OR späht, euen; t, agt: gerad' rzeugung!" ra, warum ef gar nicht Biebesbrief? inem mo tripte nicht neugierigen geworden!" hab' einen wirft den erdiret. ſten Leno größte und Rade ausge rungen nicht ramme über r Nähe von hin KiefersDa unten, rip mem Brenner Brigen stieß verlor meine Hund und Ite ich in die - worauf ich thr.- Sind Ein, 1, Welt! Angeklagter, eits ein Uhr! .Ihre Frau .) Bauer: ff, was für de r, daß mer de nt!" kommissar den, leise zum man doch uniter Kom" Erster nit kommt das Nr. 97. Jufertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz OberBeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Bfg. Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 fg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Mittwoch, den 26. April 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbrite Cherbeffische Familienzeitung( täglich) r Seifenblasen( wöchentlich). un allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Der Krieg in Oftalien. Der Kanonendonner, den man in der Nähe der Kamranh- Bucht gehört haben wollte, hat sich als leerer Schull erwiesen. Roschdjestwensky ist bisher auf seiner Weiterfahrt aus den indochinesischen Gewässern nicht von den Japanern angegriffen worden. Wie bisher, erwartet man in London die entscheidende Schlacht zwischen ihm und Togo erst ,, in den nächsten drei oder vier Tagen. Dann aber sicher!" In Wirklichkeit weiß man sehr wenig über die Position der gegnerischen Flotten, alles, was berichtet wird, ist lediglich Kombination. G3 heißt, daß der Hafen Mai- Chau an der Südküste von Hainan, gegenüber der Kamranh- Bucht und 400 Meilen von ihr entfernt, zum Sammelplatz der russischen Gesamtflotte bestimmt sei. Die Vereinigung mit dem dritten baltischen Geschwader unter Admiral Nebogatom sei dort bereits erfolgt oder stände unmittelbar bevor. Die ja= panische Flotte befände sich bei Formosa, so daß nur noch venige hundert Seemeilen die Gegner von einander trennten. Auf der befestigten Insel Pulo Brani bei Singapore wurde ein russischer Spion verhaftet, der sich Wladimir Antonitsch Arwitsch nennt und einen falschen Paß bei fich hatte. In Nordkorea beginnt eine neue russische Offensive. 8000 Russen sollen den Tumenfluß überschritten haben. Die Politik. O Die Reichssteuerreform beabsichtigt der Reichsschaßsekretär Freiherr v. Stengel dadurch zu fördern, daß er während seines Osterurlaubs in München Rücksprache mit den ihm aus seiner früheren Amtswaltung als bayerischer Bundesbevollmächtigter bekannten maßgebenden Persönlichfeiten pflegt. Das Einvernehmen Bayerns als des zweitgrößten deutschen Bundesstaates ist jedenfalls von großer Bedeutung für die Reform. Im kommenden Monat Mai wird der„ Deutsche Handelstag" in Berlin über einen Vertrag für Getreide- AbLadungen von der Ostsee beraten. Der Vertrag soll sich an die deutsch- niederländischen Abmachungen von 1904 über Teilladungen vom Schwarzen Meer, vom Asowschen Meer und der Donau anlehnen. * Die Bestimmungen über die Sonntagsruhe sollen im allgemeinen umgeändert werden. Im Reichsamt des Innern finden eingehende Beratungen über diese Materie statt, zu denen der Bundesrat sväter Stellung nehmen wird. Ein gesetgeberisches Vorgehen ist nicht beabsichtigt, dagegen sollen die Ausnahmebeſtimmungen für die verschiedenen Gewerbe, die der Bundesrat erlassen hat, revidiert werden. Die bundesrätlichen Ausnahmevorschriften sollen möglichst beseitigt werden, da man sie in der Hauptsache als Uebergangsbestimmungen auffaßt. Hoffentlich werden dabei die verschiedenartigen Interessen der einzelnen Handelszweige aweckdienlich berücksichtigt. Englische Blätter halten es für ihre patriotische und- Geschäftspflicht, von Zeit zu Zeit auf Deutschland als allgemeinen Störenfried hinzuweisen. Jüngst haben sie behauptet, daß Deutschland in Shantung Expansionspolitik treibe und die Interessen anderer Staaten in China beein= trächtige. Demgegenüber ist folgendes festzustellen: In Wahrheit hat Deutschland in seinem Vertrag mit China fich einzig Gleichberechtigung, kein Vorrecht ausbedungen. Es ist stipuliert worden, daß bei chinesischen Lieferungs- und Konzessionsvergebungen die deutschen Offerten nicht grundfäßlich übergangen, sondern zum Wettbewerb zugelassen werden sollten. Das ist geschehen. Die Chinesen haben den Vertrag forreft beobachtet, und Deutschland hat sich korrekt in den Schranken des Vertrages gehalten. Wer etwas an= deres behauptet, entfernt sich von der Warheit und wird nicht in der Lage sein, auch nur den Schein eines Bemeises beizubringen. O Herr Delcaffé hat sich entschlossen, seine schätzbare Kraft der auswärtigen Politik Frankreichs einstweilen zu erhalten. Ein Teil der französischen Presse will hierin eine Art Niederlage für Deutschland erblicken. Das ist, wie unser Berliner C. B.- Mitarbeiter auf Grund zuverlässiger Informationen mitteilen kann, eine sehr irrige Auffassung. Deutschland legt wohl Wert darauf, daß der französische Mimister des Auswärtigen ein zur Verträglichkeit geneigter und zuverlässiger Mann sei, doch im übrigen kommt seine Persönlichkeit gar nicht in Frage. Für die Marokko- Angelegenheit ist es vollends gleichgültig, wer an der Spitze der auswärtigen Geschäfte Frankreichs steht. Es ist jetzt ganz offenbar geworden, daß Frankreich ein Protektoratsverhältnis über Marokko unmittelbar anstrebt. Ebenso ist sicher, daß Deutschland ein felbständiges Marokko will, mit offener Tür" und ohne Vorrechte für irgend einen Staat. Das ist die ganz unzweideutige und unverwischliche Sachlage. Wer auf französischer Seite hierin ronung bringt, ist irrele= vant; einzig darauf kommt es an, daß es geschieht. Oefterreich- Ungarn. Der Minister des Acußeren Goluchowsky wird Ende des Monats in Venedig eine politische Zusammenkunft mit dem italienischen Minister des Innern Tittoni haben. Nach den Aeußerungen in der Presse beider Länder soll das ungetrübte Einvernehmen beider Länder und der vorhandene Willen, die beide Reiche berührenden Fragen im Einklang zu erledigen, aufs neue durch die Entrevue bekräftigt werden. Wahrscheinlich werden die Orientfragen und die Lage in Albanien und Mazedonien zur Sprache kommen. Frankreich. In Bordeau ist ein Standbild