machen, daß fig zu legen Saber did sondern ver llons mujer nannten unt vom 29. Au :( hier folg Fräutern zu nischen Effic bends einer Dobet fidh eir at." nicht durc Energie. Triff Glüd, als ca eder betrügt, ren fann der jer die Frau. die Sitten. ver fällt, fid Gleichgewicht Beißwein wird abgeriebenen m Zimt über Gramm aufen geschlagen, halben Liter Haltgestellt. gelwasser, wo t hat, läßt fich verdict die etwas Peteruffochen und also die Advo Maria denn anz zufrieden. Wissen Sie at?" herrscht ort die Sände ber unerhört," hein, weil ich tedt habe, und Taschen steden den?!" fährt während ter Neffe einen gt er, indem er t ,,, mein Neffe nicht verdient Nr. 226. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Bfg. Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Selters weg 83. Fernsprechanschluß Rr. 362. Dienstag, den 26. September 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Vfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich) Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Was wird aus dem Marokkoftreit? Die beunruhigenden Gerüchte über einen drohenden Krieg zwischen Frankreich und Deutschland wegen Marokko stellen sich mehr und mehr als haltlose Phantasiegebilde ängstlicher Seelen heraus. Weder in Paris noch in Berlin dentt man bei den maßgebenden Stellen an irgend eine bewaffnete Auseinandersetzung wegen der Meinungsverschiedenheiten über das afrikanische Sultanat. Das bestätigen auch die Aufschlüsse, die unser CB- Mitarbeiter in Berlin an einer unzweifelhaft unterrichteten Stelle anläßlich einer Nachfrage erhielt. Der diplomatische Gewährsmann äußerte sich folgendermaßen: Wer von einer Kriegsgefahr spricht, in die Deutschland berwickelt sein sollte oder in die es verwickelt werden tönnte, sieht am lichten Tag Gespenster oder schöpft seine Besorgnis aus dem eigenen zur Aengstlichkeit neigenden Gemüt. Auf dem weiten Weltenrund ist zurzeit kein Anlaß vorhanden, aus dem man die Vermutung einer FriedensStörung herzuleiten berechtigt wäre, und geradezu lächerlich ist es, wenn man den langsamen Fortgang der deutsch- französischen Verhandlungen über die Marokkofrage als Ausgangspunkt ernsthafter Beunruhigungen hinstellt. Der Zeitpunkt, in dem von hier aus eine Trübung in der Möglichkeit lag, gehört der Vergangenheit an, wie Herr Delcassé der Vergangenheit angehört, der vielleicht die Eignung besaß, Herrn Olivier unseligen Angedenkens das Vorrecht auf den Beinamen des„ Mannes mit dem leichten Herzen" Streitig zu machen. Herr Delcassé fand glücklicherweise im eigenen Land nicht den Boden für seine leichtherzige Politik; er wurde mit einer Promptheit beseitigt, die vollgültigen Beweis für die Nüchternheit und Besonnenheit der franzöfischen Politik erbrachte. Herr Rouvier erkannte an, daß Deutschland keine Macht sei, die von einer Nachbarmacht im Vertrauen auf ein wirkliches oder eingebildetes Bündnis alls quantité négligeable behandelt, deren legitime Interessen man einfach ignorieren dürfe. Mit dieser Anerkennung war der Weg der Verständigung geebnet, und auf beiden Seiten hat man nicht gezögert, ihn zu betreten. In den Hauptfragen ist man schnell zur Einigung gelangt, war man eigentlich schon einig, als das französische Kabinett Herrn Delcassé ausschiffte. Die Nebenfragen, die Erörterungen über untergeordnete Dinge sind es, die lange Zeit in Anspruch nehmen, längere jedenfalls, als manche Politiker, deren Unverantwortlichkeit auf der gleichen Stufe steht mit ihrer Unfenntnis der Aften, ihr gönnen mögen. Mit der Politik aber geht es wie mit dem Zaubertrank im Faust: Nicht Kunst und Wissenschaft allein- Geduld will bei dem Werke sein", und gerade an Geduld haben die unverantwortlichen Politiker immer nur unzureichenden Vorrat gehabt. Die Fragen, die in Marokko zu regeln sind, erfordern mancherlei Erhebungen, zuweilen recht zeitraubender Art. Eisler, Hamburgangen werden, und das ist nicht selten etwas umständlich. er Z. 7364 before Der Sultan von Marokko muß um seine Zustimmung angerzüglichste erputz- Creme valie Die Einzelheiten selbst sind kompliziert, die Interessen find vielfältig verschlungen, und alle wollen geschont ſein. Der kommenden Konferenz muß ein flares, übersichtliches, allseitiger Zustimmung ungefähr sicheres Programm vorgelegt werden, damit ihre Arbeiten in absehbarer Zeit zum 20bschluß kommen fönnen. Das ist die Aufgabe des Herrn Rouvier einerseits, der Herren Fürst Radolin und Dr. Rosen andererseits. Die Aufgabe wird auch gelöst werden, so schnell als in der Möglichkeit liegt, aber ohne Ueberstürzung. Freilich ist hier und da auch gesagt worden, Deutschland folle sich mit dem moralischen Sieg", mit dem Rücktritt Delcassés begnügen und an Rouvier in freiwilligem Entgegenkommen zugestehen, was es der Delcasséschen Ueberheblichkeit verweigern müßte. Es ist schwer, sich mit solhem Ansinnen ernsthaft zu beschäftigen, das kindisch und geradezu närrisch ist. Politische und wirtschaftliche Intereffen und Ansprüche können nicht wie Etikette- und KomBeste vom Besten gegentommen zugestehen, Iches Schutputzen mehrment"-Fragen behandelt werden. Deutschland hat in MaTätig! Fan Union Augst toffo Rechte und Interessen. Für diese ist es eingetreten. Canino niert Fabrit, nod Styl, Nußbaum antieschein sehr pr Das war seine Pflicht. Was würde man sagen, wenn Deutschland um eines Kompliments, um einer Höflichkeit willen seine Rechte und Interessen preisgegeben hätte oder jegt preisgeben wollte! Man würde glauben, daß Deutschland damit selbst zugestanden hätte, es hätte sich um einer Nichtigkeit willen aufgeregt oder, was noch schlimmer wäre, eben. Schriftlice aufgeregt gestellt, es hätte eine ebenso gefährliche wie unr R. W. a birdige Komödie gespielt. Mit solcher lächerlichen Zuerbeten. illofen , billig zu verkau in der Erp. b. Ble mutung darf man uns freilich nicht kommen, fommt man uns auch von französischer Seite nicht. In den amtlichen französischen Kreisen weiß man nichts von der Ungeduld der unverantwortlichen Politiker, die doch nicht einmal biffen, ob die unvermeidlichen Zögerungen auf deutscher oder auf französischer Seite veranlaßt sind. Ganz und gar erfunden aber ist es, daß in den Pariser Verhandlungen möbl. 8immugend etwas läge, was zu einem Konflikt ernstlicher Art ohne Penfion zu führen könnte; und leichtfertig ist es, derartige Erfindunen, Bismardfirage gen, die im besten Fall aus Furchtsamkeit entstanden sind, in die Welt zu setzen. Wahrscheinlich ist die Weisheit, die von diesen Furchtsamen ausgestreut wird, nur ein Nachhall des Eindrucks, den die Rodomontaden gewisser englischer Blätter auf überempfängliche Gemüter gemacht haben. * * Uebereinstimmend mit diesen Darlegungen wird aus Paris halbamtlich gemeldet, daß Dr. Rosen am Sonntag nach seiner Besprechung mit Revoil den Ministerpräsidenten Rouvier aufsuchte, mit dem er sich über eine Stunde unterhielt. Das Ergebnis der Unterredung bestätigt den günstigen Eindruck, den die vorhergehenden Besprechungen zwischen Rosen, Rouvier und schen Rouvier und Fürst Nadolin hinterlassen hatten Der ungarische Hexenkeffet. ( Eig. Bericht.) Budapest, 25. September. Die Festigkeit, die Kaiser Franz Josef bei dem Empfang der fünf ungarischen Koalitionsführer in Wien befundete, hat den magyarischen Fanatismus bis zur Siedehize entflammt. Gestern abend 7 Uhr trafen die Grafen Andrassy, und Zichy, Baron Banffy und Franz Kossuth in Budapest