--- ich hab' Lahm. Jatobe Ma r in lebhafter Tem g dem gemütlichen llende Ohrfeige. Der icht mehr gemütlich, nd zeigte sie wegen eines Beamten im re Heerklozgasse gab ung ein Rendezvous Jakobe Magirrius Bräsent erhielt. Dallenfieber, das ihrer Cem Leben ein Ziel Mitwelt über den erfreulichen Zeitmäßigen Grenzen. he Würde. nen, bald hab ichs rmen, bald in den tern gar im Rücken, I möchte." i gutestes Härrchen, da bbchen der leibhaftige aller Reißen!" ebenstehendem Bilde.) Freund, Maß halten ' ne schwere Kunst." veil wann i g'nug mer fann." lebaltion der Neuen Berlinec Pinse alitäten iterklelder. tdecken, Hand uswahl. euge Belde find bas? Nr. 303. sertionspreis: Die einspaltige Betitzelle für ganz OberBen, bie Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. sonft 15 Pfg. Reklamen die Betitzeile 30 resp. 40 Bfg. Mebaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Mittwoch, den 27. Dezember 1905 Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Zwischen den felten. Die Zeiten sind vorüber, find längst ins Fobelbuch ge= schrieben, in denen der wackere Bürger sagen fonnte: ,, Nichts besseres weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen, als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, wenn hinten, weit in der Türkei die Völker aufeinanderschlagen." Die Welt mag fleiner geworden sein oder unser Gesichtskreis größer jedenfalls ist unsere Empfindlichkeit gewachsen. Wir fühlen init der ganzen Erde mit, die kaum noch einen isolierten Winkel hat. Die Türtei liegt garnicht mehr weit hinten, und Marokko ist vor unserer Tür. Man habe Freude an der Weltpolitik oder verabscheue fie, man fann unter feinen Umständen an ihr vorbeikommen. Jeder Tag ist von ihr angefüllt, sodaß man von Herzen wünscht, es möchte doch endlich einmal nichts nenes geben. Das wäre eine er= frischende Neuigkeit, bei der man aufatmen fönnte. Gerade die Gegenwart bat soviel Unerfreuliches gebracht, daß die bloße Pause schon eine Erholung wäre und eine Erquicung. Die Pause ist eingetreten, sie hat sich aufgezwungen und der ermüdeten Menschheit sich als ein Weihnachtsgeschenk dargebracht. Natürlich geht sie vorüber; aber den Gottesfrieden, den sie bringt, wollen wir froh genießen. Sie reicht vom Fest zum Fest, von Weihnachten bis Neujahr, durch die In ganze Woche des lichterglänzenden Tannenbaumes. Frankreich spricht man von einem Zuckerbäckerfrieden". Dort ist es Brauch, beim Jahreswechsel Konfiserien zu verschenfen, Leckereien in zierlicher Verpackung. Den Zuckerbäckern müssen die wenigen Tage vor Jahresschluß den Bedarf fast des ganzen Jahres bringen. Für sie würde eine Störung der öffentlichen Ordnung in dieser Zeit den Ruin bedeuten. Darum heißt es von ihnen, daß sie den Frieden zum Jahreswechsel verbürgen, daß sie ihren ganzen Einfluß zu seiner Erhaltung einsetzen. Sie haben auch diesmal wieder erlangt, daß die Tagesvorgänge selbst gleichsam unter der Erdoberfläche verschwunden sind. An Marokko wird nicht gedacht, mit feiner Silbe wird daran erinnert, daß nur wenige Wochen von der Neuwahl eines Staatsoberhauptes auf sieben lange Jahre trennen. Die Parteien geben sich den Anschein, ihre eignen Kandidaten nicht zu kennen, und die Kandidaten verhehlen ihren Ehrgeiz. Herr Doumer, Präsident der Deputierten fammer, ist in dem Eifer, sein Anwärtertum auf die Präsidentschaft der Republik zu verstecken, so weit gegangen, daß er sich dem König Eduard von England vorstellen ließ. Wissentlich beschwor er die Gefahr herauf, daß man hierin den Versuch einer fremden Einflußnahme auf den Kongreß und seine Wahl erblicken könnte, blos damit er sagen dürfe, ec habe sich selbst nicht als Kandidaten angesehen.- Sehr stolz ist der Zuckerbäckerfrieden" ja nicht, aber es ist doch ein Frieden, und das ist die Hauptsache. Nicht einmal Herr Rouvier hat etwas dagegen einzuwenden, daß seine pathetische Rede über die Maroffofrage so schnell der Vergessenheit anheimgefallen ist. Ihm genügt es, daß einstweilen die Sorge um sein Portefeuille von ihm genommen ist. An wen man in Frankreich am wenigsten denft, von wem man am wenigften spricht, das ist Herr Loubet, der sieben Jahre hindurch die Republik nach innen und außen vertreten, mit würdevoller Geräuschlosigkeit gewaltet hat und mit würdevoller Geräuschlosigkeit zurücktritt. Nicht einmal Senator will er werden, nur ein schlichter Bürger sein. Darin liegt eine gewisse Größe, die in Frankreich vielleicht noch seltener zu finden ist als anderwärts. Daß er in Gottesfrieden aus seiner hohen Stellung scheidet ist ihm die beste Genugtuung. Ganz meru ürdig ist die Art, wie sich der Umschwung der Beziehungen und der Stimmung zwischen Deutschland und England vollzogen hat. Plötzlich, über Nacht, vollständig. Es fann feinen bessern Beweis geben, daß die vorige Mißstimmung ein Kunstprodutt rar, das Ergebnis einer Verheßung, der ein fremder Plan zu Grunde lag. Mißverständnisse fönnen überall vorkommen und kommen überall vor Auch zwischen Deutschland und England hat es im Laufe der Jahre nicht daran gefehlt. Ale vom Mißverständnis zur Verfeindung ist ein weiter Weg, und für die Feindschaft gab es feinen Grund. Ein Teil der englischen Presse hatte einen förmlichen Sport damit getrieben, Erregung gegen uns zu schüren. Auf englische Anstistung war das nicht geschehen, sonst hätten die gegenteiligen Bemühungen nicht so schnellen und so vollständigen Erfolg haben können. Gerechtigkeit verlangt, anzuerfennen, daß von englischer Seite die Gegenbewegung ausgegangen ist und daß die Gehässigkeit sofort verstummte, als jenseits des Kanals unabhängige Männer bon Ansehen auftraten, um zu bezeugen, daß sie feinen Teil hätten an jenen bösartigen Versuchen, Unfrieden zwischen berwandten und traditionell befreundeten Nationen zu säen. Wir haben gern und mit ganzem Herzen zugestimmt, aber wir tamen doch erst in zweiter Linie. Wir haben alle Ursache, dessen froh zu sein. Hier ist nicht ein Gottesfriede hergestellt worden, den ein stärkerer Wille Widerstrebenden auferlegt hat, sondern hüben und drüben haben wir uns auf alte, ehrliche, rückhaltlose Freundschaft besonnen. Die Art, wie es geschehen ist, bildet eine Bürgschaft dafür, daß es heimlichen Widersachern nicht so leicht gelingen wird, erstimmung hervorzurufen und Mißtrauen zu wecken. Nicht ohne Sorge blicken wir auf die Stammesgenossen it den baltischen Provinzen Rußlands. Eine freventlich aufgeflachelte bäuerliche Bevölkerung bedrängt die baltischen Deutschen in verbrecherischer Weise. Reichsangehörige sind dort bisher am Leben nicht bedroht worden, und für der russischen Staatsangehörigen Sicherheit zu sorgen ist ausschließliches Recht der russischen Regierung. Solange diese nicht Hilfe erviitet, wäre Hilfe ein unbefugter Eingriff. Das darf man bedauern, aber man fann es nicht ändern. Den Fliehenden Gastfreundschaft bieten, den wirtschaftlich Zusammenbrechenden Unterstüßung gewähren, das ist unser Bruderrecht. Darüber hinaus darf die Regierung nicht gehen. Sie hat Passagierdampfer in die cussischen Häfen geschickt und wird das im Bedarfsfall wieder tun. Aber Kriegsschiffe zu entsenden, wie wohlgemeinter Uebereifer geraten hat, wäre vom Uebei. Sollen diese Kriegsschiffe vielleicht Riga beschießen, um das Zerstörungswerk der Revolution dort zu beenden? Oder sollen sie Mannschaften landen, um die Revolution zu belämpfen? Diese Fragen stelen, heißt sie verneinend beantworten. Wir fönnen nur von Grund unserer Seele wünschen und die Hoffnung hegen, daß unseren Stammesgenossen zivis und Fest wenigstens Gottesfriede beschert sein moge, cum. neu aufatmen und frische Kraft gewinnen zur Führung de. dampfes, der ihnen aufgezwungen worden ist. e Politifche Rundfchau. Deutsches Reich. * Weitere Schritte zur Anbahnung freundlicher