tung. Bemartung Sießen t gezogenen Zeil der achung bringen wich er 1905. fterei Gießen. achung. Oktober d. Jo. riakgrundftüde bezüg 31, 32, 34 und 35 igung Gießen rechts Gemarkungsteil an ttage 2 Uhr am Bah borbehältlich der weiteren Bedingung en auf den überwiefer nborgenommen werd die infolge der Ausfü beiten, der Anlaget dergleichen innerhalb eser Arbeiten notwen Eigentümer dulden. nd Zugang bon Ge mer nach dem Bonil hrieben. ftober 1905. reinigungskommisjä eisamtmann. dung. 1905 angeordnete Spa hiermit aufgehoben. 1905. mt Gießen. rg. achung. 1905 angeordnete Spe Ludwig und Steph 1905. at Gießen. erg. achung. analisationsarbeiten wi henplag und Schulf res für den Fuhrberl er 1905. lizeiamt Gießen. rg. gebung. und Lieferungen für farrrhauses an der Ai und zwar: und Wasserleitung. elanlage. ng. ( Inneren und Neußeren den: ke. meindehauses an d fönnen auf dem Büre dhrend der Büreautund te mit entsprechender eichneten bis zum Samsta ber 1905. en. Gesamtkirchenvorfa aumann. ch- Anstalt uz. Giessen derweg 38, Coblenz Firmungsstrasse 4-6. Offenbach a, M. Frankfurterstrasse 36. Butzbach i, H. Fabrik gegründet 1848. gliche Arbeiten. Nr. 253 Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 fg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Betitzelle 30 resp. 40 Pfg. Rebaftion u. Haupterpedition:@ teßen, Selter& meg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Freitag, den 27. Oftober 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlic tox haue gebracht 60 Pfg., durch die Voit beadgen wertetiäbel.: 1.50. Gratis beilagen: Oberbeffiie Familiengedien.b) und die Gießener Settemblon widen th Tas last endent on olles be teen nacht Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen. Das Ende des Lippifchen Thronftreits. ( Eig. Bericht.) Detmold, 26. Oktober. Das Reichsgericht zu Leipzig hat, wie bereits bekannt wurde, gestern unter Vorsitz seines Präsidenten als vom Bundesrat eingesettes, von den Parteien anerkanntes Schiedsgericht den Streit um die Erbfolge im Fürstentum Lippe- Detmold zugunsten der Lippe- Biesterfelder Linie entschieden, und unser Graf- Regent nennt sich von heute an Fürst Leopold III. von Lippe- Detmold. Nicht bloß in unserer Stadt, wo man dem seitherigen Graf- Regenten besondere persönliche Sympathien entgegenbrachte, im ganzen Reich hat man sicherlich den Schiedsspruch mit aufrichtiger Genugtuung begrüßt. Nicht weil man aus den genealogischen Erörterungen ein sicheres Urteil über das Maß der Berechtigung der verschiedenen Erbansprüche gewonnen hätte, sondern weil wieder einmal an einem greifbaren Beispiel deutlich gemacht worden ist, daß die Gerechtigkeit deutscher Richter durch keine Rücksicht ins Wanken ge= bracht werden kann. So unerschütterlich fest ist das Vertrauen zu der weisheitsvollen Einsicht und zu der unbedingten Gerechtigkeit unserer höchsten Richter, daß nach verkündetem Spruch der unterlegene Teil, Fürst Georg von Schaumburg- Lippe, als erster Gratulant sich dem obsiegenden Teil näherte. Das gereicht allen zur Ehre, den Parteien wie den Richtern, und bildet einen schönen, versöhnlichen Abschluß der Auseinandersetzungen, Sie nicht immer ganz erquicklich waren. Dem modernen Gefühl wollte es bei aller aufrichtigen Verehrung für das Legitimitätsprinzip nicht einleuchten, daß für die Feststellung einer Thronfolgeberechtigung in deutschen Landen nicht die Landesgesetzgebung, sondern der Umstand entscheidend sein solle, ob eine Ahnfrau, die seit hundert Jahren den ewigen Schlaf schläft, adeliger und ehelicher Geburt gewesen. Modeste von inruh hat im Grabe noch keine Ruhe gehabt. Ihre Abstammung und ihrer Eltern Lebenswandel wurden recht pietätlos durchforscht, ihr Schatten wurde herausbeschworen, um einent späten Enkel auf dem Weg zum Thron im Wege zu sein. Das mag notwendig gewesen sein, aber dem Volksempfinden bleibt es unverständlich. Im Jahre 1897 war bekanntlich die lippische Regentschaft schon einmal Gegenstand eines Schiedsspruches gewesen. Auf Grund verschwiegenen Vertrages hatte Prinz Adolf von Schaumburg- Lippe, der Schwager des Kaisers, die Regentschaft in Lippe- Detmold angetreten. Graf Ernst von Lippe- Biesierield machte seine näheren Rechte geltend, und ein Schiedsspruch des Königs Albert von Sachsen erkannte sein besseres Recht an. Graf Ernst kam jedoch nicht zum vollen Genuß seines Sieges. Der Schiedsspruch des Königs Albert von Sachien wurde dahin ausgelegt, daß dabei nur das Anrecht des Grafen Ernst persönlich auf die Regentschaft, nicht zugleich das Erb- und Thronfolgerecht seiner Kinder zur Anerkennung gelangt sei, besonders da die Gemahlin des Grafen Ernst, cine geborene Gräfin Wartensleben, feinen ganz einwandfreien Stanımbaum habe. Als Graf Georg im September vorigen Jahres starb, entbrannte der Streit aufs neue. Graj- Regent Leopold, des Grafen Ernst ältester Sohn, erklärte sich bereit, auf den Schutz des vorigen Schiedsspruchs zu verzichten und die ganze Angelegenheit nochmals der endgültigen und unanfechtbaren Entscheidung eines Schiedsgericht, des Reichsgerichts in Leipzig, anheimzustellen. Dieses Anerbieten wurde angenommen. Ein Jahr hat es gewährt, ehe der Spruch des Reichsgerichts gefällt wurde. Nicht die Kompliziertheit der Rechtsfrage hat die lange Erwägung nötig gemacht. Die Entscheidung stand unmittelbar bevor, als der Reichsgerichtspräsident Dr. Gutbrod starb. Sein Nachfolger, Freiherr von Seckendorf mußte sich in die Materie erst vertiefen. Die bloße Lektüre der Schriftsäße der Parteien- ganzer Bücher nahm viel Zeit in Anspruch. Jetzt ist das Urteil publiziect, und es gibt einen„ querelle allemande", einen deutschen Streit weniger. Vielleicht nimmt man an zuständiger Stelle Anlaß zu einer Revision des Privatfürstenrechts überhaupt. Wir haben vielfach gesehen, daß Völker sich einen König oder Fürsten fremder Nationalität wähl= ten. Dabei geschah ihnen kein Unrecht, denn sie hatten es selbst gewollt. Es könnte aber auch vorkommen, daß ein Thron durch Erbgang in volksfremde Hände käme, ohne daß das beteiligte Land darum befragt und mit einverstan= den wäre. In Deutschland könnte das zu Komplikationen führen. Die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, da z. B. der Zar von Rußland Chef des Hauses Oldenburg ist, da erst jüngst ein englischer Prinz regierender deutscher Herzog geworden. Ein Land ist doch einmal kein Landgut. Jedenfalls ist es erfreulich, daß es in deutschen Landen feine Lippische Frage" mehr gibt. Fürst Leopold III. verkündet in einem Erlaß, daß er die Regierung auf Grund des Reichsgerichts- Schiedsspruches angetreten hat. In dem Erlaß heißt es weiter:„ Was an Streit um den lippeschen Thron bestanden hat, gehört der Bergangenheit an. Wir erbitten von Gott die Rückkehr des vollen inneren Friedens. Unser heiliges Bestreben wird es sein, ihn zu gewinnen und zu mehren. Alle getreuen Untertanen rufen wir auf, in diesem Geiste und zu diesem Ziele zit helfen. Wir hoffen, daß auf solchem Grunde wechselseitiger Pflichterfüllung reichlich Glück und reicher Segen für unser schönes gemeinsames Vaterland erblühen wird und wiederholen bei diesem feierlichen Anlaß das Gelöbnis: immerdar unter Gottes Hilfe ein gerechtes und verfassungs. mäßiges Regiment zu übren. frendig und in nie wanfender Irene zu Kaiser und Reich." Herrn von Stengels Steuerpläne. Endlich ist der Schleier gelüftet worden, der die Reichsfinanzreform- Vorlage des Staatssekretärs Freiherrn von Stengel so sorgfältig