hung, perfchlüße betreffend Abjaz 2 der Polizeiber Die Entwäff cung von e städtische Kanalisation nd zum Abdruck bringen, ger, welche ihre Grundits angeschloffen haben, ., 27. und 28. Otto: fämtlicher städtischer vird. 1905. erei Gießen. den ordnungsmäßigen habung des Berschluffe ür alle, durch etwaigen rgerufene Schäden ber d so anzubringen, daß zugänglich sind und be 1. englerarbeit. Errichtung eines Reffel. Aläranlage foll .Js., vorm. 11 Uhr Sung und Bedingungen en bei uns auf Zimmer r daselbst erhältlich, find Zeitpunkt einzureihen. 1905. bauamt. . der Matthäus Johannesgemeinde mungen der Pfarrer ad fight offen. er 1905. ier Kirchengemeinden . Guler. Schwabe. ilchmarkt n. vormittags 8 Uhr tlauben beginnend. 20 Pfg. per Pf 37 " " " " 6 opf 26-33 32 11 anzung: Zweifchenbäume der Vorrat reicht. Zu Dieses Blattes. zenbutter Braten und Backen s- Lager ich unsere 10 Giessen. Nr. 252 Jusertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz OberSeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Bfg. sonft 15 Bfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Rebattion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Ferusprechanschluß Nr. 362. Donnerstag, den 26. Oftober 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgebot monatuch 50 in's Haus gebrach: 60 Pfg., durch die Bost bezogen vierteijährl. f 1.50. Gratiebellager: Oberbeffische Familienzettway( g'ich) und die Gießener elfemble( wöchentlich) Tae#last cut an alle tagen nachmit ago. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen. Die Hera Witte. In politischen Kreisen will man jetzt mit Bestimmtheit wissen, daß Graf Witte bereits vom Zaren zum Premierminister ernannt und mit außerordentlichen Vollmachten ausgestattet worden sei. Es verlautet ferner, daß statt der Reichsduma eine wirkliche Konstitution nach westeuropäischen Art in diesen Tagen proklamiert und den Russen Breß-, Rede- und Versammlungs- Freiheit gewährt werden soll. Ob und inwieweit nicht auch hier der Wunsch des Gedankens Vater ist, werden die Vorgänge der nächsten Tage lehren. Bewahrheiten sich diese Voraussagen, dann hat Graf Witte einen großen moralischen Sieg errungen, der seinen Sieg in Portsmouth übertrifft. Denn während er in der amerikanischen Kongreßstadt nur mit Widersachern zu rechnen hatte, mußte er in Petersburg gegen eine intrigante Hof- und Großfürstenpartei fämpfen, die keine Mittel scheut, um ihr Ziel zu erreichen. Von einem genauen Kenner der Intrigen am Zarenhofe wird der Deutschen ReformKorrespondenz" hierüber folgendes geschrieben: Zwei Jahre hat Wittes Kampf um die Macht gedauert, und der unerwartetsten Umschläge hat es bedurft, um ihn zum Sieger in dem schweren Streit zu machen. Er hatte elf Jahre lang an der Spitze des Finanzministeriums gestanden und dem weitverzweigten Ressort durch die Wucht seiner Persönlichkeit eine das übliche Maß weit überschreitende Bedeutung gegeben, als seiner Laufbahn plötzlich ein Ziel gesezt wurde. Er erhielt seine Entlassung, um die er nicht gebeten hatte, und wurde auf den Ruheposten eines Präsidenten des Ministerkomitees gestellt, von dem aus noch nie ein Einfluß von Belang versucht worden war. Seine Erfolge hatten seinen Sturz bewirkt. Gerade daß ihm alles gelang, ließ die Festigkeit seines Willens als Eigenwillen erscheinen, den als unerträglich zu betrachten man dem Baren eingeredet hatte. Der Selbstherrscher aller Reußen empfand den Minister, der so oft verneinte, als eine Unbequemlichkeit, als eine Verneinung der eigenen Herrschereinsicht. Dazu war der Zar durch seine nähere Umgebung geführt worden, durch die sogenannte Großfürstenpartei, durch seine Oheime, denen er in menschlich schönem Fühlen väterliche Autorität eingeräumt hatte. Nach Wittes Sturz herrschte Großfürst Sergius, ein unheilvoller Mann, in unheilvoller Unumschränktheit. Ein Repräsentant des Willfürregiments, haßte er jede Regung, ja jeden Schein der Selbständigkeit. Plehwe war sein Mann, Pobjedonoszew war es, talte Fanatiker, die jedes Reformbedürfnis leugneten, jedes Reformberlangen als eine Art Gotteslästerung berurteilten und bestraften. Plehwe und Sergius, beide fielen von Mörderhänden. Doch ihre Grundsäte blieben am Leben und regierten fort und stempelten Witte, der überall für einen konservativen Mann gegolten hätte, zum Neuerer und Umstürzler, dem man deshalb nicht zu Leibe ging, weil man ihn in seiner Machtlosigkeit für nicht mehr gefährlich hielt. Es kam der Tag, wo man den Gestürzten brauchte. Fast höhnend hatte man ihm beim Scheiden aus dem Amt die Leitung der Handelsvertragsverhandlungen mit Deutschland gelassen. Das war vielleicht nicht einmal ernst gemeint gewesen. Wenigstens äußerte der neuernannte Finanzminister Pleske, daß er durchaus nicht gesonnen sei, dem Handelsvertragsabschluß, bloß als Zeitgenosse" gegenüberzustehen. Was aber nicht ernst gemeint war, das wurde ernst, nachdem die Verhandlungen wiederholt ins Stocken geraten waren. Herr von Witte wurde beauftragt, nach Norderney zu gehen, um dort mit dem deutschen Reichskanzler eine Verständigung zu erzielen. Was den anderen nicht hatte gelingen wollen, brachte Herr von Witte zustande. Damit war die Unentbehrlichkeit des früheren Finanzministers ein erstesmal dargetan. Inzwischen hatte sich im Verlauf des Krieges mit Japan die völlige unzulänglichkeit und Unfähigkeit der Kräfte erwiesen, die von der Großfürstenpartei in den Vordergrund geschoben worden waren. Die schlimmen Verhältnisse entwickelten sich so weit, daß man in Petersburg schon anfing, die eigene Armee mehr als die der Japaner zu fürchten. Als über den Frieden unterhandelt wurde, galt Witte für den einzig möglichen Unterhändler. Seine Gegner selbst drängten ihm die Mission auf, von der sie wußten, daß sie Fallen und Fußangeln berge. Wittes Fahrt nach Amerika schien ein Todesgang. Auf sein Haupt sollte die Verantwortung fallen für den Krieg, den er nicht gewollt, für die Niederlagen, die nicht er verschuldet, für die Friedensbedingungen, die man sich nicht anders als belastend und beschämend vorstellen konnte. Witte erreichte als Friedensunterhändler, was jeder für unmöglich angesehen hätte. Er überhob Rußland der Verpflichtung, irgend eine Kriegskostenentschädigung ahlen, und gewährte Japan keinen Zollbreit vormal. russischen Bodens. Der Zar konnte nicht umhin, diese großen Verdienste dankend anzuerkennen. Mit der Verleihung des Grafentitels war dem Dank nicht Genüge geschehen. Der Zar wendete sein Vertrauen dem Manne wieder zu, den er unfreundlich aus dem Amte entlaffen hatte. Das war nicht zu früh geschehen. Wenn es nicht schon zu spät geschah, wird der Zar von Glück sagen fönnen. Während Witte in Amerika für den äußeren Bestand Rußlands und um die Wiederherstellung seines Prestiges sich mühte, waren seine Gegner fleißig an der Arbeit gewesen, das durch die Notwendigkeit ihrer Billigung aufgedrängte Reformwerk in ihrem Sinne unschädlich", d. h. wirkungslos und inhaltsleer zu machen. Das war ihnen gelungen, und damit hatten sie der Flamme der Revolution neue Nahrung gegeben. Sie hatten eine Ministerialverfassung ausgearbeitet, innerhalb deren Witte keinen Raum zur Durchsetzung seiner Absichten gehabt hätte. Er hätte dort nur ein politisch zur Untätigkeit verurteilter Ressortminister oder ein machtloser Premierminister sein können. Mit dem einen war Witte so wenig einverstanden, wie mit dem anderen. Jetzt endlich scheint er am Ziel seiner Wünsche zu sein. Wie es heißt, ist der Zar entschlossen, ihm die Ministerpräsidentschaft und zugleich das Ministerium des Innern zu übertragen. Geschieht das, so ist Graf Witte der mächtigste Mann in Rußland, und das Scheitern der Mission, die er sich selbst gegeben, würde einem Mangel an Wohlwollen nicht zuzuschreiben sein. Freilich ist es möglich, daß seine Aufgabe sich größer erweist, als was durch menschliche Kraft releistet werden kann, daß eine Einrenkung der Dinge in Rußland überhaupt nicht mehr tunlich ist. Streik- Revolution in Russland. " Es wird ernst in Rußland. Aus der heiligen Stadt des Reiches, die der Russe als Mütterchen Moskau" bezeichnet, verbreitet sich die Erregung aufs neue in alle Teile des Barenreiches. Was Kundige vorausgesagt haben, scheint ich zu bestätigen: Wenn Moskau losbricht, ist die Gefahr für Das Zarenreich