächster oder übernächster Woche wird der Bundesrat seine Plenarverhandlungen wieder aufnehmen. Es wird zunächst die Entscheidung über die dem Reichstag in der nächsten Tagung zu unterbreitenden Vorlagen und deren Reihenfolge getroffen werden. * Die Beschuldigungen gegen das Kolonialamt werden jetzt von der Kölnischen Volkszeitung" zurückgenommen. Das Blatt schreibt:„ Wir nehmen keinen Anstand, auszusprechen, daß uns der Beweis für die Behauptung, die Vertreter der Kolonialabteilung hätten unrichtige Angaben gemacht, nicht erbracht zu sein scheint." Beigefügt ist die Bemerkung, es wäre besser gewesen, die Angriffe in der Presse zu unterlassen, wenn nicht sofort ihre Berechtigung nachgewiesen werden konnte. Der Redakteur habe die Angaben im Vertrauen auf den Gewährsmann übernommen. Hinter dem Gewährsmann verbirgt sich ein bekannter Reichstagsabgeordneter. * Nach einer halbamtlichen Pariser Veröffentlichung ist das endgültige Uebereinkommen in der Marokkofrage als bevorstehend zu betrachten. Dr. Rosen und Revoil hofften gestern mit dem Wortlaut der auszutauschenden Noten und der Erklärungen fertig zu werden. * Die Konferenzen, die wegen der Hibernia- Angelegenheit und dem Eintritt des preußischen Fiskus in das Kohlensyndikat abgehalten wurden, sind einer Erklärung des Handelsministers Möller zufolge beendet worden. Bestimmte Vereinbarungen sind nicht getroffen worden, da es sich nur um unverbindliche Besprechungen handelt. Das Endergebnis soll erst in einigen Wochen festgestellt werden. frankreich. ** Ende Oktober wird Präsident Loubet Tanger besuchen und zwar an Bord eines französischen Kriegsschiffes. Da die Marokkokonferenz gesichert ist, entbehrt der Besuch jedes aggressiven Charakters. Loubet läuft Tanger bei seiner Rückreise aus Spanien und Portugal an. England. ** In einer besonderen Note verständigte der Minister des Aeußern Rußland von dem englisch- japanischen Vertrag. In der Note wird die friedliche Tendenz des Abkommens besonders betont. Niederlande. ** Eine Wahlrechts- Reform wird von der holländischen Regierung vorbereitet. Nach einer Erklärung des Ministerpräsidenten de Meesters soll der Entwurf im Laufe der vierjährigen Legislaturperiode den Generalstaaten vorgelegt werden. Afien. ** Die Abreise der chinesischen Reformkommission aus Shanghai nach Europa ist infolge des Bombenattentats gegen die Kommission auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Oefterreich- Ungarn. ** Gegen das vom Kaiser Franz Josef den Koalitions führern unterbreitete Programm für die Ordnung de Dinge in Ungarn macht die koalierten Parteien offen Front Sie haben ein Manifest erlassen, in dem sie erklären, daß einige Punkte des Programms mit der Verfassung nicht übereinstimmen. Namentlich wird von der Erklärung des Königs, daß bezüglich der Kommandosprache Konzessionen ausgeschlossen seien und bleiben, gesagt, daß diese Selbst bestimmung das Recht der Nation tatsächlich aufheben oder doch ohne gesetzliche Grundlage verstümmeln würde, Russland. ** Die russischen Vertreter im Auslande haben die Anweisung erhalten, eine Einladung zur zweiten Friedensfonferenz im Haag den Regierungen zu übermitteln, bei denen sie beglaubigt sind. Außerdem erhielten sie den Auftrag, für den Fall, daß die fremden Regierungen die ruffischen Vorschläge annähmen, zu erklären, daß diese sich auf eine Konferenz richten werden, deren Arbeiten nach ihrer Auffassung einen streng praktischen Charakter haben müßten; sie müßte hauptsächlich oder sogar ausschließlich die ernsten Fragen behandeln, die sich während des letzten Krieges erhoben haben, und deren unverzügliche Lösung erforderlich sei. Nach Beendigung der Konferenz wird dann Rußland sich vielleicht wieder so stark fühlen, einen neuen Krieg mit Japan oder gegen eine andere Macht zu beginnen. Türkei. ** Die Verstärkung der ausländischen Besatzungen auf Streta ist beabsichtigt. Die russische Besatzung auf Kreta wird demnächst um 400 Mann verstärkt werden; auch die italienische Besatzung soll Verstärkung erhalten. Man beabsichtigt, durch weitere Besetzung von Häfen und Zollämtern mit internationalen Truppen den Revolutionsherd im Westen zu zernieren. Die Insurgenten dagegen bereiten in Therisso neue Unterkünfte vor und sammeln Proviant für den Winter. Ihre finanziellen Bedürfnisse suchen die Insurgenten durch Ausgabe von Revolutionsbriefmarken zu decken. Auch wegen einer Anleihe von 100 000 Francs wird in Athen verhandelt. Hof und Gesellschaft. König Alfons von Spanien will sich, wie versichert wird, nun wirklich bald verloben. Die Erkorene soll, wie es heißt, eine englische Prinzessin, höchstwahrscheinlich eine Battenberg, sein. ** Der russische Minister Witte ist von Rominten wieder abgereist. Der Kaiser gab ihm mit dem Grafen Eulenburg im Automobil das Geleite zum Bahnhof. In Wirballen traf Witte mit seiner Gemahlin zusammen, um mit ihr die Reise nach Petersburg fortzusetzen. Der Kaiser Fehrte mit dem Grafen Eulenburg im Automobil nach JagdSchloß Rominten zurück. Soziales soeben: sich stachen, zu Tode getroffen. In Ludwigshafen fam es zwischen einem Tagelöhner und seiner Frau zu Tätlichfeiten. Die Frau flüchtete auf die Straße und wurde dort von dem sie verfolgenden Manne mit einem Beile erschlagen. Dann brachte der Wüterich auch seinem vierjährigen Töchterchen schwere Verlegungen bei. † Durch Sand verschüttet. Im Dorfe Lauenbach in Baden wurden fünf Kinder, die auf einem Sandhausen spielten, durch abrutschende Massen verschüttet. Zwei konnten nur als Leichen ausgegraben werden. † Kabel im Bodensee. Auf dem Dampfboot ,, König" wurde die Legung des von Württemberg, Bayern und der Schweiz geplanten Telegraphenkabels durch den Bodensee von Friedrichshafen nach Romanshorn begonnen. Nachdem etwa 500 Meter gelegt waren, sprang das Kabel infolge zu rascher Windungen aus der Rolle und erlitt eine Knickung, durch