diese Fragen peinigten. stand es ihm auf dem Gesicht geschrieben, wie furchtbar ihn leicht wurde sie bei ihren Ausiagen Ich weiß es nicht!" stieß er hervor. Gleichmut so gewaltig erschüttert hatte. geworden über die stürmische Erregung, die seinen stolzen Nur zu deutlich Noch immer war Friedrich Büttner nicht völlig Herr dem Municha Vielleicht viel befunden? Allerdings! In berichten; aber ich main die Boruntersuchung gegen den Kassierer den zu lassen, Herr Landrichter, denn ich Hauptsache freilich nur Vermut Wissen auch Sie etwas " Ich hatte gerade jetzt die a daf in as haben Sie Sals ich sechs nämlich meine ng tag Franz, daß er vor einigen Sie mir nichts entfinne mich prochen hätte, wir doch nig. Bajenviev." Der Neuen Det Nr. 225. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Selters weg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. Montag, den 25. September 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pfq., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Zukunft Oefterreichs. - Die habsburgische Monarchie kracht in allen Fugen; ihre Lücken, deren sie nicht wenige hat, weiten sich, und an sie glaubt man die Frage des Goetheschen Liedes gerichtet: ,, Das liebe heil'ge röm'sche Reich, wie hält's nur noch zusammen!" Der Zustand ist nicht von heute und gestern. Im Verlauf eines einzigen Menschenlebens, unter dem gegenwärtigen Kaiser, hat sie zwei große und blühende Provinzen an Italien abgeben und auf die Mitgliedschaft im Deutschen Bunde verzichten müssen, in dem sie bis dahin die führende bis auf Rolle gespielt hatte, dessen übrige Mitglieder Preußen und dessen Enklaven und Halb- Enklaven- ihren Vertretern auf dem Bundestag in Frankfurt am Main die allgemeine Weisung gegeben hatten, ,, in omnibus wie Desterreich", immer wie Desterreich zu stimmen. Das war das Schlimmste noch nicht. Die habsburgische Monarchie war auch nach den eben erwähnten Amputationen eine Großmacht geblieben, im Jahre 1878 gelang es ihr sogar, durch die Okkupation von Bosnien und der Herzegowina eine neue Gebietserweiterung zu gewinnen. Aber die alte Unterlassungssünde, die aus der habsburgischen Monarchie mehr einen Länderhausen als einen Staat gemacht hatte, rächte sich, mußte sich bitter rächen, nachdem ringsher geschlossene große Nationalstaaten entstanden waren und selbst im Südosten Europas die kleinen Volksstämme nationale Selbständigkeit erlangt haten. Der„ Ausgleich" von 1867, der Ungarn als eine eigene durch Personalunion und durch einige von Zeit zu Zeit zu erneuernde Gemeinsamkeitseinrichtungen mit der Gesamtmonarchie locker genug verbun dene Staatsindividualität anerkannt hatte, weckte naturgemäß in den übrigen Teilen der Monarchie das Streben nach gleicher Sondergeltung, so daß schließlich im ganzen Lande Kaiser Franz Josef wirklich der einzige war, der den Reichsgedanken" noch hegte. Die Tschechen wollten das Böhmerland zu einem anderen Ungarn machen, im Trentino schielte man nach Italien, Slowenen, Rumänen, Serben, Kroatier meldeten ihre Sonderansprüche an, und die Deut schen in Desterreich weigerten sich endlich, in dem Reiche, innerhalb dessen ihre Kultur die höchste und ihre Bedeutung die größte war, fortgesetzt die Rolle des Stiefkindes und Aschenbrödels zu spielen. Kurz: die Teile Desterreich Ungarns wollen auseinander, sie sehnen sich nach Trennung, sei es um ein Sonderdasein zu beginnen, sei es um ihr Glück in dem Anschluß an einen verwandten Staat zu suchen. - So liegen die Dinge nicht erst seit dem jüngsten ungarischen Konflikt, den Blödigkeit und Gewissenlosigkeit im trauten Verein geschaffen haben, so liegen sie schon lange. Kein Wunder, daß man von Desterreich wie früher von der Türkei als vom„ kranken Mann ,, spricht, daß man von Tag zu Tag sein völliges Zusammenbrechen beinahe mit Un geduld erwartet und sich schon um die Erbschaft und deren angemessene Verteilung Sorge macht. Selbstver ständlich gilt das Deutsche Reich als Erbe des deutschen Teil: Desterreichs, wobei ganz Böhmen trotz der Tschechen als deutsch gerechnet und Triest mit Dalmatien und Istrien als deutsches Gebiet angesprochen wird. Warum auch nicht! Schon ehe es ein Deutsches Reich gab, hat man von einem deutschen Siebzigmillionenreich geträumt, von einem Mittel europa umfassenden Germanien. Die Erstehung des deut schen Kaisertums konnte doch kein Hindernis, mußte viel mehr eine Station nach diesem Ziele sein. Wer mochte da an Schwierigfeiten denken, etwa an den Einspruch anderer Mächte, Frankreichs und Englands und Italiens, von an deren Erbberechtigten und von den Erbstücken selbst, wenn dieser Ausdruck gestattet ist, gar nicht zu reden! Man darf sich ersparen, auf die Einzelheiten einzugehen. Denn wenn Desterreich- Ungarn schon dem„ franken Mann" berglichen werden soll es lebt doch noch! Lebt doch sogar der ursprüngliche„ kranke Mann" selbst, das Türkenreich, dessen Ende man seit 70 Jahren voraussagt. Es kommt vor, Daß Staaten plöglich zusammenbrechen; es ist dagewesen, Daß große Reiche plötzlich gleichsam verschwanden, daß sie über den Haufen gerannt wurden und förmlich in den Erdboden versanken. In der Regel aber sind sie zäh. Lebig, dauert ihr Verfall länger als ihr Entstehen und ihre Blüte. Es ist keine seltene Erscheinung, daß man die Kraft eines Reiches erst überschätzt und dann unmittelbar seine Lebenskraft unterschätzt. So ist es mit der Türkei gegan gen, die von dem angeblich übermächtigen Rußland nur init Rumäniens Hilfe bezwungen werden konnte. So gehi es mit Desterreich- Ungarn, das man der Auflösung nahe glaubt, weil es seine Wunden zur Schau trägt und seine Staatsrechtlichen Schwierigkeiten auf offenem Markt er. örtert. Kein Zweifel: die habsburgische Monarchie ist im Niedergang. Kein Zweifel aber auch, daß sie in diesem Niedergang noch ungemessene Zeiten dauern kann. Schon weil ihr Vorhandensein eine Notwendigkeit ist, weil ihr Bersinken ein Chaos hervorrufen, einen Weltbrand entzün den müßte. In Desterreich- Ungarn ist vieles nicht, wie es sein sollte. Doch was nicht gut ist, kann gut werden. Man hat wohl schon mehr als einen unerwarteten Aufschwung erlebt. Es ist ja nicht verbrieft und besiegelt, daß Desterreich- Ungarn emig rückständig sein muß. Aber selbst wenn das wäre, so bliebe doch die Rechnung derer falsch, die auf eine baldige Auflösung