und das Zartum auf der Höhe angelangt. Die aufrührerische Bewegung äußert sich zunächst in einem Fortschreiten der Arbeits- Einstellungen. Der Streik der Eisenbahner. Die größte Ausdehnung hat der Ausstand in den Kreisen Der Eisenbahn- Angestellten gefunden. Sie sind in der Lage, Durch einen Streif nachhaltig zu wirken und das ganze wirtschaftliche Leben ins Stocken zu bringen, und sie sind jest auf dem Punkte angelangt, rücksichtslos in diesem Sinne orzugehen. Schon ist Moskau von der übrigen Welt abJeschnitten. Die Reisenden häufen sich an, und die Frachttücke lagern unbestellbar zu riesigen Ballen getürmt. Die irmen Reisenden( in des Wortes eigentlichster Bedeutung) ehen sich zur Erhaltung ihres Lebens auf die Unterstützung Der Bahnverwaltungen angewiesen, die ihnen bislang noch Jewährt ist. Aber schon winkt das grausige Gespenst einer ŏungersnot immer näher; und dann sind die Folgen nicht ibzusehen. Dann mögen wohl die Bande sich völlig lösen, ind die Menge, der es am Nötigsten zum Leben fehlt, kann leicht zu einem furchtbaren Ausbruch der Leidenschaft getrieben werden, der alle Dämme niederreißt. Eine höchst jedenkliche Meldung ist die, daß die Wasserleitung von den Ausständischen unterbrochen ist und ganze Stadtteile Moss laus ohne Wasser sind. Der Ausstand breitet sich aus. Nicht auf Moskau allein und nicht auf die Eisenbahn.c st die Bewegung beschränkt geblieben. Schon sind eine ganze Reihe anderer Städte ebenso wie Moskau von allem Verfehr abgesperrt. Simbirsk, Jekaterinoslaw, Kiew, Smclensk, Woronesch, Saratow, Charkow, Simferopol, Jaroslaw, Odessa, Nischni- Nowgorod sind ehne Verbindung, und immer weiter frißt sich das Feuer, auch zwischen Warsche t und Petersburg ist die Verbindung bereits unterbrochen, 10 daß der englische Botschafter in Petersburg nicht mehr seine Reise ins Ausland antreten konnte. Ueberall ist die Volksmasse in Erregung gekommen. In Jekaterinoslaw suchte die Menge das Postamt zu stürmen, die Truppen, die das Gebäude besetzt hielten, gaben Salven ab, und die Zahl der Toten und Verwundeten ist eine große. Auch die anderen Berufsstände werden von der Bewegung ergriffen. In Moskau sind die Apotheker in den Streit eingetreten, sie haben beschlossen, ihre Offizinen 311 schließen, und verweigern die Herstellung von Medikamenten. On Balaschow haben sich die Mühlenarbeiter, die Beamten des Semstwos, der Stadtverwaltung und des BranntweinMonopols dem Streit angeschlossen. In Lodz und Pobjanice feiern 40 000 Fabrikarbeiter. Ueberall erklären Handwerker und Bauern den Anschluß an den Ausstand. Unter solchen Umständen ist es keine Phrase, wenn nach einem Bericht aus Moskau ein Führer der Reformbewegung bie weitere Entwickelung wie folgt schilderte: Falls unsere politischen Forderungen nicht bewilligt werden, wird der Generalstreik proklamiert. Die Arbeit wird in jeder Industrie, in jeder Fabrik, in jeder Grube, auf jedem Feld ruhen. Die ganze arbeitende Bevölkerung von Rußland wird streiken. Noch gibt es eine Möglichkeit, der drohenden Anarchie zu vehren. Die Eisenbahner bei Witte. Die Cisenbahnbeamten, die tatsächlich die Führung in ber Bewegung haben, sind noch einmal an die Staatsgewalt jerangetreten, um ihre Forderungen dort durchzusetzen. Der Eisenbahnminister Fürsten Chilkom trafen sie nicht, er war jeim Zaren in Peterhof. Aber Graf Witte empfing ihre Deputation. Deren Mitglieder traten sehr selbstbewußt au. Sie erklärten: Die Zeiten sind vorüber, wo Entscheidunge: iber Fragen von vitaler Bedeutung auf dem Verwaltungs vege entschieden werden konnten; alle Forderungen der ar beitenden Klassen müssen durch Gesetze geregelt werden, di nit dem Willen des Volkes gegeben und von ganz Rußlani jenehmigt sind. Es gibt nur eine einzige Lösung: Sofortig Erklärung der politischen Garantien und Freiheiten un Finberufung einer auf dem Wege des allgemeinen un Direkten Wahlrechts gewählten konstituierenden Versamm ung. Das Land darf nicht zur bewaffneten Revolution ge rieben, und es darf kein neues Blutvergießen gestattet wer en. Das Boff hat genug Blut in der Mandschurei und jetz in en Städtet. Dörfern und Ortschaften Rußlands ge opfert Ueber die Antivoli, aute in Delegieren er teilte, wird aus Moskau gemeldet: Graf Witte betonte den privaten Charakter der Unterredung und erklärte manche der aufgestellten Forderungen für unausführbar, andere dagegen für tabel. Mejrfach und nachdrücklich sprach sich Witte gegen das allgemeine Stimmrecht aus, das den reichen Klassen durch das Mittel des Stimmenfaufes ein Uebergewicht gebe. Witte erklärte weiter, er erkenne die Versammlungs- und Preẞ= freiheit an, welche sehr bald zugelassen werden würden. Er sei überrascht, zu erfahren, daß der Kriegszustand auj den Eisenbahnen noch nicht außer Kraft gesetzt sei. Dies sei ein Mißverständnis, das in den nächsten Tagen abgestellt werde. Weiter erklärte Witte sich als Gegner allen Druces und Blutvergießens und als Verfechter der weitesten Freiheit, aber er fönne nicht vorhersagen, wie man dem Ausstand ein Ende sezen werde. Er werde mit Chilkom konferieren und sein möglichstes tun; seiner Meinung nach müsse der Ausstand eingestellt und dann friedfertige Bedingungen ausgearbeitet werden. Auf Grund dieser Erklärungen wurde dann eine Ent. cheidung über das fernere Vorgehen von den Eisenbahnern verschoben. Dagegen beschloß eine von 15 000 Personen be uchte Versammlung in der Petersburger Universität, den llgemeinen Ausstand auf allen in Petersburg mündenden Bahnen eintreten zu lassen. Es ist zweifellos daß die Lage in Rußland so ernst ist, vie nie zuvor. Die Bomben und die Barrikaden beginnen uf der Straße zu herrschen. Die Anarchie breitet sich aus. Belingt es den Ausständigen, den Aufruhr allgemein zu ent achen, dann ist der Brand, der schon lange an dem Gefüge es Barenreiches frißt, zur hellen Flamme entfacht, und das Ende ist dann nicht abzusehen. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Ueber die gegenwärtige Lage in Deutsch- Ostafrika berich tet Gouverneur Graf Gözen, daß die telegraphische Verbindung zwischen Mpwapna und Kilimatinde gestört ist. Eine sichere Bestätigung der Gerüchte über einen in fungu, 100 Kilometer östlich von Tabora, ausgebrochenen Aufstand liegt nicht vor. Von der Station Tabora wird gemeldet, daß Boten aus dem Jringabezirk in Unyanyembe Unruhen hervorzurufen suchen, welchen Versuchen gegenüber die Hauptfultanin Kalunde sich ablehnend verhalten soll. Hauptmann v. Hassel beabsichtigt, nordwärts gegen die Wapunga in Utchungwe vorzustoßen. Das Vorgehen soll unterstützt werden durch die Kolonne des Freiherrn v. Wangenheim aus dem Bezirk Kilossa und durch das Detachement des Leutnants v. Krieg mit den ihm angeschlossenen Wahehe- Hilfsfriegern aus Iringa. Von einer Beendigung des Aufstanbes kann nach diesen Nachrichten vorläufig nicht die Rede sein, doch ist überall ein erfolgreiches Vorgehen der deutschen Truppen zu konstatieren. * Die Frage der Personen Tarifreform wird von der Berliner Handelskammer in einer Eingabe an den Minister Jon Budde ausführlich behandelt. Die Stammer erklärt den Entwurf in seiner jezigen Gestalt für unpraktisch. da durch ihn weiteren Volkskreisen, insbesondere aber einer großen Reihe der mittleren Erwerbsstände Opfer crferlegt werden, beren Verechtigung angesichts der glänzenden Finanzlage der preußisch- hessischen Staatsbahnen nicht anerkannt werden könne. Dafür macht die Kammer eine Reihe anderer Vorschläge. Die wesentlichsten sind folgende: Schnellzugs zuschläge werden nur für die großen internationalen Züge erhoben. Für den Gepäcktarif ist eine ermäßigte Stala anzusetzen. Nach Abschaffung der eigentlichen Rückfahrkarten jind Vorkehrungen zu treffen, daß Fahrkarten für die Rückreise gleichzeitig mit denjenigen für die Hinreise gelöst werben können. * Wegen der in Bezug auf die Firma Tippelskirch u. Co. Im„ Berliner Tageblatt" ausgesprochenen Verdächtigung bes Kolonialdirektors Dr. Stuebel bat der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Strafantrag gestellt. Auch gegen den„ Vorwärts" soll Strutrag erhoben sein ischen vereinigten Liberalen und Sozialdemokraten ist für die Stichwahlen zum badischen Landtag ein Kompromis abgeschlossen worden. Das Abkommen wurde in Karlsruhe von dem engeren Ausschuß der nationalliberalen