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Mittwoch, den 28. Juni 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährt. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Schiedsmann. In diesen Tagen ist eine Statistik veröffentlicht worden, die eine Zusammenstellung der beruflichen Leistungen der Schiedsmänner in Preußen für das Jahr 1904 enthält. Wir wollen auf die Einzelheiten dieser Statistik hier nicht eingehen, sondern uns mit der Mitteilung begnügen, daß die Edhiedsmänner in Preußen während des Jahres 1904 ebenso nie in früheren Jahren sehr verdienstlich tätig gewesen sind und eine große Zahl von Streitigkeiten zur Befriedigung beider Parteien erledigt haben, ohne daß die ordentlichen Gerichte angerufen zu werden brauchten. Es entzieht sich der genauen Berechnung, welche Summen von Kosten dadurch erspart worden sind, denn es fehlt eine Unterlage dafür, niebiel Zeugen in jedem einzelnen Falle zu vernehmen gemesen wären, und wieviel Termine jede einzelne Angelegenheit beansprucht hätte. Aber nicht bloß die Geldkosten kommen hierbei in Frage. Es fällt vielleicht noch mehr ins Gewicht, daß der gerichtliche Austrag eines Streites in der Regel die vorhandene Verärgerung noch vertieft, während die schiedsmännische gütliche Erledigung den Streit aus der Welt schafft und die Parteien versöhnt. Die Einrichtung des Schiedsmannes, ursprünglich dem französischen Recht entstammend, in dessen Bezirk der Schiedsmann Friedensrichter heißt, erstreckt sich über das ganze Deutsche Reich und ist innerhalb des Reiches einheitlich geregelt. Das Gesetz schreibt vor, daß allen Privatbeleidigungsflagen zwischen Personen, die innerhalb derselben Stadt wehnen, ein Sühneversuch vor dem Schiedsmann vorangeten muß. Erst wenn der Schiedsmann bescheinigt, daß der Sühneversuch vergeblich gemacht worden ist sei es wegen der Hartnäckigkeit der Gegner, sei es, weil der angebliche Veleidiger sich dem Sühneversuch überhaupt entzogen hat fann der Beleidigungsflage vor dem ordentlichen Richter Folge gegeben werden. Ist der Tätigkeitsbereich des Schiedsmannes, den das Gejet ihm obligatorisch zuweist, schon recht beträchtlich, so daß der Schiedsmann dem öffentlichen Wohl und dem allgemeinen Besten hervorragende Dienste zu leisten vermag, so hatt das Gesetz ihm doch noch einen weit größeren Kreis der Betätigung offen gehalten. Allerdings ist seine Mitwirfurig hier nicht vorgeschrieben, sondern nur zugelassen, und dern freien Willen der Rechtsuchenden ist es anheim gegelen, ob sie die Mitwirkung des Schiedsmannes in Anspruch neh men wollen oder nicht. Wahrscheinlich ist es die Unbekanntschaft mit den einichlägigen Bestimmungen, die einen großen Teil der Rechtjuchenden abhält, von den außerordentlichen Vorteilen Gebrauch zu machen, die das Institut der Schiedsmänner ihnen bietet. Das Verfahren vor dem Schiedsmann ist beinahe böllig fostenlos, es giebt dort weder Anwälte noch Sporteln. Die Entscheidung erfolgt schnell und ist ohne Verzug bollstreckbar. Bei dem Urteil spricht die Billigkeit weit mehr mit, als das formale Recht, das übrigens feineswegs verlezt wird. Zwischen den Barteien findet weit mehr eine Berständigung statt, als daß ein Urteil über sie gefällt wird. Demzufolge sind auch in der Regel beide Parteien mit dem Urteil zufrieden; sie erkennen es ais richtig an und fügen fich ihm. Es ist oft darüber Klage geführt worden, daß die Gerichtskosten zu hoch seien, außer Verhältnis namentlich zu geringen Streitgegenständen stünden, daß ihre Höhe oft den berlierenden, manchmal sogar den gewinnenden Teil emfindlich schädigen, weil nämlich bei den Gerichtskosten der gervinnende Teil für den zahlungsunfähigen verlierenden Teil eintreten muß. Man hat ferner oft darüber geflagt, daß die Justiz zu langsam arbeite und darunter das Interesse der Rechtsuchenden leide. Beide Klagen sind in gewissem Sinne berechtigt, und doch hätten die Klagenden es in der Hand, selbst für Abhilfe zu ergen. Sie brauchten bloß die Einrichtungen wirklich zu beuzen, die vom Staat getroffen worden sind, und in 90 Fällen von hundert würde man nicht mehr von langsamer Justiz und nicht mehr von teurer Justiz reden können. Die Recht fuchenden brauchten sich eben mir an den Schiedsmann zu wenden, der ihre Streitigkeiten ebenso gut schlichtet, wie las Gericht, nur viel schneller und billiger. Wer einmal den Terminen eines Einzelrichters beigewohnt hat, vor dem doch meist zur Vertretung der Parteien rechtsgelehrte Anwälte erscheinen, der wird sicher die Empfindung gehabt haben, daß für die übergroße Zahl der Fälle, die dort zur Aburteilung fommen, der aufgebotene Apparat unberhältnismäßig groß und schwerfällig ist. Und dabei wird noch manches Mal eine zweite Instanz angerufen. Was hier die gelehrten Herren tun, das kann der im praktischen leben stehende und erfahrene Schiedsmann auch. Menchmal fann er es sogar besser, denn zwischen ihm und den Parfeien ist ein leichteres Verständnis, als zwischen dem gelehr ten Richter und den Parteien. Es fäme nur auf eine Verabredung unter den Beteiligten und Verabredungen haben schon viel Schwieriges zulege gebracht und die Schiedsmänner würden auf dem eben erwähnten Gebiet reiche Arbeit finden. Die Kämpfe in Südweftafrika. Alarmierende Nachrichten über eine angebliche Niederlage der Deutschen gegen Morenga werden von der englischer Presse in Kapstadt verbreitet. Der Bandenführer Morenga sollte die Abteilung des Majors von Kamptz überfallen, ge schlagen und ihr Proviant nebst Munition abgenommen haben. Wie aus den eingelaufenen amtlichen Nachrichten hervorgeht, sind die Tatarenmeldungen von der Schlappe der Expeditionstruppen vollständig unwahr, obwohl die neuerlichen schweren Kämpfe auch bedauerliche Verluste für die Deutschen gebracht haben. Die Kompagnie des Hauptmanns von Erckert, die schon am 6. Juni ein erfolgreiches Gefecht am Karib-( Gamtoob) Revier hatte, überraschte am 14. Juni erneut eine feindliche Werft an diesem Revier. Der Feind verlor 25 bis 30 Tote, 250 Stück Großvieh, 40 Pferde und Ejel. Auf der deutschen Seite wurde ein Mann verwundet. Major von Kampß mit der Abteilung Siebert marschierte, von der Ostgrenze fommend, ebenfalls längs des Karib- Reviers und stieß am 17. Juni auf die gesamte Barde Morengas, die in dem außerordentlich schwierigen Gelände verzweifelten Widerstand leistete. Die Abteilung Erckert eilte auf den Kanonendonner herbei, und nach 14stündigem, schwerem Kampf gelang es, die feindliche Stellung zu nehmen. Die deutschen Truppen verloren 15 Tote, 3 Vermißte und 25 Verwundete, unter diesen Major von Kamp 3. Hauptmann Siebert übernahm das Kommando. Die Höhe der feindlichen Verluste ist noch unbekannt. Am 18. Juni verfolgte die Abteilung, und vereitelte dadurch die Versuche der Hottentotten, ihr zahlreiches versprengtes Vieh wieder zusammen zu treiben. Der Gegner flüchtete nach Narus, der wichtigsten Zufluchtsstätte der Bande Morengas, das in