für Gambetta in Anmesenheit des Präsidenten Loubet unter großen Feierlichfeiten enthüllt worden. Mehrere Minister und hervorragende Politiker hielten Ansprachen. Am Vorabend hatte Präsident Loubet bei der Vorstellung der fremden Konjuln auf die Bande der Eintracht und Freundschaft hingewiesen, die Frankreich mit allen Nationen verbinde. England. Nach Beendigung des Burenkrieges wurde Lord Kitche ner Oberkommandierender des indischen Heeres und damit Nachfolger von Lord Roberts. In dieser Stellung fühlt er sich aber jetzt unzufrieden. Er hat der Regierung angedeutet, er werde sein Amt als Oberkommandierender nicht mehr heibehalten können, wenn die Befugnisse des militärischen Mitgliedes des indischen Rates, Generalmajor Sir Edmond Eller, nicht eingeschränkt würden. Die Spannung zwischen den beiden Herren soll sehr groß sein und plötzliche Ereignisse in nahe Aussicht stellen. Rufsland. Irgend eine Klärung der inneren Lage will sich noch immer nicht anbahnen. Im Gegenteil scheinen die Verhältnisse stets verworrener zu werden. In Moskau ist ein Streif im Bäckergewerbe zum Ausbruch gekommen. Ueber 20 000 Bädergesellen befinden sich im Ausstand. Die Brotpreise sind enorm in die Höhe gegangen, das Pfund Schwarzbrot kostet gegenwärtig 7 Ropeken, während der normale Preis sich auf 2½ Sopeken stellt. Die vor kurzem umlaufenden Gerüchte über den Rücktritt des im Gegensatz zu dem mächtigen Generalprokureur Pobjedonoszew verhältnismäßig reformfreundlichen Präsidenten des Ministerrates Witte werden durch eine von Witte selbst herrührende einwandsfreie Erklärung als völlig unbegründet bezeichnet. In den letzten zwei Wochen wurden in Petersburg mehr als 150 000 Pässe ausgegeben. In der Bevölkerung herrscht offenbar Furcht vor dem 1. Mai. Ein englisches Blatt weiß zu melden, der Zar beabsichtige in dieser Woche eine neue Proklamation mit der Ankündigung bedeutender politischer Reformen zu erlassen. Ob der Herrscher aller Reußen oder vielmehr seine Ratgeber nicht einsehen, daß sie das Land mit all den papiernen Versprechungen und Tiraden nicht mehr beruhigen können, wenn den schönen Worten nicht endlich einmal eine Tat folgt? Marokkc. + Erhebliche Unruhen sind wieder, namentlich im Süden des Sultanats, ausgebrochen. Mehrere Stämme in der Nähe von Mogador befinden sich in vollem Aufstande, einige haben ihre Scheichs getötet und die Karawane des Reisenden Segonzac soll angegriffen und eingeschlossen wor den sein. Die Lage im Süden wird als sehr ernst geschildert. Die Verlegenheiten des zwischen der europäischen Scylla und der Charybdis der inneren Unsicherheit stehenden Sultans werden dadurch nicht vermindert. Türkei. Die Wirren in Kreta haben bereits zu diplomatischen Verhandlungen der europäischen Schußmächte geführt. Die Botschafter Englands, Frankreichs und Rußlands sind in Rom als Vertreter der Schutzmächte Kretas zu einer Beratung zusammengetreten. Das Resultat der Besprechung wird vorläufig geheim gehalten. Amerika. A Der russisch- japanische Krieg hat in der Union ein lebhaftes Interesse für Japan wachgerufen. Die ArbeiterUnionen wollen vom Kongreß Gesetzesvorlagen gegen die japanische Einwanderung verlangen und Generalmajor Wilson hat den Verkauf der Philippinen an Japan in Vorfchlag gebracht. Dieser Vorschlag dürfte allerdings wenig Aussicht auf Berwirklichung haben, während strengere Handhabung der Einwanderungspolizei nicht ausgeschlossen ist. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser ist mit der Kaiserin und den Prinzen an Bord der Hohenzollern" in Begleitung des Panzers „ Friedrich Karl" und des Torpedobootes Sleipner" von Messina nach Palermo gedampft, wo das Kaiserpaar unter den stürmischen Huldigungen der Bevölkerung, die in Booten die deutschen Schiffe umschwärmte, anlangte. Das OsterGießen und anderer Behörden von Oberhessen. fest war im Hafen von Messina gefeiert. Die Kaiserjacht war herrlich mit Grün geschmückt. Marineoberpfarrer Göns predigte, der Kaiser hielt die Liturgie. Der Herzog von Sachsen- Koburg- Gotha ist mit einem italienischen Dampser abgereist. Die Prinzen Eitel Friedrich, Adalbert und Oskar nahmen in Palermo an einem Ball beim Großkaufmann Witacker teil. Bei dem dort herrschenden schönen Wetter wurden von der kaiserlichen Familie Ausflüge an Land unternommen. Heer und flotte. Eine neue Vorschrift über die Ergänzung des Offizierforps ist bekannt gemacht worden. Die Verordnung vom Jahre 1880 über die gleiche Materie ist dadurch völlig aufgehoben resp. umgeändert worden. Nach den bisherigen Bestimmungen konnte jeder Soldat nach dem vollendeten 17. und vor vollendetem 23. Lebensjahre. bei Befähigung und borgeschriebenem wissenschaftlichen Bildungsgrad zum Fähnrich vorgeschlagen werden. Die neuen Vorschriften sind enger und einschränkender gefaßt. Die Ergänzung des Offizierkorps duch Fahnenjunker und Zöglinge des Kadettenforps soll die Regel bilden. Es ist nur noch die Rede von Fahnenjunkern, nicht mehr, wie in der alten Verordnung, von allen Soldaten. Für die Fahnenjunker wird körperliche Brauchbarkeit zur Bedingung gemacht, ferner müssen sie ledig und schuldenfrei sein und sollen außerdem noch Erziehung, Gesinnung und Herkunft Gewähr bieten, daß sie würdige Angehörige des Offizierkorps zu werden versprechen. Die Entscheidung steht den Regiments- oder bei Bataillonsverbänden den Bataillonskommandeuren 31. Das Reifezeugnis zum Fähnrich kann erst nach sechsmonatiger Dienstzeit beantragt werden. Bis jetzt genügten fünf Monate. Für Ausnahmefälle ist die kaiserliche Genehmigung vorbehalten. Nab und fern. Des Kaisers Töchterlein. Daß Prinzessin Viktoria Luise von Preußen ein gutes, warm fühlendes Herz ihr eigen nennt, wird durch einen neuen, rührenden Zug erhärtet, den man sich in der Hofgesellschaft erzählt. Die Kaiserin besuchte mit ihrer dreizehnjährigen Tochter eine Berliner Erziehungsanstalt für junge verwaiste Mädchen der höheren Stände. Bei einer dieser jungen Damen, die besonders abgehärte Züge hatte, verweilte die Kaiserin länger und ließ sich ihre Lebensgeschichte erzählen, die so recht eigentlich eine Leidensgeschichte war. Da brach die jugendliche Prinzessin in Tränen aus und rief:„ Wir