idt se 6 ang! bl nster. Ein Gemütsmensd. ,, Denken Sie sich heute Vormittag bin ich aus dem Automobil gestürzt." Haben Sie sich verlegt?" ,, Nein, zum Glück bin ch auf meine Frau gefallen." * Unter Badififchen. ,, Du, Emilie, hier wohnt ein Spezialist für Herzfrankheiten!" ,, Bist Du denn krank?" ,, Nein! Der könnte uns aber vielleicht sagen, ver von uns den Beutnant unglüdlicher Tiebt- Du oder ich!" hm energisch die Türe Herr Silberberg! Bin !" hinauskommen, oder t hinauswerfen, Gie Wenn Se wären e Ravalier, würd ich Ge Je Nr. 279. Insertionspreis: Die einspaltige Betttzetle für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Rebattion u. Saupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanfchink. Nr. 362. Montag den 27. November 1905 Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzettung( täglich) und die Gießener Eeifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Die direkten Reichssteuern. Dem Steuerbouquet, mit dem Reichsschatzsekretär Freiherr v. Stengel vor den Reichstag treten wird, kann man den Vorzug der Mannigfaltigkeit unter keinen Umständen absprechen. Wer indirekte Abgaben für die besseren hält der Herr Reichsschazsekretär bietet sie ihm in reicher Abwechselung in der Gestalt der Biersteuer, der Tabaksteuer, der Automobil- Lurussteuer. Wer direkte Abgaben als ange= messene betrachtet dem bringt der Herr Reichsschatsekretär die Quittungssteuer, die Fahrscheinsteuer, die Reichserbschaftssteuer. Auf beiden Gebieten genug auch für einen verwöhnten Geschmack. Wer noch mehr haben wollte, müßte sich schon den Vorwurf der Gefräßigkeit gefallen lassen. Nur Schade: der Steuernmann ist nie und nirgend ein willtommener Gast. Wer eine Steuer vor der anderen bevorzugt, der liebt sie noch lange nicht, der hat sie blos weniger ungern, und niemals ist der zur Zahlung Verpflichtete zu denen zu rechnen, die ein milderes Urteil haben. Das fluge Wort: Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen" hat für den Steuergesetzgeber feine Geltung, denn bei ihm heißt es in Wahrheit: Wer vieles nimmt, wird manchem etwas nehmen." Kein Wunder daher, daß Freiher v. Stengel gegenwärtig der wenigst populäre Mann in Deutschland ist und es auch wohl auch noch eine Weile bleiben wird. Er selbst wird sich darüber feiner Täuschung hingegeben haben und mit Seelenruhe abwarten, daß die Wasser der Erregung sich verlaufen. Er ist für diese Erregung nur Deckadresse, noch dazu eine unfreiwillige. Nicht über ihn sollten die Leute flagen, sondern über die Notwendigkeit, der er wie alle Welt gehorsamen und sich fügen muß. Der Reichsschatzsekretär schlägt die Steuern nicht vor, weil er Freude daran hat, sondern weil das Reich ihren Ertrag nicht länger entbehren fann. Was sie einbringen werden, das ist alles, wie man zu sagen pflegt, vorgegessen Brot", schon längst bewilligt und als dauernde Ausgabe in den Etat eingestellt, Wer die Steuern nicht mochte, durfte die Ausgoben nicht bewilligen; wer aber die Ausgaben guthieß, der hat damit auch schon die Steuern bewilligt. Es ist unlogisch und unaufrichtig, ja es ist direkt uuehrlich, Ausgaben zu ge=" nehmigen oder gar direkt zu verlangen, ohne zu den Opfern bereit zu sein, die mit der Deckung der Ausgaben verknüpft find. Mehr als eine Aufwendung ist auf Aufforderung des Reichstags gemacht worden, mehr als eine wird noch gemacht werden. Schon in der nächsten Session werden wir wieder mehrere Beispiele sehen: in der Aufbesserung der Wohnungsgeldzuschüsse für die Unterbeamten und in der Erhöhung der Bezüge der Militärpensionäre. In dem einen wie dem andern Falle sind die Forderungen des Reichstags gerecht gewesen, und niemand denkt daran, sie zurückzuziehen oder zu bedauern. Aber in die Konsequenzen muß man sich ohne Murren schicken, und die Konsequenzen sind: neue Steuern. Reich und Staat und Kommune tönnen nichts geben, was sie nicht anderswoher holen, und der vierten Dimension vermag feine Zauberkunst Geld zu entlocken. Es ist früher schon gesagt worden, der Herr Reichsschatzsekretär werde sich aus seinem Steuerkuchen nicht ,, die Rosinen herauspolten lassen"; er bestehe darauf, daß man alle seine Steuervorschläge als einheitlich Ganzes betrachte und behandle. Damit soll natürlich nicht gefordert sein, daß der Reichstag unbesehen alles gutheißen, zu allem Ja und Amen sagen müsse. Davon fann natürlich nicht die Rede sein. Das Recht des Reichstags zur Abänderung im Einzelnen bleibt unverkürzt. Nur soll man nicht außer Augen lassen, daß die verschiedenen Vorschläge zu einander gehören. und in einem inneren Zusammenhang mit einander stehen. Auch liegt es im allgemeinen Interesse, daß nicht Flickwerk geleistet, daß ganze Arbeit getan werde, mit anderen Worten: die Borg- und Anleihewirtschaft muß aufhören, für eine ge= regelte und gesicherte Schuldentilgung muß gesorgt werden, von den Einzelstaaten muß die Bedrohung ihres finanziellen Gleichgewichts durch übergroße Matrikularumlagen abgelenkt werden. Das zu erreichen, ist ein Ertrag von 250 Millionen Mart jährlich notwendig, und solcher Ertrag läßt sich weder aus einer einzigen Steuer noch aus einer einzigen Steuerart gewinner Direkte und indirekte Abgaben müssen hier zusammenfueßen, und zu einer klugen Reichsfinanzwirtschaft gehört es, die direkten Abgaben in einem rechten Verhältnis zu den indirekten Abgaben zu belassen, nicht die eine Steuerart allein in Anspruch zu nehmen, ohne zugleich die andere in entsprechendem Maß zu pflegen. Das ist der ,, innere Zusammenhang" der einzelnen Steuervorschläge, von dem wir gesprochen haben. Das ändert, wie gesagt, nichts an dem Recht und an der Pflicht des Reichstags, jede einzelne Steuerempfehlung genau zu prüfen, hier oder da einen Gegenvorschlag zu machen, dessen Prüfung wieder dem Bundesrat zusteht. Nur das oben umschriebene Ziel muß man fest und unverrückt im Auge behalten: das Ziel der Wiederherstellung der Ordnung der Reichsfinanzen und der Sicherung dieser Ordnung. Die Matrikularumlagen, die in die Finanzen der Einzelstaaten oft mit empfindlicher Störung eingegriffen haben, will der Reichsschaßsekretär in normalen Zeiten nicht über 24 Millionen Mark oder 40 Pfennige auf den Kopf der Bevölkerung anwachsen lassen. Von der Reichserbschaftssteuer, die den Erbgang von Eltern auf Kinder und unter Eheleuten freiläßt, wird ein Drittel des auf 72 Millionen Mark ge= schätzten Jahresertrages den Einzelstaaten zugewiesen; die übrigen zwei Drittel sollen in jedem Etat dem jeweiligen Bedarf angepaßt werden. Ob die Fahrkartensteuer, die von jedem Eisenbahnbillet zum Preis von 2 Mark und darüber, die Frachtscheinsteuer, die von jedem Post- und Eisenbahnund Schiffs- Frachtgutstück erhoben werden soll, nicht besser durch eine intensivere Ausgestaltung der Quittungssteuer zu ersetzen wären, wird zu erwägen sein. Wenn die Quittungssteuer nicht, wie der Vorschlag lautet, bei 20 Mart, sondern schon bei 5 Mart anfängt, so umfaßt sie alle teureren Konzertund Theaterbillets, alle Fahrscheine der zweiten und ersten Eisenbahnklasse für Reisen, die über die Vorortentfernung irgend erheblich hinausgehen, und der Ertrag ist dann auf 100 Millionen Mark zu schäßen. Bei solchem Aufkommen ließe sich vielleicht auf die eine oder andere der übrigen neuen Abgaben verzichten. König Haakons Einzug. Die neue Monarchie im alten Nordland. Begleitet von den guten Wünschen der europäischen Welt, unter dem Jubel der Bevölkerung Christianias hat der- neugekürte Monarch seinen Einzug in die Residenz gehalten. Zu den günstigen Vorzeichen für die beginnende Regierungstätigkeit zählt nicht in letzter Linie die Teilnahme eines Kriegsschiffes des mächtigen deutschen Reiches. An Bord befindet sich Prinz Heinrich, der Bruder des Kaisers. Damit ist zur Genüge bekundet, wie freundschaftlich und wohlwollend die maßgebenden Kreise in Berlin, mit ihnen aber auch das ge= samte deutsche Volk der neugeschaffenen politischen Situation in Skandinavien gegenübertreten. Mit aufrichtigem Herzen wünscht man der stamm- und geistesverwandten Nation Glück und Gedeihen, Glück für die errungene Selbständigkeit, Gedeihen und Entfaltung aller Kräfte zur fortschreitenden KulturEntwickelung. Das Land der alten Wifinger blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Bestimmtere Formen nimmt diese erst an, als Harald Schönhaar im 9. und 10. Jahr= hundert die einzelnen bis dahin unter Stammeshäuptlingen stehenden Landschaften zu einem Reiche vereinigte. Schon unter seinem Enkel Harald Graufell fiel Norwegen zum erstenmal an