tshaus. Mr. 96. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kretse Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Bfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Dienstag, den 25. April 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pig., durch die Post bezogen vierteljährl. Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Vom felt zum Werktag. Die Ostersonne ist zur Rüste gegangen. Erbauung und Croft hat die christliche Welt geschöpft aus den Tagen, da der Eriumphgesang erscholl von dem Sieg des neuerstandenen Lichts über die Mächte der Finsternis und der Verneinung, on der unvergänglichen Lebenskraft der aus Grabesfesseln rei emporschwebenden Wahrheit. Der Festjubel ist verauscht; nun heißt es wieder mit frischem Mute und ernſtem Etreben an die Arbeit des Alltages gehen. Das soll und uß die Menschheit tun nicht mit Unwillen und Verdrießlicheit, sondern mit fröhlichem Rückblick auf die genossenen Freuden, aber auch mit entschlossenem Vorwärtsschauen auf ie harrenden Aufgaben. Gerade das Osterfest mit seiner wieja chen Bedeutung, dem Obsiegen der göttlichen Liebesehre über Verblendung und Aberglauben, und dem Einzug Des segenspendenden Frühlings, ist geeignet, neue Impulse Fir to tkräftiges Wirken und Schaffen zu geben. Nach der Mube die Arbeit, so ist es recht. Nur dann werden uns die Zeste zu wirklich frohen, nach dem alten Sprichwort, wenn die auren Wochen vorhergegangen sind. Und wird nicht jeder Tag zum Höhepunkt, an dem wir an unserem kleinen Teile der Pflicht genügt haben, die das Schicksal uns zu erillen gab? Da heißt es, den Festtagsrock an die Seite mängen, und mit williger Hand an das Werk gehen, das zu wollenden notwendig ist. Auferstehen muß jeder Staubge= orene an jedem neuen Morgen von den erschlaffenden Zagern der Trägheit, auferstehen aus den Banden der sinnmnebelnden Gewalten, die ihm in trügerischer Weise den mühel osen Genuß als das höchste der irdischen Ziele voraufel.n. Die Osterzeit ist für ungezählte herangewachsene Menschenfinder der Zeitpunkt, an dem sie hinausgeschickt werDen im die Fluten des brandenden Lebens. Schule und jaus führten sie bisher sicher am Arm der Eltern, der Lehrer iber Untiefen und Klippen. Jetzt werden sie auf sich selbst gestellt. Forschen und suchen müssen sie nun, forschen nach Der Art der Betätigung im wirbelnden Getriebe der Welt, uchen nach der eigenen Festigung und Ueberzeugungstreue. die für die einnmal erfannte Wahrheit auch zu dulden und u leiden weiß. Der Gottessohn, der am Schandpfahle sein Reben für die Wahrheit aushauchte, hinterließ dem kämpfenen Menschen das erhabenste Beispiel. Durch Not und Qual ing der Weg des Gekreuzigten empor zu den lichten Höhen immillischer Vollendung. Per aspera ad astra- zu den Stern en müssen wir unser Angesicht erheben, wenn der Pfad einig und dornenvoll wird, wenn die Hand erlahmen und er Mut sinken will. Die Geschichte der Menschheit ist nicht in Ding des Zufalls gewesen. Vor uns haben Milliarden arbeitet, gehofft und gelitten, nach uns werden Milliarden ingen und bluten, aber aufmärts hat der Weg bisher eführt und aufwärts gehen wir selbst, wenn wir uns geben, treu und ohne Schwanken der Pflicht die erste Seite im Lebensbuche einzuräumen. Nicht der Pflicht. mürrisch getragen wird als ein Joch und eine Bürde, ondern die wir freiwillig und heiter ansehen als die beste Begleiterin, die tröstende Freundin in allem Ungemach, die ansthafte Beraterin bei jedem Zweifel. Denken wir so, dann wird uns jeder Werktag zum Fest. De Ruhe nach dem fertigen Werk ist um so köstlicher, je mehr wir in uns selbst die Befriedigung tragen und den Wunsch, auch fernerhin mitzuwirken an Kultur und Geeinem verhüllten Patel Fitturug, zu dienen nicht dem nackten Egoismus für das ):„ Berettet!" swillen, ein Aind... ein 337 as nody im Reller lag!" ugere Wohlergehen der eigenen Person, sondern ein Wertdaffender zu werden für Jamilie, Volf, Allgemeinheit. Unser Leben währet siebenzig Jahr, und wenn's Hoch ommt, so sind's achtzig Jahr, und wenn's köstlich gewesen iso ist's Mühe und Arbeit gewesen," sagt der Psalmist. Jühe und Arbeit ist köstlich, nur aus ihnen wächst der beer für den Großen und das bescheidene Blümlein des denfens am Grabe desjenigen, der tief unten im Tale bandelt. Arbeiten wir Segen ist der Mühe Preis! Kretas ,, nationale Wiedergeburt". Dit unwilligem oder mindestens erstauntem Kopfschütteln man in den europäischen Hauptstädten von dem TheaterNotiz genommen, den die fretensische Volksversammlung Szene gesezt hat. Wie es den Anschein hat, wird der ziell proklamierte Anschluß an Griechenland eine pame Erklärung bleiben. Wie gering man in eingeweihten eisen die Kreter und ihr Streben nach ,, nationaler Wiederurt" einschätzt, beweisen die nachfolgenden interessanten führungen eines Deutschen, der lange Zeit in der Lete zugebracht hat und die einschlägigen Verhältnisse aufs auefte tennt: In dem südosteuropäischen Wetterwinkel gärt es schon ge. Eigentlich gärt es dort immer. Das Gären ist der turzustand bei den„ interessanter Völkerschaften" da en, deren Hand von je gegen jeden erhoben gewesen und en die sich deshalb jedermanns Hand erhoben hat. Nur in cin Starker da ist, vor dem die Rauflustigen zittern, Ruhe gehalten. Ein Starker aber ist nicht mehr im Lande, seitdem ein Nachkomme des Propheten, Sultan Wah= mud der Prächtige, sich gezwungen gesehen, seine eigene Garde, die Janitscharen, zu seiner Sicherheit niederzumachen. Sultan Mahmud war vielleicht der letzte große und heldenhafte Khalif. Doch es war sein Kismet, daß er sein Heldentum nicht anders anwenden konnte, als zum Verderben der Kraft seines Landes. Sein Grabmal in Konstantinopel, ein wundervolles Mausoleum, ist ohne Absicht ein Symbol seines Wirkens: In der Mitte eines hochgewölbten Raumes steht auf niedrigem, umgitterten Ausbau sein mächtiger Sarkophag. Zu seinen Füßen in fleineren Särgen seine Lieblingsfrauen, und an seiner Seite die Tochter, an der er mit besonderer Zärtlichkeit hing. Rund umher riesige Säulen von Mannesstärke aus Wachs. Es sind brennende Lichtsäulen, die einen merkwürdigen Glanz verbreiten und sich verzehren. So hat Mahmud der Prächtige auch bei Lebzeiten leuchtend sich verzehrt. Sultan Mahmud war der letzte Khalif, der die ,, interessanten Völferschaften" an der Donau und auf der Balkanhalbinsel mit eisernes Faust niederhielt und mit grimmiger Verachtung auf die Besiegten herabsah, die sich für Nachkommen der Römer halten, weil sie die eigene Sprache vergessen, vielleicht auch nie eine besessen haben, oder für Nachkommen der Griechen, weil sie auf den Gräbern der Hellenen ein Räuberleben führen. Seitdem er gestorben, heißt der Herrscher am Goldenen Horn der " kranke Mann", und vor dem fürchten sich die„ Interessanten" nicht, obwohl er in seiner Schwäche selbst ihnen noch weit überlegen ist. Sie wissen eben, daß der„ franke Mann" sie wohl noch besiegen, aber nicht mehr wie Besiegte behandeln darf. So ließen sich die Serben im Jahr 1876/7 einmal ums andere von den Türken niederrennen, bis der ..große slawische Bruder", der Russe, kam und Serbiens Selbständigkeit erkämpfte, was ihm übrigens schwer genug fiel. Fürst Milan war von den Türken buchstäblich zum König geschlagen worden. Im Jahr 1886 machte Fürst Alexander von Bulgarien den Putsch, der Ostrumelien zu Bulgarien brachte, ihn selbst aber seinen Fürstenhut kostete. Der große russische Bruder war diesmal sehr unzufrichen gewesen, und er wußte, warum. Für Serbiens Befreiung hatte er Bosnien und die Herzegowina an DesterreichUngarn hingeben müssen, und er befürchtete eine weitere Verschiebung nach Osten für den Schwerpunkt der habs= burgischen Monarchie. Die Vereinigung Ostrumeliens mit Bulgarien ließ sich freilich nicht mehr rückgängig machen. