te in Dis ich all the ung di ter agi ah ali ird ach po der egt ind: A othe ftüd dien dene thel urd ner ge: en, gen mt, , of an: der lajee iger che chen mag wird Red ชิ บะ gdie muf der Auss lage ngs orzu ellen hten: enden r die rd ee chen, abon nderr nichi dem jebige Ditüd, eine ngs die zur uszu beball per So wird der riteren Ramen en, fo it der venden u et Entwürfen mbauten in nnendekor tschaftliche nanschläge, Abschätznahme von ngen. ROFFEN Lum en und Putzen J UMANN chte SEIFE marke. THE SIN NGER Nr. 23. Jasertionspreid. Die einfpaltige Petitzeile für ganz OberBeffen, die Streife Weglar unb Marburg 10 Bfg. sonft 15 Bfg. Reflamen die Petitzeile 30 refp. 40 fg. Redaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 362. Freitag, den 27. Januar 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberbeffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Kaisers Geburtstag. Seil Kaiser Wilhelm! Nimm von uns entgegen Heut' Deines treuen Volfes Gruß und Dant! Der Himmel spende Dir nur Glück und Segen Und seine Huld erhalt' Dich uns noch lang. Voll Liebe und Verehrung nur wir schauen Empor zu Dir, o Herrscher, immerdar, Denn reichlich lohntest Du des Volks Vertrauen, Das Wohl des Landes stets Dein Trachten war; Erhalten blieb durch Dich dem Reich der Frieden. Du fördertest, was edel, groß und hehr, Gewerb' und Handel war Dein'm Schuß beschieden, Es blühet Deutschlands Macht und stolze Wehr. Du waltest mit Milde, Weisheit, Stärke Und seßtest stets Dein Beftes für uns ein, So schuße Gott auch weiter Deine Werke, Er laß Dir seinen Segen angedeihn. Wie Orgelton und festlich Glockenflingen Steigt heut ein fromm Gebet empor zum Licht Und Jubel muß ein jedes Herz durchdringen, Der seine Bahn in frohem Dant sich bricht. Heil Kaiser Wilhelm! Nimm von uns entgegen Heut' Deines Voltes Gruß und Dant! Im heißen Fleh'n sich unsere Lippen regen, Dich zu erfreu'n sei unser höchster Drang. Markranstädt. Adolf Dreßler jun. Die akademische Freiheit. Zwischen dem Senat der technischen Hochschule in Hannober und den Studierenden schwelt schon seit einiger Zeit ein Konflikt, der zu einer Auflösung des studentischen Ausschusses und zur Beschlagnahmung des Vermögens geführt hat. Den Anlaß dazu bet die Tatsache, daß die Hannoverschen Studenten für die deutschen Kämpfer in Innsbruck eine Sympathiekundgebung vom Stapel ließen und eine Agitation gegen die konfessionellen Körperschaften entfalten wollteri. Der Kultusminister untersagte ihnen, mit anderen Korporationen in Verbindung zu reten, und die Studentenschaft ließ daraufhin dem Rektor und dem akademischen Senat des Polytechnikums wissen, daß er sich auflösen werde, wenn ihm die akademische Freiheit nicht mehr gesichert sei. Um den Studenten zuvorzukommen, verfügte nunmehr seinerseits der Neftor beziehungsweise der akademische Senat die Auflösung und zog das Vermögen einstweilen ein. Ob die letztgenannte Verfügung rechtlich haltbar ist, mag eine offene Frage bleiben, wie ja auch an dem ganzen Beschluß mehr die Begleitumstände von Interesse sind, als die Sache feltſt. In seiner Auseinandersehung hat der Rektor der technischen Hochschule die Existenz einer akademischen Freiheit bollständig bestritten und ihr eine Auslegung gegeben, die sie mit vollständig ungeordneten Zuständen auf eine Stufe tellt. Insofern hat allerdings die akademische Freiheit aufgehört, als es für Studenten feine gesonderte Rechtsprechung mehr gibt, da die Gleichheit des Bürgers vor dem Gesetz mich dieses Vorrecht beseitigen müßte. Die Studentenschaft nimmt überhaupt mit der Forderung der akademischen Freiheit fein Vorrecht in Anspruch. Sie verbindet mit der Idee der Forderung lediglich den Begriff eines persönlichen und individuellen Rechts auf vollständige Bewegungsfreiheit, der feine disziplinare Grenzen im schultechnischen Sinne gezogen sind. Das erworbene Recht, akademischer Bürger zu sein, enthält feine Verpflichtungen gegenüber der Hochschule in Bezug auf die Wahrnehmung des Unterrichts und die fürgerliche Bewegungsfreiheit. Darin unterscheidet sich der deutsche Student von allen Studierenden anderer Länder, daß er nicht mehr Schüler im eigentlichen Sinne ist, sondern sein Leben voll nach seinem persönlichen Charakter ausleben lann. In dieser akademischen Freiheit liegt allerdings für schwache Charaktere eine Gefahr, während starke Naturen durch die souveräre Willensfreiheit sich die Unabhängigkeit der Gesinnung und das stolze Denken des freien Mannes erwerben. Die akademische Freiheit ist ein töstliches Gut, um das andere Staaten uns beneiden können, wie sie auch den deutschen Studenten mit seiner frischen Ursprünglichkeit und feiner idealen Begeisterungsfähigfelt nicht nachzumachen vermögen. Selbst wenn die Studentenschaft in ihrer Saltung it der Innsbrucker Frage über das Ziel hinausgeschossen bat, felbst dann liegt immer noch kein Grund vor, die akademische Freiheit vollständig zu verneinen. schinen Aber vielleicht hat der Rektor der techmischen Hochschule Hannover den techmischen Studierenden eine andere Stellung anmeisen wollen, als den Universitätsstudenten, obaleich deren Gleichberechtigung in Deutschland Grundsatz ist, während in Frankreich sogar das Bolntechnikum ein höheres en Act Ges. fehen genießt, als die Universität. Das erklärt sich at 1 brigens mur beber, nf; beiden Hochschulenkategorien das Maß der Lichen Freiheit fehlt, das die Studierenden Unverkennbar besteht ia allerdings unter hier nenieken. n Studierenden der Hochschulen und der Universitäten ein gewisser Gegensatz insofern, als bei den technischen Anstalten nicht die gleichen Ansprüche an die Vorbildung gestellt verden, als bei den Universitäten. Unter den Studierenden der technischen Hochschulen befinden sich zahlreiche Elemente, die kein Reifezeugnis besitzen und demgemäß auch keine Qualitätsnote über ihre sittliche Reife, ohne die ein Gymnasiast nicht die Berechtigung zum Universitätsstudium findet. Die Voraussetzungen sind also bei beiden Hochschulgattungen grundverschieden, und es ist zu begreifen, daß die Unterrichtsverwaltung auch bei beiden zu verschiedenen Koniconenzen kommen kann. Immerhin aber hätte dann der akademische Serat von Hann er seinen Standpunkt in eine cmmandsfreiere Form kleiden müssen und die Verfügung **** Bründe stüten sollen, über die sich diskutieren läßt, die uneingeschränfte bleuanuma der akademischen den Widerspruch vorausschen ließ. den sie tiöchden bet Ein Akademiker. ur Lage in Russland. Nach der Erregung der letzten Tage scheint jetzt sowohl in Petersburg wie in Moskau, und damit wohl im ganzen Lande, endgültig die Ruhe wieder hergestellt zu sein. Ein großer Teil der Arbeiterschaft hat an beiden Hauptindustriepläßen bereits die Arbeit wieder aufgenommen. Dieser Ausgang der Bewegung war bei den drakonischen Maßregeln, die der Diktator Trepom unverzüglich getroffen hatte, vorauszusehen. Die Arbeiter, unorganisiert und ohne genügende Mittel, sind dem Drucke von oben her gegenüber bollkommen machtlos. Zur Peitsche aber gesellt sich auch das Zuckerbrot. In Kundgebungen der Regierung, die