Dänemark, Knut der Große von Dänemark eroberte es zum zweitenmal. Wieder selbständig nach Knuts Tode, wurde Norwegen später infolge Aussterbens seiner Königsfamilie mit Schweden vereinigt, bis dann Margarete, die Tochter Waldemar Atterdags von Dänemark alle drei skandinavische Kronen auf ihrem energischen Haupte vereinigte. Schweden schied wieder aus dieser skandinavischen Union aus, Norwegen blieb aber bis 1814 mit Dänemark verbunden, bis die Niederwerfung Napoleons eine Demütigung Dänemarks brachte und Norwegen als selbständiger Staat mit Schweden unter der durch den ehemaligen Feldwebel der französischen Armee begründeten Dynastie Bernadotte vereinigt wurde. Nun hat sich Norgeland abermals auf eigene Füße gestellt, den Vertrag mit Schweden zerrissen, und ein dänischer Aber Königssproß nimmt das verwaiste Szepter auf. nicht als Eroberer kommt er, in freier unbeeinflußter Entschließung boten ihm die Normannen ihre Krone. Schon während der Union mit Schweden hat Norwegen sich fast allein regiert. Das Volk ist freiheitsliebend und im Grunde feines Wesens demokratisch. Das Storthing ist stolz auf seine Unabhängigkeit, nnd wenn trotzdem die monarchische Regierungsform gewählt wurde, so fonnte man von vornherein wissen, daß die Königsgewalt Haafons VII. in streng umrissenen Grenzen bleiben würde. Im Gegensatz zu anderen fonstitutionellen Fürsten Europas, denen die Geseze ihres Landes eine ähnliche Stellung anweisen, wird auch das äußere Auftreten des norwegischen Königs höchst bürgerlich bleiben. Der Titel König Haakons lautet einfach König von Norwegen." Die unter seinem Namen herauskommenden Gesetze und Verfügungen werden des würdevollen Pluralis majestatis ,, Wir von Gottes Gnaden" entbehren. Es wird schlicht heißen, Jch Haakon, König von Norwegen, tue fund" das Gottesgnadentum wird vollständig ausgeschaltet. Als Anredeform will man statt des gebräuchlichen ,, Ew. Majestät" das altnordische Herr König" einführen. Die Königin Maud, Tochter König Eduard VII. von England, erhält nur zwei Hofdamen, der König zwei alle sechs Monate wechselnde Adjutanten und einige festangestellte Sekretäre, KammerHerren existieren nicht. Den Verkehr in Adelsfreisen muß das junge Königspaar verschmerzen, da der Adel in Norwegen abgeschafft ist, sehr reiche Leute sind ebenfalls selten. Zu allem Ueberfluß hat die jeßige norwegische Regierung soeben auch den Exzellenztitel für die Minister gestrichen. Doch zu dem inneren Gemeinsamkeitsgefühl zwischen Volk und Herrscher haben solche Aeußerlichkeiten nie beigetragen. König Haakon wird also gern darauf verzichten, tommt er doch sicherlich mit den besten Absichten für Volf und Staat in sein neues Vaterland. Die Norweger sind nüchterne, aber ehrliche und sympathische Menschen, versteht die Königsfamilie einigermaßen mit ihnen zusammenzuwachsen, so blüht dem alten Norge eine gute Zukunft. Nach diesem Ziel darf man ruhig seine Wünsche schicken. Der gehetzte Sultan. ( Eig. Bericht.) Konstantinopel, 24. November. Was die Kenner, die wirklichen Kenner der hiesigen Verhältnisse längst vorausgesagt haben, ist eingetreten: Sultan Abdul Hamid, der sonst kein Freund extremer Entschließungen ist und lieber flug laviert, als es auf eine schnelle Entscheidung ankommen läßt, hat das Ultimatum der Signatara mächte des Berliner Vertrages abgelehnt. So unwesentlich die Motivierung der Ablehnung hinsichtlich der Wirkung und der Folgen ist, so muß doch zugegeben werden, daß die Pforte fich nicht ohne Grund darauf beruft, sie selbst sei den meisten der ihr auferlegten Verpflichtungen nachgekommen, aber den Verpflichtungen ihr gegenüber sei man durchaus nicht in dem gleichen Maße gerecht geworden. Ebenso zutreffend ist die Bemerkung der Pforte, daß sie die Einsetzung eines General- Inspektors mit Zivil- Agenten, die Umgestaltung der Gendarmerie mit ausländischen Offizieren nur auf bestimmte Zeit und unter her ausdrüdlichen Be dingung zugestanden habe, unabhängigkeit, Integrität und Würde der türkischen Regierung in Mazedonien dürften nicht barunter leiden. Es ist schon eine Art Entgegenkommen, menn die Pforte die Mandate der Beilagenten ein letztes Mal und auf mei Jahre zu verlängern fich bereit erklärt. Endlich versichert die Bforte, und darin wird inan ihr Glauben wohl nirgends versagen, daß es einzig non außen fommende Verbegungen gewelen find, die die ruhige und ordnungsmäßige Entwung der Dinge in Mazedonien gestört haben. Die Bulgares and Griechen werden nicht als Anstifter der Verhegung ausdrücklich genannt; bat war aber auch nicht nötig, man tennt sie ohnehin - - Daß trop der nunmehr drohenden Flottendemonstration Eie türkische Verölferung sich ruhig verhält, ist erstaunlich genug. Freilich, die Seiten sind vorüber, in denen der islamitische Fanatismus am Goldenen Horn bei jedem geringfügigsten Anlaß aufflammate, in denen die Gemahlin des russischen Gesandter Botschafter gab es dar noch nicht Beleidigungen und selbst Tätlichkeiten au scat war, weil sie sich auf der Straße in einem von der Pariser Mode vorgeschriebenen grünen Schleier hatte blicken lassen, während die grüne Farbe, die Farbe des Prophe, nach türkischer Auffassung dessen Nachkommen vorbeharen ist. Aber der unter dem Zwange der Verhältnisse zurüdeoämmte Fanatismus fann auch wieder hervorbrechen, und dürfte es sich zeigen, daß er an verwüstender Kraft faum etwas eingebüßt hat. Wenn Sultan Abdul Hamid den sorstellungen der Mächte durchaus nicht nachgibt, so geschieht das nicht, weil er nicht will, sondern weil er nicht darf, weil das Biederstreben der türkischen Bevölkerung ihm seinen Weg vorschreibt. Sultan Abdul Hamid weiß ganz genau, daß er schließlich von den Mächten überwunden werden wird. Er weiß aber auch, daß die Türken ihm wohl eine Niederlage, doch keine Nachgiebigkeit in einer Frage verzeihen würden, die in ihren Augen eine Frage der Würde ihres Religonsbekenntnisses und ihrer religiösen Vorschriften ist. Ob unter solchen Umständen der Einsatz dem möglichen Gewinne entspricht, müssen die Großmächte erwägen, ehe es zu spät ist. Wenn sie wollen, steht ihnen immer noch ein Ausweg offen. Die hier geschilderten Verhältnisse sind ihnen nicht unbekannt. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Der Bundesrat hat die Entwürfe der Geseze über die Abänderung der Gewerbeordnung, über die gewerblichen Berufsvereine und über die Verlängerung der Bestimmungen zur militärischen Strafrechtspflege im Kiautschugebiete an= genommen. Ferner wurden die noch ausstehenden Etats, so= wie das ausstehende Etatsgesetz verabschiedet. Nach den Beschlüssen des Bundesrats weisen die Ausgaben des neuen Etats gegen den laufenden eine Steigerung von 259 Mill. Mart auf. * Die Abreise des Generalleutnants von Trotha aus Deutsch- Südwestafrika ist jetzt erfolgt. Der General wird auf dem Dampfer ,, Prinzregent" am 12. Dezember in Hamburg erwartet. Das Kommando der Schußtruppe hat Oberst Dame übernommen. Der Tod Hendrik Witbois ist bereits eine Stunde nach der Verwundung am 29. Oftober erfolgt. Sein Nachfolger Samuel Jsaat sitzt am Fischfluß östlich von Berseba, starke Banden der Witbois sind nach dem Hudua gezogen. Bei Deutsch Erde am Fischfluß ist ein Proviantwagen überfallen, wobei 4 Reiter fielen, 4 verwun= det wurden. Leutnpnt Fischer hat mit 25 Reitern und zwei Maschinengewehren ein Hottentotten- Lager überfallen. Der Feind verlor fieben Mann, ein deutscher Reiter wurde ver= wundet. * Am heutigen Montag tritt der deutsche Städtetag in Berlin zu einer Sigung unter Vorsitz des Oberbürgermeister Kirschner- Berlin zusammen, um zur Frage der Fleischteuerung und Fleischversorgung der Städte Stellung zu nehmen. Mit dieser Sizung soll der Städtetag, dem etwa 150 deutsche Städte angehören, zu einer ständigen Einrichtung erweitert werden, während er seit seiner Gründung 1903 nur auf Bedarf zusammenberufen wurde. e- Plierauge Rebaltion der Neuen Berliner Oefterreich- Ungarn. ** Das unruhige Magyarenblut hat wieder zu skandalösen Vorgängen im Budapester Komitatshause geführt. Der zum stellvertretenden Obergespan des Komitats ernannte Graf Laßberg erschien in Begleitung mehrerer Ministerialbeamten und mit zwölf Gendarmen mit aufgepflanztem Bajonett unter Führung eines Gendarmerierittmeisters im Komitatshause und verlangte von dem Obernotar Fazakas die Herausgabe der Schlüssel zu den Amtslokalitäten und die Komitatsficgel. Fazekas verweigerte beides, worauf Graf Laßberg der Gendarmerie befahl, die Tür mit Gewalt zu öffnen. Die inzwischen in das Innere des