f einstweilen unfrantiert, gift abziehen! Nr. 147. Der Student May hatte fen, die Kretse Wehlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg. Jesertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Obernte das nötige Kapital zieher aus den Händen die Heimat. Nachdem 4. on, Schatz 5. CINER Da bin ich!" Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Rebattion u. Saupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Bernsprechanschluk Nr. 362. nwahres gestanden." Montag, den 26. Juni 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Eisenbahntarif- Reform. Man hat sich ohne Not geängstigt und aufgeregt, man at ohne ernstliche Veranlassung die hunderte von Gebirgsnd Reise- und Verschönerungs- Vereine, die in den meisten eutschen Ländern und Provinzen sich verdienstlich betätigen, Rettung des Vaterlandes und des Heimatbezirks aus verer Gefahr aufgeboten. Die Gefahr, die in einer rohenden argen Verteuerung des Reiseverkehrs, in einer tabegerückten Aufhebung der Sonntags- Fahrkarten, der Areiter Wochenkarten, der Ferien- Sonderzüge bestehen sollte, it gar nicht vorhanden. Der preußische Eisenbahnminister jerr von Budde hot Gelegenheit genommen, öffentlich u erklären, daß er an solche Maßnahmen nicht denke und sicht gedacht habe, daß die für Wohlfahrtszwecke eingeführen Vergünstigungen unverkürzt in Geltung bleiben sollen. Nachträglich sieht man ein, daß man die Gerüchte von der eabsichtigten Beseitigung der erwähnten Tarifvergünstigunen überhaupt nicht hätte glauben sollen. Herr von Budde at während seiner ministeriellen Wirksamkeit, so furz sie ist, obiele Beweise dafür gegeben, daß er für die Bedürfnisse nd Wünsche des Verkehrs das entgegenkommendste VerLänduris hot, daß man ihm nicht hätte zutrauen dürfen, er ürde um einer schematisierenden Vereinheitlichungsformel pillen bewährte Einrichtungen abschaffen, die dem Verkehr eb urid notwendig geworden sind. um Thretwillen; seien Als vor einer Reihe von Wochen die Delegierten der deutThen Eisenbahnbetriebs- Berwaltungen zur Feststellung eines Enheitlichen Personentarifs zusammentraten, wußte man anz genau, daß nur eine Vereinheitlichung, nicht eine Verlligung des Eisenbahn- Personentarifs in Frage sei. Zwar nd die meisten Eisenbahnverwaltungen so mit leberschüssen pricht dies den Grund. jegnet, daß sie auch eine Verringerung der Einnahmen verin diesem Falle nicht agen könnten. Aber die verkürzten Einnahmen müßten bstverständlich anderweitige Deckung erfahren, sei es durch dazu zwingen." Eue Steuern oder durch Erhöhung bereits bestehender nicht. Aber ich will inteuern, und dazu sind die Zeitverhältnisse nicht gerade anitragen. Ich werde Sie etan. Man wird ohnehin im Reich auf eine Steigerung der mit aufführen!" oll und Steuererträge bedacht sein müssen, um die laufenen Ausgaben und die wachsenden Bedürfnisse zu decken. reilich liegt der Einwand ziemlich nahe, daß eine Verbilliie Redaktion der Neuen Bertise Eng der Eisenbahntarife eine Vermehrung des Verkehrs hell mach sich ziehen und damit den Ausfall reichlich wieder den würde. Dem stehen jedoch Erwägungen anderer Art gegen, die sich folgendermaßen formulieren:„ Es ist nicht jedern Betracht nüßlich, die Beweglichkeit der Bevölkerung ua erhöhen, allzuweite Kreise an einen häufigen Wechsel des Miederlassungsorts zu gewöhnen. Die Bodenständigkeit der ilferung darf nach Lage der Gesetzgebung nicht mehr erbungen werden, denn wir erfreuen uns unbegrenzter Frei feit; es ist aber nicht gut, zum Gegenteil förmlich zu erboden, und das würde durch eine zu weit gehende Verhung des Personenverkehrs auf den Eisenbahnen gepen." Man mag diesen Rücksichten größere oder gar keine ertigung beimessen die Tatsache, daß sie vorhanden no und sich Geltung verschaffen, ist nicht wegzuleugnen. leber die Entschließungen der Delegierten der deutschen ibantarifgemeinschaft sind seinerzeit nicht genaue Prodoll- Unszüge, fondern nur einzelne Mitteilungen veröffentworden. Man hat nicht erfahren, daß Minister v. Budde fus drücklich vorbehalten hat, an den Ausnahmen nicht zu ihen, die Wohlfahrtszweden zu dienen bestimmt sind. Bon allen Beschwerden, die in jüngster Zeit mit so vieler Eftigkeit vorgetragen worden sind, bleibt also wenig rig: Der Schnellzugszuschlag und der Fortfall des Frei pt. Wir möchten gewiß nicht sagen, daß wir an irgend her Berteuerung gewohnter Ausgaben Freude hätten. Dock den Fortfall des Freigepäcks betrifft, so ist er doch nur Leiterscheinung der allgemeinen Verbilligung des Gecharifs zu beurteilen. Man kann nicht den großen VorImm hinnehmen und sich laut über den damit verbun Fatem Deinen Nachteil beklagen. zu om viel aufmertje bei mehr seinen ſchitechten Die zuhörte, in es Ze tun pflegten ung seiner dennahme des Lauschenden zu mmfr als bereits Gesagtes breiter ins einzelne er sogar durch die Art, wie fich 3 gods Wahnsinn, orhandensein F der mal eb, verharrte angenommenen Aber als er sicher war, daß Frant Basteth regungslos in der einfeuchte Erde. zu dem Hügel herab und legte seine Hand auf die falte, andere ihn nicht mehr beobachten konnte, beugte er fid) Stellung. der finden, und er soll die Strafe erleiden, bie er verdient Bei meinem Leben schwöre ich es. Ich werde deinen Mör" Ich schwöre, daß ich dich rächen werde." sagte er laut. - großen und ganzen darf man sicher sein, daß alle en Eisenbahnverwaltungen die natürliche Neigung em, auf Vermehrung ihres Betriebes bedacht zu sein und Emutzung der Eisenbahnen so bequem wie möglich zu en Denn das ist der Weg, den Eisenbahnen Verkehr firen. Freilich sind die Eisenbahnverwaltungen auch ifstalischen Rücksichten gezwungen. Man sollte, ehe man diese Fiskalität schilt, bedenken, daß die Eisenbahnver. tangen, wie oben schon