ein. Sie wurden von einer 10 000 Personen umfassenden Menschenmenge am Bahnhof empfangen. Beim Einlaufen des Zuges stimmte die Menge das Kossuthlied an und brach dann in die Rufe aus:„ Nieder mit der Dynastiel Es lebe die Revolution!" Stürmische Eljenrufe begrüßte die Ankommenden, von denen Kossuth eine Ansprache hielt. In Wien habe man, so sagte der Volkstribun, die ungarische Nation in die Zwangsjacke stecken wollen, um. die Entwickelung Ungarns unmöglich zu machen. Man stände vor großen Ereignissen, bei denen Volk und Führer ihre ganze Widerstandskraft bewahren müßten. Vor dem Klub der Unabhängigkeitspartei wiederholten sich die Ovationen, und Kossuth beglückte die Demonstranten aber mals mit einer Ansprache. Die Besprechungen des vom Kaiser anstelle Goluchowskis beauftragten Grafen Czirafy mit den Führern der parlamentarischen Majorität sind gänzlich ergebnislos verlaufen. Die ungarischen Parlamentarier übergaben dem Grafen Czirafy eine schriftliche Erklärung, nach der sie nicht in der Lage sind, auf Grundlage der von dem Könige gestellten Bedingungen die Re. gierung zu übernehmen, da dies mit ihrer persönlichen Ueberzeugung und ihrem von der Nation bei den Wahlen erhaltenen Mandat in Widerspruch stehe. Graf Cziraky berichtete dem Kaiser über den Ausgang seiner ergebnislosen Aktion in einstündigem Vortrag. Obwohl die ungarischen Chauvinisten- Blätter einmütig betonen, die abweisende Haltung der Wiener Zentralregierung sei ungerechtfertigt gewesen und werde den Ausgangspunkt zu neuen Reibungen und Kämpfen geben, ist man im übrigen Reiche im großen und ganzen mit der Zurückdämmung der magharischen Anmaßung einverstanden. Man fängt an, in der westlichen Reichshälfte zu begreifen, daß die von den Ungarn angestrebte Zerreißung des Reiches das Ende jedes politischen und wirtschaftlichen Fortschrittes sein würde. Auch die ven den Magyaren unterdrückten Völkerstämme der Osthälfte drohen, daß sie im Falle der Auslieferung der Armee an die Magyaren zum offenen Aufstand schreiten würden. Tatsächlich bereiten sich im Osten die Rumänen, Serben, Kroaten, Slowaken und Ruthenen darauf vor, die Waffen gegen die Ungarn zu ergreifen, sobald diesen noch weitere Vorrechte eingeräumt würden. Die Haltung des Kaisers betrachtet man als den endgültigen Abschluß des bisherigen Schwankens und des Zustandes der Ungewißheit. Trotz alles Geschreis ist man in Pest wenig zubersichtlich; man befürchtet mit Recht, daß nach dem Ausgang der Wiener Audienz der Reichsrat unberweilt energische Maßnahmen ergreifen werde, um Ungarn zu zwingen, seinen Beitrag zu den Reichskosten zu zahlen. Krone und Parlamentsmehrheit sind einstweilen am Ende der gütlichen Ausgleichsverhandlungen angelangt. Kaiser Franz Josef hat sich in einer Weise engagiert, die einen Rückzug für ihn zum mindesten außerordentlich erschwert. Von einer Unmöglichkeit freilich kann nicht die Rede sein. Man braucht nur daran zu denken, daß vor 56 Jahren die ungarische Revolution blutig niedergeworfen wurde und daß trotzdem zwanzig Jahre später mancher von den nur durch die Flucht dem Galgen entronnenen Revolutionären an der Regierung Ungarns in den hervorragendsten Stellungen Anteil hatte. Auf die Revolution von 1849 war eben der Ausgleich von 1867 gefolgt. Dem Kaiser Franz Josef ist es gewiß schwer gefallen, in seinen hohen Jahren einen Entschluß zu fassen, der ihn zwingt, in Unfrieden mit einem großen Teil seines ungarischen Volkes zu sein. Ganz gewiß hat er den Entschluß als eine Notwendigkeit erkannt. Und von seinem Standpunkt aus ist das auch begreiflich. Die ungarische Oppoſition iſt mindestens zu einem erheblichen Teil nicht bloß dynastiefeindlich, sondern geht auch offen darauf aus, Ungarn politisch und wirtschaftlich von Oesterreich völlig zu trennen, höchstens in der Spike die Personalunion bestehen zu lassen, das Gesamtreich als solches aber aufzulösen. Desterreich- Ungarn ist eine Großmacht, Desterreich und Ungarn aber würden nur zwei Staaten untergeordneten Ranges sein, im europäischen Völkerkonzert nicht erheblich höher stehen als etwa Rumänien und Griechenland. Es ist verständlich, daß Kaiser Franz Josef von einem solchen Verzicht auf seine bisherige Stellung nichts wissen mag und daß er dabei das Interesse seiner Länder mehr noch als seine persönliche Würde im Auge hat. Wahrscheinlich wird Kaiser Franz Josef das ungarische Abgeordnetenhaus auflösen. Die weitere Entwickelung der Verhältnisse wird zunächst von dem Ausfall der Neuwahlen abhängen, vorausgesetzt, daß der Kaiser es überhaupt zu Neuwahlen nach dem bisherigen Modus kommen läßt. Doch hierüber sind nur Vermutungen möglich, die schon von dem nächsten Tag berichtigt werden können. Der österreichischungarische Staatsgedanke ist es, für dessen Erhaltung Kaiser Franz Josef sich und seine Macht einsetzt und nach seiner Ueberzeugung einsetzen muß. Da die ungarische Opposition diesen Staatsgedanken bekämpft, so ist einstweilen die Rechtsgrundlage aufgehoben, und die Entscheidung ist der Macht anheimgegeben. Auf welcher Seite die größere Macht ist, wird sich erst zeigen müssen. Politische Rundschau, Deutsches Reich. * Ueber die weiteren Kämpfe in Deutsch- Ostafrika berichtet der Gouverneur Graf Göken, daß die auf Mahenge gerichteten Angriffe der Aufständischen erfolgreich abgewiesen wurden. Die aufständischen Wapogoro verloren 356 Tote. Die Kolonne Grawerth, mit der die Verbindung seit vier Wochen unterbrochen war, ist von Limale aus in Kilwa eingetroffen. Sie hatte sechs für den Gegner verlustreiche Gefechte, ohne ihrerseits Verluste zu erleiden. Die Leichen des Bischofs Spies und des Feldwebels Faupel wurden beerdigt. Die Verbreitung der Bewegung wurde wesentlich durch falsche Gerüchte über Niederlagen der Weißen veranlaßt. * Zu der projektierten Reichsfinanzreform hat das Reichsschazamt auch Erwägungen darüber angestellt, ob es angängig sei, die Stempelsteuer zu erhöhen. Näheres wird erst nach Beginn der Verhandlungen des Bundesrats bekannt werden. * Auf dem Parteitag der Freifinnigen Volkspartei wurde beschlossen, das Einvernehmen mit der deutschen Volkspartei in jeder Weise zu fördern. Der Parteitag ist der Ueberzeugung, daß ein freundnachbarliches Verhältnis zu der freisinnigen Vereinigung und zu anderen liberalen Parteigruppen im Interesse des Gesamtliberalismus zu unterstützen ist. Der Parteitag hält aber ein Zusammenwirken mit nationalsozialen Elementen für eine politische Unmöglichkeit, gleichviel welcher politischen Gruppe sie sich anschließen. * Vom 2. bis 4. Oktober wird die Jahresversammlung der mecklenburgischen Lehrerschaft in Doberan tagen. Sie wird sich hauptsächlich mit den mecklenburgischen Schulfragen beschäftigen. Ein Antrag fordert den Vorstand des Landeslehrervereins auf, bei der Regierung dahin vorstellig zu werden, daß für alle Lehrer ein einheitliches Pensionsgesez, wie solches für die Staatsbeamten in Kraft ist, erlassen werde. Alsdann wird gefordert, daß das Kündigungs. recht der Ritterschaft aufgehoben und die ritterschaftlichen Lehrer allein durch das Ministerium beziehungsweise durch cine Zentralstelle angestellt und gekündigt werden, ferner daß die Lehrergehälter zeitgemäß aufgebessert und dic Lehrerküster von den niederen Kirchendiensten befreit mer. den. Dann wird Verbesserung der rückständigen Wohnungsberhältnisse für die Lehrer gefordert. Afien. ** Die Reformen- Ideen