Komitatsgebäudes eingedrungene Menge rief dem Grafen Laßkberg zu: ,, Schuric! Verräter! Zwei Personen sollen den Grafen sogar ange= Spicen haben. Die ganze Szene ist auf die Widerspenstigkeit ber magyarisch gesinnten unteren Beamten zurückzuführen, beren lächerliche Handlungsweise schließlich soweit ging, daß fie entblößten Hauptes das Kossuthlied sangen. Das Publikum immte natürlich ein. Schließlich mußte die Polizei gewalt= fam das Haus von den Beamten räumen. Ungarn ist wieder einmal gerettet. Eljen! England. ** Die drohende Kabinets krisis ist einstweilen nicht zum Ausbruch gekommen, obwohl vor wie nach angenommen werden muß, daß die Tage Balfours und seiner Ministergenossen gezählt sind. Das Reuterbureau weiß sogar zu melden, das Kabinett werde nicht wieder vor das Parlament treten. Es schiebe die Lösung der Frage, ob Demission des Kabinetts oder Auflösung des Parlaments, nur um einige Wochen hinaus; es vermeide dadurch sowohl die Notwendigfeit von allgemeinen Wahlen zur Weihnachtszeit als auch die Notwendigkeit einer kurzlebigen Interimsregierung. Balkan- Staaten. ** Große Aufregung hat ein Diebstahl von Dynamit berursacht, der auf dem Bahnhof zu Belgrad verübt wurde. Zwei große Kisten mit dem Sprengstoff sind dort entwendet worden. Man nimmt an, daß sie in die Hände der mazedonischen Aufständischen gelangt sind. Türkei. ** Die von den europäischen Mächten veranstaltete Fiottendemonstration hat begonnen. Gestern sollte nach bem vorgeschriebenen Plan Mytilene, dann Tenedos besetzt werden, schließlich sollen die Dardanellen blockiert werden. Die Botschafter zeigen sich beunruhigt wegen möglicher Verwickelun= gen. Die Nachricht von der Ablehnung der Forderungen der Großmächte seitens des Sultans wurde gegen alle Gewohnheit unter der mohammedanifchen Bevölkerung noch in derselben Nacht berbreitet. Hof und Gesellschaft. ** Der Kaiser hat für eine am 16. Juni beginnende Jachimetsfahrt von Dover nach Helgoland einer Pokal und andere Preise gestiftet. Der Pokal soll den Namen ,, Silberner Hochzeits- Petal" führen und wird die Porträts des Kaisers und der Kaiserin, sowie des Königs Eduard von England tragen. Die Wettfahrt soll ein Handicap für Jachten von 80 Tonnen aller Nationen werden. ** Anläßlich der Silberhochzeit des Kaiserpaares haben die Stadtverordneten in Görlig die Summe bon 10 000 M. für eine Kleinkinderbewahranstalt der AugusteViktoria- Stiftung bewilligt. Hus den Parlamenten. Reichstag. In der ersten gemeinsamen Sitzung des Reichstags am Dienstag, den 28. November, wird wahrscheinlich nur die Beschlußfähigkeit festgestellt werden. Nach ber ersten Plenarsizung gedenten die Fraktionen zusammenzutreten, um zur Präsidentenwahl Stellung zu nehmen. In ber zweiten Plenarsizung wird die Präsidentenwahl erfolgen. Am 30. November wird feine Sigung stattfinden. Am 1. oder 2. Dezember soll dann die erste Lesung der FinanzReform- Geseze, die ungefähr acht Tage dauern wird, beginnen. Die erste Lesung des Etats wird sich anschließen. Die Weihnachtsferien dauern vom 17. Dezember 1905 bis zum 10. Januar 1906. Preußischer Landtag. Alsbald nach seiner Eröffnung sollen dem preußischen Landtage die Entwürfe des Schulunterhaltungsgesetzes und der Novelle zum Einkommensteuergesetz, sowie von Gesezen über die Vorbereitung für den höheren Verwaltungsdienst und über die Belegung der Sparfassengelder zugehen. Die beiden erstgenannten Gesezentwürfe sollen zuerst dem Abgeordnetenhause, die beiden letzt genannten zuerst dem Herrenhause vorgelegt werden. Fü später sind die Novellen zum Kommunalabgabengesetz un! gur Ostmarfengefeggebung, unter Umständen auch auch die Vorlagen über die Wahlkreiscinteilung und das Wahlverfahren vorgesehen. Soziales Leben. X Spaltung unter den Vergarbeitern des Ruhr reviers. Die Generalversammlung des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter beschloß, sich an den Arbeiterausschußwahlen zu beteiligen, und tritt damit offiziell in Gegensatz zu dem alten Bergarbeiterverband, der sich in den Wahlen ablehnend verhält. ( Eig. Bericht.) Revolutionsbilder. Petersburg, 25. November. Die aufrührerische Bewegung schreitet nach Osten fort. Sie ist sogar schon bis in die Regionen gelangt, die man als den äußersten Osten" zu bezeichnen pflegt. Dort steht noch der größte Teil der russischen Armee, die in der Mandschurei so tapfer, aber erfolglos gekämpft hat. In der besiegten Armee ist eine zügellose Anarchie eingerissen. Die Soldaten meutern, und die Meuterer sind zu Raub und Plünderung, zu Mord und Brandstiftung übergegangen. Ganze Städte, wie Charbin, stehen in Flammen, und in Wladiwostock sehnt die Bevölkerung die Stunde herbei, da die Reservisten endlich in die Heimat transportiert werden. Dort aber fann man diese, durch das Kriegslager verwilderten Burschen schon garnicht gebrauchen. Es wird das so recht deutlich, wenn man sich einzelner Szenen erinnert, die in den letzten Tagen vorgefommen sind, und die dafür Sorge tragen, daß in die furchtbar ernste Sache einer Revolution auch einige des Humors nicht ganz entbehrende Züge hineingemischt werden. - Es ist spät Abends. Die Druckerei der Zeitung„ Nowoje Wremja" ist des Streiks wegen geschlossen. Nur der Verwalter Bogdanow ist noch anwesend und in der Redaktion der Redakteur Holstein. Plötzlich erscheinen ein paar junge Leute und verlangen, den Besizer, Herrn Suworin, zu sprechen. Er ist nicht zugegen. Dann rufen Sie ihn!" tönt es dem Verwalter entgegen, und die Mündungen einiger Revolver geben dem Befehl den nötigen Nachdruck. Wohl oder übel muß Herr Bogdanow am Telephon sagen, was man ihm vorspricht. Herr Suworin fann nicht kommen, bevollmächtigte aber den Redakteur Holstein, in seinem Namen zu verhandeln. Er wird herangeholt und ebenfalls schlangweg unter den problematischen Schutz der auf ihn gerichteten Revolver gestellt. In dieser angenehmen Situation erfährt er, daß der Rat der Arbeiter- Deputierten beschlossen habe, die nächste Nummer des offiziellen Organs dieses Rates in der Druckerei des Herrn Suworin herstellen zu lassen. Kein Protestieren hilft. Im Nu stehen dreißig Schriftsezer an den Kästen. Arbeiter rollen die Papierballen heran. Die ganze Nacht ist es in der soeben noch verlassen daliegenden Druckerei geschäftig. Beim Morgengrauen rollen Fuhrwerke an und holen die Zeitung ab. Und was da Herrn Suworin passiert ist, geschah bald darauf einem Kollegen. So stellen die Helden der Freiheit ihr Publikationsorgan mit fremder Leute Maschinen und auf fremder Leute Papier im allerbilligsten Verfahren ber! Szenen von dramatischer Wucht haben sich vor den Apotheken abgespielt, die als die ersten in den Streif eintraten. Da erschien eine Mutter und bettelte in herzzerreißenden Tönen um eine Arznei für ihr frantes Kind. Dort wieder erschien ein junger Mann und verlangte ein Mittel für seinen alten Vater, der daheim nach Linderung seiner Schmerzen jammerte, Manchmal fand sich auch ein Verzweifelter, der kurzen Prozeß mad te. Ein Offizier, dessen Frau mit dem Tode rang, machte es, wie die Schriftsezer in der Druckerei der ,, Noweje Wremja": er zwang den sich sträubenden Apotheker mit dem Revolver, die von dem Arzt verschriebene Arznei herzustellen. - Jetzt ist es besser geworden. Die Druckereien stellen ihre eigenen Zeitungen her und haben keinen Platz für fremde Eindringlinge; und die Herren Apotheker empfangen den Kunden, der ihnen die Ware abfauft, freundlich und bedienen ihn gern. Die heimkehrenden Meuterer von Charbin und Wladiwostok könnten das Uebel leicht aufs neue herauf beschwören. Nab und fern. † Tragisches Schicksal eines mutigen Retters. Bei dem Versuch, durchgehende Pferde aufzuhalten, ist in Cöpenic bei Berlin der zwanzigjährige Kutscher Heckelt tötlich verun. unglückt. Das Gespann seines Herrn, eines Bäckermeisters, war scheu geworden und raste die Straße entlang. H. sprang vom Wagen, um den Pferden in die Zügel zu fallen, wurde aber zu Boden gerissen und von den Hufen der Tiere so bearbeitet, daß er furz nachher starb. † Die Räuberhöhle im Walde. In den Forsten bei Wietmarschen in Hannover fanden Treiber eine regelrecht eingerichtete Räuberhöhle, die mit Lebensmitteln und Diebeshandwerkzeug aller Art ausgestattet war. Leider waren die Höhlenbewohner vorher verschwunden, sodaß man noch nicht weiß, wer die findigen Räuber sind. Vielleicht handelt es sich auch um eine Knabenspielerei. † Unwetter auf See. Die fortdauernden Unwetter in der Nordsee haben wieder einen Schiffsunfall zur Folge gehabt. Der Dampfer Königsberg" ist