Honorar hat mir le blinkenden GoldAufenthaltes Jean se der verwitweten Ts freundliche Auf af den Titan" des in, ob fie bielleicht mfang," lautete die so bieles, was ich einem großen LeidBielleicht laffen Sie ärungen zu geben; en lejen."-Jean genblid verlegen an gnädigste Frau, das be schon sehr vieles es nun selbst nicht mentsmitglied, das erließ eines Abends les Ball- Lofal, als wühl an ihn heranug: Sie sind doch genwärtig so alle berneigte sich gefuhr die Lady fort, -, die oft das ganze so freundlich und r nach dem Wagen Camm Benzoetinktur Bramm Karbolsäure, 200 Gramm Spiriwämmchen in diese damit gewaschen. 1. 6 Gramm Ge rte Holzkohle, 0,10 der erforderlichen Casse verrieben und - ist es jedoch, die rankheiten, berdornd falte Klyftiere, etschter Petersilie, r versezt, mit inneBaschen mit Mandel en. erlei. r:„ Herr Rechtsaneint der Behörde zu uch mir so, ist aber haben Sie die No ich arbeiteten?"- ,, Sie waren neulic Hat sie denn nun lichen Schluß?" er Redakteur hat mir ( schreibt der abgehen iß noch besonders herchaft als Röchin nicht ein Plusquamperfet engagieren. Wenn h will Sie gegen ein in Krankheitsfall einSen doch nicht immer auschuck)-DIG Grosse erkäufer, Platz- u. Reisever esucht, evtl. Alleinvertrieb ige Herren zu vergebe rlotte von Oldenburg Mk. 4. n lassen wir das PrachtNr. 1, in einer Riesenaufhnachtsgeschenke herstellen tiger Bestellung für den bei, sofern die Bestellung noch Ebenfalls können das Quart av- Format Nr. 3 bei sofortiger gspreisen, Nr. 2 zu Mk. 8. sofort lieferbar, per Serie von k Mk. 1.50, bezogen werden -Bild von unserm Kronprinzenrachtf( Wandschmuck)-Bild von inz Eitel Friedrich und seiner ut Sophie Charlotte von Oldeng Mk. 3.- Bestellung zu diese eisen ist ein Drittel Anzahlung zufügen. Frankolieferung sendung des Betrages unsch wöchentliche Ratenzah gen von Mk. 1- an Verlagshaus zu Hamburg. Zur Manzung: te Zwetfchenbäum Nr. 251 Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Rebaftion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Mittwoch, den 25. Oftober 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Weritagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheijen. Moltke. Am 26. Oktober, dem hundertundfünften Geburts! g des Grafen Hellmuth Moltke, wird das Denkmal des großen Feldmarschalls vor dem Generalstabsgebäude in Berlin im Beisein des Kaisers enthüllt. Für das erwachsene lebende Geschlecht hätte es des Denkmals nicht bedurft, um die Erinnerung an den Mann und feine äußere Erscheinung zu erneuern. Wir haben ihn noch amter uns wandeln sehen, den merkwürdigen Greis, den die allgewaltige Zeit selbst in scheuer Ehrfurcht schonte. Seine hohe Gestalt hatte sich geneigt, doch mehr aus Höflichkeit, schien es, als unter dem Druck der neunzig Jahre. Sein Schritt war ruhig- fest, wie der eines vollkräftigen Mannes, und sein Auge, das überscharf geworden war, schien die Entfernungen des Raumes und der Zeit zu durchdringen. So sicher der Blick geblieben, er hatte etwas Visionäres g:= wonnen. Wir wußten, daß wir ihn nicht lange mehr unter uns sehen könnten; aber wir getrösteten uns, es sei doch kein Mensch so alt, daß er nicht noch älter werden könnte, und wir hofften, es werde sich ihm die Zahl der Jahre b.3 an das äußerste Patriarchenalter dehnen. Plötzlich hat den in der Mitte des einundneunzigsten Lebensjahres Stehenden der Tod ereilt, der schönste: ohne Schwäche und ohne Krankheit; doch unvorbereitet traf er nur uns, nicht ihn. Hellmuth Karl Bernhard Graf von Moltke entstamme der älteren deutschen Linie des alten Adelsgeschlechts Moltke. Am 26. Oktober 1800 zu Parchim als Sohn des preußische Hauptmanns a. D., späteren dänischen Generalleutnan 3 Friedrich Philipp Victor von Moltke und einer Tochter d.3 preußischen Geheimen Finanzrats Paschen geboren, hatte er eine rauhe und dürftige Jugend durchzumachen. Er be suchte die Landkadetten- Akademie zu Kopenhagen, war drei Jahre lang dänischer Offizier und trat dann in preußische Dienste. Wie er hier in der Schule des Generalstabs sich auszeichnete, nach hervorragender Teilnahme an der Neorgenisation der türkischen Armee an die Spitze des preußischen Generalstabs trat, wie er durch die Bedeutung seiner Pecsönlichkeit die Bedeutung dieser Stellung, nicht bloß für sich und seine Nachfolger, sondern in jeder Armee auf ein.e bis dahin nicht gekannte Höhe hob, wie er in SchleswigHolstein, in Böhmen, in Frankreich der Organisator des Sieges wurde, die Kriegswissenschaft ausgestaltete, das ist ebenso in der Zeitgenossen Gedächtnis, wie seine Verdiens.e und seine Ehren, wie seine Bescheidenheit und seine Größe. Er war achtundachtzig Jahre alt, als er von der Leitung des Generalstabes zurücktrat, für die er sich schon sieben Jahre vorher einen Adlatus in der Person des damaligen Generalquartiermeisters, späteren Generalfeldmarschalls Grafen von Waldersee erbeten hatte. Als er sich nicht mehr imstande fühlte, zu längeren Ritt ein Pferd zu besteigen, nahm er den Abschied. Mit der Armee aber blieb er in Verbindung; der Kaiser hielt ihn an der Spiße der Landesverteidigungskommission. Das war feine inhaltlose Auszeichnung, keine bloße Ehrenstellung. Durch die Begründung seines Abschiedsgesuchs aus der Stellung eines Generalstabschess mit dem Hinweis auf sein körperliches Unvermögen zu fernerer Ueberwindung großer Strapazen hatte Graf Moltke gezeigt, daß er für sich kein Amt behalten wollte, zu dessen Ausfüllung er sich nicht mehr nach jeder Richtung tüchtig fühlte. Als Mitglied des Reichstags bewies er bis in die letzten Tage seines Lebens den regsten Eifer und ein Verständnis, das in formvollendeten Reden belehrte. Der ,, große Schweiger" brauchte seine Stimme nicht anzustrengen, um im ganzen Reichstagssaal deutlich verstanden zu werden. Ihm lauschte man in Andacht und feierlicher Stille. Seine Tegte parlamentarische Rede, ein Muster an schlichter Klarheit, empfahl die Einführung der Einheitszeit in Deutschland. Am 26. Oftober 1890 feierte Feldmarschall Graf Moltke den neunzigsten Geburtstag. Sonst hatte er an seinem Geburtstage sich in die Stille seines Gutes Kreisau zurückgezogen; diesmal führte ihn der ausdrückliche Wunsch des Kaisers nach Berlin. Dort sollte ihm nach des Kaisers Wort eine Ehrung zuteil werden, wie noch nie zuvor einem Untertanen: alle Fahnen der Garnison, sonst im Vorzimmer des Kaisers untergebracht, wurden in sein Arbeitszimmer übergeführt, um dort vierundzwanzig Stunden zu bleiben. Was es an äußeren Ehren