der chinesischen Regierung haben sin Bomben- Attentat verursacht. In dem Augenblick, wo die zur Bereisung Europas bestimmte Reformkommission Peking mit der Bahn verließ, explodierte eine Bombe in dem fiu sie reservierten Wagen. Shon wurde schwer, sieben andere Mitglieder der Kommission weniger schwer verwundet. Wutingfang ist leicht verlegt worden. Der Urheber des Anschlages, welcher sich im Wagen befand, ist in Stücke gerissen worden. Es ist bemerkenswert, daß die chinesischen Bombenwerfer sich gegen die Neuerungen wenden, welche die Regierung anstrebt. Ihre Vorbilder im östlichen Europa handeln genau in entgegengesetter Richtung. Der Präsident des russischen Ministerkomitees uno erfolgreiche Friedensunterhändler Witte ist von Paris in Berlin angekommen. Er machte einen Besuch bei dem Staatssekretär des Auswärtigen, Freiherrn von Richthofen, und hatte auch eine Unterredung mit dem Reichskanzler Fürsten Bülow. Witte beabsichtigte auch, mit Berliner Finanzleuten zu konferieren und soll vom Kaiser in Nominten empfangen werden. Schweiz. ** Bei der Schlußtagung des internationalen Friedens. fongresses spendete der polnische Graf Gourowsky eine halbe Million Frank für den Neubau des riedensmuseums in Luzern, das infolge Pachtablaufs des jetzigen Gebäudes verlegt werden muß. frankreich. ** Der frühere Kriegsminister Cavaignac ist gestorben. Er hatte das Kriegsministerium zweimal inne und zwar in den Kabinetten Bourgeois 1895-96 und Brisson 1898. Cavaignac ist auch als Schriftsteller mit staatswirtschaftlichen Schriften hervorgetreten. ** Ein großer Kolonialskandal scheint sich zu entwickeln. Der Bericht des kürzlich auf der Heimreise verstorbenen Afrikaforschers de Brazza enthält schwere Anklagen gegen den Kongogouverneur Gentil. Es handelt sich um furcht bare Grausamkeiten gegen die als Geißeln in Konzentra tionsfeldern vereinigten Frauen und Kinder, um große Unregelmäßigkeiten bei Entlohnung der im Staatsdienst angestellten Eingeborenen, um unerlaubte Begünstigung Gentil einer Privatgesellschaft und andere Handlungen. habe die Eingeborenen durch ungesetzliche Steuern bedrückt sie in der ungeheuerlichsten Weise foltern und häufig sum marisch hinrichten lassen. Er habe angeblich 20 000 Schwarze, durch die er die Vorräte für die Truppen am Tsadfee transportieren läßt, geopfert! Das Ministerium beschäftigt sich bereits mit der Angelegenheit. ** Balkan- Staaten. * Die Verstimmung zwischen Griechenland und Rumänien wegen der fortdauernden Grenzzwischenfälle hat sich in den letzten Tagen sehr zugespitzt. Der völlige Abbruch der diplomatischen Beziehungen steht bevor. Man erwartet die Vermittelung unbeteiligter Mächte. Rufsland. war im Manövergelände bei Briezen von einem Geschütz überfahren und getötet. Im Leichengefolge befand sich auch eine Abordnung des Offizierkorps, sowie eine Abteilung Unteroffiziere und Mannschaften des Feldartillerie- Regts. Nr. 57, während die Regimentskapelle die Trauermusik stellte. Kostbare Kranzspenden mit Widmungsschleifen vom Offizierkorps, den Unteroffizieren und Mannschaften bedeckten das Grab des so jäh aus dem Leben gerissenen Knaben. ** In Baku ist jetzt ein Friedensschluß zwischen Armeniern und Tataren erfolgt, der einige größere Aussicht auf Erfolg zu versprechen scheint. Zehn Muselmanen und zehn Armenier gewährleistaten mit ihrem nach Millionen zählenden Vermögen die genaue Beobachtung des Uebereinkommens, demzufolge im Falle von Mezeleien und Plünderungen der materielle Schaden den Familien der Getöteten und Verwundeten gegenseitig ersetzt werden soll. Ein Schiedsgerichtshof, bestehend aus fünf Armeniern und fünf Tataren, wird eingesetzt werden, um die Einzelheiten des Uebereinkommens auszuarbeiten und etwaige Schwierigteiten zu beheben. Das Uebereinkommen soll vom 14. Oftober ab in Kraft treten. Außerdem ist für den Oktober die Berufung eines allgemeinen Kongresses im Kaukasus geplant, wo die Fragen über die wesentlichen Gründe der feindseligen Haltung zwischen Armeniern und Tataren besprochen werden sollen. In Finnland sind zur VerStärkung der Garnisonen 4000 Mann eingetroffen. Polizeiliche Nachforschungen nach geheimen Waffenniederlagen in den Schären zwischen Kemi und Tornea sind ergebnislos berlaufen. In Mitau in Livland wurde der Pastor Schilling in seinem Hause erschossen. ** Mit dem japanisch- russischen Friedensschluß ist China nicht zufrieden. Aus Tokio wird berichtet, China habe Rußland und Japan notifiziert, daß es nicht einverstanden sein könne mit der Räumungsfrist, welche für die Mandschurei im Friedensvertrag festgesetzt worden sei. Ferner bestreitet China Japan das Recht, Militärposten längs der Eisenbahn aufzustellen. Der japanische Friedensunterhändler Komura ist von seiner Erkrankung wiederhergestellt. Er wird in den nächsten Tagen die Heimreise antreten. England errichtet mit Zustimmung Japans in Singapore eine große Flottenstation. Hof und Gesellschaft. † Vom Posten erschossen. In Königsberg i. Pr. wurde ein Unteroffizier des 1. Pionier- Bataillons von einem Posten seines Bataillons erschossen. Er war auf dessen Anruf nicht stehen geblieben, worauf der Posten Feuer gab. Der Unteroffizier wurde schwer verwundet und erlag seinen Verletzungen. Der Kaiser hat der Stadt Werben anläßlich der bevorstehenden Feier ihres 900jährigen Bestehens eine Nachbildung des in der Siegesallee stehenden Denkmals Albrechts des Bären zugesagt. Den Ort der Aufstellung will der Kaiser selber bestimmen. Soziales Leben. † Tod durch Milzbrand. Ein Kuhschweizer auf dem Rittergut Malsfeld in Hessen hatte sich an Rindvich, bei dem Milzbrand ausgebrochen war, aus Unvorsichtigkeit infiziert. Er starb unter fürchterlichen Tobsuchts- Erscheinungen. † Schreckliches Familien drama. Ein Schmied in Erfurt hat aus Wut auf seinen Schwiegervater seine junge Frau, mit der er erst drei Monate verheiratet war, getötet. Die Schwiegereltern weigerten sich, dem jungen Ehemann die Schmiede vor dem 1. Januar zu übergeben. Darob geriet der Mann so in Erregung, daß er seine im Bette liegende Frau durch einen Schuß ins Herz auf den Tod verwundete und dann auf sich selber einen Schuß abgab, der die Leber durchbohrte und den Tod nach fürchterlichen Schmerzen verursachte. Bis vor kurzem war der Schmied voller Liebe zu seiner jungen Frau gewesen. Arbeitsdifferenzen im Rheinland. Nachdem die letzten Versuche, die Streitigkeiten im Solinger Industrierevier beizulegen, gescheitert sind, erfolgte die Aussperrung sämt licher Messerarbeiter, die dem Metallarbeiterverband angehören. Im ganzen sind die Arbeiter von rund dreißig Firmen betroffen. † Hindernis im Suezkanal. Im Suezkanal ist der Dampfer Chatham" gesunken und hindert die Passage. Um diese frei zu machen, muß der Dampfen gesprengt werden. Hilfskaffe für Rechtsanwälte. In Hannover hat die 21. Generalversammlung der Hilfskasse für deutsche Rechtsanwälte stattgefunden. Das Geschäftsjahr 1904/1905 schließt ab mit einer Mitgliederzahl von 4980 gegen 4890 im Vorjahre. Der Kapitalgrundstock hat sich von 1003 642 Mark 11 Pf. im Vorjahre auf 1 072 700 mt. 85 Pf. erhöht. Für Unterstüßungen ist ausgeschieden der Betrag bon 113 118 Mt. 5 Pf. bon † Großfürst und Großherzogin. Der Großfürst Khrill von Rußland, der vor Port Arthur aus einem in die Lufi gesprengten Panzerschiff gerettet wurde, und die geschie. dene Gemahlin des Großherzogs von Hessen sollen sich