r renne meinen Streten elche et und ugfraft tändlich beran che des ich ihm Ohrfeige Jetan!" d zwar ers. ge man - die ahl ge letztere ebens, e. den st eine Blichen große Bnian ſtiuen e Vericht es es auf i Ver g auf. legen, auton Sie 7. Jo. , бай Jofam nicht Beute, Crud fam Herr wand nster. ο δα einem ganze hüpft hin, atter wegt. überftrake Soben. Stephan ufgehoben. 3 Uhr 11, eine fe und bon Lüft 11 Uhr Itegen bei rdruck, der eitpunkt an Nr. 175. Jasertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Oberhelen, die Kreise Weglar unb Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg. Reklamen bie Petitzetle 30 refp. 40 Bfg. Redaktion u. Haupterpebition: teßen, Gettersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Freitag, den 28. Juli 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Va., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( taglio) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle omtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Das Staatsjubiläum in Belgien. Fünfundsiebenzig Jahre ist der belgische Staat alt. Im Jahre 1830 hat er sich von den Niederlanden losgerissen und Selbständigkeit erlangt. Als Teil der Niederlande fühlten die Belgier sich von den Holländern zurückgesetzt. Sic murrten hiergegen, und da das Murren nicht half, so rebel: lierten sie. Es war im ganzen eine ziemlich gemütliche Re bolution, bei der es nicht allzu heiß herging und die strei tenden Parteien sireng darauf bedacht waren, nicht gegen die oberste bürgerliche Verpflichtung zu verstoßen, die das Mittagessen zur rechten Zeit einzunehmen vorschreibt. Da der niederländische Gesamtstaat, wie er vor der Revolution von 1830 gewesen, ein Werk des Wiener Kongresses war- die Arbeit hat nur 15 Jahre gehalten- so hielten sich die Rongreßmächte für zuständig, auch über die belgische Reve lution und deren Ergebnis ihr Urteil abzugeben. Sie taten das mit ebensoviel Vorsicht wie Klugheit. Sie erklär ten: Was geschehen, sei einmal geschehen, und da die Bel. gier sich selbständig gemacht hätten, so sollten sie auch selbstständig bleiben. Und sie blieben cs. Auch einen eigenen König wählten sie sich, nachdem sie sich eine Verfassung ge geben, deren parlamentarisches System später vielfach zum Muster genommen worden ist. Bei der Königswahl hatten sie außerordentliches Glück, das sie übrigens verdienten, da sie große Umsicht zeigten. Sie wollten einen Mann auf dem neuen belgischen Thron haben, der klug und fein Streber war. Sie wählten den Prinzen Leopold von Koburg, der fein Streber war, da er schon eine Königsfrone ausge schlagen hatte, und der ein kluger Mann war, da er die griechische Königskrone ausgeschlagen hatte. Prinz Otto von Bayern ging nach Athen; aber er blieb nicht lange dort. Das fonnte man freilich im Jahre 1830 so genau noch nicht wissen. Prinz Leopold von Koburg nahm diz belgische Königswahl an. Weder er, noch die Belgier hatten je Ursache, das zu bedauern. Belgien wollte mit Vorsicht regiert sein. Nicht etwa des revolutionären Ursprungs wegen, dessen Spuren bemerkbar geblieben wären. Nein, die Belgier waren für die gute Negierung ihres guten Königs Leopold I. von Herzen dankbar und machten ihm nicht mehr Kummer, als unbedingt erforderlich. Die Vorsicht war nach Außen nötig. Belgien: war zwar für neutral erklärt und unter den Schutz der Kollektivgarantie der Wiener Vertragsmächte gestellt wor den, aber schon daß diese Garantie für nötig befunden wurde, legt Zeugnis ab für das Vorhandensein einer Bedrohung. Von der Schweiz kam die Bedrohung nicht, auch nicht von Holland oder Dänemark; sie konnte nur von einer Großmacht ausgehen. Woraus wiederum erhellt, daß unter der großmächtlichen Kollektivgaranten wenigstens einer nicht fehr aufrichtig war. Das wußte König Leopold I., und König Leopold II., der ebenso klug ist, wie sein Bater gewesen. erfuhr es noch genauer. Es war im Jahre 1867, als die Luremburger Frage zum Ausgangspunkt eines Streites zwischen dem wieder kaiserlich gewordenen Frankreich und dem Norddeutschen Bund zu werden drohte. Der französische Botschafter Benedetti in Berlin gab dem Reichskanzler Grafen Bismarck schriftlich, daß Frankreich Belgien zu anneftieren gewillt sei. Diese Offenheit war nicht einmal eina Unvorsichtigkeit. denn Frankreichs Absichten auf Belgien waren längst bekannt. Und Belgien war schutzlos. Die KolIcktivgarantie bedeutete meniger, als irgend eine Einzelgarantie bedeutet hätte. Das englische Ministerium, hierüber befragt, gestand ohne weiteres zu, daß eine Kollektivgarantie zu ihrer Wirksamkeit die Uebereinstimmung aller Garanten erfordere. Da einer der Garanten selbst Belgien verschlucken wollte, war die Uebereinstimmung natürlich ausgeschlossen. Aus dieser Gefahr hat Deutschland Belgien gerettet. Ohne die Siege Deutschlands von 1870/71 gäbe es kein Belgien mehr. Und daß die Gefahr noch immer nicht völlig borüber ist, hat König Leopold genau erkannt. Er bewies das, indem er Belgien wehrhaft machte, so daß es jedenfalls nicht ohne weiteres überrannt werden kann. Anläßlich des belgischen Nationaljubiläums hat Kaiser Wilhelm das Panzerschiff Kaiser Karl der Große" nach Antwerpen geschickt. Bei einem Festmahl dort gab der deutsche Gesandte den Sympathien Deutschlands und seines Kaifers für den flugen König der Belaier und für Belgien herzlichen Ausdruck. König Leopold nahm anderen Tages Gelegenheit zu einer nicht minder herzlichen Antwort, in der er den Wunsch aussprach, das belgische Volk möge den Traditionen des deutschen Volkes folgen. Seltsamerweise ist man in Belgien lange Zeit nicht deutschfreundlich gewesen, hat man dort besorgtes Mißrauen gegenüber Deutschland empfunden. Das ist anders geworden. Die Tatsachen haben gar zu laut gesprochen, so daß eine Fortführung der Fälschung nicht möglich war. König Leopold hat, ohne Aufdringlichkeit und in, aller Stille, wesentlich dazu beigetragen, daß bessere Erkenntnis in belgischen Volk Raum gewann. In den Niederlanden ist es ähnlich gegangen. Von interessierter Seite war auch bier die Saat des Mißtrauens gegen Deutschland ausgestreut worden, während zu solchem Mißtrauen nicht der leiſeſte Grund vorlag. Deutschland hat sich den Niederländern immer freundnachbarlich erwiesen. Die deutschen Siege sind auch für die Niederländer zum Heil gewesen. Die freund= nachbarlichen Beziehungen werden sich schon noch zu freundschaftlichen Beziehungen umwandeln. Bei Belgien ist das gelungen, bei den Niederlanden wird es gelingen Der Krieg in Oftafien. Die Entscheidungsfämpfe zwischen den japanischen und russischen Landheeren scheint begonnen zu haben. Aus Osaba wird gemeldet, daß ein starkes japanisches Heer die russischen Stellungen am Tumenfluß angegriffen habe. Wenn die Japaner imftande sind, die Russen von dem Grenzfluß zwischen Nordkorea und der Mandschurei abzudrängen, wäre der Weg nach Wladiwostok offen. Anscheinend steht auch ein Angriff auf die Hauptmacht des Generals Lenewitsch bevor, den die Japaner mit einem Umgehungsmarsch durch die Mongolei nach russischen Quellen vorbereiten sollen. Bereits soll es am Tumen gelungen sein, kleinere russische Truppenteile zum Abmarsch nach Norden zu veranlassen. Die Japaner auf Sachalin erweitern täglich das Annerionsgebiet. So haben sie eine große Streitmacht bei Alexandrowsk gelandet, nachdem die Flotte vorher die Küste refognosziert hatte. Die Stadt wurde ohne Kampf besetzt und die japanische Flagge gehißt. Alexandrowsk war der einzige bisher noch den Russen verbliebene Punkt von Bedeutung auf Sachalin. Die Friedensaussichten rücken mit der Abreise des russischen Kommissars Witte an Bord des deutschen Lloyddampfers Kaiser Wilhelm" von Cherbourg aus einen Schritt näher. Unterrichtete japanische Kreise sollen sich dahin geäußert haben, daß das Schicksal Wladiwostoks eine wesentliche Rolle bei den Friedensverhandlungen spielen werde. Japan werde wahrscheinlich nicht verlangen, daß