Partei amter großer Begeisterung von einer zahlreichen Versammlung angenommen. Danach wird der liberale Block von der Sozialdemokratie in zwölf, die Sozialdemokratie vom Block in fünf Bezirken unterstützt. In den übrigen sechs Bezirfen wird der Wahlkampf zwischen dem Block und der Sozialdemokratie durchgefochten. Das Zentrum unterstützt in vier Bezirken die Kandidaten der Konservativen und des Bundes der Landwirte. In den sechs Bezirken, wo Liberale und Sozialdemokraten sich einander gegenüberstehen, proklamiert das Zentrum Wahlenthaltung, in zehr Bezirken wird es seine Kandidaten durchzubringen versuchen. Spanien. ** Der Besuch des Präsidenten Loubet wird schließlich noch eine Ministerkrisis im Gefolge haben. Der Marineminister lehnte das ihm von Loubet verliehene Großkreuz der Ehrenlegion ab, meil der Kriegsminister das Großhalsband erhalten hatte. Der Marineminister erblickte darin eine Zurückseßung. Da die Verleihung auf Anregung des Ministerpräsidenten Montero Rios erfolgte, will der Maeine allgemeine rineminister abdanken. Man erwartet Ministerkrise, sobald Loubet abgereist ist. Balkan- Staaten. ** Zu größeren Skandalszenen kam es in der serbischen Stupsahtina anläßlich einer Erörterung der Beziehungen zu ben auswärtigen Mächten. Der Fortschrittler Nikolajewitsch bezeichnete es als unerhört, daß wegen der winzigen Gruppe der mit dem Blute des Königs Alexander befleckten OffiBiere Serbien als unfultivierter Staat nelten müsse. Darauf erhob sich wütender Protest von allen Seiten des HauJes. Der Lärm erneuerte sich, als Nikolajewitsch erklärte, Serbien habe sich durch das Ereignis vom 11. Juni 1903 in der Auffassung der Begriffe über Moral von ganz Europa losgetrennt. Das sei der einzige Grund, weshalb England jede Beziehung zu Serbien abgebrochen habe. Nikolajewitsch fand für seine Ausführungen nur wenige zustimmende Abgeordnete. Die Mehrzahl bekannte sich durch den erhobenen Sedal zit anderer Meinung, ein Beweis, daß die Verschwörer eine starke Stütze in der Kammer haben. Oefterreich- Ungarn Soziales Leben. Der Ausstand in der Berliner Wäscheindustrie. Die Einigungsverhandlungen vor dem Gewerbegericht habe. nicht zu einem Uebereinkommen der Parteien geführt. Da gegen hat das Einigungsamt einen Schiedsspruch gefällt. Es muß abgewartet werden, ob die Arbeitgeber und nehmer sich diesem Spruch unterwerfen werden. Im wesent. lichen bestimmt der Schiedsspruch, daß in allen Fabriken die bestehenden Löhne der Arbeiter und Arbeiterinnen, sowohl der Fabrik- wie der Heimindustrie, um 6 v. H. zu erhöhen sind. Ferner ist sofort eine paritätische Schlichtungskommission von den Parteien zu bilden, bestehend aus sieben Arbeitgebern und sieben Arbeitnehmern, unter dem Vorsit eines Unparteiischen. Die Schlichtungskommission hat die Aufgabe, sämtliche Differenzen, welche zu Streiks und Aussperrungen führen könnten, zu begleichen. Auch soll sie gehalten sein, sofort die Ausarbeitung von Tarifen für die Wäschebranche in Angriff zu nehmen, und zwar derart, daß die Tarife bis spätestens 1. März 1906 von den Organisationen der Parteien anerkannt werden können. Für den Fall, daß die Schlichtungskommission die Differenzen nicht beilegt, sind die Parteien verpflichtet, das Einigungsamt binnen acht Tagen anzurufen. Regelung der Garn- und Nadelfrage sowie der Arbeitszeit des Jabrikpersonals sind in dem Schiedsspruch vorgesehen. Die Wiederaufnahme der Arbeit soll späteens am Montag, 30. d. M., erfolgen. Maßregelungen werden ausgeschlossen. Die Parteien müssen sich innerhalb dreier Tage entscheiden. ** Unter der Anklage des Hochverrats in der Zehng Affäre war bekanntlich der Beamte der Staatsbahnen Josef Denes in Budapest verhaftet worden. Er sollte der Verfasser der Broschüre sein. Jetzt ist er wieder aus der Has! entlassen worden. Ob sich damit die gegen ihn erhobeng Beschuldigung erledigt, steht noch dahin. Denes gilt al Intimus des früheren Ministerpräsidenten Banffy. frankreich. Die Pariser Presse freut sich über die außerordentlid Höflichkeit Englands gegen den Präsidenten Loubet, der si auf der spanischen Reise befindet. Die englische Regierun soll den Präsidenten Loubet dringend eingeladen haber Gibraltar zu besuchen; Loubet soll aber abgelehnt haben, i.. sei..e verfassungsmäßige Pflicht ihn zwinge, am 30. Oktober, dem Tage der Eröffnung des Parlaments, in Frankrei zu sein. Die englische Regierung habe verfügt, daß de.. Banzerschiff Leon Gambetta", auf welchem Loubet bo: 1 Lissabon nach Marseille zurückkehren wird, bei der Fah durch die Meerenge von Gibraltar von den Batterien de: Festung mit 101 utschüssen begrüßt werde. Außerder wird eine Abteing des englischen Mittelmeergeschwader: das Schiff des Präsidenten begrüßen Afrika. Achtstündige Arbeitszeit für städtische Arbeiter. Die Stadtverordneten in Elberfeld beschlossen die Einführung der achtstündigen Arbeitszeit für die Retortenhausarbeiter der Gasanstalt. Der Stadt erwächst hieraus eine jährliche Mehrausgabe von 20 000 Mark. ** Aus Tanger wird gemeldet, die Annahme des Pro gramms der Marokkokonferenz durch den Sultan werde in allernächster Zeit erfolgen. Gerüchtweise verlautet, von der marokkanischen Regierung seien Maßnahmen gegen die Ent führer der englischen Offiziere zu erwarten. Amerika. Nab und fern. Die Cholera in Prenken. Nach amtlicher Melduna find it im ganzen 281 Chol rafälle in Preußen vorgekommen, von denen 90 tödlich verliefen. Bei dem erheblichen Nückgang der Krankheit werden nur noch einmal isujentlic amtliche Bulletins ausgegeven. Präsident Roosevelt hat sich auf seiner Reise in die südlichen Staaten der Union auch über die Negerfrage geäußert. Roosevelt sagte in einer Ansprache an die studieren. den Neger in Tuskegee( Alabama), das beste Mittel im Fale von Mißverständnissen sei eine alsbaldige Beratung zwischen den mäßigen und besonnenen Weißen und den Schwarzen. Die Zukunft des Südens hänge von beiden Rassen ab. Der Präsident betonte weiter die Notwendigkeit der Verbesserung der moralischen Lage der Neger. † Gewichtige Leute. Sn einem Casthause zu Brunsbütte hosen tant eine Welte um 3 Cewicht von te behäbig.. Hofbesitzern zustande. Sie ließen sich wiegen, und c3 erc sich, daß die vier Bauern zusammen nicht weniger als 1125 Pfund schwer waren. ** Die Unruhen in Santiago de Chile sind durch das Ein. Treffen von Militär beendigt worden. 3000 Mann Sol daten sind jetzt in der Stadt, sie bewachen alle Straßen. Die Zahl der Toten und Verwundeten läßt sich schwer feststellen; es dürften etwa 60 Personen getötet und etwa 200 ver. wundet worden sein. Hof und Gefellschaft. hinausging, daß die Verschlechterung des Charakters dur die Politik sich auf die Frauen ausdehnen werde. Einstweilen aber scheinen die Erfahrungen nicht ausreichend zu sein. Wenigstens behaupten beide Parteien, daß ihre Ansichten durch die praktischen Ergebnisse Unterstützung fänden. Die Gegner des Frauenwahlrechts führen für sich an, daß ein in Utah gewählter Senator als moralisch unmöglich aus dem Kongreß entfernt werden mußte, daß ein anderer ebenda gewählter Senator einem gleichen Schicksal nur durch ein recht unheiliges Wunder entgehen könnte, und daß bei den Kongreßwahlen in Kolorado vor zwei Jahren Standalosa schlimmster Art sich abspielten, denen gegenüber die Frauen sich durchaus nicht abstinent verhielten. Die Frauenrechtlerinnen und ihr männlicher Anhang wiederum heben rüh mend hervor, daß Kolorado seinen Vorzug, die besten Geseze zum Schutz von Frauen und Kindern zu haben, dem Frauenstimmrecht verdanke, daß in Idaho, dank dem Frauenstimmrecht, die Aufstellung eines Kandidaten von nicht völlig einwandfreiem Charakter unmöglich geworden set. Die Wallscherze in Utah seien schlimm genug gewesen; doch der Anteil der Frauen daran beschränke sich, wenn man die Bestrafungen als Maßstab gelten lasse, auf zehn Prozent. Man sicht, daß das Urteil von allgemeiner Klärung noch rechf weit entfernt ist, und daß man die Versuche noch geraume Zeit wird fortseßen müssen, ehe man auf die Bildung einer ficheren öffentlichen Meinung rechnen kann. Ein Umstand aber ist ganz außerordentlich auffallend: daß unter den männlichen Berfechtern des Frauenrechtlertums ungemein viele sind, die ihre Ansichten einzig aus ihrer anerzogenen gehorsamen Ritterlichkeit gegenüber dem