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Fernsprechanschluk Nr. 362. Dienstag, den 25. Juli 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pfg., tn's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mt. 1.50. Grattobellagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Kaifer Wilhelm und Zar Nikolaus. Eine neue Zweifaiser- Zusammenkunft. - Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus II. haben am Montag einander in den finnischen Schären begrüßt. Zar Nikolaus reiste am Sonntag von seinem Sommerſitz Peterhof nach Finnland ab, stieg am folgenden Tag zu Schiff und traf an verabredeter Stelle mit der Kaiserjacht Hohenzollern zusammen. Von Schiff zu Schiff wurde Besuch ab: gestattet. Die beiden Monarchen verweilten in langem vertrautem Gespräch beieinander, das keine Zeugen hatte. Was sie gesprochen, weiß niemand außer ihnen selbst, keiner, der es der Leffentlichkeit mitteilen würde. Selbstverständlich wird gerade die Unkontrollierbarkeit ein Sporn für die Märchenerzähler sein, in ihren Erfindungen sich keine Rücksichten und keine Schranken aufzuerlegen. Sie sind sicher, daß sie in diesem Falle nicht Lügen gestrafi werden können, außer durch die Tatsachen die aber einen sehr langsamen Gang haben. Sind doch die Märchenerzählungen der Monarchenbegegnung sogar vorausgegangen! Von London und namentlich von Paris aus wußte man ganz genau zu berichten, was Kaiser Wilhelm beabsichtige, was er dem Zaren Nikolaus in verschwiegener Heimlichkeit sagen und raten werde: Kaiser Wilhelm werde dem Zaren empfehlen, mit den Japanern nicht Frieden zu schließen und den Russen keine Verfassung zu geben. Er werde auch ein Bündnis Deutschlands mit Rußland vorschlagen, das Frankreich und Japan einbegreifen, gegen England und Amerika die Spitze richten solle. Das sei eigentlich der Zweck der ganzen Begegnung, die Kaiser Wilhelm gewollt und beinahe erzwungen habe; denn seit der Zusammenkunfi von Riga seien die persönlichen Beziehungen der beiden Monerchen zu einander die herzlichsten und vertrauensbollsten. Von allen diesen Kombinationen ist nur die Schlußbemerkung zutreffend. Kaiser Wilhelm genießt wirklich seit den Tagen von Riga die vertrauensvolle, herzliche Zuneigung des Zaren. Das übrige ist willkürliche und meisi tendenziöse Zusammenstellung haltloser Vermutungen. Kaiser Wilhelm hat während seiner Nordlandsreise den König von Dänemark, dann den König von Schweden besucht, es lag nicht die leiseste Veranlassung und kaum die Möglichkeit vor, einem Zusammentreffen mit dem befreundeten Zaren auszuweichen, sobald dieser den Wunsch äußerte, den in der Nähe weilenden Kaiser auf See zu sehen. Zar Nikolaus hat diesen Wunsch geäußert, und dem ist selbstverständlich Folge gegeben worden. Ein von langer Hand vorbereiteter Plan lag nicht vor. Das zeigt sich schon darin, daß von feiner Seite für diplomatisches Geleite Vorsorge getroffen war. Deswegen ist die Begegnung doch nicht ohne hohe Bedeutung. Sie ist es schon dadurch, daß sie die Irrigkeit der Annahme beweist, der Zar sei ein Gefangener im Peterhof, getraue sich nicht, sein Land zu verlassen, dürfe nicht daran denken, um eines Höflichkeitsaktes willen sich auf ein Schiff zu begeben. Auch kann es nicht wohl in Zweifel gezogen werden, daß Zar Nikolaus die Gelegenheit benutzt haben wird, von Mund zu Mund sich die Ratschläge wiederholen und eingehend begründen zu lassen, die er sich früher schriftlich erbeten und erhalten hatte. Ebenso darf als unfraglich angesehen werden, daß Kaiser Wilhelm, im Gegensatz zu den oben erwähnten tendenziösen Unterstellungen, feineswegs von einem Friedensschluß mit Japan abgeraten hat. Ist doch der Entschluß des Zaren, überhaupt auf Friedensunterhandlungen einzugehen, wesentlich auf das briefliche 8ureden Kaiser Wilhelm's zurückzuführen! Dem gemäß wird Kaiser Wilhelm ganz gewiß auch jetzt dem Baren empfohlen haben, in einen ehrenvollen Frieden zu willigen. Ebenso ist es völlig haltlose Erfindung, wenn behauptet oder auch nur als Vermutung ausgesprochen wird, Kaiser Wilhelm billige und teile die Anschauungen der russischen Reaktion. Hat Har Nikolaus den Kaiser Wilhelm wegen der inneren russischen Wirren befragt, was überaus pahrscheinlich ist, so darf als bestimmt angenommen werden, daß es an eindringlicher Empfehlung an den Zaren, Frieden mit seinem Volk zu suchen, nicht gefehlt hat. Von Bündnisvorschlägen für die Gegenwart oder Zufunft ist sicher nicht die Rede gewesen. Dazu sind die Verhältnisse nicht angetan. Ein solches Gespräch wäre bei dem bereits erwähnten Mangel an diplomatischer Begleitung auf russischer Seite auch notwendig ohne unmittelbares Ergebnis geblieben. Syftemwechfef in England? ( Eig. Bericht.) London, 24. Juli. Das Ministerium Balfour hat im englischen Unterhaus eine Niederlage erlitten. Bei einer an sich sehr gleichgültigen Abstimmung über einen Budgetposten ist es in der Minderheit geblieben. Die Opposition hatte beantragt, von einer Ausgabe, die die Verwaltung Irlands betraf, einen geringfügigen Betrag abzusetzen, und der Antrag wurde angenommen, weil ein Teil der Regierungsanhangerswat bereits in die Ferien gegangen war. Das ist freilich nur ein Zufall, und ein starkes Ministerium würde keine Schwierigkeit haben, ihn mit seinen Folgen aus der Welt zu schaffen, indem es seine Getreuen heranholte und den oppositionellen Beschluß widerrufen ließ. Das Ministerium Balfour ist aber nicht start; es traut seinen eigenen Anhängern nicht mehr recht, hat sie jedenfalls nicht fest in der Hand und hält seine Tage unter allen Umständen für gezählt. Gleichwohl wird Herr Balfour nicht zurücktreten, denn dazu gehört ein Kampfesfroher Entschluß, und für diesen fehlen ihm die Voraussetzungen. Er wird sich bemühen, eine hinreichende Anzahl Mitglieder der Regierungspartei nach London zurückzuholen, damit der erwähnte Beschluß wiederrufen werden und er zunächst bis zum Herbst fortwursteln" kann, wie der weiland österreichische Ministerpräsident zu sagen pflegte. Nicht von seinen Handlungen, sondern von unvorhersehlichen Zwischenfällen allein erwartet Herr Balfour Hilfe. Die Opposition drängt ihn nicht. Sie weiß, daß aller Wahrscheinlichkeit nach der Vorteil des Zumartens für sie größer sein wird. Ist es doch bisher nur äußerst selten voraekommen, daß eine Volksstimmung, die einmal im Umschlagen begriffen war, ihre Richtung wieder änderte, ehe sie einen Wandel in der Regierung zuwege. gebracht hatte. Ehe noch dem gegenwärtigen Kabinett das Mißgeschick der eingangs erwähnten Abstimmungsniederlage begegnet mar, hatte Herr Balfour ein Zeichen hoffnungsloser Schwäche gegeben, indem er den Verzicht auf seine Wah I- rechtsreform erklärte. Diese Reform wollte die schreiendsten der noch vorhandenen Wahlrechtsungleichheiten beseitigen. So mancher kleine Wahlkreis verfügt über zwei Mandate, während größere nur einen Vertreter ins Unterhaus zu entsenden haben. In alter Zeit galt es für einen Grundsatz der Tories, an dem Wahlrecht nicht rütteln zu laffen. Nolumus leges Angliae mutari" wir wollen Englands Geseze nicht geändert wissen das war ihr Programm. Erst die Staatsflugheit Lord Beaconsfields, der damals noch Benjamin Disraeli hieß, brachte neuen Geist in die Partei. Dieser Neuschöpfer des englischen Konserpotismus hatte den Mut, nach einem Wahlsieg eine Wahlreform vorzuschlagen, die weit liberaler war als die, wegen deren die Liberalen eben von der Regierung hatten zurücktreten müssen. Herr Balfour wollte das große Beispiel nachahmen; doch im letzten Augenblick verließ ihn das Selbstvertrauen, verzichtete er auf den Ruhm eines Reformators. Man braucht nicht gerade Sehergabe zu besitzer:. um vorauszusagen, daß seine Parteigegner, die seine Nad;- folge in der Regierung übernehmen, mit einem durchgrei fenderen Wahlreformvorschlag ihn überbieten werden. Urd diesmal wird der Plan auch durchgeführt werden. Auf eine baldige Erledigung der englischen RegierungsTrisis ist nicht zu rechnen. Man darf sich vielleicht darauf einrichten, daß sie im kommenden Spätherbst zum Austrag gebracht wird. Nach der gegenwärtigen Stimmung der Be bölkerung Englands wird ein Systemwechsel eintreten. Das merkwürdigste aber ist, daß in diesem Fall der Systemrease! ein Berharren in der alten Wirtschaftspolitik Englands be deutet. