1794-1795) ch Mastricht. ntergebrach Kaufmann, in der Stadt chen. tittel in der erung zugu giation ging trafen vierollt ihr, Solwiesen, Bür gt mir eure Seht Ihr er zu Stod ral. Herr ipverständnis inquartierung egs," meinte ja als ein so aten bei Euch 1 Orangisten, wegen ihrer Alonza von orgen des 10. ie einen Brief ie stand einen ngekleidet auf ide; ich werde tson war stänshalb aber ein Begenteil war Einmal hatte 1 sehr wichti ngewöhnung, caf Trautson stehen, trob ntlassung geIhrer BrumWenn Guer ner's versteh'n nd laut gespround fuhr fort: S' so undeut da' was ver id nun behüt's ch gerade aufs § war amal a Euer Majestät VI. erwiderte Nr. 98. Jufertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz OberBeffen, die Kreise Wehlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Selter 8 weg 83. Ferusprechanschluß Nr. 362. Donnerstag, den 27. April 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Boft bezogen vierteljährl. Mt. 1.50. Gratisbeilares: berbeffische Familienzeitung( täglich) er Seifenblasen( wöchentlich). an allen Werktagen nachmittags. und: Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die neue Transvaal- Vertaffung. Die englische Regierung hat die Uebergangszeit ihrer unumschränkten Verwaltung in Transvaal beendet und das Versprechen eingelöst, der weiland Burenrepublik, die jetzt einen Teil des britischen Reiches bildet, eine ziemlich weitgehende Autonomie einzuräumen. Nach englischen Begriffen kann es eine Autonomie ohne Parlament nicht geben, ist das Parlament die Quelle aller gesetzgebenden und mittelbar überhaupt aller staatlichen Gewalt. Es ist daher selbstverständlich, daß Transvaal ein Parlament bekommt, eine gefeßgebende Versammlung. Englische Schlauheit hat sich auch in diesem Fall wieder bewährt. Sie hat nicht das heimatliche Muster für die Bedürfnisse von Transvaal fopiert, die Inseleinrichtungen nicht einfach auf den vormaligen Burenstaat übertragen, sondern die neue Organisation den besonderen Verhältnissen der Transvaal. bevölkerung angepaßt. Die gesetzgebende Versammlung von Transvaal ist eine zum Teil aus Ernennungen, zum Teil aus Wahlen hervorgehende Körperschaft, an deren Spitze der Gouverneur- Stellvertreter steht, also ein Beamter Großbritanniens. Die von Großbritannien aus eingesetzte Regierung ernennt ferner 6 bis 9 Mitglieder des Parlaments, während 30 bis 35 gewählt werden. Das Wahlrecht zum Parlament steht jedem früheren für den ersten Volksrat wahlberechtigten Bürger von Transvaal zu, ebenso jedem landesansässigen weißen englischen Bürger, der Grundstücke im Werte von 10 Pfund( 200 Mark) jährlicher Rente oder ein Kapital von 100 Pfund( 2000 Mark) best. Das Wahlrecht ist ungefähr nach englischem Muster gesta.. Den eingeborenen und eingewanderten Farbigen ist es vorenthalten. Zu ihrem Schuß ist die Bestimmung getroffen, daß ein Gesetzentwurf, der etwa die Rechte der Schwarzen einschränkt, der besonderen Genehmigung der Reichsregierung in London bedürfen soll. Die Verhandlungssprache des Parlaments von Transvaal soll englisch sein; dem Präsidenten- Vizegouverneur steht es aber zu, einzelnen Rednern den Gebrauch der holländischen Sprache zu gestatten. Abgesehen von den 6 bis 9 zu ernennenden Mitgliedern und dem vorsitzenden Vizegouverneur, wird das neue Transbaalparlament ungefähr die nämliche Zusammensetzung haben, die es unter dem Präsidenten Krüger erhalten haben würde, wenn dieser sich entschlossen hätte, den drängenden und berechtigten Wünschen der Uitländers einigermaßen Rechnung zu tragen. Die Uitländers, deren Steuern allen Staatsbedarf deckten und deren Arbeit nicht bloß sie selbst, sondern mit größerer Sicherheit die burische Berölkerung bereicherten, wollten in der Staatsvertretung mitvertreten, sie wollten nicht ausschließlich Objekte der Gesetzgebung sein. Präsident Krüger mag noch so triftige und wohlerwogene Gründe für seine Ablehnung dieser Wünsche gehabt haben es ist begreiflich, daß die Uitländers in der fortgesetzten Ablehnung ein fortgesettes Unrecht sahen, dem sie bei erster Gelegenheit auch gewaltsam ein Ende zu machen bereit waren. In einem Punkt wird sich das von England eingerichtete Transvaalparlament von dem alten Burenparlament unterscheiden: in den Diäten. In den vorliegenden telegraphischen Meldungen ist nichts davon gesagt, ob die tünftigen Transvaal- Gesetzgeber Diäten erhalten sollen oder nicht. Man darf aber für gewiß annehmen, daß die Diäten unter feinen Umständen die frühere Höhe haben werden. Vordem erhielt jeder Buren- Abgeordnete eine Jahresentschädigung von 1200 Pfund oder 24 000 Mark. Die Buren haben es verstanden, Sympathien zu gewinnen, indem sie die Ansprüche ihres Stolzes mit heldenhafter Tapferkeit und Ausdauer verteidigten. Für ihren tapferen Stolz haben sie auch bei uns Bewunderung und Liebe gewonnen, die ihnen bleiben werden. Aber die Buren besitzen neben ihrem Stolz und ihrer Tapferkeit auch einen guten Teil Klugheit. Sie haben sich gewehrt, so lange es ging, und dann haben sie mit dem Gegner ihren Frieden gemacht. Nicht minder flug ist der englische Gegner gewesen. Klug und vorsichtig zugleich. Des vorigen Kampfes gedenkt er nur mit Anerkennung für die Tapferkeit des jezigen Mitbürgers. Aus dieser Gesinnung ist die neue Verfassung für Transvaal erlassen worden, eine Besiegelung des inneren Friedens. Der Vizegouverneur von Transvaal wird als Präsident des Transvaalparlaments nicht allzu lange darum angegangen werden, den Gebrauch der holländischen Sprache zu ge Statten Die Politik. Die Gewerbeordnung soll auf den Wunsch des Innungsverbandes deutscher Baugewerksmeister und mehrerer Handwerkskammern einer Aenderung unterzogen werden. Gefordert werden Festsetzung einer gesetzlichen Mindestdauer der Lehrzeit von drei Jahren, und Verleihung des Rechtes zur Anleitung von Lehrlingen in Handwerksbetrieben nur an denjenigen, welcher den Meistertitel gemäß§ 133 der Gewerbeordnung führen darf, der obligatorische Charakter der Ablegung der Gesellenprüfung, erhöhter Schuß gegen widerrechtliches Verlassen der Lehre seitens des Lehrlings, Erweiterung der Bestimmung über die schriftliche Abschließ= ung des Lehrvertrages binnen vier Wochen nach Beginn der Behre. Die Petitionskommission des Reichstages will bean= tragen, die Petitionen dem Reichskanzler als Material zu überweisen. Die Reichseinnahmen weisen im abgelaufenen Rechnungsjahre wieder ein bedauerliches Minderergebnis auf. Die Zölle und Verbrauchssteuern sind hinter dem Voranschlag um 24½ Millionen zurückgeblieben. Die neue Zuckersteuer brachte dagegen 12½ Mill. mehr wie vorausgefeßt. Immerhin verbleibt nach Anrechnung dieses Ueberschusses noch ein Defizit von 15 Millionen, da auch Brau-, Schaumwein- und Tabaksteuer geringere Erträge bringen werden. Dieses Resultat ist kein erfreuliches und beweist die Notwendigkeit von Reformen im Reichsfinanzwesen zur Evidenz. In Breslau ist die kirchlich- soziale Konferenz durch den Oberpräsidenten der Provinz Schlesien Grafen von Zedlitz und Trüßschler eröffnet worden Staatssekretär Graf Posadowsky, Kultusminister Studt und der Minister des Innern von Bethmann- Hollweg entboten der Konferenz, an welcher über 3000 Mitglieder teilnahmen, schriftliche Grüße. Die firchlich soziale Konferenz, bekanntlich eine freie Vereinigung christlicher Sozialpolitiker, gibt die kirchlich- sozialen Blätter heraus und hat den vaterländischen Bauverein ge= gründet, in dessen Häusern bis jetzt etwa 1000 Personen untergebracht sind. Ueber das erste Hauptthema„ Modernes Arbeitsrecht" werden die Herrn Dietrich von Derben und Arbeitersekretär Behrens sprechen. In englischen Zeitungen wurden wiederholt heftige Angriffe gegen die Deutschen in Südwestafrika gerichtet. Alle möglichen Grausamkeiten wurden den Deutschen