angedeutet, auf keinen Pfennig mahmen verzichten können, den nicht der Steuerzahler müßte. Gewiß: unsere Eisenbahnverwaltungen könn olle Tarife wesentlich herabseßen, ohne daß deswegen Bistus notleidend würde. Wenn aber der Eisenbahn50 oder 100 Millionen Mark jährlich weniger an den abführt, so muß dafür eine Steuer von gleichem Ereing eführt werden. Wenn man die Dinge von die. tand punkt aus betrachtet, wird man sich gewöhnen, den Bünschen Bügel anzulegen. Der Krieg in Oftafien. Friedensunterhandlungen sind bisher nicht vom fegerin+ Eine neue Störung soll durch die Erkrankung des russischen Ministers Grafen Lambsdorff eingetreten sein. Es heißt, der amerikanische Gesandte in Petersburg habe aber nochmals auf die Dringlichkeit des Waffenstillstandes hingewiesen. Der Zar soll sich daraufhin entschlossen haben, im Sinne des Präsidenten Roosevelt zu handeln. Graf Lambsdorff erhielt Befehl, dem Botschafter mitzuteilen, daß Rußland keine Ursache habe, die Idee eines Waffenstillstandes abzulehnen, da ein solcher angetan sei, weiteres Blutbergießen zu verhindern. Man erwartet die amtliche Antwort Japans auf das Schreiben des Präsidenten Roosevelt. Man betrachtet es auch als ein Zeichen für den guten Willen Rußlands, daß es Befehl gibt, die Versenkung neutraler Schiffe einzustellen. Graf Lambsdorff übergab der englischen Botschaft in Petersburg schriftliche Instruktionen der russischen Admiralität an die in den ostasiatischen Gewässern befindlichen Kreuzer, wonach sie keine weiteren neutralen Schiffe versenken dürfen. Diese Instruktionen sollen den russischen Kreuzern durch britische Kriegsschiffe übermittelt werden. Es wurden ähnliche Befehle allerdings schon früher wiederholt auf die Beschwerden der unbeteiligten Mächte erlassen, aber nicht beachtet. Die bedrohliche Lage der Dinge auf dem Kriegsschauplake dürfte die russische Regierung zum Nachgeben in dieser Beziehung beranlaßt haben. Offiziell läßt man übrigens in Petersburg erklären, die Nachricht, daß die Armee Linewitschs von den Japanern von allen Seiten umzingelt sei, sei vollständig unwahr und erfunden. Die Japaner ständen vor der Linie der russischen Südfront, die Russen Auge in Auge mit dem Feinde und bewachen jede seiner Bewegungen. Dagegen wird die gemeldete Räumung Nord- Koreas nicht bestritten. Nach neueren Nachrichten räumten nicht 2000, sondern 12 000 Russen, darunter ein starkes Regiment Infanterie und 16 Geschüße Nord- Korea bis zur Annäherung der Japaner, die Kyongsyong besezten. Zwischen der Poßjetbai und Wladiwostok sollen noch 30 000 Russen stehen. Die Ereignisse an der Front beschränken sich anscheinend zurzeit auf Vorpostengefechte und Truppenverschiebungen, doch stehen wichtige Dinge für die nächsten Tage zu erwarten. Bemerkenswert ist die aus Port Arthur kommende Nachricht, daß es den Japanern gelungen ist, den gesunkenen russischen Banzerfreuzer, Bajan" wieder flott zu machen. Das Blutbad in Lodz. Die Kämpfe, die sich in der großen polnischen Fabrikstadi abspielten, haben einen sehr bedenklichen Charakter getragen und sind außerordentlich blutig verlaufen. Zahllose Tote und Verwundete bedeckten die Straße, die wie ein Schlachtfeld aussahen. In Lodz ist das Kriegsrecht proklamiert worden. Schon seit längerer Zeit stand Lodz unter einer dumpfen Gärung. In den Fabriken hatte es Streits gegeben. Die Gegensäge machten sich auf der Straße geltend. Renkontres zwischen Zivil und Militär nahmen kein Ende. Immer mehr spizten sich die Dinge zu, bis ein Ausbruch erfolgte, so wild und schrecklich, wie man ihn bislang kaum anderswo in Rußland erlebt hat. Es war eine Stevolution mit allen ihren charakteristischen Merkmalen, mit das Gesindel aus den Schlupfwinkeln, in denen es sich sonst verborgen hält, hervor, das seine Zeit in den Wirrnissen und der Auflösung der Ordnung für gekommen erachtet. Es stürmt die Branntweinläden, Plünderungen und Brandstiftungen sind an der Tagesordnung. Infolgedessen hat sich eine Barrikaden und Straßenkämpfen. Die Frauen gossen von den Dächern herab kochendes Wasser auf die in den Gassen anstürmenden Soldaten. Zu äußerster Wut gereizt, stürmien diese gegen die Straßensperrun gen an. Allein diese waren fest und gut versichert. Die Wagen der Straßenbahn hatten das Fundament abgegeben, Droschken und Privatequipagen waren benutzt, und auf den Barrikaden standen verzweifelte Menschen, mit Gewehren, Revolvern, und wo diese fehlten, mit Messern, Dolchen und allen Arten improvisierter Waffen versehen. Im Fanatismus des Kampfes eilten von den Hausböden die Frauen herab, um in den Straßen an der Seite ihrer Ghemänner und Brüder zu kämpfen. Stellenweise gingen die Aufständischen selber zum Gegenangriff auf die Truppen vor, und es tam zu erbittertem Handgencenge, in dem Kolben, Bajonett und Messer ihre Rolle spielten. Wo das Militär den Platz behauptete, stürmte es in die Häuser und schoß erbarmungslos nieder, wen immer es als Kämpfer entdeckte. Groß sind die Opfer des Kampfes, und zwar auf beiden Seiten. Ueber 300 Tote und an 1000 Verwundete haben die Kämpfe gefoftet, alle Hospitäler sind überfüllt und dabei ist das Ende des Blutbades nicht abzusehen. Den Aufständischen erwachsen immer neue Mitstreiter. Wohin die Kunde von den Vorgängen dringt, übersteigt die Erbitterung alle sonstigen Erwägungen. Die Arbeiter verlassen die Fabriken und nehmen den bewaffneten Widerstand auf. Immer neue Barrikaden wachsen empor. Zugleich aber steigt Banik der Bevölkerung bemächtigt, und viele Bürger haben die ungaftliche Stadt verlassen, teilweise in flüchtiger Gile. Den Zurückbleibenden aber droht eine Hungersnot, da die Versorgung der Lebensmittel unmöglich ist. Während der ganzen legten Nacht famen blutige Aufruhrsszenen