warten. Dieser Auflösungsprozeß kann Jahrzehnte, kann Jahrhunderte sich hinziehen ganz wie beim lieben römischen Reich, über das so manche Geschlechterfolge sich wunderte, daß es noch zusammenhielt. Politische Rundschau. Deutsches Reich. * Die Auslieferungsbedingungen zwischen den Vereinigten Staaten von Nordamerika und Deutschland sollen insofern erweitert werden, als auch solche Personen unter den gegebenen Voraussetzungen ausgeliefert werden, die nach den Philippinen geflüchtet sind. Eine Bekanntmachung in diesem Sinne geht sämtlichen Justizbehörden zu. * * Der sozialdemokratische Parteitag in Jena ist geschlossen worden. In der letzten Sigung wurde mitgeteilt, daß die von Bebel beantragte Resolution, gegebenen Falles einen Massenstreik zu proklamieren, mit 280 gegen 14 Stimmen bei zwei Stimmenthaltungen angenommen sei. Die von der Kommission, betreffend die Preßstreitigkeiten, beantragte Resolution wird ohne weitere Diskussion angenommen; darin erklärt der Parteitag, daß dieser Art Diskussion unbedingt ein Ende gesetzt werden müsse. Sodann wird der neue Organisations- Entwurf angenommen. Der Vorwärts" bleibt Zentralorgan, der von ihm an die Parteikasse abzuführende Teil der Einnahmen wird auf 20 Prozent festgesetzt. Angenommen werden die Resolutionen gegen das Zeugniszwangsverfahren und für die russische Revolution, wobei der erschossene Kasprzak durch Erheben von den Sigen geehrt wird. Der Antrag, der jedes Kompromiß mit anderen Parteien bei Wahlen verbietet, wurde zurückgezegen. Der nächste Parteitag findet in Mannheim statt. Nach Schluß des Parteitags umzogen Jenenser Studenten mit Ballonmüßen und roten Tüchern um den Hals das Volkshaus. Auf einem Möbelwagen, den sie mit sich führten, standen die Inschriften: Automobil zum Zukunftsstaat"; Reise nach Wolkenkuckucksheim";" Proletarier aller Länder, beruhigt euch!". Der Zug erregte große Heiterkeit. * In Wiesbaden wurde der Parteitag der freisinnigen Volkspartei eröffnet. Die Anträge Wiemer, betreffend die allgemeine Politik, Müller- Meiningen, betreffend die Annäherung zwischen England und Deutschland, und ein Königsberger Antrag über die Ministerverantwortlichkeit wurden einstimmig angenommen. Durch die Internationale Bohrgesellschaft in Erkelenz ist abermals ein größerer Verkauf von Kohlen- und KaliFeldern vorgenommen worden. Es handelt sich um 12 Felder im westfälischen und 2 Felder- Gruppen im Aachener Kohlenbezirk. Die verkauften Kalifelder liegen im Han noverschen und in der Nähe von Halle. Der gesamte Erlös aus diesen Geschäften stellt sich auf 10 Millionen Mark, woran wiederum ein ansehnlicher Nußen erzielt worden ist. Vor kurzem erregte der Uebergang einer großen Anzahl Kohlenfelder aus den Händen der Gesellschaft in diejenigen einer Gruppe von Mitgliedern des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikats Aufsehen. Wie es heißt, beabsichtigt der preußische Fistus, in die zur Ausbeutung neugebildete Ge sellschaft mit beschränkter Haftung einzutreten. Oefterreich- Ungarn ** In Wien ist der internationale ArbeiterversicherungsKongreß geschlossen worden. Nach den Referaten über den Grad der Unfall- nvalidität und über die Unfallversicherung sowie die Berufskrankheiten übernahm der Ehrenpräsident Dr. von Körber den Vorsitz des Kongresses und verkündete, daß Rom der Ort für den nächsten Kongreß sein solle. Es folgten die Schlußreden, in denen Geheimrat Dr. BödikerBerlin, Präsident von Kink und der Ehrenpräsident Dr. bon Körber die Ergebnisse der Beratungen würdigten. Dann wurde der Kongreß geschlossen. Schweden. ** Die Verhandlungen in Karlstad über die Unionstrennung sind noch nicht zum Abschluß gelangt. Von verschiedenen Seiten wird der Vorschlag gemacht, daß Norwegen und Schweden eine Kommission aus Generalstabsoffizieren mit dem Studium der Verhältnisse betrauen sollen, um über den Grund der Mobilisierungen an der Grenze in beiderseitigem Interesse volle Klarheit zu gewinnen. Schweden will von weiteren militärischen Maßregeln absehen, da der norwegische Minister Michelsen die Einstellung solcher zugesagt hat. Die sozialdemokratische Partei Schwedens be schloß in einer Versammlung, falls zwischen Schweden und Norwegen der Krieg erklärt werden sollte, den Generalstreik auszurufen und den Waffendienst zu verweigern. ** Russland. Es sind jetzt beträchtliche Truppensendungen nach Bakn angeordnet worden. Der Statthalter des Kaukasus ist persönlich dort eingetroffen und hat Armenier und Mohammedaner zum Frieden gemahnt. Bislang sind 548 Armenier und 104 Tataren bei den Kämpfen getötet worden: Auch nach Finland ist Militär aus dem Innern Rußlands unterwegs. In Nishny- Nowgorod ist es zu ernsten Unruhen gekommen. In Riga wurde ein Sturm auf ein Gefängnis versucht. In Kiew wurden revolutionäre Proklamationen auf rotem Papier verteilt, und die Menge wurde von Agitatoren öffentlich zum Aufstand aufgefordert. In Warschau wurde der Brauereidirektor Zaremba durch einen Revolverschuß getötet. Bei den Unruhen im Kaukasus- Gebiet ist auch ein deutscher Staats. angehöriger getötet worden. Er heißt Josef Jorbschatt und wurde bei Agdam, einem in der Nähe von Schuscha gelegenen Ort, getötet. Die Reiche ist nicht gefunden worden. Der deutsche Konsul hat bei den Ortsbehörden energische Verstellungen erhoben, und General Takaishwili hat sofort Instruktionen erteilt, damit die näheren Umstände aufgeklärt und nach dem Verbleib der Leiche geforscht werde. Alien. - ** Die allgemeine Unzufriedenheit in Japan wegen des Friedensschlusses hat sich noch nicht gänzlich gelegt. In Tokio wurden 22 Personen als Rädelsführer bei den Unruhen verhaftet. Zahlreiche Petitionen sind an den Kaiser gelangt, um ihn zu bitten, den Friedensvertrag nicht zu ratifizieren. Die Regierung wird stark angegriffen, zumal jetzt bekannt wird, daß entgegen den Versicherungen des Ministerpräsidenten Katsura eine Klausel des Friedensvertrages besteht, durch die Japan sich verpflichtet, die La Perouse- Straße nicht zu befestigen. In dem Abkommen der japanischen und russischen Geschwaderchefs über die Einstellung der Feindseligkeiten zur See ist die Zufuhr von Konterbande noch ausgeschlossen geblieben. Die Japaner haben infolgedessen nördlich von Sachalin den amerikanischen Dampfer Barraconta" aufgebracht. Der Kommandant der gesunkenen Mikasa" machte