Nr. 49. Insertionspreis: Die einspaltige Betitzelle für ganz Oberbeffen, bte Kreise Weglar and Marburg 10 Pfg. fenft 15 fg. Reklamen bie Petitzeile 30 refp. 40 fg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. Montag, den 27. Februar 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Greuel von Baku. Petersburg, 25. Februar. Die ruische Regierung läßt in ihrem Bereich das freie Wort nicht zu kein Wunder, daß sie selbst das wahre Wort nicht liebt, wenn es gilt, von Vorkommnissen zu sprechen, ie sich absolut nicht mehr verheimlichen lassen. Auf weien Umwegen war die Nachricht hierher gedrungen, daß in Bafu ein förmlicher Kampf zwischen den dort bei einander wohnenden Nationalitäten ausgebrochen sei. Die offiziöse Berichterstattung aber leugnete jedes ernstere Vorkommnis, gab höchstens zu, daß Privatrache zu vorübergehenden und bedeutungslosen Streitigkeiten geführt habe. Am Freitag erst kam das amtliche Eingeständnis, daß am Sonntag zwei Mohamedaner von Armeniern ermordet worden seien, daß die beiden Nationalitäten am Montag und Dienstag einander ordentliche Gefechte geliefert hätten, in deren Verlauf man erit 35 dann 100 Tote zählte. Bazare und Läden wurden geplündert, das auf 9 Infanterie- Bataillone und 7 Kosakenschwadronen verstärkte, mit Artillerie versehene Militär mußte einschreiten. Am Mittwoch wurden die Unruhen fortgefeßt, die Häuser von reichen Einwohnern wurden ausgeraubt und in Brand gesteckt, obwohl der Gouverneur in Begleitung orthodoyer Armenier, der muselmanischen Geistlichkeit und sonstiger angesehener Bürger einen Umzug durch die Straßen hielt, die armenische und die muselmanische Geistlichkeit unter Beifallsgeschrei der Menge Brudertüffe austauschte. Nur die moslemitische Bevölkerung traute der Versöhnung und öffnete ihre Läden, die armenischen Läden blieben geschlossen. Am Donnerstag fanden erneute Kämpfe statt, die Polizisten verlangten Ablösung und die Veiordnung von Offizieren und Untermilitärs. Aehnliche Szenen wie in Baku spielten sich, wenn auch gemäßigt, in Balachang ab. Gleichzeitig mit diesem amtlicher Bericht, der aus Tiflis bom Freitag datiert ist, fonimt von heute aus Baku direkt die Versicherung, daß die Ruhe wiedergekehrt sei. Der Gouverneur fordert in einer Bekanntmachung auf, den umlaufenden alarmierenden Gerüchten keinen Glauben zu schenken. Dabei hat er in Baku und dem Naphtarayon das Verlassen der Häuser zwischer: 8 Uhr abends und 6 Uhr morgens verboten. Man kann sich denken wie eine Ruhe aussieht, die man durch solche Anordnungen sichern muß! 经 Der russische Eisenbahnerstrek. Die sehr bedenkliche Einstellung des Bahnverkehrs auf den Hauptlinien Westrußlands, namentlich der WarschauWiener Bahn, ist glücklicherweise schnell vorübergegangen. Die Warschau Wiener Bahngesellschaft hat eine Erhöhung der Gehälter und Löhne um 650 000 Rubel bewilligt. Damit waren die Angestellten zufrieden, die Beamten begaben sich wieder in den Dienst, seit Freitag verkehren die Züge aufs neue. Auf der Strecke Petersburg- Warschau ist der Verkehr niemals völlig eingestellt gewesen. Die Bahnverrvaltung macht bekannt, daß Bahngebäude und Weichen militärisch bewacht seien und für die Betriebssicherheit keine Gefahr vorliege.-- Allzu beruhigend klingt das nicht. Die Züge von Warschau nach Alexandrowo-- Thorn sind wieSer im Gang. Dagegen ruht die Tiraspollinie der Weichfelbahn noch vollständig. Von Saratow und Atkarst nach Sirsanom im Gouvernement Tambow verkehren nur erst Die Poſt- und Militärzüge, die Personen- und Güterzüge fehen noch aus. Für die Arbeiter und Angestellten der Strecke Libau- Romny hat ein kaiserlicher Erlaß den ZehnStunden- Arbeitstag eingeführt, worüber die Beteiligten natürlich erfreut find. Neue Arbeitseinstellungen. Findet an einzelnen Stellen eine Wiederaufnahme der Arbeit statt, so fündigen sich an andern Orten neue Streifs on. In Warschau verlangen alle Bankangestellten Gehaltserhöhung und Verkürzung der Arbeitszeit. Ebenso die Angestellten der Handelshäuser. In Saratow feiern die Druckereiarbeiter. In Noworossiysk hat der Universitätsat entschieden, daß angesichts der bestehenden außerordentlichen Erregung der Studierenden die Wiedereröffnung der Vorlesungen nicht angezeigt sei. Die Huldschinkiwerke in Bamierze haben am Freitag die eben erst aufgenommene Arbeit eingestellt. Die Not der Bevölkerung. Es ist selbstverständlich, daß unter den obwaltenden Verhältnissen weite Kreise der Bevölkerung Not leiden. Und ebenso liegt es in der Natur der Sache, daß die Not sich zuerst bei denen fühlbar macht, die zum Feiern gezwungen find, weil ihre Dienste nicht mehr verlangt werden. Die herrschende Stimmung ist begreiflicherweise dem Theaterbesuch nicht günstig. Es fehlt die Stimmung beinahe noch mehr als das Geld. Die Theater und Singspielhallen sind geschlossen oder jedenfalls leer. In Lodz allein sind 250 deutsche Schauspieler brotlos, da die SchauSpieldirektoren sich gezwungen gesehen haben, von dem Kündigungsparagraphen Gebrauch zu machen. So mancher beheidene Künstler muß sich die Mittel zur Heimreise erbetteln. Der Krieg in Oftafien. Die neueste russische Offensivbewegung hat ebenfaйs vor den japanischen Gegenangriffen nicht nur schleunigst Halt machen müssen, sondern hat sich stellenweise in einen regelrechten Rückzug auf die alten Stellungen gewandelt. An einzelnen Punkten haben recht erbitterte Gefechte stattgefunden, die ganz danach aussehen, als sollten sie die Einleitung zu einer neuen großen Schlacht bilden. Aus Sachetun wird vom 24. Februar gemeldet: Nachdem gestern abend die Japaner den Hügel Beresnevsk angegriffen hatten, aber zurückgeschlagen worden waren, erneuerten sie heute den Angriff auf der ganzen Front der Abteilung bei Tsinchenchen heftig mit überlegenen Kräften und zwangen die Russen, ihren Stüt punkt, den Hügel Beresnevsk, zu verlassen. Das Gefecht wurde auf beiden Seiten erbittert geführt; das Ergebnis ist noch unbekannt. Wie General Kurofi meldet, ist, nachdem in den letzten Tagen das Artilleriefeuer fast gänzlich eingestellt war, auf dem linken japanischen Flügel das Bombardement nach dem Hunho wieder energisch aufgenommen worden. Die nächste Zeit kann also wieder ernstliche Kämpfe bringen. Die Kavallerie ist beiderseitig hartnäckig auf neuen Streifzügen begriffen. Russische Kosaken sollen dabei wieder einmal die chinesische Neutralität nicht respektiert haben. Tschuntschusen und Kosaken. 