Beziehungen zwischen England und Deutschland werden von mehreren Seiten geplant. Die Handelskammer zu Berlin plant eine Kundgebung in diesem Sinne. Die Kammer wird am kommenden 15. Januar in ihrem Amtsgebäude ein Festmahl veranstalten, das dazu dienen soll, vom Standpunkt des Handels und der Industrie Deutschlands dem Gedanken der Verständigung Ausdruck zu geben. Zur Teilnahme an der Vereinigung, zu welcher der englische Botschafter sein Erscheinen zusagte, werden Vertreter deutscher Handelstammern sowie Vertreter der hervorragendsten englischen Handelskammern aufge= fordert werden. Ferner ist, wie bestimmt verlautet, der Plan angeregt worden, den Lordmayor von London und andere an= gesehene Mitglieder der Londoner städtischen Körperschaften seitens des Magistrats von Berlin einzuladen, der ReichsHauptstadt im nächsten Jahre in corpore einen Besuch ab= zustatten. Der Berliner Magistrat soll der Idee sehr freundlich gegenüberstehen und sich gegenwärtig mit der vorbereitenden Frage beschäftigen. Beim Zustandekommen werden wahrscheinlich auch Lord Avebury und Sir Thomas Barclay, die seit einem Jahre unermüdlich an einer Besserung der deutschenglischen Beziehungen arbeiten, eine entsprechende offizielle Einladung seitens des Oberbürgermeisters, des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung erhalten. Als Zeitpunft für den Besuch ist vorläufig der Monat Juni in Aussich genommen. " Die Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft hatten dem Reichskanzler Fürsten Bülow von der Resolution zugunsten eines freundschaftlichen Einvernehmens mit England Kenntnis gegeben. In seiner Antwort erklärt der Reichsfanzler, daß er von der Kundgebung mit lebhaftem Interesse und großer Genugtummg Kenntnis genommen habe und daß die Bestrebungen seiner wärmsten Sympathie gewiß sein fönnten. Belgien. ** Da die Pforte die Auslieferung des zum Tode verurteilten Attentäters Joris, der belgischer Staatsangehöriger ist, verweigert hat, wird Belgien die Intervent on der europäischen Signatarmächte anrufen. Die Pforte steht auf dem Standpunkte, daß Verbrechen gegen das Leben des türkischen Staatsoberhauptes nicht unter die Vestimmungen des bezüg= lichen Vertrages fallen. frankreich. ** Die Spionenfurcht grassiert. Es ist sehr bezeichnend, daß in Frankreich die Entdeckung deutscher Spione wieder anhebt. So hat man in der Nähe von Belfort einen Tage= löhner Milian aus Mülhausen verhaftet unter der Beschuldigung, daß er Pläne des Forts Desfoncourt beschafft habe. Ferner sind in Marseille zwei Deutsche, ein Herr Georg Wolff und sein Sefretär Ludwig Wiege, festgenommen. Auch an der ganzen Küste von Algier ist man auf der Jagd nach deutschen Spionen. Rufsland. ** Nach einer Meldung des Generals Lenewitsch ist die Hälfte der Mandschures- Armee in Empörung. Die Reservisten fordern die sofortige Rückkehr in die Heimat. Der General erklärt, er könne gegen die revolutionäre Propaganda in der Armee nicht mehr anfäntpfen. Das Bureau der politischen Polizei in Moskau wurde durch Bombenwürfe zerstört. Das neue Wahlgeseh zur Reichsduma soll zum russischen Weihnachtsfeste proklamiert werden. Alien. - ** Für die Gestaltung der Verhältnisse Ostasiens sind die Bestimmungen des chinesisch- japanischen Vertrages von großer Bedeutung. Nach dem Wortlaut des Vertrags willigt China in die Verpachtung der Liaotung- Halbinsel an Japan und gesteht Japan die Kontrolle der Eisenbahn auf der Halbinsel bis Tschangtschun zu. Ferner gewährt die chinesische Regierung der japanischen das Recht, eine Bahnlinie von Antung am Jalu bis Mukden zu bauen. Dabei ist vorgesehen, daß China nach Ablauf einer gewissen Frist die Bahn zurücklaufen fann. China erklärt sich bereit, dem Handel der Welt sechszehn der hauptsächlichen Häfen und Städte in der Mandschurei zu öffnen. Unter diesen Städten ist Charbin eine der wichtigsten. ** In Japan ist das Entlassungsgesuch des Ministeriums Katsura erfolgt. Der Mikado hat das Gesuch nicht angenommen, bis Komura aus Pefing zurückgekehrt ist. Als Premierminister fungiert inzwischen Marquis Saionje. Auf Katsura sollte ein Attentat gemacht werden. Bei einem früheren Soldaten fand man eine Bombe, mit der er den Minister töten wollte. Das Attentat sollte nach dem Ge= ständnisse des Soldaten eine Demonstration gegen den Friedensschluß sein. ** Hof und Gefeufchaft. sk Der Kaiser hat dem französischen General de Lacroix, der die französische Regierung bei der Hochzeit des deutschen Kronprinzen vertrat, zum Weihnachtsfeste ein prachtvolles Album zur Erinnerung an die Hochzeitsfeier geschenkt. *** Ganz unvermutet ist der braunschweigische Gesandte in Berlin, Freiherr v. Cramm- Burgsdorf, auf seinen Wunsch aus seinem Amte geschieden, das er seit 1888 inne hatte. Wie es heißt, soll dieser Schritt mit dem Besuche des Kaisers in Braunschweig zusammenhängen. Nab und Fern. † Friede im Schiffahrtskonflikt. Die Verhandlungen zwischen den Hamburger und Bremer Rhedereien wegen der Kosmos- und Rolandlinie haben zu einer gütlichen Beilegung des Konfliktes geführt. Vode Linien werden abwechselnd Dampfer ab Bremen nach Südamerika abrichten, deren Benutzung den Verladern wahlweise freisteht. † Erdbeben in Mitteldeutschland. Ausläufer der italienischen Erdbeben scheinen sich auch in Deutschland wieder bemerkbar zu machen. In den letzten Tagen fanden in der Umgegend von Hanau wiederholte Erderschütterungen statt, unter anderem in Steinheim und Bruchköbel. † Tötliche Aufregung. Die Arbeiterfrau Meise in Berlin machte auf der Polizei Anzeige über einen bei ihr verübten Bodendiebstahl. Bei dieser Mitteilung geriet sie so in Aufregung, daß sie bewußtlos zusammenbrach. Ein herbeigerufener Arzt fonnte nur noch den infolge Gehirnschlages eingetretenen Tod feststellen. † Den Verlegungen erlegen. Der Attentäter Dr. Thielert, der in Berlin den Hotelbesizer Grethe erschoß und sich selbst eine Kugel in den Kopf jagte, ist seinen schweren Verletzungen erlegen. Damit ist der Vorhang über diese Tragödie gefallen. † Unfall in hohen Regionen. Ein Ballon der LuftSchifferabteilung geriet in der Nähe von Forst in der Lausitz beim Abstieg an die elektrische Leitung einer Fabrik und explodierte. Der Ballonförper ging in Flammen auf, ehe die Gondel den Erdboden berührt hatte. Die Insassen, drei Offiziere, fonnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, sodaß fie feinen Schaden eclitten. † Messerstecherei im Stalle. Eine Schlägerei mit blutigem Ausgange hat sich auf dem Rittergut Kalbe an der Milde unter Stallschweizern abgespielt. Infolge eines Wortwechsels zwischen Unter- und Oberschweizern wegen einer Arbeitsleistung griffen zwei Oberschweizer zu Schlachtmessern und fielen über die andern her. Drei der Teilnehmer wurden schwer, einer davon lebensgefährlich verwundet. Die Hauptschläger befinden sich in Haft. † Schreckenstat. Im Dorse Poburke bei Schneidemühl erschlug die Arbeiterfrau Will ihre siebzigjährige Mutter. † Kampf mit einem Wilddiebe. Im Walde bei Ostrowo wurde der Arbeiter Kopras beim Wilddiebstahl vom Förster betroffen. Als Kopras den Förster bemerkt hatte, legte er auf ihn an, doch der Förster fam ihm zuvor und streckte ihn mit einem Schrotschusse nieder. Der Wilderer wurde schwer verletzt ins Kreisfrankenhaus geschafft. † Räude unter den Gemsen. In Steiermark find durch eine unter den Gemsen ausgebrochene Räude über tausend Tiere eingegangen. Ein Bauer aus dem Gebirge wurde beim Transportieren einer franken Gemse angesteckt und ist infolge Blutvergiftung gestorben. † Von Christbaum dieben erschlagen. Im Schluckenauer Walde in Böhmen überraschte der Forstbeamte Weber mehrere Burschen beim Stehlen von Christbäumen. Die Diebe fielen über den Beamten her und schlugen und stachen auf ihn ein, bis