sowohl in Petersburg wie in Moskau an den Straßeneden angeschlagen waren, wird den Arbeitern vorgehalten, daß sie sich von schlechtgesinnten Agitatoren hätten irreführen lassen, die dem Vaterlande, das in dieser Kriegszeit schon so schwer zu leiden hätte, neue Wunden schlagen wollten. Die Regierung würde gegen diese Agitation die Arbeiterbevölkerung energisch in Sajuz nehmen. Gleichzeitig wird versprochen, daß der Kaiser, dem die Möte der Arbeiter zu Herzen gingen, an das Finanzministerium eine Verfügung erlassen habe, unverzüglich ein Gesetz auszuarbeiten, betref= fend die Verkürzung der Arbeitszeit. Auch sollen Maßnahmen getroffen werden, die dem arbeitenden Volke die gesetzliche Möglichkeit geben werden, über seine Bedürfnisse zu beraten und sie zum Ausdruck zu bringen. Weiter wird versprochen, daß den Arbeitern, die die Arbeit wieder aufnehmen wollten, volle Verzeihung angedeihen soll, und daß sie sich vor Belästigung durch Streifende nicht zu fürchten brauchten. Die liberale Paríei beschränkt sich der Regierung gegenüber auf papierne Proteste. Der Petersburger Stadtrat bewilligte 25 000 Rubel für die Verwundeten und die Familien der Getöteten. Nach einer Aufstellung, die eine Kommission von Zeitungsverlegern dem Fürsten Mirsky überreichte, soll die Zahl der Toten und Verwundeten 4600 betragen. Von der Regierung wird das entschieden in Alrede gestellt. Der Priester Gapon, über dessen Verbleib die widerspruchsvollsten Angaben umliefen, soll nach der neuesten Meldung schwerverwundet im Alafusow- Hospital liegen. Nach seiner Genesung wird er vor ein Kriegsgericht gestellt und voraussichtlich wegen Aufreizung zur Auflehnung gegen die Staatsgewalt zum Tode verurteilt werden. Die Nachricht bedarf erst der Bestätigung, ebenso wie die Gerüchte, die über das Schicksal Magim Gorkis in Umlauf sind. Während von mehreren Seiten seine Verhaftung überhaupt dementiert wird, wird aus Paris gemeldet, Gorki sei allerdings verhaftet, aber nicht in Petersburg, sondern in Riga. Er war von Petersburg aus telegraphisch dorthin an das Sterbebett eines Freundes berufen worden, bei dem er die ganze Nacht zugebracht hat. Am Morgen begab er sich in das Haus einer Lefreundeten Familie. Dieses wurde sofort von der Polizei umstellt und Gorki verhaftet. Demgegenüber wird wieder behauptet, daß Gorki nach Kiew oder Moskau entkommen sei. Seine Frau, die bekannte Schauspielerin Andreeva, hatte ihn aus Riga gewarnt, und ihm zur Irreführung der Polizei Telegramme gesendet, worin sie ihn bat, sofort nach Riga zu kommen * * Umftürzlerifche Palaft- Intriguen. Petersburg, 26. Januar. Zur Geheimgeschichte des Aufstandes werden, aus englischen Blättern wohl meistens, Erzählungen kolportiert, für die offensichtlich die geschichtlich bekannten Vorgänge aus der Hausgeschichte der Romanows aus den Zeiten der Katharina, der Peter und der Paul das Vorbild geliefert haben. Die Rolle der gegen den regierenden Zaren treibenden Kraft wird dem Großfürsten Wladimir, einem Onkel des Zaren, zugeschrieben. Zar Nikolaus ist eine gutherzige, weiche Natur. Wladimir dagegen ist hart und willensstart und, wie solche petcntichteten zu jem pflegen, von einem besonderen Ehrgeiz beseelt. Man erzählt sich, daß er in dieser Hinsichi bon seiner Gemahlin, der noch immer schönen Prinzessin Marie von Mecklenburg- Schwerin, bestärft wird. Zachächsächlich hat Großfürst Wladimir Ursache, mit dem Gange der Ereignisse im Barenhause unzufrieden zu sein, soweit seine Person und seine Familie in Frage kommen. Wäre dem Zaren fein Sohn und Thronfolger geboren, so hätten ange= sichts der Kränflichkeit des Großfürsten Wichael, des Bruders des Zaren, Wladimir und seine Söhne fegründete Aussicht auf den russischen Kaiserthron gehabt. Jetzt sicht der Starke den schwachen Sproß seines Geschlechts an der Stelle, die er nach seiner Meinung ganz anders ausfüllen fönnte. Kein Wunder, daß es an Reibungen zwischen den Zaren und den Großfürsten niemals gefehlt hat. Denn die übrigen Romanows stehen samt und sonders gegen den Zaren zu Wladimir. Der aber ist der Stärkste und das anerkannte Haupt der Großfirstenpartei. Ihm kam der Aufstand sehr gelegen. Daß er ihn, wie die modernen Romanschriftsteller wissen wollen, geradezu beranlaßt hat, ist offenbare Ausgeburt der Phantasie. Auf solche Weise spielt auch ein Wladimir nicht mit dem Feuer. Aber die Annahme, daß er die Arbeiterbewegung zur Förderung seiner Pläne Lenupt habe, ist nicht so ganz von der Hand zu weisen. Tatsache ist jedenfalls, daß, als der Zar die Arbeiterabordnung empfangen wollte und in dieser Absicht von seiner Gemahlin, der hessischen, modern gerichteten Prin. zessin, bestärkt wurde, Großfürst Wladimir es war, der mit dem ganzen Gewicht seiner Persönlichkeit, und schließlich wohl mit einer gewissen Gewalt, das Vorhaben hinderte. Damit hatte Wladimir den Weg zur Macht sich geebnet. An der Spitze der Armee schlug er den Aufstand blutig nieder. Der Zar ist in den Hintergrund gedrängt, Wladimir gilt als der Hort des Zarentums. Je mehr es ihm gelingt, den Träger der Zarenfrone zu isolieren, ihn vom Volfe zu tren nen und dort verbaßt zu machen, desto höher wachsen seine Hoffnungen, einst doch noch an dessen Stelle den Thron der Romanows zu besteigen. Der Tatjana- Tag in Rufsland. Petersburg, 25. Januar. Als es bekannt wurde, daß auch in Moskau sich die streifenden Arbeiter zusammenrotteten und auch unter dem gebildeten Teil der Bürgerschaft der gebieterische Ruf nach Reformen mit elementarer Gewalt hervorbrach, da wurde in den hiesigen offiziellen Kreisen mit der Gefahr gerechnet, daß der heutige Mittwoch, an dem die Moskauer Universität das Jubiläum ihres 150jähr. Bestandes feiert, sich zu einem fritischen Tage erster Ordnung gestalten werde. Wohl hatte man der Lage der Dinge nach Ursache, auch für diesen Tag in Moskau folgenschwere Ereignisse zu befürchten. Das ist aber noch nicht alles. Wichtig ist, daß dieser Tag der Gründung der Moskauer Universität seit vielen Jahren und Jahrzehnten in ganz Rußland, so ausgedehnt es ist, von den gesamten Vertretern der Intelligenz begangen wird, 31var als ein Feiertag von ganz einziger Art und Heiligkeit. Was darum am 25. Januar von den in Moskau zur Jubiläumsfeier vereinigten alten und jezigen Angehörigen der Università beschlossen werden würde, das, wußte die Regierung, würde in allen russischen Städten, von Petersburg bis nach Sibirien hinein, von den Gebildeten aller Stände nachempfunden werden. Der Tag der Gründung der Mosfauer Universität hat für sie eine Bedeutung, die der Nichtrusse nur schwer zu würdigen imstande ist. Welche Wichtigkeit ihm beigelegt wird, spricht sich schon äußerlich darin aus, daß er einen besonderen Namen trägt. Der Russe nennt ihn kurz den Tatiana Tag. und Historisch läßt sich dieser Name sehr einfach erklären: es war eben am Tatjana- Tage, als vor hundertfünfzig Jahren unter der Regierung der Kaiserin Elisabeth die Universität in Moskau eröffnet wurde. Aber Name und Datum sagen in diesem Falle wirklich blutwenig und namentlich lassen sie nicht erkennen, was