-Chea Giessen. : Steingoette ag, den 26. und legte Sonntag ements- Borstellu Kabale d Lieb gerliches Trauerfpi en von Friedr. G Abbru ltorstr. after, Ziegel, Rug Bren fort zu bertaufen htiger erfahren ufman fucht Lebed brer, Filial Lagerist. tiger Nr. 72. Zweites Blatt. Jnsertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Oberken, die Kreise Weglar anb Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg. Reklamen ble Petitjelle 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Hauptegpebttion: teßen, Selters weg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Samstag, den 25. März 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Grattebeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Semper talis tamen. [ Politische Wochenschau.] Dann möge über das deutsche Volt einst geschrieben rerden, was an den Helmen meines ersten Garderegiments 4. S. a. 5. Gniebt: Semper talis"- stets derselbe". Dann werden ro ir von allen Seiten mit Achtung, teilweise auch mit Liebe, als sichere und zuverlässige Leute betrachtet werden und önnen stehen, die Hand am Schwertknopf, den Schild vor uns auf die Erde gestellt, und sagen:„ tamen"- ,, komme, Einbildham Schrift jauen bei t gefudt. Franz Sewel, Gr Grünberger tige Zigaren und Wickelman Affordlohn, sowie gere Taglöhne Woas da wolle." Das sind die Schlußworte der bedeutsamen Rede, die Baiser Wilhelm in vergangener Woche in Bremen gehalten at, ein Programm und eine Mahnung zugleich, eine Erinnerung und ein Ausblick, eine Vergangenheitserklärung und ine Zukunftsfündung in einem. Daß der Kaiser diese Worte at ummittelbar vor Antritt seiner Mittelmeerreise geprochen, auf der er Tanger anzulaufen denkt, zwingt beiJulius Sabu Na nahe dazu, den Inhalt jener Rede mit dem Reiseziel Marokko In Zusammenhang zu bringen. Als im vorigen Jahr der per u. Pflaste Eifer vom Reich fern war, hatte der Reichskanzler Graf erade Arbeit gein Bülow bei Eröffnung und Einweihung des Herrenhauses den Werner, Pilatuspruch getan:„ Deutschland in der Welt voran!" Kurz Grünberg Idarauf wurde das französisch- englische Abkommen, Marokko betreffend, bekannt. In diesem Abkommen waren DeutschIlands Handelsinteressen in Marokko, die nicht gering sind, Licht in gebührender Weise berücksichtigt. Man hatte darin ii ber Maroffo verfügt, ohne die Zustimmung Deutschlands Ein Linzuholen, und diese Zustimmung hielt man so wenig für r Statur wird sofort gesucht zu erfragen Baner, Schauftel Ben, Oswaldegarten rt oder zu Ostern zahl gerer Mäd e Beschäftig biefigen Bigarre . Klingspor, Eaden gesucht. forderlich, daß man Deutschland von dem Abkommen nicht einmall amtlich Kenntnis gab. Deutschland war ignoriert Borden. Seine Antwort bestand darin, daß es wieder ignorierte. Es betrachtete den Vertrag, der ohne sein Zutun eschlossen war, als nicht bestehend-- und das genügte, daß sofort auch nicht bestand, als Frankreich des Vertrages Ronsequenzen ziehen, sich in Marokko als den Wortführer Europas aufspielen wollte. Dieser deutsche Erfolg ist um so größer, als er ohne jedes Echauffement errungen wurde. Dlan that sich in keiner Art ereifert, man hat das Abkommen, as ums ignorieren wollte, durch ein bloßes Achselzucken aus Der Welt geschafft. Dabei hat man sich nach keiner Seite ehrmädchen orfen, an niemand ein unfreundliches Wort gerichtet. Semper talis" hieß es von hier aus; man verharrte in Heur. Lehamn higer, inaggressiver Haltung und der marokkanische Gießen, Geltreinput war vorüber. Nun wurde sogar zuvorkommend erärt, daß Deutschland nicht beabsichtige, irgend jemandes Mädchel da reise zu stören: Marokko unabhängig wie zubor, Deutscharbeit durchaus erirea fands Handel dort so frei wie jeder andere