ang angen der S Waldungen der Sie mit der Abfuhr die Abfuhr des H Jani ng nach Artikel 37 11. Gießen. rung ell. ag, den 26, 1 fentlich meiftbie rgermeistereihof hr von sämtli und Stelle, die Ockel'ichen W ter dem Schlacht Ort und Stelle, Biefedbildung Craße am Eisenb t und Stelle, Nahrungsb ganze Jahr, berntung berge vor dem Fri ng und von ganze Jahr; nd Stelle, die G Rodtberg auf Gießen. nn. losferarbe anal- Schieberstange orm. 11% U Car, welches bei un Zeitpunkt einzure den. Zuschlag uamt. N. 122. Insertionspreis: Die einfpaltige Betitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Bfg. fonit 15 Pig. Reklamen die Betitgeile 30 refp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprochenschluk Nr. 362. Donnerstag, den 25. Mai 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Wf. 1.50. Gratisbeilagen: Obe beffische Familienzeitung( täglich) und die Gietener eifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint on ollen Werftagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Vom Hufftand in Südwestafrika. Troßdem der Ernst und die Energie, mit denen unsere Truppen und ihre Führer sich in dem Aufstandsgebiet um die Herstellung geordneter Zustände bemühen, die besten Resultate gezeitigt haben, fann doch von einer vollständigen Beruhigung leider noch nicht die Rede sein. Der organifierte Widerstand geschlossener und bedeutender Ansammlungen von Rebellen ist vor dem heldenhaften Ansturm der deutschen Kämpfer zersplittert, nur aber in den Klippen und Schluchten der unwirtlichen südafrikanischen Sandwüste entziehen sich die einzelnen Banden andauernd der Unschädlichmachung und gönnen den verfolgenden Expeditionstruppen feine Ruhe. Die in den letzten Tagen eingelaufenen amtlichen Nachrichten berichten Ausführliches über die letzten Kämpfe. Morenga geschlagen. So gelang es Hauptmann Siebert am 19. Mai umweit Hasnur, den Bandenführer Morenga und den Kapitän der Veldschoendrager Hans Hendrik mit 150 Hottentotten nach einem Gefecht von vier Stunden zu schlagen und über die englische Grenze zu werfen. Die englischen Grenzsoldaten entwaffneten die flüchtigen Aufständischen. Bei Kowes fanden neuerdings mehrere Gefechte gegen starke Banden statt, die unter dem Befehl Samuel Isaaks standen. Der Feind erlitt erhebliche Verluste und mußte unter Zurücklassung von vielen Toten und Gewehren weichen. Major Täubler und Hauptmann bon Koppy ſegen dem Bethanierhäuptling Cornelius in der Richtung der Karasberge nach und erbeuteten eine Menge Vieh. Der Hererokapitän Andreas wurde von der Ersatzcharbeite tompagnie 1a im Kuisebtal angegriffen und geschlagen. Er er langen und 11 ung bei der Margaret B., vorm. 11 Höchstbietenden ver der Schreibstube wa gebote auf Vorbrud einzureichen. auamt. lafterarbei ftanlage und verfchie , vorm. 10 iegen während der Di auf Borbrud, der da annten Zeitpunkt an uamt. missbie Oringe id hiemit ung meines ft am biefigen inzig und alle chfolger Telephon 322 ssbierbrauer Berlin. Industrie Giessen. Telefon 84. alke in Stücke steine D.N.F. en. wird hart verfolgt. Noch längere Zeit wird wahrscheinlich bergehen, bis man von dem gänzlichen Erlöschen des Aufstandes reden kann, noch mancher brave Krieger wird sein frühes Grab in den wasserlosen Einöden des ausgedehnten Operationsgebietes finden und auch die Ansiedler müssen ständig auf der Hut sein, um nicht durch marodierende Herero überfallen und ermordet zu werden. An die ersten Tage des Hereroaufstandes wurden sie in schrecklicher Weise im April wieder erinnert durch die Ermordung einer deutschen Frau in der Gegend von Okahandja unweit der Eisenbahn. Der Farmbetrieb war dort bereits zum großen Teil wieder auf. genommen. Auf der Farm eines Herrn Schenkel lag anfangs eine Besatzung von sieben Mann, die ihm aber entzogen wurde, da er wegen eines angeblichen Bestechungsversuches mit den Behörden in Zwistigkeit geriet. Auf der Farm arbeiteten eine Anzahl Herero. Schenkel verließ am 5. April mittags seine Farm, um Geschäfte abzuwickeln. Abends gegen 7 Uhr erhielt er von einer Militärstation ein Telegramm, nach dem ein blutender Bergdamara die Nachricht gebracht habe, die Farm sei von den Herero überfallen worden. Von der Station wurde eine Streifwache ausgejandt, mit der Schenkel morgens um 3 Uhr sein Anwesen erreichte. Ein gräßlicher Anblick bot sich den Näherkommenden. Das Farmhaus war vollständig ausgebrannt. Inmitten von Asche und glimmenden Holzteilen lag die Leiche der Frau Schenkel, vollständig entkleidet. Der Körper war mit zahlreichen Wunden bedeckt, eine tiefe Verletzung im Genick hatte den Tod herbeigeführt. Einer der Diener, ein Hottentotte, war gleichfalls erschlagen, während das drei Monate alte Kind lebend gefunden wurde. Die Streifwache fonnte das geraubte Vieh wieder zurückbringen, dagegen waren die feigen Täter nicht zu stellen. Aller übrige Besitz in der Farm war weggeschleppt oder zerstört. Wie sich später herausstellte, hatten sich erst einige spionierende Herero eingestellt, die Arbeit und Kost verlangten. Als sie sahen, daß die Farm ungeschützt war, holten sie eine sechszehn Mann starke Bande herbei und diese sette das grausame Werk in Szene. Herr Schenkel ist der Meinung, die Herero würden sich niemals ergeben und mit ihren Untaten nicht aufhören, ehe sie vollständig vernichtet wären. Der unglückliche Mann behauptet auch, die Farmer würden vielfach nicht genügend geschützt durch die Militärverwaltung. Diese wird aber wohl nach bestem Ermessen verfahren, und die Klagen eines einzelnen dürfen nicht als Maßstab genommen werden. Die Strapazen der Afrikakrieger find wahrhaftig feine allzu kleinen. Der deutsche Soldat ist nach dem übereinstimmenden Urteil eingesessener Europäer den Kaffern an Mut und Bewaffnung weit überlegen; doch verfügt der Feind über eine außergewöhnliche Beweglichfcit, kennt das Land und weiß sich mit den geringsten Hilfsquellen lange zu erhalten. Wie sehr aber im Treffen selbst die äußerste Anspannung gefordert wird, erhellt aus brieflichen Mitteilungen von der Front. So berichtet ein Kriegsfreiwilliger über ein Gefecht: ,, Es gab kein Ausschivärmen wie in Deutschland, jeder deckt sich, so gut er fann, auch ertönt kein Kommando, alles durch Zeichen, denn die Witbois sind ausgezeichnete Schützen, und sobald sie einen Kopf sehen, der ist verloren. Nach sieben Stunden zwangen wir den Feind zum Rückzuge, was in voller Flucht geschah. Die gefallenen Hottentotten ließen wir liegen, die Leichen werden von Schakalen und Aasgeiern aufgefressen. Das Schlimmste war, daß wir kein Wasser hatten; wir litten furchtbar unter dem Durst, am meisten die armen Verwundeten. Die Wasserlöcher sind oft von den Schwarzen durch tote Tiere verunreinigt. Auch das Wasser, was wir trinken, stinkt oft und ist schon ganz verfault. Auch ist der Proviant oft knapp, weil es zu beschwerDer Eselsmüller und die Falschmünzer. Brot gearbeitet hätte, dann, als ich Gelegenheit fand, 21) Von Gustav Rohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalten. ( Nachdruck verboten.) Nach einer guten Nacht bestiegen beide Beamte des deren Tages die Frankenburger Post, um nach Condorf fahren. Gingehend sprachen sie noch