weiblichen Geschlecht schöpfen. Das ist ein Widerspruch in sich. Die Ritterlichkeit der Frau gegenüber gründet sich auf deren mindere Kraft und minderes Recht und will dafür eine Art freiwilligen Ausgleichs gewähren. Mit dem Augenblick aber, in dem man der Frau das völlig gleiche Recht zugesteht, ihre Kraft im Lebenskampf gleich hoch einschätzt wie die des Mannes, mit dem Augenblick wird die Betätigung jener Ritterlichkeit und das bloße Bekenntnis zu ihr zur Beleidigung, zum Hohn. Einstweilen ist im freien Amerifa ritterliche Gesinnung für die Frau so lebendig, daß die Frau selbst lieber auf ihr wirkliches oder vermeintliches Recht auf Rechtsglei heit als auf das schöne Vorrecht verzichten wird, das man ihrer angeblichen größeren Schußbedürftigkeit freigebig cingeräumt hat. Gerade die verwöhnte Frau ist eine schlechte Vorkämpferin der Frauenrechte. Zwischen heute and morgen wird die Frage hier nicht zur Lösung kommen, ' chwerlich früher als in der Alten Welt. Es wird noch sehr viel Wasser den Hudson hinab fließen, ehe die Grundlage ür eine endgültige Entscheidung geschaffen ist. Die großen Berte tun es nicht, in Amerika ebensowenig wie in Europa. Die totsächliche schrittweise Entwickelung allein wird maßjebend sein. † Entdeckte Mordbrenner. I'm Frühling dieses Jahre brannte die historische Mühle in Plagwig bei Löwenberg nicder. Der Besizer der Mühle war ermordet und beraubt und dann war die Mühle in Brand gesteckt. Es ist jetzt gelunge drei zu ereiste Müllergesellen als Täter festzustellen. Zwei, die als Urheber der Schreckenstat gelten, sind verhaftet, dritte, der Schmiere gestanden hatte, wird gesucht. † Vom Zuge überfahren. Ein Einwohner aus Werneuchen wurde bei Ahrensfelde von einem Zuge erfaßt und getötet, als er mit seinem Handfuhrwerk auf der Chaussee nach Wriezen über das Geleise fuhr. Der Bahnwärter hatte verabsäumt, die Schranke zu schließen. † Drei Kinder erstickt. In Thann im Elsaß ließ eine Arbeiterfrau ihre drei Kinder allein zu Hause. Als die Mutter zurückfam, mußte sie die schreckliche Entdeckung mad, en, daß die Kinder in dem mit Rauch gefüllten Zimmer erstickt waren. Ein Student als Lebensretter. In Hamm in Westfallen stürzte ein vierjähriges Kind, das auf einer Brücke spielte, in die hochgehenden Fluten des Lippe- Flusses. Der stud. jur. cnbeck sprang, ohne sich zu besinnen, in das reißende Wasser, konnte jedoch das abtreibende Kind nicht erreichen. Er schwamm ans Ufer zurück, lief mehrere hundert Meter flußabwärts, stürzte sich dort abermals in den Strom und konnte nun das Kind retten. Dann beteiligte sich der Brave noch an den Bemühungen, das Kind ins Leben zurückzurufen. *** Der Besuch des Kaisers am Dresdener Königs hose hat gestern stattgefunden. Am Bahnhofe wurde der Kaiser, der die Uniform seines sächsischen Grenadierregiments Nr. 101 und den Marschallsstab trug, vom Könige Friedrich August in Ulanen- Uniform empfangen. Beide Monarchen umarmten und füßten sich. Nach dem Vorbeimarsch der Ehrenfompagnie erfolgte die Fahrt durch die festlich ge. schmückten Straßen. Ant Eingang der Prager Straße hiell Oberbürgermeister Beutler an der Spize der städtischen Be. hörden die Begrüßungsansprade, auf die der Staiser mit herzlichen. Dank und mit der Versicherung, daß er, soviel an iým liege, stets bestrebt sein werde, das Wohl Sachsens zu fördern, erwiderte. Im de begrüßte der Kaiser die Konigin- Witwe Carola. Turühst wurde im Kasernement des Regiments 101 eingenommen, der Tee bei der Königin. Mutter in Strehlen. Dann war Galatase! im Schloſse, Fest. borstellung im Opernhause, und um 9 lýr erfolgte die Stuck reise des Kaisers na Potsdam. Der Reid, anzler Surft Bülow il von BadenBaden wieder in Berlin eingetroffen. † Ein Walsisch in der Nordsee. An der Küste von Norderney trich bei den letzten Stürmen ein Walfisch an. Das Twics erhebliche Verlegungen auf. † Eine Gatten- Mörderin. In Immenhof im Desterreichischen wurde ein Gastwirt von seiner Frau mit einer Schrotpistole angeschossen, als er im Weinkeller sein. Hauses beschäftigt war. Der Mann wurde im Gesicht erheblich verleẞt. Die Frau und deren Liebhaber, der sie 3: der Tat angestiftet hatte, wurden verhaftet. † Den eigenen Vater ermordet. In Jeggen bei Osnabrüd wurde die Lec des Randwirts Aßmann im Walde auf gefunden. Baldo verbreitete sich das Gerücht, Aßmann sei feines natürlichen Todes gestorben. Nunmehr hat der Schn das Geständnis abgelegt, seinen eigenen Vater ermordet zu haben. Die furchtbare Tat geschah im Hause, worauf der Sohn die Leiche in einen Sack steckte und in den Wald trug, wo sie gefunden wurde. Der Grund zu der schrecklichen Tat ist nicht bekannt. † Panik in einer Menagerie. In Gilmen, einem Orte in ben Vereinigten Staaten, geriet ein Löwe darüber in But, baß die Tierbändigerin, der das Tier sehr zugetan war, ihm ein fleineres Stück Fleisch gab, als seinem Kameraden. In rasender Eifersucht stürzte sich der Löwe auf die Bändigerin und brachte ihr schwere Verwundungen bei, an der sie beld darauf starb. Im Publikum entstand eine Panik. Eine Frau fiel vom zweiten Rang in die Tiefe und brach dis Genick. Der eifersüchtige Löwe mußte erschossen werden. Das Bild des Kaifers. - Wilhelm der Zweite und seine Maler. Im Pariser Salon ist ein Porträt Kaiser Wilhelma ausgestellt. Bei dem großen Interesse, das man gerade in Frankreich dem jezigen Träger der deutschen Reichsgewalt juwendet, ist es nicht zu verwundern, wenn das Bild un aufhörlich der Gegenstand der Aufmerksamkeit ist und zu zahllosen Diskussionen über die vielbewunderte Persönlich feit des Monarchen Anlaß gibt. Allgemeine Beachtung findet deshalb eine Veröffentlichung des Künstlers Feliz Borchardt, der das Bild gemalt hat. Er spricht von der Entstehungsgeschichte seines Werkes und hält dabei zugleic manchen fesselnden Zug von der Individualität und der Charaktereigenschaften des Kaisers fest. Borchardt erzählt: † Ein Kriegsminister in den Lüften. Der französis.he Kriegsminister Berteaux machte im lenkbaren Luftschiff Lebaudys einen wohlgelungenen Aufstieg mit. Die Landung erfolgte ohne Schwierigkeiten. Amerikanisches Frauenwahlrecht. ( Jig. Bericht.) set ut ein 10 ehrlicher franzöfifchen Parlame vielleicht von Herrn J lismus natürlich- d Der Kaiser erschien reich, heiter, lächelnd gebung, vor allem d für unser Theater, einen Freund behan Parijer Leben. Ich Baris gewesen sei. die Universität Bo Kronprinz. Ich wo den Abend im Pal habe." Als ich ihm mergen im Bois fpr Obwohl sein Geist zuwendet, fühlte id fungen heraus, daß nis hatte. " Ich habe das Bild des sers gemalt, bin aber nicht der erste, der das getan hat. enbach malte ein Kaiserbild, das durchaus nicht zu seinen Meisterschöpfungen gehört; dann Mar Koner, der den Kaiser in der Garde du Corps Uniform darstellte, und voric Winter der italienische Künstler Corcos. Aber alle di, ilder zeigten Wilhelm II. jozusagen in Gala und von Hofluft umgeben. Mein Traum var, den Mann, nicht den Kaiser zu malen, ein koloristisch virksames, aber auch psychologisch vertieftes Werk hinzu stellen. Ich habe den Kaiser in plein air" gemalt; es ist das erstemal, daß er sich zu solch einem Experiment hergab Nicht, als ob er der plein air"-Malerei, den neuen, moder nen Kunstideen feindlich gegenüberstünde; im Gegenteil sein Geist ist für alles Moderne empfänglich. Man hatte ihm aber die Moderne in ihren äußersten Konsequenzen ge zeigt, und gewisse Effektchen hatten ihn abgestoßen. Newyork, 14. Oktober. In vier Staaten der Union haben die Frauen das politische Wahlrecht erlangt. In Utah, Kolorado, Idaho und Wyoming, alle im ,, wilden Westen" gelegen, hat das Frauenwahlrecht aufgehört, ein Gegenstand des Streites zu sein. In den kulturell viel höher stehenden Oststaaten ist man s weit noch nicht gekommen. Man sollte nun meinen, daß man nun in Ruhe der ferneren Ent.vickelung entgegensehe könnte. Vier Staaten sind doch gerade genug, daß in ehlicher Probe festgestellt werde, ob wirklich die Beteiligung der Frau an der Politik die politischen Sitten mildern, oder cb die Prophezeiung sich als richtig erweisen werde, die darauf Das Porträt malte ich auf Wilhelmshöhe bei Kassel. Die Sizungen fanden auf der Parkterrasse statt. Unser erstes Zusammentreffen schüchterte mich sehr ein. Ich komme im Reisekostim. müde. Staubia autocreat