200 Rosafen sollen sich nämlich auf der Eisenbahnstation Lichsawo zwischen Simninting und Kaopantse feſtgeſetzt haben. Von einem Tschuntschußenlager, das in der Nähe war, fielen 1200 Mann über die Russen her, die sie aber mit großem Verlust zurückschlugen; die Kosaken, die nur zwei Mann verloren hatten, gingen wieder über den Fluß Liao zurück. Die Japaner behaupten, daß die Kosaken bisher fast immer versagt haben. Als die besten Patrouillenreiter hätten sich die Tschuntschusen bewährt, die auf russischer und japanischer Seite, je nach der in Aussicht gestellten Belohnung, vorzügliche Dienste leisteten. Diese Leute fonnten mehr leisten als die reguläre Kavallerie, da ihnen das Land mit allen Eigenümlichkeiten durch ihr früheres Räuberleben durchaus bekannt war. Die Politik. Die Reichsbank hat den Diskont anf 3% herabgesetzt, weil die Lage des Geldmarkts genau der von vor drei Jahren entspricht, wo der Diskont dieselbe niedrige Bemessung erfuhr. Die Goldvorräte der Reichsbank haben zugenommen. der Notenumlauf hat sich verringert, es ist eine Ueberdeckung bon rund 39 Millionen Mark vorhanden. Deutsche Fonds sind in erheblichem Umfange vom Ausland angekauft, so daß ein Goldabfluß nach dem Ausland nicht zu besorgen ist. ** Die Lotterieverträge Preußens mit den beiden Mecklenburg und der Stadt Lübeck sind dem preuBischen Abgeordnetenhaus jetzt vorgelegt. Sie sollen am 1. Juli 1905 in Kraft treten und gelten auf 10 Jahre. Werden sie nach 9 Jahren nicht gekündigt, so gelten sie auf weitere 5 Jahre. Preußen zahlt an Mecklenburg- Schwerin 400 000, an Mecklenburg- Strelit 67 000, an Lübeck 200 000 Mark jährlich und und vermehrt seine Stammlose um 15 000 Stück. Der Senat der technischen Hochschule in Braunschweig hat das Konsilium abeundi gegen die Mitglieder des studentischen Ausschusses zurückgenommen. Der alte Ausschuß ist wieder anerkannt, und es herrscht Uebereinstimmung, daß dem ganzen Streit ein Mißverständnis zu Grunde gelegen. - Besser konnte die Sache gar nicht ausgehen. - Rufsland. Die Moskauer Duma( Stadtverwaltung) hat in ihrer Mehrzahl eine Adresse an der Kaiser gerichtet, in der sie die Berufung von Vertretern aller Gesellschaftskreise erbittet, deren Aufgabe es sein soll, eine Neuordnung zu schaffen und eine Wiederholung der traurigen Ereignisse unmöglich zu machen, die jüngst Rußland betrübt haben. Balkan- Staaten. + Die ferbische Skupschtina geht mit dem Ministerium Baschitsch nicht allzuglimpflich um, und die Zuhörerschaft auf den Gallerien bildet willig Chorus. Ein Abgeordneter rief bei gleichgiltigem Anlaß dem Minister des Innern zu, er verdiene 8 Jahre Gefängnises ist nicht klar, wie der Abgeordnete gerade auf dieses Maß gekommen ist und die Tribüne flatschte Beifall. Darauf wurden die Gallerien geräumt und die Sigung fand ein schnelles Ende, nachdem noch in aller Eile die beiden radikalen Gruppen Höflichkeiten miteinander ausgetauscht hatter Türkei. On Adrianopel ist bereits das türkische Hauptquartier zur Bekämpfung des erwarteten mazedonischen Aufstandes aufgeschlagen. Zwar wird behauptet, daß sich im Bezirk nur 3 Redif-( Landwehr-) Bataillone zweiter Klasse befänden, die in Uesküb ständen, doch klingt die natürlich dementierte Nachricht nicht unwahrscheinlich, daß bereits Mobilisierungen vorgenommen seien. Der dominikanische Handel. Aus Santo Domingo hat der amerikanische Gesandte an das Staatsdepartement in Washington die telegraphische Meldung gerichtet, daß Präsident Morales dem Mordanschlag einer Anzahl von Personen glücklich entgangen sei. Fünf von den Angreifern sind festgenommen worden, die übrigen entkamen. In den wilden Republiken Amerikas sind Mordanschläge auf Bräsidenten teine Seltenheit. Wer dort Oberhaupt eines Staates zu werden sich entschließt, hat Anwartschaft darauf, über kurz oder lang zu Vermögen zu kommen- ehrlich, währt am längsten aber zum mindesten die gleiche Anwartschaft darauf, nicht im Bett, sondern in den Stiefeln zu sterben. Die Präsidentschaft ist dort ein Geschäft wie ein anderes auch, einträglich und entsprechend gefährlich. Die mehr oder weniger dunkelfarbigen Gentlemen regieren mit dem Revolver in der Hand. Der Revolver dient dazu, die ehrenwerte Konkurrenz im Baum zu halten. Denn an Konkurrenz fehlt es nicht, die gern selbst an die Staatskrippe kommen möchte. Ueberaus drollig sind diese Staats- Geschäftsmänner im Verkehr mit der zivilisierten Diplomatie, der sie an Vertrautheit mit Ränten und Kniffen nichts nachgeben. Die diplomatischen Beziehungen zur Kulturwelt sind durch den faufmännischen Verkehr bedingt und durch das Kulturbedürfnis, das sich bei den primitivsten Staaten am frühesten einstellt: Anleihen zu machen und Zölle zu erheben. Denn wozu hat man einen Staat, und wozu ist man mit Lebensgefahr Präsident! Daß Präsident Morales den Fährnissen seines Berufs begegnet ist, würde kein Aufsehen erregen und kaum die Beachtung finden, die für eine telegraphische Meldung sogar in unserer Zeit noch die Voraussetzung bildet, wenn nicht der Mordanschlag in diesem Fall einer Sache weit mehr als einer Person gegolten hätte. Präsident Morales hatte eben seinen Staat an den Präsidenten Roosevelt verkauft, und der Mordversuch stellt den in die landesübliche Form gekleideten Protest dar! Der Verkauf war in aller Stille vor sich gegangen. Präsident Roosevelt hatte in einem Protokoll" mit seinem Kollegen von Domingo festgesetzt, daß 55 Prozent der Zolleinnahmen den bösen europäischen Gläubigern gegönnt werden sollten, 45 Prozent dem großen Freund" in Washington, der dafür auf sich nehmen wollte, in Domingo gute Polizei zu halten, die Ordnung zu sichern, kurz sich väterlich freundschaftlich zu geberden und namentlich die ungehobelte europäische Einmischung auszuschließen. Was dabei für Morales abfiel, war im„ Protokoll" nicht gesagt. Auch stand darin kein Wort von einer Annerion, so wenig wie von einer zeitlichen Beschränkung des Aufsichtsrechts der Vereinigten Staaten. Man machte von der Sache überhaupt fein Aufhebens, wollte sie nicht einmal vor den Kongreß in Washington bringen. Hierzu entschloß man sich erst, als die Gegner Roosevelts von dessen diktatorischen Gelüften zu sprechen anfingen. Aber auch