gibt, das ist dem großen Marschall beschieden worden, und seine Bescheidenheit wuchs mit jedem Lohne, den ihm seiner Kaiser Huld schenkte. Ueber alle Ehren aber ging die Verehrung, die ihm von allen Seiten gezollt wurde, und die ihm folgte in das Grab und über das Grab hinaus. Er ist vor uns gewandelt, durch seiein vorbildlicher Mann. Preußens und des Reiches Schwert hat er geführt. und ihm war aeaönnt. es io lanae in Händen ange der Vorrat reicht. Stene Begabung hervorragend, durch treueste Pflichterfüllung tion diefes Blattes. zu halten, bis er Schüler und Schüler ausgebildet hatte, die fähig waren, nach ihm Meister zu sein und Schule zu machen. Ein reiches Leben hat er glücklich ausgelebt. An seiner Bahre dankte das trauernde, an seiner Bahre trauerte das dankbare Vaterland. Die Feier der Denkmalsenthüllung ist ein Erinnerungsfest, das uns die heroische Zeit der Begründung des Reiches in der Gestalt eines der vornehm sten Mitarbeiter an dem ruhmreichen historischen Werk vor Augen führt. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * In Regierungskreisen wird dem Vernehmen nach die höhere Bestenerung des Tabaks in Form einer Fabrikat: steuer erwogen. Es heißt, das fertiggestellte Fabrikat soll nach Wert herangezogen werden. * Seit längerer Zeit beschäftigen sich die interessierten Kreise mit dem Schmiergelder- Unwesen in Handel und In dustrie. Von verschiedenen Seiten wurde das Verlangen nach gesetzgeberischen Maßregeln laut. Anderer Meinung sind ein großer Teil der Handelskammern. Ueber den Er laß gesetzlicher Bestimmungen in dieser Richtung haben sich 21 Handelskammern auf eine Rundfrage des Staatssekre tärs des Reichsamts des Innern Posadowsky ausgesprochen. Nur neun Kammern sind für gesetzliches Eingreifen, zwölf dagegen. Ein Teil dieser letteren geht dabei von der An nahme aus, daß die geltenden gesetzlichen Bestimmungen sowie die Selbsthilfe einen ausreichenden Schuß gewähren könnten. Andere wieder haben sich dagegen erklärt, weil sie fürchten, daß derartige gesegliche Bestimmungen zu nutlosen Eingriffen in die inneren gewerblichen Verhältnisse und zu Angebereien führen würden. Endlich vertraten einige Kammern die Ansicht, daß es außerordentlich schwer sei, das nach allgemeiner Auffassung Erlaubte von dem Unzulässigen zu unterscheiden und dieses Unzulässige ohne Herbeiführung von Unzuträglichkeiten unter Strafe zu stellen. * * Auch in landwirtschaftlichen Kreisen sinnt man auf Abhilfe der anhaltenden Fleischteuerung. Die Zentralstelle der preußischen Landwirtschaftskammern sandte ein Schreiben an 43 Schlachthaus- Gemeinden in Preußen mit der Mitteilung, daß sie bereit sei, Maßnahmen gegen die hohen Fleischpreise zu treffen. Das Schreiben sagt, die Deffnung der Grenzen in erhöhtem Maße würde die Landwirtschaft der größten Gefahr aussehen, und führt an, die Preisbildung für das Fleisch in den Städten sei von vielen anderen Bedingungen weit abhängiger, als von der Gestaltung der Viehpreise, die dem Landwirt gezahlt würden. Die Zentralstelle schlägt die Schaffung von städtischen Organisationen zum Vertriebe des Fleisches direkt an die Konsumenten vor und bietet dazu ihre Beihilfe an. Aus dem Fleischergewerbe und den verschiedenen Kategorien des Zwischenhandels wird sicherlich Widerspruch gegen diese Vorschläge laut werden. * Der preußische Landwirtschaftsminister von Podbielski und der Kolonialdirektor Stübel waren von dem„ Berliner Tageblatt" in angebliche Beziehungen zu der Kolonialfirma von Tippelskirch und Co. gebracht worden. Dazu versendet die Firma jetzt eine Richtigstellung folgenden Inhalts: In lezter Zeit hat das„ Berliner Tageblatt" verschiedene Angriffe gegen uns veröffentlicht, die sich neuerdings, in der Nummer vom 23. d. M., zu einer schweren Anschuldigung verdichteten, und zwar wurde erwähnt, daß sich in den Büchern unserer Firma zwei mysteriöse Teilhaberkonten finden, ein Konto P. und ein Konto St., deren Inhaber Herr Staatsminister von Podbielski und der Kolonialdirekter Herr Dr. Stübel seien. Wir erklären hierzu folgendes: Weder unser ehemaliger Mitgeschäftsinhaber, jetiger Staatsminister Herr von Podbielski ist jetzt für seine Person an unserer Firma mitbeteiligt, noch hat jemals unsere Firma irgend welche geschäftlichen Beziehungen zu dem Herrn Kolonialdirektor Dr. Stübel gehabt und hat sie selbstverständlich auch gegenwärtig nicht." * Die beabsichtigte Landtags- Wahlreform für Hessen ist vorläufig gescheitert. Die Zweite Kammer lehnte bei der Beratung des Gesezentwurfes den Initiativ- Antrag der Ersten Kammer, welcher die Annahme des Gesezentwurfs von der Erweiterung der Befugnisse der Ersten Kammer abhängig machen will, mit allen gegen drei Stimmen ab. Damit ist das Projekt einstweilen gefallen. * In der Abgeordnetenkammer des bayerischen Landtags fam gestern die Reichspolitik zur Sprache. Der liberale Abgeordnete Hammerschmidt betonte, in der deutschen auswär tigen Politik habe sich vorher eine gewisse Unsicherheit gezeigt, aber in der Marokkoangelegenheit habe sich der Flügelschlag des deutschen Aars wieder besser bemerkbar gemacht. Ministerpräsident Freiherr von Podewils erwiderte, das Thema der auswärtigen Politik des Reiches sei für die Einzellandtaae nicht aeeianet. Nach der Reichsverfassung habe der Kaiser das Reich völkerrechtlich zu vertreten. Das deutsche Volk sollte nur dankbar sein, daß das erlauchte Oberhaupt des Reiches keine Anstrengung und feine Mühe scheue, um seinem hohen Beruf in jeder Beziehung gerecht zu wer den. Der Sozialist Segit will dem Landtag das Recht wah. ren, auch die Reichspolitik zu besprechen, und schließt mit den Worten: Wir lassen uns dieses Recht nicht verkümmern. Ministerpräsident von Podewils erwiderte, Reichsangelegenheiten könnten im Landtag nach Belieben besprochen werden, aber nur insoweit, als den Einzelregierungen durch die Reichsverfassung ein Einfluß zuerkannt ist. Die auswärtige Politik des Reiches wird trop des Bundesratsausschusses für auswärtige Angelegenheiten nicht vom Bundesrat, sondern vom Kaiser und dem verantwortlichen Reichskanzler gemacht. Hier im bayerischen Landtage ist kein verantwortlicher Minister für Reichspolitik. Präsident Dr. v. Orterer erklärt, er werde diese Angelegenheit prüfen und dafür sorgen, daß dem Landtage in keiner Weise verkürzt werde, was er bisher ex lege et usu in Anspruch genommen habe. Er werde gegebenenfalls eine Beschlußfassung des Hauses hierüber herbeiführen. Norwegen: ** Der Thronkandidat