Se Schulze ris aus nicht er riftitüdt bezieh ngen, jo daß de rlehnsforderun er Zahlung Gläubiger jo zahlen, und de berzug, jonden enlauf hört a e Quittung a t berechtigt, ng in der Qui Idig ist, daß da Handelsverke ittung durchau e Teilzahlunge 1 mehreren For ohnheit zu einen o der Schuldne t, der Gläubige fte nicht anzu s dafür, daß di ist. Unter Um egenbeweises 30 urch den Schuld ise, insbesonder ahlung trop der n Aufflärung zu velchem Grunde trie sie in die reise daran Nr. 74. Infectionspreis. Die einfpaltige Betttzelle für ganz Oberfen, die Kretse Beglar amb Marburg 10 Bfg. fenft 15 Bfg. Retlamen ble Petitzeile 30 refp. 40 fg. Rebaftion u. Saupterpettion: teßen, Seltersweg 88. Sernsprechanfchlak Nr. 362. Dienstag, den 28. März 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnement8prets: abgeholt monatlich 50 Pig., in'> Hus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Grattebeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Anonym. In einer fleinen Stadt im Westen Deutschlands spielt fich augenblicklich ein Meineidsprozeß ab, für den anonyme hriftlich zu je Briefe den Ausgangspunkt gebildet haben. Man hatte, wie es bei solchen Dingen zu gehen pflegt, ungefähr alle Welt so muß fi in Verdacht der Täterschaft, man suchte, inquirierte, verBeispielswe ncm Personen und ließ diese beschwören, daß sie selbst an ar oder Geri den anonymen Briefen unbeteiligt seien. Nachdem der Eid andel!, daß& geleistet war, stellten sich Verdachtsmomente gerade gegen veil nämlich nr Dine je Beugen heraus, und nun wurden sie, ein Ehepaar, die Löschung deuter die Anklage des Meineids gestellt, und in Haft genomird. Die Sen. Die Angeschuldigten gehören zu den Honoratioren ihres Städtchens: sie sind Tochter und Schwiegersohn eines Cagen. ir ermächtig die Eh. Kommerzienrats. sofern nicht dem Die anonymen Briefe selbst bieten ihrem Inhalt nach de befannt sind, in vorliegenden Fall gar kein Interesse. Sie enthalten genstehen. Der e instädtischen Klatsch und Tratsch, ohne Geist und Wit, ittung die Sah se bit ohne verleumderische Bosheit. Sie sind ein bißchen Schuld befreit; hömisch das ist alles. g oder das zu Daß unser Prozeßverfahren es gestattet, die Grundlage Sigers tommt. für eine Anflage so zu schaffen, wie hier geschehen, ist übereld, so berührt aus bedauerlich. In irgend einem Untersuchungsverfahren, egung hierbei das nicht einmal gegen eine bestimmte und benannte Person r sich z. B. au gerichtet zu sein braucht, werden Zeugen vernommen und dem Boten, der unerwartet vor die Frage gestellt, ob sie selbst dies oder leisten; er fan jetes getan haben. Freilich können sie die Antwort verQuittung bringt, waigern, wenn sie angeben, daß sie im andern Fall sich selbst ei ires strafbaren Vergehens beschuldigen würden. Damit ogar demjenigen n, der die Quit. Hodben sie aber die Frage auch schon bejaht; unter dem GidesFalle feiner Un rang des Zeugen haben sie ein Bekenntnis ablegen müssen, dos man von ihnen nicht hätte erzwingen dürfen, wenn andererseits eine fie nicht Zeugen, sondern Angeklagte gewesen wären. Unter ihr das Geld ge Inständen hat es nicht einmal bei der indirekten Selbstbebetreffende Per Lantung sein Bewenden, müssen sie ein ganz direktes Georden ist, so wird standnis ablegen. Wenn es sich beispielsweise um die Vervon seiner Ver faferschaft anonymer Briefe handelt, die bloß kleine Bosheiten, aber weder Verleumdungen noch Beleidigungen entSchuldschein aus Holten, so ist der Ausweg ausgeschlossen, wegen Selbstbeaß ihm außer der Tatung die Aussage zu verweigern; dann ist es zwar schimpfunde ausgefolgt lisis, anonyme Briefe zu schreiben, aber es ist nicht strafbar, tgabe der Schuld und nur Strafbares braucht man nicht gegen sich selbst zu r Schuldner eine befunden. Der Angeklagte hat einen juristischen Berater; in welcher der er darf reden, was ihm gefällt, und darf schweigen, wenn om Schuldner zu es ihm gefällt. Der Zeuge muß antworten, ohne Verzug, r zu tragen. Man ofte sich mit einem Rechtsgelehrten zu besprechen, und die uldurkunden sorg rafe des Meineids trifft ihn, wenn er von der Wahrheit mit einem Wort abweicht. Doch dies nur nebenbei. Die Anonymität wird recht verschieden beurteilt. Hier wird sie verlangt, dort ist sie Brauch, der als guter Brauch angesehen wird, in einem dritten Fall wird sie als gleichgiltig betrachtet, in einem biezten wird sie bis in den Grund der Hölle verdammt. Den Bolitäter schäßt man eigentlich nur, wenn er artonym bleibt. Man verlangt von ihm, daß er namenlos guts tue, und schilt ihn eitel, wenn er das Licht seines Wohltus nicht unter den Scheffel stellt. Dabei vergißt man geSauptmann Schmitz, tvöhnlich, daß man den freigebigsten Spender als Geizhals in Buybac ine Bachornd ehrlin J. Wetsen Jüngeres bu verschreien würde, wenn er dem Verlangen nachkäme und bei seinen Liebeswerken völlig anonym bliebe. Er wäre der üblen Nachrede wehrlos ausgefeßt, denn er könnte sich n durch Preisgabe der Anonymität verteidigen, die man devon ihm fordert. Die Anonymität des Zeitungsschriftstellers ist bei uns Br auch. Der Journalist, der seine Leitartikel mit seinem Namen unterschreibt, würde für unbescheiden gelten. Nicht ntmagen conrrauf fame es an, wer etwas geschrieben, sondern einzig en Hautfalt nach Gieße curauf, was geschrieben worden. Die Rücksicht auf den Verril peint in der Erb. b. Bl Shulmädg fasser dürfe das Urteil über seine Auslassungen nicht beeinfriluften. Benn ein Romanschriftsteller oder ein Dramendichter nih mit seinem Namen hervortritt, wenn er anonym bleibt, indem er ein Pseudonym vorschiebt, so fümmert sich niemand udermädchen für darum; der Vorgang wird als gleichgültig betrachtet. 28 8aefucht. Näh. i. d Der anonyme Briefschreiber aber wird allseitig verurteilt. In diesem Fall gilt Anonymität unbedingt für Feigheit, und der monyme Pasquillant ist das verächtlichste Wesen unter der Conne. Auch hier geht man zu weit, wenn man gar keine Ausnahmen zuläßt. Es kann Fälle geben, in denen ein wohlmeinender Warner guten Grund hat, unerkannt bleiben und doh die Warnung nicht unterlassen zu wollen: Es sieht jehmall Lel. 83. mand das Kind des Nachbars auf Abwegen. Der Vater muß parauf aufmerksam gemacht werden, damit seine erziehliche Tutorität helfend eingreife. Der Vater aber ist dafür beion Pilsener mnt, daß er den Boten nicht von der Botschaft zu trennen Bier Reelle Preise Liter. le ber Originalität besß, und der Mann, der die unerfreulichen Wahrnehmungen emacht hat, befindet sich in abhängiger Stellung. Soll bioder mun die Mitteilung an den Vater unterlassen? oder om er durch die Mitteilung sich selbst gefährden? oder wird nan begreiflich finden, wenn er zur anonymen Warnung rouft? Wer freilich unter dem Deckmantel der Anonymität Uebles utt, verhett, verleumdet, kränkt, Schaden stiftet, der ist ein ( ana unameifelhafter Lumb. der alle Nerachtung verdient und weit schwerere Strafe, als das Gesetz für ihn in Bereitschaft hält. Solche anonymen Briefschreiber sind Brunnenvergifter. Gegen diese gibt es keine andere Hilfe als die Selbsthilfe, die darin besteht, daß man anonyme Schmäh-, Läster-, Verleumdungs-, Klatschbriefe grundsätzlich und vollständig unbeachtet läßt. Das Rezept, wir wissen es wohl, ist viel leichter gegeben