dieser Tag seit langen, langen Dezennien schon dem Russen alles bedeutet. Das macht eben seit unvordenklicher Zeit das unterdrückte politische Gefühl. Man kann sagen, daß das freie Wort in Rußland im Laufe des ganzen Jahres niemals und nirgends eine Stätte der Duldung findet, als eben nur am Tatjana- Tage. An diesem Tage versammeln sich allerorten die den gebildeten Berufen angehörigen Leute, ob nun in kleinen Zirkeln oder in großer Gemeinschaft zu Banketten, für welche keine der Regeln mehr gelten, die sonst die Mitglieder der verschiedenen Klassen und Stände von einander unterscheiden. Jung und alt, Student und ergrauter Professor. Fürst und kleiner Advofat, allmächtiger Gouverneur und kleiner Polizeibeamter sitzen da neben einander, wenn sie nur aus der Universität hervorgegangen sind oder ihr angehören, und wer sich einmal ohne plausiblen Grund von der Teilnahme an dem TatjanaBankett ausschließt, der wird, so lange er die Sache nicht aufklärt, von den Gebildeten des Kreises, ohne Rücksicht auf ihre sonstige politische Parteistellung, gemieden. Es kann in einem kleinen Landstädtchen vorkommen, daß sich zu dem Tatjana- Bankett nur drei oder vier Leute zusammenfinden, sowie es anderseits vorkommt, daß zum Beispiel in Petersbura oder in Moskau in einem einzigen Saale 4000 bis 5000 Teilnehmer zu dem Bankett erscheinen-- aber jedenfalls gibt dieser Tag an jedem Orte eine wahre Heerschau über die in seinen Marken befindliche Intelligenz. - Notabene herrscht unter den Teilnehmern an diesem Tage auch vollständige Gleichheit; es gibt keinen Fürsten, keine alle hochgeborene Erzellenz und keinen Staatsrat mehr sind glich und sprechen einander mit dem Du- Wort an. Das alles betrifft aber nur die Formen, die am Tatjana- Tage herrschen; fragt man nach dem Geist und Sinn dieser Zusammenfünfte, dann offenbart sich erst ihre wahre Bedeutung im russischen Volksleben. Denn bei jedem Tatjana- Bankett darf jeder frei reden, wie es ihm ums Herz ist. So unwahrscheinlich es ist, so wahr ist es doch, daß jeder Polizeibeamte, jeder bestechliche Richter, jeder treulose Manipulant mit Staatsgeldern und jeder noch so in die Brust ſich werfende Gouverneur vor diesem Tage zittert, weil er weiß, daß da bielleicht jemand aufstehen wird, der ihm offen und freimütig alles vorhält, was von ihm der Volksmund erzählt. Und so einzigartig ist das Recht, das jedermann an diesem Tage zugestanden wird, und so groß der moralische Zwang, den die alte Nebung durch das ganze Land ausübt, daß zum Beispiel der Beamte verloren wäre, welcher an dem Manne offen Nache nehmen wollte, der ihn am Tatjana- Tage angeflagt hat. Natürlich, rächen fann sich die Tücke schon irgend wie, aber eben nicht offen, sondern nur auf Schleichwegen - offene und brutale Rache und Drangsalierung ist nicht mehr Drangsalierung eines einzelnen, sondern Bruch und Verlegung einer gesellschaftlich geradezu zauberhaft geheiligten Institution... Deshalb die große Furcht der Machthaber vor der Tatjanafeier und vor dem, was an diesem Tage als Parole ausgegeben werden würde. Munkelt man doch, daß es allen Ernstes einmal zu einem Gesamtstreif der gelehrten Berufe in Rußland kommen könnte. Die Dolitik. Gange. Wie in Amerika die Parole gilt, daß jede Einmischung fremder Mächte auf dem Kontinent ausgeschlossen sein müsse, so möchte man auch in Australien die ganze Inselwelt Polynesiens unter die Kontrolle des zwischen den englischen Kolonien gebildeten Commonwealths stellen. Sollte dieser Gedanke praktische Gestalt gewinnen, dann würden die Keime zu Konflikten mit den europäischen Staaten darin enthalten sein. Neben Frankreich käme besonders das Deutsche Reich in Betracht, da die Monroedoktrin, wenn es nach dem Willen des in Australien Ton angebenden Mr. Reid, des Premierministers in Commonwealth, und dessen Kollegen in NeuSeeland, Mr. Seddon, geht, auch auf die Insel Neu- Guinea sich erstrecken soll, wo die deutschen Schutzgebiete liegen. )( Die formelle Unterzeichnung des deutsch- österreichischen Handelsvertrages ist erfolgt. Er wird zugleich mit den übrigen sieben Handelsverträgen am 1. Februar dem Reichstage zugehen. Ueber den Inhalt des deutsch- österreich. Handelsbertrages wird bekannt, daß die Dauer bis 1918 festgesetzt ist. Für Streitigkeiten über den Tarif und über die Handhabung der Veterinär- Konvention wurde ein Schiedsgericht vorgesehen. Was die Zollsätze betrifft, so sind die Minimalzölle für Getreide und der Gerstenzoll im übrigen bei Bestand geblieben und nur der Malzzoll ist auf 5,75 Mark, der Mehlzoll auf 10,20 Mark und der Hopfenzoll auf 20 Mark ermäßigt. ** Hof und Gesellschaft. Das Befinden des Prinzen Eitel Friedrich hat sich etwas gebessert. Die Temperatur war mit dem letzten Bulletin niedriger, die Atemnot gering, die Nahrungsaufnahme stärker. Doch klagt der Prinz noch über Seitenstechen. Daß man zur Zeit keine ernstlichen Befürchtungen mehr hegt, geht daraus hervor, daß die bereits abgesagte Cour im Weißen Saale zu Kaisers Geburtstag nun doch stattfindet. Die großen Tafeln im Königlichen Schloß und die Galaoper fällt allerdings weg. Fürst Ferdinand von Bulgarien hat wegen der Erkrankung des Prinzen seinen angekündigten Besuch verschoben. Die Kaiserin ist zur Pflege des Prinzen mit auf längeren Aufenthalt berechnetem Gepäck im Stadtschlosse zu Potsdam eingetroffen. Ter erkrankte Prinz liegt in einem Hochparterre- Zimmer des Cabinettshauses. Um lästige Geräusche fernzuhalten, ist die Umgegend für den Wagenverkehr gesperrt, auch fällt das Salutschießen und das große Wecken im Potsdamer Lustgarten aus. Auch der Kronprinz war indisponiert und hütete das Zimmer. On parlamentarischen Kreisen war die Rede davon, daß eine Spannung zwischen dem Reichskanzler und dem Handelsminister Möller bestehe. Politische Zeichendeuter waren eifrig am Werke, die Gerüchte gegen den Handelsminister auszunutzen und ihm nach Kräften den Boden abzugraben. Wie unser CB- Mitarbeiter aus unterrichteter Quelle erfahren hat, fehlt den Gerüchten jede tatsächliche Unterlage. Sie fallen vor der Tatsache in sich zusammen, daß zwischen dem Grafen Bülow und dem Minister Möller noch dieser Tage eine längere Unterredung stattgefunden hat. Wie glaubhaft versichert wird, hat es sich um gesetzgeberische Maßnahmen mit Bezug auf die Vorgänge im Ruhrkohlenrevier gehandelt, insbesondere um das viel verlangte Bergnotgeset. Mit einem Minister, dessen Amtstätigkeit sich dem Ende nähert, würde der Reichskanzler schwerlich noch einschneidende gesetzgeberische Arbeiten beiprechen Aus den Parlamenten. Lokales. 27. Januar 1905. *** Der von dem Großherzog anläßlich seiner Bermählung verordnete Gnaden Erlag, von dem wir unsere Leser bereits gestern durch eine Draht- Meldung in Kenntnis setten, hat nach der„ Darmst. 