vor. Fast ununterbrochen hörte man Gewehrsalven und es ereigneten sich schreckliche Vorgänge. Die Zahl der Opfer wird bis auf 2000 Tote und Verwundete angegeben; auch viele Militärpersonen sind gefallen. Zwei Bomben sind geworfen worden, aller Betrieb stockt. Auch das Militär hat Verstärkungen herangezogen. Nach Lodz sind Truppen aus Warschau berufen. Auch die Gärung in Warschau nimmt immer bedenklichere Gestalt an. Es herrscht dorf große Aufregung in allen Schichten der Bevölkerung, die von Gerüchten über die Verhängung des Belagerungszustandes und der zwangsweisen Entfernung eines Teiles der Bevölferung stark beunruhigt ist. Der Fortgang eines Teiles der Garnison nach Lodz kann leicht den Anlaß bieten, daß auch in Warschau der aufgehäufte Zündstoff zur Explosion geTangt. find wie lange werden die Machthaber auf die zweifelhafte Zuverlässigkeit des Militärs und die Hilfe der Armee noch rechnen können? Schon mehren sich auch dort die Fälle von offener Aufsässigkeit. Jüngst ist eine ganze Eskadron Ulanen, die nach Ostasien obrücken sollte, mit ihren Offizieren an der Spike über die österreichische Grenze geflüchtet. Und auch Attentate fommen aus den Reihen des Militärs vor. So gaben die Soldaten auf den Ministergehilfen Baron Frederick Schüsse ab, den sie irrtümlicherweise für den Minister Bulygin hielten. Der Beamte, dem der Anschlag galt, blieb unverlegt. Aber die Tatsache, daß Soldaten auf hochgestellte Persönlichkeiten schießen, läßt die Dinge in höchst bedenklichem Lichte erscheinen, Die Politik. In parlamentarischen Kreisen nimmt man an, daß das Plenum des Herrenhauses die Aenderung der Kommission über das zeitweilige Mutungsverbot nicht gutheißen wird, sondern den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses beitreten wird, so daß eine Ueberweisung dieses Entwurfs an das Abgeordnetenhaus sich erübrigen würde. * * Die Verhandlungen über die Marokko- Konferenz zwischen Deutschland und Frankreich haben noch kein positives Resultat ergeben, doch geht die allgemeine Meinung dahin, daß eine befriedigende Uebereinkunft erzielt wird. Der französische Botschafter Bihourd in Berlin hat eine Unterredung mit dem Reichskanzler Bülow gehabt, bei der bon beiden Seiten der gute Wille zum Entgegenkommen betont wurde. } * Die Zurückziehung sämtlicher deutschen Truppen aus Chiua mit Ausnahme der von Kiautschou soll die deutsche Regierung nach einer vorläufig unfontrollierbaren japanischen Meldung beabsichtigen. Durch die japanischen Siege seien die deutschen Besatzungen überflüssig geworden und die Zurückziehung diene zur Verringerung der Reibungsfläche. Es wird abzuwarteu sein, ob bei dieser Nachricht nicht etwa nur der Wunsch der Vater des Gedankens gewesen ist. Oefterreich- Ungarn Infolge der stürmischen Proteste in Kammer und Volk hat das neue ungarische Kabinett Fejervary bereits wieder seine Demission beschlossen, die der Kaiser aber vorläufig nicht angenommen hat. Italien. Der viel angezweifelte Aufenthalt des Pabstes außerhalb des Vatikans scheint nun doch zur Tatsache werden zu sollen. Auf Anraten seiner Aerzte soll der Pabst beschlossen haben, sich für einige Zeit nach Castel Gandolfo zu begeben. Pius X. würde durch diese Reise mit dem Prinzip der Aufenthaltsbeschränkung auf dem Vatikan, das seit 1870 aufrechterhalten wurde, brechen. England. Die Differenzen über Tibet zwischen England und China sollen freundlich ausgeglichen worden sein. Japan hat in diesem Streitfall interveniert und zwar zu Gunsten Eng. lands. Niederlande. Ein neuer gefährlicher Aufstand ist auf der Insel Celebes ausgebrochen. Die niederländische Regierung beabsichtigt, drei Kriegsschiffe nach dem Aufstandsgebiet zu entsenden. Soziales Leben: [] Eine Stiftung zur Begründung wirtschaftlicher Selbst. ständigkeit. Professor Dr. Felix Liebermann und Frau in Berlin haben der Stadt Verlin ein Kapital von 100 000 Mark zur Errichtung einer Stiftung überwiesen mit der Bestimmung, Personen im Alter von 14 bis 30 Jahren, die durch Fleiß und Charakter zu der Hoffnung berechtigen, daß sie sich eine wirtschaftliche Unabhängigkeit erringen, in diesem Bestreben zu unterstützen. Zu dem Zwecke sollen jährlich aus den Zinsen des Kapitals Beträge bis zu 1000 Mart perteilt werden. Nab und Fern. A Prinzessin Luise von Koburg wird demnächst als geistig gesund erklärt und die über sie verhängte Kuratel wird aufgehoben werden. Gegen das Gutachten der französischen Psychiater, das Luise von Koburg für gesund erklärt, ist von feiner Seite Einspruch erhoben worden. * Die Heldin von Kamerun ist gestorben. Der Name der Schwester Margarethe Leue war einst in den Kämpfen viel genannt, die in einem Aufstand von Dahome- Soldaten in der Kolonie Kamerun zum Ausbruche gelangten. Sie hatte sich in der Zeit sehr opfermutig benommen und auch eine längere Belagerung durchgemacht. Sie reichte einem MitKämpfer, dem Prokuristen Leue, die Hand zum Ehebunde und ist jetzt als Witwe gestorben. Ein Denkmal des Kaisers Ludwigs des Bayern ist in München cuf dem Kaiser Ludwigsplatz in der Nähe der Theresientviese in Gegenwart des Brinzregenten feierlich enthüllt worden. Das Denkmal ist von Matthias Pschorr gestiftet und von Ferdinand von Müller ausgeführt. A Gestörte Prozession. In Kirchhunden in Westfalen erplodierten während der Fronleichnams- Prozession Feuerwerkskörper. Fünf Personen erlitten Verlegungen, einige wurden recht erheblich verwundet. Die Dynamit- Patrone des Selbstmörders. Einen schrecklichen Selbstmord verübte ein Arbeiter im Orte Klezan in Böhmen. Er legte sich auf eine Dynamit- Patrone und zündete sie an. Sein Körper wurde buchstäblich in Stücke zerrissen. Ein Familienzwist hatte ihn zu der schrecklichen Tat getrieben. A Fünfhundert