verhüllte. Gefordert wird eine ReichsErbschaftssteuer, eine Erhöhung der Tabak-, Brau- und Stempelsteuer. Die vielbesprochene Wehrsteuer fehlt einstweilen in den vom Bundesrat angenommenen Plänen. Das bisher bewahrte Geheimnis war übrigens für das Reformprojekt eine Notwendigkeit. Was Freiherr von Stengel empfahl, wurde erst durch die Zustimmung des Bundesrats eine Vorlage, und für diese konnte es nicht förderlich sein, menn man von vornherein wußte, daß ihr Urheber selbst sie sich in dem einen oder anderen Hauptpunkt wesentlich anders gedacht hatte. Jetzt darf man ohne Schaden erfahren, daß der Reichsschatzsekretär für alle seine Vorschläge die Zustimmung des Bundesrats gefunden hat. Die Reichsfinanzreform- Vorlage ist ein einheitliches Werf, erscheint aber nicht als einheitlicher, in sich geschlossener Gesetzentwurf. Die Erhöhung der Stempelabgaben kleidet sich naturgemäß in das Gewand einer Novelle zum ReichsStempelgesetz, erhöhte Abgaben vom Tabak, von Zigarren und Zigaretten müssen sich als Novelle zum Tabaksteuergesetz einführen, und steigende Abgaben vom Bier wollen durch eine Aenderung des Biersteuergesezes angeordnet wer den. Die Reichs- Erbschaftssteuer, ein vollständiges Novum, verlangt natürlich ein eigenes Gesetz. Damit ist ungefähr der Inhalt der Finanzreform an gegeben. Es bedarf nur noch einiger Ergänzungen und Er. läuterungen: Die Reichs- Erbschaftssteuer will, was besonders hervorgehoben zu werden verdient, die Erbschaften zwischen Ehegatten und die an Deszendenten gehenden Erbschaften nicht in Anspruch nehmen. Damit bleibt der größte Teil alles Erb ganges steuerfrei. Erbschaften an Seitenverwandte und Fremde werden um so schärfer herangezogen, je nach dem Verwandtschaftsgrad abgestuft. Die Stufen sind höher, als bisher in den einzelnen deutschen Staaten üblich gewesen. Das mußte auch sein, da man eine Erhöhung der Einnahmen beabsichtigte, nicht eine Ueberführung von Einnahmen aus den Staatskassen in die Reichskasse. Damit wäre den Einzelstaaten nicht gedient gewesen, und diesen soll doch die Reichsfinanzreform mindestens ebenso helfen wie dem Neich. Die Einzelstaaten sollen den ungefähren Betrag dessen behalten, was sie bisher aus der Erbschaftssteuer bezogen haben, nur der Ueberschuß soll dem Reich direkt zugute kommen. Bei der Erhöhung der Abgaben von Tabaken, Zigarren, Zigaretten und Bier ist Wert darauf gelegt worden, die geingeren Sorten von einer Mehrbelastung tunlichst frei zu halten. Die Zigarre, die Pfeife, das Bier des kleinen Mannes sollen keine Verteuerung erfahren. Der Wohlhabendere ist es, an den die Aufforderung herantritt, bei jedem verfeinerten oder Lurusgenuß an die Verpflichtung dem Reiche gegenüber zu denken. Auch hier gibt es Abstufungen. Die Erhöhungen durften nicht allzu knapp bemessen werden, sollten sie ihren Zweck erfüllen, dem Reich hinreichende Einnahmen zuzuführen, durch die es in den Stand gesezt wird, die Inanspruchnahme der Eingelstaaten mittels MatrikuIarumlagen einzuschränken, die seither ungedeckten Reichsausgaben zu bestreiten, notwendige neue Reichsaufgaben zu erfüllen, und gleichzeitig für eine geordnete Schuldentilgung zu sorgen. Die Reform verlangt eine Art Sicherung der Einzelstaaten gegen Ansprüche des Reichs, die nicht mehr wie bisher ins Unbegrenzte gehen dürfen. Sie verlangt außerdem eine Entlastung des Reichsinvalidenfonds, auf den Aus. gaben angewiesen worden sind, die mit seinem ursprünglichen Zweck nicht viel gemeinsam haben. Der Jonds schwindet, die Ausgaben bleiben, schwinden jedenfalls nicht so schnell. Darum muß Vorsorge durch Erschließung dauernder Einnahmen getroffen werden. Die erwähnten Steuererhöhungen werden auf einen Ertrag zwischen 150 und 200 Millionen Mark jährlich eingeschäßt. So viel braucht das Reich, um aus jener chronischen Finanznot herauszukommen und zur Erfüllung seiner Aufgaben stark zu werden. An irgend welche Rücklagen ist dabei nicht zu denken. Auch nicht etwa daran, daß man zufünftigen Bedarf zu hoch angesetzt hätte. Es ist im Gegenteil damit zu rechnen, daß gegenüber dem jezigen Stand der Zuschußbedarf des Reichs noch weiter wachsen wird. Die Reichswehrsteuer ist in den Rahmen der Reichsfinanzreform nicht aufgenommen worden. Nicht weil man auf sie verzichtet hätte durchaus nicht!-, sondern weil ihr Ertrag einem besonderen Verwendungszivec vorbehalten sein soll. Die Revolutionsgefahr wächft! Immer ernster gestaltet sich die Lage im Zarenreiche. Der Ausstand wächst, das ganze wirtschaftliche Leben stockt, bon Verkehr ist keine Rede. Es ist kein Zweifel: Die Nevolution ist da! Die Regierung aber erweist sich diesem Ansturm gegenüber als machtlos. Auch der Nachrichtendienst stockt; er wird teils durch die Zensur, teils durch die Revolution beeinträchtigt. Man ist auf spärliche Nachrichten, die noch mit den letzten Zügen über die Grenze kommen, angewiesen. Rußland vom Auslande abgeschnitten. Es verkehren feine Züge mehr. Der Streik der Eisenbahner ist allgemein. Dem Prinzen Friedrich Leopold von Preußen, der auf der Rückreise vom ostasiatischen Kriegsschauplaze das Zarenreich passierte, ist es gelungen, in einem Spezialzuge, der von Militärs geführt und bedient wurde, die Grenze zu erreichen. Sonst ist aller verfchr zu Ende. Auch die Post und zum größten Teile der Telegraph sind lahm gelegt. Eine wilde Szene spielte sich auf der Nikolai- Bahn, fünf Werst von Petersburg, ab. 5000 streifende Eisenbahnarbeiter hatten die Schienen aufgerissen. Der Postzug von Moskau konnte noch kurz vor der Stelle gestoppt werden. Die Menge mißhandelte das Bugpersonal. Die Reisenden mußten zu Fuß nach Petersburg marschieren. Zur Wiederherstellung der zerstörten Strecke wurde ein gepanzerter Militärzug entsandt, der mit schußbereiten Soldaten besetzt war. Beschützt von diesen, stellten Ingenieure den Bahnkörper wieder her. Vor dem Generalstreik. Die Rückwirkung der Verkehrsstockung auf die verschiedenen Berufe ist nicht ausgeblieben. Auch die Handelswelt ist davon in Mitleidenschaft gezogen werden, und nun treiben die Zustände unaufhaltsam zum Aeußersten. Ueber die immer schlimmer sich gestaltenden Zustände liegt aus Petersburg folgende kurze, aber vielsagende Meldung vor: Der Ausstand hat sich auf die Handelswelt aus. redehnt. Alle Läden und Magazine bleiben geschlossen. In Moskau verschlimmert sich die Lage mit jedem Tage, die Zahl der Wechselproteste wächst immer mehr. Die Vorräte an Kohlen für die Fabriken des Moskauer Rayons reichen für einen Monat, Holz ist noch für zehn Tage vorhanden. Alle Apotheken sind geschlossen worden. Die staatlichen und gesellschaftlichen Bande beginnen sich zu lösen. Vielfach haben die Organe der Regierung 1: 1d der Selbstverwaltung ihre Tätigkeit eingestellt. Universitäten und Schulen stehen leer, die Fabriken und Werkstätten feiern, die Gerichte halten keine Termine ab, die Burcaus sind geschlossen. Abreise des Zaren? In diesem Augenblick der höchsten Gefahr versagt die Regierung. Der Eisenbahnminister Fürst Chilkom empfahl dringend die sofortige Berufung des Ministerrats, um die Lage zu beraten und über die Forderungen der Eisenbahner Beschluß zu fassen. Der Zar stimmte zu, aber er weigerte sich, den Vorsitz selber zu führen. Graf Witte solle ihn vertreten. Diese Gerüchte finden ihre Erklärung in einer Schilderung über die Zustände am Zarenhofe, wie sie in einer Petersburger Meldung vorliegen. Es wird darüber berichtet: In Peterhof herrscht vollständige