er tot war. Die Leiche wurde von Waldarbeitern gefunden, die Täter sind verhaftet. † Unglück durch Gasvergiftung. In Brüssel famen sechs Menschen dadurch ums Leben, daß aus einer Röhre Gas ausströmte. † Fabritbrand in Triest. Das gesamte Magazin der Kurzwarenfirma Fabris in Triest wurde durch ein infolge Unvorsich feit eines Angestedten entstandenes Feuer vernichtet. Der Schaden an Waren und Einrichtungsgegenständen ist sehr bedeutend. Ein Feuerwehrmann stürzte vom ersten Stockwerke auf die Straße und erlitt schwere Verlegungen. + Abgefaßte Juwelenräuber. Bei dem Versuche, den Koffer eines Londoner Juwelenreisenden in einem Liverpooler Hotel um seinen Inhalt von etiva 200 000 Mark Wert zu erleichtern, wurden zwei berüchtigte Juwelendiebe abgefaßt und nach heftiger Gegenwehr der Polizei eingeliefert. Sie hatten bereits einen Teil der Beute in ihren Taschen. † Der Roman des Zigeuner- Primas. Der Violinvirtuose Horvath, ein Zigeunerprimas aus Kaschau in Ungarn, hatte auf einer Konzert- Tournee durch die Hauptstädte Europas in Berlin die Tochter des dortigen brasilianischen Gesandien, Fräulein Amica Maria de Stechow kennen gelernt, die sich mit ihm verlobte. Der Geiger hatte aber der Heimat schon eine Familie. Seine Frau war bereit, sich gegen 50 000 Mart scheiden zu lassen. Jetzt ist der ScheidungsProzeß beendet, da aber erscheint in der Kaschauer Zeitung" folgende Erklärung:" Ich, Amica Maria de Stechow, erkläre hiermit nach persönlicher Ueberzeugung, daß ich aus vielen Gründen die Verlobung mit Herrn Horvath Ferry, Violinvirtuose, auflöjen muß."- Nun hat der Geigenkönig weder Frau noch Braut! † Drei Opfer afrikanischer Blutgier. Einem furchtbaren Verbrechen ist man in der algerischen Stadt Constan= tine auf die Spur gekommen. Man fand dort die Besitzerin eines eleganten Hauses im arabischen Viertel nebst ihrem zweijährigen Kinde und einer taubstummen Dienerin mit durchschnittenen Kehlen ermordet anf. Die Verbrecher, von denen jede Spur fehlt, hatten das ganze Haus ausgeplündert. + Der Bilderdiebstahl in Weimar. In. en ans dem Residenzschloß in Weimar gestohlenen Bildern befinden fich, wie das Hofmarschallamt mitteilt, 13 wertvolle Zeichnungen und Aquarelle; dabei sind auch folgende bekannte Bilder: Hosemann: Jahrmarktsszene", von Werner: Bemooster Bursche zieh ich aus", Geibel:„ Schlachtenszene", Professor Preller: Odysseus und Polyphem", Schack: Walchensee" und zwei Chodowiecki- Zeichnungen. " 1 " 1 + Die Hebung des Torpedobootes S 126. Bei den jetzt eingeleiteten Versuchen, das in Kiel gesunkene Torpedoboot 126 zu heben, ist das Schiff an der beschädigten Stelle durchgebrochen. Die Hebung wird daher länger als vorhergesehen dauern, da sie in zwei Teilen ausgeführt werden muß. † Mordtat eines Zechprellers. Im Norden Berlins, in der Invalidenstraße, hat ein Mann, angeblich ein Schriftsteller Namens Thielert, den Besitzer eines Hotels, in dem er Quartier genommen hatte, erschossen. Er geriet mit dem Hotelwirt in Streit, da er seine Schuld nicht bezahlen konnte, zog er einen Revolver, schoß den Wirt durch den Kopf und gab dann auf sich selbst einen Schuß ab, der aber nicht tötlich wirkte. Der Revolverheld wurde verhaftet. † Schwerer Unfall im Steinbruch. Infolge des Witterungswechsels der letzten Tage lösten sich im Steinbruch Berbersdorf bei Roßwein in Sachsen mehrere Blöcke und stüren auf drei Arbeiter, die in der Tiefe des Bruches mit Auflagen beschäftigt waren. Ein Arbeiter wurde von den Steinmassen erschlagen, die beiden andern sehr schwer verletzt. † Der Alkohol als Diebesfalle. Jm Restaurant Spaten in Erfurt wurde ein Einbrecher schlafend aufgefunden. Er hatte nach Ausräumung der Kasse und Vorräte sich am Branntein gütlich getan und war darüber eingeschlafen. Auf der Polizei stellte man in ihm den Arbeitssoldaten Kurat fest, der vor längerer Zeit vom 5. Feldartillerieregiment desertiert war. † Ueberfall auf einen Gendarm. Auf einem Pairouillengange wurde der Gendarm Klüm in Friedenshütte bei Oppein nachts von fünf Einbrechern überfallen und durch mehrere Revolverschüsse schwer verletzt. Für die Ergreifung der Täter setzte der Regierungspräsident eine Belohnung von 1000 Mart aus. " † Lange Reise eines Schiffes. Hundertneunzig Tage hat das Hamburger Vollschiff Susanne" zur Reise nach Chile gebraucht. Nunmehr ist das Schiff, das bereits als verloren galt, mit schwerem Sturmschaden in Caleta Buena in Chile eingelaufen. † Raubmord im Postamt. Bei Paris, in der Vorstadt Neuilly ist nachts ein Einbruch in ein Bostamt verübt und die 65 jährige Majorswitwe Jaquier, die das Amt leitete, ermordet worden. Da das Postamt ziemlich bedeutend ist, müssen den Mördern große Summen in die Hände gefallen fein. † Explosion von Sprengstoffen. Auf einem Kohlenbergwert bei Roßwit in Schottland flog das Magazin, in dem sich Pulver und Dynamit befanden, in die Luft. Viele Personen wurden getötet oder verletzt. Die benachbarte Stadt erlitt schweren Schaden. † Panik bei einem Feuer in Chicago. In einem großen Geschäftshause in der Northwood- Straße in Chicago entstand ein Brand. Die Angestellten, sechshundert an der Bahl, darunter fünfhundert Frauen, versuchten vergeblich die Ausgänge zu gewinnen. Es entstand eine furchtbare Panik, viele Personen sprangen aus den Fenstern auf das Straßenpflaster, wo fie schwer verletzt liegen blieben. Andere wurden ein Opfer der Flammen oder des Qualmes. † Eisenbahnunglück in New York. Inmitten der Stadt New- York tam 2 be der Straße 104 zu einem Zusammenstoß zweier Schnellzüge der New York ZentralEisenbahn. Viele Menschen sind dabei ums Leben getommen, = Das Modegift. Die in Altona lebende Witte F. und ibre 24 föhrige Tochter wurden tot in ihren Betten aufs gefunden. Beide hatten durch Lysol gewaltsam ihrem Leben ein Ende gemacht. Frau F., die mit ihrer Tochter sehr zurüdgezogen lebte, hat ihr beträchtliches Vermögen, von dessen Binsen fie bisher lebte, auf inständiges Bitten einem Verwandten anvertraut, der das ganze Geld leichtsinnigerweise an der Börse verspekulierte. + Unfall eines Urlauber- Zuges. Auf Bahnhof GardeJegen stieß eine mit Weihnachtsurlaubern besetzter Sonderzug auf leere Güterwagen. Personen wurden nicht verletzt. Die Schuld trifft den Fahrdienstleiter in Gardelegen. Der Kinder Schugengel. Vei ciner in Berlin abgehaltenen Weihnachtsfeier der 224. Gemeinde- Mädchenschule stürzte plötzlich aus unaufgeklärter Ursache ein großer Kronleuchter von der Decke herab, fiel aber in eine unbesetzte Bankreihe, sodaß niemand getroffen wurde. Jm anderen Falle hätte ein unabsehbares Unglück entstehen können. Die † Das Familien drama in Frankfurt a. M. Veranlassung zu dem surchtbaren Drama in der Familie Wendland in Frankfurt, das vier Menschenopfer gefordert hat, waren Unterschlagungen, die sich W. als Eisenbahnsekretär der hessischen Bahn hatte zu Schulden kommen lassen, indem er Auslandsfrachten falsch verbuchte. W. war deshalb vom Amte enthoben und in Untersuchung gezogen worden. Die Familie befand sich in günstigen Verhältnissen, da W. 3500 Mart Einkommen hatte. † Das Grubenanglück von Neusattel. Obwohl die Rettungsmannschaften mft Selbstaufopferung Tag und Nacht arbeiteten, ist die Rettung der neunzehn im Helenenschacht bei Neusattel eingeschlossenen Bergleute nicht geglückt. Der brennende Schacht mußte zugemauert werden. Von vierzehn Bergleuten, die sich zu retten vermochten, sind mehrere ihren Brandwunden erlegen. † Raubmord im Laden. In Altona wurde ein fiebenzig Jahre alter Zeitungskolporteur, der auch mit Spielwaren handelte, vor seinem Ladentisch ermordet aufgefunden. Die Schublade stand offen und war durchwühlt. † Tötlicher Steinwui. In dem Dorfe Brenna bei Cassel warf die jähzornige Frau eines Tagelöhners im Laufe eines