in Domingo fand die stille Abmachung Widersacher. Und nicht ganz mit Unrecht. Die Konkurrenten des Präsidenten Morales mußten wohl oder übel dulden, daß dieser die Vorteile der Herrschaft für sich in Anspruch nahm. Sie waren bereit, zu warten, bis die Reihe an sie gekommen sein würde, sich schadlos zu halten. Daß ihnen jedoch Morales auch die Zukunftsanwartschaft nehmen, daß er nicht bloß Nugnießer der Staatsgewalt sein, sondern gleich den ganzen Bestand veräußern wollte, das war wider die Abrede, das durften sie im Interesse der Fortdauer des Geschäfts nicht gestatten! Sie haben ihrer abweichenden Meinung von der Ratsamfeit des Morales- Rooseveltschen Protokolls" den gewöhnlichen Ausdruck gegeben, indem sie eine Gesellschaft zur Ermordung des Präsidenten Morales bildeten. Ihr Unternehmen ist mißglückt, und Morales lebt. Das Protokoll" aber hat doch ein Loch bekommen. Der Kongreß in Washington wird es sich etwas genauer ansehen, ehe er seine Billigung ausspricht. Denn dem Protest" gegenüber müssen die Vereinigten Staaten bereit sein, mit großem Apparat in Domingo Einzug zu halten, um dort wirklich Ordnung und Sicherheit, namentlich für sich selbst zu wahren. Sie werden faum vermeiden können, ohne Verkleidung aufzutreten, als das, was sie wirklich sind: als Eroberer. Diese fehlende Garderobe wird der Schamhaftigkeit der Yankees schmerzlich sein. Doch unbesorgt: sie werden sich die Verlegung ihrer Gefühle bezahlen lassen und mit umjo gröBerer Energie gegen die Widersacher des Präsidenten Morales vorgehen. Selbst wenn der Kongreß, was immerhin möglich ist, zu dem Entschluß kommt, das„ Protokoll" und seinen Inhalt nicht zu bestätigen, nicht den Rächer des Präs sidenten Morales zu spielen endlich kommts doch dahin, daß die Vereinigten Staaten in Domingo ihr Geschäft eintragen lassen als„ Morales selig Erben". Erft touchte ein gottiges föpfchen auf mit blaufeibener ſchüttelte, und dann fletterte Brinz mit großer ein tleiner, zottiger Körper, der sich streďte und redte und Schleife und schwarzem, glänzendem Näschen, dann folgte Selbstbereiner Flut pan Schmeicheln ständlichkeit auf den Schoß seiner jungen Herrin, die ihn mit ren und Lieblosungen in Em Bflichten nach, hört Die Mädchen mad nicht Sandra ist " Leider Gottes!" nidte Frau Görb; ndro mit ihrem Hunde spielen. anders als werden heutzutage in wars modernes Mädchener Beit. Und und braußen in der Salle eben ocht einsehen, weshalb bu fie so hypern nur der ,, ich fann von den eine reiche Frau suchen. Teftfeben, Erträgnissen Das alles teilte seiner Feder leben und fich feinem alten Jugendfreunde Bachmann in diesem Briefe mit. er Seele, und es ward die Hoffnung in fam etwas von dem alten tollen Jugendübermut in seine Als der verzagte Doktor diese lange Epistel durchlas, Dieser er einen Geist. eilte er ins Hotel ging leise an das Bett- und stand plöglich ftin, als sebe Sur, falls fie gelingt, kann dein Glück machen!" Per Brante aber richtete fish bosh, reichte ibm ladenb Atemlos bor Aufregung trat er in das Krankenzimmer, konnte; indessen sagte er fich fofort: Donnerwetter, diese also Deutscher Reichstag. ( 149. Sigung.) CB Berlin, 25. Februar. Heute machte das Haus einen wirklich kläglichen Eindruck: obwohl die zweite Beratung des Marineetats auf der Tagesordnung stand, waren zu Beginn der Sitzung kaum 20 von den 397 Erwähiten des Volkes anwesend. Ein solcher Absentismus bei einem so wichtigen Gegenstande muß selbst jetzt noch befremdend wirken, da man sich ja allerdings schon daran gewöhnt hat, eine größere Zahl von Abgeordneten nur noch zu bedeutsamen Abstimmungen erscheinen zu sehen. Da konnte die Debatte natürlich keinen höheren Flug nehmen, die sich in der Hauptsache mit dem deutschen letenverein und seiner Agitation beschäftigte. Es wurde von keiner Seite bestritten, daß diese in gewissen Fällen 3:: reit und über die Sagungen des Vereins selbst hinausgegangen sei. Aber während die Linke und das Zentrum die Berurteilung der Ausschreitungen in den Vordergrund steilten, hoben die ehemaligen Septenatsparteien mehr die raterländische Wirksamkeit des Vereins im allgemeinen herror. Mit seiner Anerkennung für den eigentümlichen Zweck des Vereins, im deutschen Volte Interesse und Verständnis für die Bedeutung der Flotte zu wecken hält auch der Staatssekretär des Reichsmarincamtes v. Tiupiß nicht zurück, der freilich auf der anderen Seite sein Bedauern aussprach, daß der Flottenverein-- übrigens nicht im Einflang mit seinen Sagungen- die Propaganda für einen beschleunigten Ausbau der Marine über den im Gesetz vorgesehenen Rahmen hinaus in die Hand genommen habe. Wenn der Abgeordnete Bebel in seiner einleitenden Rede unter Anführung von Tatsachen behauptet hatte, daß diese Propaganda an offiziellen Stellen gewünscht und gefördert werde, so tritt der Staatssekretär dieser Annahme entgegen. Er gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß weder der König von Sachsen, noch der Kaiser, die von dem sozialdemofratischen Führer besonders genannt worden waren, indem fie dem Verein ihre Sympathie kundgaben, dessen spezielles Flottenprogramm hätten billigen wollen; ihre Anerkennung hätte vielmehr nur der allgemeinen fagungsgemäßen TätigLeit des Vereins gegolten. Nachdrücklich betonte Herr v. Tirpit ferner, daß die Agitation jedenfalls auf die Entschliesungen der verbündeten Regierungen keinen Einfluß auslibe. Sie dächten gar nicht daran, von dem im Flottengesetz niedergelegten Programm abzuweichen und mit neuen Plänen an den Reichstag heranzutreten. Nach Schluß dieser allgemeinen Diskussion wurden große Teile des Etats ohne Debatte nach den Anträgen der Kommission erledigt. Nur bei dem Abschmitt Werkstätten" entspannen sich die alljährlich wiederkehrenden Erörterungen über Arbeits- und Lohnberhältnisse auf den Werften. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 148. Sigung.) RK Berlin, 25. Februar. Schulfragen bildeten auch heute wieder den Gegenstand der Debatte, und zwar war es mehr parteipolitisches, als sachliches Interesse, was ihr zunächst eine gewisse Schärfe berlieh. Um die Prinzipienfrage:„ konfessionelle oder Simultanſchulen?" und um die rechtliche Wirkung des Schultompromisses stritt Herr Cassel( frs. Vp.) mit dem Freiherrn d. 3 edlig( frkons.), während die Regierung feine Veranlassung nahm, sich an diesen Auseinandersetzungen zu beteiligen. Dr. Arendt( frkons.) betonte den Gegensatz seiner Fraktion zu den Konservativen in. den wichtigsten Schulfragen, der besonders darin zutage trat, daß er die geistliche Schulaufsicht verwarf und die reine Staatsschule forderte. Die Anregung Dr. Arendts, die in St. Louis ausgestellte Unterrichtsabteilung als Museum zu erhalten, stieß bei der Regierung auf Bedenken. Eine besonders eingehende Besprechung fanden noch die Verhältnisse der Seminarlehrer. Den Wünschen, daß ihnen das Hochschulstudium ermöglicht werden solle, trat Minister Dr. Studt entgegen. Dagegen würden die Fortbildungskurse für Seminarlehrer weiter fortgesezt werden. Das Haus war von Anfang an sehr mäßig besezt; gegen Schluß aber waren tatsächlich nur noch zwei Dußend von den 433 Abgeordneten anwesend. Und da spielte sich das seltsame Schauspiel ab, daß man nicht zum Schluß kommen konnte, obwohl alle Anwesenden ihn wollten. Die nötigen 30 Abgeordneten zur Unterstügung des Antrags auf Schluß der Besprechung waren nämlich nicht anwesend und die Vertagung, ohne daß der Gegenstand erledigt wäre, wollte wieder die Rechte nicht. Schließlich wurden aber genügend Herren herangeholt, um den Schluß der Besprechung herbeizuführen. Die Abstimmung wurde aber infolge der geringen Zahl der Anwesenden bertag. Zum Schluß gab es noch eine kurze Geschäftsordnungsdebatte über die Beteiligung des Hauses an der Einweihung des Berliner Domes. Abg. Gamp( frk.) bezeichnete es als eine große Unfreundlichkeit", daß dem Hause nur 60 Karten geschickt seien. Die Beratung des Bultusetats wird am Montag 2 Uhr fortgesetzt. Der neue Berliner Dom. ( Von unserem ständigen Mitarbeiter.) Berlin, 25. Februar. Der gewaltige Neubau des Berliner Domes wird am tommenden Montag, den 27. Februar, unter großen Feierlichkeiten eröffnet werden. Der Kaiser erscheint mit seiner ganzen Familie, deutsche und fremde Fürstlichkeiten, deutsche und fremde kirchliche Würdenträger vereinen sich, das neue Gotteshaus, dessen Bau seit vielen Jahrzehnter die Hohenzollern beschäftigt, würdig zu weihen. Vom Kaiser Friedrich III. schon stammt die Anregung zu einem Dombauentwurf, der den Architekten Professor. C. Raschdorff zum Verfasser hat. Nach diesem Plan ist unter der Aegide unseres jezigen Kaisers der Bau unter Leitung Raschdorffs ausgeführt worden. Am 17. Juni 1894 wurde der Grundstein gelegt, nachdem der alte unter Friedrich dem Großen 1747 erbaute und durch Schinkel umgebaute Dom abgerissen worden war. Der im italienischen Renaissancestil ausgeführte Bau wirkt schon von weitem durch die mächtige in getriebenem Kupfer ausgeführte Kuppel, die 72 Meter hoch und 31 Meter weit ist. Die ganzen Maße des Gotteshauses sind groß angelegt. Die Hauptachse mißt in de. Länge richi weniger als 105 Meter, die Tiefe beträgt 75 Wieter. Die Höhe bis zur Kreuzfbike erhebt sich bis zu 115 Meter. Das Ganze zerfällt in drei Teile: 1. die Taufkapelle, die den Taufstein und eine kleine Orgel enthält; 2. die große, 2000 Sitzpläze enthaltende Predigtkirche, ein abgerundetes Achteck mit Emporen für den Hof, die Sänger usw. Sie ist reich mit MaIereien, Reliefs und Standbildern geschmückt. Die Reliefs stellen Szenen aus Luthers Leben dar, die Statuen in den 8 Eden der Rotunde sind Bildnisse all der Männer, die einst die Säulen der Reformation in Deutschland und Brandenburg- Preußen waren; 3. die Gruft- oder Denkmalsfird; e, in deren Nischen prächtig ausgeführte Sarkophage der hervorragendsten Hohenzollern fürsten ihren Plaz finden sollen. Als Tribut der Dankbarkeit des Kaisers an den Schmied des neuen Reiches wird hier auch der von Reinhold Begas geschaffene Sarkophag des eisernen czlers seinen Platz finden. Otto v. Bismarck ist hier in deutscher Ritterrüstung dargestellt, von einem wallenden Ideaigewand umhüllt. Eine geräumige Vorhalle mit zwei Glockentürmen faßt das Ganze zu einer Fassadeneinheit recht glücklich zusammen. Es versteht sich von selbst, daß dieses prächtige Gotteshaus mit den allerneuesten Errungenschaften der Technik ausgestattet ist. Elektrisches Bogenlicht taucht das weite Rund in magisches Licht. Das Läutewerk der Glocken und die Riesenorgel werden ebenfalls durch Elektrizität getrieben. Auf die Akustik ist besonderer Wert gelegt. Was die Wirkung der Orgel anlangt, so hat sich diese in verschiedenen Proben bereits als äußerst günstig gezeigt. Den passenden Platz für den Standpunkt des Predigers sucht man erst durch genaue Untersuchungen festzustellen. Erst wenn das gelungen ist, wird der neue Dom statt der jetziger provisorischen eine feste Kanzel erhalten, die in Marmor oder Bronze ausgeführt werden und sich dem Ganzen harmonisch einfügen soll. Nab und fern. Als Achtzigjähriger auf der Forschungsreise. In Port of Spain auf der britischen Antilleninsel Trinidad verstarb Professor Bastian, Direktor des Berliner Museums für Völkerkunde. Dem fast 80 Jahre alten Gelehrten war das Los beschieden, das sich Bismarck einst ersehnte: in den Sielen zu sterben. Trotz seines hohen Alters befand sich der Unermüdliche auf einer neuen Forschungsreise. Die Leiche wurde in Gegenwart von Mitgliedern der deutschen Kolonie unter Assistenz eines Pfarrers der Herrenhuter Gemeinde in der fremden Erde bestattet. Raubmordversuch an einer Kassiererin. Auf die Kassiererin der Untergrundbahn, Station Zoologischer Garten in Berlin wurde ein Raubmordversuch gemacht. Ein Mann in der Uniform der Bahnbeamten wußte sich in das Kassenhäuschen Einlaß zu verschaffen und schlug die Kassiererin mit einem Veil über den Kopf. Der Schlag wurde durch das hochfrisierte Haar der Dame abgeschwächt. Auf ihre Hilferufe entfloh der Attentäter. Offenbar hatte er es auf die Beraubung der etwa 900 Mark enthaltenden Kasse abge= sehen. =[ Ein Finger zu kaufen gesucht.] Ein eigenartiges Kaufgesuch findet sich in der„ Newyork World": Gegen ein Entgelt von 2000 Mark wird der hübsche Finger einer gesunden Dame gesucht. Der Finger soll einer anderen Dame angesetzt werden. Die Frau, die ihren Finger so los werden kann, darf nicht über 45 Jahre alt sein. Das Einjährigen- Examen auf der Bühne. Der Opernsänger Werner in Lübeck war beim Infanterie- Regiment Nr. 162 zu zweijährigem Dienst eingezogen. Er machte die Bestimmung des Gesetzes für sich geltend, nach