Prinz Karl von Dänemark wünscht eine Volksabstimmung über die Frage, ob die Monarchie mit ihm an der Spiße oder die Republik als Staatsform vorgezogen werde. Die Radikalen haben erflärt, sich einem Volksvotum unbedingt unterwerfen zu wollen, und der Einfluß des Ministeriums wie die auf der Abneigung gegen die republikanisch gesinnten gebildeten Klossen beruhende monarchische Empfindung des Bauerntandes läßt das Ergebnis dieser Abstimmung als ziemlich icher voraussehen. Spanien. Der Einzug des Präsidenten Loubet in Madrid is ohne Zwischenfall erfolgt. Der Andrang der Volksmeng war ungeheuer, die allgemeine Stimmung aber kühl. Die Republikaner, denen es verwehrt wurde, dem Präsidenten Loubet eine Adresse zu überreichen, ließen diese in Blättern beröffentlichen. In der Adresse, welche von rrepublikanischen Senatoren und Deputierten unterzeichnet ist, wird Loubet als der Vertreter Frankreichs, des Vorfämpfers der demokratischen Freiheit in Europa, gefeiert. Präsident Loubet hat dem Prinzen Ferdinand Maria von Bayern das Großkreuz der Ehrenlegion verliehen. Auch die spanischen Minister und andere hervorragende Persönlichkeiten erhielten Auszeichnungen. Auf dem veranstalteten Galadiner wurden zwischen dem König und dem Präsidenten namens ihrer Länder Freundschaftsversicherungen ausgetauscht, Rufsland. ** In unterrichteten Kreisen wird die Veröffentlichung eines Erlasses des Zaren erwartet, der die Bildung eines Minister- Kabinetts unter dem Grafen Witte anordnet. Inzwischen ist die Bewegung, die eine Boykottierung der Reichs- Duma bezweckt, im Wachsen begriffen. In Jurjewez ( Gouv. Kostroma) beschloß eine Versammlung von etwa dreihundert Bauern aus den Nachbardörfern, an den Wahlen zur Reichsduma nicht teilzunehmen, da sie diese als keine wahre Volksvertretung ansehen; jeder, der an dieser Wahlfomödie teilnehme, solle als Verräter und Feind der Volksfreiheit gelten. In Jekaterinoslaw veranstalteten die Schüler der Mittelschulen, die sich weigern, den Unterricht zu besuchen, eine öffentliche Kundgebung. ** Turch die nunmehr vollständig eingetretene Unterbrechung des gesamten Bahnverkehrs ist die Lage in Moskau sehr ernst. Die Handelskorrespondenz mit der Provinz wird auf telegraphischem Wege bewerkstelligt. Moskau besitzt noch für acht Tage Vieh, für drei Wochen Pökelfleisch und für fünf Tage Molkereierzeugnisse. Die Fleischpreise schlagen auf. Milch mangelt fast vollständig. Der Wirtschaftsbericht sieht eine stufenweise fortschreitende Verteuerung der Nahrungsmittel voraus. Der Streit der Eisenbahner, der sich auf verschiedene andere Städte ausdehnt, hat keine wirtschaftlichen, sondern politische Ursachen. Auch die städtischen Arbeiter Moskaus beabsichtigen, in den Streif zu treten. Auch in Charkow herrscht wegen eines Streiks in den Bäckereien Mangel an Lebensmitteln. In einer von 20 000 Personen besuchten Versammlung fam es zu einer Panik und schließlich zu einem Kampf mit Kosaken, bei dem es auf beiden Seiten Verwundete gab.- In WarUnter den Geschau ist eine Bomben- Fabrik entdeckt. fangenen in der Zitadelle soll die Cholera ausgebrochen sein. Amerika. ** Ein Ausstand der Fleischer hat zu ernsten Unrnhen in Santiago de Chile geführt. Wiederholt mußte die Bolizei auf den Pöbel schießen, der versuchte, Häuser zu plündern. Eine ganze Anzahl Personen wurden getötet und Privatleute und Feuerwehrmänbiele andere verwundet. ner wurden herangezogen, um die Polizei zu unterſtützen: sie patrouillierten, mit Flinten bewaffnet, in den Straßen. Der Kriegsminister ordnete die schleunigste Entsendung von Es sind jedoch zwei Regimentern aus dem Manöver an. die Schienenwege aufgerissen worden, um die Ankunft der ven zu verhindern. Der Geschäftsverkehr ist vollkommin lahmigelegt. Hof und Gesellschaft. In Mailand geht das Gerücht, der Kaiser werde der Eröffnung des Simplon- Tunnels beiwohnen und bei dieser Gelegenheit auch die in Mailand stattfindende Aus: stellung besuchen, wo auch der König von Spanien und Präsident Loubet erwartet werden Es ist auch davon die Rede, daß der Kaiser im nächsten Frühjahr dem Papste Pius X. im Vatikan einen Besuch abzustatten gedenke. Die Hochzeit des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen mit der Herzogin Sophie Charlotte von Oldenburg wird voraussichtlich am 27. Februar, dem Tage der Silbernen Hochzeit des Kaiserpaares, stattfinden. ** Deer und flotte. Der Feldzug in Südwestafrika als Kriegsjahr angerechnet. Eine kaiserliche Verfügung bestimmt, daß den im Jahre 1905 an der Niederwerfung des Herero- Aufstandes in Südwestafrika beteiligten Deutschen das Jahr 1905 als Kriegsjahr angerechnet werde, sofern in diesem Jahre die Beteiligung mindestens einen Monat betragen hat oder die Teilnahme an einem Gefecht vorliegt. Die noch andauernde Niederwerfung der Hottentottenaufstände gilt im Sinne der Gesetze betreffend die Pensionierung und Versorgung der Militärpersonen usw. auch als Feldzug. Die Teilnehmerschaft gilt bis zur Rückkehr in die Heimat oder Entlassung im Auslande. Deutsches Kriegerdenkmal in Frankreich. Auf dem Friedhofe in Beaune la Rolande wurde ein Grabdenkmal für die dort im Jahre 1870 gefallenen deutschen Soldaten enthüllt. Vei der Feier, der ein Vertreter der deutschen Botschaft in Paris, sowie mehrere andere Deutsche beiwohnten, hielt der Maire von Beaune la Rolande eine Rede, in der er unter anderem erklärte, daß die Stadt der deutschen Regierung das Grundstück, auf dem das Denkmal steht, für ewige Zeiten übergebe. - Nah und fern. † Eine Liebes- Tragödie. In Gelsenkirchen hat der Buchbindergehilfe Pieploh seine Geliebte, die Tochter eines BergInvaliden, mit einer Gardinenschnur erdrosselt und dann sich selber erhängt. Man fand die Leiche des Mädchens auf dem Boden des Zimmers liegen, während die des Pieploh am Türpfosten hing. Der Grund zu der Schreckenstat ist der, daß das Mädchen von dem früheren Geliebten nichts mehr wissen wollte. Ob er sie gegen ihren Willen erwürgt oder ob sie mit ihm freiwillig in den Tod gegangen ist, wird sich kaum feststellen lassen. † Weibliche Opfer von Raubmördern. In München wurde die Witwe des Oberamtsrichters Rodlinger von einem Einbrecher, den sie im Keller ihres Hauses ertappte, durch einen Stich in die Lunge ermordet. Der Täter wurde in der Person eines stellenlosen Installateurs festgenommen. Ein anderer Raubmord wurde an einer reichen Hausbefizerin aus Dresden verübt, als sie sich zum Besuch ihrer Tante auf dem Wege nach Königstein