Ratlosigkeit. Die Nervosität des Zaren ist auf das höchste gestiegen. Er verlangt dringend, mit seiner Familie sofort abzureisen, entweder nach Dänemark oder nach Darmstadt. Graf Witte soll mit diktatorischer Gewalt ausgestattet werden. Die Abreise des Zaren, die einer Flucht vor der Revolution gleichfäme, würde zweifelsohne den letzten staatlichen Zusammenhalt vernichten und der Schreckensherrschaft die Tür vollends öffnen, die Anarchie zur Herrscherin in Rußland machen. Die Furcht vor einem Bürgerkrieg beherrscht jetzt nicht allein die Bevölkerung der russischen Residenz, sondern auch weite Volksschichten Südrußlands. In Petersburg erwartet man den Ausbruch des bewassneten Aufstandes jede Stunde; man glaubt, daß der Aufstand den gewaltsamen Sturz der Regierung versuchen werde. Und in den größeren Städten Südrußlands herricht offene Empörung. Die Revolutionäre bauen Barrikaden und bereiten sich auf Straßenkämpfe vor, Vielleicht fließen schon jetzt, wo diese Zeilen in Druck gehen, Ströme Blutes Schuldiger und Unschuldiger, v Politilene Rund! cnau. Deutfches Reich. Anläßlich seines Besuches in Dresden äußerte sich der Kaiser über die Zukunft Deutschlands in bemerkenswerter Weise. Bei dem Trinkspruch auf König Friedrich August von Sachsen sagte Kaiser Wilhelm nach dem Hinweis auf sein enges Freundschaftsbündnis mit den verstorbenen Königen Albert und Georg, der jubelnde Empfang habe ihm aufs neue gezeigt, wie die Bevölkerung mit dem Königshause einig sei, den großdeutschen Gedanken zu pflegen. Der Monarch fuhr fort: Wenn des Deutschen Reiches Fürsten oon solchen Gedanken beseelt sind, dann ist es leicht, den Hemmnissen in der Welt entgegenzusehen. Von dem Vertrauen der Fürsten getragen, unterstützt von williger Mitarbeit unseres Volkes, kann man der Zukunft ruhig entgegensehen. Euere Majestät habem unlängst die Gnade gehabt, in anerkenneder Weise sich über die Tätigkeit der Euerer obersten Reichsbeamten zu äußern. Ich danke Majestät herzlichst dafür. Solche Worte tun wohl nach so schwerer Arbeit, wie sie dieser Som mer gebracht hat. Wenn sich das Deutsche Reich so entwickelt, wie ich vorhin skizziert, dann können wir ruhig mit aufgeschlagenem Visier und freien deutschen Mannesmutes einem jeden ins Auge blicken, dem es belieben sollte, uns auf unserer Bahn entgegenzutreten und uns bei der brechtigten Betätigung unserer Interessen zu stören." Ueber Kriegervereine und Gewerkschaften verhandelte ein in Berlin abgehaltener Kreis- Kriegerverbandstag. Trop. dem nicht verkannt wurde, daß fönigstreue Männer aus wirtschaftlichen Gründen zuweilen geradezu gezwungen seien, sich den Gewerkschaften ihres Berufes anzuschließen, wurde dennoch eine derartige Doppelmitgliedschaft als un zulässig bezeichnet und den Mitgliedern anheimgegeben, für die Dauer ihrer Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft, die doch nur mittelbar die Ziele der Sosialdemokratie fördere, den Kriegervereinen fernzubleiben. In der Generalversammlung des Westfälischen Bauernvereins zu Münster äußerte sich der preußische Landwirt. schaftsminister von Podbielski auch über die in letzter Zeit gegen ihn erhobenen Angriffe. Der Minister sagte u. a:: Ich verzage nicht etwa, wenn die schmutzigsten Angriffe gegen mich gerichtet werden. Als Privatperson könnte ich vielleicht dem ausweichen, als Minister, aber habe ich meine Pflicht zu tun für alle die Tausende von Landwirten, die in unserem Vaterlande leben. Ich umiz also ausharren bis zum letzten Augenblick, bis Se. Majestät nicht mehr glaubt, in mir den richtigen Vertreter zu finden für die Interessen der heimischen Landwirtschaft."- Dem Minister wurde ein Diplom als Ehrenmitglied des Vereins überreicht. England aus. In einer in Stour Bridge gehaltenen Rede bezeichnete er die Polemiken zwischen England und Deutschland als eine ernstliche Gefahr für den Frieden, da sie auf die beiden Nationen und deren heranwachsende Generationen einen vergiftenden Einfluß ausübten. Er sei daher auch einer von denen, die aufrichtig die Ansicht mißbilligten, daß die herzlichen Beziehungen zu Frankreich eine unverjöhnliche Feindseligkeit gegen Deutschland bedeuteten Afrika. * Den Gesandten von Deutschland und Frankreich in Jes bat der Sultan amtlich mitgeteilt, daß er mit der Einberu fung der Marokkokonferenz nach Algeciras einverstan den sei und das vereinbarte Programm als Grundlage für die Erörterung der Reformen annehme, ohne es sich ganz anzueignen. Er behalte sich vielmehr das Recht vor, einzelne Punkte anzunehmen oder zu verwerfen und selbst sein Veto gegen ihre Besprechung einzulegen, wenn er der Meinung sein sollte, daß gewisse Reformen dem Lande nicht zuträglich sind. * Mit dem Widerstreit zwischen Zivil- und Militärmusi. fern beschäftigte sich eine in Berlin abgehaltene Versamm lung deutscher Saal- und Konzertsaal- Inhaber. Vertreter des Allgemeinen deutschen Musikerverbandes, des Musik: direktorenverbandes und des Berliner Musikervereins nah men an den Verhandlungen teil. Aus allen Gauen Deutschlands waren Delegierte erschienen. Der Kongreß konnte sich nicht der auf dem Delegiertentag des Zivilmusiker- Verbandes ausgesprochenen Ueberzeugung anschließen, daß die Militär. kapellen zu bekämpfen seien. Die Zivilmusiker seien nicht überall imstande, die Militärmusiker zu ersetzen. Die Agi. tation gegen sie bedeute eine Gefahr für die Saalinhaber. Man will Material zu einer Denkschrift an Bundesrat und Kriegsministerium sammeln. In Danzig hat sich ein„ landschaftlicher Verband der nationalliberalen Partei für Ost- und Westpreußen" konsti tuiert. Bei der Gründung waren dreizehn Wahlkreise ver: treten Dor und Gesellscnai.. Die Nachricht, daß der Kaiser im kommenden Frühjahr dem Papste im Vatikan einen Besuch abstatten werde, wird als falsch bezeichnet. Prinz Friedrich Leopold von Preußen ist gestern mittag bei seiner Rückkehr von der Reise nach Ostasien auf dem Bahnhof Friedrichstraße in Berlin vom Kaiser und den Prinzen des preußischen Königshauses glänzend empfangen worden. Auch die drei Söhm des Prinzen, die im Alter von 10 bis 14 Jahren stehen, waren auf dem Bahnhofe erschienen. Auf dem Bahnsteige stand eine EhrenKompagnie des Kaiser Alexander- Reginients. Der Kaiser begrüßte seinen Schwager durch Uniarmung und die Prin zessin Friedrich Leopold, die ihrem Gemahl bis Küstrin ent Jegengefahren war, durch Handkus. Hus den Parlamenten. Sächsischer Landtag. König Friedrich August hal jestern mittag 1 Uhr den Landtag des Königreichs Sachsen mit einer Thronrede eröffnet. Die Thronrede erinnert an den Besuch des Kaisers, unter dessen Führung dem Reiche Der Frieden erhalten geblieben sei, konstatiert ein Weichen Des wirtschaftlichen Niedergangs der letzten Jahre, betoni Die Besserung der Finanzlage und erhofft von der kommen. en Reichsfinanzreform gute Wirkungen auf den Staats: jaushalt- Etat. Von neuen Gesetzesvorlagen kündigt die Thronrede den Entwurf eines Wassergesetzes an. Dagegen sei eine Regelung der Gemeinde-, Kirchen- und Schullasten orläufig noch nicht durchzuführen. Cine Aufklärung" über den Skandal in der„ Vor wärts"-Redaktion erlassen die sechs ausscheidenden Redak teure an der Spike des sozialdemokratischen Zentralorgans. Danach begannen nach dem Jenaer Partei age im geheimen Verhandlungen der Parteifunktionäre zum Ersatz der sechs Redakteure, obwohl der Parteitag der Vorwärts"-Redak tion Recht gegeben hatte in dem Kampfe gegen die grob. förnigere Auffassung des politischen