8tg." folgenden Wortlaut: Allerhöchster Gnadenerlaß. * Zum Etat des Reichskanzlers hat die sozialdemokratische Fraktion nachstehende Resolution im Reichstage eingebracht: Die Verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstag in Bälde den Entwurf eines Gesetzes vorzulegen, durch welches eine wirkjame politische und budgetrechtliche Verantwortung des Reichskanzlers festgestellt wird. Im Ansstandsgebiet des Ruhrkohlenreviers hat der Berein der Zechenbesitzer beschlossen, die schleunige Einsetzung ciner Untersuchungskommission zu beantragen, die im Einvernehmen mit dem Landtage, also auch im Wege einer parlamentarischen Enquete die Prüfung der behaupteten Mißstände vornimmt. Der Bergbauliche Verein erklärt, er mache sich stark dafür, daß die ihm nachgewiesenen Mißstände sofort beseitigt würden. Im Landtage ist bekanntlich bereits der Antrag auf Einsetzung einer parlamentarischen Enquete gestellt worden. Die Leitung des englischen Bergarbeiterberbandes fordert dessen Mitglieder auf, keine Ueberstunden zu machen und den deutschen Arbeitern aue mögliche finanzielle Unterstützung zu teil werden zu lassen. In Bochum waren beim Streitbureau 32 533 Mark eingegangen. * Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. Ernst Ludwig, von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein 2c. 2c. F. Bun Montag, ftüde geplan bereine mehr mit ber Dire fich das thra Bildnis jei freibalten far ** Wi 本 ficherer Qu Großherzog gefchenf K Di Mordaff der Woch Wirts Straße N bestimmt dem Mo lofale gen Hudte in ungsrichte ermordete weiter. Wir haben uns aus Anlaß Unserer bevorstehenden Bermählung mit Ihrer Durchlaucht der Prinzessin Eleonore von Solms- Hohensolms Lich bewogen gefunden, die Strafe allen Personen in Gnaden zu erlassen, die im Großherzogtum durch Strafbef hl, Strafb. scheid oder ein bei den bürgerlichen Gerichten ergangenes Urteil zu Gefängnis, Festungshaft, Haft oder Geldstrafe verurteilt worden sind: 1. megen Majestätsbeleidigung u.s.w. nach den§§ 95, 97, 99 over 101 des Strafgesetzbuchs, 2. wegen wörtlicher Beleidigung einer Behörde, eines Beamten, eines Religionsbieners oder eines Mitgliedes der bewaffact n Macht in der Autübung ihres Berufs oder in Beziehung auf ihren Beruf nach den§§ 185 ober 186, verbunden mit§ 196 des Strafgesetzbuchs, 3. wegen Zuwiderhandlung gegen die Bestimmungen des Forst- und Feldstrafrechts, 4. wegen Uebertretung. Insoweit diese Strafen bereits vollstreckt worden sind, behält es hierbei sein Bewenden. Dazu verfügen Wir folgendes: ( 126. Sigung.) RK, Berlin, 26. Januar. Der Etat der„ Landpirtschaftlichen Verwaltung" wurde heute glücklich erledigt. Das Haus war recht schwach: besest und nur einige Herren von der Rechten ließen ein dauerndes Interesse an den Verhandlungen erfennen. Gegenüber dem Drängen des Zentrumsabgeordneten v. Savigny nach Bekanntgabe der Handelsverträge hob der Minister hervor, daß die Berträge erst den Bundesstaaten zur Einsicht zugehen müßten. Auch die Klagen wegen Ueberlastung der Flußanlieger in Schlesien wies Herr v. Ro da bielski als starf übertrieben zurück. Etwas lebhafter wurde die Stimmung, als der freisinnige Abgeordnete Blell den Mißerfolg der meisten Kornbänser erörterte. Mit bäufigen und tobellos flappenden Rufen:„ Hört, hört" begleiteten die beiden freisinnigen Parteien die Rede. Der Minister gab die großen Stornhäuser ebenfalls preis, erklärte sich aber entschlossen, die kleinen Genossenschaften im Interesse der Kleinen Befiber aufrecht zu erhalten. Bei der Beratung des Etats der Gestütsverwaltung famen die Herren der Rechten in so intime Erörterungen über Warmund Kallblut, Rörordnungen u. s. w. hinein, daß an eine Erledigung der Tagesordnung nicht mehr zu denken war und eine Abendsigung angejezt werden mußte. Der in Aussicht gestellte Gnadenerlaß des Großherzogs von Hessen ist nunmehr veröffentlicht. Der Erlaß erfolgt aus Anlaß der bevorstehenden Vermählung des Großherzogs, und demgemäß findet die Amnestie nur auf solche Strafen Anwendung, die spätestens mit 2blauf des 2. Februar, dent Tage der Vermählung, rechtskräftig werden oder geworden find. Frankreich. * Um am politischen Leben weiter teilzunehmen, wird der bisherige Ministerpräsident Combes als Parteiführer im Barlament fungieren. Die demokratische Linke des Senats hat beschlossen, Combes zu ihrem Obmann zu wählen. Aus der sozialistisch- radikalen Linken der Devutiertenkammer ist einer der Führer dieser Gruppe, der Abgeordnete Buisson, ausgetreten, weil seine bisherigen Parteifreunde den von ihm beantragten Protest gegen die Angebereien im Offizierforps abgelehnt haben. Alien. Auf dem russisch- japanischen Kriegsschauplatz herrscht weiter fast völlige Ruhe. Nur ab und zu hört man auf der russischen Front sporadisches Artillerie- und Kleingewehrfeuer. Die Vernehmungen der Huller Fischer vor der Pariser Kommission bestätigen, daß keine japanischen Torpedoboote unter ihnen sich befunden haben. Ueber die Wirfung des russischen Geschüßfeuers fagt ein Zeuge, sein Boot sei von ungefähr einem Dutzend Geschosse getroffen worden. Ein anderer erklärt, auf sein Boot seien die Geschosse wie Hagel niedergefallen. Amerika. Deutfcher Reichstag. CB Berlin, 26. Januar. a) ber Gnadenerlaß findet nur auf Strafen Anwendung, die spätestens mit Ablauf des zweiten Februar 1905 rechtsfräftig geworden sind oder werden, b) Nebenstrafen und Kosten sowie Werts- und Schabenserjaßgelder fird im Gnadenerlasse nicht einbegriffen, c) Haftstrafen, die auf Grund des§ 361 Nr. 3 bis 8 des Strafgesetzbuchs verhängt worden sind, bleiben von dem Gnadenerlaß ausgeschlossen, ( 128. Sizung.) Die heutigen Verhandlungen begannen mit einer Ueberraschung. Vor Eintritt in die Tagesordnung machte der Staatssekretär des Innern Graf Posadowsky Mitteilung, daß der deutsch- österreichische Handelsvertrag gestern Abend von den beiderseitigen Bevollmächtigten unterschrieben worden ist, und daß die sieben zum Abschluß gebrachten Verträge dem Reichstage am 1. Februar zugehen werden. Nach dieser Erklärung, die sehr kühl aufgenommen wurde, sezte das Haus die zweite Beratung des Po ste tats fort. Die Diskussion bewegte sich ganz in denselben Gleisen, wie gestern und am vorigen Donnerstag. Die Sozialpolitik spielte die erste Hauptrolle, die Polenfrage die zweite. Die Beschwerden wegen der verzögerten Bestellung polnisch adressierter Postsendungen suchte der Abg. v. Jazdzewski noch einmal zu begründen, als gerechtfertigt wurden sie aber nur von dem Sozialdemokraten Lipinski anerkannt; selbst der freisinnige Abg. Do rn, der beiden Seiten größeres Entgegenkommen anriet, gab der Meinung Ausdruck, daß die Polen häufig mit polnischen Adressen der Post absichtlich unnötige Schwierigkeiten bereiten. Hinsichtlich der Sozialpolitik gab es eigentlich eine Meinungsverschiedenheit nur über die Frage, ob sich die Einschränkung der Schalterstunden für den Paketverkehr empfehle, oder nicht. Die Mehrzahl der Redner sprach sich dafür aus, und die Mehrzahl des Hauses stimmte schließlich dafür. Die Resolutionen des Zentrums wurden angenommen, und dann das Gehalt des Staatssekretärs bewilligt. Durch Kämpfe mit den Eingeborenen auf den Philippinen werden die Amerikaner ihres neuen Besiẞes nicht froh. So fam es bei Silan zu einemt förmlichen Gefecht zwischen amerikanischen Schüten und Polizeimannschaften mit Eingeborenen, bei dem von den legieren