befand. Die beraubte Leiche wurde nach langem Suchen in einem Dickicht des Waldes bei Gohrisch gefunden: Reisetasche und Kleidungsstücke fehlten. Ermordung einer Amerikanerin in Petersburg. Eine reiche Amerikanerin, namens Luise Provost, wurde in ihrem Hause in der Pargolawastraße in Petersburg ermordet. Die Mörder raubten Wertpapiere und Schmuck im Werte von fast einer Million Rubel. Von den Tätern fehlt jegliche Spur. † Brand eines Zirkus. Im Tivoli- Etablissement zu Christiania brannte das Zirkus- Gebäude ab, in dem der norwegische Zirkus Norbeck Vorstellungen gab. Die Flammen verbreiteten sich so schnell, daß nur die Tiere gerettet wer. den konnten. Sung einer Gruft. In Schwarza im Negierungs bezirk Erfurt wurde die in der Friedhofskirche befindlich Familiengruft des Grafen Stolberg- Wernigerode erbrochen. Auf der Suche nach Wertsachen durchstöberten die Diebe die Gräber und richteten besonders in der Gruft des Grafen Friedrich Auaust schlimme Verwüstungen an. † Eine schlafende Köchin. Im Krankenhause zu München befindet sich eine 26 Jahre alte Köchin, die seit mehreren Tagen im Schlafe liegt. Selbst auf elektrische Ströme reagiert der Körper des schlafenden Mädchens nicht. Von ärztlicher Seite wird der abnorme Zustand auf Hysterie zurückgeführt. † Eine Engelmacherin verhaftet. In dem Hamburger Vorort Barmbeck wurde eine Hebamme wegen sogenannter Engelmacherei verhaftet. Ihr wird zur Last gelegt, daß sie sechs Kinder beseitigt habe. Der Landwirt. gh Rübenblätter- Fütterung. Die Blätter der Zuckerrüben enthalten 12 Prozent Trockensubstanz mit einem Nährstoffverhältnis 1: 3; bei den Blättern der Runkelrüben finden sich nur 9,5 Prozent Trockensubstanz, während das Nährstoffverhältnis 1: 3,7 ist. Diese Rübenabfälle dürfen nie allein verfüttert werden; sie enthalten zu viel leicht lösliche Mineralstoffe, welche zum Teil an organische Säuren gebunden sind, unter denen sehr viel Oralsäure sich findet. Die Oralsäure aber verbindet sich sehr gerne mit Kalk, mit dem sie einen unlöslichen Körper bildet. Verfüttert man nun an Oralsäure reiche Rübenblätter, so wird, wenn die anderen Futterstoffe wenig Stalk enthalten, den Geweben Ralf entzogen, was Erkrankung der Knochen nach sich ziehen fann. Aus diesem Grunde empfiehlt Prof. Dr. Kellner in Möckern, mit je 100 Kilo verfütterten Rübenblättern etwa 100 Gramm Schlämmkreide zu verabreichen. Die Blätter bon Zucker- und von Runkelrüben üben abführende Wirkung aus; sie eignen sich aber trotzdem unter gewissen Bedingungen zur Verfütterung an Rindvieh, auch an Milchkühe. Als man Milchkühe zwei Wochen lang ausschließlich mit Rübenblättern gefüttert hatte, nahm man wahr, daß der Zuckergehalt der Milch Veränderung nicht erfahren hatte, ihr Fettgehalt aber cbnahm, und zwar um so mehr, je länger die Fütterung mit Rübenblätteri dauerte. Die Erfahrung hat gelehrt, daß diese nur dann ein gutes Futter für Milchvieh sind, wenn nebenbei auch Heu, Stroh, Körner oder Kraftfutter in Höhe bon zusammen 35--40 Prozent des gesamten Bedarfs an Nährstoffen verabreicht werden. Am besten werden aber Rübenblätter durch Verabreichung an Mastvieh verwertet. Schon der Zusatz von Haferstroh genügt, um günstige Mastergebnisse zu erzielen. Dagegen eignen sich Rübenblätter für Zugochsen bloß als Nebenfutter und in kleinen Mengen; Pferde und Jungvieh aber verschone man ganz mit ihnen. Gräfin Witte. ( Eig. Bericht.) St. Petersburg, 23. Oktober. Der Generalprokureur des heilig dirigierenden Synod Pobjedonoszew ist frank und bettlägerig. Das ist bei einem Manne, der in hohen Jahren steht, nicht gerade auffallend. Bei diesem Manne aber, der die Zähigkeit in Person ist, hat es immer etwas Besonderes zu bedeuten. Er affichiert feine Krankheit entweder aus Angst nach jedem Attentat läßt er verbreiten, daß er im Sterben liege, daß es sich also nicht lohne, für den fargen Rest seiner Tage das Leben eines jungen anarchistischen Mörders aufs Spiel zu setze:: - oder um zu bekunden, daß er mit irgend einer politischen oder hösischen Maßnahme nicht einverstanden sei und seine Hände in Unschuld wasche. Diesmal kam die Aufklärung sehr schnell. Sie liegt in der Meldung, daß Ihre Erlaucht die Frau Gräfin Witte die Ehre gehabt hat, der Kaiserin Alexandra vorgestellt zu werden. Ueberall in der Welt- mit Ausnahme von Desterreich und vielleicht von China- ist es selbstverständlich, daß die Frau eines Ministers den Rang ihres Mannes teilt und demgemäß hoffähig ist. Auch hier trifft das in der Regel zu. Frau Witte aber machte eine Ausnahme. Die Ursachen liegen in der Vergangenheit und sind doppelter Art. Die eine betrifft ihre jüdische Abstammung. Sie ist erst vor ihrer Verheiratung mit Herrn Witte zum orthodoxen russischen Christentum übergetreten. Das war in den Augen der maßgebenden hiesigen Gesellschaftstreise gerade keine Empfehlung, durchaus nicht; doch schließ lich muß die Taufe anerkannt werden, und die Verdienste des Herrn v. Witte wären schon früher groß genug gewesen, seiner Frau den Weg in die ihm offenstehenden höchsten Gesellschaftskreise zu ebnen. Der Widerstand stützte sich auf etwas anderes. Frau von Witte war schon einmal heiratet, mit einem Beamten untergeordneten Ranges, und hatte sich scheiden lassen, um mit Herrn v. Witte eine zweite Ehe einzugehen. Das ist nach streng orthodorer Auffassung unzulässig und im höchsten Grade anstößig. Kaiserin Maria Feodorowna, damals noch nicht Kaiserin- Witwe, nahm jedenfalls daran Anstoß und weigerte sich, Frau v. Witte zu empfangen. Dieser blieb der Hof verschlossen. Zar Alexander III. tat in dieser Richtung wie in vielen anderen nichts gegen den Wunsch der Kaiserin, deren religiöse Richtung sich ganz der Pobjedonoszews angeschmiegt hatte, und die Großfürsten mit ihren Anhängern, die Witte haßten, versäumten nicht, die Kränkung, die diesem in seiner Frau widerfahren war, immer neu zu unterstreichen. Unter Zar Nikolaus II. änderte sich nichts. Witte erlebte eher seine Ungnade, als die volle gesellschaftliche Anerkennung seiner Frau. Vor einer Reihe von Jahren erzählte man sich gewiß ohne Grund, daß Witte des Kampfes müde sei und zur Beseitigung eines Hindernisses für seinen Ehrgeiz seine Ehe trennen lassen wollte. Frau v. Witte habe sich am letzten Ende auch einverstanden erklärt, aber zu große materielle Ansprüche gestellt, die Herr v. Witte nicht erfüllen mochte oder auch nicht wollte. Daran sei der Schei. dungsplan gescheitert. Ein Fremder, der zu jener Zeit nach Petersburg