als beachtet. Es gibt aber kein besseres und, leider, nicht einmal ein anderes, und dieses einzige Rezept, das freilich große Willensfestigkeit bei dem voraussetzt, der es anwenden soll, hat den Vorzug, unbedingt wirksam zu sein. Bleiben die anonymen Briefe unbeachtet, so mögen sie sich eine Weile häufen aber nach kurzer Zeit hören sie auf, oder der noch günstigere Fall tritt ein: der anonyme Pamphletist verrät sich in seinem Aerger selbst. Der Krieg in Oftalien. Die Friedens- Gerüchte hatten in den letzten Tagen immer festere Gestalt gewonnen. Mit großer Bestimmtheit war davon die Rede, daß Frankreich die Initiative ergriffen und sogar schon eine Note an die Mächte gerichtet habe, auf die besonders von englischer Seite lebhaft eingegangen sei. Allen derartigen Annahmen wird jetzt von Petersburg aus ein Ende gemacht. In einer offiziösen russischen Meldung wird festgestellt, daß keine Friedens- und Waffenstillstands- Verhandlungen im Gange sind. Die Kriegspartei hat am 3arenhofe Oberwasser erhalten, und sie begründet ihren Willen, den Krieg fortzuführen. Allgemein wird offen erklärt, daß die allervitalsten Interessen Rußlands gegenwärtig gegen einen Waffenstillstand sprächen, wodurch die Lage der russischen Armee um nichts gebessert würde. Es erscheint nicht ausgeschlossen, daß es zunächst zu einem neuen Seekriege fommen solle. Von militärischer Seite ist mehrfach darauf hingewiesen, daß angesichts der letzten Mißerfolge zu Lande und in Anbetracht der schwierigen Eisenbahn- Verbindungen nunmehr der russischen Flotte die Aufgabe zufalle, eine Wendung des Kriegsglücks herbeizuführen. Diese Notwendigkeit ist auch in leitenden Stellen erkannt, und Roschdjestwensky befindet sich mit dem größten Teil seines Geschwaders tatsächlich auf der Fahrt nach dem Gelben Meere. Er hat sich zunächst durch ein sehr geschicktes Täuschungs- Manöver den auflauernden Japanern entzogen. Jezt erklärt sich die sonderbare Meldung, der zufolge das Baltische Geschwader von Madagaskar aus die Rückfahrt nach Hause angetreten habe. Tatsächlich ist dieses Gerücht dadurch absichtlich herbeigeführt, daß Roschdjestwensky einige wenige Schiffe nordwärts gehen ließ, während er selber in aller Stille den Hafen von Nossi Bé verließ und mit seinem Geschwader in schnellster Fahrt den Kurs nach Osten nahm und bereits in der Nähe der Sunda- Inseln angelangt sein muß. Dort trifft er auf einen Teil des japanischen Geschwaders unter Vizeadmiral Dewa, die von Singapore dorthin gesegelt sind. Nimmt der japanische Admiral die Schlacht in den dortigen Gewässern an, so fann sie unter Umständen entscheidend für die ganze fernere Gestaltung der Kriegslage werden. Möglicherweise aber verlegen sich die Japaner zu Wasser auf das taktische Zurückweichen in der Berechnung, daß damit der Kohlenborrat der russischen Schiffe erschöpft und diese damit zum Kampfe immer mehr untauglich werden. In der Mandschurei treffen die Russen Vorkehrungen zu energischerem Widerstande. Die Truppen treten wieder miteinander in Fühlung, und auch die Verpflegung wird durch Hevanziehung des Trains eine geregeltere. Der Kriegsplan Oyamas ist darauf geridet, Charbin zu besetzen, den linken Flügel der Russen nach Wladiwostok abzudrängen und diese Festung ebenso, wie Port Arthur, zu Falle zu bringen. Wachsende Wirren. Petersburg, 27. März. Wir haben heidenmäßig viel Geld, versichert der Finanzminister, der sogar die„ Times" von der Realität des Goldborrats der Reichsbank überzeugen will; aber es scheint doch, daß der Bedarf noch heidenmäßiger ist. In Rußland gibt es feine Einkommensteuer, sind die direkten Abgaben überhaupt sehr gering, und nun soll auf einmal der Beamte. der wahrlich nicht zu gut bezahlt wird und gerade darin eine Art Entschuldigung für seine Bestechlichkeit hat, sich 2 Prozent Abzüge von seinem Gehalt gefallen lassen. Außerdem wird die Steuer auf Zündhölzer und auf Hefe verdoppelt, die Biersteuer um ein Drittel, die Erbschaftssteuer um die Hälfte erhöht, werden die Destillationsprodukte von Naphtha mit einer Abgabe von 60 Kopeken pro Pud belegt. Das würde in normalen Zeiten übelsten Eindruck machen, das ist heute ein Zeichen finanzieller Ratlosigkeit. In den Provinzen sieht es böse aus. In Yalta in Taurien haben Unruhestifter die Geschäfte am Quai und im Bazar geplündert, alle Magazine, Branntweinbuden und das Polizeiamt zerstört, einige Läden in Brand gesteckt. Die Post wird von Soldaten bewacht. Das gesteht der antliche Bericht ein. Man darf sicher sein, daß die Wirklichkeit nicht hinter dem Bericht zurückbleibt. Selbst der versische Nachbar zeigt sich aufsässig. Das ist ein Beweis dafür, daß die Nationalitäten sich regen und auf Abfall von Rußland zu finnen begonnen haben. Im russischen Transkaspien ist heller Aufruhr, in Kotschan sind die russischen Einwohner geflüchtet. In Warschau deuten die gehäuften ombenattentate darauf, daß auch das polnische nationale Element in Tätigkeit getreten ist, mas bis jetzt nicht wahrzunehmen war. Oberpolizeimeister Baron Rolken wurde in seinem Wagen durch eine Bombe schwer verwundet, die man unweit der Weichselbrücke gegen ihn geschleudert. Eine andere Bombenerplosion fand vorher in der Polizeistation der Marschauer Vorstadt Braga statt, für viele Personen verderblich. Einer der Bombenwerfer, sagt man, ist verwundet und verhaftet. Es wird erzählt, doch ist das nur eine Vermutung, daß die Explosion in der Pragaer Station nur den Zweck gehabt habe, den Baron Nolken herbeizurufen und so dem Tode entgegenzuführen. Die Dolitik. Die Nachrichten aus Deutsch- Südwestafrika reichen jetzt bis zum 25. März. An diesem Tage war General v. Trotha auf dem Weg nach dem südlichen Kriegsschauplatz von Nohoboth nach Kub abmarschiert. Die Gefechte vom 10. und 11. März in den Karasbergen haben die Bande Marengas nach allen Seiten zerstreut. Oberst Deimling ist im Begriff, die Orte Hasuur, Garabis, Stinkdoorn und Kalkfontein, die Karasberge und Hurub mit kleinen gemischten Abteilungen zu besetzen, um die eGgend weiter vom Feind zu säubern. Major v. Kampt ist mit dem Rest der Truppen und dem Beutevieh nach Keetmanshoop zurückgekehrt. Er wurde auf dem Weg am 19. März östlich Hurub von etwa 100 Hottentotten angegriffen, die drei unserer Reiter töteten, einen verwundeter Von den Hottentotten blieben die Hälfte. Am 22. M. wiederholten 150-200 Hottentotten den Angriff. Diesseits fiel ein Bur, vier Reiter und ein Bur wurden verwundet; die feindlichen Verluste konnten in der Dunkelheit nicht festgestellt werden. Frankreich. Für zahlreiche Haussuchungen, die jüngst in Paris stattgefunden haben, ist als Grund angegeben worden, daß die Polizei sich habe vergewissern wollen, ob Gastwirte und andere Personen verbotswidrig Totalisatorwetten angenommen hätten. Kein Mensch hat an solchen polizeilichen Eifer geglaubt. In der Tat handelt es sich um die Aufdeckung einer gegen die russische Regierung gerichteten Verschwörung. Man hat zahlreiche Briefschaften und sonstige Schriftstücke beschlagnahmt. Die wahrscheinliche Folge werden Ausweisungen sein. Amerika. In Chicago sollen Schulen für Ehefrauen eingerichtet werden. Man darf dabei nicht an Schulen denken, in denen junge Mädchen für ihren späteren Beruf herangebildet