bei Brunsbüttel gestrandet; sechs Cuxhavener Dampfer suchen, ihn flott zu machen. Eine kleine Tjalt ,, Katharina Margaretha" wurde an der Elbmündung in Seenot aufgefunden und nach Curhaven gebracht. † Im Gisenvaguwagen ere. In einem Abteil des Schnellzuges Berlin- Breslar es sich aus unbekannter Ursache die grau eines Brüsseler Kaufmanns, des Direktors der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft, Hamburger, eine Kugel in den Kopf. Die Schwerverletzte starb im Krankenhaus Frankfurt a. Oder. † Kindesraub. Drei Personen hatten in Stettin den fünfjährigen Sohn des Kaufmanns Rosenberger geraubt und in einer Dachkammer verborgen, um ein Lösegeld von 5000 M. vom Vater zu erpressen. Die Polizei ermittelte das Versteck, befreite den Knaben und nahm zwei der Räuber nach Heftiger Gegenwehr fest. Der Dritte wird noch gesucht. Die Täter sind zwei Arbeiter, die auf diese Weise Geld cr schwindel: wollten. † Im Eis verloren. Der Dampfer Soerabaya ist nördlich vom Kap Menschifuff, vom Eis zerdrückt, untergegangen. Von 2ladiwostoc aus werden Hilfsmannschaften über das Landeis gesandt, um eventuell die Besatzung des Dampiers zu retten. † Der Liebe Ende. Die alte Geschichte von den zwei Liebenden, die nicht zusammenkommen konnten, hat in Dessau zwei junge Menschenleben vernichtet. Der 19 jährige Tischter Griesler hat dort in einem Restaurant seine daselbst dienende Braut Minna Theiß und dann sich selbst erschossen. Ein hinterlassener Brief gab die Beweggründe zu der entsetzlichen Tat an. † Damen in der Armenkommission. Die Mannheimer Stadtverwaltung hat zwei Damen, Frau Bensheimer und Fräulein Tillesen, die seit Jahren in der Armenpflege tätig sind, zu Mitgliedern der Armenfommission ernannt. Gewiß ein seltener Fall, der Nachahmung verdiente. † Ueberfall im Hotel. Ein deutscher Viehhändler hatte in Brüssel die Bekanntschaft eines angeblichen Landsmannes gemacht, mit dem er verschiedene Kaffeehäuser besuchte und schließlich das Hotel Du Midi, wo sie übernachten wollten. Gegen Mitternacht erwachte der Viehhändler von einem heitigen Schlag und sah seinen Landsmann" mit einem Knüttel vor sich stehen, anscheinend um ihn zu betäuben und zu berauben. Er erhob sich und verfolgte den flüchtigen Attentäter bis auf die Straße, wo es gelang, ihn festzunehmen. Man fand bei dem Verhafteten einen geladenen Revolver und glaubt, einen schweren Verbrecher" erwischt zu haben. Von Ratten zerfressen. Zwei Kinder von 1 und 2 Jahren, die in einer Wiege lagen, wurden in dem Orte Norimont in Luxemburg von Ratten überfallen, während die Eltern furze Zeit abwesend waren. hatten die Kleinen bereits derartig zugerichtet, daß das Jüngste Die gefcäßigen Nagetiere sofort starb, während das ältere Kind, trotz schrecklicher Bißwunden, vielleicht noch gerettet werden kann. Der Jammer ber Eltern über den gräßlichen Vorfall ist grenzenlos; dic Mutter war dem Wahnsinn nahe. = Vermischtes. Ordensverleihun unferes La wieber sehr zahlreich heffifchen Staate nicht ten und Bürgern; auf 3 Wirten von den maßg Chinesen in Berlin. Eine ganze Reihe von Söhnen des himmlischen Reichs" hält sich in Berlin meist zu Studienzweden auf, und ihre landsmannschaftliche Zusammengehörig feit hat dort zur Gründung eines chinesischen Klubs geführt. Ihm gehören u. a. 80 chinesische Offiziere an. im Klub, der über verschiedene Vereinssäle, Lese- und SchreibDas Getränf zimmer verfügt, ist Tee, für den 60 Teetassen zur Benutzung der Mitglieder stehen. Die Chinesen in Berlin tragen sämtlich keine Zöpfe mehr und unterscheiden sich im Anzuge keineswegs von den übrigen Europäern. Sie sind sehr bescheidene Leute, die fast feine Spirituosen trinken und als ruhige, pünktlich zahlende Mieter geschäßt werden. Alle sind bestrebt, die deutsche Sprache zu erlernen und nehmen regelmäßig Unterricht darin, sodaß man sie nach furzer Zeit für eingeborene Berliner halten könnte, wenn nicht ihre Gesichtsbildung noch etwas den Asiaten erkennen ließe. ======Ein Mammutfund in Berlin. Bei Schachtarbeiten in einem industriellen Etablissement in der Nähe von Berlin wurden in fünfzehn Meter Tiefe ein Paar Stoßzähne eines Mammut ausgegraben. Jeder Zahn hat eine Länge von zwei Metern. Der wertvolle Fund wurde dem märkischen Museum überwiesen. " ezur Auszeichnung vorg hl. Hoheit unferem Gr henden Auszeichnungen ge nden ein Auszug aus be bas Rommandeurfrenz I. Bifchof Dr. Bas Ehrenkreuz des Ber Grog Geb. Hofrat Profeffe Das Rommandeurkreuz I Philipps bes Oberbürgermeifter bas Ritterfreus L. Riaffe b des Gro Direttor Dr. Baller Friedbe fiffor Dr. Elbe- Gießen, rgi Gießen, Delan Mün Ben, Direfter Schwabe an ofeffor Dr. Wiederhold Gi Taubftummenanftalt- Frie Ritterfreuz II. Aloffe de Gro erdinand Damm, Kom Friedberg, Reallehrer gen, Felbreinigungsgeor ewerbevereinsrorfigender Bentamtmann Weimer- Gi hund Karl Bühner. ghardt- Gießen; bas Silberne Kreuz des Eine Zeitung auf hoher See. Auf dem Dampfer Amerika" der Hamburger Pafetfahrt, der soeben mit zweitausend Fahrgästen seine zweite Reise nach Newyork angetreten hat, erscheint jetzt eine tägliche Zeitung in deutscher und englischer Sprache für die Fahrgäste. Die Nachrichten für dieses Blatt werden dem Dampfer durch drahtlose Depeschen von den englischen und amerikanischen Funkspruchstationen übermittelt, ganz gleich, wo sich das Schiff befindet. Außer den neuesten Tagesereignissen bringt die Zeitung einen ,, amtlichen" Teil, der die bemerkenswerten Geschehnisse und Anfündigungen aus den Kreisen der Fahrgäste und Schiffsbesaßnng meldet, ein unterhaltendes Feuilleton, in dem ausschließlich eigene Beiträge bekannter Schriftsteller veröffentlicht werden, und einen Anzeigenteil, der dem Reisenden für den Aufenthalt im fremden Lande nüßliche Fingerzeige zu geben vermag. Das Blatt führt den Namen blatt", die englische Ausgabe Atlantie Daily News." Atlantisches TageTeure Zahnschmerzen. Dem Prinzen von Battenberg, der mit dem englischen Geschmader in Amerika war, find die vielen Festtage ,, drüben" nicht gut bekommen. Er hatte Zahnschmerzen bekommen, zu deren Beseitigung er einen Newyorter Zahnarzt aussuchen mußte, und dieser hat dem Prinzen für vier Plomben die Kleinigkeit von 4000 Mark abgenommen. Ueber diese billige Berechnung sind die Engländer begreiflicherweise wenig erfreut, und selbst die amerikanischen Zeitungen stellen fest, daß der Prinz gehörig gerupst worden ist, als er diese unverschämte Rechnung bezahlte. Hoffentlich veranlaßt dieser amerikanisch- englische Zwischenfall feinen Seefrieg. = = ( Spaniens König als wilder Autofahrer. König Alfons, bekanntlich ein leidenschaftlicher Autofahrer, ist gleichzeitig auch als Schnellfahrer berüchtigt. Er ist fürzlich an einem Tage nicht weniger als fünfmal wegen zu schnellen Fahrens aufgeschrieben worden, er immer nur im Fluge"; die Gendarmen, die ihn zur Anzeige brachten, hatten in allen Fällen nur die Nummer des in rasendem Tempo dahinsausenden Kraftwagens, niemals aber die Persönlichkeit des unheimlichen Meisterfahrers feststellen können. Ob sie ihre Anzeigen aufrecht erhalten werden, wenn sie flar und bündig erfahren, wer so über Berg und Tal dahinjagte, das ist eine andere Frage. Der wilde fönigliche Autler ist schon wiederholt mit den Gesezen seines Landes und anderer Länder in Konflikt geraten, aber man hat noch nicht gehört, daß ihm jemals ein Härchen gefrümmt worden wäre. = Elektrische Prügel. Fortschrittte der Wissenschaft wären nur halbe Fortschritte, wenn ihre Anwendung nicht auch für das gewöhnliche Leben nützlich wäre. Amerika ist natürlich darin wieder vorbildlich, denn es hat in der Schule den Rohrstock durch die elektrische Prügelmaschine ersetzt. Die ABC- Schüßen in diesem gesegneten Lande werden also keinen Stod mehr anschneiden können, um sich die Schläge zu er= sparen, sondern der Lehrer drückt jetzt einfach auf den Knopf und die elektrische Maschine bearbeitet den jugendlichen Missetäter mit der gewünschten Stromspannung unter Anspannung eines gewissen Kleidungsstückes. Schade nur, daß die Väter der so geprügelten Knaben der Sache feindlich gegenüberstehen und die Entfernung der Maschine verlangen. Man hätte so schön an diesem Apparat feststellen können, wieviel Schläge in der Minute auf einen Jungen kommen und was geschieht, wenn der Strom versagt oder Kurzschluß eintritt. Jedenfalls wird jetzt auch der elektrische Nürnberger Trichter erfunden werden. I Die Warnung für Nichtraucher! Die amerikanischen Damen werden von einer Frauenvereins- Rednerin aufge= fordert, keine Männer zu