gekommen war und von der Klatschgeschichte hörte, äußerte darüber:„ Zum erstenmal wohl beklage sich ein Ehemann, daß er von seiner Frau überschätzt werde." Natürlich wurde das Wort Herrn v. Witte hinterbracht, der flug genug war, sich daran zu freuen. Was dem langjähri gen Finanzminister verweigert worden war, das konnte dem Vater des Friedens nicht mehr vorenthalten werden. Konnte auch dem Manne nicht mehr verweigert werden, dem jez die Bildung des Ministerkabinetts und damit die Einleitung der neuen Aera in der inneren Politik Rußlands anver. traut werden soll. Die Frau des Grafen Witte wurde für hoffähig erklärt, ihre Vorstellung bei der Kaiserin Alexandra wurde aller Welt fundgetan. Vergeblich hat Pobjedonoszew dagegen intriguiert, natürlich nur im Namen seiner Orthodorie. Witte hat gesiegt und Ihre Erlaucht, für die der Sieg erfochten worden. strahlt. Die literarische Gesellschaft bon Petersburg aber, die spottsüchtigste der Welt, zitiert unter Anwendung auf die Siegerin die Worte aus dem Erlkönig:„ Erreichte den Hof init Müh' und Not." = Vermischtes. Tod durch Aberglaube. In Erfurt starb eine junge Frau auf qualvolle Weise an Blutvergiftung, die durch Vernachlässigung der eitrigen Entzündung eines franken Zahnes entstanden war. Trozz wochenlanger, rasender Schmerzen wollte die Frau von der Zahnoperation nichts wissen, weil sie in dem Aberglauben befangen war, daß während der Schwangerschaft Zahnziehen gefährlich sei. Erst als die Frau infolge der Eiterung den Mund nicht zu öffnen vermochte, entschloß sie sich, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Allein sie kam nunmehr zu spät. Der neueste Gauner- Trick. In Duisdorf bei Bonn erschienen zwei vornehme Herren, um die Erbschaft eines in Frankfurt a. M. verstorbenen Rentiers, die 37 Millionen Mark betragen sollte, an die richtigen Erben zu verteilen. Es dauerte einige Zeit, bis diese herausgefunden waren, und inzwischen lebten die Herren Testamentsvollstrecker herrlich und prächtig im Gasthause. Schließlich verteilten sie die Erbschaft vorläufig auf dem Papier und reiſten ab, um das Geld zu holen. Sie kamen nicht wieder, und die Erben haben jetzt das Vergnügen, die auf 250 Mark aufgesummte Schuld an den Gastwirt zu bezahlen. = Eine Speisekarte von ehedem. Einem Wiener Blatte ist von befreundeter Seite ein altes vergilbtes Fragment einer Speisekarte aus dem Karlsbader Hotel„ Zu den drei Fasanen" zur Verfügung gestellt. Sie stammt vom 7. Juni 1857. Damals muß es fabelhaft billig in Karlsbad gewesen sein. Denn der Speisezettel verzeichnet: Suppe, 4 Kreuzer, Rindfleisch mit Sardellensauce 12 Kreuzer, englischer Rinderbraten mit Kartoffeln 16 Kreuzer, grüne Erbsen mit Kotelett 24 Streuzer. == = Die Jagd auf die Schmugglerin. Eine sehr reiche junge Dame aus der vornehmsten Newyorker Gesellschaft hatte ein Verlenbalsband im Werte von 100 000 Marf in Amerita eingeschmuggelt. Der Herausgabe des Halsbandes suchte sie sich durch die Flucht zu entziehen. Sie reiste nach Philadelphia, Chicago, Boston und wieder zurück nach Newyork, immer verfolgt von den Detektives. Nach einer wilden Jagd gelang es, die Uebeltäterin in einem Theater zu stellen. Durch das Versprechen, das Halsband herausgeben zu wollen, entging sie der Verhaftung. Am anderen Tage deponierte der Anwalt der Familie auf dem Zollamt das Halsband und einen Scheck von 52 000 Mark als Betrag des fälligen Zolles. Möglicherweise muß aber doch das Salsband fonfisziert merden. Begnadigte Ranbmörderin. Die Arbeiterfrau Roh c'ts Offenbach, die vom Darmstädter Schwurgericht wegen Raubmordes an einem elfjährigen Mädchen zum Tode verurteilt war, wurde vom Großherzog von Hessen zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Höhen und Tiefen. Auf die Höhe des Lebens führt der bedeutende Erzähler Reinhold Ortmann den Leser in seinem Roman Höhen und Tiefen", mit dessen Abdruck wir heute in unserer Unterhaltungsbeilage beginnen. Ein altes Fürftengeschlecht zeigt in den zwei lebenden Vertretern die ganze potenzierte Kraft einer durch Jahrhunderte streng geregelten Erziehung zu äußerer Kultur. Doch in der Tiefe gähren unter dem glänzenden Firnis die Leidenschaften in wilder Gier, streckt der Egoismus seine Krallen nach dem bescheidenen Glück des Nächsten, um das stolze Gebäude der eigenen Ehrsucht zu errichten. An der blind aber gerecht waltenden Nemesis zerschellen schließlich die Machinationen des bis ins Maßlose gesteigerten Verlangens nach mühelosem Genießen. Der gerade Weg der Redlichkeit wurde berlassen, so muß der betretene falsche Pfad zur Vernichtung führen, denn alle Schuld rächt sich. Aus der Katastrophe aber blüht nun eine Wunderblume, die Neigung des letzten weiblichen Abfömmlings der zerschmetterten Herrenmenschen zu einem einfachen ehrlichen Manne auf. Versöhnend pflanzt reine Liebe ihr Panier auf und das Morgenrot einer schönen Zukunft vergoldet tröstend die starren Ruinen bersunkener Herrlichkeit. An der Hand des gewandten Romancier folgen wir den Irrungen und Leiden der handelnden Personen, belauschen ihre intimsten Beweggründe und gewinnen so ein Bild von seltener Anschaulichkeit und nachhaltendem Werte. Wir können den Noman dem Interesse der Leser angelegentlichst empfehlen. Lokales. 25. Oftober 1905. ** Vom landw. Berein für die Provinz Oberheffen geht uns folgender Artikel zu: " " In Nr. 243 vom 16. Dktober des Gießener Anzeigers ist von E. L. Sad, Meggermeister in Gießen, ein Inserat enthalten, wonach 100 schlachtreife Schweine bei sofortiger Abnahme gesucht werden. Nach einem Berichte in derselben Zeitung vom 18. Oftober über eine Ver sammlung der Gießener Schweinemezger wurde in der betr. Bersammlung festgestellt,„ daß auf dieses Inserat auch nicht ein einziges Schwein der Jnnung angeboten worden sei. Darnach sei der Beweis erbracht, daß die in letter Beit so oft gehörte Behauptung, es seien genug schlachtreife Schweine vorhanden, für unsere Gegend völlig unzutreffend sei." Es mußte angezweifelt werden, daß auf diesem Wege die Tatsache festgestellt werden konnte, ob bezw. wieweit Mangel an schlachtreifen Schweinen vorhanden sei, da in großen, die Schweinemast treibenden Gebieten der Broving der Absatz meist durch Händler erfolgt und der Verkauf direkt an Mezger, besonders an die Gießener, die Ausnahme bildet. Da nun die Landwirte meistens daran festhalten, ihren früheren Abnehmern auch weiterhin die gemästeten Schweine zu verkaufen, so war von vornherein anzunehmen, daß die Gießener