einmal ihr Abeneuer in der Mühle und ihren so jäh geendigten Eselsfitt durch. Dem Eselsmüller fonnten sie feine Schuld daran zu messen. Derselbe konnte, man wußte es ja nicht, zerschmettert im Walde liegen. Doch sie waren froh, so noch davon gekommen zu sein. " Elende Esel, das", so faßte der Kreisrichter seine Betrachtungen zusammen." Eigenbrod, halten Sie Ihr Maul, sonst werden wir zu unserem Abwurf noch lange Zeit den Spott tragen müssen." Eigenbrod schwieg um seiner selbstwillen. aber war der Falschmünzer, so fragten doch beide auf der langen und schneckenartigen Postfahrt? Der Eselsmüller ritt vom Gosberg herunter bis an das Zollhaus. Dort stellte er seine drei Esel in den thm befannten Stall, ging ins Zollhaus und setzte sich an den Wirtstisch. „ Na Eselsmüller, Ihr seid ja dreispännig geritten", so sprach der Zollhausverwalter Stuhlmann. " Ja", gab der Eselsmüller zur Antwort. Hier muß ich mich doch als Eselsmüller zeigen. Meine sämtlichen Esel begleiten mich, wie Euch Euere Hunde." „ Eselsmüller", redete ihn Stuhlmann an, wir fennen uns, und sind jetzt hier allein. Habt Ihr nicht wieder irgend einen Teufelsstreich ausgeführt? Gesteht es nur, Ihr wißt, ich habe Guch lieb um Eurer Eltern willen. Dieseben haben an mir armen Jungen große Barmherzigkeit getan. Damals als ich als eine arme Damals als ich als eine arme Waise hätte verhungern müssen, da nahm mich der Eselsmüller in sein Haus, Ihr waret damals noch nicht geboren. Er gab mic Lohn, obwohl ich gerne nur ums nach Amerika zu kommen, schenkte er mir mir auch noch das Reisegeld, um auf einem Dreimaster fahren zu fönnen. Eselsmüller, so etwas vergißt man nicht. Doch davon jetzt genug. Gott wird es ihm schon gelohnt haben. Vor etwa einer Stunde kam der junge Kernein, tranf seinen Halben und erzählte mir, Ihr fämt in Begleitung des Kreisrichters von Condorf und des alten Eigenbrod noch geritten. Ich habe mir, als Kernein fort war, gesagt, zum Heumachen oder zum Pflanzensetzen reiten diese Herren den elenden Waldweg nicht, noch dazu auf des Eselsmüllers Esel. Dieser Ritt hat etwas zu bedeuten. Eselsmüller, sagt mir, altem Kerl, es offen. Ich habe Euch lieb wie einen Sohn, habe auch schon sehr viel von Euch gehört, glaube es aber nicht. Der Sohn meines alten Wohltäters fann nicht so schlecht sein." Dieser " Habt Dant, Stuhlmann, für dieses Wort", entgegnete gerührt der Eselsmüller. " Ja hört, Müller, so setzte der alte Stuhlmann seine Erzählung fort, ich habe viel erlebt, und bin ait und grau geworden. Ich war Matrose, zuletzt Steuermann, jetzt bin ich eine alte lendenlahme Landratte. Meine Fünfundsiebenzig habe ich seit Ostern hinter mir. Jezt siß ich hier, ziehe den Schlagbaum zu und auch des Nachts auf, wenn der Dielhof, der arme Jude, Ihr kennt ihn ja, mit einer schiefen oder buckeligen Kuh noch herein will. Wenn es Euere Esel wären, wahrHaftig, die fröchen unter dem Schlagbaum durch, die haben's gelernt. Aber die armen halbverhungerten Kühe des Dielhof müssen gezogen werden, damit sie nur fort können. Er schämt sich, dieselben bei Tage durch die Stadt zu führen, deshalb kommt er stets des Nachts. Ja, so ist es Eselsmüller, um einen Sechser muß ich Licht machen und hinausgehen, glaubt Ihr, mir würde das Spaß machen bei meinen alten lahmen Knochen. das Spaß machen bei meinen alten lahmen Knochen. Doch bin ich froh, daß ich dieses Plätzchen habe, nachdem ich bei einem Schiffbruch nur das nackte Leben lich ist, ihn heranzuschaffen mit esel und Schsenwagen; oft gehen die Räder bis an die Achsen im Sande. Hier sind am Tage 40 bis 50 Grad( Celsius) Hiße und nachts bis zu 2 Grad Kälte. Man fällt fast aus den Sachen, so zerrissen ist alles, wir laufen ziemlich barfuß, viele haben die Sohlen mit Bindfaden angebunden." Trotz dieser unsäglich beschwerlichen Kriegführung mit einem verschlagenen und heimtückischen Gegner, der weder den gemeinen Mord, noch die verwerflichsten Mittel scheut, find die deutschen Soldaten guten Muts und brennen darauf, im Dienste ihres Vaterlandes das Aeußerste zu leisten. Das deutsche Voit hat alle Ursache, ihnen dankbar zu sein und darf sit Stolz auf seine unter der sengenden Sonne Afrikas kämpfenden und leidenden Söhne sehen. Der Krieg in Oftafien. Alles scheint darauf hinzudeuten, daß sich auf dem Bandfriegsschauplatz große Operationen vorbereiten. Man er wartet gleichzeitig entscheidende Schläge gegen Charbin und Wladiwostok. Aus Tokio werden über die Lage in der Mandschurei die folgenden interessanten Einzelheiten gemeldet: Der Bau der Eisenbahnstrecke Kirin- Chanchun ist vollendet und eine breite Straße ist nach Süden hin angelegt zur Beförderung von Vorräten. Die Eisenbahnverbindung von Dalny nach Mukden ist wiederhergestellt. Die japanische Armee ist verstärkt worden und jetzt wieder ebenso stark, wie sie es vor der Schlacht bei Mukden war. liegen Anzeichen vor, daß die Russen an der Grenze der Mongolei und ebenso in der Richtung auf Sinminting Tätigkeit entfalten. Wie es heißt, sollen die Operationen gegen Wladiwostok von der Landseite ebenfalls bereits energisch eingesetzt haben. In London wird behauptet, daß streifende japanische Truppenteile die Eisenbahnstrecke, die Wladiwostot mit Sibirien und Europa verbindet, auf längere Strecken hin zerstört haben. Aus Petersburg wird das zwar prompt dementiert, aber das beweist noch lange nicht, daß nicht ein Körnlein Wahrheit daran sein sollte. Sonst ist nur noch eine Meldung von Interesse, wonach sich die Flotte Togos noch immer auf der Höhe von Masampo in der Meerenge zivischen Korea und der Tschuschima- Insel, befinden soll. Das würde darauf hindeuten, daß Togo mit Angriffen gegen die Russen warten will, bis diese östlich um Japan herumgefahren sein und auf Wladiwostot zusteuern werden. Daß Roschdjestwenskys Flotte, menigstens zum Teil, bereits in den Stillen Ozean eingelaufen ist, wird von neuem als feststehend bezeichnet. Authentische Meldungen stehen aber nach wie vor aus. - retten konnte. Eselsmüller, Ihr seid ledig und reich, teilt mit mir, Ihr verdient einen Gotteslohn doch was fasele ich alter Narr, ja, ja, ich werde alt und geschwäßig, wie sich oft meine Alte über mich äußert." Der Eselsmüller brach in ein schallendes Gelächter aus, ein Lachen, wie es lange nicht mehr über seine Lippen gekommen war. Ja, das war die kindliche Natur des Zollhauswächters. " Stuhlmann", rief er dann, erst einen Nordhäuser, nachher reden wir von Reichtum und Teilen." Still Eselsmüller, ich habe keinen Nordhäuser, nur Lichtenfelser Fusel und Wolfersdorfer Licht."" " Gut, alter Freund, feinen von beiden mag ich, lieber Ederwasser. Den ersten mögen die Dalwigter felbft trinfen, und den letzten die Schweinsberger, dürfen dann auch das„ bon" vor ihre Namen sehen. Zu solchem Gesöff ist der Eselsmüller zu dumm." „ Still", erwiderte ihm Stuhlmann,„ ich sehe mehrere Herren kommen." Der Eselsmüller stand auf, um fort zu gehen. ,, Seid fein Narr, Eselsmüller, wir fennen uns", rief ihm Stuhlmann zu, als er sah, daß er fort wollte. Ihr kennt mich, und ich kenne Euch. Daß Ihr der Lieferant des Nordhäusers seid, weiß ich vom Sonnenwirt, der gibt mir von Zeit zu Zeit eine Flasche ab. Ihr wißt, ein alter Matrose und Steuermann kann das Lutschen nicht lassen. Hier habt Ihr, was Ihr wollt", damit griff er in eine Ecke und gab dem Eselsmüller die Flasche.