beherrschender, wasserreicher Stellung gelegen ist. Am 19. Juni nahm Hauptmann Siebert Narus. Die Hottentotten flüchteten in südlicher Richung, die Verfolgung wird, teilweise durch frische Truppen, fortgesetzt. Der Bethanierfapitän Cornelius, den Hauptmann von Koppy am 27. Mai bei Geious schlug, hat sich in der Gegend von Kochas am Fischfluß wieder festgesetzt. Er soll sich dort mit Morris vereinigt haben, der zeitweise in der Gegend südlich von Warmbad auf englisches Gebiet geflüchtet war. Major Graeser mit 3 Kompagnien, 4 Geschüßen und 2 Maschinengewehren ist im Vormarsch zum Angriff gegen Cornelius. So schwer der Verlust eines tüchtigen Offiziers und vieler braver Krieger auf unserer Seite empfunden werden muß, so sehr darf man Genugtuung darüber empfinden, daß die Märchen der Kapstädter phantasievollen Deutschenfeinde so bald auf ihren Unwert zurückgeführt werden konnten. Ebenfalls aus Kapstadt kam vor einiger Zeit die Meldung, Warmbad sei von den Aufständischen genommen worden. Damals wie heute handelte es sich um reine Erfindungen. Der Krieg in Oftafien. Die Friedensaussichten haben sich etwas gebessert. Es wird jetzt ein bestimmter Termin für den Zusammentritt der russischen und japanischen Delegierten angegeben und zwar für den Monat August auf amerikanischem Boden. Tre durch das„ Reuter- Bureau" verbreitete Nachricht hat folgenden Wortlaut: Rusland sowohl wie Japan haben dem Präsidenten Roosevelt mitgeteilt, daß ihre Bevollmächtigten im ersten Drittel des Monats August in den Vereinigten Staaten zusammentreffen werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Nachricht sich bestätigt oder ob die russischen Machthaber, wie von anderer und nicht unbrachlicher Seite behauptet wird, bei dem Entschlusse bleiben, den Krieg um jeden Preis fortzusetzen. In der Mandschurei bat sich in den letzten Tagen kaum etwas Wesentliches ereignet. Die japanischen Truppen sezen ihre Vorwärtsbewegung langsam, aber anscheinend mit großer Bestimnitheit fort. Am 25. Juni wurde bemerkt, daß sich bedeutende japanische Streitkräfte gegen die linke russische Flanke konzentrierten. In Korea gingen die Javaner am 22. Juni zum Vormarsch gegen Kosakensotnien über, welche sich kämpfend in nördlicher Richtung zurückzogen. Die japanische Vorhut steht in der Linie Tschatschudegi- Pugotin. Von Admiral Roschdjestwensky wird berichtet, daß die Gerüchte, daß ihm ein Arm und ein Bein amputiert werden müssen, falsch sind. Der Admiral ist schaver am Kopf verwundet; eine Hand ist leicht verletzt. Er leidet an äußerst heftigen Konfschmerzen, die ihn zuweilen in bewußtlosen Zustand verfallen lassen. Nach den legten Nachrichten ist Hoffnung vorhanden, daß er bald genesen wird. Weitere Mobilmachungen. In Moskau ist die beginnende Einberufung der Reservisten, um einer Anhäufung und Unordnungen vorzubeugen, auf 20 Tage ausgedehnt worden. Täglich werden gegen 1500 Mann einberufen und unverzüglich zu ihren Truppenteilen befördert. In Kiew und Nomny ist die Mobilmachung angekündigt. Die Nowoje Wremja kündigt den Rücktritt des Kriegsministers Ssacharow an; als Nachfolger wird General Rediger genannt. Die Politik. Die in Oberhausen tagende Generalversammlung des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter faßte zu der Berggeseknovelle mehrere Resolutionen, in denen zum Ausdruck gebracht wird, daß die Novelle wohl einen Fortschritt bedeute, in der vorliegenden Form jedoch praktisch für die Bergarbeiter in keiner Weise befriedigend sei. Die Versammlung fordere deshalb die reichsgesegliche Regelung des Bergarbeiierschutzes auf Grund der Beschlüsse des ersten preußischen Bergarbeitertages. * Die deutsche Antwort auf die Nouviersche Note in der Marokko- Frage ist selbstverständlich im höflichsten, freundlichsten Tone gehalten. Die Höflichkeit liegt ganz besonders darin, daß jeder Punkt der Rouvierschen Darlegungen ausführliche Würdigung findet, also ernst genommen wird. Ueber dieses formale Entgegenkommen hinaus geht die Autwort des Fürsten Bülow nicht. Die deutschen Forderungen werden in erneuter Begründung vollständig aufrecht erhalten. Daran wird auch ein wiederholter Notenwechsel nichts ändern. Der Zeitgewinn, den Herr Rouvier anstrebt, um die Franzosen sich an eine von der früheren abweichende Beurteilung der marokkanischen Dinge gewöhnen zu lassen, mag seinem eigentlichen Zweck ganz dienlich sein; er hat aber zugleich die Nebenwirkung, daß man auch in Spanien bereits anfängt, in Ueberlegung zu ziehen, ob es denn wirklich sehr flug von den spanischen Staatsmännern war, sich gänzlich in das Fahrwasser des Herrn Delcassé zu begeken und darin zu verharren, obwohl die Franzosen selbst Herrn Delcassé ausgeschifft und verleugnet haben. * * Die Fleischteuerung, in ganz Deutschland ziemlich lebhaft empfunden, hat besonders in Oberschlesien zu lauten Selagen geführt und die Forderung gezeitigt, die Regierung möchte das Kontingent der zuzulassenden russischen Schweine erhöhen. Zur Beratung der einschlägigen Fragen und zur Vorbereitung schleuniger Beschlußfassung soll in allernächster Zeit in Oberschlesien eine Ministerialfonferenz stattfinden. Ganz besonders wird die Frage geprüft werden, ob es angängig und ratsam ist, die Einfuhr von Pökelfleisch aus Nußland noch vor dem Infrafttreten des neuen Handelsvertrages zu gestatten. Sier spielen sehr weitgreifende Interessen mit, die sich nicht mit einer einfachen Maßregel abtun lassen. Durch faiserliche Verordnung wird die Kompetenz der Schöffengerichte von jetzt ab erweitert. Hauptsächlich kommen nun Sittlichkeitsvergehen nach§§ 180 und 183, ouch schwerere Fälle von strafbarem Eigennut, gemeingefährliche Vergehen, Vergehen wider die öffentliche Ordnung sowie alle Vergehen, die von Personen unter 18 Jchren verübt wurden, vor den Schöffengerichten zur Aburteilung. * Mit der geplanten Personentarifreform wird sich der sächsische Landeseisenbahnrat bereits am 4. Juli beschäftigen. In Preußen besteht die Absicht, dem Landeseisenbahnrat erſt in Herbst eine ausführliche Denkschrift über die Personen. tarifreform zur Begutachtung vorzulegen. * * Die staatsrechtlichen Streitigkeiten in Ungarn lassen nur geringe Aussicht dafür, daß noch rechtzeitig ein ParlamentsFeschluß zustande kommt, der den Handelsvertrag zwischen Deutschland und Desterreich- Ungarn gutheißt. Im Hinblick auf diese Möglichkeit ist vielfach in Zeitungen ausgesprochen worden, daß in Ermangelung einer rechtswirksamen Abstimmung des ungarischen Abgeordnetenhauses der Handelsvertrag nur zwischen Deutschland und Desterreich in Geltung treten würde. Das ist ein Irrtum, wie uns unser Berliner CB- Mitarbeiter schreibt. Vertragsparteien sind im vorliegenden Falle auf der einen Seite das deutsche Reich, auf der anderen Seite Desterreich- Ungarn, nicht Desterreich oder Ungarn. Desterreich- Ungarn ist ein einheitlicher Kontrahent und kommt Deutschland gegenüber nur als solcher in Betracht, nicht nach seinen