die die Stromleitung unterbrochen wurde. Die drohende Aussperrung in den Berliner Elektri tätswerken. Da die Arbeiterversammlungen ein Eingehen auf das von den Werken gestellte Ultimatum abgelehnt haben, bleibt die Stilllegung zweier großer Werke bestehen. Die Verwaltungen der bei dem Streit beteiligten Firmen, Allg. Elektrizitäts- Gesellschaft, Siemens u. Halske und Siemens- Schuckert, haben angeordnet, daß sämtliche Fabriken der Firmen in Berlin und den Vororten mit Ausnahme der Glühlampenfabrik am Sonnabend mittag geschlossen werden, wenn bis dahin keine anderweitigen Abmachungen mit den Arbeitern zustande gekommen sind. Dadurch würden 33 000 Arbeiter ausgesperrt. Aus London meldeten die Arbeiter der Filiale der Siemens u. Halske= Werke, daß sie die Arbeit ebenfalls niederlegen würden, falls die Aussperrung Tatsache würde. Die Werke haben erklärt, bis Sonnabend noch zu Verhandlungen bereit zu sein. Die Forderungen der Arbeiter, die den Anlaß zu der Differenz gaben, waren folgende: Die Schraubendreher auf dem Werner- Werk verlangten für einige Affordpositionen eine Erhöhung um 15 Proz., weiter stellten sie die Forderung, daß bei allen Differenzen mit den Meistern über Akkordpreise eine Kommission der Schraubendreher mit entscheiden soll. Diese lettere Bedingung war von der Werkleitung ganz abgelehnt worden, während sie eine Erhöhung der AkfordLöhne um 5 Proz. bewilligte. Bei der Allgemeinen Gleftrizitätsgesellschaft verlangten die Lagerarbeiter im Kabelwerk Oberschöneweide einen Anfangsstundenlohn von 33 Pfennig, der in allmählicher Steigerung nach zwei Jahren den Satz von 50 Pfennig erreichen sollte. Der bisher gezahlte Stundenlohn betrug 30 Pfennig. Nach zehn Jahren betrug er 50 Pfennig pro Stunde. Die Direktion machte geringere Zugeständnisse, die die Arbeiter für ungenügend hielten, weswegen sie die Arbeit niederlegten. Der Landwirt. † Brieftauben- Wettflug. In Stuttgart wurden anläßlich des dort gefeierten Volksfestes 7000 Militär- Brieftauben aus allen Teilen des Reiches zu einem Wettfluge aufgelassen. Die erste Abteilung hat die Bestimmung, eine Huldigungsdepesche an den Kaiser nach Berlin zu überbringen; ein zweiter Flug war mit Depeschen an den Prinz- Regenten von Bayern, ein dritter mit solchen an den Großherzog von Baden versehen. † Von Zigeunern erschossen. Bei Lichtenau wurde ein Gendarm von einer Zigeunerbande angegriffen. Die Zi geuner schossen mit Revolvern, und der Beamte wurde sc schwer verletzt, daß er seinen Wunden erlag. Die Bande entfam. † Wasser als Triebkraft für Eisenbahnen. In der Schwei beabsichtigt die Bundesregierung, eine umfassende Verwen dung von Wasserkräften für den Betrieb elektrischer Eisen bahnen in die Wege zu leiten. In verschiedenen Gegender des Landes sollen Konzessionen für zirka 100 000 Pferde fräfte erworben und den Bundesbahnen reserviert werden Ein eidgenössisches Gesetz befindet sich in Vorbereitung, da die ganze Frage einheitlich regeln und auch ein Verbot de Ausfuhr von Wasserkräften enthalten soll. am Die Rentabilität der Geflügelhaltung. Ein Genosse der Eierverkaufsgenossenschaft in Wiefelstede( Oldenburg) teilt folgende Aufstellung über Einnahmen und Ausgaben für seinen Geflügelbestand mit: Am 1. Januar 1904- den 230 weiße Italiener und am 31. Dezember 1904 250 gehalten. Die Einnahmen setten sich folgendermaßen zusammen: Von der Genossenschaft für Eier 1684,83, im Haushalt verbrauchte Eier 106,00 Mart, für Zucht- und Schlachtgeflügel 174,60, für Bruteier 36, im Haushalt verbrauchtes Geflügel 20,00 und Mehrwert des Hühnerbestandes am Jahresende 40 mt. Die Einnahmen betragen also insgesamt 2061,43 mk., das sind pro Henne 8,24 Mr. Die Ausgaben setzen sich dem Geldwerte nach zusammen: Gerste und Gerstenmehl 396,92, Mais und Maismehl 370,15, Weizen 87,5, Weizenkleie 51,55, Hafer 17,50, Fischmehl 134,75, Muscheln 7,50, Granat 6,00, Hafergrüße 18,70, Buchweizengrüße 6,00, Reis 8,76, Grünfutter und Kartoffeln 96,70, zusammen für Futtermittel also 1202,28 Mt. Dazu kommt noch Abschreibung und Verzinsung für das Hühnerhaus mit 65,00 und Verschiedenes mit 44,28 Mt., so daß die Ausgaben 1311,65 Mf. betragen. Der Nettoüberschuß beträgt demnach 749,87 mf. oder für jede Henne 3,26 Mt. Rechnet man die Henne mit 2,00 mt., so find 230 Stück 460 mt. wert und haben im Jahre 749,87 Mt. gebracht, also 63 Proz. mehr, als ihr Wert beträgt Nab und fern. † Eisenbahn- Unfälle. In der Nähe von Cambridge stief der von Ely kommende Schnellzug mit einem Güterzug zusammen. Zahlreiche Passagiere wurden verletzt. Unte den Trümmern des verunglückten Zuges liegen eine Anzah Tote. Durch den Zusammenstoß einer Lokomotive mi einem beladenen Zuge der Kleinbahn der„ Adolfshütte" be Crosta in Schlesien wurde ein Bremser getötet und der Lo komotivführer schwer verletzt. † General Booth Ehrenbürger von London. Dem greiser Leiter und Begründer der Heilsarmee, General Booth, is durch einstimmigen Beschluß der City- Corporation das Lon doner Ehrenbürgerrecht verliehen worden. In dem Kasten der die Urkunde enthielt, waren 100 Guincen( 2100 Mark für die Heilsarmee enthalten. † Der Turbinendampfer. Die Probefahrt des ersten deutschen Turbinendampfers Kaiser" ist sehr erfolgreich verlaufen. Das Fahrzeug läuft völlig ohne das leidige Vibrieren. Bei einer Geschwindigkeit von über zwanzig Seemeilen in der Stunde merkte man nicht die geringste Erschütterung, wie sie bei Schiffen mit Kolbenmaschinen unabwendbar erscheint. † Durch Kohlengas erstickt. Auf dem Rittergute Gadegast in Sachsen kamen zwei polnische Arbeiterinnen durch Ersticken ums Leben. Sie hatten nasse Kleider zum Trocknen an den Ofen gehängt und die Klappe offen gelassen. † 2800 Ballen Baumwolle verbrannt. In Liverpool ent stand in einem Warenspeicher der Firma Midwood Feuer Der Brand griff reißend um sich und fand in der auf gestapelten Baumwolle, von der 2800 Ballen