„ Seht hier das Schubfach, da ist sie verborgen, meine Alte weiß selbst nichts davon, sonst macht sie alles aus, wie die Weiber-nun Ihr wißt dieses nicht- uns stets an Klugheit über sind. Wir Männer sind in deren Angen nur Tölpel, doch was schwabe ich wieder, ach das Alter, so meint meine Frau inimer. Kann ich etwas dafür, daß ich alt geworden bin? Na schenkt Euch nur einen Ganzen ein, Eselsmüller, ich habe doch noch genug." ( Fortsetzung folgt.) Die Politik. A Nach dem französischen Beispiel kommt nun auch eine spanische Sondergesandtschaft zur Hochzeit des deutscher Kronprinzen nach Berlin. Der Führer ist Marquis de lo Mina, der mit einigen anderen Hervorragenden Persönlich feiten den König von Spanien bei der Feierlichkeit vertreten wird. Kurz von Beginn der Hauptversammlung des deut schen Flottenvereins hat der Kaiser den Präsidenten des Vereins, den Fürsten Salm, empfangen und im Anschlusse daran den Vortrag des Chefs des Marine- Kabinetts, Admi ral von Senden- Bibran, entgegengenommen. Man nimmt an, daß dabei die Art der künftigen Werbetätigkeit des Ver. eins und der Rücktritt der Generale Menges und Keim von ihren Aemtern im Präsidium zur Sprache gelangt ist. Ein französischer Journalist will ein Interview mi dem Grafen Tattenbach in Fez gehabt haben. Der deutsche Ge sandte hätte dabei erklärt, der Besuch bei dem Sultan hätte bei ihm den besten Eindruck hinterlassen. Der Herrschei hätte nur Worte des Dankes und der Anerkennung gespro chen. Graf Tattenbach findet in den Kreisen der Marokka ner gegen früher bedeutend größeres Verständnis für die europäische Kultur und schreibt dies dem friedlichen Eindrin gen der Mächte zu. Er selbst wolle zunächst eine abwartende Haltung einnehmen und die politischen Fragen später be rühren. Der Journalist meint zum Schluß seiner Aus: lassung, der Stand der Dinge sei für Frankreich weniger günstig, als man annehme. frankreich. Von dem Gefeßentwurf über die Trennung von Staal und Kirche wurde der Artikel 5 in der Deputiertenkammer angenommen. Nach diesem Artikel werden die kirchlichen Güter, auf denen mildtätige oder nicht zum Kultus gehörige Stiftungen ruhen, der staatlichen Verwaltung überwiesen. Russland. sur Disziplin zu bringen, wüstes Lärmen trat anstelle de Erörterung, und die Sigung mußte unterbrochen und ver lagt werden, weil die Herbeiführung einer Verständigung unmöglich war. Der Vorgang verdient genauere Beachtung denn er deutet auf eine tiefe Erregung der Gemüter, nic bloß im Unterhaus, sondern im ganzen Land. Auch ist der Anlaß der Erregung von großer Tragweite, weit über Eng lands Grenzen hinaus. An dem in Rede stehenden Montag hatte der englisch Minister Balfour angekündigt, daß im kommenden Jah eine Kolonialfonferenz zur Beratung der Frage einer Be porzugung der Kolonien in zollpolitischer Hinsicht stattfinder jolle. Der Führer der liberalen Opposition, Campbell Bannerman, setzte auseinander, daß er in dieser Mit teilung des Premierministers die Anfündigung eines Wech jels in der Regierungspolitik sehen müsse, und verlangt Aufklärung hierüber. Der Kolonialminister Lytteltor wollte hierauf das Wort nehmen, sei es, um im eigener Namen oder im Namen Balfours irgend welche Aufschlüss zu erteilen. Die Liberalen aber bestanden darauf, daß Bal four selbst und daß er sofort spreche. Sie erhoben solcher Lärm, daß weder der Kolonialminister, noch der Sprecher noch irgend ein konservatives Mitglied sich vernehmlich zu machen imstande war. Versuchte aber ein liberales Mit glied eine Auseinandersetzung, so übten die Konservativer Vergeltung, indem sie genau so schrieen, wie es vorher di Liberalen getan hatten. Endlich tat Minister Balfour des Opposition den Willen, indem er das Wort nahm. Doch ta er es nur, um der Opposition ihr schweres Unrecht und di Verderblichkeit ihres Verhaltens vor Augen zu führen. Ei wurde Herrn Campbell Bannerman schon geantwortet haben wenn die Zeit dazu gekommen. Zunächst wollte er die Ein wendungen auch der anderen Redner hören, um seine Er widerung nicht zu zersplittern. Unter allen Umständer komme es der Opposition die in England immer di Minderheit nicht zu die Reihenfolge der Redner zu be stimmen. Die Opposition richte den Parlamentarismus zi Grunde, wenn sie in solchem Verfahren beharre. Aus Anlaß der Unruhen in Schitomir wird amtlich er. flärt, eine Ausweisung der israelitischen Familien aus Kien sei nicht erfolgt, wie man im Auslande behauptet habe. Im Gegenteil würden die Härten der Gesetze über den Aufent halt der Israeliten in Kiew und im Südwestgebiete bestän dig gemildert. Was von solchen amtlichen Erklärungen in Rußland zu halten ist, weiß man von früheren Gelegenheiten zur Genüge. Die andauernde Erregung im ganzen Lande zeitigt übrigens die sonderbarsten Gerüchte. So soll in Zarskoje- Selo, der Residenz des Zaren, ein eigentümliches revolutionäres Komplott entdeckt worden sein. Die Verschwörer hätten die Absicht gehabt, den kleinen Thron. folger zu entführen und solange als Pfand zu behalten, bis der Kaiser wirksame Reformen durchgeführt habe. Die phantastische Geschichte klingt ziemlich unwahrscheinlich. In Warschau wurde ein neues Attentat verübt. Ein unbe fannt gebliebener Mann schleuderte gegen den Polizeiches von Siedlce eine Bombe. Der Polizeichef saß während des Attentats auf der Veranda des russischen Klubs und wurde schwer verwundet. Drei weitere Personen erlitten leichtere Verlegungen. Es gelang nicht, den Täter festzunehmen. Amerika. Zwischen Nikaragua und England ist ein Vertrag unterzeichnet worden, der die Souveränität Nikaraguas über die Moskitoküste anerkennt und die Benutzung von San Juan de Nikaragua als Freihafen aufhebt. Hof und Gesellschaft. *** Die Abreise des Kaiserpaares von Wiesbaden ist im letzten Augenblick verschoben und wird erst in mehreren Tagen erfolgen. Uebrigens verläuft der Heilungsprozeß bei der Kopfwunde der Kaiserin völlig normal, und das Befinden ist andauernd ein gutes. Ein zur Kur in Wies baden weilender indischer Nabob erschien im Schlosse mit der Absicht, dem Kaiser Geschenke zu überreichen. Er wurde indessen abgewiesen und für später bestellt. * ** So unwidersprechlich diese Darlegungen waren, für die erregten Gemüter hatten sie feine überzeugende Kraft. Di Linke erneute den Lärm, als Kolonialminister Lytteltor wieder sprechen wollte, und die Situng mußte, wie ober erwähnt, aufgehoben werden. 