nach der Katastrophe einen Selbstmordversuch, nachdem er sich vorher als einzig Schuldigen bezeichnet hatte, weil er nicht an Bord gewesen sei. Er liegt schwer darnieder. Das im Hafen von Port Arthur gesunkene Schlachtschiff„ Retwisan" ist wieder flott gemacht worden. ** In ihrem Streben nach zeitgemäßen Neuerungen hat jetzt die chinesische Regierung eine Münzreform angeordnet. Sie hat Bestimmungen über die Ausprägung von Silber- und Kupfergeld erlassen, die einheitlich für das ganze Reich gelten. Vorläufig ist nur für Kupfermünzen Gewicht und Feingehalt festgesetzt. ** Amerika. Zu heftigen Unruhen kam es in der kubanischen Stadt Cienfuegos aus Anlaß der Deputiertenwahlen. Sechs Personen wurden getötet und 25 verwundet. Unter den Getöteten befindet sich das Mitglied des Repräsentantenhauses Enrique Villuendas, Führer der Liberalen, und der Polizeichef Illance. ** Die vor gar nicht langer Zeit neu entstandene Republil Panama beabsichtigt, sich mit dem Freistaat Costa Rica zu vereinigen. Der Minister des Aeußeren in Banama verhandelt bereits über ein Einverleibungsabkommen mit Costa Rica. Voraussichtlich werden die Vereinigten Staaten aber dem Plan hindernd in den Weg treten, zumal auf ihre Initiative hin erst die Republik Panama gegründet wurde. Deer und flotte. Papierspäne statt Stroh für Soldatenbetten. Versuche mit Papierspänen, die an Stelle des Bettstrohes in den Kasernen verwendet werden sollen, werden gegenwärtig beim Infanterie- Regiment Nr. 24 in Neuruppin gemacht. Die Späne sollen sich in der Kaserne der Unteroffizierschule zu Jülich, wo sie ebenfalls probeweise eingeführt sind, gut bewährt haben. Sie sind 2, 3 und 4 Zentimeter breit und mehrere hundert Meter lang, aus einem pergamentartigen Papier in eigens dazu eingerichteten Fabriken hergestellt. Sie sollen dauerhafter sein als das Bettstroh, das alle halbe Jahre erneuert werden muß, während die Späne nur alle zwei bis drei Jahre erneuert zu werden brauchen. Von unserer Marine. Auf der kaiserlichen Werft in Danzig wurde der Kreuzer„ Ersatz Alexandrine" vom Stapel gelassen. Die Taufe vollzog Oberbürgermeister Ehlers. Als Vertreter des Staatssekretärs von Tirpitz war Vizeadmiral von Ahlefeld anwesend. Der Kreuzer erhielt den Namen„ Danzig". In Las Palmas traf der englische Dampfer Charter- Nonse" mit dem deutschen Schulschiff ,, Stoich" im Schlepptau ein. Das Steuer des„ Stosch" war beschädigt. - Soziales Leben. Krisis im rheinischen Textilgewerbe. Die Situation in den Textilarbeiterkreisen des Aachener Bezirks hat sich erheblich verschärft. Die Ursache ist eine in den Blättern erscheinende Mitteilung, wonach der von christlichen und sozialistischen Organisationen eingereichte Lohntaris nicht afzeptiert werden kann. Die Arbeiter hatten als Termin der Erfüllung der Forderung von 19 Mark wöchentlichem Durchschnittslohn den 1. November bestimmt. In den nächsten Tagen sollen Versammlungen stattfinden, in denen über die Stellungnahme der Arbeiterschaft beschlossen wird. Die Ungarn in Wien. ( Eig. Bericht.) Wien, 23. September. Sicherlich sind die Herren der magyarischen Opposition mit hochgeschwellter Brust zur Kaiserstadt gezogen. Hatte der Kaiser sie doch zur Hofburg gerufen, nachdem es ihnen gelungen war, den ehrlichen Fejervary vom Ministersessel zu stürzen. Er wollte die unfruchtbare Opposition der Magnaten durch das allgemeine Wahlrecht bekämpfen, der Wühlarbeit der Privilegierten gegen die Krone und den Gemeinsamkeitsgedanken durch die Meinung der Volksmassen entgegenarbeiten. Dazu fand er nicht die nötige Unterstügung und so ging er, zu Unrecht verlästert und verärgert. Wer soll jetzt den verfahrenen Karren aus dem Sumpfe ziehen? Werden es die Koalitionsmänner mit den großen Worten, die Kossuth und die Banffy vermögen? Ihr heutiges Debut in Wien war wahrhaftig nicht dazu angetan, gute Aussichten zu wecken. Die ganze Audienz beim Kaiser dauerte einige Minuten. Der Monarch las den fünf ungarischen Staatsmännern ein Programm vor, auf dessen Grundlage er wünscht, daß die Majorität des ungarischen Reichstags die Regierung übernehmen soll. Graf Goluchowski sollte die Verhandlungen führen. Das Programm des Kaisers soll verzweifelte Aehnlichkeit mit einem Ultimatum gehabt haben. An der deutschen Kommandosprache für die Armee hält der Kaiser unbedingt fest. Die Grundlagen der pragmatischen Gemeinsamkeit, sowohl in Bezug auf die Armee, als auch auf die auswärtigen Vetretungen bleiben vollkommen unberührt. Ueber wirtschaftliche Fragen wird nicht einseitig zwischen Ungarn und der Krone, sondern auf dem Wege des Kompromisses verhandelt. Ungarn soll sich verpflichten, die Rekrutierung und die Erledigung der Handelsverträge ordnungsgemäß durchzuführen, ebenso die Kosten für militärische Forderungen alsbald zu bewilligen. Die so mutig angekommenen Herren Kossuth, Andrassy, Zichy, Apponyi und Banffy schlichen ziemlich gedrückt aus der Hofburg, nachdem sie drei Minuten vor dem Kaiser gestanden. Sie hatten mehr oder weniger erwartet- mehr Zugeständnisse, weniger Festigkeit. In ihrer Verlegenheit wußten sie nichts anderes zu tun, als dem Grafen Goluchowski zu erklären, sie könnten mit ihm nicht verhandeln, da er kein Ungar sei. Als der Kaiser davon erfuhr, befahl er, den Grafen Cziraki aus Ungarn sofort telegraphisch herbeizurufen, um den Einwand der Koalitionsführer zu beseitigen. Und Cziraki wird kommen, und es wird bleiben wie vorher. Schon heute erklärten die Ungarn, das Programm des Kaisers sei unannehmbar. Wie man aus dem nun schon fast zur ständigen Einrichtung gewordenen ungarischen Dilemma herauskommen, die Anmaßung und den Understand der dünkelhaften Magyaren brechen will, wer kann es wissen? An Energie und staatsmännischer Klugheit mangelt es allenthalben. Man kann nur mit schweren Bedenken in die Zukunft sehen. Es steht nicht gut um die Monarchie der Habsburger. Nab und fern. † Ueberfall auf Marineoffiziere. Zwei Reservisten der Marine in Kiel taten sich zu einem Ueberfall auf zwei Marineoffiziere zusammen. Ein Korvettenfapitän erhielt mehrere Stiche, und auch der andere Offizier mußte im Lazarett verbunden werden. Die beiden Reservisten sahen im Gefängnisse ihrer Bestrafung entgegen. † Nicht Dalldorf, sondern Wittenau. Die Gemeinde Dalldorf hat es jetzt erreicht, daß sie ihren bisherigen Namen