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts gab es ein neues Ringen. Die Griechen verlangten Mazedonien und die Insel Kreta. Sie brachen den Frieden und... flohen schamlos flohen sie vor den Türken Es fehlte nicht viel, so legten sie ihre Feigheit dem Kronprinzen zur Last. Sie würden ihn vielleicht schlecht behandelt haben, wenn er nicht ein Vetter des Zaren war. Gegen den schmählichen Friedensbruch der Griechen erhob nur einer seine Stimme: der deutsche Kaiser, der laut verkündete, der griechische Flibustierzug dürfe unter feinen Umständen sein Ziel erreichen. Damit war die Vergeblichkeit der griechischen Bemühungen besiegelt. Nur Kreta erhielt eine Art Autonomie. Prinz Georg von Griechenland wurde zum Gouverneur der Insel ernannt; eine internationale Schußtruppe wurde ihm zur Seite gestellt, um ihn vor seinen treuen Untertanen zu schüßen und die Kreter in Ordnung zu halten. Ob damals die Griechen die hohe Erlaubnis des russischen Vetters zu ihrem Vorgehen hatten, ist im Ungewissen. Jedenfalls durften sie im Fall des Erfolgs auf Verzeihen rechnen. Deutsche Ehrlichkeit hat ihnen das Geschäft verdorben. Jetzt wird der große russische Bruder weder von Slamen noch von Griechen gefragt. Man fragt ihn nicht erst, denn man fürchtet ihn nicht mehr. Er ist im eigenen Lande und im fernen Often Asiens zu sehr beschäftigt und ernstlich in Anspruch genommen, so daß er nicht die Vorsehung oder den Befreier spielen kann, was seine Lieblingsbeschäftigung allerdings nur im Auslande ausmacht. Das Aergerliche und Störende ist nur, daß die interessanten Völkerschaften alle von Rußlands Mißgeschick wissen, daß sie alle davon profitieren wollen und daß alle dasselbe Bentestück im Auge haben: Mazedonien. Griechen, Serben und Bulgaren sind vollkommen einig in dem Gegenstand ihres Wunsches und darin, daß der andere diesen Gegenstand nicht haben soll. Darum bekämpfen die Griechen-, Serben- und Bulgarenbanden in Mazedonien einander weit wütender als den Türken, der mit unveränderter Verachtung auf sie herabsieht. Nur in Kreta sind die Griechen ohne Konkurrenz. Die Landesvertretung hat dort einfach den Anschluß an Griechenland beschlossen. Damit ist freilich nichts erreicht. Die internationalen Schußtruppen sind auf der Insel und sorgen dafür, daß diese nationale Wiedergeburt" ihren Begeisterungsausdruck nicht in einer Abschlachtung der muhammedanischen Bevölkerung finde. Denn darin allein sind die Areter, ihrem biblischen Ruf entgegen, feine, faulen Bäuche". Ueber Kretas Schicksal werden die Mächte entscheiden, ohne Rücksicht auf den Aufstand der Kreter. Augenblicklich liegt fein Grund vor, an der Verfassung der Insel etwas zu ändern. Dergleichen vermeidet die internationale Diplomatie gern, schon um nicht neue Ansprüche hervortreten zu lassen. Die Seefeftung Wladiwoftok. ( Von unserem militärischen Mitarbeiter.) Je weiter die Flotte Roschdjestwenskys nach Osten vordringt, Schritt um Schritt dem großen Ziel: Wladiwostok näherkommt, um so größer wird naturgemäß das Interesse, das man in Rußland diesem Hafenplatz entgegenbringt. Nach dem Fall Port Arthurs ist ja Wladiwostok der einzige befestigte Hafen, über den Rußland in der Nähe des Kriegsschauplages überhaupt noch verfügt, und sein relativer Wert demnach für die russische Kriegsführung unermeßlich. Wladiwostok ist der Stützpunkt für den Rest der russischen Kriegsflotte im Stillen Ozean und muß auch zum Stützpunkt der Baltischen Flotte werden, falls sie bis dorthin gelangt. Aber auch objektiv betrachtet stellt sich Wladiwostok als eine Seefestung ersten Ranges dar, die an Stärke Port Arthur nicht mur ebenbürtig ist, sondern dieses in mancher Hinsicht noch übertrifft. Die Lage des Hafens ist der von Port Arthur nicht unähnlich. Er befindet sich an der Spike einer Halbinsel ( Murawjew Amurski), die sich 20 Kilometer lang zwischen den Meerbusen des Amur und des Ussuri, die beide Teile der Bai Peters des Großen sind, ins Meer hineinerstreckt. Strategisch ist die Position selbstverständlich weniger bedeutsam als die von Port Arthur, das, um mit einem napoleonischen Wort zu sprechen, eine auf das Herz( Chinas) gesetzte Pistole war. Mit Rücksicht auf die Verteidigung ist jedoch der Wert von Wladiwostok dem von Port Arthur noch überlegen. Der Meeresarm, der sich fjordartig ins Land zieht, wird im Süden durch die große Insel Kazakewitsch gesichert, wodurch zwei Ausgänge geschaffen werden, die nur schwer gleichzeitig blockiert werden können. Ueber dies ist der innere Hafen von großer Ausdehnung und Tiefe, während der von Port Arthur ungenügend war und durch Molen vervollständigt werden mußte, die eine äußere Reede bildeten. Der Umstand, daß diese Arbeiten in Port Arthur zu richtiger Zeit noch nicht vollendet waren, hat die Niederlage der dortigen russischen Kriegsflotte wesentlich beschleunigt. In Wladimostok wäre derartiges nicht zu befürchten, wenn die Verteidiger sich nicht eine ganz außerordentliche Nachlässigkeit zu schulden kommen ließen. Wegen der Aehnlichkeit mit der Lage von Konstantinopel haben die Russen der Meerenge vor dem Hafen den Namen des östlichen Bosporus und der Reede selbst den Namen Goldenes Horn( Zolotoi Rog) gegeben. Der östliche Bosporus, der die Halbinsel Murawzew von der Nordküste der Insel Kazakewitsch trennt, hat etwa 11 Kilometer Länge von Ost nach West und an seiner engsten Stelle ein Kilometer Breite. Seine Ufer steigen 20 bis 30 Meter hoch aus dem Meer auf, sind felsig und von zahllosen Buchten durchschnitten, die nach Helden des Trojanischen Krieges( Paris, Ajax, Patroklos, Odysseus, Diomedes u. s. w.) benannt sind. In dieser Meerenge finden Schiffe überall trefflichen Ankergrund, aber die Tiefe ist beträchtlich( 27-48 Meter); bei Ostwinden tritt starker Wellenschlag ein. Der westliche Eingang zum Bosporus zwischen den Kaps Tokarem und Larionow ist durch eine lange Sandbank bis auf 500 Meter berengt, der steingang ist viel breiter, 3700 Meter, wird aber durch die Insel Skryplew, einen runden Felsen von etwa 300 Meter Durchmesser, der sich in Klippen fortsetzt, in zwei Teile zerlegt. Die Bucht des Goldenen Horns liegt an der Nordwestseite des östlichen Bosporus und hat an ihrem Eingang 1300 Meter Breite; sie verläuft zunächst zwei Kilometer nördlich und biegt dann nach Osten um. Ihre Gesamtlänge beträgt über 5 Kilometer, ihre mittlere Breite 750 Meter. Einen besser geschütten und auch sonst vortrefflichen Ankerplatz kann man sich kaum denken. Das Arsenal und die Stadt ist gegen ein Bombardement durch ziemlich hohe Hügel geschützt. Der Plaz wäre als Kriegshafen überhaupt vollendet, wenn nicht der Meerbusen sich jeden Winter für die Dauer von vier Monaten mit Eis be= deckte, dessen Dicke freilich meist nicht über 80 Zentimeter hinausgeht, so daß ein Eisbrecher das Wasser bis zum Arsenal hinauf frei halten kann. Gelingt es Roschdjestwensky, auch nur mit einem Teil seiner Flotte nach Wladiwostok zu kommen, so steht den Japanern harte Arbeit bevor. Roschdjestwenskys Flotte soll inzwischen die Kamranh- Bucht wieder verlassen haben, wie es heißt, auf einen gelinden Druck seitens der franzö sischen Regierung hin, die sich mit den Japanern nicht wei ter um des russischen Alliierten willen habe verfeinden wollen. Auch fürchtete man in Paris, daß eine Schlacht nahe bevorstehe. Wenn diese in den indochinesischen Gewässern stattfinden sollte und die russischen Schiffe sich in französische Häfen flüchten sollten, könnte Frankreich leicht in den Konflikt hineingezogen werden. Der japanische Gesandte in Paris hatte es an Deutlichkeit in seinen Erflärungen nicht fehlen lassen. Die Erregung in Japan gegen Frankreich dauert an. Vom Landkriegsschauplatz wird aus Petersburg gemeldet, daß die Japaner ficberhaft die Positionen östlich wie westlich der Eisenbahn befestigen. Diese Arbeiten werden gewöhnlich beobachtet vor einem allbie Hebation or Neuen Berlad gemeinen Vorstoß. Erschreckend groß ist die Menge rusfischer Wahnsinniger, die den Kriegsschauplatz verlassen müssen. Die Militär- Hospitäler in Moskau sind überfüllt. Die Politik. Die Verhandlungen zwischen Deutschland und Amerika wegen Abschlusses eines Reziprozitätsvertrages werden im Monat Mai beginnen, wie wir aus zuverlässiger Quelle cr fahren. Ursprünglich hatte man die Absicht, sie in Washingfon zu führen; doch ist man in Rücksicht auf die wünschens= werte