3 den Hochzeitsfeierlichkeiten des deutschen Kronprinzen wird sich vom russischen Hose Großfürst Wladimir mit seiner Gemahlin, einer geborenen mecklenbur gischen Prinzessin und Tante der Braut, sowie Großfürst Nikolaus Michailowitsch begeben. Außerdem erscheint eine Deputation hoher Garde- Offiziere und eine Abordnung des Kleinrussischen Dragoner- Regiments, dessen Chef der Kron prinz ist. Als Vertreter des Königs von Spanien ist der Oberstaumeister Marquis de la Mina angemeldet. Die Her Bogin Cäcilie ist mit ihrer Mutter, der Großherzogin Anastajia, von Ludwigslust nach Schwerin übergesiedelt. Die Hallenser Halloren haben beschlossen, der Kronprinzen- Braut cine gold- und silberdurchwirkte Gewürznelfen- Krone, den historischen Schmuck der Halloren- Bräute, zu überreichen. ** Das Beispiel zeigt, wie Icicht selbst gute Erziehung ver jagt, wenn politische Leidenschaften in Frage kommen. E seigt aber auch, daß wirklich die politische Leidenschaftlichkei in hohem Grade vorhanden und mit der Entscheidung der fünftigen englischen Wir schaftspolik eng verquickt sein muß. Die Königin- Witwe Margherita von Italien, die sich nach Beendigung ihres Wiesbadener Aufenthalt: nach Frankfurt a. M. begeben hatte, ist von dort nach Mün chen abgereist Sie cubote Ginigung über die Berggesetze gehandelt haben. Das Haus erledigte unterdessen eine Wahlprüfung. indem sie, dem Widerspruch des Zentrums entgegen, die Wah! der Abgg. Junghann und Dr. Voltz( ntl.) für gültig erflärte. Darauf lehnte es den Antrag Aronsohn, der An. siedelungsfommission zwei kaufmännische Regic ringsräte beizugeben, ab, nachdem Geheimrat Schilling vom Landwirtschaftsministerium ihn für unnötig und unpraktisch erklärt hatte. Die Haupttätigkeit sei immer von landwirtschaftlichen Sachverständigen zu leisten. Zum Schluß; wurde noch eine lange Reihe von Petitionen( acht Druckseiten voll!) in einer halben Stunde erledigt, da nur eine einzige überhaupt zu einer Diskussion führte. Uebermorgen findet nun, wie angekündigt, die dritte Lesung der Bergarbeiterschutz- Novelle statt; zugleich ist auch die zweite Lesung der Stillegungs- Novelle auf die Tagesordnung gesetzt Die englische Regierung hat die Absicht man sagt ih wenigstens die Absicht nach, und sie hat keinen Widersprud erhoben die altenglische Wirtschaftspolitik der„ offener Tür" aufzugeben, sich zum Schutzzoll zu befehren und die Herkünfte aus den englischen Kolonien zollmäßig anders als die Herkünfte aus dem Ausland zu behandeln, ebensc in den englischen Kolonien andere Zölle gelten zu lassen fin Herkünfte aus dem Mutterland und den Schwesterkolonien. und wiederum andere natürlich höhere-- für Herkünfte aus dem nichtenglischen Teil der Erde. Soziales Leben. [] Studenten als Straßenreiniger. Eine Anzahl Studenten der Hochschulen in Stockholm boten der städtischen Verwaltung ihre Unterstützung während des Ausstandes der Straßenreinigungsarbeiter an. Die Stadtbehörden nahmen die Hilfe, und so reinigten während der Nacht Studenten die Straßen. Der Newport Jabre 1907 eine nehmen. Von der ruff unter das Handels In der Näh eine Bugentgleifu - Die Schau bon 68 Jahren g A Der der Bachstein wurde prodjen. 3 fchimpfungen to öffentlichen Ver Berfchulden nid Habe dem Ange § Als Hochf Tiriach' bor de Regimentsfame Hannover, Lei Das Urteil la Jahre Ehrber [] Die Streikunruhen in Frankreich beendet. Der Ausstand der Polizisten in Lyon ist beendet. Die Beamten haben den Dienst wieder übernommen und man hofft, in einigen Tagen die letzten Spuren der eingerissenen Zuchtlosigkeit Der Ausstand der Eisenbahner verschwinden zu sehen. im Departement Corrèze ist gleichfalls beigelegt, nachdem die Forderungen der Ausständigen zum Teil bewilligt wor ben sind. Es ist außer Frage, daß England zu solcher Wirtschafts politik berechtigt ist, wie denn überhaupt jeder souveräne Staat seine Wirtschaftspolitik nach eigenem Gefallen be stimmen mag. Es ist ebenso außer Frage, daß im englischen Volf, wenigstens in einem erheblichen Teil des englischen Volkes, die erste Abneigung besteht, an erprobten Einrich, tungen etwas zu ändern. Das gilt für die englischen Libe ralen mindestens in demselben Grad wie für die englischen Konservativen. Wer sich auf den Spruch berufen kann ,, nolumus leges Angliae mutari", mir wollen nicht. daß Englands Gesetze eine Aenderung erfahren"- der hat in England bei den Wahlen meist gewonnenes Spiel. Daß gegenwärtig die Konservativen es sind, die die Aenderung münschen, und die Liberalen, die sie bekämpfen, hat für den Kenner englischer Verhältnisse nichts Auffallendes. Dic Liberalen wollen sich in diesem Fall die konservative Neigung der Bevölkerung zunuze machen. Sie wünschen deshalb baldige Auflösung des Parlaments und Anberaumung von Neuwahlen, von denen sie hoffen, daß sie in der jetzigen Erregung zu ihren Gunsten und gegen die Schattzzollpolitik ausfallen werden. Das ist es, was Campbell- Bannerman so stürmisch verlangt hat, und darum hat er es so stürmisch berlangt. Den englischen Liberalen soll die konservative Volksgesinnung helfen. Wir haben vom deutschen Standpunkt aus keine Ursache, den englischen Liberalen Mißerfolg zu wünschen. Ganz im Gegenteil. Deutfcher Reichstag. ( 191. Sigung.) - Nah und Fern. Prinzessin Luise von Koburg für geistig gesund erklärt... das ist das Resultat der sechsmonatigen Beobachtung der Prinzessin durch die Pariser Sachverständigen. Ten mit der Untersuchung des Geisteszustandes der Prinzessin beauftragten Aerzten waren zwei Fragen vorgelegt werden: 1. Ist Prinzessin Luise gesund; 2. Vermag die Prinzessin ihre Angelegenheiten selbst ordnungsmäßig zu führen? Alle beide wurden einstimmig bejaht. Das Gutachten wird auf diplomatischem Wege nach Wien gesandt werden, und es ist anzunehmen, daß munmehr das Wiener Oberhofmeisteramt sofort die nötigen Schritte zur Aufhebung der Kuratel ergreift, die jetzt nicht mehr aufrechterhalten werden kann. CB Berlin, 24. Mai. Der Antrag Blell betreffend die Gleichstellung der Handelsagenten mit den Detailreisenden wurde heute endgültig ohne Debatte angenommen. Längere Zeit nahm hingegen die zweite Beratung des Antrages Treuenfels in Anspruch, der die im§ 833 des Bürgerlichen Gesetzbuches ausgesprochene Haftbarkeit des Tierhalters für Tier. Englands künftige Wirtschaftspolitik. ich a den mildern will. Nach ausgiebiger Disfuffion, in ,, Der erste Klub des Landes" so nennt der Engländer halb im Ernst, halb scherzhaft das Unterhaus, dessen Mit. gliedschaft zu gewinnen deshalb in seinen Augen für eine hohe Ehre gilt. In diesem ersten Klub des Landes war der beste Ton selbstverständlich der„ Sprecher"- so wird der Präsident des Unterhauses genannt, nicht weil er viel spricht, sondern weil jedes Wort aus seinem Munde Gewicht und Bedeutung eines richterlichen Spruches hat ordnet nad geriebenem und ungeschriebenem Brauch, was zu ordnen ist, und seine Verfügungen haben unanfechtbare Geltung. Wer gegen den Brauch sich auflehnt, wer dem Sprecher Ge horsam versagt, der hat die Anwendung recht scharfer Dis ziplinarmittel zu gewärtigen. Das Unterhaus hat sein eigenes Gefängnis, das dem Verächter des Parlaments" fich) unter Umständen erst nach öffentlicher kniefälliger Ab bitte wieder öffnet. Freilich entschließt der„ Sprecher" sid nicht leicht, von seiner Macht Gebrauch zu machen. Di Selbstdisziplin der Mitglieder reicht aus, den Austrag auc der heftigsten Meinungsverschiedenheiten sich in gefälligen Formen vollziehen zu lassen. So war es bis zum 22. Mai. An diesem Tage zum ersten Mal hat das englische Unterhaus schlechte Sitten ge Beigt, fich zügellos benommen und die eigene Ordnung miß achtet. Der Sprecher war nicht imstande, die Ungebärdigen Die Revi Reichsgericht he Ter gegen das Bidler war dam Gewalttätigteiten woorden. Diefes + Das Drama von Konik wird durch einen sonderbaren Vorfall wieder in Erinnerung gebracht. Der Vater des in Konit ermordeten Gymnasiasten Winter erhielt nach seiner Heimat Prechlau folgende Depesche aus Berlin:„ In Sachen Ihres Sohnes kommt in diesen Tagen der Detektiv Flock nach P., welchem wir einen Vorschuß von 5600 Mark einzuhändigen bitten. Derselbe wird innerhalb 2 Monaten die Todesursache aufklären. Wir bitten, bis dahin die Sache geheim zu halen." Darauf erschien wirklich der angebliche Flock, um sich das Geld abzuholen. Als Herr Winter ihm mit Verhaftung drohte, entfernte er sich schleunigst, wurde aber später im Zuge nach Schlochau verhaftet. Man fand bei ihm Legitimationsbriefe auf Zaremba in Jehlenz, Kreis Tuchel. Möglicherweise hat man es mit einem Geistesfranken zu tun. der fast nur Juristen das Wort ergrissen und aus denselben Voraussetzungen die verschiedensten Schlüsse zogen, wurde dem Beschluß der Kommission gemäß der Antrag abgelehnt und eine Resolution angenommen, in der die Regierung auf. gefordert wird, einen die Haftbarkeit einschränkenden Gesebentwurf einzubringen. Es folgte die dritte Beratung der Novelle zur Zivilprozeßordnung, die nach kurzer Generaldebatte in der Fassung der zweiten Lesung angenom men wurde. Danach wurden die Wahlen der freisinuigen Abgeordneten Barbeck in namentlicher Abstimmung mit 109 gegen 100 Stimmen bei 17 Enthaltungen und der polni schen Abgeordneten Brecski und Korfanty in einfacher Av stimmung mit großer Mehrheit für ungültig erklärt. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. Nachwinter im Harz. Wie aus Harzburg gemeldet wird, bietet infolge starken Schneetreibens die ganze Gegend ein winterliches Bild. Das frische Grün der Bäume fugt mur verstohlen durch die weiße Decke. Studentenunruhen in Sofia. In der bulgarischen Hauptstadt kam es im Stadtgarten in Anwesenheit einer großen Menschenmenge zu Rempeleien zwischen Studenten, in deren Verlauf Revolverschüsse fielen. Infolgedessen wurde das Publikum von einer Panik ergriffen. ( 188. Sitzung.) RK Berlin, 24. Mai. Auch heute war wenig los". Das Interessanteste, was man beobachtete, war wohl die eifrige Tätigkeit des Chefs der Reichskanzlei, Herrn v. Loebell, der bald mit Kon servativen, bald mit Freikonservativen und Nationallibe ralen lebhaft verhandelte. Natürlich kann es sich da nur um Von Dragonern überfallen und in die Saar geworfen, wurde angeblich ein Tapezierer in Malstatt- Burbach. Der Mann wurde aus vielen Wunden blutend und pudelnaß von Schutzleuten am Saarufer aufgefunden. Er behauptet, seine Angreifer und Peiniger erkannt zu haben. Ein merkwürdiger Ehescheidungsfall wird aus Mailand berichtet. Vor 1½ Jahren starb ein italienischer Kautschukhändler namens Gurati in Merifo und hinterließ seiner Tochter ein Vermögen von 3 200 000 Mark unter der Bedingung, daß sie einen in Mailand lebenden Italiener rate. Aber das Mädchen hatte sich schon mit einem Gd zer namens Jossi verlobt; sie verfiel nun auf folgenden weg. Sie bot ihrem Mailänder Bewerber 800 000 menn er sich verpflichten wollte, so bald wie möglich na Trauung in eine Scheidung zu willigen. Der Mann daruf ein. Das Paar wurde getraut. An der Kirchtür ließ die junge Frau ihren Marn und machte sofort da eine Reise mit ihrem Geliebten. ** Der G Den Hauptman Infanterie Reg Nr. 116 und ** Da * Zeitungsla Herren nächtl fchäftes inze gebrachten Bei berfesten. Wi berbunden, um gefchehen ift, wir überall be einige fleine geben. Also: hängelaften in Ein frecher Spikbubenstreich wurde in Düsseldorf auf dem Hofe des Königlichen Regierungsgebäudes ausgeführt. Es erschienen dort drei Männer mit einer Handkarre und den nötigen Werkzeugen, die alsbald eine an der Mauer befestigte Pumpe losmachten, auf den Karren luden und damit fortfuhren, als ob sie das größte Recht dazu hätten. Auch das Hinzukommen eines Beamten, der sich noch eine Weile mit ihnen unterhielt, vermochte die drei Spizbuben in ihrer Arbeit nicht zu stören. Die Pumpe wurde sofort zu einem Althändler gebracht und der Eriös von 11 Mark in Alkohol unigesetzt. Jetzt siken die Pumpiers" sämtlich hinter Schloß und Riegel. Die diamantene Hochzeit feierte in Goldberg in Medlenburg der Schuhmachermeister Hartleben mit seiner Ehefrau. Der Großherzog ließ ein Geldgeschenk von 60 Mark übersenden. Vier Kinder verbrannt. Eine furchtbare Brandkatastrophe ereignete sich in Nonnenwalde bei Rehau. Das ein sam gelegene Gehöft des Bauern Leonhard Groh brannte ab. Dabei fanden vier Kinder des Besizers im Alter von bier bis vierzehn Jahren ihren Tod in den Flammen, wäh rend Groh selbst schwere Brandwunden erlitt. und Kraft- Ber Waffer liegt. Frage fomme Hermandad auf die Beit fünftig unfer Im übrigen f jungen Geschä prägen, um mit einer gut Tages- Chronik. Die landwirtschaftliche ProvinzialAusstellung von Schleswig- Holstein ist in Altona durch eine Ansprache des Herzogs Ernst Günther, auf die der Land wirtschaftsminister von Podbielski antwortete, eröffnet worden. ftets zu Dier zuflechend bie Borstell die gute Erz der Verborg ** Am beginnend, schuffes de Ordnung fta hier Enteign ** Be Spigmarte mitgeteilt, da schaft Afterw ** ir durch den Bi einberufene öf mit den schm moglift ftart Dringend gebo XVo mittag wur radelnder Hunde ins fich der Ve ihn in die der Fahrt ** * geteilt wird einer heute zu beendige gezogen. X S Runfigema mä de und heutigen Künstlerin D mitgeterit amter der Oberbürgerm vinzialbehörd Gießen, die fein. Krachenburg beftimmte Fri ** 200 werden fünftig Bericht der In der Sigur Bimmermann, handelt haben. Iprüfung. - Der Newyorker Gesangverein„ Arion" gedenkt, im entgegen, die Jahre 1907 eine Sängerfahrt nach Deutschland zu untertl.) für gültig nehmen. ohn, der An. unifche Regie unter das Handelsviertel, niedergebrannt. Von der russischen Stadt Alathr ist die Hälfte, darSchilling ötig und un iei immer bon leisten. Zum Cetitionen( acht ledigt, da nur ührte. Ueber. tte Sesung statt; zugleid obelle auf die Anzahl Stu der städtischen Ausstandes der örden nahmen chyt Studenten Oct. Der Aus Beamten haben Offt, in einigen Buchtlosigkeit er Eisenbahner elegt, nachdem bewilligt wor tig gesund er onatigen Beob achverständigen. andes der Prin agen vorgelegt 2. Vermag die nungsmäßig zu aht. Das Gut Wien gefandt ehr das Wiener ritte zur Auf mehr aufrechten sonderbaren Vater des in elt nach seiner n: In Sachen Detektiv Flod 5600 Mark ein2 Monaten die Dahin die Sache der angebliche err Winter ihm leunight, wurde tet. Man fand Jehlenz, Kreis einem Geistes, rzburg gemeldet = die ganze Ge Srün der Bäume der bulgarischen nwesenheit einer schen Studenten, Infolgedejsen riffen. e Saar geworfen, tt- Burbach. Der and pudelnaß von Er behauptet, haben. wird aus Mai italienischer Sant 5 hinterließ feiner cf unter der Be n Staliener einem Sc folgender 800 000 möglich na Der Mann der Kirchtu dhte fofort dat En Düfieldorf auf udes ausgeführt. r Handkarre und an der Mauer be en luden und da lecht dazu hätten der sich noch eine ie drei Spigbuben pe wurde fofort zu bon 11 Marf in ers" fämtlich hin Goldberg in Med en mit feiner Che hent von 60 Mart htbare Brandfata Rehau. Das ein ard Groh brannte