Er Manchmal wohn und wieder auch ein irgend einen Auszu einmal bedauerte, da neue Uniform trage, alten Sadjen!" Gin aubor ein Raifer fich i er das hörte, fegte er in Bofitur, um zu zeig Molle durchdrungen jei naiv zu verstehen, daß Oh! oh! Herr Borcha ftola, das Kritisieren noch eine Bemerfung für einen Franzoleni meil ich die Sand. jaune verioren batte an, um um 8 hr morgens stellt mich der Hofmarschall dem Kaiser vor, der, umgeben von Adjutanten, Offizieren und Herren der Hofgesellschaft, einen Spazierritt machte. Ich gewann sofort meine Fassung wieder, als der Kaiser sagte, er freute sich, daß eines meiner Bilder vom Luxembourg angekauft worden sei. Auf seine Frage: Was wollen Sie von mir?" erwiderte ich: Ihr Borträt, Ma estät, und zwar in plein air", wenn Sie mich wazu ermächtigen... Das Porträt in plein air" ist näm lich meine Spezialität!" Er war einverstanden, worüber sich seine Umgebung nicht genug wundern zu können schien. Ich habe den Kaiser in der Hofjagduniform gemalt. st, das Gesicht dem Beschauer zugewandt; in der Hand hat er einen hohen Jagdstock; rote Erifa wuchert zu seinen Füßen. Als Hintergrund ferne, verschwimmende Berge und purpurfarbene Abendwolken, die sich wie Wimpel entfalten. Als ich eine dieser Wolfen malte, sagte der Kaiser lachend: „ Herr Borchardt, ich bitte Sie, nehmen Sie die Wolfe wie. der weg; sie sieht ja aus, als wenn sie aus meiner Tasche käme, und man wird sagen, daß ich mein Taschentuch ver liere..." Der Gesichtsausdruck ist fest, aber freundlich; nichts von dem kriegerischen Stolz, den man gewöhnlich vor. aussetzt; die Augen hellblau, dragonerblau" sagte die Kaiserin; ein Blick, der bis in die Seele dringt, ein wohl. geformter Mund, gesunde Zähne, das Aussehen eines jün geren, eleganten, stattlichen Mannes. Die Sizungen, die auf Wilhelmshöhe begonnen hatten, wurden in Potsdam fortgesetzt. Ich lebte 14 Tage im alten Palais. Der Kaiser ist ein vorzügliches Modell. Eine Engels. geduld. Ich hielt ihn länger als zwei Stunden fest. Manch mal nur fam er aus der Pose und richtete Fragen an mich. Ich faltete dann bittend die Hände, und er wurde wieder unbeweglich. Ich kann versichern, daß der Kaiser mir wohl zwanzigmal seine Sympathie für Frankreich und seiner Wunsch nach vollständigem Frieden zu erkennen aab. Lou An Stelle des zu Schlis eröffnet Elias zu Er 1/211 Uhr. Er v Rammer über eini über den Antrag S rufeftändige Bertre Gemeindeumlagen ftande. Ueber die Uebersicht der Ein trebitfaffe in der Ludwig v. Rie ftimmung zu dem geschieht. Es folg lage, Entwurf ein Reichsgefeßes übe 6. Juli 1905. Geheimrat Brau berührt besonders die Bundesstaaten bisher sich nicht zur Man tomme demn Roften übernehmen ftimmig angenomm Bräfidenten geile Bräsident Die Sigung. Der Regierungsvorlage Bollzug des Reichs bom 6. Juli 190 Ausschusses, Abg. Annahme der Borl gelangt jobann zur S und Dr. Weber be Bogelwelt, befonder Domanial und Ger legt die Maßregeln waltung in diefer als notwendig, ba werden. P. Bolige wurden burch das Geld aften, in b fowie in einer genommen und Gleichzeitig fand wirtschaften in flimmungen bom Stadt- C Giesse Dir.: Germann St Freitag, den 27. Abonnements Vorfte 4. Freitags Niobe Schwant von Harry E. Baulton Fret bearbeitet 6.D.Blu es Charakters Dur hnen werde. Einst nicht ausreichend zu set ut ein 10 ehrlicher Wann," sagte er wiederholt. Von französischen Parlamentariern sprach er nicht, abgesehen vielleicht von Herrn Jaurès, der ihm bis auf den Sozialismus natürlich durchaus sympathisch ist. Der Kaiser erschien wie ein Weltmann, einfach und geistreich, heiter, lächelnd. Ernst und feierlich war nur die Umgebung, vor allem die Dienerschaft. Der Kaiser schwärmt für unser Theater, Réjane, Sarah, Coquelin, den er wie einen Freund behandelt. Er interessiert sich sehr für das Pariser Leben. Ich fragte ihn, ob er schon incognito in Baris gewesen sei.„ Einmal," erwiderte er mir ,,, als ich die Universität Bonn verließ; ich war damals noch nicht Kronprinz. Ich wohnte im Hotel Mirabeau und verbrachte den Abend im Palais Royal, wo ich mich köstlich amüsiert babe." Als ich ihm von den herrlichen Pariser Frühlingsmorgen im Bois sprach, sagte er seufzend:„ Sie Glücklicher!", Obwohl sein Geist sich mit Vorliebe der klassischen Kunst zuwendet, fühlte ich doch aus gewissen sehr feinen Bemerfungen heraus, daß er für meine Arbeit volles Verständnis hatte. teien, daß ihre An Interstützung fänden. für sich an, daß ein lisch unmöglich aus aß ein anderer eben. chicksal nur durch ein te, und daß bei den Jahren Standalosa egenüber die Frauen 1. Die Frauenrecht wiederum heben rüh Bug, die besten Geseze haben, dem Frauen mt dem Frauenstimm bon nicht völlig cin rden sei. Die Wahl ewesen; doch der An-, wenn man die Be. uf zehn Prozent. Man rklärung noch recht Bersuche noch geraume auf die Bildung einer fann. Ein Umstand nd: daß unter den echtlertums ungemein us ihrer anerzogenen weiblichen Geschlecht ch. Die Nitterlichkeit deren mindere Kraft eine Art freiwilligen genblick aber, in dem t zugesteht, ihre Kraft wie die des Mannes, ung jener Ritterlichkeit zur Beleidigung, zum merifa ritterliche Ge die Frau selbst liebe es Recht auf Rechts verzichten wird, das husbedürftigkeit frei erwöhnte Frau ist eine chte. Zwischen heute t zur Lösung kommen, It. Es wird noch sehr 1, ehe die Grundlage affen ist. Die großen wenig wie in Europa. ung allein wird maj Kaifers. d seine Malerrträt Kaiser Wilhelm sse, das man gerade in deutschen Reichsgewall n, wenn das Bild un merksamkeit ist und zu lbewunderte Persönlich Allgemeine Beachtung g des Künstlers Feli at. Er spricht von der und hält dabei zugleid Individualität und der fest. Borchardt erzählt: gemalt, bin aber nich ach malte ein Kaiserbild eisterschöpfungen gehört in der Garde du Corps Winter der italienisch ilder zeigten Wilhelm II umgeben. Mein Traum zu malen, ein foloristisd vertieftes Werk hinzu Manchmal wohnte die Kaiserin den Sitzungen bei; hin und wieder auch ein Flügeladjutant, der einen Bericht oder irgend einen Auszug aus einer Zeitung vorlas. Als ich einmal bedauerte, daß er eine zu sehr funkelnde, zu nagelneue Uniform trage, brummte er:„ Ich habe leider keine alten Sachen!" Ein andermal bemerkte ich, daß noch nie Buvor ein Kaiser sich in plein air" habe malen lassen. Als er das hörte, fezte er sich sofort mit gewollt fomischem Ernst in Bositur, um zu zeigen, daß er von der Wichtigkeit seiner Rolle durchdrungen sei. Nach einer Sigung gab ich einmal naiv zu verstehen, daß ich mit mir nicht unzufrieden wäre. Oh! oh! Herr Borchardt," sagte er darauf ,,, nur nicht so ftola, das Kritisieren ist unsere Sache!" Und zum Schluß noch eine Bemerkung von ihm; sie lautete:" Ich will nicht fir einen Franzosenfreier gehalten werden!" Hessischer Landtag. Erfte Kammer. Darmstadt, 25. Oktober. An Stelle des verhinderten 1. Präsidenten Graf Görg u Schlitz eröffnet, der„ Darmst. 8tg." zufolge, Graf Elias zu Erbach Fürstenau die Sizung um 1/211 Uhr. Er verlieft die Rücäußerungen der Zweiten Rammer über einige dort gefaßten Beschlüsse, insbesondere Aber den Antrag Leun, betc. den Invalidenfonds, die Berufsständige Vertretung der Landwirtschaft, das Gesez, die Semeindeumlagen betr., sowie das Gesez betr. die Land. ftände. Ueber die Regierungsvorlage betr. die summarische Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Großh. Laudesfrebittasse in der Finanzperiode 1897/1900 berichtet Frhr. Ludwig v. Riedesel zu Eisenbach und empfiehlt Butimmung zu dem Beschlusse der Breiten Rammer, was auch geschieht. Es folgt dann die Beratung der Regierungsvorlage, Entwurf eines Gesezes, betreffend den Vollzug des Reichsgesetzes über die Bekämpfung der Reblaus vom 6. Juli 1905. Es wird Annahme des Gesetzes beantragt. Beheimrat Braun gibt hierzu einige Erläuterungen und Berührt besonders die Kostenfrage, wobei er hervorhebt, daß die Bundesstaaten mit Rücksicht auf die Höhe der Kosten bisher sich nicht zur Deckung derselben bereit erklärt haben. Man tomme demnach zu der Frage, ob das Reich die Roften übernehmen solle. Das Gesetz wird hierauf einftimmig angenommen und dann die Sigung durch den Präsidenten geschlossen. Zweite Kammer. Darmstadt, 25. Oktober. Präsident Haas eröffnet um 10 Uhr vormittags die Sißung. Der erste Punkt der Tagesordnung bildet die Regierungsvorlage betr. den Entwurf eines Gesetzes, den Bollzug des Reichsgesetzes über die Bekämpfung der Reblaus bom 6. Juli 1905. Der mündliche Berichterstatter des Ausschusses, Abg. v. Bretano, beantragt namens desselben Annahme der Vorlage, und stimmt das Haus dem zu. Es gelangt sodann zur Beratung eine Anfrage der Abgg. Schlenger und Dr. Weber betr. den Schuß und die Erhaltung der Vogelwelt, besonders der Insektenvertilger in den hessischen Domanial und Gemeindewaldungen, Geheimrat Wilbrand legt die Maßregeln dar, welche bisher von der Forstverwaltung in dieser Hinsicht getroffen wurden und erachtet es als notwendig, daß besondere Staatsmittel hierfür eingestellt werden. plein air" gemalt; es if inem Erperiment hergab alerei, den neuen, moder erstünde; im Gegenteil empfänglich. Man hatte ßersten Konsequenzen ge mihn abgestoßen.. elmshöhe bei Raffel. Die raffe statt. Unser erstes ehr ein. Ich komme im meil ich die Hand. um 8 ihr morgens ftell bor, der, umgeben von der Sofgesellschaft, einen fort meine Fassung wie. sich, daß eines meiner worden sei. Auf seine Cokales. 