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Bei der am 1. Dezember d. I. stattfindenden allgemeinen Volkszählung sollen beantwortet werden Fragen nach Br und Zuname, Verwandtschaft oder sonstige Stellung zum Haushaltungsvorstand, Familienstand, Geschlecht, Geburtstag und Jahr, Hauptberuf und Stellung im Hauptberuf, Religionsbekenntnis, Staatsangehörigkeit, ob im aktiven Dienst des Deutschen Reichs oder der deutschen Marine stehend, und schließlich für reichsangehörige, landsturmpflichtige Männer im Alter von 39 bis zum vollendeten 45. Lebensjahr die Frage, ob militärisch ausgebildet. Außer diesen Fragen steht den einzelnen Regierungen das Recht zu, Zusatzfragen zu stellen. Das statistische preußische Landesamt stellt drei Ergänzungsfragen und zwar nach der Geburtsgemeinde, dem Vorhandensein von Gebrechen und nach der Muttersprache. * Neuerdings wird als Ort für die Marokkokonferenz San Sebastian in Spanien genannt. Von dort wird gemeldet, daß der spanische Minister des Aeußern Garcia bis Ende des Monats in San Sebastian bleiben werde, um mit den Vertretern der Mächte über die Marokkofrage zu konferieren. Die seit langem in der Schwebe befindliche Strafprozeßreform für das Deutsche Reich wird den Reichstag in der nächsten Session wahrscheinlich noch nicht beschäftigen, sondern erst im Winter des nächsten Jahres auf die Tagesordnung gestellt werden. * Aus Deutsch- Südwestafrika ist ein neuer Krankentransport in Hamburg eingetroffen. Der Dampfer„ Hans Woermann" überbrachte 8 Offiziere und 109 Mann an Kranken und Verwundeten. Die Kranken, deren Zustand es erforderlich macht, kommen in das Garnisonlazarett in Altona, die übrigen werden in das Berliner Garnisonlazarett gebracht. Die Genesenen erhalten einen 14tägigen Heimatsurlaub. * Nachrichten von einem bedauerlichen Erzeß der Eingeborenen auf den deutschen Südseekolonien hat der Dampfer Willeshed" nach Sidney gebracht. Nördlich von der Junospize in Deutsch- Neuguinea überfielen Papuas die zur Beschützung der Eingeborenen vor einem Inlandstamm unter Stuckhardts Führung abgeschickte Expedition. Der Kapitän Möller und drei Begleiter erhielten Speerwunden. Die Papuas wurden jedoch verjagt und fünf von ihnen getötet. Mehrere kaufmännische Berufsvertretungen in Württemberg übermittelten dem Eisenbahnminister eine Reihe von Wünschen zur Eisenbahntarisreform. Der Minister antwortete, daß zwar von jeder Seite Opfer gebracht werden müßten, wenn auf den deutschen Bahnen etwas Einheitliches erreicht werden solle; er sei aber gern bereit, für die in Wegfall kommenden Landeskarten die Schaffung eines Ersatzes, der der Vereinheitlichung nicht im Wege stände, zu unterstützen. Die Einführung der 4. Klasse lasse sich kaum umgehen, dagegen solle der Schnellzugszuschlag nur auf ganz bestimmte Schnellzüge Anwendung finden und nicht zu sehr ausgedehnt werden. Im übrigen sei der bis jetzt bekannt gegebene Reformplan nur ein Entwurf, der erst noch gründlich zu beraten sei. ** frankreich. * Wie jetzt durch gemeinsamen Beschluß der zuständigen Minister bestimmt ist, tritt ein französisches Geschwader die Besuchsreise nach den Vereinigten Staaten Ende Oktober an. Belgien. ** Zur Teilnahme an der Unabhängigkeitsfeier ist das deutsche Linienschiff Kaiser Kar! der Große" Sonntag abend in Antwerpen eingetroffen. Während die Musik auf dem Schiff die Brabanconne spielte, lief der Banzer in den Hafen, mit der deutschen Nationalhymne und begeisterten Zurufen empfangen. Türkei. ** Nach amtlichen Feststellungen beträgt die Zahl der bei dem Bombenattentat Getöteten 24, die der Verwundeten 78. Ueber die Täter liegen noch) feine bestimmten Anhaltspunkte vor. Man nimmt an, daß sie bei der Explosion selbst getötet worden sind. Am Sonntag wurden die Toten und die verstümmelten und unfenntlichen Zeichenreste béerdigt. Ein Schwerverletter hat ausgesagt, daß kurz vor der Explosion ein unbekannter Mann einen Korb auf einen Wagen stellte und sich dann entfernte. Einige Minuten später erfolgte die Explosion. Die Nachforschungen werden in der ganzen Stadt und der Umgebung fortgesetzt und mit größtem Eifer gepflogen. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Es wurden Bulgaren, Armenier sowie Angehörige anderer Nationen, ebenso zahlreiche Mohammedaner in Haft genommen. Im Yildiz tagt ununterbrochen, auch während der Nacht, die Untersuchungskommission. Es werden chemische Analysen verschiedener Explosionsreste vorgenommen. Die militärische sowie die polizeiliche Ueberwachung des Yildiz ist bedeutend verstärkt worden. Im Aufstandsgebiet von Yemen haben die Truppen des Sultans einige bemerkenswerte Erfolge errungen. Die Türfen begannen am 17. Juli den Vormarsch auf Sana bon drei Seiten aus. Ahmed Feisi Bascha vertrieb mit drei albanesischen Bataillonen die Insurgenten aus einer starfen Stell bei Menacha und fügte ihnen schwere Verluste zu. - Von der bulgarischen Grenze werden abermals Unruhen gemeldet. Eine starke bulgarische Bande verwüstete die patriarchistischen Dörfer Valtino und Gredeschnika im Vilajet Monastir und erschlug einen großen Teil der Bevölkerung. Russland. ** Ein blutiger Pöbel- Aufruhr in Nishnij- Nowgorod ist das neueste Ereignis. Die Bewegung richtete sich nicht gegen die Regierung, sondern gegen die höheren Klassen der Bevölkerung. Die Menge drang in die Häuser ein, und die Zahl der Opfer ist eine beträchtliche. In der Stadt herrscht völlige Panik. Man hegt den Verdacht, daß der Gouverneur, der zur altrussischen Partei gehört, den Pöbel" gegen die ihm verhaßten Intellektuellen" gehetzt habe.- Auf der Güterstation der Weichselbahn Peltsowis na wurde eine Bombe geschleudert. Im Kaukasus desertierte eine ganze Kompagnie, die nach dem Kriegsschauplatz abgehen sollte, mit allen Offizieren auf türkisches Gebiet. An der russischen Grenze werden jetzt die Gepäckstücke der Reisenden peinlich untersucht, weil in letzter Zeit mehrfach Bomben eingeschmuggelt sind. ** Balkan- Staaten. - In Serbien fanden am Sonntag die Wahlen zur Stupschtina statt. Von 29 Städtemandaten erhielten die selbstärdigen Radikalen acht, die Gemäßigtradikalen vier, die Nationalisten drei, die Sozialisten zwei und die Fortschrittspartei eins. In elf Städten sind nochmalige Wahlen erforderlich. Nach den sonstigen Wahlresultaten erhielten die Sell ständigradikalen 47, die Gemäßigtradifalen 22, die Nationalisten 7, die Sozialisten zwei Mandate. Amerika. ** In dem Negerstaat Haiti befürchtet man ernste innere Verwickelungen. Der Präsident der Republik. Nord, selbit ein Neger, ist lebensgefährlich erkrankt. Sein Ableben wird stündlich erwartet. Sein Tod wird wahrscheinlich einen blutigen Bürgerkrieg herbeiführen. Es sind bereits sieben Kandidaten für die oberste Stellung der Republik vorhanden, die sämtlich ihre Kandidatur mit Waffengewait verteidigen wollen. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser hat an Bord der Jacht„ Hohenzollern" bon Björkö die Weiterreise nach Wisby auf der Insel Gotland fortgesetzt. Der deutsche Kronprinz hat sich mit seiner Gemahlin auf der Jacht Iduna" nach der Insel Bornholm begeben. Auch in die Residenzstadt Koburg hat der Herzog Karl Eduard von Sachsen- Koburg u. Gotha seinen feierlichen Einzug gehalten. Durch die reich geschmückten Straßen, in denen die Volksmenge den Landesherrn jubelnd begrüßte, fuhr der Herzog nach dem Schlosse Ehrenburg. Nachmittags wurde der Herzog auf dem Marktplate vom Oberbürgermeister Hirschfeld im Namen der Stadt Koburg begrüßt. Der Oberbürgermeister gab bekannt, daß die Stadtvertretung beschlossen habe, zum Andenken an den Einzug des Herzogs einen Monumentalbrunnen zu errichten, dessen vom Bildhauer Professor Lepfe gefertigtes Modell vom Herzog enthüllt wurde. Abends fand im Residenzschlosse Galatafel statt. Deer und flotte. Ein neuer Sprengstoff für Kriegszwecke. Vor einiger Zeit haben in München Sprengversuche mit einem neuen Sicherheitssprengstoffe, dem Vigorit, stattgefunden, die des. sen Ueberlegenheit gegenüber den bisher verwendeten Sprengstoffen und besonders gegenüber dem Armeesprengmittel der Pikrinsäure, dargetan haben. Die Militärbehörde in Berlin hat mit den bayerischen Militärbehörden die Vereinberung getroffen, mit den Patentinhabern und Erfindern des Vigorit zusammen größere, streng militärische Uebungen anzustellen, die am 29. Juli in München stattfin den werden. Vigorit entwickelt keine Nachschwaden und dürfte somit auch für den Bergbau in Frage kommen. Soziales Leben. Keine Einigung im rheinisch- westfälischen Baugewerbe. Sonntag abend trat in Dortmund unter dem Vorsitz des Vorsitzenden des gewerblichen Schiedsgerichts die Einigungskommission für die Streitigkeiten im rheinisch- westfälischen Baugewerbe zusammen. Nach 1½stündiger Verhandlung wurde der Einigungsversuch als gescheitert erklärt, da die Arbeitgeber sich weigerten, für Dortmund und Essen einen Höheren Stundenlohn als 52 Pfennig zu zahlen. Die Arbeiter verlangen 55 Pfennig. Streifunruhen in Dresden. Im Ausstand befindliche Klempner kamen mit Arbeitswilligen vor einer Fabrik in Streitigkeiten. Es gab heftige Szenen, wobei auch die Polizei eingriff. Fünf Verhaftungen wurden vorgenommen. während der Nacht und kletterten auf das Fensterbrett. Die Nachbarn hörten das Weinen der Kleinen und suchten sie zu beruhigen. Während man die Eltern holte, stürzten die Kinder auf den gepflasterten Hof, und die Eltern fanden ihre Lieblinge im Todeskampfe. Ein ähnlicher Fall ereignete sich am Sonntag nachmittag in Berlin. Die Eltern waren zu einer Kaffeevisite gegangen und hatten die Wartung ihres sieben Monate alten Kindes einem achtzehnjährigen Mädchen übertragen. Dieses schaukelte das Kind am offenen Fenster, ließ es hinausfallen, und das Kind starb an den erhaltenen Verlegungen. Die Bewegung in der sächsischen Textilindustrie. Die Sächsisch- thüringische Färberkonvention hat die beabsich tigte Einstellung ihrer Betriebe bis zum 31. Juli verschoben, um den Arbeitswilligen in Glauchau und Meerane Gelegen: heit zu geben, die Arbeit wieder aufzunehmen. Bei der Bewegung handelt es sich um folgende Sachlage: Die vereinigten Garnfärbereien des Meeraner und Glauchauer Bezirks haben einen Lohntarif bewilligt, dessen Anerkennung die Arbeiter auch von den Färberei- und Appreturfirmen wünschten, die dem sächsisch- thüringischen Färberring angehören. Es handelt sich bei diesem Tarif um eine Herauf Segung des gegenwärtig etwa 13,50 Mark betragenden Wochenlohnes auf 15 Mark. Diese Forderung wurde von den in jenem Ring vereinigten Fabrikanten abgelehnt worauf es in Meerane bei zwei und in Glauchau bei meh reren Firmen zum Ausstand kam. Darauf wollen die Ar beitgeber mit der Aussperrung antworten, wobei 16 000 Arbeiter in Frage kämen. Natürlich würde die Stilllegung der Appreturanstalten und Färbereien auf andere Textil zweige von übelster Wirkung sein. Auch hier würde woh bielfach gefeiert werden müssen und man fürchtet, daß leich 50 000 Arbeiter durch jene bevorstehende Aussperrung still gelegt werden können. 人 Der Landwirt. † Ein Poker- Kasino in Breslau. Eine sensationell wirkende Enthüllung brachte dieser Tage ein Breslauer Blatt. Danach soll dort ein Klub existieren, in dem von Mitgliedern des schlesischen Hochadels sehr eifrig dem Pokerspiel gehuldigt werde. Es wird sogar ein fester Tarif veröffentlicht, der nach den Klubregeln Geltung hat. Danach ist zu zahlen für eine Bank bis zu 1000 Mark Einlage eine Gebühr an den Klub von 20 Mark, bis 2000 Mark Einlage werden 40 Mark, bis 5000 Mark 60 Marf erhoben. Die Caissiers haben strenge Order, auf Zahlung des Kartengeldes zu halten. Als Unterzeichner dieses Tarifs wird der Name eines Grafen genannt, der hohe Ehrenstellen bekleidet. hb Das Blauwerden der Milch. Die Annahme, daß die bekannte üble Erscheinung des Blauwerdens der Milch aus einer Erkrankung der Kuh oder auf dem Mangel an frischer Luft beruhe, ist falsch. Die Milch wird blau durch das Einwandern eines Bazillus und zwar des Bazillus Cyanogenus. In Kellern oder Aufbewahrungsräumen, in welchen sich der Bazillus eingenistet hat, wird mehr oder weniger jede darin aufbewahrte Milch blau. Selbstverständlich wird ein solches Einnisten durch; Unreinlichkeit und dumpfe, feuchte Luft gefördert. Das einzige Mittel zur Vertreibung ist gründliche Desinfektion des Milchfellers bezw. Aufbewahrungsraumes und aller Milchgefäße. Die Aufbewahrungsräume müssen gründlich ausgeschwefelt, das Holzwerk mit kochender Lauge abgewaschen und dann alles mit kalfmilch geweißt werden. Nab und Fern. † Verstaatlichung des Gestüts Römerhof. Das berühmte rheinische Gestüt Römerhof ist jetzt von seinem bisherigen Besitzer Herrn von Bleichröder an den preußischen Staat verkauft. Nur der Rennstall verbleibt im Besige Bleich. röders, doch wird er diesen eingehen lassen. Das Hauptgestüt Graditz wird einen Teil seiner Aufzucht nach dem klimatisch viel günstiger gelegenen rheinischen Gestüt ver. Iegen. † Eisenbahnunfall im Tunnel. Im großen Tunnel bei Altenbecken in Westfalen entgleiste am Sonntag in der Morgenfrühe ein Personenzug. Dreizehn Reisende erlitten leichte Verletzungen, ebenso drei Bahnbeamte, dagegen wurde ein anderer Bahnbeamter schwer verwundet. Das Unglück wurde dadurch verursacht, daß im östlichen Teile des Tunnels infolge der wiederholten Unwetter und Regengüsse der letzten Zeit ein Einsturz erfolgte und durch Gebirgsmassen die Geleise auf 20 Meter verschüttet wurden. † Großes Brandunglück. In Duchroth- Oberhausen in der Pfalz fam am Sonntag nachmittag Feuer auf, das bei dem herrschenden starken Winde und bei dem Mangel an Wasser eine große Ausdehnung annahm. Neun Wohnhäuser, die Kirche, das Pfarrhaus, die Postagentur, sowie zwölf Scheunen und Ställe fielen den Flammen zum Opfer. † Vom Zuge überfahren. Auf einem Chaussee- llebergang zwischen Liebemühl und Groß- Hanswalde in Westpreußen wurde am Sonntag nachmittag ein Fuhrwerk vom Zuge überfahren, in dem die Familie des Kaufmanns Domnit aus Liebemühl einen Ausflug machte. Ein Herr und zwei Damen wurden getötet, eine Dame ist schwer verletzt. † Aus dem Fenster gestürzt. Während die Eltern ein Vergnügen mitmachten, sind in Friedrichshagen in der Nacht zum Sonntag zwei Kinder aus dem Fenster des dritten Stockwerfs gestürzt und schrecklich verletzt. Die beiden Mädchen im Alter von vier und fünf Jahren erwachten † Im Sturm gestrandet. Vor Hershöft an der pommerschen Küste warf dieser Tage der heftige Nordsturm das englische Segelschiff Richard Poulson" an den Strand. Von der Bemannung fanden zwei Matrosen ihren Tod, einer wird vermißt. † Tot vom Feste zurück. Bei der Rückkehr vom Turnfest verunglückte vorgestern ein Turner aus Gera. Er hatte das Bezirksturnfest in Gößnitz mitgemacht und sich im Uebermut auf das Dach des Eisenbahnzuges gesetzt. Als der Zug eine Unter tunnelung passierte, wurde dem jungen Menschen der Schädel zertrümmert. † Von einem Pferde getötet. In Nürnberg wurde der Nachtwächter einer Transport- Gesellschaft vor kurzem von einem wild gewordenen Pferde getreten und gebissen, so daß der Tod des bedauernswerten Mannes eintrat. Das wütige Tier mußte erschossen werden. † Großer Fabrikbrand. In einer der letzten Nächte brannte die Maschinenfabrik Wannief in Brünn nieder. 