Ehre! Nr. 227. g behaupten, Ban ang. Das ift die gri Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzelle 30 refp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Selters weg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. enüber sei festgestell fann nicht beftrin Den, daß, Bauernfre ehr als 10000 gr fleinen landwirtid trieben mit zufrieden bften Erfolgen ftan Verwendung findet. tann nicht befirin en, daß eine große von Autoritäten, n, Tierärzten, Chemi fich in lobender r die Billigkeit un jamtet der Baue de" geäußert haben faun nicht beftrit en, daß, Bauernfreu ihrer Wirksamkeit diger Verwendung Betrieben einfichtig mfichtiger Landm und diesen durch hlstand und reid en berholfen hat. ** nicht bestritte daß über 1000 ändige der Bauen unaufgefordert d gnis und die lobendi nung ausgefproch haben. über Bauernfreude bin ich fehr zufrieden aans blau iekai be ich oft ge - Es erscheint zu striden, als isten und spä 3. Meyerbeer Bantier. Er Jezeichnete Er se auch in der at einst gerade Lehrer, Prof. melstarte hinese Aeußerung e zum Lehrer: nicht stolz!" ensreiche Wir 3. Die Brand it immer wie acht. Hat der t, und ist eine mit der feinen feucht ist, sehr n heilt Eiweiß. trop ärztlicher nit Giweiß gelimme Finger, oft operativen Ei. Zu diesem einem spizen Finger hin Die Hand mit Morgens und ns in wenigen en. teht, sie mag B oder klein, Sie sich zu sehr t, viel zu eng ide ist, als ihr sie wirklich ist; ihrer Toilette ten lassen; dag ausspricht; dah Daß fie, die Un B fie fich mehr ; daß ihr Ge Daß über, einen fiftigen en Sie nicht fte, borläufig rad ist gewiß cine lebendige o boraus." Rad vor der e Lentitange." Den Sie mein ß nicht ez Maler: Dh das Terpentin nußen Sie doch ie gefällt Ihnen at fort." lärmend, finde e Blas- phemie." Mittwoch, den 27. September 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pfg.. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblafen( wöchentlich) Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen. Wollen Sie Oberhelfens Leben und Treiben in seinen mannigfaltigen Gestaltungen und Forderungen stets im Auge behalten, stets und überall seine Strömungen verfolgen, die treibenden Kräfte und gesteckten Biele mit sicherem Blick erkennen, mit einem Wort: überhaupt auf dem Laufenden bleiben von dem Leben, das aus unmittelbarster Nähe mit seinen Fragen und Aufgaben so vielgestaltig täglich an Sie herantritt, dann lesen Sie eine Lokalzeitung! Mehr nnd mehr hat sich der Schwerpunkt des modernen Lebens auf das tommunale Gebiet verschoben. Dort sind wir heimisch, dort ist unser Befitz und die Stätte unserer Arbeit, dort ist alles von Interesse für uns. So ist es gekommen, daß mit dem immer mächtiger sich entfaltenden GemeindeLeben auch die Lokalpresse, in der sich das tommunale Leben spiegelt und bricht, zu einer immer größeren Bedeutung gelangt ist, daß sie zu einem Faftor geworden ist, mit dem gerechnet werden muß. Behörden und Korporationen bedienen sich ihrer, um zu vermitteln, zu flären oder anzuregen; die Bestrebungen auf politischem, wirtschaftlichem oder geistigem Gebiete werden in der Lokalpresse beleuchtet und die Tagesgeschichte in ihren Spalten geschrieben. Wer stets in Fühlung mit seiner Umgebung bleiben will, lese eine Lokalzeitung! - Allen angeführten Aufgaben trachtet unser Blatt gerecht zu werden, das eine Lokal- Beitung in des Wortes beftem Sinne ist: stets wohlinformiert über alle Borgänge in Oberhessen. Die nächste Zeit fordert besondere Aufmerksamkeit: die Landtagswahlen stehen vor der Tür. Durch gute Verbindungen sind wir in der Lage, unseren Lesern über den jeweiligen Stand der Wahlbewegung sowie über die Wahlen selbst berichten zu können. Vor seiner Neuwahl tritt der Landtag noch einmal zusammen, um sich mit der Wahlreform, dem Eintommensteuer- Gesez und der Wertzuwachsteuer zu beschäftigen Gefeßentwürfe, die tief in unser Leben einschneiden. Da wird es geradezu Pflicht, sich über den Gang der Dinge zu informieren. - Aber auch der übrige Teil unseres Blattes ist reichhaltig und interessant ausgestaltet. Kurz und fnapp, unter Vermeidung alles Ueberflüssigen, bringen wir täglich das Bemerkenswerteste von allen Gebieten. Meldungen von Tagesereignissen, die ein erhöhies Interesse beanspruchen, werden unseren Lesern durch Extra- Blätter übermittelt. Besondere Sorgfalt wenden wir einem gut gepflegten unterhaltenden Teil zu, der Beiträge: Romane, Novellen, Stizzen und Plaudereien be liebter Federn aufweist. Zahlreiche Stimmen aus unserem Leserkreise sagen uns, daß unsere Zeitung dadurch zu einem guten Familien- Blatt geworden ist. Ver fäume daher niemand, sein Abonnement auf unser Blatt zu erneuern oder ein Probe- Abonnement einzugehen. Bestellungen nehmen alle Bostanstalten, Postboten, unsere Träger und unsere Expedition entgegen. Die langen Abende kommen allgemach heran, da ist eine gute Beitung ein besonders gern gesehener Freund. Wer einen solchen Freund schäßt, dec lese unsere Zeitung! Redaktion und Verlag. Internationaler Handel. Aus kaufmännischen Kreisen wird uns geschrieben: In Lüttich hat der internationale Kongreß der Handelsfammern getagt und sich mit der Frage beschäftigt, ob ein ständiges Bureau zur gemeinsamen Behandlung solcher Angelegenheiten errichtet werden solle, bei denen wirtschaftliche Organisationen verschiedener Länder gleiche Interessen nach einheitlichen Plänen zu behandeln wünschen. Schon im bergangenen Mai war die nämliche Frage in einer Berliner Konferenz erwogen worden, ohne daß man zu einem endgültigen Beschluß kam. Man brachte dem Gedanken Wohlwollen entgegen, wollte jedoch zunächst eine weitere Ausarbeitung des Projektes abwarten. Diese Ausarbeitung wurde einem internationalen Ausschuß übertragen, der seine Vorschläge dem internationalen Weltwirtschafts- und