ohne Einwilligung des Baren geheiratet haben. Beide halten sich in Bayern auf und sind fast täglich an den Ufern des Tegernsees zusammen. † Wieder das Automobil. An der französisch- spanischen Grenze überfuhr der Herzog von Medjuaceli mit seinem Automobil eine Frau, die ihren Verlegungen crlag. Der Herzog stellte sich selbst den Gerichten und bot den Hinter. bliebenen der Ueberfahrenen jede Entschädigung. Statistik der Berufserkrankungen. Da die bisher geübten Methoden zur Ermittelung gesundheitlicher Schädigungen in industriellen Betrieben sachverständiger Seite als nicht genügend bezeichnet werden, um den Behörden ein klares Bild von der Ausbreitung der Berufsfrankheiten und anderer mit der Industrie mittelbar im Zusammenhange stehender Krankheiten zu geben, ordnete der Regierungspräsident von Potsdam an, daß in Zukunft auch die Vorstände der Krankenanstalten zur Verbesserung ter Statistik regelmäßig herangezogen werden sollen. Nab und fern. bor Mord und Einbruch nicht zurückschreckten und bei Fact berjubelten, was sie während des Tages erfochten hatten. Als anno 1683 der Türfe vor Wien seine Scharen zur Be lagerung zusammenzog, wurden an 7000 Bettler als un nüze Esser aus der Stadt gejagt. Kaum aber war die Be lagerung beendet, so war auch das„ Bettlerpack" wieder da und trieb, wie es in einer alten Schrift heißt ,,, trotz der Stadtquardia, Numorwache und Bettlerpatente" ihr Wesen zur Belästigung der Bewohner. Zu den Zeiten der Kaiserm Maria Theresia fand sogar eine Bettler- Revolution statt, zu deren Bewältigung ein Regiment Dragoner aufgeboten wer den mußte. Schlimm war es, als der Staatsbankerott von 1811 viele Eristenzen dem Bettel in die Arme trieb, und auch 1847 führten schwere industrielle Katastrophen ihm neue Scharen zu. † Eine verwegene Fahrt. Unter dem Wagen eines Schnellzuges entdeckte man auf einer Station in der Nähe von Liverpool einen zehnjährigen Knaben, der dort auf der Achse saß und auf diesem gefährlichen Size schon eine ziem liche Strecke zurückgelegt hatte. Er wollte seine Tante in Huddersfield besuchen und war während der rasenden, Fahri nicht schwindelig geworden. Der Knabe hat schon niehrfach versucht, als blinder Passagier seinen Plan auszuführen. Einmal wurde er in einem Abteil erster Klasse entdeckt, in das er sich eingeschlichen hatte, ein anderesmal war er in einen Frachtwagen gestiegen, der aber nach einer anderen Station in Schottland geschickt wurde, von wo ihn die Polizei zurückbeförderte. 1 † Von der Gräfin Montignoso. Die frühere Kronprinzessin von Sachsen hat dem Dresdener Hof den Vorschlag unterbreitet, man solle ihr die kleine Prinzessin Monica dauernd überlassen, dafür wolle sie dann auf ein Wiederschen mit ihren anderen Kindern verzichten. † Eisenbahn- Unfall. Bei Swinemünde entgleiste ein Personenzug. Die Maschine und der Gepäckwagen stürzten den Bahndamm hinab. Mehrere Personen wurden leicht berlegt. Von Stettin und Swinemünde famen Hilfszüge. † Ueberfall eines Militär- Postens. Während der Naci wurde der am Gonsenheimer Tor zu Mainz stehende Posten von Soldaten überfallen und durch Messerstiche schwer verlegt. Sein Gewehr und Seitengewehr sind verschwunden, eine scharfe Patrone fehlt. † Ein Säugling verbrannt. In Hörde gossen die Kinder einer Bergmannsfamilie, die allein zu Hause gelassen waren, den Inhalt der Petroleumfanne ins Feuer. Die Kanne explodierte, und dadurch entstand ein Brand, der den Kinderwagen ergriff, so daß der in ihm liegende Säugling jämmerlich verbrannte. † Zusammenstöße zwischen Lokomotive und Straßenbahn. Eine vom Bahnhof Kalk bei Köln kommende Lokomotive fuhr in die von Deutz kommende Straßenbahn, die mit Erwachsenen und Schulkindern dicht besetzt war. Der Motorwagen und die Anhänger wurden demoliert. Eine Person wurde getötet, sieben wurden lebensgefährlich verletzt. † Ein Schulknabe mit militärischen Ehren beerdigt. Der dreizehnjährige Sohn eines Schmiedemeisters in Trebnik fgung derfelbe leugnen wollen, verdient. Bein berühren will für die ganze Maßftabe die müffen, fo ift Bof. 4. fchaftlichen Geb Folge des gleid Bof 6. für den Ausf feien, bedarf et Als Ber Rammer im 3 trägen auf e den Stier bei Man hat in Wien von jeher bestimmte Kategorien vo Angehörigen des Bettlerhandwerks unterschieden. Im Mittelalter hatte man die sogenannten„ Audienz- Brüder". Das waren solche Bettler, die hochgestellte Herren in ihren Palästen heimsuchten. Einem von diesen Gesellen gelang es eines Tages, bis zum Kaiser Leopold I. vorzudringen, und als er mit der Gabe, die der gutmütige Monarch ihm reichte, nicht zufrieden war, nahm der freche Patron ein Goldstück von des Kaisers Schreibtisch und verschwand damit. † Hinrichtung eines Mörders. In Mannheim wurde der Fabrikarbeiter Becker hingerichtet. Er hatte das Dienstmädchen Senger, die ihm Vorwürfe darüber machte, daß er sie hatte sißen lassen, mit einem Beil erschlagen. Neuerdings sind diese Leute von den Bettlern abgelöst, die ihre feste Kundschaft" haben und meist in ziemlichem Wohlleben ihre Tage verbringen. So ein Bettler gehört zum Haus". Er erscheint dort ein- bis zweimal die Woche mit der Pünktlichkeit eines Bureaukraten, um seine ein für allemal bestimmt abgemessene Gabe in Empfang zu nehmen. Dann kommen die Krüppel. Sie könnten sofort in einem Armen- Institut Aufnahme finden, allein sie ziehen es vor, die Straßen unsicher zu machen. Ein stadtbekannter Krüppel, der auf den Stümpfen seiner amputierten Beine und auf den Händen sich fortbewegt, die er durch Holz, schemel vor dem Straßenschmuz schüßt, wurde von der Behörde in das Landesversorgungshaus geschafft. Nach acht Tagen war er verschwunden, weil er, wie er erklärte, ohne seine Geliebte nicht leben könne. † Kindesmord. Auf dem Bahnhofe in Görlitz wurde ein Mittelschullehrer und seine achtzehnjährige Braut verhaftet. Der Lehrer hatte das neugeborene Kind seiner Braut in einem Gasthofe zu Weißwasser lebend in die Senfgrube geworfen, wo es starb. Das Paar wollte nach Zürich flüchten und führte Zyankali mit sich. † Einsturz einer Kirche. In Fellegora in Italien stürzte eine im Bau begriffene Kirche ein. 25 Arbeiter wurden unter den Trümmern begraben. Zwei waren sofort tot. Elf sind schwer verletzt. Aus dem Gerichtsfaat. Bie hod ift objetten burd bon Durchschn mühsam. Sh Grund Gebäud Bewerb nur Enfomme von ihrem Ginton der Regierung for Berhältniszahlen 30jährige Rampf Mera Kühler fei Die gleich ausbelastung de damit ist die Recht einträglich ist das Geschäft der Bettler, die an den Kirchentüren einen Stammplaß haben. Solche Stamm gäste finden sich auch bei den Klöstern ein, wo sie Suppe und Brot erhalten. Diese dürfen sich vor dem verteilenden Frater schon etwas herausnehmen. So fann man wohl ein altes Weibl sagen hören: Hören S, i saget's halt do amal in der Kuchl, daß s' net gar so viel Kümmel in d' Suppen geben.' s is ja nei zum' nunterbringen!"