Wahrung der Verschwiegenheit zu dem Entschluß gekommen, die Verhandlungen nach Berlin zu verlegen. Auzu groß sind die Aussichten auf das Zustandekommen eines Vertrages nicht, schon weil der Senat in Wassinaton sich bisher sehr widerstrebend gezeigt hat finden. Der Berliner Straßenvagant gibt dem Wiener, der Pariser dem Londoner weder an lecken Streichen noch Verwahrlosung das geringste nach. Die Kinder, die auf dem Pflaster amerikanischer Städte groß werden, übertreffen ihre fontinentalen Schicksalsgenossen noch an Verschlagenheit und Wildheit. Und doch hat ein warmherziger Freund der Jugend gerade mit diesem allerschwierigsten Material Erziehungserfolge erreicht, die man kaum für möglich halten sollte. Vor allem erstaunlich aber ist das Mittel, mit dem es ihm gelang, die unbändige Jugendkraft, die hier unnüß verpufft, in geordnete Bahnen zu leiten und nutzbar zu machen. Wer an grauer Theorie und verstaubten Systemen klebt, würde sicherlich ausrufen, wenn man es ihm nennte: Das heißt ja den Teufel mit Beelzebub austreiben. Mr. E. T. Seton bändigte nämlich die ungezügelten Triebe der Straßenjugend dadurch, daß er sie zum... Indianerſpielen einlud. Mit einem Versonenwechsel in der Statthalterschaft der. Reichslande beschäftigt man sich augenblicklich in Regierungsfreisen, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter schreibt. Der Statthalter der Reichslande, Fürst von HohenloheLangenburg, der im 73. Lebensjahre steht, beabsichtigt, im Rauf dieses Jahres die Staithalterschaft niederzulegen. Als sein Nachfolger ist, wie verlautet, sein Sohn, der 42jährige Erbprinz Ernst, in Aussicht genommen, der zur Zeit noch die Regentschaft in Koburg- Gotha an Stelle des minderjährigen Herzogs führt. Für diesen Fall hat man auch schon einen neuen Staatssekretär der Reichslande- jetzt der frühere preußische Minister des Innern, Matthias v. Köller genannt: den eben von der Staatsministerschaft in KoburgGotha zurückgetretenen Dr. Hentig, dem besondere Tüchtigfeit nachgerühmt wird, und der jedenfalls bei dem Erbprinzen in besonderem Ansehen steht. Eine Einledung zu der Hochzeit des Kronprinzen soll der Kaiser an den Grafregenten von Lippe erlassen und dieser sie unter dem Ausdruck des Bedauerns abgelehnt haben. Von anderer Seite wird behauptet, die Einladung sei nicht ergangen, aber der Regent würde gegebenenfalls gezwungen sein, in aller Ehrerbietung für das Reichsoberhaupt sich ablehnend zu verhalten. Eigentlich wäre damit die ganze Diskussion gegenstandslys, doch würde der Grafregent mit einer Absage mur in Konsequenz seines Verhaltens bei den Einweihungsfeierlichkeiten des Berliner Doms handeln. Politische Meinungsverschiedenheiten fämen dabei sicherlich nicht in Frage, sondern wohl ausschließlich höfische Förmlichkeiten, da die lippesche Angelegenheit noch nicht endgültig geregelt ist. Italien. heiratet, und ersterer, der die Ueberrajajungen lievi, hat jezt die Tatsache der verblüfften Gesellschaft in Newyork verkündet. Sofort zogen sich die Schwestern der jungen Frau von dieser zurück, da sie über die Malliance empört waren. Die jungen Eheleute ficht das nicht an. James Hever ist 35 Jahre alt, er war Witwer und hat aus erster The drei Kinder. Er stammt aus Dublin, war Kutscher und erhielt die Aufgabe, den Damen der Familie Carnegis Reitunterricht zu erteilen. Onkel Andrew gab seiner Nichte als Hochzeitsgeschenk einen Chef über 25 000 Dollars. Unter dem Hammer. Wien, 22. April. Bäufer mit Hierzu wirb will einen g errichten. 2 Einfahrt ni Bildhaue mäler in fem des Selter Lampus'ich von dem Die Verfa Blag( f Stäbtif 1,12 M aber zu bie früher bergerftra wurde, g auf den und der würde p von der dann spä wird bo Gin note Der neuen Die Stab meifter Mi Steine bon Sprach dem für die isro anftandet wurde ber in Frank höheren Bebingu Defizit Gefell nommen. vorliegt, ebenfalls Elife Ro Reftauran zum Habe Im Dorotheum in Wien werden die Hinterlassenschaften des Hauses Obrenowitsch in den nächsten Monaten vom Auktionator versteigert werden. Es sind nur disjecta membra, zerstreute Ueberbleibsel königlichen Besitzes, die zum Verkauf gelangen. Was durch eine räuberische Wirtschaftsführung schnell zusammengeholt war, das hat eine Lüderlichkeit ohne Grenzen binnen wenigen Jahren auch schon wieder ausgeschüttet. Reste, bloß Reste verflossener Herrlichkeit sind es, deren Erlös Schulden decken, vieleicht den Grundstock eines Vermögens für den natürlichen Sohn König Milans bilden soll. Denn nicht der ganze Stamm der Obrenowitsch ist in der Mordnacht vom 11. Juni 1903 ausgetilgt worden. Ein wilder Schößling ist übrig geblieben, den Frau Christitsch dem König Milan geschenkt und der in Ronstantinopel erzogen wird, von dem ungarischen Magnaten Grafen Zichy als Vormurd behütet. Nicht undenkbar, daß König Milan das schlimme Ende seines Sohnes Alerander vorausgesehen und in seiner Art Vorsorge getroffen hat, es möchte den Nachkommen des schwarzen Georg die Krone von Serbien nicht so ganz unbestritten zufallen, es sollte den Obrenowitsch in jenem Knaben ein Rächer erstehen. Anscheinend ein seltsamer Weg, die Wildlinge zu kultivieren. Und doch ein genialer Gedanke voll richtigen erzieherischen Instinkts. Man konnte auf diese wilden Jungen mur erziehlich einwirken, wenn man ihren naturwüchsigen Abenteuertrieb, der sich bisher nur in häßlichen Balgereien Luft machen konnte, in ein ihrem Verständnis und ihren Neigungen angepaßtes System einfügte. Das fand sich in den Setonschen Indianerspielen. Die Einladungen des Philantropen an die Straßenjugend Massachusetts fand begeisterten Anklang. Für Mr. Setons Experiment war der Garten eines Freundes zur Verfügung gestellt worden, une in diesem wurde nun kampiert. Rings um einen kleiner See im Park wurden Wigwams aufgeschlagen und darin nach Indianerbrauch gehaust. Der Ungebärdeste der draufgängerischen Horde wurde zum Häuptlinge eines Stammes ernannt und unterwarf diesen gewissen Gesezen. Diesen Pseudo- Rothäuten war es gestattet, Federn im Haare zu tragen, aber nur dann, wenn fie sich diese verdient hatten. Und dies konnte auf mannigfaltige Weise geschehen. Wr vier Meilen in einer Stunde gehen oder eine gewisse Anzahl Yards( englische Ellen) in elf Sekunden laufen konnte, der erhielt die Feder für athletische Leistungen. Mit dem verhältnismäßig geringsten Aufwande an Mühe war die Federdekoration für Schwimmen zu erlangen 100 Mards selbst des langsamsten Tourenschwimmens trugen diese Feder ein. Ein anderer Turnus betraf praktischen Lagerdienst", und in diesem Sinne erhielten jene die Ehrenfedern, die durch Reibung trockener Hölzer Lagerfeuer entzünden konnten oder es verstanden, die Breite eines noch nicht überschrittenen Gewässers zu bestimmen. Der dritte Gesichtspunkt galt Naturstudien, und den Preis erhielt, wer 25 Bäume, 50 Vögel oder Blumen usw. korrekt zu nennen vermochte. Weiters gab es eine Hirschjagd, bei welcher ein Strohmann auf einer Schnitzel- oder Körnchenfährte durch Bogenschützen verfolgt wurde, dann eine Spionen, eine Bären- und eine Kaninchenjagd, Biberfang, Stichproben für Fernsehen und Umsicht, wobei es oft galt, in voller Bereitschaft regungslos am Anstande zu verharren. * Der Eisenbahnerstreik wurde von den sozialistischen Abgeordneten als definitiv beendet erklärt, nachdem Ministerpräsident Fortis in einer Unterredung versprochen hatte, die Streifenden sollen weder entlassen noch sonstwie bestraft werden. Die Forderung eines Schiedsgerichts soll nach der Erklärung des Ministers bei der letzten Abstimmung über die Eisenbahnvorlage, die vom Senat in der Fassung der Deputiertenkammer angenommen wurde, be= rücksichtigt werden. Frankreich. Das Gebahren des französischen Ministers des Aeußern Delcassé wird immer komischer. Mit der Blamage in der Maroffoangelegenheit scheint er nicht genug zu haben. Am Karfreitag spät abends wurde es in Paris bekannt, daß Delcassé seine Demission eingereicht habe. Als am folgenden Tage mehrere seiner Ministerfollegen bei ihm vorsprachen, wurde er schwankend. Anscheinend will Delcassé eine Diskussion in der