und auf ihn vorbereitet werden. Es handelt sich vielmehr darum, schulpflichtigen weiblichen Personen, die bereits verheiratet sind, den gesetzlich vorgeschriebenen Elementarunterricht in besonderen Klassen zu geben, damit nicht die jungen Hausfrauen mit Backfischen die nämliche Bank zu drücken brauchen. In einem einzigen hauptsächlich von Italienern bewohnten Bezirk von Chicago sind über zwanzig Frauen von noch nicht 14 Jahren! Hof und Gefellschaft. * Der Kaiser ist auf seiner Fahrt zum Mittelmeer Montag mittag in Lissabon eingetroffen und hat dort einen begeisterten Empfang gefunden. Alle Straßen und Plätze, die der Kaiser passierte, waren prächtig geschmückt, vielfach sah man deutsche Begrüßungs- Inschriften. Die Zeitungen widmen dem Kaiser begeisterte Begrüßungsartikel, einer der hervorragendsten portugiesischen Schriftsteller feiert in einem Festartikel das deutsche Volk als ein Uebervolt". Die Zahl der in Lissabon eingetroffenen Fremden wird auf 75 000 geschäßt. Die Preise haben eine enorme Höhe erreicht. Die Kaiserjacht, Hohenzollern" mit der Kaiserin an Bord ist an der Küste von Sizilien angelangt. Im Hafen bon Civita Vechia erschienen der König und die Königin von Italien an Bord der Jacht. Nach sehr herzlicher Begrüßung fand an Bord der Hohenzollern" Frühstückstafel statt, worauf das italienische Königspaar durch die Prinzen Eitel Friedrich und Oskar zur Bahn geleitet wurden. ** Zu den Hochzeitsfestlichkeiten des deut fchen Kronprinzen wird als Vertreter des Mikado, der japanische Prinz Arisugawa mit seiner Gemahlin er-, wartet. Deutfcher Reichstag. ( 173. Sizung.) CB Berlin, 27. März. Das bei der zweiten Beratung des Militäretats alljährlich wiederkehrende Rededuell zwischen dem Konservativen Pauli- Potsdam und dem Sozialdemokraten zu= beil wegen der Arbeiterverhältnisse in den Spandauer Werkstätten nahm zwar die Zeit des Hauses immer noch länger als wünschenswert in Anspruch, aber ganz so gefähr= lich wie früher verlief es nicht, da sich die Kämpfenden auf einen Waffengang beschränkten. Nachdem den anderthalbstündigen Ausführungen des Herrn Zubeil der Zentrumsabgeordnete Dr. Becker- Köln, der nationalliberale Abgeordnete Lucas und von seiten der Regierung der GeneralIeutnant Sirt v. Arnim entgegengetreten waren, wurde der Rest der laufenden Ausgaben für die Heeresverwaltung ohne weitere Debatte bewilligt. Bei den einmaligen Ausgaben gab der Titel Beschaffung von Handwaffen, Artilleriematerial usw. Anlaß zu einer längeren Diskussion über die Konkurrenz und den Patentstreit der Firmen Krupp und Ehrhardt, aus der für die Allgemeinheit von wesentlichem Interesse eigentlich nur die Erklärung des Kriegsministers v. Einem ist, daß die Heeresverwaltung Krupp feine Monopolstellung zubillige, sondern ihren Bedarf decke, wo sie ihn am besten decken kann. Preussischer Landtag. ( 169. Sigung.) Haus der Abgeordneten. RK Berlin, 27. März. Die erste Beratung der Berggeseknovelle hatte nicht nur zahlreiche Teilnehmer und Zuschauer im Hause und auf den Tribünen versammelt, sondern auch die Ministerpläge gefüllt. Voran, an der Ecke, saß Graf Bülow, neben ihm der Hauptbeteiligte, Herr Möller, dem sich noch drei Minister anschlossen. Unter ihnen befand sich auch zum erstenmal in diesem Hause- der neue Minister des Innern, Herr v. Bethmann- Hollweg, ein sehr großer, sehr schlanker Herr mit grauem Haar und Bart. Die Hoffnung auf eine große, eindrucksvolle Debatte wurde nur während der ersten Stunden der Sitzung, und auch da nur zum Teil, erfüllt. Von besonderer Wirkung war vor allen Dingen die Einführungsrede des Ministerpräsidenten Graf Bülow, die insofern eine gewisse dramatische Spannung aufwies, als nur ganz allmählich die opponierende Rechte aus ihrer falten Ruhe zu einigen Aeußerungen des Beifalls aufgerüttelt wurde. Dem Ministerpräsidenten lag es ob, die politische Seite der Frage zu erörtern, zu erklären, warum die Regierung sich noch während des großen Streits zur Ankündigung dieser Vorlagen entschlossen habe. Der Bergarbeiterstreif habe keinen anderen Erfolg gehabt, als die Not der Bergarbeiter und vieler anderer Arbeiter zu steigern. Das habe die Regierung veranlaßt, mit der Siebenerkommission zu berhandeln; ebensogut hätten dann aber auch die Zechenbesizer sich zu Verhandlungen verstehen können. Denn den Staat bei den großen wirtschaftlichen Kämpfen einfach auszuschalten, das geht nicht!" Der Sozialdemokratie wäre nach Ansicht des Grafen Bülow ein weit größerer Gefallen getan worden, wenn man den Streik sich hätte austoben Tassen. Aber auf solche Proben will er sich nicht einlassen, denn:„ Auf schwankendem, moorigem Boden reite ich keine Attacke!" Mit einem warmen Appell an das Haus, seine foziale Gesinnung zu erweisen, schloß der Ministerpräsident unter dem lebhaftem Beifall des Hauses. Weit schwerer wurde es dem Minister Möller, die Aufmerksamkeit auf fich zu lenken, als er in seiner langsamen, ruhigen Art die Einzelheiten der Gesetzentwürfe, besonders den Marimalarbeitstag, die Arbeiterausschüsse und das Wagennullen, besprach. Den erwarteten Widerspruch der Konservativen brachte der Abg. v. Heydebrand zu recht lebhaftem Ausdruck. Ueber Einzelheiten werde sich reden lassen, aber daß die Vorlagen während des Streifs angefündigt wurden, das habe schwere Bedenken bei seinen Freunden erregt. Die Unterstützung der kontraktbrüchigen Arbeiter müsse die Autorität der Regierung untergraben. Der Abg. Schiffer, der für den größeren Teil der Nationalliberalen sprach, schien zunächst mit dem Vorredner ganz einer Meinung zu sein, dann aber zeigte er sich doch etwas entgegenkommender in den Einzelfragen. Er gab auch zu, daß die Zechenbesitzer flüger daran getan hätten, mit der Siebenerkommission zu verhandeln. Wesentlich weiter gingen in ihrer Sympathie für die Vorlagen die Abgg. Dr. Hirsch( frs. Vp.) und Dr. Spahn( 3entr.). Leider aber sind beide nur wenig fesselnde Redner. Und so sah sich Graf Bülow veranlaßt, zum Schluß noch einmal das Wort zu ergreifen, um seine erste Rede noch etwas eingehender zu begründen und auszuführen. Er erinnerte die Nationalliberalen daran, daß einer der Thren, der Abg. v. Heyl, im Reichstag die Regierung zum Eingreifen in den Streitkampf aufgefordert habe, und erflärte es für selbstverständlich, daß weder die Arbeitgeber noch die Arbeiter nun zufriedengestellt seien. Sachlich aber halte die Regierung immer noch ihr Eingreifen für gerechtfertigt. Die Sigung wurde nunmehr auf morgen vertagt. Nah und Fern. Die Genickstarre ist in Czersk( Westpr.) ausgebrochen. Eine ganze Anzahl Personen, namentlich Kinder, ist erfrankt. Ein Patient ist der Krankheit bereits erlegen. Tragische Folgen kindlichen Uebermuts. In Homburg ( Pfalz) wurden an der am Riesstollen belegenen, nicht bearbeiteten Grube ,, Konsolidiertes Nordfeld Waldmohr" durch Kinder schlagende Wetter" entzündet. Es erfolgte eine Explosion, bei der vier Knaben getötet und einer schwer verletzt wurde. " Die Einjährigen- Schnüre„ erschmiedet" hat der Schlosser Emil Dähn, Sohn des in Schwerin i. M. ansässigen Schlossermeisters Dähn. Auf Grund seiner hervorragenden Leistungen im Kunstschmieden hat er in Hannover nach§ 89 Absatz 6b der deutschen Wehrordnung den Berechtigungsschein zum einjährig- freiwilligen Militärdienst erworben. † Auch im Tode vereint. Bei Ichenheim am badischen Oberrhein( Bezirksamt Lahr) sind die zusammengebundenen Leichen eines Mannes und einer Frau, beide noch unerkannt, gelandet worden. Ein neunjähriger Vatermörder. In Tunis hat ein neunjähriger Knabe seinen Vater nachts im Schlafe erschossen, weil dieser ihn geprügelt hatte. Am folgenden Morgen aina der hoffnungsvolle Knabe in den Straßen spazieren und legte dann bei seiner Verhaftung nicht die Teifeste Reue an den Tag.