die Festung geschleift werde, dagegen auf der Bedingung bestehen, Wladiwostok wieder zu einem Freihafen zu machen. Sachalin werde jedenfalls als Siegesbeute beansprucht werden, während man bezüglich der Mandschurei den Gang der Verhandlungen abwarten. müsse. Jedenfalls hofft man auf baldigen Friedensschluß. Eine neue Operetten- Verfchwörung. ( Eig. Bericht.) Paris, 27. Juli. Die Begnadigung, zu der vor vierzehn Tagen Präsident Loubet als zu einem Aushilfsmittel griff, weil das Amnestiegesetz in der Deputiertenkammer nicht zustande gekommen war, hat sich auch auf die uniformierten Kolonisationsunternehmer erstreckt, auf die mit der Dummheit ihrer lieben Landsleute rechnenden Projektenmacher, denen die Phantasie der Pariser Presse unheimliche Verschwörungspläne angedichtet hatte. Um je zehntausend bis hunderttausend Francs sollten Offiziere in beträchtlicher Zahl bestochen sein, die Republif zu erwürgen und das Kaiserreich unter einem Prinzen Bonaparte wiederherzustellen. Es war dabei genau so zugegangen, wie bei der Verschwörung des Fiesco zu Genua. Die„ mißvergnügten Nobili" fehlten nicht, und selbst der zu allen Schandtaten bereite Mohr war wenigstens in einer Andeutung vorhanden. Ein Gelächter ging durch ganz Europa, Frankreich eingeschlossen. Nur der untersuchungsrichter lachte nicht; er mußte von Amts wegen ernst bleiben und die Verschwörungskomödie als eine Kriminaltragödie behandeln. Die Begnadigung befreite ihn von der undankbaren Aufgabe. Unter den Berbreitern des Märchens, das die französische Republik als jedem Handstreich ausgesetzt hinzustellen den Zweck hatte, war der ehrenwerte„ Gaulois" am eifrigsten gewesen. Natürlich ärgert er sich, daß ihm das Konzept verdorben worden und daß man ihn ausgelacht hat. Er verfährt aber ganz flug: nach dem Beispiel des Alkibiades, der es immer verstand, die ärgerliche Aufmerksamkeit seiner atheniensischen Landsleute von seinem jüngsten Torenstreich dadurch abzulenken, daß er flugs einen noch größeren Torenstreich vollführte. Freilich hat der „ Gaulois" weder die Erfindungsgabe noch die Anmut des griechischen Helden; seine Phantasie arbeitet nur im Ungeheuerlichen, ist eintönig und dabei auf Entlehnungen angewiesen. Um vergessen zu machen, daß er der Entdecker der französischen Operettenverschwörung gewesen, erzählt ec jcht von einer neuen grausigen Verschwörung, deren Schauplatz er nach Elisabethgrad in Rußland verlegt. In Elisabethgrad, so erzählt der„ Gaulois", trafen für einen angesehenen Bilderhändler, dessen Namen der„ Gaulois" in gewohnter Diskretion verschweigt, sieben zusammengerollte Bildwerke ein, die mit dem üblichen Vermerk ,, Vorsicht! Kunstgegenstände!" versehen waren. Die Bahnverwaltung sah, daß die Holzumkleidung zerbrochen, ein Bild tief eingerissen war, und übergab, um Entschädigungsansprüchen zuvorzukommen, das Bild einem Künstler, der den Riß bis zur Unmerklichkeit zu verdecken versprach. Der Helfer in der Not löste, wo es ihm für seine Arbeit erforderlich schien, an einer Stelle des Bildes die Farbe ab und fand Druckschrift, darunter das Wort„ Potemfin". Seine Neugierde erwachte. Er fragte weiter und legte eine revolutionäre Proklamation frei, mit Losungsworten, genauen Instruktioten, Befehlen, für bestimmte Führer der Bewegung und für Komitees. Natürlich ging der Entdecker nicht zur Eisenbahnverivaltung, sondern zur Polizei, die solchergestalt zur Kenntnis einer vom Ausland aus geleiteten, auf Ent. thronung des Zaren, Verhafiung der Großfürsten, Ermordung der Polizeimeister in allen größeren Städten des Reiches gerichteten wunderbar organisierten Verschwö rung" fam. Der Kunsthändler aber, den man verhaften wollte, war mit seiner ganzen Familie plötzlich spurlos ver. schavunden, und eine Haussuchung förderte nichts zu Tage. Das ist die neueste Verschwörer- Entdeckung des„ Gaulois", Die Verlegenheit entschuldigt manches, die Hize entschuldigi riel. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Ueber einen bedauerlichen Zwischenfall an der Grenze von Kamerun werden in der französischen Presse Mitteilun gen gemacht. In Missum- Missum, das an der nicht ganz zweifelsfrei festgestellten Grenze liegt, hatte eine französische Gesellschaft eine Faktorei errichtet. Nach der französischen Darstellung soll sich ein deutsches Detachement unter Befehl des Leutnants Schönmann dem dort stationierten Posten der französischen Senegalschüßen genähert haben. Der schwarze Unteroffizier der Franzosen kam ihm allein entgegen. Schönmann befahl ihm, sich von Missum- Missum zurückzuziehen, worauf der Unteroffizier antwortete, er handle nach den ihm gewordenen Anweisungen. Leutnant Schönmann schoß den Unteroffizier nieder, da er glaubte, dieser wolle ihn angreifen. Auf das Gerausch des Schusses liefen die übrigen Senegalschüßen hinzu. Das deutsche Detachement empfing siz, obwohl sie die Gewehre über der Schulter hängen hatten, mit einer Salve und tötete vier, während mehrere andere verwundet wurden. Erst als der Verwalter der französischen Faktorei erschien und den deut schen Offizier über die Grenzverhältnisse aufklärte, zogen sich die Deutschen zurück. Das Ereignis bedarf jedenfall genauer amtlicher Untersuchung und Darstellung von deut scher Seite, ehe man zu einem Urteil kommen kann. Falla auf deutscher Seite eine übereilte Handlung vorgelegen hat, wird sicher die entsprechende Rüge folgen. Eine friedliche Einigung über den peinlichen Vorfall ist sicher, obwohl man wünschen muß, daß er gerade während der Beilegung des Marokkozwistes unterblieben wäre. * Wie jetzt bekannt wird, hat der Kommandierende dei deutschen Truppen im südwestafrikanischen Aufstandsgebiet, General Trotha, schon im Juni eine Bekanntmachung er. lassen, nach der von den 150 Hottentotten, die Hauptmann Siebert im Gefecht bei Bisseport unter den Augen der eng. lischen Polizei über die Grenze drängte, und die angeb lich durch diese entwaffnet und gefangen gesetzt wurden, nu fieben in Gewahrsam blieben. Den Rest hat die englische Polizei angeblich entlaufen lassen. Von neuem wird be. stätigt, daß Witbois südlich Lehutitu siten und in der Nähe bon Lehutitu durch englische Händler versorgt werden. Die indirekte Unterstützung des Aufstandes durch enalische Händ Yer ist zwar mehrfach abgeleugnet worden, scheint aber dock Tatsache zu sein. Gin lacherliches Gerücht wird von der deutschfeindlichen Rondoner Zeitung„ Daily Mail" verbreitet. Die Besteigung des norwegischen Thrones durch einen hohenzollernschen Prinzen soll der deutsche Kaiser beabsichtigt haben, als er mit dem Zaren zusammentraf. Wenn der Kaiser von Rußland jeine Zustimmung zu dem Plane gebe, würde Rußland eine Gebietserweiterung auf Kosten Norwegens und damit zugang zum offenen Meer erhalten. Schon aus dem letzten Sat erhellt die ganze Naivetät der Erfindung, denn die Norweger würden sich schwerlich einen König gefallen lassen, der eine Gebietsabtretung als Morgengabe mitbrächte. Der ,, Standard" tritt denn auch der Hetznachricht der„ Daily Mail" gebührend entgegen. * Der badische Staat führt die Gleichberechtigung der Abiturienten praktisch durch. Demnächst erscheint eine Ver ordnung, welche die Gleichberechtigung von Reiseprüflingen der deutschen Gymnasien, Realgymnasien und Oberrcal, schulen hinsichtlich Zulassung zu allen badischen Staats. prüfungen ausspricht. Es fallen also die bisher notwendigen Ergänzungsprüfungen weg, dagegen werden die Prüfungs. ordnungen für den höheren öffentlichen Dienst Bestimmun gen treffen, mie die Kenntnis der alten Sprachen, sowei solche erforderlich ist, zu erwerben und nachzuweisen ist. Oefterreich- Ungarn ** Der Konflikt zwischen Parlament und Regierung ver schärft sich mit jedem Tage. Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Justh erklärte, daß das Abgeordnetenhaus am Schon 15. September unbedingt zusammentreten werde. Die Vertagung am 21. Juli sei ungesetzlich gewesen, und es väre ein Fehler gewesen, daß man dem föniglichen Hand ichreiben loyal Folge geaeben habe. Sollte ein zweitesmal die Vertagung anbefohlen werden, so würde er davon keine Kenntnis nehmen und die Beratungen begingen lassen. ** Schweiz. In Basel begann Donnerstag der siebente ZionistenFongres. Aus fast allen europäischen Ländern, aus Amerika, Australien, Süd- Afrika und Kleinasien waren Delegierte er. schienen. Der jezige Kongreß ist der erste seit dem Tode des Führers der zionistischen Bewegung, Theodor Herzl, und gewinnt dadurch besondere Bedeutung, daß nach dem Abscheiden Herzls jede der beiden Gruppen der Zion- Zionisten und der Territorial- Zionisten die Oberhand gewinnen will. Die Zion- oder Ultra- Zionisten wollen'in Palästina einen neuen jüdischen Staat begründen, die Territorial- Zionisten dagegen ein Angebot der englischen Regierung zirr Uebernahme eines Gebiets in Britisch- Ostafrika akzeptieren. Die russischen Delegierten, die Vertreter der Zion- Zionisten sind, zeigen sich besonders heftig, und man erwartet starke Meinungsfämpfe. Balkan- Staaten. ** Die Schwierigkeiten in Serbien verschärfen sich neuer dings durch einen serbisch- belgischen Konflikt. Die Belgrader Elektrizitätstverfstätte, in der jetzt gestreift wird, gehör einer belgischen Aktiengesellschaft. Die streifenden Arbeiter haben die Fabrik blockiert und die Einführung der Nahrung für den Direktor und die Beamten unmöglich gemacht. Si mißhandelten auch den Sekretär der belgischen Gesandt. schaft, der sich in die Fabrik begeben wollte. Die Polizei verhält sich passiv. Man nimmt an, daß die Arbeiter im Einverständnis mit einer radikalen Gruppe handeln, die auf diese Weise die jetzige Regierung kompromittieren wollte. Der Polizeidirektor ist bereits abgesetzt worden, weil er zu der radikalen Gruppe gehören soll. Belgrad ist seit meh. teren Tagen ohne elektrisches Licht Schweden. ** Dem Beschluß der Untersuchungskommission über den Unionstreit sind beide Kammern des Reichstags beigetreten. Man wird also die Lösung der schwebenden Fragen auf parIamentarischem Wege vornehmen. England. ** Die britische Regierung will ein Kriegsschiff nach Urnguuh schicken. Die Behörden in Uruguay haben einen kanadischen Kapitän festgenommen und wegen unerlaubten Seehundsfanges zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Die britische Regierung erklärt das für ungesetzlich und hat einstweilen die Vermittelung der Vereinigten Staaten angerufen. Man kann es der Regierung in Uruguay nicht übel nehmen, wenn sie dem von gewissenlosen Beutejägern betrizbenen Vernichtungsfeldzug gegen die Seehunde Maß und Ziel setzt. Rufeland. ** Der Generalgouveneur Trepow hat ein Verbot aller Kongresse erlassen, das natürlich in erster Linie den Semstwos gilt. Das Verbot richtet sich nicht allein gegen den für den Herbst anberaumten Semstwofongreß, sondern auch gegen dessen ständiges Bureau, das permanente Sigungen abhalten und bis September umfassende Arbeiten erledigen sollte. Es verlautet, das die Semstwos das Verbot nicht anerkennen werden. In Petersburg hat die Polizei bei ihren nächtlichen Haussuchungen eine Niederlage von Bomben und Revolvern entdeckt. Zugleich fiel ihr die Korrespondenz der Führer der Revolution in die Hände, aus der hervorgeht, daß diese von den Komitees im Auslande Geldmittel erhalten habe. In Batum fonnten drei zum Tode durch den Strang berurteilte politische Verbrecher furz vor ihrer Hinrichtung mit Hilfe eines Wärters aus dem Gefängnis entfliehen. In Jaroslaw meuterten die nach Kronstadt bestimmten Re servisten Matrosen und mißhandelten den Kommandanten von Jaroslaw, Oberst Popow, der einen der Matrosen einen Faustschlag versetzt hatte. Türkei. - ** Nach dem Urheber des Attentats gegen den Sultan Abdul Hamid wird mit begreiflichem Eifer gesucht, doch mit geringem Erfolg. Man hat Vermutungen, aber keine Gewißheit. Die Pforte weiß, daß in Bulgarien anarchisti Elemente vorhanden sind, und hat in einer Note an die Mächte darauf aufmerksam gemacht, daß Bulgarien solche Elemente dulde, auch nichts gegen die Fabrikation von Explosivstoffen und ihre Einführung nach der Türkei tue. Bulgarien hat mit einer entschiedenen Abwehrnote und mit der Forderung von Reformen im Vilajet Adrianopel geantwortet. Jedenfalls werden die türkisch- bulgarischen Beziehungen dadurch nicht freundlicher. Auch kann man wahrnehmen, daß die bulgarischen Banden in ihrer Mordstätigfeit sich wieder reger zeigen. Sie morden, rauben, plündern und wenden sich dabei in der Hauptsache gegen Leben und Habe der Griechen. Gegen die Türken kämpfen sie bloß, wenn sie von diesen, die Ruhe schaffen wollen, angegriffen werden. Merkwürdigerweise gelten gerade die bulgarischen Priester für türkische Spione, mit denen man bei sich bietender Gelegenheit nicht eben sänftiglich umgeht. Wahrscheinlich aber ist der Verdacht nur ein Vorwand für die Griechen, die irgendwie an den Bulgaren Rache nehmen wollen. Selbstverständlich regen sich auch die armenischen Komitees wieder. In einem Nundschreiben an die Botschafter in Konstantinopel verlangen sie Schutz gegen die Verfolgungen, denen sie wegen des jüngsten Attentats ausgesetzt sind, und drohen mit Erneuerung ihrer früheren Attentatspolitik, wenn ihnen nicht bald die versprochenen Reformen uner der Kontrolle der Mächte zuteil werden. Anscheinend war übrigens wieder ein neues Attentat geplant. Ein schlecht bulgarisch sprechender Mann wollte bei dem Por. tier der bulgarischen Exarchatskanzlei in Pera einen kleinen Sack für den Schulinspektor Naumom niederlegen. Der Portier verweigerte die Annahme und erklärte, er dürfe von Fremden nichts übernehmen. Als der Portier einen Blic in den Sack warf, bemerkte er zwei Bomben, worauf der Ueberbringer davoneilte. Ter all erregt großes Aussehen und ist noch nicht aufgeklärt. Hof und Gefellschaft. Der Kaiser traf gestern von Villau aus, wo er die Hohenzollern" verlassen hatte, mittelst Extrazuges in Cadinen ein, wo er von der Katerin, der Prinzessin Victoria Luise und den Prinzen Adalbert, Oskar und Joachim herzlicht begrüßt wurde. Heute nachmittag reist der Kaiser über Marienburg nach Danzig ab. Der Kaiser hat die Ehrenmitgliedschaft des Deutschen Schützenklubs in Charleston, die ihm aus Anlaß des goldenen Jubiläums dieses Vereins angetragen worden war, angenommen. Kaiser Wilhelm I. war lange Jahre ebenfalls Ehrenmitglied des Schützenklubs. *** Der deutsche Kronprinz ist mit seiner Gemahlin an Bord der Jacht Iduna" von Bornholm in Saßnitz eingetroffen, von wo ein Ausflug nach Stubbenkammer unternommen wurde. Das kronprinzliche Paor wurde überall vom Publikum lebhaft begrüßt. Die Hochzeit des Herzogs Karl Eduard von Sachsen- Koburg und Gotha findet am 18. Oktober auf Schloß Glücksburg statt. Soziales Leben. Die drohende Aussperrung im sächsisch- thüringischen Färbereibetriebe. Der Verband sächsisch- thüringischer Webereien lehnte es ab, die Färbereibesizer in Meerane und Glauchau bei der geplanten allgemeinen Aussperrung der Färbereiarbeiter zu unterstüßen, da kein Prinzipienkamps den teilweisen Ausstand verursacht habe. Der Konflikt in Essen. Die durch das Verdienst des Oberbürgermeisters ins Leben getretenen Einigungsverhandlungen über den Streit im Baugewerbe haben am Mittwoch trotz mehrstündiger Dauer noch keinen Erfolg erzielen können. Die nächste Sizung findet Freitag statt. Der Ausstand der hannoverschen Kohlenarbeiter beendet. Die letzte Versammlung der Bergarbeiter im Revier Barringhausen der staatlichen Kohlengruben beschloß, die Arbeit wieder aufzunehmen. Bewegung in der schlesischen Metallindustrie. Ein Teil der Dreher ist in den Ausstand getreten, um einen höheren Lohntarif durchzusetzen. Die Bevollmächtigten sämtlicher Breslauer Mitglieder des Verbandes schlesischer Metallindustrieller sowie die Bevollmächtigten der Waggon- und Maschinenfabriken in Breslau beschlossen nun, daß bei sämtlichen Firmen der