Kampfes durch die Leipziger Volkszeitung", die bekanntlich von Franz Meh. ring geleitet wird. In der Aufklärung" findet sich der fol gende bezeichnende Satz:„ Ausschlaggebend war für die Re dakteure die Erkenntnis, daß mit der neuen Auffassung der Parteifunktionäre die Freiheit und Unabhängigkeit der Presse bedroht, wenn nicht vernichtet sei, die bisher der schönste Stolz der Partei gewesen und allein den Redakteu ren das moralische Recht ab, die Würdelosigkeit und Ab. hängigkeit des kapitalistischen Breßbetriebs zu geißeln." Somit hat Herr Mehring auf der ganzen Linie gesiegt. Die ausscheidenden Genossen sind die Herren Büttner, Eisner, Gradnauer, Kaliski, Schröder, Wesker. Als Ersaßleute kommen in Betracht Stadthagen, Frau Rosa Luxemburg und ein Korrektor des Vorwärts", der seit langem hinter dem Rücken der Redaktion mit der Leipziger Volkszeitung" konspirierte. Rosa Luxemburg sollte eine ausschlaggebende Stellung erhaften. Der Parigivorstand hüllt sich den Dingen gegenüber vorläufig in Schweigen und verweist auf die Zukunft, die den Genossen öffentliche Auskunft bringen solle. Balkan- Staaten. Heer und flotte. langsam sinkt die Hülle von den imposanten Standbild. Der Vorbeimarsch der Regimenter und eine Besichtigung des Denkmals durch den Kaiser beendigten die Feier. Das Denkmal hat seinen Stand westlich von der viktoriagekrönten Siegessäule. Es schließt damit den Ring der Denkmäler auf dem Königsplay. Geradeaus gegenüber dem Ausgang der Siegesallee Roon, rechts vor dem Reichstag Bismard, links Moltke die drei Paladine des alten Kaisers vereint! Fehrbare Feldküchen. Das preußische Kriegsministerium hat ein mit hohen Preisen ausgestattetes Ausschreiben für Muster zu einer fahrbaren Feldküche erlassen. Die Feldfüche soll für die Armee gegebenen Falles in Anwendung kommen. Die Küche soll von einem leichten Pferde gezogen verden können und so eingerichtet sein, daß während des Marsches gefocht werden kann, ohne daß zur Bedienung in Anhalten nötig wird. Sie soll sich mit jedem erreich baren Jeuerungsmaterial heizen lassen. Für die Herstellung einer den Anforderungen entsprechenden Küche werden 5000 Mark als 1. Preis, 3000 Mark als 2. Preis und 2000 Mark als 3. Preis ausgesetzt. Die gebrauchsfertigen Muster mit Beschreibung und Gebrauchsanweisung sind bis zum 15. Februar 1906 kostenfrei an das Traindepot des Gardekorps zu Tempelhof bei Berlin zu senden. ** In der serbischen Shupschtina bemüht man sich, die Mörder des Königs Alexander von Serbien als Nationalbelden hinzustellen. Der Abgeordnete Nikolajewitsch hatte befanntlich gesagt, durch die Tat habe Serbien sich von der Moral des übrigen Europa getrennt. Der Jungradikale Avankowitsch trat den gestrigen Ausführungen von NikoTajewitich entgegen und bemerkte, das serbische Volk habe die Tat vom 11. Juni 1903 als eigenes Werk proflamiert, er werde sich freuen, wenn Nifolajewitsch einst am Hatake von Belgrad ermordet aufgefunden würde. Der Prent tadelte diesen Ausich. Das ist sehr inclinde für diese direfte Aufforderung zur Ermordung e res voli lifdm Gegners, England. ( impt ** Der Führer der Liberalen Lord Rosebery sprach sich energisch gegen die Verhekung zwischen Deutschland und - 10 Jahre garantiert, ba Tappitals vorliegt. Die Rcebit von 3636 Mart Tartors Hardt an die time 125 mm flatte gelegt wird. Bichler f mindestens 390 1. Ma hierfür wird ber bewilligt. Bunft 4 an Apotheter Dornber Annahme.- Bunft und Durafuhr frische einiger auswärtiger bor, wonach diefelben Bolizeiverordnung vor ffie anf hen und um& Eingabe feine Buftin Schlachthofe eingeftelt ab in Städtische Regie Bestimmungen betr bet den flädtischen B irgend welche Beschwe Seitens der flädtis en werden. Derfelbe wirb Bildhauer Joseph Uphues hat das Werk in fünfjähriger Arbeit geschaffen. Die Figur Moltkes hat eine Höhe von 5,50 Meter. Der Feldmarschall steht, an ein Bostament gelehnt, in schlichter Haltung da, er trägt Müze, Degen und Interimsrock, die Hände sind übereinander gelehnt. Das Postament ist etwa sechs Meter hoch, die architektonische Rundanlage hat eine Breite von 55 Metern. Eine Haupttreppe und zwei Seitenaufgänge führen zu dem marmorbedeckten Plateau, auf dem in schlichter Größe, fa ohne weiteren ornamentalen Schmuck, das Denkmal sich erhebt. Mit diesem Moltkestandbild, dessen Figur aus einem einzigen Block gemeißelt wurde, hat Berlin sein größtes Marmordenkmal erhalten. Deplacements- Vergrößerung der Schlachtschiffe. Eine Berliner Zeitung will aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, daß zur Durchführung der Verstärkung des Deplacements der Schlachtschiffe, die in der neuen Flottenvorlage in Aussicht genommen ist, die Kosten sich für jedes Schiff um 50 Prozent erhöhen werden und daß man im Gegensatz zu anderen Meldungen auch Korrektionsbauten im Nordosteekanal fordern werde. Die Enthüllung des Moltke- Denkmals. ( Eig. Bericht.) Berlin, 26. Oktober. Nab und fern. † Eit. Milliardär in Berlin. Die Reichshauptstadt Berlin wird demnächst um einen Steuerzahler reicher, der die fräftigsten Zahler überflügeln wird. Es ist das Herr von Goldschmidt- Rothschild, ein Enkel des verstorbenen Barons Willy von Rothschild in Frankfurt a. M., dessen Tochter den dortigen Bankier Goldschmidt geheiratet hatte. † Ein Luftballon geplakt. In Belfort platte ein zu Versuchen mit der Funkentelegraphie dienender' Fesselballon in der Höhe von 300 Metern. Der Ballon stürzte unweit des Beobachtungspostens nieder, ohne daß jedoch jemand zu Schaden kam. † Die Cholera in Stolp erlöschen. Auch auf dem Gute Stolp ist die Cholera jezt völlig erloschen. Es befindet sich dort kein Cholerafranfer und auch kein Bazillenträger. Die Schnitter verkehren wieder völlig frei, und die Gendarmen haben den Ort verlassen. † Attentat auf ein Bismarckdenkmal. In der Nähe von Husbyries in Schleswig- Holstein befindet sich ein Felsblock, In den ein Reliefbildnis des Fürsten Bismarck eingelassen ist. Ein Landstreicher hat dieses mit einem Feldstein dermaßen zugerichtet, daß eine Wiederherstellung des Bild nisses ausgeschlossen ist. Der Täter ist entkommen. † Die Söhne des Herrn von Möller. Als der frühere preußische Handelsminister bei seinem Scheiden aus dem Amte geadelt wurde, interessierte die Frage, ob Herr von Möller Söhne hat, auf die das Adelsprädikat übergehe. Anfänglich hieß es, er habe gar keinen Sohn, dann entdeckte man einen auf der Schule. Jezt hat Herr von Möller selber Aufklärung gegeben dahin, daß er glücklicherweise Vater von vier Söhnen sei. Danach ist für die Fortdauer des Adels in der Familie Möller hinreichend gesorgt. † Eine hundertjährige Patriarchin. Frau verwitwete Justizrat Marie Weise in Elten am Niederrhein feierte ihren hundertsten Geburtstag in förperlicher und geistiger Frische. Von acht Kindern, mit denen die Ehe der Greisin gesegnet war, leben noch vier. Außerdem hat sie 22 Enkel, 34 Urenfel und 3 Ururenkel. Dem rechten Volk zur rechten Zeit der rechte Mann im rechten Streit. Gottes Würfel fallen immer, wie sie auch fallen, auf die rechte Seite." Das sind die Worte, die sich in monumentalen Buchstaben um den Sockel des heute unter der Teilnahme des Kaiserpaares enthüllten Moltkedenkmals ziehen. Die Feier gestaltete sich zu einer eindrucksvollen, vorwiegend militärischen Charakter tragenben Ovation, die den Manen des großen Schlachtendenkers dargebracht wurde. An beiden Seiten des Denkmals nahmen die Ehrenfompagnien vom 38. Füsilier- Regiment in Glaß