ablegen und sich dafür„ Wittenau" nennen darf. Bekanntlich hat der Name Dalldorf infolge der dort belegenen großen Irrenanstalt im Laufe der Zeit einen etwas ominösen Beigeschmack erhalten. Er bleibt von jetzt ab nur noch für diese Anstalt bestehen. † Zwölf Mefferstiche. Aus Eifersucht machte in Schinne bei Stendal ein Müllergeselle auf ein Dienstmädchen einen Mordanfall. Der Unmensch brachte der Unglücklichen zwölf Messerstiche bei und verwundete sie tödlich. † Aufschlag der Münchener Gastwirte. Die Gastwirte in München haben in einer Versammlung die Erhöhung der Preise für Speisen beschlossen und weitere Erhöhungen in Aussicht gestellt für den Fall, daß die Einkaufpreise der Bedarfsartikel noch mehr gesteigert werden sollten. † Typhus- Epidemie. In dem Dorfe Frucht bei Ems ist der Typhus ausgebrochen. Es sind bereits über zwanzig Erkrankungen festgestellt. schen Dampfers Matin". Der„ Riversdale" sah, wie der Matin" Notsignale gab, und nahm ihn in Schlepptau. Indessen sank der deutsche Dampfer auf der Fahrt. † Fische gegen Fleischtenerung. In der städtischen Markthalle in Solingen wurde ein Eisenbahnwaggon frischer Seefrische zum Verkauf gestellt. Die städtische Behörde hatte die Fische in Geestemünde angekauft und stellte die Ware zum Selbstkostenpreise zum Verkauf. Der Andrang der kaufenden Hausfrauen war ungemein groß; einige Frauen wurden im Gedränge ohnmächtig. Der gesamte Fischvorrat war rasch verkauft. Die Stadt wird den Verkauf jede Woche regelmäßig wiederholen. † Eisenbahn- Unglück. Bei der Station Novimarow in Ungarn entgleiste, wahrscheinlich infolge Schienenbruchs, ein Personenzug. Der Lokomotivführer wurde getötet, mehrere Bahnbeamte erlitten Verletzungen. † Großze Brände. Im Wiener Stadtbezirk Ottakring brach in der Zelluloidfabrik von Seiler infolge einer Explosion eine Feuersbrunst aus, die die Fabrikgebäude vernichtete. Zwei Personen kamen in den Flammen um, drei wurden schwer und sechs leicht verlegt. In Fiume brannte die Schiffsreparatur- Fabrik von Lazaru vollständig nieder. Das Feuer war durch Entzündung von Puz- Flachs entstanden. Ein Feuerwehrmann trug schwere Verlegungen davon. † Todessturz im Manöver. Bei den in Mecklenburg abgehaltenen Manövern stürzte in der Nähe des Gutes Bustohl der Oberleutnant von Stockhausen vom 76. Hanseatischen Infanterie- Regiment mit dem Pferde und erlitt einen doppelten Schädelbruch. Der Verunglückte erlag im Krankenhause zu Rostock seinen Verlegungen. † Theaterkrach in Rußland. In Warschau befinden sich die staatlichen Theater in einer sehr prefären Lage. Sie haben kein Geld, um die Schauspieler zu bezahlen. Es sind 100 000 Rubel, auf die die Bühnenmitglieder bis zum 1. Oktober Anspruch haben. Die Misère schreibt sich daher, daß die staatlichen Theater in Warschau nur politischen Zwecken dienten und auf Kunstbedürfnisse wenig Rücksicht mehr nahmen. † Schuhmann und Megäre. In Mannheim sollte ein Schußmann eine Frauensperson verhaften. Diese setzte sich mit aller Kraft zur Wehre und fuhr dabei dem Vertreter der öffentlichen Gewalt wie eine Kaze ins Gesicht, das sie bis zur Unkenntlichkeit zerkragte. Dem Schußmann blieb nichts übrig, als blank zu ziehen. Als er sich der Rasenden nicht anders erwehren konnte, spaltete er ihr den Schädel. † Aus Seenot gerettet. In Grimsby landete der englische Tischdampfer Riversdale" die Mannschaft des deut† Der Kerkermeister als Dieb. In Mailand stahl der zweite Oberaufseher des Untersuchungsgefängnisses die eiserne Kasse der Anstalt und wurde mit dem Inhalt flüchtig. In der Kasse lag auch eine dem Anarchisten Henry Brouwers gehörige Summe von 8000 Franken. † Von der Cholera. Bei dem unter verdächtigen Er. scheinungen in Berlin gestorbenen Schiffer Lehmann aus Fichtwerder im Kreise Landsberg an der Warthe scheint es sich tatsächlich um Cholera zu handeln. Die Insassen seines Kahnes samt dem Wachthunde wurden in die Isolierbaracke in Moabit gebracht. Die zwölf† Ein Schulmädchen als Selbstmörderin. jährige Tochter eines Arbeiters in Berlin pflegte sich viel herumzutreiben, und machte dadurch ihren Eltern Kummer. Kürzlich wollte das Kind auf dem Hausboden übernachten, um am nächsten Morgen wieder ungesehen verchwinden zu können. Als die Eltern das Mädchen suchten, sprang es aus den Bodenfenster auf den Hof hinab und erlag bald darauf seinen Verlegungen. † Abgebranntes Dorf. Der größte Teil von Dorndorf an der Feldbahn ist durch eine Feuersbrunst zerstört worden. Neun Wohnhäuser, darunter zwei Gasthöfe, sind mit Nebengebäuden und Stallungen vollständig niedergebrannt. Vergeffene Diplomaten. Phantastische Gedanken zur Marokkofrage. - Die in Paris stattfindenden Vorbesprechungen über die Maroffoangelegenheiten zwischen den deutschen und französischen Beauftragten ziehen sich aus mancherlei bekannten oder auch unbekannten Gründen von Woche zu Woche hin. Dieser an und für sich bedauerliche Umstand hat den französischen Publizisten Adrien Vély zu folgender lustigen Betrachtung veranlaßt: " Nun „ Die Herren Paul Reveil und Dr. Rosen waren, wie gewöhnlich, pünktlich zur Stelle. Sie schlossen sich in dem Bureau des Ministeriums des Aeußern, das ihnen seit langer Zeit zur Verfügung gestellt war, ein und nehmen einander gegenüber Platz. Wie geht es heute, lieber Doktor?" fragte Herr Revoil. ,, Danke, sehr gut," erwiderte Herr Rosen. ,, Wollen wir nun über die Angelegenheit, die uns beschäftigt, weiter plaudern?"" Ganz mein Wunsch" Ich wünsche nichts sehnlicher, als daß wir endlich zu einer Verständigung fämen."„ Und ich erst Ich habe die Meinen ja so lange nicht gesehen Das ist wahr- Es löst der Tag den Tag absind es wohl dreißig oder gar fünfunddreißig Jahre, seitdem wir unsere Besprechungen begonnen haben?" ,, Vierzig, genau vierzig-" Das ist ja beinahe ein Jubiläum Und haben Sie gute Nachrichten von Ihren Urenfeln?" ,, Vortreffliche Die lieben Kleinen! Leider kenne ich sie nicht, da ich sie nie gesehen habe, ebensowenig wie ihre Eltern. Ach! wenn ich doch wieder nach Deutschland gehen könnte, um sie in meine Arme schließen zu können!"„ Das hängt nur von Ihnen ab, lieber Doktor. Es sind ja nur noch zwei Punkte, über welche wir noch einige Meinungsverschiedenheiten haben-". „ Es sind immer dieselben. Die die Polizei an der algerischen Grenze betreffende Frage und die Finanzfrage." „ Das alles macht uns nicht jünger Nun, bringen Sie eine Lösung?"" Ich warte auf Dokumente, die mir aus Tanger zugeschickt werden sollen."