nehmen die Arme zu uns, liebe gute Mama, und sind immer recht lieb zu ihr!" Tränen traten auch der Kaiserin in die Augen, und sie sagte ihrem Töchterchen:„ Gott erhalte dir stets diesen Sinn, mein liebes Kind!" Am nächsten Tage aber schon wurde das junge Mädchen in das Berliner Schloß bestellt und dort durch den Bescheid hoch beglückt, daß sie auf der Stelle dem Hofstaate der Prinzessin Viktoria Luise angehöre. * Wieder einmal Fritz Friedmanu. Der bekannte, einst so berühmte Berliner Verteidiger, Dr. Fritz Friedmann, macht wieder von sich reden. Er hatte sich in Paris dem Variété zugewandt, wo er als„ Conferencier" eine Rolle spielte. Jetzt ist der veränderliche Herr wieder zu seinem ursprünglichen Berufe zurückgekehrt und hat sich am Boulevard Montmartre ein Bureau als„ internationaler Anwalt" eingerichtet, wo er am Vormittag Sprechstunden abhält. An seine Berliner Freunde ist Dr. Friedmann übrigens auch wieder mit der Bitte um Unterſtügung herangetreten, da er völlig mittellos dastehe und in Gefahr stehe, auf die Straße gesetzt zu werden. A Gin furchtbares Familiendrama spielte sich in Berlin ab. Die Frau des Portiers Kaufmann vergiftete sich und ihre beiden Kinder, ein Mädchen von neun und einem Anaben von sechs Jahren, mit Lysol. Die Beweggründe der Tat sind in zerrütteten Familienverhältnissen zu suchen. Der tleine Snabe ist bereits dem Gift erlegen, seine Schwester schwebt in äußerster Lebensgefahr. Dagegen besteht Aussicht, die Mutter am Leben zu erhalten. Diese hatte die beiden Kleinen in ihre furchtbare Absicht eingeweiht, deren Einverständnis und Versprechen, zu schweigen, erhalten. A Geständiger Mörder. Der Kellner Ramm, der bei einem Einbruch in die Wirtschaft des Schanfwirts Grabow in der Schönhauser Allee in Berlin dessen elfjährigen Sohn erstach, während die Tochter durch Messerstiche schwer verletzt wurde, hat ein Gestandnis abgelegt. Bei ihm wurde das Portemonnaie der Frau Grabom und eine Gedichtsammlung der Kinder gefunden. Da meinte er, er ärgere sich, daß er diese Sachen nicht beseitigt habe, aber angesichts der Beweisstücke hätte man ihm nichts anhaben können. Ehrungen Morgans in Nom. Der amerikanische Mil liar där Morgan ist in Rom Gegenstand außergewöhnlicher Ehrungen gewesen. Er wurde vom König von Italien und später vom Papst empfangen. Morgan hat der Kirche von Ascoli Piceno ein kostbares Meßgewand zurückerstattet, das dort gestohlen worden und durch Kauf in die Hände des amerikanischen Krösus gekommen war. Morgan erhielt die| italienische Medaille für öffentliche Dienste und das Großfreuz des St. Mauritiusordens. Gine regelrechte Kreuzigung hat als Karfreitagsfeier" in der kleinen Stadt Torres in Colorado stattgefunden. Dort eriſtiert eine Sekte, deren Lehre auf dem Prinzip der Selbstfolterung beruht. Ein Mitglied bat, sich am Todestage Christi von allen Sünden reinigen zu dürfen, indem er sich freuzigen lasse. Das Kreuz wurde tatsächlich errichtet, das Opfer wurde angenagelt und verschied langsam unter den furchtbarsten Qualen. Eine polizeiliche Untersuchung ist eingeleitet. Aus dem Gerichtsfaal. § Nachklänge zur Ruhstrat- Affäre. Der Meineidsprozeß gegen den Kellner Meier soll nun doch vor der Strafkammer in Bückeburg verhandelt werden. Das Bückeburger Landgericht gehört zum Dienstressort des Ministers Ruhstrat. Vielfach wurde erwartet, die Angelegenheit Meier sollte vor einem Schwurgericht außerhalb des Bereiches der oldenburgischen Gerichtsbarkeit zur Aburteilung kommen. § Eisenbahnunterschleife. Eine neue Verhandlung gegen den Kaufmann Friedeberg aus Breslau findet Ende dieses Monats vor der Strafkammer in Schneidemühl statt. Mit Friedeberg zugleich sind der Materialienverwalter Geburczyk und der Eisenbahnbeamte Balke angeklagt. Sie befinden sich in Untersuchungshaft. tige Ort für Belgien, die Feier seiner 75jährigen Unabhängigkeit durch eine Weltausstellung zu begehen. Zwar hat Lüttich nicht viel mehr als 300 000 Einwohner, aber eine überaus günstige zentrale Lage. Es ist von Paris in fünf, von London in neun Stunden zu erreichen. Brüssel und Aachen sind in seiner nächsten Nachbarschaft. Die üppigen Weltbäder an der Nordsee werden der Ausstellung sicher ein distinguiertes und zahlungsfähiges Publikum zuführen. Die 30 Millionen Franken, die für sie ausgeworfen sind, können auf gute Verzinsung rechnen. § Dem Raubmordprozeß Klein, der am heutigen Tage in Wien beginnt, sieht man allgemein mit großer Spannung entgegen. Das Ehepaar Klein ist angeklagt, am 11. Oktober 1904 den Hausbesitzer Sikora ermordet zu haben, dessen Leiche man in einen Sack in der Kleinschen Wohnung versteckt fand. Wie die Staatsanwaltschaft annimint, hat Franziska Klein, die in der Wiener Lebewelt eine Rolle spielte, den Sikora ins Haus gelockt und dann mit Hilfe ihres Mannes ermordet. Das Ehepaar Klein floh dann nach Paris, nachdem Franziska aus der Wohnung des Ermordeten noch soviel an Geld und Geldeswert geraubt hatte, wie sie irgend konnte. Sie behauptete erst, daß Sikora in ihrer Wohnung plötzlich gestorben sei, dann gestand sie und nahm alle Schuld allein auf sich. Ihr Mann wisse nichts von dem Morde. Franziska Klein hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. In einem Kloster ist sie erzogen worden. Dreizehn Jahre hat sie unter frommen Schwestern verbracht. Dann wurde sie Novize. Sie hielt es aber im Kloster nicht aus und wurde Erzieherin. Als solche kam sie zu Falle. Sie wurde dann in Breßburg eine der bekanntesten Vertreterinnen der Demimonde. In jener Zeit hat sie viele Heiratsanträge bekommen, aber sie hat alle Bewerber zum Narren gehalten. Im Jahre 1904 lernte sie Klein durch ein Inserat kennen, in dem sie sich als Witwe mit 20 000 Gulden Vermögen ausgegeben hat. Im Gefängnis ist sie wieder zur katholischen Kirche zurückgekehrt. Briefe, die sie von ihrer Zelle aus an den Untersuchungsrichter und an ihr Kind gerichtet hat, gewähren Einblick in ein reges Seelenleben. Sie behauptet, das Opfer der Liebe zu ihrem Mann deworden zu sein, den sie nicht wegen des ihr fehlenden Vermögens, als dessen Besitzerin sie sich fälschlich ausgegeben hatte, wieder verlieren mollte. Deshalb sei sie zur Mörderin und Tiebin