bezeichneten Industrien in Breslau alle organt sierten Metall-, Eisen- und Revolverdreher vom 1. August ab ausgesperrt werden, falls nicht bei einzelnen Betrieben die in Ausstand getretenen Dreher am 31. Juli die Arbeit wieder aufgenommen haben. Das Recht auf Arbeit. In England beschäftigt man sich neuerdings wieder mit dem Erlaß eines Gesetzes, das jedem Arbeitslosen in den Fällen, wo der private Arbeitsmarkt bersagt, Beschäftigung verschaffen soll. Der erste Versuch soll in London gemacht werden. Die Stadt soll in 29 Bezirfe eingeteilt werden, über denen eine Zentrale steht. Die Bezirke sollen im wesentlichen die Dienste der in Deutschland eingeführten kommunalen Arbeitsnachweise verrichten; die Zentrale aber soll der Londoner Kommune Steuerzuschläge bis zu 5 Prozent auferlegen können, um auf diese Weise sich Mittel zu beschaffen zur Errichtung ländlicher Arbeiterkolonien, in denen jeder Londoner Arbeiter, der in einem Privatbetriebe infolge schlechter Konjunktur oder aus anderen Gründen nicht unterkommt, gegen einen allerdings sehr niedrig gehaltenen Lohn Beschäftigung finden kann und muß. In vielen volkswirtschaftlichen Kreisen glaubt man nicht an die gute Wirksamkeit einer solchen Institution, sagt vielmehr einen Fehlschlag ähnlich wie bei anderen Erperimenten in früherer Zeit voraus. Der Achtstundentag. Die Gewerkschaften Frankreichs faßten in Bourges den Beschluß, zur Einführung des Achtstundentages nach einem Plane zu verfahren, den der schweizerische Sozialist Greulich vor kurzem entwickelt hatte. Darnach soll die Arbeiterschaft den Achtstundentag praktisch durchsetzen können, wenn sie vom 1. Mai 1906 ab mit Hilfe einer Art von Generalstreif nicht länger als acht Stunden arbeite. Die Gewerkschaften wollen aber vor Eintritt in die Aktion noch Studien machen. In der deutschen Arbeiterpresse wird der Plan als ein abenteuerlicher bezeichnet, der im Ernstfalle nur mit einem Fiasko abschließen wird. Nab und Fern. † Neue Fälle von Genickstarre. Bei der zweiten Werftdivision in Wilhelmshaven wurde abermals ein Hall von Genickstarre, der dritte seit Ostern, festgestellt. Ferner starb in Göttingen der fünfjährige Sohn eines dort zum Schüßenfest anwesenden Schießbudenbesizers an Genickstarr. † Einstellung der Neckar- Schiffahrt. Schlimm ist es zurzeit um die Schiffahrt auf dem Neckar bestellt. Während der übernormale Wasserstand des Rheins in diesem Jahre gestattete, die Frachten auf die niederste Grenze zu bringen, ist es auf dem Neckar gerade umgekehrt. Durch das Ausbleiben der Niederschläge ist der Wasserstand so weit zurückgegangen, daß die Neckarschiffahrt als eingestellt betrachtet werden kann. † Mit 10 000 Mark nach Amerika. Vor einigen Tagen erbat der 21 Jahre alte Buchhalter eines Berliner Bankgeschäfts Urlaub. Während seiner Abwesenheit stellte sich heraus, daß er mit 10 000 Mark flüchtig gen orden war und den Urlaub jedenfalls nur nachgesucht hatte, um einen Vorsprung zu gewinnen. Nach den angestellten Ermittelungen ist der Durchgänger von Bremerhaven mit den: Dampfer " Main" nach Amerika abgedampft. † Durch Pilze vergiftet. In Einsiedel bei Chemnitz ist dieser Tage die Familie eines Formers infolge des Genusses giftiger Pilze erkrankt. Die Frau und zwei Kinder starben an den Folgen des Giftes. Der Hund als Ladendieb. In Saarbrücken gelang es jüngsthin, die Verüber von rätselhaften Ladendiebstählen auf frischer Tat zu ertappen. Es waren drei zwölfjährige Jungen, die einen Hund, einen sogenannten Rattenfänger, auf das Apportieren von Waren abgerichtet hatten. Man ertappte das Tier, als es auf Kommando der Jungen aus der Niederlage einer Eierhandlung ein Ei nach dem andern herausholte. Die Haussuchung bei den Eltern ergab, daß der Rattenfänger besonders auch auf Metzgerläden dressiert Man fand ein ganzes Warenlager an Wurst- und war. Rauchwaren. † Gin Pung im automobil verunglückt. In der vorigen Nacht stürzte das Automobil des Prinzen Ernst zu SachsenWeimar- Eisenach, Kommandeurs des 25. Dragoner- Regiments in Ludwigsburg, in der Nähe der Haltestelle Engels. brand bei Neuenbürg bei einer Kurve infolge zu starken Bremsens in einen Graben. Der Prinz erlitt zwei Rippenbrüche und eine leichte Gehirnerschütterung. Die vier an deren Mitfahrenden, drei Herren und der Chauffeur, wurden nur ganz leicht verletzt. † Ein Hundertjähriger. In Weinberge bei Liebenwerda im Hause seiner Kinder feierte am 26. Juli der Pastor emer. Gersdorf seinen hundertsten Geburtstag. Im Pfarchause zu Ahlsdorf bei Schönewalde war er geboren, und dort folgte er auch nach beendeten Studien seinem Vater im Pfarramte, das er 48 Jahre verwaltet hat. Wie groß ist Fürst Bülow? Die Größe des Reichs kanzlers Fürst Bülow ist jetzt authentisch und genau festge stellt, und das kam so. In einem Orte in der Provinz wet. tete einer der Bewohner mit seinem Postmeister und dessen Frau um einige Flaschen Wein, wie groß wohl Fürst Bülow sei. Der Postmeister behauptete, der Reichskanzler sei von großer Statur, seine Frau hielt ihn für eine Mittelfigur, und der dritte Wettende erklärte auf die Autorität eines Be. kannten, der den Fürsten Bülow in Norderney gesehen hatte, für klein. Um die Wette zu entscheiden, schrieb der Postmeister kurz. entschlossen an die Frau Fürstin Bülow. Postwendend kam folgender Brief aus dem Bureau des Reichsfanzlers:„ Euer Wohlgeboren bin ich von Ihrer und Seiner Erzellenz der Gräfin und dem Grafen v. Bülow beauftragt, ergebenst mitzuteilen, daß die Größe des Herrn Reichskanz lers 1,77 Meter beträgt. Hochachtungsvoll ergebenst( gez.) b. Schwarzkoppen, Oberleutnant, Adjutant des Herrn Reichs. fanzlers." ezt wußte man Bescheid, und Herr und Frau Postmeister konnten sich der gewonnenen Wette freuen. † Der Mörder seiner Eltern. In einem ungarischen Dorfe geriet dieser Tage ein Bauer aus ganz geringfügiger Ursache mit seinen hochbetagten Eltern in Streit. Im Jäh 30rn ergriff er eine Hacke und erschlug seinen 87jährigen Vater und seine 84jährige Mutter. Gin Scepost- Jubiläum. Auf dem Schnelldampfer „ Deutschland", der dieser Tage in Hamburg ankommit, vollendet der Oberpostschaffner Neugebauer seine hundertste Neise zwischen Hamburg und Newyork. Es ist das erstemal, daß ein Beamter der Seepost ein derartiges Reise- Jubiläum begeht. Joh. Gg. Weber regt unigoner riffenen Rradhenburg Eigentumstan Stadtgraben zu hab Mecum, das zur der Stadt jedenfalls Ber tommen jept fon Ordnung nicht em den Graben überh Deputation: Dad B dem@efugeller ed meintlichen Rechte ge An Stelle des al afer( con Drogui mein gaftliche zufammenhen to find her wrgefehe Bebing daß bie unb ter night Bu Anlage e banlage ift Müller wird s Eran feinem Re Danalarbeiten fü werden der Fi Angebot von iger war, aber adfichtigt werden. Bismardstraße n im nächsten Jahre Dr. Ebel den sehr Hinterhaus des Be habe. Eine geschm wäre sehr am Bl dorfer Kreisf als Feld.oeg in fla fammlung beschlug, wenn diefelbe in ein Frau Leib Witwe Restaurant Spielplä der Stadt. Die Fra in den Eichgärten gel Die Laune des Glückes. Der Hauptgewinn der österreichischen Staatslotterie hat bei der soeben vollendeten Ziehung eine Familie beglückt, die den Segen wahrlich brauchen kann. Den Treffer gewann ein armer Bauer in Tirol, der fünf Kinder hat und bei der Waldarbeit sein rechtes Bein verlor. † Eine Lebensretterin. Mit eigener Lebensgefahr hat jüngst die zwanzigjährige Tochter eines Badeanstaltsbesizers cr Hattingen fünf Mädchen vom Tode des Ertrinkens gerettet. Zwei Mädchen waren in eine Untiefe geraten und zogen drei andere, die zur Rettung herbeieilten, mit hinein. Die Tochter des Badeanstaltsbesizers sprang in voller Kleidung ins Wasser und rettete sämtliche fünf Verunglückten. † Der Mörder der Gattin. In Brugg in der Schweiz hat dieser Tage ein Eisenbahnarbeiter die eigene Frau auf grausame Weise ermordet. Er fiel im Schlafzimmer über die Frau her, würgte sie, band ihr dann die Hände auf