in den Speicher lagerten, reichliche Nahrung. Das Gebäude wurd bollständig zerstört. Der Schaden beläuft sich auf zwei Mil lionen Mark. † Tod durch seelische Erschütterung. Auf dem Bahnhofe zu Glogau war ein Rangierer bei seinem Berufe verunglückt. Als man dem hochbetagten Vater den Tod des Sohnes meldete, wurde er durch dia Trauerkunde so erschüttert, daß er verstarb. † Blutige Taten. In Fulda gerieten eine Anzahl Erd arbeiter in Streit. Zwei Leute wurden von bayerischen Kameraden, die im Handgemenge wütend mit Messern um † Schiffs- Zusammenstoß. Der englische Dampfer Luct Richmond" stieß bei der Goodwin- Sandbank mit dem Dampfer Chemnitz" des Norddeutschen Lloyd zusammen Der englische Dampfer wurde schwer havariert, die„ Chem nig" erlitt nur leichte Beschädigungen und konnte die Fahri fortsetzen. Aus dem Gerichtsfaal. § lebertretung des Ausweisungsbefehls. Der holländische Sozialdemokrat Domela Nieuwenhuis, der aus Deutschland ausgewiesen war, wurde bei seinem Eintreffen in Köln am 11, September verhaftet und jetzt vom Schöffengericht wegen Uebertretung des Ausweisungsbefehles zu fünf Tagen Haft berurteilt, die als durch die Untersuchungshaft verbüßt be. trachtet wurden. Nieuwenhuis, der angab, er habe geglaubt, wieder berechtigt zu sein, nach Deutschland zu kom men, nachdem er wiederholt unbehelligt zurückgekehrt sei, wurde sofort freigelassen. † Erdbeben in Skandinavien. In Lundby auf der Insel Hisinge wurde ein starkes Erdbeben verspürt. Um mittaç bernahm man ein unterirdisches Getöse, gleichzeitig beganner die Häuser so stark zu zittern, daß die Wände und Mauerr Risse erhielten. Die Erderschütterung dauerte etwa ein Minute. An mehreren Stellen entstanden tiefe Risse, die bielfach einen Fuß breit waren. In dem östlichen Teile der Insel ist der Erdboden bedeutend eingesunken. Neun Häu ser wurden durch das Erdbeben beschädigt. § Ein neuer Pückler- Prozeß. Bei der Straffammer zu Görliz ist Strafantrag gestellt worden gegen die„ Görlitzer Volkszeitung" wegen Beleidigung des Landgerichts Glogau, begangen durch den Abdruck eines, einem süddeutschen Blatte entnommenen Artikels: Schlesische Justiz", der die Stellungnahme des Glogauer Gerichts in einem der PücklerProzesse kritisiert. † Rätselhafter Tod. In Ungarn, im Komitat Szatmar, wurden die Leichen dreier junger Mädchen aus dem Sza mos- Flusse gezogen. Wie die Untersuchung ergab, sind die Mädchen erwürgt und dann in den Fluß geworfen. Die Mutter ist mit ihrem drei Jahre alten Söhnchen verschwun den. Es finden Nachforschungen statt, ob die Frau ihre Töchter umgebracht hat und dann entflohen, oder ob sie selber ums Leben gebracht ist. Indessen gilt es als wahr. scheinlich, daß die ganze Familie ermordet ist. § Verurteilter Falschmünzer. Das Schwurgericht zu Ratibor verurteilte den Zigarrenmacher Pachorzyka wegen Falschmünzerei zu vier Jahren Zuchthaus. Er hatte falsche Zweimark- Stücke angefertigt und in den Verkehr gebracht. § Die Angst vor der Operation. Ein Torpedoheizer, der im Schiffslazarett des Panzerkreuzers Prinz Adalbert" einer Operation untertoorfen werden sollte, griff aus Angst den behandelnden Oberstabsarzt Siebert tätlich an. Er wurde vom Kriegsgericht zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. † Sturmkatastrophe auf den Philippinen. Ein Taifun hat die Stadt Manila heimgesucht. Die Eingeborenen. Viertel sind zerstört. 8000 Menschen sind obdachlos. Fünf Eingeborene wurden getötet und zweihundert verwundet. † Explodierte Fenerwerk- Fabrik. In Greenpoint bei Newyork flog eine Fabrik von Feuerwerks- Körpern in die Luft. Viele Personen kamen durch die Explosion ums Leben. Ein Leichnam wurde 200 Fuß fortaeschleudert. Vermischtes. betitelt ift: D des Ausschuffe biele in Deu b. Schendendo Lorenz heraus Kaisers gefd gewidmet. G föftlichen Anr Beim Lesen f ländische Gif zu Worte fon die Frage auf belfen? Unfere& ift 1872 au Siegfrieds Orden. Ein Münchener Gelehrter crze seinem Söhnchen aus dem Nibelungen- Liede, wie der c hörnte Siegfried als Kampfgenosse des Königs Ginther die Könige der Sachsen und Dänen besiegte und wie ihn Gunther deshalb so gern gehabt habe. Da unterbrach der Knabe den Vater mit der Frage:„ Gelt, Papi, dafür hat der Siegfried doch einen Orden bekommen?" Chored. R., wet der Frau des in Berlin auf seinem Kahn im Urbauhasen verstorbenen Schiffers Lehmann sind Cholerabazillen festgestellt worden. Die Frau ist ein sogenannter Bazillenträger, fühlt sich aber sonst völlig wohl. Infolge dieser Entdeckung ist eine weitere Isolierung der Frau und der übrigen Familienmitglieder angeordnet. In Breslau sind die beiden cholerafranken Schifferfinder als genesen aus dem Krankenhause entlassen worden. Ein neuer Fall ist dort nicht vorgekommen. = Gedanken her feldern errun gefeftigt und durch die P fozialen Geg mit ihren per während ihre hat, foll hie Beftimmung und die Pflich Binie berufen brennenden Fra Boltsbildungsbe burd geistige B leben einen hö jezt, um die auch die förp reiferen Juger diesem Grund Voltsbildung fache unterfti haiten mi ift, die Fir Mittels zur die Pflege de ländischer G Parteibeftreb Die deu im Geifte Jo die hauptsäd gebantens ge mit Abficht i gelegentlich d bei Leipzig Vaterlandelie Bräute hundertweise. Auf dem Markte eines schwäl i- schen Landstädtchens stand fürzlich über den Umsatz auf dem Krautmarkte wie folgt zu lesen: Brautmarkt auf dem Charlottenplay; Zufuhr 1500 Stück, Preis 18 bis 23 Mt. für 100 Stück."