geworden. Die belgische Weltausstellung. Lüttich, 25. April. Vermischtes. | =[ Die Kaiserin von China und die Nähmaschine.] Wie aus Peking berichtet wird, interessiert sich die Kaiserin- Mutter von China in neuester Zeit sehr lebhaft für die Nähmaschine, die bis jetzt bei den Frauen Chinas noch gar nicht in Gebrauch gekommen ist. Die Kaiserin hat mehrere Nähmaschinen in ihren Gemächern aufstellen lassen und läßt sich von europäischen Damen in der Handhabung derselben unterrichten. Sie trägt sich mit der Absicht, besondere Nähmaschinenschulen in ganz China zu errichten, in welchen die chinesischen Frauen und Mädchen den Gebrauch der Nähmaschine praktisch erlernen sollen. =[ Die vereitelte Aushebung.] Daß ein Gestellungspflichtiger am Tage der Aushebung nicht erscheint, wundert niemand; daß aber die ganze Aushebungskommission sich nicht einstellt, dürfte bisher in Preußen kaum vorgekommñen sein. Aus Tondern wird gemeldet, daß die Kommission scegen ungünstigen Windes und Wasserstandes mit dem Dampfer im Wattenmeer zwischen Sylt und dem Festlande stecken blieb und Tondern nicht erreichen konnte. Die Behörde mußte die Aushebung in Tondern verschieben. Es gehörte Mut dazu, kaum ein Jahr nach der großen Schau von St. Louis schon wieder zu einer Weltausstellung einzuladen. Das kleine, aber industriereiche Belgien hat ihn gehabt, und sein Ruf ist nicht ungehört verhallt. Alle, alle kamen, und voran mit gewohnter militärischer Pünktlichkeit die deutschen Aussteller, die schon jetzt im großen und ganzen Vollendetes bieten, trotzdem die offizielle Eröffnungsfeier erst übermorgen stattfindet. Um so größere Triumphe wird die deutsche Industrie in der ersten Ausstellungsperiode feiern können, wenn die anderen erst langsom hinterherklappen". Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Taß die deutschen Aussteller dank ihrer Pünktlichkeit hoffen dürfen, ihre Anstrengungen durch Anknüpfung lohnender Handelsbeziehungen belohnt zu sehen, das liest man in englischen Fachzeitschriften deutlich genug zwischen den Zeilen, in denen der Nachlässigkeit der eigenen Landsleute die deutsche ausgezeichnete Bereitschaft als leuchtendes Muster entgegengehalten wird. =[ Ein Meisterschütze.] Dieser Tage starb im Alter von 62 Jahren Heinrich Knecht von St. Gallen. Er gehörte zu den Männern, die den schweizerischen Schützenruhm ins Ausland getragen haben. In seiner Glanzperiode in den 70er Jahren war Knecht Lei den deutschen und öster reichischen Bundesschießen der gefürchtetste Schweizerschütze. Im Schnellschießen erreichte ihn feiner. freudiges Lächein oder ein Stirnrunzeln, daß sich bis zum Zähnezusammenbeißen steigern fann, wenn die Kurse geftirgen oder gefallen sind.( Fällt uns bei dieser Gelegenheit ein alter, aber guter Wig ein. Das Alter der Wize soll ja ein untrüglicher Bradmesser für ihre Qualität sein: das zwölfjährige Bantiere söhnchen fragt den Papa:" Was sind denn eigentlich Kurse?"-Kurse", antwortet der Alte bedeutungsvoll,„ Kurse sind wie die Lawinen, mein Sohn, fortwährend gehen sie rauf und runter!") Dann werden die Handelstelegramme überflogen. Wie New- York Weizen notiert, Antwerpen Petroleum und New Orleans Baumwolle, ist ihm wichtiger als die Ergebnisse der neuesten Unters suchungen über den Kreislauf des Blutes, Chicago Schmalz und Glasgow Roheisen interessieren ihn weit mehr als die run änische Budgetdebatte und der Prozeß Murri- Bonmartini. Nur dec Krieg, Handelsvertragsdebatten, Streifnachrichten werden furz gestreift. Erledigt. - Soweit diefer Berbr legt muß m dag 1910 was bann? K toppen zum Adju und auße und Db Darmsta ernannt. Rittmeif treten in 129 Wh ** Ausich Drdnung einer St medizini Gemeind Stern Der Gelehrte. Er hält" nur eine Tageszeitung, er liest sie eigentlich fast gar nicht. Er will uur in den Tagesfragen auf dem Laufenden gehalten werden. Sein Hauptgebiet ist das Feuilleton und die wissenschaftliche Beilage. Nach Tisch. Langsam wandert sein Blick von Zeile zu Zeile. Dann setzt er sich an seinen Arbeitstisch und schreibt der Redaktion der Zeitung einen mehr oder weniger geistvollen Brief, indem er sich leider nicht in allen Punkten mit den Anschauungen des geehrten Herrn Artikelschreibers einverstanden erklären fann, nachdem er auf rund eingehender Untersuchungen zu einer entgegengesetzten Auffassung gekommen ist." Er ist als Leser der Schrecken der Caféhausbesucher am Nachmittag." Grenzboten"," Bufunft", Neue Deutsche Rundschau"," Dokumente der Frauen", alle Wochen- und Monatsschriften ernsten Inhalts sind nicht erreichbar, solange er anwesend ist. Vor dem Schlafengeheu nimmt er ein paar fettgedruckte Kriegsdepeschen zu sich, deren Inhalt eher das europäische Gleichgewicht als sein eigenes zu stören imstande ist. Die Wissenschaft ist international. Schluß! =[ Der Invalide mit dem„ Wachskopf".] Die Pariser Blätter bringen lange Berichte über einen Kämpfer aus dem Striege 1870/71, der jetzt seine Aufnahme in das Invalidenhaus nachgesucht hat. Moreau- so heißt der arme Invalide wurde in der Schlacht bei Bapaume durch eine Granate lebensgefährlich verwundet: die Augen, die Nase, ein Teil der Wangen und die Lippen wurden ihm weggerissen, so daß von seinem Gesicht nicht viel mehr übrig blieb als ein blutiger Fleischfeßen. Man brachte den gräßlich entſtellten und seines Augenlichtes beraubten Soldaten in ein Hospital, aus welchem er im Jahre 1872 als„ geheilt" entlassen wurde. Die Heilung bestand darin, daß ein bedeutender Chirurg die fehlenden Gesichtsteile durch eine geschickt konstruierte Maske aus Wachs und Silber ersetzt hatte; die blauen Augen wurden aus Email hergestellt. Moreau, der einiges Vermögen besaß, widmete sich nach seiner Genesung mit Eifer dem Angelsport und brachte es darin troß seiner Erblindung zu einer großen Kunstfertigkeit. Vor einigen Jahren widerfuhr ihm von neuem großes Leid: eine seiner Töchter wurde von einem Landstreicher vergewaltigt und ermordet. Seitdem ist dem alten Manne das Leben eine Qual, und darum will er den Rest seiner Tage unter Kameraden im Invalidenhause verbringen. Vorläufig ist es bei dem unvollendeten Zustand der einzelnen Länder verfrüht, in Einzelheiten über den nationalen