Welthandels- Kongreß unterbreiten sollte, der in Mons zusammengetreten ist. Auf dem Vorkongreß in Lüttich ist zur Sprache gekommen, daß gegen die Gründung eines ständigen Kongreßbureaus, namentlich eines selbständigen internationalen Handelskammerbureaus lebhafte Bedenken bestehen, während man allgemein den Gedanken eines regelmäßig wiederkehrenden internationalen Wirtschaftskongresses billigt. Demgemäß wurde nur beschlossen, dem Wunsch nach Abhaltung regelmäßiger Zusammenkünfte der Handelskammern und der Vereinigungen für Handel und Industrie Ausdruck zu geben und einen ständigen Ausschuß einzuseßen und mit der Veranstaltung dieser Zusammenfünfte zu betrauen. Es bleibt also einstweilen bei den regelmäßigen internationalen Zusammenkünften der Handels- und Industrievertreter. Ein ständiges internationales Bureau wird erst allmählich zur Notwendigkeit werden und von der Notwendigkeit seine Arbeiten zugewiesen erhalten. Von einem Kongreß zum anderen sind Aufgaben zu erfüllen, Vorbereitungen zu treffen, und für diese ist eine gewisse Tradition wünschenswert, die sich ganz von selbst her= ausbildet, wenn die Arbeiten eine Reihe von Jahren hindurch von den nämlichen Personen geleistet werden. Ein festes Programm aber läßt sich im voraus nicht entwerfen, ein Aufgabenkreis nicht umschreiben. Die Sache muß aus sich heraus wachsen und sich entwickeln, sie kann nicht nach einem festen Plan konstruiert werden. Aus dem Zwischenbureau wird wahrscheinlich mit der Zeit eine neutrale Vermittelungsstelle zwischen den Handelskammern und wirtschaftlichen Vereinigungen der verschiedenen Länder werden. Eins aber ist merkwürdig: daß es eine internationale Vertretung von Handel und Industrie noch nicht gibt. Denn Handel und Industrie, gelten an sich für international und in gewissem Sinne sind sie es auch. Schon ein kleiner Kram auf dem Torfe hat internationale Beziehungen zur Voraussegung. Dinge des täglichen Bedarfs, unscheinbare und geringfügige Dinge, deren Preis nach Pfennigen und Bruchteilen von Pfennigen berechnet wird, haben den Weg um die halbe Erde machen müssen, ehe sie zu gangbaren Handelsartikeln werden konnten. Früchte, die nicht die Tafeln der Reichen schmücken, sondern von den Kindern auf der Gasse verzehrt werden, kommen aus entfernten Ländern, haben die Hände von zahlreichen Vermittlern passiert, Fuhrleuten und Spediteuren Beschäftigung gegeben, ehe sie das Ziel ihrer Laufbahn erreichten. Darum spricht man auch vielfach in unfreundlicher Weise vom internationalen Handei, gleichsam als ob das ein Vorwurf und ein Makel wäre, im Gegensatz stehend zu nationalem Empfinden und Wesen. Das ist nun freilich ein arges Mißverständnis. Handel und Industrie in ihrer modernen Bedeutung sind ohne internationale Beziehungen freilich nicht denkbar, aber ihr nationaler Wert wird dadurch nicht geringer. Das Kaiserwort Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser" ergänzt teilweise das andere Kaiserwort:„ wir leben im Zeitalter des Verkehrs." Wenn wir diese beiden mahnenden Worte beherzigen, entfremden wir uns ganz gewiß nicht der nationalen Fürsorge. Im Gegenteil sorgen wir dadurch für die Erhöhung des nationalen Reichtums und der nationalen Kraft, denen wir fremde Machtfaktoren dienstbar machen. Der Handel ist international und muß es sein. Um so mehr ist daran gelegen, daß unser nationaler Anteil am internationalen Handel möglichst groß werde. Engländer und Amerikaner, die schon lange kluge Handelslaute gewesen, haben nie aufgehört, gute Patrioten zu sein, und dem Interesse ihrer Heimat haben sie durch ihre internationalen Handelsbeziehungen gedient. Was die englischen und die ame= rikanischen Kaufleute können, das können unsere deutschen Kaufleute auch. Der Ackerbau und die Landwirtschaft sind unfraglich national. Aber wo sie dazu imstande sind, knüpfen sie wie Handel und Industrie internationale Beziehungen an. Hat sich doch erst jüngst unter Anteilnahme Deutschlands in Rom ein ständiger internationaler Landwirtschaftskongreß gebildet, der auf gemeinsame Wahrung der landwirtschaftlichen Interessen aller Länder abzielt. Was die Landwirtschaft tun darf, das ist dem Handel und der Industrie nicht weniger gestattet, unbeschadet ihrer nationalen Aufgaben. Das Uebereinkommen von Karlstad. ( Eig. Bericht.) Stockholm, 26. September. Holder Friede, süße Eintracht ist in die Gemüter der skandinavischen Brudervölker eingezogen. Nachdem schon der Säbel gelockert und die etwas rostige Flinte neu gepubl war, ist endlich die Friedenstaube aus Karlstad gekommen und hat die fröhliche Kunde von dem Abschluß einer Konbention der seit Wochen beratenden norwegischen und schwedischen Delegierten gebracht. Der Vertragsentmurf zur Unionstrennung in friedlicher Weise beschäftigt sich zunächst mit dem Schiedsgerichtsvorschlag. Dieser wird anerkannt. Alle Streitig feiten, die nicht die Unabhängigkeit, die Integrität und bitale Interessen beider Länder betreffen, sollen vor den Schiedsgerichtshof im Haag verwiesen werden. Ausgenommen davon sind Entscheidungen über die Auslegung des Uebereinkommens zur Trennung der Union. Ob aus dieser Bestimmung sich nicht sehr leicht Anlässe zu abermaligen 3wistigkeiten entwickeln können? Schließlich werden die bon beiden Seiten zu erwartenden Schwierigkeiten sich in der nächsten Zeit ausschließlich um diese ausgeschlossene Materie drehen. Der Schiedsgerichtsvertrag soll vorläufig auf zehn Jahre Geltung haben. Auf beiden Seiten des südlichen Teiles der Grenze zwischen den Reichen wird eine neutrale 3one von 15 Kilometern Breite auf jeder Seite errichtet. In die neutrale Zone sind die Inseln und Schären eingeschlossen, aber nicht die Teile des Meeres felbst mit seinen Buchten, die innerhalb der Grenzlinie der Zone fallen. Im Falle der