- Oder:„ Allerweil Erbsensuppen!' s draht ein ja schon' n Magen um. Und g'wöhnli' is s' versalzen. Wann i in ein' Kloster wär', i tat mi schamen,' n Leuten so was 3'geben." Der Frater lächelt zu solchen Bemerkungen gewöhnlich milde. Er weiß ja, daß die Leute, wenn sie auch schimpfen, andern Tags doch wieder kommen. Zu dem Bettler gehört der„ Gsiberlfelberer", das ist der Bettelbriefschreiber, eine Wiener Spezialität, die von der Polizei mit Eifer verfolgt wird. Der Gsiberlfelberer" tennt alle Wohltäter von Wien und weiß, wie man an jeden einzelnen schreiben muß, um ein Almosen zu bekommen. Seinen Geschäftsfreunden" gibt er solche Adressen und diktiert ihnen dazu gleich die betreffenden Gesuche. Er er hält dafür einen Anteil an dem Almosen. Auch auf diese Weise kann man ein ganz auskömmliches Dasein führen, wie der Fall eines ehemaligen Gerichtsbeamten beweist, der sich nach einer erlittenen Strafe wegen Veruntreuung auf die„ GsiberIfelberei" warf und seinem eigenen Geständ nis nach bei diesem Geschäft im Monat durchschnittlich 150 Gulden verdiente. § Die Mädchenmorde in Hannover. Vor dem Schwur gericht zu Hannover begann gestern der Prozeß gegen die beiden Mädchenmörder Postschaffner Büther und Schuhmacher Paul. Am 11. April d. I. ermordete Büther das im gleichen Hause mit ihm wohnende 7½jährige Mädchen Erna Schaare, zerstückelte die Leiche und verbarg sie im Keller. Der Hauswirt Schuhmacher Paul wurde als Anstifter und Mittäter festgenommen. Bei den polizeilichen Nachforschungen fand man im Keller noch eine zweite Leiche, und zwar diejenige des seit 1901 verschwundenen Mädchens Else Kassel. Büther bezichtigte zuerst Paul des Mordes der Else Kassel, nahm dann aber die Beschuldigung zurück. Paul leugnet jedwede Beteiligung. Die Gesamtverhandlung wird unter Ausschluß der Deffentlichkeit geführt. Wiener Bettler. - Bilder aus der Kaiserstadt an der Donau. ,, Ein Armer tät schön bitten!"- Wie oft hört man mil diesen Worten sich auf einem Gange durch die Straßen Wiens angesprochen. Der Bettel in Wien rangiert bald mit dem in den südlichen Ländern, in Italien, in Spanien, auf einer Stufe. Es ist ein merkwürdiges Gewerbe, der Wiener Bettel, und er schließt sonderbare Gestalten in sich. Das hängt mit der geschichtlichen Entwickelung zusammen. Denn der Bettlerstand in Wien hat seine Geschichte. Diese meldet uns von förmlichen Bettler- Epidemien, die es zu Zeiten in der schönen Donau- Raiserstadt gegeben hat. Eine der schrecklichsten grassierte während der Zeit der großen Best. Damals waren, wie die Chronisten berichten, drei Vierteile aller Wiener Einwohner„ Bettelleut", die auch Kunft und Wiffenfchaft. worden. Die Ausschlag der tonn auch heut die Umlagen in Steuerobjekte b punkt der zu li зи Für die nach der Lei während die Rüdfchritt ma fügt fidh babe und Begenleift Sie fürchtet fi LN Ein Freskogemälde aus dem 16. Jahrhundert. Im Westchor des Domes zu Trier entdeckte inan unter einem Ralfanstrich ein wertvolles, farbenprächtiges, aus dem Jahre 1570 stammendes Freskogemälde, das den heiligen Michael darstellt. Das Gemeindeumlagegeseh. Von Abg. Moellinger Pfeddersheim. Wenn ich diese vielbesprochene Marterie aufgreife, so ge schieht es, weil ich als Vorsitzender des Sonderausschusses Zweiter Kammer und als langjähriger Kämpfer für die Steuerreform glaube, einige Renntnisse in dieser Frage zu besigen und durch deren Mitteilung hoffe, der Aufklärung dienen zu können. Der Bund der Landwirte hat in seine Versammlung zu Mainz eine Resolution angenommen, deret einzelne Pofitionen mir Veranlassung bieten sollen, die ent sprechenden Bemerkungen zu machen. Bos. 1 gibt der Besteuerung, wie sie jest besteht, der Vorzug vor einer Wertbesteuerung. Der Satz kann zur Not für die Besteuerung der Grundstücke zugegeben werden, für die Gebäude absolut nicht. Pos. 2. Die Ermittelung der Reinertragszahlen ( Steuerfapitalien) der Grundbücher für die Grundstücke in den Jahren 1824-27 war eine ungemein große und mühe volle Arbeit. Zur Feststellung dieser sogenannten Bodenrent bedurfte es der Prüfung der Bodengüte, des Klimas, der Aufstellung geeigneter Fruchtfolgen, Ermittelung der Ernter erträge, der Produktenpreise und endlich der Koften, bis man den Reinertrag in einer Zahl ausdrücken konnte. Bahlen waren also auf fortwährend wechselnde Größen ( Preise, Löhne usw.) gegründet und hatten nach wenig Jahren feinen positiven Wert mehr, fonnten nur als Berhältniszahlen unter sich gelten. Diese einzelnen Perfo gebung. Und gewaltige Umm fähigkeit vont auf die Schult die größeren bebentlich ersche feuerbelaftung laffen, sondern e Der Steuerlaft ge Bos. 3. Auf die Gebäude diese Bodenrenten- Theorie anwenden zu wollen, wie es geschah, und Zahlen auf die Dauer gründen zu wollen, welche in gleicher Höhe mit den Grundstücken besteuert werden sollten, war nach Lage der Verhältnisse ein großer Fehler. Es war bei den 30jährigen Verhandlungen über die Steuerreform in der 8weiten Rammer eine ständige Forderung: die Trennung der Gebäude fteuer von der Grundsteuer. * Freihe des preußis Braunschweige Freitag einen& heim als geeign bezeichnet wird, Das Blatt schre zurüdgefehrt und hehen fei, um Rachfolger für if den ungekrönten zu Herrnsheim. bürger ift, fcheint unruhigen. Aber Der Grund wird Angelegenheit mit magnaten verdor Den Bergherren leid geworden u Hibernia an de einen größeren aber fie glau Möller batter würden. S Handelsminif in Freiherrn der Bergherre dabin. Freib Bertreter der auf die Beche deutlich aus f wirklich an M Minister erhalt Von ander Möller fehrte a Das Gericht vor wird von gut in ** wer hef biesjährige Haupt Domberg ab. t. Stadtth Dienstag, 3. Of feine Saifon 1904 hingewiesen, daß b on heute ab in gegeben werden. Die fortwährend wechselnde Aenderung der Grundlage int morgen. der Besteuerung macht zur Notwendigkeit eine leichte Fest birb, wie fon Die Bal erfochten hatten n und bei Tagung derselben. Kein Theoretiker, fein Praftifer wird auf der Strecke verkehrenden Züge sind die folgenden:| Roman toftet sonst allein in Buchform 5,- Mt. Ferner Scharen zur Be Bettler als un ber war die Be pad" wieder do heißt, trotz de ten der Staijern leugnen wollen, daß hierbei die Wertfestsegung den Vorzug verdient. Beim Gewerbebetriebe, den ich hier nur nebenbei berühren will, ist dieses noch viel dringlicher. Und da doch für die ganze Gruppe der Realsteuern nach einem einheitlichen Maßstabe die Grundlagen der Besteuerung gebildet werden Bof. 4. Die Buziehung des Wertes der landwirtFolge des gleichen Verfahrens beim Gewerbebetrieb. Stockheim ab: früh 3 Uhr 55 Min.( nur Montags), 5 Uhr 10 Min., 8 Uhr 25 Min., 2 Uhr 25 Min., 6 Uhr 27 Min; ab Heldenbergen- Windecken: 7 Uhr, 12 Uhr 25 Min., 4 Uhr 50 Min., 8 Uhr 25 Min. Ade Büge halten auf den Zwischenstationen an. * Am Sonntag hielt der hessische Lehrer- Turnverein in der Turnhalle zu Gießen seine zweite Haupt" erhalten alle neuen Abonnenten den bisher in den früheren Heften zum Abdruck gebrachten Teil des Romans ber gefeierten Schriftstellerin: Emilie Erhard( Baronin von Wartburg) Die Rose vom Haff", es sind dies ca. 300 Seiten in Buchform, vollständig gratis nachgeliefert. Für die Bestellung wolle man die an dem beiliegenden Prospekt befindliche Beftellfarte abtrennen und das Abonnement bei der auf der Univ.