„ Noch immer?" -Immer ,, Diese Schriftstücke lassen aber lange auf sich warten." sch fürchte, daß die Konferenz auch in diesem Jahre nicht zusammentreten fann."- ,, Leider! Dem Sultan liegt allerdings nichts daran ,, Abd- el- Aziz ist tot, aber sein Geist lebt weiter Und Raisulis Enkelsohn, der heute in Fez regiert, spekuliert auf die Uneinigkeit unter den europäischen Mächten-!" hre Regierung ist dafür ein wenig verantwortlich, Doktor Wir legen eine Engelsgeduld an den Tag- eine Geduld, die nun vierzig Jahre dauert Wenn wir uns schließlich Don schlechter Laune fortreißen ließen, würden wir, das werden Sie wohl selbst zugeben müssen, Entschuldigungsgründe haben" Krieg--?"" Warum nicht?" " Wegen Marokko?".- ,, Wenn es sein müßte-." - - sahen vom Fenster aus den beiden Greisen nach, die sich auf der Straße trennten, nachdem sie sich warm die Hand gedrückt hatten." Herr Vély hat damit ohne Zweifel eine ganz lustige Persiflage geliefert, aber seine Voraussetzungen werden hoffentlich bald durch die Ereignisse geschlagen werden. Eine Einigung über die schwebenden Fragen zwischen Frankreich und Deutschland steht in naher Aussicht. Es trat eine peinliche Stille ein. Der schneeweiße lange Bart des Herrn Rosen begann leicht zu zittern. Der Doktor nahm nach einer Weile das Gespräch wieder auf: Was veranlaßte uns eigentlich damals, uns gerade mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen?"„ Auf Ehre, davon habe ich keine Ahnung," erwiderte Herr Revoil. Ich auch nicht," schloß der Doktor. Es schlug zwölf Uhr. Die beiden Herren blickten auf. Auf dem Abreißkalender an der Wand las man: 20. September 1945." Wie die Zeit vergeht!" jagte Herr Revoil. Auf morgen also?"" Auf morgen. Und gebe Gott, daß wir noch lange genug leben, um unsere Mission" zu vollenden!" Nur noch zehn Jahre- dann lann ich ruhig sterben..." " Amerikanisches Frauenleben. ( Eig. Bericht.) für Newyork, 14. September. In keinem Lande der Welt gibt es mehr Klubs Frauen, als in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. In dem einen Staat Kalifornien zählt der Bund der Frauenklubs nicht weniger denn 10 000 Vereine. Diese Verbreitung des weiblichen Vereinslebens hängt mit der ganzen Lebensweise der Amerikanerinnen zusammen. Sie können einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit dem Klubleben widmen, da sie meistens, auch wenn sie verheiratet sind, in möblierten Zimmern und Hotels leben und das Essen fertig gefocht kaufen. So findet man in den Klubs nicht nur die weiblichen Angehörigen der besser situierten Stände, sondern auch die Frauen von Handwerkern, Geschäftsangestellten usw. Als sie das Zimmer verließen, wurden sie von einem jungen Attachee bemerkt.„ Wer sind denn die beiden Ruinen?" fragte er den Portier. Ich weiß es nicht. Niemand kennt sie... Seitdem ich im Ministerium bin, kommen sie jeden Morgen und schließen sich von zehn Uhr bis Mittag ein." Und der junge Attachee und der Pförtner Das Drängen der Frauen in die Klubs hat ein ganz besonderes, auch echt amerikanisches Motiv. Dort ist es der Ehrgeiz jeder Frau, eine Rolle zu spielen und so in die Gesellschaft zu gelangen. Dazu bietet ihr der Klub die Grundlage. Die Frau, die im Vorstande eines Klubs sitzt, gar zur Vorsitzenden gewählt wird, hat Anwartschaft auf eine Stellung. Bei den Wahlen für die Aemter findet daher oft eine sehr starke Agitation statt, gleich der bei den Barlamentswahlen, und die Eifersüchteleien führen oft zu Spaltungen und der Bildung neuer Klubs. Da nun gefällige Journalisten sich bereit finden lassen, die Namen aller an einem Klubabend anwesenden Damen zu verzeichnen, so kann auch die unbedeutendste Frau, wenn sie nur rege ihren Klub besucht, genannt und befannt werden. Verbrennung be fanitäre Räume gefehen. Die V tragen, was fi billig ist. Die zwei bis vier. Häufer ohne ärmeren Ala stiften. - Eine B Colorado- Flu Rüftengebiete tiefe Bodenfo bat man das fruchtbar ge steigen und der Fluß fta Sint. Wo f Binnen- Mee Bahn überf Sees hat le In den alten los erwiefen, flutet werden 400 Quadrat Binnenmeer b #Musiper Untlajjung ftel zur Wahrung Industrie beid fie dem Metallo delt es sich um GH. bon echt ger E auch die dem aufange ift im Verla ein Baum weitere Arei faßt. Bon die an ihre Gießen ift e 1902 alljäh oberen Alaff Der Zweck der Klubs ist ein sehr verschiedener. gibt Klubs für Malerinnen, Dichterinnen und Dramatiferinnen; Klubs für die Sammlerinnen alten Porzellans und für die Erhaltung historischer Bäume und Gebäude, Klubs für den Unterricht der Frauen in Künsten und Handwerken, darunter Holzschnißerei und Buchbinderei, einen Klub zur Wiedereinführung des alten Spinnrades u. s. w. Es fehlt aber auch nicht an Klubs mit ausgesprochen erflusivem Charakter. So gibt es in Kalifornien z. B. den sog.„ Pionier- Klub", der nur Damen aufnimmt, die ihre Abstammung auf die ersten Ansiedlerfamilien in Amerika zurückzuführen in der Lage sind. Jeder Klub hat monatlich eine bestimmte Zahl Sizungen; aber die Zusammenkünfte, die der Förderung der Ziele des Klubs oder geschäftlicher Tätigkeit dienen, sind schwach besucht, während die geselligen Veranstaltungen mit musikalischen Vorträgen und Vorlesungen sich gewöhnlich eines großen Zuspruchs erfreuen. Die Gebäude der reichen Klubs sind luxuriös und verschwenderisch eingerichtet und haben merkwürdigerweise männliche Diener in Livreen. In den Oststaaten gibt es einige Klubs, deren Mitglieder Poker spielen, rauchen und alle die Untugenden nachahmen, die man sonst für ausschließlich männliche Eigentümlichkeiten hält, selbst Opiumrauchen soll vorkommen. Im Westen ist diese unerfreuliche Erscheinung jedoch unbekannt. Vermischtes. Halbverhungert auf der Landstraße. Auf der Chaussee zwischen Rummelsburg und Kaulsdorf trafen in der Morgenfrühe Landleute eine aus fünf Personen bestehende Familie, die völlig erschöpft und dem Hungertode nahe war. Das jüngste Kind, das vor wenigen Tagen unter freiem Himmel zur Welt gekommen war, starb bald darauf. Man schaffte die Leute nach dem Krankenhause Rummelsburg, wo sie gestärkt wurden. + Reformen in den Postschalter- Räumen. Besseres Papier für Telegrammformulare wird vom nächsten Monat ab