Menschen obdachlos. In Porsgrund in Norwegen brach in einem Holzlager Feuer aus. Es griff mit großer Schnelligkeit um sich und zerstörte fünfzig Häuser, so daß fünshundert Menschen des Obdachs entbehren. Tages- Chronik. Der achtzehnjährige Sohn des Barons Rothschild ist in Brüssel durch einen Sturz mit dem Pferde verunglückt. - Der Jagdpächter Schröder aus Berlin wurde im Walde bei Rathenow erschossen aufgefunden. Hus dem Gerichtslaal. Ruhstrct- Prozesse und kein Ende. Termin für den Beginn des Prozesses gegen den Kellner Meyer, der bekanntlich beschuldigt ist, in dem großen Oldenburger Ruhstratprozesse einen Meineid geschworen zu haben, ist für den 11. Juli anberaumt worden. Die Verhandlung wird drei bis vier Wochen dauern, da nicht weniger als 90 Zeugen und Sachverständige geladen sind. Unter den Zeugen befinden sich sämtliche Zivil- und Justizbehörden des Oldenburger Staates. Hessischer Landtag. -G- Dillenburg. Am Sonntag fand der 3. Gesang Wettstreit des Dill- Sängerbundes statt. Es ergab sich nachfolgendes Resultat in Punkten: In der 1. Klasse Interessengruppen sich bemühen, für ihre Besten die Majorität zu erlangen. Es stehen sich im wesentlichen die Detaillisten im Verein mit den Mehlhändlern und die Fabrifanten im Verein mit den Bergwerksinteressenten gegenüber. Jedenfalls wird die Wahlbeteiligung nicht gering werden. Soweit wir offiziell in Kenntnis gesetzt sind, stehen Sängervereinigung- Herborn die Herren Kaufmann Max Friedberger Fabrikant Adolf Klingspor Bergwerksdirektor August Münker und Fabrikant Gustav Mueller auf der Kandidatenliste; eine Stimmenzer splitterung wird wahl eintreten. Jimmerhin ist die Beteiligung eines jeden Wählers unter diesen Umständen unbedingte Ehrensache. ** Kaiserparade. Die Parade bei Homberg befehligt Generalleutnant v. Eichhorn, die bei Koblenz General v. Deines. *** Polizeiliche Revision. Gegenwärtig nimmt die Polizei im Verein mit dem Kreisgesundheitsamt Revisionen vor in Bezug auf die Reinlichkeit in den Aufbewahrungs-, Verkaufs- und Arbeitsräumen der Meßger und haben sich dabei bereits mehrfache Anstände ergeben. Da diese Revisionen nächster Tage fortgesetzt werden, seien Interessenten hiermit darauf aufmerksam gemacht. - = Warnung der Steinwerfer. In der am Samstag im Café Ebel in Gießen stattgefundenen Lehrerfonferenz wurde von dem Vorsitzenden, Streisschulinspektor Kleinschmidt, den Lehrern ernste Weisung gegeben, ihre Schüler streng zu verwarnen, mit Steinen oder Holzstücken gegen Fahrzeuge aller Art, namentlich gegen Automobile und Radfahrer zu werfen.( Wir gehen wohl nicht fehl, diesen Wint auf die scharfen, aber berechtigten Worte des Großherzogs zurückzuführen, die er über die gefährliche Gepflogenheit der Kinder anläßlich des Friedberger Zwischenfalls äußerte. D. Red.) ** Der 70. Geburtstag. Nachdem am Freitag bereits der Professor der Forstwissenschaft Dr. Rich are Heß seinen 70. Geburtstag gefeiert, beging am Samstag der Professor der Philologie und Archäologie Dr. Ludwig b. Schwabe die gleiche Feier. | ** Das Verbot der auswärtigen Lotterien hat ein Gesezentwurf zum Gegenstand, den die Großh. Regierung soeben der Zweiten Rammer übermittelte. Die Vorlage, die dem preußischen Lotterie Gesetz entsprechend, Verschärfung der bestehenden Strafbestimmung fordert, soll gleichzeitig mit dem Lotterie- Abkommen mit Preußen in Kraft treten. Der Entwurf läßt nur solche Lotterien außen vor, deren Lospreis 3 Mt. nicht übersteigt. Sängerhain- Sinn a Preischor Volkslied 112 113 108 95 Liederkranz Herborn Gubenberg- Burg 73 75 53 60 In der II. Klasse 107 91 101 69 88 85 Biess 85 82 83 70 74 70 73 71 73 66 68 78 66 83 61 55 Gros 56 43 49 48 47 36 43 58 *** Altertums- Funde. Bei den Ausgrabungen am Neubau des Herrn Mezgermeisters Schreiner im Seltersweg wurden mehrere gleichartige Tongefäße aus alter Beit gefunden. Einige sind ganz erhalten, während einige andere durch die Ausgrabungsarbeiten leider etwas beschädigt worden find. Bei den Abbruchsarbeiten an der Krachenburg fand man einen Ziegel mit der Jahreszahl 1632. - - Concordia Niederscheld Quartet Verein- Herborn Männer- Gesangverein- Bellersbach Germania- Manderbach Deutsche Einheit Fleisbach Frohsinn- Merkenbach Liederkranz- Eibelshausen Orpheus- Niederscheld Germania- Driedorf Germania- Sechshelden Neue Concordia Niederscheld Eintracht Offenbach Ahr- Gesangverein- Herbornseelbach Eintracht- Bicken Eintracht Frohnhausen *** Die Gießener Rudergesellschaft startet in der Frankfurter Regatta und der Emser Kaiser- Regatta. Bu Schiedsrichtern in der Frankfurter Regatta wurden Emil Döring und F. L. Schumacher. Mannheim, Stadtrat Jean Kirch- Gießen und Dr. C. Wegeler- Berlin gewählt. gg. Das gestrige Feldbergturnfest hat, von der Witterung abgesehen, einen guten Verlauf genommen. Wir tommen noch ausführlicher darauf zurück. * Leistungsfähigkeit der Deutschen Landwirt.schaft. Nach der Berechnung des Kaiserlichen statistischen Amtes wird der Ertrag an Getreide in Deutschland wie Weizen Gerste Darmstadt, 24. Juni. Präsident Haas eröffnet die Sigung 9 Uhr. Die Spezialberatung der Vorlage über die Gemeindeſtenerreform wid, nach der„ Darmst. 8tg.", fortgesetzt. Artif. 