- Was der arge Druckfehler- Teufel auch alles anrichtet! - = Ein Erbrazug für einen Grenadier. Ein holländischer Grenadier, der im Haag in Garnison liegt, hatte durch Verspätung den Anschluß an den letzten Zug nach Rotter dam versäumt. Da er nachts in der Kaserne eintreffen mußte und den fälligen Zug ohne jedes Verschulden seiner. seits nicht erreicht hatte, ließ die Eisenbahndirefion ihn mit telst Extrazuges in seine Garnison befördern. Dieser Zug bestand aus der Lokomotive und einem Personenwagen, dessen einziger Reisender der Grenadier war. - Vogelschutz in Japan. Die japanische Regierung will die Ausfuhr von Vogelbälgen verbieten. Durch das massenhafte Morden nüglicher Vögel ist eine solche Menge schädlicher Insekten in Japan aufgekommen, daß der Ackerbau darunter zu leiden beginnt. Die Reisfelder wimmeln von Ungeziefer. Man hofft, daß die Vögel, wenn man sie, in Ruhe läßt, sich wieder besser vermehren und die Feinde der Landwirtschaft vertilgen werden. Der Ertrag, den die Vogelbälge bringen, fällt nicht ins Gewicht gegen Den Schaden, den die Landwirtschaft erleidet, und die Japaner sind der Meinung, daß die putsüchtigen Amerikanerinnen, die sich die Vogelleichen auf den Kopf setzen die Bälge wandern zumeist nach Amerika die Vögel dazu aus ihrem eigenen Lande beziehen könnten. † Fener im Kabelwerk an der Oberspree. In dem der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft gehörenden Kabelwerk an der Oberspree vor Berlin, wo die Arbeiter zurzeit ausgesperrt sind, brach ein gewaltiger Brand aus, der die großen Vorräte von Jute, Wolle und Seide, die im obersten Stockwerk des Lagerhauses sich befinden, vollständig vernichtete. Der Schaden wird auf 200 000 Mark geschätzt, wozu noch der Gebäudeschaden im Betrage von 50 000 Mart kommt. Den Feuerwehren aus der ganzen Nachbarschaft gelang es erst unter großen Anstrengungen, den Brand zu löschen. Es wird angenommen, daß er durch Selbstentzün dung eingepreßter Wolleballen entstanden ist. † Freiwilliger Hungertod. In Berlin versuchte sich eine junge Frau dadurch zu töten, daß sie sich fast eine Woche in ein leeres Zimmer einschloß und keinerlei Nahrung zu sich nahm. Der Grund waren fortgesetzte Mißhandlungen durch ihren Mann. Die Unglückliche wurde zufällig aufgefunden und liegt schwer erkrankt darnieder. † Von der Cholera. Aus dem infizierten Gebiet werden vereinzelte Fälle gemeldet, darunter die Erkrankung eines obdachlosen Landstreichers im Kreise Stuhm, der in die Cholera- Baracke in Pisfel cingeliefert wurde. Im Kreise Züllichan- Schwiebus ist kein Fall vorgekommen, nachdem die Untersuchung eines unter verdächtigen Momenten plötzlich verstorbenen Knaben ergeben hat, daß es sich nicht um Cholera handelt. † Der Schaffuer als Retter. Als der holländische D- Bug durch die Station Remagen fuhr, sprang ein zehnjähriges Mädchen auf das Geleise, und seine ältere Schwester sprang ihr nach. Ein Schaffner ergriff die Kinder, drückte sie an das Gitter und rettete sie mit höchster Lebensgefahr. Wehrkraft durch Erziehung. Von Direktor Herrich Leipzig. In folgendem bringen wir den Vortrag des Direktors Herrich- Leipzig zum Abdruck, der am Johannts tag dieses Jahres auf der Jahresversammlung des sächsischen Landesverbandes der Gesellschaft für Ver breitung von Volksbildung in Mylau in Sachsen ge halten wurde. Als vor wenigen Wochen das gesamte deutsche Volk in würdiger Weise der ernsten Stunde gedachte, zu der vor 100 Jahren ihm das genommen wurde, was an Friedrich Schiller sterblich war, mahnten alle einfichtsvollen Redner, feinen leeren, unfruchtbaren Toten fultus zu treiben, sondern ständig dessen eingedenk zu bleiben und festzuhalten, was der große Dichter an unsterblichen geistigen Werten geschaffen und uns zum unbergänglichen Erbe überwiesen hat. Es ist richtig, wenn der Gedenktag nicht bergebens gefeiert sein soll, müssen die hehren Impulse, die uns An uns ist und auf den geschenkt hat, als ein blaffe fawebte. In Geschlechte, das wenn wir uns Sinn der Väter mit der wad Forderungen!" ** Der shule zu Botsd und Rompagnie ( 2. Großh. Heff Berdienstordens ** Der 6 ben. Profeffor trag den Staats rat Rombeld. PA. Diese berechnete Song Wajd zu Gießen wu Trochen aufgehä bafefiide gefto Lage fich die S fchiedenen Stel übrigens bon gefeben. weiteren Bew Wäsche geftob wurden im * Kob Brannfohlen erzeugt. Die 283038, bez ** * Hal Nacht zum M übergange an die Erinnerung brachte, fortwirken und zu lebendigen Fuhrleute herau Handlungen ausgestaltet werden. Schiller ist, trobent geschloffen. Ei er nach der Ansicht mancher nichts als Jdealismus teicher, hatte f bietet, doch ein wahrer Prophet und begeisteter baterländischer Sänger, einer der tüchtigsten Voltserzieher als Persönlichkeit des Kampfes und der Tat, und desBarriere niederz ** Letzten eine Hauptverfan und Volksbildner. In seinen Schöpfungen zeigte er sich Gemeinnützige halb soll gerade er, der der großen Zeit, der Aera erichts durch den Kaiser Wilhelms I. und Bismards mit am erfolgreichsten Darmstadt, hielt borgearbeitet hat, heute am Johannistage, dem Tage der altgermanischen Sonnenwendfeier, zum Rufer in gebenden Vortrag Der Baugenoffenfa einer Bewegung werden, die seit langem die Gemüter urde auf Anregu ernster, weitblickender Männer beschäftigt und ihren be- utarbeitung eines redten Ausdruck in einem Werke findet, das fürzlich in Menoffenschaften ein zweiter Auflage bet Teubner in Leipzig erschienen und meifter Dr. Fren idaffung für b aal. Der holländisch aus Deutschland betitelt ist:„ Wehrkraft durch Erziehung". Im Namen des Ausschusses zur Förderung der Volks- und Jugendpiele in Deutschland von dem Landtagsabgeordneten | Schlusse sprach Pfarrer Los über das Thema„ Warum treiben wir Wohnungsreform". Rebner wies schlagend nach, daß es eine nationale Pflicht sei, an der Hebung der ffen in Köln am b. Schenckendorff und dem Realschuldirektor Dr. Hermann Bohnungsverhältnisse der minderbemittelten Klassen mit aller fünf Tagen Haft Kaisers geschmückt und dem deutschen Kronprinzen Gießen gewählt. ab, er habe geftlichen Anregungen flutet uns aus dem Buche entgegen. ffengericht wegen Lorenz herausgegeben, ist das Buch mit dem Bilde des Kraft zu arbeiten. Als Ort der nächsten Tagung wurde haft verbüßt be tschland zu fom zurüdgefehrt sei, Straffammer zu en die ,, Görliber gerichts Glogau, ddeutschen Blatte gewidmet. Eine Fülle von trefflichen Mahnungen und Beim Lesen fühlt und empfindet man, daß treue baterländische Gesinnung und warme Liebe zur Jugend hier zu Worte fommen; und unwillkürlich drängt sich einem die Frage auf: Wie können wir die gute Sache fördern belfen? *** Lollar, 28. September.