26. Oftober 1905. P. Polizeiliche Revisionen. In diesem Monat wurden durch das Großherzogi. Polizeiamt Gießen in den Geschäften, in denen Butter und Margarine verkauft wird, sowie in einer Reihe gewerblicher Anlagen Revistonen vor. genommen und auch verschiedentlich die Milch revidiert. Bleichzeitig fand eine Revision in den Gaft- und Schantwirtschafter in Bezug auf Einhaltung der Bundesrats- Beftimmungen vom 23. Januar 1902 statt Es sei hierzu beir?" erwiderte ich): br plein air", wenn Sie mid ät in plein air" ist näm par einverstanden, worüber wundern zu können fdjien ofjagduniform gemalt. Er r zugewandt; in der Hand ote Grifa wudjert zu feinen berjiwimmende Berge und fidh wie Wimpel entfalten. e, fagte der Staifer lachend: nehmen Sie die Wolfe wie wenn fie aus meiner Lafd Bich mein Tafdhentuch ver ud ist feft, aber freundlich; olz, den man gewöhnlich bor Dragonerblau" fagte die die Seele bringt, ein wohl. me, das Aussehen eines jün annes. Die Sigungen, die atten, wurden in Potsdam m alten Palais. hes Modell. Eine Engels Szwei Stunden feft. Mandy und richtete Fragen an mich Die | merkt, daß sämtliche minderjährige Personen männlichen und weiblichen Geschlechts, soweit diese im Wirtsgewerbe tätig sind, im Besiße von Arbeitsbüchern sein müssen, was noch nicht genügend bekannt zu sein scheint. Ebenso wurden Revisionen auf sämtlichen Baustellen in Bezug auf Unterfunftsräume für die Arbeiter und Abortanlagen abgehalten. ** Zwei Einbruchsdiebstähle sind in vergangener Nacht in ießen verübt worden. Am Bach'schen Geschäft in der Plockstraße wurde eine im Eingang b findliche Erter scheibe zertrümmert. Der Dieb stieg durch die entstandene Oeffnung in den Laden und entwendete aus der Rasse etwa 25 Mt. Wechselgeld. Sonst ließ er alles unberührt. Bei dem Kaufmann Elsoffer wurde von der Rittergasse aus ein Fensterladen geöffnet, eine fleine Scheibe zertrümmert und durch das Fenster eingestiegen. Da es dem Einbrecher auch hier nur an barem Gelde gelegen war, öffnete er die Ladentaffe, fand aber nur eine Anzahl Pfennige die er jedoch in einer Anwandlung von Noblesse verschmähte, sodaß er im lezten Falle unverrichteter Sache wieder abziehen mußte. - *** Obstbau- Borträge. Der Obstbau- Techniker des Oberhessischen Obstbauvereins, H. Koch- Friedberg, wird in diesem Winter in folgenden Orten Vorträge halten: In Lang- Göns Donnerstag, den 26. Oktober. " Holzheim Freitag, " " 27. " " Grüningen Samstag, Ober- Hörgern Dienstag, 28. " " 31. M ( mit Berlosung.) Birklar Mittwoch, " " 1. November. 2. " " Dorf- Gill Donnerstag, Den Borträgen schließen fich praktische Unterweisungen an. Die Vorträge beginnen an Wochentagen abends 8 Uhr; die praktischen Unterweisungen stets am folgenden Tage vormittags 8 Uhr und nur Samstags nachmittags um 3 Uhr. - Einlegschweine pro Stück 90-110 Mt. Anläßlich des Pferdemarkts tagte heute Nachmittag im Hotel zu den Drei Schwertern" der Oberhessische Tierzuchtverein unter dem Vorsiße des Kreisrats Fey. Zuchtinspektor Dekonomierat Leithiger Alsfeld berichtete über die Erfolge auf der Ausstellung zu Mainz und fonstatiert, daß Oberhessen vorzügliche Resultate erzielt habe, die diejenigen der Ausstellung in Darmstadt wesentlich überschreiten. In den etwa 10-15 Jahren, in denen Oberhessen erst die eigentliche Raffenviehzucht treibt, feien große Fortschritte gemacht worden. Man habe Milchfühe gezüchtet, die täglich bis zu 20 Liter und jährlich 6000 Liter Milch lieferten. Für Oberhessen set das erste Biel, Milchkühe zu züchten, um die nahen Großädte zu versorgen. Die Schweine zucht in Oberhessen habe sich in den letzten Jahren sehr gehoben und allenthalben werden jest Schweinezuchtvereine gegründet. Dekonomierat Schlente ermahnt die Landwirte, fich auch in schlechten Jahren ihren Schweinebestand zu erhalten und sie nicht wie vorigen Herbst zu Schleuderpreisen zu verkaufen, es müßten bei uns mehr Schweine gezüchtet werden. * Mainz. Die Allg Deutsche Fleischerztg." erinnert daran, daß die Wurstfabrit Krüger& Co. in Weißensee bei Berlin nach Mainz und Umgegend einen schwunghaften Hantel mit Pferdewurst betreibt unter der Bezeichnung: Brima halbharte Cervelat und Salamiwurst( das Pfund 78 Bfg.), Mett- und Polnische Bratwurst( in feinster Dual., das Pfund 55 Pfg.)" An einem Tag allein gelangten 26 Zentner zur Versendung. Die Polizei in Kastel hat einige Riften der feinen Wurstwaren beschlagnahmt. Darmstadt, 25. Oftober. Das von den Kindern Darmstadts gestiftete Denkmal ,, Unseres Prinzeßchens", der Prinzessin Elisabeth ist heute Morgen im Herrengarten in Gegenwart des Großherzoglichen Baares und der gesamten Schuljugend in schlichter feierlicher Weise enthüllt worden. -sch. Vom Lande, 25. Oftober. Früher Winter. Das von Professor Habich ausgeführte Denkmal zeigt das Eines solchen Oftobers, in dessen Mitte der strenge Porträtmedaillon des Prinzeßchens und darunter eine DarWinter schon solch ernste Verboten entsandt, wissen selbststellung von Schneewittchens Schlaf. Der Stein trägt nur dte einfachen Worte:„ Unserem Prinzeßchen die Kinder die ältesten Leute sich nicht zu erinnern. In der Tat ift Darmstadts." gerade für den Landmann der Winter zu frühzeitig gekommen, denn er hat noch gar zu viel im Felde zu tun. Nicht allein, daß vielfach noch Kartoff.In und Gemüse einzubringen sind, nein anch die Feldbestellung fann nicht beendet werden. Unter diesen Umständen ist es viel besser, die vorgesehene Aussaat zu unterlassen und diese Felder im nächsten Frühjahr zu bestellen. Die alten -sch. Frankenbach, 25. Oftober. Der Schreckensruf Feuer hat auch hier am geftrigen Abend die Gemüter aufs tiefste geängstigt. In der Hofraite von Joh. Rint brach gegen 8 Uhr ein Brand aus, der sich mit großer Schnelligfeit über vier gefüllte Scheunen ausbreitete. Gehöfte, vor allem aber die vielen Strohvorräte boten den Flammen reichliche Nahrung, sodaß auch das Wohnhaus des p. Rint eingeäschert wurde. Bon sämtlichen Futterborräten fonnte geradezu nichts gerettet werden, ja zwei Landwirten ist auch alle Frucht im Stroh verbrannt, denn sie hatten noch nichts ausgebroschen. Leider sollen auch hier wieder sämtliche Betroffene in feiner Weise ihre Vorräte gegen Feuersgefahr versichert haben, wie das überhaupt hierzulande noch vielfach üblich ist. Durch diesen Brand hat sich aber aufs neue die schon lange erwünschte Telephonverbindung nach den Orten am Dünsberg fühlbar gemacht. Wir wollen hoffen, daß mit nächstem Jahre auch hierin Wandlung geschaffen wird. -sch. Fellingshausen, 25. Oftober. Der schon seit Jahren für unsere Gemeinde vorgesehene Schulhansnenban ift in Angriff genommen. Befanntlich mußte er wegen des Kirchbaues bis jetzt verschoben werden. Infolge der bisherigen unbeständigen Witteri ng wurden aber die Arbeiten sehr beeinträchtigt und fonnten daher nicht den erwünschten Fortgang nehmen. Die neue Schule kommt vor dem Dorf an die Rodheimer Straße zu stehen. Das erforderliche Baugelände à Alftr. mit 10 Mt. und die abgetriebenen Obstbäume oft bis zu 50 Mt. pro Stück bewertet. Maurermeister Schneider aus Gönnern ist mit der Ausführung des Baues betraut. Das Gebäude wird für 2 Schulklassen nebst Lehrerwohnungen eingerichtet. X Laubach, 