dem Rücken zusammen und erstach sie. Vermischtes. Schwalben im Wartesaal. Im Eisenbahn- Wartesaal zu Apolda nistet seit diesem Frühjahr ein Schwalbenpärchen. Zunächst hatten sich die Tierchen den Kronleuchter als Brutstätte ausersehen. Als dieser bei Einführung der elektrischen Beleuchtung entfernt wurde, siedelte das Pärchen in die Rosette einer Glühlampe über und baute sich dort ein neues Heim, durch das der Leitungsdraht mitten hindurchführt. Als Ende Mai die falte Witterung eintrat und die Türen und Fenster geschlossen blieben, paßten die Schwalben die Zeit des Zugverkehrs ab, um sie zu ihrem Ein- und Ausfliegen zu benutzen. Ein Sfat von 350 Jahren. In Lünen a. d. Lippe kommen wöchentlich zweimal vier Herren zusammen, die zusammen das respektable Alter von 350 Jahren repräsentieren. Der älteste Herr zählt 90 und der jüngste 80 Jahre. Der Kaiser der Sahara an Frankreich. Jacques 1., der verdrehte Wüstenkaiser von eigenen Gnaden, hat soeben ein fulminantes Ultimatum an Frankreich erlassen. Er erklärt darin, daß er die Kompetenz der französischen Gerichte nicht mehr anerkenne und ihnen die Verantwortlichkeit für alles zuschiebe, was geschehe, wenn man ihn hindere, sein„ großes Werk der Zivilisation fortzusetzen". Dieses Dokument wurde tatsächlich dem Ministerpräsidenten Rouvier übermittelt, der c3 kurzer Hand der Pariser Presse zur Verfügung stellte und damit sofort die Lacher auf seiner Seite hatte. = Therese Humbert im Gefängnis dekoriert. Von Therese Humbert, der großen Millionen- Schwindlerin, dringt soeben durch eine aus dem Gefängnis entlassene Mitgefangene der berühmten Abenteurerin die Kunde, daß die ..große Therese" dort vor kurzem dekoriert ist. Sie hat wegen ihres Fleißes das„ Kreuz der Arbeit" erhalten. übrigen ist Therese allgemein beliebt, sie hat es verstanden, auch den schlecht erzogenen weiblichen Sträflingen zu imponieren, und dabei ist sie gütig und gibt von der besseren Kost, die sic, als zur Kranfenabteilung gehörig, bekommt, ihren weniger gut bedachten Leidensgenossinnen ab. in Durch eigene Hand in Flammen. Eine reiche amerikanische Erbin hat sich kürzlich auf schreckliche Art den Tod praeben, weil ihr Vater, ein Präsident dreier Banken, ihr bie Beirat mit einem englischen Edelmann verweigerte. Sie tranfte bre leider mit Kerosin und zündete sie an. Unter entieeliden Qualen gab die zwanzigjährige junge Dame her Geist onts. Sikung der Stadtverordneten Gießens. ?? Gießen, 27. Juli 1905. Oberbürgermeister Mecum eröffnete furz vor 1/45 Uhr die Sigung und gibt zunächst bekannt, daß die Arbeiten an der Kläranlage in ein neues Stadium getreten sind, eine Besichtigung sei darum lohnend. Es wird beschlossen, nächsten Donnerstag, nachmittags 6 Uhr, eine solche vorzunehmen.- Die Lieferung des zur Bertilgung der Schnaten geeigneten Saprol soll freihändig an die Flörsheimer Fabril vergeben werden. Stadtv. Schaffstaedt erwähnt hierbei, daß es in diesem Jahre nach seiner Beobachtung- bedeutend weniger Schnacken gäbe. Stadtv. Eichenauer fragt an, ob die Stauung der Wieseck jest wieder beseitigt werden könnte, denn durch die stehenden Wässer in den Wiesengräben würden ja auch die Schnaken nur gezüchtet und für die Anwohner der Wieseck sei dies förmlich eine Plage. D.-B. Mecum erwidert, daß die Stauschieber heute wieder hochgezogen seien. Punkt 1 der T..O.: Anlage eines 120 cm tiefen Baltons am Hause des Feldbereinigungsgeometer Hanauer in der Crednerstraße Nr. 10 wird, da das Haus um 40 cm hinter der Baufluchtlinie liegt, genehmigt. Anders war es mit dem Baugesuch der - wenn das nicht g Philofophenwald der rundweg abgelehnt, do Wald- und Wefenflad Der ca. 5000 qm gr ftraße furz vor der schrieben worden. ben Kommerzienrat Stephansmart gelauf Klingelbach. Das Taufen( ca. 40 qm) f night. - Der Beb Jrrenanstalt bewillig änderung in der Stel wodurch die Borschrift 20 m tiefe Balddedung fich aber nur um fleiner weshalb die Neueinteil bingung ist gemacht, bo mahme von Kranten ver in der Kirchstraße Städtischen Geländes hinzieht. Ein Berta enehmigt, dagegen d Jahr mit der Bedin jederzeit den Garten Ranal vornehmen zu fchadigungen im Pfar Beschaffung von Rau Berjammlung( hon vo übernimmt die Stadt das ganze Hoch und Standesamt w dadurch werden Räu weiterer ftellvertretend Leib borgeflogen. Brokh. Bolizeia auch für Beschaffun Bolizeimejens würd Raumberhältniffe in abteilung feien fa Stadtverordneten bor, man möge rechnen, in wel wird, und nid und da, welche d ftellt in Ausfid im Herbst tommer notwendigen Stie Sie Form den wird dem Schu Beim Buntt: B Höheren Mädch Bildhauer- Mode Auf besondere A Huhn und Sch gaben zu haben anschlags für den jest vorbeugen wo geftellt. Die Hern päter die ganze B puntt, den man billigen tann. D. Schmiede für die A bewilligt; für Bei Leiter für den Wag Jahre vorgenommen Dem neuen Friedh des Neich enau festge Brobing wet. und dessen ürft Bülow ler jei bon Mittelfigur, it eines Be. jehen hatte, b der Boſt Glow. Boft des Reichs. und Seiner beauftragt, Reichskanz Senit( gez.) Ten Reichs und Frau freuen. ungarischen eringfügiger Im Jah 87 jährigen nelldampfer mmt, voll: hundertste erstemal, Jubiläum winn der vollendeten wahrlich Bauer in arbeit sein gefahr hat ltsbejizers intens ge raten und it hinein. Mer Kleiglüdten. Schweiz Frau auf mer über auf dem rtejaal zu enpärchen. als Brut -r elektrien in die ein neues rchführt. ie Türen Iben die nd AusOpe fom. die zupräsentie 0 Jahre. es I., der Deben ein r erklärt chte nicht für alles ..großes it wurde telt, der g ſtellte 4. Von ndlerin, ne Mitdaß die Sie hat n. J Standen, impoSefferen Fommt, meriTod n, ihr Sie Unter Dame 5. 5. Uhr an eine aften en. igneten if ver hierbei, - be mauer beseitigt in ben gezüchtet ch eine ushieber 2.D.: Feld Nr. 10 uchtlinie fuch der Joh. Gg. Weber Eiben für die Neuenbäue, wo jest in recht unschöner Weise die Schuttmassen der niederge riffenen Krachenburg lagern. Webers Erben glauben ein Eigentumsrecht an dem hinter ihrem Gelände liegenden Stadtgraben zu haben, wollen aber auch, so berichtete D.-B., Mecum, das zur Verbreiterung der Straße notwendige Gelände der Stadt jedenfalls nur gegen einen hohen Preis abtreten und tommen jetzt schon wiederholt mit Baugesuche, die der Bauordnung nicht entsprechen, womit sie außerdem auch noch den Graben überbauen wollen. Der Antrag der BauDeputation: Das Gesuch auch heute wieder abzulehnen und dem Gesuchsteller es zu überlassen, im Klagewege seine vermeintlichen Rechte geltend zu machen, wurde angenommen. - An Stelle des alten Kaisergartens werden zwei Geschäftshäuser( von Droguist Kilbinger und Hch. Winn) mit gemeinschaftlicher Einfahrt erbaut, welche, da die Häuser zusammenzustehen fommeu, oben überbaut wird. Außerdem find Erfer vorgesehen. Der Dispens wird erteilt mit der Bedingung, daß die Einfahrt mindestens 4 m breit wird und die Erker nicht mehr als 60 cm Auslage haben. Bunft 4: Anlage einer Privatstraße zwischen Seltersweg und Südanlage ist zurückgezogen. Dem Schreiner E. S. Müller wird Dispens erteilt zur Anbringung eines Erfers an seinem Neubau Ecke Stein- und Weserstraße. Die Kanalarbeiten für die neue Straße an der VeterinärKlinik werden der Firma Jäger& Rumpf übertragen. Ein zweites Angebot von Hch. Winn, welches um ca. 800 Mt. billiger war, aber 5 Tage zu spät einging, fonnte nicht berücksichtigt werden. Die Herstellung des Trottoirs in der Bismarckstraße nahe der Universitätsbibliothek wird erst im nächsten Jahre vorgenommen. Hierbei rügt Stadtv. Dr. Ebel den sehr unschönen Anblick, den man von dem Hinterhaus des Weißbindermeisters Wagner von dort aus habe. Eine geschmackvolle Ausschmückung der betr. Wand wäre sehr am Blaze. Die alte frühere Krofdorfer Kreisstraße soll in ihrer jezigen Eigenschaft als Feld.oeg in städische Verwaltung übergehen. Die Versammlung beschloß, der Uebernahme nur dann zuzustimmen, wenn dieselbe in einem guten Zustande sich befinde. Die