Handel, im Bießen und Bad Nauhei brigen mag jeder tun, was er fann. Wir stehen friedlich dabei, die Hand am Schwertknopf- ,, tamen!" Haus- u. Rüdenmidd Frau Herr, Sonnent Jüngeres braves ienstmädden leinen Haushalt nad Gießer .Avril gefugt beres in der Erb. 6. Bl taes tea Shulmäd indermädchen für gesucht. Näh. i. Sackerlehr Vergütung ge Wilhelm Liber Bädermetter Gegere. PREIS MEDAILLE 1870 Andung 1868. ungen nko- Lieferung. etc. etc. Breußen hat einen unvorhergesehenen Ministerwechsel gebt: Freiherr v. Hammerstein ist plötzlich gestorben, für ihn Dr. v. Bethmann- Hollweg in das Ministerium des Innern ingezogen. Ein redlicher, aufrichtiger Mann ist gegangen, der in seinem Amt so manchem entgegen sein mußte und der doch keinen gekränkt hat. Das ist kein großer staatsmännider, aber es ist ein menschlicher Ruhm, den nur erwerben fann, wer reinen Herzens ist. Der neue Minister ist der Zur bevorstehenden Bauzeit halte me in Dachdeckergeschäft erste unter den Altersgenossen und Jugendfreunden des Kaisers, der in solche Stellung einrückt. Dem Studiengefährten hat der Kaiser Huld und Wohlwollen immer erwiesen. Jetzt wird die Freundschaft auf schwere Probe gestellt. Denn der Minister muß auch widersprechen können, und das hatte der Jugendgenosse nicht nötig. An dem Kaiser ist es, in solchem Fall das„ semper talis" zu bewähren; an dem Minister ist es, es auf die Bewährung ankommen zu lassen, in Treue und Ergebenheit, in gewissenhafter Ueberzeugung zu sagen: ,, tamen!" In Mazedonien muß die Türkei ein Kriegsheer unterhalten, mitten im Frieden. Denn der bulgarische Nachbar führt tatsächlich Krieg ohne Kriegserklärung, nur mit Jrregulären, mit Banden, die nicht über die bulgarische Grenze berfolgt werden dürfen und dort sicheren Unterschlupf finden. Wird aber eine Bande aufgegriffen und nach Gebühr behandelt, so erhebt man von Sofia aus Geschrei über„, bulgarian atrocities", über die von Türken an Bulgaren begangenen Greuel, und heult damit den Großmächten in die Ohren. Doch diese kennen die Politik Fürst Ferdinands,„ des Abwesenden". Fürst Ferdinand ist immer abwesend, wenn in Bulgarien dunkle Dinge gebraut werden. Er fann immer sein Alibi nachweisen. Das ist seit der Ermordung Stambulows stets die nämliche Geschichte. Darum sieht man den Fürsten nur ungern sein Land verlassen, dessen etwas turbulenten Gewohnheiten er sich in seiner Politik merkwürdig gut angepaßt hat.„ Semper talis", heißt es von ihm, und er bleibt auch immer der Nämliche. Er aber ist taub gegen Vorhaltungen, von denen er weiß, daß sie nicht allzu ernst gemeint sind. Er hai ganz genaue Kenntnis davon, daß man es ihm in Petersburg verargt, wenn er Rußlands jezige Verlegenheit benutt, um Zugeständnisse zu erlangen, die das ungefesselte Rußland ihm nicht bewilligen würde. Er weiß jedoch ebenso, daß man vielleicht anderwärts nicht ungern sieht, wenn von Bulgarien aus ein für Rußlands traditionelle Türfenpolitik abträgliches fait accompli geschaffen wird. Nun hält er sich von Bulgarien fern, obwohl seine Rundreise längst beendet ist, und denkt in seinem Herzen:„ tamen!" In Rußland herrscht Ratlosigkeit; aus Ratlosigkeit weiß man zu keinem neuen Entschluß zu kommen, aus Ratlosigfeit verharrt man in der Richtung, die zu den jetzigen Wirren geführt hat. Man hat nicht den Mut zu Aerderungen. Der Krieg wird weitergeführt, nicht weil man ihn will, sondern weil er angefangen ist, und weil die Fähigkeit zu einer neuen Entschließung fehlt. Hunderttausende sind geopfert abermals Hunderttausende werden vorgeschickt. Die Verbindung zwischen Regierung und Volk hat aufgehört, ist gelähmt, sie funktioniert nicht mehr. Rein mechanisch verharrt man in der begonnenen Bewegung. Dieses