33, der die Höhe der Steueranschläge festießt, wird nach Debatte angefolgt angegeben( in Tonnen zu 1000 kg): nommen unter Annahme eines Antrags Windecker, das Verhältnis zwischen Vermögens- und Einkommensteuer auf 1 zu 3,5-8 pt. festzusetzen, statt, wie die Vorlage vorsieht, 1 zu 3,5-7 pt. Artikel 34 findet Annahme. In Artitel 35 wird Biffer 4 gestrichen, die vorschreibt, daß durch Drtsstatut festgesetzt werden kann, daß das Verhältnis zwischen Einkommen und Vermögenssteuer in anderer Weise als Artikel 33 vorschreibt festgesetzt werden kann. Im übrigen findet der Artikel Annahme, ebenso die Artikel 36-39. Bei Artikel 8 begründet zunächst Abg. Molthan in ausführlicher Weise seinen Antrag, der die Heranziehung der Konsumbereine mit offenen Verkaufsläden zur GewerbeSteuer bezweckt. Nach längerer Debatte, an der sich die Abgg. Dr. Buff, Adelung, Ministerialrat W. Best, die Abgg. Dr. Gutfleisch, Reinhart, Haas, Hirschel, Müller, Dr. David und Ulrich beteiligen, findet der Antrag Molthan in namentlicher Abstimmung mit 21 gegen 19 Stimmen Annahme. Die Anträge auf die Besteuerung der freien Berufe werden abgelehnt und der Artikel in der Ausschußfassung angenommen. Artikel 11 sowie Artikel 40 finden Annahme, letterer mit der Bestimmung, daß die Gültigkeitsdauer vom 1. April 1906 bis 1. April 1912 erstreckt wird. Die zu dem Gesetz eingelaufenen Borstellungen und Anträge werden für erledigt erklärt. Hierauf tritt Vertagung auf voraussichtlich Dienstag, den 4. Juli ein. Roggen Hafer 1903-04: 3 555 064 9904 493 3 323 639 7873 385 1904-05: 3804 828 10 060 762 2948 184 6936 003 Lokales. 26. Juni 1905. *** Handelskammerwahlen Gießen. Morgen Nachmittag von 2-6 Uhr finden im Sigungssaal der Handelsfammer die Ersatzwahlen für die beiden verstorbenen Mitglieder Kaß und Balser statt. Wer von den Interessenten bisher der Meinung war, es ginge auch diese Wahl gleich der letzten ruhig und ohne große Agitation vor sich, der sieht sich gewaltig getäuscht. Man vergleiche den Inseratenteil heutiger Nummer und sofort ist zu erkennen, daß größere Als Preisrichter fungierten die Herren: G. BauerFrankfurt, M. Hürdler- Biebrich a. Rh. und W. GernhardtGießen. Zahlreich gestiftete Ehrengaben wurden nach Maßgabe der erreichten Punktzahlen an die wettstreitenden Vereine verteilt. Die Leistungen waren im ganzen recht gute. A Friedberg, 25. Juni. Die Evangelischen Kirchengefangvereine für Hessen hielten heute hier ihr 26. Kirchens gesangsfest ab. 8ahlreiche Mitglieder, Geistliche und Vereine, trafen bereits vormittags ein, darunter die Vereine von Gießen, Friedberg, Vilbel, Octenberg, Ober- Mockstadt und Münzenberg. Um 211 Uhr hatten die Kirchengesangvereine Hauptprobe in der Stadtkirche. Um 1/212 Uhr fand dann unter dem Vorsitz des Ministerialrats EwaldDarmstadt im städtischen Saale eine Versammlung der Vereine statt. Der Festgottesdienst wurde in der Stadtfirche abgehalten. Professor D. Smend von Straßburg, der früher längere Jahre als Professor am Predigerseminar und Stadtpfarrer hier wirkte, hielt die Festpredigt. Sams Festkomme Conn Früh 6% Uhr: Bon 8 Uhr ab: En Vereine, Einzelf sowie der sonstig 11 Uhr: Fri Uhr: Fes 22 Uhr: Aut Breis Corso * Bad- Nauheim, 26. Juni. Bis zum 22. Juni sind 11429 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage Großer Galanoch 5950 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 22. Juni 126 463 abgegeben. ** Wiesbaden, 24. Juni. Fürstenbegegnung. Prinzessin Karl von Hessen und die Kronprinzessin von Griechenland statteten dem hier weilenden König von Dänemark einen Besuch ab. Literarisches. Meyers Großes Konversations- Lexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Mehr als 148 000 Artikel und Verweisungen auf über 18 240 Seiten Text mit - " nach dem Uhr: Beginn des Grosse auf d asgeführt von der Regiments Nr. 6 Dirigenten, awie der hiesigen Eintritt Etebplaß und T Louis Scharman. andlung im„ Kauft Rege Ha Ende d Eröffn 11 000 Abbildungen, Karten und Plänen im Text und aufm Vort 1400 Juftrationstafeln( darunter etwa 190 Farbenbrud tafeln unb 300 selbständige Kartenbeilagen) sowie 130 Text beilagen. 20 Bände in Halbleder grbunden zu je 10 Mt. ( Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien.) In unsrer Beit, in der die Entwickelung der deutschen Industrie und des Handels nach einem möglichst günftigen Ausgleich mit dem Ausland drängt, ist es für iedermann von dem größen Interesse, sich über alle den Handel, die Handelsgeographie, die Handelspolitik und Handelsverträge betreffenden Fragen orientieren zu können. Der erschienene achte Band von Meyers Großem Ronverfations- rifon tommt gerade zur rechten Zeit, denn in ihm sind, durch die alphabetische Anordnung gegeben, eine ganze Reihe von äußerst instruktiven Artikeln über diese Materie vereint, die ein sehr gutes Bild von den wirtschaftlichen Aufgaben eines Staates zu geben geeignet sind. Wohin eine falsche Volkswirtschaft führt, zeigt vortrefflich der Artikel„ Handelskrisen". Auch die rechtliche Seite dieser Fragen findet in den Artikeln Handelsgesetz"," Handelsrecht"," Handelsgerichte" und" Handelskammern" eine eingehende Beleuchtung, während wir durch die Artikel " Handelskompagnien"" Hansa" sowie in dem Abschnitt " Großbritannien"," Geschichte der Kolonien" über die Entwickelung der wichtigsten Handelsbestrebungen unterrichtet werden. Die großen, mit trefflichen Karten und Plänen versehenen Sammelartitel Großbritannien"," Griechenland", " Hannover" find in sich abgeschlossene Monographien, deren Lektüre zur Kenntnis dieser Länder und Städte besonders anzuraten ist. Auch hier sind es namentlich die von übersichtlichen statistischen Tabellen begleiteten Kapitel über die wirtschaftlichen Gebiete und über die Staatswesen, die Finanzen, das Heerwesen und die Marine, die für uns besondern Wert haben. Allgemeines Interesse haben auch die Art fel Grundsteuer"," Grundeigentum"," Gründung", Güterrecht"," Haftpflicht" und" Hauptverhandlung", bie täglich auftretende persönliche Fragen behandeln. 