Verbindung beider Staaten gegen einen gemeinsamen Feind tritt die neutrale Zone außer Kraft. Die norwegischen Befestigungsgruppen Frederiksten mit dem Fort GyldenLoebe, Oberbjerget Veden und Hjelmkollen, Debje mit Krofsund sowie Urskog werden innerhalb eines Zeitraumes von acht Monaten unbrauchbar gemacht, die alten Befestigungsmerke bei Frederiksten, Gyldenloeve und Oberbjerget sollen jedoch beibehalten werden, dürfen aber nicht fortifikatorisch erhalten werden. Kongsving bleibt bis auf die äußeren Wälle erhalten. Neue Befestigungswerke werden innerhalb eines Abstandes bon 10 Meilen nicht angelegt. Die Weidegerechtſame der Lappen, der Transitverkehr zwischen beiden Ländern, die Benutzung der gemeinsamen Wasserwerke unterliegen besonderen Bestimmungen. Jedes der beiden Reiche verpflichtet sich, den Transport von Transitgütern nicht zu hindern oder zu erschweren. Es wird Zollfreiheit und mehrere andere Vergünstigungen für Transitgüter festgesetzt. Ueber diesen Entwurf sollen in Norwegen wie in Schweden der Reichstag befinden. Nach Annahme gilt die Lösung der Union für vollendet, und der König von Scheden wird ermächtigt, Norwegen als selbständigen Staat anzuerkennen. Damit hören dann die bisherigen gegenseitigen Verpflichtungen und Rechte auf. In Christiania wie in Stockholm wurde die Karlstader Konvention, als sie gestern bekannt wurde, mit ziemlicher Befriedigung Legrüßt. Einzelne norwegische Heißsporne mäfeln zwar, allein man nimmt allgemein an, daß der Storthing mit großer Mehrheit den Entwurf sanktionieren wird. So ist denn die unblutige Revolution, jedenfalls eine der sonderbarsten der Weltgeschichte, zum Abschluß gekommen. Norwegen wird selbständig, und die Zukunft muß zeigen, ob es sich dabei besser wie bisher befinden wird. In Schwe den scheidet man ohne große Bewegung von der Union. Sie brachte dem Lande geringen oder gar keinen Vorteil, belastete es aber mit einer Menge politischer und wirtschaft. licher Mißhelligkeiten. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. Die Vorbereitungen zu einem deutsch- japanischen Handelsvertrag sind im Gange. Reichskanzler Fürst Bülow empfing bei seinem Aufenthalt in Baden- Baden den Besuch des japanischen Gesandten Inouye. Es handelt sich dabei um eine Besprechung zu den Handelsvertrags- Beratungen. * * Der Parteitag der Freisinnigen Volkspartei nahm einen Antrag gegen das bisherige System der Kolonialpolitik an. In dem Antrage heißt es, der Parteitag erachte es nicht als die Aufgabe des Reiches, durch Subventionen oder Garantien in den Schußgebieten Eisenbahnbauten zu ermöglichen, für welche die wirtschaftlichen Voraussetzungen noch nicht vorhanden sind. Der Parteitag empfiehlt dagegen eine Heimatpolitik, die sich insbesondere auch angelegen sein läßt, den internationalen Warenaustausch in jeder Weise zu erleichtern und zu unterstützen. * Zu den gegen die Kolonial- Verwaltung erhobenen Befchuldigungen wird noch einmal halbamtlich erklärt, daß irgend welche Belege für die Behauptungen weder beigebracht noch vorhanden sind. Die Anklagen gegen die Kolonial- Verwaltung in Sachen des Kamerun- Syndikats seien in fahrlässiger Weise auf Grund lückenhafter und unrichtiger Informationen erhoben worden. * Eine aus dem Aufstandsgebiet in Deutsch- Südwestafrika amtliche Mitteilung von Trotha des Generalleutnants stellt fest, daß die Schauernachricht des Bureau Reuter von einem Ueberfall auf einen deutschen Transport in der Nähe von Keetmanshoop gänzlich erfunden ist. Ein Ueberfall auf einen Wagentransper oder eine Fortnahme von Wagen und Munition hat, wie wir gleich vermuteten, nicht stattgefunden. Die nach dem Gefecht bei Nubib durch Major Meister eingeleitete Verfolgung ergab, daß der Feind nach allen Seiten auseinandergesprengt ist. Auf größere Banden ist man nicht mehr gestoßen. Die Verfolgung wird fortgesett. Das weitere Absuchen des Gefechtsfeldes ergab, daß der Gegner 80 Tote, darunter 20 Hereros, verloren hat. Auch wurden weitere 30 Pferde sowie viel Groß- und Kleinvieb gefunden. Oefterreich- Ungarn In Ungarn gchen die Wogen der Erregung wegen des Konflikts mit der Krone sehr hoch. Die vereinigten Mehrheitsparteien beschlossen, eine gemeinsame Kundgebung an die Nation zu richten, in der gegen die verfassungswidrigen Bedingungen der Krone Stellung genommen werden soll. Montag abend gab es wieder lärmende Straßenkundgebungen für die Koalitionsführer. Apponyi, Kossuth und Vazsonyi hielten zündende Reden. Nachher kam es zwischen den Anhängern der Koalition und den Sozialisten zu blutigen Schlägereien. Bei der Gröffnung des österreichischen Abgeordnetenhauses demonstrierten die Sozialdemokraten heftig gegen den Ministerpräsidenten Gautsch, den man verantwortlich für die Ablehnung des Fejervaryschen Vorschlags macht, in Ungarn das allgemeine Wahlrecht einzuführen. Auch in den Straßen Wiens wurden feindselige Kundgebungen gegen Gautsch veranstaltet. Gautsch erklärte im Abgeordnetenhause, die Regierung sei jederzeit bereit, hinsichtlich der die wirtschaftlichen und sonstigen Verhältnisse zu Ungarn berührenden Fragen eine Revision der 67er Gesetzgebung unter den von der Krone zunächst ausgesprochenen Vorbehalten und auf dem von der Krone bezeichneten Wege zuzugestehen. Sollte bedauerlicherweise Ungarn bezüglich der Durchführung der Handelsverträge der Auffas sung der österreichischen Regierung nicht zustimmen, wobei für die Regierung fein anderer Termin als der 1. März 1906 bestehe, so würde die Regierung die österreichischen Interessen zu schüßen wissen und rechtzeitig dem Hause die betreffenden Vorlagen unterbreiten, ebenso über die Beitragsleistung zum gemeinsamen Staatshaushalt. Zu dem Wahlrechtsprojekt sagt der Minister, daß die umlaufenden Gerüchte in dieser Richtung falsch seien. Frankreich). ** Der