heiraten, die nicht rauchen. Verteidigerin des Rauchens begründet dies nach ihren Erfahrungen damit, daß alle Männer, die nicht rauchen, ungeduldig und streitsüchtig sind und keinen Humor besitzen. Besonders nach dem Diner, wo der Mann doch seine besten Seiten zeigen soll, ist der Nichtraucher unausstehlich. Er geht rastlos im Zimmer auf und ab, weil ihm etwas fehlt, und sucht irgend eine Veranlassung, um räsonnieren zu können. Der Raucher dagegen zündet nach Tisch mit großem Behagen seine Zigarre an und befindet sich dann in einem Zustand der glücklichsten Zufriedenheit. Ich bin überzeugt, daß die Vorsehung bestimmt hat, der Mann soll rauchen, und daß sie eigens den Tabak geschaffen hat. Mit einem Mann also, der der Vorsehung in diesem Punkte nicht gehorcht, ist etwas nicht in Ordnung. Darum rate ich Ihnen, meine Damen, im Interesse Ihres Glückes und Ihrer Zufunft jeden Heiratsantrag eines Nichtrauchers auszuschlagen!" Die Nichtraucher werden also keine Frauen mehr finden. Es lebe die Zigarre und die schwarzgeräucherte Gardine! Hus dem Gerichtssaal. § Die Ehescheidung der Prinzessin Luise von Ko burg. Der auf den 27. November anberaumte Termin vor der Zivilkammer in Gotha, in dem über die Scheidung der Ehe des Prinzen Philipp von Koburg und der Prinzessin Luise verhandelt werden sollte, ist auf den 18. Dezember verlegt worden. Vom Oberlandesgericht zu Gotha ist nämlich auf den 4. Dezember Termin inbetreff des von der Prinzessin angefochtenen Urteils des Gothaer Landgerichts über seine Zuständigkeit in dem Prozesse anberaumt. § Wegen Majestätsbeleidigung. Vor der Strafkammer zu Dresden hatte sich der Oberkellner Hohenstein aus Berlin wegen Beleidigung des Kaisers Wilhelm und des Königs von Sachsen zu verantworten. Das Urteil lautete auf drei. Jahre Gefängnis. Preisamtsbureauvorstehe hd Feuerwehrkommandant Binbhaufen, Lehrer Ralbf der Landesuniversi Rebringer Grünberg, St b. Dhm, Lehrer Schwe eft- Gießen; das Allgemeine Ehrenze Mangjährige treue Dienfte Bürgermeister bas Allgemeine Ehrenzei langjährig Bofifchaffner Chriftian E lid II. Oppenrod, Gemeind emeindeeinnehmer Jaeger in Gießen, Feldgeschwor eigeordneter Beppel XII Eid lapp Mainzlar, Airde Belbgeschworener Jobs. ifter Löber- Freienfeen; das Allgemeine Ehr Für bie Bolizeidiener Desd e Foft- und Felbschuhen ainbach, Nachta achter Boring III. Storndorf, Sol Fraßenwart Hahn- GroßenSaufen, die Straßenarbeite Groß Felda, Kreisstraßer ote Chr. Weil- Schotten, kont. Altemann Dber Br Garnert- Grünberg. Es wurden ferner um Geheimerat" Branch und Ministerial am Oberbürgerme mann Mainz; zum Geh at Dr. Schäfer und Ecriba Alsfeld und Fer Sulrat" die Kreisf மா Andres Lauterbach, Bau Büdingen, Süß Friedber Medizinalrat" der Beterinärrat Bießen; zum Romm Bulab Mueller Gießen Tber Karl Müller( Bor auf dem Nauhof bei Der Vorsitzende der Half Mainz; zum Bendant Gutfleisch- Hom warte Johs. Albach berg Daubringen, Faum Bohl Gone, K. La Damen, Forstwart Johs. Sly Schellnhausen und * Außerdem hat der Gr tigen Geburtstage neu ge A bie Beamten und isenbahnverwaltung Ojabrige Dienfzeit und bjährige Dienstyeit verlie otes. ne ganze Reihe von Söhnen in Berlin meist zu Studiens haftliche Zusammengehörig chinesischen Klubs geführt. Ordensverleihungen am Geburtstage unseres Landesherrn wieder sehr zahlreich. Es ist dies ein Beweis, daß hessischen Staate nicht ermangelt an tüchtigen treuen Cokales. ** Anfäßlich des Großherzoglichen Geburtstages fand Same tag- Nachmittag 1 Uhr im Residenzschlosse zu Darmstadt eine Festtafel statt, an welcher das GroßherzogsAbends war im Residenzschlosse eine Abend unterhaltung, zu der über hundert Einladungen ergingen. ** Der Großherzog wird kommenden Samstag der Eröffnungsfeierlichkeit des neuen Gymnasiums in Worms beiwohnen. § Laubach, 26. November. Zeugen des siebenjährigen Kriegs. Der gräfliche Leibjäger Becker fand unweit der Biegelei fieben zehnpfündige Kanonenkugeln, die vermutlich aus dem siebenjährigen Kriege stammen. Offiziere an. Das Getränkten und Bürgern; auf der anderen Seite aber jegens paar und die in Darmstadt weilenden Fürstlichkeiten teil schiebung der Eröffnung der neuen Bahnstrecke Gederneinssäle, Lese- und Schreib- Wirken von den maßgebenden Behörden an höchfter nahmen. O Zeetassen zur Benutzung e zur Auszeichnung vorgeschlagen und dann von Sr. en in Berlin tragen jämt eiden fich im Anzuge feines Sie sind sehr bescheidene trinken und als ruhige, und nehmen regelmäßig nach furzer Zeit für ein 1. Hoheit unserem Großherzog mit den ihnen zusenden Auszeichnungen gern bedacht worden. Im Nachnden ein Auszug aus der großen 8ahl. Es erhielten: verden. Alle find bestrebt, as Kommandeurfrenz II. Riasse des Ludwigsordens: wenn nicht ihre Gesichts: as Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des ennen liege. rlin. Bei Schachtarbeiten in der Nähe von Berlin Bischof Dr. Kirstein- Mainz; Großmütigen: Baar Stoßzähne eines as Rommandeurkreuz II. Klasse des Verdienstordens Geh. Hofrat Professor Dr. Siebeck- Gießen; hn hat eine Länge von 6 wurde dem märkischen Philipps des Großmütigen: Oberbürgermeister Morneweg- Darmstadt; See. Auf dem Dampfer as Ritterkreuz I. Kiasse des Verdienstordens Philipps rt, der soeben mit zwei nach Newyork angetreten eitung in deutscher und des Großmütigen: Direktor Dr. Balser- Friedberg, Kreisrat Bätmann- Büdingen, tt. Stadttheater Gießen. Es sei in legter Stunde nochmals auf das Deutsch amerikanische Gastspiel aufmerksam gemacht um etwaigen Mißverständnissen vorzubeugen, sei ausdrücklich bemerkt, daß die Vorstellung in deutscher Sprache stattfindet. Der Berkehr mit den Proviantämtern. In einer dieser Tage abgehaltenen Ausschußsizung des landwirtschaftlichen Brovinzial- Vereins Rheinhessen fam es in Gegen wart des Proviantamtsdirektors Bähring- Mainz wegen des Ankaufs der für die Heeresverpflegung notwendigen Natu ralien unmittelbar von den Landwirten zu einer ernsten Aussprache. Bähring hatte sich darüber beklagt, daß dem Brobiantamte gar zu wenig Angebote von Seiten der LandA Hartmannshain, 26. Nov. Die unerwartete VerHartmanushain- Grebenhain hat in der Bevölkerung des Vogelsbergs eine große Erregung hervorgerufen. Die Eröffnung sollte anfangs am 1. Dezember, dann bestimmt am 15. Dezember statifinden. Nun hat die Bahnbehörde erflärt, daß die betriebssichere Bollendung der Bahn mit Rücksicht auf die ungünstige Witterung ia diesem Jahre nicht mehr möglich sei. * Lich, 25 November. Die Landgräfin hlobwig von Hessen- Philippstal traf vorige Buche zu achttägigem Befuche im hiesigen Schlosse ein. ** Ortenberg. In der Nähe unseres Ortes wird im näsften Jahre ein Basaltbruch angeschlagen, der der größte Oberhessens werden foll. Das Wert wird mit den neuesten Maschinen versehen. > Stockheim, 26. November. Die Drte des Niddertals zwischen Stockheim und Gedern und die angrenzenden Gemeinden planen die Errichtung eines gemeinsamen Elektrizitätswertes. Die Zentrale soll Bißberg erte. Die Nachrichten fürofessor Dr. Elbe- Gießen, Beigeordneter Kommerzienrat wirte gemacht wurden, die Landwirten erwiderten, daß unter den halten, um die Kraft der Ridder auszuvuzen. urch drahtlose Depeschen rgi- Gießen, Defan Münch. Schotten, Professor Rahn- bestehenden Verhältnissen ein direkter Verkehr nicht möglich chen Funkspruchstationen gen, Direfter Schwabe an der Blindenanstalt Friedberg, sei; er sei viel zu umständlich und zeitraubend. Man wies preise behaupten fortgesest thren hohen Stand. Das Schiff befindet. Außer fessor Dr. Wiederhold Gießen und Direktor Wodaege an die Zeitung einen„ amten Geschehnisse und AnFahrgäste und Schiffs= Feuilleton, in dem ausSchriftsteller veröffentlicht dem Reisenden für den men Atlantisches Tagetie Daily News." nem latamine, gu geben m Prinzen von Battenhmader in Amerika war, Taubftummenanstalt- Friedberg; Ritterkreuz II. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: rdinand Damm, Kommandant der Freiw. Feuerwehr Ben, Felbreinigungsgeometer Friedrich Müller 1.- Friedberg, werbevereinsrorfißender Rockel- Darmstadt, Universitätsntamtmann Weimer- Gießen, die Akteure 2. Kohlheyer und Karl Bühner.Gießen und Stadtverordneter Sch. cht gut befommen. Er hardt- Gießen; eren Beseitigung er einen &, und dieser hat dem bas Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps inigkeit von 4000 Mart des Großmütigen: erechnung find bie Gng Preisamtsbureauvorsteher Schiffaie- Gießen, Beigeordneter und ſelbſt die amerita: Feuerwehrkommandant Cellarius- Schotten, Lehrer DöringBring gehörig gerupit inbhausen, Lehrer Kalbfleisch Gießen, Bureaubeamter Klees ber Landesuniversität Gießen, Kreisstraßenmeister ſch- engliſche Zwischenfallahringer- Grünberg, Stadtrechner, G. Rapp IV. Homburg b. Ohm, Lehrer Schweizer- Odenhausen und Bahnmeister ft- Gießen; mte Rechnung bezahlte. er Autofahrer. König er Autofahrer, ist gleichgt. Er ist fürzlich an bas Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„ Für inal wegen zu schnellen langjährige treue Dienste" am Bande desselben Drdens: Bürgermeister Lang II.