600 Arbeiter sind durch das Feuer brotlos geworden. † Ermordet und beraubt. Auf der Chaussee DomsanhöheGroßpeterwik in Schlesien wurde vorgestern der Bierkutscher Josef Kostka ermordet und um 58 Mark beraubt. Der Ermordete hinterläßt eine Frau und sechs Kinder. + Unfall auf einem Torpedoboot. Die deutsche Kaiserjacht„ Meteor", die an den Ostender Segelwettfahrten teilnehmen soll, ist von einem deutschen Torpedoboot dorthin geleitet. Auf diesem ereignete sich soeben ein Unfall. Während die Offiziere den Besuchern die Handhabung der Geschütze erklärten, entlud sich eines unversehens, und das Geschoß riß einem deutschen Kellner einen Arm ab. † Ein Massenmord an Mädchen. Im russischen Gouvernement Charkow wurden in der vorigen Woche bei Nachtzeit vierzehn Bauernmädchen, die auf dem Felde ihre Schlafstätte hatten, von Bauern überfallen. Man fand die Mädchen ermordet und ihrer Habseligkeiten beraubt. Die Schuldigen wurden ermittelt und sehen ihrer Bestrafung cntgegen. † Déronlède in Wien. Seiner Ankündigung gemäß hat sich der Führer der französischen Patriotenliga nunmehr an das Gestade der schönen blauen Donau begeben, um dort, mie er pomphaft der Welt verkünden läßt, die weiteren Ereignisse abzumarten. † Ein Liebesdrama. Ein in Wien in Arbeit stehender Schneidergeselle aus Ungarn verfolgte seit einiger Zeit eine Landsmännin, ein sechzehnjähriges Dienstmädchen, mit seinen Liebesanträgen. Da die junge Ungarin nichts von ihm wissen wollte, überfiel er sie vor einigen Tagen in ihrer Wohnung, gab zwei Schüsse auf sie ab, die sie tödlich verletzten, und erschoß sich dann selber. Tages- Chronik. In Bamberg hielten die deutsch- österreichischen Alpenvereine ihren Kongreẞ ab. dort schon im Hotel, um im eigenem Heim nicht durch das weibliche Dienstpersonal zur Verzweiflung oder zum Selbstmord getrieben zu werden. Mit glücklichem Humor schildert eine junge Französin, die nach San Francisco verschlagen wurde, ihre Erlebnisse und ihre heroischen Kämpfe mit den amerikanischen Dienstmädchen in einem dieser Tage in Paris eingetroffenen Briefe. ** Der Guftar Boa rat verliehen. ** Donn nötigenfalls mittage 5 Uhr Berjammin lage eines Bal geluh ber Jo Als ich hier anfam," schreibt sie, fand ich eine 60jährige Marseillerin vor, der mein Gatte 1 Dollar für den Tag zahlte. Nach zwei Monaten gab sie den Dienst auf, um in der Stadt ein Hotel garni zu eröffnen. Mein Mann brachte mir dann aus dem Vermietungsbureau eine ältere, große, fabelhaft dicke Dame aus Bordeaux, deren stechendes Auge mit einem einzigen Blick die arme kleine Französin ohne Krallen und Schnabel durchbohrt hätte; wie hätte ich auch den Kempf aufnehmen können mit diesem riesenhaften Küchendragoner, der drei Reisen um die Welt und vierzehn Jahre Kalifornien in die Wagschale werfen konnte? Am dritten Tage schon hielt mir das Riesenweib folgende kleine, Rede:„ Madame, wenn Sie Gewicht darauf legen, so oft in die Küche zu kommen, gehe ich noch heute. In Amerika fümmert sich keine Dame um so was, und die Köchinnen verzichten gern auf den guten Rat der Gnädigen. Kocht man nicht nach dem Geschmack der Herrschaft, so wird es einem ruhig gesagt; man zieht dann noch an demselben Tage, und es ist all right"." Jch ließ mir das gesagt sein und schloß beide Augen, um die wahnsinnige Wirtschaft, die die amerifanisierte Landsmännin eingeführt hatte, nicht mitansehen zu müssen. Die Holde aus Bordeaur bekam monatlich 175 Francs und machte, wie jede amerikanische Schürze", zur Not das Essen fertig; dann fegte sie die Küche und das Eßzimmer aus, wusch ihre Leibwäsche und ging in den Garten, um in der Hängematte Siesta zu halten und zuzusehen, wie ich weiter arbeitete. Nach acht Tagen schon 30g" sie, weil eine meiner Töchter die Küchentür geöffnet hatte. Eines Tages schickte aus dem Bureau ,, Albert" die Vermieterin eine elegante Blendine im marineblauen Schneiderkleid in den „ Salon"; das Fräulein nahm mir gegenüber Platz, musterte mich, offenbar äußerst belustigt, mit kritischem Blick von oben bis unten und sagte ironisch- heiter:„ Nun?"-„ Sie sind Köchin und Französin, mein Fräulein," begann ich schüchtern.„ Würden Sie gern zu mir nach X... hinaus kommen?" Sie: Ich gestehe, daß ich mich nur schwer entschließen könnte. Sie geben, wie ich höre, monatlich nur 35 Dollars, und ich habe bisher nur in guten Häusern gearbeitet, wo man 40 bis 60 Dollars zahlt." Ich, kampfIustig: Frau Albert hat sich sicher geirrt, als sie von 35 Dollars sprach; ich gebe nämlich nur 30!" Sie: Und finden für dieses Geld Tamen, die bei Ihnen arbeiten?" Ich: Natürlich, mein Fräulein, im vorigen Monat hatte ich eine Pariser Köchin, der ich sogar nur 25 Dollars zahlte." Sie: Armes Geschöpf! Muß die in Not gewesen sein, um sich für einen solchen Spottpreis an den Bratofen zu stellen! Ich sehe schon, wir werden nicht zusammenkommen Maine Schöne erhob sich, nickte herablassend und rauschte Hinaus, indem sie mit ihrer Schleppe den Teppich fegte." In: Urmia in Persien wurden bei einem Judenkrawall 50 Personen verwundet und 20 Läden zerstört. In Osterfeld in Westfalen erstickte ein Kind, das beim Spielen in einer Sandgrube verschüttet war. In Danzig wurde der elfte deutsche Oddfellow- Tag abgehalten. Amazonenkampf in Amerika. Ein Königreich für ein, Dienstmädchen! Auch bei uns zu Lande ist die Klage der Hausfrauen über die schwere Sorge, die ihnen die Beschaffung einer guten Haushaltungsgehilfin" verursacht, eine bekannte Sache, die andauernd in allen Tonarten, von der mildesten bis zur schärfsten, besprochen wird. Einer Lösung des Problems ist man leider noch nicht näher gekommen, im Gegenteil, mit der Erschließung immer weiterer Erwerbsmöglichkeiten für das weibliche Geschlecht wird der Ruf nach dem IdealMädchen lauter und dringender. Ob dabei die Schuld an der trostlosen Lage einzig und allein auf dieser oder auf jener Seite zu suchen ist, soll hier nicht untersucht werden. Man wird Fehler und Mängel hüben wie drüben auffinden tönnen. Aber einen Trost darf die europäische Frau auf der Jagd nach dem Mädchen immer noch mit herumtragen so schlimm wie„ jenseits der großen Pfüße", wie im freien Lande Amerika, stehen die Dinge bei uns doch noch lange nicht. In den Vereinigten Staaten ist die Dienstmädchenfrage zum sozialen Problem geworden. Manches Ehepaar wohnt 3 Baugefu hier: Diepent zwifchen Straßenbau der Bürg ber früh Prof Unterba ftraße 9. Ber ang. Pfa Berpachtur Berpachtur Rirdftra - pothete.germeisterei. Bergebung bo 11 habenschule. hau der Höheren Feldschmiede für Schlauchaufzugs f von Stiefelhölzern. hof.