durch die Reichspostverwaltung ausgelegt werden, und zwar gelbes, glattes Papier. Das alte Papier war zu rauh und zu löschpapierartig, so daß die Schriftzüge beim Schreiben oft zusammenliefen und dadurch Telegrammverstümmelungen vorkamen. Außerdem sind die Postanstalten angewiesen worden, mehr Sorgfalt als bisher auf die Schreibpulte und die Schreibgelegenheiten zu geben. Das Löschpapier der Schreibpulte soll ergänzt werden, sobald es unbrauchbar geworden ist; ebenso sollen stets frische Tinte und gute Federn vorhanden sein. = Die Reisekosten des Generals Stöffel. Für die Reise des Generals Stössel von Port Arthur nach Odessa hat die Russische Gesellschaft für Dampfschiffahrt und Handel die hübsche Summe von 15 000 Rubel vereinnahmt. Sie erscheint im richtigen Licht, wenn man bedenkt, daß für einen gewöhnlichen Passagier erster Klasse für die genannte Strecke der Fahrpreis 150 Rubel beträgt. Uebrigens hatte die Gesellschaft für Stössels Transport anfänglich sogar 35 000 Rubel gefordert. Wenn dieser Maßstab bei der Heimkehr der übrigen in Japan gefangenen Generale und Stabsoffiziere allgemein zur Anwendung kommen sollte, wird die russische Regierung recht tief in die Tasche greifen müssen. Diebische Schauspielerinnen. Als kürzlich in einent Pariser Vorstadt- Theater die Vorstellung beginnen sollte, fehlten die Naive und die Heldenmutter. Auf Nachfrage erfuhr der Direktor, daß beide in einem Warenhause fest gehalten und dort der Polizei überliefert werden sollten. weil man die Damen beim Diebstahl echter Spizen abgefaßt habe. Schließlich erreichte der in größter Verlegenheit befindliche Bühnenleiter, daß seine für die Vorstellung unentbehrlichen Mitglieder ihm für den Abend überlassen wurden, so daß die Vorstellung von statten gehen konnte. Selbstverständlich waren die beiden Künstlerinnen ihren Angaben nach nur ein Opfer der„ Kleptomanie" geworden. Häuser für Unbemittelte. Der amerikanische Millionär Henry Phipps hat vier Millionen Mark mit der Bestimmung hinterlassen, daß dafür Musterhäuser für arme Leute zunächst in Newyork errichtet werden. Die Gebäude wei den sechsstöckig sein und im Innern einen großen Hof mit zwei Springbrunnen haben. Im Erdgeschoß wird ein Garten für 200 Kinder eingerichtet, und im ersten Stod merden Mäume für die Kinderwagen jeder Familie vorge. sehen. Dachgärten, hygienische Waschanstalten. Defen zur ift feine verg warten die Sommer sch und Flur u auch die Kin um in einer zu empfangen in der geshm halle ber St teiligung der fowie der Rin durch eine schl ergreifende Fet Schaf trugen Lieder bor. eine sehr ber folgenden Le das Jahr ift zum Sch grunde des Forderungen Kind, Gesund Aind, Turner auch die Blu ala freiwillig unfer ganzes unferem legten Shugverein, fo Berfändnis de worden. Den ift es gelungen in den Arbeit fländnis des falten, ift die Auch in Gieße Entgegenfomm geworden, al oberen Riaff Bunje, deibliche Er einige in d nie verfehl föftlichen S Lieder gef Einfäße d Höreromad furze, eind er betonte, werden mü zu heben. Belastende Dann Rinder entf nahmen die die Wände l und Blumenf Bilanzengrupp Breifen geord riefiges Bost Ungemein rühr Mühe und ohn bon ihnen gem und Blumen do Präfenten, unte bidte lag, jer , die sich auf ie Hand ge luftige Ber rden hoffent Gine GiniCantreid und ben. September. Klubs für Nordamerika. Bund der reine. Dieje ngt mit der ammen. 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Zwischen dem Colorado- Flusse in Nordamerika und dem kalifornischen Rüstengebiete liegt eine weite Wüste und in deren Mitte eine tiefe Bodensenkung, der Salton Sint. Im Süden davon hat man das Land durch einen Kanal aus dem Colorado fruchtbar gemacht. Neuerdings begann das Wasser zu steigen und suchte sich ein neues Bett, und jetzt ergießt sich der Fluß statt in den Golf von Kalifornien in den Salton Sink. Wo früher die Wüste war, befindet sich jetzt ein weites Binnen- Meer. Dieses hat die Geleise der Süd- PacificBahn überflutet, die eine neue Route um den Rand des Sees hat legen müssen. Alle Bemühungen, den Colorado In den alten Kanal zurückzudrängen, haben sich als erfolglos erwiesen, und es scheint, als ob das ganze Land überflutet werden wird. In diesem Falle würde Kalifornien 400 Quadratmeilen weniger Wüste und ein neues großes Binnenmeer besitzen. Aussperrungen in Solingen. Eine größere ArbeiterEntlassung steht in Aussicht. Die Mitglieder des Vereins zur Wahrung der wirtschaftlichen Interessen der Solinger Industrie beschlossen, ihren Arbeitern zu kündigen, soweit sie dem Metallarbeiterverband angehören. Im ganzen han delt es sich um 27 Firmen in Solingen und Umgegend Cokales. 25. September 1905. GH. Die Blumenpflege in der Schule. Unsere bon echt germanischer Schöpfertraft getragene Kultur hat uns auch die Blumenpflege in der Schule gebracht. Aus dem aufangs schüchtern sein Köpfchen erhebenden Pflänzchen ist im Verlauf ein ger Jahre mit überraschender Lebenskraft ein Baum geworden, der von Jahr zu Jahr über immer weitere Kreise seine Krone ausbreitet und neue Trieblinge sept. Von Jahr zu Jahr nimmt die Zahl der Schulen zu, die an ihre Kinder Pflanzen zur Pflege verteilen. Auch in Gießen ist es mit Hülfe eines Naturfreundes gelungen, seit 1902 alljährlich gegen 500 Blumenstöcke an die Kinder der oberen Klassen der Stadtschule zu verteilen. Und die Arbeit ift feine vergebliche! Denn mit welch' rührenden Sorgfalt - warten die Kinder der Blumen! Und wenn dann der Sommer scheidet, wenn's draußen buntfarbig wird in Wald und Flur und die Hand die Frucht bricht, dann bringen auch die Kinder herbei, was ihre Liebe das Jahr über gepflegt, um in einer Ausstellung neue Unregungen und Ermunterungen zu empfangen. Die heurige Blumen- Ausstellung wurde gestern in der geschmackvoll mit lebendem Grün dekorierten Turnhalle der Stadtmädchenschule abgehalten. Unter reger Beteiligung der in Begleitung ihrer Eltern erschienenen Rinder, sowie der Kinder- und Blumenfreunde wurde die Ausstellung durch eine schlichte, aber gerade durch ihre Schlichtheit tief ergreifende Feter eröffnet. Unter Leitung des Hauptlehrers Schaf trugen einige Mädchen in ansprechender Weise mehrere Lieder vor. Nach dem Gesange hielt Hauptlehrer Schaf eine sehr bemerkenswerte Ansprache, deren roter Faden in folgenden Leitfäßen geführt sei: Man hat unser Jahrhundert das