nachgesagt. Sie sollen im wesentlichen durch solche Vorkommnisse selbst dazu beitragen, den Aufstand nicht zur Beendigung kommen zu lassen. Man braucht nur an die der Ge= schichte angehörenden Taten englischer Heerführer in Indien, an den Sepoy- Aufstand oder an die Konzentrationslager des Burenkrieges zu erinnern, um zum mindeſten diese scheinheiligen Anklagen britischer Hetzer als sonderbar erscheinen zu lassen. Neuerdings hat nun der Oberkommandierende der deutschen Truppen in Südwestafrika, General von Trotha, ein Uebriges getan, um endlich die Erzählungen der in Frage kommenden englischen Blätter in das rechte Licht zu stellen. Auf Ersuchen Trothas stellte der englische Korrespondent der„ Cape Times" Untersuchungen über die angeblichen Grausamkeiten in Damaraland an; er findet keinen Grund, Klage wider die Deutschen zu erheben. Auf der zum 12. Mai einberufenen Rektorenkonferenz der preußischen Universitäten und technischen Hochschulen soll u. a. über den Ausbau der Immatrikulationsfragen und über die Studentenausschüsse verhandelt werden. Die Kon ferenz soll wesentlich dazu dienen, die Differenzen inbezug auf die akademische Freiheit zu beenden. Die Lotterieverträge zwischen Preußen und Mecklenburg- Schwerin, Mecklenburg- Strelitz und Lübeck sind am 26. April durch Unterzeichnung der Ratifikationsurkunden endgültig abgeschlossen worden. Der Vertragsabschluß in der preußisch- heſſiſchen Lotteriegemeinschaft soll in den nächsten Tagen vor sich gehen. 3 Alle nicht schiffbaren Flüsse in Preußen sind nach einer Verfügung des Landwirtschaftsministers wenigstens alle drei Jahre im Frühjahr unter Beteiligung der Landräte und der Meliorationsbeamten einer Schau zu unterziehen. Belgien. Die belgische Regierung ladet zu einem internationalen Kongreß für weltwirtschaftliche Entwickelung ein, der vom 24. bis 28. September stattfinden und in Mons abgehalten werden soll. Es soll über internationale Statistik, Wirt schafts- und Zollpolitik, Seeschiffahrt, Kolonialpolitik und allgemeine Kulturzwecke verhandelt werden. Amerika. herrscht. Es unterliege keinem Zweifel, daß auch mit China ein geheimes Abkommen bestehe. Russland. Die Gärung in der Bevölkerung zeitigt von Tag zu Tag unangenehme Ereignisse. In Libau finden in den letzten Tagen fortgesetzt Brände statt. Der Post- und Personenverkehr auf dem Schwarzen Meer, dem Asowschen Meer und den Mittelmeerlinien ist durch den Streik der Ingenieure, Heizer und Matrosen vollständig unterbrochen. Im Hafen von Odessa liegen siebzig Schiffe mit militärischer Besatzung, die im Notfalle gegen Ausschreitungen Front machen sollen. Wie sehr Rußland unter dem infolge des Krieges entstandenen finanziellen Niedergang leidet, ergibt eine Berechnung des Blattes„ Russkoje Slowo", nach der das Nationalvermögen bis jetzt um 1775 000 000 Rubel allein durch Kurssturz der Privat- und Siaatspapiere geschädigt ist. Das von Newyork aus verbreitete Gerücht, die Ver einigten Staaten wollten, um eine Masseneinwanderung der Japaner von Amerika abzulenken, die Philippineninseln an Japan um den Preis von 400 Millionen Dollars ver. faufen, beruht auf Mystifikation. Die japanische Einwan derung braucht gar nicht erst von Amerika abgelenkt zu wer den, denn sie ist naturgemäß jetzt hauptsächlich auf Korec und China gerichtet. Die Entsendung von Missionaren nach China nicht selten sind es Buddhapriester, die diese Auf gabe erfüllen verfolgt planmäßig politische Zwecke. It Massen treten Japaner als Instruktoren und Beamte in chinesische Staatsdienste, wodurch allmählich die Haltung der chinesischen Politik sehr wesentlich beeinflußt werden dürfte Dabei sind die Japaner flug genug, daß sie in ihren An sprüchen nicht zu weit gehen. Diese Auffassung wird auc durch Meinungsäußerungen aus Nordamerika bestätigt Man nimmt an, daß Japan heute Korea unbeschränkt be Türkei. Die vollständige Vereinigung der Insel Kreta mit Griechenland, die das kretensische Revolutionskomitee kurzerhand verkündet hatte, wird sich doch nicht so leicht durchführen lassen, wie die gegen die türkische Suzeränität revoltierenden Kreter es sich vorstellen. Die Antwort der Schußmächte auf den Beschluß des kretischen Parlaments über die Union mit Griechenland erklärt staatsrechtliche Aenderungen jetzt für un möglich. Die Mächte heschlossen gleichzeitig, zugleich mit dieser Entscheidung dem Prinzen Georg eine Anzahl Maßnahmen mitzuteilen, die zur Beruhigung der Gemüter dienen sollen. Die„ Times" melden, die Insurgenten in Canea hätten die Konsulate benachrichtigt, daß sie den Truppen der Mächte keinen Widerstand leisten würden. Der englische Kreuzer Venus" kreuzt an der Küste, um die Einführung von Waffen zu verhindern. Verschiedene militärische Punkte im Innern der Insel Kreta sind jetzt von den fremden Abteilungen besetzt worden. Alien. + Beunruhigende Nachrichten kommen aus dem asiatischen Hochlande Tibet. Einem aus chinesischer Quelle stammenden Telegramm aus Tschengtufu zufolge, ist der kai= serliche Resident in Tibet Fentschuen mit seinem ganzen Gefolge am 21. April in Batang von Tibetanern ermordet worden. Dem Namen nach steht Tibet noch in einem Vasallenverhältnis zum chinesischen Reiche. Die Ermordung des chinesischen Residenten wäre, falls die Nachricht sich bestätigt, insofern von größerer politischer Bedeutung, als das Zustandekommen des englisch- tibetanischen Vertrages anläßlich der Expedition des britischen Oberst Younghusband auf die Vermittelung des chinesischen Würdenträgers zurückgeführt wird. Er übte seinen Einfluß im Sinne einer friedlichen Schlichtung der zwischen Engländern und Tibetanern bestehenden Differenzen aus. Der Ort der Mordtat liegt übrigens außerhalb Tibets auf chinesischem Gebiet. Wenn der Tod des englandfreundlichen Beamten sich bewahrheitet, so fönnte der Vorfall leicht Anlaß zu neuen Verwickelungen geben. Vom ostasiatischen Kriegsschauplak liegen feinerlei Nachrichten von irgendwelchem Belang vor. Die Vereinigung der Flotte Roschdjestwenskys mit dem dritten Geschwader unter Nebogatom soll noch nicht erfolgt sein, wird aber bald erwartet. Das dritte Geschwader hat dem Vernehmen nach die Insel Pulo- Pinang passiert. ** Hof und Gesellschaft. Der Kaiser benutzt den Aufenthalt im Hafen von Palermo zu Ausflügen in die prachtvolle Umgebung, bei denen er von der Kaiserin und den Prinzen begleitet ist. So wurden die Sehenswürdigkeiten in Monreale und insbesondere die berühmte Kathedrale einer genauen Besichtigung unterzogen. Ueberall, wo das Kaiserpaar sich zeigt, ist es Gegenstand begeisterter Huldigung seitens der Bewohner, und bei der Fahrt durch die Straßen von Palermo pflegt auf den kaiserlichen Wagen von den Balkonen herab ein Regen von Blüten herabzugehen. Zur Tafel auf der „ Hohenzollern" werden stets einige italienische Würdenträger geladen. Auch der Erzbischof von Monreale wurde auf der„ Hohenzollern" vom Kaiserpaar empfangen. Nach neueren Meldungen wird der Kaiser doch auch Venedig besuchen, wo man seine Ankunft für den 3. Mai erwartet. *** Der König von England ist in Begleitung der Königin auf der Jacht„ Victoria and Albert" im Hafen von Ajaccio cingetroffen. Der Großherzog von MecklenburgSchwerin ist jetzt ebenso wie seine Schwägerin, die Herzogin Olga von Braunschweig- Lüneburg, an den Windpocken erfrankt. * General der Kavallerie Graf Lehndorff ist auf Schloß Preyl in Ostpreußen plötzlich gestorben. Graf Lehndorff ist der bekannte Generaladjutant des Kaisers Wilhelm I. Mit ihm ist wohl der letzte aus der nächsten Umgebung des alten Kaisers dahingegangen. Ein deutfches Kaiferfchlofs in Apulien. Rom, 28. April. Kaiser Wilhelm wird in diesen Tagen einen Vorsat ausführen, den er schon gelegentlich seiner Mittelmeerreise im vorigen Jahre gefaßt batte. Er will von