sers im Alter von n Flammen, wäh litt. liche Propinzial Altona durch ein auf die der Land twortete, eröffne In der Nähe von Losowaja in Rußland kamen durch eine Zugentgleisung viele Reisende ums Leben. - Die Schauspielerin Amalie Schönchen ist im Alter bon 68 Jahren gestorben. Aus dem Gerichtsfaal. § Der der Gotteslästerung angeklagte Divifionspfarrer Bachstein wurde vom Kriegsgericht zu Münster freigeprodjen. Zwar wurde das objektive Vorliegen von Beschimpfungen fatholischer kirchlicher Einrichtungen in einer öffentlichen Versammlung bejaht, doch sei ein subjektives Verschulden nicht anzunehmen. Die Absicht der Beschimpfung habe dem Angeklagten ferngelegen. § Als Hochstapler stand der Leutnant a. D. Ernst von Ciriach vor dem Landgericht zu Dresden. Er hatte seine Regimentskameraden in Berlin, Charlottenburg, Hamburg, Hannover, Leipzig und Dresden um 52 000 Mark betrogen. Das Urteil lautete auf drei Jahre Gefängnis und fünf Jahre Ehrverlust. § Die Revision des Grafen Pückler verworfen. Das Reichsgericht hat die Revision des bekannten Agitators Bückler gegen das Urteil vom 12. Januar d. J. verworfen. Graf Büdler war damals wegen Aufreizung zum Ungehorsam, zu Gewalttätigkeiten usw. zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Dieses Urteil ist nunmehr rechtskräftig. Lokales. 25. Mai 1905. ** Der Großherzog empfing am 24. Mai. u. A., den Hauptmann Schroeder und den Leutnant Ebel vom Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hess.) Nr. 116 und den Pfarrer Hartmann von Ulrichstein. *** Danksagung an die Aushänger unserer Zeitungstasten! Anfangs dieser Woche haben einige Herren nächtlicherweile eine teilweise Verlegung unseres Ge schäftes inszeniert, indem sie unsere am Seltersweg angebrachten Zeitungskaften abhaften und an einen anderen Blaz versetten. Wir sind für diese Liebenswürdigkeit außerordentlich verbunden, umsomehr, als sie gänzlich ohne unsere Jnitiative geschehen ist, ersehen wir do daraus, welchem Wohlwollen wir überall begegnen. Nichtsdestoweniger möchten wir aber einige fleine Fingerzeige für spätere ähnliche Gelegenheiten geben. Also: erftens möten wir nicht, daß unsere Aushängetasten in die Bahn spebiert werden, denn das ist Zeitund Kraft- Bergeudung, da unsere Zukunft nicht auf dem Waffer liegt. 8weiten möchten wir auch nicht, daß die in Frage kommenden Transporteure wieder vor der heiligen Hermandad ausreißen, denn es wirft ein sehr schlechtes auf die Zeitung, die die Polizei fürchtet. Wir bitten, fünftig unser Interesse auch in dieser Hinsicht wahrzunehmen. Im übrigen sollte es uns freuen, wenn unsere uneigennüßigen jungen Geschäftsfreunde einmal auf unserer Redaktion vorsprächen, um unseren persönlichen Dant entgegenzunehmen; mit einer guten Bigarre oder einem guten Cognac stehen wir ftets zu Dienften, eventuell sind wir geneigt, frisch an zu flechen oder ein solennes Raterfrühstück zu spanbieren Daß bie Vorstellung nicht schon längst erfolgt ist, bestätigt nur die gute Erziehung unserer Freunde. I zt aber heraus aus der Verborgenheit nnd feine übertriebene Bescheidenheit! Am Samstag, dem 27. d. M., vormittags 9 Uhr beginnend, findet eine Sigung des Provinzial- Ausschuffes der Provinz Oberhessen mit folgender Tages Ordnung ftatt: Die Verlegung der Haltestelle in Ranstadt; hier Enteignung von Gelände. ** Berichtigung. Zu unserer in Nr. 119. unter der Spigmarke in Messerheld" gebrachten Rotiz wird uns mitgeteilt, daß der Arbeiter den Messerstich nicht in der Wirtschaft Afterweg 7, sondern auf der Straße erhalten hat. ** Wir verweisen nochmals auf die auf heute Abend durch den Bürgerverein Gießen nach dem Café Leib einberufene öffentliche Bürgerversammlung, die sich Eine mit den schwebenden Bahnprojekten befassen wird. möglichst starte Beteiligung seitens der Bewohnerschaft ist bringend geboten. Jedermann hat Zutritt. Vom tollen Hund gebissen. Gestern Nachmittag wurde in der Nähe der Aftienbrauerei Gießen ein radelnder Dachdecker von einem anscheinend towütigem Hunde ins Bein gebissen. Da die Bunde aufhwoll, begab sich der Verletzte in ärztliche Behandlung. Der Arzt schickte ihn in die Klinik und jetzt der Gebiſſere befindet sich auf der Fahrt nach Berlin. ** Der Schneiderftreit beendet? Wie uns mitgeteilt wird, beschlossen die Gießener Schneidergehülfen in einer heute Morgen abgehaltenen Versammlung, den Ausstand zu beendigen. Die Streikposten wurden bald darauf zurückgezogen. Gemeirder tglieder H. Csön, Ph. Echmidt, Fr. Bach, C. Schwalm, J. Schupp, W. Bartholomä, C. Erdmann und H. Schadeck. - - - Die Tagesordnung lautet: 1. Instandseßung des 2. Genehmigung des WirtschaftsSteges an der Lumda. 2. Genehmigung des Wirtschafts3. Bewilligung eines erplans über die Waldungen. 4. Ge. weiterten Kredits von 200 Mt. für Kulturkosten. such des Metzgers G. Schwalm wegen Herstellung des Garten5. Gesuch des Regelflubs zaunes an der Lumdastraße. Gut Holz" um Ueberlassung des Turnplages bei Abhaltung 6. Gesuch des W. Taufter um eines Preistegelfeftes. 7. Ge Genehmigung der Anlage eines Anschlußgeleise. such des Joseph Wenglorz betr. Wirtschaftskonzession. 8. Beldbeschaffung für die Feldbereinigung. Straßenrinne des H. Schadeck 7. 11 - - - 9. Die Punkt 1. Die hierzu erforderlichen Kosten von ca. 35-40 Mart werden genehmigt. Bunft 2. u. 3. Bu diesen beiden Punkten erfolgt fein Widerspruch und werden einstimmig genehmigt. Punkt 4. Der Gartenzaun des G. Schwalm wurde durch das Auffüllen der Lumbastraße beschädigt und soll auf Gemeindefoften wieder hergerichtet werden. " Bunft 5. Dem Regelflub Gut Holz" wird zur Abhaltung eines Preistegelfestes der Turnplay frei zur Verfügung gestellt und zwar unter den Bedingungen, daß der Vereinswirt H. Schadeck den Turnplatz planiert und in einen besseren Zustand versetzt. Puntt 6. Steinbruchsbefizer Tauster von Ehringshausen beabsichtigt in der Gemarkung Lollar am Hohlwege ein Anschlußgeleise an die Bahn Lollar- Londorf anzulegen und dortselbst einen Steinbrecher aufzustellen. Auch ist eine Drahtseilbahn bis zum Steinbruch Heibertshäuserkopf geplant. Dieses Gesuch wurde einstimmig abgelehnt, weil durch die Anlage eines Steinbrechers das anliegende Feld von diesem Grußftaube verunreinigt und somit die Landwirtschaft sehr geschädigt wird. Auch befindet sich in der Gemeinde bereits ein Steinbrecher und würde dieser dadurch sehr benachteiligt. Punkt 7. Da es sich hierbei um Weiterbetreibung einer Wirtschaft handelte, wurde die Konzession erteilt. Bunft 8. Die für die Feldbereinigung erforderlichen Rapitalien wurden bei der Bezirkssparkasse in Gießen entnommen und übernimmt die Gemeinde die Bürgschaft. Bunft 9. Die Straßenrinne bei H. Schadeck 7. soll ca. 10 Meter verlängert werden um das Wasser direkt in Rumda zu führen, es wird hierdurch einem großen Uebelftande abgeholfen. Der Antragsteller hat sich bereit erklärt die bierzu erforderlichen Materialien unentgeltlich herbeizufahren. Sodarn wurden noch einige geheime Punfte beraten und beschlossen. Auf die Frage betr. einer 2. Hebame teilt der Bürgermeister mit, daß sich für diesen Beruf bereits drei Frauen gemeldet hätten. Die Sigung wurde 83% Uhr geschlossen. K Friedberg, 24. Mai. Die