Kammer herbeiführen, die mit einem Vertrauensvotum für ihn abschließen soll. Ob er bei diesem Experiment, Stimmung für sich zu machen, günstiger abschließen wird, als bei seinen politischen Unternehmungen im Auslande, bleibt abzuwarten. Vielleicht hat er das hallzurückgezogene Entlassungsgesuch mittlerweile zu einem defintiven gemacht. Er hat sich eben zu sehr in die Nesseln gesezt. Als Nachfolger nannte man in Paris die Politiker Bourgeois, Freycinet, den Minister des Innern Etienne und den Botschafter Cambon in London. Russland. Von der irneren Gärung zeugen verschiedene Attentate in Bjelostok. Ein Unbekannter erschoß einen Kosaken, der Aufseher eines Polizeireviers wurde von drei Personen durch Schüsse schwer verwundet. Der zum Tode verurteilte Mörder des Großfürsten Sergius soll übrigens nicht hingerichtet, sondern lebenslänglich in das Susdalsche Kloster eingesperrt werden. Hof und Gesellschaft. Ein merkwürdiger Mann ist König Milan gewesen, ein Mann von großer natürlicher Begabung, von erstaunlicher Verschlagenheit und Findigkeit. Seine Erziehung war serbisch, und das entschuldigt seine Fehler, so mannigfaltig sie gewesen, erklärt sie zum mindesten. Er kam als Kind zur Fürstenwürde, unter eine Vormundschaft, die ihn mit Lastern großsäugte, damit seine Lasterhaftigkeit ihn fügsam mache. Lasterhaft ist er in der Tat geworden, über Erwarten und Wunsch seiner Lehrmeister, aber das Laster brach ihn nicht und beugte ihn nicht und machte ihn nicht gefügig. Aber in allen Einzelheiten dieses Systems lag kernfrische Gesundheit, ein köstlich romantisches Treiben, das Selbstbeherrschung lehrt, dem Tätigkeitstrieb und somit auch der Entwickelung der Selbständigkeit vollauf Rechnung trägt. Und bei jenen Jugendlichen konnten diese Vorteile nur aus dem Umwege über die größte Leidenschaft der Wilden- die Liebe zum Ruhme erreicht werden; das wußte Mr. Seton, als er seinen Plan entwarf: nur auf diese Weise vermochte er ihnen Kultur und Zivilisation mit einer neuen Gedankenwelt zu erschließen. Der Erfolg war ein unver hofft glänzender, denn der unbändigste und wildeste Junge mag dem Erzieher oder dem Aelteren gegenüber trotzig und ungebärdig sein, der allgemein giltigen Regel des gleichalterigen Spielkameraden der ihm seinesgleichen repräsen tiert widersetzt er sich nicht, weil sich hier zum Beispiele sofort die Möglichkeit des für seine Kräfte Erreichbaren gesellt; und das ist ausschlaggebend und nicht nur bei den Wilden. *** Der Kaiser verlebte an der Seite seiner Gemahlin und umgeben von den Prinzen Eitel Friedrich und Osfar, sowie dem Herzog von Sachsen- Koburg- Gotha, die alle an Bord der Facht„ Hohenzollern" Wohnung genommen haben, das Osterfest. Am Karfreitag fand dort Gottesdienst statt, den der Miiltär- Oberpfarrer Göns abhielt, während der Kaiser die Liturgie verlas. Nach dem Gottesdienst teilte Oberpfarrer Göns an die Offiziere und Mannschaften das heilige Abendmahl aus. Am Tage vor Ostern maren die deutschen Schiffe von Giardini nach Messina gedampft, und das Kaiserpaar hatte mit den Prinzen einen Ausflug in die Berge nach der Villa Coſtanea unternommen. Heer und flotte. Unter seiner Herrschaft war Belgrad ein Sodom. Daß er spielte, war sein kleinster Fehler. Er hatte nichts und war von maßloser Freigebigkeit. Um das zu vereinen, verlaufte er sich und die Politik seines Landes, bald an Desterreich, bald an Rußland, oft gleichzeitig an beide. Das ging natürlich nicht allzu lange. Man durchschaute ihn in Wien und in Petersburg und jagte ihn davon. Das vollzog sich in der Form einer Abdankung, wofür er wieder einige Millionen Abstandsgeld bekam. Ihm begegnete, was noch nie einem Fürsten geschehen: er wurde aus den Ranglisten der fremden Armeen gestrichen, die fremdländischen Orden wurden ihm aberkannt. Er verpflichtete sich, niemals in die Heimat zurückzukehren, niemals wieder die Hand nach der Krone auszustrecken, die er in Wien- versetzt hatte. Selbstverständlich hielt der nicht einzuschüchternde Cynifer sein Wort nicht. Nach kurzer Zeit war er wieder bei seinem Sohn in Belgrad, der mit 16 Jahren angefangen hatte, sich in Staatsstreich zu üben. Von seiner Frau Natalie, der Tochter eines russischen Obersten, hatte er sich geschieden, den Sohn ihr mit Polizeigewalt weggenommen. Die Nemesis kam: der Sohn vertrieb den Vater und befahl, ihn wie einen Hund niederzuschießen, wenn er wieder über die Grenze fäme. Er starb in Einsamkeit, verlassen, nachdem er noch den Schmerz gehabt, seinen Sohn Alexander sich mit Frau Draga Maschin verheiraten zu sehen, die es ist beinahe unglaublich sogar in Belgrad einen schlechten Ruf hatte. Am 11. Juni 1903 war die Königsgeschichte der Obrenowitsch vorüber. Die Ermordeten wurden ausgeplündert. Doch einiges blieb übrig, weil es nicht auf der Stelle fortgebracht werden konnte, und König Peter aus dem Hause der Kara Georg konnte nicht gut die Hand darauf legen Königin Natalie, die immer wirtschaftliche Tugenden gehabt und darüber mit König Milan auseinanderkam, hat als Erbin das Silbergeschirr, das kostbare Porzellan, Teppiche, Prunkmöbelstücke nach Wien bringen lassen, und dort wird es jetzt verkauft. Diese landesgemäße Psychologie und aparte Pädagogil trug Mr. Setons Namen und Erfolg weit hinein in d Lande und seine Methode hat schon in vielen Orten der Union die schönsten Früchte gezeitigt; Amerika hat diese Anregung mit altgewohntem Impuls begeistert aufgenom men. In den Vereinigten Staaten gibt es nunmehr 230 Brigaden solcher Seton- Indianer. Die Organisierung des Systems dürfte sich nach den gegebenen Punkten kaum schwierig gestalten, aber das Verhängnisvolle der Methode liegt in der Wahl der Oberleitung. Pädagogen wie Mr. Seton sind gar dünn gesäet. Auch das deutsche Erziehungswesen dürfte sich die Setonschen Erfahrungen ad notam nehmen. Was hilft der Jugend alle Weisheit der Welt ohne eine gewisse Lebenstüchtigkeit, die sie auf strammen Beinen und mit hellen Augen im Dasein stehen läßt? Dazu müssen in erster Lini. Körper und Geist gesund sein das festigt die Jugend in sich, gibt ihr Lebensmut und-Kraft. 3war dürfte das Rothäuteexperiment für die deutsche Straßenjugend nicht empfehlenswert sein, aber vielleicht findet sich ein Ausweg, die von Seton so wirksam in die Tat umgesetzten Prinzipien in eine für die deutschen Verhältnisse passende Form zu fleiden. Abermals eine Torpedoboots flottille auf dem Rhein. Man crinnert sich noch des Aufsehens, welches die Fahrt einer Anzahl deutscher Torpedoboote anläßlich der Vollendung der Kölner Hafenbauten auf dem Rheinstrom hervorrief. Der Kaiser hatte damals die Exkursion der flüchtigen Renner des Meeres auf dem sagenumwobenen Vater Rhein angeordnet. Der Ausflug soll jeßt wiederholt werden. Auf Befehl des Kaisers rüstet sich in Kiel die unter dem Kommando des Kapitänleutnants z. S. Sachse stehende Torpedobootsdivision zu einer Rheinreise mit Anlegung in Düsseldorf und mit Köln als Schlußpunkt. Die Reise soll Mitte Mai angetreten werden. Die Seton- Indianer. - Ein merkwürdiges pädagogisches Erperiment. In den Zeitungen aller Großstädte kann man täglich dieselben Klagen über die Verwilderung der Gassenjugend Nah und Fern. † Fener in der Mädchenschule. In St. Genevieve in Kanada brach mitten in der Nacht Feuer in dem katholisen Gymnasium aus. Es griff so plößlich um sich, daß dreizehn der Insassen in den Flammen umfamen, nämlich eine Nonne, acht Pensionärinnen und vier Damen, die in dem Institut wohnten. A Selbstmord während des Gottesdienstes verübte im Mailänder Dom die Marquise Maria Chiara Ballavicini. Die Lebensmüde, die sich eine Kugel in den Kopf gejagt hatte, starb in den Armen eines herbeigeholten Priesters, während die andächtige Gemeinde entsetzt auseinanderstob. Die erst 27jährige Marquise soll durch eheliches Unglück in den Tod getrieben worden sein. Gleichzeitig ist in Wien, richtiger: im Donaukanal bei Wien, die weiland königliche Jacht„ Draga" gegen ein Gin trittsgeld von 40 Heller zu besichtigen. Sie war für Königin Draga bestimmt und noch nicht ganz fertig, als die Dynaftic