Frau Leib Witwe im Philosophenwald will vor ihrem Restaurant Spielpläge errichten. Das Gelände dort gehört der Stadt. Die Frau Leis schlägt einen Tausch mit ihrem in den Eichgärten gelegenen Parzellen vor oder sie will auch - - - - - wenn das nicht genehmigt würde das Gelände im Philosophenwald der Stadt abkaufen. Das Gesuch wurde rundweg abgelehnt, dagegen ihre Bachtzeit für die städtischen Wald- und Wiesenflächen auf weitere 6 Jahre genehmigt. Der ca. 5000 qm große städtische Bauplatz an der Licher. Straße furz vor der Wolfstraße soll zur Versteigerung ausge= schrieben worden. Bauunternehmer Joh. Gg. Pfaff hat bon Kommerzienrat Gail größeres Baugelände in der Stephansmart getauft. Mitten durch dasselbe führt der Klingelbach. Das Gelände davon will er der Stadt abtaufen( ca. 40 qm) für rund 1000 Mt. Einspruch erfolgte nicht. Der Bebauungsplan des für die ProvinzialIrrenanstalt bewilligten Geländes hat eine tieine Veränderung in der Stellung der einzelnen Gebäude erfahren, wodurch die Vorschrift, daß die letteren eine mindestens 20 m tiefe Walddeckung haben, nicht immer zutrifft. Es dreht fich aber nur um fleinere Berwaltungs- und Wirtschaftsgebäude, weshalb die Neueinteilung nicht beanstandet wurde. Zur Bedingung ist gemacht, daß diese Gebäude auch später nicht zur Aufnahme von Kranten verwandt werden. Durch den Pfarrgarten in der Kirchstraße zteht ein 60-63 qm großer Streifen städtischen Geländes, unter welchem der Hauptkanal sich hinzieht. Ein Verkauf an die Pfarrgemeinde wird nicht genehmigt, dagegen die Verpachtung für nur 10 Mt. pro Jahr mit der Bedingung, daß die Stadt das Recht hat, jederzeit den Garten zu betreten, um event. Arbeiten an dem Ranal vornehmen zu können. Für hierbet entstehende Beschädigungen im Pfarrgarten tommt sie nicht auf.- Die Beschaffung von Räumen für die Bürgermeisterei hat die Versammlung schon vor 3 Jahren beschäftigt. Am 1. Auguft übernimmt die Stadt das Reap'sche Haus und dort soll nun das ganze Hoch- und Tiefbauamt untergebracht werden, das Standesamt wird ins alte Rathaus verlegt und dadurch werden Räume in der Bürgermeisterei frei. Als weiterer stellvertretender Standesbeamte wird Stadtverordneter Leib vorgeschlagen. Hier kommt auch ein Schreiben Großh. Polizeiamtes zur Verlesung, worin dasselbe auch für Beschaffung von geeigneten dem Ansehen des Polizeiwesens würdigen Räumen dringend ersucht. Raumverhältnisse im Meldebureau und für die KriminalDie abteilung seien fast unhaltbar. Das wird auch von einigen Stadtverordneten zugegeben. Stadtv. Schmall schlägt bor, man möge doch endlich einmal mit einem Neubau rechnen, in welchem dann auch die Polizei untergebracht wird, und nicht immer die Interimseinrichtungen hier und da, welche doch viel Geld verschlingen. D.-B. Mecum stellt in Aussicht, daß er mit einer diesbezl. Vorlage im Herbst tommen werde. Die für einige städtische Arbeiter notwendigen Stiefelhölzer für die langen Wasserstiefel, damit die Form den Stiefeln bei Nichtbenutzung erhalten bleibt, wird dem Schuhmacher Weeg freihändig übertragen.- Beim Punkt: Bergebung von Arbeiten für den Neubau der höheren Mädchenschule waren 900 Mt. zur Beschaffung von Bildhauer- Modellen zu allegorischen Figuren mit beautragt. Auf besondere Anregung des Beig. Georgi uud der Stadtv. huhn und Schmall, welche gar nicht für unnüße Ausga ben zu haben sind und einer Ueberschreitung des Voran schlage für den Neubau der höheren Mädchenschule schon jt vorbeugen wollen, wird dieser Antrag für später zurückgestellt. Die Herren wollen auch gleichzeitig wissen, was später die ganze Bildhauerarbeit fostet.( Das ist ein Standpunkt, den man in der gesamten Bürgerschaft nur billigen fann. D. Red.)- Zur Beschaffung einer Feldschmiede für die Kläranlage wird ein Kredit von 70 Mt. bervilligt; für Beschaffung eines Schlauchaufzuges und einer Leiter für den Wagenschuppen 200 t.- Die in diesem Jahre vorgenommene Drainierung einer größeren Fläche auf dem neuen Friedhof als bestimmt war, wird gutgeheißen - und die Kreditüberschreitung von 85 Mt. genehmigt.- Die Steinbrüche im Stadtwald werden gemäß eines Beschlusses in letzter Sigung ab 1. Oktober in städtische Verwaltung übergehen. Die hierzu nötige Maschinerie muß beschafft werden und werden die Herren D.-B. Mecum, Beig. Heyligenstaedt und Stadtv. Ingenieur Schiele zur Beschaffung derselben bestimmt. Schlossermeister Wilte will für seine am Wiesecker Weg gelegene Werkstatt elektrischen Betrieb einrichten. Er hat sich fontraftlich verpflichtet, 10 Jahre lang genügend Strom abzunehmen und daraufhin wurde die Kabellegung im Wiesecker Weg genehmigt. Kosten: 1720 Mt. Die Rechnung 1903/1904 ist von der Finanz- Kommission geprüft worden, deren Vorsitzender Stadtv. Schmall darüber berichtete und Entlastung der Bürgermeisterei beantragte. Geschah. Bürgermeisterei beantragte. Geschah. Der legte Punkt der T... nahm die längste Zeit in Anspruch; es ist auch einer der wichtigsten Bunfte, welcher im letzten Jahre mit zur Beratung stand und welcher auch größtem Interesse begegnet außerhalb des Stadtverordnetensaales, ja außerhalb der Stadt Gießen. Es betraf die - Cokales. - Kaiserparade. Wie nicht anders zu erwarten stand, *** Die Krieger kameradschaft Hassia auf der parade bei Homberg beteiligen. Die Parade wird am werden sich viele Bezirksvereine der„ Hassia" an der KaiserObereschbach und Niedererlenbach abgenommen. Zur Auf8. September vormittags 10 Uhr auf dem Gelände zwischen stellung der Kriegervereine innerhalb des umzäunten Paradefeldes" Hassia" und preußische Vereine steht etwas mehr wie ein Kilometer zur Verfügung, sodaß bei den etwa 4000 Anmeldungen 6 oder 7 Glieder formiert werden müssen. Die Vereine stehen in Bezirken gesammelt nebeneinander, die Ehrenmitglieder am rechten Flügel des ersten Vereins. Voraussichtlich werden alle Fahnen, die den Fahnenschmud des Kaisers tragen, wenn auch nur durch Abordnung, zur Stelle sein. Wegen Gewährung ermäßigter Fahrpreise ist eine Eingabe an das Kgl. Eisenbahnministerium gemacht worden. Freiw. Feuerwehr- Kapelle und eine Tyroler Konzert- Kapelle übernommen. §§ Grünberg, 27. Juli. Der geftrige„ Jakobimartt" hier wurde von schönsten Wetter begleitet, so daß er einen recht günstigen Verlauf nahm. Der Schweinematt zeigte einen starten Auftrieb an Jungschweinen, wonach eine recht lebhafte Nachfrage herrschte. Das Paar Fertel billigfter Sorte fostete 45-50 Mt., mitlerer Sorte 60-65 t., ** Sommerfest. Der Gießener 8itherflub ver Erbauung eines Stadttheaters. anstaltet Sonntag und Montag, den 30. und 31. Juli, auf Aus der engeren Konkurrenz sind die Architekten Fellmer& Hellner in Wien, welche gemeinschaftlich mit unserem einder Schönen Aussicht" ein großes Sommerfest. Das Arrangement ist als Volksfest gedacht und wird ein dem heimischen lebenfalls als sehr tüchtig bekannten Architekten entsprechendes Gepräge aufweisen. Für Karoussel, SchiffsStein arbeiten, mit bester Note hervorgegangen und ist schaukel, Panorama, Schießbuden 2c. ist bestens gesorgt denselben auch die Ausarbeitung der weiteren Pläne überund auch eine bayrische Bierhalle mit Damenbedienung wirb und Lagepläne vor; die Stadtverordnetenversammlung fonnte tragen worden. Es lagen nun die Grundriß-, Fassaden- es geben. Die musifalische Unterhaltung haben die Gießener also nun gleichsam den ersten Schritt über die Ausführung vornehmen. An den Grundrißplänen wurde wenig bemängelt; anders wars in welcher Bauart das ganze Gebäude resp. die Hauptfassade ausgeführt werden soll. Die Wiener Architetten hatten zuerst Renaissancestil vorgesehen, da hierzu aber ca. 50 000 Mt. mehr erforderlich sind, hatte die Theaterbautommission auch noch eine zweite Bauart, welche sich etwas an den Renaissancestil anlehnt, aber auch der modernen Richtung für den ersten, besonders von dem Beig. Heyligen zum Teil Rechnung trägt, skizzieren lassen. Es wurde viel plädiert, während Beig. Georgi und die Stadtv. Huhn, staedt und den Stadtv. Petri und Heichelheim Haubach und Schaffstaedt besonders dem zweiten, modernen Plane das Wort redeten.