„ Es ist besser so, der Vater hat mich zu stark geprügelt," sagte er. 10 000 unittliche Bilder. Die Pariser Polizei be schlagnahmte in verschiedenen Kaufläden des Palais Royal 10 000 unfittliche Bilder und Zeichnungen. Die Inhaber der Läden werden gerichtlich verfolgt. A Ein Mordversuch in Tanger. Der Korrespondent der „ Times" in Tanger, Mr. Harris, sah sich einem Anfalle ausgesetzt, den ein Marokkaner auf ihn verübte. Dieser, von Beruf Fremdenführer, stürzte sich mit einem Dolch auf den Engländer und brachte ihm eine Verwundung bei. Der Angegriffene fam noch gut fort, da der Dolch sich in die Uhrfette verwickelte. Kunft und Wissenschaft. BR Ein Heilmittel gegen die Tuberkulose? Man ist allmählich gegen die Anfündigung neuer Heilmittel gegen die Tuberkulose mißtrauisch geworden. Denn groß ist die Zahl derer, die behauptet haben, sie seien imstande, der tückischen Krankheit zu wehren. Diese Zahl ist jetzt um eine Nummer erweitert worden: Der Telegraph meldet aus Rom: Professor Guiseppe Levi in Mailand teilte dem König mit, daß er ein neues Mittel zur leichtesten und sichersten Heilung der Tuberkulose gefunden habe. Er fügte hinzu, er werde sich jetzt in das Ausland begeben, um dort Mitteilung von seiner Entdeckung zu machen, habe aber zuvor seinem Vaterlande in der Person des Königs davon Kenntnis geben wollen. Abwarten! Hoffentlich erleben die unglücklichen Lungenfranken keine neue Enttäuschung. KC Röntgen ein Sechzigjähriger. Professor Dr. Wilhelm Konrad Röntgen in München vollendete gestern das sechzigste Lebensjahr. Seinen Weltruf erhielt der Gelehrte vor 11 Jahren durch die von ihm entdeckten und seinen Namen tragenden Strahlen, die namentlich für die Heilkunde von außerordentlicher Bedeutung geworden sind. Seine Vaterstadt ist Lennep. GL Ein Richard Wagner- Denkmal in Wien. In Hiezing bei Wien ist ein Komitee in Bildung begriffen, das die Errichtung eines Richard Wagner- Denkmals beabsichtigt. Das Denkmal soll in der Nähe des einstigen Wohnhauses des Meisters aufgestellt und im Stil des Grillparzer- Denkmals geschaffen werden. Aus dem Gerichtsfaal. § Wegen Achtungsverletzung und Ungehorsams war der Musketier Hermann Rapsch vom 150. Infanterie- Regiment in Allenstein zu dreizehn Wochen Gefängnis verurteilt. Er hatte i er Instruktionsstunde auf die Frage des Leutnants, welches der höchste Beruf jedes gesunden und kräftigen Deutschen sei, geantwortet:" Die Soldatenschinderei". Auf die Berufung des Kriegsherrn erhöhte das Oberkriegsgericht die Strafe auf vier Monate. § In der Lippischen Schmähbrief- Affäre ist am letzten Verhandlungstage beschlossen worden, den Haftbefehl gegen den Angeklagten Paul Kracht aufzuheben. Dagegen wurde ein Antrag auf Haftentlassung der Frau Kracht abgelehnt. trotzdem ihr Gatte 125 000 Mark Kaution angeboten hatte. Die Zeugenaussagen sind bisher ohne Belang. § Der Görlitzer Prozeß wegen der Unterschleife an der Eisenbahnwerkstätte bewegt sich im alten Geleise: Der Hauptangeklagte Friedeberg leugnet blind darauf los, obwohl er von jedem Zeugen immer mehr belastet wird. Freilich beTasten sich diese zumeist auch selbst, da nicht alle ihre Hände rein gehalten haben. Unangenehme Folgen kann leicht die Zeugenschaft auch für den Materialien- Verwalter Mann haben, der zugeben mußte, von Friedeberg Geld nicht bloß erhalten, sondern auch erbeten zu haben. Das Maß seiner Gegenleistung ist noch nicht festgestellt. - Vermifchtes. [ Der Kaiser als Kurbeldreher.] Ein nettes Histörchen wird in Berlin erzählt und belacht. Es war beim Botschaftermahl im königlichen Schloß in Berlin. In einem der Säle findet der Botschafter einer Dreibundsmacht einen Apparat, der ihm auffällt: er hat eine stereoskopartige Deffnung und eine Kurbel. Der Kaiser erklärt das Mutoskop, das ein Gegenstück des Kinematographen ist. Der Botschafter guckt hinein, meint aber, daß es darin ganz dunkel sei. Haben Sie auch die Kurbel gedreht?" fragt der Kaiser. Der Botschafter verneint, der Kaiser dreht:„ Sehen Sie jett?" Ausgezeichnet, Majestät."-Jetzt auch?" fragt der Kaiser, der weiter dreht. Ganz famos!"- ,, Sehen Sie sich nun die Bilder weiter an, die sehr hübsch sind; aber die Kurbel müssen Sie jetzt selbst drehen. Das hat sich der Erfinder auch so gedacht." Die Herren der Umgebung lachten laut, als ihnen der Kaiser sagt:„ Unser lieber Gras will die Sache doch gar zu bequem haben." =[ Eine Nitterburg unter dem Hammer.] Das durch feine herrliche Lage im Thüringer Walde berühmte Schloß Elgersburg wird jetzt an den Meistbietenden versteigert. E ist eines der ältesten Bergschlösser in Thüringen, das auf eine ruhmreiche Geschichte zurückblickt. Aus den Fenstern des Schlosses bietet sich eine entzückende Aussicht. Trotzdem scheint das Schloß für den bescheidenen Preis von 57 000 Mart losgeschlagen zu werden. [ Ueber die Verbreitung des Aussakes im Deutschen Reiche] werden in den Veröffentlichungen des kaiserlichen Gesundheitsamtes Mitteilungen gemacht. Nach amtlichen Feststellungen waren am Schlusse des Jahres 1901 im Reiche 24 Aussäßige vorhanden. Am Ende des vorhergehenden Jahres waren 25 Kranke gezählt worden. [ Seltsame Hochzeiten.] In Düren ist der seltene Fall eingetreten, daß drei Brüder drei Schwestern heirateten, und außerdem eine Schwester der drei Brüder einen Bruder der drei Schwestern. - [ Armer Vater!] In der Uelzener Kreiszeitung finden wir eine Anzeige, die die alte Tragödie des gutmütigen und bertrauensseligen Vaters von neuem illustriert. Der Gemeindevorsteher Burmeister in Lüder bei Uelzen verkündet: „ Auf die Annonce meines Schwiegersohnes Maykuß aus Lüder in Nr. 68 der Kreiszeitung erwidere ich, daß ich einstweilen noch die Wirtschaft auf meinem Vollhof habe und mir ausdrücklich die freie Verfüauna über das zum WirtschaftsSammlung befchloffen E betriebe bestimmte Gerät und Vieh" vorbehalten habe. möchten auch bi od gewillt find, un gte Agitation Der letzte Bu lange Debatten un werde deshalb auch wohl ohne Einwilligung meines Schwie gersohnes Pferde verkaufen dürfen. Uebrigens warne id hiermit jedermann dringend vor zu früher Hofesübergabe denn wenn es uns, die wir nur ein einziges Kind und Erben haben, so geht, wie mag es dann wohl anderen ergehen." König Lear auf dem Bauernhof... [ Ein einträgliches Geschäft.] Ginem Frankfurter onde Lieferung für d Schluß erklär Blatte wird geschrieben: Welch enormen Zulauf der Wunderzeitigte. Erst wo doktor Ausmeier in Kirchgandern hat, geht daraus hervorbi Ausschluß der Einkommen auf 130 000 Mark angegeben hat. Das firrte der D.