Interessenten der Fried berg- Ranstädter Bahn sprachen sich in einer Ber fammlung einstimmig, mit Ausnahme von Wickstadt, für die Einmündung in die Friedberg- Hanauer Strecke bei Assenheim aus. § Bugbach, 22. Mai. Lohnbewegung der Schreiner. Die hier beschäftigten Schreiner haben eine Ausbesserung ihrer Lage beschlossen. Der Wunschzettel Aufbesserung ihrer Lage beschlossen. lautet: 2 Pfg. Aufschlag pro Stunde Arbeitslohn, 1 Stunde Arbeitszeitfürzung an Samstagen und 10 Prozent Aufschlag auf Ueberstunden. Da die Unternehmer mit Ausnahme der Bimmergeschäfte diese Forderungen aber abgelehnt haben, so treten die Gesellen am nächsten Montag in den Ausftand. A Hungen, 23. Mai. Die im Winter begonnene Städtische Wasserleitung wird in etwa fünf Wochen ausgebaut sein. Dieser Tage wurden die Hauptrohre durch die Horloff gelegt. Das Reservoir und die Pumpstation sind im Bau begriffen. ** Romrod, 24. Mai. Der Großherzog hat die anfäßlich seiner Vermählungsfeier geftiftete Medaille dem Bürgermeister der Stadt Romrod, Schmidt, dem Prä fidenten des hiesigen Kriegervereins, Böcking, dem Schloßverwalter Karl Haack, dem Forstmeister Haberkorn, sowie dem Wachtmeister Heun und dem Gendarmen Weber verliehen. §§ Elpenrod, 24. Mai. Ein hiesiger Radfahrer, der den stellen Weg nach Nieder- Ohmen zu fuhr, tam zu Fall und brach ein Bein. K Vom Main, 24. Mai. Infolge der Kälte in den letzten Nächten haben die Kartoffeln hie und da Not gelitten. K Bon der Rhön, 24. Mai. Mai- Schneee An manchen Teilen der Rhön fiel Schnee bei sehr niedrigem Thermometerstand. vereins Gießen. - also entsprechen worden. Der Staat übernimmt die Ges halte der beiden Landwirtschaftslehrer und den Ersaz ihrer Tagegelder und Reisekosten; die Räume für die Schule, Heizung, Beleuchtung und Wasserversorgung sollen von der Gemeinde des Sizes der Schule gestellt werden. Von dem Kreise sind also nur noch die Kosten für den Hilfslehrer und die Verwaltung, insgesamt 2400 Mt., aufzubringen, während der Staat rund 7000 Mt. übernimmt. Diesen Ausgaben wird die Einnahme aus den Schulgeldern mit mindestens 400 f.( 20X20) gegenüberstehen, sodaß eine jährliche Ausgabe von höchstens 2000 Mt. anzunehmen ist und für die Beit vom 1. Oktober 1905 bis 1. April 1906 die Hälfte hiervon mit 1000 Mt. Zu den jährlichen Ausgaben tritt in diesem Jahre noch eine einmalige für Anschaffung für Lehrmitteln im Betrage von 1000 Mt. Da nun der Kreis im Rechnungsjahr 1905 nicht in der Lage ist, die Kosten für die landwirtschaftliche Winterschule aufzubringen, hat sich der landwirtschaftliche Bezirksverein des Kreises Gießen bereit erklärt, dem Kreise einen Betrag von 2050 Mt. für den erwähnten Zweck zur Verfügung zu ftellen, vorausgeseßt, daß der Kreis die landwirtschaftliche Winterschule als Kreisanftalt übernimmt. Der Kreisausschuß beantragt, das Anerbieten des landwirtschaftlichen Bezirksvereins anzunehmen und die geplante Winterschule als Kreisanstalt zu errichten. In gleicher Weise hat sich der Landwirtschaftliche Bezirksverein bereit erklärt, für das Jahr 1905 die Mittel für eine Wander- Koch- und Haushaltungsschule im Betrage von 1000 Mt. für einmalige Ausgaben ( Anschaffung von Geräten 2c.) und von 900 Mf. für wiedertehrende Ausgaben für die Zeit vom 1. Oktober 1905 an dem Kreise zur Verfügung zu stellen. Seit Herst 1900 besteht im Kreise Wetzlar eine vom Kreis eingerichtete und unterhaltene wandernde Haushaltungsschule, nach deren Muster eine solche auch im Kreise Gießen ins Leben treten Die Dauer der Kurse beträgt im Durchschnitt foll. 7 Wochen. Der Untericht erstreckt sich auf Kochen, Waschen, Bügeln, Nähen, Flicken, Stricken, Stopfen u. s. w, sodaß alle einer Hausfrau im Haushalt obliegenden Arbeiten theoretisch und praktisch gelehrt werden. Hauptgewicht wird auf die Pflege des Ordnungs- und Reinlichkeitsfinnes und auf die richtige Sparfamfeit gelegt. Neben der gewöhnlichen bürgerlichen Küche und der Fertigkeit in allen im Haushalt vorkommenden Handarbeiten wird auch die Herstellung von Krankentoft gelehrt; ebenso werden die im Krankenzimmer erforderlichen gesundheitlichen Maßregeln besprochen. Um das fachgemäße Einkaufen zu lernen, haben die Teilnehmerinnen abwechselnd bei den Kaufleuten des Ortes, an welchem der Unterricht stattfindet, die für die Rüche notwendigen Waren einzukaufen. Die gesamte Kücheneinrichtung, sowie alle zur Erteilung des Unterrichts erforderlichen Gerätschaften, insbesondere auch die zur Erteilung des ( Nähmaschinen, Baschkessel u. s. w.), ein Verbandtaften mit Unterrichts in Nähen, Waschen und Bügeln nötigen Geräte Verbandzeug und einfachen Heilmitteln werden vom Kreise angeschafft. Hierfür sind az einmaligen Roften für den Kreis Gießen 1000 Mt. vorgesehen. Literarisches. *** In Mittelbachs Kartenverlag in Leipzig erscheint jezt ein neues großangelegtes Kartenwert von Deutschland unter dem Titel: Neueste Spezialkarten für Hand, Reise und Kontor im Maßstabe 1: 300000. Der weitaus größte Teil von Deutschland liegt bereits in Einzelblättern fertig vor, jedes Blatt umfaßt einen oder auch mehrere Landesteile bezw. Provinzen. Der Preis der einzelnen Blätter ist troß ihrer Größe und trotz der schönen, vielfarbigen und flaren Ausführung ein sehr niedriger. So foftet z. B. das uns hier besonders interessierende Blatt Großherzogtum und Provinz Hessen in Umschlag nur 1,50 Mt., aufgezogen, gebrochen 3,50 Mt. und als Wandkarte aufgezogen mit Stäben 5 Mt. Die vorzüglichen, sehr genauen Karten, die sich nicht nur zum Hand- und Reisegebrauch, sondern wegen der start hervortretenden Eisenbahnlinien auch zu Kontor- und Wandkarten gut eignen, seien angelegentlich empfohlen. Man erhält sie in jeder Buchhandlung oder auch direkt von Mittelbachs Verlag in Leipzig. Neueste Nachrichten. * Batu, 25. Mai. Ein neuer Todeswurf. Gestern Nachmittag 3 Uhr wurde Gouverneur Fürst Nakashidze durch eine Bombe getötet, ebenso ein Kosaden- Offizier, der zufällig vorbeiging; der Kutscher wurde verwundet. Marttberiste. Steben 25. Mai. Muf dem heutigen Wochenmartt lofteten Butter per fb 105-1.20., Sühnereler ber Stid 5-6 fg., Enteneler St 6-7 Ri pez St. 6-8 Pig., Käsematte& St. 5-6 Pfg. Erbien per Liter 21 Pfg., Linien per Liter 32 Bfg.. Tauben per Paar 0.80-1.00, pugner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Sahnen, per × Kunst- Gemälde- Ausstellung. In der Gießener Generalversammlung des landw. Bezirks- Stid 6.80-1.80, Entes per Stud 1.80-2.20, Gänse ver Bfb. Kunstgemälde Ausstellung sind gegenwärtig über 100 G- mä de und Portraits berühmter Rünstler ausgestellt. Von heutigen Tage ab sind 4 Portraits einer einheimischen Künstlerin( Marie Felsner) für kurze Zeit ausgestellt. Das Ende der„ Krachenburg". Wie uns mitgeteilt wird, besichtigte am vergangenen Montag ein Be amter der Regierung aus Darmstadt in Gegenwart unseres Oberbürgermeisters Mecum sowie eines Beamten der Provinzialbehörde die in der Neuen Bäue gelegene Bierde Gießens, die im Volksmunde weit und breit bekannte „ Krachenburg". Es soll dem Befizer derselben jetzt eine bestimmte Frist zum Abbruche des Gebäudes gegeben worden sein. * Lollar, 23. Mai. Gemeinderat fitung. Wir werden fünftig stets die Tagesordnung und einen umfassenden Bericht der Sitzungen des Gemeinderats Lollar bringen. In der Sizung am Montag waren anwesend: Bürgermeister Zimmermann, Beigeordneter Schmidt, sowie die Herren Man schreibt uns: In der am 23. da. Mts. im Café Ebel dahier stattgefundenen Sigung des landw. Bezirksvereins Gießen wurden die in der Ausschußsizung vom 18. Mai gefaßten Beschlüsse genehmigt nämlich: - - 1. Der Voranschlag wird genehmigt. 