56 Beilagen zieren das schöne Wert neben gegen zweihundert Textillustrationen, eine große Reihe davon sind ganz neu. Die Ausführung ist eine durchaus mustergültige, wie wir es bei den Verlagswerken des Bibliographischen Instituts ja gemöbnt find. Hierzu bemerkt die Berliner Handelskammer: " Diese Zahlen zeigen die außerordentliche Leistungsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft. Insbesondere tritt diese bei Roggen in die Erscheinung. Der Ernteertrag dieser für die Ernährung des Volkes wichtigsten Frucht ist in den letzten drei Jahren so außerordentlich gestiegen, daß das Erfordernis eines Zuschusses vom Ausland allmählich zu verschwinden erscheint, und tatsächlich hat die Einfuhr nahezu aufgehört. Der Import von Roggen und Roggenmehl, lepteres auf Roggen umgerechnet, betrug in dem Erntejahr vom 1 August 1903 bis 31. Juli 1904, nach Abzug der Ausfuhr nur noch die geringe Menge von 190 268 Tonnen, und von jener Beit bis 31. Dezembr 190 268 Tonnen, und von jener Zeit bis 31. Dezember 1904 ist zum erstenmal, seitdem infolge der Aufhebung des Identitätsnachweises überhaupt wieder ein nennenswerter Export stattfindet, die Ausfuhr aus Deutschland größer als die Einfuhr gewesen, wobei die Reichskasse also, ba bie Ausfuhr regelmäßig gegen Einfuhrschein erfolgt, per Saldo aus Roggen nicht nur teine Bolleinnahme mehr gehabt, sondern sogar einen sehr erheblichen Verlust erlitten hat. Ift auch die legtjährige Körnerernte in Weizen, Roggen, Gerfte, Hafer zusammengenommen infolge der lang an douernden Trockenheit um etwa 900 000 Tonnen gegen das Vorjahr zurückgeblieben, so muß das Gesamtresultat doch als ein gutes bezeichnet werden, umsomehr, als die Preise für alle Getreidearten höher als im Vorjahr waren." endet. ?? Wetzlar, 24. Juni. Rücktritt des Oberpräsidenten. Nach einer Meldung der Frankf. 8tg." genehmigte der König von Preußen das Abschiedsgesuch des Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Nasse. ?? Wetzlar, 24. Juni. Der Maurerstreik ist be§ Lauterbach, 25. Juni. Bürgermeisterwahl. Unser bisheriger Bürgermeister Stöpler ist für die nächsten 9 Jahre als solcher wiedergewählt worden. " " Sießener landwirtschaftlicher Wetterbienfi. Voraussichtliche Witterung in Heffen für Dienstag, den 27. Juni. Heiter, wärmer. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Arbin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belbs Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil in Gießen. Aller Be bie Holzabfu Die Steigere Waldungen d fordert, ihr erfte theben- patefte dem Wald abren zu lassen. Gießen, den 22. Gr. Kriege Mittw abends 9 116 Monatsber hiedsfeier zu Herrn Ban 3. Gejang Es ergab fig r Volkslied 113 8255 60 91 85 82 70 70 71 66 78 83 55 43 48 36 58 ren: 6. Bauer B. Gernhardt urden nach Maß reitenden Bereine recht gute. elifchen Kirchen 26. Kirgen Geiftliche und unter die Bereine Ober- Modjad Die Kirchengefang 212 Uhr fanb Unter dem Protektorate Sr. Durchl. des Fürsten Karl v. Solms- Hohensolms- Lich. UP Feier des 20jährigen Bestehens des Giessener Radfahrer- Vereins 1885 am 1., 2. und 3. Juli 1905 in Giessen verbunden mit Grossen sportlichen Veranstaltungen des Gau IX( D. R. B.) Frankfurt a. M. PROGRAMM: Samstag, den 1. Juli: Abends 81/2 Uhr: Festkommers in der Turnhalle des Turnvereins Gießen. Sonntag, den 2. Juli: Früh 6½ Uhr: Weckruf. Bin 8 hr an Dauerfahrt teilnehmenden alrats Ewald Versammlung de De in der Stad on Straßburg, de redigerseminar un bigt. m 22. Juni fil 8 Uhr: Preis- Verteilung. und darauffolgende Reunion in der Festhalle auf Textors Hardt. Auf der Terrasse: Gross. Volksfest u. Tanz. Montag, den 3. Juli: The ab empfang bertebarer fat teen baba, 8 Uhr: Ausflug per Rad oder Wagen nach dem Forstsowie der sonstigen auswärtigen Festteilnehmer am Bahnhof. 11 Uhr: Früh- Kenzert im Neuen Saalbau. 1 thr: Festessen im Neuen Saalbau. 2 thr: Aufstellung des Corso: 3 Uhr präzise: Breis Corso durch die Straßen der Stadt berbunden mit genanntem Großer Gala- Auffahrt a. Oswalds Garten wurden bis zu ftenbegegnung ronprinzeffin on König von Di 18- Lexikon. a Sefte, gan Rehr als 148 00 0 Seiten Text im Text und a nach dem Sportplag an der Hardt, daselbst garten und Schiffenberg. Abfahrt vom Ludwigsplay. 11 Uhr: Früh- Konzert im Garten des Hotel Schütz. 3 Uhr: Abfahrt mit Musik vom Neuen Saalbau nach dem Festplay. Von 32 Uhr ab: Vereinsfahren, Kunstfahren, Motorrennen, Radballspiele. Während dessen: Konzert. 8 Uhr: Preisverteilung in der Festhalle. Zur Handelskammerwahl! Antwort: Antwort: GOST Welche Brauche ist in der Handelsfammer gegenwärtig nicht vertreten? Die Getreidebranche! Welche Branche lönnte eventuell durch Umstände( Wegzug 2c.) nicht mehr ver. treten sein? Die Bau-, Berg-, Eisen- und Stein- Industrie! Beide Branchen vertreten auch sehr viele ländliche wie städtische Interessen. Es kann also einem Wähler nicht schwer fallen, wie und wen er wählen soll. Die beiden Herren Kaufmann Max Friedberger und Bergwerksdirektor Münker sind sehr verständige, taftvolle und wohlangesehene Herren, ihnen fann man mit ruhigem Gewissen die Stimmen geben. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffenlichen Kenntnis, daß in der Zeit vom 1. August bis Mitte September d. J. voraussichtlich feine Situngen der StadtverordnetenVersammlung abgehalten werden. Dringliche, die Beschlußfassung der StadtverordnetenVersammlung erfordernde Angelegenheiten sind daher spätestens bis 20. Juli ds. Js. bei uns vorzubringen. Gießen, den 21. Juni 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betreffs des Leichenfundes in der sogenannten Froschkuhle zu Höchst a. M. lassen wir nachstehend eine genaue Beschreibung der Bekleidungsstücke folgen: 8 Uhr: Beginn des Schul- und Kunstreigen, Gruppen, fowie Gross. Volksfest m. Tanz Sembhen. t Bahnwettfahrens. Grosses Doppel- Konzert Musik: auf der Terrasse. Bei eintretender Dunkelheit: Grosses Brillant- Feuerwerk. Die Kleidung bestand aus Joppe mit Pumphose, Leibchen und 1. Beschreibung der Joppe. Dunkelgrauer Kunstwollstoff, gleicher Gürtel von 65 Ctm. Länge. Im Rückenteil der Joppe 2 Gurtschlaufen. Die Joppe ist mit großfarriertem Futter von hellbrauner Farbe versehen und hat eine Gesamtlänge von 47 Ctm. Die Joppe hat Umlegekragen von 30 Ctm. Halsweite und war derselbe vorne 10 Ctm. breit. von Aermel zur Aermelnat beträgt 21 Ctm.. Die Aermel find 29 Ctm. lang, die Rüdenbreite der Joppe An der Joppe befanden sich hellgraue Steinnußknöpfe. 