- Dbenhausen; immer nur im Fluge"; brachten, hatten in allen asendem Tempo dahinr die Persönlichkeit des fönnen. Db fie ihre in fie flar und bündig ahinjagte, das ist eine utler ist schon wieder nd anderer Länder in nicht gehört, daß ihm wäre. ritte der Wissenschaft ihre Anwendung nicht ich wäre. Amerita ist es hat in der Schule gelmaschine ersetzt. Die ande werden alle keinen ch die Schläge zu er einfach auf den Knopf den jugendlichen Wife ung unter Anspannung De nur, daß die Väter eindlich gegenüberstehen angen. Man hätte so en, wieviel Schläge in 1 und was geschieht, iß eintritt. Jedenfalls ger Trichter erfunden Die amerikanischen eine- Rednerin aufgenicht rauchen. Die dies nach ihren Er Sie nicht rauchen, uninen Humor befizen. in doch seine besten das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:" Für langjährige treue Dienfte": Botschaffner Christian Enders- Gießen, Gemeindeeinnehmer rud II. Oppenrod, Gemeindeeinu hmer Hubli- Traiß- Horloff, demeindeeinnehmer Jaeger I Storndorf, Ratsdiener Diterin Gießen, Feldgeschworener Reinig III.- Ruppertenrod, leigeordneter Beppel XII. Ober- Seemen, Gemeindeeinnehmer lapp Mainzlar, Kirchenrechner Schleenbecker- Heuch hein, elbgeschworener Johs. Westrupp II. Rülfenrod und Bürger. efter Löber- Freienfeen; das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „ Für treue Dienste": die Polizeidiener Desch- Wetterfeld und Soebel- Zeilbach, Forst- und Feldschüßen Becht- Gonterskirchen und Braun Sainbach, Nachta ächter Döring Pohl- Göns, Kirchendiener Soring III.- Storndorf, Holzfeßer Chr. Freitag Hausen, Kreisaßenwart Hahn- Großen- Buseck, Rottmeister Chr. Häuseraufen, die Straßenarbeiter Johs. Hölzer und Th. Schmidt Groß- Felda, Kreisstraßenwart Sommerlad Beuern, Steuer. we Chr. Weil- Schotten, die Holzhauer N. Schott- Restrich, Eur. Altemann Ober- Breidenbach und Gepäckträger Jt. Finert- Grünberg. ப m N " 1 auf die französischen Verhältnisse hin; in Frankreich suchten die Fatendanturbeamten selbst die Gemeinden auf, um ihre Einfäufe zu besorgen. Am Schlusse der Verhandlungen erklärte der Proviantamtsdirektor, daß er sein möglichstes tun werde, um für die Folge den Wünschen der Landwirte zu entsprechen. pp. Gestern fand auf dem Trieb zu Gießen ein Fußball- Wettspiel zwischen der 3. Mannschaft des Fußballflubs von 1900 und der 1. Mannschaft des Fußballklubs von 1905 ftatt, wobei ersterer mit 1: 0 Goals siegte. Es wurden ferner von unserem Landesherin ernannt: " Geheimerat" der Provinzialdirektor Freiherr Blanch und Ministerialrat Dr. Eisenhuth zu Darmstadt; Oberbürgermeister" der Bürgermeister Göttelan- Mainz; zum Geheimen Justiz rat" LandgerichtsDr. Schäfer und W. Wagner- Gießen, Oberamtsrichter Eriba Alsfeld und Ferdinand Rabenau- Büdingen; zum Schulrat" die Kreisschulinspektoren Kleinschmidt- Gießen, Libres- Lauterbach, Bauder Bensheim, Pfaff- Alzey, Scheerer Bibingen, Süß- Friedberg und Schrob- Mainz; zum Geh. Medizinalrat" der Medizinalrat Dr. Range Hungen; unausstehlich. Er zil ihm etwas fehlt, um räsonnieren zu nach Tisch mit großem fich dann in einem Ich bin überzeugt, Mann soll rauchen, ffen hat. Mit einem fem Punkte nicht ge rum rate ich Ihnen, des und Ihrer Zu chers auszuschlagen!" Frauen mehr finden. äucherte Gardine! tsfaal. effin Luife bon Ro beraumte Termin bor Ser die Geibung der und der Prinzessin f ben 18. Dezember t zu Gotha ist näm betreff des von der " - Unfug oder Armut? In der Naht auf Sonntag wurde der eine unserer beiden Aushängelasten mit der Beitung an der Einfahrt zu unserem Geschäft entfernt und von dem betr.„ Nacht" löhner ein Taglöhner fann's nicht gewesen sein, denn ein solcher hat um diese Beit besseres zu tun noch nicht wieder zurückgebracht. Es ist sehr leicht möglich, daß berselbe die Gießener Neuesten Nachrichten" auch gern lesen will, sich aber pro Monat 60 Pfg. für ein Abonnement nicht erübrigen fann; wir laben barum ben be treffenden Raftenträger ein, sich auf unserer Expedition zu melden, wir wollen ihm gern ein Frei- Cramp'ar bewilligen. Es wird uns zu vorstehendem furz vor Redaktionsschluß vertraulich die Person des betr. Herrn genau bezeichnet und es liegt deshalb in seinem Interesse, den Kasten innerhalb 24 Stunden wieder an seine alte Stelle zu verbringen, andernfalls Anzeige erfolgt. - ** Lieferungen für Deutsch Otafrifa. Das Raiserliche Souvernement von Deutsch Ostafrifa schreibt Lie Lieferung seines Jahresbedarfs für 1906 aus. Für die Lieferung kommen hauptsächlich Eisen und Esenwaren, wie Band-, Flach- und Winteleisen, Bleche, Hämmer, Feilen, Retten, Schlösser, Nägel, Drahtstifte, Robre, Schrauber, Holz und Holzwaren, wie Bretter, Holzschrauben usw., ferner Baumwollstoffe, Matraßenftoff, Scheuerleinen, Pusel u. a. in Betracht. Interessenten fönnen auf dem Bureau der Handelskammer Auskunft über die Lieferungsbedingungen und die benötigten Waren erhalten. Beterinärrat" der Kreisveterinärarzt Schmidt en; zum Kommerzienrat" der Bigarrenfabrikant Cab Mueller Gießen; zum Dekonomierat" GutsbeKarl Müller( Vorsitzender des Landespferdezuchtvereins) auf dem Nauhof bei Lang- Göns; zum Gewerberat" eBorsigende der Handwerkskammer Obermeister Jean Mainz; zum Rechnungsrat" Bezirkekassierer Rendant Gutfleisch- Homberg; als" Förster" die Kommunalwarte Johs. Albach Hattenrod, Karl Brück Rödgen, M. Siberg Daubringen, Sh. Jakob II. Nonnenroth, Johs. laum Pohl- Göne, K. Laun- Kelsterbach, Hch. Theiß II.- NiederOhmen, Forstwart Johs. Jafobi. Windhausen, Forstwart Johs. Smelz- Schellnhausen und Forstwart Gg. Markart Maulbach. " * * Außerdem hat der Großherzog von dem an seinem diesbie Beamten und Bediensteten der Staatsjährige Dienstzeit und 1052 Erinnerungszeichen für othaer Landgerichtigen Geburtstage neu geftifteten Erinnerungszeichen Bor der Straftammer isembahnverwaltung 75 Erinnerungszeichen für anberaumt. henftein aus Berlin n und des Königs il lautete auf brei irige Dienstzeit verliehen. * Kohlenproduktion. Nach amtlicher Statistik wurden im Oktober im Großherzogtum 34 931 Tonnen Braunfchlen und 5123 Tonnen Briketts und Naßpreßsteine 348 520, bezw. 55 674 Tonnen. erzeugt; die Produktion von Januar bis Oftober d. J. war Pfund Lebendgewicht wird mit 56 und das Pfund Schlachtgewicht mit 74-75 fg. bezahlt. * Aus dem goldenen Grund, 26. November. Giftige Safe. In dem 5% Meter tiefen Schacht im sogenannten Börnchen" nahe bei der Hauptquelle des Niederfelterser Brunnens, wo gegenwärtig Fassungsarbeiten vorgenommen werben, entströmten dem Boden so große Mengen freie Kohlensäure, daß die Arbeiter schleunig lassen mußten. Einige Arbeiter waren schon betäubt. Es wird, um weiter arbeiten zu fönnen, ein Ventilator in Betrieb gesetzt werden. * Usingen, 26. November. Mit den Absteckungsarbeiten für die Eisenbahn Usingen- Weilmifter wird nach Mitteilung der Esenbahndirektion zu Frandfurt in den nächsten Tagen begonnen. ** Bom Feldberg, 26. November. Ja der gestrigen Nacht gingen starfe Schneemassen nieder. Die Höhe der Schneebede beträgt 10 Bentimeter; die Schneeschuhlaufbahn ist fahrbar. * Aus der Rheinprovinz, 26. Nov. Zur Milderung der Fleischnot. Der Oberpräsident der Rheinproving, Fehr. v. Schorlemer, richtete an die Regierungspräsidenten eine Verfügung, betreffend Vorschläge zur Milderung der durch die gegenwärtige Fleischnot hervorgerufenen Notlage, worin der Verwaltungsbehörde zur Pfl cht gemacht wird, Erwägungen darüber anzustellen, wie der Fleischteuerung entgegenzutreten sei, da nach den aus den ausländischen Bezirken vorliegenden, durch die Landwirtschaftskammer beftätigten Angaben ein Mangel an schlachtreifem Bieh nicht vorhanden sei. Es sei besonders dahin zu streben, eine Verbindung zwischen den Viehzüchtern und den Konsumenten nicht nur dem Zwischenhandel zu überlassen, sondern den direkten Bezug des Schlachtviehs von den Produzenten seitens der Metzger anzubahnen. Qistener landwirtschaftlicher Westerbien. Borauitlie Btterung in Hessen für Dienstag, ben 28. November. Meift woltig, tälter, bei starfem nordwest. lichen Wind, Niederschläge, Schnee auf den Höhen. ( Näheres durch die Sießener Wetterfarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratente I #Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, be de Deffentlicher Dant. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker, f. u. f. HofIteferant, Neunkirchen bei Wien, wird unterm 11. August 1897 aus Altona geschrieben: in Gießen Deutscher Freidenkerbund. Mittwoch, den 29. Movember hält im„ Hotel Einhorn" zu Gießen der Brediger der freireligiösen Gemeinde in Frankfurt, W. Klaute, einen Vortrag über" Die Notwendigkeit einer freidenferischen Organisation". Der Deutsche Freidenkerbund hat nach§ 1 seiner Sagungen den Zw&, die zerstreuten Kräfte der deutschen Freidenker und des deutschen Freidenfertums zu sammelu, au organist ren und durch Bereinigung, sowie durch gegenseitige Berständigung aller derer, welche die Menschheit von religiösen und wissenschaftlichen Fertümern und Vorurteilen zu befreien und die volle Freiheit der Gewissen herzustellen wünschen, start zu machen."„ Wir Freidenfer wollen demgemäß, fagt ein Flugblutt des Bundes", auf geistigem Gebiete den Kampf aufnehmen gegen Aberglauben und Unwissenheit, gegen Verdummung und Bevormundung jeglicher Art, gegen religiöse Unduid samkeit und gesellschaft. liche Vorrechte und Ausnahmestellungen, gegen Bebrückung der Dent- und Gewissensfreiheit, ohne uns indes in die politische Arena zu begeben und auf den Boden einer be sonderen Barteianschauung zu stellen."- Der Vortrag des Herrn Klaute wird sich über die Bestrebungen des Freibenterbundes noch weiter auslassen. ** Heuchelheim, 26 November. Hier ist ein Leseverein mit einer Volksbibliothek ins 2- ben getreten. Großen- Linden, 26. November. Unser neues Stationsgebäude wird am 1. Dezember in Betrieb genommen. X Großen Linden, 26. November. Mit den Wieder. kommenden Frühjahre begonnen werden. Herstellungsarbeiten an unserer alten Kirche wird im = Großen Linden. Zu Ehren des nach Hausen ver sezten Pfarrers Hepding wird Freitag, 8. Dezember, zu Großen Linden eine Abschiedsfeier veranstaltet werden. § Krofdorf. Die über das Gehöft des Jakob Appel infolge Notlauffenche verhängte Gehöftsperre ist ist wieder aufgehoben. § Dutenhofen, 26. November. Obstbaukursus. Kreisobftbaulehrer Kilp wird in der Zeit vom 4. bis 7. Dezember hier einen Unterrichtstursus im Obstbau abhalten. " Ich bin bereits 70 Jahre alt und litt seit 10 Jahren an Gelenk- Rheumatismus, ebenso an Hämorrhoidalfmoten und konnte keine Hilfe finden. Nur Ihr Wilhelm's antiarthritischer antirheumatischer Blutreinigungstee hat mich von meinem Leiden in drei Wochen vollständig befreit. Ich sage Ihnen, sowie der Gräfin, über deren Bericht ich in der Zeitung gelesen, meinen besten Dant." Mit aller Hochachtung Christ. Ackermann, Rentier. Altona bei Hamburg, Reichenstr. 6. Preis: 1 Paket Mt. 2.-, 1/2 Paket Mt. 1.-. Bestandteile: Innere Nußrinde 56. Wallnusschale 56, U mentinde 75, Franz. Orangenblätter 50, Eryngitblätter 35, Scabiosenblätter 56, Lemusblätter 75, Bimmftein 150, rotes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, yourzel 3.50, Radic Carlophyil. 3.50, Chinarinde 35, Eyngiiwurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Graswuizel 57, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Sassaparillwurzel 35, Fenchel, röm. 3.50, weißen Senf 3.50, Nachtschattenftengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen Verfahren geschnitten und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht ist. Nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware. zu beziehen durch alle Apotheken des Deutschen Reiches. ,, Vorsicht bei Einkauf". Man weise minderwertige Nachahmungen entschieden zurück und beachte den Namen und Schuhmarke des Tees. Wo nicht erhältlich, direkter Versandt. Theater- Verein Giessen. Mittwoch, den 29. November 1905, abends 8 im Saale des„ Hotel Einhorn" zu Gießen: III. Vorstellung: Dienstag, den 28. November 1905: Fedora. Drama in 4 Aufzügen von Victorien Sardou. Deutsch von Paul Lindau. Fürstin Fedora Romazoff: Hedwig Lange vom Schauspielhause in Frankfurt a. M. Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende gegen 11 Uhr. zu Mk. 5., 4., 3.-( für Mitglieder Mk. 4.50, 3.50, 2.50 und Oeffentlicher Vortra mit Diskussion u 277 Oberbe des Herrn W. Klaute, Prediger der freireligiösen Gemeinde in Frankfurt a. über das Thema: „ Die Notwendigkeit einer freidenkerischen Organisation. Eintrittskarten Mk. 2.-( für Studierende) im Vorverkauf bei Herrn Challier Eintritt frei. und abends an der Kasse. Schreiben Sie eine Postkarte an das Kaufhaus Max Brings, Mainz S. Nr. 306 und verlangen Sie per Nachnahme zu 10 Mt. 85 Bfg. ein Weihnachts- Paket franko Haus ( bestehend aus 35 Gegenständen) ohne jede Nachzahlung. Um mit unserem enormen Lager schnell zu räumen, versenden wir dieses Paket, von welchen 20 Gegenstände schon mehr wie 10 mt. repräsentieren, zum Einführungspreis von Mt. 10,85 franko ins Haus, und zwar nur, um unsere Firma bekannt zu machen und auf neue Bestellungen sicher rechnen zu können. Nie wiederkehrende Gelegenheit: 6 Meter Stoff zu einem Kleid, vorzügl. Qualität 6 Taschentücher, weißer Linon, gesäumt 3 Paar Damenstrümpfe, echt diamantschwarz 2 Paar Herren Socken 2 Schürzen, garantiert waschecht 6 Handtücher, prima Drell, fertig abgepaßt 6 Servietten, gebrauchsfertig 1 Damenbeinkleid mit Stickerei 1 Tischtuch, vollständ. groß, Blumen- u. Karro- Must. 1 Paar elegante Damenhandschuhe 6 Poliertücher mit bunter Kante oder 6 Seifentücher Sämtliche 35 Gegenstände für 10,85 Mk. frei ins Haus. Nichtkonvenierendes wird nach dem Feste gerne umgetauscht. Kaufhaus Max Brings, Mainz- S. Nr. 306. Schöfferstrasse 12. Schusterstr. 54. Alte Universitätsstr. NB. Sollten Sie das Paket als Weihnachtsgabe benutzen wollen, so sind wir bereit, Ihnen die Sendung auf besonderen Wunsch erst am 15. Dezember abzusenden, damit Sie die Ware ficher vor dem Feste erhalten. Bezirks- Verein Nord- Ost Gieken. Einladung zur General- Versammlung am Montag, den 27. November, abends 8½ Uhr in der Restauration Darmstädter Haus". " Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung. 2. Rechnungsablage. 3. Vorstandswahl. 4. Verschiedenes. Wic bitten um zahlreiches Erscheinen. Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Portwein, Vino de Wermuth, Sames, Malaga in nur guten Qualitäten. Der Vorstand. Makulatur hat abzugeben Expedition d. Blattes, Einen Auto gratis. Vorzüglichste Lederputz- Crême Kavalier Das Beste vom Besten Dankbarkeit awingt mich, gern u. unentgeltlich Hals-, Bruit- und Lungenleidenden jeglicher Art mitzuteilen, wie ich durch ein einfaches, billiges und erfolgreiches Natur produkt bon meinem qualvolen Leiden befreit worden bin. Lehrer Baumgartl in Rrammel bei Aufsig( Elbe). Junger kräftiger Bursche fucht Stellung als Hausbursche Kein alltägliches Schuhputzen mehr nötig. Jaglöhner oder Knecht Oberall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg bei bescheidenen Ansprüchen. Off. unter T. a. d. Exped. d. Bl. erb. Betreffend: Die Ausführung des Reichsgesetes, die Abänderung der Gewerbeordnung vom 30. Juni 1900 betreffend. Bekanntmachung. daß an den nachbezeichneten Tagen die Vorschriften über Wir bringen hiermit zur Kenntnis der Interessenten, die Mindestruhezeit und Mittagspause der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter(§ 139 e rubr. Gesetzes) feine Anwendung zu finden haben und die Läden sowie die offenen Verkaufsstellen an diesen Tagen bis 10 Uhr abends offengehalten werden dürfen: Ein tadelloses selbstfahrendes Automobil mit einer Person erhält Jeder, welcher mir innerhalb der nächsten Tage folgende 12 prachtvolle Weihnachtsgeschenke für den Spottpreis von Mt. 3.86 abkauft. a) 14 Wochentage vor Weihnachten: 9. und 10., 12.- 17., 19.