Megger auf biefem neuen und eigenartigen Wege, sich mastreife Schweine zu beschaffen, nicht viel erreichen würden. Die Geschäftsstelle des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen hat nun, um festzustellen, inwieweit die Behauptung der Schweinemezger in Gießen richtig i an ca. 150 Bertrauensmänner in den verschiedensten Drten der Provinz Oberhessen geschrieben und gebeten, ihr mitzuteilen: 1. Wie groß der Bestand der augenblicklich greifbaren schlachtreifen Schweine ift? 2. Wieviel schlachtreife Schweine bis zum 1. Dezember abgegeben werden könnten. Nach den bis jetzt eingegangenen Mitteilungen sind in den in Frage tommbenen 100 Drten, die beliebig herausge. griffen wurden, 1609 schlachtreife Schweine sofort greifbar vorhanden und bis zum 1. Dezember sind weiterhin 2785 schlachtreife Schweine abgebbar. Bir fugen bie Megger Jnnur diefem Tatbestand zu ihr deint, bie flädtischen Ren and Schlüffen herauszufor * ** Um das geplan haben sich bereits 12 St + Reistiren, 24 warde eine Didwurz t Ettingshanjen, umferem Ariegerverein life ihm zu feinem 3 Saiferichleife überreic Gegenwart der benach bantte im Namen des V aus. Der Licher Bezirt d burch seinen Worfigenden Abends vereinigten fich b ju einer fehr gut verlaufer ? Bom Bogelsberg, 2 Shneefall eingefeßt. D Beiß. Stellenweise liegt § Darmstadt, 24. D raubmörderin Loh, d Broving Statfenburg zum Broßherzog zu lebenslän worden. Gießener Verkehr Berüdfichtigung Güte Radh längerer Som ggestern Abend im Gafth Rale wieder zu einer Tag wordnung ftanden 1. der und andere wichtige Berkehr fende, Lehrer Müller, der die Erschienenen und wand Bir unterbreiten der orbnung in großzügige mit der Kleinarbeit zu Referent, der die Dar bahnhof übernommen h ab berufen worden, nic fand, daß heute Abend Anregung gegeben wi Gedankengang des Re Berlegung des Güterba und fordert die Bersam to- rläufig allgemeine Bes Als erster Redner Bort: die Berlegung de it mir durchaus neu Bichtigkeit, daß es beffe flbst erschienen, um an twideln. Broturist of: Bu flein. Die Berhältni burdgreifender Bandel cabfertigung ist berleb Heitraubenden Swier Stunden darüber hin, Dort oben an der jegi u schaffen ist m. G verhältnisse dort zu Herz in Bro ner S น fe 28 ert tri emp des reine in ge des begin Ichne gabe des Halsbandes ehen. Sie reiste nach eder zurück nach Newp diesem Tatbestand zu ihrer Behauptung, die geeignet er bes. Nach einer wil- scheint, die städtischen Konsumenten zu falschen Anschauungen Fragen die Megger- Jnnung in Gießen: Wie tam sie bei in in einem Theater Das Halsband herausaftung. Am anderen und Schlüssen herauszufordern?" ilie auf dem Zollamt haben sich bereits 12 Städte beworben. ** Um das geplante 4. hessische Lehrerseminar 52 000 Mark als Becije muß aber doch das Arbeiterfrau Log c urgericht wegen Raubn zum Tode verurteilt en zu lebenslänglichem Ciefen. Führt der bedeutende + Reiskirchen, 24. Oftober. In unserer Gemarkung wurde eine Didwnrz im Gewichte von 25 Pfund geerntet. Am Sonntag wurde § Ettingshansen, 24. Oftober. unserem Kriegerverein durch Regierungsrat Dr. Wagner lie ihm zu seinem 30jährigen Stiftungsfest verliehene Kaiserschleife überreicht. Der feierliche Aft geschah in Gegenwart der benachbarten Vereine. Präsident Keil dankte im Namen des Vereins und brachte das Kaiserhoch aus. Der Licher Bezirk der„ Hassia" ließ seine Glückwünsche durch seinen Vorsißenden Lehrer Jakob Alt übermitteln. Abends vereinigten sich die Kameraden in der„ Harmonie" zu einer sehr gut verlaufen n Feierlichkeit. den Leser in seinem Schneefall eingefeßt. Das ganze Gebirge hüllt sich in dessen Abdruck wir Weiß. Stellenweise liegt der Schnee bereits 40 cm hoch. ? Vom Vogelsberg, 24. Oktober. Hier hat anhaltender beilage beginnen. zeigt in den zwei enzierte Kraft einer Iten Erziehung zu e gähren unter dem ten in wilder Gier, nach dem bescheidenen Gebäude der eigenen blind aber gerecht lich die Machinationen n Verlangens nach -Weg der Redlichkeit tretene falsche Pfad Schuld rächt fich. eine Wunderblume, Abkömmlings der einem einfachen ehrpflanzt reine Liebe genrot einer schönen starren Ruinen veren Romancier folgen handelnden Personen, gründe und gewinnen chaulichkeit und nach den Roman dem ft empfehlen. 25. Dftober 1905. § Darmstadt, 24. Oftober. Die Offenbacher Kindesraubmörderin Loh, die fürzlich vom Schwurgericht der Brobing Statfenburg zum Tode verurteilt wurde, ist vom Großherzog zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt worden. Gießener Verkehrsfragen mit besonderer Berücksichtigung der Berhältnisse am Güterbahnhof. Nach längerer Sommerpause that der Bürgerverein gestern Abend im Gasthaus Zum Löwen" zum ersten Male wieder zu einer Tagung zusammen. Auf der Tagesordnung standen 1. der Berkehr am hiesigen Güterbahnhof und andere wichtige Verkehrsfragen, 2. Verschiedenes. Der Vorfiß nde, Lehrer Müller, der die Bersammlung eröffnete, begrüßte die Erschienenen und wandte sich dann dem ersten Punkte zu: Wir unterbreiten der heutigen Versammlung teine Tagesordnung in großzügigen Linien, sondern wir haben uns mit der Kleinarbeit zu befassen. Bedauerlicherweise ist der Referent, der die Darlegung der Verhältnisse am Güterbahnhof übernommen hatte, in zwölfter Stunde telegraphisch abberufen worden, nichts destoweniger aber hofft der Vorstand, daß heute Abend aus der Versammlung manche gute Anregung gegeben wird. Er verliest sodann furz den Gedankengang des Referenten, der namentlich auch die Verlegung des Güterbahnhofes nach dem Rodtberg anregt und fordert die Versammlung auf, in eine recht rege und vorläufig allgemeine Besprechung einzutreten. Als erster Redner erhält Stadtverordneter 2öber das Wort: die Berlegung des Güterbahnhofs nach dem Rodtberg ist mir durchaus neu und erscheint mir von so großer Wichtigkeit, daß es besser gewesen wäre, der Referent wäre selbst erschienen, um an Ort und Stelle seine Gedanken zu entwideln. Prokurist Hosch: Die Güterabfertigung ist für Gießen zu flein. Die Verhältnisse sind derartig, daß in nächster Beit durchgreifender Wandel geschafft werden muß. Die Güterabfertigung ist verkehrt angelegt und die Ablieferung mit n für die Provinz eitraubenden Schwierigkeiten verknüpft. Artitel zu: Ober des„ Gießener An germeister in Gießen 00 flastreife Schwein erden. Nach einem S 5. Oftober über eine Ver memegger wurde in der auf dieses Inferat auch nung angeboten worden ht, daß die in legter feien genug fchlacht ere Gegend völlig unzubaß auf diesem Wege te, ob