Sizilien aus dem alten Hohenstaufenschloß Castel del Monte in der apulischen Provinz Bari einen Besuch abstatten, das die Herrlichkeit und den Verfall der Hohenstaufenherrschaft in Stalien gesehen. Dem geistes gewaltigen Kaiser Friedrich II. dankte es sein Entstehen. Wenn dieser in seinem unteritalischen Reich weilte, bevorzugte er das jetzt zu einem fleinen Landstädtchen herabgesunkene Andria als Wohnsitz. Dort sind auch seine zweite Gemahlin Jolanthe, die 1228 starb, nachdem sie Konrad IV. das Leben gegeben, und seine dritte Gemahlin Isabella, die 1241 in Foggia das Zeitliche segnete, im Dom beigesetzt worden. Von dieser Residenz aus liebte es der Kaiser, Jagdausflüge nach den waldigen VorHöhen des Apenniens, hier Le Murge genannt, zu machen, und um einen passenden Ruhepunkt zu haben, gründete er 1240 das Schloß, das auf steiler Höhe thront und von dem man nordwärts bis zum Monte Gargano, ost- und südwärts bis zur blauen Adria und westlich bis zum ausgebrannten Krater des Monte Vulture die Blicke schweifen lassen kann. Dort lag der Kaiser mit Vorliebe der Falkenjagd ob, über die er an Ort und Stelle auch ein auf uns überkommenes Lehrbuch in lateinischer Sprache abgefaßt hat. Bei London passierte kürzlich ein ähnlicher Fall. Die öffentliche Erregung gegen den feigen Lenker des Automobils, der den Tod eines kleinen Senaben verschuldet hatte und dann floh, ergriff so weite Kreise, daß der Eigentümer der „ Daily Mail", Alfred Harmsworth, eine Belohnung von hundert Pfund für Ermittelung des Schuldigen auswarf. Seine Ueberraschung war recht unangenehm, als es sich herausstellte, daß das Automobil seinem eigenen Bruder gehörte, der allerdings zur Zeit des Unglücksfalls sich nicht in dem Wagen befand. Der Chauffeur wurde verhaftet. Der Roman der Materin. Eine sonderbare Geschichte wird aus Sori an der italienischen Riviera berichtet. Dort starb ein älterer Herr, der seit 1899 unter dem Namen Anton Herrmann eine Villa bewohnte. Jetzt stellte es sich heraus, daß der Tote kein Mann, sondern eine Frau war und zwar die Wiener Malerin Hermine Gärtner, die Schwester eines Innsbrucker Professors. Die Dame wußte durch einen gewaltigen falschen Schnurrbart alle Welt über ihr Geschlecht zu täuschen. Warum sie dies getan, bedari noch der Aufklärung. Der Bau läßt auch heute noch trotz vieler Zerstörungen und jahrhundertelanger Verwahrlosung einen des großen Hohenstaufen würdigen Fürstensiz erkennen, dessen Architektur Kunst und Anmut vereinigt und dem es nicht an reichem Schmuck gefehlt hat. Von Bildwerken ist allerdings nur noch ein einziges Relief erhalten, eine Frau darstellend, die demütig vor einem von Kriegern umgebenen Heerführer steht. Der architektonische Schmuck ist besser weggekommen. Das Eingangsportal an der südöstlichen, dem Meere zuge= mandten Seite ist prächtig aus rotem Marmor gearbeitet, durchaus in antifer Anordnung, aber mit gotischen Einzelheiten reich geschmückt. Im ersten Geschoß Rundbogenfenster, im oberen große Spitzbogenfenster, je eines an der Seite, geben den acht Innenräumen der beiden Stockwerke Licht. Die Kreuzgewölbe der Zimmer ruhen auf Halbsäulen von Marmor, unten rotweiß gesprenkelt, oben weiß. Vier Wendeltreppen führen in das obere Geschoß, dessen Zimmer etwas reicher ausgestattet sind als die unteren; Säulen und Kapitäle zeigen noch Spuren von Purpurbemalung, die Türen sind mit rotem Marmor eingefaßt, die stark zerstörten Kamine trugen eine im einzelnen nicht mehr erkennbare Porphyrbefrömung; die Fußböden waren mit weißem Marmor und Porphyr ausgelegt, drei nach dem Hofe gehende Fenstertüren führten auf eine nicht mehr vorhandene Galerie hinaus. † Eine Schreckensfzene gab es bei einem Festzug in der spanischen Stadt Murcia. Auf einem Wagen, der den Zug des Baccchus darstellte, geriet eine Acetylenlampe in Brand. Ein Mädchen, das eine Göttin darstellte, konnte, weil es am Faß festgebunden war, nicht fliehen, bis einige Arbeiter es mit Lebensgefahr retteten, nachdem ihm die Beine verkohlt waren. Die Unglückliche starb unter furchtbaren Schmerzen. Andere Personen erlitten Beinbrüche und Brandwunden. =[ Am Latfache i ameritani berlängert früben W diefe Erich Austernba macht, fid dagegen Berhältni liche run 14 brannt. fönne, haens bei Fü Jojefa Frau Prinzre den. dens, d Lagen sondern weil ein Feind ihn fällte. Und diesen Feind kennt man, will man wenigstens fennen. Sultan Abdul Hammid selbst ist es, der für den Verfolger seiner Familie, seiner höchsten Beamten, seiner treusten Diener und Anhänger gilt. Nicht weil man ihm Blutdurst nachzusagen Ursache hätte, sondern weil er feige ist. Das türkische Volk nennt den Sultan Abdul Hammid geradezu den Feigling, weil er in seiner jett 29jährigen Regierungszeit noch nicht ein ein ziges Mal sich getraut hat, seinen Vorgängern gleich, sich dem Volk zu zeigen. Selbst den traditionellen und fast mit religiöser Weihe umgebenen Umritt durch die Straßen von Konstantinopel hat er unterlassen und außer Brauch gesetzt. Einzig am Freitag beim Selamlik ist er zu sehen, verläßt er auf wenige Schritte den Yildiz- Kiosk, sein selbstgewähltes prunkvolles Gefängnis, um sich im vierspännigen Wagen nach der nahen Moschee zum Gottesdienst zu begeben. Und selbst auf diesem furzen Weg ist er von seiner Leibwache dicht umringt, werden nur Fremde als Zuschauer zugelassen, die von den Botschaftern der Mächte beglaubigt sind und für die diese Bürgschaft übernehmen. Wer einem solchen Selamlik jemals beigewohnt hat, wird den scheuen Blick nicht vergessen, mit dem der Beherrscher aller Gläubigen argwöhnisch um sich schaut, und wird glauben, daß Sultan Abdul Hammid selbst es gewesen, der den Fremden den Gebrauch von Overnaläsern verboten hat, weil er besorgte, es möchte einmal statt eines Fernglases ein Gewehr sich auf ihn richten. Wenn ein Fürst fast 30 Jahre lang in solcher Gemütsverfassung lebt, so ist ihm zuzutrauen, daß die Angst ihn zu Taten treiben mag, die er selbst vorher nicht gedacht und die er nachher bereut. Dazu kommt, daß Abdul Hammid aus eigener Erinnerung weiß, wie wenig sicher unter Umständen die Kalifen in ihren Palästen sind. Er hat mit angesehen, wie Sultan Abdul Aziz vom Scheich ül Islam für wahnfinnig und deshalb des Throns verlustig erklärt wurde; er hat erlebt, daß dessen Bruder, der auch sein älterer Bruder war, Murad V., als irrsinnig in sein wunderbares Schloß am Marmarameer eingesperrt wurde, mit 40 Frauen und 3000 Bediensteten, von denen keiner je wieder das Licht der Freiheit erblicken durfte. Er hat es erlebt, daß Sultan Abdul Aziz, der in der Gefangenschaft noch für gefährlich galt, mit einer Schere sich die Pulsadern aufschnitt. Ob wirklich Abdul Aziz Hand an sich gelegt, ob andere ihm den letzten Dienst erwiesen haben, wird wohl für immer in Ungewissem bleiben. Ohne Gefahr am Vesuv. Man kann jetzt die Eruptionen des Vesuvs in der Nähe betrachten, ohne irgendwelche Gefahr dabei zu laufen. In dem großen Krater hat sich nämlich ein zweiter Regel gebildet, der höher ist, als der eigentliche Hauptfegel. In der Deffnung des fleinen Kegels erfolgen die Explosionen. Wenn man auf dem Rande des Hauptfraters steht, so kann man den Vorgang in aller Ruhe betrachten, da die Hauptmasse der Steine in den Hauptfrater zurückfällt. Mit bewegtem Herzen wird Kaiser Wilhelm die Stätte betreten, die ein Jahrzehnt lang die Pracht des Hohenstaufenhofes in Apulien mit angesehen, dann aber auch Zeuge des Niederganges der deutschen Kaiserherrlichkeit gewesen ist. Als nach der Schlacht von Benevent die Macht der Hohenstaufen in Italien gebrochen war, und die Anjous Herren über Neapel und Sizilien wurden, mußten die Söhne Manfreds, Friedrichs II. Enkel, als Gefangene Karls von Anjou lange Jahre in dem von ihrem großen Ahnherrn in