25. Dftober. Im nächsten Frühjahre wird hier der Bau einer Friedhofskapelle in Angriff genommen werden. Das Gebäude wird nach Plänen des Baurats Diehm- Bießen aufgeführt. Die Kosten sind auf 12 000 t. veranschlagt. Unser Ort besaß früher schon eine Totenkirche, die 1826 aus Balten und Fachwert errichtete sog. Baumfirche. Mit der Beit wurde sie aber baufällig, sodaß fie 1845 niedergelegt werden mußte. A Friedberg, 25. Oftober. Der diesjährige Herbft. pferdemarkt welcher geftern und heute stattfand, war start besucht. Es war eine großer Zahl Tiere, besonders Fohlen aufgetrieben, doch wurden bei hohen Preisen vers hältnismäßig wenig Käufe abgeschlossen. Viel reger war dagegen der Geschäftsgang auf dem heutigen Schweinemartt, der sehr start befahren war. Die Preise erreichten eine Höhe wie nie zuvor, das Paar Fertel foftete 40-60 mt., Stadt- Cheater Haupt- Agentur Hausfrauen- Verein Giessen. Dir.: Hermann Steingoetter. vergeben. Freitag, den 27. Oftober 4. Freitags Abonnements Vorstellung. Niobe. Schwant von Harry und E. A. Paulton einer eingeführten deutschen Fener- Stellen= Vermittlung u. Glas- Versicherungs- A. G. Giessen, Seltersweg 56, 1 ist für Gießen und Umgegend zu ( nächst dem Voltsbad) Hobe Bezüge werden unentgeltlicher Nachweis gewährt. Bewerber, welche be- für Dienst, Haus- und Zimmermüht sein wollen, das bestehende mädchen Köchinnen, wäiterinnen Geschäft tatkräftig zu erweitern u Lauf- Buß- und Waschfrauen. zu verardke n wollen ihre Adresse Im Anschluß an den Kaufsub. T. C. 1563 an haasen männischen Verein: Berkäufer: stein& Vogler, A.-G., Köln, ge- innen, Buchhalterinnen, Kassiererlangen lassen. innen; an den HausbeamtinnenVerein: Stüßen, Kinderfräulein, 3 Zimmer, Kabinet und Haushalterinnen, GesellschafterSände, und er wurde wieder ret bearbeitet b. D. Blumenthal. Küche per 1. November innen aegen vorschriftsmäßige Ge- i ern, daß der Kaifer mir wohl für Frankreich und feinen den Au ertennen aab. Lou billig zu vermieten. Bicken, Frankfurterstr. 151. bühren. Vorzüglichste Lederputz- Crême Kavalier Das Beste vom Besten Kein alltägliches Schuhputzen mehr nötig. Oberall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg Aus dem Aericbis[ aal. Straffammer. Gießen, den 24. Oftober 1905. Bürgermeister Georg Hensel 1. von Schwalheim hat die Eheschließung eines Minderjährigen vorgenommen, nachdem er bescheinigt hatte, daß dieser großjährig sei. Tas Gericht nahm an, daß nur ein Versehen vorliegt, wenn auch ein grob fahrlässiges und ließ ihn mit einer Geldstrafe von 25 Mt. durch tommen. Anselm Pol tsch aus Hülischin hat zu Nidda nachts einem Dienstfnecht seine ganze Habe im Werte von 40 Mt. gestohlen. Er wurde zu 3 Jahren Buchthaus, 5 Jahren Eh verlust und Stellung unter PolizeiDer 15jährige Weber Jumel aus aufsicht verurteilt. Shliz ist in die Wohnung des Gastwirts Guntrum eingestiegen und hat etwa 14 Mt. Bargeld und eine größere Anzahl Bigarren entwandt, die er zu seinem Bruder Konrad brachte, was diesem eine anklage wegen Hehlerei eintrug. Ersterer wurde zu 3 Wochen 5 Tagen Gefängnis verurteilt, während lepterer 2 Monate Gefängnis erhielt. Knecht Stefan Dobberstein aus Schönlante hat zu Selters zwei junge Burscheu aus Effolder bach, die in Selter& Mädchen besuchten, mittels Messer to perlich verletzt wurde zu 3 Jühren Gefängnis verurteilt. Ma.tiberit Ttenft. Er Steppen, 26 Oftober. au dem grutige: Bodenmart obete Butter pet fb 110 1.15 wt., Hübnerete per Stüd 8-9 Pfg., Entenete: St 6-7 1 Kap per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St 5-6 Pfg Erbsen pe Liter 21 1g., Linien per Liter 32 Tauben per Paar . 0.80-1.00, Suhner per Stud M: 1.00-1.60, Sahnen, pe Stüd C.80 1.80, Enten per Stud 1.80-2.20 Gänse per Pfb 60-75 fg., Osenfleisch per ft 72 82 fg., Rindfletic per fb. 70 72 Pfg. per Pft Schweineflet 80 90 Schweine fletsch gesalzen pe. Pfund 0.94 Bainfiena pez Bfb. 70 80 Bfg. Hammelfleisch per Pfd 50-76 P1 Kartoffeln pro 100 to 5.00-5.50 mt., 3wiebeln per 31 m. 6.00 8.00, Wetstra Stüd 7-10 Bi. pe Stüd, Bentner 6-7 Mt. Hepfel per 3t. 10- 25 Mr Zwetschen pe Zentner 0,00-0.00, Nüsse 100 Stüd 30-40 Big Milch per Lite 20 Pig Dauer der Wiaritz ben 8 Ub morgens bio 2 ub nachmittags. Gegenstände dee Wochenmarktverkehre ourfen dor Beginn der Darktzeti überhaupt nicht, und während de tiften dret Stunden der Warftzen im Umherziehen fetlgeboten wert § Ulfa, 25. Ottober. Der letzte Echweinemarkt war mit 200 Ture beschickt. Einleyschweine galten das Paar 100-150 kt., während für Ferkel 40-50 gezahit wurden. repene iansDuofui c Borausfiti B.terug in Hesses für Freitag, den 28 Oftober. 8unehmende Benö.fung und Niederschläge, wärmer, windig, feine aussigt auf trockene Witterung. ( Näheres dura de enerett rfarte.) Berantwotilia für die Politik und den Jnje.***** #Ibin#lein, für den übrigen Inhalt: Georg HotT, in Sizes Betr.: Volkszählung. Bekanntmachung. Am 1. Desember I. Js. wird im deutschen Reiche eine Volkszählung stattfinden. Zur Ausführung derselben in hiesiger Stadt bedürfen wir einer größeren Anzahl als Zähler geeigneter Personen und fordern daher diejenigen, die sich als solche, sei es unentgeltlich, set cs gegen Bezahlung, beteiligen wollen, auf, fich bis spätestens 1. November 1. Js. in der Zeit von vormittags 8-1 Uhr auf unserem Meldebureau, Weidengasse Nr. 5, Zimmer 6, zu melden. Gießen, den 13. Oftober 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Der Bekanntmachune, Backkursus der die Bedienung der Rückstauverschlüsse betreffend. Betr. Alice- Kochschule - beginnt am 1. November. Anmeldungen nimmt entgegen Fräulein Trenckmann, Gießen, Kirchstraße 20. Städt. Seefischmarkt Gießen. Freitag, den 27. d. Mt., vormittags 8 Uhr in den städtischen Marktlauben beginnend. Es kommen zum Verkauf: Prima Bratschellfisch Unter Hinweis auf§ 18 Absatz 2 der Polizeiberordnung vom 1. August 1904, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation betreffend, welchen wir nachstehend zum Abdruck bringen, mit machen wir diejenigen Hausbesizer, welche ihre Grundstücke an die Neufanalisation bereits angeschlossen haben, darauf aufmerksam, daß am 26., 27. und 28. Ottober ds. Js. eine Spülung sämtlicher städtischer Straßentanäle vorgenommen wird. Gießen, den 23. Oftober 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. : Bekanntmachung. Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn; hier: den zugezogenen Teil der Ge markung Heuchelheim. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hier zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 26. Oftober 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Samstag, den 28. Oktober d. Js. Der Eigentümer hat für den ordnungsmäßigen findet die leberweisung der Ersatzgrundstücke bezüglich Zustand und die richtige Handhabung des Verschlusses der neu zugeteilten Gewanne 31, 32, 34 und 35 in Sorge zu tragen und ist allein für alle, durch etwaigen Flur XX in dem zur Feldbereinigung Gießen rechts der 20 Pfg. per Pfd. Rückstau des Sielwassers hervorgerufene Schäden ver- Lahn zugezogenen Heuchelheimer Gemarkungsteil an Ott antwortlich. Die Verschlüsse sind so anzubringen, daß und Stelle statt. sie jederzeit, auch bei Rückstau zugänglich sind und bequem gehandhabt werden können. 37 " " " " " " 32 " " " Hochfeiner Delikateß- Shellfisch Prima Seelach 3, mit u. ohne Kopf 26-33 Prima Cabliau ohne Kopf FEST- ALBUM DER KRONPRINZLICHEN wie kein zweites HOCHZEIT als Weihnachtsgeschenk werk geeignet, ein Gedenkwerk an unser Kronprinzenpaar und Kaiserhaus enthaltend; in Prachtfarben-, Litographie, Licht- und KunstDruck die erhabensten Momente der Kronprinzlichen Vermählungsfeier am 6. Juni 1905, sowie Bilder aus der Brautzeit, der Einholung der Braut, dem Einzug in Berlin u. Potsdam. Grösstes Bilder- Kunstwerk unserer Zeit Wert von immer bleibendem Für die Weihnachtssaison in 3 Grössen lieferbar, Nr. 1 Folio- Format, Prachtausgabe Mk. 15.-, Nr. 2 Quart Format Volksausgabe Mk. 10.-, Nr. 3 Oktav- Format kl. Ausgabe Mk. 6.-, 1. Serie nach den Original- Album- Bildern hergestellte Kunstpostkarten 20 Stück Mk. 4.