( Eigener Drahtbericht.) Bei der heute stattgefundenen Bürgermeisterwahl erhielt Beigeordneter Heinrich Schmidt 129 Stimmen Wagnermeister Karl Schwalm 110 " 4 Stimmen waren zersplittert. Beigeordner Schmidt nem et die Stel. iſt 1872 aus per, nationalen Begeisterung und dem ist also gewählt. Die Wahlbeteiligung ist seg em der Büdler. Gedanken herausgeboren, daß nach der auf den Schlacht, früher eine weit stärkere gewesen. felldern errungenen äußeren Einigkeit auch die innere Echourgericht zu gefestigt und vor allen Dingen versucht werden müsse, unserer Stadt, die bereits vor zwei Jahren ihren Anfang Bachorzyta wegen durch die Pflege idealer und praktischer Bildung die §§ Gräuberg, 27. September. Die Kanalisation genommen, wird jetzt fortgeführt und zur Fertigstellung der ben Hauptstraßen die Anlagen völlig fertiggestellt sein. schaft und zeitgemäßen Bedürfnisses: elektrisches oder GasEr hatte fald fozialen Gegenfäße auszugleichen. Was die Gesellschaft gesamten Anlage gebracht. Bis zum Gallusmarkt dürften in Verkehr gebragt mit ihren persönlichen und körperschaftlichen Mitgliedern Corpedoheizer, der während ihres mehr als 30jährigen Bestehens geleistet Hoffentlich bleibt nun der dritte Punkt moderner Errungen Bring Adalbert griff aus Angit Bestimmung und Zusammensetzung aber soll das Recht licht, nicht lange mehr aus. hat, soll hier nicht untersucht werden; aus ihrer Gefängnis ver und die Pflicht hergeleitet werden, daß sie in erster Linie berufen ist, an der Lösung der gegenwärtig so brennenden Frage tatkräftig mitzuwirken. Wenn die Bolfsbildungsvereine bisher geglaubt haben, vorwiegend durch geistige Bildung und reales Wissen dem Menschenelehrter cra leben einen höheren Inhalt zu geben, so müssen fie de, wie der jegt, um die Wehrhaftigkeit zu steigern, gleicherweise Königs Gnth auch die körperliche Kraft und Gewandtheit bei der te und a unterbrach der pi, dafür hat der te eines id Umfaß auf d marft auf 18 bis 28 ehler- Teufel h Ein holländifer iegt, hatte durd erschulden feiner. ar. diesem Grunde müssen sämtliche Glieder der deutschen Volksbildungsgemeinschaft mit allen Kräften die Turnfache unterstüßen und treue Freundschaft schließen und haiten mit der Deutschen Turnerschaft, deren Zweck ist die Förderung des deutschen Turnens als eines Dittels zur förperlichen und sittlichen Kräftigung, sowie die Pflege des deutschen Voltsbewußtseins und baterländischer Gesinnung unter Ausschluß aller politischen Barteibestrebungen. Die deutschen Turner haben seit vielen Jahrzenten Bug na Rotter im Geifte Jahns gearbeitet und sind lange Zeit mit ajerne eintreffen die Hauptsächlichsten Träger des deutschen EinigungsDiretion ihn mit gedankens gewesen. Heinrich v. Treitschke hat darum en. Dieser Zug mit Absicht im Jahre 1863 in seiner bedeutsamen Rede Bersonenwagen gelegentlich der 50jährigen Gedenkfeier der Völkerschlacht bei Leipzig prophetischen Geistes und von glühender e Regierung will Vaterlandsliebe erfüllt zu den deutschen Turnern gesagt: Durch das massen n uns ist es, das Werk unserer Väter zu vollenden che Menge schad und auf dem Boden, den ihr Heldenmut uns neu Daß der Aderbau geschenkt hat, jenes einige Reich zu gründen, das nur Der wimmeln bon als ein blasses Bild der Sehnsucht von ihrer Seele wenn man lie in schwebte. In unsere Hand ist es gegeben, dem großen d die Feinde der Beschlechte, das hier blutete, die Unsterblichkeit zu sichern, trag, den die wenn wir uns den tapferen, treuen, vaterländischen ht gegen Sinn der Väter bewahren und diesen Geist fortbilden nd die Japane merikanerinnen mit der wachsenden Zeit und ihren wachsenden die Bälge Forderungen!" ( Schluß folgt.) en Sen I dazu aus ihrem en Gebiet werden Erfrankung eines uhm, der in die rde. Im Kreise men, nachdem die Lokales. 28. September 1905. ** Der Großherzog hat dem Major bei der Kriegsorienten blöslid hule zu Potsdam von dem Busch, seither Hauptmann 3 fich nicht um und Kompagniechef im Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm ( 2. Großh. Hess) Nr. 116 das Ritterkreuz 1. Klasse des ländische D- Bug Berdienstordens Philipps das Großmütigen verliehen. ** Der Großherzog empfing am 27. September ein zehnjähriges Schwester sprang den. Professor Dr. Frant von Gießen; zum Vorer, drückte sie an trag den Staatsminister Rothe und den Geheimen Kabinettsensgefahr. rat Römheld. gung. 3. ram Jobarat PA. Diese Woche tagt in Leipzig der auf 4 Tage berechnete Kongreß für innere Mission. ** Wäschedieb. Einem Bewohner der Bruchstraße Trocknen aufgehängten Wäsche eine Anzahl besserer Kinder§§ Müde, 27. September. Kaum sind das MückeHotel und das neue Weichenhaus unter Dach gebracht worden, so erbaut man schon wieder ein neues Gebäude. Es wird von dem Postsekretär Philippi als Wohnhaus errichtet. Postsekretär Philippi tritt mit dem November in ben wohlverdienten Ruhestand. An seine Stelle kommt Boftverwalter Better von Groß- Felda. § Weglar, 27. September. Der heutige Vichmarkt war mit 160 Stück Rindvich und 600 Schweinen beschickt. X Treysa, 27. September. Die Erdarbeiten an der Teilstrecke Treyfa- Loßhausen dürften bis Ende dieses Jahres beendet werden. Bortrag des Gießen wurde in der bergangenen Nacht aus der zum ſammlung de ragefilde gestohlen. Der Dieb hat anscheinend ſchon bei Gait, für Ve tee fich die Sachen angeſehen, benn et nahm an ver nur besseren Stücke. Er wurde in Sachsen übrigens von einem in der Nähe wohnenden Postbeamten gesehen. Nachträglich wird noch bekannt, daß zwei gefamte deutsche weiteren Bewohnern genannter Straße