bezw. wieweit vorhanden sei, da in Mitunter gehen Stunden darüber hin, bis ein Auflieferer abgefertigt wird. Dort oben an der jezigen Stelle des Güterbahnhofes Abhülfe zu schaffen ist m. E. nicht gut möglich, da die RaumAuch von rein verhältnisse bort zu beschränkt sind. en Gebieten der Proving erfolgt und der Verlauf ie Gießener, die Ausnahme meiftens baran festhalten, weiterhin die gemäfteten on vornherein anzunehmen, fem neuen und eigenartigen beschaffen, nicht viel er le des landw. Bereins für um feftzuftellen, inwieweit ger in Gießen richtig f ben verschiebenften Dan en und gebeten, ihr miter augenblidi greifbaren ine bis zum 1. Dezember enen Ritteilungen find in ten, bie beliebig herausge astreife Sweine en und bis zum 1. Dezem ife Schweine abgebbar. Bir Herz und Kaffee! menschlichem Standpunkt aus muß die Sache einmal betrachtet werden, denn Mann und Pferd find oft stundenlang der Unbill der Witterung ausgefeßt. Ebenfalls ist die Ablabung mit Schwierigkeiten verbunden. Die Waggons sind schon 2 oder 3 Tage später gemeldet worden, als sie angekommen find. Für Sießen mit seinem ausgedehntem Verkehr mus daher Abhülfe geschaffen werden. Gegenwärtig ist am Güterbahnhof nur eine Stelle zum Einfahren, früher, als Gießen noch drei Güterschuppen hatte, waren acht Stellen da. Sodann meist der Redner noch auf die unleidlichen Berhältnisse der Zufuhrstraße hin und betont, daß es für die Geschäftswelt von größter Bedeutung ist, die Güterbahnhofverhältnisse von Grund auf umzugestalten and dem ständig sich hebenden Verkehr anzupassen. Kaufmann Horst: Im ganzen genommen ist doch rur ein fleinerer Teil der Geschäftswelt an den Verhältnissen des Güterbahnhoffes interessiert, da doch nur wenige Geschäftsleute ihre Güter selbst aufliefern. Die Verlegung des G... halte ich für einen so fühnen Gedanken, daß er in nächster Zukunft wohl nicht verwirklicht werden wird. Für den Bahnhof sind in den letzten Jahren Millionen aufgewandt worden, sodaß es vorläufig noch nicht in der Absicht der maßgebenden Stellen liegen kann, den Bahnhof von seinem jezigen Standorte zu verlegen. Indes ist die Verlegung nach dem Rodtberg nicht ganz von der Hand zu weisen, sondern erwägungswert. Kommt der G.- Baber einmal dorthin, so läßt die Personen- Haltestelle auch wohl nicht lange mehr auf sich warten und ebenfalls werden auch Sodann wohl die Werkstätten dorthin verlegt werden. ftreift Roufmann Horst die verkürzte Aufgabezeit und be meift, daß es unvorteilhaft ist, wenn sich in letzter AbendDer stunde die Güterauflieferung zusammendrängt. Güterverkehr hat in den letzten Jahren so zugenommen, daß der Ruf noch Bergrößerung des G.-B. immer mehr und stärker erschallen wird. Ich habe aber die Ueberzeugung, daß sich die Behörde noch nicht so bald zu einer Verlegung entschließen wird, da sie für den G.- B an seinem gegenwärtigen Blas in legter Beit so große Summen aufgewendet hat, sondern sie wird andere Mittel und Wege finden, Abhülfe zu schaffen. Revisionsbeamte Grünig: Ein höherer Beamte hat fürzlich festgestellt, daß Güter 5 Tage vor der Verladung gelegen haben, man ist also an maßgebender Stelle über die Berhältnisse des 6.- 8. unterrichtet. Die Berlegung nach dem Rodtberg erscheint mir aussichtslos, da noch andere Brojette vorliegen, die sich damit nicht verquiden lassen, beispielsweise die Lahn- Kanalisation. Die Werkstätten wären überhaupt nicht in Gießen, wenn sie nicht vor der Breußisch- Hessischen Eisenbahn- Gemeinschaft errichtet worden wären. - Journalist Bolmuth schlägt vor, die Handelskammer zu einem Vorgehen zu veranlassen. Gastwirt Ja sto weti: Es wird auf das bestimmteste versichert, daß an maßgebender Stelle der Plan der Verlegung des Güterbahnhofs erwogen wird und ebenfalls trägt man sich mit der Absicht, die Werkstätten zu vergrößern und sie zu einer Hauptwerkstätte zu erheben. Die Plaz verhältnisse an ihrer jeßigen Stelle reichen auf die Dauer nicht aus. Um irrigen Auffassungen vorzubeugen, betone ich ausdrücklich, daß der Gedanke, den Rodtberg in die Brojekte hineinzuziehen nicht vom Nord- Ost, sondern vom Vorstande des Bürger- Vereins ausgeht. Nicht nur die Geschäftsleute sind an der Hebung des G.-B. beteiligt, sondern die ganze Stadt und daher ist es Pflicht des Bürgervereins, sich mit der Sache zu beschäftigen und Anregungen in einer öffentlichen Versammlung auszulösen. Der Nerven- und Herz- Spezialist Dr. Hans Stoll, Badearzt in Nauheim, sagt in seiner ausgezeichneten populär- wissenschaftlichen Broschüre Alfohol und Kaffee in ihrer Wirkung auf Herzleiden und nervöse Störungen" wörtlich:- ,, Somit ist Tropenkaffee als Erreger des hohen Blutdrucks ein Herz,, schwächer, das im Kaffee enthaltene Koffein als Gift ein degenerierender " Feind des Herzmusk 18. Beide Wirkungen ergänzen einander, um dae , Hecz im Laufe der Jahre zu verbr uchen. Erwägt man, daß in der guten ,, Gesellschaft während eines ganzen Lebens das Herz täglich dieselbe Attade ,, des Mokkas ausbalten muß, so wird die Häufigkeit der Herzkrankheiten in guten Kreisen erklärlich." H Was folgt daraus?- daß man den regelmäßigen Genuß von Bohnenkaffee meiden muß, wenn man sich ein gesundes, unaeschwächt funktionierendes Herz erhalten will. Man braucht nichts für sein Herz und seine Nerven zu fürchten, wenn man sich an den vollkommen unschädlichen Kathreiners Malztaffee hält und gewöhnt, der wegen seiner großen hygten schen Vorzüge und seines würzigen faffeeartigen Wohlgeschmacks, den er durch das patentierte Herstellungsverfahren erhält, von den Aerzten empfohlen und von allen, die ihn schon täglich trinken, als etwas Köstliches für die Gesundheit mit Wohlbehagen empfunden und hochgeschätzt wird. Diese unerseßlichen Eigenschaften des echten„ Kathreiner" fe len alle Nachahmungen. Der echte Kathdas merke man sich ja genau reiners Malzkaffee wird nur in geschlossenen Paketen verkauft, die das Bild und den Namenszug des Pfarrer Kneipp als Schußmarke zeigen. Darauf achte man und beginne sogleich mit einem Versuche, der sich fürs ganze Leben lohnen wird. - |--Magerkeit Schöne, volle Körperformen durch unser orientalisches Kraftpulver, preisgekrönt gold. Medaillen, Paris 1900, Hamburg 1901, Berlin 1903, in 6-8 Wochen bis 30 Pfd. Zunahme, garant. unschädl. Aerztl. empf. Streng reell, kein Schwindel. Viele Dankschreib Preis Kart. m. Gebrauchsanw 2 Mk. Postanw. oder Nachn. exkl. Porto. Hygienisches Institut D. Franz Steiner& Co. Berlin 365, Königgrätzerstr. 