eine größere Anzahl fielen. Huftralien. Eine auch für uns bedeutsame Nachricht kommt aus der Inselwelt des Großen Ozeans. Es ist eine Bewegung zur Ausdehnung der Monroedoktrin auf Australien im Nab und fern. d) Verurteilte der im Abs. 1 bezeichneten Art, die in der Verbüßung einer Freiheitsstrafe bereits begriffen sin. sollen am 1. Februar dieses Jahres entioffen werden, e) in den unter 3 ffer 2 bezeichneten Fällen begründet es teinen Unterschied, ob der unmittelbar Beteiligte sein amtlicher Borgesezter den Strafantrag gestellt hat, f) eine Gesamtstrafe, zu der eine Person wegen mehrerer strafbaren Handlungen verurteilt worden ist, gilt nur dann als erlassen, wenn alle in der Gesamtstrafe ent haltenen Einzelstrafen unter den Gnadenerlaß fallen. Fällt darunter nur ein Teil der in der Gesammistrafe enthaltenen Einzelstrafen, so ist Unser Minifterium der der Justiz ermächtigt, die Strafe ganz oder zu einem angemessenen Teile zu erlassen, ** Bürgermei des Lande Erfahrenen 450 beträgt Röbler Lange Ronferenz de der zweiten fammlung be Die Einträge richtsgebühre unter Gefez auf Erneuer die Verlegu 7 b 9 1 g) Unser Ministerium der Justiz ist angewiesen, bezüglich solcher rechtskräftig bestrafter Personen, die nicht unter den Gnadenerlaß fallen, aber aus besonderen Gründen der Gnade würdig sind, Uns besondere Vorlage zu machen. Urkundlich unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Großherzoglichen Siegels. Darmstadt, den 25. Januar 1905. ( L. S.) Ernst Ludwig. findet ebenf w- Uhr findet Vortrag des ungsfurs Biermer, der ihre Ursachen Auf Gießen i elettrisch Gießer- Geing lang und füh Drahtjeilbahn fie murde vo find Aur Beit ** fübjgen R Der Di hatte die Bad Lieferung von Bäder beate billighten B fiefern fann follte man i g. D im polit spielt, als n und Drang es nicht zun den Gedank hodbielten. und die Grö Dittmar. begeisternd entbrannt w gefangberein Deutschland ** Aniäßlich Kaisers Geburtstag haben heute fämtliche öffentlichen und zahlreiche private Gebäude Flaggensmuck angelegt. Gestern Abend wurde die Feier in hergebrachter Weise durch einen Zapfenstreich eröffnet. Kurz nach 8 Uhr bewegte sich die Regiments Kapelle unter flingendem Spiel und Bedeckung, umringt von zahlreichem Publikum, von der Neuen Kaserne durch die Licher-, Grünberger- und Gartenstraße, durch die Süd- Anlage, den Seltersweg, die Piock- und Johannisstraße nach der Wohn ung des Regimentskommandeurs Obersten v. Gradeniz, wo nach Vortrag mehrerer Musikstücke der Zapfenstreich ge= blasen wurde. Der heutige Tag wurde durch großes Wecken eingeleitet. Um 9% Uhc fand militärischer Gottesdienst statt und darnach wurde gegen Mittag die Parade am Oswaldsgarten abgenommen. Heute Nachmittag ver einigt sich das Offiziertorps zu einem Festmahl und die Kompagnien heute Abend zu den Kompaniebällen. O Graf Pückler über seine letzte Verurteilung. Das neue Organ des Grafen Pückler- Kl. Tschirne ist gestern in Berlin zur Ausgabe gelangt. Ueber seine Verurteilung schreibt er :: nter anderem:„ Also 6 Monate Gefängnis! Das ist der Dank des deutschen Volkes für die ungeheuren Opfer, welche ich gebracht. Pfui Teufel, da fann man allerdings beinahe rerzweifeln an der eigenen Nation!... Nicht eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten, sondern eine hohe Auszeichnung verdiene ich, den Orden pour le mérite hätte ich schon lange erhalten müssen. ,, Meine Parole lautet aber nac) wie vor:„ Es wird fortgedroschen!" A Hüssener noch in Ehrenbreitstein. Die von verschiedenen Seiten gemeldete Neberführung des ehemaligen Fähnrichs 3. S. Hüssener von der Festung Ehrenbreitstein nach Weich selmünde bestätigt sich nicht. Hüssener befindet sich vielmehr noch immer im Lazarett zu Ehrenbreitstein, das er nicht eher berlassen wird, als dies sein Augenleiden zuläßt. wurden für Siege herb beiligen Fe Laufende u Truglied C Darin nicht tt Stadttheater Gießen. Anna von Hessen. Angesichts der am nöchsten Montag, den 30. Januar hier stattfindenden Premiere dieses Werkes dürften einige Stellen aus einer Rezension der Uraufführung am Casseler Hoftheater anfäßlich des 400jährigen Geburtstages Philipp des Großmütigen willkommen sein: Das„ Casseler Tageblatt" schreibt u. A.:„ Nichts hätte passender für diesen Jubeltag des hessischen Volkes gewählt werden fönnen wie das Birtsche tragische Spiel„ Anna von Hessen". Doch sei gleich hervor gehoben, daß das Drama teineswegs als Festspiel geschrieben ist, daß es weit über ein solches hinausgeht. Es ist eine regelrechte Tragödie. Die Frage, ob die Atte spannend sind, ist auf das Entschiedenste zu bejahen. Meisterhaft behandelt der Dichter die Sprache. Sie ist frisch und natürlich und trägt das Rolorit des 16. Jahrhunderts, Alles das verleiht dem Drama einen hohen fünstlerischen Wert. Bei dem Tiefstand der modernen Dramatik, bei der immer mehr zu nehmenden Strankhaftigkeit des Geschmacks mus eine gefunde Eigenart und Gestaltungskraft offenbarende Erscheinung wie die Birts mit Freude begrüßt werden. Leben? Es Vie dem Jd Baterla bam und es with die alles ( 1. Män start far in Köln) werden f aus, dem in unsere h f Radfah Stiftungsfe 23 affe: ip eine Deputa jahr fell ein Landwirte nötige Bla P. Bur fundenen wiederge berige Bi Heinrich machten bor Die Agitati S. Dar an Stailers- C 1905. friner Bera wir unfere n Renntnis Bortlaut: und bei orstehenden in Eleonore die Strafe herzogtum bürgerlichen ftung@ haft, men$$ 95, , eines Be Mitgliedes gres Berufs Den§§ 185 eſetzbuchs, mungen des orden find, rfügen Bir Anwendung, bruar 1905 d Schadens begriffen, r. 3 bis 8 bleiben von rt, die in it begriffen es entioffen n begründet r Beteiligt Strafantrag gen mehrerer ft, gilt nur miftrafe ent erlag fallen. Befammiftrofe nifterium der er zu einem fen, bezügli e nicht unter ren Gründen Borlage zu rift und beis Dittmar. Saude Flagg haben heute Feier in her röffnet. Au Rapelle unter on zahiri Licher, Grün Anlage, den der Wohn Grasbenig fenftreid ge urd große cher Gott die Parade admittag ber Παπαξί από δύο Sllen. bon effen D. Januar einige Ste Caffeler Sof ges Philipp bes Teler Tageblatt biefen Fabella wie bas Birth i gleich hervor fpiel gefahriebe t. Es ist ei e spannend find terhaft behande b natürlich u Des bas verlei Bei dem Ti mmer mehr auß eine gefun Friemung F. Bum Bren des Theater Reabanes ist für große Parade wird der Großherzog selbst abnehmen. Montag, den 13. Februar die Aufführung eines Theater Nachmittags zwei Uhr findet in dem Weißen Saale Was halten Sie von stücks geplant, an der sich unter der Aegide des Theater: Dereins mehrere erste Kräfte des Frankfurter Schauspielhauses mit der Direktion 6.s Stadttheaters verbunden haben. Damit sich das theaterliebende Publikum diesen genußreichen Abend freibatten fam, fei schon jgt darauf hingewieser. *** Wie unser Darmstädter S Korrespondet aus ficherer Quelle erfährt, wird die Stadt Mainz dem Großherzog ein von Professor v. Kaulbach gemaltes Bildnis seiner zukünftigen Gemahlin als Hochzeitsgeschenk überreichen. K Die Vernehmung von Zeugen in der Heldenberger Mordaffäre wurde in Gießen und am Tatort zu Beginn der Woche fortgesetzt. Bemerkenswert ist die Aussage des Wirts Melchior vom Chauffeehaus bei Jibenstadt( an der Straße Nederwöllstadt Jibenstadt- Raichen- Heldenbergen), der bestimmt Hudde als den bezeichnete, der am Mittage vor dem Morde( am Freitag, 11 November) in seinen Wirts lofale gewesen sei.