glücklicheren Zeiten erbauten Schlosse ihrer Freiheit nachtrauern. Noch um die Mitte des 15. Jahrhunderts war Castel del Monte in gutem Stande und bewohnbar; 1459 wohnte König Ferdinand mehrere Tage dort, als er seine Verwandten, die Herzöge von Andria, besuchte. Dann ist der schöne weithinschauende Bau verfallen, und heute erzählt nur noch die mächtige Ruine von der Hohenstaufen Glück und Ende. Nah und Fern. Aus dem Gerichtsfaal. § Die verhängnisvolle Postkarte. Welchen Schaden anonyme Briefe anrichten können, ersieht man wieder einmal deutlich aus einer Wiener Gerichtsverhandlung. Der verwitwete Cafétier Wilhelm Stranzky und seine Kassiererin Josefine Becker traten nämlich als Kläger gegen die frühere Köchin des Kaffeehauses Marie Schindler auf, die eine anonymie Korrespondenzkarte folgenden Inhalts an die Kassiererin gerichtet hatte: " Josefine, die Kassiererin vom Kaffeehaus Sieht heute wieder entzückend aus. Sie ist gewachsen wie eine Pinie Und hat eine klassische Nackenlinie. Aber sie hat einen scheußlichen Ruf, Weiß der Teufel, wer ihr den schuf. Die Gäste ziehen die Stirne fraus, Sie geht schon wieder mit dem Kaffeesieder aus. Dabei spielt sie die erste Rolle, Josefine, die Tolle. Fortsetzung folgt." Die Karte geriet aber in die Hände der Frau des Cafétiers, die sich, von Eifersucht erfüllt, die angebliche Untreue ihres Mannes so zu Herzen nahm, daß sie Selbstmord beging. Diese furchtbaren Jolgen ihrer anonymen Schreiberei konnten der Köchin natürlich nicht angerechnet werden. Sie wurde nur wegen Beleidigung des Cafétiers und der Stassiererin zu 10 Tagen Arrest verurteilt. § Wegen Bigamie verurteilt. Die Straffammer in Fulda berhandelte gegen den Förster Mar Mix aus Buchenau und seine Ehefrau wegen Bigamie. Im Jahre 1898 hatte Mir sich zum erstenmale verheiratet. Später einigte er sich mit seiner Frau auf. Scheidung, verheiratete sich aber vor Beendigung des Prozesses wieder mit einer Dame, die ihm eine Mitgift von 60 000 Mark zubrachte. Die Frau, die bon der ersten Verheiratung nichts gewußt hatte, wurde freigesprochen, Miy erhielt sechs Monate Gefängnis. Der sichere Schoß" der Polizei. Einen sehr gewagten Spaß hat sich ein Stammtischfreund des Zwickauer Ratsdezernenten für das Polizeiwesen mit dem Herrn Polizeiche geleistet. Kürzlich hatte ein„ Gauner" die Abwesenheit des Herrn Stadtrats beim Frühschoppen benutzt und von dessen Haushälterin 200 Mart herausgeschwindelt". Er brachte vom Herrn Polizeichef den Schreibtischschlüssel" in einem Kuvert mit der Bitte des Herrn Rat, dem Schreibtisch die Summe zu entnehmen und sie ihm, der, ohne großes Geld bei sich zu haben, plöglich von liebem Besuch überrascht wor den sei, durch den Ueberbringer zu übersenden. Der Schlüs sel schloß nicht, aber die Hüterin der stadträtlichen Kasse mußte Rat und lieh sich die 200 Mark von einer Nachbarin. Auf die Ergreifung des„ Gauners", der es gewagt hatte, segar den Herrn Polizeigewaltigen in seinen vier Pfählen so raffiniert" zu prellen, wurde eine Belohnung von 50 Mark ausgesetzt. Sie wird nie zur Auszahlung gelangen, denn der„ Gauner" hat sich mittlerweile als ein guter Befannter des Herrn Dezernenten entpuppt. Der Herr Rat hatte nämlich am Stammtisch geprahlt, mit welcher Ruhe jeder Zwickauer das Haupt in den Schoß der Polizei legen dürfe, könne man daraus ersehen, daß er, der Herr Polizeidirektor, sein Geld nur im Schreibtisch aufbewahre. Um ihn scherzweise ad absurdum zu führen, hatte dann der Schwindler" den" Trick" in Szene gesetzt. Ob der Herr Stadtrat schließlich über die Aufklärung ebenso vergnügt gewesen ist, wie seine Haushälterin, die ihre 200 Mart wieder erhalten hat, konnte bisher nicht eruiert werden. PM worden drama nur 30 Tantie unterei ibren 2 brochen" es fich ni Verein b FG De artige U Preisber ciedade jen glau bon P in Aler nigs, e Nach türkischem Thronfolgerecht erbt nicht der Sohn des Vaters Krone, sondern der Bruder, solange ein Bruder vorhanden ist. Abdul Azid selbst ist der dritte in der Reihe der Brüder, der den Thron der Kalifen bestiegen hat, und deshalb mag ihm Prinz Ahmed Kemal- eddin als ein besonders gefährlicher Verwandter erschienen sein. Angeblich war der Prinz seit Monaten frank. Das kann wahr sein. Angeblich ist er an dieser Krankheit gestorben. Das kann gleichfalls wahr sein. Aber die Undurchsichtigkeit aller Verhältnisse, die sich auf Yildiz- Kiosk beziehen, bringt es mit sich, daß man der einfachen Wahrheit unter feinen Umständen glaubt. daß man das Unheimliche und Verbrecherische für das Wahrscheinliche hält. § Mordprozek Klein. In dem in Wien verhandelten Prozeß gegen das Ehepaar Johann und Franziska Klein nahm die Ehefrau Klein in ihrer Vernehmung alle ihre früheren Zugeständnisse zurück. Sie erklärt sich des Mordes an dem Armenpfleger Sikora für nicht schuldig und bezichtigt vielmehr ihren Mann, daß er den Sikora in der Kleinschen Wohnung umgebracht habe. Bier Menschenleben wurden vernichtet, als der BerlinMünchener Schnellzug am Dienstag auf der Station Breitengizbach bei Bamberg in eine Bagnarbeitergruppe hineinfuhr. Eine größere Kolonne von Arbeitern war unter einer Eisenbahnbrücke mit Schienenlegen beschäftigt, als ein Güterzug aus der Richtung von Bamberg sich näherte. Die Arbeiter traten auf ein Nebengleis. Das war ihr Unglück, denn um eine furze Kurve bog auf diesem unversehens der Schnellzug Nr. 104 von Berlin nach München. Vier Arbeiter konnten sich nicht mehr retten und wurden zermalmt. * Nach 29 Jahren begnadigt. Wie aus Elberfeld ge meldet wird, wurde der Fabrikarbeiter Julius Frauenzimmer aus Wald nach 29 Jahren begnadigt aus dem Zucht. haus entlassen. Er war im Dezember 1876 wegen Ermordung seiner elf Monate alten Tochter vom Elberfelder Schwurgericht zum Tode verurteilt, dann aber wurde das Urteil in lebenslängliche Zuchthausstrafe umgewandelt. Der entlassene Sträfling ist jetzt 61 Jahre alt. Mordversuch gegen die eigene Frau. In Staßfurt versuchte ein Arbeiter seine Frau, mit der er in Unfrieden lebte, während des Schlafes in Brand zu stecken. Er goß Petroleum auf den Fußboden und zündete diesen an. Durch das Geschrei des Kindes wurde die Frau geweckt, und so konnte sie sich in Sicherheit bringen. Vermischtes. =[ Menschliches vom Kaiser.] Eine Anzahl Züge, die uns das Charakterbild unseres Kaisers näher bringen, werden wieder mitgeteilt. Es war im letzten Kaisermanöver. Das IX. Armeekorps sollte die Höhen stürmen, die von der Garde gehalten wurden. Der Kaiser führt das angreifende Korps. Er wirft alle verfügbare Kavallerie ins Gefecht, um der Sturmkolonne Luft zu schaffen. Auf die Frage, welches Regiment den Sturm ausführen solle, wird die betreffende Nummer angegeben. Da kommt die weitere Frage: Wann sind die Leute heute früh ausgerückt?", und die Antwort lautet:„ Sie waren auf Vorposten, Ew. Majestät!" Wie Wetterleuchten zuckt es über des Kaisers Antlitz, allein er zwingt sich gewaltsam, und mit ruhigem Ernste befiehlt er: Dann gehören sie ins Quartier und micht ins Gefecht!" Gleich darauf ertönt das Signal„ Das Ganze halt!", und das Gefecht ist zu Ende. Aber es kann auch anders kommen. Bei seiner Anwesenheit in Lissabon wurde dem Kaiser u. a. auch das Gesuch eines Berliner Regierungsrates vorgelegt, der sich über die Behandlung seiner Vorgesetzten beschwerte, die ihn verhindere, seinen Dienst in gewohnter Weise zu tun. Die Randbemerkung des Kaisers lautete kurz und bündig:„ Wird's wohl aushalten bis nach meiner Reise!" § Der„ Taufschein". Eine amüsante Szene spielte sich dieser Tage vor einer Pariser Strafkammer ab. Ein Rechtsanwalt, der einen Weinfälscher zu verteidigen hatte, sagte in der Verteidigungsrede pathetisch: Nein, mein Klient hai den Wein nicht verfälscht, sein Wein ist echt. Diese Rechnung hier beweist, daß er aus frischen Trauben hergestellt ist Diese Rechnung ist gewissermaßen die Geburtsurkunde des Weines..."