heute Nacht ebenfalls Stunde gedachte Bäsche gestohlen worden ist. Der Täter soll erkannt sein. men wurde, wal Kohlenproduktion. Nach amtlichen Angaben mahnten alle ein Branntohlen und 6363 Tonnen Briketts und Naßpreßsteine 283038, bezw. 46 311 Tonnen. * §§ Aus dem Vogelsberg, 27. September. Die Keller reichen nicht aus, den ungewöhnlich großen Kartoffelfegen all zu fassen und aufzunehmen. In solchem Maße wie heuer haben die Kartoffeln lange nicht eingetragen. Aber auch die übrigen Hackgewächse, wie Kraut( Kohl) und Wirsing, Didwurz und Kohlrüben sind in vollendeter Weise gediehen. × Alsfeld, 27. Sptember. Sonntag, den 1. Oftober, findet nachmittags um 21 Uhr im„ Deutschen Hause" dahier die Generalversammlung der Oberhessischen Kornhausgenossenschaft statt. §§ Groß Felda, 27. September. Mit Beginn des nächsten Monats verläßt der hiesige praktische Arzt Dr. Schaub seinen seitherigen Wirkungsfreis, um nach Heidelberg überzusiedeln, wo er eine Stelle an einem Krankenhause übernimmt. Ungern sieht man den beliebten Arzt scheiden, der sowohl als Bürger, wie als Arzt seines umfangreichen Bezirkes allgemeiner Hochachtung und Verehrung sich erfreute. Möge man ihm in seinem neuen Wirkungskreise mit gleichen Vertrauen lohnen! * Hersfeld, 27. September. Die fommissarische Verwaltung des durch den Tod des Freiherrn von Schleiniß erledigten Landratsamtes Hersfeld wurde dem Regierungsassessor von Grunelius in Potsdam übertragen. > Mainz, 27. September. Während der landw. und Jubiläums- Ausstellung sind rund 100 000 Bersonen mittels Dampfer über die Maarau gesetzt worden. * - Mann Namens Wißner in Obenhausen der Vater des Kindes, wie die Angeklagte jetzt auch zugesteht. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage, worauf die Angeklagte zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt wurde. Auf die Strafe werden 4 Monate Untersuchungshaft angerechnet. Mainz, 27. September. Zur Oberbürgermeisterwahl. Der„ Kl. Presse" wird geschrieben: Die sozialdemokratische Fraktion der Stadtverordnetenversammlung beschloß gestern Abend einstimmig, bei der Bürgermeisterwahl für Dr. Göttelmann einzutreten. Damit ist dessen Wahl zum ersten Bürgermeister von Mainz gesichert. Die Täter, die am Sonntag- Abend den Bosten Kaiser beim < Mainz, 27. September. Der überfallene Bosten. Pulvermagazin überfielen, siad jezt verhaftet worden. Es sind die Musketiere Klein und Hufnagel von der 10. Komp. des 117. Inf.- Reg. Kaiser gab bei einer kurzen Ver nehmung an, daß der Ueberfall von zwei Infanteristen verübt worden sei. Bei dem sofort bei allen Regimentern der Garnison anbefohlenen Appell fand man an den Sonntagsröcken und Seitengewehren der Verhafteten Blutſpuren. Sofortige Recherchen ergaben, daß die beiden am Sonntag Marktberichte. Sieken, 28. Sepbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per fb 1.10-1.25 MI., Hühnereier per Stüd 7-8 Bfg., Enteneter St. 6-7 Pfg., Käse per St. 6-8 Bfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Baar ART. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd C.80-1.80, Enten per Stid 1.80-2.20, Gänse per Pfb. 00-00 Pfa., Dssenfleisch per fb. 72-82 fg., Rindfletsch per fb. 70-72 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 76-86 Bfg. Schweine fleisch gesalzen per Pfund 0.90 Bfg., Kalbfleisch per Pfb. 70-80 Bfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 5.0C- 550 mt., 8wiebeln per St. Wit. 6.00-8.00, Weiskraut 10-15 Pf. per Stud, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Pfund 10-30 Pfg. Zwetschen per Zentner 6.00.- 7.00, Kirschen per Pfd. 00-00 Pfg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktjeit im Umherziehen feilgeboten werden. einem Trinkgelage beiwohnten, ban, amend, toor die or gingen und nach einem Frauenzim, er uten bei famen sie auf das Gebiet Poftens, ihnen guten Rat gab, sie möchten schleunigst das Festungsgelände verlassen und sich nicht unglücklich machen. Die beiden schlugen den Rat aber in den Wind und drangen auf den Boften ein, ihm so schwere Verlegungen beibringend, daß er ohnmächtig zusammenbrach. Der Ueberfallene hat dem AnAn dem Holzschafte sieht man nämlich scharfe Einschnitte, die jedenfalls von einem Seitengewehr herrühren. Im Verlaufe des Ringens muß die Waffe jedoch Kaiser entwunden und in bestialischer Wut gegen ihn selbst gerichtet worden K Frankfurt, a. M.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3.40-3.80 Mt., Stroh 2.60-2.80 Mt. Alles per 50 Kilo. Sießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Boraussichtliche Witterung in Heffer für Freitag, den 29. September. Nur vorübergehend etwas aufheiternd, morgens vielfach Nebel, anhaltend fühl. ( Näheres durch die Gießener Betterfarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratentell: Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. 5000 Heilberichte Don Hals- u. Lungenkranken bezengen übereinstimmend die oft geradezu verblüffende Wirkung des von der Firma Brockhaus& Cie. in Berlin- Halensee in den Handel gebrachten Pflanzenheilmittels. - Fünftausend Patienten haben in einem Zeitraume bon knapp 2 Jahren aus freiem Antriebe in mitunter begeisterten Worten die wohltätige Wirkung des von der Firma Brockhaus& Cie. in Berlin- Halensee in den Handel gebrachten Mittels bestätigt. Damit dürfte der Beweis für dessen Vortrefflichkeit vollauf erbracht sein. Die Anerkennungsschreiben, die wohl in jedem einzelnen Falle dem Gefühle der Freude über den gehabten Erfolg entsprungen sind, liegen in dem Bureau der Firma zu jedermanns Einsicht zur Verfügung. Eine große Anzahl dieser Briefe stammt von Lungenschwindsüchtigen, die fast einstimmig berichten, daß schon nach kurzem Gebrauch des Mittels eine wesentliche Besserung zu verzeichnen gewesen sei. Etne weitere, nicht minder große Zahl der Dankschreiben ist von Patienten eingelaufen, die an chronischen Katarrhen, altem