Wettbewerb einzugehen. Dieser wird besonders auf dem Gebiete des Berg- und Hüttenwesens, des Maschinenbaues und des Verkehrswesens voraussichtlich bisher Unerreichtes bieten. Bei der Eröffnung, die übermorgen durch das belgische Kronprinzenpaar stattfindet, wird sich allerdings ein beträchtlicher Teil der riesigen Maschinen noch nicht bewegen. Aber beim Besuch König Leopolds, der am 11. Mai erwartet wird, nimmt man an, daß sie dann mit wenigen Ausnahmen stampfen und ihre Räder und Radthen drehen werden, daß die Schlote rauchen, die Wege überall säuberlich gefegt und die meisten Kisten, die jetzt noch in Fülle herumstehen, säuberlich ausgepackt sein werden. Neue Untat der Hannoverschen Kindesmörder. Den Mordgesellen Büther und Paul, die in Hannover der Ermordung zweier kleiner Mädchen überführt sind, ist ein neues bestialisches Verbrechen nachgewiesen. Der Gemeindepolizist in Ricklingen hat sie als die Personen ermittelt, die im Ridklinger Holze bei Hannover an dem Tage sich herumtrieben, als dort an einem Knaben ein schändliches Verbrechen verübt wurde. Der mißhandelte Knabe hat in Paul den Täter erkannt. Dieser leugnet allerdings die Tat. Zeitungsleser. - " " H " 3. Gefu Erlaubn P. berweifen Polizeiam den Straß gar oft ge möglichung Fuffteiger Art( auch gängerber Kindern Strafe welches Don Se beläftige diefe Rü berhinder ** Verordnu außerhalb Kraft. ben Landf mit Gifter der Apot regelt we die in F wendig if amtliche auch die Apotheken Landesgefe Radridt Dftermen ] S Diverse. Der kleine Mann: Liest nur nach dem Abendessen seine Zeitung, aber gründlich, vom ersten Bach staben des redaktionellen Textes bis zum letzten Wort im Annoncenteil. Ist sich bewußt, daß er das Blatt, bezahlt" und berechtigt ist, mitzureden. Unterschreibt sich bei Zuschriften an die Redaktion mit langjähriger Abonnent". Benutzt jede Woche den Briefkasten. Der Backfisch: Hauptinteresse: Verlobungsanzeigen",„ Ein furchtbares Unglück ereignete sich...", Von einer pikanten Cheirrungsaffäre berichtet man uns aus Der Be amte: Personalien, Ernennungen, Auszeichnungen, Verfügungen aus dem Reichsanzeiger", Parlamentsberichte über Gehaltsaufbesserungen. Die Hausfrau: Roman, Familienanzeigen, Modebericht, Tagesneuigkeiten, Annoncen. Die Köchin: Vergnügungsanzeiger, blut ge Raubmorde. Der Journalist: Ueberschrift, Fettdruck, Sperrdruck, Stichworte. Fertig. den In geistreicher Manier zeichnet ein Natas- man wohl richtiger beim Schopf packt und von hinten als Satan lieft in dem„ Frankfurter General Anzeiger" einige Freilichtbilder des Zeitungslesers. Nachdem er kurz darauf eingegangen ist, daß man den Charakter der Menschen und sich selbst nach der Schädelbildung und den Finger rägeln, nach den Handschuhen und der Fußbekleidung, nach der Schnurrbartform und den Schriftzügen und nach hundert anderen„ charakteristischen Merkmalen" mit dem Erfolge beurteilt, daß man selbst seine ächste Umgebung nicht genau fennen lernt und sich nach hundert schlimmen Erfahrungen zum hundertersten Male wieder täuscht, frägt er ganz mit Fug und Recht: Warum soll man ihn nicht vielleicht mit mehr Berechtigung auch nach der Art beurteilen, wie er seine Zeitung list? Wir wollen uns ein paar Typen betrachten: Am weitesten fortgeschritten ist, wie es stets bei Ausstellungen der Fall zu sein pflegt, die Vergnügungsabteilung. Deren Clou ist nach den berühmten Vorbildern ,, Alt- Wien" und„ Alt- Paris" ein Alt- Lüttich. Die alt- fürstbischöfliche Residenz, die hier in bemalter Pappe und Zementbauten wieder erstanden ist, bietet ein reizendes Bild. Schöne Kirchen und Klöster, eigenartige Denkmäler und Brunnen, furiose Plätze und Straßen zaubert es aus der Vergangenheit herauf. Wenn erst Bürger und Bürgersfrauen in den Trachten verschollener Jahrhunderte Alt- Lüttich" beleben werden, wird dieses sicher eine große Anziehungskraft auf die Fremden ausüben. Auf den breiten Rücken der Maas und Durthe, die sich dicht am Ausstellungspark vereinigen, sollen Hunderte von Gondeln schwimmen und glänzende venezianische Nachtfeste abgehalten werden. Durch die kolonialen Sonderausstellungen Frankreichs und Belgiens wird das Bild buntere, fremdartigere, erotische Farben erhalten. Ein indianisches und ein senegalisches Dorf werden gebaut, die Rothäute, beziehungsweise Schwarze besiedeln werden. Auch die mongolische Rasse fehlt nicht, und ein chinesischer und ein japanischer Pavillon, wo zierliche Mongolinnen den Tee servieren, werden gewiß jederzeit viel besucht sein. Das gastfreundliche Lüttich darf sich ohne Frage auf einen ansehnlichen Fremdenzuzug vorbereiten. Es ist auch der rich" - " Alle- den lokalen Teil! - Da liegt der Hase im Pfesser: Alle lesen den lokalen Teil, ob sie Politiker, Kaufleute, Gelehrte, Journalisten, Bauern, Backfische, Hausfrauen oder Köchinnen sind, ob sie ihr Blatt aus Liebhaberei oder Geschäftsinteresse lesen, alle finden sie sich auf der breiten Grundlage des lokalen Teils einträchtiglich beieinander. Eine Zeitung, die ihrem lokalen Teile nicht die liebevollste Sorgfalt widmete, würde sich selber den Todesstoß geben, und umgefehrt entzöge sich jeder Zeitungsl e ser den festen Boden unter den Füßen, der das Lokale" verschmähte. Das„ Lokale" st ht an erster Stelle, die die anderen Rubrifen reihen sich ihm nur ergänzend an. Lese da her jeder vor allen Dingen eine Lokal Zeitung, eine 3- itung also, die ihm seine unmittelbarfte Umgebung in ihrem Tun und Treiben, ihren Ausflüssen und Bewegungen vorführt! Der Politiker. Er liest sein Parteiblatt. Früh morgens, noch ehe er sein Kaffee trinkt. Im Bett. Zuerst den Parlamentsbericht. Flüchtig schweift sein Auge über den tieinen, engen Druck. Nur Namen, gesperrte Stichworte aus den Reden der Parteigegner, langsamer die Ausführungen seiner politischen Freunde. Dann die politischen Depeschen. I zt ein farzes Aufatmen, er legt sich bequem zurecht, weil ihm in der Haft der Lektüre der rechte Arm, auf den er sich stüßte, eingeschlafen ist, faltet das Blatt und beginnt zum zweitenmale das Studium des Parlaments, berichtes. Kein Wort entgeht ihm jest. Mit einem behag. lichen Lächeln quittiert er die Ausfälle seiner Parteigenossen, mit spöttischem