umgebracht wurde. Auch das Schiff kommt zur Versteige O Das Glück des Kutschers. Die Nichte des amerikanischen Wohltäters und Milliardärs Andrew Carnegie hat ihr Herz und ihre Hand ihrem vormaligen Reitlehrer James Hever geschenkt. Onkel Andrew hatte gegen diese Wahl nichts einzuwenden, denn, so meinte er, er ziehe einen ehrlichen Kutscher den bankerotten Herzögen vor, die den reichen Erbinnen Amerikas nachjagen. Getreu diesen Anschauungen pflegte Miß Nancy, die viel umfreite Nichte des reichen Onkels, zu fragen:„ Wozu braucht eine Carnegie einen reichen Mann?" Mit Zustimmung des Onkels hat Miß Nanch ihren James schon vor Jahresfrist heimlich ge= rung. Ist es wahr, daß Königin Natalie die Versteigerung an geordnet hat, so hat sie wiederum wirtschaftlichen Sinn be wiesen. Sie schlachtet das Unglück ihres Sohnes nicht un geschickt aus, denn die Mordromantik, die die Verkaufs gegenstände umschimmert, steigert den Preis. Immerhin haben die Obrenowitsch nie ein so ehrliches Geschäft gemacht. Kunft und Wissenschaft. ** T Mufitwiffe Nagel erteilt. ** 2 Friedrich Realgymn richter b Maure Starfenb heutigen gezogen ( nach D wurde; 5439, 5 mit à 100 anf die N 35 514, ( Lauterbac Stadtver Ver Die hausen im Wege Die des unterz Hunben 3 beridlo Fre auf der Wotelbf Bewerbe haben a Di anidlag Erda) b) Stein FG Hedwig Niemann- Raabe, die berühmte Schauspielerin ist in Berlin sanft entschlafen. Mit ihr ist eine der Hauptvertreterinnen des Rollenfaches, das man al die Ingénues" bezeichnet, der Frauengestalten, die herzig lachen und herzlich weinen können, dahingegangen. Sie war in Magdeburg im Jahre 1844 als Tochter eines Defo rationsmalers geboren. Ihr Theaterblut trieb sie früh zur Bühne. In Petersburg entfaltete sich ihr Talent, und in Berlin fam es zur Blüte, wo sie lange eine der Zierden de von L'Arronge begründeten Deutschen Theaters war. Sei dem Jahre 1871 war sie mit Albert Niemann, dem nich minder bekannten Wagner- Sänger, vermählt. Ende vori gen Jahres konnte sie noch ihren 60. Geburtstag in Frisch feiern, dann begann sie zu kränkeln. Zimm Dachd Speng Schloff Schrein Weißbin Blafera Eisenliefe Material Gieß Sihung der Stadtverordneten Gießens. der Gro ?? Gießen, 20. April 1905. Vor Eintritt in die Tagesordnung gibt Oberbürger meister Mecum bekannt, daß Raufmann Weil eine al Goldwage bei Erdabeiten gefunden und dieselbe dem Ober Hessischen Museum überwiesen habe. Junge Sie zu Ditern bi Joh. g. Pfal finden Sauern und Gg. Wagner 3. wollen in der Stephanstraße ne Laba Georg Philip mgen liebt, hat aft in Newport tern der jungen alliance empört icht an. James d hat aus eriter in, war Kutscher Familie Carnegis em gab iciner ef über 25 000 er. en, 22. April. interlaffenidaften n Monaten vom nur disjecta chen Besizes, die räuberische Wirtr, das hat eine en Jahren auch Rejte verflossener ndecken, vieleicht natürlichen Sohn ganze Stamm der Juni 1903 aus übrig geblieben. henkt und der i ischen Magnat undenkbar, da hnes Alerander getroffen hat, es ig die Krone von en, es sollte den erstehen. lilan gewejen, cin von erstaunlicher Erziehung war r, so mannigfaltig fam als Kind zur die ihn mit Lajtern ihn fügsam mache ber Erwarten und ter brach ihn nicht t gefügig. ein Sodom. Da atte nichts und war bereinen, verfanite ald an Desterreih e. Das ging natur ihn in Wien und Das vollzog sich in Der einige Millionen pas noch nie einem nglisten der fremden Orden wurden ihmi als in die Heimat nd nach der Krone t hatte. Selbiter Cynifer fein ei seinem Sofit en hatte, sich in Natalie, der Todter eschieden, den Sohn Die Nemesis tam fahl, ihn wie einen er über die Grenz en, nachdem er noc ander sich mit Frau Die- es ist beinah schlechten Ruf batte sgeschichte der Obre irden ausgeplündert auf der Stelle fort eter aus dem Hauf Hand darauf legen he Tugenden geha anderkam, hat al Borzellan, Teppide sen, und dort wir m Donaukanali ga" gegen ein G Sie war für Köni tig, als die D ommt zur Ve die Versteigerung an res Gobnes nicht un Sie die Verkaufs tschaftlichen Sinn be Preis. Immerhin es Geschäft gemacht Tchaft. mte Schauspieleri ihr ist eine de das man all die jtalten, die he dahingegangen. G Is Tochter eines Defi Elut trieb fie früh 3 ich ihr Talent, und Je eine der Zierden d En Theaters war. G t Niemann, dem ni bermählt. Ende bo Geburtstag in Frif neten Gießens en, 20. April 1905 ung gibt Oberbürg mann Weil eine d nb biefelbe dem Ob Joh. Bg. Bfa По er Stephanstraße n 2. Vorlage des Voranschlags für 1905. 3. Verpachtung eines Stückchens Wiese an der Wiesenfiraße an Jul. Hahn Nachf. 4. Der Waldbrand am 4. August 1904.- 5. Ausbau der Roonstraße; hier: Geländeerwerb von K. Stohr Ww. 6 Ersatz der Dienstkleider für die städtischen Taglöhner.- 7. Kanalanschluß der Grundstücke Walltorstraße 53, 59 und 63.- 8. Baba projette zur Erschließung des Vogelsbergs. * ** Die Voruntersuchung gegen den Raubmörder Ostar Hudde ist geschlossen. Die sehr umfangreiche Antlegeschrift lautet auf Mord, Raub und Diebstahl. " = Mißstand.( Eingesandt.) Die Anwohner des Kanzleibergs haben nun schon jahrelang unter dem im Bau begriffenen Neuen Schloß" empfindlich zu leiden, und ist scheinbar die Zeit der Fertigstellung dieses Gebäudes unabsehbar. Die vor diesem Gebäude schon lange unnüt lagernden Steine, sowie die aufgestellte Bretterbude und nicht minder das tägliche Abkochen bis spät abends könnte ebensogut an einem in der Nähe befindlichen geeigneteren Plaze, oder im Hofe dieses Gebäudes stattfinden. Hoffent lich wird dieser ohne jede Kosten zu beseitigende Mißstand bald behoben. Einige Anwohner. Häuser mit Vorgarten errichten; der nachgesuchte Dispens| Freitag, den 28. April, nachmittags 4 Uhr, ist: 1. Die hierzu wird genehmigt. Kaufmann A. Montanus Verbrauchssteuern in der Stadt Gießen. will einen größeren Nebenbau neben seinem Geschäftshaus errichten. Das Gesuch wird zurückgestellt, da die Pläne eine Einfahrt nicht vorsehen, eine solche aber erforderlich ist. Bildhauer He wel dacf in Zukunft nur bis zu 6 Brabdentmäler in seinen Vorgarten ausstellen. Das zur Verbreiterung des Seltersweg erforderliche Gelände von dem ehemals Lampus'schen Anwesen ist mit 100 mt. pro Quadratmeter von dem neuen Besizer Winn fäuflich erworben worden. Die Versammlung genehmigte das. Der Landgraf Philipp. Plaz( früher Brandplag) wird in nicht zu langer Beit städtisch werden. Der Militär- Fistus forderte früher 1,12 Mart pro Quadratmeter, welchen Preis die Stadt aber zu hoch fand. Jetzt sind beide Teile darüber eins, daß die früher von der Stadt für die Herstellung der Senken bergerstraße, welche fast nur für das Militär geschaffen wurde, geleistete Bausumme in Höhe von über 4600 Mark auf den Landgraf Philipp Platz aufgerechnet werden soll und der Staat also nichts herauszuzahlen hat. Hiernach würde pro Quadratmeter ungefähr 1, Mt. fosten. Die von der Stadt noch gestellte Bedingung, daß der Platz dann später überhaupt nicht mehr zum Ererzieren benutzt werde, wird voraussichtlich von dem Militär- Fiskus akzeptiert. Ein notwendiger elände- Austausch am Weglarer Weg nahe der neuen Veterinär- Anstalt mit dem Staat wird genehmigt. Die Stadt hat ca. 7000 Mt. herauszuzahlen. Steinmez. meister Nickel will von dem Vertrag entbunden sein, da Steine von ihm zurückgegeben werden mußten. Man entDem Steinhauer Schmall sind seine sprach dem Gesuch. für die israelitische Leichenhalle gelieferten Steine ebenfalls beanstandet worden. Eine von Schmall eingereichte Beschwerde wurde verworfen. Der Firma Knobloch& Scheib in Frankfurt soll die Herstellung der Dicken im Neubau der höheren Mädchenschule übertragen worden, wenn sie gewisse Bedingungen mit übernimmt. Nahe 2400 Mart Defizit, welches im vergangenen Jahre unsere Omnibus Gesellschaft gemacht hat, wurde auf die Stadt übernommen. Der Boranschlag für 1905, welcher gedruckt vorliegt, fand mit wenigen unbedeutenden Aenderungen ebenfalls Annahme. Die Wirtschaftsgesuche, der Witwe Elise Roth für Café Stality, des Emil Raßmann für Restaurant Reichsadler und des Emil Schmalz für Restaurant zum Haberfaften wurden genehmigt. - Lokales. - 25. April 1905. - ** Der Großherzog hat dem Privatdozenten für Musikwissenschaft an der Technischen Hochschule Dr. Willibald Nagel zu Darmstadt den Charakter als Professor erteilt. ** Der Großherzog hat den provisorischen Lehrer Friedrich Schmoll zu Gießen zum Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Realschule zu Gießen und den Amisrichter bet dem Amtsgericht Bußbach Dr. Gustav Maurer zum Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Starfenburg ernannt. *** Landeslotterie.( Privattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 6. Heff. Thür. Landeslotterie wurden gezogen 1 Prämie von 100000 Mt. auf Nr. 47 955 ( nach Oldenburg), welche zuletzt mit 2000 f. gezogen wurde; 6 Prämien à 50 000 Mt. auf die Nr. 3049, 5439, 50 962, 74 080, 90 119 und 94 510, welche zuletzt mit à 1000 Mt. gezogen wurden; 10 Prämien à 10000 Mt. anf die Nr. 13 145, 16 532, 21 944, 34 645( Heldenbergen), 35 514, 36 256, 77510, 51 159, 63 427 und 74 674 ( Lauterbach), welche zuletzt mit à 400 Mt. gezogen wurden. *** Die Tagesordnung für die nächste Sigung der Stadtverordneten- Versammlung in Sießen am Vergebung von Bauarbeiten. Die für den Neubau einer Kapelle in Allerts= hausen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des unterzeichneten Zimmer Nr. 18, während der Dienstftunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen find verschlossen und portofret bis spätestens Freitag, den 5. Mai 1. J., nachm. 3½ Uhr auf der Großh. Bürgermeisteret Alertshausen einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Die Angebote auf Maurerarbeiten haben a mit und b ohne Materiallieferung zu erfolgen. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt beranschlagt: Erd- und Maurerarbeiten a) mit Materiallieferung zu b) ohne Steinmezarbeiten Zimmerarbeiten Dachdeckerarbeiten Spenglerarbeiten Schlosserarbeiten Schreinerarbeiten Weißbinderarbeiten Blaserarbeiten Eisenlieferung Materiallieferung י, Mf. 2014,37 " " " " 554,54 1870,48 1270,78 " " 252,85 " 176,00 " " " 2169,76 319,38 " " " 69,00 " 29,02 1833,50 " " " Gießen, den 15. April 1905. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Diehm, Baurat. Junge Mädchen die zu Ostern die Schule verlassen, 10-15 tücht. Arbeiter finden dauernde Arbeit in der für dauernde Beschäftigung sofort Tabakfabrik von gesucht Georg Philipp Gail, Giessen. Gebr. Kahl, Giessen. + Am Donnerstag- Abend fand im Restaurant Dreher eine zahlreich besuchte Versammlung der Metall- Arbeiter Steßens statt. Ein Frankfurter Redner wies auf die schlechten Lohnverhältnisse hin und ging dann auf das Tun und Treiben der sog. Neuner- Kommission der Metall- Großindustriellen ein, deren Maßnahmen sich die einzelnen Befizer wie die Arbeiter unterordnen müssen. Um dem Gebahren dieser Kommission zu entgehen empfahl der Redner den Beitritt zum Metallarbeiter- Verband, welcher Aufforderung denn auch zahlreich Folge gegeben wurde. + Organisierte Arbeit. Gestern Nachmittag fonstituierte eine nach dem Wiener Hof einberufene Bersammlung der Gießener städtischen Arbeiter einen Zweigverein des Verbandes der Transport und Verkehrsarbeiter. Zum Vorsigenden wurde Schäfer und zum Unterkassierer Linker gewählt. i Männer Turnverein Gießen. Einen wohl. gelungenen Verlauf nahm der Turngang, der am Charfreitag nach Lich stattfand. Etwa 80 Turnerinnen und Turner hatten sich am Sammelpunkte eingefunden und bald wanderte man vom Wetter begünstigt über Steinbach dem Ziele zu. Das zur Zusammenfunst bestimmte Lofal erwies sich bald als zu klein. Bei der ungünstigen Zugverbindung kehrte die Mehrzahl frühzeitig wieder nach Gießen zurück, während die frohe Jugend in Gemeinschaft mit den Licher Turnbrüdern noch einige vergnügte Stunden verlebte. Die starfe Beteiligung hat wieder einmal gezeigt, welcher Beliebtheit sich solche Turngänge bei jung und alt erfreuen. Es ist daher anzunehmen, daß die übrigen Turngänge und Familienausflüge, die der Verein für diesen Sommer in Aussicht genommen hat, eine ebenso rege Beteiligung finden. ** Zur Förderung der Schweinezucht stehen dem Landw. Verein für die Provinz Oberhessen auch in diesem Jahre Mittel zur Verfügung, den Gemeinden bei Beschaffung von Zuchtebern behülflich zu sein. Der Verein gewährt bei Ankauf eines Ebers 2% des Preises, jedoch nicht über 30 Mt., unter der Bedingung, daß 1. der Nachweis erbracht wird, daß das Zuchttier der reinen YorkshireRasse( weißes, deutses Edelschwein) angehört, 2 ein Bes auftragter des Provinzialvereins den betr. Eber nach dem Ankaufe einer Besichtigung unterzieht und seine Buchttauglichkeit bescheinigt, 3. der Eber mindestens 1 Jahr zur Zucht in der fragl. Gemeinde benutzt wird. 2 " ?? Dekoration für hessische Eisenbahnbeamte. Da für die preußischen Eisenbahnbeamten fürzlich ein in Louis Süßmuth, Steinberg und Karl Spamer, Reiskirchen, Georg Dern Gr.- Linden Brotpreise E. Christ, Wiesed 44 2. Steinmüller ( Gr. Linden) W. Steinmüller Wwe. HeuchelLanggöns, Heinrich Weber, heim, W, Weigel Lang- Göns, Karl Post Wieseck, Karl Spamer Reisfirchen, Gustav Jacoby, A.- Bused 44 J. Appel, Krofdorf46 W. Lein, KleinLinden Kg. Der hiesigen Bäcker. Weißbrot Bfg. 26 2 52 " 1 Schwarzbrot 24 2 48 " 3 72 1 Kornbrot 22 2 44 Der auswärtigen Bäcker: 1 Weißbrot Georg Dern, Gr.Linden 24 W. Steinmüller Witwe( Langgöns.) 24 Heinrich Weber( Heuchelh.) W. Fabel Wieseck 48 W. Wetzel Lang22 " göns u. L. Steinmüller Gr. Lind. 25 Karl Post, Wieseck W. bei Louis Süßmuth Steinberg 54 Heinrich Weber Heuchelheim 55 3 W. Fabel und Linden 26 " 2 Louis Süßmuth Steinberg u Georg Dern Gr.- Linden 48 Leir: Klein2. Steinmüller Wwe Langeöns) 48 W. Fabel( Wieseck W. Weigel, LangGöns JakobAppel, Krofdorf, Heinrich Weber Heuchelheim L. Steinmüller ( Gr. Lind.) Kar! Post, Wieseck u. W. Lein KleinLinden 50 52 1 Schwarzbrot Georg Dern Gr, Linden 22 W. Steinmüller We W. Weigel, Lang= Göns, L. Steinmüller Gr. Linden Heinrich Heuchelheim Weber, 22 Karl Post, Wiesed 66 E. Christ, Wieseck Gustav Jacoby Alten- Bused 1 Kornbrot Ferd. Weiß, Grüningen 2 Kornbrot Karl Spamer Reiskirchen, With. Schimmel Kinzenb. Mühle und Jak. Appel, Krofdorf Ferdinand Weiß, Grüningen 66 22 44 W. Lein, KleinLinden 44 Der Brotverkäufer. Dieselben Preise, wie bet den hiesigen Bäckern. Gießen, den 22. April 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. . Lein Klein- Hille* g. Blutftod. Timerman Linden Hamburg Fichteftr. 33 24( u. meine hier i. D. pat. Neuheit.) | Silber oder Silber- Gold gehaltenes Ehrenzeichen, welches ihnen nach 25. resp. 40jähriger Dienstzeit verliehen wird, gestiftet worden ist, so ist Preußen in Darmstadt vorstellig geworden, an die hessischen Eisenbahnbeamten eine ähnliche Auszeichnung zu verleihen. § Limburg 25. April. Tollwut. In hiesiger Umgegend sind verschiedene Personen von einem tollwütigen Hund gebissen worden. 7 Kinder mußten bereits nach Berlin in das staatliche Institut für Tollwutfrante gebracht werden. Die Hundesperre, die eben erst abgelaufen war, ist von neuem über den Kreis Limburg verhängt worder.( Man sieht, daß man in dieser Sache garnicht vorsichtig genug verfahren fann. D. Red.) K Frankfurt a. M. Kaiser- Besuch. Der Kaiser wird am 18. Mai zur Einweihung der Mathäus- Kirche hier erwartet. Ein Empfangskomitee hat sich bereits gebildet. K Bingen, 25. April. Ein großes Defizit hat das im Juli v I. auf dem Rosusberge abgehaltene Schüßenfeft des Mittelrheinisch Pfälzischen Schüßenverbandes und Badischen Landesschüßenvereins gebracht. Der Ausschuß hat beschlosser, 68 Prozent des hohen Garantiefonds zu erheben. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geborene. Am 9. April. Dem Witt Karl Schmalz eine Tochter, Marie Henriette Käthe; Kellner Alexander Hermann Herr etne Tochter, Elisabeth Margarete; 11. Schlosser Karl Seipp eine Tochter; Taglöhner Karl Feldhaus eine Tochter; 12. Hallenmeister Wilhelm Schmitz eine Tochter; Schlosser Georg Hallenmeister Wilhelm Schmitz eine Tochter; Schlosser Georg Friedrich Simon eine Tochter; Lackierer August Kramer ein Sohn, August; Bäcker Wilhelm Gengnagel eine Tochter; 13. Bierfahrer Heinrich Häuser eine Tochter, Elise Margarete; 14. Taglöhner Georg Wörner ein Sohn, Ernst; 16. Taglöhner Heinrich Pfoff eine Tochter, Bertha Mathilde; Knecht Georg Kreis eine Tochter, Lina; Schriftseger Mathias Riedinger eine Tochter, Christine Luise; 17. Universitätsprofessor Dr. Heinrich Walther eine Tochter; 18. Maurerpolier Konrad Spies ein Sohn. Aufgebote. Linden mit Lina Loz in Wallau. 