Jahrhundert des Kindes genannt. Das Kind ist zum Schlagwort geworden, das Kind steht im VorderDie Forderungen gipfeln in den grunde des Jnteresses. Forderungen für das Kind: Handfertigkeits- Unterricht für das Kind, Gesundheitspflege für das Kind, Spielpläße für das Kind, Turnen für das Kind alles für das Kind! So auch die Blumenpflege für das Kind. Blumen blühen uns als freiwillige Freuden überall entgegen, Blumen fränzen unser ganzes Leben und Blumen begleiten uns auch auf unserem legten Wege. Wie zum Schuße der Tiere der Tierschutzverein, so ist vor wenigen Jahren zum Schuße und zum Verständnis der Pflanzen der Pflanzenschutzverein gegründet worden. Den raftlosen Bemühungen der Gartenbauvereine ist es gelungen, daß der Blumenstock zahlreicher als bisher in den Arbeiterwohnungen anzutreffen ist. Um das Verständnis des Kindes für die Pflanze zu wecken und zu entfalten, ist die Blumenpflege in der Schule eingeführt worden. Auch in Gießen ist es seit dem Frühjahre 1902 durch das Entgegenkommen eines Natur- und Menschenfreundes möglich geworden, alljährlich 500 Blumenstöcke an die Kinder der oberen Klassen zu verteilen. Der Redner schloß mit dem Wunsche, daß die Blumenpflege auch in Zukunft eine gedeihliche Entwickelung nehmen möge. Rinder trugen jeßt einige in den Rahmen der Feier passende Gedichte mit jenem föftlichen Reize findlich- naiver Färbung vor, der seine Wirkung nie verfehlt. Und nachdem die Kinder dann abermals einige Lieder gesungen, aus denen namentlich die Soli und die Einfäße des Chors einen tief feierlichen Eindruck auf die Hörer machten, richtete auch der Rektor Hahn noch einige furze, eindringliche Worte an die Versammelten, in denen er betonte, daß die Blumenpflege immer weiter ausgedehnt werden müsse, um die Aesthethit und die Liebe zur Natur zu heben. Man solle mehr und mehr das das Gedächtnis Belastende fallen lassen und dafür auf Gemütsbildung sehen. Dann Die die Eröffnungsfeier vorüber. Kinder entfernten sich langsam und die Erwachsenen nahmen die Ausstellung näher in Augenschein. Rings um die Wände lief eine mächtige Guirlande von lebendem Grün und Blumenstöcken, unterbrochen von hübsch angeordneten Pflanzengruppen, die die prämiierten Blumenstöcke, nach Breifen geordnet, aufnahmen und in der Mitte stand ein riesiges Hosfet, umgeben von den bestgepflegten Stöcken. Ungemein rührend war es anzusehen, wie die Kinder ohne Mühe und ohne auf die signierenden Ziffern zu sehen, die von ihnen gewarteten Stöcke herausfanden. Blumen hier und Blumen dort und Blumen auf dem Tische zwischen den Präsenten, unter denen auch ein Band Schillerscher Gedichte lag, jenes Dichters der den Selbstzwed ebenso - war - wie die Blume zu erreichen trachtete. Was der Ausstellung 1 der zwar nicht allzureichen Obsternte, aber ganz vorzüglichen aber den Schmelz verlieh, war, daß man nirgends unmögliches verlangt hatte. *** Der Landtag tritt in nächster Zeit zum letzten Male vor seiner Neuwahl zusammen und wird sich vor nehmlich mit der Wahlreform sowie mit dem GemeindeEinkommensteuergesetz und mit dem Gesetz betr. die Wertzuwachssteuer zu beschäftigen haben. Sehr erregte Erörtungen werden zweifellos die beiden ersteren Beratungsgegenstände zeitigen, insbesondere das Gemeindesteuergeseß, das von der 8weiten Kammer, schon in der legten Landtagssession angenommen wurde, während die Genehmigung seitens der Ersten Kammer noch aussteht. Ob auch diese dem Entwurf, der bekanntlich die Besteuerung des BetriebsKapitals an Stelle des Ertrages sowie das Verbot des Schuldenabzuges vorsieht, zustimmen wird, erscheint noch sehr fraglich. Da wenig Aussicht vorhanden ist, daß die Wahlreform rechtzeitig unter Dach und Fach gebracht wird, so werden die Neuwahlen zur Zweiten Kammer aller Voraussicht nach leider wieder nach dem alten System vorgenommen werden müssen. - Der Erbgraf von Erbach Erbach erschien persönlich ouf der Redaktion der„ Kl. Presse" und legte dar, daß seine Beziehungen zu seiner jebigen Gattin stets die lautersten waren, und daß er sich in Ehren mit ihr in London trauen ließ. Nach Deutschland sei er zurückgekehrt nicht aus Mangel an Mitteln, sondern weil der Zweck seiner Reise erfüllt war. Er habe nicht in Darmstadt Wohnung genommen, habe auch nicht die Absicht dazu. Von einem Standal" fönne nicht die Rede sein. Die Vermählungsurkunde ist vom denischen Konsulat beglaubigt und zwar ist die Trauung rechtshändig und nicht linkshändig geschehen. Zum Fall Chelins ist mitzuteilen, daß Chelius feit einigen Wochen zur Beobachtung seines Geisteszustandes im Philippshospital in Hofheim untergebracht ist. Er befaßt sich dort mit wissenschaftlichen Arbeiten und schreibt fachtechnische Artikel. * - * Die Rekruten haben in nächster Zeit zu ihren Regimentern einzurücken. Es dürfte ein Hinweis auf vor dem Eintritt zweckdienliche Maßregeln manchem erwünscht sein. Die Rekruten, welche der Invaliditäts- und Altersversicherungspflicht unterliegen, haben ihre Quittungsfarte versicherungspflicht unterliegen, haben ihre Quittungsfarte der zuständigen Ortsbehörde zur Aufrechnung vorzulegen, weil die Karte ungiltig wird, wenn sie nicht innerhalb zweier Jahre nach dem Ausstellungsdatum umgetauscht oder verlängert wird. Eine Unterlassung fann später Schwierig. teiten und bei eventl. Anspruch einer Rente große Nachteile zur Folge haben. Die Rekruten sind verpflichtet, vor ihrer Einstellung ein etwa gegen sie schwebendes GerichtsSie werden verfahren der Militärbehörde anzuzeigen. eventuell nicht eher eingestellt, als bis die Strafsache - einschließlich Strafvollstreckung gegen sie erledigt ist. Unter lassen sie die Anzeige, so werden sie bei einer Verurteilung behuss Verbüßung der Strafe wieder entlassen, ungeachtet beffen, wie lange fie bereits dienten. Im nächsten Jahre werden sie denn erneut ausgehoben, ohne daß die vorher werden sie denn erneut ausgehoben, ohne daß die vorhergegangene Dienstzeit angerechnet wird. ** * - Im Jahre 1906 finden in Gießen Märkte an folgenden Tagen statt: Viehmärkte 9., 10., - Vieh- und 23., 24. Januar, 6. 7. 20. 21. Juli. Krämermärkte: 13., 14., 27. 28. März( am 28. auch Pferdemarkt), 24., 25. April, 8., 9., 22, 23. Mai, 19., 20. Juni, 3., 4., 17., 18., 31. Juli, 1., 14. 