Auge überflegt er die Ecwiderungen der Andersgesinnten und folgt nachdenklich und überlegend den " Lokales. *** Ueber die geplante Oftroi- Erhöhung in Gießen ist gegenwärtig die allgemeine Stimmung nicht die beste. Man erkennt ja an, daß Mittel und Wege geschaffen und gefunden werden müssen, um das in dem Voranschlag 1905/06 vermerkte Defizit von 45 000 Mt. zu decken, allein die breite Bürgerschaft, die Gewerbetreibenden vor allen Dingen, die neben ihren Staats- und Gemeinde steuern auch die Gewerbesteuer aufzubringen haben, fträubt sich gegen eine Vermehrung der indirekten Steuer. Man i auch in der Bürgerschaft darüber keineswegs erbaut gewesen, daß in letter Stadtverordnetenversammlung bereits ein Ent wurf über Oftroierhöhung seitens des Oberbürgermeisters Mecum auf der Tagesordnung und damit quasi zur Beratung und event. Beschlußfassung vorgelegt worden war! kätte denn vorher nicht erst eine interne Vorberatung stattfinden können? Vielleicht wären da noch einige andere Auswege vorgeschlagen worden, welche der näheren Prüfung auf ihre Ergiebigkeit hinsichtlich der Steuern wert sind. In recht anerkennenswerter Weise hat auch dieses Mal unser Bürgerverein die Offensive ergriffen und für morgen Donnerstag Abend 8% Uhr nach dem Neuen Saalbau eine allgemeine Bürgerversammlung einberufen, in welcher die Oftroi Erhöhung näher besprochen werden soll. Im engeren start interessierten Kreise hat mar bereits gestern Abend darüber beraten und soweit uns mitgeteilt wird, wünscht und erwartet man, daß der Entwurf zu Falle kommt, man ist gegen eine Erhöhung. - Der hiftori Tder Yug De zur Ausf und Wa 29. Dezer Gie Betr.: Nadftebe 1901 bringen rauf, bag bi werden. Die E8 Art, Kart von diesem Kranten: fahren wer fahren oder Das au und bon Schritt auf Es bleiben, du ftanden, du andere Perf Es ist Gegenstände, Die Vorüberge wie Meggerb bon der Oft, Stadt zu beförd Gießen Ausführungen der Regierungsvertreter. Ha, ha, ha," Bürgerverein bleibt auch dieses Mal seinem Prinzip treu landwirtschaftli und wird bei der großen allgemeinen Bürgerversammlung nur der Vermittler sein, will nur aufklärend wirken. Die einzelnen Bürger, die ein Interesse an dieser lokalen Frage haben, mögen darum alle erscheinen und offen ihre Ansichten zum Ausdruck bringen. " Blödsinn"," Sehr richtig" sind die Zwischenrufe mit denen er die L- ftitre begleitet. Beim Morgenkaffee, der inzwischen zum Eskaffe geworden ist, wird noch der Leitartikel, die innere und auswärtige Politik studiert und er ist fertig mit seinem Blatt. Der Kaufman n. Trägt seine Zeitung in der inneren Brusttasche des Rockes. Liest sie in der Trambahn. Zuerst die Konkursnachrichten. Er atmet erleichtert auf und zündet sich die Morgenzigarre an. Izt das Kursblatt, das ihm die Stimmung für den ganzen Tag gibt. Ein selbstbewußtes, In den einzelnen Gewerbefreisen, z. B. der Bäcker, Mezger, Gastwirte 2c., werden heute Petitionen auß gearbeitet und morgen der Stadtverordnetenversammlung zugesandt, in welchen ebenfalls gegen eine geplante Gr höhung des Oftrois Stellung genommen wird. Groß Ingen Stadt 8 sich bis zum ie Surfe geftirgen Gelegenheit ige foll ja ein ein fein: das zwölf Was sind denn it der Alte be en, mein Sohn, Dann werden die wrt Weizen leans Baumwolle, neuesten Unters Epicago Schmal eit mehr als die Aurri- Bonmartini Streifnachrichtin eine Tageszeitung, will uur in den en werden. Sein fenschaftliche Bei Blid von Zeile Arbeitstisch und mehr oder weniger t in allen Puntten Artikelschreibers auf rund ein engefeßten er Schrecken ten"," Bufunft". er Frauen", alle its find nicht er em Schlafengebru depeschen zu sich, gewicht als sein enfchaft ift inter Lieft nur nach dem bom ersten Bud lpten Wort i as Blatt„ bezabl reibt fich bei 8 Shriger Abonnent. Der Badfish: „ Ein furchtbars ner pikanten Ch Der Be zeichnungen, Ver Barlamentsberichte s frau: Roman, gfeiten, Annoncen. Slut ge Raubmorde. drud, Sperrbrud, efen den totale tte, Journalista, innen sind, ob sie intereffe lesen, alle des lokalen Teils , die ihrem lokalen idmete, würde si tt entzoge fidh jeder den Füßen, der das an erfter Stelle, die gänzend an. Lefe da 1.Beitung, marfte Umgebung en und Bewegungen in roi- Erhöhung in Stimmung nicht und Wege gefchaf daß in dem on 45 000 e Gewerbetreil ats- und Gemen ngen haben, d en Steuer Wan ift Degs erbaut gewefen ung bereits ein Ent Oberbürgermeisters it quasi zur Be Soweit wir übers hen können ist eine Anderung an dieser Verbrauchssteuer zur Zeit nicht am Blaze. Nicht zulett muß man doch auch heute schon immerhin damit rechnen, daß 1910 laut Reichsgesez das Oftroi ganz wegfällt und was dann? K Militärisches. Major von Schwarz toppen vom 81. Infanterie Regiment in Frankfurt wurde zum Adjutanten des Präsidenten des Reichsmilitärgerichts und außeretatsmäßigem Mitglied des Reichsmilitärgerichts und Oberleutnant Freiherr von Massenbach in Darmstadt zum Flügeladjutanten des Großherzogs ernannt. Die seitherigen Flügeladjutante des Landesherrn, Rittmeister Kraemer und Hauptmann Schäffer von Bernstein, treten in den Frondienst zurück. ** Am Samstag, den 29. d. Mts, vormittags 1/29 Uhr beginnend, findet eine Sigung des ProvinzialAusschusses der Provinz Oberhessen mit folgender TagesOrdnung statt: 1. Enteignung von Gelände zur Herstellung einer Straße längs den Gebäuden des neuen veterinärmedizinischen Instituts in Sießen. 2. Die Verpach ung der Gemeindejagd zu Glauberg, hier Beschwerde des Rudolf Stern zu Frankfurt a. M. gegen einen Gemeinderatsbeschluß. 3. Gesuch des Johann Michael Desch zu Bleichenbach um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. P. Die Bürgersteige den Fußgängern! Wir verweisen auf die heutige Bekanntmachung des Großherzogl. Polizeiamts zu Gießen, welche einige Bestimmungen über den Straßenverkehr ins Gedächtnis zurückruft, gegen welche gar oft gefehlt wird. Es ist nämlich im Interesse der Er. möglichung des ungehinderten Fußgängerverkehrs auf den Fußsteigen das Befahren der Fußsteige mit Fuhrwerken jeder Art( auch Handwagen), ausgenommen, soweit hier der Fußgängerverkehr nicht gehindert wird, die Beförderung von Kindern und Kranten in Kinder- und Krantenwagen, bei Strafe verboten. Außerdem ist das Stehenbleiben, durch welches der freie Verkehr gehemmt wird, sowie das Tragen von Gegenständen, welche geeignet sind, andere Passanten zu Beläftigen( Megger bollen, Marktförbe 2c.) untersagt. Gerade diese Rücksichtslosigkeiten sollten nicht erst durch Strafanzeigen verhindert zu werden brauchen. ** Am 1. Mai 1. I. tritt im Großherzogtum eine Verordnung betreffend den Verkehr mit Arzneimitteln außerhalb der Apotheken und dessen Beaufsichtigung in Kraft. Durch diese Verordnung, sowie durch einen 3. 