Hauptbeschuldigte in dem Skandal wegen Fran. zösisch- Kongo wehrt sich. Der angegriffene Generalfommissar Gentil läßt erklären, daß die gegen ihn gerichteten Anschuldigungen durchaus unbegründet seien; de Brazza habe ohne jede Kontrolle Beschwerden und Anklagen, die von unzufriedenen Beamten und Eingeborenen gegen ihn erhoben wurden, als bare Münze angenommen, Rufsland. ** Das ganze Reich ist fortgesetzt erfüllt von Attentaten und blutigen Zusammenstößen, so daß es schwer ist, alle Vorkommnisse einzeln aufzuzählen. So wurden in Kowno eine in der Nähe des Stadtgartens geworfene Bombe der Polizeimeister Iwanow, drei Polizeibeamte und drei Frauen berwundet. Der Täter entfam. Auch in Dün aburg kam ein Anschlag gegen Polizeibeamte vor. In Riga erfolgen fast jede Nacht Angriffe auf Polizeibeamte. So wurde ein Kosak, sowie ein Gefängniswärter ermordet. Did Unruhen auf dem Lande haben außer dem Rigaschen und Wendenschen auch den Wolmarschen Kreis ergriffen. Es finden dort Mordbrennereien und Demolierungen von Schulen statt. In Njesin im Gouvernement Tschernigow kam es bei der Verhaftung aus Bialystok eingetroffener junger Leute durch Polizei und Kosaken zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf eine Person getötet und zwei Polizeibeamte sowie zwei andere Personen verwundet wurden. In der Wohnung der letzteren wurden eine Druckerei und Proklamationen gefunden. Heer und flotte. Abschaffung der Dekonomichandwerker? Der bayerische Landtags- und Reichstagsabgeordnete Dr. Pichler teilte in einer Versammlung in Bassau mit, daß wahrscheinlich bis 1911 das System der Dekonomiehandwerker aus der deut schen Armee verschwinden werde und alle Militärarbeiten den Zivilhandwerkern übertragen werden. Hof und Gesellschaft. ** Zum Besuch bei dem Kaiser ist der russische Minister von Witte in Rominten eingetroffen. Er wurde bem Fürsten Eulenburg am Bahnhofe empfangen und fuhr mit ihm im geschlossenen Automobil nach dem Jagdschloß. Prinz Adalbert von Preußen tritt am 1. Oktober seinen Dienst als Wachoffizier an Bord des Linienschiffes Preußen" an. * * ** König Alfons von Spanien wird am 6. November in Berlin seinen Einzug halten. Von dort wird der König nach Wien reisen, wo sein Besuch als ein einfacher Familienbesuch angesehen wird. ** Der Reichskanzler Fürst Bülow ist von Berlin nach Baden- Baden zurückgereist. ** Der Geheime Ober- Medizinalrat Generalarzt Dr. Hermann Schaper, früher Direktor der Charité i. Berlin, ist im 65. Lebensjahre gestorben. * ** Der Geh. Oberregierungsrat Dr. Eucken- Addenhausen in Berlin ist zum oldenburgischen Bevollmächtigten zum Bundesrat unter Verleihung des Titels Geh. Rath ernannt worden. Soziales Leben. Generalaussperrung in Berlin? Die Entscheidung in dem Zwiespalt zwischen den Berliner Elektrizitätsfirmen und ihren Arbeitern ist gestern in ungünstigem Sinne gefallen. Die Werke hatten die Frist bis Dienstag mittag 12 Uhr verlängert. Die Schraubendreher des WernerWerkes am Nonnendamm und die Lagerarbeiter der Allge meinen Elektrizitätsgesellschaft haben in ihren Versammlungen beschlossen, weiter zu streiken. Damit ist die Gefahr einer allgemeinen Aussperrung ziemlich nahe gerückt. Man hofft noch auf eine Verständigung in letzter Minute, andernfalls ist die Aussperrung von 40 000 Arbeitern zu erwarten. Nah und fern. † Typhus- Epidemie. Durch einen verseuchten Brunnen wurde in Schafstädt in der Provinz Sachsen eine TyphusEpidemie verursacht. Eine große Anzahl Ortsangesessener find erkrankt. † Große Brände. An verschiedenen Stellen des württembergischen Oberamtes Maulbronn übten Feuersbrünste eine verheerende Wirkung. In Detisheim fielen drei Wohnhäuser und fünf Scheunen dem Elemente zum Opfer. Hier war Brandstiftung die Ursache. In Enzberg brannte die große Papierfabrik von Adolf Weiser u. Co. zur Hälfte nieder. Der Schaden beträgt eine halbe Million. † Feuer im Stettiner Hafen. Im Freihafenbezirk zu Stettin brach ein großes Feuer aus, das besonders an den dort lagernden umfangreichen Holzlagern Nahrung fand. Man mußte sich damit begnügen, den Brand zu lokalisieren, was auch mit Hilfe mehrerer im Freihafen liegender Dampfer gelang. Die verbrannten Bretterlager gehören meist englischen Firmen, waren aber zumeist bei deutschen Gesellschaften versichert. Mehrere Feuerwehrleute erlitten bei den Löscharbeiten Verlegungen. † Ein Kampf an Bord. Auf der Stralsunder FischerQuatsche Wilhelm" kam es während der Fahrt von Kolmar nach Flensburg zu einem Streit zwischen dem Schiffskoch und dem Kapitän. Der Koch ging dem legteren mit einer Latte zu Leibe, wurde aber von seinem Gegner, einem Hünen von Gestalt, niedergerungen. Als der Kampf be= endet schien, stürzte sich der Koch plötzlich auf den Kapitän, stieß ihm das Messer in die Brust und verwundete ihn tödlich. † Brave Seeleute. Die Rettung der Mannschaft des deutschen Dampfers Matin" durch die englische Bark Riversdale" war mit besonderen Schwierigkeiten verknüpft. Als die Bark den lecken Dampfer im Schlepptau hatte, bemerkte der Kapitän des englischen Bootes, daß an Bord des ,, Matin" eine große Aufregung herrschte, und gleich darauf wurde es ihm klar, daß der Dampfer mit großer Geschwindigkeit unterging. Sofort wurde ein Boot hinübergeschickt, und nach einiger Mühe gelang es, zwölf Mann der Besazung zu retten. Ein Knabe war auf den Mast des Dampfers geklettert und befand sich dort in solcher Angst, daß man ihn nicht bewegen konnte, herunter zu kommen. Auch der Kapitän erklärte, das Schiff nicht verlassen zu wollen, so lange der Knabe an Bord bleibe. Man brachte die anderen in Sicherheit, und dann ruderte die brave englische Mannschaft mit aller Hast zurück, es war ein Rennen mit dem Tode, denn man konnte nicht hoffen, den sinkenden Dampfer zur Zeit zu erreichen. Gerade in