Verharren ist nicht das Ergebnis eines bewußten Willens, sondern im Gegenteil: der Willenlosigkeit. Dort ist niemand, der in ruhiger Selbstsicherheit von sich und seinem Tun sagen dürfte: ,, semper talis"- höchstens im schlimmen Sinne fönnte Das Wort gebraucht werden. Niemand auch ist dort berechtigt, in der Ueberzeugung wohlerfüllter Pflicht den kommenden Dingen mit dem Ausdruck der Zuversicht entgegenBehen: tamen!" Edgar Borrmann, Giessen. buften empfohlen, gleichzeitig empfehle mein Lager in Dachziegeln, Neustadt 11. Dachpappe, Schornsteinanfsätzen usw. zu billigsten Preisen. homemftr. 13. Johannes Prang, Dachdecker meister Lahnkalk- u. Marmor- Jndustrie August Gabriel jr. Giessen. Kalkwerke: Abendstern. 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Das fällt mit der Verlobung der beiden Angeklagten zeitlich zusammen. Plötzlich nach vier Jahren, im Januar 1903, wurde Lemgo wieder mit anonymen Briefen überschwemmt. Diese unterscheiden sich wesentlich von der ersten Serie. Während die ersteren sich im großen und ganzen mit der Liebesaffäre des jetzigen Ehepaares Kracht beschäftigten, sind die letzteren voll von geringschätzenden Bemerkungen über andere Personen. Dann werden noch einmal die Vorgänge bei der Haussuchung geschildert, die zur Verhaftung des Ehepaares Kracht führten. Es wurden im Papierkorb Schnitzel von Löschblättern gefunden, auf denen in der Schrift des Anonymus das Wort„ Carol" stand. Die Angeklagte Kracht hat sich verdächtig gemacht, indem sie mit großer Haft den Inhalt des umgestülpten Korbes wieder hineinwvarf. Der Angeflagte Kracht gibt zu, daß auch ihm die Sache mit den Papierschnitzeln verdächtig vorgekommen sei. Er sowohl wie seine Frau räumen ein, daß es nach dem Tatbestande wahrscheinlich sei, daß die Briefe in ihrem Hause geschrieben seien. Erft fiel der Verdacht auf Kracht selbst, doch wurde er nach kurzer Haft gegen Kaution wieder entlassen, weil ein Brief in der Handschrift des Anonymus eintraf, der ihn für unschuldig erklärte. Die Behörde schritt nunmehr zur Verhaftung Frau Krachts. Diese behauptet, daß sie seit der Verhaftung ihres Mannes stets in jemandes Gesellschaft gewesen sei, um jeden Verdacht zu entfräften. An den Schivager Krachts fam ein Brief, in dem sich der Anonymus erbot, sich gegen Zahlung von 1000 Mark zu nennen. § Von Stufe zu Stufe. Wegen betrügerischen Erwerbs zweier Rennpferde wurde in Berlin der Kausmann Ackermann zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte die Pferde von einem Händler unter falschen Vorspiegelungen herausgelockt und später verkauft. Adermann ist aus wohihabender Familie und hat ſindiert. Spiel und Weiber brachten ihn herunter. Er wurde nacheinander Kellner und Schauspieler, schließlich„ Kaufmann". Als seine Gelder ganz zu Ende waren, versuchic er sein Glück auf Rennbahnen und griff schließlich zum Beirug. § Juckpulver als Foltermittel hatte der dänische Untersuchungsrichter de Klaumann angewandt, der deshalb zu vier Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Um einen Untersuchungsgefangenen zum Geständnis zu bewegen, ließ er ihn nicht nur wiederholt durch den Aufseher prügeln, sondern er raubte dem Gefangenen jede Nachtruhe durch Anwendung eines sogenannten Juckpulvers", das man dem Unglücklichen auf sein Nachtlager streute. Die Folge war denn auch ein fingiertes Geständnis, das sich aber bald als erzwungen herausstellte. § Die Görlitzer Verhandlungen wegen der Unterschleife in preußischen Eisenbahnwerkstätten haben erdrückendes Material gegen den Hauptangeklagten Kaufmann Friedeberg ergeben. Die mitangeklagten Bahnbeamten sind im allge= Unterzeichneter empfiehlt seine garantiert reinen, unverfälschten