Streites ihrem Manne einen emporgerafften großen Stein an den Kopf. Der Wurf erfolgte mit solcher Wucht, daß der Mann mit zerbrochener Schädeldecke tot zusammen: brach. Die Frau wurde verhaftet. † Das kinderfeindliche Dienstmädchen. In Trier starb das einzige Kind des Oberregierungsrats Seydel plötzlich an Salzsäurevergiftung. Ein 15 jähriges Dienstmädchen wurde als der Tat verdächtig verhaftet. † Opfer des Aberglaubens. Wie gefährlich der Aberglauben werden fann, zeigt ein Vorfall im Dorfe Schmira bei Erfurt. Dort weissagte eine Zigeunerin einer Bäuerin, daß sie in der nächsten Zeit eine schlimme Botschaft erfahren werde. Die Frau hatte sich diese Prophezeiung" derartig in den Kopf gesetzt, daß sie geistestrank wurde und nach einer Irrenanstalt gebracht werden mußte. † Eröffnung des Teltowfanals. Im kommenden Frühjahr wird der Teltowkanal in seiner ganzen Ausdehnung dem Betriebe übergeben werden. Voraussichtlich wird der Kaiser am 22. März 1906 persönlich der Eröffnungsfeier beiwohnen. † Einbruch in eine Kirche. Während der Nacht drangen Einbrecher in die Elisabet henkirche in Marburg und stahlen von den ausgestellten Kirchengegenständen Edelsteine im Werte von 5000 Mart. Die Täter sind noch nicht er= mittelt. † In der Kohlengrube erstickt. Auf dem Helenenschacht der Firma Springer& Komp. in Neusattel bei Karlsbad brach infolge von Selbstendzündung der Kohle Feuer aus. Von 30 eingefahrenen Leuten vermochten sich 19 nicht mehr zu reiten und gelten als verloren. † Der Einbruch in das Prinzenpalcis. Als Täter des vor kurzem im Palais des Prinzen Schaumburg- Lippe in Dedenburg verübten Einbruches sind die wiederholt borbestraften Einbrecher Julius Leicht und Stephan Alexander Vigvári recte Samuel Weiß ermittelt worden. Beide wurden am Tage des Einbruchs in der Stadt gesehen. Leicht wurde inzwischen in Zürich verhaftet, Vigvári- Weiß in Erzsébetfalva angehalten und der Dedenburger Polizei übergeben. † Das Unglück auf den Schienen. Die Hiobsposten aus Eisenbahnunfällen mehren sich in erschreckender Weise. Nachdem eben in New York ein folgenschwerer Zusammenstoß stattgefunden hatte, fuhren dort wieder zwei Züge zusammen und zwar an einer Weiche, die sie nebeneinanderfahrend gleichzeitig erreichten, anscheinend im Bestreben, sich zu überholen. Eine Person wurde getötet und 50 verlegt. Ein zweiter Unfall ereignete sich in Mähren bei der Station Nezamisliz. Dort entgleisten zwei Wagen des Prerau- Brünner Personenzuges und stürzten über den Bayndamm ab. Ein Reisender wurde getötet. Acht Arbeiter sind verlegt, darunter einer chwer. Weit schwerer war die Katastrophe bei dem ZuJammenstoß zweier Militärzüge in Rußland, die durch Unachtsamkeit eines der Maschinisten erfolgte. Dreißig Personen blieben tot, fünfundzwanzig sind schwer verwundet. Der von der nahen Station Mariinski beorderte Hospitalzug konnte infolge des Streits der Eisenbahner erst nach fünf Stunden eintreffen. " † Aufregende Rettungsversuche. Besondere Schwierigfeiten hatte die Küstenwache von Cork in Irland bei der Rettung des gestrandeten Schoners Annetta" zu bestehen, ba die ermattete Mannschaft die zugeworfenen Leinen nicht erfassen konnte. Endlich gelang es einem Boot, an das Schiff heranzukommen und die zwei Söhne des Kapitäns und einen Maat zu retten. Der Kapitän selbst und der Schiffsjunge wurden im Augenblick, da sie das Boot besteigen wollten, von den Wellen weggerissen und ertranten. † Ein Dorf durch Feuer vernichtet. Das dicht an ber russischen Grenze belegene Dorf Zlotowe am Goplnsee ist last vollständig niedergebrannt. Sechszehn Wirtschaften wurden tin Raub der Flammen. † Großfeuer in Nizza. Im Kasino zu Nizza brach Feuer aus und legte das ganze Etablissement in Asche. Der Schaden wird auf 100 000 Frants geschäzt. † Ungültige Banknoten. Die Hundertmarkscheine der Bank für Süddeutschland, die seit 1. Januar d. J. außer Kurs gesetzt sind, aber hier und da noch auftauchen, verlieren mit Ablauf dieses Jahres ihre Gültigkeit und werden dann nicht mehr eingelöst. † Ruffenzuzug nach Berlin. Infolge der russischen Revolution verlassen viele Russen ihr Land und wenden sich nach Berlin, wo sie sich als lebenslustige, nicht knausernde Leute zeigen, da sie meist den begüterten Ständen angehören. In den Restaurants und Hotels ist infolge der Nachfrage der russische Samovar herrschend geworden und der Absaz in Tee und Zigaretten steigt täglich. Daß auch der heimatliche Popow- Wutti nicht fehlen darf, ist selbstverständlich und die Russen erkennen dankbar an, daß sie in Berlin alles bekommen können, was sie wünschen, und sogar billiger als zu Hause. † Ein Dorf in Einsturzgefahr. Auf Anordnung des Präfeften mußten sämtliche Bewohner des französischen Dorfes Rocher- Blanche im Departement Puy de Dôme ihre Be hausungen verlassen, da das ganze Dorf durch einen Felsrutsch von einer Katastrophe bedroht ist. † Ueberfall eines Postwagens. Mitten in der Stadt Marseille griffen zehn mit Revolvern bewaffnete Personen einen Bostwagen an, töteten den Kutscher und entflohen mit dem Wagen, der 25 Säcke mit Briefsachen enthielt. Der Kondukteur wurde schwer verletzt. † Eine liebevolle Familie. In geradezu vichischer Weise haben in dem galizischen Dorfe Glowaczowa zwei Mädchen von 18 und 13 Jahren im Verein mit ihrer Mitter den eigenen Vater ermordet. Der Grund zu der Schreckens tat war die Weigerung des Vaters, der älteren Tochter, die verlobt war, cine Mitgift zur Heirat zu geben. Die drei Megären hatten die Leiche vergraben, doch wurde sie volt Hunden entdeckt, worauf die Verhaftung der Täterinnen erfolgte. † Jm Tunnel eingesperrt. Bei dem Bau der Pennsyl vaniaeisenbahn in Newyork wurde ein Tunnel durch ein= brechendes Wasser überflutet. Zwei italienische Arbeiter wurden durch die Flut in der Luftkammer eingesperrt und konnten erst nach 24 Stunden durch Taucher gerettet werden. Sie hatten sich durch fortgesettes Klopfen an die Tunnelwand bemerkbar gemacht, sodaß die andern Arbeiter aufmerksam wurden und Rettungsversuche anstellten. ** Der Gro Bortrag ben Sta Ewald, den Fin des Derlonfiftoriun Zum Fall 23. Dezember ange Cheline wegen Berg ift auf den 4. Janu Landwir ben vom Selfifchen in ben Tagen vom 3 fabt flattfindenden R Autoritäten gewonn Birtlicher Geheimrat uhmilchgewinnung Berüidfichtigung der hung und Verhüt onomierat Bioderm † Die Hungersnot in Japan. Die Lage der von der Hungersnot betroffenen Einwohner von Nordost- Japan ist eine bejammernswerte; viele sind dem Hungertode nahe. In Totio ist man mit der Anordnung von Abhilfsmaßregeln beschäftigt; Unterstützungen und Teilnahmebezeigungen aus dem Auslande sind to: lkommen. Der Landwirt. Grundfäße sind zur beachten? Profe forgung der deutsc deutschen Bevölkeru leben: Das Gese gebnis der Sortend titute der Bandes 1 Grabein Darmstad Benoffenfchaftsw Be Vorteile fann gagibn Rarten fei Broffer Dr. Wagner and dem Gebiet der 5 M. für den Submitichafterat Dar 1. Stadttheater ht als Schülervorstell er Liebe Wellen Sene. Die Preise ißigte und es fei zu mit Rüdsicht auf gk. Schutz der Anpflanzungen gegen Giftwirkungen. Viele Metallsalze, Lysol usw., wirken direkt als Gifte auf die Pflanzen, einige allerdings erst in größeren Mengen; in hin reichender Verdünnung hört die Giftwirkung anscheinend auf einzelne vermögen aber sogar in entsprechender Lösung und unter Umständen in gewissen Fällen einen günstigen Einfluß auszuüben. So fonnte festgestellt werden, daß Gifte, wie Mangansalze und Zinksulfat, in Verdünnungen von 0,0005 Prozent gewisse Pilze zu einem üppigeren Wachstum an regten. Ein für das Pflanzenwachstum unbedingt erforderliches Metall ist das Eisen, das bekanntlich auch für die normale Abwicklung der Lebensprozesse im tierischen Organismus un entbehrlich