Husten, chronischer Heiserkeit, Verschleimung, Asthma, chronischer Bronchitis 2c. gelitten haben und die befunden, daß das Brockhaus'sche Heilmittel mitunter geradezu überraschend schnell gewirkt habe. Eine Sache, die so vielen Leidenden geholfen hat, ſollte von niemandem unbeachtet gelaffen werden, der mit irgend einer Affektion der Lunge oder des Halses zu kämpfen hat. Das Mittel, lediglich aus den Blättern und Blüten der Galeopsis ochroleuca, einer giftfreten Heilpflanze, hergestellt, ist zufolge einer Kaiserlichen Verordnung vom 22. Oktober 1901 dem freien Verkehr mittelten angewandt werden kann. Um dasselbe immer weiteren Kreisen dienstbar zu machen, erklärt sich die oben genannte Probe toftenFirma bereit, los zur Veruchtbaren Toten wurden im Großherzogtum im Auguft 33 696 Tonnen scheine nach sich mit seinem Gewehr zur Verteidigung gesezt. überlassen und so billig, daß es auch von MinderbeSe Dichter an unzeugt. Die Produktion von Januar bis Auguft cr. war ffen eingebent zu und uns zum ** Halt, wenn Barriere geschlossen! In der g nicht bergebacht zum Mittwoch gegen 3 Uhr wurde der beim Bahn- sein, denn man fand das Gewehr zerbrochen vor. Impulje, die as bergange an der Licherstraße stationierte Bahnwärter durch d zu lebendige Fahrleute herausgerufen. Als er hinaustrat, fand er die Schranke iller tit, tragem geschlossen. Ein Epaßoogel, wenn auch gerade kein geiftals gaismusicher, hatte sich die Mühe gemacht, nächtlicherweile die begeiieter bater Barriere niederzulassen. *** Leßten Sonntag hielt in Mainz der Verband der Aus dem Gerichts[ aal. Schwurgericht. Gießen, den 26. September 1905. Das Schwurgericht verhandelte heute in nichtöffentlicher jedem Inter- Probe kostenlos! Probe kostenlos! fügung zu ſtelessenten eine len. Wer diese fostenlose Probe zu erhalten wünscht, möge der Firma Brockhaus& Cie. seine Adresse mitteilen und seinem Briefe 20 Pfg. für Porto 2c. beilegen. Er erhält dann die Probe umgehend franko zugesandt; beigelegt wird gen zeigte er fid Gemeinnütigen Bauvereine im Großherzogtum Hessen Sigung gegen die Dienstmagd Marie Ortwein aus Frisch ihr, ebenfalls durchaus kostenfrei, eine umfangreiche Zeit, der Alert berichts durch den Vorsigenden, Verbant sdirektor Gretschel- Frischborn gegen Konrad Gundrum in Weinheim wegen Lat, und des eine Hauptversammlung ab. Nach Erstattung des Jahres born, die in der Prozeßsache des Johs. Lochhaag von Darmstadt, hielt Rendant Doering Gießen einen ein Dr. med. A. Kühner in Coburg, in der neben einer reiche notartell beglaubigte Dank- und Anerkennungsschreiben abgedruckt sind. age, dem Tag gehenden Vortrag über die Handhabung der Geschäftsführung wein gab seinerzeit Gundrum ihrem Schwager Lochhaas Reihe glänzender Heilberichte eines Wiener Arztes zahlem die Gemütende auf Anregung des Referenten eine Rommiffion zur gt und ihren bearbeitung eines Handbuchs für die gemeinnüßigen Baubas fürzlich in en offenschaften eingesetzt. Landtagsabgeordneter und Bürgerm erfolgreichften zum Rufer in der Baugenossenschaften. Im Anschluß an den Vortrag Unterhaltungspflicht einen Meineid geschworen. Die Ort gegenüber als Vater ihres neugeborenen Kindes aus, worauf Lochhaas als Vormund des Kindes gegen G. bei dem Amtsgericht Weinheim flagbar wurde. Bei der Verhandlung am 30. September 1904 hielt die Ortwein ihre Aussage sachen in Widerspruch, denn in Wahrheit ist ein verheirateter g erschienen und meister Dr. Frenay Bensheim referierte über die Geld unter Eid aufrecht. Die Angaben stehen aber mit den Tatbeschaffung für die gemeinnüßigen Bauvereine und zum Stadt- Theater Giessen Friedberger Fohlen- und Pferde- markt Direktion: Hermann Steingoetter. Eröffnung der Spielzeit 1905/06 Dienstag, den 3. Oktober mit: Der Kaufmann von Venedig. Abonnements werden von heute ab in Ernst Challiers Musikalienhandlung zu den alten Preisen ausgegeben. Den vorjährigen Abonnenten werden die alten Plätze bis Samstag, den 30. September reserviert. Dienstag, den 24. und Mittwoch, den 25. Oktober 1905. Verlosung am 25. Oftbr. v. 14 Fohlen, welche auf dem Markte angekauft werden, einigen Pferde Geschirren, landwirtschaftlichen Ge= räten und sonstigen nütlichen Gegenständen( im ganzen 250 Gewinne). Lose à 1 Mark sind zu beziehen durch die Herren J. Hirsch und W. Trapp. Zur Benutzung unserer Pferdeftälle wolle man sich rechtzeitig an das Unterzeichnete wenden. Das Pferdemarkt- Komite. Am 25. Oktober findet Rindvich, Schweine und Krämermarkt, sowie Faselmarkt statt. Noch 4 freiwillige Handwerker für diesen Herbst werden eingestellt bei der 2. Batterie furt a. M. Giessener Freiw. Feuerwehr 2. Raff. Beldartillerie- Regiments Nr. 63 Frankſowie Pflichtfeuerwehr I, I, III. und VI. Rotte Freitag, den 29. September, abds. 8 Uhr: Haupt- Uebung. Versteigerung. Dienstag, den 3. Oktober 1. J., nachmittag8 3 Uhr, sollen im städtischen Pfandlokale. Seltersweg 11, dahier die wegen rückständiger Gemeindeftener, rückständig. Mädchen- und Realschulgelder sowie die wegen rückständigen Waffergeldes geDie Mannschaften der Pflichtfeuerwehr haben eben- pfändeten Gegenst. als Schränke, falls pünktlich am Turmhaus am Brand anzutreten. Wigandt, Brandinspektor. Purn- Verein Contentia Turn こ Giessen( gegr. 1846). Sonntag, den 10. Oktober, Sonntag den 1. Oftober: Familien- Ausflug Abturnen. Anfang 4 Uhr nachmittags. Konzert. Abends 8 Uhr Preisverteilung und Tanz. Der Vorstand. nach Leihgestern ( bei Wirt Dern.) Abmarsch um 3 Uhr von der Schönen Aussicht, Heimfahrt um 7.45 Uhr von Großen Linden. Bei ungünstiger Witterung von 4 Uhr ab Zusammenkunft auf der Schönen Aussicht. Der Vorstand. Ingenieurschule zu Mannheim Städt. subv. höhere technische Fachschule. Programme kostenlos. Wer die politischen und künstlerischen Ereignisse und Strömungen der Gegenwart in einem humoristisch- fatirischen 3eitspiegel betrachten und verfolgen will, der lefe jede Woche die neueste nummer der reich illuftrirten Münchner Preis 30 Pfg. Probenummer gratis JUGEND Für Käufer! Provisionsfrei habe ich: Hotels, Wirtschaften Wirtschaften mit und ohne Metzgerei, Fabriken, Geschäfte und Wohnhäuser, Villen und Gelände in verschiedenen Preislagen zum Verkauf. Giessen, Bismarckstr. 