Weine nur eigenes Wachstum und sichert streng reelle Bedienung zu. Weißweine, pro Liter 60 Pfg. auswärts, Rotweine 80 Zahlreiche Anerkennungen und Nachbestellungen bestätigen die 11 " " 1 gute, preiswürdige Qualität und liegen Originale hiervon zu jedermanns Einsicht offen. Probefässchen von ca. 25 bis 30 Liter unter Nachnahme. WeingutsLudwig Mathes, besitzer. Flonheim( Rheinhessen). Empfehle mich als Leichenfrau. Frau Wacker, Gießen Große Mühlaafse 23. Hygienische Bedarfsartikel Strickmaschinen( Gummi). Direkt an Private. Steinstraße 31a. Fahrräder werden auf Wunsch sehr billig abzugeben. abgeholt und zurückgebracht. Gießen, Neuenweg 10. Diskretion- Versandt. A. Welz, Giessen. Prima usskohlen sowie alle anderen Kohlensorten empfiehlt billigst H. Schaumberger, Kohlenhandlung, Gießen. meinen geständig, ihm als Kehricht und Asche wertvolle Metallabfälle geliefert zu haben, für die der Fiskus noch 60 Mark pro 100 Kilogramm zu lösen pflegt. Dafür verteilte Friedeberg dann Trinkgelder unter die Leute. Friedeberg leugnet und erklärt, er habe nichts Unrechtes getan. Vermilchtes =[ Womit sich die Moskauer Pädagogen zu beschäftigen haben.] Glaube nicht, lieber Leser", so schreibt die„ Ruß", ,, daß ich einen Scherz aus der Kinderstube erzähle, wenn ich von einem Kriege gegen weiße Halsbinden und Galadegen berichte ein solcher Krieg wird nämlich von den Moskauer Pädagogen tatsächlich geführt. Heft 12 der Zirkulare des Moskauer Lehrbezirks enthält auf 12 Seiten Bestimmungen über die Art, wie die Chargen des Unterrichtsministeriums ihre Uniformen zu tragen haben, und die 13. Seite bring: bunte Zeichnungen von Aufschlägen, Uniformen usw. Die Bestimmungen über das Uniformitragen der Lehrer sind in 30 Paragraphen, 26 Anmerkungen und 15 Fußnoten zusammengefaßt. Aus dieser verzwickten Darstellung ist zu entnehmen, daß die armen Lehrer über sechs Uniformen verfügen müssen. Dabei sind für jede dieser Uniformen in scharfsinniger Weise besondere Bezeichnungen erdacht worden. Galauniform, Feiertagsuniform, gewöhnliche Uniform, befondere Uniform, Werktagsuniform, Reiseuniform. Wir wollen uns nicht den Kopf darüber zerbrechen, bei welcher Gelegenheit die gewöhnliche, die besondere oder die Werktagsuniform getragen werden muß, sondern hier nur die Anmerkung zum§ 3 der Bestimmungen wiedergeben; diese Anmerkung lautet:„ Das Tragen einer weißen Halsbinde zu einem Rock mit zwei Knopfreihen ist streng untersagt." - [ Die Frauenbewegung in Japan.] In Japan, wo die Frauen jetzt ebenso wie in Europa nach Gleichberechtigung mit den Männern streben, wird diese Bewegung aufs eifrigste von der hochgebildeten Kaiserin unterſtügt. Sie hat die Aufhebung des alten Gesetzes, das den Frauen die Ausübung der Schauspielkunst verbot, durchgefeßt und die Berufung von europäischen Theaterdirektoren und Regisseuren nach allen größeren Städten veranlaßt, um das japanische Theater zu reformieren. Ferner hat sie hervorragende Werke der Dichtkunst, sowohl ältere als auch moderne dramatische Meisterwerke, übersetzen lassen. Infolge eines japanischen Gesetzes find Mädchen wie Knaben nur bis zum 14. Lebensjahr schulpflichtig; auf Veranlassung der Kaiserin sind aber in verschiedenen Städten außer den Volksschulen höhere Töchterschulen errichtet worden, die junge Mädchen aufnehmen, die schon das 14. Lebensjahr vollendet haben, und die hier Unterricht erhalten können in Chinesisch, Englisch, Französisch und Deutsch, sowie in der Buchführung usw. Ferner hat die Kaiserin die Erlaubnis ausgewirkt, daß die jungen Mädchen zum Universitätsstudium zugelassen werden können. m Post- und Telegraphendienst finden junge Mädchen schon viel fach Verwendung. Auch gibt es in