ist. Wie das Eisen im tierischen Organismus an der Bildung des roten Blutfarbstoffes beteiligt ist, so nimmt es in der Pflanze jedenfalls an der Bildung des Blattgrüns oder Chlorophylls teil. Es lag nun die Frage nahe, ob ähnliche Eigenschaften auch noch anderen Metallen bezw. Giften eigen sind. Die Untersuchungen haben jedoch gezeigt, daß dies durchaus nicht der Fall ist, daß vielmehr einige Gi, wie Kupfervitriol, Kupfersulfat und Quecksilberverbindungen, auch in großen Verdünstungen, den lebenden Pflanzenzellen schädlich sind. Dieser Vefund ist um so be deutungsvoller, als das Kupfersulfat immer mehr zur Be- eicher Eltern diese fämpfung von Pflanzenschädlingen auf den grünen Pflanzenteilen herangezogen wird, und die weit überwiegende Mehrzahl der Bekämpfungsmittel für Pflanzenkrankheiten enthält Kupfervitriol als Grundlage. Der praktische Wert der Behandlung der Pflanzen mit Kupfertaltbrühe besteht nur in der Abtötung der parasitischen Pilze, alle weiteren vermeintlichen wohltätigen Einflüsse sind in Wirklichkeit Be einträchtigungen durch Beschattung, wie sie ebenso auch durch Auffprizen von Straßenstaub hervorgerufen werden kann. Bei der Anwendung der Kupfermittel ist mit möglichster Sorgfalt und Sparsamfeit vorzugehen. Die öfter geübte Beimischung von Eisenvitriol ist zu unterlassen. Bei Bekämpfung und Vorbeugung von Pilzfrankheiten empfiehlt sich, bei mehrmaliger Besprißung nur eine halbprozentige bei einmaliger Besprißung höchstens eine einprozentige Kupfers falfbrühe zu gebrauchen. Vermischtes. nt und gegen 8 Erwachsene bei d en Zutritt. ** Das Weihn rannt, die Fefttage et ging von dem le in den Räumen der Deutschen, be ber. Die Kinderf reßende Jüngling aufen Uniform eint ten zwei junge Me hande, während er nicht nur im dern ihre Algewal Straßen, die Bläge u Geiten veranstalteten Die Veranstaltur 1. Feftage in de indem 49 arme Kinder Teilnehmern unvergeßl ugtenden dankerfüllt Tunnenduft durch den angepaßte Feftrede h berichont wurde die Dereins Harmonie. S Theater frück Die Bib Die Weihnach beiden eine ausgezeichn auf ihre Rechnung fan Vulkane in Deutsch- Ostafrifa. Erst jetzt werden Einzelheiten über den Ausbruch der Virunga- Vultane am Kivusee in Deutsch- Ostafrita befannt. Die Vulkane wurden 1894 vom Gouverneur Graf Gözen entdeckt, zeigten aber damals schwache Tätigkeit. Jezt ist festgestellt worden, daß ein neuer Lavastrom von etwa 100 Meter Breite und acht Kilometer Länge sich von einem neugebildeten Krater in das Nordufer des Secs ergossen hat. Durch das Eintreten des Lavastromes in das Wasser ist der nördlichste Teil des Sces zum Kochen geraten, was den Tod großer Mengen von Fischen zur Folge hatte und das Wasser für lange Zeit gelb färbte. Die etwas östlich am Nordufer des Sees liegende Missionsstation Njundo hat seinerzeit die starken Flamineus erscheinungen für Folgen eines Waldbrandes gehalten. Auch in allerneuester Zeit sollen abermals Ausbrüche stattgefunden " fer gewütvoller Bug haben, über die Einzelheiten noch nicht vorliegen. Vermutlich mir noch zu einer wird nun eine genauere Erforschung dieser Gegenden stattfinden. Löwenjago in Frankreich. Das Schauspiel einer Löwenjagd unter gefährlichen Umständen bot sich in der fanden anbielt. Die Contenti reicher Beteiligung ib lezten Woche den Einwohnern der französischen Stadt Beifall fanden das Der Abend verlief in nachtsabend" und da geiten der Liebe". I noch eine befondere Der Feftleitung erm and Mandolinendor beifällig aufgenomm forgten eine Berlof Ueberraschungen zei Roanne. Aus dem Käfig einer Menagerie entsprangen während des Transportes von St. Etienne nach Roanne zwei Löwen, von denen einer sich beim Sprung aus dem Zuge verlegte und leicht erschossen werden konnte. Der zweite sprang auf das Gleise und wurde nach einer aufregenden Jagd durch herbeigeeilte Gendarmen auf dem Bahnsteig ge tötet. Zwei andere Löwen, welche gleichfalls Miene machten, zu entspringen, wurden, während sie sich noch im Käfig bea fanden, aufs Korn genommen und erschossen. Der Löwen bändiger beziffert seinen Verlust auf 50000 Franks. = fo wohlverlaufenen nehmer noch reht I Am zweiten Gießen( gegr. 184 feier. Shon vor gefüllt, fodaß fpäte größten Schwierigtei Monnten. Das Arra burdbachtes. U ber& iche Stimmung, die 6 Die Gattin mit der Hundepeitsche. Im Kafino in Budapest spielte sich eine erregte Scene ab, der die Rache einer verlassenen Gattin zu Grunde lag. Eine junge Dame ließ ihren im Klub weilenden Gatten in den Salon bitten. Der Mann fam der Bitte nach. Kaum hatte er den Salon betreten, wurde er seitens der Frau mit einer Flut von Schimpfworten überschüttet. Die erregte Frau machte auch von einer Hundepeitsche, die sie in der Rechten hielt, Gebrauch, und nachdem sie wader losgehauen hatte, trat fie eilig ben Rückzug an. Die Frau war erst vor einigen Monaten die Gattin des betreffenden Kasinomitgliedes geworden. Die Ehe erfolgte gegen den Willen der Verwandten des Leßteren. Nach furzer Ehe ließ er seine Frau im Stiche und fie rächte sich auf die geschilderte Weise. = Eine Riefenbrücke. Im Bezirk des Puy de Dôme bei dem französischen Orte Vauriot ist über den Fluß Sioule eine mächtige Eisenbahnbrücke durch das Gebirge erbaut worden, die den Fluß in drei Bogen überspannt. Die Größenverhältnisse sind außerordentlich, denn der mittlere Bogen besigt eine Spannung von über 140 Meter, jeder der seitlichen eine solche von 120 Meter. Die beiden aus Granitblöden gemauerten Pfeiler, die sich aus den Tal er heben, sind 110 Meter hoh. bes Singerhors des Verl in einfachste Verein mit ihrer Mitte Grund zu der Schredent der älteren Tochter, die rat zu geben. Die drei ben, doch wurde sie von haftung der Täterinnen Bei dem Bau der Pennsyl ein Tunuel durch ein Lokales. 27. Dezember 1905. ** Der Großherzog empfing am 23. Dezember zum Vortrag den Staate minister Rothe, den Justizminister Ewald, den Finanzminister na uth, den Präsidenten des Oberkonsistoriums D. Buchner. Н Raster) widerspiegelten. Große K.fmerfamfeit und stürmischer Be fall wurden auch der Aufführung des zw.taftigen Theaterstückes Der Bergschmied" zuteil. Die Darstellung war eine recht frische und lebendige und die Deforation hätte einer größeren Bühne zur Ehre gereicht. Unterdes gingen anmutige Verkäuferinnen durch die Reihen und sßten unter gröster Liebenswürdigkeit die Lose ab, die manchem da die Gewinnzahl eine recht hohe war ein( übsches An - Fless für die Truppen der Garnison Mainz für die 8 t vom 1. Januar 1906 ab, hat es sich ergeben, daß allfeiherigen Lieferanten für die verschiedenen Fleissot n wesentlich höhere Preise forderter, als dies bei der letzten Fleischbergebung der Fall war, obwohl auch damals schon die Fleischpreise sich nicht unwesentlich erhöht hatten. Tie Mehr orderungen der Fle schlieferanten für die nächstjährigen Lieferungen belaufen sich, wie die Darmst. 