dem Moment, als das deutsche Schiff in den Wellen zu verschwinden begann, legte das Boot an. Inzwischen war es dem Kapitän gelungen, den Knaben von dem Mast herunter zu bringen; sie wurden beide in das Boot aufgenommen, das gerade noch dem Strudel entkommen konnte, der sich über dem versunkenen Dampfer bildete. † Auf der Straße erschossen. In Lissa entstand bei Nachtzeit ein Streit auf der Straße, wo ein betrunkener Offizier durch Reservisten beschimpft wurde. Als der Leutnant den Säbel zog, wurde ihm die Waffe entwunden und er von einem Polizeibeamten nach Hause gebracht. Gleich darauf erschien der Offizier mit einem Jagdgewehr auf der Straße, gab zwei Schüsse ab und verwundete einen Hausverwalter derartig schwer, daß er bald darauf starb. † Selbstmord aus Mittellosigkeit. In Glogau erschoß sich der Reisende einer Berliner Farbenfabrik auf der Promenade. Die unselige Tat ist darauf zurückzuführen, daß der Unglückliche völlig mittellos war. Das Gemeindeumlagegesek. Von Abg. Moellinger Pfeddersheim. ( Schluß.) Während die Staatseinkommensteuer mit 1 Proz. beginnt und bis 5 Proz. steigt, ist die Vermögenssteuer rund 2 Broz, also zusammen 3-7 Proz. Nach den Probeeinschätzungen ist das Verhältnis nach dem Umlagebedarf der einzelnen Gemeinden ein sehr verschiedenes, jedoch überwiegt die Vermögenssteuer( Realsteuer) mit 5-16 Proz. die Einkommensteuer. - Ein Arbeiter mit 1000 Mt. Einkommen bezahlt in Hochheim an Umlagen 10 Rt. 47 Pfg.( Staatssteuern 11 Mt.) Ein Bauer mit 10 Morgen Felder= 10000 Mt. und Wohnhaus 5000 Mt., zusammen 15000 Mt. Vermögen, bezahlt Vermögenesteuer à 21,3 fg. Einkommensteuer also viermal soviel. = 31,95 Mt. 10,47 zusammen 42,42 Mt. H In Alziy bezahlt ein Arbeiter 12,16 x 11= 13 r. 31 Bfg. Umlagen( 11 Mt. Staatssteuern). Ein Bauer bezahlt mit 15 000 Mt. für Grundbesit Vermögenssteuer à 32,5 fg.= 48,75 Mt. Einkommensteuer 13,31 zusammen 62,06 Mr. " Die Zahlen für alle Gemeinden Rheinh ssens der Probeeinschäßung ergeben im Mittel 5,5 Broz. Realsteuerbelastung und 92,4 Proz. der Staats- Einkommensteuer. Es hat demnach der nur Einkommensteuerpflichtige 9,92 Broz. von seinem Einkommen zu bezahlen, also 1 bis 5, während der Grundbefizer( Haus), Gewerbetreibende und Kapitalist 6,42 bis 10,5 Proz. bezahlt. Daß solche Verhältnisse nicht fortbestehen können, liegt auf der Hand. Sie sind nur durch Verschiebung der Last auf die Einkommensteuer zu bessern. Bof. 7. Keine Frage ist so breit getreten worden wie die des Schuldabzugs. Seither hat auch kein solcher stattgefunden. Wenn man überhaupt Realsteuer will, muß man auch und zwar bei allen den Schuldabzug verneinen. Die Folge des Abzuges ist die Mehrbelastung der anderen Steuerzahler. Nach einer früheren Angabe betrüge der Ausfall durch Abzug in der Stadt Worms 170000 Mt., welcher durch die Unverschuldeten mehr bezahlt werden müßte. Eine halbe Gerechtigkeit gibt es nicht." Bos. 8. Der Hinweis auf andere Staaten trifft nicht zu, weil dort die in gleicher Art wie bei uns gewonnenen Reinertragszahlen benützt werden. Bos. 9. Neue Steuerzettel für Kreis und Provinz zu schaffen, würde ich für den größten Fehler halten, den man nur machen könnte. Es müssen immer dieselben Leute die Beche bezahlen und je mehr Wirte dieselbe berechnen- defto dicker werden die Zahlen. Wenn ich mir gestatten darf, zum Schlusse der Ausführungen meine persönliche Stellung in der vorliegenden Frage zu fennzeichnen, so bin ich in erster Linie für die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit nach der Staatssteuer gewesen, halte solche natürlich mit einigen Aenderungen für tunlich und habe mich nur entschlossen für die Vorlage zu stimmen, weil nach derselben den Gemeinden die Möglichkeit gegeben ist, die Einkommensteuer in stärkerem Maße heranzuziehen, als feither es durch das Gesetz zugelassen war. Dadurch kann man innerhalb der 6 Versuchsjahre einen allmählichen Uebergang zur Staatsbesteuerung schaffen. Als ein Unglück ist es nicht zu betrachten, wenn das Gesetz auf diesem Landtag, der bald geschlossen wird und der nächste gleich beginnt, nicht zustande fommt, da seine Anwendung anfänglich feine wesentliche Aenderung des Bestehenden zur Folge haben wird, während allerdings bei richtiger Anwendung ein großer Fortschritt gemacht werden fann. Es ließe sich das leicht durch Berechnungen für einzelne Gemeinden erweisen, allein der Raum für Mordtaten und ähnliche wichtige Dinge würde dadurch allzusehr verkürzt und die langweiligen Zahlen würden doch nicht gelesen werden. - Lokales. 26. September 1905. mit der Straffad ertenfrige ber vollständig b anfällen ftart b näheren Berlehr bejahten die S Jahr Gefängnis Das Urteil Gache gegen ben Die Kunden der Angaben beranl auf Freisprechun unlauteren We nebft Bublifatio bon Friedbe Raifer manöver deutschen Kaifer er 2 Monate berg hat bei Kameraben mit ei 8 Monate Gefang und Rarl Stete b Goffengeright we fangenenbefreiung Straffammer die 33 Wochen lauteta tägige Gefängnis 440 Mt. umgewo ** Mittwoch, den 4. Dftober, vormittags 1/29 Uhr beginnend, findet eine Sigung des Provinzial- Ausschusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tagesrrdnung statt: 1. Die Verlegung der Haltestelle Ranstadt; hier Enteignung von Gelände. 2. Die Regelung des gewerblichen Lehrlingswesens; hier Strafverfolgung des Schmiedemeisters Georg Schieferstein zu Lich wegen Nichtbeachtung gefeßlicher wie statutarischer Vorschriften. 