- 22. Betrie im Wieseckerweg. -25 Erbauu ** Tollwu an einem am 21. bon Tollwut feftg des Rgl. Inftitut Die Briefschreiberin bricht hier ab, und man erfährt nicht, ob sie endlich doch noch eine„ Perle" gefunden hat. Soweit wie„ drüben" haben wir es jedenfalls noch nicht gebracht, ter weiß aber, was noch kommen mag. ===Vermischtes. Bauunternehmer und Gänsehirt. Ein Landwirt aus Heyda im Eisenachschen mußte kürzlich die Folgen eines schlechten Scherzes am eigenen Leibe verspüren. In Rudisleben war die Stelle des Gänsehirten ausgeschrieben. Daraufhin sandte der Landwirt eine Bewerbung an den Bürgermeister von Rudisleben, die er mit dem Namen eines mit ihm verfeindeten Bauunternehmers unterzeichnete. Diesem wurde nun das Amt des Gänsehirten übertragen, dabei kam der Scherz heraus, und der Landwirt wurde wegen Urkundenfälschung zur Verantwortung gezogen. Der Staatsanwalt sprach sein Bedauern aus, daß der törichte Streich nicht mit einer Geldstrafe abzumachen sei, und beantragte drei Tage Gefängnis, empfahl aber, den Angeklagten der Gnade des Landesherrn zu empfehlen. Der Gerichtshof erkannte nach diesen Anträgen. = Einer, der sich selber kennt. Ein Inserat, wie es nicht oft vorkommt, brachte dieser Tage ein ungarisches Provinzblatt. Das Inserat veröffentlichte folgende Warnung vor sich selber:" Ich ersuche hiermit alle Kaufleute und das ganze Publikum, mir nicht den geringsten Betrag zu kreditieren und nicht den geringsten Wertgegenstand zu leihen, weil ich keinen Heller bezahle. Johann Adamik, Seilfabrikant in Csaba." 1 Ein telephonisches Mißverständnis. In Landshut in Niederbayern hat die„ Landshuter Zeitung" folgende telephonische Meldung aufgenommen:" Passau, 17. Juli. Heute nacht wurde kurz vor 12 Uhr während einer Rauferei in der Altstadt der Stadtpfarrprediger Winzel erstochen. Die gleichzeitig mitstreitenden Priester Joseph und Georg König, sowie der Sackträger Eisendorfer erlitten ebenfalls schwere Stichverlegungen. Den tödlichen Stich gegen Winzel soll Eisendorfer geführt haben." Die schreckliche Meldung beruhte auf einem argen Hörfehler. Erstochen wurde nämlich nicht ein Stadtpfarrprediger, sondern ein Sackträger, und gerauft haben dabei keine Priester, sondern die Brüder König. fandt. Jept ift das den Fall von Hundesperre, die f zum 22. Septembe liegenden Falle um ** Die Pro Roggen und Rogge Ende Auguft, Hülf Blattgewürze u. z Sellerie, Beterfilie Ein schlagfertiger Prediger. Wie der greise englische Schriftsteller Rustin in einem seiner letzten Werke erzählt, besuchte sein berühmter Landsmann, der Historiker Carlyle, einst eine kleine ländliche Kirche, wo der Geistliche gerade darüber predigte, wie Jugend und Schönheit in das Grab gelegt werden." Carlyle schien dabei etwas spaßhaft zu finden, und lächelte vor sich hin, worauf der Geistliche, ein ob seiner Wunderlichkeit bekannter Mr. Gillespie, plötzlich innehielt und, mit Stirnrunzeln zu Carlyle gewendet, sagte: Mißverstehe mich nicht, junger Mann, es ist nur Jugend, was du besitzest!" " === Deutsche und Briganten. In der Nähe von Rom wur. den dieser Tage drei Deutsche, zwei Bayern und der Schrift. steller Groß aus Geismar, von Wegelagerern überfallen. Sie hatten einen Ausflug gemacht. Aus einem Wäldchen stürzten sich eine Anzahl Kerle auf die Deutschen, schossen einen der Bayern über den Haufen, banden den anderen und schossen schließlich auch den sich kräftig wehrenden Groß nie der. Am anderen Morgen wurde der eine Bayer tot, der andere besinnungslos gefunden, die Leiche des Groß ist ver schwunden. der Proviantämter Jahres, bei Stroh das ganze Jahr hi P Das Sp Nachmittag gegen Kinder der Margar der Abwesenheit ihr und zündeten dabei jedoch noch rechtzeit weiter Umfigrei -gr Golden nationale Dauerre goldene Rab bon 20 000 und 30 00 gefamt 1000 Mt. fowie ein golden Gießen, und einer 300 Mt. und der Preis, der je auf gelangt ift. 0. Auf dem gehaltenen Bund Bundes errang in Lollar den zweiten während im Korfo den zweiten und Lo ** Gewerk werf. Jm 1. D Des Streits bon 119 000 R gering gelommen. Die neue = Bienenzi Siegen und Umge auf der Selterat Neuerung Helite des Frühjahres Bereinsfland ein Systeme bon fachmännische welches Syftem * Lite weife find nun worden, die zu erprobt werbe * Bu Großherzogtu um bei der heffischen Pol Artikel ist ber Bäckers oder zu fonfizieren zu nehmen. ftehe in Wider * Gegen fich noch einmal die Erfte Kammer ausführt: Rad gefebentwurfes in greifenden Umge Rammer das für Stellung entsche nicht durch das der zum Selbst Humor schildert cisco verschlagent Kämpfe mit den r Lage in Paris idh eine 60jäh llar für den Lag ienit auf, um in in Mann brachte ne ältere, große, jtechendes Auge Französin ohne e hätte ich auch n riesenhaften elt und vierzehn n tonnte? Am folgende fleine, legen, so oft in e. In Amerika e Köchinnen bergen. Rocht man wird es einent Iben Lage, und sein und schloß die die ameri ht mitansehen monatlich 175 Schürze", zur e und das E Fin den Garten, zuzusehen, wie .30g" sie, weil hatte. Eines Bermieterin eine derkleid in den Play, musterte hem Blick von un?"-Sie " X. begann id ... hinaus ich nur schwer monatlich nur en Häusern ge Ich, kampf als sie bon 35 Sie: Und arbeiten?" Monat hatte id Dollars zahlte." ewesen sein, um Cofen zu stellen! nfommen... d und rauschte ppich fegte." n erfährt nicht, en hat. Soweit cht gebracht,- Landwirt aus Folgen eines ren. In Ru ausgeschrieben. rbung an den Namen eines unterzeichnete n übertragen dwirt wurde gezogen. Der der törichte sei, und be en Angeflag. Der Ge rat, wie c ungarisches gende War Le Kaufleute gsten Betrag egenstand zu nn Adamit Landshut " folgende 17. Juli er Rauferei I erstochen. und Georg en ebenfalls gegen Win dliche Mel chen wurde ein Sad ondern die - englische e erzählt, Carlyle, the gerade das Grab paßhaft zu eistliche, ein pie, plötzlich endet, fagte: nur Jugend n Rom wur der Schrift überfallen. m Wäldchen chen, schoffen anderen und en Groß nie ayer tot, der Groß ist ver Lokales. 25. Jult 1905. ** Der Großherzog hat dem Regierungs assessor Gustav Böß aus Gießen den Charakter als Regierungsrat verliehen. * ** Donnerstag, den 27. Juli, nachmittags 4 Uhr und nötigenfalls Fortsetzung am Freitag, den 28. Juli, nach mittags 5 Uhr, findet eine Sigung der StadtverordnetenBersammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Anlage eines Balfons am Hause Crednerstraße 10. 2. Bau- - - gesuch der Joh. Gg. Weber Erben für die Neuen Bäue. 3. Baugesuch des. Kilbinger für den Seltersweg; 4. Anlage einer Privatstraße hier: Diepens. zwischen Seltersweg und Südanlage.- 5. Straßenbau entlang der Veterinäranstalt.- 6. Befestigung der Bürgersteige in der Bismarckstraße.- 7. Uebernahme der früheren Krofdorfer Kreisstraße als Feldweg in städt. 8. Verkauf einer Baustelle an der Licher Unterhaltung. 9. Verkauf von Gelände aus dem Klingelbach ftraße. 10. Gelände für die Frrenanstalt. an Joh. Gg. Pfaff. 11. Berpachtung von Gelände aus der Margaretenhütte. 12. Verpachtung von Gelände des früheren Stadtbachs an der Kirchstraße. 13. Provision für Vermietung der Sirschapotheke. 14. Beschaffung von Näumen für die Bürgermeisterei. 15. Genehmigung von Rechnungen.- 16. Vergebung von Arbeiten zur Unterhaltung der Stadtfnabenschule. 17. Vergebung von Arbeiten für den Neubau der Höheren Mädchenschule.- 18. Beschaffung einer Feldschmiede für die Kläranlage. 19. Beschaffung eines Schlauchaufzugs für den Wagenschuppen. 20. Beschaffung von Stiefelhölzern. 21. Drainage auf dem neuen Friedhof. 22. Betrieb der Steinbrüche.- 23. Rabelverlegungen im Wieseckerweg.- 24. Prüfung der Rechnung für 1903/04. 