und vom Grenadier- Regiment Nr. 9 in Kolberg Aufstellung. Der verewigte Feldmarschall war zu Leb= zeiten Chef der beiden Regimenter. Ringsum standen in langen Kolonnen die Garde- Regimenter mit ihren Musikorps und Fahnen. Den freigehaltenen Platz zwischen dem Denkmal und dem am Fuße der Siegessäule aufgebauten Raiserpavillon füllten die Herren des Generalstabs, einjeimische und fremde hohe Offiziere. Auf den zwei Trijünen waren das diplomatische Korps und andere Gäste untergebracht. Hinter der Absperrung des Festplates vogten große Menschenmassen. Als der Kaiser nahte, präsentierten die Truppen unter brausenden Hurrarufen. Die Musik intonierte die Nationalhymne. Dann begann der Chef des Generalstabes, Generaloberst Graf von Schlieffen seine Ansprache, in der er die unsterblichen VerDienste Moltkes würdigte, der im Feldzuge 1870-71, besonders an dem glorreichen Tage von Sedan, einen gewaltigen Baustein schuf für des neuen deutschen Reiches Herrlichkeit. Die Rede schloß mit den Worten:„ Die Armee, die ihm dieses Denkmal gesetzt hat in dankbarer Verehrung des Mannes, der ihr Ruhm und Ehre verschafft hat, wird ihm in allen Dingen nacheifern, nicht ihn in allen erreichen. In einem möchten wir alle es ihm gleichtun: In der selbstlosen Hingabe an den Allerhöchsten Kriegsherrn. Daraus rufen wir. Seine Majestät der Kaiser und König Hurra!" Brausender Jubelruf von Truppen und Zuschauern, dann übernahm der Kaiser selbst den Befehl und gab das Wie Kommando Achtung, präsentiert das Gewehr!" eine Mauer stehen die Linien, die Fahnen senken sich, und † Beim Fischen ertrunken. Auf dem Wildenbrucher See in Pommern ertranfen beim Legen der Fischnetze der Fischermeister Schulz und dessen Lehrling. Der lettere war über Bord gefallen. Der Fischermeister suchte ihn zu retten; dabei kenterte das Boot, und beide fanden den Tod im Wasser. Beamten aus 6 von den fl befiehen und zwar feller werks 2, die der Baud Iwertes 1 Mann. Die miffen 25 Jahre alt un Diensten sein. Stadtv. zeit gestrichen wissen, w von dem Beigeordnet gaffftaed: und saubach mar für fammlung genehmigte im Entwurf vorgele redaktionellen Alände borgenommen werden neuen Ausschuffes wi ftädtische Arbeiter mi der T.-D. die Ve Sonntag- Bormittag und Stelle fich die Milita fiskus zu b handelt sich jest nid fordert wird, fouder Bief der Balb 6 un Die Stadtverordnete 1931 zu den gle Ererzierplatz, voraus Gemeinde Wiefed w wird. Wir wollen Stadtverordneten mi blidenden Gedanken und eine allzugroße waldes verhindert w Geländeftreifen wird gelegt werden, daß da und Erarzieren in d Stadto. Sidenaue wurde, ferner das Re und im Bhilofophen † Eisenbahnunfälle. Auf der Haltestelle Borchen in Westfalen stieß ein Personenzug auf einen Arbeitszug. Ein Zugführer wurde schwer, zwei andere Beamte und drei Reisende wurden leichter verlegt. Ferner fuhren bei der Station Longerich zwei Güterzüge aufeinander. Sechs Wagen entgleisten. Personen wurden nicht verlegt. † Von einem Felsblock zermalmt. Ein in einem Steinbruche in Zedel in Sachsen beschäftigter Arbeiter wurde bon einem niedergehenden Felsblock zermalmt. Drei weitere Arbeiter entgingen wie durch ein Wunder dem gleichen Schicksal. Der Körper des Verunglückten mußte mit Winden aus den Steinmassen befreit werden. † Schiffs- Zusammenstoß. In der Elbmündung stieß während der Nacht der von Galveston kommende Dampfer „ Schaumburg" mit der vor Anker liegenden norwegischen Bark Astrid" zusammen. Die„ Astrid" sank, die Mannschaft wurde von dem Dampfer gerettet. † zu Tode geröstet. Ein in einem großen Eisenwerke in Unter- Meiderich beschäftigter junger Arbeiter siel in einen mit glühender Schlacke gefüllten Behälter. Der Verunglückte kam auf schreckliche Weise ums Leben; er wurde buchstäblich zu Tode geröstet. † Dynamit gegen ein Pfarrhaus. In Marmagen an der Eifel explodierte vor dem Pfarrhause eine von ruchloser Hand gelegte Dynamitpatrone. Die Steintreppe, die Tür und viele Fensterscheiben wurden zertrümmert, und ein gegen. überliegendes Haus wurde beschädigt. † Die Hamburg- Amerifa- Linie in Newyork. Generaldirektor Ballin hat für die Hamburg Amerika- Zinie das Alderich Court- Gebäude am Broadway in Newyork für etwa sechs Millionen Mark erworben. Die Bureaus der Hamburg- Amerika- Linie sollen dort im nächsten Jahre ver. einigt werden. Zum Schluß to wegen mehreren nö Der Berpuz des Ha foll erneuert werden, Buftande und die B unzureichend. Die e wurden zurückgeftell Bureauräume der bewilligt. Bebor bie öffen Stadtb. Gabriel feiner in legter Sig Bahlungseinstel Rumpf. Er verwa von ihm das Wort berwahrte fich auch Der Urheber gewefer öffentlicher Sigung nichtöffentlicher Sigu Unregelmäßigteiten m 4 auf einen Artikel Bur Beftechung bo Breffe" fofort am Sehr mertwürdig i erftatter fo nell ist der Inhalt Ferner ift auffall ( Stadtv. Gabriel) als habe er das dringe darauf, daß doch Beigeordneter Small in noch Unregelmäßigleiten müsse. Stadtv. 6 dem betr. Berichtersta Untersuchung gemacht wurde. Ferner machte Ritteilungen, wonach Rampf nicht so harml Aleine Breffe" hingefte bie nichtöffentliche Jager& Humpf weiter Sihung der Stadtverordneten Gießens. Gießen, 26. Ditober 1905. Das Haus ist fast vollzählig erschienen./ 45 Uhr er öffnete D..B. Mecum die Sigung. Das Gesuch des Photographen Hof in der Bahnhofstraße, daß ihm elektrische Energie für photographische Swede zu einem billigeren Breise abgegeben werde, wurde gut geheißen. Bunft 2: Rrebit für elektrische Rabel; Hoflohntutscher Huhn, Bauunternehmer Pfaff, Stephanstraße, Installateur Fertsch, Biesenstraße, Büttner& Damm für ihren Neubau in der Lahnstraße und Schlossermeister Biegler für seine Werkstatt in ber Steinstraße wollen elektrischen Anschluß haben. Alle 5 Antragsteller haben für Abnahme von soviel Strom auf ** Der Rommand Sindenau, wurde g Bom Raifer empfangen. mposanten Standbild und eine Besichtigung Digten die Feier. westlich von der Schließt damit den nigsplay. Geradeaus allee Roon, rechts vor te- die drei Balaat das Werk in fünf gur Molttes hat eine marschall steht, an ein ng da, er trägt Müge 2 sind übereinander sechs Meter hoch, die Breite von 55 Metern. fgänge führen zu dem schlichter Größe, fa das Denkmal fich erfsen Figur aus einen Berlin fein größted rn. Reichshauptstadt Ber Bahler reicher, der die Es ist das Herr von verstorbenen Barons a. M., dessen Lochter eheiratet hatte. Belfort platte ein zu Sie dienender FesselDer Ballon stürzte eder, ohne daß jedoch Auch auf dem Guf schen. Es befindet si h kein Bazillenträger ig frei, und die Gen al. In der Nähe von det sich ein Felsblock, Bismard eingelassen einem Feldstein derperstellung des Bild ist entkommen. er. Als der frühere em Scheiden aus dem ie Frage, ob Herr von delsprädikat übergehe en Sohn, dann entdedte Herr von Möller jelber ücklicherweise Vater von e Fortdauer des Adels eforgt. n. Frau berwitwete iederrhein feierte ihren er und geistiger Frische. e der Greisin gesegnet sie 22 Enfel, 34 dem Wildenbrucher Regen der Fischnetze der Lehrling. Der letztere hermeister suchte ihn zu d beide fanden den Tod Haltestelle Borchen in uf einen Arbeitszug. Ein dere Beamte und drei Ferner fuhren bei der ge aufeinander. Seche rden nicht verlegt. t. Ein in einem Stein äftigter Arbeiter wurde d zermalmt. Drei wei ein Wunder dem gleichen lüdten mußte mit Win werden. der Elbmündung stieß ton fommende Dampfer liegenden norwegischen strid" sant, die Mann rettet. n großen Gifenwerte in Arbeiter fiel in einen Behälter. Der VerunLeben; er wurde buchIn Marmagen an der Jause eine von rudhlofer Die Steintreppe, die Tür ertrümmert, und ein gegen digt. e in Newyork. General amburg Amerifa- Zinie das roadway in Newport für orben. Die Bureaus der rt im nächsten Jahre ver rdneten Gießens en, 26. Ditober 1905. - B - ** Die auf die Ergreifung Huddes seinerzeit ausgef te Belohnung von 1000 Mt. ist jetzt zur Auszahlung gelangt. Kriminalfommissar Daniel- Darmstadt, der sich besonders um die Festnahme des Verbrechers bemüht hat, erhielt 550 Mt. * Drei besser gekleidete Herren wurden gestern Abend hier in Gießen verhaftet, nachdem sie in mehreren Läden versucht hatten, das für gefaufte Gegenstände auf den Ladentisch gelegte Geld wieder an sich zu reißen. Der Trick wurde aber überall aufgedeckt; nur in einem Fall machten die Schwindler eine kleine Beute. * Geländet wurde heute Vormittag an Burks Mühle eine unbekannte Leiche. ** Auf dem heutigen Gießener Seefischmarkt wurden 16 Zentner Fische zum Preise von 20-35 Pfg. ausgeboten. Bald nach 11 Uhr war das Quantum losgeschlagen. 