3t. den Landständen vorliegenden Gesezentwurf über den Handel mit Giften, soll der Arzneimittel- und Giftverkehr außerhalb der Apotheken im Interesse des Publikums einheitlich geregelt werden. Da die Kenntnis dieser Bestimmungen für die in Frage kommenden Gewerbetreibenden unbedingt notwendig ist, wird demnächst im Großh. Staate verlag eine amtliche Handausgabe dieser Vorschriften erscheinen, welche auch die wichtigeren, für den Arzneihandel außerhalb der Apotheken weiter noch in Betracht kommenden reichs- und Landesgeseßlichen Vorschriften enthalten wird. § Aus verschiedenen Ortschaften Oberhessens laufen Nachrichten über einen fast halbstündigen Hagelschlag am Dftermentag ein. ][ Leutnant Gieß Heppenheim, der sich um die präHistorische Forschung in Hessen durch umsichtige Leitung Der Ausgrabungen hochverdient gemacht hat, gelang es vor Bekanntmachung. Der Spenglermeister Heinrich Lich dahier ist zur Ausführung von Anlagen im Anschluß an das Gasund Wasserwerk auf Grund der Bestimmungen vom 29. Dezember 1902 zugelassen worden. Gießen, 20 April 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Betr. Straßenverkehr. | zu befestigen. 2 Jahren, eine alte römische Heerstraße zwischen Heppenheim und Lehnsheim und im vorigen Jahre die Grundmauern Die Gesundheit des Kindes eines Klosters bei Lorsch freizulegen. Cegenwärtig ist Gieß in Berkoch bei Groß- Gerau mit Ausgrabungen beschäftigt, bei dem es ihm wieder gelungen ist, den Straßenförper einer römischen Militärstraße, die vom nahen Kastell auf Esch durch die Gemarkung Büttelborn in der Richtung nach Dieburg zieht, festzustellen. Die Straße führt hier durch das alte N carbett. Sie besteht aus einem Pfahlrost von Eichenholz; darüber befinden sich Eichenholzbohlen, dann eine Latischicht; darauf das Rollpflaster und auf der Oberfläche eine Lage Kies. Die Straße war gesichert durch einen hölzernen Signalturm und ein Erdkastell, das mit einem noch jetzt sichtbaren Graben versehen war. Bei der Straße fand Gieß die Stempel der XIV. und XXII. Legion. * ,, Uniform" Reform der Gepäckträger. Auch für die Gepäckträger an den Staatsbahnen soll eine neue Dienstkleidung eingeführt werden. Sie werden fünftig in einer blusenartigen Joppe aus grünem Stoff mit Taillengurt im Rücken und Umlegekragen nach Art der Litewken erscheinen. Bugleich ist auch ein einheitlicher Modus für die Aufbewahrung des Passagiergepäcke eingeführt worden. Dies sollen die Gepäckträger von jetzt an nur bis 1½ Stunden vor Abgang des betreffenden Buges zur Aufbewahrung und Unterbringung in den Abteilen annehmen dürfen. Im übrigen fann das Handgepäck vom Publikum bei den amtlichen Gepäckaufbewahrungsstellen abgegeben werden. § Krofdorf. Aufgehobene Sperre. Die über das Gehöst des Ludwig Mahrhausen zu Odenhausen infolge Rotlauffeuche verhängte Sperre ist wieder aufgehoben worden. K Von der Lahn, 25. April. Im Stationsgebäude von Weilburg erschoß sich der 64jährige Viehmakler Adam Kahn von dort. ? Bad Nauheim, 25. April. Hoher Kurgaft. Gegenwärtig weilt hier der Staatssekretär der Vereinigten Staaten, John Hay, zur Kur. Bad Nauheim, 25. April. Die Roserzüchterei in Steinfurth hat einen bedeutenden Aufschwung genommen. Eine Genossenschaft hat sich gebildet, die das Gut des Herrn von Löp gepachtet hat, um weitere 800 Morgen mit Rosen zu bepflanzen. Es sind jetzt im ganzen ca. 1100 Morgen zur Rosenfultur in Verwendung. K Amorbach, 25. April. Der russische General Grippenberg, ci- devant Kommandeur der 1. MandschureiArmee ist am 18. April, zu 4wöchigem Aufenthalte hier eingetroffen und im„ Hotel zur Post" abgestiegen. Diese anfangs angezweifelte Meldung hat der Besizer der Post in Amorbach auf telefonische Anfrage, bestätigt. Gießener landwirtschaftlicher Wetterbienft. Boraussichtliche Bitterung in Hessen für Donnerstag, den 27. April. Vorübergehend ausheiternd, später wieder trüb und Regen, ziemlich warm( wärmer). ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gieken. Bekanntmachung. Betr. Den Schuß der Singvögel. Wir bringen in Erinnerung, daß nach§ 1 des Reichsgesetzes vom 22. März 1888( N.-G.-B. S. 111) das Zerstören und Aus heben von Nestern oder Brutstätten der Tingvögel, das Zerstören und Ausuchmen von Eiern, das Ausnehmen und Töten von Jungen verboten ist. In gleicher Weise ist das Feilbieten und der Verkauf der gegen dieses Verbot erlangten Gier und Junge untersagt. Zuwiderhandlungen werden mit Gel dstrafe bis zu 150 Mart, oder mit Haft bestraft. Diese Strafe trifft insbesondere auch denjenigen, der es unterläßt, Kinder oder andere unter seiner Gewalt stehende Versonen, welche seiner Aussicht, untergeben sind und zu seiner Hausgenossenschaft gehören, von solchen Nachstehende Bestimmungen der Polizei- Verordnung vom 2. März 1901 bringen wir zur öffen lichen Kenntnis unter dem Hinweis darauf, daß die Schußmannschaft angewiesen ist, Zuwiderhandlungen| 3nwiderhandlungen abzuhalten. unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. werden. § 1. Das Aufsichtspersonal ist angewiesen, auf die Befolgung der vorstehenden Bestimmungen ein scharfes Augenmerk zu haben und Die Bürgersteige sollen für den Fußgängerverkehr freigehalten iede Zuwiderhandlung behufs Herbeiführung der gerichtlichen Bestrafung zur Anzeige zu bringen. § 2. Es ist deshalb verboten, auf den Bürgersteigen Wagen jeder Art, Karren, Schlitten und Fahrräder zu fahren. Ausgenommen von diesem Verbot ist das Fahren mit durch Menschen fortbewegten Kranken- oder Kinderwagen, sofern darin Krante oder Kinder gefahren werden, solche Wagen dürfen jedoch nicht nebeneinander ge§ 3. Erne Vorberatung fahren oder aufgestellt werden. legt worden war! noch einige