8tg." schreib, wei italienische Arbeiter 23. Dezember angesezte Verhandlung gegen den Professor denten einbrachten. Zum Schlusse überließ man sich mit auf etwa 30-40 000 Mt. für das ganze Jahr. ttammer eingesperrt und Chelius wegen Vergehen aus§ 176,3 des Strafges gbuches fröhlicher Luft der edlen Göttin des Tanzes. Taucher gereitet werden, ist auf den 4. Januar versch ban worden. opfen an die Tunnelwand Iten. Landwirtschaftlicher Vortragskurs. Für - ern Arbeiter aufmertfam den vom Hessischen Landwirtschaftsrat veranstalteten und lichkeit hinausgeht, denn es bereitet manchem Turnerjüngling, hessischen Oberkonsistoriums gegen den Grafen Alt- Leiningen in den Tagen vom 3-6. Januar im Fürstensaal zu DarmDa8 Weihnachtsfest des Turnvereins ist eine liebgewordene Einrichtung, das weit über den Rahmen der gewöhnlichen Festder fern der Heimat weilt, erst die weihnachtliche Freude. nach dem Windhof. Die Lage der von der Stadt stattfindenden Kurs find als Vortragende hervorragende Heute Nachmittag unternimmt der Verein einen Ausflug festgestellten Ehebruchs in zwei Fällen( mit sechs Monate Es werden sprechen: von Nordost- Japan ist Autoritäten gewonnen worden. m Hungertode nabe. In Wirklicher Geheimrat Professor Dr. von Behring- Marburg: on Abhilfsmaßregeln be= hmebezeigungen aus dem virt. Mengen; in hin virtung anscheinend auf Kuhmilchgewinnung und Ruhmilchvertrieb, mit besonderer Berücksichtigung der Bedeutung der Kuhmilch für die Entftehung und Verhütung menschlicher Krankheiten. Landesotonomierat Biödermann Knegendorf( Meklenburg): Welche Grundsäge sind zur Förderung der Schweinezucht wesentlich zu beachten? Professor Dr. Dade- Berlin: Die Fleisch - * Keine Batetbestellung an Sonn- und Feier tagen. Vom Februar 1906 ab wird bei sämtlichen Postanstalten abgesehen vom Weihnachts-, Oter ind Pfingstverkehr und von durch Eilboten zu bestellenden Pateten an Sonntagen und an den Feiertagen, an denen der Schalterdienst beschränkt ist, feine Batetbestellung mehr erfolgen. Den Paket Abholern ist die Abholung an den - gegen Giftwirkungen. Dersorgung der deutschen Bevölkerung; die Brotversorgung Sonntagen während der Schalterdienststunden unbenommen; herent le Gießen: Das Gesetz des abnehmenden Reinertrags; das sprechender Lösung und Ergebnis der Sortenanbauversuche des landwirtschaftlichen einen günſtigen Einfluß Instituts der Landes Universität zu Gießen. Generals fretär werden, daß Gifte, wie Dr. Grabein- Darmstadt: Die soziale Bedeutung des länddünnungen von 0,0005 lichen Genossenschaftswesens. B.rgrat Dr. Steuer- Darmstadt: ppigeren Wachstum an unbedingt erforderliches geologischen Karten seiner Gegend bringen? Geh. Hofrat meh für die normale Brofessor Dr. Wagner- Darmstadt: Beit und Streitfragen Welche Vorteile kann dem Landwirt die Kenntnis der aus dem Gebiet der Dingungslehre." - erischen Organismus un Cierischen Organismus an Teilnehmerfarten 8 beteiligt ist, so nimmt à 5 Mt. für den ganzen Kursus sind vom hessischen Bildung des Blattgräns Landwirtschafterat.Darmstadt, Bismarckstraße 78 zu erhalten. m die Frage nabe, ob tt. Stadttheater in Gießen. Am nächsten Freitag heren Metallen bezw. geht als Schülervorstellung Grillparzers Des Meeres und Est, daß vielmehr einige , haben jebody gezeigt, der Liebe Wellen" mit Fil. Lia" Maurice als Hero fat und Quecksilberverin Szene. Die Preise zu dieser Aufführung sind besonders stungen, den lebenden ermäßigte und es sei zugleich ausdrücklich darauf hingewiesen, Befund ist um so be- daß mit Rücksicht auf die Schulferten und den Wunsch t immer mehr zur Bezahlreicher Eltern diese Vorstellung nachmittags um 5 Ujr uf den grünen Pflanzen beginnt und gegen 8 Uhr endigt. Selbstverständlich haben weit überwiegende Mehr auch Erwachsene bei dieser Vorstellung zu den ermäßigten anzentrantheiten enthält Breisen Zutritt. cr praktische Wert der erfaltbrühe besteht en Pilze, alle weiteren find in Wirklichkeit Be vie sie ebenso auch durch orgerufen werden kann. ttel ist mit möglichster hen. Die öfter geübte zu unterlassen. Bei Bilzfrankheiten empfiehlt ur eine halbprozentige, ne einprozentige Kupfer 29. ** Das Weihnachtsfest. Die Lichter find herniedergebrannt, die Festtage sind verrauscht. Aber welch' beller Schets ging von dem Christbaum aus und welcher Jubel hallte in den Räumen wieder. Weihnachten, das schönste Fest der Deutschen, vereinigte wieder einmal alle Familienglieder. Die Kinder spielten in ausgelassener Freude, der kraftstreßende Jüngling schritt blizenden Auges in seiner schmucken Uniform einher und unter dem Weihnachtsbaum reichten zwei junge Menschenfinder einander fürs ganze Leben die Hände, während die Eltern still rückwärts blickten. Aber nicht nur im Hause herrschte Weihnachtsstimmung, sondern ihre Allgewalt drang auch nach außen, auf die Straßen, die Pläge und abends in die von verschiedenen Seiten veranstalteten Geselligkeiten. Die Veranstaltung des Gießener 8ithertlubs Efa. Erst jetzt werden am 1. Festtage in der Turnhalle galt der Wohltätigkeit, Virunga- Vultane an indem 49 arme Kinder beschenkt wurden. Es werden allen Es werden allen Die Bultane wurden Teilnehmern unvergeßliche Momente bleiben, als sie in die entdeckt, zeigten aber leuchtenden dankerfüllten Kinderaugen blickten und feiner festgestellt worden, daß Tannendust durch den Saal drang. Die dem Abend gut Meter Breite und act angepaßte Feftrede hielt Gastwirt Wiegandt. Ungemein verschönt wurde die Feier durch die Vorträge des Gesangvereins Harmonie. Sehr lauten Beifall fanden ferner ein Theater flück Die Weihnachtsglocken" und ein lebendes Die Darstellung war in Dufer des Sees liegende beiden eine ausgezeichnete, sodaß Akteure und Zuschauer voll ffer für lange Zeit gelb Bild„ Die Weihnachtskrippe." t die ſtarten Flammen auf ihre Rechnung famen. Durch die ganze Feier ging ein tiefer gewütvoller Bug. Später vereinigten sich die TeilGrandes gehalten. Auch Ausbrüche stattgefunden cbildeten Strater in das Durch das Eintreten des ördlichste Teil des Gres großer Mengen vou " vorliegen. Vermutlich nehmer noch zu einem Tänzchen, das bis in die Morgendiefer Gegenden ftatt tunden arhielt. Die Contentia feierte am gleichen Tage unter zahlDas Schauspiel einer reicher Beteiligung ihr Weihnachtsfest im Neuen Saalbau". " französischen Stadt Beifall fanden das flott gespielte Theaterstück„ Am Beihenagerie entsprangen nachtsabend" und das zwölfteilige lebende Bild„ Die Jahresnne nach Roanne zwei zeiten der Liebe". Dieses übte durch das zweifarbige Tuch rung aus dem Zuge noch eine besondere Anziehung aus. Als ein guter Griff fonnte. Der zweite der Festleitung erwies sich auch die Einlage des Bitherach einer aufregenden und Mandolinenchors, dissen Vorträge vom Publikum sehr auf dem Bahnfteig ge ichfalls Miene machten, beifällig aufgenommen würden. Für den materiellen Teil * Darmstadt, 26. Dez. Verlorene Patronatsrechte. Das Reichsgericht hat unter Aufhebung des Urteils des Darmstädter Oberlandesgerichts der Klage des Westerburg stattgegeben und erkannt, daß der Graf weg u Gefängnis bemessen) die aus dem dinglichen Patronat übr die evangelische Kirche in Berstadt fließenden Rechte für fine Berson verloren hat. * Büdesheim. Am Dienstag feierte Graf Oriola zu Büdesheim das Fest der goldenen Hochzeit. Aus dem Gerichtssaal. Straftammer. gestaltet, vorbehaltlich des Widerrufs für den Fall, daß Gießen, 22. Dezember 1905. aus zu umfangreicher Abholung wesentliche Unzuträglichkeiten zwischen jungen Burschen zu Streitigkeiten, in die sich auch Gelegentlich der Kirchweihe zu Lauter fam& entstehen. * Branntwein- Berbrauch. Nach amtlicher Statistikebus und sein Vater Verlegungen erhielten, die von den ältere Männr einmischten, wobei der Arbeiter theim wurden in Hessen im November 2532 hl Alkohol erzeugt Pflastermeister Land aus Lauter herrühren sollten. Lind und 1285 hl, davon 22 völlig denaturiert, zur steuerfreien Verwendung abgelassen. Am Schlusse des Novembers verblieben in den Lagern und Reinigungsanstalten unter steuerlicher Kontrolle 1450 hl und im genannten Monat sind nach Versteuerung in den freien Verkehr gelangt 2740 hl. *** Die Verjährung der Ansprüche der Kaufleute und sonstiger Gewerbetreibender für Lieferung von Waren, Ausführung von Arbeiten und Besorgung fremder Geschäfte erfolgt bekanntlich in zwei, sofern jedoch die Lieferung für den Gewerbebetrieb des Schuldners ausgeführt ist, in vier Jahren. Sie wird unterbrochen durch Zustellung einer Klage oder eines Zahlungsbefehls, durch die Anmeldung im Konkurs und durch die Vornahme einer Zwangs vollstreckungshandlung. Die Anerkennung seitens Des Schuldners erfolgt durch Abschlagszahlung, Binszahlung, Sicherheitsleistung