einzelnen Teilen. Bleibt das Votum des ungarischen Abgeordnetenhauses aus, so ist eben der Vertrag nicht zustande gekommen. Trennen sich Oesterreich und Ungarn in wirtschaftlicher Hinsicht, so bleibt es beiden Teilen überlassen, eine gesonderte Vertragsverständi. gung mit Deutschland zu suchen. Es steht auch nichts im Wege, die früheren Verhandlungen und ihre Ergebnisse als schätzbares Material zu verwerten. Aber der Vertrag selbst muß auf beiden Seiten neu aufgebaut und auch auf deutscher Seite neu beschlossen, im Reichstag noch einmal votiert werden. * Die Sonntagsfahrten werden nicht abgeschafft. Minister bon Budde hat jetzt auch schriftlich in einer Zuschrift an den Riesengebirgsverein erklärt, daß nie die Absicht bestarden habe, die Feriensonderzüge und die Sonntagsfahrkarten aufzuheben. Oefterreich- Ungarn ** Das Wiener Abgeordnetenhaus nahm einen Antrag an, das Asylrecht der russischen Flüchtlinge angesichts der Mezeleien in Lodz besonders zu achten. Minister Graf Bylandt erklärte, die Regierung würde auch ohne besonderen Antrag das Asylrecht achten. Frankreich. ** Von der französischen Regierung wird ein AmnestieEntwurf vorbereitet, der sich auch auf die in der Verschwörungsangelegenheit des Hauptmanns Tamburini verwickelten Personen erstrecken soll. Rufeland. ** Die blutigen Vorgänge in Lodz und Warschau werden von vielen Seiten als ein Signal zu einem Staatsstreich im Zarenreiche angesehen, der von weiten Kreisen der Bevölkerung gegen die herrschende Regierung geplant sein soll. Auch größere Schichten des Militärs sollen dafür gewonnen sein, und namentlich die Offiziere weigern sich, auf Wehrlose fürderhin schießen zu lassen. Auf die Kunde von Greueltaten, die in Lodz, Warschau und anderen Orten seitens der Kosaken verübt sein sollen, beginnen auch die Petersburger Arbeiter wieder unruhig zu werdnn. Ueber ist der Kriegszustand ganzen Kreis Lodz berhängt und der Generalgouverneur von Warschau Die ist mit außerordentlichen Vollmachten ausgerüstet. jüdische Bevölkerung von Lodz verläßt auf Drohungen mit Massenmorden massenhaft die Stadt. In Warschau sind Bomben gegen das Militär geschleudert worden. Die Polizei hat Massenverhaftungen vorgenommen. den Afien. * Eine konstitutionelle Regierung in China soll eingeführt werden aber erst in zwölf Jahren. In der Zwischenzeit sollen nach einer amtlichen Bekanntmachun, die nötigen Reformen vorgenommen werden. Heer und flotte. Reichskanzler Fürst Bülow wird an der Kaiserparade teilnehmen. Fürst Bülow ist seit Juni 1902 charakterisierter Oberst des 1. rheinischen Husaren- Regiments und wird sich als solcher an dem Vorbeimarsch des Regiments bei der Kaiserparade des 8. Armeekorps zu Urnių bei Koblenz beteiligen. Der Reichskanzler tritt zum erstenmal in seiner militärischen Eigenschaft in Attion. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser nahm in Kiel an einem Festessen des faiserlichen Jachtkluba teil. Auf einen, Trinkspruch, ben Brinz Heinrich auf den Kaiser, als den Commodore des Klubs, ausbrachte, erwiderte dieser mit einem Hoch auf die heimischen Segler und die fremden Gäste aller Nationen. Die Schlachtflotte hatte auf Befehl des Kaisers illuminiert. Der Kaiser hat die Ehrenmitaliedschaft des Belgischen Jachtflubs angenommen und auch zugesagt, daß seine Sacht ,, Meteor" die Regatten in Ostende und Vlissingen mitsegeln solle. Im Rheinland erhält sich das Gerücht, daß der Kaiser im Laufe des Sommers an den Jagden des FreiHerrn von Schorlemer auf Liesen teilnehmen werde. * Die Kaiserin hat sich nach Ploen und von dort nach Kiel begeben. Hus den Parlamenten. Dr. Mar Hirsch gestorben. Im Sanatorium Clara Emilie" in Homburg vor der Höhe ist der Landtagsabgeordnete und Anwalt der deutschen Gewerkvereine Dr. Var Hirsch im 73. Lebensjahre verschieden. Hirsch nahm einen hervorragenden Platz in der wirtschaftlichen Bewegung unferer Tage ein. Er rief die Hirsch- Dunckerschen GewerkFereine ins Leben und machte sich namentlich verdient durch ie Gründung der Humboldt- Akademie in Berlin. Mehrere Male saß er im Reichstag, sein Landtagsmandat hatte er feit 1898 inne. Preussischer Landtag. ( 44. Sitzung.) Herrenhaus. RK Berlin, 27., Juni. In brütender Junihite versammelte sich um 2 Uhr das hohe Haus nach den langen Ferien. Nur wenige Mitglieder waren erschienen, um einige laufende Geschäfte, d. H. also Petitionen, zu erledigen. Der 15. Hessische Städtetag verlangt Aufhebung des Kommunalsteuerprivilegs der Beamten, Geistlichen und Lehrer. Oberbürgermeister FuchsKiel verlangt Ueberweisung an die Regierung zur Erwägung und fordert zugleich eine Statistik über die Einbuße an den Steuereinnahmen. Ohne Debatte stimmte das Haus dem Antrag der Kommission zu. Die Bittschrift der Bochumer Haus- und Grundbesitzer betreffs Straßenreinigung wird durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Dann werden noch rasch 2 Fürsorge- Petitionen der Düsseldorfer Gefängnisverwaltung und der Gollnower Polizei nach den Anträgen angenommen und um 3½ Uhr vertagte man sich, um morgen die Berggesetze vorzunehmen. Nab und Fern. A Rückgang der Genicstarre in Schlesien. Die Genickstarre scheint in Schlesien, wo der schlimme Gast besonders hauste, ihren Höhepunkt überschritten zu haben. In der letzten Woche ist kein einziger Fall in dem Kreise Zabrze vorgekommen, der von der gefürchteten Krankheit am schwersten heimgesucht war. finksstehende Wochenschrift„ Europa" ins Leben gerufen. Gründer und Leiter war der Schriftsteller Heinrich Michalski. Jezt ist er in Leipzig verhaftet worden, weil er 10 000 Mark Wechsel auf den Namen des dortigen sozialdemokratischen Stadtverordneten Rechtsanwalt Dr. Jasper gefälscht hat. udhalski ist geständig. Das Verlangen, die ungenügend finanzierte Zeitschrift vor dem Untergang zu bewahren, hat ihn zum Fälscher gemacht. Jugendliche Selbstmörder. Unglückliche Liebe hat in Berlin zwei junge Menschen in den Tod getrieben. Ein achtzehnjähriger Lederarbeiter und eine siebzehnjährige Verfäuferin, beide aus Rirdorf stammend, banden sich mit einem Strick aneinander und stürzten sich ins Wasser, aus dem ihre Leichen jetzt gelandet sind. Wieder das Schießgewehr. In Benneckenstein im Regierungsbezirk Erfurt zog ein junger Kaufmann, der mit einem Freunde am letzten Sonntag seinen Spaziergang machte, einen Revolver und setzte sich die geladene Waffe auf die Brust mit dem Scherzworte: So könnte man sich schnell hinüberbefördern!" Nur allzu rasch sollte dem Worte die Tat folgen. Der Schuß frachte los, und der junge Mann brach tot zusammen. Ein Zeitschriften- Gründer als Wechselfälscher. Unter aroßem Trara wurde im verflossenen Herbst in Berlin eine Schrecklicher Tod im Ofen. In einer Zementfabril in Böhmen waren zwei Arbeiter in einem 3½ Meter tiefen Ofen mit dem Aufschichten von Steinen beschäftigt. Swi schen diese sind Holzteile eingemengt, die mit Petroleum übergossen sind, damit das Feuer rascher entfacht werden