„ Haben Sie den Taufschein auch hier?" fragte der Präsident unter schallender Heiterkeit. Von Automobilen totgefahren wurden mehrere Kinder bei Kösteritz und in Berlin. In allen Fällen suchten sich die schuldigen Chauffeure durch die Flucht der Verantwortung zu entziehen, zur größten Empörung der Zuschauer. Geheimnisvoller Codestall. Konstantinopel, 25. Aprii. Des Sultans Abdul Hammid zweitjüngster Bruder, Prinz Ahmed Kemal- eddin, ist plößlich gestorben. Er hat ein Alter von 58 Jahren erreicht. Von seinem Ableben hat man beinah zufällig und nebenbei Kenntnis erhalten. Selbstverständlich sagt man, daß der Prinz nicht natürlichen Todes gestorben sei. =[ Ein Konfurrent des„ klugen Hans"] hat sich während der Osterfeiertage in einem Londoner Zirkus produziert. Der Pony Theresa" übertrifft in seinen Leistungen noch das bekannte Berliner gelehrte Pferd. Er klopft mit dem Fuß die Zahlen, die ihm aus dem Publikum zugerufen werden. Das Gleiche tut er mit zweiſtelligen, auf eine Tafel geschriebenen Zahlen, die er außerdem addiert. Theresa ist jedoch nicht nur Rechenkünstlerin, sondern auch muſikaliſch begabt. Auf einem Glockenspiel spielt er, ohne einen Fehlgriff zu tun, die Nationalhymne und das Lied Home, sweet home". Nun kann selbst in der Türkei ein kaiserlicher Prinz mit 58 Jahren ohne jede Nachhilfe an das Ende seines Lebens gelangt sein. Es ist auch nicht Landesbrauch, von dem Tode irgend eines Mannes, der nicht auf dem Thron der Kalifen fitt, viel Aufhebens zu machen. Aber wäre selbst Prinz Ahmed Kemal- eddin weit über das biblische Alter hinausgelangt und hätten hösische Trauerkundgebungen die Nachricht seines Todes begleitet man würde doch geglaubt haben, er sei in seines Lebens Mitte abberufen worden, nicht weil die natürliche Erschöpfung der Kräfte ihn dabinraffte, 3. Gieße Ant figender, =[ Der Dank der Geschiedenen.] Im Bamberger Tageblatt findet sich die folgende Anzeige:„ Herzlichen Dank für die mir aus Bamberg zuteil gewordenen Gratulationen hinsichtlich meiner nach 17jährigem schweren Kampf geschiede nen Ehe. Frau G Danzig." Dieser Dank, der sicherlich aus ehrlichem Herzen kommt, läßt traurige Schlüsse auf das 17jährige Gheleben zu. - Borfizen Nowad Stamm der yn Dr. Fi Vo Voifigen durch Hi =[ Eine Durchtunnelung des Mont Blanc] wird von einer Gruppe französischer Finanzleute geplant. Der Tunnel würde eine Länge von 13 Kilometern bekommen und bollkommen geradlinig ausgestaltet werden. Er soll in 1050 Meter Höhe bei Chamouniy beginnen und in 1400 Meter Höhe bei Entreves auf der Südseite des Mont Blanc- Massivs endigen. A. Kap nabe 25 hört unt biele Handel Ehren ihren 1. zuteilen a) De a. enth eine 10 7529 morg 5.50 Fuld halter fchleu 741 Diese wohl Bugb Ro bie =[ Das Opfer des Torero.] Unter eigenartigen Umständen hat einer der bekanntesten spanischen Stierfechter, Luis Mazzantini, auf seine blut- und ehrenreiche Laufbahn berzichtet. Seine Frau, der er in herzlicher Liebe zugetan war, erlag in Merito einem Herzleiden, während Mazzantini in Guatemala Triumphe feierte. Auf die Nachricht von ihrem Tode eilte er an die Leiche der Verblichenen und ließ sich feierlich die Coleta, den hinteren Haarzopf, abschneiden zum Zeichen, daß er seinem gefährlichen Beruf endgültig Valet sagt, ein Wunsch, den seine ihn vergötternde Frau zu Lebzeiten oft vergeblich geäußert hatte. Die Coleta wurde der Toten als Armband mitgegeben. المناخ fül die Ha öffe Fin beffe Taff b) Die bah dire ejch an durd fabr c) Der Bieb berzog Inter borjähr Auf A Büge be nach Be ferner di bem erfte d) Gemeinf Limburg Berein an ben beiten ge jen Feind fennt Abdul Hammid Familie, seiner = [ Ansternüberfluß in Amerika.] Eine merkwürdige Tatsache ist es, daß die Austern in den letzten Jahren an den amerikanischen Küsten zum großen Teil eine unnatürlich verlängerte Form angenommen haben, auch während der frühen Wachstumszeit. Die Sachverständigen sind geneigt, diese Erscheinung als eine Folge einer Ueberfüllung auf den Austernbänken aufzufassen, die es den Muscheln unmöglich macht, sich zu normaler Breite auszuwachsen. Werden sie dagegen von der Bank fortgenommen und unter günstige Verhältnisse gebracht, so gewinnen sie sehr bald ihre gewöhn. liche runde Gestalt. und Anhänger Bujagen Urjache tijdje Bolf nennt Feigling, weil er och nicht ein einngern gleich, fich llen und fast mit die Straßen von er Brauch gesetzt. zu sehen, berläßt in selbstgewähltes pännigen Wagen Su begeben. Und er Leibwade dicht er zugelassen, die sind und für die folchen Selamlif Blick nicht verSigen argwöhnisch tan Abdul Hamen Gebrauch von te, es möchte einauf ihn richten. solcher Gemüts die Angst ihn zu ot gedacht und die Oul Hammid aus inter Umständen mit angejeben, Iam für wahn lärt wurde; er älterer Bruder derbares Schloz 40 Frauen und der das Licht der , daß Sultan Abür gefährlich galt, nitt. Ob wirklich re ihm den letzten mer in Ungewissem icht der Sohn des e ein Bruder vore in der Reihe der gen hat, und des als ein besonders Angeblich war der jr sein. Angeblich s fann gleichfalls aller Verhältnisse, es mit sich, daß Umständen glaubt. che für das Wahrnzahl Züge, die er bringen, werKaisermanöver men, die von de et das angreifende ie ins Gefecht, um f die Frage, wel olle, wird die be ommt die weitere ausgerückt?", und posten, Ew. Maje Des Kaisers Antlit ruhigem Ernste be tier und nicht ins gnal„ Das Ganze Aber es fann aud in Lissabon wurde erliner Regierungs ndlung seiner Vor einen Dienst in ge erfung des Kaisers ushalten bis nad ns"] hat sich wäh ner Zirkus produ 1 feinen Leistune d. Er klopft ublitum zuge Jen, auf eine Sa addiert. There ern auch mufifold t, ohne einen Fehl Das Lied Home, Bamberger Tagezlichen Dank für ratulationen hin Kampf geschiede Dieser Dant, de t traurige Schlüffe Blanc] wird von geplant. Der Tun cern befommen und verden. Er soll in innen und in 1400 Südfeite des Mont er eigenartigen Um mischen Stierfechter. hrenreiche Laufbahn licher Liebe zugetan , während Mazzan Auf die Nachricht er Verblichenen und Saarzopf, abschnei hen Beruf endgültig rgötternde Frau u Die Coleta wurde Lum die alteste Frau von Europa] ist ein Strett ent brannt. Kürzlich hieß es, daß sich die Stadt Oporto rühmen fönne, diese in der Person der 115jährigen Frau Magelhaens in ihren Mauern zu haben. Jetzt nimmt Spitzendorf bei Fürsteneck in Niederbayern die Ehre für die 118jährige Josefa Eder in Anspruch. Diese unwiderruflich" älteste Frau Europas sei vor kurzer Zeit auf Veranlassung des Prinzregenten von Bayern in Dittling photographiert worden. Die Greisin erfreut sich eines so vorzüglichen Befindens, daß sie noch im Laufe des letzten Winters an manchen Tagen barfuß ging. Kunft und Wissenschaft. PM 3782 französische Dramatiker sind kürzlich gezählt worden, d. h. so viele sind Mitglieder der Gesellschaft der dramatischen Autoren und Komponisten. Freilich sind es mur 303 unter ihnen, welche die von dem Verein erhobenen Tantièmen im Jahre 1904 waren es 2 293 300 Fr.- untereinander teilen. Die anderen beziehen solche nur in ihren Träumen. Aber jeder, der einmal ein Drama ,, berbrochen" hat, das irgendwo zur Aufführung gelangt, wird es sich nicht nehmen lassen, als angehender Dramatiker dem Verein beizutreten. FG Der König von Portugal als Maler. Eine eigenartige Ueberraschung wird, wie es in Lissabon heißt, die Preisverteilung der dortigen Gemäldeausstellung der„ Sociedade das Bellas Artes" bringen. In eingeweihten Kreisen glaubt man nämlich, daß die Große Medaille König Karl von Portugal zuerkannt wird, dessen Gemälde„ Szenerie in Alemtijo" viel bewundert wird. Das Gemälde des Königs, ein Pastell, stellt einen Hain von Korfeichen dar. 3. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. ( Protokoll Auszug.) Gießen, 11. April 1905. Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsigender, Kommerzienrat Heichel heim, stellvertretender Borsitzender, Balser, Grünewald, Hoos, Ihring, Nowack, Rinn, Röhr, Kommerzienrat Schirmer, Stammler, Steinede, Wallach, Zurbuch, sowie der yndifus Dr. Knipper und der Regierunge assessor Dr. Fint. Vor Einttrittt in die Tagesordnung gedenkt der Herr Borsigende des schweren Verlustes, der die Handelskammer durch Hinscheiden ihres langjährigen Mitgliedes, des Herrn A. Kaz Gießen betroffen hat. Der Verstorbene hat bei nabe 25 Jahre lang der Handelskammer als Mitglied ange= hört und sich durch seine rege und umsichtige Tätigkeit sehr viele Verdienste um die Förderung der Interessen von Handel nnd Industrie des Kammerbezirks erworben. Bu Ehren des Verstorbenen erheben sich die Anwesenden von ihren Blägen. 1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mitzuteilen: a) Der von der Königl. Eisenbahndirektion zu Frankfurt a. M. aufgestellte Vorentwurf des Sommerfahrplans enthielt namentlich für die Linie Gießen- Fulda eine Reihe wichtiger Verkehrsverbesserungen, so insbesondere die Ersetzung des gemischten Buges 7523 Gießen- Salzschlirf( Gießen ab 4.50 Uhr morgens) durch einen Personenzug Gießen- Fulda, der 5.50 Uhr vormittags aus Gießen abfahren und in Fulda Anschlüsse nach Bebra und Fankfurt a. M. erhalten sollte und ferner die Einlegung eines neuen beschleunigten Personenzuges Fulda- Gießen( Gießen an 7.41 Uhr abends). In dem folgenden Entwurfe find diese Verbesserungen wieder fallen gelassen worden, obwohl ein dringendes allgemeines Bedürfnis für jene Bugverbindungen besteht. Die Handelskammer hat die Königl. Esenbahndirektion Frankfurt a. M. ersucht, die ursprünglich geplanten Zugverbefferungen wieder aufzunehmen und sie schon im Sommerfahrplan zur Ausführung zu bringen. Da auch der zweite Entwurf diese Aenderung nicht mehr enthielt, so wird die Handelskammer den preußischen Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten und das hessische Ministerium der Finanzen bitten, die zuerst geplanten Verkehrsver. besserungen auf der Strecke Gießen- Fulda bestehen zu lassen. b) Die Handelskammer hat ferner bei der Königl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. die Herstellung eines direkten Anschlusses zwischen den Zügen 1123 Laubueeschbach- Weilburg und 403 Coblenz- Gießen( Gießen an 7.07 Uhr abends) beantragt. Diesem Antrage wird durch Späterlegung des erstgenannten Buges im Sommerfahrplan Rechnung getragen werden. c) Der Entwurf des Sommerfahrplans der Biebertalbahn wurde auf Veranlassung des Großherzogl. Kreisamts Gießen in einer Versammlung von Interessenten durch beraten. Er enthält gegenüber dem vorjährigen Sommerfahrplan nur geringe Aenderungen. Auf Antrag der Handelskammer werden die meisten Züge versuchsweise an dr Abzweigung nach der Hardt nach Bedarf anhalten. Von der Handelskammer wurde ferner die Beförderung der Post nach Heuchelheim mit dem ersten Zuge der Biebertalbahn beantragt. d) Gemeinsam mit der Handelekammer zu Dillenburg, Limburg, Wezlar und dem Berg- und Hüttenmännischen Verein zu Wetzlar hat die Handelskammer eine Eingabe an den preußischen Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten gerichtet, in der gebeten wurde, den Ausnahmetarif vom 15. Januar 1905 für die Beförderung von| Steinkohler, Kots usw. nach den Gebieten an der Sieg, Dill und Lahn in der Weise abzuändern, daß auch für das Dill- und Lahngebiet ein einheitlicher Streckensaß von 1,4 Bfg. pro Tkm zuzüglich 60 Pfg. Abfertigungsgebühr zur Einführung gelangt. In dem gleichen Sinne hat die Handelskammer auch eine Eingabe an das Großh. Ministerium der Finanzen gerichtet. e) Die Dentschrift der Handelskammer über die Schiff barmachung der Lahn von der Mündung bis Gießen ist der Großh. Regierung zur weiteren Veranlassung übermittelt und den sonstigen in Betracht tommenden Behörden zugestellt worden. f) Den Amtsgerichten des Kammerbezirks wurden in mehreren Fällen Gutachten über die Eintragungspflicht von Firmen in das Handelsregister erstattet. ( Schluß folgt.) Lokales. 27. April 1905. ** Die Gesellenprüfungen durch den Ortegewerbe verein Gießen haben gestern, Mittwoch, im Gewerbeschulgebäude begonnen und dauern 3 Tage. Interessenten, welche der Prüfung gern beiwohnen wollen, haben noch morgen Nachmittag von 2-5 Uhr dazu Gelegenheit. Im ganzen werden 91 Lehrlinge geprüft. P. Tollwut. Nach einer an das Großh. Polizeiamt zu Gießen gelangten Mitteilung des Königl. Instituts für Infektionskrankheiten zu Berlin ist auch bei dem zweiten in Gießen am 2. April verendeten Hund die Tollwut feftgestellt worden. Da ferner bei dem Hunde eines Einwohners von Besrod Verdacht auf Tollwut vorliegt so hat das Kreisamt Gießen die Hundesperre auch für die Gemeinden Bezrod, Beuern, Lindenstruth, Reinhardshain und Reistirchen angeordnet. - *** Feuer. Gestern Abeud 1/210 Uhr wurden die Gießener Feuerwehren alarmiert. In der Lindengasse war in einer Scheuer des Läckermeisters Löber ein Schadenfeuer zum Ausbruch gekommen. Trotzdem Löschhülfe sofort zur Stelle war, gelang es doch nicht, das Gebäude zu retten. In einem verschwindend kleinen Zeitraum legten die Flammen die Scheuer nieder, sodaß der Schuß der anliegenden Häuser die Hauptaufgabe der Feuerwehren blieb. Als ein großes Glück tann es angesehen werden, daß das Feuer nicht um Mitternacht ausgebrochen ist, die Lösch- und Rettungsarbeiten für die beiden anstoßenden Wohnhäuser würden dann infolge des durch das Heu entstandenen Qualmes weit schwieriger gewesen sein. Ein aufregender Vorfall ereignete sich noch, wie man uns mitteilt, als eine Wöchnerin von einem stark bedrohten Hause in ein anderes übergeführt wurde. - *** Wir verfehlen nicht, nochmals auf die auf heute Abend von dem Gießener Bürgerverein nach dem Neuen Saalbau einberufene allgemeine Bürgerversammlung, die sich bekanntlich mit der Ottroi: Erhöhug befassen wird, hinzuweisen. Rein Gießener Steuerzahler versäume diese wichtige Versammlung. * Preußisch- hessische Lotteriegemeinschaft. Wie es heißt, ist der Vertragsabschluß über die Einbeziehung der hessisch- thüringischen in die preußische Staats- Lotterie in den lezten Tagen vollzogen worden. Hessen räumt mit der Ueberlassung der Staatslotterie an Preußen diesem wieder die Ausübung eines Hoheitsrechtes ein, durch das es einen weiteren Einfluß im Süden gewinnt. Preußen bedingt sich tcllefteure aus. in dem Vertrag mit Hessen auch die Anstellung der LotterieRB. Die der Reichsbankstelle in Insterburg nach. geordnete Reichsbanknebenstelle in Golbap wird vom 1. Mai 5. J. ab zur Vermittelung von Wechsel- und Lombardgeschäften mit Rasseneinrichtung und beschränktem Siroverkehr versehen werden. H Die I. Tons Zement- und KaltindustrieAusstellung, welche in der Zeit vom 4. bis 21. August in den Ausstellungshallen des Institutes für Gährungsgewerbe zu Berlin in der Seestraße stattfindet, hat in den Kreisen der Beteiligten so großen Antlang gefunden, daß sämtliche zu Ausstellungszwecken zur Verfügung stehenden Pläge bereits seit längerer Zeit belegt sind. B. Großen- Linden, 26. April. Sympathie- Heilung vor 200 Jahren. In dem Tagebuch des Johann Ludwig Magnus, geboren 1700 zu Großen Linden findet sich, so wird uns geschrieben, unter anderen lokalgeschicht. lichen Aufzeichnungen auch eine Rezeptsammlung, aus der wir eins im Wortlaut wiedergeben wollen: Ein Mittel, um einen Bruch zu heilen. 1. Ein Gründonnerstag Ei mit der spißen Ecke dreimal bor Sonnenaufgang ungesprochen wider den Bruch gedrückt. 2. Einen gefundenen Radnagel mit der Spiße dreimal bor Sonnenaufgang ungesprochen wider den Bruch gedrückt. 