25 Erbauung eines Stadttheaters. - - - - - - - ** Tollwut. Wie wir seiner Zeit berichteten, wurden an einem am 21. Juni in Gießen getöteten Hunde Anzeichen von Tollwut festgestellt und der Kopf der Wutschußabteilung des Kgl. Instituts für Infektionskrankheiten in Berlin übersandt. Jetzt ist die Antwort des Instituts eingegangen, das den Fall von Tollwut bestätigt. Infolgedessen wird die Hundesperre, die sonst am 1. August abgelaufen wäre, bis zum 22. September verlängert. Es handelt sich im vor. liegenden Falle um einen von auswärts eingeführten Hund. ** Die Proviantämter nehmen den Ankauf von Roggen und Roggenstroh zu Anfang August, Hafer gegen Ende August, Hülsenfrüchte Mitte September, Gemüse und Blattgewürze u. zw. Zwiebeln Anfang September, Möhren, Sellerie, Petersilie und Lauch im November auf. Der Ankauf der Proviantämter dauert gewöhnlich bis April des nächsten Jahres, bei Stroh auch über diesen Monat hinaus, meist das ganze Jahr hindurch. * P Das Spiel mit dem Feuerzeug. Gestern Nachmittag gegen 2 Uhr machten sich die zwei 3/ 2jährigen Kinder der Margarete Stadler, Wetsteinstraße 43, während der Abwesenheit ihrer Mutter mit dem Feuerzeug zu schaffen und zündeten dabei eine Tischdecke an. Das Feuer wurde jedoch noch rechtzeitig von den Nachbarn bemerkt, sodaß ein weiteres Umsichgreifen desselben verhindert werden konnte. -gr Goldenes Nad von Gießen. Das internationale Dauerrennen mit Motorschrittmachern um das goldene Rad von Gießen wird in 3 Läufen über 10000, 20 000 und 30 000 m gefahren. Die Preise betragen insgesamt 1000 Mt. bar und zwar erhält der Sieger 500 mt., sowie ein goldenes Ehrenzeichen, das goldene Rad von Gießen, und einen Lorbeerfranz, der zweite Sieger erhält 300 Mt. und der dritte 200 mt. Es ist dies der größte Breis, der je auf dem Gießener Sportplatz zum Austrag gelangt ist. o. Auf dem ersten am Sonntag in Lollar ab. gehaltenen Bundesfest des Lahntal- RadfahrerBundes errang im Dauerfahren Klein- Linden den ersten, Lollar den zweiten und Großen Linden den dritten Preis, während im Korsofahren Lollar den ersten, Klein- Linden den zweiten und Londorf den dittten Preis erhielt. ** * = Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwert. Jm 1. Dartal 1905 war die Ausbeute infolge des Streits gering; im 2. Quartal ist ein Nettoüberschuß von 119 000 Mt.( also 50 mt. pro Sur) zur Verteilung gekommen. Die neuen Betriebseinrichtungen funktionieren gut. Bienenzüchter. Der Bienenzüchterverein für Gießen und Umgegend hielt am Sonntag im Tannhäuser auf der Seltershöhe seine Monatsversammlung ab. Als Reuerung stellte der Borfiz- nde in Aussicht, daß mit Beginn des Frühjahres in einem Garten in der Wilhelmstraße ein Bereinsstand eingerichtet werden soll. Daselbst tommen alle Systeme von Bienenwohnungen zur Aufstellung. Durch fachmännische Beobachtung soll dann festgestellt werden, welches System als das empfehlenswerteste anzusehen ist. Litewken für die Gendarmerie. Versuchsweise sind nun auch für die Gendarmerie Litewfen beschafft worden, die zunächst von einer kleineren Bahl von Gendarmen * erprobt werden sollen. * Zu leichtes Brot. Die Bäckerinnungen des halten", heißt es in der Eingabe wörtlich nach wie vor die schematische Durchführung des Grundsages der Befteuerung verfehlte Neuerung, deren Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit nach dem Bruttovermögenswert bei den Realsteuern für eine weder in der Begründung des Regierungsentwurfs, noch in dem Bericht des achten Ausschuff& der Zweiten Kammer, noch im Verlauf der Kammerverhandlungen einen aus reichenden Nachweis gefunden hat." *** Die Jagd geht gut, das Wild ist reich! Warum sollte da der Waidmann nicht guten Mutes sein! Junge Hühner und Hasen sind massenweise vorhanden, obgleich das Raubzeug, ſelbſt Füchse, viel Schaben zugefügt haben. Auch durch die Kleeheuernte sind sehr viele Hühnernester zugrunde gegangen. Dahingegen tamen aber die in den Getreideäckern vorhanden gewesenen Bruten alle glücklich durch, was jetzt beim Abmähen des Getreides zutage tritt. ** Einen lentseligen Hauptmann muß bis vorige Woche die Stadt Mannheim besessen haben. In der dort erscheinenden„ Neuen Badischen Landesztg." steht nämlich folgendes Inserat zu lesen:" Beim Scheiden von meiner Dienst. stelle rufe ich allen Freunden nd Bekannten ein herzliches Lebewohl und auf Wiedersehen zu. Zugleich verabschiede ich mich auf diese Weise von meinen trenen Feldwebeln, Reservisten und Landwehrleuten, Ersatzreservisten pp. aus Stadt- und Landkreis Mannheim- Schweßingen, mit denen zu verkehren mir stets eine besondere Freude war. Hauptmann a. D. C. Kuenzer, z. 3t. St. Morit." * Die Hunde haben ein großes Bedürfnis nach frischem, reinem Wasser. Die Unmöglichkeit, ihren Durst zu befriedigen, ruft Krankheiten hervor. Das gleiche ist der Fall, wenn sie, von Durstesqualen gepeinigt, abgestandenes Wasser von Tümpeln und Psüßen zu sich nehmen. Stellt darum saubere Trinkgefäße, gefüllt mit reinem Trinkwasser an zugänglichen Plätzen auf! Denkt namentlich an die Rettenhunde! * Ein Banmriese. Eines der größten Naturwunder ist in dem eine Viertelstunde von dem Eisenbahnknotenpunkte Armsheim( Rhein- Hessen) sonst wenig bekannten und fleinen Dorfe Schimsheim zu sehen. Inmitten des Dorfes steht, in frischem Grün eine alte" Effe"( Ulme), welche wohl der stärkste Baum in Deutschland sein dürfte. Das Alter wird auf 900 bis 1000 Jahre geschäßt; denn schon vor 700 Jahren wird er in Urkunden erwähnt. Von zirka 60 Jahren wurden einige efte im Umfange von 3 bis 5 m wegen Gefährdung der Nachbarhäuser entfernt. Nachdem nun vor ca. 18 Jahren wieder mehrere Aefte wegen derselben Ursache entfernt wurden, hat der Baum noch eine Höhe von 30 Metern. Der Stamm hat eine Höhe von fünf Metern und einen Umfang von 15 Metern. Er ist vor ca. 40 Jahren hohl gebrannt und hatte soviel Raum, daß bei einer Festlichkeit eine Musikkapelle darin spielte. Das Blätterdach hat jezt noch solchen Umfang, daß bei Regen bequem 500 Personen darunter Schuß finden. Wegen der dünnen Wand des Stammes gab es mehrere Jahren viele dürce Aefte, so daß man den Gedanken hegte, der Baumriese könnte eingehen. Daraufhin wurde vor einigen Jahren der Stamm mit Sand gefüllt, wozu ca. 30 Kubikmeter erforderlich waren. ?? Heuchelheim. Durch Gelände- Austausch mit Gießen gelegentlich der Feldbereinigung ist unsere Gemarkung bis an den Landwehrgraben vorgeschoben worden. Di se Nu erwerbung wird allgemein freudig begrüßt, fann sich unser Drt doch jetzt auch nach dieser Seite hin ausdehnen. Fünf Häuser sind bereits auf dem neuen Baugrund errichtet. ] Leihgestern, 24. Juli. Schlachthaus Errichtung. Johannes Heß beabsichtigt in der Gemarkung Leihgestern ein Schlachthaus zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen auf dem Bureau der Bürgermeisterei Leihgeftern zur Einsicht den Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind bei der Bürgermeisterei Leihgestern vorzubringen. § Homberg a. d. Ohm., 25 Juli. Neuer Arzt. Am 1. August wird sich hier Dr med. Striba als praktischer Arzt niederlassen. Dr. Striba ist ein Sohn des kürzlich in den Ruhestand getretenen Pfarrers Striba zu Alten- Buseck. ** Burkhards, 24. Juli. Shadenfeuer. Freitag Mittag brannte hier die Scheune des Ludwig Haas nieder. In dem Gebäude befanden sich 40 Fuder Heu und große Rapsvorräte, die mitvernichtet wurden. Der Schaden ist bedeutend, der Besizer nicht versichert. häufung hat der Bürgermeister Görlach das Amt eines + Eberstadt, 24. Juli. Wegen ArbeitsüberOrtsgerichtsvorstehers und Standesbeamten freiwillig niedergelegt. An seiner Stelle versieht jezt Beigeordneter Müller die Funktionen dieser Aemter. 