- Buchhandlung( Ernst Legler) aufgeben. ente" ihr Wesen müssen, so ist die Wertbestimmung vorzuziehen. Solution statt, fchaftlichen Gebäude und des Betriebskapitals ist eine einfache versammlung ab. Der Verein, der seit vier Jahren besteht, Karte aufgedruckten Firma, also bei der J. Rider'schen aufgeboten wer tabanterott bon rme trieb, und tajtrophen ihm Kategorien be erschieden. Pos. 6. Die Frage, ob die Grundstückekataster heute für den Ausschlag der Gemeindeumlagen noch brauchbar feien, bedarf etwas eingehend.rer Behandlung. Als Berichterstatter des Finanzausschusses Zweiter Rammer im Jahre 1873 über eine größere Anzahl von AnTudienz- Brüder trägen auf Renderungen in der Steuergesetzgebung habe ich Herren in ihren ben Stier bei den Hörnern gefaßt und die Frage gestellt: ift in 9 Bezirke geteilt, bie 201 Mitglieder umfassen; außerdem gehören dem Verein aber noch 38 Einzelmitglieder an. Die Behörden waren auf der Versammlung durch Brovinzialdirektor eheimrat Dr. Breidert, Regierungsrat Dr. Wagner, Kreisarzt Medizinalrat Dr. Haberforn und Kreisschulinspektor Kleinschmidt vertreten. Als Vertreter der der Stadt war Stadtrat Jann erschienen, während Stadtrat Helm als Gauvertreter den Verhandlungen beiwohnte. Im 1. borzubringer objekten durch die Steuern belaftet? Diese Ermittelungen fog. schwedische Turnen und sprach sich sehr wohlwollend über Gefellen gelang Bie hoch ist das Einkommen bei den einzelnen Steuer- Laufe der Sigung erklärte fich die Vesammlung gegen das ge Monarch ihn che Patron ei rschwand dami ettlern abgelöf in ziemlichen Bettler gehör feine ein für ng zu nehmen. mal die Woch fort in einem Biehen es vor ſtadtbekannte: utierten Bein de bord Solz von Be afft. Nach ach er erklärte, ohn Bettler, die Solche Stam o fie Suppe un em berteilende fann man mo faget's balt de I Kümmel in d terbringen!" ein ja schon' n 1. Wann i in Beuten jo was Bemerkungen mmen. rer", das ist der ät, die von der Gfiberlfelberer von Durchschnittszahlen für das ganze Land waren sehr mühsam. Ich fand annähernd, daß der Grundbesit Gebäude Gewerbe 6,7%= 4fach 4,87%= 3fach 3,07%= 2fach 1,57%== 1 fach nur Enfommensteuerpflichtige von ihrem Einkommen bezahlten. Große Probeeinschätzungen der Regierung fonnten nur unwesentliche Renderungen der Berhältniszahlen erweisen und aus ihnen entspann sich der 30jährige Kampf um die Steuerreform, der zuerst in der Mera Küchler seinen endlichen Abschluß fand. Die gleichmäßige Belastung aller Einkommen, mit Vorausbelastung der fundierten, war die Regel geworden und damit ist die Staatsgrundsteuer auf die Hälfte herabgesezt worden. Die Verwendbarkeit der alten Steuerkapitalien zum Ausschlag der Gemeindeumlagen fonnte damals nicht und fonn auch heute so lange nicht bezweifelt werden, als man die Umlagen in dem seitherigen Berhältnis auf die einzelnen Steuerobjekte verteilen will. Allein hierin liegt der Schwerpunkt der zu lösenden Frage. Für die Staatsbesteuerung werden die Steuern nur nach der Leistungsfähigkeit des zu Besteuernden erhoben, während die Vorlage der Regierung wieder den offenbaren Rückschritt macht, die Realobjekte doppelt zu belaften. Sie fügt sich dabei auf den unbeweisbaren Begriff von Leistung and Gegenleistung zwischen Gemeinde und den Steuerzahlern. Sie fürchtet sich vor der Verschiebung der Belastungen der Zeute, wenn fie einzelnen Bersonen infolge von Beränderungen der Gesez gebung. Und doch hat das ganze wirtschaftliche Leben so gewaltige Umwälzungen erfahren, hat so sehr die Trag fähigkeit von dem Bauern, dem kleinen Gewerbetreibenden auf die Schultern der Arbeiter mit Hand und Kopf und auf die größeren Einkommen verschoben, daß es nicht nur unbebentlich erscheint, eine höhere Heranziehung der EinkommenSteuerbelastung bei den Umlagen wie seither eintreten zu laffen, sondern es im Intereffe einer gerechteren Verteilung der Steuerlaft geboten ist, dies zu tun. Die man an jeden zu bekommen. e Adressen und Bejuche. Er et Auch auf dieje Dasein führen amten bewert Beruntreuung igenen Gefi chschnittlig 150 Wiener Be aft. hrhundert. I an unter einem aus dem Jahr eiligen Michael ſet. heim. aufgreife, fo Sonderausfue ämpfer für die * ( Schluß folgt.) Lokales. 26. September 1905. Freiherr v. Heyl zu Herrnsheim Nachfolger des preußischen Handelsministers Möller? Die Braunschweiger Neuesten Nachrichten" beachten am letzten Freitag einen Artikel, in dem Freiherr v. Heyl zu Herrnsheim als geeignetster Nachfolger des Handelsministers Möller bezeichnet wird, dessen Verabschiedung unmittelbar bevorstehe. Das Blatt schreibt: Herr Möller ist wieder nach Berlin zurückgekehrt und Eingeweihte wollen wissen, daß es nur geschehen sei, um Abschied zu nehmen. Ja, man hat einen Nachfolger für ihn bereit und zwar feinen geringeren als ben ungekrönten Ränig von Worms", den Freiherrn Heyl zu Herrnsheim. Daß Freiherr von Heyl hessischer Staatsbürger ist, scheint unsere Ministerstürzer weiter nicht zu bes unruhigen. Aber warum soll der lange Möller" gehen? Der Grund wird darin gefunden, daß er es bei der HiberniaDiefer Frage Angelegenheit mit den westlichen Industriellen und Kohlen magnaten verdorben hat. Diese oppofitionelle Haltung ist den Bergherren im Rheinland und Westfalen schon längst leid geworden und sie möchten nicht nur in den Verkauf der Sibernia an den Fistus einwilligen, sondern auch dem Staat einen größeren Einfluß auf das Kohlensyndikat zugestehen, aber fie glauben, daß die Differenzen, die sie mit Herrn Röller hatten, dieser Absicht hinderlich im Wege stehen würden. So drängen fie auf einen Personenwechsel im Handelsministerium hin. Wie weit freilich sich die Hoffnungen, in Freiherrn v. Heyl ein gefügiges Werkzeug für die Biele der Bergherren zu finden, bestätigen werden, steht noch sehr dahin. Freiherr v. Heyl gilt für einen sehr energischen Bertreter der Arbeitgeber- Interessen, aber er ist andererse.ts auf die Bechenbefizer durchaus nicht gut zu sprechen, wie deutlich aus seinen Reden hervorgeht. Sollte Frhr. v. Heyl wirklich an Möllers Stelle treten, so würde Preußen einen Minister erhalten, mit dem nicht zu spaßen ist. der Aufkläru te hat in fei genommen, de follen, die jest beftet Sag fann eben werden, Reinertragale ie Grundflüce in große und annten Berente bes line, be Gelung de Ernte in, bis m onnte. Di elnde Größ wenig Joh Serhältniszahla enrenten- Theorie Bahlen auf er Höhe mit T nach Lage i ben 30jährig in ber 8weit ung der Gebäude ng ber Granblog eine leichte Fe Von anderer Seite wird geschrieben: Handelsminister Möller fehrte am Mittwoch Abend von seinem Urlaub zurück. Das Gerücht von einem bevorstehenden Rücktritt des Ministers wird von gut informierten Kreisen zurückgewiesen. * ** Wer hessische Volksschullehrerverein hält seine biesjährige Hauptversammlung vom 2. bis 4. Ditober in Homberg ab. tt. Stadttheater Gießen. In nächster Woche, am Dienstag, 3. Oftober, eröffnet das Gießener Stabitheater feine Saison 1904/05 Es sei auch an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß die Abonnements zu den alten Bedingungen bon heute ab in Ernst Challiers Musitalienhandlung ausgegeben werden. Der Prospekt für die kommende Spielzeit erscheint morgen. * Die Bahnstrecke Stockheim- Heldenbergen wird, wie schon mitgeteilt, am 1. Oftober eröff set. Die die Einführung des Turnunterrichts in den Fortbildungsschulen aus. Die nächste Hauptversammlung findet 1907 in Worms statt. * Fleischtenerung und Kanichenzucht. Das anhaltende Steigen der Fleischpreise hat es mit sich gebracht, daß sich vielfach, namentlich in den Kreisen der Handwerker, der fleinen Beamten und Arbeiter das Bedürfnis geltend macht, durch eigene Bucht von zahmen Kaninchen sich Fleischnahrung zu beschaffen. * ** Die Musik im Auto. Am Sonntag durchfuhr Gießen ein Automobil, dessen Insassen recht lustig ein Instrument spielten. Für das schon spärlicher werdende Bostillonghorn ist also, Gott sei Dant, Erjak za. - Diese Lollar. Dem Vernehmen nach sollen die Geschäftsräume unserer