( Kurz vor Beginn der Stadtverordnetenversammlung hatte nochmals eine Sigung der Theaterbaukommission stattgefunden und auch dort war eine ähnliche Ueberzeugung an den Tag getreten; es hatten 4 für den Renaissance stil und 7 für die morderne Fassade geftimmt.) Der Kommissionsantrag fand auch bei den Stadtverordneten die Mehrheit. Noch mehr als über die äußere Fassade wurde über die debattiert. Stellung des Theaterts Es lagen 3 Lagepläne vor: 1. Hauptfront nach der Neuenbäue, 2. Hauptfront nach der Südanlage und 3. Hauptfront nach der Johanneskirche. Der Handel befter Sorte 70-75 Mt. Der Rindviehmarkt hatte zeigte hier auch nicht den flotten Gang wie bet letterem. geringere Auffahrt als der Schweinemarkt. bezahlt; zweijährige mit 230-260 Mt. Einen bedeutenden Einjährige Rinder( Simmentaler) wurden mit 140-145 Mr. Abschlag haben die Kälber erlitten; der Preis ist von 48 und 45 Pfg. auf 40 Pfg. pro Pjund Lebendgewicht und fogar 38 Pfg. für II. Qualität herabgegangen. §§ Ulrichstein, 27. Juli. Der yeftrige dritte Markttag unseres Jakobimarktes trug den Charakter eines wirklichen Boltsfestes. In der langen Marktgasse schob, drängte, staute sich die Volkemenge in drangvoller Enge, daß oft fein Durchfommen war. So hatte auch die Martt- Festhalle einen sehr starken Besuch. Der Schloßberg, auf dem zur Beit am Aufbau des Aussichtsturmes gebaut wird, bildete ebenfalls einen Anziehungspunkt für viele. Gießener landwirtschaftlicher Wetterbienf Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 29. Juli. Zunächst Gewitterregen, später wieder aufheiternd, etwas fühler. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 6. Sonntag nach Trinitatis, den 30. Juli. Rollette für innere Mission. In der Stadtkirche. Vormittags 8.00 Uhr: Bfarrassistent Schulz. Bugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Markusgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. In der Johannesfirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Bugleich Chriftenlehre für die Neufonfirmierten aus der Lukas- gemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Professor D. Drews. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Pfarrassistent Sattler. Die Stellung mit der Hauptfront nach der Neuenbäue wurde faft garnicht in Erwägung gezogen, dafür eingehender aber wurde die Stellung II und III besprochen. Wird das Theater gestellt mit der Front nach der Südanlage, dann fönnen unsere schönen Anlagen vielmehr erhalten bleiben. Das Anfahren der Droschten vor das Hauptportal geschieht auf eine bequemere Art von der Oftanlage, Neuenbäue, Gartenstraße und Südanlage her und, was nicht zu vergessen ist, die Rückfassade, die Bühne, fäme nach der Johannesstraße, von wo aus ganz besonders der MaterialTransport praktisch geschehen könne. Trotz alledem hat das Theater der Länge nach auf die schmale Seite der Anlage resp. Schülers Garten gestellt, immer noch einen freien Vorplaz von ca. 25 Metern, sodaß auch die Wirkung von Weitem teine Einbuße darunter erleidet. Es stimmten für diese Stellung 15 Herren, darunter so weit wir beobachtet haben, D.-B. Mecum, die Beigeordneten Georgi und Heyligenstaedt und die Stadtv. Petri, Dr. Gutfleisch, Schmall, Gabriel Wimmenauer, Helm, Jughardt, Löber, Eichenauer, Leib und wenn wir nicht irren, Jann. Mit der Stellung III Hauptfassade nach der Johannesstraße müßte eine Zufuhrstraße quer durch die Anlage geschaffen werden, mithin müßte also ein sehr großer Teil unserer gerade dort stehenden schönen Bäume wegrasiert werden. Stadtv. Kirch besonders wie Stadtv. Schafft a edt und Dr. Ebel verfochten sehr energisch diese Stellung, bleiben aber bei der Abftimmung mit 8 Stimmen in der Minderheit. Soviel wir gesehen, stimmten noch dafür die Stadtv. Euler, Heichelheim, Keller und Haubach. Stadtv. Gabriel betonte, daß bei dieser Stellung die Entleerung des Theaters, auf die man unbedingt achten müsse, nicht so leicht geschehen fönne; auch möge man auf den späteren Verkehr zum Theater im Verein mit der elektrischen Straßenbahn rechnen. Vorm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. Die Vorarbeiten zur Vornahme der Fundamentierung des ganzen Bodens sollen nun sofort in Angriff genommen werden. Vor Schluß der Sigung kam das Haus nochmals auf die in letter Sigung ausgesprochene Baugenehmigung der Frau Rothenberger Witwe zu sprechen. Anlaß hierzu war eine Eingabe des Nebenliegers Carlé, welche allen Stadtverordneten im Druck ebenfalls zugegangen war früher schon beim Polizeiamt erhoben worden sind. und aussagt, daß über den Geschäftsbetrieb wohl Beschwerden Es wurde noch lange darüber gesprochen und von mehreren Seiten geäußert, die Bürgermeisterei möge da nun einmal Beschluß gefallen ist sehen auf welche Weise der Frau Rothenberger das Lagern der Lumpen und Knochen ganz zu versagen sei innerhalb der Stadt. - - - - Die Stimmung bei mehreren Stadtverordneten war dieses Mal eine ganz andere und was auch ausgesprochen wurde - sie wü den heute dagegen stimmen. Beigeordneter Georgi bedauerte, daß er in letter Sigung abwesend gewesen sei und Stadtv. Kirch erklärte, daß er gle gen die Bauerlaubnis geflimmt habe, weil er sich sage, daß das Interesse eines Einzelnen denen mehrerer Bürger zurücktreten müsse. Schluß der Sißung 48 Uhr. Batholische Gemeinde. Samstag, den 29. Juli. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. " Sonntag, den 30. Juli. 7. Sonntag nach Pfingsten. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. 17 " „ 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2½ Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Berantwortlich: für die Politik und den Inseratenteti: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibr in Gießen. A Verlangen Sie Muster C unsersr neuesten Stoffe und Foulards für StrassenToiletten und Blousen. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie, Zürich N G Neuer Saalbau( Stein's Garten) Giessen. Sonntag, den 30. Juli, abends 8 Uhr: GROSSES KONZERT des I. Stockholmer Damen- Gesangs- Quartetts Direktion: Frau M. Hafgren. Original Landestrachten aus Lopplaud( Schweden). Reichhaltiges Programm: Solis, Terzette und Quartette in deutscher u. schwedischer Sprache. Eintritt 60 Pfg. Sorverkauf in der Musikalienhandlung des 50 Pfg. Verein Contentia. Samstag, den 29. d. Mts., abends 9 Uhr, findet im Restaurant zum Felsenkeller( Inhaber W. Fischer) unsere diesjährige Halbjahres- Versammlung statt. Tages- Ordnung: Punkt 1: Halbjahrs- Abrechnung. Н " 2: Ergänzungswahl des Vorstandes. 3: Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Der Vorstand. Medizinische Veterinär- Klinik Klinik für für innere Tierkrankheiten Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird, beginnend mit Samstag, den 1. Juli, im Impflokale Schulgebäude, Neustadt 61- für die nächsten 5-6 Wochen, jeden Samstag, nachmittags von 4-5 Uhr, abgehalten werden. Impfpflichtig im laufenden Kalenderjahr sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren. Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impfbflichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung werkstelligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Straf= androhung gesetzt wird. seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresſchluffe auf seinen Fabres Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschan nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Impfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und reingewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landesinstitut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 27. Juni 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann Bekanntmachung. Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß aus den öffentlichen Ventilbrunnen Wasser zu gewerblichen und landwirtschaftlichen Zwecken entnommen wird. Da diese Wasserentnahme nach der Bolizeiverordnung vom 25. Mai 1893 unter Strafe gestellt ist, bringen wir die bezügliche Bestimmung erneut zur öffentlichen Kenntnis. Wir haben unsere Organe beauftragt, Zuwiderhandlungen anzuzeigen. Gießen, den 24. Juli 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Polizeiverordnung, betreffend die Benutzung der öffentlichen Brunnen und der städtischen Quellwasserleitung in der Stadt Gießen. Auf Grund des Artikel 56 pos. 1 der Städteordnung wird hierdurch nach Anhörung der Stadtverordnetenversammlung unter Zustimmung des Kreisausschusses und mit Genehmigung Großherzogl. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 15. Mai zu Nr. M. J. 13879 für die Provinzial- Hauptstadt Gießen verordnet wie folgt: § 1. Die Benußung der auf öffentlichen Straßen und Blägen aufgeftellten Ventilbrunnen der städtischen Quellwasserleitung ist nur Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisatio sarbeiten wird die Marktftraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 27. Juli 1905. burg Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 15. Juli 1905 angeordnete Sperre der Mäuszwischen Marktplatz und Wettergasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 27. Juli 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 17. Juni 1905 angeordnete Sperre der Stephanftraße zwischen Bismarck- und Gartenstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Am Samstag, den 29. d. Mts., nachm. 3 Uhr werden im städtischen Hospital, Seltersweg 11, eine größere Partie getragener Kleider, Strümpfe und Unterzeug öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 24. Juli 1905. Armenamt Gießen. Curschmann. Arbeitsvergebung. Die Spenglerarbeit zur Beschaffung von Lüftungsflappen für die Stadtmädchenschule soll Mittwoch, den 2. August d. J., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 27. Juli 1905. Städtisches Hochbauamt. - Gerbel. Fahrräder, erstklassig, direkt von der Fabrik an Private und Händler von Mk. 65. an. Prima Frankfurterstrasse 85 im alten Tierspital für ben gewöhnlichen Hausbedarf gestattet; jede weitergehende Ent Zubehörteile, Mantel von ca. Fernsprecher wie bisher Nr. 142( Veterinäranstalt). Postkarten- Centrale Sonnenstraße 5 Gicken am Kanzleiberg empfiehlt: nahme von Wasser aus diesen Brunnen, insbesondere zu gewerblichen oder landwirtschaftlichen Zwecken, oder unter Verwendung von Schläuchen oder Fuhrwerken ist verboten. Gleiches Verbot kann nötigenfalls vorübergehend auch für die Mk. 4.-, Luftschläuche von Mk. 2.80 an. auch an fremöffentlichen Bumpbrunnen auf Veranlassung der Großherzoglichen Reparaturen am Fabrikat Bürgermeisteret erlassen werden. prompt und billigst. Katalog gratis und franko. Duisburger Fahrradfabrik Das Wasser aus allen öffentlichen Brunnen darf nur mit reinen Zübern, Eimern und kleineren Gefäßen entnommen werden. Ein unnüßes Laufenlassen der Ventilbrunnen ist verboten. Beim Wasserholen gebührt dem zuerst kommenden für die Füll- ,, Schwalbe", Akt.- Ges. ung höchstens zweier Gefässe der Vorzug. § 2. Jede Verunreinigung der öffentlichen Brunnen, sowie der zugehörigen Ständer, Schächte und Vorschächte, Ablaufschalen, aller Art von Gegenständen, sowie das Waschen von Gemüse 2c. und das Viehtränken an den öffentlichen Brunnen ist untersagt, unbe: Stadt- Ansichten, Blumen-, Serien- röge und Rinnen, desgleichen das Ausspülen, Ab- und Auswaschen Witzkarten, Künstlerkarten. Das eigene Porträt auf der Postkarte à Stück 15 Pfg. Fahrzeugwerke, Wilhelmshöhe" bei Cassel empfehlen ihre vorzüglichen, unübertroffenen Erzeugnisse in Fahrrädern mit neu pat. Doppelglockenlager, Motorrädern, sowie Fahrradteilen u. Zubehör zu konkurrenzl. bill. Fabrikpreisen und weitgehendster Garantie. Katal. gratis u. franco. Mustermaschine Tiefenweg 10 z. besicht. 伞 habet ber Befugnis zur Entnahme von Waffer zu letterem 3wed. Desgleichen sind verboten alle Handlungen beim Gebrauch der öffentlichen Brunnen, welche im Winter zu gefährlicher Eisbildung Anlaß geben können, ferner das Entleeren von Wasser in die Schächte der Pumpbrunnen und in die Vor- oder Einlauf- Schächte der Ventilbrunnen. § 3 Duisburg- Wanheimerort. Gegründet 1896. Joh. Seibel Glessen Ludwigsplatz Weinstube. Ausschank v. nur gaten reinen Tischweinen Makulatur hat abzugeben Expedition d. Blattes. Flechten näss. und trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, offene Füsse Beinschäden, Beingeschwüre, Aderbeine, böse Finger, alte Wunden sind oft hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt zu werden, mache noch einen Versuch mit der bestens bewährten RINO- SALBE frei von Gift u. Säure, Dose Mk. 1.-. Dankschreiben gehen täglich ein. Wachs, Naphtalan je 15, Wairas 30, Benzoefett. Veuet. Terp., Kampferpflaster, Perubalsam je 5, Klgelb 30, Chrysarobin 0. Zu haben in den Apotheken. bes. in d. Hirsch- Apotheke und in der Universitäts- Apotheke. Die unbefugte Entziehung von Wasser aus der Quell- Zwiebelkuchen Schreibmaschine nagelneu, mit 2 Schrift- Systemen wasserleitung, sowie jede den Bestimmungen für den Bezug von Wasser aus dem Wasserwerk der Stadt Gießen widersprechende Be- jeden Dienstag, Donnerstag für 160 Mr. bet sofortiger Kaffe nuzung der Wasserleitung ist verboten. und Samstag von 129 Uhr ab. Bei Brandausbruch in der Stadt sind alle Zapfftellen der Privatleitungen bis nach Bewältigung des Feuers möglichst geschlossen Bäder Schomber, zu halten. Während der Dauer außergewöhnlichen Wassermangels_fann durch Bekanntmachung Großh. Bürgermeisterei die Abgabe von Wasser aus der Wasserleitung im Allgemeinen auf gewisse Tagesstunden eindurch die unterzeichnete Behörde die Verwendung solchen Wassers Gießen, Walltorstraße 51. Feinste geschränkt und im Einzelnen auf Veranlassung Großy. Bürgermeisterei Speise-... Salatseitens der Privaten zum Speisen von Springbrunnen, zum Besprengen Kartoffeln von Gärten und Trottoirs, sowie zu gewerblichen Zwecken vorüber- empfiehlt ehend untersagt werben. § 4. Wasserpumpen, Jauchepumpen, Jauchefässer, Jaucheverteiler, Zuwiderhandlungen gegen diese Polizei- Verordnung und die Jauchewagen, Gartensprißen, liefert billigst Herborner Pumpenfabrik Herborn. Für Giessen wird von alter Deutscher Lebens- VersicherungsGesellschaft ein gut eingeführter tüchtiger General- Agent gesucht. Nachweisslich mit guten Erfolgen tätig gewesene, erprobte Fachleute wollen gefälligst Offerten unter J. P. 8389 an Rudolf Mosse, Berlin SW. einreichen. auf Grund derselben erlassenen Verbote werden, sofern nicht höhere efegliche Strafen einzutreten haben, mit Geldstrafen bis zu 30 Mt., an deren Stelle im Falle des Unvermögens Haft tritt, bestraft. § 5. Diese Polizei- Verordnung tritt alsbald in Kraft. Gießen, den 25. Mai 1893. Großh. Polizeiamt Gießen. Fresenius. Bekanntmachung. Die unterm 19. Juni 1905 angeordnete Sperre der Löberftrake zwischen Bismard- und Gartenstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 26. Juli 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. NAUMANNIA- SEIFE mit dem Es wird gebeten Beata Selfe nah undfern! J. Hankel, Gießen, Schloßgaffe 6. Ein wahrer Schatz für alle durch jugendliche Verirrungen Erkrankte ist das berühmte Werk: Dr. Retau's Selbstbewahrung 82. Aufl. Mit 27 Abbild. Preis 3 Mark. Lese es Jeder, der an den Folgen solcher Laster leidet. Tausende verdanken demselben ihre Wiederherstellung. Zu beziehen durch das Verlags- Magazin in Leipzig, Neumarkt 21, Bowie durch jede Buchhandig. Frischer Bienenhonig zu verkaufen. Näheres in der Exp. d. Bl. Rheinisches Technikum Bingen Maschinenbau u.Elektrotechnik, Abt.f. Ingenieure, Techniker u.Werkmeister. Chauffeurkurse Progr. frei. Suche sofort einen tüchtigen Wagnergesellen Heinrich Mühlich, Wagnermſtr. Gießen, Dammftraße. Tüchtige Maurer für dauernde Arbeit sucht Ludw. 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