kann. Der eine Arbeiter zündete seine Tabafspfeife an und warf das Zündhölzchen fort. Im Nu stand das ganze Holz in Flammen, und die beiden Arbeiter mußten in dem Ofen elendiglich verbrennen.. Keine Buchmacher auf franzöfifchen Rennbahnen. Die französischen Minister des Innern und der Landwirtschaft haben bestimmt, daß auf allen Rennpläten des Landes vom August d. Is. ab Buchmacher nicht mehr geduldet werden dürfen. Der verhängnisvolle Uniformfragen. Ein Oberleut n'ant in einem österreichischen Landwehr- Regiment ist im Krankenhause zu Linz an einer Blutvergiftung gestorben, die er sich durch den Kragen seiner Uniform zugezogen hatte. Der Offizier hatte am Kinn eine kleine unbedeutende Wunde, Der grine Kragen seiner Uniform scheuerte an der Wunde, und plötzlich trat Blutvergiftung ein, die zu Tobsuchtsanfällen führte und den Tod des bedauernswerten dreißig. jährigen Leutnants herbeiführte. Selbstmord einer ägyptischen Prinzessin. Unglück liche Eheverhältnisse haben die Prinzessin Saniah von Aegyp. ten in den Tod getrieben. Sie vergiftete sich mittelst Mor phiums. Prinzessin Saniah war eine Großtante des Khedive, sie war mit einem jungen Osmanen vermählt. Deutsche Turner in Amerika. Auf dem Nordamerika. nischen Bundesturnfeste in Indianopolis haben die deutschen Turner bedeutende Erfolge errungen. Sie erhielten beim Wetturnen acht Preise, darunter fünf erste Preise. Plus dem Gerichtsfaal. § Der Lustmörder Oskar von Busse wurde wegen Totschlags und Sittlichkeitsverbrechen, begangen an der elfjährigen Margarete Koschorrek, vom Schwurgericht des Landgerichts I zu Berlin zu 6½ Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Das Gericht nahm einen gewissen geistigen Defekt zur Zeit der Tat bei dem Angeklagten an. § Der Mörder seiner Kinder. Der Drechsler Arthur Medersky, der in Nixdorf bei Berlin seine drei Kinder erhängt hat, wurde wegen Totschlags zu zehn Jahren Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die gleiche Dauer verurteilt. § Der Simplizissimus- Prozeß wegen Beleidigung der Teilnehmer an dem Sittlichkeitsfongreß in Bonn endete damit, daß Ludwig Thoma wegen des Spottgedichts zu seche Wochen Gefängnis und der verantwortliche Redakteur Linne kogel zweimal zu 200 Mark Geldstrafe verurteilt wurde. § Von der Anklage der Gotteslästerung abermals frei gesprochen wurde der evangelische Divisionspfarrer Boch. stein in Münster vom Oberkriegsgericht. Das Gericht ver neinte die Frage nach der Deffentlichkeit des Vortrages, in dem die inkriminierten Aeußerungen gefallen sind. Ein Hunnenbrief- Prozess. Der Reichstagsabgeordnete Frik Kunert wurde von der Straffammer des Landgerichts zu Halle a. S. wegen Beleidigung der deutschen Chinakrieger zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Grundlage zu dem Prozeß bildete eine Wahlagitationsrede, die der Abg. Kunert in Wörmlit bei Halle gehalten hat. Er erklärte damals, daß das, was der Vorwärts" über den Chinafeldzug geschrieben habe, auf Wahrheit beruhe. Kunert fügte dann nach Angabe der beiden, die Versammlung überwachenden Polizeibeamten Reivert und Kahl hinzu:„ Unsere Soldaten haben das Land rernnistet, geplündert und Frauen geschändet." leber den Gang der Verhandlung erhalten wir noch folgenden Bericht aus Halle: gerichtlichen Urteile zur Verlesung, die seinerzeit gegen deut Teilnehmer der ostasiatischen Ervedition ergangen sind die zum Teil auf 15jährige Zuchthausstrafen, in drei Fäle auch auf Todesstrafe lauteten. Alle diese Dinge hatten i im Verein mit den Berichten der verschiedenen Kriegsfor spondenten zu der Ansicht bringen müssen, daß er mit seine Vorsitzende Landgerichtsrat Erler, daß das Gericht sämtlic andwertstam 110 Man fhreibt uns: Eine der fchwerften bung bon Arbe Behauptung recht hatte. Um 5 Uhr abends verkündete bald bort dem Han Anträge der Verteidigung abgelehnt habe. Gleichzeiteneralunterneh mache er den Angeklagten aber darauf aufmerksam, daß de Emmer hat diefelbe ihr Gericht nur aus§ 185( einfache Beleidigung) erkennetet, die Schädigung werde. Darauf erging das Urteil mit der Begründung, de Gericht habe als erwiesen angenommen, daß der Ange flagte in jener Volksversammlung die Aeußerung getan ha uf eine Arbeitsverteilu uber Meine Meifter Buf erreicht werber ..Unsere Soldaten haben die Plünderungen usw. verübergebenden Stellen Red Es liege nun in der infrimierten Aeußerung unbedingt den Behörden ein eine Beleidigung, eine Herabsetzung der deutschen Arme Breng des Großbe Es mag ja zum Teil vorgekommen sein, daß hier und da dilaffen. Es ist von dem Zeugen behaupteten Ausschreitungen vorgekommener erhebt, in Der Angeklagte Kunert erklärte, er habe in der zur Anfloge stehenden Rede in Wörmliz tatsächlich von dem Chinafeldzuge gesprochen, bestreite jedoch die Richtigkeit der polizeilichen Angaben. Seiner Erinnerung nach habe er ganz allgemein von den Soldaten der Invasionsarmee gesprochen mud gesagt:„ Soldaten der Invasionsarmee, zu der auch unsere Soldaten gehörten, haben in dem verwüsteten Lande geplündert; auch sind Frauen geschändet und andere Vergehen und Verbrechen verübt worden!" Auf Befragen des Vorsitzenden sagt Kunert, es sei ihm bekannt, daß sich authentisches Material über vorgekommene Schändungen im Kriegsministerium befunden habe und daß die Briefe über Greueltaten in allen deutschen Zeitungen veröffentlicht worden seien. Dazu wären bestimmte historische Vorgänge gekommen, die zu der Annahme drängen mußten, day in diesem Kriege wieder allerlei Scheußlichkeiten vorgekommen seien. Schließlich hätte er ein halbes Dutzend Reichstagssigungen mitgemacht, in denen ausführlich über die Vorgänge in Ostasien debattiert worden war. Die Zeugenvernehmungen, bei denen ehemalige Soldaten des Expeditionskorps in Frage kommen, ergeben allerdings eine Menge von Tatsachen, für die es eine Entschuldigung schwerlich gibt. Diebstähle, Mißhandlungen, Plünderingen, selbst Frauenschändungen sind vorgekommen, teilweise aber auch mit harten Strafen geahndet worden. Bei dem Thema der Verbrechen gegen Frauen wird die Deffentlichkeit ausgeschlossen. sind. Aber solche Sachen kommen doch in allen Kriegen vor und sie dürfen deshalb nicht verallgemeinert werden. Tro dem ist das Gericht zu der Ansicht gelangt, daß nur eine eine fache Beleidigung vorliegt. Den Beweis der Wahrheit hat der Angeklagte nicht geführt. Das Vorgebrachte war un die Absicht der Beleidigung vorgelegen habe. Der Verurteilte will Berufung einlegen. Wangen möglich, folch Elinbige Klagen Habe Hier scheinen Alauben, daß nur be crheblich, da auch bei der Tatsächlichkeit der Vorkommnis geheit für gute un - Vermischtes. hei und demgemäß erfo an einem Lofe. Die 1 duasführung amelde die Arbeiten al [ Ein Schulknabe als Lebensretter.] In den Ami de Unternehmer nun blättern der Cölner und Arnsberger Regierung findet heranziehen, liegt auf Walter Schulte, Sohn eines Kaufmannes in Cöln, öffentlihlangen, auch finanziel eine Bekanntmachung, in der ein neunjähriger Schulfnale bie Meifter neben der dafür belobt wird, daß er im August vorigen Jahres ein Dienstmagd unter eigener großer Lebensgefahr vom Tod des Ertrinkens gerettet hat. Zugleich wird bestimmt, da die Verleihung der Rettungsmedaille am Bande solange aus gesetzt wird, bis Schulte das 18. Lebensjahr vollendet haber wird. ====Wie leicht liefer diefe das Handwer An jebem felbft fleir Leiftungsfähige Mei wären, bei erfolgter 2 [ Ungeheure Flecken auf der Sonne.] Auf der Sonne bie als Steuerkraft ge herrschen zurzeit wieder gewaltige Eruptionen. Es entstehen best werden. Der Handwerlen dort die sogenannten Sonnenflecken, die diesmal eine rie sige Ausdehnung angenommen haben. Die Gesamtläng mehmer berücksichtig der aus vielen einzelnen Flecken bestehenden Masse dehnteferung Iguter Arbe wird es i sich bis zu 188 000 Kilometern aus. Der größte mittle woogegen Hauptfleck, der mehrere tiefschwarze Kerne aufwies, wa Arbeit getan. 