Bürgermeisterei für die Zukunft immer im Rathause sich befinden und auch der zukünftige Bürgermeifter ftets seine Bureaustunden dort ansezen. Einrichtung finden wir für nur zeitgemäß, zumal Lollar sehr viel Arbeiterbevölkerung hat und das Rathaus nicht weit von der Hütte entfernt ist. Hoffentlich werden die Bureauftunden zu einer Beit angesetzt, da der Einzelne- wenn er auf der Bürgermeisteret zu tun hat seinen beruflichen Arbeiten Einbuße erleidet. weniger in *** Lollar. Am Montag Abend fand hier im Gasthaus " Bum Schwanen" eine von der Arbeiterpartei einberufene öffentliche Versammlung statt, zu welcher sich auch hatten. Der Zweck der Versammlung war die Aufstellung eine Anzahl Landwirte und Gewerbetreibende eingefunden von Kandidaten für die bevorstehende Bürgermeisterwahl. Gemeinderatsmitglied Schub leitete die Ver handlungen in ruhiger und recht sachlicher Weise. Nach längerer Debatte wurden als Kandidaten aufgestellt der Beigeordnete Heinrich Schmidt 6. und der Sparkassenrechner Carl Schwalm. Die Bevölkerung weiß nun, wer offiziell bei der nahe bevorstehenden Bürgermeistwahl in Frage tommt und es ist fernerhin Sache der Wähler, auf welchen Kandidaten die Mehrheit sich vereinigt. Die Wahl findet übermorgen, Donnerstag, von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 2 Uhr, im Rathause statt. - * Braunfels. Das 23. Turnfeft des Lahn- Dill- Gaues hat dem hiesigen Turnverein eine Einnahme von 300 Mt. eingebracht. Der Verein hat noch 4500 Mt. abzutragen. + Marburg, 25. September. Dem Justizrat Theodor Weliter ist zu seinem 50jährigen Dienstjubiläum, das er dieser Tage beging, der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen worden. * Hanau, 25. September. Neuer Preß- Prozeß. Gegen die beiden hiesigen Lokalblätter sind jezt von sämt lich Mitgliedern des sozialdemokratischen Martenkonsumvereins Klagen wegen Beleidigung durch die Presse angeftrengt worden. Die Klagen stüßen sich sämtlich auf Sprechsaalartikel, in denen die Verhältnisse des Markentonsumvereins abfällig beurteilt wurden. > Mainz, 25. September. In der gestern hier abgehaltenen Landesversammlung der hessischen Geflügelzüchter wurde der Zusammenschluß der drei Provinzialzuchtverbände zu einem Landesverband hessischer Geflügelzüchter beschlossen. Die Vorsitzenden der Provinzialverbände übernehmen die Ausarbeitung des Arbeitsprogramms und der Sagungen und veranlassen die Zuwahl von je drei bis sechs Mitgliedern aus den Provinzialverbänden in den Vorstandsverband, der dann von dem Provinzialverband gewählt wird. Mainz. 25. September. Ein Poften über. fallen. In letter Nacht ist ein Posten bei der Gonsenheimer Torwache am Pulvermagazin hinterrücks überfallen und durch zahlreiche Stiche tödlich verlegt worden. Die Patrouille fand den Soldaten bewußtlos in einer Blutlache liegend. Gewehr und Seitengewehr fehlten. Die Täter fonnten bis jetzt noch nicht verhaftet werden. × Worms, 25. September. Ausschlag im Gastwirtsgewerbe. Der hiesige Gastwirteverein hat infolge der hohen Fleischpreise eine Erhöhung der Preise für Speisen beschlossen. Geschäftliches. illustriertes Familienblatt, geschmückt mit zahlreichen, Ein äußerst billiges und trotzdem reichhaltiges, hübschen Fäustrationen, ist die Zeitschrift Von Land zu Land." Ene farbenprächtige Kunstbeilage, die später eingerahmt werden fann, liegt jedem Heft bei. Das jezt so beliebte Familienblatt Bon Land zu Land" hat sich die Aufgabe gestellt, das Blatt des deutschen Bürgerhauses zu fein, und der überaus billige Preis von nur 15 Pfg. für das alle vierzehn Tage erscheinende Heft( also nur 7 Pfg. wöchentlich) sichert dieser Beitschrift, wie ja schon ihr Name fagt, eine von Land zu Land gehende Verbreitung. Unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt der Zeitschrift Bon Land zu Land" bei. Wir empfehlen Ihnen ein ProbeAbonnement von dem neuesten Heft ab zu bestellen. Mit diesem beginnt der Abdruck des in der ganzen Welt Aufsehen erregenden Romans:„ Der Weltkrieg" von Hauptmann A. Niemann. Dieser Brief- und Fragelaften der Redaktion. Nach Ruppertenrod. Ihre lezte Karte fann uns ebenfalls nicht bestimmen, die rein geschäftliche Notiz der betr. Werte im Reklameteil gratis aufzunehmen. Marktberichte. Sieken, 26. Sepbr. Auf dem heutigen Wochenmartt tofteten Butter per Pfb. 1.10-1.25 W., Hühnereier per Stid 7-8 Pfg., Enteneter St. 6-7 Bfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Kasematte 2 St. 5-6 Bfg. Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar T. 0.80-1.00, Hühner per Stud Mr. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stid 1.80-2.20, Gänse per fb. 00-00 fa., Ossenfleisch per Pfo. 72-82 fg., Rindfleff per Bfb. 70-72 fg. per Pfd. Schweinefleisch 76-86 Bfg. Schweine fleisch gesalzen per Pfund 0.90 Bfg., Kalbfleisch per Bfb. 70-80 Pfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 5.00-550 m., Zwiebeln per St. m. 6.00-8.00, Weistraut 10-15 Pf. per Stüd, Sentner 3-4 Mr. Aepfel per Pfund 10-30 Bfg. Zwetschen per Zentner 6,00.- 7.00, Kirschen per Pfd. 00-00 fg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktgeis von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktjeit im Umherziehen fellgeboten werben. Die Martpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 25. September 1905. Höchste Schlachtbtehpreise in Frank urt a. M. 50 kg Schlachtgewicht 80-85 m. Fleischpreise in Gießen / kg 72-82 Pf. TO Dosen Kälber 1/8" W Schweine do. Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg 18.20-00.00 M. Roggen do. 15.80-00 00 86-90 Pf. 74-00 60. 70-80 " " " do. 76-86 Brotpreise in Steßen Weißbrot 2 kg 52 f. Schwarzbr. do. 48 - Motierungen der Frankfurter Viehmarktpreise. Frankfurt a. M., 25. September 1905. Zum Verkauf flanden: 436 Dchsen, 69 Bulles, 680 Kühe und Färsen( Stiere und Kinder), Kälber, Schafe nnd Hämmel, 296 Schweine, 445 8tegen, 1478 Biegen- uud Schaflämmer. Aus Defterreich: 146 Ochsen, 0 Bullen. Bezahl wurden für 100 fund: Schlacht- Leben - Ochsen: gewicht gewicht a. volfleischige, ausgemästete höchften Schlachtwertes bis zu 6 Jahren b. jurge fischige, nicht ausgen äftete unu ältere ausgemäftete Ma 80-85 74-76 c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere 68-72 63-65 61-63 - Bullen: a. bollfleischige höchsten Echlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): a. bolfleischige ausgemäftete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes b. bol fleischige ausgemäfteten Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) d. mäßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) e. gering genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Kinder) Geschäft mittelmäßig. Ueberstand mäßig. I T 71-73 1 68-70 52-54- 50-51 - 1 Frankfurt a. M., 25. September. Fruchtmartt. Es notterten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer mt 17.40-17.50, kurhessischer Mr. 17.40-17.50 Roggen, hiesiger Mr. 15 35-15.60, russischer Mt. 15.90-16 25 Gerste, hiesige Mr. 16.75 bis 17.25, Pfälzer Mt. 17.50 bis 17.90, fränkischer Mt. 00.00.