18. Dr. Kurt von LeuAm 15. April. Richard Geldseter, Heizer in Kleinpoldt, Militär- Oberarzt dahier mit Margarete von Leupoldt in Görlitz. 19. Georg Schuhmann, Bahnmeister in Diedenhofen mit Luise Plank dahier. Eheschließungen. Am 15. April. Ludwig Bicker, Küfer dahier mit Elise Margarete Schmidt in Rödgen. Heinrich Ernst Mar Müller, Eisendreher dahier mit Elisabeth Wilhelmine Müller hierselbst. Gestorbene. Am 15. April. Katharine Gräbe, geb. Rupp, 64 Jahre alt, Köchin dahier. 16. Josef Grobelny, 25 Jahre alt, Erdarbeiter dahier. 19. Katharine Cräf, geb. Balßer, 67 Jahre alt, Ehefrau des Vorarbeiters Georg Gräf dahier. 20. Katharine Jughard, geb. Gros, 61 Jahre alt, Witwe des Bäckermeisters Christian Jughard 3., dahier. Siekener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 26. April. Trübung und Regen, etwas wärmer, besonders nachts. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell Ibin klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in teken. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Rordanlage zwischen Neustadt und Steinstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 18. April 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Roonftraße zwischen Moltkestraße und Großer Steinweg von heute an bis auf weiteres für den Fuhrberkehr gesperrt. Gießen, den 18. April 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an. Rotwein ( echter Ingelheimer) Liter oder Flasche von 100 Pfg. an versendet in Gebinden von 25 Liter und Kisten von 12 Flaschen an P.Chr.Saalwächter Weingutsbesitzer. Nieder- Ingelheim a. Rhein. Boranzeige. Europas größte Menagerie und Raubtier- Karawane trifft Mittwoch, den 26. April, abends 11 Uhr per Sonderzug hier ein und nimmt in ihrem eigenen Riesenzelt auf Oswalds Garten Alles weitere durch nähere Aufstellung. Annoncen und Plakate. - Die Besizerin J. Ehlbecks Ww. aus Hamburg. Vermittelungsstelle für den An- und Verkauf von Zuchtvieh im Anschluß an die Geschäftsstelle des landw. Vereins f. d. Provinz Oberhessen zu Alsfeld. Widerrufung. Ich erkläre hiermit, daß die von mir gegen Karl Zalauf, DienstEnecht auf der Hizmühle bei GroßFelda, ausgesprochenen Beleid g- ungen auf unwahrheit beruhen Wir vermitteln den An und Verkauf von Zuchttieren der uns und ich dieselbe reuevoll zurückangeschlossenen Zuchtvereine als: Simmentaler Herdbuchtiere( 71 Vereine), Vogelsberger Herdbuchtiere( 22 Vereine), Yorkshire, bezw. Deutsche Edelschweine( 6 Vereine), Saaner- Ziegen( 6 Vereine). Listen über zum Verkauf gestellte Tiere werden auf Verlangen gratis zugesandt nehme. Ober- Ohmen, 18. April 1905. Karl Otterbein II. Vorzüglichste Lederputz- Crême Alice- Schule. Kavalier Der Unterricht für Beiknähen, Sticken, Bügeln und Schneidern beginnt Freitag, den 28. April, der Kursus für Handarbeitslehrerinnen, arbeiten, sowie die Kochschule, den 1. Mai. KunstDie Aufnahme der Schülerinnen findet Donnerstag, den 27. April, vormittags 10 Uhr, im Schullokale statt. Auskunft und vorherige Anmeldung auch für die Kochschule bet Frl. 2. Moeser, Oberlehrerin, Gießen, Gartenstraße Nr. 30. V. Hessisch- Thüringische Staatslotterie Biehung VI. Klaffe.( 15. Tag.) 20. April 1905. Das Beste vom Besten Kein alltägliches Schuhputzen mehr nötig. Überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen. ( Ohne Gewähr.) 189 202 10[ 400] 592 634 755 71 945[ 400] 1156 463 74 622 44 723 815[ 1000] 62 937 53 80 2285 96 355 459 604 728 67 94 3056 176 227[ 5000] 85 359 95[ 400] 410 17 71 535 886 99 909 78 4189 278[ 1000] 432 554 694 828 39 5075[ 400] 79 249 89 348 53[ 10000] 466 83[ 400] 640 6048[ 400] 235 387 806 990 7165 280[ 400] 461 528[ 400] 94 602 7 34 805[ 400] 13[ 400] 55 91 8141 45[ 400 68 89 94 378 438 80 619 715 825 982 91 9255 410 511 700[ 400] 34 818 962 88| 1000] 10016[ 400] 45 83 136 293 509[ 1000] 749 58 11048 70 189 203 93 391 447[ 1000] 83 601 52 844[ 400] 75[ 400] 88 12221 332 522 631 [ 400] 727 42 925 53 13102 29 342 78 403 68 523 641 775[ 400] 981 [ 1000] 14076 99 334 618[ 1000] 94[ 400] 734 62 810[ 400] 99 15063 133 317 33[ 5000] 408 59 88 749 800 97 16072 75 110 29 57 81 93 251[ 400] 67 471 524 627 32 45 80 798 17093 141 80 207 39 604 19 48( 1000] 84[ 400] 727 18019 92 122 235 451 507 57 626 715 86 90 872[ 400] 19098 1000] 163 66 411[ 400] 821 42 48[ 400] 20171 97 360 512 684 882 986[ 1000] 21059 139 348 481 683 775 802 85 964 22121[ 400] 40 86 218 378 467 575 610 928 23185 228 424 54 599 896 912 19 28 24004 203 64 82 300 48 61[ 400] 403[ 2000] 70 563 715[ 400] 801[ 400] 19 1400] 79 900 35[ 400] 60 25100 3 53 426 560 802[ 1000] 29 68 944[ 5000] 55[ 400] 26008 58 270 301 9 706 875 943 84 27139 53 70 91 264 308 59 563 80[ 1000] 94 723 53 83 839 28085 130 232[ 1000] 82 467 577 677 89 899 29069 109 56 95[ 400] 229 38 97 364 97 686[ 1000] 746 965[ 400] 30089[ 1000 184 205 77 380 480 742 53 855 921 68[ 1000] 83 31063 315 465 1400] 76 534[ 400] 872[ 400] 955 32107[ 400] 340 513 43 83 601 988 33105 485 500 729 66 961 34002[ 400] 46 87 136 48[ 400] 571 747[ 1000] 66 885 35024 65 96 126 61 65[ 400] 393 462 596 625 729 85[ 1000] 832 36132 52 53 322 488 572 728 37255 666 990 38010 92 107 32 585 99 632 765[ 400] 39271 379 542 64 89 627[ 400] 92 1000] 793 40048 88 239 495 567[ 400] 90 650 708 38[ 400] 41058[ 400] 143 228 33 540 606 22 62[ 400] 870 962 42070 104 40 229 417[ 400] 18 45 [ 400] 583[ 400] 721 43390 572 615 62 74[ 400] 705 47 44005 353 9. 491 510 683[ 1000] 739( 1000 45021 93 152 251 350 62 488 500 630 710 925 46166[ 1000] 20 416 50 618[ 400] 721 66 804 909[ 400] 31[ 400] 92 47017 32 226 403 20 541 47 743 931 54 97 48043 87 207 493 515[ 1000] 61 86 600 40 72 94 708 43 51 835 80[ 400] 49011 29[ 400] 102 15 45 47 52[ 400] 343 53 60 704 843 400] 927 40 50182 360 74[ 1000] 89[ 1000] 434 39[ 1000] 551 603 713 60 817 71[ 40082 943 51058[ 400] 373 430 876 52263 75 310[ 400] 437 75 587[ 400] 6.19 952 53124 471 99 508 56 771[ 400] 74 890 923[ 1000] 4 52 54199 583[ 1000| 72+ 2000] 55221 48 322 503 69 781 804 909 65 73 56063 105 44 98[ 1000] 223[ 1000] 419 31 79[ 1000] 554 92 713 31 911 21 78[ 400] 57201[ 1000] 395 98 737[ 400 806[ 400] 45 936 58008 85 130 57 58 225 90[ 400] 488[ 400] 585[ 400] 97 660 778 805 59034 101 208 59 79 309[ 400] 47 [ 400] 434[ 400] 50 587 606 777 814 20 996 60120 59 264 591 694 718 898 913 24 61030 82 145 222 361 560 751 855[ 400] 70[ 400] 972 62203[ 1000 386 410 564 915 86 63531 688 98 718 35 81 817 22 40[ 400] 50 81 400] 937 95 64156[ 400] 221 43 476 684 721 892[ 400] 65023 27 215 408 92 543 781 1000] 991[ 400] 66020 249 384 89 90 99 500 75[ 1000] 681 843[ 400] 948 67009 45 141 222 31 38 52 343 53 72 507 74 2000 831 935 54 68024 94 174 640 43 77 708 19 970 69296 300 444[ 400] 506 620 735 73[ 1000] 936 72 90 70120 74 232 52 66 389 541 727 936 76 71199 240 320 46 74 440 56 521 28 632 782 804 72029 147 218 306 46[ 400] 66 401 36[ 400] 37 1000 78 594 629 787[ 400] 864 65 975 73048 267 464 594 722 849 91 74092| 2000 164 1400 348 1000] 488 612 773[ 400] 75 801 929 75002 285 318 566[ 2000] 94[ 1000] 605 71 720 823[ 1000| 921 22 81 76030 224 608 49 727 93 966 14001 77029 290 333 59 479 81 601 41 731 1000] 924 1400] 69 78244 304 21 420 565 652 778 844[ 400] 946 79015 1000 28 62[ 1000] 131 97 221 319 43 84[ 1000] 579 682 919 87 80053 55 295 470[ 400] 587 602 74 725[ 1000) 54 844 81001[ 400] 70 336 503[ 1000] 4 15 687 770 823 914 82225 36| 1000] 55 63 66 92 312 71 444 85[ 1000] 501 770 83005 115 400] 30 39 230 40 429 544 620 45 80 788 907 84020 77 179 97 1000] 242 312 42 402 506 630 58 1000] 731 56 69[ 1000 858 87 90 96 1030 85027 83[ 400] 281 1000] 453 1000 590 610 50[ 400] 82 766 824 29[ 400] 86074 119 39-406 55 646 73 96 848 992 87306 522 65 652 