15., 28., 29. Auguft, 10., 11. September( am 11. auch Pferdemarkt); 25, 26. September, 9., 10., 23, 24. Oftober, 13., 14, 27., 28. November, 11., 12. Dezember. - - * Kartoffelzucht aus Samen. Ein Landwirt in Seligenstadt hat den Versuch gemacht, mittelst des aus den Beeren der" Erfurter Frühen" im Vorjahre gewonnenen Samens Kartoffeln zu züchten. also nicht der Knollen Der Versuch ist vollständig gelungen. Auf dem als Verfuchsfeld dienenden Grabgarten fanden sich bei der jüngsten Aberntung an jeder Kartoffelftaube 20 bis 30 Kartoffelknollen von Erbsenstärke bis zur normalen Kartoffelgröße bon 50 bis 60 Gramm Gewicht. Die fleineren Früchte dienen im kommen Jahre als Saatgut, während man die größeren Knollen direkt im Haushalte verwenden kann. Der Bersuch sollte zur Regeneration der Kartoffeln möglichst zahlreiche Nachahmung finden. * Hausen, 23. September. Ehrlichkeit und Noblesse. Ein hiesiger Junge fand vor furzem eine Brieftasche mit Notizbuch; die Brieftasche enthielt 23 Mart in bar und verschiedene Briefmarken. Aus dem Notizbuch ging hervor, daß der Eigentümer in Rhens am Rhein wohnte. Auf eine diesbezügliche Meldung des Bürgermeisteramtes Mayen Land bat derselbe laut der„ Mayener Volkszeitung" um Zusendung des Buches und wies gleichzeitig das Bürgermeisteramt an, dem ehrlichen Finder die 23 Mark auszuhändigen. Das Bürgermeisteramt legte 20 Mark für den Jungen zinstragend an und gab ihm den Rest von 3 Mark in bar. -sch. Rodheim a. d. Bieber, 23 September. Der fommunalständische Verband für den diesseitigen Regierungsbezirk hat oberhalb Rodheim an der Straße nach Fellingshausen ein größeres Gelände fäuflich erworben, um darauf ein Wohngebäude für den hier stationierten Kreisstraßenmeister nebst Geräteschuppen zu bauen. Gleichzeitig ist dabei die Anlage einer größeren Obstbaumschule vorgesehen, Gemüseernte steht zu erwarten, daß dennoch alle vorgesehenen praktischen Anleitungen gegeben werden fönnen und auch die Tilnahme ebenso zahlreich wird wie in den vorjährigen Kursen oben erwähnten Gemeinden. * Dillenburg, 21. September. An Stelle des zurückgetretenen feitherigen Beigeordneten des Magiftrats Herrn W. Benner jun. wurde Buchdruckereibesizer Ernst Weidenbach auf die Dauer von 6 Jahren gewählt. § Büdingen, 23. September. Zur Landtagswahl. Seitens der nationalliberalen Partei ist für den 13 Oberhess. Wahlbezirk( Büdingen- Altenstadt) Gerichte vollzieher Jatob eußenröder in Büdingen als Randitat aufgestellt worden. + Froulfurt, 23. Sptember. Der gefesselte Bräutigam. Ein eigenartiges Bild bot am Samstag das Franksunter Standesamt. Dort wurde der Bräutigam in Begleitung eines Schußmanns seiner Braut gefesselt zugeführt. Nachdem der Standesbeamte die Formalitäten erledigt, trennten sich Braut und Bräutigam wieder. X Hersfeld, 23. September. Dr. Duden, der durch seine Werke über die deutsche Rechtschreibung weithin befannt gewordene Direktor des Hersfelder Gymnasiums ist von seinem Amte zurückgetreten. Bei seinem Scheiden wurde ihm von seinen hemaligen Schülern eine Geldsumme als DudenStiftung übergeben, aus deren Zinsen nach der Bestimmung Dudes& würdige und bedürftige Schüler unterstützt werden sollen. ** * Nieder- Ingelheim. Die hiesige Weinfirma P. Chr. Saalwächter, welche selbst ausgedehnte Weinberge befigt, erhielt für ihre auf der Landwirtschaftlichen Ausstellung zu Mainz in drei Klassen ausgestellten Rotweine 2 große und 1 kleine silberne Meraille. Literarisches. „ Wissen ist Macht!" Wer den praktischen Wert dieses wahren Wortes erproben will, dem raten wir, auf das vielseitigste Moden- und Familienblatt der Welt:„ Mode und Haus", Verlag von John Henry Schwerin, Berlin W. 35 zu abonnieren. 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Knechte, 1 Fuhrknecht, 7 Schlosser, 4 Spengler, 2 Schmiede, 1 Maschinist, 1 Sattler und Tapezier( für dauernde Arbeit), 11 Schreiner, Schneider, 1 Friseur, 2 Schuhmacher, Installateure, 20 Erdarbeiter, 1 Weißbinder, 2 Bimmerleute, 4 jüngere Arbeiter und 4 jüngere Arbeiterinnen für leichte Beschäftigung, 7 jüngere Hausburschen, Lauffrauen, Laufmädchen, Dienstmädchen, Hausmädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Schmied( gegen Vergütung), 3 Schreiner( auch gegen Vergütung), 1 Schuh| macher, 1 Friseur, 2 für Installation und Schlosserei, 1 Schreiber, 1 Kellner. Es suchen Arbeit: 1 Maschinist, 1 Strickerin, 1 Bäcker, 1 Weißbinder, Maurer oder Taglöhner, 1 Kutscher, 1 Taglöhner für leichtere Arbeit, 1 Verkäufer.n, Lauffrauen und Laufmädchen, 1 Kindermädchen, Auslaufer, Haus- oder Bureaudiener, Bureauaehilfen und Kaſſiere. = Im Erscheinen befindet sich:= Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. aus welcher der spätere Bedarf an Obstbäumen für die Meyers " Kreisstraße gedeckt werden soll. Das Baugelände ist von dem Schmitter Gut" erworben und wird der Quadratmeter mit dem hier üblichen Preise für Bauzwicke mit 2 Mark bezahlt. -sch. Waldgirmes, 23. September. Obstverwertungsfurfus. Aehnlich wie in früheren Jahren in den benachbarten Gemeinden Naunheim und Rodheim so wird auch hier in diesen Tagen ein Kursus für Verwertung von Obst Derselbe beginnt nächsten und Gemüse abgehalten. Donnerstag und wird von dem bewährten Obst- und Weinbau- Wanderlehrer Schilling aus Geisenheim geleitet. Bei 11,000 Abbildungen, 1400 Tafeln und Karten. 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Um eine durchgreifende Wirkung zu erzielen, ist es erforderlich, daß alle Besitzer der im Stadtgebiet liegenden Hausgrundftücke für gleichzeitige Vertilgung der Ratten in ihren Kanälen, Sinkkasten und Höfen 2c. sorgen. Die Besitzer bon Haustieren, Geflügel 2c. werden hiervon unter der Aufforderung in Kenntnis gesetzt, solche Tiere von den gefährdeten Stellen fern zu halten, da seitens der Stadt etwaige Schadenersatzansprüche abgelehnt werden. Steßen, am 21. August 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. In der Zeit vom 16. bis 23. September wurden in hiefiger Stadt gefunden: 1 Sad Rübsamen, 1 Spazierſtock, 2 Arbeitsbeutel, 1 Zigarren- Etui mit Eine Dame sagt es der anderen: Favorit der beste Schnitt. Mit einer bisher nicht gekannten Leichtigkeit und Sicherheit kann jede Dame, jede Schneiderin mit Hilfe der Favoritschnitte Kleidung von vorzüglichem Sitz und höchster Eleganz herstellen. Ein Versuch führt zu dauerndem Gebrauch. 1000e glänz. 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