der künstlerische Leistungen zum Dienst als Einjährig- Freiwilliger berechtigen. Um seine Künstlerschaft nachzuweisen, sang er im Stadttheater den May im Freischütz" und erhielt daraufhin die Berechtigung. Stolz kann er nun die Schnüre an den Achselklappen tragen, die er sich redlich ersungen hat. O Der Dompropst Malzi in Worms, der wegen angeblich begangener Sittlichkeitsvergehen verhaftet ist, bestreitet mit Entschiedenheit die ihm zur Last gelegten Straftaten. Er behauptet, er sei das Opfer einer gegen ihn gesponnenen Intrigue. Tatsache ist, daß sich das bislang vorliegende Beweismaterial lediglich auf die Aussagen von Schulkindern stüßt. + Attentat auf ein Pulvermagazin. In Berth in England wurde der Versuch gemacht, ein mit 700 Pfund Sprengstoffen gefülltes Magazin in die Luft zu sprengen. Die Türme waren erbrochen und ein Feuer angezündet, das indessen niederbrannte, ehe es an die Sprengstoffe gelangte. Die Explosion hätte entsetzlichen Schaden anrichten mission. A Der Raubmörder Allramseder wird nun doch hingerichtet. Sein Versuch, einen anderen des Mordes an der Witwe Glass zu bezichten, hat ihm nur eine kurze Lebensfrist eingebracht. Sein Gesuch um Wiederaufnahme des Verfahrens mußte abgelehnt werden, da seine Angaben sich als unwahr erwiesen. Die Hinrichtung wurde nunmehr auf diesen Montag früh angesezt. Der Mörder machte, als er die neue Wendung in seiner Sache vernahm, einen Selbstmordversuch, den die Wache vereitelte. Spuren eines Schiffsunglücks haben sich an der französischen Nordküste gezeigt. Eine Anzahl Matrosenleichen sind dort angeschwemmt. Nach den aufgefundenen Papieren handelt es sich um die Bemannung verschiedener Schiffe, so daß ein Zusammenstoß, der auf hoher See stattgefunden hat, nicht ausgeschlossen erscheint. Streif in Charleroi. Im Bassin von Chaleroi ist wieder ein Streit der Bergarbeiter ausgebrochen. An 33 000 Mann stehen in der Bewegung. Es ist auch schon zu Ruhestörungen gekommen. Die Gendarmerie nahm zehn Verhaftungen vor. Vor der Wohnung eines nicht ausständigen Arbeiters in Viesville explodierte eine Dynamitpatrone, die jedoch nur Materialschaden verursachte. Eine vulkanische Katastrophe, die irgendwo an der Küste des langgestreckten Continents von Zentral- Amerika_eingetreten sein muß, wird durch unheimliche Zeichen angedeutet, von denen Schiffer berichten, die in San Franzisko ange= langt sind. Meilenweit war die See von Bäumen, Gras und Tierleichen so bedeckt, daß die Schiffe Mühe hatten, durchzukommen. Man nimmt an, daß ein Teil des Landes bei einem bulkanischen Ausbruch gesunken und dadurch eine plötzliche Verheerung der bewohnten Küstenlandschaft angerichtet ist. Unzufriedenheit unter den französischen Automobilisten. Die Beschlüsse der internationalen Konferenz über das Gordon- Bennet- Rennen haben den Widerspruch der Franzosen erregt. Von zehn angemeldeten Fabriken haben neun ihre Anmeldung zurückgezogen. Sie verlangen die Vornahme eines einzigen Rennens und Fallenlassen der vielen Vorrennen. Lokales. 27. Februar 1905. ** Der König von Preußen hat, laut, Staatsanzeiger", dem Gartenbaudirektor Philipp Siesmaher, Mitinhaber der Firma Gebrüder Siesmayer, Kunstgärtnerei und Baumschule in Frankfurt a. M., die Erlaubnis zur Anlegung des demselben verliehenen Ritterkreuzes 2. Klasse des Berdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Der Kreisarzt Medizinalrat Dr. Matthias in Friedberg ist mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit um seine Verseßung in den Ruhestand mit Wirkung vom 1. April eingefommen. reifes bas Sühner diden Jahren liek imer freisrunb gele nicht weg, b. 5. au noch hier und ba ge Ein alter Bollereim Birrer Dann g bann ta bann h K Schlüchter feminar bege Das Seminar y 1805 in Marb berlegt, wo es Botighius berü K Aus Rhe furt a. M. bilde ig aft( 3. m. 6 Gaszentrale zu die im Selztale werden. ** Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende dritte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Shliz, sowie desgl. je eine Lehrerstelle an den Gemeindeschulen zu Frischborn und Melbach. ** Diejenigen Studierenden des Forstfachs, welche sich zu Anfang des nächsten Semesters der Vorprüfung oder Fachprüfung zu unterziehen beabsichtigen, haben spätestens bis zum 10. April bei dem Vorsigenden der forftlichen Brüfungskommission, Dr. R. Heß zu Gießen, ein Gesuch um Zulassung einzureichen. n Ein Bezirksverein Gießen des Vereins Deutscher Buchdruckereibefizer hat sich gestern gegründet; Vorort ist Gießen. (?) Einen schnellen Tod fand das 3jährige Töchterchen des Barbiers Muhl zu Gießen. Am Freitag Abend fiel dasselbe vom Stuhl rückwärts in einen Topf voll fochender Brühe und verbrannte sich dadurch derart, daß es am Samstag turz vor Mittag verstarb. * 17 ** Stadttheater in Gießen. Gestern Nachmittag gingen in der Kinder- Vorstellung die lustigen Streiche von Max und Morig" in Szene. Die jungen Herrschaften hatten von der freundlichen Einladung der Direktion den ausgiebigften Gebrauch gemacht und das Haus dicht besetzt. Sogar eine ganze Anzahl Erwachsener hatte fich eingefunden, denn wer möchte den Busch nicht auch einmal auf der Bühne sehen, der ihn zu Hause in stillen Stunden so oft erquickt! Der laute Beifall, der nach jedem Streiche fiel, entschädigte die Darsteller reichlich für die aufgewendete Mühe. ** * Für den Gießener Theater- und Scalbaufonds haben einige junge Leute, die sich zu einem Stammtisch vereinigten und aus dem Verlauf der am vergangenen Donnerstag stattgefundenen Bürgervereinsversammlung die Ueberzeugung mit nach Hause nahmen, daß nunmehr die ganze zahlungsfähige Bürgerschaft Gießens das Projekt finanziell unterstüßen muß, 100 Mart zusammen gesteuert. Dieses Beispiel verdient wirklich Nachahmung von allen den Personen, Stammtischen, Vereinen, dessen Mitglieder Freunde des Therters oder einer guten Musik sind, damit, wie Professor Fromme in erwähnter Versammlung den Wunsch äußerte, die Kosten des ganzen Baues möglichst nur von der Bürgerschaft aufgebracht werden und ihr denn auch in der Verwaltung dieses Kunstinstitutes Siz und Stimme wird. " ** Gestern Abend trat der MaschinenbauerGesangverein in der Alten Post" zu einer gut beDas närrische suchten Rappenfigung zusammen. Bräsidium hatte für ein außerordentlich reichhaltiges Programm gesorgt, da