70 883 93 977[ 400] 88655 800 89190 225 33 449 55 727[ 2000] 63 819 52 67 90089 182 677 943[ 400] 91119[ 1000] 57 90 341 65 411 90 718 19 [ 400] 52 800 6 92014[ 400] 119 64 85 95[ 5000] 227 67 97 517 59 763 833 57 945 93038 251 60 360 414 541 71 739[ 1000] 974 82 94009 227 [ 1000] 95 515 65 85[ 400 652 80 85 95220 305 84 413 620 46 91 96040 101[ 400] 51 256 85 440 573 631 711 813 949 62 97014 142 79 391[ 400] 93 445 51 99 544 73 612 852 914 50 98011 33 46 89 402 1000] 8 557 603 85 828 66 952 99002 33 196 411 52 84 900 52 87[ 400] Nächste Ziehung: 22. April 1905. Lose der 6. Hessisch- Thüringischen Staatslotterie sind zu beziehen durch die Richard Buchacker, Gießen, Neuenbäue 11. amtlich bestellte Haupt- Kolleftur Ziehung 1. Klasse om 6. und 7. Juni TE Wohlriechender Ofenlack bei Emil Fischbach Gießen, Seltersweg. Die Aufnahme der schulpflichtigen Kinder. Montag, den 1. Mai ds. Js., vormittags von 10 bis 12 Uhr, findet in der hiesigen Volksschule und zwar in der Stadtknabenshule im Zimmer Nr. 3, in der Stadtmädchenschule im Zimmer Nr. 6, die Aufnahme der Kinder statt, welche bis Doppelfalzziegel zum 1. Mai ds. Js. das sechste Lebensjahr zurückstets auf Lager bei H. Schaumberger Gießen, Marburgerstraße 22. Erste, a tes e grosste, verbreiteste weftbekannte Nähmasch nen- und Fahrrad45MK gelegt haben. Auch fönnen am genannten Tage auf Wunsch der Eltern oder deren Stellvertreter solche leiblich und geistig nicht unreife Kinder aufgenommen werden, welche bis zum 30. Sep tember ds. J. das sechste Lebensjahr vollendet haben. DieGrossfirma M. Jacobsohn, jenigen dieser zur Anmeldung gebrachten Kinder aber, die für den Schulbesuch als nicht genug herangereift betrachtet werden fönnen, werden für das nächste Schuljahr zurückgestellt. BERLIN N. 24. Linien- Str. 126, Lieferan von Post Preussisch. 95 Staats- und Reichseisenbahn- Beamtenvereinen, Lehrer-, Militär-, Kriegervereinen ganz Deutschlands versendet de neueste deutsche hocharmige Singer Nähmaschine 16 für alle Arten Krone" Schneiderei, 35, 40, 45, 48, 50 Mk., 4 wöchentl Probezeit, 5 Jahre Garantie, Wasch Roll Mangel billigst. Militaria- Zollerräder in Militär-, Post-, Eisenbahnund Beamtenkreisen eingeführt, beliebteste Marken, 75 Mk. an, durch direkten Bezug 50%, Er sparnis Maschinen überall zu besichtigen BEST Kartoffeln. Brima int Speise- u.Salatkartoffeln sowie alle Sorten Frühkartoffeln empfiehlt Kartoffelhandlung I.Hanckel, Gießen Schlußgasse 6. Wascht mit Schwan Beste und billigste Bei der Anmeldung ist der Impfschein vorzulegen und bei auswärts geborenen Kindern auch der Geburtsschein mitzubringen. Außerdem haben diejenigen Eltern, die von der Gewährung freier Lehrmittel für ihre zur Aufnahme gekommenen Kinder Gebrauch machen wollen, unter Vorzeigung des dies: jährigen Staatssteuerzettels bei dem betreffenden Hauptlehrer Antrag zu stellen. Gießen, den 19 April 1905. Für den Schulvorkand. Mecum, Oberbürgermeister. Bekanntmachung. Betr. Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen links der Lahn; hier: die Zuziehung der auf dem linken Lahnufer gelegenen Teile der Königl. Preußischen Gemarkungen Launsbach und Wißmar zu diesem Verfahren. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wie hiermit zur öffentlichen Kenntnis. 96. 0 ( 18 SER Gejet Gie ober Der L Hahn, Reftor. madien Ungele Ihnen für me felbstv Anwe Auf leiter Pro gege Män nadj D Spielu Abend haftun borgen Veran hingen wenn man e Gießen, den 18. April 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Nach dem Antrag einer Anzahl beteiligten Grundeigentümer soll in den auf dem linken Lahnufer gelegenen Teilen der Gemartungen Launsbach und Wikmar das Feldbereinigungsverfahren nach den Bestimmungen des Gefeßes vom 28. September 1887 einge: leitet und sollen die Gemarkungsteile zu dem im Gange befindlichen Feldbereinigungsverfahren der Gemarkung Gießen links der Lahn zugezogen werden. Für Launsbach ist dieser Antrag von 20 beteiligten Grundeigentümern, 8,9249 ha Gelände besigen, unterschriftlich unterstüt worden. Da im ganzen 47 Grundeigentümer mit 14,7737 ha Land beteiligt sind, so ist für Launsbach die für das Zustandekommen des Unternehmens gefeßlich vorgeschriebene Mehrheit( mehr wie ein Bezugsquelle für Landwirte Fünftet der beteiligten Grundeigentümer mit mehr als der Hälfte ist das Schuhwarenlager Sonnenstraße 20/22. Prima Apfelweine in Flaschen, garantiert naturrein, liefert jedes Quantum fret ins Haus. Gießen. H. Trechsler, Weserstraße 8. der beteiligten Fläche) vorhanden. Für Wikmar hat am 29. März d. Js. eine öffentliche Ab stimmung über den oben beschriebenen Antrag stattgefunden. Hierbei hat ein beteiligter Grundeigentümer, der 525 qm Land besizt, gegen land als für ben Antrag stimmend anzusehen sind. Im ganzen find den Antrag gestimmt, während 137 Grundeigentümer mit 16,3178 ha 138 Grundeigentümer mit 16,3703 ha Gelände beteiligt, so daß auch für das Zustandekommen des Unternehmens in dem Wißmarer Ge markungsteil die geseglich vorgeschriebene Mehrheit vorhanden ist. Die Anträge sind von der Landeskommission für zulässig erachtet worden. d. Ein Lackierer bem Brotokoll über die am 29. März b. Js. stattgebabte öffentliche gesucht. #rd ein Lehrling Carl Ludwig Leib, Lackierermeister. 1 Hausoursche und 1 Dienstmäden fofort gegen guten Lohn gesucht. Bäckermeister Müller, Gieken. Seltersweg 62. Sofort oder zu Ostern findet eine Anzahl jüngerer Mädchen Sie liegen nebst einer Zusammenstellung ihrer Ergebnisse und Abstimmung in der Zeit vom 26. April bis einschließlich 2. Mai d. J8 in den Amtszimmern der Gemeindevorsteher von Launsbach und Wißmar zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit der Ergebnisse sind binnen 14 Tagen von der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung im Kreisblatt ab mittels schriftlicher Beschwerde bei Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe in Darmstadt geltend zu machen. leichte Beschäftigung in jahr unserer hiesigen Bigarrenfabrik. C Klingspor. Gießen. Friedberg, den 6. April 1905. Der Großh. Feldbereinigungskommissär: gez. Spamer, Kreisamtmann. Submission. Für die psychiatrische Klinik soll für das Rechnungs 1905 die Lieferung von ca. 7000 Centner Koaks ca. 800 Centner Nußkohlen 40 Raummeter Zannenscheitholz Tapezierlehrling auf dem Wege der öffentlichen Submiſſion vergeben werden gesucht gegen sofortige gute Vergütung. Adolf Noll, Gießen, Bahnhofstraße 57. Sin braver Junge in die Lehre gesucht. W. Schmitt, Glasermstr. Kanzleiberg 7, am Brand. 1-2 Schüler welche nach Ostern in Gießen höhere Schule befuchen, finden angenehme Pension. Die Schularbeiten werden über= wacht. Wo sagt die Erp. d. Bl. Schöne möbl. Zimmer mit oder ohne Pension zu verm Bismarckstraße 17. Goethe: ftraße 48 p. Schön möbl. Zimmer Die Bedingungen liegen an den Wochentagen bon 3-5 Uhr nachmittags auf dem Verwaltungsbureau offen. Offerten sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin Dienstag, den 4. Mai 1905, vormittags 11 Uhr auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 31. Mai 1905. Gießen, den 17. April 1905. Großh. Direktion der psychiatrischen Klinik. J. V.: Dr. Dannemann. Verdingung. Die Kanalbauarbeiten für die Verlängerung des Straßen fanals in der Schüß nstraße sollen Dienstag, den 2. Mai d. J vorm. 11½ Uhr mit und ohne Kabinet zu verm. öffentlich vergeben werden. Angebote auf Vordruck, der bei Gießen, Walltoritrake 15. uns erhält ich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunft Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Portwein, Vino de Wermuth, Samos, Malaga in nur guten Qualitäten. an uns einzureichen. - Buschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 19. April 1905. Städtisches Tiefbauamt. Liebigstraße 58 Braubach. ift ab 1. Juli eine schöne 5 Bim Gut möbl. Zimmer merwohnung mit allem Zubehör evtl. bei voller Pension zu verm. ebent. mit Bleiche und Gartenanteil preiswert zu vermieten E. Rakmann, Gießen, Markt 20. bekam gifches liche G Br jemand fennen offenes titel g figtei Indi Stal A tungs des. halten ließ je auf de Erkund Fri der eng