568 find in lezter Beit etwas defeft geworden. Da einem damals eingeführten Gebrauche gemäß eine Kommunion gefeiert wird, so darf einer Polizeiverordnung zufolge keine Tanzbeluftigung an diesem Festtage statifiaden; doch wird es in den hiesigen Wirtschaftslokalen an guter Stimmung nicht fehlen w. Krofdorf, 26. Ottober Gemeinderatswahl. Bei der gestrigen Gemeinderatswahl war eine sehr starke Beteiligung. Es wurden in der 3. Klasse gewählt Georg Schaum und Wilhelm Winter, in der 2. Klasse Ludwig Lauch und Wilhelm Drescher und in der 1. Klasse Karl Feuser und Eduard Maos. 10 Jahre garantiert, daß eine 10% Verzinsung des Anlage. apitals vorliegt. Die Versammlung bewilligt darauf einen Kredit von 3636 Mart. Zu Punkt 3: Anschluß von Drtors Hardt an die Basserleitung, wird beschlossen, daß eine 125 mm starke Rohrleitung an Bichlers Brauerei gelegt wird. Bichler selbst hat sich verpflichtet jährlich für mindestens 390 Mt. Basser der Leitung zu entnehmen. Auch hierfür wird der nachgesu te Rredit von 4400 Mt. bewilligt. Bunft 4: Verpachtung eines städt. Gartens an Apotheker Dornberger für jährlich 60 Mt. findet sofort Bunft 5: Polizeiverordnung betr. die Ein Annahme. und Durafuhr frischen Fleisches. Hierzu lag eine Eingabe einiger auswärtiger egger von umliegenden Ortschaften o. Dorlar, 26. Oftober. Schwere Jungen. Zwei bor, wonach dieselben die Extra Besteuerung, welche in der schon ziemlich bejahrte reisende Meggergesellen, die in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch im Wachtlokal zu Bolizeiverordnung vorgeschrieben ist, als eine Härte gegen he ans hen und um Abänderung nachsuchten. Man gab der Rinzenbach gaftliche Aufnahme gefunden, setzten am nächsten Eingabe teine Buftimmung. Die Fütterung des im Morgen ihren Matsch nach Wezlar foit und passierten auch unser Dorf. Schlachthofe eingestellten Behes wird vom 1. Januar 1906 Auch hier besuchten sie wie anderwärts Bunft 7 brachte die ab in städtische Regie übernommen. ** Der landwirtschaftliche Bezirks- Verein Meßger- und andere Geschäftshäuser. Bei dieser Gelegenheit Bestimmungen betr. die Bildung eines Arbeiterausschusses Gießen hielt gestern Nachmittag im Café Ebel eine sehr hießen sie bei dem Dioquen Händler Weller daher die bei den städtischen Betrieben. Danach sollen in Bufunft gut besuchte Hauptversammlung ab, an die sich eine Abschiebs. Ladenkaffe mitgehen. Ladenkasse mitgehen. Als man auf den Diebstahl aufirgend welche Beschwerden, Wünsche, Anträge, Gesuche 2c. feier für den ins Finanzministerium berufenen Kreisamt merksam wurde hatten die Burschen bereits in der Richtung feitens der städtis en Arbeiter in diesem Ausschuß beraten mann Dr. Kranzbühler anschloß. Der Vorsitzende, Provinzial- nas Garbenheim das Weite gesucht. Mit Hülfe dreier werben. Derselbe wird neben ein oder mehrern städtischen Rat Geh. Rat Dr. Breidert, eröffnete die Erfhienenen Saldaten des 116 Inf. Reg., welche z. Zt. hier in größerer Beamten aus 6 von den flädtischen Arbeitern gewählten Arbeitern begrüßend die Versammlung und stellte dann sich dem ersten Bahl an einem Brückenbau beschäftigt sind, gelang es, die bestehen und zwar stellen die Arbeiter des Gas- und Wasser- Punkte der Tagesordnung zuwendend, den Vorsteher der neu- Langfinger einzufangen. Max brachte sie nach Wetzlar in werts 2, die der Bauämter 3 und die des Elektrizitäts- errichteten landwirtschaftlichen Winterschule, sicheres Gewahrsam. Die Polizei soll den einen schon lange wertes 1 Mann. Die Gewählten für diesen Ausschuß Dekonomierat Betzen- Lich vor. Heutzutage ist es für streckbrieftich verfolgt haben. müffen 25 Jahre alt und mindestens 3 Jahre in städtischen einen jungen Mann, der in der Landwirtschaft vorwärts Diensten sein. Stadtv. Or big wollte die 3jährige Karrenz fommen will, unerläßlich, daß er eine landwirtschaftliche zeit gestrichen wissen, wurde aber mit sehr triftigen Gründen Schule besucht, bemerkte der Vorsitzende. Das hat man auch von dem Beigeordneten Heyligenstaedt, Löber, in landwirtschaftlichen Kreisen erkannt, da die P äße der Schule, in landwirtschaftlichen Kreisen erkannt, da die P äße der Schule, Stadtv. Schaffstaedt und selbst Krumm widerlegt. die ja, wie schon berichtet, in Lich ihren Siß gefunden hat, haubach war für eine 1jährige Karrenzzeit. Die Verberei nahezu vergeben sind. Als Eröffnungstag des sammlung genehmigte das von der sozialpolitischen Kommission Unterrichts ist der 7. November bestimmt worden, etwaige im Entwurf vorgelegte Statut mit einigen ganz kleinen Anmeldungen sind daher unverzüglich zu machen. Dekonomieredaktionellen Atänderungen. Die Wahlen sollen recht bald rat Weizen fordert alle auf, an den Aufgaben der landEine der ersten Arbeiten dieses wirtschaftlichen Winterschule mitzuwirken, denn nur dann borgenommen werden. nemen Ausschusses wird die Beratung der Lohnerhöhung für werde sie zum vollen Segen dastehen. Betreffs des släbtische Arbeiter mit sein. Als letter Punkt stand auf zweiten Punktes der Tagesordnung, der Kreishausder T.-D. die Vergrößerung des Exerzierplates. Am Sonntag- Bormittag haben mehrere Stadtverordnete an Drtaltungsschule führte Regierungsrat Dr. Wagner aus, daß dant der fräftigen Unterstützung durch den Provinzial- Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe. und Stelle sich die Streifen Land angesehen, welche der rat Dr. Breidert und das Entgegenkommen des Bezirks- Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Euler. Militä fiskus za besagtem Zwecke gern haben will. Es ausschusses die Schule schon in nächster Woche ihre Arbeit Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. aufnehmen fann. Es ist gelungen, in Frl. Muthschlag, Nachmittags 5 Uhr: Oberlehrer Schmoll. handelt sich jetzt nicht mehr um 21 und 15 ha, was geforbert wird, sondern nur 7 ha und davon entfallen auf den die gute Lehrerfolge auszuweisen hat, eine tüchtige Lehrerin Nachmittags 5 Uhr: Oberlehrer Schmoll. Biesecker Walb 6 und nur 1 ha auf städtisches Eigentum. zu gewinnen. In jedem Winter sollen 3 siebenwöchige HausDie Stadtverordneten genehmigten die Verpachtung bis 1931 zu den gleichen Bedingungen wie den übrigen haltungekurse abgehalten werden. Da nun aber der Kreis Gießen 79 Ortschaften umfaßt, so werden für einige GeFrerzierplag, vorausgesetzt, daß der Militärfiskus mit der meinden Jahre darüber hingehen, bevor die Schule einmal Gemeinde Wieseck