- 00.00, Riedgerste Mt. 17.25 bis 17.90 Hafer, htestger und Wetterauer Mr. 14.75-15.25, turhessischer Mr. 14.75-15 25, bab erischer Mr. 14.75-15.50, Mais, Mired Mr. 13.40-13.60. Alles pro 100 Kilo ab hier. Meh I wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hiesiges 0, Mr. 26.75-27.75, feinere Marten Mr. 29.00-29.25, hiesiges, Nr. 1, Mr. 24.75 bis 25.25, feinere Marten Mr. 26.00-26.50 hiesiges Nr. 2, Mt. 23.75-24.25, fetnere Marten Mr. 24.75-25.25, hiesiges Nr. 4, Mr. 19.00-19.50 feinere Marten Mr. 20-20.50, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mr. 23. bts 24.25, do. 1 Mt. 21.00-21.75, bo. 2 Mt. 17-18.00. Wetzenschalen Mr. 4.70-5.00, Weizenkleie Mt. 4.90--5.20, Roggenflete Mr. 5.75-6.00, Weizenfuttermehl Mt. 6.50-7.50. * Wochenbericht der Zentralstelle für Obstver. wertung in Frankfurt a. M. Die Durchschnittspreise betrugen: Pfirsiche 20-23 Mt., Brennzwetschen 5 Mt. andere Zwetschen 8-11 Mt., Preißelbeeren 22-25 Rt., Tafeläpfel, frühe Sorten 10-15 Mt., späte Sorten 15-30 Mt., Birnen frühe Sorten 10-14 Mt., späte Sorten 15-25 Mt., Kochbirnen 6 Mt., Relteräpfel 7-8 Mt., Trauben 12-16 Mt., alles per Zentner. Gießexer landwirts@ aftlicher Wetterstext. Boraussichtliche Bitterung in Hessen für Mittwoch, den 27. September. Vorwiegend heiter und trocken, am Tage mäßig warm, nachts fühl, stellenweise Morgennebel. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentett: Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belbe in Gießen. Stadt- Theater Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Eröffnung der Spielzeit 1905/06 Dienstag, den 3. Oktober mit: Der Kaufmann von Venedig. Abonnements werden von heute ab in Ernst Challiers Musikal ionhandlung zu den alten Preisen ausgegeben. Den vorjährigen Abonnenten werden die alten Plätze bis Samstag, don 30. Soptombor reserviert. Darmstädter Pferde- Lotterie. Siebung am 13. Oftober. 1 208 uur 1 art. ( 3lebungstifte und Porto 20 fg.) 1 eleganter Dagen, Sweispänner mit 2 ferben und fomplettem Gefcirr im Werte von ca. 2r. 6000. 1 Re'tpferb mit Sattel und Baum im Werte v. ca. r. 2000. 1 Stubiwagen mit 1 Bferb und Geschirr 1. 23. b. ca. 32r. 1700. Nr. 10 300. 17 Pferbe ober Wohlen im Gesamtwerte von 535 aubere Gewinne im Gesamtwerte von wr. 5000. Bofe sind zu besieben burd): L.F.Ohnacker, Darmstadt und alle Loseverkaufsstellen. Kochregeln for MAGGI's Suppen Schutzmarke 1. Man nehme zum Kochen das vorgeschriebene Quantum Wasser, aber wirklich nur Wasser und nicht etwa genalzone Fleischbrühe. 9. Man koche die Suppe auf kleinem Feuer und zwar einzelne Würfel genau so lange, als es die Gebrauchsanweisungen vorschreiben, mehrere Würfel zusammen etwas länger. 3. Man füge den Suppen weder Salz noch Pfeffer bei, da sie die erforderlichen Gewürze bereits in genügender Menge enthalten. Versteigerung. Wittwoch, ben 20. ep. 1905, wachmittagsbr werben im Biefer fchen Saale verftelgert: Flechten nes, und trockene Schuppenflechte, skroph. Eksema, Hautausschläge Bekanntmachung, Der Wahrheit die Ehre! die Bedienung der Rückstauverschlüsse betr. Es gibt Leute, bie steif und hartnäckig bebaupten, Bauern freube" finbe bet ben Landwirten feinen Anflang. Das ist ble größte Inter Sinweis auf§ 18, Absatz 2 der Polizeiber- Züge, ble je( verbreitet worden ist. Dem gegenüber sei feſtgeſtellt: nicht bestritten Grundflücken im Anschluß an bie ftübtische stanalisation 1) Es ist so werben, baß, Bauernfreube betreffend, welchen wir nachstehend zum Abbruck bringen, maden wir diejenigen Sausbefiger, welche ihre Grund Stücke an bie Neufanalisation bereits angeschlossen haben, barauf aufmerksam, daß am Donnerstag, den 28., in mehr als 40.000 großen unb fleinen landwirtschaftl Betrieben mit aufrieben stellendsten Erfolgen ständig Berwendung findet. nicht, bestritten Freitag, den 29. und Samstag, den 30. Septem. 2) Es ist so werben, baß eine große An ber d. 38. eine Spülung sämtlicher Straßentanäle borgenommen wird. teßen, ben 25. September 1905. Großh. Bürgermeisteret Gießen. Me cum. Der Eigentümer hat für den ordnungsmäßigen 8ustand und die richtige Handhabung des Verschlusses Sor ge zu tragen und ist allein für alle, durch etwaigen Rückftau des Stelwassers hervorgerufene Schäden berantwortlich. Die Verschlüsse sind so anzubringen, daß sie jeberzeit, aud) bei Rückstau zugänglich sind und bequem gehandhabt werden können. Bekanntmachung. Samstag, den 30. September b. Js., nachmittags 3 1hr, sollen in dem Schulhause Afterweg ( Gewerbeschule) zwei aterrichtskurse für ersich liche Handarbeit mit je breistündiger wöchentlicher lnterrichtszeit eingerichtet werden. In dem einen der felben werden die Schüler mit Bapparbeiten und in dem anderen mit Serbschnittarbeiten und Modellieren in Ton befchäftigt. Zur Beteiligung an dem Unterricht können ältere Schüler der Boltsschule sowohl, als auch Schüler der höheren Lehranstalten zugelaffen werden. Für Werkzeuge und Materialien, welche den Schülern während der Unterrichtszeit gestellt werden, sind von jebem derfelben 2 Mart zu entrichten; die Schüler der höheren Lehranstalten haben außerdem noch ein Schulgelb von 4 Mr. zu bezahlen. jabl von Autoritäten, Bro fefforen, Tierärzten, Chemiferr u. f. w. jich in lobenber We über die Billigkeit und 2Birksamkei ber Bauern freube" geäußert haben. und taun nicht bestritten 3) Es ist so werben, baß, Bauernfreube bank ihrer 2ẞirksamkeit sid ständiger Berwendung in ben Betrieben einfichtiger und umsichtiger Landwirte erfreut und biefen durchweg zu Wohlstand und reichem Nußen verholfen hat. nub fann nicht bestritten 4) Es ist so uerbes, baß über 10000 Hierzu noch einige Beweise: Sachverständige ber ,, Bauern freube" unaufgefordert bas beste Zeugnis unb bie lobenbfte Anerkennung ausgesproche haben. Herr Louis Heinze in 3. äußert sich über Bauernfreude" folgendermaßen:" Mit Ihrer Bauernfreube" bin ich" febr sufrieben. Früher war der Nahm auf ber erzielten Milch ganz blau; jetzt wo ich Bauernfreude" verwende, ift der Rabm ganz rein, was mich febr freut; ich fann„ Bauernfreude" jebem Biebzüchter empfehlen." Auch Herr Wich. Weter in Th. Yobt Bauernfreude" in begeisterter Weise und stellt feft: Das Milch quantum meiner selbe erhöhte fich; bie Tiere zeigten große Freßluft und balb 8. nahme an Gewicht und seörperkraft." Herr Heinrich Brombach in R. schreibt: Die von der Firma Th. Laufer in Regensburg bezogene Bauernfreube" bat fib belm Bieb ausgezeichnet bewährt. Besonders kann ich meinen Dant bafür aussprechen, baß es mir mit Beihilfe der Bauernfreude" Be fungen ist, wei Witchrätber rasch und in nupbringender Weise auf ausleben. Früher, wo ich reine Bauernfreude" verwenbete, hatte ich bei 3 Kälbern feinen Erfolg und mußte sie zu Schleuderpreisen an Webger abgeben. Mein Nachbar erzielte früber bei 7 seatbern nach Anmeldungen zu dem Unterricht werden zur oben angegebenen Zeit in genanntem Schulhause einanber feinerlei Resultat; ich schenkte ibm 3 Bfund Bauernfreude" entgegengenommen. Gießen, den 25. September 1905. 90ecum. Oberbürgermeister. Babu. Rektor. Vergebung von Bauarbeiten. Die zu einem Anbau an das Reffelhand der neuen Kliniken dahier erforderlichen Erb, Maurer und Zimmer- Arbeiten werden hiermit unter Zugrundelegung des Ministerialerlaffes vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. Angebotsunterlagen fönnen in unserem Amtslokal eingesehen, Angebotsformulare daher gegen Selbstkostenpreis bezogen werden. Offerten mit entsprechender Aufschrift find bis zum Eröffnungstermine Mittwoch, den 4. Oktober, vorm. 11 Uhr Sofas, Kommoden, Kleiber offene Füsse einzureichen. fobrante, Spiegel, 1 vollständige Babeneinrichtung, 10 wine 81garren, 6 Wille Sigaretten, ein Raffafcbrant, 1 Partie Konferben, 60 qm Ma8,#gefcbn. 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