-B., daß dieser Mann für das laufende Jahr sein steuerfähiges möglich im 20. Jahrhundert... - [ Leerstehende Gefängnisse.] Eine bisher noch ni dagewesene Erscheinung ist die vollkommene Verödung ein Gefängnisse in der Altmark. So kann z. B. aus Bism gemeldet werden, daß das dortige Amtsgerichtsgefängni in der letzten Zeit gänzlich leer war; erst in der verfleisenen Woche wurde wieder ein Handwerksbursche eingeliefert, de ..angesprochen" hatte und dabei betroffen worden war. Abe auch in anderen Gefängnissen jener Gegend ist ein auffälli ger Rückgang der Häftlinge eingetreten. Die Gefängnisver waltung in Bismarck hatte sich um Ueberlassung von Sträf lingen an andere Anstalten gewandt, mußte aber abschlägig beschieden werden, weil nirgends ein Ueberschuß daran vor handen war. ==neerhin bei Ber aboen. Die nod Streden wurden befchrieben. D geliefert, welche Sovichriften nicht [ Eine reiche Bettlerin.] In Kaiserswalde bei Schluckenau in Böhmen fand man nach dem Ableben der ** Der Gro Redalgymnafium zu rer an der Real ** Sudde a annt. Bettlerin Barbarine Hallas in deren Wohnung und in die richt soll Hudde Erde vergraben nicht weniger als acht große Töpfe und zweida. Krüge, sowie eine Menge Säckchen voller Geldſtücke, al Heller, Pfennige, Silbergulden, Kronen, Taler, Jünf fronenstücke usw. im Gesamtgewichte von über einen Meter. zentner. [ Perlen werden billiger.] Denn die Perlenfischerei auf der Insel Ceylon, die jetzt in vollem Gange ist, verspricht einen so reichen Ertrag, wie man ihn bisher noch nie gehabt hat. Bei achttägigem Fischen sind fast 20 000 000 Austern gefangen worden. Sie haben einen durchschnittlichen Wer bon 56 Mart für 1000 Stück. Im Vergleich mit den Er gebnissen des vorigen Jahres sind bis jetzt fast 3 000 000 Austern mehr gefangen worden. Bahnb Bizi bseröffnung d boraufichtlich am Frühja Krense Weglas fof, am 5. Apr ungspflichtiger Damenhofen, King Balonhof,( Wirtfo Beitellungspflichti Lannsbach, Obenh Bimar, Bah nachum. die Geftell Reſerve von Glei Salzböden, Vezber Ausgang nach We die Bestellungspflic luben, Groß- und then, Volpertshau pz Ertragsfähigkeit des Erbsenanbaues. Die Beſizer bon Fabriken zur Haltbarmachung von Obst und Gemüse klagen sehr darüber, daß der Anbau von Erbsen nicht in genügen dem Umfang erfolge, um der Nachfrage ihrer Kunden ge nügen zu können. Sie entsenden daher Sachverständige auf das platte Land, um den Landwirten klar zu machen, welche Vorteile der Anbau von Gemüsen im Großen bietet. In einem solchen Vortrag berichtete ein Landwirt ſelbſt, er habe Don 200 Kilogr. Erbsensaat 18 750 Kilogr. grüne Erbsen geerntet und mit 16 Pfg. für das Kilogramm an die be treffende Fabrik abgeliefert. Nehmen wir an, daß die 200 Kilogramm Saat eine Fläche von vier Morgen bedeckten, so mürde bei dem genannten Ernteertrag und Preis ein Rohgewinn von etwa 750 Mark auf den Morgen kommen. Ein so ungewöhnlich hoher Ertrag wird nun freilich nur ganz ausnahmsweise sich erzielen lassen und kann nicht als Regel Jelten; aber auch wenn nur 60-70 Zentner vom Morgen geerntet werden, so wirft er zu dem angegebenen Preiſe noch 480-560 Mark ab, auch eine hübsche Einnahme! Sikung der Stadtverordneten Gießens. n Gießen, 27. März 1905. Nach faum 3 Tagen schon wieder Sizung und dazu nur 3 Punkte auf der Tagesordnung, da müssen doch besondere Vorkommnisse vorliegen, so fragten wir uns als die Tagesordnung vor uns lag. Aufnahme eines neuen Anlehens, zu diesem 1. Punkte hatte das Finanzministerium noch ein Wörtchen mitzusprechen. Und es hat gesprochen. Die am 1. April 1905 aufgenommene Anleihe soll, da für Gießen in den nächsten 15 bis 20 Jahren große finanzielle Opfer gebracht werden müssen, jährlich mit 2% amortisiert und, von 1910 ab die ersparten Zinsen zur Abtragung mit verwandt werden; bcn 1915 ab hat die Stadt ferner das Recht der verstärkten Tilgung. Die Versammlung hatte hierzu nichts einzuwenden. " ** Hei ar provinzial- Ausschu zwischen dem vorr Bale e- Direktion bo finer Sigung am geftattet wird mit Kohlensäure Eten und Sto die f Urteil ist e Rauheims abgew pelt war um di de men starte Ra * ** Spani fitate, eingefomm aber Arbeit, nean Gießen ihn zur„ Bu Der Brief enthäl id vom gefang Vorteil sein, iglichst weiten lassen deshalt getreu folgen: Als Gefang Zurückziehu lche Summe Außerhalb der Tagesordnung fam Stadtv. Kirch auf die Berichterstattung des„ G. A.“ über seine betr. Druck- franzöfifchen Bak legung der Schuldverschreibungen in letzter Sigung getanen Aeußerungen. Er sieht seine Worte darinnen kritisiert und erklärte darum: B Betr.: Die He Aus obig bralbjährigen „ Wenn auch vorauszusehen war, daß der Herr Berichterstatter als Angestellter der mit in Frage kommenden Firma deren Partei nahm und nehmen mußte, so hätte ich doch erwartet, daß er sich an den Tatsachen gehalten hätte. Dies ist aber nicht der Fall! Ich habe nicht wohnhafte, h gesagt, daß es ungehörig sei, wenn jemand die Beschlüsse Familie oder der Stadtverordnetenversammlung fritisierte( denn das ist 15. April a jebermanns gutes Recht) sondern ich habe behauptet und dabei bleibe ich auch, daß der Inhalt und namentlich die Rechtfertigung der beiden Universitäts- Druckereien unpassend und ungehörig gewesen sei und daß ich namens der Stad verordnetenverfainmlung Verwarung gegen folch' w Von der allseitigen 8 qualifizierte Vorwürfe erhoben. stimmung, die meine Ausführungen in der Stadtverordneten versammlung fanden, hat allerdings der Herr Bericht erstatter fein Wort erwähnt!" - Wir bringen, was besonders betont sei, diese Worte des Herrn Kirch nur deswegen ausführlich, weil uns am andern gegen genon Bießen, Groß Prämiiert M Sieb- u Tage von verschiedenen Seiten persönlich die Mitteilung eesweg 2 wurde: Stadtv. Kirch hätte in dieser Affäre schlecht abge schnitten. Man vergl. hierzu unseren Bericht in Nr. 73. Zu Bunkt 2: Beschaffung von Bänken für die wahtgeile und Erweiterte Mädchenschule wurden 520 Mark ohne De batte genehmigt. 650 Sigpläge sind jezt vorhanden nnd die Zahl der Schulkinder weist bereits 655 auf. Nachdem tam Stadtv. Landgerichtsrat Dr. Schäfer auf die Geldsammlung zum Theaterneubau zu sprechen. Er hofft, daß diejenigen Geldspender, welche anfangs für das Gesamtprojekt gezeichnet haben, ihre Beiträge jeßt ganz dem in allen bernabme Eisen- und Siebe un jenigen Projekt zuweisen, was die Stadtverordneten- Ver Dirha Alle anderen S gung meines Dijes möchten auch die Bürger beachten, welche zum Zeichnen rbehalten ho fammlung beschlossen hat zuerst zu bauen, für das Theater. Webrigens üher Hofesi iges Kind noh gewißt sind, und damit die in den lezten Tagen aufgetauchte Agitation der sog. Konzertpartei aussichtslos werde. anderen ergeb Einem Fran Bulauf der geht daraus hr fein steuer geben hat. ne bisher nod Der legte Punkt: Bergebung der Zement rohr. Lieferung für die Sielbauten war derjenige Punkt, der lange Debatten und hier und da bedenkliches Kopfschütteln zeitigte. Erft wurde vorher in geheimer Sigung, dann bei Ausschluß der Deffentlichkeit, hin und her beraten und zum Schluß erklärte nach Wiederzulassung der Deffentlichkeit ertil ärte der D. B., daß die Firmen Dern& Co. u. Sack& Jughardt femmehin bei Zementrohrlieferungen nicht mehr zugelassen ene Verödung werden. Die noch zu liefernden Röhren für die vergebenen 3. B. aus Strden wurden der Firma Castanjen& Co. in Duisburg rst in der verf geliefert, welche hinsichtlich Material und Haltbarkeit den Imtsgerichtsgeiterschrieben. Die beiden Gießener Firmen hatten Rohre riche eingeliefer80 richriften nicht entsprachen. en worden war egend ist ein Die Gefäng berlaffung von mußte aber d Lokales. 