2. Hose. Länge 30 Ctm. bis zum Bund, unten Gummizug. Durchmesser im unteren Teil 7 Ctm. Die Hose war am Leibchen bejeder Seite der Hose saß ein Metallknopf zur Befestigung der Hosenauf dem Rennplag und der Terrasse, ana- sgeführt von der gesamten Kapelle des Thüringischen UlanenRegiments Nr. 6( Hanau), unter persönlicher Leitung ihres Dirigenten, des Kgl. Musikdirektors Herrn Urbach, Die Kapelle des Thüringischen Ulanen- Regiments Nr. 6 fattie ber hiesigen Feuerwehr- Kopelle, unter Leitung ihres ( Hanau) unter persönlicher Leitung ihres Dirigenten, des Dirigenten Herrn Weller. Kgl. Musikdirektors Herrn Urbach. Familien- Dauerkarte, gültig für 4 Personen( männliche Angehörige über 14 Jahren nicht einbegriffen) Mr. 2.25, Vorverkauf Mt. 2.-, jede weitere Beikarte 40 Pfg. Einzel- Dauerkarte Mt. 1.75, Vorverkauf Mt. 1.50. Tageskarte für Sonntag Mt. 1.-, für Montag Mt. 0.75. Echplatz und Terrasse: Dauerkarte 50 Pfg., einmaliger Eintritt Sonntag 40 Pfg., Montag 20 Pfg.- Buschlagskarte feftigt. Die Knöpfe am Leibchen bestanden aus Weißmetall. An zur gedeckten Tribüne 60 Pfg., 1. Platz 30 Pfg. Eintrittspreise: Im Vorverkauf warenbola, Neustadt, Gruft Challier( Wilhelm Rudolphs Radio, Monbitoret effet, omnia, flappe mit der Aufschrift„ Patent", darunter zwei Sterne und eine Ernst Nachf.), Hettler, Südanlage, kleine Verzierung. Luis Scharman.( Daniel Heil Nachf.), Lindenplay, J. Seibel, Delikatessenhdig. u. Weinstube, Ludwigsplay, G. Sonntag, Zigarren 1) sowie 130 g boomblung im„ Kaufhaus zur Sonne“ und Seltersweg. Den zu je 10 in Leipzig und Entwickelung der einem möglich ängt, ift es für über alle ben Regelmässige Omnibusverbindung nach und von dem Festplatz. Hamburger En gros- Lager Ende des Ausverkaufs 25. Juni. anbelepolitif und ieren zu fönnen. Großem Ron Zeit, denn in g gegeben, eine feln über diefe den wirtschaft geeignet find. gt bortrefflic e Seite diefer " Handels Lern" eine ein ch die Artikel Geschlossen 26. und 27. Juni. Ein lehr chancenvolles u. dabei billiges Los für nur 1 mark bietet Ihnen die 45te Gothaer Geldlotterie 3338 Bargeld- Gew. Prämie mit zus. MK. Grösst. Gew. I. günst. Falle Eröffnung Mäusburg 10 28. Juni. 48 000 Alley. Salomon& Co. dem Abschnitt über die Ent gen unterrichtet ten und Plänen „ Griechenland ographien, bere Bekanntmachung, Städte befonde Die Holzabfuhr im Gießener Stadtwald betr. die von über Die Steigerer von Stamm- und Stangenholz aus Rapitel über den Waldungen der Stadt Gießen werden hiermit aufStaatswesen, geordert, ihr ersteigertes Holz soweit noch nicht ge-| bie für when spätestens e, reffe haben aud - bis 10. Juli 1905 n"," Gründung's dem Wald bei Meidung forstgerichtlicher Anzeige erhandlung, baten zu lassen. andeln. 56 B zweihundert T b ganz neu. D e, wie wir es b Jen Inftituts Betterbien. en für Dienstag farte.) ab ben Inferatente corg born, belb Gießen, den 22. Juni 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Kriegerverein Gießen. Mittwoch, den 28. Juni abends 9 Uhr im Vereinslokal Feidel: Monats- Versammlung berbunden mit der Joh. Seibel Glessen Ludwigsplatz Weinstube. Ausschank v. nur guten reinen Tischwelnen 10 bis 12 tücht. Zimmerleute gegen hohen Lohn sofort gesucht beim Neubau der Augenklinik in Gießen. Näheres auf dem Zimmer: plaz an der Baustelle. J. Hoffmann, Zimmermstr, Ahbach- Gießen. 25000 Mk. best. aus einer Prämle v. 15000 MK. and einem Gewinn von 10 000 Mk. u. 8. f. Auszahlung ohne j. Abzug. Ziehung bereits am 20. und 21. Juli 1905 durch die staatl. Lotteriedirektion in Darmstadt. Lose à 1 Mark. Il Lose für 10 Mk. ( Port. u.Liste 25Pfg. extra) bei: Richard Buchacker, Hauptkollekteur, Phil. Weiler, Markt 1. W. Semmler, Seltersw. 25. Tapezierlehrling 1-2 mövl. Zimmer Aschiedsfeier zu Ehren des Kameraden gesucht gegen sofortige gute BerHerrn Kanzleirat Keller. gütung. Adolf Noll, Gießen, Bahnhofstraße 57. zu vermieten. Gießen, Marktstraße 11. Möbl Zimmer z. verm. Gießen, Steinstraße 53 III. 3. Hemdchen. Ganze Länge: 56 Ctm., Aermellänge: 9 Ctm., Schulterbreite bom Kragen bis zur Aermelnaht: 10 Ctm. Außerdem befand sich bei der Leiche noch ein Stück schwarzen gestrickten Wollstrumpfes. Als Erkennungszeichen an der Leiche selbst dient nur ein ausgezeichnetes Gebiß, welches noch die vollständigen 20 Milchzähne zeigt. Im Unterkiefer befindet sich hinten an jeder Seite je ein hohler Zahn. Ein Stück Kopfhaut zeigt einige goldblonde Haare. Soweit sich dies aus der Beschaffenheit der Leiche feststellen lies, kann dieselbe etm bis zu einem Jahre gelegen haben. Genau ließ sich dies nicht mehr bestimmen. Es ließ sich bis jetzt nicht feststellen, daß die Leiche vor zirka 14 Tagen an dem Fundort gelegen hat. Behufs sicherer Feststellung wie lange die Leiche dort gelagert hat, ist es erwünscht, daß diejenigen Bersonen, welche die Leiche schon vor 14 Tagen dort bemerkt haben, dies ungesäumt der unterzeichneten Verwaltung mitteilen, ferner er suchen wir das Publikum wiederholt, alle Tatsachen, welche zur Aufflärung dienen können, sofort hierher mitzuteilen. Die Polizeiverwaltung Höchst ersucht daher um Mitteilung, falls eine Person mit einem Koffer oder einer Kiste in verdächtiger Weise des Nachts oder des Abends in der Nähe des Fundortes