gab es z. B. Mordgeschichten und Kouplets zu hören und eine sehr zweckmäßige Deforation der Räume zu bewundern, während die Kosten der musikalischen Unterhaltung hiesige Bither und Mandolinenspieler und vor allen Dingen eine russischen Kapelle bestritten. Eine KarnevalsZeitung trug ebenfalls ihr Teil zu der frohen Stimmung bei. RB. Die der Reichsbanthauptstelle in Köningsbergi. Pr. nachgeordnete Reichbantnebenstelle in Braunsberg( Oftpr.) wird vom 10. März d. Is. ab zur Vermittelung von Wechsel- und Lombardgeschäften mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr versehen werden. Die Reichsbant hat ihren Distontsag auf 3 und den Lombardzinsfuß auf 4% herabgesezt. * - 2. Die * Grünberg. Die Tagesordnung für die nächste Sigung des Gemeinderats morgen Dienstag abends 7 Uhr ist: 1. Genehmigung des durch Submission ausgeschriebenen Hainbuchenholzes( Rundscheid). zu errichtende Gasanstalt zu Laubach; hier Vortrag des Ingenturs Hell von der Süddeutschen Gasgesellschaft über Anschluß der umliegenden Orte und Städte an die Zentrale zu Laubach.( Wir sind der Meinung, daß sich Grünberg selbst für eine Zentrale eignet, die umliegenden Orte dürften die Rentabilität mit sichern. D. Red.) er Kinzenbach, 26. Febr. Auf der Müller'schen Dampfziegelei, welche bald nach dem im Jahre 1877 erfolgten Eisenbahnbau der Strecke Weglar- Lollar begründet wurde, wurde am vorigen Freitag zum ersten Male die neu aufgestellte 100pferdige Dampfmaschine in Betrieb gesezt. B × Dorlar, 26. Febr. Die Gemeindevertretung hat die der Gemarkung Dorlar gehörige Lahninsel, genannt der „ Neumühle Garten", mit einem Flächeninhalt von 2,65 Ar zum Preise von 3000 Mt. an die Besizer der Neumühle, Gebrüder Mary, verkauft. Der hierdurch erzielte Kauferlös soll zur Deckung der Kosten des Grunderwerbs für die im Laufe des vorigen Jahres hierselbst zur Einrichtung gekommene Güterverladestelle Verwendung finden. § Holzheim. In der Nähe unseres Ortes stieß man auf ein ausgedehntes Eisensteinlager, mit dessen Abbau schon im Frühlng begonnen werden soll. * Aus dem Kreise Weylar, 22. Febr. Dem heutigen wendet man hier zu Petri Stuhlfeier Tage Lande eine ungleich höhere Beachtung als anderen Tagen zu. Eine alte Regel sagt:„ Wenn es in der Nacht auf den Betritag friert, dann friert dem Bauer der dritte Wagen Heu." An diesem Tag wird auch an manchen Orten des - Der Tur found gestern Som floatt. Mit ganz brenben 54 Tu SP Turner anwefer Couvertreter Helm Bor Eintritt in die die Turner und g Birr, des frühere Man ehrte deffen Der Geschäftsberi bericht des I. Jahr wurde ge Tarnern für ih filld gab die Re bar nichts zu in gleicher Höh ans bem Gau- Ht bar II. Gaubertre wart WenzelBad Nauheim, w Dir vom Turnvere Anträge, nach w Gaufeften( Einzeln Sonntags, demnac wurden von den darüber gepflogen idah auch mit d einer Stufe zu die vom Gau- Aus de Gaues in Bez Homberg a. Dbm 3. Bezirk( Lich Hu - Die Abhaltun turnens gelegentl Shenklubs auf teantragt von wurde abgelehn turnfest in 2 Die diesjähr Beschluß als hatten fich nod Kirchhain und d - Um das Ga in Bad- Nauheim Vertreter des let Hoch Fein Fei Pr Fe ve De Ho Rb Bahn uar 1905, aut Staats ies mayer, Punftgärtnerei bris zur An 2. Klasse des liehen. atthias in ächte Gesund Wirkung von Kreises das Hühnerhaus gereinigt. Noch vor dreißig und etlichen Jahren ließ man die Hühner an diesem Tage aus einer freisrund gelegten Spanntette fressen, dann legten sie nicht weg, d. h. auf fremdes Gebiet. Ob dieser Gebrauch noch hier und da geübt wird, entzieht sich unserer Kenntnis. Ein alter Volksreim ist auch noch im Kreise bekannt; er lautet: Birrer leg de Roacken nirrer! Dann gaßt des Hoah, dann falbt die Koah, dann hat die Fraa im Haus se toa! ( Weßl. Anz.) K Schlüchtern, 26. Febr. Das hiesige fgl. Lehrerseminar begeht diesen Herbst sein 100jähr. Bestehen. | Gründe anzuführen und der Turntag stimmte für Schotten. - Der letzte Punkt der Tagesordnung betraf die Gauzeitung. Ihr Bestehen wurde als erforderliche und nüß liche Einrichtung fonstatiert und von mehreren Seiten eine noch fleißigere redaktionelle Mitarbeit seitens der geeigneten Turner gewünscht. Die verantwortliche Redaktion wird in Butunft an Stelle des Gauvertreters Helm der 1. Gauschriftwart Wenzel, dem sowieso alle schriftlichen Arbeiten im Ausschuß obliegen, haben. Während der Verhandlungen herrschte ein recht frischer Geist, so wie die Turnerei es mit sich bringt. Nach Schluß blieb ein großer Teil der Turner beim Mittagessen noch längere Zeit gemütlich beisammen und weckten manche gute Erinnerungen aus verlischen Lehrer Das Seminar wurde von Kurfürst Wilhelm I. von Hessen gangenen Jahren dabei auf. eindeshule z 1805 in Marburg a. d. L. gegründet und 1836 hierher den Gemeinde verlegt, wo es die Räume der ehemaligen, durch Peter ads, weld ben Botichius berühmten Klosterschule bezog. K Aus Rheinhessen, 26. Febr. Mit dem Sitz in Frankrprüfung ode furt a. M. bildete sich die Süddeutsche GasgesellGaszentrale zu errichten beabsichtigt. Von dort aus sollen die im Selztale liegenden 7 Ortschaften mit Gas vesehen der forftliche , ein Gesu des Verein n gegründ ge Töchterb 9 Abend boll toch - daß d'a Bestern Nach g die luftigen Einladung da und das Haus wachsener hatte sch nicht aud auſe in fille der nach je ich für die a Die jungen - und Saalfich zu einem f der am ver reinsversamm n, daß nun Gießens de zusammen ge chahmung bon deffen Mit ten Musif find Er Versammlung Baues möglich n und ihr dem tutes Gig inenbauer einer gut be Das näcrif tiges Progra und Kouplet der Räume ifalijchen Uni er und vor all Eine Karneval n Stimmung bi in Könings telle in Braun zur Vermittelung Kaffeneinrichtung Den. jag auf 3 und für die nächste enstag abends ibmiffion austo). 2. Die hier Vortrag en Gasgesell e und Städte Wir find der eine Zentrale die Rentabilität Müller'iden m im Jahre 1811 -Lollar begründ erften Male 1 e in Betrieb gefe eindevertretung ninfel, genannt& Grunderwerbs fi werden. Schulprüfungen in Hessen. ( Schluß.) - Die Kinder, mit der Unterrichts- bezw. Sprechweise des Kreisschulinspektors nicht vertraut, verstehen ihn mitunter nicht. Darauf wird in vielen Fällen leider sehr wenig Rücksicht genommen. Haarscharf und schlagfertig soll alles wie am Schnürchen gehen. Die Kinder müssen im Sigen, Stehen, Antworten, furz im mündlichen und schriftlichen Unterricht unter dem Eindruck ,, automatischer Sicherheit" parieren sonst oh weh! - sonst oh weh!