28. März 1905. ** Der Großherzog hat den Oberlehrer an dem eberichuß dealgymnasium zu Gießer Karl Völzing zum OberKaiser Smolde ch dem leben leer an der Realschule und dem Progymnasium in Alzey enmonnt. ** Bohnung und in Grücht soll Hudde Donnerstag nach Koblenz transportiertHudde auf Reisen. Nach einem einlaufenden roße e ecden. oller G en, Talet, * Bahnbau Marburg- Dreihausen. Die über einen Briebseröffnung der Strecke Marburg- Dreihausen erfolgt voraussichtlich am 4. April. In die Berlen § Frühjahrs- Kontroll- Versammlungen im Gange ist Kreise Wetzlar finden statt in Dutenhofen, Bahnbisher noch auf, ar 5. April 2 Uhr 40 Min. nachm. für die Ge20 000 00ungspflichtigen aus den Ortschaften, Azbach, Dorlar, urchschnittltenhofen, Kinzenbach, Münchholzhausen; in Wißmar, Bergleich mit Bahnhof,( 23irtschaft Brück) 7. April 2 Uhr nachm. für die 8 jest faſt 30 Gefellungspflichtigen für Reserve von Gleiberg, Krofdorf, Launsbach, Odenhausen, Salzböden, Vetzberg, Wißmar; in tes. Die Beſt Wismar, Bahnhof,( Wirtschaft Brüd) 7. April 3 Uhr t und Gemüſe naschm. die Gestellungspflichtigen für Landwehr und Ersatzen nicht in g ferbe von Gleiberg, Krofborf, Launsbach, Obenhausen, ge ihrer Stunde Salzböden, Vezberg, Wißmar; in Groß- Rechtenbach, Sachverständ lar zu machen, ( Wasgang nach Weßlar), 8. April 1 Uhr 45 Min. nachm. Großen bietet di i Gestellungspflichtigen für Hochelheim, Hörnsheim, Lüßelndwirt selbst,& Linden, Groß- und Klein- Rechtenbach, Reiskirchen, Bollnilogr. grime Gri tihen, Volpertshausen, Weidenhausen. ilogramm an die** Hei quellen von Bad Nauheim. Der wir an, daß die Provinzial- Ausschuß Gießen entschied den seit Jahren Morgen bededa zwischen dem vormals Kern'schen Kohlensäurewerk und der und Preis ein Bade- Direktion von Bad Nauheim schwebenden Prozeß in feiner Sigung am Samstag dahin, daß dem Kohlensäurewest gestaltet wird, täglich nur 3 cbm Wasser und 720 cbm mit Kohlensäure gemischte Luft zu entnehmen. An den Schichten und Stollen darf nichts geändert werden. Durch dinss Urteil ist eine große Gefahr von den Heilquellen BadWauheins abgewendet worden. Das Kernsche Kohlensäurewart war um die Konzession einer erweiterten Kesselanlage, eten Gie de tarte Rauchentwicklung das Bad schwer geschädigt hätte, eingekommen. 1, 27. Mäg *** Spanische Schahschwindler sind nach wie vor er Sigung war der Arbeit, das erhellt aus einem Brief, der gestern da müffen einem Gießener Geschäftsmanne K. aus Madrid zuging, gten wir unum ihn zur Zurückziehung eines Vermögens" zu animteren. Der Brief enthält nichts neues, sondern wendet den alten nlehens, Tiid bom gefangenen Bankerotteur an. Es kann aber nur m noch ein Sith boom Vorteil sein, wenn derartige, schwindelhafte Schreiben 1. Die am 1. Biglichst weiten Kreisen zugänglich gemacht werden und für Gießen à dai laffen deshalb den uns zur Verfügung gestellten Brief anzielle Dir getreu folgen: Madrid, 24. III. 1905. ctifiert und, 1910 orgen fommen, m freilich nur ann nicht als entner vom egebenen Pr Ginnahme! mit berwandt werden; Recht der alten zu nichts zuwenden Stadio. Rird auf er feine bett. Dad Bter Sigung cinnen fritifi Sehr geehrter Herr! Als Gefangener wegen Bankerott, bitte ich Sie mir zur Burückziehung von Franken 800 000 zu verhelfen, welche Summe ich in Banknoten in meinem auf einem französischen Bahnhofe lagernden Koffer befize. Es ist Bekanntmachung. daß der Saber: Die Heichelheim'sche Stiftung. in Frage fomman men mugite fitte en Lafagen gehalten Aus obiger Stiftung sind am 19. Juni d. Js. die ha bjährigen Zinsen mit 525 Mr. an eine in Gießen ! habe nicht ohnhafte, würdige und bedürftige israelitische emand die Beschliff nilie oder Person zu vergeben. Anmeldungen werden ferte( denn das bis 15. April auf unserm Geschäftszimmer Neuen- Bäue 25, habe behauptet ertgegen genommen. L alt und namentlich -Drudereien unpaffe id namens ber Sta ng gegen fold Gießen, den 25. März 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. on er alltigen Prämiiert n der Stadtverordnet ge der Herr Beri nt fei, biefe Worte , weil uns am and auf allen beschickten Ausstellungen. Mar Arnold Sieb- und Drahtwaren- Geschäft önlich die Mittenweg 2 Affäre schlecht o Bericht in Nr. 73 Bärten für die H 520 Mart ohne jgt vorhanden nud 55 auf Strat Dr. Schäfer Sau zu sprechen de anfangs für Gießen liefert Neuenweg 2 Drahtgeflechte f. Einfriedigungen in allen Längen Breiten und Mustern. lebernahme ganzer Einfriedigungen in Eisen- und Holz- Konstruktionen. Ferner empfehle: Siebe und durchwürfe für the coronetan dwirtschaft und Industrie 2c. eiträge jept gan b Stadtverordneten Alle anderen Drahtarbeiten sauber und billigft. dringend nötig, daß Sie sich zu diesem Zwecke nach hier begeben, um durch Bezahlung meiner Prozeßtoften an das Gericht, mein hier mit Beschlag belegtes Handgepäck auszulösen, damit Sie auf diese Weise in den Besitz meiner Reisetaschen gelangen, in welchen in einem geheimen Fache der Gepäckschein des obengenannten Koffers verborgen ist und welchen sie absolut benötigen, um den Koffer von dem betr. Bahnhof zurückziehen zu fönnen! Als Belohnung für Ihre Mühe und Dienste werde ich Ihnen den dritten Teil der zu rettenden Summe abtreten. Aus Vorsicht und im Falle mein Brief nicht in Ihren Besiz gelangen würde, will ich erst Ihre Rückantwort abwarten, nach deren Empfang ich Ihnen dann sofort in einem ausführlichen Briefe die ganze Angelegenheit genau schildern und meinen vollständigen Namen bekannt geben werde. Ihre Antwort fann ich auf feinen Fall hier im Gefängnis empfangen und bitte ich Sie nachfolgendes Telegramm an meinen früheren vertrauten Diener zu senden und zwar genau und wörtlich wie folgt: C. Pedro Goievecbea- Galileo 44, I. derecbea- Madrid Wagon auf weg K.. Ich empfehle Ihnen strengste Verschwiegenheit und Ihrer umgehenden Rückantwort dringend entgegensehend verbleibe ich bis auf Weites ergebenst C. de S. NB. Bitte Sie wiederholt mir nur Telegramm, aber auf keinen Fall durch Brief zu antworten. Kommentar überflüssig! Marttberichte. Gießen 28. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt tosteten Butter per fb. 0.95-1.05 M., Sühnereter per Stüd 6-7 Pfg., Entenele St. 0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 fg Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Pfg.. Tauben per Paa: Y. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mr. 1.00-1.60, Hahnen, bei Stüd C.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfb 00-00 fg., Dosenfleisch per fb. 70-80 fg., Rindfleisc per Pfd. 62-68 Pfg. per Pfd. Schweinefleisch 60-72 Pig. Schwein fletsch gefalzen per fund 0.76 fg., Kalbfleisch per fb. 70-74 Bfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-74 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.006 650 Mt., 3wiebeln per 8t. Wt. 8.00-10.00, Weisfraut 10-15 f. pe: Stüd, Zentner 3-4 Mr. Nepfel per Zentner 6-10 Mr Zwetschen ve Bentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Lite 18. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhi nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen voi Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der erster drei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werben. Frankfurt a. M., 27. März. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetteraue Mr. 18.15-18.25, furhessischer Mr. 18.25-18.60 Roggen, hiesiger mr. 14.25-14.35, russischer Mr. 14.80-15.25 Gerste, hiesige Mr. 17.80 bis 18 00, Pfälzer Mt. 18.25 bis 18.50, fränkischer Mt. 17.80-18.25, Riedgerste Mr. 18.25 bis 18.50 Hafer, hiesiger und Wetterauer Mt. 14.00-15.25, furhessischer Mr. 15.00-15 75, bayerischer Mr. 14.80-15.50, Mais, Mixed Mr. 12.20-12.30. Anes pro 100 Kilo ab hier. Me hI wesentlich höher. Es notierten naa Qualität: Weizenmehl hies. O, f. 26.75-27.25, feinere Market Mt. 29.00-29.50, hiesiges Nr. 1, Mr. 24.75 bis 25.25, feinere Marten Mr. 26.00-26.50, hiesiges Nr. 2, Mr. 23.75-24.25, feinere Marken Mr. 24.75-25.25, hiesiges Nr. 4, t. 19.75-20.25 feinere Marfen 20.75-21.25, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mt. 22.- 23.25 b. 1 19.50-20.75, do. 2 Mr. 16-16.50. Weizenschalen 5.10 bis 5 20, Weizenkleie Mt. 5.10-5.20, Roggenkleie Mr. 5.50-5.60 Weizenfuttermehl Mr. 6.25 bis 6.50. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gieken. ein Kräftigungsmittel. -ch Kinzenbach, 26. März. Für den heutigen Sonntag Nachmittag war die Generalversammlung des Handwerkerveins der Bürgermeisterei Krofoorf Nach Krankheit nach hier einberufen. Troß der ungünstigen Witterung hatte fich eine stattliche Bahl der Mitglieder eingefunden. És galt eine reichhaltige Tagesordnung zu erledigen, so zunächst die Vorstandswahl, in welcher Herr Schneidermeister Pfeiffer Krofdorf als Vorsitzender wiedergewählt wurde. Betreffs der Lehrlings Prüfungen wurde ein Antrag eingebracht, daß dieselben fortan vor einer von dem Verein zu bildenden Kommission abgehalten werden möchten, desgleichen ist man geneigt, den arbeitsunfähig gewordenen Mitgliedern eine Unterstüßung zukommen zu lassen. Jedoch soll letterer Antrag einer späteren Generalversammlung zur nochmaligen Beschlußfassung vorgelegt werden. al Lollar, 28. März. Verkehrserleichterung. Der hiesige Gemeinderat beschloß, am Bahnhof zwei Fußsteige über die Chaussee pflastern zu lassen. )( Lang- Göns, 27. März. Einen Gesangswett streit hält der älteste hiesige Gesangverein" Frosinn" im Sommer hier ab. Den ersten Ehrenpreis hat der Großherzog geftiftet, andere Ehrenpreise sind gestiftet worden vom Ortsvorstand, der Bürgerschaft, den Handwerkern, den Jungfrauen, den Vereinen und mehreren Privatpersonen. Rund 30 Vereine haben sich bisher angemeldet. ) Lich, 27. März. Eine Ortsgruppe des Deutschen Flottenvereins hat sich hier gebildet. Brauereibesitzer Shring ist der Leiter der Ortsgruppe, die 36 Mitglieder umfaßt. - Homberg a. d. Ohm. Wechsel im Lehrkörper. Durch Großherzogliches Defrat ift der seitherige Leiter der hiesigen höheren Bürgerschule, Rektor Dr. Krausmüller, der über 8 Jahre hier tätig war, mit Wirkung vom 1. Mai zum Oberlehrer am Realgymnasium zu Gießen ernannt worden. Sein Nachfolger ist Oberlehrer Nennstiel in Alzey. § Hersfeld, 27. März. Der am 13. d. M. in der Fulda ertrunkene Baron von Hungen wurde am Freitag geländet. Der Verunglückte war der einzige Sohn des Fürsten Ludwig Otto Karl von Solms- Braunfels. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdiens. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 29. März. Zunächst aufheiternd, später wieder zunehmende Bewölkung und stellenweise geringer Regen, nach fälterer Nacht tagsüber milder. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) zu UNUBERTROFFEN Waschen und Putzen WASCHET NUR MIT NAUMANNIA CNAUMANN SEIFE GESCHUAL OFFENBACH Freibank. Heute und Morgen: Rindfleisch 50 Bfg. Junger Hausbursche für sofort gesucht. Fr. Hennings, Gießen. Seltersweg 14. Kinder, die mit einer schweren Krankheit geplagt gewesen sind, befinden sich in der Regel in einem Zustande, der die Anwendung eines zuverlässigen Stärkungsmittels erheischt. Dieses ist in Scotts Emulsion zu finden, die, obwohl sie zur Hauptsache aus feinstem Bebertran besteht, leicht verdaulich und schmackhaft ist. Ste enthält ferner Kalt- und Natconhypophosphite. Alle drei gehören zu den besten aller bekannten Kräftigungsmittel. Scotts Emulfion verhütet Gesundheitsstörungen und bringt Kindern neue Kraft nach irgend einem Leiden. Ein kräftiges Kind vermag drohender Krankheit zu widerstehen! Herr Ziemann erzählt im folgenden seine Erfahrung und Scotts Emulsion erwies sich in seinem Falle gerade als das Stärkungsmittel, dessen das Kind bedurfte. Hier sind Herrn Ziemanns eigene Worte: Halle a. S., Kellnerstraße 5, II., den 21. Januar 1904. Mein einziger Sohn Curt, der jetzt 3 Jahre alt ist, litt lange Zeit an Keuchusten, woran sich Luftröhren- und Magenkatarrh schlossen und wurde infolgedessen recht elend. Er as fast gar nichts, bert rug nichts mehr und wurde immer schwächer, was sich auch durch verschiedene Präparate nicht heben ließ. Nun kann ich Ihnen zu unserer Freude mitteilen, daß Ihre vorzügliche Scotts Emulsion nach Verlauf von wenigen Wochen dem Kinde seine Kraft wiedergege ben hat. Der Husten ist verschwunden, Schlaf und Appetit find wieder gut und er verträgt jetzt alles. Die Emulsion wurde von dem Kleinen gern genommen. ( gez.) Karl Ziemann. Wer Scotts Emulfion noch nicht fennt, fragt mit Recht, was ist ihre Wirkung? Herr Ziemann, gibt Wenn Sie also den Wert von Scotts die Antwort. Emulsion so bestätigt finden, werden Sie sicherlich die gleiche Erfahrung machen, wenn Sie nun Ihrem Kindhen auch Scotts Emulsion geben. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen an Apotheken und Großhandlungen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern in bersiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer Schuhmarke( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rücken). Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Sebertran 150,0, prima Glyerin 50,0, unterphosphorigsaurer alt 4,3, unterphosphorigsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 8,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, bestill. Wasser 129,0, Altohol 11,6. Hierzu aromatische Emulsion mit Zimt-, Mandel- und Gaultheria- Del je 2 Tropfen. Am Abbruch| Saatkartoffeln. Walltorstr. 51 Berle Erfurt Fenster, Ziegel, Eichen-, Nut Brennholz sofort zu verkaufen. Bingen a. Rh. Rhein. Technikum für Maschinenbau und Elektrotechnik. Progr. frei. Ein junges Mädchen Hausbursche mittlerer Statur wird sofort oder sofort gesucht. Bäder Müller, Seltersweg 62. Für meine Buchdruckerei suche einen Lehrling. Kaiserkrone Goldkrone Perle der Wetterau Maikönigin Rote Frühfartoffeln Weiße Frühkartoffeln Weltwunder Oelfarben Industrie gelbfleischige Schnett rocknend Fussbode nicht nachklebend, Paulsens Juli do Lack Parketwachs, Magnum bonum Alte Blaue do Sämtliche Kartoffeln sind rein Parketwachs ohne Glätte. und gut auserlesene Ware und sowie alle sonstigen Artikel zum von großer Ertragsfähigkeit. Prima Speise- und Salat- Anstreichen u. Wichsen fartoffeln empfiehlt der Fußböden bei J. Weisel Emil Fischbach, Telephon 235. Sonnenstraße 6. 