10. J. Rosenthal Unterzeichneter empfiehlt seine garantiert reinen, unverfälschten Weine nur eigenes Wachstum und sichert streng reelle Bedienung zu. Weißweine, pro Liter 50 Pfg. aufwärts Rotweine " 70 " " " Bahlreiche Anerkennungen und Nachbestellungen bestätigen die gute. preiswürdige Qualität und liegen Originale hiervon zu jedermanns Einsicht offen. Probefässchen von ca. 25 bis 30 Liter unter Nachnahme. WeingutsLudwig Mathes, besitzer. Flonhelm( heinhessen). Vertikow, Kommoden, SchreibJ. A.: Schäfer, Wachtmeister. ZinsErmässigung bestehender tische, Sophas, Wagen und Pferde I. Hypotheken und eine Bade- Einrichtung ver= steigert werden. Gemmecker, Pfandmeister Gießen. Joh. Seibel Giessen, Ludwigspl. empfiehlt prima Rheinund Mosel- Weine. p. Fl. v. 50 Pfg. an bis zu den feinsten Marken. bis zu 33, Proz. bermittelt J. Rosenthal Gießen, Bismarckstraße 10. 10 bis 15 Rein. Kornbrot tüchtige Arbeiter per sofort gesucht. Gebrüder Kahl Gießen. Bu melden auf dem Kieslagerplay. 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L. 109, 112, 147, 175, 278 und 291 über 2000 Mt geblieben, obwohl sie b " M. 159, 180, 202, 220, 225, 278, 280 und 345 über 1000 " " " " 450, 462, 554, 559, 627, 664, 688, und 711 über 500 200 " " N. 31, 60, 104, 123, 152, 163, 182, 366, 0. 33, 101, 143, 195, 228 und 245 über P. 6, 9, 24, 81, 235, 281, 316 und 320 über b. vom 1894er Anlehen. 100 2000 Mr. 1000 N. 900, 903, 906, 949, 956 und 1066 über 500 " 0. 319, 391 und 397 über Lit. L. 340 und 350 über M. 404 und 446 über " Fatmirin ind man " Sr. 227. " 1 200 " " " P. 446, 523, 541 und 581 über 100 c. vom 1895er Anlehen. Lit. L. 436 über M. 550 über " 2000 Mt. 1000 " " N. 1130 und 1155 über 500" Es wird dies mit dem Anfügen zur Kenntnis der Besitzer der vorgenannten Schuldverschreibungen gebracht, daß die Einlösung derselben aus besten Roggenmehlen herge- und stellt, stets frisch und sehr wohl= schmeckend empfiehlt E. Muth, Giessen Brot- und Feinbäderet, Ludwigstraße 44. Hausfrauen- Verein Stellen- Vermittlung Giessen, Seltersweg 56, I ( nächst dem Voltsbad) Unentgeltlicher Nachweis mädchen Köchinnen, wärterinnen, für Dienst, Haus- und ZimmerLauf- Puß- und Waschfrauen. Im Anschluß an den KaufFür den städtischen Schlacht- männischen Verein: Verkäuferhof wird ein jüngerer Tag innen; an den Hausbeamtinneninnen, Buchhalterinnen, Kassierer= löhner zu dauernder Beschäftigung bei der Stadtkasse Gießen bei dem Bankhause A. Heichelheim in Gießen bei der Mitteldeutschen Kreditbank in Frank furt a. M. erfolgen kann, sowie daß die Verzinsung mit Ende Des zember 1905 aufhört. Von den in vorhergehenden Jahren ausgeloften Schuldverschreibungen find noch nicht zur Rückzahlung vorgelegt worden: " bom 1893er Anlehen Lit. O. 41, 114 u. 266 über 200 Mt. 100 500" 100 " 1894er " P. 311 über " " " " N. 1078 über " P. 411 über " " Gießen, den 27. September 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. " Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird gesucht. Nähere Auskunft über Verein: Stüßen, Kinderfräulein, das Teufelsluftgärtchen von heute an bis auf weiteres die Art der Beschäftigung und Haushälterinnen, Gesellschafter- für den Fuhrverkehr gesperrt. Lohnverhältnisse erteilt die Schlacht- bühren. innen gegen vorschriftsmäßige Ge hofverwaltung. Meldungen haben bis zum 1. Oktober zu erfolgen. I Keine Trunksucht mehr. Eine Probe von dem wunderbaren Cozapulver wird gratis geschickt. Kann in Kaffee, Thee, Essen oder Spirituosen gegeben werden, ohne dass der Trinker es zu wissen braucht. Gießen, den 26. September 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Verkauf von Bauplätzen an der Licherstraße. Die Stadt Gießen läßt Montag, den 9. Oktober, nachmittags 3 Uhr auf dem Großherzoglichen Ortsgericht drei nebeneinander gelegene Baupläße an der Licherstraße zwischen Wolfstraße und Landmannstraße und zwar Flur III, Nr. 273 4/10= 588 qm, " III, Nr. 273 = = 501 qm, III, Nr. 272 7/10 = = 514 qm, " COZAPULVER ist mehr wert wie alle Reden der Welt über Enthaltsamkeit, denn es erzielt die wunderbare Wirkung, dass die Spirituosen dem Trinker widrig vorkommen. COZA wirkt so still und sicher, dass Frau, Schwester oder Tochter ihm dasselbe ohne sein Mitwissen geben kann öffentlich meistbietend versteigern. und ohne dass er zu wissen braucht, was seine Besserung verursacht hat. COZA hat Tausende von Familien wieder versöhnt, hat von Schande und Unehre Tausende von Männern gerettet, welche nachher kräftige Mitbürger und tüchtige Geschäftsleute geworden sind. Es hat manchen jungen Mann auf den rechten Weg zum Glück geführt und das Leben vieler Menschen um mehrere Jahre verlängert. 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Bweimal durchma -U er hart vor dem Freit Zat, jeine zudenden Sind wir nicht Kerstens?-Du mi Rechtschaffenheit- baft genug nimmt, un hinreißen zu lassen. einander, wie es sich u alten Freunden ziemt tungen gelejen, und hungen unverständlic chem Scharfsinn Hönnte did nun m wohne Sorge nach a Bin dein aufrichti Bist, und da du di mill ich nicht, daß empfindlichen Sch nicht und höre m therspreche dir, da verde, deinen Sin aan, deine Vermut pirklich veranlaßt Leitung man in worin läge den Weltanschauung d Oho, da möch Kerstens, obwohl teten Gesprächswen berblüffte und unfi ließ ihn nicht erst m bertraulich die Hani heiteren Blaudertone Borin liegt das etwa die Sparpfenni erworbenen Rotgrof mannes, die dann i loren gingen? it es in ihrem eigenen Fett da um ein Geringes Stuhl einer höheren m nen Strafgejege ist, wahrscheinlich sogar bi uns, den vermeintliche