3. Den Wirtschaftsbetrieb des Gastwirts Karl Schreiß zu Friedberg; hier Antrag auf Konzessionsentziehung. * Das neueste Amtsblatt der Königl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. enthält folgende Danksagung der Eisenbahndirektion: Die in unserem Bezirk am 8. d. M. abgehaltene Raiserparade und die vom 12 bis 16. d. M. stattgefundenen Kaisermanöver haben an einen großen Teil der Bediensteten überaus große und schwere Anforderungen gestellt. Trotz der aus den örtlichen und sonstigen Berhältnissen entsprungenen Schwierigkeiten ist es der aufopfernden Tätigkeit, dem pflichttreuen Eifer, der Umsicht und der Ruhe aller beteiligten Dienststellen und Bediensteten gelungen, diesen Anforderungen in vollem Maße- abgesehen von einzelnen Unregelmäßigkeiten-voll zu entsprechen und was vor allem hervorzuheben ist, Unfälle jederart zu vermeiden. Wir sprechen hierfür ihnen allen unseren Dank aus. *** Lollar. Unser Ort steht am Vorabend seiner neuesten Bürgermeisterwahl. Es ift, als wenn erst wenige Tage vergangen wären, da der gleiche Aft stattfand und an Stelle des vom Amt zurückgetretenen Bürgermeisters Nies sein Nachfolger Zimmermann die Majorität auf sich vereinigte. Und doch wie viele Enttäuschungen hat's im Orte gegeben trotz der furzen Zeit. Es ist darum wohl heute Ehrensache nnd Pflicht eines jeden wahlberechtigten Bürgers unserer Gemeinde, wenn er morgen von seinem Wahlrecht Gebrauch macht und alle die, welche glauben, nicht wählen zu brauchen, zur Wahl auffordert, damit ein Resultat erzielt wird, welches dem Willen der Majorität entspricht. civis. = Klein- Linden. Der Großherzog hat dem Dragoner Altheim, der einen Kameraden beim Baden in der Lahn mit eigner Lebensgefahr vom Tode des Ertrinken rettete, die Rettungsmedaille verliehen. = Heuchelheim. Nach der Statistik über die Ergebnisse der Biehzählung entfällt auf die hiesige Gemeinde die größte Stückzahl an Vieh im Vergleich zum Nuzland. Es seien darum zur Uebersicht nachstehende Gemeinden herangezogen: " " " " " " " 17 " Heuchelheim mit 579,57 Heftar Nugl. besigt 2066 St. Vich Dueckborn 589,51 1347 Gr.- Linden 650,60 1024,15 Lang- Göns 11 1127,54 Gr.- Buseck Grünberg 1156,94 " 11 1960 " И " If 2679 " 10 " f 2114 " " N 1937 " " ? Grünberg, 26. September. In der Mitte des laufenden Monats hat der Arbeitsnachweis für den Kreis Gießen seine Funktionen aufgenommen. Die hiesige Arbeitsnachweis stelle ist auf der Bürgermeisteret. Gesche von Arbeitgebern und Arbeitnehmern lönnen morgens von 8 bis 9 Uhr dort angemeldet werden. --Fauerbach, 26. September. Die gestern in Fauerbach vor sich gegangene Bürgermeisterwahl hat infolge Stimmenzerspitterung feinem der Kandidaten die erforderliche Mehrheit zugewandt. Es findet deshalb am 4. Oftober ein zweiter Wahlgang statt und zwar zwischen dem Beigeordneten Mathäus Philipps und dem Anlieger Möckel, die 49 bezw. 57 Stimmen auf sich vereinigten. § Söbel, 26. September. Lehrer Heinrich Schmidt ist von hier an die Rektoratsschule zu Kirchhain, Bezirk Raffel, versetzt worden. * Gambach, 26. September. Krankenpflegerin. Am nächsten Sonntag wird in der hiesigen Kirche Fräulein Elise Bröder als„ Schwefter" für unsere Gemeinde eidlich berpflichtet. Aus dem Gerichts[ aal. Schwurgericht. Das Schwurgericht des 3. Quartals der Provinz Oberhessen wurde unter dem Vorfiße des Landrichters Dr. Friedrich Stadt Eröffnu Di Di Der K werden von handlun Den vorjäh Samsta Giessen Frei Die Mann falls pünktlich In meinen mehrere schön elea zu vermieter beziehbar. Durch mittels Ber die schönst bis 11 3i werden. Ha M Alex Iben Leute bie hnen- defto uffe der Aus t vorliegenden Linie für die Der Staats en Menderungen ür die Borlage Bem inden die in flärferem it der Straffache gegen den Dienstknecht Georg Winter von Mertenfrig eröffnet, der angeklagt ist, wiederholt mit Herrssen hat zu Hain Gründau einem Gastwirt bei dem er fich einlogiert hatte, Schmucksachen und Kleidungsder vollständig verblödeten, und mit epileptischen Krampfstücke entwendet. Einer Frau entwendete er einen Teil von anfällen stark behafteten Wwe. Uhl von Oberschmitten einer Nähmaschine, nachdem er angegeben hatte, er sei benäheren Verkehr geflogen zu haben. Die Geschworenen auftragt, die Maschine auf ihre Leistungen zu prüfen. Urteil: 2 Jahre 6 Monate Zuchthaus. Bürgermeister bejahten die Schuldfrage, worauf der Angeklagte zu einem Friedrich Bechthold von Edartsborn hat eine Sahr Gefängnis verurteilt wurde. Schuldurfunde mit dem Namen eines dortigen Einwohners bersehen und von der Ortenberger Sparkasse 350 Mt. erhoben, nachdem er die von ihm vollzogene Unterschrift beglaubigt hatte. Wegen Urkundenfälschung und Betrugs Straffammer. Gießen, den 26. September 1905. das Gesetz Sache gegen den Reisenden Jakob Heid von Schmitten, der erhielt er 2 Monate Gefängnis. er 6 Berfuchs die Kunden der Firma Burbuch in Gießen unter falschen aatsbesteuerung Angaben veranlaßte, Bestellungen bei ihm zu machen, lautete Das Urteil in der verflossenen Dienstag verhandelten en, wenn das fen wird und ommt, da seine Henderung des allerdings bei gemacht werden - auf Freisprechung wegen Betrugs und Verurteilung wegen unlauteren Wettbewerbs zu einer Geldstrafe von 20 Mt. nebft Publikationsbefugnis. Privatier Hermann Billasch bom Friedberg hat gelegentlich einer Besprechung der Raisermanöver eine geringschäßende Aeußerung gegen den deutschen Kaiser getan. Wegen Majestätsbeleidigung erhielt Karl Jung von Münzener 2 Monate Gefängnis. rechnungen für berg hat bei der dortigen Kirchweihe im Streit einen für Mordtaten Durch allzusehr 8 Monate Gefängnis. Kameraden mit einem Messer den Kopf bearbeitet. Urteil: Paul Wermuth, Wilhelm Repp " en boch wurden durch das dortige Schöffengericht wegen Widerstands und Versuchs der Gefangenenbefreiung verurteilt. Auf Berufung änderte die Straflammer die Strafen der zwei letteren, welche auf 3 Wochen lauteten, auf 6 Wochen ab, während die achttägige Gefängnisstrafe des ersteren in eine Geldstrafe von Wilhelm Görmar von 40 Mt. umgewandelt wurde. ember 1905. ags 19 Uhr Musichufies Brronung Statt: ier Enteignung Derblichen Lebr Schmiedemeisters tung gefeglicher