Tokio schon einen weiblichen Rechtsanwalt. Durch das Beispiel der Kaiserin ermutigt, haben die drei reichsten und vornehmsten Hofdamen, die Baronessen Jvisaki, Misiuis und Chibusova, beschlossen, eine Universität für Frauen ins Leben zu rufen, die dem Deiblichen Geschlecht in kurzem ihre Tore öffnen wird. = [ Der riesige Umfang des Berliner Verkehrs] wirs an Ziffern klar, die über das letzte Betriebsjahr der Stadtbahn veröffentlicht werden. Danach beförderte allein dieses Merkehrsinstitut( ohne die Ringbahn) 34 832 000 Personen. Bekanntmachung. Zur Erlangung von Vorentwürfen für das Gießener Stadttheater ist ein beschränkter Ideenwettbewerb ausgeschrieben worden. Die Entwürfe find bis zum 15. Mai bei uns einzureichen. Gießener Architekten, die an dem Wettbewerb teilnehmen wollen, fännen die Unterlagen dazu in der Zeit bom 25. bis 31. März auf der Bürgermeisterei, Zimmer 15, in Empfang nehmen. Gießen, den 24. März 1905. Großh. Bürgermeißerei Gießen. Mecum. Betanntmachung. =[ Die Heringe im Kaiser Wilhelm- Kanal] sind, wie aus Kiel berichtet wird, von einer ganz besonderen Güte. Die Fische erzielten in der Versteigerung den hohen Preis von 6,50 Mk. bis 7,50 Mr. das Wall( 80 Stück) grün. Der beliebte Belthering erzielte trotz seiner Güte nur 3 bis 4 Mr. =[ Die störenden Kirchenglocken.] Kürzlich konzertierten zu Arco im Salone Municipale mit gewohnter Meisterschaft die Violin- bezw. Klaviervirtuosen Ondricek und Famera. Da das Kirchenglockengeläute ungemein störte, ließ der Kurvorstand um dessen Einstellung für die Dauer des Konzertes bitten. Der Dekan kam auch dem Ersuchen nach. =[ Ginen Jagdausflug nach dem Gismeer] wollen zehn englische Sportsleute im Juli unternehmen, un Eisbären und Walrosse zu jagen Jeder Teilnehmer muß 5500 Mark zahlen. Die Dampf- Jacht Bore" ist für die Unterbringung der zehn Sportsleute gemietet worden. Sie wird am 2. Juli von Newcastle on Tyne abfahren und in Hammerfest anlegen, wo arktische Piloten, Führer und Zeltgeräte an Bord genommen werden. Dann geht die Fahrt nach Spitzbergen und Franz- Josef- Land. Wenn das Schiff nicht durch Eis verhindert wird, den Bestimmungsort zu erreichen, so erwartet man eine vorzügliche Jagd. Der wanderude Berg. Die Bewohner des in der Nähe bon Nizza belegenen Dorfes Lasagnes sehen sich einer großen Gefahr ausgesetzt. Das Dorf liegt unterhalb eines Hügels, der über das Dorf drohend hinüberragt. Dieser Hügel hat sich seit einiger Zeit in Bewegung gesezt und wandert langsam, aber sicher auf das Dorf zu. Die Zeit ist zu berechnen, in deren Verlauf das ganze Dorf zerdrückt und begraben sein wird. Irgendwelche Schutzmaßregeln gegen das fürchterliche Unheil sind nicht vorhanden. Es bleibt den derzweifelnden Einwohnern nichts übrig, als ihre bewegliche Habe in Sicherheit zu bringen und ihre Häuser dem Untergange zu überlassen, den ihnen das immer näher rückende Ungeheuer bereiten wird. =[ Ein freundlicher Wunsch.] Ein Arzt aus einem Wiener Vorort teilt einem dortigen Blatte folgendes köstliche Erlebnis mit. Unter seinen Patienten im Spital befindet sich ein russischer Emigrant, der offenbar aus Hunger auf der Straße zusammenbrach und in das Krankenhaus gebracht wurde. Nach einigen Tagen ersuchte er den Doktor, eine Korrespondenzkarte an seine Eltern zu befördern. Der Inhalt derselben war sehr lakonisch:„ Liebe Eltern! Ich bin vollkommen gesund, liege Gott sei Dank!