- Niemals fann so recht gezeigt werden, wie weit die Kinder in threr Dentfähigkeit gefördert wurden! Nein! Es fönnte scheinen, als fäme es nur darauf an, zu zeigen, was innerhalb Jahresfrist, wenn auch nur vorübergehend, ins Gedächtnis eingepauft wurde. In ungezwungener, oft recht lauter Weise unterhalten sich die anwesenden Laien über dies und das, über Gemeindeangelegenheiten, Wahlergebnisse usw. In den meisten Fällen schenken sie dem Kretsschulinspektor, den Lehrern und den Schülern wenig Aufmerksamkeit. Durch die Unterhaltung der Herren wird die Aufmerksamkeit der Kinder sehr zum Schaden des Verlaufes der Prüfung abgelenkt. Viele der anwesenden Herren können doch mit dem besten Willen nicht genügend beurteilen, in welcher Weise der Lehrer der Individualität seiner Schüler Rechnung trägt und tragen muß. Es wird manchem verschlossen bleiben, daß die Erzielung der Dentfähigkeit, Selbsttätigkeit, Selbständigkeit, furz: die die vornehmste Aufgabe eines Lehrers ist, der sein Amt mit der Kraft und dem Adel der Aufopferung auffaßt. Soll der Lehrer wirklich diesen Zielen mit echtem Erfolg zusteuern, dann darf er nicht belästigt werden durch Abrichtung, durch Dressur zu Paradeborstellungen. Sind, offen gesagt die Prüfungen bis zu einem gewissen Grade etwas anderes? Am Schlusse der Prüfung schickte man sogar, diese Fälle sind tatsächlich vorgekommen, den Lehrer vor die Türe: Man will sich bet dem Schulvorstande über sein dienstliches und außerdienstliches Verhalten erkundigen. Diese Behandlung dürfen wir Lehrer als eine ehrverleßende, demütigende Handlungsweise auffassen. Das Endresultat der Prüfungen ist nun: Der Lehrer wird gegelobt oder getadelt, je nachdem die wohlpräparierte Vorstellung gelang oder nicht. Der Turntag des Turnganes Hessen fand gestern Sonntag im fleinen Saale von Stein's Garten statt. Mit ganz wenig Ausnahme hatten alle zum Gau gehörenden 54 Turnvereine Vertreter entsandt; es waren 80 Turner anwesend, ohne die zahlreich erschienenen Gäste. Gauvertreter He I m- Gießen eröffnete und leitete den Turntag. Bor Eintritt in die umfangreiche Tagesordnung begrüßte er bie Turner und gedachte zunächst des verstorbenen Turners Birr, des früheren 1. Sprechers vom Turnverein Gießen. Man ehrte dessen Andenken durch Erheben von den Sigen. Der Geschäftsbericht des Gauvertreters Helm und der Turnbericht des I. Gauturnwarts Will über das vergangene Jahr wurde gehört und die Versammlung dankte beiden Turnern für ihre Ausführlichkeit. Gaurechner Post- Alsfeld gab die Rechnungsablage pro 1904 befannt, auch hierzu war nichts zu bemängeln. Die Gausteuer pro 1905 wird in gleicher Höhe wie früher erhoben. Die faßungsgemäß aus dem Gau- Ausschuß ausscheidenden 3 Mitglieder, nämlich der II. Gauvertreter Eidmann- Gießen, der I. Gauschrift wart Wenzel- Gießen und der II. Gauturnwart Heuser- Erziehung der Verstandes-, Gemüts- und Willensbildung Bad Nauheim, wurden fast einstimmig wiedergewählt. Die vom Turnverein Bad Nauheim und Usingen eingebrachten Anträge, nach welchen in Zukunft das Wett- Turnen auf Gaufeften( Einzelwettturnen und Musterriegenturnen) wieder Sonntags, bemnach an einem Tag abgehalten werden soll, wurden von den Antragstellern, nachdem eine längere Debatte darüber gepflogen war, wieder zurückgezogen. Dasselbe ge schah auch mit dem näisten Antrag: fünftighin nur in einer Stufe zu turnen. Angenommen wurde dagegen die vom Gau- Ausschuß beantragte Aenderung der Einteilung des Gaues in Bezirke. Es gehören nunmehr Grünberg und Homberg a. Ohm zum 4. Bezirk( Alsfeld), Laubach zum 3. Bezirk( Lich Hungen) und Langgöns zum 2. Bezirk( Gießen). Die Abhaltung eines jährlich stattfindenden Volkswettturnens gelegentlich des Hauptausfluges des Vogelsberger Höhenklubs auf den Hoherodstopf am 1. Sonntag im Juli, beantragt von den Turnvereinen Lauterbach und Schotten, wurde abgelehnt. Als Festtage für das diesjährige Gauturn fest in Alsfeld werden der 2. und 3. Juli bestimmt. - Die diesjährige auturnfahrt wird nach einstimmigen Beschluß als Endziel Nieder- Wöllstadt haben. Es hatten sich noch die Turnvereine von Großen- Linden und Kirchhain und der Männerturnverein von Rodheim gemeldet. Um das Gauturnfeft in 1906 hatten sich die Turnvereine in Bad- Nauheim, Grünberg und Schotten beworben. Bertreter des legtgenannten Vereins wußte die stichhaltigsten - - Flächeninhalt vo n die Befizer de er hierdurch erzielt bft zur Einrichtung finden. feres Ortes fties teinlager, mit onnen werden foll br. Dem heutigen Denbet man hier zu 8 anderen Tagen zu der Nacht auf den r ber britte Wagen manchen Drten be - Der Die Herren der Kreisschulfommission aber gehen be friedigt heim. Warum sollten sie auch nicht? Ein weiterer Punkt: Viel Geld, sehr viel Geld verschlingen diese Prüfungen jährlich in Hessen. Irre ich nicht 50000 Mt.! Steuerzahlerkosten! Es ist eigentlich wunderbar, daß unsere Landtagsabgeordneten, die sonst immer vom Sparen reden und wichtige Gesetzesvorlagen aus Mangel an Geldüberfluß ablehnen, stillschweigend jahraus jahrein die schweren Gelder bewilligen. Nicht selten sind teure 8weispänner darunter, Backartikel. Hochprima Weizenmehl. Feinstes Kaisermehl Feinstes Blütenmehl Prima Stampfzucker 0 Pfund 13 Pfg. " 15 18 " " 24 Hochprima Schweineschmalz Pfund 49 Pfg., bet 5 Pfund 47 Pfg. " " Feine Tafelmargarine B. 50, 60, 70, 80 fg. Feinstes Speiserüböl Liter 53 Pfg. Detters Backpulver 10 Pack 75 Bfg. Hochfeine Vanille 3 Schotten 20 Bfg. Rheinisches Kaufbaus Bahnhofstraße 26. Giessen Bahnhofstraße 26. Nächste Woche Ziehung. Für geringen Einsatz! Gr. Gewinnauslichten! nur 1 mark kostet ein Los der beliebten u. gewinnreichen 44ten Gothaer Geldlotterie 3338 Bargeld- Gew. und eine Prämie mit zus. 48000 MK. Grösst. Gew. I. günst. Falle 25000 MK. best. aus einer Prämie v. 15000 Mk. und einem Gewinn von 10 000 Mk. u. 8. f. Auszahlung ohne j. Abzug. Ziehung bereits am 2. und 3. März 1905 durch die staatl. Lotteriedirektion in Darmstadt. Lose à 1 Mark. Il Lose für 10 Mk. ( Porto u. Liste 25 Pfg.) empfiehlt u. versendet a. unter Nachnahme die Generalagentur Ad. Müller& Co. Darmstadt, Rheinstr 14. Eisenbahnbillete 2. Klasse sind wohl auf der Tagesordnung. Warum reger