78. Rheumatisn. Gicht- Kranken, theilt aus Dankbarkeit u. sonst mit, was ihrer lieben Mutter nach fahre langen gräßlichen Schmerzen sofort Linderung u. nach kurzer Zeit vollständ Heilung brachte. Marie Grünauer, München Pilgersheimerstr.2 II Hausfrauen- Verein Stellen- Vermittlung Giessen, Seltersweg 56, 1 ( nächst dem Volksbad) Unentgeltlicher Nachweis für Dienst, Haus- und Zimmermädchen Köchinnen, wärterinnen, Lauf: Puß- und Waschfrauen. Im Anschluz en den Kaufmännischen Verein: Verkäuferinnen, Buchhalterinnen, Kassierer= innen; an den HausbeamtinnenVerein: Stüßen, Kinderfräulein, Haushälterinnen, Gesellschafterinnen gegen vorschriftsmäßige Gebühren. Fabrifant 8ur buch verspricht sich speziell nichts von einer Verlegung des Eilgüterbahnhofes und wünscht ebenfalls, daß die Güter- Auslieferung abends sich nicht so zusammenhäuft. Dies sind so die in weiten Linten gezeichneten Ansichten, die in der Versammlung laut wurden. Revisions. beamte Grünig führte noch an, daß der Eisenbahnfiskus bei Verlegung des S.-B. anstatt nach dem Rodtberg der Richtung nach Klein- Linden folgen werde. Es sprachen dann noch die Herren Wolmuth, Hosch, Jastowsti, Plant, Horst, Silbereisen, Schmidt und der Vorfigende, die noch manche Aufklärung brachten, bis die Versammlung folgender Resolution zustimmte: " Der Bürgerverein erkennt die großen Mißstände, welche sich im Verkehr auf dem Güter- Bahnhof ergeben haben und wünscht dringend, daß Abhülfe geschaffen werde. Der Vorstand wird ermächtigt, dieserhalb bei der Eisenbahn Direktion Frankfurt, der Stadt Gießen und der Großh. Handelskammer vorstellig zu werden." Der zweite Teil des 1. Punktes der Tagesordnung: Verbindung zwischen Ebel- und Stephanstraße" fand durch die Mitteilung, daß die in Frage kommende Behörde dort einen Duragang ähnlich dem in der Ludwigstraße schaffen will, eine sehr glotte Erledigung. Nach einer Mitteilung des Vorsitzenden ist der jüngst eingericht te Briefkasten auch schon benutzt worden und zwar ist anläßlich des städtischen Seefischmarktes die Anfrage eingegangen:" Hat die Stadt das Recht, in das Handelsgewerbe einzugreifen?" An der den Markt von den verschiedenen Seiten beleuchtenden Debatte beteiligten sich die Herren Bolmuth, Berdux, Jastowski, Horst und Schulhof. Die Versammlung war der Ansicht, daß der Stabt unter gewissen Umfänden, beispielsweise bei Ringbildungen das Recht zugestanden werden müffe, in das Handelsgewerbe einzugreifen, berechtigte Interessen dürften aber niemals verlegt werden. Es wurde ausgeführt, daß die Gießener Fischhändler mit großer Mühe sich ihr Absatzgebiet erworben haben. Bei dem letzten Punkte:„ Verschiedenes" regte Revisionsbeamte Grünig eine formale Aenderung betreffs Genehmigung von Fachwerksbauten an, amit die ganz gut zu vermeidende Stemp Isteuer in W gfall tomme. Der Borsigende verspricht, die Sache verfolgen zu wollen und ersucht Herrn Grünig, in der nächsten Vorstandssigung die rötigen Unterlagen zu geben, damit man den Punkt auf die Tagesordnung einer Des weiteren der folgenden Versammlungen seßen fönne. werden noch die Durchfahrten für Feuersprizen bei Hofraiten, die Polizeiwache am Selterstor, die Beleuchtung des Zoll- Lagers und einige kleinere Niederlegungen am Trieb besprochen. Schluß der sehr sachlich verlaufenen Bersammlung nachts 1/21 Uhr. - - Notierungen der Frankfurter Vichmarktpreise. Frankfurt a. M., 16. Oftober 1905. Zum Verkauf flanden: 399 Dchsen, 58 Bullen, 787 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 254 Kälber, 585 Schafe nnd Hämmel, 1476 Schweine, 1 Biegen, Ziegen- und Schaflämmer. - - Bezahl wurden für 100 fund: Schlacht- Lebenb Dchien: a. volfleischige, ausgemästete höchften Schlachtwertes bis zu 6 Jahren gewicht gewicht M M 81-85 b. junge fleischige, nicht ausgeu äftete un ältere ausgemäftete. 74-76 c. mäßig genährte junge, gut gerährte ältere 68-72 Bullen: a. vollfleischige höchfien Echlochtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut ge nährte ältere 67-69 - 64-66 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): a bolfleischige ausgemäftete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes b. volfleischige ausgemästeten Rühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 72-74 - 68-70 53-55 - d. mäßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) 51-52 c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Kinder) e. gering ger ährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) Siegener landwirtschaftliger Westerbienft. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 27 Oftober. Trüb, windig, Regenfälle, etwas wärmer. ( Näheres durch die Gießener Betterfarte.) Berantwortlich: für die Politif und den Inseratentell: Albin Klein, für den übrigen Jnsait: Georg born, belbi in Glekes. Für die Wöchnerin. Wie jeder Genesende, so dedarf besonders auch die Wöchnerin eines Kräftigungsmittels, das sie mehr als die gewöhnliche Nahrung zu stärken vermag. Der für den Zweck sonft so geeignete Lebertran kann aber nicht in Frage kommen, da er ekelerregend und schwer verdaulich ist. Scotts Emulsion bat diese Nachteile überwunden; fie ist von durchaus ange nehmem Geschmack, ist leicht verdaulich und regt den Appetit an. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verlauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Driginalflaschen in starton mit unserer Schuhmarle( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rüden). Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. 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Dazu war de führt worden, durd 20 Pfg. per Pfd. feine Cheime, dene 37" liche Autorität ein " P " " " 32 " f " " Prima Seelachs, mit u. ohne Kopf 26-33 Prima Cabliau ohne Kopf Zur Herbstpflanzung: Kräftig entwickelte Zwetschenbäume werden abgegeben, so lange der Vorrat reicht. Zu erfragen in der Expedition dieses Blattes. PALMIN Feinste Pflanzenbutter Zum Kochen, Braten und Backen Hamburger En gros- Lager. Während des Neubaues befinden sich unsere Verkaufsräume Mäusburg 10 Alex. Salomon& Co., Giessen. herrschte Großfürst heilvoller Unumschr fürregiments, haßte Selbständigkeit. war es, falte Fand neten, jedes Reform berurteilten und be fielen von Mörderhä Leben und regierten für einen tonfervati und Umitürzler, der man ihn in seiner hielt. Es tam der Fast höhnend hatt die Leitung der H land gelaffen. meint gewesen. Finanzminister dem Handelsvertr überzustehen. Wa ernit, nachdem di geraten waren. 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