- Weiter wird gemeldet, daß die von Hudte in Köln versetzte Uhr in Sießen bei dem Untersuch ungsrichter eingetroffen und bestimmt als diejenige des ermordeten Pfarrers erkannt worden ist. Hudde leugnet weiter. * ** Gestern tagte in Frankfurt unter Vorsiz des Bürgermeisters Meßger- Langen die General- Versammlung des Landesverbandes hessischer Bürgermeister. Erschienen waren 150 Mitglieder, während die Sesamtzahl 450 beträgt. Landtagsabgeordneter und Bürgermeister Röhler Langedorf brachte im Auftrage der BürgermeisterKonferenz des Kreises Gießen verschiedene Anträge ein, die der zweiten Kammer vorgelegt werden sollen. Die Versammilung beauftragte den Vorstand mit der Durchberatung. Die Anträge erstrecken sich auf die Regelung der Octègerichtsgebühren, Stellung ber höheren Notariatsgebühren unter Gesez und höhere Bezahlung beglaubigter Abschriften, auf Erneuerung des veralteten Forstverwaltungsgesetzes und die Verlegung der Fortbildungsschulstunden in die Zeit von 7 bis 9 Uhr bends. Die nächste General Versammlung findet ebenfalls in Frontfurt statt. w- Morgen Samstag, den 28. de. M., beads 614 Uhr findet im Sigungssaal des Regierungsgebäudes der 6. Vortrag des st acte wissenschaftlichen Fortbildungskurs statt. Referent ist Herr Professor Dr. Biermer, der über„ Die lette deutsche Wirtschaftsfrist und ihre Ursachen" sprechen wird. )( Auf dem Braunsteinbergwert Fernie bei Gießen ist man gegenwärtig mit der Herstellung der elektrischa Bahu nach der obechessischen Bahnstrecke Gießen Geinhausen beschäftigt. Dieselbe ift etwa 14 km. lang und führt ca. 600 Meter unterirdisch. Die seitherige Drahtseilbahn bei Kleinlinden, wird im Frühjahr abgebrochen; sie wurde vor etwa 20 Jahren errichtet. 650 Arbeiter sind zur Zeit auf dem Wake beschäftigt. *** Auswärtige Zeitungen verbreiter nachstehenden hübssen Rasslag eines Gießener Bäckermeisters: " Der Direttor der Siegener' sychiatrischen Klintf hatte die Bäckermeister zu Gießen aufgefordert, Preise zuc Lieferung von W den für die Klinit einzureichen. Einer der Bäcker bemerkte unter seinem Angebot:„ Dies sind die billigsten Preise, zu denen ein vernünftiger Mensch noch liefern fann; wenus einer der Kollegen noch billige offeriert, sollte man in am heften aur gleich in der#lisit behalten." -g. Die Männergesang Vereine haben im politischen Leben eine größere Rolle ge= spielt, als man gewöhnlich annimmt. In der Sturmund Drangperiode unseres deutschen Vaterlandes waren es nicht zum wenigsten die Männergesang- Vereine, die den Gedanken eines nationalen Kaisertums im Volke hochhielten. Wer zählt die Lieder alle, die den Nuhm und die Größe der Vorzeit besangen, die auf die Jugend begeisternd einwirkten und dadurch zu Vorfämpfern wurden für das große Jahr 1870. Und als der Krieg entbrannt war, konzentrierte sich nicht gerade im Männergesangverein aller Enthusiasmus, den die vergleichlichen Siege hervorriefen? Wie imponierend erklang das „ Deutschland, Deutschland über alles" und zu welchem heiligen Feuer wahrer Vaterlandsliebe riß es nicht Tausende und Tausende mit sich fort das Schutz- und Trußlied, Es braust ein Ruf wie Donnerhall!" Liegt darin nicht eine große Anteilnahme am politischen Leben? Es ist erklärlich, wenn diese und ähnliche Lieder, die dem Idealen die Wege bereiteten und die Liebe zum Vaterlande anfachten, im deutschen Volke hochgehalten und mit Vorliebe gesungen werden. So darf es nicht Wunder nehmen, daß von einer Sammlung, die alles vercint, was an wertvollen Chören existiert ( 1. Männerchor- Album, 144 beliebte Lieder, schön und starf fartoniert Mt. 1., Verlag von P. J. Tonger, in Köln) binnen 5 Jahren 100,000 Exemplare gedruckt werden konnten. Es stellt dies in brillantes Zeugnis aus, dem hochentwickelten guten Geschmack, der heute in unseren Männergesang- Vereinen vorherrscht. h Klein- Linden. Sonntag, den 5. Februar, feiert der Radfahrer Verein Klein Binden sein erstes Stiftungsfest verbunden mit Konzert und Tanz. )( Queckborn, 24 Jan. Zur Besichtigung des Wasserwerks der Stadt ießen traf dieser Tage eine Deputation von 16 Herren aus Gießen ein. Im Früh johr soll ein zweiter Brunnenschacht angelegt werden, die Landwirte stellen jedoch sehr hohe Forderungen für das nötige Gelände; einige verlangen 10 Mart pro qm. p. Burkhardsfelde, 26. Jan. Bei der heute stattgefundenen Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Hofmann mit 94 Stimmen wiedergewählt. Der Gegenkandidat Polizeidiener Heinrich Albach VII erhielt 38 Stimmen. Im Ganzen machten von 145 Wählern 133 von ihrem Recht Gebrauch. Die Agitation war eine sehr starke. S. Darmstadt, 26. Jan. Man schreibt uns: Die an Kaisers- Geburtstage auf den Marienplatz stattfindende des Residenzschlosses Galatafel statt. S. Darmstadt, 26. Jan. Der Abgeordnete Noack hat an die zweite Ständekammer eine Anfrage betr. die Sicherheit der Wohn- und Geschäftshäuser gegen Feuer und Einsturzgefahr eingereicht. * Aus Nassau, 26. Januar. Zum Nachfolger des jeßigen Kreisschulinspet ors Dr. Arausbauer, früher Beitburg, ist Bergschullehrer Dönges- Dillenburg als Brüfungskommissar des Gewerbevereins für Nassau für die Kreise Oberlahn, Dillenburg, Biedenkopf usw. ernannt worden. * Literarisches. ** Eine Darstellung des Deutschen Flottenprogramms legt die Flotte"( Monatsblatt des Dentschen Flotten- Vereins) dem Januarheft bei und im Leitartikel Unsere Flotte und ihre Zukunft" führt General Keim in beredten Worten auf der Grundlage großer Sachkenntnis aus, daß nach dem Flottenprogramm bon 1900 im ganzen 38 Linienschiffe vorgesehen sind und mit dieser stattlichen Zahl von Lintenschiffen warten auch alle diejenigen auf, die aus den verschiedensten Gründen die Bestrebungen des Deutschen Flotten- Vereins befämpfen. Sie verschweigen aber wohlweislich, daß diese 38 Linienschiffe teilweise nur auf den Papier stehen, denn unter ihnen befinden sich Schiffe, die entweder so veraltet sind, daß ihr Gefechtswert nur ein geringer ist, oder solche, die man ihres gonzen Typs nach überhaupt gar nicht als Linienschiff bezeichnen kann. Es sind dies die alten Küstenpanzer, welche in anderen Flotten kaum als Kreuzer 2. Klasse gerechnet würden. Diese Schiffe scheiden aber erst von dem Jahre 1912 bezw. 1914 aus dem Flottenbestand aus. Man sieht daraus, daß Deutschland gegenwärtig nur über 12 Linienschiffe verfügt, welche diesen Namen wirklich verdienen. Bis zum Jahre 1908 wird sich diese Zahl auf 20 Linienschiffe erhöhen. Nun fommt es allerdings auf die Zahl der Schiffe allein nicht an, sondern die Größe, Schnelligkeit, Panzerstärke, vor allem aber die Mächtigkeit der Artillerie spielen im Ernstfalle eine große, die Artillerie sogar meist die entscheidende Rolle. Nach dieser Richtung sieht es aber wiederum leider- auch nicht glänzend aus in unserer Flotte, denn Deutschland nimmt hternach die letzte Stelle ein, was Größe der Schiffe, Stärke der schweren und mittleren Artillerie angeht." Kirchhlige Nasrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. 