andere r näheren Prüfung mern wert sind. hat auch dieses Ma ergriffen und fü Das Ueberfahren der Bürgersteige zwecks Ein- und Ausfahrt zu und von Hohaiten und Grundstücken ist gestattet, sofern dies im Schritt auf dem türzesten Wege und ohne Aufenthalt geschieht. § 4. r nach dem Neuet bleiben, durch gewerbliche Verrichtungen, durch Fei bieten von Gegen-| fammlung einberufen efprochen werden fol eife hat man bereit foweit uns mitgeteil DI Es ist verboten, den Verkehr durch ungerechtfertigtes Stehenständen, durch das Tragen von Stöcken oder Schirmen in einer andere Personen gefährdenden Weise zu hindern. § 5. Es ist verboten, außerhalb der Frühstunden von 5 bis 7 Uhr Gegenstände, die durch Form, Größe oder Beschaffenheit geeignet sind, ( wie Meggerbollen, Bäcker- und Warktkörbe, Kaminfeg rutensilien, der Entwurf zu Fal die Vorübergehenden zu beschädigen, zu belästigen oder zu beschmußen feinem Prinzip tre landwirtschaftliche Geräte und dergleichen) auf den Bürgersteigen der en Bürgerverfammlun aftlärend wirken. D n diefer lofalen Frag nb offen ihre Anficht 73. B. der Bäde Petitionen aut erordnetenverfammu en eine geplante en wird. bon der Ost-, Süd-, West- und Nordanlage eingeschlossenen inneren Stadt zu befördern. Gießen, den 19. April 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Ingenieurschule zu Mannheim Städt. subv. höhere technische Fachschule. Programmo kostenlos. Gießen, den 20. April 1905. Großh Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 15. bis 22. April 1905 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Brosche, 1 Scheere und 1 Portemonnaie mit Inhalt; verloren: 1 Portemonnaie aus schwarzem Leder, Inhalt 80 Mr. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belteben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 22. April 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Zum Glück für die Eltern läßt sich nach überstandener Krankheit die Gesundheit der Kinder befestigen, um Rückfällen vorzubeugen, wenn das richtige Mittel gebraucht wird, ein Mittel, das langjäh tge Erfahrung in gewissen Fällen immer als Zuverlässig erwiesen hat. Die Eltern, die den hier folgenden Brief unterzeichneten, bezeugen, daß sie für ihr Söhnchen das richtige Mittel gebrauchten, um ihm neue Kräfte zu verschaffen, und zwar: Scotts Emulsion. Sobald Kinder nach überstandener Krankheit eines Kräftigungsmittels bedürfen, oder auch um sie vor befürchteter Krankheit zu bewahren, ist Scotts Emulsion immer das richtige Mittel. Seine Wirkung, neue Kräfte zu verleihen, ist eine dreißig Jahre alte Tatsache, die sich aber jeden Tag wieder neu bestätigt. Doch lesen Sie nun den oben erwähnten Brief von Herrn und Frau Scharf: München, Alpenstraße 27, II., den 14. August 1903. Unser jegt zweijähriges Söhnchen Georg, das während seines zweiten Jahres schwer an der englischen Krankheit litt, befam letzten Winter noch dazu Masern und eine heftige Lungenentzündung, die das Kind an den Rand des Grabes brachten. Nach all diesen Störungen wurde ihm als Stä kungsmittel Scotts Emulsion gegeben, die dem Kleinen sofort Erleichterung beim Husten und einen ruhig n Schlaf brachte, und seinen Appetit nach wenigen Tagen hob, er erholte sich auch so rasch und kräftigte sich so erheblich, daß alle unsere Bekannten überrascht waren. Während früher durch die Enalische Krankheit seine Beine so gekrümmt waren, daß er auf den Knöcheln stand, läuft er siegt im Galopp durch das Zimmer, ist dabei frisch und fröhlich und rosig geworden, u d hat auch weiteres Zahnen ohne Beschwerden überstanden. Hochachtungsvoll' gez.) Gerda Scharf, Georg Scharf. Die Erklärung für diesen Erfolg sind die kraftverleihenden Mittel, aus denen Scotts Emulsion besteht, nämlich feinster Medizinallebertran, berbunden mit Kalf- und Nathronhypophosphiten. Vereinigt haben fie Soppelte Kraft. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen an Apotheken und Großhandlungen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer Schuhmarke( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rücken). Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 150,0, prima Glyerin 50,0, unterphosphorigsaurer alt 4,3, unterphosphorigsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 8,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, destill. Wasser 129,0, Alkohol 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mit Zimt, Mandel- und Gaultheria- Del je 2 Tropfen. Gegründet 1883. Jean Dern& Co. Gießen Triepton Nr. 21 Inh: Oscar Gutmann Weftanlage 31. Ton- und Mosaik- Fußbodenplatten, glaßterte Wandplatten. Alleinverkauf der editen Mettlacher Platten. Belichtig. unf. Ausstellungsräume u. Mufterküche gern gestattet. Größt. Lager am Platze in Baumaterialien f. Hoch- u. Tiefbau. SAS2525252 Vergebung von Bauarbeiten. Die für den Neubau einer Kapelle in Allertshausen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des unterzeichneten Zimmer Nr. 18, während der Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender Aufschritt versehen find verschloss n und portofrit bis spätestens Freitag, den 5. Mai 1. I., nachm. 3½ Uhr auf der Großh. Bürgermeisterei Alertshausen einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Die Angebote auf Maurerarbeiten Bewerber erfolgt. haben a mit und b ohne Materiallieferung zu erfolgen. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt beranschlagt: Erd- und Maurerarbeiten a) mit Materiallieferung zu b) ohne Eteinmezarbeiten " H 3897,33 Mt. 2014,37 554,54 " " ,, Zimmerarbeiten 1870,48" Dachdeckerarbeiten " 1270,78 252,85 " "" Spenglerarbeiten Schlosserarbeiten Schreinerarbeiten Weißbinderarbeiten Glaserarbeiten Eisenlieferung Materiallieferung " " " Gießen, den 15. April 1905. 176,00"" 2169,76" 319,38 69,00" 29,02 " " 1833,50 " 1 Ter Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Diehm, Baurat. Verdingung. Die Kanalbauarbeiten für die Verlängerung des Straßenfanals in der Schüßenstraße sollen mit oder ohne Pension zu verm Schöne möbl. Bimmer Bäckerlebrling Bismarckstraße 17 s. Goethe- gegen Vergütung gesucht. ftraße 48 p. Schomber, Bäckermeister. Gießen, Wallthorstraße. 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