70 000 Kilometer lang und 39 000 Kilometer breit. Ma Wir wollen hier fann sich einen Begriff von der gewaltigen Ausdehnung dieser Flecken machen, wenn man bedenkt, daß der Durden und ganzen messer unserer Erdkugel 12 755 Kilometer beträgt, diese dingungswesen im ein Sonnenfleck also mehr, der dreimal so breit und fünerichtigung des mal so lang ist! Nach den neuesten Forschungen besteher os mit den für das diese Bildungen der Lichtatmosphäre aus wolkenartigen er handwerkerftand Stoffverbindungen vornehmlich glühender Dämpfe von hier und da Be Calcium, Eisen, Titan u. s. w., welche durch Eruptionen eimischen Gewerb ( Fackeln und Protuberanzen)) aus dem heißeren Inner emporgerissen worden sind und sich dann infolge ihrer ber, daß diese Bts mehrten Schwere in die Lichtatmosphäre einsenken. Die i den Fleckenwolfen kondensierten Elemente absorbieren da aus der Tiefe kommende Licht sehr stark, darum erscheinen die Sonnenflecke dunkel. Nach der Beweisaufnahm plädieren die Verteidiger für Freisprechung und eventuell für die Ladung weiterer Zeugen. Der Angeklagte Kunert sagte in seiner Verteidigungsrede, daß ihm eine Beleidigung der deutschen Truppen vollkommen ferngelegen habe. Er bringt dann die kriegs- ten auf diesem bit, die der eine dere nicht ausführ Aber viele Bef anderen vergebend Würden, feien es röglichst die für Bedriften voll zu bridjigtigung der cd ihr eignes Inter Birde feinen Stolz e and maige für schle alsdann aus =[ Ein französischer Münchhausen.] Ein gewaltige Held ist Herr Kapitän Marius aus Marseille, den sein Landsmann, der Schriftsteller Harduin, in Pariser Blätter soeben folgende höchst wundersame Geschichte erzählen lät Unser Schifflein flog, von der flotten Brise getrieben, über das Wasser, da erhielt es von unten einen fürchterlicher Stoß. Ich sah über die Brüstung und erblickte einen ge waltigen Walfisch. Sieh, sagte ich völlig unerschrocken zum Steuermann, das Tierchen hat Hunger, wirf ihm einen Sor Apfelsinen zu. Der Walfisch schnappte den Korb hinunte und begann seinen Angriff von neuem. Ich warf ihm ein Bank an den Kopf, er schlang sie hinunter. Dann warf beinahe das Schiff um. Die Situation wurde kritisch. Slegten Zeit hat die S bei den verschieden packte einen Chinesen, der sich unter den Passagieren befan und schleuderte ihn direkt in den Rachen der Bestie. Aber i Arbeiten und Lieferu blieb unersättlich. Da fiel mein Auge auf einen alten Tröd zu werden. Möchten ler, der über das Geländer blickte. Ich packte ihn an den erkennen, daß eine B Beinen und warf ihn über die Brüstung. Wenn der F nun noch Hunger hat," sagte ich, dann ist's aus." be er hatte noch Hunger. Nun waren es aber genug der Zu geständnisse, und ich beschloß, zu Mitteln der Gewalt z schreiten. Der Fisch wurde harpuniert, auf Deck gezogen geöffnet. Wollen Sie wissen, was man da sah? Der alte Trödler saß auf der Bank und verkaufte dem Chinesen die Apfelsinen." In der Tat, höchst wunderbar und ein neuer Beweis dafür, daß Marseille noch immer mit Recht in Frank reich als Stadt der unerhörtesten Aufschneidereien feine Ruhm besitzt. - [ Für Reisen in die Schweiz.] Wer seine Ferienrei in die Schweiz zu machen gedenkt, der sollte im eigene Interesse die sogenannten„ General- Abonnementstarter beachten, die dort zur Erleichterung der Touristen bestehen. Diese starten, auch„ Landeskarten" genannt, gelten zu se liebigen Fahrten auf den Strecken der größeren schaveze rischen Eisenbahnen mit einer Ausdehnung von rund 3000 Kilometern und auf den Dampfbooten über den Thur Brienzer, Vierwaldstätter-, Genfer, Neuenburger- un Murtensee, Untersee und Züricher See mit den allgeme der Personenbeförderung dienenden Zügen und Damp booten. Für 15 Tage fosten sie in der 3. Klasse 35, in der 50 und in der 1. 70 Franken. Auf 1, 3, 6 und 12 Mon kosten sie das 1½-, 4-, 6- und 9½ fache davon. Ueberdi ist eine Kaution von 5 Franken zu hinterlegen, die bei re zeitiger Rückgabe der Karte zurückgezahlt wird. Bei d Bestellung ist eine unaufgezogene Photographie in Visite fartenformat beizulegen. - Behörde Ba wiederholten forderlich it Damit leitung werden den größten ** Det Ro Herzog begab Biererzug nach genommen wurd flop Wolfsgar die Fürstlichkeiten 6 Uhr 44 reifte Die Stadt haben fü andere aber auch e Resultat ift folgend Mar Frie Adolf Ali Auguft Noll Auguft Münt Die anderen Rueller blieben in [ Das Neueste vom Kaiser der Sahara".] Ars mnnten Herren find Jacques Lebaudy, von eigenen Gnaden Kaiser der S hara", die Stadt Triest vor kurzem mit seiner Gegenm bechrte, wollte er seine Verpflichtungen in dem Hotel, er zu seiner Residenz erkoren hatte, nicht bezahlen, und unbotmäßige Wirt pfändete ihm dafür sein Gepäck Pferden und Kamelen und sonstigen Wüstentieren. Ge eine Art Kriegserklärung, die von der saharischen Maje feit geschleudert wurde, fruchtete nichts. So blieb denn Wüstenkaiser nichts übrig, als durch einen Triester Red anwalt seine Hotelrechnung berichtigen zu lassen, worauf sein Hab und Gut freigegeben wurde. haditen den Beweis nfeitig ihre Rand t, die auch for liteit betim Big Ginter fich an die österreichische Regierung und die Triester Stadtobet gute; bon 444 . i. 60% aur 280 * Die nation jogtum Seffen Gart feinerzeit gegen den ion ergangen find sitrafen, in drei dicie Dinge hatten jchiedenen Kriegste issen, daß er mit j Handwerkskammer und Generalunternehmertum. Man schreibt ung: abends verkündete it bald dort dem Handwerk zugefügt werden, ist die VerEine der schwersten Schädigungen, welche fortgesetzt bald 3 das Gericht fam gebung von Arbeiten und Lieferungen an eine Sigung ab, in der über die nächsten Landtagswahlen beraten werden soll. *** Samstag, den 1. Juli läuft die von dem Polizeiamt Gießen verordnete Hundesperre ab. Da aber über den fürzlich an das Institut für Infektionsfrankheiten in Berlin gesandten Kopf eines tollwutverdächtigen Hundes noch kein Bescheid eingelaufen ist, so steht zu erwarten, daß t habe. Gleichgeneralunternehmer. Seit