die Steuerzahler sich nicht und fordern von ihren Abgeordneten die Anbahnung einer Reform? Aufsicht muß selbstverständlich sein! Sie ist in höheren Schulen, ja in allen Betrieben, also auch in der Volksschule nicht entbehrlich! Und gerade in dieser wird sie in so ausreichendem Maße geübt, wie vielleicht sonst nirgends. Täglich, stündlich bleibt es den Herren Kreisschulinspektoren anheimgestellt, ihre Lehrer zu beobachten und die Schüler zu beurteilen. Diese Handhabe genügt voll und ganz. Alle formellen, verwirrenden Paradebesuche sollte man fallen laffen. Nun noch eine Kleinigkeit! Was würde beispielsweise ein Schuhmachermeister dazu sagen, wollte gemeinsam mit ihm ein Meggermeister in einer Lehranstalt der Schuhbranche die Befähigung der Schüler beurteilen? Und was mutet man dem Kreisschulinspektor zu? Ihm wird der Kreisrat gewissermaßen als Vorgeseßter mitgegeben. Offen gestanden, mich würde es, wäre ich Kreisrat, genieren, einem Fachmann in der Schule etwas vormachen zu sollen. Und macht er ihm nichts vor, dann ist er also blog der Form wegen da - einer sehr kostspieligen, zeitraubenden Form! Warum läßt man den Inspektor nicht selbständig arbeiten? Was soll das Gefolge? Mit geringer Mühe tönnte man ein Mißtrauensvotum gegen Lehrer und Inspektor herausdeftillieren. Wahrhaftig hier ist eine Aenderung dringend nötig! Man entspreche endlich einmal den jahrelang gehegten gerechten Wünschen der Lehrer, welche lauten: Hinweg mit den überflüssigen, verkehrten, die Schule schwer schädigenden Prüfungen im Interesse der Kreisschulinspektoren Lehrer, Schüler und Steuerzahler! Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienft. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 28. Februar. Meist trüb, etwas fälter, mehrfach Niederschläge( Regen und Schnee. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentet! 16in Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Sehr oft find Erwachsene noch eigensinniger wie Kinder, wenn es sich um das Ginnehmen von Lebertran handelt, fie könneu ihren Widerwillen gegen dessen üblen Geschmack nicht überwinden, obgleich sie sich sehr wohl bewußt find, was für eine außerordentlich günstige Wirkung Lebertran in gewissen Fällen auszuüben vermag. Scotts Emulsion ist nun für solche Leute, die den gewöhnlichen Lebertran nicht einzunehmen vermögen, geradezu wie geschaffen, denn Scotts Emulsion ist von angenehmem Geschmack und leicht verdaulich. Was Lebertran zu tun vermag, wird auch durch Scotts Emulsion erreicht, nur auf viel angenehmere Art und in erhöhtem Grade. Wer Scotts Emulsion fauft, fauft den feinsten und besten Medizinallebertran, denn nur diese Qualität kommt bei der Herstellung von Scotts Emulsion ausschließlich zur Verwendung. Scotts Emulsion schließlich im großen Großhandlungen ver lose nach Gewicht oder versiegelten Originaldieser Schugmarke. G. m. b. 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Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uus geltend zu machen. Gießen, den 25. Februar 1905.] Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Verdingung. Zum 11. März d. J. sollen für die Provinzial. Siechenanstalt in Gießen die sowie die Fleisch- und Wurstwaren Viktualieu, Badwaren, Milch, Seife und Soda 2c. für die Zeit vom 1. April 1905 bis 31. März 1906 vergeben werden. Die Bedingungen können auf dem Verwaltungsbureau eingesehen bezw. gegen eine Schreibgebühr von 1 Mt. in Empfang genommen werden, woselbst Offerten mit der Aufschrift: Lieferung an Fleisch- und Wurstwaren, oder Viktualien, Backwaren 2c. für die Provinztal- Stechen- Anstalt" versehen, bis zum Eröffnungstermin 11. März, vormittags 10 Uhr, einzureichen sind, Berwaltung der Provinzial- Siechenanstalt Oberheffen. Bau- und Nukholzversterung der Stadt Gießen. - 5 km von der Aus den Waldungen der Stadt Gießen, 3 Bahnstation entfernt und an chaussierte Abfuhrwege angrenzend, sollen Donnerstag, den 2. März 1905, vorm. 10% Uhr beginnend, im Saale des Lenz'schen Felsenkellers zu Gießen in der Nähe des Bahnhofs versteigert werden. 721 1171 Fichten- Stämme Nr. 49 Ob Dead and ( 1. Fo Frau Tochter b gang Bot zum Borb Maria Ertlar ich nicht zu da ich mir bührende G „ Aber, nehmen!" Natur in erster S „ Num Person g eben noc Denten i nichts an bestimmt ihm in d furz: mi Maitterpfl „ Und fragte Fra erinnerr Verwand.. Brot als C Freuden di dem Los, d weil diefes allem, weil 123 107 H M " " B 66 Eichen- Stämme, Schnittholz mit 43,62 Festm. Bauholz 53,29 Schwellenholz, 52,20 Grubenholz 156,08 mich ihm ftehen, fein " FD anerkannt dennoch be " P feinem Leb " " " 328,99 262,13 „ Ich fa IP ganz aus " " 6,98 Sondermen IT 2,65 doch zugeb " IP Bogen wu 0,53 F " alle jene " P 1,57 17 ner berl " 0,54 " 1 Es war sie aus 685 Kiefern- Stämme 13 Buchen- Stämme 15 Birken- Stämme 3 Eschen- Stämme 5 Weißtannen- Stämme 2 Linden Stämme Gegen Sicherheit wird Zahlungsfrist bis 1. Oftober 1905 gewährt. Gedruckte Verzeichnisse über die Dimensionen der zur Bersteigerung fommenden Hölzer sind von der unterzeichneten Stelle vom 20. ds. Mts. ab gegen Erstattung der Druckfosten erhältlich. Daselbst tönnen auch Karten über die Waldungen der Stadt Gießen, aus denen die einzelnen Walddiftritte und sämtliche Wege und Schneisen ersichtlich sind, gegen eine Vergütung von 50 Pfg. bezogen werden. Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an die Forstwarte Geisel- Gießen, Arst Hochwarte bei Gießen, Karl Brück- Rödgen bei Gießen und Loß- Wieseck. Gießen, den 11. Februar 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Gebäude- Abbruch. Der Abbruch eines Nebengebäudes und der Scheuer des Herrn Bäckermeisters Balth. Schomber, Wallthorstraße 51, hier, soll vergeben werden. Die Unterlagen hierfür liegen bei den Herrn Architekten Stadt- Cheater Seuling& Nikolaus, Wallthorstraße 75, hierſelbſt zur EinGiessen. fichtnahme offen, und sind auch die Angebote ebendaselbst bis Direttion: Steingoetter. zum 5. März d. Is. einzureichen. Dienstag, den 28. Februar 1. Uolksvorstellung zu ermäßigten Preisen. Reif- Reiflingen Schwant mit Gesang in 5 Aufz. von Gustav v Moser. XX XXXX SCHUHWAAREN nach Maß, sowie Herrensohle m. Fleck M. 2.50 J. Glitsch Wolkengasse 22. Wohlriechender fenlack bei Emil Fischbach Gießen, Seltersweg. 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