-- im Spital und wünsche von Euch dasselbe zu hören." Der Landwirt. mp Die Frühjahrsbewässerung des Wiesen hängt sehr von der Witterung ab, da die Wiesen im Frühjahr ohnehin Nässe haben, so daß man oftmals trachten muß, das Wasser von denselben abzuleiten. Erst wenn die Wiesen trockener ge worden sind, kann man mit dem Wässern beginnen, jedoch darf man nur 12, höchstens 24 Stunden wässern, wonach die Wiese wieder abtrocknen muß. Wenn noch Spätfröste zu befürchten sind, darf man niemals bei Nachtzeit wässern. Auf Wiesen, die nach Weggang des Schnees mit einer Eisdecke überzogen sind, kann man Wasser mehrere Stunden leiten, damit die Eisdecke schwinde und die Vegetation früher beginne. Neu! Ubbelohde Neu! Mineralwasser. Trachten- Karten and Hessen. 12 Nummern soeben erschienen, auch für Wiederverkäufer. H. Kühn, Baplerhandlung. erstklassig, Gießen. Die unterm 18. Februar 1905 angeordnete Sperre Fahrräder, der Fabrikat der Schloßgasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. 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Dem Taglöhner Wilhelm Keiner ein Sohn, Louis Friedrich; 13. Schlosser Franz Wirker eine Tochter, Anna Marie; 14. Kutscher Karl Heinz ein Soh Adolf Wilhelm; 16. Heizer Johann Georg Eisenacher eite Tochter; 17. Schneider Johann Peter Wamser eine Tochter, Elisabeth; 19. Lokomotivheizer Karl Alt eine Tochter; Ta löhner Karl Meisel eine Tochter, Marie Karoline; 20. Fuh tnecht Johann Barth eine Tochter, Margarete Elisabeth unb ein Sohn Johann Heinrich; Bäcker Samuel Kaz ein Soh Siegfried; 21. Backmeister Johannes Stehling eine Tochte Marie Emilie. Aufgebote. Ha 16. März. Wilhelm Emanuel Jokob Louis Hep pert, Eisendreher dahier mit Auguste Bauline Henkel in Rüsselsheim. 18. Karl Konrad Friedrich Martin Mahr, Schlosser dahier mit Margarete Katharine Euler in Daub ringen. 18. Karl Rheinemann, Eisenbahnwerkmeister in St. Wendel mit Emilie Schmalenbach dahier. Max Wall dorf, Scheufteller dahier mit Katharine Weber hierselbst. 18. Adam Chriftian Hofman, Postbote dahier mit Marie Christiane Müller hierselbst. 20. Heinrich Konrad Geher Schmied in Düdelsheim mit Hermine Friedericke Anna Holz apfel dahier. Georg Gottlieb Stark, Egarrenfabrikant ba hier mit Marie Elisabethe Paths in Darmstadt. 21. Johann Philipp Kindinger, Postbote in Darmstadt mit Katharine Marie Friederike Schäfer dahier. 22. Karl Hubert, Sergeant in Lahr mit Katharine Donges dahier. 24. Wilhelm Förster, Taglöhner dahier mit Anna Elisabeth Schneider hierselbst. Eheschließungen. Am 18. März. Johann Georg Spaar, Bremser i. dahier mit Katharine Schneider, geb. Jünger hierselbst Karl Georg Mar Göbel, Gärtner dahier mit Elisabethe Katharine Stühler hierselbst. Karl Herr, Dienstknecht di hier mit Elisabethe Margarete Walther hierselbst. Adan Döbus, Schuhmacher dahier mit Luise Katharine Münte hierselbst. Gestorbene. Am 17. März. Sophie Haubach, geb. Lony, 81 Jahre alt, Rentnerin dahier. 18. Julius Lony, 28 Jahre alt, Raufmann dahier. 19. Marie Georgine Pröschold, geb. Roll, 64 Jahre alt, Witwe des Schlossermeisters Richard Pröschold dahier. 20. Justus Emil Lenz, 53 Jahre alt, Gastwirt dahier. Johannette Isabelle Ziegler, geb. Kreid 75 Jahre alt, Witwe des Packmeisters Friedrich Ziegler da hier. 21. Meta Germann, 22 Jahre alt, ohne Beruf dahier. 22. Georg Fischer, 58 Jahre alt, Taglöhner dahier. 23. Wilhelmine Heck, geb. Herdt, 70 Jahre alt, Ehefrau de Kohlenhändlers Johann Jost Heck dahier. 24. Anna Kath rine Jung, geb. Friedrich, 59 Jahre alt, Ehefrau des Tag löhners Heinrich Jung dahier. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, bethe in Bieben. STOLWERCK ADLER KAKAO Fabriken: Duisburger Fahrradfabrik Wasche mit Köln- Berlin- Pressburg ,, Schwalbe", Akt.- Ges. Duisburg- Wanheimerort. Gegründet 1896. Prima Backsteine ( Feld brandsteine) zu verkaufen. Heinrich Kröck V. Heuchelheim. Für deutlich Schreibende! Hoher Nebenverdienst. Prosp. gegen 10Pfg.- Marke. 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