1451 Rurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage * Bad- Nauheim, 24. Juli. Bis zum 20. Juli find noch 6239 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 20. Juli 209 240 abgegeben. ? Büdingen, 24. Juli. Bürgermeisterwahl. Unser bisheriger Bürgermeister Kaaf ist mit 354 gegen 228 Stimmen, die sein Gegenkandidat Feudt erhielt, zum Bürgermeister wiedergewählt worden. Großherzogtums Hessen treten dieser Tage in Mainz zusammen, Nacht auf Sonntag ist die Wachstuchfabrik dahier nahezu § Griesheim, 24. Juli Fabrikbrand. In der total abgebrannt. Der Schaden wird auf 100 000 Mart geschäßt. um bei der Regierung die Aufhebung des Art. 186 des hessischen Polizeiftrafgesetzbuches zu beantragen. Nach diesem Artikel ist der Polizei erlaubt, in den Geschäftsräumen eines Bäckers oder Brotverkäufers das zu leicht befundene Brot zu konfiszteren und den Bäcker überdies in eine Geldstrafe zu nehmen. Die Junungen behaupten, diese Bestimmung stehe in Widerspruch mit der Gewerbeordnung. * Gegen die hessische Gemeindeftener wendet sich noch einmal die Wormser Handelskammer in einer an die Erste Kammer gerichteten Eingabe, in der sie nachstehendes ausführt: Nachdem die Beratung des Gemeindeumlagengefeßentwurfes in der Zweiten Kammer nicht zu einer durch greifenden Umgestaltung geführt habe, wolle sie der Ersten Rammer das für ihre" dem Entwurf durchaus abgeneigte Stellung entscheidende Hauptbedenken" voitragen. „ Wir Literarisches. Dichterbuch deutscher Studenten. Im SchillerLiterarischen Vereinigung in Göttingen, Quartformat, 184 jahr 1905 herausgegeben von der Akademischen Freien Seiten. Elegant tarioniert mit dreifarbiger Umschlagzeichnung von Wilhelm Schulz 2 Mt., Verlag von Strecker& Schrö.er in Stuttgart. Das nunmehr in eleganter Ausstattung vorliegende" Dichterbuch Deutscher Studenten" gibt- barin offenbart sich sein besonderer Reiz ein Gesamtbild des studentischen Geistes- und Gefühlslebens. Deshalb wird man aber die Möglichkeit abweisen müssen, die dichterischen - und Fähigkeiten der einzelnen Beiträger in ein festes und flares Urteil zu fassen. Ueber die Zigarrenindustrie im Stadthat die Gewerbeinspektion Gießen in ihrem Jahresbericht und Landkreis Gießen 1904 waren in dieser Industrie tätig: 1904 folgende Statistit zusammengestellt. Am 1. Oktober a) Stadt Gießen 22222232 Zähljahr Anzahl Männliche Arbeiter der er: jugend- er= Anlagen wachsene liche Arbeiterinnen Ge samtzahl jugend- der wachsene liche Arbeiter 1904 20 1903 246 730 77 1085 21 272 26 725 89 1112 1902 19 271 19 700 95 1085 1901 19 291 20 720 78 1109 1900 19 289 30 689 73 1090 1899 18 304 26 718 91 1139 1898 19 365 35 746 98 1244 1897 18 330 36 730 83 1179 1896 18 379 46 741 96 1262 1895 14 369 24 619 84 1096 b) Umgebung von Gießen. 1904 169 18 978 135 1300 1903 177 23 1055 138 1393 1902 158 17 981 126 1282 1901 34 146 20 978 163 1307 1900 125 20 952 159 1256 1899 143 17 935 138 1233 1898 369 32 1003 153 1557 1887 25 175 28 916 126 1245 1896 216 40 920 137 1313 1895 20 185 36 906 157 1284 c) Außerhalb des Kreises Gießen. 1904| 14 1903 12 1902 11 99| 10 106 40 26 2 151 141 80 19 107 1901 11 73 30 111 1900 13 73 39 1899 12 95 12 40 120 149 1898 13 58 1897 6 47 17 6 28 24 106 78 2221323222 088472 11 111231 Die weiblichen Arbeitskräfte für die Zigarrenindustrie scheinen einerseits zurzeit im Aufsichtsbezirke erschöpft; einige Fabrikanten haben aus Mangel an Arbeitskräften in den legten Jahren bereits Filialen im Badischen und Preußischen errichtet. Andererseits aber hat man auch die Beobachtung gewacht, daß viele der bisher nach der Stadt gekommenen Arbeiterinnen aus Annehmlichkeitsrücksichten in die Filialen ihrer im benachbarten Preußen gelegenen Heimatsdörfer eintreten. Am 1. Oftober 1904 waren in der Zigarren- Industrie 1748, d. 5. 66,9 Prozent aller erwachsenen Arbeiterinnen, besdäftigt. Marttberichte. Stefes, 25. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteter Butter per fb 115-1.25 M., Hühnereler per Stild 7-8 Bfg., Enteneler St. 6-7 Bfa., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linfen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baar 1. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stud 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfb. 00-00 Bfg., Dosenfleisch per fb. 70-80 fa., Rindfleisch per Pfb. 70-72 Pfg. per fb. Schweinefleil 70-80 Bfg. Schweine fletsch gesalzen per Pfund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-80 Pfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 7.50 b. 800 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Weisfraut 10-15 Pf. per Stüd, Bentner 3-4 Mt. Aepfel per Bentner 6-10 Mr. Zwetschen per Zentner 0,00-0.00, Kirschen per Pfd. 00-00 Pfg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden. Die Marktpreise für Vich und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 24. Juli 1905. Ochsen Kälber Schweine Höchste Schlachtviehpreise in Frank urt a. M. 50 kg Schlachtgewicht 75-80 m. 81-85 Pf. 71-72 1/2" M do. " Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg Roggen do. " Fleischpreise in Gießen 1/2 kg 70-80 Pf. " 7 " do. 70-74 70-80 do. Brotpreise in Gießen 18.50 m. Weißbrot 2 kg 52 Pf. 15 30 Schwarzbr. do. 48 " Grünberger Fruchtmarkt vom 22. Juli. Es notierten: Korn 8.50 Mt., Hafer 8.37 Mt.. Erbsen 9 50 Mt., Samen 10-11 Mt., Kartoffeln 3.50-3.60 Mt. Alles per Zentner. " Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belbe in Gießen. A Wenn Sie ZÜRICH oder LUZERN besuchen, vergessen Sie nicht die Seidenmagazine der Seidenstoff- Fabrik- Union ADOLF GRIEDER& CLE, zu besichtigen. C Beste Bezugsquelle. Muster umgehend. G N Großherzogl.Universitäts Bibliothek Gießen. Alle Benußer, mit Ausnahme der Studierenden, haben die von ihnen vor dem 10. Juli entlichenen Bücher spätestens am 10. August zur Musterung einzuliefern. Vom 14. Auguft bis 21. Oktober ist die Bibliothek täglich von 9 bis i Uhr geöffnet. Gießen, den 24. Juli 1905. Der Großherzogliche Direktor: Dr. Haupt. Verein Contentia. Samstag, den 29. d. Mts., abends 9 Uhr, findet im Restaurant zum Felsenkeller( Inhaber W. Fischer) unsere diesjährige Halbjahres- Versammlung statt. Tages- Ordnung: Punkt 1: Halbjahrs- Abrechnung. 2: Ergänzungswahl des Vorstandes. " " 3: Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Der Vorstand. Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird, beginnend mit Samstag, den 1. Juli, Betr. Maßnahmen gegen die Tollwut. Bekanntmachung. Nach Mitteilung der Wutschutzabteilung des Kgl. Instituts für Infektionskrankheiten in Berlin ist bei im Impflokale- Schulgebäude, Neustadt 61 für die nächsten einem am 21. Junt If. Is. dahier getöteten Hunde 5-6 Wochen, jeden Samstag, nachmittage von 5-6 Uhr, Tollwut festgestellt worden. abgehalten werden. Impfpflichtig im laufenden Kalenderjahr sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren. Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtige Kinder haben, zur Benuzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen unentgelt lich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschlusse auf seine Kosten bewerkstelligen lassen, widrigenfalls thm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Impfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und reingewaschenem Körper zur Impfung gebracht we den. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landesinstitut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 27. Juni 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. J. V. Curschmann Bekanntmachung 8ahltage der reistasse betr. Uhr an wird zu Nieder- Gemünden bei Wirt Donnerstag, den 27. Juli von nachmittags Södler ein Zahltag der Kreiskasse abgehalten. wollen die Interessenten hierauf aufmerksam machen. Die Großh Bürgermeistereien und die Straßenwarte Alsfeld, den 21. Juli 1905. Bureaudiener gesucht. Für Versehung des Bedellendienstes und Wartung 2% der Bureauräume wird wegen Versetzung des settherigen Dieners für demnächst auf mehrere Tagesstunden eine geeignete Persönlichkeit gesucht. Nur Bewerber mit guten Empfehlungen wollen sich zwischen 10 und 12 Uhr vormittags und 3 bis 5 Uhr nachm. auf unserer Kanzlei, Frankfurterstraße 29, Seitenbau persönlich melden. Gießen, den 16. Juli 1905. Mit Namen inGoldschrift 10 Pfg. mehr. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wikmann. natürliche Grösse Ganz umsonst und portofrei ann bich Jeder von uns für entsprechenden Wert Waren erwerben. Man verlange neuesten Prachtkatalog mit 8500 Abbildungen nebst näherer Angabe ebenfalls gratis und franko( ohne Kaufzwang). Derselbe enthält grosse Auswahl in Rasiermessern, Rasierutensilien, Haarmaschinen, Taschen, Tafelmessern und Gabeln, Damen Haar und Schneiderscheren, Reben oder Gartenscheren, Sensen, Gärte nermessern, Brot, Schlacht, Gemüse-, Hack- und Wiegemessern, Uhren, Uhr und Halsketten, Broschen, Ringen, Portemonnales Pfeifen, Spazierstöcken, Fernrohren, Feldstechern, Schuss und. Stichwaffen, Musik- Instrumenten, Schmuck- und Haushaltungs artikeln, Kinderspielwaren u. Christbaumschmuck etc. etc. Gleichzeitig offerieren wir, damit sich Jeder von der Güte und Qualität unserer Waren überzeugen kann, franko Rasiermesser No. 50 aus magnetisiertem Silberstahl, fein hohlgeschliffen, fertig zum Gebrauch, mit feinem schwarzen Heft und Etui für nur Mk. 1.75, 30 Tago zur Probe mit 5 Jahren Garantie.- Besteller verpflichten sich, den Betrag einzusenden oder das Messer zu retournieren. 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Mts. einen Fluchtlinienplan für die Wilhelmstraße zwischen Ludwigstraße und Ebelstraße aufgestellt. Der Entwurf des Fluchtlinienplans liegt bis zum 20. August ds. J8. auf unserem Tiefbauamt offen. Einwendungen gegen denselben sind binnen der gleichen Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. Gießen, den 18. Juli 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an. Rotwein ( echter Ingelheimer) Liter oder Flasche von 100 Pfg. an versendet in Gebinden von 25 Liter und Kisten von 12 Flaschen an P.Chr.Saalwächter Weingutsbesitzer. Nieder- Ingelheim a. Rhein. Joh. Seibel GIESSEN, Ludwigsplatz ff. empfiehlt stets Südfrüchte frische sowie sämtl. Delikatessen. Flechten näss. und trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, offene Füsse Beinschäden, Beingeschwüre, Aderbeine, böse Finger, alte Wunden sind oft hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt zu werden, mache noch einen Versuch mit der bestens bewährten RINO- SALBE frei von Gift u. Säure, Dose Mk. 1.-. Dankschreiben gehen täglich ein. Wachs, Naphtalan je 15, Walrat 20, Benzoefett, Venet. Terp., Kampferpflaster, Perubalsam je 5, Eigelb 30, Chrysarobin 0,& Zu haben in den Apotheken. bes. in d. Hirsch- Apotheke und in der Universitäts- Apotheke. Rheinisches Technikum Bingen Maschinenbau u.Elektrotechnik, Abt.f. Ingenieure, Techniker u.Werkmeister. Chauffeurkurse Progr. frei. Unter Bezugnahme auf unsere früheren Bekanntmachungen wird deshalb die angeordnete Hundesperre für den Bezirk der Stadt Gießen, der Gemarkung Gießen, einschließlich der Gemarkung Schiffenberg bis auf weiteres bis auf den 22. September d. Js. ausgedehnt. Gießen, den 22. Jnlt 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. In letzter Zeit ist es meh fach vorgekommen, daß innerhalb der Stadt Gießen ohur polizeiliche Erlaubnis nach Vögeln, insbesondere Tauben ze geschossen worden ist. Unter Hinweis auf die Bestimmungen der§§ 367 Nr. 8 und 368 Nr. 7 des Reichsstrafgesetzbuchs machen wir darauf aufmerksam, daß das Polizeipersonal angewiesen ist, nunachsichtlich Anzeige zu erheben. Gießen, den 24. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 17. Mai 1905 angeordnete Sperre der Moltkeftraße zwischen Oftanlage und Grünbergerstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. die Grünbergerstraße zwischen Moltkestraße und LandWegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird mannstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrberkehr gesperrt. Gießen, den 22. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg Bekanntmachung. In der Zeit vom 15. bis 22. Juli 1905 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Paar Pferdezügel, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Kinderstrohhut, 1 Damengürtel( schwarz), 1 silb. Damen: uhr und 1 Beutel mit Inhalt; verloren: 1 Paar schwarzseidene Damenhalbschuhe, 1 Portemonnaie ( Inhalt 15-18 Mt., 1 Legitimationstarte, 1 Fahrkarte nach Mainz und 1 Badekarte), 1 Weinzipfel, schwarz- weiß- grün, daran ein kleines Messerchen, 1 gold. Rettenarmband und 1 weißer Spißeneinsaz, Wert etwa 8 Mr. thre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belleben, Gießen, den 22. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden bei der Erbauung des Badehauses VIII zu Bad- Nauheim vorkommenden Arbeiten des Inneren Ausbaues" werden hiermit auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben. Zur Vergebung kommen: Weißbinderarbeit im Innern: Los I und III zu je ca. 380 qm Gipsrappuz, ca. 90 qm Stalfrappuß, ca. 880 qm Dedenpuz, cirka 2050 qm glatten Wandput des Erdgeschosses 2c. Los II u. IV zu je ca. 480 qm Deckenpug, ca. 1180 qm glatten Wandputz der Zwischen-, Ober- und Dachgeschosse, ca. 79,00 lfdm Hohlfehlen in Gips. Angebotsunterlagen sind in unseren Amtsräumen ( Banderstraße) einzusehen. Mitten in einer verkehrsreichen Selbstkostenpreis abgegeben( nicht versandt). Bedingungen und Arbeitsbeschreibungen werden zum ist eine Stadt, an zwei Hauptstraßen Konditorei mit Wirtschaft und Bäckerei günstig baldigst zu verpachten. Nähere Auskunft erteilt die Expedition diefes Blattes. Der Zuschlag fann nach Losen getrennt oder für mehrere Lose gemeinsam erteilt werden. Die Angebote sind verschlossen und portofret, mit entspretender Anfschrift versehen, an die unterzeichnete Behörde bis spätestens 8. Auguft, vormittags 10 Uhr, 10000 Mk. einzusenden, worauf deren Eröffnung im Beisein etwa auf 1. Stelle gesucht. Offerten unter Nr. 7430 an die Exped. d Bl. erbeten. Jede Dame erhält dauernde Arbeit nach Hause überallhin. Auskunft gratis durch J. Felkl. Königgrägt. B. Nr. 214. * g. Blutstod. Timerman Hilfemburg Fichteftr. 33 ( u. meine hier i. D. pat. Neuheit. Zuverlässigen erschienener Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist 14. Tage. Bad Nauheim, am 25. Juli 1905. = Baubehörde für die Neubauten in Bad Nauheim. Jo st. Arbeitsvergebung. ftellung einer hölzernen Latteneinfriedigung für den GeDie Zimmer: bezw Schreinerarbeiten zur Herräteschuppen des Tiefbauamts sollen Hausburschen Donnerstag, den 27. Juli d. Js., vorm. 10 Uhr suchen Brüder Schmidt Gießen. 1-2 möhl. Zimmer zu vermieten. Gießen, Marktstraße 11. 3.Zimmer Wohnung mit Zubehör für sofort zu verm. Gießen, Wolkengasse 13. öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen fönnen bei uns während der Amtsstunden eingesehen werden. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Gießen, den 21. Jult 1905. Zuschlagsfrist 14 Tage. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Nr. 171 Ob ( 18 pedi Grad Band Con der Ed Benn fie im Freien berb Muttden um Rote fricg ihr vor feiner: fpo ihr Blut imme mit dem Fuße brauchte er der und fie, war f einzugehen?" Sie lief b angitboll hin merfte, und a Ihr wurde hervor, trodne daß die fraufe erhigte Geficht wieder eine ha die Augen und das festgeballte fonnte fie es do die Wangen hin angftboller, ater Soeben bog da fuhr sie, mit zurüd. Aus dem Fe welcher zur Not saß ein Herr. 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