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Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben des Kameraden Martin Melcher geziemend in Kenntnis zu setzen. Der Vorstand. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 29. I. Mts., nachm. 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Bekanntmachung. Frühjahrskontrollversammlung. Es haben aus der Stadt Gießen auf dem sofe der alten Kaserne am Landgraf Philipp- Plat 1 erscheinen: 1. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte irbe und der Landwehr I. Aufgebots. Dienstzug). der Ne( Kleiner 2 Die Mannschaften der Reserve und Landwehr Aufgebots aller Waffen, einschließlich Halbinvaliden nd nur Garnisondienstfähigen. 3. Die zur Disposition der Truppenteile oder Erzbehörden entlassenen Mannschafter aller Waffen. 4. Die Ersaßreservisten, geübte und nicht geübte; und zwar: Jahrgänge aller Waffen: 1893 1894 außer Erfahreservisten. 1892 Sie oben unter Nr. 1 aufgeführten der Jahrgänge( Offiziere pp.) 1895 1896 außer Erfahreservisten. 1898 1897 außer Erfagreservisten. 1899 1900 außer Erfagreservisten. 1901 1902 1903 1904 außer Erfagreservisten. Nur Ersatreservisten 1892 bis 1897 Nur Ersatzreservisten 1898 bis 1904 Tag und Stunde: 5 April, 2 Uhr nachm. 6. April, 82 Uhr vormittags. 6. April, 2 Uhr nachmittags. 7. April, 8 Uhr bormittags. 7. April, 2 Uhr nachmittags. 8. April, 82 Uhr bormittags. 8. April, 2 Uhr nachmittags. Postkarten Gelegenheitskauf für Oftern, Pfingsten, Sport, Blumen, Studenten, Soldaten. Cirka 70 Sorten Feine Ausführung. Für Wiederverkäufer sehr billig, so lange Vorrat reicht. H. Kühn Gießen. Es wird folgendes erinnert: 1. Befreiungsgesuche sind bis spätestens 8 Tage vor dem Appell durch das Hauptmeldeamt einzureichen und müssen durch die Bürgermeisterei bezw. bei Beamten durch die vorgesetzte Behörde beglaubigt sein. Berücksichtigung kann nur in den dringendsten Fällen stattfinden. 2. Jeder Kontrollpflichtige ersieht die Jahresklasse, zu der er gehört, auf dem Deckel seines Militärpasses. 3. Die Militärpässe mit eingeklebter gelber Kriegsbeorderung bezw. Paßnotiz und Führungszeugnis sind mitzubringen. 4. Die Leute haben in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen, Stöcke, Schirme, Pfeifen und Bigarren sind vorher wegzulegen. 5. Sämtliche Mannschaften stehen während des ganzen Kontrolltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgefeß. Demgemäß werden auch Unpünktlichkeit und Versäumnis der Kontrollversammlung bestraft. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Verdingung. Der Anstrich der städt. Sprengwagen u, Kehrrichtmagen soll Samstag, den 1. April, vorm. 11½ Uhr ifentlich vergeben werden. Angebote auf Vordruck, der bi uns erhältlich, find spätestens bis zum obengenannten 3eitpunkt an uns einzureichen.- Zuschlagsfrist 14. Tage. Gießen, den 23. März 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Verdingung. Die Pflaster- und Chauffierarbeiten für den usbau der Keplerstraße sollen Mittwoch, den 5. April d. J., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung u. Bedingungen liegen während Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einficht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, 11b spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns zureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. - Gießen, den 25. März 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Papierhandlung. Seltersweg 36. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung einer Leichenhalle für die israelitische Gemeinde Gießen sollen Samstag, den 8. April d. I., vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. 1. Spenglerarbeiten, 2. Dachdeckerarbeiten, 3. Herstellung der Blizableiteranlage, 4. Schlosserarbeiten, 5. Kunstschmiedearbeiten, 6. Schreinerarbeiten, 7. Glaserarbeiten, 8. Weißbinderarbeiten. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen.- Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 24. März 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Wohne vom 22. d. Mts. ab Seltersweg 64 im Hause des Herrn Weinhändler A. Schwan. Sprechstunden: 8-10, 21/ 2-4 Uhr. Dr. Geyer, Arzt. Verlobten ist bei der jetzt rasch fortschreitenden Entwickelung in der Einrichtungsbranche, welche durch die Darmstädter Bewegung in Fluss gebracht wurde, beim Einkauf von Möbeln grösste Vorsicht zu empfehlen. Moderne Modelle, welche vor wenigen Jahren noch als schön galten, sind durch die neuesten Erzeugnisse weit übertroffen. 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Direttion: Steingoetter. Dienstag, den 28. März 16. und letzte DienstagAbonnements- Vorstellung. Benefiz für Mr. fention@ prete: D en, ble Kreife Meble Rellamen Abaftion u. Saupter Beruf Mar Andreas. Suppen Schutzmarke Kreuz Stern DIE BESTEN! 10 Flachsmann als Erzieher. Komödie in 3 Aufzügen von Otto Ernst. Mittwoch, den 29. März 16. und letzte Freitag: Abonnements- Vorstellung. Kabale und Liebe. Ein bürgerliches Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedr. Schiller. Brotpreise bom 26. März bis 9. April 1905. Kg. Pfg Der hiesigen Bäcker. 1 Weißbrot 2 " 1 Schwarzbrot " 23 1 Kornbrot 2 " Bfg Der auswärtigen Bäcker: 1 Weißbrot Georg Dern, C. Linden W. Steinmüller Witwe( Langgöns.) 26 52 für Die Das preußische bellen in erster L reitung der zweiten fidan Wahrschein eine Mehrheit finde tungen vornimmt. fertigt, obwohl bei Ginboendung auch im großen und g bridenten Grafe fea reich und har 24 Nr. 74. 24 Heinrich Weber( Heuchelh.) W. Fabel Wiesed W. Weigel Langgöns u. L. Steinmüller Gr.- Lind. 25 Karl Post, Wiesed W. Leir: KleinLinden 2 Louis Süßmuth " 26 Steinberg u. Georg Dern Gr- Linden 48 W. Steinmüller Wwe. Langaöns) 48 W. Fabel( Wiesed W. Weitzel, LangGöns JakobAppel, Krofdorf, Heinrich Weber Heuchelheim 2. Steinmüller ( Gr.- Lind.) 50 Karl Post, Wiesed u. W. Lein KleinLinden 1 Schwarzbrot Georg Dern Gr, Linden " Bed and 52 ( 26. 22 San W. Steinmüller We Leutnan nutter. 30g fie si Plaz an W. Weigel, LangGöns, L. Stein müller Gr. Linden Heinrich Weber, Heuchelheim W. Lein KleinLinden Louis Süßmuth, 22 24 Steinberg und Karl Spamer, Reiskirchen, Georg Dern Gr.- Linden E. Christ, Wiefed 44 2. Steinmüller ( Gr.- Linden.) W. Steinmüller Wwe. Langgöns, Heinrich Weber, Heuchelheim, W, Weißel Lang- Göns, Karl Poft Wiesec, Karl Spamer Reisfirchen, Gustav Jacoby, A.- Bused 4 jo lieb g o ge bett, die die Decke. Neben Dern. Si jeinen wa Wie a Redlingha varen frem jingen in Sie fell ie hatte g the nicht Aber Liebe in Ptwas förmlic Sidhab J. Appel, Krofdorf W. Lein, KleinLinden Mann, wehrte Mädche 2½ " Steinberg bei Louis Süßmuth Dermoch Sat Heinrich Weber 3 " Heuchelheim W. Fabel und Karl Post, Wiesed 6 E. Christ, Wiesed Gustav Jacoby Alten- Buseck 1 Kornbrot Ferd. Weiß, Grü ningen 2 Kornbrot Karl Spamer Reiskirchen, Wilh. Schimmel Kinzenb Mühle und Jat Appel, Krofdorf Ferdinand Weiß, Grüningen W. Lein, KleinLinden Der Brotverkäufer. Dieselben Preise, wie bei d htesigen Bäckern. Gießen, den 25. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Sie Zimmer Gin fin San durch de Ich ha fangenen Erich „ Enum ich habe i nicht verhe nachdem si und in den begegnen. Schwestern Erich R Stirn und S Sandra reife freundli mit in dem zum Borlefer Unterhaltung So wat reije berant Und den immer tied