Bestehen der Handwerks- die Sperre einstweilen aufrecht erhalten bleibt. faufmerffam, dammer hat dieselbe ihr besonderes Augenmerk darauf ge Beleidigung) erte Der Begründung, Fiftet, diese Schädigungen möglichst hinten anzuhalten und auf eine Arbeitsverteilung in Lose derart hinzuwirken, daß *** Hotelverkauf. Hotelier Schrödel- Gießen berfaufte sein Hotel Restaurant zum Neuen Saalbau für 249 000 Mt. an den Hotelier Bues Nordhausen. tp Ein Fußballwettspiel fand am leßten Sonntag men, daß der auch der kleine Meister sich mit Angeboten beteiligen kann. erungen usw. veri ergebenden Stellen Rechnung getragen wird, daß die maß- Friedberg und dem Fußballklub des Realgymnasiums zu Neußerung getan muß erreicht werden, das dieser Forderung bei allen in Friedberg zwischen dem Fußballklub des Gymnasiums zu Aeußerung unbes ebenden Behörden eine Berücksichtigung des unter der in, daß hier und derten lassen. Es ist eine berechtigte Forderung, die das lichen Jubiläums- Ausstellung sind von mehreren Zuchtder deutschen Ar konkurrenz des Großbetriebs schwer leidenden Standes einmeinert werden. Gießen statt. Letzterer ging mit 6: 2 als Sieger hervor. ** Für die Geflügel- Abteilung der landwirtschaft. reitungen vorgefom handwerk erhebt, in allen Fällen, in denen Arbeitsver genossenschaften Ehrenpreise gestiftet worden. ch in allen Kriegen lungen möglich, solche auch eintreten zu lassen. angt, daß nur eine Vorgebrachte war en habe. einlegen. weis der Wahrheit Lande. Hier scheinen vielfach die vergebenden Stellen zu feit der Vorkomm Sicherheit für gute und pünktliche Ausführung gewährleistet glauben, daß nur bei Vergebung an Generalunternehmer fi und demgemäß erfolgen gar häufig die Arbeitsvergebungen in einem Lose. Die Unternehmer aber haben selbstverständlich zur Ausführung erfahrene Hand.oerksmeister nötig, an welche die Arbeiten alsdann weiter vergeben werden. Daß etter.] In den die Unternehmer nun die für sie am vorteilhaftesten Kräfte Regierung findet heranziehen, liegt auf der Hand. Nicht selten aber haben unjähriger Edulf die Meister neben der Abhängigkeit, in die sie hierdurch genes in Cöln, öffent langen, auch finanzielle Schädigungen zu verzeichnen. Ständige Klagen deswegen kommen insbesondere vom 29. it vorigen Jahres e Lebensgefahr vom Wie leicht ließen sich seitens der vergebenden Behörden ich wird bestimmt, diese das Handwerk treffenden Schädigungen vermeiden! am Bande solange man jedem selbst kleineren Blaze finden wir heute tüchtige, mensjahr vollendet heleistungsfähige Meister, die wohl in der Lage gewesen waren, bei erfolgter Arbeitsteilung mit fonfurrieren zu fönnen, onne.] Auf der G die als Steuerkraft geschäßt, als Arbeitskraft aber zurückgeuptionen. Es entjie fezt werden. , die diesmal eine Der Handwerksmeister als selbständiger UnterDen. Die Gesamtlnehmer berücksichtigt, wird sein möglichstes leisten zur estehenden Masse de Lieferung guter Arbeit, als Arbeitskraft des Unternehmers 3. Der größte mit dagegen wird es ihm nur darauf ankommen, daß die e Kerne aufwies, Kilometer breit. 92 Arbeit getan. gewaltigen Ausdehn Wir wollen hierbei aber auch hervorheben, daß im bedenkt, daß der Dr großen und ganzen die Bestimmungen über das Verilometer beträgt, bedingungswesen im Großherzogtum Hessen die erwünschte imal so breit und Berücksichtigung des einheimischen Gewerbes vorsehen und en Forschungen bei das mit den für das Staatsbauwesen gültigen Vorschriften re aus wolfenar der Handwerkerstand soweit zufrieden sein darf. Wenn troßlühender Dämpfe dem hier und da Beschwerden über Nichtberücksichtigung des velche durch Erupti einheimischen Gewerbes oder ähnliches einlaufen, so sei bedem heißeren J dann infolge ihrer merkt, daß diese Btschwerden selbst bei den idealsten Vorphäre einfenten. riften auf diesem Gebiete nicht aufhören werden. Die lemente absorbieren Arbeit, die der eine hat übertragen bekommen, fann der start, darum erich andere nicht ausführen, das ist einmal nicht anders. ufen.] Ein geta aus Marseille, der Duin, in Pariser Geschichte erzählen ten Brise getrieben ten einen fürchter und erblickte einen völlig unerschroden ger, wirf ihm einen Aber viele Beschwerden würden unterbleiben, wenn auch alle anderen vergebenden Behörden, seien es Reichs- oder Bahnbehörden, seien es Provinz-, Kreis- oder Gemeindebehörden fich möglichst die für die hessischen Staatsbauten geltenden Borschriften voll zu Eigen machten. Sie würden neben Berücksichtigung der Interessen des selbständigen Handwerks auch ihr eignes Interesse wahrnehmen, der einzelne Meister würde seinen Stolz einfeßen, nur die beste Arbeit zu liefern, und etwaige für schlechte Arbeit bekannten Meister kann die ppte den Korb hinu Behörde alsdann ausschalten. uem. Ich warf ihm hinunter. Dann war ation wurde fritisch r den Passagieren beit dhen der Bestie. Aler ige auf einen alten Bu wiederholten Malen, insbesondere auch in der legten Zeit hat die Kammer Veranlassung nehmen müssen, bei den verschiedensten Behörden wegen Vergebung von Arbeiten und Lieferungen on Generalunternehmer vorstellig u werden. Möchten alle inbetracht kommenden Stellen er iting. Wenn der werks erforderlich ist, um den Handwerkerſtand zufrieden und Ich padte ihn anerkennen, daß eine Berücksichtigung des einheimischen Handdann ist's aus." damit auch leistungsfähig zu erhalten, die Baubehörden selbst es aber genug der werden den größten Nugen daraus ziehen. itteln der Gewalt iert, auf Ded gezogen man da fab? Der alt faufte dem Chinefen die underbar und ein neuer mer mit Recht in Frank Lokales. 28. Junt 1905. ** Der König von Sachsen und der GroßBiererzug nach Jagdschloß Kranichstein, wo der Tee einAufschneidereien feine herzog begaben sich Montag Nachmittag 4 Uhr mittels ▲ Aus dem Kreise Gießen, 27. Juni. Seit einer Reihe von Jahren ist die Kreisschuibehörde im Verein mit den Gemeinden bestrebt, neue Schulhäuser zu errichten, die den modernen und hygienischen Anforderungen genügen. Auch im Laufe dieses Jahres werden wieder mehrere im Bau befindliche Schulgebäude fertiggestellt und eingeweiht, so in Annerod, Hausen, Birklar, Weitershain und Odenhausen. * Der verkannte Schweinehirt. In einem oberHessischen Dorfe trug sich folgender Vorfall zu. Seit einigen Wochen war ein neuer Schweinehirt ernannt worden. Die " Zapfenstreich- Trompete", die der Hirt zum Sammeln der lieblichen Tiere benutte, hatte einen ähnlichen Klang wie eine Automobilpfeife. An einem heißen Nachmittag ertönt nun an einer Straßenfrümmung mitten im Dorfe der bang mahnende Ton. Die Frau eines Landwirts, die neben ihrem Manne auf einem Wagen saß, schrie entsept:„ Herrje, ein Automobil!" Das Pferd wurde durch diesen Ausruf schon halb scheu und seine Verwirrung steigerte sich, als der Landmann vor dem nahenden Ungetüm ausweichen wollte. Nur mit Mühe war das Tier zum Halten zu bringen, nachdem der Wagen die halbe Ecke des Hauses mitgenommen hatte. Und da sah man um die Ecke den