- 24. Dezember; b) 1 Wochentag vor Neujahr: 30. Dezember. Gießen, den 22. November 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Auch Damen herzlich willkomme Das vorbereitende Komitee. Bekanntmachung. = Bei der in der Sigung der Stadtverordneten- Ve sammlung vom 23. November 1905 vorgenommen Drud und Verlag der Gießene ( 27. fortsetzung.) Auch zeigten fich planmäßigen Verlosung der am 1. März 1906 fonnigen Tage, die wal Rückzahlung kommenden Schuldverschreibungen de Tiergarten herborriefen, In der Zeit vom 18. bis 25. November wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 silb. Kettenarmband, 1 gold. Ohrring, 1 Lochsäge, 1 Portemonnaie mit 90 Pfg. Inhalt und 1 Portemonnate mit 21,52 Mt. Inhalt. verloren: 1 filb. Kettenarmband mit Herzchen, 1 gold. Herrenring, eingrabiert W. M., 1 Portemonnaie mit 16 Mt. und 1 Badekarte auf den Namen Zahn ausgestellt als Inhalt, anlehens der Stadt Gießen vom Jahre 190 wurden folgende Stücke zur Rückzahlung bestimmt: Au bewundern war, als Rahlheit wie sehnsüchtig Serie II Nr. 49, 86, 104, 130, 254, 262 u. 337 à 2000 gegenredten. Die anspruc ff II, 352,414, 527, 598, 607, 668, 724, 774, 797, 813, 836, 854, 896, 905, 941, 998 und 1087 à 1000 II " " 1211, 1322, 1360, 1361, 1367, 1616, 1722, 1723, 1772, 1880, 1881, 1883, 1888 und 1889 à 500 II " " 2039, 2067, 2077, 2088, 2116 2119 und 2120 à 200 Il " " 2329, 2394, 2397, 2484, 2485 und 2486 à 100 Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlich ihreibungen Stenntnis gebracht, daß die Einlösung dieser Schuld bei der Stadtkasse in Gießen " 1 dem Bankhause Delbrück, Leo& Co. zu Berlin un der Mitteldeutschen Kreditbank zu Frankfurt a. erfolgen kann und daß die Verzinsung mit Ende Febru 1906 aufhört. Gießen, den 27. November 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. jeher einen hübschen Cha ausgemacht hat, ließ sich Augenweide vollauf geni Sonntagen Unter den haftes Gedränge und man bereits mitten in An einem dieser bärtiger Herr um d weld Jägerstraße eintrat,& feinem Tasche buche a emporsteigen, ehe er d hatte; denn erst in die ür den Namen, Das kleine saube auf sein Klingeln ge einem etwas verwund Fräulein Friedemann " Bu Hause ist ob sie zu sprechen i fragen." Nun, so versäun legenheit meinen Nam fie, es sei ein alter Herbert Riedinger." Es bedurfte für war, augenscheinlich ihn annehmen solle of in eigener Person hind Der unterm 20. Februar 1897 genehmigte Bestellung drinnen kaum bauungsplan für das Gelände zwischen Mittelwgrüßen. Wie fie ihm und Veterinärklinik soll durch Beschluß der Stadtv ordneten- Versammlung vom 22. September d. I. auf gehoben werden. Der Plan liegt auf unserem Tiefbau amte bis zum 20. Dezember ds. Js. offen. wendungen gegen denselben find binnen der gleich Frist bei Meidung des Ausschlusses bet uns vorzubringe Gießen, den 25. November 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Eir Ueberraschung ihre Här us als je, und mit u Herbert die Veränderung ihrer Abreise aus Dresd war. Das war freilich gefichtchen, welches da Balentins auf den erster hatte; aber es fehlte ihn es für das Modell einer geeignet gemacht hatte, nehmenden Freundes so Wangen hatten sich mer Mot der Gesundheit gefa worden, und ihre Beweg 1 Trauring, gez. J. S. 1899 and 1 Paket Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wi ( graues Papier), Inhalt 1 Baar graue die Aliceftraße zwischen Ludwig und Frankfurterficüdigkeit eine gride t Hosen, 1 gezwirntes Knabenjäckchen und von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverk lei beſſer ſtand, a 1 Elle Flickzeug. Zugelaufen ist: 1 Hund, weiß mit gelben Flecken. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen, stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. 1) I Postkarten- Album mit fein geprägten farbigen Deckel für 108 Ansichtspoftfarten 34X20 groß. 2) Ein Märchenbuch, Brachtausgabe cirka 200 Seiten start mit vielen farbigen Jllustrationen. 3) Eine moderne Zimmer- Einrichtung, bestehend aus Sofa, Sofatisch, 4 Stühle und Kommode. 4) Ein Handwerkzeug als Hammer, Zange und Betel. 5) Eine grossartige Kinderpost, enthaltend 2: und 5- Pfg.Postkarten, Briefmarken, Baketadressen 2c. 6, 7 und 8) Drei sehr unterhaltende und amüsante Gesellschaftsspiele für groß und klein zur Verfür ung der langen Winterabende. 9) Ein Besteck( Gabel, 10) Eine Harmonika im Etuie, Messer, Löffel und Auffüllöffel. boller reiner Ton. 11) Ein Schaukelpferd mit Reiter, sowie 12) Eine Land- und Verkehrskarte mit sämtlichen Post- und Eisenbahnstationen versehen.( Der kleinste Ort und Flecken wo Poststation ist, ift auf dieser Karte benannt.) Größe 120X100 cm. Diese Karte ist ein unentbehrliches, wertvolles Nachschlagewerk für jedermann, sowie als Lehrmittel für die Jugend vortreff ich zu verwenden. Reflektanten wollen sofort ihre Bestellungen einreichen, ehe Vorrat vergriffen. Garantie Zurücknahme. Bei Bestellungen bon Paketen gebe ein 6, graits und ist dieses eine besondere Ge Der legenheit für Vereine zu Weihnachtsgeschenken, Tombolen 2c. Versandt erfolgt täglich nach allen Orten Deutschlands. Verpackung frei. Der Betrag von 3.86 Mf. ist per Postanweisung oder in Brief= marken im Voraus einzusenden. Per Nachnahme foftet 20 Pfg. mehr. Otto Jauch, Hamburg 1, Kl. Reichenstraße 5. Gießen, den 25. November 1905. Großherzogliches Polizeiamt Sießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 26. Oftober 1905 angeordnete Sperre der Hammstraße zwischen Unterführung bei Geilfuß und bem Güterbahnhof wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. November 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Erste, älteste, grösste, verbreitetste, weltbekannte Nähmaschinen- u.FahrradGrossfirma M. Jacobsohn, 45MK MASIVIL BERLIN N. 24, Linienstr. 126. Lieferant v. Post-, Preuss. Staats- u.Reichseisenbahn- Beamtenverein., Lehrer-, Militär-. Kriegervereinen ganz Deutschl., versendet die neueste deutsche hocharmige SingerNähmaschine ..Krone" 66 für alle Arten Schneiderei, 40, 45, 48, 50 Mark, 4wöchentl. Probezeit, 5 Jahre Garantie. Berühmte erstklassige Marken, Wasch- Maschinen- RollMangel billigst. Militaria- Zollerräder für höchste Ansprüche in Militärkreisen eingeführt, PetroleumHeizöfen, garantiert geruchles, f. Salon u. jedes andere Zimmer, einzig in sein. Art, ohne Abzugsrohre. Koch- Kohlen- Ofen ohne Abzugsrohre, sehr praktisch zum kochen, braten, heizen, Austrocknen von Neubauten. Ein wahrer Schatz für alle durch jugendliche Verirrungen Erkrankte ist das berühmte Werk: Dr. Retau's Selbstbewahrung 82. Aufl. Mit 27 Abbild. Preis 8 Mark. Lese es Jeder, der an den Folgen solcher Laster leidet. Tausende verdanken demselben ihre Wiederherstellung. Zu beziehen durch das Verlags- Magazin in Leipzig, Neumarkt 21, sowie durch jede Buchhandlg. Hausierer gesucht. Lohn täglich 5-10 mr. S. Nebeling, gesperrt. Gießen, den 27. November 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Inne Die bei Erbauung einer Dampfwaschanstalt Bad Nauheim vorkommenden Arbeiten des Ausbaues" werden hiermit auf Grund des Minifteri Erlaffes vom 16. Juni 1893 zum öffentlichen Wett werb ausgeschrieben. 1. Wandplättchenlieferung: 677 qm II. Porzellanplättchen zu liefern; 2. Glaserarbeit: 118 Holzfenster zu liefern, 222 qm eiserne Fenster zu glasen; 3. Weißbinderarbeit: 2400 qm glatten Wa pub, 1200 qm glatten Deckenputz auf Betongewö 142 qm desgleichen auf Holzbalkendecke, 154 qm de auf Drahtziegeln, 1567 qm äußerer Pug und die ftriche 2c.; 4. Schreinerarbeit: 6 Eingangstüren, innere Türen, 15 qm Glasabschlüsse 2c.; 5. Schloff arbeit: 900 kg eiserne Türrahmen, 80 Isdm. schmie eisernes Treppen- und Galeriegeländer, Beschlag oben genannten Türen; 6. Tapezierarbeit. 170 C ( Rollen) Tapeten aufzuziehen, 389 qm Linoleumbelagi Itefern 2c. Pläne, Bedingungen und Angebotsformulare auf unserem Amt einzusehen, die beiden letzteren wer gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Sie freue ich mich zufinden, Fräulein Wall Worte der Begrüßung m Stofafen stellten di Unter folchen 1 der Reformn- Aktion Es flingt dur Rüdtrittsgedanken d angeblich tragen fol ausgeschlossen, daß an anderen Stellen Ein dringlicher Semftwo- Kongre greß drüdt Bitte Durnowo entlasse Politit festhält. mann des Zaren, ift es, die dem G P Dem Bund Angebote sind verschlossen, porto- und beftellgeld ber die Ausstellu mit entsprechender Aufschrift versehen längstens zum 18. Dezember, vormittags 11 Uhr bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, wor deren Eröffnung im Beisein etwa erschienener Bewer Burkhardsfelden, Albacherstr. 9. stattfindet. Zuschlagsfrist 9 Wochen. 1 Wohnung ( 1 Zimmer, Küche und Keller) sof. Bad Nauheim, den 24. November 1905. zu vermieten. Wolfftrake 21. Baubehörde für die Neubauten in Bad Nauhe Ingenieurschule zu Mannheim Städt. subv. höhere technische Fachschule. Programme kostenlos, I o ft. NAUMANNIA- SEIFE mit dem Beata Selle nah und/ arn! nach dem Inkrafttr ftimmt ist. Die Absen gestundeten einzuzahlen. * in Berlin der erste Jm Saale de alle deutschen Städte das Recht der Beschi fehr zahlreich besucht. ofmete die Verhandlun zen. hauptgegenftand richtung einer Bentral Frage der Fleischteuer Lammer- Syndilus Do berg i. Br. und Sto Die vom Städtetage