Birtschaftsbetrieb hier Antrag af fenbahndiri Hagung der irt am 8. d. M. bis 16. b. M. n großen Teil Anforderungen Sonstigen Ber es - - Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es fönnen eingestellt werden: 2 landw. Knechte, 1 Fuhrknecht, 7 Schlosser, 2 Spengler, 2 Schmiede, 1 Maschinist, 1 Sattler und Tapezier( für dauernde Arbeit), 11 Schreiner, Schneider, 1 Friseur, 2 Schuhmacher, 1 Glasreiniger, Installateure, 20 Erdarbeiter, 1 Weißbinder, 2 Bimmerleute, 4 jüngere Arbeiter und 4 jüngere Arbeiterinnen für leichte Beschäftigung, mehrere jüngere Hausburschen, Lauffrauen, Laufmädchen, Dienstmädchen, Hausmädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Schmied( gegen Vergütung), 3 Schreiner( auch gegen Vergütung), 1 Schuhmacher,' 1 Friseur, 2 für Installation und Schlosserei, macher, 1 Friseur, 2 für Installation und Schlosserei, 1 Kellner, 1 Schreiber. Verwendet Stadt- Theater Giessen Engelhardt Direktion: Hermann Steingoetter. Eröffnung der Spielzeit 1905| 06 Dienstag, den 3. Oktober mit: Der Kaufmann von Venedig. Abonnements Cichorien u SCHUTZMARKE bester te ber auf werden von heute ab in Ernst Challiers Musikalien- KAFFEE r, der Umsicht und Bediensteten Be- abgefeha entsprechen und berart zu be feren Dank a prabend feiner als wenn erf e Aft ftattfand Bürgermin Majoritat Sungen hat's in ift darum m wahlberechtig en von feinen he glauben, night mit ein Resultat rität entspricht. civis. bem Dragoner in der Lahn mit handlung zu den alten Preisen ausgegeben.] Den vorjährigen Abonnenten werden die alten Plätze bis Samstag, den 30. September reserviert. Giessener Freiw. Feuerwehr sowie Pflichtfeuerwehr I, II, III. und VI. Rotte Freitag, den 29. September, abds. 8 Uhr: Haupt- Uebung. Die Mannschaften der Pflichtfeuerwehr haben ebenng rettete, bie falls pünktlich am Turmhaus am Brand anzutreten. die Ergebniffe Gemeinde die Razland. G Wigandt, Brandinspektor. 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Leser auf den der heutigen Nummer beigelegten Prospekt der bekannten Gesellschaft Sanitas" zu Binningen( Schweiz) ganz besonders aufmerksam. " P Verkauf von Baupläken an der Licherstraße. Die Stadt Gießen läßt Montag, den 9. Oktober, nachmittags 3 Uhr auf dem Großherzoglichen Ortsgericht drei nebeneinander gelegene Baupläge an der Licherstraße zwischen Wolfstraße und Landmannstraße und zwar Flur III, Nr. 273 4/10= 588 qm, " III, Nr. 273 " = 501 qm, III, Nr. 272 7/10= 514 qm, öffentlich meistbietend versteigern. Bei annehmbarem Gebot kann der Zuschlag alsbald erteilt werden. Gießen, am 25. September 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Kohlen- und Kokslieferung. Für den Winter 1905/06 soll die Lieferung von Hüttenkoks für die Stadtkirche und Johanneskirche, Speisekartoffeln ferner von Anthracitkohlen und Anthracit Eiſensowie briketts für das Gemeindehaus an der Kirchstraße und die Konfirmandensäle der Lukas- und Johannesgemeinde Feinste Salatkartoffeln bergeben werden. liefert billigst J. Hankel, Gießen, Schloßgaffe. Bügelkursus! Glanzbügel kann man binnen 4 Wochen gründlich erlernen. Auf Wunsch nachmittags. Walltorstraße 10, II. Gießen. Eingang durch den Laden, Lager aller Art Luxus- und GeWirtschaft schäftswagen, neue und brauchte. Reparaturen werden schnell und prompt ausgeführt. Elektrischer Betrieb! Fr. Grauer. Butzbach. Alle Sorten Gemüse stets frisch, sowie gute Speisekartoffel billigst zu haben bei Frau Hammel Baugeschäft Winn, Hofmannstr. 14. Gießen, Gr. Mühlgasse 6-8. Hamburger En gros- Lager. Während des Neubaues befinden sich unsere Verkaufsräume Mäusburg 10 Alex. 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Für den städtischen Schlachthof wird ein jüngerer Taglöhner zu dauernder Beschäftigung Junger Hausbursche gesucht. Näbere Auskunft über gesucht von W.& G. Schuchard Gießen Seltersweg 44. die Art der Beschäftigung und Lohnverhältnisse erteilt die Schlachthofverwaltung. Meldungen haben bis zum 1. Oktober zu erfolgen. der Bürgermeisterei, Zim. Nr. 15. zum UNUBERTROFFEN Waschen und Putzen WASCHET ESETZLICH NUR MIT NAUMANNIA CNAUMANN SEIFE SCHUL OFFENBACH Bürger und Wähler von Lollar! Die bevorstehende Bürgermeisterwahl muß wieder geordnetere Zustände in unsere Gemeinde bringen. Wir können nur einen Mann an der Spize brauchen, der ruhig, mit Ueberlegung arbeitet, den Blick auch schon auf kommende Zeiten richtet und das Gute und Praktische entschlossen der Gegenwart sichert. Keine Partei spricht hier mit; unparteiische und pünktliche Verwaltung ist notwendig. Alles das verbürgt uns unser seitheriger Beigeordneter Heinrich Schmidt VI. ihn laßt uns wählen; er wirds Euch durch gewissenhafte Amtsführung lohnen. Viele Wähler die ein gesundes Aufblühen Lollars wünschen. Bürgermeisterwahl Lollar! Bekanntmachung, die Bedienung der Rückstauverschlüsse betr. Unter Hinweis auf§ 18, Absatz 2 der Polizeiber ordnung vom 1. August 1904, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation betreffend, welchen wir nachstehend zum Abdruck bringen, ftücke an die Neukanalisation bereits angeschlossen haben, darauf aufmerksam, daß am Donnerstag, den 28., Freitag, den 29. und Samstag, den 30. Septem ber d. Js. eine Spülung sämtlicher Straßenkanäle vorgenommen wird. Wer es ernst nimmt mit dem Wohle unserer Gemeinde, der gebe bei machen wir diejenigen Hausbefizer, welche ihre Grund der bevorstehenden Wahl seine Stimme Herrn Wagnermeister Carl Schwalm. Viele Landwirte, Arbeiter und Gewerbetreibende. Bürgermeisterwahl Lollar. Als sehr geeigneten Kandidaten für die morgen Donnerstag von 10 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags stattfindende Bürgermeisterwahl empfehlen wir allen wahlberechtigten Bürgern den VI. Beigeordneten Heinrich Schmidt UT und bitten im Interesse des ferneren Aufblühens