wegen den anderen 6 ha im Rauf einig wird. Wir wollen hierbei gern fonstatieren, daß unsere zu ihnen kommt. Die Haushaltungsschule zum ersten Male Stadtverordneten mit anerkennenswerter Ruhe und weit aufzunehmen, hat sich Großen- Linden bereit erklärt. Einem wie tief gefühlten Bedürfnis die neue Einrichtung entspricht, blickenden Gedanken die Interessen der Stadt gewahrt haben erhellt daraus, daß in Großen- Linden bereits 23 junge und eine allzugroße Verringerung des äußeren Philosophen- Mädchen angemeldet worden sind, während die höchstzahl waldes verhindert wurde. Mit der Verpachtung der neuen der Schülerinnen auf 24 f ftgefeßt ift. Im Kreise Weglar Geländestreifen wird dem Regiment noch der Bunsch nahe hat man mit der dortigen Haushaltungsschule die besten Er. gelegt werden, daß dann das Schießen mit Platpatronen unb Exerzieren in der Nähe der Häuser, wie das von Stadtv. Eichenauer und Schmall zu Sprache gebracht wurde, ferner bas Reiten der Offiziere auf Fußwegen nach unb im Philosophenwalde unterbleibt. Zum Schluß tam eine Eingabe des Polizeiamtes wegen mehreren nötigen R paraturarbeiten zur Sprache. Der Berputz des Hauses auf der Ostseite und der Fußboden soll erneuert werden, die Apporte sind in einem unpassenden Zustande und die Bureauräume der Kriminalabteilung sind unzureichend. Die erstgenannten und monierten Reparaturen wurden zurückgestellt und nur für Vergrößerung der Bureauräume der Kriminalabteilung werden 410 Mark bewilligt. folge erzielt. - Sodann hielt Prof. Dr. Gisevius einen Bevor die öffentliche Sigung geschlossen wurde hatte Stadtv. Gabriel noch das Wort zur Richtigstellung feiner in legter Sigung gemachten Mitteilungen über die 8ahlungseinstellung der Firma Jäger& Stumpf. Er verwah te sich ganz entschieden dagegen, daß von ihm das Wort„ Bestechung" gebraucht worden sei, er verwahrte sich auch ferner ganz entschieden dagegen. daß er der Urheber gewesen sei, daß diese unliebsame Affaire in öffentlicher Sigung sich so zugespigt habe; er wolte in nichtöffentlicher Sigung die näheren Mitteilungen über die Unregelmäßigkeiten machen. Dann tam Stadtv. Gabriel auf einen Artikel zu sprechen, welcher mit der Spignote Zur Bestechung von Gießener Beamten" in der„ Kleinen Breffe" sofort am Tage nach der Vernehmung erschienen sei. Sehr merkwürdig ist hierbei, daß der betreffende Bericht erstatter so schnell Unterlagen Sekommen hat, daß sich vielleicht die §§ Ruppertenrod 26. Ottober. Unser heutiger Schweinemarkt zeigte nicht die gewohnte Stärke in der Der Handel ging äußert flott bei sehr hohen Auffahrt. Breisen. Di se betrugen für das Paar Ferkel 2. Sorte, 45-50., 1. Sorte 55-65 Mt. Der Krämermarft zeiate gute Bestellung mit Marktbuden. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. nod Am 19. Sonntag nach Trinitatis, den 29. Dftober. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Pfarrer Swabe. Abends Vereinigung der konfirmierten männl. Jugend der Markusgemeinde. Montag, den 30. Oftober, abends 8 Uhr, Vereinigung der tonfirmierten weibl. Jugend der Matthäusgemeinde. Donnerstag, den 2. November, abends 8 Uhr, im Marfussaal, Kirchstraße 9. Bibelstunde. 1. Cor. Rap. 15. Pfarrer Schwabe. Am Sonntag, den 5. November, als am Reformationsfest, findet Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam im Abendgottesdienst statt. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Kraus. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Sonfirmandensaal der Johannes firche. 1. Cor. 2, 6-16. Montag, den 30. Ottober, abends 8 Uhr, Bibelstunde Konfirmandensaal der Lufasgemeinde. Pfarrer Euler. im Text: Eph. Brief, Kap. 5. 22 ff. Rächstfolgenden Sonntag, den 5. November, Feier des Reformationsfestes. An diesem Tage wird nach allen Gottesdiensten eine Kollekte für die Gustav AdolfStiftung erhoben. An demselben Tage Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und die Johannesgemeinde im Abendgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Bortrag über den Gemüsebau. In längerem Referate, daß sich auf praktische Erfahrungen aufbaute, wies er auf die hohe Rentabilität des Gemüsebaues hin und beleuchtete den günstigen Gießener Markt, dessen Bedarf, namentlich an Frühgemüse, die Umgegend gegenwärtig garnicht decken kann. Der Frühgemüsebau ist nun feineswegs von einem günstigen Boden oder einem günstigen Klima abhängig, sandern man muß es verstehen, Frühgemüse zu produzieren, man muß sich darin Kenntnisse und Methode aneignen. Sehr zu empfehlen ist das Antreibeu oder Anteimen der Saat, bevor sie dem Boden übergeben wird. Die Rentabilität fteht außer allem Zweifel, der Redner erbrachte dafür zahlenmäßige Belege. Vor allen Dingen tommt es auf den rationellen Bau an, d. h. man muß Vor-, Haupt- und Nachfrucht bauen. Sehr wesentliche Faktoren bei der Feldgärtnerei sind die Bodenbearbeitung und die Düngung. Aber mit dem Anbau allein ist es nicht getan, die Ware muß auch marktfähig gemacht werden, fie muß so gezüchtet werden, taß die Hausfrau sie gerne und Batholische Gemeinde. dauernd läuft. Bieles ist dabei schon durch das sogenannte Samstag, den 28. Oftober. Bleichen zu erreichen. Und man muß auch verstehen, das Gemüse aufzubewahren, damit man den Markt ständig versehen Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit und das Angebot besser regulieren kann. Der Referent bebauert, daß das landwirtschaftliche Institut der Landesuniversität nicht mit genügenden Mitteln ausgestattet ist, umfangreiche Versuche im Gemüsebau anzustellen. Zum Schlusse wünscht er, daß Hessen sich immer mehr der Feldgärtnerei auwende. Die Bersammlung nahm den Vortrag sehr beifällig auf. Brovinzialrat Dr. Breidert bemerkte, Winterschule zu Versuchszweden inbetreff des Gemüsebaues Vorm. um inbetreff des Gemüsebaues eigneten. Bei dem legten Punkte der Tagesordnung: Anträge und Mitteilungen" greift Bürgermeister Leun- GroßenLinden noch einmal auf die Kreishaushaltungsschule zurück und fragt an, ob es nicht angebracht ſei, zwei Lehrerinnen anzustellen, damit einzelne Gemeinden nicht allzu lange zu warten brauchten. Regierungsrat Wagner erwidert, daß man zunächst einmal die Entwicklung abwarten wolle; bewähre sich die Schule, so werde sie sicherlich weiter ausgebaut werden. Darauf schloß der Vorsitzende die Ver. sammlung und nach einer furzen Pause begann die Abschiedsfeier für Kreisamtmann Dr. Kranzbühler. ist der Inhalt ganz den Tatsachen weit entfernt. Winterschule zu Vers ersuchsfelder der landwirtschaftlichen " Ferner ist auffallend, daß in dem Artikel nur von ihm Stadtv. Gabriel) die Rede ist, er wird darin hingestellt, als habe er das Wort Bestechung hinausgeschleudert und dringe darauf, daß Beamte entlassen werden sollen, während doch Beigeordneter Kommerzienrat Georgi und Stadtv. Schmall in noch klarer Weise als er geäußert haben, daß Unregelmäßigkeiten vorliegen, die die Stadt untersuchen müsse. Stadtv. Gabriel fragt den D.- B.. ob er vielleicht dern betr. Berichterstatter Mitteilung von dem Resultat der Untersuchung gemacht habe, was vom D.-B. Mecum verneint wurde. Ferner machte Stadtv. Gabriel noch recht spannende Mitteilungen, wonach die Unregelmäßigkeiten bei Jäger& -a- Klein- Linden. Kirchweihfest. Nächsten Sonntag Kleine Presse" hingestellt worden ist. nichtöffentliche Sigung eingetreten und im Fall sind es 39 Jahre, daß das damals neu erbaute hiesige Gotteshaus einer Weihe unterzogen wurde. Die kleine auf dem alten Friedhofe geftandene Rapelle, welche zur Abhaltung von Gottesdiensten biente, ist seitdem völlig verschwunden, und nur eine fleine Glocke erfreut sich noch ihres Daseins. Das ganze neue Gebäude ist in der langen Reihe von Jahren in ziemlich gutem Zustande geblieben; auch die von dem verstorbenen Orgelbauer Förster in Lich erbaute treffliche Kirchenorgel ist noch in gleich gutem Zustande vorhanden wie ehemals. Der Glockenturm jedoch und die Turmuhr erfchienen. 