4. Sonntag, nach Epiphanias, den 29. Januar. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer D. Schloffer. Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. Abends 8 Uhr: im Matthäussaal Vereinigung der fonfi mierten männl. Jugend der Matthäusgemetade. Die Bersammlung der konfirmierten weibl. Jugend der Gemeinde findet am Montag, den 6 Februar statt. Dienstag, den 31. Januar abends 6 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weibl. Jugend der Markusgemeinde. Donnerstag, den 2. Februar, abends 8 Uhr im Matthäus saal, Bibei stunde, Bhulna 180. Pfarrer D. Schlosser. In der Johannesfirche. Vormittags 9.30 Uyt: Pfatter Naumann aus Siefersheim. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes gemeinde. Pfacrassistent Schulz. Abends 5 Uhr: Pfarrer Euler Montag, den 30. Januar, abends 8 Uhr, Bibelstunde im Konfirmandenseal der Johanneskirche. Pfacrassistent Schulz. Batholische Gemeinde. I. Viehpulvern? Von Dr. Ludwig Weil. Besonders dann genügt das im natürlichen Futter enthaltene Gewürz nicht, wenn z. B. Schweine mit Industrie- oder Küchenabfällen was doch sehr üblich und hygienisch vollkommen einwandfrei ist- gefüttert werden. Diese Abfälle sind an und für sich zwar nahrhaft, aber geschmacklos, so daß das Tier an unüberwindlichem Widerwillen vorzeitig zu Grunde gehen würde. Hier liegt dann z. B. ein Fall vor, wo die Futterwürze mit großem Vorteil einsetzt; wenn dieselbe schon in geringen Mengen zugemischt wird, so erhält das nahrhafte, aber fade schmeckende Zeug Geschmack, das Vich frißt's, wird dabei kräftig und stark und gedeiht prächtig. Es ist eine Stoffveredelung im besten Sinne, wie sie auch in der menschlichen Nährtechnit gang und gäbe ist, gegen die absolut nichts einzuwenden ist, so lange nicht jemand durch Zumischen von Futtergewürzen zu verdorbenen Nährungsmitteln über den Wert derselben getäuscht wird. Und das kann mit Bauernfreude" ja nicht dec Fall sein, weil sie überhaupt gar keine nährenden Futterstoffe enthält. Jo, in manchen Gegenden ist eigentlich die Viehhaltung erst infolge der Verwendung von Futterwürzen rentabel geworden; in Gegenden, wo es erst durch Zumischen der Futterwürze möglich geworden ist, zeitweise die Unterhaltung des Viehes so zu verbilligen, daß sie noch lohnend bleibt. Solange wie man die anempfohlenen, verhältnismäßig geringen Beigaben der Futterwürze nicht ganz beträchtlich übersteigt, und solange man dazu ein nicht verdorbenes Futter in genügender Menge verabreicht, solange sind die Futterwürzen in jedem Viehstand eristenzberechtigt. Sie sind ein der intensiven wirtschaftlichen Produktivität unserer Zeit entsprechender Faktor, eine aus einem dringenden Bedürfnis herausgewachsene Erscheinung. Sie wirken( wie einst Prof. Dr. Petenkofer von den Gewürzen im allgemeinen sagt) wie das Schmier öl bei der Tampfmaschine, das auch die Kohle nicht ersetzt und direkt keine Kraft liefert, aber für die Erhöhung der Leistungsfähigkeit und für die Lebensdauer der Maschine überhaupt ganz unentbehrlich ist. Ich habe unter Zugrundelegung der 100- Kilo- Preise einer bedeutenden Großdrogenfirma den ungefähren Herstellungswert der" Bauernfreude" kalkuliert und bin, unter Berücksichtigung der unvermeidlichen und üblichen Herstellungs- und Verkaufsspesen, zu der Ansicht gelangt, daß der Verkaufspreis dieser Futterwürze ein vernünstiger ist; daß er sogar in Anbetracht der Prime qualität und Verarbeitung des Materials im Verhältnis zu vielen ähnlichen Präparaten ein villiger genannt werden muß Wollte man nach irgend einer deutschen Apoth fetare den Verkaufspreis festsetzen. so würde sich derselbe sicherlich um das Mehrfache erhöhen. Dem freies Veikouf und der freien Ankündigung der Futterwürze„ Bauernfreude" find laut Kais. Verordnung vom 22. Oftober 1901„ betr. den Verkehr mit Arzneimitteln außerhalb der Apotheken" teine Schranzen gesetzt, und die Rechtsgültigkeit aller einschränkender Provinzialer lasse erscheint äußerst frogwürdig. Die Bauernfreude" enthält feine schädlichen Stoffe, sie ist kein Heilmittel und ebenso frei verkäuflich wie Nährpräparate, Desinfektionsmittel, Haarwässer, Suppenwürzen, Fleischertraft, Senf oder Bitterschnaps. Denn dadurch, daß vermittels der Futterwürzen die Freßluft gesteigert wird, beseitigt man feine Krankheit, verwandelt man nicht einen anormalen Zustand in einen normalen, sondern man steckt nur die Grenzen des normalen Zustandes und der normalen Leistungsfähigkeit etwas weiter, noch weiter, so wie es die Aufgabe einer rationellen, zeitgemäßen und zielbewasten Züchtung ist. Man ermöglicht es, daß ein Tier, welchem die natürlichen Reizmittel der freten Natur und der lebenden Pflanzenweit nicht so zugänglich sind, dennoch besteht und sich in gewünschter RichtSamstag, den 28. Januar. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit ung glänzend entwickelt. zur hl. Beichte. " Sonntag, den 29. Januar. 4. Sonntag nach Epihanias. Borm. von 6.30 Uhr an: Selegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und ta derselben Austeilung der heilig. " Kommunion. 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hocamt mit Predigt. Rachmittags um 5.30 Uhr: Chriftenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen. Am Donnerstag, den 2. Februar findet vor der hl. Messe um 8 Uhr die Wachsweihe statt. Am Freitag den 3. Februar wird nach jeder hl. Messe der St Blasiussegen erteilt. Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbathfeter am 28. Januar 1905. Samstag vormittags: 8.30 Uhr. Samstag Nachmittag: 3.30 Uhr. Sabbathausgang 6.00 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 7.00 Uhr. abends 4.30 Uhr. Glepener laubwirts@ aftlicher Wetterviens. Boraussichtliche Bitterung in Hessen für Samstag, den 28. Januar. Meist trüb, etwas milder( leichter Frost). 1bin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentel!: zu Gießen. Ich bin sogar der Ueberzeugung, daß ein Verbot des freien Verkaufs derartiger Mischungen, wie es jüngst von einem vielleicht einflußreichen, aber furzsichtigen Profeffer gewünscht wurde, dem Sinne jener kaiserlichen Verordnung geradezu zuwiderlaufen würde. Die kaiserlichen Verordnungen betr. den Verkehr mit Arzneimitteln außerhalb der Apotheken haben eine große Anzahl von unschädlichen Mitteln, die früher den Apotheker vorbehalten waren, zum Zweck der Ber= Und nicht zum wenigsten geschah es gerade auf Drängen hochstehender landwirtschaftlicher Kreise, daß jene Verordnungen entstanden. wohlfeilung dem freien Verkauf überlassen. Wollte man also diesen Verkauf wieder einschränken, so würde man dadurch nicht nur zur Unterbindung der bereits in allen Tönen klagenden Landwirtschaft beitragen, sondern geradezu mit unbegreiflichem Muiwillen wieder umstoßen, was durch die kaiserliche Verordnung vor so furzer Zeit und mit so viel Mühe er= reicht worden ist. 92 000 im Gebrauch! Filiale: Berlin Blickensderfer Schreibmaschine Vollkommenstes, vielfach patentiertes und preisgekröntes System; vielseitigste Vor züge und Neuerungen; größte Einfachheit und Dauerhaftigkeit.