-, 10 Stück Mk. 2, 1 Prachtfarben-( Wandschmuck)-Bild. 38X48 vom Kron- Wiederverkäufer, Platz- u. Reiseverprinzenpaar Mk. 4. treter gesucht, evtl. Alleinvertrieb Das Neueste Bild an tüchtige Herren zu vergeben. von PrinzEitel FriedAchtung! Grösse rich mit seiner Braut Sophie Charlotte von Oldenburg Mk. 4. Zu Weihnachten lassen wir das Prachtwerk Follo Nr. 1, in einer Riesenauflage für Weihnachtsgeschenke herstellen und liefern dasselbe bei sofortiger Bestellung für den beispiellosen Preis von Mk. 7.50, sofern die Bestellung noch während des Druckes erfolgt. Ebenfalls können das QuartFormat Nr. 2 und das Oktav- Format Nr. 3 bei sofortiger Bestellung noch zu Vorzugspreisen, Nr. 2 zu Mk. 8.-, Nr. 3 Mk. 4,50, Postkarten, sofort lieferbar, per Serie von 20 Stck. Mk. 3.-, 10 Stck. Mk. 1.50, bezogen werden. Prachtfarben-( Wandschmack)-Bild von unserm Kronprinzenpaar Neuestes Bild Prachtf( Wandschmuck)-Bild von M 3. Gratis als Weihnachtsgratifikation erhält jeder, der dieses Inserat innerhalb 8 Tagen nach Erscheinen einsendet, ein Prachtf.Wandschmuckbild von uns. Kronprinzenpaar. Prinz Eitel Friedrich und seiner Braut Sophie Charlotte von Oldenburg Mk. 3.-. Bestellung zu diesen Preisen ist ein Drittel Anzahlung beizufügen. Frankolieferung gegen Betrages. Einsendung des Wunsch wöchentliche Ratenzahlungen von Mk. 1.- an. Christliches Schriften- Verlagshaus zu Hamburg. Im Erscheinen befindet sich:= Meyers Abbildungsd. 1406 Tafala and Karton. 11, Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Grosses KonversationsEin Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Auf Verweisungen. 148,990 Artike Lexikon no Bände in Halbleder gebunden au je 10 Mark Prospekte und Probehefte liefert jede Buchhandlung Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. STOLWERCK Aus der reichhaltigen Auswahl der Stollwerck- Fabrikate besonders, empfehlenswert: Prinzess Tafel- Schokolade Adler Puder- Kakao 2.40 S 2- Rhenania Adler " 1.60 2.40 inu.% kg- Dosen Ess- Schokoladen für jedermann zu jederzeit. ( Jagd, Manöver, Reise, Sport etc.) Extra Zart Milch- Schokolade Mokka- Schokolade Herren- Schokolade ( halbsüss) Dessert Schokolade- Bonbons In Tafeln zu 25 u. 50& Paket mit 36 Täfelchen 1.-. In Tafeln zu 75 A Paket mit 36 Täfelchen A 1.50 In Schachteln zu 50 A 1. u. 3.-. Betr. Rotlauffeuche. Bekanntmachung. Nachdem die unter dem Schweinebestand des Karl Didhaus dahier ausgebrochene Rotlauffeuche erloschen ist, wird hiermit die unterm 5. Oktober 1905 angeordnete Sperre aufgehoben. Gießen, den 23. Oftober 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Betr. Rotlauffeuche. Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Defonomen Heinrich 3ottmann dahier, ist die Notlausseuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 23. Oftober 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Ofenschirme Kohlenkasten Feuergeräthe etc. Garderobeständer Stock- und Schirmständer Blumentische grosse reiche Auswahl Brüder Schmidt Sellersiveg 83 Zur Herbstpflanzung: Kräftig entwickelte Zwetschenbäume werden abgegeben, so lange der Vorrat reicht. Zu erfragen in der Expedition dieses Blattes. Zusammenkunft nachmittags 2 Uhr am Bahn hof Heuchelheim. Die Ueberweisung erfolgt vorbehältlich der im Termin bekannt zu gebenden weiteren Bedingungen unter folgenden: 1. Meliorationsarbeiten können auf den überwiesenen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden 2. Eigentumsveränderungen, die infolge der Ausführ ung von Meliorationsarbeiten, der Anlage bon Wegen und Gräben und dergleichen innerhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden, müssen die neuen Eigentümer dulden. Ein hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitäts wert vergütet bezw. zugeschrieben. Friedberg, den 21. Oktober 1905. Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: gez.: Spamer, Kreisamtmann. Bekanntmachung. Der Die unterm 26. September 1905 angeordnete Sperre des Teufelsluftgärtchens wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 25. Oftober 1905. Grokh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 19. September 1905 angeordnete Sperre der Bismarckstraße zwischen Ludwig- und Stephanstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. Oktober 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Marktplatz zwischen Kirchenplatz und Schulstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 25. Oftober 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Nachverzeichnete Arbeiten und Lieferungen für den inneren Ausbau des Markuspfarrrhauses an der Kirch 3wölf angehörten eine Aeußerst günstige traße ſollen vergeben werden und zwar: u große Anzahl jüng. Eber aus meiner Edelschweinzucht ( Yorkshire) hat abzugeben R. Weiß, Hof Graß bei Hungen. Joh. Seibel Giessen, Ludwigspl. empfiehlt prima Rheinund Mosel- Weine. p. Fl. v. 50 Pfg. an .bis zu den feinsten Marken. Butter! Wer liefert wöchentlich 200 bis 300 Pfd. gute Landbutter für einen ständigen Abnehmer. Aeußerste Offerten zu richten an Carl Arhelger, Siegen i. W., Poststraße 20. Möbl. Zimmer in nächster Nähe der Anlagen per 1. November gesucht. Gelegenheit! Fuhrunternehmerei mit Dekonomie billig zu verk. Volle Vension erwünscht. Off. mit Preisangabe unter 7980 an die Expedition d. Blattes erbeten. Schöne möbl. Zimmer mit oder ohne Pension zu verm. Gießen, Bismarckstraße 17. Wohnhaus mit Garten, großen Stallungen, mit und ohne lebendem Inventar. Kleine Anzahl. Jährlicher Verdienst 10 000 mr. nachweisbar. Bierdepot 2400 Slt. Bier, 80000 Flaschen natürliches Wasser, viel Kohlenfäure, ist mit Haus und sämtlichem Inventar sofort zu verkaufen. Preis 38 000 Mt., Anz. 6 bis 8000 Mt. Näheres durch: Heinrich Köth, 1. Entwässerungsarbeiten und Wasserleitung. 2. Basleitung. 3. Elektr. Licht und Klingelanlage. 4. Weißbinderarbeiten im( Inneren und Aeußeren) 5. Schreinerarbeiten. 6. Glaserarbeiten. 7. Schlosserarbeiten. 8. Tapezierarbeiten. 9. Defen- und Herdlieferung. Ferner sollen vergeben werden: die Entwässerung des Gemeindehauses an der Kirchstraße. Voranschläge und Bedingungen fönnen auf dem Bürea des Herrn Architekten Stein während der Büreauftunder Angebote mit entsprechender Aus eingesehen werden. schrift versehen find dem Unterzeichneten bis zum Samstag den 28. D. Mts. einzureichen. Gießen, den 13. Oftober 1905. Der Evangelische Gesamtkirchenvorstand Dr. Naumann. Färberei und chemische Wasch- Anstalt Braubach& Fischer, Giessen Neuenweg 4, am Kreuz. Frankfurt a. M., Bibergasse 5 und Oederweg 38. Friedberg i. H. Kaiserstrasse 63. Darmstadt Ernst Ludwigstrasse 17. Mainz Ludwigstrasse 8. RAST LUDWIG GRO SHERZOG YON HASSEN & GEWERBE INDUSTRIE PREIS MEDAILLE 13431 BUTZBACH 1898 AUSSTELLUN Coblenz Firmungsstrasse 4-6. Offenbach a. M. Frankfurterstrasse 36. Butzbach i, H. Fabrik gegründet 1848. Höchste Auszeichnung zuerkannt für vorzügliche Arbeiten. Nr. 253 Jufertionspreid Seffen, die Kreife Reklam Rebaftion u. Sau Fe für O Enthält all Das Ende des ( Gig. Bericht.) Das Reichsgeri wurde, gestern un Bundesrat einge Schiedsgericht der Lippe- Detmold zu schieden, und unf Fürst Leopold II Nicht bloß in Graf- Regenten brachte, im ganzer mit aufrichtiger G be den genealogischer Maß der Berecht wonnen hätte, so baren Beispiel de teit deutscher Rid bracht werden fo trauen zu der we ten Gerechtigkeit detem Spruch d Schaumburg- Lipp den Teil näherte teien wie den R lichen Abschluß d ganz erquicklich bei aller aufrichti nicht einleuchten, berechtigung in de gebung, sondern de Ahnfrau, die feit adeliger und ehelic hat im Grabe noc und ihrer Eltern forscht, ihr Scha späten Enfel auf Das mag notwen bleibt es underst die lippische Re Schiedsspruches trages hatte Schwager des K angetreten. Gra näheren Rechte g Albert von Sachs Ernst fam jedoch Der Schiedsspruch hin ausgelegt, daß persönlich auf die Thronfolgerecht je besonders da die Gräfin Martenst baum habe. Als starb, entbrannte pold, des Grafen auf den Schuß de die ganze Angeles anfechtbaren Enti geridits in Leip wurde angenomm Ein Jahr ho gerichts gefällt frage hat die scheidung stand präsident Dr. von Seckendorf Die bloße Lefti Bücher nahm publiziect, und es deutschen Streit ständiger Stelle An rechts überhaupt. jich einen König o ten. Dabei geschah felbst gewollt. Es Thron durch Erbga daß das beteiligte den wäre. In Deu führen. Die Mögli der Bar von Rußla erit jüngst ein engli geworden. Ein Lan Jedenfalls ist es feine Lippische Frag Fürft Leopold II die Regierung auf G angetreten hat. In Streit um den lippe Bergangenheit an.