friedlichen Schweinehirten auftauchen. verein" - darunter 6 Rühe, 6 Rinder und 3 Bullen vorführen. Interessenten werden auf diese Vorführung noch besonders aufmerksam gemacht. § Hanau, 26. Juni. Seh'n Sie, das ist ein Geschäft! Am Samstag wurde der Kobinettemeister Louis Herig überrascht, als er einen goldenen Schmuck annektierte. Sofort in seiner Wohnung angestellte Durchsuchungen förderten ganz überraschendes Resultate ans Tageslicht. Man fand dort 30 000 Mt. Bargeld und gegen 100 000 Mt. in Wertpapieren, sowie mehrere Goldsachen und Brillanten. Herig muß die Unterschlagungen und Dieb reien schon Jahre lang betrieben haben, er konnte seine Manipulationen um so leichter verschleiern, als er das volle Vertrauen seines Chefs genoß. Er besitzt zwei Häuser und ließ gegenwärtig wieder einen Neubau aufführen. Immer nobel! Aus dem Rerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 27. Juni 1905. Zwei Maurergesellen aus Vilbel, Johannes Jakel und Franz Vömel haben in angetrunkenem Zustande auf - der Fahrt von Frankfurt nach ihrer Heimat einen Zugführer und einen Schaffner beleidigt und sich bei Feststellung ihrer Namen widerlegt. Das Schöffengericht Vilbel verurteilte Jakel zu 5 Wochen Gefängnis und 10 Mart Geldstrafe. Vömel fam mit einer Woche und 10 Mt. durch. Trotzdem legte er Berufung ein, deren sich die Staatsanwaltschaft anschloß. Die Verhandlung führte zur Erhöhung der Strafe auf 14 Tage Gefängnis. 3wei gefährliche Einbrecher, der Taglöhner Heinrich Menb aus Heuchelheim b. Büdingen und der Schmid Jakob Grimm aus Limburg wurden zu Gesamtstrafen von je 15 Jahren Zuchthaus nebst den üblichen Nebenstrafen, Ehrverlust und Polizeiaufsicht verurteilt. Sie wurden schuldig befunden, daß sie im verflossenen Jahre eine Reihe von Einbrüchen an Stationen in der Provinz Oberhessen verübt haben. Bei gleichen Straftaten wurden sie in Hessen- Nassau abgefaßt, wofür sie bereits in Wiesbaden mit erheblichen Zuchthausstrafen belegt wurden, die von der Straffammer in die erkannte Strafe einbezogen wurden. Marktberichte. X Heuchelheim, 27. Juni. Sänger- Jubiläum. Die hiesige Sängervereinigung" Teutonia" feiert nächsten M 18.65-18.75, furhessischer Mif. 18.65-18.85 Roggen, hiesiger Sonntag das seltene Fest ihres 50jährigen Bestehens. Gegründet zu einer Zeit( 1855) als der deutsche Männergesang sozusagen noch in den Kinderschuhen steckte, hat der„ Singdas war der ursprüngliche Name trog der Ungunft der Verhältnisse stets dazu beigetragen, die Pflege des Gesanges zu fördern. Sich stets in den Dienst des Guten und Schönen stellend, errang sie sich die Sympathie der gesamten Einwohnerschaft. 28 Gesangsvereine nehmen an ihrer Jubelfeier teil. - ][ Grünberg, 27. Juni. Das Preisschießen des Schüßenvereins wird am 23. und 24. Juli abgehalten. ][ Grünberg. Samstag Vormittag nahm Hauptlehrer Traber- Gießen eine Revision unserer Handwerker- Sonntagsschule vor und sprach sich sehr anerkennend darüber aus. Später fand eine Sigung des Bezirksverbandes statt, auf der Gießen, Grünberg, Homberg, Lich, Lollar und Londorf sprache des Borsitzenden des Prüfungsausschusses, H. Schmidt 1., vertreten waren. Nach der Sigung wurde unter einer Ansprache des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, H. Schmidt 1., die Verteilung der Gesellenbriefe vorgenommen. ? Laubach, 27. Juni. Unser Luftkurort ist auch in diesem Jahre start frequentiert. + Lich, 27. Juni. Der stud. theol. Fri Solle Grünberg ist mit der Verwaltung einer Schulftelle an unserer Volksschule betraut worden. ? Fellingshausen, 27. Juni. Schulhausnenban. Nachdem die hiesige Gemeinde vor wenigen Jahren das Nachdem die hiesige Gemeinde vor wenigen Jahren das schwere Opfer gebracht und an Stelle der uralten Kapelle aus eigenen Mitteln ein zierliches Kirchlein erbaut hat, ist ihr schon wieder eine Aufgabe gestellt, nämlich auch eine neue Schule zu bauen. Zwar war diese schon lange vor dem Kirchbau geplant und geeignetes Baugelände dafür vorgesehen, allein die Gemeinde Fellingshausen ist auch noch dadurch finanziell schwer belastet, daß sie zur Hälfte zu allen Kosten der nicht selbständigen Gemeinde Bieber herangezogen wird, für welche sie vor furzem gleichfalls zu einem weiteren Schulbau nebst Anstellung eines zweiten Ber feine Ferienrd genommen wurde. Dann fuhren die Herrschaften nach Jagd Lehrers verpflichtet wurde. Nunmehr soll es aber anch hier ter follte im eigenschloß Wolfsgarten zur Abendtafel. Abends begaben sich al- Abonnements tart Der Touristen bes r größeren id genannt, gelten hnung von rund en über den Th , Neuenburger die Fürstlichkeiten nach Darmstadt zurück. Gestern Morgen 6 Uhr 44 reiste König August von Sachsen wieder ab. *** Die Handelskammerwahlen für Gießen. Stadt haben für manchen das gewünschte Resultat, für anbere aber auch eine gewisse Ueberraschung gebracht. Das See mit den allgesultat ist folgendes: Zügen und D r 3. Klasse 35, in der 1, 3, 6 und 12 Mor fache davon. Ueber hinterlegen, die bei dgezahlt wird. Bei Photographie in Bi M Mar Friedberger Adolf Klingspor August Noll August Münter 149 Stimmen 88 " 79 " 61 " Die anderen beiden Kandidaten Horst und Gustav Mueller blieben in starker Minderheit. Die beiden erstge Der Sahara" nannten Herren sind somit gewählt. Auch diese Wahlen Gnaden Kaifer der gem mit feiner Gegen tungen in dem Hotel te, nicht bezahlen, und igen Wüstentieren, G - brachten den Beweis, daß diejenige Partei, welche nicht tinseitig ihre Kandidatur vorbereitet und welche Männer aufstellt, die auch sonst in ruhigen Zeiten sich mehr um die Bähler hinter sich hat. Die Wahlbeteiligung war eine dafür fein Gepadeffentlichkeit bekümmern, den Vorteil, d. h. das Gros der die Triefter Stadto the gute; von 444 ftimmberechtigten Wählern find 264 nights Go blieb den( b. i. 60%) zur Wahlurne getreten. on der faharischen Mai urch einen Triefter He Stigen zu laffen, worauf Durbe. * Die nationalliberale Landespartei im Großherzogtum Hessen hält Sonntag, den 2. Juli, in Darmstadt die Arbeiten ausgeschrieben sind und derselbe wohl noch im Laufe dieses Jahres vollendet werden wird. mit dem Schulbau vorwärts gehen, indem für den 10. Juli *-* Bernsfeld, 27. Juni. Heinrich Schmidt 3. dahier ist zum ftellvertretenden Flurschük ernannt worden. Frankfurt a. M., 26. Juni. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer Mt. 15 75-15.90, russischer Mr. 15.80-16.00 Gerste, hiesige Mr. 17.80 bis 18 00, Pfälzer Mt. 18.25 bis 18.50, fränkischer Mt. 17.80.- 18.25, Riedgerste Mr. 18.25 bis 18.50 Hafer, htefiger und Wetterauer Mt. 15.00-15.50, furhessischer Mr. 00.00-00.00, bayerischer Mr. 15.00-15.50, Mais, Mixed Mt. 11.90-12.25. Alles pro 100 Kilo ab hier. Me h I wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hiesiges 0, Mr. 26.75-27.75, feinere Marken Mr. 29.00-29.25, hiesiges, Nr. 1, Mr. 24.75 bis 25.25, feinere Marken Mt. 26.00-26.50 hiesiges Nr. 2, Mt. 23.75-24.25, feinere Marken Mr. 24.75-25.25, hiesiges Nr. 4, Mt. 19.00-19.50 feinere Marfin Mt. 20-20.50, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mr. 22. bis Weizen23.25, do. 1 Mr. 20.25-20.75, do. 2 Mt. 16-17.00. schalen Mr. 5.00-5.25, Weizenkleie Mt. 5.00--5.25, Roggenkleie mt. 5.80-6.00, Weizenfuttermehl Mt. 6.50-7.90. K Frankfurt, M. a.