- Katalog_franko. Preis Mk. 175. u. Mk. 225. Helpzigeretr. 29,( Ecke Friedrichstr.) Groyen& Richfmann, Köln. Mr. 23. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden und der Beerdigung unseres lieben Gatten und Vaters Herrn Christian Rosenberg sagen wir Allen, insbesondere auch der„ Kriegerkameradschaft" unsern aufrigtichsten Danf. Gießen, den 27. Januar 1905. Frau Auguste Rosenberg geb. Alef. Otto Rosenberg. Staatswissenschaftlicher Fortbildungskurs. 6. Vortrag. Professor Dr. M. Biermer 3 Bekanntmachung. Wir machen ganz besonders darauf aafwertsam, das es im Interesse der Beteiligten liegt, Der Haustehricht wird in den nachbenannten den Hauskehricht zu den oben angegebenen Zeiten Straßen an den beistehenden Tagen und Stunden abge- an den ganannten drei Wochentages bereit za stellen und damit nicht bis Ende der Woche zu warten. fahren. Straße: Aliceftraße Walltorstraße- Nordanlage Auf der Bach Bahnhofstr. Marktstr.- Tiefenweg Tiefenweg- Westanlage Weftanlage- Grabenstr. Grabenstr.- Bahnhof Bergstr. Bismardstr. Bleichstr. Brandgasse Brandp az Braugasse Bruchstr. Burggraben Eichweg Erlengasse Fankfurterstr. Die letzte deutsche Wirtschaftskrisis artenftr und ibre Ursachen. Südanlage- Ludwigsplatz Ludwigstr.- Schiffenbergerweg Goethestr. Gabe str. 11 I II I II Andernfalls ist eine pünktliche Durchführung der Abfuhr nicht möglich und die Beteiligten haben es sich selbst zuzuschreiben, wenn die Abfuhr unregelmäßig erfolgt. Gießen, 17. Dezember 1904. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die unterm 6 Dezember v. Js. angeordnete Sperre der Landgrafenstrake wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 25. Januar 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 6 Dezember v. J. angeordnete Sperre der Bleichstraße zwischen Südanlage und Ludwigstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 25. Januar 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Montag, Mittwoch, Freitag. Am Riegelpfad, oberer Dienstag, Donnerstag, Samstag. 8-10 6-8 unterer 6-8 Afterweg 8-10 nördlich der Nordanlage 6-8 10-12 Dead 1-3 3-6 1-3 10-12 6-8 10-12 8-10 3-6 10-12 3-6 ( 6 8-10 10-12 SO Srednerstr. 8-10 abzum Dammstr. denflic Walltorstr.- Nordanlage 8-10 wandte westlich der Nordanlage 6-8 Den Rob Diezſtr. 10-12 fahimmer Dreihäusergasse 3-6 legte nad Ebelstr. 8-10 Ederstr. 6-8 1-3 6-8 10-12 10-12 Ernst Challier( Rudolpbs Dachf.) Sie Reinheit, A lände Seit die foger die Lipp 6-8 Wagner 10-12 laffen g 1-3 3-6 6-8 8-10 blid ve i licher, 1-3 horchen reffe, u 10-12 Er 1-3 Blide h 8-10 3-6 berrliche 3-6 Wirflicht 1-3 und Elec 10-12 1-3 märchenh 3-6 dunklen 3-6 Kirchenplaz Kirchstr. 10-12 10-12 Kleine Mühlgasse Klinfstr. 3-6 10-12 3-6 3-6 3-6 1-3 6-8 10-12 8-10 Arme diejem g hafte Fer Bilde, da truntener liebte R guter Ra er das 8 Bauber fcine Si ihn zuru Gr unjere Er mit den jo grüß Thron eine Fü das Her brauchte; Samstag, den 28. Januar 1905, S. gaffe punkt 614 Uhr, Gr. Steinweg Grünbergerstr. Gutenbergstr. Hammstr. Hessenstr. Sillebrandstr. Hinter der Westanlage Sitzungssaal des Regierungsgebäudes. Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet stott an jedem Hofmannstr. Sonntag zwissen 2 und 7 Uhr nachmittags im Hundegasse Saale der Kleinkinderschule; die Mädchen kännen zu In Löbers Hof jeder Zeit kommen und gehen; von 4 Uhr bis 5 Uhr Johannesstr. findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, stanzleiberg Ansprache, Vorträgen. Kaplaneigasse Kaplansgasse Gute unterhaltende Bücher und Spiele sind in Katharinengaffe großer Zahl vorhanden. Für den Vorstand: Dr. Naumann, Kirchenrat. Nuß- u. Brennholz- Versteigerung Kornblumengasse Kreuzplaz Krofdorferstr. Lahnstr. am Dienstag, den 31. Januar, vormittags 10 Uhr Landgrasenstr. bet Wirt Moos hter. ==Landgraf Philipps- plaz Landmannstr. Eichen: 70 Stämme 21,89 Fitm., teils Werk- Leihgesternerweg teils Grubenholz, 58 Rm. Schichtnutholz, 2 Mtc. lang, Lichertr. 9 Rm. Scheit, 55 Rm. Knüppel, 2 Nm 345 Rm. Reiser. Buchen: 292 Rm. Scheit, 291 Rm. 48 Rm. Stockholz, 1506 Nm. Reiser. = Stockholz, Liebigftr., Eisenbahn- Frankfurterstr. Frankfurterstr.- Ludwigstr. Ludwigstr.- Querstr. Knüppel Lindengasse Lindenplay Löberstr. Fichten: 124 Stämme= 58,86 Fitm., 27 Derb- Löwengasse holzstangen 2,28 Fitm., 7 Rm Knüppel, 15 Rm. Lonystr. Stockholz, 117 Rm. Reiser. Kiefern: 4 Stämme 2,73 stm., 2 Km. Mäusburg Knüpp I, 10 Nm. Reiser. = 6-8 8-10 Giessen. Special- Geschäft für Masikwaren aller Art. Grosse Auswahl, sollde Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. Musikalien- Handlung und-Leihanstalt Spezialität: Billige Ausgaben. Lollar. Samstag, 28. Januar Metzelsuppe im Gasthaus ,, Zum Stern" Karl Rühl. Freibant. Heute und Morgen: Rindfleisch 60 Pfennig. Für mein Colonial-, Material: und Farbwaren Detail Geschäft suche per Ostern einen Lehrling aus achtbarer Familie Carl Seibel, Gießen Frankfurterstr. 76. Schlosser- Lehrling sucht M. Dörr, Schlossermeister Gießen, Nord Anlage 8. 1 braves Mädchen am liebsten vom Lande, sofort zu mieten gesucht. Wiener Hof, Gießen. 2 möbl. 3immer sofort zu vermieten. Gießen, Marktkrake 11. Möbl. Zimmer zu vermieten. 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Rechnungsformulare ( ohne Firma) 16 Kanzleibogen 12 Kanzleibogen Oftanlage Blockſtr. Rittergasse Rodheimerstr. Roonstr. Sandgasse Schanzenstr. Neuenweg 1-3 Neustadt 3-6 Nordanlage 8-10 6-8 1-3 1-3 3-6 6-8 3-6 3-6 Schiffenbergerweg 6-8 Schillerstraße Afterweg- Nordanlage 8-10 westlich der Nordanlage 6-8 Schloßgasse. 1-3 Schottstraße 6-8 Schüßenstr. 3-6 10-12 Schulstr. Seltersweg Senkenbergstr. Sonnenstr. Stallgasse Steinftr. 3-6 10-12 10-12 3-6 6-8 Stephanstr. 10-12 25 Stück 15 Pfg. Südanlage Gartenstr.- Bleichstr. 1-3 25 Stück 20 Pfg. 25 Stück 30 Bleich r.- Selterstor 8-10 Teufelsluftgärtchen 3-6 Tiefenweg 1-3 Pfg. Wagengoffe 10-12 hält stets am Lager Walltorstr. Weidengasse Weserstr. 3-6 10-12 6-8 Weftanlage 3-6 Albin Klein Buchdruckerei Giessen, Seltersweg 83. Wettergasse 10-12 WeBlarerweg 8-10 Wegsteingasse 8-10 Websteinstr. 8-10 Wieseckerweg 6-8 Wiesenstr. 6-8 Silhelmstr. Frankfurterstr.- Ludwigstr. 6-8 Ludwigstr.- Ebelstr. 8-10 Wolfeftr. 8-10 Wolfengoffe 3-6 Bozelsgasse 3-6 5000 Stück Staats- Prämien- Anlehens- Lose im Kurswerte von 250 000 Mark erwarb der unterfertigte Verein bis jetzt für seine Mitglieder. Sämtliche Lose sind reichsgesetzlich in ganz Deutschland erlaubt und werden alle succesive gezogen. Jährlich 39 Ziehungen mit 120 000 Treffern darunter 5 Millionen Mark Haupttreffer. Monatsbeitrag mit 3 Mark beginnend. Bitte, lassen Sie sich zur Einsicht Statuten und LosnummernVerzeichnis gratis und franko zusenden vom 1898. ,, Augusta" Verein in Augsburg. Gegründet wurde. Desh Mann allerle auffaufte, au Der er einfach der G Gerade lints in den eine tam au Neheim und Hüften und f war belleide Manchester ho Strümpfen u Floßfadern