3. Einen gefundenen Seggweg vom Pflug mit der Spitze dreimal vor Sonnenaufgang ungesprochen wider den Bruch gedrückt. Das muß geschehen 3 Freitag im abnehmenden Licht, morgens vor Sonnenaufgang und abends nach Sonnenuntergang. Nach dem dritten Male muß das Ei ungesprochen unter dem Feuerherd begraben werden, der Radnagel über dem Kloben in das Eckband am Haus eingeschlagen, der Segg in einem fumpfigen Wiesengrund über das rechte Achsel hinter sich weggeworfen werden, aber dabei nicht umsehen. * Von der Lahn. Der vor allendorf a. d. Ulm auf. geschlossene Basaltbruch, dessen Ab- und Ausbau mehrere Hnndert Jahre in Anspruch nehmen dürfte, ist von dem Grafen Fürstenberg erworben worden. Zur besseren Ausbeute des Bruchs soll der Graf beabsicht gen, eine Bahn durch das Ülmtal zur Lahn anzulegen. Dadurch wäre die Zeit gekommen, daß die zahlreichen stilliegenden Eisenbergwerke des Ulmtales wieder in Angriff genommen werden fönnten. §§ Müde, 26. April. Der zurückflutende Besuch der Osterfeiertage brachte gestern auf hiesiger Station einen gewaltigen Verkehr. Die nach Gießen fahrenden Züge vermochten von hiesiger Station die Fahrgäste kaum zu fassen, sodaß Passagiere der 4. Wagenklasse zuletzt noch in der 2. Wagentlasse untergebracht werden mußten. Insonderheit stelte das Militär das Gros der Fahrgäste. Die Soldaten standen zum Teil in Wagen der 2. Klasse. §§ Groß- Felda, 26. April. Unser gestriger Oftermarit hatte unter den Unbilden der gegenwärtigen Witterung zu leiden. Der Viehmarkt zeigte indessen starke Auffahrt au Jungschweinen. Der Handel ging aber nicht besonders flott, da die Verkäufer die Preise sehr hoch stellten. Vierteljährige Ferkel tofteten pro Paar 70-72 Mt., geringere Sorten wurden mit 60-62-65 Mt. bezahlt. * Schlik, 26. April. Wie der„ Darmst. Ztg." gemeldet wird, hat am Ostermontag auf der deutschen Gesandtschaft in Athen die Verlobung des Erbgrafen Karl von Schlib, genannt von Goer, mit Prinzessin Amelie von Thurn und Taxis flattgefunden. * * Worms, 26. April. Ein fenernder Pfarrer. Nach der„ Wormser Volkszeitung" hat Pfarrer Wieland in Guntheim am Samstag Abend, als einige junge Burschen in lauter Unterhaltung am Pfarrhause vorbeigingen, mit den Worten: Ich will Ruhe haben, 2 scharfe Schüsse aus dem Fenster abgefeuert. Es waren natürlich nur Schreckschüsse, aber es wurde gegen den schteßlustigen Pfarrherrn doch Anzeige erstattet. Marttberichte. Stekes 27. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Buttes per Pfb 1.10-1.20 M., Hühnereter per Stüd 5-6 Bfg., Enteneter St. 6-7 fg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Pig., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 00-00 fg., Ochsenfleisch per fb. 70-80 Bfg., Rindfleisch per fd. 62-68 Pfg. per Pfd. Schweinefleisch 66-76 Big. Schwetne fletsch gesalzen per fund 0.80 Big., Kalbfleisch per fb. 70-74 Pfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-74 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 7.00 b. 0.00 W., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 Bf. per Stüd, Bentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 mt. Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 00-00 Pfg. Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzett von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Markizett überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Marktzett im Umberziehen feilgeboten werden. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Boraussichtliche Bitterung in Hessen für Freitag, den 28. April. Burächst aufheiternd, später stellenweise Gewitterregen, am Tage wärmer. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inseratentell #Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe in Gießen Bekanntmachung. Alsfeld, 20. April 1905. Betreff: Verschwinden des Händlers Wilhelm Süßmann von Treysa. Das Großherzog liche Kreisamt Alsfeld an die Großh. Bürgermeistereien und die Großh. Gendarmerie des Kreises. Der Händler Wilhelm Süßmann von Treysa, geb. 9. März 1858 zu Wasenberg wind seit dem 11. 1. Mts. bermißt. Süßmann hat am 11. 1. Mts. vormittags beim Großh. Amtsgericht Ulrichstein einen Termin wahrgenommen, und wollte mit dem Fahrrad über Gießen nach Treysa zurückfahren. Er ist jedoch daselbst nicht eingetroffen. Sie wollen nach dem Vermißten recherchieren und uns über etwaige Ermittelungen Bericht geben. Dr. Relior. Bekanntmachung. Uhr an Zahltage der Kreiskasse betr. Montag, den 1. Mai, von nachmittags 2 wird zu Nieder- Ohmen bei Wirt Langohr ein Zahltag der Kreiskaffe abgehalten. Die Großh. Bürgermeistereien und die Straßenwarte wollen die Interessenten hierauf aufmerksam machen. Alsfeld, sen 20 April 1905. Großherzogliches Kreisamt Alsfeld. Dr. Melior. Eine anerkennende Zuschrist. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker, t. und t. 5oflieferant in Neunkirchen, Niederösterreich. Mittersill. Mache Ihnen zu wissen, daß Ihr Wilhelm's antiarthritischer antirheumatischer Blutreinigungs- Thee sieben Personen, die gichtleidend waren, geholfen hat, so daß alle jetzt gesund sind; eine Berson, muß ich be= merken, ist schon ein ganzes Jahr im Bette gelegen, und auf mein Anraten hat sie solchen Thee getrunken und kann jetzt wieder ihren Geschäften nagehen. Auch meine Frau findet diesen Thee im Hause unentbehrlich. Ich sage dem Erfinder dieses Thees tausendmal Dant, indem dieser Thee in jedem Hause und in jeder Familie ist oder vorrätig sein soll. Achtungsvoll Georg Kräll. Bestandteile: Innere Nußrinde 56, Walnußschale 56, Ulmenrinde 75, franz. Orangenblätter 50, Eryngiiblätter 3, Stabiosenblätter 56. Lemnsblätter 75, Bimmstein 1-50, votes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Carug wurz I 3.50, Radic. Cariophyll. 350 Chinarinde 8.50 Eryngiiwurzel 57, Fenchelwurzel Samer) 75, Graswurzel 75, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Sassaparillwurzel 35, Fenchel, röm. 3.50, weiß Senf 350, Nachtschattenstengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen Verfahren geschnitten und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht ist. Nicht zu verwechsein mit gewöhnlicher Handelsware. Bürger Versammlung Doppelfalzitegel Donnerstag, den 27. April d. Js., abends 8½ Uhr im Neuen Saalbau( Steins Garten). Tages Ordnung: 5. Schaumberger Gießen, Marburgerstraße 22. Bekanntmachung. Die an der Licherstraße zwischen der 4. und 5. Schneise gelegene Sandgrube( alte Sandkaute) soll Montag, den 1. Mat 1905, vorm. 11 Uhr Sin braver Junge in die auf dem Bürgermeisterei- Bureau zur Ausbeutung verpachtet werden. Lehre gesucht. W. Schmitt, Glasermstr. Kanzleiberg 7, am Brand. Die geplante Erhöhung des chrmädchen Oktrois. Zu dieser Versammlung sind alle steuerzahlender Einwohner, insbesondere unsere Mitglieder freundlichst eingeladen. Der Vorstand des Bürgervereins Gießen. welches Lust hat, die Blumenbinderei zu erlernen, sofort gesucht Georg Mattern, Neuen Bäue 5. Gießen. 1 Hausbursche und 1 Dienstmädhen fofort gegen guten Lohn gesucht. Bäckermeister Müller, Gieken, Seltersweg 62. Liebigstraße 58 ift ab 1. Juli eine schöne 5- Zim Die Aufnahme der schulpflichtigen Kinder. Kartoffeln.obnung mit allem Zubehör Montag, den 1. Mai ds. Js., vormittags von 10 bis 12 Uhr, findet in der hiesigen Volksschule Brima und zwar in der Stadiknabensmule im Zimmer Speise- u.Salatkartoffeln Nr. 3, in der Stadtmädchenschule im Zimmer Nr. 6, die Aufnahme der Kinder statt, welche bis zum 1. Mai ds. Js. das sechste Lebensjahr zurückgelegt haben. Auch fönnen am genannten Tage auf Wunsch der Eltern oder deren Stellvertreter solche leiblich und geistig nicht unsowie alle Sorten Frühkartoffeln empfiehlt Kartoffelhandlung Bleiche und anteil preiswert zu vermieten Schöne möbl. Zimmer mit oder ohne Pension zu verm. Bismarckstraße 17 8. Goetheftraße 48 p. Schön möbl. Zimmer Gießen, den 26. April 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V. Curschmann. Bekanntmachung. Der Spenglermeister Heinrich Lich dahier ist zur Ausführung von Anlagen im Anschluß an das Gas und Wasserwerk auf Grund der Bestimmungen vom 29. Dezember 1902 zugelassen worden. Gießen, 20 April 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Betr. Straßenverkehr. 