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3.20-3.60 Mt., Stroh 0.00 0.00 Mt. Alles per 50 Kilo. - Gießener landwirtschaftlicher Wettervient. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 29. Juni. Meist wolfig, vielerorts Gewitterregen, später Abkühlung. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 2 Wagner, Schleifer oder Polierer, Maler und Lackierer, Schreiner, 2 Schuhmacher, Schneider, Weißbinder, 1 Glaser, 1 Installateur, jüngere Fabritarbeiter oder Arbeiterinnen, 1 Hausbursche, 3 Lauffrauen oder Mädchen, 5 Dienstmädchen. Lehrlinge: 2 Schloffer, 1 Spengler, 1 Mechaniker, 1 Wagenlackierer, 1 Wagner, Schleifer oder Polierer, 1 Buchbinder, 1 Lackierer, 1 Bäcker, 2 Schuhmacher, 1 1 Schneider, 1 Friseur, 1 Installateur, 1 Buchhändler, 1 Kellner. Es suchen Arbeit: 1 Eisendreher, 1 Strickerin, 1 Buchbinder, 1 Wäscherin, 1 Fabrifarbeiter, 1 Fabritarbeiterin, 2 Lauffrauen. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betde Gießen. > Lauterbach, 27. Juni. Sonntag feierte unsere freisin willige Feuerwehr ihr 50jähriges Jubiläum. Gleichzeitig wurde hier der Kreisfeuerwehrtag abgehalten. ?? Alsfeld, 27. Juni. Bezirkszuchtverein. Gelegentlich des in Alsfeld( Oberhessen) stattfindenden Kirschenmarktes( 12. Juli) wird der Bezirkszuchtverein Alsfeld wieder einen Buchtviehmarkt von Simmentaler Zuchttieren abhalten. Es werden zum Verkauf nur Bullen, Rinder und Kühe vergeführt, welche entweder schon in das Herdbuch Herdbuchtieren stammen. Der Markt wird ein Bild von eingetragen sind oder väterlicher und mütterlicherseits von dem Fortschritte der Zucht des Simmentaler Rindes im reise Alsfeld geben. Besonders werden auch eine größere Anzahl vorzügliche, sprungfähige Bullen zum Verkaufe tommen. Die Gemeinden haben hier Gelegenheit, sich gutes Bullenmaterial zu beschaffen. In Verbindung mit diesem Markt wird der Verein auch die für die vom 14.- 18. September dieses Jahres in Mainz stattfindende landwirtschaft liche Ausstellung ausgewählten Tiere eine große Sammlung bestehend aus 15 Stüd reinen Simmentaler Tieren, - 252 2 Gegründet 1883. Jean Dern& Co. Gießen Trirphan Nr. 21 Inh: Oscar Gutmann Wrftanlage 31. Ton- und Mosalk- Fußbodenplatten, slaßerte Wandplatten. Blleinverkauf der echten Mettlacher Platten. Brfichtig. unf. Ausstellungsräume u. Musterküche gern gestattet. Größt. Lager am Plate in Baumaterialien f. Hoch- u. Tirfbau. 5252525252525252 Die Ziehung II. Klasse der 6. Hessisch- Thürin gischen Staatslotterie findet am 4. und 5. Juli d. J. statt. Auf die Notwendigkeit rechtzeitiger Loserneuerung wird aufmerksam gemacht. 148 Seltersweg 9 = ==Seltersweg 9 Casseler Schirmfabrik Th. Budde& Co. GIESSEN empfehlen: Sonnen- Schirme Touristen- Schirme Regen- Schirme für in großer Auswahl vom billigsten bis zum besten. Entoutcas in Halbseide und Seide. Damen, Herren u. Kinder in erprobten Qualitäten. Frankfurt a. M. Gießener Turnerschaft. Fahrgasse 119 Wir bitten unsere Mitglieder, zahlreichst das Gauturnfest in Alsfeld am 2. u. 3. Juli zu besuchen. Die Abfahrt findet mit dem Zug 8.20 Uhr Constabler Wache, Entresol. Bare Einkäufe und außerordentlich geringe Spesen ermöglichen vormittags statt, zu welchem bei rechtzeitiger Anmeldung mir, meiner werten Kundschaft Fahrpreisermäßigung gewährt wird. Der Ausschuß der Gießener Turnerschaft. Vom 1, Juli ab beschränke ich mich auf die Praxis als Kinderarzt und mache Besuche im Hause nur im Einverständnis mit dem Hausarzte. Privatdozent Dr. med. Hans Koeppe Spezialarzt für Kinder. Sprechstunden in meinem Hause Alicestrasse 3 vormittags 8-9 Uhr, mittags 2-3 Uhr, Sonntags nur vormittags. Sprechstunde für Unbemittelte in meiner KinderPoliklinik Frankfurter Strasse 10, 12-1 Uhr. Wasserpumpen, Jauchepumpen, Jauchefässer, Jaucheverteiler, Gartensprißen, Jauchewagen, liefert billigst G. F. F. Donnerstag, d. 29. Juni abends 8 Uhr: Haupt- Uebung Das Kommando. Die Mannschaften haben pänktlich und vollzählig zu erscheinen. Alle Sorten Gemüse Bekanntmachung. Betr.: Handelskammerwahl. Bet der am 27. d. Mts. vorgenommenen Ecfazwahl zur Handelskammer im Wahlkreis Gießen- Stat find gewählt worden die Herren Mar Friedberger, 149 Stimmen, mit der Amtsdauer bts Ende 1908, Adolph Klingspor, Oberh 88 Stimmen, mit der Amtsdauer bis Ende 1906. Es wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht daß das Wahlprotokoll nebst Anlagen drei Tage lang nämlich am 29. u. 30. Junt, sowie 1. Jult, vormittags bon 9-12 Uhr und nachmittags von 3-6 Uhr im Bureau der Firma A. Heichelheim, Gießen, Süd anlage 13 zur Einsicht der Wahlberechtigten offen liegt, und Einwendungen gegen die Wahl oder die Gewählten Speisekartoffel bet der unterzeichneten Handelskammer vorzubringen find. binnen dieser drei Tage bei Vermeidung des Ausschlusses stets frisch, sowie gute billigst zu haben bei Frau Hammel Gießen, Gr. Mühlgaffe 6-8. Zwiebelkuchen jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag von 129 Uhr ab. Gießen, den 28. Juni 1905. Die Großherzogliche Handelskammer: Der Vorsigende: Koch Der Syndifus: Dr. Knipper. Bekanntmachung. Die unterm 25. Mai 1905 angeordnete Sperre der Settenstraße Bäder Schomber, wischen den Häusern der Westanlage Nr. 9 und 27 wird hiermit auf Gießen, Walltorstraße 51. --Magerkeit-größte Vorteile im Einkaufe von Schöne, volle Körperformen durch Möbel Betten Polsterwaren zu bieten und jeder Konkurrenz die Spitze zu bieten. unser orientalisches Kraftpulver, preisgekrönt gold. Medaillen, Paris 1900, Hamburg 1901, Berlin 1903, in 6-8 Wochen bis 30 Ptd. 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Aber anderseits, Erziehung als Fräul ienen, war nicht mögl plant habe, so doch ten. Gewiß hätte sich olen lassen, und ich h pichrieben, in der Hof Fremde fein Glück gen fürde, bis es mir g her das war meinem nur eines für mich Auf diese Weise in angenehmes, unal in Seim und braucht erumquärgern. Ich men Borschlag geben, worauf er sofor Die Nele felbst braud rich blog auf den Da antinopel brachte, wo urlaub, während de Hirlid, fann bon fald Die Rede jein, Der wedfelt, sondern Der Grundge pause in der Jah wohnten Lätigteit, förperliche wie die daß diefe guten teitsausfall ausglei geholt und fommt d nichts übriges tut, Gewiß steht der Tapezierlehrling zu vermieten und per 1. Oktober event. früher gesucht gegen sofortige gute Bergütung. Adolf Noll, Gießen, Bahnhofstraße 57. beziehbar. Burch Zusammenlegen von zwei Stockwerke mittels Verbindu g einer separaten Treppe könne die schönsten herrschaftlichen Wohnungen von bis 11 Zimmern mit allem Zubehör hergerigt Hausmädchen werden. 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