2. Die in dem Voranschlag für Errichtung einer Landwirtschaftsschule und einer Wander- Henshaltungsschule vorge sehenen Beträge werden dem Kreise Gießen unter Vorausseßung überwiesen, daß derselbe im Laufe des Rechnungsjabres 1905 diese beiden Schulen als Kreisanstalten einrichtet und übernimmt, einstimmig die Genehmigung erteilt. Der Ort, an welchem die landm. Winterschule tommt wird von einer Kommission demnächst bestimmt werden. - Dem wiederholt ausgesprochenen Wunsche der Landwirtschaft treibenden Bevölkerung auf Errichtung einer landwirtschaftlichen Winterschule im Kreise Gießen ist jetzt 00-00 fg., Ochsenfleisch per fb. 70-80 Bfg., Rindfletsch per Pfd. 62-68 Pfg. per Bfb. Schweinefleisch 66-76 Bfg. Schwetne fletsch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-74 Bfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kello 6.50 5. 7.00 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 Bf. per Stüd, Zentner 3-4 Mr. Mepfel per Zentner 6-10 mt. Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 00-00 fg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Markizeit im Umberzieben fetlgeboten werden. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung is Hessen für Freitag, den 26. Mai. Zunächst heiter, später woltig und stille Gewitter; erheblich wärmer. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inferatenteil: Ibin Klein, für den Abrigen Inhalt: Georg Horn, belbs in Siegex. Nur 4 Tage in Gießen. swaldsgarten. Meister- Prüfungen für Handwerker Betc.: Ausführung der Gewerbe- Ordnung. Zirkus Althoff ist eingetroffen und giebt während 4 Tagen Vorstellung. Eröffnungs- Vorstellung Donnerstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr in der Provinz Oberhessen. Die diesjahrigen Prüfungen zur Erlangung des Meistertitels (§ 133 der Gewerbe- Ordnung) werden innerhalb des Monats August d. Js. abgehalten. Die Gefuche um Zulassung zur Meisterprüfung sind un: er Be= Nur erstklassiges Künstler- Personal mit sensationellem Groß- nuzung des vorgeschriebenen Formulars( bei dem Unterzeichneten erhältlich) spätestens bis zum 31. Juli d. J. an die unterzeichnete Stadt: Programm, u. A.: Brüfungskommission zu richten. Beizufügen sind nach§ 2 der Meister prüfunge- Ordnung folgende Unterlagen: Die Fahrt im Todesring von der internat. Radrennfahrer: Compagnie. Die größte Sensation der Jeztzeit. Sintrittspreise im Vorverkauf bei Herrn Louis Lind, Zig.- Handl. Kirchenplatz und Herrn R. Buchacker, Zigarren- Handl. Neuen- Bäue: Sperrsiz 1,25 Mr., 1 Play 80 Pf. An der Zirkuskasse: Sperrsitz 1,50 Mt., 1. Platz 1 Mr., 2. Play 60 Pfg., Gallerie 40 Pfg. Näheres Tageszettel und Plakate. Waisenschut Sonntag, den 28. Mai Sommerfest auf der Schönen Aussicht". Grosses Preis- Kegeln. Aufsteigen eines großen Luftballons und sonstige Ueberraschungen. Karussell 2c. Tanzvergnügen. Eintritt 20 Pfg. Original 1. ein kurzer eigenhändig geschriebener Lebenslauf, 2. eine Geburtsurkunde, 3 das Prüfungszeugnis über die Gesellenprüfung, oder der Nachweis darüber, daß der Gesuchsteller die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen nach§ 129 dec Gewerbe Ordnung, ſich erworben hat, 4. der Nachweis über eine mindestens 3jährige Tätigkeit als Gefelle, 5. die Zeugnisse über etwaigen Besuch gewerblicher UnterrichtsAnstalten, 6. ein polizeiliches Führungszeugnis. Vor der Anmeldung zur Prüfung ist an das Sekretariat der Handwerkskammer zu Darmstadt, Waldstraße 112, cine Prüfungsgebühr von 25 Mk. einzuzahlen. Eine Quittung hierüber ist dem Gesuche beizulegen. Gießen, den 1. Juni 1905. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß auf Grund des Outsstatuts vom 27. Juni 1892 am 28. Mai u. 4. Juni, als den zwei Sonntagen vor Pfingsten, die Beschäftigungszeit der Handlungsgehilfen pp. und der Verkaufszeit für das gesamte Handelsgewerbe bis 7 Uar abends ausgedehnt werden kann. Gießen, den 24. Mai 1905. Großherzogliches Bolizeiamt Sicken. Herberg. Betr.: Ausnagmetage für den Ladenschluß und die Beschäftigungszeit in offenen Verkaufsstellen. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur Kenntnisnahme der Interessenten, daß in diesem Jahr an einem Wochentag vor Himmelfahrt: 31. Mai und an zwei Wochentagen vor Pfingsten: 9. und 10. Juni die Vorschriften über die Mindestruhezeit und Mittagspause der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter(§ 139c der GewerbeOrdnung) feine Anwendung zu finden haben und die Läden, so vie die offenen Verkaufsstellen an diesen Tagen bis 10 Uhr abends offen gehalten werden dürfen. Gießen, den 24. Mai 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die Meister- Prüfungskommission für die Provinz Longstraße zwischen Bleich- und Goethestraße wird Die unterm 30. März I. J. angeordnete Sperre der hiermit aufgehoben. Oberhessen. Traber, Vorsitzender. Gras- Versteigerung. Auf dem Baugelände für die Universitäts- Neubauten in der Klinikstraße soll Freitag, den 26. Mai, vorm. 8 Uhr, Eintritt 20 Bfg. die erste Schur Gras in verschiedenen Losen meistbietend versteigert werden. Man beachte SINGER die Fabrikmarke. SINGER RADE MANFG.CO MARK Nähmaschinen Gießen, den 23. Mai 1905 Großh. Banbehörde für die Universitäts- Neubauten Gießen. Becker. der Gießen, 24. Mai 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 30. März I. J. angeordnete Sperre Landgrafenstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. Mai 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Bei einem Schweine des Gutsbesizers Gg. Bichler auf dem Hardthof ist die Rotlauffenche festgestellt Vergebung v. Weißbinderarbeit. worden. Gehöftsperre ist angeordnet. Die zur Herstellung des äußeren Verpuzes am früher Plant'schen Hause, Bahnhofstraße Nr. 20 erforderliche Weißbinderarbeit soll Mittwoch, en 31. Mai d. J., vorm. 11 Uhr Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. öffentlich vergeben werden. Gießen, Lindenplag 1 Darmstädter Pferde- Lotterie. Ziehung am 30. Mai. 1 Los nur 1 Mart. ( Biehungsliste und Porto 20 Pfg.) 1 eleganter Wagen, Zweispänner mit 2 Pferden und kompletem Geschirr i. Werte von ca. 1 Reitpferd mit Sattel n. 3anm, i. W. v. ca. Mt. 6000 Mt. 2000 Gießen, den 24. Mat 1905. Großh Bolizeimut Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei West- Anlage zwischen Bahnhofstraße und der Bahnuns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der unterführung von heute ab bis auf weiteres für den daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an Fuhrverkehr gesperrt. uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 25. Mai 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Eine Dame sagt es Mt. 10 300 Mt. 5000 der 1 Stuhlwagen m. 1 Pferd u. Geschirr, i. 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