unserer Gemeinde nur diesem die Stimme zu geben. Der Beigeordnete Schmidt ist unabhängig, braucht nicht Rücksicht zu nehmen auf den oder jenen Stand, wenn es gilt für die Allmeinheit einzutreten; er ist auch im Stand: und bereit, ja hat sich verpflichtet im Falle seiner Wahl sich voll und ganz dem Amte und der Verwaltung unseres Ortes zu widmen. Das mögen alle Wähler wohl bedenken und darum ihre Stiminen nur auf ihn vereinigen. - Viele Wähler. Bur Bürgermeisterwahl! Seit 4 Jahren stehen wir bereits zum dritten Male vor der Bürgermeisterwahl und dieser Umstand ist ein ernstes Mahnwort an alle, die es aufrichtig mit dem Wohle unserer Gemeinde nehmen, genau zu prüfen, wem wir diesesma! all unsere Stimme geben sollen. In den letzten Jahren haben sich in der Verwaltung unserer Gemeinde vollständig unhaltbare Zustände Herausgebildet und es ist deshalb Pflicht eines jeden Einzelnen, den ja hinlänglich bekannten Mißständen auf die Dauer abzuhelfen. Das kann aber seitens der Wähler nur dadurch geschehen, daß wir einen Mann an die Spiße unserer Gemeinde berufen, der anerkanntermaßen die Fähigkeiten befißt, diesem Posten auch voll und ganz vorzustehen. Es ist in unserer Gemeinde bei der Verschiedenartigkeit der Interessen feine leichte Sache, den Posten eines Bürgermeisters zu befleiden, daß allen Interessen gedient ist, umsomehr aber verdient deshalb die Person, welche wir mit diesem Posten betrauen wollen, der Erwägung. Unerläßliche Vorbedingungen für den Bürgermeister von Lollar sind eine gewandte Umgangsform, genaue Kenntnisse der Interessen der örtlichen Industrie, des Handwerks und der Landwirtschaft und vor allem eine feste Unparteilichkeit, die Jedermann sein Recht angedeihen läßt, ohne Ansehung der Person. Diese Vorbedingungen werden in vollem Umfange erfüllt von dem Kandidaten Herrn Wagnermeister Carl Schwalm Gießen, den 25. September 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Der Eigentümer hat für den ordnungsmäßigen 8u stand und die richtige Handhabung des Verschlusses Sorge zu tragen und ist allein für alle, durch etwaigen Rüd stau des Stelwassers hervorgerufene Schäden verant wortlich. Die Verschlüsse sind so anzubringen, daß sie jederzeit, auch bei Rückstau zugänglich sind und bequem gehandhabt werden können. und ihn wollen wir deshalb an die Spitze unseres Gemeindewesens stellen, wir haben damit sicher einen guten Griff getan, den wir voraussichtlich nicht zu bereuen haben werden. Unabhängig nach allen Seiten, von einem festen sicheren Auftreten, über genügende Kenntnisse verfügend, Bekanntmachung. Das III. Ziel Gemeindestener 1905 ist innerhalb 8 Tagen bei Meidung des Beitreibungsverfahrens zur hiesigen Stadtkasse zu bezahlen. 8ahltage täglich vormittags, ausgenommen der 30. September 1905. Gießen, den 26. September 1905. Der Stadtrechner: Doepfer. Bekanntmachung. Nr. 226, Obe Betr.: Wasserleitung und Kanalisation zu Beuern Nachstehend gebe ich Ihnen Kenntnis von dem Er gebnis der Submission mit dem ergebendsten Anfügen, daß sämtliche Arbeiten dem Unternehmer H. Schlebusch aus Leun( Kreis Wetzlar) übertragen wurden. 1. Schlebusch, Leun 2. Jafob Nohl, Darmstadt 3. Mayr, Coblenz 4. Brandt jun., Kassel 5. Stolberg& Co., Wiesbaden 6. Wagner, Beuern und Walti, Gießen 7. Abermann& Kling, Gießen 8. Büttner& Damm, Gießen 9. Otto Maye& Co., Anhalter Betonwerke, Dessau 10. Eckhard& Velding, Bebra Drud und (( 81. Fort Mag fie fah wirklich als zehn Ma Und beru Magda o feltfam leug daß die Re schaft mit Doch ihre adreffiert einer B Schlag 36 fiel, ent Bi Hambu um drei du benu bereitun Weib!" Kein auch ein heit zu es fehlte zeit des ging fie Adie und der muß unbe wiederfom alle- die Wie im die gefchloff Tochter auf Der Fre St. Peterst es fonit je feiner Bigo mit dem in das Ku fünfzig Mi ten müffen Abiynthiri fo wenig den Eisenbe verdorben standsfähig war berdri eine beripä 42603,01 m 42942,50 " " plöglich ge für irgend 43 630,40 44373,85 46900,71" 48480,90 50068,78" 56208,20 " 60266,90 63 656,55 " Gießen, den 21. September 1905. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Diehm. Bekanntmachung. Samstag, den 30. September d. Js., nag mittags 3 Uhr, sollen in dem Schulhause Afterweg ( Gewerbeschule) zwei aterrichtskurse für erzieh liche Handarbeit mit je dreistündiger wöchentlichen Unterrichtszeit eingerichtet werden. In dem einen der felben werden die Schüler mit Papparbeiten und in den anderen mit Kerbschnittarbeiten und Modellieren in Ton beschäftigt. wie ein Co heute. Die A noch der Zeit, Den ärgerliche einer Sterze, Beleuchtung" in der Rechn Aufenthalt rung der K der hieran der wirklich Rechnung einigermaße ftedte. Der fei. Das b aller Freun Lichen Aus für beide Reisende w berurteilt w nicht nstanz ange 1. Oftober 18 hoffentlich bei Bur Beteiligung an dem Unterricht können älter it uns nie Schüler der Volksschule sowohl, als auch Schüler der Für Werkzeuge und Materialien, welche den Schülen fein wird. bisher selbst Geschäftsmann und Landwirt, ist Herr Carl Schwalm der geeignetste Kandidat für den Posten während der Unterrichtszeit gestellt werden, sind von damaligem Br höheren Lehranstalten zugelassen werden. Im Gesamtinteresse dürfte es deshalb liegen, wenn sich bei der bevorstehenden Wahl möglichst viele jedem derselben 2 Mack zu entrichten; die Schüler de bezahlte Beleu eines Ortsoberhauptes. Stimmen auf den Kandidaten Herrn Wagnermeister Carl Schwalm bereinigen. Mehrere Wähler. - 11 bend wieder i bei der Erneuer höheren Lehranstalten haben außerdem noch ein Schulung des Bimm oben angegebenen Zeit in genanntem Schulhaus nicht begründete Anmeldungen zu dem Unterricht werden 3 dem Berechnung entgegengenommen. Gießen, den 25. September 1905. Mecum. Oberbürgermeister. Hahn. Rektor. Bastes nicht sch un fönnen, daß Frrtum teilte.