45 Uhr er Kampf nicht so harmlos find, als es in dem Artikel der Sigung. Das Befuch des in die Ju einem billigeren Breise Jäger& Rumpf weiter verhandelt. igen fitrage, bas ihm elettrife Bunft 2: Rrebit Buhn, Bauunternehmer Ferts, Biefenstraße, ubau in der Lahnstraße feine Bertftatt in ber Anschluß haben. Alle me box fobiel Strom auf Lokales. - Es wurde darauf 27. Oftober 1905. ** Der Kommandeur des 116 Inf. Reg., Oberst indenau, wurde gestern am 100. Geburtstage Molttes born Raiser empfangen. " zur hl. Beichte. Sonntag, den 29. Oftober. 20. Sonntag nach Pfingsten. Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7.00 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. Vorm. um 8 Uhr: die zweite heil. Messe. Vorm. um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5.30 Uhr: Chriftenlehre; darauf RosenkranzAndacht mit Segen. An den Werktagen ist täglich des Abends um 6.30 Uhr Rosenkranzandacht mit Segen. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am 19. Sonntag nach Trinitatis( 29. Dft) predigt: 1. vormittags: Defan Wagner. Text: Matth. 9, 1-8. Lied Nr. 270. 2. nachmittags: Pfarrer Schmidt. Text: Eph. 4, 22-32. Lied Nr. 288. Beichte, Gottesdienst und Feier des heil. Abendmahls in Lumda vorm. 129 Uhr. Biesener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, ben 28 Oftober. Trüb, etwas milder, geringe Niederschläge ( Schnee), windig. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteli: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belbe in Gießen. Wekanntmachung. Betr. Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn; hier: den zugezogenen Teil der Gemarkung Heuchelheim. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 26. Oftober 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Samstag, den 28. Oktober d. Js. findet die Ueberweisung der Ersatzgrundstücke bezüglich der neu zugeteilten Gewanne 31, 32, 34 und 35 in Flur XX in dem zur Feldbereinigung Gießen rechts der Lahn zugezogenen Heuchelheimer Gemarkungsteil an Ort und Stelle statt. Zusammenkunft nachmittags 2 Uhr am Bahns hof Heuchelheim. Die leberweisung erfolgt vorbehältlich der im Termin bekannt zu gebenden weiteren Bedingungen unter folgenden: 1. Meliorationsarbeiten fönnen auf den überwiesenen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden. die Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird Die Kirchen- Rechnungen der Matthäus Nr. 254 Hammstraße zwischen Unterführung bei Geilfuß und Markus-, Lukas- und Johannesgemeinde dem Güterbahnhof von heute an bis auf weiteres für den für 1904 liegen in den Wohnungen der Pfarrer acht Tage lang zu Jedermanns Einsicht offen. Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 25 Oftober 1905. Gießen, den 26. Oftober 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. FEST- ALBUM DER KRONPRINZLICHEN HOCHZEIT als Weihnachtsgeschenk werk geeignet, kein zweites ein Gedenkwerk an unser Kronprinzenpaar und Kaiserhaus enthaltend; in Prachtfarben-, Litographie, Licht- und KunstDruck die erhabensten Momente der Kronprinzlichen Vermählungsfeier am 6. 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Ein hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet bezw. zugeschrieben. Friedberg, den 21. Oktober 1905. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommißfäc: gez. Spamer, Kretsamtmann. Bekanntmachung, rich mit seiner Braut Sophie Charlotte von Oldenburg Mk. 4. Zu Weihnachten lassen wir das Prachtwerk Folio Nr. 1, in einer Riesenauflage für Weihnachtsgeschenke herstellen und liefern dasselbe bei sofortiger Bestellung für den beispiellosen Preis von Mk. 7.50, sofern die Bestellung noch während des Druckes erfolgt. Ebenfalls können das QuartFormat Nr. 2 und das Oktav- Format Nr. 3 bei sofortiger Bestellung noch zu Vorzugspreisen, Nr. 2 zu Mk. 8.-, Nr. 3 Mk. 4,50, Postkarten, sofort lieferbar, per Serie von 20 Stck. Mk. 3.-, 10 Stck. Mk. 150, bezogen werden. Prachtfarben-( Wandschmack)-Bild von unserm Kronprinzenpaar Neuestes Bild Prachtf( Wandschmuck)-Bild von M 3. Gratis als Weihnachtsgratifikation erhält jeder, der dieses Inserat innerhalb 8 Tagen nach Erscheinen einsendet, ein Prachtf.Wandschmuckbild von uns. Kronprinzenpaar. Prinz Eitel Friedrich und seiner Braut Sophie Charlotte von Oldenburg Mk. 3.-. Bestellung zu diesen Preisen ist ein Drittel Anzahlung beizufügen. Frankolieferung gegen Einsendung des Betrages. Auf Wunsch wöchentliche Ratenzahlungen von Mk. 1.- an. Christliches Schriften- Verlagshaus zu Hamburg. Kauf- Gesuch. die Bedienung der Rückstauverschlüsse betreffend. Unter Hinweis auf§ 18 Absaz 2 der Polizeiverordnung vom 1. August 1904, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation betreffend, welchen wir nachstehend zum Abdruck bringen, machen wir diejenigen Hausbesitzer, welche ihre Grundstücke an die Neufanalisation bereits angeschlossen haben, darauf aufmerksam, daß am 26., 27. und 28. Otto: geschäft, mechanische Werkstätte, oder rentables Ge ber ds. Js. eine Spülung sämtlicher städtischer Straßentanäle vorgenommen wird. Gießen, den 23. Oftober 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Der Eigentümer hat für den ordnungsmäßigen Zustand und die richtige Handhabung des Verschlusses Sorge zu tragen und ist allein für alle, durch etwaigen Rückstau des Stelwassers hervorgerufene Schäden verDie Verschlüsse sind so anzubringen, daß antwortlich. fie jederzeit, auch bei Rückstau zugänglich sind und bequem gehandhabt werden können. Bekanntmachung. Kleines rentables Elektrizitätswerk, Eisenwarenschäft einer anderen Branche sofort zu kaufen gesucht. Geft. Offerten mit genauen Angaben über Einrichtung, Rentabilität, Preis u. s. w. an Willy Peltzer, Crefeld( Rheinl.) Roßstraße 136. Zur Herbstpflanzung: Kräftig entwickelte Zwetschenbäume werden abgegeben, so lange der Vorrat reicht. Zu erfragen in der Expedition dieses Blattes. Die Kirchenvorstände der vier Kirchengemeinden. Dr. Naumann. D. Schloffer. Euler. Schwabe. 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Nachdem die unter dem Schweinebestand des Karl Didhaus dahier ausgebrochene Rotlauffeuche erloschen ist, wird hiermit die unterm 5. Oftober 1905 angeordnete Sperre aufgehoben. Gießen, den 23. Oktober 1905. Großh. Bolizeiamt Gicken. Herberg. Betr. Rotlauffeuche. Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Dekonomen Heinrich Zottmann dahier, ist die Rotlanssenche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 23. Oftober 1905. Großh. Bolizeiamt Sießen. Herberg. 6 Stück 90 Pig. = Im Erscheinen befindet sich:= Meyers 11,000 Abbildungen, 1400 Tafela und Karten. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Grosses KonversationsEin Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Verweisungen. 148,000 Artikel u. Lexikon. 10 Bände in Halbleder gebinden au je 10 Mark. Prospekte und Probehefte liefert jede Buchhandlung Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. HypothekenKapital in jeder Höhe zu 33/4 Beleihung bis zu 60%. 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