1 Nachstehende Bestimmungen der Polizei- Verordnung vom 2. März 1901 bringen wir zur öffentlichen Kenntnis unter dem Hinweis da rauf, daß die Schußmannschaft angewiesen ist, Zuwiderhandlungen unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. mit und ohne Kabinet zu verm. werden. Gießen, Walltorftrake 15. Timerman reife Kinder aufgenommen werden, welche bis zum 30. Sep J.Handel, Gießen Hilfe* mburg Fichteftr. 33 tember ds. Js. das sechste Lebensjahr vollendet haben. Diejenigen dieser zur Anmeldung gebrachten Kinder aber, die für den Schulbesuch als nicht genug herangereift betrachtet werden fönnen, werden für das nächste Schuljahr zurückgestellt. Bei er Anmeldung ist der Impfschein vorzulegen und bei auswärts geborenen Kindern auch der Geburts: schein mitzubringen. Außerdem haben diejenigen Eltern, die von der Gewährung freier Lehrmittel für ihre zur Aufnahme gekommenen Kinder Gebrauch machen wollen, unter Vorzeigung des diesjährigen Staatssteuerzettels bei dem betreffenden Hauptlehrer Antrag zu stellen. Für den Schulvorkand. Mecum, Oberbürgermeister. Hahn, Rektor. Schlußgasse 6. Fussboden( u. meine hier i. D. pat. Neuheit.) BernsteinLackfarbe über Nacht trocken, dauerhafter, eleganter Anstrich in Büchsen und lose gewogen. Fussbodenoele. Sämtliche Farben, Lacke, Pinsel. Geschäfts- Eröffnung. Hierdurch erlaube ich mir, die ergebene Mitteilung zu machen, daß ich am Samstag, den 29. April 30 Seltersweg 30 Im Hause des Herrn Adam Reinig ein Zigarren- Spezial- Geschäft eröffnen werde. Als langjähriger Fachmann bin ich in der Lage, nur erste Qualitäten zu liefern. Ich empfehle mich dem Wohlwollen des geehrten Publikums. Hochachtungsvoll Heinrich Herlinger. V. Hessisch- Thüringische Staatslotterie Biehung VI. Klaffe.( 17. Tag.) 25. April 1905. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen. ( Ohne Gewähr.) 35 291 699[ 1000] 803[ 1000] 1461 2061[ 1000] 102 446 601 884 3049[ 1000 u. e. Pr. v. 50 000] 748 4105 16 254 525 613 5439[ 1000 u. e. Pr. v. 50000] 6109 12 424 866 7529 8085 143 [ 400] 253 446 635 895 9131 232 424 90 978 89 10413 610 11616[ 400] 12521 13057 145[ 400 u. e. Pr. v. 10 000] 373[ 1000 675 947 77[ 1000] 14283 15048 746 863 16309 532[ 400 u. e. Pr. v. 10000] 767[ 400] 936 17273 395 533 646 18293 608 19611 918 20696 21122[ 10001 651 718 822 944[ 400 u. e. Pr. v. 10 000] 22095 530 23061 458 24108 17 27 200 26099 483 785 27039 28407 580 29082 287[ 1000] 30105 629 74 400] 800 31014 525 818 32189 274 80[ 2000] 679 929 65 33131 530 83 34110 273 478 645[ 400 u. e. Pr. v. 10000] 73 937 39 350 718 35356 514[ 400 u. e. Pr. v. 10000] 653 855 36088 256[ 400 u. e. Pr. v. 10000] 98 321 37556 720 942 38069 300 450 39402 753[ 400] 40445 41298[ 400] 613 922 2014 43050 165 436 632 44032 45606[ 400] 779 859 963 81 46431 838 92[ 1000] 47002 395 955 2000 u. e. Pr. v. 100000] 48514[ 1000] 939 49068 113[ 400] 88 903 50211 69 305 505 63 962[ 1000 u. e. Pr. v. 50 000] 51098 126[ 400 u. e. Pr. v. 10 000] 934 37 52118 515 780 871 53389 712 54464 668 769 55308 578[ 1000] 784 56235[ 400] 57257[ 400] 573 749 58066 107[ 400] 579 61740 62160 244 63014 401 27[ 400 u. e. Pr. v. 10000] 943 64569 65353 484[ 400] 66022 50 235 494 924 67007 290 68702 859 71629 741 72109[ 400] 359 697 932 73102 222 64 759[ 400] 815 74080[ 1000 u. e. Pr. v. 50 000] 674 400 u. e. Pr. v. 10000] 850 907. 75008 296 706 76659 716 911 99[ 1000] 77136 510[ 400 u. e. Pr. v. 10000 610 78156 209 95 313 14[ 400] 593 755 904 27 79922 80049 255 569 869 949 81798 999[ 1000] 82846 83347 545 923 84031 363 461 85120 672 754 976 86434 45[ 1000] 747 976 87113 201 837 88104 774 89309( 1000] 556 775 90119[ 1000 u. e. Pr. v. 50 000] 421 535[ 1000] 667 806 91054 115 18 509 93028 525 690 792 94033 472 510[ 1000 n. e. Pr. v. 50 000] 767 95174( 1000] 83 96091 284 463 729 97042 525 899 98251 591 [ 1000] 762 919[ 1000] 55 99076 134 466 981[ 1000] Nächste Ziehung: Juni 1905. Lose Richard Buchacker, Gießen, Neuenbäne 11. amtlich bestellte Haupt- Kollektur Ziehung 1. Klasse om 6. und 7. Juni sind zu beziehen durch die der 6. Hessisch- Thüringischen Staatslotterie Viktoria- Drogerie Adolf Bieler Giessen, Marktstrasse 5. Drucksachen aller Art wie: Plakate Rechnungen Formulare Visiten- und Verlobungskarten liefert schnell, sauber und billigst Albin Klein Giessen Seltersweg 83. § 1. Die Bürgersteige sollen für den Fußgängerverkehr freigehalten § 2. Es ist deshalb verboten, auf den Bürgersteigen Wagen jeder Art, Karren, Schlitten und Fahrräder zu fahren. Ausgenonimen von diesem Verbot ist das Fahren mit durch Menschen fortbewegten Kranken- oder Kinderwagen, sofern darin Krante oder Kinder ge fahren werden, solche Wagen dürfen jedoch nicht nebeneinander ges fahren oder aufgestellt werden. § 3. Das Ueberfahren der Bürgersteige zwecks Ein- und Ausfahrt zu und von Hotraiten und Grundstücken ist gestattet, sofern dies in Schritt auf dem türzesten Wege und ohne Aufenthalt geschieht. § 4. Es ist verboten, den Verkehr durch ungerechtfertigtes Stebenbleiben, durch gewerbliche Verrichtungen, durch Feilbieten von Gegenständen, durch das Tragen von Stöcken oder Schirmen in einer andere Personen gefährdenden Weise zu hindern. § 5. Es ist verboten, außerhalb der Frühstunden von 5 bis 7 Uhr Gegenstände, die durch Form, Größe oder Beschaffenheit geeignet sind, die Vorübergehenden zu beschädigen, zu belästigen oder zu beschmugen ( wie Metzgerbollen, Bäcker- und Marktkörbe, Kaminfegerutensilien, landwirtschaftliche Geräte und dergleichen) auf den Bürgersteigen der von der Ost, Süd-, West- und Nordanlage eingeschlossenen inneren Stadt zu befördern. Gießen, den 19. April 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Betr.: Den Schuß der Singvögel. Wir bringen in Erinnerung, daß nach§ 1 des Reichsgesetzes bom 22. März 1888( R.-G.-B. S. 111) das Zerstören und Aud heben von Nestern oder Brutstätten der Singvögel das Zer stören und Ausnehmen von Elern, das Ausnehmen und Töten von Jungen verboten ist. In gleicher Weise ist das Feil bieten und der Verkauf der gegen dieses Verbot erlangten Eier und Junge untersagt. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 150 Mart oder mit Haft bestraft. Diese Strafe trifft insbesondere auch den jenigen, der es unterläßt, Kinder oder andere unter seiner Gewalt stehende Versonen, welche seiner Aufsicht untergeben sind und zu seiner Hausgenossenschaft gehören, von solchen Zuwiderhandlungen abzuhalten. Das Aufsichtspersonal ist angewiesen, auf die Befolgung der vorstehenden Bestimmungen ein scharfes Augenmerk zu haben und jede Zuwiderhandlung behufs Herbeiführung der gerichtlichen Be strafung zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 20. April 1905. Großh Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 15. bis 22. April 1905 wurden in hiefiger Stadt gefunden: 1 Brosche, 1 Scheere und 1 Portemonnaie mit Inhalt; verloren: 1 Portemonnaie aus schwarzem Leder, In halt 80 Mt. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen stände belteben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Steßen, den 22. April 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an. Rotwein ( echter Ingelheimer) Liter oder Flasche von 100 Pfg. an versendet in Gebinden von 25 Liter und Kisten von 12 Flaschen an P.Chr. Saalwächter Weingutsbesitzer. Nieder- Ingelheim a. Rhein. 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