angetroffen, oder Leichengeruch in einem Hause oder einer Wohnung bemerft wurde. Als Zeugen werken in obiger Sache zwei junge Leute gesucht, welche vor etwa 14 Tagen vormittags den Ort des Leichenfundes mit einem großen Holzkoffer passierten, diesen dort niedersetzten und sich die Leiche ansahen. Im Interesse der genauen Feststellung, wie lange die Leiche an dem Ort gelegen hat, ersuchen wir die beiden jungen Leute dringend, sich schleunigst bei der Polizeiverwaltung Höchst a. M. oder uns einzufinden. Gießen, den 22. Juni 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Umpflafterungsarbeiten wird die Weftanlage zwischen Bahnhofstraße und der Einmündung der Straße hinter der Westanlage von heute an bis auf Weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 22. Juni 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Kirschen- Versteigerung. Mittwoch, den 28. Juni 1905, abends 6 Uhr soll die Kirschenernte vom Trieb in 6 Abteilungen meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist an der Wirtschaft„ Zur Germania". Gießen, den 26. Juni 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Handelskammer- Wahl! Bei den Ergänzungswahlen zur Handelskammer dürfte es wohl nicht so sehr darauf ankommen, daß jede einzelne Branche in der Kammer vertreter zu können ist, als daß vielmehr Vertreter gewählt werden, welche befähigt sind, die gesamte Lage des Handels und Wandels überblicken und richtig beurteilen Findet man derartige Vertreter in einem Zweige des geschäftlichen Lebens, der für den Bezirk der Kammer von besonderer Bedeutung ist, dann umso besser So dürfte die Kandidatur des Herrn Bergdirektor Münker lebhaft zu begrüßen sein. Wenn wir uns einen weiteren Vorschlag den Wählern zu unter breiten erlauben, so haben wir im Auge, der Kammer nicht nur einen geeigneten Vertreter der Gesamtinteressen des Handelskammerbezirks zuzuführen, sonde auch einem der wichtigsten Industriezweige des Bezirkes eine verstärkte Position in der Kammer einzuräumen, was im Hinblick auf die drohende Aenderung der Tabakbesteuerung die Zustimmung aller weitblickenden Kaufleute finden muß. Wahlberechtigte! Gebt Eure Stimme Herrn Cigarrenfabrikanten Gustav Mueller. Zur bevorstehenden Handelskammerwahl r.148. Malertionspreis: D Men, bie Kreife Webl Reklamen& Bebaltion n. Saupterp Fernpr حرب تكرير G re gestatten sich die unterzeichneten Interessenten der Getreide- und Mühlenbranche_als geeigneten Nachfolger des jüngst verstorbenen Handelskammermitgliedes Herrn A. Kah den Herrn Zur Handelskammerwahl May Friedberger empfehlen als tüchtige, erfahrene Herren: in Vorschlag zu bringen. Der in der Stadt Gießen aufstrebende Getreidehandel, sowie die MühlenIndustrie war bisher stets in der Kammer durch einen ihrer Vertreter in der Lage, bei vielen Fragen, welche an die Kammer herantraten, welche insbesondere den Ge= treidehandel direkt betreffen, die Mitglieder der Kammer zu informieren. Der Zweig des Handels, den wir vertreten, bedarf ganz besonders im hiesigen Handelskammerbezirk eines mit den Verhältnissen vertrauten Mannes in der Handelsfammer, wenn nicht erhebliche Nachteile die weitere Entwickelung des in unserer Stadt so bedeutenden Getreidehandels hemmend in den Weg treten sollen. Auch für die Beratungen der Mitglieder der Handelskammer ist es von Wichtigkeit in den vielen an die Kammer herantretenden Fragen, welche die Getreidebranche betreffen, sich direkt bei einem Kollegen aus der Branche informieren zu können. Nicht persönliche Motive, sondern Gründe rein sachlicher Art bilden für die Unterzeichneten die Veranlassung an das Solidaritätsgefühl des Kaufmannstandes in der Stadt Gießen zu appellieren Bergwerksdirektor August Münker Fabrikant Adolf Klingspor. Dieselben sind in der Lage, allen Anforderungen, und sie zu bitten, bei der bevorstehenden Handelskammerwahl unserem Kandidaten welche Handel und Industrie von ihren Vertretern fordert, Herrn May Friedberger die Stimme zu geben. Wir vertrauen der Einsicht und dem Gerechtigkeitsfinn der Wähler, daß diese bei der bevorstehenden Wahl im Interesse der Echaltung und Förderung eines aufstrebenden Zweiges des Handels, wie ihn der Getreidehandel und die Mühlenindustrie in unserer Stadt Gießen bilden, wieder einen Vertreter der Branche zu einem Plazz in der Handelskammer verhilft. gerecht zu werden. Beteiligte, welche es ernst nehmen. Die Intereſſenten des Getreidehandels und der Mühleninduſtrie: EUREKA Baer& Wetterhahn, Ferdinand Burk, Kunstmühle, Goldenberg& Marcus, Hermann Kah, Heinrich Möser, Mühlenbesizer, H. C. Pfeiffer, Gebrüder Rosenbaum, M. Rosenthal, Nathan Rosenthal, Morik Roßmann, Mar Stahlberg. Die Wahl zur Handelskammer steht bevor! Wir fönnen nur Männer gebrauchen, welche einen weit. der sehenden Blick und ein warmes Herz auch für den kleinen Geschäftsmann haben, aber auch eine angesehene und geachtete häl Stellung in Handelstreisen einnehmen. 3,5 Wir handeln ohne Ansehen der Person und wollen niemanden zu nahe treten, die Interessen unseres Standes sind tite allein für uns maßgebend. Nur diese Gründe veranlassen uns, Dr aus vollster Ueberzeugung nachstehende Herren zur Wahl zu zwi empfehlen: als übr 36in der fteu Abg die Herrn Fabrikant Adolf Klingspohr und Union Wichse ( vormals Krauss- Clinz) ist und bleibt ( die beste! In Schachteln u.Dosen überall vorrätig! Fabrik: Unien Augsburg. Feinste Herrn Bergdirektor Auguft Münker. Speise Salat Hii Abbruch find 21 Best Neuen Bäue 20. Arti sowi Hypothenkapitalien. 11. Kartoffeln An 2. Stelle habe auf hies. Objekte empfiehlt Mt. 15.000 P. 10.000 Mr. 5.000 Eichen- Nutz- und Brennholz, billigst auszuleihen. stim Türen, Fenster, Dachziegel J. 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