oder in anderer Weise. Außer gerichtliche Mahnungen durch Zustellung eines Konto- Auszuges, einer neuen Rechnung u. s. w. unterbrechen die Verjährung nicht. Die Wirkung der Unterbrechung besteht darin, daß eine neue Verjährungsfrist von gleicher Dauer zu laufen beginnt. Mit dem Ablaufe des 31. Dezember verjähren alle von dem 1. Januar 1904 bezw. 1902 entstandenen Ansprüche. Leihgestern, 25. Dez. Der hier ansässige 27jährige Bremser Schaum wurde in der Nacht zum Sonntag auf dem Buzzbacher Bahnhof von einem Güterzug überfahren. Der Tod trat sofort ein. § Rechtenbach, 26. Dez. Neuer Standesamts. bezirt. Mit dem 1. Januar 1906 sheiden die Gemeinden Niederkleen, Oberkleen und Ebersgöns aus dem die Landbürgermeisterei Rechtenbach umfassenden Standesamtsbezirke aus und bilden einen eigenen Standesamtsbezirk mit dem Size des Standesamts in Nederkleen. + Oberndorf, 26. Dezember. Rcetsobstbaulehrer Kilp wird in der Zeit vom 2. bis 5. Januar 1906 dahier einen Unterrichtsfurjus im Obstbau abhalten. Der Unterricht, der unentgeltlich erteilt wird, umfaßt Pflanzung, Schnitt und Pflege der Obstbäume, sowie Belämpfung der Obstbaumschädlinge und Krankheiten. -r Nieder Gemünden. Am 26. Dezember wurde der Einwohnerschaft von Nieder- Gemünden eine seltenes Schauspiel vor Augen geführt. Es war dies der Eisenbahnbrückenwechsel. Die alte Brücke, nach 35jährigem Bes braun, galt der Eisenbahnbehörde den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechend. So mußte sie einer neuen von der Aktien- Gesellschaft für Brückenbau zu Neuwied gebauten Brücke weichen. Manches Auge der zahlreichen Beschauer war mit Bangigkeit auf die zur Nachtzeit zu lösende schwierige Aufgabe gerichtet. Als jedoch furz nach dem Vorfahren der neuen Brücke beim Hochziehen, dem Seitwärtsfahren und Niederlassen derselben die von der Fabrit getreffenen umfangreichen technischen und nach jeder Richtung praktischen Vorkehrungen sich im Beisein der Eisenbahnbehörde auch als solche bewiesen, atmete alles errichoffen. Der Löwen Ueberraschungen zeitigten. Den Schluß des in allen Tetlen Fortschreiten der ganzen Arbeit bis zum frühen Morgen fich noch im Käfig besorgten eine Verlosung und eine Tauschverlosung, die hübsche leichtert auf. Mit Bewunderung sah man dem systematischen depeitiche. Im Rafine nehmer noch ret lange beisammen hielt. 50000 Frants. Scene ab, der die Radhe so wohlverlaufenen Festes bildete ein Ball, der die TeilAm zweiten Weihnachtstage beging der Turnverein zu. Um 7 Uhr war die Hauptaufgabe gelöst und der erste Bug passierte die neue Brücke, welche mit allem Bubehör ein Gewicht von nahezu 600 8entnern beißt. Inlag. Eine junge Dame Gießen( gegr. 1846) in der Turnhalle seine Weihnachts- sonderheit ist die gewissenhafte Ausführung der Vorarbeiten en in den Salon bitter ferer. Shon vor Beginn war der geräumige Saal dicht sowie die Aufsicht der Fabrikleitung hervorzuheben. aum hatte er den Gala au mit einer Flut von Rechten hielt, Gebrauch gefüllt, sodaß später eintreffende Säfte nur unter den tonnten. Das Arrangement erwies sich als ein gut * Friedberg. Der letzte Schweinemarkt war nur schwankten zwischen 40 und 50 Mart. Der Handel * Mainz, 22. Dez. Bei der fürzlich dahier statt- regte Frau machte auch größten Schwierigkeiten sich noch ein Pläßhen sichern mittelstat besucht. Die Preise für das Paar Ferkel hatte, trat fie eilig ben durchdachtes. U ber der ganzen Feier lag eine echt weihnacht ging gut. ebes geworden. Die Ehe des Sängerchors des Turnvereins( Dirigent Musiklehrer gehabten Submission für die Lieferung des Bedarfes an or einigen Monaten die liche Stimmung, die besonders schön die herrlichen Vorträge wandten des Lepteren. m Stiche und fie rächle vegirl bes Puy de Dôme t über den Fluß Gioule ch das Gebirge erbaut Nogen überspannt. Die lich, denn ber mittlere r 140 Meter, jeder ber er. Die beiden and e fich aus dem Tal er Verlobungs- Karten! in einfachster bis hochfeinster Ausführung liefert Albin Klein Bachdruckerei Giessen, Seltersweg 83. - wurde auch durch das Schöff ngericht Grünberg wegen Körperverlegung zu 20 Mt. Geldstrafe verurteilt. Aur seine Berufung tam die Straffammer zum Freispruch, da Zweifel an der Täterschaft b.standen. Durch da Schöffengericht Gießen wurde der Arbeiter Emil Möller aus Offenbach wegen Ruheftörung zu 1 Woche Haft und hatte nachts mit einem beteuntenen Roll gn& ute auf der wegen Widerstands zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt. Straße angerempelt und standaltert, daß er in Bolizei gewahrsam genommen werden mußte. Bei seiner Festnahm und auf dem Transport leistete er Widerstand und zerriss einem Schußmann ie Kleider. Angesichts der vielen Vor strafen wegen Gewalttätigkeiten sah sih das Gericht nicht beranlaßt, das Ucteil zu ändern und verwarf seine Berufung. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Boraussichtliche Btterung in Hesses für Donnerstag, den 28. Dezember. Trüb, zeitweise windig, Niederschläge ( Schnee), zunächst noch Frost, spät r milder. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inseratente Albin klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beite in Gießen. Oeffentlicher Dank dem Herra Franz Wilhelm Apotheker, t. v. t. Sof: Iteferant in Neunkirchen, Niederösterreib, E. finder des antirheumatischen und ausfarthritischen Blut reinigungs Tees. Blutreinigend für Gicht und Rheumatismus. Wenn ich hier in die Oeffentlichkeit trete, so ist es desbalb, well ich es zuerst als Pflicht ansehe, dem errn Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen, minen innigsten Dant auszusprechen für die Dienste, die mir dessen Blutreinigungstee in meinem schmerzlichen beumat ften Le den leistete und fobann, um auch and re, die diesem gräßlichen Uebel anheimfallen, auf diesen trefflichen Tee aufmerksam zu maten. Ich bin nicht imftarde, die marternden Schmerzen, die ich durch volle 8 Jahre bei jeder Witterungsänderung in meinen Gliedern litt, zu schildern und von denen mich wider deil mittel, noch der Gebrauch de Schwefelbäder in Baden bei Wien befreien fanten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte durch im Bette herum, mein Appetit samälerte sich zusehends, mein Aussehen trübte fich und meine ganze Körperkraft nahm ab. Nach 4 Wochen langem Gebrauch oben genannten Tes wurde ich von meinen Schmerzen nicht nur ganz befreit und bin es noch jest, nachdem ich schon seit 6 Wochen feinen Tee mehr trinte, auch mein ganzer förperlicher Zustand hat sich gebeffert. Ich bin feft überzeugt, daß Jeder, der in ähnlichen Letben seine Zuflucht zu diesem Tee nehmen, auch den E finder deffen, Herrn Franz Wilhelm, so wie ich, segnen wird. In vorzüglicher Hochachtung Gräfin Butschins Streitfeld, Oberstleutnants- Gattin. f Preis: 1 Paket Mk. 2.-, 1 Paket Mk. 1.Bestandteile: Innere Nußrinde 56, Ballnukichale 56, Ulmenrinde 75, Franz. Orangenblätter 50, Giyigilblätter 35, Scablofenblätter 56, Lemusblätter 75, Bimmstein 1.50, rotes Sandelholz 75, Barbannawurzel 44, Carugwurzel 3.50, Radic. Cariophyll. 8.50, Shinarinde 3 50, Eryngit vu zel 57, Fendelwurzel( Samen) 75, Graswurzel 75, Lapathewurzel 67, Süg holzwurzel 75, Sassaparillwurzel 35, Fenchel, röm. 3.50, weißer Senf 3.50, Nachtschattenftengel 75. Die Bestandteile find nach einem eigenen Verfahren geschnitten und getrocknet, wodurch der Seilwert speziell erhöht ist. Dicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware. ,, Vorsicht beim Eintauf". Man weise minderwertige Nach ahmungen entschieben zurüd und beachte Namen und die Schuhmarken bes Tees. Wo nicht erhältlloh, direkter Versandt. Neujahrs- Karten! in jeder Ausführung zu mässigen Preisen bei Todesanzeige und Danksagung. Am letzten Samstag, nachmittags 2 Uhr ist unsere innigst geliebte Gattin, Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante. Frau Anna Marie Schäfer nach längerem Krankenlager im Alter von 66 Jahren vershcieden. Für alle uns bei diesem schmerzlichen Verluste erwiesene Teilnahme, besonders allen Denen die der Verstorbenen das letzte Geleit mitgaben, herzlichsten Dank. Rodheim a, d, B., den 27. Dezember 1905. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Werkführer Schäfer und Familie. Kriegerverein Gießen. Samstag, den 30. Dezember I. J., abends 8 Uhr im Neuen Saalban( früher: Steins Garten): Weihnachts- Feier mit Verlosung, lebenden Bildern Theater und Tanz. Bekanntmachung. Die Rechnung der Armenkasse Gießen für 1904 und Stadt- Cheater der Voranschlag der Armenkasse Gießen für 1906 liegen Giessen. Dir.: Hermann Steingoetter. Freitag, den 29. Dezember: Schülervorstellung zu ermäßigten Preisen. bon heute ab 8 Tage lang auf dem Armenamt, Reuen bäue 25, Zimmer Nr. 2, zu jedermanns Einsicht offen Gießen, den 22. Dezember 1905. Die Armendeputation der Stadt Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Des Meeres und der liegt von heute ab 8 Tage lang auf dem Armenamt, Liebe Wellen ober Hero und Leander. Trauerfviel in 5 Aufzügen von Franz Grillparzer. Anfang 5 Uhr. Ende gegen 8 Uhr. Ein Juwel Die Rechnung der Plock'schen Stiftung für 1904 Neuenbäue 25, Zimmer Nr. 2, zu jedermanns Einsicht offen. Gießen, den 22. Dezember 1905. Die Armen Deputation drr Stadt Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Betr.: Erweiterter Geschäftsverkehr am 31. Dezbr. 1905. Auf Grund des§ 105 b II Gewerbeordnung wird Rr. 300 Obe Drud und Verlag ( Schluß.) Ach nein!" nidte näher an fie den Papier- und Schreibwarenhändlern gestattet, am ringt, es et ball 31. Dezember dieses Jahres die Ladengeschäfte bis ist ein artes, reines Gesicht, 7 Uhr offenzuhalten, unter der Bedingung, daß ne rosiges, jugendfrisches Aussehen, Glückwunschkarten, dagegen keine Feuerwe. takörpe weiße, fammelweiche Haut und und sonstige Waren feilgehalten werden. blendend schöner Teint. Alles dies wird erreicht durch: Stedenpferd Lilienmilch- Seife Die Ehren- und Vereins- Mitglieder mit ihren Familien sind zu dieser Feier v. Bergmann& Co., Radebeul herzlichst eingeladen. Bekanntmachung. Im Monat Dezember I. J. werden bet unserer Kasse jeben Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sams: ag von vormittags 8-12 und nachmittags von Der Vorstand. Flechten näss. und trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, Beinschäden, Beingeschwüre, Aderbeine, böse Finger, alte Wunden sind oft hartnäckig; wer bisher vergeblich hofte geheilt zu werden, mache noch eines Versuch mit der bestens bewährten RINO- SALBE 2-4 Uhr Geschäftstage abgehalten. Die Einleger offene Füsse werden ersucht, an diesen Tagen ihre Zinsen in Empfang 31 nehmen oder beischreiben zu lassen. Das Beischreiben fann ohne jeder Nachteil für die Einleger auch später, in Laufe des nächsten Jahres erfolgen, da am 1. Januar 1906 die nicht erhobenen Zinsen in den Büchern der Sparkasse dem Kapital zugeschrieben und berzinst werden. Es liegt im Juteresse des Publikums mit der Abwid lung der Geschäfte nicht bis gegen Ende des oats zu warten, da dann der Zudrang ein so starker ist, daß naturgemäß eine schnelle Beförderung| ucht erfolgen kann. Gießen, den 21. November 1905. frei von Gift u. Säure, Dose Mk. 1.-. Dankschreiben gehen täglich ein. Wachs, Napbtalan je 15, Wabat 30, Beazeofett, Venet. Terp., Kampferplaster, Perubalsam je 5, Eigelb 30, Chrysarebin 0.6 Zu haben in den Apotheken. Man achte genau auf die Originalpackung weiss- grün- 10t und die Firma Rich. Schubert& Co., Weinbühla, und weise Fälschniger zurück. Der Vorstand der Bezirkssparkasse Gießen. 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Um für die in Gießen wohnenden Einleger eine Bequemlichkeit und für unsere Kassebeamten eine notwendige Entlastung herbeizuführen, haben wir bersuchs weise für die Monate Dezember und Jaunar die Eins richtung getroffen, daß auf Wunsch, den man dur eine Zweipfennigpoftfarte bei unserer Kasse fundgeben wolle, Gelder und Bücher in den Wohnungen der Einleger durch unseren Diener abgeholt werden. Denselben wird ein jüngerer Bureaugehilfe begleiten, der zur Kontrolle die mitzugebenden Barbeträge in ein Verzeichnis einzutragen hat. Damit kein Aufenthalt entsteht. wird gebeten, Einlagebücher und Gelder sowie ein Zettel, auf welchem die Wünsche der Einleger verzeichnet sind, zur Abholung bereit zu halten. Der erste Erhebungstag wird Freitag den 22., der zweite Freitag, den 29. 1. Mts. stattfinden. Nach erfolgter Eintragung werden die Bücher in die Wohnungen zurückgebracht. Für das Abholen und Zurüd bringen der Bücher ist eine Gebühr von 10 Pfg.( also für jeden Gang 5 Pfg.) zu entrichten. In gleicher Weise können auch die am pörtchens überhörte. worden, und als fi malen Kiesweg he imagen zu zittern, mußte. „ Guten Abend," trelend. Maria schrie auf Ja, wenn das Bater freilich es ho huldigung, daß ich und ihre Mutter, al Frau Stolzenber ine Geschichten, Ha ennen?" Natürlich, es wa es tat. Schön, und wi nich nach zwei e Gerda?" der. Wit seltsamer „ Gewiß," bestätig Mädchenantlig. Etw bas wie eine groß ngjam in Gerdas Mannes aus. Maria, die glückli giante ihm nicht lang thin, hatte ihm to war unendlich st Beid wußte. Und Grau Hammel 1. Januar t. 3. fälligen Zinsen abgeholt werden. Eid jener Simber Gießen, Gr. Mühlgaffe 6-8. Ein praktisches Geschenk für Reiter, Radfahrer und Fußgänger. Man fordere„ Hände feci" elektr. Taschenlaterne mit umlegbarer Anhängevorrichtung. Jm Manöver 1905 borzüglich bewährt", in 6 Größen mit Naßoder Trockenbatterie ausgerüstet, Gießen, den 18. Dezember 1905. Der Vorstand der Bezirkssparkasse Gießen. Wiener. Aufruf! Die beklagenswerten Ereignisse in Rukland von 3 Mk. an. Wenn im Handel haben über unzählige Bewohner des Landes unsägliches rufteur ber Laterne Guftav andere, die bisher fleißig ihrem Berufe nachgingen, stehen nicht zu haben, dann beim Kon- Unglück gebracht. Viele Tausende find völlig verarmt; Remus, Halle a. S., Friedrich- in bitterster Not müßig am Markt. straße 53, I. Das gilt in erster Reihe von den zahlreichen Buch über Ehe find ohne jedes eigene Verschulden plöglich brotlo Deutschen im russischen Reiche. Unzählige von ihnen die Ste alle v. Dr.Retau m. 89 Abb. statt 2.50 Mk. getorden und stehen inmitten erregter, ihnen zum Teil nur M. I.. Preisl.üb.int.Büch.grat. feindlich gesinnter Volksmassen hilflos da. R Oschmann, Konstanz Nr. 421. hoffen auf uns, die Deutschen im Reich, sie hoffen, daß Städt. Wohnungsnach- Not offene Herzen haben werden und offene Hände. wir unsere Volksgenossen nicht im Stich laffen, für thre weis Gießen. Gartenstraße 2, 3immer Nr. 14 Es sind zu vermieten: 2 2 Wohnung. von 7 Zimmern 6 " " " 3 5 " " " 5 4 " " 5 3 " " " Um ihre Not zu lindern, hat sich der unterzeichnete Hilfsausschuß zur Unterstügung der notleidenden Deutschen Rußlands gebildet. Wir wenden uns mit der Bitte um Unterstützung an alle Kreise des deutschen Volkes. Wer immer im ficheren Frieden des Deutschen Reiches seinem Beruf nach geht und seines friedvollen Heims froh wird, der gedente 2 unmöbl. u. 1" möbliert. Zimmer. einer furchtbaren Gegenwart einer vielleicht noch schred 1 nebst Ram. unserer unglücklichen Volksgenossen in Rußland, die in 1 Werkstätte. Bu mieten gesucht: licheren Zukunft entgegensehen. Wir können ihnen helfen, 31 Wohnungen von 1-7 Rimmern. und wir werden ihnen helfen, jeder nach seinen 2 einfach möbl. Zimmer Mitteln. An deutsche Herzen hat sich noch kein unglüd licher Volksgenosse vergeblich gewandt. Dessen sind wir per fof. billig zu vermieten. Näh. Gießen, Marktstraße 11. gewiß! 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